[RS80] Mounted Games

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von adoptedfox, 15 Jan. 2020.

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Wer wird das Stechen gewinnen?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 10 Mai 2020
  1. Golden Sugar & Candlejack

    30,0%
  2. Seattle Slew & Belmiro

    70,0%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. adoptedfox

    adoptedfox Bekanntes Mitglied

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    Reiterspiel 80 - Mounted Games

    Regelwerk
    • Ihr dürft mit Pferden und Pony's teilnehmen
    • Die Steckbriefe zu den Teilnehmern müssen verlinkt werden
    • die Zeichenzahl + Seite der Überprüfung bitte unter dem Text einfügen
    • Die Zeichenzahl beschränkt sich auf max. 5000 Zeichen
    • das übliche Startgeld von 5 Joellen (pro User) geht an mich adoptedfox mit dem Grund "RS80"
    • Wer bettelt wird von der weiteren Teilnahme disqualifiziert. Bitte etwaige Absichten mit Screen per PN an mich schicken.
    • Wer sich nicht an die Regeln hält wird von mir disqualifiziert
    • Bilder des Geschehens sind erlaubt und gerne gesehen!
    • Solltet ihr noch Fragen haben, könnt ihr mir gerne per PN schreiben
    Einsendeschluss ist der 29. Februar 2020


    Aufgepasst!

    Ihr startet in 2er Teams. Ihr könnt sowohl mit einem Joelle-User, als auch mit einer fiktiven Person teilnehmen.

    Aufgaben

    Das Reiterspiel findet in einer Halle statt.
    Ein paar Meter von der Halle entfernt gibt es einen Reitplatz auf dem ihr euch vorbereiten könnt.

    1. Aufgabe: Flaggenrennen
    Auf der Ziellinie stehen insgesamt 4 Flaggen in einem Topf,
    welche abwechselnd im Galopp von den beiden Reitern ins Ziel gebracht werden müssen.
    2. Aufgabe: Slalom
    Durchreitet schnellstmöglich die fünf Slalomstangen und wieder zurück. Am Wechselpunkt übergebt ihr den Slalomstart an euren Mitreiter, welcher nun als nächstes den Slalom durchqueren muss.
    3. Aufgabe: Flinke Füße
    Insgesamt sechs umgestülpte Eimer müssen mit dem Pferd an der Hand überschritten werden.
    Dabei darf kein Eimer ausgelassen oder umgeworfen werden.
    4. Aufgabe: Ringstechen
    Auf vier Slalomstangen sind jeweils Ringe platziert. Mit einem Ringstecher müsst ihr diese aufsammeln, zur Startlinie zurück und euren Mitreiter die gleiche Aufgabe machen lassen.



    Zu gewinnen gibt es die reguläre RS- Schleife, welche euch bei der Körung/Krönung 2 Punkte einbringen!
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    Überwiesen haben:
    Stelli
    Friese
    Canyon
    Rose1




    Ich freue mich über eine rege Teilnahme und wünsche euch viel Spaß!
     
    Zuletzt bearbeitet: 2 Mai 2020
    Veija gefällt das.
  2. adoptedfox

    adoptedfox Bekanntes Mitglied

    - Der Einsendeschluss wird auf den 30. April vorverlegt -
     
  3. adoptedfox

    adoptedfox Bekanntes Mitglied

    • das übliche Startgeld von 5 Joellen (pro User) geht an mich adoptedfox mit dem Grund "RS80"

    Weil es Unklarheiten zur Startgebühr gab, gibt es ein Update für dieses Reiterspiel.
    Um euch die Mounted Games reizvoller zu machen habe ich euch erlaubt, auch mit einem fiktiven Charakter eures Hofes am Reiterspiel teilzunehmen.
    Leider habe ich bei der Planung vergessen, die Startgebühr anzupassen/aufzuteilen. Aus diesem Grund gilt folgendes:

    Die Startgebühr von 5 Joellen ist für die endgültige Teilnahme bei den Mounted Games zu bezahlen. So hat kein Team, ob mit fiktivem Charakter oder Joelle Partner, einen Nachteil. Zusätzlich werde ich 100 Joellen in den Gewinnpot legen, als Entschädigung für meinen Denkfehler.

    (der dank einem aufmerksamen Mitglied erst aufgefallen ist. Danke dafür!)


    Und noch etwas:
    Die Gewinnschleife darf bei beiden teilnehmenden Pferden eingefügt werden, sofern das Team gewonnen hat.

    Da die beiden laufenden Reiterspiele die letzten unter meiner "Führung" sein werden, würde ich mich über rege Teilnahmen freuen! :)
     
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  4. Stelli

    Stelli Bekanntes Mitglied

    Stelli & Lara
    mit Sezuan & Diamond's Shine



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    Ich freute mich riesig auf diesen Tag! Heute würden wir bei diesem fantastischen Wetter zu den Mounted Games-Spielen fahren, das erste für mich, meine Pferde, und meiner Freundin, die ebenso richtig motiviert war. Als wir auf dem Gelände angekommen waren, machten wir die beiden Hengste fertig. Sie schienen ganz gelassen und trotzdem interessiert an ihrem Umfeld. Nachdem wir gesattelt hatten, ritten wir am langen Zügel zum Vorbereitungsplatz, wo wir uns in aller Gemütlichkeit aufwärmen konnten, denn wir waren super in der Zeit.
    Vor lauter Geplapper hatten wir fast vergessen, wofür wir eigentlich hier waren. Wir waren super aufgeregt, als die Eröffnung der Spiele durch die Lautsprecher angekündigt wurde. Da wir das erste Team waren, mussten wir auch direkr los. Nun stieg der Puls! Die Pferde waren aufgewärmt und bereit. Die erste Aufgabe war das Flaggenrennen. Vorne, an der Ziellinie, sah ich die 4 Flaggen, die alle eine unterschiedliche Farbe hatten. Diese mussten wir im Galopp abholen und sie auf die andere Seite in die farblich vorgesehenen Ziele stecken. "Bereit?", fragte ich Lara, sie klopfte Shinies Hals und nickte lächelnd. "So Sezuan, dann wollen wir mal!", rief ich und galoppierte in einem flotten Tempo fort, als das Startsignal ertönte. Nun wurde die Zeit gestoppt. Ich griff mir die erste Fahne, die rote, und galoppierte zum Ziel, wo ich die Flagge in die dafür vorgesehene Vorrichtung steckte. Nun löste Lara mich ab und griff sich die rote Flagge, die sie zielsicher hineinsteckte. Auch Sezuan durfte wieder los, ich griff die gelbe Flagge. Das lief gut bisher! Diesmal konnte ich sie nicht so schnell ins Ziel bringen wie die Flagge davor. Lara brachte die letzte, weiße Flagge ins Ziel. Geschafft! Wir jubelten und klatschten ein. Das lief schonmal gut. Nun gings ans Slalom, dies lag unserem Team besonders gut, zumindest während des Übens. Wieder machten Sezuan und ich den Angang. Er war ziemlich on fire und konnte es kaum erwarten zu starten. Mit dem Startschuss schnellte er nach vorne und ich konnte ihn federleicht durch die Slalomstangen lenken. Bei der letzten Stange nahm ich ihn extrem zurück, sodass wir ganz eng um die letzte Stange kamen. Jawoll! Schnell ging es zurück zu Lara, die mir schon ihre Hand entgegen streckte, um den Übergabestab zu nehmen. Auch sie war sehr flott unterwegs und konnte Shinie auch super um die letzte Stange wenden. Wieder klatschten wir zufrieden ein, das war besser als erwartet. Die dritte Aufgabe war das Eimerlaufen, "Flinke Füße". Ich sah 6 blaue, umgestülpte Eimer in der Halle stehen. Eine Aufgabe, dir recht simpel erscheint, aber nicht zu unterschätzen war. Wir stiegen von unseren Pferden ab und machten uns bereit. Auf den Startschuss lief ich los, mit Sezuan an der Hand, zum ersten blauen Eimer. Vorsichtig stieg ich auf den Eimer, hüpfte zum Zweiten und von da aus zum Dritten, wo ich kurz mit dem Gleichgewicht kämpfen musste. Schnell weiter zu Eimer vier und fünf. Noch der Sechste, dann hechtete ich zurück zu Lara. Sezuan war etwas verwirrt als ich losrannte, als ginge es um Leben und Tod. Ich übrgab Lara den Start, diese hüpfte von Eimer zu Eimer, als würde sie den ganzen Tag nichts anderes machen. Shinie ging brav neben den Eimern entlang. Ich quieckte aufgeregt, als sie in Windeseile zurück im Ziel war. Jetzt kam nurnoch die letzte Aufgabe: Ringstechen, was mir bisschen Sorgen bereitet hatte. Im Training hatte ich mal gute Tage, mal weniger Erfolgreiche. Jetzt nochmal alle Konzentration zusammennehmen. Mir wurde ein Ringstecher gegeben, den ich in die rechte Hand nahm, die Linke fasste einhändig den Zügel. Das letzte Mal ertönte der Startschuss für uns. Ich galoppierte los, zur ersten Slalomstange. Ich visierte den Ring an und.... traf! Schnell weiter zum nächsten. Auch diesen sammelte ich geschickt ein. Ring drei steuerte ich etwas schief an, parierte deswegen kurz zum Trab durch. Den vierten Ring sammelte ich wieder im Galopp ein. Schnell zurück zu Lara, die in einem saftigen Tampo losgaloppierte und alle 4 Ringe nacheinander ganz locker durch die Slalomstangen einsammelte. Zurück im Ziel freuten wir uns beide riesig über diese tolle Leistung an diesem Tag, welche alle unserer Erwartungen übertroffen hatte ! Wir lobten die Pferde ausgiebig und warteten gespannt, auf welchem Rang wir uns am Ende befanden würden...

    4340 Zeichen (c) Stelli | gezählt auf www.lettercount.com
     
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  5. Friese

    Friese Moderator

    Jan van de Berg (Friese) und Elena Delgardo (Friese)
    mit
    River Flows in You und Sissi di Royal Peerage

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    „ Jetzt beeil dich doch mal!“ hörte ich Jan laut rufen. Kurz verdrehte ich die Augen. Er war den ganzen Morgen schon so aufgekratzt, besser gesagt seit dem er auf die Idee gekommen war, dass wir an den Mounted Games teilnehmen. Ich war von dieser Idee nicht sonderlich überzeugt gewesen, aber nachdem er mich bei sich wohnen ließ und mir den Wiedereinstieg in die Pferdewelt ermöglichte war es das mindeste was ich tun konnte. „ Ich komm ja schon!“ brüllte ich genervt zurück und packte die letzten Sachen ins Auto. Er stand bereits bei den Weiden und holte die beiden Pferde. Er hatte sich für River Flows in You und Sissi di Royal Peerage entschieden. Beide waren noch nicht lange auf unserem Hof, aber sollten bereits ihre ersten Erfahrungen auswärts machen. Gerade Sissi war noch jung und sollte sich daran gewöhnen. Aber Jan konnte gar nichts für meine Laune. Die Ereignisse der letzten Tage hatten sich einfach überschlagen und die Anmeldung war wahrscheinlich sein verzweifelter Versuch mich aufzumuntern.
    Mittlerweile hatten wir die beiden Pferde auf dem Platz warmgeritten und ein paar einfache Übungen versucht. Beide Stuten waren immer wieder recht guckig gewesen und wir versuchten sie zu beruhigen. Nach dem Ausruf unserer Namen, ritten wir zur Halle. Ich klopfte Sissi nochmal den Hals. Sie tänzelte kurz ehe sich die Tore öffneten. Als erstes startete Jan gemeinsam mit River Flows in You. Die Stute hatte ein sehr gutes Tempo und Jan griff die erste Flagge zielsicher. Ich machte mich und Sissi bereits startklar. Er steckte die Flagge ein und ich ließ Sissi angaloppieren. Die Stute brummelte kurz und trat nach hinten aus. Ich versuchte sie zu beruhigen, was mir auch halbwegs gut gelang. An die Flagge kamen wir dennoch nicht perfekt ran und ich musste mich sehr strecken. „ Bitte bleib brav Sissi“ betete ich in diesem Moment zu der Stute unter mir. Sie spitze kurz die Ohren und ließ mich gewähren. Gott sei Dank! Ich hing aktuell nur halb im Sattel und ein stärkerer Sprung, dann wäre es wahrscheinlich vorbei gewesen mit mir auf Sissis Rücken. Durch das Strecken und aus dem Sattel lehnen erreichte ich die zweite Flagge gerade noch so mit den Fingerspitzen. Ich glitt zurück in den Sattel und schnaufte erleichtert aus. Nachdem ich die Flagge in der nötigen Vorrichtung versenkte, legte Jan wieder los. Bei ihm und River klappte wieder alles sehr gut. Die beiden waren augenscheinlich ein gutes Team. Aber auch bei mir und Sissi klappte diese Runde besser und wir konnten die erste Runde erfolgreich abschließen.
    Beim Slalom begann ebenfalls wieder Jan mit River. Er durchritt die Slalomstangen und hier merkte man, dass dies nicht Rivers beste Disziplin war. Sie stockte immer wieder minimal in der Galoppbewegung und somit waren ihre Bewegungen nicht fließend und schnell genug. Für mich hieß dies, dass ich und Sissi uns nochmal beeilen mussten. Als Jan an mir vorbei galoppierte, ritt ich die Stute an unter mir an und sie schien an dieser Aufgabe ihren Spaß gefunden zu haben. Aber diese Einschätzung hatten wir bereits vor der Teilnahme getätigt.
    Bei der nächsten und dritten Aufgabe taten wir uns alle vier deutlich schwerer. Hierbei handelte es sich um die Aufgabe „Flinke Füße“. Das Überschreiten der Eimer klappte nur mit sehr viel Glotzen der beiden Stuten. Hier fehlte einfach noch ein Funken an Vertrauen und auch die Gewohnheit im Umgang mit den Eimern.
    Bei der letzten Aufgabe war ich mir sicherer, dass wir sie halbwegs gut meistern würden. Dieses Mal wollte ich als erstes starten. In dieser Reihenfolge hatten wir auch schon die letzte Aufgabe angegangen und so war es besser unter uns beiden verteilt. Schließlich sollten auch die Pferde lernen, dass sie hin und wieder auch mal warten mussten, obwohl sie die letzten beiden Male als erstes los durften. Ich nahm die Stange auf und platzierte sie passend. Dann galoppierte ich die Stute erneut an und ritt sie auf die Ringe zu. Ich versuchte alle aufzuspießen und war mehr als glücklich, dass auch dies halbwegs problemlos funktionierte. Bei Jan sah das Ganze etwas wackeliger aus. Ein Ring beinahe verfehlt, einen fast verloren und somit wäre das „Drama“ auch schon fast perfekt gewesen. Er platzierte ebenfalls die Ringe und die Stange an der vorgegeben Halterung. Somit war auch die letzte Aufgabe beendet und für uns nun auch die Reiterspiele.
    Da noch mehrere Paare an der Reihe waren hieß es für uns Däumchen drehen und abwarten. Natürlich hatten wir die beiden Pferde davor ausgiebig abgeritten und ordnungsmäßig versorgt. Wir sahen uns die weiteren Pärchen an, da es natürlich auch für uns interessant war, wie diese sich so schlugen. Auf die Verkündung der Richter am Ende des Tages waren auf jeden Fall bereits alle gespannt.
    (4727 Zeichen - Friese - lettercount.com)
     
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  6. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

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    Bartholomäus du Martin mit Golden Sugar
    &
    Ferre van de Veen mit Candlejack
    by Canyon

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    „Ha“, rief Bart mir zu. „Deine Mutter hat doch nur einen Chinesen geheiratet, damit sie auch ja ‘nen Jockey bekommt.”
    “Mein Vater ist Japaner“, sagte ich trocken wie immer. Das war definitiv einer vom Barts schlechteren Witzen über meine niederländisch-japanische Abstammung. Aber vielleicht hatte er auch recht. Meiner Mutter traute ich solche Intrigen definitiv zu.
    Ich sattelte Candlejack. Jack beobachtete mich aus klaren Augen heraus, schnaubte und wandte sich dann wieder dem saftigen Heu zu, was uns hier zu Verfügung gestellt wurde.
    „Du kannst doch gar nicht reiten“, schalte es wieder einen Putzplatz weiter. „Deine kurzen Beine sind doch nur dafür da, auf einem Galopppferd zu sitzen und mit der Peitsche draufzuschlagen.“ Bartholomäus lachte über seinen eigenen Witz, während er unwirsch mit einer Bürste über Golden Sugars Fell ging.
    Wäre es nicht Bart, so hätte mich diese Aussage verletzt. Aber ich lächelte darüber. Ein gemeinsamer Start beim Mounted Game - das bedeutete schonmal, dass wir den anderen mochten und sogar seine Reitfähigkeiten genug schätzten, um hier im Team teilzunehmen. Bart hätte mich nie gefragt, wenn er nicht gewusst hätte, dass seine Gewinnchancen mit mir und Jack vergleichsweise hoch sind.
    Mittlerweile hatte mich Bart mit seiner zügigen und manchmal etwas unkronkreten Art beim Pferdeputzen überholt. Sugar hatte von ihm einen alten Sattel bekommen, bis jetzt besaß er nur einen eigenen Rennsattel, der Maßsattel war noch in Arbeit. Da war ich mit Jack aber eindeutig besser dran. Er war neu auf dem Gestüt, hatte aber schon jede Menge Zubehör mitgebracht, oder gleich von Nicolaus du Martin gesponsert bekommen. „Candlejack - mein neues Licht am Himmel“, sagte dieser immer.
    „Na Ferre, mal wieder einer der langsamen?“, Bart kam herübergeschlendert und belächelte mich mitleidig, als er sah, dass ich gerade den Schweif kämmte. „Das ist ein Kinderreiterspiel und kein Schönheitswettbewerb, komm zu Potte!“
    Ich seufzte und legte die Bürste weg. „Weißt du Bart, wärst du nicht manchmal so ein vernünftiger, gut aussehender Kerl, dann würde ich mit dir gar nicht meine Zeit verschwenden.“
    „Mit mir Zeit verschwenden?“ Bart brauste auf, lachte und straffte seine Schultern. Dann überlegte er es sich aber nochmal anders und ließ davon ab. „Wir sehen uns auf dem Spielfeld, Ferre.“
    Wenig später hatten wir die beiden Junghengste aufgewärmt, unsere Startnummern umgehängt bekommen und warteten vor der Halle auf unser Startzeichen. Bart fummelte unruhig an seinen Steigbügeln herum, während der Helm, der Pflicht bei dieser Veranstaltung war, schief auf seinem Kopf hing.
    „Alles gut?“, fragte ich ihn, bekam aber nur ein Murren als Antwort.
    „Ihr könnt“, sagte ein Helfer und öffnete uns das Tor. Musik erklang und jemand stellte uns und die Pferde vor. Irgendwann erklärte nochmal die Regeln, es wurde ausgelost, wer von uns beiden den Start bildete und dann ging es los.
    Bart ließ Golden Sugar wie aus einer Startbox auf der Rennbahn antreten und das konnte er wirklich gut. Im Galopp ging es zur anderen Seite, er schnappte sich die Fahne, hatte einige Probleme bei der engen Kurve und galoppierte zu uns zurück. Dann war ich dran. Jack startete energievoll, ich versuchte aber etwas sanfter in die Volte zu gehen, schnappte mir dann die Flagge und galoppierte zurück.
    „Diese Halle ist zu klein für ein Vollblut“, knurrte Bart, als er zu seiner zweiten Runde ansetzte. Diesmal jedoch etwas vorausschauender, sodass er Sugar nicht ganz so bei der Wende im Maul zerrte. Auch meine zweite Runde klappe hervorragend. „Guter Start“, sagte ich zu Bart, während ein paar Helfer die Eimer, in denen die Flaggen gestanden hatten, zur Seite räumten und die Slalomstangen für die nächste Aufgabe aufstellten.
    Diesmal startete ich. Ich war mir nicht sicher, für welche Pferdegröße die Abstände zwischen den Slalomstangen gedacht gewesen waren, aber unsere langbeinigen Vollblüter hatten ganz schön zu tun, sich nicht zu verzerren bei dem Versuch, so schnell wie möglich zu wenden.
    Bart erste Runde klappte gut, meine zweite klappte besser und bei Bart dritter passierte etwas, was ich zu erst nicht richtig einzuordnen wusste. Plötzlich saß er schief im Sattel, Sugar holperte unkoordiniert zwischen einer Stange hindurch und übersprang die nächste. Dann sah ich, was das Problem war. Barts Steigbügel war gerissen, oder hatte sich zumindest gelockert, und Bart kämpfte einige Zeit mit seinem Gleichgewicht. Auf dem Rückweg hatte er beide Füße aus den Steigbügeln genommen und versuchte nun den immer noch verwirrten Golden Sugar durch die Stangen hindurch zurückzuführen.
    „Alter“, sagte Bart. „Was’n dat für eine Scheiße.“
    Der Steigbügel war zum Glück nicht gerissen, sondern hatte nur sein Loch verloren. Es war also schnell repariert und würde nicht allzu schnell wieder kaputtgehen.
    Die nächsten beiden Aufgaben klappten dafür ohne Zwischenfälle. Vom Boden aus führten wir die beiden Vollblüter über die umgestülpten Eimer. Die Vollblüter und Bart hatten lange Beine - ein weiterer Grund für meinen Freund, sich über meine geringe Größe herzumachen.
    Die letzte Aufgabe war für uns als Hobbybogenschießer fast kein Problem. Ringe mit einem langen Stab sammeln, Candlejacks Geduld und Präzision war dafür wie gemacht. Sugar und Bart führten eher ein kleines Tänzchen auf, schafften es aber trotzdem am Ende, alle Ringe einzusammeln.
    „Schön“, sagte der Moderator. „Gut gemacht, Jungs.“
    Bart knurrte etwas unwirsch. Das Steigbügel-Desaster würde ich ihm noch lange hinterhertragen.

    4657 Zeichen ohne Leerzeichen | gezählt auf zeichenzähler.de | Canyon
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Apr. 2020
  7. Rose1

    Rose1 Aktives Mitglied

    Rhapsody (Marieke Hess mit Seattle Slew) und
    Rose1 (Nina Beaulieu mit Belmiro)

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    Belmiro
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    Seattle Slew
    Aufgeregt überprüfte ich mal wieder ob der Sattel richtig saß.
    Um ehrlich zu sein war das bestimmt das fünfte Mal, dass ich die Steigbügel einstellte und auch der Sattelgurt saß bestimmt schon so fest, dass mein Lusitanohengst kaum noch atmen konnte.
    Bei Marieke schien die Aufregung noch nicht so ausgeprägt zu sein, denn sie kraulte scheinbar entspannt ihr Pferd.
    Meine Nervosität dagegen steigerte sich fast ins Unermessliche als ich meinen Namen aus den Lautsprechern ertönen hörte. „Jetzt dürfen wir Marieke Hess und ihren Englischen Vollblüter Seattle Slew, sowie Nina Beaulieu und ihren Lusitanohengst Belmiro bei uns begrüßen. Beide Pferde wurden schon auf einigen kleineren Turnieren vorgestellt und jetzt nehmen sie zum ersten Mal an einem Reiterspiel teil.“
    Die Stimme redete weiter über die Trainingsstände der Beiden als wir aufsaßen und uns in die Halle begaben. Obwohl vorhin beim Warmmachen alles gut geklappt hatte, fühlte ich mich gerade so als würde ich das erste Mal auf einem Pferd sitzen.
    Ich war wirklich turnierungeeignet. Zum Glück war Belmiro nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen und schritt gelassen an den Startpunkt. Wir würden beginnen und Marieke und ihr Vollblut würden dann die zweite Runde übernehmen.
    „Braver Junge“, flüsterte ich und strich ihm sanft über den Hals.
    Entschlossen sah ich zu dem Topf mit den Flaggen. Ein tiefes Grundvertrauen in den Dunkelbraunen durchflutete mich. Wir würden das schon irgendwie schaffen.
    „Los!“, rief eine blecherne Stimme aus den Lautsprechern und ich drückte meinem Hengst die Fersen in die Seite. Im gestreckten Galopp näherten wir uns den Flaggen.
    Kurz bevor wir den Topf erreichten lehnte ich mich weit aus dem Sattel. Jetzt musste ich mich vollkommen auf Belmiro verlassen.
    Geschafft! Selbstsicher reckte ich meine Hand mit der Flagge in die Luft und lenkte den Lusitano zur Ziellinie. Jetzt waren Marieke und Seattle Slew am Zug.
    Zum Glück brachte auch sie die Flagge sicher und sogar ein wenig schneller ins Ziel und dann mussten Belmiro und ich wieder unser Können beweisen. Der junge Hengst strahlte wieder eine große Sicherheit und die Flagge fand wie von selbst ihren Weg ins Ziel.
    Stolz lobte ich Belmiro. Er war wirklich super entspannt und das perfekte Turnierpferd, besonders für Anfänger oder Wiedereinsteiger. Ich denke Lucia würde gut zu ihm passen.
    Gedankenverloren beobachtete ich meine Teampartner, die gerade ins Ziel galoppierten.
    Bis jetzt sah es wirklich so aus als könnten wir auch die Mounted Games erfolgreich abschließen.
    Ich war stolz auf meine Teampartner und natürlich auch auf Belmiro. Der Hengst stand hier so selbstsicher und ruhig als wäre das hier nicht sein erstes Reiterspiel sondern nur eins von Hunderten.
    Lobend klopfte ich dem Lusitano den Hals.
    Jetzt machten sich die Helfer daran die Halle umzubauen und wenig später standen statt dem Topf mit den Flaggen einige Slalomstangen auf dem Sand.
    Dieses Mal fingen wieder ich und Belmiro an. Im gestreckten Galopp rasten wir zum Wechselpunkt und ich drückte Marieke den Stab in die Hand. Ihr Hengst legte selbstverständlich noch mindestens fünf Schippen drauf. Gut, der Englische Vollblüter hatte einen Vorteil gegenüber meinem Lusitano, dachte ich schmunzelnd und zeigte der jungen Frau einen Daumen nach oben.
    Beim nächsten Spiel würden sie anfangen.
    Hier ging es darum, mehrere umgestülpte Eimer zu überwinden und dabei das Pferd zu führen.
    Einige der Helfer hatten den kleinen Parcours schon aufgebaut und als das Startsignal ertönte balancierte Marieke auch schon los.
    Zum Glück blieb ihr Hengst brav und die junge Frau hatte kaum Probleme bei der Aufgabe.
    Lediglich beim fünften Eimer kämpfte sie kurz um ihr Gleichgewicht, fing sich jedoch sofort wieder.
    Nun war ich an der Reihe. Mit Belmiro am Zügel lief ich vorsichtig über das Hindernis.
    Es funktionierte ganz gut, bis ich beim vierten Eimer ins Schwanken kam und mich mit einem hastigen Satz auf den nächsten rettete. Das war knapp. Schnell beendete ich die Aufgabe und unser Team ging zur letzten Station, dem Ringstechen, über.
    Hier war Schnelligkeit und vor allem Geschicklichkeit gefragt.
    Es begannen, wie vorhin, Marieke und ihr Hengst Seattle. Die beiden lösten die Aufgabe gut, lediglich beim vierten Ring mussten sie ein wenig abbremsen um ihn noch zu treffen.
    Trotzdem hatten sie eine meiner Meinung nach sehr gute Zeit und hatten alle Ringe geschafft.
    Jetzt war ich dran. Ein wenig nervös verkürzte ich die Zügel und stellte mich zum Start.
    Als ich ein blechernes „Los!“ aus den Lautsprechern ertönen hörte, trieb ich meinen Hengst eilig an.
    Belmiro verstand zum Glück, dass er geradeaus laufen sollte und ich konnte mich voll und ganz auf die Ringe konzentrieren.
    Die Ersten waren bereits geschafft. Bei der zweiten und dritten Stange traf ich fast daneben, doch zum Glück justierte ich bei Beiden im letzten Moment noch um.
    Dann war auch die Vierte kein großes Problem mehr.
    Belmiro und ich rasten ins Ziel. Als ich die Zeitanzeige stoppte fiel ich meinem Braunen aufgeregt um den Hals. Er hatte das toll gemacht.
    Auch Marieke gratulierte ich zu ihrer tollen Zeit und wir beide drückten die Daumen für eine gute Platzierung.
    4339 Zeichen ohne Leerzeichen - gezählt mit Word - Rose1
     
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  8. adoptedfox

    adoptedfox Bekanntes Mitglied

    Die Abstimmung ist eröffnet.
    Sie endet am 05. Mai 2020 um 15:34 Uhr.
     
  9. adoptedfox

    adoptedfox Bekanntes Mitglied

    Nach der ersten Abstimmung herrscht Gleichstand zwischen allen Teilnehmern!
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    Das Stechen endet in 3 Tagen.
     
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

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