[RS] Vikings

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Lalaweile1, 25 Juni 2020.

  1. Lalaweile1

    Lalaweile1 Bekanntes Mitglied


    Dieses RS spielt in Kattegat, einem Handelsstützpunkt zwischen Schweden und Dänemark, zur Zeit des großen Ragnar Lothbrok's. Egal ob Schieldmaid, Bootsbauer, Händler oder Bauer, jeder hat seinen ganz eigenen Part in der Gemeinschaft. Es gibt Schlachten, neue Orte werden erkundet, es werden Feste gefeiert, Rituale durchgeführt.
    Du allein entscheidest, ob dein Charakter an der Seite des berühmten Ragnar Lothbroks gekämpft hat oder doch auf dem Land das Feld ackerte.

    (Grundsätzlich würde ich mich gerne ein wenig an der Serie orientieren, ist aber nicht Pflicht. Man darf seine eigenen Charaktere erstellen, vorhandene Figuren aus der Serie übernehmen, wie man möchte. Mehr habe ich auch gar nicht dazu zu erklären :) )

    Regeln
    >>Maximal 3 Charaktere<<
    >>Männer und Frauen bitte ausgeglichen halten<<
    >>keine Romanzen vor Seite 3<<
    >>keine 2 Satz Posts<<
    >>Bitte nur anmelden,wenn du auch wirklich auf lange Zeit Lust drauf hast<<


    Formular
    Name
    Alter
    Rolle (Beruf)
    Aussehen
    Partner ja/nein
    Charakterliche Stichpunkte
    Sonstiges


    Ich freue mich auf eure Anmeldungen :)
    LG Lalaweile <3​
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 Juni 2020
    Nymeria gefällt das.
  2. Lalaweile1

    Lalaweile1 Bekanntes Mitglied

    Formular
    Name

    Fenja

    Alter
    18 Jahre

    Rolle (Beruf)

    Unfreie (Sklavin)

    Aussehen
    Fenja ist schlank, hat einen kurvigen Körper und ist mit ihren 1.65cm jetzt nicht die größte. Ihre Haare sind dunkelblond,lockig und fallen bis zur Mitte des Rückens. In der Regel sind diese aber meist eingeflochten. Die Klamotten sind nichts besonderes, eher praktisch. Fenjas Augen sind moosgrün, weisen aber goldbraune Sprenkel auf. Noch dazu hat sie leichte Sommersproßen über der Nase und einen Puppenmund. Fenja trägt kaum Schmunk,lediglich ihr Armreif ziert ihren Arm.

    Partner ja/nein
    Nein, derzeit noch nicht

    Charakterliche Stichpunkte
    Fenja ist mutig, treu und loyal, manchmal hat sie eine zu große Klappe, was ihr öfter,als ihr lieb ist, schon Probleme bereitet hat. Sie ist selbstbewusst und lässt sich kaum Einschüchtern

    Sonstiges
    Fenja ist eine Unfreie im Königshaus Kattegat. Sie bedient den König oder auf Festen und erfüllt verschiedenste 'Befehle' für ihn und die Angehörigen. Sie hat im jungen Alter das Kämpfen gelernt, bevor sie zu einer Unfreien wurde.
    ___________________________________________

    Formular
    Name
    Fenrir Olvinsson

    Alter
    24 Jahre

    Rolle (Beruf)
    Bauer / Krieger (oft auf hoher See mit dabei an Ragnars Seite)

    Aussehen
    Fenrir ist groß und muskulös gebaut. Er misst stattliche 1.87cm, sein Körper ist durch die Feldarbeit stämmig muskulös gebaut und einige Tattoos zieren den Körper. Er trägt seine Haare kurz rasiert,lediglich ein breiter Zopf ziert den Kopf,welcher immer eingeflochten ist. Fenrir trägt in der Regel kaum Bart,zumindest keinen langen Bart wie einige der Männer. Er kann einige Bartperlen einflechten,aber das war es dann auch schon. Er hat ein markantes Gesicht,die Haare sind dunkelbraun. Seine Augen sind grau und können einen oft kalt anblicken. Generell ist der Hüne kein Mensch,der oft Gefühle,geschweige denn eine sanfte Seite zeigt.
    Außerdem zieren seinen Körper einige Narben,die er sich in seinen bisherigen Kämpfen zugezogen hat.

    Partner ja/nein
    Ja,im Jungen Alter mit Alva verheiratet worden

    Charakterliche Stichpunkte
    Kühl, temperamentvoll, loyal, eigentlich recht lieb aber zeigt es nicht, manchmal ein wenig aufbrausend

    Sonstiges
    Fenrir weiß,was seine Frau von ihm hält. So hegt er derzeit kaum noch romantische Gefühle für sie, obwohl er die ganze Sache eigentlich noch retten will. Insgeheim wünscht er sich von ganzem Herzen Kinder,insbesondere einen Sohn. Er drängt sich Alva aber nicht auf. Oft geht er mit auf Beutezüge,vielleicht auch ein klein wenig,um sich für ein paar Wochen aus der kalten Ehe zu lösen. Trotzdem kommt er immer wieder nach Hause zurück und arbeitet kräftig auf dem kleinen Bauernhof.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 Juni 2020
  3. Nymeria

    Nymeria Mitglied

    Formular
    Name:
    Erik

    Alter: 24

    Rolle (Beruf): Krieger auf Ragnars Seite

    Aussehen: Erik ist wohl genau das was man sich unter einem echten Wikinger vorstellt. Er ist ein wahrer Hüne, muskulös und wirklich groß. Man sieht ihm die vielen Kämpfe die er bereits gefochten hat an und doch strahlt er noch so viel Energie und Lebenskraft aus. Seine weizenblonden Haare sind an den Seiten kahl geschoren und das Deckhaar so lang, dass es im Nacken zusammengefasst werden kann. Die einzelnen Strähnen sind teilweise geflochten oder verfilzt. Er trägt einen Vollbart der seinem durchaus bedrohlichen Aussehen zusätzlich zu den von dunklen Wimpern eingerahmten eisblauen Augen den letzten Schliff verpasst. Die Nase ist eigentlich gerade, ist jedoch durch die ein oder andere Schlacht schon etwas in Mitleidenschaft gezogen worden.

    Partner ja/nein: Nein noch keinen.

    Charakterliche Stichpunkte: Erik ist ein aufrichtiger und loyaler Mann. Trotz seines im ersten Moment einschüchternden Aussehens ist er eigentlich ein angenehmer Zeitgenosse und liebt sein Leben und einen guten Kampf, oder auch mal eine Rauferei.

    Sonstiges: Erik hat sich seit er 16 war alleine durchgeschlagen und ist vor 4 Jahren bei Ragnar gelandet dem er seitdem treu dient.

    __________________________________

    Formular
    Name: Alva (Elfe)

    Alter: 19

    Rolle (Beruf): Wurde zwangsverheiratet mit 17 und lebt seitdem als Bäuerin.

    Aussehen: Wie ihr Name bereits erahnen lässt ist ihre Gestalt fast elfengleich. Ihr Körper wirkt auf den ersten Blick sehr zart, fast schon zerbrechlich wobei er dies keineswegs ist. Sie ist zwar feingliedrig aber auch trainiert, allein schon durch ihre Arbeit. Die bernsteinfarbenen Augen sind am äußeren Rand der Iris von einem dunklen Kranz eingefasst was ihnen einen starken Ausdruck verleiht. Die schwarzen, vollen Wimpern tun ihr Übriges dazu. Ihre dunkelbraunen Haare fallen ihr wenn sie offen sind bis über die nicht ganz so großen aber wohlgeformten Brüste. Meist trägt sie ihr Haar jedoch geflochten oder eingedreht damit es sie nicht stört. In einzelnen Strähnen finden sich verzierte Haarperlen. Ihr Gesicht mit der feinen geraden Nase, den hohen Wangenknochen und dem feinem Schmollmund runden ihr elfisches Aussehen ab.

    Partner ja/nein: Ja, unglücklich verheiratet/verkauft worden.

    Charakterliche Stichpunkte: Einst lebensfroh scheint dies fast erloschen. Doch nur nach außen hin, sie würde sich niemals von solch einem Schicksal brechen lassen. Sie ist ein kleiner Frechdachs und lässt kaum eine Chance aus ihrem Mann das Leben schwer zu machen.

    Sonstiges: Von ihrem Großvater hat sie das Bogenschießen gelernt. Er war ein großer Krieger und hätte sie gerne als Schildmaid gesehen, doch nach seinem Tod hatte ihr Vater der verarmt war andere Pläne mit seiner hübschen Tochter.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Juni 2020
  4. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Formular

    Name
    Tjelvar ("Krieger der Volkes") Sveinsson

    Alter
    24 Jahre

    Rolle (Beruf)
    Schmied/Krieger

    Aussehen
    Tjel erfüllt wohl so ziemlich jedes Klischee was man so im Kopf hat. Er ist hochgewachsen, hat breite Schultern und schmale Hüften. Das Gesicht ist markant und das Kinn hat eine harte Linie, is breit und kantig, was unter dem vollen Bart jedoch gerne untergeht. Der Bart wird zum Kinn hin länger und ist eingeflochten mit ein ein paar Bartperlen aus Metall auf denen Runen eingeprägt wurden. Dunkelbraunes Haar sitzt auf seinen Kopf und im Gesicht. Im richtigen Licht kann man vielleicht einen kleinen Rotstich darin erkennen. Die Haare sind an den Seiten kahl rasiert, nur oben gehen sie meist eingedreht oder geflochten nach hinten und reichen so locker über die Schulter. Ein paar stechender eisblauer Augen scheinen einen förmlich zu durchbohren, lassen jedoch umgekehrt kaum auf einen Gedanken von ihm selber schließen. Seine Glieder sind sehnig und muskulös, durch die Arbeit und das Training ist sein Körper hart und gestählt.

    Partner ja/nein
    nein

    Charakterliche Stichpunkte
    stolz, draufgängerisch, etwas brummig und zu ernst auf den ersten Blick

    Sonstiges
    Hat eine kleine Schwester Brenna und noch zwei Brüder

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    Formular

    Name
    Brenna ("die Feurige, Rostrote") Sveindóttir

    Alter
    19 Jahre

    Rolle (Beruf)
    Heilerin

    Aussehen
    Vergleichsmäßig mit ihren Bruder ist Brenna zart gebaut, sie ist zwar auch eine von den größeren Frauen, reicht aber lange nicht an die Männer ihrer Familie ran. Sie weiß aber wie jede anständige Wikinger Frau sehr wohl sich auch zu verteidigen. Auf ihren Kopf sprießt dunkles Feuerrotes Haar, dass sich in Wellen über ihre Schultern bis zur Hüfte hinunter ergießt, meist wird es jedoch wie es mode ist eingeflochten. Ihre Haut ist hell und rein. Sommersprossen ziehen sich von ihrem Nasenrücken bis zum Jochbein bin. Ihre Lippen sind sinnlich geschwungen, die untere Lippe ist dicker als die obere. Der Amorbogen ihrer Oberlippe, eine stolze schmale gerade Nase sitzt im Gesicht, die Augenbrauen haben einen scharfen Bogen und betonen bei einem hochheben einen strengen Ausdruck nur umso mehr. Ihre Augen sind von einem dunklen Meerblau mit türkisen Highlights durchwirkt, wo so mancher wohl schon in ihnen ertrunken ist. Ihre Kurven sind perfekt ausgeprägt und weisen alles auf was sich ein Mann wünscht, von einem ausladenden Becken bis zu den Brüsten scheint alles an ihren Körper stimmig und fraulich zu sein.

    Partner ja/nein
    nein

    Charakterliche Stichpunkte
    stolz, feurig, leidenschaftlich, liebevoll zu den Ihren

    Sonstiges
    Tjelvar ist ihr Bruder, da das rote Haar doch sehr selten und auffällig ist, wird es immer dunkel gefärbt um nicht irgendwelchen Kerlen einen Anlass zu geben sie nur deswegen zu rauben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Juni 2020
  5. Nymeria

    Nymeria Mitglied

    (Ich bin mal so frei, hoffe das ist in Ordnung.^^)

    Erik

    Der Schweiß stand mir mittlerweile auf der Stirn und ich wischte mit der freien Hand darüber. In der anderen hielt ich ein Schwert, meinen Schild benötigte ich für solche Übungen nicht. Die Frischlinge waren für sich selbst eher eine Gefahr als für mich. Mit einem überheblichen Grinsen im Gesicht parierte ich die Hiebe der Jungen und spornte sie im selben Moment an dran zu bleiben. Es waren drei der Neuankömmlinge mit erkennbaren Potential die ich unter meinen Fittiche genommen hatte damit sie nicht gleich im ersten Gefecht das sie austragen würden fielen. Sie waren wohl kaum älter als 15 und von ihren Familien hergesandt worden. Ihnen hafteten noch die kindlichen, jungenhaften Gesichtszüge an auch wenn ihre Körper sich seit der Ankunft in Kattegat gemacht hatten. "Los weiter sonst seid ich nichts als Futter für den Feind!" trieb ich sie an, doch dir Jungen waren am Ende ihrer Kräfte "Hört zu...der Feind zeigt keine Gnade, er hört nicht auf wenn ihr am Ende seid. Im besten Fall werdet ihr direkt getötet, ansonsten werdet ihr gefangen genommen und gefoltert. " Die Drei verzogen ihre Gesichter bei dieser Vorstellung, doch war das Ganze eben kein albernen Spiel von Kindern sondern würde bald bitterer ernst werden. "Für heute ist es genug. Seht zu, dass ihr morgen länger durchhaltet" Damit wandte ich mich von ihnen ab, steckte mein Schwert zurück in seine Scheide, welche an meinem Ledergurt befestigt war. Mein Hemd war locker geschnürt wodurch man die muskulöse Brust erkennen konnte. Auf dem Weg flussaufwärts kam mir Olaf entgegen "Erik! Wie machen sich die Burschen?" Ich verdrehte dir Augen und zuckte mit den Schultern "Nicht hoffnungslos." Mehr erwiderte ich nicht sondern setzte meinen Weg fort. Natürlich standen die wenigsten der Männer mir in ihrer Erscheinung und Größe nach, denn wir waren alle gestandene und stolze Männer. Bevor ich mich jedoch zu Ragnar begeben würde wollte ich mich im Fluss waschen. Etwas weiter flussaufwärts war eine gute Stelle wo kaum jemand vorbeikam und selbst wenn ich schämte mich keineswegs für meinen nackten Körper, doch ich genoss einfach die dort herrschende Ruhe. Meine Kleidung legte ich unter einem der großen Bäume ab und marschierte geradewegs in das kalte Wasser. Mein Körper befand sich von der Hüfte abwärts im Wasser und mit meinen Händen schöpfte ich diese und mich zu waschen. Die Haare waren geflochten und im Nacken zusammengefasst worden. Für einen kurzen Moment tauchte ich ganz in das kühle Nass ein und genoss die Stille um mich herum.


    Alva

    "Verpiss dich bevor ich dich von unserem Land jagen muss!" brüllte ich dem Typen der irgendwelche Gelder für Ragnar eintreiben wollte obwohl jeder hier weiß, dass das nicht der Fall war. Meinen Bogen, der mir als einziges von meinem Großvater geblieben war, hielt ich auf den dunkelhaarigen Riesen, der bis auf zehn Schritte herangekommen war, gerichtet und zielte auf seine Brust. Er war als Redensführer aufgetreten und bisher hatten sich die anderen zurückgehalten. Solange mein Mann nicht anwesend war verteidigte ich unseren Hof mit allem was ich hatte. Auch wenn ich Fenrir nicht liebte so hatte ich den Hof und seine wenigen Bewohner lieb gewonnen. Er war nun mein Zuhause und es wert verteidigt zu werden. "Ach komm schon Alva, leg deinen Bogen weg und vielleicht kannst du mich ja in deinem Bett davon überzeugen, dass ich dir noch etwas Silber lasse." Die Männer hinter ihm lachten und bedachten mich mit mehr als eindeutigen Blicken. Es war nicht der erste Versuch sich des Silbers auf dem Hofe zu bemächtigen, doch ich hatte Fenrir nie etwas davon erzählt. Ob er von Tilda oder Hulda etwas erfahren hatte konnte ich kaum glauben. Bei Leif war ich mir jedoch nicht so sicher ob dieser etwas gesagt hatte. Auf die Aussage des Mannes hin ließ ich den ersten Pfeil genau zwischen seine Beine, nur knapp an seinem besten Stück vorbei sausen. Geschockt weiteten sich seine Augen während ich den nächsten Pfeil hervorzog und spannte. "Das nächste Mal treffe ich ganz sicher und dann kannst du keine Söhne mehr zeugen oder Huren vergewaltigen!" Meine Stimme war fest auch wenn mein Inneres aufgewühlt war. Wenn man mich so sah würden wohl die wenigsten an eine Schildmaid denken. Doch genau das war immer der Plan meines Großvaters und auch der von mir gewesen. Bis zu dem Tag als er starb und mein Vater entschied mich an den Meistbietenden zu verkaufen. Unter Protest war das Ganze geschehen, doch was hätte ich tun sollen? Fortlaufen? Nein dann wäre ich in den Händen anderer Idioten gelandet. Mit meinem Aussehen wäre ich ohne meinen Großvater nie ernst genommen worden oder als Kriegerin und Schildmaid gesehen worden. Die Männer die nun vor mir standen hätten zu genau diesen gehört, doch jetzt mit dem Bogen in meiner Hand und dem Pfeil auf dem Boden der ihn nur knapp verfehlt hatte sahen sie mich. Die Männer im Hintergrund begannen bereits damit sich zurückzuziehen während der Riese noch immer ungläubig dort stand "Verpisst euch!" Feuchte ich und machte einen Schritt auf ihn zu, den Bogen noch immer auf ihn gerichtet. "Wir kommen wieder Weib! Dann holen wir dich und das verdammte Silber!" Mit diesen Worten drehte auch er sich um und rannte seinen Männern hinterher. Ich zielte noch immer auf ihn und erst als er sich schon fast im Wald befand ließ ich den Pfeil fliegen. Er durfte durch die Luft und traf die rechte Pobacke des Dunkelhaarigen. Dieser halte vor Schmerz auf und ging zu Boden. Was er fluchte hörte ich schon nicht mehr sondern brach in schallendes Gelächter aus. Tilda und Hulda die das Ganze vom Stall aus beobachtet hatten hielten sich die Hände vor den Mund bevor sie wieder ihrer Arbeit nachgingen. Ich schüttelte meinen Kopf und ging zurück ins Haus. Mein Bogen lag stets griffbereit solange Fenrir unterwegs war. Da unser Hof jedoch etwas außerhalb Kattegats war kam es immer wieder vor, dass solche Gruppen hier auftauchten und dachten sich bereichern zu können. Doch mit solch einer Gegenwehr von der "kleinen Elfe" hatte bisher wohl keiner gerechnet.
     
  6. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Brenna

    "Los kommt schon ihr Faulpelze!" trieb ich meine beiden Brüder an. Haldor war älter als ich, er war wie alle Männer in diesem Haushalt hochgewachsen und von stattlicher Gestalt, allerdings schien Odin bei seinem Verstand etwas mehr gegeizt zu haben als bei uns restlichen Geschwistern. Vielleicht war dies auch nur die Meinung einer kleinen Schwester die stets seinem Spott zum Opfer fiel. Direkt neben ihm saß der Jüngste von uns, Sverrir zählte nun knappe 16 Winter und maß sich schon an bei den Frechheiten seiner Brüder mitzuwirken. Er hatte im Gegensatz zu den anderen Beiden, also Tjelvar und Haldor noch recht jungenhafte Züge, seine Gestalt war noch hager, aber Vater prophezeite ihm schon dieselben breiten Schultern wie auch dem Rest der Bande. Beide Brüder saßen auf der Bank vor der Hütte, die Beine gemütlich hochgelegt als wäre nicht noch genug zu tun! Von der Schmiede her konnte ich hören das Vater und Tjel vermutlich gerade die Werkstücke bearbeiteten. Vom letzten Beutezug Ragnas waren einige Waffen zur Reparatur oder auch neue Waffen in Auftrag gegeben worden -durch das Plündern war ja genug Geld dafür da. Tja und wir waren nun mal die beste Schmiede in Kattegat, also.. nun ja das Handwerk lag doch eher meinen Brüdern. Ich meine oft genug hatte ich als kleines Mädchen auch mal den schweren Hammer in die Hand genommen und drauf gehauen. Erinnerte mich nur zu gut an das Lachen meines Vaters dabei. Meisten hatte ich dann doch den Blasebalg bedient damit das Feuer im Schmiedeofen heiß blieb. Recht früh jedoch war meine Begabung für das Heilen zum Vorschein gekommen und so hatte ich das Handwerk meiner Mutter erlernt. Diese entstammte einer langen Linie von Heilern, das Wissen darum war von Generation zu Generation weitergegeben worden. Leider war Mama bei einem Überfall gestorben, Männer hatten sie und mich wegen unseres besonderen roten Haares entführen wollen. Sie hatte sich geopfert um mich zu schützen. Unser Vater hatte lange um sie getrauert und sich geweigert auch nur andere Frauen anzusehen, bis Garun gekommen war. Sie war schon in Ordnung, wenn auch die Art von scheuen Weibchen die es kaum vermochte sich bei den sturen Männerhaufen den wir hier beisammen hatten, durchzusetzen.
    "Ihr beide solltet Vater und Tjel in der Schmiede helfen und nicht hier faulenzen!" wetterte ich und schlug den Beiden mit dem Weidenkorb in meinen Händen auf den Kopf. Etwas was sie vermutlich bei den Dickschädeln nicht mal spüren würden. "Ist ja gut Schwester!" maulte Haldor und sie bequemten sich tatsächlich aufzustehen. Sahen dann auf den Korb in meiner Hand und dann wieder in mein Gesicht. Der Ältere stemmte die Hände in die Hüften und bedachte mich mit einem genauen strengen Blick, versuchte damit wohl unseren Vater nachzuahmen. Ich hatte in dem Korb eine Paste mit welcher ich mein Haar nachfärben wollte, da das Rot schon wieder durchkam und ich keine Lust hatte wie eine der Alten ständig mit einem Kopftuch rumzulaufen und außerdem: "Ich gehe am Fluss Klettenwurzeln und Ackerschachtelhalm sammeln, meine Vorräte gehen langsam zu neige." Erklärte ich ihnen also und verdrehte die Augen. Immer diese über behüteten Kerle. Über die Pflanzen die ich redete hatten sie natürlich keine Ahnung, hatten sich ja auch nie dafür interessiert, außer wenn sie mal wieder nach einer Prügelei heim gekommen waren und es natürlich äußerst praktisch war, dass die Schwester sie dann auch gleich verarztete. "Geh' nicht zu weit weg Brenna, in letzter Zeit treibt sich immer mehr Gesindel herum", mahnte mein Bruder mich und ich seufzte leise. Aber konnte man ihnen für die Fürsorge denn wirklich böse sein?
    Mit einem süßen Lächeln winkte ich also ab und meinte das ich schon aufpassen würde und falls einer Frech wurde er eben meinen Dolch in seinem Gemächt wiederfinden würde. So also verabschiedete ich mich und sagte das ich eben noch vor Sonnenuntergang wieder da sein würde, falls es einen Notfall gab sollten sie einfach nach mir schicken lassen. Der Weg hinaus aus der Siedlung war schnell gemacht, war dabei zielsicher und war regelrecht erleichtert als der Lärm hinter mir verklang. Das leise Rauschen und Plätschern des Flusses kamen auf, die Blätter der Bäume wurden durch den Wind bewegt und raschelten. Ein herrlicher Einklang der mich immer wieder auf eine besondere Art und Weise berührte. In einer Hand meinen Korb, griff ich mit der Freien nach meinen Röcken um sie etwas zu raffen. Gekonnt schlängelte ich mich die Böschung hinab zum Wasser und folgte dem Flussufer bis es seicht genug war das ich hinunter kam. Die kleinen Steine des Flussbetts knirschten unter den Sohlen meiner Stiefel, ich ging auf die Knie und tauchte meine Hand in das kalte Wasser. Wahrlich wäre es angenehmer die Haare in der Hütte mit gewärmten Wasser zu reinigen und neu zu färben, aber das Ganze dann entsorgen hätte die Leute doch nur aufmerksam gemacht. So beugte ich mir vorne über und nutzte die kleine Schale die ich mitgenommen hatte um die Haare erstmal nass zu machen. Erst dann nahm ich die Seife und spülte erstmal den alten Farbstoff gründlich aus. Es war eigentlich eine Schande die Farbe ständig verstecken zu müssen, aber um Vater zu beruhigen tat ich es eben. Generell gab es ja rote Haare unter uns Nordmännern, aber eher wie der Rest doch heller und blass gehalten. Es war die Intensität und satte Farbe, erinnerte es wohl an einen Rubin, die es so herausstechen ließ. Mama und ich hatten draußen auf einem kleinen Hof gelebt, weswegen man uns hier in der Stadt nicht unbedingt gekannt hatte. Mit der Übernahme von Ragna und Mamas Tod, hatte Papa den Hof aufgegeben und mich auch hierher in die Siedlung geholt. Wie immer fasziniert, beobachtete ich wie der Rest der dunklen Farbe vom Fluss fortgetragen wurde. Das kalte Wasser biss in die Kopfhaut, doch daran war ich gewöhnt. Während ich so da kniete und meine Mähne zwischen meinen Händen bearbeitete, kam immer mehr das natürliche Rot zum Vorschein und ich begann vor mich her zu summen. Etwas das ich zu meist völlig unbewusst tat.


    Tjelvar

    Der Tag hatte wie üblich früh begonnen, zu erst ein Training mit anderen Kriegern, bevor ich mich bei meiner Rückkehr zu Vater in die Schmiede gestellt hatte um ihn zu helfen. Von meinen zwei Brüdern die ihm eigentlich hätten helfen sollen, keine Spur. Ich musste wohl nicht betonen, dass ich den Beiden die Ohren langziehen würde wenn ich sie in die Finger bekam. Gerade jetzt war sehr viel zu tun und unser guter Ruf hing schließlich davon ab, dass wir alles zur Zufriedenheit und vor allem Zeitgerecht hin bekamen. Vater schwang den Hammer am Amboss, schlug das glühende Metall vor ihm in Form, bevor er es in das Wasserbecken vor ihm tauchte. Das heiße Metall fauchte und dampfte, er hob das Stück an maß es mit genauem Blick, bevor er es in die Esse hielt um es wieder zu erhitzten. Hatte es wohl noch nicht die gewünschte Form. Ich sah auf das Arbeitsstück vor mir, es war eine Axt die stumpf geworden war. So stumpf das ein einfacher Schleifstein da nicht mehr half, weswegen ich an der Maschine saß, die durch ein Rad betrieben wurde. Funken stoben auf als ich daran drehte und die Klinge gekonnt am Schleifstein entlang wetzte. Ich empfand die Arbeit hier in der Schmiede schon beinahe als sehr beruhigend, irgendwie ließ es einen runter kommen. Wobei ich es doch auch schon wieder in meinen Fingern jucken spürte, sehnte mich förmlich nach dem nächsten Scharmützel. Brenna würde fluchen das wusste ich, war sie doch immer sehr besorgt wenn wir auf eine der Beutezüge Ragnas mitgingen. Schimpfte wie eine Krähe wenn wir dann mit mangelhaft versorgten Wunden heimkehrten.
    Ich sah auf als ich eine Bewegung von der Seite wahrnahm, hob nur eine Augenbraue als ich meine Brüder zur offenen Tür herein kommen sah. Doch da jeder ja schon wusste was er zu tun hatte, war es nicht notwendig das Vater oder ich unsere Arbeit unterbrachen.
     
  7. Lalaweile1

    Lalaweile1 Bekanntes Mitglied

    Fenrir

    Der letzte Beutezug war erfolgreich gewesen, dieses Mal waren wir allerdings in unserem eigenen Land geblieben,um neue Ländereien für Kattegat zu erobern. Wieder war ich mit dabei gewesen, doch diesmal wurde ich verletzt. Ein langer Schnitt zog sich über meinen Rücken und schmerzte. Oberflächlich war dieser bereits versorgt worden, dennoch spürte ich, dass er nicht so heilte, wie er sollte. Heute trafen wir in den Morgenstunden wieder in Kattegat ein, nur mühsam konnte ich mich wieder auf das Pferd schwingen, nachdem wir unsere Erbeutungen von der Kutsche abgeladen hatten. Doch ich musste auf den Hof zurück. War er doch mir vermacht worden, aber Alva tat die meiste Arbeit, wenn ich nicht da war.
    Der Weg war nicht lang, man hätte ihn auch gut zu Fuß gehen können, aber dennoch war ich froh, dass ich das Pferd hatte. Ich stöhnte leise vor Schmerz, als das Pferd unter mir einmal stolperte. Der Schnitt brannte furchtbar, dennoch würde ich daheim nicht faul im Bett liegen. Immerhin gab es einiges an Arbeit.
    In der Ferne tat sich langsam der Hof auf. Kaum trat das Pferd auf den Hof, kamen Tilda und Hulda mir entgegen, wollten Informationen von mir haben. Doch ich wank nur mit einem Knurren ab, während ich vom Pferd stieg, es dann in den Stall führte und dort absattelte. Ich erkundigte mich nach Alva, Tilda erzählte,dass sie im Haus war. So ging ich zu diesem und sah mich nach meinem Weib um. Schnell fand ich sie auch."Ich bin wieder da, Alva."gab ich ihr Bescheid. Ich wollte mir den Rücken waschen, die Wunde mit dem Wasser ein wenig beruhigen, aber das würde schwer werden. Immerhin lag sie blöd platziert auf dem Rücken.Ich musterte die Frau vor mir. Sie war wirklich hübsch. Ein Jammer, dass sie keine Gefühle für mich hegte. Wo ich mir doch eigentlich ein Kind über alles wünschte. Kurz versank ich so in meinen Gedanken.

    Fenja

    Ich hatte bisher einige Arbeiten im Haus erledigt, das Fleisch war auch schon über dem Feuer. Ragnar ließ mich aber dann zu sich rufen. Er hätte Arbeit für mich. So stellte ich mich unserem König gegenüber und lauschte seinem Anliegen. Ich sollte zum Markt und zur Schmiede gehen, um mich nach den Waffen zu erkundigen, die er zur Aufrüstung dort hin gegeben hatte vor einer Woche. "Natürlich."gab ich zurück und verließ den Saal. Ich ging kurz in meine kleine Kammer. Ich zog das schmutzige Kleid aus und legte es aufs Bett. Ich würde es später am Fluss waschen gehen. Ich zog mir ein anderes Kleid an,es war nichts besonderes, aber zumindest sauber. Die Haare hatte ich mir schon morgens wieder zum Teil eingeflochten, ein paar wenige Haarperlen waren mit eingeflochten.Ich griff nach dem Korb, darin würde ich später die Einkäufe nach Hause transportieren. Ragnar hatte mir zuvor ein paar Taler gegeben, damit ich auch alles bezahlen konnte. So machte ich mich auf direktem Wege zum Markt, um einiges an Gemüse und Fisch zu kaufen. Völlig gedankenverloren lief ich meinen Weg.Ich wäre gerne wieder eine freie Frau... Aber ich konnte und durfte mich nicht beschweren. Ragnar war ein guter Herr. Er schlug mich nicht, fasste mich nicht an... Ich seufzte leise.
     
  8. Nymeria

    Nymeria Mitglied

    Erik

    Mit einem Schnauben tauchte ich aus dem Wasser wieder auf und staunte nicht schlecht als ich die eindeutig Rothaarige mit ihren nassen Haaren erblickte. Sie schien jedoch nicht weniger erstaunt oder vielleicht sogar erschrocken, dass ich so plötzlich aus dem Wasser aufgetaucht war. Da ich bis zu den Hüften im Wasser stand war ich zwar nicht zu Gänze entblößt doch man konnte genug nur zu deutlich erkennen. Das eisige Wasser und der nicht besonders laue Wind jagte mir einen kurzen Schauer über den Rücken. Mein Blick ruhte auf der Frau die wirklich unglaublich rotes Haar und erst bei einem Blick in ihr Gesicht erkannte ich wer es war. Die Tochter und Schwester der Schmiede. Nach einem unserer Raubzüge hatte ich behandelt werden müssen und sie war eine ausgezeichnete Heilerin. "Brenna." Ich nickte ihr zu "normal ist diese Stelle ja nicht so wohl besucht aber fühl dich ganz wie Zuhaus." Ich schenkte ihr ein freches Grinsen und marschierte geradewegs aus dem Wasser zu meiner Kleidung die ich in ein Leinentuch gewickelt hatte. Dieses nutzte ich nun um meine Haut zu trocknen bevor ich wieder in meine Kleidung schlüpfte. "Sag warum kommst du hier raus um im kalten Wasser deine Haare zu waschen" Ich fuchtelte etwas mit den Händen herum "oder was auch immer du da tust." Meinen Kopf hatte ich nun etwas zu Seite geneigt und befestigte mein Schwert wieder am Ledergurt. "So alleine hier draußen ohne Waffe?" Ich lehnte mich gegen den Baum bei dem ich stand und zog eine der Augenbrauen nach oben. Sie war wirklich eine Schönheit das könnte man nicht anders sagen, doch ihre Haarfarbe irritierte mich ein wenig denn so kräftig leuchtend hatte ich sie gar nicht in Erinnerung. Und soweit ich wusste war sie auch nicht verheiratet was mich nur umso mehr verwunderte denn Frauen mit solch einer Haarfarbe war besonders begehrt und fast wie eine Trophäe.

    Alva

    Ich hatte meinen Bogen gerade wieder in seiner Halterung platziert als ich Pferdegetrappel und schließlich Fenrirs Stimme vernahm. Noch bevor er das Haus betrat hatte sich meine Miene bereits verändert. Hatte ich zuvor noch ein Lächeln im Gesicht gehabt so erstarb dieses bei dem Klang seiner Stimme. Als er nach mir rief und das Haus betrat nickte ich ihm zu "Hast du Hunger?" Brachte ich mit einer emotionslosen Stimme hervor. Ich konnte es einfach nicht verhindern, dass noch immer dieser Groll in mir war. Er hatte mich gekauft, wie ein Stück Vieh. Zwar hatte er nie Hand an mich gelegt oder mich bedrängt doch was war das für eine Ehe? Ich hatte mir ein anderes Leben, gefüllt mit Liebe und vielleicht auch Kindern gewünscht doch wie sollte man in einem so lieblosen Haus liebevoll Kinder aufziehen? Mein Blick ruhte für einen Moment auf ihm, er sah erschöpft fast schon kränklich aus. Zwar kam er oft von den Beutezügen zurück und ruhte sich erst aus doch heute wirkte er anders. "Was ist auf dem Beutezug passiert? Wart ihr erfolgreich?" Kam es mir über die Lippen und ich stellte ihm einen Becher zu trinken auf den Tisch und brachte ihm etwas Schinken mit Brot. Der Schinken war von unserer alten Sau die ich geschlachtet hatte und das Brot hatte Tilda erst gebacken. Nur zu gerne würde auch ich den Hof und Kattegat mal verlassen. Mein Großvater hatte mir eine große Zukunft als Kriegerin vorhergesagt und nun endete ich als Bäuerin, die den Hof nie verließ aber sich mit Unholden herumschlagen musste.
     
  9. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Brenna

    Mein Kopf schnellte hoch als ich das Plätschern und Schnauben hörte, beinahe schon glaubte das ein Wasserdämon da jetzt dem Wasser entstieg. Ich musste aussehen wie ein Fisch, denn meine Augen waren wohl groß und der Mund stand mir vor Schreck wohl offen und ich war nach hinten auf meinen Hintern gekippt. Da stand vor mir einer der Männer aus der Siedlung... einer der Krieger von Ragnar wenn ich es richtig im Kopf hatte. Ich atmete für einen Moment erleichtert aus, bevor ich mir gewahr wurde das meine Haare noch nicht mit der Paste gefärbt waren. Ruhig bleiben! Es war immerhin ein Kerl, vielleicht fiel es ihm ja gar nicht auf... "Erik", entgegnete ich etwas steif als er meinen Namen sagte. Er war in Tjels Alter, ebenso hochgewachsen und...außerordentlich gut gebaut. Er stand bis zur Hüfte im Wasser, das Wasser perlte an seinem Oberkörper ab, betonte die wohlgeformten Muskeln nur noch mehr. Ich wäre aus Stein und hätte gelogen hätte ich gesagt das mir nicht gefiel was ich sah. Ich hörte seine Worte und wie er frech grinste. "Genau das ist auch der Grund wieso ich diesen Ort gewählt habe", meinte ich mit einer erhobenen Augenbraue als er gesprochen hatte. Als ich merkte das er ans Ufer kam wandte ich den Blick wieder ab, schrubbte die Haare noch etwas mehr. Doch kam nicht umhin hinüber zu sehen wie der Hüne aus dem Wasser stieg... sehr gut gebaut in der Tat.
    Ich wandte den Blick ab, spürte das meine Wangen sich röteten. Bei Odin! Ich hatte in meinem Leben wohl schon genug nackte Männer gesehen, wieso ich also ausgerechnet bei diesem wie eine prüde Jungfrau reagierte konnte ich wirklich nicht sagen. Das ich noch nie bei einem Mann gelegen hatte jetzt mal außer Acht gelassen. Mir war das Leinenbündel war nicht aufgefallen und ich verfluchte mich schon ein wenig selber dafür in Gedanken. Während er also damit beschäftigt war sich anzuziehen, spülte ich den Rest der Seife aus meinen Haaren, kämmte die nassen Strähnen mit meinen Fingern. Natürlich würde es auffallen, würde ich jetzt die Paste einreiben und daraufhin meine Haarfarbe sich wieder ändern. Es gab schon einige Hohlköpfe in Kattegat, aber irgendwie zählte ich Erik nicht zu diesen. Ich hatte ihn auch schon einmal behandelt das wusste ich, das war allerdings schon wieder eine Weile her... Seine Stimme ertönte und ich drehte ihm wieder den Kopf zu, er hatte sich mittlerweile wieder angezogen. Ich warf nur einen Seitenblick auf die Paste als er seine Gesten ausführte. Zuckte dann nur wie nebenbei mit den Schultern. "Ich weiß zwar nicht was dich das angeht, aber ich bin gerne hier am Fluss, er nimmt den Schmutz wenigstens gleich mit und ich habe keine Arbeit damit endlos Eimer zu schleppen", antwortete ich also ausweichend. Ich würde erst den Mann loswerden müssen, bevor ich weiter machen konnte. Gut das ich ja sowieso noch beabsichtigte Kräuter zu sammeln. So griff ich einfach nach 'getaner' Arbeit nach dem Tuch in meinem Korb, erhob mich während ich die roten Strähnen damit etwas abtrocknete. So alleine hier draußen ohne Waffe?... Ich hob eine Augenbraue und musterte ihn genau, wie er sich da gegen den Baum lehnte und sein Blick über mich ging. Mir wurde dabei der Hals trocken und Hitze erfasste völlig ungewollt meinen Körper. Ich schüttelte leise lachend den Kopf. "Als ob ich ohne Waffe in einem Wald voller brünstiger Eber rumwandern würde!" gab ich also belustigt zurück. Ja meinen Dolch konnte man nicht offensichtlich sehen, er war geschickt im Schaft meines Stiefel versteckt und im Korb lag auch eine kleine Sichel und ein Messer welche ich zum Sammeln der Kräuter benutzte. Und ja ich konnte damit umgehen, war bei meinen Brüdern die alle samt hervorragende Kämpfer waren wohl durch eine gute Schule gegangen. Wenn gleich ich auch bisher keinen Menschen ernsthaften Schaden hatte zufügen müssen. Ich war eben eine Heilerin, jemand der Leuten die Schmerzen nahm und dafür sorgte das es ihnen schnell wieder besser ging und nicht Schmerz brachte.
    Ich legte das Tuch zur Seite und kämmte noch einmal mit den Fingern durch meine Haare. Dabei nahm ich den Kopf zur Seite und flechtete sie zu einem dicken Zopf zusammen, band sie am Schluss mit einem Lederstreifen zusammen. "So, es hat mich sehr gefreut dich mal wiederzusehen! Wenn du mich nun entschuldigst, ich muss noch weiter Fluss aufwärts um Kräuter zu sammeln!" sagte ich schließlich und wandte mich mit dem Korb im Arm schon ab. Atmete tief durch und machte schon die ersten Schritte, betete dafür das er einfach seiner Wege ging und ich nachdem er verschwunden war dann doch weitermachen konnte. Für einen Moment blickte ich über meine Schulter, sah im Augenwinkel wie er noch immer dort lehnte wohl etwas verdattert darüber das ich ihn abwimmeln wollte. Mist! Hatte ich zu übereilig gehandelt? Ich musste mich angehört haben als hätte ich etwas zu verbergen! Verdammt! Wieso schlägt mir das Herz auch gerade bis zum Halse? Ich biss mir auf die Unterlippe und kniff meine Augen für einen Moment zu. Würde er gehen oder sich doch entschließen mir zu folgen?

    Tjelvar

    Haldor war es der uns dann mitteilte das Brenna gerade vorhin losgezogen war um Kräuter zu sammeln. Ich seufzte leise, das dieses Mädchen sich immer einbildete alleine losziehen zu müssen. Ich meine, ich war ihr Bruder und wusste wie ungemütlich sie werden konnte wenn man sie verärgerte, aber sie blieb immer noch eine Frau und damit körperlich einem Mann unterlegen. Ich brummte missmutig: "Und keiner von euch beiden kam darauf sie zu begleiten?" Sverrir und Haldor sahen sich an, als wären sie auf den Gedanken war nicht gekommen und ich schaffte es gerade so nicht die Axt in meinen Händen nach ihnen zu werfen! "Du weißt doch wie sie ist! Sie ist beim Kräuter sammeln immer lieber alleine!" verteidigte sich Haldor und ich biss meine Zähne zusammen. Sprang von meinem Platz auf, weil ich es sitzend einfach nicht mehr aushielt. "Tjelvar! Beruhig' dich!" kam mein Vater dazwischen und sah böse zwischen uns herum. "Brenna kann gut auf sich selbst aufpassen und sie geht ja auch nicht weit weg!" versuchte er zu beruhigen und sah zu Haldor. "Wohin sagte sie denn das sie hingeht?" fragte er und nickte als ihm dieser sagte das sie am Fluss war um dort irgendwelche Halme zu sammeln. Na wenigstens sagte sie immer wo sie hin ging... das machte das Suchen sollte mal was passieren einfacher. Dennoch... es gefiel mir nicht zu wissen das sie alleine dort draußen war. "Ich gehe ihr nach!" sagte ich und legte die Axt schon beiseite. "Du bleibst! Wir müssen den Auftrag unseres Königs fertigstellen wenn ich dich daran erinnern darf, Tjel! Wenn Brenna zum Abendessen noch nicht da ist, dann darf du gerne hinterher, aber jetzt lass deine Schwester ihre Arbeit tun und du mach' deine!" Kam mein Vater dazwischen und baute sich auf. Unsere Blicke begegneten sich und ich war hin und her gerissen, knurrte dann jedoch resignierend, packte die Axt und ließ mich wieder hinter dem Schleifstein nieder.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 Juli 2020 um 10:38 PM Uhr
  10. Lalaweile1

    Lalaweile1 Bekanntes Mitglied

    Fenrir

    Natürlich schmerzte es auf gewisse Art und Weise, dass sie mir immer so kalt gegenüber trat, aber anders war ich es wohl kaum gewohnt. Als sie mich fragte, ob ich Hunger hatte, wollte ich schon mit dem Kopf schütteln, doch dann kam sie schon mit Brot und Schinken. "Es hält sich in Grenzen, aber vielen Dank, Alva."bedankte ich mich bei ihr. Ich war blass, mein Rücken tat unheimlich weh, viel mehr brannte es. Ich nahm einen Schluck aus dem Becher. "Naja, es ist eigentlich nicht viel auf dem Beutezug passiert. Wir waren erfolgreich, haben einiges für Kattegat gewinnen können. Allerdings kamen wir nicht um einen Kampf drum rum. Die meisten von unseren Männern sind aber unverletzt geblieben."erzählte ich ihr, ehe ich langsam mit dem Essen begann. Dann räusperte ich mich kurz. "Ich werde die Heilerin in den nächsten Tagen aufsuchen. Vermutlich. Ich wurde am Rücken verletzt. Könntest du es dir später kurz ansehen, wenn ich mich waschen gehe? Ich komme da schlecht dran und sollte es aber mal auswaschen..."meinte ich gewissermaßen zögerlich, wagte einen Blick zu Alva hinauf. Damals war es Liebe auf den ersten Blick für mich gewesen. Sie war damals schon wunderschön gewesen... Ich war eigentlich niemand, der eine Person kaufte. Aber bei ihr wollte ich einfach verhindern, dass sie von irgendeinem alten Schleimbeutel gekauft wurde. Da nahm ich dann meinetwegen die Bösewicht-Rolle ein.Leise seufzte ich.

    Fenja

    Vollkommen in Gedanken verloren lief ich beinahe schon die Stände am Markt ab, konnte mich gar nicht richtig konzentrieren. Ich hatte mir immer ein freies Leben gewünscht. Einen Mann, der mich liebte, eine glückliche Ehe und am liebsten 2 Kinder. Und was hatte ich bisher? Einen Herren und den Sklaventitel. Soviel zu Wünsche aus vergangener Zeit. Ich packte einige verschiedene Zutaten in den Korb, den ich trug und gab dem Händler einige der Goldmünzen, ehe ich weiter zum nächsten Stand ging. Auch hier sah ich mir die Ware genau an, ob es denn schon Schimmelflecken hatte, oder ob es noch soweit in Ordnung war.Bis ich meine Sachen dann soweit alle zusammen hatte dauerte es einige Minuten. Dann begab ich mich aber langsam zur Schmiede.
     
  11. Nymeria

    Nymeria Mitglied

    Erik

    Ein wenig amüsiert betrachtete ich die Rothaarige von meiner Position aus. Sie wirkte als hätte ich sie bei etwas ertappt doch konnte ich mir wirklich nicht vorstellen wobei. Brenna war unruhig und als sie schließlich versuchte mich einfach loszuwerden konnte ich nur den Kopf schütteln. Mit großen Schritten näherte ich mich ihr bis ich kaum mehr als zwei Schritte von ihr entfernt stand. Sie war zwar eine große Frau doch würde sie ihren Kopf ein wenig in den Nacken legen müssen um mir ins Gesicht zu sehen. "Meine Liebe was verheimlichst du?" Mein Blick ruhte auf ihr während sich mein Kopf ein wenig zur Seite neigte. Meine Stimme war tief und etwas rau. Ich blickte zurück zu der Stelle an der sie zuvor noch ihre Haare gewaschen hatte und wieder zu ihr. "Deine Haare scheinen bei unserem letzten Aufeinandertreffen ebenfalls sehr schmutzig gewesen zu sein." Ich begann zu schmunzeln und nickte flussaufwärts "Nun deine Brüder würden mich sicher ermorden wenn ich dich hier alleine herumlaufen ließe und dir etwas zustößt. Wer weiß ob flussaufwärts nicht noch mehr dieser brünstigen Eber ihr Unwesen treiben. " Mein Schmunzeln breitete sich zu einem frechen Grinsen aus. Ohne auf eine Reaktion von ihr zu warten ging ich erst einige Schritte bis ich ihr wieder einen Blick zuwarf "Was ist nun? Oder hast du etwa Angst ich könnte mich wie einer der Eber einfach auf dich stürzen." Dabei grinste ich ihr erneut frech entgegen. Nun der Gedanke mich hier an Ort und Stelle mit ihr zu vergnügen war keineswegs unangenehm doch trotz meiner Vorliebe für die schönen Seiten des Lebens war ich sicher kein Verbrecher und würde mich wir manch anderer es wohl getan hätte an ihr vergehen.


    Alva

    Ich lauschte Fenrirs Worten während er vom Raubzug berichtete. Natürlich machte es mich stolz, dass sie so viel gewinnen konnte und es kaum Verletzte gab doch irgendetwas an ihm und an seiner Stimme ließ mich bereits aufhorchen. Als er mich darum bat mir seine Wunde anzusehen und diese zu reinigen versteifte ich mich. Noch nie war ich ihm in irgendeiner Weise nahe gewesen und ich wollte bereits verneinen und ihn zur Heilerin schicken als ich nochmal einen Moment inne hielt. Was würden die Götter wohl von mir halten wenn ich meinen Mann der mich stets gut behandelt hatte abwies wenn er mich zum ersten Mal seit unserer Hochzeit im so etwas bat. Mit einem leichten Seufzen nickte ich ihm zu und verließ mit dem Eimer das Haus um frisches Wasser zu holen. Auf dem Hof wies ich Tilda an mir einige Kräuter zu bringen. Natürlich reichten meine Fähigkeiten bei weitem nicht an die einer Heilerin heran doch bis er sich auf den Weg zu dieser machte würde es ausreichen. Den vollen Einer schleppte ich nun zur Bank vor dem Haus, dort würde ich bessere Sicht haben. Tilda hatte mir die Kräuter aus dem Garten ins Haus gebracht und auf dem großen Tisch mitsamt Mörser und Stößel bereitgestellt. Mein Großvater hatte immer gesagt wer in den Kampf zieht sollte auch wissen kleinere Wunden selbst zu versorgen. Ich zerkleinerte die Kräuter in der Schüssel und gab etwas frisches Wasser aus einem Krug dazu. "Komm..." Ohne ein weiteres Wort ging ich mit der Schüssel und frischen Leinentüchern nach draußen.
     
  12. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Brenna

    Ich hörte wie er sich näherte, schwere Schritte und die Kiesel knirschten unter den Sohlen seiner Schuhe. Innerlich seufzte ich auf. Verdammt nochmal! Ich konnte seine Präsenz in meinem Rücken spüren und das Prickeln in meinem Nacken nicht verhindern. Ich drehte den Kopf, legte ihn in den Nacken als er mich ansah, sah dabei so unschuldig aus als könnte ich kein Wässerchen trüben. "Ich? Etwas verheimlichen?" fragte ich scheinbar verwundert. "Mein Lieber du bildest dir wohl Dinge ein die nicht sind!" versuchte ich mit einer einfachen Handbewegung dazu abzutun. Betonte dabei das Wort Lieber, seit wann waren wir denn so nah? Versuchte die Distanz zwischen uns zu wahren, was mir mit seiner Art gar nicht so leicht fiel. Seine Stimme war tief und rau... kratzte über meine Sinne, schien jeden Nerv zu reizen auf eine Art die ich zuvor nie erlebt hatte. Es war ein aufregendes Gefühl welches bis in meinen Unterleib kribbelte. Unwillkürlich dachte ich daran zurück als ich ihn behandelt hatte. Wie meine Hände seinen Körper berührt hatten, während er im Fieberdelirium es vermutlich nicht mal so richtig mitbekommen hatte, erinnerte mich nur zu gut an diese Hitze die mich überkommen war. Das Kribbeln das durch mich durch gejagt war. Es war irritierend gewesen, war ich doch sonst immer sehr Professionell und sah auch nicht mehr als Patienten vor mir -egal wie intim die zu behandelnden Stellen auch waren. Aber bei ihm... Ich verdrängte das schnell wieder, spürte ich doch das Brennen meiner Wangen nur zu gut, welches mir sagte das diese errötet sein mussten. Ich biss mir auf die Unterlippe und wandte den Blick schnell ab.
    Er schob seine Bemerkung mit den Haaren und natürlich musste ich ausgerechnet auf einzigen Mann treffen dem es gleich auffiel, dass meine Haare nun anders waren. "Wenn sie nass sind, scheinen sie immer anders als sie wirklich sind", wich ich also aus. Klar.. und Schweine können fliegen... Nachdem er nicht die Absicht zu haben schien mich meiner Wege ziehen zu lassen, würde er es ja spätestens dann wenn sie trockneten sehen... Mist, Mist, Mist... hatte ich schon Mist gesagt?
    Er griff meine Bemerkung von vorhin auf... nahm sie als Beispiel wieso er mich nicht alleine lassen konnte. Meine Brüder würden alles mögliche denken würden sie mich alleine mit Erik erwischen... Bei seinem frechen Grinsen machte mein Herz einen Sprung vor, stand es dem groben Kerl doch ausgezeichnet. Er machte schon Schritte vor, während ich Fieberhaft nach einen Grund suchte wieso er nicht mitkommen konnte! Ich hob meinen Blick als er fragte was los war, entgegnete dem seiner eisblauen Augen. Für einen kurzen Moment wünschte ich mir schon er würde sich einfach auf mich stürzen... Bei dem Gedanken daran, stieg die Hitze in mir ins unermessliche und die Knie wurden mir dabei ganz weich, dabei tat er nichts außer mich mit diesem unverschämten Grinsen anzusehen.
    Wäre er einer meiner Brüder hätte ich ihn meinen Korb um die Ohren geschmissen und solange geschimpft bis er freiwillig abzog, doch ihm gegenüber fühlte ich mich so entwaffnet und sprachlos wie sonst nie in meinem Leben. Tu was! Tu was oder er sieht es wirklich noch als Einladung an! scholt ich mich selber in Gedanken und räusperte mich schließlich um meine trockene Kehle etwas zu befeuchten. "Ich kann sehr gut auf mich selbst aufpassen...du hast doch sicher besseres zu tun, als ein Mädchen beim Kräuter pflücken zu begleiten!" versuchte ich es also nochmals mich gegen seine Gesellschaft zu wehren, aber sein Blick verriet mir das er da beharrlich sein würde. Stures Mannsvolk! Alle gleich! Ich seufzte und klammerte mich an die Verärgerung die ich spürte um nicht dem völlig irrationalem Gefühlssturm in mir zu erliegen. "Also gut!" gab ich nach und setzte mich in Bewegung. "Fass' mich an und du wirst nie wieder ein Eber sein können!" warnte ich ihn während ich auf ihn zu kam. Reckte stolz das Kinn und straffte die Schultern als ich an ihm vorbeiging, ihn keines Blickes würdigte. Nur nichts anmerken lassen! Entschlossenen Schrittes ging ich voran, dem Fluss aufwärts folgend -und meine Begleitung ignorierend- bis ich die vertrauten Halme am Rand des Ufers wachsen sah. Ackerschachtelhalm... nicht zu verwechseln mit dem Sumpfschachtelhalm welcher hochgiftig war. Das Kraut war perfekt gegen Blutbrechen bei Magengeschwüren, als Paste zum Auftragen um Wundbrand zu verhindern, Blutungen zu stillen oder auch schlecht heilende Wunden zu behandeln. Vorsichtig stellte ich den Korb neben mir ab und holte das kleine Messer hervor, ging in die Hocke und schnitt die ersten Halme direkt dort wo sie aus der Erde kamen ab. Es war eine große grüne Pflanze mit quirligen verästeten Sprossen. Mein Blick ging hoch und ich sah mich für einen Moment um, nahm im Seitenwinkel auch Erik wahr. "Siehst du... es ist niemand hier! Du kannst also ruhig deinen eigenen Geschäften nachgehen", meinte ich und sah zu ihm hin. Ein Fehler, denn mit dem Messer in der Hand tat ich meine Arbeit weiter und so schnitt ich mich von seinem Anblick abgelenkt in meinen Finger... ich war die Tochter eines Schmied, natürlich war die Klinge verflucht scharf, schnitt mühelos durch meine Haut. Ich zuckte zusammen, gab jedoch keinen Ton von mir, zog die Hand sogleich zurück und steckte den Zeigefinger in meinem Mund um nicht alles hier rund herum einzusauen.

    Tjelvar

    Ich war natürlich verärgert über meinen Vater. Natürlich hätte ich sagen können das ich ein Erwachsener Mann und gestandener Krieger war. Aber unser Vater blieb solange wir unter seinem Dach wohnten eben das Oberhaupt, dessen Wort natürlich zu folgen war. Wenn man etwas dagegen hatte musste man sich eben selber eine Hütte errichten und genau das hatte ich auch vor. Einen geeigneten Platz hatte ich dafür schon, er war etwas außerhalb gelegen und es wäre genug Platz für einen kleinen Stall um das eigene Vieh zu halten. Das Gerüst stand auch schon, doch blieb neben den ganzen Kämpfen und den Aufträgen in der Schmiede kaum Zeit um weiter zumachen. Natürlich wollte ich bald eine eigene Familie gründen, das Alter dafür war schon längst erreicht. Bisher hatte sich nur noch nicht die Richtige Frau dafür gefunden... Oh Anwärterinnen gab es genug die sich alle zehn Finger lecken würden meine Partnerin zu werden, aber nie hatte ich das Gefühl gehabt das es passte. Haldor zog mich schon damit auf das ich zu wählerisch sei, es ja nur darum ginge das sie einem die Füße wärmte und Söhne gebar... er hatte bereits seine zweite Frau. Die Erste war im Kindbett samt dem Kind verstorben. Sonderlich lange hatte er nicht um sie getrauert. Ich rümpfte meine Nase, das wollte ich nicht. Ich wollte eine Frau die mir ebenbürtig war und sich auch nicht scheute mir ihre Meinung zu sagen, was brachte mir denn da ein schüchterner kleiner Hase? "Tjelvar!" Ich sah von der Axt in meinen Händen auf. Vater und meine Brüder legten ihre Arbeit schon wieder zur Seite. "Wir gehen schnell was essen, kommst du auch?" fragte Vater und ich schüttelte den Kopf. "Ich mach das hier noch fertig", antwortete ich und ein Lächeln zuckte in seinen Mundwinkel. Hatte er wohl nichts anderes erwartet. So zogen die drei sich zurück und ich blieb allein in der Schmiede, entspannte mich damit auch gleich sichtlich. So war es mir immer noch am liebsten, quatschte mich dann auch keiner einfach von der Seite her an!
     
  13. Lalaweile1

    Lalaweile1 Bekanntes Mitglied

    Fenrir

    Man merkte ihr an, dass sie sich eigentlich nicht mit dieser Aufgabe nicht beschäftigen wollte, dennoch nickte sie aber und verließ das Haus. Leise seufzte ich,ehe ich das Brot und den Schinken vom Tisch räumte. Ich hatte keinen Hunger. Tilda brachte Kräuter ins Haus. Ich nickte ihr mit einem kurzen Danke zu, ehe sie auch schon wieder verschwand. Als Alva wieder zurück kam, beobachtete ich sie, während sie die Kräuter im Mörser zerstieß. Dann folgte ich ihr auf ihre Anweisung nach draußen. Kurz blinzelte ich, als die Sonnenstrahlen auf meine Augen trafen. An der Bank angekommen erblickte ich den Eimer mit dem Wasser. Dann sah ich nochmal zu Alva. Langsam legte ich mein Hemd ab. Es tat gut, als der Stoff sich von der Wunde löste, aber dennoch brannte die Wunde. Kurz verzog ich das Gesicht. "Soll ich mich hinsetzen oder stehen bleiben? Wie ist es für dich angenehmer?"fragte ich meine Frau,während ich ihr den Rücken zu drehte.

    Fenja

    Ich war noch nicht allzu lange im Hause Ragnars. Davor hatte ich bei einem Jarl in der Nähe gedient. Dieser verkaufte mich allerdings an Ragnar. Ich war inzwischen vielleicht 2 oder 3 Wochen hier in Kattegat, so kannte ich mich auch nicht allzu gut aus. Ich musste auf dem Weg zur Schmiede einmal nach dem Weg fragen, aber ansonsten fand ich es aber trotzdem. Kurz stand ich vor der Schmiede, scheinbar waren mehrere Menschen drin, denn kurz hörte ich Leute sprechen. Ich atmete kurz nochmal tief durch, ehe ich an die offene Tür trat, am Türrahmen klopfte,um mich bemerkbar zu machen. Mein Blick schlich kurz über den Raum, doch tatsächlich befand sich nur noch ein junger Mann in dem Raum. Ich räusperte mich kurz. "Ich komme im Auftrag von König Ragnar. Ich soll mich erkundigen, wie weit Sie mit den Waffen sind."erklärte ich mein Auftauchen und sah ihn freundlich an.
     
  14. Nymeria

    Nymeria Mitglied

    Erik

    Es war mehr als deutlich, dass es ihr weder angenehm noch recht war, dass ich mich in ihrer Nähe aufhielt. Verstehen konnte ich es jedoch nicht, es sei denn sie verheimlichte tatsächlich etwas. Wortlos beobachtet ich sie. Irgendetwas hatte sie dazu gebracht, dass ihre Wangen sich röteten dies ließ mein Grinsen nur umso breiter werden. Auch, dass sie sich räusperte um ihre Stimme wiederzufinden gefiel mir irgendwie. Ich war es gewohnt, dass Frauen mich anhimmelten, doch ich genoss das freie Leben einfach zu sehr um mich nur einer zu widmen. Natürlich sahen gerade die Männer es meist nicht so genau mit der Treue, vor allem auf den langen entbehrlichen Raubzügen doch wenn ich jemals einer Frau meine Liebe schwören sollte dann nur dieser. Ihre Stimme ließ mich aufhorchen und ich bekam mein breites Grinsen wirklich nicht mehr aus dem Gesicht. "Nun ich habe um ehrlich zu sein noch ein wenig Zeit. Ragnar erwartet mich erst am Abend bis dahin gehöre ich ganz dir." Ich verlieh meiner Stimme einen noch etwas dauern Klang und bedachte sie mit einem sehr intensiven Blick.
    Ich folgte ihr als sie sich scheinbar ergab denn es war wohl mehr als deutlich genug, dass ich nicht locker lassen würde. Feuer hatte sie das musste man sagen, denn es gab wohl kaum eine Frau die einem so stattlichen Mann und Krieger wie mir damit drohte die Männlichkeit zu nehmen wenn ich sie anfassen würde. "Keine Sorge ehrenwerte Heilerin ich werde euch nicht anrühren, es sei denn ihr verlangt es." Ein freches Grinsen trat ein weiteres Mal in mein Gesicht und ich folgte ihr ohne ein weiteres Wort. Auch von hinten war sie wirklich ansehnlich. Ihre Kurven und nun ja der Hintern entfachte so manche Fantasien in meinem Kopf. Sie konnte wirklich froh sein, dass ich trotz der Gedanken einer der Guten war wenn man das so sagen konnte. Während ich ihr den Fluss aufwärts folgte wanderten meine Gedanken an jenen Tag zurück als sie zu mir gerufen wurde da bei einem der Raubzüge verwundet worden war und anschließend stark zu fiebern begonnen hatte. Sie hatte sich damals um mich gekümmert. Auch wenn ich immer nur Bruchstücke, einzelne kurze Erinnerung an diese Zeit hatte so schwebten immer ihre Augen über die damals schon eine starke Anziehung auf mich ausgeübt hatten. Ich hatte erzittern unter ihren Berührungen, anfangs vielleicht noch durch das Fieber doch irgendwann hatte ich diese Berührungen genossen. Als sie scheinbar gefunden hatte was sie suchte positionierte ich mich unweit von ihr und hielt meinen Blick auf sie gerichtet. Sie ging in die Hocke und begann mit ihrer Arbeit und ich dachte schon sie würde mich einfach ignorieren doch dann meinte sie, dass ich ja meinen eigenen Geschäften nachgehen könne und niemand hier sei. Doch just in dem Moment als sie einen Blick zu mir warf Glitt das Messer mit dem sie die Kräuterabschnitt durch ihren Fingern. Auch wenn sie nichts sagte und nur ihren Finger in den Mund steckte schüttelte ich meinen Kopf "Scheinbar muss ich dich vor dir selbst schützen." Langsam trat ich näher. Ging vor ihr ebenfalls in die Hocke, riss ein Stück des Leinentüchern ab welches ich zuvor noch zum Waschen genutzt hatte und griff nach ihrer Hand. Zog diese zu mir und wickelte das Stück des Tuches etwas fester um die Stelle wo sich der Schnitt befand. Er war nicht groß doch das Messer was sehr scharf und hatte einen ordentlichen Schnitt hinterlassen. Als ich ihre zarte Haut zwischen meinen rauen Fingern spürte jagte es mir einen Schauer über den Rücken und mein Blick suchte den Ihren.


    Alva

    Fenrir trat zu mir aus dem Haus und als er sein Hemd ablegte neigte ich meinen Kopf ein wenig zur Seite. Es war eine seltsame Situation für mich. Der Mann, mein Mann, vor mir schien unglaubliche Schmerzen zu haben und auch wenn ich noch immer diesen Groll gegen ihn hegte sollte er auch nicht solche Schmerzen leiden. "Setz dich..." Meine Stimme war ruhig und schien wenn auch kaum hörbar zumindest für den Moment etwas von ihrer Kälte verloren zu haben. Mein Großvater hatte mir beigebracht "Sei gut zu dem der dir Gutes tut. Die Götter werden dir dann wohl gesonnen sein." Zu Beginn unserer Ehe hatte Fenrir sich auch wirklich bemüht es mir mit allem recht zu machen. Er behandelte mich stets liebevoll auch wenn er nie etwas davon zurückbekommen hatte. Vorsichtig tauchte ich eines der Tücher in das Wasser und ließ es sich voll saugen. Nach einem kurzen Zögern begann ich damit sanft die Wunde auszuwaschen. Bevor ich die Kräuter auftragen konnte musste die Wunde sauber sein. Doch auch wenn ich keine Heilerin war fand ich, dass diese wirklich nicht gut aussah. "Du wirst die Wunde einer Heilerin zeigen müssen..sie ist sehr gerötet und sieht entzündet aus." Bei dem Gedanken, dass er wenn niemand danach sah sterben könnte durchfuhr mich ein eisiger Schauer. Ich tauchte das Tuch erneut ein und strich sanft über die stark geröteten Ränder die sich auch heiß anfühlten. Meine freie Hand ruhte nun auf seiner Schulter damit ich selbst beim Säubern einen besseren Halt hatte. Er hatte einen starken, kräftigen Rücken der von seiner harten Arbeit und den Kämpfen zeugte. Auch war mein Mann keineswegs ein hässlicher Gnom doch auf diese Art und Weise hatte ich ihn eben nie gesehen da er immer Mann der mich einfach gekauft hatte war. Die Kräuter hatte ich zuvor ja schon zerkleinerte und konnte sie nun mit etwas Wasser vermischt direkt auf die Wunde auftragen. "Bleib einen Moment so sitzen. Ich verbinde es gleich wieder." Sein Hemd auf dem die Wunde deutlich Spuren hinterlassen hatte nahm ich ebenfalls mit und legte es zur übrigen Wäsche die ich später noch im Fluss waschen wollte. Ein kurzer Blick ging noch zu Fenrir ehe ich das Haus betrat.
     
  15. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Brenna

    Er hatte also Zeit.. ja das war ja wunderbar. Nicht! Bis am Abend sollte er also ganz mir gehören? Das war nicht gut. Natürlich hatte ich auch seinen Blick auf mir gespürt, doch wie gesagt...ganz bewusst ignoriert. ...ich werde Sie nicht anrühren, es sei denn Ihr verlangt es... äffte ich ihn im Kopf nach und hatte gerade so das verächtliche Schnauben unterdrücken können. Da war einer sehr von sich überzeugt.. früher oder später endeten sie jedoch alle zumindest einmal im Krankenlager. Geschüttelt von Fieber und Schmerzen, weil sie zu stolz waren gleich zu mir zu kommen -bevor noch der Wundbrand wütete- oder eben wirklich schlimm verletzt worden waren.
    Das ich mich nach so kühnen Sprüchen auch noch selbst geschnitten hatte, war natürlich mehr als peinlich für mich. Ich verzog das Gesicht und hätte ihm wohl die Zunge rausgestreckt, würde ich nicht den Finger im Mund haben. Ich sah ihn wütend an als er näher kam, was ihn jedoch nicht daran hinderte weiter auf mich zu zu kommen. Er hockte sich neben mir hin und seine Nähe gefiel mir gar nicht, denn ich spürte wie mir abwechselnd heiß und kalt wurde. Er griff nach meiner Hand, ich wollte mich erst wehren, doch er zog sie einfach an sich ran und ich konnte nichts weiter tun, als ihn stumm mit zusammen gezogenen Augenbrauen anzusehen. Seine raue große Hand war ein Kontrast zu meinen schlanken Fingern, durch Salben schaffte ich es das sie nicht ganz so rau waren. Die Berührung seiner Hand verwirrte mich vollends, es war als würde ich mich an ihm verbrennen und doch konnte ich nicht genug davon bekommen. Das war nicht gut... ganz und gar nicht. Ich sah zu ihm hoch, denn selbst wenn er so neben mir hockte ragte er noch über mir auf, mein Blick lag starr auf ihn, die Lippen einen schmalen Spalt zum atmen geöffnet. Das Herz klopfte so heftig in meiner Brust, dass ich schon fürchtete er würde es hören und meine Wangen glühten, während er auf meine Finger sah und diese mit einem Stück Leinen verband. Doch dann hob er den Blick und ich war nicht fähig den meinen von ihm abzuwenden. Ich starrte in die Gletscher seiner Augen von denen man meinen sollte, das es da eigentlich keine Wärme geben konnte und doch versengten sie mich beinahe. Noch immer hielt er meine Hand und wir waren uns so nah, dass ich seine Körperwärme und seinen Geruch der sich mit dem von Leder und dem Wald mischte wahrnehmen konnte. Doch ich würde dem nicht so einfach nachgeben! Oh nein! Ich war keines dieser dummen Gänse die sich einfach an den Hals von irgendjemanden warfen! Sich ausnutzen ließen... Solange hatte ich meine Jungfräulichkeit bewahrt und würde mich nicht an einen hergeben nur weil er...weil er... Freya gib mir Kraft! Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen! "Meine Hand..." hauchte ich atemlos, die Stimme war etwas belegt und mein Atem nur schwer zu kontrollieren. Ich hätte sie ihm entziehen können, sollte es tun und doch regte ich mich nicht, konnte es einfach nicht, ich war wie erstarrt. Eine leichte Brise kam auf, ließ eine einzige rote Haarsträhne, welche sich aus dem Zopf gelöst hatte, in mein Gesicht rutschen und dort vorwitzig tanzen als würden selbst meine Haare mich verhöhnen wollen.

    Tjelvar

    Gerade war ich mit dem schleifen der Axt fertig, hielt sie vor mich um die Klinge zu betrachten. Dabei kniff ich ein Auge zusammen, fuhr vorsichtig mit dem Daumen darüber, als ich das Klopfen und anschließend ein Räuspern und die Stimme einer Frau vernahm. Ich öffnete das zweite Auge und wandte der Quelle der Stimme mein Gesicht zu. Erblickte die kleine schlanke Gestalt in der Tür. Das Blonde Haar war wie es üblich war geflochten, die Kleidung eher schlicht gehalten. Ich erhob mich von meinem Platz und kam auf sie zu. Sie kam im Auftrag von Ragna und wollte sich wegen den Waffen erkundigen. Ihr Blick war freundlich, mein Gesicht blieb jedoch bewegungslos beinahe stoisch. Viele hatten mir schon gesagt das ich viel zu ernst war und öfter Lächeln sollte, aber das war eben nicht meine Art. Sie kam mir bekannt vor, aber allzu lange war sie glaube ich noch nicht in Ragnas Diensten. An so ein hübsches Mädchen hätte ich mich definitiv erinnert. "Du kannst Ragna mitteilen, dass seine Waffen morgen Vormittag fertig sein werden", antwortete ich ruhig und betrachtete das Mädchen vor mir. "Wie heißt du?" fragte ich dann gerade heraus als ich vor ihr war, blieb jedoch im gebührenden Abstand stehen, damit sie sich nicht etwa noch bedrängt fühlte.
     
  16. Lalaweile1

    Lalaweile1 Bekanntes Mitglied

    Fenrir

    Ich nickte und ließ mich auf der Bank nieder. Zum ersten Mal sprach sie nicht mit dieser Kälte in der Stimme. Sie zögerte scheinbar kurz, denn sie begann nicht direkt damit, die Wunde zu säubern. Kurz zuckte ich zusammen, verzog das Gesicht, als das Tuch mit der Wunde in Berührung kam. Doch ich konzentrierte mich vielmehr auf ihre Berührung auf meiner Schulter. Für einen kurzen Augenblick rannte mir ein Schauer den Rücken herab.Ich wurde selten berührt, vorallem sehr selten von ihr. So war diese Berührung schon ausreichend gewesen. Doch dann trug sie die Kräuter auf die Wunde auf. Sofort zuckte ich zusammen und zischte kurz, es brannte doch ziemlich. Ich lauschte ihren Worten." Ich werde zur Heilerin gehen, wenn wir die Arbeit auf dem Hof größtenteils erledigt haben. Ich habe dich schon wieder viel zu lange mit den Arbeiten allein gelassen."antwortete ich ihr. Im Augenwinkel nahm ich wahr, wie sie das Hemd zur Schmutzwäsche brachte."In Ordnung."antwortete ich ihr auf die Anweisung und blieb sitzen, wie sie es mir befahl.

    Fenja

    Gerade schien er noch die Klinge der Axt zu betrachten, dann wandte er sich mir zu. Er schien mich kurz zu mustern, dann aber erhob er sich und kam auf mich zu. Innerlich bekämpfte ich den Drang, nach hinten zu weichen. Sein Blick war ziemlich emotionslos, schüchterte mich gewissermaßen auch ein. Dennoch zwang ich mich dazu, die Schultern zu straffen und das Kinn oben zu halten. Zumindest ein wenig Selbstbewusstsein wollte ich dem großen Fremden gegenüber ausstrahlen. "Gut, vielen Dank, ich werde es ihm ausrichten."meinte ich. Eigentlich dachte ich, dass damit das Gespräch beendet wäre, immerhin hatte ich meine Antwort. Doch er betrachtete mich noch einmal und stellte eine weitere Frage."Ich heiße Fenja."antwortete ich ihm und blickte ihn weiterhin freundlich an. Ein Lächeln verkniff ich mir, die Situation war mir doch nicht ganz geheuer. "Darf ich auch euer Name erfahren?"fragte ich ihn neugierig, in den Händen hielt ich noch immer den Korb mit den Lebensmitteln.
     
  17. Nymeria

    Nymeria Mitglied

    Erik

    Oh sie hatte mich wütend und mit einem Feuer in den Augen angestarrt. Doch als ich meinen Blick vor einem Moment hob und den ihren suchte war davon keine Spur mehr zu erkennen. Sie schien wie ein Kitz vor dem Wolf zu stehen und war kaum fähig ein Wort zu sagen. Als sie "meine Hand.." hauchte strich ich mit meinem Daumen sachte über ihren Handrücken. Ohne etwas zu sagen neigte ich meinen Kopf etwas zur Seite und begann zu schmunzeln. Natürlich hätte ich nichts lieber getan als sie zu packen und...Bei Odin! Meine Gedanken kreisten um Dinge für die jeder einzelne ihrer Brüder mich eigenhändig getötet hätte denn sie hüteten ihre Schwester wie einen Augapfel. Als sich ihre Strähnen aus dem Zopf lösten griff ich nach ihnen und ließ sie durch meine Finger gleiten "Es ist schade, dass du diesen schönen Haare versteckt." Mein Blick schien sich in den ihren zu bohren während ich die Strähne hinter ihr Ohr strich und meine Finger kurz ihren Hals streiften. "Wir.." auch meine Stimme war ein wenig heiser und der Atem ging schwerer als gewöhnlich "Wir...sollten.. weiter." Langsam erhob ich mich hielt ihr Hand jedoch noch immer in der meinen sodass sie sich ebenfalls erheben musste. "Ich sagte doch ich gebe Acht." Ich gab ihre Hand frei und atmete erneut durch da ich mich wirklich fassen musste um nicht einfach über sie her zu fallen. "Und wie ein brünstiger Eber verhalte ich mich auch nicht." Wobei bei diesen Worten wieder das freche Grinsen zum Vorschein kam.


    Alva

    Im Haus atmete ich tief durch und brauchte einen Moment bevor ich nach den Binden griff mit denen ich seine Wunde verbinden wollte. Erneut atmete ich tief ein und wieder aus bevor ich nach draußen trat "Du wirst gleich morgen zu Heilerin gehen und dich jetzt noch ausruhen. Die Arbeit erledige ich schon selbst, das mache ich schließlich ständig. Und keine Widerrede sonst kannst du dir noch dein eigenes Grab schaufeln." Meine Stimme war fest wobei ich mir etwas unsicher war ob er als Hausherr solche Zurechtweisungen hin nahm oder ich mir damit eine Ohrfeige eingehandelt hatte denn wie sollte ich wissen wie er war wenn er nie hier war und nun ja wenn er auf dem Hof war stürzte er sich in die Arbeit und wir lebten unser Leben meist stillschweigend nebeneinander her. Tilda und Huld hatten das Ganze vom Stall aus beobachtet. Auch sie schienen nicht sicher zu sein was jetzt geschehen würde. Mein Blick ruhte auf meinem Mann den ich kaum besser kannte als einen Fremden den im Grunde waren wir genau das. Er hatte mich gekauft, geheiratet und ich hatte mich in mein Schicksal gefügt. Doch das konnte nicht jenes sein das mir von den Göttern vorherbestimmt worden war. Es war einfach nicht möglich.
     
  18. Lalaweile1

    Lalaweile1 Bekanntes Mitglied

    Fenrir

    Noch immer saß ich mit dem Rücken zu ihr gewandt, als sie wieder zurück kam. Als sie so sprach, blieb ich einen Moment ruhig. Man spürte förmlich die Anspannung, die in der Luft lag. Dennoch tat ich etwas, mit dem wohl keiner rechnete. Ich musste kurz lachen. Dann verstummte ich wieder. "Wenn du das so möchtest,dann werde ich morgen zur Heilerin gehen."gab ich nach, beinahe lag schon etwas liebevolles in meiner Stimme. Diese Frau war eine Kratzbürste vom feinsten. Aber es gefiel mir. Ich mochte keine grauen Mäuschen, die klein bei gaben. Alva hatte einfach so ein Feuer. Vorallem aber war sie stets zuverlässig. Ich drehte mich langsam zu ihr um, mein Blick war jedoch so wie immer. Ließ kaum Emotionen heraus spiegeln,während ich Alva ansah. "Den nächsten Raubzug werde ich aussetzen,damit ich dir hier mit dem Hof helfen kann. Ich verlange hier eine ganze Menge von dir. Aber ich schätze deine Arbeit sehr, die du hier verrichtest."meinte ich zu ihr. Dann fiel mir wieder ein, dass ich etwas in meiner Tasche für sie hatte. Ich würde es ihr geben,sobald ich vernünftig verarztet wäre.
     
  19. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Brenna

    Das streicheln seines rauen Daumens ließ die feinen Härchen in meinen Nacken sich aufrichten, ein Schauer lief über meinen Rücken. Er neigte den Kopf zur Seite und schmunzelte. Oh er sollte es bloß nicht wagen mich jetzt aufzuziehen! Doch er gab keines seiner frechen Kommentare ab, er sah mich nur an. Griff nach der roten Haarsträhne und ließ sie wie ein kostbarer Schatz durch seine Finger gleiten. Es ist schade, dass du diese schönen Haare versteckst... unsere Augen trennten sich nicht voneinander, während er die Strähne in einer kleinen Geste hinter mein Ohr schob, seine Fingerspitzen meinen Hals streiften. Gerade so konnte ich verhindern nicht noch sichtbar unter dieser Berührung zu erzittern. Ich bemerkte erst das ich die Luft angehalten hatte, als meine Lungen bereits zu brennen begannen. Seine Stimme erklang erneut als er meinte das wir weiter sollten. Irrte ich mich oder hatten ihn diese unschuldigen Berührungen ebenso mitgenommen wie mich? Ich runzelte meine Stirn und atmete durch, während er sich erhob. Ich löste mich aus der Starre und senkte meinen Blick nun, während ich durch seinen Zug mit auf meine Füße gezogen wurde. Was tust du da Brenna? fragte ich mich selber und biss mir auf die Unterlippe. Ich war doch sonst nicht so... Dieser Mann, er war gefährlich für mich. Ich meine ich war wahrlich schon alt genug und wenn ich nicht aufpasste würde ich sogar vielleicht noch als alte Jungfer enden. Aber es war doch sicher nicht falsch wenn ich einfach beim ersten Mal nicht einfach nur eine Kerbe in einem Bettpfosten sein wollte oder? Er gab meine Hand frei und brach diesen seltsamen Bann der auf mir gelegen hatte damit, ich zog sie sogleich an meine Brust und hielt sie an mich gedrückt. Machte einen Schritt Rückwärts um Abstand zwischen uns zu bekommen. Hob den Blick als er meinte er verhielt sich nicht wie ein brünstiger Eber, er hatte sich anscheinend wieder gefangen denn das freche Grinsen kehrte in sein Gesicht zurück. Naja wie man es nahm, als ob ich nicht schon oft genug mitbekommen hätte, wie er sich von den anderen Mädchen umschwärmen ließ. Ich strich die Röcke meines Kleides glatt und atmete einmal tief durch um meine Nerven wieder zu beruhigen. Straffte meine Schultern wieder. "Ich kann noch nicht weiter, ich brauche dieses Kraut", antwortete ich beherrschter als ich es mir in dem Moment zugetraut hätte. Ich leckte mir über die Unterlippe und bückte mich erneut um das Messer, welches ich fallen gelassen hatte aufzusammeln. Sammelte die Halme am Boden auf um diese sorgsam in den Korb zu legen, bevor ich weitermachte mit dem wo ich vorhin aufgehört hatte. Ich vermied es noch einmal zu Erik zu sehen, schnitt Halm für Halm ab und legte alles in den Korb. Es dauerte eine Weile bis ich den Behälter gefüllt hatte, aber schließlich wischte ich mit dem Handrücken über meine feuchte Stirn und sah hin zu den Weidenkorb der einst meiner Mutter gehört hatte.

    "Das sollte vorerst reichen", meinte ich und erhob mich nun. Die Arbeit hatte gut getan, es hatte mein Gemüt etwas abgekühlt und es war einfacher wieder zu meinem 'Aufpasser' zusehen. Mit einem leisen Seufzen wandte ich mich ab, wischte das Messer an einem Tuch ab, bevor ich es zurück legte und dann an das Wasser ging um meine Hände und das Gesicht etwas abzuwaschen. Dabei fiel mein Zopf über meine Schulter und ich betrachtete den dicken roten Strang. Ich legte meine Hand darauf und für einen Moment dachte ich schon daran, einfach so... wieder nach Kattegat zurückzukehren. Es ist schade, dass du diese schönen Haare versteckst... wieder hallten Eriks Worte durch meinen Kopf. Doch gleichzeitig legte sich der Kummer über den Verlust meiner Mutter eben wegen dieser Farbe über meine Gedanken, der Gram welcher dieser in meinen Vater ausgelöst hatte. Ich biss meine Zähne zusammen, löste kurzerhand das Lederband und griff in den Korb um den Tiegel mit der Paste heraus zu holen. Doch zögerte ich... ich wollte es ja selber nicht wirklich, hatte ich meine Haare doch immer für etwas besonderes gehalten. Erinnerte mich daran als Mama und ich uns sie immer gegenseitig eingeflochten hatten. Ich schüttelte sachte meinen Kopf und entwirrte die Haare, fuhr mit einer Hand durch sie durch. Schüttelte sie am Rücken etwas aus. Sie waren immer noch etwas feucht, aber das meiste davon war mittlerweile schon wieder trocken und die roten Wellen vereinten sich und bildeten einen Fächer, der mir bis an die Hüften reichte. Ich war mir bewusst das Erik hinter mir stand, aber dennoch musste es nun mal sein. Er wusste ja jetzt das um ihre richtige Farbe. "Bitte, behalte es einfach für dich", sagte ich über meine Schulter, bevor ich mich vorne über beugte und sie erst wieder anfeuchtete und dann mit der Paste einrieb. Nach getaner Arbeit, lag über dem leuchteten Rot die dunkle Farbe, ließ sie so gut wie schwarz erscheinen, nur ganz leicht konnte man den rötlichen Schimmer durchsehen.
    Ich erhob mich von meiner Position und wandte mich so nun wieder meinem Begleiter zu. "Komm schon, wir müssen noch gen Westen zur großen Wiese. Mir fehlen noch Klettenwurzeln und ich möchte dann noch Hause bevor es dunkel wird!" meinte ich, während ich auf ihn zu kam. Natürlich sprang mein Herz gleich wieder darauf an, schlug heftig in meiner Brust, doch ging ich einfach an ihm vorbei, ließ mir davon nichts anmerken.

    Tjelvar

    Ich konnte ihr ihre Unsicherheit am Anfang ansehen, wie sich ihr Körper leicht nach hinten neigte um vor mir zurückzuweichen und doch blieb sie stehen. Straffte ihre Schultern und reckte das Kinn... erinnerte mich beinahe an meine Schwester. Wobei die schon lange keine Angst mehr vor uns hatte, weil sie wusste das wir ihr nie etwas antun würden. Ich nickte als sie sich bedankte und anscheinend hatte sie schon wieder gehen wollen, bevor ich meine Frage gestellt hatte. "Fenja..." wiederholte ich ihren Namen. Es war ein schöner Name und schien zu ihr zu passen. Trotz meines doch eher einschüchternden Auftretens blieb sie freundlich und mir zugewandt. "Verzeihung, ich bin Tjelvar der mittlere Sohn des hier ansässigen Schmieds", antwortete ich ihr und neigte meinen Kopf dabei. "Du bist noch nicht lange in Ragnas Diensten oder?" kam meine nächste Frage und ich legte meinen Kopf leicht schief. Meine Stimme war dabei tief und blieb auch weiterhin ruhig. Mein Blick glitt von ihrem Gesicht zu dem Korb in ihren Händen, er war gefüllt mit allerhand Lebensmittel. Schien sie wohl die besonderen Gelüste unseres Königs stillen zu müssen. Damit meinte ich natürlich das Essen.
     
  20. Lalaweile1

    Lalaweile1 Bekanntes Mitglied

    Fenja

    Er nickte kurz, nachdem ich ihm meinen Namen genannt hatte, wiederholte diesen nochmal. Dann stellte er sich mir ebenfalls vor. " Es freut mich sehr. Ich kenne hier noch nicht so viele Leute, deshalb bin ich froh, wenn ich doch mal jemanden kennen lerne."meinte ich und lächelte ihn nun an. Er neigte den Kopf und stellte die nächste Frage. Kurz schüttelte ich den Kopf. "Nein, ich bin erst seit ungefähr 2-3 Wochen hier in Kattegat. Er hat mich dem Jarl Olaf abgekauft."antwortete ich ihm. Er hatte eine angenehme Stimme. Er blickte nun den Korb mit den Lebensmitteln an. "Ich wurde von ihm beauftragt, noch Lebensmittel auf dem Markt zu besorgen."sagte ich, beinahe als wäre ich ihm eine Erklärung schuldig. Warum auch immer. Eigentlich ging es ihn ja nichts an. Ich war froh, dass ich bei König Ragnar nur seine Gelüste zum Thema Essen stillen musste. Bei Jarl Olaf hatte ich einiges machen müssen, worauf ich nicht stolz war. Der Jarl hatte mich einige Male an seine Leute für 'besondere Aufgaben' verliehen. Dies war immer noch etwas, was mich prägte, aber andererseits, ich war nun mal eine Unfreie. Ich hatte nicht das Recht, Nein zu sagen oder mich zu wehren. Ich musste klein bei geben, ob ich wollte oder nicht. Tjelvar war ein einschüchternder Mann, zumindest von seinem Äußeren. Dennoch war ich mir sicher, dass der große Mann bestimmt auch eine andere Seite hatte. Aber dies konnte ich nicht weiter beurteilen, denn immerhin kannte ich ihn nicht besser.
     

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