[RS] Sunora

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Floooh, 10 Juni 2016.

  1. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich hatte gewusst das die Nachricht Amber treffen würde, hatte mich innerlich darauf vorbereitet und doch... Als sie sich weinend gegen mich warf, fühlte es sich an als würde mein Herz zerreißen. Wusste ich doch das ich der Grund war wieso sie so weinte. Ich legte meine Arme um ihren schlanken bebenden Körper und zog sie fest an mich. Wog sie in meinen Armen, küsste sie sanft auf ihren Scheitel und betete mein Kinn darauf. Mir ging es ähnlich wie ihr, doch konnte ich es bei weitem nicht so zeigen wie sie das tat. "Liebes! Alles wird wieder gut!" flüsterte ich schließlich, wagte nicht zu laut zu sprechen in diesem Moment aus furcht einer von uns Beiden würde zerspringen. "Ich weiß dank dir was mich erwartet und kann dem entsprechend reagieren", versuchte ich sie wohl irgendwie zu trösten. Ich schob sie sachte von mir, nahm ihr Gesicht vorsichtig zwischen meine Hände. Ich wischte ihr die Tränen von den Wangen. "Ich komme lebend wieder zu dir zurück, koste es was es wolle!" versprach ich ihr und hauchte einen Kuss auf ihre Lippen. Bevor ich meine Stirn gegen ihre lehnte. Sie wusste, wenn ich ein Versprechen gab, dann hielt ich dieses auch! Hätte ich doch nur schon vorher gewusst, welche Prüfungen uns bevorstanden...
    Mein Herz hämmerte in meiner Brust und hätte ich es vermocht ich hätte wohl mehr Betroffenheit über unsere Situation gezeigt. Amber... mir wurde jetzt schon das Herz schwer wenn ich daran dachte von ihr getrennt zu werden. Wer wusste denn wie lange dieser Krieg tatsächlich dauern würde? Vielleicht wäre ich nicht einmal zur Geburt unseres Kindes hier... Es gab mit Amber auf einmal so viel was mein Leben lebenswert gemacht hatte und ich somit nicht blindlings einfach in einen Kampf reiten konnte. Ein ehrenvoller Tod am Schlachtfeld war alles was ich bevor ich diese Frau getroffen und lieben gelernt, ersehnt hatte... das war jetzt anders.
     
  2. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich wusste das Garret versuchte mich ein wenig zu beruhigen. Seine Worte waren sanft und er sprach davon, dass er wieder zu mir zurück kommen würde, jetzt wisse was er zu tun hatte und alles am Ende gut werden würde. Doch würde es das? Würde Garret wieder zu mir zurück kehren? Diese Ungewissheit war es, die mein Herz schier zwischen ihren eiskalten Klauen zu zerbrechen drohte. Sein Gesicht verschwamm vor meinen Augen von den neuerlichen Tränen, als er mein Gesicht sanft in seine Hände nahm. Sein bitter süßer, zarter Kuss schmeckte salzig von meinen Tränen. "Ich würde dir so gerne glauben!", mein Schluchzen wurde langsam ruhiger, doch meine Stimme war immer noch leise und belegt. "Aber nicht mal du, der stärkste und tapferste aller Krieger, kannst die Zukunft voraus sehen!". Ich wischte mir mit dem Handrücken über meine Wangen. In Garrets Gesicht stand der selbe Schmerz geschrieben, wie der in meinem Herzen. Auch wenn er nicht ganz so emotional reagierte wie ich, so wusste ich, dass es für ihn nicht leichter war als für mich. Jeden Tag und jede Nacht würde ich dafür beten, dass Garret sein Versprechen war machen konnte. Ich hoffte, dass Gott mir verzieh, dass ich mich die letzten 20 Jahre nie in einer Kirche hatte blicken lassen und er Garret schützen würde. Doch was wenn nicht? Was wenn Garret nicht mehr zurück kehren würde? Würde ich diesen Schmerz je überleben? Besser gesagt, wollte ich das?
     
  3. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Sie weinte immer noch und ich war ratlos. Ich hatte keine Erfahrung damit, denn um ehrlich zu sein, hatte ich sonst um weinende Frauen immer einen großen Bogen gemacht. Ich hörte ihre Worte und ja sie hatte recht. Wer garantierte denn das wenn es nicht Volmar war, es nicht jemand anders vollbrachte? Doch nein, ich war fest entschlossen zurück zu kommen. Ich würde mein Leben an der Seite dieser Frau verbringen, sehen wie unsere Kinder –ja ich ging von weiteren aus- aufwuchsen, vielleicht sogar noch meine Enkel zu erleben! Vorsichtig zog ich sie wieder in meine Arme und strich über ihren Rücken. Fiel mir doch nichts anderes ein. Zu gerne hätte ich ihre Gedanken zerstreut und ihr versichert das mir nichts passieren würde. „Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann wird es auch so sein! Das weißt du doch!“ gab ich mit gesenkter Stimme von mir, während ich meine Wange weder an ihren Scheitel schmiegte. Ich hörte ein Klopfen an der Tür und zog verärgert über diese Störung meine Augenbrauen zusammen. Ich hob den Kopf. „Jetzt nicht!“ knurrte ich in Richtung der Tür. Niemand sollte Amber derart aufgelöst sehen und ich war nicht bereit sie aus meinen Armen zu geben, was ich tun hätte müssen wenn jemand den Raum betrat. Egal er es war, er zog sich mit einem Mylord schnell wieder zurück. Doch ich wusste die Störungen würden mehr werden… jetzt wo sich die Kunde über den Krieg und den bevorstehenden Kampf ausbreiten würde. Zumal die Vorbereitungen für die Abreise getroffen werden mussten. „Liebes“, hauchte ich sanft und hob eine Hand unter ihr Kinn und ihr Gesicht mir entgegen. Beugte mich vor um ihre Tränen von den Wangen zu küssen. „Versprich mir, egal was passiert, dass du stark sein wirst“, forderte ich sanft und dennoch bestimmt. Ich betrachtete sie eingehend, versuchte mir jeden einzelnen ihrer Züge einzuprägen. Ein Lächeln zuckte in meinen Mundwinkel. „Ich liebe dich Amber! Ich habe vor noch sehr viele Jahre an deiner Seite zu verbringen.. ich hoffe du bist bereit dafür!“ sagte ich und strich mit dem Daumen über ihr Kinn.
     
  4. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Er wollte, dass ich ihm versprach stark zu sein, egal was passieren würde. Doch würde ich das können - stark sein? Ehrlich gesagt war ich mir da ganz und gar nicht sicher, vor allem da es da ja noch Volmar gab, welcher Garret umbringen wollte. Die Erinnerung daran schnürrte mir schier die Kehle zu und ich spürte den Kloß, welcher sich bei seinen nächsten Worten in meinem Hals bildete. Es kostete mich einiges an Selbstbeherrschung gegen die neuerlich aufsteigenden Tränen anzukämpfen. Doch ich wollte und musste stark sein, so wie Garret es sich von mir wünschte. Also versuchte ich sein Lächeln zu erwidern, wobei meines wohl sehr dünn und eher zittrig war. Seine Worte trafen mich direkt ins Herz und all die Liebe, die ich für diesen Mann empfand, drohte mir die Luft zum atmen zu nehmen. Er war das, was ich am meisten auf der Welt liebte und brauchte. Ja, ich weiß das klang furchtbar kitschig und bevor ich Garret kennen und lieben gelernt hatte, hätte ich bei einer solchen Aussage wohl spöttisch die Augen verdreht. Aber jetzt kam es mir so vor als wäre nur ein Leben an Garrets Seite viel zu kurz. "Ich nehme dich beim Wort!", ich beugte mich nach vorne und Küsste ihn sanft. "Ich weiß nämlich, dass ich am stärksten mit dir an meiner Seite bin!", raunte ich an seinen Lippen und griff mit meinen Händen wieder nach den seinen und verschränkte unsere Hände miteinander. Ich wusste, dass der Gedanke die restliche Zeit nur miteinander verbringen zu können, reines Wunschdenken war. Garret würde die letzte ihm hier verbleibende Zeit damit beschäftigt sein sich um alles notwendige zu kümmern.
     
  5. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Die Tage waren viel zu schnell vergangen, gut nicht das es Ansatzweise viel Zeit gewesen wäre um alles zu organisieren und auch noch viel Zeit mit Amber zu verbringen, aber den Abend vor meiner Abreise hatten wir uns Zeit füreinander genommen. Bis tief in die Nacht hatten wir uns geliebt und waren eng umschlungen eingeschlafen. Doch der Morgen kam und ich schlug die Augen wie immer früh auf. Ich spürte Ambers warmen Leib an meiner Brust, ich schloss meine Augen, roch an ihrem Haar und küsste sie sanft auf ihren Hinterkopf. Bevor ich vorsichtig meinen Arm unter ihrem Kopf hervor holte und mich aus dem Bett hievte. Wir wollten noch vor dem Frühstück aufbrechen, damit wir vor Einbruch der Nacht einen Lagerplatz nahe am Fluss erreichten. Nachdem ich mich erleichtert hatte, zog ich meine Kleidung an. Hose und Hemd, Gambeson um für eventuelle Kämpfe geschützt zu sein. Ich setzte mich auf den Stuhl und zog meine Stiefel an. Ich stützte auf meinen Ellbogen ab und sah hinüber auf die Kommode wo mein Waffengurt lag, die Waffen lagen auf gebreitet darauf, hatte sie gestern noch selbst gereinigt -selbst noch den Bart gestutzt die Haare waren ja erst geschnitten worden. Mein Eineinhalbhänder und zwei Dolche, fanden daran Platz. Meine Handschuhe und der Umhang lagen daneben. Der Umhang war in meiner Farbe gehalten, an der Brust war der goldene Hirsch aufwendig darauf gestickt worden, eben so wie eine goldene Borte sich an den Säumen entlang zog.
    Ich hob meine Hand an meinen Mund, strich mit dem Daumen gedankenverloren über meine Unterlippe und verharrte für den Moment in dieser Position scheinbar regungslos. Innerlich ratterte es jedoch in mir, Gedanken mischten sich mit Bildern von vergangen Schlachten und der Vorstellung der kommenden... zusammen mit Ambers Gesicht und Gestalt. Die vergangene Nacht kam in meinen Sinn. Mein Gott, wie sehr ich ihre Wärme vermissen. Sie im Allgemeinen vermissen. Ich hätte nicht die Möglichkeit eben mal eine Aufgabe sausen zu lassen, nur damit ich stattdessen Zeit mit ihr verbringen konnte, denn es würden Tage zwischen uns liegen.
    Ein tiefes Seufzen ging durch meinen Körper, ehe ich mich wieder auf die Beine zwang, den Gürtel anlegte und mein Schwert in dessen Scheide schob. Danach die Dolche, ich steckte die Handschuhe in den Gürtel und griff nach dem Umhang. Fertig... es war nicht mehr zu tun. Es gab keinen Grund wieso ich nicht zur Tür gehen und aufbrechen sollte. Doch...einen Grund gab es und dieser lag friedlich Schlafend noch immer in unserem Bett. Also trat ich noch einmal auf unser Bett zu und ließ mich auf der Bettkante nieder. Ich strich vorsichtig eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht und versuchte mir jeden noch so feine Linie ihres Gesichts einzuprägen. Gestern hatte ich mir ja schon bereits eine Haarlocke von ihr gestohlen. Ich beugte mich vor und hauchte einen Kuss auf ihre Stirn. "Meine Liebste... ich muss los", hauchte ich und strich über ihre Wange.
     
  6. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Die Zeit, welche uns noch geblieben war, verging viel zu schnell. Wir hatten uns innige Momente stehlen müssen, zwischen all den Vorbereitungen, welche für den Aufbruch in die Schlacht, getroffen werden mussten. Doch die letzte Nacht hatte nur uns beiden gehört. Wir hatten uns innige geliebt, geredet, fest in den Armen gehalten und waren schließlich fest in den Armen des Anderen eingeschlafen. Was hätte ich nur dafür gegeben, dass diese Nacht niemals in den Tag übergehen würde. Doch es wurde Tag und ich war noch so erschöpft von unserer Leidenschaft, dass ich es gar nicht mitbekam als Garret aufstand um sich für seine Abreise anzukleiden. Erst als er sanft meine Stirn küsste und ich seine leisen Worte vernahm, wurde ich langsam wach. Im ersten Moment konnte ich seine Worte gar nicht zuordnen, wollte ihn schon fragen wohin er denn gehen wollte, doch dann kam die Erinnerung zurück und ich wusste, dass es nun soweit war. Garret würde fortreiten ... ins Ungewisse. Langsam schlug ich meine Augen auf, wobei mein erster Impuls der war, sie einfach nicht zu öffnen, in der Hoffnung, dass dann das alles nicht die Realität war, sondern nur ein Traum. Doch ich wusste es ja besser. Es war kein Traum und Garret, welcher in voller Montur vor mir Kniete, würde wirklich gehen müssen. Ich hob meinen Kopf und stützte dann meinen Oberkörper ab in dem ich einen Ellenbogen auf die Matratze stützte. "Es wird wohl nichts bringen, wenn ich dich bitte zu bleiben!". Es war viel mehr eine Feststellung, auch wenn sie leise und resigniert klang. Ich wusste, dass er gehen musste. Sein Fürst verlangte es von ihm und er hatte zu gehorchen, wenn er nicht mit den Folgen leben wollte. Und gegen diese Folgen war wohl alles was ich mir auch nur ausmahlen konnte ein blanker Witz. Er sah so anders aus mit dem Umhang und all den Waffen. Er sah nun aus wie der, der er wirklich war. Ein Krieger, bereit für die Schlacht.
     
  7. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Erst schien es als ob sie noch zu tief schlief, aber sie bewegte sich schließlich. Sie schlug ihre Augen auf und ich durfte in diese wundervollen grünen Augen sehen. Ein Lächeln stahl sich auf meine Lippen bei ihrer Feststellung. Das hatten wir wohl schon oft genug festgestellt. Ich beugte mich nochmal vor und presste meine Lippen gegen ihre, legte meine Arme um sie um sie noch einmal an mich zu ziehen. Es war ein Kuss der von all dem Sprach was ich für sie empfand und noch so viel mehr. Mein Herz zersprang mir beinahe in der Brust bei dem Gedanken das dies das letzte Mal sein könnte, dass ich Amber in Armen halten würde. Nur ein kurzer Gedanke, denn ich hatte wohl oft genug klar gemacht, das ich wieder kommen würde!
    Doch es brachte nichts, all das hinaus zögern, würde es nur in die Länge ziehen. Ich löste meine Lippen von den ihren als die Luft knapp wurde und wir beide wohl zu Atem kommen mussten. Ich legte eine Hand an ihre Wange und strich darüber. "Auf baldiges Wiedersehen meine Liebste!" raunte ich, bevor ich mich widerwillig löste. Ich richtete mich auf, rückte den Umhang zurecht, bevor ich mich abwandte und zur Tür ging. Natürlich schrie alles in mir, mich umzudrehen und einfach wieder ins Bett fallen zulassen. Den ganzen Tag darin mit dieser Frau zu verbringen... Doch musste ich dem Befehl meines Fürsten folgen, da war kein Platz für derlei Sentimentalitäten. Die Tür halb geöffnet, warf ich noch einen Blick zu Amber zurück, verneigte mich tief vor ihr, bevor ich das Zimmer verließ. Die Burg lag nicht mehr so ruhig da wie sie es sonst zu dieser Stunde tat. Man hörte Stimmen und eilige Schritte die noch die letzten Vorbereitungen trafen, als ich aus dem Wohnturm trat, war der Hof voll mit meinen Männern. Pferde schnauften, das Klappern der Hufe war zu hören, die Karren knarrten unter ihrer Last. Der Horizont erhellte sich und die langsam aufsteigende Sonne tauchte den Himmel in ein orangenes Licht, die ersten Nebelschwaden die rum hingen verkündeten den bevorstehenden Herbst. Ein paar Frauen waren zu sehen, die sich bei ihren Männern noch verabschiedeten, sich herzlich umarmten und letzte süße Worte zusäuselten. Ich ließ meinen Blick über sie schweifen. "Mylord!" hörte ich eine bekannte Stimme und als ich den Kopf drehte, sah ich Fergus auf mich zukommen. Ich nickte ihm zu und wir ergriffen einander den Unterarm. Er war erst ziemlich eingeschnappt gewesen, weil ich ihn hier ließ. Gemeint wer mir den Rücken freihalten sollte, wenn er nicht dabei war. Es war tatsächlich meine erste Schlacht ohne Fergus an meiner Seite. Doch es gab nur wenige Männer denen ich vertraute und wo ich wusste sie würden Amber um jeden Preis verteidigen! Also blieben wie gesagt der junge Humphrey, Fergus und Holster hier. Kareem schloss sich unserem Tross an um direkt an der Front handeln zu können falls nötig. Humphrey stieß ebenfalls zu uns, stolperte halb verschlafen herum und ich verpasste ihm nur wieder einen typischen Schulter-klopfer. "Macht es gut Mylord!" Ich nickte den Beiden zu und sah hoch zu dem Fenster des Gemachs welches ich mit Amber teilte. "Passt auf sie auf!" murmelte ich und wandte mich ab. Bevor ich es mir anders überlegte, trabte ich die wenigen Treppen hinunter. Eine leichte Brise kam auf und bauschte den Umhang auf. Ich trat auf Barik zu der schon bereit stand, noch einmal kontrollierte ich die Gurte und ob alles dabei war was ich brauchte. Bevor mich in den Sattel zog und die Zügel aufnahm.
    Ich rückte mich zurecht und wieder glitt mein Blick über den Hof, die die Pferde hatten, stiegen selber auf, der Rest würde zu Fuß folgen. Ich atmete ein und aus, ließ den Augenblick verstreichen, bevor ich nochmals zu dem Fenster sah und meine Liebste dort erblickte. Ich hob meine Hand kurz zu meinem Herzen, bevor ich mich nach vorne wandte und den Befehl zum Abmarsch gab.
    Barik tänzelte unter mir los und ich ritt meinen Leuten voran aus dem ersten Tor der uns in den zweiten Ring führte. Der Tross setzte sich in Bewegung, Reiter und Fußtruppen reihten sich mit den Karren die Proviant, Zelte und Ausrüstung beladen hatten ein. Es herrschte eine gedrückte Stimmung, wie immer beim Aufbruch selber, das wurde dann nach ein paar Stunden besser, wenn die Männer beschwingter wurden und man eben alles tat um sich von der Tatsache abzulenken, dass einige von diesen Männern die gerade mit mir zogen, nicht mehr nach Hause kommen würden. Ich saß wie üblich aufrecht und stolz auf meinen Sattel. Die Miene die übliche grimmige und steinerne Maske, die nichts von dem verriet was in mir vorging. Nichts preisgab von meinem Herzen das sich bereits jetzt schon einfach nur nach Amber sehnte...
     
  8. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich zog mir den Morgenmantel fester vor der Brust zusammen, während ich beobachtete wie Garret und seine Soldaten durch das Tor ritten. Mich fröstelte, was aber nichts mit der Temperatur im Raum zu tun hatte. Als Garret und sein Rappe durch das Tor verschwanden und ich sie nicht mehr sehen konnte, lief mir ein eiskalter Schauder über den Rücken und ich hatte plötzlich dieses seltsame Gefühl, wie man es manchmal einfach hatte, dass irgendetwas Passieren würde. Ich wischte mir die Träne weg, welche langsam über meine Wange rann und lehnte meine Stirn gegen das kalte Fenster unserer Kammer. Es war schwer gewesen dem Drang nach unten in den Hof zu laufen und Garret darum anzuflehen mich doch wenigstens mitzunehmen, nicht nachzugeben. "Komm bald wieder zurück!", flüsterte ich leise in die Stille des Raumes hinein und beobachtete wie der letzte Karren durch das Tor rollte. Mein Herz brannte vor Schmerz und Hoffnungslosigkeit. Es war schlimm in einer Situation zu sein in welcher man einfach nichts ändern konnte. Wir mussten es so hinnehmen wie es war, auch wenn wir wussten was geschehen konnte.

    Ich wusste nicht wie lange ich an dem Fenster gestanden und ins Leere geblickt hatte, doch die Stimme meiner Zofe riss mich aus meinen Gedanken. "Mylady, soll ich Euch beim ankleiden behilflich sein?". Es war die Frage welche sie mir jeden Morgen stellte. Würde es nun so sein? So als wäre alles wie immer, nur mit vielen Männern aus der Burg und dem Dorf weniger? Mein Magen krampfte sich bei dem Gedanken zusammen und ich fasste automatisch an meinen Bauch, welcher immer noch sehr flach war. Das Kind. Würde Garret wieder da sein wenn es auf die Welt kam? Oder würde er es denn jemals sehen? Panik und Angst erfüllten mich und mein ganzer Leib begann zu Zittern. "Mylady!", ich spürte wie Molly zu mir kam und ihre Arme um mich legte. Etwas was sie sich wohl sonst niemals trauen würde. Doch Molly war für mich so etwas was einer Freundin vielleicht am nähsten kommen würde. Natürlich nicht so innig, dass wir uns Geheimnisse anvertrauten, doch ich hatte das Gefühl wir vertrauten uns. Es tut in den Arm genommen zu werden und sehr undamenhaft meiner Trauer freien lauf lassen zu können.
     
  9. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Die Tage flossen ineinander über, Tagsüber meist im Sattel oder auch zu Fuß um die Pferde zu schonen, des Nachts schlugen wir ein Lager auf. Die Männer waren guter Dinge, wie vorausgesagt wurde die Laune auch besser. Sie lachten und scherzten miteinander am Lagerfeuer. Ich saß unter ihnen, lauschte den Stimmen und beobachtete sie. Ich konnte nur hoffen, dass ich die meisten gut genug ausgebildet hatte das sie es überstehen würden. Auch wenn ich mir nichts vor machte, eine Schlacht kostete viele Leben egal auf welcher Seite man stand. Ich wusste noch nicht ganz wie stark der Gegner war, aber König Roland war kein Narr, er hätte uns sicher niemals den Krieg erklärt, würde er nicht zumindest eine Chance sehen zu gewinnen. Das Tempo der Reise hatte ich so gewählt, das Mann und Tier natürlich nicht völlig erschöpft sein würden wenn wir beim Hauptlager ankamen. Wir zogen an Dörfern und kleineren Städten vorbei, andere Gruppen schlossen sich uns an. Am Ende ritt ich mit so manchen Würdenträger vorne weg. Meine Gedanken schweiften oft genug zu meiner Liebsten und ich fragte mich natürlich ob zuhause alles in Ordnung war, hoffte das es ihr gut ging und sie sich nicht allzu sehr grämte.
    Wir erklommen gerade einen Hügel und ich staunte nicht schlecht als ich über die Ebene sah und dort sich Zelt um Zelt reihte. Der Ort an welchen wir uns versammelten war großzügig gewählt, in der Mitte waren natürlich der hohe Adel und Entscheidungsträger unter anderem eben auch unser König. Ich hatte mein Pferd zur Seite gelenkt und angehalten, Barik schnaufte und scharrte mit seinem Huf am Boden. Ich strich über seinen Hals und sah zurück auf den Tross der Mann für Mann oben ankam. Rupert führte seine kleine Stute zu mir heran und sah ebenfalls hinunter. "Nicht schlecht... wo sollen wir unsere Zelte aufbauen?" fragte der Mann neben mir und ich seufzte leise. Mein Blick schweifte über die verschiedenen Flaggen die das Lager quasi in die einzelnen Häuser unterteilte. Ich deutete mit dem Kopf in Richtung der großen Flagge meines Fürsten. "Da drüben ist Colloredo, führe die Männer dorthin und lasst euch einen Platz zuweisen!" sagte ich zu ihm. "Mylord!" er senkte den Kopf und tat wie ich ihm geheißen hatte
    Mein grimmiger Blick lag weiter auf der Ebene, das Gewusel da unten bis hier rauf konnte man die Schmiedehammer hören die noch letzte Waffen schärften oder Hufeisen von Pferden tauschten. Zelte wurden aufgebaut, Lagerfeuer errichtet. Früher hatte mich allein schon das in eine helle Aufregung gesetzt und ich hätte den Kampf kaum erwarten können. Jetzt, und mit dem Wissen das hier jemand war der nur vermutlich nur auf die Gelegenheit wartete mich zur Strecke zu bringen, spürte ich auch schon den Wunsch in mir gleich wieder kehrt zu machen. Lieber noch einen Drachen, als eine Schlacht unter Schlangen!
    Doch es brachte ja alles nichts, also trieb ich Barik an und folgte meinen Männern hinunter ins Lager. Sah die Fahne von Volmar, aber Gott sei Dank am anderen Ende des Lagers, das würde mir zumindest erstmal das ersparen! Ich hielt vor Colloredos Zelt und glitt aus dem Sattel. Ein Bursche kam vorbei um mir den Hengst abzunehmen, während ich mich meinen Fürst begrüßen ging... damit er auch wusste das meine Männer und ich eingetroffen waren.
     
  10. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Die ersten Tage ohne Garret waren die schlimmsten überhaupt für mich gewesen. Diese Ungewissheit darüber ob ich ihn denn jemals wieder sehen würde hätte mich beinahe dazu gebracht wie ein Häufchen Elend in unserer Kammer zu sitzen und den ganzen Tag zu weinen oder grübeln. Um ehrlich zu sein, hatte ich mir das auch einen Tag lang erlaubt. Ich hatte mir die Angst um Garret, Uns und unsere Zukunft zugestanden. Weinend war ich auf unserem Bett gelegen, hatte Garrets Kissen im Arm gehalten und mich so furchtbar hilflos gefühlt. Doch in der Nacht hatte ich mich an das Versprechen erinnert, welches ich Garret gegeben hatte. Er hatte von mir verlangt stark zu sein, komme was wolle. Was er wohl von mir denken würde, wenn er wüsste wie ich die Nerven verloren hatte? Es war früh am Morgen, als ich mir das letzte mal die Nase putze und mich in unserem Bett, welches auf einmal so riesengroß schien, aufrichtete. "Ich verspreche ab jetzt stark zu sein!", schniefte ich leise und mit zittriger Stimme. Diesmal gab ich nicht Garret dieses Versprechen, sondern mir. Ich wusste, dass ich stark sein konnte. Ich würde nicht hier in dieser Kammer dahin vegetieren, während ich darauf wartete dass Garret wieder kam. Schließlich hatte ich hier auf der Burg auch eine große Verantwortung. Die Menschen hier und unten im Dorf zählten auf mich und meine Entscheidungen, davor konnte ich mich doch nicht einfach drücken.
    Ich stand aus dem Bett auf und ging hinüber zur Waschschüssel, goss Wasser hinein und wusch mein Gesicht mit dem kalten Wasser. Gegen die Schwellungen vom Weinen würde es heute zwar nichts bringen, doch ich fühlte mich ein bisschen besser. Dann ließ ich nach Molly rufen, welche mir beim Ankleiden half, bevor ich die Kammer verließ, fest entschlossen, dass ich all das schaffen würde.

    Dann vergingen die Tage eigentlich ziemlich gleich. Ich kümmerte mich um kleinere Anliegen von Pächtern und Bediensteten, sorgte dafür dass in der Burg alles seinen normalen Ablauf ging und um ein paar Dinge mehr. Erst jetzt wurde mir bewusst wie viel Verantwortung auf Garrets Schultern lastete, doch es machte mir nichts aus. Um ehrlich zu sein, fand ich sogar gefallen daran endlich mal etwas sinnvolles zu tun zu haben. Einmal das Gefühl zu haben, wirklich etwas zu tun. Ich nahm mir vor Garret darum zu bitten mir mehr Verantwortung zu übertragen, wenn er wieder da war. Garret. Immer wieder glitten meine Gedanken zu ihm und immer dann begann mein Herz zu schmerzen. Ich vermisste ihn so sehr.
     
  11. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Den Rest des Tages waren wir damit beschäftigt gewesen, die Unterkünfte meiner Leute aufzubauen, Pferche für die Tiere zu errichten und diese zu versorgen. Quintan und Barik versorgte ich höchstpersönlich nochmal selber. Das Striegeln des Fells war eine Aufgabe die mich immer wieder auf Neue beruhigte und meinen Kopf einfach mal leer machte. Das wiederum gab mir dann die Möglichkeit jeden Gedanken einzeln zu verfolgen. Meine Konzentration sollte auf dem liegen was vor uns lag und dennoch bekam ich Amber einfach nicht aus dem Kopf. Sah sie ständig vor mir und etwas in mir zog mich nach Hause, sagte mir ich solle auf mein Pferd steigen und zu ihr bevor es zu spät war. So ein Unsinn... war ich denn schon so abhängig von ihr? Vermutlich... ich wollte es mir selber wohl nicht so recht eingestehen, aber ohne sie... Ich schloss mit einem Seufzen meine Augen, sah das wunderschöne rotbraune Haar vor, ihre tiefgrünen Augen die mir wie zwei Edelsteine entgegen funkelten. Amber... Ich richtete den Blick gen Himmel, beendete meine Arbeit schließlich und zog mich in mein Zelt zurück. Ich zog Feder und Papier hervor. Ich wollte das sie wusste das ich an sie dachte und es mir gut ging, deswegen begann ich zu schreiben... Noch nie hatte ich einen Brief an eine Frau verfasst, nicht mit diesem Ausmaße. Natürlich hatte ich den Minnegesang durchaus erlernt, aber ihn nie sehr gepflegt, weswegen ich mich darauf beschränkte einfach das zu Papier zu bringen was sie in mir auslöste...
    Geliebte Amber,
    unsere Reise verlief ohne Probleme, selbst das Wetter war uns wohlgesonnen und ermöglichte uns ein schnelles vorankommen.
    Etwas das sich beinahe wie blanker Hohn anfühlte,
    denn ich stand so oft davor mein Ross zu wenden um an deine Seite zurückzukehren.
    Ohne dich zu sein, gibt mir das Gefühl einen Teil von mir verloren zu haben,
    auch wenn dies absurd ist, denn ich trage dich stets in meinem Herzen.
    Vor unserem aufeinandertreffen, habe ich mich stets gewundert und verständnislos den Kopf geschüttelt,
    wenn ein Anderer ob der Trennung zu seinem Weibe gejammert hatte.
    Nun gehöre ich ebenfalls zu diesen liebestollen Narren und
    sehne mich nach dir mit jeder Faser meines Körpers.
    Jeden Moment an dem ich vermeintlich an nichts zu denken versuche,
    erscheint dein Bild vor meinen Augen.

    Dein wundervolles rotbraunes Haar, deine grünen Augen die wenn sie mich erblicken wie zwei Smaragde aufblitzen,
    dein weicher und warmer Körper der mir stets ein sicherer Hafen ist,
    aber auch dein Temperament, dein Mut und deine Art die Welt zu sehen -auch wenn ich es manchmal nicht ganz verstehe.
    Mein Herz, mein Verstand, alles an und in mir sehnt sich nach deiner Wärme und Liebe.
    Deine Hände die mich so zärtlich wie keine Andere in meinem Leben berührten,
    wenn ich die Augen schließe kann ich sie beinahe spüren,
    doch weicht dieses Gefühl viel zu schnell wenn ich sie wieder öffne.
    Festzustellen das du nicht hier bist, zerreißt mich beinahe innerlich.
    Und auch wenn ich es kaum glauben kann ein solches Wesen wie dich verdient zu haben,
    so bin ich dankbar dafür das du in mein Leben getreten bist.
    Durch dich wurde es wieder lebenswert und ich sehe einen Sinn darin.
    Du bist der größte Schatz auf dieser Welt und
    egal wie weit die Entfernung oder die Zeit auch sein mag die uns trennt.
    Ich werde dich immer lieben und allen Widrigkeiten zum Trotz,
    an deine Seite zurückkehren!

    Dein dir zutiefst Ergebener,
    Garret


    So vieles mehr gab es zu sagen, aber der Platz wurde knapp. Ich seufzte tief, überflog noch einmal die Zeilen. Also... wenn mir jemand mal gesagt hätte, dass ich sowas zu Papier bringen würde. Noch ehe ich es mir anders überlegte, streute ich etwas Sand darüber und faltete ihn. Ich nahm die schwarze Kerze in die Hand und träufelte etwas von dem Wachs darauf, zeitgleich auch etwas von der kleinen goldenen Wachsstange die ich dabei hatte. Meine Briefe versiegelte ich meist mit dieser Mischung, drückte dann sogleich meinen Siegelring hinein. Als sich dieser löste prangte der stolz aufgerichtete Hirsch dort. Verschloss sorgfältig den Brief für meine Liebste. Ich lehnte mich für einen Moment zurück und dachte über all das nach. Hatte mich das Schreiben doch sehr aufgewühlt. Mir noch einmal bewusst gemacht wie viel mir mein kleiner Wirbelwind bedeutete. Ich erhob mich und griff nach dem gefalteten Stück Papier und verließ mein Zelt. Um ihn einen Boten zu übergeben der sich schon zum losreiten anschickte. Sein Weg führte tatsächlich an meiner Burg vorbei, weswegen ich ihn anwies, dieses Schreiben an Lady Amber persönlich zu übergeben. Ich sah dem Burschen nach und atmete noch einmal tief ein und aus, bevor ich auf dem Absatz kehrt machte und das Zelt meines Herren ansteuerte der zu einer Besprechung rief. Ich hoffte nur der Brief würde Amber so schnell wie möglich erreichen, vielleicht würde ich sogar eine Antwort von ihr bekommen und das ließ mein Herz wieder höher schlagen.
     
  12. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Einige Tage später hatte ich mich gut in meine Arbeiten und Verpflichtungen eingefunden. Ich hatte sogar herausgefunden wie Garret seine Bücher führte und warf immer mal wieder einen prüfenden Blick hinein. Nicht dass ich dem Verwalter nicht vertraute, doch hatte ich einfach das Gefühl es wäre besser wenn er einfach immer die Gewissheit hatte, dass ich auch mal den ein oder anderen Blick in seine Aufzeichnungen warf. Ansonsten war ich den ganzen Tag über immer recht gut abgelenkt. Ich hatte mich um Abläufe in der Burg zu kümmern, ging in regelmäßigen Abständen mit Fergus hinunter ins Dorf, sah mir den Aufbau der Mühle an und vergewisserte mich, dass alles seinen Lauf nahm. Doch Nachts, wenn ich alleine in unserem großen Bett lag, war die Sehnsucht nach Garret schier kaum auszuhalten. Meist schlief ich sogar mit dem Kopf auf seinem Kissen ein, nur weil es noch ein wenig nach ihm roch und wenn ich die Augen schloss ich zumindest davon träumen konnte dass er bei mir war. Oft dachte ich daran wie einfach es in meiner Zeit gewesen wäre ihn einfach schnell anzurufen um mich zu vergewissern, dass es ihm gut ging oder einfach nur um seine Stimme zu hören. Ich vermisste ihn so sehr. Buck schien meinen Schmerz zu spüren und war noch anhänglicher als zuvor schon. Manchmal ließ ich ihn sogar mit in dem großen Bett schlafen damit es sich nicht so leer anfühlte, wobei er sich eher an das Fußende verkrümelte.

    Es war schon fast eine Woche vergangen als Garret mit seinen Soldaten aufgebrochen war und ich machte mich gerade bereit um mit Humphrey, Holster und Fergus in das Dorf hinter dem Wald zu reiten. Ein Händler hatte berichtet es gäbe dort irgendwelche Probleme mit der ansässigen Abtei und nachdem das Dorf noch zu Garrets Ländereien gehörte, fand ich dass es meine Pflicht war persönlich dorthin zu reiten um mir anzusehen was los war. Ich band meine Stiefel zu und strich noch einmal über das Heft des kleinen Dolches, welchen Garret mir geschenkt hatte als er mir gelernt hatte damit umzugehen. Mit einem Wehmütigem Lächeln richtete ich mich auf, nahm mir den Umhang vom Stuhl und verließ die Kammer. Die drei Männer warteten schon mit den Pferden und Fergus half mir in den Sattel meiner Stute.
    Ich zog meinen Umhang fester um meine Schultern, denn der Nebel kroch mit seinen eiskalten Fingern über das Land. Die Pferde schnaubten und stießen dabei Rauchwolken aus. Ja, der Herbst begann langsam. Zwar wurden die Tage noch relativ lau, doch der Morgen und Abend war schon eher von kälte geprägt. Langsam näherten wir uns dem Wald und ich hörte schweigend den Männern zu wie sie sich über irgendetwas mit Waffen unterhielten.
     

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