[RS] Sunora

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Floooh, 10 Juni 2016.

  1. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Wie immer wenn wir beide so aufeinander trafen, blieb es natürlich nicht nur bei einem Kuss. Als sie mir gestand das sie vorhin als ich auf dem Exerzierplatz gewesen war mich am liebsten gleich in die Kammer gezerrt hätte, konnte ich nicht anders als ein heiseres Knurren aus zustoßen. Es war bloß der Tropfen auf einem heißen Stein, der zischend darauf zu dampf wurde. So kam es natürlich wie es sein sollte, wir fanden den gemeinsamen Weg in unser Ehebett wo wir eben auch diesen 'Pflichten' nachkamen.
    Es schien mir immer wieder eine völlig neue Erfahrung zu sein. Zuerst hatte ich schon gefürchtet ich würde schnell davon gelangweilt sein, es immer wieder nur mit einer Frau zu tun, aber das Gegenteil war der Fall. Ich war süchtig nach meiner Frau und der immer wieder neu erkundeten Ektase die sie in mir auslöste. Auch war es für mich die Möglichkeit ihr zu zeigen wie sehr ich diese Frau liebte. Waren die süßen Liebkosungen und Neckereien doch so viel mehr Ausdruck davon, als schnöde Worte. Man merkte wohl, ich war einfach schon immer ein Freund von Taten gewesen.
    Mein Brustkorb hob und senkte sich schwer, ich hatte die Augen geschlossen und bemühte mich darum meinen keuchenden Atem wieder unter Kontrolle zu bekommen. Ich lag noch nackt da, hatte einfach keine Kraft jetzt noch nach einem Laken zu greifen. Schweiß bedeckte meinen Körper und ich spürte diese tiefe Befriedigung in mir, die ich erst mit Amber kennengelernt hatte... klang vermutlich etwas kitschig. Meine Glieder waren schwer und beinahe wäre ich wohl auch gleich so wie ich hier lag eingeschlafen. Als ich ein paar zarte Lippen an meiner Schulter spürte. Ich drehte den Kopf und spähte aus seinem Auge. Der Anblick von Amber, deren Wangen gerötet und die Haare ganz zerzaust waren von unserem Liebesspiel, war einfach göttlich und wäre ich nicht völlig am Ende. So hätte sie wohl gleich nochmal genommen. Ein faules Lächeln, was wohl sehr an einen satten und müden Kater erinnerte kam auf meine Lippen, während ich den Arm um sie legte und sie vorsichtig etwas näher zog. "Du weißt dass das was wir hier tun Sünde ist oder?" meinte ich dann und konnte das belustigte Schmunzeln nicht unterdrücken. Natürlich spielte ich darauf an das sie Schwanger war... Amber und ich... wir würden Eltern werden. Ich ein Vater. Ich öffnete meine Augen und drehte mich nun ihr zu, umfing sie auch noch mit meinem zweiten Arm damit sie mir nicht entkam und sah sie gespielt ganz ernst an. "Fergus hat seine Strafe hingenommen, meine Liebste! Aber du bist deiner bisher noch entgangen!" meinte ich dann und meine Hand glitt über ihren Rücken hinunter zu den süßen Backen ihres Hinterns. Und die Strafe für meine widerspenstige Ehefrau war... ein eher neckischer Klaps auf ihren Hintern. Ich verbarg danach mein Gesicht an ihrer Halsbeuge, zog ihren wundervollen Duft ein. Brauchte diesen Moment um sicher zu sein, dass sie hier neben mir war und nicht verbrannt in der Mühle.
    Wie gesagt ein Teil von mir bewunderte durchaus ihren Mut, aber der andere Teil hatte einfach nur verdammte sch.eiß Angst gehabt sie zu verlieren.
     
  2. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich quiekte auf als Garret mich auf einmal auch noch mit dem zweiten Arm umfing und fest an sich drückte. Sein Gesichtsausdruck war ernst, als er mir erzählte, dass Fergus seine Strafe hingenommen hatte. Moment! Was sollte das heißen? Wollte er mich tatsächlich jetzt nach unserem leidenschaftlichen Liebesspiel bestrafen? Ich versuchte kurz mich aus seinen Armen zu winden, doch sein Griff war zu fest. Ich spürte wie seine Hand langsam und fast zärtlich meinen Rücken hinab glitt und meine Augen weiteten sich. Er würde doch nicht?! Wieder versuchte ich ihm zu entkommen, doch da spürte ich schon diesen süßen, brennenden Schmerz auf meiner Hinterbacke. Ich entspannte mich sofort als ich merkte, dass er mich nur geneckt hatte. Himmel, für einen Moment hatte ich tatsächlich gedacht er würde mich jetzt versolen oder irgendwelches anderes Barbarenzeug mit mir anstellen wollen. Ich schaffte es sogar wieder zu Lächeln, als er sein Gesicht an meiner Halsbeuge vergrub und ich hob eine Hand um ihm zärtlich über sein Haar zu streichen. "Weißt du wenn du mir versprichst, dass das meine Strafe ist wenn ich etwas furchtbar Dummes anstelle, dann glaub ich mach ich das öfter!", neckte ich ihn und meinte es natürlich nicht ernst. Wobei ich ehrlich gestehen musste....so ein kleiner Klaps....hatte schon was an sich, das mir gut gefallen könnte. Ohje, ich spürte neuerliche Erregung in mir aufkeimen. Aber ich und auch Garret waren ja eigentlich viel zu erschöpft um gleich noch einmal loszulegen, also griff ich das Thema von vorhin wieder auf. "Wenn es Sünde ist, dann muss ich wohl in einer andere Kammer umziehen!", meine Stimme klang vollkommen ernst und locker, so als hätte ich damit ja überhaupt kein Problem. "Aber nochmal will ich eigentlich keinen Hexenprozess am Hals haben!", nun lachte ich leise und zog meinen Kopf ein wenig zurück, damit ich seine Stirn küssen konnte. Nichts und niemand würde mich aus dieser Kammer und von Garret weg bringen.
     
  3. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Natürlich ließ ich sie nicht aus, als sie begann sich in meinen Armen zu winden. Tat aber auch nichts um ihr den Schrecken mit dem sie davon gekommen war abzumildern. Ein leises brummen entkam mir als sie meinte das wenn ich ihr versprach dass das ihre Strafe für dumme Dinge war, sie es öfter machen würde. Natürlich neckte sie mich nur oder? Gerade war ich mir etwas unsicher. Versteht mich nicht falsch, aber Amber und Probleme zogen sich irgendwie magisch an. Dann wechselte sie auch schon das Thema, griff das auf was ich gerade angesprochen hatte und ich zog sie unwillkürlich enger an mich. "Den Teufel tust du!" brummte ich noch an ihren Hals und kniff mit den Zähnen vorsichtig in die zarte Haut.Eher fror die Hölle zu, als das Amber in eine andere Kammer zog. Bevor sie ihren Kopf etwas zurückzog nachdem sie gemeint hatte, dass sie nicht nochmal einen Hexenprozess am Hals haben wollte. Ich hob nur müde eine Augenbraue, gerade war diese Position hier verdammt angenehm. Meine Hand glitt über ihren süßen Hintern, hinauf über ihren Steiß zu ihrem Rücken, streichelte darüber, während ich spürte wie ich immer weiter wegdriftete. Meine Augen glitten wie von selber zu und während mein Atem sich beruhigte, schlief ich auch schon ein. Um alles andere würde ich mir dann eben morgen Gedanken machen.
    Die heutige Nacht war wohl ein Gegenstück zu der davor, denn diese war erst traumlos und schwarz. Erst gegen Morgen kamen dann Träume dazu, mischten die ganzen Vorkommnisse des Vortages miteinander, so stand Volmar auf einmal in der brennenden Mühle mit einem Körbchen voller Katzen in der Hand... Gut um, ich war froh endlich aufwachen zu dürfen. Fand mich immer noch auf der Seite liegend vor, Ambers Rücken war an meine Brust geschmiegt, ihr Kopf auf meinem Oberarm gebettet. Mit einem leisen Seufzen, zog ich sie mit dem Arm der um ihre Mitte lag an mich ran und schmiegte meine Wange an ihr Haar. Nein, ich wollte gerade nicht aufstehen, denn sobald ich diese Räume verließ war ich wieder Sir Garret von Hohenstein der Entscheidungen treffen musste und dafür sorgen das seine Untergebenen funktionierten. Hier drinnen war ich einfach... ein Mann.
     
  4. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich wachte aus einem traumlosen, aber ruhigen Schlaf auf, als ich spürte wie Garret sich enger an mich kuschelte. Ein träges Lächeln malte sich auf meine Lippen und ich kuschelte mich verschlafen enger an ihn ran. Ganz ehrlich? Ich liebte es morgens ins Garrets Armen aufzuwachen und Gott sei dank war das fast jeden Morgen so. Ich gähnte leise und blinzelte kurz. Der Morgen dämmerte langsam und der Himmel begann sich schon zu trüben. Ich schloss meine Augen wieder und genoss die Wärme des Kokons, welcher aus Garret und unserer Decke bestand. Es dauerte einen Moment bis mir auffiel, das Garrets Hand, mit welcher er mich enger an sich gezogen hatte, auf meinem Bauch lag. Da wo gerade unser Kind heranwuchs. Unser Kind. Irgendwie war es immer noch so seltsam, wenn ich daran dachte, dass Garret und ich in ein paar Monaten tatsächlich ein Baby haben würden. Der Gedanke daran weckte in mir immer wieder die unterschiedlichsten Gefühle. Momentan fand ich den Gedanken beängstigend. Nicht weil ich vor einem Baby angst hatte... nein, ich freute mich ja sogar schon irgendwie darauf. Aber, konnte ich das ... also dieses ganze Baby Ding? Unbewusst verschränkte ich meine Finger mit Garrets und strich mit dem Daumen über seinen Handrücken.
     
  5. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Amber erwiderte meine Geste, ihr Rücken schmiegte sich an mich und ein leises brummen, dass wohl Ausdruck des Behagens war das ich gerade verspürte, vibrierte in meiner Brust. Natürlich würde das hier nur von allzu kurzer Dauer sein. Doch solange es ging, wollte ich es gerade einfach nur genießen, mir erlauben diese kostbare Zeit zu stehlen. Wer wusste schon wie bald es nur eine Erinnerung sein würde und ich von meiner Frau getrennt werden würde. Völlig unbewusst, lag meine Hand auf ihren Bauch, war wohl unterschwellig der Gedanke daran das sie in Kind von mir bekam da. Es war noch viel zu früh um darüber nachzudenken, ob ich denn überhaupt ein guter Vater sein würde. Kam aber natürlich nicht ganz drum herum. Obwohl ich schon aufgegeben gehabt hatte zu denken das ich wirklich einmal ein -legitimes- Kind haben würde, war es eine angenehme Überraschung. Wie viele Bastarde von mir da draußen rumliefen wollte ich lieber gar nicht erst wissen. Nicht das ich mich der Verantwortung -sollte ein Kind tatsächlich von mir sein- entzogen hätte, aber bisher hatte sich noch keine gemeldet und behauptet das Kind wäre sicherlich von mir. Naja so konnte ich Amber wenigstens sagen, es wäre mein Erstes! Sie verschränkte ihre Finger mit meinen und ich drückte sanft zu. "Morgen", brummte ich mit rauer Stimme, drehte meinen Kopf um einen Kuss in ihren Nacken zu hauchen. Ich atmete ihren Duft ein und stellte fest, dass ich am liebsten wohl jeden Morgen so aufwachen wollen würde. Was man wohl auch an dem morgendlichen Phänomen in meiner Leistengegend bemerkte. Mit so einer Frau im Arm, waren die ganzen wirren Träume nur allzu schnell vergessen. "Wir müssen aufstehen mein Herz", raunte ich an ihrer Haut, doch anstatt mich von ihr zu lösen, ließ ich meine Hand über ihren Bauch hinunter wandern und küsste sie noch einmal in den Nacken. Dabei waren meine Augen noch halb geschlossen.
     
  6. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich kicherte leise und noch ein klein wenig verschlafen rau, als Garret meinen Nacken küsste, meinte wir müssten aufstehen. "Ich glaube Teile von dir sind schon aufgestanden!", neckte ich ihn und seufzte dann sofort leise und wohlig auf, als seine Hand sich einer bestimmten Region unterhalb meines Bauchnabels näherte. Mit geschlossenen Augen schmiegte ich meinen Kopf näher an seine Brust und hatte im Moment irgendwie so gar keine Lust aufzustehen. Ich fasste mit einer Hand nach hinten und streichelte Garret sanft über seine Seite, ließ die Hand dann soweit es möglich war zu seinem festen und wirklich heißen Hintern gleiten und drückte ihn sanft.
    Mein Körper reagierte sofort auf Garret und das sehnsuchtsvolle Ziehen in meiner Mitte wurde fast unerträglich. Was war das nur, dass ich momentan nicht genug davon bekommen konnte mit Garret zu schlafen? Ja okay, klar schlief ich gerne und auch gerne sehr viel mit ihm - aber mir kam es vor als wäre es noch mehr als sonst. Konnten das die Hormone sein, mit welchen mein Körper erst einmal zurecht komme musste? Aber war es denn wirklich so schlimm wenn ich meinen Mann, der ganz nebenbei auch noch wirklich heiß und ein Knaller im Bett war, am liebsten dauernd wollte? Definitiv - Nein!
     
  7. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ein belustigtes Glucksen entkam mir als sie meinte das ein Teil von mir schon schon aufgestanden war. Als ob dieser Teil sich lange bitten ließ... Nicht wenn es um Amber ging, das war mir auf alle Fälle schon aufgefallen. Ich ließ meine Hand derweil weiter hinunter wandern bis zu ihrer Mitte, ein heißerer Laut drang aus meiner Kehle und das Ziehen in meinen Lenden verstärkte sich nur umso mehr. Ihre Hand welche mich berührte, ließ die Haut darunter prickeln, während ich meinen Mund weiterhin an ihren Hals und ihrer Schulter ließ. Liebkoste sie dort und die Bewegungen ihrer Hüfte machen mich rasend, doch ich ließ mir etwas Zeit, quälte uns beide noch ein bisschen mehr, bis Amber ihre Hüfte schon beinahe bettelnd mir entgegen schob und ihr lüsterner Blick über die Schulter mich traf. Erst dann schenkte ich uns die süße Erlösung.
    Es war ein inniger und liebevoller Akt, nichts wildes. Ich ließ mir Zeit, behielt meine Liebste genau im Blick und nahm jedes kleine hingerissene Seufzen und zucken ihres Körpers wahr, betrachtete ihr wundervolles Gesicht im Profil wie es sich vor Verzückung verzog. Ich verstand nun den einen oder anderen Mann, der sich schwer tat die Frau zu verlassen... Vor Amber hatte ich diese liebestollen Kerle immer belächelt und den Kopf darüber geschüttelt. Was sollte denn wichtiger sein als seine Pflicht gegenüber den Herrschaften und dem abgelegten Eid zu erfüllen? Die Antwort lag hier in meinen Armen... und doch hatte ich keine andere Wahl als in den bevorstehenden Krieg zu ziehen, denn die Konsequenzen einer Verweigerung waren zu schwerwiegend.
    Nachdem unser beider Lust gestillt war, lagen wir immer noch da, erholten uns gemeinsam von dem morgendlichen Spiel. Vermutlich waren wir schon viel zu spät dran, aber verdammt nochmal, noch nie war es mir so gleichgültig gewesen wie gerade eben. "Bist du nun wach meine Süße?" fragte ich dann selber noch vollkommen außer Atem, grinste sie spitzbübisch über ihre Schulter hinweg an.
     
  8. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    "Du bist der aller bester Wecker überhaupt!", mein Atem ging immer noch leicht keuchend und ich drehte meinen Kopf, sodass ich Garret über die Schulter ansehen konnte. Ja, ich war nun allerdings wach und ehrlich gesagt war seine Methode wohl die aller Schönste, den Anderen aufzuwecken. Ich drehte mich langsam zu ihm um, sodass ich ihm nun ins Gesicht sehen konnte. Es war schon wirklich lustig wie das Schicksal oft spielte. Vor einigen Monaten hatten wir uns immer nur heimlich Lieben können. Garret war entweder noch spät in der Nacht oder Früh am nächsten Morgen aus meiner Kammer verschwunden, damit ja niemand mitbekam was wir hinter verschlossener Tür taten. Und nun, da wir verheiratet waren, konnte ich jeden Morgen neben Garret aufwachen. Und mich von ihm wecken lassen. Es hatte doch tatsächlich vorteile diesen Kerl geheiratet zu haben. Ich beugte mich leicht nach vorne und Küsste ihn sanft auf die Lippen, bevor ich mich mit dem Ellenbogen abstütze und ihn nun schon wieder ein klein wenig ernster ansah. Ein Gedanke war mir durch den Kopf gegangen und vielleicht war es keine so dumme Idee. "Was hältst du eigentlich davon wenn wir diesem Volmar einmal schreiben? Vielleicht wäre es ja möglich ihn einzuladen und du könntest ihn davon überzeugen, dass du nicht die Hauptschuld am Tod deines Bruders hast!", schlug ich vor und zuckte leicht mit meinen Schultern. Natürlich würde Volmar hierher kommen müssen, denn nur so konnte man auch auf Nummer Sicher gehen, dass er nichts gegen Garret planen konnte. Und wer weiß, vielleicht ließ er sich ja wirklich von seiner Meinung abbringen und versuchte nicht am Ende Garret zu töten.
     
  9. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ein selbstzufriedenes Lächeln trat auf meine Lippen bei ihren Worten und ich betrachtete sie wie sie sich zu mir umdrehte. Ich ließ meine Augen ein Stück zu gleiten, als ihre Lippen die meinen berührten. Ja so wachte man doch wirklich gerne auf. Ich rollte mich auf den Rücken, ließ meinen Kopf ihr jedoch zugewandt als sie sich auf ihre Ellbogen stützte und mich nun wieder ernster ansah. Das Lächeln aus meinem Gesicht schwand und ich wurde ebenfalls ernst. Ich seufzte und fuhr mit der Hand über meinen Kopf. Volmar von Sayn war kein guter Mensch, als ich ihn das letzte Mal gesehen hatte, hatte er vom Äußeren schon mehr einer Ratte geglichen als sonst was und es widerstrebte mir sehr einen solchen Mann in mein Haus einzuladen. Ich schüttelte den Kopf, denn in Anbetracht dessen das Amber auch noch schwanger war, wollte ich mich lieber der Gefahr ihm auf den Schlachtfeld zu begegnen aussetzen, als hier meine Frau und das ungeborene Kind -und auch den Rest meiner Leute- zu gefährden. "Es wäre mehr als auffällig würde ich ihm aus heiteren Himmel einfach anschreiben und ich möchte diesen Mann nicht in meinem Haus haben!" erklärte ich und setzte mich auf. "Versteh' mich nicht falsch meine Liebste, ich weiß nun darum was er plant und kann mich doch auch dementsprechend darauf vorbereiten, ich sehe also keinen Grund dazu vor einem solchen Mann zu kriechen", fuhr ich fort und sah Amber weiterhin an. Ich wusste sie meinte es nur gut, aber ich schuldete diesen Mann keine Rechenschaft! "Außerdem sagte ich dir doch schon, dass es meine Schuld war", fügte ich mit einem schweren Seufzen hinzu. Hätte ich doch gleich wissen müssen, dass ich das nicht einfach untergehen lassen konnte.
     
  10. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    "Ich meine ja nicht das du vor ihm kriechen sollst!", ich setzte mich nun ebenfalls richtig auf. "Und du könntest ihm sagen, wie es dazu gekommen war!", es tat mir selbst in der Seele weh, wenn ich sah wie schwer das Thema mit seinem Bruder noch auf Garrets Herz zu lasten schien. Er hatte mir Gestern schon gesagt, dass er Schuld an dem Tod seines Bruders hatte. Mein Gesichtsausdruck wurde sanfter und ich griff nach seiner großen Hand. "Ich weiß nicht genau wie es passiert ist, denn ich glaube das was ich darüber gelesen habe, wird wohl über die Jahrhunderte auch teilweise falsch erzählt und niedergeschrieben worden sein.", ich drückte sanft seine Hand, bevor ich sie an meine Lippen führte und einen Kuss auf seinen Handrücken drückte. Unsere Körper bildeten immer einen starken Kontrast zueinander und passten dabei aber doch so perfekt zueinander. Seine große von der Sonne gebräunte Hand, mit den Schwielen, welche von halten des Schwertes und anderer Arbeiten kam, lag in meiner kleinen, eher hellen Hand.
    Ich hob meinen Blick von unseren ineinander verschränkten Händen und sah wieder zu Garret. "Aber ich glaube nicht, dass du deinen Bruder kaltblütig ermordet hast!", ich sagte das mit solch einem Nachdruck, wollte dass er mir glaubte. Ich wollte, dass er wusste ich würde niemals annehmen er wäre zu so einer Tat fähig. "Ja, du hast schon Menschen getötet!", meine Stimme stockte leicht. Ich war mir bewusst, dass der Mann, welchen ich liebte schon einige Menschenleben auf dem Gewissen hatte. Oh Gott, es war so unvorstellbar für mich einen Menschen zu töten, aber.."... Aber du hast es im Kampf getan, oder wenn er es aus rechtlichen Gründen nicht anders verdient gehabt hatte!". Ich drückte unsere beiden Hände instinktiv gegen mein Herz. "Du bist kein Mörder!".
     
  11. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich brummte leise, als wäre allein der Vorschlag schon absurd. Wieso sollte ich irgend-so einem Kerl auch nur irgendwas sagen. Ich sah auf meine Hand als ich spürte wie Amber diese ergriff. Sie erklärte das sie nicht wisse wie es passiert sei und das sie glaubte was sie gelesen hatte sicherlich über die Jahrhunderte falsch erzählt wurde. Ich schnaubte nur. "Wie sollte auch nur ein Wort wahr sein? Es war niemand sonst dabei, dass alles sind doch nur Spekulationen und Altweiber Gewäsch!" Es wühlte mich auf, obwohl ich mir noch geschworen hatte ruhig zu bleiben und es Amber langsam zu erzählen, aber ich konnte nicht. Ich spürte mein Herz rasen. Blinde Wut, Trauer und Unverständnis davor was da vor sich gegangen war, wirbelten durch meinen Körper. Es hatte keinen Sinn darüber nachzudenken was gewesen wäre, wäre das nicht passiert. Welch guten Ruf ich noch genießen würde, es war auch sch.eiß egal! Ich hatte in einer Nacht die einzigen Menschen verloren die mir je wirklich wichtig gewesen waren... bevor Amber in mein Leben getreten war.
    Ich richtete meinen Blick auf Amber, welche gerade meinen Handrücken küsste. Der Unterschied war wie Sonne und Mond, meine Hände waren grob und rau und bei Gott es klebte so viel Blut daran, dass ich eigentlich nicht einmal mehr daran denken sollte, ein so reines Wesen wie Amber damit anzufassen. Meine Augenbrauen waren zusammen gezogen, die Stirn in tiefe Furchen gelegt. Sie sprach ihre nächsten Worte mit nachdruck, als wolle sie keinen Zweifel an ihrer Aufrichtigkeit über lassen. Kaltblütig ermordet... Ich seufzte und fuhr mit der freien Hand über mein Gesicht und das Haar. Das war ziemlich harter Stoff für einen Morgen der so vielversprechend angefangen hatte. Ich sah auf unsere Hände die Amber gegen ihre Brust drückte um mir zu sagen das ich kein Mörder war.
    "Amber..." ihr Name kam leise über meine Lippen, ich hob meine Hand an ihre Wange und strich darüber. "Ich wollte dir das alles in Ruhe erzählen, aber ich kann nicht", gestand ich ihr und verdammt nochmal ich wollte die Schwäche ungern eingestehen. Der Einzige Trost war, dass Amber mir keinen Strick daraus drehen würde. "Gib' mir Zeit meine Liebste", bat ich sie leise und lehnte meine Stirn gegen ihre. "Heute Abend erzähle ich dir was damals passiert ist", versprach ich ihr und schloss meine Augen für einen Moment. Kämpfte den Sturm in mir währenddessen wieder hinunter, was mit ihrer Anwesenheit viel besser gelang als es das sonst immer gewesen war.
     
  12. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich hatte seine Hand wieder frei gegeben und schloss ebenfalls für einen kurzen Moment meine Augen. Sofort tat es mir leid, dass ich dieses Thema wieder angesprochen hatte. Ich hatte doch nur versucht irgend eine Lösung zu finden für dieses 'Problem', welches wie ein Domeklesschwert über uns hing. Aber Garrets emotionale Reaktion zeigte mir nur zu deutlich, dass der Tod seines Bruders ein Thema war, welches er für sich selbst wohl nie aufgearbeitet hatte. Wahrscheinlich hatte er sich in all den Jahren nicht einmal zugestanden um seinen Bruder zu trauern. Hatte wahrscheinlich nicht einmal zugelassen über all das, was passiert war nachzudenken um seinen Frieden damit zu finden.
    Doch allein die Tatsache, dass er mir so offen sagen konnte, dass er noch nicht so weit war um mir zu erzählen was genau damals passiert war, zeigte mir, dass dieser Mann welcher gerade so verwundbar und mit blutender Seele vor mir saß, ein anderer war als der welchen ich vor so vielen Monaten kennen gelernt hatte. Damals hätte er mir nicht offen seine Schwächen eingestehen können und sich mir so verletzlich zeigen können.
    Ich musste ihn berühren und hob meine Hand nun auch an seine Wange, neigte meinen Kopf und küsste ihn sanft auf die Wange. "Ich möchte, dass du weißt, dass du mir wann immer du bereit dazu bist, mir von deinem Bruder erzählen kannst!". Sanft strich ich mit dem Daumen über seine Wange. "Und wenn es nicht heute Abend ist, dann ist es zu einem anderen Zeitpunkt!".
     
  13. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ihre Hand strich über meine Wange, legte sich etwas wie Balsam auf die offenen Stellen. Natürlich hätte ich niemals offen zugegeben wie sehr das Ganze noch an mir rührte. Gott der Abklatsch von diesem Ausbruch reichte doch bei weitem für eine Weile! Ich atmete durch und erlaubte es mir Ambers Berührung und Zuspruch einfach anzunehmen. Ich nickte als sie sagte das ich es auch nicht heute Abend vorbringen musste, sondern dann eben auch zu einem anderen Zeitpunkt. Mal sehen, sahen wir erst einmal wie der Rest des Tages verlief... Ich ließ meine Hand in Ambers Nacken gleiten, zog sie zu einem liebevollen Kuss heran. Erst dann gab ich sie langsam frei und erhob mich schließlich aus dem Bett. Brachte es ja nichts noch länger rum zu liegen, selbstverständlich drehte ich mich um und hielt meiner Ehefrau meine Hand hin um ihr beim aufstehen behilflich zu sein. Heute würde ich entscheiden müssen welche Bestrafung den jungen Fletch auferlegt werden sollte, gegen Mittag sollten dann auch die Zimmerer ankommen die im Dorf gewesen waren welches ja von dem Drachen angegriffen worden war. Zwischendurch dann auf den Exerzierplatz und Nachmittags ein Kontrollritt zu den Feldern um zu sehen wie weit das Korn war. Den Ritt würde ich auch gleich dafür nutzen um die Kommandos abzufragen die während einer Schlacht Lebensrettend sein konnten. Immerhin war ich ein Ritter und zu einem solchen gehörte für gewöhnlich ein Pferd. Genauer waren diese Tiere Partner in der Schlacht. Klar es passierte schon mal das man stürzte oder im Laufe des Kampfes absteigen musste -was im besten Fall mit der schweren Rüstung natürlich nicht passierte.
    Aber zu erst kam natürlich das Frühstück, immerhin funktionierte kein Körper richtig wenn man ihn nicht mit Essen für die nötige Tatkraft versorgte. Nachdem wir uns also angekleidet hatten, führte ich Amber auch noch zum Essen in die Halle, wir waren natürlich wie schon gesagt zu spät dran, aber als Hausherr und Herrin konnte man sich das eben schon mal heraus nehmen. Viel wichtiger war natürlich zu erwähnen, dass man mir nichts mehr von dem Gefühlschaos gerade eben ansah. Es war die übliche grimmige Maske.
     
  14. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Es waren nicht mehr sehr viele Leute in der großen Halle, als Garret mich in den Raum führte. "Glaubst du sie wissen warum wir zu spät sind?", natürlich war das keine wirklich ernst gemeinte Frage und mein schmunzeln verriet das wohl auch. Aber ich wollte Garret wieder ein bisschen auf andere Gedanken bringen, denn seit wir kurz über das Thema mit seinem Bruder und Volmar gesprochen hatten, kam es mir so vor als wäre die Leichtigkeit die uns noch früher am Morgen verbunden hatte weg.
    Ich setzte mich auf den Stuhl neben dem von Garret und griff nach einem Stück Brot, welches zu meiner Verwunderung sogar noch warm war. Ein Diener war sofort los gelaufen und hatte aus der Küche eine Platte mit Schinken, Käse und ein wenig Butter geholt. Aber irgendwie verschaffte mir schon allein der Anblick von dem Fleisch und dem Käse einen flauen Magen, weshalb ich lieber bei trocken Brot blieb. "Was hast du heute vor?", fragte ich beiläufig und griff nach dem Krug vor mir um einen Schluck zu trinken.
     
  15. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich warf einen Seitenblick auf Amber als sie nachfragte ob die Leute hier wohl wussten wieso wir zu spät waren. Oh natürlich wussten sie das und ich kam nicht umhin das mein Mundwinkel zumindest zuckte. Wie immer rückte ich meiner Ehefrau ehrerbietend den Stuhl zurecht bevor ich mich selber auf meinen Platz nieder ließ. Kaum das wir saßen, wurden uns auch schon Platten aufgetragen, beladen mit Wurst und Käse und sogar Butter war heute dabei. Anders als Amber die eher zögerlich nur nach einem Kanten Brot griff, belud ich meinen Teller wohl mit ein wenig von allem. Gerade hatte ich den ersten Bissen genommen als Amber ihre Frage stellte. "Viel zu viel", antwortete ich nachdem ich geschluckt hatte und lehnte mich ein wenig zu ihr um nicht allzu laut sprechen zu müssen. "Ich muss mich um Fletch kümmern, Mylady. Dann nachsehen wie es um den Wiederaufbau der Mühle steht. Gegen Mittag sollten dann auch die Baumeister wieder eintreffen die ich im Dorf zurückgelassen hatte um beim Aufbau dort zu helfen." begann ich zu erklären und überdachte dabei jeden Zug auch noch grob. "Dann muss ich zusehen das mein Schwertarm wieder stärker wird und für den Nachmittag habe ich vor die Felder zu besichtigen und natürlich darf ich die Lektionen mit Barik und Quintan nicht vernachlässigen", fügte ich hinzu und das war es glaube ich im groben gewesen. Mir gefiel die Aussicht auf diesen Tag außerordentlich gut, denn er hatte nicht damit zu tun, dass ich in meinem Arbeitszimmer hinter dem Schreibtisch versauerte. Vielleicht würde ich heute Abend auch, bevor ich unsere Kammer betrat mit meinen Männern hier in der Halle etwas trinken. "Und wie sehen die Pläne meiner Ehefrau aus?" fragte ich dann nach, während ich von dem Brot ein Stück abriss und es mir in den Mund schob.
     
  16. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich hörte Garret zu, während ich mein Bort aß. Er würde die Felder besichtigen um zu sehen wie lange es noch bis zur ernte dauern würde. Da kam mir ein Gedanke. "Ich würde gerne mitkommen wenn du zu den Feldern reitest!". Es wäre wohl mal eine schöne Ablenkung zu den doch manchmal recht faden Tagen hier in der Burg. Klar hatte ich hier auch meine Aufgaben und Verpflichtungen, doch allein die Tatsache, dass ich mich ja nicht mal fünf Meter von der Burg weg bewegen durfte, ohne eine halbe Armee im Schlepptau...konnte schon recht einengend sein. Außerdem würde ich gerne mal wieder reiten. Zwar hatte ich kein eigenes Pferd so wie Garret, aber es gab ja die liebe weiße Stute mit welcher ich damals 'geflohen' war und einen etwas älteren Wallach. Ein leises Lächeln zeichnete sich auf meinen Lippen, als ich daran dachte wie ich Hals über Kopf in der Nacht geflohen war. Zu meinem Glück hatte Garret mich früh genug wieder gefunden, sonst hätten diese Banditen wohl weiß Gott was mit mir angestellt. Aber irgendwie dachte ich an all das gar nicht, wenn ich an diesen Tag dachte. In meiner Erinnerung kamen immer nur die Bilder wieder wie Garret und ich unsere Nacht in der Wildhütte verbracht hatten.
    Zwar war es wirklich nicht schön gewesen, dass wir uns immer nur heimlich hatten treffen können, doch irgendwie hatte es auch seinen Reiz gehabt.
     
  17. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Mein Blick lag auf ihr als sie meinte das sie gerne mitkommen würde zu den Feldern. Ich dachte darüber nach, also generell war es ja kein Problem. Immerhin sollte dort keine Gefahr für Amber bestehen, bis auf den Ritt selber, natürlich beabsichtigte ich nicht meiner Frau das Reiten bereits jetzt schon verbieten zu wollen. Vertraute darauf das sie wusste was sie ihren Körper zumuten konnte. Also nickte ich. "Wie Ihr wünscht Mylady", entgegnete ich also und lächelte ihr auch kurz entgegen. "Wir reiten nach dem Mittagessen", nannte ich ihr dann auch die Zeit wo sie eben bereit sein sollte. Ich würde schon dafür sorgen das für sie dann auch ein Pferd bereitstand. Vielleicht hatte sie ja dann auch Lust auf einen Umweg zurück zur Burg zu reiten, wenn ich daran dachte das sie ja aus einer anderen Zeit kam und schon öfter angedeutet hatte das sie dort ja mehr Freiheiten hatte...musste ihr das Leben hier auf der Burg doch ein wenig eintönig und wie ein Käfig vorkommen. Ich für meinen Teil würde es zumindest nicht Tagelang innerhalb dieser Mauern aushalten. Ja manchmal vergas ich das Amber aus einer anderen Zeit kam, wo eben andere Regeln galten, aber hie und da hatte auch ich lichte Momente.
    So beendeten wir unser Mahl und trennten uns danach um beide unserer Arbeiten nachzugehen. Wobei ich zwischen dem ganzen Grübeln mich wirklich schon auf den Ritt mit Amber freute.
     
  18. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Mein Vormittag verlief nicht wirklich spektakulär. Ich war hinaus in den Gemüsegarten gegangen, welcher nicht weit von der Küche entfernt angelegt war. Zusammen mit der Köchin besprach ich welche Gemüsesorten nächstes Jahr angebaut werden sollten und wie viele von welcher Sorte. Ehrlich gesagt kannte ich mich ja nicht wirklich aus damit wie viel Gemüse man anbauen musste um eine ganze Burg satt zu bekommen. Aber wenn ich allein schon darüber nachdachte welche mengen an Essen Garret so runter bekam....Gott sei dank wusste die Köchin ja bescheid und mir blieb eigentlich nichts anderes zu tun als immer wieder zu nicken und ihre Vorschläge zu bestätigen. Danach hatte ich eigentlich nichts mehr zu tun gehabt. Also nichts wichtiges mehr. Buck, welcher weiß der Himmel wo gewesen war seit gestern Abend, war damit Beschäftigt gewesen in den Beeten nach Wühlmäusen zu buddeln und kam mit völlig verdreckter Schnauze und Pfoten zu mir getrabt, als ich gerade das kleine Gatter öffnete um den Gemüsegarten zu verlassen. Ich hatte Buck getroffen als ich gerade das Küchengebäude mit der Köchin verlassen hatte. "Wo warst du eigentlich die ganze Zeit?", fragte ich den Hund und schloss das Gatter wieder als auch er auf der anderen Seite war. Natürlich erwartete ich keine Antwort und wenn ich ehrlich war wollte ich auch gar nicht wissen in welche Schwierigkeiten sich der Hund brachte wenn er auf seinen Streifzügen durch die Burg war. Es war als hätten wir ein stilles Abkommen. Er zog mich nicht in seine Schwierigkeiten hinein und ich ihn nicht in meine.
    Da ich wirklich keine Lust darauf hatte mich irgendwo hinzusetzen um sinnlos vor mich hin zu sticken oder mit den paar Hofdamen, welche hier in der Burg waren über irgendwelche Belanglosigkeiten zu tratschen, schlenderte ich mit dem Hund im Schlepptau über den Burghof und hinüber zu den Stallungen. Ich hielt mich dort eine kleine Weile auf, denn gerade wurden in der kleinen Schmiede, welche unweit des Stalles war, einem Pferd neue Hufeisen verpasst. Doch schnell stellte ich fest, dass sich die Männer in der Schmiede sichtlich unwohl fühlten als ich ihnen interessiert zusah und fragen stellte. Anscheinend schickte es sich nicht für eine Dame einem Schmied zu zusehen. Oder Fragen zu stellen. Was genau es war, da war ich mir nicht ganz sicher. Vermutlich Beides.
    Manchmal fragte ich mich ja tatsächlich wie es die Frauen in dieser Zeit geschafft hatten vor Langeweile manchmal nicht schier umzukommen. Im Grunde durften sie nur eine Handvoll Sachen: Nett aussehen (wobei einige wirklich nicht mal mit viel gutem Willen als attraktiv zu bezeichnen waren), sticken, Kinder bekommen, tratschen, sticken, ihrem Mann zu Willen sein, sticken, keine eigene Meinung besitzen, sich für nichts wirklich interessantes begeistern, sticken... Ach wahrscheinlich ging ich einfach viel zu hart ins Gericht mit meinen Geschlechtsgenossinnen dieser Zeit. Am Hofe hatte ich ja ein Paar Damen kennengelernt die ja eigentlich ganz anders waren. "Tja Ladys, noch 800 Jahre bis zum Wahlrecht - yey!", grummelte ich vor mich hin, als ich mit Buck im Schlepptau wieder in die Burg ging. Ich machte es mir in der Bibliothek gemütlich und las.
    Dann endlich war es soweit und es würde leben in meinen Tag kommen. Es war nach Mittag, als ich neben der weißen Stute stand, welche für mich gesattelt worden war. Garrets Pferd stand auch schon bereit, nur von meinem Mann war noch nichts zu sehen. "Du versprichst aber brav zu sein, verstanden?", wieder eine Frage, welche Buck nur mit einem Hecheln quittierte. Die Stute, welche Snowball hieß, so hatte es mir der Stalljunge gesagt, stupste mich vorsichtig an. Sie war wirklich ein liebes Pferd und ihr ganzes Äußeres strahlte ihren Sanftmut aus. Ich fragte mich ja tatsächlich wie es so ein braves und nettes Pferd in Garrets Stall geschafft hatte.
     
  19. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Mein erster Weg führte mich in Richtung des Kerkers wo ich mich nach dem derzeit einzigen Insassen erkundigte. Er hatte nichts mehr gesagt seit gestern, verweigerte Essen und Trinken. Nun an Anbetracht dessen das ihm sowieso die Todesstrafe winkte -und er so schnell nicht verhungern konnte. War mir dieser Streik vollkommen egal. Ich vermied es vor meinen Männern zu seufzen, verschränkte meine Arme jedoch vor der Brust während ich nachdachte. Ich war wahrlich kein Freund von Folter, aber der Junge ließ mir keine andere Wahl. Er hatte gestern fallen lassen das eine Frau ihn dazu angestiftet hatte und es war wichtig das wir herausfanden wer diese Schnepfe war. Der Junge war ein Einfallspinsel ja! Sich zu so einer Tat überreden und auch noch erwischen zu lassen, grenzte an maßloser Dummheit. Zumal es für mich unverständlich war, denn schließlich lebte der Junge ebenfalls hier, auch er war darauf angewiesen dass die Mühle das Korn zuverlässig mahlte -keiner hier wollte ernsthaft von Hand gemahlenes Mehl haben! Also gab ich nach außen hin völlig ungerührt meinen Männern den Befehl ihm mal auf den Zahn zu fühlen und setzte den Tag an dem er am Galgen baumeln würde auf Übermorgen fest. Es würde schnell genug herum gehen, dass er gehängt werden würde und ich war mir sicher, dass jeder aus der näheren Umgebung dabei sein würde. So ein 'Spektakel' ließ man sich hier nicht entgehen.
    Nachdem das erledigt war, führte mein Weg mich zur Mühle. Eine Strecke die ich einfach mal lief, die Männer dort waren fleißig am entsorgen der verbrannten Bretter, Frauen schoben die Asche zusammen und trugen sie Eimerweise davon. Ich betrat das Fundament welches aus soliden Stein bestand und ließ meinen Blick schweifen. Noch war alles schwarz angesengt, doch der Müller hatte mir versichert das der Mahlstein weitgehend verschon geblieben worden war. Man musste nur das ganze Konstrukt rund herum und das Haus selber wieder aufstellen. Wieso das Haus wichtig war? Nun wenn es regnete und das Korn und Mehl nass wurde, dann war es unbrauchbar. Die Leute um mich herum, huschten von einer Seite zur Anderen, hielten ihre Köpfe gesenkt wenn sie mir begegneten und murmelten ein ehrfürchtiges 'Sire'. Vermutlich sah ich gerade auch nicht gerade freundlich drein -was ich ja sowieso nie tat. Ich gab dem ründlichen Müller noch bescheid das gegen mittag die Zimmerer eintreffen würden um beim Aufbau zu helfen und sagte eben auch, dass ich wünschte das mit dem Bau heute noch begonnen wurde. Das sollte definitiv drinnen sein! Wenn die Leute hier sich mehr anstrengten waren sie am frühen Nachmittag mit dem Aufräum-arbeiten fertig. Er nickte nur untergeben, aber ich konnte schon sehen wie er ins schwitzen kam.
    Zurück in der Burg ging ich unmittelbar auf den Exerzierplatz um dort die Männer zu unterweisen und selber auch wieder zu üben. Es tat verdammt gut, war natürlich nichts im Vergleich zu einem echten Kampf, aber es half die aufgestaute Energie loszuwerden und den Kopf zu klären. Auch wenn meine Gedanken immer wieder abdrifteten.
    ..."Ist das schon alles was du drauf hast kleiner Bruder?!" rief Richard spöttisch. Die Schwerter gekreuzt standen wir da, die Muskeln der Oberarmen zitterten, die Blicke aufeinander gerichtet. "Tz.. ich fange gerade erst an!" schleuderte ich ihm tollkühn entgegen. Bevor wir beide einen Satz nach hinten machen und uns umkreisten. Es waren hitzige Kämpfe und alle die vorbei kamen, waren wohl wie gebannt von davon. Die Schlagabtausche waren schnell und hätten jeden schwächeren Kämpfer locker in die Knie gezwungen. Doch wir beide waren uns weitgehend ebenbürtig. Ich legte es auch nicht drauf an... ich wusste ich konnte mehr. Ich war nicht so schwer wie Richard, war schneller und geschickter mit dem Schwert. Er machte das mit Kraft und Brutalität wieder wett. Und am Schluss hatte ich ihn bei diesem Kampf entwaffnet vor mir auf den Knien. Mit einem triumphalen Grinsen im Gesicht hielt ich meine Klinge an seine Kehle. "Gewonnen!" grinste ich ihm entgegen. Für einen Moment war es still, wir starrten uns einfach nur an. Ich konnte sehen wie ein flüchtiges Lächeln in seinen Mundwinkel kam, bevor sein Blick und Miene düster wurde. Früher war das nicht so gewesen... früher hatten wir immer gelacht und gescherzt nach so einem Kampf. Er schlug meine Klinge weg und ich hob abwehrend die Hände als Zeichen das ich ihm nichts tun wollte. "Ist ja wieder klar! Immer musst du mich bloßstellen!" knurrte er und ich verstand wirklich nicht was los war. Er ließ mich stehen, während er davon stapfte....
    Aus diesem Gedanken heraus, sah ich wie eine Klinge auf mich zu sauste und konnte mich gerade noch so drunter wegducken. Puh.. .das war knapp! Hier war wirklich kein Platz dafür das ich in alten Erinnerungen schwelgte. Also rang ich mein Gegenüber erstmal nieder, bevor ich beschloss Pause einzulegen. Ich lehnte am Rand des Platzes und beobachtete meine Männer wie sie sich mit Schwert, Bogen und Speeren übten. Mit einem leisen Seufzen, rieb ich meine Schulter und sah gen Himmel. Dieser Kampf... das war ein Tag bevor wir zu der Schlacht am Nebelfluss aufgebrochen waren. Vater war bei diesem Kampf schwer verwundet worden und gerade noch so mit dem Leben davon gekommen. Wir hatten es geschafft ihn hierher zu bringen. Wir... Richard war seltsam teilnahmslos gewesen, schon zu dieser Zeit. Etwas hatte ihn beschäftigt und in ihm gebrodelt, doch ich war zu sehr damit beschäftigt gewesen die Männer anzutreiben und Vater heim zu bringen, als es wirklich wahrzunehmen. Was natürlich die Frage in mir hochwarf; Hätte ich es verhindern können? Ich schüttelte den Kopf und damit die trüben Gedanken auch wieder ab. Richard war von Anfang an seltsam gewesen, als er von seinem Ausbildungsplatz zurück gekommen war.
    Mein Blick gegen Sonne verriet mir jedoch das ich schon verdammt spät dran war und ich murmelte einen Fluch. Vermutlich wartete Amber schon auf mich. Also ging ich zu dem Fass mit Wasser, streifte das Hemd über meinen Kopf und wusch mich notdürftig ab. "Bringt mir ein frisches Hemd und meinen Wams!" rief ich einem Diener zu, der sich verbeugte und dann eilig davon huschte. Ich machte mich währenddessen auf den Weg in den Hof. Wo meine Frau schon neben ihrem Pferd stand, ein Stallbursche hielt Barik am Zügel. Der Schwarze schnaufte und schien es kaum erwarten zu können, tänzelte immer wieder auf und ab. Ich zweifelte ja langsam daran, dass aus dem Tier je ein ruhiges zuverlässiges Schlachtross werden würde. Ich sorgte wohl mit meinem Oberkörperfreien Auftritt auch für so manches Aufsehen. Die Damen die vorbeigingen stolperten fast über ihre eigenen Füße. Davon nahm ich jedoch kaum Notiz, lag mein Blick doch auf meiner Frau die gerade mit Buck sprach. Dieser drehte in dem Moment den Kopf und sprang auf als er mich erblickte. Mit freudig wedelnden Schwanz kam er auf mich zugelaufen und meine Mundwinkel zuckten. Ich streckte meine Hand aus und kraulte ihn für einen Moment hinter seinem Ohr. "Mylord!" hörte ich die zögerliche Stimme neben mir und als ich mich zur Seite drehte sah ich schon den Diener mit meiner Kleidung auf dem Arm. "Danke!" gab ich von mir und griff schon nach dem Hemd um es überzustreifen. Während ich den Wams zuknöpfte ging ich weiter auf meine Frau zu. "Verzeiht meine Verspätung Mylady, die Übungen haben etwas länger gedauert", entschuldigte ich mich und deutete eine Verbeugung an. "Seit ihr für unseren Ausritt bereit?" fragte ich dann nach und sah in ihr Gesicht. Hm... sie sah etwas verdattert drein? Ob das wohl an meinem Auftritt gerade lag?
     
  20. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich wurde auf Garret aufmerksam, da zwei junge Dienstmägde an mir vorbei gingen, die Köpfe zusammen gesteckt, während sie tuschelten und hinter vorgehaltenen Händen kicherten wie kleine Mädchen. Ich folgte ihrem Blick und sah den Grund ihrer geröteten Wangen und leuchtenden Augen. Garret kam mit bloßem Oberkörper auf uns zu und ich musste an dieser Stelle wohl nicht erwähnen, dass Garrets Körper mehr als nur anbetungswürdig war. Am liebsten hätte ich den Beiden Gänsen gesagt sie sollten sofort damit aufhören meinen Mann in Gedanken weiter auszuziehen. Ich spürte wie ich die Augenbrauen zusammen zog. Eigentlich war ich ja wirklich niemand der zu Eifersucht neigte, doch spürte ich nun eindeutig dieses bittere Gefühl, welches sich in meinem Magen ausbreitete. Ich wollte nicht, dass andere Frauen ihn anhimmelten oder schöne Augen machten. Konnte es vielleicht sogar sein, dass diese Mädchen schon mal mehr von ihm gesehen hatten und jetzt darüber tuschelten wie es gewesen war? Mein Herz wurde schwer und ich versuchte tatsächlich gegen den Kloß in meinem Hals anzuschlucken. Eifersucht war wirklich kein schönes Gefühl.
    So schaffte ich es nur schmallippig zu lächeln und nickte nur leicht, als Garret sich bei mir für seine Verspätung entschuldige. Aber dass er sich verspätete hatte, machte mir ja eigentlich gar nichts aus. Nur, dass er sich von fast 90% der weiblichen Burgbevölkerung hatte halbnackt anschmachten lassen, das machte mir etwas aus!
     

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