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[RS] Sunora

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Floooh, 10 Juni 2016.

  1. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Die Reise dauerte gut über einen halben Tag, wenn man sich überlegte für einen Drachen war das kaum eine Distanz wenn er da oben flog. Als wir das Dorf erreichten waren die Pferde durchgeschwitzt und schnauften ordentlich. Ich tätschelte den Hals meines Rappen. "Gut gemacht", raunte ich ihm leise zu, bevor ich mich aus dem Sattel gleiten ließ. Der Vorsteher des Dorfes kam auf mich zu, hinter ihm der Rest der Leute. "Sir Garret!" rief er und schien einerseits erleichtert mich zu sehen, andererseits war er Kreidebleich und wünschte sich wohl nicht mir direkt gegenüberstehen zu müssen. "Danke das Ihr so schnell gekommen seid Herr! Dieses Monster! Seht was er angerichtet hat!" sprach der Mann weiter, während ich die Zügel des Rappen Humphrey in die Hand drückte. Ich nickte grimmig und ließ meinen Blick um mich herum geht. Es hatte schon gereicht den Rauch von weitem zu sehen, niedergebrannte Wiesen und der größte Teil der Hütten hier war ebenfalls niedergebrannt. Wie der Junge gesagt hatte... Zweifellos ein Feuerspucker. Ja ich hatte noch gehofft das der Kleine vielleicht übertrieben hatte und nur einfach jemand der Leute vor lauter Panik eine Fackel fallen hatte lassen, aber die Spuren hier, waren eindeutig nicht menschlichen Ursprungs. Ich ließ mich von dem älteren Mann rumführen, sah tiefe Furchen in der Erde wo das Tier gelandet war und gewütet hatte. Die toten Rinder hatte man von der Weide geholt um das was noch übrig war von ihnen zu verarbeiten. Der beißende Geruch lag dennoch in der Luft. Zumal wohl auch einer der Bauern selber dem Tier zum Opfer gefallen war. Von ihm war nicht mehr viel über außer ein Gerüst aus Asche. Nicht eine Regung war in meinem Gesicht zu sehen, scheinbar ungerührt ließ ich mir alles zeigen. Im Kopf rechnete ich was es wohl alles brauchen würde um das Sägewerk wieder in Gang zu bringen. Stapel von frischen Planken waren einfach zu Asche gefallen. Die Einkommensquelle eines ganzen Dorfes. "Humphrey, du nimmst dir eines der Pferde dieser Leute und reitest zurück zur Burg. Lass einen zweiten Wagen mit Proviant, Verbände und Baumaterial herrichten und sorge dafür das Tom und ein paar Andere noch mitkommen!" gab ich den Befehl. Der Junge nickte und während ich mir das notdürftige Lager ansah, welches die Menschen im nahe gelegenen Wald errichtet hatten, brach er wenige Minuten später auf einen schweren Arbeitstier in Richtung der Burg auf.
    Sie hatten Angst das der Drache wieder kam und sie dann in den übrig gebliebenen Hütten gefangen waren. Es waren viele verletzt worden, umso besser das ich vor meiner Abreise noch den ersten Wagen schon angefordert hatte. Natürlich war so ein Tross viel langsamer unterwegs, weswegen dieser wohl erst am nächsten Tag eintreffen würde. Wenn Humphrey schnell genug war, am Tag darauf dann der Zweite auch.
    Ich erklärte eben dies dem Mann kurz und knapp. Sah zu meinem Trupp aus 9 Männern, die sich gerade noch stärkten. "Ich nehme an er flog nach dem Angriff in Richtung des Bergs?" fragte ich nach und der Mann nickte bestätigend. "Weiter oben gibt es neben dem Quell des Flusses hier eine ausgespülte Höhle, wir vermuten das dieses Monster sich dort eingenistet hat", erklärte der Mann und ich nickte grimmig. Vermuten hieß, dass keiner hier mutig genug gewesen war um auch tatsächlich nachzusehen. Ich konnte es ihnen nicht verdenken, das hier waren Arbeiter und keine Krieger.
    Nachdem alles geklärt war, rief ich meine Männer zu mir. Klar ein Anderer hätte vielleicht ebenfalls noch gerastet vor dem Aufstieg zu Höhle, aber ich würde so oder so keine Ruhe finden. Weswegen ich mich darauf beschränkte eben schnell etwas zu Essen. "Die Pferde lassen wir bis auf ein Packpferd hier", erklärte ich und die Männer nickten. So machten wir uns auf den Weg den Fluss entlang und den Berg rauf. Es war besser das Vieh solange es vermutlich von all dem Fleisch überfressen war und direkt in der Höhle gegenüber zu treten. Ersten hatte es weniger Platz und konnte seine Größe nur schwer ausspielen und in einer solchen Höhle war es immer feucht, was das Feuerspuken erschwerte. Dennoch war äußerste Vorsicht geboten, wenn man nicht doch noch zwischen den Krallen oder Zähnen zermalmt werden wollte.

    Es war später Nachmittag, die Sonne senkte sich langsam über den Hügeln als wir unser Ziel erreichten. Die Männer waren müde, ebenso wie ich, doch wenn wir einen Vorteil haben wollten, durften wir jetzt nicht noch rasten. Solange wir noch genug Licht hatten, sollten wir loslegen. Das Pferd welches Erik am Zügel führte, stapfte nervös umher, es schnaufte und hätte wohl am Liebsten gleich kehrt gemacht. Kein Zweifel... hier war es. "Gut, jeder weiß was er zu tun hat!" Ich musste gestehen ich spürte meine Nerven ja, aber konnte das gut nach Außen hin verbergen. Mir wurde eine Fackel gereicht und ich zog ein langes Messer hervor. Mein Schwert würde in der Höhle vermutlich zu lang sein und ich würde damit wohl weniger hantieren können. Die anderen Männer sattelten das Pferd derweil ab und banden es auf der anderen Seite des Flusses an. Falls der Drache fliehen wollte, würde ihn diese Beute vielleicht doch noch etwas ablenken.
    Also betraten wir die Höhle, schon gleich am Eingang kam einen ein feuchter übel riechender Wind entgegen. Ein leises schnarchen war zu hören, die Atemzüge des Wesens waren tief und gleichmäßig... Er schlief also! Ich deutete stumm den Männern sich zu beeilen. Vier Männer spannten am Eingang ein schweres Netz und hielten sich bereit für das Vieh. Falls es raus wollte, musste es da durch und das Netz war eine Möglichkeit den Drachen für ein paar Sekunden am Boden zu halten. Wir durchschritten einen kurzen Gang der sich bald zu einer großen Höhle ausbreitete. Zu unseren Füßen floss ein kleines Rinnsal Wasser in Richtung Ausgang um mit den Fluss zusammen zu fließen. Die Sicht war minimiert hier drinnen, kaum noch Licht drang bis hierher durch. Nur die Fackeln die unter der Feuchte hier drinnen gefährlich flackerten ließen uns einzelne Konturen erkennen. Die Höhlenwände schienen jedes noch so kleine Geräusch zu verstärken und Echo abzuwerfen, so das es schwer war eine Richtung auszumachen. Ich zwang mich dazu einfach alles in meinem Kopf auszublenden, alleine an die Aufgabe zu denken. Meine Hand umfasste das Messer noch fester, während ich vorsichtig einen Schritt vor den Anderen setzte. Und da war er... die ledrige Haut war etwas feucht und schimmerte im Schein der Fackeln. Völlig entspannt lag das Tier da, ahnte wohl noch nichts davon was gleich passieren würde. Soweit so gut...
     
  2. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich saß gerade mit der Köchin in der Küche an dem großen, massiven Holztisch und ging mit ihr den Speiseplan für die nächste Woche durch. Zwar war es für mich erst ein wenig ungewohnt gewesen, als die etwas dickliche Frau auf mich zugekommen war und fragte ob denn nun ich oder immer noch die Haushälterin für den Speiseplan zuständig sei. Nachdem ich als noch die Haushälterin Mrs. Dixon für die Speisen zuständig war, kaum etwas gegessen hatte, nahm ich nun die Sache selbst in die Hand.
    Die Tür zur Küche ging auf und ein Junge im alter von etwa 9 Jahren kam herein gelaufen. Seine Wangen waren gerötet und er wirkte etwas abgehetzt, so als wäre er schon eine ganze Weile herumgelaufen. "Mylady..!", keuchte er und versuchte zu Atem zu kommen während er sich die Hand auf den Bauch legte. Ich legte den Stift beiseite mit welchem ich gerade eine Liste geschrieben hatte und sah fragend zu dem Jungen auf. "Mylady.."keuchte er wieder und sein Atem schien sich langsam zu beruhigen. "Humphrey ist zurück gekehrt" - sofort spürte ich wie mein Herz schneller zu schlagen begann. Warum war Humphrey zurück gekehrt? Warum war er alleine? War etwas geschehen? Ich stand von der Bank auf und kam auf den Jungen zu, welcher sogleich weiter sprach. "Der Herr hat ihm befohlen, dass er herreiten soll und Wägen mit Baumaterial, Verband und Proviant schicken soll!". Oh Gott, ich seufze schwer und hörte fast den Stein, welcher mir vom Herz fiel, laut auf dem Boden aufschlagen. Meine Hände zitterten aber noch immer und ich griff mit ihnen in meine Röcke um meine Nervosität etwas zu verbergen. "Wo ist Humphrey jetzt?", fragte ich den Buben und er erwiderte sofort, dass er draußen im Hof war und schon alles beauftragte. Ich bedankte mich bei dem Jungen dafür, dass er mir gleich bescheid gegeben hatte und bat die Köchin darum ihm einen Kanten Brot mit Honig als Belohnung zu geben, dann verließ ich die Küche und eilte in den Hof hinaus.

    Einige Zeit später verließ der Tross die Burg. Natürlich war ich dabei! Ich ritt auf der kleinen weißen Stute in der Mitte des Trosses, umgeben von einigen Arbeitern und Rittern von Garret. Ich wollte helfen und nicht einfach nur auf der Burg sitzen und vor lauter Sorge noch wahnsinnig werden. Laut Humphrey, welcher nun auf einem etwas leichterem Pferd ritt, würden wir erst spät in dem Dorf ankommen. Er hatte vorhin erzählt wie Garret und die Anderen aufgebrochen waren zu der Höhle des Drachen. Die Männer staunten über den Mut der Krieger, ich hatte eher ein wenig Angst.

    Es war schon dunkel als wir in dem Dorf ankamen, doch wurden die Wägen noch abgeladen und so weit es ging schon mit der Arbeit begonnen.
     
  3. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Der Feuerschwall zog knapp über mich hinweg, es war nur ein kleines Flämmchen aber trotzdem spürte ich seine Hitze als ich mich noch rechtzeitig hinter einem Felsen duckte. Schweiß stand auf meiner Stirn. Irgendeiner der Idioten hatte vorhin ausgerechnet in diesem Moment sich das Niesen nicht verkneifen können. Gerade als ich dabei gewesen war eine Schwachstelle zu suchen. Es war schon beunruhigend genug, neben einem schlafenden Drachen zu stehen, aber wenn das feuerrote Auge dann auch noch genau auf dich traf und das so nah das man jede Einzelheit darin erkennen konnte. Bei Gott ich hätte schwören können es wäre um mich geschehen.
    Ich gab dem Mann auf der Anderen Seite ein Zeichen und er sprang auf und schrie einmal ganz laut. Der Drache wandte sich um, brüllte so laut das die Wände der Höhle gefährlich vibrierten und man kleine Steine rollen hörte.
    Ich nutzte meine Chance und sprang hervor, legte den Sprint meines Lebens hin. Mit gezücktem Messer lief ich durch das Halbdunkel auf die glühende Brust zu. Tief rammte ich es in die Brust des Tieres. Ein klage Schrei der von dem Schmerz sprach welches der Drache litt, zerriss die Luft und mein Trommelfell beinahe mit wie mir schien. Ich spürte wie ich zurück geworfen wurde und ich flog einige Meter durch die Luft, bevor ich direkt in dem Bachlauf in Richtung Ausgang landete. Die Wucht mit der ich auf den Rücken landete presste mir die Luft aus den Lungen. Als ich aufsah konnte ich gerade noch sehen, wie das Tier mich fixierte. Flüssiges Feuer troff aus seiner Brust, mischte sich mit dem Geruch von verbrannten Blut. Toll... das Messer konnte ich dann wohl abschreiben... "Sire! Rennt!" Die Stimme einer meiner Männer drang durch meinen Kopf und ich zögerte nicht lange. Hatte das Vieh es auf mich abgesehen. Es war wohl nicht ganz so glücklich über den Stich in die Brust. Ich sprang auf meine Beine und gab Fersengeld, stolperte über den steinigen Weg in Richtung Ausgang. Sah wie das Licht immer näher kam und hörte die schweren Schritte des Drachen der mir folgte. Mein Blick ging über meine Schulter, gerade noch rechtzeitig sah ich wieder nach vorne und sah das Seil woran das Netz befestigt war. Ich warf mich zu Boden und schlitterte darunter durch. Als mein Blick wieder über die Schulter ging sah ich ein klaffendes Maul voller scharfer Zähne. Dann wie es zu klappte weil er genau in die Falle gelaufen war. Wild bäumte sich das Vieh auf und die Männer am Anderen Ende wurden vom Boden hochgehoben hatten mühe ihn runter zu bekommen. Zumal das nicht lange halten würde. Verdammt! Ich zog mein Schwert und stemmte mich auf die Beine. Mein Atem ging stoßweise und ich spürte ein Stechen mit jedem Atemzug den ich tat, Schweiß stand auf meiner Stirn. Ich dachte nicht lange darüber nach als ich wieder in den Kampf ging. Mit meinem Schwert in der Hand ran kam. Mein Glück war einfach nur das der Drache so sehr damit beschäftigt war das Netz abzuschütteln das er mich erst bemerkte als es zu spät war. Ich rammte es ihn bis zum Schaft in die Seite hinein und durch seine eigene Bewegung riss er sich den Bauch weiter damit auf. Ich stieß ein angestrengten Schrei aus als ich weiter dagegen hielt. Das Wesen taumelte, stieß einen heiseren Schrei aus, bevor die Hinterbeine nachgaben und mir die Gedärme entgegen kamen. Das Blut begann zu fließen und befleckte meine Rüstung. Die Männer zogen das Seil straff um den sterbenden Drachen daran zu hindern noch um sich zu schlagen.

    Dann lag er da, die Krallen zuckten noch an seinen Hinterläufen aber aus den Augen war das Leben gewichen. Noch einmal sammelte ich meine Kräfte und zog mein treues Schwert aus dem Leib des Drachens. Stützte mich darauf um auf die Beine zu kommen. Erst jetzt spürte ich meine Rippen die jede einzelne aufzuschreien schien. Automatisch glitt meine freie Hand hin um etwas Stütze zu bieten, beugte mich auch zusätzlich etwas vor um sie zu entlasten. Ich konnte mich wirklich nicht entscheiden... Tief atmen um die Anstrengung etwas runter zu bekommen oder flach atmen damit der S.cheiß nicht weh tat. Immer noch auf mein Schwert gestützt, sah ich wie die Männer aus der Höhle kamen und die Anderen auch noch völlig fertig waren. Alle sahen mitgenommen aus, die in der Höhle waren angesengt worden und auch mindestens einmal umgeworfen. Der Kampf dadrinnen hatte schon lange genug gedauert.
    Wie es bei mir aussah? Nun... ich schätzte das ich mir ein paar Rippen geprellt hatte, ja vielleicht auch etwas angeknackst, meine linke Schulter brannte verdächtig. Beim nachgucken wieso, sah ich das der Gambeson dort wohl kurzzeitig gebrannt hatte und schwarz gefärbt war. Vermutete darunter eine leichte Verbrennung. Als ich meine Hand hob um mir die Haare aus dem Gesicht zu streichen, hatte ich an eben dieser Seite Klumpen in meinen Händen und sie waren verdächtig kurz... ach daher dieser unangenehme Geruch. Alles in allem... ich hatte den Kampf mit einem riesigen fliegenden feuerspeienden Reptil überlegt verdammt! Ich sah gen Himmel und erst jetzt fiel mir auf das es dunkel geworden war. Die Männer waren nur geistesgegenwärtig genug gewesen. Feuer zu entzünden damit wir etwas Sicht hatten. Kurz verzog ich mein Gesicht als ich daran dachte das wir ja noch den Abstieg machen mussten. Sich das jetzt sparen und auf morgen warten? Wer wusste ob ich mich morgen noch bewegen konnte... "Sire... ihr raucht noch ein bisschen", Ich sah auf und sah Erik entgegen der mit seinem Wasserbeutel dastand und auch schon begann meine qualmende Rüstung mit dem Wasser zu übergießen. Verdammt war das Kalt! Ich beugte mich etwas vor und er gab davon auch etwas über meinen Kopf. "Danke.." keuchte ich und fuhr nochmal mit der freien Hand durch meine Haare. Bevor ich das Schwert hob und zurück in die Scheide schob. "Wollen wir noch hinunter ins Dorf?" fragte einer und ich dachte darüber nach. Wir hatten schon gut zwei Stunden beim aufstieg bei Tag gebraucht. Den Abstieg im Dunkeln und in diesem Zustand zu wagen, glich wohl einem Selbstmordkommando. Ich seufzte resignierend, dann eben morgen... wenn ich erst recht jeden Knochen spüren würde. "Ney," sagte ich also knapp, fühlte mich zu mehr nicht in Stande. Wir hatten kein Essen oder irgendetwas zum schlafen hier oben. Nun, nichts zu essen, wenn ich an das Vieh hinter mir dachte. Ich hatte zwar noch nie Drache probiert, aber so schlecht würde es schon nicht sein oder?
    Es war der Gedanke auf dem felsigen Boden zu liegen der mir gerade wirklich zu schaffen machte. Ich machte die paar Schritte auf das Lagerfeuer zu und ließ mich mit einem leisen Stöhnen nieder.
     
  4. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Zuerst war es für mich gar nicht mal so leicht gewesen herauszufinden wo ich denn nun eigentlich helfen konnte. Es war natürlich klar das ich als Frau ihres Herrn sicherlich nicht bei der Reparatur der Häuser helfen konnte, doch wusste ich auch nicht ob ich denn im Stande sein würde bei der Versorgung der Verwundeten zu helfen.
    Einige Stunden später wusste ich, das ich anscheinend schon im Stande dazu war, denn nachdem mich eine der Nonnen des nahe gelegenen Klosters, in die Arbeit der Versorgung von Verletzten eingearbeitet hatte, fand ich mich recht schnell gut zurecht.

    Es war spät als ich erschöpft auf eine der Strohmatten fiel, welche in dem Gebäude stand, welches wohl die Schenke des Dorfes war. Zwar hätte ich auch mit allen Anderen in dem großen Saal geschlafen, doch war ich im Grunde genommen auch nicht böse darüber, das man mir eine Kammer für mich alleine gegeben hatte. Das waren wohl die Annehmlichkeiten welche man als Garrets Frau genießen durfte.
    Noch vor dem Morgengrauen wachte ich durch das Hämmern und Werkeln der Männer auf, welche sich daran gemacht hatten ihre Arbeit schnell zu Ende zu bringen. Ich stand auch auf, band mit meine Haare zu einem losen Knoten nach oben und zog mir mein einfaches Kleid mit der Schürze an, welche mir die Nonnen gegeben hatten. Erst hatte ich mich gegen die Schürze geweigert, doch als mich der erste mit Blut vollgehustet hatte, war ich eigentlich ganz froh über das Kleidungsstück.
     
  5. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Natürlich hatte ich noch keine Ahnung davon das Amber unten im Dorf war. Wenn ich es gewusst hätte dann wäre ich wohl doch noch gleich an den Abstieg gegangen. So verbrachten wir die Nacht da oben. Der Drache schmeckte wirklich nicht so schlecht. Das Fleisch war vielleicht etwas zäh und man musste etwas mehr kauen, aber zum Wählerisch sein war keine Zeit. Die Nacht war das schlimmere Übel gewesen. Es gab keine Position für mich die bequem war und die Wunden hörten einfach nicht auf zu schmerzen. Dementsprechend erwachte ich am nächsten Morgen völlig ausgelaugt und mir tat wie vorhergesagt auch alles weh. Jeder Atemzug schien eine Qual, weder sitzen, stehen, noch das Liegen auf dem harten Boden schien Erleichterung zu bringen.
    Wir packten unser weniges Hab und Gut zusammen, löschten das Feuer. Der Packpferd hatte die Aktion gestern auch überlebt. Weswegen die Männer es auch wieder beluden, in Beutel gefüllt waren Zähne und Krallen des Drachen als kleines Andenken, ebenso wie die Hörner die sonst auf dem Kopf ruhten. Das ließ sich verdammt gut verkaufen. Den Rest sollten sich die Dorfbewohner dann selber holen. Mein einziges richtiges Andenken, war das geschmolzene Messer. Man erkannte noch das es ein Messer gewesen war... mehr aber auch nicht.
    So machten wir uns auf den Weg hinunter und was soll ich sagen... Jeder Schritt in die falsche Richtung tat verdammt weh, mit jedem Schritt hinunter mit dem mein Skelett sich bewegte schien eine andere Stelle an meinen Körper meckern zu wollen, doch anzeigen tat ich es natürlich nicht. Das Gesicht war wie üblich eine grimmige Maske und auch die Augen verhärtet so das man nichts daraus lesen konnte. Meine Männer wagten gar nicht erst irgendwie zu fragen, ob ich Hilfe brauchte oder eine Rast. Es schien eher das sie extra jammerten damit ich wegen ihnen anhielt... es aber in Wirklichkeit wohl sehr wohl für mich war. Es war ein Segen als wir den Wald verließen und sich vor uns das Dorf erstreckte. Die Karren und die extra Männer waren bereits angekommen und fleißig dabei das Dorf wieder soweit aufzubauen, dass alle zumindest ein Dach über den Kopf hatten.
    Als die Bewohner uns bemerkten kamen sie sofort auf uns zugelaufen, jubelten und wollten natürlich gleich alle wissen was passiert war und und und... Nun zumindest fragten sie meine Männer, als sie meinen grimmigen Blick sahen wichen sie mir eher lieber aus. Nah ich wusste ja schließlich wie meine Kleidung aussah, es war vom Blut des Drachen vollkommen besudelt und zudem an der einen Schulter ja auch gut verbrannt worden war und die Haare mir an der einen Seite verkokelt waren. Ich musste aussehen wie ein Hofnarr... Dunkle Stellen hingen an den Hellen Spitzen, hatte ich mit dem wenigen Wasser natürlich nicht alles wegbekommen. Zu guter Letzt sah ich wohl auch verdammt mitgenommen aus, die Körperhaltung nicht so aufgerichtet und stolz wie sonst, sondern schon etwas nach vorne gebeugt. Was sich änderte als der Dorfälteste auf mich zukam, ich biss meine Zähne zusammen und hörte ihm für einen Moment zu. Doch... ich konnte mich wirklich nicht konzentrieren, war einfach zu ausgelaugt von dem Kampf und den Schmerzen. Sehnte mich gerade mehr denn je nach meinem eigenen weichen Bett und meinem Medicus Kareem. Er würde vermutlich Gift und Galle spuken wenn ich nach Hause kam und er hiervon Wind bekam. Aber er fuhr selten in die Dörfer, da die Leute heutzutage doch recht abergläubisch waren.
    Nicht zu vergessen... Amber natürlich auch wenn ich ihr nicht unbedingt so unter die Augen treten wollte. Was sie wohl gerade tat? Zusammen mit meinen Männern gingen wir in den Dorfsaal, wo ich mich mit einem leisen ächzen auf dem größten Stuhl niederließ und den Vorsitz somit übernahm. Man brachte uns Essen und trinken, zumindest einen tiefen Schluck vom Bier genehmigte ich mir und lehnte dann etwas gebeugt mit dem Ellbogen an der Lehne meines Stuhls und... existierte für den Moment einfach nur.
     
  6. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Gott sei dank waren nicht gar so viele Menschen durch den Angriff des Drachen verletzt worden. Es waren vielleicht ein Dutzend und die meisten waren aber nicht lebensbedrohlich verletzt. Die Verletzungen bestanden vor allem aus kleineren Verbrennungen, Quetschungen oder Prellungen welche versorgt werden mussten. Wirklich lebensbedrohlich verletzt worden war nur ein junger Mann, welcher versucht hatte sich dem Drachen entgegen zu stellen.
    Ich war gerade dabei einer etwas älteren Frau den Verband zu wechseln, welchen sie um ihr Handgelenk trug. Sie hatte es sich gestaucht, als sie auf der Flucht vor dem Drachen gestolpert war und nun wurde es täglich mit einer Salbe, welche die Schwestern zubereitet hatten, eingerieben und verbunden. "Mylady!", hörte ich die Stimme von Molly, welche es sich nicht hatte nehmen lassen mitzukommen. Sie war zwar keine große Hilfe bei den Arbeiten hier im Dorf, doch wie sich herausgestellt hatte, so hatte sie hier Verwandschaft und wollte sicher sein, dass es ihnen gut ging. Eigentlich hätte ich hier bestimmt keine Zofe gebraucht, doch hatte ich es ihr dennoch erlaubt.
    Molly kam durch die große Tür der Kirche, in deren Mittelschiff die Verletzten auf einfachen Liegen lagen. Eine der Nonnen hatte mir auf meine Frage hin, warum die Verletzten in die Kirche gebracht wurden erklärt, dass es meist einfacher war sie dort zu versorgen. Man hatte ausreichend Platz, war geschützt und die Verletzten und Sterbenden waren in der Kirche auch noch näher bei Gott. Sie erzählte mir, dass es in den größeren Kirchen und Kathedralen sogar regelrechte Kämpfe zwischen den Familien der Kranken gab, wer denn näher am heiligen Altar liegen durfte, da von diesem aus ja schließlich die größte Kraft Gottes ausging. Ich hatte wirklich an mich halten müssen um eine ernste Miene wahren zu können, denn die Leute hier in dieser Zeit hatten wirklich oft die seltsamsten Ansichten und Vorstellungen.
    Ich sah von dem Verband auf, den ich gerade befestigte, da war Molly schon bei mir angekommen. "Lord Garret ist mit seinen Männern zurück!", berichtete sie mir atemlos und eine kleine röte lag auf ihren Wangen. Wahrscheinlich lag es daran dass Lachlan auch wieder vom Berg herunter gekommen war und das Mädchen schon einige Zeit für den Krieger zu schwärmen schien. Doch so süß ich diese Liebelei auch fand, im Moment interessierte mich nur wie es Garret ging. Ich sprang auf, nahm meine Schürze ab und lief mit Molly hinüber zum Dorfsaal, wo schon eine Menge los zu sein schien. Die Männer wirkten erschöpft, waren aber am Leben. Einige Dorfbewohner waren gekommen um sich die Geschichten von der Jagd auf den Drachen anzuhören, während einige Frauen dabei waren ein Mahl zuzubereiten. Der Wirt der Dorfschenke brachte ein Fass Ale, damit auf den Sieg gegen das Untier gefeiert werden konnte.
    Endlich machte ich Garret inmitten der Leute aus, er saß auf einem Stuhl und wirkte sehr erschöpft - aber am Leben! Schnell schlüpfte ich zwischen den Leuten hindurch hin zu meinem Mann. "Garret!", rief ich leise und schon war ich bei ihm. Vorsichtig legte ich meine Arme von hinten über ihn, umarmte ihn leicht und hatte meine Hände für einen Moment auf seiner Brust liegen; dann löste ich mich wieder von ihm - wollte ihm keine Schmerzen bereiten falls er welche hatte. Bei seinem anblick rutschte mir ein kleines, liebevolles Lachen heraus. "Ich hoffe du hast es dem Drachen gezeigt?", fragte ich ihn liebevoll und strich sanft mit meiner Hand über seine Wange, während ich ihn weiter begutachtete. Sein Haar schien weitgehend verkohlt zu sein, seine Kleidung war vollkommen mit Blut besudelt und ein eigenartiger Gestank ging von den Männern aus. Aber das war mir gerade herzlich egal, denn Hauptsache war, dass ich Garret wieder in einem Stück hatte.
     
  7. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Das Sitzen wurde von Minute zu Minute mehr zur Qual, während die Stimmung hier im Saal zum auf kochen begann. Die Männer erzählten von dem Kampf. Wie ihr Herr meterweit durch die Luft geflogen war, nachdem er der Bestie ein Messer in die Brust gerammt hatte, nur um in nächsten Moment aufzuspringen und gerannt war als ob der Allmächtige höchst persönlich hinter ihm gewesen war. Ja.. ja an den Teil konnte ich mich nur zu gut erinnern. Ich bemerkte meine Frau nicht, bis ich ihre Stimme hörte die meinen Namen so freudig von sich gab, dass mein Herz darunter erzitterte und kurz darauf spürte ich wie ich von zwei Armen umfangen wurde. Meine Zähne trafen aufeinander, alles was mir entkam war ein knapper unterdrückter Laut der einem ‚uff‘ ähnelte, welchen ich bei besten Willen nicht unterdrücken konnte. Mein Blick ging hinunter auf die zarte Hand welche auf meiner Brust lag. Amber… sie war hier! Ich wandte den Kopf und sah in das freudestrahlende Gesicht meiner Liebsten. Ihr Lachen drang tief in mein Innerstes und gerade wusste ich einfach nicht wie ich darauf reagieren sollte. Ich war überrascht sie hier zu sehen und so überwältigt davon wie ehrlich sie sich freute das ich auch noch hier war. Ihre Hand glitt über meine Wange und ich seufzte erleichtert, war das doch die erste Berührung seit dem Kampf welche mir nicht wie eine Tortur erschien. Mein Blick lag auf ihr. Was trieb sie hier? Ich hatte sie doch eigentlich auf der Burg zurückgelassen… „Aye meine Teuerste, ich glaube das habe ich. Andernfalls würde ich wohl nicht hier sitzen“, antwortete ich auf ihre Frage und musterte sie, nur um sicher zu gehen ob denn auch alles in Ordnung bei ihr war. Wieso sie hier war, würde ich sie nicht hier vor all meinen Leuten fragen. Nicht das noch einer glaubte meine eigenwillige Frau tanzte mir auf der Nase herum, so konnte ich es aussehen lassen als wäre es geplant gewesen. Um ehrlich zu sein hatte ich ja nicht einmal daran gedacht Amber hier her mitzunehmen… Hätte mir aber gleich denken können das sie nicht der Typ Frau war der Zuhause rum saß und wartete. Kam sie doch aus einer Zeit wo alles ganz anders war, zumindest laut ihren Erzählungen, was schwer für mich Vorzustellen war… wie vieles Anderes aus ihren Erzählungen.

    Mein Blick ging durch die Halle und kurz zuckte wohl ein Muskel in meinem Gesicht als es mir erneut einen Stich versetzte und ich mich etwas mehr beugte. Verdammt nochmal! Ich musste dringend hier raus bevor ich vor lauter Schmerzen hier noch vor aller Augen in Ohnmacht fiel. Da kam mir meine Frau eigentlich nur gerade recht. Also erhob ich mich langsam, damit man mir möglich nichts ansah. Ich spürte dabei gefühlt jede Rippe und ich wollte gar nicht wissen wie verfärbt die Haut unter meiner Rüstung war von den Blutergüssen. Wollte ich das Amber das sah? Eher nicht, aber vermutlich würde sie mir auch nicht mehr so schnell von der Seite weichen, wenn sie Wind davon bekam das etwas nicht stimmte. Sch.eiße! Da kam ich wohl nicht aus… „Entschuldigt mich, ich möchte mit meiner Frau unter vier Augen sprechen“, sagte ich zu dem Vorsteher, welcher nur nickte und seine Augen seltsam funkelten. Natürlich dachten die umherstehenden gleich an etwas ganz Anderes. Aber bei Gott… gerade dachte ich wirklich nicht an den Beischlaf mit meiner Frau. Nur daran endlich aus der Rüstung zu kommen und vielleicht ein halbwegs vernünftiges Bett zu finden. Doch kaum stand ich, spürte ich wie Schwindel mich packte und ich leicht ins Schwanken geriet. Sterne tanzten vor meinen Augen, ich blinzelte rasch und hob meine Hand an meinen Kopf. Ich kämpfte gegen die Schwärze an die von mir Besitz ergriff, spürte jedoch nur mehr wie meine Glieder taub wurden und ich jede Kontrolle verlor, als ich zu Boden sackte. Mein Körper definitiv nein sagte dazu noch irgendeinen Schritt in dieser Verfassung zu tun! Irgendeiner der Umstehenden Männer war wohl geistesgegenwärtig genug gewesen um vor zu springen. Bremste meinen Sturz zumindest ab, landete unter meinem Gewicht jedoch selbst auf seinem Hintern. „Mylord!“ Die Umherstehenden schienen geschockt davon das ihr Herr auf einmal umfiel, doch bekam ich davon –Gott sei Dank- nichts mehr mit.
     
  8. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Natürlich sah ich es meinem lieben Ehemann an der Nasenspitze an das er sich wohl gerade selbst nicht so ganz sicher war was er davon halten sollte das ich hier war. Aber hey, er hatte nie explizit gesagt ich solle in der Burg bleiben. Klar nach unserem letzten Streit hätte es mir schon klar sein sollen und das war es auch, aber ich hätte es Zuhaus einfach nicht ausgehalten, wenn ich nicht wusste wie es ihm ging oder ob sie den Drachen hatten töten können.
    Doch merkte ich, auch wenn er das vielleicht in einer Diskussion nicht gleich zugeben würde, dass es ihn schon ein klein wenig freute das ich hier war. Als er aufstand runzelte ich die Stirn, denn irgendetwas an ihm war seltsam. Gerade wo er dort gesessen hatte war es mir nicht aufgefallen, doch als Garret nun stand und verkündete er würde mit mir unter vier Augen reden wollen fiel es mir auf. Seine Stimme klang etwas träger als sonst und er schien zu wanken. Noch bevor ich ihn fragen konnte ob denn alles in Ordnung mit ihm war oder ob er sich denn unwohl fühle, ging alles ganz schnell. Garret klappte zusammen wie ein ein Sack Mehl und nur einem seiner Männer war es zu verdanken dass er nicht mit dem Kopf auf dem Boden aufschlug.
    Und dann brach die Hölle los. Sämtliche Umstehenden begannen zu rufen, diskutieren und fuchtelten mit den Händen herum, doch keiner schien mit der Situation gerade umgehen zu können. Man merkte sofort, dass Garret sonst niemals Schwäche zeigte und er sie immer anführte und anleitete, doch plötzlich waren sie nun ohne seine Führung und niemand schien so recht zu wissen was er nun tun sollte.
    Ich war sofort neben Garret auf die Knie gegangen, hatte seinen Kopf auf meinen Schoß gezogen und legte einen Finger knapp unterhalb seines linken Ohres auf die Haut. Das Pochen seines Pulses an meiner Fingerkuppe ließ mich ein Stoßgebet zum Himmel senden und ich beobachtete für einen Moment seine Brust, welche sich unter den regelmäßigen Atemzügen hob und senkte. "Du bist wirklich der sturste Idiot den ich kenne!", schimpfte ich leise mit ihm damit keiner der Umstehenden was davon mitbekam. Ich sah auf und sah in die Gesichter einiger Männer, die mich fragend und hoffnungsvoll ansahen. "Tragt ihn in die Kammer, welche ich oben bezogen habe!", wies ich sie an und sofort begannen sie mit Eifer ihren Herrn anzuheben und nach oben zu tragen. Es war als wären sie froh endlich jemanden zu haben, der ihnen klare Anweisung gab. "Schick nach einem Mädchen, welches Wasser erwärmt und dann lass eine der Nonnen holen, sie soll sich die Verletzungen meines Mannes ansehen!", rief ich Molly über den Lärm zu, welcher nun entstand als darüber gefachsimpelt wurde wie man Garret denn nun am besten hinauf trug.

    Schließlich hatten es seine Männer geschafft und Garret lag auf der Strohmatratze auf welcher ich in der Nacht geschlafen hatte. Bis auf die Nonne, welche sogleich aus der Kirche herüber geeilt war und mir, war das Zimmer nun leer. Natürlich hätte uns auch noch eines der Mädchen dabei helfen können Garret zu entkleiden, doch wahrscheinlich war da ein klein wenig Eifersucht in mir, die nicht wollte das eine andere Frau meinen Mann nackt sah. Die Nonne zählte nicht, die war ja schließlich mit Jesus verheiratet. Und sollte sie doch mal gucken, so würde ich es ihr nicht verdenken können. Schließlich brauchte sie ja auch ein paar Fantasien für so manchen Abend. Fast hätte ich lachen müssen bei dem Gedanken, doch kehrte die Ernsthaftigkeit gleich wieder zurück, als ich begann mit einem Messer die Kleidung, welche Garret trug zu zerschneiden. Die Rüstung hatten wir ihm ausziehen können, da hatten uns auch noch zwei Männer geholfen, die Garret immer wieder angehoben hatten. Doch die Kleidung darunter war vollkommen ruiniert. Entweder vom Drachenblut oder an den meisten Stellen verkohlt.
    Die Nonne, welche Schwester Caris hieß, untersuchte Garret gründlich und konnte Entwarnung geben. Er hatte zwar Verbrennungen und einige Verletzungen, doch war nichts davon lebensbedrohlich. Zwar würde er einige Zeit schmerzen haben und nicht ganz so Funktionieren wie sonst, doch würde er genesen. Ich seufzte erleichtert und strich ihm sanft eine etwas angesenkte Strähne aus seinem schönen Gesicht. Beim Anblick seiner Haare musste ich dann doch etwas grinsen. "Mein Schatz, du wirst dich wohl an eine Kurzhaarfrisur gewöhnen müssen!", murmelte ich leise und küsste ihn auf die Stirn.
    Dann wuschen Garret vorsichtig, verbanden seine Verletzungen und als Caris gegangen war, ging ich hinüber zu der Feuerstellte und gab noch einige Scheite ins Feuer. Caris hatte gesagt, es könne sein das er Fieber bekäme und dann Schüttelfrost, weshalb es im Zimmer warm sein sollte.
     
  9. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Wie gesagt ich war nur froh nichts mitzubekommen. Es dauerte schon etwas, bis ich meine Augen wieder aufschlug. Fand mich nackt in einem Bett wieder. Es war nicht meins... definitiv nicht meins! Meines war viel bequemer und weicher. Meine Augen gingen auf und ich spähte daraus. Es war ein einfaches Zimmer, wohl im hiesigen Dorfsaal. Mit einem leisen Stöhnen hob ich meine Hand und strich über mein Gesicht, fuhr dann gleich durchs Haar um es etwas zu sortieren und auch gleichzeitig die Gedanken. Konnte mich daran erinnern wie mir im Saal schwindlig geworden war... Verdammte Sch.eiße! War ich wirklich in Ohnmacht gefallen wie irgendsoeine kleine verschreckte Jungfer? Ich versuchte mich aufzusetzen, doch der Stich an meinem Brustkorb, ließ mich gleich wieder zurück sinken was mir einen derben Fluch über die Lippen kommen ließ. Wusste ich ja noch nicht das meine Frau noch im Raum anwesend war. Doch ich wäre natürlich nicht ich, wenn ich deswegen Ruhe gab, also startete ich noch einen Versuch bis ich aufrecht saß. Den Arm um meinen Brustkorb gelegt und die Beine über der Bettkante saß ich gebeugt da und brummte missmutig ob meiner Gesamtsituation. Hey ich meine... ich war wirklich verdammt glimpflich davon gekommen, was nicht hieß das ich mich damit abfinden konnte.
    Mein Blick ging herum und ich entdeckte den Kelch der neben dem Bett auf den kleinen Tisch stand. Ich verzog leicht das Gesicht als ich der Flüssigkeit ansichtig wurde. Es war Wasser... dennoch machte ich einen Schluck davon um die trockene Kehle zu befeuchten und als ich nun aufsah, sah ich eine Amber deren Gesicht alles andere als Zufrieden aussah. Die Hände in ihre Hüften gestemmt stand sie vor mir und maß mich als ob ich irgendwas böses tat.
     
  10. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich hatte vor dem Kamin gesessen und gedankenverloren mit einem Schürhaken in der Glut herum gestochert, als ich hinter mir plötzlich Geräusche hörte, die vom Bett her kamen auf welchem Garret lag. Erschrocken drehte ich meinen Kopf und glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Mein Scheck wich Ärger und Sorge als ich aufstand und den Schürhaken hinlegt, bevor ich mich vor meinen Mann stellte, welcher sich unter größter Anstrengung aufsetzte. "Was glaubst du da eigentlich gerade zu tun?", fragte ich ihn grimmig und sah ihn so wohl auch gerade an. Mit zusammen gezogenen Augenbrauen und die Hände in die Hüften gestemmt sah ich zu ihm hinunter, wie er da mit offensichtlichen Schmerzen hockte.
    "Vor ein paar Stunden bist du da unten zusammengefallen wir ein leerer Sack Mehl...", ich deutete mit dem Finger in Richtung Boden unter welchem sich der Saal befand. "...Und jetzt meinst du, nur weil du verdammtes Glück hattest und nicht noch schwerer verletzt wurdest als du es eh schon bist, dass du hier den Held spielen musst und gleich aufstehen musst?". Ja ich war sauer! Aber mein Zorn auf diesen furchtbar sturen Kerl rührte von den Sorgen, welche ich mir um ihn machte. Hier in dieser Zeit gab es kein Antibiotikum welches er bekommen konnte damit seine Wunden gut verheilten und er keiner Wundinfektion erlag. Schwester Caris hatte mir erst gestern von nässenden Wunden erzählt, welche anfangs nicht schlimm wirkten, dann aber zum Tod geführt hatten.
    "Du wirst dich jetzt sofort wieder hinlegen!", der Finger welcher gerade noch zum Boden gezeigt hatte, deutete nun auf Garret, während ich immer noch mit vor Sorge und Zorn über seine Sturheit auf ihn zukam. "Ich werde es nämlich nicht zulassen dass du krepierst nur weil du dir selbst nicht eingestehen willst, dass du jetzt eben mal verletzt bist!". Ich atmete tief aus und sah dann zu dem Kelch mit dem Wasser welches er getrunken hatte. Ich ging zu einem kleinen Tisch, welcher in einer Ecke stand und nahm den Krug mit dem Met, welches ich hatte bringen lassen. In dieser Zeit wusste zwar niemand etwas von Blutzucker, doch nach all den Strapazen, welche Garrets Körper über sich ergehen hatte lassen müssen und der Tatsache dass sein Kreislauf sich ziemlich flott verabschiedet hatte, nahm ich an dass dieser gerade im Keller war.
    "Trink das!", forderte ich ihn schon wieder ein klein wenig ruhiger auf und reichte ihm den Becher.
     
  11. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Meine Stirn runzelte sich als Amber begann mit ihrem Gezeter. Irrte ich mich oder war meine Frau einfach nur verdammt süß wenn sie wütend war? Ich folgte ihren Finger deuter als sie auf den Boden zeigte. An das Umfallen konnte ich mich noch erinnern ja. Ich lauschte ihren Worten und blinzelte nur langsam als sie geendet hatte, sah wohl gerade mit einem völlig unschuldigen Hundeblick ihr entgegen. Aus ihrer Wut konnte ich ihre Sorge nur zu gut rauslesen, was genau genommen mich beinahe dazu gebracht hätte, sie zu mir runter zu ziehen und mich auch noch für den Wutausbruch zu bedanken. Ich fügte mich fürs erste, brachte zumindest wieder die Beine ins Bett und rutschte etwas umständlich so zurecht, das ich zumindest halb aufrecht liegen konnte. Mein Kopf lehnte sich an das Holz hinter mir und ich beobachtete wie meine süße kleine Frau den Raum durchquerte und mit einem Krug voll Met zu mir kam. Ich nickte stumm und nahm ihr den Krug ab, murmelte ein Danke. Ja… das war definitiv besser als das ledige Wasser. „Es ist schön dass du hier bist“, sagte ich nachdem ich den Krug abgesetzt hatte und musterte sie, schenkte ihr dabei ein müdes Lächeln. Nein ich wollte das Gespräch wieso sie ohne was zu sagen einfach hierher nachgereist war. Ich hatte den Kampf mit einem Drachen überlebt, ebenso wie alle Männer die ich mitgenommen hatte und ich würde sie vermutlich genau jetzt nur umso mehr herbeisehnen. „Hab mir wohl ein paar Rippen beleidigt“, meinte ich dann und rieb mit einer Hand vorsichtig darüber als könne es dieses Druckgefühl lindern. Streckte dann meine Hand nach ihr aus, ich wollte sie berühren und bei mir wissen.
     
  12. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Wenn ich ehrlich war, so hatte ich ja tatsächlich eher mit heftigen Widerworten von Garret gerechnet und nicht damit, dass er mir anscheinend zustimmte und sich wieder auf seine Bettstatt setzte. Aber wahrscheinlich sah er selbst ein, dass er wohl gerade nicht in der Verfassung war sich mit mir anzulegen. Oder aber er wusste das sein Körper ihn jetzt wohl noch im Stich lassen würde, wenn er trotzdem aufstand. Zufrieden seufzte ich leicht und nahm ihm den Krug wieder ab, nachdem er ihn geleert hatte.
    Seine nächsten Worte überraschten mich ein wenig und ich drehte mich verblüfft zu ihm um, nachdem ich das Gefäß wieder auf dem kleinen Tisch abgestellt hatte. Verwundert hob ich eine Augenbraue und musste dann wieder willen ein wenig schmunzeln. Eigentlich wollte ich doch immer noch ein wenig Grummelig sein dafür dass er so wenig auf sich selbst achtete. Doch ich konnte nicht. Langsam ging ich auf ihn zu und legte meine Hand in seine ausgestreckte und ließ mich neben ihn auf das Bett sinken. Natürlich gab ich darauf acht, dass ich so saß dass er genügen Platz hatte und ich ihn nicht zu sehr berührte. "Ich hatte ja eher damit gerechnet dass du mich an Buck verfütterst, dafür das ich hier her mitgereist bin!", gestand ich ihm und meinte damit unseren "kleinen" Wolfshund, welcher auf der Burg geblieben war. Vorsichtig streichelte ich mit meinem Daumen über seinen Handrücken und musterte sein schönes Gesicht welches von einer Schramme gezeichnet war und müde wirkte. "Du musst mir versprechen dich ein wenig zu schonen!", forderte ich sanft von ihm und sah dann in die andere Zimmerecke. "Ich werde darum bitten das noch eine Matratze hergerichtet wird, damit du genügen Platz für dich hast!". Zwar gefiel es mir auch nicht nur daran zu denken im selben Raum wie er zu schlafen, ihn aber nicht neben mir spüren zu können. Doch wichtig war, das er sich schonte.
     
  13. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Sie nahm meine Hand und setzte sich zu mir auf die Bettkante. . Ich hob eine Augenbraue als sie meinte sie hatte damit gerechnet an den Hund verfüttert zu werden, weil sie mir nachgereist war. "Naja... ich hatte die Möglichkeit nicht in Betracht gezogen dich mitzunehmen, weil ich nicht wusste ob der Drache noch im Dorf wütet", meinte ich und meine Miene wurde dabei etwas ernster. Hielt ihre Hand in meiner Fest. "Aber ich habe es ja auch nicht konkret verboten", fügte ich dann hinzu. Mein Fehler... beim nächsten Mal würde ich also nicht nur genaue Anweisungen für meine Männer da lassen, sondern auch für meine Frau. Dann forderte Amber von mir das ich ihr versprechen sollte mich zu schonen und ich seufzte leise. "Tue ich dass denn nicht gerade?" fragte ich zurück und ja.. ja es ging mir jetzt schon auf die Nerven. War ich doch keiner der es lange in Ruhe aushielt. Hob dann überrascht beide Augenbrauen als sie meinte sie wolle noch eine Matratze richten lassen und ich schüttelte den Kopf. "Und damit die Leute glauben lassen wir hätten uns verkracht? Sicher nicht!" widersprach ich in diesem Punkt. Das Lager würde schon für uns beide reichen, zumindest so lange bis ich fit genug für die Heimreise war. Wollte ich hier doch nicht ewig vor mich hin vegetieren.
     
  14. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Seiner ernsten Miene konnte ich ablesen das er gerade über irgendetwas im Bezug auf mich und meiner Anwesenheit hier im Dorf nachdachte. Wahrscheinlich überlegte er ob es denn sinnvoll wäre mich in unserem Zimmer anzuketten oder einzusperren, nur damit dort blieb wo ich war. Doch das ich nicht ein liebes Weib war, welches sich hinsetzte und stickte, während er wortwörtlich Drachentöten ging, musste ihm ja mit der Zeit schon klar geworden sein. "Na stell dir mal vor ich wäre nicht hier, wer würde dich denn dann pflegen?", fragte ich ihn im neckenden Tonfall, wobei meine Augen wohl verheißungsvoll funkelten. Natürlich würde ich ihm nicht sofort auf die Nase binden, dass sämtliche Körperaktivitäten welche uns beide betrafen fürs erste gestrichen waren, denn dann würde er sich nicht wirklich die Zeit geben die er zum genesen brauchte. Ich lachte leise auf als er mit dezent genervten Tonfall auf meine bitte hin sich auszuruhen antwortete. "Ja, aber nur weil du jetzt brav hier liegst, heißt das nicht dass wir morgen nicht die selbe Diskussion führen werden!", erwiderte ich und hob unsere Hände an meine Lippen um einen schnellen Kuss auf seinen Handrücken zu hauchen. Zwar kannten wir uns noch nicht sehr lange, doch lange genug als das ich wusste dass ihm die Situation gerade völlig gegen den Strich ging. Am liebsten würde er jetzt wohl aufstehen, sich anziehen und nach unten gehen und damit beginnen die restlichen Häuser wieder in Stand zu setzen.
    Ein Mann in meiner Zeit läge mit seinen Verletzungen im Krankenhaus, würde rund um die Uhr überwacht werden und wäre zugepumpt mit Schmerzmitteln, während er sich dabei noch furchtbar leid tun würde und mindestens fünf mal den sterbenden Schwan mimen würde.
    Seine nächsten Worte rissen mich aus meinen Gedanken und ich hob amüsiert eine Augenbraue bei seinem Argument die Leute könnten ja denken wir hätten krach. "Ach, denken sie das?", fragte ich ihn und konnte nichts dagegen tun das sich meine Mundwinkel zu einem kleinen spöttischen Lächeln anhoben. "Ich meine zu wissen das es eher ungewohnt ist wenn man wie wir jede Nacht miteinander in einem Bett verbringt!", entgegnete ich ihm und grinste nun frech; "Was aber nicht heißen soll das ich mich darüber beschweren würde!", fügte ich schnell hinzu und setzte mich ein wenig bequemer hin.
     
  15. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich zog die Antwort ihrer Frage wer mich denn pflegen würde wenn sie nicht da war, provokant in die Länge und tat so als ob ich darüber nachdachte. Kratzte mich nebenbei am Kinn. "Anbieten würden sich sicher genug", antwortete ich dann mit erhobener Augenbraue. Entsprach es doch der Wahrheit. Ich war mir fast sicher das Amber dafür gesorgt hatte das kaum eine etwas unterhalb der Gürtellinie zu Gesicht bekam, war sie was das anging doch sehr.. heikel. So wie ich bei ihr. "Was morgen soll ich auch noch in dieser Kammer versauern?" fragte ich sie und griff mir gespielt ans Herz. "Wie lange willst du diese Art der Folter mit mir durchziehen?" fragte ich dann nach und schmunzelte bei ihren Kuss auf meinen Handrücken.
    Dann versuchte sie mir zu erklären wie in dieser Zeit Ehepaare ihre Betten teilten und ich schüttelte belustigt den Kopf. Hielt mir die Rippen als das Lachen mich überkam. Sch.eiße tat das weh! "Wir sind doch nicht Graf und Gräfin. Meine Burg ist leider nicht groß genug um einer verheirateten Frau ein Zimmer für sich alleine zu überlassen", schmunzelte ich.
    Aber sie wollte sich ja nicht über den Umstand beschweren. "Soso... also ist es meiner Lady doch recht neben ihren Gatten zu liegen und das jede Nacht?" fragte ich und lehnte meinen Kopf wieder hinten an. Betrachtete meine wunderschöne Frau, nicht nur das war sie, auch klug und witzig. Selten hatte ich mit einer Frau so viel gelacht -auch selten so viele Schwierigkeiten gehabt, aber das war ein anderes Thema.
    "Was hat meine Liebste denn nun gemacht, während ihr Ehemann sich dem Drachen gestellt hat?" fragte ich dann schließlich nach da ich natürlich neugierig war, was sie in ihrer Unruhe denn getrieben hatte.
     
  16. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    In gespielter Fassungslosigkeit hob ich eine Augenbraue und sah ihn mit leicht geöffnetem Mund an, bevor ich ihm einen sanften Klapps auf seinen gesunden Arm gab. "Ich fasse es nicht!", schallt ich ihn fast schon ein klein wenig lachend. " Für dich macht es also keinen Unterschied ob ich dich pflege oder irgendein anderes Mädchen?", besser er würde seine Antwort gut überdenken, denn sonst konnte es ihm schon passieren das er die nächste Zeit von irgendeinem seiner Männer gepflegt wurde, welchen ich irgendwie dazu zwingen würde sich um seinen Herrn zu kümmern. Egal wie verletzt mein Stolz sein würde, eine andere Frau egal welchen Standes würde nicht das zu sehen bekommen was mir gehörte. Und ja, in dem er mich geheiratet hatte fand ich, dass ich irgendwo ein gewisses anrecht auf seinen Körper hatte.
    Es war fast schon lustig zu sehen wie er erst darüber jammerte weil ich ihm gesagt hatte er müsse sich länger als einen Tag schonen, dann fing er aber zu lachen an als ich ihm erklärte wie normale Eheleute es in dieser Zeit hielten.
    Ich konnte nicht anders ich fiel in sein Lachen ein, versuchte aber doch irgendwie ernsthaft dabei zu sein. "Auch wenn du ein Graf wärst, glaube ich nicht das ich auch nur eine Nacht meine Ruhe hätte!", neckte ich ihn und fügte schnell hinzu: "Aber ich möchte mich ja nicht beschweren, schließlich bin ich ja mit einem sehr bewandten und fleißigen Ehemann gesegnet!". Und das war ja wirklich keine Übertreibung! Selbst wenn man mir ein eigenes Zimmer angeboten hätte, so hätte ich es nicht angenommen. Viel zu sehr genoss ich Garrets Nähe und seine Berührungen und einfach ihn selbst. Selbst jetzt war es schön einfach nur neben ihm zu sitzen und seine große Hand in meiner zu spüren. "Ich schlafe nur neben dir, wenn du mir versprichst dich zu schonen und deine Hände bei dir zu behalten!", gab ich nach und wusste ja selbst das es für mich nur eine Qual gewesen wäre mit ihm im gleichen Zimmer zu schlafen, aber seinen großen, warmen Körper nicht neben mir spüren zu können.
    Auf seine Frage hin was ich denn eigentlich hier so getan hatte während er mit dem Ungeheuer gekämpft hatte, wurde ich etwas verlegen. "Ich habe drüben in der Kirche den Nonnen geholfen die Kranken zu versorgen!", begann ich zu erzählen und blickte dann etwas betreten zu Seite. "Aber ich glaub ich hab mich nicht sehr geschickt angestellt!", gestand ich ihm und musste daran denken wie ich am Schluss nur noch geringfügige Arbeiten hatte übernehmen dürfen.
     
  17. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich unterdrückte das Lachen als sie mir gegen den Arm schlug und hörte mir ihren Protest an. Bevor sie mir die Frage stellte ob es für mich keinen Unterschied machte wer mich pflegte. Worte bei dem jeden Mann die Alarmglocken ganz Laut zu schrillen anfangen sollten. Hier wurde das Eis gerade verdammt dünn. Ich hielt ihre Hand fest und hauchte einen Kuss auf ihren Handrücken. „Aber natürlich macht das einen Unterschied!“ antwortete ich und betrachtete Amber. „Bei irgendeinem anderen Mädchen könnte ich jetzt ohne Schimpf aufstehen und sie würde es nicht wagen an meine Vernunft zu appellieren“, versuchte ich zu erklären. „Bei dir meine Schöne bin ich mir fast sicher, dass du mir eher einen Knüppel über den Kopf ziehen würdest, bevor ich es schaffen würde in meine Hosen zu steigen“, fügte ich hinzu und sah sie schmunzelnd an. „Also bist du ohne Frage die beste Wahl wenn es darum geht schnell zu genesen“, schlussfolgerte ich in einem völlig sachlichen Ton.

    Sie neckte mich weiterhin und meinte das sie selbst wenn wir höheren Standes wären sie keine Ruhe von mir hätte. Nein… nein sicher nicht! Lachte wieder leise als sie mir mit ihren Worten den Bauch pinselte. Dann wurde sie etwas ernster und meinte das sie nur neben mir liegen würde, wenn ich versprach meine Hände bei mir zu behalten. Ich zog einen Flunsch. „Also… so ganz fürchte ich kann ich meine Hände nicht bei mir lassen. Ich muss mich ja schließlich vergewissern das mir keiner dich aus meinem Bett stiehlt im Schlaf!“ protestierte ich also. Das ich einfach nur kuscheln wollte, konnte ich doch nicht aussprechen… Kuscheln war immerhin was für Frauen.

    Bei der Antwort auf meine nächste Frage versuchte ich wirklich nicht zu lachen, als sie so schön schilderte das sie bei der Versorgung geholfen hatte, sich aber wohl nicht sehr geschickt dabei angestellt hatte. „Wieso glaubst du das?“ fragte ich also interessiert nach, konnte mir eigentlich kaum vorstellen dass es etwas gab das Amber nicht schaffte. Ich rutschte etwas weiter runter, denn ich spürte den Druck auf meine Rippen nur zu gut. Außerdem machte mir die Unterhaltung zwar wirklich spaß und lenkte mich größtenteils ab, aber unterflächig war mein Körper wirklich sehr geschlaucht und verlangte nach Ruhe.
     
  18. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich beobachtete wie Garret ein klein wenig auf dem Bett nach unten rutschte und nun wieder mehr in einer liegenden Position war. Anscheinend hatte er doch mehr Schmerzen als er zugeben würde. Alles in allem wirkte er ziemlich müde und einfach nur erschöpft. "Mhm...naja..'", begann ich und strich mir eine verirrte Strähne hinters Ohr. "Mir wurde beim Anblick von manchen Wunden übel und andere die einfach nur Krank waren und teilweise kein Essen bei sich behalten konnten, da habe ich mich auch übergeben müssen!", berichtete ich ihm und musste neuerliche Übelkeit verdrängen, welche nur bei dem Gedanken daran wieder aufkam. "Dann haben sie mich dazu verdonnert den Verletzten Trinken einzuflößen und die Verbände bei denen zu wechseln deren Wunden nicht gar so schlimm waren!". Wäre ich eine der Nonnen gewesen hätte ich mich wahrscheinlich irgendwann zum stupiden kehren der Gänge verdonnert. Doch waren sie allem Anschein nach mit den geringeren Arbeiten, welche ich übernommen hatte, ganz zufrieden gewesen.
    Ich strich noch einmal mit dem Daumen über seinen Handrücken und ließ seine Hand dann sanft los. "Ich glaube ich lasse dich jetzt ein wenig alleine, damit du dich ausruhen kannst!", murmelte ich leise und beugte mich nach vorne um vorsichtig seine Stirn zu küssen bevor ich erhob.
     
  19. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ja ich war müde und erschöpft, aber zugeben würde ich das wohl kaum. Im Äußersten Notfall... vielleicht...wenn Kareem mich mit diesem Opium vollgepumpt hatte, ja dann würde ich es sicherlich zugeben. Ich lauschte der Antwort meiner Frau und nickte. Konnte es durchaus verstehen. Es gab Wunden die wollte man wirklich nicht sehen, die sahen so grotesk aus dass man nicht glauben konnte das es ein menschlicher Körperteil gewesen sein soll.
    "Klingt doch auch nach einer wichtigen Aufgabe", meinte ich und schenkte ihr ein Lächeln. Sie ließ meine Hand los und meinte dann das sie mich alleine lassen wollte, damit ich mich ausruhen konnte. Ich seufzte leise und nickte schließlich. Ließ mir den Kuss von ihr auf meine Stirn gefallen. "Stell nicht allzu viel an, während ich ans Bett gefesselt bin!" meinte ich mit einem kleinen Schmunzeln. Ich rutschte noch ein bisschen weiter hinunter bis ich nun vollständig lag, ich folgte ihr mit meinem Blick bis sie aus dem Zimmer gegangen war. In meinen Kopf ratterte es für einen Moment, aber es waren ja genug meiner Männer da die für ihren Schutz sorgen würden. Also ließ ich eh schon schweren Lider zu gleiten um den Schlaf der mir definitiv fehlte wieder aufzuholen.
     
  20. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Mit in die seiten gestemmten Händen sah ich auf das Bett hinab auf welchem Garret lag und mir gerade gesagt hatte ich solle besser nicht all zu viel anstellen. Natürlich wusste ich das er scherzte, deshalb zeichnete sich auch wieder ein spitzbübisches glimmen in meinen Augen ab. "Nein mein Schatz, ich werde nur ein wenig in den Wald gehen und mit Trollen, Elfen und Kobolden spielen!", neckte ich ihn, wobei ich natürlich versuchte meine Stimme recht ernsthaft klingen zu lassen. "Schlaf gut mein Schatz, ich berichte dir dann wie es war!", versprach ich noch, warf ihm einen Luftkuss zu und verließ dann mit einem leisen Lachen die Kammer.
    Als ich die Treppe zu dem Saal hinunter ging sahen mich schon einige von Garrets Männern mit fragendem Blick und sorgenvollen Mienen an. Schwester Caris hatte ihnen also keine Auskunft über den Zustand ihres Herrn gegeben und so war es an mir. Ich fand es ja irgendwie rührend wie diese ganzen starken Männer so an ihrem Herrn hingen und sich um ihn sorgten. "Er wird wieder ganz genesen!", versprach ich ihnen mit knappen Worten und lächelte bei dem erleichterten Seufzen, welches durch den Saal ging.
    Kopfschüttelnd und mit einem Lächeln auf den Lippen verließ ich den Saal und ging hinüber zu der Garküche, welche behelfsmäßig errichtet worden war. Vielleicht hatten sie ja etwas Brühe, welche ich Garret bringen konnte.
     

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