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[RS] Sunora

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Floooh, 10 Juni 2016.

  1. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Nun schnell musste es bei mir nicht gehen... je länger es dauerte bis der 'Erbe' in Sicht war, desto öfter und länger konnte man sich Zeit für seine Gemahlin nehmen um sich für die Zeugung eines eben solchen zurückzuziehen und keiner würde schief schauen. Ich schob mir den nächsten Bissen von meinem Essen in den Mund und betrachtete meine Frau. Dachte im inneren schon an unser gemeinsames Bad und was wir in der Grotte eben schon getan hatten. Oh es würde mir eine Freude sein sie dort zu nehmen, ohne daran denken zu müssen wie verboten das war und das ich jeden getrost anschnauzen könnte er wagte das Bad zu betreten. Sie war mein! Jetzt gab es für sie kein Entkommen mehr vor mir! Sie fragte ob ich Pläne hätte und ich schüttelte den Kopf. "Keine, außer den Tag ausgiebig mit meiner Braut zu verbringen", antwortete ich und in meinen Augen blitzte es wohl verdächtig auf. Vermutlich würden wir beide morgen kaum gerade laufen können ohne die Auswirkungen unserer Liebesakte zu spüren, aber bei Gott, das war es mir alle mal wert! Wir aßen unser Frühstück fertig auf, beinahe alles auf den Platten war verschwunden, nun so eine Liebesnacht forderte einen schließlich auch. "Hast du Lust auf einen Spaziergang, bevor ich in die Grotte gehen?" fragte ich dann schließlich und betrachtete sie mit einem Schmunzeln. Ein bisschen die Beine vertreten konnte ja nicht schaden.
     
  2. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich lächelte als Garret mir offenbarte, dass er den Tag heute nur mit mir verbringen wollte. Natürlich wusste ich das Garrets Tage normalerweise ziemlich vollgepackt mit sämtlichen Aufgaben und Pflichten war. Ich wollte gar nicht wissen wie viel er in den nächsten Tagen aufarbeiten musste, nur weil er heute den Tag mit mir verbringen wollte. Bei seinem Vorschlag einen Spaziergang zu machen, nickte ich und spülte den letzten Bissen meines Frühstücks mit einem Schluck des verdünnten Weines herunter. "Ich glaube ein wenig frische Luft wird uns gut bekommen!", stimmte ich ihm mit einem verschmitzten Zwinkern zu. Ein Kratzen an der Tür, gefolgt von einem sehr herzzerreißendem Winseln riss mich aus meinen Gedanken an die Grotte.
     
  3. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Der Tag war wirklich etwas besonderes gewesen, ich wusste nicht wann ich das letzte Mal einen so entspannten Tag verbracht hatte... gut die Nacht in der Hütte natürlich, aber hier zuhause mit Amber zu sein. Sie als meine Frau überall mitnehmen und mit ihr alleine sein zu dürfen war dann schon ein ganz anderes Gefühl. Keine Eile, sich nicht ständig gehetzt umdrehen zu müssen weil uns jemand sehen könnte... wieso war uns das nicht bloß nicht gleich eingefallen?
    Mittlerweile war eine Woche vergangen, ich hatte Amber zwei der älteren Frauen zur Seite gestellt die schon Erfahrung in der Führung des Haushalts hatten, damit sie ihr dabei halfen in ihre Rolle rein zu finden, während ich gerade in meinem Arbeitszimmer saß und das tat was ich so ungern tat. Den Papierkram... über Pergament gebeugt saß ich da und las sie letzten Briefe durch sie angekommen waren. Ich nahm den auf den ich gerade las, lehnte mich zurück und streckte die langen Beine unter dem Tisch aus da sie langsam von dem scheinbar langen Sitzen steif wurden.. dabei saß ich gerade mal zehn Minuten, war davor im Raum auf und ab gelaufen um mir irgendwie die Beine zu vertreten, aber war nicht hinaus gegangen da ich dieses Zimmer sonst wohl heute sonst nicht mehr betreten hätte. Ich seufzte und legte das Papier zurück, fuhr über mein Gesicht. Es war das übliche, dort ein Geplänkel, da eine Einladung zu einer Jagdgesellschaft oder oder... Ich kannte solche Gesellschaften, es bot die Höflichkeit mich einzuladen, aber dabei haben wollten sie mich nicht wirklich. Ich verschwendete da nicht einmal Pergament für Absagen. Fürs erste fand ich war es genug Papierkram gewesen, also räumte ich den Tisch auf, sperrte das Wichtige Papier weg und den Rest... es gab hier sowieso kaum jemanden der lesen konnte von daher musste ich mir da nicht unbedingt Sorgen machen. Ich verließ das Zimmer um hinunter in den Hof zu gehen, ging zum Exerzierplatz um dort die Männer zu kontrollieren. Wie Amber gesagt hatte ich befahl eine der besten Truppen dieses Landes und das hatte ich dem Umstand zu verdanken, das meine Männer kontinuierlich trainierten und unterwiesen wurden. Selbst ich ließ mich von Zeit zu Zeit auf die Technik schauen... wobei es hier kaum einer mit mir aufnahmen konnte.
     
  4. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich hatte meine Augen geschlossen und mein Gesicht den wärmenden Strahlen der Sonne zugewandt. Die Finger meiner rechten Hand waren vergraben im weichen Fell des Wolfhundes, welcher schon langsam ein richtig schlaksiger junger Hund mit viel zu lang wirkenden Beinen wurde. Insgeheim hatte ich den Hund auf den Namen 'Buck' getauft, so wie der Titelhelden aus Jack Londons 'Ruf der Wildnis'. Ich hatte keine Ahnung wie Garret der Name gefiel oder ob er denn einen Anderen für unseren grauen Begleiter hatte, doch Buck schien das sowieso einerlei, solange er nur bei einem von uns sein konnte. Ich hatte mich mit dem Hund davon gestohlen und so saßen wir nun in friedlicher eintracht unter einer der alten Weiden an dem kleinen Bachlauf in der nähe der Mühle. Das stete klappern des Wasserrades hatte fast schon eine meditative Wirkung und ich spürte wie mein Körper immer mehr gegen den Stamm des Baumes sackte und ich langsam einschlief.

    Der Tag nach der Hochzeit von Garret und mir war wie aus einem Traum gewesen. Es hatte nur uns Beide gegeben und ich hatte mich Garret noch nie so nahe gefühlt. Auch jetzt noch waren unsere Nächte sehr intensiv und wenn wir nicht gerade übereinander herfielen wie verhungernde auf ein Stück Steak, so redeten wir viel und lachten auch miteinander. Doch die Tage waren wirklich anstrengend geworden. Die beiden Frauen, welche mir Garret als "Hilfe" angewiesen hatte, waren richtige alte Hexen. In ihren Augen schien ich anscheinend nicht ihre richtige Wahl um die Führung des Haushaltes und all den andren Verpflichtungen zu sein. Sie luden mir viele Aufgaben auf, erklärten mir vieles nicht gut und im Endeffekt fummelte ich mich selbst in die Materie hinein. Es war nicht leicht gewesen einige Hausangestellte dazu zu bringen meinen Anweisungen zu folgen, doch mit der Zeit schienen sie vor mir auch einen gewissen Respekt zu bekommen. So schön mein Leben als Frau von Garret auch war und so sehr ich all das genoss, so viel leichter waren meine Tage als sein Mündel gewesen.
     
  5. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Alles war zu meiner Zufriedenheit am Platz, die Männer strengten sich an und die welche nicht wurden ordentlich zurecht gewiesen. So setzte ich meinen Weg fort bis ich aufgebrachte Frauenstimmen hörte, es hörte sich nach einem Streit an. Ich seufzte entnervt und ging dem Lärm nach, als ich näher kam sah ich wie zwei der Frauen sich an den Haaren zogen und sich hässliche Worte zuwarfen. "Meine Damen!" schritt ich mit festen Ton dazwischen. Erschrocken sprangen die Frauen auseinander und senkten betreten den Blick. "Was ist hier los?" fragte ich mit grimmigen Gesicht. So ein Gezanke war hier wirklich völlig fehl am Platz und eigentlich fiel das hier in den Bereich meiner lieben Frau... wo war diese denn schon wieder? Die Frauen erklärten sich, es ging um irgendeinen Kerl und ich verdrehte innerlich die Augen. "Ich dulde solch ein Verhalten nicht auf meiner Burg, noch einmal und ihr beide fliegt!" gab ich ruhig und bestimmt von mir. Sah von einer zur Anderen damit ich auch sichergehen konnte, das sie es verstanden hatte. Ich schickte sie zurück an ihre Arbeit. Hielt dann eine andere auf. "Sag Mädchen, hast du deine Herrin gesehen?" fragte ich das junge Ding, das ganz eingeschüchtert und bleich vor mir stand. Sie schüttelte den Kopf und ich ließ sie gehen. Runzelte die Stirn, wo war Amber?
    Ich hielt weitere Diener auf und fragte sie nach meiner Frau, doch auch diese hatten keine Ahnung wo sie war, dass sie sie schon länger nicht mehr gesehen hatte und mein Herz rutschte mir in die Hose. Ich schickte die Leute um nach ihr in der Burg zu suchen. Immer nur Ärger mit dem Frauenzimmer! Meine Laune wurde nicht besser als sie niemand innerhalb der Mauern finden konnte. Meine Zähne malmten, war sie schon wieder alleine hinaus gegangen? Hatte sie schon vergessen wie dass das letzte Mal abgelaufen war? Da wäre sie beinahe von zwei Banditen vergewaltigt worden und vermutlich noch anderes wenn ich nicht rechtzeitig gekommen wäre! Ich fluchte derbe und ließ mir meinen Hengst satteln und wies andere Männer auch noch an auszureiten um sie zu suchen. Ich stieg in den Sattel, richtete mich noch und riss zum Tor hinaus. Innerlich kochte ich etwas. Wie konnte sie nur so leichtfertig ihr Leben aufs Spiel setzen? Vielleicht aber war sie auch nicht freiwillig gegangen? Scheiße! Ich trieb das Pferd unter mir an und er fiel sogleich in Kanter.
     
  6. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Die Weide unter welcher ich saß und die Mühle, welche nicht weit weg von ihr war, gehörte noch in den Einzugsbereich der Burg und von meinem Platz aus konnte ich sogar, wenn ich wach gewesen wäre und es gewollt hätte hinüber zu dem Tor sehen, durch welches mein Mann gerade ritt. Doch die langen Blätter der Weide schützen mich ein klein wenig vor Blicken und ich hatte einmal für eine kurze Zeit meine Ruhe von Allem und Jedem. Wenn ich gewusst hätte welchen Tumult ich mal wieder ausgelöst hätte...Derweil hatte ich ja sogar darauf acht gegeben noch in Sichtweite der Wachen zu sein, aber ich hatte vergessen ihnen zu sagen wo ich hin ging wenn ich einmal meine Ruhe haben wollte. Vielleicht lag es noch daran, dass ich es einfach gewohnt war unabhängig zu sein. Auch wenn der Preis für diese Unabhänigkeit in dieser Zeit oft einen hohen Preis forderte.
     
  7. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich bemerkte es natürlich nicht gleich, sondern trieb den Hengst weiter den Weg entlang. Nein ich nahm nicht an das sie wieder bei dieser Pflanze vorbei war. Amber war klug genug um diesen Teil des Waldes nicht mehr zu betreten. Ich ritt hinab zum Dorf und erkundigte mich dort nach ihr, doch es hatte sie niemand gesehen und es war auch kein Fremder mit Karren durch gekommen oder irgendetwas in der Richtung. Meine Zähne malmten und Angst kroch in mir hoch und ergriff Besitz von mir, umklammerte mein Herz wie eine Faust und ließ es nicht mehr los. Zwei Stunden ritt ich in der Gegen umher, der schwarze Hengst war tief nass von Schweiß, als ich ihn den Weg zum Hof wieder hochlenkte. Als mein Blick zu der Alten Weide bei der Mühle fiel. Ich richtete mich im Sattel und sah dann den jungen grauen Hund der dort rum lief. Offenbar auf der Suche nach einer Maus im Gras oder etwas ergleichen. Ich stieß einen schrillen Pfiff durch meine Zähne durch, der Hund hob seinen Kopf und machte ein paar Schritte auf ich zu, drehte sich dann jedoch gleich wieder um und lief unter die Weide. Amber! Ich konnte nicht erklären wie ich mich gerade fühlte, es war eine Mischung aus Erleichterung und Besorgnis. Ich hatte sie gefunden, aber ging es ihr auch tatsächlich gut? Schnell ritt ich an die Weide ran und glitt noch während das Tier trabte aus dem Sattel. "Amber!" rief ich aufgebracht und hielt inne als ich sie in aller Seelenruhe dort gegen den Baum lehnen sah. Meine Sorge und die Erleichterung verrauchten mit jeder weiteren Sekunde in der ich erkannte das meine Frau... während ich die ganze Burg und die Umgebung nach ihr hatte durchsuchen lassen hier unter dem Baum lehnte und schlief... Meine Zähne trafen malmend aufeinander, die Augenbrauen zogen sich finster zusammen. "Amber!" rief ich nochmal ihren Namen, dieses Mal war die Stimme dunkel und gab etwas von dem Zorn wider der in mir tobte. "Bist du vollkommen von Sinnen Mädchen?!" knurrte ich und ging vor ihr in die Hocke, meine Hände legten sich auf ihre Schultern und ich fixierte sie mit meinem Blick, rüttelte sie leicht damit sie wach wurde.
     
  8. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Eine Berührung und ein rütteln rissen mich aus meinem kurzen Schläfchen. Etwas verwirrt und noch vollkommen schlaftrunken sah ich wie jemand vor mir hockte und mich grimmig ansah. "Garret?", murmelte ich leise und rieb mir mit einer Hand übers Gesicht, versuchte den Schlaf zu vertreiben. Wie lange hatte ich geschlafen? Eigentlich hatte ich nicht vorgehabt länger als 20 Minuten meine Augen zu schließen und dann wieder zurück zur Burg zu gehen. Aber warum sah mich Garret denn so böse an? Als ich mich ein wenig bewegte, spürte ich den Baum in meinem Rücken und ich verzog mein Gesicht, bei dem unangenehmen Schmerz, welcher wohl Folge meiner nicht ganz so optimalen Schlafposition war. Langsam erwachte ich nun vollends und als mein Blick an Garret vorbei glitt und ich sah wie tief die Sonne nun schon wieder stand, erschrak ich. "Shit, ich wollte doch nur kurz eine Pause machen!", ich wusste nicht ganz ob das eine Erklärung für Garret war oder ob ich mit mir selbst redete, aber Fakt war, dass ich viel länger als geplant hier gesessen hatte. Aber warum sah mich Garret mit diesem Blick an, mit welchem er einem Feind auf dem Schlachtfeld das Fürchten gelehrt hätte?
     
  9. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Sie wurde langsam wach und es schien ihr wirklich gut zu gehen, was den Ärger in meinem Magen nur noch mehr wachsen ließ. Ich ließ ihre Schultern los und richtete mich wieder auf. "Was du nicht sagst", entgegnete ich kühl und schneidend auf ihr Kommentar das sie nur kurz eine Pause machen wollte. "Eine Pause.. alleine, außerhalb der Burg.." zählte ich auf und mein Blick verfinsterte sich noch mehr. "Ich habe die ganze Burg auf der Suche nach dir auf den Kopf stellen lassen und bin zwei Stunden in der Gegend herum geritten, indem Glauben das irgendwer dich entführt hat!" polterte ich schließlich los und konnte nicht anders, meine Gestalt wuchs vor ihr an, meine Miene war fest und der Blick schien sie förmlich zu durchbohren. Ja... ich war verdammt besorgt gewesen und deswegen vermutlich noch wütender. Wenn sie klug war sagte sie jetzt einfach nichts und kam einfach mit ihr mit, sah ein was für ein Mist sie hier gebaut hatte. "Du hast alleine nichts vor diesen Mauern zu suchen Amber!" versuchte ich ihr nochmal klar zu machen.
     
  10. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Für einen Moment war ich wirklich in etwas das man gut und gerne als Schockstarre bezeichnen konnte. Garret sah mich mit finsterem Blick an und seine Worte waren harsch. Ich spürte eine heiße Wut in mir hochkommen und ich richtete ich etwas vor Garret auf. Ich wollte nicht vor ihm kauern, während er mich böse anstarrte. Langsam stand ich auf und klopfte mir vereinzelte Grashalme von meinen Kleidern, bevor ich wieder zu meinem Angetrauten sah. "Was zu Hölle ist eigentlich dein Problem?", fragte ich ihn und zog meine Augenbrauen zusammen. "Ich bin hierher gegangen um einmal meine Ruhe zu haben!", meine Stimme hob sich langsam. "Und ich war immer in Sichtweite der Burg. Ich habe ja nicht mal das verdammte Dorf verlassen!". Ich verstand wirklich nicht was sein Problem war. Wollte er wirklich das ich den ganzen Tag nur in der Burg herumlief? Das konnte er vergessen! Vielleicht taten das alle Anderen von seinen Untergebenen, aber ich ließ mich nicht von ihm einsperren. Ich stützte meine Arme in die Hüften und nun standen wir da voreinander und sahen einander wütend an.
     
  11. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Sie richtete sich vor mir auf und sah ihrerseits böse drein. Was für einen Grund hatte sie denn böse zu sein?! Meine Zähne knirschten als ich sie so fest aneinander presste und die Ader an meinem Hals trat hervor. Ich kam auf sie zu, pinnte sie zwischen Baum und meinen Körper fest. "Was mein Problem ist?!" zischte ich ob ihrer Widerworte nur noch mehr in Rage. Verflucht nochmal ich hatte eine scheiß Angst um sie gehabt! "Wenn du vor hast diese Mauern zu verlassen, dann hast du das gefälligst vorher jemanden mitzuteilen! Wenn ich nicht da bin, dann dem Verwalter! Und du hast egal wie weit du dich Entfernst dementsprechenden Schutz mitzunehmen!" sagte ich eindringlich. "Das hier ist nicht deine Zeit wo eine Frau alleine einfach rumspazieren kann Amber! Die Zeiten hier sind hart und niemand wird auf dich Rücksicht nehmen nur weil du eine Frau bist!" versuchte ich ihr klar zu machen. Es ging mir doch nur um ihre Sicherheit! "Wenn du Ruhe willst, dann geh in unser Gemach, dort ist niemand Tagsüber! Aber um Himmelswillen treib dich nicht wie eine Dirne alleine rum!" Ich hatte mich in Rage geredet... Hatte es wirklich nicht so gemeint wie es rüber gekommen war, aber verdammt dieses Weib machte mich gerade so wütend weil sie nicht einsehen wollte. Ich hatte zu viele Feinde, zu viele die vielleicht versuchen wollten sie zu rauben in einem unachtsamen Moment! Das konnte ich doch nicht zulassen! Konnte nicht zulassen das man ihr weh tat nur weil sie zu mir gehörte...
     
  12. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich spürte den festen, unnachgiebigen Stamm des Baumes in meinem Rücken, als Garret mit einer fast schon bedrohlich wirkenden Gebärde auf mich zukam. In seinem Gesicht war kein Hauch der Zärtlichkeit und Liebe zu sehen, mit welcher er mir in den letzten Tagen begegnet war. Stattdessen sah er mich mit einer Mischung aus Zorn und Unverständnis an. Ich musste zugeben, ich hatte noch nie angst vor Garret gehabt und auch jetzt verspürte ich sie nicht, auch wenn alles in mir schrie, dass es wohl das Vernünftigste sei ihm zuzustimmen und ihn nicht noch weiter zu reizen. Doch seine Worte verletzen mich. Es tat weh aus seinem Mund zu hören wie er über mich sprach und darüber was ich seiner Meinung zu tun und zu lassen hatte. Natürlich gab ich ihm insgeheim Recht, vielleicht hätte ich mir wirklich jemanden mitnehmen sollen, aber ich hatte doch gar nicht vorgehabt so lange hier zu bleiben. Ich beobachtete ihn genau während er sprach und es schien nicht als würde er sich beruhigen, sondern als würde er sich immer mehr in Rage reden. Doch seine letzten Worte schmerzten so sehr als hätte er mir gerade einen Schlag verpasst. "Eine Dirne?", fragte ich und hörte meine eigene Stimme stocken. "Das bin ich in deinen Augen?", natürlich hatte er nicht gesagt ich sei eine Dirne, doch er verglich mein Verhalten mit dem einer Dirne und das tat weh. Ich spürte wie Tränen heiß in meinen Augen brannten, doch ich würde nicht weinen. Zumindest nicht jetzt und nicht vor Garret. Ich senkte meinen Blick und schob mich dann an ihm vorbei. "Dann tut es mir leid, dass du an eine Frau gebunden bist, welche in deinen Augen nicht besser ist als eine Dirne!". Meine Stimme klang ruhig, doch es kostete mich einiges an Selbstbeherrschung, diese nicht zu verlieren.
    Ohne mich umzudrehen machte ich mich auf den Weg in Richtung der Burg. Ich hatte keine Lust mehr mich weiter von ihm so runtermachen zu lassen. Und jetzt war ich ja schließlich nicht mehr alleine, dachte ich mürrisch, denn schließlich war ja der Herr aller Dinge Persönlich hinter mir her.
     
  13. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Als ich ihre Stimme hörte war es wie eine Ohrfeige für mich. Hatte ich wirklich Dirne gesagt? Sch.eiße! Ich verstummte als sie nachsetzte ob ich sie das in meinen Augen wäre und ich schüttelte den Kopf, doch kam nicht dazu etwas zu sagen, sie schob sich an mir vorbei. Meinte das es ihr leid tat das ich mich an eine Frau gebunden hatte die nicht besser war als eine Dirne. "Du drehst mir die Worte im Mund herum!" knurrte ich verstimmt, wusste doch sehr wohl das ich damit Mist gebaut hatte. Aber verdammt nochmal! Sie hatte hier Mist gebaut nicht ich und es war wichtig das sie das auch einsah! Mit einem unwirschen Knurren sah ich ihr nach wie sie zur Burg zurück stapfte. Ich ging auf meinen Hengst zu, packte ihn am Zügel und folgte ihr unvermittelt. Meinen Männern würde ich ebenfalls die Anweisung geben sie nicht mehr ohne passendes Geleit raus zu lassen. Auch wenn sie das vermutlich zürnen würde, war es in ihrer Zeit doch anders hatte sie dort sehr viele Freiheiten, aber wir waren hier in meiner Zeit und sie musste mir einfach vertrauen das ich mich hier besser auskannte und doch nur auf ihre Sicherheit bedacht war, so sehr sie sich im ersten Moment auch beschnitten fühlen würde. Natürlich würde ich das so nie in Worte fassen können, war einfach nicht der Typ für sowas. Mein Blick blieb finster auch als wir die Burg erreichten, da half auch nicht der halbstarke graue Hund der zwischen Amber und mir herpendelte, und ich kraulte ihm kurz hinterm Ohr als er bei mir inne hielt. Ich führte meinen Hengst dieses Mal selber in den Stall und versorgte ihn auch, ließ mir Zeit dabei ihn gründlich zu putzen und um ihn vom Schweiß zu befreien. Ich hatte ihn für Amber ganz schön gehetzt die letzten zwei Stunden und ich zog die Augenbrauen wieder zusammen. Alles würde ich für sie tun und sie drehte mir die Worte im Mund herum! Hatte ich ihr bisher nicht alle Freiheiten gewährt? Sie nicht sanft behandelt? Vielleicht zu sanft... vielleicht würde ich einfach mehr durchgreifen müssen, damit sie verstand das sich manche Regeln nicht so einfach biegen ließen wie andere! Ich schnaubte und gab dem Tier dann noch eine Portion Hafer, bevor ich mich in die große Halle aufmachte um mir erstmal einen Humpen Bier einzuleiben um mein Gemüt zu beruhigen.
     
  14. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Garret war hinter mir zurück zur Burg gegangen, doch wir sprachen kein Wort mehr miteinander. Im Grunde konnte ich ihn ja verstehen, wahrscheinlich hatte er sich schlichtweg sorgen gemacht, doch das konnte man dem Anderen ja auch in einer anderen Art und Weise mitteilen und nicht unbedingt in dem man seine Frau mit einer Dirne verglich. Ich sah aus den Augenwinkeln wie Garret mit seinem Pferd den Weg zu den Ställen einschlug. Für einen Moment überlegte ich ihm zu folgen und ihm zu sagen, dass ich ja verstand was er mir sagen wollte, er mich aber trotzdem verletzt hatte. Doch ich ging weiter in Richtung Küche. Wahrscheinlich würde er mich nur weiter Rügen und mir sagen wie fehlerhaft mein Verhalten gewesen war.
    Ich trat durch die schwere Holztür der Küche und nahm mir einen Apfel, welcher in einer hölzernen Schüssel auf dem Tisch stand. Eine dicke, graue Katze räkelte sich auf der Holzbank vor dem großen Herd und ich setzte mich zu ihr. Vorsichtig streichelte ich das Tier, während ich in meinen Apfel biss.
    Garret und ich hatten uns in den letzten Tagen sehr gut verstanden, ja ich hatte fast schon zu glauben gewagt er habe sich so in mich verliebt wie ich mich in ihn. Doch der bittere Gedanke über die Umstände unserer Hochzeit brannte wie Säure in meiner Kehle. Garret hatte mich nicht geheiratet weil er mich liebte, sondern weil er mich schützen wollte. Ich bezweifelte nicht, dass er mich bestimmt sehr gerne mochte, doch würde es je mehr werden? Ich seufzte leise und stand auf um den Rest meines Apfels meinem Freund dem Ziegenbock zu bringen, welcher in seinem Pferch innerhalb der Burg war. Der Bock freute sich über den Apfel und ich streichelte kurz über den Hals bevor ich mich wieder auf in Richtung Wohnturm machte. Längst hatte ich dem Tier den stoß in den Bauch verziehen.
    Als ich die große Halle betrat sah ich meine werten Herren Ehemann, wie er vor einem Humpen Bier saß und weiter grimmig drein Blickte. Ich wollte hoch in unser Gemach gehen und mich umziehen, denn bald wäre es Zeit für das Abendessen. Doch bevor ich mich versah ging ich nicht auf die Treppe zu, sondern schlug den Weg zu Garret ein. Ich stellte mich vor ihn und sah ihn an. Mein Blick war weder böse noch beleidigt, wohl eher entschlossen. "Ich gebe zu, ich habe vielleicht einen Fehler gemacht!", begann ich und atmete tief ein. Natürlich hatte ich keine Angst vor Garret, doch er war schon ziemlich beeindruckend und es gab Männer die schon die Hosen voll hatten, wenn er sie nur ansah. "Aber das gibt dir nicht das Recht, so mit mir zu Reden, wie du es vorhin getan hast!".
     
  15. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Die langen Beine von mir gestreckt und den Humpen an seinem Henkel in der Hand, saß ich zurückgelehnt auf meinen Sessel. Hing meinen Gedanken nach, spürte den Groll in mir darauf das meine Frau einfach nicht hatte hören wollen und mich stattdessen so in Rage versetzt hatte. Verlor ich doch sonst selten meine Beherrschung, schaffte sie es immer wieder mich über diesen Rand zu bringen... egal in welche Richtung. Mit einem Seufzen hob ich das Gefäß an meine Lippen und nahm einen tiefen Schluck. Um mich herum schienen alle bemüht zu sein bloß keinen allzu großen Lärm zu machen und auch möglichst beschäftigt zu wirken um nicht meinen Unmut heraufzubeschwören... Ich setzte ab, wischte mit mit dem Handrücken über die Lippen und als ich meinen Blick aufrichtete sah ich meine Frau welche sich mir näherte. Die Art wie ihre Hüften bei ihrem ihrer Schritte mit wippten und das Stolze Gesicht und diese unglaublichen grünen Augen die mich so Entschlossen ansahen... sie war einfach die wunderschönste Frau die es gab in meinen Augen. Mein Blick glitt an ihr rauf als sie vor mir stand, meine war so gut wie nichts sagend. Man könnte sagen stoisch. Hob dann doch jedoch eine Augenbraue als sie mir recht gab und gestand das sie einen Fehler gemacht hatte. Bei ihren nächsten Worten senkte sie sich wieder, mein Blick ging zu einer der Dienerinnen der der Mund weit offen stand weil meine Frau so mit mir sprach. Sie zuckte förmlich zusammen unter einem finsteren Blick uns sah zu das sie schnell weg kam. "Wir bereden das später in unseren Gemächern", gab ich schlicht und ruhig von mir, würde sicherlich nicht hier vor meinen Untergebenen anfangen mit meiner Frau zu diskutieren. Das war etwas was man in den eigenen vier Wänden besprach und nicht hier in aller Öffentlichkeit. "Sonst noch etwas Mylady?" fragte ich sie nachdem sie immer noch dastand und mich ansah.
     
  16. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Für einen Moment blieb ich noch stehen, versuchte in seinen Augen irgendetwas zu erkennen, dass mir sagte das er in seinem Inneren gerade nicht der Ar.sch war, welchen er nach außen hin zeigte. Doch es war unmöglich Garrets Blicke zu ergründen, das war es schon immer gewesen. Er saß da, wie der Burgherr welcher er auch war und behandelte mich wie er einen jeden Anderen auch. Seine Stimme war ruhig, doch seine Worte waren zurechtweisend. Ich wusste nicht ganz warum, doch ein Schmerz durchfuhr mich und es war als hätte ich eine Erkenntnis. Ich kniff meine Augen leicht zusammen und mein Blick verfinsterte sich kaum merklich als ich meinen Kopf schüttelte. "Nein, Mylord!", entgegnete ich knapp und machte auf dem Absatz kehrt. Mit erzwungener Ruhe ging ich auf die Treppe zu und ging nach oben in unsere Gemächer. Noch während mir zwei der Mädchen aus dem Kleid halfen, dachte ich über die Szene in der Halle nach. Es war nicht das gewesen was er zu mir gesagt hatte, sondern wie! Ich war mir vorgekommen wie ein ungehorsames Kind, welches er zurecht gewiesen hatte und nicht wie eine erwachsene Frau, welche ich war. Das Dienstmädchen, welches in unserer Nähe gestanden war, hatte mich mit offenem Mund angesehen. Ich konnte mir schon ausmalen was es für einen Tratsch geben würde, wenn sie in die Küche ging und erzählte, dass der Herr seine Frau zurechtgewiesen hatte.
    "Mylady, welches Kleid möchtet ihr heute zum Abendessen tragen?", fragte mich eines der Mädchen und lächelte mir liebenswürdig zu. Ich seufzte leise und schüttelte den Kopf. Mein Magen hatte durch all diesen Groll eh schon ein wenig zu rebellieren angefangen. "Ich werde nicht in die Halle hinunter gehen Molly, mir ist nicht gut!", teilte ich ihr mit und deutete auf ein schlichtes, grünes Kleid welches ich anziehen würde, da es noch zu früh für mein Schlafgewand war. "Geht es euch nicht gut Mylady?", fragte Molly besorgt und sah mich mit bekümmertem Blick an. "Ich fühle mich etwas erschöpft und denke ich werde auf dem Zimmer speisen!", beruhigte ich sie. Für einen Moment hatte ich überlegt, ob ich mich in meine eigenen Gemächer zurückziehen sollte. Molly hatte mir einmal gesagt, dass es so üblich war das eine Lady auch noch eigene Schlafräume hatte. Doch Garret und ich hatten seit der Hochzeit jede Nacht miteinander verbracht. Bei dem Gedanken daran erfüllte mich eine tiefe wärme und ich wusste, dass ich mich nur selbst quälen würde wenn ich heute Nacht nicht hier schlief. Molly nickte und versprach mir, dass sie Brot und Butter und etwas Wein nach oben bringen würde. Ich seufzte leise und schloss meine Augen für einen Moment als Molly damit begann mein Haar zu kämmen, während ich auf einem Hocker saß. An Tagen wie heute, da wünschte ich mir nichts sehnlicher als einfach wieder zuhause zu sein.
     
  17. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Mein Blick lag auf ihr, nickte als sie sagte das es vorerst nichts mehr gab. Mein Blick folgte ihr und natürlich war ich mir bewusst das es ihr wohl nicht gefallen hatte wie ich mit ihr gesprochen hatte... aber hier zu diskutieren ging einfach nicht. Diskussionen und Streitereien gehörten in unsere Gemächer und nicht hier her. Ich hatte gedacht das auch ihr das klar war, aber ich hatte mich da anscheinend getäuscht. Mit einem leisen Brummen hob ich den Humpen an meine Lippen und leerte ihn mit einem Zug. Ob ich Lust hatte jetzt die Gemächer aufzusuchen und Dinge die eigentlich klar sein sollten mit meiner Frau zu diskutieren? Nein überhaupt nicht! Lieber wäre ich jetzt ausgezogen um ein paar Strauchdieben das Fell über die Ohren zu ziehen. Ich erhob mich und folgte meiner Gemahlin nun nach. Weckte nur nicht den Anschein es eilig zu haben, würde dies doch auch wieder nur Gerede erzeugen. Als ich die Räume erreichte die ich mit Amber teilte, trat ich ohne zu klopfen ein und fand meine Frau beim Frisiertisch, ihr Mädchen kämmte ihr gerade ihr wunderschönes Haar. Still wandte ich mich um, legte den Waffengurt ab und trat auf die Schüssel zu um meine Hände und das Gesicht zu reinigen. Legte das vom Ritt staubige Oberteil ab und fuhr durch meine Haare, bevor ich in ein frisches Hemd schlüpfte. Wartete bis Molly ihre Arbeit getan hatte und den Raum verließ, hatte mich währenddessen gegen die Wand gelehnt und die Arme vor der Brust verschränkt. Sah still auf Amber. "Ich weiß das meine Worte vorhin vielleicht etwas hart waren. Ich habe in Rage gesprochen, weil ich mir Sorgen gemacht habe", fing ich nun an zu erklären. Mich zu rechtfertigen... das hatte ich bisher noch vor niemanden getan... "Ich bitte dich in Zukunft diese Mauern nicht ohne Gleitschutz zu verlassen. Ich habe zu viele Feinde die, um mir zu schaden, wohl nicht davor zurück schrecken würden, das was mir lieb und teuer ist zu rauben." fügte ich hinzu und beobachtete sie hier von meinem Platz aus. "Und vermeide es in der Öffentlichkeit mit mir zu diskutieren, hier in unseren Räumen kann du mich gerne anschreien und verfluchen. Aber vor unserem Gesinde würde es dafür sorgen das die Leute mich und meine Führung beginnen würden anzuzweifeln, wenn ich nicht einmal meine eigene Frau unter Kontrolle habe..." fuhr ich fort und seufzte dabei. Ihre Zeit war anders... das wusste ich, auch wenn ich es mir nicht so recht vorstellen konnte... müsste um das zu tun es wohl mit eigenen Augen sehen. Hoffte das sie verstand und mit zumindest irgendwann wieder verzeihen würde können. Sie war einfach so anders als die anderen Frauen und ja das gefiel mir auch an ihr, aber hier in meiner Welt gab es nicht diese Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau die sie mir geschildert hatte.
     
  18. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Es war immer wieder faszinierend zu sehen welche Wirkung es hatte, wenn Garret einen Raum betrat. Ich musste mich nicht einmal umdrehen oder in den Spiegel sehen um zu wissen, dass er den Raum betreten hatte. Molly wurde sofort ruhiger, ihre Bürstenstriche schneller und es schien als wolle sie so schnell wie möglich ihre Arbeit beenden um den Raum verlassen zu können, bevor sie die Missgunst ihres Herren auf sich ziehen konnte. Derweil hätte sie sich da keine Sorgen machen brauchen, denn die Missgunst ihres Herren lag so wie es schien ganz auf meiner Seite.
    Als Molly fertig war und den Raum verlassen hatte, blieb ich auf meinem Hocker sitzen. Ich legte meine Haare um eine Schulter und bürstete noch einmal die Längen aus.
    Garrets volle Stimme erklang in dem sonst stillen Raum und ich drehte ihm meinen Kopf leicht zu. Während er sprach legte ich die Bürste auf das Tischchen vor mir und drehte mich dann ganz zu ihm um. "Lieb und teuer?", die Frage rutschte mir heraus und ich war tatsächlich verwundert. Ich war Garret lieb und teuer? Irgendwie hatte ich mir eingeredet, dass eher das Gegenteil der Fall war und er den Tag bereute an dem er beschlossen hatte mich zu heiraten. Natürlich hatten wir damals in unserer Hochzeitsnacht schon darüber geredet, doch war es nicht an uns Frauen an allem auch Zweifel zu haben?
    Ich erhob mich von meinem Hocker und verschränkte unbewusst die Arme vor meinem Bauch, löste sie dann aber wieder. "Weißt du, für mich ist es auch nicht immer leicht!", versuchte ich ihm zu erklären und war selbst überrascht in welch ruhigem Tonfall ich sprach. "Ich komme aus einer Zeit in welcher eine Frau mit ihrem Mann reden kann wann sie möchte und was sie möchte!", natürlich wusste ich das es ganz so einfach auch nicht war, aber es war leichter. "Ich wollte weder, dass du dir Sorgen machst wo ich bin, noch dich vor deinem Gesinde bloßstellen -", ich hob die Schultern und legte die Hände in die Hüften; "Aber du gibst mir das Gefühl ich täte alles mit Absicht und nur aus dem Grund dich schlecht zu machen oder aber deinen Anweisungen nicht folge zu leisten!". Ich wollte ihm nicht sagen, dass ich manches Mal das Gefühl hatte in einer Art goldenem Käfig zu sitzen. Wahrscheinlich würde er es nicht verstehen.
     
  19. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich hob meine Augenbrauen als ihr die Worte raus kamen, sah ihren verwunderten Blick und runzelte die Stirn. Was dachte sie dann sonst was sie für mich war? Ich regte mich sicher nicht bei jeder so auf die alleine irgendwo rumlief. Ich betrachtete sie stumm, beobachtete sie sie ihre Arme verschränkte und wieder um sich löste. Sie fing an weiter zu reden, meinte das es für sie nicht immer leicht war, dass sie in ihrer Zeit mit Männern reden kann wann und was wie möchte. Doch.. das würde hier einfach nicht gehen. Hoffte das sie das irgendwie verstehen konnte. "Es tut mir leid falls meine Worte so rüber gekommen sind", gestand ich ihr schließlich zu. "Das ist nicht was ich denke, ich bin es lediglich gewohnt mich so auszudrücken", fuhr ich fort und betrachtete sie immer noch ruhig und seufzte leise. Rieb mir die Augen, war das doch wirklich nicht das gewesen was ich mit meinen Worten hatte ausdrücken wollen. "Ich bin es gewohnt mit Soldaten, Halunken und Fürsten zu reden, da schleicht sich immer so ein gewisser Ton ein", versuchte ich mich nun zu erklären. War ich es doch noch nicht gewöhnt mit einer Frau zusammen zu leben, war sie doch meine erste -und hoffentlich auch einzige- Frau. Noch dazu kam sie aus einer anderen Zeit wo es gleich nochmal anders war als hier... Sicher war das alles nicht einfach und wir mussten uns eben beide da rein finden. Ich fuhr mit einer Hand durch meine Haare. "Ich werde versuchen mich anders Auszudrücken, aber es gibt einige Dinge die ich nicht ändern kann Liebste", meinte ich dann und sah sie entschuldigend an. Denn ich würde ihr hier nicht das Leben bieten können wie in ihrer Zeit, hier mussten wir da draußen immer noch Mann und Frau sein, wobei die Frau eben weniger zählte in den Augen Anderer...
     
  20. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich spürte wie mein Ärger bei seinen Worten langsam abzuklingen begann und sich sogar ein klein bisschen Verständnis. Es war sowohl für mich als auch für ihn schwierig oftmals die Ansichten und Meinungen des Anderen zu verstehen. Immerhin trennten unsere Ansichten mehrere Jahrhunderte. "Es ist eh ein Wunder, dass du mich und meine Art so akzeptierst wie du es tust!", sprach ich die Gedanken aus, welche mir gerade im Kopf herum gingen. Damit wollte ich ihm sicherlich nicht nur Honig ums Maul schmieren, nein es war ja wirklich so. Ich wollte mir gar nicht ausmalen was mir passiert wäre, wenn ich jemand Anderem vors Pferd gefallen wäre. Wahrscheinlich wäre ich schon lange nicht mehr am Leben.
    Wieder seufzte ich leise, dann ging ich auf Garret zu und blieb kurz vor ihm stehen, wagte es noch nicht ihn anzufassen. Zwar war seine Körperhaltung nicht mehr so angespannt und auch sein Tonfall war ruhiger geworden, doch wusste ich nicht ob er denn meine Berührung schon wollte. "Weißt du..", begann ich und meine Stimme hatte einen entschuldigenden Tonfall, "Meine Mutter hat mir immer eingebläut, dass man vor allem als Frau seinen Standpunkt vertreten muss, für sich einstehen muss und um seine Recht zu kämpfen hat!". Ja meine Mutter war eine gute Feministin, oder zumindest hatte sie versucht mich zu einer zu machen. Ein versöhnliches Lächeln legte sich auf meine Lippen, "Aber ich verspreche, dass ich versuchen werde mich mehr auf das hier und jetzt und die Sitte und Anstand deiner Welt zuzulassen!".
     

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