[RS] Sunora

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Floooh, 10 Juni 2016.

  1. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Sie fühlte sich einfach so wunderbar an, wie sie meine Küsse erwiderte, wie sie sich an mir festhielt. Genauso sollte sich das doch anfühlen. Ein flüchtiges Lächeln huschte über meine Lippen bei ihren Worten und so kehrten wir in die Gesellschaft zurück. Jetzt hatte ich noch weniger Lust auf die Menge und schon gar hatte ich keine Lust auf Lawrence der sich bereits wieder auf uns zu bewegte. Meine Miene wurde unwillkürlich wieder verschlossen und meine Mordlust erwachte von neuem als er Amber erneut zum Tanz aufforderte und mir nichts anderes über blieb als sie ziehen zu lassen. Danach beschloss ich jedoch das es genug war, morgen war das Turnier und schließlich musste ich ausgeruht sein um Lawrence ordentlich in den Arsch treten zu können. Auf dem Turnierplatz würde er mir nicht entkommen und keiner konnte etwas sagen wenn der Stoß mit der Lanze heftiger ausfiel! Wenn der Feigling überhaupt soweit kam um gegen mich anzutreten.
    Natürlich zog ich mich mit meinem Mündel zurück, brachte sie sicher an meiner Seite zurück zu ihrem Zimmer. "Schlaft gut Mylady", sagte ich vor ihrer Kammer, wusste da ich nicht hinein konnte weil die zwei Mädchen mit ihr im Raum schliefen und außerdem waren hier Wachen postiert um die Sicherheit zu gewährleisten. Also verneigte ich mich einfach von ihr, nutzte jedoch den angedeuteten Handkuss dafür aus um tatsächlich ihre zarte Haut dort zu berühren. Sie bekam noch ein Lächeln von mir, bevor ich mich widerwillig in meine eigenen Räume zurückzog um mich zur Ruhe zu begeben.
     
  2. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Natürlich ahnte ich nichts von den Gedanken, welche Garret gegenüber Lawrence und dem morgigen Tag hegte. Und wenn ich sie gekannt hätte, hätte ich wahrscheinlich darüber Lachen müssen, da ich nicht gedacht hätte das Garret wirklich besitzergreifend sein konnte. Ich ließ mich von ihm zu meinem Zimmer führen auch wenn insgeheim traurig darüber war, dass wir die Nacht nicht miteinander verbringen konnten. Sein Kuss auf meiner Hand war so zart und so keusch, dass er schon fast wieder sehr intim war. Ich spürte das kribbeln, welches durch meinen Körper lief, sich in meiner Mitte sammelte und mein Atem heftiger ging. "Gute Nacht!" hauchte ich leise und sah ihm einen Moment nach, bevor auch ich meine Tür schloss. Die beiden Mädchen warteten schon auf mich und halfen mir beim auskleiden. Wie immer sahen sie mich an als wären sie sich nicht ganz sicher ob ich es ernst meinte oder nicht, als ich darum bat noch ein Bad nehmen zu wollen. Aber ich wollte so verschwitzt und erhitzt von den Küssen nicht ins Bett gehen. Nach dem Baden halfen mir die Mädchen in mein Nachtgewand und ich legte mich in das große, weiche Bett. In dieser Nacht träumte ich wieder von der Wildhüterhütte und der wunderbaren Nacht die wir dort gehabt hatten.
     
  3. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Der kleine graue Hund kam mir verschlafen entgegen als ich die Kammer betrat, ich seufzte leise. "Du wirst vermutlich auch nochmal raus müssen hm?" fragte ich ihn und er sah nur erwartungsvoll zu mir hoch. Ein kurzer Blick in der Kammer verriet mir das er wohl brav ausgehalten hatte bis jetzt. Also ging ich nochmal schnell hinunter in den Hof mit ihm, wo der Welpe sich gleich erleichterte. Schien doch ganz gut erzogen zu sein.. Ich zuckte mit den Achseln und ging nun wirklich in meine Räume. Mit einem Seufzen entkleidete ich mich, setzte mich auf die Bettkante und kraulte das graue zottelige Tier noch ein wenig, bevor ich das Licht löschte und zu Bett ging. Morgen musste ich schließlich ausgeruht sein um auf dem Turnierplatz Lawrence in den Allerwertesten zu treten. Mit hinter dem Kopf verschränkten Armen, sah ich für einen Moment noch gegen die Zimmerdecke, bevor ich meine Augen schloss und schließlich einschlief. Träumte von einer ganz besonderen Lady die mir wohl den Kopf verdreht haben musste.

    Der nächste Morgen kam nur allzu schnell, die Glocken läuteten und ich drehte mich noch einmal mit einem Seufzen um. Hatte ich doch noch Zeit... zumindest etwas. Da spürte ich wie etwas mir ins Gesicht hechelte, als ich die Augen öffnete saß der Welpe vor mir und maß mich mit einem treudoofen Blick. Da hatte ich mich wohl auf die falsche Seite gedreht. "Schon gut", stöhnte ich und rieb mir über die verschlafenen Augen, bevor ich mich aufrichtete. Das Tier winselte und lief schon voraus zur Tür. "Also so schnell bin ich auch wieder nicht", erklärte ich ihm zotteligen Hund, da ich ja noch vollkommen nackt mitten im Raum stand. Es dauerte jedoch nicht lange, da hatte ich mich angezogen, nichts aufregendes musste ich es am Turnierplatz nicht sowieso schon wieder ablegen. Es dauerte ein Weilchen in die Turnierrüstung hinein zukommen, weswegen es wohl nach dem Frühstück soweit sein würde. Jetzt aber verließ ich erstmal wieder einmal die Kammer um mit dem Hund hinaus zugehen. Ich würde ihn Tagsüber einen meiner Männer anvertrauen, denn weder Amber noch ich hatten Zeit uns heute mit ihm auseinander zu setzen. Der Spaziergang so früh am Morgen war ganz angenehm, am Himmel kam langsam die Sonne hoch und tauchte das Land in ihren goldenen Schein. Eigentlich stand ich doch gerne früh auf... es sei denn ich hatte über den Durst getrunken oder bis in die Nacht gefeiert, dann konnte mich die Morgenstund' gelinde gesagt einmal. Schließlich machte ich mich auf den Weg zurück, überließ einem der Knappen den Hund und machte mich auf den Weg zu meiner Kammer, noch hatte ich etwas Zeit und so wusch ich mich noch notdürftig über der Schüssel. Dann war es Zeit für das Frühstück und ich machte mich auf zu Ambers Kammer um sie für eben dieses abzuholen, wie üblich klopfte ich und wartete geduldig davor.
     
  4. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    In dieser Nacht hatte ich wirklich wunderschöne Träume gehabt und deshalb wachte ich heute Morgen wahrscheinlich umso erholter und fröhlicher auf. Die beiden Mädchen halfen mir beim Waschen und anziehen und so waren sie gerade damit fertig geworden mir meine Haare zu einer hübschen, Frisur zu flechten, als es an der Tür klopfte. Mein Kleid war eines, welches Lady Hemming extra bei ihrem Schneider in Auftrag gegeben hatte und welches für das Turnier geschneidert wurde. Ich öffnete Garret die Tür und lächelte ihm entgegen, als ich zu ihm auf den Gang trat. "Und bist du bereit für das Turnier heute?" fragte ich ihn und hakte mich bei ihm unter. Ich war schon richtig aufgeregt, denn so ein richtiges Turnier im Mittelalter würde bestimmt der Wahnsinn sein und auch ganz bestimmt ganz anders als in all den Hollywood Filmen dargestellt.
     
  5. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich erwiderte Amers Lächeln und verneigte mich wie immer Formvollendet vor ihr. "Guten Morgen Mylady", grüßte ich sie und bot ihr meinen Arm an. Während sie das tat fragte sie ob ich für das heutige Turnier bereit war. Ich lächelte und nickte. "Ich bin immer bereit", entgegnete ich ihr mit einem verschwörerischen Zwinkern. "Du scheinst dich schon auf das Turnier zu freuen", stellte ich dann mit einem belustigten Schmunzeln fest, während ich sie den Gang hinunter führte. Wir stiegen die Treppe hinab und erreichten auch alsbald den Fuß davon. Ich brachte sie in die Halle wo sich auch schon andere versammelt hatten für das Frühstück, wohl hauptsächlich ebenfalls Ritter mit ihrer Begleitung die am Turnier teilnehmen würden. Die anderen Gäste die gestern noch über die Strenge geschlagen hatten, würden wohl erst später essen. Ich rückte Amber ihren Stuhl zurecht und nahm danach neben mir platz. Kurz nachdem wir uns niedergelassen hatten kam auch Lawrence in die Halle und das ließ meine Laune sofort wieder sinken. Noch mehr als er auf uns zu kam und Amber fragte ob der Stuhl neben ihr noch frei sei. Nein! hätte ich ihm am liebsten angeschnauzt, doch ich blieb ruhig. Diener huschten heran und trugen uns schnell etwas auf, ich beschäftigte mich erstmal damit meinen Magen zu füllen und versuchte einfach zu ignorieren wie Lawrence da neben mir gerade mit Amber schäkerte.
     
  6. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich ließ mich von Garret in den großen Saal führen und war wie Gestern schon, begeistert von der Weitläufigkeit und dem Prunk in all den Räumen dieses riesenhaften Palastes. Bei Garrets Frage musste ich Grinsen und nickte. "Seit Ritter aus Leidenschaft und seit ich gesehen habe wie sexy Ritter beim Kampf sein können, finde ich glaube ich Turniere ganz reizvoll!" gestand ich ihm und neckte ihn natürlich auch ein ganz klein wenig damit. Natürlich wusste ich wie gesagt, dass Hollywood und Realität einige Unterschiede aufwiesen. "Wenn ich nur daran denke, wie heldenhaft Heath Ledger bei seinem letzen Tjost gekämpft hat..." ich seufzte verzückt, zwinkerte Garret dann aber zu, damit er wusste dass ich scherzte.
    Ein Stuhl wurde neben mir herausgezogen und als ich mich zu meinem Tischnachbarn drehte, sah ich dass es Lawrence war, welcher mich sofort in beschlag nah. Er war sehr nett und freundlich, erzählte mir viel und war dabei äußerst Charmant.
     
  7. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Sie grinste mich an und hatte mir von irgendwas sehr witzigen erzählt und.. .was bedeutete denn sexy? Ich kam nicht dazu zu fragen, auch nicht wer dieser Heath Ledger war, auch wenn sie das Ganze als Scherz enttarnte mit ihrem Zwinkern. Lawrence kam mir ja dazwischen der Ambers Aufmerksamkeit auf sich lenkte und sie war ihm hörig. Es gab mir einen Stich ins Herz und in mir kamen die Gedanken hoch ob Amber es nicht bei und mit ihm besser haben würde... Sollte ich das Feld räumen? Nicht um Lawrence Willen aber für Amber? Vielleicht meinte der Ritter es ja durchaus ernst mit ihr... Wie bitter das auf meiner Zunge lag konnte ich gar nicht in Worte fassen. Ich nahm einen tiefen Schluck aus meinem Kelch und aß dann weiter, versuchte die Beiden neben mir solange Lawrence nichts krummes andeutete einfach zu ignorieren, was gar nicht so einfach war. Denn immer wieder wollte mein Kopf mir sagen das Amber doch zu mir gehörte.
    Das Frühstück neigte sich dem Ende zu und langsam wurde es Zeit um sich für das Turnier in die Rüstung hinein zu schälen. Ich konnte nur hoffen das es heute nicht zu warm werden würde. Doch zuerst würde ich Amber zu den anderen Damen auf der Tribüne führen, damit sie dort Platz nehmen konnte. Ich hatte mein Mahl beendet und sah zu Amber um sicher zu gehen das auch sie fertig war, bevor ich mich erhob. Somit den Redefluss von Lawrence stoppte. "Mylady", sagte ich an Amber gewandt und wusste nicht so recht wie ich mich verhalten sollte. Entschied mich jedoch für das übliche höfische Gehabe. Ich ergriff ihre Hand um ihr beim aufstehen behilflich zu sein und bot ihr dann auch meinen Arm wieder an. Ich führte sie aus dem Saal hinaus und in Richtung Burghof. Dort wartete schon die Kutsche auf uns welche Amber zum Turnierplatz bringen würde, ich würde mit dem weißen Hengst folgen, als Ersatzpferd hatte ich mir ein Tier ausgeliehen, da ich meinem schwarzen Hengst noch nicht die Nerven für so einen Auftritt zutraute und bei sowas brauchte auch das Tier unter einem nerven aus Stahl.
    Ich half Amber beim einsteigen und schwang mich dann auf den breiten Rücken meines Schlachtrosses. Der Weiße schnaufte und ging gemächlich an als ich ihn antrieb.
     
  8. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Lawrence war ja wirklich ein sehr netter Mann, doch irgendwann begann er mich fast schon ein bisschen zu nerven. Er erzählte nur von sich und seinen Heldentaten und wenn er daran dachte, machte er mir wieder Komplimente. Lady Hemming hatte mir gesagt, das es unschicklich sei als Dame eine Konversation mit einem Herren einfach zu beenden, wenn dieser noch mitten im Redefluss war. Aber der Redefluss von Lawrence schien nicht enden zu wollen. Und Lady Hemming hatte auch gesagt, dass man Adeligen Männern gegenüber immer so tun sollte als würde man ihnen quasi an den Lippen hängen und fände ja alles sehr Interessant was sie erzählten. Lieber hätte ich mich wieder zu Garret gedreht und hätte mit ihm weiter über das Turnier geredet, hätte ihn weiter geneckt. Doch von diesem erhielt ich auch keine Hilfe. Er aß schweigend sein Frühstück und schenkte mir keine Beachtung mehr.
    Als Garret sich erhob und mich aus dem Saal führte, sprach er kaum mit mir, sondern verfrachtete mich in die Kutsche, welche mich zur Tribüne der Zuschauer fahren würde. Ob er mich fragen würde ob ich seine Turnierdame sein wollte? Wahrscheinlich nicht, denn wer fragte denn da schon sein Mündel?
     
  9. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Gefangen in diesem Gefühl das ich ja sowieso nicht gut genug für Amber war, hatte ich mich eben raus gehalten. Es fiel mir schwer, aber für sie würde ich es tun. Die Fahrt oder auch der Ritt dauerten nicht lange, führten uns außerhalb der Mauern zu einer großzügigen Wiese. Rund um den Turnierplatz waren Tribünen und Zelte errichtet worden, jedes hatte eine andere Farbe und darüber wehten die Fahnen der verschiedenen Häuser, so das die Gegend zu einem bunten Meer aus Farbe wurde. Der Tross hielt an und ich schwang mich aus dem Sattel, überreichte Humphrey der herbei eilte die Zügel des Hengstes der sogleich mit einem der anderen Männer mit ihm verschwand um auch ihn bereit zu machen.
    Ich trat indessen auf die Kutsche zu und hielt Amber wie üblich meine Hand hin um ihr beim Aussteigen behilflich zu sein. "Mylady", sagte ich leise und verneigte mich vor ihr, bevor ich ihr wieder meinen Arm anbot. "Ist es wie Ihr es Euch vorgestellte habt?" fragte ich sie schließlich als wir durch die Zeltreihen schritten, immer näher auf die Tribüne zu. Leider hatte ich wirklich nicht mehr viel Zeit um mich mit ihr zu beschäftigten, denn ansonsten würde ich es nicht rechtzeitig in die Rüstung schaffen für die Eröffnungszeremonie.
     
  10. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Völlig automatisch fasste ich schon nach Garrets Hand, als er mir diese zu Hilfe reichte, damit ich aus der Kutsche steigen konnte. Es herrschte großer Trubel und ich wusste gar nicht wo ich zuerst hinschauen sollte. Überall gab es kleine Stände, welche die verschiedensten Dinge verkauften, dann gab es viele Händler, welche eine art Bauchladen vor sich her trugen und verschiedenstes Gebäck verkauften. Und die Masse an Zelte war wirklich der Wahnsinn. "Es übersteigt all die Vorstellungen von dem was ich je über solche Turniere gelernt habe!" gestand ich ihm und rückte ein Stück näher an ihn heran. Doch Garret wirkte als wäre er gar nicht wirklich bei mir. Er war so abwesend und er sah mich gar nicht mehr mit diesem ganz speziellen Blick an, welcher mir immer das Gefühl gegeben hatte, ich sei ihm wichtig. War der Spaziergang Gestern für ihn denn nicht auch so schön gewesen wie für mich?
     
  11. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Sie ergriff meine Hand und ein ums andere Mal war es wirklich ein schönes Gefühl. Doch immer wenn ich versuchen wollte charmant zu sein oder etwas dergleichen kam mir wieder in den Sinn das sie etwas besseres verdient hatte als mich. Als wir an ein paar Ständen vorbei gingen, neigten sich die Leute zueinander und flüsterten sich zu. Ich wusste worum es ging, um den Brudermörder um den grausamen Mann der diese hübsche Lady da am Arm führte. Womöglich würde wohl bald herum gehen das ich sie als Gefangene hielt und sie nur deswegen bei mir blieb. Diese Gedanken verdüsterten meine Laune, was ich jedoch gekonnt überspielte. Ihre Antwort ließ mich doch etwas lächeln. Ich war einfach hin- und hergerissen... Einerseits hatten wir doch schon mehrere Male gemeinsam das Bett geteilt, die Nacht in der Schutzhütte spukte immer noch durch meine Träume. Ich war ihr nachhetzt um sie zurückzuholen, hatte sie vor zwei Banditen gerettet und spürte wieder diesen Zorn der mich erfüllt hatte weil sie meine Frau angegriffen hatte. Doch das alles war nichts wenn sie das nicht ebenso wollte... Wer sagte mir denn das sie mich wirklich wollte und nicht nur mitspielte weil der lüsterne Ritter seine Finger nicht bei sich behalten konnte? Fürchtete sie das wenn sie sich nicht fügte ich sie fortjagen würde? Die Zweifel nagten an mir und auch wenn ihr Anblick mich verzauberte, sie blieben und nagten an mir. Sollte es das gewesen sein? Sollte der Kuss den wir gestern geteilt hatten der Letzte gewesen sein? Sollte ich wirklich zurücktreten und ihr die Chance geben umworben zu werden und möglicherweise jemand zu finden der ihrer würdig war? Ja das sollte ich und doch wehrte sich ein Teil in mir vehement dagegen.
    Wir erreichten die Tribüne und ich brachte sie bis zu ihren Platz hinauf. "Nun Mylady, es wird Zeit für mich mich auf den Kampf vorzubereiten", verkündete ich und verneigte ich vor ihr. "Ich wünsche Euch viel vergnügen Lady Amber", setzte ich hinzu und sah hoch in ihr Gesicht. Mein Herz machte einen Sprung, und ein knappes Lächeln umspielte meine Züge bevor ich mich zurückzog. Mein Weg führte mich direkt zu meinem Zelt, der goldene Hirsch auf dem schwarzen Hintergrund wehte im Wind, bäumte sich stolz auf. Meine Männer und Knappen waren schon bereit, ich ging in das Zelt und zog die Tunika aus, so das ich nur noch in einem einfachen Leinenhemd, den Hosen und den Stiefeln dastand. Ich wusch mich noch einmal bevor ich mich hinsetzte und die zwei Knappen damit begannen mir die Rüstung anzulegen. Das was ich alleine konnte machte ich auch alleine, aber je mehr von dem Zeug auf mich drauf kam desto schwieriger wurde es an alle Schnallen ranzukommen, weswegen die Burschen eben halfen.
     
  12. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich war ein klein wenig überrascht über Garrets Gefühlsmäßige kalte Dusche. Er ging zwar nah neben mir her, hielt meinen Arm auf seinen und lächelte mir auch zu, aber dennoch war er kalt. Ich sah ihm nach, als er sich einen Weg durch die Menschen bahnte um zu seinem Zelt zu gelangen. Plötzlich fühlte ich mich sehr einsam inmitten all dieser vielen Menschen. Ich konnte es mir nicht erklären warum er denn plötzlich so zu mir war. Traurigkeit überkam mich und ich spürte den Kloß in meinem Hals. Konnte es sein, das ich mich in Garret verliebt hatte? Dieser Gedanke keimte nicht zum ersten Mal in mir auf und ich spürte wie die Schmetterlinge in meinem Inneren zu flattern begannen, wenn ich nur daran dachte wie es wäre wenn es Garret denn genauso gehen würde. Doch das flattern erstarb wieder. Denn sein Verhalten sprach nicht dafür.
    Neben mir saßen zwei Mädchen in meinem Alter, beide natürlich von Adliger Herkunft. Sie stellten sich mir als Agathe von Lilow und Marita von Eschenwald vor. Sie waren augenscheinlich unverheiratet, denn sie unterhielten sich unentwegt über die verschiedenen Ritter und Edelmänner. Sie ließen sich über deren Einkommen aus und natürlich über deren Aussehen. Wenn sich mich um meine Meinung fragten, stimmte ich ihnen immer wieder zu, obwohl ich ja die Hälfte der Männer gar noch nicht gesehen hatte. Ich wurde aufmerksam als Agathe neben mir plötzlich hörbar die Luft einsog. Ich sah auf und musste mir fast ein seufzen unterdrücken. Wir saßen in der vordersten Reihe unserer Tribüne und so war es ein leichtes für Lawrence gewesen mich zu finden. Natürlich, der Mann war wirklich ein hübscher Kerl und er war ja ganz nett, doch langsam kam ich mir tatsächlich verfolgt vor. Er ritt auf einem recht hübschen, fuchsfarbenen Pferd auf mich zu und lenkte sein Pferd so, dass es seitlich an der Tribüne stand und er zu mir nach oben sehen konnte. "Darf ich um euer Glück bitten, Mylady?" fragte er und sah mich erwartungsvoll an. Anscheinend hatte ich zu lange nicht reagiert, denn Marita stieß mich mit dem Ellenbogen an. "Gib ihm dein Tuch!" zischte sie mir zu und deutete auf das feine Seidentuch, welche ich heute trug. Mein Kleid war etwas weiter ausgeschnitten und ich hatte mir das Tuch halb über die Schultern und vorne in meinem Ausschnitt so drapiert, dass ich die blöße ein wenig kaschieren konnte. Doch nun zog ich es zögerlich von meinen Schultern. Aber er war doch gar nicht der Ritter, welchem ich Glück wünschen wollte. Ich wollte Garret mein Tuch geben! Ich reichte Lawrence das Tuch und der Ritter deutete mit einem Kopfnicken eine leichte Verbeugung an und steckte das Tuch mit einem Lächeln vorne in seinen Brustpanzer, bevor er sein Pferd wendete und davon ritt. Agatha und Marita waren außer sich und begannen sofort auf mich einzuquasseln. Was ich doch für glück hätte und wie toll Lawrence war, doch ich hörte ihnen kaum zu, denn ich suchte den Platz nach Garret ab.
     
  13. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich wusste es war normal Sitte und Brauch das man sich als Ritter eine Turnierdame wählte, aber ich wollte niemanden außer Amber, also ließ ich es bleiben. In der schweren Rüstung gekleidet trat ich aus dem Zelt und blinzelte gegen die Sonne, spürte jetzt schon die Hitze in mir hochsteigen. Na das konnte ja was werden. Humphrey führte meinen Schimmel vor der ebenso eine Rüstung entlang des Mähnenkamms und im Gesicht trug, das Vorderzeug war in dunkles Leder gehalten, erinnerte von der Form her an ein Geweih und hielt vorne ein rundes goldenes Emblem das den bäumenden Hirsch zeigte. Hinten war eine Bodenlange Decke angemacht die schwarz war, jeweils links und rechts stieg auch hier der goldene Hirsch und es waren goldene Borten angenäht. Noch einmal kontrollierte ich meine Rüstung, bevor ich mir in den Sattel helfen ließ. Der Hengst schnaufte unter mir und scharrte erwartungsvoll mit dem Huf in der Erde. Ich richtete mich etwas und ergriff die Zügel. Die Rüstung welche ich trug war edel gehalten, auch hier sah man auf der Brust den Hirsch. Ich war ja normalerweise nicht für Schnickschnack, aber wenn dann schon ordentlich so das auch niemanden Zweifel aufkam wem er da gegenüberstand. "Alles klar", gab ich meinen Männern bescheid und ließ mich zum Platz noch führen, ergriff meinen Helm und eine Lanze da erstmal alle Teilnehmer vorgestellt werden würden. Neben mir stand mein Knappe mit meiner Flagge in den Händen. Die Fanfaren begannen zu spielen, ich ließ das Visier vorerst oben da es darunter sowieso nur immer stickig wurde. Der Pöbel auf der einen Seite fing sofort zu Jubeln an als die ersten Aufritten, während sich auf der Seite der Adeligen alle eher gemäßigt zeigten. Immer wieder witzig dieser Unterschied. Mein Blick ging herum, vorbei an meinen Konkurrenten hin zur Tribüne wo ich Amber mit Leichtigkeit ausmachte. Unterdrückte den Inneren Drang meinem Pferd die Sporen zu geben um doch noch ihre Gunst zu erbitten.. hatte ja noch keine Ahnung das sie die ja bereits einem anderen gewährt hatte.
     
  14. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Als endlich die Parade der Teilnehmer begann, war ich vollends gefangen in der Euphorie und dem Jubel, welche dieses Spektakel begleiteten. Zwar schien es für den Adel verpönt zu sein, die Ritter mit Jubelrufen willkommen zu heißen, doch sah man in einigen Gesichtern die Vorfreude auf das bevorstehende Turnier. Als ich Garrets Flagge erkannte, war mir als würde mein Herz in der Brust aufhören zu schlagen. Er sah so mächtig und imposant aus, auf seinem Streitross in voller Rüstung, dass mir die Schmetterlinge im Bauch zu tanzen begannen. Ich spürte wie sehr ich mich zu ihm hingezogen fühlte und wie gerne ich ihm noch einmal "Viel Glück!" und "Pass auf dich auf!" gesagt hätte. Hoffentlich geschah ihm nichts bei dem Turnier! Sorge mischte sich in meine Gedanken und für einen Moment dachte ich ernsthaft darüber nach mein Tuch von Lawrence zurück zu fordern, damit ich es Garret geben konnte. Ihm, dem Mann den ich meine Gunst wirklich schenken wollte.
     
  15. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Der weiße Hengst der sonst eher alles egal zu sein schien, hatte seinen Kopf erhoben und schien die Brust extra raus zudrücken, präsentierte sich unter mir in all seiner Pracht. Er war eben so ne kleine Rampensau und liebte es umjubelt zu werden wie mir schien. Schnaubend lehnte er sich an meinen Zügel, ein Ohr blieb stets bei mir, während das Andere die Umgebung sondierte. Die Namen der Teilnehmer wurden einzeln aufgerufen, je beliebter der Ritter war desto lauter wurde die Menge. Ein grimmiges Grinsen stieg in meine Züge als sie bei mir eher unterschiedlicher Meinung waren, in die Rufe derer die mich durchaus schon Tjosten gesehen hatten, mischten sich jene die von meinem Ruf gehört hatten. Es war ein Gemisch aus Jubel und Äußerungen des Missfallens. Der Junge der meine Flagge trug sah unsicher zu mir hoch, ich zwinkerte ihm nur zu. Es störte mich nicht, am Ende würden die Meisten doch jubeln. Jeder Teilnehmer stellte sich vor dem Fürsten auf, er hielt eine kurze Ansprache wünschte allen Teilnehmern viel Glück und erklärte das Turnier für eröffnet. Mein Blick glitt über die Tribüne und fand Amber mit Leichtigkeit, stach sie doch mit ihrer Schönheit heraus. Ich spürte das Drängen in mir auf sie zu zureiten, vielleicht doch noch ihre Gunst zu erbitten... egal was andere denken würden. Alles in mir schien sich nach ihr zu sehnen und doch... ich wandte den Blick wieder ab, sah hinüber zu meinem Herren. Während er gesprochen hatte war der Pöbel ruhig gewesen, danach gab es kein Halten mehr. Der Jubel brandete wieder hoch und einige der Pferde tänzelten nervös hin und her, ein zwei bockten sogar unter ihren Reitern. Ich wendete gerade mein Pferd ab als Lawrence mit seinem dämlichen Grinsen an mir vorbei ritt. Erst sah er mich an, berührte dann das Tuch welches er da bei sich trug und ließ seinen Blick dann zur Tribüne gehen, schenkte Amber eines seiner charmanten Lächeln und zwinkerte ihr zu. Meine Miene verdüsterte sich ohne das ich es wirklich wollte. Sie hatte ihm ihre Gunst gewährt?! Es versetzte mir einen Stich ins Herz und ohne es zu bemerken hatte ich die Zähne so fest aufeinander gepresst das sie leise knirschten. "Sir Garret!" Es war die Stimme von Coby die mich wieder heraus riss, ich nickte ihm zu und ließ den Hengst unter mir angehen. Oh.. wie ich gerade hoffte das Lawrence und ich heute aufeinander stoßen würden! Ich würde ihm aus dem Sattel heben, so das ihm hören und sehen verging!
     
  16. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich sah den Blick nicht, welchen Lawrence mir zuwarf, viel zu sehr war ich damit beschäftigt, all diese Eindrücke auf mich wirken zu lassen. Ein kribbeln, welches von meinem Nacken über meinen Rücken wanderte durchlief mich, gefolgt von einem Schauder, so als hätte mein Körper eine Vorahnung. Fröstelnd rieb ich mir die Arme und obwohl es eigentlich warm war, wünschte ich mir mein Tuch zurück. Ob mir auch kalt gewesen wäre, wenn ich Garret mein Tuch gegeben hätte? Wahrscheinlich nicht! "Mylady darf ich Euch Wein anbieten?" fragte mich plötzlich eine Stimme und als ich mich nach hinten wand, sah ich einen Diener, welcher einen Kelch mit Wein in Händen hielt und mir reichte. Dankend nahm ich das Getränk an und richtete meinen Blick dann wieder auf den Turnierplatz vor mir.
     
  17. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Wir ritten vom Platz ab, innerlich brodelte ich förmlich, konnte mich dieses Gefühls einfach nicht erwehren. Nach außen hin sah man nichts als den kühlen und ernsten Mann für den ich eben bekannt war. Am Rand des Platzes griff Humphrey in die Zügel und führte den Hengst weiter. Ich hob meine Hände, nahm zuerst den Helm ab und danach streifte ich die Handschuhe ab, damit ich zumindest nicht gleich in der Rüstung schmolz. Ich reichte alles meinem Knappen, ich war heute beim vierten Ritt dran. Mein erster Gegner war ein unerfahrener Jüngling und ich fühlte mich beinahe schon beleidigt gegen so jemanden antreten zu müssen. Aber vermutlich wollte der Fürst sich die stärkeren Partien für die nächsten Runden aufheben. Ich ließ mir den Trinkschlauch reichen und machte einen Schluck von dem Wein der darin war. "Kontrollier' nochmal die Gurte Junge", befahl ich dem Knappen und er nickte, ging nochmals alles durch. Ging sicher das Sattel und Zaum richtig saßen. Ich hatte wirklich keine Lust zu verlieren nur weil der Sattel rutschte. Es war noch eine Paarung vor mir dran und ich ließ mir Helm und Handschuhe geben. Strich dem weißen Hengst über den mächtigen Hals, er schnaufte und scharrte mit dem Huf am Boden. Ich nickte meinen Männern zu, der Knappe wirkte aufgeregter als ich selber. Nervös ich? Natürlich spürte ich da so ein gewisses Kribbeln in mir, wie es mich vor jedem Turnier oder Schlacht befiel, aber ich nannte es eher...Vorfreude! Der Jüngling ritt als erstes auf den Platz, er hatte einen hübschen Braunen unter sich, danach kam ich auf meiner Seite auf den Platz und wieder hörte man den Misch aus Jubel und Missfallen. Ich zeigte dennoch das selbstsichere... nun vielleicht auch leicht wölfische Grinsen. Der weiße Hengst unter mir schnaufte und lehnte sich mehr an den Zügel, sicher hielt ich ihn mit einer Hand fest, während ich mir die erste Lanze reichen ließ. Ich spürte ihr Gewicht und sah an ihr empor. Wie meine restliche Ausrüstung -bis aus meine Rüstung selber- war in schwarz und gold gehalten. Ein Mann trat mit einer Flagge in die Mitte der Arena, ich atmete einmal tief ein und aus, konzentrierte mich allein auf meinen Gegner gegenüber, blendete alles andere aus. Ich spürte wie mein Hengst auf seiner Trense kaute, wie seine Muskeln zwischen meinen Schenkeln sich anspannte, der Griff um das Holz der Lanze wurde fester, ich senkte das Visier und gab mit einem nicken zu verstehen das ich bereit war. Wie ein Raubtier sah ich auf meine Beute, die Flagge wurde geschwenkt und ich gab dem Hengst unter mir die Fersen. Er grunzte, stieg vorne in die Höhe, sprang mit einem mächtigen Satz nach vorne und fiel in einen schnellen Galopp dem man ihn wohl sonst kaum zutrauen würde wenn man ihn so im Umgang sah. So schnell es für die Außenstehenden aussehen mochte, für mich fühlte es sich wie eine Ewigkeit an, ich lehnte mich im Sattel vor, brachte die Lanze in Stellung und stieß zu als der Gegner auf der anderen Seite der Bande meinen Weg beinahe kreuzte, traf ihn direkt an der Brust und er wurde im Sattel zurück geschleudert. Er da am Rücken, schien wohl zu brauchen um sich zu erholen. Währenddessen ließ ich die zerbrochene Lanze fallen, schüttelte die Hand aus durch die die Erschütterung gegangen war und wendete mein Pferd. Der Durchgang war definitiv an mich gegangen, denn die Lanze des anderen lag beinahe jungfräulich im Sand vor der Tribüne.

    Der Tag schritt weiter voran und auch meine anderen Ritte hatte ich klar für ich entscheiden können und von Kampf zu Kampf war der Jubel wenn ich den Platz betrat immer mehr geworden. Zwischendurch hatte ich das Pferd gewechselt um den Schimmel zu schonen, der geliehene Braune machte seine Sache ganz gut, aber war natürlich nichts im vergleich zu meinem eigenen Schlachtross. Es war später Nachmittag als das Finale feststand und ein grimmiges Lächeln stieg in meine Züge als ich nun wieder auf meinem Schimmel in der Arena stand, auf der anderen Seite saß Lawrence auf einem Fuchs. Ich sah wie er zu Amber rüber lächelte und nochmals auf das Tuch deutete das sie ihm gegeben hatte. Mein Blick verdüsterte sich und nahm wohl einen mörderischen Ausdruck an, den man unter dem herunter geklappten Visier wohl nicht sehen konnte. Ich richtete mich, ließ mir meine Lanze reichen und nickte als Zeichen das ich bereit war. Die erste Runde donnerten wir aufeinander zu und ich stöhnte unter dem Aufprall auf, meine Schulter ging kurz zurück doch ich hielt das Gleichgewicht. Zügelte den Weißen als ich das Ende erreichte und sah an meiner Lanze hoch. Verdammte Sch.eiße! Jetzt stand ich da und sah etwas blöd aus der Wäsche als ich die heile Waffe in den Händen hielt. Ich schnaubte und wendete das Tier unter mir, konnte das hämische Grinsen im Gesicht meines Konkurrenten sehen bevor er sein Visier wieder runter gab. Also gut! Der Griff um die Lanze wurde fester und ich richtete mich aus. Atmete noch einmal tief ein und aus, nickte dann.
    Die Fahne ging in die Höhe und ich gab dem Hengst die Sporen. Schnaufend sprengte er los und hetzte den Tilt entlang. Mein Atem ging schwer, Schweiß bedeckte meine Stirn. Ich spürte mein Pferd unter mir, wie er sich streckte, dabei auf seine Trense biss, das Schnaufen war angestrengt. Mein Blick lag einzig und allein auf Lawrence und dann sah ich wieder Ambers Tuch unter seiner Rüstung hervor blinzeln. Ich biss die Zähne zusammen, lehnte mich im Sattel vor und stieß zu. Die Lanze in meiner Hand splitterte, das Geräusch von Metall das ich unter enormer Kraft verbog zerschnitt die Atmosphäre des Turnierplatzes. Lawrence Rüstung schepperte wie ein Haufen Altmetall als er aus dem Sattel fiel und auf den Boden aufschlug, wie ein Maikäfer auf dem Rücken liegen blieb und sich erstmal nicht mehr rührte. Ich wendete mein Pferd und grinste grimmig. Oh ja... das war eine Genugtuung. Ich nahm meinen Helm ab und warf ihn meinem Knappen zu, trieb meinen Schimmel hinaus auf den Platz. Der Jubel brandete auf, doch ich hatte noch etwas zu tun. Schwerfällig hob ich mich aus dem Sattel, kam mit festen Schritt auf, beugte mich über Lawrence. Der noch immer ganz verwirrt blinzelnd da lag, ein höhnisches Grinsen lag in meinem Gesicht als ich meine Hand ausstreckte und das Tuch von Amber an mich nahm. "Das hier... habt Ihr nicht verdient", sagte ich leise, bevor ich mich aufrichtete und meine Faust in den Himmel reckte, worauf hin der Pöbel nochmals lauter wurde. Der Schimmel schnaufte und tänzelte zur Seite, blieb aber bei mir.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 Sep. 2019
  18. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Der gesamte Turniertag war für mich einfach nur atemberaubend. Auch wenn ich mich anfänglich nicht wirklich wohl gefühlt hatte, nachdem ich Lawrence mein Tuch gegeben hatte und mir die beiden jungen Frauen neben mir andauernd berichtet hatten wie wundervoll dieser doch sei. Doch für mich war das Highlight des ganzen Turnieres, das Garret jedes seiner Duelle gewann. Es sah aus als bereite es ihm kaum eine Anstrengung seine Gegner gekonnt aus dem Sattel zu manövrieren. Und die Male, als Garret dann doch einmal getroffen wurde, spürte ich wie ich die Hände in meinem Kleid zu Fäusten ballte. Einmal, als Garret an der Schulter getroffen wurde, hatte ich scharf die Luft eingesogen, woraufhin mich Agathe etwas verwirrt angesehen hatte. Doch ich konnte nicht anders, ich fieberte mit.
    Als Garret schließlich auch noch gegen Lawrence gewann, musste ich ja wirklich stark an mich halten um nicht auch wie das normale Volk laut zu jubeln. Ich freute mich dass er gewonnen hatte. Doch als ich sah, dass er mein Tuch in den Händen hielt, fühlte ich mich plötzlich ein kleines bisschen so als hätte ich ihn verraten.
     
  19. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Mein Knappe kam angelaufen und schnappte sich die Zügel des Hengstes während wir vom Platz gingen, andere kamen um Lawrence erstmal aufzuhelfen. Ich ließ mir für die Siegerehrung wieder in den Sattel helfen und ritt so wie anderen auch wieder auf den Platz. Lawrence sah etwas mitgenommen aus, er saß nicht mehr ganz aufrecht auf seinem Pferd und schien sich wohl schon auf seine Ruhe zu freuen. Ein Glück! Dann hatte ich vielleicht heute beim Abendessen Ruhe von ihm. Ich wurde zum Sieger des Turniers erklärt und natürlich entlockte mir das ein zufriedenes Lächeln. Anders hätte ich es auch gar nicht erwartet. Nachdem die Höflichkeiten geklärt waren, ritt ich mit dem Schimmel vom Platz. "Holt mir aus der Blechbüchse raus!" forderte ich die Männer auf als ich mein Zelt erreichte und wurde nur angelacht, sie stießen natürlich schon auf meinen Sieg an und das ohne mich! Tz! Doch ich wurde versöhnt in dem ich auch gleich einen Humpen in die Hand gedrückt bekam und der Knappe anfing die Schnallen zu lösen. Ich hatte einen meiner Männer damit beauftragt Amber zurück zum Schloss zu bringen damit sie nicht auf mich warten musste und sich selber für den Abend richten konnte.
     
  20. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Die Zuschauertribüne begann sich langsam zu leeren. Jetzt nachdem das Turnier vorbei war, wollten die meisten Edelleute zurück zum Schloss um noch einmal ihre Ruhe zu haben, bevor heute Abend noch einmal ein Festbankett stattfinden würde. Wenn ich mal so richtig ehrlich war, hatte ich gar keine Lust mehr auf noch so ein Festbankett. Das einzig gute an der Sache war, dass anschließend kein Ball stattfinden würde. Es war zwar schön gewesen einmal all dies zu erleben, doch irgendwie hatte ich es mir auch anders vorgestellt. Es fehlte weder an Prunk, noch an festlichkeit oder Stimmung. Aber irgendwie... - wenn ich ehrlich war würde ich mir an diesem Punk eingestehen müssen, dass ich in meinen Träumen gedacht hatte, Garret und ich würden all das ein wenig "näher" erleben. Doch an diesem Punkt war ich gerade noch nicht, als mich einer von Garrets Männern ansprach. "Mein Lord hat mich beauftragt Euch zurück zum Schloss zu geleiten!", erklärte er sich und reichte mir die Hand dar, um mir die Treppen der Tribüne hinunter zu helfen. "Kann ich Lord Garret sehen?", fragte ich und reckte meinen Hals; vielleicht sah ich ihn ja, dann könnte ich gleich zu ihm hingehen. "Bedaure MyLady, aber Mylord wechselt gerade seine Kleidung!". Fast hätte ich ihm schon geantwortet, dass dies das beste Argument war, sofort zu ihm zu gehen, bevor er wieder zu viel anhaben würde, doch ich schwieg und folgte ihm zum Schloss.
    Die beiden Mädchen warteten schon auf mich und halfen mir aus dem Kleid, damit ich mich vor dem Bankett noch einmal hinlegen konnte. Doch eigentlich war ich ja gar nicht müde. Viel lieber hätte ich auf Garret gewartet, doch hier im Schloss seines Fürsten gab es keine Chance.
     

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