[RS] Sunora

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Floooh, 10 Juni 2016.

  1. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich sah Amber und Humphrey hinterher als sie im Wald verschwanden und kniff leicht die Augen zusammen. Am liebsten wäre ich ihnen sofort hinterher gegangen doch ich blieb wo ich war. Nicht das ich dachte dass der Junge tatsächlich eine Konkurrenz zu mir darstellte, aber dennoch spürte ich diesen kleinen Stachel der Eifersucht der sich in mich bohrte. Gerade wandte ich mich wieder Rupert zu der mir gerade etwas über seine Kindheit erzählte, als ich einen Aufschrei vernahm. Ohne groß darüber nachzudenken machte ich kehrt und lief in die Richtung in die Amber und Humphrey verschwunden waren. Verdammt wenn ihr etwas zugestoßen war, würde ich dem Jungen höchstpersönlich das Fell über die Ohren ziehen! Die Hand an meinem Schwertgriff war ich so schnell ich konnte am Ort des Geschehens und zuckte es mit einem Schwung, bereit Amber vor egal was es war zu beschützen. Humphrey sah ich als erster er stand nur dämlich grinsend da, dann sah ich auf den Boden wo Amber am Boden lag und von einem grauen etwas angefallen...nein abgeleckt wurde.
    "Gott!" fluchte ich leise und steckte das Schwert wieder zurück in die Scheide. Ich hatte schon gedacht sie wurde von irgendeinem Vieh angegriffen, stattdessen lag sie da mit einem Welpen im Arm wie ich erkannte. Beinahe fühlte ich mich schon wie ein Idiot, aber nur beinahe. Ich trat auf Amber und dem Hund zu, beugte mich vor da sie Probleme zu haben schien ihn von sich zu halten und zog den Hund mit einer Hand von ihr weg und die Andere ihr hin um ihr beim aufstehen behilflich zu sein. Der kleine Hund hörte jedoch nicht auf, sondern begann sogleich auch meine Hand abzuschlecken, winselte vor Freude wohl jemanden gefunden zu haben. Nachdem Amber wieder stand richtete ich mich auf, während der kleine Hund um unserer beiden Füße rum wuselte... Humphrey ließ er aus, konzentrierte sich ganz auf Amber und mich. Mein Blick ging in den Wald doch nichts rührte sich, ich sah wieder auf den Hund hinunter. Nach seinem Aussehen zu urteilen dürfte er schon eine Weile unterwegs sein. Das Fell war verfilzt und er sah abgemagert aus, wobei man das unter dem struppigen Pelz nur schwer ausmachen konnte. "Der dürfte wohl jemanden davon gelaufen sein", stellte ich fest und sah Amber an deren Augen leuchteten während sie den Welpen ansah. Das bedeutete dann wohl dass wir ab sofort einen Hund hatten. Wir... das klang absurd, aber auch irgendwie gut. "Wir nehmen ihn mit!" sagte ich bestimmt, nachdem er uns sowieso nicht mehr von den Fersen wich hatte er diese Entscheidung sowieso abgenommen. "Zurück zum Lager, diese Gegend ist nicht sicher um lange hier rumzustehen", fügte ich dann wieder ernst hinzu und sah Humphrey scharf an. Er hätte eher reagieren sollen/müssen, so süß das Bild von Amber und dem Welpen am Boden auch gewesen war. Es hätte durchaus eine Falle oder dergleichen sein können, aber noch immer regte sich nichts dennoch blieb ich auf der Hut und ließ meinen Blick immer wieder durch die Baumreihen gehen. Moment... hatte ich da gerade etwas für süß gefunden? Au weia...
     
  2. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Während der Welpe mich immer noch ableckte und Humphrey lachte, ob des Bildes welches wir wohl boten, hörte ich wie sich uns schwere Schritte näherten. Und im nächsten Moment war ich von dem Welpen befreit. Garret musste meinen Aufschrei wohl gehört haben und war zu uns geeilt, seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, hatte er wohl mit einigem Schlimmeren gerechnet. Ich wischte mir mit meinem Ärmel kurz übers Gesicht und ließ mir dann von ihm aufhelfen. Der kleine Hund wuselte um uns herum, versuchte an Garret hochzuspringen, lief dann wieder um mich herum und bellte fröhlich. Ich lachte leise und sah glücklich lächelnd zu Garret auf, als er verkündete das wir den Hund behalten würden. Wir... in diesem Moment wurde mir erst richtig bewusst wie nahe wir gerade beieinander standen. Humphrey, welcher wohl von Garrets scharfem Blick etwas eingeschüchtert war, machte sich auf den Weg in Richtung Lager. Ich sah zu Garret und fasste ihn sanft am Arm, wobei ich ihn sanft darüber strich. "Du hättest ihn ja nicht gleich so erschrecken müssen!" tadelte ich ihn leise, doch musste ich dabei Grinsen, denn der kleine Hund saß nun vor uns auf dem Waldboden und wedelte erwartungsvoll mit der Rute.
     
  3. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Der Junge ging vor und ich ging neben Amber wieder den Weg durch das Unterholz der zurück zum Lager führte. Mein Blick ging gerade auf den Welpen runter der vor unseren Füßen herum sprang, als ich eine sanfte Berührung spürte. Es war Amber die meinen Arm gefasst hatte und sanft darüber strich. So unschuldig diese Berührung wohl auch zu sein schien, so sorgte sie dafür das mein Blut in meinen Venen zu kochen begann und die Sehnsucht nach ihr wieder in den Vordergrund rückte, mit dem Rythmus meines Herzschlages immer lauter würde, doch ich riss mich zusammen. Hier war bei Gott nicht der richtige Ort für sowas. Ich war stehen geblieben und sah Amber an während sie mir erklärte das ich ihn nicht gleich so erschrecken hätte müssen... Ich nahm an sie sprach von Humphrey, was hatte ich denn getan? Ich war nicht laut geworden, sondern hatte einfach nur gesagt das es hier nicht sicher war. Ich runzelte leicht meine Stirn. "Verzeih, aber der Junge weiß um die Gefahren hier." meinte ich knapp und sah sie an wie sie auf den Hund runter grinste, ich folgte ihrem Blick und kurz zuckte ein Lächeln in meinen Mundwinkeln. Gehorsam saß der Hund da und sah zu uns hoch als wüsste er genau was hier ablief. Ich seufzte leise. "Amber, gerade jetzt da der Hoftag naht, sind viele Adelige unterwegs und dementsprechend auch umso mehr Strauchdiebe die nur auf ihre Gelegenheit warten." erklärte ich ihr. Sie war wohl wirklich die Einzige vor der ich mich jemals rechtfertigte... nun ich nahm mir vor das definitiv nicht zur Gewohnheit zu machen. - Versuchen konnte man(n) es ja- Und verdammt ja ich machte mir sorgen um sie und auch um Humphrey, er war ein durchaus fähiger Kämpfer aber er war noch jung und unerfahren. Das ich mich um jemanden sorgte würde ich natürlich niemals freiwillig zugeben, das würde angreifbar machen. Andere zum Ziel meiner Feinde machen von denen ich mehr als genug hatte. Für einen Moment betrachtete ich Amber, erlaubte es mir einfach, dann räusperte ich mich leise und machte eine ausladende Geste in die Richtung des Lagers. "Wir sollten aufschließen bevor man noch auf falsche Gedanken kommt", fügte ich dann hinzu und es hörte sich hohl an. Es war natürlich eigentlich genau das Gegenteil von dem was ich gerne tun würde.
     
  4. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Natürlich verstand ich ja im Grunde was Garret mir hinsichtlich Humphrey sagen wollte. Und ja, es stimmte schon, Humphrey war hier in seiner Zeit nicht wie in meiner noch ein Jungspund, sondern er war drauf und dran weitere Schritte in seiner Ausbildung zum Ritter oder zumindest zum Krieger zu machen. Ich nickte also mit einem Lächeln und seufzte leise und entschuldigend. "Du hast ja recht, aber ich vergesse immer wieder die Gefahren welche hier hinter jedem Eck lauern!" gestand ich ihm und musste dabei fast Grinsen. Wie hatte ich nur das seltsame Ding in dem Weiher oder die Pflanze welche mich fressen wollte, vergessen können? Doch seine nächsten Worte, ließen mich das Grinsen nun wirklich nicht mehr zurück halten und ich trat einen kleinen Schritt näher zu ihm. Sofort reagierte mein Körper auf ihn und ich spürte diese eine, besondere Wärme, welche sich in mir aufzubauen begann. "Was für Gedanken meinst du denn?" fragte ich leise und neckte ihn ganz ungeniert. Zwar hatte ich ihm die Episode mit der Magd ganz bestimmt noch nicht verziehen, doch mein Körper dieser Verräter, sehnte sich nach ihm.
     
  5. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich betrachtete sie als sie mir erklärte das sie immer vergas das hier überall Gefahren lauerten. Ich hob eine Hand und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht, bevor ich meine Hand wieder runter nahm. Nicht das uns noch jemand sah. Dann trat sie näher und am liebsten hätte ich ihr das Grinsen aus dem Gesicht geküsst... und noch so viel mehr. Was für Gedanken meinst du denn? ihre Stimme war ein süßes säuseln und wäre ich ein schwächerer Mann, hätte ich nachgegeben, hätte sie in meine Arme gezogen und sie genau hier am Waldboden genommen. Was ich jedoch nicht verhindern konnte war das Ziehen in meinen Lenden und die Sehnsucht die in mir hoch brandete. Meine Augen verdunkelten sich wohl, als ich mich vorlehnte und einen Kuss auf ihre Lippen hauchte, nur kurz und beinahe zu flüchtig. "Du weißt genau was ich meine", raunte ich ihr noch an ihren Lippen zu, die Stimme rau von den Empfindungen die durch mich durch gingen. Ich machte einen Schritt rückwärts, versuchte etwas Abstand zwischen uns zu bringen, bevor ich wirklich noch etwas dummes tat. "Gehen wir", meinte ich nachdem ich mich geräuspert hatte, bot ihr selbstverständlich meinen Arm an. Wir kehrten zurück zum Lager, das Essen war bereits fertig. Ich ließ Amber neben dem Feuer Platz nehmen und ging dann hinüber zum Wagen um für den Hund etwas von dem Trockenfleisch zu holen. Ich kam zurück zu Amber und hielt ihr das Fleisch hin. "Für den Hund", meinte ich knapp und sah auf das graue Fellknäuel hinunter, dass sich nach wie vor bei Amber und mir aufhielt und die anderen die lockten und ihn riefen einfach ignorierte... Der Hund gefiel mir.
     
  6. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Irgendwie hatte ich das Gefühl, einen kleinen Sieg davon getragen zu haben. In was genau ich gesiegt hatte, wusste ich aber gerade selbst nicht genau zu bestimmen. War es vielleicht die Tatsache, dass ich es geschafft hatte ihn dazu zu bringen seinen "Panzer" für einen kleinen Moment abzulegen? Der Kuss war zwar kurz gewesen, doch die Intensität, mit welcher er mich geküsst hatte, war einfach atemberaubend.
    Ich musste wohl ziemlich dümmlich gegrinst haben, als Garret und ich, gefolgt von dem Hund aus dem Wald heraus und wieder auf zu den Anderen traten. Doch die Männer dachten wohl eher ich würde wegen dem Hund, welcher nun brav zu meinen Füßen saß, grinsen und nicht weil mich ihr Herr gerade geküsst hatte.
    Der Hund war wirklich zu süß und ich kam nicht umhin ihm über seinen wuscheligen Kopf zu streicheln und ihn hinter den Öhrchen zu kraulen. Das Fell des Hundes war ziemlich verfilzt und wahrscheinlich tummelte sich so manchen Viechzeug darin. Am besten würde es sein, wenn ich den Hund bei der nächsten Gelegenheit einmal kräftig mit der Tinktur wusch, welche mir meine Zofe vor einiger Zeit gegen die lästigen Plagegeister dieser Zeit gegeben hatte.
    Ich spürte Garrets Anwesenheit, noch bevor er mir das Trockenfleisch hinhielt, welches er mir für den Hund gebracht hatte. "Danke!" erwiederte ich mit einem kleinen Lächeln und hielt dem Hund ein Stück Trockenfleisch hin, welcher er mit einem Happs, fast schon ohne zu kauen, herunterschluckte. Ich musste leise Lachen, da der kleine seine Öhrchen aufrichtete und mich, oder besser gesagt das Fleisch nun mit einem fast schon hypnotischen Blick anstarrte.
     
  7. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Der Kuss war alles andere als Befriedigend gewesen, noch immer kochte das Blut in meinen Adern und es kribbelte mir in den Fingern wann immer ich ihr nahe kam. So wie jetzt als ich ihr das Fleisch gegeben hatte. Es forderte wirklich meine gesamte Disziplin nicht nicht die Hand nach ihr auszustrecken. Ich sah zu wie sie dem Hund das erste Stück gab der es mit einem Satz hinunter schlang, dass er ausgehungert war hatte ich mir schon gedacht. Ein Welpe in dem Alter war wohl kaum fähig sich effektiv selbst was zu jagen, nachdem er jedoch noch halbwegs fit war dürfte er noch nicht allzu lange alleine unterwegs sein oder er hatte sich irgendwie durchgewurschtelt. Bei der nächsten Gelegenheit sollte das Tier auch definitiv gewaschen werden, unter dem struppigen Haar war es schwer auszumachen in welchem Zustand er sich befand, das einzige was ich eben gesehen hatte war das er hinten etwas eingefallen war. Ambers Lachen rührte etwas in mir und die Art wie sie das Tier betrachtete konnte einem ja nur das Herz wärmen.
    Nachdem wir alle gegessen hatten und die Pferde sich erholt hatten, ging es schließlich weiter. Morgen gegen Abend sollten wir den Palast des Fürsten erreichen, insgesamt würden wir dann auch eine Woche bleiben und wenn alles gut lief auch weder nach Hause reisen dürfen. Ich hoffte zumindest das mein Fürst nicht schon wieder irgendeine absurde Aufgabe für mich hatte die mich wieder von meiner Heimat fernhielten.

    Auch den letzten Rest unserer Reise brachten wir ohne Vorfälle hinter uns, den Welpen ließ ich auf Ambers drängen hin bei ihr in der Kutsche mitreisen. Sonst hätte ich ihn wohl eher auf einen der Karren gesetzt. Vor dem Palast lag eine Stadt die mit einer dicken Mauer umgeben war. An den Toren wurden wir nur kurz aufgehalten, die Männer kannten mich gut genug um zu wissen, dass ich sehr ungemütlich werden würde, würden sie mich lange aufhalten. Wir folgten einfach der breitesten Straße in Richtung Palast, am Rand hatten sich schaulustige gesammelt. Einfache Leute für die ein solcher Hoftag eine willkommene Abwechslung darstellte zu ihrem sonst eher eintönigen Leben wie mir schien. Mein Blick ging herum um sicher zu gehen, dass niemand sich dem Tross näherte. Die Angst in den Augen der Leuten war gut sichtbar, sobald sie mich erkannten, eilig wurden Köpfe zusammen gesteckt und getuschelt. Mich ließ das kalt und wir ritten ungerührt durch die Stadt. Am Tor zum Palast wurden wir nochmals aufgehalten, die Männer wollten sicher gehen das ich auch ich war... Wenn ihr versteht. Das Thema war jedoch relativ schnell mit einem scharfen Blick gegessen. Verdammt nochmal sie kannten mir hier wohl gut genug damit wir dieses. "Halt! Wer seid Ihr und was ist Euer Begehr!" sein lassen konnten. Die Gruppe wurde durchgelassen und im Innenhof wieder angehalten. Ohne zu zögern ließ ich mich aus dem Sattel gleiten und reichte die Zügel Humphrey. Wies ihn an, den Hengst um Gotteswillen niemand anderen zu überlassen. Nicht das Barik wirklich bösartig war, aber eben stürmisch und ich wollte einfach wissen, dass er in den Händen von jemanden war der ihn kannte.
    Danach ging ich zur Kutsche um Amber beim aussteigen zu helfen. Danach würde man uns auf unsere Zimmer bringen, damit man sich erstmal frisch machen konnte. Beim Mahl später würden wir dann offiziell begrüßt werden. Allein der Vorhof hier war ein riesiges Areal, der Palast selber ein wahres Prunkstück, hier wurde die Macht und der Reichtum des Besitzers ohne Scham zur Schau getragen. Nur der Königspalast selber übertraf das hier, an Größe und Prunk. "Bereit Mylady?" fragte ich Amber leise, während ich ihr meinen Arm anbot. Ich führte sie hinein, gefolgt von den beiden Mädchen. Den Hund hatte ich einen meiner Leute angewiesen waschen zu lassen um ihn danach sofort wieder bringen zu lassen. Natürlich ging es darum einen guten Eindruck zu hinterlassen und würde ich mit einem solch verschmutzten Tier den Palast betreten hätte mein Fürst mich wohl hochkant wieder rausgeschmissen.
     
  8. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Die weitere Reise verlief ohne Komplikationen. Na gut, fast ohne! Denn Garret schien mir meinen Wunsch, den Hund bei mir in der Kutsche zu haben, irgendwie in meinen Gedanken gelesen zu haben. Er hatte ohne auch nur den Anschein zu machen, den Hund irgendwo anderes für die Reise unterzubringen, den kleinen Welpen zu mir in die Kutsche gebracht. Doch meine beiden Zofen schienen nicht ganz der Meinung zu sein, dass es sich schickte wenn eine Lady einen Hund bei sich in der Kutsche hatte. Ja, wenn es doch so ein kleiner wäre, so wie sie ja längst in Mode waren. Einer, welcher possierlich auf seinem Deckchen neben seiner Lady saß, das wäre ja in Ordnung. Doch der kleine, graue Welpe mit seinen viel zu großen Pfoten und seinem strubbeligem Fell, schien wohl nicht das zu sein was sich diese Trullas von der Reise erhofft hatten. Doch wenigstens waren sie nun so pikiert, dass sie ihren Mund hielten.

    Als wir die Tore der Stadt erreicht hatten, welche die Burg des Fürsten umgab, konnte ich gar nicht anders als die ganze Zeit aus dem Fenster zu sehen und all das, was am Schlag der Kutsche vorbeizog bewundern. Da waren so viele Menschen, welche geschäftig durch die Gassen und Straßen zogen. Ein Junge trieb drei Schweine vor sich her, dann überholten wir einen Händler, welcher zwei Ochsen vor einem hölzernen Fuhrwerk gespannt hatte. All das hatte ich schon gelesen, hatte Kunstwerke gesehen, welche versucht hatten den Alltag in einer solchen, mittelalterlichen Stadt einzufangen, doch dies nun wirklich zu erleben... war einfach ein wunder. Zweimal hielt die Kutsche kurz, doch setzte der Tross sich sogleich immer wieder in Bewegung. Als sie noch einmal stehen blieb, war dies nachdem wir noch ein Tor passiert hatten und uns jetzt unübersehbar innerhalb der Mauern des Fürstlichen Palastes befanden. Der Schlag an der Kutsche wurde geöffnet und ich drehte mich um, nur um Garret in die Augen zu blicken. Er schien nicht so sehr überwältigt von alle dem zu sein, was wir bis jetzt gesehen hatten. Aber er war wohl schon öfter mal hier gewesen. "Ja!" erwiederte ich ebenso leise und lächelte, als ich meine Hand auf seinen Arm legte und mir aus der Kutsche helfen ließ.
    Hier waren auch so viele Menschen. Vor allem Bedienstete, welche nun zu den Wägen gingen um beim Abladen zu helfen. Andere sah man geschäftig ihrer Wege gehen; ein jeder hatte seine Ziel. Gerne wäre ich ein wenig näher neben Garret gegangen, wollte bei ihm ein wenig Schutz suchen, doch erinnerte ich mich daran was Lady Hemming mir gelernt hatte und so hatte ich zwar meine Hand in seiner Armbeuge, doch hielt ich den gebotenen Abstand, sodass sich unsere Körper nicht berührten.
     

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