[RS] Sunora

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Floooh, 10 Juni 2016.

  1. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich sah Amber und Humphrey hinterher als sie im Wald verschwanden und kniff leicht die Augen zusammen. Am liebsten wäre ich ihnen sofort hinterher gegangen doch ich blieb wo ich war. Nicht das ich dachte dass der Junge tatsächlich eine Konkurrenz zu mir darstellte, aber dennoch spürte ich diesen kleinen Stachel der Eifersucht der sich in mich bohrte. Gerade wandte ich mich wieder Rupert zu der mir gerade etwas über seine Kindheit erzählte, als ich einen Aufschrei vernahm. Ohne groß darüber nachzudenken machte ich kehrt und lief in die Richtung in die Amber und Humphrey verschwunden waren. Verdammt wenn ihr etwas zugestoßen war, würde ich dem Jungen höchstpersönlich das Fell über die Ohren ziehen! Die Hand an meinem Schwertgriff war ich so schnell ich konnte am Ort des Geschehens und zuckte es mit einem Schwung, bereit Amber vor egal was es war zu beschützen. Humphrey sah ich als erster er stand nur dämlich grinsend da, dann sah ich auf den Boden wo Amber am Boden lag und von einem grauen etwas angefallen...nein abgeleckt wurde.
    "Gott!" fluchte ich leise und steckte das Schwert wieder zurück in die Scheide. Ich hatte schon gedacht sie wurde von irgendeinem Vieh angegriffen, stattdessen lag sie da mit einem Welpen im Arm wie ich erkannte. Beinahe fühlte ich mich schon wie ein Idiot, aber nur beinahe. Ich trat auf Amber und dem Hund zu, beugte mich vor da sie Probleme zu haben schien ihn von sich zu halten und zog den Hund mit einer Hand von ihr weg und die Andere ihr hin um ihr beim aufstehen behilflich zu sein. Der kleine Hund hörte jedoch nicht auf, sondern begann sogleich auch meine Hand abzuschlecken, winselte vor Freude wohl jemanden gefunden zu haben. Nachdem Amber wieder stand richtete ich mich auf, während der kleine Hund um unserer beiden Füße rum wuselte... Humphrey ließ er aus, konzentrierte sich ganz auf Amber und mich. Mein Blick ging in den Wald doch nichts rührte sich, ich sah wieder auf den Hund hinunter. Nach seinem Aussehen zu urteilen dürfte er schon eine Weile unterwegs sein. Das Fell war verfilzt und er sah abgemagert aus, wobei man das unter dem struppigen Pelz nur schwer ausmachen konnte. "Der dürfte wohl jemanden davon gelaufen sein", stellte ich fest und sah Amber an deren Augen leuchteten während sie den Welpen ansah. Das bedeutete dann wohl dass wir ab sofort einen Hund hatten. Wir... das klang absurd, aber auch irgendwie gut. "Wir nehmen ihn mit!" sagte ich bestimmt, nachdem er uns sowieso nicht mehr von den Fersen wich hatte er diese Entscheidung sowieso abgenommen. "Zurück zum Lager, diese Gegend ist nicht sicher um lange hier rumzustehen", fügte ich dann wieder ernst hinzu und sah Humphrey scharf an. Er hätte eher reagieren sollen/müssen, so süß das Bild von Amber und dem Welpen am Boden auch gewesen war. Es hätte durchaus eine Falle oder dergleichen sein können, aber noch immer regte sich nichts dennoch blieb ich auf der Hut und ließ meinen Blick immer wieder durch die Baumreihen gehen. Moment... hatte ich da gerade etwas für süß gefunden? Au weia...
     
  2. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Während der Welpe mich immer noch ableckte und Humphrey lachte, ob des Bildes welches wir wohl boten, hörte ich wie sich uns schwere Schritte näherten. Und im nächsten Moment war ich von dem Welpen befreit. Garret musste meinen Aufschrei wohl gehört haben und war zu uns geeilt, seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, hatte er wohl mit einigem Schlimmeren gerechnet. Ich wischte mir mit meinem Ärmel kurz übers Gesicht und ließ mir dann von ihm aufhelfen. Der kleine Hund wuselte um uns herum, versuchte an Garret hochzuspringen, lief dann wieder um mich herum und bellte fröhlich. Ich lachte leise und sah glücklich lächelnd zu Garret auf, als er verkündete das wir den Hund behalten würden. Wir... in diesem Moment wurde mir erst richtig bewusst wie nahe wir gerade beieinander standen. Humphrey, welcher wohl von Garrets scharfem Blick etwas eingeschüchtert war, machte sich auf den Weg in Richtung Lager. Ich sah zu Garret und fasste ihn sanft am Arm, wobei ich ihn sanft darüber strich. "Du hättest ihn ja nicht gleich so erschrecken müssen!" tadelte ich ihn leise, doch musste ich dabei Grinsen, denn der kleine Hund saß nun vor uns auf dem Waldboden und wedelte erwartungsvoll mit der Rute.
     
  3. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Der Junge ging vor und ich ging neben Amber wieder den Weg durch das Unterholz der zurück zum Lager führte. Mein Blick ging gerade auf den Welpen runter der vor unseren Füßen herum sprang, als ich eine sanfte Berührung spürte. Es war Amber die meinen Arm gefasst hatte und sanft darüber strich. So unschuldig diese Berührung wohl auch zu sein schien, so sorgte sie dafür das mein Blut in meinen Venen zu kochen begann und die Sehnsucht nach ihr wieder in den Vordergrund rückte, mit dem Rythmus meines Herzschlages immer lauter würde, doch ich riss mich zusammen. Hier war bei Gott nicht der richtige Ort für sowas. Ich war stehen geblieben und sah Amber an während sie mir erklärte das ich ihn nicht gleich so erschrecken hätte müssen... Ich nahm an sie sprach von Humphrey, was hatte ich denn getan? Ich war nicht laut geworden, sondern hatte einfach nur gesagt das es hier nicht sicher war. Ich runzelte leicht meine Stirn. "Verzeih, aber der Junge weiß um die Gefahren hier." meinte ich knapp und sah sie an wie sie auf den Hund runter grinste, ich folgte ihrem Blick und kurz zuckte ein Lächeln in meinen Mundwinkeln. Gehorsam saß der Hund da und sah zu uns hoch als wüsste er genau was hier ablief. Ich seufzte leise. "Amber, gerade jetzt da der Hoftag naht, sind viele Adelige unterwegs und dementsprechend auch umso mehr Strauchdiebe die nur auf ihre Gelegenheit warten." erklärte ich ihr. Sie war wohl wirklich die Einzige vor der ich mich jemals rechtfertigte... nun ich nahm mir vor das definitiv nicht zur Gewohnheit zu machen. - Versuchen konnte man(n) es ja- Und verdammt ja ich machte mir sorgen um sie und auch um Humphrey, er war ein durchaus fähiger Kämpfer aber er war noch jung und unerfahren. Das ich mich um jemanden sorgte würde ich natürlich niemals freiwillig zugeben, das würde angreifbar machen. Andere zum Ziel meiner Feinde machen von denen ich mehr als genug hatte. Für einen Moment betrachtete ich Amber, erlaubte es mir einfach, dann räusperte ich mich leise und machte eine ausladende Geste in die Richtung des Lagers. "Wir sollten aufschließen bevor man noch auf falsche Gedanken kommt", fügte ich dann hinzu und es hörte sich hohl an. Es war natürlich eigentlich genau das Gegenteil von dem was ich gerne tun würde.
     
  4. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Natürlich verstand ich ja im Grunde was Garret mir hinsichtlich Humphrey sagen wollte. Und ja, es stimmte schon, Humphrey war hier in seiner Zeit nicht wie in meiner noch ein Jungspund, sondern er war drauf und dran weitere Schritte in seiner Ausbildung zum Ritter oder zumindest zum Krieger zu machen. Ich nickte also mit einem Lächeln und seufzte leise und entschuldigend. "Du hast ja recht, aber ich vergesse immer wieder die Gefahren welche hier hinter jedem Eck lauern!" gestand ich ihm und musste dabei fast Grinsen. Wie hatte ich nur das seltsame Ding in dem Weiher oder die Pflanze welche mich fressen wollte, vergessen können? Doch seine nächsten Worte, ließen mich das Grinsen nun wirklich nicht mehr zurück halten und ich trat einen kleinen Schritt näher zu ihm. Sofort reagierte mein Körper auf ihn und ich spürte diese eine, besondere Wärme, welche sich in mir aufzubauen begann. "Was für Gedanken meinst du denn?" fragte ich leise und neckte ihn ganz ungeniert. Zwar hatte ich ihm die Episode mit der Magd ganz bestimmt noch nicht verziehen, doch mein Körper dieser Verräter, sehnte sich nach ihm.
     
  5. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich betrachtete sie als sie mir erklärte das sie immer vergas das hier überall Gefahren lauerten. Ich hob eine Hand und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht, bevor ich meine Hand wieder runter nahm. Nicht das uns noch jemand sah. Dann trat sie näher und am liebsten hätte ich ihr das Grinsen aus dem Gesicht geküsst... und noch so viel mehr. Was für Gedanken meinst du denn? ihre Stimme war ein süßes säuseln und wäre ich ein schwächerer Mann, hätte ich nachgegeben, hätte sie in meine Arme gezogen und sie genau hier am Waldboden genommen. Was ich jedoch nicht verhindern konnte war das Ziehen in meinen Lenden und die Sehnsucht die in mir hoch brandete. Meine Augen verdunkelten sich wohl, als ich mich vorlehnte und einen Kuss auf ihre Lippen hauchte, nur kurz und beinahe zu flüchtig. "Du weißt genau was ich meine", raunte ich ihr noch an ihren Lippen zu, die Stimme rau von den Empfindungen die durch mich durch gingen. Ich machte einen Schritt rückwärts, versuchte etwas Abstand zwischen uns zu bringen, bevor ich wirklich noch etwas dummes tat. "Gehen wir", meinte ich nachdem ich mich geräuspert hatte, bot ihr selbstverständlich meinen Arm an. Wir kehrten zurück zum Lager, das Essen war bereits fertig. Ich ließ Amber neben dem Feuer Platz nehmen und ging dann hinüber zum Wagen um für den Hund etwas von dem Trockenfleisch zu holen. Ich kam zurück zu Amber und hielt ihr das Fleisch hin. "Für den Hund", meinte ich knapp und sah auf das graue Fellknäuel hinunter, dass sich nach wie vor bei Amber und mir aufhielt und die anderen die lockten und ihn riefen einfach ignorierte... Der Hund gefiel mir.
     
  6. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Irgendwie hatte ich das Gefühl, einen kleinen Sieg davon getragen zu haben. In was genau ich gesiegt hatte, wusste ich aber gerade selbst nicht genau zu bestimmen. War es vielleicht die Tatsache, dass ich es geschafft hatte ihn dazu zu bringen seinen "Panzer" für einen kleinen Moment abzulegen? Der Kuss war zwar kurz gewesen, doch die Intensität, mit welcher er mich geküsst hatte, war einfach atemberaubend.
    Ich musste wohl ziemlich dümmlich gegrinst haben, als Garret und ich, gefolgt von dem Hund aus dem Wald heraus und wieder auf zu den Anderen traten. Doch die Männer dachten wohl eher ich würde wegen dem Hund, welcher nun brav zu meinen Füßen saß, grinsen und nicht weil mich ihr Herr gerade geküsst hatte.
    Der Hund war wirklich zu süß und ich kam nicht umhin ihm über seinen wuscheligen Kopf zu streicheln und ihn hinter den Öhrchen zu kraulen. Das Fell des Hundes war ziemlich verfilzt und wahrscheinlich tummelte sich so manchen Viechzeug darin. Am besten würde es sein, wenn ich den Hund bei der nächsten Gelegenheit einmal kräftig mit der Tinktur wusch, welche mir meine Zofe vor einiger Zeit gegen die lästigen Plagegeister dieser Zeit gegeben hatte.
    Ich spürte Garrets Anwesenheit, noch bevor er mir das Trockenfleisch hinhielt, welches er mir für den Hund gebracht hatte. "Danke!" erwiederte ich mit einem kleinen Lächeln und hielt dem Hund ein Stück Trockenfleisch hin, welcher er mit einem Happs, fast schon ohne zu kauen, herunterschluckte. Ich musste leise Lachen, da der kleine seine Öhrchen aufrichtete und mich, oder besser gesagt das Fleisch nun mit einem fast schon hypnotischen Blick anstarrte.
     
  7. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Der Kuss war alles andere als Befriedigend gewesen, noch immer kochte das Blut in meinen Adern und es kribbelte mir in den Fingern wann immer ich ihr nahe kam. So wie jetzt als ich ihr das Fleisch gegeben hatte. Es forderte wirklich meine gesamte Disziplin nicht nicht die Hand nach ihr auszustrecken. Ich sah zu wie sie dem Hund das erste Stück gab der es mit einem Satz hinunter schlang, dass er ausgehungert war hatte ich mir schon gedacht. Ein Welpe in dem Alter war wohl kaum fähig sich effektiv selbst was zu jagen, nachdem er jedoch noch halbwegs fit war dürfte er noch nicht allzu lange alleine unterwegs sein oder er hatte sich irgendwie durchgewurschtelt. Bei der nächsten Gelegenheit sollte das Tier auch definitiv gewaschen werden, unter dem struppigen Haar war es schwer auszumachen in welchem Zustand er sich befand, das einzige was ich eben gesehen hatte war das er hinten etwas eingefallen war. Ambers Lachen rührte etwas in mir und die Art wie sie das Tier betrachtete konnte einem ja nur das Herz wärmen.
    Nachdem wir alle gegessen hatten und die Pferde sich erholt hatten, ging es schließlich weiter. Morgen gegen Abend sollten wir den Palast des Fürsten erreichen, insgesamt würden wir dann auch eine Woche bleiben und wenn alles gut lief auch weder nach Hause reisen dürfen. Ich hoffte zumindest das mein Fürst nicht schon wieder irgendeine absurde Aufgabe für mich hatte die mich wieder von meiner Heimat fernhielten.

    Auch den letzten Rest unserer Reise brachten wir ohne Vorfälle hinter uns, den Welpen ließ ich auf Ambers drängen hin bei ihr in der Kutsche mitreisen. Sonst hätte ich ihn wohl eher auf einen der Karren gesetzt. Vor dem Palast lag eine Stadt die mit einer dicken Mauer umgeben war. An den Toren wurden wir nur kurz aufgehalten, die Männer kannten mich gut genug um zu wissen, dass ich sehr ungemütlich werden würde, würden sie mich lange aufhalten. Wir folgten einfach der breitesten Straße in Richtung Palast, am Rand hatten sich schaulustige gesammelt. Einfache Leute für die ein solcher Hoftag eine willkommene Abwechslung darstellte zu ihrem sonst eher eintönigen Leben wie mir schien. Mein Blick ging herum um sicher zu gehen, dass niemand sich dem Tross näherte. Die Angst in den Augen der Leuten war gut sichtbar, sobald sie mich erkannten, eilig wurden Köpfe zusammen gesteckt und getuschelt. Mich ließ das kalt und wir ritten ungerührt durch die Stadt. Am Tor zum Palast wurden wir nochmals aufgehalten, die Männer wollten sicher gehen das ich auch ich war... Wenn ihr versteht. Das Thema war jedoch relativ schnell mit einem scharfen Blick gegessen. Verdammt nochmal sie kannten mir hier wohl gut genug damit wir dieses. "Halt! Wer seid Ihr und was ist Euer Begehr!" sein lassen konnten. Die Gruppe wurde durchgelassen und im Innenhof wieder angehalten. Ohne zu zögern ließ ich mich aus dem Sattel gleiten und reichte die Zügel Humphrey. Wies ihn an, den Hengst um Gotteswillen niemand anderen zu überlassen. Nicht das Barik wirklich bösartig war, aber eben stürmisch und ich wollte einfach wissen, dass er in den Händen von jemanden war der ihn kannte.
    Danach ging ich zur Kutsche um Amber beim aussteigen zu helfen. Danach würde man uns auf unsere Zimmer bringen, damit man sich erstmal frisch machen konnte. Beim Mahl später würden wir dann offiziell begrüßt werden. Allein der Vorhof hier war ein riesiges Areal, der Palast selber ein wahres Prunkstück, hier wurde die Macht und der Reichtum des Besitzers ohne Scham zur Schau getragen. Nur der Königspalast selber übertraf das hier, an Größe und Prunk. "Bereit Mylady?" fragte ich Amber leise, während ich ihr meinen Arm anbot. Ich führte sie hinein, gefolgt von den beiden Mädchen. Den Hund hatte ich einen meiner Leute angewiesen waschen zu lassen um ihn danach sofort wieder bringen zu lassen. Natürlich ging es darum einen guten Eindruck zu hinterlassen und würde ich mit einem solch verschmutzten Tier den Palast betreten hätte mein Fürst mich wohl hochkant wieder rausgeschmissen.
     
  8. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Die weitere Reise verlief ohne Komplikationen. Na gut, fast ohne! Denn Garret schien mir meinen Wunsch, den Hund bei mir in der Kutsche zu haben, irgendwie in meinen Gedanken gelesen zu haben. Er hatte ohne auch nur den Anschein zu machen, den Hund irgendwo anderes für die Reise unterzubringen, den kleinen Welpen zu mir in die Kutsche gebracht. Doch meine beiden Zofen schienen nicht ganz der Meinung zu sein, dass es sich schickte wenn eine Lady einen Hund bei sich in der Kutsche hatte. Ja, wenn es doch so ein kleiner wäre, so wie sie ja längst in Mode waren. Einer, welcher possierlich auf seinem Deckchen neben seiner Lady saß, das wäre ja in Ordnung. Doch der kleine, graue Welpe mit seinen viel zu großen Pfoten und seinem strubbeligem Fell, schien wohl nicht das zu sein was sich diese Trullas von der Reise erhofft hatten. Doch wenigstens waren sie nun so pikiert, dass sie ihren Mund hielten.

    Als wir die Tore der Stadt erreicht hatten, welche die Burg des Fürsten umgab, konnte ich gar nicht anders als die ganze Zeit aus dem Fenster zu sehen und all das, was am Schlag der Kutsche vorbeizog bewundern. Da waren so viele Menschen, welche geschäftig durch die Gassen und Straßen zogen. Ein Junge trieb drei Schweine vor sich her, dann überholten wir einen Händler, welcher zwei Ochsen vor einem hölzernen Fuhrwerk gespannt hatte. All das hatte ich schon gelesen, hatte Kunstwerke gesehen, welche versucht hatten den Alltag in einer solchen, mittelalterlichen Stadt einzufangen, doch dies nun wirklich zu erleben... war einfach ein wunder. Zweimal hielt die Kutsche kurz, doch setzte der Tross sich sogleich immer wieder in Bewegung. Als sie noch einmal stehen blieb, war dies nachdem wir noch ein Tor passiert hatten und uns jetzt unübersehbar innerhalb der Mauern des Fürstlichen Palastes befanden. Der Schlag an der Kutsche wurde geöffnet und ich drehte mich um, nur um Garret in die Augen zu blicken. Er schien nicht so sehr überwältigt von alle dem zu sein, was wir bis jetzt gesehen hatten. Aber er war wohl schon öfter mal hier gewesen. "Ja!" erwiederte ich ebenso leise und lächelte, als ich meine Hand auf seinen Arm legte und mir aus der Kutsche helfen ließ.
    Hier waren auch so viele Menschen. Vor allem Bedienstete, welche nun zu den Wägen gingen um beim Abladen zu helfen. Andere sah man geschäftig ihrer Wege gehen; ein jeder hatte seine Ziel. Gerne wäre ich ein wenig näher neben Garret gegangen, wollte bei ihm ein wenig Schutz suchen, doch erinnerte ich mich daran was Lady Hemming mir gelernt hatte und so hatte ich zwar meine Hand in seiner Armbeuge, doch hielt ich den gebotenen Abstand, sodass sich unsere Körper nicht berührten.
     
  9. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ihre Hand auf meinem Arm fühlte sich gut an, auch wenn ich mir äußerlich nichts davon anmerken ließ was sie tatsächlich mit dieser Berührung auslöste. Ein Blut begann unwillkürlich zu brodeln und doch beruhigte es mich auch sie so nah bei mir zu wissen, denn solange ich in ihrer Nähe war würde ihr nichts geschehen. Sie antwortete mir das sie bereit war, ich nickte daraufhin und führte sie hinter einem Diener durch die prunkvollen Gänge des Fürstenschlosses. Er führte uns erst zu dem Zimmer welches Amber bewohnen würde, im Gästetrakt herrschte reges treiben. Diener huschten hin und her oder schleppten sich mit dem Gepäck ihrer Herrschaft ab. "Dies ist das Zimmer der Lady", verkündete der Diener ergeben, öffnete die Tür und verneigte sich damit mir an ihm vorbei in das Zimmer gehen konnten. Wäre ich ein einfacher Galant so hätte die Etikette es geboten dass ich das Zimmer nicht betrat, nachdem ich aber ihr 'Vormund' war führte ich sie unbeirrt in den Raum und ließ meinen Blick sogleich herum gehen. Es war ein schönes Gästezimmer wie man es wohl von einem so einflussreichen Fürst erwartete. Natürlich gab es auch da Unterschiede, je nachdem welchen Adel man angehörte desto prunkvoller und größer wurden auch die Räume. Dies hier war eher eines der kleineren und simpleren Zimmer, aber dennoch sehr edel eingerichtet und vermutlich wollte ich gar nicht wissen, was die die Einrichtung gekostet hatte. Ich wandte mich Amber zu und verneigte mich vor ihr. "Ich ziehe mich vorerst zurück, damit Ihr euch frisch machen könnt Mylady. Wenn Ihr irgendetwas braucht sagt es euren Mädchen oder lasst nach mir schicken", sagte ich ruhig und schenkte ihr ein Lächeln. Ich war zuversichtlich das sie es schaffen würde, auch wenn ihr das alles hier wohl neu war, sie war eine kluge Frau und schließlich war ich notfalls auch nur ein paar Zimmer weiter.
    So verließ ich das Zimmer, der Diener hatte geduldig davor gewartet und so ließ ich mich von ihm zu meinem Zimmer führen. Es war einfach und schlicht gehalten, so wie ich es mochte. Die Diener brachten das Gepäck herein, es wurde auch eine Kleinigkeit zum Essen gebracht und ich ließ mir noch warmes Wasser bringen damit ich den Staub der Reise abwaschen konnte.
     
  10. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Fast schon mechanisch ging ich neben Garret durch die weitläufigen Gänge des großen Palastes, durch welchen uns der Diener führte. Kein Geschichtsbuch und auch kein Film hätte mich je auf das alles hier vorbereiten können. Der Palast war einfach riesenhaft und sehr prunkvoll. Überall liefen Diener und Lakaien herum und natürlich andere Adelige. Einige namen kaum Notiz von uns, andere sahen neugierig zu mir und Garret hinüber. Als wir im Gästetrakt ankamen und mir der Diener das Zimmer zeigte, in welchem ich für die Dauer unseres Aufenthaltes wohnen würde zeigte, konnte ich meinen Augen kaum trauen. Mein Zimmer in Garrets Heim war wirklich sehr schön und ich konnte mich nicht beschweren, doch dieses Zimmer hier im Palast, war wirklich noch einmal eine ganz andere Hausnummer.
    Ich war immer noch ganz in die Bewunderung des Raumes versunken, als ich Garrets Stimme höre. Er sagte mir das er nun ging und bevor ich noch etwas erwidern konnte, war er schon aus dem Raum verschwunden. Die Tür fiel ins Schloss und ich war alleine. Ich spürte einen kleinen Stich im Herzen und ich löste das Band, welches den kleinen Hut auf meinem Kopf hielt und warf ihn zusammen mit meinem Reiseretikül auf das riesengroße Bett, bevor ich mich auf selbiges setzte. Ich seufzte leise und ließ mich nach hinten plumpsen. Um Gottes Willen, sogar der Baldachin des Bettes schien aus feinstem Stoff gewebt zu sein.
     
  11. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich wusch mich so gut es eben ging und stutzte auch den Bart. Auch wenn ich sonst eher wenig davon hielt mich für irgendwelche Adeligen herauszuputzen. Aber dies war immerhin Hoftag und mein Fürst würde es nicht gut auffassen würde ich oder irgendeiner meiner Leute ungepflegt erscheinen. Nachdem ich mich also gereinigt hatte, genehmigte ich mir einen Becher von dem Wein den man bereit gestellt hatte, während ich an dem Getränk nippte stand ich am Fenster und sah hinaus auf den Innenhof. Beobachtete wie Leute ankamen und die Diener geschäftig umher liefen sich bemühten dem Andrang gerecht zu werden. Dann klopfte es an der Tür und ich wandte mich um. "Ja?" fragte ich und einer meiner Männer öffnete die Tür mit dem kleinen Hund im Schlepptau. So sauber und gekämmt sah er schon eher aus wie ein Hund. Ich bedankte mich und entließ den Mann wieder, während der kleine Hund freudig fiepend zu mir hinüber gewackelt kam. Dabei bewegte sich mit seiner Rute sein gesamter Körper mit, er senkte den Kopf und entblößte seine Zähne. Ich ging in die Hocke und strich über das noch leicht feuchte Fell. Dankbar warf sich das Tier in die Berührung und schleckte über meinen Handrücken. "Ist ja schon gut", sagte ich leise und streichelte noch eine Weile den jungen Hund. Stellte ihm dann das Essen welches aufgetragen worden war auf den Boden, welches er ohne zu zögern gleich hinunter schlang. Ich ließ meine Hand flach über seine Rippen gleiten und spürte sie nur zu deutlich ein gutes klares Zeichen dafür das er zu dünn war. Aber das würden wir schon hinbekommen, die jungen Tiere steckten sowas im Normalfall gut weg.
    Natürlich rutschten meine Gedanken zu Amber, ich hoffte sie nutzte die Zeit die sie hatte um sich auf das Bankett heute Abend vorzubereiten. Nur zu gerne wäre ich in ihrer Nähe geblieben um sicher zu gehen das es ihr gut ging, aber hier bei Hofe war alles etwas anders. Auf meiner Burg konnte ich Regeln und Vorschriften etwas in meine Richtung biegen...zumindest bis zu einem gewissen Maße, aber hier war ich dem Willen meines Herren unterworfen. Und auch wenn die Leute mich verteufelten und alles mögliche nannten und von mir hielten... ich war meinem Herrn gegenüber stets gehorsam und kannte meinen Platz.
    Schließlich bereitete ich mich auch für das Bankett vor, ein großes Essen wo der Fürst höchstpersönlich seine Gäste begrüßen würde. Nachdem ich meine Kleidung angezogen hatte, fuhr ich mit einer Hand durch das leicht feuchte Haar um es zu ordnen. Der Hund würde hier warten müssen, denn ich konnte ihn unmöglich zu diesem Ereignis mitnehmen. Schließlich war es Zeit Amber abzuholen und ich verließ das Zimmer. Nur kurz wollte der Hund mit, blieb dann jedoch nach einem strengen Blick meinerseits an seinem Platz sitzen. Wenn er sich nicht benahm musste ich ihn einen meiner Leute anvertrauen, aber schauten wir mal. Eigentlich war der Kleine doch auch recht müde von der Reise weswegen ich nicht annahm das er große Randale schlagen würde.
    Ich neigte höflich mein Haupt wenn andere Adelige entgegenkamen, grüßte eben knapp. Ich hielt bei Ambers Tür und klopfte. "Mylady? Seid Ihr fertig?" fragte ich an der Tür und wartete auf ihre Antwort.
     
  12. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Natürlich blieb ich nicht lange in meiner liegenden Position auf dem Bett, denn einen Augenblick später klopfte es an der schweren Holztüre meines Zimmers. Mit einem sehr undamenhaftem gestöhntem Seufzer setzte ich mich auf dem großen Bett wieder auf und stellte fest, dass ich ja direkt in diesem Monstrum zu versinken schien. "Mylady?" hörte ich die gedämpfte Stimme von einem der beiden Mädchen, welche mit mir in der Kutsche gefahren waren. "Komm herein!" rief ich ihr zu und schaffte es mich von dem Bett hochzuwuchten.
    Das Mädchen hatte zwei Lakaien mit einem Zinnzuber im Schlepptau und ihnen folgten zwei Diener, mit zwei großen Kübeln dampfenden Wassers. Kurz darauf saß ich in dem Zinnzuber, welcher mit Laken ausgekleidet war, in einem mit Kräutern angereichertem Wasser und das Mädchen wusch mir meine Haare mit duftender Seife. Ich genoss die Prozedur und schloss meine Augen, während ich meine Glieder in dem warmen Wasser entspannte.
    Leider durfte ich die Entspannung nicht all zu lange genießen, denn als meine Haare gewaschen waren, "scheuchte" mich das Mädchen aus der Wanne und ich schlüpfte in einen seidenen Morgenmantel, bevor ich mich vor den Kamin setzte und mir das Haar trocken gebürstet wurde. Fast schon ein klein wenig ungläubig strich ich mit der Hand über den Seidenstoff. Seit wann besaß ich denn eigentlich einen Seidenmorgenmantel? "Wollt ihr das grüne Kleid oder das weinrote Kleid tragen?" fragte mich das Mädchen und bevor ich noch antworten konnte, holte sie das grüne Kleid mit dem goldenen Gürtel aus der Truhe und legte es auf das Bett. Es war wirklich ein sehr schönes Kleid und ich wusste, das es bestimmt nicht billig gewesen war, denn allein der Stoff und die vielen kleinen Perlen mit welchen es bestickt war sahen sehr teuer aus.

    Nach einer schier endlosen Prozedur, in welcher mir das Haar mit Bändern nach oben gesteckt und geflochten wurde, war ich endlich fertig für das Bankett und den ersten Ball. Mein Blick blieb tatsächlich für einen Moment auf dem halbhohen Spiegel der Spiegelkommode hängen. Ja, ich sah wirklich gut aus! Ich lächelte als ich das hoffnungsvolle Gesicht des Mädchens sah. "Danke dir, es sieht wirklich toll aus!". Als das Mädchen kurz die Stirn runzelte, bemerkte ich erst meinen Fehler. Ich hatte "toll" gesagt und sie hatte wohl keine Ahnung was ich meinte, also zwinkerte ich ihr kurz zu und versicherte ich ihr, dass es mir sehr gut gefiel.

    Dann klopfte es wieder an die Tür und ich spürte wie nun auch mein Herz zu klopfen begann. Fast schon hötte ich vergessen, das ich ja eigentlich einen kleinen Groll gegen Garret hegte, wegen der Sache mit dem Mädchen in dem Gasthof. Aber nur fast. Ich atmete noch einmal tief durch, dann ging ich zur Tür und öffnete sie.
     
  13. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich trug natürlich meine gute Kleidung, ein feiner Wams aus schwarzem Stoff an den Borten waren feine Stickereien, darunter ein weißes Hemd mit langen Ärmeln. Eine beige Hose aus Leder und schwarze Stiefel welche natürlich auf hochglanz poliert waren. An meiner Brust steckte eine goldene Brosche welches das Wappentier meiner Familie darstellte. Ein sich aufbäumender Hirsch, das Schmuckstück war fein gearbeitet und auch das Einzige an Schmuck an ich an meinem Leib trug. Die Haare waren fein säuberlich nach hinten gestrichen. Ich wirkte wohl gerade doch recht zivilisiert und eher weniger wie der harte Ritter.
    Geduldig wartete ich vor Ambers Tür wusste ja das Damen gerne etwas länger brauchten um sich fertig zu machen. Doch schließlich öffnete sie die Tür und es verschlug mir den Atem. Sie sah wirklich atemberaubend aus, das feine Kleid schmeichelte ihrer Figur wirklich sehr und betonte ihre wunderschönen grünen Augen. Das rotbraune Haar hatte man ihr eingeflochten und hochgesteckt, auch sehr schön, auch wenn ich gestehen musste... ich mochte ihre wunderbaren Locken lieber offen... am Besten noch wie ein Fächer ausgebreitet auf meinen Kissen. Ich musste mich von diesem Gedanken schnell los reißen, räusperte mich und schenkte ihr ein Lächeln bevor ich mich vor ihr verneigte. "Ihr seid wirklich wunderschön Mylady", sagte ich und als ich mich wieder aufrichtete reichte ihr ihr meinem Arm um sie hinunter in den Speisesaal zu begleiten wo das Mahl eingenommen werden würde.
     
  14. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ehrlich gesagt war ich auf den Anblick, welchen Garret mir bot nicht ganz gefasst gewesen. Ich hatte ihn natürlich auch schon etwas ... nunja zivilisierter gekleidet gesehen, zum Beispiel als Lady Hemming da gewesen war und an ihrem letzten Abend ein kleines Fest mit Tanz gegeben wurde. Aber diesen Garret, welcher so herausgeputzt vor meiner Tür stand, den hatte ich noch nie gesehen. Er sah wirklich sehr gut aus und ich spürte eine kleine Röte in meinen Wangen, was ja normalerweise nicht so meine Art war, als er mir das Kompliment machte. Ich musterte ihn von Kopf bis Fuß und konnte dann das freche, kleine Lächeln nicht unterdrücken als ich sagte. "Wo habt ihr Garret den Ritter und Retter von Damen in Nöten gelassen?" fragte ich ihn, natürlich nur neckend und trat aus der Tür hinaus. Er sah wirklich sehr gut aus, doch musste ich auch zugeben, dass er mir am besten gefiel, wenn ich ihn bei seinen Kampfübungen im Hofe seiner Burg beobachtete. Seine Kleider zwar staubig, doch wirkte er dann etwas verwegener und das passte mehr zu ihm, als diese Kleidung eines Gecken. Sanft legte ich meine Hand auf seinen Arm und als ich die Muskulatur unter meiner Hand spürte, war es als würde es plötzlich wärmer auf dem Korridor.
     
  15. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich bemerkte ihr zögern, wie sie mich von Kopf bis Fuß musterte. Ihr schien mein Auftreten wohl fremd. Schließlich kam da ein kleines freches Lächeln auf ihre Lippen und ihre Frage wo ich Garret gelassen hatte ließ eine meiner Augenbrauen hoch gehen. Sie hakte sich bei mir ein, es reichte diese simple Berührung um mein Blut zum kochen zu bringen. "Den habe ich wohl im Zimmer vergessen", antwortete ich ihr schließlich und zwinkerte ihr verschwörerisch zu, bevor ich sie den Gang entlang führte. Wir waren nicht alleine, vor und hinter uns machten sich auch schon andere auf den Weg hinunter in den Saal. Wenn man klug war, ließ man den Fürsten lieber nicht warten. Der Weg führte eine Treppe hinunter und dann noch einmal kurz durch den Palast. Alles hier war blitzblank und jeder Schritt erinnerte daran das hier ein mächtiger Mann hauste. Kerzen erleuchteten die etwas dunkleren Stellen, aber prinzipiell fiel noch genug Licht von den Fenstern aus herein. Wir erreichten schließlich den Speisesaal, links und rechts befanden sich jeweils lange Tische fein säuberlich eingedeckt und bereit, an der Tür wurden wir von Dienern abgefangen und nachdem ich meinen Namen genannt hatte, führte man Amber und mich an unsere Plätze irgendwo mitten drin zur rechten Seite. Vorne stand dann ebenfalls eine lange Tafel auf einem Podest die dem Fürsten und seiner Familie, beziehungsweise höheren Amtsträgern oder eben extra geladenen Gästen vorbehalten war. Generell folgte alles hier einem strengen Etikett. Der höhere Adel saß natürlich näher beim Fürsten dran, während es dann nach Abstufung immer weiter weg ging. Ich sah zu Amber rüber und rückte ihr einen der Sessel zurecht. Wie es wohl für sie war? Die Eindrücke hier mussten ihr neu sein, denn bisher hatte sie mir nicht erzählt das es etwas vergleichbares in ihrer Zeit gab.
     
  16. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ich lachte leise als er auf meinen kleinen Scherz einging, doch als ich sah, dass ein weiteres Paar nun hinter uns auf den Gang getreten war schaffte ich es dann doch noch die Contenance zu wahren. Der Weg zu dem Großen Saal führte uns durch weitere Gänge des großen Palastes. Alles hier war so groß und prunkvoll; angefangen bei den hohen Wänden, den Kristalllüstern mit duzenden von Kerzen, den teuer aussehenden Wand- und Bodenteppichen. An jeder Gangkreuzung standen zwei Wachsoldaten in ihren prachtvollsten Uniformen und schienen sich wie die Kerle der englischen Garde keinen Zoll weit zu bewegen. Gut das ich meinen Arm bei Garret eingehakt hatte, denn vor lauter staunen und schauen wäre ich wohl über kurz oder lang irgendwo dagegen gerannt.
    Als wir im großen Saal ankamen, in welchem das große Diné stattfinden sollte, hätte ich fast die Kinnlade fallen lassen. Der Raum war aufs prächtigste hergerichtet und belustigt musste ich feststellen, dass er mich ein klein wenig an den Speisesaal von Hogwarts erinnerte. Man führte Garret und mich an unsere Plätze und ich nahm auf dem Stuhl platz, welchen er mir bereit hielt. Wir saßen inmitten anderer Adeliger und wie ich schnell herausfand, waren dies auch eher Edelmänner, welche zugleich auch als Soldaten und Ritter für ihren Fürsten dienten. "Das alles kann ganz schön einschüchternd auf einen Wirken!" gestand ich Garret leise, als ich mich zu ihm hinüber beugte. Das war ein Fehler gewesen, denn jetzt als ich ihm näher kam, konnte ich seinen wunderbaren Duft nach Seife, purer männlichkeit und einfach nur Garret riechen und ich spürte wie mein Puls schneller zu gehen schien und sich Hitze in meinem Leib ansammelte.
     
  17. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ihr lachen hörte sich wirklich gut an, leider war es nur allzu schnell wieder erstorben, aber so war das nun mal. Sie wirkte an meiner Seite auf alle Fälle jedoch beeindruckt, so wie ihr Blick neugierig hin und her ging, alles aufzusaugen schien. Nachdem wir beide Platz genommen hatten sprach sie mich an und ich lehnte mich zu ihr hinüber damit sie nicht zu laut sprechen musste. Auch sie hatte sich näher geneigt und mein Herz begann unwillkürlich zu rasen. Der Duft nachdem Kräuterbad und ihre ganz eigene Note mischte sich mit der Wärme die sie ausstrahlte. Gerade noch so konnte ich dem Drang widerstehen meine Hand auf ihre zu legen. Sie war mein Mündel und es galt ab hier definitiv die Etikette zu bewahren, wie schwer es mir gerade in diesem Moment auch fiel. "Soll es auch bis zu einem gewissen Maße Mylady", erwiderte ich ebenso leise und ließ meinen Blick herum gehen. Gewohnheitsmäßig sondierte ich die Gegend nach etwaigen Bedrohungen ab, was natürlich quatsch war. Bis auf die Wachen des Fürsten waren alle Männer hier unbewaffnet, es würde als großen Affront gelten. Ja all der Prunk hier war eine Zurschaustellung der Macht des Fürsten und sollte jeden einzelnen auch mahnen, hier wohnte ein mächtiger Mann mit dem man es sich besser nicht verscherzen sollte, tat man das so war das Leben des armen Erdensünders verwirkt. Fürst Daracha war ein strenger jedoch auch gerechter Mann und genau dies war auch der erste Eindruck den man von dem Mann der am Kopf der Tische saß hatte, natürlich hatte er es sich nicht nehmen lassen als einer der Ersten hier zu erscheinen. Seine Kleidung war in einem edlen dunklen Rot gehalten, feine goldene Stickereien zogen sich darüber, von Kopf bis Fuß war der Mann sehr gepflegt. In Ambers Zeit würde er mit seinen knappen 37 Lenzen wohl noch zu den jüngeren gehören, hier galt er jedoch als schon als nun... ja älter. Seine Gestalt war schlank, das Gesicht mit den harten Linien unterstrich seine strenge Art nur noch mehr und er strahlte eine Autorität aus die einem unmissverständlich klar machte das es hier keine Widerworte zugeben hatte. Die hellbraunen Haare die an den Schläfen bereits begannen zu ergrauen waren fein säuberlich nach hinten gekämmt und im Nacken zusammen gebunden. Nein diesen Mann da vorne stellte man nicht nicht Frage.
    Als alle schließlich alle anwesend waren, erhob sich der Fürst von seinem Platz und alle wurden Augenblicklich still. Er hieß all seine Gäste willkommen und eröffnete dann schließlich das Essen, welches sofort von den Dienern aufgetragen wurde.
     
  18. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Das Essen war wirklich beeindruckend gewesen. Noch nie hatte ich eine solche Menge und vor allem eine solche Fülle an Speisen und Getränken gesehen. Es schien als gäbe es von allem etwas. Für Jedermann waren mindestens zwei Speisen, welche ihm schmeckten. Von Geflügel, über Lamm, Rind, Schwein, Fisch und einigen etwas exotischeren Tieren von welchen ich in meiner Zeit noch nie etwas gehört hatte, bis hin zu sämtlichen Gemüsesorten und Variationen. Auch die Nachspeisen und Getränke waren erlesen und so lecker, dass ich nach dem Essen dachte ich könnte mich keinen Zentimeter mehr bewegen. Währe ich zuhaus in New York gewesen, hätte ich mich jetzt wohl auf mein Sofa plumpsen lassen, den Knopf meiner Jeans aufgemacht und wäre in ein seeliges Fresskoma gefallen. Beiläufig strich ich mir über meinen Bauch, welcher durch das ganze Essen einfach nur voll war. Das Korsett spannte und ich war wirklich froh darum, dass man in meiner Zeit diese Dinger wirklich nur noch trug um einen Mann zu verführen.
    Garret und ich konnten uns leider kaum unterhalten, denn meine Tischnachbarin verwickelte mich in ein Gespräch über meine Herkunft und wie sich herausstellte, hatte sie wohl eine Cousine in der Grafschaft, welche sich Lady Hemming für mich ausgedacht hatte. Im Geist danke ich der Lady dafür, dass sie mich gut auf solche Situationen vorbereitet hatte und so gab sich meine Tischnachbarin damit zufrieden, als ich ihr erklärte dass ich dort keine Familie mehr hatte, da alle dem Fieber zum Opfer gefallen waren. Sie sprach mir ihr tiefstes Beileid aus und begann dann eine Konversation mit dem Herren ihr gegenüber.

    Nachdem das Essen geendet hatte, erhob sich der Fürst und es war fast schon ein wenig witzig, wie seine Bediensteten und Wachen wie die Hühner um ihn herumscharwenzelten und versuchten ihm alles recht zu machen. Nun würde wohl der Tanz oder wie ich sagen würde, der Ball folgen. "Bitte sag mir dass du tanzen kannst und ich nicht mit irgendjemandem tanzen muss!" flehte ich leise zu Garret und wusste natürlich, dass es wohl oder übel so kommen würde, dass ich mit anderen Herren tanzen musste. Ich hatte natürlich viel geübt und wusste, das es als unsittlich gelten würde, wenn Garret mehr als zwei Tänze mit mir tanzen würde.
     
  19. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Wie üblich ließ sich der Fürst nicht lumpen und es gab nur das Beste vom Besten und vor allem reichlich davon. Selbst Amber langte ordentlich zu was mich wirklich beruhigte. Wenn sie das Essen hier nicht angerührt hätte, hätte ich mir wirklich angefangen Sorgen um sie zu machen. Während Amber nun mit ihrer Tischnachbarin beschäftigt war schloss ich mich dem Gespräch meines Nachbarn und den beiden Herren gegenüber an... wobei das meiste eigentlich die Anderen redeten, ich hörte lediglich zu und gab eben hie und da ein gezieltes Kommentar ab, aber so war ich eben. Nachdem der Fürst das Mahl beendet hatte, erhob man sich und die Ersten verließen den Saal schon durch die Tür. Der große Saal war direkt gegenüber von diesem, dort befand sich extra ein Podest für die Musiker und genügend Platz für Tanz und all die anderen, wie mich, die nicht tanzten. Gerade hatte ich mich erhoben und reichte Amber meine Hand, als ihr leises Flehen kam. Ich runzelte leicht die Stirn und ich war ja beinahe wirklich geneigt ihrer Bitte nachzugeben doch. "Ich tanze nicht", hörte ich mich sagen und betrachtete sie für einen Moment. Ob ich eine Ausnahme machen würde würde sie weiter flehen? Ich wusste es ehrlich nicht.. eigentlich hatte ich es bisher geschafft mich jeder Frau zu entziehen die nach einem Tanz gefragt hatte. Oh ich konnte tanzen, war dabei sogar recht geschickt, aber ich tat es nicht gerne hatte wohl das Gefühl man würde mich wohl nicht mehr ernst nehmen... Ja ein fadenscheiniger Grund aber so war das eben. Ich geleitete Amber hinüber in den Ballsaal, man konnte schon von außen die Musik hören die spielte, als wir den Raum betraten war dieser schon gut gefüllt und die ersten Paare stellten sich schon auf.
     
  20. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ein kleines bisschen vor den Kopf gestoßen war ich ja schon, als Garret mich mit einem schlichten: "Ich tanze nicht!" beinahe schon abfertigte. Er schien sich zu dem Thema auch nicht weiter äußern zu wollen, denn er führte mich in den großen Saal, in welchem die Musik zu spielen begann, die Leute miteinander redeten und Andere schon tanzten. Ich war still neben ihm und ganz in meine eigenen Gedanken vertieft. Tanzte er wirklich nicht oder wollte er nur mit mir nicht tanzen? Meine Gedanken begannen sich immer weiter zu weben und eine fast schon etwas verdrießliche Stimme in mir fragte wann Garret denn das letzte mal Interesse an mir bekundet hatte? Natürlich, vorhin hatte er mir ein Kompliment über mein Aussehen gemacht. Doch wer sagte, dass dies nicht einfach nur aus Höflichkeit geschehen war? Wann hatte er mich das letzte mal geküsst? Seit wir von der Burg aufgebrochen waren und schon davor hatte er mich nicht mehr auf diese Weise berührt. Doch hatte er mit dem Mädchen in dem Gasthof geschlafen. Enttäuschung und Verletztheit machten sich in mir breit und ich erschrak beinahe, als plötzlich jemand vor uns stand. Es war ein Mann, er schien etwas jünger zu sein als Garret, doch schien auch er ein Ritter zu sein. Er war nur ein paar Zentimeter kleiner als Garret, sein Haar war strohblond und reichte ihm bis knapp über den Hemdkragen. Er hatte strahlend blaue Augen und als er Lächelte, zeigten sich zwei Reihen weißer Zähne. Sein Körper schien unter der Kleidung sehr muskulös und ja, er sah wirklich sehr gut aus. Ein kleines bisschen wie Charlie Hun.nam als King A.rthur. "Garret!" begrüßte er eben diesen, doch schien sein Blick ganz auf mir zu liegen. "Ich denke, du solltest mich deiner schönen Begleitung vorstellen!" hörte ich "Arthur" sagen und spürte wie ich fast schon wie ein junges Ding rot wurde, als er sagte dass er mich schön fände.
     

Diese Seite empfehlen