[RS] Sunora

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Floooh, 10 Juni 2016.

  1. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich nickte halbwegs zufrieden als sie meinte, dass meine Mutter sich doch wie erwartet freundlich verhalten hatte und nachdem Amber ja noch mit mir sprach und sich nicht abwandte wie so einige vor ihr, nahm ich nicht auch nicht an, dass sie bisher versucht hatte das Mädchen für sich zu vereinnahmen. Irgendetwas krampfte sich bei dem Gedanken in mir zusammen und rief einen seltsamen widerstand in mir hoch den ich so nicht kannte. Leider war meine kleine bescheidene Burg jedoch nicht so groß wie der Palast des Königs weswegen wir schon bald vor der Tür zur Ambers Kammer standen. Ich hielt an und drehte mich ihr ganz zu, betrachtete das Mädchen für einen Moment. Irgendwie schien sie ja von Anfang an nicht so ganz in das Bild einer wohlerzogenen Adeligen gepasst zu haben, die Haltung und das Verhalten... Wieso war mir das nicht schon vorher aufgefallen? Wurde mein scharfer Verstand etwa weich? "Soll ich Euch etwas Zeit geben Euch zu Erfrischen und Euch zum Abendmahl abholen?" fragte ich dann schließlich, verschwieg vorerst die andere Alternative, dass sie natürlich auch alleine runtergehen konnte. Das Abendmahl war das einzige Essen an dem die Leute alle zusammen kamen und sich danach auch noch am Feuer unterhielten bevor sie zu Bett gingen. Beim Frühstück hatten meist schon viele Arbeit zu erledigen und zu Mittag gab es sowieso nur eine Kleinigkeit. Ich wartete geduldig ihre Antwort ab, hob dann eine Hand an ein Kinn und bemerkte die Stoppeln daran, achja... rasieren wollte ich mich ja auch mal wieder.
     
  2. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Viel zu schnell kamen wir an der Tür zu der Kammer an, in welcher ich schon seit meiner Ankunft einquartiert worden war. Ein Gefühl des Bedauerns machte sich in meiner Brust breit, denn gerne wäre ich noch weiter mit Garret durch die Gänge seines Hauses gestreift, hätte mich gerne weiter mit ihm unterhalten, oder einfach nur seine Nähe gespürt. Es war zwar schon lange her das ich mit einem Mann zusammen gewesen war, doch noch nie hatte ich mich in der Nähe eines anderen Menschen so wohl gefühlt wie in der von Garret. Ein Lächeln stahl sich auf meine Lippen als Garret sich mir zuwendete um mich zu fragen ob er mich denn zum Abendmahl geleiten sollte. Er fragte ob er mir Zeit geben solle mich zu erfrischen, dabei war mir gerade nach so viel mehr als mich einfach zu erfrischen. Ich versuchte diesen Gedanken zu verdrängen und nahm mir fest vor, meine Gedanken des 21. Jahrhunderts in Sachen freie Liebe und so weiter, etwas nach hinten zu schieben. "Es wäre mir eine Freude wenn Ihr mich zum Abendmahl geleiten würdet!" gestand ich also und senkten meinen Blick, da ich dachte dies sei der Situation angemessen und weil ich nicht wollte das Garret in meinen Augen lesen konnte was ich mir vorhin gedacht hatte.
     
  3. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich konnte nicht genau sagen ob ich wirklich Bedauern in ihrem Blick las, als wir bei der Tür ankamen... natürlich wünschte ich es mir.. irgendwie, obwohl das alles auch viele Schwierigkeiten bedeutete. Amber war ein regelrechter Magnet was sowas anging, das spürte ich schon und dennoch stand ich hier vor ihr und bot ihr an sie zum Essen zu führen, anstatt einfach mein übliches verhalten dem weiblichen Geschlecht gegenüber zu behalten. Nicht das ich sonst unfreundlich oder gar unhöflich war, ich zeigte einfach kein Interesse an Nähe oder gar daran meinen Ruf, der doch mehr als zweifelhaft war, zu berichtigen und somit war ich für die meisten Damen uninteressant. Ein brutales A.rschloch das über Leichen ging und unbarmherzig seinen Willen bei Schwächeren durchsetzte... wieso nicht? Wenn man mich so sehen wollte konnten die Leute es gerne glauben, es half in vielen Situationen wenn einem ein solcher Ruf vorauseilte, natürlich wie jede Sache auf dieser Erde hatte es auch Nachteile, aber das hatte mich bisher nicht gejuckt. Wichtig war das mein Fürst und mein König mit mir zufrieden waren, alles andere waren bloß Kleinigkeiten. Ich lächelte sie an als ich ihre Antwort hörte und neigte meinen Kopf, deutete mit dem Oberkörper eine leichte Verbeugung an, während ich eine ihrer Hände sanft in der Meinen hielt. "Dann werde ich bald wieder zurück sein um Euch abzuholen, Mylady!" verkündete ich und richtete mich wieder auf. Mir fiel erst gar nicht auf das ich noch immer ihre Hand hielt, doch als ich mir dessen bewusst wurde, lockerte ich den Griff und ließ ihre Finger von meinen runtergleiten. Ich wollte sie spüren und das weiß Gott auf eine Art die mehr als unschicklich war, irgendwie fühlte ich mich etwas beraubt wenn ich sie nicht berühren durfte und das war etwas das mein Ego gar nicht vertrug. "Entschuldigt mich nun", fügte ich dann nach einem kleinen Räusper hinzu, da meine Kehle mit einem Mal ganz trocken geworden war. Ich machte einen Schritt Rückwärts bevor ich mich zum gehen wandte, den Gang entlang und die Treppe dort hinauf zu meinen Räumen um mich ebenfalls etwas frisch zu machen... vor allem auch den Bartschatten loszuwerden der mir auf der Reise hierher gewachsen war. Ich wusch mich dürftig bei der Wasserschüssel, rasierte den Bart vor dem kleinen Spiegel ab und trocknete mich danach mit einem trockenen Leinentuch ab, seufzte dabei während ich die Haare etwas trocken rubbelte und ein paar Schritte durch das Schlafgemach machte. Ich fühlte mich angespannt, doch bevor ich das Gefühl ergründen konnte stahl sich wieder jenes seltsame Mädchen in meine Gedanken die meine Aufmerksamkeit irgendwie von Anfang an auf sich gezogen hatte... Ich wusste nicht wo das mit Amber hinführen würde und irgendwie beunruhigte mich ihre Herkunft leicht... was wenn noch mehr kamen? Wenn sie nur die Erste war? Oder konnte man irgendwie in ihre... Zeit gelangen? Ja ich war neugierig ich sollte es nicht sein, eher sofort in die Kapelle gehen und beichten, eher beten und bitten das ich mir mit dem Mädchen nicht den Teufel ins Haus geholt hatte, aber wie schon öfter erwähnt... ich hatte nicht das Gefühl das es so war. Vielleicht beunruhigte mich etwas anderes, eben das Gefühl das entstand wenn ich sie nach einer Berührung gehen lassen musste oder meine Gedanken die ständig zu ihr glitten wenn sie nicht da war. Ich schüttelte den Kopf, schalt mich gleichzeitig einen Narren. Natürlich war da rein gar nichts, mein Kopf spielte mir nur wieder einen Streich und ich dachte einfach zu viel nach... ja genau das war es! Ich warf das Tuch zur Seite, griff nach meinen Hemd und den ledernen Wams um mich wieder anzuziehen, bevor ich noch kurz mit der Hand durch mein Haar um es zu ordnen. Die lohfarbenen Strähnen klebten durch die Feuchte noch etwas zusammen und ließen sich so einfach bändigen. Ich verließ meine Räume wieder um wie versprochen Amber für das Abendmahl abzuholen.
     
  4. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Als ich in meinem Zimmer war, hatte ich zu aller erst das Bedürfnis mich etwas zu erfrischen. Eines der Kammermädchen kam zu mir in den Raum und half mir aus meinen Gewändern. Ich musste ja ehrlich zugeben, es war mir schon noch ein wenig sehr ungewohnt auf einmal Hilfe beim an und auskleiden zu bekommen. Zuhause in meiner Manhattener Wohnung hatte ich einen hübschen, etwas größeren Kleiderschrank besessen und hatte bestimmt nicht daran gedacht das mir jemand helfen sollte meine Garderobe zu wählen oder mich sogar jemand anderes als ein Aufriss, welchen ich vielleicht in einer Bar kennen gelernt hatte, auszog. Als ich nur noch in meinem Leibchen dastand, ging ich hinüber zu der Waschschüssel und goss mir etwas von dem Wasser in die Schüssel, bevor ich damit begann mir mein Gesicht und dann meinen Körper zu waschen. Das Kammermädchen hatte es schon aufgegeben mich darauf hinzuweisen dass es mehr als ungesund sei sich jeden Tag zu waschen und es noch viel schlimmer sei sich sogar zweimal zu waschen. Bei dem Gedanken musste ich lächeln, denn sie war nicht umzustimmen gewesen dass es doch wohl eher sehr gesund sei auf die eigene Hygiene zu achten. Als ich mich abgetrocknet und meine Haut mit einem Öl eingerieben hatte, welches zart nach Lavendel duftete, half mir das Mädchen in ein wunderschönes dunkelgrünes Gewand, welches mit feinen, goldenen verzierungen durchwirkt war. Das Mädchen beschloss mein Haar heute aufzustecken, da ich es gestern ja schon offen getragen hatte und sie machte sich ans Werk. Bei diesem Punkt musste ich wirklich gestehen, eine eigene Frisöse hätte ich zuhaus auch gern. Nur eine Sache störte mich in Sachen Körperpflege im Mittelalter am meisten: die Körperbehaarung. Na gut, ich neigte von Haus aus nicht dazu ein Yeti zu werden und meine Härchen waren auch eher sehr hell, doch ich spürte wie sie schon langsam auf meinen Beinen zu sprießen begannen. Ich würde mir wohl irgendwann einmal eines der scharfen Rasiermesser stibitzen müssen, mit welchen die Männer ihren Bart kurz hielten. Gerade als das Mädchen die letzte Haarspange angebracht hatte, hörten wir ein Klopfen an der Tür. Garret war hier. Ich spürte wie mein Herz aufgeregt zu hüpfen begann und ein Lächeln auf meinen Lippen lag, als ich aufstand und zur Tür ging um sie zu öffnen. Er sah wirklich sehr schneidig aus und ich erwischte mich dabei wie meine Augen über seinen Körper wanderten und ihn musterten. Mir gefiel was ich sah. "Guten Abend Mylord!" sagte ich und mein Lächeln wurde breiter, als ich einen kleinen Knicks andeutete.
     
  5. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Meine Schritte hallten von den Mauern wider, die Gänge waren von dem Dämmrigen Licht das von außen herein fiel, bald würden nur mehr die Fackeln an den Wänden für Licht sorgen. Gut war nur, dass die Winterzeit endlich vorbei war und die Tage auch länger wurden. Schließlich kam ich wieder bei der Kammer von Amber an und klopfte höfflich. Wartete dann geduldig, wobei mein Blick kurz in beide Richtungen wanderten, doch bis auf ein zwei Dienern die durch huschten war es still. Die Tür knarrte und ich wandte meine Aufmerksamkeit dieser wieder zu, sie glitt auf und Amber stand natürlich da. Sie begrüßte mich mit einem Lächeln, was mein Herz unwillkürlich einen Satz machen ließ und mich selber so perplex zurück ließ, dass ich gar nicht anders konnte als ihr Lächeln zu erwidern. "Mylady", sagte ich mit einem Nicken und deutete meinerseits eine leichte Verbeugung an. "Seid Ihr soweit?" fragte ich dann freundlich, konnte ja sein dass sie noch Zeit brauchte. Dennoch bot ich ihr schon mal wie immer meinen Arm an damit wir auch gleich losgehen konnten.
     
  6. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Als ich sah wie Garret mir seinen Arm hinhielt, wurde mein Lächeln augenblicklich breiter und ich legte meine Hand sanft auf seine Armbeuge. "Was verschafft mir eigentlich die Ehre heute vom Hausherren persönlich zum Dinner geleitet zu werden?" fragte ich neugierig und sah ihn feixend von der Seite her an. Nicht das ich mich beschweren würde wieder etwas Zeit alleine mit Garret verbringen zu können, doch ich war neugierig. Ich war mir des durch und durch männlichen Körpers neben mir mehr als bewusst und meine Gedanken kehrten wieder zu unserer Begegnung in der Grotte zurück, zu dem Kuss, bei dem es leider geblieben war.
     
  7. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Sie griff nach meinen Arm und ein Schauer lief durch meinen Körper, den ich jedoch nicht nach außen zeigte. Ich richtete mich wieder etwas auf und führte sie weg von ihrem Zimmer in Richtung der großen Halle. Ihre Frage ließ meinen Blick über Sie gleiten. "Nun, nachdem dies unser erstes Richtiges Abendmahl im Kreise meiner Leute ist, obliegt es mir als Euer Vormund Euch zum Essen zu führen", antwortete ich mit einem kleinen Lächeln. "Damit auch wirklich jeder versteht, dass Ihr zu mir gehört", fügte ich dann anbei und kaum ausgesprochen wurde mir klar wie Besitzergreifend sich das anhörte und auch anfühlte... Meins! Ein Gedanke der absolute Lächerlich war, aber sich irgendwie in mir festsetzte und ganz wohl dort fühlte - zum Ärgernis eines ganz anderen Teiles in mir. Was konnte ich schon einer Frau bieten? Außer einen miesen Ruf und die Aussicht darauf, immer im negativen Mittelpunkt der Gesellschaft zu stehen? Klang nicht sehr verlockend meiner Meinung nach. Ich war mir ihrer Gegenwart nur allzu bewusst und wenn ich so genauer darüber nachdachte würde ich sie lieber in die entgegengesetzte Richtung führen und unser 'Gespräch' von vorhin fortzusetzen. Doch ich schaffte es sie weiter in Richtung der Treppe zu führen, von unten konnte man schon die Geräusche aus dem Saal hören. Stimmengewirr und Gelächter vermischten sich miteinander und wiesen einem zuverlässig den Weg. Nicht das ich in meinen eigenen vier Wänden sowas benötigen würde, ich kannte diese Mauern in- und auswendig. Als wir das Ende der Treppe erreichten die direkt in den Saal führte, erstarben die Stimmen die unsere Ankunft bemerkten. Ich nickte meinen Leuten nur zu und führte Amber in Richtung des Herrentisches, der etwas erhöht auf einem Podest stand. Zu meiner Erleichterung war meine Mutter noch nicht anwesend und ich hoffte, dass das so bleiben würde. Die Menschen an denen wir vorbei waren, setzten ihre Unterhaltung wieder fort, während uns ihre Augen folgten.
     
  8. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Seine Antwort war ziemlich eingängig, auch wenn ich mir tief in meinem Innersten eingestehen musste das ich mir gewünscht hätte es hätte vielleicht auch einen anderen Grund gegeben warum er mich nun persönlich in die große Halle führen wollte. Doch es war das, was er dem Satz anfügte, das mich ein wenig zum schmunzeln und mein herz zum heftiger pochen brachte. Damit auch wirklich jeder versteht, das Ihr zu mir gehört, oh man dieser Satz ging runter wie Öl, auch wenn er ihn bestimmt ganz anders gemeint hatte. Bald kamen wir in der Halle an und ich ließ mich von Garret an meinen Platz führen und setzte mich dann dort auf den Stuhl, von welchem aus ich auf all die Leute blicken konnte, welche erst zu uns heraufgestarrt hatten, sich aber jetzt wieder unterhielten. Da kam man sich ja überhaupt nicht komisch vor oder so.
     
  9. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Wie man es mir antrainiert hatte, rückte ich selbstverständlich den Stuhl für Amber zu recht. Als ich sicher war das sie gut saß, ging ich an meinem Platz der zu ihrer Rechten war. Einst hatte hier mein Vater gesessen und ich kann euch sagen, es war zu Anfang ein seltsames Gefühl gewesen. Ich hätte nie gedacht das ich hier sitzen würde, da das hier ja meinem Bruder zugestanden hätte. Ich ließ mich nieder und ließ erstmal meinen Blick durch die Halle gleiten. Natürlich war hier lange nicht so viel Platz wie im Palast, ich hatte ja auch nur ein kleines Gefolge verglichen damit. Nun nachdem ich die Leute nicht weiter auf die Folter spannen wollte, gab ich dem Diener an der Tür mit einem Nicken das Zeichen das Essen aufzutragen. Für gewöhnlich hielt ich nicht viel von dieser Etikette und oft wurde auch nicht so darauf geachtet, nachdem es aber eben das erste Richtige Nachtmahl war seit ich nach Monaten mal wieder hier war. Einfach nur um den anderen ihren Posten wieder bewusst zu machen, wobei meine Leute da sehr anständig waren, ich war doch öfters und länger unterwegs und mein Verwalter und Stellvertreter machte gute Arbeit. Die Diener brachten auf alle Fälle Platten mit Aufschnitten von Käse und getrockneten Fisch hauptsächlich, Speck und ein paar Würste waren auch darunter. Ein paar Jungen gingen mit einem großen Leib Brot herum und schnitten die Scheiben direkt neben den Leuten. Während andere mit Töpfen herum gingen indem der Getreidebrei dampfte. Nüsse und Rosinen wurden ebenfalls dazu gereicht - Knapp nach dem Winter gab es kein frisches Obst oder Gemüse mehr, da würden wir wohl warten müssen bis diese Güter wieder wuchsen. Ich nahm von dem Jungen eine Scheibe Brot und nahm mir dann von der Platte vor mir, etwas Käse und Wurst, aber auch eine Schüssel mit dem warmen Getreidebrei. In Gedanken nahm ich mir vor in den nächsten Tagen mit einigen meiner Leute auf die Jagd zu gehen, eventuell erwischten wir ja ein zwei Hasen oder dergleichen. Ein Humpen Bier wurde vor mir abgestellt. Es wurde gleich ruhiger in dem Raum, die Leute waren alle vertieft in ihr Essen, nur leise wurde sich nebenher wenn unterhalten. Wir mussten wirklich Dankbar sein, dass wir genug zu Essen hatten. Es hatte schon andere Zeiten gegeben und ich hatte schon sehr schlimmes Elend aufgrund von Hunger gesehen... Mein Blick ging rüber zu Amber, natürlich war mir nicht entgangen wie angewidert sie das Essen damals im Gasthaus gemustert hatte. Was die Leute in ihrer Zeit wohl aßen? Gefährliche Gedanken meinerseits, vermutlich war es besser ich wusste so wenig wie möglich, aber dennoch war meine Neugier dahingehend geweckt worden und ein Teil von mir wollte mehr wissen...
     
  10. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Der Getreidebrei tropfte dickflüssig von meinem Löffel und erinnerte mich von der Konsitenz her an Beton, bevor er gegossen wurde. Ich schob die Schüssel ein Stückchen von mir weg und griff nach dem Brot, von welchem ich wusste das es wirklich gut schmeckte. Der Junge, welcher mir das Brot gereicht hatte, fragte ob ich auch von der Wurst oder dem Käse wollte, doch ich lehnte ab. Die Wurst war weit entfernt von den feinen Produkten welche es bei uns gab und es sah fast so aus als würde sie komplett aus Fett bestehen und der Käse, nunja der Geruch eines Apenzellers war wirklich ein Duftbäumchen dagegen. Herzhaft biss ich in das Stück Brot und genoss den Geschmack des Sauerteiges. Vielleicht war ja bei den anderen Speisen etwas für mich dabei, auch wenn ich daran nicht wirklich glaubte. Die Menschen unter uns wittmeten sich nun voll und ganz ihren Gesprächen und ihrem Essen, sodass wir hier oben fast nicht mehr zu existieren schienen und ich alles ungestört betrachten konnte. Meine Gedanken glitten zurück an mein eigentliches Leben und zu meiner Wohnung in Manhattan, wo ich eigentlich jeden Abend alleine vor meinem Sofa gegessen hatte. Irgendwie konnte ich all diese Leute verstehen, die lieber zusammen hier aßen als jeder allein zu Hause.
     
  11. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Gemächlich löffelte ich die Schale mit dem Brei aus, für gewöhnlich ließ ich mir selten Zeit beim Essen, diente es doch lediglich nur dazu um nicht irgendwann umzufallen. Wenn ich an die gefüllten Platten und die Vielfalt am Tisch des Fürsten dachte, dann war das hier selbstverständlich nur ein Abklatsch, aber nicht jeder konnte sich derlei leisten. Ich bemerkte natürlich auch, dass Amber sich an eine einfache Scheibe Brot hielt. Es sollte mir verdammt nochmal egal sein, bisher hatte ich mir ja auch nie Gedanken um das Wohlbefinden einer Frau gemacht, aber genau das passierte gerade. Ich machte mir Sorgen und hatte auch noch Mühe es mir nicht ansehen zu lassen. Ich seufzte innerlich, nur Ärger mit den Frauenzimmern... Ich lehnte mich schließlich etwas zu ihr rüber und fragte leise: "Nur von Brot kann man sich nicht lange ernähren Mylady. Gibt es etwas was ich Euch bringen lassen kann, was eher Eurem Geschmack entspricht?" Es war nur für ihre Ohren bestimmt und ich sprach auch dementsprechend mit gedämpfter Stimme, bedachte sie währenddessen mit einem fragenden Blick. Selbstverständlich flogen wieder ein paar Augenpaare zu uns hinüber, weil ich mich bewegt hatte, aber diese kehrten bald wieder zu ihren eigenen Angelegenheiten zurück.
     
  12. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Gerade hatte ich ein Stück Brot mit einem Schluck Ale hinunter gespült, als ich wieder ein feines kribbeln im Nacken spürte, bevor sich Garret leicht zu mir hinüber lehnte. Sein Atem, welcher leicht meine Haut am Hals berührte, verschaffte mir eine leichte Gänsehaut. War er sich eigentlich seiner Wirkung auf das weibliche Geschlecht bewusst? Doch er hatte mir eine Frage gestellt und ich zwang mich selbst dazu darüber nachzudenken was er gesagt hatte. Ich musste bedauernd Lächeln als ich meinen Kopf schüttelte und auf das Brot in meiner Hand hinunter sah. "Ich glaube nicht das einer deiner Köche weiß was eine Lasagne ist!" meinte ich ebenso leise wie er und spürte wie sich mein Magen schon alleine bei dem Gedanken an Lasagne schmerzhaft zusammen zog.
     
  13. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ihre Antwort war alles andere als Zufriedenstellend für mich. Was zum Teufel sollte denn jetzt eine Lasagne sein?! Anscheinend war ihre Zeit verwirrender als ich es mir auch nur in meinen Träumen vorstellen könnte. Ich konnte das leichte Stirnrunzeln nicht unterdrücken, richtete mich einfach nur wieder auf und widmete mich meinem Abendmahl. Sie würde sich schon noch an das Essen hier gewöhnen, wenn man hunger hatte, aß man beinahe alles... Da sprach ich aus Erfahrung! Bei Schlachten kam es durchaus vor, dass die Vorräte mal knapp wurden speziell wenn sich Kämpfe in eine unerwartete Länge hinaus zogen - da nahm man was man kriegen konnte. Himmel! Ich hörte mich ja schon fast an, wie mein Lehrmeister, der brummige Ritter war ein strenger aber gerechter Lehrer gewesen und hatte auch immer rum gemotzt wenn einer seiner Männer mal etwas stehen hatte lassen. Ich beendete mein Mahl schließlich und nahm einen großen Schluck von meinem Ale, während die Bediensteten die leeren Platten abservierten und sich ein Mann von einer der Bänke erhob mit einer Laute in der Hand. Er würde noch etwas spielen, bevor die Leute zu Bett gehen würden. Im Dunkeln machte nicht mehr viel, mit unter machte man sich sonst verdächtig irgendwelche Heimlichkeiten zu tun oder schlimmer der schwarzen Magie verdächtig. Ich lehnte mich schließlich etwas in meinem Sessel zurück und war mal gespannt was der Musikant von sich gab, mir war er zumindest unbekannt.
     
  14. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Anscheinend hatte ich etwas falsches gesagt, denn Garret runzelte seine Stirn und setzte sich dann wieder in seinem Stuhl zurecht und schwieg dann. Ich selbst aß mein Brot auf und tat es ihm dann gleich und lauschte gespannt den Klängen des Musikanten. Aus Garret selbst wurde ich nicht wirklich schlau und wenn ich ehrlich war, war ich nun auch ein wenig verunsichert. Dieser Mensch schien als hätte er zwei Gesichter. Vorhin war er noch der Charmante junge Mann, welcher mich hier her in den Saal geleitet hatte damit jeder sah dass ich ja zu IHM gehörte und jetzt saß er nun schon eine ganze Weile schweigend neben mir und mangels anderer Gesprächspartner tat ich es ihm gleich. Die Musik des Musikanten hatte eine fröhliche Melodie und ich erwischte mich dabei wie ich mit meinen Füßen leicht den Takt mit tippelte. Ich mochte diese Art der Musik und für mich war es auch immer ein Highlight auf den Mittelaltermärkten gewesen wenn Musik gespielt und getanzt wurde.
     
  15. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich war für gewöhnlich nicht sehr gesprächig, da war ich bisher gegenüber Amber sogar überaus redseelig gewesen. Lange Reden waren ermüdend und bei den meisten Leuten die so viel redeten, kam meistens nicht mehr dabei heraus. Genau, sie redeten nur und es kamen keine Taten. Der Musikant begann zu spielen und er war wirklich nicht übel, gekonnt zupfte er an seinem Instrument und ließ dabei seine klare Stimme erklingen, sang dabei über Geschichten die sich in der Gegend abgespielt hatten. Wobei ich nicht lange zuhörte, denn ein auffällig bunt gekleideter Mann kam von unten auf den Herrentisch zu, er trug einen Turban auf seinen Kopf, seine Haut war ungewöhnlich dunkel für diese Breiten, der Bart sorgfältig gestutzt und gut gepflegt. Er war schlank und passte nicht so ganz in das Bild das sonst hier war. Ich hatte Kareem vor ein paar Jahren auf einem Turnier kennen gelernt, damals hatte ein Stoß mit der Lanze mir die Schulter ausgerenkt und eine ziemlich miese Wunde und er war derjenige gewesen der sie wieder eingerenkt und mich versorgt hatte. Andere waren sehr skeptisch ihm gegenüber gewesen, mich hatten seine Heilkünste beeindruckt. So ganz konnte ich nicht sagen wieso der Muselmann beschlossen hatte mich schließlich zu begleiten, aber ich war bei jeder Verletzung und jeder Krankheit in meinen Kreisen dankbar ihn zu haben. Anders als die Kleriker schaffte er es auch viele der Leute am Leben zu erhalten. "Kareem", nannte ich ihn leise beim Namen als er neben mir am Tisch ankam. Er legte seine rechte Hand an sein Herz und verneigte sich mit einem Lächeln. "Lange nicht mehr gesehen mein Freund", entgegnete er und ließ sich nach meiner Aufforderung auf den freien Stuhl zu meiner rechten nieder - der Platz war sonst für meine Ehefrau gedacht, aber nachdem ich keine hatte und meine Mutter - Gott seis gedankt- auch nicht hier war. War es nur gut un Recht ihn einzuladen Platz zu nehmen. "Ich hoffe während meiner Abwesenheit ist nicht viel vorgefallen", meinte ich schließlich leise, versuchte natürlich den Musikanten und das Vergnügen der Anderen nicht zu stören. Der Mann schüttelte den Kopf. "Ein paar Fleischwunden und Fieberkrankheiten, nichts ungewöhnliches", entgegnete dieser und ich nickte zufrieden. "Aber Ihr scheint etwas mehr erzählen zu können", meinte Kareem schließlich und ich wusste was er meinte. Ein knappes Lächeln zuckte in meinen Zügen, ich nickte. "Aye, genug um ein paar Musiker mit neuen Geschichten für ihre Lieder auszustatten, wenn ich mit deres Gleichen über meine Belange sprechen würde", gab ich zurück und spannte den Freund etwas länger auf die Folter. Natürlich war er wegen Amber jetzt hier und neugierig wer sie war. "Das hier ist Lady Amber von Dornenbusch, sie ist mein Mündel", erklärte ich dem Mann und sah zu ihr hinüber wie sie auf den Musiker starrte.
     
  16. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Natürlich bekam ich mit wie sich jemand unserem Tisch näherte, doch nachdem ja Garret anscheinend beleidigt war weil ich sein tolles Ekelessen nicht mochte (so kam es mir zumindest vor), hielt ich meinen Blick weiter auf den Musiker gerichtet. Immer wieder standen einige Paare auf und begannen zu Tanzen, wobei es wenn die Musik schnell wurde und die Leute damit begannen in einem schnellen Rhytmus mitzuklatschen, fast ein wenig an einen Riverdance erinnern konnte so flink wie die Leute ihre Füße bewegten. Als ich in meinen Büchern darüber gelesen hatte wie solche kleinen Feste gefeiert wurden, dachte ich immer es würde ziemlich langweilig zugehen, doch was ich sah gefiel mir und ich erwischte mich dabei wie ich sogar manchmal ein klein wenig Lachen musste, wenn jemand der etwas angetrunken war versuchte zu tanzen. Dann aber endete das Tanzen wieder und der Musiker begann wieder eine seiner Balladen mit Geschichten aus alten Zeiten und Heldensagen. Ob sich Garret bewusst war das auch er einmal ein Held in solchen Balladen sein würde?
     
  17. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Anscheinend waren meine Leute schon guter Laune und das war gut so. Es gab nicht viel Zeitvertreib und solche kleinen Zerstreuungen hoben die Moral an. Amber schien ganz fasziniert davon zu sein. Kareem nickte und ließ seinen Blick wissend auf mir ruhen... Wissend... ich hatte nur keine Ahnung was er zu wissen glaubte. Es gefiel mir nur gerade nicht unbedingt, dass wusste ich. "Ein sehr liebreizendes Wesen," merkte der Freund an, für gewöhnlich sprachen die Männer des Morgenlandes nicht so offen über Frauen. Aber Kareem lebte wohl mittlerweile lange genug hier, dass er sich was seine Manieren anging bereits etwas angepasst hatte. "Aye", entgegnete ich nur knapp. Ja verdammt, sie war verdammt hübsch und etwas zog mich an sie an, wollte das sie auch tatsächlich Mein wurde, aber mein Verstand - der zugegebenermaßen in ihrer Nähe zusehens immer mehr Flöten ging- wehrte sich einfach dagegen. Kannte die Konsequenzen von derlei Gefühlen und bisher waren diese für mich selten gut ausgegangen. Kareem und ich unterhielten uns noch kurz und mit gesenkten Stimmen, hauptsächlich ging es darum, dass er wohl langsam knapp an irgendwelchen Kräutern und Mittelchen wurde die er für seine Arbeit brauchte. Einige davon hatte er mir aufgetragen mitzubringen bevor ich abgereist war, die waren auch mit gewesen auf dem Karren, aber mittlerweile waren es zusätzliche Kleinigkeiten deren Engpass man leicht beseitigen konnte, sobald sie wieder wuchsen und einfach zu Kostspielig sie über die kalte Jahreszeit irgendwo aufzutreiben.
    Der Mann verabschiedete sich schließlich wieder und ich entließ ihn mit einem Nicken, nachdem richtete ich mich wieder auf und ließ meinen Blick über meine Leute und den Musikanten gleiten, der gerade eine Ballade zum besten gab, die die Leute in Atem hielt. Irgendeine tragische Liebesgeschichte die sich vor langer Zeit mal so ereignet haben soll und das Ende ging alles andere als gut aus. Sie heiratete einen Anderen, durch dessen Hand der Geliebte starb... tja so war das Leben nun mal. Ich lehnte mich schließlich wieder hinüber zu Amber. "Wollt Ihr etwas Wein Mylady?" fragte ich sie schließlich und hob die Karaffe an, die man auf dem Tisch stehen hatte lassen. Ich wollte sie ja schließlich nicht die ganze Zeit anschweigen, es war auch nicht Absicht. Wie gesagt ich war eben nicht der gesprächige Typ und auf ihre Bemerkung vorher mit dem Essen hin, hatte ich schlicht nicht gewusst was ich sagen sollte. Ich wusste immer noch nicht was eine Lasagne war... das würde ich sie aber auch erst später fragen und nicht hier vor den Leuten, wo es doch recht viele potentielle unerwünschte Zuhörer gab.
     
  18. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Die Ballade war wirklich sehr herzzerreißend und ich sah, wie die anderen Leute im Saal auch, ganz gebannt hinunter zu dem Sänger. Ob die Geschichte wohl wirklich einmal so passiert war? Ich meine das war ja fast schon der reinste Krimi was sich da abgespielt haben sollte, doch er Musikant sagte am Ende immer: "Und so soll es sich zugetragen haben!". Ich war immer noch ganz gespannt am zuhören, als ich wieder dieses vertraute kribbeln auf meiner Haut spürte, bevor ich Garrets Stimme hörte, welcher mich fragte ob ich denn noch etwas Wein trinken wolle. Verflixt noch eins, irgendwie musste ich es schaffen das mein Körper eine resistenz gegen diesen Mann annahm und ich nicht sofort meinen ausströmenden Hormonen unterlag. Ich sah zu Garret hinüber und stellte fest das sein Gast anscheinend wieder verschwunden war. "Gerne!" antwortete ich mit einem Lächeln und schob ihm meinen Kelch entgegen.
     

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