[RS] Sunora

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Floooh, 10 Juni 2016.

  1. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Zu erst dachte ich schon -und das wäre wohl dem Arschlochteil in mir lieber gewesen- dass sie mich wegstieß. Das würde viele Dinge einfacher machen, es würde mir leichter fallen mich von ihr fernzuhalten und vielleicht nicht mehr ganz in diese Richtung zu denken wie ich gerade tat. Aber sie schmiegte sich an mich, verbarg ihr Gesicht an meiner Brust und begann zu weinen... urgh. Wenn es etwas gab mit dem ich gar nicht umgehen konnte, dann waren es weinende Frauen. Sie konnten zornig sein und toben - darüber lachte ich doch meistens- aber wenn sie Trost und Schutz brauchten war ich doch etwas unbeholfen. Wobei es mir bei Amber doch erstaunlich leicht fiel, wenn ich daran dachte dass ich sie damals im Dorf auch schon getröstet hatte. Während ich sie nun mit einer Hand festhielt, strich ich mit der anderen beruhigend über ihren Rücken und wiegte sie dann sanft. Sie wirkte so zart und zerbrechlich in meinen Armen und es tat mir merkwürdigerweise auch wirklich weh, wenn sie so traurig war... "Das wird schon alles werden, Ihr werdet sehen", sagte ich schließlich und sah auf sie hinunter, wie sie sich an mich klammerte. Sie war mir so nah, dass mein Herz unwillkürlich zu rasen begann und mir wurde heiß. In meinen Gedanken wanderten meine Hände wo ganz anders hin, natürlich nur um sie zu trösten... Kurz biss ich meine Zähne zusammen. Schließlich ließ ich meine Hand von ihrem Rücken nach vorne gleiten, legte meinen Zeigefinger und den Daumen an ihr Kinn um ihren Kopf sanft anzuheben. "Solange Ihr bei mir seid wird Euch sicher kein Leid geschehen", fügte ich dann so sanft wie es vermochte hinzu, strich mit dem Daumen über ihre Wange um eine Träne wegzuwischen. Und dann lag mein Blick auf ihren rosigen Lippen, ich konnte einfach nicht widerstehen, als ich mich zu ihr hinunter beugte um die ihren mit den meinen zu berühren. Es durchfuhr mich leicht, es fühlte sich einfach so gut an... und es lag wohl auch gestern nicht nur am Alkohol und den warmen Dämpfen der Quelle. Ich verstärkte etwas den Druck auf ihre Lippen und zog sie etwas mehr an mich.
     
  2. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Seine Arme um meinen Körper taten gut und es fühlte sich wunderbar an, von jemandem gehalten zu werden. Dass dieser Jemand Garret war, trug vielleicht auch dazu bei dass ich mich nicht mehr ganz so verloren fühlte. Ich spürte sein anfängliches Zögern nicht, bekam nicht mit wie es ihm erst unangenehm schien dass ich weinte, denn wenn ich ganz ehrlich war tat ich mit in diesem Moment einfach nur leid. Ich tat mir leid weil ich in einer Welt gefangen zu sein schien in welcher ich ja gar nicht sein wollte. Ich tat mir leid weil ich all diesen Gefahren begegnet war, welche auf unserem Weg gelegen hatten und ich tat mir leid weil ich genau wusste dass dieses Kapitel meines Lebens noch lange nicht vorbei war. Als ich gerade leise aufseufzte, hörte ich das dunkle Timbre seiner Stimme, welche in seiner Brust grollte. Seine Hand strich über meinen Rücken, hinauf in meinen Nacken und umfasste sanft mein Kinn, sodass ich ihm unter tränenverhangenem Blick in die Augen sah. Seine Worte waren so sanft und tröstend und passten gar nicht in das Bild welches über die Jahrhunderte von ihm gezeichnet wurde. Doch ich spürte wie sie mich beruhigten, seine zärtlichen Berührungen etwas mit mir taten das mich tief in meinem Inneren berührte. Es war als würde sich mein Körper an den gestrigen Abend erinnern, denn meine Lippen begannen unter seinem Blick zu prickeln und ich spürte wie mein Atem kurz aussetzte. Gerade noch von Selbstmitleid eingenommen, spürte ich wie sich Erregung in meinem Körper ausbreitete. Meine Brust schien mir enger zu werden und es war als würden sich meine Hände wie von selbst langsam über seinen Arm bis hin zu seinem Nacken bewegen, wo sie zum halten kamen und ihn sanft hielten, als er seine köstlichen Lippen auf meine legte. Zuerst Küsste er mich sanft, so als wäre er sich nicht sicher ob ich den Kuss erwidern würde, doch als ich mich ihn entgegen reckte, seine Küsse willkommen hieß, spürte ich wie er mich enger an sich zog, der Kuss intensiver wurde und ein kleines Stöhnen meine Lippen verließ.
     
  3. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Es war gut, dass sie so reagierte. Ich spürte wie sie meinen Kuss erwiderte, sich mir hingab und bei Gott, sie fühlte sich so perfekt und wundervoll an in meinen Armen. Ihre Lippen waren so weich und köstlich, dass ich kaum genug davon bekam. Ihre Arme gingen hoch in meinen Nacken und sie hielt sich dort fest, ich nutzte dies aus und zog sie auf mich so das sie auf meinen Schoß saß. Ihr kleines Stöhnen entzückte mich und animierte mich dazu weiter zumachen. Ich wollte sie gar nicht mehr loslassen, mit einem Mal war alles andere um uns herum wie weggeblasen und es gab nur noch sie, die sich an mich schmiegte und mich allein mit ihrer Anwesenheit schon in den Wahnsinn trieb. Ihr zarter Duft und ihr weicher Körper der für meine Hände gerade zu gemacht zu sein schien taten ihr übriges dazu. Meine Hände strichen über ihren Rücken, hey ich war vielleicht kein großer Redner wenn es um Gefühle ging, aber das hier... ja das beherrschte ich und es fühlte sich so verdammt gut an es mit Amber zu tun und wer weiß wie weit ich wohl noch gegangen wäre, hätte es nicht soeben an der Tür geklopft. Ich überhörte das erste Mal, viel zu sehr vereinnahmt von dem schönen Geschöpf da vor mir. Doch dann drang das zweite Klopfen doch durch meinen Kopf, mit einem ungehaltenen Knurren löste ich meine Lippen von Ambers und drehte meinen Kopf in Richtung Tür. "Was ist?" kam es unfreundlich durch die Störung von meinen Lippen, während ich das Mädchen immer noch festhielt gerade gar nicht daran dachte sie los zulassen. "Ich bins Fergus," meldete sich der andere hinter der Tür und schien zu zögern, was meine Laune nicht gerade anhob. Es war nie gut, wenn der Mann zögerte und ich sollte recht behalten. "Garret deine Mutter ist gerade eingetroffen!" Mir schlief das Gesicht ein und mit einem Mal war das was ich gerade noch eben vor gehabt hätte wie weggeblasen. Was wollte die denn hier?! Ich versteifte mich unwillkürlich und der Drang ganz schnell hier raus zu müssen bevor der Drache mich fand wuchs stetig in mir an. Ich konnte nur knapp das entnervte aufstöhnen unterdrücken, während mein Kiefer jetzt so angespannt war, dass die Zähne knirschten. Mein Blick ging zu Amber, welche noch immer auf mir war, ich seufzte leise und schob sie dann von mir setzte sie sanft wieder auf der Bank ab und löste ihre Hände von meinen Nacken, als ich mich erhob. Meine Hand fuhr durch meine Haare und innerlich fluchte ich auf derbste. Die verblichene Erregung pulsierte immer noch in mir und am liebsten hätte ich meine Mutter zum Teufel gejagt dafür das sie ausgerechnet jetzt auf der Bildfläche auftauchte! War ihr der nächste Liebhaber weggestorben und jetzt kam sie wieder angekrochen und brauchte Unterschlupf oder wollte sie mir einfach nur so wieder mal ihren Anstandsbesuch machen und mir erklären was für ein Missratener Fehler ich nicht war? "Ich glaube wir sollten unser Gespräch zu einem anderen Zeitpunkt fortführen Mylady", sagte ich dann schließlich zu Amber und ich konnte den kühlen Unterton in meiner Stimme nicht unterdrücken. Ich hielt ihr meine Hand hin um ihr beim aufstehen zu helfen. "Kommt ich stelle euch meiner Mutter vor, bevor sie das selbst erledigt", forderte ich sie auf und nichts erinnerte gerade an den sanften Ton oder die Berührungen die ich ihr gerade vorhin noch zuteil hatte werden lassen.
     
  4. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Dieses Gefühl seiner Lippen und Hände auf meinem Körper war einfach so Himmlisch das ich vor Verzückung am liebsten noch einmal aufgestöhnt hätte, doch da spürte ich wie Garret von mir abließ und ein Knurren, ja wirklich ein Knurren, über seine Lippen kam. Erst jetzt bemerkte ich dass wohl jemand geklopft hatte und Garret nicht wirklich froh über diese Störung war. Ich spürte wie mein Herz schnell gegen meine Brust schlug und mein Atem sich noch nicht wirklich beruhigt hatte. Ich spürte das seine Hände immer noch um meine Hüften lagen und er wohl noch nicht bereit war mich loszulassen, bis zu dem Moment als der Störenfried meinte Garrets Mutter sei eingetroffen. Garret schob mich von sich und erhob sich. Was hatte das zu bedeuten? Konnte es sein dass er nicht wollte dass sie uns beide zusammen sah? Garrets Gesichtsausdruck war unergründlich und ich konnte daraus nicht lesen was in ihm vorging, bis er sich zu mir wandte und meinte wir sollten unser Gespräch zu einem anderen Zeitpunkt fortsetzten. Unser Gespräch.... Diese Worte hallten in mir nach und irgendwie gaben sie mir einen kleinen Stich, während ich mich erhob. Mehr war es für ihn gerade nicht gewesen? Nur ein "Gespräch"?
     
  5. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich kämpfte den Sturm der in mir tobte nieder, versuchte mich wieder unter Kontrolle zu bekommen, was mir gegenüber Amber erstaunlich schwer fiel. Zu gerne hätte ich sie nochmals an mich gezogen und meine verdammte Mutter einfach ignoriert. Ich wusste jedoch wenn ich sie nicht begrüßen ging, würde sie wieder nur mehr ärger machen als sonst auch. Das Problem so viel ärger und so böse sie mir auch gegenüber war... blieb sie doch meine Mutter. Ja ich wollte auch vermeiden, dass sie sah das da etwas zwischen Amber und mir war - auch wenn ich mir das selber noch nicht eingestehen konnte, was sie mit mir machte war mir egal, ich konnte das ignorieren. Aber Amber wäre nicht das erste Mädchen das vor mir die Flucht ergriff nachdem meine Mutter mitbekam dass ich diesem eben zugeneigt war. Ich half Amber beim aufstehen, strich dann unbewusst mit dem Daumen über ihren Handrücken, eine Geste die mich irgendwie beruhigte. Das sie meine Worte zu wörtlich nahm, wusste ich ja nicht. Herr Gott! Ich sollte mich wirklich zusammen reißen! Momentan benahm ich mir wie ein Jüngling der noch keine Ahnung davon hatte was er tat. Wusste ich das? Irgendwas ging da in mir ab, was ich nicht zu deuten wusste, wusste nur das es seid ich Amber getroffen hatte aufgetaucht war. Ich hatte das Bedürfnis sie zu beschützen, egal was da auch kommen mochte und auch die Information das sie auch der Zukunft kam hatte nichts daran geändert.
    Ich fuhr mit einer Hand durch mein Haar um es etwas zu ordnen, in der Hoffnung das damit auch meine Gedanken wieder etwas klarer wurden. Ich hielt noch immer Ambers Hand fest, als ich mit ihr auf die Tür zuging. Griff schon mit der freien nach der Klinke, bis mir das auffiel... Ich biss die Zähne zusammen und ließ ihre Hand schließlich los, warf dabei noch einen entschuldigenden Blick auf sie über meine Schulter, bevor ich die Tür öffnete. Fergus stand davor, trat von einem Bein auf das Andere, sein Blick ging über meine Schulter auf Amber, kurz runzelte er die Stirn, sagte jedoch nichts weiter. "Ihre Kutsche ist gerade in den Hof eingefahren", sagte er und als ich nickte zog er sich zurück. Meine Schultern versteiften sich unwillkürlich, während ich darüber nachdachte was denn nun schon wieder war dass sie mich mit ihrer Anwesenheit beehrte. "Kommt!" forderte ich Amber nun auf, zog die Tür hinter ihr zu und schloss ab. Niemand, außer dem Verwalter und mir hatte in diesem Raum etwas verloren. Danach bot ich ihr meinen Arm an um sie zu führen... das war ja zumindest erlaubt und irgendwie würde es mich beruhigen zu wissen das sie da war - auch wenn es durch die ungerührte Miene wohl nicht ganz so durchkam.
     
  6. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Die Berührung von Garrets Daumen, wie er sanft über meinen Handrücken strich und er mich nicht von ihm wegstieß wie ich es angenommen hatte, verschafften es das ein wohliger Schauder meinen Rücken hinab fuhr. Doch als ich meinen Blick von unseren beiden Händen hob und Garret in sein vor Unmut verzogenes Gesicht sah, zuckte ich fast zusammen. Konnte es sein dass ihm die Ankunft seiner Mutter wirklich so sehr zürnte? Es war als würden hunderte Gedanken durch seinen Kopf rasen, doch keiner davon schien ihn milder zu stimmen, eher stachelten sie ihn noch an. Als er meine Hand immer noch hielt und mit mir Richtung Tür marschierte, stießen wir beinahe mit Fergus zusammen, welcher gerade eintrat. Hatte Fergus etwa angst vor Garrets Reaktion? Fast schon hätte ich ja schmunzeln müssen, da es eine gewisse Komik hatte wie der Mann diese "Hiobsbotschaft" überbrachte, fast so als hätte er angst im nächsten Moment seinen Kopf zu verlieren. Garret spannte sich merklich an als er erfuhr dass seine Mutter wohl gerade angekommen war und ich spürte wie eine beängstigende Nervosität sich in mir ausbreitete. War seine Mutter denn wirklich so schlimm? Und was wenn sie uns die Geschichte mit dem Mündel nicht glaubte? Was würde dann geschehen? "Kommt!" hörte ich Garret neben mir sagen, während er die Tür zu seinem Arbeitszimmer abschloss und sich dann zu mir umdrehte und mir seinen Arm reichte. Ich legte meinen Arm auf den seinen und sah vorsichtig zu ihm auf. "Denkt ihr.. "begann ich leise und etwas zögerlich und ärgerte mich im nächsten Moment fast dafür dass ich jetzt anscheinend zu so einem Schisser geworden war. Mit einem leisen Räuspern versuchte ich meine Stimme wieder etwas fester klingen zu lassen, was nicht so einfach war bei diesem Gefühlschaos. Als ich daran zurück dachte wie ich vor einigen Minuten noch auf Garrets Schoß gesessen hatte, er mich berührt und geküsst hatte, spürte ich wie mir das Blut wieder in die Wangen schoss. "Denkt ihr, eure Mutter wird die Geschichte glauben?" fragte ich nun doch wieder leise, da meine Gedanken an vorhin meine Stimme wieder versagen ließen.
     
  7. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Mein Gesicht war verschlossen, während ich mit Amber den Gang hinunter ging um meine Mutter zu empfangen. Es fühlte sich immer wieder wie der Marsch in eine ermüdende Schlacht an, dieses Mal war ich jedoch nervöser. Meine Gedanken gingen unter anderen in die Richtung was wohl passierte wenn meine Mutter Amber wie auch schon andere Damen zuvor vergraulte? Wieso sollte mich das kümmern? Herr Gott! Diese ganzen Weibergeschichten hatte ich doch schon hinter mir... oder? Mein Blick ging auf Amber nieder als sie anfing zu sprechen, beinahe hätte ich sie überhört. Sie druckste schließlich rum, errötete dann sogar und kurz dachte ich das sie eventuell an das dachte was wir gerade vorhin noch getan hatten. Doch dann fragte sie schließlich ob meine Mutter die Geschichte glauben würde... Gute Frage. "Sie wird es hinterfragen, solange sie es nur aus meinem Mund hört, wie alles was ich tue. Aber wenn Ihr die Geschichte sicher genug vor ihr wiedergeben könnt, wird sie sich damit abfinden", erklärte ich.. Nun zumindest würde sie keine offenen Fragen mehr stellen, eher nur mehr hinter dem Rücken von einem. Ich seufzte leise und strich unwillkürlich mit meiner freien Hand über ihren Handrücken der auf meinen Arm rührte, eine Geste die sie etwas beruhigen sollte. Als ich dessen gewahr wurde richtete ich mich wieder gerade und räusperte mich leise, während ich Amber runter in den Hauptsaal führte und dann hinaus vor die Feste. Wo meine Mutter gerade meine Bediensteten delegierte ihr Gepäck rein zu bringen. Theodora Hohenstein... Verzeihung mittlerweile hieß sie ja von Grünweier, glaubte ich zumindest, wenn sie sich nicht bereits schon wieder vermählt hatte. Eine Zeitlang war sie nachdem Tot meines Vaters und meines Bruders im Kloster gewesen, hatte bei ihrem abschied gemeint, dass ein Leben in Bescheidenheit und Demut ihr die Schmach einfacher machen würde das von ihren beiden Söhnen der Gute dahin geschieden war. Ein halbes Jahr hatte sie es ausgehalten, um ehrlich zu sein waren das fünf Monate länger als ich ihr zugetraut hatte, und war dann mit einem der vorbei reisenden Lords vom Kloster abgehauen und hatte ihn nach der Trauerzeit geheiratet.

    Nun denn da stand sie, den Rücken zu uns gekehrt konnte man unter der Haube die sie trug das Lohfarbene Haar hervorlodern sehen das auch mir zu eigen war, die Gestalt war schlank und stolz aufgerichtet, besonders groß war die Frau nicht aber das machte sie nur zu einfach mit ihrer Ausstrahlung wett. Schließlich drehte sie sich um, das stolze Kinn und die schmale Nase stolz erhoben. Ein paar türkis-grüner Augen funkelten daraus, schienen als würden sie einen mit Leichtigkeit durchbohren können. Die Wangenknochen lagen hoch, verliehen der Frau einen scharfen und strengen Ausdruck. Trotz ihres Alters war Theodora immer noch eine schöne Frau, auch wenn man am Ansatz ihrer Haare schon graue Strähnen erblicken konnte und das Gesicht ein paar Falten erhalten hatte. Das Problem hierbei war wirklich das meine Mutter mich nicht einmal abstreiten konnte-zumindest eine kleine Genugtuung meinerseits-, dafür ähnelte ich ihr viel zu sehr. Bis auf die Tatsache das ich um einiges Größer war und nun mal ein Mann, konnte man nicht verneinen das wir zu einer Familie gehörten. Für einen Moment trafen sich unsere Blicke und man konnte meinen kurz blitzte etwas in ihren Augen auf, wich dann jedoch demselben kühlen Ausdruck der auch mir zu eigen war. Ich biss meine Zähne fest zusammen, ließ Amber dann stehen um auf meine Mutter zu zutreten, die wie selbstverständlich ihre Hand erhob. Die ich ergriff und steif der Etikette gemäß einen Handkuss andeutete. "Mutter", brummte ich leise, während sie ein knappes "Garret," dahinter setzte. Ich machte einen Schritt zurück. "Darf ich dir Lady Amber von Dornenbusch, mein Mündel, vorstellen, sie traf erst gestern hier ein", stellte ich also Amber vor und lud sie mit einer kleinen Geste ein, sich zu uns zu stellen, während meine Mutter unverblümt ihren abschätzenden Blick über das Mädchen gleiten ließ.
     
  8. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Garrets Antwort auf meine Frage ließ mich zwar ein wenig hoffen das wir seine Mutter überzeugen können würden, doch gab es mir noch keine Sicherheit und ließ mich nicht beruhigt durchatmen. Meine Hand immer noch in seine Armbeuge gelegen folgte ich Garret die Treppe hinab und dann hinaus in den Hof. Der Himmel war jetzt nicht mehr so klar wie vorhin, sondern war Wolken verhangen, so als würde er das was da gerade auf mich oder besser gesagt uns zukam, ankündigen. Eine herrische Stimme war gerade dabei einige Lakeien und Dienstboten herumzukommandieren und ich hatte auch bevor Garret sie als seine Mutter angesprochen hatte gewusst dass nur sie es sein konnte. Als sie sich umdrehte war es wirklich nicht abzustreiten dass sie und Garret Verwand waren, sie sahen sich sehr ähnlich. Die Frau war recht attraktiv und wäre nicht dieser verbitterte Ausdruck auf ihren Lippen und ihren Augen abzulesen, hätte man sie fast für liebenswert halten können. Doch ihr Blick war eiskalt als sie ihn auf mich richtete und ich konnte spüren wie die Kälte mir durch die Glieder kroch, als sie mich mit ihren Blicken maß. "My Lady!" sagte ich leise und machte einen kleinen Knicks, in der Hoffnung dass dies Gebührlich war. Warum auch immer, doch in Garrets oder der Anwesenheit seiner Mutter schien es wirklich so als hätte ich alles was ich in meinem Studium gelernt hatte vergessen. Kein sehr ermutigender Gedanke.
     
  9. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    "Lady Amber, das ist Lady Theodora von Grünweier", Nachdem sie mich nicht unterbrochen hatte nahm ich an, dass dieser Name wohl noch zu ihr gehörte. Amber knickste und grüßte meine Mutter eher zaghaft, während diese dem Mädchen mit dem Blick folgte und sie wohl abzuschätzen versuchte. "Dein Mündel sagst du..." meinte sie schließlich. Ihre Stimme war kühl und wog schwer in meinem Magen, denn ich kannte diesen Ton und den Blick dazu.. Derjenige der das entschieden hatte konnte nicht mehr ganz bei Trost gewesen sein, ja das sagte mir dieser Blick nur allzu deutlich. "Aye," gab ich knapp jedoch mit nachdruck zurück und entgegnete ihrem Blick mit dem Trotz den nun mal nur ein Sohn gegenüber seiner Mutter aufbringen konnte. Das Schweigen zwischen uns wurde länger, keiner von beiden war gewillt nachzugeben. Doch schließlich seufzte meine Mutter und meinte: "Nun meine Reise hier her war lang und beschwerlich, ich würde mich gerne erstmal frisch machen und danach würde es mich sehr freuen wenn Ihr, Lady Amber mir in der Kemenate mit den anderen Frauen Gesellschaft leisten könntet." Oh dies war keine Bitte, es klang eher wie ein Befehl und wirkte auch so, denn meine Mutter wartete nicht auf eine Antwort, nickte nur als sei es beschlossene Sache und entfernte sich dann ohne ein weiteres Wort.

    Ich folgte ihr mit meinem Blick und wartete bis sie ins Innere der Burg verschwunden war, erst jetzt fiel die Anspannung wieder von mir ab. Gut ich bemerkte auch jetzt erst das ich wirklich angespannt gewesen war. Verdammt! Es fiel mir verdammt schwer in der Gegenwart meiner Mutter ruhe zu bewahren, ich war stets auf der Hut vor irgendeiner Falle die sie zu stellen versuchte. Irgendwie schaffte sie es immer das ich irgendwann was falsches sagte worüber sie sich dann mokierte. Ich wandte mich wieder an Amber, musterte sie kurz um sicher zu gehen das alles in Ordnung war. "Nun für die erste Begegnung lief es doch ganz gut", meinte ich schließlich und versuchte mich an einem Lächeln um sie aufzuheitern. "Um Euch zu beruhigen, Ihr werdet sehen, dass Sie in meiner Abwesenheit wie ausgewechselt sein wird", fügte ich schließlich an, da meine Mutter sie ja eingeladen hatte... nun mehr oder weniger.
     
  10. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ein unterkühltes Gespräch führen bekam in meinen Augen gerade eine ganz andere Bedeutung. Garrets Mutter schien ihn ja wirklich nicht sonderlich zu mögen, ja es hatte wirklich den Anschein als würde seine Anwesenheit ihr wirklich arg zuwider sein. Etwas in mir verspürte den Drang herauszufinden warum genau sie ihn so verachtete, herauszufinden. Doch die Worte welche seine Mutter an mich richtete, ließen mich innerlich erstarren. Sie wollte das ich ihr Gesellschaft leistete? Aber warum sollte sie das wollen? Ihr blick, welcher vorhin auf mir geruht hatte, war nicht wirklich ein Indiz dafür gewesen das ich ihrem Wohlwollen ausgeliefert sein würde. Doch ich kam nicht dazu die Dame zu fragen ob es denn wirklich in ihrem Ersinnen lag wenn wir uns nachher treffen würden, denn sie hatte sich schon für den Moment verabschiedet und entschwand in das mächtige Gebäude vor uns.
    Mein Fragender Blick glitt zu Garret, welcher mir versicherte das diese Begegnung ja eigentlich ganz gut verlaufen sei. Meine Augenbrauen schossen in die Höhe und ich wollte ihn gerade fragen ob er denn nicht mitbekommen hatte was hier abgelaufen war, als er hinzufügte dass ich mich beruhigen könne, denn seine Mutter würde sicherlich ganz anders in ihrem Gebaren sein, wenn er nicht mehr dabei wäre. "Und warum sollte sie netter zu mir sein als sie es gerade mit ihren Blicken "gesagt" hat?" fragte ich in leicht zynisch und konnte mir bei Gott nicht vorstellen wie diese Frau auch nur "nett" sein könnte.
     
  11. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garry


    Amber neben mir war stumm und sagte nicht viel, musste das Gespräch von eben wohl doch erst überdenken. Ihr fragender Blick traf auf mich und sie schien sich meiner Worte sogar nicht sicher zu sein. Ihre Frage trieb ein bitteres Lächeln in meine Züge. „Ich sagte euch doch schon, dass die Beziehung zwischen meiner Mutter und mir nicht gerade die Beste ist“, entgegnete ich so sanft wie ich es eben vermochte. Und das war wohl noch untertrieben. „Sie verhält sich immer so wenn ich in der Näher bin, ihr werdet sehen sie wird wie ausgewechselt sein, wenn ich mit meiner Abwesenheit glänze“, fügte ich dann noch hinzu. Ich wusste dass es so war, hatte ich es schon so oft von meinen Bediensteten gehört. Sie war freundlicher und weniger verbittert… versuchte jedoch auch zu intrigieren, mehr als einmal hatte ich sie bereits höflich meines Hauses verwiesen wenn dieses Gerede von ihr überhandnahm. Aber was wäre ich für ein Sohn, wenn ich meiner Mutter verwehren würde hierher zu kommen? Nicht das ich ihr wegen ihrer Zuneigung mir gegenüber irgendwas schuldig war, aber dennoch hatte sie mich geboren, auch wenn sie sich wohl wünschte das wäre niemals geschehen. „Aber lasst euch dennoch nicht täuschen, sie wird versuchen dem auf dem Grund zu gehen, was ich ihr gesagt habe“, fügte ich dann leiser etwas zu ihr geneigt hinzu. „Benötigt Ihr noch etwas Mylady? Wenn nicht würde ich mich Entschuldigen,“ fragte ich sie anschließend und sah sie fragend an. Das Ganze war doch etwas viel, ich musste noch das überdenken was ich von ihr erfahren hatte und dann noch die Ankunft meiner Mutter… heute würde mich wirklich nichts mehr überraschen. Ich würde den Schwarzen satteln und erstmal raus hier, musste meinen Kopf etwas frei bekommen um dann Stück für Stück über alles nachdenken zu können. Aber jetzt wartete ich erstmal geduldig auf Ambers Antwort, falls sie noch etwas bräuchte würden meine Belange eben noch etwas warten müssen.
     
  12. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    So ganz konnte ich Garrets Worten zwar noch nicht glauben, beschloss es aber einfach dabei zu belassen. Ehrlich gesagt hatte ich nicht wirklich lust herauszufinden wie seine Mutter sich mir gegenüber letztlich verhalten würde. Doch würde mir eine Wahl bleiben? Wohl eher nicht. Ich spürte wieder dieses flaue Gefühl in meinem Magen und ich wollte Garret gerade noch mehr über seine Mutter fragen, als er seinen letzten Satz damit enden ließ das er sich nun entschuldigte, sofern ich ihn nicht mehr bräuchte. Ich schüttelte leicht verwirrt meinen Kopf, wollte ihn nicht abhalten falls er es gerade eilig hatte, doch am liebsten würde ich es ihm gleich tun. Mich entschuldigen und in irgendeiner Versenkung verschwinden, bis seine Mutter verschwunden war.
     
  13. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Sie schüttelte den Kopf und ihr wisst gar nicht wie erleichtert ich darüber war, dass ich erstmal hier raus konnte. "Falls Ihr etwas benötigt, zögert nicht euch an die Bediensteten zu wenden!" sagte ich zu ihr, während ich mich vor ihr leicht verneigte und dann einen Schritt Rückwärts machte ehe ich mich zum gehen abwandte. Ich ging erstmal in den Stall um wie schon erwähnt meinen schwarzen Hengst vorzubereiten. Irgendwie war es schon ein merkwürdiges Gefühl Amber jetzt da meine Mutter hier war alleine zu lassen. Aber der Drang erstmal raus zukommen war dann doch noch größer. In Gedanken bei dem was Amber mir erzählt hatte, die Tatsache das sie aus der Zukunft kam... ja das klang verdammt seltsam und meine Stirn legte sich unwillkürlich in Falten. Als ich die Gurte festgezogen hatte, führte ich den Hengst hinaus um aufzusteigen. Ich rutschte im Sattel zurecht und ließ den Schwarzen losgehen in Richtung Tor. Das Tier unter mir kaute eifrig auf seiner Trense herum und begann leicht zu tänzeln kaum das wir die Mauern hinter uns gelassen hatten.
    Das Tier benahm sich zur Abwechslung recht anständig und während der Runde die ich auch nutzte um den nahe liegenden Waldrand zu checken, kam ich auch hie und da zum nachdenken mit dem Beschluss das ich keine Ahnung hatte was ich von alle dem halten sollte. Natürlich ein Teil von mir glaubte Amber ohne zu zögern - der närrische Teil wie mir schien- während es doch eine Stimme in mir gab die alles skeptisch hinterfragte und eben nicht so recht glauben wollte. Vielleicht brauchte ich auch einfach nur mal wieder ein Weib im Bett, es war immerhin schon wieder eine Weile her als ich das letzte Mal bei einer Frau gelegen hatte. Rein theoretisch war Betsy ja nur allzu willig für derlei Dinge, aber irgendwie wollte bei den Gedanken an ihr nicht wirklich Stimmung dafür aufkommen... Dafür schob sich das Bild einer ganz anderen Lady vor meine Augen. Amber hatte sich so gut angefühlt in meinen Armen und wer weiß schon wie weit ich vorhin bereits schon mit ihr gegangen wäre, hätte nicht unerwarteter Besuch dazwischen gefunkt... Ich schnaubte etwas zornig über mich selbst, weil ich nicht wie üblich einen kühlen Kopf bewahren konnte und sachlich über das Ganze nachdenken. Nein, wenn es um dieses Mädchen ging schaltete mein Verstand sich irgendwie immer aus. Eine Tatsache die mich doch sehr beunruhigte, weil ich nicht wusste was dieses irritierende Gefühl in mir auslöste - oder vermutlich nicht wissen wollte.
    Es war schon fortgeschrittener Nachmittag, die Sonne stand tief und bald würde es wohl zum Dämmern anfangen als ich mit dem Schwarzen wieder in den Hof ein ritt. Ich stieg ab und gab die Zügel dem Stallburschen der mir schon entgegen lief. Mit einem leicht finsteren Blick sah ich dem Hauptgebäude entgegen, ich hoffte das mit Amber und meiner Mutter alles gut gegangen war und letztere nicht gegen alle Erwartungen sich doch gegenüber Amber daneben benommen hatte. Irgendwie löste der Gedanke das Amber sich doch noch von mir abwenden könnte ein leicht panisches Gefühl in mir aus... Nein ich schätzte Amber nicht so ein, dass sie sich mit meiner Mutter verbünden könnte, so gesehen war das Mädchen auf meinen Schutz doch auch angewiesen... ohne mir würde sie irgendwo in der Gosse sitzen! Gott... ich machte mir wohl zu viele Gedanken, mit einer Hand fuhr ich mir durch die Haare eine fahrige Geste die für geübte Augen wohl meinen inneren Aufruhr ausdrückte.
     
  14. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Zeit schinden, war ja noch ein ziemlich lächerlicher Begriff für das was ich gerade tat. Garrets Mutter würde wohl schon seit einigen Minuten mit den anderen Frauen zusammen sitzen und bestimmt hatte sie eh schon die ganzen Raum und auch das Gespräch für sich eingenommen. Ob ihr auffallen würde wenn ich nicht auftauchte? Ich ging langsam den Gang entlang, welchen mir das Dienstmädchen als Weg zu dem Raum in welchen die Mutter des Lords verweilte, deutete. Ich zögerte einen Moment als ich vor der schweren Holztüre stand und am liebsten hätte ich auch jetzt kehrt gemacht, doch dann musste ich wieder an Garret denken. Leise seufzend ließ ich den Kopf hängen. Garret. Einerseits war ich ihm wirklich zu tiefen Dank verpflichtet, da er mich aufgenommen hatte, doch andererseits wollte ich ihn am liebsten verwünschen, da er mich einfach so seiner Mutter zum Fraß vorwarf. Meine Hand schien ein eigenleben zu entwickeln, denn ich spürte wie ich gegen die Tür klopfte.
    Die Türe wurde geöffnet und ich stand einem jungen Mädchen in einem zart blauem Kleid gegenüber, welches mich mit einem Lächeln einließ. Ich war überrascht, denn die Stimmung in diesem Raum hatte nicht Endzeitstimmung, so wie ich angenommen hatte, nein es war eine fast schon heitere Stimmung, welche mir entgegen hallte. Garrets Mutter saß wie eine Matrone auf einem der gepolsterten Stühle und erzählte wohl gerade eine sehr nette und unterhaltende Geschichte, den die anderen Frauen, welche um sie herum saßen hörten ihr interessiert und mit großer Neugier zu.
    "Amber!" unterbrach sich Garrets Mutter selbst in ihrer Geschichte und es wirkte fast so als würde sie sich gar freuen mich zu sehen. Oh Gott, mir wurde ja fast schon schlecht bei dem Gemütswechsel, welchen dieser Frau innerhalb einer Stunde hingelegt hatte. "Ihr hattet nach mir verlangt, Mylady!" erwiederte ich und deutete einen kleinen, nicht all zu tiefen Knicks an.
    Die nächste Stunde verwirrte mich mehr als alles andere. Garrets Mutter unterhielt sich zu anfangs kurz mit mir, stellte mir fragen über meine Herkunft und schien sich mit meinen Antworten zu begnügen. Sie wollte wissen wie mir dieses Haus gefiel und ob meine Reise denn nicht zu anstrengend gewesen sei, da ja meine Heimat einige Tagesreisen entfernt gelegen haben musste (wenn die mal wüsste...). Dann schloss sie die anderen Damen wieder in die Unterhaltung mit ein. Doch über Garret verlor sie nicht ein einziges Wort. Keiner hier sprach über ihn, oder darüber dass das hier sein Haus war, fast so als würde er gar nicht existieren.
    Mit den Worten dass sie jetzt müde sei, verabschiedete oder besser gesagt verscheuchte uns die Lady und ich war ehrlich wenn ich sagte ich war nicht böse diesen seltsamen Raum und seine noch viel seltsamere Bewohnerin endlich verlassen zu können.
     
  15. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Alles lief im inneren der Burg seinen gewohnten Lauf. Die Bediensteten liefen herum und gingen fleißig ihrer Arbeit nach, der Fleiß schien noch etwas anzuwachsen jedesmal wenn ich um die Ecke kam. Es war nicht so, dass ich das ich übermäßig Gewalt einsetzte oder sonderlich Böse war, aber ich erwartete von meinen Leuten schon eine gewisse Disziplin. Die Burg war kein Elysium und schließlich arbeitete ich ja auch hart daran, dass es alle die mir unterstanden dafür gut hatten. Ich sollte stolz sein das Erbe meines Vaters erhalten zu haben und dieses auch weiterzuführen... Wären da nicht die Umstände wie ich zu eben diesen gekommen bin. Während ich den dämmrigen Gang entlang schritt musste ich unwillkürlich daran denken wie mein Bruder und ich als kleine Jungen gemeinsam durch eben diese getobt waren. Gregor und ich waren eigentlich ein gut eingespieltes Team gewesen, hatten die Burg unsicher gemacht und den einen oder anderen Streich gespielt. Wenn wir erwischt wurden war es immer meine Mutter gewesen, die meinte ich hätte einen schlechten Einfluss auf ihn... dabei kamen die Ideen und der Antrieb für den Unsinn zum größten Teil von meinem großen Bruder. Ich hatte ja nur glück das mein Vater dabei immer das letzte Wort hatte.
    Alles hatte sich geändert als Gregor zur Ausbildung fort ging, es war üblich das Jungen fortgeschickt wurden um zu verhindern dass sie zuhause verhätschelt wurden, kamen sie als Pagen bei anderen Rittern und Lords unter. Erlernten das Handwerk fernab der Heimat... Im Fall von Gregor hatte sich das wohl als böser Fehler herausgestellt... Ich schüttelte den Kopf um die trüben Gedanken zu vertreiben. Immer wieder hatte ich mir diese Fragen schon gestellt. Wie es soweit hatte kommen können und jedesmal stand ich vor einem scheinbar unauflösbaren Rätsel, dass damit endete das ich wieder die Bilder von damals sah. Ich stand im Türrahmen zu Vaters Gemächern, der durch eine Verletzung in einem Kampf noch bettlägerig war. Ich hörte seinen röchelnden Atem, sah wie das Blut aus seinem Mund quoll den Blick ungläubig auf den Mann gerichtet der über ihn stand, der Dolch der mitten in seiner Brust steckte, gehalten von der Hand meines Bruders. Dieser Ausdruck in dessen Gesicht, dieses... Grinsen während er beobachtete wie das Leben aus dem Leib unseres Vaters wich. Ich stieß ein unwirsches Knurren aus, zwang mich die Bilder zu verbannen, den gehetzten Herzschlag von diesen lebhaften Erinnerungen verursacht wieder zu beruhigen und vor allem mir sonst nach außen nichts anmerken zu lassen. Ich erklomm gerade die nächste Treppe als die unerwünschten Gedanken von einem anderen Bild vertrieben wurden. Amber kam gerade aus der Kemenate meiner Mutter, die ja auch noch hier war, zusammen mit den anderen Damen. Sie kicherten und tratschten miteinander, doch das heitere Gemüt der Mädchen verstarb als sie mich erblickten und sie huschten schnell an mir vorbei. Ich war es gewohnt das mich die Mädchen nicht unbedingt umschwärmten, aber irgendwie war es schon seltsam wenn man dafür Verantwortlich war, dass ihnen das Lachen im Halse stecken blieb. Sei es drum... auf ihre Gunst war ich sicherlich nicht angewiesen, das wäre ja noch schöner. Mein Blick suchte sowieso schon eine ganz bestimmte Frau, zwei andere Mädchen standen noch bei ihr und schienen sich mit ihr zu unterhalten. Ich blieb mit einem kleinen Abstand stehen, wollte nicht unhöflich in ein Gespräch platzen. Wieso ich stehen blieb? Keine Ahnung, eigentlich hatte ich meine Räume aufsuchen wollen vor dem Abendessen, schaffte es jedoch nicht einfach an Amber vorbeizugehen. Ich wollte ja auch schließlich wissen wie es ihr ergangen war. Würde ich erfahren das meine Mutter wider erwarten unhöflich zu ihr gewesen war, würde die alte Hexe schneller wieder rausfliegen als ihr lieb war.
     
  16. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Eigentlich hatte ich mich ja schnell entfernen wollen, hatte vorgehabt meine Kammer aufzusuchen oder mich irgendwo anders hin zu fliehen. Doch da hatte ich die Rechnung nicht mit zwei besonders neugierigen Damen gemacht, welche mich sofort in Beschlag nahmen als wir die Kemenate ihrer Ladyschaft verlassen hatten. Die Mädchen waren ja wirklich nett und erkundigten sich eigentlich nur danach wie ich es denn hier fände und ob es mir denn nicht zu langweilig sei, denn hier könne einem das schon mal schnell passieren, so wenige Feste wie es hier gab. Gerade wollte ich den Beiden antworten und ihnen versichern dass ich mich ganz und gar nicht langweilte, wobei meine Gedanken sofort zu meinem Treffen mit Garret glitten und zu dem Kuss. Ich spürte wie eine feine Röte über meine Wangen zog und im selben Moment lief ein wohliges Kribbeln meine Wirbelsäule hinauf und als ich den Kopf drehte, sah ich ihn. Garret. Anscheinend reagierte nun auch schon mein Körper auf ihn. Die Gespräche um mich herum verstummten, worüber ich nicht böse war, denn ab dem Moment als ich Garrets Anwesenheit gespürt hatte, hatte ich den beiden Mädchen nicht mehr zugehört, mein Blick lag immer noch auf ihm, unfähig sich zu lösen.
     
  17. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Es dauerte nicht lange, bis auch das Gespräch dieser Damenrunde erstarb. Sobald sie mich bemerkten wurden sie ruhig und das Mädchen das es nicht mitbekommen hatte, bekam von ihrer Freundin den Ellbogen unsanft in die Rippen gestoßen damit auch diese in ihrem Redeschwall gestört wurde. Eigentlich war dieses Verhalten doch recht amüsant, doch ließ ich mir das nicht anmerken, meine Miene blieb wie üblich unbewegt und ruhig. Die Mädchen bemühten sich den Blick zu senken, überall hin nur nicht in meine Richtung... alle Mädchen bis auf eine. Amber... ihr Blick lag immer noch auf mir, ihre Wangen waren mit einer feinen Röte überzogen und der Ausdruck ihrer Augen zeigte keine Angst oder Beklommenheit ob meiner Gegenwart, es lag eher eine Glut dahinter und unwillkürlich musste ich an den Kuss in meinem Arbeitszimmer denken. Ich war mir sicher das auch meine Züge sogleich entspannter wurden und auch ein Zucken in meinen Mundwinkel ein Lächeln andeuten ließ. Mein Herz begann unwillkürlich schneller zu schlagen und in meinen Fingern juckte es gerade zu sie zu berühren - was ich jedoch selbstverständlich nicht tat. "Verzeiht die Damen, ich wollte die Unterhaltung nicht stören", sagte ich schließlich und zwang mich den Blick auch über die Anderen gleiten zu lassen, die ein verklemmtes 'Mylord' über ihre Lippen kommen ließen. "Das Abendessen beginnt bald, ich glaube eure Eltern warten sicherlich schon", fügte ich dann an und nachdem die beiden Mädchen nickend Blicke zwischen sich austauschten huschten sie davon. So waren Amber und ich nun alleine... nun vor der Höllentür musste man hinzufügen, aber keine Sorge mir würde hier sicher kein Falsches Wort über die Lippen kommen. "Darf ich Euch zu Eurer Kammer begleiten Mylady?" fragte ich dann an Amber gewandt und bot ihr, wie die Höflichkeit es eben gebot meinen Arm an. Ja ich tat es auch damit sie mich berührte, aber zugeben würde ich das natürlich niemals.
     
  18. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Es war fast als hätte Garret gar nicht wirklich fertig sprechen müssen, da hatten sich die Mädchen welche sich mit mir unterhalten hatten und die anderen Frauen schnell aus dem Staub gemacht. Ja, aus dem Staub gemacht war wirklich die richtige Beschreibung, denn die Mädchen schienen ja geradezu zu flüchten. Aber vor wem? Etwa vor Garret? Eine kleine Falte zeichnete sich auf meiner Stirn ab, als ich meinen Blick kurz von Garret losriss und den Mädchen hinterher sah. Was veranlasste sie dazu so übertrieben zu reagieren? Eine warme, dunkle Stimme riss mich aus meinen Gedanken und mein Blick flog wieder zu Garret. Garret, der jetzt der Einzige war mit dem ich hier in diesem Gang stand und welcher mir einladend seinen Arm entgegen hielt. Ich sah das fast schon schelmische Funkeln in seinen Augen, welches einen Anflug von Belustigung in sich trug. Ich erwiderte dies mit einem sanften Lächeln und legte meinen Arm in seine Armbeuge. "Ihr scheint reichlich Eindruck zu schinden!" stellte ich fest und hob mit fragendem Blick eine Augenbraue. Seine Wärme, welche ich an meinem Arm spürte, verstärkte das wohlige Schaudern an meinem Rücken und ich musste dem Drang, mich näher an ihn zu schmiegen, wiederstehen.
     
  19. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Sie ergriff meinen Arm und ich wurde mir ihrer Nähe zu noch mehr bewusst. Ihr sanftes Lächeln dazu würde wohl ausreichen um jeden sonst noch so besonnen Mann den Kopf zu verdrehen. Doch ich wäre nicht ich, wenn ich mich dadurch sichtbar aus der Ruhe bringen lassen würde. Auf ihre Feststellung hin musste ich erst kurz überlegen was sie meinte, dann bildete sich doch ein kleines Grinsen in meinem Gesicht. Sie spielte wohl auf die Mädchen an. "Nun, schließlich bin ich ja auch der große böse Wolf wenn man den Gerüchten trauen darf", meinte ich mit einem kleinen Zwinkern. Ich schätzte mal die Mädchen hier hatten einfach schon etwas angst vor mir... ich hatte nie viel Wert auf deren Meinung gelegt und für gewöhnlich war ich ihnen gegenüber nicht sehr gesprächig - es waren alles Kinder von meinen Untergebenen, Leuten denen ich versprochen hatte sie und die ihren zu beschützen da würde mich sicherlich an keine der Jungfrauen ran machen. Zumal Jungfrauen sowieso nicht gerade in mein Beuteschema fielen, doch unweigerlich begann ich mich nun zu fragen ob Amber noch eine war... So wie sie mich vorhin geküsst hatte und auch keine Scheu hatte mich zu berühren zweifelte ein Teil von mir schon daran, aber ein anderer Teil wollte das noch nicht bestätigen... nun wenn ich wüsste wie es in ihrer Zeit um Beziehungen und das Thema Ehe stand, wäre ich wohl geschockt. Zumal ich ja noch nicht einmal das richtig verdaut hatte, was sie mir bisher anvertraut hatte. Zukunft... schon lange hatte ich nicht mehr an eine solche Gedacht nur von Tag zu Tag gelebt und jetzt war mir ein Mädchen aus der Zukunft direkt vor die Hufe meines Pferdes gefallen wie mir schien. Ein Zeichen das mein Leben doch nicht ganz aussichtslos war oder eher ein dunkles Omen? Ich wusste es noch nicht, aber ich war entschlossen dem auf den Grund zu gehen.
    Als wir um die nächste Ecke gegangen waren und ich mir sicher sein konnte, dass meine Mutter nichts mehr von unserem Gespräch hören würde können, außer sie würde uns nachschleichen fragte ich Amber: "Ich hoffe meine Mutter hat Euch nicht zu sehr belästigt." Für gewöhnlich war meine Mutter niemand der mit der Tür sofort ins Haus fiel, ähnlich wie es früher auch bei mir gewesen war, versuchte sie erstmal das Gegenüber zu studieren, Schwächen und Stärken herauszufinden - ich verfügte kaum mehr über diese Tugend außer wenn es um Schlachten ging, nicht das ich irgendetwas unüberlegt tat, aber wenn mir einer auf die Nerven ging oder mir ein Dorn im Auge war, dann bekam er das von Anfang zu spüren.
     
  20. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Verblüfft stellte ich fest das es Garret nicht all zu viel auszumachen schien dass einige seiner Gefolgsleute regelrecht die Flucht vor ihm ergriffen. Ich selbst war mir nicht ganz sicher ob ich damit so umgehen können würde wie er. Wäre ich die Herrin über solch eine Grafschaft, nunja ich würde wahrscheinlich schon wollen das mein Gefolge nicht vor mir davon lief. Wieder musste ich an die unzähligen Berichte denken, welche ich über Garret und vor allem seinen Ruf, gelesen hatte. In den meisten Berichten war die Rede davon gewesen dass er mit einer gewissen härte über seine Leute befehligt hatte und als unerbittlich galt. Ich richtete meinen Blick wieder auf eben diesen Mann, welcher gerade so nahe neben mir ging. Bis jetzt hatte ich ihn aber nicht als aggressiv oder unbarmherzig erlebt, sondern eher als einen sehr gerechten und auf loyalität bedachten Herren. Bei den Gedanken an eine gewisse "härte" welche ich heute morgen durchaus bei ihm verspürt hatte, spürte ich wie mir die Röte leicht die Wangen färbte. Oh man, an sowas durfte ich jetzt gerade wirklich nicht denken. Garret selbst war es, der meine angeheizte Libido sofort mit einer Frage über seine Mutter, zum abkühlen brachte als hätte er einen Kübel Eis darüber geschüttet. "Sie hat sich mir gegenüber sehr zuvorkommend gegeben!" antwortete ich wahrheitsgemäß und musste zugeben das diese Frau schon fast anstrengend freundlich gewesen war, doch würde ich ihr nicht trauen.
     

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