[RS] Sunora

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Floooh, 10 Juni 2016.

  1. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Zu erst dachte ich schon -und das wäre wohl dem Arschlochteil in mir lieber gewesen- dass sie mich wegstieß. Das würde viele Dinge einfacher machen, es würde mir leichter fallen mich von ihr fernzuhalten und vielleicht nicht mehr ganz in diese Richtung zu denken wie ich gerade tat. Aber sie schmiegte sich an mich, verbarg ihr Gesicht an meiner Brust und begann zu weinen... urgh. Wenn es etwas gab mit dem ich gar nicht umgehen konnte, dann waren es weinende Frauen. Sie konnten zornig sein und toben - darüber lachte ich doch meistens- aber wenn sie Trost und Schutz brauchten war ich doch etwas unbeholfen. Wobei es mir bei Amber doch erstaunlich leicht fiel, wenn ich daran dachte dass ich sie damals im Dorf auch schon getröstet hatte. Während ich sie nun mit einer Hand festhielt, strich ich mit der anderen beruhigend über ihren Rücken und wiegte sie dann sanft. Sie wirkte so zart und zerbrechlich in meinen Armen und es tat mir merkwürdigerweise auch wirklich weh, wenn sie so traurig war... "Das wird schon alles werden, Ihr werdet sehen", sagte ich schließlich und sah auf sie hinunter, wie sie sich an mich klammerte. Sie war mir so nah, dass mein Herz unwillkürlich zu rasen begann und mir wurde heiß. In meinen Gedanken wanderten meine Hände wo ganz anders hin, natürlich nur um sie zu trösten... Kurz biss ich meine Zähne zusammen. Schließlich ließ ich meine Hand von ihrem Rücken nach vorne gleiten, legte meinen Zeigefinger und den Daumen an ihr Kinn um ihren Kopf sanft anzuheben. "Solange Ihr bei mir seid wird Euch sicher kein Leid geschehen", fügte ich dann so sanft wie es vermochte hinzu, strich mit dem Daumen über ihre Wange um eine Träne wegzuwischen. Und dann lag mein Blick auf ihren rosigen Lippen, ich konnte einfach nicht widerstehen, als ich mich zu ihr hinunter beugte um die ihren mit den meinen zu berühren. Es durchfuhr mich leicht, es fühlte sich einfach so gut an... und es lag wohl auch gestern nicht nur am Alkohol und den warmen Dämpfen der Quelle. Ich verstärkte etwas den Druck auf ihre Lippen und zog sie etwas mehr an mich.
     
  2. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Seine Arme um meinen Körper taten gut und es fühlte sich wunderbar an, von jemandem gehalten zu werden. Dass dieser Jemand Garret war, trug vielleicht auch dazu bei dass ich mich nicht mehr ganz so verloren fühlte. Ich spürte sein anfängliches Zögern nicht, bekam nicht mit wie es ihm erst unangenehm schien dass ich weinte, denn wenn ich ganz ehrlich war tat ich mit in diesem Moment einfach nur leid. Ich tat mir leid weil ich in einer Welt gefangen zu sein schien in welcher ich ja gar nicht sein wollte. Ich tat mir leid weil ich all diesen Gefahren begegnet war, welche auf unserem Weg gelegen hatten und ich tat mir leid weil ich genau wusste dass dieses Kapitel meines Lebens noch lange nicht vorbei war. Als ich gerade leise aufseufzte, hörte ich das dunkle Timbre seiner Stimme, welche in seiner Brust grollte. Seine Hand strich über meinen Rücken, hinauf in meinen Nacken und umfasste sanft mein Kinn, sodass ich ihm unter tränenverhangenem Blick in die Augen sah. Seine Worte waren so sanft und tröstend und passten gar nicht in das Bild welches über die Jahrhunderte von ihm gezeichnet wurde. Doch ich spürte wie sie mich beruhigten, seine zärtlichen Berührungen etwas mit mir taten das mich tief in meinem Inneren berührte. Es war als würde sich mein Körper an den gestrigen Abend erinnern, denn meine Lippen begannen unter seinem Blick zu prickeln und ich spürte wie mein Atem kurz aussetzte. Gerade noch von Selbstmitleid eingenommen, spürte ich wie sich Erregung in meinem Körper ausbreitete. Meine Brust schien mir enger zu werden und es war als würden sich meine Hände wie von selbst langsam über seinen Arm bis hin zu seinem Nacken bewegen, wo sie zum halten kamen und ihn sanft hielten, als er seine köstlichen Lippen auf meine legte. Zuerst Küsste er mich sanft, so als wäre er sich nicht sicher ob ich den Kuss erwidern würde, doch als ich mich ihn entgegen reckte, seine Küsse willkommen hieß, spürte ich wie er mich enger an sich zog, der Kuss intensiver wurde und ein kleines Stöhnen meine Lippen verließ.
     
  3. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Es war gut, dass sie so reagierte. Ich spürte wie sie meinen Kuss erwiderte, sich mir hingab und bei Gott, sie fühlte sich so perfekt und wundervoll an in meinen Armen. Ihre Lippen waren so weich und köstlich, dass ich kaum genug davon bekam. Ihre Arme gingen hoch in meinen Nacken und sie hielt sich dort fest, ich nutzte dies aus und zog sie auf mich so das sie auf meinen Schoß saß. Ihr kleines Stöhnen entzückte mich und animierte mich dazu weiter zumachen. Ich wollte sie gar nicht mehr loslassen, mit einem Mal war alles andere um uns herum wie weggeblasen und es gab nur noch sie, die sich an mich schmiegte und mich allein mit ihrer Anwesenheit schon in den Wahnsinn trieb. Ihr zarter Duft und ihr weicher Körper der für meine Hände gerade zu gemacht zu sein schien taten ihr übriges dazu. Meine Hände strichen über ihren Rücken, hey ich war vielleicht kein großer Redner wenn es um Gefühle ging, aber das hier... ja das beherrschte ich und es fühlte sich so verdammt gut an es mit Amber zu tun und wer weiß wie weit ich wohl noch gegangen wäre, hätte es nicht soeben an der Tür geklopft. Ich überhörte das erste Mal, viel zu sehr vereinnahmt von dem schönen Geschöpf da vor mir. Doch dann drang das zweite Klopfen doch durch meinen Kopf, mit einem ungehaltenen Knurren löste ich meine Lippen von Ambers und drehte meinen Kopf in Richtung Tür. "Was ist?" kam es unfreundlich durch die Störung von meinen Lippen, während ich das Mädchen immer noch festhielt gerade gar nicht daran dachte sie los zulassen. "Ich bins Fergus," meldete sich der andere hinter der Tür und schien zu zögern, was meine Laune nicht gerade anhob. Es war nie gut, wenn der Mann zögerte und ich sollte recht behalten. "Garret deine Mutter ist gerade eingetroffen!" Mir schlief das Gesicht ein und mit einem Mal war das was ich gerade noch eben vor gehabt hätte wie weggeblasen. Was wollte die denn hier?! Ich versteifte mich unwillkürlich und der Drang ganz schnell hier raus zu müssen bevor der Drache mich fand wuchs stetig in mir an. Ich konnte nur knapp das entnervte aufstöhnen unterdrücken, während mein Kiefer jetzt so angespannt war, dass die Zähne knirschten. Mein Blick ging zu Amber, welche noch immer auf mir war, ich seufzte leise und schob sie dann von mir setzte sie sanft wieder auf der Bank ab und löste ihre Hände von meinen Nacken, als ich mich erhob. Meine Hand fuhr durch meine Haare und innerlich fluchte ich auf derbste. Die verblichene Erregung pulsierte immer noch in mir und am liebsten hätte ich meine Mutter zum Teufel gejagt dafür das sie ausgerechnet jetzt auf der Bildfläche auftauchte! War ihr der nächste Liebhaber weggestorben und jetzt kam sie wieder angekrochen und brauchte Unterschlupf oder wollte sie mir einfach nur so wieder mal ihren Anstandsbesuch machen und mir erklären was für ein Missratener Fehler ich nicht war? "Ich glaube wir sollten unser Gespräch zu einem anderen Zeitpunkt fortführen Mylady", sagte ich dann schließlich zu Amber und ich konnte den kühlen Unterton in meiner Stimme nicht unterdrücken. Ich hielt ihr meine Hand hin um ihr beim aufstehen zu helfen. "Kommt ich stelle euch meiner Mutter vor, bevor sie das selbst erledigt", forderte ich sie auf und nichts erinnerte gerade an den sanften Ton oder die Berührungen die ich ihr gerade vorhin noch zuteil hatte werden lassen.
     
  4. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Dieses Gefühl seiner Lippen und Hände auf meinem Körper war einfach so Himmlisch das ich vor Verzückung am liebsten noch einmal aufgestöhnt hätte, doch da spürte ich wie Garret von mir abließ und ein Knurren, ja wirklich ein Knurren, über seine Lippen kam. Erst jetzt bemerkte ich dass wohl jemand geklopft hatte und Garret nicht wirklich froh über diese Störung war. Ich spürte wie mein Herz schnell gegen meine Brust schlug und mein Atem sich noch nicht wirklich beruhigt hatte. Ich spürte das seine Hände immer noch um meine Hüften lagen und er wohl noch nicht bereit war mich loszulassen, bis zu dem Moment als der Störenfried meinte Garrets Mutter sei eingetroffen. Garret schob mich von sich und erhob sich. Was hatte das zu bedeuten? Konnte es sein dass er nicht wollte dass sie uns beide zusammen sah? Garrets Gesichtsausdruck war unergründlich und ich konnte daraus nicht lesen was in ihm vorging, bis er sich zu mir wandte und meinte wir sollten unser Gespräch zu einem anderen Zeitpunkt fortsetzten. Unser Gespräch.... Diese Worte hallten in mir nach und irgendwie gaben sie mir einen kleinen Stich, während ich mich erhob. Mehr war es für ihn gerade nicht gewesen? Nur ein "Gespräch"?
     
  5. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Ich kämpfte den Sturm der in mir tobte nieder, versuchte mich wieder unter Kontrolle zu bekommen, was mir gegenüber Amber erstaunlich schwer fiel. Zu gerne hätte ich sie nochmals an mich gezogen und meine verdammte Mutter einfach ignoriert. Ich wusste jedoch wenn ich sie nicht begrüßen ging, würde sie wieder nur mehr ärger machen als sonst auch. Das Problem so viel ärger und so böse sie mir auch gegenüber war... blieb sie doch meine Mutter. Ja ich wollte auch vermeiden, dass sie sah das da etwas zwischen Amber und mir war - auch wenn ich mir das selber noch nicht eingestehen konnte, was sie mit mir machte war mir egal, ich konnte das ignorieren. Aber Amber wäre nicht das erste Mädchen das vor mir die Flucht ergriff nachdem meine Mutter mitbekam dass ich diesem eben zugeneigt war. Ich half Amber beim aufstehen, strich dann unbewusst mit dem Daumen über ihren Handrücken, eine Geste die mich irgendwie beruhigte. Das sie meine Worte zu wörtlich nahm, wusste ich ja nicht. Herr Gott! Ich sollte mich wirklich zusammen reißen! Momentan benahm ich mir wie ein Jüngling der noch keine Ahnung davon hatte was er tat. Wusste ich das? Irgendwas ging da in mir ab, was ich nicht zu deuten wusste, wusste nur das es seid ich Amber getroffen hatte aufgetaucht war. Ich hatte das Bedürfnis sie zu beschützen, egal was da auch kommen mochte und auch die Information das sie auch der Zukunft kam hatte nichts daran geändert.
    Ich fuhr mit einer Hand durch mein Haar um es etwas zu ordnen, in der Hoffnung das damit auch meine Gedanken wieder etwas klarer wurden. Ich hielt noch immer Ambers Hand fest, als ich mit ihr auf die Tür zuging. Griff schon mit der freien nach der Klinke, bis mir das auffiel... Ich biss die Zähne zusammen und ließ ihre Hand schließlich los, warf dabei noch einen entschuldigenden Blick auf sie über meine Schulter, bevor ich die Tür öffnete. Fergus stand davor, trat von einem Bein auf das Andere, sein Blick ging über meine Schulter auf Amber, kurz runzelte er die Stirn, sagte jedoch nichts weiter. "Ihre Kutsche ist gerade in den Hof eingefahren", sagte er und als ich nickte zog er sich zurück. Meine Schultern versteiften sich unwillkürlich, während ich darüber nachdachte was denn nun schon wieder war dass sie mich mit ihrer Anwesenheit beehrte. "Kommt!" forderte ich Amber nun auf, zog die Tür hinter ihr zu und schloss ab. Niemand, außer dem Verwalter und mir hatte in diesem Raum etwas verloren. Danach bot ich ihr meinen Arm an um sie zu führen... das war ja zumindest erlaubt und irgendwie würde es mich beruhigen zu wissen das sie da war - auch wenn es durch die ungerührte Miene wohl nicht ganz so durchkam.
     
  6. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Die Berührung von Garrets Daumen, wie er sanft über meinen Handrücken strich und er mich nicht von ihm wegstieß wie ich es angenommen hatte, verschafften es das ein wohliger Schauder meinen Rücken hinab fuhr. Doch als ich meinen Blick von unseren beiden Händen hob und Garret in sein vor Unmut verzogenes Gesicht sah, zuckte ich fast zusammen. Konnte es sein dass ihm die Ankunft seiner Mutter wirklich so sehr zürnte? Es war als würden hunderte Gedanken durch seinen Kopf rasen, doch keiner davon schien ihn milder zu stimmen, eher stachelten sie ihn noch an. Als er meine Hand immer noch hielt und mit mir Richtung Tür marschierte, stießen wir beinahe mit Fergus zusammen, welcher gerade eintrat. Hatte Fergus etwa angst vor Garrets Reaktion? Fast schon hätte ich ja schmunzeln müssen, da es eine gewisse Komik hatte wie der Mann diese "Hiobsbotschaft" überbrachte, fast so als hätte er angst im nächsten Moment seinen Kopf zu verlieren. Garret spannte sich merklich an als er erfuhr dass seine Mutter wohl gerade angekommen war und ich spürte wie eine beängstigende Nervosität sich in mir ausbreitete. War seine Mutter denn wirklich so schlimm? Und was wenn sie uns die Geschichte mit dem Mündel nicht glaubte? Was würde dann geschehen? "Kommt!" hörte ich Garret neben mir sagen, während er die Tür zu seinem Arbeitszimmer abschloss und sich dann zu mir umdrehte und mir seinen Arm reichte. Ich legte meinen Arm auf den seinen und sah vorsichtig zu ihm auf. "Denkt ihr.. "begann ich leise und etwas zögerlich und ärgerte mich im nächsten Moment fast dafür dass ich jetzt anscheinend zu so einem Schisser geworden war. Mit einem leisen Räuspern versuchte ich meine Stimme wieder etwas fester klingen zu lassen, was nicht so einfach war bei diesem Gefühlschaos. Als ich daran zurück dachte wie ich vor einigen Minuten noch auf Garrets Schoß gesessen hatte, er mich berührt und geküsst hatte, spürte ich wie mir das Blut wieder in die Wangen schoss. "Denkt ihr, eure Mutter wird die Geschichte glauben?" fragte ich nun doch wieder leise, da meine Gedanken an vorhin meine Stimme wieder versagen ließen.
     
  7. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    Mein Gesicht war verschlossen, während ich mit Amber den Gang hinunter ging um meine Mutter zu empfangen. Es fühlte sich immer wieder wie der Marsch in eine ermüdende Schlacht an, dieses Mal war ich jedoch nervöser. Meine Gedanken gingen unter anderen in die Richtung was wohl passierte wenn meine Mutter Amber wie auch schon andere Damen zuvor vergraulte? Wieso sollte mich das kümmern? Herr Gott! Diese ganzen Weibergeschichten hatte ich doch schon hinter mir... oder? Mein Blick ging auf Amber nieder als sie anfing zu sprechen, beinahe hätte ich sie überhört. Sie druckste schließlich rum, errötete dann sogar und kurz dachte ich das sie eventuell an das dachte was wir gerade vorhin noch getan hatten. Doch dann fragte sie schließlich ob meine Mutter die Geschichte glauben würde... Gute Frage. "Sie wird es hinterfragen, solange sie es nur aus meinem Mund hört, wie alles was ich tue. Aber wenn Ihr die Geschichte sicher genug vor ihr wiedergeben könnt, wird sie sich damit abfinden", erklärte ich.. Nun zumindest würde sie keine offenen Fragen mehr stellen, eher nur mehr hinter dem Rücken von einem. Ich seufzte leise und strich unwillkürlich mit meiner freien Hand über ihren Handrücken der auf meinen Arm rührte, eine Geste die sie etwas beruhigen sollte. Als ich dessen gewahr wurde richtete ich mich wieder gerade und räusperte mich leise, während ich Amber runter in den Hauptsaal führte und dann hinaus vor die Feste. Wo meine Mutter gerade meine Bediensteten delegierte ihr Gepäck rein zu bringen. Theodora Hohenstein... Verzeihung mittlerweile hieß sie ja von Grünweier, glaubte ich zumindest, wenn sie sich nicht bereits schon wieder vermählt hatte. Eine Zeitlang war sie nachdem Tot meines Vaters und meines Bruders im Kloster gewesen, hatte bei ihrem abschied gemeint, dass ein Leben in Bescheidenheit und Demut ihr die Schmach einfacher machen würde das von ihren beiden Söhnen der Gute dahin geschieden war. Ein halbes Jahr hatte sie es ausgehalten, um ehrlich zu sein waren das fünf Monate länger als ich ihr zugetraut hatte, und war dann mit einem der vorbei reisenden Lords vom Kloster abgehauen und hatte ihn nach der Trauerzeit geheiratet.

    Nun denn da stand sie, den Rücken zu uns gekehrt konnte man unter der Haube die sie trug das Lohfarbene Haar hervorlodern sehen das auch mir zu eigen war, die Gestalt war schlank und stolz aufgerichtet, besonders groß war die Frau nicht aber das machte sie nur zu einfach mit ihrer Ausstrahlung wett. Schließlich drehte sie sich um, das stolze Kinn und die schmale Nase stolz erhoben. Ein paar türkis-grüner Augen funkelten daraus, schienen als würden sie einen mit Leichtigkeit durchbohren können. Die Wangenknochen lagen hoch, verliehen der Frau einen scharfen und strengen Ausdruck. Trotz ihres Alters war Theodora immer noch eine schöne Frau, auch wenn man am Ansatz ihrer Haare schon graue Strähnen erblicken konnte und das Gesicht ein paar Falten erhalten hatte. Das Problem hierbei war wirklich das meine Mutter mich nicht einmal abstreiten konnte-zumindest eine kleine Genugtuung meinerseits-, dafür ähnelte ich ihr viel zu sehr. Bis auf die Tatsache das ich um einiges Größer war und nun mal ein Mann, konnte man nicht verneinen das wir zu einer Familie gehörten. Für einen Moment trafen sich unsere Blicke und man konnte meinen kurz blitzte etwas in ihren Augen auf, wich dann jedoch demselben kühlen Ausdruck der auch mir zu eigen war. Ich biss meine Zähne fest zusammen, ließ Amber dann stehen um auf meine Mutter zu zutreten, die wie selbstverständlich ihre Hand erhob. Die ich ergriff und steif der Etikette gemäß einen Handkuss andeutete. "Mutter", brummte ich leise, während sie ein knappes "Garret," dahinter setzte. Ich machte einen Schritt zurück. "Darf ich dir Lady Amber von Dornenbusch, mein Mündel, vorstellen, sie traf erst gestern hier ein", stellte ich also Amber vor und lud sie mit einer kleinen Geste ein, sich zu uns zu stellen, während meine Mutter unverblümt ihren abschätzenden Blick über das Mädchen gleiten ließ.
     
  8. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Garrets Antwort auf meine Frage ließ mich zwar ein wenig hoffen das wir seine Mutter überzeugen können würden, doch gab es mir noch keine Sicherheit und ließ mich nicht beruhigt durchatmen. Meine Hand immer noch in seine Armbeuge gelegen folgte ich Garret die Treppe hinab und dann hinaus in den Hof. Der Himmel war jetzt nicht mehr so klar wie vorhin, sondern war Wolken verhangen, so als würde er das was da gerade auf mich oder besser gesagt uns zukam, ankündigen. Eine herrische Stimme war gerade dabei einige Lakeien und Dienstboten herumzukommandieren und ich hatte auch bevor Garret sie als seine Mutter angesprochen hatte gewusst dass nur sie es sein konnte. Als sie sich umdrehte war es wirklich nicht abzustreiten dass sie und Garret Verwand waren, sie sahen sich sehr ähnlich. Die Frau war recht attraktiv und wäre nicht dieser verbitterte Ausdruck auf ihren Lippen und ihren Augen abzulesen, hätte man sie fast für liebenswert halten können. Doch ihr Blick war eiskalt als sie ihn auf mich richtete und ich konnte spüren wie die Kälte mir durch die Glieder kroch, als sie mich mit ihren Blicken maß. "My Lady!" sagte ich leise und machte einen kleinen Knicks, in der Hoffnung dass dies Gebührlich war. Warum auch immer, doch in Garrets oder der Anwesenheit seiner Mutter schien es wirklich so als hätte ich alles was ich in meinem Studium gelernt hatte vergessen. Kein sehr ermutigender Gedanke.
     
  9. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Garret

    "Lady Amber, das ist Lady Theodora von Grünweier", Nachdem sie mich nicht unterbrochen hatte nahm ich an, dass dieser Name wohl noch zu ihr gehörte. Amber knickste und grüßte meine Mutter eher zaghaft, während diese dem Mädchen mit dem Blick folgte und sie wohl abzuschätzen versuchte. "Dein Mündel sagst du..." meinte sie schließlich. Ihre Stimme war kühl und wog schwer in meinem Magen, denn ich kannte diesen Ton und den Blick dazu.. Derjenige der das entschieden hatte konnte nicht mehr ganz bei Trost gewesen sein, ja das sagte mir dieser Blick nur allzu deutlich. "Aye," gab ich knapp jedoch mit nachdruck zurück und entgegnete ihrem Blick mit dem Trotz den nun mal nur ein Sohn gegenüber seiner Mutter aufbringen konnte. Das Schweigen zwischen uns wurde länger, keiner von beiden war gewillt nachzugeben. Doch schließlich seufzte meine Mutter und meinte: "Nun meine Reise hier her war lang und beschwerlich, ich würde mich gerne erstmal frisch machen und danach würde es mich sehr freuen wenn Ihr, Lady Amber mir in der Kemenate mit den anderen Frauen Gesellschaft leisten könntet." Oh dies war keine Bitte, es klang eher wie ein Befehl und wirkte auch so, denn meine Mutter wartete nicht auf eine Antwort, nickte nur als sei es beschlossene Sache und entfernte sich dann ohne ein weiteres Wort.

    Ich folgte ihr mit meinem Blick und wartete bis sie ins Innere der Burg verschwunden war, erst jetzt fiel die Anspannung wieder von mir ab. Gut ich bemerkte auch jetzt erst das ich wirklich angespannt gewesen war. Verdammt! Es fiel mir verdammt schwer in der Gegenwart meiner Mutter ruhe zu bewahren, ich war stets auf der Hut vor irgendeiner Falle die sie zu stellen versuchte. Irgendwie schaffte sie es immer das ich irgendwann was falsches sagte worüber sie sich dann mokierte. Ich wandte mich wieder an Amber, musterte sie kurz um sicher zu gehen das alles in Ordnung war. "Nun für die erste Begegnung lief es doch ganz gut", meinte ich schließlich und versuchte mich an einem Lächeln um sie aufzuheitern. "Um Euch zu beruhigen, Ihr werdet sehen, dass Sie in meiner Abwesenheit wie ausgewechselt sein wird", fügte ich schließlich an, da meine Mutter sie ja eingeladen hatte... nun mehr oder weniger.
     
  10. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Amber

    Ein unterkühltes Gespräch führen bekam in meinen Augen gerade eine ganz andere Bedeutung. Garrets Mutter schien ihn ja wirklich nicht sonderlich zu mögen, ja es hatte wirklich den Anschein als würde seine Anwesenheit ihr wirklich arg zuwider sein. Etwas in mir verspürte den Drang herauszufinden warum genau sie ihn so verachtete, herauszufinden. Doch die Worte welche seine Mutter an mich richtete, ließen mich innerlich erstarren. Sie wollte das ich ihr Gesellschaft leistete? Aber warum sollte sie das wollen? Ihr blick, welcher vorhin auf mir geruht hatte, war nicht wirklich ein Indiz dafür gewesen das ich ihrem Wohlwollen ausgeliefert sein würde. Doch ich kam nicht dazu die Dame zu fragen ob es denn wirklich in ihrem Ersinnen lag wenn wir uns nachher treffen würden, denn sie hatte sich schon für den Moment verabschiedet und entschwand in das mächtige Gebäude vor uns.
    Mein Fragender Blick glitt zu Garret, welcher mir versicherte das diese Begegnung ja eigentlich ganz gut verlaufen sei. Meine Augenbrauen schossen in die Höhe und ich wollte ihn gerade fragen ob er denn nicht mitbekommen hatte was hier abgelaufen war, als er hinzufügte dass ich mich beruhigen könne, denn seine Mutter würde sicherlich ganz anders in ihrem Gebaren sein, wenn er nicht mehr dabei wäre. "Und warum sollte sie netter zu mir sein als sie es gerade mit ihren Blicken "gesagt" hat?" fragte ich in leicht zynisch und konnte mir bei Gott nicht vorstellen wie diese Frau auch nur "nett" sein könnte.
     

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