[RS] Stahl und Ehre

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Ravenna, 27 Nov. 2017.

  1. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Stahl und Ehre
    Dies sind die Worte die den McDunbroch Clan zu einem der einflussreichsten Clans in der Umgebung von Edinburgh gemacht haben. Im Jahr 1724 ist der Kampf um Culloden noch weit entfernt, doch die englischen Truppen sind bereits seit Jahrzehnten im Land. Die Clan im weiten Norden sind davon noch weitestgehend unberührt. Der McDunbroch, der als ableger der McDonalds gilt, ist den Englischen Invasoren weitaus mehr ausgesetzt. Die Rumore rund um Rebellion flackern bereits auf, es gibt treffen. Noch gibt es Hoffnung, die geschürt werden, durch die Heirat mit englischen Frauen sollen die Clans beruhigt werden.

    Killian McDunbroch, rettete einst seinen Herren, woraufhin der junge Mann einen Titel erhielt, als Schlachtruf wählte der junge Herr die Worte Stahl und Ehre, die Worte seines Urgroßvaters im Kopf kann sich Aodh McDunbroch trotzdem dem Wunsch seines Onkels aus dem McDonald Clan nicht sträuben. Dieser verlangt zum Bündnis mit den Engländern die Hochzeit zwischen Aodhs erstem Sohn mit einer englischen Frau.

    Formular:
    Name:
    Alter:
    Aussehen:
    Charakter:
    Vorgeschichte:

     
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  2. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Formular:
    Name: Ian Alexander McDunbroch
    Alter: 25
    Aussehen: Ian trägt sein hellbraunes Haar stets in einem langen Zopf, ganz zum unbehagen seiner Mutter, sie beschwert sich nur allzu oft über sein wildes Aussehen. Aus feinen Gesichtzügen schauen einem rehbraune Augen entgegen. In seinem Gesicht fallen besonders zwei Eigenschaften auf. Ganz entgegen zu seinen jüngeren Geschwistern erbte Ian nicht das rote Haar seines Vaters. Wächst dem jungen Mann jedoch ein Bart, den er mittlerweile stehen lässt ist dieser rot. Bis zur Jugend Ians hatte man gemunkelt seine Mutter sei dem Vater nicht treu gewesen. Seine Wangen zieren keine Sommersprossen, aber seine Augen weisen feine grüne Sprenkel auf, die sich zu vertiefen schienen, wenn Ian wütend ist.
    Charakter:
    Vorgeschichte: Ian wurde im Jahr 1699 geboren, ein Jahr in dem viele Highlander glaubten die Welt würde unter gehen. Sein Vater befand sich zu dieser Zeit auf Reisen in Frankreich, er ist ein gebildeter Mann, eher Dichter als Verfächter des Schwertes. Viele sagten seiner Frau Cailach untreue nach, da der junge Ian seinem Vater nicht ähnlich zu sein schien. Seine ungezügelte Energie, der unwille das Lesen zu erlernen. Im Alter von 9 Jahren wurde der Junge in die Obhut seines Onkels gegeben. Der Umgang mit den Waffen, das Reiten stellten sich alsbald als die wahren Talente des Jungen heraus.

    ich ergänze das noch xD
     
  3. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Formular:
    Name: Judith Greycliff
    Alter: 19
    Aussehen: Wie an eine kleine Meissen Porzellan Schäferin könnte man erinnert werden wenn man Lady Judith Greycliff in den großen Gärten von Greytoun House zu Gesichte bekam. Ihre Haut ist so rein und ebenmäßig, als wäre sie von einem Meister selbst gezeichnet. Auch wenn ihre Haut nicht von dem reinen Alabaster erstrahlt welches in London mode ist; sondern von den vielen Spaziergängen in den Gärten oder den meist verwegenen Ausritten über die Felder Greytoun´s, einen sehr leichten aber dennoch unschicklichen gebräunten Ton aufwies, so tut dies ihrem Liebreiz bestimmt keinen Abbruch. Ihr Gesicht weißt ein paar großer, grüner Augen umrahmt von einem dichten Wimpernkranz, eine kecke aber nicht zu kleine Nase und einen Mund mit sinnlich geschwungener Oberlippe auf. Ihre lange, rot-blonde Lockenpracht fällt ihr bis zur Hälfte über ihren Rücken, während immer wieder kleine, freche Löckchen ihr Gesicht, vorallem an den Schläfen umspielen. Judith ist für ihre Zeit angemessen groß, doch nicht so groß als dass man sie für eine der gobschlächternen Frauen halten konnte, welche weiter oben im Norden lebten (zumindest stellte sich ein jeder eine solche Nordfrau vor).
    Charakter:
    Vorgeschichte:
    Ob aus Trotz oder aus Liebe, dass sei einem jeden Betrachter selbst überlassen, doch tief in ihrem Inneren war sich Judy selbst nicht ganz sicher aus welchen Beweggründen sie Thomas o´Leary geheiratet hatte. Er war Dichter, ein Ire oder wie ihre Mutter zu sagen Pflegte: "Ein schmutziger Papist!" und er hatte ihr die Hoffnung auf etwas gegeben was sie noch nie besessen hatte - Freiheit. Aufgewachsen in dem großen Herrenhaus Greytoun House, hatte es ihr zwar an nichts gefehlt, doch hatten die Wände des Hauses begonnen immer enger zu werden, die Erwartungen ihrer Mutter auf eine großartige Partie, hatten angefangen ihr die Luft zum Atmen zu nehmen. War es da nicht wie ein Geschenk des Himmels gewesen als plötzlich Thomas o´Leary in Midton, dem kleinen Ort, welcher zu der Grafschaft ihres Vater gehörte, aufgetaucht war? Natürlich wäre es eine Lüge gewesen, würden böse Zungen behaupten ihr junges Herz hätte sich nicht ein ganz klein wenig in diesen Mann verliebt, doch hier kam der Punkt an dem sich die Meinungen teilten. Legte sie ihre Hand in die Seine, die er ihr darbot nach Wochen der Tändelei, der Spaziergänge im Park und kleinen (oftmals sehr untauglichen) Gedichten, welche er an sie schrieb; weil sie ihn liebte, oder weil sie darin einen Ausweg aus ihrem Käfig aus Erwartungen, Forderungen und unerreichbaren Träume ihrer Eltern suchte? In den Frühen Morgenstunden verließ eine kleine, geschlossene Kutsche die Grafschaft des Duke of Greycliff mit dem Ziel Gretna Green.
    Die Ehe hielt genau einen Tag und eine Nacht, doch immerhin so lange dass sie vor Gott als Vollzogen hätte gelten müssen. Doch Judith´s Vater suchte und fand die jungen Eheleute und schnell stellte sich heraus dass Geld einem jungen Dichter mehr wert war als die Liebe zu seiner angetrauten. Vor einem Geistlichen mussten sie schwören die Ehe sei nie vollzogen worden und somit nicht gültig. Thomas verließ England noch am selben Tag, so wie es mit ihre Vater vereinbart war. Keiner außer ihr Vater und ihre Mutter hatten von diesem nicht entschuldbaren und überaus ungehörigem Ereignis erfahren, doch wusste sie nur zu gut dass ihr Vater ihr niemals verzeihen würde.
     
  4. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Ian
    "Morgen wird sie hier ankommen und ich will keine Diskussionen mehr,Ian. Denk an die Ehre.." "EHRE? Ehre. pah. Dir fiel es schon immer leicht die Worte des Clans für dich zu nutzen nicht wahr?" Erst schrie ich, dann verspottete ich ihn, ihn dem eigentlich mein Respekt gelten sollte. Doch obwohl ich ihn Vater nannte, konnte ich nicht sagen das ich genau so empfand. Er war mir fast fremd, in der Hose, in der er nun vor mir stand war das beinahe noch mehr der Fall. Seine Affinität zu den Engländern war seit dem Tod meiner Mutter nur noch stärker geworden, ich sah es am Haus, der Art wie er sich kleidete und dem was er von mir verlangte. "Was war es den dir für eine Ehre, deiner statt deinen Sohn in den Kampf nach Frankreich zu schicken?" die Verachtung war deutlich in meiner Stimme zu vernehmen. Meinen Onkel hätte ich niemals mit solchen Worten bedacht, allerdings war dieser auch ein echter Highlander und einen solchen hatte er auch aus mir gemacht. Stolz trug ich den Tartan der Familie McDunbroch, führte Schwert und Sax an meiner Seite.
    Vater wollte das ich irgendeine aufgetakelte Engländerin heiratete, es sei schließlich eine Ehre mit ihr die Bündnisse mit der Regierung der Engländer zu stärken. Ich wurde dabei nicht gefragt. "Ian...du weißt genau das ich dazu nicht in der Lage war, bin, meine Lunge. Du bist doch unbeschadet zurück gekerht" "Ich war 15...kaum dem Knabenalter entwachsen, Vater." ich ließ es klingen wie einen Fluch, sollte es auch sein, sollte er bloß wissen wie es mir damit ging. Natürlich würde ich seinen Wünschen entsprechen, ich hatte keine andere Wahl, er drohte damit mich zu enterben und ich wollte die Herrschaft über den Clan - eines Tages wollte ich teilnehmen an der Rebellion um die Engländer ein für alle Mal aus den Highlands zu vertreiben. Und jetzt wollte er mir ausgerechnet einen solchen englischen Klotz ans Bein binden.
    Ich war noch nicht bereit für eine Frau, bei einer Schottin hätte er zumindest weniger Widerstand erhalten, doch eine Engländerin? "Ich komme deinem Wunsch nach, erwarte jedoch nicht allzu viel von mir. Ich werde mit ihr zu meinem Onkel gehen, sie wird nicht in diesem Haus bleiben...sie hat eine Schottin zu werden." Damit verschwand ich aus dem Hause, bis morgen hatte ich noch Zeit, ich würde mir eine Taverne suchen...ein oder zwei Gläser Whisky würden genau das sein was ich nun benötigte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29 Nov. 2017
  5. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Judith

    Rumps. Ich war wieder eingeschlafen, ermüdet unter den Strapazen der Reise und erschöpft von deren Dauer. Die Kutsche war mit einem Rad in eines der unzähligen Schlaglöcher gefahren, welche sich seit wir die Lowlands in Edinburgh hinter uns gelassen hatten und immer weiter in die Highlands gefahren waren, stetig summiert hatten. Mein Kopf, welchen ich nach hinten gegen das weiche Polster der Kutsche gelegt hatte, war durch den Ruck gegen die Seitenwand des Gefährts gefallen. Schlagartig war ich wieder wach, fuhr mich müde mit einer Hand über mein Gesicht und sah kurz zu dem Fenster hinaus. Seit Tagen schien die gleiche Landschaft an uns vorbeizuziehen. Grün, Grau, Steine, Felsen, Bäume, Berge. Dieses Bild schien sich immer und immer wieder zu wiederholen, auch wenn sich hier und da einmal ein Wildtier ins Landschaftsbild fügte. "Bald werden wir da sein Mylady, ganz gewiss!" hörte ich Mollys helle Stimme von der Gegenüberliegenden Seite der Kutsche. Molly war meine Zofe und mein Vater hatte es mir gewährt sie mit in diese unzivilisierte Wildnis zu nehmen. Ob das wirklich eine gute Idee gewesen war, da war ich mir nicht mehr so sicher, denn das Mädchen schien wirklich den ganzen Tag reden zu können. Sie plauderte immer und über alles. Wies mich immer wieder darauf hin wie wunderbar grün doch hier alles war, das es unerhört sei das die Straßen hier nicht besser ausgebessert wurden und sie sich schon darauf freute zu sehen wie die Damen in unserem neuen Heim gekleidet waren und wie sie ihre Frisuren trugen. Ich hatte ihr nicht wirklich viel geantwortet, sondern war meinen eigenen Gedanken verfallen. Ich dachte zurück an den Tag an dem mein Vater mir verkündet hatte er hätte für mich einen Weg gefunden wie ich ihm nicht weiter schaden und mich wenigstens einigermaßen nützlich verheiraten konnte. Natürlich war für ich jede Chance auf eine gute Partie verdorben und da man ja nicht wollte dass die Leute zu reden begannen wenn ich mich nicht verheiratete, war es die beste Lösung mich so weit wie möglich fortzuhaben. In den ersten Tagen der Reise hatte ich um Thomas geweint, um das was wir hätten haben können, doch sein Verrat wurde mir immer deutlicher und am dritten Tage hatte ich um mich geweint und um das was mein Leben eigentlich hätte sein sollen. Doch dann waren aus den Tagen schon zwei Wochen geworden und ich war es müde der Tränen vergießen. Hintergründig nahm ich wieder Mollys Stimme wahr, wie sie sich fragte ob denn der neue "Herr" ein schönes Heim hatte. Der neue "Herr"... ich wollte gar nicht daran denken wo unsere Reise ihr Ziel finden würde, denn ginge es nach mir so wäre diese Ehe nicht mehr als eine Unterschrift auf einem Stück Papier.
     
  6. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Ian
    Es war nicht bei einem Glas Whisky geblieben, irgendwann dazwischen hatte ich Ale zwischen die Finger bekommen und noch ein wenig später war ich in eine Prügelei geraten. Ich selbst hatte nicht viel abbekommen, doch ich erwachte spät an diesem Morgen.
    Mein Kopf schwamm ein wenig, ungeniert machte ich mich auf in die Stallungen, sattelte mein Pferd. Außerhalb von Edinburgh lenkte ich hinunter zu einem Flußarm. Ich entledigte mich meinem Kilt um mir den Schweiß der Nacht vom Körper zu waschen. Ich hatte natürlich große Lust dieser englischen Ziege einen gewaltigen Schock zu verpassen, vielleicht sollte ich eher ein Schlammbad nehmen?
    Noch immer brodelte die Wut auf meinen Vater in mir...ich hatte noch nie viel mit Frauen anfangen können. Sie waren im Krieg hinderlich, ich traf mich mit Aufrührern um eine Rebellion gegen die englische Krone zu planen. Eine Frau war das letzte was ich an meiner Seite wissen wollte.
    Nach meinem Bad im Fluss trocknete ich mein Gesicht ab, wickelte mich wieder ein in den Plaid. Gwyn stand noch an dem Busch an dem ich ihn festgebunden hatte, der kräftige Braune sah mir neugierig entgegen. Nach einem zwei Stunden ritt kam ich an Dunbroch Castle an, eine Kutsche stand bereits im Innenhof. Ich kam also offenbar zu spät, um ehrlich zu sein - ich kümmerte mich auch selbst um die Versorgung von Gwyn. Erst danach kehrte ich in die Räume meiner frühsten Kindheit zurück.
     
  7. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Judith

    Molly hatte es nach einiger Zeit aufgegeben und schwieg nun wieder, während sie aus dem Fenster blickte und die vorbeiziehende Welt geradezu in sich aufzusaugen schien. Ihr Gesichtsausdruck wechselte von ehrlicher Begeisterung zu Verwunderung bis hin zu purer Freude über das was sie dort draußen sah. Konnte ich dem Mädchen seine unschuldige Freude wirklich missgönnen? Ich wusste dass sie noch nie wirklich aus unserer Grafschaft herausgekommen war und nur einmal in ihrem bisherigem Leben in London gewesen war, ansonsten kannte sie nur die Ländereien meines Vaters und das kleine Dorf welches dazugehörte. So war es also ganz natürlich dass für sie nun ein jeder Baum oder Strauch etwas völlig aufregendes war. Fast schon hätte mich meine Beobachtung amüsiert, doch hätte es wohl in diesem Augenblick nichts geben können das meine Laune auch nur ein klein wenig anheben hätte können. Vor einiger Zeit hatten wir in einem kleineren Ort halt gemacht um die Pferde zu tränken, da hatte mir der Kutscher mitgeteilt dass dies nun der letzte Ort vor unserem Ziel war und wir nicht mehr lange unterwegs sein würden. Meine Glieder schmerzten, meine Kleider waren von der Reise ganz staubig und ich war müde, da ich in den Gasthöfen in welchen wir während unserer Reise genächtigt hatten, nicht wirklich zur ruhe gekommen war. Gestern Nacht hatte ich fast kein Auge zu getan, da die lauten Stimmen und das Gejohle betrunkener Männer bis hin zu dem Zimmer gehallt hatten in welchem ich und Molly schliefen.
    Als ich registrierte wie wir ein Tor passierten, welches weit geöffnet war und dessen eiserne Flügel an einer steinernen Mauer befestigt waren, ruckte ich plötzlich auf und war hell wach. Wir waren also da.
     
  8. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Ian
    In dem großen Saal der eingerichtet worden war um Besuch zu entfangen war nicht komplett leer, meine Mutter und mein Vater saßen darin, tief in eine Unterhaltung versunken. Trotzdem merkte mein Vater lautstark an "Du bist zu spät." ich lächelte ihn süffisant an. "Offensichtlich ist die englische Hure auch noch nicht hier." Mutter schnappte nach Luft ließ den Blick zwischen meinem Vater und mir flackern, dann sagte sie "Wir Mrs. Greycliff zunächst eines der Zimmer zugewiesen, damit sie sich einige Zeit erfrischen kann. Auch sie müsste nun bald kommen. Setz dich trink einen Tee." ich wollte die Augen rollen. Lag es an der Nähe zu England, aber hier auf Dunbroch Castle hatte sich seit den Tagen meiner Kindheit vieles verändert.
    Meine Mutter wirkte Englischer denn je....Vater hatte Freunde aus England zu Besuch, pflegte ihre Bräuche. Es schien mir fast als wolle er seine schottische Herkunft leugnen, meine Mutter machte bei dem ganzen nur mit, weil sie meinen Vater liebte. Wie war mir schleierhaft, aber es schien so zu sein. "Du solltest sie nicht Hure kennen bevor du sie nicht kennst. Auch meine Ehe wurde arrangiert und ich lernte deinen Vater lieben." ich schnaubte und schenkte ihr trotzdem ein mildes Lächeln. "Du warst damals eine ehrliche Schottin. Ich weiß nicht was sie verbrochen hat, aber wieso sollte ein englischer Edelman seine Tochter so hoch in den Norden schicken? Mutter...ich will das nicht...und wer weiß vielleicht eben so wenig. Wir tun das beide, wenn dann aus Ehre." Die letzten Worte gingen an meinen Vater, der sich erstaunlicherweise zurück gehalten hatte. Gerade als es schien als wolle er doch etwas erwidern, dann kam einer der Diener ins Haus. "Mrs Greycliff ist nun bereit. Ihr auch?" mein Vater nickte und der rothaarige Diener verschwand.
     
  9. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Judith

    Ich war mir nicht ganz sicher, was genau ich erwartet hatte, aber irgendwie hatte ich mir den Familiensitz des Laird of McDunbroch anders vorgestellt. Als ich aus der Kutsche ausgestiegen war, hatte sich mein Blick sofort auf das Haus vor mir gelegt. Es war natürlich kleiner als Greytoun House, aber dennoch recht ansehnlich um nicht gar zu sagen schmuck. Aber ich hatte mir aufgrund der vielen Geschichten und vorallem der schauder Märchen über das wilde Volk der Schotten, eher eine Burg oder so etwas in der Art vorgestellt. "Mylady sehen sie doch nur wie hübsch unser neues Heim ist!" hörte ich das begeisterte Wispern von Molly, welche das Haus und die Bediensteten, welche emsig ihrer Arbeit nachgingen, beobachtete. "Es hat so etwas primitives!" fügte sie mit einem entzücktem Seufzen hinzu und ging dann eiligen Schrittes zum hinteren Teil der Kutsche um den Lakaien genaue Anweisungen zu geben was mit unserem Gepäck passieren sollte und wie sie es zu behandeln hätten. Ein Bediensteter, welcher wohl einer der Hausdiener war, trat auf mich zu, deutete eine kleine Verbeugung an und bat mich dann ihm in das Haus zu folgen.
     
  10. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Ian
    Ich stellte mich vor den Kamin, der in dieser Jahreszeit natürlich nicht an war, doch von einem alten Feuer befand sich noch Asche darin, in einer der entfernteren Ecken lag sogar ein unberührtes Stück Holz. An diesem Ort der Perfektion war es sonderbar. Dann kam der rothaarige Diener wieder hinein, ihm folgte eine große Frau, auch wenn sie mir selbst gerade bis unter das Kinn reichte, aber ich hatte Engländerinnen gesehen die kleiner waren. Sie war blass...zu blass für meinen Geschmack, vielleicht lag das an den Korsagen die diese Frauen zu tragen pflegten?Sie waren in keinster weiße bequem zu tragen, das konnte mir niemand erzählen, sie schränkten einen zu sehr in der Bewegung ein. Ich verstand nicht wie so etwas Mode sein konnte. In Frankreich hatte ich Frauen erlebt die zu eng geschnürt wurden, ständig ihr Bewusstsein verloren und daher zart wie ein Vöglein waren. Genau diesen Eindruck machte sie auch auf mich. Ich konnte nicht anders als zu Lachen, ich kaschierte es nur schlecht als Husten.
    DAS da? Das da setzten sie mir als Frau vor...Wie lange sollte sie in den Highlands überleben? Sie wirkte keineswegs robust auf mich. Ihre feine Kleidung ließ auf eine Hohe Geburt schließen. Die hatte zwar auch ich vorzuführen, aber hatte ich mich selten danach verhalten. Viele meiner Freunde, meiner Kampfgefährten kamen aus dem einfachen Volk, einer der Gründe warum sie mir folgten.
    "Miss Greycliff, ich freue mich euch in meinem Haus willkommen zu heißen." begrüßte sie mein Vater.
     
  11. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Judith

    Ich folgte dem Diener in das Haus, während Molly sich anschickte den Lakaien durch den Dienstboten Eingang in das Haus zu folgen. Wahrscheinlich würde sie sofort damit beginnen meine Kleidung aus den Truhen in die Schränke zu verräumen. Das innere des Hauses wahr wieder meines Erwartens recht ansprechend eingerichtet und hatte fast einen gemütlichen Charakter. Doch von alle dem bekam ich eigentlich nur am Rande etwas mit, denn gleich würde ich dem Mann gegenüber treten, an welchen mein Vater mich verkauft hatte. Ich spürte wie meine Hände feucht wurden und griff vorsichtig in die Falten meiner Röcke, versuchte meine Nervosität zu verdrängen, doch es war vergebens. Dann war es soweit, der Diener betrat einen Saal, welcher bis auf drei Personen, leer zu sein schien. Die drei Personen bestanden aus einer Frau, einem Mann etwa im alter meines Vaters und einem jungen Mann, vielleicht etwas älter als ich selbst. War er das? Der Mann den ich heiraten sollte? Ich begegnete seinem Blick und ich spürte ein Gefühl der Enge in meiner Magengegend als ich sah wie viel Abscheu in seinen Augen lag. Er schien sich also auch nicht sonderlich über mich gefreut haben. Er selbst hatte zugegebener Maßen ein recht ansehnliches Äußeres, doch auch das würde meine Einwände die ich gegen unsere Verbindung hatte nicht wirklich zunichte machen.
    Der ältere Mann, allem Anschein nach der Vater meines Zukünftigen sprach mich an, hieß mich in seinem Haus willkommen, woraufhin ich sittsam einen kleinen Knicks vollführte, bevor ich mich wieder aufrichtete und seinen Gruß erwiederte: " Vielen Dank, Mylord!".
     
  12. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Ian
    Schien sie ein wenig zusammen zu sinken als sie mich sah? Sicher....ich war nicht der Traum einer Frau. Mein Bart stand mir wild im Gesicht,die Haare struppig zurück gehalten von einem Band aus Leder.
    Sie schien eine bessere Ausbildung genossen zu haben als ich, vorbildlich knickste die junge Dame vor meinem Vater. Fast spürte ich so etwas wie Mitleid in der Magengegend...sie war für dieses Leben nicht vorbereitet. Hier in diesem Haus vielleicht schon, aber nicht dorthin wohin ich gedachte sie zu führen. Vielleicht sollte ich sie in Edinburgh ehelichen und sie anschließend hier zurück lassen. Mit einem Vögelchen könnte ich auf meiner Farm nichts anfangen. Diese Frau war Dienerinnen gewohnt, sie hatte wahrscheinlich nie gelernt zu kochen. Auf der Farm müsste sie selbst Hand anlegen...und wie sie dort vor mir stand knickste in ihrem Kleid, sah ich sie in dieser -meiner - Zukunft nicht. "Miss Greycliff ich möchte ihnen meinen ältesten Sohn Ian Alexander McDunbroch vorstellen." Ich trennte mich von meinem Platz am Kamin, kam neben meinem Vater zum Stehen. Ich besaß noch immer soetwas wie Respekt. Entgegen meines Vaters war mir Ehre nicht nur ein leeres Wort, ich wollte sie nicht mit meinen Taten beschmutzen. Also neigte ich leicht den Kopf "Miss Greycliff" es sollte nicht kühl klingen, doch lag in meinen Worten eine Kälte die nicht ihr galt. Sie galt meinem Vater und ich funkelte ihn von der Seite her an, lächelte Süffisant "Ich wäre gern mit meiner zukünftigen allein, wenn ihr uns also verlassen würdet."
     
  13. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Judy

    Der Laird zögerte nicht lange um mir seinen Sohn vorzustellen und wie sich herausstellte hatte ich recht gehabt dass es der junge Mann war, welcher etwas hinter dem Laird gestanden hatte. Der erste Eindruck welchen ich von dem Mann, welchen ich heiraten sollte hatte, war der dass ich ihn als eiskalt empfand. Seinen Worten fehlte es jeglicher Wärme. Ich erwiederte seine Worte nicht, was wohl auch daran lag das ich nicht einmal gewusst hätte was ich auf seine dahin geworfenen Worte sagen sollte. Als er von seinen Eltern verlangte dass er mit mir alleine sein wollte, wusste ich nicht was ich davon halten sollte. Nicht nur das es vollkommen unschicklich war wenn sich ein Mann mit einer unverheirateten Frau und vor allem ohne einer Dame, welche als Chaperone hätte dienen können, allein in einem Raum aufhielt. Nein, mir wurde auch unbehaglich zumute, da dieser Mann nicht so aussah als würde er sich freuen mich zu sehen.
     
  14. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Ian
    Mein Vater sah mich an öffnete den Mund, schloss ihn wieder und sah mich dann an. An seiner Stirn pochte eine Ader, aber,...er nahm meine Mutter sanft am Arm und verschwand aus dem Raum. Auch der Diener verzog sich, ich folgte ihnen schloss die Tür und drehte den Schlüssel darin herum. Ich wollte wahrhaftig meine Ruhe. Ich mahlte mit den Zähnen rief mir in Erinnerung das sie sicherlich nicht die Schuld dafür trug das ich Heiraten sollte. Womöglich hatte sie djese Entscheidung ebenso wenig wie ich mit treffen dürfen. "Setz euch doch bitte Miss Greycliff." es klang noch immer nicht sanft, aber freundlicher als all meine Worte zuvor. Ich wies auf die Couch, nahm selbst in einem Sessel Platz,und seufzte. "Wie ihr sicher gemerkt habt, hege ich nicht das beste Verhältnis zu meinem Vater. Das ist auch der Grund dafür, dass wir nicht hier bleiben werden. Mein Onkel gab mir das Haus seines Sohnes, es ist eine Ehre für mich dort zu leben. Es entspricht nicht dem was ihr gewohnt seit, solltet ihr euch nicht anpassen können, so kann ich euch nach der Hochzeit zurück hierher schicken lassen. Macht es euch nicht zu bequem hier, lasst eure wichtigsten Habseligkeiten einpacken. In zwei Tagen brechen wir auf zu meinem Onkel sein Anwesen befindet sich einen Wochenritt von hier. Ich hoffe ihr könnt reiten?"
     
  15. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Judith

    Ich hätte nun wirklich gar lügen müssen, wenn ich behauptet hätte mir wäre nicht etwas mulmig zumute geworden als ich den Mann dabei beobachtete, wie er zur Tür ging und diese absperrte. Hatte er gar etwas schlechtes im Sinn? Natürlich war ich schon alleine mit einem Mann in einem Raum gewesen, zuletzt mit meinem "Ehemann". Ich seufzte Innerlich und versuchte den Gedanken an Thomas zu verdrängen, denn sein Verrat schmerzte noch zu sehr. Auf das Geheiß des Mannes setzte ich mich auf einen der mir dargebotenen Stühle und hörte mir an was er mir zu sagen hatte. Er wollte mich also fortbringen. Weiter in die Highlands. Wieder spürte ich dieses ungute Gefühl in mir aufkeimen und schon langsam bekam ich die Ahnung dass diese Hochzeit wohl doch noch schlimmer werden konnte als ich es eh schon geahnt hatte. Doch seine letzten Worte ließen meine Augenbrauen zusammenziehen. "Wenn ihr mich nach hierher zurück schicken lassen könnt, wenn es mir nicht "passen" sollte..." begann ich und betonte das Wort "passen" mit einem leicht säuerlichen Ton. "Dann könnt ihr mich doch nach der Hochzeit gleich hier zurück lassen!".
     
  16. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Ian
    Ihr Gesicht war von Unglauben zu Verwirrung und Ärger gewichen...natürlich. Sie dachte die Hochzeit würde hier stattfinden. Dieses Haus entsprach dem was sie kannte, dem was sie eigentlich sogar verdient hatte, doch man hatte sie mir als Weib gegeben. Also oblag es mir auch ihr Leben ein Stück weit zu gestalten.
    Ich konnte mir nicht vorstellen das sie in der Arbeit aufgehen würde, wahrscheinlich hatte sie nie selbst Wasser holen müssen. War niemals auf dem Rücken eines Pferdes gewesen. Sie würde dort in den Highlands womöglich hilflos wie ein Kind sein. "Das kann ich euch verraten. Ich kann euch nicht hier zurück lassen, auf der Hochzeit ohne das Eheweib aufzutauchen wäre nicht allzu sinnvoll - wenn ich es auch bevorzugen werde. Ich gedenke nicht in diesem Haus zu Heiraten, nicht in der Anwesenheit meiner geschätzen Eltern. Wir werden auf der Burg meines Onkels heiraten, der in all den Jahren mehr Vater für mich gewesen ist als sonst jemand. Ich hoffe ihr vermögt zu reiten, denn eine Kutsche wird den Weg nicht bestreiten können." da sie meine Frage nicht beantwortet hatte, machte ich diesen Umstand noch einmal klar.
     

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