[RS] Servus et Dominus

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Samanta, 27 Juli 2015.

  1. Samanta

    Samanta Leseratte

    Hallöchen, ich hatte mal wieder Lust auf ein RS im alten Rom. Entschuldigt den furchtbaren Titel. Mir ist echt nichts anderes eingefallen xD:)

    Rom - 58 v. Chr. Der Sklavenhandel boomt und während die Unfreien ausgebeutet werden und den Herrschenden dienen müssen, leben eben jene in größtem Luxus. Jedenfalls diejenigen, die in der oberen Schicht der Gesellschaft leben. Großer Luxus oder starkes Elend prägen das Stadtbild. Gaius Iulius Cäser erringt immer mehr Macht, die heidnischen Völker werden langsam zurückgedrängt, versklavt und ausgebeutet.

    So viel zur Einleitung. Der Rest wird sich dann im Rollenspiel hoffentlich entwickeln. Dieses RS erhebt nicht den Anspruch absolut authentisch zu sein, dennoch bitte ich um ein bisschen Nachforschung und Realitätsnähe. Also beispielsweise kann niemand zaubern. Der Glaube an den einen Gott, oder an mehrere Götter (Heiden) ist natürlich sehr stark. Auch kann es zu Liebesgeschichten zwischen Herren und Sklaven kommen, aber bitte nicht gleich auf den ersten Seiten, denn dann wäre die Story ziemlich schnell vorbei und langweilig. Also versucht bitte keine dramatischen Liebesgeschichten gleich auf den ersten Seiten- sagen wir mal 10-15 - zu beschreiben. Der Rest ist dann hoffentlich klar ^^

    Regeln:
    ~ keine Bildverlinkungen, außer ihr habt die Rechte an den Bildern!
    ~ bitte eine ausführliche Charakter- und Aussehensbeschreibung & Vorgeschichte (beim Aussehen 300-400 Zeichen und bei Charakter & Vorgeschichte jeweils um die 500 Zeichen, gerne auch mehr :) zu überprüfen bei lettercount.com ).
    ~ kein Powerplay (zur Erklärung: Powerplay bedeutet, dass man als einzelner Charakter eigenmächtig über die Reaktionen anderer Figuren bestimmt oder aber riesige Zeitsprünge innerhalb eines Beitrages macht, die nicht abgesprochen sind und die anderen Spieler quasi zwingen auch zu springen, selbst, wenn sie noch nicht fertig mit ihrem Tag oder ihrer Handlung sind)
    ~ bitte außerhalb des RS einen höflichen Umgangston (wie man in den Wald ruft, so schallt es bekanntlich auch heraus)
    ~ Tod und Krankheit/Verletzungen sind erlaubt, müssen aber bei Beteiligung von anderen mit dem Spieler abgesprochen sein
    ~ Formular Sklave: bei Sonstiges könnt ihr auch euren Besitzer angeben, aber bitte sprecht das vorher mit der Person ab xD
    ~ Schickt mir bitte eure Steckis per PN, damit das ganze übersichtlich bleibt :)
    ~ habt Spaß und seid kreativ (keine Ein-Satz-Beiträge. Wenn euch nichts einfällt, dann wartet einfach ein bisschen und irgendwann könnt ihr wieder einsteigen :D)

    Viel Spaß wünscht euch Samanta :)

    Formulare

    Römischer Staatsbürger:
    Name:
    Alter:
    Geschlecht:
    Aussehen:
    Charakter:
    Rang/Status innerhalb des Staates:
    Vorgeschichte:
    Sonstiges:


    Sklave:
    Name:
    Alter:
    Geschlecht:
    Aussehen:
    Charakter:
    Wie lange schon Sklave?:
    Vorgeschichte:
    Sonstiges:

    ____________________________________________________________

    Mitspieler:

    I. Samanta
    Römischer Staatsbürger:
    Name: Marcus Livius Tacitus
    Alter: 23 Jahre
    Geschlecht: männlich
    Aussehen: Marcus hat dunkelbraune, sehr kurz geschnittene Haare und grüne Augen. Seine Gesichtszüge sind ebenmäßig und erhalten bloß durch die markant hervorstechenden Wangenknochen und die etwas große Nase eine gewisse Unregelmäßigkeit, die seinem guten Aussehen jedoch keinerlei Abbruch tut. Er ist für seine Zeit sehr groß und kräftig gebaut, was ihm eine bedrohliche Ausstrahlung verleiht.
    Charakter: Marcus ist sich seines Status nur allzu sehr bewusst. Er weiß, dass er es weit gebracht hat und das lässt er auch jeden, der unter ihm steht, spüren. Manche bezeichnen ihn als grausam, seine Sklaven jedoch bezeichnen ihn als 'guten Herren'. Er ist gerecht und urteilt niemals vorschnell. Bestrafungen setzt er nur ein, wenn es absolut notwendig ist. Dennoch kann man ihn durchaus als durchsetzungsfähig und teilweise auch grausam beschreiben, denn sonst hätte er es in der Politik niemals so weit nach oben geschafft. Grausamkeit muss man im Machtspiel der Politik beherrschen. Marcus ist stolz auf seine Familie, am meisten jedoch auf sich selbst, weil er sich diesen Status erworben hat. Er kann milde walten lassen, wenn es sein muss, aber auch unbarmherzig zuschlagen. Wer einmal seinen Unmut erregt, der sollte sich auf jeden Fall auf etwas gefasst machen. Vor allem, wenn es um seine Familie, seine Ehre oder um sein Amt geht, dann kennt er keinerlei Mitgefühl. 'Schwäche' zeigt er nur bei Frauen und Kindern.
    Rang/Status innerhalb des Staates: Konsul - hoher Status
    Vorgeschichte: Marcus stammt aus der Familie der Livier, einer römischen Plebejerfamilie, die 338 v. Chr. in die römische Staatsbürgerschaft übertrat. Sein Vater Lucius und seine Mutter Caecilia haben ihn zu einem 'guten Römer' erzogen, wie sie immer wieder betonten und waren der festen Überzeugung, dass Bildung ihren Jungen weiterbringen würde. Sie hatten recht. Er hat sich mit seinen 23 Jahren ein Amt ergattert, das man eigentlich erst - auf Grund der sogenannten Altersbeschränkung - mit 43 Jahren antreten kann. Dies zeigt, dass er sehr ehrgeizig und ein starkes Durchsetzungsvermögen besitzt. Er lebt in einer großen Villa und braucht dementsprechend auch viele Sklaven, die er sich immer wieder auf dem Sklavenmarkt besorgt.
    Sonstiges: //

    Sklave:
    Name: Svea
    Alter: 18 Jahre
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: Svea hat - wie für ihr Volk üblich - hellblonde Haare und ebenso blaue Augen. Sie ist eher zierlich gebaut und auch nicht besonders groß, was ihre gelegentlichen wütenden Ausbrüche irgendwie niedlich erscheinen lässt. Ihr Gesicht ist schmal, ebenso wie ihre Lippen, während ihre Nase etwas breiter zu sein scheint. Meistens ist sie sehr verbissen und in ihren Augen blitzt oft etwas kämpferisches auf. Man kann sie durchaus als Schönheit bezeichnen, was sicher dazu beitragen wird, dass man sie für einen guten Preis verkaufen kann.
    Charakter: Svea ist ein Wildfang. Sie lässt sich nicht gerne sagen, was sie zu tun oder zu lassen hat. Sie ist sehr aufbrausend, wirkt jedoch während ihrer Wutausbrüche auf Grund ihrer zarten Statur niemals wirklich bedrohlich. Sie lässt sich nicht einschüchtern und schlägt gerne mal über die Strenge. Dennoch ist sie nicht komplett lebensmüde und weiß - zumindest manchmal - wann es an der Zeit ist, sich etwas zurückzuhalten. Leicht ist es nicht, sie dazu zu bewegen, sich unterzuordnen, aber durchaus nicht unmöglich. Meistens kommt man bei ihr mit strengen Worten weiter, als mit harten Bestrafungen, da diese eher den Trotz in ihr wecken, also offensichtliche Dominanz und Präsenz.
    Wie lange schon Sklave?: seit 1 Monat
    Vorgeschichte: Svea stammt aus dem Volk der Bastarnen. Dort lebte sie noch bei ihren Eltern und ihren beiden jüngeren Geschwistern. Als sie eines Tages unvorsichtig genug war, das Dorf vollkommen alleine zu verlassen, wurde sie von einem römischen Sklavenhändler überwältigt, aufgegabelt und nach Rom gebracht, wo sie nun als Sklavin verkauft werden soll. Bisher ist der Händler sie noch nicht losgeworden, weil viele vor ihrer rebellischen Art zurückschrecken, aber auch sie weiß, dass das nicht immer so laufen wird. Irgendwann wird sie dienen müssen, ob sie will oder nicht. Dann hat sie wortwörtlich ihren 'Meister' gefunden.
    Sonstiges: //

    II. Obi-Wan
    Sklave:
    Name: Maira (die Funkelnde/Schimmernde)
    Alter: 17 Jahre
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: Maira ist nicht zu dünn, ihre Körperform lässt viel mehr einfach keinen Wunsch offen. Sie hat weibliche Kurven an den Richtigen Stellen, ausladende Hüften und strahlt stets etwas Elegantes, Graziles und Stolzes aus. Ihre Haltung entspricht wohl kaum einer Sklavin und das Feuer brennt noch in ihren Augen, wenn auch verborgen. Ihre Haut hat die Farbe von Elfenbein, ist weich und zart, ein paar blaue Flecke verunstalten diese an den Armen und an den Händen sieht man wie Fesseln die zarte Haut einfach durch gescheuert haben, aber Schwielen hat sie keine an den Händen. Auf ihrem Kopf sprießt honigblondes Haar, das zur Zeit wohl etwas dreckig ist, zwei dunkel Blaue Augen die an das Meer erinnern sehen einem entgegen mit Furcht vor der Ungewissen Zukunft, aber auch einer Kraft die man einem solchen Wesen nie Angedenken würde. Eine kleine süße gerade Nase sitzt in der Mitte ihres Oval geformten Gesichts, darunter liegen volle Lippen die zum Küssen gemacht worden scheinen.
    Charakter: Maira wuchs sehr behütet auf, sie ist gebildet und auch intelligent. Von Natur aus hat sie ein liebevolles und leidenschaftliches Wesen. Stets ein Lächeln auf den Lippen, steht sie ihren Freunden immer mit Rat und Tat zur Seite, sie ist loyal und treu und lässt sich nicht durch den erhobenen Finger von ihrer Meinung abbringen. Für ihre Lieben kämpf sie wie eine Löwin. Momentan ist sie jedoch mehr zurückhaltend, wirkt etwas scheu und verschreckt, vielleicht auch ein klein wenig verstört, was ihr wohl keiner verdenken kann, nachdem was sie erlebt hat.
    Wie lange schon Sklave?: seid ein paar Wochen, noch keinen Besitzer bisher nur verschleppt
    Vorgeschichte: Wie schon angedeutet wuchsMaira sehr behütet auf, als Tochter einer einflussreichen römischen Familie wohl auch kein Wunder. Sie kann alles was ein Mädchen zu dieser Zeit eben hat können müssen und etwas mehr, sie ist des Lesens, Schreibens und Rechnens mächtig. Liebt die Natur, Kunst und auch die Musik. Niemand hat wohl erwartet, dass man ihre Familie einfach so zerschlagen würde, sie hatte zusehen müssen wie man ihre Eltern hängte, ihre Geschwister und sie in die Sklaverei verkaufte. Mit entsetzten geht dieses Verbrechen durch die römischen Länder, doch sie hat keine Chance aus den Fängen zu kommen, Verwandte würde es schon geben, die durchaus ihre Identität bestätigen könnten, aber diese wohnen weitab. So blieb ihr nichts anderes übrig als ihren Sklaventreibern zu folgen, gefesselt und gepeinigt, jedoch unberührt… Jungfrauen konnte man eben teurer verkaufen. Von ihren Geschwistern wurde sie unterwegs auch getrennt, was ihr zusätzlich Schläge mit der flachen Hand, die hinterließen keine Spuren und grobe Griffe eingehandelt hatte, nun ist sie auf den Weg zu einem der größten Sklavenmärkte und bangt um ihr Leben…
    Sonstiges: Marcus Livius Tacitus? ^.^

    Sklave:
    Name: Chretos
    Alter: 23 Jahre
    Geschlecht: männlich
    Aussehen: Chretos ist hochgewachsen für seine Zeit, er hat breite Schultern und schmale Hüften, dennoch ist er kein Schrank, man sagt eher athletisch. Seine Bewegungen sind auch nicht plump, sondern zeugen von der Geschmeidigkeit einer Raubkatze. Sein Körper ist durch das tägliche Training durchtrainiert und muskulös. Braun gebrannte Haut spannt sich über seinen Körper, ein paar blassere Narben deuten auf frühere Verletzungen hin. Er entspricht wohl voll und ganz dem Symbol welches er darstellt, schwarze Augen die wie Kohlen zu glühen beginnen wenn es um etwas wichtiges geht funkeln bedrohlich hervor, nur ein kleiner Brauner tatsch liegt in ihnen, eine man würde wohl sagen gewöhnliche Nase, durch den einen oder anderen Knick schon verbogen sitzt im Gesicht, was sein Antlitz jedoch alles andere als stört. Sie führt direkt hinunter zu ein paar fein geschwungenen Lippen. Auf seinem Kopf wachsen ebenholzfarbene Haare, die immer perfekt zu sitzen scheinen, egal wie anstrengend das Training auch sein mag. Die hohen Wangenknochen und das Grübchen im Kinn verleihen ihm noch den Rest an übertriebener Männlichkeit, die es braucht um Frauen reihenweise in Ohnmacht fallen zu lassen.
    Charakter: Trotz seines Standes, oder wohl gerade deswegen ist Chretos ein stolzer Kämpfer, der sich jedoch zumindest seinem Dominus gegenüber weiß wie man sich benehmen muss. Er ist treu und loyal, nicht nur seinem Herrn gegenüber. Er ist ein unbarmherziger Kämpfer in der Arena, dementsprechend ehrgeizig und auch grausam in diesem Punkt. In diesen Situationen reagiert meist das ‚Tier‘ in ihm. Wenn er mal nicht kämpfen muss ist er jedoch ein sehr umgänglicher Typ, charmant, freundlich und humorvoll, auch wenn da mal hie und da schwarze Wolken vorbeiziehen. Achja und auf den Kopf gefallen ist der Junge auch nicht, auch wenn er nie Schreiben oder dergleichen erlernt hatte, doch bemerkt man sein taktisches Talent in Kämpfen durchaus.
    Wie lange schon Sklave?: Seit er vier Jahre ist.
    Vorgeschichte: Chretos stammt aus der Nähe Babylons, woher genau weiß wohl keiner so genau, seine Reise begann schon recht früh. Auf der Suche nach etwas besseren, war seine Familie zu Nomaden geworden und hatten die Länder durchstreift. Bis diese sich der falschen Seite anschloss oder die Römer das zumindest glaubten. Als seine Familie in das Eigentum Roms überging, wurde er zunächst von Herr zu Herr gereicht, schien wohl wenig potenzial für irgendwas zu haben, vorerst war er immer Haussklave. Bis mit sieben Jahren klar wurde, dass seine Begabung für das Kämpfen durchaus ausbaufähig war. Zu dieser Zeit war er schon im Besitz von Marcus Livius Tacitus‘ Familie. Sein Training fing also relativ früh an, schon nach kurzer Zeit erwies er sich als geschickter Kämpfer und so entwickelte sich das Ganze. Kaum 14 geworden, bestritt er seinen ersten Arenakampf, er gilt als einer der beliebtesten und erfolgreichsten Gladiatoren. Holt Ruhm und viel Geld für das Haus seines Herrn ein, als Marcus zum Konsul ernannt wurde, war Chretos ein Geschenk an den Sohn. Ja sonst, gibt es nicht viel über ihn zu sagen…
    Sonstiges: Marcus Livius Tacitus ist mein Dominus

    III. Leaenna
    Sklave:

    Name: Beauderic, heruntergebrochen auf Edric
    Alter: 19 Jahre
    Geschlecht: Männlich

    Aussehen: Edric ist ein durchschnittlich großer junger Mann von athletischer Statur und gerader Haltung. Er hat sandfarbenes Haar, das von Natur aus in Locken fällt und ihm mittlerweile bis zur Mitte der Stirn reicht, den klaren Kieferknochen ihre Schärfe etwas nimmt. Edrics Züge sind sehr definiert, fast aristokratisch, und könnten vergessen lassen, dass seine Mutter eine "Wilde" gewesen war, wäre da nicht schon immer ein gewisser unauslöschlicher Trotz in seinen Mundwinkeln. Seine Augen sind von einem eindringlichen Eisblau.
    Charakter: Edric wirkt stets ruhig und distanziert, seinem Herrn gegenüber ist er zuverlässig, respektvoll und gehorsam. Tut man ihm kein Leid, so sieht er auch keinen Grund darin, sich in irgendeiner Form unangemessen zu benehmen. Auch die eine oder andere schlechte Laune seines Herrn nimmt er lieber geflissentlich hin, als eine Situation zu provozieren, in der er ja doch nur im Nachteil wäre. Und Edric das Vertrauen zu schenken ist geradezu verlockend. Aber einer Tatsache sollte man sich bewusst sein: Edric ist weder dumm noch naiv, und er weiß genau, vor wem er sich wie zu benehmen hat - und vor wem nicht. Er ist ehrgeizig, versucht sich heimlich am Lesen und Schreiben und sammelt Geschichten und Legenden über die Götter seiner Mutter.
    Wie lange schon Sklave?: Sozusagen sein Leben lang
    Vorgeschichte: Beauderic wurde als Sohn einer Sklavin vom Stamm der Angelsachsen praktisch schon in die Unfreiheit hineingeboren und kennt kein anderes Leben. Wer sein Vater ist, ist ungeklärt - Offiziell handelt es sich um einen anderen Sklaven, aber Edrics Züge könnten durchaus die Vermutung aufkommen lassen, dass es sich um einen Römer, wenn nicht sogar den Herrn seiner Mutter handelt. Doch das würde natürlich öffentlich niemand zugeben. Die Mutter gab ihrem Sohn den Namen Beauderic, der jedoch bald der Einfachheit wegen auf Edric heruntergebrochen wurde. Sie brachte ihm heimlich alles über ihre heidnischen Gottheiten bei, denen sich Edric auch heute noch verbunden fühlt. Als der Junge 9 Jahre alt war, verstarb sie und Edric kam zu einem neuen Herrn, um seitdem selbst als Sklave zu arbeiten. Im Grunde empfindet Edric sein Leben nicht als durch und durch schlecht. Da er in diesen Verhältnissen groß geworden ist, sah er nie einen Grund, sich dagegen zu wehren, und das wiederum macht ihn zu einem unproblematischen Diener, der auch mit menschenwürdigeren Aufgaben betraut werden kann.
    Sonstiges: //
     
    Zuletzt bearbeitet: 29 Juli 2015
  2. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Maira
    Es war ein heißer Sommertag, die Olivenbäume standen in voller Pracht, würden dieses Jahr wohl eine gute Ernte einbringen. Das stetige Knarren der Karren, die unbarmherzig und stetig den bereits gepflasterten Weg entlang fuhren, ließ meine Hoffnung immer mehr schwinden. Wir waren an Arbeitssklaven vorbei gekommen, als wir am bisherigen Ende der gepflasterten Straße angelangt waren, die von Zypressen gesäumt war, um Schatten zu spenden… sie bauten die Straße weiter aus, damit man Truppen schneller in den Norden entsenden konnte. Als ich damals davon gehört hatte, war ich begeistert gewesen, denn das hieß das auch ich schneller in den Süden kommen würde, nach Rom um meinen Onkel in der Hauptstadt zu besuchen und um die Zerstreuungen der Stadt kennen zu lernen, ich war inzwischen alt genug dafür. Nun hatte ich Mitleid mit den schwer arbeitenden Männern die unter menschenunwürdigen Verhältnissen in der größten Hitze arbeiten mussten.

    Ich gehörte zu ihnen, auch wenn mein Verstand sich dagegen wehren wollte, meinen Häschern wieder entgegen schleudern wollte, dass ich die Tochter von Aemilia Scaura war, die wiederum die Schwester von Marcus Aemilius Scaurus, der in Rom Zensor war, war… Doch es würde mir nur wieder Schläge und Beschimpfungen einhandeln, ich war an diese Männer verkauft worden und es scherte sie nicht wer oder was ich davor gewesen war, nun war ich ihr ‚Besitz‘ denn sie hatten für mich ja auch gezahlt und würden mich weiterverkaufen… Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken, obwohl mir heiß war und ich Durst hatte. Unbewusst wand ich meine Handgelenke in den Fesseln hin und her und wurde von einem stechenden Schmerz bestraft, meine Schritte wurden für einen Moment langsamer und schon spannte sich das Seil, das mich an einen der Karren fesselte und zerrte schmerzhaft daran. Ich keuchte auf und Tränen stiegen mir unwillkürlich bei den Schmerzen hoch. Noch nie in meinem Leben war ich so behandelt worden und ich war ehrlich gesagt geschockt, ich hatte das Geschehene noch nicht verarbeiten können und nun sah ich wie Menschen mit anderen umgingen, wir hatten auch Sklaven gehabt aber ich hatte nie geahnt was hinter deren Geschichten stand, wie grausam die Realität wirklich war.

    Verschleppt von zuhause und verkauft wie Vieh… nun wusste ich wie sich das wirklich anfühlte und konnte es nicht nur ahnen. Wobei ich wohl noch Glück hatte, man hatte mich unberührt gelassen um mich noch teurer verkaufen zu können, wie man mir versichert hatte. Ich hoffte nur meinen Geschwistern ging es ‚gut‘, so gut es eben die Situation zuließ. Sie waren jünger als ich, zwei Brüder und eine Schwester. Ich biss die Zähne fest zusammen und zwang meine Beine schneller zu gehen, ich hatte es meinem Kampf damals zu verdanken, dass ich hinter dem Karren war und nicht darauf. Mich plagte ein schlechtes Gewissen, der Gedanke dass ich noch heftiger hätte kämpfen müssen, als mir klar geworden war das sie uns trennten. Ich kam nicht weiter bei diesen Gedanken, denn ein lauter Rufe ertönte und ich sah auf, riss die Augen ungläubig auf.

    Wir standen auf der Spitze von einem Hügel, vor uns lag der wohl größte Sklavenmarkt seiner Zeit im römischen Reich entlang der Küste, Menschen soweit das Auge reichte und ich verzagte innerlich. Ich würde verkauft werden und mein Herr würde wohl kaum ein Ohr dafür haben, was ich zu sagen hatte, es womöglich noch für Lügen halten und mich bestrafen lassen. Götter! Mein Herz schlug mir bis zum Hals und mein Knie wurden ganz weich, die Augen vor Schreck geweitet, als wir an den Ständen vorbei gingen, wo schon Sklaven feilgeboten wurden…nackt, so wie die Götter sie geschaffen hatten. Unbarmherzig wurde ich weitergezogen obwohl der Wunsch in mir die Fersen in den Boden zu rammen um nach einen Fluchtweg zu suchen übermächtig war, konnte ich es einfach nicht. Konnte mich angesichts dem was um mich herum geschah kaum rühren. Es kam mir vor wie ein übler Traum aus dem ich hoffte bald zu erwachen, doch wieder erinnerte mich der Schmerz an meinen Handgelenken daran, dass dies die Realität war.

    Wir setzten den Weg fort bis wir an der Küste waren, dort begrüßte der schmierige Kerl der den Karren gelenkt hatte und die welche uns ‚bewacht‘ hatten, einen kleinen rundlichen Mann mit dem Gesicht das einer Ratte sehr ähnlich war und übergaben die Sklaven. Wir wurden kurz begutachtet. Zähne, Augen, der ganze Körper… ich fühlte mich wie ein Pferd. Der Mann hielt bei mir etwas länger inne und ein verschlagenes Grinsen kam in sein Gesicht, mir wurde dabei nur übel und am liebsten hätte ich mich übergeben. Meine Kleidung war zerschlissen dreckig und ausgebleicht, meinen Schmuck hatte man mir abgenommen, nichts an mir ließ auf meine Herkunft schließen. Ich senkte meinen Kopf und schloss meine Augen, wollte für einen kurzen Moment das alles hier vergessen, doch bei den Geräuschen um uns herum schwindelte mir bloß und so öffnete ich die Augen wieder.

    Es ging weiter die Straße entlang in ein steinernes Haus, dort wurden uns die Kleider vom Leib gerissen und mit einem Kübel Meerwasser über den Kopf vom gröbsten Dreck befreit, verzweifelt versuchte ich meine Blöße irgendwie zu verdecken, vergebens… Es gab keine Möglichkeit mich dem ganzen hier zu entziehen und mein Herz raste immer schneller. Dann wurden wir an einer Mauer neben einem Podest aufgestellt und der erste wurde schon hinauf gestoßen und es wurde auf ihn geboten… Götter! Bitte, bitte lasst mich aufwachen! flehte ich stumm, während ich meine Arme so positionierte, dass zumindest meine Brüste für den Moment bedeckt waren. Mein ganzer Körper zitterte und dennoch brachte ich keine einzelne Träne hervor, viel zu unwirklich kam mir das alles hier gerade vor.

    Noch zwei andere Sklaven waren vor mir dran, ich reagierte nicht schnell genug als man mich ansprach und bekam einen Schlag gegen den Hinterkopf, der mich ein paar Schritte nach vorne machen ließ um das Gleichgewicht zu halten. Sterne tanzten vor meinen Augen, während man mich schon auf die Bühne schob, ich war ja nicht gerade schwer. Dann stand ich da, mein Blick klärte sich langsam und mit Entsetzen sah ich auf die Bietenden hinunter. Römische Bürger und auch andere… Ich stand neben mir, als würde ich das ganze hier auch nur beobachten und nicht das Stück Fleisch sein um das es ging. Ich schluckte hart, schloss kurz meine Augen, bevor ich meine Schultern etwas straffte und mein Kinn selbstbewusst nach vorne schob, mein Stolz verbot mir jetzt einfach umzukippen, obwohl ich wirklich knapp davor war.
     
  3. Samanta

    Samanta Leseratte

    Marcus
    Ich brauchte einen neuen Haussklaven. Einer meiner 'Alten' war gestorben, hatte es einfach nicht mehr geschafft. Das passierte immer wieder und dann brauchte ich jemand neuen. Also würde ich heute ins Forum gehen und dort vom Sklavenhändler meines Vertrauens einen Sklaven oder eine Sklavin erwerben. Zunächst aber musste ich meine Aufseher instruieren. Viele glaubten, dass ich meine Aufseher wahllos ausgesucht hatte, aber das stimmte nicht. Ich hatte sie sehr sorgfältig ausgesucht, denn viele der Aufseher waren gestört, genossen es, andere zu Quälen oder sogar zu töten. Ich hatte bei meinen darauf geachtet, dass sie durchgreifen konnten, aber meine Sklaven nicht zu Tode quälten. Das konnte ich nicht gebrauchen, denn obwohl Bestrafung nicht immer vermieden werden konnte, so vermied ich es doch zu bestrafen. Nachdem ich meine Aufseher instruiert hatte, machte ich mich auf den Weg. Dort angekommen führte der Sklavenhändler bereits die Sklaven vor. Mein Blick wanderte über jeden Sklaven und jede Sklavin. Eine stach mir sofort ins Auge. Sie wirkte viel zu zart, um eine Sklavin zu sein. Ihre Haut war blass und auch ihr ganzes Auftreten war nicht das einer Sklavin. Trotzdem wollte ich gerade diese. Mein Status erlaubte es mir, einen beinahe unverschämt teuren Preis für sie zu zahlen. Ich hatte genug Geld und außerdem wollte mir keiner in mein Geschäft pfuschen. So bekam ich den Zuschlag. Nachdem ich den Preis gezahlt hatte, überreichte er mir die Kette, die um ihren Hals lag. Ich löste diese. Fliehen konnte sie sowieso nicht. Sie wirkte nicht, als wäre sie schnell genug, um mir entkommen zu können. Die Fesseln um ihre Hände löste ich nicht. "Komm mit",sagte ich bestimmt, aber so sanft, wie ich es fertig brachte.

    Svea
    Mehrere Wochen war ich bereits in der Gewalt des Sklavenhändlers, der mich aufgegabelt hatte. Nach mehreren Fluchtversuchen hatte ich bereits einige Bestrafungen hinter mir. Natürlich blieben keine Narben zurück, denn gerade meine makellose Haut machte mich sicher wertvoll. 2 Wochen lang versuchte er mich nun schon zu verkaufen, aber bisher hatte er keinen Erfolg gehabt. Dass er mich noch nicht getötet hatte, war ein Wunder. Normalerweise gaben die Händler den Sklaven 1 Woche. Danach wurde man getötet. Das hatten mir andere Sklaven gesagt, die es wiederum von anderen gehört hatten. Wieder wurden wir feilgeboten wie Vieh und wieder ließ ich es einfach über mich ergehen. Am Anfang hatte ich noch versucht, mit den anderen Sklaven zu reden, aber das war schnell vorbei gegangen. "Eine Chance hast du noch", sagte der Händler zu mir, "es wäre Schade um dich, aber ich kann es mir nicht mehr leisten, dich noch länger zu behalten." Seine Finger glitten über meine Wange. Wütend funkelte ich ihn an, aber das ignorierte er einfach. Er stieß mich auf das Podest und pries mich dann als ausdauernd und arbeitsfähig an, wies auf meine ebenmäßigen Formen und meine gute Statur hin und darauf, dass ich eine Heidin, eine Wilde sei. Ich schaltete ab und wartete, ob jemand mutig genug war, mich zu nehmen. Nun brauchte ich jemanden, der sich für mich entschied, andernfalls würde ich sterben. Etwas, das mir Angst machte. Ich wollte nicht sterben. Auf keinen Fall. Bitte, betete ich zum ersten Mal, oh bitte, ihr Götter. Seid mir gnädig.
     
  4. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Maira

    Man bot für mich, wohl besser gesagt, nur einer bot für mich und keiner schien noch zu wagen, dagegen anzugehen. Es war eine hübsche Summe und insgeheim jubelten die Händler wohl gerade, dass sie mit mir einen so guten Fang gemacht hatten. Durch Korruption in den Sklavenstand gelangt... weil irgendjemand nicht gefallen hatte was meine Familie tat, hatte man uns überfallen... Ich verdrängte das Ganze, hier war kein Platz für sowas. Man schob mich wieder vom Podest, gab mir meine Kleidung zurück, zumindest musste ich nicht nackt durch die Stadt gehen. Kaum war das geschehen, kam mein neuer Herr schon auf mich zu und ich wäre beinahe zurück gezuckt, gerade so schaffte ich es dies nicht zu tun. Ich wagte nicht aufzusehen um mir den Mann anzusehen, der mich gerade gekauft hatte. Er nahm mir die Kette an meinem Hals ab und man konnte die Abdrücke davon schon auf der Haut sehen, das sie an einigen Stellen eingeschnitten hatte. Nein, dies war definitiv nicht die Haut einer hart arbeitenden Frau, die an sowas gewöhnt war. Die Fesseln an meiner Hand blieben jedoch, gerade diese schmerzten unheimlich, die Haut darunter war offen und nässte, vermutlich war sie auch schon längst entzunden. Komm mit... Jetzt sah ich kurz auf und erstarrte innerlich, schluckte hart den Kloß in meinem Hals hinunter, bevor ich meinen Kopf wieder senkte und meinem... Herren folgte. Seine Stimme hatte bestimmt geklungen, aber sanfter als alle Wörter die ich bisher gehört hatte. Ich wagte nicht mich viel umzusehen, musste mich darauf konzentrieren, dass meine Füße unter mir nicht nachgaben, dass ich einen vor den anderen setzte. Versuchte nicht daran zu denken, was mich noch alles erwarten würde.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29 Juli 2015
  5. Samanta

    Samanta Leseratte

    Marcus
    Ich wollte gerade den Sklavenmarkt verlassen, als ich einer weiteren Sklavin gewahr wurde. Sie war kräftiger, als die, die ich gerade gekauft hatte und konnte sicherlich auch schwerere Arbeiten übernehmen. Ich bedeutete meiner Sklavin anzuhalten und bot für die junge Frau. Ich bezahlte einen lächerlichen Preis für sie, aber das Händler schien froh zu sein, dass ich sie kaufte. Nachdem das Geschäft abgeschlossen war, nahm ich auch dieser Frau die Fesseln ab, sah ihr sofort an, dass sie sich eher zieren würde und wandte mich an sie."Versuch nicht davonzulaufen."Sie nickte nur und die beiden Frauen folgten mir durch die Straßen. In meiner Villa angekommen, brachte ich die beiden in eines der Badezimmer."Ich möchte, dass ihr euch wascht",sagte ich,"danach wird einer meiner Aufseher euch instruieren." Ich wandte mich zum gehen und bedeutete einem Aufseher, vor der Tür zu warten.

    Svea
    Ich hatte tatsächlich Glück und wurde gekauft. Der Mann hatte eine weitere Sklavin dabei. Er beschwor mich nicht davonzulaufen und ich nickte, war momentan einfach nur froh, dass ich dem Tod entkommen war. Schweigend folgten die andere Frau und ich dem Mann. Er brachte uns in eine Villa und dann in ein Bad, in dem wir uns waschen sollten. Der Mann verließ uns und ich sah mich etwas unsicher um. "Möchtest du zuerst duschen",fragte ich die junge Frau und sah sie an.
     
  6. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Maira

    Der Mann hielt auf einmal an und bot dann noch auf eine zweite Sklavin und ich schluckte hart. Schloss für einen Moment meine Augen, versuchte das alles hier gerade irgendwie auf die Reihe zu bekommen, doch es ging nicht... nicht genug Zeit. Zusammen mit der zweiten Frau, ging unser Herr wohl nun nach Hause und ich staunte nicht schlecht über die Villa der wir uns näherten. Von der Größe her ähnelte sie der unseren und es gab mir einen Stich im Herzen, was ich mir jedoch nicht anmerken ließ. Nun standen wir zwei zusammen in einem Bad. Ich hatte meine Arme um mich gelegt, versuchte das Zittern in meinen Gliedern zu unterdrücken. Es alles einfach viel zu viel... Erst als die Stimme des anderen Mädchens erklang sah ich auf, sah sie zum ersten Mal bewusst an. Ich schüttelte den Kopf. "Ich lasse dir gerne den Vortritt", meinte ich, ein Lächeln brachte ich jedoch nicht zustande. Noch immer waren wir gefesselt und ich hatte keine Ahnung wie ich die jetzt hätte lösen sollen, als sowieso schon eine andere Frau rein kam und uns diese durchtrennte. Sie griff nach meiner Hand und zog sie nicht gerade sanft zu sich ran, begutachtete wohl die Wunden die roten Ränder. Sie sagte jedoch nichts und verließ wieder den Raum. Ich schluckte erneut und atmete tief ein und aus. Wenigstens waren die scheuernden Fesseln jetzt endlich ab.

    Chretos

    Es war ein gewöhnlicher Tag in meinem Leben, alles ging seinen üblichen Ablauf, neben Marcus Villa befand sich die Gladiatorenschule, in der seine Kämpfer trainierten, schliefen, sauften und... nun ich musste die männlichen Gelüste so genau beschreiben. Es war heiß und die die Pause machten, saßen im Schatten um keinen Hitzschlag zu bekommen. Ich nicht, ich war gerade voll in Fahrt, zwei Gegner nicht gerade die Besten aber auch nicht die Schlechtesten, aber ich genoss diesen Kampf. Mich zu fokussieren, wich Angriffen aus und blockte zu und gleichzeitig schlug ich schnell wie Schlange vor, versetzte kräftige Hiebe an nicht gedeckte Stellen und schon lagen meine Kontrahenten. Ein Lächeln lag auf meinen Lippen und als der Kampf als beendet angesehen wurde, reichte ich meinen Brüdern die Hand um ihnen wieder aufzuhelfen. Ich war zwar ungnädig was das Kämpfen betraf, aber danach war alles wieder gut und bisher hatte es mir auch noch keiner Übel genommen...nun ich würde es ihnen zumindest nicht wünschen.
     
  7. Samanta

    Samanta Leseratte

    Svea
    Ich nickte und als ich gerade die Frage nach den Fesseln stellen wollte, kam auch schon eine Frau herein und zerschnitt sie uns wortlos, bevor sie wieder ging. Ich wandte mich dem Bad zu und begann dann mich so gut es ging zu säubern, begann langsam mich wieder wie ein normaler Mensch zu fühlen. Naja so normal, wie man sich eben unter diesen Umständen fühlen konnte. Nachdem ich fertig war, kleidete ich mich wieder an und wandte mich dann an die junge Frau."Wäre es dir lieber, wenn ich schon mal rausgehe?"Ich persönlich hatte kein Problem mit der Nacktheit einer anderen Frau, aber andere Frauen waren da vielleicht prüder als ich.
     
  8. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Maira

    Ich stand ganz ruhig da, wirkte wohl eher sehr teilnahmslos. Ich versuchte nicht zu starren, als das Mädchen sich zu waschen begann. Ich war es gewöhnt doch Privatsphäre bei solchen Dingen zu haben. Wir hatten zwar Sklaven gehabt und ich kannte Frauen die sich gerne während ihres Bades bedienen ließen, ich war da nicht so. Hatte es vorgezogen mich selbst zu waschen. Dennoch war ich überrascht dass das Mädchen die Frage stellte. Ich nickte langsam "Ja, das wäre sehr nett von dir", entgegnete ich wohl etwas zögernd. Ich kannte die Gepflogenheiten hier nicht und wollte momentan nur keinen Ärger bekommen... um ehrlich zu sein, hatte ich momentan einfach gar keine Ahnung, wusste nicht wo mir der Kopf stand. Ich wartete bis sie draußen war, bevor ich die Fetzen zögerlich fallen ließ die meine Blöße bedeckte. Ich wusch mich gründlich, das war auch schon längst überfällig. Nach der Wäsche war mein Haarund die Haut wieder sauber, auch die Wunden an meinen Handgelenken hatte ich vorsichtig gesäubert. Sie bluteten und nässten auch weiterhin, leicht berührte ich sie und zog zischend die Luft ein. Ich atmete tief ein und aus und zog dann die frische Kleidung an die man uns bereit gelegt hatte. Es war einfach, viel einfacher als ich es gewöhnt war, aber sie war sauber und kratzte nicht, und das war doch das Wichtigste. Mit noch feuchten Haaren, dass nun nicht mehr grau und dreckig war und schon langsam wieder nun da es trocknete golden wurde, kam ich hinaus zu dem Anderen Mädchen, sah mich etwas unsicher um. Die Haut hatte ihre noble Blesse wie es sich für eine Frau von Stand gehörte, dort wo die Sonne drauf gebrannt hatte war sie rot und schmerzte, ich war das nicht gewohnt. Ob sie sich mit sowas schon auskannte? Ich hatte keine Ahnung was nun weiter geschehen sollte....
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Juli 2015
  9. Samanta

    Samanta Leseratte

    Svea
    Ich fühlte mich genauso hilflos, wie es die junge Frau an meiner Seite zu sein schien. Ich hatte keine Ahnung, was nun weiter geschehen sollte, aber diese Frage wurde relativ schnell beantwortet, als ein großer Mann auf uns zu trat und uns sagte, dass er uns einführen würde. Er gebot uns ihm zu folgen und machte gleich klar, dass er das Sagen hatte. Ich war momentan viel zu dankbar dafür, dass ich nicht tot war, dass ich nicht aufmuckte und dem Mann widerstandslos folgte. Er führte uns über das Anwesen zeigte uns unsere 'Räume', die nicht so schlimm aussahen, wie ich gedacht hatte. Er erklärte uns, dass wir zu fünft in diesen Räumen schlafen würden. Danach ging es auch schon weiter.
     
  10. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Maira

    Zumindest war ich nicht alleine... das Mädchen neben mir schien wohl mindestens genauso ahnungslos zu sein wie ich. Aber es dauerte nicht lange und schon kam ein großer Mann auf uns zu, der verkündete das er uns alles zeigen würde. Mein Herz klopfte noch immer wie wild und schwindel befiel mich, ich fürchtete beinahe schon das meine Beine unter mir gleich nachgeben würden, nur mein stolz hielt mich gerade aufrecht und so folgte ich ohne ein Wort, bemühte mich den Worten des Mannes zu folgen, ich dachte gar nicht daran, irgendwie ärger zu machen. Es würde nichts bringen, wie ich schon auf meiner Reise zum Sklavenmarkt erfahren hatte dürfen. Das Anwesen war riesig, wie es sich für einen Römer von Stand eben gehörte, nur das Feinste war hier verbaut worden und auf den Marmorböden konnte man sich beinahe spiegeln. Schließlich kamen wir wohl in den für uns bestimmten Trakt und musste gestehen, dass es besser aussah als ich gedacht hätte... Wobei ich wohl für den Moment auch mit deiner Strohmatte in einem Stall zufrieden gewesen wäre. Seid gut einer Woche hatte ich kaum bis gar nicht geschlafen, einfach aus angst davor was mit mir passieren könnte wenn ich es tat. Egal ob jetzt von außen oder was mein Kopf mir zeigen würde. Nun das ich mit mehreren in einem Zimmer schlief, daran würde ich mich ebenfalls gewöhnen müssen, ich schluckte leicht und folgte weiter. Er zeigte uns die Küche, die Kammern in denen wir alles finden würden was wir wohl für unsere Arbeit benötigen würden. Auch der Ludus, die Gladiatorenschule, wurde uns gezeigt, zumindest die oberen Räume die von den Kämpfern da unten durch massive Gitter getrennt waren. Ein kurzer Blick hinunter in den Hof ließ mich erschauern. All die Männer die dort unten trainierten und kämpften, auch sie waren Sklaven, ich beachtete sie nicht weiterhin bemühte mich den langen Schritten des Mannes vor uns zu folgen.

    Chretos

    Nicht immer war es spaßig zu Trainieren und sich bis zum Rande der Erschöpfung zu treiben, die Arenakampf Saison fing bald an und nach den Monaten des Trainings lächzte es mich langsam nach einem echten Kampf. Klang wohl grausam hm? Aber genauso war ich doch erzogen worden... wenn ich kämpfte und siegreich war erwartete mich Anerkennung und Ruhm, wenn ich verlor würde mir das ganz schön aufs Ego schlagen und ich hätte meinen Dominus enttäuscht und ich verdankte meinen Herren doch sehr viel. Genoss Annehmlichkeiten die anderen Sklaven verwehrt blieben und verdiente auch mein eigenes Geld, natürlich schnitt da mein Herr ordentlich mit, aber man durfte es dann auch ausgeben mit der Erlaubnis natürlich. Gerade saß ich im Schatten, mit einem Krug Wasser in der Hand um zu pausieren, die Hitze schlug einem ganz schön aufs Gemüt. Mein Blick ging gerade hinauf zum Herrschaftshaus als ich Gneaus mit zwei Frauen im Schlepptau erblickte... Ich hatte sie noch nie zuvor gesehen, mussten wohl neue Sklavinnen des Herrn sein. Ich lehnte meinen Kopf an die Wand hinter mir und schloss für einen Moment meine Augen.
     
  11. Samanta

    Samanta Leseratte

    Svea
    Wir folgten dem Mann auch weiterhin, er zeigte uns unseren 'Wirkungskreis' und schließlich auch den Bereich der Gladiatoren. Ich hatte schon davon gehört, bisher aber immer geglaubt, dass das nur Schauergeschichten waren, hatte mir einfach nicht vorstellen können, dass es derartige Kämpfe wirklich geben konnte. Und dann nennen uns die Römer Barbaren, dachte ich. Bei uns wurde auch gekämpft, aber nicht zum Vergnügen, sondern nur, wenn es sich absolut nicht vermeiden ließ. Es ging, wie bei Gladiatorenkämpfen, um Leben und Tod, aber niemals darum, dass andere Spaß daran hatten. Manchmal starb einer der Beteiligten bei den Gladiatorenkämpfen. Nur, wenn der Editor oder meistens das Publikum entschied, dass der Unterlegene nicht getötet werden sollte, dann überlebte der Gladiator. Ich fand diese Vorstellung schrecklich. Kurz ließ ich meinen Blick zu den Männern schweifen, bevor ich mich wieder darauf konzentrieren musste, dem Aufseher zu folgen.

    Marcus
    Nachdem ich die beiden neuen Sklaven meinem Aufseher überlassen hatte, hatte ich mir zuerst einmal mein Mittagsmahl zubereiten lassen und hatte gespeist, bevor ich zu einer wichtigen Besprechung außer Haus gemusst hatte. Nun war ich wieder zurück und stellte zufrieden fest, dass alles nach meinen Anweisungen geschah. Wieder einmal hatte ich erleben müssen, wie andere Römer mit ihren Sklaven umgingen. Einige hängten die geprügelten in Bäumen auf und ließen sie dort von Vögeln fressen. Andere stellten sie öffentlich zur Schau. Zu derart drastischen Mitteln hatte ich noch nie gegriffen. Ich war da doch eher von sanfter Natur. Vor allem, wenn es um Frauen und Kinder ging. Diese waren meine Schwäche.
     
  12. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Maira

    Früher hatte ich auch hie und da die Arenakämpfe besucht, hatte jedoch entschieden das es nichts für mich war. Ich konnte kein Vergnügen darin finden, andere bis zum Tod kämpfen zu lassen. Hatte mich dann lieber im Hintergrund mit meiner Mutter unterhalten und nur zeitweise den Kampf verfolgt. Meine Haare waren mittlerweile wieder getrocknet, hatten die übliche goldene Farbe angenommen, ich hatte sie als nasser gleich hoch gebunden. Mit dem Folgen tat ich mir wirklich nicht leicht, so viel ging in meinem Kopf herum und wollte unaufhörlich auf mich einstürmen. Schließlich endete unser Rundgang in der Küche, in dem Teil wo die Sklaven aßen, uns würde auch gleich etwas überreicht. Ich sah auf die Schüssel hinab und mein Magen drehte sich unwillkürlich um. Ich wusste das ich essen musste um bei Kräften zu bleiben, aber mein Körper empfand das anscheinend anders.
    Ich setzte mich dennoch wie uns geheißen an den Tisch, wo auch schon andere stumm saßen und uns ansahen. Ich merkte nicht, das ich mich wohl noch etwas kleiner machte, ich wollte nur keinen Ärger momentan, starrte intensiv auf das Essen vor mir.
     
  13. Samanta

    Samanta Leseratte

    Svea
    Weil ich eben gerade mit der jungen Frau angekommen war,ließ ich mich auch neben ihr nieder,registrierte stirnrunzelnd, dass sie nichts aß. "Du solltest essen",sagte ich zu ihr und warf einen bedeutungsvollen Blick auf ihre zarte Erscheinung. Sie wirkte nicht gerade kräftig und etwas ausgezehrt, wohl von der Reise, die sie hinter sich hatte und konnte Nahrung sicherlich gebrauchen. Mehr als ich sogar. Im Moment sah ich in ihr so etwas, wie meine Verbündete, vor allem, da die anderen uns eher misstrauische Blicke zuwarfen, als uns wirklich wohlgesonnen zu sein. Neuankömmlinge und Fremdlinge waren ja nirgendwo gerne gesehen. Während ich in meinem Kopf überlegte, wie ich aus dieser Situation herauskommen konnte, so schien die Frau an meiner Seite nur darauf bedacht zu sein, nicht aufzufallen. Vielleicht war das die klügere Entscheidung, aber ich würde mich niemals für diese entscheiden. Ich wollte wieder zurück zu meiner Familie, koste es was es wolle. Alles war besser als das hier, sogar der Tod, auch wenn ich mich davor fürchtete.
     
  14. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Maira

    Die Worte der Frau neben mir rissen mich aus den Gedanken heraus, mein Blick ging zu ihr hinüber. Sie sah kräftiger aus als ich und in ihren Augen konnte ich Kampfgeist sehen... Kampfgeist den ich für den Moment nicht aufbringen konnte. Ich war von einer römischen Adligen zur Sklavin gemacht worden und hatte nichts dagegen tun können... vor meinen Augen sah ich wie die Fremden erneut in unser Heim eindrangen, gnadenlos Wachen und die Sklaven niedermetzelten. Meine Geschwister und mich raus schleiften, uns zwangen zuzusehen wie sie erst unsere Mutter schändeten und sie dann mit meinem Vater auf einem Baum aufknüpften... Übelkeit überfiel mich und der Drang einfach wegzulaufen war übermächtig, ein Zittern befiel meinen Körper und ich schloss bebend meine Augen. Sammelte mich wieder, als ich die Augen wieder aufschlug, hatte ich mich wieder im Griff, alles hart runter gewürgt. Ich sah hinunter auf das Essen, schaffte es ein paar Bissen hinunter zu würgen, bevor ich einfach nicht mehr konnte. "Maira", sagte ich dann leise, traute meiner Stimme nicht so ganz. Ich sah zu dem Mädchen rüber mit dem ich hier angekommen war, sie war momentan die Einzige die mich nicht ansah, als ob sie mich gleich erdolchen würde wollen. "Mein Name ist Maira", wiederholte ich etwas fester, damit sie es auch würde verstehen können.
     
  15. Samanta

    Samanta Leseratte

    Svea
    Offensichtlich hatte sie das ganze mehr mitgenommen als mich. Sie brachte es gerade so fertig ein paar Bissen zu nehmen, bevor sie schon wieder aufhörte. Dann stellte sie sich mir vor. "Ich heiße Svea",antwortete ich ihr und schenkte ihr ein Lächeln. Ich war froh, dass ich nicht alleine hergekommen war, denn sonst hätte ich mich sicher nicht sehr wohl gefühlt, bei all den feindseligen Blicken, die wir beide zu spüren bekamen. Offensichtlich hielt man hier nichts von Kameradschaft. Jedenfalls nicht mit Fremden.Ihr Name klang irgendwie seltsam. So gar nicht, wie die Namen, die ich sonst kannte und das wunderte mich doch etwas, aber ich fragte nicht nach. Wer wusste schon, wo sie herkam und vielleicht wollte sie darüber auch gar nicht reden.
     
  16. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Maira

    Svea... das klang Ausländisch... schön, aber eben nicht lateinisch oder griechisch. Ihr Lächeln steckte mich an und kurz zuckten meine Mundwinkel ebenfalls in die Höhe, aber es war nicht von langer Dauer. Zu niedergeschlagen fühlte ich mich und schämte mich auch, wie konnte ich auch Lächeln? Meine Eltern tot, die Geschwister irgendwo hin verschleppt und ich hatte keine Ahnung wie es weitergehen würde. Hatte keine Ahnung wer nun mein 'Herr' war, kannte nicht einmal seinen Namen, es war seltsam darüber nachzudenken das ich jemanden gehörte, natürlich würde ich auch einem Mann gehören wäre ich verheiratet... aber da gab es solche und solche, jene die ihre Frauen achteten und andere die auf sie spuckten. Juno steh mir bei! Um mich abzulenken, von den Gedanken die definitiv in eine Richtung gingen, die mir gar nicht gefiel, dachte ich darüber nach was wohl Sveas Geschichte war. Hatte sie ähnliches durchlebt wie ich? Sie wirkte nicht wie jemand der sich so leicht unterkriegen ließ, ich hätte mich auch nie so eingeschätzt... aber wer hätte schon gedacht, dass in einem Moment das Leben vollkommen in Ordnung war und dann auf einmal sich alles in Trümmer wandelte?
     
  17. Samanta

    Samanta Leseratte

    Svea
    Den Rest des Essens hatten wir schweigend hinter uns gebracht und nachdem wir unsere Teller abgegeben hatten, kam der Aufseher zu uns und erklärte uns, dass wir fürs erste beim Wäschewaschen eingeteilt seien, solange bis man uns zu einer anderen Aufgabe berief. Er brachte uns noch zu unserer Wirkungsstätte und auch hier wurden wir nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Eher feindselig standen uns die anderen Frauen gegenüber und erklärt bekamen wir nichts. Man drückte uns nur Kleidungsstücke in die Hand und den Rest mussten wir selbst herausfinden. Etwas ratlos beobachtete ich die Frauen bei ihrer Arbeit und hatte ziemlich schnell erfasst, was zu tun war. Zu meinem Glück, denn die Aufseher sahen es gar nicht gerne, wenn man herumstand und nichts tat. Ich winkte Maira heran und fragte sie leise:"Weißt du wie das geht?"Ansonsten würde ich ihr helfen, denn gleich am ersten Tag bestraft zu werden, sollte nicht Ziel der Sache sein.
     
  18. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Maira

    Das Essen war bald beendet und wir wurden schon geholt um zu unserer ersten Aufgabe geführt zu werden. Als ich ich das ganze sah, wurde mir doch leicht unwohl. Ich hatte keinen Plan von solchen Dingen, war bis vor kurzen auf der anderen Seite gestanden...hatte meine Wäsche einfach unseren Bediensteten gegeben. Auch hier war man uns wohl nicht gerade wohl gesonnen und ich fragte mich unwillkürlich woher der Hass kam... Wir waren genauso gekauft worden wie wohl alle anderen hier. Ich hielt das Kleidungsstück in meinen Händen, sah wohl auch ziemlich planlos drein, natürlich beobachtete ich erstmal ebenfalls die Anderen... Nun gut, ins Wasser tauchen und damit das Waschbrett entlang, sah ziemlich simpel aus, aber schon beim ersten Versuch stellte ich mich wohl sehr ungeschickt an und merkte was für ein Kraftaufwand dahinter steckte. Ich stellte mich wohl dermaßen ungeschickt an, dass schon die Aufseher auf mich aufmerksam wurden, wo ich doch nicht weiter wollte als nicht aufzufallen. Ich war den Tränen nahe, als Svea mich zu sich ran winkte. Ich schüttelte den Kopf. "Es ist das erste Mal..." antwortete ich und presste meine Lippen hart aufeinander. "Vom Grunde her, sieht es nicht schwer aus, aber ich fürchte ich bin nicht gerade geschickt bei sowas", fügte ich hinzu, versuchte mich wohl gerade etwas zu rechtfertigen, als ob ich eine Wahl hätte. Ich schluckte hart und versuchte es so gut es ging so zu machen, wie Svea es mir sagte und das ging dann. Ich spürte jedoch bei jedem Mal in die Seifenlauge eintauchen wie sich die Seife in die Wunden an meinen Handgelenken fraß und es brannte höllisch. Niemand hatte sich darum gekümmert und ich wagte nicht zu fragen. Die Handgelenke waren von den Fesseln komplett offen, beinahe bis zum Knochen runter abgeschunden, die Haut rund herum rot und geschwollen, durch die Reizung pulsierte es noch zusätzlich und ich fürchtete mich davor, dass es sich noch mehr infizieren würde, dennoch sagte ich nichts, schluckte den Schmerz. Wollte nicht riskieren bestraft zu werden, einmal hatte ich zugesehen wie mein Vater einen der Sklaven ausgepeitscht hatte... gesehen wie das Fleisch von seinen Rücken zerfetzt wurde und das fürchtete ich noch mehr, als diese Wunden.
     
  19. Samanta

    Samanta Leseratte

    Svea
    Ich versuchte es Maira so gut es ging zu erklären und es klappte auch besser mit der Zeit. Obwohl sie versuchte zu unterdrücken, dass sie Schmerzen hatte, merkte ich es doch. Wir konnten unsere Arbeit nicht unterbrechen, denn das würde eine Strafe nach sich ziehen, aber ich nahm ihr so viel Wäsche ab, wie es möglich war, damit sie nicht allzu viel zu tun hatte, es den Aufsehern aber auch recht machen konnte. Ich hatte den Vorteil, dass ich schon früher Wäsche hatte waschen müssen. Bei uns war das etwas anders gegangen, aber vom Prinzip ähnelte es sich doch. "Wie geht es dir",fragte ich Maira leise, während ich weiter die Wäsche wusch. Ihre Wunden sahen nicht gerade gut aus und mussten eigentlich versorgt werden, aber solange wir arbeiteten, würde ich nicht dafür sorgen können. Später vielleicht, wenn ich einen hilfreichen Sklaven fand. Die, die wir bisher kennen gelernt hatten, waren uns nicht wohlgesonnen, was ich nicht ganz verstand, aber gut, so war das eben, wenn man fremd war.
     
  20. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Maira

    Die Arbeit war ungewohnt und hart für mich. Wie hätte man es wohl auch von einem verwöhnten Mädchen sonst erwarten können? Aber ich tat mein bestes, bemerkte auch das Svea sich mehr Wäsche nahm um mich zu entlasten. Ihr konntet euch nicht vorstellen wie überrascht ich darüber war und wie dankbar, anscheinend zumindest eine mir wohl gesinnte Person in ihr gefunden zu haben. Ich nahm mir vor ihr dies auch zu vergüten...nur das Problem war das ich mit Hausarbeit bisher nie was am Hut gehabt hatte. Natürlich die Planung und solche Dinge, aber nicht diese selbst aufzuführen. Ich hatte die Zähne hart aufeinander gebissen, um mir nicht anmerken zu lassen wie anstrengend es für mich war. Doch die Hitze die mein Körper befallen hatte, ließ sich wohl kaum leugnen. Dann fragte Svea wie es mir ging, ich sah auf und nickte. "Es geht schon", antwortete ich leise und keuchend. Langsam fing mir an alles weh zu tun, aber das war wohl der Nebeneffekt der Arbeit und... da kamen mir schon wieder die Tränen! Ich schluckte, zwinkerte rasch und wischte sie weg. Niemand würde erbarmen mit diesen haben, das hatten schon die Sklavenhändler nicht gehabt, wieso also irgendwer hier außer Svea vielleicht? Es war einfach ein totaler Schock für mich, dass alles hier und ich hatte bisher noch keine Zeit gehabt alles irgendwie aufzuarbeiten. Die Tatsache das ich langsam an meine körperlichen Grenzen stieß, belastete noch zusätzlich. Bilder suchten mich heim, stürmten mit der zunehmenden Erschöpfung unaufhörlich auf mich ein. "Und dir?" fragte ich schließlich um mich abzulenken.
     

Diese Seite empfehlen