[RS] Schatten der Nacht

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Samanta, 19 Nov. 2014.

  1. Samanta

    Samanta Leseratte

    1200 n. Chr. Die Welt wird regiert von Tod, Krieg und Zerstörung. Hexen werden auf dem Scheiterhaufen verbrannt, Vampire und Werwölfe spuken in den Köpfen der Menschen, die katholische Kirche ist auf ihrem Höhepunkt und verdient sich mit dem Ablasshandel eine goldene Nase. Gläubige von überall kaufen Ablassbriefe für sich und ihre toten Verwandten. Inmitten dieser Zeit gelingt es einer ganz bestimmten Gruppe von Menschen, unentdeckt und vor den Strafen der Inquisition weitestgehend verschont zu bleiben. Gestaltwandler. Sie bewegen sich bei Tag als normale Menschen, aber bei Nacht zeigen sie ihre wahre Gestalt. Diese beschränken sich nicht nur auf die Wölfe, wie es die Sage vermuten lässt. Obwohl die Gestalt zu jeder Zeit, also sowohl Tag als auch Nacht und ungebunden an den Mondzyklus vollzogen werden kann, hat der Hohe Rat der Bruderschaft beschlossen, dass kein Gestaltwandler sich jemals bei Tag wandeln darf, um die Bruderschaft der Gestaltwandler nicht zu gefährden.

    Ihr befindet euch – wie ihr der Einführung entnehmen könnt – im Jahre 1200 nach Christus. Tiefstes Mittelalter. Die Welt wird von der Pest heimgesucht und die katholische Kirche betreibt lukrativen Ablasshandel. Ihr seid jedoch keine normalen Menschen, sondern Gestaltwandler. Obwohl ihr euch jederzeit verwandeln könnt, haben eure obersten Führer beschlossen, dass ihr euch nur bei Nacht wandeln dürft, um eure Art zu schützen. Gestaltwandler gibt es in jedem Stand. Sie sind reich oder arm, angesehen oder verpönt, also vollkomme ‚normal‘ und auch wieder nicht. Entgegen der weitläufigen Legenden um Werwölfe gibt es nicht nur Menschen, die sich in Wölfe verwandeln können, sondern in alles nur Erdenkliche. Am weitesten verbreitet sind jedoch Wölfe, Füchse, Bären, Luchse und Vögel aller Art, die in Europa vorkommen.

    Wie in jedem RS gibt es einige Regeln, die beachtet werden sollten.
    1. Bitte haltet euch an die Vorgaben, die gemacht wurden
    2. Fotos und Verlinkungen aller Art sind untersagt
    3. Wenn ihr ein anderes Tier, als die oben aufgeführten spielen wollt, dann fragt vorher mich, ob das in Ordnung ist
    4. Gestaltwandler, die entgegen dem Gesetz auch tagsüber wandeln werden hart bestraft
    5. Ausführliche Beschreibung von Charakter und Aussehen ist gewünscht, Vorgaben will ich keine machen
    6. Beim Aussehen eures Tieres müsst ihr nur die spezifischen Angaben machen (also z.B. Narben oder andere spezielle Merkmale, die nur auf euch zutreffen)
    7. Bitte keine 1 Satz- Beiträge, dann haben auch alle Spaß
    8. Bitte sendet das Formular per PN an mich, damit ich es einfügen kann
    9. Das Rollenspiel beginnt, wenn ich das sage

    Viel Spaß beim Spielen
    Ice & Obi ♥


    Formular
    Username:
    Rollenname:
    Stand:
    Alter:
    Aussehen:
    Charakter:
    Sonstiges:
    Gestaltwandler
    Rasse:
    Aussehen:
    Rang (im Rudel):

    Mitspieler

    IceLandGirl

    Formular
    Username: IceLandGirl
    Rollenname: Sander
    Stand: Graf
    Alter: 20 Jahre
    Aussehen: Sander würde sich selbst nie als schön bezeichnen. Er hat lange, glatte, schwarze Haare, die er immer zu einem Zopf zusammenfasst - jedenfalls, wenn er sich in der Öffentlichkeit zeigt. In seinen privaten Gemächern läuft er durchaus auch mit offenen Haaren herum. Entgegen der weitläufigen Verbreitung der Kombination aus schwarzen Haaren und braunen Augen, hat Sander hellblaue Augen,die er wohl von seiner Mutter geerbt hat.Er ist für die Zeit mit seinen knapp 1,80 m überdurchschnittlich groß und bemuskelt. Er hat harte Gesichtszüge, die nicht so ganz zum Stand eines Grafen passen wollen, die doch sonst eher als fettleibig und faul verschrien sind - natürlich würde das nie jemand in Gegenwart eines Grafen erwähnen. Seine Nase ist eher groß, aber gerade und seine Haut ebenmäßig. Seine Lippen sind wenig voluminös und wirken sehr schmal.
    Charakter: Eigenbrötlerisch und seltsam. Das sind die Worte, die oft fallen, wenn Sander nicht in der Nähe ist. Ansonsten wird eher von zurückgezogen oder still gesprochen. Er redet nicht viel, aber wenn er den Mund aufmacht, verlassen nur intelligente Dinge seinen Mund. Im Gegensatz zu seinen Bekanntschaften - also vornehmlich Leute aus dem selben Stand - redet er nicht nur über die Jagd oder Politik. Er interessiert sich auf für Musik und ist immer an seinem Gegenüber interessiert - wenn das Interesse sich lohnt. Er kann, wenn er will, sehr charmant sein, aber meistens ist er verschlossen und redet kaum, was manchen Leuten durchaus Angst machen kann.
    Sonstiges: Sander ist ein Einzelgänger, genau wie sein Tier. Dennoch lässt er sich auf den gesellschaftlichen Ereignissen sehen und ist stets etwas in sich gekehrt, aber höflich. Dennoch meiden ihn viele Menschen,weil sie sich in seiner Nähe nicht ganz wohl fühlen.Es wird gemunkelt,dass er seine Feinde grausam Foltern und jeden aus dem Weg räumen lässt,der ihm im Weg steht. Auch sagt man ihm nach, dass er ein Frauenheld sei, was allerdings niemals bewiesen wurde.
    Gestaltwandler
    Rasse: Luchs
    Aussehen: Er hat ein eingerissenes Ohr, welches ihm im Kampf zerrissen wurde. Ansonsten sieht er aus, wie ein Luchs eben aussieht, ne?
    Rang (im Rudel): Luchse sind Einzelgänger, aber er ist sehr dominant und verteidigt sein Revier

    Obi-Wan

    Formular
    Username: Obi-Wan
    Rollenname: Margrite von Graustein
    Stand: Tochter eines Lords
    Alter:16 Jahre
    Aussehen: Margrite könnte man nicht als klassische Schönheit bezeichnen, sie sticht immer etwas heraus mit ihrer sanften und gutmütigen Ausstrahlung und weckt in vielen Männern wohl den Beschützerinstinkt. Sehr groß ist das Mädchen nicht misst gerade mal 1,60m, ihr Körperbau wirkt auf den ersten Blick grazil, vielleicht auch durch ihre anmutigen Bewegungen, sieht man jedoch ein zweites Mal hin sieht man ein ausladendes Becken und wohlgeformte weibliche Attribute. Auf den hübschen Schultern, führt ein schlanker eleganter Hals hoch zu einem schönen oval geformten Gesicht. Ein paar große Dunkelgrüne Augen sehen einem entgegen, scheinen ständig eine Frage dahinter zu haben. Eine stolze gerade schmale Nase sitzt in der Mitte des Gesichts und darunter ruhen volle sinnlich geschwungene dunkelrosane Lippen. Ihre Haut ihres Standes gemäß blass und hat einen Elfenbeinfarbenen Ton.
    Charakter: Margrite hat ein sanftes, gutmütiges Wesen und das strahlt sie auch aus. Man würde wohl auch sagen, dass ihr etwas naives anhaftet. Sie bemüht sich nach Kräften es jeden Recht zu machen und ist sehr hilfsbereit. Jedoch ist Margrite sicher nicht auf den Kopf gefallen, sie hat ein helles Köpfchen und auch ihr Sanftmut endet irgendwo. Wobei sie jedoch nichts weiter als mit ihrer Zunge kämpfen kann und natürlich ist sie auch noch etwas tollpatschig.
    Sonstiges: Margrite versteht sich gut in der Heilkunst und hat eine ausgezeichnete Singstimme
    Gestaltwandler
    Rasse: Rotkehlchen
    Aussehen: wie der kleine Singvogel halt aussieht, jedoch hat sie in ihrer Gestalt auch die Grünen Augen
    Rang (im Rudel): Vögel haben kein Rudel und Schwärme haben an sich kein Alphatier


    Formular
    Username: Obi-Wan
    Rollenname: Rose-Marie
    Stand: Nieder
    Alter: 15 Jahre
    Aussehen: Rose hat dunkelbraunes leicht rötlich schimmerndes Haar, mit großen rehbraunen Augen im Gesicht, ihre Lippen haben eine dunkle Farbe, unterstreichen ihren Vornamen wohl noch zusätzlich. Sie ist mittelgroß, ihr Körper ist schön und weiblich geformt. In ihrem Gesicht findet man Grübchen auf den Wangen, ihre Haut ist ebenmäßig und von der täglichen Sonne am Bauernhof etwas gebräunt.
    Charakter: Rose ist ein aufgewecktes, fröhliches Mädchen. Sie hat meist ein Lächeln auf den Lippen, ist mutig und sehr leidenschaftlich in ihrem tun. Und hat stets neue Einfälle wie man etwas besser machen könnte.
    Sonstiges://
    Gestaltwandler
    Rasse: Rotfuchs
    Aussehen: Wie ein Fuchs eben aussieht.
    Rang (im Rudel): Mittel

    Captain Skywalker

    Formular
    Username: CS
    Rollenname: Jack
    Stand: Baumeistergeselle
    Alter: 21
    Aussehen: Er ist ca 187cm groß, was sehr groß für seine Zeit zu scheinen mag, doch Jack stört sich wenig an seiner Größe. Er hat dunkles Haar, welches im Licht rötlich schimmert - von den Vorfahren seines Vaters - so hatte es ihm seine Mutter einst gesagt. Seine Augen waren grün. Ohne Sprenkel oder Flecken, welche diese besonders gemacht hätten. Seine Haut ist meist gebräunt, von der Arbeit auf den Baustellen, doch auch wenn er einen dunkleren Teint hat, so ist er eher von der helleren Sorte. Durch das Arbeiten auf dem Bau, das Steine abtragen im Steinbruch wenn es gefordert wurde und eben deren behauen formte seinen Körper zu einer gut bemuskelten Gestalt. Jack hat eine Markante Narbe. Sie läuft ab kurz vor seinem linken Schlüsselbein bis kurz vor sein Herz hinunter.
    Charakter: Jack ist überall dort, wo eine Baustelle ist. Egal ob Lord oder einfacher Bauer. Er errichtet einem jeden sein Heim. Sein größter Traum ist es, einmal eine Burg, ein schloss oder ja gar eine Kathedrale zu errichten. Wobei letzteres wohl weniger wahrscheinlich war. Er weiß dass es, wenn er einmal Baumeister war, auch bis zu 10 Jahre dauern konnte bis ein solches Bauwerk fertiggestellt sein würde und dass er sich wohl erst noch einen gewissen guten Ruf unter den großen Herren des Landes als Baumeister verdienen musste, bis ein solcher auch nur daran dachte gerade ihn als Baumeister seiner neuen Residenz zu erwählen. Er ist sehr selbstsicher in dem was er tut, kann aber auch sehr schnell aufbrausend reagieren, was ihn schon von so mancher Baustelle verwiesen hat. Er ist künstlerisch sehr begabt und ist auch als Steinmetz sehr begabt. Es fällt ihm oft nicht leicht sich anderen Baumeistern oder Steinmetzen unterzuordnen, vorallem dann nicht wenn sich einmal eine perfekte Vision des geplanten Bauwerkes in seinen Kopf festgesetzt hat. Eine Besonderheit ist es, dass Jack lesen und schreiben kann, etwas das für einen aus eher ärmlichen Verhältnissen stammenden Jungen wohl keine Selbstverständlichkeit ist und er umso stolzer darauf ist.
    Sonstiges: Jack zieht alleine mit seinem Meister umher, doch bald wird er ausgelernt haben und alleine weiterziehen.
    Gestaltwandler
    Rasse: Wolf
    Aussehen: Der Wolf, in welchen sich Jack verwandelt Ähneld dem aus dem Norden stammenden Saarlooswolfhond. Mit dem eher braunen Fell, welches Jacks Wolf aufweißt hat er oftmals kein allzugroßes Problem in größeren Städten des Nachts in seiner Tiergestalt umher zu laufen, da ihn viele für einen einfachen Streuner halten.
    Rang (im Rudel): Jack hat keinen Rang in irgendeinem Rudel, da er viel zu oft von einer Stadt zu nächsten reist als dass er sich überhaupt im klaren darüber währe wo es Rudel gäbe oder wie er sich einem anschließen könnte.
     
  2. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    [SIZE=medium](Auf geht's :))[/SIZE]
    [SIZE=medium]Margrite[/SIZE]

    [SIZE=medium]Es war ein schöner sonniger Frühlingstag, keine Wolke war am Himmel zu sehen und ich saß auf der Fensterbank in meinem Zimmer, beobachtete zwei Spatzen die davor herumflogen, sich umflogen und zwitschernd dem Partner ihr Lied vortrugen. Der Gedanke ebenfalls die Flügel auszubreiten und einfach davon zu fliegen war einfach zu verlockend, doch hatte mein Vater nach dem Vorfall vor ein paar Jahren mir das Wandeln verboten und ich hielt mich daran, wohl auch selbst aus Angst es könnte sich wiederholen. Leise seufzte ich und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Meine Hochzeit stand kurz bevor, keine Heirat aus Liebe wie es sich wohl jedes Mädchen wünschte. Schon als kleines Kind wurde ich dem Grafen Sander versprochen, ein Arrangement das von den Vätern getroffen worden war. Ob ich ihn kannte? Als Kinder hatten wir uns schon öfter gesehen, wenn er mit seinem Vater für geschäftliches her kam. Doch war das ein Alter gewesen, in dem man sich kaum für das andere Geschlecht interessierte. Er war schon immer sehr eigen gewesen, geheimnisvoll in meinen Augen und im stillen hatte ich ihn öfter beobachtet. Jetzt als Mann kannte ich ihn nicht, es war Jahre her als er das letzte Mal Graustein besucht hatte. Nur die Geschichten über seine Machenschaften und…‘Eroberungen‘ fanden ihren Weg durch das ganze Land, hatten mich immer mehr mit angst erfüllt. Die Angst davor die Frau eines solchen Mannes zu werden, ich wusste man sollte nicht allzu viel auf den Tratsch geben der herum ging, zumal die Geschichten von einem zum anderen Mal immer mehr ausgeschmückt worden waren und schon fast am Lächerlichen grenzten und als Verlobte und zukünftige Gemahlin hatte ich jeden getadelt den ich dabei erwischt hatte, aber dennoch beunruhigte es mich. Ich musste zu ihm stehen, zumindest in der Öffentlichkeit, egal was passierte, schließlich wurde dies von mir erwartet und so war ich auch erzogen worden. Ich schluckte und schloss meine Augen, reckte mein Gesicht ein wenig der Sonne entgegen die durch das Fenster herein fiel, es schickte sich nicht für eine Dame meines Standes das die Haut an Farbe gewann, aber für ein paar Momente konnte es doch nicht schaden sie zu genießen. „Margrite!“ hörte ich schließlich von der anderen Seite der Tür noch bevor es an eben dieser klopfte. Ich drehte den Kopf und erhob mich rasch, fühlte mich seltsam ertappt. Ich ging hinüber zur Tür, schob den Riegel zurück und ließ meine Amme, samt meiner Zofe eintreten. „Sieh‘ dich an Kind, dein Zukünftiger kann jeden Moment erscheinen und du bist noch nicht einmal angezogen! Was soll der Müßiggang heute?“ fragte Marie völlig hektisch, ging zu meiner Truhe um dort nach einem Kleid zu stöbern, während sie meiner Zofe anwies mich zu frisieren. Ich verdrehte nur leicht die Augen und kicherte dann leise mit meiner Zofe mit, das unterband dann jedoch der strenge Blick der älteren Frau. Ich nahm artig Platz auf einem Stuhl und ließ meine Freundin an meine Haare ran. Es störte mich nicht mich selbst darum zu kümmern, aber gegenüber meiner Amme war es besser zu horchen. „Ich fühlte mich nicht wohl“, antwortete ich schließlich Marie und sie sah mich scharf an, bevor sie mich anlächelte und mit einem dunkelgrünen Kleid auf mich zukam. „Es ist ganz verständlich, dass man vor der eigenen Hochzeit nervös ist“, meinte sie und plapperte weiter. Während sich in meinem Magen ein Kloß bildete, nervös… ich war aufgeregt ja und am liebsten wäre ich schreiend davon gelaufen, ich konnte nicht sagen das es momentan Vorfreude war die mich antrieb. Was war wenn der Graf mich so behandelte wie er das angeblich mit seinen Feinden tat? Wenn er mich schlug oder schlimmeres? Oder wenn ich ihm gar nicht gefiel und er mich hasste? Ich wusste nicht ob ich es an der Seite eines Mannes aushalten würde, der mich verachtete und dennoch gab es kein Entkommen für mich. Immer wieder hatte ich meinem Vater meine Bedenken genannt, er hatte mich dann nur beschwichtigend umarmt und mir gesagt, ich solle nicht auf bloße Worte hören. Ich bemühte mich ja, aber immer wenn ich an meinen Zukünftigen dachte, spukten auch die Stimmen durch meinen Kopf und säten Zweifel in mir, verstärkt durch die bevorstehende Hochzeit. Früher erschien es mir noch so ewig weit weg und jetzt stand ich kurz davor und konnte es nicht fassen. Ich würde mein Zuhause verlieren und in das meines Mannes ziehen. Alles war mir vertraut war würde dann weg sein und ich musste mich in einem neuen Heim einfügen, als Gräfin… Ich ließ mir von den Zweien in mein Kleid helfen, die Haare trug ich heute offen, die hellen blonden Wellen, flossen über Schultern bis hinunter zu meinen Hüften. Ich sah zu Boden und grübelte, bis meine Amme ihre Finger unter mein Kinn legte und mir das Gesicht anhob, sie sah mich liebevoll an. „Sieh‘ dich an Margrite, du bist eine wunderschöne junge Lady, es gibt bestimmt keinen der sich nicht auf den ersten Blick in dich verlieben würde mein süßes Kind“, meinte sie, sie hauchte mir einen Kuss auf die Stirn. „Es wird alles gut mein Kind, der Graf wird dich sicher vergöttern“, fuhr sie fort mich aufzumuntern und ich erwiderte schließlich ihr Lächeln. Ich hoffte es sehr, hoffte dass all diese Geschichten einfach nur das Ergebnis der Gesellschaft waren. [/SIZE]
     
  3. Samanta

    Samanta Leseratte

    Sander

    Heiraten.Etwas, das mit von jeher vorherbestimmt gewesen war, ohne dass ich ein Wort hatte mitreden können. Bereits in frühester Kindheit hatte man mir die junge Margrite von Grauenstein versprochen und mich ihr.Alles war vorhergesehen gewesen.Da sie vier Jahre jünger als ich war, hatte ich damit länger warten müssen, als die meisten meiner Freunde.Etwas,was ich meiner Familie hoch anrechnete, denn ich hätte sie niemals heiraten wollen, als sie erst 12 Jahre alt war.Nun war sie 16 und damit in den Augen der Gesellschaft voll heiratsfähig.Als ich sie das letzte Mal gesehen hatte,war sie noch ein Kind gewesen.Zart, hellblond, engelsgleich.So hatte ich sie mir in Erinnerung behalten.Danach war ich lange nicht mehr bei ihrer Familie gewesen.Vielleicht auch einfach aus Angst,sie zu sehen und zu erkennen,dass sie mir nichts bedeutete.Nun würde ich eine mir vollkommen Fremde heiraten.Die Erinnerung an sie speiste sich nur aus den kindlichen Erinnerungen.Ihr würde es sicher nicht anders ergehen.Momentan befand ich mich auf den Weg zu der Burg ihres Vaters.Heute war der Tag unserer Hochzeit.Zu Hause hatten mich meine Diener hergerichtet.Ich trug ein weißes Hemd und schwarze Beinlinge. Dazu passende Stiefel und über dem Hemd eine Art schwarze Weste.Meine Haare hatte ich wie immer zu einem Zopf zusammengefasst und meinen Bart zurechtgestutzt.Als die Kutsche schließlich anhielt,sah ich aus dem Fenster.Alles sah aus,wie es in meiner Erinnerung ausgesehen hatte.Nachdem mein Diener die Tür geöffnet hatte,stieg ich aus.Margrites Vater kam auf mich zu und strahlte."Graf von Hohenfels.Welch Ehre Euch wieder auf meinem Anwesen begrüßen zu können.Ich hoffe Eure Reise war angenehm."Ich neigte den Kopf und sagte:"Die Ehre liegt ganz auf meiner Seite, Graf von Grauenstein.Ja, vielen Dank, die Reise war angenehm."Nach der üblichen Begrüßung führte der Graf mich direkt in die Kirche,in der alle Gäste bereits versammelt waren.Viele Leute kannte ich nur vom Sehen und die wenigen Gäste,die ich zu meiner Hochzeit eingeladen hatte,konnte man an fünf Fingern abzählen.Den Rest der anwesenden Gäste hatten entweder meine oder Margrites Eltern eingeladen.Ich war heute ausnahmsweise nicht mit meinen Eltern gereist,denn sie waren bereits gestern angereist,um alles nötige vorzubereiten und ich durfte die Braut vor der Hochzeit nicht zu Gesicht bekommen.Nun stand ich also in der Kirche,nickte ein paar bekannten Gesichtern zu und schritt würdevoll durch den Gang bis zum Altar nach vorne.Dort stellte ich mich auf,wo der Priester mich anwies und wartete auf die Braut.Auf meine Braut,korrigierte ich mich in Gedanken.Ein seltsamer Gedanke,dass ich wirklich heiraten würde.Eine vollkommen Fremde für mich.Ich versuchte die Nervosität zu verbergen.Es würde alles gut werden.Viele Männer hatten geheiratet ohne die Frau überhaupt zu kennen.Sie waren glücklich.Wenn man ihnen glauben konnte.
     
  4. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Margrite

    Meine Amme und die Zofe flecheten mir noch ein paar Blumen ins Haar und dann zog ich eine weiße Tunika mit goldener Stickerei über das dunkelgrüne Kleid. Es war so Brauch und ein befremdlicher Anblick mich so im Spiegel zu sehen. Ich atmete einfach tief ein und aus und nickte dann meinen beiden Freundinnen zu. Meine Amme hatte die Aufklärung was im Ehebett geschah schon gestern vorgenommen und seid dem war es sowieso vorbei gewesen mit meinen Nerven. Meine Mutter hatte ja dies schlecht von ihrem Grabe aus tun können. Sie war bei der Geburt samt den Kind gestorben. Ich hatte einen älteren Bruder und einen der jünger war als ich, der Dritte hatte nie geatmet. Schließlich war alles soweit und ich verließ meine Kammer... es war wohl das letzte Mal das ich eine Kammer für mich haben würde, nach dieser Nacht würde ich sie mit meinem Gemahl teilen. Momentann ein irrwitziger und leicht verstörender Gedanke, wenn man in Hinterkopf behielt, dass ich zuvor streng zur Keuschheit angehalten gewesen war. Vor der Kirche drohten mir schon fast die Knie wegzuknicken und ich überlegte ob es nicht klüger war sich nicht doch noch davon zu machen, als mein Vater mir schon entgegen kam. Er hielt kurz inne und schien mit sich zu ringen, bevor er mir ein strahlendes Lächeln schenkte, mich umarmte und einen Kuss auf die Stirn hauchte. "Du bist wunderschön Margrite", hauchte er mir zu und ich lächelte kurz zu ihm hoch. Er bot mir seinen Arm und ich ergriff ihn sogleich, war froh das er bei mir war und mir etwas seiner Stärke schenkte. Wir standen vor den Toren und ich sah ein letztes Mal zweifelnd zu ihm hoch, er erwiderte den Blick und tätschelte beruhigend meine Hand, die übrigens eiskalt war. Mein Herz drohte mir aus der Brust zu hüpfen und ich hatte das Gefühl bei jedem Schritt gleich das Gleichgewicht zu verlieren, so weich waren meine Knie. Schließlich gab er das Zeichen und die Tore öffneten sich. Ich zögerte doch mein Vater ging unbeirrt los und mir blieb nichts andere übrig als ihm zu folgen. Ich reckte nun also mein Kinn und richtete mich auf, schaffte es jedoch nicht mein Herz oder meinen Atem zu beruhigen. Wir durchschritten die volle Kirche, Gäste von allen möglichen Stand und Namen, die was man eben zu so einem spektakel einladen musste, ich sah nach vorne zum Altar auf den ich zuschritt. Entdeckte dort meinen zukünftigen Ehemann, seine Gesichtszüge waren hart und doch konnte ich nicht das Scheusal in ihnen finden, von dem alle erzählten. Am Altar angekommen übergab mein Vater mich meinen Gemahl und bei der Berührung mit seinem Arm war es als würde ein Blitz durch mich hindurch zucken, es war seltsam... einfach der Gedanke das diese Geste bald normal sein könnte und ich mit diesem Fremden noch weit mehr teilen würde, als eine bloße Berührung.
     
  5. Samanta

    Samanta Leseratte

    Sander
    Als die Tore sich geöffnet hatten,erhaschte ich einen ersten flüchtigen Blick auf meine zukünftige Gemahlin.Dann schritt sie an der Seite ihres Vaters auf den Altar zu.Ein Raunen ging durch die Menge,was wohl ihrer Schönheit und Grazie galt.Mein Gott,sie war noch zarter,als ich es mir vorgestellt hatte.Dagegen wirkte ich wie ein grober Klotz.Ich schluckte kaum merklich,spürte wie meine Kehle mir trocken wurde.Schließlich waren sie und ihr Vater bei mir angekommen und er überreichte mir mit einem Lächeln seine Tochter.In seinen Augen konnte ich leichte Zweifel lesen.Das Versprechen war lange vor meinem Ruf als Frauenheld und Monster getroffen worden.Die zarte Berührung und der kaum merkliche Druck meiner zukünftigen Ehefrau,lenkte meine Aufmerksamkeit wieder zum eigentlichen Geschehen.Ich warf einen flüchtigen Blick zu ihr herüber.Engelsgleich.Ja,das passte wohl zu ihr.Die Zeremonie begann und der Priester vollzog die üblichen Rituale,bevor er zu der alles entscheidenden Frage kam."Graf Sander von Hohenfels, hiermit frage ich Euch, wollt Ihr die hier anwesende Prinzessin Margrite von Grauenstein zu Eurer rechtmäßig angetrauten Ehefrau nehmen? Wollt Ihr sie lieben und ehren in guten, wie in schlechten Zeiten,bis das der Tod euch scheidet? So antwortet jetzt mit Ja,ich will."Ich sah kurz zu ihr herüber.Trotz ihres erhobenen Kinns und dem beinahe trotzig wirkenden Stolz in ihrem Blick,konnte ich die Zeichen der Angst dahinter nur allzu deutlich sehen.Verständlich.Sie heiratete einen vollkommen Fremden.Ich hatte selbst leichte Zweifel und auch Angst verspürt,aber nun,da ich sie gesehen hatte,wusste ich,dass es mit ihr klappen würde.Sie war eine schöne Frau und ich wollte sie heiraten.Es war uns vorherbestimmt.Ich wandte mich wieder dem Priester zu und antwortete:"Ja,ich will."Nun wendete sich der Priester an Margrite."Und Ihr, Prinzessin Margrite von Grauenstein, wollt Ihr den hier anwesenden Graf Sander von Hohenfels zu Eurem rechtmäßig angetrauten Ehemann nehmen?Wollt Ihr ihn lieben und Ehren in guten, wie in schlechten Zeiten, bis das der Tod euch scheidet?So antwortet jetzt mit Ja,ich will."Angespannt stand ich da,wartete auf ihre Antwort.Würde sie sich ebenfalls beugen und mich zu ihrem Ehemann nehmen oder würde sie sich weigern,jetzt nachdem sie mich gesehen hatte?Meine größte Angst war es,Angst in ihren Augen zu lesen.Angst vor mir und der Ehe mit mir.
     
  6. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Sander
    Als die Tore sich geöffnet hatten,erhaschte ich einen ersten flüchtigen Blick auf meine zukünftige Gemahlin.Dann schritt sie an der Seite ihres Vaters auf den Altar zu.Ein Raunen ging durch die Menge,was wohl ihrer Schönheit und Grazie galt.Mein Gott,sie war noch zarter,als ich es mir vorgestellt hatte.Dagegen wirkte ich wie ein grober Klotz.Ich schluckte kaum merklich,spürte wie meine Kehle mir trocken wurde.Schließlich waren sie und ihr Vater bei mir angekommen und er überreichte mir mit einem Lächeln seine Tochter.In seinen Augen konnte ich leichte Zweifel lesen.Das Versprechen war lange vor meinem Ruf als Frauenheld und Monster getroffen worden.Die zarte Berührung und der kaum merkliche Druck meiner zukünftigen Ehefrau,lenkte meine Aufmerksamkeit wieder zum eigentlichen Geschehen.Ich warf einen flüchtigen Blick zu ihr herüber.Engelsgleich.Ja,das passte wohl zu ihr.Die Zeremonie begann und der Priester vollzog die üblichen Rituale,bevor er zu der alles entscheidenden Frage kam."Graf Sander von Hohenfels, hiermit frage ich Euch, wollt Ihr die hier anwesende Prinzessin Margrite von Grauenstein zu Eurer rechtmäßig angetrauten Ehefrau nehmen? Wollt Ihr sie lieben und ehren in guten, wie in schlechten Zeiten,bis das der Tod euch scheidet? So antwortet jetzt mit Ja,ich will."Ich sah kurz zu ihr herüber.Trotz ihres erhobenen Kinns und dem beinahe trotzig wirkenden Stolz in ihrem Blick,konnte ich die Zeichen der Angst dahinter nur allzu deutlich sehen.Verständlich.Sie heiratete einen vollkommen Fremden.Ich hatte selbst leichte Zweifel und auch Angst verspürt,aber nun,da ich sie gesehen hatte,wusste ich,dass es mit ihr klappen würde.Sie war eine schöne Frau und ich wollte sie heiraten.Es war uns vorherbestimmt.Ich wandte mich wieder dem Priester zu und antwortete:"Ja,ich will."Nun wendete sich der Priester an Margrite."Und Ihr, Prinzessin Margrite von Grauenstein, wollt Ihr den hier anwesenden Graf Sander von Hohenfels zu Eurem rechtmäßig angetrauten Ehemann nehmen?Wollt Ihr ihn lieben und Ehren in guten, wie in schlechten Zeiten, bis das der Tod euch scheidet?So antwortet jetzt mit Ja,ich will."Angespannt stand ich da,wartete auf ihre Antwort.Würde sie sich ebenfalls beugen und mich zu ihrem Ehemann nehmen oder würde sie sich weigern,jetzt nachdem sie mich gesehen hatte?Meine größte Angst war es,Angst in ihren Augen zu lesen.Angst vor mir und der Ehe mit mir.

    Margrite

    Das Raunen das durch die Menge gegangen war hatte ich kaum wahrgenommen, war viel zu sehr mit der Kontrolle meiner Körper beschäftigt die mir gänzlich zu entgleiten schien. Ich erwiderte den knappen Blick meines Gemahls, bevor ich ihn vor ihn schnell auf den Priester lenkte und seinen Worten lauschte. Mein Herz schlug momentan in einem Tempo das einem kleinen Vögelchen im Käfig wohl Konkurrenz machte. Wie passend hm? Und ich hatte alle Mühe ruhig weiter zu atmen und konzentrierte mich hauptsächlich auf den heiligen Mann vor mir. Kurz warf ich einen Blick zu Sander hinüber als der Priester ihn die wohl wichtigste Frage der Zeremonie gestellt hatte. Die Sekunden die bis zu seiner Antwort verstrichen, kamen mir vor wie eine Ewigkeit. Beinahe fürchtete ich schon er würde verneinen, doch schließlich antwortete er mit ja und ich wusste nicht ob ich erleichtert oder niedergeschlagen sein sollte. Generell herrschte in mir gerade ein riesiges Chaos. Ich sah den Mann vor uns wieder an, wie er nun die Frage an mich richtete und ich spürte wie meine Kehle immer trockener wurde und ein leichtes beben meinen Körper erfasste. Ich war aufgeregt, noch immer spürte ich die Angst in mir vor der ungewissen Zukunft, doch die Angst vor meinem Mann selbst war in den Hintergrund gerückt als ich ihn gesehen hatte, zumindest Momentan hatte ich keine angst vor ihm selber. Ich sah ihn kurz an, die Augen wohl weit offen von der ganzen Aufregung, schließlich wandte ich mich wieder an den Priester und beantwortete die Frage so wie es sich alle von einer wohlerzogenen Dame erwarteten: "Ja ich will!" Die Worte kamen lauter heraus als ich es angesichts des Kloß in meinem Hals erwartet hatte. Jetzt gab es kein zurück mehr... Der Priester reichte zu erst ihm den Kelch und nachdem er davon getrunken hatte, musste ich dies auch tun. Danach wurden die Ringe ausgetauscht. Zitternd hielt ich dem Grafen meine Hand hin, ich wollte eigentlich nicht zittern, konnte es aber einfach nicht verhindern. Ebenso schwer fiel es mir dann auch, ihm den Ring anzustecken, doch ich schaffte es ohne mich oder ihn gleich am Anfang unserer Ehe zu blamieren. "Ich erkläre euch hier mit zu Mann und Frau", erklärte der Priester schließlich feierlich und ich sah mit großen Augen nun zu meinem Gemahl hoch, der im Gegensatz zu mir so groß und stark wirkte. Ein Kuss... der erste Kuss den ein Mädchen je von einem Mann bekommen sollte, wenn es nicht gerade Brüder oder der eigene Vater war und das von dem Mann mit dem sie treu ihr ganzes Leben verbrachte.
     
  7. Samanta

    Samanta Leseratte

    Sander

    Es kam mir vor,als würde die ganze Welt den Atem anhalten,als der Priester ihr die Frage stellte.Wie ich vorher,sah sie kurz zu mir.In ihren weit geöffneten Augen flackerte Unsicherheit auf,bevor sie sich wieder an den Priester wandte und mit einem Ja,ich will antwortete.Die Welt stieß den Atem aus.Und auch ich hätte beinahe erleichtert aufgeatmet.Nachdem ich und sie aus dem Kelch getrunken hatten,war es Zeit die Ringe zu tauschen.Ich ergriff ihre zitternde Hand,hielt sie für die wenigen Sekunden vorsichtig in meiner Hand und steckte ihr den Hochzeitsring meiner Großmutter an den Finger.Dann schob auch sie ihren Ring über meine Hand und der Priester erklärte uns zu Mann und Frau.Sie sah zu mir hoch,wirkte wie ein scheues Vögelchen,das man nicht verschrecken durfte.Mein Gott,sie war so zart.Vorsichtig legte ich meine Hand an ihre Wange,strich unwillkürlich mit meinem Daumen darüber.Ihre Haut fühlte sich genauso zart an,wie sie aussah und meine groben Finger an ihrer Haut schienen so Fehl am Platz zu sein.Ich beugte mich zu ihr herunter und bettete vorsichtig meine Lippen auf die ihren.Es war ein keuscher Kuss,kaum der Rede wert,aber es fühlte sich richtig an.Schließlich löste ich mich wieder von ihr,richtete mich auf und lächelte vorsichtig,bot ihr dann meinen Arm an.Direkte Angst vor mir konnte ich in ihrem Blick nicht erkennen.Sie fürchtete sich also nicht vor mir,sondern nur vor der Heirat mit einem fremden Mann.Ich konnte es verstehen.Sie heiratete mich ohne mich zu kennen.Vielleicht hätten wir uns vorher kennen lernen sollen.Vielleicht hätte ich die zahllosen Einladungen annehmen sollen,die ihr Vater mir gegenüber ausgesprochen hatte,aber aus Angst,ich könne einer Hochzeit mit dieser Frau niemals zustimmen,hatte mich davon abgehalten.Nun,wo ich sie leibhaftig vor mir sah,scholt ich mich innerlich einen Esel.Wie hatte ich annehmen können,sie wäre möglicherweise hässlich oder niederträchtig?Denn beides war sie nicht.Sie war ein Engel,ein scheues Vögelchen,bei dem ich Angst haben musste,ich könnte es zerbrechen.
     
  8. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Margrite

    Er legte seine Hand auf meine Wange, ich hätte erwartet das diese Berührung hart und unnachgiebig sein würde, aber sie war zart und warm, sein Daumen strich über meine Wange und ich erschauerte unwillkürlich. Seine Finger waren etwas rau, aber die Berührung war es definitiv nicht. Langsam beugte er sich zu mir runter und ich widerstand nur knapp dem Drang zurückzuweichen, einfach weil diese Art von Berührung immer ein Tabu gewesen war. Doch ich hielt still, hielt sogar die Luft dabei an, seine Lippen legten sich auf die Meinen und ein merkwürdiges Kribbeln breitete sich in meinen Inneren aus, während meine Wangen wohl knallrot wurden. Der Kuss dauerte nicht lange, aber für jemanden der so unerfahren war wie ich in solchen Dingen, wirkte er schon verdammt unkeusch. Auch wenn ich da schon einige Leute beobachtet hatte wo das ganz anders ausgesehen hatte. Mein Gemahl richtete sich wieder auf, lächelte mich an und bot mir seinen Arm an. Nein gerade sah er nicht aus wie derjenige aus all den Geschichten, der grausamer Folterer. Ich betrachtete ihn kurz und erwiderte sein Lächeln, bevor ich seinen Arm ergriff und mich von ihm aus der Kirche führen ließ. Sah dabei wie mein älterer Bruder den Mann an meiner Seite scharf musterte. Natürlich kannten sie alle die Geschichten, dabei hatte man sich wohl darauf geeinigt, dass der Mann an meiner Seite kein Umgang war für eine ehrenwerte Dame... mein Vater schien davon unbeeindruckt gewesen zu sein... vielleicht lag es auch einfach daran, das durch dieses Bündnis auch der Frieden zwischen den Familien bewahrt wurde und mein Vater niemand war der ein Versprechen brach. Wir gingen hinaus und ich kam nicht umhin meinen Gemahl verstohlen zu mustern. Was er wohl gerade dachte?
     
  9. Samanta

    Samanta Leseratte

    Sander

    Meine Frau war sittsam errötet,als ich sie geküsst hatte.Es war seltsam über sie,als meine Frau zu denken.Ich kannte sie nicht und doch hatte ich vor allen und vor allem vor Gott geschworen sie zu lieben und zu ehren.Ich machte mir keine Illusionen.Verliebt war ich in sie nicht.Noch nicht.Ich hatte vor,sie in Zukunft zu lieben,aber dazu mussten wir uns erst einmal besser kennen lernen.Sie war sicher auch nicht unsterblich von der ersten Minute an in mich verliebt.Dennoch mussten wir dem Brauch nach noch in dieser Nacht miteinander schlafen.Ich wusste,dass sie das vorher noch nie gemacht hatte und ich würde es ihr so angenehm,wie möglich machen.Ich kannte Männer,denen es egal war,wie die Frau sich dabei fühlte,aber ich war nicht so.Ich führte sie in den großen Saal,in dem wir unsere Hochzeit feiern würden.Dort würden wir zuerst das Mahl einnehmen und danach würde getanzt werden.Ich rückte meiner Gemahlin den Stuhl zurück und sagte lächelnd:"Mylady."Beim Essen und beim Tanzen würden wir hoffentlich Zeit haben uns etwas besser kennen zu lernen.
     
  10. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Margrite

    Es war wirklich seltsam daran zu denken, dass ich von nun an mein ganzes Leben mit diesem Mann verbringen würde. Einem Mann den ich nicht kannte und vor dem sich das halbe Königreich fürchtete und von dem man sagte das er jeden Schürze hinterher jagte die er zu fassen bekam. Das Männer sich Mätressen hielten war nicht ungewöhnlich, aber irgendwie widerstrebte es mir daran zu denken, dass mein Mann bei einer anderen liegen würde und danach mich nehmen wollte... Verwehren würde ich mich meinem Mann nie, denn dies war ebenso eine meiner Pflichten, wie die Führung des Haushalts. Wir kamen im großen Saal an, die Halle war prunkvoll geschmückt und den Gästen würde es bestimmt an nichts mangeln. Für Musik und Tanz war gesorgt, reichlich Essen und zu Trinken gab es natürlich auch. Was mich anging so musste ich heute von einem Teller mit meinem Gemahl essen und von einem Becher trinken. Wieder etwas, dass sich verdammt seltsam anfühlte, aber einfach Brauch war. Mit jemanden den man aus Liebe heiratete fiel einem das sicher nicht so schwer, wie es in unserem Fall war. Ich hob meine Röcke an als Sander mir einen Stuhl zurecht rückte, knickste leicht und senkte mein Haupt. "Habt dank, mein Graf", entgegnete ich und ließ mich auf den dargebotenen Stuhl nieder. Ihn mein Gemahl zu nennen war einfach noch nicht ganz in meinem Kopf drinnen, deswegen hatte ich ihn mit seinem Titel angesprochen. Ich strich die Röcke meiner Gewänder glatt und beobachtete wie die Halle sich langsam mit den Gästen füllte.
     
  11. Samanta

    Samanta Leseratte

    Sander

    Wir hatten Platz genommen und warteten,bis alle Gäste sich gesetzt hatten.Es war Brauch,dass Braut und Bräutigam vom gleichen Teller aßen und aus dem gleichen Kelch tranken.Ich wollte ihr das ganze so angenehm wie möglich machen und fragte sie:"Was hättet Ihr gerne zu Essen,Mylady?"Ich schenkte ihr ein Lächeln und betrachtete sie.Während ich das tat,überlegte ich mir,ob sie Angst vor allem hatte,was kommen mochte.Ich schwor mir,dass ich versuchen würde,ihr alle Angst zu nehmen und ihr zu beweisen,dass ich ein guter Ehemann war.Ich wusste um meinen Ruf,aber ich war - entgegen der Behauptungen - kein Frauenheld.Ich hatte meine Bedürfnisse befriedigt,so wie das jeder Mann tat,aber von nun an würde ich meine Bedürfnisse nur noch mit meiner Frau stillen und wenn sie das nicht wollte,so würde ich mich in Geduld üben.Die Sache mit dem Foltern und dem aus dem Weg räumen meiner Feinde,an diesen Gerüchten war etwas dran,aber sie waren übertrieben.Ja,ich war nicht immer der nette Mensch,aber ich war auch nicht grausam.
     
  12. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Margrite

    Die Gesellschaft war schließlich zusammen gekommen und der Lärmpegel steigerte sich sogleich. Die Gäste schienen bei guter Laune zu sein. Ich senkte kurz meinen Blick, bevor mich Sander ansprach, ich hob meinen Blick wieder und sah ihn an, sein Lächeln war warm und wirkte seltsam beruhigend auf mich. Das Essen wurde bereits aufgetragen. Mein Blick ging erst herum, dann zu dem Essen... um ehrlich zu sein hatte ich nicht eigentlich keinen Hunger, aber es würde vermutlich jetzt schon Gerüchte aufwerfen, wenn ich auf meiner eigenen Hochzeit nichts aß. Die Leute redeten schnell und vor allem redeten sie schnell irgendeinen Blödsinn. Eigentlich hätte ich mir auch selber etwas nehmen können, aber ich wollte meinen Gemahl auch nicht vor den Kopf stoßen, wenn er mich schon fragte, so schaffte ich es schließlich sein Lächeln zu erwidern und antwortete: "Eine Pastete für den Anfang, wenn Ihr so gütig wärt." Ja das war ein guter Anfang, an der konnte ich langsam und Stück für Stück essen und mit viel Glück viel es niemanden auf, dass ich mich auf ein Ding beschränkte. Kurz hielt ich noch den Blick zu ihm, bevor ich ihn schließlich abwandte und merkte wie ich wieder nervöser wurde. Es stand mir nicht zu ihn in Frage zu stellen und doch geisterten sie in meinem Kopf, all diese Fragen. Momentan wusste ich sowieso nicht mehr was ich glauben sollte, ich musste einfach das Beste daraus machen und versuchen alles was ich gehört hatte zu vergessen. Wenn ich an den Jungen von damals dachte, blieb die Neugier auf diesen stillen geheimnisvollen Jungen, der so ganz anders schien als all die anderen hochgeborenen Söhne. Ich hoffte ich konnte an diesem Ansatz festhalten, ich musste mir selbst ein Bild über ihn machen und wollte mich nicht beeinflussen lassen. "Ich hoffe Eure Reise war angenehm?" fragte ich nun nach, ja wenn man nicht wusste über was man reden sollte, beschränkte man sich auf das Wetter oder eben einfache Dinge, so hatte es mich meine Amme gelehrt und es hatte schon so manche Konversation gestartet oder gerettet...
     
  13. Samanta

    Samanta Leseratte

    Sander

    Sie bat um eine Pastete und ich nahm ihr eine herunter,legte sie auf den Teller und antwortete dann auf ihre Frage."Ja,die Reise war angenehm,Mylady.Danke der Nachfrage",sagte ich sanft und betrachtete sie."Auch,wenn ich zugeben muss,dass ich mich wegen der Aufregung nicht sehr gut auf die Umgebung konzentrieren konnte."Ich schwieg kurz,sah sie an.Natürlich war auch sie nervös gewesen,war es noch immer,auch wenn sich äußerlich keine Anzeichen dafür fanden."Verzeiht,dass ich mich in den letzten Jahren nicht habe Blicken lassen",sagte ich schließlich,"ich fürchtete,dass Ihr mich nicht heiraten wolltet und meine Anwesenheit Euch stören würde.Es tut mir Leid,dass ich Euch die Möglichkeit genommen habe,mich vor der Hochzeit näher kennen zu lernen."Ich meinte meine Worte ernst,wusste nicht,ob ich sie damit in Verlegenheit brachte,aber ich war nun mal von Grund auf ein ehrlicher Mensch.
     
  14. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Margrite

    Ich bedankte mich als er mir das gewünschte auf den gemeinsamen Teller legte und als er auf meine Frage antwortete sah ich ihn natürlich an, lächelte sanft, dass war einfach meine Art. Hob dann doch etwas erstaunt meine Augenbrauen, als er gestand das er aufgeregt gewesen war. Dann entschuldigte er sich dafür, dass er die letzten Jahre nicht gekommen war. "Ich bin mir sicher mein Herr, dass es wichtigeres für Euch zu tun gab, als ein Mädchen am anderen Ende der Grafschaft zu besuchen", antwortete und eigentlich meinte ich das ernst und durchaus freundlich, doch erst nachdem ich die Worte gesprochen hatte, fiel mir auf, dass man das durchaus auch in den falschen Hals bekommen könnte. Ich errötete. Gott wieso hielt ich nicht einfach meine Klappe!? Ich senkte den Blick und atmete erstmal durch. "Verzeiht, meine Worte waren ungeschickt gewählt", meinte ich um das wieder etwas gerade zu biegen. "Ich meinte damit, dass es nichts gibt wofür Ihr euch entschuldigen müsstest, mein Herr", fügte ich dann anbei, lächelte ihn etwas unbeholfen entgegen und hoffte dass er mich jetzt nicht für irgendeine blöde Gans hielt. Ich war einfach aufgeregt und mein Mundwerk etwas schneller als mein Kopf wie mir schien.
     
  15. Samanta

    Samanta Leseratte

    Sander

    Mein Gott, hätte mir jemand gesagt,dass sie so hinreißend war,dann hätte ich den Weg auf mich genommen.Sie errötete sittsam,als sie mir sagte,ich hätte sicher besseres zu tun gehabt,als ein Mädchen am Ende der Grafschaft zu besuchen und ihr wohl bewusst wurde,dass man das auch anders verstehen konnte.Ich erwiderte ihr Lächeln und sagte dann:"Doch,ich muss mich dafür entschuldigen.Es wäre für uns beide einfacher gewesen,wenn wir uns gekannt hätten."Nun,auch das konnte man falsch verstehen und so fügte ich hinzu:"Nicht,dass ich nicht überglücklich bin,dass ich Euch heiraten durfte.Jeder Mann würde sich glücklich schätzen Euch als seine Gemahlin zu haben."Es war die Wahrheit.Ich war hingerissen von ihr."Möchtet Ihr erst einmal etwas essen,bevor ich Euch mit meinen Fragen löchere,Mylady",fragte ich schließlich charmant lächelnd.
     
  16. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Margrite

    Als er mein Lächeln erwiderte war ich etwas beruhigt, wartete dennoch etwas angespannt auf seine Worte. Nicht einmal hatte ich gesehen, dass Menschen ein Lächeln auch durchaus anders einsetzten konnten. Ich nickte. "Ich fürchte dann muss ich euch in diesem Punkt wohl doch zustimmen", meinte ich schließlich und erwiderte ein Lächeln. Ja es wäre wohl einfacher gewesen, wenn ich ihn zumindest ein oder zweimal öfter gesehen hätte und auch mit ihm gesprochen hätte. Als er meinte er sei überglücklich mich zur Gemahlin zu haben, errötete ich erneut. "Ihr schmeichelt mir mein Herr", fügte ich mit gesenkter Stimme hinzu und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht, die sich aus dem Geflecht von Blumen und Haaren gelöst hatte. Dann wies er auf das Essen hin und ich nickte schließlich, erwiderte auch dieses Lächeln, nahm erstmal einen Bissen und kaute darauf herum. Wie ich es gelernt hatte war es nur ein kleiner Bissen, eine Dame stopfte sich nicht den Mund voll, egal wie groß der Hunger oder Durst war.
     
  17. Samanta

    Samanta Leseratte

    Sander

    Ich betrachtete sie kurz beim Essen,wollte sie aber nicht in Verlegenheit bringen,weshalb ich mir ebenfalls eine Pastete nahm und diese aß.Da sie mir gut schmeckte nahm ich mir eine weitere und lächelte sie schließlich wieder an."Möchtet Ihr noch etwas anderes zu Essen haben",fragte ich sie sanft.Ich wollte,dass ihr an nichts fehlte und wollte,dass sie nicht annahm,ich sei tatsächlich ein Frauenheld.An diesem Abend und an jedem anderen Tag,der nun folgte,würde ich nur Augen für sie haben.Ich würde immer nur Augen für meine Frau haben.Meine Frau.So konnte ich sie jetzt aller Welt vorstellen.Eine Frau,die ich bis vor weniger als zwei Stunden nur aus meiner Kindheit gekannt hatte und die nun schon meine Frau war.Eigentlich unfassbar,aber nichts unübliches heutzutage.Viele Ehen wurden auf Versprechen aufgebaut und sie hielten.Jedenfalls wurde nicht darüber geredet,wenn es nicht passte.Ich für meinen Teil hatte das Gefühl,dass wir gut zusammen passten.
     
  18. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Margrite

    Ich fühlte mich doch beobachtet während des Essens, ließ mir aber nichts weiter anmerken. Schließlich hatte ich es geschafft und die Pastete tapfer in meinen tobenden Magen hinunter verfrachtet. Dem Grafen...äh meinem Ehemann schien das Essen zu schmecken, er holte sich gleich eine Zweite und wieder lächelte er mich an, seine Züge wirkten gleich viel weicher und freundlicher wenn er das tat. Als er fragte ob ich auch noch etwas wollte, schüttelte ich sanft den Kopf und lächelte liebenswürdig. "Danke, aber vorerst habe ich genug", antwortete ich freundlich und griff dann nach dem Kelch der mit Met, also Honigwein gefüllt war und den ich mir ebenfalls mit dem Mann neben mir teilte. Für gewöhnlich bevorzugte ich Ale, aber Met war auch in Ordnung, also ich wollte sagen, dass ich nicht wählerisch war. Es war schon seltsam gerade noch eine junge Frau im heiratsfähigen Alter und dann auch schon wieder verheiratet. Am nächsten Morgen würde ich nicht mehr Prinzessin Margrite von Graustein sein, sondern Gräfin Margrite von Hohenfels, momentan war das für mich noch gar nicht fassbar und ich dachte auch noch gar nicht an den Akt der die Nacht noch folgen würde. Nachdem ich einen Schluck von dem Kelch gemacht hatte, stellte ich ihn wieder vorsichtig ab. Ich kannte mich ja, ich hatte ein Talent Dinge umzuwerfen und das wollte ich ebenfalls nicht gleich meinem Gatten preisgeben. Ich sah mich im Saal um, alle aßen und tranken, es herrschte eine ausgelassene fröhliche Stimmung, Musiker begleiteten das Ganze noch im Hintergrund, später würde dann noch getanzt werden und ich merkte, dass ich mich ebenfalls schon etwas entspannt hatte. Was mein Mann mir bisher von sich gezeigt hatte, ließ mich die Gerüchte und Geschichten beinahe vollkommen vergessen. Sie mussten über einen anderen Sander von Hohenfels gesprochen haben...oder war das jetzt wieder nur meine jugendliche Naivität?
     
  19. Samanta

    Samanta Leseratte

    Sander

    Als sie ablehnte,nickte ich bloß.Ich konnte sie schließlich nicht dazu zwingen.Jedenfalls nicht in dieser Situation.Ich für meinen Teil musste mir noch eine Pastete nehmen und als sich unsere Blicke trafen,grinste ich leicht verlegen und meinte:"Verzeiht, eine dumme Angewohnheit von mir.Ich esse,wenn ich nervös bin."Ich strich mir über meinen Bauch und meinte:"Irgendwann werde ich kugelrund sein."Bisher war davon allerdings wenig zu erkennen.Mein Bauch war flach und wölbte sich höchstens auf Grund der sich darunter befindlichen Muskeln.Schließlich trat Margrites Vater zu uns und fragte:"Wäre das Brautpaar bereit den ersten Tanz zu eröffnen?"Da Margrite bereits fertig mit essen war und auch ich keinen allzu großen Hunger mehr verspürte,neigte ich zustimmend den Kopf und stand auf,trat zu meiner Frau und verbeugte mich vor ihr."Gestattet Ihr mir, Euch zum Tanzen aufzufordern,Mylady?"Der erste Tanz war stets dem Ehemann vorbehalten,aber ich hoffte,dass sie auch alle weiteren Tänze mit mir tanzen würde.Natürlich konnte sie auch mit ihrem Vater tanzen oder mit meinem Vater.Bei anderen Männern wäre ich wohl etwas eifersüchtig.Ich teilte nicht gerne und schon gar nicht würde ich meine Frau teilen.
     
  20. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Margrite

    Ich war froh, dass er nicht darauf bestand, dass ich noch mehr aß. Unsere Blicke trafen sich und grinste dann, wirkte dabei richtig jung. Nun alt konnte man Sander nun wirklich nicht nennen, er war vier Jahre älter als ich, jünger als mein großer Bruder. Ich folgte seinen Bewegungen und blieb auf seinem Bauch hängen. Ich errötete heftig und wandte dann schnell den Blick wieder ab, aus angst womöglich noch dabei ertappt zu werden, wie ich den Bauch meines Mannes anstarrte... Gerade hatte ich etwas erwidern wollen, als mein Vater auf uns zu kam und ich ihm entgegen lächelte. Ich würde ihn und meine Brüder wirklich sehr vermissen, sowie ich alle meine Freundinnen hier vermissen würde. Ich sah zu meinem Mann, es war an ihm zu entscheiden. Ich beobachtete wie er aufstand und auf mich zu trat. Ich nickte. "Natürlich dürft Ihr mein Herr", antwortete ich mit einem freudigen Lächeln und ergriff seine Hand, erhob mich darauf hin. Welches junge Mädchen tanzte nicht gerne? Ich ließ mich von ihm auf die Tanzfläche führen und für einen Moment wurde alles still, als wir uns aufstellten. Zu dieser Zeit gab es keine engen Tänze, man tanzte mit schicklichen Abstand, aber dennoch waren Tänze immer wieder die Möglichkeit jemanden kennen zulernen, da man sich doch nah genug kam um zu reden. In meinem Fall handelte es sich nicht um irgendeinen Fremden und uns blieb nicht nur der Tanz um zu reden. Sander von Hohenfels war mein Ehemann, natürlich fehlte noch der Entscheidende Akt, aber wie vorhin erwähnt dachte ich gerade nicht unbedingt daran.
     

Diese Seite empfehlen