1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

[RS] Obediently and Decency

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Gummibaerchen, 22 Jan. 2014.

    Obediently and Decency
    Die Ligori-Akademie

    - 1764, England -
    Jungen Männern und Frauen wird auf der Akademie Ligori, benannt nach ihrem Gründer, Anstand und Gehorsam gelehrt. Sprich, wie man sich in der Öffentlichkeit und dem Gegenüber zu benehmen hat. Die Mädchen werden - neben den Schulfächern für Schreiben, Lesen, lateinische Sprache, Glauben und Rechnen - in Körperhaltung, sprachlichem Ausdruck, Tischmanieren, Tanz und Reiten ausgebildet. Die Herren werden in denselben Fächern unterrichtet, jedoch müssen sie sich noch in der Fechtkunst und der Jagd beweisen. Während ihrer Laufbahn auf der Akademie stehen sie ständig unter Beobachtung und werden – des Öfteren auch unangekündigt – von ihren Mentoren geprüft. Romanzen sind ausdrücklich verboten. Nach Abschluss der Akademie erhalten die Schüler ein Zertifikat für ihre Heiratsfähigkeit. Es ist der eigentliche Grund, weshalb die adligen Eltern ihre Kinder dort ausbilden lassen, denn mit dieser „Auszeichnung“ steigt die Möglichkeit den Ehepartner seines Sohnes oder seiner Tochter in den höherrangigen Adelsfamilien zu finden und somit wichtige Beziehungen zu festigen. Es liegt also nicht in der Hand der jungen Männern und Frauen sich einen Lebensgefährten zu erwählen – einer der Gründe, weshalb die Akademie Romanzen verbietet.
    Wirst du dich dem System beugen und brav studieren? Oder nimmst du dein Schicksal selbst in die Hand?
    Informationen:
    ~ Ihr seid alle junge Damen und Männer im Alter von 17 bis 20 Jahren.
    ~
    Es gibt vier Schuljahre: erstes Schuljahr -> 17-Jährigen, zweites Schuljahr -> 18-Jährigen, usw.
    ~ Zu dem schulischen Anwesen: Es gibt ein großes Lehrgebäude, in welchem die Schüler unterrichtet werden, und gleich neben an liegen die beiden Residenzen, in welchem die Frauen und Männer ihr alltägliches Leben führen. Natürlich steht ihnen Personal (Dienstmädchen usw.) zur Verfügung. Hinter den drei Gebäuden erblüht ein großer gepflegter Garten voller Zierblumen, geschnittenen Sträuchern und Bäumen. Auf der anderen Seite des Anwesens befindet sich das Gestüt, in welchem die Pferde, mit denen das Reiten unterrichtet wird, untergebracht sind.
    ~ Zu dem Unterricht: Die Schüler und Schülerinnen werden in den „normalen“ Fächern getrennt unterrichtet. Sprachlicher Ausdruck, Tischmanieren und Tanz werden mit dem anderen Geschlecht gelehrt. Hierfür findet jeden zweiten Tag ein Essen statt und den Tag, welcher dazwischen liegt, der Tanzunterricht. Das Talent hoch zu Ross wird an den Samstagen und Sonntagen trainiert, ebenso das Fechten und die Jagd. Während die Mädchen am Morgen Unterricht im Reiten nehmen, müssen sich die Herren in den dafür vorgesehenen Räumen in der Fechtkunst und dem Schießen mit dem Gewehr behaupten, bevor sie am Nachmittag das Pferd besteigen.
    Regelwerk:
    ~ Bitte verfasst einen Beitrag, der über mehrere Zeilen lang ist. Nicht jedem macht es Spaß nur auf einen Satz antworten zu müssen. Kreativität schlummert in jedem.
    ~ Formuliert die Punkte Charakter und Aussehen in der Anmeldung bitte etwas ausführlicher aus.
    ~ Wir spielen in der "Realität". Keine fliegenden Pferde, keine Hasen mit vier Ohren oder lila Schweine.

    ~ Geschichtliche Ereignisse oder Hintergründe lassen wir in diesem RS außer Acht.
    ~ Bedenkt, dass wir in der Vergangenheit spielen. Also wird euer Charakter kaum ein Handy oder sonstige elektronische Technik besitzen.

    ~ Gesprochenes wird in "Gänsefüßchen" geschrieben und achtet ebenso auf Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Man sollte den Text so flüssig, wie möglich, lesen können.
    ~ Ihr könnt nicht über andere Charaktere bestimmen! Mord, Todschlag usw. sind untersagt.
    ~ Erst einmal nur ein Charakter pro Spieler. Ein zweiter Charakter nur mit Absprache!

    ~ Eure Charaktere sind nicht perfekt. Jedes Lebewesen hat seine Fehler.
    ~ Achtet auf den Ausgleich der Geschlechter.
    ~ Ich eröffne das Rollenspiel!


    Anmeldebogen:
    [SIZE=11pt]Mein zweites Ich
    »Vorname[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]
    [SIZE=11pt]»Nachname[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]
    [SIZE=11pt]»Spitzname/n[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]
    [SIZE=11pt]»Geburtsdatum und Ort[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]

    [SIZE=10pt]Akademie[/SIZE]
    [SIZE=10pt]»Schuljahr[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]

    [SIZE=11pt]Spieglein, Spieglein an der Wand…
    »Aussehen[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]
    [SIZE=11pt]»Besonderheiten[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]


    [SIZE=11pt]Zeig mir deine innere Schönheit...
    »Charakter[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]
    [SIZE=11pt]»Sonstiges[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]

    (Wichtiges, das noch erwähnt werden muss)

    adlige Blutlinie

    [SIZE=11pt]»Vater[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]
    [SIZE=11pt]Name | Alter | Beziehung
    »Mutter[/SIZE]
    [SIZE=10pt]«[/SIZE]
    [SIZE=11pt]Name | Alter | Beruf | Wohnort | Beziehung
    »Geschwister[/SIZE]
    [SIZE=10pt]«[/SIZE]
    [SIZE=11pt]Name | Alter | Beruf | Wohnort | Beziehung
    »sonstige Familienangehörige[/SIZE]
    [SIZE=10pt]«[/SIZE]
    (Hier erwähnt ihr in Kurzfassung Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen, sowie Großeltern)
    Name | z.B. Tante | Alter | Beruf | Wohnort | Beziehung

    [SIZE=11pt]
    [/SIZE]

    Ich spreche einen großen Dank an Nopsy aus, die mir ein wenig Hilfe beim Erstellen geleistet hat. :)
    [SIZE=11pt]Liebe Grüße & viel Spaß, euer Bärchen ♥[/SIZE]
     
    1 Person gefällt das.
  1. Mein zweites Ich

    »Vorname«
    Der dem Mädchen gegebene Vorname mag für viele unter uns fremd klingen, doch schwingt etwas Sanftes und Unschuldiges in seiner Aussprache mit. Ihre Eltern ließen sie auf den Namen ‘Aaliyah‘ taufen und er trägt die Bedeutung ‘erhaben‘. Jedoch solltet ihr stets darauf achten ihn nicht so auszusprechen, wie er geschrieben wird. ‘Aliah‘ spricht man ihn aus. Einen Zweitnamen trägt sie ebenfalls, jedoch findet sie es höchst unangenehm mit ihm angesprochen zu werden. Er lautet Celes und hat keine besondere Bedeutung

    »Nachname«
    Die junge Adlige trägt spanische Wurzeln väterlicherseits in sich, sodass es nicht fern lägen würde, wenn ihrem Vornamen ein spanisch geprägter Nachname folgen würde, doch ist dem nicht so. Mit vollständigen Namen heißt sie Aaliyah Celes Moorhawke, einst Santurio. Sie nahm jedoch den englischen Adelsnamen ihrer Tante und ihres Onkels an, nachdem sie aus dem spanischen Königshaus nach England verschifft wurde, wo sie nun ihr Leben fristet.

    »Spitzname/n«
    Ihr Spitzname mag nicht den Auftrag haben, den ein Spitzname eigentlich haben sollte. Er taugt keines Falls als Verniedlichung ihres Vornamens oder ist eine Unterstreichung der Schönheit des jungen Mädchens. In aller Welt kennt man sie nur unter dem Beinamen der ‘Blutprinzessin‘. Vor nicht allzu langer Zeit bekam sie ihn als Königstochter von der spanischen Bevölkerung. In einer schwülen Juninacht vor sieben Jahren spielte sich eine Tragödie im Palast der Königsfamilie ab. Man hatte den regierenden König hintergangen und ihn samt seiner geliebten Frau und seinen Kindern kaltblütig ermordet. Nur die kleine Aaliyah konnte von einem der Dienstmädchen aus dem Gemetzel gerettet werden und flüchtete mit dem weinenden Kind in den Armen hinaus aus dem Schloss. Am folgenden Morgen war die Trauer im Land groß und um auch den Tod der rechtmäßigen Thronfolgerin zu vermeiden, ließ das Militär sie gemeinsam mit dem Dienstmädchen nach England verschiffen, während der Bruder des erstochenen Königs den Thron bestieg. Die Schwester der verstorbenen Königin sollte sich mit ihrem Mann um Aaliyah kümmern. So wechselte sie das kleine Mädchen ihren Adelsnamen und wuchs behütet hinter den Mauern des Hauses Moorhawkes auf.

    »Geburtsdatum und Ort«
    Aaliyah ist ein Frühlingskind. Geboren wurde sie an einem 17. April im Palast der spanischen Königsfamilie und trat vor einigen Monaten in die Volljährigkeit ein.


    Akademie

    »Schuljahr«
    Mit ihren 18 Jahren besucht sie das zweite Schuljahr. Sie hat sich fest vorgenommen diese Akademie erfolgreich abzuschließen, um ihre Verwandten nicht zu enttäuschen. Jedoch hält sie von einigen der Regeln auf dieser Akademie nichts und findet immer wieder Lücken, um diese zu umgehen.


    Spieglein, Spieglein an der Wand…

    »Aussehen«
    Ihre Augen haben den unschuldigen Blick eines Lammes und den glänzenden Goldton von flüssigem Honig. Dichte, schwarze Wimpern verleihen ihnen noch mehr Ausdruck und lassen sie in manchen Momenten schon fast verführerisch wirken. Doch verwehren sie bei genauem Hinsehen einen Blick in das Innere der jungen Frau, wie ein versiegeltes Buch. Das markante Gesicht ist geprägt von weichen Zügen und hohen Wangenknochen, sowie aristokratisch hochgezogenen Augenbrauen. Sie besitzt dunkles, verspieltes Haar – die Farbe liegt zwischen dem dunklen Braun von Herbstblättern und dem Schwarz einer sternklaren Nacht. Die in der Regel ordentlich gekämmten, seidigen Strähnen reichen Aaliyah bis unter die Brust und kräuseln sich an manchen Tagen vorwitzig in den Spitzen, weshalb es nicht fern liegt, dass sie ihr Haar meist zu einem lockeren, geflochtenen Zopf zusammenbindet. Die Haut des Mädchens scheint ohne jeden Makel und hat einen leicht bräunlichen, gesunden Teint, was auf ihre spanischen Wurzeln zurückzuführen ist. Man könnte sie mit einer Porzellanpuppe vergleichen, die bei der kleinsten Berührung – möge sie noch so zart und lieblich sein – zu zerbrechen droht. Verstärkt wirkt diese Wirkung durch ihren zierlichen, schon fast hilflos wirkenden Körperbau. Nur die feinen Grübchen, die sich neben ihren Mundwinkeln bilden, sobald ein feines Lächeln sich auf ihre vollen, rosigen Lippen legt, geben ihr etwas „menschliches“. Doch in diesem Körper, der scheint als könne er bei der kleinsten Anstrengung zu Bruch gehen, steckt ein starkes Wesen.

    »Besonderheiten«
    Die Besonderheiten ihres Aussehens wären zum einen wohl der braune Teint ihrer Haut, den man auf der verregneten britischen Insel nicht alle Tage zu Gesicht bekommt, und zum anderen ihre goldenen Augen, die einen dahin schmelzen lassen. - Eine weitere Besonderheit, die jedoch in keiner Relation mit ihrem Aussehen steht, ist ihre Sprache. Da ihre Muttersprache Spanisch ist, muss die junge Frau des Öfteren nach den richtigen Worten suchen. Auch wenn sie schon seit sieben Jahren in England lebt, ist ihr englischer Wortschatz keines Falls ausgereift. Hinzu kommt, dass sie die ersten zwei Jahre nur auf Spanisch mit anderen Menschen kommuniziert hat, selbst wenn diese sie nicht verstehen konnten.

    Zeig mir deine innere Schönheit...

    »Charakter«
    Manche behaupten von Aaliyah, dass sie sehr Tagträumerisch, Ruhig und auch Feinfühlig sei. Vielleicht sollte man aber auch erwähnen, dass sie eine angenehme Frohnatur ist, trotz der sich einst abgespielten Tragödie, und behutsam ist sie auch noch. Aber keines Falls ist sie aufdringlich oder draufgängerisch – sie ist wohl eher das glatte Gegenteil davon und ziemlich stolz darauf, dass sie nicht als arrogante Person endete. Jedoch vermeidet sie keine Streitigkeiten oder andere Diskussionsarten; die junge Frau ist nämlich nicht auf den Mund gefallen. Sie kann sogar sehr frech werden, wenn ihr etwas nicht passt oder sie sich angegriffen fühlt. So gut sie austeilen kann, so kann die Liebe aber auch einstecken. – Ihre Tante meinte des Öfteren auch, dass Aaliyah ziemlich gerne Lächle oder Lache und sie in diesen Zeiten noch schöner wirken würde. Zwar schenkt das Mädchen ihr keinen Glauben, aber man darf die ältere Dame doch hoffen lassen. Zum Thema Hoffnung – sie glaubt stark an dieses Wort. Aber gibt es auch etwas an Aaliyah das ihr nicht so behilflich ist. Die junge Dame besitzt zwei linke Füße – nur bildlich gesehen. Sie ist ein wirklicher Tollpatsch und wenn sie nicht aufpasst wohin sie tritt oder was sie gerade tut, dann passiert ihr schon einmal schnell ein Missgeschick oder sie findet sich mit der Nase auf dem Boden wieder. Nicht gerade Lady-like.

    »Sonstiges«
    Aaliyah fühlte sich schon immer sehr zur Natur hingezogen. Sie verbrachte damals jeden sonnigen Tag im Schlossgarten des spanischen Königshauses und auch nachdem das junge Mädchen nach England verschifft wurde, schaute sie den dortigen Gärtner auf dem Anwesen der Moorhawkes über die Schulter und half, zum Leidwesen ihrer Tante, sogar beim Pflanzen neuer Zierblumen oder Gewächse. Ihre teuren Kleider waren ihr für den Dreck nie zu schade und auch noch heute verfällt ihre Tante in Rage, wenn sie einen Schmutzfleck auf dem feinen Stoff entdeckt. Die regnerischen Tage verbrachte sie meist in der Bibliothek und las dort wahrscheinlich jedes Buch, welches auch nur im entferntesten Sinne von Pflanzen oder Natur handelte.


    adlige Blutlinie

    »Vater«
    Arek Santurio | im Alter von 36 Jahren verstorben | Aaliyah hatte immer eine gute Beziehung zu ihrem Vater. Sie war ihm nicht zu lästig und versuchte stets seinen Anforderungen gerecht zu werden. Der König versuchte keines seiner Kinder zu bevorzugen und ermöglichte ihnen all das, was sie wollten.

    »Mutter«
    Katelyn Santurio, geborene Westminster | im Alter von 33 Jahren verstorben | Die Beziehung zu ihrer Mutter war ebenso tadellos, wie die zu ihrem Vater. Auch ihr versuchte Aaliyah alles Recht zu machen, so dass sie stolz auf ihre einzige Tochter sein konnte.

    »Geschwister«
    Niklaus Santurio | im Alter von 13 Jahren verstorben | Aaliyah hatte nie ein gutes Verhältnis zu ihrem Bruder und dies bereute sie seid seinem Tod. Die beiden hatten sich ständig in den Haaren und ständig führten sie Machtkämpfe gegeneinander aus. Jeder wollte der Schnellere, der Stärkere, der Bessere sein.
    Lorenzo Santurio | im Alter von fünf Jahren verstorben | Die Beziehung zu ihrem kleineren Bruder war jedoch wirklich liebevoll. Beide verhielten sich wie Pech und Schwefel zueinander. Aaliyah nahm ihn immer in Schutz und hielt seine Bestrafungen aus.

    »sonstige Familienangehörige«
    Mary-Ann Moorhawke, geborene Westminster | Tante, englische Wurzeln | im Alter von 36 Jahren | Herzogin im Westen von England | nettes, großzügiges Anwesen | Ihre Tante ist in den letzten Jahren wie eine Mutter für Aaliyah geworden. Sie war immer an ihrer Seite, tröstete sie und half ihr aus misslichen Situationen wieder heraus.
    Matthew Moorhawke | Onkel, englische Wurzeln | im Alter von 39 Jahren | Herzog im Westen von England | nettes, großzügiges Anwesen | Ihr Onkel sorgte immer gut für Aaliyah und behandelte sie, wie sein eigen Fleisch und Blut. Das Mädchen bekam all das von ihm, was ihr Herz begehrte. Es war auch seine Idee, sie auf die Ligori-Akademie zu schicken.
    Azariel und Seyren Moorhawke (Zwillingsbrüder) | Cousins, englische Wurzeln | im Alter von 14 Jahren | nettes, großzügiges Anwesen | Die Beziehung der beiden zu Aaliyah ist schon fast geschwisterlich. Als jüngere „Brüder“ sah es die junge Frau als Pflicht an sie in Schutz zu nehmen und ihnen aus selbst gegrabenen Gruben wieder heraus zu helfen.
    Helena Santurio, geborene Le Chaunter | Tante, spanische Wurzeln | im Alter von 45 Jahren | spanische Königin | Sie bewohnt mit ihrem Mann und den gemeinsamen, jüngsten Kind den königlichen Palast in Spanien. | Zu ihrer Tante pflegt sie keinen Kontakt.
    Tristan Santurio | Onkel, spanische Wurzeln | im Alter von 47 Jahre | spanischer König | Er bewohnt gemeinsam mit seiner Frau und dem gemeinsamen, jüngsten Kind den königlichen Palast in Spanien. | Zu ihrem Onkel hat sie keinen Kontakt, selbst als kleines Kind waren sie nur selten bei dessen Familie zu Besuch.
    Lorelei Santurio | Cousine, spanische Wurzeln | im Alter von 26 Jahren | spanische "Prinzessin" | Sie ist verheiratet mit einem französischen Grafen und fristet ihr Leben zwischen der französischen, adligen Gesellschaft.. | Zu ihr pflegt Aaliyah keinerlei Kontakt.
    Sergio Santurio | Cousin, spanische Wurzeln | im Alter von 22 Jahren | spanischer "Prinz" | Er ist verheiratet mit der Tochter eines spanischen Herzogs und bewohnt mit ihr ein eigenes Anwesen an der spanischen Küste. | Zu ihm besteht kein Kontakt.
    Pablo Miguel Santurio | Cousin, spanische Wurzeln | im Alter von 19 Jahren | spanischer "Prinz" | Er bewohnt gemeinsam mit seinen Eltern den spanischen Königspalast, steht jedoch kurz vor der Vermählung. | Aaliyah pflegt zu ihm keinerlei Kontakt.
    Melinda Westminster, geborene Bown | Großmutter, englische Wurzeln | bereits verstorben
    Klaus Westminster | Großvater, englische Wurzeln | bereits verstorben
    Marielle Santurio, geborene de la Consta | Großmutter, spanische Wurzeln | im Alter von 60 Jahren | bewohnt königliche Ferienresidenz in Spanien | Zu ihrer Großmutter hegt sie keinen Kontakt.
    Elesil Santurio | Großvater, spanische Wurzeln | im Alter von 60 Jahren | bewohnt die königliche Ferienresidenz in Spanien | Er dankte als König wegen einer schweren Lungenentzündung ab, jedoch wurde er – wie durch ein Wunder - wieder gesund. | Zu ihrem Großvater hegt sie ebenfalls keinen Kontakt.
     
  2. Siena

    Siena eat pray love - 90's kid

    [SIZE=10.5pt]Mein zweites Ich[/SIZE]

    [SIZE=10.5pt]»Vorname[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]​
    Alexej Valentin - Seine Namezusammenstellung weist auf seine russischen Wurzeln, Mutterseits, hin. Seinem Vater hat er seinen englischen Nachnamen zu verdanken, welcher ihm allein schon einen hohen Rang anordnet. Alexej ist sein Rufname und bedeutet in seiner Wortzusammensetzung aus dem altgriechischen, Alexis, soviel wie „die Hilfe“, oder „die Abwehr“. Seinen ersten Namen übersetzt man als „der Beschützer“. Sein zweiter Name, Valentin, nach einem Großvater benannt, trägt die Bedeutung als „der Kräftige“ und „der Glückliche“. Alexej hat an seinen Namen nichts auszusetzten, für ihn klingen sie ziemlich wohlklingend intelligent.​

    [SIZE=10.5pt]»Nachname[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]​
    Devonshire- Alt eingesessen in England und in den zahlreichen Vororten verteilt, wo in regelmäßigen Abständen Feste, wie etwa ein Dinner unter dem hohen Adel, oder Bankete, stattfinden. Alles in einem hat er eine Recht große Familie, wo auf guten Zusammenhalt viel Wert gelegt wird.​

    [SIZE=10.5pt]»Spitzname/n[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]​
    Lediglich seine britische Großmutter nennt ihn bei Kosenamen wie etwa „Darling“, was jedoch bei vielen typisch ist. Er mag es nicht mit Alex oder sonstigen Ableitungen seines Namens angesprochen zu werden, demnach sollte man nicht auf den Gedanken kommen ihm einen Spitznamen zu verpassen.​

    [SIZE=10.5pt]»Geburtsdatum und -ort[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]​
    Geboren wurde er als ältester Sohn, neben seinem jüngeren Bruder, und somit auch als Träger des Erben, in dem großen Anwesen der Devonshires. Seine Schreie erfüllten eine eisige Nacht an einem 12. Dezember, im Jahre 1745 (19), die vier Wände des Schlafgemachs seiner Mutter.​
    [SIZE=10.5pt]Akademie[/SIZE]
    [SIZE=10.5pt]»Schuljahr«[/SIZE]​
    Mit 17 Jahren wurde er in die Akademie geschickt, nicht unbedingt aus freiem Willen. Er beginnt nun sein drittes und wahrscheinlich letztes Lehrjahr.​


    [SIZE=10.5pt]Spieglein, Spieglein an der Wand…[/SIZE]​

    »Aussehen[SIZE=10pt]«[/SIZE]​
    Eine nicht zu blasse, aber auch nicht zu dunkle Haut zieht sich über den gesamten Körper des stattlichen 186cm großen jungen Mannes. Alexej ist ein auffallendes Erscheinungsbild, und das nicht bloß über seine Rebellische Art, was Kleidung betrifft. Mit seinem athletischen Körperbau, den breiten Schultern und der schmalen Hüfte ist er ein Bild von einem Mann. Ihm fehlt jedes Gramm überschüssiges Körpergewicht und seine Muskeln lassen auf eine gewisse körperliche Stärke schließen. Wenn Alexej den Blick auf einen richtet blitzt einen zwei moosgrüne Augen an, welche nach innen hin immer heller erscheinen und außen von einem schwarzen Kreis abgerundet werden. Seine dunkelbraunen mittellangen Haare liegen meist wild verteilt auf seinem Haupt und betonten seine maskulinen Gesichtszüge uns die hohen Wangenknochen die ihn leicht kantig wirken lassen. Das einzig Weiche an seinem Aussehen, sind seine Lippen, welche einen schönen aber unauffälligen Schwung haben und von Grübchen gezeichnet sind die auf eine ziemlich humorvolle Person schließen lassen. Er hat die Augen seiner Mutter und die Haarfarbe seines Vaters.​

    [SIZE=10.5pt]»Besonderheiten[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]​
    In Sachen Kleidung kennt sich der Adelige zwar aus und genießt die teuren zarten Stoffe auf seiner Haut, in seinem Privatleben würde er sich jedoch nicht in solch eine Aufmachung stecken. Sehr zum Verdruss seiner Eltern und den Mentoren der Akademie, trägt er gerne lockere weiße Leinenhemden mit schwarzer Hose und schwarzen Stiefeln, auf die weißen typischen Strümpfe kann er leider wegen der Länge der Hosen nicht verzichten, diese werden jedoch von seinen Stiefeln verschluckt. Gesellschaftlich könnte man dem jungen Mann aber keinen schlechten Modegeschmack nachsagen. Dort ist Alexej immer fein gekleidet und lässt sich dafür auch gerne hochwertige Roben schneidern. Nur für eine Kopfbedeckung kann sich der junge Mann nicht erwärmen, die weißen Perücken die ihn seiner Meinung nach affig ausschauen lassen, verbannt er aus seinem Leben.​

    [SIZE=10.5pt]Zeig mir deine innere Schönheit...[/SIZE]​

    »Charakter[SIZE=10pt]«[/SIZE]
    Es ist nicht leicht einen Menschen mit all seinen Ecken und Kanten ins rechte Licht zu rücken, vor allem wenn sich viele von ihnen hinter falschen Masken, Lügen und Intrigen verstecken. Müsste man den Erben in einem Wort beschreiben, wäre das schier unmöglich. Der Charakter des jungen Mannes ist so ausgeflügelt und abhängig von seiner Laune, dass es Menschen nicht möglich ist seinen Charakter zu beschreiben. Er ist ein ruhiger und zugleich rebellischer Adeliger. Optimisten und Pessimisten haben in Alexejs Welt nichts verloren, wer den Tatsachen nicht strikt ins Auge blicken kann, ist seiner Meinung nach hoffnungslos verloren. Er verkündet gerne ruhig und offen seine Meinung, lässt sich von anderen nicht einreden und weiß doch wann es richtig ist, auch mal falschen Dingen zuzustimmen. Sein Sinn für Politik ist zwar nicht stark ausgeprägt, aber genug vorhanden um ihn durchs Leben zu führen auch wenn er immer versucht politische Entscheidungen oder Gespräche zu umgehen. Einige finden seinen jungen Lebensgeist erfrischend, andere wiederum kritisieren den Nachwuchs Devonshires wo sie nur können, denn sein sehr gesundes Selbstbewusstsein wird von einige bloß als Arroganz eingestuft, Selbstbewusstsein und Arroganz sind jedoch zwei verschiedene Welten. Der doch eher schwer aus der Ruhe zu bringende Alexej sieht solche Dinge gelassen, solange sie nicht in Beleidigungen oder Angriffe, ausarten nimmt er alles mit einer gesunden Priese schwarzen Humors. Sollten solche Dinge aber zu weit gehen, kann man auch von dem sonst in sich ruhenden Mann von einem gewaltigen Jähzorn ausgehen. Er schätzt die Etikette - bis zu einem gewissen Maß - macht aber auch kein großes Geheimnis daraus, dass er nur zu gerne gewisse dieser Regeln bricht und dabei auch noch eine tierische Freude empfindet.​
    Natürlich kann der junge Adlige auch äußerst zuvorkommend und charmant sein, gerade was das andere Geschlecht angeht, wobei man erwähnen sollte, dass er Menschen sympatiert, welche ihm auch Konter bieten können. Kriecherischen Schleimer bringt er nicht einen Teelöffel an Aufmerksamkeit entgegen. Dazu gehören auch Leute die sich nicht von ihren festgezurrten Anstandsregeln lösen können.​
    [SIZE=10.5pt]»[/SIZE][SIZE=10.5pt]Sonstiges«[/SIZE]
    Schon als junger Knabe verbrachte er lieber seine Stunden draußen im Dreck umgeben von Pferden und der Natur. Im Alter von 4 Jahren bestieg er den Rücken der Pferde und entdeckte darin eine große Leidenschaft für sich. Es folgte das Fechten, welches er gerne und viel mit seinem jüngeren Bruder übte und seine Fähigkeiten darin ausweitete. Neben den eher „wilden“ Aktivitäten entdeckte er im Alter von 13 Jahren den Tanz für sich. Die Dame an der Hand zu halten und dabei geschmeidig zur Musik zu führen, empfand er schon damals als ein tolles Gefühl, soweit sie ihm nicht die Füße blau und grün trampelte.​


    [SIZE=10.5pt]adlige Blutlinie[/SIZE]

    [SIZE=10.5pt]»Vater[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]
    Carlisle Edward Devonshire,45.​
    Seinen Vater bekommt er als sehr hohen Staatsbeamten, schon in seinen Kinderschuhen, nur selten zu Gesicht. Wenn er am späten Abend heimkehrte lag der kleine Alexej bereits in seinem Bett. Mit den Jahren besserte sich jedoch die Beziehung der zwei Männer. Im Alter von 11 Jahren nahm er Alexej und seinen Bruder des Öfteren über die Mauern des Anwesens mit, um sie den Umgang mit Pfeil und Bogen zu lehren. Bis zum jetzigen Zeitpunkt bekommt er seinen Vater bloß auf Familienfesten oder seltenen Besuchen auf der Akademie zu Gesicht.​
    [SIZE=10.5pt]»Mutter[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]
    Ekatarina Jelena (Vronsky) Devonshire, 38.​
    Alexejs Mutter bestand darauf ihre zwei Söhne aus eigener Hand groß zu ziehen und verzichtete dabei wo möglich auf die Betreuung durch Kindermädchen. Sie setzte viel auf Etikette, Anstand und Höflichkeit. Alle drei Dinge gingen dem Kind höllisch auf die Nerven und bereits im zarten Alter von 8 Jahren erkannte man in ihm eine Ignoranz wie sie keiner in der Familie der Devonshires besaß. Er verbrachte lieber seine Stunden draußen und fand schließlich im Fechten und Reiten seine Passion. Seine Mutter, welche seine frühe Heiratsunwilligkeit sonst immer mit einem zarten Lächeln abgetan hatte und sich darauf berief, dass auch Alexejs Zeit kommen würde, drängte ihn im Alter von 17 Jahren in die Akademie, er müsse diese Einrichtung besuchen, da er unverheiratet nicht als standesgemäßer Erbe in Frage kommen würde. Trotz seiner anderen Lebensbahn hatte er schon immer einen sehr guten Draht zu seiner Mutter. Sie hält sich hauptsächlich im prächtigen Anwesen der Kleinfamilie auf, oder sitzt die Stunden auf kleinen Tee-Treffen ab, um sich mit den Adligen aus ihrem Bekanntenkreis über den neuesten Klatsch und Tratsch auszutauschen.​
    [SIZE=10.5pt]»Geschwister[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]
    Dimitri Levin Devonshire, 17​
    Sein Bruder war ihm schon früh ein Dorn im Augen, eine ewige Nervensäge, auf der Suche nach Aufmerksamkeit und Zustimmung. Es war zugegeben ein kleiner Konkurrenzkampf, jedoch wuchsen die Brüder zu stattlichen Männern heran und mit dem Alter wurde man nun mal auch erwachsener. Dimitri wird im nächsten Jahr ebenfalls die Akademie besuchen, wobei sein Bruder darauf hoffte bis zu diesem Zeitpunkt diese Grotte bereits verlassen zu haben.​
    [SIZE=10.5pt]»[/SIZE][SIZE=10.5pt]Halbgeschwister«[/SIZE]
    Aus erster Ehe bringt sein Vater Carlisle zwei Töchter. Jocelyn Maria Devonshire und Kate Elizabeth Devonshire, für welche er das Sorgerecht mit seiner ersten Frau teilt. Sie verbringen ein Halbjahr bei ihrem Vater und das andere bei ihrer Mutter. Mit beiden versteht sich Alexej prächtig, auch wenn es mit Kate, der Älteren, hin und wieder zu kleinen Auseinandersetzungen kommt. Die Jüngere Jocelyn hat der junge Erbe ganz tief in sein Herz geschleust. Mit ihrer positiven Energie und Lebenskraft bezaubert sie selbst den rebellischsten Buben.​


    [SIZE=10.5pt]»sonstige Familienangehörige[/SIZE][SIZE=10pt]«[/SIZE]
    Die Restlichen Angehörigen seiner Familie verteilen sich über ganz Großbritannien und hauptsächlich in den Großstädten Moskau und Sankt Petersburg in Russland. Viele Tanten und Onkel, Cousinen und Cousins. Bei einem großen Familientreffen waren schon ein großer Ballsaal und eine ebenso lange Tafel.​
    Von Väterlicher Seite her, hat der junge Adlige einen Onkel, Emmett Godric Devonshire/42/ verheiratet, und eine Tante, Viktoria-Sophie (Devonshire) Wollowitz/36/verheiratet. Sein Großvater, Edward Godric Devonshire, ist vor drei Jahren verstorben, seine Großmutter, Samantha (Bailey) Devonshire/61, lebt in einem kleinen Palais, nicht weit entfernt vom Anwesen.​
    Von Mütterlicher Seite aus, gibt es zwei Tanten, Olga Marija (Vronsky) Karenina/31/,verheiratet mit einem russischen Grafen, und Alexandra Galina (Vronsky) Bergström/27, mit einem schwedischen reichen Kohlebergwerkbesitzer verheiratet. Hinzu kommen die zwei Brüder seiner Mutter, Miroslav Alexandrej Vronsky/41 und Levin Viktor Vronsky/32, beide verheiratet. Seine Großeltern, Anna Jelena/58 und Viktor Alexej Vronsky/61, leben mit den zwei jüngsten ihrer Kinder, Miroslav und Olga, in Moskau.​
     
  3. Aaliyah Celes
    Die wärmenden Sonnenstrahlen glitten sanft über das saftig, grüne Gras und strichen zärtlich über das Antlitz der Blumen, die einem mit ihrem Farbenspiel die Schönheit der Welt offenbarten. Viel zu selten suchte ich noch den Garten dieser Akademie auf, denn meine Gedanken schwirrten meist um allerlei Tanzschritte und die Etikette. Es blieb viel zu wenig Zeit für einen Spaziergang in der Natur. „Fräulein Moorhawke.“, rief die schon etwas in die Jahre gekommene, brünette Dame mir zu und kam mit eiligen Schritten in meine Richtung. Ihr Gesichtsausdruck verriet mir, dass sie ziemlich aufgebracht war und auf dem Weg hatte sie sich wohl schon die Tränen aus den Augen wischen müssen. Die arme Frau war wirklich sehr nah am Wasser gebaut, und sowas nannte sich die Leiterin der Residenz. Hm. „Nun schauen Sie sich doch einmal an.“, tadelte sie mich mit immer noch benommener Stimme und konnte gerade noch verhindern, dass sie die Kontrolle über ihre Mimik verlor. „Ich hegte insgeheim die Hoffnung, dass Sie langsam zur Vernunft gekommen wären, aber wenn ich mir das Fräulein nun so anschaue… Ihr teures Kleid ist voller Schmutzflecken und schau sich doch nur einer ihre Finger an. Dabei sollen sie doch heute Abend den Ball besuchen. Euer Dienstmädchen wartet auch schon ungeduldig.“ Die Worte kamen ihr so schnell über die Lippen, dass ich sie erst einmal in Gedanken sortieren musste. Während sie sprach, schüttelte ihr Kopf wild hin und her und ich ließ alles mit einem Lächeln über mich ergehen. Es war schließlich nicht das erste Mal und meine Tante würde es sicherlich nicht gerne hören, dass ich mein Mundwerk gegen die Leiterin der Mädchenresidenz erhoben hatte. Ich wollte meine Familie gewiss nicht in ein schlechtes Licht rücken. „Nun machen sie sich doch nicht so viele Gedanken…“, begann ich vorsichtig und mit heiterer Stimme. „Zu viele Sorgen schaden ihrer Gesundheit und es gibt genügend Mädchen auf die ein Auge geworfen werden sollte. Aber um sie zu beruhigen, werde ich mich umgehend zu meinem Schlafräumen begeben und ich gebe ihnen hiermit das Versprechen pünktlich zum Ball zu erscheinen.“ Es hatte auch nie in meiner Absicht gelegen mich zu verspäten, schließlich fand dieser nicht nur statt, um uns adlige Kinder zu amüsieren. Er war auch gleichzeitig eine Prüfung unseres Könnens, obwohl ich mir mehr als nur sicher war, dass mir meine beiden linken Füße beim Tanz einen Strich durch die Rechnung machen würden. Bislang war noch kein Mann meinen Tanzkünsten ohne einen blauen Fleck entkommen. Hm. Ich wandte meine Aufmerksamkeit wieder der älteren Dame zu, die sich nun förmlich bei mir bedankte und sich entschuldigte, bevor sie davon eilte. Anscheinend war ich nicht die Einzige, die sie aus der Fassung gebracht hatte. Mit einem leisen Seufzer strich ich meine Hände an dem rosafarbenen, seidenen Stoff ab und setzte mich in Bewegung. Die Schmutzflecken mochten wirklich nicht schön aussehen, doch hatten sie mich noch nie gestört.
     
  4. Siena

    Siena eat pray love - 90's kid

    Alexej
    Während die anderen ihre nächsten Schritte bedachten, warteten meine Schritte bereits in der Warteschleife. Mit meiner zügigen Beinarbeit wich ich dem Säbel meines Kampfgegners aus, wobei ich an meinem linken Oberarm einen leichten Windzug vernahm. „Ich bin beeindruckt, Sir Godfrey. Ihr habt den Bediensteten mal wieder Arbeit an Land geschwemmt. Dabei war dieses Leinenhemd eines meiner Lieblinge.“, grinste ich mit einem spitzbübischen Lächeln, während ich den werten Herren vor mir mit den Augen eines Jägers fixierte. Optimale Stellung der Füße, Lage des Körperschwerpunktes sowie Drehung von Schulter und Becken waren von Vorteil um den Sieg eines Duells zu erlangen. Godfrey setzte mit einem erneuten Ausfallschritt zum nächsten Schlag an, nicht besonders klug, wenn es nach mir ginge. Mit einer Cavation umging ich kreisförmig die gegnerische Klinge, was mir genug Zeit verschaffte um Sir Godfrey meinen Ellenbogen unsanft in den Bauch zu stoßen und ihn somit seiner Kampfwaffe zu entledigen. „Touché.“, gab ich mit einem zufriedenen Schmunzeln von mir und stoß den Säbel in die Erde. Das Klatschen unseres Lehrers ertönte neben dem lieblichen Gesang der Vögel, gefolgt von seinen lobenden Worten an uns beide. „Hervorragende Arbeit, die Herren. Ihr seid wahrlich nicht zu unterschätzen Alexej.“, lächelte der alte Mann und stemmte seine Hände in seine Hüften, während ich ihm meinen Dank mit einem kurzen Nicken zukommen ließ. „Das wäre es für heute. Die Damen werden euch eher in eleganter Aufmachung empfangen wollen, demnach würde es sich ergeben eure Gemächer aufzusuchen.“, gab er als letzte Worte von sich und verschwand, gefolgt von einem sichtlich mürrischen Godfrey, aus meinem Blickfeld. ​
     
  5. Aaliyah
    Als ich durch die Türe, welche vom Garten in das ansehnliche Unterrichtsgebäude führte, trat, hallten keine weiteren Schritte durch die lichtdurchfluteten Flure. Nun, es war kein Wunder, dass sich alle in ihren Schlafgemächern befanden, jedoch hatte die Sonne gerade erst begonnen gen Horizont zu sinken. Hm. - Mein Weg führte mich weiter durch den Gang des Hauses und ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen, während ich eine der lästigen Strähnen, die sich aus dem geflochtenen Zopf gelöst hatte, hinter mein Ohr verbannte. Hm. In den nächsten Tagen sollte ich mich wahrlich etwas strenger nach der Etikette richten, sonst würde mir die ältere Dame in den nächsten Wochen des Öfteren einen Besuch abstatten. Selbst mit meinem ruhigen Wesen würde ich ihr ständiges Nörgeln sicherlich nicht lange aushalten. Vorsichtig strich ich mit meinen Finger über den Stoff, der mein Leib bedeckte, und ließ meine Hände schlussendlich auf dem Kleid ruhen. Es dauerte nicht mehr lange und ich erreichte endlich den vorderen Eingang, sodass ich diese Mauern wieder einmal hinter mir lassen konnten. Zum zweiten Mal an diesem Tag. Hätte ich den Weg genommen, welcher um das Gebäude herumführte, hätte ich bestimmt vor mich hin geträumt und wäre nie bei der Mädchenresidenz angekommen. Ein warmer Windhauch liebkoste meine Wangen und meine Augen erkundeten für kurze Zeit die Umgebung. Wie im Unterrichtsgebäude schien hier alles verlassen, eine Seltenheit. Es sollte mich jedoch wirklich nicht verwundern; besonders nicht, wenn ein Ball vor der Türe stand und wie ich einige Vertreterinnen meines Geschlechts kannte, hatten sie seit dem Ende des Unterrichts ihre Schlafräume nicht mehr verlassen. Sie versanken zwischen ihren Kleidern aus Tüll, Spitze und Seide und zerbrachen sich darüber den Kopf welches dieser Kleider, deren Anzahl sie noch nicht einmal kannten, bei den werten Herren den meisten Gefallen finden könnte. Kaum hatten sie sich für eins entschieden, da fiel ihnen ein anderes ins Auge und die armen Dienstmädchen mussten die gleiche Tortur ein zweites oder vielleicht sogar ein drittes Mal durchlaufen. Für mich war dies nicht verständlich. Den Damen war anscheinend noch nicht bewusst geworden, dass ihre innere Hässlichkeit trotz der schön wirkenden Fassade keinem verborgen blieb.
     
  6. Siena

    Siena eat pray love - 90's kid

    Alexej
    Mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen zog ich den Säbel aus dem trockenen Boden und blinzelte kurz in die untergehende Sonne. Der Himmel war in ein faszinierendes Farbschauspiel von blau, rosa und hellem violett getaucht, ein seltener Anblick eines solchen Naturschauspiels. Ein letztes Schmunzeln kroch auf meine Lippen, ehe meine Gesichtszüge wieder eine ausdrucklose Miene annahmen. Die Vögel verstummten mit jeder Minute und die Grillen fingen an zu summen. Ich hätte mich in diesem Augenblick mit etwas interessanterem beschäftigt, als ich mich Geschmeide zu umhüllen, jedoch würde es mich meine Höflichkeit und meinen Ruf kosten, nicht auf diesem Ball aufzutauchen, zumal auch einige Familienmitglieder der Schülerinnen und Schüler anwesend sein würden. Ich wandte mich von den letzten warm umarmenden Sonnenstrahlen ab und ging den schmalen Kiesweg entlang in Richtung Residenz. Die Stille, welche das gesamte Gelände umschloss, war mir keinesfalls unheimlich, ich ließ sie herzlich Willkommen. Sonst waren diese Wege hauptsächlich außerhalb der Unterrichtszeiten ziemlich belebt. Die Meisten hielten sich bereits seit Stunden in ihren Gemächern auf und putzten sich vom Scheitel zur Sohle heraus. Ich überlegte kurz wie viele Dienstmädchen wohl gerade beschäftigt waren, schob den Gedanken jedoch gleich schnell wieder zur Seite. Ich für meinen Teil, verzichtete meist auf die Hilfe von Bediensteten, zumindest was meine Kleidung betraf. Bei den Damen sah es ziemlich anders aus, ohne die nötige Hilfe, wäre es ihnen unmöglich sich in ihre engen Korsetts und Meere aus Tüll und Seide zu zwängen. In kurzer Zeit erreichte ich die edle Residenz der Männer und umging das Gebäude um die zwei Säbel in der Waffenkammer an Ort und Stelle abzulegen. Mit einem leisen Quietschen öffnete sich die recht schwere und edel verzierte Eichentüre und vor mir erstreckte sich einer der zahlreichen Flure, mit einem dunkelgrünen Läuferteppich ausgelegt. In der Stille hallten meine Schritte und während ich die breite Treppe in das zweite Stockwerk mit hopsenden Schritten hinauf stieg, sah ich an mir herab. Mein lockeres Leinenhemd war an meinem linken Oberarm mit einem langen geraden Riss verziert und meine kniehohen schwarzen Stiefel waren in feinen Staub gehüllt, welcher beim Fechten durch die trockene Erde nur so aufgewirbelt wurde. Meine Fähigkeiten in dieser Kampfart waren um einiges ausbaufähig, jedoch zählte meine Wenigkeit dennoch zu den „Besseren“. Durch die frühe Lehre beherrschte ich Säbel und Degen wie meine eigene rechte Hand. ​
     
  7. Aaliyah
    Als ich meine Schlafräume erreichte, verabschiedete sich die Sonne mit den letzten Strahlen für diesen Tag. Vorsichtig öffnete ich die Tür mit einer kurzen Handbewegung und entdeckte die beiden einfach gekleideten Damen, wie sie aufgeregt durch die Zimmer eilten. "Mary und Rose..", versuchte ich die Blondhaarige und die Brünette zu beruhigen, die bei Ertönen meiner Stimme erschrocken aufsahen. "Wir waren wirklich in Sorge, AAliyah...", setzte Mary an und strich eine der hellen Strähnen hinter ihr Ohr. "Du hättest schon viel eher zurück sein müssen und jetzt haben wir kaum noch Zeit." Rose nickte mir zu und wollte so noch einmal die Aussage des anderen Dienstmädchen unterstreichen. Nun, ich sah beide mehr als gute Freundinnen und behandelte sie auch so. Meine Sprache ihnen gegenüber war weder respektlos noch befehlshaberisch, nein. Ich redete mit ihnen so, wie ich es mit den Töchtern aus bekannten Adelsfamilien tun würde, die des Öfteren im Hause Moorhawke dinierten. "Und deshalb bin ich erfreut solch entrückende Mädchen an meiner Seite zu haben, denn wie ich euch kenne, habt ihr schon seit Stunden die nötigen Vorbereitungen getroffen.", erwiderte ich mit amüsierter Stimme. Wenn ich Mary und Rose nicht hätte, wäre ich auf dieser Akademie schon vor Monaten im Chaos versunken. Ich schloss die Tür hinter mir und verriegelte sie, um unerwünschten Besuch zu vermeiden. Sogleich eilte die Blondine auf mich zu und half mir die Schnüre des Korsetts zu lösen, während sie versuchten ein heiteres Gespräch über den heutigen Abend aufzubauen. Ein Thema, bei dem ich nur wenig Kommentare einbringen konnte, aber die zwei Damen schienen in ihrem Element. Es war eine Schande, dass dem Personal verboten wurde an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. Zuhause - sowohl bei den Moorhawkes als auch in Spanien - hatten wir Feste organisiert, die wir gemeinsam mit den Bediensteten feierten und selbst ich fand an diesen Gefallen. Die breiten Lächeln in den vielen Gesichtern und die Heiterkeit, es war nicht alles so förmlich. Als ich mich des Kleides entledigt hatte, atmete ich tief durch. Endlich konnte ich wieder frei atmen, wenn es auch nicht von langer Dauer sein würde. "Ich werde mich dann nun zurückziehen, während ihr den Rest vorbereitet.", gab ich lächelnd von mir und verschwand in den Raum, in welchem ein heißes Bad auf mich warten würde. Hinter mir schloss ich die Türen und atmete ein zweites Mal tief durch.
     
  8. Siena

    Siena eat pray love - 90's kid

    Alexej
    Entspannt schlenderte ich um die nächste Ecke in den Flur, wo sich mein Schlafgemach befand. Zumindest war ich so lange entspannt, bis mir ein Dienstmädchen nahezu in die Arme lief. Sie schreckte leicht auf und sah mich mit einer Mischung aus Hektik und Schrecken an. „Alexej, ich habe euch gesucht! Die Zeit rennt, Ihr müsst euch für den Ball her richten.“, tadelte die ältere Frau und stemmte ihre Hände in ihre Hüften. „Madame Rossini, seid unbesorgt.“, fing ich mit einer sanften Spur an und packte sie sanft an den Schultern um unsere Plätze zu tauschen. „Ich werde selbstverständlich pünktlich, wie immer, aufkreuzen. Aber was ich von den weißen Büscheln auf dem Kopf halte, das wissen Sie ja mittlerweile.“, lächelte ich eine Spur belustigt und verabschiedete mich mit einer übertriebenen Verbeugung, während ich mit langsamen Schritten rückwärts ging. Die Bedienstete schüttelte bloß mütterlich den Kopf und wandte sich mit einem kleinen Knicks von mir ab. Ich schätzte sie grob auf die Vierzig, aber sie war mir in meinen zwei Jahren hier wie eine Tante geworden. Andere würden unsere gegenseitige Umgehensweise wohl als absurd und viel zu vertraut bezeichnen, jedoch interessierten mich jegliche Gerüchte oder sonstiges nicht einen Teelöffel an Neugierde. Schwungvoll öffnete ich die weiß lackierte Türe in mein Gemach und bekam noch rechtzeitig über die riesigen Fenster mit, wie sich die letzten Sonnenstrahlen verabschiedeten. Leise fiel die Tür wieder in das Schloss und schritt in die Mitte des Raumes. Währenddessen streifte ich mir Stiefel und Hemd ab, welche auf dem hellen Parkett landeten. Bevor ich mich daran machte mich in etwas schickes zu kleiden, wusch ich mich im geräumigen Bad ab, der Staub hatte sich sogar leicht in meinem Gesicht und meinen dunklen Haaren verfangen. ​
     
  9. Aaliyah
    Nachdem ich mein Bad beendet hatte, hüllte ich meinen Körper in ein Handtuch und strich mir die nassen Strähnen aus dem Gesicht, bevor ich sie hoch band. Eine nasse Unterwäsche wollte ich wirklich nicht riskieren. Ich verließ den Baderaum und blickte in zwei strahlend lächelnde Gesichter. Die Kleiderauswahl hatte ich den beiden überlassen, denn ich hatte mir schon seit längerem eingestanden, dass ich kein Händchen für Mode oder Stoff besaß; besonders nicht bei besonderen Anlässen. Nun hielten mir die Blondine und die Brünette ein blutrotes Kleid entgegen und ein kleines Lächeln stahl sich auf meine Lippen. Die Kleider, die ich seither auf den Bällen an dieser Akademie getragen hatte, waren alle von dieser Farbe gewesen. Schließlich musste die "Blutprinzessin" ihrem Ruf gerecht werden, und mich amüsierte das fragwürdige Schmunzeln auf den Gesichtern mancher. Ich nickte bestätigend und die beiden Dienstmädchen zogen mich mit sich. Nachdem sich die beiden Damen von mir abgewandt hatten, befreite ich meine Haut von ihrer Nässe und schlüpfte in den Stoff, welchen ich unter dem Kleid tragen würde. "Ich überlasse euch nun, wie immer, den Rest.", sprach ich mit heiterem Ton und schon wurde ich von der Brünetten auf den Stuhl vor dem Schminkspiegel gesetzt. Die Sonne war schon hinter dem Horizont verschwunden und Personal eilte über das Anwesen der Akademie - der Ball würde also bald beginnen. Die Blondhaarige zog mir das Band aus den Haaren und befreite es vorsichtig von Knoten, ehe sie es trocknen ließ. Das andere Dienstmädchen war derweil damit beschäftigt mein Gesicht herzurichten, jedoch bat ich sie darum es nicht zu sehr zu übertreiben. Ich hätte mich sonst nur wieder gefühlt wie eine Puppe. Es war wirklich mühsam die gesamte Zeit still zu sitzen und keinen Finger zu rühren. Gerade hatten sie ihre Arbeit beendet, da drängten die beiden mich schon dazu, mich endlich in den Stoff des schlicht geschneiderten Kleides zu hüllen. Etwas widerwillig kam ich ihrer Bitte nach und nahm einen letzten tiefen Atemzug, bevor sie die Schnüre des Verschlusses festzurrten. Ich war wahrscheinlich nicht die Erste, die am Ballsaal ankommen würde, die Letzte wäre ich aber sicherlich auch nicht. Vorsichtig stieg ich in die Schuhe, die dieselbe Farbe wie mein Kleid trugen und wandte mich an den großen Wandspiegel, den man neben der weißen Tür positioniert hatte. Mein Gesicht hatte zu meiner Erfreunis seine Natürlichkeit behalten und meine Haare waren zu einem lockeren Flechtzopf zusammen gebunden, was bestimmt nicht jeden erfreuen würde und trotzdem war es mir so am Liebsten. Ich bedankte mich bei den beiden Dienstmädchen und verabschiedete mich von ihnen mit einem leichten Knicks, während ich im Flur schon das Gelächter und Tuscheln einiger Mädchen vernahm.
     
  10. Siena

    Siena eat pray love - 90's kid

    Alexej
    Ein Wall von kühlem Nass landete in meinem Gesicht, während ich untenrum in einem Handtuch eingehüllt vor dem Waschbecken stand. Ich lehnte mich mit den Händen an dem Rand des weißen Waschbeckens nach vorne, wo ich mein Abbild im Spiegel betrachtete. Nasse Strähnen hingen mir in der Stirn, ehe ich mir mit einem Handtuch über das Gesicht fuhr und die Strähnen an Ort und Stelle verbannte. Ich betrat wieder mein Schlafgemach und entdeckte auf meinem einladenden Himmelbett eine sorgfältig zusammen gefaltete Robe. Ich für meinen Teil suchte mir meine Kleidung gerne selbst aus, jedoch wusste Marianne Rossini worauf sie zu achten hatte. Ein kleines Schmunzeln schlich sich auf mein Gesicht. Mit der rechten Hand strich ich über das dunkelblaue Justaucorps, verziert mit silbernen Manschettenknöpfen. Ich warf mich in kurzer Zeit in den teuren Stoff und betrachtete mich im Spiegel. Ein stattlicher Mann mit weißem Hemd, auf der Brust ein Spitzenjabot sowie Spitzenmanschetten an den Ärmeln. Das dunkelblaue Justaucorp, mit der farblich passenden knielangen Hose. Die weißen Strümpfe verschwanden unter den glänzend polierten schwarzen Lederstiefeln. Mein Haar hatte ich leicht zurück gekämmt und die weiße Perücke, welche auf meinem Nachttisch thronte landete kurzerhand aus meinem Fenster. Sie versuchte es wirklich immer wieder, aber so stur, wie ich nun mal bei diesem Thema war, landete das kratzende Ding im Dreck. Ich empfand sogar einen Hauch Freude dabei. Mit einem letzten Prüfenden Blick auf meine Aufmachung verließ ich mein Gemach und betrat den länglichen Flur. Ein pompös eingekleideter junger Mann trat in eiligen Schritten an mir vorbei und hinterließ dabei eine Duftspur, die mich mehrmals benebelt blinzeln ließ. Er hatte wohl ein ganzes Bad in Rosenwasser genommen. Ich rümpfte ein letztes mal die Nase und musste noch einige Momente die parfümierte Luft ertragen, ehe ich zur Freude meiner Nase endlich an die frische Luft trat.​
     
  11. Aaliyah
    Als die Stimmen der meisten Mädchen verhallt waren, wandte ich mich an die beiden Dienstmädchen und bedankte mich für ihre Mühen, doch alles was die zwei taten, war mich dazu zu drängen endlich das Zimmer zu verlassen. Ich nickte ihn mit einem amüsierten Lächeln zu und trat aus dem Raum heraus. Der Flur war, wie bereits erwartet, schon etwas leerer und ein leichtes Seufzen verließ meine Lippen. „Aaliyah, du siehst bezaubernd aus!“, riefen mir die Brünette und die Blondine zu, bevor die Tür ins Schloss fiel und ich nun völlig auf mich allein gestellt war. So wie ich mich jedoch kannte, würde ich diesen Abend irgendwie hinter mich bringen. Während die anderen Schüler sich amüsieren würden, würde ich mich aus den Tänzen, die nicht verpflichtet waren, heraushalten – so würde ich ohne Peinlichkeit die Stunden überleben und die Füße der meisten Herren würden verschont bleiben. Ich trat aus der Residenz der Mädchen heraus und mein Blick streifte, wie von selbst, hinauf zum klaren Himmel, welcher von strahlenden Sternen gefüllt und von dem fahlen Licht des Mondes erhellt wurde. Die sonstige Stille der Nacht wurde durchbrochen von eifrigen Stimmen und leises Gelächter hallte über das Gelände der Akademie. Mit dem verlorenen Blick am Firmament setzte ich meinen Weg zum Ballsaal fort und versuchte eine Route zu wählen, die weniger besucht von anderen Menschen war. Da Familienangehörige am heutigen Ball auch erlaubt waren, würden es sich mein Onkel und meine Tante nicht nehmen lassen einen Blick auf ihre geliebte Nichte zu werfen, doch hoffte ich immer noch inständig, dass ihnen etwas wichtigeres dazwischen gekommen war.
     
  12. Siena

    Siena eat pray love - 90's kid

    Alexej
    Ich verschränkt meine Hände hinter meinem Rücken ineinander und schritt in langsamen Schritten den noch recht stillen Weg entlang. Wahrscheinlich war ich einer der Letzten aus der Männerresidenz. Ein Blick nach oben offenbarte mir eine klare wolkenlose Nacht, mit deutlich sichtbaren Sternbildern am dunklen Nachthimmel. Ich richtete meinen Blick wieder entschlossen nach vorn und erreichte kurze Zeit später den herrlich großen Vorgarten zum Ballsaal. Auf meinem Weg begrüßte ich mit einem Nicken einige bekannte Gesichter, sowie eine Gruppe von Damen, welche bei meinem Anblick anfingen aufgeregt zu tuscheln und zu kichern. Sie hatten sich vom Scheitel bis zur Sohle für die edle Veranstaltung her gerichtet, es war zugegeben kein Augenschmaus in ein nahezu weiß gepudertes Gesicht zu schauen. Mit einem charmanten Lächeln trat ich an den Damen vorbei und wurde schon mit breiten Armen von meinen zwei engsten Bekannten auf der Akademie begrüßt. „Ich sehe, du bist immer noch dir selbst treu geblieben, Alexej.“, scherzte James und deutete auf mein Haupt. „Und das wird sich auch nicht ändern.“, gab ich mit einem Grinsen von mir und begutachtete mit einem belustigten Blick seiner Perücke, welche seine roten Haare unter sich verbarg. Meine Mutter hatte sich höchstwahrscheinlich schon nach innen begeben, so wie ich sie kannte.
     
  13. Aaliyah
    Hinter den Mauern hallte Gelächter und auch die angeregten Gespräche waren kaum zu überhören. Mein Körper hatte bereits beschlossen wieder kehrt zu machen und mich von einem der beiden Dienstmädchen krank melden zu lassen, nur hatte mein Gewissen immer noch ein Wörtchen mitzureden. Die Familie Moorhawke wäre den ganzen Weg umsonst gekommen und auch auf meine Prüfung würde mein Fehlen gewiss kein gutes Licht rücken. Hm. Für kurze Zeit erstarrte meine Miene und ich blickte einfach starr den Mond an, bevor ich mir ein glaubwürdiges, fröhliches Lächeln auf die Lippen zwang. Ich würde den Abend hinter mich bringen, ob mit Chaos oder ohne würde sich noch zeigen. Mit einem kleinen Zögern wandte ich mich von der weißlich leuchtenden Scheibe am Himmel ab und trat einen Schritt auf die weit geöffnete Türe zu. Ein Blinzeln konnte ich nicht verhindern, als ich in den hellerleuchteten Raum sah und in vielerlei Gesichter blicken konnte. Angeregte Unterhaltungen und andere schallende Geräusche füllten die Luft und ich konnte ohne Reue von mir geben, dass dies alles hier definitiv nicht meine Welt war, doch würde ich mich nicht darüber beklagen in diesen Stand hineingeboren worden zu sein – dazu hatte ich kein Recht. Ich betrat letztendlich den Ballsaal und suchte ihn mit meinen Augen nach den zwei vertrauten Gesichtern ab, konnte sie jedoch nicht ausfindig machen. Entweder sie gingen in der Menge an weißen Perücken und Haufen von Stoffen unter oder waren noch nicht eingetroffen, wobei mich letzteres wohl mehr erfreuen würde. Für den Moment gab ich es auf und versuchte in eine Ecke zu gelangen, in der es weniger Tumult gab, doch bevor ich mein Ziel erreichen konnte, wurde ich von vier netten Damen aufgehalten, die mich mit einer hektischen, kurzen Begrüßung sofort in das Gespräch rissen. Ihre Themen waren, wie so oft, die verschiedenen jungen Herren in ihren schicken Aufmachungen und wie so oft war ich nicht ein Fünkchen an diesem Meinungsaustausch interessiert.
     
  14. Siena

    Siena eat pray love - 90's kid

    Alexej
    „Gentlemen, ich denke wir sollten uns nach innen begeben. Ich kann es kaum erwarten die prallen Dekoltés der Damen zu begutachten.“, grinste Zachary und machte eine Geste in Richtung Balleingang. Ich lächelte bei seinen Worten bloß schwach und James schien die gleichen Gedanken zu bergen. „Wenn das unser Leiter zu hören bekommen hätte.“, schmunzelte ich scherzend und folgte den Herren in den mittlerweile gut besuchten Ballsaal. Natürlich war ich ein Mann und Frauen gehörten eben, mehr oder weniger, zu den reizendsten Wesen auf der Erde, jedoch war ich nicht darauf aus eine lieb zu äugeln, zumal es jedem an dieser Akademie strengstens verboten war, eine Romanze zu haben. Mit langsamen Schritten betraten wir den hell erleuchteten Ballsaal und eine Wolke aus hunderten Gerüchen schien in der Luft zu liegen. Das zehnköpfige Orchester versuchte bei dem großen Gelächter und Getuschel die Oberhand zu behalten und ein Meer aus Seide und Brokat erfüllte den schön verzierten Marmorboden. Mein Blick schweifte über die versammelte Menge, wobei die Meisten bis jetzt in Grüppchen versammelt standen und sich über den neuesten Klatsch und Tratsch austauschten. ​
     
  15. Aaliyah
    „Wenn ihr alle so durcheinander redet, dann ist es schwer für mich euch zu folgen.“, unterbrach ich die jungen Damen und ein leichtes Kichern konnte ich mir wirklich nicht unterdrücken. Vielleicht gefielen mir diese Themen nicht, aber es war immer wieder ganz amüsant mitzuerleben, wie sich die Wangen der jungen Frauen bei Aussprechen des Namens eines männlichen Studenten in einen zarten Rosaton färbten. Ich löste kurz den Blick von den fröhlich plaudernden Mädchen und ließ ihn wieder durch die Halle streifen. Unter den vielen Gesichtern erkannte ich die Lehrer und einige adlige Erwachsene, die schon zu Gast bei der Familie Moorhawke gewesen waren – mit ihren Kindern und ohne. Von meiner Tante und meinem Onkel fehlte für mich dennoch jede Spur. Ich widmete meine Aufmerksamkeit wieder den heiteren Worten meiner Gesellinnen und strich mir eine der widerspenstigen Strähnen aus dem Gesicht. Einige der Namen, die fielen, kannte ich und andere wiederrum nicht. Ich hielt mich mit den Kommentaren zurück, brachte nur ab und zu ein paar Anregungen mit in das Gespräch ein, um nicht einer plötzlichen, unangenehmen Frage ausgeliefert zu werden. Die Lautstärke schien mit jeder Minute zu steigen, doch würde der Leiter noch etwas auf sich warten lassen - und damit würde es auch noch etwas dauern, bis der erste Tanz beginnen würde.
     
  16. Siena

    Siena eat pray love - 90's kid

    Alexej
    [SIZE=11pt]„Ich sichere mir vorab eine Tanzpartnerin, wenn ihr mich entschuldigen würdet.“, sagte James mit einem spitzbübischen Lächeln, ehe er von dem Meer aus Stoffen und Licht verschluckt wurde. „Genau, sonst sind alle Guten weg.“, verabschiedete sich auch Zachary von mir, woraufhin ich mich daran machte etwas nach außen unter zu tauchen. So schwer war ich nun wirklich nicht zu finden, immerhin trug ich abermals keine Perücke auf meinem Haupt, aber auf einen tadelnden Blick meiner Mutter konnte ich mich schon mal einstellen. Zu meiner linken hielt sich ein kleines Grüppchen von Damen auf, darunter eine, welche nicht in diese Runde zu passen schien. Ich hatte sie bereits einige Male zu Gesicht bekommen, jedoch nie persönlich kennen gelernt. Soweit ich mich erinnerte, hatte James vor einiger Zeit einen Kommentar zu ihr abgegeben, die „Blutprinzessin“, sagte er. Ein rotes Kleid zierte ihren schlanken Körper und ihr Haar war anders als bei den anderen locker zusammengebunden, sodass noch einige ihrer dunklen Strähnen in ihrem makellosen Gesicht hingen.[/SIZE]​
     
  17. Aaliyah
    Ein amüsiertes Grinsen schlich sich auf meine Lippen, als die blonde Dame vor mir errötete, nachdem die rothaarige zu meiner linken die Aufmerksamkeit der ganzen Gruppe auf einen der vielen weißhaarigen Herren gelenkt hatte. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, ich fand diese Perücken wirklich lächerlich und tappte im Dunkeln, welchem Zweck diese Modevergehen dienten. Ich verlor mich ziemlich schnell in meinen Gedanken und schüttelte leicht den Kopf. Mein Blick strich an der jungen Dame, welcher immer noch die Röte im Gesicht stand, vorbei und trafen auf zwei klare, ausdrucksvolle Augen. Ein Grünton, wie ich aus der Ferne vermutete. Schnell erkannte ich, warum gerade dieser Braunhaarige meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte - im Gegensatz zu den anderen Herren trug er keine Pracht aus künstlichen Haaren. Ich hatte ihn nun schon eine ganze Weile musternd angestarrt und legte den Kopf leicht in die Schräge. Ob die Lehrer dieses Aussehen durchgehen lassen würden? Nun, wenn ich so recht überlegte, hatte ich schon des Öfteren auf den Bällen der Akademie entdeckt, hatte mich jedoch nicht weiter mit ihm beschäftigt. Hm. Ich musste dem adligen Braunhaarigen wohl ziemlich unhöflich vorkommen, also verzog ich meine Lippen verlegen zu einem schiefen Lächeln und entblößte für ihn meine zwei weißen Zahnreihen.
     
  18. Siena

    Siena eat pray love - 90's kid

    Alexej
    Mit schmalem Schmunzeln musterte auch ich die Dame in rot und erwiderte ihr Lächeln ebenso freundlich. „Alexej.“, ertönte eine weibliche Stimme, wobei sie meinen Namen eher seufzte. Zu meiner linken erschien meine Mutter, eingehüllt in ein grünes Kleid, ihr blondes Haar kunstvoll auf ihrem Kopf zusammen gesteckt, und den gewohnten tadelnden Blick auf ihren Gesichtszügen. „Hast du nicht etwas vergessen, mein Sohn?“, fragte sie mit einem mütterlichen Lächeln auf den Lippen, während ich mir ein spitzbübisches Grinsen nicht verkneifen konnte. „Ich freue mich auch sehr dich zu sehen.“, gab ich von mir und hauchte ihr einen leichten Kuss auf ihre weiß behandschuhte Hand. Noch ehe ich mein Wort weiter an sie wenden konnte, verstummte das Orchester und alle Aufmerksamkeit lenkte sich auf das Podest, auf welchem die Instrumentspieler saßen. Unser Akademieleiter, in alter Frische und unverändert erhielt das Wort und erklärte den Ball offiziell für eröffnet. Während seiner Rede ließ ich meinen Blick abermals zu der Dunkelhaarigen Adligen schweifen. Einen Eröffnungstanz würde sie mir wohl kaum ausschlagen können.​
     
  19. Aaliyah
    Dass der junge Herr mein Lächeln erwiderte, erfreute mich in gewisser Hinsicht und gerade als eine blonde Dame neben dem Braunhaarigen erschien, zog mich das rothaarige Mädchen zu meiner Linken zurück in die Realität. „Wo starrst du denn die ganze Zeit hin, Aaliyah?“, fragte sie mit neugieriger Stimme und versuchte den Auslöser meiner Abwesenheit ausfindig zu machen. „Zu niemand wichtigem nehme ich an.“, murmelte ich leise und versuchte das Kichern und Tuscheln meiner Gesellinnen einfach zu überhören. Ich hätte wohl doch eine andere Antwort wählen sollen, nun, rückgängig konnte ich es nun nicht mehr machen. Hm. Mein Blick huschte für kurze Zeit noch einmal an der vor mir stehenden Frau vorbei, um das grüne Augenpaar, in welches ich soeben noch geblickt hatte, wieder ausfindig zu machen, doch unterbrach mich die Stimme des Akademieleiters bei meinem Vorhaben. Mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen hörte ich seinen Worten konzentriert zu, während meine Hände über den roten Stoff meines Kleides fuhren. Der Inhalt änderte sich von Ball zu Ball kaum. Nach Beendigung seiner Rede klatschte die Menge und ich stieg vorsichtig mit ein, ehe das Orchester mit ein neues Stück einstimmte. Bis zum Eröffnungstanz würde es also nicht mehr allzu lange dauern.
     

Diese Seite empfehlen