[RS] No Water for the Boat

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von peachyes, 1 Apr. 2017.

  1. peachyes

    peachyes Bekanntes Mitglied

    Es war der 20. August 2016.
    Naturkatastrophen brachten unzählige Unruhen in die Welt. Tausend Opfer und mehr als Tausend Gedenkstunden wurden gehalten. Die Küstenstädte wurden evakuiert, man versuchte zu retten was noch zu retten war. Alles neigte sich dem Ende zu. Die Macht der Erde überragte die des Menschen mit jeder Sekunde immer mehr. Sie sah zu, wie Familien auseinander gerissen wurden, Infrastrukturen zusammen fielen und das Leben unmöglich machten. Alle ausgedachten Filme und Geschichten fanden nun Realität. Und man dachte es könnte nicht schlimmer kommen, bis zu diesen einen Samstag, welcher der entscheidende Schlag im Krieg zwischen Leben und Tod war. Die Naturkatastrophen wurden weniger. Man rief in die Welt hinaus "Sie habe sich beruhigt, Mutter Natur".
    Doch wir befanden uns in keinem Buch, welches wie jedes andere ein Happy End finden sollte.
    Dies war die Realität. Und die Welt hatte sich nicht beruhigt.
    Es brach' eine Seuche aus, er in nur wenigen Monaten mehr als die Hälfte der Menschen in Nord- und Südamerika zu Opfer fielen. Und sie breitete sich mit der Zeit immer weiter aus.
    Der 20. August würde in die Geschichtsbücher der Menschheit eingehen und in voraussichtlich zwei Jahren wird kein Mensch mehr darüber reden.

    Warum, fragst du dich?
    Wie kann ein Boot das Meer durchqueren, wenn es kein Wasser mehr gibt?


    ...
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    No Water for the Boat

    Du übernimmst die Rolle eines Menschen der nun in der verlassenen Welt um sein überleben kämpft.
    Die Seuche breitete sich in den letzten fünf Monaten sehr weit aus. Es gibt nur wenige Überlebende in den vielen Länder. Das Leben in unser neumodernen Welt ist nun unmöglich. Kein Netz, kein Strom, kein Benzin und nur noch wenige Reste an Nahrungsmitteln zum Überleben.
    Es wurde nicht nur ein Kampf zwischen Mensch und Erde. Du kannst niemandem mehr vertrauen. Du bist auf dich, deinen Instinkt und deine Überlebenskünste angewiesen.
    Aber zombieartige Menschen und der Kontakt mit ihren ansteckenden Körperflüssigkeiten sind jedoch nicht dein einziges Problem mit dem du klar kommen musst.
    Du wirst gejagt. Du weißt nicht wer es ist und was sie von dir wollen. Doch sie sind auf der Suche nach Überlebenden wie dir. Also sei auf der Hut.
    Du weißt nicht ob sie dich aus guten Absichten heraus jagen.


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    Formular

    Name
    Alter
    Geschlecht
    Charakter
    Aussehen
    Geschichte
    ( damit meine ich, was deinem Charakter bis jetzt
    Wiederfahren ist. Verstorbene Familie, Freunde, auf der Flucht oder vielleicht noch unversehrt von der Seuche. Ist ganz dir überlassen. Vielleicht gehörst du ja auch zu den Bösen?)
    Sonstiges

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    Überlebende


    Catherine Semerra
    Emelia Bennett
    Jeremy Coldran​



     
    Zuletzt bearbeitet: 6 Apr. 2017
  2. peachyes

    peachyes Bekanntes Mitglied

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    Formular

    Name: Catherine Semerra
    Alter: 23 Jahre
    Geschlecht: Weiblich
    Charakter: Catherine ist eine junge und entschlossene Frau, die vor kurzem noch sehr erfolgreiche Aussichten auf ihr Leben hatte. Sie vernächlässigte für die Schule Freunde und Familie. Es purzelten einsen und zweier in den Klausuren, im Abitur hatte sie den besten Durchschnitt des Jahrgangs. Sie war schlau, hatte gute Aussichten auf ein gutes Berufsleben. Aber gute Noten reichen nicht aus, um auch ein schönes Leben führen zu können. Catherine hatte es schon immer schwer Freunde zu finden. Sie wusste nicht was sie sagen sollte, war deshalb lieber still und ging auch auf keine Partys mit. Es wurde ihr mit der Zeit in der Nähe von Menschen immer unangenehmer.
    Catherine, auch Cat genannt, ist trotz ihr fehlenden sozialen Kompetenzen ein reizendes Mädchen, dass auch in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf bewahren kann. Sie lässt sich nicht leicht unter Druck setzten und würde ihre Meinung sagen, würde sie nicht so ungern mit Menschen reden. Sie denkt sich eben lieber ihren Teil.
    Ein besondere Eigenschaft von Catherine ist ihr Sinn für Humor. Sie lacht gerne, wenn auch nur im Kreise der Familie und sie reden sehr viel mit sich selber. Von außen kann das auf einen verrückt werden, aber für Cat ist das ganz normal.
    Aussehen: Catherine [Quelle: pinterest.com] ist ein schönes Mädchen das eher weniger von Selbstbewusstsein triezt. Sie hat eine normale Figur und ging nicht dem Trend des Magerwans nach. Sie hat sehr helle Haut, die in Kombination mit ihren hellen Haaren sehr merkwürdig aussehen. Sie wirkt sehr blass. Ihr Gesicht ist freundlich und ihr lächeln zuckersüß. Hohe Wangenknochen und schmale Lippen bringen ihre wunderschönen Grünen Augen sehr gut zur geltung. Sie hat lange, schlanke Finger, an denen sie gern Ringe trägt und trotz ihrer bescheidener Größe ist sie geistig ein Riese. Sie trägt das was ihr gefällt und geht keinen Modetrends nach. Sie ist eigenständig und strahlt auf ihre ganz eigene Weise.
    Geschichte: Der 20. August bedeutete für ihre Familie mehr als nur erschreckende Nachrichten. Am vorabend telefonierte sie noch mit ihren Eltern, die gerade mit dem Flugzeug aus dem Urlaub zurückkehrten. Bis die erschreckende Nachricht kam. Das Flugzeug war abgestürzt. Keine Überlebenden. Das war ein eiskalter Schock für sie. Seitdem kümmerte sie sich um ihren kleinen Bruder, der den plötzlichen Tod nicht verabeiten konnte. Es war schwer für ihn zu akzeptieren, dass er und Cat nun ganz alleine waren.
    In Cat weckte sich in nur wenigen Monaten ein starkes Verantwortungsbewusstsein und ein unglaubliche Angst ihren kleinen Bruder zu verlieren.
    Als dann die Seuche ausbrach und sie von einem dieser sogenannten Zombies verfolgt wurde, kam sie zu einem entgültigen Entschluss: Sie musste ihre Angst um Niclas verlieren, um ihn besser bescützen zu können.
    Sonstiges: Niclas ist ihr kleiner 15 Jahre jüngerer Bruder, welcher sehr musikalisch begabt ist und zu seinem letzten Geburtstag einen welpen von seinen Eltern geschenkt bekommen hat.

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    Name: Jeremy Coldran
    Alter: 25 Jahre
    Geschlecht: Männlich
    Charakter: In jeder Geschichte gibt es die Guten und die Bösen. Jeremy wechselt gern einmal die Seiten. Er hat ein sehr aufmerksames und hilfsbereites Wesen. Es fällt ihm nicht schwer sich in seinen Gegenüber hineinzuversetzen und dank sein guten Aussehen spielte er sich in der Schule schnell auf den ersten Platzt der Beliebten. Und damit kam dann auch die Arroganz. Die lässt ihn manchmal Dinge sagen oder tun, die sehr verletztend sein können. Er weiß gern woran er ist und spielt lieber mit den anderen, als dass mit ihm selber gespielt wird.
    Seine große Leidenschaft ist die Konsole, aber er schafft guten Ausgleich mit Sport. Er spielt seit 5 Jahren Volleyball und hat einen kräftigen Schlag. Auch wenn nach dem Klishee entsprechend er eher Football spielen müste, hat er seine Liebe aber in Volleyball entdeckt.
    Zu seinen Freunden ist er stehts loyal. Er ist unabhängig und steht immer hinter seiner eigenen Meinung unf lässt sich selten von jemandem beeinflussen. Wenn er herausfindet, dass jemand seinen Freunden böses will, dann wird er selber zum Monster. Nur leide hat er nicht viele wahre Freunde, und das weiß er.
    Aussehen: Jeremy [Quelle: pinterest.com] ist ein gutaussehendet junger Mann mit einem perfekt traninierzrn Körper und einem charmanten lächeln. Sein Aussehen verschaffte ihm seinen beliebtem Ruf, den er stehts wahrt. Er hat jedoch recht helle Haut, die mit seinem schwarzen Haare fast zu blads wirkt. In seinen braunen Rehaugen verliert sich jedes Mädchen und er weiß es stehts auszunutzen. Jeremy, auch Jer genannt, achtet jedoch nicht absichtlich so sehr auf sein Aussehen. Bei ihm kann man wirklich sagen gute Gene und eine modebewusste Mutter, die ihn bis jetzt durch das Leben begleitet haben.
    Geschichte: Vor kurzem lebten Jeremy und seine Mutter in Australien, bis sie vor kurzem ein Jobanebot in Amerika bekommen hat, ihrer alten Heimat. Jeremy fand dem Umzug nicht schlimm. Er reiste gerne und viel. Kaum waren sie ein Jahr dort, passierte plötzlich dieses Grauen. Zunamis, Erdbeben und jede Menge zerstörter Häuser und tote Menschen. Jeremy und seine Mutter lebten in dem Gebiet in dem die Seuche ausbrach. Die "Zombies" waren überall. Als sie schließlich gerettet wurden, bekam Jeremy mit, wie zwei Männer über "unter Quarantäne stellen" redeten. Jeremy floh, aber als er seine Mutter holen wollte, war das Auto schon weg. Ihm war nicht klar, warum sie mitgenommen wurde. Wäre sie von einem Zombie gebissen worden, dann wäre es in nur wenigen Stunden nicht mehr seine Mum mit drm liebevollen lächeln gewesen. Jeremy versprach sich an dem Tag eins: er würde seine Mutter da rausholen, koste es was es wolle.
    Sonstiges: Jeremy hatte seinen Vater nie kennengelernt. Er hatte seine Mutter und ihn bei der Geburt verlassen. Er fragte sich manchmal, wie es ihm geht.​
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Apr. 2017
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  3. Floooh

    Floooh Bekanntes Mitglied

    Name: Emilia Bennett
    Alter: 22
    Geschlecht: Weiblich
    Charakter: Emilia ist ein erstmals introvertierter Mensch, welcher schüchtern und in sich gekehrt wird. Oft wird ihre ruhige Art als unhöflich und sogar arrogant wahrgenommen, was Emilia in keinster Weise versteht. Sie würde sich selbst als still und bedacht bezeichnen, niemals aber als arrogant oder gar als schlechten Menschen. Sie beobachtet gern und bildet sich aufgrund ihrer guten Menschenkenntnis manchmal zu schnell eine eigene Meinung über Menschen. Zwar hat sie selten unrecht, doch lässt sie jeden Versuch sie vom Gegenteil zu bezeugen zu. Man soll ja nicht zu vorschnell urteilen!
    Seit der "Veränderung der Welt" aber steht ihr erster Eindruck einer fremden Person sehr schnell fest und bleibt dabei. Zum eigenen Schutz.
    Lernt man Emilia aber erst einmal RICHTIG kennen, sodass sie vertraut und sich öffnet ist sie eine lebenfrohe junge Frau. Sehr neugierig und gesprächig und unglaublich tolerant und liebevoll.
    Aussehen: Mila ist eine junge sportliche Frau. Mit einer Körpergröße von ca. 1,72m durchschnittlich groß und auch sonst beschreibt sie sich auch eher als graue Maus, was beim genaueren Hinsehen aber eigentlich absolut nicht der Fall ist. Sie hat ein sehr feminines Gesicht und weiche Gesichtszüge. Große blau-graue Augen und einen zarten kleinen Mund. Ihre Haare trägt sie meist zu einem Zopf. Geöffnet reichen sie ihr ungefähr bis zur Brust. Eigentlich sind ihre Haare "Straßenköterblond", je nach Jahreszeit variiert es allerdings etwas in den Nuancen. Momenten eher dunkler in Richtung braun.
    Geschichte: Im vorherigen Leben war Mila ein Mensch der die meiste Zeit mit sich, seinen Tieren und der Schule beschäftigt hat. Sie stand mitten im Studium zur Sonderpädagogin. Da sie dann allerdings 3 Wochen krankgeschrieben war, bekam sie sehr sehr spät von allem mit. Sie lebte gemeinsam mit ihrer Großmutter in einem schnuckeligen Häuschen weit entfernt von der Stadt. Erst als ihre Oma auch nach 3 Tagen nicht wieder kam von ihrem Wochenendtrip mit Freundinnen, wusste sie es war etwas schreckliches passiert. Telefone etc standen still. Auf dem Land.. passiert schon einmal. Alles veränderte sich schlagartig. Ihre erste Begegnung mit einem Untoten hatte sie dann kurz bevor sie wieder fit war. "Ein alter verwirrter Mann lief apathisch durch den Garten"... Als er sie angriff, nachdem sie fragte ob alles in Ordnung sei und er eigentlich nur durch zufallen auf den Jägerzaun fiel... zweifelte sie. Sie hatte aber vorher schon viele Zombiefilme geguckt und war ein absoluter Fan dieser Filme... Aber in echt? Sie glaubte nicht daran, dass so etwas jemals Realität wäre. Was mit ihren Freunden etc passiert ist weiß sie bis heute nicht. Sie lebt bisher immer noch in ihrem kleinen haus und hat sich halbwegs stabile Abwehrzäune gebaut. Für 1.. 2 vielleicht 3 Zombies auf einmal hielt er bisher.
    Sonstiges: Ihre Oma war begeisterte Gärtnerin und hatte ein kleines Beet mit sämtlichen Kräutern und Gemüse.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Apr. 2017
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  4. peachyes

    peachyes Bekanntes Mitglied

    (@Floooh Wenn du willst können wir schon anfangen :p)
     
  5. Floooh

    Floooh Bekanntes Mitglied

    Können wir gerne machen :)

    Emilia

    Der Morgen begann früh mit einem viel zu schnell endenden Traum. Ein leises, kaum hörbares Kratzen riss mich aus meinen inzwischen sehr leichten Schlaf. Ein Kratzen könnte alles sein. Ein Eichhörnchen was sich an den Vorräten zu schaffen machte.. Unwahrscheinlich. Lange hatte ich keine mehr in der Gegend zu Gesicht bekommen. Eine Katze? Hm.. Absolut unwahrscheinlich. Malou hätte das Haus höchstwahrscheinlich schon zusammen gebellt. Ein Zombie? Gut möglich. Ab und an verirrte sich einer im Vorgarten. Bewaffnet mit einem Selbstgebastelten Speer, versuchte ich so leise wie möglich die alte Holztreppe ins Untergeschoß zu schleichen. Jeder Schritt knartschte unglaublich laut. Wahrscheinlich leiser als es mir vorkam, aber so was es ja immer. In den Momenten wo man es am wenigsten brauchte... immer. Seufzend über meinen kurzen Gedankengang schüttelte ich den Kopf und konzentrierte mich wieder auf das monotone Kratzen, welches immer im selben Takt über die Haustür zog. Langsam versuchte ich etwas durchs Fenster zu erkennen.. Leider vergeblick, da die Haustür viel zu verwinkelt war. "Architekten.. "murmelte ich in mich hinein und grinste leicht.. Ja ... scheiß Architekten. Eine Zombieapokalypse muss man doch einplanen. Das weiß doch jedes Kind!
    Mir blieb nichts anderes als die Tür aufzureißen und mich überraschen zu lassen. Gesagt getan.
    Ich legte meinen Speer an und atmete tief ein. Dann riss ich die Tür auf und wollte gerade blind nach vorne stoßen als ich erstaunt feststellte... Hier war niemand. Und auch kein Kratzen mehr. Nach einem schnellen suchenden Blick atmete ich auf. Die Pflanze vor der Tür kratzte mit ihren Ästen, welche durch den gleichmäßigen Wind aufgepustet wurden. Na klasse.
    Müde stieß ich den Blumentopf um und beseitigte den Störenfried.
    Schnell war die Tür wieder geschlossen und verriegelt. Und so etwas am Morgen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Apr. 2017
  6. peachyes

    peachyes Bekanntes Mitglied

    Catherine
    "Okay Niclas, du wartest hier auf mich!", flüsterte ich meinem kleinen Bruder zu, der sich mit mir zusammengekauert in einem Kaufhaus versteckte. "Aber ich will bei dir bleiben", sagte er verängstigt zu mir. Seufzend umarmte ich ihn. Was sollte ich nur tun. Das war so nicht geplant. Ich ging früh morgens los, auf die Suche nach Nahrung. Ich hab extra das Haus abgeschlossen und Niclas eine Nachricht ans Bett gelegt. Kaum war ich aus dem Haus und auf dem Weg Richtung Auto, saß Niclas schon wartend auf mich auf dem Beifahrerstuhl. Er sah mich mit seinen blauen, leuchtenden Augen an und wollte unbedingt mit mir kommen. Ich konnte es ihm nicht abschlagen. Mir war bewusst wie viel Angst er hatte. Doch ich musste abwegen. Wo war er sicherer. Zuhause ohne Aufsicht oder auf der Nahrungssuche mit Zombies. Ihn interessierte das nicht. Er wollte nur bei mir sein. Auf der Fahrt ins nächstgelegene Kaufhaus, erzählte er mir von seinen Comics. Er liebte Superhelden und betete jeden Tag, dass einer vorbei kommen würde und uns alle rettet. Ich musste mir immer die Lippe beißen und die Tränen unterdrücken. So viel Hoffnung in einem so kleinen Körper. Es war schon fast unfair. Im Kaufhaus angekommen, nahm ich Niclas an die Hand und flüsterte ihm zu: "Bleib immer bei mir und wenn du ein Zombie siehst, dann versteckst du dich und wartest, bis ich dich wieder holen kommen." Er nickte. Mein HErz klopfte gegen meine Brust. Ich müsste heute noch aufmerksamer sein. Wenn Nicky was passieren würde, könnte ich mir das nie verzeihen.
    Wir schlichen los, von Laden zu Laden und packten in unsere Taschen was wir finden konnten. Bis Nicky zu mir kam und mir am Hemd zupfte. "Was ist denn los?", fragte ich ihn verwirrt. Zitternd zeigte er auf das Schaufenster gegenüber von uns. Dort lungerte ein Zombie herum. Es war sichtlich durcheinander und verstand nicht, dass eine Glasscheibe ihn gerade aufhielt. Ich packte meinen Bruder an der Hand und zog ihn mit mir hinter die Theke und kauerte mich mit ihm unter dem Schreibtisch zusammen.
    So landeten wir hier in dieser brenzlichen Situation.
    "Nicky, du musst hier bleiben", sagte ich zu ihm beruhigend. "Bitte, versprich' mir dass du hier auf mich wartest." Er nickte nur. Als ich aufstehen wollte, umarmte er mich noch einmal ganz fest. "Mir wird nichts passieren", versprach ich ihm mit unserem Fingerschwur. Er konnte wieder lächeln. Ich wuschelte ihm noch einmal durchs Haar, bevor ich aufstand und davon schlich. Ein Zombie war niemal allein unterwegs. Ich musste vorsichtig sein.
     
  7. Floooh

    Floooh Bekanntes Mitglied

    Emilia

    Einige Stunden hatte ich noch geschlafen, nachdem ich so unerwartet aufgeschreckt wurde. Mit müden Schritten zog ich mir einen Pulli über und schaute in die kleine Voratskammer, die meine Oma immer fleißig angelegt hatte. Sie neigte sich langsam aber sicher dem Ende zu. Also hieß es wohl langsam sammeln.
    Ich griff nach einem alten Bundeswehrrucksack. Vermutlich noch aus der Zeit meines Vaters damals. Dafür sah er allerdings noch gut aus, zumindest klafften keine großen Löcher am Boden. So wie es bei meinen taschen schnell mal passierte, wenn ich sie Jahre lang gebraucht hatte. Ich verstaute eine große Flasche Wasser darin und eine Dose mit Raviolis. Sie waren laut Verfallsdatum einen Monat drüber. Aber wurde so etwas wirklich schlecht? Würde sich wohl zeigen. Ich wäre froh wenn das mein einziges Risiko zur Zeit wäre. Dann wäre das Leben ein Klacks. Aber so war es nicht.
    Als meine Tasche gepackt war, rief ich Malou mit einem kurzen schrillen Pfiff zu mir und machte mich dann auf den Weg.
    Ich hatte bisher noch kein einziges Mal in Häusern gesucht. Vielleicht ein Fehler. Mein erstes Ziel war der alte Hof der Walters. Häufiger hatte ich den Hof schon in Visier genommen und leider feststellen müssen, dass das einzige Leben was hier noch zu finden wäre... das eines Zombies wäre. Als ich den Hof erreichte, schaute ich mich zuerst in der kleinen Scheune, recht außerhalb um. Leise öffnete ich das Tor und warf einen schnellen Blick hinein.
    Alte staubige Geräte standen hier. Werkzeuge.. und mehrere Schränke.
     
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  8. peachyes

    peachyes Bekanntes Mitglied

    Catherine
    Mein Herz klopfte gegen meine Brust. Es war so still hier und mir kam es vor,als würde mein Herz die ganze Nachbarschaft aufwecken. Plötzlich hört ich wie Glas zerspringt und ein tiefes grummeln. Er war in der Nähe und meine Angst wurde immer größer. Ich schnappte mir das Messer aus meiner Tasche und hielt es fest in der rechten Hand, bereit zum kämpfen. Ich wusste wie man einen Zombie ausschalten musste. Enthaupten oder Verbrennen. Langsam schlich ich mich näher an ihn ran. Neben mir viel eine Kiste um. Ich schluckte schwer. Der Zombie drehte sich um und begann zu suchen. Das Brummeln wurde immer lauter. Er hatte mich entdeckt.
     
  9. Floooh

    Floooh Bekanntes Mitglied

    Was ist mit deinem anderen Chara :) ?
     
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  10. peachyes

    peachyes Bekanntes Mitglied

    (Weiß nicht wie ich ihn in die Geschichte bringen will xD)
     
  11. Floooh

    Floooh Bekanntes Mitglied

    Einfach rein :D er kann ja n Höschen jagen
     
  12. peachyes

    peachyes Bekanntes Mitglied

    ??

    Catherine
    Hastig rannte ich zu Nicky zurück, nachdem ich den Zombie erlegt hatte. Meine Vermutungen stimmten. Es war mehr als ein Zombie hier. In der ganzen unteren Etage streiften sie umher. Ich musste Niclas hier rausbringen und zwar so schnell wie möglich. Ich steckte mein blutiges Messer weg, bevor ich wieder zu Nicky unter den Schreibtisch grabbelte. Zusammengekauert saß er da. "Hey Bruderherz, ich bin wieder da." Erleichtert sah er mich an. "Aber wir müssen hier ganz schnell wieder weg!" Ohne auf eine Antwort von ihm zu warten, schnappte ich seine Hand und zog ihn hinter mir her.

    Jeremy
    Es dämmerte langsam, als ich endlich das Haus meiner verstorbenen Großeltern erreichte. Sie wohnten nicht weit weg von mir, aber ohne Bus und Bahn werden aus 20 Minuten schon mal mehrer Stunden. Etwas erschöpft ließ ich mich auf dem alten Sofa nieder und schloss meine Augen. Es roch verlassen. Alte Möbel, Moos und der Gestank von verschimmeltem Käse und Brot. Meine Großeltern sind kurz vor den Katastrophen verstorben. Wir wollten das Haus ausräumen und renovieren, jedoch war dafür keine Zeit mehr. Es versauerte hier regelrecht, so abgelgen von der Stadt. Warum musste das alles nur passieren? Ich hatte genug andere Probleme in meinem Leben und kaum Zeit für die wichtigen Dinge. Wütend öffnete ich meine Augen und sah mich um. Mein Blick blieb an dem Kreuz hängen, was über dem Kamin stand. Wo war Gott? Warum lies er das zu? Ich kann mich erinnern, wie meine Oma jeden Sonntag zu uns nach Hause fuhr, um mich für den Gottesdienst abzuholen. Zwanzig Jahre zog sie das durch. Und nun war er verschwunden und ließ die Anderen und mich im Stich.
     
  13. Floooh

    Floooh Bekanntes Mitglied

    Nein also er soll HÄschen im Wald jagen... nicht Höschen.. Das wäre fragwürdig hahahaha

    Emilia

    Meine Tour war nicht so erfolgreich gewesen. Bis auf ein paar Scheren und kleinere Werkzeuge war nichts brsuchbares in dem Schuppen gewesen. Zwar blieb das Haus vorerst unerkubdet, doch langsam zog die Dämmerung herein. Für mich zu riskant um alleine dort hinein zu gehen. Also lief ich die weite Straße durch die kleine Siedlung entlang.. Auf dem weg zurück
     
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  14. peachyes

    peachyes Bekanntes Mitglied

    Catherine
    Nicky und ich schafften es Heil aus dem Kaufhaus. Mir war gar nicht bewusst, dass wir so lange hier waren. Es dämmerte schon. "Einsteigen Nicky", sagte ich etwas energisch und öffnete die Beifahrertür für ihn. Dann lies ich mich in den Sitz fallen, nahm das Lenkrad in die Hand und atmete noch einmal tief ein. Das hätte heute auch ganz anders laufen können.
     
  15. Samanta

    Samanta Leseratte

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    Name: Vincent Martinez
    Alter: 26 Jahre
    Geschlecht: männlich
    Charakter: Vincent ist ein in sich gekehrter junger Mann, der vieles mit sich selbst ausmacht und nur wenig von Teamwork hält. Er ist jedoch nicht schüchtern, sondern eher der 'grüblerische' Typ, der einfach keine Lust hat, sich mit anderen zu unterhalten,weil er sich selbst für den Größten hält. Er überschätzt sich gerne selbst und ist deshalb schon in die ein oder andere Situation geraten, aus der er nur schwer wieder herauskommen konnte. Trotz all seiner Fehler, die er selbst nicht als Fehler ansieht, hat er einen scharfen Verstand und wusste schon immer sich selbst zu helfen und durchzuschlagen. Er ist sehr diszipliniert und wenn er einmal an einer Aufgabe gefallen gefunden hat, dann bleibt er solange daran, bis sie für ihn erledigt ist. Er ist fast pedantisch ordentlich und kann Chaos auf den Tod nicht leiden, was ihm momentan ziemlich zum Verhängnis wird, da in der Welt das reinste Chaos herrscht.
    Aussehen: Vincent ist ein sportlicher, recht großer Mann mit einem dunklen Teint, den er seiner spanischen Mutter zu verdanken hat. Er hat kurze, schwarze Haare, die an den Seiten auf 2 mm getrimmt sind und sich auf dem Kopf ein wenig länger zeigen und dunkelblaue Augen, die auf Grund des Kontrastes besonders herausstechen. Meistens trägt er einen ordentlich gestutzten Dreitagebart, aber in den letzten Wochen hat diese Pflege mehr und mehr nachgelassen, sodass er ein wenig 'wilder' aussieht und das Primitive in ihm mehr zum Vorschein kommt. Er hat ein schmales Gesicht mit markant hervorstechenden Wangenknochen, einer breiten, langen Nase und einem etwas breiteren, aber nicht voluminösen Mund.
    Geschichte: Mit 18 Jahren verpflichtete sich Vincent beim Militär und durchlief eine harte Ausbildung, in der er sich bis zum Major hochgearbeitet hat. Als die 'Welt' zusammengebrochen ist, wurde er von seiner gesamten Kompanie getrennt. Seine Eltern hat er seit dem absoluten Chaos nicht mehr gesehen und er vermutet, dass die beiden nicht mehr am Leben sind. Seit er seine Gruppe verloren hat, kämpft er sich alleine durch. Obwohl er - wie bereits erwähnt - kein Teamplayer war, hat er sich im Militär gut eingefügt. Die Loyalität, die ihm sonst eher lästig war, hat ihm im Kampf geholfen. Er hat noch immer seine Waffen und hat sein Arsenal mittlerweile aufgestockt. Seine militärische Ausbildung hilft ihm dabei, sich ein Stück weit besser verteidigen zu können, als es anderen gegönnt ist. Während sich die meisten in ihren Häusern verbarrikadieren und von dort 'operieren' zieht Vincent von Stadt zu Stadt, um den Auslöser dieser Seuche eventuell zu finden.
    Sonstiges: Neben seiner 'Mission', versucht Vincent seine Familie wiederzufinden.
     
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  16. Gummibaerchen

    Gummibaerchen A.R.M.Y

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    Formular

    Name: Fayne Jackson
    Alter: 21 Jahre
    Geschlecht: weiblich
    Charakter: Schwarz oder weiß. Für viele gibt es nur diese beiden Möglichkeiten. Ein Grund, warum Fayne bei vielen durch das Raster fällt. Entweder man ist der Jäger oder der Gejagte, doch würde man das Mädchen kaum auf einer der beiden Seiten finden. Mit ihrem Körperbau und der ihr zu Verfügung stehenden Kraft könnte sie wohl niemals etwas ausrichten; wäre schnell ein gefundenes Fressen - sowohl für die Beißer, als auch für andere Überlebende. Sie ist intelligent; vermutlich der einzige Grund, weshalb sie solange überlebt hat. Lieber überdenkt sie ihre Pläne drei oder viermal, bevor sie ihren Schachzug setzt. Spontan handeln, das tut sie nur in Notfällen. Zudem hält sie sich sehr bedeckt, traut sich am Tag nur in seltenen Fällen auf die Straße - viel lieber ist sie des Nachts unterwegs, im Schutze der Dunkelheit. (Obwohl sie stets bezweifelt, dass es so sicherer ist.) Außerdem beobachtet Fayne viel: ihre Umgebung und alles, was um sie herum passiert. Eine Eigenschaft, die ihr schon das ein oder andere Wissen eingebracht hat. Fremden Menschen gegenüber war sie schon immer misstrauisch gewesen, dafür hatten die mahnenden Worte ihrer Eltern gesorgt. Doch traut sie heute keinem Mensch mehr über den Weg: denn wie das Mädchen selbst wollen diese nur überleben.
    Aussehen: Die letzten Wochen haben Fayne ziemlich zugesetzt. Die mangelnde Nahrung haben ihren Körper mager und die Wangenknochen prominenter werden lassen. Das sonst so gepflegte kastanienbraune Haar wirkt strohig und ist bloß noch zu einem losen Pferdeschwanz zusammengebunden. Ihre Haut ist blass; auch die ehemals pfirsichroten Bäckchen haben ihre Farbe verloren - erinnern manch einen an Porzellan. Die moosgrünen Augen haben nichts mehr von ihrem lieblichen Glanz und verhindern wie ein Spiegel einen Einblick in das innere Chaos der jungen Frau. Fayne ist gewiss nicht groß, geschweige denn stark: ein großer Nachteil, welcher ihr in Zukunft einige Probleme bereiten wird. Ihre Hände sind übersät mit kleinen Schnittwunden und ihre Fingernägel kurzgekaut. Die Füße wundgelaufen. An ihrer Kleidung klebt Dreck, Staub und Blut. Die Jeans ist an den Knien zerrissen und die Strickjacke für ihren Leib viel zu groß.
    Geschichte: Fayne wuchs nicht wie andere Mädchen mit Puppen und Schminke auf. Aufgewachsen in einer kleinen Vorstadt bekam sie nicht viel von dem Luxus mit. Der Krebs nahm ihr die Mutter und ihr Vater war schon seit ihren Kindheitstagen mehr ein Eigenbrötler gewesen. Nachdem er seinen Job bei einer Baufirma verlor, verdiente er sich sein Geld durch das Jagen von Pelztieren und Ungeziefer - die Familie Jackson lebte meist von der Hand in den Mund. Die Braunhaarige lernte von ihrem Vater den Umgang mit Gewehr, Messer und Gift; er bestand darauf. Während also die anderen Kinder spielten, beobachtete das einzige Kind der Jacksons ihren Vater beim Fallenbau.
    Die Stunde Null begrub auch Faynes altes Weltbild mit sich. Die ersten Wochen schlug sich das Mädchen gemeinsam mit ihrem Vater und einer kleineren Gruppen Menschen durch, bis es irgendwann nur noch ihr Vater und sie waren. Aber auch dieser kehrte nach einer Nahrungssuche nicht mehr zurück: tagelang wartete sie in dem verlassenen Lagerhaus, bis sie irgendwann die Hoffnung verlor - bis irgendwann ihr Selbsterhaltungswille einsetzte. Seitdem schlägt sie sich alleine durch auf der Suche nach Schutz, nach Sicherheit: denn ein einsamer Mensch ist leichte Beute.
    Sonstiges: Fayne trägt nicht viel bei sich bis auf ein Messer, dessen Klinge nicht mehr allzu scharf ist, und einen abgenutzten Rucksack, in welchem sie nur eine kleine Wasserflasche, ein paar Konserven und ein altes Tuch transportiert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16 Apr. 2017
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  17. Floooh

    Floooh Bekanntes Mitglied

    Emilia

    Ich hatte inzwischen wieder das kleine Häuschen meiner Oma erreicht und warf einen schnellen Blick über das Haus und die Zäune. Keine Veränderung. Ich vertraute darauf und öffnete die Tür vorsichtig. Die Tür war nicht sonderlich gesichert. Ein Mensch hätte immer die Möglichkeit sich Zutritt zu verschaffe, allerdings die Zombies nicht. Und das war vorerst die Hauptsache.
    Etwas müde setzte ich mir auf den kleinen staubigen Sessel, in dem früher meine GroßMutter immer ihre alt bekannten Socken strickte. Es gab niemanden in der Familie der keine hatte. Und sollte es doch der Fall sein, dauerte es nicht lange bis welche unterm Weihnachtsbaum lagen. Ich lächelte kurz.
    Wie ich so stupide Dinge vermisste, obwohl es damals ein Thema zum Augenrollen war.
    Die Stricknadeln lagen sogar noch auf dem kleinen Nachtisch, als hätte Oma sie erst gestern zur Seite gelegt. Allerdings würden diese Socken niemals zuende gestrickt werden.
     
  18. peachyes

    peachyes Bekanntes Mitglied

    Jeremy
    Ich musste wohl eingeschlafen sein. Draußen war es schon dunkel. Das einzige vertraute Geräusch, war das zirpen der Grillen vor der Haustür. Was mir früher als Kind immer so viel Angst einjagte, ist für mich heute eine Art Melodie des Lebens. Wenn die Grillen aufhören zu zirpen, dann ist alels Leben auf der Welt verschwunden. So lange sie singen, fühle ich mich sicher. Zumindest so, dass ich in einem nicht abgeschlossenem Haus mit offenen Fenster einschlafen kann.

    Catherine
    Zuhause angekommen, hob ich Nicky hoch und trug ihn in sein Zimmer. Er war friedlich neben mir eingeschlafen, als ich seinen liebsten Song Renegades für ihn aufdrehte. Ich biss mir auf die Zunge, dass ich bei diesem friedlichen Anblick nicht anfange zu weinen. Auch als ich ihn schwerfällig hochhob und ich regelrecht in sein Bett plumsen lies, wachte er nicht auf. In seinem Zimmer kontrollierte ich alle Fenster und zog die Vorhänge zu. Dann schloss ich leise die Tür hinter mir und ging meinen nächtlichen Rundgang durchs Haus.
     
  19. Gummibaerchen

    Gummibaerchen A.R.M.Y

    Fayne Jackson
    It’s as though, I’m alone, just living life as a bare shadow, & by now, I can’t be sure, if I’m ‘me’ anymore.
    Mit einem unguten Gefühl in meiner Magengrube zog ich die Gardinen vor dem staubigen Fenster zu, spinste ein letztes Mal durch die kleine Lücke zwischen den beiden Stofffetzen. Die Straßen waren gespenstig leer, keine Menschenseele weit und breit. Ich hatte mich in das ehemalige Schlafzimmer im ersten Stock dieses verlassenen Hauses geflohen, bevor die Sonne ganz hinter dem Horizont verschwunden war. Normalerweise war es nun an der Zeit mein Lager zu räumen und aufzubrechen, doch wie es der Zufall wollte, war ich in meinem alten Versteck fast von einer Horde Beißer überrascht worden. Fast. Den halben Tag hatte es gebraucht diese Viecher loszuwerden. Dementsprechend fehlte mir Schlaf und damit auch Kraft, die mein Körper unumstößlich benötigte. Den Bildern auf dem Regal im Flur nach zu urteilen, hatte eine junge Familie hier gelebt. Der Säugling dürfte nicht älter als zwölf Monate gewesen sein. Doch jetzt - nach dem zwanzigsten August - vegetierte das Grundstück nur noch vor sich hin - ohne einen wirklichen Besitzer. Man fragte sich wohl besser nicht, was aus den Bewohnern geworden war. Entweder hatte der Tod sie geholt oder die Seuche. Ich versicherte mich noch einmal, dass auch kein einziger Funken Licht durch die verhangene Scheibe dringen konnte: diese Untoten waren wie Motten, wurden von Lichtquellen magisch angezogen. Erst als sich mein Puls langsam beruhigte, setzte ich mich in Bewegung und nahm auch noch einmal die Zimmertür genauer unter die Lupe. Es würde mir buchstäblich das Gehirn und sämtliche Gliedmaßen kosten hier unvorsichtig zu sein. Der Name des Örtchen meiner Zuflucht war mir unbekannt, jemand hatte das Ortsschild mit schwarzer Farbe unkenntlich gemacht und meine Landschaftskenntnisse reichten nicht aus, um nur annäherungsweise zu wissen, wo ich mich befand. Die Orientierung hatte ich längst verloren, ein richtiges Ziel hatte ich noch nie vor Augen gehabt. Ich lebte nur noch um zu überleben. Mit einem Schmunzeln auf den Lippen ließ ich nun auch von der weißlackierten Zimmertüre ab. Sie würde bei einem Überfall maximal ein paar Minuten, wenn überhaupt, den Beißern standhalten. Zwar konnten diese keine Türklinken benutzen, aber mit roher Gewalt war so gut wie jede Verriegelung klein zu kriegen. Und einem Überlebenden…, dem wäre ich ausgeliefert. Vorausgesetzt er wollte mir etwas böses und verirrte sich genau hierhin. Außerhalb der kleinen Stadt hatte ich einige kleinere Gruppen Beißer ausmachen können, ihr gequältes Stöhnen war unverkennbar. Es würde seine Zeit dauern bis diese die Stadt erreichten und das auch nur, wenn ihr Beutetrieb sie hierher führte. Innerhalb der Stadt schien es jedoch verdächtig ruhig. In kleinen Gassen, welche ich auf meinem Weg gekreuzt hatte, hatte ich vereinzelt verdächtige Geräusche gehört und mich dementsprechend von ihnen ferngehalten, allerdings hatte ich mich sonst ungewohnt frei bewegen können. Für mich kein Anlass unvorsichtig zu werden, denn man konnte nie wissen, was im Schatten auf einen lauerte. Sachte nahm ich den Rucksack von meinem Rücken und ließ mich am Fußende des Bettes nieder. Auch wenn es vermutlich niemanden störte, so fand ich es doch unhöflich sich auf eines anderen Menschen Bett zu Ruhe zu legen. Ohnehin schlief ich meistens im Sitzen - wenn man überhaupt von Schlaf sprechen konnte. Mit einem gekonnten Handgriff öffnete ich den Rucksack und fischte die Wasserflasche hervor. Nur noch halb voll. Wenn das Glück heute auf meiner Seite war, würde die Wasserversorgung noch intakt sein und ich konnte meine Bestände wieder auffüllen. Eventuell waren in den Vorratsschränken noch Konserven zu finden, wenn die Familie fluchtartig aufgebrochen war. Ich hoffte allerdings, dass ich mir erst vor dem Morgengrauen darüber Gedanken machen musste. Schnell schraubte ich die Kappe der Flasche ab, trank einen ordentlichen Schluck und verschloss sie wieder. Trotz allem war ich lieber sparsam. Die Plastikflasche verschwand wieder in dem alten Rucksack und ich holte als nächstes das Messer hervor, während meine freie Hand eine Schlaufe des Rucksackes umfasste. Erst als ich meine Waffe in einem festen Griff umklammert hatte, erlaubte ich es mir die Augen zu schließen und meinen Geist ein wenig zur Ruhe kommen zu lassen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 Apr. 2017
  20. peachyes

    peachyes Bekanntes Mitglied

    Catherine
    Das Haus war sicher. Niclas konnte sicher weiterschlafen. Beruhig ließ ich mich auf dem Sessel nieder und schloss meine Augen. Es war totenstille hier, so ruhig, dass ich Niclas leise schnarchen hörte. So lange es das einzige Geräusch war, dass ich hörte, war alles in Ordnung. Doch jedes Quietschen oder Knarren, welches erklingt solange ich dem vetrauten Geräusch meines Bruders lauschte, stellte mich in Alarmbereitschaft. "Wären nur Mum und Dad hier", murmelte ich vor mich hin.
     

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