[RS] Nightshade

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Loulou, 8 Feb. 2013.

  1. Samanta

    Samanta Leseratte

    Rafail
    Natürlich hatte sie Recht und ich wusste das auch. Also nickte ich und sagte:"Ich werde sofort mit ihr reden. Soll ich dich erst noch zu Raik bringen? Er ist sicher noch mit Luzius und Jolanda im Stall." Sanft sah ich sie an, konnte mich nicht wirklich von ihr lösen, aber musste es dennoch tun. Sie war endlich wieder an meiner Seite und ich war sehr dankbar dafür. Ihr könnt euch vielleicht gar nicht vorstellen, wie dankbar ich war.

    Lisandro
    Ich hatte den kurzen Ärger über das unaufgeforderte Eintreten in ihren Augen aufblitzen sehen, aber als sie mich erkannte, entspannte sie sich wieder und ergriff schließlich meine Hand,strich darüber. Es tat gut jemanden zu haben, mit dem man seine Sorgen und Nöte teilen konnte. Ich wollte Allegra niemals wieder in meinem Leben missen müssen. "Elisa, Rafails Frau, sie ... sie ist noch am Leben."Noch immer konnte ich das nicht wirklich glauben."Und er und Elisa sind zu mir gekommen und haben mich um meinen Segen für eine Hochzeit gebeten. Sie wollen ihren Sohn wohl gemeinsam großziehen. Ich ... war mir nicht sicher, ob die beiden es wirklich aus Liebe wieder miteinander versuchen wollen und deshalb hab ich sie auf die Probe gestellt. Ich habe angeordnet Elisa in den Kerker zu werfen und Rafail zu töten, falls er versuchen sollte, zu ihr zu kommen."Ich schwieg kurz. Der Blick, den mein Freund mir zugeworfen hatte, hatte eine allzu deutliche Sprache gesprochen und mich tief getroffen. Er hatte geglaubt, ich hätte ihn verraten. "Ich habe den Befehl nicht ausführen lassen, weil die beiden sich für den anderen eingesetzt haben und ich konnte die Liebe zwischen den beiden sehen.Ich wollte einfach nur sichergehen, dass sie einander wirklich lieben. Vor allem Elisa. Ich wollte nicht noch einmal die Scherben von Rafails gebrochenem Herz aufkehren müssen."Wieder schwieg ich, legte meinen Kopf auf ihre Schulter und schloss kurz die Augen."Du hättest Rafail sehen sollen, er hat mich angesehen, als wäre ich ein Verräter. Es hat mir weh getan, die beiden so zu verletzen. Wenn er gekonnt hätte, dann hätte er mich wohl umgebracht."Ich hoffte, dass meine Frau mich verstand. Ich brauchte jetzt etwas Zuspruch. Natürlich nur, wenn sie das auch wirklich so meinte.

    Jolanda
    Natürlich war mir sein Blick nicht entgangen und ich musste mich zwingen die Hand wieder von meinem Bauch zu nehmen. Noch wusste niemand davon. Es war viel zu viel Aufregung gewesen, um diese Neuigkeit fallen zu lassen. Raik entwickelte sich gerade zu einer richtigen Quasselstrippe. Offensichtlich fühlte er sich in Luzius Nähe wohl. "Papa hat mir versprochen, dass ich ein Ritter werde, so wie du." Er strahlte zu Luzius hinauf und ich musste schmunzeln. Raik war noch zu klein, um die höfliche Anrede zu benutzen. Er sah ganz stolz aus und offensichtlich sah er auch zu Luzius auf. Natürlich nicht, wie er zu seinem Vater aufsah, sondern eher, wie zu einem Idol und das war Luzius für ihn wohl auch.
     
  2. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Luzius

    Raik erzählte mir, dass Rafail ihn versprochen hatte, dass er ein Ritter werden würde so wie ich... Ich lächelte, hob die Hand und legte sie auf den Kopf den Kleinen. "Es wird mir eine Ehre sein das mitzuerleben", meinte ich. Ich sah kurz zu meiner Frau, dann wieder zu dem Jungen, ging dann vor ihm in die Hocke. "Weißt du, wenn deine Mama und dein Papa zustimmen, könntest du mein Knappe werden", sagte ich schließlich leise und die Augen des Jungen begannen zu leuchten. Er wollte schon rumhüpfen, doch ich ergriff ihn sanft aber bestimmt an den Schultern, damit er neben dem Biest Henriette dies eben nicht tat... ich würde dann nämlich wieder den Tritt kassieren... das Pony hatte mich noch nie gemocht. "Aber erst musst du noch Älter werden", sagte ich ihm und hob meine Hände zeigte ihm die Sieben. Raik war an die vier, fast fünf, es würde also noch ein paar Jahre dauern, bevor der Junge Knappe werden konnte. Und natürlich würde dies auch nur mit Zustimmung der Eltern stattfinden... Jeder Junge musste irgendwann von zuhause fort um sein Werk zu lernen, eigentlich wäre es bei mir schon noch beinahe zu nahe, man schickte sie absichtlich weit weg und den Eltern um die Kinder auf das echte Leben vorzubereiten... aber ich war mir sicher, dass es niemanden stören würde... "Sieben Jahre musst du werden und natürlich müssten wir das mit deinen Eltern auch besprechen", der Junge sah mich still an in seinen Augen sah ich das er verstand. Ich hoffte nur ich baute da gerade keinen Mist indem ich dem Kind etwas vorschlug, was die Eltern dann gar nicht dulden würden... Und dann kam Elisa schon um die Ecke, sie war noch etwas blasser als vorher, freute sich aber als ihr Junge auf sie zu kam, schien erleichtert. Ich erhob mich als der Junge zu seiner Mutter lief und verließ den Verschlag des Ponys, trat auf meine Frau zu.

    Elisa

    Ich nickte und hauchte meinen Liebsten einen Kuss auf die Lippen. "Mach dich ruhig auf den Weg zu ihr, ich finde den Weg in die Stallungen alleine", meinte ich sanft, auch wenn es mir widerstrebte ihn gehen zu lassen, ich wollte die Sache lieber erledigt wissen. Ich schmiegte mich noch einmal an ihn, atmete seinen unverwechselbaren Duft ein, den ich so sehr vermisst hatte. Mein Mann... der einzige mit dem ich schon immer mein Leben hatte verbringen wollen. Nach ein paar Minuten wo wir immer wieder hin und her gestiegen waren, im Zwiespalt weil keiner den anderen wirklich hergeben wollte, hatten wir es geschafft und mein Weg führte mich wieder hinaus zu den Stallungen. Der Blicke der Leute natürlich nur allzu bewusst, ich schluckte heftig und hörte nicht hin wenn das Getuschel anfing sobald ich an den Leuten vorbei war. Es würde nicht leicht werden... Ich erreichte schließlich den Stall, ging sicher das mich keiner sah, bevor ich erst einmal ein und aus atmete, mein Herz das nach Flucht schrie wieder beruhigen ließ, bevor ich weiter ging... soweit von den Pferden weg wie mir nur möglich. Ich fand sie schnell, Gott sei dank stand Jolanda auf der Stallgasse so war es nur allzu klar. Als Raik mich erblickte stürmte er schon auf mich zu und ich war dankbar für seine Nähe. Ich strich liebevoll über seinen Kopf, lächelte auf ihn runter. "Danke, dass ihr auf ihn aufgepasst habt", sagte ich schließlich, hob den Blick ließ ihn von Luzius zu Jolanda gleiten.

    Allegra

    Er begann zu sprechen und unwillkürlich wurde ich etwas steif, runzelte unwillkürlich die Stirn als mir der Sinn davon klar wurde. Elisa lebte also noch... das war gerade schwer zu glauben. Dann sprach er weiter, sagte mir das sie zu ihm gekommen waren um seinen Segen für eine Hochzeit zu bekommen... Erstmal war ich einfach so perplex, dass ich einfach nichts tun konnte als zu hören. Er gestand mir das er sich auf die Probe gestellt hatte, weil er sich nicht sicher gewesen war ob die beiden sich denn auch wirklich liebten... und der Test, ließ mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen... was hätte ich getan in deren Situation? Ich hätte wohl Gift und Galle gespuckt... Ich sah meinen Mann an, sein Blick zerriss mir beinahe das Herz, so dass ich etwas stärker seine Hand drückte, dass er wusste das ich bei ihm war. Beinahe war ich schon versucht ihn zu schelten, als er das ganze wieder auflöste indem er sagte er habe dies nicht durchgeführt, nachdem er gesehen hatte wie sehr sie einander tatsächlich liebten und auch dass es speziell um die Frau ging, dass er seinen Freund nicht wieder verletzt sehen wollte. Er bettete seinen Kopf auf meiner Schulter, ich hob meine Hand und strich sanft über den dunklen Schopf meines Mannes, er tat mir leid. In dieser Situation alleine gewesen zu sein musste ihn völlig aus der Bahn geworfen haben. Noch immer schwieg ich hatte einfach das Gefühl das noch was kam und so war es auch. Er erzählte mir von Rafails Blick, seiner möglichen Reaktion... Ich strich sanft weiter über seinen Kopf, lehnte meine Wange an seinen Scheitel, hauchte einen Kuss darauf. Musste erstmal selber das alles verarbeiten und durch den Kopf gehen lassen. "Ich verstehe deine Reaktion mein Liebster", sagte ich schließlich leise. "Du wolltest nur sicher gehen, dass sie es auch ernst meinen", fügte ich hinzu um meine Worte zu erklären. "Es war wohl sehr viel einer vom Tod auferstandenen gegenüber zu stehen und dann den Segen darauf zu geben hätte ich auch nicht ohne weiteres getan." erklärte ich. "Aber vielleicht wäre es klüger gewesen, dies nicht vor den Augen aller zu tun", kam dann mein Zweifel. Die Audienz war etwas verdammt heikles, viele vom Hofstaat waren dort, viele Hohe Tiere auch, lauschten und tratschten dann auch... wie würden sie das aufnehmen, dass Lisandro erst verurteilte und dann gleich wieder aufhob? Natürlich er war der König und konnte tun und lassen was er wollte, aber dennoch wurde alles was er tat in die Waagschale gelegt. "Ich denke wenn du Rafail das alles erklärst wie mir gerade, wird er dir vielleicht noch etwas grollen, aber böse sein auf dich kann er auf keinen Fall, du hast gehandelt wie ein Freund es eben tun würde", fuhr ich dann fort und streichelte weiter über seinen Kopf.
     
  3. Samanta

    Samanta Leseratte

    Jolanda
    Offenbar wusste mein Mann ganz genau, wie er den Jungen glücklich machen konnte. Ich hatte gut daran getan, ihn in mein Herz zu lassen und ihm Vertrauen zu schenken. Ab und an überkamen mich manchmal Zweifel, ob ich ihn wirklich verdient hatte, aber nur noch sehr selten, denn mein Mann ließ es nicht zu, dass ich zu viel an mir selbst zweifelte. Nachdem Raik zu seiner Mutter gelaufen war, kam Luzius wieder zu mir und ich lächelte. "Ich glaube mit deinem Angebot hast du ihn sehr glücklich gemacht. Er wird von nun an seinen Eltern sicher damit in den Ohren liegen." Ich musste bei der Vorstellung schmunzeln. Rafail würde meinen Mann wohl noch oft genug verfluchen. Ich sah zu Elisa, als sie sich bedankte, dass wir auf ihn aufgepasst hatten und lächelte sie an. Ich mochte sie. Sie schien eine starke Persönlichkeit zu haben, auch wenn ihr Körper das momentan alles andere als ausstrahlte. "Es war uns ein Vergnügen", sagte ich und lächelte erneut. "Wenn Ihr die Zeit findet, würde ich mich freuen, mit Euch und Eurem ein wenig Zeit zu verbringen." Ich meinte das ernst. Sie wirkte nett und ich mochte Raik sehr. Außerdem musste mein Mann sich dann nicht um mich sorgen, dass ich irgendetwas dummes anstellte, was unser Kind in Gefahr brachte. Was ich natürlich nie tun würde und er wusste das auch, aber er war eben übervorsichtig, wenn es um mich ging.

    Rafail
    Es hatte etwas gedauert, bis wir uns voneinander lösen konnten ,aber schließlich hatten wir es doch getan und mein bisher wohl schwerster Gang stand mir bevor. In Anwesenheit einer Anstandsdame, die ich auf dem Weg zu Prinzessin Siobhans Gemächern mit mir nahm, würde ich ihr sagen müssen, dass die Hochzeit nicht stattfinden konnte. Ich zögerte an der Tür, klopfte dann jedoch und als sie mich herein bat, wäre ich beinahe wieder umgedreht. Ich war wirklich kein Feigling, aber das hier war verdammt schwer. Ich trat schließlich ein und nach einem sehr langen und sehr unangenehmen Gespräch mit ihr, konnte ich die Gemächer schließlich wieder verlassen. Ich wusste, dass ich eine zutiefst gekränkte und traurige Frau zurückließ, aber sie hatte auch Verständnis gezeigt und gesagt, dass sie verstünde, wieso ich sie nicht heiraten könne.

    Lisandro
    Der Zuspruch meiner Frau tat mir gut, nahm mir etwas Last von den Schultern. Sie hatte Recht. Er würde mir verzeihen, aber das machte die Situation nur wenig leichter für mich. "Das hätte ich vielleicht tun sollen", gestand ich, "aber die beiden sind zu mir gekommen in der Erwartung, dass ich eine Entscheidung treffen würde. Eine Aufschiebung hätte noch mehr Gerüchte heraufbeschworen und man hätte mir vermutlich Vetternwirtschaft unterstellt. Ich konnte nicht anders handeln, selbst, wenn ich es gekonnt hätte. So wird es einige Zeit vielleicht zu Gerede kommen, aber im Endeffekt akzeptieren sie mich. Ich habe ihnen bisher nur gutes gebracht und das wird sie milde stimmen." Dennoch würde es Gerede darüber geben. Ich schmiegte mich in die Hand meiner Frau und schloss kurz die Augen. "Ich bin so dankbar, dass ich eine so kluge und wundervolle Frau an meiner Seite haben darf."
     
  4. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Elisa

    Ich erwiderte das Lächeln von Jolanda, sie war wirklich eine liebreizende und freundliche Person, ich verstand wieso Luzius sie sich auserkoren hatte. Ich strich sanft über Raiks Kopf, empfand es als beruhigend und nachdem ich solange von ihm getrennt gewesen war, tat es gut den Jungen wieder bei mir zu haben. Auf ihr Angebot hin lächelte ich etwas breiter. "Es würde auch mich sehr freuen, die Frau von Luzius näher kennenzulernen," gab ich als Antwort. Sie schien eine der wenigen hier zu sein, die nicht alles erdenklich schlechte von mir dachte. Ich war mir sicher, dass man sich mit ihr gut unterhalten konnte. "Entschuldigt mich nun, Ihr müsst erschöpft von der Reise sein und Raik und ich wollten uns mit Rafail bei seinen Gemächern treffen", meinte ich dann, lächelte Joalanda und Luzius noch einmal an, bevor ich mich Raik zu wandte und ihn nochmal drüber strich. "Danke," sagte der Junge, bevor wir uns umwandten und Richtung Ausgang gingen und kaum waren wir ein paar Schritte gegangen begann mir der Kleine davon zu erzählen, dass er Ritter werden wollte und Luzius ihm angeboten hatte ihn als Knappen zu nehmen, ich warf einen Blick über die Schulter und sah wie der Ritter dort stand und nur grinste... Oh na warte! Das bekam Luzius sicher noch zurück! Ich kannte Raik absofort, würde er mir und Rafail wohl ständig damit in den Ohren liegen. Zusammen mit meinem Sohn fühlte ich mich gleich wohler und die Großmäuler und Blicke interessierten mich kaum, wir erreichten die Gemächer die ich früher schon mit Rafail geteilt hatte und trat mit dem Jungen ein, betrachtete den geschienten Arm. "Tut es sehr weh?" fragte ich ihn schließlich und strich sanft darüber. Natürlich schüttelte er den Kopf. "Nein, ich bin ja schon ein großer Junge!" meinte er trotzig und ich lächelte, gleichzeitig stiegen mir wieder Tränen in die Augen. "Ja, ja das bist du", antwortete ich tonlos und strich ihm über die Wange, bevor ich mich im Sessel vor dem Kamin niederließ und Raik zu spielen begann. Das Ganze schlauchte mich doch, ich war noch nicht lange so richtig auf den Beinen und spürte das ich öfter Pausen brauchte, ich hoffte das würde sich bald ändern, denn schließlich wollte ich nicht nur nichtsnutzig herum sitzen.

    Luzius

    Das Lächeln meiner Liebsten warf mich immer wieder beinahe um. Sie meinte ich habe den Jungen mit dem Angebot sehr glücklich gemacht und das er damit seinen Eltern vermutlich in den Ohren liegen würde, ich grinste darauf. "Och, dann werden sie seinem Wunsch wohl nur allzu bald folge leisten", meinte ich mit einem kleinen Spitzbübischen grinsen. Ich legte einen Arm um meine Liebste als Elisa ging, ich sah sie liebevoll an und küsste sie auf ihre Schläfe. "Wie fühlst du dich?" fragte ich schließlich nach, ich machte mir jetzt das sie schwanger war noch mehr Sorgen als sonst, hoffte nur ich würde sie nicht irgendwann mit meiner Fürsorge erdrücken, aber war es denn so verwerflich sicher zu gehen, dass es der Frau die man liebte an nichts mangelte? Ich sah das zumindest nicht so. Ich strich sanft über ihre Wange und ging dann schließlich mit ihr zu unseren Gemächern, damit ich mich erstmal waschen und umziehen konnte. Bei Hofe musste man eben fein sein, natürlich war es wichtig Lisandro zu beglückwünschen, aber dennoch wollte ich ihm nicht verschwitzt und in Rüstung vor die Augen treten. Während ich mich rasierte ließ ich mir das alles hier nochmal durch den Kopf gehen, wirkte wohl etwas abwesend. Elisa war wieder von den Toten auferstanden und Rafail beabsichtigte sie erneut zu heiraten...hofften wir nur dass sie diesemal nicht einfach so abhauen würde, falls doch würde ich sie an den Haaren wieder zurückschleifen. Lisandro war Vater von zwei Jungen und ich...ich selber würde auch bald Vater werden. So viel passierte auf einmal.

    Allegra

    Ich strich weiter über den Kopf meines Liebsten hörte ihm zu. Auch er hatte Recht, die Lage war eben so oder so verzwickt gewesen, es wäre vermutlich klüger von Rafail gewesen er wäre gleich direkt zu Lisandro gekommen außerhalb der Audienzen. Aber vermutlich hatte er daran gar nicht gedacht, ich kontne mir vorstellen, dass solch eine Situation sehr verwirrend sein musste und das logische Denken doch darunter litt. Ich lächelte als er mich mit Komplimenten überhäufte, drehte meinen Kopf um ihn einen Kuss auf die Schläfe zu hauchen. "Und ich auch, dass ich den besten Mann den es gibt meinen Ehemann nennen darf", gab ich liebevoll zurück und schmiegte meine Wange an ihn. Seufzte leise weil ich es genoss ihn bei mir haben und vor allem das er in letzter Zeit nicht mehr das mobilar durch die Gegend warf, sondern erst zu mir kam und mit mir redete.
     
  5. Samanta

    Samanta Leseratte

    Rafail
    Ich machte mich auf den Weg zurück zu meinen Räumen. Die Schuld lastete schwer auf meinen Schultern, auch wenn die Prinzessin mir versichert hatte, dass ich mich nicht schuldig fühlen sollte, so tat ich es dennoch. Es war nicht meine Art die Herzen der Frauen zu brechen. Dazu war ich schon immer zu anständig gewesen und wenn ich nicht vollkommen überzeugt gewesen wäre, dass Elisa nicht mehr lebte, dann hätte ich niemals in Erwägung gezogen, Siobhan zu heiraten. Ich war nicht mehr mit Elisa verheiratet gewesen - nicht vor dem Gesetzt - aber im Inneren hatte ich mich immer noch mit ihr verheiratet gefühlt. Keine einzige Frau hatte ich nach ihr gehabt, bis zu dem Tag, an dem ich von ihrem Tod erfuhr. Erst dann hatte ich gewagt mein Herz zu öffnen. Schließlich kam ich in meinen Räumen an und fand Raik und Elisa spielend vor. Mein Herz weitete sich und ich lächelte. Das hier war meine Familie und ich würde immer für sie da sein.

    Jolanda
    Sein spitzbübisches Grinsen gefiel mir. Das sollte er öfter zur Schau tragen. Es machte seine sonst eher harten Züge weich und ich erkannte immer wieder aufs Neue, wieso ich diesen Mann geheiratet hatte. Er war stark, loyal und furchtbar großherzig. Letzteres würde er sicher bestreiten, wenn ich es ihm sagte, denn das klang doch allzu weich, um auf einen harten Mann zu zutreffen. Dennoch war es passend. Er hatte ein großes Herz. Als er mich fragte, wie ich mich fühlte, hätte ich beinahe die Augen verdreht. Ich war schwanger und nicht krank, aber für meinen Mann schien das ein und dasselbe zu sein. Ich lächelte jedoch nur, weil ich wusste, dass es seinem Beschützerinstinkt zuzuschreiben war und antwortete:"Es geht mir gut. Ich werde es dir sagen, sollte das nicht der Fall sein."Sanft strich ich über seine Wange und lächelte. Dann machten wir uns gemeinsam auf den Weg in unsere Räume, wo Luzius sich 'salonfähig' machte. Da ich mit der Kutsche gereist war, steckte ich nur kurz meine Frisur wieder zurecht und war schon fertig. Während Luzius sich fertig machte, setzte ich mich auf einen Stuhl. Eher um ihn zu beruhigen, als wirklich erschöpft zu sein.

    Lisandro(haha, der König ist lernfähig :p )
    Ich lächelte. Es grenzte fast an Zauberei, wie es meiner Frau immer wieder gelang, mich aufzuheitern. Liebevoll streichelte ich über ihre Wange und fragte dann sanft:"Wie haben sich unsere beiden Schätze benommen?"Es tat mir leid, dass ich sie so viel alleine lassen musste. Aber ein König hatte eben seine Verpflichtungen, die er zu erfüllen hatte. Auch meine Frau konnte sicher nicht so viel Zeit mit den Kindern verbringen, wie sie gerne wollte.
     
  6. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Allegra

    Er lächelte wieder und das beruhigte mich, wenigstens zu etwas war ich gut, während ich hier im Raum rum lag und mich von den Strapazen der Geburt erholte. Ich schloss genießerisch meine Augen als er über meine Wange strich, während er fragte wie sich unsere Schätze benommen hatten. Aidan schlief friedlich in seiner Wiege, während ich Richard in meinem Arm hielt, mittlerweile hatte er auch schon fertig getrunken und ich bedeckte meine Brust wieder. "Sie waren beide sehr brav, vor allem haben sie einen gesunden Appetit", antwortete ich mit einem sanften lächeln, lehnte meinen Kopf an die hohe Lehne hinter mir.

    Luzius

    Sie würde es mir sagen wenn es ihr nicht gut ging... anscheinend wollte sie wohl nicht das ich sie allzu sehr behütete, aber nachdem ich solange schon auf die perfekte Frau gewartet hatte und wir nun auch ein Kind erwarteten konnte ich mich kaum im Zaum halten. Während ich mich salonfähig machte, tat sie das ebenso. Ich strich als ich fertig war über das glattrasierte Kinn, nickte zufrieden. Als ich mich angekleidet hatte, drehte ich mich zu meiner Liebsten um, die sich in einen der Stühle hingesetzt hatte. Ich schenkte ihr ein sanftes Lächeln und kam zu ihr hinüber, stellte mich hinter sie und während ich meine Hände auf ihre Schultern legte, mich zu ihr hinunter beugte und ihr einen Kuss auf die Schläfe gab. "Ich schätze Lisandro wird erst später Zeit haben", meinte ich dann, Tagsüber war er meist sehr geschäftig.

    Elisa

    Mit dem Ärmel meines Kleides wischte ich mir den Schweiß von der Stirn, der sich dort gebildet hatte. Ich lehnte mich in dem Sessel zurück und beobachtete Raik beim spielen. Auch wenn ich die Erschöpfung in meinen Knochen spürte, so wollte ich jetzt nicht meine Augen schließen... Es war soviel passiert seid gestern. Was damit angefangen hatte das ich eigentlich nur nach meinem Jungen sehen wollte, hatte damit geendet das ich nun hier saß... Hier in Rafails Räumen und er wollte mich zurück... Ich konnte das alles noch gar nicht so richtig fassen. Die ganze Zeit über hatte ich gedacht das ich alles Recht auf ihn verloren hatte und dann das. Mein Herz klopfte unwillkürlich schneller und härter gegen meine Brust. Während ich Raik so beobachtete und auf die geschiente Hand sah, fiel mir auch wieder ein, dass Toman im Kerker saß... von ihm würde keine Gefahr mehr ausgehen und dennoch hatte ich ein schlechtes Gewissen, er hatte meinen Jungen nur wegen mir gesucht... Nicht auszudenken was passiert wäre, wäre Rafail nicht rechtzeitig zu ihm gelangt. Ich strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und hörte dann wie die Tür hinter mir geöffnet wurde, zuckte unwillkürlich ein wenig zusammen. Ich drehte meinen Kopf und natürlich stand da der Mann der schon von Kindesbeinen an mein Herz besessen hatte. Ich lächelte ihm entgegen und spürte dieses Kribbeln in mir, dass ich schon gefürchtet hatte nie wieder zu spüren. "Ist alles gut gegangen?" fragte ich ihn dann und sah zu wie Raik aufsprang um zu seinem Vater hinüber zu laufen. Tränen schossen mir in die Augen, Tränen der Rührung, es tat meinem geschundenen Herzen gut dieses Bild zu sehen.
     
  7. Samanta

    Samanta Leseratte

    Lisandro
    Es tat gut sich mit meiner Frau austauschen zu können. Allein ihre Anwesenheit machte so vieles in meinem Leben besser. Nur bei einem Thema waren wir noch immer uneins: meine Mutter. Sie war dafür, dass ich mich mit ihr aussprach, ich hingegen wollte keine Aussprache mit der Frau, die mir mein Leben zur Hölle gemacht hatte. Sie durfte hier wohnen und ich behandelte sie in der Öffentlichkeit zuvorkommend. Mehr hatte sie von mir nicht zu erwarten. Ich schmunzelte, als sie mir erklärte, dass beide einen gesunden Appetit hatten und sagte:"Da haben sie etwas gemeinsam mit ihrem Vater." Sanft betrachtete ich meine Frau. Sie sah erschöpft aus und das konnte ich durchaus nachvollziehen. Sie musste sich immerhin noch erholen. Sanft strich ich erneut über ihre Wange und fragte dann:"Wie fühlst du dich, mein Herz?" Ich wollte einfach sicherstellen, dass es ihr an nichts fehlte, denn wenn es ihr nicht gut ging, dann ging es auch mir nicht gut.

    Jolanda
    Lächelnd hatte ich meinen Mann von meinem Stuhl aus beobachtet. Ich wusste, dass es ihm immer ein Bedürfnis sein würde, mich zu beschützen. Schon alleine, weil er glaubte, dass ich Schutz bedurfte. Das war sicherlich auch so, aber wenn ich nicht aufpasste, dann würde er anfangen mich zu bevormunden und das durfte ich nicht immer zulassen. Ab und zu - nicht in der Öffentlichkeit - würde ich mich auch gegen ihn behaupten müssen, um ihm zu zeigen, dass ich nicht alles einfach schluckte. Er brauchte eine Frau an seiner Seite, die es auch mal wagte, ihm zu widersprechen. Aber dieser Zeitpunkt war noch nicht gekommen. Jetzt gerade wollte ich einfach alles dafür tun, dass er sich keine Sorgen um mich machte. Ich sah zu ihm auf, als er zu mir kam und mir einen Kuss auf die Schläfe gab, lächelte sanft und sehr verliebt zu ihm auf und nickte, als er sagte, dass Lisandro wohl erst später Zeit hatte. "Und was hast du solange vor",fragte ich nach und lehnte mich etwas zurück, um ihn besser ansehen zu können.

    Rafail
    Elisa sah so erschöpft aus. Kein Wunder bei dem, was sie alles in den letzten Tagen erlebt hatte. Als sie fragte, ob alles gut gegangen sei, nickte ich und sagte:"Ja, Prinzessin Siobhan war sehr verständnisvoll, aber ein gebrochenes Herz hat sie trotzdem." Ich hob Raik auf meinen Arm und drückte ihn sanft an mich, bevor ich mit ihm zu Elisa hinüberging und mich auf einen Stuhl ihr gegenüber setzte. "Du solltest dich ausruhen." Besorgt und sanft sah ich sie an. Nie hätte ich geglaubt, dass das Schicksal mir meine Frau wieder zurückbringen würde. Lange hatte ich gehofft, sie würde wiederkommen, aber irgendwann hatte ich die Hoffnung aufgegeben und dann war es tatsächlich passiert. Raik schmiegte sich noch kurz an mich, bevor er unruhig zu zappeln begann. Ich ließ ihn wieder runter, damit er spielen konnte und ergriff dann vorsichtig Elisas Hand, strich sanft darüber, musste mich noch einmal vergewissern, dass sie wirklich hier war.
     
  8. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Allegra

    Ich lachte leise als er meinte, dass die beiden Prinzen den Hunger wohl von ihrem Vater vererbt bekommen hatten. Ich strich Richard liebevoll über die Wange, bevor ich wieder zu meinem Mann hoch sah, der das gleiche bei mir tat und ich schloss meine Augen, schmiegte mich an diese sanfte Berührung. Diese ruhigen Momente waren wirklich wundervoll und man könnte fast vergessen wie viele Aufgaben und Pflichten auf unseren Schultern ruhten. Dann fragte er wie ich mich fühlte und ich öffnete meine Augen wieder um ihn anzusehen, ließ meinen Kopf jedoch an die Lehne hinter mir gelehnt. "Den Umständen entsprechend sehr gut mein Liebster", entgegnete ich. Ich konnte nicht leugnen, dass ich sehr erschöpft war und natürlich hatte ich auch an einer ganz bestimmten Stelle schmerzen, das war aber alles nichts außergewöhnliches. Die Hebamme meinte, dass es ein paar Tage dauern würde, aber es sich schon bald wieder normalisieren würde. Um mit meinen Mann das Bett zu teilen würde jedoch noch ein bisschen mehr Zeit vergehen müssen... Ob ich das aushalten würde? Schon jetzt sehnte ich mich nach ihm. Ich lächelte meinen schönen dunklen König an und hob dann vorsichtig meinerseits eine Hand um ihn über die Wange zu streichen, hatte einfach das Bedürfnis ihn zu berühren. Seine strahlend blauen Augen, die durchaus auch so kalt sein konnten, dass sie den Gegenüber zum erstarren bringen konnten, mich verzauberten sie immer wieder aufs neue, konnte die Wärme und die Liebe dahinter erkennen zu der dieser Mann fähig war. Seine hochgewachsene Gestalt, die breite Brust und seine Haltung alleine reichten aus um viele einzuschüchtern, mich verzauberte auch das und dann war da diese dunkle Seite in ihm. Ich hatte sie schon einmal gesehen, damals im Kerker... noch immer jagte es mir einen Schauer über den Rücken wenn ich daran dachte, doch ich wusste das allein ich ihn wieder hervorlocken konnte. Bei Gott ich liebte diesen Mann mit all seinen Schattenseiten, denn sie gehörten nun mal zu ihm.

    Elisa

    Ich nickte als er mir erklärte, das die Prinzessin es verstanden hatte aber dennoch gekränkt, konnte ich das nur allzu gut verstehen... Ich senkte meinen Blick und biss mir auf die Unterlippe, ein wenig ein schlechtes Gewissen hatte ich schon. Wie hätte ich reagiert wenn mir damals jemand meinen Verlobten vor der Nase weggeschnappt hätte? Wobei konnte man diese Situation wirklich hiermit vergleichen? Rafail und unser Sohn kamen zu mir herüber und setzten sich in den Stuhl mir gegenüber. Ich stellte meinen Ellbogen auf die Lehne meines Sessels und legte meinen Kopf an meine Finger um ihn somit zu stützen. Du solltest dich ausruhen... Ich sah hoch und begegnete seinem besorgten und sanften Blick. Es war so ungewohnt... ungewohnt wieder hier bei ihm zu sein und zu wissen, dass er mich auch wieder haben wollte, trotz der Tatsache was ich getan hatte. Wie oft hatte ich mich genau an diesen Ort zurück gewünscht, wenn die Tage unerträglich waren? Ob es jemals wieder so werden würde wie damals? Rafail unterbrach je meine Gedanken als er meine Hand ergriff. Sanft beinahe schon vorsichtig nahm er sie in die seine und strich darüber. Mein Blick glitt darauf, schon damals waren meine Hände kleiner gewesen als sie seinen, aber hatten meiner Meinung nach perfekt hinein gepasst... jetzt war die Haut blass, die Finger dürr und gezeichnet von der einen oder anderen Narbe. Nein weich wie die einer Edelfrau waren sie nie gewesen, denn ich entstammte einer einfachen Familie hart arbeitende aber ehrliche Leute. "Es fühlt sich beinahe an wie ein Traum", meinte ich schließlich leise und betrachtete meinen rauen Hauptmann. Er war nie eine klassische Schönheit gewesen, hatte immer etwas wildes und raues an sich gehabt und genau das war es was ich an ihn liebte. "Und ich habe angst aus ihm zu erwachen", fügte ich dann hinzu. und wieder alleine zu sein... Raik bekam das nicht mit, war vertieft in das Spiel mit ein paar Holzfiguren auf dem Tierfell vor dem Kamin. Ich strich meinerseits nun sanft mit meinen Daumen über seinen Handrücken, zog sie dann hoch an meine Lippen und hauchte einen Kuss auf seine Hand.
     
  9. Samanta

    Samanta Leseratte

    Lisandro
    Am liebsten wäre ich für immer nur mit meiner Familie vereint geblieben, aber diese ruhigen Momente waren leider eher die Seltenheit. Sie sagte mir, dass es den Umständen entsprechend sehr gut ging und das beruhigte mich. "Das beruhigt mich, meine Liebste." Ich beugte mich zu ihr herunter und küsste sie vorsichtig auf ihre Lippen, bevor ich mich wieder zurückzog. Als sie mir über die Wange strich, schloss ich meine Augen kurz und schmiegte mich in ihre Hand, so wie sie es bei mir gemacht hatte. "Ich bin froh, dass alles soweit gut gegangen ist. Ich muss gestehen, ich hatte wirklich Angst um dich und das Kind." Wir waren ja die ganze Zeit davon ausgegangen, dass es nur ein Kind sein würde. Mit Zwillingen hatte nun niemand gerechnet. "Gibt es etwas, das du brauchst, Liebste?" Egal, was sie wollte, ich würde es ihr irgendwie besorgen oder auch besorgen lassen, denn gerade wollte ich eigentlich nicht von ihrer Seite weichen.

    Rafail
    Ich konnte ihre Verwirrung nur allzu deutlich sehen. Sie war es nicht mehr gewohnt, dass sich jemand um sie sorgte. Als sie sagte, es fühle sich an, wie ein Traum, nickte ich und sagte dann:"Ja, ich weiß, was du meinst." Für mich fühlte es sich auch an, als sei ich gerade in einem Traum. Bis vor wenigen Stunden hatte ich gedacht, dass sie tot war und nun saß sie hier vor mir. Sie sah elend aus, aber für mich war sie dennoch die schönste Frau auf Erden. Als sie mir gestand, dass sie Angst habe, wieder aufzuwachen und meine Hand küsste, zog ich sie zu mir hinüber und platzierte sie auf meinem Schoss, umfing sie sanft und drückte sie an meine Brust. "Fühlt sich das hier immer noch wie ein Traum an? Du wirst nicht aufwachen, weil ich wirklich hier bin, Liebes." Gott, wie sehr hatte ich mich nach dieser Frau gesehnt. Jahrelang hatte ich in dem Glauben gelebt, dass sie ohne mich besser dran war und nun, da ich wusste, dass sie meinetwegen im Elend gelebt hatte, legte sich eine schwere Schuld auf meine Schultern. Hätte ich sie doch damals nur festgehalten. Ich hätte sie nicht einfach so ziehen lassen sollen. Es war meine Schuld. Jetzt würde ich sie nie wieder gehen lassen. Wenn sie noch einmal versuchen sollte vor mir zu fliehen, dann würde ich sie halten, egal wie.
     
  10. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Allegra

    Nur zu gerne erwiderte ich seinen Kuss und schenkte ihm ein liebevolles Lächeln. "Nun die befiehl mich auch kurze Zeit als es nach dem Ersten weiterging", meinte ich schmunzelnd. Ja ich war ganz schön überrumpelt gewesen, hatte aber nicht viel Zeit zum überlegen gehabt. Zärtlich sah ich auf das schlafende Knäuel in meinen Arm, sie waren so winzig und ich fürchtete schon fast ich könne sie zerbrechen. Wobei Richard eindeutig der kräftigere von beiden war. Ich sah wieder hoch zu Lisandro, als er fragte ob ich noch etwas brauchte und ich lächelte ihn verliebt entgegen. "Danke mein Herz, ich habe alles was eine Frau sich nur wünschen könnte", antwortete ich und strahlte ihn an. Ich hatte einen wundervollen Ehemann und zwei gesunde prächtige Kinder auf die Welt gebracht, und ich hatte die Zeit mich davon zu erholen und wurde von allen Ecken umsorgt. Auch wenn letzteres eher nicht mein Stil war, für den Moment war es doch angenehm, wenn die Ammen die Kinder holten damit ich schlafen konnte oder ohne das ich viel sagen musste, mir frisches Wasser zum waschen gebracht wurde. "Ich liebe dich Lisandro", sagte ich schließlich sanft.

    Elisa

    Für uns beide erschien das hier wohl etwas surreal. Nachdem ich ihm gesagt hatte, dass ich Angst davor hatte aufzuwachen zog Rafail mich zu sich auf seinen Schoss. Ich hätte natürlich nur wenig als Gegenwehr vorbringen können und ich wollte mich ja nicht einmal dagegen wehren. Er legte seine Arme um mich und zog mich an seine Brust, allzu willig schmiegte mein Körper sich an ihn. Sofort drang seine Wärme durch meine Kleidung und sein Duft umhüllte mich, legte sich wie Balsam über meine Seele, benebelte meine Sinne. Er fragte mich ob sich das hier noch immer wie ein Traum anfühlte, versicherte mir das ich nicht aufwachen würde, weil er wirklich da war... Tränen schossen mir hoch, doch vor Raik würde ich diese jetzt sicherlich nicht vergießen. Viel zu oft war er Zeuge von meinen Tränen geworden. Ich legte meine Arme um ihn, zog mich noch mehr ran. Wie sehr ich ihn doch vermisst hatte. Ein tiefes Seufzen ging durch meinen Körper und ich spürte wie eine innerliche Anspannung von mir abfiel und die Erschöpfung mich übermannte. Hier war ich sicher und geborgen, es fühlte sich an als wäre die jahrelange Hatz jetzt endgültig vorbei. "Es fühlt sich unglaublich gut an", hauchte ich und schloss mit einem besänftigten Lächeln meine Augen. "Rafail... ich liebe dich", wisperte ich und dämmerte wohl schon in einen leichten Schlaf davon.
     
  11. Samanta

    Samanta Leseratte

    Lisandro
    Wenn mir jemand vor meiner Begegnung mit Allegra erzählt hätte, dass ich meine Frau lieben würde, hätte ich vermutlich gelacht. Ich hätte sie geschätzt, aber niemals gedacht, dass ich überhaupt fähig war, zu lieben. Meine Eltern hatten mir als Kind nicht gerade viel Liebe entgegengebracht. Sie waren eher unterkühlt gewesen und hätte ich sie nicht einmal beim Küssen erwischt, so hätte ich weiter in dem Glauben gelebt, dass sie auch gegenüber dem Anderen keine Gefühle hegten. Meine Mutter hatte das Ableben meines Vaters schwer getroffen. Ich hatte ihm schweigend zugesehen, wie er gestorben war ohne auch nur eine leise Spur des Bedauerns zu empfinden. So sollten meine Kinder nicht aufwachsen müssen. Sie würden immer wissen, dass ich sie liebte. Sanft betrachtete ich Allegra und das schlafende Kind in ihrem Arm, strich vorsichtig, beinahe ehrfürchtig über den kleinen Kopf. Meine Frau hatte alles, was sie brauchte und ihr Blick sagte mir, dass sie dabei nicht nur von Annehmlichkeiten, sondern auch von ihrer Familie sprach. Meine Lippen verzogen sich zu einem Lächeln und ich fühlte mich gut, wie nie. "Ich liebe dich auch, Allegra", erwiderte ich und schenkte ihr ein weiteres Lächeln. Wie sehr ich sie und die Kinder liebte, würde ich nie in Worte fassen können. Dass es nicht immer so friedlich ablaufen würde, wusste ich jetzt schon, ahnte aber nicht, dass dieser Frieden schon sehr bald ein Ende finden würde. Momentan war ich einfach nur glücklich.

    Rafail
    Es erleichterte mich ungemein, dass sie sich nicht dagegen gewehrt hatte, als ich sie auf meinen Schoss gezogen hatte und als sie sich so vertrauensvoll an mich schmiegte, beruhigte sich irgendetwas in mir. Sie war wieder bei mir. Als ihr Tränen in die Augen stiegen, streichelte ich beruhigend über ihren Rücken und zog sie gleich noch ein wenig enger. Raik musterte uns kurz, spielte dann aber offensichtlich beruhigt weiter und versank wieder in seiner ganz eigenen Welt. "Ja, das tut es", sagte ich, als sie meinte, es würde sich unglaublich gut anfühlen und dann sagte sie die Worte, auf die ich so viele Jahre hatte verzichten müssen. "Ich liebe dich auch, Elisa." Lächelnd betrachtete ich sie, wie sie langsam einschlummerte und würde den Teufel tun, mich nun zu bewegen. Sie brauchte den Schlaf und außerdem fühlte es sich gerade einfach viel zu gut an. Wie hatte ich das vermisst. Mein Kind spielte vor mir auf dem Teppich und meine Frau war bei mir. Natürlich hatte ich nichts von dem Jungen gewusst, aber eine Familie hatte ich mir schon immer gewünscht und nun hatte ich sie endlich. Endlich wieder.
     
  12. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Allegra

    Es war einfach wunderbar, seine Worte ließen einen Schauer über meinen Rücken laufen und ich erwiderte sein Lächeln. Seines bezauberte mich von Anfang an, vor allem weil ich wusste, das dieses Lächeln allein für mich reserviert war. Keine andere Person lächelte er so an, mit diesen sanften Ausdruck in den Augen... nun gut zwei Personen waren vor kurzem dazu gekommen, die auch diese Grübchen zu sehen bekamen und das Strahlen in den sonst scheinbar kalten Augen. Ich wusste es besser... Dieser unglaubliche Mann war so viel mehr als man auf den ersten Blick zu meinen vermochte, mich hatte er schon von Anfang an um den Finger gewickelt gehabt... auch wenn ich das wohl die zugeben würde. Aber es war nicht sein Aussehen gewesen, zumindest nicht vorrangig, dass mich fasziniert hatte... sondern diese Dunkelheit die ihn noch immer umgab und sein Geist, ein messerscharfer Verstand mit dem er mich mühelos entwaffnen hatte können. Er war nicht zurück geschreckt vor meiner scharfen Zunge, sondern hatte sich mir gestellt und mir damit das Herz gestohlen. Ich lehnte mich in die Kissen zurück und strich ihm eine Strähne aus dem Gesicht. Während ich sanft meine Augen schloss, es fühlte sich alles so gut an... so friedlich von wundervoll wie einem dieser abenteuerlichen Bücher entsprungen die ich mal gelesen hatte. Während meine Augen geschlossen waren, spürte ich die Müdigkeit und die Erschöpfung in meinen Gliedern nur umso mehr, tunkte sogar schon leicht weg, so das ich meinen Kopf schnell wieder hob und die Augen auf machte. Ich rieb mir kurz darüber, wollte ja nicht meinen Liebsten verpassen. Ich lächelte und ergriff seine Hand strich mit dem Daumen darüber.

    Luzius

    Ich sah mit einem Lächeln zu ihr hinunter, strich sanft über ihre Wange. Mein Gott wie sehr ich diese Frau liebte. Mein Herz hämmerte wild, als ich sie betrachtete. Ihre wundervollen Augen, die mich so liebevoll betrachteten, ihre Lippen die mich mit jedem Wort das sie von sich gab lockten. Ich beugte mich über sie, hauchte erst einen Kuss auf ihre Stirn, nur um mich dann noch ein Stück vorzubeugen um von ihren wundervollen Mund zu kosten. "Nun für gewöhnlich würde ich mich mit den anderen Rittern im Saal treffen um Neuigkeiten auszutauschen... jedoch wenn es dein Wunsch ist, meine Liebste..." unterbrach ich und hauchte ihr noch einen Kuss auf die Lippen, strich dabei mit den Händen sanft über ihre Schultern und den Hals. "Können wir beide noch ein Weilchen hier bleiben".. flüsterte ich an ihren Lippen.
     
  13. Samanta

    Samanta Leseratte

    Lisandro
    Ich betrachtete meine Frau und musste schmunzeln, als sie langsam wegzudämmern begann und sich selbst wieder aus diesem Dämmerzustand herausriss. "Wenn du erschöpft bist, mein Liebling, dann kann ich auch später wieder kommen." Sanft strich ich über ihre Wange und küsste sie auf ihre Stirn, während ich mit der anderen Hand die ihre festhielt. Sie und meine Kinder waren das wertvollste, das ich besaß und ich würde sie mit meinem Leben verteidigen, wenn es nötig war. Gerade war alles friedlich, aber die Vergangenheit hatte gezeigt, dass meine Frau in Gefahr geraten konnte. Ich hatte es zwar geschafft, diese Gefahr zu beseitigen, aber ich hatte Feinde und jetzt, wo meine Kinder geboren waren, waren sie alle noch angreifbarer geworden. Trotzdem wusste ich, dass ich mich zurückhalten musste, wenn ich sie nicht vor Sorge erdrücken wollte. Sie war eine sehr eigenwillige Frau und würde es sicher nicht gutheißen, wenn ich sie rund um die Uhr bewachen ließ. Nicht, dass ihr mich falsch versteht, wenn es nötig war, würde ich sie rund um die Uhr bewachen lassen, ob ihr das gefiel oder nicht. Wenn es um ihre Sicherheit ging, dann war mir jedes Mittel recht, auch wenn ich meine Frau damit gegen mich aufbringen könnte.

    Jolanda
    Wenn man Luzius in der Öffentlichkeit beobachtete, hätte man vermutlich nie geglaubt, dass er zu so sanften Gesten überhaupt fähig war, aber ich wusste es eben besser. Er war ein sanfter Liebhaber, ein sanfter Ehemann. Jedenfalls hatte ich es noch nie anders empfunden. Als er mich küsste, erwiderte ich den Kuss und antwortete dann:"Du bist wohl unersättlich, was?" Nicht, dass es mir nicht auch so ging, aber ein bisschen necken wollte ich ihn schon. Ich legte meine Hände auf seine Schultern, um klar zu machen, dass ich ihn nach diesem Angebot sicher nicht einfach so gehen lassen würde. "Wenn es deine Zeit erlaubt, gibt es glaube ich nichts, was ich lieber tun würde."
     
  14. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Allegra

    Ich genoss seine Berührungen und am liebsten hätte ich ihn gar nicht mehr gehen lassen, aber natürlich war das ein Ding der Unmöglichkeit, denn schließlich hatte er ja auch noch Verpflichtungen unserem Land gegenüber. "Ich wünschte ich könnte sagen, dass ich nicht erschöpft bin, dann würde ich dich hier behalten", meinte ich mit einem sanften Lächeln. Beide Kinder schliefen gerade seelig und das sollte ich auch tun, bevor die Ruhe wieder vorbei war.
    Ich hielt seine Hand noch immer fest, wollte sie wirklich nicht loslassen, während ich mit einem leisen Seufzen meine Augen schloss.

    Luzius

    Ich lächelte als sie meinte ich sei unersättlich. "Wenn du in meiner Nähe bist, kann ich mich kaum beherrschen", gestand ich ihr. Sie war einfach eine wundervolle Frau und wenn sie bei mir war, dann ging es mir gut. Ich fühlte mich dann immer beschwingt und ja.. ich spürte auch noch was ganz anderes. Aber wer konnte mir das bei dieser wundervollen Frau verdenken? Sie legte ihre Hände auf meine Schultern und meinte dann das wenn ich Zeit hatte sie nichts lieber tun würde. Ich lächelte erneut und küsste sie dann erneut. Strich mit den Fingerspitzen sanft über ihren Hals, wie sehr ich meine Frau liebte! Und bald würden wir auch ein Kind bekommen! Was konnte ich mir mehr wünschen? Für den Moment war alles andere vergessen, da war nur noch sie.
     
  15. Samanta

    Samanta Leseratte

    Lisandro
    Ich schmunzelte, als sie sagte, sie wünschte sie könne sagen, dass sie nicht erschöpft sei, um mich hier zu behalten. Ich würde nicht gehen, bevor sie eingeschlafen war und offenbar wollte sie mich auch eigentlich nicht gehen lassen. Selbst als sie die Augen geschlossen hatte, hielt sie meine Hand weiter fest. Ich führte ihre Hand zu meinem Mund und küsste sie, bevor ich sie wieder vorsichtig sinken ließ und wartete, dass sie einschlief. Es dauerte nicht sehr lange, da wurden die Atemzüge meiner Frau tief und gleichmäßig. Sie war eingeschlafen. Ich küsste sie auf die Stirn und flüsterte sanft:"Du bist mein Leben, Allegra." Dann löste ich vorsichtig ihre Hand von meiner und legte sie sanft ab. Meinen beiden Jungs gab ich ebenfalls noch einen Kuss, bevor ich mich leise zurückzog und in mein Arbeitszimmer ging.

    Jolanda
    Ich schaffte es mittlerweile nicht mehr wegen jeder Kleinigkeit zu erröten, die mein Mann bezüglich mir kundtat, aber ab und an errötete ich dennoch. Heute nicht. Als er sagte, er könne sich in meiner Gegenwart kaum beherrschen, musste ich leise lachen und sagte dann:"Vielleicht sollten wir dich in Ketten legen, wenn du in meiner Nähe bist." Ganz ehrlich, ich wusste nicht, woher dieser Mut gerade gekommen war, aber ich wollte ihn ebenso necken, wie er es so oft mit mir getan hatte. Ich erwiderte seinen Kuss nur allzu gerne, löste mich aber schließlich von ihm und fragte:"Ist es so nicht wahnsinnig unbequem für dich?" Immerhin saß ich und er stand und da ich sowieso schon um einiges Kleiner als er war, musste er sich noch mehr bücken, als überhaupt schon.
     
  16. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    (kleiner Zeitsprung)

    Lucius

    Nachdem wir uns hübsch gemacht hatten, hatten meine Frau und ich auch schon wieder andere Pläne gehabt. Ich hatte das Lager mit ihr geteilt und gerade war ich dabei letzte Hand an meiner Kleidung anzulegen damit ich wieder Salonfähig war. Es war wohl bald Zeit für das Mittagessen, davor wollte ich aber nun mein Vorhaben wahrnehmen und mich mit ein paar der Ritter zusammen finden, der beste Weg meiner Meinung nach um auf den laufenden zu bleiben. Noch einmal sah ich zu meiner wunderschönen Frau und schenkte ihr ein Lächeln. "Wir sehen uns später meine Liebste", verabschiedete ich mich von ihr, hauchte ihr sanft einen Kuss auf die Stirn bevor ich dann den Raum verließ. Ich zog die Tür hinter mir zu und machte mich auf den Weg zum Exerzierplatz, denn dort würde ich wohl die meisten Ritter zu dieser Tageszeit antreffen.

    Elisa

    Ich konnte mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal so gut geschlafen hatte. Es war ein tiefer Schlaf indem nur das Schwarz der Erholung herrschte. Man lernte in einer unsicheren Gegend relativ schnell immer mit einem Ohr und einem Auge wach zu bleiben, was natürlich zu Folge hatte das der Schlaf eher mangelhaft war. Natürlich war ich hier mit der harten Realität konfrontiert worden, ich war für meine Verhältnisse behütet aufgewachsen. Natürlich hatte ich hier bei Hofe auch schon immer hart arbeiten müssen, aber man war hier doch etwas geschützt von dem wirklichen Übel da draußen. Hungern zum Beispiel hatte ich hier nie müssen, natürlich war mir bewusst gewesen als ich damals floh, dass niemand einfach so Essen verschenkte. Aber ich war naiv genug gewesen um zu denken das man einer einzigen Frau zumindest ihr Essen verdienen lassen würde... dann war da erschwerend die Schwangerschaft gewesen. Eines konnte ich euch mit Gewissheit sagen, eine schwangere Frau die alleine reiste wurde von kaum jemanden mit Rücksicht behandelt oder wirklich geduldet. Es waren die Mädchen damals gewesen die mich liebevoll aufgenommen hatten und aus Dankbarkeit und Schuldgefühlen war ich dann wohl in diesen Kreis geraten wo keine Frau wohl so richtig freiwillig hin wollte.
    Mit einem kleinen Seufzen dämmerte es mir schließlich, ich spürte einen warmen Leib der mich an sich gedrückt hielt, unwillkürlich begann mein Herz zu rasen. Meine Augen öffneten sich mit einem Schlag und ich richtete mich panisch auf, stemmte mich mit den Händen gegen die Männerbrust an der ich eben noch gelehnt hatte. Mein Herz galoppierte in meiner Brust und ich sah mich verwirrt um. Wo bin ich?! Mein Blick blieb an Rafail hängen, es sickerte langsam durch meinen Verstand und ich atmete erleichtert aus. Merkte erst dabei das ich wohl den Atem angehalten hatte. Ich entspannte mich wieder und ließ mich langsam wieder sinken. "Entschuldigung", murmelte ich und rieb mir mit einer Hand die Augen. Ich war in Sicherheit, ich war wieder bei Rafail und Raik war auch da... ich war zuhause.
     
  17. Samanta

    Samanta Leseratte

    Jolanda
    Ich lächelt sanft, als er mir einen Kuss auf meine Stirn drückte und nickte, als er mir sagte, dass wir uns später sehen würden. Nachdem die Tür hinter ihm ins Schloss gefallen war, strich ich unwillkürlich über meinen Bauch. Ich konnte immer noch nicht so ganz fassen, dass ich wirklich schwanger war. Es war so überraschend gekommen, dass ich mich manchmal fragte, ob es nicht doch nur ein Traum gewesen war. Aber das war es nicht. Die leichte Übelkeit, die mich seit einigen Tagen begleitete, rief mir immer wieder in Erinnerung, dass ich ein Leben unter meinem Herzen trug. Und ich wusste, ganz egal was es werden würde, mein Mann würde das Kind lieben. Lucius war anders, als die meisten Männer, die ich kannte. Er war fürsorglich und sehr liebevoll und so langsam wurde ich mir seiner Liebe sicherer. Er würde niemals seine Zeit mit mir verbringen, wenn er mich nicht wirklich aufrichtig liebte. Doch während ich in dieser Hinsicht sicherer wurde, fehlte mir an anderen Enden noch eine enorme Portion Selbstvertrauen und das Vertrauen in andere. Jahrelang hatte ich meinem Vater blind vertraut, um dann herauszufinden, dass er mich schändlich hintergangen und viele Männer in ihr Verderben hatte rennen lassen. Und weil meine Hormone gerade äußerst verrückt spielten, schossen mir unwillkürlich Tränen in die Augen. Hastig wischte ich sie fort. Ich wusste nicht wieso ich so reagierte, aber ich hatte gehört, dass Schwangere empfindlicher auf Gefühle reagieren konnten. Und so schob ich es darauf. Ich vertrödelte mir den Rest der Zeit damit, dass ich mir überlegte, wie wir unser Kind nennen konnten. Natürlich war es dafür noch viel zu früh, denn ich musste gerade am Anfang meiner Schwangerschaft sein und es konnte unheimlich viel schiefgehen, aber dennoch fand ich es schön dem Kind in meinem Bauch schon einmal einen Namen zu geben. Zu gegebener Zeit würde ich mit Lucius darüber sprechen und letztlich hatte er das letzte Worte was den Namen anging. Als es Zeit zum Mittagessen war, richtete ich mich auf und nachdem ich mich kurz am Stuhl festgehalten hatte, machte ich mich auf den Weg. Die meisten waren schon da, Lucius und das Königspaar noch nicht und ich ließ mich auf einen Platz sinken, der noch einen weiteren Platz neben mir freihatte, sodass Lucius sich zu mir setzen konnte, wenn er das wollte. Vielleicht würde er heute auch lieber mit seinen Freunden speisen, was für mich auch absolut in Ordnung wäre.

    Rafail
    Als Elisa so plötzlich hochschreckte, hatte ich sie sofort losgelassen, aber gleichzeitig dafür gesorgt, dass sie nicht von meinem Schoss herunterrutschte und sich weh tat. Als sie sich bei mir entschuldigte, legte ich sanft eine Hand an ihre Wange und sagte:"Du musst dich nicht entschuldigen." Sanft sah ich sie an und lächelte. "Wir müssen uns beide erst wieder daran gewöhnen, dass wir einander wiederhaben. Das ist völlig normal." Raik hatte kurz aufgehört zu spielen, aber als er begriff, dass seine Mutter nur nicht ganz wach gewesen war, spielte er weiter, bevor er sich schließlich erhob und zu uns herüberkam. Ohne eine Wort zu sagen schmiegte sich der Junge an seine Mutter und ich legte meine Arme so gut es ging um beide. Jahrelang hatte ich angenommen, dass meine geliebte Elisa mich nicht so sehr geliebt hatte, wie ich sie und nun das. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass Elisa gegangen war, weil sie mich hatte beschützen wollen. Das würde ich kein zweites Mal dulden. Nachdem Raik wieder zum Spielen gegangen war, wandte ich mich an sie und sagte:"Ich möchte, dass du mir etwas versprichst, Elisa."
     
  18. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Luzius

    Ich selber hatte mich dieses mal den Kampfübungen nicht angeschlossen, stand eher mit denen auf der Seite die sowieso schon fertig waren oder gerade eine Pause machten. Es waren viele bekannte Gesichter aber einige waren auch fremd. Es war viel Klatsch dabei was die Herren wussten, aber die Männer waren auch beunruhigt es gab Gerüchte darüber, dass wohl an einer Grenze Schwierigkeiten gab. Man hatte öfter Späher dort gesehen in letzter Zeit und einer der Männer behauptete er habe Händler darüber reden hören, dass das Land das hinter dieser Grenze lag zum Krieg rüstete. Man wusste noch nicht gegen wen, aber irgendwie beschlich mich ein ungutes Gefühl. Ja jetzt im Winter würde man kaum einen Krieg anzetteln, aber auch diese Jahreszeit würde weichen. Ich dachte auf dem Weg zum Speisesaal über das Gehörte nach, ich betrat den Saal der schon gut gefüllt war. Auch hier merkte man die Wintermonate, viele der Gäste die sonst hier logierten waren über die Wintermonate zu ihren eigenen Landsitzen heimgekehrt. Die Saison würde erst wieder im Frühjahr beginnen und dann würde es hier bei Hofe wieder wimmeln vor lauter Würdenträgern. Ich schon meine Gedanken erstmal beiseite und sah mich nach meiner Frau um, ich vermutete zumindest das sie schon hier war, wenn nicht würde es mir auch nichts ausmachen nochmal umzudrehen um sie abzuholen. Aber ich machte sie schon aus und bahnte mir sogleich den Weg zu ihr durch. "Mylady", grüßte ich sie höflich bevor ich neben ihr Platz nahm. Ich hoffte das Lisandro später Zeit hatte um ein bisschen zu reden, erstens wollten wir natürlich zur Geburt seiner Söhne gratulieren und zweitens war es einfach viel zu langer her, dass wir Männer einfach mal in Ruhe zusammen gesessen waren.

    Elisa

    Gänsehaut lief mir über den Körper und ich erschauerte leicht. Nickte jedoch auf Rafails Worte hin. Ja ich musste mich erstmal wieder an diese Sicherheit gewöhnen. Raik kam zu uns hinüber und schmiegte sich an mich, ich löste vorsichtig einen Arm aus Rafails Umarmung um ebenfalls einen Arm um unseren Jungen zu legen. Raik löste sich nach ein paar Minuten wieder von uns um zu seinem Spiel zurückzukehren. Mein Blick folgte ihm und blieb wieder an der Schiene hingen. Rafail hatte gesagt dass das Schwein im Verlies war, nur zu gerne wäre ich gleich losgegangen um ihn dafür das er meinen Sohn angefasst hatte die Augen auszukratzen! Es war die Stimme meines Geliebten die mich aus diesen Gedanken riss. Ich möchte, dass du mir etwas versprichst, Elisa... hörte ich seine Worte, ich richtete mich nun auf und sah ihn an. Eine Hand lag sanft auf seiner Brust, während ich seinem Blick begegnete. "Was ist es?" fragte ich dann nach leichte Skepsis schwang wohl in meinen Unterton mit, ich konnte es nicht unterdrücken hatte zu lange auf der Hut sein müssen.
     
  19. Samanta

    Samanta Leseratte

    Jolanda
    Ich neigte mit einem Lächeln den Kopf, um seine Begrüßung zu erwidern und musste erleichtert feststellen, dass er nicht vorhatte, mit seinen Freunden zu speisen, sondern den Platz neben mir wählte. Ich gab es zu, ich war vielleicht nicht ganz so selbstlos ihm gegenüber, wie ich es gerne sein würde und ich teilte ihn nicht gerne, aber ich würde stets seine Entscheidungen respektieren, denn er war mein Mann und ich hatte ihm zu gehorchen. Ich musste zugeben, dass die Zeit hier im Schloss eine harte Prüfung für mich und mein flatterhaftes Wesen war. Ich mochte es hier, aber es gab für mich nichts weiter zu tun und das machte mich fast verrückt, war ich doch in den letzten Wochen und Monaten ständig durch unser Haus geflitzt, um alles im Griff zu haben. Hier hingegen konnte ich mir lediglich die Zeit mit Sticken vertreiben und auch wenn ich mich manchmal zu den anderen Damen gesellte, so hatte ich doch das unbestimmte Gefühl, dass sie mich nicht leiden konnten. Aber ich würde den Teufel tun und meinem Mann irgendetwas davon zu erzählen. Er war hier, um die Geburt der Kinder seines besten Freundes zu feiern und seine beiden besten Freunde zu sehen. Ich würde ihn mit nichts belasten, schon gar nicht mit einer solchen Lappalie und schon gar nicht, wenn sich wieder diese Sorgenfalte in seiner Stirn gebildet hatte, die mir anzeigte, dass es irgendetwas gab, worüber er grübelte. Ich beugte mich ein wenig zu ihm hin und fragte leise:"Was bedrückt Euch?"

    Raffail
    Ihr Blick ruhte auf der Schiene unseres Jungen und auch wenn ich äußerlich kaum einen Beweis dafür gesehen hatte, so konnte ich doch erahnen wie wütend sie darüber war, dass dieser Mann ihr Kind verletzt hatte. Erst als ich sie um das Versprechen bat, schien sie wieder im Hier und Jetzt angekommen zu sein. "Sollte je wieder eine ähnliche Situation auftreten, die dich damals zum Gehen veranlasst hat, dann sprichst du mit mir, anstatt einfach so zu verschwinden und mich in dem Glauben zu lassen, du hättest mich nie so sehr geliebt wie ich dich liebe." Ich hatte meine Worte mit Bedacht gewählt 'wie ich dich liebe', nicht 'wie ich dich geliebt habe', denn an meiner Liebe zu ihr hatte sich all die Jahre nichts geändert. Selbst Siobhan hatte den Weg nicht vollständig in mein Herz gefunden, denn dort war immer nur Elisa gewesen. "Ich bin kein schwacher Mann, den man einfach so töten kann. Ich kann mich verteidigen und ich habe Freunde, die niemals zulassen würden, dass sich irgendjemand an mir vergreift. Versprich mir also, dass du mich nicht einfach so verlässt. Das würde ich kein zweites Mal ertragen." Es hatte mich damals schon beinahe das Leben gekostet. Ich hatte Schluss machen wollen und nur die guten Worte meiner beiden Freunde hatten mich daran gehindert. Andernfalls wäre ich wohl nicht durch diese schwere Zeit gekommen. Vorsichtig legte ich eine Hand an ihre Wange und strich ebenso vorsichtig darüber. "Du hast mir das Herz gebrochen, aber an meiner Liebe zu dir hat sich nichts geändert. Ich will, dass du das weißt, aber ich will dich damit nicht unter Druck setzen. Du brauchst Zeit um zu vertrauen und das verstehe ich. Ich will nur, dass du immer im Hinterkopf hast, dass ich dich anbete, Elisa und dass ich alles für dich tun würde. Einfach alles."
     
  20. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Luzius

    Ihr Lächeln tat mir gut, streichelte meine Sinne... allerdings machte es das Gehörte auch noch etwas schwerer. Was war wenn an den Gerüchten noch mehr dran war, wenn die Aufrüstung uns galt? Das würde Krieg bedeuten und das wiederum hieß das ich kämpfen würde müssen. Wer wusste schon wie lange die Kämpfe dann andauern würden, würde ich überhaupt die Geburt unseres eigenen Kinder miterleben? Bisher hatte ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht, aber jetzt wo Jolanda vor mir war die unser Kind unter ihrem Herzen trug, wurden diese Sorgen nur umso lauter in mir. Es war Jolanda schließlich die mich aus meinen neuen Gedanken hervor holte. Was bedrückt Euch? fragte sie mich und ich hob meinen Blick, betrachtete ihr schönes zartes Gesicht. Mein Engel, schon vom ersten Augenblick an als ich sie gesehen hatte, war ich von ihr verzaubert gewesen. Sanft ergriff ich ihre Hand, strich mit dem Daumen über ihren Handrücken und führte sie anschließend an meine Lippen um einen Kuss darauf zu hauchen. Eine kleine Bekundung meiner Gefühle für sie, bevor ich die übliche Maske trug wie immer in der Öffentlichkeit. "Lasst uns später darüber sprechen, meine Liebste", antwortete ich, vertröstete sie damit natürlich, aber hier erschien mir nicht der rechte Ort um über einen möglichen Krieg zu sinnieren. Es reichte wenn die Männer am Exerzierplatz darüber sprachen, ich wollte hier niemanden unnötig aufscheuchen... schon gar nicht solange ich nicht mit Lisandro und Raffail darüber gesprochen hatte. Ich verbreitete einfach nicht gerne solche Nachrichten und dann war am Ende gar nichts dran. "Wie war Euer Tag?" fragte ich also schließlich nach und ließ meinen Blick kurz durch den Saal gleiten, wie schon vorhin gesagt waren wenige Leute nur hier, hauptsächlich jene die sowieso immer hier waren. Das Essen würde sicher jeden Moment eröffnet werden, Frage war nur ob Lisandro erscheinen würde, oder ob er es vorzog in seinen Privatgemächern zu speisen. Ich nahm mir vor ihn auf alle Fälle später zu treffen -wenn seine Hoheit es denn zuließ-, ihn dann auch eventuell zu einem Ausritt am nächsten Tag zu überreden etwas Zerstreuung könnte er sicher brauchen.

    Elisa

    Mein Blick lag auf Rafail, als er zu sprechen begann senkte ich ihn hie und da. Nein ich war nicht feige, war ich noch nie gewesen, aber dennoch schämte ich mich. Fühlte mich ganz zerrissen, einerseits scholt ich mich eine Närrin das ich je gegangen war, doch andererseits hatte ich es doch alleine für ihn getan... Nur um ihn zu schützen war ich damals gegangen.Hätte ich gewusst das ich zu dieser Zeit bereits ein Kind unter dem Herzen getragen hatte, hätte ich es mir vielleicht nochmal überlegt... aber Lisandro war damals noch nicht König gewesen. Ich erinnerte mich nur zu gut an den Abend...

    ich war als Letzte noch in der Küche gewesen, hatte nochmal die Vorräte kontrolliert als einer der Diener herein gekommen waren, dass die Herrschaften noch eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken wünschten. Eigentlich war ich als die Frau des angehenden Hauptmannes damals für so eine Arbeit nicht da, aber nachdem ich die Letzte gewesen war und auch reine Gewohnheit da ich ja mein voriges Leben ja auch dieser Arbeit nachgegangen war hatte ich diese pflichtbewusst erfüllen wollen. Schon auf den Treppen mit dem Tablett in der Hand das ich reichlich beladen hatte, hatte ich die Stimmen aus dem Turmzimmer gehört in das sich der Rat immer für solche Dinge zurückzog. Eine Gänsehaut hatte meine Haut überzogen und ein ungutes Gefühl beschlich mich, als ich auf die Tür zu trat die nicht ganz geschlossen war. Durch den Spalt drang das flackern des Kaminfeuers in den dunklen Gang hinaus und gerade als ich eben diese mit meiner Hüfte hatte aufstoßen wollen, hatte ich ihre Worte gehört. Wie sie Luzius' Vater verhöhnt hatten, darüber redeten wie froh sie doch waren ihn damals aus dem Weg geschaffen zu haben... Vor lauter Schreck hatte ich das Tablett nur für einen Moment schief gehalten und der Tonkrug mit dem Wein war klirrend zu Boden gegangen. Die Zeit hatte stillgestanden, ich hatte den Atem angehalten und wollte schon rückwärts schnell das Weite suchen, als die Tür aufgerissen wurde und man mich ohne zu zögern gepackt hatte...

    Ich schluckte schob die Erinnerung weg von mir um Rafail weiter folgen zu können. Ich sollte zu ihm kommen, wenn je wieder sowas passieren sollte.. seine Liebesbekundung nahm ich natürlich auch war und auch, dass er es so aussprach das er genau dies eben noch immer tat. Mein Hauptmann... Er erklärte weiterhin, dass er nicht schwach war.. das wusste ich doch. Aber damals war ich so eingeschüchtert und voller Angst gewesen. Er würde es kein zweites Mal ertragen... Ich glaube was das anging, konnte ich dasselbe von mir sagen. Ich würde es nicht noch einmal durchstehen können, noch einmal zu gehen... noch einmal auf diese Weise von ihm getrennt zu sein. Ihn derart zu verletzen... Er legte seine Hand an meine Wange und ich schloss meine Augen, während ich zitternd ausatmete schmiegte ich mich in seine Berührung. Gerade noch so schaffte ich es das Schluchzen zu unterdrücken, die Augen brannten von den Tränen die ich jetzt einfach nicht vergießen wollte. "Du hast mir das Herz gebrochen, aber an meiner Liebe zu dir hat sich nichts geändert. Ich will, dass du das weißt, aber ich will dich damit nicht unter Druck setzen. Du brauchst Zeit um zu vertrauen und das verstehe ich. Ich will nur, dass du immer im Hinterkopf hast, dass ich dich anbete, Elisa und dass ich alles für dich tun würde. Einfach alles." Seine Worte zerrissen mir schier das Herz in zwei, ich hatte ihm so sehr weh getan und doch hielt er immer noch zu mir... Ich öffnete meine Augen die wohl ganz glasig waren. Er wusste mit welcher Arbeit ich Raik und mich am Leben gehalten hatte - auch wenn wir es noch nie direkt angesprochen hatten- und dennoch saß er da, sagte mir das er alles für mich tun würde. Himmel! Ich brauchte eine Weile um das was er da gesagt hatte zu verarbeiten, zu begreifen was das für mich bedeutete. Mein Herz raste in meiner Brust und etwas in mir wollte ihm einfach um den Hals fallen, ihm zeigen wie groß die Liebe war die ich für ihn empfand so das kein Zweifel mehr darin bestand! Für niemanden mehr! Ich richtete mich auf, legte aus dem Impuls folgend meine Lippen auf die Seinen und küsste ihn. "Ich verspreche es dir Rafail!" Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern und wieder kamen diese verdammten Tränen in mir hoch. "Mein Herz hat schon immer dir gehört und wird dies auch immer tun! Ich liebe dich!" fügte ich hinzu. Langsam hob ich meine Arme, nahm sein Gesicht zwischen meine Hände und verteilte ehrerbietend sanfte Küsse auf seinem Gesicht. Schließlich lehnte ich meine Stirn gegen seine, kniete nun vor ihm. Meine Knie waren links und rechts neben seinen Schenkeln, gehalten nur von den Lehnen des Ohrensessels auf dem wir noch immer waren. Nie hatte ich es zu hoffen gewagt, hatte wirklich nicht daran geglaubt das ein Wiedersehen mit Rafail so ausgehen würde, dass er mich wieder zurücknahm und ich an seiner Seite sein durfte, zusammen mit unserem Sohn.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Apr. 2019 um 10:21 PM Uhr

Diese Seite empfehlen