[RS] My life is like a cupcake factory!

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von RoBabeRo, 5 Jan. 2013.

  1. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Scarlett

    Wieder hörte ich ihm einfach nur zu. Doch als er von der Zeit erzählte, welche er mit all diesen Leuten verbracht hatte, kam wieder dieses Gefühl der "Verbundenheit" in mir hoch. Konnte es denn sein das Ash und ich mehr miteinander gemein hatten als ich uns zugetraut hätte? Ich kannte das, was er da beschrieb. Früher konnte ich damit nicht gut umgehen, mit dem Abschiednehmen von einer Crew, der Familie zu welcher sie geworden war. Ich wusste wie es sich anfühlte wenn man das letzte mal die Klappe hörte und man die Gewissheit hatte: Das wars, wir sind fertig! Pack deine Sachen und alle Wege trennen sich! Ohne das ich mein Handeln recht überlegt hatte, schob ich meine Hand vorsichtig in die Seine. Wenn ich ehrlich war, wusste ich gerade nicht ob ich Ash Trost spenden wollte, oder ob ich selbst Trost bei ihm suchte. Wahrscheinlich wäre es das Beste wenn ich bald aufbrechen würde, denn meine Gefühlswelt verwirrte mich mehr und mehr.
     
  2. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Ash

    Ich war erleichtert, dass Scarlett nicht weiter bohrte. Mir war nicht danach, das Thema auszuschlachten: Bevor ich das schaffte, würde es noch eine große Portion Stolz zu überwinden gelten.
    So ganz still neben jemandem sitzen, das tat ich zugegebenermaßen nicht oft. Neben Nate, manchmal, wenn wir uns nach einem anstrengenden Drehtag in stummer Einkunft ein paar Flaschen Bier teilten. Oder eben neben Scarlett. Ja, tatsächlich. Ein paar mal schon hatten wir in Ruhe und Gelassenheit nebeneinander im Bett gelegen, oft dann, nachdem wir miteinander geschlafen hatten. Mir war das nie unangenehm gewesen, erst jetzt im Nachhinein wurde es mir bewusst. Dabei hatte ich nie darüber nachgedacht, ob wir uns in diesen Augenblicken schlicht nichts zu sagen gehabt hatten - Oder ob einfach keine Worte nötig gewesen waren. So genau wusste ich das jetzt gerade auch nicht zu beantworten.
    Eine leichte Berührung riss mich aus den Gedanken, als Scarlett ihre Hand in meine schob. Es war eine so sachte, unschuldige Geste, dass ich mir ganz unwillkürlich erlaubte, darüber zu lächeln. "Hast du noch etwas zu trinken? Ich kann dir noch etwas holen, wenn du möchtest." Das waren vielleicht nicht die aller passendsten Worte, aber mir war nun doch danach gewesen, das Schweigen zu brechen. Ich hatte zu sehr darüber nachgedacht, ob die Stille gut oder schlecht war, hatte mich selbst zu sehr verunsichert. Manchmal war es Fluch und Segen zugleich, eine Gedankenwelt zu haben, die niemals ruhte. Sie erlaubte einem selten, einfach mal zu spüren. Ein Grund mehr, warum ich letzteres nie wirklich gelernt hatte.
     
  3. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Scarlett

    Ash riss mich nun zum zweiten mal an diesem Abend aus meinen Gedanken und wieder wusste ich nicht ob ich ihm denn nicht dankbar dafür sein sollte. Ein Blick in meinen Becher verriet mir das mein Bier, welches ich mir vorhin geholt hatte, schon wieder leer war. "Wenn du mir ein Wasser bringen würdest, das wäre nett!" antwortete ich ihm auf seine Frage und schaffte es sogar wieder einigermaßen ehrlich zu Lächeln. Das Wasser würde ich noch trinken und dann würde ich nach Hause fahren. Der Gedanke an eine lange, heiße, Gedanken vergessende dusche war jetzt in diesem Moment wirklich sehr verlockend. Danach würde ich mich in mein Bett legen, die Decke bis über meine Ohren ziehen und weiter versuchen meine Gefühlswelt für einen Moment abzuschalten. Mein Blick ging wieder zu Ash, welcher anscheinend wieder im hier und jetzt angekommen war, seine leicht melancholische Stimmung hinter sich gelassen hatte. Wieder stahl sich ein Lächeln in meine eigentlich verwirrenden Gedanken.
     
  4. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Ash

    "Sehr gerne!" Es war ein kurzer, sanfter, aber bestimmter Druck meiner Hand, mit dem ich Scarletts sachte Geste erwiderte. Dann riss ich mich mit einem Ruck aus dem letzten Rest der Wehmut; verscheuchte sie wie Nebelschwaden, die durch einen Handwink ihre Form an die Luft verloren. Ash Dirnan saß nicht rum wie ein elendiger Jammerlappen und versank in Selbstmitleid! Es war der Alkohol, der mich zu oft meine Contenance verlieren ließ. Welch Dilemma, dass der feurige Whiskey so ausgesprochen gut schmeckte. Mit einem beinahe selbstgefälligen Lächeln kam ich auf die Beine. "Ich bin sofort wieder da."
    Der Schwindel in meinem Kopf war abgeklungen, meine Schritte fühlten sich sicherer an als noch vorhin. Ohne Hast trugen sie mich aus der Kulisse heraus und um die nächste Ecke, ich kannte das Studio wie meine Westentasche. Das nützt dir jetzt auch nichts mehr, du wirst es nie wiedersehen. Ruhe da drin! Leute grüßten mich, ich grüßte zurück, ich war in großzügiger Stimmung. An der Bar ließ ich mir zwei Flaschen Wasser geben und zahlte mit einem charmanten Lächeln. "Mr. Dirnan! Ich hatte gehofft, Sie bezüglich des Serienendes interviewen zu dürfen, hätten Sie - ?" "Ich komme nachher auf Sie zu, hören Sie? Ich sage Ihnen alles, was sie wollen und das liebend gerne, aber nicht jetzt. Der Abend ist noch jung! Haben Sie ein bisschen Spas auf der Party." Ich wusste nicht, ob mir jemand zurück in Johnnys Schlafzimmer folgte. Wenn, so war es mir egal.
    "Hier, bitte." Die eine Flasche behielt ich selbst, die andere reichte ich Scarlett, während ich mich wieder neben sie setzte. "Es ist ein wenig stillos, so mit Mineralwasser, aber ich würde gerne mit dir anstoßen."
     
  5. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Scarlett

    Ich sah Ash nach als er verschwand um mir etwas zu trinken zu holen, doch bald schon war er aus meinem Blickfeld verschwunden, verschmolzen in dem Pulk der Menschen welche hier feierten. Vielleicht war es ja sogar ganz gut einen Moment für mich zu haben, in welchem ich mich wieder ein klein wenig sammeln konnte. Doch ich musste feststellen dass dies hier kein allzu geeigneter Ort war um sich mit sich selbst auseinander zu setzen. Immer wieder gingen Leute durch das Set, einige waren Schauspieler welche anderen das Zimmer zeigten, so wie Ash es vorhin bei mir getan hatte, andere waren wohl auch Fans, denn sie machten Selfies vor irgendwelchen Postern, welche anscheinend eine besondere Rolle in der Serie spielten (oder auch nicht). Gerade als ich überlegte ob ich mein Handy aus meiner Tasche holen und einige Email checken sollte, hörte ich Ash´s Stimme. Eine kleine Erleichterung überkam mich, denn auch wenn ich vorhin gedacht hatte es wäre ganz gut einen Moment für mich zu haben, so waren mir die Blicke und die Anwesenheit der Anderen ein klein wenig zuwieder gewesen. Natürlich konnte man ja jetzt altklug behaupten, dass wenn man ein Schauspieler war, man damit rechnen musste im Lichte der Öffentlichkeit zu stehen und dass man im klaren darüber sein musste das der Mensch an sich äußert Impertinent war und es ihm recht egal war wie man sich gerade fühlte, ob man reden wollte oder ob man für ein Foto in die Kamera lächeln wollte. Doch dies hier war genau genommen nicht die Öffentlichkeit und hier war ich nicht dazu verpflichtet meinen "Job" zu tun.
    Ich musste Lächeln als mir Ash die Wasserflasche reichte und meinte es sei Stillos mit einer Wasserflasche anzustoßen, doch trotzdem hielt ich ihm die meine entgegen. "Auf was möchtest du denn anstoßen?" fragte ich ihn und sah ihn neugierig an.
     
  6. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Ash

    Die kleine unfreiwillige Stillosigkeit schien Scarlett mir zu verzeihen, sogleich hielt sie mir ihr Wasser auffordernd entgegen. Ich machte schon Anstalten, die Flaschen leise aneinanderklirren zu lassen, ehe ich doch noch einmal zögerte, meine Wortwahl überdachte. Ja, Ash, auf was willst du denn anstoßen? "Auf das Ende dieser Ära... Aber nein, lieber auf die zukünftigen Projekte..." Fahrig wischte ich einen Tropfen Kondenswasser von der kleinen Flasche, verrieb ihn zwischen meinen Fingern. Ja, dass die Serie heute zuende gegangen war, war ein einschneidendes Erlebnis, aber wollte ich das hier wirklich nur darauf beziehen? Schließlich entschied ich mich: "Auf das was war und das was sein wird." Mit einem lockeren Kling stießen die Flaschen aneinander, auf meinen Lippen breitete sich ein Lächeln aus. Aus diesen Worten mochte Scarlett nun schließen, was sie wollte. Für mich jedenfalls hatten sie mehr als nur eine Bedeutung, nicht, dass ich das zugeben würde. Aber auch die junge Frau mit den Whiskeyaugen und ich hatten eine gemeinsame Vergangenheit bis zum heutigen Tag - und, naja, ich hoffte ganz insgeheim, dass sich unsere Wege auch in der Zukunft nicht trennen mochten. Wie ekelhaft kitschig. Ein Schluck des prickelnden Wassers tat gut in meiner rauen Kehle.
     
  7. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Scarlett

    Auf das was war und das was sein wird. Wenige Worte aber doch so bedeutungsvoll. Was genau er wohl damit meinte? Einen kurzen Augenblick lang beobachtete ich Ash, wie er die Wasserflasche an seine Lippen hob und trank. Wahrscheinlich aber brauchte ich mir keine großen Hoffnungen darauf machen, dass Ash's Worte in irgendeiner Weise mit unserer "Beziehung" zutun hatten.
    Oh man, heute Abend war ich anscheinend wirklich sehr Emotional. Ich schallt mich innerlich selbst eine Närrin und hob nun auch meine Flasche an den Mund.
    Es würde wohl wirklich das Beste sein wenn ich mich bald verabschiedete und nach Haus fuhr.
     

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