[RS] My life is like a cupcake factory!

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von RoBabeRo, 5 Jan. 2013.

  1. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Scarlett

    Ich hörte Ash zu wie er mir erzählte das er seinen Vater gar nicht kannte, ja noch nicht mal wusste wie er hieß oder aussah. Und schon fühlte ich mich schlecht, denn ich hatte ihm gerade erzählt das mein Vater tot war und ich ihn niemals wirklich persönlich begegnet war, doch ich kannte zumindest seinen Namen und wusste wie er aussah. Gerne hätte ich Ash weiter befragt, da ich mir einfach nicht vorstellen konnte dass er so gar überhaupt nichts über ihn wusste, doch auch wenn ich Ash noch nicht wirklich sehr gut kannte, so konnte ich doch an seiner Körperhaltung feststellen das er nicht weiter über dieses Thema reden wollte. Im inneren des Wagens entstand ein kurzes aber nicht wirklich unangenehmes Schweigen, während ich von meiner Coke und Ash seine Pommes aß. "Ich finde es schön das du noch vorbeigekommen bist!" gestand ich in die Stille hinein.
     
  2. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Ash

    Auf meine Worte folgte Schweigen, aber ich war nicht böse darüber. Wie eine Decke legte es sich über uns, warm und weich. Ich hatte nicht gewollt, dass Scarlett Nachfragen stellte, und den Gefallen tat sie mir. Es war keine unangenehme Stille, wirklich nicht. Sie war... einvernehmlich.
    Als die junge Frau das Schweigen schließlich brach, knüllte ich die mittlerweile leere Pommestüte zu einer kleinen Kugel zusammen. Geschickt schnickte ich sie in die Luft, fing sie wieder und versenkte sie dann wie einen winzigen Basketball in der Tüte mit dem restlichen Müll. Meine Mundwinkel kräuselten sich bei Scarletts Worten leicht nach oben, erst der rechte, dann der linke. "Ja, finde ich auch!", erwiderte ich mit einem Grinsen auf den Lippen, schnickte mir mit einem Nicken die hellen Haare aus der Stirn. Natürlich hätte ich mich hier und jetzt in Traurigkeit verlieren können, in Frust oder in Wut auf meine Mutter. Aber ich hatte schlicht und ergreifend keine Lut darauf, wollte mir den Moment mit Scarlett nicht selbst mit soetwas kaputt machen. Also lächelte ich - um das, was ich selbst und ganz bewusst auf meine Lippen malte, als Gefühl auf mich übergehen zu lassen, und es funktionierte. Zumindest glaubte ich, dass es das tat. Manchmal war ich mir selbst nicht so ganz sicher, was dessen, das ich gerade zur Schau stellte, echt war, und was nicht. "Ich hatte es nicht weit, ich war bis eben gerade sowieso noch an den Studios."
     
  3. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Scarlett

    Der Strohhalm gab ein hohles Geräusch von sich als mein Getränk dann nun doch leer war und ich stellte den leeren Becher wieder in den Getränkehalter meines Autos. "Du hast mir noch gar nicht erzählt was als nächstes bei dir geplant ist!" stellte ich fest und sah wieder zu Ash hinüber. Natürlich war mir Ash keine Rechenschaft schuldig und er musste mir selbstverständlich nicht immer gleich erzählen was in seinem Leben passierte, doch es interessierte mich doch sehr für welche Rolle er als nächstes vor die Kamera treten würde. Ein ganz klein wenig war ich froh das wir das Thema hatten wechseln können, denn das "Dad" Thema war für mich immer noch nicht leicht. Ein Scheinwerfer Licht erhellte mein Auto und für einen kurzen Moment hatte ich schon angst man hätte uns "entdeckt", doch die Scheinwerfer zogen vorüber, denn es war nur ein Auto gewesen welches durch den Drive Trough gefahren war und nun wieder auf die Straße bog.
     
  4. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Ash

    Ich kniff die Augen zusammen als die Scheinwerfer des fremden Autos mich blendeten, drehte ganz unwillkürlich leicht den Kopf zur Seite weg und konnte mich erst wieder ganz und gar entspannen, als das Fahrzeug von dannen zog. Für einen Augenblick schienen Scarlett und ich das gleiche gedacht zu haben: Dass uns irgendjemand erkannt hatte und im nächsten Moment die Blitzlichter von Kameras durch die Dunkelheit zucken würden. Schwer zu sagen, ob uns beiden noch immer so sehr der Vorfall in den Knochen steckte, bei dem die Paparazzi das Treffen zwischen uns mit Pauken und Trompeten an die Öffentlicheit gebracht hatten, oder ob diese Befürchtung, beobachtet zu werden, in unserem Metier und bei unserem Bekanntheitsgrad nicht sowieso einfach etwas ganz 'Normales' oder doch zumindest Alltägliches war. So oder so, in diesem Fall blieb der Verdacht unbegründet und ich war froh darüber. Ich mochte Aufmerksamkeit, ich mochte Publicity, ich mochte Kameras. Aber das alles nur, wenn ich die volle Kontrolle darüber hatte, was berichtet wurde.
    Leichte Gewissensbisse nagten ganz unwillkürlich an mir, als Scarlett sich nach meinen weiteren filmischen Plänen erkundigte. Ich hätte es ihr erzählen können, schon vor vier Tagen, direkt nachdem ich die Zusage zu der Rolle bekommen hatte; am selben Abend hatte ich ihr immerhin eine 'Gute Nacht'-SMS geschickt, und das ohne die Rolle auch nur mit einem Wort zu erwähnen. Andererseits, warum hätte ich das auch tun sollen? Mir fiel kein triftiger Grund ein uns so schob ich mein schlechtes Gewissen resolut beiseite. "Kennst du 'Great Expectations', von Charles Dickens?" Ich kramte kurz durch meine Jackentaschen, bis ich das Heftchen gefunden hatte und Scarlett hinhielt. Ein zerknittertes kleines Reclam-Buch, wie man sie in der Schule las, in dem ich auf einigen Seiten Textpassagen markiert hatte - mal mit Bleistift, mal mit Kugelschreiber oder Textmarker, je nachdem, was ich gerade im jeweiligen Moment zufällig in die Finger bekommen hatte -, aber das sonst allgemein keine sehr gute Behandlung erfahren hatte. Über die letzten Tage hatte ich es täglich mit mir herumgetragen, in die Jacken- oder Hosentasche gestopft, und in allen möglichen kurzen Pausen wie etwa in der Maske darin gelesen. Ich war kein großer Leser, ich interessierte mich nicht sonderlich für Literatur und obwohl Dickens den meisten Menschen wohl sehr bekannt war, hatte ich mich bisher um alle seine Werke herumgedrückt. Zumindest, was das Lesen anging - von seiner Weihnachtsgeschichte und Oliver Twist hatte ich Verfilmungen gesehen. "Ich kannte es vorher nicht, ehrlich gesagt. Der Schreibstil ist, naja, ziemlich anstrengend, finde ich. Ich bin wohl einfach kein großer Literaturliebhaber", erklärte ich noch mit einem Schulterzucken. "Da ist dieser Junge, Philip, der total arm aufwächst und dann plötzlich an viel Geld kommt, und daraufhin wird er zu einem totalen Snob und hat keine Lust mehr auf seine Familie, weil die für seinen Geschmack auf einmal viel zu niedriggestellt sind. Verlieben tut er sich natürlich auch noch und rennt die ganze Zeit diesem furchtbaren Mädchen hinterher, die er sich total zum Ziel und zum Antrieb macht." Ich hätte noch mehr darüber sagen können, aber mir kam in den Sinn, dass es Scarlett vielleicht gar nicht interessierte; oder dass sie die Geschichte womöglich sowieso selbst kannte. "Jedenfalls zieht Wadford das als Fernsehdrama auf, aber er versetzt die Geschichte dabei in die Neuzeit. Das Drama soll dann zwölf Folgen haben und im Zwei-Wochen-Rhythmus ausgestrahlt werden."
     
  5. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Scarlett

    Ich runzelte die Stirn und ganz dunkel konnte ich mich daran erinnern einmal das Buch gelesen zu haben, doch konnte ich ganz ehrlich nicht mehr sagen wie es mir gefallen hatte. "Das klingt interessant!" gab ich ehrlich zu und nahm das Büchlein, welches mir Ash hinhielt. Langsam Blätterte ich die Seiten durch und stieß auf den Namen "Pip", an welchen ich mich noch erinnern konnte. Als ich zu Ash sah und ihn mir als Pip vorstellte, musste ich lächeln. Ja, die Rolle würde zu ihm passen. "Es ist auf jedenfall etwas ganz anderes, viel ernsthafteres, als das was du bis jetzt gespielt hast!" stellte ich fest und wollte damit sicherlich nicht seine bisherige Rolle nieder machen oder schlecht reden. Bis jetzt hatte Ash in einer Art Soap gespielt und dieses neue Projekt basierte auf dem Werk eines sehr talentierten Schriftstellers. Ein klein wenig bewunderte ich Ash dafür dass er sich an dieses Projekt heran traute.
     

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