HopelesslyHoffnungslos StoryDer Komplex ist wirklich sehr groß, größer als es in der Broschüre aussah. Der Wagen deiner Eltern hält an und ein erwartungsvolles Schweigen stört deine Gedankengänge. Dein Blick wendet sich nach vorne, deine Mutter und Vater haben sich in ihren Sitzen herum gedreht und schauen dich an. Genau diese Blicke hattest du schon seit Monaten ertragen müssen, aber dennoch kein Wort gehört bis es zur Klinik ging. > ,murmelst du nur als Abschied und gehst mit deinem Gepäck zur Anmeldung - und zwar allein. Das alles geht ganz schnell und nachdem sie dich auf das Gemeinschaftszimmer bringen kriegst du gleich einen Termin für die Erst-Untersuchung. InformationenIhr seit zwischen 15-19 Jahre alt männlich oder weiblich. Ihr seit Besucher einer Klinik für alle Art von psychischen Problemen (Drogenmissbrauch, Magersucht, Selbstmordversuch, etc). Ihr lebt in Gemeinschaftszimmer, die absichtlich gemischt werden (Jungs-Mädels) mit immer 3 Bewohnern. Ihr werdet mit Kamera´s fast überall überwacht. Dazu kommen noch tägliche Sitzungen mit einem Psychologen und eine wöchentliche Untersuchung bei einem Arzt. FormularName + Nachname:Alter:Geschlecht:Aussehen:Zimmer-Wunsch:Sonstiges: ZimmerZimmer A - 1. Liam Ward 2. Dan WhiteZimmer B - 1. Joyce McConnor 2. Castille Jenner Viel Spaß,Hummingbird
Formular Name + Nachname: Alexander Mey Alter: 19 Geschlecht: männlich Aussehen: Alexander ist eher der durchschnittliche Typ,nicht besonders auffällig.Er hat schwarze Haare und ebenso dunkle Augen.Seine Statur ist eher schmächtig,nicht besonders muskulös,sondern eher sportlich.Er hat markante Gesichtszüge,das wohl auffälligste an ihm,sind seine schulterlangen,leicht gewellten Haare,angepasst an die Frisur seines Helden "Aragorn" aus "Herr der Ringe."Ansonsten ist er,wie bereits gesagt durchschnittlich und unauffällig Zimmer-Wunsch: Zimmer 1 Sonstiges: Alexander 'besucht' die Klinik,weil er,wie alle Patienten,psychisch instabil ist.Auf Grund einer posttraumatischen Belastungsstörung,die ihn dazu verleitet hat,mehrere Selbstmordversuche zu starten.Seine Eltern hoffen ihm mit dem 'Besuch' in der Klink zu helfen.
Formular Name + Nachname: Linda Brook Alter: 17 Geschlecht: weiblich Aussehen: Linda ist eigentlich ein hübsches Mädchen. Ihre dunkelbraunen, leicht gewellten Haare umrahmen ihr schmales Gesicht. Ihre grünen Augen sind der erste Punkt, der nicht in das sinnliche Bild passen, dass ihr schlanker Körper auf den ersten Blick zu sein scheint. Sie haben einen stechenden Blick und diese Wirkung wird durch den hellen Farbton nicht gerade gemindert. Linda trägt eigentlich ganz normale Sachen. Doch im Sommer trägt sie immer noch langärmlige Oberteile und lange Jeans und meistens einen Schal, und wenn nicht, dann hat sie eine Art Lederband um den Hals gebunden, um ihre Narben zu verdecken. Zimmer-Wunsch: Zimmer 2 Sonstiges: Linda ist in der Klinik, weil sie sich, seit ihre Eltern sich haben scheiden lassen, ritzt. Sie gibt sich die Schuld daran, dass ihre Eltern nicht mehr miteinandern auskommen und versuchte sich bisher 3 Mal umzubringen. Sie wollte sich selbst gleichzeitung Luftröhre und Halsschlagader durchtrennen, jedoch hat sie es nicht durchgezogen. Beim dritten Mal hielt ihre Mutter sie auf und nun muss Linda in die Klinik.
Formular Name + Nachname: Isabella Manchester Alter: 18 Geschlecht: weiblich Aussehen: Isabella (Auch Bella oder Isi genannt) hat schulterlange blond-rote Haare, die immer top gestylt sind.Manchmal sieht ihre Frisur so aus, als sei sie gerade aus dem Bett gestiegen.Sie hat auffallend grüne Augen, die Isi über alles hasst.Deshalb trägt sie manchmal Kontaktlinsen in Braun.Meistens trägt sie Leder-Klamotten und zerissene Jeans, sie sieht aber nicht wie ein Emo aus, sondern eher wie eine sexy Rockerin.Sie schminkt sich immer stark und meist dunkel, die zu ihren Klamotten passen. Zimmer-Wunsch: Zimmer 1 Sonstiges: Isi wurde von ihren Eltern in die Klinik geschickt, weil sie auf einem Konzert wohl Drogen genommen hatte, und nun abhängig geworden ist.
Formular Name + Nachname: Melissa Mayer Alter: 16 Geschlecht: Weiblich Aussehen: Eigntlich ist sie sehr hübsch und wirkt sehr unbekümmert, wenn man jedoch ihre Arme und Beide sieht, merkt man das das ein lüge ist.... überall sind Schnitte, einer fällt besonders auf: auf dem rechten Arm steht ~im fine~ Zimmer-Wunsch: Zimmer 2 Sonstiges: Ihr damaliger Freund ist gestorben, sie wollte bei ihm sein und versuchte sich auch umzubringen, erst rite sie sich nur... doch dann kam der erst Selbstmordversuch: sie trank Lauge, überlebte aber, jetzt rutscht sie langsam in die Magersucht ab, sie ist nichts mehr um zu verhungern, nur noch ihr kleinen Bunten Pillen ist sie frewillig.....
Formular Name + Nachname: Fabio CarterAlter: 18 JahreGeschlecht: männlichAussehen: Rein äußerlich unterscheidet Fabio sich kaum von den anderen, den 'normalen' Menschen. Er hat dunkelbraune Haare, die ihm etwas verwuschelt um sein schmales, blasses Gesicht fallen und grüne Augen. Zusammen mit seinem schiefen Lächeln wirkt er so etwas zerstreut. Auch mit seiner Größe von knapp 1m83 ist er weder übermäßig groß, noch auffällig klein. Sein Körper ist recht schmal, jedoch sportlich gebaut und trainiert, auch wenn er nicht übermäßig muskulös ist. Dennoch scheint ein seltsamer Ausdruck in seinen Augen zu liegen und auch seine Gesichtszüge sind oft etwas verspannt, nahezu ängstlich.Zimmer-Wunsch: Zimmer 1Sonstiges: Fabio leidet unter paranoider Schizophrenie. Sie zeigt sich bei ihm in Form von Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Ich-Störungen. Er empfindet sich selbst als ein völlig Fremder und diese leise Stimme in seinem Kopf kommentiert seine und die Handlungen anderer, oder stiftet ihn zu Dingen an, die er niemals von sich aus tun würde. Ständig hat er das Gefühl, von seinen Mitmenschen verhöhnt und beleidigt zu werden, selbst wenn er sie nicht einmal kennt, geschweige denn, sie ihn. Auch vom Verfolgungswahn wird er nicht grade selten heimgesucht, alles in einem hat er ein breites Bild aller Symptome der paranoiden Schizophrenie abbekommen.
Name + Nachname: Honey Reyn Alter: 17 JahreGeschlecht: weiblichAussehen: Honey ist ein unauffälliges und dennoch hübsches Mädchen. Sie hat große blaue Augen, die von dichten Wimpern umrahmt sind. Ihre Haare reichen ihr bis zur Hüfte und haben ein dunkles Nussbraun, während sie im Sommer hellbraun leuchten. Ihre Haut ist sehr blass und wirkt fast wie Porzelan, wodurch ihre rosigen Wangen einen leichten Kontrast bilden. Wenn sie wütend wird oder ihre etwas peinlich ist, werden ihre Wangen und ihre Nase jedoch knallrot. Honey ist mit ihren 165 Zentimeter nicht die Größte und dazu auch noch ziemlich zierlich, wodurch sie sehr zerbrechlich aussieht. Zu auffällige Kleidung und High Heels trägt sie auch nicht, dass ist ihr einfach zu doof. Auch auf zu viel Schminke verzichtet sie, denn dadurch fühlt sie sich angemalt.Zimmer-Wunsch: Zimmer 3Sonstiges: Als Honey vierzehn Jahre alt war, wurde sie von ihrem Stiefvater verg*waltigt. Nachts wacht sie unter krampfhaften Geschrei von ihren Alpträumen auf, aus dem Ekel vor sich selber ist nach einiger Zeit eine Essstörung geworden und in engen Räumen bekommt sie riesige Panik. Auch vor dem männlichen Geschlecht hat sie Angst, lässt sich nicht anfassen und verzichtet auf zu viel Kontakt. Seit zwei Jahren nimmt sie Medikamente gegen die Schlafstörungen und Beruhigungstabletten, oftmals auch mit zu hoher Dosis.
FormularName + Nachname: Zalina McConnorAlter: 16 JahreGeschlecht: weiblichAussehen: Zalina ist eine blonde,magere Schönheit. Ihre Arme und Beine jedoch sind von Narben geziert. Der Name ihrer Mutter ,Connie' ist auf ihrem rechten Arm eingeritzt. Sie hat langes blondes,glattes Haar und einen Pony welcher über die Stirn reicht. (Siehe hier: xXx) Sie ist immer recht stylisch gekleidet,jedoch seitdem sie in der Klinik ist eher ,schlabberig', was heißt weiter Pulli und meist nur Jogginghose.. Jedoch ist sie immer geschminkt,nur dezent, ein bisschen Wimperntusche und etwas Eyeliner sowie Kajal,also eher nur augenbetonend. Zimmer-Wunsch: 3Sonstiges: // FormularName + Nachname: Yvette McConnorAlter: 16 JahreGeschlecht: weiblichAussehen: Yvette ist die Zwillingschwester von Zalina. Jedoch ist sie nicht ganz so ,zerstört' wie ihre Schwester. Sie hat sich weniger geritzt.. Sie trägt keinen Namen auf ihre Unterarm. Die beiden sehen sich sehr ähnlich,was bei Zwillingen gewöhnlich der Fall ist. Doch Charakterlich unterscheiden sie sich sehr. Yvette leidet wie ihre Schwester an Magersucht,ist jedoch statt dem Ritzen den Drogen verfallen gewesen. Nun sind beide schon ein Jahr in dieser Klinik und bei ihr pendelt sich langsam alles wieder ein.. Jedoch hat sie öfters noch Wutanfälle,wobei sie sich auch mal selbst verletzt.Zimmer-Wunsch: tjaha... 4 DSonstiges: //
Formular Name + Nachname: Marley Hawkins Alter: 17 Geschlecht: ♂ Aussehen: Marley ist mittelgroß und schlank, aber nicht mager. Er hat rotblondes Haar, das bei Lichteinfall kupfern schimmert. Es fällt ihm in leichten Wellen bis in die Stirn und endet dort ausgefranst über den Augen. Diese sind von einem dunklen Blau, das nach außen hin in Schwarz verläuft. Marleys Teint ist blass, aber rein, die Wangenknochen heben sich sanft ab. Seine Lippen sind schmal, das Lächeln herzlich, aber selten. Marleys gerade Nase ziert eine unauffällige silberne Brille mit rahmenlosen Gläsern. In der Regel ist seine Körperhaltung abweisend, sein Blick meidet den anderer. Zimmer-Wunsch: 3 Sonstiges: Marley lernte erst mit 6 zu sprechen und tut sich heute noch schwer damit. Andere versteht er problemlos, erfasst das Gesagte auch inhaltlich wie jeder andere, nur selbst Sätze zu formulieren klappt nicht. Buchstaben und Zahlen versteht er nicht, kann kaum lesen und mit Mühe seinen Namen schreiben. Die Lösungen abstrakter Denkaufgaben liefert er aus dem Kopf wie aus der Pistole geschossen, allgemein ist er eigentlich sehr intelligent - Aber sobald die Zahlen als solche beim Namen genannt sind, ist ihm "2+2" schon ein Rätsel. Er begann, sich zurückzuziehen und Kommunikation gänzlich zu vermeiden, um sich nicht zu blamieren. In Stresssituationen wie Prüfungen oder wenn er sich überfordert fühlt, reagiert Marley mit Fluchtverhalten, ziellosem plötzlichem weglaufen - Was letztendlich auch der Grund für den Klinikaufenthalt wurde, da er sich in seiner Hysterie mehr als einmal verlief und so in Gefahr geriet.
Formular Name + Nachname: Jess-Lou PrestonAlter: 16 Jahre altGeschlecht: WeiblichAussehen: Jessy ist eigentlich eine braunhaarige mittelgroße grünäugige Person gewesen. In den Jahren hat sie sich aber ein ''bisschen'' verändert. Ihre Haare haben jetzt ein dunkles Blau und einzelne Strähnen mit Silber, Blond und auch Rot, Schwarz. Ihr Haar dazu passend ein natürliches Volumen und grobe Locken, die ihre Haare nicht zu sehr kürzer wirken lassen. Außer ihre Augen, die sie mit Mascara umrahmt, benutzt sie nicht sehr viel Make-up. Sie ist in etwa 1,62m zierliches Mädchen. Ihre Kleidung hält sie nicht zu schwarz, wie es vielleicht von ihr erwartet werden würde. (siehe hier: xXx)Zimmer-Wunsch: Ich passe mich an.Sonstiges: -//- Formular Name + Nachname: Jacob PrestonAlter: 18 Jahre alt (wird in 2 Monaten 19)Geschlecht: MännlichAussehen: Jake ist mit seinen 1,85m ein mittelgroßer junger Mann. Man erkennt nicht sofort eine Ähnlichkeit mit seiner Schwester Jessy nur durch die grünen Augen fällt es auf. Er hat keine außergewöhnlichen Muskeln ist, aber als Schwimmer, auch nicht dürr. Seine Haare sind tief schwarz und ab und zu etwas wirr, das aber gewollt aussieht. Er hat ein markantes männliches Gesicht und ja, man kann sagen, dass er gut aussehend ist. Zimmer-Wunsch: Ich passe mich an.Sonstiges: -//-
-.START.- Ankunft in der Klinik/Wohnhäuser. Keine Anmeldungen mehr erlaubt - Charaktere dürfen aber noch von den Mitspielenden erstellt werden!
Honey ReynDer klappernde Jeep fuhr den Weg zur Klinik entlang. Mein Blick war starr und leer aus dem Fenster gerichtet und eine bedrückte Stille herrschte zwischen mir und meiner Mum. Ich zog die Beine auf den Sitz, schlang meine Arme um diese und drückte mein Gesicht in die Jeans. Verkrampft kniff ich die Augen zu und biss auf meine Unterlippe. Ich wollte nicht dort hin, aber meine Mutter meinte es wäre das Beste für mich. Sie wäre zu überfordert und zu meinem Vater wollte ich auch nicht. Das war wohl ihre letzte Möglichkeit gewesen mich loszuwerden. Ich zuckte zusammen, als ich einen leichten Blutgeschmack in meinem Mund vernahm. Plötzlich blieb der Wagen mit einem Ruck stehen. Ich blickte kurz zu meiner Mum, welche die Hände verkrampft am Lenkrad hielt. Ein leises Seufzen entrann meiner Kehle und mein FInger fuhr leicht über die aufgebissene Lippe.
Fabio Carter Ich spürte, wie mein Körper im Schlaf zusammenzuckte und mein Kopf schoss in die Höhe. Er wurde von der Kopflehne des Beifahrersitzes etwas unsanft ausgebremst, während mein Blick nahezu ängstlich in den Seitenspiegel wanderte. Dabei merkte ich, wie die Augen meines Vaters für einen kurzen Moment besorgt auf mir ruhten, ehe er sie auch schon wieder auf die Straße vor uns richtete. Ich tat es ihm gleich und langsam beruhigte sich auch mein Atem wieder und mein Körper sank müde, schwer wie eine Kugel aus Blei zurück in den Sitz. Mit einem unterdrückten Seufzen sah ich auf das ausladende Gebäude auf dem weiträumigen Gelände, in dem ich nun wohl für eine Weile meine Zeit verbringen musste. Die vollkommen klaren Momente wurden immer seltener und kürzer und so hatte mein Vater mich letzten Endes doch überzeugen können, freiwillig hier her zu kommen. Mit einer müden Handbewegung, die inzwischen zur Gewohnheit geworden war, fuhr ich mir durch die braunen Haare, ehe ich die Beifahrertür des SUV's öffnete.
Linda Ich strich mir unaufhörlich über die Arme, der raue Stoff meines Pullover kratzte an der Haut. Ich sah mich ängstlich im Auto um, so, als hätte ich es noch nie gesehen. Meine Mutter war die Ruhe selbst. Verständlich, wenn man bedachte, wie sie sich freuen konnte, mich, ihre kranke Tochter endlich loszuseien. Sie bog ab auf einen etwas holprigen Weg, der zu dem Gebäude führte, dass die letzten Nächte meine Träume beherrscht hatte. Der Motor wurde abgeschaltet und meine Mutter stieg aus und knallte die Tür zu, sodass es in meinen Ohren regelrecht hallte, aber ich glaubte, dass ich mir nur so vorkam. Ich blieb sitzen, ich wollte nicht aussteigen. Nicht diesen Boden berühren, dieses Gebäude betreten. Denn das würde heißen, dass ich wirklich krank bin.
Alexander Ich starrte aus dem Fenster.Die grüne Landschaft sauste an mir vorbei und es war,als würde mein ganzes bisheriges Leben an mir vorbeirasen.Meine Mutter schwieg,ebenso mein Vater.Ich hatte ihnen nichts mehr zu sagen.Sie schoben mich nicht ab,nein.Ich wusste,dass es ihnen schwer fiel mich dorthin zu bringen,aber sie hielten es nicht mehr aus,mit ihrem gestörten Sohn unter einem Dach zu leben.Ich konnte es verstehen,jedenfalls ein bisschen."Wir sind da",teilte meine Mutter mir mit und erst jetzt registrierte ich,dass mein Blick nicht mehr auf vorbeirauschende Landschaft gerichtet war,sondern auf ein Gebäude.Ich nickte und stieg aus,starrte auf das Gebäude,das mich wie alle anderen Verrückten verschlucken und vielleicht nie wieder ausspucken würde.Ich lachte auf.Die Vorstellung war zu komisch.Meine Mutter sah mich an und nahm mich dann in den Arm.Ich versteifte mich und schob sie weg.Dann schnappte ich mir meine Sachen,es war nicht viel,nur ein Rucksack,mit ein paar Klamotten und meinen Lieblingssachen.Dann sagte ich:"Man sieht sich" und ging alleine auf das große Gebäude zu.
Jess-Lou Ich stand da. Vor diesem weißen Irgendwas. Meine Tasche hatte ich geschultert und würde ich nun noch länger hier draußen herum stehen, dann würde ich noch unter dem Gewicht zusammen brechen. Also zog ich den Gurt etwas höher, wo er mir dann nur noch mehr ins Fleisch schnitt und lief dann auf das Hauptgebäude zu. Mein Dad meinte, dass er gleich weiter zur Arbeit musste und deswegen nicht gemeinsam mit mir die Anmeldung erledigen. Ich seufzte und drückte die schwere Tür alleine auf und quetschte mich durch den kleinen Schlitz den ich nur schaffen konnte. Ich ging zur Rezeption. "Ich bin hier zur Anmeldung." ,murmelte ich und legte meine Finger auf der Platte ab. Eine junge Frau mit etwa 20 schaute mich mit einem freundlichen Lächeln an. "Du hast Glück, du bist die Erste heute. Komm doch gleich mit mir.'' ,sagt sie mit einer melodischen Stimme, während ich hinter ihr her laufe. Meine Daten und den restlichen Mist hatte sie alles wohl schon, also musste ich jetzt nur zur Erst-Untersuchung.
Honey ReynIch sah noch einmal zu meiner Mutter. In ihren und in den Augen anderer war ich verrückt und langsam hatte ich selbst das Gefühl langsam durchzudrehen. Wahrscheinlich war es wirklich das Beste, aber wie lange würde ich das aushalten ? MIt etwas Mühe öffnete ich die Beifahrertür und stieg aus. Noch immer herrschte die unerträgliche Stille zwischen uns. Langsam ging ich in Richtung Kofferraum, öffnete diesen wieder mit Mühe und hob die zwei kleineren Taschen heraus. Ich stellte mich auf meine Zehenspitzen, um den Kofferraum wieder zu schließen. Noch kurz drang ein 'Bis bald.' zu mir hin, bevor meine Mutter den Motor startete. Mein Blick fiel zu Boden und ich nahm die beiden Taschen. Mit einer gewissen Vorsicht näherte ich mich dem weißen Gebäude.
Fabio Carter Als auch mein Vater aussteigen wollte, schüttelte ich nur den Kopf. "Ich schaff das schon alleine. "‘Tschau Dad.", sagte ich dann und lächelte ihm matt zu, ehe ich die Beifahrertür zuschlug und meine Reisetasche vom Rücksitz nahm. Viel drinnen war nicht, denn wir hatten zuvor eine lange Liste bekommen, was alles nicht mit in die Klinik durfte und dementsprechend gepackt. Durch die getönten Scheiben sah ich noch, wie mein Vater kurz die Hand hob, ehe er ausparkte. Inzwischen waren einige Autos die Auffahrt herauf gekommen. Scheinbar war ich nicht der einzige Neuankömmling. Ob mich das nun beruhigen sollte oder nicht, wusste ich nicht so recht. Langsam ging ich, die Reisetasche über die Schulter geschmissen, auf den Komplex zu. Nachdem ich die große Eingangstür aufgezogen hatte, trat ich ein und ein Schwall warmer Luft schlug mir gemeinsam mit einem etwas seltsamen Geruch entgegen. Zögerlich trat ich ein.
Marley "Und du bist?" Der Blick der Dame heftete sich auf mich, ein Lächeln spielte um ihre Lippen. Einstudiert, festgewachsen, ich würde darum wetten. Ich meine, wem war schon zum Lachen zumute, wenn er es mit einem Haufen von Verrückten zu tun hatte? Ich konnte mit ungefähr vorstellen, was tagein tagaus in ihrem Kopf vor sich ging, während ihre Lippen sich nach oben kräuselten. Vermutlich würde sie sofort ihren Job verlieren, würde sie auch nur einem von ihnen gegenüber aussprechen, was sie eigentlich dachte. Was alle Menschen dachten. Ihnen gegenüber, was? Vielleicht sollte ich langsam anfangen, von 'uns' zu sprechen. Ich öffnete den Mund, schloss ihn wieder, fuhr mir mit der Zunge über die Lippen, öffnete ihn erneut. Grub die Fingernägel in den Griff meiner Tasche. Starrte die Arbeitsfläche an. Mein Name ist Marley Hawkins. Mein Name ist Marley Hawkins. Verdammt, warum war das nur so schwer? Natürlich wusste ich, wie ich hieß. Ich meine, ich war doch nicht blöd. Aber es war, als wäre die Verbindung zu meinem Gehirn zu meinem Mund gekappt, als blieben die Worte einfach auf dem Weg stecken, ließen sich nicht aussprechen, füllten meinen Hals an, bis sie als dicker Kloß dort festsaßen. Ich schluckte. Es hatte sich gebessert, wirklich. Von Woche zu Woche. Letzten Monat hatte ich beim Essen gefragt 'Gibst du mir das Salz?'. Es war alles wieder zusammengebrochen an dem Tag, als ich erfahren hatte, dass ich hier her sollte. Nicht, dass es mich wirklich überrascht hatte. Sie hatten lange damit gewartet, mich abzuschieben. 'Das ist die Aufregung', hatte der Arzt gesagt. 'Er ist sicher ängstlich wegen dem Klinikaufenthalt. Das verschlägt ihm buchstäblich die Sprache'. Er sprach immer in der dritten Person von mir, wenn jemand dabei war. Als verstünde ich nicht, dass sie über mich redeten. Als wäre ich ein Tier, ein Hund vielleicht. 'Sehen sie, wie der Hund den Schwanz einzieht? Er ist sicherlich ängstlich'. Er fragte mich auch nicht. Er fragte nicht 'Marley, hast du Angst?'. Er wusste, dass er keine Antwort bekommen würde. "Hallo? Wie heißt du denn?" Die Dame beugte sich näher. Sie erwartete eine Antwort von mir. Immernoch. Panik wallte in mir auf, ich ließ die Tasche los, wirbelte herum, wollte weglaufen und - wurde festgehalten. "Sein Name ist Marley. Marley Hawkins." Die Stimme der Sozialarbeiterin, die hinter mir gestanden hatte, war jetzt nah an meinem Ohr. Ihre spitzen Finger bohrten sich in meine Schultern, hinderten mich mit sanfter Bestimmtheit am Fortlaufen. Mein Atem ging hektisch, ich starrte geradeaus, starrte auf das Blau ihres Pullovers. "Ich verstehe", sagte die Frau an der Anmeldung. Papier raschelte, eine Hand löste sich von meiner Schulter, nahm etwas entgegen. "Zimmer B."
Jess-Lou Die Untersuchung lief eigentlich ganz gut und da ich schon davor in einer Entzugsklinik gewesen war, musste ich nicht auf den Kaltenentzug oder Entgiftung. Als ich wieder nach draußen begleitet wurde kam mir ein Mädchen entgegen. Mein Herz blieb für einen schmerzlichen Moment stehen. Ich sah nur diese abartig dünnen Arme und Beine. Das magere Gesicht und, dass war einfach ein bisschen zu viel für mich. Ich wand mein Blick schnell wieder auf den Boden und ließ mich wieder zur Rezeption bringen. Dort wurde mir ein Plan überreicht mit Terminen, die ich später mal durch gehen sollte und meinen Schlüssel plus die Zimmernummer. Ich benutzte den Aufzug, als ich im Wohnhaus angelangt war und ging solange schon einmal die Termine durch.