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[RS] Happy Accidents

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von NorwegeerStar, 20 Okt. 2019.

  1. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Mitten im schönen Colorado liegt das kleine verschlafene Städchen Granby, im Sommer ist es angenehm warm denn durch die nah angrenzenden Rocky Mountains wird es nie zu heiß und im Winter wird die ganze Landschaft von Schnee überzogen und gibt ein Postkartenwürdiges Bild ab. Bis zur Bundestaat Hauptstadt Denver ist es eine gute Stunde Autofahrt über lange, sich windende Landstraßen, die wohl auch schonmal bessere Jahre gesehen haben, vorallem je weiter weg man von der Großstadt ist.
    Die Gemeinde Granby ist ein Geheimtipp für kurze Erholungsurlaube, gibt es doch wunderschöne Wanderwege durch die Berge, einen See abseits der Städte und in dem kleinen Stadtkern ein paar wenige Geschäfte die sich dafür um so mehr freuen wenn in den Sommermonaten mal mehr zu tun ist und eine Vielzahl an Ranches die jede Art von Vieh bewirtschaften.

    Jetzt im Spätherbst spürt man wie die Tage kürzer und die Nächte kälter werden, doch deswegen steht natürlich nicht weniger Arbeit an und jeder helfende Hand kann gebraucht werden um mit dem Vieh, der Ernte und den Vorbereitungen auf den Winter zu helfen.

    Formular:
    Name:
    Alter:
    Aussehen:
    Charakter:
    Über dich:
    Sonstiges:
     
    Sevannie gefällt das.
  2. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Formular:

    Name:
    Craig Huntington

    Alter:
    27

    Aussehen:
    Um Craigs Aussehen zu beschreiben, trifft es das Wort "Naturbursche" wohl ziemlich gut. Sein kastanienbraunes Haar ist mir von der Sonne gebleichten, helleren Strähnen durchzogen und meist trägt er es im klassischen Männerhaarschnitt kurz, doch Momentan reicht es ihm bis fast zum Hemdkragen. Er trägt meist einen Dreitagebart, wobei es auch vorkommen kann dass der Bart etwas länger wird, was seinem Aussehen aber definitiv keinen Abbruch tut. Seine tiefgrünen Augen sind umrahmt von dichten, schwarzen Wimpern. Er hat definierte, markante aber nicht hart wirkende Gesichtszüge. Unterhalb seines schön geschwungenen Mundes und fast schon eher unterhalb seines Kinns, hat er eine kleine Narbe.
    Craig ist zwar nicht als sehr großer Mann zu beschreiben, doch mit seinen 1,87 zählt er wohl auch nicht zu den kleinsten Vertretern seines Geschlechts. Durch seine tägliche Arbeit auf der Ranch ist sein Körper wohl definiert und es scheint als hätte er kaum ein überschüssiges Gramm Fett am Leib. Seine Haut hat meist einen goldbraunen Ton, zumindest in den Sommermonaten.

    Charakter:
    Im Grunde ist er kein sehr schwieriger Charakter. Aufgewachsen in einer intakten Familie und immer von Menschen umgeben, welche ihn liebten und ihm dies auch zeigten, wuchs er zu einem zuvorkommenden, wohlerzogenen und rechtschaffenden jungen Mann heran. Natürlich hat aber auch er seine Schattenseiten und auch er neigt dazu seinen Sturrkopf durchzusetzen, nicht immer ganz unvoreingenommen zu sein und Mürrisch ist auch für ihn kein Fremdwort. Man könnte sagen die letzen Jahre, die viele Arbeit und oftmals seine selbst gewählte Einsamkeit hätten ihn nicht ganz unangetastet gelassen. Doch wer ohne Fehler werfe den ersten Stein.

    Über dich:
    Geboren und Aufgewachsen ist Craig etwas außerhalb von Granby am Lake Granby. Seine Familie züchtet schon seit Generationen Rinder und so war es nicht sonderlich verwunderlich, dass auch Craig sich einmal in diese Reihe von Ranchern einfügen würde. Wobei er eigentlich ein klein wenig andere Pläne für sein Leben hatte. Doch ein Schicksalsschlag veranlasste ihn dazu aus New York wieder heimzukehren um die Ranch seines verstorbenen Vaters weiterzuführen.

    Sonstiges:
     
  3. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Name: Eleonore McKenney

    Alter: 24

    Aussehen: Ellie hat flammend rotes Haar, dass ihr in großen, sanften Locken bis zu der Hüfte reicht und sie auch gerne offen trägt, ihrem ganzen Aussehen etwas wildes verleiht. Ihre Haut ist vornehm blass, egal wie viel Sonne sie abbekommt, wird sie maximal rot und hat auf den Schultern, dem Dekolette und im Gesicht hellbraune Sommersprossen die einen krassen Kontrast dazu bilden. Auf den vollen Lippen liegt häufig ein herzliches Lächeln das schon den ein oder anderen Mann um den Finger gewickelt hat, oder vielleicht waren es ihre zarten, weiblichen Rundungen mit denen sie gesegnet wurde. In dem leicht rundlichen Gesicht mit vollen Wangen sitzen großen, runde Augen die in einem warmen dunkelblau zu leuchten und mit den hellen Sprenkeln an den dunklen Sternenhimmel zu erinnern scheinen. Ellie ist nicht gerade die Größte mit ihren knappen 1,60m, aber wer den wilden schottischen Wirbelwind erlebt wird schnell merken, dass sie das noch nie von irgendetwas abgehalten hat.

    Charakter: Eleonores Emotionen sind ihr häufig ins Gesicht geschrieben, ihr Blick kann töten oder die pure Lebensfreude ohne Worte ausdrücken. Sie hat durch strenge Erziehung gelernt höflich zu sein, doch ihr aufbrausender Charakter hat sie noch nie davon abgehalten nicht dennoch ihre Gedanken auszusprechen, denn in ihrem Innern ist Ellie ein Freigeist wie er im Buche steht, das Stadtleben ist ihr überdrüssig geworden und sie will etwas von der Welt sehen, hat sich mit ihrer charmanten, offenen Art schon ein wenig durch die Welt gebracht ohne viel Geld in der Tasche zu haben und am Ende neue Freunde gefunden zu haben.

    Über dich: Eleonore kommt aus Schottland, geboren auf dem Land und als Teenager mit ihrem Vater nach Edinburgh gezogen, nachdem sich die Eltern nach einem Rosenkrieg getrennt haben, ihre Geschwister blieben bei der Mutter, doch Ellie war schon immer ein Vaterkind und so gab es für sie keine Frage zu wem sie wollte. Doch die Stadt schränkte sie ein auf Art und Weisen die sie so nie kannte, ihr wildes, ungezügelte Wesen eckte zu sehr an auf der feinen Privatschule auf die sie vier Jahre lang ging, im Studium fand sie auch nicht das, wonach sie suchte und so hat sie vor einem Jahr beschlossen, dass sie raus musste, einfach weg von dort. Sie beendete ihren Bachelor in Psychologie mit Ach und Krach, sparte wo sie nur konnte und ist die letzten vier Wochen durch England, Frankreich und Italien getrampt und hat sich von der Küste Sardiniens ein Ticket nach Colorado gebucht, weil es das günstigste zu finden war.

    Sonstiges: /
     
  4. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Eleonore

    Es war ein 11 Stunden Flug - und das ohne das Umsteigen in New York und das Theater der doppelt und dreifachen Security Kontrollen, ich war froh das ich nur einen Koffer und meinen Rucksack dabei hatte, der Koffer würde für mich transferiert und mit dem Rucksack war es ein einfaches den vollen Flughafen zu navigieren, zwischen den Menschenmassen hin und her zu weben um zum richtigen Gate zu kommen wo schon deutlich weniger los war, dass Flugzeug für den letzten Teil meiner Reise war winzig und meine Mitreisenden quasi nicht existent. Denver war anscheinend nicht das Ziel kurz vor dem Wintereinbruch und ich konnte mir nicht vorstellen woran das lag, malte mir schon aus wie bunt und wunderschön die Landschaft jetzt im Herbst wohl sein würde. Um die Zeit zu überbrücken checkte ich abermals meine Emails, laß die letzte von der Ranch noch einmal durch und spürte das nervös-aufgeregte Kribbeln in der Magengegend, müsste nur noch irgendwie von Denver aus mitten ins Nichts kommen, aber das Glück sollte wie immer auf meiner Seite sein. Nach einem weitaus unangenehmeren nationalen Flug von NYC nach Denver stand ich an der Luft, atmete tief ein und hustend wieder aus, die Luft war schwer mit Abgasen und Menschenstimmen, herrschte doch hier am Flughafen ein geschäftiges Treiben und ich hätte mir sicherlich einen Leihwagen besorgen können, doch das letzte bisschen Geld das ich besaß wollte ich ungern für so etwas ausgeben, wenn ich es doch einmal quer durch Europa geschafft hatte ohne für das meiste davon zu bezahlen? So sprach ich Leute mit einem Lächeln auf den Lippen und dem Herzen auf der Zunge an und es dauerte nicht all zu lange bis ich eine Mitfahrgelegenheit bei einem älteren Mann fand der zumindest schon einmal in die richtige Richtung fuhr und mich letztlich in Idaho Springs an einer Raststätte absetzte, jedoch nicht ohne sicher zu gehen das ich eine warme Mahlzeit einnahm. So saß ich für eine gute Stunde mit diesem Fremden, aß Green Chili und zum Nachtisch viel zu süßen Peach Cobbler, doch Michael bestand darauf und gab mir seine Visitenkarte, sollte etwas sein und ich etwas brauchen, müsste ich ihn nur anrufen.
    Danach dauerte es, keiner der Trucker würde die Richtung einschlagen und es war spät geworden, niemand schien mehr so wirklich unterwegs zu sein und schon gar nicht durch die Berge fahren zu wollen, so dass ich schon befürchtete eine Nacht in dem Motel verbringen zu müssen, da kam meine Rettung in Form eines störrischen, schlecht gelaunten Trucker daher, den die Kellnerin herzlich begrüßte und auf mich deutete, ich konnte ihre Worte nicht verstehen doch war mir sicher, ich wusste dennoch worum es ging, lächelte bis über beide Ohren als er sich zu mir umdrehte und er nickte. Ha! Da sollte noch einer sagen, dass Glück war nur mit den Dummen!
    Es war stockdunkel, die kleine Uhr auf dem Armaturenbrett zeigte an, dass es bereits kurz nach Zehn war und je länger wir fuhren, desto stürmischer wurde es, der Regen prasselte gegen die Scheibe und hatte etwas seltsam beruhigendes, es kamen uns kaum noch Autos entgegen und die letzte Stadt lag bereits einige Meilen hinter uns, als mein Fahrer raunte, dass es nicht mehr weit sei, er mich jedoch an der Einfahrt absetzen müsse, denn mit seinem großen LKW hätte er keine Chance eine solche hinauf und später wieder sicher hinab zu kommen. Wie ein begossener Pudel stand ich eine halbe Stunde später mit meinem Koffer vor dem Gebäude am Ende der Einfahrt, tropfte aus jeder Pore und hoffte das in meinem Koffer noch ein einziges Kleidungsstück existierte, dass nicht komplett aufgeweicht war und doch war die ganze Situation so seltsam komödiantisch, dass ich leise lachte als ich an die hölzerne Tür klopfte, mir die nassen Strähnen hinter die Ohren schob und hoffte, dass mein Gastgeber mich auch im aufgeweichten Zustand einlassen würde.
     
  5. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Craig

    "Ach komm schon!", rief ich dem Footballspieler von meinem Sofa aus zu und hielt dabei meine Flasche Bier fest in der Hand. Ich hatte mich nun nach vorne gelehnt und verfolgte das Spiel, wobei ich gleich darauf wieder Fluchte und das Bier auf meinem Sofatisch abstellte. Rocket, ein etwa 5. Jahre alter Blue Heeler Rüde, welcher auf dem Sofa neben mir gelegen und lautstark geschnarcht hatte, schreckte von dem lauten Geräusch der Bierflasche auf dem Holztisch auf und sah mich vorwurfsvoll an. Ich griff nach der Chipstüte und sah dann zu meinem Hund, welcher seinen Kopf mit einem fast schon Gott ergebenen Seufzen wieder auf die Sofakissen sinken ließ. "Sorry Kumpel, aber die spielen ja heute wirklich als hätte man ihnen nen Knoten in die Eier gedreht!", entschuldigte ich mich bei dem Hund und kraulte ihm kurz über den Kopf. Ja, wenn man quasi mitten im Nirgendwo wohnte und man nicht jeden Tag einen Menschen zu Gesicht bekam, so begann man manchmal recht gute Unterhaltungen mit seinem Hund. Wobei der schlichte Vorteil war, dass der Hund einem selten widersprach. Das Fernsehbild flackerte kurz und ich fluchte wieder leise. Immer wenn es stark regnete, war es mehr Glück wenn der Fernsehen noch funktionierte und ich nicht aufs Dach musste um die Satelitenschüssel neu auszurichten.
    Das Spiel ging weiter und ich nahm noch einen Schluck aus der Bierflasche, als Rocket plötzlich seinen Kopf hob und in Richtung Tür starrte. Er knurrte leise und ich wuschelte ihm über den Kopf. "Beruhig dich Alter, da furzt bestimmt nur ein Eichhörnchen!", murmelte ich und lehnte mich auf meinem Sofa zurück. Doch ein lautes Klopfen, gefolgt von einem Rocket, welcher wie eine solche von dem Sofa sprang und wild bellend an die Tür stürmte. "Was zur Hölle? - Rocket!", rief ich und erhob mich von dem Sofa. Wer war denn das jetzt? Meine Mom kam normalerweise nicht mehr um diese Uhrzeit hier raus und auch sonst kannte ich niemanden der bei dem Wetter aus dem Haus gehen würde. Mein Blick glitt zu dem Baseballschläger, welcher hinter der Tür angelehnt stand und ich öffnete die Tür. Rocket wollte gerade an mir vorbei schießen, doch ich schaffte es ihn am Halsband zu packen, bevor er die Person vor mir erschrecken konnte. Die Person vor mir entpuppte sich als eine junge Frau. Als eine sehr nasse junge Frau. Stirnrunzelnd sah ich über ihren Kopf hinweg, doch es schien kein Auto weit und breit zu sein. Also hatte sie sich nicht verfahren. War sie gelaufen? "Kann ich ihnen helfen?", fragte ich und wischte mir schnell einen Chipskrümel vom Shirt.
     
  6. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Eleonore

    Die Kälte siechte langsam durch meine nassen Kleider, ich spürte wie ich eine Gänsehaut bekam mit jeder Sekunde die ich länger hier draußen stand und doch hatte es etwas unglaublich beruhigendes, konnte es kaum erwarten diese Umgebung in all ihrer Schönheit bei Tageslicht zu sehen! "Hey.. hallo!" Die Tür wurde unvermittelt aufgerissen und in dem Geräusch des pfeifenden Windes wurde das Bellen eines Hundes mach draußen getragen, der von seinem Besitzer gerade noch so am Halsband gepackt wurde, ehe er sich zu mir in den Regen gesellten konnte. "Ich bin Ellie, wir hatten geschrieben? Ich weiß es ist furchtbar spät geworden aber ich hatte keinen Wagen und es stellte sich dann als doch etwas schwieriger vor die Strecke von Denver bis hier her zu trampen.. Aber jetzt bin ich da und verspreche, dass ich morgen pünktlich und in aller früh bereit bin für die Arbeit!" Ich war intuitiv einen Schritt auf den jungen Mann mir gegenüber zugegangen, seine große Gestalt wurde von dem Licht hinter ihm erleuchtet und die Wärme drang durch den Türspalt hinaus, ich musste den Kopf in den Nacken legen um ihm in die Augen sehen zu können, während ich sprach. Er schien etwas sprachlos, reagierte nicht sofort und wer konnte es ihm schon verübeln?! Ich musste ja aussehen wie bestellt und nicht abgeholt, das dunkle T-Shirt klebte eng an der Haut, die offene Jacke war ebenso vollkommen durchweicht und ich konnte die Pfützen in meinen nassen Schuhen spüren, wenn ich mit den Zehen wackelte - sah so vermutlich nach allem aus nur nicht nach der zuverlässigen Arbeiterin die er sich vermutlich erhofft hatte. Ich schenkte ihm ein entschuldigendes Lächeln, ließ meinen Koffer los und reichte ihm stattdessen die nasse Hand entgegen. "Das ist doch die Granby Lake Ranch? Die eine gutaussehende junge Vorarbeiterin aus Schottland erwarten?"
     
  7. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Craig

    Wenn ich erwartet hatte, dass die junge Frau, welche völlig durchnässt mit einem ebenso durchnässtem Koffer vor mir stand hilflos, verzweifelt und schüchtern war. So war ich nach dem Wortschwall, welcher kurz nach meiner Frage über mich hereinbrach, schnell eines besseren belehrt. Ich runzelte meine Stirn und versuchte ihren Worten zu folgen, doch ihre Stimme wurde von einem recht hart klingendem Akzent immer unverständlicher und je mehr sie sich in Rage redete umso mehr musste ich mich anstrengen sie zu verstehen. Was war das für ein Akzent, welcher eher schon nach einer Art Dialekt klang? Ihrer Art zu Reden nach hätte ich auf Europa getippt, auf jeden Fall Großbritannien. Während sie weiter plapperte ließ ich meinen Blick ihren Körper hinab wandern. Das Licht der Veranda ließ ihr Haar, welches vor Nässe tropfte und ihre am Kopf klebte, in einem so intensiven rot Ton erstrahlen, dass ich tatsächlich überlegte ob es gefärbt war oder echt. Mein Blick glitt weiter und ich stellte fest, dass Coby nicht übertrieben hatte als er damals vom Springbreak und den Wet T-Shirt Contests geschwärmt hatte. Ja, Coby hätte diesem Mädchen vor mir bestimmt das Prädikat: "Fic.kbar" mit Auszeichnung gegeben. Also nicht das ich solche Wort in den Mund nehmen würde. Niemals. Aber es hätten weit schlimmere Gestalten um diese Zeit an meine Tür klopfen können.
    "Das ist doch die Granby Lake Ranch? Die eine gutaussehende junge Vorarbeiterin aus Schottland erwarten?". Moment! Meine Musterung fand ein jähes Ende, als ihre Worte zu mir durchdrangen und mein Blick glitt sofort wieder zu ihren Augen. "Bitte was?", fragte ich ungläubig und mein Gesichtsausdruck musste in diesem Moment wohl nicht sehr helle gewirkt haben. "Ich erwarte niemanden aus Schottland!", ich verschränkte meine Arme vor der Brust und lehnte mich mit der Schulter gegen den Türrahmen. Rocket hatte es anscheinend für langweilig empfunden hier in der Tür herumzustehen und nachdem er bei dem Regen auch bestimmt nicht raus wollte, hatte er sich wieder in Richtung Sofa verzogen. Sie kam also aus Schottland, also war ich mit Großbritannien ja gar nicht falsch gelegen. Wieder musterte ich sie. Na wie eine Vorarbeiterin sah sie mir ja nicht gerade aus. Also zumindest nicht so wie die, welche ich kannte. Aber vielleicht waren ja diese Frauen, oder was auch immer sie eigentlich waren auch keine wirkliche Präferenz. "Und das hier ist die Lake Bar Ranch, die Granby Lake Ranch liegt auf der anderen Seite des Lake Granby!", erklärte ich ihr und beobachtete wie der Wind zunahm und der Regen nun Wagrecht herunter donnerte. Gut dass ich das Dach des Stalles neu eingedeckt hatte, bei diesem Wetter wäre es spätestens jetzt weggeflogen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 Okt. 2019
  8. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Eleonore

    Mir entging sein wandernder Blick nicht und ich konnte mir schon vorstellen wie ich aussah, welche Gedanken ihm wohl möglich gerade durch den Kopf gingen, denn ich musste mich wohl wirklich nicht für meinen Körper schämen, doch seine Worten waren wie ein Schlag ins nasse Gesicht. "Aber wir haben doch.. Ich bin wo?" fragte ich mit lahmer Stimme nach, spürte nur zu deutlich wie ich in mich zusammen sackte, die Schultern fallen ließ und die Augen groß wurden, als ich seine Worte verarbeitete. Das durfte doch nicht wahr sein! Hatte mein Glück mich doch wirklich auf den letzten Metern verlassen oder war das die Rache des verstimmten Truckers gewesen, dass er mich um diese Uhrzeit noch mit durch die Wildnis mitnehmen musste? Kurz war ich sprachlos, konnte selbst kaum glauben das es diesen Zustand bei mir gab doch offensichtlich war mein Vorrat an klugen Antworten ausgegangen, begann stattdessen langsam ernsthaft zu frieren, spürte wie sich meine Haut unangenehm zusammen zog als ich anfing zu Zittern, konnte nur mit Mühe unterdrücken das mir die Zähne klapperten, als ich einen letzten Versuch wagte. "Und der kürzeste und trockenste Weg dahin ist..?" Ich ließ die Frage offen im Raum stehen, seine große Gestalt im Rahmen erschien mir gerade als unglaublich attraktive Wärmequelle und die Müdigkeit kam mit der Kälte wie ein Vorschlaghammer , ich wollte wirklich nichts lieber als eine heiße dusche zu nehmen und dann erschöpft in ein warmes, weiches Bett zu fallen aber es schien, als sollte mir das fürs erste vergönnt sein. Stattdessen prasselte der Regen unaufhaltsam hinter mir vom Himmel und ich sah mich schon durch die nächtliche Dunkelheit kämpfen auf dem Suche nach meinem richtigen Ziel, würde vermutlich als blauer, schottischer Eiszapfen dort ankommen.
     
  9. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Craig

    Man sah ihr direkt an, wie sie zusammen sackte als ich ihr sagte, dass dies weder die richtige Ranch war noch ich eine Vorarbeiterin erwartete. Mitleid flammte in mir auf, als sie mich fragte wie sie denn am schnellsten und am trockensten zur Lakre Granby Ranch kam. Mein Blick glitt wieder an ihr vorbei zu dem heftigen Regen und ich seufzte leise als ich mich wieder gerade hinstellte. "So wie es aussieht kommst du da Heute gar nicht mehr hin!", gestand ich ihr. "Busse gibt es hier zwar schon, aber der Einzige der diese Strecke fährt, fährt sie nur einmal die Woche und das war Gestern!", es tat mir ja sehr leid, dass ich ihr nichts Anderes sagen konnte. Ich sah wie sie zu zittern begann, wahrscheinlich vor kälte und weil sie weiß Gott schon wie lange unterwegs war. Im Hintergrund hörte ich wie der Sportkommentator irgendetwas laut rief und man hörte die Zuschauer im Stadion laut jubeln. Eigentlich hatte ich für meinen Abend ja andere Pläne gehabt, doch ich konnte nicht anders. "Wenn du möchtest kannst du heute Nacht hier bleiben und wir schauen wie du Morgen auf die Lake Granby kommst!", schlug ich ihr vor und trat einen Schritt zur Seite, sodass sie an mir vorbei gehen konnte. Normalerweise nahm ich ja keine Fremden bei mir auf und hätte es nicht so geregnet und gestürmt, hätte ich ihr wohl ein Taxi gerufen. Nur heute würde sicher keines mehr fahren. Der alte Bill, welcher schon seit gefühlt 1936 hier im Ort der Taxifahrer war, fuhr nur bis spätestens fünf, denn dann kamen seine Sendungen und er hatte keine Zeit mehr.
    Außerdem, wie ich schon gesagt hatte, es hätte mich schlimmer treffen können mit der Person welche hier vor meiner Haustür stand. Das Mädel war zumindest hübsch. Was hatte sie gesagt wie sie hieß? Ellena? Nein, Ellie, oder?
     
  10. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Eleonore

    Willkommen auf dem Land, dachte ich zu mir selbst bei seinen Worten, ein Bus der einmal die Woche fuhr und vermutlich nicht einmal ein Taxi mitten in Nirgendwo hier. Es war genau das was ich mir vorgestellt hatte, absolut nichts und niemand im Umkreis.. schade nur, dass ich es offensichtlich nicht zu meinem Ziel geschafft hatte um meinen Traum tatsächlich zu verwirklichen und stattdessen bei einem Fremden vor der Tür stand. Mir fiel auf, dass er sich noch nicht vorgestellt hatte und meine Vorstellung wohl auch etwas kläglich war, da ich ja davon ausgegangen war das er mich zum einen erwartete und zum anderen wusste, wer ich war. Meine Gesichtszüge erhellten sich merklich als er die erlösenden Worte sprach das ich für heute Nacht nicht noch einmal in dieses Unwetter musste und er ein Bett - oder zumindest ein Sofa - für mich hätte, grinste erleichtert zu ihm hoch und ließ es mir bestimmt nicht zwei mal sagen in die Wärme des Hauses zu kommen! Ich griff nach meinem Koffer und zog ihn mit mir als ich an dem Fremden vorbei ins Haus ging, blieb direkt vor ihm stehen und streckte eine nasse Hand ihm entgegen. "Das wäre wunderbar! Also, noch einmal, ich bin Eleonore McKenney und es tut mir furchtbar leid hier einfach so herein zu platzen...und jetzt auch noch alles voll zu tropfen!" Ich hatte mein Lachen wieder gefunden, konnte jetzt wo ich nicht mehr gegen das Licht blickte auch mein Gegenüber deutlich besser erkennen und sah, dass er wohl kaum älter war als ich und die Dunkelheit mit dem dreitage Bart getäuscht hatten. Was ein glücklicher Zufall!
     
  11. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Craig

    Sie war noch gar nicht richtig in meinem Haus, da ging das Plappern schon wieder los. Es war als hätte es das Mädchen, welches gerade eben noch frierend und mit einem hoffnungslosen Blick in den Augen vor meiner Haustüre gestanden hatte, niemals existiert. Ich schloss die Haustür mit einem leisen Seufzen, warf meinem Fernsehen einen sehnsüchtigen Blick zu und wusste, dass ich das Spiel für heute vergessen konnte.
    Mein Blick glitt wieder zu der kleinen Schottin, welche nun mit ihrem Koffer in der Hand und tropfnass in meinem Wohnzimmer stand. Sie stellte sich mir vor und ihr Name war also Eleonore. "Seltsam!", platze es aus mir heraus bevor ich mich und mein Mundwerk daran hindern konnte. "Wenn ich an den Namen Eleonore denke, dann sehe ich eher eine ältere Dame!". Ja so war das. Es passierte mir öfter das ich aussprach was ich mir dachte, wobei das ja nicht immer bös gemeint war. Um die Situation etwas aufzulockern lächelte ich sie entschuldigend an und hielt ihr meine Hand entgegen. "Ich bin Craig Huntington!", stellte ich mich ihr vor und hatte schon die Stimme meiner Mutter im Ohr, welche mich dafür schimpfte mich erst so spät vorgestellt zu haben.
     
  12. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Eleonore

    Ich folgte seinem Blick, sah einen laufenden TV und etwas das aussah wie Sport - mein flüchtiger Blick reichte nun wirklich nicht aus um das einschätzen zu können - und ich vernahm sein Seufzen ehe sein Blick wieder zurück zu mir kehrte und die leuchtend grünen Augen erregten gleich ein wenig Mitleid, schien ich ihn doch wirklich bei etwas gestört zu haben. Seine Worte kamen so unvermittelt das ich kurz perplex Blinzelte, es war sicher nicht das erste mal das ich das hörte, doch nachdem er bisher so Wortkarg gewesen war, hatte ich damit einfach nicht gerechnet. "Na, dann passt der Name ja in ein paar Jahren! Bis dahin kannst du Ellie sagen, Craig!" Mit festem Griff schüttelte ich seine Hand, ein leises Lachen schwang in meiner Stimme mit als ich sein Lächeln sah, das seine Gesichtszüge auflockerte. Ich trat von einem Fuß auf den anderen, etwas unschlüssig in einem fremden Wohnzimmer stehend, hörte das leise plätschern vom Wasser das sich jetzt auf dem Boden um mich herum ausbreitete, verzog das Gesicht als mein Blick darauf fiel und sah dann entschuldigend zu dem braunhaarigen jungen Mann auf. "Ich dürfte nicht vielleicht die Gastfreundschaft noch etwas mehr ausreizen und duschen gehen, oder?" Damit würde ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, könnte mich einmal ordentlich aufwärmen und meine kalten Glieder wieder ins Leben zurück holen und mich danach in trockene Kleider werfen, in so fern wirklich noch etwas trockenes in meinem Koffer zu finden wäre.
     
  13. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Craig

    Ich musste ehrlich gestehen, ihre Schlagfertigkeit beeindruckte mich ein klein wenig. Ich kannte Frauen, die hätten es mir übel genommen, dass ich ihren Namen einen "Altfrauen Namen" genannt hatte. Doch sie hatte gut und eigentlich doch recht Charmant gekontert. Ich grinste, noch bevor ich es unterdrücken konnte, doch dann wurde ich wieder ernst, als sie mich fragte ob sie denn bei mir duschen könnte. Ich nickte und bedeutete ihr mir zu folgen und ging in mein Bad. Das Bad hatte ich als ich damals auf die Ranch gezogen war renoviert. Nicht weil es nicht mehr gut gewesen wäre, sondern weil meine Eltern das Bad das letzte Mal renoviert hatten als sie frisch verheiratet hier eingezogen waren und ich war schlichtweg nicht der Typ für rosa Fließen und gehäkelten Klopapier Schutz. Ich hatte also alles herausgerissen, während meine Mutter mit Tränen in den Augen daneben gestanden hatte und mir zu erklären versucht hatte, dass das doch noch alles so schön war. Ich hatte den Boden mit fließen in einer Holzoptik erneuert und die Wände waren mit braun/beigen Fließen ausgekleidet. Die hässliche Duschwanne hatte ich durch eine offene Dusche und eine extra Badewanne ersetzt. Natürlich hatte ich auch das rundheraus hässliche rosa Waschbecken durch einen Waschtisch ersetzt über welchen ein freier Spiegel hing und kein Alibert. Es wunderte mich ja tatsächlich dass ich am Ende doch heterosexuell geworden war.
    "Hier hast du Handtücher!", meinte ich und nahm aus einem offenen Regal drei Handtücher, welche ich Ellie reichte. Als ich wieder zu dem Schrank sah, sah ich dass ich sogar noch Shampoo und Duschgel von Kate, meiner Ex, hier hatte. "Ich weiß nicht ob du selbst was dabei hast, aber wenn nicht dann bedien dich ruhig!", ich stellte ihr die drei Flaschen auf den Rand der Badewanne und sah dann wieder zu meinem unfreiwilligem Gast. Ihre Kleidung war immer noch tropfnass. "Du kannst mir deine Kleidung nachher geben, dann gebe ich sie in den Trockner!", zumindest hätte sie dann wohl vorerst etwas trockenes zum Anziehen.
     
  14. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Eleonore

    Schnell streifte ich die Schuhe von den Füßen, würde immer noch nasse Flecken hinterlassen wo ich lief und stand, doch immerhin nicht den Dreck weiter mit in das sauber wirkende Haus schleppen, hob den Koffer an und schleppte ihn hinterher um auch mit den dreckigen Rädern keinen Schmutz zu verteilen. Nur zu willig folgte ich ihm in ein Badezimmer das ich in einem Dorf wie dem diesen nicht erwartet hätte, anstatt seltsamer alten Farben und alles Ton in Ton, hatte das Bad etwas modernes und ich würde wetten, dass die Einrichtung noch recht neu war, lächelte während ich meinen Blick schweifen ließ, empfand es immer als spannend zu sehen wie andere Menschen lebten, gerade noch fremde Menschen in fremden Ländern. "Ich könnte dich küssen!" grinste ich als ich einen Stapel Handtücher in die Hand gedrückt bekam und er mich so selbstlos versorgte, etwas das mir in Edinburgh nie passiert wäre, vermutlich hätte mir da nicht mal einer die Tür aufgemacht. Craig griff etwas aus dem Schrank und mir blieb das Lachen im Hals stecken, als er sehr offensichtlich 'weibliches' Badezeug aus dem Schrank zauberte und mir ebenfalls bereit stellte - würde ich nachher die Herrin des Hauses mit meinem Auftauchen verärgern? Doch bisher hatte ich hier niemanden gesehen und an seiner Hand auch keinen Ring entdeckt. "Vielen dank, ehrlich Craig!" bedankte ich mich aufrichtig bei meinem Retter in der Not, ehe dieser die Tür hinter sich zu zog und ich begann mich aus meinen nassen Sachen zu schälen die mit einem feuchten Geräusch zu Boden fielen und ich begann jetzt ungehalten zu zittern, auch wenn die Luft in dem Raum eigentlich nicht kalt war, so schien es mir doch so als wäre mir die Kälte von draußen bis in die Knochen gekrochen und strahlte von dort aus nun, bis ich endlich unter dem warmen Strahl Wasser stand. Darauf bedacht die Gastfreundschaft nicht zu überreizen sah ich davon ab eine einstündige Dusche zu nehmen und stieg nach zwanzig herrlichen Minuten aus der Dusche, roch nach Rosen und Seife, eine angenehme Mischung nach diesem Tag voller Chaos und Hektik. Erleichtert stellte ich fest, dass mein Koffer den spontanen Regenerguss besser weg gesteckt hatte als ich und das meiste meiner Sachen noch trocken war, fischte darin herum und schlüpfte in ein einfaches, weißes Shirt und ein paar bequeme Shorts, hatte wohl nicht daran gedacht das es hier kälter sein würde und ich längere Hosen zum schlafen sicher auch gebrauchen könnte, doch daran konnte ich für's erste nichts ändern und wenn ich erstmal in einem warmen Bett lag, würde es auch keinen Unterschied mehr machen. Als ich aus dem Bad kam und wieder zurück in das Wohnzimmer kehrte aus dem ich die Geräusche des Fernsehers vernahm, spürte ich nur zu deutlich die Müdigkeit die die Reise mit sich gebracht hatte, die langen Haare hatte ich zu einem feuchten Knoten auf meinem Kopf zusammen gebunden um sie nicht wieder an der Haut kleben zu haben. "Craig..?"
     
  15. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Craig

    Nachdem ich die Tür zum Bad geschlossen hatte ging ich wieder ins Wohnzimmer, wo Rocket auf dem Sofa lag und mich vorwurfsvoll ansah. Der Abend verlief eindeutig nicht nach seinen Vorstellungen. "Sorry, Kumpel aber ich hätte sie ja auch schlecht draußen stehen lassen können, oder?", der Hund grunzte nur und senkte wieder seinen Kopf. Im Bad hörte ich wie die Dusche anging und ich ging hinüber zum Sofatisch, schnappte mir die Tüte Chips und das Bier und brachte sie in die Küche, wobei ich den Schluck Bier noch schnell austrank, bevor ich die Flasche in den Müll warf. "Ich könnte dich küssen!", hatte sie gesagt und ich musste gestehen die Vorstellung wie diese kleine, rothaarige Frau mich küsste, fand ich gar nicht so schlecht. Moment, halt Stop! Ja, das Mädel war wirklich sehr hübsch, aber ich hatte eindeutig zu lange keine Frau mehr gehabt und deswegen dachte ich gerade tatsächlich darüber nach wie es sein würde wenn ich eine Frau küsste, welche ich noch nicht mal eine halbe Stunde lang kannte. Ok, es hatte natürlich schon Frauen gegeben die hatte ich noch weniger lang gekannt und da war mehr passiert. Aber ich glaube nicht dass das hier der richtige Zeitpunkt war meiner 2 Monatigen Abstinenz ein Ende zu setzen.
    "Craig...?", hörte ich plötzlich Ellies Stimme und ich musste feststellen, dass ich gar nicht gehört hatte wie die Dusche abgedreht wurde. "In der Küche!", entgegnete ich ihr und hörte selbst, dass meine Stimme ein wenig belegt klang. Ich räusperte mich und warf die leere Chipstüte ebenfalls in den Mülleimer. In der Küche, war eigentlich ein Witz, da sich die Küche ja quasi im Wohzimmer oder halt im Hauptwohnraum befand.
     
  16. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Eleonore

    Barfuß ging ich der Stimme nach, auf der Couch lag der Hund und sah jetzt wesentlich entspannter aus, hob nur müde den Kopf und beobachtete wie ich durch den Raum kam, mein Blick über die Einrichtung gleiten ließ, mich gleich tausend mal besser fühlte als noch eine halbe Stunde zuvor. "Hey.. danke, dass hat gut getan!" Ich strahlte bis über beide Ohren, trotz meiner Müdigkeit und dem Gefühl seit mindestens drei Tagen unentwegt auf den Beinen zu sein, wollte ich nich gerne noch etwas mit meinem unverhofften Gastgeber unterhalten, die Chance nutzen ihn ein wenig mehr kennen zu lernen, wenn wir nur die eine Nacht zusammen hatten. Ha, wie das klang. Mein Blick traf auf ihn, musterte ihn unter seinen bequemen Klamotten und konnte nicht umhin mir vorzustellen wie er darunter aussah, bekam ein unverschämtes Grinsen auf den Lippen und lehnte mich gegen die Arbeitsplatte, verschränkte die Arme vor der Brust, war mir bewusst was es mit meinem Dekolleté machte.
     
  17. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Craig

    Ellie kam in die Küche und trug nun statt ihrer nassen Klamotten ein weites Shirt und Shorts. Sie sah nun auch nicht mehr so verfroren aus, denn ihre Haut war von der heißen Dusche leicht gerötet und ihre Augen glänzten. Ich nickte nur als sie mir für die Dusche dankte. "Möchtest du etwas trinken?", fragte ich sie und deutete auf den Kühlschrank. Viel Auswahl zwischen Coke und Coors gab es zwar nicht, aber hey sie hatte die Wahl. Zu Essen konnte ich ihr aber nichts anbieten. Zwar war ich so erzogen worden, dass man immer etwas im Haus haben sollte, falls man Besuch bekam. Doch erstens hatte ich keine Lust darauf Besuch zu bekommen, zweitens wollte ich dass dieser falls er kam schnell wieder ging und drittens hatte ich herausgefunden das man sich ganz gut ernähren konnte wenn man Abends zu Betsy ins Diner fuhr. Rocket und ich hatten dort schon unseren Stammplatz und ich sparte mir das Einkaufen. Ich öffnete die Kühlschranktür und nahm mir noch ein Coors. "Was genau willst du eigentlich auf der Lake Granby?", fragte ich sie über die Schulter als ich nach einer Dose griff. Die Lake Granby war keine sehr große Ranch und auch keine sehr hübsche. Aber hey, was wusste ich schon was dieses Mädel vorhatte.
     
  18. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Eleonore

    "Gerne, ich nehm' auch eins davon!" sagte ich als er ein Bier aus dem Kühlschrank zauberte, war es doch sicher nicht so gut wie das was ich Zuhause bekam und Amerikanisches Bier hatte einen furchtbar schlechten Ruf, doch ich würde es mir nicht nehmen lassen das eigenständig zu entscheiden. Ich sah den Inhalt - oder viel mehr das fehlen dieses - seines Kühlschranks und schmunzelte, war er doch so Klischee mäßig leer und ich erwischte mich erneut dabei, dass ich mich fragte ob hier noch eine Mrs. Huntington um die Ecke kommen würde, aber es blieb still, auch als ich jetzt meinen Blick durch den Raum gleiten ließ, mein Blick auf den Fernseher fiel und ich versuchte einen Moment dem Spiel zu folgen das dort lief. "Oh, was?" fragte ich, in Gedanken versunken, als ich realisierte das er etwas gesagt hatte und antwortete dann doch schon, weil mein Unterbewusstsein offensichtlich doch aufgepasst hatte. "Ah, also ich wollte mal etwas von der Welt sehen und habe die Ranch auf einer Webseite für Work and Travel gefunden. Und sie waren die einzigen die willig waren mich innerhalb von 2 Wochen zu beherbergen. War eine etwas.. spontane Idee." erklärte ich und war tatsächlich einfach froh gewesen so schnell einen Platz gefunden zu haben mit jemandem, der die extra helfende Hand zu gerne brauchen konnte und nicht all zu viele Fragen stellte warum ich so plötzlich und spontan das ganze anging. Das wäre eine lustige Geschichte, die ich in ein paar Jahren bestimmt mit einem Lachen erzählen würde, wie ich nach einer ewig langen Anreise am falschen Haus ankam und die Nacht bei einem fremden Mann verbrachte bevor ich an mein richtiges Ziel kam. "Und ich habe heute Abend hier einen gemütlichen Fernsehabend gestört?" fragte ich, auf den TV deutend und wollte nur zu gerne etwas von ihm erfahren.
     
  19. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Craig

    Auf ihre Bitte hin nahm ich noch ein zweites Coors aus dem Seitenfach meines Kühlschrankes und schloss ihn dann wieder. Ich reichte ihr die kühle Dose, lehnte mich mit der Hüfte gegen die Arbeitsfläche eines Küchenschrankes und verschränkte die Füße locker voreinander. Dann öffnete ich das Bier, wobei der Verschluss leise zischte. Ich nahm einen schluck von dem kühlen Getränk, während ich zuhörte wie Ellie mir davon erzählte, dass sie wohl bei so einer Work and Travel Seite auf die Ranch gekommen war und alles in allem schloss ich daraus, dass sie einfach ein Abenteuer erleben wollte. Naja, das hatte sie ja heute Abend. Wieder musterte ich sie. Sie hatte wirklich sehr helle Haut, aber nicht dieses ungesunde blass, sondern eher diese ... wie heißt das? Noble Blässe? Ja genau, noble Blässe. Ich hatte von dieser Work and Travel Sache schon gehört, wusste aber nicht genau was ich davon halten sollte. Denn irgendwie schien es mir als hätte man einfach eine billige Arbeitskraft, welche selbst noch der Meinung war sie würde ja hier gerade eine Erfahrung fürs Leben machen, obwohl man sie teilweise sogar ausbeutete. Aber das war meine Meinung.
    Doch ob Ellie drüben bei Coby wirklich Spaß haben würde? Ich meine Coby war kein schlechter Mensch, doch seine Ranch war eigentlich nicht das was ich als tolle "Erfahrung" bezeichnen würde. Er hatte kaum Vieh, soff wie ein Loch und sein Haus konnte man inmitten des Unkrautes und wild wuchernder Büsche und Hecken auch nur erkennen wenn man wusste wo genau es war. Aber hey, vielleicht hatte die hübsche rothaarige sich ja genau das erträumt. "Und was für arbeiten willst du bei Coby drüben übernehmen?", vielleicht war sie ja eine dieser 24 Stunden Pflegerinnen. Aber irgendwie konnte ich mir das nicht vorstellen und auch die Vorstellung dass sie alleine mit Coby in diesem Haus sein müsste. Nein, das wollte ich mir gar nicht vorstellen. Gerade wollte ich etwas dazu sagen, als sie mich fragte ob sie mich denn beim Fernsehabend gestört hatte. Ich zuckte nur mit den Schultern und nahm noch einen Schluck. "Nein, die Colts sind eh am verlieren!", beruhigte ich sie.
     
  20. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Eleonore

    Dankend nahm ich die Dose Bier entgegen, öffnete sie mit einem leisen Zischen und roch vorsichtig und so unauffällig wie möglich daran, ehe ich einen Schluck nahm, das kalte Getränk war nicht schlecht, würde vermutlich nicht zu meinen Favoriten gehören aber ich hatte definitiv schon schlechteres getrunken. Als der Kühlschrank geschlossen wurde hörte ich das bekannte Klacken von Krallen auf Holzboden, sah wie der Hund von der Couch sich müde streckte ehe er langsam und schwanzwedelnd auf uns zu kam, vielleicht hoffte er würde etwas gutes aus dem Kühlschrank bekommen oder sich doch nur versichern wollte, dass die Fremde - also ich - nichts in seinem Heim anstellte. Ich ging in die Hocke vor dem Hund, nahm seinen Kopf in beide Hände und tätschelte jenen liebevoll, mein Blick glitt wieder zu Craig hoch der jetzt noch riesiger wirkte von hier unten. "Ach, was auch immer anfällt, schätze ich. Rinder füttern und treiben, die Ställe misten, Zäune reparieren.. was halt so anfällt, schätze ich. Ich sehe nicht so aus als wäre das meine Arbeit, was?" Ein Schmunzeln hatte sich auf meine Lippen geschlichen als sich der Hund vor mir so genüsslich streicheln ließ und es etwas extrem beruhigendes hatte und es blieb auf ihnen liegen, als ich Craig die Frage stellte, würde es ihm wohl nicht einmal übel nehmen, war er doch nicht der erste der so etwas zu mir sagte.
     

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