[RS] Fire against Ice

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Samanta, 26 Juni 2012.

  1. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Louisa

    Über seine Reaktion konnte ich kaum wütend sein, eher hallte tief in meiner Kehle ein halbes Lachen, dass ich zu unterdrücken versuchte, weil ich wusste, dass es ihn nur noch wütender machen würde. Und so sehr ich es liebte Irvin zu nerven und auf die Palme zu bringen, wirklich wütend wollte ich ihn nur in den seltensten Fällen machen. "Ich kämpfe nie unfair, erwarte das unerwartete." Außerdem was konnte ich denn dafür, wenn er, bald doppelt so groß und schwer wie ich, sich von mir dermaßen aus der Balance bringen ließ?! Doch ehe ich mehr meckern oder gar Lachen konnte, war er in seinen Thronsaal verschwunden und hatte die Türen hinter sich zu geknallt. "The cold never bothered me anyway.." murmelte ich sarkastisch vor mich hin, während ich mit dem Zuschlagen der Tür auch wieder auf den festen Boden traf. Unerwarteter Weise gaben meine Beine eine Sekunde lang nach und ich saß für einen Augenblick auf dem Boden der Trainingshalle, sah das zerborstene Eis um mich herum und wenige Meter vor mir eine kleine Blutlarche. "Oops." Okay, das hatte ich nicht gewollt. Oder erwartet. Zwar plagte mich kein schlechtes Gewissen, aber nach einem Moment der Überlegung rappelte ich mich auf und stalkte zu seinem "Büro", steckte den Kopf durch die Tür und sah ihn mit dem Rücken zu mir sitzen, Eis an seinem Hinterkopf, wo noch immer ein kleines Rinnsal an Blut in seinen Nacken lief. "Mhm, Engel bluten also auch. Und zwar rot." stellte ich fest, ehe ich den Rest meines Körpers durch die Tür schob.
     
  2. Samanta

    Samanta Leseratte

    Irvin
    Natürlich ließ sie mich einfach nicht in Ruhe, sondern folgte mir auch in mein Büro. Ich wandte mich ihr zu und sagte dann ohne jede Emotion:"Niemand hat behauptet, dass wir nicht bluten können. Was willst du noch? Wir sind fertig mit dem Training und ich habe wichtigere Dinge zu tun, als mit dir zu sprechen." Das Eis lag sicher auf meinem Kopf und ich wandte mich wieder den Unterlagen auf meinem Schreibtisch zu. Das kleine Rinnsal des Blutes würde mich nicht verbluten lassen. Es würde irgendwann aufhören zu bluten, weshalb ich mich nicht weiter darum kümmerte. "Also falls du nicht noch irgendetwas wichtiges zu sagen hast, kannst du jetzt gehen, Louisa. Danke für das Training. Ich weiß jetzt worauf ich achten muss." Ich schenkte ihr ein Lächeln. Es erreichte meine Augen nicht, aber es war alles, was ich jetzt zustande brachte. Meine Gefühle lagen tief verborgen und nur weil ich nicht verstehen konnte, dass sie sich im Training unfair verhielt, hieß das nicht, dass es mich irgendwie stören würde. Ich wandte mich erneut den Unterlagen zu und arbeitete weiter.
     
  3. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Louisa

    Gerade hatte ich ein Taschentuch aus meine Hosentasche gezückt, als er in typischer Irvin Manier mal wieder jeglichen Anstand vergaß und mich auf die Palme brachte. "Ach, weißt du was, ich hoffe dir friert das Eis an den Haaren fest. Bis Morgen, Engel." Das letzte Wort spie ich ihm nur noch entgegen, während ich das Taschentuch auf seinen Schreibtisch knallte, mich auf dem Absatz umdrehte und sein Thronzimmer verließ. Dummer Idiot, wie hatte ich nur denken können, er hätte sich auch nur Ansatzweise gebessert und das sich die Dinge dieses Mal wirklich ändern könnten oder würden?!
    Da ich nichts mehr hier zu tun hatte, mein Training war beendet für den Tag und die meisten Rekruten saßen jetzt entweder beim Essen oder waren auf dem Weg nach Hause, und wie es Irvin eben so wunderbar demonstriert hatte, wurde ich hier nicht mehr gebraucht. "Ich hoffe er erstickt an seinem ach so wichtigen Papierkram." murmelte ich, während ich die Tür nach draußen öffnete und das Metall des Türgriffes unter meinen Fingern knirschen hörte, als Eis von ihnen ausging und alles was sie berührten einfroren.
     
  4. Samanta

    Samanta Leseratte

    Irvin
    Ich schüttelte den Kopf. Louisa war das beste Beispiel dafür, dass Gefühle einen nur in Schwierigkeiten brachten. Sie benahm sich absolut kindisch und reagierte völlig über. Ihre Wut erreichte mich nicht, denn meine Gefühle waren tief im Eis begraben und so machte ich einfach weiter mit meinen Unterlagen. Es war einiges liegen geblieben und wenn ich heute länger blieb, dann würde ich in den nächsten Tagen etwas weniger zu tun haben und könnte mir auch mal Zeit für mich gönnen. In den letzten Wochen war ich jeden Tag hier gewesen und hatte mich um nichts anderes gekümmert. Morgen würde ich zwar vorbeischauen, aber ich würde nicht arbeiten, sondern mich mit den Rekruten unterhalten. Sie sollten mich auch außerhalb des Trainings kennenlernen, denn ich wollte, dass sie mir vertrauten und ich wollte auch ihnen vertrauen. Vielleicht denken ein paar Leute, dass Vertrauen ein ungewöhnliches Konzept für jemanden ohne Gefühle war, aber das war nicht so. Vertrauen und Loyalität waren durchaus nicht gefühlsbetonte Konzepte.
     
  5. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Luca

    Ich grinste. "Ah... gerade weil sie ein Mädchen ist mio amico. In so mancher Frau brodelt von Natur aus ein Feuer und das gemischt mit den emotionalen Schwankungen... und das ganze wird mit dem Element ja nur noch schlimmer..."Ich seufzte" ...man gewöhnt sich dran", entgegnete ich mit einem Grinsen. Ich wusste wovon ich sprach ich kam immerhin aus dem Land wo Männer und Frauen als sehr temperamentvoll galten und das dann noch verstärkt mit richtigem Feuer... Eigentlich ein Wunder das wir hier nicht viel öfter in die Luft gingen. Italien, ein wenig wehmütig wurde mir bei dem Gedanken schon. Ich vermisste meine Familie, die Feste und das gute Essen. Natürlich hatte ich das Kochen von meiner Nonna gelernt, aber es schmeckte einfach anders wenn man es mit niemanden teilte. Schon öfter war mir Gedanke gekommen vielleicht mal für die Truppe was zu machen, immerhin waren sie jetzt ja auch ein Teil meiner Familie... aber aus irgendeinem Grund hatte ich das noch nie gemacht. Auch Endrit lockerte sich etwas auf und antwortete dann schließlich, dass wenn er wütend war sein Feuer sich wohl am ehesten meldete - dann aber immer noch ein Funken von Außen nötig war. Wie hatte ich das damals gemacht? Ich konnte mich nicht entsinnen das ich jemals großartig Probleme gehabt hatte mit der Kontrolle meines Feuer.. naja zumindest bis vor dem Vorfall damals. "Und wie machen wir dich am besten wütend?" fragte ich dann nach, ließ meine Fingerknöchel leise knacken, während ich mein eigenes Feuer zu ertasten begann. Mit Funken konnte ich ihm sicherlich helfen...
     
  6. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Endrit

    Ich kam nicht umhin, ich musste bei Lucas Worten ein klein wenig grinsen. Er und ich waren sicherlich keine besten Freunde, mehr noch, alleine in der kurzen Zeit, die wir einander jetzt schon kannten, waren wir bereits mehrmals heftig aneinandergeraten. Aber uns verband unser Element und vielleicht auch die Tatsache, dass uns unsere Herkunft ähnliche Lebensansichten mitgegeben haben mochte. Oder war es doch nur der Umstand, dass er sich erstmals auf meine Seite stellte, dass er zum ersten mal mit mir sprach wie ein ganz normaler Mann in Abwesenheit aller Frauen? So oder so, er war mir bisher noch nie so sympathisch gewesen wie in diesem Moment.
    "Das ist nicht schwer", antwortete ich mit einem Schnauben auf Lucas Frage. Tatsächlich war es sogar sehr leicht, mich wütend zu machen, ein falsches Wort reichte da schon. Meine kurze Zündschnur war sicherlich nicht meine allerbeste Charaktereigenschaft, aber sollte sie mir wirklich dabei helfen, das Feuer freizusetzen, dann musste ich wohl doch froh sein, sie zu haben. Naja. Sollte. Ob sie das wirklich tat, das würde ich erst noch sehen. "Seraphina schafft das in ungefähr zwei Sekunden. Sie kritisiert ständig nur an mir herum, egal, wie sehr ich mich bemühe. Oder mein Vater, er..." Ich unterbrach mich selbst mitten im Satz. Meine Familienverhältnisse gehörten hier nicht her. "Jedenfalls nützt mir das sowieso nichts. Ich werde wütend, ein paar Funken rieseln aus meiner Handfläche und wenn ich ehrlich sein soll macht mich das dann noch wütender, weil ich einfach nichts hinkriege." Puh. Das war ein Eingeständnis.
    Vorhin hatte ich eine Flamme hinbekommen, mit Serafinas Hilfe. Ich war wütend gewesen, die Hitze hatte schon spürbar in mir gebrannt, das war öfter so. Dann jedoch hatte ich meinen Körper entspannt, die Wut in geordnete Bahnen gebracht, in meiner Hand gesammelt, statt sie wirr durch meinen Körper flirren zu lassen. Und zum Schluss, als es dann immer noch nicht funktioniert hatte, hatte Serafina - Ich wusste es auch nicht. Sie hatte mir irgendwie die Tür geöffnet. Warum bekam ich das alleine nicht hin?!
     
  7. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Luca

    Täuschte ich mich oder grinste Endrit bei den Worten über Mädchen tatsächlich? Nun.. vielleicht hatten wir uns nicht auf den richten Fuß kennen gelernt, sein Auftreten bei der Rekrutierung war jedoch auch alles andere als Charmant gewesen... und wenn man sich mir gegenüber wie ein A.rsch verhielt so war ich eben auch einer.
    Er antwortete damit, dass es wohl gar nicht schwer war ihn wütend zu machen... war ich gar nicht drauf gekommen. Er erklärte weiter das Sera es relativ schnell schaffte in dem sie an ihm rummeckerte... konnte ich verstehen... nur zu gut. Dann erwähnte er seinen Vater stoppte jedoch wieder... offensichtlich verstand er sich nicht gut mit seinem Vater, gut das war nicht meine Sache. Er kürzte das Ganze ab meinte das ein paar Funken kamen und Schluss. "Ich nehme an das Sera das Ding mit dem Händchen halten gemacht hat hm," es war mehr eine Feststellung als eine Frage. Ich wusste nicht ob das so mit mir funktionieren würde, gestern mit unserer Chefin hatte das schon mehr schlecht als recht funktioniert und ich hatte keine Ahnung was dieser zähe Lavafluss in mir mit einem Anfänger erst anstellen würde. Na Notfalls konnte ich es immer noch abbrechen. "Wir können es auf diese Weise versuchen, ich kann jedoch nichts versprechen... mein Feuer ist anders oder wir versuchen es nochmal mit der Wut aber ohne dein Feuerzeug", schlug ich also vor. Ich musste mir erstmal selbst ein Bild von seinem Feuer und ihm machen.
     
  8. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Endrit

    "Wenn ich ehrlich sein soll", - und wann war ich das denn nicht, wann sagte ich schon einmal nicht das erstbeste, das mir in den Kopf kam, egal wie unangebracht es sein mochte? - "bin ich nicht scharf darauf, ständig mit irgendwelchen Leuten hier Händchen zu halten." Das musste doch auch irgendwie anders gehen. Ich meine, es konnte doch nicht Sinn der Sache sein, dass ich jedes Mal, wenn ich eine Flamme zu Stande bringen wollte, erst zu Seraphina oder Luca laufen und bei ihnen Hilfe suchen musste. Ich war keine gottverdammte Memme. Unwillig knirschte ich mit den Zähnen, wandte mich wie ein Aal unter Lucas Blick. Und dann auch noch ohne mein Feuerzeug? Mist. Das war bisher mein bester Helfer ohne ekligen Körperkontakt gewesen. Schon brodelte es wieder in mir - Ich hatte nicht übertrieben, wenn ich gesagt hatte, dass ich schnell wütend wurde. Wenn gerade niemand in der Nähe war, mein Vater, Mitschüler, Lehrer, oder andere Authoritäten, auf die ich meine Wut schieben konnte, dann war ich selbst noch immer mein bester Kritiker. Nie gut in irgendetwas, überall immer nur angeeckt: Es gab genügend Gründe, auf mich selbst wütend zu sein. Dass ich den Mist mit dem Feuer nicht hinbekam war ein genauso guter Grund wie jeder andere. Du elendiger Verlierer, Endrit. Unwirsch ballte ich die Hände zu Fäusten, die Muskulatur spielte in meinen Armen. Hitze formte sich in meinen Handflächen, mehr als ein normaler Mensch hätte ertragen können. Und doch nicht genug um - um - um... Mit einem genervten Schnauben öffnete ich die Hände und ein paar Funken rieselten zu Boden. "Scheiße!"
     

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