[RS] Ein Magischer Moment

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von NorwegeerStar, 4 Aug. 2019.

  1. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Hunter

    Mein Herz schlug wie ein Presslufthammer gegen meine Brust, das Blut rauschte in meinen Ohren und die Muskeln in meinen Oberarmen erzitterten. Klaren Gedanken konnte ich sowieso keinen mehr fassen, war viel sehr von dieser Schönheit unter mir eingenommen. Ihre Hände glitten über meinen Körper, hielten schließlich bei meinem Hintern inne, oh es würde mir sehr gefallen wenn sie ihre Nägel dort hinein bohrte. Ihr Stöhnen sandten Wellen von kleinen Stromstößen direkt in meine Lenden. Unser Spiel das von gestern an bis jetzt gedauert hatte, hatte mich offensichtlich doch mehr angeheizt als ich es erst gedacht hatte.
    Ich spürte wie sie ungehalten an meinen Hüften zu ziehen begann, während sie mir ihr Becken entgegen wölbte und dann sagte sie die Worte die wohl jeden Mann wie samt über das Ego streicheln würden. Ja es war eine verdammte Genugtuung das sie sich so unter mir rekelte und den Preis für ihre Hartnäckigkeit einforderte. Wer war ich denn das ich eine solche Bitte einem so hübschen und eigenwilligen Mädchen verwehrte? Mein heißer hungriger Blick lag auf ihrem Gesicht, natürlich wollte ich jede noch so kleine Regung von ihr mitbekommen wenn ich sie mir nahm.
    Ein paar mal rieb mich mein Geschlecht noch an ihrem, wollte sie natürlich noch ein wenig reizen und mit ihrem süßen Saft befeuchtete ich auch noch zugleich meinen Schaft -wer brauchte bei einem Mädchen das offensichtlich so geil auf mich war denn noch Gl.itgel? Ihr Anblick wenn sie stöhnte oder ihr Gesicht verzückt verzog war noch ein zusätzlicher Bonus. Doch schließlich wollte ich uns beide nicht mehr länger quälen, so teilte ich erst langsam ihre Sch.m. Ein Keuchen entkam mir als meine Spitze in sie eintauchte und schließlich mit einem geschmeidigen Stoß meiner Hüfte nahm ich sie vollends in Besitz, spürte wie ihr enges heißes Fleisch sich um mich schloss. Da musste man(n) erstmal wieder seine Gedanken sortieren um sich nicht mit einer Vorzeitigen E.akulation zu blamieren. Ich begann mich in ihr zu bewegen, erst mit langsamen jedoch tiefen Stößen, testete einfach aus was sie womöglich noch mehr auf die Palme trieb. Schnell rein und raus konnte ja jeder... die Kunst bestand ja darin auch der Gespielin Vergnügen zu bereiten.
     
  2. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Kathrine

    Ich hatte das Gefühl, dass ich jederzeit in tausend Teile zerfallen müsste, wenn er mich weiter reizte, ja gerade zu provozierte, und mein Körper schrie schon jetzt nach Erlösung, war ich doch bis ins letzte Haare angespannt. Nicht nachgeben wollend hielt ich seinen Blick, hätte mich verlieren können in Hunters dunklen Augen, die seinen Hunger wieder spiegelten, doch da gab er mir endlich worauf ich gewartet hatte, spürte ihn in all seiner Länge in mir und konnte nicht anders, schloss die Augen und ein überraschtes Stöhnen kam über meine Lippen. "Oh Gott.." seufzte ich, gequält vor Lust, vergrub meine Nägel in seinen perfekten, runden Hinterbacken und war mir sicher, dass sie dort dunkelrote Striemen hinterließen. Verdient hatte er es für die Quälerei, weil er mich spitz wie ein läufiger Hund hatte stehen lassen wollen.
    Seine Größe war unerwartet aber nicht unangenehm, mit jedem quälend langsamen Stoß spürte ich die Lust mehr in mir aufwallen, hatte geglaubt das dieses Gefühl nicht weiter wachsen könnte, doch hatte mich dabei offensichtlich getäuscht.. "Hunter.." flehte ich letztlich, spürte wie meine Lippe beim aussprechen seines Namens zitterte, ließ meine Hände weniger grob die Länge seines Rückens hoch wandern um sie letztlich in seinem Nacken zu legen, ihn mit sanften Nachdruck zu mir zu ziehen und reckte mich seinem Gesicht entgegen, bis ich seinen Lippen auf den meinen spürte. Kaum im Stande einen klaren Gedanken zu fassen, geschweige denn sie laut zu formulieren, verlor ich mich mit einem weiteren Stöhnen in dem Kuss.
     
  3. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Hunter

    Ihre Reaktionen auf mich gefielen mir äußerst gut. Katie war ein sehr leidenschaftliches Mädchen und wusste was sie wollte, trotz der Tatsache das sie doch noch so jung war. Nein ich wollte damit nicht sagen das ich Alt war und schon alles wusste, aber ich hatte ihr doch schon ein paar Jahre Erfahrung voraus. Als sie ihre Nägel in meinem Hintern vergrub, entrang sich meiner Kehle ein heiseres Knurren und ich stieß als Antwort darauf fester zu. Der süße brennende Schmerz der sich von dort aus ausbreitete trieb mich an und ich legte meine Zurückhaltung etwas ab, sie mochte es wohl rau und hart und das kam mir nur entgegen.
    Sie flüsterte meinen Namen und ein Gefühl der Genugtuung erfüllte mich. Ich ließ mich zu ihrem Kuss hinunter ziehen und erwiderte diesen und auch die nächsten die in der Folge unseres Liebesspiels kamen. Ich bewunderte ihre Ausdauer und nachdem ich sie zwei Mal zu ihren Höhepunkt gebracht hatte, war es schließlich auch über mich gekommen. Völlig außer Atem und der Körper mit einem feinen Schweißfilm bedeckt kam ich über ihr zur Ruhe, strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und gab ihr noch einen Kuss. Bevor ich mich aus ihr zurückzog und mich von ihr auf das Bett auf den Rücken rollte. Jetzt konnte ich das Ganze erstmal Revue passieren lassen, es war reiner Wahnsinn... und ich würde es jederzeit wieder tun!
    Ich drehte meinen Kopf um das Mädchen da neben mir nochmals anzusehen... Mein Gott, hätte mir jemand vor ein paar Tagen noch erzählt das ich demnächst mit einer Schülerin im Bett landen würde, hätte ich ihn einen Vollidioten genannt und ausgelacht. Aber da hatte ich Katie noch nicht gekannt. Mein Blick glitt über ihren Körper, dann hoch in ihr Gesicht. Ein spitzbübisches Grinsen zuckte in meinem Mundwinkel, während ich ihr keck zu zwinkerte.
     
  4. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Kathrine

    Er hatte mich zweimal zum Höhepunkt getrieben bevor er selbst gekommen war, meine Muskeln fühlten sich müde und erschöpft an, aber wohl auf die angenehmste Art und Weise. Hätte man mir erzählt, dass an einer Schule für Zauberei unter dem Haufen alter Professoren auch dieses Ebenbild eines Mannes herumgeisterte, der genauso gut aus einem Hochglanzmagazin hätte stammen können, hätte ich wohl seine mentale Kapazität in Frage gestellt und spätestens bei dem Gedanken jemals etwas mit einem Lehrer anzufangen, hätte ich spöttisch gelacht und das Weite gesucht. Aber jetzt? Wenn ich ehrlich war, hoffte ich dieses Bedürfnis aus dem Körper zu bekommen, doch wie er da jetzt neben mir lag, mit einem Grinsen ins Gesicht plakatiert und zwinkerte, bezweifelte ich fast, dass er für mich jetzt uninteressanter werden würde. Gefangen in meinen Gedanken spürte ich die Kälte durch seine fehlende Körperwärme und die Schweißperlen auf meiner Haut erst, als sich bereits eine Gänsehaut auf ihr ausgebreitet hatte. Ich rollte auf meine Seite, lag dadurch bereits wieder halb auf seiner Brust, sah auf ihn hinab und musste ein Seufzen unterdrücken, als die Realität der Situation ankam - nicht nur, dass ich mit einem Lehrer geschlafen hatte, es hatte uns auch jeder gemeinsam die Große Halle verlassen sehen und wenn ich heute Abend nicht mehr in meinem Bett ankommen würde, würde das sicherlich Fragen aufwerfen und ich wollte nichts riskieren. Nicht seinetwegen, nein, aber ich hatte tatsächlich Interesse gefunden und Freunde an der Schule, mochte die Möglichkeiten die sie mir eröffnete und war nicht willens das an diesem Punkt leichtfertig zu opfern wegen einer Bettgeschichte.
    Die Finger meiner freien Hand, hatten begonnen Gedankenverloren Kreise auf seiner nackten Brust zu ziehen und ich brauchte einen Moment um meine Gedanken zu sortieren, wieder in der Gegenwart, in diesem Bett mit Professor Hunter Dracoris anzukommen. Ich suchte seinen Blick, hatte mich wieder unter Kontrolle und lächelte süffisant, fühlte mich sofort wieder sicherer, wieder mehr nach mir selbst. "Wissen Sie, Professor, ich bin mir nicht sicher ob mein Weg zum Schlafsaal mit Ihnen nicht gefährlicher war. Vielleicht sollte ich zukünftig das abendliche Arbeiten einfach sein lassen, nicht das noch jemand denkt ich hätte etwas zu verheimlichen." philosophierte ich vor mich hin, meine Augen auf ihn fixiert und sollte das das letzte Mal sein, dass ich diese Chance hatte, so würde ich sie nutzen, senkte meine Lippen auf die seinen für einen letzen Kuss.
     
  5. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Hunter

    Gerade hatte ich meine Arme hinter meinen Kopf verschränkt und spürte wie mein Atem und mein Herzschlag langsam wieder runterkamen. Meine Glieder fühlten sich angenehm matt an und eine tiefe Zufriedenheit die sich nur nach einem solchen Akt einstellte breitete sich in mir aus. Da bewegte sich Katie an meiner Seite und rollte sich auf mich zu um halb auf mir zu liegen, ich löste einen Arm von meinem Hinterkopf und legte ihn ihr über die Schulter, ließ meine Fingerspitzen sachte über ihren Oberarm gleiten. Ihr weicher Körper schmiegte sich so selbstverständlich an den meinen und ich erlaubte mir für einen Moment die Augen zu schließen. Schlafen würde ich hier freilich nicht, sie musste in ihren Schlafsaal, denn wenn sie dort die ganze Nacht nicht auftauchte wäre das mehr als auffällig. Für einen Moment war das knacken des Feuers im Kamin das einzige was zu hören war, bevor Katie sprach und ich die Augen wieder öffnete um ihren Blick zu erwidern. Ihr lächeln und ihre Worte entlockten mir ein leises Lachen. Mir selbst entkam ein selbstgefälligen Lächeln, doch noch bevor ich zu einer Antwort ansetzen konnte, beugte sie sich über mich und küsste mich noch einmal. Meine Hand glitt an ihren Hinterkopf zog sie noch etwas näher heran zu einem tiefen hungrigen Kuss, der ihr versichern und versprechen sollte dass sie gar noch nicht wusste wie Gefährlich es mit mir war.
    Ich griff nach ihrem Haar und zog dann ihren Kopf daran vorsichtig von meinen Lippen weg, betrachtete sie mit einem intensiven Blick. "Ich glaube eher ich werde Sie ab sofort öfter zu abendlichen Arbeiten einteilen Miss Wilson. Sie scheinen mir sehr gelehrig zu sein, so dass man abseits der Klasse einige Themen mit Ihnen vertiefend behandeln muss. Nicht das Sie sich noch langweilen", sagte ich mit gesenkter Stimme verschwörerisch an ihren Lippen. Mein Blick fixierte sie für einen Moment, wollte die Reaktion auf diese Worte natürlich ganz genau mitbekommen. Ich hatte nicht vor sie all zu schnell wieder ziehen zu lassen, sie hatte das Spiel begonnen und würde nun mit der Konsequenz das sie, zumindest eine Zeitlang, mein Spielzeug sein würde leben müssen. Ich wusste wie gefährlich diese Gedanken waren, aber das war nun mal ein Teil meiner Natur. Es hätte bei diesem einen Mal bleiben sollen -genau genommen hätte es zu diesen einem Mal schon nicht kommen dürfen- aber ich hatte meine Meinung eben geändert. "Na komm Zeit das ich Sie zu Ihrem Gemeinschaftsraum bringe, bevor man mir noch vorwirft ich könnte unlautere Dinge mit Ihnen treiben!" Forderte ich schließlich mit einem spitzbübischen Grinsen auf, drückte ihr noch einmal einen rauen harten Kuss auf die Lippen und kniff in eine ihrer Runden Pobacken, bevor ich mich von ihr löste um meine Kleidung einzusammeln.
     
  6. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Kathrine

    Genießerisch hatte ich die Augen geschlossen, bis ich seine Hände in meinem Haar und kurz darauf den sanften Zug daran verspürte, zeigte deutlich wie wenig es mir gefiel den Kuss zu lösen, zog verärgerte die Augenbrauen zusammen und schob in bester Manier schmollend die Unterlippe hervor. Und dann sprach er aus, was ich gleichermaßen befürchtet und gehofft hatte, spürte meinen Puls sich wieder beschleunigen während ich unwillig, trotzig den Kopf schüttelte. "Aber Professor! Die anderen Schüler werden nachher noch eifersüchtig, wenn Sie mir so viel Zeit opfern, nur damit ich mich nicht langweile." Erwiderte ich, versuchte so wenig wie möglich auf seine Aussage einzugehen oder mir vorzustellen, wie Abende wie dieser hier zur Routine werden könnten. Ich hatte gar keine Zeit auf den Kuss zu reagieren, da hatte er sich auch schon gelöst und kniff mit in den Hintern, ein erschrockenes Quietschen entkam meinen Lippen."Unerhört! Ich werde sicher gehen mich morgen bei meinen Mitschülern zu beschweren über die harte, lange Arbeit!" beschwerte ich mich demonstrativ Grinsend, streckte mich nochmal ausgiebig auf dem bequemen Bett das noch so angenehm warm war, ehe ich an die Bettkante rutschte um mich anzuziehen, was gar nicht so einfach war mit dem Kopf voller Gedanken und Hunter direkt neben mir, ich mich doch lieber gleich wieder in seine Arme werfen wollte. Na so viel zu meinem Plan, dass ich nach der heutigen Nacht einfach so tun könnte als wenn nichts gewesen sei.
    Erst beim anziehen beobachtete ich den Raum in dem wir waren genauer, außer dem Bett und dem Kamin stand noch ein Sessel in der Ecke, doch ansonsten war der Raum seltsam leer, auch hätte ich schwören können, dass keine Türen in der Nähe gewesen waren, als mich Hunter in die dunkle Ecke gezogen hatte, in der der Abend begonnen hat. Dieses Schloss war definitiv seltsam. Mittlerweile war ich fast wieder angezogen und sah fast wieder präsentabel aus, lediglich die Falten in meiner Bluse verrieten, dass sie die letzte Stunde unachtsam weggeworfen auf dem Boden verbracht hatte, und drehte mich mit der offenen Bluse zu Hunter um. Sein Blick lag auf mir, wie lange hatte er mich schon beobachtet? Das berechnende Grinsen kehrte zurück auf meine Lippen. "Sie sagen Sie wollen mir helfen und doch schauen Sie nur dabei zu wie ich mich hier abmühe, Professor." beschwerte ich mich, stand mit in den Hüften gestemmten Armen vor ihm und funkelte zu ihm hoch, er selbst war ebenfalls fast wieder Ausgehtauglich und sah unverschämt gut aus, mit den zerwühlten Haaren und meinem Wissen wie er unter der Kleidung aussah.
     
  7. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Hunter

    Sie entlockte mir mit ihren Worten nur ein dunkles raues Lachen. Ich war schon immer einer gewesen der sehr schnell beim anziehen gewesen war, so hatte ich bereits schon wieder meine Kleidung an stand hinter ihr. Sie zog gerade ihr feines Höschen ihre Beine hinauf, hatte mir dabei ihren hübschen kleinen Hintern zugewandt und ich musste mich wirklich zusammen reißen um sie nicht einfach so wieder auf meine Schoss zu ziehen und das Spiel fortzusetzen. Doch ich blieb wo ich war, erlaubte es mir sie zu beobachten ihre geschmeidigen Bewegungen die eindeutig die einer Frau waren. Zu schade das sie sich gerade anzog und nicht umgekehrt... Die hatte sich gerade ihre Bluse wieder übergestreift als sie sich zu mir herum drehte, ganz ungeniert ließ ich meinen Blick von ihren langen schlanken Beinen weiter hinauf über ihren Körper gleiten. Ließ mich dabei nicht stören als sie sich zu beschweren begann das ich ihr ja nur zusah und nicht half, stemmte dafür ihre Arme in die Hüften und sie sah wirklich äußerst süß aus wenn sie sich so gebärdete. Ich kam nun bei ihren Augen an mit meiner Begutachtung, die ich trotzdem in aller Seelenruhe fortgesetzt hatte.
    Einer meiner Mundwinkel hob sich zu einem verführerischen Lächeln an, als ich die Distanz mit langsamen Schritten überwand, den Saum ihrer Bluse jeweils rechts und links beim Kragen fasste und sie zu mir ran zog. "Für gewöhnlich Miss Wilson", fing ich an mit leiser verschwörerischer Stimme an, während meine Hände langsam und demonstrativ, ihre Kehle entlang hinunter zu ihren Brüsten fuhren und begannen ihre Bluse zu zuknöpfen, wobei ich die ersten oben natürlich ausgelassen hatte so das der Ausschnitt wohl beinahe schon unverschämt tief saß, dabei strichen meine Finger immer wieder über ihre zarte Haut. "Bin ich ja eher für das Ausziehen zuständig, aber für Sie will ich mal eine Ausnahme machen", setzte ich fort und strich noch einmal über den Stoff scheinbar um ihn zu glätten, aber ich wollte eigentlich noch einmal ihren weichen Leib spüren. Ja wenn ich könnte wie ich wollte, hätte ich sie wohl heute Abend nicht mehr aus diesem Raum gelassen. Mit einem kleinen Seufzen fuhr ich mir schließlich mit einer Hand durch mein Haar um es wieder zu sortieren, das war wohl der Vorteil bei kurzen Haaren. Ich richtete meine Kleidung nochmal und ging dann auf die Tür zu. So schön der Moment hier auch war, aber ich sollte sie wirklich langsam zum Gemeinschaftsraum bringen. Langsam öffnete ich die Tür und warf erstmal einen Blick hinaus in den schwummrigen Gang, niemand da. Ich warf ein Lächeln zurück auf Katie und ließ ihr dann den Vortritt, als die Tür hinter uns ins Schloss fiel, begann sie sich ganz wie von Zauberhand aufzulösen. Ja Hogwarts war wahrlich ein wundervoller Ort, ich hatte meine Schulzeit hier sehr genossen und es war auch irgendwie wieder schön hier zu sein...auch wenn es eher unglückliche Umstände für mich gewesen waren, aber es hatte sich bisher ja alles zum Guten gewendet.
    Zusammen gingen wir nun den Gang entlang der am schnellsten zu zum Gemeinschaftsraum der Slyhterins führte, ich hing etwas meinen Gedanken nach bis mir kam. "Wieso hast du den norwegischen Stachelbuckel für deine Arbeit genommen?" fragte ich sie schließlich, natürlich hatte ich ihre Arbeit schon gelesen. Sie war wirklich gut und ausführlich und sprach wohl für die Intelligenz des Mädchens da neben mir. Auf dem ersten Blick wirkte Katie nicht gerade wie eine besonders fleißige Schülerin, eher wie eine Querulantin die nicht viel auf ihre Noten gab, aber wie ich von den anderen Professoren schon erfahren hatte war sie im Gegenteil sehr bemüht.
     
  8. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Kathrine

    Sein Blick auf mir war wie Balsam fürs Ego, nicht das ich nicht absolut sicher in meinem Auftreten war und mich auf mein gutes Aussehen verließ, aber ein wenig Bestätigung war immer willkommen. Und wenn sie von einem attraktiven Mann wie Hunter kam, fühlte sich das Ego gleich doppelt so geschmeichelt. Mal eine Ausnahme machen wollte er also? "Wie gnädig von Ihnen Professor, vielleicht kann ich Ihnen ja auch noch etwas beibringen." Ich genoss seine Berührungen und hätte ihn gerne einfach dazu aufgefordert mich stattdessen wieder auszuziehen, aber da sprach nur die Lust aus mir. Tatsächlich hätte ich nicht gedacht, dass sie so schnell wieder nach seiner Berührung verlangen würde - immerhin hatte sie heute schon mehr bekommen als im letzten halben Jahr zusammen. Ein letzter Blick durch den seltsamen Raum, aber er hatte schon wieder etwas anderes an sich, ich konnte nicht wirklich den Finger darauf legen, was es war aber als ich nach Hunters Aufforderung auf den Flur trat, nochmal über die Schulter zurück sah, verschwand die Tür gerade und damit hatte sich für mich alles geklärt, es musste sich bei dem Raum um eine Art Zauber handeln. Das würde ich schon noch heraus bekommen.
    Hier draußen auf dem Flur, die Wände gesäumt von schlafenden Portraits und dunklen Öllampen schienen die letzten Minuten und Stunden wie ein Fiebertraum, doch neben mir lief immer noch Professor Hunter Dracoris und ich konnte ihn noch immer auf meinen Lippen schmecken, wusste wie er nackt aussah und das ich mir nichts von all dem erträumt hatte. Seine Frage und ihr Inhalt kam vollkommen unerwartet, ich band gerade meine Haare mit einer dicken Haarsträhne zusammen um weniger ersichtlich zu machen, dass ich mich bis eben in einem Bett gewälzt hatte, und so sah ich einen Augenblick wortlos zu ihm auf, ehe ich mit den Schultern zuckte. "Er sah schön aus auf den Zeichnungen, gehört zu den seltenen Drachenarten und greift auch Drachen seiner eigenen Spezies an. Ich schätze das hat mich angesprochen." antwortete ich schließlich sehr ehrlich auf seine Frage. Sie waren mir beim durchblättern der Bücher ins Auge gesprungen und mit jeder Seite die ich mehr über sie gelesen hatte, hatte sich das Gefühl bestätigt. "Wusstest du, dass sie schon nach 4 bis 12 Wochen Feuer speien können?" Erst als ich ausgesprochen hatte, fiel mir mein Fehler auf ihn in der Öffentlichkeit unabsichtlich geduzt zu haben und ich kam mir dumm dabei vor gefragt zu haben. "Aber das wussten Sie natürlich schon, nicht wahr, Professor?" Der Weg schien mit einem mal viel kürzer zu sein, wir waren fast an den Treppen die direkt in den Keller und zum Slytherin Gemeinschaftsraum führten und ich erwischte mich selbst dabei, wie ich mich gerne ernsthafter mit ihm unterhalten hätte, bisher fehlte mir jemand, der sich in dieser Welt auskannte und nicht nur seinen Unterricht durchzog und danach nicht mehr ansprechbar war, entdeckte ich doch jeden Tag etwas neues, unbekanntes und musste häufig lange und umständlich in der Bücherei nach den Antworten suchen.
     
  9. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Hunter

    Ich sah für den Moment einfach nur den Gang entlang, auf dem steinernen Boden hallten unsere Schritte wider und das Schnarchen einiger der Porträts waren das Einzige was zu hören war. Wie oft war ich unerlaubt mit ein paar Anderen durch die Gänge geschlichen in der Hoffnung irgendwelchen Geheimnissen auf die Spur zu kommen? Ich sah Katie wieder an als sie mir antwortete und nickte schließlich, etwas blitzte in meinen Augen auf als sie über die Drachen zu sprechen begann und ein belustigtes Schmunzeln stieg in meine Züge, als sie fragte ob ich wusste wie früh sie schon Feuerspeien können. Sie schien wohl über mich noch nicht nachgeforscht zu haben... nun sie würde morgen im Unterricht schnell feststellen das ich wohl weit mehr über diese Tiere wusste als so mancher Anderer. Ihnen zumindest so nah kam wie niemand sonst.
    Ich überging die Tatsache das sie mich geduzt hatte, mir gefiel ihr Enthusiasmus dafür viel zu sehr. "Aye, das ist mir bekannt Miss Wilson", entgegnete ich mit einem Lächeln. "Für mich sind Drachen einer der faszinierendsten Wesen die es gibt", gestand ich ihr schließlich, als wir die Treppen hinunter in den Keller stiegen. Der Weg war mir nur allzu bekannt, war ich ihn doch oft genug selber gelaufen. "Ich hoffe Sie sind für morgen gut vorbereitet und haben keine Angst", meinte ich dann und sah sie an. Ein geheimnisvolles Lächeln auf den Lippen und der Blick verschwörerisch. Bisher hatte keiner der Schüler wirklich geglaubt das sie einem realen Drachen gegenüber gestellt werden würden. Zu Anfangs war Minerva auch immer mitgegangen um sich zu überzeugen, dass die Drachen in meiner Nähe auch wirklich so ruhig waren wie ich immer sagte. Bisher war immer alles glatt gelaufen, ja hie und da hatte ich schon mal abbrechen müssen wenn das Tier zum unruhig werden anfing, aber es war noch niemand zu schaden gekommen.
    Schließlich kamen wir vor dem Haus an und ich wandte mich ihr noch einmal zu, deutete spöttisch eine kleine Verbeugung an. "Bitteschön Miss, ich habe sie beinahe unversehrt vor den Gemeinschaftsraum gebracht", es funkelte belustigt in meinen Augen. Oh ja... beinahe eben. "Schlafen Sie gut", fügte ich dann hinzu und richtete mich wieder auf. Natürlich hätte ich sie jetzt gerne noch einmal an mich gezogen, aber das erschien mir dann doch zu viel des Guten. Ich wartete bis sie hinter dem Gemälde verschwunden war, bevor ich mich auf dem Absatz umdrehte um mich in meine eigenen Räume zu begeben.
     
  10. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Kathrine

    Meine Finger glitten über das Geländer, die kalten Steine unter ihnen glatt gerieben von Jahrhundertelanger Nutzung, während ich ihm aufmerksam zuhörte. Warum wunderte es mich nicht, von all den magischen Geschöpfen die es auf dieser bunten, weiten Welt zu geben schien, er sich ausgerechnet den Drachen verschrieben hatte? Ich hatte eine leise Vorahnung, was morgen auf uns warten würde auch wenn mein gesunder Menschenverstand den Gedanken, er könnte uns einen echten Drachen zeigen, gleich wieder verscheuchte und noch während ich überlegte, ob ich die Unterrichtsstunde morgen vielleicht lieber blau machen sollte, stachelte er mich an. "Ich habe nie Angst." stellte ich ruhig fest, versucht sein Lächeln einzuschätzen und befürchtete das mein vorheriger Gedanke, so absurd er auch war, der Wahrheit entsprach, schüttelte letztlich lachend den Kopf bei seinen Worten und der angedeuteten Verbeugung. "Ach wissen Sie, Professor, ich habe glaube ich konnte mich ganz gut verteidigen." gab ich spitzbübisch zurück, pustete über meine Fingernägel wie über eine qualmende Pistole nach dem Schuss und war mir sicher das er spätestens morgen früh beim sitzen auf den harten Holzstühlen mein Andenken zu spüren bekommen würde. "Süße Träume!" flüsterte ich, mit einem verführerischen Zwinkern und warf ihm einen Handkuss zu, ehe ich ohne Umschweife durch das Portrait verschwand und abwartete bis es sich hinter mir geschlossen hatte um erst einmal tief durch zu atmen.
    Im Raum vor mir konnte ich Stimmen vernehmen, wie spät mochte es wohl sein? Ich blieb noch einen Moment im Dunkeln stehen, mit dem Rücken an die Leinwand gelehnt und ließ Revue passieren, was geschehen war und zwickte mir kurzerhand in den Arm um sicher zu gehen, dass ich wach war. Doch ich war genauso wach wie ich noch Hunters Berührungen auf meiner Haut spüren, seinen Geruch in meinen Haaren wahr nehmen konnte und ich schüttelte den Kopf. Was hatte ich mir da bloß gefangen? "Was stehst denn du da im Dunkeln?!" hörte ich ein spöttisches Lachen, war sofort aus den Gedanken gerissen und verdrehte die Augen während ich nach vorne trat. "Ich habe bis eben Haarproben nach Alter, Farbe, Größe, Follikelanzahl und Geruch sortieren müssen. Es sei mir verziehen, wenn ich einen Moment in vollkommener Dunkelheit stehen will!" beschwerte ich mich ausschweifend, verschränkte die Arme vor der Brust während ich mich zu den anderen auf die Sofas setzte. "Aber du warst alleine mit Professor Dracoris!" empörte sich Petra so gleich, die anscheinend genau so Wind davon bekommen hatte und ich wiederholte das Augen verdrehen. "Tja, Petsy, dass liegt daran das ich nicht nur das nötigste im Unterricht mache. Solltest du auch mal versuchen." feixte ich und sie zog ungehalten ab, doch auch ich hielt die Gesellschaft der anderen nicht mehr lange aus und verabschiedete mich schnell aber hoffentlich nicht zu auffällig. Noch ehe mein Kopf die Kissen berührt hatte, war ich schon in einen tiefen Schlaf gefallen und es wäre wohl auch zu viel verlangt gewesen, hätte ich nicht von Hunter geträumt.

    "Das wird jetzt wohl zur Gewohnheit, was?!" hörte ich eine Stimme nah an meinem Ohr und eine kalte Hand auf meinem Oberarm - und weder das eine noch das andere gehörte dem nackten Mann der eben noch im Traum meinen Körper liebkost hatte. "Na komm schon, dass sieht dir so gar nicht ähnlich!" Sarah zog meine Decke zurück und zog sanft aber bestimmt an meinem Arm. "Du bist ein Quälgeist, weißt du das?" Ich wollte vorwurfsvoll klingen, doch ich musste lachen, denn als ich die Augen richtig aufgepellt hatte, hing ich mit dem Kopf schon aus dem Bett und Sarah hatte rote Flecken im Gesicht vor Anstrengung - das Bild war über Kopf einfach unglaublich witzig. "Da hat dich Professor Hot-Shot aber ordentlich ran genommen!" lachte sie, als ich zehn Minuten später immer noch verschlafen an der Bettkante saß und ich warf ihr einen Blick zu, der klar machte, dass ich an ihrem IQ zweifelte und hastig korrigierte sie ihre Wortwahl. "Was ich meine ist, er hat dich ganz schön lange arbeiten lassen. Hast du was angestellt?" - "Nope, hat ihm wohl einfach nicht gepasst das ich Aufmüpfig und Klug bin, ich hatte noch am selben Abend meine Hausaufgaben abgegeben. Da hat er wohl beschlossen, dass ich zu viel freie Zeit habe." gab ich mit einem Schulter zucken zurück während ich mich langsam anzog, drehte mich hastig um als ich den leicht bläulichen Schimmer eines Bissabdrucks auf meiner Brust entdeckte und knöpfte schnell die Bluse zu, um auf Nummer sicher zu gehen bis zum letzten Knopf. Mir gefiel der Gedanke, ihm heute nicht mehr als unbedingt notwendig zu zeigen, ihn ein bisschen auf die Palme oder aus dem Konzept zu bringen. Irgendwo zwischen gestern Abend und heute Morgen hatte ich anscheinend meinen Verstand verloren und beschlossen zu schauen wie weit Hunter gehen würde, wie lange der Nervenkitzel von den Heimlichkeiten anhalten würde.

    In der großen Halle wartete Lia schon auf mich und ich wiederholte meine Tirade, was ich alles hatte tun und machen müssen, hatte kein Problem die Wahrheit so weit zu verbiegen und ändern, dass ich am Ende die arme, unschuldige Schülerin war die für den Professor die Drecksarbeit hatte machen müssen. Während meiner Erzählung deutete ich einige Male mit dem Kinn in seine Richtung, hütete mich jedoch ihn anzusehen, erwischte jedoch jeden in Hörweite dabei, wie sie ihn ansahen, wohl abschätzten ob der Professor dort am Tisch wirklich so fies war, wie ich ihn ausmachte. Ich musste mich wirklich bemühen ein ungezügeltes Grinsen zu unterdrücken und wie der geschundene Haufen Elend auszusehen, der zu meiner Geschichte passte.
    In meiner ersten Stunde des Tages hatte ich Wahrsagen und Lia und ich lasen uns jeweils die Zukunft aus Teeblättern in unseren Tassen vor, wobei sie anscheinend eine leuchtende Zukunft vor sich hatte, reich und berühmt werden würde und ich das Schulgelände nicht mehr dauerhaft verlassen würde. Ich sah meiner besten Freundin tief in die Augen, ehe ich gespielt ehrfürchtig flüsterte "Meinst du, ich werde eifnach sterben und hier als Geist herumspuken?!" Den letzten Teil überhörte Mrs. Trewlaney und ich durfte mir für den Rest der Stunde eine Standpauke anhören, dass man über Geister keine Scherze machte und seit über 100 Jahren kein Schüler mehr ein Geist geworden war und das hatte gute Gründe! Jawohl! Lia und ich kicherten still in uns hinein, erst am Ende der Stunde als wir den Raum verließen platzten wir beide förmlich vor lachen und liefen Arm in Arm hinunter in den Keller, erst dort verstummten wir langsam wieder.
    Nachdem sich in Zaubertränken ein Schüler selbst vergiftet hatte, indem er das Rezept nicht richtig gelesen hatte und anstatt einen Antidot ein Gift gebraut hatte, wurde der Rest der Klasse mit Hausaufgaben früher entlassen, während Professor Siebenfeder den Schüler in den Krankenflügel brachte. Wir waren die Ersten die in der großen Halle auftauchten, setzten uns an einen der Tische und fingen an unsere Aufgaben gemeinsam zu lösen, beschlossen dass wir so am schnellsten fertig wurden und niemand verboten hatte, das als Gruppe zu lösen. Einige Ravenclaws maulten und verzogen sich in die Bücherei um dort ihre Ruhe zu haben, doch als sich die Halle langsam füllte mit Schülern die zum Mittagessen kamen, waren wir bereits fertig mit allem. Die Mischung an Schülern war interessant zu beobachten, in ihren Häuserfarben gab es eine bunte Mischung an Grüppchen die sich an die langen Tafeln verteilten, die Halle schien heller zu werden je mehr Schüler sie betraten und ein Blick gen Himmel gab mir die Antwort. Die verzauberte Decke spiegelte den strahlenden Sonnenschein wieder, der draußen sicher schon die Luft erwärmte, keine einzige Wolke war zu sehen und ich freute mich plötzlich gleich nach dem Essen nach draußen in die Stallungen zu gehen, zwar war ich mir immer noch nicht sicher, was Hunter geplant hatte und ob ich das wirklich mitbekommen wollte, doch meine Neugierde war einfach zu groß. Ich stahl vom Tisch einen Apfel, den ich in meiner Tasche verschwinden ließ und aß mit Freude die Kürbissuppe die es zu Mittag gab, hörte den anderen zu was es so zu erzählen gab, anscheinen war Duke, dem vergifteten Schüler, nichts weiter passiert und er würde schon Morgen wieder zum Unterricht kommen, ein Mädchen namens Henrietta hatte in Transfiguration aus ihrer Tasse eine Ratte mit Porzellanmuster gemacht - der Rest der Gespräche vermischte sich zu einem Hintergrundgeräusch, als mein Blick zum ersten Mal am heutigen Tag auf Hunter fiel. Sofort war ich daran erinnert, wie sich sein Körper an meinem angefühlt hatte, wie verlockend seine hitzigen Küssen waren wie-- ein unsanfter Ellenbogen in meine Rippengegend ließ mich zurück in die Gegenwart schnellen. "Ob wir zu den Stallungen gehen können oder isst du noch?!" Lia klang ungehalten und ich realisierte, dass sie vermutlich nicht zum ersten Mal gefragt hatte und ich einfach so sehr in meinem Kopf gewesen war, dass ich nicht mitbekommen hatte. "Ja, ja, ja.. ist ja gut, kein Grund mir die Rippen zu brechen!" scherzte ich, spürte tatsächlich aber immer noch das dumpfe pulsieren an der Stelle, wo sie mich erwischt hatte. "Ich bin ja mal gespannt was wir jetzt machen. Ob er uns einfach nur einen Vortrag im Stall hält? Vielleicht hat er ja Dracheneier und wir dürfen mal schauen! Oh oh oh oder dieser niedliche kleine Drache aus dem Beutel!" Die Brünette an meiner Seite war so begeistert, dass ich es nicht übers Herz brachte sie zu unterbrechen und so redete sie ununterbrochen vor sich hin, bis wir die Stallungen erreicht hatten.
     
  11. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Hunter

    Sie hatte mir versichert das sie nie Angst hatte, nun wenn dem wirklich so war, so war ich auf ihre Reaktion morgen gespannt. Das Geplänkel mit ihr vor dem Gemeinschaftsraum hatte mich belustigt Lächeln lassen. Bereits jetzt konnte ich die brennenden Spuren an meinen Hinterbacken und auch auf meinen Rücken spüren, aber das war etwas was ich sogar genoss... Waren es doch nur allzu deutliche Beweise dafür wie sehr sie unser Akt gefallen hatte.
    Jeder Schritt den ich weiter durch die Gänge des alten Schlosses machte hallte an den Wänden wider. In meinem Kopf spielte sich das Ganze von gerade eben nochmals ab. Ich musst gestehen, wären wir hier nicht Schülerin und Lehrer, hätte ich sie wohl heute Nacht bei mir behalten um ausgiebig mit ihr weiterzuspielen. Wie ärgerlich es doch war sie hergeben zu müssen, damit nicht irgendjemand Wind davon bekam... ärgerlich, aber das machte doch auch einen Teil des Reizes aus. Hätte ich wohl gewusst wie Katie über ihre Strafarbeit redete, hätte ich ihr wohl ihren hübschen Hintern versohlt. So hatte ich den Weg zu meinen Räumen schneller hinter mich gebracht als gedacht. Wenn man in Gedanken war ging wohl einiges wie von Zauberhand. Ich betrat den ersten Raum. Er war großzügig und offen angelegt. Eine kleine Kochnische, ein runder Tisch mit ein paar Stühlen rundherum, an einer Seite ein Bücherregal, Fotos und Zeichnungen von Drachen... gut dazwischen auch einigen anderen Tierwesen, aber die geflügelten Echsen überwogen eindeutig. Alles war in dämmriges Licht getaucht, einerseits vom magisch brennenden Feuer im Kamin und andererseits von ein paar Lampen. Eine große bequeme Couch samt einem dazugehörigen Sessel standen ebenfalls im Raum. Angrenzend dazu gab es ein eigenes Badezimmer und ein Schlafzimmer. Forky kam mir schwanzwedelnd entgegen und ich ging erstmal in die Hocke um den Terrier hinter dem Ohr zu kraulen. Ein zufriedenes Lächeln stieg in meine Züge als ich durch diese Bewegung wieder die Spuren an meinem Hintern mehr spürte und unweigerlich an Katie denken musste. Ich sah sie vor meinem inneren Auge, wie sie sich unter mir wand und stöhnte. Mit einem Seufzen unterbrach ich selber diese Gedanken und richtete mich wieder auf. Für eine Dusche war ich definitiv zu erschöpft, also entkleidete ich mich einfach und ließ mich auch schon ins Bett fallen. Wo mich süßer Schlaf umging, war er zu Anfangs noch schwarz und ruhig so wandelte er sich alsbald und Katie stahl sich hinein um mich erneut zu Verführen.

    Wie üblich wenn man einen solch prickelnden Traum hat, wurde man immer an dann aus dem Schlaf gerissen wenn es am spannendsten war. Der Wecker neben mir schepperte was das Zeug hielt und ich seufzte entnervt. Was in meiner Lendengegend los war, behielt ich mal lieber für mich. Nachdem ich dem Wecker also eine liebevolle Handschelle verpasst hatte, lag ich noch für einen Moment in meinem Bett und dachte über Katie nach. Das spitzbübische Grinsen das mein Gesicht einnahm, konnte ich dabei einfach nicht verhindern. Hier in meinen vier Wänden gab es ja auch niemanden der es mitbekommen würde. Oh ja ich wollte nur zu gerne wissen, wie weit sie zu gehen bereit war um dieses Spiel zu spielen. Nach dem es nichts brachte vor der Stallarbeit zu duschen verschob ich diese auf Hinterher, nachdem die Tierchen alle versorgt waren hatte ich mich vor dem Frühstück eben gewaschen. Viel Zeit blieb mir jedoch nicht um in der großen Halle groß auf etwas zu achten, denn ich musste zu meinen Drachen um das Gelände für den Unterricht vorzubereiten. Dementsprechend bekam ich auch nicht mit wie die Schüler ob der liebreizenden Erzählung von Katie zu mir hinüber sahen... selbst wenn, es wäre mir sch.eiß egal!
    Ich erwischte mir allenfalls dabei, wie ich ein zweimal meinen Blick über sie selber gleiten ließ, mich jedoch jedesmal selber wieder zur Ordnung rief. Sie sollte auf keinen Fall glauben, dass ich ihr ab sofort wie ein Hund hinterher hecheln würde nur weil ich einmal unter ihren Rock durfte. Ich zweifelte zumindest nicht daran, das sie wohl so ähnlich dachte, keiner von uns beiden würde es dem Anderen wohl einfach machen.
    Nach dem eher kargen und übereilten Frühstück war ich also zum Gelände aufgebrochen. Naloth und Ator, die beiden Männchen die ich hier hielt, schienen heute sogar recht guter Laune zu sein. Naloth war ein schwedischer Kurzschnäuzler und Ator ein walisischer Grünling, beides Drachenrassen die man mir gestattet hatte hier zu halten, da man sie wohl zu den 'weniger gefährlichen' Drachenrassen zählte. Vom Dritten wusste keiner was und das war auch gut so, denn dessen Haltung wäre mir auf dem Schulgelände wohl verboten worden. Explizit hatte ja keiner gesagt das sie nicht hier sein durfte, also brach ich ja so gesehen auch keine Regel. So bog ich mir das Ganze zumindest zurecht. Alle in ihre Käfige zu bringen war einfach, denn das hatte ich schon zu genüge trainiert, begütigend strich ich dem einen über die Schnauze und überlegte wen von ihnen ich meinen Schülern präsentieren sollte. Natürlich war es für mich immer wieder verlockend, zu gerne würde ich meinen ganzen Stolz herzeigen. Der norwegische Stachelbuckel... das Drachenweibchen ließ ein unwilliges Grollen hören und stieß zum Protest gegen die Stäbe ihres Käfigs. Sie war momentan nicht größer als ein Pony, aber dennoch nicht zu unterschätzen. Meine Wahl fiel dann jedoch auf Naltoh, immerhin hatte Katie ja auch ihn aus dem Beutel gezogen. Also ließ ich das Männchen wieder frei, jedoch noch vorerst in der geschrumpften Version. Mit einem tiefen Brüllen das wohl jeden anderen das Blut in den Adern gefrieren hätte lassen, beobachtete ich den silbrig-blauen Drachen wie er sich in die Lüfte erhob und ich lächelte. Konnte mir nur zu gut die dämlichen Gesichter mancher meiner Schüler vorstellen... ob Katie auch so dreinsehen würde? Nun wir würden ja sehen.
    Nachdem ich die anderen gefüttert hatte, hatte ich mich wieder an mein Tagewerk gemacht, denn schließlich mussten ja noch einige Schüler unterrichtet werden. Gegen Mittag hatte ich mich kurz in der Halle eingefunden, aber nur um mit der Direktorin den heutigen Ausflug zu besprechen. Damit sie eben bescheid wusste. Ich hielt das ja eher für überflüssig aber bitte. Was sollte denn schon passieren?
    Ich hörte ihr gerade mehr oder weniger zu, als sie mich mal wieder darauf hinwies dass die ganze Sache trotz meiner Fähigkeit gefährlich war und so weiter. Währenddessen ließ ich meinen Blick, wobei ich wirklich versuchte nicht allzu gelangweilt zu wirken, schweifen und traf auf den von Katie. Ich verzog keine Miene, ließ meinen Blick für einen Moment der sich wie eine Ewigkeit anfühlte auf ihr Ruhen. Spürte wie mir das Blut daraufhin scheinbar siedend heiß durch die Adern zu schießen begann und wieder die Erinnerung von gestern sich vor mein Inneres Auge schob. Doch schließlich wandte ich den Blick ab und konzentrierte mich auf die alte Frau da neben mir. "Wie üblich werde ich äußerste Vorsicht walten lassen Minerva", setzte ich den Satz an die richtige Stelle. Hmm.. das Gespräch wiederholte sich verdammt oft musste ich feststellen. Ich mochte jung und zeitweise wohl sehr impulsiv sein, aber ich war nicht dumm und ganz sicherlich würde ich nie einen meiner Schüler wissend einer Gefahr aussetzen. Ja gut... eine Schülerin vielleicht, aber die hatte es sich eben selbst ausgesucht! Schon wieder schlich sich das kleine freche Ding in meine Gedanken und ich hatte alle Hände voll damit zu tun, meine körperliche Reaktion darauf zurückzuhalten. Himmel! Als hätte ich sie nicht erst gestern Abend gev.ögelt!
    Ich hatte mich dann dazu entschieden, doch noch eine Kleinigkeit zu mir zu nehmen, beobachtete dabei wie meine Schüler sich einer nach dem Anderen auf dem Weg zum Unterricht machte. Ob auch nur einer von ihnen ahnte, was tatsächlich vor ihnen lag? Ein selbstgefälliges Lächeln zuckte in meinem Mundwinkel, ja was das anging war ich wohl ein klein wenig sadistisch veranlagt. Schließlich erhob ich mich um mich für den praktischen Unterricht noch umzukleiden. Das hieß wie üblich die schwarzen Kampfstiefel, die Raulederhose und das enge Shirt, dazu trug ich einen dunkelbraunen Schulterholster in dem mein Zauberstab steckte. Gerüstet und aufgeregt wie immer vor so einer Stunde machte ich mich auf den Weg in die Stallungen, vor denen die Klasse sich schon versammelt hat. Angeregt unterhielten sie sich miteinander, mutmaßten was wohl geschehen würde. "Guten Tag Klasse!" rief ich über sie hinweg und augenblicklich wurde es still, bevor der Gruß erwidert wurde. "Bitte geben Sie mir Ihre Hausaufgaben", sagte ich und nahm schon die erste Rolle entgegen. Wie erwartet hatte jeder etwas für mich und so konnte ich erstmal nur zufrieden nicken. Ich verstaute die Arbeiten der Klasse erst einmal in den Stallungen in einem Fach welches ich abschloss. "Gut, der Unterricht findet heute auf einem Hochsicherheitsgelände statt, es ist mit mächtigen Zaubern umgeben um die Wesen die dort drinnen leben auch dort drinnen zu halten", erklärte ich kurz um, ließ meinen Blick über die Schüler gleiten. "Folgen Sie mir Herrschaften!" forderte ich alle auf und mein Blick blieb kurz an Katie hängen. Ja ich musste wirklich gestehen, auf ihre Reaktion war ich am meisten gespannt. Würde sie kneifen? Oder würde sie noch immer so fasziniert sein, würde die einem der Wesen leibhaftig gegenüberstehen?
    Ich hielt vor der steilen Felswand an und wandte mich an die Schüler, sie waren hinter mir nur zu deutlich konnte ich ihr schnattern und ihr maulen hören. "Aber hier gehts doch gar nicht weiter!" hörte ich einen maulen und konnte mir das Schmunzeln nicht verkneifen. "Langsam sollten Sie gelernt haben, dass hier in Hogwarts nichts so ist wie es scheint Mister Finnigan!" erklärte ich locker und griff nach meinem Zauberstab. "Nachdem ich die Tür geöffnet habe, folgen Sie alle in den Tunnel dahinter. Der oder die Letzte sorgt bitte dafür das die Tür dahinter wieder geschlossen ist! Danach folgt freies Gelände, aber man kann schon vom Tunnelausgang eine Hütte sehen. Wir gehen zügig auf dem schnellsten Weg dorthin. Niemand tanzt aus der Reihe!" erklärte ich mit lauter und klarer Stimme. Sah von einem zum anderen um sicher zu gehen das auch alle verstanden hatten. Natürlich las ich in einigen Gesichtern Unverständnis, einige waren wohl genervt weil sie sich fragten wieso ich so einen Aufriss machte und andere bekamen wohl eine leise Ahnung das dies keine einfache Unterrichtsstunde werden würde.
    "Bleiben Sie stets in meiner Nähe, dann passiert Ihnen auch nichts!" versuchte ich dann doch etwas zu beschwichtigen. Als ich mich umdrehte konnte ich das Grinsen in meinem Gesicht jedoch nicht mehr so ganz verbergen. Ich hob meinen Zauberstab, schwang ihn und murmelte den Spruch. Die schwere eiserne Tür erschien aus dem Stein, knarrte und ächzte leise dabei. Ich schob sie auf und betrat den schwach beleuchteten Tunnel dahinter, musste dafür meinen Kopf leicht einziehen da ich sonst gegen den Türrahmen geknallt wäre. Der Tunnel war, wie schon erwähnt, nicht sonderlich groß meine Schultern streiften beinahe die Wände. Ich hörte das erstaunte murmeln hinter mir. "Na wirds bald!" forderte ich etwas ungeduldig auf als man mir nicht gleich folgte. Doch schließlich kam schon der erste durch die Tür. Vorne am anderen Ende wartete ich wieder, drehte mich um um sicher zu gehen das die Tür auch wieder geschlossen wurde. Nicht das Unbefugte hinein kamen... oder gar vielleicht doch noch etwas hinaus.

    Erst als die Tür sicher verschlossen war, trat ich hinaus auf die Wiese und deutete mit einer Hand auf die Hütte. "Gehen Sie voraus Mister Finnigan!" forderte ich den jungen Mann auf, der sogleich zu gehen anfing. Die Schüler sahen sich um, waren wohl noch immer ganz perplex und verwundert über mein Verhalten. Gerade hatte der erste Schüler die Hütte erreicht als man aus der anderen Ecke des Geländes ein Brüllen vernehmen konnte. Trotz der verminderten Größe des Drachen war sein Organ immer noch mächtig genug um es hier klar und deutlich vernehmen zu können.
    Einige Köpfe drehten sich mit ängstlichen Blick zu mir um. "In die Hütte mit Ihnen!" forderte ich auf und machte eine ausladende Geste in die Richtung eben dieser. Hatte es aber selber alles andere als eilig, während ein paar der Schüler doch ins laufen kamen. Ja mir gefiel es sie etwas zu ärgern und im unwissenden zu lassen. Alle waren sicher angekommen und ich stellte mich in den Eingang. "Dies ist eine Schutzhütte, hier drinnen kann Ihnen nichts passieren. Die Spiegel da vorne sind verzaubert, so können Sie sehen was draußen vor der Hütte passiert. Bitte stellen Sie sich alphabetisch ihrer Nachnamen nach geordnet auf, ich werde Sie einen nach den Anderen dann heraus holen und Sie dürfen sich Naloth ansehen. So nah wie ihre Beine und er es eben zulassen." erklärte ich weiterhin und ließ meinen Blick wieder schweifen, sah hinaus über die Ebene vor der Hütte, aber noch war der blaue Drache nicht zu sehen. Er wartete wohl irgendwo geduldig ab. Wäre ich alleine so wäre er schon hier, aber die Gerüche und die fremden Geräusche hatten ihn wohl abgehalten. "Professor Dracoris! Sie veräppeln uns doch nur! Hier gibt es doch nie und nimmer einen echten Drachen! Wieso also dieser Aufwand?!" Kam es dann von einem Gryffindor-Schüler. Ich hatte die Arme vor meiner Burst verschränkt, stand leicht breitbeinig da, die Miene ernst und kühl. "Wollen Sie persönlich nachsehen ob wirklich kein Drache hier ist?" fragte ich die Stimme bedrohlich gesenkt. Der Mund des Schülers klappte zu und er rang wohl mit sich, ließ es dann bleiben... so viel zum Mut der Gryffindors. "Gut, in einer Reihe aufstellen! Ich hole derweil Naloth heran", wies ich an und trat wieder ins Freie, schloss die Tür vorerst. Man wusste ja nie ganz wie der Drache jetzt aufgelegt war. "Vermutlich ist es doch nur ne Drachenkatze..." mutmaßte eine andere Schülerin doch das hörte ich nicht mehr.

    Gemächlich trat ich vor die Hütte und man konnte mich in den verzauberten Spiegeln sehen, als würde man durch ein Panoramafenster blicken. Ich hob Daumen und Zeigefinger an meinen Mund und stieß einen schrillen Pfiff aus, das Echo des Pfiffs hallte durch das ganze Tal und für einen Moment war alles still, ich griff währenddessen wieder nach meinem Zauberstab und hielt ihn für den Entschrumpfungs-zauber bereit. Dann konnte man kurz auf den Pfiff eine kleine Gestalt am Himmel sehen, auch Naloth war momentan nicht größer als ein Pony, doch das würde ich jetzt ändern. Denn schließlich sollten die Schüler wissen womit sie es zu tun bekommen würden, sollten sie tatsächlich mal über einen Drachen stolpern. Ich zielte auf den Drachenkörper, vollführte den Schwung damit und sprach den Spruch dazu. Schon begann der Drache nicht nur deswegen zu wachsen weil er näher kam, sondern weil er sich wirklich zu seiner vollen Größe entwickelte. Der silber-blaue Drache stieß ein weiteres Brüllen aus, dass die Luft herum beinahe zum vibrieren brachte. Man konnte jeden Schlag der ledrigen Flügel vernehmen und als er, wohl um seiner Freude darüber seine natürliche Form zu haben ausdruck zu verleihen, eine klare blaue Flamme spie konnte man die Hitze bis hierher zu mir spüren. Er setzte nicht unweit von mir auf, schüttelte den massigen Körper und wandte sich mir zu. Ein Grollen entstieg seiner Kehle, als er an mich ran kam, jeder seiner Schritte ließ die Erde leicht erzittern und gab ein dumpfes Geräusch von sich, zeugte von dem Gewicht und der Kraft die hier auf den Erdboden einwirkten.
    Ungerührt stand ich mit verschränkten Armen da und beobachtete wie er sich erstmal etwas aufplusterte, witterte... Er wusste das ich nicht alleine war. Ich löste meine Arme langsam und streckte meine Hand aus als der Drache nah genug war um ihn zu berühren. Einer Katze gleich schmiegte der blaue Drache seinen Kopf vorsichtig in meine Hand. Eine stärkere Bewegung und das Tier hätte mich ohne Probleme Meterweit durch die Luft schleudern können. "Na, bist du bereit für die ganzen Anfänger?" fragte ich ihn mit gesenkter Stimme und bekam wie als Zustimmung ein leises brummen, das tief aus dem Brustkorb des Wesens entstieg. Ich bedeutete den Drachen ruhig stehen zu bleiben und ging dann wieder zur Hütte, als ich die Tür öffnete musste ich hart an mich halten um nicht zu lachen. All diese entgeisterten Blicke... das war es doch jedesmal Wert! "Nun, der Erste kann kommen", meinte ich dann in die Stille des Raumes und schmunzelte.
     
  12. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Kathrine

    Das aufgebrauste Mädchen neben mir verstummte erst, als Hunters Stimme über unsere Köpfe hinweg zu hören war, sogleich nach Aufmerksamkeit verlangte und mir die Nackenhaare aufstellen ließ. Er sah verboten gut aus in seiner Ledermontur, es zeichneten sich die Muskeln unter seiner Kleidung hervor und ich brauchte einen Moment um meinen Blick von ihm los zu reißen und stattdessen seinen Worten zu folgen. "Folgen Sie mir Herrschaften!" Quasi binnen Sekunden war das aufgeregte Schnattern zurück, dieses mal war es fast tastbar in der Luft, während wir uns auf eine Felswand zubewegten die abseits vom Stall lag, Hogwarts in weiter Ferne dahinter und für einen Moment war ich versucht einfach zu verschwinden - doch sicherlich dürfte nichts hinter den Felsen liegen, dass uns gefährlich werden könnte. Oder? "Bleiben Sie stets in meiner Nähe, dann passiert Ihnen auch nichts!" Das Grinsen auf seinem Gesicht sprach Bände und auch wenn seine Worte beschwichtigend wirken sollten, hatten sie einen ganz anderen Effekt auf mich, mit einem mal war die Krawatte viel zu eng und das bis oben geschlossene Hemd schien mir die Luft abzuschnüren. Doch ehe ich mich weiter ob seines Anblicks, seinen Worten oder der Erinnerung an letzte Nacht vollkommen verlor, brachte mich das das laute Ächzen einer schweren Tür zurück. Ein Tunnel tauchte vor uns auf und ich fiel fast bis nach ganz hinten, nur Petra war noch weiter hinter mir und mit einem Ausdruck auf dem Gesicht, der Bände sprach. Sie wollte hier nicht sein und zum ersten Mal konnte ich ihr ihre Laune nicht verübeln. Gerade als sich die Felsen öffneten und ich auf eine Lichtung trat, die ersten schon kurz vor der besagten Schutzhütte war, grollte ein Brüllen durch die Luft, vibrierte und ich spürte wie mein Herz einen Satz machte, ob vor Nervosität oder Aufregung war ich mir nicht sicher. Ich suchte Hunters Blick, doch der schien noch immer so entspannt wie zuvor und wieder versuchte ich mich zu beruhigen, dass sicher niemand einen Schüler opfern würde nur für den Zweck des Unterrichts. Als wir die Hütte betraten war sie nicht all zu groß, Spiegel zeigte was draußen auf dem Gelände vor sich ging und ich erwischte mich dabei, wie mein Blick von dem großen Mann in der Tür glitt und stattdessen neugierig die Umgebung beobachtete, im sicheren der Hütte war die Neugierde dann doch größer als die Sorge.
    "Bitte stellen Sie sich alphabetisch ihrer Nachnamen nach geordnet auf, ich werde Sie einen nach den Anderen dann heraus holen..." - Oh dieser Arsch! Trotzig wie der Teenager der ich eben war, verschränkte ich die Arme vor der Brust, hatte bis eben noch fast ganz vorne, fast direkt vor ihm gestanden, drehte mich jetzt auf dem Absatz um und stiefelte an den anderen vorbei, die sogleich versuchten sich in Reih und Glied aufzustellen. Man konnte ja sagen was man wollte, über die Mode der Zauberer, aber ein langer Umhang war herrlich für dramatische Abgänge, wehte er einem doch wunderbar hinterher und setzte das trotzige Verhalten wunderbar in Szene.
    In den großen Spiegeln konnte ich kurz darauf beobachten wie am Horizont ein kleiner, blauer Fleck auftauchte und mit einem Mal immer größer wurde und als mein Blick kurz von dem Drachen fiel, sah ich das Hunter seinen Zauberstab in der Hand hielt, er war wohl dafür verantwortlich, dass die Masse des Wesens mit einem mal so sehr zu nahm. Um mich herum war es mit einem Mal seltsam still geworden, niemand traute sich ein Wort zu sagen, bis der massige Körper des Drachen auf den Boden aufsetzte, das Beben der Erde auch in der Hütte deutlich zu spüren war und dem ein oder anderen ein entsetzter Schrei entkam. Spätestens als die große, blaue Flamme aus der Kehle des Drachen stieß, hatte ich mit allen anderen zusammen meine Stimme wieder gefunden. "Unglaublich.." flüsterte ich atemlos, war wie die anderen Schüler instinktiv an die Spiegel getreten um näher zu sein, um mehr zu sehen. Im Schein der Mittagssonne wirkte die Haut des Drachen fast zu glitzern, das silberblau reflektierte und lud gerade zu dazu ein es anzufassen und dann tat der Drache etwas, dass ich nicht erwartet hätte. Nach den ganzen Erzählungen, den Büchern die ich gewälzt hatte, waren Drachen unzähmbar, geschweige denn domestizierbar, doch hier stand Hunter Dracoris und streichelte den riesigen Kopf des Wesens als sei es nichts weiter als eine Katze. Fassungslos lehnte ich mich gegen das kalte Metall, verschränkte wieder die Arme vor der Brust als ich realisierte, dass Hunter sich umdrehte und zurück zur Hütte kam und versuchte so gut es ging jeglichen Ausdruck aus meinem Gesicht zu verbannen. Außer vielleicht den Vorwurfsvollen Blick, weil er mich - ob unbeabsichtigt oder nicht - nach ganz hinten verbannt hatte. Der erste war Xander Alistair, Gryffindor und normalerweise unerträgliches Arsch, doch in dem Moment das er durch die Tür nach draußen trat, konnte man sehen wie sich seine gesamte Körpersprache änderte, nichts war mehr übrig von dem sonst so selbstbewussten Jungen, stattdessen hatte er die Schultern fallen gelassen und stand zwei Schritte hinter Hunter, während dieser sich wieder dem Drachen näherte. Und während Naloth genehmigte, dass Hunter wieder zu ihm kam, schien er weniger begeistert von der Bekanntschaft Xanders', welcher sich kaum näher traute. Man konnte durch die Spiegel sehen, dass Hunter sprach, doch seine Worte drangen nicht an uns heran aber ich hätte schwören können, dass er beruhigend sprach. Auf wen diese Beruhigung jedoch wirken sollte, da war ich mir nicht sicher, denn Xander schüttelte letztlich vehement den Kopf wobei der Drache relativ ruhig aussah, und ging langsam aber entschlossen wieder rückwärts auf die Hütte zu, ließ den Drachen dabei nicht aus den Augen.
    Es folgten einige andere Schüler und mit jedem, der vor mir dran war, wuchs mein Unmut, die Zeit tickte vor sich hin und wenn ich ehrlich war, hatte ich letztlich vielleicht Sorge das ich gar nicht mehr dran kommen würde, bei dem Tempo das hier an den Tag gelegt wurde. Je mehr Schüler zurück kamen, desto lauter wurde es in der Hütte, sie unterhielten sich aufgeregt und ekstatisch, manch einer hatte kurz eine Hand an den riesigen Kopf legen können und ihre Stimmen hallten in dem kleinen Gebäude vor sich hin, was mich nur mehr reizte, mein Absatz schnellte in rhythmischen Bewegungen auf den Boden und spiegelte meine wachsende Unmut wieder. "Kannst du mal aufhören damit, dass nervt mega!" beschwerte sich letztlich Perta, die vor mir stand und etwas grün um die Nase aussah. "Ich weiß nicht, kannst du mal aufhören so scheiße auszusehen?" gab ich schnippisch zurück und hätte ihr am liebsten den Mund verhext, starrte sie stattdessen doch nur in Grund und Boden, so dass sie letztlich vor mir flüchtete als die Tür wieder aufging und eine kleine, schmächtige Schülerin freudestrahlend hinein kam. Genervt und angefressen beobachtete ich, wie Petra realisierte, dass sie zwar meinen Launen entkommen war, dafür jetzt aber dem Drachen gegenüber stand und für einen Augenblick schlich sich ein gehässiges Grinsen auf mein Gesicht. Geschah ihr doch recht. Sie haderte mit sich, stand zwischen Hütte und Hunter, der kam letztlich auf sie zu und - ich vermutete - sprach beruhigend auf sie ein, versuchte sie an den Drachen zu locken, hatte sie doch bisher kaum drei Schritt vom Haus gemacht. Doch alles gute zureden und aufmuntern schien nichts zu helfen, versuchte Petra doch nur einen Augenblick darauf zu flüchten. Nicht zurück in die Hütte, sondern zurück zu den Felsen. Dies schien dem Drachen nicht zu gefallen, vielleicht war es die schnelle Bewegung oder die Stimmung, die in der Luft lag, doch er trat einige mächtige Schritte zurück, fast als wäre er beleidigt und Hunter fing Petra ab, die es fast zurück geschafft hatte, hielt sie in seinen Armen zurück und redete wieder mit ihr.
    Das war es. Mein Geduldsfaden riss fast hörbar, ich warf meinen Umhang auf den Boden mitsamt meiner Tasche, sorgte dafür das die Gespräche verstummten, doch bekam das gar nicht mehr mit, hatte stattdessen die Tür der Hütte aufgerissen und stand mit einem Mal im strahlenden Sonnenschein. Ich hatte sofort die Aufmerksamkeit des großen Wesens auf mir, spürte mein Herz in der Brust gegen meine Rippen schlagen, doch würde jetzt sicher keinen Rückzieher machen. Seine Schuppen leuchteten in Realität fast noch mehr, auch schien er nochmal gewachsen zu sein - vielleicht verzogen die Spiegel das Bild doch ein wenig - und ich konnte schon auf diese Entfernung den warmen Atem des Wesens auf meiner Haut spüren. Mein Blick lag voller Bewunderung auf dem Drachen, ich hatte keine Zeit Angst zu haben während ich mit sicheren Schritten auf den Drachen zuschritt, erst stehen blieb als aus seiner Kehle ein tiefes, Markerschütterndes Brüllen zu hören war. Er wirkte aufgebracht, doch noch während er sich vor mir aufplusterte, seine Augen meine Figur fixierten und ich mich in ihnen wieder spiegeln konnte, fand ich meine Stimme wieder. "Na, du bist aber ein Hübscher... so gefährlich bist du gar nicht, oder?" Es sah aus als lauschte er meinen Worten, legte leicht den Kopf schräg und gerade als ich dachte meine Faszination könnte nicht mehr wachsen, schob er langsam seinen Kopf in meine Richtung, atmete tief ein als wolle er meinen Geruch aufnehmen, als würden ihn seine Sinne trügen und was er sah und roch passte nicht zusammen. Und dann streckte ich meine Hand nach ihm aus.
     
  13. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Hunter

    Es war unbewusst geschehen, das Katie wohl als eine der Letzten dran kommen sollte. Ich hatte es bis jetzt immer so gehandhabt, es gab einfach am wenigsten Nörglerei. Den dramatischen Abgang hatte ich nur nebenbei wahrgenommen, war viel zu sehr damit beschäftigt mich darauf zu konzentrieren welche Laune Naloth hatte und das die Schüler auch sicher hier drinnen blieben und nicht in Panik quer durcheinander liefen... Gut falls das wirklich mal vorkommen sollte, wusste ich ja das ich den Drachen als erstes einsperren würde müssen und dann erst den Schülern hinterher. Das war tatsächlich noch nie so vorgekommen.
    Mister Alistair war der Erste der die Ehre hatte mit dem Drachen nähere Bekanntschaft zu schließen. Der sonst so selbstsichere Junge wirkte jetzt gar nicht mehr so vorlaut wie sonst. Ja diesen Effekt hatten die Drachen meistens auf solche Personen. Der Junge blieb etwas weiter hinter mir, während ich wieder wie selbstverständlich auf den silberblauen Drachen zu ging ein Lächeln dabei auf den Lippen. Das Tier sah mir mit einer beinahe stoischen Ruhe entgegen, blähte nur leicht die Nüstern als ihm wohl der Geruch des Jungen hinter mir in die Nase stieg. Ich erreichte den Drachen, legte meine Hand an seine Schulter um ihn ruhig zu halten, doch ein Rascheln ging über den Körper des Drachen und die Stacheln an seinem Körper stellten sich etwas auf, er bleckte leicht die Zähne und hob den Kopf und ein leises grollen war in seiner Brust zu vernehmen. Beruhigend sprach ich auf den Drachen ein, der sich daraufhin etwas beruhigte. Aber der Junge stand immer noch wie angewurzelt da und schließlich hatte ich auch für ihn ein paar Worte übrig. Ich sagte Mister Alistair das er ruhig näher kommen könnte, dass dies vermutlich die einzige Chance sei einen lebendigen Drachen so nahe kommen zu können. Doch der Junge schüttelte den Kopf und ging rückwärts zurück zu Hütte, ein Schmunzeln entkam mir doch und ich strich dem Drachen begütigend über die Schulter, der seinen Kopf mir zudrehte als der Andere in der Hütte verschwunden war. "Keine Sorge dein Charme ist ungebrochen alter Junge", sagte ich leise zu ihm und ging dann den nächsten Schüler holen. Einige waren mutiger, wagten sich sogar wirklich ran um ihn zu berühren, andere blieben auf Distanz stehen.

    Erst als ich nun die nächste Schülerin holte, kam mir ja in den Sinn das Katies Nachname mit W anfing... Jaha das Beste kam wohl immer zum Schluss. Miss Parkinson sah alles andere als gut aus als sie mit mir die Hütte verließ. Auf dem halben Weg zum Drachen hatte ich inne gehalten als mir klar wurde das sie nicht folgte. Mein Blick ging zurück zu ihr und am liebsten hätte ich genervt aufgeseufzt. Sie war blass und zitterte am Leib. Solche Kandidaten waren immer die Anstrengendsten, man konnte kaum mit ihnen reden, sie hörten nicht zu und verhielten sich wie dumme Schafe. "Es ist alles in Ordnung Miss Parkinson, sehen Sie mich an!" versuchte ich beruhigend auf sie einzureden, doch ihre großen vor angst geweiteten Augen blieben auf Naloth liegen. Der hatte sich mittlerweile sogar niedergelegt und beobachtete das Ganze erstmal gelangweilt. Es war vergebene Liebesmüh, das Mädchen machte kehrt und begann zu laufen, aber nicht in die Hütte die viel näher gewesen wäre... sondern in Richtung des Tunnels. Sch.eiße! Mein Blick zuckte kurz zu Naloth der sich ob der schnellen Bewegung animiert fühlte, war er eben noch gelegen war er schon aufgestanden und schnupperte witternd in die Richtung von Miss Parkinson. Ich machte eine beschwichtigende Handgeste, so das der Drache mich ansah und schon beinahe enttäuscht durch die Nüstern schnaufte, wieder ein paar Schritte zurück machte. Währenddessen hatte ich der Schülerin nachgesetzt und hatte sie eingefangen. Sie wehrte sich in meinem Griff, doch sehr stark war sie nicht, beruhigend sprach ich auf sie ein. Versuchte dem panischen Ding da klar zu machen, dass das was die da gerade tat man vor keinem einzigen Raubtier machen durfte. Sie versetzte mich mit ihrem Ellbogen einen Schlag zwischen die Rippen was mir doch ein knappes 'uff' entlockte. Gerade hatte ich es geschafft das Mädchen zu beruhigen als ich das Brüllen des Drachens in meinem Rücken vernahm. Langsam drehte ich mich um und mir gefror das Blut in den Adern. Es war als würde die Welt für mich auf einmal in Zeitlupe laufen, erfasste mit Unglauben was da gerade ablief.
    Katie! Ohne zu zögern stieß ich Miss Parkinson in den Tunnel und gab Fersengeld. Kein Befehl der Welt würde den Drachen jetzt noch weg bekommen, ich sah wie er seinen Kopf nach vorne lehnte. Die blähenden Nüstern, erst waren die Pupillen noch breit und nahmen wohl einen vertrauten Geruch auf, doch dann verengten sie sich als er wohl erkannte, dass nicht ich es war der da vor ihm stand. "Zurück!" brüllte ich während des Laufens, aber weder Drache noch Katie schienen hören zu wollen. Das Schnaufen wurde scharf, ein wildes Knurren kam aus der Kehle des Wesen als es sich aufgebracht aufbäumte und die Zähne bleckte. Das Maul weit aufsperrte und auf das Mädchen zusprang, mit einer Klaue in ihre Richtung schlug. Genau in diesem Moment bekam ich sie zu fassen, drehte sie aus der Reichweite, den linken Arm schützend um sie gelegt,den restlichen Körper um sie vor dem Wesen abzuschirmen. Spürte jedoch den scharfen Schmerz der meinen rechten Oberarm durchfuhr, als die Krallen diesen streiften, mühelos die Haut und Fleisch aufschlitzen und den Ärmel in Stücke schnitten. Völlig erschüttert darüber was er gerade getan hatte, trat der Drache hin und her, wich mit gesenkten Kopf zischend von uns zurück als hätte ich ihn geprügelt. Er schnupperte in meine Richtung roch das Blut, wagte sich jedoch nicht mehr näher ran. Ich richtete mich auf und begegnete dem Drachen mit meinem Blick. "Ab! Geh!" bellte ich in seine Richtung. Es würde keinen Sinn machen ihn jetzt noch hier zu behalten, ihn hier zu beruhigen zu versuchen würde eine gefühlte Ewigkeit dauern. So drehte er sich um, der Boden erzitterte als er Anlauf nahm und dann mit einem mächtigen Satz abhob. Mit kräftigen Flügelschlägen nahm er an Höhe zu und flog in Richtung der zerklüfteten Felsen am Anderen Ende des Geländes. Ich würde später nochmal nach ihm sehen. Erst jetzt konnte ich mich entspannen, nun ja... zumindest wusste ich das Naloth keine Gefahr mehr war.
    Mein Atem ging stoßweise, wohl teils wegen der Panik die ich verspürt hatte und wegen des Sprints den ich hierher gemacht hatte, der hätte wohl jedem Granianer Konkurrenz gemacht. Noch immer hielt ich Katie mit meinem linken Arm fest an meine Seite gedrückt, während mein Blick dem Drachen folgte bis er hinter den spitzen Felsen verschwand. Erst dann löste ich meinen Blick von dort und sah auf das blonde Mädchen da in meinem Arm hinunter. "Alles in Ordnung bei dir?" fragte ich nach, zu tief saß der Schrecken noch in meinen Knochen. Darüber vergas ich sogar die förmliche Anrede. Nachdem ihr nichts zu fehlen schien, zogen sich meine Augenbrauen finster zusammen und ein bitterböser Blick traf sie. Der Ärger keimte gerade in mir hoch und ich spürte wie mein Griff um ihre Schulter etwas fester wurde. "Was um Himmelswillen hat dich da geritten Mädchen?!" fragte ich mit malmenden Zähnen. Packte sie dann links und rechts an den Schultern, den blutigen Arm völlig ignorierend und hielt sie vor mir fest, damit sie mir nicht entkam. Konnte gerade noch so verhindern sie einfach zu schütteln. "Ist dir klar was passieren hätte können?! Wäre ich nur etwas langsamer gewesen, wärst du als Zwischenmahlzeit geendet! Ich stelle diese Regeln doch nicht zum Vergnügen auf!" wetterte ich weiter. Am liebsten hätte ich gerade irgendwas zerschlagen, so voll war ich von dem Adrenalin. Doch schließlich wurde ich mich meines Ausbruchs gewahr und ließ von ihr ab. "Ich hätte von Ihnen mehr erwartet Miss Wilson! Das wird auf alle Fälle Konsequenzen haben," setzte ich dran und wandte mich an die Hütte. "Die Stunde ist beendet, wir gehen zurück zum Schloss!" verkündete ich und konnte die Panik die noch immer in meinen Knochen widerhallte ziemlich gut unter dem Ärger verstecken. "Professor? Sie bluten!" Wies mich ein Mädchen darauf hin. Erst jetzt sah ich auf meinen rechten Arm an dem drei ziemlich hässliche Wunden klafften. Saubere Schnitte die man wohl auch von einem Skalpell erwarten würde. Ich knurrte unwirsch, das war nichts was die Schwestern im Krankenflügel nicht wieder schnell hin bekamen. Nur zögerlich und ängstlich umschauend kamen die Schüler aus der Hütte und eilten hinüber zum Tunnel, wo die völlig aufgelöste Miss Parkinson am Boden saß. Das Blut begann zu fließen und ich fluchte derbe als ich die warme Flüssigkeit an meinem Arm runter rinnen spürte.
    Momentan versuchte ich noch einen kühlen Kopf zu bewahren, gut das mein finsterer Blick alle zur Eile mahnte. Die Stimmung so gut sie wohl auch noch vorher gewesen war, war jetzt dahin und alles in allem, war ich verdammt froh das es mich erwischt hatte und keinen der Schüler. Auch wenn es absolut nicht notwendig gewesen wäre, mein Blick suchte Katie die sich am Ende der Gruppe aufhielt. Mit einem Blick vergewisserte ich mich das bei ihr auch wirklich alles in Ordnung war. Mit einem Seufzen sah ich nochmal zurück und brachte dann alle Schüler wieder heil auf die andere Seite des Tunnels, die Tür fiel ins Schloss und löste sich sogleich wieder auf.
    Ich ignorierte die Wunde an meinem Arm während dem Marsch zurück zum Stall, würde den Teufel tun um irgendwie die Schwäche einzugestehen. Mit dem Gedanken war ich nur bei Naloth und das ich dringend nochmal zu ihm musste um sicher zu gehen das alles in Ordnung war. Aber verdammt nochmal ich musste erst die Wunde versorgen lassen bevor ich zu viel Blut verlor. Sollen wir Hilfe holen Professor? fragte einer der Schüler. "Nein, den Weg zum Krankenflügel schaffe ich schon noch alleine. Sie sind entlassen für heute, lassen Sie das heute gelernte auf sich wirken", meinte ich nur so ruhig und abgeklärt wie üblich. Ich wartete bis die meisten Schüler gegangen waren, bevor ich in die Stallungen ging wo einige der Wesen erstmal nervös schnauften weil sie das Blut an mir rochen. Mein rechter Arm fühlte sich mittlerweile taub an und ich hielt ihn schonend an meine Seite gedrückt, während ich nach dem Verbandskasten griff um notdürftig einen Druckverband anzulegen, was mit einer Hand wohl schwer werden würde. Ein Fluchen entkam mir und zu gerne hätte ich den ganzen Kasten an die Wand gepfeffert. Ich hatte eine scheiß Angst gehabt... und das hatte nicht nur etwas damit zu tun das es beinahe eine Schülerin erwischt hätte, sondern noch mehr das es Katie gewesen war. Ja etwas enttäuscht war ich auch, ich hatte sie für Intelligenter gehalten... was hatte sie bloß auf diese sch.eiß Idee gebracht?!
     
  14. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Kathrine

    Es war als wäre die Welt um uns herum stehen geblieben und ich realisierte zu spät, was als nächstes geschehen würde, war viel zu sehr in Trance geraten, als das ich Hunters warnende Rufe und seine sich nähernde Gestalt wahrgenommen hätte. Fasziniert beobachtete ich, wie sich der riesige Drache langsam vor mir aufbäumte und seine Messerscharfen Zähne entblößte. 'Die Anzahl der Zähne ist je nach Gattung verschieden, kann jedoch bis zu 300 betragen.' schoss mir die Passage aus dem Lehrbuch durch den Kopf, während ich noch immer nicht realisierte welche Gefahr sich da über mir zusammen braute - und dann war da Hunter, sein Körper schob sich schützend um mich und der Drache verschwand aus meinem Blickfeld, ich kam langsam wieder zu mir und spürte erst jetzt, dass mein Puls viel zu schnell ging, mein Atem in Stößen und dann hörte ich wie etwas zerriss, in meiner Nase kitzelte der bittere Geruch nach Eisen und da war der Moment vorbei. Er scheuchte den Drachen von dannen wie einen räudigen Hund, doch noch ehe ich dem nachtrauern konnte, mich beschweren konnte, schob mich Hunter von sich, packte mich fest bei den Schultern und ich ließ ein pikiertes Geräusch ertönen, kam jedoch gar nicht dazu auch nur eine seiner Fragen zu beantworten, wetterte er doch einfach gleich weiter. Mein Instinkt kickte ein noch bevor ich in Worte fassen konnte, was passiert war, bevor ich mich entschuldigen konnte, ich wandt meine Schultern aus seinem Griff, ignorierte den Schmerz dabei und verschränkte im Trotz die Arme vor der Brust, drehte ab um meine Schwäche weder vor ihm noch vor den Schülern, die in dem Moment aus der Hütte strömten und auf sein Gebell reagierten, zurück zum Schloss zu kehren, zu zeigen. Als ich mich bückte um Tasche und Umhang aufzuheben, hörte ich dass jemand feststellte, dass Hunter blutete und ich zuckte unwillkürlich zusammen. "F.ck." murmelte ich, Lia zog mich hinter sich her, mein Blick fiel auf Hunter, ehe alles dunkel wurde zwischen den Felsen. "Was da alles hätte passieren können, Katie! Was war denn da los? Komm schon!" sie zog mich am Stall vorbei, ich schüttelte sie ab und schüttelte vehement den Kopf. "Keine Ahnung, okay?! Petsy die alte Ratte verblödelte die letzten Minuten des Unterrichts und ich musste den Drachen sehen. Ist es das was du hören willst? Oder das ich einfach nur dumm bin und keine Ahnung habe, was ich an dieser scheiß Schule überhaupt will?!" Damit hatten weder Lia noch ich gerechnet, mir taten die Worte leid, noch während ich sie ausgesprochen hatte, ließ ich meinen Schock und die unberechtigte Eifersucht doch an der Person aus, die am wenigsten dafür konnte. Lia ließ den Kopf hängen, doch sie sagte kein Wort, während ich mich auf dem Absatz umdrehte, mit breiten Schultern und erhobener Nase, rempelte Petsy, die als letzte hinter uns her geschlichen war, noch ordentlich an, ehe ich im Schatten der Stalltür stehen blieb.
    Ich hörte seine Stimme, rau und aufgebracht und mein Gewissen meldete sich, ich schluckte hart und trocken, ehe ich in die Gasse trat, mein Hirn auf Autopilot umschaltete. Ohne ein Wort zu sagen, das Gesicht zu einer stoischen Maske verzogen, trat ich neben ihn, hatte Angst er könnte im nächsten Moment explodieren und mir wortwörtlich den Ar.sch aufreißen, aber es würde mich nicht davon abhalten ihm zu helfen so lange er mich nicht explizit weg schickte. Mit einem Zittern nahm ich ihm den Verband aus der Hand, ging seinem Blick aus dem Weg und starrte stattdessen auf das offene, blutende Fleisch, dass sich offenbarte als ich den Ärmel seines Oberteils nach oben schob. "Egal was ich sage, es macht keinen Sinn und du wirst mich für dumm halten - das tut jetzt weh." ich sprach leise und schnell, schluckte das warme Brennen hinter meinen Augen hinunter, ich würde ganz bestimmt nicht anfangen vor ihm zu weinen, schon gar nicht echte Tränen. Hatte ich den Verband bisher nur locker um die klaffende Wunde gewickelt, so übte ich jetzt Zug aus, dass sollte die Blutung fürs erste stoppen, bis er in den Krankenflügel kam. "Aber es tut mir leid." Ich wollte mich vor ihm nicht erklären, wenn er meine Worte nicht hören wollte und ich verstand es ja selbst nicht. War es Eifersucht gewesen? Hatte mich der Anblick von der dummen Petsy in seinen Armen wirklich dermaßen aufgefressen? Oder war es doch eher die Angst gewesen, die Chance zu verpassen, diesen riesigen Drachen in nächster Nähe zu sehen? Oder hatte ich mir nur etwas beweisen wollen? In meinem Kopf war nur Chaos und nichts, was ich jetzt sagen würde, würde die Situation besser machen.
     
  15. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Hunter

    Das Mädchen hatte mir keine Antworten auf meine Fragen gegeben... sie schien auch so selber genug erschrocken darüber zu sein. Was ihr Verhalten jedoch nicht entschuldigte. Es war mir egal als sie sich aus meinem Griff befreite, wichtig war erstmal gewesen alle aus dem Gefahrenbereich zu bekommen, bevor Naloth sich vielleicht doch noch entschied wieder zu kommen. Verärgert vor mich hin murmelnd versuchte ich gerade den Anfang des Verbands zu fixieren damit ich ihn anlegen konnte, vergebens... ich fühlte mich innerlich viel zu aufgekratzt, hätte wohl nach diesem Erlebnis erstmal eine Runde um den See laufen müssen um wieder runter zu kommen. Da wurde mir den Verband aus der Hand genommen, mein verärgerter Blick fiel auf Katie. Deren Gesicht erschreckend emotionslos wirkte, kein kokettieren oder vorheulen falscher Verletzlichkeit. Sie sah mich nicht einmal an, als fürchtete sie sich vor meinem Zorn. Ihre Worte kamen leise und schnell und ich verstand nur - das tut jetzt weh. Was sie nicht sagte... Mein Körper zuckte unwillkürlich zusammen und ich zischte leise durch die zusammen gebissenen Zähne, gab aber ansonsten keinen Laut von mir. Noch immer spürte ich den Ärger in mir kochen, es war nicht nur der Ärger auf sie selbst, sondern auch auf mich weil ich nicht besser aufgepasst hatte. Ihre Entschuldigung kam überraschend für mich, schätzte ich sie doch als jemand ein der sowas selten bis gar nicht tat. Durchaus gerechtfertigt war sie ja, denn ohne ihren Wahnwitzigen Einfall wäre ich nicht verletzt worden... Herr Gott, wir konnten froh das das nur ich verletzt worden war! Hätte Naloth in dem Moment entschieden Feuer zu spucken wäre es das gewesen. Das Feuer eines schwedischen Kurzschnäuzlers verbrannte Knochen innerhalb weniger Sekunden zu Asche - nicht dass das eines anderen Drachen weniger verheerend war.
    Die Wunde begann unter dem Verband zu pulsieren und ich war mir der Schmerzen etwas mehr bewusst als vorhin, aber ich würde nicht jammern.
    "Was hast du dir dabei gedacht?" fragte ich dann nach einigen Momenten der Stille zwischen uns, hob meinen Blick um sie anzusehen. Ich fürchtete ja schon das sie irgendwie Todessehnsucht oder sowas hatte, denn anders konnte ich es mir nicht erklären. Ich sah sie ruhig an, würde meinen Ärger, wenn auch berechtigt nicht an ihr auslassen. Ich hätte besser aufpassen müssen, hätte noch nachdrücklicher sagen müssen wie gefährlich es war sich diesen Tier ohne mir zu nähern. Vielleicht wirkte der Umgang den ich mit diesen Wesen hatte zu zahm, so dass man vermuten konnte das alles was in den Büchern stand absoluter Humbug war. Wie oft vergas ich nicht selber wie wild sie eigentlich waren? Ich seufzte leise, fuhr mit der linken Hand durch meine Haare. Was ihre Bestrafung anging so musste ich erst noch überlegen was genau ich da machen würde, da blieb mir einfach keine andere Wahl. "Ich hoffe du weißt, dass ich nicht drum herum kommen werde dich tatsächlich zu bestrafen," sagte ich dann, während ich den Kasten mit den Verbänden wieder schloss und zurück in seine Nische schob. "Darüber machen wir uns jedoch morgen erst Gedanken", fügte ich dann hinzu. Ich war mir beinahe sicher, dass ich nach dem Besuch im Krankenflügel keine Lust mehr auf irgendetwas anderes hatte als nach Naloth zu sehen und dann in meinen Räumen etwas meine Wunden zu lecken. Ich hatte gerade einfach keine Lust groß zu diskutieren, es war geschehen und ließ sich nicht mehr rückgängig machen. Man konnte nur hoffen das beide Seiten eben daraus gelernt hatten.
     
  16. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Kathrine

    Vermutlich hätte ich besser damit umgehen können wenn er mich einfach angeschrien hätte, die Luft danach zwar geklärt aber kalt wäre, doch seine stoische Ruhe brachte mich nur mehr aus dem Konzept, mein schlechtes Gewissen breitete sich weiter aus und als er unter dem Zug der Binde zusammenzuckte, zischte, zuckte auch ich unwillkürlich zusammen, machte einen erschrockenen Satz nach hinten, presste die Augen zusammen und bereitete mich auf den Schmerz vor. Doch es kam nichts. Stattdessen nur mehr Stille von ihm, der Stall um uns herum schien ebenfalls in absolutes Schweigen gefallen zu sein, denn keines der Tierwesen gab einen Laut von sich. "Was hast du dir dabei gedacht?" Hilflos blickte ich auf von meinen blutigen Fingern, erwiderte seinen Blick nur kurz ehe er zurück auf den Verband fiel, der sich vermutlich schneller als mir lieb war rot färben würde. Mit dem Blick starr auf das sichtbare Ausmaß meines Handelns, den sofortigen Konsequenzen, konnte ich nicht anders und musste ihm antworten. "Ich wollte ihn sehen, nicht wegen Petsys Aufstand meine Chance verpassen.. und er war so..." Ich suchte doch fand keine Worte für das, was ich zu beschreiben versuchte und starrte ihm stattdessen ein Loch in den Arm, würde einen Teufel tun den Teil zu erwähnen, in dem mein Blut angefangen hatte zu kochen, als er das junge Mädchen gepackt, umarmt, hatte. "Und dann habe ich nichts mehr mitbekommen... ich wollte nur einmal seine Schuppen.." Egal wie sehr ich es versuchte, nichts machte Sinn und schon gar nichts entschuldigte was geschehen war. Erst sein Seufzen ließ mich aufblicken, ich biss nervös an meiner Lippe, spürte wie der Sprung vom Vortag leise dabei zu pulsieren anfing, während ich zu seinen Worten nickte, nun das war doch eher mein Gebiet, auch wenn ich es nicht wagen würde mich jetzt aus eben jener Bestrafung herauszuwinden. War es falsch, dass meine Gedanken sich über die kurzfristige Ablenkung freuten, den Hauch einer Sekunde daran zu denken, wie er mich über seine Knie legte als Bestrafung?
    Mein schlechtes Gewissen klopfte an und bejahte die Frage und schon spürte ich Wärme in meine Wangen schießen als ich ob ich mich sorgte, dass er meine Gedanken gelesen und durchschaut hatte. "Was immer Sie sagen, Professor."
     
  17. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Hunter

    Ich hatte wahrgenommen wie sie zur Seite gesprungen war und folgte ihr mit meinem Blick. Sah stumm zu wie sie ihre Augen zusammen presste, den Kopf zur Seite legte wohl in Erwartung ich würde sie...schlagen? Unwillkürlich legte ich meine Stirn in Falten, sagte jedoch erstmal nichts. Auf meine Frage hin blickte sie auf ihre blutigen Finger, bevor sie mich kurz ansah nur um dann wieder woanders hinzusehen. Dieses Duckmäuser verhalten wirkte merkwürdig an ihr, so fehl am Platze irgendwie. Ich dachte erst schon sie würde mir nicht antworten, als sie zu sprechen begann. Erklärte das sie ihn sehen hatte wollen und nicht wegen ihrer Mitschülerin womöglich noch die Chance darauf verpassen... Mein Blick lag während ihrer Worte ruhig auf ihr. Sie fuhr fort das sie nichts mehr mitbekommen hatte, ihn einfach nur noch berühren wollte. Da löste sich der strenge Zug im meinen Gesicht.
    Nur zu gut kannte ich dieses Gefühl, wie magisch von diesen Wesen angezogen zu werden. Wie gut sich die harten jedoch beinahe seidigen Schuppen unter der Hand anfühlten, die majestätische Ausstrahlung als seien sie über alles und jeden erhaben. Das würde ich ihr in diesem Moment jedoch sicher nicht sagen, denn das was sie getan hatte war falsch gewesen und hätte ihr das Leben kosten können.
    Es kam auch keine ihrer üblichen schnippischen Antworten als ich sie daraufhin wies das ich sie eben bestrafen musste. Mein Blick glitt über sie als sie sich mit ihren Worten einfach fügte. Ihre Wangen waren gerötet und unwillkürlich hatte ich sie im Kopf quer übers Knie gelegt, ihre hübschen Hinterbacken leicht gerötet von meiner Hand. Hätte die Wunde an meinem Oberarm sich nicht just in diesem Moment gemeldet hätte ich diesen Gedanken wohl noch etwas nachgehangen. Unmöglich selbst in diesem Moment wo ich wütend auf und enttäuscht von ihr sein hätte sollen, würde ich sie dennoch am liebsten auf eine ganz andere Weise bestrafen wollen als das vielleicht ein Lehrer machen hätte sollen. Ich wandte mich nun von ihr ab, ging in Richtung der Stalltür denn der Gang zum Krankenflügel würde mir nicht erspart bleiben. Kurz davor hielt ich jedoch nochmals an und drehte mich Katie zu. "Wir treffen uns in zwei Stunden wieder hier Miss Wilson!" forderte ich sie schließlich in einem Ton auf der keinen Widerspruch duldete, bevor ich durch die Tür verschwand.
    Als ich bei der Dame im Krankenzimmer ankam, schlug diese erst einmal die Hände über den Kopf zusammen. "Unverbesserlich wie immer junger Mann", hatte sie mich getadelt. Hey beim Umgang mit gefährlichen Tieren kam es immer wieder zu Missgeschicken, auch wenn ich bisher noch nie von einen meiner Drachen verletzt worden war. "Ach, Sie lieben mich doch genauso wie ich bin Madam Bigbsy", gab ich charmant wie üblich zurück und schenkte der älteren Frau auch ein ebenso süßes Lächeln. Kopfschüttelnd wickelte sie den Verband ab und reinigte erstmal die Wunde... Ein wundervolles Gefühl, nein nicht unbedingt. Ich hielt jedoch ruhig, hie und da zuckte ein Muskel in meinem Unterkiefer und ein kleines Zucken konnte ich doch nicht ganz verhindern. "Das sieht böse aus, das müsste ich eigentlich der Direktorin melden", ließ sie vernehmen und mein Blick traf den ihren. "Ach das sind doch nur Kratzer Mariann", spielte ich das Ganze herunter und sie seufzte nur. "Tiefe Kratzer von ziemlich scharfen Krallen, was war es denn dieses Mal Hunter?" korrigierte und fragte sie. Ich zuckte nur mit den Schultern wie nebenbei, was mir von einem scharfen Stechen von meinem Oberarm aus gleich bestraft wurde. Ich verzog das Gesicht, räusperte mich dann bevor ich leise sagte: "Naja von einem Drachen."
    Ihre Augen wurden daraufhin groß und ich sagte ihr eben, dass ich eben etwas ungeschickt gewesen war und nicht recht auf die Launen des Drachens geachtet hatte. Musste ja nicht gleich vor jedem Breit treten, dass Katie einfach alleine auf ihn zugelaufen war während ich mit einer anderen Schülerin beschäftigt gewesen war. Da hätte ich ja gleich nebenher auch noch erwähnen können, dass ich mit besagter Schülerin mich auch im Raum der Wünsche vergnügt hatte.
    Mariann nähte die Wunden zu und gab eine übel riechende Salbe darüber, bevor sie erneut einen Verband anlegte. Die Salbe tat wirklich gut, betäubte den Schmerz und würde für eine schnelle Heilung sorgen. "Du weißt ja", meinte sie und hielt mir ein kleines Fläschchen mit einer grünen Flüssigkeit darin hin. "Heute vor dem zu Bett gehen trinken, dann sollte bis morgen das Gröbste überstanden sein", fügte sie überflüssigerweise hinzu. Ich kannte mich ja aus, die Nacht würde gelinde gesagt alles andere als ruhig werden, aber das überstand ich schon.
    Ich unterhielt mich noch etwas mit Mariann und einer anderen Krankenschwester die sich zu uns gesellte, bevor ich noch schnell in meine Räume ging, dort das Fläschchen abstellte und mir ein frisches Shirt anzog. Wollte ja nicht alle mit dem zerfetzten und Blut befleckten Kleidungsstück schocken. Dann kehrte ich zurück in die Stallungen, während ich auf Katie wartete machte ich einfach einen schnellen Rundgang, schonte dabei meinen Arm so gut es eben ging.
     
  18. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Kathrine

    Wortlos hatte ich genickt auf seine Ansage, in zwei Stunden wieder hier zu sein, und ihm dann einfach hinterher gestarrt, bis er schon lange nicht mehr zu sehen war. Erst jetzt drang die Umwelt langsam wieder in mein Bewusstsein, das schnauben der geflügelten Pferde, das rascheln im Stroh, die weit weit entfernten Stimmen von Schülern die soeben ihren Feierabend begrüßten. Die Welt schien mit einem mal wieder heller, wenn auch das beklemmte Gefühl blieb. Langsam machte ich mich auf den Weg in unseren Schlafsaal, achtete dabei darauf niemandem über den Weg zu laufen und meine Hände tief in meinem Umhang zu verstecken, als mir doch einmal eine Herde Hufflepuffs entgegen kam, doch diese waren viel zu aufgeregt am reden, als das sie mitbekommen hätten, wie ich an ihnen vorbei lief. Als ich durch das Gemälde in den Gemeinschaftsraum trat, verstummten die Schüler bei meinem Anblick und ich verzog das Gesicht, hatte gehofft sie wären schon in der großen Halle beim Abendbrot. "Da ist sie ja, unsere Kathrine, selbsternannte Drachenflüsterin extraordinare. Und, hat dir Professor Dracoris so richtig die Meinung gegeigt? Schmeißen sie dich wohl möglich von der Schule?!" Petsys Stimme schnitt durch die Stille, ein hämisches Grinsen auf ihrem Gesicht, alle anderen schienen abzuwarten, starrten nur zu mir oder dem widerlichen Mädchen das sich gönnerisch in der Mitte der Sofas aufgebaut hatte, doch ich war nicht bereit klein bei zu geben, nicht wenn sie so ein williges Opfer darbot meinen Zorn auszulassen. "Immerhin bin ich nicht heulend weg gerannt wie ein Kleinkind und habe mich dabei auf die Fre.sse gelegt! Oder war das vielleicht alles Teil deiner eleganten One Man Show, 'Petsy und dummen Affen die nicht laufen können'?! Oh, nein, ich hab's! Du bist verliebt! In unseren Lehrer! Und wolltest dich an ihn ran schmeißen!" Ich warf die Hände in die Luft zur Untermalung meiner logischen Erkenntnis, hörte erst das ein oder andere unterdrückte Kichern, dann fiel wohl das Blut an meinen Händen auf. "Aber hey, während du deinen hübschen Arsch und dein hässliches Gesicht hier auf die Sofas geworfen hast, haben andere tatsächlich gearbeitet und geholfen. Aber keine Sorge, Professor Dracoris ist bestimmt bereit dir seine Schulter zu leihen zum ausheulen, immerhin wäre es ja nicht das erste Mal das du's versuchst. Arme kleine Petsy wird immer nur ignoriert. Tu' uns alleine einen Gefallen und mach deine Zuckerschnute erst wieder auf, wenn dein IQ über 70 gestiegen ist." Ich hatte nicht geschrien, meine Stimme war scharf und spitz und verfehlte ihr Ziel nicht. Natürlich war es nicht schwer für Hunter zu schwärmen, aber ich hatte mitbekommen wie sehr sie mit ihren Freundinnen - heimlich - getuschelt hatte. Jetzt verschlug es ihr wohl die Sprache, tatsächlich sah sie fast so aus als wäre sie kurz davor zu weinen oder zu schreien mit hochrotem Kopf, während ich ihr ein eiskaltes Lächeln schenke ehe ich mit langen Schritten durch den Raum ging, es mir nicht nehmen ließ Petsy im vorbeigehen hart in die Schulter zu rammen, ehe ich die Treppe hinauf in meinen Schlafsaal flüchtete. Was fiel dieser elendigen, hässlichen Schlange eigentlich ein, mich vor allen zu demütigen?!
    Mein Zorn kochte und brodelte und erst, als ich kurz darauf in der Dusche stand, dabei zusah wie das Wasser in einem kleinen Rinnsal an meinem Körper hinunter lief und im Abfluss verschwand, kehrte in meine Gedanken wieder Ruhe ein. Ihre Worte hatten etwas los getreten, was mir erst im Nachhinein bewusst wurde - sie hätten jetzt wohl tatsächlich allen Grund mich raus zu werfen und wenn ich ehrlich war, hatte ich bisher jeden Tag damit gerechnet, dass ich aus diesem Traum wach wurde und man mir sagte, es sei nur ein Versehen gewesen das man mich überhaupt erst aufgenommen hatte. Brennend heiß mischten sich Tränen unter das Duschwasser und es dauerte eine ganze Weile, bis ich wieder zur Ruhe kam. Letztlich hatte ich keine Wahl, ich musste hoffen, nein beten, dass es das nicht für mich gewesen war und ich mir nicht mit einer dummen Aktion alles versaut hatte. Das inkludierte wohl auch Hunter.
    Könnte ich es, rein sachlich, verstehen wenn er jetzt nichts mehr von mir wissen wollte? Absolut.
    Würde das mein Starrsinn und mein Interesse an ihm schmälern? Wohl eher nicht.
    Mit dem Hintergedanken joggte ich eine dreiviertel Stunde später in kurzer Hose und Tanktop den Abhang zu den Stallungen hinunter, hatte mir den langen schwarzen Umhang übergeworfen um niemandem im Schloss falsche Ideen zu geben, während man mich dort sah und kam letztlich leicht außer Atem vor dem Gebäude an, zwei Minuten zu spät und mit einem Stechen in der Seite.
     
  19. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Hunter

    Es war alles zu meiner Zufriedenheit in den Ställen, die Tiere wirkten zufrieden und so lehnte ich mich in meiner üblichen Art mit dem Rücken gegen die Wand. Hing meinen eigenen Gedanken nach, ließ nochmal alles Revue passieren. Jeder vernünftige Mensch wäre wohl ab sofort auf Distanz zu Katie gegangen und hätte ihr klar gemacht das sie mit so einem Scheiß nicht weit kam, aber ich war nicht vernünftig. Himmel ich stellte mich Drachen und sonstigen gefährlichen Tierwesen entgegen wo jeder Andere schon mit eingezogenen Schwanz davon gelaufen wäre. Ein bisschen Wahnsinn gehörte da unwillkürlich dazu. Außerdem hatte ihre Erklärung mich sehr stark an mich selbst erinnert, ich hätte mich auch von nichts und niemanden abbringen lassen hätte man mir einen Drachen so präsentiert.
    Außerdem gefiel mir mein kleines Spielzeug viel zu gut als es gleich bei der ersten Gelegenheit von der Angel zu lassen.
    Dann hörte ich Schritte die vom Hügel her näher kamen und stieß mich von der Wand hinter mir ab um zum Tor zu gehen. Sie war etwas spät, aber die paar Minuten würde ich ihr nachsehen. Ich zog die Tür hinter mir zu und wandte mich dem Mädchen zu. Sie war ohne Zweifel gelaufen, ihre Wangen waren gerötet ihr Brustkorb hob und senkte sich schneller. "Kommen Sie Miss", sagte ich schließlich zu ihr und wandte mich dem Weg zu der zum Gehege der Drachen führte. Ich hatte ja gesagt das ich nochmals nach Naloth schauen wollte und Ator musste ich ja dann auch raus lassen. Was Lady betraf, so konnte ich den Stall durch eine magische Wand abtrennen, das half auch wenn die Kontrolleure vom Zauberministerium vorbei kamen um nach dem Rechten zu sehen. Sie würde dann morgen ihren Freiflug bekommen. Leider musste ich sie was das anging trennen. In meiner Anwesenheit war es kein Problem alle drei gleichzeitig fliegen zu lassen, aber der norwegische Stachelbuckel war eben dafür bekannt seine eigene Art zu attackieren und das würde die Drachendame ohne Gnade tun.
    Wir erreichten die Felswand wieder und wie auch schon zuvor öffnete ich die Tür mit meinem Zauberstab und dem Spruch dazu. Nachdem die Tür da war schob ich sie auf und trat mit Katie ein. Nahm meinen rechten Arm eng an meinen Körper um ihn eher schonend zu tragen. "Wenn du angst hast und das nicht willst, sag es mir lieber jetzt", meinte ich dann, während ich den Tunnel langsam entlang schritt. "Ich habe keine Lust auf noch ein panisches kleines Schaf und Naloth sicher auch nicht", fügte ich hinzu und ja mir entkam ein kleines Schmunzeln. Ich schätzte das ich Katie damit eher anstachelte als sie zu ängstigen.
    Am Ende des Tunnels angelangt, erstreckte sich wieder die Ebene vor uns, hie und da konnte man im Gras die roten Flecken meines Bluts finden, sonst war alles so friedlich und ruhig hier wie eh und je. Am Himmel zeichneten sich auch schon die ersten Anzeichen der Dämmerung ab, als ich mit sicheren langen Schritten weiter auf die Ebene trat. Wie vorhin nahm ich wieder die zwei Finger in den Mund und stieß den schrillen Pfiff aus der den Drachen anlocken sollte. Ein Brüllen als Antwort war zu vernehmen und kurz darauf sah man die blaue Silhouette die sich vom grauen Gestein am anderen Ende des Geheges abhob. Naloth flog auf die Ebene zu und während er das tat, legte ich meinen linken Arm um Katies Hüfte und zog sie an mich ran. "Dieses Mal bleibst du in meiner Nähe", sagte ich leise an ihrem Ohr und sah dem Tierwesen entgegen. Die Erde bebte als das mächtige Tier aufsetzte, der Wind den er dabei verursachte kam uns entgegen, riss an Haaren und Kleidung. Mit einem Geräusch das einem Gurren sehr nah kam, kam er auf uns zu. Ohne mit der Wimper zu zucken blieb ich einfach ganz ruhig mit Katie an meiner Seite stehen. Ließ den silberblauen Drachen näher kommen, er streckte seinen Kopf und seine Nüstern blähten sich als er meinen Geruch aufnahm, sein heißer Atem war deutlich auf der Haut zu spüren. Er wirkte jetzt wieder viel ruhiger als zuvor. Langsam hob ich meine rechte Hand und strich über die Seite seines Kopfes. Ich sah Katie an und nickte ihr zu. "Trau dich nur, jetzt hast du die Gelegenheit ihn zu berühren", ermutigte ich sie, während ich meinen Arm um sie löste. Nach seinem Angriff vorhin hätte es nur wenig Sinn gemacht es zu versuchen, aber jetzt hatte er auch Zeit gehabt sich zu beruhigen.
     
  20. NorwegeerStar

    NorwegeerStar Nashorn

    Kathrine

    Noch während sich mein Atem beruhigte trat Hunter aus den Schatten des Stalls und sah gleich wesentlich besser aus als ich ihn in Erinnerung hatte, sein Arm war sauber verpackt und das Oberteil gewechselt, keine blutigen Fetzen die um seinen Arm baumelten und mir bei genauerem überlegen den Magen umdrehten. Ich brauchte einen Moment um den Weg zu erkennen und wollte mich schon weigern mit ihm zu gehen, doch ehe ich auch nur ein Wort sagen konnte hatte er die Tür herbei gezaubert, mich vor sich in den Gang geschoben und die Tür wieder verschlossen. "Ich habe keine Angst." stellte ich trocken fest, runzelte dann jedoch nachdenklich die Stirn und blieb kurz stehen, runzelte die Stirn und suchte seinen Blick. Bei allem was ich erwartet hatte, wäre das hier sicherlich nicht mal auf die Top 100 meiner Ideen gekommen und ich erwartete jede Sekunde das große Aber zu erfahren. "Es sei denn Sie wollen mich den Drachen zum Fraß vorwerfen, in dem Fall gehe ich lieber wieder, auch wenn Sie jedes Recht dazu hätten.." Doch er hatte ein kleines Lächeln auf den Lippen und ich war überzeugt, dass ihm seine Stelle hier zu wichtig war als das er das Risiko einging und so kamen wir auf die Lichtung von zuvor.
    Sein Pfiff durchschnitt die Stille der beginnenden Dämmerung, mein Blick löste sich von der Stelle wo eine kleine rote Pfütze auf dem Boden getrocknet war als ein Brüllen als Antwort zu hören war und nur Augenblicke später der massige Körper des Drachen am abendlichen Horizont auftauchte. Sofort spürte ich wie sich mein Puls wieder beschleunigte, dass Hunter seinen Arm um meine Hüfte legte und ich seinen Atem an meinem Ohr spürte während er sprach machte es kaum besser, doch in diesem Moment gehörte meine ganze Aufmerksamkeit dem riesigen Wesen das kurz vor uns auf dem Boden aufkam, landete als sei es eine Leichtigkeit und doch ächzte und bebte der Boden unter ihm um an seine Größe, seine Stärke zu erinnern, der aufkommende Wind blies meinen Umhang offen, zog an den noch feuchten Haaren und die Wärme die mir entgegen schlug machte mich sprachlos. Die Bewegungen am Boden waren weniger elegant und zeugte mehr von der puren Kraft die hinter dem Drachen steckten, doch das Geräusch, dass er ausstieß, als er auf uns zu kam war, was mich irritierte. Als würde er Hunter begrüßen, dachte ich und sah zu dem Mann neben mir auf, der seinen Griff von mir löste und stattdessen liebevoll eine Hand über die Seite des Kopfes des Drachen zu führen. Das war nichts was ich durch die Spiegel der Hütte wahrgenommen hatte, dabei schien es jetzt so offensichtlich. Mein Blick glitt über die Nüstern, die kleinen Schuppen wurden immer größer, je weiter mein Blick schweifte, die großen Augen beobachteten mich und ich fühlte mich regelrecht kritisiert, vermutlich hatte er noch genauso lebhaft vor Augen was nur wenige Stunden zuvor hier passiert war wie ich. "Hallo du Schönheit, darf ich..?" meine Stimme war leise und ehrfürchtig, was mich zuvor in den Bann gezogen hatte, war auch jetzt wieder da als ich meine Hand langsam in seine Richtung ausstreckte, den heißen Atem auf meiner Haut spürte als er meinen Geruch aufzunehmen schient, doch dieses mal blieb er ruhig, mein Herz machte einen Satz als ich unter den Fingerspitzen die überraschende Kühle spürte, die seine Schuppen ausstrahlten, weich und samtig bei den Nüstern und fester werdend als ich meine Hand langsam über sein Gesicht schob. "Wow!" Zu sagen ich war fasziniert wäre vermutlich die Untertreibung des Jahrhunderts gewesen.
     

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