[RS] Coming Home

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Obi-Wan, 17 Dez. 2014.

  1. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Cat

    Ich seufzte hingerissen als er mich noch mehr zu sich zog und sein Kuss tiefer wurde. Ich vergas alles um mich herum, selbst die Gefahr in der wir uns immer noch befanden. Ich schlug meine Augen auf als er sich von mir löste, er streichelte meine Wange und ein Lächeln schlich um meinen Mund herum, auch er lächelte und er sah so unglaublich gut aus dabei. Ich nickte als er meinte das wir hier weg mussten. Ich ließ ihn frei, schlang meine Arme um meinen eigenen Körper um mich selbst zu wärmen, folgte ihm hinüber zu seinem Pferd. Der Schimmel war sein Schlachtross und für gewöhnlich kein sehr angenehmer Geselle, aber mir gegenüber war er immer ruhig gewesen, dennoch ging ich immer mit dem nötigen Respekt in seine Nähe. "Sie erwähnten vorhin irgendwas davon das sie wohl auf ein Zeichen von Crawl warten würden", informierte ich ihn und daraufhin ging mein Blick gleich herum. Natürlich war hier innerhalb der Ruine nicht viel zu sehen, aber bisher war sonst alles ruhig. Ich fürchtete nur dass das nicht lange anhalten würde und was wenn es dann zu viele waren? Ich erschauerte bei dem Gedanken und spürte wieder die Furcht in mir hoch kommen.
     
  2. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Maxwell

    Stirnrunzelnd sah ich zu Cat hinüber. Sie hatten auf ein Zeichen von Crawl gewartet? Groll kochte wieder in mir hoch und ich schwor hier und jetzt, dass ich diesen verdammten Ba.stard verfolgen und töten würde, sobald Cat wieder in den sicheren Mauern von Lockwood Castle war. Ich würde ihn jagen und er würde sich wünschen er wäre niemals geboren worden, wenn ich mit ihm fertig war.
    Ich blieb mit dem Schimmel neben Cat stehen. Das fast schon lustige an seinem Charakter war, dass er Frauen eigentlich ganz gerne mochte. Nur Kinder und andere Männer außer mich konnte er nicht leiden. Und mich konnte er wohl nur leiden weil er sich damit abgefunden hatte, dass ich sein Herr war. Ich legte dem Pferd die Zügel über den Hals und trat dann zu Cat. Ich half ihr auf den Rücken des Pferdes und ließ meine Hand ein ganz klein wenig länger auf ihrem Oberschenkel liegen. Ich würde mich nicht hinter ihr auf das Pferd setzten. Denn falls wir wirklich angegriffen werden würden, konnte ich uns vom Boden aus schneller und leichter verteidigen. Außerdem wollte ich dem Pferd nach der Anstrengung von Vorhin nicht auch noch unser beider Gewicht zumuten. "Falls wir angegriffen werden.." begann ich und sah Cat eindringlich an. "...dann reitest du, so schnell es geht in Richtung Lockwood Castle!". Nein, es war keine Bitte - es war schon mehr ein Befehl.
     
  3. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Cat

    Maxwell führte das mächtige Tier zu mir herüber und blieb damit bei mir stehen. Er bedeutete er mir aufzusitzen und half mir auch dabei, dabei blieb seine Hand etwas länger auf meinen Oberschenkel liegen und wieder erschauerte ich. Ich hätte erwartet das er sich auch auf den Rücken des Tieres setzte, doch er blieb am Boden, erklärte mir dass falls wir angegriffen wurden ich reiten sollte.. so schnell wie möglich in Richtung Lockwood Castle. "Aber..." der Widerstand blieb mir im Halse stecken. Natürlich wollte ich meinen Mann nicht alleine lassen, wollte ihn genauso sicher und wohlbehalten hinter den Mauern seiner Burg wissen wie er wohl mich. Wenn er nun verletzt werden würde oder schlimmeres? Aber da war auch der ängstliche Teil in mir, der der wusste das es reines Glück gewesen war, dass sie mir nicht auf der Stelle Gewalt angetan hatten. Ich nickte schließlich. "Ok", gab ich heiser zur Antwort, da der Kloß in meinem Hals nicht mehr zu ließ. Es war nicht die Zeit zum diskutieren und die Widerworte würden uns beide nur noch mehr Aufregen. Ich nahm die Zügel des Hengstes auf. Ich war eine sehr gute Reiterin, hatte als ich jünger war so einige der bockigen Stuten meines Vaters geritten, aber der Schimmel war eine ganz andere Sache. Er war ein ausgebildetes Schlachtross und ich bezweifelte ein wenig das ich ihn wirklich würde halten können wenn er einmal ins Laufen kam. Ich war einmal mit geritten und ein zwei mal hatte Max mich auf ihn geführt, aber das wars auch schon, ich hatte ihn nie selber kontrollieren müssen. Mir blieb wohl nichts anderes übrig als zu beten das es nicht notwendig werden würde. "Ich bin soweit", meinte ich leise und schon setzten wir uns in Bewegung, zurück in Richtung unseres gemeinsamen Heimes. Ich fasste mit meiner Hand in die Mähne des Hengstes, einerseits um mich zu beruhigen, andererseits um falls er doch einen Satz zur Seite machte nicht das Gleichgewicht zu verlieren, denn mein Körper fühlte sich noch immer geschlaucht und durchgeschüttelt an.
     
  4. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Max

    Ich sah zu Cat auf und lächelte ihr beruhigend zu, bevor ich nach den Zügeln des Hengstes griff und ihn aus der alten Ruine führte. Es hatte fast den Anschein als würde das Tier vorsichtiger über den Waldboden laufen, so als ob er wüsste welch kostbare Fracht er auf sich trug. Ich führte das Pferd etwas weiter in den Wald hinein, da ich nicht in die Richtung aus der ich kam gehen wollte. Viel zu groß war die Gefahr, das andere der Diebesbande auf ihre toten Kameraden gestoßen und nun alarmiert waren. "Geht es dir gut da oben?" fragte ich Cat und sah mit einem jungenhaften Lächeln zu ihr auf. Sie musste bestimmt Schmerzen haben und der Schock saß ihr bestimmt in den Gliedern. Wie verdammt tapfer sie doch war! Doch das war sie schon immer gewesen... meine Catriona. Mutig, tapfer und unheimlich stur. Aber diese drei Eigenschaften brauchte sie wohl auch um mit jemandem wie mir Verheiratet zu sein. Oder es mit jemandem wie mir auszuhalten. Meine Gedanken glitten wieder zu den letzten Monaten und meine Gesichtszüge verfinsterten sich wieder, als ich meinen Blick auf den Pfad vor uns richtete. Es war für uns Beide nicht leicht gewesen, doch war sie stets an meiner Seite geblieben.
     
  5. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Cat

    Ich begegnete Maxs Blick als er zu mir hoch sah und erwiderte sein Lächeln knapp. Maxwell griff in die Zügel des Schimmels und ich ließ sie locker hängen. Ich hätte mich am liebsten auf den Hals des Pferdes gelegt, die Wärme die er ausstrahlte war einfach zu verlockend, wo ich doch keinen Umhang hatte und ich spürte wie die Kälte durch meine Kleider drang. Es war eben erst Frühling geworden und ohne Umhang mitten im Wald doch recht frisch. Zumal der Schock auch noch dafür sorgte das mein Körper leicht zitterte und die Glieder sich steif anfühlten - vermutlich würde ich die Schmerzen erst spüren wenn die Anspannung von mir gänzlich abfallen würde. Ich musste ein jämmerliches Bild abgeben, dennoch bemühte ich mich aufrecht zu bleiben. Keine Frage es ging mir etwas besser als Max mit diesem Lächeln zu mir hoch lächelte, das mich schon seit ich ihn kannte zum schmelzen gebracht hatte. Ich erwiderte sein Lächeln wohl etwas schief. "Ja es geht mir soweit gut", antwortete ich. Wirklich gut gehen würde es mir wohl erst wenn wir Burg Lockwood erreichen würden und ich erstmal ein Bad nehmen konnte... ein schönes heißes entspannendes Bad und danach in den Armen meines Mannes versinken. Ja das hörte sich gut an, zu gut um ehrlich zu sein. Max Berührungen von vorhin hatten in mir die Hoffnung und den Wunsch geweckt, ihm auch wieder näher zu kommen und doch... was wenn ich wieder so einen Anfall bei ihm auslöste? Die Bilder von damals schoben sich in meinen Kopf. Sein Gesicht wie geschockt und verwirrt er ausgesehen hatte, als würde der Teufel persönlich vor ihm stehen. Wie er von mir gewichen war als ob ich mit ihm im Bunde sei, aber danach hatte er sich an mich geklammert... Vielleicht hätte ich ihn einfach nur festhalten müssen. Doch in diesem Moment war ich noch zu sehr geschockt gewesen von der Attacke des Verwundeten davor, dass ich wirklich angst gehabt hatte Max könnte... Absurd! Maxwell würde mir nie weh tun! Allein bei dem Gedanken daran scholt ich meine Närrin. Max hatte sich verändert das vielleicht, aber irgendwo da drinnen war auch der Max in dem ich mich Hals über Kopf verliebt hatte, das hatte er mehrmals durchblitzen lassen. Und um ehrlich zu sein hatte sich an meinen Gefühlen zu ihm nichts geändert. Ich liebte diesen Mann!
    Zu gerne hätte ich es ihm auch gesagt, aber hier erschien mir nicht der rechte Ort zu sein, zuhause dann... ja, das nahm ich mir fest vor. Das sich das nach Hause kommen noch weiter hinaus zögern würde war mir noch nicht klar. Ich sah auf die Mähne des Hengstes, strich mit der Hand die ich in erste vergraben hatte und strich über den Kamm. Sah dann wieder hoch und ließ meinen Blick durch den Wald gleiten, irrte ich mich oder war es seltsam still?
     
  6. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Max

    Wenn nicht schon das Kopf heben des Schimmels ein schlechtes Anzeichen gewesen war, dann war es bestimmt aber die stille, welche plötzlich im Wald herrschte. Kein Vögelchen zwitscherte mehr und es war als würden sich sogar die Blätter nicht mehr trauen zu Rascheln. Der Schimmel grunzte leise und begann mit seinem Kopf von unten nach oben zu nicken, während er etwas tänzelte. Mit einem leichten Ruck am Zügel brachte ich ihn wieder einigermaßen zur Räson. Doch nun war ich in Alarmbereitschaft. Verdammter Mist! Langsam ließ ich die Zügel los, mein Blick glitt weiter über das dichte Grün des Waldes. Verdammt...verdammt....verdammt. Der Wald war dicht, zu dicht für eine schnelle Flucht zu zweit auf dem Pferd. Schnell würden wir eingeholt werden, oder aber einer von uns durch Pfeile verletzt werden. Den Blick immer noch auf den Wald gerichtet, drehte ich mich leicht zu Cat. Ich hob die Zügel des Streitrosses, welches mich so zuverlässig durch viele Schlachten getragen hatte...ich wusste, dass er auch Cat heil in Sicherheit bringen würde. "Reite in Richtung Osten, bleib immer auf dem Pfad!" wies ich sie an und meine Stimme war zwar leise, forderte aber keinerlei Widerspruch. "Wenn du den Wald verlassen hast, stößt du am Waldrand auf einen Hof. Bitte dort um Unterkunft!" fuhr ich fort und legte ihr sanft die Zügel in die Hand, doch schaffte ich es nicht gleich meine Hände von ihren zu lösen.
     
  7. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Cat

    Als der Hengst unter mir seinen Kopf hob und die Ohren spitzte, beschlich mich schon ein ungutes Gefühl. Er wippte dann auf und ab, begann zu tänzeln, was Max jedoch sogleich unterband. Ich presste meine Lippen fest aufeinander und mein Herz begann zu rasen, vergessen waren die steifen Glieder und das mir eigentlich kalt war. Nur knapp widerstand ich den Drang Maxwell zu fragen was denn los sei, wollte auf keinen Fall durch meine Stimme jemanden auf uns Aufmerksam machen. Mein Körper zitterte leicht, er gab mir Anweisung nach Osten zu reiten und dort auf den Pfad zu bleiben. Am Ende des Waldes würde ich auf einen Hof stoßen wo ich um Unterkunft bitten sollte. Ich wusste um den Hof Hans und Bea führten ihn, sie hatten vier Söhne einer davon schon fast erwachsen die anderen etwas jünger. Seine Stimme war leise, aber der scharfe Unterton machte mir klar das ich nicht widersprechen sollte. Er drückte mir die Zügel des Hengstes in die Hand und hielt mich noch fest, Tränen wollten mir in die Augen steigen doch ich blinzelte sie schnell weg. "Aber was ist mir dir?" fragte ich dann dennoch im Flüsterton denn zu mehr sah ich mich außerstande und drückte sanft seine Hände, die meinen waren wie üblich bei einer solchen Aufregung eiskalt. Meine Kehle schmerzte bei dem Versuch den Kloß darin runter zu bekommen. Ich wusste nicht wie viel Zeit uns noch blieb und fürchtete das es das letzte Mal sein könnte das ich meinen Max lebend sah. "Bitte, pass auf dich auf mein Liebster. Ich will dich nicht verlieren", flüsterte ich und sah ihn flehend an. Leise drangen nun Stimmen von Männern durchs Unterholz, sie schienen uns noch nicht bemerkt zu haben. Schweren Herzens löste ich mich von Maxwell, griff ich die Zügel des Schimmels kürzer und lenkte ihn gen Osten. Ich sah noch einmal über meine Schulter zu Max, bevor ich dem Pferd das Zeichen zum angehen gab. Wollte nicht zu viel Lärm machen, vielleicht hatte Max dann noch die Chance selber zu entkommen. Erst als er außer Sicht war, gab ich dem Tier die Fersen und er galoppierte sogleich an, legte dabei die Ohren zurück und schüttelte seinen Kopf, blieb aber bei mir am Zügel. So als wüsste er genau das ich nicht die Kraft haben würde ihn ernsthaft zurückzuhalten. Ich beugte mich tief über seinen Hals um den tief hängenden Ästen so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Es dauerte nicht lange bis wir den Pfad gefunden hatten, ich sah über meine Schulter aber alles blieb ruhig... sie schienen meine Flucht nicht bemerkt zu haben. Bitte lieber Gott! Bring meinen Mann heil zu mir zurück! schickte ich das Stoßgebet in den Himmel und richtete mich wieder nach vorne, jetzt wo der Schimmel freie Bahn hatte und nicht mit dem Unterholz kämpfen musste wurde er schneller und irgendwas sagte mir das er den Teufel tun würde und sich sicherlich nicht wenden lassen würde.
    Meine Hände klammerten sich an seinem Mähnenkamm fest, wieder kamen mir Tränen und die Angst um Maxwell nagte an mir, doch was hätte ich denn tun können? Vermutlich war ich solange ich in seiner Nähe war doch sowieso nur im Weg... so war es besser, war ich nicht da konnte er sich ganz auf den Kampf und seine Gegner konzentrieren und musste nicht noch um meine Sicherheit bangen. Ich biss die Zähne zusammen, er würde zu mir zurückkehren! Ja er würde mich abholen kommen.
    Der Schimmel unter mir schnaufte und seine mächtigen Hufe hörten sich selbst auf den weichen Waldboden an wie unheilvolles Donnergrollen, es dauerte nicht mehr allzu lang als wir den Waldrand erreichten und der Hof auf gleich in Sicht kam. Er war mit einer Steinmauer umgeben, somit befestigt und auf leichte Angriffe durchaus vorbereitet. Es war ein großer Hof und die Bauern die ihn betrieben hatten auch ein paar Knechte die ihnen zur Hand gingen. Ich zügelte den Schimmel unter mir, der mit einem Grunzen seinen Unmut kund tat und sich kopfschüttelnd etwas zur Wehr setzte, doch dann gehorchte. Im Schritt ritt ich zum Tor hinein und wurde dort schon von einem der Knechte empfangen der mich auch gleich erkannte. "Mylady aber was..." Ich hob eine Hand. "Das ist eine lange Geschichte ich möchte mit Hans sprechen", sagte ich dem Knaben, der nickte und sogleich zum Haus lief. Ich seufzte währenddessen und erlaubte mir jetzt wo ich unbeobachtet war für einen Moment meine Schultern sinken zu lassen und einen Blick zum Tor hinaus zu werfen, so als würde Max jeden Moment hinter mir hinein spazieren. Ich schloss kurz meine Augen und schickte ein neuerliches Gebet zum Himmel, bevor ich mich aus dem Sattel gleiten ließ. Meine Beine waren wackelig und ich würde mich freuen erstmal kurz verschnaufen zu können.
     
  8. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Max

    Ich war erst ein klein wenig erleichtert, als ich den Schimmel nicht mehr sah. Ich wusste, dass er nicht anhalten würde wenn sie verfolgt würden und sich von nichts und niemandem bremsen lassen würde. Außer natürlich von seiner Reiterin, Cat.
    Ich hatte im dichten Unterholz Schutz gesucht und mich auf die Lauer gelegt. Ich wollte nicht stehen bleiben und warten bis die Kerle kamen und somit eine gute Zielscheibe sein. Mir war es lieber diese Ba.starde waren meine Ziele. Es dauerte nicht lange und ich hörte das dumpfe Geräusch von Pferdehufen auf Waldboden. Ich lauschte einen Moment und wusste dann, dass es zwei Pferde sein mussten. Jahrelange Erfahrung hatte es mich gelehrt den Feind schnell und exakt lesen zu können. Der Lautstärke der Hufe nach zu Urteilen waren sie nicht mehr weit weg und ich holte einen Pfeil aus dem Köcher. Mist, ich durfte mir keine Fehlschüsse leisten, denn es waren nur noch drei Pfeile übrig. Langsam spannte ich den Pfeil im Bogen und lugte ein klein wenig aus meinem Versteck heraus, zielte und ließ den Pfeil los. Er surrte durch die Luft und traf einen der Männer in den Oberschenkel. Heidenei, verdammter Mist! Grimmig biss ich die Zähne aufeinander und fasste sofort nach dem nächsten Pfeil und spannte ihn schnell. Natürlich waren die Männer nun alarmiert und der eine Schrie vor Schmerz. Doch dann wurde er Still und sackte vom Pferd, denn ich hatte diesmal mein Ziel getroffen. Ha, anscheinend war ich doch kein so schlechter Schütze. Mein Vater wäre wohl froh wenn er wüsste, dass ich wohl doch kein Hoffnungsloser Fall war mit dem Bogen. Der zweite Kerl schwang sich vom Pferd und ich kämpfte mit ihm mit dem Schwert. Es war ein heftiger und anstrengender Kampf. Der Kerl war schnell und wendig, doch ich trieb ihm letztlich das Schwert in die Brust.
    Schwer Atmend stand ich da, mein Brustkorb hob und senkte sich schnell, doch ich zwang mich zur Eile. Ich musste schnell weiter und zu Cat. Schnell wischte ich das Blut vom Schwert und steckte es weg, bevor ich zu den beiden Pferden ging. Sie sahen ganz passabel aus und würden zwar meinen Stall nicht bereichern aber auf dem Markt ein gutes Summchen einbringen. Ich stieg in den Sattel und ritt los zu dem Hof, welchen ich Cat genannt hatte.
     
  9. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Cat

    Hans kam aus dem Stall geeilt, war bemüht wohl so schnell wie möglich seiner Herrin zu Diensten zu sein. Als er mich erblickte sprach sein Blick Bände. Das Erste was wohl auffiel das ich alleine war, mein Kleid war zerrissen, die Haare zerzaust und die eine Gesichtshälfte musste sicher schon blau angelaufen sein von dem Schlag den ich abbekommen hatte. Zumindest fühlte sich diese etwas schwammig an und beim blinzeln tat es etwas weh. Der Mann fluchte, was ich ihm mal in Angesichts der Situation durchgehen ließ. "Herrin, was ist passiert?" fragte der Bauer und kam näher. Der Hengst legte die Ohren an und ich zupfte leicht an seinen Zügeln damit er sich benahm. Der Mann winkte dann ab. "Kommt erstmal in die Stube, erzählt es uns in Ruhe Mylady! Ferdi, versorg den Schimmel!" wies der Bauer dem Knecht an. Ich griff die Zügel fester und schüttelte den Kopf. "Nein, das Tier gehört meinem Gemahl, er ist nicht ganz einfach im Umgang, zeigt mir den Stall!" sagte ich, dafür würde ich schon noch die Kraft haben, wollte nicht dass der Hengst jemanden noch weh tat. Der Bauer nickte dem verdutzt dreinblickenden Knecht zu und Letzerer ging dann voran.

    Ich folgte mit langsamen Schritten, ich war erschöpft und hätte nichts lieber getan, als die Zügel des Pferdes aus der Hand zu geben. "Der Ackergaul meines Meisters ist erst vor kurzem eingegangen Frau Gräfin, ist der größte Verschlag hier im Stall aye, wird für das große Tier gerade passen", plapperte.. Ferdi hieß er, los und bei Gott ich hatte wirklich keinen Kopf um jetzt noch einen redseligen Knecht zu lauschen. Er wirkte nervös, kam wohl nicht oft mit einer Dame in Kontakt. Ich wollte aber auch nicht drüber fahren, dazu fühlte ich mich einfach zu mies und der Junge schien nur zu versuchen mich aufzuheitern. Ich war froh dass der Schimmel sich ohne Probleme in den Verschlag bringen ließ, er schien zu spüren das es mir gerade nicht gut ging, denn er stand ungewöhnlich ruhig da, ließ sogar den Kopf hängen, während er an dem Heu knabberte was bereit gelegen hatte. Beinahe fürchtete ich schon es wäre zu viel für ihn gewesen, aber als Ferdi versuchte näher zu kommen, keilte er sogleich mit einem Huf nach dem Burschen aus, welcher gerade noch zur Seite ausweichen konnte. "Alles in Ordnung?" fragte ich müde und hörte nur ein einfaches 'ja'. Sollte ich ihm den Sattel abnehmen? Ich war mir gerade unsicher, entschied mich aber schließlich dafür. Ich öffnete den Gurt und legte den Sattel beiseite, griff nach Stroh am Boden und merkte dabei das meine Hände zitterten. Wie es Max wohl ging? War er schon auf den Weg hierher? Oder lag er jetzt verletzt oder schlimmeres mitten im Wald? Ich schluckte, begann dann den Hengst schnell und so gut ich es gerade vermochte mit dem Stroh etwas abzureiben, die Sorge um Maxwell wuchs stetig an.
    Es war nicht perfekt so wie ich es getan hatte, aber es passte schon so. Ich strich nochmal über den breiten Hals des Tieres und verließ dann den Verschlag, ließ mich von Ferdi, was ja eigentlich die Abkürzung von Ferdinand war, wie er mir bereits zwei Mal erklärt hatte, zum Haus hinüber begleiten. Das Tor das vorher noch offen gestanden hatte, war bereits geschlossen worden und ein paar Burschen schoben davor wache. Hans wollte wohl lieber Vorbereitet sein.

    Ich betrat die Stube und ich kniff die Augen zusammen, das Licht war dumpf in der Hütte und meine Augen brauchten eine Weile sich daran zu gewöhnen. Auf alle Fälle wurde ich sogleich von Bea begrüßt, die sich verbeugte und erklärte was für eine Ehre es sei, bot mir sogleich einen Platz an.
    Ihr Blick lag besorgt auf mir, ich ließ mich auf einer Bank nahe des Kamins in dem ein Feuer loderte nieder und ehrlich... ich spürte jeden Knochen im Leib wie mir schien. Nur zu gerne hätte ich mich irgendwo jetzt zusammen gekauert und auf Max gewartet. Hans stellte einen Becher mit warmen Met vor mir ab, bedrängte mich nicht... ließ mir Zeit und dafür war ich gerade mehr als Dankbar. Mit zitternden Fingern griff ich nach dem warmen Becher, hielt ihn mit beiden Händen umschlossen und auch das Feuer neben mir half mir endlich wieder etwas warm zu werden. Schließlich erzählte ich dem Bauern und seiner Frau grob was passiert war, dass Maxwell mich hierher geschickt hatte um um Unterkunft für die Nacht zu bitten und er nachkommen würde. Die Beiden wechselten kurz die Blicke und nickten dann, gewährten also Max - der sicherlich gleich kommen würde!- und mir Unterschlupf. Ich bedankte mich, ja ich war wirklich dankbar, ich hätte es auch verstanden hätten sie abgelehnt... nun unwahrscheinlich denn sie würden sich wohl kaum den Unmut ihrer Herrschaften zuziehen wollen, aber dennoch... Bea brachte mir anschließend eine Decke da sie wohl das Zittern meines Körpers mitbekommen hatte. Nach dem ich ein paar Schluck von dem warmen Met gemacht hatte, spürte ich wie seine wohlige Wärme sich von meinem Bauch aus in meine Glieder ausbreitete und die Erschöpfung mich nun einzuholen begann, doch obwohl mir die Augen hie und da fast zu glitten, schaffte ich es nicht Ruhe zu finden. Immer wieder sah ich hinüber zur Tür, lauschte hinaus um zu hören, ob sich jemand dem Hof näherte. Erneut schickte ich ein Gebet gen Himmel und lehnte mich an die Wand in meinem Rücken, ich schaffte es einfach nicht mehr mich aufrecht zu halten.
     
  10. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Max

    Meine Schulter schien mir die heutigen drei Kämpfe ein klein wenig übler zu nehmen, als ich angenommen hatte, denn sie stach ein klein wenig. Doch es war schon viel besser als die Wochen zuvor und ich zweifelte nicht daran, dass es nicht mehr lange dauern würde bis ich ganz genesen war. Ich lenkte mein Pferd auf den Pfad, welcher zu dem Hof von Hans und Bea führte. Die Pferde waren recht trittsicher und so kamen wir gut voran. Gott sei dank! Ich war immer noch beunruhigt und während ich die Pferde traben ließ, kämmte ich mit den Augen die Umgebung ab. Hielt nach dem Schimmel ausschau, betete aber inständig, dass Cat den Hof sicher erreicht hatte. Es begann zu Dämmern als ich endlich die Tore von Hans' Hof sah. Sie waren verschlossen und davor standen zwei Burschen. Mir viel ein Stein von meiner Brust und zum ersten Mal, seit ich Cat fortreiten hatte sehen, konnte ich erleichtert aufatmen. Hans hatte das Tor wahrscheinlich nur schließen lassen, weil Cat ihm von dem Überfall erzählt hatte. Der Überfall. Meine Gedanken gingen zur Burg, doch ich wusste, dass auf meinen Freund Henry verlass war. Er würde Lockwood niemals aufgeben. Von weitem hörte ich schon einen der Burschen rufen: "Lord Lockwood kommt, mach das Tor auf!". Mit einem ächzen öffnete sich das Holztor, welches bei genauerem hinsehen zwar recht stabil wirkte, doch wenn wirklich jemand diesen Hof einnehmen wollte, so würde das Tor bestimmt kein Hindernis sein. "Ist Lady Catriona bei euch?" fragte ich sogleich Hans, als ich ihn auf mich zukommen sah. Ich musste es aus seinem Mund hören, musste wissen das es ihr gut ging. Nein besser, ich musste sie sehen um mich zu vergewissern. "Ja, Mylord. Sie ist wohlbehalten hier angekommen!" versicherte er mir sogleich untertänigst und wies zwei Burschen an mir die Pferde abzunehmen.
     
  11. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Cat

    Gerade hatte ich den Becher mit dem Met nochmals an meine Lippen gehoben, als von draußen Rufe herein drangen. Mein Herz begann wieder wie wild zu rasen und ich richtete mich wieder etwas auf. Hans ging zur Tür. "Lord Lockwood kommt!" rief einer der Knechte und mein Lächeln trat in meine Züge. Max! Er war hier! Auch wenn ich wirklich müde war und meine Glieder streikten, legte ich die Decke ab und erhob mich von meinem Platz. Ich musste mich selbst davon überzeugen das er wirklich da und unversehrt war! So folgte ich schließlich mit Abstand hinaus ins Freie. Hans war schon bei Max angekommen, als ich hinaus trat. Da war er! Er sah in großen und ganzen auch unversehrt aus. Erleichterung machte sich in mir breit und nur zu gerne wäre ich ihm einfach um den Hals gefallen, aber hier waren wir nicht unter uns und vor Untertanen war doch das Gesicht zu wahren. Ich kam also näher. "Mylord! Welch Erleichterung Euch wohlbehalten wieder zu sehen!" sagte ich als ich näher kam, mein Blick glitt dabei über ihn. Nun er dürfte doch ein zwei Schnitte davon getragen haben, aber nichts was auf den ersten Blick Besorgniserregend schien. Gerade fühlte ich mich als wäre mir eine große Last von den Schultern gefallen, denn die Sorge um ihn hatte mich die letzten Minuten beinahe an den Rand der Verzweiflung getrieben... Ja so war es mir damals als er in den Krieg gezogen war am Anfang auch gegangen, irgendwann hatte es sich gelegt. Oder eher gesagt ich hatte mich mit Arbeit zugeschüttet um mich abzulenken. Ich gestattete es mir seine Hände zu ergreifen und drückte einen Kuss auf seine Fingerknöchel. Diese Berührung gestattete ich mir. Hans lud uns anschließend ein wieder mit ins Innere zu kommen, um uns auszuruhen.
     

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