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Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Obi-Wan, 17 Dez. 2014.

  1. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Scheinbar unendlich lange ist es her, seit die Männer in den Krieg gezogen waren. Doch endlich ist es so weit nach drei scheinbar unendlichen Jahren wurde der Sieg verkündet und die die überlebt haben durften endlich Heim kehren. Doch wie an ein altes Leben anknüpfen? So lange hatte man elend und tot hautnah erlebt, war selbst ein Teil davon gewesen und jetzt war alles vorbei. So zumindest der Anschein, doch können Narben, Folter oder auch Gefangenschaft wirklich einfach so vergessen werden?
    Vielleicht warten zuhause auch Frau und Kind, werden sie wirklich noch da sein? Wurden sie von Seuchen und dem Leben dahin gerafft? Was haben sie während der Zeit erlebt und erdulden müssen?
    Es ist an euch, zu entscheiden, wen oder was ihr spielt. Vom Adeligen bis hin zum einfachen Bauern, kann alles vertreten sein, denn der Krieg war lang und gebraucht wurden viele.
    Ihr könnt so viele Charaktere spielen wie ihr glaubt so spielen zu können, ohne dass einer Benachteiligt wird. Niemand ist gleich! Und Spielerwissen ist nicht gleich Charakterwissen! Und nein, man kann dem Charakter nicht alles ansehen was er denkt!

    Ihr könnt euch entscheiden, seid entweder eine Frau, Kinder oder ein Mann...

    Achja, das ganze spielt so im Mittelalter ^^

    Regeln:(*nach oben deut* da steht schon ein bisschen was)
    -realistisch bleiben, kein Bauer hat einen Araber bei sich im Stall stehen
    -kein Powerplay, nein dieses Wort bedeutet nicht, dass man jetzt Seite um Seite mit einem schreibt! Bitte googelt den Begriff, wenn ihr die wahre Bedeutung nicht kennt!
    -ich bitte euch, euch nur anzumelden, wenn ihr ernsthaft schreibt. Ein Mensch denkt und fühlt immer was, ändert seine Körperhaltung etc. Das heißt Einsatzbeiträge sind unerwünscht.
    -Fotos zur Beschreibung eures Charakters sind im Steckbrief nicht gestattet, ich bitte um mindestens 200 Zeichen ohne Leerzeichen (das ist wirklich nicht viel) auch beim Lebenslauf bitte.

    Formular Frau:

    Name:
    Alter:
    Charakter:
    Aussehen:
    Verheiratet/verlobt:
    wenn ja mit wem?:
    Kinder:
    ehelich?:
    Lebensverlauf während dem Krieg:
    Sonstiges:


    Formular Mann:

    Name:
    Alter:
    Charakter:
    Aussehen:
    Verheiratet/verlobt:
    wenn ja mit wem?:
    Rang:
    Beruf:
    Beruf im Krieg:
    Verletzt?:
    wie?:
    Sonstiges:

    Formular Kind:

    Name:
    Alter:
    Geschlecht:
    Charakter:
    Aussehen:
    ehelich?:
    wenn ja, von wem:
    Lebensverlauf während dem Krieg:
    Sonstiges:

    Viel Spaß!
     
  2. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Formular Mann:
    Name: Henry de Montegnier
    Alter: 27 Jahre
    Charakter: Henry ist/war ein freundlicher durchaus fröhlicher Geselle, stehts gut drauf und den Schalk im Nacken. Dennoch eine ehrliche, loyale und treue Haut, genauso hat der Mann einen klugen Kopf, ist bei seiner Arbeit ernst und immer voll dabei. Er weiß also ganz genau wann er sich wie zu benehmen hat.
    Aussehen:Man könnte Henry als gut aussehenden Mann bezeichnen. Mit seinen 1,80m hat er eine, zu dieser Zeit imposante Größe. Sein Körperbau ist athletisch, jedoch ist er kein grober Schrank, hat eben eine schöne männliche Form, auch scheint kein falsches Gramm Fett an seinem Körper zu sein. Im Kampf setzt er gerne auf seine Schnell- und Wendigkeit. Auf seinem Kopf befindet sich dunkelbraunes seidiges Haar, das immer gut geschnitten und gepflegt aussieht, selbst wenn ihm die Strähnen mal verwegen vom Kopf abstehen sollten. Er hat ein markantes schönes männliches Gesicht, das von fast schwarzen Augen gekrönt wird die von dichten schwarzen Wimpern umrandet werden, die ein inneres heißes Feuer verborgen halten, wenn man genau hinsieht, kann man den leichten warmen Braunton in ihnen erkennen, sonst ist es schwer die Iris von der Pupille zu unterscheiden. Narben verunstalten seinen Körper, besonders auffällig oder Abschreckend ist die Narbe knapp über seinen Herzen.
    Verheiratet/verlobt: wie es sich gehört bin ich verheiratet
    wenn ja mit wem?: Anna de Montegnier
    Rang: "Hoch"
    Beruf: Ritter und Schmied
    Beruf im Krieg: Ritter
    Verletzt?: etliche Male, besonders gefährlich war die Verletzung knapp über dem Herzen, die hätte er beinahe nicht überlebte. Leider erlitt er zur Gleichen Zeit auch einen ziemlich harten Schlag gegen den Kopf, als er seinem Herren zur Hilfe geeilt war, trägt davon auch eine Narbe die jetzt schon von seinem Haar bedeckt wird. Davon hat er leider auch einen Teil seines Gedächtnis verloren. Generell ist alles nach seiner Salbung zum Ritter Lückenhaft und Verschwommen. Auch ist er jetzt eher zurück gezogen und leicht brummig geworden, aber vielleicht liegt das eben daran, dass es ihm gehörig am nerv geht, dass im etwas fehlt.
    Sonstiges:


    Formular Frau:

    Name: Catriona von Lockwood
    Alter: 19 Jahre
    Charakter: Cat ist eine willensstarke und leidenschaftliche Person. Sie stammt aus gutem Hause und wurde auch dementsprechend erzogen. Sie ist liebevoll und sanft bei jenen die sie liebt, doch auch bestimmt und leicht aufbrausend, wenn sie etwas stört. Sie weicht ungern vor etwas zurück, dafür ist sie einfach zu stolz.
    Aussehen: Von der Größe her gehört die junge Frau eher zum Durchschnitt. Was sie sofort herausstechen lässt, sind wohl zum einen die beinahe feuerroten Haare die auf ihren runden hübschen Kopf sprießen und sich über ihren Rücken in sanften Wellen, knapp bis zu den Hüften ergießen. Doch auch die lebendige Ausstrahlung lässt sie immer wieder hervorstechen. Klare hellblaue Augen, stechen hervor, eine gerade Nase führt direkt hinunter zu einem sanft geschwungenem Mund der dunkelrosa ist und einem gerade zu zum Küssen verführen zu scheint. Ein eleganter Hals führ weiter zu einer schönen eleganten weiblichen Gestalt, die alles besitzt was ein Mann sich nur wünschen kann.Eine ebenmäßige Haut im Elfenbein Ton lässt ihre Gestalt noch edler wirken.
    Verheiratet/verlobt: verheiratet
    wenn ja mit wem?: Maxwell of Lockwood
    Kinder: Ja
    ehelich?: Natürlich
    Lebensverlauf während dem Krieg:
    Sechszehn Jahre war Cat als ihr Ehemann in den Krieg ritt, knapp zwei Monate bevor sie ihre gemeinsame Tochter Rose-Marie zur Welt brachte. Die Zeit war hart und es war schwer Zeit zu finden um an den Mann zu denken, der in der Ferne kämpfe, wenn man im Alltag unterging. Es fehlten viele kräftige Hände auf der feinen aber bescheidenen Burg und so blieb vielen an den Frauen, Alten und jenen hängen die einfach zu jung waren um in den Kampf zu ziehen. Alles in allem waren sie gut über die Runden gekommen, auch einen Überfall auf die Festung hatten sie überstanden. Jeden Tag betete Catriona um die Heimkehr der Männer und den Ende des Krieges, hoffte dass ihr Ehemann unbeschadet zurückkehren würde.
    Sonstiges: -
     
  3. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Formular Mann:

    Name: Maxwell Earl of Lockwood
    Alter: 21
    Charakter: Vor dem Krieg war Max ein stets lustiger junger Mann, welcher zu allen Schandtaten bereit war. Von seinem Vater hatte er viel über die Verwaltung der Grafschaft gelernt und hatte diese Pflicht auch immer ernst genommen. Mit Milde und Strenge leitet er die Bürger der Grafschaft Lockwood. Für ihn ist es wichtig mit seinen Pächtern in gutem Kontakt zu sein und zu wissen was ihre Begehren und Nöte waren. Doch er konnte auch hart und gerecht durchgreifen. Wobei er es sich vorbehielt die Strafen so weit möglich selbst durchzuführen, da ihm die Worte seines Vaters tief in Gedanken lagen. Es wäre zu schnell eine Versuchung geworden Menschen zu bestrafen, wenn man die Strafe nicht selbst durchführen musste. Er ist oft etwas stur, jedoch liebevoll und schnell zu besänftigen... heute scheint es ein wenig anders...
    Aussehen: Aschblonde Haare (halblang), seine Augen sind von einem strahlendem Blau. Sein Hautgrundton ist eher Hell, doch durch die Zeit auf dem Schlachtfeld und den langen ritten ist er nun eher Braun. Er ist ca 1,87m groß und von muskulöser Gestalt. Alles in allem wirkt er eher wie ein hart arbeitender Mann als wie ein Earl, welcher seine Grafschaft regiert. Seinen Bart kürzt er nicht sehr oft, weshalb er immer einen Bartschatten oder 3-Tagesbart trägt.
    Verheiratet/verlobt: verheiratet.
    wenn ja mit wem?:Catriona
    Rang: Earl of Lockwood
    Beruf: Earl of Lockwood. Obermotz von eben dieser Burg
    Beruf im Krieg: Hauptmann der leichten Kavallerie
    Verletzt?: Stichwunde an der Linken Schulter. Einige Schürf und Kampfwunden
    wie?: Stichwunde von einem Feind mit dem Schwert zugefügt
    Sonstiges:
     
  4. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Maxwell

    Mein Pferd warf schnaubend seinen mächtigen Kopf in den Nacken, während es laut schnaubte. Der Dampf, welcher seinen Nüstern entsprang vermischte sich mit der Eiseskälte, welche durch das Land zog, welches wir nur als die Bergketten kannten. Laut tönten die Hufe der schweren Pferde, deren Atem und der der Männer welche sich mit mir aufgemacht hatten um wieder in unsere Heimat zu kehren. Zu lange waren wir fort gewesen, zu lange hatte dieser Krieg gewährt. Das Klirren der Gebisse welche die Pferde trugen, dass der Kettenhemden der Männer oder der Schwerter, welche an den Sätteln befestigt waren. All dass trieb uns an. Es trieb uns durch den Schnee, welcher ohne Gnade auf uns hinab fiel. Schon seit drei Wochen begleitete er uns. Hüllte uns ein und tötete uns.
    Mit 2000 Mann war ich losgezogen. Einst den tapfersten unter meinen Kriegern hatte ich von dem Krieg erzählt und den Ruhm welchen wir uns holen würden. Der Ruhm der unser sein würde.
    Mit 500 Mann kehrte ich nun zurück.
    Unser Tross bewegte sich nur langsam vorwärts. Die Männer waren hungrig, verletzt oder schon halb tot. Ja, der Krieg war gewonnen, doch würde es noch lange dauern bis sich unser Land wieder stolz aufrichten konnte, bis die Männer wieder Patrioten waren und für ihren König in den Krieg zogen. Einige der Männer würde es nicht mehr bis nach Haus schaffen, dass wusste ich.
    Ich zog meinen Pelzumhang enger um mich und versuchte mich so gegen den kalten Wind zu schützen. Mir war kalt. Kälter als mir hätte sein sollen. Die Wunde war wieder aufgerissen und wieder nässelte sie. Dieses wiederwärtige Zeug, welches daraus floss schmerzte mich und ich konnte die linke Hand nicht sehr gebrauchen. Der Medikus war uns schon vor zwei Monaten verreckt. Meine Hoffnung war es die Burg bald zu erreichen. Bis dahin musste ich im Sattel bleiben, keine Pausen mehr. Denn ich wusste nicht ob ich noch einmal in den Sattel steigen würde, wenn ich ihn jetzt verließ.
     
  5. Try

    Try Mitglied

    Formular Frau

    Name: Katherin O'dair
    Alter: 19
    Charakter: Sie ist eine gebildete Frau weswegen viele Angst vor ihr haben, was sie natürlich nicht verstehen kann. Sie ist sehr fleissig und hilfsbereit, sie hat eine gutmütige Art ist aber auch sehr mutig und traut sich was. Sie ist in nicht allzu schlechten Verhältnissen aufgewachsen da ihre Familie bei dem Earl of Lockwood arbeitet bzw. gearbeitet hat.
    Aussehen: Sie ist etwa 1.70 gross, sie ist sehr schlank und eigentlich sogar schön. Ihre Proportionen passen nahe zu perfekt. Sie hat lange Haare mit grossen Locken die ihr bis über die Brust fallen, sie sind von irgendeiner Farbe zwischen schwarz und rot. Ihre Augen sind jedoch fast golden und schimmern je nach licht etwas grünlich. Sie hat eine Stupsnase, volle hellrote Lippen und hohe Wangenknochen.
    Verheiratet/verlobt: jemand Lust? :3
    wenn ja mit wem?: ...
    Kinder: Nein
    ehelich?: -
    Lebensverlauf während dem Krieg: Sie versuchte über die Runden zu kommen indem sie Töpferte und webte und es dann auf dem Markt verkaufte. Sie nahm aber auch etliche kleinere Jobangebote an und kümmerte sich um das Haus. Manchmal ging es ihr ziemlich schlecht und sie war froh das sie nicht krank geworden ist, das hätte sie wohl nicht überstanden
    Sonstiges:
     
  6. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    (sry hab mir schon mit jemand andere was ausgemacht :))
    Henry

    Es war ein grausames Wetter und auch das Land für das wir gekämpft hatten, schien unseren Weg Heim nicht begünstigen zu wollen. Es war A*schkalt und ich fror mir im Sattel den Hintern ab, der Mantel um die Schultern half nur geringfügig diese verdammte Kälte und den Schnee fernzuhalten. Der Falbe unter mir, schnaufte und streckte müde seinen Kopf nach vorne. Drei Wochen waren wir unterwegs, aber Glück hatten wir nicht. Nun man konnte sich vorstellen das die Stimmung der Leute alles andere als fröhlich war, obwohl wir das hätten sein müssen..ja immer hin waren wir in Richtung Heimat unterwegs... Heim, ich runzelte die Stirn und rieb mir mit der behandschuhten Hand darüber, bevor ich meine Kapuze wieder tiefer ins Gesicht zog und missmutig brummte. Ich ritt etwas hinter meinen Herren, Maxwell of Lockwood. Ich war bei den Lockwoods aufgewachsen, war etwas älter als mein Graf, aber dem Haus treu ergeben und so war ich selten von seiner Seite gewichen. Was wohl gut war... wäre ich irgendwo gewesen, wo mich keiner kannte, würde ich vermutlich nicht einmal wissen, dass ich das Ritter Handwerk überhaupt erlernt hatte. Nur durch Erzählungen wusste ich, dass ich mich anscheinend zwischen einen Angriff auf meinen Herren gestellt hatte und voll eines auf die Rübe bekommen hatte, wobei ich da wieder glück gehabt hatte einen Helm getragen zu haben, da sonst der Ganze Kopf weg gewesen wäre. Schon länger hatten wir keine Pausen mehr gemacht, und mein Herr war schweigsam geworden. "Was meint Ihr Herr, wie weit wir noch weg sind?" fragte ich schließlich und zog den groß gestrickten Schal über meine Nase, damit ich zumindest etwas Gefühl im Gesicht wieder erlangte, wenn ich bei Zehen und Fingern schon die Hoffnung aufgab.

    Cat

    Es war ein dunkler Tag, dichter Schnee fiel draußen und machte es einem unmöglich sinnvolle Arbeit zu tun. Das gefrorene Weiß verhieß nichts gutes, vor einigen Wochen war ein Bote gekommen und hatte den Ende des Krieges verkündet, seid dem war wohl die gesamte Bevölkerung in Aufruhr. Ich stand vor einem der Fenster und sah hinaus, hinaus in die Ferne. Ich hatte immer wieder nach ihm ausschau gehalten, all die Jahre hatte ich meinen Blick von Zeit zu Zeit zu jener Straße gewandt, auf der mein Mann mit seinen Männern entschwunden war. Unzählige Male gebetet, ja schon beinahe gefleht Gott würde so gnädig sein und diesen unsinnigen Krieg endlich ein Ende bereiten. Es war hart gewesen, die Zeit über ohne die starken Hände der Männer, nur wenige waren geblieben um die Burg zu verteidigen zu wenige als das wir den Überfall vor einem Jahr verhindern hätten können, er hätte uns beinahe alles gekostet. Mittlerweile hatten wir uns erholt. Ich holte mich aus meinen Gedanken heraus, seufzte leise und drehte dann meinen Kopf, sah hinüber zu der kleinen Rose-Marie die mit ihrer Amme vor dem Feuer saß und sich vorlesen ließ. Das Erdbeerblonde Mädchen war knappe drei Jahre alt, zwei Monate bevor sie auf die Welt gekommen war, waren die Männer abgezogen. Hier in der Kemenate war es warm, die Frauen saßen an ihren Arbeiten, nähten und stickten. Was hätte ich bloß ohne deren Unterstützung gemacht? Ich strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht, ging hinüber zu meiner Kleinen und strich ihr sanft über den Kopf, bevor ich die Kemenate verließ. Ich zog die Tür hinter mir zu und es fröstelte mich leicht, ich ließ meinen Mantel bringen und als ich draußen war, atmete ich tief die kalte Luft ein, bevor ich den Hof überquerte um hinüber zur Kapelle zu gelangen. Leise trat ich ein, tauchte zwei Finger in das Weihbecken und bekreuzigte mich, bevor ich den Gang entlang schritt. Wie oft hatte ich diesen Weg schon gemacht? Ich verbeugte mich vor dem Altar, bevor ich mich in der ersten Reihe auf ein Schemel kniete, die Hände faltete und den Kopf senkte, was blieb mir denn anderes übrig als zu beten? Als mich eisern an meinen Glauben zu klammern? Damit meinte ich nicht nur meinen Glauben an Gott.
     
  7. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Max

    Ich blinzelte leicht zur Seite, als ich Henrys Stimme hörte. Der Schimmel grunzte aufgebracht, als ich seine Zügel kürzer nahm, damit ich ihn parieren konnte. Wann wir wieder zuhause waren wollte er wissen. Zuhaus. Ich schloss für einen Moment kurz meine Augen und versuchte mich an eben dies zu erinnern. Es war noch gar nicht so lange hergewesen, da hatte ich meine Frau geheiratet. Damals war es liebe gewesen. Auf einem Turnier hatte ich sie das erste mal gesehen und eines war ins nächste geflossen. Doch wenn es auch nur drei Jahre her war dass ich sie verließ, so kam es mir wie eine Ewigkeit vor und ich konnte es mir nicht mehr vorstellen wie es war in ihren Armen zu liegen. Es war als hätte ich sie nie gespürt, wobei dass eine Lüge war. Tief in mir drinnen wusste ich wie es war - wie es sich anfühlte wenn meine Finger durch ihr langes, flammenfarbenes Haar strich. Wenn ich ihre elfenbeinfarbene Haut berührte. Ihre Nähe kostete. Doch die Erinnerung war wie ein Nebel und so schnell das Bild kam, so schnell zogen sich die Schatten davor und ich spürte wieder den kalten Wind auf meiner Haut.
    "Wenn wir keine Rast mehr machen, sollten wir die Burg im Morgengrauen erreichen!" antwortete ich Henry und sah hinauf in den Himmel, welcher sich schon verdunkelt hatte. Immer den Sternen folgen so hatte es mir mein Vater gelehrt. Doch auch ohne Sterne würde ich heim finden.
     
  8. Samanta

    Samanta Leseratte

    Name: Anna de Montegnier
    Alter: 21 Jahre
    Charakter: Anna war schon immer eine sehr energische Persönlichkeit,die sich zwar den gesellschaftlichen Ordnungen nicht widersetzt,aber genau weiß,was sie vom Leben will.Sie ist von Grund auf ehrlich und besonnen,versucht aus jeder Situation irgendwie das beste herauszuholen. Ihre beiden Kinder liebt sie sehr, kümmert sich beinahe aufopferungsvoll um ihren Sohn und ihre Tochter. Außerdem kann man sie als sehr religiös bezeichnen,wozu sie auch ihre beiden Kinder immer wieder anhält.
    Aussehen: Anna hat die leuchtend roten Haare und die grünen Augen von ihrer Mutter geerbt. Ihre Haare fallen lockig über ihre Schultern. Meistens trägt sie sie zu einem strengen Zopf zusammengebunden, doch eine Strähne lässt sich nie bändigen und fällt immer wieder aus dem Zopf. Sie ist mit ihren 1,67 m eher im Durchschnitt, hat ausladende Hüften, die durch die zwei Geburten noch etwas üppiger geworden sind, und ist ansonsten eher schmal mit weiblichen Rundungen an den richtigen Stellen. Sie hat voluminöse Lippen und eine stupsförmige Nase. Leichte Sommersprossen überziehen ihre eher helle Haut.
    Verheiratet/verlobt: ja
    wenn ja mit wem?: Henry de Montegnier
    Kinder: ja
    ehelich?: 1 eheliches, 1 uneheliches
    Lebensverlauf während dem Krieg: Anna wurde, wie wohl alle Frauen, Männer und Kinder, auch vom Krieg gezeichnet. Sie lebte, während ihr Mann drei Jahre fort war, auf der Burg des Grafen von Lockwood und seiner Frau. Während dieser Zeit musste auch sie viele Lasten mit sich tragen, unter anderem eine Ver.gewaltigung, aus der ihre Tochter hervorging,die sie trotz dieser Tatsache innig liebt. Der Erzeuger - Vater möchte sie ihn weiß Gott nicht nennen - ihrer Tochter wollte "unbedingt mal eine Hexe vö.geln",wie er immer wieder sagte. Ansonsten erlitt, sie das, was auch alle anderen erleiden mussten: Hungersnöte, Krankheiten und Tod. Trotzdem hat sie immer an ihrem Glauben festgehalten und sich bemüht,auf der Burg und in den angrenzenden Dörfern zu helfen,wo Not an der Frau war und hofft darauf,dass ihr Mann bald aus dem Krieg zurückkehrt.
    Sonstiges: //
     
  9. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Henry

    Mein Herr zügelte sein Pferd und ich holte zu ihm auf. Zuhause...momentan waren es nur Fetzen in meinem Kopf, Fetzen aus einzelnen Bildern und dem was mir die Männer erzählt hatten. Von denen wusste ich auch, dass ich anscheinend eine Frau hatte... das war wirklich zum verrückt werden. Kanntet ihr dieses Gefühl wenn man versuchte nach etwas in seinem Kopf zu greifen, aber es glitt einfach so immer durch die Finger? Ein leises Brummen entwich mir und ich drehte mich etwas im Sattel um nach hinten zu sehen. Eine ganze Nacht durch marschieren? Wie viele würde uns das noch kosten? Die Witze darüber, wie viele Weiber und Bier sie zu sich nehmen würden, waren schon vor Wochen verebbt. "Wäre es nicht klüger, einen Platz zum Ruhen zu finden mein Herr?" fragte ich schließlich. Ich zumindest fror mir fast den Schwanz ab. Ja jeder von uns wollte Heim...oder zumindest zu diesem Gefühl hin, dass uns sagte das es sich gut anfühlen musste. Aber jetzt kurz vor dem Ende durften wir nicht unbesonnen werden, natürlich würde ich dem Befehl meines Herren folge leisten, egal wie dieser ausfiel. Wir hatten so viele Kameraden verloren, auch nach meinem Gedächtnisverlust... Ich erinnerte mich nicht an die Gegend hier, es wirkte seltsam vertraut ja...aber irgendwie doch so fremd und wie aus weiter Ferne.
     
  10. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Max

    Ein Schmerz durchzog meine linke Körperhälfte und ich wurde mir meiner Wunde wieder allzu bewusst. Würde ich es schaffen noch eine Nacht in der Kälte zu schlafen? Würden meine Kräfte noch ausreichen? Ich wendete meinen Blick zu den Männern hinter mir. Armselige Gestalten welche da hinter uns herkrochen. Allen war die Müdigkeit ins Gesicht geschrieben. Keiner hatte mehr eine Zote auf den Lippen, keine Lieder hallten mehr durch den Tross. Ich seufzte leise. Die Wunde brannte und ich spürte wie sich hitze in mir ausbreitete. Meißtens bekam ich Nachts das Fieber. Langsam hob ich meinen rechten Arm. Das Zeichen, mit welchem der Zug zum Stillstand kommen würde. "Bereitet ein Lager!" rief ich und drehte den schweren Schimmel um. Das Tier schien unermüdlich, denn es riss seinen rießigen Schädel wieder nach oben und stampfte unruhig auf. Er wollte weiterlaufen. Durch viele Schlachten hatte er mich getragen, einigemale schnell vor dem Feind davon getragen. "Haben wir noch Dörrfleisch Uther?" fragte ich und sah zu dem Mann, welcher sich um die Versorgung der Truppe zu kümmern hatte. "Nicht mehr viel My Lord!" antwortete er mit leiser, aber bestimmter Stimme. Ich nickte leicht. Sollten die Männer essen was sie konnten, ich würde es schon noch bis Morgen aushalten.
     
  11. Samanta

    Samanta Leseratte

    Anna
    Ich hatte Julitta und Gabriel bereits zu Bett gebracht.Ich selbst war noch auf und betete,wie jeden Abend,bevor ich zu Bett ging.Am Anfang hatte ich geweint.Viel geweint.Henry war fort und ich mit unserem Sohn ganz alleine gewesen.Nachdem er bereits ein halbes Jahr fortgewesen war,hatte ich bemerkt,dass ich schwanger war.Nicht von ihm.Unmöglich von ihm.Nun war meine Tochter Julitta, die ich nach der Schutzheiligen für Mütter in Not genannt hatte,bereits 1 Jahr und 10 Monate alt.Er würde wissen,dass sie nicht von ihm war.Alle hatten mir davon abgeraten sie zu behalten.Ich hatte sie ins Kloster geben sollen,aber ich konnte nicht.Sie war meine Tochter und die gab ich nicht her.Ich hütete sie wie meinen Augapfel und auch meinen Sohn liebte ich,mehr als alles andere.An meinen Mann erinnerte ich mich noch und ich wusste wohl auch noch,dass ich ihn liebte - oder geliebt hatte.Ich erinnerte mich nicht mehr,wie es war,wenn er bei uns war.Zu lange war er fort gewesen.Nachdem ich gebetet hatte - für die Kinder, Henry, meinen Grafen und seine Frau - ging ich zu Bett und legte mich schlafen.Auch jetzt gestattete ich es mir nicht zu weinen.Ich musste stark sein, für die Kinder.Nachdem ich eingeschlafen war,kehrte die Erinnerung an die Erniedrigung der Ver.gewaltigung zurück.Immer wieder durchlebte ich diese Nacht und immer wieder wachte ich alleine auf.Mein Mann war fort.Vielleicht für immer fort,aber ich war stark,für die Kinder.
     
  12. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Henry

    Er zögerte erst und ich sah ihm seine Schmerzen an, doch schließlich sagte er, dass wir das Lager bereiten sollten. Ich ließ mich langsam aus den Sattel des Falben gleiten und die Kälte klirrte beim auftreten durch meinen ganzen Körper. Heilige Schei*e! fluchte ich innerlich. Einige Männer gingen schon los Feuerholz sammeln, während ich an das Pferd meines Herren ran trat und die Zügel hielt, ihm meine Schulter anbot. Knappen gab es hier keine. Ja ich wusste um seinen Zustand und fürchtete gleichermaßen um ihn. Beinahe mein ganzes Leben hatte ich auf Lockwood verbracht und war mit meinem Herren aufgewachsen. Hatte geschworen ihm treu zu sein und das war ich. Stumm half sah ich zu, wie er sich bei mir abstützte um abzusteigen, sah ihn dabei nicht einmal an, ganz so als ob es mich nichts angehen würde. Minuten später brannten bereits die ersten Feuer und nachdem ich meinen Falben versorgt hatte, ließ ich mich an eben eines dieser nieder, zusammen mit den Anderen. Es würde kurze Nacht werden und doch brauchten die Männer die Pause....
    Wie gesagt war die Nacht kurz und in kurzen Schlaf den ich mir gegönnt hatte wurde ich verfolgt von den Bildern der Schlachten, Fetzten... sowohl Schreie als auch Bilder nichts, zusammen hängendes. Als der Morgen graute erhob ich mich schon wieder um mein Pferd und das meines Herren zu satteln. So hatte ich es mir die letzte Wochen angewöhnt und es war für mich nichts schlimmes zu dienen. Solang alles im Rahmen blieb, seinen Nachttopf würde ich sicherlich nicht für ihn ausleeren.
     
  13. Loki

    Loki And it hurts like hell to be torn apart

    Name: Will (William) Hunter
    Alter: 20 Jahre
    Charakter: Will war immer eine stets fröhliche Person, die fast immer ein Lächeln auf den Lippen trug. Selbst bei schwerster körperlicher Arbeit wirkte er irgendwie glücklich - solange sein Busenfreund Aidan dabei war, den er seit seiner Kindheit kannte. Zusammen zogen sie auch in den Krieg, doch zurück würde Aidan nie kehren. Er erlag einer schweren Verletzung nach einer Schlacht und sagte, dass es es für ihn wert war für seinen König zu sterben. Will kann sich nicht erinnern seitdem je wieder gelacht zu haben, nicht einmal geschmunzelt. Er ist nun ruhig, sagt fast nie etwas, denkt sehr viel nach und macht sich Vorwürfe an Aidans Tod Schuld zu sein, auch wenn er tief in sich weiß, dass er nicht die Schuld an seinem Tod trägt.
    Aussehen: Will ist ein etwas kleinerer Kerl, etwa 1,68m, mit einer mittlerer Statur. Seine Haare haben ein schmutziges blond, gehen etwa bis zu den Schultern und kräuseln immer leicht. Die Augen sind schmal, mit einer blauen Iris. Trotz des immer ziemlich strengen Blickes, befinden sich auf den Wangen Grübchen wenn Will lächelt. Seine Ohren sind groß und stehen leicht ab. Ihm fehlt der untere Teil des linken Ringfingers.
    Verheiratet/verlobt: -
    wenn ja mit wem?: -
    Rang: Sohn einer nicht armen Bürgerfamilie in der Stadt
    Beruf: -
    Beruf im Krieg: Ritter und Pfleger für Verletzte
    Verletzt?: ja
    wie?: hat einen Finger verloren
    Sonstiges: -

    hoffe das ist okay so? :)
     
  14. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Max

    Ich hatte nicht wirklich viel geschlafen. Viel zu groß war meine Angst gewesen. Ja ich hatte Angst gehabt. Der Krieg hatte mich das Fürchten gelehrt, auch wenn ich heute Nacht nicht die Furcht gehabt hatte, welche mich sonst jede Nacht heimsuchte. Nein, diesmal hatte ich Angst ...egal. Ich stand auf und wischte die Gedanken fort. Die Männer sollten meine Schwäche nicht sehen. Es reichte ja schon dass Henry mir vom Pferd geholfen hatte und es mir täglich Sattelte. Wenigstens sagte er nichts dazu, sprach meine Schwäche nicht an. Langsam ging ich zu dem Schimmel und sah zu Henry, welcher unbeteiligt daneben stand. Es dauerte länger als sonst in den Sattel zu kommen, doch ich schaffte es. "Sehen wir zu dass wir nach Hause kommen!" murmelte ich und konnte ehrlich gesagt mit diesen Worten immer noch nicht sehr viel anfangen. Lange würde es nicht mehr dauern und man würde uns von den Wachtürmen der Brug sehen können. Wieder kam Angst. Keine Angst vor dem Tod oder dem Krieg - nein es war eine Andere - die Angst heimzukehren.
     
  15. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Henry

    Na wer wäre ich denn, wenn ich einen Mann auf seine Verletzungen ansprach? Ich war ja selber nicht gerade besser. Ich wartete ab, während Maxwell aufstieg, wie üblich sah ich ihn nicht an. Ich würde jeden an die Gurgel gehen, wenn man mich auch noch mit einem mitleidigen Blick ansehen würde. Ich hörte seine gemurmelten Worte und nickte. "Ja Herr", entgegnete ich und kehrte zu meinem eigenen Pferd zurück und zog mich etwas schwerfälliger als früher in den Sattel. Das erste Mal in meinem Leben würde ich mich freuen endlich aus dem Sattel zu kommen und auch nicht gleich wieder rein steigen zu müssen. Als alle wieder bereit waren ging es weiter. Es hatte mittlerweile aufgehört zu schneien, aber es reichte ja auch schon der Schnee am Weg und die Eiseskälte die in die Knochen kroch. Erst drei Jahre im Krieg und jetzt das? Das war dann wohl die Strafe dafür, dass wir so viele Männer getötet und auch noch selbst überlebt hatten. Der Ritt ging weiter schleppend und zäh. Ich hatte den Kopf gesenkt um den Wind nicht direkt ins Gesicht zu bekommen, als von der Ferne Glocken erklangen. Warnglocken, die unsere Ankunft verkündeten und den Bewohnern von Lockwood dazu rieten sich schnell in der Burg zu verkriechen. Ich hob den Blick und sah in der Ferne wie sich die grauen Mauern schwach vom weißen Grund abhoben, man hörte ein Raunen durch die Männer gehen und die Aussicht endlich aus dem Wind und der Kälte zu kommen und vor allem den Magen mit etwas warmen zu füllen, ließ den Trupp wohl gleich schneller marschieren. Ein ungutes Gefühl beschlich mich, diese Mauern weckten nichts in mir...rein gar nichts im Moment. Ich hatte gehofft, dass ihr Anblick mir irgendeinen Teil meiner Erinnerungen wieder geben würde, aber dem war nicht so...

    Cat

    Ich hatte am Vorabend mein Gebet zu Ende gebracht und war wieder zurück zur Kemenate um Rose zu holen. Ich brachte sie in ihr Zimmer, dass sie mit ihrer Amme teilte. Ich hatte es mir angewöhnt sie selbst nieder zulegen, genoss es mit ihr zu kuscheln. Ihr leise Lieder vorzusingen bis sie eingeschlafen war. Dagegen war die Einsamkeit in den Herrengemächern beinahe eine Qual. Ich sah mich immer wieder hier um, im Kamin prasselte ein warmes Feuer. Alles war noch so wie eh und je, ich schlang meine Arme um meinen Oberkörper, rieb mir die Oberarme. Es war einfach nicht mehr dasselbe seid Max weg war, das Bett kam mir viel zu groß und kalt vor und auch der Raum insgesamt... Schließlich hatte ich mich schlafen gelegt um am nächsten Morgen wieder pünktlich zu erwachen. Nachdem ich mich angekleidet hatte, ging ich meinem Tagewerk nach. Gerade war ich damit beschäftigt mit den Frauen Brot zu backen, ich knetete den Teig und konzentrierte mich vollkommen darauf. Es war wohl schon später Vormittag als die Glocken erklangen. Sofort horchten alle auf, tuschelten aufgeregt. Ich wischte mir Stirnrunzelnd die Hände an meiner Schürze ab, bevor ich diese abnahm. Beruhigte erstmal die Weiber, die mich beinahe in den Wahnsinn trieben. Schon einmal war die Burg überfallen worden und ich wollte auf keinen Fall das sich das wiederholte. Ich verließ die Küche und hinauf zur Wehrmauer, die Kälte kroch unter meine Kleider, aber gerade ignorierte ich das gekonnt. Ich spähte über die Mauer, in der Ferne konnte man einen Tross erkennen der sich immer näher schob. "Robert!" rief ich und schon eilte ein hagerer Mann im Hof näher und sah zu mir hoch. "Meine Herrin?" fragte er und ich wandte mich an ihn. "Nimm das schnellste Pferd im Stall und finde heraus, wer sich uns da nähert, vergiss das Horn nicht!" befahl ich ihm und er nickte eifrig verbeugte sich dabei. "Wie Ihr befiehlt", sagte er und machte sich gleich auf den Weg. Noch einmal wandte ich mich der Bewegung in der Ferne zu. Wieso mein Herz unwillkürlich höher Schlug konnte ich nicht sagen...hätte ich doch nur gewusst...
     
  16. Samanta

    Samanta Leseratte

    Anna
    Die Nacht war verlaufen,wie jede andere.Ich hatte letztendlich doch Schlaf gefunden.Auch der Tag schien wie immer zu verlaufen.Ich war früh,wie immer,aufgestanden und hatte zunächst die Kinder in die Obhut meiner Amme gegeben.Dann hatte ich dort angepackt,wo Hilfe nötig war und das war in diesen Zeiten einfach überall.Als die Glocken läuteten,zuckte ich zusammen.Oh Herr,nicht schon wieder,flehte ich.Gabriel spielte mittlerweile unter der Aufsicht der Amme draußen im Schnee.Julitta hatte sie im Arm,dick eingepackt,aber als die Glocken läuteten zog sie sich mit den Kindern zurück ins Innere der Burg.Ich hatte das alles durch ein Fenster beobachtet.Einige der Frauen,die bei mir waren,schienen kurz vorm Durchdrehen zu stehen.Ich war gefasst,wie immer.Nur innerlich tobte die Angst,aber ich musste stark sein,für die Kinder und ich war auch noch nie eines dieser hysterischen Weiber gewesen.Ich versuchte sie zu beruhigen,aber viel nutzte es nicht.Durch das Fenster sah ich,wie ein einzelner Reiter die Burg verließ,wohl um auszukundschafte,wer sich da der Burg näherte.Ich wandte mich vom Fenster ab,wollte die Frauen irgendwie beschäftigen,aber sie waren so aufgeregt,dass das ein sinnloses Unterfangen sein würde.Ich sah wieder nach draußen.Die Gräfin stand an der Wehrmauer und starrte ebenfalls in die Ferne.Am Anfang hatte uns noch Hoffnung erfüllt,dass unsere Männer heimkehrten,sobald wir Reiter auftauchen sahen,aber die Hoffnung wurde immer wieder enttäuscht.Schnell hatte sich die Hoffnung in Bangen und teilweise auch in Angst umgewandelt.Ich war nicht die einzige hier,die verg.ewaltigt worden war,aber wohl eine der einzigen,die das Kind aus dieser Schande behalten hatte.Obwohl ich mich nach meinem Mann sehnte,hatte ich auch Angst davor,dass er das Kind weggeben könnte.Das würde ich nicht ertragen und ich würde es auch nicht so einfach dulden.Ich war eine Kämpferin und für mein Kind würde ich kämpfen.
     
  17. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Max

    Die Glocken klangen unaufhörlich und deren klingen brannte sich in meinen Kopf. Nun waren wir nicht mehr allzuweit von der Burg entfernt. Als ich ein Horn hörte, zuckte ich zusammen. Wie vielen schlachten waren wir entgegen gestürmt während uns der klang des Hornes begleitete. Ich musste mich konzentrieren um die Bilder der Toten fernzuhalten, sie nicht zu sehen oder das Gefühl zu haben das Blut der Toten auf den Händen zu haben. Es war ein Reiter. Ein Späher meiner eigenen Burg welcher da auf uns zu ritt und uns alsbald erkannte, da er sein Pferd wendete und schnell zurück Galoppierte. Bald würde es die ganze Burg wissen und Morgen schon die Grafschaft. Der Earl war heimgekehrt. Man würde sagen wir seien tapfer gewesen oder gar ruhmreich, doch hätte ich vor dem Krieg gedacht es würde sich anders anfühlen und nicht so kalt und leer.
     
  18. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Cat

    Mit angehaltenen Atem und schon leicht von der Kälte zitternd, sah ich zu wie sich der Reiter immer mehr von der Burg entfernte. Meine Hände lagen auf dem eiskalten Stein vor mir, waren dort wohl schon festgefroren. Mein Herz raste in meiner Brust, angst keimte in mir hoch, doch war ich die Herrin dieser Burg und ließ es mir nicht ansehen. Ließ mir all meine Zweifel und Sorgen nicht ansehen, ich wusste nicht ob ich es noch einmal überwinden würde. Wie die Frauen und Kinder, geschändet worden waren, mich hatte man, zusammen mit den anderen anwesenden Damen in der Kemenate eingesperrt und ich hatte nichts dagegen tun können. Alte Männer und Kinder unbarmherzig niedergestreckt, die Vorräte die damals schon für den Winter eingelagert gewesen waren gestohlen. Bis die wenigen Soldaten hier auf der Burg endlcih die Oberhand gewonnen hatten. Ich löste meine Hände wrang sie etwas nervös ineinander. Hier auf der Mauer war es toten still, alle warteten wir, bis das Signalhorn die Stille zerriss. Ein Stoß...zwei Stoß und ein dritter. Ungläubig sah ich zu dem Tross und merkte nicht das ich die Luft angehalten hatte. "Es sind unsere Männer!" brach schließlich einer der Männer das Schweigen und sogleich brach ein Tumult los. Die Leute liefen gehetzt herum. Kurz stand ich noch wie gebannt da. Max! Gott konnte das wirklich möglich sein? Nach drei endlos langen Jahren war er wirklich da? Ich raffte meine Röcke und lief von der Mauer, hinein ins Innere. "Richtet Speisen und Wein, schürt das Feuer in der großen Halle!" lief ich rasch durch die Küche und gab die Befehle. Die Männer würden hungrig und durstig sein ohne Frage und bei dem Wetter wohl auch die Kälte in den Knochen sitzen haben. Rose kam herbei gelaufen, schien völlig aufgeregt und klammerte sich an meine Röcke. Ich hielt inne und sah auf sie herab, strich liebevoll über den Kopf meiner Tochter. Dann sah ich ihre Amme die völlig außer Atem nach kam. "Verzeiht Herrin, sie wollte unbedingt zu euch", keuchte sie und ich lächelte. So kannte ich den kleinen Wirbelwind. Ich hob den Kopf und beobachtete zufrieden, wie die Frauen sofort ihrer Arbeit nachgingen, aufgeregt tuschelten. Wie viele von ihnen würden wohl enttäuscht sein? Wie viele Männer waren wohl letztendlich doch gefallen? Was wenn Max nicht unter ihnen war? Kälte beschlich mein Herz, legte sich mit eiserner Faust darum. "Eurice, nimm' Rose bitte, ich muss noch in den Stall", meinte ich schließlich und schob meine Kleine langsam von mir weg, hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn, sah noch zu wie sie widerwillig mit ihrer Amme mitging, bevor ich mich aufrichtete um nachzusehen, ob für die Pferde alles bereit war. Die Stallungen waren beinahe leer, nur wenige Pferde waren uns geblieben und wir hatten sogar einen Teil des Viehs hier untergebracht. Auch hier war alles in Ordnung. Ich zog meinen Umhang etwas fester zusammen, mir war schon kalt nach die wenigen Minuten hier draußen, wie mussten sich erst die Männer fühlen? Alles war bereit für die Ankunft der Truppe... Mein Herz galoppierte in meiner Brust und in meinem Kopf hatte ich das Bild von damals in meinem Kopf... Wie Maxwell auf seinem Ross stolz in die Arena geritten war, hoch erhoben und bei mir hielt um meine Gunst zu erbitten. Damals war ich 13 gewesen. Ich ging ins Innere sah zufrieden wie die Damen und die Tische in der Halle deckten, wohlige Wärme herrschte hier im gegensatz zu draußen. Das Feuer im großen Kamin prasselte und fraß gierig am Holz das darin lag. Der Boden war mit frischen Binsen belegt und an den Wänden hingen die alten Wandteppiche, die historische Ereignisse der Familie Lockwood nachstellten. Weil ich es auch einfach nicht mehr aushielt, half ich den Frauen bei der Arbeit.

    Henry

    Das Gebimmel der Glocken war nach einer Zeit und vor allem je näher wir kamen wurde immer durchdringender und Nervtötender und das Horn von vorhin, hatte wohl in allen Männern Herzrasen ausgelöst. Wie oft waren wir zu so einem Horn in die Schlacht gezogen? Bilder stürmten auf mich ein und ich schüttelte den Kopf um diese los zuwerden. Der Reiter hatte schnell kehrt gemacht, war wohl ausgeschickt worden um herauszufinden wer sich da näherte. Der Falbe unter mir schnaufte und wollte erst unter meiner Anspannung schneller werden, doch ich zügelte ihn, blieb weiterhin hinter meinen Herren. Ich hatte es irgendwie nicht eilig...irgendwie sträubte sich etwas in mir, was wohl eher daran lag. Dass ich zwar wusste das ich Frau und einen Sohn hatte, dass hatten mir die Männer erzählt, aber Bild zu ihnen hatte ich keines... und das war so frustrierend. "In Eurer Beschreibung damals, wirkte es viel imposanter", meinte ich schließlich in Richtung meines Herren, wollte eine Reaktion von ihm haben. Ich hoffte das sie in der Burg wenigstens einen Medicus hatten, der sich um die Verwundeten kümmern konnte. Ein bisschen noch und wir erreichten endlich die Burg, ritten durch das Dorf das davor lagerte und es schienen alle Menschen auf den Straßen zu sein. Schließlich erreichten wir auch das Burgtor und konnten ungehindert passieren. Ich zügelte den Falben im Burg inneren und sah mich um...nichts. Nicht das geringste bisschen kam hoch. Ich stieg aus dem Sattel und überließ die Zügel dem Jungen der heran eilte. Bevor ich an meinen Herren heran trat, wieder sah ich ihn nicht an, hielt nur das Pferd und bot ihm eben meine Schulter als Stütze.
     
  19. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Max

    Ich war meinem Freund Henry sehr dankbar darum dass er nichts sagte, sondern mir einfach nur schweigend seine Schulter darbot. Mühsam stützte ich mich ab und versuchte den Schmerz, welcher sich in mir ausbreitete zu unterdrücken. Meine Knie schmerzte als ich wieder auf festem Boden stand und ich verzog kurz das Gesicht. Um uns herum wuselte es und überall gab es tränen des glückes oder aber die des leides, welche sich mir tief ins Gewissen brannten. Ich hatte all die toten Männer mit in die Schlacht genommen, wegen mir waren sie tot. Ein junge nahm mir den Schimmel ab, doch ich riss ihm den Zügel wieder aus der Hand. Der Gaul hatte mich drei Jahre getragen, dann würde ich ihn jetzt auch in seinen Stall bringen. Vielleicht war es auch nur eine Ausrede welche ich mir selbst vorgaukelte. Früher währe ich sofort in die Halle gestürmt, heute macht es mich fast panisch.
     
  20. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Henry

    Ich schuldete meinem Herren einfach mehr denn je...klar ich hatte wegen ihn eines aus meine Birne bekommen, man hatte es mir zumindest gesagt, dass ich bekanntschaft mit einem Prügel gemacht hatte, als ich Maxwell zur Hilfe geeilt war, aber er hatte entschieden mich auch wieder aufzulesen und nicht blutend am Schlachtfeld liegen zu lassen. Keiner hätte wohl damit gerechnet, das ich mit der Wunde am Kopf überleben würde...nun die Montegniers hatten immer schon einen sehr harten Schädel. Ich nickte meinem Herren kurz zu, bevor ich auch wieder nach den Zügeln meines Pferdes angelte. Das Tier hatte alle strapazen mit mir durch gemacht und so verlockend der Gedanke nach einem vollen Magen und einem warmen Feuer auch war, fühlte ich mich seltsam hier. Von dem Verlust meines Gedächtnis wussten alle Männer, war ja schwer zu verbergen gewesen. Nachdem ich nicht einmal mehr ihre Namen gekannt hatte, als ich erwacht war. Als wir die Stallungen betraten sah es ziemlich...nun leer aus. Statt Pferden standen Schafe, Schweine und auch ein paar Kühe in einigen Boxen. Nur wenige der stolzen Tiere die die Grafschaft besessen hatte waren noch hier. Ja viele hatten wir in den Kampf mitgenommen, aber mir erschien...hey, da war ja was! Ja mir erschien es so als ob es noch weniger waren. Ich brachte den Falben in eine freie Box und begann ihn abzuzäumen. Die Stallburschen unterdessen waren damit beschäftigt Heu und Hafer auszuteilen. Nachdem ich den Hengst mit Stroh etwas abgetrocknet hatte und mir sicher war, dass es ihm an nichts fehlte, verließ ich den Verschlag... Ja gut ich war ja sowieso unwichtig nachdem er Futter hatte. "Ihr solltet so schnell wie möglich eure Wunde versorgen lassen mein Graf", meinte ich schließlich als ich an dem Verschlag vorbei ging wo Maxwell gerade dabei sich naja...um sein Pferd zu kümmern. Aus mir sprach nun rein die Sorge eines Freundes, nicht das Pflichtbewusstsein eines Ritters der seinem Herren ergeben war.

    Cat

    Die Männer waren angekommen, bald schon kamen die ersten durch das Tor und die Frauen liefen rasch hinaus um ihre Männer zu begrüßen, oder aber auch vor Verzweiflung weil sie die Ihren nicht unter der Heimkehrenden fanden zusammen brachen. Es war ein Herzzreißendes Bild, einerseits freute man sich für die diejenigen die endlich wieder zusammen waren, aber andererseits empfand man Mitgefühl für jene, die in Trauer versanken. Eigentlich hätte Max hier drinnen erwartet...früher war er nach längerer Abwesenheit immer herein gestürmt zu mir, auch wenn sich das für Graf und Gräfin wohl nicht schickte. Aber hier unter unseren Leuten, hatten wir uns immer gezeigt wie sehr wir einander zugetan waren. Erst fürchtete ich schon, er wäre einfach nicht unter ihnen, dass einer seiner Ritter mir sein Schwert bringen würde, doch ich bekam bald mit das er sehr wohl da war. Das ließ mein Herz beinahe übergehen. Max war am Leben, wie ich erfahren durfte jedoch verwundet. Ich hoffte er hatte mich nicht vergessen... Ich senkte kurz den Blick, bevor ich die Schultern straffte und mich wieder aufrichtete. Gerade wollte ich selbst rausgehen und nach meinem Ehemann suchen, als Rose schon wieder angelaufen kam. "Mama! Da sind so viele fremde Menschen!" rief sie und klammerte sich an mir fest. Ich lächelte und ging in die Hocke vor ihr. "Es ist alles gut meine Kleine", sagte ich sanft und erklärte ihr was hier vor sich ging. Für ihr Alter war sie sehr weit vorne, redete viel und wenn es um irgendeinen Blödsinn ging, war sie meist immer mit von der Partie. Ich hob sie auf meine Arme, langsam wurde sie dafür wohl zu schwer und nachdem ich einen Umhang für sie bekommen hatte, ging ich hinaus. Mein Blick glitt herum, doch sehen konnte ich ihn nirgends. "Mama nach wen suchst du?" fragte Rose und ich sah sie kurz an. "Nach deinem Vater mein Liebes", antwortete ich ihr.
     

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