Reitschule, Reitbeteiligung - das große Hin und Her

Dieses Thema im Forum "Reiten" wurde erstellt von Itoe, 15 März 2012.

  1. Itoe

    Itoe Mitglied

    Huhu liebe Joellies ^^

    Ich brauch mal ein wenig Unterstützung von euch einfach ;)
    Vor ca. 2 Jahren hatte ich zuletzt eine Reitbeteiligung, die beendet wurde durch ein Unglück beziehungsweise mir die Gefahr mit dem Pferd einfach zu groß wurde.
    Dann ritt ich unregelmäßig Reitunterricht und RB Pferde zur Probe. Nun ist es aber so, dass meine eigentlich bisher gut geglaubte Reitschule fast wöchentlich die Pferde auswechselt und diese nunmal nicht mehr als Schulpferde zu sehen sind, denn viele gehen einfach durch, sind gar nichts für Anfänger und selbst die wo länger reiten haben große Probleme mit Ihnen. Da ich mittlerweile aufgrund vieler schief gelaufener RB Probereiten auch etwas panisch bin, sobald das Pferd hektisch oder stürmisch wird (wohl aufgrund reiner Boxenhaltung bei den Schulpferden...) weiß ich nicht mehr was ich machen soll.
    Neue Reitschule suchen oder auf eine Reitbeteiligung hoffen, wo ich guten Reitunterricht nehmen kann wo ich auch endlich was lerne außer hinter anderen hinterher zu reiten...
    Nun ist es so, dass ich wohl eine RB suche mit Unterricht, Reitschule scheint mir weniger sinnvoll. Hilft ihr mir, dass ich auch wirklich dabei bleibe? xD

    Kann mir eventuell jemand Tipps geben wie ich ruhiger auf dem Pferd werde? Es endet meistens damit das ich in eine Form von leichten Sitz gehe und die Zügel eben annehme, also durchparieren will. Das meistens nur wenn das Pferd urplötzlich schneller wird ^^'' Will das irgendwie einfach rausbekommen ;)

    Danke schonmal im Vorraus

    Liebe Grüße, Itoe
     
  2. OlandadeBlue

    OlandadeBlue Gesperrte Benutzer

    Gebe doch mal eine ANzeige auf und beschreibe es genauso. Dass du eine RB suchst mit Unterricht, du aber panisch wirst, weil du keeine gute Erfahrung mit Reitunttericht gemacht hast.
    So sollten sich Bestzer mit ruhigen pferden + Unterricht melden.
    Mal eine Anzeige aufzugeben kostet nichts (Außer in der Zeitung)
     
  3. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    das ruhige kommt mit der sicherheit.
    und die sicherheit kommt durch routine.
    es hilft, sich eine gewisse selbstreflexion anzulegen: was tue ich gerade und was sollte ich tun?
    wenn dein pferd schneller wird, setz dich tief in den sattel, atme bewusst aus, mach dir schwer, wende in eine volte ab. und nie nie nie am zügel festmachen. die ersten male schwer - aber man gewöhnt sich dran ;)
    ansonsten würd ich weitersuchen, aber die suche in die zeit setzen. also hier mal ne probestunde, da mal probereiten. und erst irgendwo anfangen, wenn du dir der kompetenz einer reitschule sicher bist, weil du sonst nur am wechseln bist, und der ständige umschwung macht dich gewiss nicht sicherer ;)
     
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  4. Charly1076

    Charly1076 Amazone

    Hey,
    Also. Ich denke, wenn du bei verschiedenen RB's unsicher geworden bist oder auch verkrampft reagierst sobald sich dein Pferd,erschrickt, ausbricht durchgeht o.ä. solltest du erst wieder Vertrauen aufbauen. Auch wenn du warscheinlich keine Angst vor Pferden selber hast, solltest du doch üben dich in schwierigen Situationen richtig zu verhalten. Was ich dir als Tipp geben würde ist folgendes: Du musst immer im Hinterkopf behalten; wichtig ist, was DU willst, und nicht was das Pferd will. Du solltest eher wütend als ängstlich reagieren, wenn dein Pferd sich verwirft oder Gas geben möchte. DU bestimmst das Tempo! Wenn du das Gefühl hast, dein Pferd läuft dir unterm Hintern weg, dann wende ab und reite einfach mal einen gemütlichen Kreis und bleib beharrlich! Wenn das liebe Pferdchen, sich dann stark gegen die Hilfen wehrt oder sogar anfängt zu bocken (was ich allerdings bezweifle) dann klatsch ihm mal mit der Gerte auf den Hintern. Wenn dein Pferd dir öfters durchgeht, oder du einfach die Kontrolle über dein Tempo verlierst, würde ich an deiner Stelle einfach mal NUR SCHRITT reiten, denn du kannst nicht verantworten, dass dein Pferd über das Tempo bestimmt. Du musst einfach beharrlich bleiben. Rennt dein Pferd dir weg, tu alles, damit es wieder in deinem Tempo geht und du aus der Gefahrenzone hinaus kommst, egal bie doof es aussieht, wenn du dich stark nach hinten lehnst und wie verrückt an den Zügeln zerrst.
    Erschrickt sich dein Pferd, ist es wichtig, dass du ihm zeigst; du bist da. Das geht am besten, wenn du die Beine zusammendrückst und dich schwer nach hinten rein setzt. DAnn spührt das Pferd deine Kraft ganz deutlich und es wird sich beruigen. Treiben ist hierbei auch sehr wichtig.
    Bei deiner wahl, reitschule oder RB kann ich dir nur empfehlen, mal eine gewisse Zeit lang in einer Reitschuhle zu reiten. Das kann dir helfen zu lernen anders auf dein Pferd zu reagieren. Aber achtung: Reitschule ist nicht gleich Reitschule. Man muss mehr als eine ausprobiert haben und man kommt auch nicht immer mit jedem coatch klar. Fürs erste würde ich mich an deiner Stelle nach Einzelunterricht erkundigen.

    Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen;) Ganz liebe Grüße
     
  5. Lexx

    Lexx Klick' auf die Signatur!

    Das ist wohl das schlechteste was sie machen kann. Tut mir leid, wenn ich eine RB für mein Pferd suchen würde, dann würde ich die, die schreiben, dass sie panisch werden sobald das Pferd einfach rennt oder sich erschreckt oder sonstwas, sofort wegklicken!
    Ich würde einfach eine Anzeige aufgeben, wo man eine RB sucht, die etwas erfahrener und gelassen ist. :)
     
  6. OlandadeBlue

    OlandadeBlue Gesperrte Benutzer

    Komisch dass es bei mir auch geklappt hat, obwohl ich egschrieben habe, dass ich ANgst habe zu reiten ;) (nach meinem unfall) Es gibt genug, die ruhige Pferde haben und dafür auch verständniss haben ;)
     
  7. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    @charly: das find ich quatsch^^

    pferde sind fluchttiere, es ist also keine boshaftigkeit, wenn sie davonrennen. dann mit wut zu reagieren und energisch zu reiten, ist eher kontraproduktiv.
    generell ist mit solchen pferden sehr beharrlich umzugehen - und ruhig. die ruhe ist da einfach wirklich die kraft und man sollte immer bedenken, dass pferde sehr sensibel sind und jede gefühlsregung beim menschen wahrnehmen.
    darunter gehört auch wut.
    und es ist ein unterschied, ob ein pferd z.B. vorm sprung einfach aus faulheit verweigert oder einen von hacken bis nacken verarscht - dann ist energisch zu reiten. aber das durchgehen ist die reaktion des pferdes, die einfach angeboren ist, mit der sich das pferd in jeder situation schützen will - eben WEIL es fluchttiere sind.
    schlägst du in der situation dann also mit der gerte drauf, so schwör ich dir, hast du ne bombe unterm arsch, die eher schneller wird als langsamer.
    denn wie zur hölle soll ein pferd verstehen, dass es bremsen soll, wenn eh sein ganzer Kopf auf "gefahr" gschaltet ist und dann noch eine mit der gerte gebrettert bekommt?!
    und beim scheuen hilft auch nicht, dem pferd ruhe zu vermitteln, sondern selbstverständlichkeit. heißt: gar nicht drauf rum reden und ist doch alles gut und brav und hier frisst dich keiner - sondern einfach weiter reiten. dann springt das pferd vor schreck halt zwei meter in die bahn - bein ran und weiter geht's. je weiter man sich davon ablenken lässt, desto mehr lenkt man die aufmerksamkeit des pferdes auf das gespenst, das es sieht. denn wenn sich der reiter - auf den das pferd sich im normalfall ja verlässt! - ebenfalls auf dieses gespenst konzentriert und deswegen auf das pferd einredet, kann es ja nicht so unwqichtig sein, dass es einfach dran vorbei geht ;)

    für mich gibt es in jeder und zwar absolut JEDER situation 2 grundlegende regeln, durch die ein pferd erzogen wird, ob im sattel oder an der hand oder wie auch immer: konsequenz und selbstverständlichkeit.
    deswegen halte ich auch nix davon, auf ein pferd mit sattelzwang ewig einzureden. ich zeig dem vieh einmal den sattel, rede ganz entspannt über das wetter oder singe einfach und lege den sattel einfach auf. dann wehrt das vieh sich mal, aber wenn das einige male passiert ist, lernt es wohl, dass der sattel nicht so grausam ist. und das ist beim scheuen auch so^^ nur durch diese selbstverständlichkeit erreicht man, dass das pferd auch ruhig wird und wie nselbstverständlich an jedem ding vorbei geht.

    und das ist das, was man erst lernen muss: auch wenn das pferd abspackt wie sonstwas, einfach oben sitzen und denken: "ach, was soll mir schon passieren?" und wenn man diesen status erreicht hat, fällt man de facto weniger als wenn man angst vorm fallen hat. warum? ganz logisch: man ist sich sicher im sattel, also sitzt man sicher im sattel, sitzt man sicher im sattel, fällt man nicht runter^^
     
  8. Charly1076

    Charly1076 Amazone

    @ Eowin

    Klar, hast du damit recht, ich meinte auch nicht, dass man sofort zornig werden soll und das Pferd verhauen soll, nur es gibt halt Gewisse Grenzen, und die meisten Pferde wissen was sie dürfen und was nicht. Was ich gemeint habe ist nicht das Durchgehen, wenn ein Pferd sich erschrickt, sondern das Durchgehen aus heftigkeit. Mein Vater züchtet Pferde die ziemlich heiß sind und darum schwer zu bendigen. Da hilft dann NUR beharrlichkeit, weil den Pferden von vornherein klar ist, wie es richtig geht. Wenn jetzt jemand sowieso ängstlich ist, sollte er ein Pferd nehmen, welches ruig ist und an vieles gewöhnt ist. Wenn man ein unruiges Pferd hat, welches sowiso vor jedem knackenden ast davon läuft, hilft da nur Üben und an die unterschiedlichsten Dinge in der Umgebung gewöhnen. Ich glaube aber nicht, dass Itoe ein Pferd sucht, welches ein totaler Schisser ist, wenn Er/sie selbst schlechte Erfahrungen gemacht hat. Er/sie sollte erst die einstellung einem Pferd gegenüber ändern, welches Panisch oder stur reagiert. Pferde die gut Ausgebildet sind, sollten meiner Meinung nach nicht vor allem davon laufen, denn dann sind sie definitiv schlecht ausgebildet. Es gibt natürlich solche und solche. Manche haben mehr angst, manche weniger, aber man kan JEDEM Pferd den Fluchtinstinkt bis zu einem gewissengrad abgewöhnen. Bei anderen dauert es länger bei anderen weniger :) (meine erfahrungen)
     
  9. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    abgewöhnen kann man den fluchtinsitnkt selbstverständlich nicht - denn es ist ja ein Instinkt!

    Und hitzige Pferde gehen auch nicht aus Heftigkeit durch. Sie sind generell so veranlagt, dass sie schneller ins Tempo gehen, schon allein, weil sie leichter gebaut sind, es ihnen weniger Mühe macht. Schwere Pferde denken eher man drüber nach ob sich die Kraft für eine dermaßen enorme Beschleunigung wirklich lohnt.
    Darüber hinaus haben hitzige Pferde einfach öfters ein schwächeres Nervenkostüm.
    Folge: ich renn dann mal!
    Aber da hilft einfach immer immer immer nur die ruhe.
    Immer kühlen kopf bewahren, kleine wendungen reiten, schwer machen, nicht am zügel festhalten.
    was anderen bringt's einfach nicht.
    Und wie willst du denn beharrlich bremsen? voll in den Zügel rucken? So manches Vollblut mir schwachem Nervenkostüm beißt sich fest, dreht dann noch mehr am appel und du hast das gegenteil von dem, was du erreichen wolltest.
    selbst, wenn ein pferd aus übermut durchgeht - was fast immer dann auch mit kopfschlagen, buckeln, treten, schnauben verbunden ist - bringt es nichts, dem pferd unruhe zu vermitteln. das ist einfach alles kontraproduktiv.
    und auch muss ein pferd, das mal durchgeht, nicht schlecht ausgebildet sein. denn wie gesagt: pferde sind fluchttiere, pferde sind reaktive tiere, pferde sind fluchttiere. und da passiert's halt, dass der insitnkt schreit: RENN UM DEIN LEBEN! und dann rennt das pferd auch vollkommen ungeachtet was es gelernt hat xD
    Die Ausbildung in der hinsicht ist eine desensibilisierung. und das pferd soll lernen, sich dem reiter anzupassen: ist der reiter ruhig brauche ich nicht fliehen.
    folglich ist schnell auch mal der reiter am durchgehenden pferd schuld^^

    sinnig ist es aber auf jeden fall als ängstlicher reiter ein pferd mit einem starken nervenkostüm zu nehmen, dass dann 3x nachdenkt bevor der fluchtinstinkt einsetzt^^
     
  10. Tequii

    Tequii Guest

    Würde ich auch mal sagen. Ängstliche Reiter müssen ja nicht gleich schlecht sein ;).
     
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  11. Parole

    Parole Aktives Mitglied

    Von Reitschulen halte ich persönlich NICHTS! such dir lieber Prviat unterricht, je nach dem , ist dieser sogar billiger als diese Reitschulen wo man mit 20leuten in ner halle ist *grummel*.
     
  12. Tsubaki

    Tsubaki Mitglied

    Ich selber halte rein garnichts von Reitschulen. Wie schon erwähnt reitet man da meistens eh nur hinter anderen her und eigentlich muss man oft selber nicht viel machen, zumindest als Anfänger. Ich finde wie die Pferde in den meisten Reitschulen behandelt werden nicht ok. Und wer hat schon Lust, die ganze Zeit nur in einer Halle oder auf einem Reitplatz rumzutuckern?

    Ich würd dir raten, nochmal nach einer RB zu schauen. Nicht nach einer RB aus einer Reitschule, sondern einfach eine RB von 'normalen' Menschen, also Privat-Pferden. Man kann sich immer extern noch gute Reitlehrer/-innen suchen.
    Und wenn du auf der Suche bist, darfst du dic hauch nicht gleich verkrampfen, nur weil du evtl. in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen hattest. Denk daran: Pferde sind sehr sensibel. Deine Gedanken und deine Stimmung übertragen sich auf das PFerd, weil es z.B. spürt, dass du unruhig, unsicher oder sonstwas bist. Wenn du ein Pferd reitest und total schiss hast - bekommt das Pferd auch Angst. Wenn du dir denkst 'Oh nein, das Pferd frisst sicher gleich wieder wenn wir zu der Wiese kommen' dann frisst das Pferd erst recht.

    Probiers nochmal mit ner RB. (; Mach irgendwo ne Anzeige.^^
     

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