Projekt "Kleiner Luxus"

Dieses Thema im Forum "Talk Café" wurde erstellt von Flair, 25 Dez. 2017.

  1. Flair

    Flair mit dem wilden poney

    Hallo ihr lieben Leute,

    mein erstes Projekt im Masterstudium steht nach ewigem Hin und Her. Nun brauche ich eure Hilfe!

    Vorab ganz kurz zum Projekt: Meine Zielgruppe sind Schüler, Umweltinteressierte oder auch Otto-Normalverbraucher; das Medium was ich gestalten möchte, ist eine Website, welche auf spielerische Art und Weise über die Tücken des "kleinen Luxus" der deutschen Konsumgesellschaft aufklären soll.

    Nun benötige ich, bevor ich mit der Gestaltung beginne, Themenbereiche, die zu dem Thema passen und mit dem Medium abgedeckt werden können. Bisher stehen folgende Anhaltspunkte:


    kleiner Luxus_____________großer Preis__________Lösung

    Coffee To Go, Fastfood___________________Vermüllung der Umwelt____________Mülltrennung, Nutzen von Mülleimern

    Auto fahren (Kurze Strecke)________________CO2 Ausstoß___________________Öffentliche Verkehrsmittel

    All You Can Eat, Wegwerfen von Lebensmitteln___Verschwendung von Nahrungsmitteln__Bewusster Umgang mit Lebensmitteln

    günstiges Fleisch, günstige Lebensmittel generell__Massentierhaltung_______________Bewusster Einkaufen (Beachten von Herkunft etc)

    ständige Onlinebestellungen________________Transport (CO2 Ausstoß)___________Sammelbestellungen, Shoppen in Geschäften



    Vielleicht fällt euch ja noch etwas konkretes ein, was euch in der Konsumgesellschaft stört, und was auch einen negativen Effekt auf die Umwelt mit sich führt. Wäre auf jeden Fall über jeden Anhaltspunkt super dankbar!

    Viele Liebe Grüße von der Flairi :)
     
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  2. sadasha

    sadasha Bekanntes Mitglied

    Ich weiß nicht wie man es zusammenfassen würde, aber mich stört auch dass Großkonzerne kleine regionale Geschäfte zerstampfen, weil es einfacher ist online zu bestellen. Ggf. wäre das in deinen genannten Punkten schon drin. Man verliert bei Onlinebestellungen oder auch Ketten (besonders fällt mir das bei Kleidungsgeschäften auf, aber auch in der Elektronik) schnell den Überblick über das was der jeweilige Laden so verursacht (Umweltverschmutzung, Mitarbeitermissbrauch, etc.). Trotzdem schaffen es diese Konzerne immer weiter zu wachsen (Monopole). Kleine unbekanntere regionale Geschäfte können sich leider oft nicht durchsetzen und gehen bankrott obwohl sie vermutlich eine bessere Ethik vertreten.
     
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  3. Flair

    Flair mit dem wilden poney

    Ist ein guter Ansatz, vielleicht finde ich ja noch ein konkretes Beispiel, woraus man einen eigenen Punkt erstellen könnte. Aber ich denke man könnte auf der Textilschiene fahren. Schließlich sind einige der "teuren" Marken (bei denen man denkt, man würde sich selbst und der Welt einen gefallen tun) auch alle made in Bangladesh.
     
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  4. adoptedfox

    adoptedfox Bekanntes Mitglied

    Ich muss mich kurz für einen Nackenschlag ducken, weil ich bis vor ein paar Jahren selbst so war, aber der Bereich Smartphone- plus Nutzung stört mich schon in der Gesellschaft. Smartphones werden zum großen Teil nur erworben weil sie neu auf dem Markt sind, nicht weil das eigene Gerät veraltet/defekt ist und weil es mittlerweile so einfach ist ein teures Markengerät mittels Vertrag zu erwerben, wird das Gerät auch kaum noch wertgeschätzt und wird entsprechend behandelt.
    - Fabriken stoßen Schadstoffe aus - Umwelt leidet
    - Massenproduktion - nicht abgenommene Produkte werden verschrottet - Umwelt leidet
    - Mitarbeiter der Herstellung leisten viel Arbeit für wenig Geld - Ausbeutung der "kleinen" Arbeiter (s. Produktionsstätten)

    + Bewusstere Nutzung der Geräte
    + Produktion passt sich dem neuen Konsum an - Ergo Umwelt kann sich erholen
    + Vorgegebene Arbeitszeiten + angemessene Zahlung = zufriedener, arbeitswilliger Mitarbeiter

    Mal abgesehen davon, dass die Gesellschaft aufgrund der Mobilität kaum noch miteinander spricht. Jeder geht, mit dem Blick auf den Bildschirm, durch die Straßen. Man nimmt einander kaum noch wahr und anstatt sich zu erkennen und zu grüßen, postet man lieber in die Facebooktimeline "Ich hab dich heute gesehen.". Das schadet zwar nicht direkt der Umwelt, aber die Kommunikation. Wir entwickeln uns zurück.
     
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  5. Flair

    Flair mit dem wilden poney

    Über das Thema habe ich tatsächlich gerade eben noch mit einem Kommilitonen geredet! Der meinte auch dass der Handygebrauch einfach nichts mehr mit dem ürsprünglichen Nutzen der Handys damals zu tun hat + der Gebrauch schadet auch der Umwelt! Eine Anfrage bei Google kostet genau so viel Energie, wie viel ein Wasserkocher benötigt, um Wasser zu kochen. Da war ich auch echt platt. Das wird definitiv auch noch mit in die Liste einziehen, bin mir nur noch nicht zu 100% sicher unter welchem Gesichtspunkt. Finde den kommunikativen fast interessanter als den Umweltfaktor (weil am Ende ja alle Produktherstellubgen für Dreck sorgen).

    Etwas Offtopic:
    Insgesamt ist zum Thema "Smartphonesucht" eigenglich zu sagen, dass der Mensch danach strebt, ständig verfügbar zu sein und immer auf dem neusten Stand zu sein. Dazu wird der moderne Mensch von unserer heutigen Gesellschaft getrieben (man beachte einfach nur mal Arbeitsumstände - ohne Skype oder Teamspeak würde in meiner Branche zB einfach gar nichts mehr laufen. Auch die Cloud oder Dropbox ist bei Projekten nicht mehr wegzudenken. Früher hat man sich zu einem Termin vereinbart und Dinge besprochen und erledigt - jetzt läuft alles (wirklich nahezu alles) online ab. Und man kann sich gar nicht dagegen wehren, wenn man bedenkt, dass der Trend zB von Programmanwendungen auf CDs wieder zu Onlinedownloads vom Hersteller zurückgeht... (Dass die neuen Apple Laptops kein Laufwerk meh haben, liegt sicherlich nicht nur an dem Design davon, sondern auch daran, dass die Hersteller die User dazu drängen wollen, keine Cds mehr zu nutzen, sondern schön deren Onlinedienste, da werd ich schon verrückt. Habe mich jetzt seit 3 Jahren geweigert meinen Mac upzudaten, weil mit dem update meine cs 5.5 Programme nicht mehr laufen würden, und ich verpflichtet wäre, auf die cc zurückzugreifen... Nicht dass ich die cc nicht wollen würde, aber es schmeckt mir nicht monatlich zu bezahlen) puh etwas ausgeschweift :D
     
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  6. sadasha

    sadasha Bekanntes Mitglied

    Bei Massentierhaltung würde ich noch Ausbeutung und Überzüchtung von Nutztieren hinzufügen. Kühe deren Euter so riesig gezüchtet werden, dass es absolut unnatürlich ist, denen die Kälber weggenommen werden, etc ... Den Menschen ist gar nicht bewusst was Alles getan wird, damit sie günstige Milchprodukte erhalten. Das Leid der Tiere ist so riesig... Das liegt nicht nur an der Massentierhaltung. Leider weiß ich auch darüber nicht allzu viel, da ich Lebensmittel aus der Massenproduktion generell versuche zu meiden. Mein Bruder teilt aber des öfteren Artikel dazu, da es seine Herzensangelegenheit ist etwas aufzuklären. Falls Interesse besteht suche ich ein paar raus. Nur als Denkanstöße.

    e: Abgesehen davon ist es für den Menschen eigentlich unnatürlich überhaupt Milch zu trinken. Viele wissen gar nicht was die richtige Ernährung für sie ist, da die Konsumwelt alles bietet, aber über nichts aufklärt. Das führt für viele oft in kranke Muster und nicht selten zu Esstörungen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Dez. 2017
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  7. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    Viele Cafés und Co bieten auch schon rabatte an, wenn man seinen eigenen Becher für den Coffe 2 Go mitbringt - ein super Schritt richtung Umweltschutz.
    Auch Discounter arbeiten jetzt gegen Massentierhaltung: Viele Fleischprodukte enthalten inzwischen einen "Wegweiser" aus welcher Haltung das Tier kommt. Ich weiß, dass Aldi einen vertrag mit einem Schweinemäster abgeschlossen hat, der seine Tiere im Offenstall hält. Bin gespannt, was da noch so kommt.

    Übrigens - das ist hier zwar jetzt vermutlich OT, ist mir aber dennoch wichtig, zu sagen. Das mit der Massentierhaltung und Überzüchtung usw muss man wirklich differenziert betrachten. Ich komme ja aus der Landwirtschaft, also mein Vater ist meister und wir haben in der 3. Generation einen eigenen Betrieb, mittlerweile allerdings nur noch Hobby. Ich habe aber auch schon zahlreiche Praktika gemacht usw, ich bin also auch schon in einigen Ställen gewesen, hab mit den Leuten gesprochen uvm.
    Und ich erlebe es immer wieder, dass da Leute ohne einblick oft ein wirklich falsches Bild haben.
    Gerade zB was Milchkühe angeht. Die werden in den allermeisten Fällen besser gehalten als das Standard-Sportpferd von Nebenan. Die Ställe sind wie quasi Offenställe konstruiert, es ist also nur unten eine feste Wand, der Rest besteht aus Windbruchnetz. Durch Oberlichter im Dach kommt zusätzliches Licht rein. Die Kühe werden in Gruppen gehalten, es ist immer Futter da, es gibt Liegeboxen mit Stroh uvm.
    Also wenn ich als eines unserer Nutztiere wiedergeboren werden würde, dann wär ich gern Kuh :D
    Die "Lösungen" der Politik gegen diese Überzüchtung sind z.T. übrigens wirklich absurd.
    Was jeder tun kann, um Kuh und Kalb zu helfen: Fahrt ab und zu mal zu einer Milchtankstelle =)
     
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  8. Julie

    Julie Bekanntes Mitglied

    Mir fällt noch dieser ganze Plastikverpackungswahn ein.

    Schaden tut dies im immensen Maße der Umwelt, der Tier- und Pflanzenwelt und auch dem Menschen. Plastik ist nicht abbaubar sondern zerfällt nach einer Zeit in mikrokleine Teilchen wodurch man das Zeug dann überall drin hat, wo man es nicht drinhaben möchte (im Trinkwasser zB).

    Was kann man dagegen tun?
    - Nicht einfach so etwas wegschmeißen, sondern zumindest in einen Mülleimer geben
    - Beim Einkaufen keine Plastiktüten verwenden, sondern Taschen die mehrfach verwendet werden können oder Einkaufskörbe. Auch das mehrfache Verwenden von bereits vorhandenen Plastiktüten hilft auch immens.
    - Müll trennen (vor allem den Plastikmüll in die verschiedenen Plastikkategorien trennen)
    - Mehrwegbehältnisse verwenden die entweder gewaschen oder recycelt werden können
    - Lebensmittel unverpackt kaufen (kann man zB in sogenannten unverpackt Läden) - bei Waschmitteln zumindest auf Kartonbehältnisse zurückgreifen
    - Plastiktüten zum Einfrieren nicht verwenden, stattdessen auch hier wiederverwendbare Behältnisse aus Glas oder Tupperware verwenden.
    - Eiswürfel nicht durch diese Plastiktüten erzeugen sondern wiederverwendbare Eiswürfelbehälter verwenden.
     

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