Pferd an die Hand stellen? -Erfolg :p

Dieses Thema im Forum "Reiten" wurde erstellt von Gaitano, 31 Okt. 2012.

  1. Gaitano

    Gaitano When nothing goes right, go left!

    Ja, diesmal geht es nicht ums Pony, sondern um das Pferd, das ich jetzt über den November hin Dienstags und Freitags probeweiße reite.
    Ist ne Stute, 9 Jahre alt, mit extremem Vorwärtsdrang. Genaue Rasse, keine Ahnung. Muss mir den Brand nochmal anschauen. Aber laut Besitze hat sie Araber mit drin.

    So, bin sie am Montag "Probegeritten" und find sie an sich echt klasse!
    Reagiert fix, sowohl auf Schenkel, als auch auf Zügelhilfen.
    Im Gelände ist sie extrem hampelig, aufem Reitplatz etwas ruhiger, schmeißt aber auch da im Galopp mal den Hintern hoch.
    Jedenfalls geht sie nicht, oder nur miserabel am Zügel. Sie nimmt den Kopf runter, kaut 2-3x auf dem Gebiss und schmeißt ihn dann gleich wieder hoch.
    Besitzer meinte, die geht nicht gut an der Hand, ist halt Araber drin. Die haben den Kopf immer oben.
    Ich denke aber, das Pferd ist 9, und ob Araber oder nicht, irgendwie muss das doch klappen.
    (Zumal es meies Wissens nach nichts mit der Rasse zu tun hat.)

    Jetzt wüsste ich ganz gerne, ob ihr irgendwelche Ideen habt, wie das klappen könnte.
    Was ich bis jetzt weiß:
    -Viele Übergänge und Bahnfiguren (Wendungen) reiten. -> Ist ja Standart.
    Aber gibt es sonst noch was, das man machen kann?
    Am 6.11 habe ich sie das erste Mal.
     
  2. Stelli

    Stelli #JáYneé-HéAvéN

    Also erstmal: Das Araber immer mit dem Kopf nach "oben" geritten werden.. da fällt mir nichts mehr zu ein :p
    Araber sind auch bloß Pferde und sind zu reiten wie jedes andere Pferd auch. Auch sie sollten möglichst am Zügel gehen beim reiten ;)

    Sonst würde ich auch sagen, viele Übergänge, Zirkel, Volten, Achten... Oder mal gucken ob sie Rückenschmerzen hat?
     
  3. Gaitano

    Gaitano When nothing goes right, go left!

    Das mit dem Rücken sollte mittlerweile kein Problem mehr sein. Der Sattler war dieses Jahr da, und hat die Sättel neu angepasst, und sie werden auch regelmäßig komplett durchgecheckt.
     
  4. Stelli

    Stelli #JáYneé-HéAvéN

    Blockaden, Verpannungen etc?
     
  5. Lovelyhorse

    Lovelyhorse I love you more than my teddy, but psst! Don't tel

    Hmm, also bei mir hats besser geklappt, nachdem ich ihn vorher echt ne ganze Weile am langen Zügel geritten habe und dabei immer schön vorwärts getrieben habe. Hat er immer richtig schön abgeschnaubt. :) Dann habe ich ihn auch im Trab erstmal ganze Bahn traben lassen. Dann habe ich laangsam die Zügel aufgenommen, & habe dann das gemacht, was du oben genannt hast. Bei mir hats geholfen, wenn ich ihn außerdem an der einen langen Seite nach außen gestellt habe, und dann wieder nach innen. Es hat seine Zeit gedauert am Anfang, weil ich musste ihn erstmal richtig kennen lernen, aber mittlerweile geht es echt super. Auch mag er es, wenn man zum Beispiel das Tempo verschnellert (? Das Wort hört sich falsch an xD) & dann wieder zurück nimmt. Keine Ahnung ob das jetzt bei dir klappt, weil bei meiner anderen RB ist es wieder nen bisschen anders. Musst du vielleicht auch ein Stück weit selber herausfinden, was dein Pferd am meisten lockert, meiner Meinung nach. :)

    EDIT: Schön findet er es auch, wenn ich ihn vorher nen bisschen massiere, tihihi. :)
     
  6. Chequille

    Chequille Sandy Erdbeerkäse!

    Mir fallen da eher die Zähnchen ein. Bei Nesquik war das am Anfang auch richtig extrem, er ging ein paar Tritte unten und dann ging der Kopf hoch und er hat geschlagen, auf beiden Händen. TA hat sich dann auf meine Bitte hin mal die Zähne angeguckt und festgestellt, dass der mega Haken und schiefe Beißerchen hatte, da hat wohl vorher noch nie jmd drauf geguckt..
    Nachdem TA dann was dran gemacht hat, lief er viel besser und die Anlehnung wurde von Mal zu Mal konstanter.

    Das Problem mit "Araber!" zu begründen, ist lächerlich. Und ich finde, dass das Muster 'paar Tritte anbieten, dann wieder wegziehen', verbunden mit der Weichheit im Maul schon eher auf Autschi hinweist..
    Wenn da aber echt nix wäre, musst du einfach testen, denke ich.. Generell habe ich mittlerweile bei jedem Pferd festgestellt, dass Vorwärts erstmal das A und O ist. Bei Renoir muss ich vorne viel spielen und beschäftigen, damit er locker wird und konstant ans Gebiss tritt; bei Nes genügt schon der Vorwärtsgang und eine ruhige, konstante Zügelverbindung.. Kommt immer aufs Pferd drauf an.
     
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  7. Eselchen

    Eselchen Aktives Mitglied

    Das ist 1 zu 1, was meine Stute am Anfang auch gemacht hat. Dann haben wir TA kommen lassen, der hat dann gesagt, dass der Dentist ranmuss - wir also Dentist angerufen - und als der dann das Aua 'weggemacht' hat, ging's viel besser! ;)
    Und mit der Begründung "Araber" ....
    Schau dir meine Stute an! Da ist auch Araber drin! :'DDDDD Und die kann das auch ....
     
  8. Charly1076

    Charly1076 Amazone

    Ich werfe einfach mal ein : Araber können genauso gut am Zügel gehen, wie JEDES andere, gut gerittene Pferd :D
    Und man muss beachten, dass man immer zuerst nach vorne und dann nach unten reiten darf. Wenn das Pferd genug schwung hat, versuche doch mal taktmäßig, immer wenn das innere Hinterbein abfußt mit der inneren Waade zu treiben, dann kannst du die Hände dazu nehmen. Die äußere bleibt stehen (aber immer geschlossen halten, sonst wird das Pferd gestört :) ) Die innere Hand versucht immer zur gleichen Zeit wie das Innere Bein, das Pferd zusammen zu stellen, ansonsten hab ich dazu eigentlich nix mehr zu sagen...
    erklär mal im Internet wie man reitet! :D
     
  9. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    runter kommen, dann aber wieder hoch reißen hört sich an wie: nicht konsequent nachgetrieben.

    lisa macht das auch. sobald ich aufhöre konsequent zu reiten reißt sie den kopf hoch und schlägt damit ;)

    möglich
    ?
     
  10. Gaitano

    Gaitano When nothing goes right, go left!

    Ok.
    Also ich werde jetzt am Dienstag mal testen, ob es mit mehr Vorwärtsreiten und Biegungen usw. klappt. Hatte beim ersten Versuch ja nur 5-6 Runden auf dem Platz gedreht, und bin danach mit den anderen raus, weil sie wissen wollten, ob ich auch draussen mit ihr klar komme.
    Dann werde ich mich da mal schön hinterklemmen.
    Wenn sie dann immernoch das selbe macht, werde ich den Besitzer wohl mal auf Zahnarzt ansprechen.
    Obwohl der (prinzipiell) regelmäßig da sein müsste, weil deren anderes Pferd oben keine Schneidezähne mehr hat, und die unteren daher regelmäßig gekürzt werden müssen.
    Kann euch ja ein wenig auf dem Laufenden halten. Auf jeden Fall, danke an alle^^
    An diverse Dinge davon hatte ich ja auch schon gedacht. :)
     
  11. rawr

    rawr Guest

    Wenn Zähne und Knochen gecheckt sind sowie Sattel und Trense passen und angenehm sind...

    Dann sieh zu dass du zum Treiben kommst. Gerade Pferde die von sich aus vorwärts gehen vergisst man als Reiter ja gern zu Treiben, aber gerade die vorwärtstreibende Hilfe ist die wichtigste um das Pferd von hinten nach vorne an die Hand zu reiten.
    Schau, dass du zB beim Leichttraben langsamer aufstehst als ihr Tempo es anbietet, versuch die Tritte "nach oben" zu treiben, statt flach vorwärts. Temporär hilft eine evtl etwas höher getragene Hand.
    Ausserdem sehr sehr sehr viele Wendungen, damit sie keinen Weg hat zum Rennen.
    Und viele Übergänge auch innerhalb des Tempos um sie auf dich hören zu lassen.
    Tja und dann ganz viel Gefühl für das Zusammenspiel der verhaltenden und treibenden Hilfen.
     
  12. Gaitano

    Gaitano When nothing goes right, go left!

    Ok, ich werde es Dienstag mal probieren =)
    (Vielleicht schaffe ich ja auch irgendwann mal wieder ein Reitvideo. Selbst wenns mim Pony is, um mir direkte Kritik abzuholen :) )
     
  13. Gaitano

    Gaitano When nothing goes right, go left!

    Also, ich durfte sie doch heute schon reiten und hab dann gleich mal getestet.
    Ich bin viele Übergänge geritten, also Tempo-, und Geschwindigkeitswechsel.
    Ausserdem habe ich Wendungen und Zirkel usw. eingebaut.
    Nach und nach habe ich dann gemerkt, dass, je mehr ich mit den Beinen, und je weniger mit der Hand mache, um so besser geht sie.
    Nach ner Weile war dann der Kopf unten, die Tritte wurden länger und ich konnte sie sogar (kurzzeitig) am durchhängenden Zügel so halten.
    Ich denke, wir müssen uns einfach noch aneinander gewöhnen. :)
    Aber sie ist mir jetzt schon super sympathisch, und ich hoffe, dass ich sie irgendwann vielleicht als Reitbeteiligung übernehmen kann :)
     
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  14. Lovelyhorse

    Lovelyhorse I love you more than my teddy, but psst! Don't tel

    Das mit dem aneinander gewöhnen ist richtig, nach und nach hat es bei mir und meiner RB auch immer besser geklappt. :)
     
  15. Bellatrix

    Bellatrix selten on

    Hazel war ja sehr "guckig", wobei das noch schön umschreiben ist. Der Unterhals sah schon aus wie.. naja.
    Auf jedenfall hat mir die RL immer empfohlen auf nem Zirekl immer durhc den Zirkel wechseln, dabei gut durchstellen und biegen, von hinten nach vorne durchtreiben. Aufpassen das die Zügel nicht springen und ÜBEN ÜBEN ÜBEN :) Hat bei uns sehr lange gedauert, anfangs war die Anlehnung nur kurz da und das hat sich dann immer mehr ausgeweitet bis sie konstant am Zügel ging. Kannst du Reitunterricht nehmen?
    In so einem Fall wäre es warscheinlich hilfreich jemanden zu haben der einem gleich vor Ort tipps geben kann, den das ist ja von Pferd zu pferd anders.
     
  16. Gaitano

    Gaitano When nothing goes right, go left!

    Über den November hin wohl nicht, da es erst mal probeweise ist. Aber wenn ich sie irgendwann wirklich übernehmen kann, werde ich das Au jeden fall machen. Wenn die dann immernoch das selbe Geld erlang werde ich wohl auch alle 2-3 Wochen dann eine nehmen. :)
     
  17. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    das ist ja auch logisch. das Pferd soll sich an die hand DEHNEN, es ist eine anLEHNUNG. hast du mal versucht, dich an ein sich bewegendes Objekt zu lehnen? ist sehr schwer^^ bei ner Wand hingegen ist es leicht^^
    Deswegen ist die ruhige Hand wichtig und das geschmeidige Mitgehen derselben sorgt dafür, dass das Pferd sich wohl fühlt und sich sicher anlehnen kann - in jeder bewegung.
    Und durch das Bein animierst du das Tierchen ja: es bekommt schub, das Pferd muss sich balancieren -> kopf kommt nach vorne unten -> da steht sie hand -> also lehnt es sich halt an -> ziel erreicht xD mal so salop gesagt xD
    Ich würd an deiner Stelle erst versuchen, eine möglichst konstante anlehnung zu schaffen und erst wenn das erreicht ist, die zügel lang lassen. Denn erst, wenn das Pferd seine ideale Kopfposition gefunden hat, bleibt es dabei in der richtigen position. Wenn die Anlehnung aber noch nicht "stabil" ist, ist das zügel lang lassen ja im prinzip so, als würde man die Wand, an die du dich gerade anlehnst, n meter verschieben :D

    Wünsch dir viel Glück =)
     

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