Mein Pferd klebt <.<

Dieses Thema im Forum "Pferde & Ponys" wurde erstellt von Eowin, 6 Okt. 2012.

  1. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    Hey!


    Ich wende mich an euch mit einem heiklen, weil gerfährlichem Thema.

    Lisa klebt immernoch wie blöd an den anderen Pferden.

    Aber dooch, natürlich hab ich mit ihr gearbeitet:
    Wir haben viel an ihrem Respekt und Vertrauen zu mir gearbeitet, Schaukelpferd, Folgeübungen usw.
    Dann bin ich immer wieder etwas weiter von den anderen Pferden mit ihr weggegangen, dann wieder hin und so weiter und sofort. Macht sie prinzipiell auch alles gut und sie klebt teilweise auch schon an MIR, womit mir allerdings auch nicht wirklich geholfen ist.

    Dann meinte Papa erst von wegen ich darf die nicht loslassen, wenn die spinnt, die muss da durch usw. Dann meinte ich, dass auch er die wohl los lässt, wenn die spinnt, weil sie dann steigt und wegrennt. An der Longe hat sie mir schonmal ebendiese durch die Hand gezogen, weil ich versucht hab, die so lange wie möglich zu halten, dass ich dann ne Woche meine ganze Hand kaputt hatte xD

    Also sind wir dann in die Weide getigert. Wichtig, damit die geschichte verständlich ist:
    Unsere Weide ist wie ein L geformt, an der kurzen Seite ist das Tor, im "Knick" stehen einige Obstbäume.
    Dann also angefangen wie immer: Pferde am Tor angebunden, mit Lisa weg, wieder hin, weg, da schaukelpferd, zucker geben, zurück. Sie soll lernen, dass es nicht schlimm ist von den anderen getrennt zu sein. sie soll dann auf mich achten, kurz ruhig stehen und kriegt dann ihre Belohnung. Also Zucker. Jaa, jetzt bitte keine Moralpredigt, die springt auf nichts anderes so gut an!
    Es ist wenn ICH das mache, kein Problem. Ich kann bis zu den Obstbäumen gehen, auch am Knick da in der ecke bleibt sie ruhig stehen. Wird dann vielleicht wohl etwas guckiger, aber bleibt kontrollierbar.
    Aber wenn ich um die Ecke gehe, sodass sie die anderen Pferde nichtmal mehr im Augenwinkel sehen kann, dreht sie postwendend ab.
    Papa meinte dann zu mir, dass das ja nicht möglich sei. hat sich das Pferd geschnappt, ich hab mich an die Ecke gestellt, damit sie da noch nen Anlaufpunkt hat, und er hat seine Runden gedreht. Bei ihm wurde sie schon viel eher hibbeliger und hat von Anfang an eigentlich nie auf ihn geachtet, sondern auf mich oder die anderen Pferde, je nach dem wer näher dran war. Und sobald er auch nur leicht um die Ecke gegangen ist, ist sie gestiegen und weg. Und auch Papa hat los gelassen xD
    Nur genau das ist das Problem: Sie lernt so, dass sie damit durch kommt. Aber wer kommt schon gegen son 600kg Pferd an? Und mit alle man dagegen stemmen und wenn se sich überschlägt - davon halte ich nichts.
    Papa dachte dann, das läge an der Ecke. Bis zu eben dieser folgt Lisa mir übrigens auch ohne Strick.
    Im Experiment hab ich Papa dann mit Mina hinter die Ecke gehen lassen, Hekki ist am Tor stehen geblieben.
    Und siehe da: Lämmchen Lisa folgt mir totenbrav um die Ecke.
    Sobald Papa dann aber mit Mina wieder weg gegangen ist, trottete sie postwendend hinterher. Dass ich da mit meinem Zucker stand, war vollkommen egal.

    Es ist übrigens morgens KEIN Problem, sie auf die Weide zu bringen. Hekki ist dann schon da, dann kommt Lisa raus. Auf dem Weg klebt sie in "gruseligen" Situation an mir fest und zwar wirklich. ich will nicht wissen, wie oft die Stute mir schon in die Hacken getreten ist. Dann lässt sie sich auch - mehr oder weniger - vor dem Tor anhalten und geht dann erst zu dem Shetty seelenruhig rein. Kein Thema. Ich glaube, es liegt einfach daran, weil sie weiß, dass da schon ein Pferd auf der Weide ist. Würde ich aber das Shetty auf der Schafweide lassen und sie erst wegbringen, würde sie auch durch den Zaun gehen, weil sie ihn dann sieht. Da bin ich mir sicher.

    Die große Frage ist jetzt: Wie arbeite ich am besten daran, ohne dass sie wieder spinnt? oder wirklich mal ohne die anderen Pferde anbinden und wirken lassen, bis sie aufgibt? Aber das ist doch alles nix... -.-

    Was meint ihr?


    Liebe Grüße, Eo
     
  2. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    meine ex-rb war ja auch richtig übel mit dem kleben, ist teilweise abgegangen wie schmitts katze wenn das andere pony nicht da war.
    in den 1 1/2 jahren hab ichs nicht hingekriegt, ihn so zu ändern, dass er auch brav ist wenn er alleine ist. muss aber dazu sagen, dass ich nicht so intensiv mit ihm arbeiten konnte wie du mit lisa - heißt also nichts.

    wir haben so angefangen, dass wir sie eben immer mal getrennt haben. erst so, dass sie sich noch sehen. geht das ganze langsam an, nehm dir nen nachmittag frei und arbeite daran, dass sie nicht nur n paar minuten ruhig steht, sondern so, dass sie vllt irgendwann auch mal anfängt zu grasen. wenn das geschafft ist, nächste etappe. mir kommt's jetzt fast n bisschen rüber, als würdest du die anderen beiden am gatter anbinden, lisa nehmen und einfach weglaufen. ist immer das wichtigste, dass ihr langsam arbeitet.
    ich konnte übrigens am schluss den guten allein putzen (das war da manchmal schon 'n drama) und satteln und das andere pony am paddock nebenan lassen. :)
     
  3. LaBimbam

    LaBimbam Bekanntes Mitglied

    Mal ein anderes Leckerlie probiert?
    Klingt blöd, aber hilft bei meinem Gaul.
    Seine RB hat ihm auch wunderbar 'beigebracht' dass man sich einfach umdrehen und wegrennen kann, so dass man wirklich keine Chance hat ihn von der Weide zu holen wenn der Rest nicht in Tornähe steht.
    Mit einem grünen Apfel ist das alles kein Thema... ;) Alles andere hilft nicht, aber der grüne Apfel machts..
    Denn anders wüsste ich ehrlich gesagt auch nicht wie man das Problem lösen kann. Ich habs schon mit Strick durchs Maul u.ä. probiert aber alles ohne Erfolg..
     
  4. Julia

    Julia Rapante Rapante! Mannooo!

    Hey, bei Iwi hat damals kurzfristig ne Führkette überer Nase was gebracht. Zeitweise habe ich mich auf draufgesetzt (mit ner netten gerte in der hand) und bin ihn von der Weide geritten. Irgendwann (so nach 4 Wochen) hat er dann auch mal gerafft das er ja auch wieder zurückkommt zu seinen Kumpels und er hat das auch nie wieder gemacht=)
     
    1 Person gefällt das.
  5. Pharlap

    Pharlap Joelle Galopp

    Ich würd es so ähnlich wie juu machen. Setz dich auf die Stute drauf, nimm dir ne Gerte zur Hand und setzt dich durch. Manchmal muss man einfach ein wenig härter durchgreifen.
     
  6. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    auf andere Leckerlis springt die so gar nicht an.

    und ja, ich binde die anderen Ponys am Tor an, damit die nicht hinterher tüddeln - sonst hab ich ja keinen lerneffekt und gerade hekki klebt mir halt einfach am Arsch wenn ich auf der weide bin xD Ich kann ihn ja knuddeln und was zu fressen hab ich auch in der Tasche.
    Und dann sind wir angefangen, immer etwas wegzugehen, sie am entfernten punkt dann umzudrehen, dass sie die anderen SIEHT, und dann, wenn sie ruhig steht und ich auch konzentriert mit ihr arbeiten kann (Schaukelpferd), wieder zurück. Und dann den Abstand immer vergrößert.

    Und das klappt ideal. ich kann mich an jeden Punkt der weide mit ihr hinstellen - wo sie die anderen Pferde sieht! - und sie stellt sich auch hin und grast. Aber wehe sie sieht die anderen nicht mehr. ein paar meter kann ich sie beruhigen, aber dann gibt's remmi demmi.
    Also ich hab sie niemals ins kalte wasser geschmissen. Und ich mach das auch immer so, dass ich umdrehe, wenn ich merke, dass sie unruhig wird. Leckerli gibt's aber nur, wenn sie da, wo sie vorher unruhig war, steht und brav ist.
    Und ich kann auch weiter mit ihr gehen als Papa - für mich ein Zeichen, dass da schon ein gewisses Vertrauen aufgebaut ist. Und wenn ich an der Ecke stehe und papa führt, geht sie auch über die ecke hinaus, sofern sie die anderen Pferde sieht, also nicht drumrum, aber so dass sie halt den teil der weide hinter der ecke schon sieht. steh ich nicht in der ecke, geht sie mit papa nicht halb so weit.
     
  7. rawr

    rawr Guest

    Mmh das fällt meiner Meinung nach wieder in die Kategorie "Kann man machen, muss aber nich sein".
    Sie ist neu bei euch, die beiden sind ihre einzigen Kumpels, ihre Herde die ihr Sicherheit gibt, im Notfall bist du es auch mal.
    Ist ganz normal, Pferde können bis zu einem halben Jahr brauchen um sich wirklich sicher in einer Umgebung zu fühlen.

    Ich würde da jetzt gar nich so einen bohai drum machen sondern einfach konsequent das tun was ich will und sie hat mitzumachen. Ich weiß es ist nicht leicht aber es ist möglich ein 600kg (inzwischen auch mehr) Pferd festzuhalten und auch dazu zu bringen zu tun was man will, man muss sich nur mal trauen. Pferde sind so schön sensibel, dass man meistens nichtmal wirklich grob oder stark werden muss um sie auch mal zu halten. Ich hatte das selbe Spiel mit Caron als er noch im alten Stall stand, teilweise wollte er einfach nicht von der Herde weg, stieg mich an, drehte sich weg und schlug, machte sonstwas... Handschuhe anziehen, laangen Strick nehmen damit man Spielraum hat, vielleicht eine Gerte dazu.
    Wenn du merkst dass sie anfängt rumzuspinnen, ermahne sie! Sie soll wissen, dass das was sie vorhat, nicht okay ist. Wenn du merkst sie reagiert nicht mehr auf dich oder spinnt sonstwie los, schick sie eben Rückwärts! Oder wegen mir seitwärts. Mach es ihr ungemütlich... wichtig ist nur, das du unterscheiden kannts wann es Spinnerei ist und wann wirkliche Angst. Bei Spinnerei knallhart durchgreifen. Bei Angst einen Gang runterschalten und beruhigen.

    Was ich definitiv nicht machen würde, ist das wirklich zu trainieren mit denn je mehr du eine große Sache daraus machst, desto mehr macht das Pferd eine große Sache daraus. Das ist wie die Leute die in der "bösen Ecke" schon anfangen aufs Pferd einzureden oder es übermäßig nach innen zu stellen oder sowas obwohl noch nichts passiert ist, da denkt das Pferd doch "Oh Gott was passiert? Es muss was sein, mein Mensch ist so komisch!" und wird selber seltsam... Manche Probleme züchtet man sich selber heran.

    Ich plädiere in diesem Fall für: Setz dich durch, sie ist jung und kennt noch nicht alle Grenzen, sie testet alles mögliche an, sie hinterfragt noch deine Führungsrolle - Sicherheit bietest du deinem Pferd mit Konsequenz und Selbstsicherheit. Zeig ihr einfach, dass du die Situation im Griff hast und sie dir zu folgen hat, da ihr dann nichts passiert. Allerdings nicht mit "Training" sondern mit alltäglichkeit und Routine.
    Hol sie von der Wiese, putz sie, longier sie, lass sie grasen sonstwas. Wo sie die anderen nicht sieht! Ignorier ihr Gehabe, binde sie vllt nicht an sondern halte sie fest oder lasse jemanden festhalten, falls sie Mänkänke macht. Zieh dein Ding durch und bleib ruhig.
    Sie wird sich dran gewöhnen.
     
    2 Person(en) gefällt das.
  8. Eowin

    Eowin Hufschmied =)

    das Problem ist, ich hab das Gefühl, dass es wirkliche Angst ist.
    ich kenne es sehr gut, wenn pferde spinnen und ich setze mich wirklich konsequent durch - hekki hab ich von der weide gezogen, als er diese Phase hatte und hab drauf geschissen, dass mir das blut den Arm runter gelaufen ist, weil der mir alles aufgerissen hat. Also so ist's nicht.
    Aber bei ihr ist es... anders.
    An der Longe versucht sie's auch manchmal, mir die Longe aus der Hand zu ziehen. Da weiß ich, dass sie testet, dann hab ich mir also nen Knoten in die Longe gemacht, Handschuhe an und gegengehalten. und siehe da, es hat heute plötzlich ohne gezeter und gezerre im Galopp funktioniert.
    Bei dieser ecke ist das Anders. Das ist nicht so ein: Aber ich hab jetzt kein Bock und die Führungsrolle hast du auch noch nicht. Das ist ein: OMG die anderen Pferde sind weg!
    Ich kann seelenruhig ein paar schritt mit ihr drumrum gehen. dann fang ich oft an zu summen, mach ich fast immer, wenn ich Bodenarbeit mache, wenn ich bei ihr stehe, putze etc. Das Bringt mich runter und sie auch, weil sie damit diese Tägliche routine einfach verbindet.
    Aber dann dreht sie auf einmal den Kopf, spannt sich von 0 auf 100 an, riesen Augen, Nüstern gebläht, dann wiehert sie oft manchmal, oft krieg ich sie dann noch n paar schritt weiter und dann steigt die einmal und rennt direkt weg.
    Die ist in der Hinsicht wie Hekki am Anfang: Die geht hoch, wenn sie keinen anderen Ausweg weiß. Nach hinten soll sie nicht, nach vorne will sie nicht - also steigt sie. Und bei diesem geteste und versuchen, mir die Longe aus der Hand zu reißen etc. ist sie noch nie hochgegangen.
    Und ich kann sie auch in der Weide frei lassen und die Pferde sind am ganz anderen Ende - solange sie sie sieht ist alles ok. die Panik beginnt erst, wenn die aus ihrem Blickwinkel verschwunden sind.
    Ich glaube schon, dass es Angst ist. Ja, sie testet mich und natürlich muss ich mich durchsetzen. aber da ist es Angst.
     
  9. Dali

    Dali Bekanntes Mitglied

  10. Parole

    Parole Aktives Mitglied

    Im tv kam letzens was ähnliches. Ein pferd hat an nem anderen extrem geklebt und ist ohne dieses gestiegen und durchgegangen. Die habens dann so gemacht ,ähnlich wie du. Sie sind auf einen platz gegangen weit von autos weg und dann wurde das pferd halt ein stück weggeführt aber es wurde gleichzeitig so beschäftigt das es dass andere pferd solange vergass. Also versuch es zu beschäftigen dass es sich nur auf dich konzentriert und vergisst das es an den anderne klebt. Also gehst du z.b. mit dem pferd 10m von dem anderen weg läufst aber die 10m immer mit volten, rückwärtsrichten oder sowas halt danach gehst du halt zurück und wenns gut geklappt hat dann enfernste dich mehr.

    hatte auch mal ne klebende Rb aber da war an abgewöhnen nicht zu denken weil ich nur 2x pro woche da war ~.~

    Zum leckerlie:
    zucker würde ich auf gar keinen fall nehmen, davon werden pferde bei zuviel Blind. Hatten selbst so eins im stall.
     

Diese Seite empfehlen