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KG 43 - Ein Blick in die Zukunft

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von deivi, 3 Feb. 2013.

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Welche Geschichte soll gewinnen?

  1. Träume - IceLandGirl

    28,6%
  2. Was wäre wenn - Morrigan

    71,4%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. deivi

    deivi Don't drink and daif Staff

    Hier findet der 43. Kurzgeschichtenwettbewerb statt

    Stammdaten der Kurzgeschichten:
    - Titel der Kurzgeschichte:
    - Thema der Kurzgeschichte:
    - Verfasst am:


    Thema: Ein Blick in die Zukunft

    Regeln:
    -Startgeld von 15 Joellen gehen an mich (deivi)
    -Zahlungsgrund: KG 43
    -Wer nicht überweist wird disqualifiziert
    -Die Geschichte muss von dir geschrieben sein​


    Überwiesen haben:
    -IceLandGirl​
    -Morrigan​
     
  2. Samanta

    Samanta Leseratte

    Stammdaten der Kurzgeschichten:
    - Titel der Kurzgeschichte: Träume
    - Thema der Kurzgeschichte: Blicke in die Zukunft, die einem jungen Mädchen nichts Gutes bringen.
    - Verfasst am: 03.02.2013


    Träume


    "Einmal in die Zukunft schauen. Nur einmal wissen, was passiert." Das ist dein Traum. Du sagst mir immer wieder, wie wunderbar es sein muss, zu wissen was passiert. Ich verdrehe die Augen und sage: "So toll ist es auch wieder nicht." Du hörst mir gar nicht zu, lächelst verträumt, bist mit deinen Gedanken in der Zukunft.

    "Fliegende Autos, Klone, Unsterblichkeit." Du lachst laut auf, siehst mich an. "Stell dir das mal vor, Letitia. Stell dir vor, wir wüssten was noch kommt?" Du kannst nicht aufhören mit diesem Thema, gehst mir auf die Nerven, versuchst mich mit deiner Begeisterung anzustecken, mich zu überzeugen. Ich hasse diese Besessenheit. "Stell dir vor wir könnten fliegen. Stell dir vor, wir bräuchten keine Angst mehr davor zu haben einer tödlichen Krankheit zu erliegen. "Wenn du wieder normal bist, kannst du dich ja melden", grummle ich und gehe. Du gehst mir höllisch auf die Nerven. Du meldest dich nicht, ich mich auch nicht. Unsere Freundschaft, unsere Liebe verläuft im Sand. Das komische ist, es stört mich nicht.

    Ich sehe dich bei diesen Freaks. Was willst du mit denen? Du gestikulierst wild mit deinen Armen, dein ganzer Körper ist in Aufruhr. Du siehst kurz in meine Richtung, winkst. Für einen Moment denke ich, dass du mich meinst, aber dann sehe ich das Mädchen, das neben mir steht. Sie ist ein Freak, genau wie die anderen. Sie geht auf euch zu, umarmt dich und Eifersucht krallt sich, wie ein wütendes Tier, in meinem Herzen fest. Meine Hände balle ich zu Fäusten, ich will diesem Miststück das Gesicht zerkratzen, ich will ihr die Nase brechen, ich will solange auf sie einschlagen, bis sie sich nicht mehr rührt. Ich …

    Schwärze, Stille, Frieden. Ich schwebe. Eine Stimme ruft nach mir, befiehlt mir die Augen zu öffnen. Schwer, meine Augenlider sind schwer. Ich öffne die Augen, zwinge mich die Lider zu heben. Schnee, Berge, eine Stadt. Wo bin ich? Ich liege im Schnee, aber mir ist nicht kalt, trotz der kurzen Hose und dem T-Shirt. Ich stehe auf, sehe mich um. Niemand beachtet mich. Ich gehe los. Eine Werbung an einer Hauswand fällt mir auf. Biotrop, DER Treibstoff für dein Auto. Ich runzle die Stirn. Von diesem Treibstoff habe ich noch nie gehört.

    "Letitia, wach auf." Eine Stimme, unbarmherzig, besorgt. Deine Stimme. Ich öffne verwirrt die Augen. Nur langsam begreife ich, wo ich bin. Ich will etwas sagen, aber mein Hals ist trocken, heraus kommt nur ein heiseres Krächzen. Du hälst mir etwas zu trinken hin. Wie eine Verdurstete sauge ich an der Flasche, bis du sie mir abnimmst. Verzweifelt versuche ich sie zu erreichen, versuche sie dir aus der Hand zu reißen, aber du hast sie weggestellt. "Was ist passiert", wage ich zu fragen. Du siehst mich an, zuckst mit den Schultern.

    Ich habe niemandem von meinem Traum erzählt. Es war nur ein Traum. Ich war bewusstlos, habe geträumt. Es hatte sich so echt angefühlt, aber das passierte manchmal. Ich habe mich darüber informiert. Manchmal fühlen sich Träume echt an, sodass man aufwacht und nicht weiß, was Traum und was Wirklichkeit ist. Du besuchst mich jeden Tag, bringst mir die Hausaufgaben. Die Ärzte machen sich Sorgen, denn sie können nichts finden. Ich habe immer wieder solche Aussetzer, kann mich später an nichts erinnern.

    Ich liege noch immer in dem Zimmer. Weiße Wände, weiße Kittel, weiße Gesichter, weiße Haut. Alles erscheint mir weiß, nur dein leuchtend roter Pullover durchbricht die Einsamkeit von Weiß. Du siehst besorgt aus, streichelst über meine Wange. Ich schließe die Augen. Ich sehe dich wieder an. Schließlich willst du gehen, ich versuche dich aufzuhalten. Du bleibst.

    Ich sehe deinen Tod. Du gehst über einen Zebrastreifen. Ein Auto übersieht dich. Gebrochene Knochen, einer durchstößt deine Lunge. Du bist sofort tot.

    Ich schreie, kann mich nicht beruhigen, schreie, kreische, tobe. Ein Arzt stürmt ins Zimmer, versucht mich zu beruhigen. "Tot, er ist tot", schreie dich. Sie überwältigen mich, bringen mich in ein Zimmer mit weißen Wänden. Wände, an denen ich mich nicht verletzen kann. "Er ist tot, er ist tot", murmle ich. Ich sehe auf. Die Tür öffnet sich. Du kommst hinein. Ich schreie auf, halte dich für einen Geist. Du lächelst. Ich gehe auf dich zu, fasse dich an. Du bist nicht tot. Ich schließe die Augen, lasse meine Finger über dein Gesicht wandern und sinke in deine Arme. "Alles wird gut", sagst du. Ich beginne zu weinen.

    Ich habe niemandem von meinen Träumen erzählt. Auch dir nicht. Ich bin geheilt sagen die Ärzte. Es geht mir gut. Ich küsse dich, lehne mich an dich, halte mich an dir fest. "Ich habe Träume", sage ich leise. Ich erzähle dir davon. Du siehst mich an, ziehst mich an dich. Ich bin erleichtert. Du glaubst mir, hälst mich nicht für verrückt.

    Ich habe Träume.
     
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  3. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Stammdaten der Kurzgeschichten:
    - Titel der Kurzgeschichte:
    Was wäre wenn
    - Thema der Kurzgeschichte: Eine junge Freunschaft, die sich in Liebe verwandelt und ein Blick in das was hätte sein können
    - Verfasst am: 29.1​

    Der Tag wollte sich einfach nicht dem Nachmittag zuwenden als ich immer wieder auf meine Armbanduhr blickte. Oma hatte mir versprochen mit auf den in der Stadt stattfindenden *Indianermarkt* zu kommen. Die Ferien würden in weniger als 2 Wochen enden, doch schon die gesamte Zeit hatte ich mich auf den Markt gefreut. Mit meinen knapp 11 Jahren war ich schon immer ein wenig ulkig gewesen und seit dem letzten Sommer interessierte ich mich besonders für Indianer, doch gleichfalls hörte ich vermehrt ihre Musik. Um die Zeit noch ein wenig zu strecken legte ich mich in den Rasen im Garten zusammen mit dem Buch "Milas Zauberlied" versank in der Welt der Indianer kurz nach ihrer Reservation. Plötzlich wurde ich von dem klappern unseres Gartentors aus den tintenschwarzen Seiten des Buches blickte auf und erkannte sofort den roten Schopf meiner Oma. Fröhlich sprang ich auf rannte hinauf in mein Zimmer, zog mich in Windeseile um, dann nur wenige Minuten danach stand ich breitgrinsend vor meiner Oma begrüßte sie mit einer Umarmung und drängte zum Aufbruch. Der Weg war nicht weit, doch das Tempo das meine Oma mit dem Fahrrad an den Tag legte lies mich glauben es wären Stunden bis die ersten Klänge der Flöten und Trommeln an meine Ohren drangen. Noch immer mit einem Grinsen auf dem Gesicht drehte ich mich um als ich dabei war mein Fahrrad anzuschließen suchte den Blick meiner Oma und auch sie schien glücklich…​

    Wir folgten den Menschenmassen die in das Innere des Schlossparkes strömten sahen nach rechts, nach links und blieben ab und an stehen um indianische Flechtkunst zu betrachten. Ziemlich schnell drängte ich mich durch die Massen mit meiner Oma an der Hand um der Musik näherzukommen und die Kostüme der Indianer zu sehen. Vor ihnen lichtete sich das Gedränge der anderen Leute und staunend blieb ich stehen. Nachdem ich das ganze eine Weile betrachtete bemerkte ich einen Jungen der am Rand hockte und als sich die Leute auflösten da die Musik verstummt war stand er auf um dabei zu helfen die Sachen beiseite zu stellen. Ich löste mich aus der Umarmung meiner Oma überbrückte mit wenigen Schritten die Entfernung zu dem Jungen und sprach ihn mit einem leicht, schüchtern klingenden "Hallo" an. Zunächst blickte er sich fragend um bis er mich bemerkte, ein Lächeln zeigte und dann ebenfalls in einem ulkigen Akzent "Hallo" sagte. Mit dieser einfachen Begrüßung war der Grundstein unserer Freundschaft gelegt und die folgenden Jahre sollten die besten werden die ich je erlebt hatte.​

    Nach der Begrüßung hatten wir uns lange Unterhalten in einem kleinen Misch-Masch aus Englisch und Deutsch, sodass ich erfuhr er sei Halbindianer und wohne in der Nähe bei seiner Mutter während sein Vater in den Sommerferien meist in den USA war, doch in diesen sorgte er für die Musik hier. Sein Name war Tarka in irgendeiner Sprache bedeutete es so viel wie "kleiner Wasserwanderer" und für den nächsten Tag verabredeten wir uns. So folgte ein Tag auf den nächsten, eine Woche, ein Monat und insgesamt 3 Jahre. Wir wurden beste Freunde..er lehrte mich selbst besser wahr zu nehmen mir zu Vertrauen, lehrte mich einen besseren Umgang mit der Natur, den Tieren, doch vor allem entfachte er meine Leidenschaft für Pferde. Dann kam mein 14ter Geburtstag und die Winterferien die nach ihnen immer kamen. Die letzten Sommerferien hatte er immer in den USA verbracht, jedoch hatte ihn sein Vater zu den Winterferien eingeladen zu kommen und er hatte sie angenommen. Mit dem Gepäck im Kofferraum hockten wir auf dem Rücksitz der Mutter Tarka´s die mir nun schon beinahe wie meine eigene Mutter vorkam…Mit meiner hatte ich mich an diesem Morgen wieder gestritten und noch immer waren meine Augen gefüllt mit Tränen. Tarka´s Hände strichen mir sanft durch meine Haare von dort hinab zu meinem Rücken während ich mich langsam beruhigte, dann blickte ich aus dem Zimmer und wir verbrachten die gesamte, restliche Zeit schweigend nebeneinander. Die Minuten strichen nur zäh dahin und mir wurde von Moment zu Moment klarer wie gern ich es hatte in Tarka´s Armen zu liegen..schon einmal in den letzen Monaten war dies vorgekommen, doch ich hatte es immer wieder verdrängt. Nach einer dreiviertel Stunde Fahrt erreichten wir den Flughafen Tegel. Viel zu schnell für meinen Geschmack hatte er eingecheckt und gemeinsam bewegten wir uns auf das Flugzeug zu, doch noch hatte er eine halbe Stunde Zeit…"Ich werde noch einmal auf Toilette gehen" hörte ich mich murmeln ehe ich dorthin bewegte wo in Großbuchstaben WC stand. Als ich wieder herauskam nahm ich mir am Wasserspender einen Becher Wasser trank einen Schluck ehe ich erst eine Hand, dann ein Kinn auf meinen Schultern spürte.​

    Sofort erschien in meinem Kopf ein Tag irgendwo im Winter Tarka und ich hockten an einem Feuer und die Frage die ich in den Raum geworfen hatte wurde soeben von seiner Mutter beantwortet. Unter den Cheyenne gab es eine Art wie ein junger Mann einer Frau seine Liebe gestand..Nachdem er tagelang um sie herumgelaufen war, für sie die Flöten gespielt hatte fand er schließlich den Mut ihr den Kopf auf die rechte Schulter zu legen, dies in einem Moment indem ihre Aufmerksamkeit nicht die beste ist und flüstert die bedeutenden Worte der Liebe in ihr Ohr…

    Der Windhauch seines Atems drang an mein Ohr ein kribbeln lief mir den Rücken heunter, doch die Worte die er sprach verstand ich nicht in ihrer gänze, aber verstand ihre Bedeutung. Im selben Moment spürte ich seine Hände an meinen Schulter die mich sanft zu sich herum zogen, eine Hand an meinem Kinn und schließlich seine Lippen auf den meinen. Es war ein langer, unerfahrener Kuss sollte mir jedoch auf ewig in Erinnerung bleiben.​

    Für einen Moment sehe ich ihn und auch mich in einer möglichen Welt. In der Nähe eines großen Weihers wir waren älter um uns herum erkannte ich Verwandte, Freunde und ich wusste in diesem unsagbar komischen Moment das dies unsere Hochzeit war.

    Plötzlich fand ich mich wieder da. Seine Lippen liebkosend auf den meinen, seine Hände auf meinem Rücken, am Ansatz meines Halses. Ich wünschte mir in diesem Moment nichts sehnlicher als das er nicht gehen würde ein unbestimmtes Gefühl wuchs in mir, doch ich ignorierte es. Dann ohne ein weiteres Wort verschwand er in das Innere des Flugzeuges. Noch auf dem Weg nach Hause fragte ich mich was das Ganze zu bedeuten hatte..für mich selbst, für uns. Hatte ich nun einen Freund? Ach ich wünschte er hätte irgendetwas in dieser Richtung gesagt. Immer wieder rief ich mir seine Haselnussbraunen Augen in Erinnerung, seine blauschwarzen, Schulterlangen Haare und die beinahe Honiggelbe Haut. Im Gesicht zeigten sich für seine Art typischen hervorstehenden Wangenknochen, jedoch nicht so stark ausgeprägt. Durch die Arbeit, den Sport mit den Pferden hatte er genau an den rechten Stellen Muskeln..für mich einfach einer der besten "Männer" der Welt..und gutaussehend. Die Winterferien vergingen, dann eine Woche und eine weitere bis eines Tages Ende Februar ein Brief ankam. Die ganze Zeit hatte ich auf die Rückkehr von Tarka gewartet, doch am eigentlichen Anreisetag hatte ich vergebens auf seinen Anruf gewartet. Mit einem flauen Gefühl öffnete ich den Brief mit dem Brieföffner und lass die Zeilen geschrieben in brüchiger Handschrift. Noch während ich diese Zeilen lass brach ich in einen Heulkrampf aus kam nicht bis zum Ende des Briefes. Am Tag als die Abreise war ritt er ein letztes Mal auf einem Pferd seines Vaters aus, irgendwann erschrak es und Tarka fiel vom Pferd. Sein Genick brach und noch vor Ort war er Tod. In mir bildete sich nur ein Gedanke….Was wäre wenn….
     
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  4. deivi

    deivi Don't drink and daif Staff

    Mache hier dann bald die Abstimmung
     
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  5. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Ich glaub hier macht keiner mehr mit..kannst du die Abstimmung dann eröffnen? *Hundeblick aufsetzt*
     
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  6. deivi

    deivi Don't drink and daif Staff

    Abstimmung ist da.
    Sie endet am 27.03. um 10:58 Uhr
     
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