KG 39 - Wildpferde

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von deivi, 25 Sep. 2012.

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Welche Geschichte soll gewinnen?

  1. The savage - Hazelnut/fearless

    50,0%
  2. Der letzte Windhauch - Pfote

    50,0%
Status des Themas:
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  1. deivi

    deivi Don't drink and daif Staff

    Hier findet der 39. Kurzgeschichtenwettbewerb statt

    Stammdaten der Kurzgeschichten:
    - Titel der Kurzgeschichte:
    - Thema der Kurzgeschichte:
    - Verfasst am:


    Thema: Wildpferde
    Zur Geschichte: Die Geschichte soll von Wildpferden handeln

    Regeln:
    -Startgeld von 15 Joellen gehen an mich (deivi)
    -Zahlungsgrund: KG 39
    -Wer nicht überweist wird disqualifiziert
    -Die Geschichte muss von dir geschrieben sein

    Überwiesen haben:
    -Occulta​
    -Hazelnut​
    -Katelynn​
    -Pfote​
     
  2. Hazelnut

    Hazelnut Daydreamer

    Stammdaten der Kurzgeschichten
    Titel der Kurzgeschichte: The savage
    Thema der Kurzgeschichte: Wildpferde
    Verfasst am: 08. Oktober 2012
    ___________________________________

    The savage
    Eine warme Sommernacht.
    Der Falbende Hengst stand im Moor und sah sich um.
    Sein Haaren war etwas entfernt und stand sicher im dichtem Gebüsch.
    Hier konnte sie niemand finden, oder etwa doch ? Ein knacken und der bemuskelte
    Hengst schreckte hoch. Der Mond stand über ihm und ließ ihn wie ein Schimmel herüberkommen.
    Wieder ein knacken und ein kleiner Schatten. Der Hengst witterte es. Die Gefahr ! Leise, versuchte er sich rüber zu
    seiner Herde zu schleichen, doch schon zu spät. Die Gestalt, die er erst seit kurzen sah, war ihm so nah, dass er kaum noch fliehen
    konnte. Es war ein Mensch, der kaum größer war als er. Der Connemara Hengst wich ihm aus. Anscheinend wollte er ihm oder seiner Familie
    etwas antun. Doch dies würde der Falbe niemals zulassen ! Lieber würde er sich dafür Opfern. Doch musste er das ? Er sah den kleinen Menschen an und bäumte sich vor ihm auf. Viel größer war er nun und seine harten Hufe verfehlten ihn nur knapp. Der Hengst war nicht Agressiv, oder bedrohlich, wie der Mensch nun dachte. Er war Mutig und wollte nur seine Herde beschützen, die der Fremde anscheneind noch nicht gesichtet hatte. Wieder ging die Vorderhand in die höhe und streifte den Arm des Mannes. "Du mistvieh", erklang es in der schwarzen Nacht und der Hengst tänzelte. Seine Ohren schwankten von vorne nach Hinten. Er wollte seinen Stuten ein Signal geben, dennoch hörten sie es nicht. Brummeln konnte er nicht, dies währe zu auffällig. Also was machen ? Wieder ratlos, trat der Hengst einen schritt vor und wollte den Mann beißen. Das einzige was er in seinem Kopf hatte, war, die Herde beschützen. Der Fremde war nicht arauf vorbereitet. Er viel und der Hengst sprang über ihn hinüber. Mit ein paar kleinen Bwegungen war er im Gebüsch verschwunden und warnte nun seine Herde. Doch er blieb dort.
    Er wartete und machte sich bereit für den Kampf.
     
  3. Katelynn

    Katelynn Neues Mitglied

    - Der Traum von Freiheit​
    - Man sieht die Perspektieve ein Dressurpferd, welches täglich von seinem Besitzer​
    zu Turnieren gezerrt wird und sich die Freiheit wünscht. Im Gegensatz dazu sieht man​
    die Perspektive eines Wildpferdes, das tagelang von Wölfen und Menschen durch​
    die Savanne gehetzt wird und trotz seiner "Freiheit" keine Ruhe findet. Heißt, beide​
    Leben sind schmerzhaft und Unruhig.​
    Vergleich zwischen Wildpferd & Dressurpferd
    - 8. Oktober​

    Nun stand ich da, das silberne, kalte Gebiss im Maul, verbunden mit dem Zügeln, an dem mein Reiter heftig riss. Seine Nervosität übertrug sich auf mich und ich tänzelte auf der Stelle, und sofort spürte ich heftigen Schmerz, denn als Strafe für mein tänzeln wurde mir eine lange Peitsche auf die Flanke gehämmert. Ich zuckte zusammen, blieb ruhig stehen, in meinen Augen sah man Schmerz und Trauer. Wie oft erlebte ich solche Momente, vor mir eine riesige Halle, an der tausende Menschen saßen, die nun etwas wunderschönes von mir verlangten - doch auf mir ein Reiter, der dachte, Pferde seien Maschinen und man könnte sie endlos quälen. Als ich mein Kopf nach vorne streckte, um meine Muskeln zu entspannen, wurde sofort wieder an den Zügeln gerissen und mein Kopf schnellte nach hinten und wölbte meinen Hals automatisch. Dank dem herumzerren hatte ich schon tausende Wunden an meinem Maul und ich konnte meinen Hals nicht einmal mehr bewegen. Selbst mein Rücken war durchgedrückt von dem gezwungenem edlen stehen. Wie oft habe ich mir nun schon gewünscht, frei zu sein?​
    -​
    Meine Hufe donnerten über den Boden, Sand wirbelte auf und mein Langhaar wehte. Viele Pferde hätten den Wind in ihrem Gesicht genossen, doch meine Augen waren panisch aufgezerrt, denn hinter mir hörte ich das laute Knurren von Geparden, die mich nun schon stunden lang durch die Savanne hetzten. Und es nahm einfach kein Ende. Meine Beine wurden immer müder und ich spürte den heißen, nach Blut lechzenden Atem des Anführers der Gruppe hinter mir. Bald war es soweit. Mein Leben würde zu Ende gehen. Ich konnte nicht mehr. Nein, dies war nicht die Freiheit, die ich mir gewünscht hatte - schon seit Monaten wurde ich nur von Löwen, Leoparden und Geparden verfolgt, im schlimmsten Fall sogar von Menschen, die mich fangen wollten, auf ihren Pferden, die dazu gezwungen wurden.​
    -​
    Nun stand ich da in der Mitte der Halle, der Sand unter meinen schön polierten Hufen. Mein Fell glänzte - doch das nur, um gut bei den Richtern anzukommen. Mein Reiter rammte mir den Steigbügel in den Bauch und keuchend lief ich los, wagte es nicht, den Kopf zu senken, zu heben oder sonst irgendeine Bewegung zu machen. Ich riss meine Beine schön hoch, versuchte, anmutig zu wirken, um nicht einen weiteren Peitschenschlag zu spüren. Mein Reiter hatte extra noch mein Fell mit irgendetwas besprüht, damit man meine roten Stellen nicht sah, die ich durch reine Peitschenschläge bekommen hatte. Wie konnte man nur so etwas machen? Mein Reiter zerrte an den Zügeln, eine Wunde an meinem Maul platzte auf und beschmutzte das Gebiss mit Blut. Ja, Freiheit wäre wirklich besser.​
    -​
    Ich wurde immer langsamer, die Geparden immer schneller. Sie teilten sich langsam auf, machten einen Zirkel um mich herum, wollten mich so zum stehen bringen. Ich wendete immer wieder nach rechts und links, doch es war kein Ausweg zu sehen. Ja, ich würde sterben. Und mit mir meine Herde. Sie würden sich sorgen machen, mich überall suchen und sich aufteilen - und die anderen Herdenmitglieder sowie mich nie wieder finden. Verzweiflung baute sich in mir auf und ich versuchte, meine letzte Kraft in mein Tempo zu investieren.​
    -​
    Meine Kräfte ließen langsam nach. Immer wieder riss ich meine Beine hoch, doch überall pochte und schmerzte es. Tausendmal war es so gewesen - aber nie so schlimm wie jetzt. Würde ich sterben? Mein Reiter rammte weiterhin mit seinen Steigbügeln in mein Bauch, versuchte, mir so mehr Energie zu geben, oder mich einfach nur für mein Aufgeben zu bestrafen. Ich keuchte, weißer Schaum sammelte sich an meinem Mund und mir war klar, dass ich es nicht schaffen würde. In der Freiheit würde ich den Wind spüren und nicht Schmerzen. Ich versuchte, weiter dem Schmerz stand zu halten, aber ich wurde immer weiter von meinen Kräften verlassen und immer langsamer.​
    -​
    Nein. Ich konnte nicht mehr. Meine Beine schmerzten unendlich und die Geparden kamen immer näher. Ich musste aufgeben. Meine Beine brachen zusammen, mein Körper stürzte zu Boden und die Geparden fauchten, stolz auf ihre erlegte Beute. Sie rasten auf mich zu, und das letzte, was ich spürte, waren tausende Bisse in meinem Körper, wie Blut aus meinen Wunden floss und wie ein letzter Biss an meiner Kehle mich von der endlosen Herzjagd befreite.​
    -​
    Ich musste aufgeben. Ich wurde langsamer, riss meinen Kopf hoch, schlug meinen Hals gegen den Oberkörper meines Reiters, der aufheulte und sich fallen ließ. Ich versuchte, meine Kraft zu sammeln - doch es brachte nichts. Mein Körper bäumte sich und ich fiel in den Sand der Halle. Einige Herzschläge vergingen, Tierärzte und Menschenärzte versammelten sich um mich, doch ich wusste, das würden meine letzten Atemzüge befreien. Ein rasselndes Keuchen glitt aus meiner Kehle; dann wurde ich endlich erlöst von dem Schmerz.​
     
  4. Occulta

    Occulta actually dead Staff

    Stammdaten der Kurzgeschichte:
    - Titel der Kurzgeschichte: Ein Wiehern in der Ferne
    - Thema der Kurzgeschichte:
    Wildpferde Roundup
    - Verfasst am: 09.10.2012

    ____________________________________________________________________________________________

    Ein Wiehern etwas entfernt. Das Donnern vieler Hufe. Ein panisches Schnauben. Alles übertönt vom dröhnenden Brüllen von einem der Flugmonster. Ein Pfiff. Ein braunes Pferd mit einem Raubtier auf seinem Rücken. Noch ein solches Paar. Links und rechts von mir, nun umzingelt, presche ich neben der Masse aus Panik und Schweiss. Angstvolle Rufe meiner Freunde, verzweifeltes Wiehern der Fohlen um mich. Eines stürzt und bleibt liegen. Ein anderes geht in der Masse von dampfenden Körpern unter. Rhythmisches, beinahe hypnotisierendes Aufschlagen der Hufe. Steine spicken. Ein Moment der Erinnerung. Schöne, grosse Weiten, auf denen man ungestört grasen konnte und eine kühle frühlings Brise die mir die Mähne zerzauste. Dann zurück aus den Gedanken, die Realität mit dem Gestank der Monster. Es gibt kein Entkommen. Immer schnelleres Hetzen. Das eine Pferd mit Raubtier kommt näher an mich. Drängt mich zurück zur Masse aus Angst und Schweiss. Ich will nicht! Ich wehre mich. Ich schlage aus. Ich treffe nicht, das Paar jedoch schon. Ein knallen. Ein warmer Streifen auf meinem Fell. Ein Kribbeln. Dann schmerz. Einen Moment taub und benommen. Wieder bei der Masse. Keuchen. Jeder Atemzug schmerzt. Jeder Tritt schmerzt. Jeder Blick auf die einst so friedliche Landschaft schmerzt. Plötzlich Gitter in der Ferne. Die Paare verschwinden. Ein Pferd, ein Retter, so nah! Er läuft voraus. Alle hinterher. Er hat gewartet um uns zu befreien. Die Gitter kommen näher. Ich will weg, als sie mich umschliessen. Doch der Retter läuft einfach weiter, denn er weiss was zu tun ist, er kennt den Weg und er ist ihn schon oft gegangen. Das Schallen von Metall. Das Gebrüll der Raubtiere. Laut. Unerträglich. Sie gehen zueinander. Sie schlagen sich auf die Schulter. Geben sich die Hand. Manche kommen in unser Gefängnis. Mit Stricken und Peitschen. Treiben uns auseinander. Kaum Platz. Enges Gedränge. Eine Masse aus Panik und Schweiss. Eine Berührung. Ein Klaps. Ein lautes Pfeifen und Schnalzen. Noch mehr Gitter. Engere Gitter. Die Schlinge zieht sich zu. Ein Monster. Bereitstehend um mich zu verschlingen. Ein letzter Ruf an die Familie. Keine Antwort. Ein Sprung. Dann ist es dunkel. Dann ist es vorbei. Vorbei mit der Freiheit.
     
  5. vikulja

    vikulja Bluub :3

    Stammdaten der Kurzgeschichten
    - Titel der Kurzgeschichte: Der letzte Windhauch
    - Thema der Kurzgeschichte: Die Geschichte ist aus der Sicht eines einst starken, prächtigen Hengstes geschrieben, der sein ganzes Leben in der wilden Steppe verbracht hat, und nun seinen letzten Weg antreten muss.
    - Verfasst am: 20.10.2012

    ~
    Meinen Blick ließ ich über die Sterne schweifen, die im endlosen Himmel ihren Platz gefunden hatten.
    Bald wird es auch für mich Zeit sein, Platz für meine Nachkommen zu schaffen, um oben als einer dieser leuchtenden Sterne auf sie achtgeben zu können.

    Das hohe Steppengras kitzelte meine Beine, während ich beinahe lautlos über die weite Ebene schritt – ich hörte das leise Pfeifen des Windes, das mich an meine Zeit als Junghengst erinnerte, als ich mit bebenden Hufen, über den brüchigen Boden donnerte.
    Damals war alles anders – und doch, hat sich kaum etwas wirklich verändert.
    Dort, am Fluss, sehe ich mehrere Fohlen, die versuchen einen Wettkampf gegen den Wind zu veranstalten, ausgelassen galoppieren sie über die Landschaft, immer auf der Suche nach neuen Abenteuern.
    Manchmal beneide ich sie.

    In Verbindung mit der Natur, genießen sie die Freiheit, die unsere weite Heimat uns bietet, mitsamt all den kleinen Wundern und Gesichtern.
    Mal ist es ein kleiner Grashüpfer, der sie besucht – mal ist es der Ruf einer Eule, der sie erschreckt, aber gleichzeitig ihre Augen vor Neugier glänzen lässt.
    Freiheit, gibt es dafür passende Worte? Man muss es erleben.
    Dieses Gefühl, das Leben und Sehnsucht in dir weckt, wenn der Mond dich begleitet, oder die Sonne dich begrüßt, während du dem Ruf der Wildnis folgst.
    Es ist ein Gefühl, als würde man weder Zeit noch Hindernisse auf deinem Weg wahrnehmen, wenn der Wind dir in die Mähne pustet – dort wartet schon deine Herde, mit einem Wiehern heißen sie dich willkommen!
    Wie viel würde ich dafür geben, um dies noch einmal durchleben zu können, meine Stärke, meinen Mut und meine Freiheit allen zeigen zu können?
    Mit einem leisen Seufzen ließ ich mich ins kühle Gras sinken.
    Einige Herdenmitglieder grasten ruhig vor sich hin, ohne mir gar einen Blick zu schenken, während andere gerade ihren Träumen folgten.
    Ich fühle langsam, wie meine Kraft nachlässt, wie meine Sinne verschmelzen…
    Ob jedes Pferd wohl so ein schönes Leben führen kann? So hoffe ich es.
    Mein letzter Wunsch, und der Wunsch all meiner Vorfahren ist es, dass auch unsere Nachkommen die Möglichkeit haben werden, ein Teil dieser Natur zu werden, um die Freiheit und das Leben in sich sprudeln spüren zu können, das kühle Gras, das angenehme Pusten des Windes und den Ruf der Eule zu entdecken.
    Die Steppe wird unseren Geist auch weiterhin in sich tragen, denn die nächste Generation lässt nicht auf sich warten.

    Ich fühle, wie meine Lider schwerer werden, die Müdigkeit überfällt mich, während ich mich nach der Ruhe sehne.
    Ein ungeheures Gefühl von Wärme begleitet mich die letzten Augenblicke – ich fühle, wie ich mit neuer Kraft über die Landschaft fliege, um mich mit dem Wind zu messen, während meine Mutter mit lautem Wiehern nach mir ruft.
    Einen letzten Windhauch nehme ich aus meiner Heimat mit, ehe ich eine neue Reise antrete.
    Ob ich erneut in ein solches Paradies gelangen werde?


    ~
     
  6. deivi

    deivi Don't drink and daif Staff

    Mache hier bald die Abstimmung (;
     
  7. deivi

    deivi Don't drink and daif Staff

    Abstimmung ist da (;
    Sie endet am 14.12. um 18:28 Uhr
     
  8. deivi

    deivi Don't drink and daif Staff

    [​IMG]

    Es gibt ein Stechen zwischen Hazelnut und Pfote.
    Die Abstimmung geht bis zum 18.12. um 13:33 Uhr
     
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

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