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Idaho Falls - Billings

Dieses Thema im Forum "Ausritte" wurde erstellt von Occulta, 26 Juni 2016.

  1. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Privater Ausritt von Vhioti und Occulta!

    Route:
    von Idaho Falls durch den Yellowstone National Park nach Billings

    Distanz: ~420 km
    Geschätzte Dauer: 2-3 Wochen
    Anreise: vom Salt Lake City Airport aus per Transporter ~3h nach Idaho Falls
    Abreise: Billings Airport
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Juni 2016
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  2. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta Smith

    Pferd: Estragon Sky (aka Artemis)
    Pack-/Ersatzpferd: Anubis
    Ausrüstung: Knotenhalfter und einfache Wassertrense mit Kopfstück ohne Nasenband, Stocksattel mit Satteltaschen, Schutzgamaschen, Hufschuhe (nur für schwieriges Gelände)
    Packpferdeausrüstung: Zelt, Futter, Notfallpacket...
    (Bild folgt)
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Juni 2016
  3. Vhioti

    Vhioti Guest

    Catalina Dixon

    Pferd: Pünktchen
    Pack-/Ersatzpferd: Unbroken Soul of a Rebel
    Ausrüstung: Knotenhalfter und einfache Wassertrense mit Kopfstück ohne Nasenband, Fellsattel mit Satteltaschen/Westernpad mit Taschen, Schutzgamaschen, Hufschuhe
    Packpferdeausrüstung: Zelt, Futter, Notfallpaket...
    (Bild folgt)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 1 Juli 2016
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  4. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta:

    Letzte Woche noch hatte die Idee in meinem eigenen Mund wie ein Zitat aus einem übermütigen Roman geklungen, doch nun sah es ganz so aus, als würde es ernst. Tatsächlich wagte ich das Abenteuer - so leichtsinnig mich auch manche meiner Verwandten und Bekannten dafür hielten: ein zweiwöchiger Ritt durch die USA. Ich musste meinen Kopf lüften, musste dem momentan so schweren Alltag entkommen und einfach mal wieder frei sein. Ich wusste selbst noch nicht genau, was mich auf dieser Reise erwartete, aber vielleicht war sie gerade deswegen so verlockend, dass ich seit Tagen von nichts anderem mehr träumte. Immerhin hatte ich eine ebenso Verrückte Zeitgenossin gefunden, die mich begleiten wollte. Und so kam es, dass eine aufgeregte Catalina Dixon nach gefühlten fünf Parkierversuchen fluchend ausstieg um mich zu begrüssen. Das Auto stand immernoch nicht gerade, aber das kümmerte keinen. Cata war von ihrem Hof rübergefahren, um mir beim Packen und Verladen zu helfen, denn schliesslich hing auch ihr Wohlbefinden von unserem gemeinsamen Gepäck ab. Sie schaute mir genaustens über die Schulter, während ich das eingekaufte Trekking-Tütenfutter und reichlich Müsliriegel in meinen Rucksack stopfte. Auch Dinge wie Trockenfrüchte und Nüsse durften nicht fehlen, hauptsache haltbar. "Uuuund: Kekse!", murmelte ich freudig, zwei Pack hineinschmeissend. Wir brauchten fast zwei Stunden, bis wir wirklich alles hatten und nebenbei alles aussortiert hatten, was nicht wirklich nötig war. Auch der Klappstuhl blieb zu meinem Bedauern zuhause. Aber ich wollte den Pferden nicht noch zusätzliches Gewicht aufbürden. Das, was mir im Moment noch am meisten Bauchschmerzen bereitete, war das Wasser. Ich hatte mich zwar gründlich informiert, wo wir durchreiten mussten um immer mal wieder an einen Fluss zu kommen, aber was, wenn wir uns verritten? Würden die Vorräte reichen? Catalina beruhigte mich. "Wir haben unsere Handys beide dabei, im Notfall können wir sicher irgendwen verständigen." "Und wenn wir keinen Empfang haben? Wir sind da von Bergen und Wildnis umgeben, ich bezweifle, dass dort eine Antenne steht!" Ich kletterte auf einen Stuhl und holte eine Kiste mit Landkarten vom Schrank runter. "Seit Jolympia hab ich zum Glück ein paar von denen gehortet. Die hier sollte passen", erklärte ich und schmiss eine der Karten ebenfalls in eine Satteltasche, wo bereits die Notfallapotheke verstaut war.
    Nun brauchten wir eigentlich nur noch die Pferde zu verladen. Lisa und Jonas hatten Anubis und Rebel bereits die Transportgamaschen angezogen, die sie nun erstmal für eine lange Zeit anbehalten mussten. Ich zog sie noch Artemis an, der etwas weiter hinten im Stallgang stand. Der Schimmel liess mich geduldig alle Klettverschlüsse schliessen und folgte mir dann brav wie ein Lamm hinaus. Vor dem Transporter wachte er dann doch nochmal etwas auf. Er war von den dreien am wenigsten lange auf Pineforest Stable und hatte noch nicht alle Spielregeln verinnerlicht. Trotzdem wollte ich ihn dabei haben, weil er als Distanzpferd eine ausgezeichnete Ausdauer besass und eigentlich auch sehr verlässlich war - sofern er seinen Reiter einmal als solchen akzeptiert hatte. Da lag der Hase im Pfeffer; noch hatte ich den Hengst nicht ganz knacken können. Doch ich war überzeugt, dass wir bereits in den ersten paar Tagen des 'Ausritts' vollends zusammenwachsen würden. In der Zwischenzeit wedelte Cata mit der Gerte, während ich Artemis die Rampe hochlockte. Es war sehr hilfreich, dass die anderen beiden schon relaxt drinnen standen und der Selbstfahrer so geräumig war. Ich band Artemis gut fest, dann schlossen wir die Klappe und fuhren auf Catas Hof um Pünktchen abzuholen, der natürlich auch mitkam. Catalina konnte ohne ihr Pippi-Langstrumpf-Pferd schliesslich nicht sein. Jonas fuhr ausnahmsweise mal nicht wie ein Rowdy sondern benahm sich der Pferde zuliebe.
     
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  5. Vhioti

    Vhioti Guest

    Catalina

    Auf dem Hof herrschte absolute Ruhe. Die zwei Aushilfen, die ich für die zwei Wochen engagiert habe, waren schon im Putzmodus, und so brauchte ich nicht lange rumzuwerkeln. Occulta lief mir unauffällig hinterher, und bestaunte auch den Neuzugang. Ravenclaw hielt sich im Hintergrund bei Scarlet, und Polka und Distie lieferten sich einen Aufmerksamkeitskampf, den ich vor allem der Kleinen nicht abnahm, dafür war sie doch viel zu lieb. Aber die Vollblutzüchterin blieb bei ihr, sodass ich die Ausrüstung meines Alten in Ruhe einladen konnte und besagten Hengst auf den Platz führte. Trotz des Radaus aus dem Selbstfahrer zuckte Pünktchen nicht mal mit den Ohren. Occulta widmete sich nun uns zweien, und runzelte die Stirn. "Ist der nicht ein Arschlochpferd?", platzte es aus ihr heraus, und ich lupfte eine Augenbraue. "Ja, ist er. Aber vielleicht ist er durch die Hengste ein wenig eingeschüchtert. Hab ich dir schon gesagt, dass der Gute gekört ist?" Ich schaute ein letztes Mal in die Notfallapotheke für Pferd und Reiter, verstaute noch etwas Nervennahrung für mich. Der Fahrer erhob seine Stimme. "Beeilt euch mal!", knurrte er und blickte auf seine Uhr. Lachend führte ich Pünktchen auf die Rampe. Sogleich machte er sich mit den anderen drei bekannt, und es rumste, als sein Huf gegen die Trennwand schlug. Es gab einen mahnenden Klaps auf den Hintern, und dann stiegen wir auch schon vorne ein. Zwei Wochen durch die Pampa, hoffentlich spielte das Wetter mit..., dachte ich leicht besorgt, aber sobald das Radio laut aufgedreht wurde, entbrannte ein erbitterter Kampf zwischen Occulta und Jonas, welcher Sender wohl besser sein, und ich entspannte mich ein wenig.
     
  6. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta

    Das gelegentliche Rumpeln der Pferde sagte mir, dass Pünktchen wohl gerade mit den anderen über eine Beförderung in seinem Rang diskutierte. Viel passieren konnte jedoch nicht, da die Biester ja alle zwischen den Trennwänden eingeklemmt waren. Ich hatte meine Sonnenbrille nach wochenlanger Suche ausgerechnet heute im Handschuhfach wiedergefunden und natürlich gleich aufgesetzt. Nur hatte Cata diesmal den Schoki-Platz am offenen Fenster erwischt. Ich glaube Jonas war ziemlich genervt von uns. Jedenfalls machte er ein Gesicht, als hätte er gerade ein äusserst mieses Sandwich gegessen. "Ich wette du bist grumpy weil du mich schon jetzt vermisst", stichelte ich. Alles, was ich als Antwort bekam war ein "Als ob". Ich erklärte Cata, dass sie nichts von dem erstnehmen könne, was er sage. Sie grinste nur, den Arm lässig am Fenster aufgestützt und den Fahrtwind geniessend. "Wenn es hier schon so heiss ist, wie ist es dann erst in Amerika?", dachte ich laut. Eine Antwort bekam ich von keinem der Beiden, aber das war auch nicht nötig, denn wir bogen gerade in die Einfahrt zum Flughafen.

    Eine gute Stunde später waren die Pferde bereits auf dem Weg zum Flugzeug, zusammen mit den anderen Sondertransporten. Cata und ich genossen noch einen letzten anständigen Kaffee zusammen mit Jonas, dann verabschiedeten wir uns. "Hast du alles? Nichts vergessen? Alles Gepäck abgegeben?", fragte ich während wir gespielt gemütlich zum Terminal schlenderten. Zugegeben - eigentlich musste ich mich das eher selbst fragen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1 Juli 2016
  7. Vhioti

    Vhioti Guest

    Catalina

    Nach dem gut Achtstundenflug wusste ich weshalb ich aus dem Trainerbusiness ausgestiegen war. Genervt renkte ich mir meine Knochen wieder ein. Obwohl es schon Sommer war, war es sehr turbulent auf dem Flug zugegangen, weshalb wir - mehr oder weniger - verkrampft dasaßen. Aber jetzt, auf dem Flughafengelände, konnten wir und die Pferde unsere Beine vertreten, während einer nach dem anderen noch einmal kontrolliert wurde. "Es ist schon sehr spät und ich finde, wir sollten schon schlafen gehen." Occu schnaubte. "Und wer würde uns heute noch aufnehmen?", fragte sie in einer angenervten Tonart, in der ich auch gleich zurück antwortete. "Auf unserem Weg aus der Stadt heraus gibt es eine Farm. Wir müssten zwar im Stall schlafen, aber das ist ja kein Problem, wenn wir dort noch erst etwas aushelfen." "W-was?" "Du bist ganz schön verpeilt, Occulta!", ich schnaubte und fing an zu lachen, als sie sich beleidigt in Anubis' Hals versteckte.

    Kurz nach halb zwölf lagen wir ausgelaugt auf den Heubetten. Die Besitzer der Farm waren alles andere als begeistert, als wir uns - gegen Arbeit, versteht sich - dort einnisteten und unsere Hengste die ungenutzte Schafweide beanspruchten. Es knisterte neben mir. Occulta lag schon halb schlafend da, hatte ihr Handy und eine Tafel Schokolade in der Hand, und knabberte eifrig an dem Kakaoprodukt herum. Irgendwann fiel ihr auf, wie ich sie entgeistert anstarrte, und grunzte. Eigentlich wollte sie mich wohl was fragen, aber es hörte sich dermaßen bescheiden an, dass wir in einen Lachkrampf verfielen und am nächsten Morgen schon um sieben wieder auf den Beinen waren, um den nächsten Transport zu regeln.
     
  8. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta

    Noch ausgelaugt von der Nacht im Strohbett (so bequem es auch war, das Stroh hatte mich überall gepiekst und ich hatte das Gefühl, von einem Flohwanderzirkus überfallen worden zu sein) telefonierte ich eifrig mit dem freundlichen Herrn, der uns und die vier Pferde zur nächsten Station bringen würde. Ich hatte das Ganze schon vor unserer Abreise geregelt, sodass ich ihm nur noch bescheidzugeben brauchte. Dann wandte ich mich wieder meinen Begleitern zu. Cata nippte an einem Instantkaffee, der, nach ihrem Gesichtsausdruck zu urteilen, nicht annähernd so gut wie der vom Flughafencafé schmeckte. Aber hauptsache er erfüllte seinen Zweck und weckte Cata anständig. Einen Morgenmuffel konnte ich auf dieser Reise nicht gebrauchen, auch wenn ich vermutlich ohnehin spätestens nach dem dritten Tag selbst einer war. Die Pferde hatten sich von ihrem Flug erholt. Rebel und Anubis grasten gelassen auf der kleinen Wiese, Pünktchen vertrat sich nochmal ordentlich die Beine (da nützte auch Catas beruhigendes Rufen nichts) und Artemis stand mit Suppenteller-Augen beim Weidezaun, als wollte er nur noch weg hier. Ihm war der Schafsgeruch, der vom Stall her rüberwehte und mittlerweile auch unweigerlich an uns klebte ganz und gar nicht geheuer. Ich bot ihm eine Handvoll Müsli an, aber er blies es mit nur ins Gesicht. Cata lachte. Ich motzte nur: "Fang du erstmal deinen wildgewordenen Araber ein", und deutete auf Pünktchen, der mit Fahnenschweif seine Runden zog. "Besser er baut jetzt noch etwas Energie ab als nachher im Transporter", meinte sie nur. Dem musste ich zustimmen.
    Schliesslich waren wir auf dem Weg nach Idaho Falls. Draussen war es gefühlte vierzig Grad warm und ich machte mir langsam ernsthaft Sorgen, ob ich genügend Sonnencreme eingepackt hatte.
    An unserem Startpunkt angekommen, luden wir die Pferde mitsamt Ausrüstung aus, bezahlten den Fahrer und winkten zum Abschied. Nun war es still. Ein rauher Wind zerzauste die Mähnen der Pferde und unsere eigenen Haare. Wir waren zwar (noch) nicht umgeben von absoluter Wildniss, denn um uns herum waren zahlreiche hübsche Anwesen mit vielen Weiden und Wiesen. Trotzdem kam zumindest ich mir ein wenig verloren vor. "Und jetzt?", fragte Cata ungeduldig. "Jetzt satteln wir", beschloss ich. Wir stellten sicher, dass auf den Packpferden nichts unbequem war oder rutschen konnte und sattelten die Reitpferde. Ich startete mit Anubis, damit sich Artemis erstmal etwas aklimatisieren und vor allem beruhigen konnte. Ein letzter Blick in die Hufe, dann stieg ich auf und rutschte den Stocksattel zurecht. Ich war immer wieder erstaunt wie bequem das Teil war, obwohl er kaum gepolstert war. Cata sass ebenfalls auf und wir ritten los. Ganz in der Nähe war das Tosen des Highways zu hören, auf dem wir hergefahren waren. "Ich würde sagen, wir bleiben nahe beim Highway bis St. Anthony und biegen dann ab in Richtung Berge", schlug ich vor.
     

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