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[HK 509] Alle Hengste

Dieses Thema im Forum "Hengstkörungen" wurde erstellt von Rhapsody, 7 Dez. 2020.

  1. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    [HK 509] Alle Hengste

    Regeln:
    - Es dürfen nur Hengste teilnehmen! (Keine Stuten, Wallache oder Fohlen)
    - Jeder User darf nur mit bis zu drei Hengsten teilnehmen!
    - Diese Körung ist max. 3 Monate offen [Stichtag: 07.03.2021], dann erfolgt die Abstimmung ungeachtet der Teilnehmerzahl (max. 10 Teilnehmer)
    - Es dürfen alle Hengste teilnehmen.
    - Bei Fragen: PN an mich (Rhapsody)
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com!
    - Alle Angaben auf dem Bild müssen korrekt sein
    - 5 Joellen an mich (Rhapsody) mit dem Grund: HK 509
    - Nur vollständige Teilnahmen einfügen
    - Es zählen nur die Angaben in diesem Thema
    - Das Pferd muss unbewegt vor dem Kürtext und Steckbrief auf einem offiziellen Hintergrund ersichtlich sein (verlinken reicht nicht)
    - Zusätzlich darf ein Bewegungsbild auf einem beliebigen Hintergrund hinzugefügt werden (das Bild darf allerdings nicht vor dem Hauptbild stehen)

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, sie darf geführt oder geritten werden:
    - Betreten der Halle/des Platzes und anschließendes Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerhengste werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme
    Abstammung
    (muss verlinkt sein)
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz
    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerb-Schleife
    1 Punkt für jede Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte für jede Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Bild mit Zubehör
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Bild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:

    Username
    Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Teilnahmen und Überweisungen
    [1] ... ✔
    [2] ... ✔
    [3] ... ✔
    [4] ... ✔
    [5] ... ✔
    [6] ... ✔
    [7] ... ✔


    Disqualifizierungen
    ...

    Viel Erfolg!
     
  2. Elii

    Elii #ELeCtRâ-GiiÂdÂ

    Meine Teilnahme mit
    Räuberfürst

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    Rufname: Räuber
    geboren:April 2006

    von: Hofrat – Trakehner
    aus: Räuberkrone – Trakehner

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    Rasse: Trakehner
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Dunkelbrauner
    Stockmaß: 164 cm

    Besitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vorkaufsrecht: Elii

    Beschreibung
    Räuberfürst entspricht dem Idealbild eines Trakehners. Dunkel, bildhübsch und unglaublich menschenbezogen. Er ist äußerst sensibel, weshalb seine Stimmung und damit auch der Verlauf des Trainings einzig und allein vom Reiter abhängt. Er springt wortwörtlich durchs Feuer wenn ihm der Reiter genügend Sicherheit gibt und würde alles für jenen machen.
    Der Hengst lebte bis vor kurzem noch in Deutschland, wo er in der Dressur und im Springen bis Klasse M gefördert wurde und als Deckhengst im Einsatz war. In Kanada soll er an seine sportliche Karriere anknüpfen, denn sein Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft.

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    Erfolge
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    Gewinner des [SW 498]

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    3. Platz 570. Dressurturnier
    3. Platz 520. Springturnier
    2. Platz 586. Dressurturnier
    3. Platz 590. Dressurturnier
    3. Platz 323. Synchronspringen
    2. Plaz 592. Springturnier
    1. Platz 324. Synchronspringen
    2. Platz 325. Synchronspringen
    1. Platz 326. Synchronspringen
    1. Platz 327. Synchronspringen
    3. Platz 601. Dressurturnier
    3. Platz 339.Synchronspringen
    1. Platz 609. Dressurturnier

    Dressur M -- Springen L

    Training (5 Berichte)
    Springen E-A
    Räuberfürst erfüllte so ziemlich jede Vorstellung die ich an einen Hengst hatte. Dunkelbraun, tolle Abzeichen, ein zarter Kopf und unglaublich menschenbezogen. Der aus Deutschland stammende Trakehner hatte seinen Flug mittlerweile gut verarbeitet und war bereits voll im Training. Dadurch dass er bereits 12 Jahre alt war, war er auch entsprechend weit ausgebildet. Die M Lektionen der Dressur kannte er im Schlaf und Hindernisse der gleichen Klasse nahm er mit Leichtigkeit.
    Seine Halbschwester, Räubertochter, hatte ihn auf seiner Reise begleitet. Auch sie war mit neun Jahren bereits gut ausgebildet, durch Fohlenpausen hatte sie es allerdings nur auf Klasse A der Dressur und Klasse L im Springen geschafft. Bei uns sollte sie an ihre sportlichen Erfolge anknüpfen und diese weiter ausbauen, bevor sie wieder zur Mutter werden würde. Ihrem Namen entsprechend war Ronja ganz anders als Räuber. Sie war meist am anderen Ende der Koppel, wenn man sie für das Training holen wollte und auch sonst sehr unabhängig vom Menschen. In diesem Punkt entsprach sie ganz ihrem Vater Meridian, welcher mit mittlerweile 26 Jahren immer noch im Deckeinsatz ist und den ich in seiner Jugendzeit auch das ein oder andere Mal reiten durfte.
    Heute stand für die Beiden Räuberkinder ein einfaches Training an. Gymnastizieren mit A-Sprüngen war angesagt, die Hindernisse erreichten also knapp einen Meter. Anders als beim Turnier standen auf unserem Platz keine sieben Sprünge und auch die Kombinationen fehlten. Für unser Training genügten uns vier Sprünge und mehrere, großzügig verteilte Stangen. Während Nate aufbaute und vom Boden aus Anweisungen gab, saß Colin auf Ronja und ich übernahm Räuber. Der Hengst würde bei unserer Hengstparade starten, hatte sich nach dem harten Training der letzten Tage heute aber einen Ruhetag verdient, bevor es morgen weiter ging.
    Nach 25 Minuten beendeten wir das Training und übergaben die Pferde zum Abduschen, sodass sie wenig später wieder auf die Koppeln konnten.

    Dressur E-A
    „Hast du es eigentlich zu deiner persönlichen Mission gemacht, sämtliche Hengste mit Anfangsbuchstaben ‚R‘ zu kaufen?“
    Ich ignorierte Nates Kommentar. Schließlich begannen viele meiner Hengste auch mit ‚C‘ oder ‚D‘. Er hatte schlichtweg keine Ahnung. Zu allem Übel waren wir gleichzeitig mit dem Herrichten der Pferde fertig geworden und waren damit zusammen in der Halle unterwegs. Die Runde außenherum zum Aufwärmen gab es natürlich auch für Räuberfürst und Romerico. Auf dem Plan stand für die Beiden heute leichtes Training und viel am langen Zügel.
    Wir ritten viel mit großen Bögen und ließen die Pferde dem Schenkel weichen, damit sie schön locker wurden. Lektionen sollte es heute nicht geben, aber den ein oder anderen einfachen Galoppwechsel ließ ich mir nicht nehmen. Durch den Übergang von Galopp zu Schritt und wieder Galopp musste Romerico mitdenken und sich konzentrieren, was ihm mit zunehmenden Frühlingsgefühlen schwer viel. Nate und Räuberfürst arbeiteten auch viel am Schenkelweichen, denn der Trakehnerhengst sollte dieses Jahr in die Klasse S aufsteigen und musste die Basics daher perfekt beherrschen.
    Wechsel vom Arbeits- ins Mitteltempo waren Standard in unserem Training, genau wie kurze Reprisen Rückwärtsrichten.
    Romerico und ich blieben bei Turnieren der unteren Klasse. Würde er es dieses Jahr ohne Zwischenfälle durch ein A schaffen, wäre ich zufrieden. Der schwarze Teufel hielt weiterhin nichts von zu viel Druck und so schafften wir es kaum durch den Parcours. Zumindest auf Turnieren.
    Im Winter waren wir viel außer Haus mit ihm und er war tatsächlich deutlich entspannter als die letzte Saison. Allerdings sollte man sich bei diesem Hengst nie zu sicher sein, da er immer für eine Überraschung bereit war.
    Das Training für heute endete nach knackigen 30 Minuten, mehr mussten die Beiden nicht Arbeiten um sich ihre Koppelzeit zu verdienen.

    Dressur A-L
    Kandaren, Kandaren, Kandaren. Jeden Abend hatte ich mich zwei bis drei Stunden hingesetzt, nur damit meine Hengste Rockford, Räuberfürst, Romerico und Real Steel für die nächste Saison eine tolle Kandare in der Dressur tragen konnten. Bis auf Rockford brauchten alle etwas Zeit um sich daran zu gewöhnen. Der Buckskin Hengst trug in der Working sowieso meist ein Stangengebiss und auch mit einer portugiesischen Kandare hatten wir ein paar Testritte hinter uns.
    In der L Dressur gab es zwar noch genügend Prüfungen auf Trense, aber da der Schritt in die M auch bald folgen würde, mussten wir auch auf Kandare üben.
    Zurzeit waren die vier Pferde alle blendend drauf. Die Verkleinerung der Volten auf 8 Meter war kein Problem und auch eine stärkere Versammlung war ein Kinderspiel für die Hengste. Beim Außengalopp hatten wir bei Romerico einige Stolpersteine, da er etwas brauchte, bis er die Hilfe richtig verstand und nicht sofort wieder in den Handgalopp umsprang.
    Räuberfürst und Real Steel hatten damit keine Probleme, da sie durch ihr Springtraining schon viel Arbeit am Galopp genossen hatten.
    Und nachdem ich nun auch endlich die Kandaren perfekt angepasst hatte, konnten die Hengste auf den Turnierplätzen nur noch gut abschneiden.

    Springen A-L
    Diese Woche sollte es wieder plötzlich recht warm werden, weshalb ich vor allem die frühen Morgenstunden und die späten Abendstunden zum Training nutze. Die Zeit dazwischen durften die Pferde auf den Koppeln verbringen.
    Auf dem Platz war ein Parcours auf L-Höhe aufgebaut. Da bedeutete acht Hindernisse mit zwei zweifachen Kombinationen und einer dreifachen Kombinationen. Unser Wassergraben war knappe drei Meter breit. Aufgebaut war alles mit einer Höhe von 1,15 m.
    Bei unserem heutigen Training waren Räuberfürst und Show me Heaven dabei. Räuber war zuerst an der Reihe und machte unglaublich toll mit. Für ihn war es ein einfacheres Training und ich arbeitete vermehrt daran ihn auch in engeren Kurven problemlos über den Sprung zu bekommen. Heaven fiel das Ganze deutlich schwerer, da sie noch nicht so routiniert war und bis auf ein paar Reitpferdeprüfungen eher seltener einen ganzen Parcours sprang. Bei ihr würde es noch einiges mehr an Zeit erfordern, bis sie so flüssig wie Räuber durchkam.
    Unser Training beendete ich mit einer Abkühlung im hofeigenen Weiher.

    Dressur L-M
    Wenn ich könnte, würde ich ausschließlich M-Dressuren reiten. Fliegende Galoppwechsel, Schrittpirouetten und Traversalen gehörten einfach zu meinen Lieblingslektionen. Ein Glück hatte ich momentan sehr viele Pferde, die auf diesem Niveau liefen und zwei weitere die ich gerade turnierfit machte. Räuberfürst und Long Island Icetea könnten unterschiedlicher nicht sein, doch genau diese Zwei sollten nächstes Wochenende in der M die Schleifen heimbringen.
    Räuberfürst war zwar schon eine Weile so weit ausgebildet, allerdings hatte der Vorbesitzer auf Schneller-Höher-Weiter gesetzt und so konnte der Hengst zwar jede Lektion ausführen, allerdings mit weggedrücktem Rücken und ohne Schub von hinten.
    Wir hatten lange Grundlagenarbeit auf dem Stundenplan, vor allem auch, damit sich Räuber nicht dauernd hinter das Gebiss verkriecht. Auf Kandare zeigte er dies deutlicher, doch mittlerweile nahm er das Gebiss gut an.
    Eistee hingegen ging ihren Weg von Anfang an korrekt, zeigte als Reitpony aber natürlich nicht ganz so aufregende Bewegungen als ein Warmblut. Trotzdem hatte die Stute sich schon das ein oder andere Mal an die Spitze schlagen können.
    Ich war immer wieder stolz, wenn mein 147 cm Pony die Großpferde abhängte.
    Wenn ich könnte, würde ich ausschließlich M-Dressuren reiten. Fliegende Galoppwechsel, Schrittpirouetten und Traversalen gehörten einfach zu meinen Lieblingslektionen. Ein Glück hatte ich momentan sehr viele Pferde, die auf diesem Niveau liefen und zwei weitere die ich gerade turnierfit machte. Räuberfürst und Long Island Icetea könnten unterschiedlicher nicht sein, doch genau diese Zwei sollten nächstes Wochenende in der M die Schleifen heimbringen.
    Räuberfürst war zwar schon eine Weile so weit ausgebildet, allerdings hatte der Vorbesitzer auf Schneller-Höher-Weiter gesetzt und so konnte der Hengst zwar jede Lektion ausführen, allerdings mit weggedrücktem Rücken und ohne Schub von hinten.
    Wir hatten lange Grundlagenarbeit auf dem Stundenplan, vor allem auch, damit sich Räuber nicht dauernd hinter das Gebiss verkriecht. Auf Kandare zeigte er dies deutlicher, doch mittlerweile nahm er das Gebiss gut an.
    Eistee hingegen ging ihren Weg von Anfang an korrekt, zeigte als Reitpony aber natürlich nicht ganz so aufregende Bewegungen als ein Warmblut. Trotzdem hatte die Stute sich schon das ein oder andere Mal an die Spitze schlagen können.
    Ich war immer wieder stolz, wenn mein 147 cm Pony die Großpferde abhängte.

    Als sich die Tore der Halle öffneten, führte ich Räuberfürst hinein. Der Trakehnerhengst blieb gelassen und wartete brav in der Grußaufstellung. Anschließend führte ich den Henst im Schritt und Trab auf beiden Händen vor. Der Galopp wurde im Freilauf gezeigt.
    Als das geschafft war fing ich Räuber ein und stellte ihn erneut zum Grüßen auf.
    Zuletzt ging es zum Freispringen.

    [374 Zeichen mit Leerzeichen; lettercount.com]

    [​IMG]
     
    Rhapsody und Bracelet gefällt das.
  3. Cascar

    Cascar Bekanntes Mitglied

    Cascar Winterscape
    WORGAIT

    full.png

    Steckbrief (4 Abstammung, 3 Schleifen)
    Stallinterne Informationen
    _________________________________

    Zuchtname des Pferdes: Worgait
    Rufname(n):
    Besitzer: Cascar Winterscape
    Reitweise: Rennen, Englisch
    Vorbesitzer:
    Vorkaufsrecht: Canyon

    Tierarzt: Eddi Caen
    Hufschmied:
    Ausbilder: Cascar Winterscape,
    Ruby Cearns
    Reitbeteiligung:

    Stall: Oststall
    Weide: nordöstlich des Stalls
    mit beheiztem Unterstand
    Einstreu: Stroh
    Futter: Heu, Saftfutter;
    Kraftfutter 2x täglich
    Anmerkungen: Achtung - aggressiv!

    Portrait:


    Abstammung
    _________________________________


    Von: Alazar
    Kir Sakar x Azalija

    Aus der: Sonja
    Glint of Gold x Soulfly

    Zur Zucht zugelassen:

    Züchter: unb.
    Eingetragene Zucht:
    Akhal Teke Breeding Association (ATBA)
    / Winterscape Stables
    Gencode: n.g
    Vererbung: n. g.
    Nachkommen:


    Exterieur
    _________________________________

    Geschlecht: Hengst (männlich)
    Geburtsdatum: 13.06.2009
    Rasse: Achal Tekkiner
    Herkunft: Turkmenistan

    Stockmaß/Endmaß: 163 cm
    Art: Pferd
    Typ: Vollblut

    Fellfarbe: Buckskin
    Langhaar: schwarz
    Abzeichen: Unregelmäßige Blesse, v. r. Socke
    Sonstige Erkennungsmerkmale: markante Körperhaltung


    Interieur
    _________________________________


    freundlich ◆◆◆ bösartig

    introvertiert ◆ extrovertiert

    intelligent ◆◆◆ unintelligent

    selbstbewusst ◆◆ unsicher

    sozial ◆◆◆◆ unsozial

    nervös ◆◆ beständig

    ausgeglichen ◆◆ unausgeglichen

    temperamentvoll ◆◆◆◆ ruhig

    aufmerksam ◆◆◆◆ unaufmerksam

    streitlustig ◆◆◆◆ friedlich

    naiv ◆◆ dominant

    loyal ◆◆◆ untreu

    arbeitsfreudig ◆◆◆◆ faul

    geduldig ◆◆ ungeduldig


    Charakterbeschreibung: Worgait ist vom Chrakter her ein unzugängliches Pferd, das die
    Ohren anlegt, sobals sich der Mensch auf mehr als drei Meter nähert. So zeigt er sich stets
    recht unsozial und bösartig, auch im Umgang mit Artgenossen.
    Schwierig ist es, Worgaits Vertrauen zu erlangen - noch schwieriger ist es, sein Vertrauen zu
    behalten. Trotzdem schlummert in dem sandfarbenen Hengst ein unheimliches Temperament
    und Potential, das in Form des Distanzreitens und des Galopprennens zum Ausdruck gebracht
    werden kann - auf der Bahn ist Worgait schlicht legendär.

    Geschichte: Worgait, einst über einen Fernvertrag von Russland nach
    Neuseeland verkauft, ist wohl ein Pferd wie kein anderes. Schon als man in
    seinem Heimatgestüt in Turkmenistan erkannte, dass das Fohlen ein
    ausgezeichnetes Rennpferd sein würde, trennte man ihn frühstmöglich von
    seiner Mutter und trainierte ihn. Mit knapp zwei Jahren lief Worgait sein
    erstes Rennen - und unsägliche Trainingsmethoden brachen den Hengst in
    frühen Jahren. Nachdem die daraus resultierenden Charakterzüge des Pferdes
    sichtbar wurden, sollte er den Besitzer unzählige Male wechseln, wurde
    immer unsicherer, verschlossener und unzugänglicher und landete schließlich
    in Neuseeland, in den WCS. Auch dort wurden Trainer und Pfleger vor eine
    mächtige Heruasforderung gestellt, aber auch vor ein respekteinflößendes,
    eindrucksvolles Tier, dass seinen Bedürfnissen notfalls gewaltsam Luft macht.
    Nach einem einzigen Weiterverkauf nach Norwegen ist der Hengst nun wieder
    Zuhause und wird langsam und vorsichtig sozialisiert.



    Qualifizierungen & Erfolge
    _________________________________


    Eignung: Rennen, Distanz

    Springen: E A L M
    Military: E A L
    Western: LK5 LK4 LK3
    Distanz: E A L M S S* S** S***

    Galopprennen: E A L M S S* S** S***
    Fahren:

    Dressur: E A L
    Gangreiten:
    Wendigkeit: E A L M S

    Turnierbedingter Aufstieg | Trainingsaufstieg | Potential


    Auszeichnungen:

    [​IMG][​IMG][​IMG]

    2. Platz; 267. Dressurturnier | 3. Platz; 408. Galopprennen
    1. Platz; 436. Galopprennen



    Ausbildungsstand
    _________________________________


    Fohlen ABC:
    Longiert:
    Eingeritten:
    Eingefahren: ✘

    Beurteilung: Drohend und aggressiv im Umgang;
    stellt Bezugsperson fortlaufend infrage

    Gelassenheitstraining:
    Hindernisgewöhnung:
    Hängergewöhnung:
    Startboxgewöhnung:

    Roundpen: energievoll, buckelnd
    Reitplatz/Reithalle: geht gerne einfach mal los,
    wenn es ihm zu langweilig wird; unnachgiebig, hart
    Gelände: kaum zu halten, nicht herdengebunden


    Gesundheitszustand
    _________________________________

    Gechippt:
    Geimpft:
    Bekannte Krankheiten:
    Anmerkungen: keine Auffälligkeiten

    Hufzustand: gut
    Prüfstand: verfallen
    Beschlag vorn:
    Beschlag hinten:
    Anmerkungen: einigermaßen schmiedtauglich,
    nicht beschlagen

    Trainingsberichte (5)
    Stufenerhöhung Distanz (E/A) (Canyon)
    [30.09.2016]
    Während einige unserer Vollblüter das Galopptraining bestritten, wurden die anderen weiterhin in der Distanz gefördert, wo sie auch später erfolgreich werden sollten.
    Wieder einmal hatten wir vier Pferde zum trainieren und da sich Teo um den kleinen Bart kümmerte, hatte auch Charly Zeit für etwas Training.
    "So kann das nicht weitergehen", meinte sie, als sie die neue Stute Himmawallajugaga aus ihrer Box holte. "Wir haben viel zu viele Pferde, die trainiert werden müssen, das schaffen wir einfach zu viert nicht. Bis nächsten Monat habe ich noch jemanden gefunden, länger halte ich das nicht durch!"
    Ich konnte Charly da vollkommen verstehen, denn Petyr und ich hatten jedenfalls eine ruhige Nacht zum Entspannen, welche Charly und Nico meist damit verbrachten, ihren Sohn zu umsorgen. Ich könnte mir so etwas anstrengendes nie vorstellen.
    Petyr holte die schwarze April Rain aus ihrer Box, während ich Devrienterreuth reiten würde. Nico war bereits dabei Worgait auf seinem Paddock zu putzen, wo der schreckhafte Hengst zur Zeit noch lebte.
    Nico hatte ein gutes Händchen für genau solche Pferde, weswegen er den Hengst unbedingt haben wollte. Laut seiner früheren Besitzerin war Worgait vor einiger Zeit noch unberührbar gewesen und hatte sich seitdem um Meilen verbessert.
    Reiten ließ sich der Hengst bis jetzt auch nur im Gelände und außerdem gebisslos, er hasste Gebisse und das konnte ich gut verstehen!
    Nachdem alle Pferde geputzt und gesattelt waren, trafen wir uns vor dem Stallgebäude, stiegen auf und begannen unser Distanztraining.
    Bereits in den letzten Tagen hatten Petyr und ich uns alle Mühe gegeben, die Pferde darauf vorzubereiten und hatten das Training auf dem Platz und an der Longe versucht so abwechslungsreich wie nur möglich zu gestalten.
    Den heutigen Trainingsschritt schafften wir allerdings nicht alleine, sodass Charly und Nico uns beiden mal wieder aushelfen mussten.
    Für drei der vier Pferde war es das erste Mal, dass sie einen Distanzritt gehen mussten. Das war zwar auf der einen Seite einfacher, aber die Pferde waren auch um einiges unerfahrener.
    Nachdem wir alle im Sattel saßen, ging es auch schon los, allerdings im langsamen Schritt, damit sich die Pferde erwärmen und einlaufen konnten. Bei sonnigen 18 Grad und nur wenigen Wolken am Himmel, war es genau die richtige Zeit für einen anstrengenden Ritt durch die Wildnis Norwegens und auch wenn wir alle ein GPS-Gerät dabei hatten, so konnte es schon mal vorkommen, dass wir vom Weg abkamen. Das machte das ganze zwar spannender, aber auch gefährlicher.
    Als alle vier Pferde erwärmt waren, trabten wir im leichten Sitz an und los ging es, hinaus in die wunderschöne Landschaft Norwegens.
    Wäre ich nicht vor einigen Tagen an den Cliffs Of Moher in Irland gewesen, so hätte ich geglaubt, dass kein Ort der Welt die tolle Landschaft von Norwegen toppen konnte.
    Ich war mittlerweile schon oft genug auf einem richtigen Distanzturnier gewesen und wusste, dass unser Training im Gegenteil zu so einem Turnier noch recht leicht und aushaltbar war.
    Worgait und Nico ritten natürlich an der Spitze. Das passte nicht nur zum Charakter zum Pferd, sondern auch perfekt zu Reiter. Nico gab gerne an und vor allen anderen reiten, das konnte er auch zu Genüge. Gleich dahinter kam die flinke Himmawallajugaga mit Charly, welche mit ihren langen Beinen und ihrer seltenen Farbe wohl die Blicke als erstes auf sich ziehen würde. Leider gab es hier in dieser halben Wildnis noch nicht mal einen Spaziergänger, der sich so weit in den Wald vorwagte, um die Stute sehen zu können.
    Devri kannte ich noch nicht allzu lange, jedoch hatte ich mich jetzt schon in sie verliebt. Sie war eine der seltenen Pferde, welche man stets von der Gruppe trennen konnte, ohne, dass sie unruhig wurde. Sie liebte es sogar, einfach mal Zeit für sich zu haben und das es mir des Öfteren genau so ging, fühlte ich mit ihr.
    Auch wenn April bereits auf L in der Distanz ging, bildete sie das Schlusslicht. Sie gab sich stets mit allem zufrieden und hatte nicht das Bedrängnis, vorne mirzumischen. Petyr schien das gar nicht witzig zu finden. Anscheinend wollte er unbedingt beweisen, dass April Rain besser war, jedoch zeigte seine Stute nicht das Interesse daran, dies auch zu wollen.
    Das Wetter in Norwegen war in den letzten Tagen immer kälter geworden und auch die Regengüsse hatten zugenommen. Der erste Schnee würde wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen.
    Um so mehr Vorsicht war auf den rutschigen Wegen geboten, sodass wir die Pferde unnatürlich oft durchparierten und Tempo rausnehmen mussten. Auch an unseren typischen Galoppstellen war der Boden so durchnässt, dass wir sie nur in einem langsamen Trab durchreiten konnten.
    Worgait hatte mehr erwartet und auch wenn Nico sein Bestes gab den Hengst zurückzuhalten, tänzelte dieser aufgeregt und schien nicht zu verstehen, dass das Wetter nicht zuließ, dass wir das Tempo verschnellerten.
    Unsere kleine Gruppe löste sich irgendwann auf, als Petyr mit April Rain einen anderen Weg reiten musste, um die benötigte Kilometeranzahl für eine Aufstufung zu schaffen und Nico sich dazu entschied, mit Worgait von den Stuten wegzureiten, um diesen vielleicht etwas beruhigen zu können.
    Also blieben nur noch Charly mit Himmel und ich mit Devri zurück, was jedoch eine der besten Mischungen war. Die Stuten kannten sich bereits sehr lange und hatten schon viele Ausritte miteinander bestritten, sodass sie ungefähr das gleiche Tempo hatten und gut zusammen laufen konnten.
    Die Fünfzehn Kilometer dauerten länger als sonst, auf Grund des langsamen Tempos, doch irgendwann kamen Charly und ich wieder auf der Tyrifjord Ranch an, wo wir unsere beiden Pferde so schnell wie möglich absattelten und in warme Decken hüllten. Auch Worgait und Nico hatten den Weg wieder zurück gefunden und waren sogar einige Minuten vor uns im Ziel gewesen.
    Petyr würde noch einige Zeit brauchen, immerhin musste er 30 Kilometer mehr reiten als wir.
    Meine Devrienterreuth verfrachtete ich erst einmal in die warme Box, wo sich die Stute hungrig und durstig aufs Futter und Wasser stürzte. Ich war gespannt, ob die Tekken, welche eigentlich nur die südliche Wärme gewöhnt waren, es hier oben im Norden über den Winter aushalten würden.
    Nachdem die Pferde versorgt waren, erlöste Charly Teo von Bart und Nico und ich erledigten die Stallarbeit, während wir gespannt auf die Ankunft von Petyr warteten.
    Etwa 1 ½ Stunden später, mittlerweile war der Stall bis auf den letzten Krümel gefegt, ritt Petyr mit der schwarzen April auf den Hof. Beide waren von unten bis oben nass und ich fragte mich, ob das der ihr eigener Schweiß, oder dem Regen zu verdanken war.
    Auch April wurde umgehend versorgt, immerhin hatte nun auch sie das Distanztraining erfolgreich bestanden und konnte wie alle anderen eine Stufe höher laufen.

    Stufenerhöhung Distanz (A/L) (Canyon)
    [28.01.2017]
    Ich konnte es selbst kaum begreifen, was diesen Monat alles auf uns zukommen sollte. Wir hatten das Training über den Winter weitestgehend eingestellt, jedoch war der Winter verhältnismäßig recht mild, sodass Charly angeordnet hatte, diesen uns zu nutze zu machen. Ich merkte das viele Reiten jetzt schon in den Knochen. Zum Glück half mir Charly dabei einen guten Plan aufzustellen, an welchen ich mich halten konnte. Vormittags war also meist die Bodenarbeit an der Reihe, weswegen wir dann den Nachmittag für das individuelle Training freihatten. Für zwei Wochen hatte Charly die Rennbahn in Sylling jeden Tag für zwei Stunden gemietet und sie verlangte von uns, dass wir diese auch nutzen sollten. Da Petyr in der ersten Januarwoche noch beruflich unterwegs war, begann ich mit Vuyo zwei unserer jungen Vollbluthengste zu trainieren. Vuyo war früher einige Zeit Jockey gewesen und würde mich so sehr gut bei der Ausbildung der beiden unterstützen. Osgiliath war ein hübscher und ziemlich sportlicher Hengst und da er erst seit zwei Monaten zum Gestüt gehörte, drückte ich ihn Vuyo in die Hände. Mir blieb dann wohl nur noch unser Cotsworlds Eik, dessen Name ich ziemlich scheußlich fand, seinen Charakter jedoch vergötterte. Unser Eiki war eines der schlausten, aber auch gefährlichsten Tiere der Tyrifjord Ranch, kannte man ihn jedoch erstmal richtig, ging es gar nicht anders, als sich in ihn zu verlieben.
    Das Training fand jeden Nachmittag auf der großen Rennbahn statt. Nachdem wir die ersten Tagen vor allem damit verbracht hatten die beiden and die Startbox zu gewöhnen, ging es in den letzten Tagen vor allem dann um die Geschwindigkeit und dafür erhöhten wir die zurennende Strecke jeden Tag um einige Meter. Da Eik noch einige Gleichgewichtsprobleme während des Starts hatte, arbeitete ich mit ihm vor allem daran. Vuyo absolvierte ein umfangreiches Schrecktraining mit Osgiliath, da der junge Hengst ungewohnte Geräusche gar nicht mochte. Am Ende der Wochen hatten wir den ersten Schritt gewagt und aus den beiden unerfahrenen Hengsten junge Rennpferde gemacht.
    In der zweiten Woche ging es dann mit den nächsten Pferden weiter und zum Glück war auch Petyr von seiner Reise zurückgekehrt, da Vuyo und ich dringend seine Unterstützung brauchten. Diesmal waren es drei Pferde, welche trainiert werden sollten und dazu kam noch, dass alle drei bereits auf A liefen. Zum Glück fiel dadurch das Startboxtraining aus und wir konnten uns die ganze Woche auf die Rennbahn konzentrieren. Petyr teilte ich Alysheba zu, welcher bereits recht jung sein erstes Training bekommen hatte und außerdem noch aus einer bekannten Zucht stammte. Charly und Nico hatten bei seinem Kauf große Hoffnungen in ihn gesetzt und bis jetzt waren sie auch nicht enttäuscht wurden. Vuyo würde sich der verrückten Teufelstanz annehmen, welche ihm letzten Jahr einen riesigen Schritt nach vorne gewagt hatte. Für mich blieb dann nur noch des Teufels Schwester und das war natürlich niemand anderes als Grenzfee. Beide Stuten würden wohl nie mehr eine Karriere auf der Rennbahn hinlegen, nachdem sie bereits in jungem Alter kaputt gespielt worden waren, jedoch wollte Charly trotzdem, dass die beiden ihre Angst überwanden. Außerdem brauchten sie Bewegung und in diesem Punkt stimmte ich Charly zu.Auch mit den drei Pferden versuchten wir zu dritt das Training so abwechslungsreich und leerreich wie nur möglich zu gestalten und tatsächlich schien diese Taktik auch zu funktionieren. Bereits nach den ersten Tagen waren vor allem Fee und Teufel viel gelassener geworden und auch Sheba, welcher Stute nicht allzu sehr mochte, hatte sich daran gewöhnt mit den beiden auf der Rennbahn zu stehen. Am Wochenende nahmen wir mit allen drei Pferden an einem Turnier teil und auch wenn es bei uns eher die hinteren Plätze wurden, waren wir trotzdem stolz auf den Fortschritt unserer Vollblüter.
    Zwei Wochen waren bereits geschafft und auch wenn mir das Training viel Freude bereitete, sehnte ich mich nach einer Erholungspause. Zum Glück stand als nächstes ein Distanztraining mit drei Tekken an. Vuyo würde wie immer Raja reiten, während mein Trainingspartner Worgait war. Ich hatte keine Ahnung, was sich Nico dabei gedacht hatte, als er den fast nicht zu reitenden Worgait aufs Gestüt geholt hatte, aber ich konnte Nicos Taten meist sowieso nicht nachvollziehen.
    Für Petyr blieb dann nur noch die hübsche Himmawallajugaga und so waren alle recht zufrieden mit ihren Trainingspartnern. Die drei Tekken liefen in der Distanz bereits auf A, sodass unser Ziel war, dass alle drei die 45 Kilometer für die L-Distanz schaffen würden. Tag für Tag ging es also hinaus ins matschige Gelände und es war ein Wunder, dass es nicht bereits am ersten Tag Verletzungen gab. Jedoch lag der Vorteil darin, dass sich die Pferde so viel schneller an gefährliches Gelände gewöhnten und das war bei einem Distanzritt natürlich sehr brauchbar. Den ersten Tag begannen wir mit 35 Kilometern, also in etwa der Strecke eines E-Ritts. Die geplante Strecke für die nächsten Tagen wurde dann jedoch immer länger und auch das Tempo erhöhten wir Schritt für Schritt. An den Vormittagen boten wir den Pferden in der Bodenarbeit einen Ausgleich und während ich die Halle für mich und Worgait beanspruchte, nutzen Vuyo und Petyr mit Raja und Walla den Außenplatz. Irgendeinen Vorteil musste das wilde Pferd ja haben, welches Nico angeschleppt hatte.
    Am Ende der Woche war ich ziemlich geschafft, allerdings hatten wir unser Ziel erreicht und alle drei Pferden liefen am letzten Tag des Trainings erfolgreich mit guten Pulswerten die 45 Kilometerstrecke durch den norwegischen Wald.
    Als letztes Training für diesen Monat, und das erste Mal in meinem Leben war ich froh darüber, dass das Training in der Halle stattfand, war das Dressurtraining. Leider, ich bedauerte dies sehr, hatte Vuyo andere wichtige Termine, sodass Nico seinen Part übernahm. Hinzu kam noch, dass zwei der Stuten ihm gehörten und er natürlich jeden der auch nur in die Nähe der beiden kam genauestens beobachtete. Ich schaffte es mich aus der ganzen Angelegenheit herauszureden, indem ich mein eigenes Pferd trainieren würde. Ich liebte Óslogi und obwohl er bis jetzt noch nie unter dem Dressursattel gegangen war, wollte ich ihn so vielseitig wie nur möglich ausbilden.
    Petyr würde Shari reiten, welche bereits letzten Monat unendlich viel Talent in der Dressur gezeigt hatte und Nico würde sich mit seinem neuen Liebling Colore Splash beschäftigen.
    Für mich und Nico standen also die Lektionen aus der A-Dressur an, ich versuchte jedoch ihm nicht allzu oft über den Weg zu laufen, denn auf sein ständiges Kommandieren hatte ich keine Lust. Wir beide übten nu also Schritt - Galopp Übergänge, Viereck Verkleinerung und natürlich dann gleich auch die Vergrößerung, das Überstreichen im Galopp und zum Schluss dann auch die Kehrtwende auf der Vorhand. Nico beobachtete mein Training mit viel Genugtuung, denn ich wusste genau, dass mein Hengst nicht das gleiche Talent besaß wie seine Stute. Logi brauchte bei den meisten Lektionen etwas Länger, dafür absolvierte ich das Training nicht nur in der Halle, sondern auch im Gelände oder auf der Weide. Hier merkte ich, dass Logis Elan um einiges anstieg und auch meiner war leicht erhöht, was vielleicht auch daran lag, dass ich nicht ständig Nico über den Weg lief.
    Petyr kämpfte währenddessen mit Shari. Er war nicht der geduldigste und die Stute schien dies auch nicht gerade zu sein. Immer wieder verweigerte den Außengalopp oder die Hinterhandwendung, wenn sie sich jedoch dazu überreden ließ, dann klappte es zu meist sofort perfekt. Das Überstreichen im Trab oder den einfachen Galoppwechsel erlernte sie mit links und so erschien Petyr immer öfter mit einem selbstgefälligen Strahlen auf den Lippen nach einem gelungenen Training im Stall.
    Alle drei Pferde schafften den Aufstieg bis zum Ende der Woche. Shari zeigte die wenigste Veränderung, da sie vieles bereits konnte, Logi hatte keine Lust mehr auf den Dressursattel und Splash trug ihren Kopf noch ein Stückchen höher als sonst.
    Aber am meisten war ich auf mich, und natürlich auch auf meine Helfer stolz. Wir hatten das unmögliche geschafft und jedes Pferd erfolgreich trainiert. Am Ende des Monats gönnte ich mir also ein freies Wochenende, bei welchem ich die geniale Natur Norwegens vom Rücken der Pferde aus erkundete, denn das hatte ich mir verdient!

    Stufenerhöhung Rennen (E/A)
    [09.05.2018]
    Himmawallajugaga ist jetzt seit knapp einem Monat wieder auf der Rennbahn unterwegs - gleich bei ihrem ersten Rennen hat sie überraschend gesiegt. Anders als Worgait ist sie aber auch noch in anderen Bereichen des Reitens aktiv wie kleinen Springturnieren oder Distanzritten. Kurzum - Himmis vordergründiger Sport ist nicht der eines Rennpferdes, deswegen schreitet ihr Training diesbezüglich sehr langsam und sacht voran. Worgait hingegen hat eine andere Geschichte, weswegen er heute zum ersten Mal richtig auf der Bahn trainiert wird: Erst seit letztem Sommer ist der Hengst wirklich händelbar. Mit dem Rennen - das haben wir gemerkt - wird der Liebe auch ausgelasteter und damit generell ein bisschen ruhiger. Das bekomme ich schon zu spüren, als ich den Buckskin aus seiner Offenstallbox hole und außen an seiner Box anbinde. Er lässt sich recht still putzen, entlastet zwar nicht und legt warnend die Ohren an, als ich an seinen Bauch komme und ihm den Rücken zukehre, um die Hufe auszukratzen, aber das ist im Vergleich zum Anfang eine wirklich tolerante Reaktion. Der Hengst bekommt anschließend eine Stalldecke umgelegt und wird dann von mir auf den Hof geführt, wo der Pferdehänger bereitsteht. Worgait mag viele Macken haben, aber den Hänger schließen die - Gott sei Dank - nicht mit ein, da rennt er förmlich drauf und ich muss aufpassen, nicht unter die Hufe des Pferdes zu geraten. Wenig später ist es Cedric, der Himmawallajugaga - ebenfalls mit einer Stalldecke - zum Anhänger bringt. Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen angespannt, denn Worgait und Himmi kennen sich nur vom Sehen. Wir haben auch extra die hohe Zwischenwand eingebaut, damit eventuelle gewollte Zahnkontakte vermieden werden. Tatsächlich gibt es ein gan schönes Geruckel im Innenraum, als Himmi in ihren Anteil tritt. Ein paar Hufe landen an der Zwischenwand, die Stute macht ein paar merkwürdige Geräusche, aber schließlich atme ich auf und wir können endlich losfahren.
    Ich sitze im Auto neben meinem Dad, der fährt, und Cedric, der die ganze Fahrt am Handy sitzt und eigentlich nur mit ist, um die Pferde warmzuführen und zu satteln. So wie ich. Auch für das Training bin ich nämlich als Jockey nun endgültig zu schwer und zu groß. Heute lernen wir deshalb unsere neuen Leute diesbezüglich kennen. Nach Rubys Unfall sind sie und Diego nämlich erstmal nach Hause, auf den australischen Kontinent, zurückgekehrt und das auf nicht absehbare Zeit. Ich persönlich habe dafür vollstes Verständnis, Alois auch, das weiß ich, aber er ist dann eben auch schnell gereizt, weil gute Leute für den Job zu finden nicht leicht ist.
    Auf dem Rennbahngelände wartet erstmal eine Gute und das ist Maria. Sobald die Autotür offen steht, begrüße ich sie stürmisch - Maria Wernske ist unsere Trainerin, war aber auch einige Zeit auf Reisen, um in einem Auslandsaufenthalt in England ihre Arbeit mit den Vollblütern zu perfektionieren. Das ist also heute praktisch unser großes Wiedersehen. Zum Erzählen kommt sie aber gar nicht, denn nach einem kurzen Handschlag mit Alois und Cedric müssen wir die Pferde vom Hänger holen und direkt in den offenen Holzboxen anbinden und satteln. Während ich mir Worgait vornehme und Cedric sich Himmi, besprechen Maria und Alois das geplante Training. Maria ist es auch, die beide Pferde noch einmal durch Vorführen auf Lahmheit und den gesundheitlichen Allgemeinzustand überprüft. Kurz bevor wir dann zum Warmführen aufbrechen, erscheinen unabhängig voneinander zwei neue Gestalten im Rondel. Der Eine kommt vom Parkplatz, ist augenscheinlich mit dem Auto angereist, männlich und Brillenträger. Er mag Mitte zwanzig sein, reicht mir aber nur bis zur Schulter und hat dunkles Haar. Der Andere erreicht das Gelände mit dem Fahrrad und stellt es hastig ab. "Er" ist auch ein Mann, vielleicht dreißig, aber das ist schwer zu schätzen, weil er von der Haut her definitiv afrikanische Wurzeln besitzt und außerdem eine Glatze hat. Unattraktiv macht ihn das nicht, im Gegenteil. Er ist aber auch ein Stückchen größer als Ersterer und damit ja prädestiniert für den Hengst.
    "Hallo", begrüßt uns der kleinere Mann freundlich und mit strahlendem Lächeln. Von Nahem sieht man auch einen nicht ungepflegt wirkenden Dreitagebart. "Ich bin Ken Williams." – "Freut mich, Alois Winterscape.", erwidert mein Dad und auch Cedric und ich grüßen und stellen uns vor. Kurz darauf erreicht uns der Zweite: "Tag. Martin Craft. Aber ihr kennt mich Blacki nennen.", sagt er mit einem schelmischen Lächeln. Mir ist er gleich noch sympathischer als Ken. Während mein Dad noch überlegt, wie er den beiden Neuen so gegenübertreten soll, machen sich Cedric und ich daran, Worgait und Himmi warmzuführen. Die Pferde spüren die Nähe der Bahn und sind entsprechend schnell hitzig und aufgeregt. Nachdem sich Ken und Martin umgezogen haben, ist es für Beide nicht einfach, in den Sattel zu kommen. Wie ich mir das gedacht hatte bekommt der Größere den Hengst, der Kleinere die Stute. "Alles klar?", frage ich Martin und er lacht und bejaht. Man sieht ihn jetzt schon an, dass er Erfahrung mit Rennpferden hat, auch wenn man ihm das vielleicht nicht gleich zutraut.
    Cedric und ich führen die Pferde samt Reiter in die jeweiligen Startboxen und tauchen dann unter der Wand an die Seite der Bahn ab. Maria und Alois haben bereits auf dem "Turm", wie ich es nenne, dem höchsten Punkt der Tribüne, auf dem normalerweise der Kommentator hat und den Überblick über Zeiten und Kameras hat. Von dort ertönt dann auch das Startsignal und sofort öffnen sich die Türen der Startboxen und das Rennen zwischen unseren Tekkinern beginnt. Ich merke schon zu Beginn, aus meiner Perspektive von schräg hinten, dass Ken Mühe hat, Himmi zu halten. Martin scheint da souveräner. Für die erste Kurve lenkt er den Buckskin hinter Himmi, worauf der zwar die Ohren anliegt, Martin ihm aber keine Gelegenheit lässt, auszubrechen oder andere Spirenzchen zu machen. Die lange Seite vergeht dann wortwörtlich wie im Flug und in der letzten Kurve wendet sich das Blatt: Worgait holt mit drei kräftigen Sprüngen ein Stück auf und auf der Zielgeraden kann ich kaum an mich halten, weil es so spannend ist. Während sich Ken unheimlich flach und klein auf dem Pferderücken macht und den Hals der Stute aktiv in die Bewegung drückt, während die Zügel lang sind, holt Martin ein paar Mal - eigentlich zu oft - mit der Gerte aus und schlägt in die Luft. Trotzdem rennt der Hengst unter ihnen wie von der Tarantel gestochen und kommt schließlich einen knappe Meter vor Himmi und Ken ins Ziel. Wahnsinn.
    Ich zögere nicht lange und gehe auf das Pferd zu, das gewonnen hat. Martin bremst ihn bereits zum Schritt. Er atmet so schwer wie das Pferd, letzteres schwitzt außerordentlich. Ich kann aus der Ferne erkennen, dass das auch bei Himmi der Fall ist. Worgait ist ganz platt, so ruhig hat er sich schon lange nicht mehr führen lassen. In dem Rondell zum Absatteln treffen wir Maria und Alois. Während Erstere mit Cedric und mir die Pferde abspritzt, redet Dad mit den beiden Reitern. Ich erfahre danach von ihm, dass die Pferde die Zeiten bravourös gemeistert haben, er aber Martin klipp und klar gesagt habe, dass Peitschenhiebe definitiv nur anzudeuten seien und das auch nur genau zwei Mal, wie es vorgeschrieben ist. Gerade bei einem Pferd wie Worgait sei es wichtig, dem Pferd gegenüber fair zu sein. Ich stimme ihm da zu.
    Von Martin und Ken verabschieden wir uns an der Rennbahn und fahren dann, mit den geduschten und dann trocken geführten Pferden wieder nach Hause. Was ich von den Jockeys halte, muss ich noch überlegen, aber unsere Pferde haben mich heute definitiv von sich überzeugt.

    Stufenerhöhung Rennen (A/L)
    [03.04.2019]
    Nach Ashintas erstem Rennen habe ich beschlossen, sie mit einem neuen Trainingspartner bekannt zu machen. Einem, der ihr in Geschwindigkeit und Ausdauer ebenbürtig ist.
    Worgait begrüßt mich mit halbangelegten Ohren, spitzt sie aber aufmerksam, als ich leise auf ihn einzureden beginne. Geputzt und gesattelt ist er schnell, dann geht es auf einen Trainingsritt ins Gelände. Ich habe befunden, dass es dem Buckskin guttut, allein mit dem Reiter unterwegs zu sein und so auf ihn vertrauen zu müssen.
    Der Hengst ist frisch und trabt flott unter mir durch den Wald. Nach etwa 40 Minuten kehren wir zum Hof zurück und ich rufe selbst bei der Rennbahn an, um ein Training für den kommenden Tag festzusetzen.

    An ebenjenem Morgen putzt Diego Ashinta im Hauptstall (draußen regnet es wie so oft in letzter Zeit) und ich nehme mir in seiner Box Worgait vor. Beide Pferde werden mit Stalldecken und Transportgamaschen verladen und sehen sich an dieser Stelle auch zum ersten Mal von nahem. Worgait, der sonst eher aggressiv gegenüber anderen Pferden - auch Stuten - reagiert scheint ganz still und angetan. Ich grinse, als ich mich in den Fahrersitz schwinge. "Sieht so aus, als hätte der alte Griesgram eine Freundin gefunden.", sage ich. "Die schöne und das Biest.", erwidert Diego mit einem leichten Lächeln.
    An der Rennbahn treffen wir Ken. Er hilft uns mit dem Führen, Satteln, Aufsitzen und letztendlich mit der Startbox. Worgait trägt den Schweif leicht erhoben und beginnt sogar einmal, sonst doch so introvertiert, vor Ashinta zu tänzeln. Ich lache und sitze es aus.
    Letztendlich ist es soweit - sobald sich die Tore öffnen, ist alle Liebelei aus Worgait gewichen und er sieht Ashinta als pure Konkurrenz. Die Stute scheint ruhig, unter Diego. Souverän zieht sie auf den ersten 200 Metern nach Innen, während Worgait mit angelegten Ohren beschäftigt ist. Ich sage ihm gegen den Wind, er soll sich zusammenreißen und stelle den inneren Zügel an. Wir bleiben trotzig hinter Ashinta, die etwas weniger ehrgeizig scheint, solange kein Pferd neben oder vor ihr läuft.
    Die neue Distanz - 250 Meter mehr! - macht schließlich beiden Pferden zu schaffen. Als ich zu unseren Rennpartnern am Beginn der Zielgeraden aufschließe, sehe ich wie das Fell in Locken an Ashintas Hals klebt. Danach bleibt mit keine Zeit mehr zum Herumschauen. Ich halte mein Pferd zurück und lasse es ganz langsam auf gleiche Höhe mit Ashinta ziehen. Da springt in der Stute etwas um. Mit jedem Atemzug schnaubt sie und tritt einige Male kräftig gegen den angestellten Zügel, zurück in die Führung. Schließlich lassen wir beide die Zügel lang und drücken die Hälse unserer Pferde aktiv in die Bewegung. Es wird ein Wahnsinnssprint, ich habe noch nie ein Pferd so sehr gespürt wie Worgait in dem Moment. Ashinta tut es dem Hengst augenscheinlich gleich. Letztendlich überquert er dennoch kaum einige Huflängen vor der Stute die Ziellinie.
    Atemlos parieren wir beide durch, Ken erwartet uns mit den Führstricken. Diego lacht. "Was für ein Rennen!", ich stimme zu.
    Wir kontrollieren Puls und Atemfrequenz, um sicher zu sein, dass die Pferde dem neuen Anspruch gerecht werden. Das Ergebnis fällt positiv aus und wir beschließen, beide Pferde weiter an Ausdauer aufzubauen.

    Stufenerhöhung Rennen (L/M)
    [09.12.2020]
    Das Virus hat uns ja alle irgendwie fest im Griff und ich kann es eigentlich nicht mehr hören. Die ganze Rennsaison ist für die Tekkiner des WCS deswegen flachgefallen … zu hoffen bleibt aber, dass sich die Lage bald bessert. Und so trainieren wir unsere jungen Talente fortlaufend und unter möglichst wettkampfnahen Bedingungen. Diego, Maria, Martin, Ken und ich sind also regelmäßig auf der Rennbahn von Auckland mit unseren Schützlingen anzutreffen.
    So auch heute. Das erste Mal mit dabei ist Inferiority. Der schwarze Hengst hat sich in den vergangenen Tagen gut in Neuseeland eingelebt und strotzt nur so vor Energie! Trotz seiner Zierlichkeit und der geringen Körpergröße habe ich alle Mühe, ihn ruhig in den LKW zu führen. Dort warten Himmawallajugaga, Ashinta und auch Worgait bereits.
    Es hat nicht lange gedauert, herauszufinden, dass man Wuschel und Worgait besser nicht vergesellschaftet. Vor einigen Tagen sind sich die Hengste auf dem Hof begegnet und sie waren sich gar nicht grün! Im Gegenteil, der Buckskin schrie, der Rappe trat und es brauchte einige Helfer, um die Pferde heil zu trennen.
    Trotzdem werden die Hengste zusammen trainiert. Auf der Rennbahn kommen solche Situationen schließlich häufiger vor! Mit etwas Glück beflügelt es sogar ein wenig den Ehrgeiz.
    Zu fünft quetschen wir uns also hinter das Steuer des Fahrzeugs und machen uns auf den Weg. Es ist zeitig, kaum neun Uhr, Tau liegt auf der Landschaft. Er glitzert im Sonnenlicht. Insgesamt ist es ein strahlender Tag und es ist nicht einmal zu kalt. Trotzdem beeilen wir uns an der Bahn, die Pferde fertig zu machen. Diego muss Inferiority longieren statt warm zu führen, weil sich der Rappe nicht halten lässt. Ich sortiere indes meine Listen und die Stoppuhr: auf kurze Strecken sind die vier Pferde ähnlich schnell. Himmi ist erst seit kurzem wieder im Training, also vermutlich etwas langsamer. Ashinta und Worgait liefern sich schon länger gute Rennen und Wuschel wird sich schätzungsweise irgendwo dazwischen eingliedern. Ich seufze zufrieden und mache mich auf den langen Fußweg zur Startbox. Dort ziehe ich meine Prellschutzweste an und setze einen Helm auf und warte auf die Reiter.
    Als erstes schließt Ken mit Ashinta zu mir auf. Die Stute schwitzt bereits am Hals brummelt leise vor sich hin, als ich sie in die Box führe. Kurz darauf folgt Martin mit Worgait. In hektischen Schlängellinien nähern sich Diego und Inferiority. Der Hengst macht Anstalten zu steigen, als ich die Zügel ergreife. "Na!", raune ich energisch und ziehe ihn rasch hinter das grüne Gestänge. Fehlen noch Maria und Himmawallajugaga. Alte Hasen, bei denen die Prozedur ohne Zwischenfälle abläuft.
    Kurz darauf öffnen sich die Tore und der Trainingslauf beginnt! Inferiority fällt zu Beginn zurück, sichert sich aber die innere Bahn, um die ein Stückchen weiter vorn Himmi und Ashinta konkurrieren. Worgait führt, als die Pferde in die erste Kurve gehen. Während die Pferde die Gerade passieren, ziehe ich mit dem Traktor die Startboxanlage vom Rasen - praktischerweise ist das Ziel nämlich nach genau einer Runde! Danach hat sich das Feld schon etwas verändert: das Rennen ist dicht, aber nun führt Himmawallajugaga. Das überrascht mich etwas und ändert sich auch, als Ashinta in der Kurven außen an der Stute vorbeizieht. Am Anfang der Zielgeraden sind die vier Pferde gleichauf, aber in sichtlich unterschiedlichen Verfassungen. Während die Stuten bereits einen längeren Zügel genießen, hält Diego Inferiority mühsam zurück. Als sich das Paar Martin und Worgait nähert, legt dieser die Ohren und and bläkt die Zähne. Ich runzle unwillkührlich missbilligend die Stirn - der Buckskin sollte sich lieber auf das Rennen konzentrieren. Inferiority nutzt die Gunst der Stunde und legt einen Zahn zu, an seinem Konkurrenten vorbei. Als die Pferde die 200m-Marke passieren sind alle Zügel lang und Inferiority beginnt zu fliegen. Ihm folgen Worgait und Ashinta, Kopf an Kopf, und Himmi, keine Pferdelänge dahinter.
    Der Rappe ist es auch, der nach dem Überqueren der Ziellinie am längsten braucht, um durchzuparieren und sich zu beruhigen. Ich beglückwünsche die Reiter flüchtig, notiere die Zeiten und befestige vier Stricke an Trensen. Am Ende atme ich erleichtert auf, als alle meine Schützlinge wohlbehalten verladen sind. Zuhause wird es wohl erstmal einiges an Futter und Massagen geben.
    Abgesehen von den Trainingsrennen werden die Rennpferde regelmäßig im Gelände geritten, um ihre Trittsicherheit und Kondition zu schulen. Im Sommer würden wir auch mit ihnen im See schwimmen. Nun gibt es stattdessen einigen Longiereinheiten mehr. Insgesamt lässt sich - wie immer - sagen, dass weniger die Art der Einheiten den Fortschritt bewirkt, als vielmehr die Kontinuität, mit der sie ausgeführt werden. So werden diese vier Pferde in den kommenden Wochen beinahe täglich arbeiten und ordentlich fressen müssen!

    Das ewige Rennpferd


    Worgait legt die Ohren an und schüttelt sich energisch kauend, als ich seinen Bauch bürste. "Alter Griesgram!", schnauze ich ihn leise an, muss aber lächeln, wenn ich daran denke, wie weit wir mit dem Kerl gekommen sind. Vor mehr als sechs Jahren haben wir den Hengst bekommen, mühsam ersteigert, als eines der vielversprechensten Rennpferde seiner Generation. Doch Erfolge blieben lange aus - zu sehr stand Worgait sich selbst im Weg. Heute steht er gut im Futter und im Training, sein Fell glänzt mit seinen Augen um die Wette und obwohl er noch immer kein Anfängerpferd ist, hat er seinen seelischen Heilungsprozess doch definitiv begonnen. Für mich ist es eine Ehre, ihn heute bei der Körung vorstellen zu dürfen.
    Aufgeregt sind wir letztendlich beide, als wir die Reithalle mit ihren vielen Zuschauern betreten. Worgait ist gesattelt, aber seine schlanke Erscheinung verrät, dass er ein Rennpferd ist. Aus diesem Grund grüße ich die Richter auch vom Boden und lasse den Hengst auf beiden Händen frei in der Halle galoppieren. Dann erst steige ich auf und beginne unsere gerittene Kür, die nur aus einigen Bahnfiguren und Gangartenwechseln besteht: Wir präsentieren eine Schlangenlinie mit drei Bögen im Schritt, wechseln dann durch die ganze Bahn und traben nach der nächsten langen Seite an. Ich sitze nicht aus und reite auf den Zirkel, aus dem wir auf die andere Hand wechseln. Schließlich galoppieren wir noch einmal, auf der ganzen Bahn, wobei ich (wohl sichtbar) Mühe habe, den Hengst zu bremsen. Schließlich pariere ich außer Atem durch und wir halten in der Mitte, um die Richter zu verabschieden.
    Ich lobe Worgait und wir verlassen die Halle wieder. Auf dem Gelände empfangen mich Marc und Maria, Worgaits Trainerin. Sie jubelt scherzhaft und ist wohl ähnlich erleichtert darüber, dass alles glatt gegangen ist, wie ich.


    1835 Zeichen / zeichenzähler.de / (c) Cascar


    worgait_race.png

     
    Zuletzt bearbeitet: 9 Dez. 2020
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  4. Sevannie

    Sevannie Great things never came from comfort zones.

    Reyna Huntington (Sevannie) mit
    Burnin' Awake and Lifeless


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    Von Aragorn
    Von Fabiano Aus der Ginger

    Aus der Floony
    Von Joesing Aus der Trischa

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    Rasse
    : Hannoveraner
    Geburtsdatum: 29.04.2011
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 170 cm
    Fellfarbe: Brauner
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: h.l. weiß gestiefelt, h.r. weiß gestiefelt

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    Life ist ein Sportpferd der extravaganten Klasse. Er ist unglaublich ehrgeizig und möchte sowohl unter, neben als auch vor dem Reiter alles perfekt meistern, gerne zeigt er sich von seiner besten Seite. Ebenso ist er auch ziemlich verschmust und steht bei Turnieren, Schönheitswettbewerben oder sonstigen Veranstaltungen gerne im Mittelpunkt - er macht gerne auch mal Faxen um die Aufmerksamkeit zu erlangen - er holt sie sich, irgendwie! Dennoch ist er im Training ein sehr agiles, junges Pferd: er läuft gerne und auch viel, somit wäre er ein super Vielseitigkeitspferd - auch in der Distanz würde er sicherlich strahlen. Lernen tut der junge Hengst auch sehr schnell, somit fast er Neues schnell auf und setzt es auch gerne um. Im Gegensatz zu seinem Vater zeigt er aber auch jetzt schon einige Hengstmanieren und will den Stuten auf der gegenüberliegenden Koppel gerne mal imponieren, jedoch niemals wenn ein Reiter auf ihm ist, dann zeigt er eben nur seine schönsten Gänge. Alles in allem ist er vielleicht kein Anfängerpferd aber ein Pferd mit viel Herz und Verstand, somit ein Pferd für's Leben!

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    Gekört/Gekrönt: Nein

    Vererbung:
    Farbe: unb.
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.

    Nachkommen:
    //

    Besitzer: Sevannie
    VKR/Ersteller: Ivi.Kiwi
    Pferdewert: //

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    Springen
    : S*
    Western: E
    Dressur: M
    Military: S*
    Distanz: E
    Rennen: E
    Fahren: E
    Gangreiten: E

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    2. Platz 523. Springturnier
    3. Platz 560. Dressurturnier
    1. Platz 404. Militaryturnier
    2. Platz 405. Militaryturnier
    1. Platz 420. Militaryturnier
    3. Platz 421. Militaryturnier
    3. Platz 311. Synchronspringturnier
    2. Platz 317. Synchronspringturnier
    3. Platz 429. Militaryturnier
    2. Platz 355. Synchronspringturnier
    3. Platz 454. Militaryturnier
    1. Platz 357. Synchronspringturnier
    3. Platz 607. Dressurturnier
    1. Platz 359. Synchronspringturnier
    3. Platz 609. Springturnier


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    Fohlen ABC ✔
    Eingeritten ✔
    Eingefahren X
    Verladefromm ✔
    Schmiedefromm ✔

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Kommando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x

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    Letzter Tierarztbesuch:
    //
    Letzter Hufschmiedbesuch: //

    - Zum Spind -

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    Namica Dressur A -> L I HGT's Hero of Heaven E -> A I Burnin' Awake and Lifeless E -> A
    Sosox3
    Nathan | “Brooke, ich glaub du musst mal mitkommen, es sind drei Pferde auf dem Gestüt Birkenhof!” “Muss ich das, ja? Wie ist das denn mit meiner Fotografie?”, murmelte sie und warf die Haare nach hinten. “Ja, während ich Reyna eine Reitstunde auf Burnin’ Awake and Lifeless gebe, wirst du ihren Hengst HGT’s Hero of Heaven reiten.” “Guter Plan.” Es dauerte also nicht lange da waren wir schon auf dem Weg zum befreundeten Gestüt. Dort angekommen begrüßte Reyna uns auch schon. “Hey, schön dass ihr da seid. Namica kennst du ja noch “, begrüßte sie uns fröhlich und reichte uns beiden nacheinander die Hände. “Die Freude ist ganz Meinerseits”, antwortete ich höflich und grinste bei dem Namen Namica. Natürlich konnte ich mich an sie erinnern. Sie war hart zu knacken gewesen, doch ich hatte es geschafft umso mehr freute ich mich, sie in der nächsten Woche wieder reiten zu dürfen. “Ich weiß ja noch wo sie steht”, sagte ich und ließ uns dann zu den Pferden führen und dann zu der Ferienwohnung in der wir die Woche verbringen würden.
    Etwa zwei Stunden später fand ich mich im Stall wieder und war gerade dabei Namica zu satteln, während Brooke sich um Heaven kümmerte. Sie wollte wissen wie der junge Hengst drauf war, bevor sie sich das erste Mal auf ihn setzte. Namica folgte mir artig zum Reitplatz und ließ mich sie erstmal ordentlich an den Zügel stellen und biegen.
    Brooke | Hero war bildschön! Und wüsste ich es nicht besser, hätte ich Reyna wohl gefragt, ob ich ihn ihr nicht irgendwie abkaufen könnte. Aber ich würde wahrscheinlich fragen, ob ich ihn mal zum Bedecken einer Stute nutzen dürfte. Er zeigte nur wenig Hengstmanieren und blieb auf dem Weg zur Halle ziemlich ruhig und aufmerksam. Die große Halle war leer und so hatte ich allen Platz der Welt den doch so ruhigen Hengst zu longieren. Ich stellte mich also in den Zirkel und ließ ihn die ersten Schritte um mich herum im Schritt gehen. “So ist gut!”, lobte ich den Palomino, den ich zunächst für einen Dunkelfuchs gehalten hatte. Er kaute ordentlich ab, sobald er zu traben begann. Er aktivierte die Hinterhand noch nicht so, wie ich es wollte und ich sah, dass sein Potenzial weiter oben zu finden war. Ich würde ihn sogar bis zur Klasse S** einschätzen und wenn man ihn so weit bekommen wollte, musste man natürlich die Grundlagen entsprechend ebnen. Hero arbeitete heute sehr gut mit und umso erfreuter war ich die nächsten Tage, wenn ich mit ihm arbeiten sollte. Ich bemerkte im Augenwinkel wie eine Person zu uns in die Halle kam und sich an die Bande stellte und uns beiden zu sah, wie wir uns langsam aufeinander einspielten. Ich erkannte, dass es sich um Reyna handelte und grinste sie freundlich an. Auch wenn ich eigentlich keine Person war, die es genoss wenn man mir zusah, umso stolzer fühlte ich mich im Umgang mit Hero. Sie erwiderte mein Grinsen mit einem Lächeln und ging dann wieder aus der Halle. Sie wollte also nur nach dem rechten schauen. Ich leitete den Handwechsel ein und merkte gleich, dass die linke Hand ihm gar nicht mal so gut gefiel, wie die rechte, auf der er sich von seiner Besten Seite zeigte. “Das müssen wir aber üben!”, merkte ich an. Auch wenn ich alleine in der Halle war, so sprach ich öfter zu mir selbst. Ich baute öfter einen Übergang mit ein, damit diese nicht mehr so holprig aussahen. Je flüssiger der Übergang umso besser war die Bewertung bei den Turnieren. Das war definitiv ein Fakt, den ich nach langen Jahren in der Turnierreiter spüren musste. “So ist gut”, rief ich den Hengst zu mir und lobte ihn. “Das hast du gut gemacht!”, klopfte ich die Schulter und führte ihn aus der Halle wieder in seine Box. Seinen Zaum brachte ich wieder in die Sattelkammer und sah mich auf dem Hof um. Ich erblickte Nathan, der Namica gerade trocken ritt. “Und Bruderherz, wie läufts mit der Zicke?”, grinste ich ihn an und stellte mich an den Zaun des Reitplatzes. “Sie läuft viel Besser, ich denke, wenn die Woche rum ist, läuft sie solide auf L-Niveau. Zumindest kann sie dann die Turniere auf Trensen-L laufen.” Ich nickte ihm zu. “Bei Burnin’ wurde schon viel vorgearbeitet, ich geb ihr gleich eine Stunde auf ihm um noch ein paar kleinere Korrekturen vorzunehmen.” “Okey, aber danach gehen wir was essen okey!” “Ja , alles gut.” Ich bewegte mich zurück zur Ferienwohnung und vernahm dann ein leises Vibrieren. Mein Handy! Ich schaute aufs Display. Jack. “Was ist los Jack?”, nahm ich ab und kramte meinen Schlüssel raus. “Ich vermiss dich, Kleine”, flüsterte er und ich schaute verwirrt als ich die Tür hinter mir schloss. “Du solltest Tanja vermissen und nicht mich. Ich bin für eine Woche weg und du rufst schon nach ein paar Stunden an um mir das zu sagen. Dann mach doch Schluss”, zuckte ich mit den Schultern. Ich durfte das nicht zulassen, dass ich noch mehr Gefühle für ihn empfand. “Ich muss jetzt auflegen.” Ich tippte auf den roten Button und warf das Handy aufs Sofa und seufzte. Nate sollte sich beeilen.
    Nathan | Während ich Namica absattelte und sie dann aufs Paddock führte, machte Reyna Burnin’ Awake and Lifeless fertig für die Reitstunde. “Was könnt ihr denn schon alles auf A-Niveau?”, fragte ich vorsichtig. Ich wollte ihr nicht zu nahe treten. “Eigentlich alles relativ gut, nur die Kehrtwendung macht uns noch Probleme und das Überstreichen im Galopp, aber ich denke, wir haben schon gut vorgearbeitet!”, sagte sie mir und ich war sichtlich erfreut. “Sehr gut, zeig mir gleich mal ein bisschen von allem und ich geb dir die Lösungsansätze und sage dir, was wir in der Woche noch verbessern können.” Wir redeten noch etwas über Namica auf dem Weg in die Reithalle. Sie machte sich nämlich sehr gut und die weiteren Lektionen schienen ihr gut zu liegen, was die Arbeit mit ihr ziemlich vereinfachte. Die Versammlung machte ihr zwar noch etwas zu schaffen, weil sie sich nicht so lange tragen konnte. Aber das würden wir schon hinbekommen. Reyna ritt den dunkelbraunen Hengst ordentlich im Schritt und Trab warm, sodass er jetzt schon bei den warmen Temperaturen ins Schwitzen kam und kaute ordentlich ab. “Sieht doch schonmal vielversprechend aus. Er macht sich richtig locker”, rief ich ihr zu und fand es toll, wenn man so einen Streber im Stall hatte, der einem versuchte alles Recht zu machen. Dann begann sie mit dem einfachen Übungen und den Bahnfiguren und zeigte mir dann ihr Problem bei der Kehrtwendung. Die erfolgte nämlich noch etwas abgehackt und so gab ich ihr den Tipp, das Pferd etwas runder zu reiten und den inneren Schenkel noch etwas deutlicher anzulegen. Und siehe da, nach zwei Versuchen klappte es schon besser. “Ich reite ihn morgen mal und dann kannst du weiter an den Problemen arbeiten!” “Okey”, sagte sie außer Puste und lobte Life dabei. Sie ritt ihn ordentlich vorwärts und die Probleme waren nur kleine, sodass wir die Stunde positiv beenden konnte, nachdem sie mir noch weitere Lektionen gezeigt hatte. Vor Allem das Verkleinern und Vergrößern des Vierecks fiel dem großrahmigen Hengst einfach und ich hatte nur wenig zu beanstanden. “Ich würde sagen, wir belassen es heute bei dem Ganzen und widme mich jetzt meinem Mittagessen”, grinste ich freute mich so richtig auf die Pizza, die wir uns gleich holen würden.
    Brooke | Die Tage waren schnell vergangen und umso mehr ich mit Hero arbeitete, umso mehr freute ich mich auf meine eigenen Pferde und mein eigenes Bett. Heute war Tag der Abreise und ich würde von Nate eine letzte Stunde auf ihm bekommen, damit er bald die A-Turniere gehen konnte und mit Erfolg bestehen. Ich ritt ihn locker warm und legte mein Augenmerk auf die Übergänge und wir hatten in der kurzen Zeit schon einige Fortschritte vermerken können, sodass ich eine Kür nachreiten würde. Ich ritt sauber zu X um die Richter zu grüßen und hielt geschlossen zum Gruß an. Dann trabte ich ihn an und es ging gleich rechts rum um dann eine Volte zu zeigen. Das Longiertraining hatte sich ausgezahlt, denn er zeigte einen tollen runden Kreis und war die ganze Zeit bei mir. Darauf folgte dann durch die Länge der Bahn im Trab. Die Kehrtwendung erfolgte auch gut. Die restliche Kür meisterte er auch mit Bravour und ich konnte ihn gegen Ende noch mehr loben. Er war eines meiner Lieblingspferde, von denen die ich bisher außer Haus geritten war. “Dann bring ihn mal aufs Paddock und bring mir Namica mit. Ich muss heute noch einmal alles durchgehen. Reyna hat Life super geritten und ich finde, die beiden können auf A-Niveau starten. Das schaffen sie.” “Okey, dann ist Namica heute das letzte Pferd, das wir machen müssen und dann geht es heim?”, fragte ich ihn mit einer Vorfreude, die ich selbst nicht recht von mir kannte. Eigentlich war ich gerne unterwegs, auch gerne mal länger, aber heute freute ich mich doch umso mehr auf zuhause und noch mehr auf ein Wiedersehen mit Jack. Wir wollten am Abend in eine Bar gehen und irgendwie hatte dieses Verheimlichen unserer Treffen doch etwas Verlockendes an sich. Ich schaute Nate noch dabei zu, wie er Namica in einer L-Dressur vorstellte. Sie zeigte ein taktreines Gangbild , was ich von ihr nicht erwartet hatte, jedoch sah man, dass sie heute einen schlechten Tag hatte und sie sich immer wieder versuchte hinter der Senkrechten zu verkriechen und Nate hart arbeiten musste, dass sie genau das eben nicht tat. Am Ende sagten wir Reyna und den Pferden noch Tschüss und besprachen kurz den weiteren Werdegang im Training der Dreien.

    Beritt- und Trainingsservice Birkenau
    Hannelore Dressur E -> A I Burnin' Awake and Lifeless Dressur A -> L
    Stelli
    Es war ein herrlicher Montag morgen im Oktober. Anstatt einer grauen Wolkendecke strahlte mir heute die Sonne entgegen, als ich raus ins Freie ging. Ich wollte mich nämlich auf den Weg zu Reyna Huntington machen, wo ich zwei Pferde zum trainieren hatte. Zum einen war es Hannelore, eine Belgische Kaltblutstute und zum anderen Burnin‘ Awake and Lifeless, ein Hannoveranerhengst. Ich stieg in mein Auto und machte mich auf den Weg zu meiner Kundin. Besonders gespannt war ich auf das Training mit Hannelore, denn ich hatte bislang nicht oft Kaltblüter ausgebildet.
    Als ich den Hof von Reyna erreicht hatte, kam sie mir auch schon gleich entgegen und empfing mich herzlich. Dann führte sie mich zu ihren Stallungen und zeigte mir meine Berittpferde. Zuerst war es Hannelore. Sie war mit ihren knapp eins-siebzig nicht gerade klein und schon gar nicht schmal. Ich grinste nur und freute mich riesig auf diese Aufgabe. Burnin‘ Awake and Lifeless hingegen war eine recht schmaler Hannoveranerhengst gegen Hannelore. Ich besprach mit Reyna die letzten Details zu den beiden Pferden, bevor wir mit dem Ersten begannen. Es war Hannelore, welche sich in der Dressur noch recht am Anfang der Ausbildung befand und nun auf die Klasse A vorbereitet werden sollte. Gemeinsam putzten und sattelten wir die Roanstute und gingen dann in die Reithalle. Zugegebenermaßen war das Sitzen auf Hannelore ein ganz schöner Schenkelspreizer, im Gegensatz zu den Warmblüter, die ich sonst gewohnt war. Ich hatte mich aber nach der Schrittphase recht schnell an die neue Situation gewöhnt. Im Trab ließ sie sich erst etwas bitten, aber dann hatte ich die passenden Knöpfe gefunden, die Dame in Bewegung zu bringen. Aufgrund ihres mächtigen Halses hatte sie auch etwas Probleme mit der Anlehnung. Ich nahm mir alle Zeit, die Hannelore brauchte, um los zulassen. Nach und nach wurde sie geschmeidiger, flotter und fing an zu kauen. Der Galopp hingegen war sanft und sicherer als der Trab, auch die Anlehnung war besser. „Das wird interessant!“, grinste ich Reyna zu, die uns von außen zuschaute. Ich probierte mich noch etwas mit Hannelore herum, war aber schon zufrieden, dass sich ihre Anlehnung und Schwung innerhalb der Einheit deutlich verbesserte. Zum Schluss war Hannelore gut geschwitzt und ich beendete das Training mit einem guten Gefühl. Als ich mich wenig später auf dem Hannoveranerhengst wiederfand, wirkte er unter mir wie ein Pony. Burnin‘ Awake and Lifeless war bereits bis zur Klasse A ausgebildet und vermittelte mir von Anfang an ein gutes Gefühl. Auch bei ihm probierte ich mich erstmals ein bisschen durch, um mir einen Überblick zu verschaffen. Er war mit einem schönen Grundschwung ausgestattet und hatte eine gute Arbeitseinstellung. Im Trab und Galopp tastete ich mich auch an das Zulegen und Abfangen. Ich freute mich jetzt schon, zwei so tolle Pferde trainieren und ausbilden zu dürfen.
    Ich fuhr mindestens zwei Mal die Woche zu Reyna, teils auch jeden zweiten Tag, außer am Wochenende. Grade Hannelore braucht intensives Training. Somit war ich auch heute bei den beiden Pferden, um das Training fortzusetzen. Hannelore hatte in den letzten zwei Wochen schon große Fortschritte gemacht. Ihre Anlehnung wurde um Welten konstanter, somit konnten wir auch endlich an den neuen Lektionen anknüpfen. Ich beschloss, mit Viereck verkleinern und vergrößern anzufangen, da diese Lektion im Schritt geritten wird und das für Hannelore am einfachsten sein wird. Zu meinem erstaunen reagierte sie super gut und lernte schnell, was ich von ihr verlangt hatte. Manchmal schob sie gerne noch die Hinterhand zu sehr hinein, aber das ließ sich schnell korrigieren. Nachdem wir ein gutes Training hatten, beendete ich die Einheit mit der Kaltblutstute für diesen Tag und machte mit dem braunen Hengst weiter. Wie immer war Awake and Lifeless motiviert und bei der Sache. Während wir die letzten Tage schon viel an der Versammlung und Tragkraft gearbeitet, ebenso wie die Verstärkungen verbessert hatten, wollte ich heute mit dem Außengalopp und der Kurzkehrt anfangen. Gesagt – getan. Ich galoppierte den braunen Hengst an und holte ihn mir schön am Kreuz in die Versammlung. So wechselte ich durch die halbe Bahn und ritt im Außengalopp weiter. In den Ecken wurde er etwas hektisch, fing sich aber schnell wieder. Ich wiederholte die Übung einige Male, aber nicht zu oft, um den Hengst nicht zu überfordern. Ich machte immer wieder Schrittpausen am langen Zügel, damit er abspannen konnte. Zum Schuss versuchte ich mich noch an der Kurzkehrt. Ich holte ihn dafür im Schritt zurück und ließ ihn in einem ruhigen, gleichmäßigen Tempo um das innere Hinterbein treten. Am Anfang war er unsicher, wollte aber unbedingt alles richtig machen. Als wir ein paar passable Tritte dabei hatten, ließ ich es gut sein. Auch in den nächsten Trainingseinheiten feilte ich zusammen mit Burnin‘ Awake and Lifeless an Mitteltrab und Mittelgalopp, sowie Kurzkehrt und Außengalopp. Den Außengalopp hatte er schnell verstanden und konnte ihn auch super umsetzen. Ich konnte mich sogar schon an Zirkelrunden im Außengalopp tasten, ohne dass er unsicher oder hektisch wurde, oder gar umsprang. Nach der dritten Woche lief er auf beiden Händen sicher im Außengalopp. Auch die Kurzkehrt machte er immer besser, aber da brauchten wir noch ein paar Tage. Hannelore machte ihre Sache auch nicht schlecht. Sie wurde weiterhin von Mal zu Mal durchlässiger. Ich hatte mich sogar schon mal an Zulegen im Trab und Galopp ran getraut, so richtig zünden tat sie aber noch nicht. Galopp war besser als Trab, aber noch nicht gut genug für eine A-Dressur. Also hieß es: weiter trainieren. Als ich Woche vier auf Reyna's Hof beendete, holte ich die Pferdebesitzerin zu mir. Ich hatte zuerst Hannelore gesattelt und war bereits aufgewärmt, sodass wir loslegen konnten. Hannelore war stets bemüht, jedoch war klar, dass sie nicht wie ein leichtfüßiger Warmblüter durchs Viereck schweben würde. Trotz allem hatte sie enorm viel gelernt in den letzten Wochen. Zulegen im Trab und Galopp klappte mittlerweile gut, da hatte es vom einen auf den anderen Tag „Klick“ gemacht und sie wusste, was ihr Job war. Das Viereck verkleinern und vergrößern war von Anfang an nicht ihr Problem gewesen. Reyna war sichtlich stolz auf ihre Stute, die sich bislang nur in Fahrprüfungen beweisen konnte. „Ihr braucht euch jetzt auch in der Klasse A der Dressur nicht verstecken.“, sagte ich und streichelte Hannelores Hals. Kaum zu glauben, dass sie innerhalb kurzer Zeit so viel verstanden und umsetzten konnte. Burnin‘ Awake and Lifeless war als nächstes dran. Auch er hatte sich unheimlich gut gemacht. Sein Ehrgeiz und der Wille, immer alles korrekt zu machen, waren beim Training sehr von Vorteil gewesen. Er hatte alles schnell verstanden und konnte die Dinge beim nächsten Mal super umsetzen. Reyna staunte nicht schlecht, als sie ihren Hengst durch die Bahn schweben sah. Durch die Kraft, die er bekommen hatte, wurden seine Schritte, Tritte und Sprünge erhabener und eleganter. Der Außengalopp, den wir herausgearbeitet hatten, war sicher durch gesprungen und die daraus folgenden Einfachen Wechsel waren gesetzt und ruhig über den Schritt im deutlichen Viertakt, so wie man sich das ganze wünscht. Das Rückwärtsrichten kannte und konnte der Braune bereits, was mir die Arbeit erleichtert hatte. Auch das Kurzkehrt saß nach knapp fünf Wochen endlich. Reyna klatschte in die Hände und schien sehr zufrieden. „Ich danke dir für deine spontane Hilfe!“, meinte sie. Wir brachten den Hannoveraner zusammen in seine Box, besprachen noch einige Details bei einem Kaffee, bevor ich mich wieder auf den Heimweg machte.

    Die Kür:

    Sanft streichelte ich über den warmen Hals meines neunjährigen Hannoveranerhengstes Burnin' Awake and Lifeless. Wir hatten uns schon warm geritten auf dem großen Abreiteplatz der heutigen Hengstkörung, denn nun war auch endlich Life soweit! Ich freute mich tierisch, dass es endlich in den Endspurt der Körphase mit meinen kleinen Schleifensammler ging. Die letzten Saisons hatten wir ordentlich abgeräumt und nun endlich war die Zeit gekommen. Ich durfte diesen talentierten Allrounder den Richter vorstellen und mit etwas Glück bekam er dann auch seine Zulassung zur Zucht.
    Unser Aufruf ertönte und so nahm ich die Zügel wieder auf und trieb den Hengst an. ,,Ihr schafft das.'', pflichtete mir mein Verlobter grinsend bei und ich schmunzelte ihm noch einmal zu. Wir ritten durch das Hallentor, ehe wir im Schritt unter den Punkt X ritten und dort hielten. Ich war etwas aufgeregt, ja, aber nicht angespannt. Life würde die Sache so oder so gut machen, denn der braune Hengst wollte schließlich immer glänzen! Ich begrüßte die Richter, korrigierte vorher noch einmal meinen Sitz und nahm nach dem Gruß die Zügel auf. Aus dem Stand trabten wir an und ritten auf den Zirkel, diesen ritten wir einmal entlang, dann die ganze Bahn mit einem fleißigen starken Trab und an der kurzen Seite fing ich ihn wieder ein in den Arbeitstrab. Kurz schnaubte der Hengst, ehe er mit großrahmigen Tritten durch die ganze Bahn wechselte und ich ihn auch hier wieder an der kurzen Seite einfing in den versammelten Trab. Ich ritt mit ihm die Bande entlang, wendete dann auf den mittleren Zirkel und galoppierte ihn an. Life zeigte sich mal wieder von der besten Seite und so ritt ich ihn im Galopp auf den oberen Zirkel. Der Hengst beherrschte die Dressur gut, ebenso das Springen, daher war ein einfacher fliegender Wechsel für ihn kein Problem und so fanden wir uns auf der anderen Hand auf dem unteren Zirkel wieder. Auch hier präsentierten wir den Galopp ausreichend. Eine Zirkelrunde und noch einmal im vollen Arbeitsgalopp die ganze Bahn entlang ehe ich ihn in den Schritt durchparierte. Zuerst versammelt auf dem Zirkel, dann durch die Länge der Bahn wechselnd und auf dem unteren Zirkel noch einmal mit einem starken Schritt. Ein letztes Mal ritt ich mit ihm die Länge der Bahn entlang, hielt ihn jedoch bei dem Punkt X wieder an und sah zu den Richtern. Mit einem stolzen Lächeln verabschiedete ich mich wieder mit dem üblichen Gruß und ließ danach die Zügel lang. Im geschmeidigen und ruhigen Schritt verließen wir die Halle. ,,So ein feiner Kerl!'', lobte ich meinen Hengst und strahlte förmlich über beide Ohren.

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  5. sadasha

    sadasha Gut Schwarzfels

    sadashas Teilnahme mit
    Wellington
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    Wellington
    ___________________________________________________
    Exterieur
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    Rasse Rheinisches Warmblut
    Herkunft Deutschland
    Geschlecht Hengst
    Alter 17. Juli 2016, 3 Jahre

    Stockmaß 165cm
    Fellfarbe Rappe


    ___________________________________________________
    Interieur
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    Wasserratte | Brav | Verspielt

    Wellington ist ein Sportpferd, wie es im Buche steht: Elegant gebaut,
    fließende Bewegungen, brav erzogen und vielseitig einsetzbar. Der schwarze
    Hengst liebt es raus zu kommen und freut sich über jede Gelegenheit in
    Wasser zu treten oder sogar zu schwimmen. Es braucht einen sicheren, selbst-
    bewussten Reiter um ihn davon abzubringen einfach seines Weges zu gehen.
    Wellington spürt jede Unsicherheit und nutzt sie aus. Im Herzen ist der Hengst
    immer ein Fohlen geblieben. Er zeigt keine Aggressionen gegenüber Artge-
    nossen und spielt um sein Leben gerne mit seinen Herdenmitgliedern. Er
    ist im Verband recht hoch im Rang und weiß sich durchzusetzen, wenn es
    einmal Ärger in der Herde gibt. Grundsätzlich ist es in seiner Herde jedoch
    ruhig, da Wellington stets für Harmonie sorgt. Im Umgang mit Menschen
    ist der Rappe einfach zu händeln. Er senkt den Kopf zum Auftrensen, bleibt
    ruhig, wenn man ihn sattelt und folgt gerne. Was er nicht gerne hat ist alleine
    gelassen zu werden. In der Box wiehert er aus voller Kehle und läuft eine
    ganze Weile auf und ab, ehe er zur Ruhe kommt. Auf der Weide lenkt er sich
    mit seinen Freunden ab, nachdem er einige Minuten nervös am Koppelrand
    entlang gelaufen ist. Als „Rache“ lässt sich der Gute dann kaum einfangen,
    wenn man ihn von der Weide holen möchte. Wellington macht sich dann ein
    Spiel daraus vor dem Mensch mit dem Strick wegzutraben. Entweder bringt man
    viel Geduld mit und wartet bis es dem Rappen langweilig wird oder man hat
    etwas zu Naschen dabei. Karotten und Pferdegebäck gehen immer und Wellington
    weiß genau, wann man etwas dabei hat und wann nicht. Leider bringt die
    Schönheit eine Baustelle mit. Seit geraumer Zeit ist Wellington ein Headshaker.
    Man hat noch nicht nach der Ursache geforscht, ist sich aber sicher,
    dass es nicht einfach nur eine Unart von ihm ist.

    Sozialverhalten

    1 (schwierig) - 5 (unproblematisch)
    Herde [5] | Gegenüber Artgenossen [4] | Gegenüber Menschen [4]


    ___________________________________________________
    Zucht- & Besitzinformationen
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Nicht gekört| Keine Nachkommen
    Gencode
    EEaa

    Besitzer sadasha (Hunter Crowley)

    VKR sadasha
    Ersteller sadasha


    ___________________________________________________
    Qualifikationen
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Eignung Vielseitigkeit, Fahren
    Dressur E A L M S
    Springen E A L M S
    Military E A L M S

    Distanz E A L M S
    Rennen E A L M S
    Western E A L M S

    Fahren E A L M S

    ___________________________________________________
    Erfolge
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
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    462. Fahrturnier | 463. Fahrturnier | 444. Distanzturnier

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    326.Synchronspringen | 595. Springturnier | 327. Synchronspringen

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    442. Militaryturnier | 328. Synchronspringen | 329. Synchronspringen


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    331. Synchronspringen | 337. Synchronspringen | 460. Militaryturnier

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    610. Dressurturnier | 461. Militaryturnier

    inoffiziell

    xxx


    ___________________________________________________
    Ausbildungsstand
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    Fohlen ABC [x] | Eingefahren [x] | Eingeritten [x] | Gelassenheit []
    Problemverhalten x

    ___________________________________________________
    Gesundheit
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    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Letzter Tierarztbesuch
    Letzter Hufschmiedbesuch


    PNG | Puzzle PNG
    11. Juni 2020 | Dressur E-A "Cryfirra" & "Wellington", Dressur L-M "Maleficent" & "It's me, Amira!" | 4023 Zeichen von sadasha

    Ein Motorgeräusch um 10 Uhr abends. Pitch sprang auf und bellte mit tiefer Stimme, während er zur Tür lief um die Sache zu überprüfen. „Leave it. Go to bed!“ Mit einem Fingerzeig auf sein Körbchen verstummte der Rüde und legte sich auf seinen Platz. Schmollend sah er mir nach, als ich das Haus verließ. „Cooper!“ grüßte ich meine alte Freundin und breitete meine Arme für eine Umarmung aus. „Wie geht es dir?“, wollte ich wissen und begleitete sie nach drinnen, wo Pitch sie freudig begrüßte und ich bereits Tee aufgesetzt hatte. Cooper erzählte mir von neuen, sowie alten Pferden in ihrem Rennstall. „Es ist viel passiert. Lass uns Cryfirra in ihre Box bringen und dann weiter reden.“, schlug ich vor. Gesagt getan. Die hübsche Palominostute folgte brav ihrer Besitzerin. In der Box zeigte sie sich unruhig, was ich ihr aber nicht verübeln konnte nach einer so langen Anreise. „Morgen kann sie auf die Koppel. Heute ist es schon zu spät.“, vertröstete ich Cooper, während wir wieder ins Haus gingen. Pitch rollte sich zu Coopers Füßen ein und wir besprachen die Eigenheiten und den aktuellen Ausbildungsstand der jungen Vollblutstute. Am nächsten Morgen musste Cooper abreisen. Als wir die Stute auf die Weide brachten erinnerte sie mich noch einmal daran, dass man bei Cryfirra immer mit voller Konzentration dabei sein sollte, da sie jede Unaufmerksamkeit ausnutzt. Ich nickte stumm und beobachtete das Vollblut dabei wie es sich austobte, buckelte und einfach glücklich war all ihre Muskeln einmal zu aktivieren. Cryfirra war bereits eingeritten und in Distanz- und Rennreiten ausgebildet. Meine Aufgabe war es nun ihr bisher sehr nützliches Temperament noch etwas mehr zu zügeln, denn die Stute sollte für eine A Dressur vorbereitet werden. Parallel lernte auch mein Hengst Wellington die Grundlagen der Dressur kennen, während meine Rappstuten It's me, Amira! und Maleficent bald für eine M Dressur bereit stehen würden. Nach einem Tag der Eingewöhnung und des Kennenlernens ging es mit Cryfirra los. Ohne Bedenken putzte und zäumte ich sie und ging mit ihr auf den Reitplatz um sie zu longieren. Die Ohren gespitzt und voller Elan zu arbeiten wartete die Stute auf Anweisungen. Wie erwartet war sie sehr spritzig. Es war schwierig ihre Geschwindigkeit innerhalb einer Gangart zu kontrollieren, da es scheinbar ihr Leitgedanke war möglichst schnell von A nach B zu kommen. Einige Minuten versuchte ich sie im Trab zu halten. So lange, bis sie ein gutes Grundtempo beibehielt mit dem ich arbeiten konnte. Cryfirra senkte von selbst den Kopf und arbeitete dann erstaunlich gut mit. „Gutes Mädchen!“ lobte ich immer wieder. Erst jetzt sah ich mir Schritt und Galopp an und konnte keine großen Baustellen sehen. Sie lief gut! Wellington war hier ähnlich problemlos, wenn auch weniger temperamentvoll. Der Rappe kannte die Grundlagen bereits etwas besser und arbeitete gleich von Anfang an sauber mit. Die nächsten Tage lernten die beiden sich auch unter dem Sattel an die Arbeits- und Mitteltempi zu halten. Sie waren beide nicht dumm oder faul und so konnte ich schon bald mit den typischen A Lektionen beginnen. Cryfirra tat sich wie gedacht etwas schwer mit Allem, wo sie sich zurück nehmen musste. Halten aus Schritt und Trab, Übergänge, Rückwärtsrichten. Wir hatten sehr daran zu knabbern. Hinzu kam, dass die Stute tatsächliche jede kleinste Unaufmerksamkeit meinerseits ausnutzte um die Zügel aus der Hand zu reißen oder unverhofft Gas zu geben. Selbst ein Blick zum Hoftor konnte verheerende Auswirkungen haben. Weniger Probleme hatten wir mit den neuen Bahnfiguren. Die Palominostute war sehr agil und beweglich und konnte sich auch unterm Sattel gut biegen. Bei Wellington gestaltete sich das etwas anders. Er hatte überall kleinere Problemchen, die ich gemeinsam mit ihm abarbeitete. Er brauchte insgesamt etwas länger um aus seinem Gedankenkarussell auszutreten und unbefangen mitzuarbeiten. Dafür verzieh er mir jedoch auch kurze Momente der Ablenkung. Zwischendurch konnte ich mich mit Lektionen der M Dressur auf andere Gedanken bringen. Amira und Maleficent waren eine ähnliche Anpaarung wie Cryfirra und Wellington. Amira die temperamentvollere und Maleficent die Allrounderin. Beiden fiel jedoch besonders die Traversale schwer. Umso stolzer war ich, als am Ende des monatlichen Beritts alle vier Pferde in ihren Lektionen sicher und selbstbewusst liefen. Die Abwechslung der verschiedenen Stufen tat gut und Cooper hat sich bei Cryfirra ein völlig neuer Anwendungsbereich eröffnet. Bei der Abholung erklärte ich ihr wo wir Probleme hatten und was besonders gut lief. Alles in Allem konnte ich viel bisher verborgenes Talent in der Vollblutstute entdecken. Ich für meinen Fall war gespannt wie weit die Schönheit es noch bringen würde in der Dressur.
    07. August 2020 | Wellington - Dressur A-L | 23.824 Zeichen von Sammy

    Hektisch lief ich durch den Stutentrakt meines Stalls. In weniger als einer Stunde sollten ein neues Trainingspferd bei mir auf dem Hof eintreffen und ich hatte noch gefühlte tausend Dinge zu erledigen. Ich kannte den Besitzer des Rheinischen Warmbluts schon länger und freute mich, dass er seinen Schützling in meine Hände gab - was schon lange so abgesprochen war. Eigentlich hätte ich seine Stute Maleficent trainieren sollen, doch zu dieser Zeit war ich vollkommen ausgebucht gewesen und hatte es zeitlich nicht geschafft. Daher würde ich nun Hunter's neuen Hengst Wellington ins Training nehmen. Die Zeit verging momentan wie im Flug und ich konnte kaum fassen, dass es nun tatsächlich schon Anfang August war. Eigentlich war das Frühjahr immer die stressigste Zeit auf meinem Gestüt, doch irgendwie riss der Trubel in diesem Jahr nicht ab. Im Hengsttrakt traf ich auf Donald, der gerade gewissenhaft die Box für unseren Gast herrichtete. Ich strich meinem Vollbluthengst Khamar im Vorbeigehen über die samtene Nase und kehrte dann zurück in den Stuten- und Fohlentrakt. Es gab in diesem Jahr elf Fohlen auf Hollybrook und schon bald würde die schwere Zeit des Absetzens beginnen. Noch kuschelten sich die kleinen Vierbeiner aber zufrieden an ihre Mütter. Ich trat zu meiner lackschwarzen Stute Leveneza und blickte liebevoll auf ihr Fohlen Lalique herab. Die kleine Fuchsstute hätte es beinahe nicht geschafft, doch nun entwickelte sie sich prächtig. Ich war gespannt, was Hunter zu dem Stütchen sagen würde, immerhin hatte Leveneza einst ihm gehört. Ich hakte einen Führstrick in Leveneza's Halfter und die Stute folgte mir eifrig aus ihrer Box. Lalique stolzierte auf ihren langen Fohlenbeinen hinter ihr her. Successful Dream stieß ein protestierendes Wiehern aus, als ich an ihrer Box vorbeikam. "Schon gut, Dreamy. Du und Storm Chaser dürft auch gleich nach draußen.", sagte ich besänftigend. Um nicht allzu oft laufen zu müssen, schnappte ich mir noch Ceri uund ihr Hengstfohlen Legacy. Die beiden Stuten waren gut erzogen und ließen sich problemlos miteinander auf die Koppel bringen. Ich warf einen Blick zurück zu Dream, die mürrisch über ihre Boxentür blickte. "Im Gegensatz zu dir.", dachte ich schmunzelnd.
    Als ich damit fertig war, die Stuten und ihre Babys auf die Weide zu bringen, herrschte im Stall schon reges Treiben. Die Rennpferde wurden fürs Training fertig gemacht, Futtereimer klapperten und lautes Wiehern zerriss die morgendliche Stille. Ein ganz normaler Morgen also. Ich hatte gerade den Trainingsreitern ihre Anweisungen für die Morgenarbeit gegeben, da hörte ich das Brummen eines Transporters, der die Auffahrt entlangfuhr. Ich warf einen Blick auf die Uhr und grinste. Wie üblich war Hunter überpünktlich. Ich hatte den jungen Mann schon lange nicht mehr gesehen und war recht überrascht gewesen, als ich von seinem Umzug nach Deutschland erfuhr. Im Laufschritt überquerte ich den Hof und erreichte den Parkplatz in dem Moment, als Hunter aus dem Wagen stieg. Er begrüßte mich auf seine gewohnt nüchterne Art und ich reckte gespannt den Hals, als er die Rampe des Transporters herunterließ und im Innern verschwand. Hunter hatte schon immer ein Händchen für außergewöhnliche Pferde gehabt und ich war wahnsinnig gespannt auf seinen Neuzugang. Ich trat zur Seite, als das Hinterteil eines rabenschwarzen Pferdes auf der Rampe erschien. Wellington trat sicheren Schrittes rückwärts die Rampe hinunter. Dan blieb er stehen, hob den feingeschnittenen Kopf und spitzte die kleinen Öhrchen. Meine Augen leuchteten. Er war wunderschön. Ein Bild von einem Pferd. Mit fachmännischem Blick musterte ich das Exterieur des Pferdes. Die schlanken Beine, die muskulöse Schulter, den gut angesetzten Hals. Kein Wunder, dass Hunter den Rappen in der Vielseitigkeit ausbildete. Rein äußerlich war Wellington prädestiniert dafür. Hunter drückte mir den Führstrick in die Hand und verschwand im Hänger, um eine große Sattelkiste herauszubringen. Ich strich der Schönheit neben mir über das samtweiche Maul und Wellington drückte seine Nase kurz in meine Handfläche. Menschenscheu war der Hengst kein bisschen. Ich zupfte leicht am Führstrick und führte meine beiden Gäste hinüber zu den Stallungen. Samuel kam uns entgegen und nahm Hunter die Sattelkiste ab, um sie zu Wellington's Box zu bringen. Hunter und ich befreiten den Rappen von seinen Transportgamaschen und führten ihn dann zu den Hengstkoppeln, damit er sich nach der langen Fahrt von Deutschland ein wenig die Beine vertreten konnte. Da ich Wellington zwei Monate lang trainieren sollte, hatten Hunter und ich entschieden, dass der Hengst für diese Zeit in England leben würde. Wir brachten ihn auf eine der kleineren Hengstkoppeln und ich löste den Strick. Das schöne Warmblut fiel sofort in einen Galopp und buckelte einige Male, bevor er in einen schwungvollen Trab überging. Dann wieherte er aus voller Kehle und kam abrupt vor uns zum Stehen. Hunter lächelte gequält und meinte: "Hm, ja. Er mag es überhaupt nicht, alleine zu sein. Hast du vielleicht einen verträglichen Hengst, den du mit ihm zusammen rauslassen kannst? Im Normalfall ist Wellington absolut umgänglich." Ich nickte und lief hinüber zur großen Hengstkoppel. Ohne zu Zögern schnappte ich mir meinen Andalusier Ojos Azules und meinen Traber Damon's Dynamo. Beide vertrugen sich mit so gut wie allen Pferden und sollten Wellington für die Zeit seines Aufenthaltes Gesellschaft leisten. Die drei Hengste beäugten sich zunächst aus sicherem Abstand, doch dann senkte Dynamo den Kopf und begann zu grasen. Als wäre dies ein geheimes Zeichen gewesen, taten Wellington und Jojo es ihm gleich. "Na also, das wäre geschafft. An Pferden mangelt es hier wirklich nicht.", sagte ich zu Hunter. Der lächelte zufrieden. Während wir die drei Hengste beobachteten, brachte mich Hunter auf den aktuellen Stand, was seinen Hengst betraf. "Wellington ist wirklich unkompliziert. Nur beim Einfangen solltest du immer eine Kleinigkeit zu Naschen dabei haben. Oder viel Geduld. Im Springen ist Wellington schon recht weit, an der Dressur arbeiten wir noch. Da braucht er zuweilen einfach etwas mehr Zeit, als andere Pferde. In der Box wird er auch erst einmal einen ziemlichen Radau veranstalten, da er wie gesagt nicht gerne alleine ist. Das legt sich aber nach ein paar Minuten. Außerdem ist Wellington ein Headshaker. Die Symptome halten sich noch in Grenzen, aber bisher kennen wir auch die Ursache noch nicht." Ich hörte aufmerksam zu, was Hunter mir erzählte und gestaltete in Gedanken schon den Trainingsplan des Hengstes. Mein Ziel war es, Wellington in diesen beiden Monaten in der Dressur und der Military auf Klasse L zu trainieren. Da er im Springen bereits M-Niveau lief, hätte Hunter damit eine gute Ausgangslage, um mit dem jungen Hengst die erste große Vielseitigkeit zu gehen. Wir schlenderten über das Gestüt und als wir an der Fohlenkoppel vorbeikamen, zeigte ich auf Leveneza und Lalique. Als die schöne Rappstute uns sah, kam sei sofort zum Zaun getrabt und ihr Baby folgte ihr auf dem Fuß. Hunter strich Leveneza über die Stirn und betrachtete dann aufmerksam das Stütchen neben ihr. "Man sieht ihr überhaupt nicht an, dass sie beinahe nicht durchgekommen wäre.", sagte er und ich lächelte. Aus Hunter's Mund war das ein großes Kompliment. Ich fragte ihn ein wenig aus und erfuhr, dass er außer Maleficent und Wellington noch zwei andere Stuten besaß. Eine Anglo Araberstute namens It's me, Amira!, die bereits körfertig war und eine Suffolk Punch Stute namens Lorelei. Nachdem Hunter einen Kaffee getrunken und zwei belegte Brötchen verdrückt hatte, machte er sich wieder auf den Heimweg. Immerhin hatte er auf seinem Hof, Gut Schwarzfels, Pferde zu versorgen. Ich versprach, ihn über Wellington's Training auf dem Laufenden zu halten und winkte, als der Transporter durch das Hoftor rollte. Dann lief ich zurück zu den Hengstkoppeln und sah nach meinem neuen Schützling.

    ~*~

    Am nächsten Morgen sprang ich munter aus dem Bett und war wie üblich die Erste im Stall. Da es heute über dreißig Grad geben sollte, hatten wir die Pferde über Nacht auf den Koppeln gelassen und würden sie tagsüber in den Stall holen. Solange unsere Vierbeiner jedoch noch draußen waren, füllten wir in aller Ruhe Heukrippen und Futtereimer. Dann holten wir die Englischen Vollblüter für die Morgenarbeit heran. Storm Cat und Little Miss Backyard waren am Wochenende im Rennen gelaufen und hatten daher heute frei. Somit blieben für das heutige Training nur Pirate's Pride und Bearing Spots übrig. Ich wies Ana und Samuel an, was sie mit den beiden Stuten zu tun hatten und lief dann zu den Hengstkoppeln, um zu sehen, wie Wellington die Nacht überstanden hatte. Der schöne Rapphengst glänzte in der Morgensonne und stand Seite an Seite mit Jojo und Dynamo am Gatter. "Na, ihr drei Hübschen? Habt ihr auf mich gewartet?", sagte ich lächelnd, während ich das Gatter öffnete. Ich wollte Wellington zuerst nehmen, da ich nicht wusste, wie brav er beim Führen war, wenn ein anderer Hengst neben ihm herging. Zwei Schritte, bevor ich den Hengst erreichte, wirbelte er auf der Hinterhand herum und trabte mit wehendem Schweif ans andere Ende der Koppel. Ich verdrehte seufzend die Augen und zog ein Haferplätzchen aus meiner Tasche. Sofort sahen mich die beiden anderen Hengste mit großen Augen von unten nach oben an. Diesen Hundeblicken konnte ich nicht widerstehen. Mit einem weiteren Seufzen kramte ich zwei weitere Plätzchen hervor und verfütterte sie an die Hengste. Da schob sich plötzlich eine schwarze, samtene Nase zwischen Jojo und Dynamo. Wellington blähte die Nüstern und sah mich mit gespitzten Ohren an. "Jaja, mein Guter. Aber zuerst wollen wir mal sichergehen, dass du mich nicht austrickst.", sagte ich liebevoll. Dann hielt ich Wellington das Halfter vor die Nase und das Plätzchen so davor, dass der Rappe die Nase durch das Halfter hindurchstecken musste. Während das Warmblut genüsslich kaute, schloss ich das Halfter. Ich kraulte ihn am Kinn und führte den Rappen dann von der Koppel und zu den Stallungen. Kaum, dass ich die Boxentür hinter Welli geschlossen hatte, stieß der Hengst ein lautes Wiehern aus und schlug mit dem Kopf. "Keine Sorge, mein Hübscher, gleich bist du abgelenkt.", sagte ich und hielt dem Hengst eine Handvoll von seinem Müsli hin. Mit sanften Lippen nahm Wellington das Futter von meiner Hand. In der Zwischenzeit führte Donald Jojo und Dynamo in den Stall und in die Boxen rechts und links von dem schönen Rapphengst. Dennoch drehte Wellington einige Runden in seiner Box, bevor er sich schließlich seinem Frühstück widmete. Ich lächelte. Wellington schien sich schon gut eingelebt zu haben, daher würde ich heute mit der ersten Trainingseinheit beginnen. Doch zuerst hatte ich noch einige Dinge in meinem Büro zu erledigen.

    ~*~

    Später am Morgen holte ich Wellington aus seiner Box und band den schönen Hengst in einer der Putzboxen an. Heute dachte ich noch überhaupt nicht an ein richtiges Aufbautraining für den Aufstieg in Klasse L der Dressur. Zunächst wollte ich den Warmbluthengst besser kennenlernen und vor allem sehen, wie weit er in seiner Ausbildung bisher gekommen war. Zuallererst putzte ich Wellington jedoch in aller Ruhe, was der Hengst auch sichtlich genoss. Als ich Wellington's schlanke Beine bandagierte, blieb der Hengst ruhig stehen und folgte mir anschließend willig aus dem Stall. Als wir nicht den Weg zu den Koppeln einschlugen, ob Wellington den hübschen Kopf und sah sich mit gespitzten Ohren um. Ich strich ihm über den glänzenden Hals und bemerkte angetan, dass Wellington trotz seiner Aufregung sehr gut zu händeln war. Ich führte den Rappen zum Roundpen, schloss das Tor hinter uns und hakte den Führstrick aus. Dann ließ ich Wellington laufen. Der schöne Hengst bewegte sich mit eleganten, fließenden Bewegungen um mich herum und lauschte mit nach innen gestelltem Ohr auf meine Kommandos. Dominanzprobleme würde ich mit ihm definitiv nicht haben. Ich schnalzte mit der Zunge und bewegte mich einen Schritt auf Wellington zu, woraufhin der Hengst in einen raumgreifenden Galopp fiel. Ich studierte die Bewegungen des Rappen sehr aufmerksam und achtete vor allem darauf, wie ausbalanciert er auf der gebogenen Linie des Zirkels war. Als ich die kleine Übung schließlich auch auf der anderen Hand wiederholt hatte, war ich mehr als zufrieden. Hunter hatte sehr gute Arbeit geleistet. Wellington war in Topform, sodass wir ab morgen mit den Lektionen für den Stufenaufstieg beginnen konnten. Ich rief den Rappen zu mir und wiederholte einige Lektionen aus Klasse A vom Boden aus. Das waren vor allem das Rückwärtsrichten und die Vorhandwendung. Wellington führte beide Lektionen prompt aus. Ich streichelte dem Rappen über die samtene Nase, hakte den Führstrick wieder in sein Halfter und führte ihn aus dem Roundpen. Wir hatten nur eine halbe Stunde trainiert, doch für ein junges Pferd wie Wellington reichte das auch aus. Ich brachte den Hengst in seine Box, wo er wieder ein Heidenspektakel veranstaltete, bevor er schließlich mit Jojo die Nase zusammensteckte. Ich schüttelte lächelnd den Kopf. Langweilig würde es mit dem Rheinländer ganz sicher nicht werden.

    ~*~

    "Mensch, hast du gute Manieren. Davon könnten sich ein paar meiner Vierbeiner mal eine Scheibe abschneiden!", sagte ich am nächsten Tag lächelnd zu Wellington. Ich hatte den Hengst soeben aufgesattelt und war begeistert von Wellington's gutem Benehmen. Als ich ihn auftrenste, senkte er artig den Kopf, um das Gebiss zu nehmen. Ich strich ihm lobend über die Stirn, verschnallte das Kopfstück und führte Wellington dann nach draußen auf den Reitplatz. Es war noch früh am Morgen und dennoch kletterte das Thermometer schon in Richtung 24 Grad. "Wenn du jetzt brav mitarbeitest, gehen wir später eine Runde schwimmen. Hunter hat mir verraten, wie sehr du Wasser liebst.", versprach ich dem Rappen, während ich den Gurt nachzog und die Steigbügel auf meine Länge einstellte. Dann schwang ich mich in den Sattel und ließ Wellington einen Augenblick still stehen. In der L-Dressur wurden erstmals auch versammelte Gangarten verlangt und darauf würde in der heutigen Einheit auch unser Schwerpunkt liegen. Zunächst wärmte ich Wellington in aller Ruhe auf und genoss die weichen Gangarten des Hengstes. Er reagierte willig auf meine Hilfen und lief eifrig vorwärts. Als ich Wellington in allen Gangarten auf beiden Händen abgeritten hatte, begann ich behutsam damit, den Hengst zu versammeln, in dem ich halbe Paraden gab und viele Schritt-Trab-Übergänge ritt. So brachte ich den Rappen dazu, mit der Hinterhand stärker unterzutreten und die Kruppe abzusenken. Die Arbeit an der Versammlung war anstrengend und ich gönnte Wellington zwischendurch immer wieder Pausen im Schritt am langen Zügel. Zur Abwechslung arbeiteten wir auch schon an dem einfachen Galoppwechsel. Mit einem Pferd, das so gut reagierte, wie der Rappe unter mir, war diese Lektion in meinen Augen die einfachste in Klasse L. Ich galoppierte Wellington im Arbeitstempo an und wendete auf den Zirkel ab. Kurz vor X parierte ich den schönen Hengst in den Schritt durch, ließ ihn drei Tritte geradeaus gehen, stellte ihn um und galoppierte auf der anderen Hand erneut an. Da Wellington die Schritt-Galopp-Übergänge gut beherrschte, stellte die Lektion kein Problem für den intelligenten Hengst dar. Daher beschloss ich, bereits heute mit dem Außengalopp zu beginnen. Hierbei hatte der Rappe größere Probleme. Er schien völlig in seinem Kopf gefangen und galoppierte immer auf der inneren Hand an, wie er es bisher eben gelernt hatte. Um es Wellington leichter zu machen, galoppierte ich ihn an und wechselte dann durch die ganze Bahn. So lief der Hengst bei Erreichen des Hufschlags automatisch im Außengalopp. Wellington spielte irritiert mit den Ohren und ich hatte gerade noch Zeit, ihn zu loben, bevor der Rappe umsprang. Ich wiederholte die Übung noch einige Male und achtete jedes Mal darauf, den Hengst zu loben und durchzuparieren, bevor er umspringen konnte. So schien Wellington allmählich zu verstehen, was ich von ihm erwartete. Ich ließ den Rappen im Schritt gehen und ließ die Zügel lang. Dann kraulte ich ausgiebig seinen muskulösen Hals. "Feiner Junge, das hast du ganz wunderbar gemacht!", sagte ich lobend. Wir hatten heute große Fortschritte gemacht und der Hengst hatte sich seine Pause redlich verdient. Ich sprang aus dem Sattel, führte Wellington zurück zum Stall und befreite ihn von seiner Ausrüstung. Dann führte ich den Rappen zum Abspritzplatz, band ihn an und richtete den Wasserstrahl auf seine Beine. Ein paar Minuten später lachte ich aus vollem Hals. Wellington senkte den Kopf und versuchte nach dem Wasserstrahl zu schnappen. Dabei erinnerte mich das große Tier auffallend an meine beiden fusseligen, kleinen Katzen, wenn sie am Wasserhahn spielten. "Du bist ja vielleicht ein Clown.", sagte ich liebevoll zu dem Hengst. Es fiel mir richtiggehend schwer, mit dem Abspritzen aufzuhören, doch heute Nachmittag würde ich mein Versprechen wahr machen und mit dem Hengst eine Runde schwimmen gehen. Während der Mittagshitze durfte Wellington nun jedoch erst einmal zurück in den kühlen Stall.

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    "Seit wann gehst du denn mit deinen Trainingspferden schwimmen?", fragte Ana mich mit großen Augen, als ich sie fragte, ob sie mich und Wellington mit Jojo begleiten wollte. "Seit ich zum ersten Mal in meiner Laufbahn eine richtiggehende Wasserratte im Training habe. Außerdem, was könnte bei dieser Hitze schöner sein?", fragte ich grinsend. Ana lächelte auch und wir holten unsere beiden Rapphengste aus dem Stall. Beide waren mit Halftern und langen Bodenarbeitsseilen ausgestattet. Der See lag nur fünfzehn Gehminuten von meinem Gestüt entfernt, daher gingen wir zu Fuß. Wellington sah sich mit eifrig gespitzten Ohren um und schritt fleißig neben mir her. Als der See in Sicht kam, hob Wellington den Kopf und stieß ein lang gezogenes Wiehern aus. Ana und ich lachten. "Wie süß, er begrüßt den See!", grinste Ana. Wir führten die Hengste zum Ufer, um sie langsam ins Wasser hineinzuführen. Doch Wellington senkte sofort seinen hübschen Kopf ins Wasser und atmete prustend aus, woraufhin lauter kleine Bläschen aufstiegen. "Er blubbert!", rief ich begeistert. Jojo dagegen sah seinen Artgenossen eher argwöhnisch an. Der Andalusier mochte Wasser, war aber längst nicht so verrückt danach wie mein Trainingspferdchen. Ich streifte Schuhe und T-Shirt ab und watete in Shorts und Bikini ins Wasser. Wellington folgte mir auf dem Fuß. Schließlich schwamm ich neben dem Hengst her und genoss das kühle Wasser. Der Rappe strampelte mit den Beinen und drehte eine ganze Runde im See. Schließlich zupfte ich am Streck und lenkte ihn zurück in Richtung Ufer. "Komm mein Hübscher. Du magst ja noch können, aber mir reicht es für heute.", sagte ich lächelnd. Das junge Pferd war mit solch einer Begeisterung bei der Sache, das war einfach ansteckend. Wir führten die Pferde gemächlich zurück zum Gestüt und ließen uns von der Frühabendsonne trocknen. Zurück am Stall setzte ich Wellington sein Abendessen vor. Der Hengst stürzte sich sofort darauf, sogar ohne zuvor die Einstreu seiner Box platt zu laufen. "Oh, Schwimmen macht eben doch hungrig!", witzelte Samuel über den Appetit des Hengstes. Ich zuckte mit den Schultern. "Offensichtlich fühlt er sich hier wohl, das ist die Hauptsache."

    ~*~

    Die Wochen vergingen wie im Flug und schließlich war Wellington so weit, um sein Abschlusstraining zu absolvieren. Ich hatte Hunter regelmäßig mit Updates und Fotos versorgt und freute mich schon darauf, ihm in wenigen Stunden von Wellington's Stufenaufstieg berichten zu können. Davon, dass der Hengst das Training mit Bravour meistern würde, war ich überzeugt. Die größten Schwierigkeiten hatte Wellington tatsächlich mit dem Außengalopp gehabt. Auch an der Versammlung hatten wir sehr lange gearbeitet, doch das war auch völlig normal. Die Hinterhandwendung hatte der schöne Rapphengst dagegen sehr schnell begriffen. Außerdem wuchs Wellington jedes Mal regelrecht einige Zentimeter, wenn er eine neue Aufgabe meisterte. Hunter hatte da wirklich ein sehr gutes Pferd ergattert und ich freute mich darauf, noch einen weiteren Monat mit dem schönen Tier zu arbeiten.
    Ich holte Wellington nach seinem Frühstück aus der Box und machte ihn noch umsichtiger fürs Training bereit, als sonst. Sein schwarzes Fell glänzte wie poliertes Ebenholz, die Hufe schimmerten in der Morgensonne und Mähne und Schweif wehten seidig im warmen Wind. Ich strich die Satteldecke auf Wellington's Rücken glatt und legte ihm dann den Dressursattel auf. Wie üblich hielt der Rappe brav still, während ich ihn fertig machte. Ana und Samuel standen mit einer Kamera bewaffnet am Dressurviereck, um Wellington's Abschlussarbeit zu dokumentieren. Ich führte den Rappen zu meinen beiden Angestellten, gurtete nach und schwang mich in den Sattel. Dann wärmte ich das Warmblut um das Viereck herum auf. Als ich Ana zunickte, drückte sie auf einen kleinen Knopf der Musikanlage und eine klassische Melodie schallte über den Hof. Wellington spitzte die Ohren und passte seinen Schritt unmerklich an. Ich strich ihm über den Hals, bevor ich die Zügel aufnahm und im Arbeitstrab in das Viereck einritt. Bei X brachte ich Wellington geschlossen zum Stehen und grüßte Ana und Samuel, wobei ich mir ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Gleich darauf konzentrierte ich mich jedoch wieder auf mein Pferd, immerhin wollte ich ihn so gut wie möglich durch diese Aufgabe führen. Ich trabte Wellington erneut an und wendete dann zu einer halben Volte nach rechts und gleich darauf zu einer halben Volte nach links ab. Dann nahm ich Wellington zurück und versammelte den Hengst. Sofort trat er fleißiger unter, richtete den Hals auf und senkte die Kruppe ab. Ich strich ihm zufrieden über den glänzenden Hals. Wir wechselten im Mitteltrab durch die ganze Bahn und zeigten dann Übergänge vom versammelten Trab zum Mitteltrab und umgekehrt. Wellington hatte die Ohren leicht nach hinten gerichtet und reagierte beinahe in derselben Sekunde auf meine Kommandos, in der ich sie gab. Wir tanzten im Trab durch das Viereck, bis wir bei X erneut zum Halten kamen. Dort nahm ich die Zügel ein wenig an und ließ Wellington eine Pferdelänge rückwärts treten, bevor ich ihn im Mittelschritt anritt. Wir wendeten auf die linke Hand ab und ritten auf dem zweiten Hufschlag. Ich parierte den Rappen zum Halt durch und führte ihn Tritt für Tritt durch die Hinterhandwendung. Wellington kaute eifrig auf dem Gebiss und bewegte gehorsam seine Vorhand um 180 Grad um seine Hinterhand herum. Ich ritt das Warmblut im Mittelschritt auf den Zirkel und galoppierte ihn zur geschlossenen Zirkelseite hin im versammelten Galopp an. Wir ritten aus der nächsten Ecke kehrt und galoppierten im Außengalopp weiter. So richtig pudelwohl schien sich der Rappe bei dieser Lektion noch immer nicht zu fühlen, doch mit etwas Bestätigung meinerseits, behielt er den Außengalopp bei, bis ich ihm ein anderes Kommando gab. Bei A ritt ich mit Wellington einen einfachen Galoppwechsel, sodass wir nun wieder auf der inneren Hand galoppierten. Im versammelten Galopp zeigten wir erneut eine Kehrt aus der Ecke, um wieder im Außengalopp zu gehen. Nach einem weiteren Galoppwechsel präsentierten Wellington und ich Übergänge vom Mittelgalopp in den versammelten Galopp. Als wir schließlich zum letzten Mal auf die Mittellinie abwendeten und bei X zum Halten kamen, strahlte ich über das ganze Gesicht. Wellington schwitzte zwar ein wenig, schien aber äußerst zufrieden mit sich zu sein. Und genauso ging es mir auch. Der schöne Hengst hatte den Aufstieg in Klasse L der Dressur mit Bravour gemeistert und von jetzt an konnten wir den Aufstieg in der Military ins Auge fassen. Nun hatte Wellington sich jedoch ein paar Extra-Haferplätzchen verdient.
    22. November 2020 | Wellington ‧ Dressur L-M | von Occulta

    Mein Atem bildete Wölkchen, als ich an diesem Morgen zum Parkplatz lief. Ich wollte dort Wellington empfangen, ein neues Trainingspferd. Es war grau und neblig, etwas anderes konnte man um diese Jahreszeit in England kaum erwarten. Trotzdem begrüssten Hunter Crowley und ich uns fröhlich. Er vertraute mir seinen Rappen für die kommenden zwei Wochen an, damit ich ihn auf die Lektionen der M Klasse in der Dressur vorbereiten konnte. Wir brachten den Hengst in sein temporäres Asyl im Nordstall. Beim Reinkommen wurde er gleich von Co Pilot, der seine Box direkt neben dem Eingang hatte, mit einem Brummeln begrüsst. Wir hielten den Kontakt der beiden aber kurz – sie hatten später noch genug Zeit, sich auf der Weide kennenzulernen. Ich zeigte Hunter die Box und wir verräumten die mitgebrachte Ausrüstung ordentlich in der Sattelkammer. Ich wollte den Pferdebesitzer noch auf eine Tasse Tee einladen, aber er erklärte, dass er seine Fähre erwischen musste. Als wir den Nordstall verliessen und Wellington realisierte, dass Hunter ihn zurückliess, wieherte der Hengst aufgebracht. Hunter meinte, das sei typisch für den Hengst; er werde zwar eine weile eingeschnappt sein, sich dann aber beruhigen. Ich schmunzelte – solche Charaktertiere waren mir die liebsten. Wir verabschiedeten uns und ich ging meiner Arbeit auf dem Hof nach, um Wellington erstmal ankommen zu lassen. Doch schon am Nachmittag begannen wir mit der ersten Trainingseinheit, damit wir die kurze gemeinsame Zeit optimal nutzen konnten. Der Rappe beäugte mich skeptisch beim Putzen – ich fragte mich, was in seinem Kopf wohl vorging. „Keine Sorge“, sagte ich absichtlich auf Deutsch, denn das Gut Schwarzfels lag ja in Deutschland. „Hunter holt dich ganz sicher wieder ab in vierzehn Tagen. Ich an seiner Stelle würde es jedenfalls tun – so einen schicken Burschen wie dich gibt man nicht einfach weg.“ Ich sattelte ihn und führte ihn auf den Sandplatz. Der Boden war perfekt, frisch gewässert durch die Regenschauer der letzten Tage, aber ohne Pfützen. Zum Aufwärmen machten wir zehn Minuten Schritt, wobei ich den Hengst bereits mit ein paar Schenkelweichen und kleinen Volten in Stellung in Arbeitsstimmung brachte. Er kaute auf seiner Trense herum und war schön geschmeidig, aber man merkte, dass er etwas misstrauisch blieb und noch nicht so recht wusste, was er von mir halten sollte. Nach dem Einwärmen begann ich, jeweils anfangs der langen Seite der Bahn eine kleine Volte zu reiten und anschliessend daraus heraus das Schulterherein abzuleiten. Am Anfang war Wellington etwas verwirrt und dachte, ich wollte abbiegen. Ich verhinderte dies mit dem Wandzügel und blockierte ihn am inneren Schenkel, zusätzlich trieb ich unterstützend seine Hinterhand etwas nach aussen. Nach dem zweiten Versuch schaffte er ein paar schöne Tritte, woraufhin ich ihn gleich lobte und strecken liess. Ich stellte dadurch sicher, dass er die Lektion verstand. In den folgenden Runden blieb er an der Wand und stellte sich willig nach innen. Ich verlangte immer nur wenige Schritte, denn Schulterherein war anstrengend für darin unerfahrene Pferde. Ausserdem bekam er so immer gleich die Belohnung für das richtige Interpretieren meiner Hilfen, was ihn bestärkte. Als zweite Übung wählte ich heute die Galopparbeit, wobei ich Tempowechsel und Übergänge in den Mittelpunkt stellte. In der M-Dressur waren auch Übergänge vom Galopp direkt in den Stillstand gefordert. Ich begann aber zuerst mit den ihm Bekannten Übergängen in den Schritt. Darauf baute ich dann auf. Damit er das Gewicht auf der Hinterhand behielt und nicht einfach mit den Vorderbeinen einsteckte beim Anhalten, liess ich ihn jeweils kurz nach dem Halt zwei Schritte rückwärtsgehen. Weil er die Rückwärtstritte mit der Zeit bereits erwartete, hielt er sich quasi bereit, indem er schon rückwärts dachte und entsprechend sein Gewicht verlagerte. Zuletzt hüpften wir über ein Cavaletti auf der Mittellinie, als Vorbereitung auf die fliegenden Galoppwechsel. Danach liess ich es für den ersten Tag gut sein, um ihn nicht gleich zu schocken.

    Wir übten fleissig, aber natürlich nicht jeden Tag – sonst wäre dem Rappen die Arbeit mit mir wohl rasch verleidet. Stattdessen nutzte ich auch das Gelände als Abwechslung. Das hiess nicht, dass wir dabei nicht auch etwas lernen konnten: den Wechsel zwischen normalem und starkem Galopp liess sich auf den Feldwegen mit breitem Rasenstreifen hervorragend üben, ebenso natürlich Trabverstärkungen und starker, raumgreifender Schritt. Wellingtons Verstärkungen wurden im Verlaufe der beiden Wochen ausdrucksvoller und zugleich kontrollierter, denn auch das Aufnehmen nach dem Zulegen war wichtig und musste deutlich sichtbar klappen. Wir schafften nach der ersten Woche erfolgreich erste fliegende Wechsel ohne Stange oder Cavaletti, und auch die Seitengänge fielen dem Hengst immer leichter. Je länger wir zusammen arbeiteten, desto mehr begann Wellington auch, sich auf mich einzulassen und sich wirklich zu entspannen unter dem Sattel, was am Anfang noch nicht der Fall gewesen war. Den letzten gemeinsamen Trainingstag nutzte ich nochmal für den Feinschliff. Hunter kam pünktlich um zuzusehen, wie wir es verabredet hatten. Ich demonstrierte ihm die Verstärkungen und die Galoppwechsel, dann nutzte ich den gewonnenen Schwung für die Seitengänge, die ja bekanntlich eher bremsend wirkten. In der Traversale musste ich noch etwas an der Stellung des Hengstes feilen – er hielt den Kopf manchmal zu sehr nach innen. Am Ende erklärte ich Hunter, woran er weiterarbeiten solle und schlug ihm ein paar Übungen vor; dann wurde es Zeit, Wellington reisefertig zu machen. Willig folgte er Hunter in den Transporter. Mir war allgemein aufgefallen, dass der Rappe sehr angenehm im Umgang war und eigentlich nie Probleme gemacht hatte. Ich konnte ihn zum Abschied nochmal streicheln, ehe Hunter die Klappen schloss und sich mit seinem Vierbeiner auf den Weg machte. Ich wünschte den beiden eine gute Reise und freute mich schon darauf, von den künftigen Erfolgen des Hengstes zu lesen.
    13. Dezember 2020 | Fahren L-M "Wellington" | von sadasha

    Ich hatte aktuell allen Grund stolz zu sein. Meine Stuten waren jetzt ausnahmslos alle prämiert und als Zuchtstuten einsetzbar. Mein Fokus lag nun auf Wellington und ich hatte vor ein paar Tagen das Fahrtraining etwas ausgebaut. Wir arbeiteten vermehrt an Trittsicherheit, Wendigkeit und Ausdauer. Für das heutige Training spannte ich Wellington abermals vor die große Kutsche und stieg auf den Fahrerbock. Mit einem motivierenden Schnalzen und Lockerung der Zügel ging der Hengst los. Er liebte es eingespannt ins Gelände zu gehen und dort zu trainieren. Wir passierten das Hoftor und schlugen den direkten Weg über die Felder in Richtung Wald ein. Auch ein kurzes Stück Straße mussten wir fahren, ehe wir endlich auf unserer Übungsstrecke im Wald waren. Man konnte hier gut Runden drehen udn beim aktuellen Wetter gab es hier viele Unebenheiten und Pfützen, die Wellington nichts anhaben durften. Wir begannen im Schritt die Strecke einmal abzugehen und uns aufzuwärmen. Dann steigerte ich die Geschwindigkeit und achtete darauf, dass Wellington sich ordentlich an den Zügel stellte und in Kurven gut bog und nicht verkrampfte. Damit hatte der Rappe keine Probleme und er genoss die Gymnastizierung. Einen leichten Galopp konnten wir ebenfalls wagen, wobei ich es für schlecht erachtete auf Fullspeed zu gehen. Die Chance war zu groß, dass der Rappe ausrutschte und wir uns verletzten. Nach einigen Runden schlug ich den Heimweg an, machte aber einen Zwischenstopp auf einer trockenen Langstrecke um hier auf Geschwindigkeit zu gehen. Wellington spannte kurz vor meinem "Go!" jeden Muskel an und heizte dann ordentlich ein. Er gab Alles und freute sich, als am Ende des Weges doch die ein oder andere flache Pfütze durchkreuzt werden musste. Als wir wieder zu Hause waren waren wir beide nass und dreckig. Ich longierte Wellington noch etwas ab, nachdem ich ihm das Geschirr abgenommen hatte. Nach gut drei Stunden waren wir mit Allem fertig und ich notierte mir ein paar Eckpunkte, die mir beim heutigen Training aufgefallen waren, damit ich beim nächsten Mal dort ansetzen konnte. Es dauerte noch gut einen Monat intensiven Trainings, ehe ich mir sicher war, dass wir uns im Fahren auch auf einem M Turnier beweisen könnten. Wir liefen ein Turnier mit um das Ergebnis als Zertifikat für unsere gelungene Stufenerhöhung vorzeigen zu können. Als nächstes standen nun die Vorbereitungen zur Hengstkörung an.

    Die Kür
    Heute hatte ich meinen Rapphengst Wellington ordentlich herausgeputzt. Sogar sein Langhaar hatte ich eingeflochten, auch wenn das bei dem Rheinländer immer viel Geduld verlangte. Wie kann man es denn auch wagen an seiner Mähne herumzufummeln? Jedenfalls, hat es am Ende doch noch geklappt und wir standen motiviert auf dem Veranstaltungsgelände der Hengstkörung, wo wir auf unseren Aufruf warteten. Als die Durchsage endlich kam ritten wir in die Halle ein und grüßten die Richter von der Hallenmitte aus.Wellingtons Anspannung spürte ich mit jeder Faser und die Energie schwappe auf mich über, als wir mit unserem Ritt begannen. Zuerst stellten wir auf der linken Hand Schritt, Trab und Galopp des Rappen vor. Dabei wechselten wir durch verschiedene Hufschlagfiguren, wie den Zirkel oder Schlangenlinien. Das ganze wiederholten wir auch für die rechte Hand, bis alle Grundgangarten auf beiden Seiten vorgestellt wurden. Am Ende der Kür standen wir wieder in der Hallenmitte und verabschiedeten uns von den Richtern, ehe wir die Halle verließen. Jetzt hieß es: Warten bis alle Teilnehmer durch waren und die Ergebnisse verkündet wurden.
    1136 Zeichen | gezählt mit charcount.com | von sadasha

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    Bracelet, Stelli und Rhapsody gefällt das.
  6. Wolfszeit

    Wolfszeit Wölfchen❤️

    Meine Teilnahme
    mit

    ZM's Zanaro
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    ZM's Zanaro
    Zany
    Chipnr.: -

    Portrain folgt

    Stammbaum
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    von: Zazou
    von: Unbekannt aus der: Unbekannt
    von: Unbekannt aus der: Unbekannt von: Unbekannt aus der: Unbekannt

    aus der: Capallonia
    von:Thorondor aus der: Chayenne
    von: Nishane aus der: Therelmint von: Can't Resist xx aus der: Monsun xx

    Merkmale
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Geschlecht: Hengst
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geburtstag: 08.04.2011 /8 Jahre
    Geburtsort: -
    Stockmaß: 166 cm
    Gewicht: 479 Kg

    Deck-|Langhaar: Braun|Schwarz
    Abzeichen|Scheckung: Blesse
    Gencode: EeAa

    Charakter & Vorgeschichte
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    Energiegeladen|frech|liebevoll|umgänglich

    Zanaro ist ein energiegeladener Junghengst, welcher es liebt, seine Freiheit auf der Weide voll und ganz auszukosten, dort kann er sich manchmal frech zeigen. Aber auf der anderen Seite ist er jedoch auch ein liebevoller Kerl, der sehr umgänglich ist, sowohl mit seinen Artgenossen als auch mit seinen Menschen. Zanaro lässt sich super händeln. Er wird sicherlich noch viel Freude bringen, wenn er erst einmal auf der Rennbahn oder auf dem Reitplatz loslegt. Der Hengst ist in sich geschlossen sehr wohlgeformt und korrekt gebaut. Zanaro zeigt schon jetzt ein Talent im Freispringen, gute GGA und eine schnelle Galoppade.

    Nach seiner Grundausbildung soll der junge Hengst nun auch Erfahrungen in der Vielseitigkeit, also sowohl Dressur als auch Springen, wie auch im Busch, sammeln. Ob er sich später für eine dieser Sparten besonders geeignet zeigt, muss noch abgewartet werden. Vielleicht stellt er sich auch als der Newcomer in der Vielseitigkeit heraus, zumindest bringt er die besten Voraussetzungen mit. Ist er doch ein aufgeschlossenes, ausdauerndes und engagiertes Pferd.

    Gesundheit
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    Gesamteindruck: Gesund
    Krankheit: keine
    Hufbeschaffenheit: Gut
    Beschlag: Vorne & Hinten |Eisen mit Stollen

    Ausbildung & Potenzial
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    Springen: M
    Military: L
    Dressur: A
    Rennen: A
    Distanzrennen: E
    Fahren: L

    Siege
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    Zuchtinformationen
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    Schleife:
    Gekört: Nein
    Gewinnerthema:X
    Vorgesehen für die Zucht: Ja
    In der Zucht:
    Decktaxe: 0 Joellen

    Nachzucht: 0/10

    Besitzerlegende
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    Besitzer/Besitzerin: Wolfszeit
    Vorbesitzer/Vorbesitzerin: Canyon
    Verkaufsrecht/Ersteller: Kira

    Unterbringung: Box mit Stroh, ganztägiger Weidegang
    Reitbeteiligung/Trainer:
    Zu verkaufen: Nein
    Kaufpreis:/

    Spind/Pferdepass/PNG/Puzzle PNG

    Training
    03.2016|Gwen
    Dressur E → A

    Ungeduldig pustete ich in meine Tasse, es dauerte mir einfach immer viel zu lange, bis der Tee abgekühlt war. Den Morgen verbrachte ich heute nämlich gezwungenermaßen im Büro. Vor einer Woche hatten sich für März doch noch zwei Berittpferde gefunden und diese sollten heute ankommen. Auf meinem Tisch lagen ihre beiden Ordner, in welchen sich die Trainingspläne befanden, die ich gestern angefertigt hatte. Es waren immer nur grobe Skizzen, damit ich den Überblick nicht verlor.
    Die Pferde stammten von einem Gestüt aus der Eifel und waren beide ein bisschen mit Samthandschuhen anzufassen. Ersterer, ein englischer Vollbluthengst, war erst kürzlich angeritten worden und dementsprechend noch eine waschechte Remonte. Zweitere hingegen war schon auf L-Niveau was die Dressur betraf. Eine kräftige Hannoveranerstute, welche mit einer kleinen Macke kam, denn mit ihr konnte man nicht ins Gelände.
    Zum Glück traf mich das für unser Dressurtraining nicht sonderlich hart, so dass ich gelassen an die Sache gehen würde. Ich schlug die Hefter zu und machte mich daran, die beiden Gastboxen einzustreuen, damit es den Pferden von Anfang an gut ergehen würde. Denn in einer Stunde sollten sie auch schon hier antanzen, zumindest, wenn der Flug gut verlaufen war.
    Zur allseitigen Beruhigung lief alles nach Plan und Punkt zwölf trafen Zanaro und Butterblume bei uns ein. Gemeinsam mit dem Pfleger lud ich sie aus und brachte sie erst einmal auf ihre extra abgetrennten Weiden, damit sie sich die Beine vertreten konnten. Während ich die Papiere unterschrieb und alles an Ausrüstung entgegen nahm und verstaute, standen sie auch noch auf der Weide.
    Dann brachte ich sie aber erst einmal nacheinander in den Stall, wo sie ein volles Heunetz erwartete und sie sich erst einmal ein wenig ausruhen konnten. Heute würden wir nämlich noch nichts machen. Heute durften sie erst einmal ankommen und sich entspannen, ehe wir dann Morgen locker mit dem Training anfangen würden. Im Umgang waren beide auf jeden Fall schon einmal brav. Man merkte natürlich, dass Zanaro ein Junghengst war, aber es hielt sich in Grenzen.

    Am kommenden Tag integrierte ich die beiden Neulinge direkt in den normalen Alltag. Zuerst kurz vor acht die Fütterung und eine halbe Stunde später direkt auf die Weide. Den Morgen würden sie auch frei haben, da ich sowieso erst die Stallarbeit erledigen wollte und noch einmal in die Stadt musste. So würden sie sich noch einmal von gestern erholen können, ehe sie sich mit mir würden anfreunden müssen.
    Den Beginn wollte ich nach dem Mittag mit ZM’s Zanaro machen. Insgeheim war ich ja auf den Vollbluthengst gespannt, denn seine Besitzerin Kira Esenbeck hatte sehr von ihm geschwärmt. Mit seinem Stockmaß von 1.66m besaß er auch eine schöne Größe für mich doch relativ kleine Reiterin, so dass wir gut miteinander auskommen sollten.
    Da er erst kürzlich angeritten worden war, hatte ich Kira gebeten, mir den Bericht zu seiner Ausbildung mitzuschicken, der hatte mir nun gestern als Bettlektüre gedient. Wie bereits erahnt verfügte Zanaro über das Grundwissen der Schenkel- und Zügelhilfen, lief auf beiden Händen in allen drei Grundgangarten und kannte das Halten und Rückwärtsrichten. Auch die Bahnfiguren waren ihm nicht fremd.
    Nachdem ich ihn ordentlich geputzt hatte, sattelte ich ihn und dann ging es für uns raus auf den Platz. Der März begrüßte uns momentan nämlich mit frühlingshaftem Wetter und Sonnenschein, das musste man nutzen! Erst einmal führte ich Zanaro einige Runden umher, ehe ich nachgurtete, die Steigbügel einstellte und mich dann dank Aufstieghilfe auf seinen Rücken schwang.
    Im Schritt am langen Zügel ritt ich ihn in aller Ruhe warm und machte mich mit ihm bekannt, ehe ich die Zügel aufnahm und einige Zirkel und Volten ritt. Zanaro war sehr feinfühlig und angenehm zu reiten, auch im Trab und Galopp ließ er sich wunderbar sitzen. Da er bisher noch nicht viel aus der Dressur kannte, seine Besitzerin ihn aber sicher gerne auf Turniere schicken wollte, fingen wir heute mit dem grundlegensten überhaupt an: Dem Einreiten und dem Anhalten.
    In jeder Prüfung wurde es gefordert, das im Trab einreiten, anhalten und wieder antraben. Dabei war es nicht annähernd so einfach zu reiten, wie es klang, sondern bedurfte von Pferd und Reiter viel Aufmerksamkeit. Mit Zanaro wollte ich genau das üben, also ritten wir ab und an von C oder A auf die Mittellinie und parierten bei X immer erst einmal zum Schritt durch.
    Später folgte auf den Schritt das Halt und dann verkürzte ich die Schrittphase immer mehr. Zanaro sollte in aller Ruhe verstehen dürfen, was ich von ihm verlangte, bis er fast von selbst aus dem Trab anhielt. Mit dem Antraben aus dem Stand handhabten wir es genauso und schon am Ende der Stunde wusste Zanaro, was ich von ihm wollte und wie er zu reagieren hatte.
    Natürlich paukten wir nicht nur auf der Mittellinie, ich ritt heute Zanaro locker in der Bahn und schaute, wie es um seine Bahnfiguren-Kenntnisse stand. Er bog sich wirklich sehr schön auf den Wendungen und kannte vieles wie Diagonalen und Wechsel schon, so dass er nicht ausbrach.
    Für heute sollte es dann auch reichen, so dass ich Zanaro in Ruhe abritt, ihm dann die Abschwitzdecke überwarf und ihn zurück in den Stall führte. Dort wurde der junge Hengst abgesattelt und abgetrocknet, ehe er in seine Box durfte, um dort sein Belohnungsfutter zu holen und dann ging es auch wieder auf die Weide.
    Von dort nahm ich mir direkt Butterblume mit. Ihr merkte man schon im Umgang deutlich an, dass sie zwar brav und ruhig war, aber auch sehr ängstlich. Schatten fand sie teilweise besonders gefährlich. Mit ihr würde ich zum größten Teil nur in die Halle gehen, damit wir in Ruhe arbeiten konnten, doch nun ging es erst einmal zum Putzen und Satteln.
    In der Halle ritt ich Butterblume dann in Ruhe warm und bestaunte ihre schönen Gänge, sie stammte definitiv nicht von schlechten Eltern. Da Butterblume bereits L-Dressuren lief, sah ihr Trainingsplan anders aus. Je nachdem, wie sie sich heute machte, wollte ich schon mit den Verstärkungen in allen drei Gangarten beginnen.
    Auch so eine Sache, die wunderbar einfach klang, aber es nicht war. Verstärkung bedeutete immer eine Verlängerung der Schritte, kein Schneller-werden. Und das dem Pferd zu erklären, konnte ab und an schon einige Stunden dauern. Butterblume sollte sich aber zum Vorzeigeschüler mausern, denn bereits nachdem zweiten Anlauf den Trab auf der Diagonale zu verstärken, zeigte sie mehr als gute Ansätze.
    Auch im Schritt und Galopp übten wir das, immer gerne auf der Diagonale, denn es fiel den Pferden dort am leichtesten. Zwischendurch lockerte ich das Training durch viele Hand- und Tempiwechsel auf, ebenso ritt ich auch allerhand Bahnfiguren. Auch, um zu sehen wie Butterblume sich machte.
    Am Ende der Stunde war ich mehr als zufrieden mit ihr. Ich lobte sie ausgiebig und ritt sie ab. Generell spielte das Lob bei mir eine große Rolle, sobald ein Pferd etwas gut machte oder schon den Ansatz zeigte, lobte ich laut und ausgiebig mit der Stimme. Wie wir Menschen wurden auch Pferde sehr gerne gelobt, ich kannte eigentlich kein Lebewesen, was ein liebes Lob für gute Arbeit abschlagen würde und so gewann man jeden Charakter für sich.
    Auch Butterblume durfte den Rest des Tages auf der Weide verbringen. Die kommenden zwei Tage würde ich beide Pferde nur einmal am Tag reiten, aber ab dem vierten Tag wären sie dann morgens und nachmittags an der Reihe, damit wir das Gelernte besser festigen konnten. Nach den ersten Ritten heute würde ich auch die Trainingspläne noch ein wenig individualisieren.

    So ging es bei Zanaro in der Anfangszeit vor allem um die grundlegenden Dinge, ehe wir mit dem Mitteltempo begannen. Erst im Schritt und Trab und später auch im Galopp. Zanaro neigte gerne zum schneller werden, statt zum Kraft aufbauen, aber als es einmal Klick machte, war diese Sache auch gegessen. Viel interessanter waren für ihn sowieso die Schritt-Galopp-Übergänge. Er sprang dann immer richtig motiviert los, so dass man den Übergang nicht unbedingt als fließend bezeichnen konnte, aber Übung machte ja bekanntlich den Meister.
    Butterblume hingegen lernte mega schnell und verstand sich auch gut mit mir, so lange wir uns in der Halle befanden. Schnell hatten wir auch das Halten aus dem Galopp einstudiert, anfangs stockend, inzwischen wirklich künstlerisch. Momentan arbeiteten wir an Traversale und Travers. Heute legte ich eine Stunde nur dafür ein, wollte Butterblume dafür heute aber nur einmal Reiten.
    Besonders die Traversale verlangte dem Pferd viel Kraft ab, denn sie erforderte Schwung, Takt und Losgelassenheit. Wir erarbeiteten uns heute schon sehr gute Ansätze, auch wenn Butterblume mir ab und an noch aus der Aufrichtung fiel. Die Travers war natürlich simpler und diente als Pausenfüller, wenn wir beide einmal durchatmen wollten.
    Für Zanaro stand heute das Viereck vergrößern und verkleinern an. Ach ja, die schönen Seitengänge. Zum Glück waren das Aufgaben, die man vom Pferd ohne Probleme abrufen konnte, wenn man die Hilfen in perfekter Form gab. Auch Zanaro sprang sofort darauf an und wurde für jeden richtigen Schritt ausgiebig gelobt-
    Wie es nun normal war, verflog die Zeit wie im Fluge und die beiden waren schon gut zwei Wochen da. Mit Zanaro saß ich am letzten Punkt unseres Plans: Der Kehrtwendung auf der Vorderhand. Es fiel Pferden nicht immer leicht, denn dafür benötigten sie ein gutes Körpergefühl und Zanaro wurde dann gerne einmal ungeduldig und wollte unbedingt irgendetwas machen, statt in Ruhe auf mich zu warten.
    Butterblume war an den fliegenden Wechseln dran und heute gelang es uns zum ersten Mal, einen wirklich sauberen auf der Diagonalen zu reiten. Zu meiner Freude hatte ich ihn auch gefilmt, das machte ich sowieso gerne, wenn ich ohne Helfer trainierte, dann konnte ich sowohl mich als auch das Pferd besser kritisieren.
    So neigte sich unser Training dem Ende zu. Ich hatte Kira in regelmäßigen Abständen von dem Training berichtet und dementsprechend war sie nicht überrascht, als heute mein letzter Anruf erfolgen sollte. „Was soll ich sagen? Sie können alles“, meinte ich lachend und Kira lachte am anderen Ende des Telefons mit.
    Tatsächlich waren Butterblume und Zanaro vollends fertig, so dass ich sie wieder auf den Heimweg schicken konnte. Morgen früh würde es losgehen. Also druckte ich heute noch die Zertifikate, unterschrieb sie und verpackte sie in der edlen WHT-Mappe samt der Informationen für kira. Ich würde sie mit der Post schicken, während sie Pferde mit dem Flugzeug kamen und spätestens übermorgen würde alles wieder bei Kira in Deutschland sein.

    März 2016 | 10.608 Zeichen | Gwen

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    09.2016|Freise
    Springen E → A

    Ein weiteres Mal führte mein Weg zu Kira. Diese hatte ich bereits als Tierärztin schon mal besucht. Damals hatte ich mich jedoch um andere Pferde gekümmert, wie dieses Mal. Dieses Mal ging es nur um ein Pferd namens ZM's Zanaro. Ich sollte ihn im Springen von E auf A bringen. Eingesprungen war er von Heartland geworden, also war ich mir sicher, dass sein Grundwissen sehr solide war, da ich oft mit Amy zusammenarbeitete. Ich hatte meine Sachen gepackt und stand nun starkklar am Flughafen. Mein Flug würde ein bisschen dauern, da ich nicht in Deutschland starten würde sondern noch von unserem alten Gestüt. Ich checkte ein und suchte dann meinen Platz im Flugzeug. Kurz streckte ich mich und machte es mir schließlich für die nächsten Stunden bequem. Am Flughafen in der Eifel ankommen wurde ich schon erwartet. Kira hatte Lars, ihren Freund geschickt. Es sollte mich abholen und so stiegen wir nun auch schon in seinen Wagen. Am Hof stiegen wir gemeinsam aus und er nahm meinen Koffer. Dann zeigte er mir meine Unterkunft für die nächsten Tage und schließlich kam auch Kira. Sie begrüßte mich und ging mit mir gleich in den Stall. Sie zeigte mir den Hengst und gemeinsam holten wir ihn aus der Box. Zusammen putzten wir ihn und sattelten ihn. Er bekam ein Leckerlie und schlussendlich trensten wir ihn. Wir drei gingen auf den Platz, wo mir Kira ihn kurz vorreiten wollte und ich selber auch noch einen Parcours reiten wollte. Ich schaute vom Rand aus zu und machte mir bereits ein paar Notizen. Ich klopfte dem Hengst nach Kiras Ritt den Hals. Ich stieg auf den Rücken des Hengstes und klopfte ein weiteres Mal seinen Hals. Ich ritt ihn ein paar Runden im Schritt und im Trab, bevor ich ihn schließlich durch den Parcours im Galopp gehen ließ. Ich klopfte nach dem ersten Training seinen Hals ausgiebig und ritt ihn lange ab. Gemeinsam mit Kira brachte ich ihn in seine Box und besprach alles für die nächsten Tage, welche ich hier verbringen würde. Sie stimmte mir zu, schlug jedoch nur eine Änderung vor, da der Hengst bald an einer Hengstkörung teilnehmen sollte. Wir strafften den Trainingsplan ein bisschen und so vielen zwei Tage komplett weg. Ich ging in mein Zimmer und duschte mich noch. Am Abend gab es noch etwas zu essen und ich ging auch schon schlafen.
    Am nächsten Morgen holte ich den Hengst aus seiner Box und putzte ihn. Dann platzierte ich seinen Sattel und seine Trense auf ihm. Schlussendlich verschnallte ich noch die Garmaschen und führte ihn nach draußen. Am Platz stieg ich auf seinen Rücken und ritt ihn warm. Nachdem er warm genug war, galoppierte ich ihn an und ließ ihn dann zum ersten Mal den E-Parcours springen. Ich erhöhte die Stangen bis ans Ende des E-Niveaus und sprang ihn ein weiteres Mal. Ich ritt den Hengst wieder ab und klopfte seinen Hals. Damit war das erste Training für heute schon beendet. Die zweite Trainingseinheit würde heute Abend folgen. Schnell schwang ich mich von seinem braunen Rücken und führte ihn dann zur Weide. Dort durfte er erst mal laufen, natürlich ohne Sattelzeug. Dieses trug ich in den Stall und räumte es auf. Ich ging nach drinnen und aß etwas. Bis abends verbrachte ich den Tag damit mir Gedanken über meinen eigenen Weideplan zu machen. Abends holte ich mir den Hengst nochmal und ging nochmal den Parcours von heute Morgen.
    Die nächsten Tage bestanden aus unterschiedlich vielen Trainingseinheiten. Manchmal musste er nur einmal am Tag ran, aber dafür vielleicht länger, an anderen Tagen hatte er zwei kurze Trainingseinheiten. Zur abgemachten Zeit war ich mit dem Training fertig und Kira konnte ihn ohne große Probleme durch den Parcours mit dem A-Niveau reiten. Ich stellte ihr noch das Zertifikat aus und flog dann auch schon wieder zurück. Ich war mir sicher noch einiges von dem kleinen, braunen Hengst zu hören.

    Training
    10.2016|Samanta
    Military E → A

    Spontan hatte ich noch einen Auftrag rein bekommen, der mich zu Kira aufs Gestüt Milky Way führte. Ich sollte ihren Hengst ZM's Zanaro im Military trainieren. Der junge Hengst sollte Erfahrungen in allen drei Bereichen der Vielseitigkeit sammeln, damit die Besitzerin herausfinden konnte, wofür er sich am besten eignete. Ich freute mich, dass ich zu einem der Trainer gehörte, der den Hengst trainieren durfte, denn was man mir so erzählt hatte, klang sehr vielversprechend. Am Hof angekommen, machte ich mich erstmal auf die Suche nach Kira, die mich kurz herumführte und mir dann zeigte, wo ich übernachten würde. Anschließend führte sie mich direkt in den Stall und zeigte mir Zanaro. Der Hengst knabberte interessiert an meiner Hand und ließ sich von mir kraulen. "Er ist eigentlich ein ganz friedlicher, aber manchmal packt ihn der Übermut." Ich schmunzelte und sagte:"Damit komme ich schon klar, denke ich." Nachdem wir ihn fertig gemacht hatten, ließ ich ihn mir von Kira vorreiten und stellte recht schnell fest, dass ich es mit einem ruhigen Zeitgenossen zu tun hatte, der zwar ab und an auch mal seine fünf Minuten hatte, aber ansonsten sehr einfach zu händeln war. Wir tauschten also Position und ich machte mich mit dem Hengst vertraut. Man merkte ihm schon an, dass er noch recht jung war, aber er hörte gut auf meine Hilfen und ließ sich brav von mir reiten. Das Kennenlernen hatte gut funktioniert und ich war mir sicher, dass wir das Training gut hinter uns bringen würden. Die nächsten zwei Wochen verbrachte ich damit den Hengst in der Halle, auf dem Platz und im Gelände zu reiten, um mich mit ihm vertraut zu machen und auch schon die ersten Sprünge zu bewältigen. Bisher nur 'normale' Sprünge auf dem Platz und in der Halle, um einfach zu schauen, wie wir beide miteinander harmonierten. Bei den Geländeritten merkte ich schnell, dass er viel Feuer unterm Hintern hatte und gerne mal übermütiger wurde, dabei aber immer kontrollierbar blieb. Er war mutig - was wichtig fürs Geländespringen war - und ließ sich auch in Situationen, in denen er unsicher wurde, gut kontrollieren und überzeugen, dass er keine Angst zu haben brauchte. Gegen Ende der zweiten Woche verabredete ich das erste Mal mit Kira, dass wir gemeinsam auf die Geländestrecke gehen würden, damit er zeigen konnte, was er bereits drauf hatte. Wir kombinierten das mit einem entspannten Ausritt und unterhielten uns über mein weitere Vorgehen. Ich wollte erstmal auf der Einsteigergeländestrecke mit dem Hengst üben, bis wir sicherer wurden und dann erst mit den höheren Hindernissen anfangen, immer mal wieder einfließen lassen. Das erste Training im "Busch" verlief besser als gedacht. Der Hengst war mutig und sprang ohne zu zögern über die Hindernisse. Ich konnte mir gut vorstellen, dass er in diesem Bereich noch einiges zu bieten hatte. Ganz sicher konnte man sich da aber noch nicht sein. Er brachte aber auf jeden Fall den nötigen Mut mit. Die folgenden Wochen gestaltete ich sehr abwechslungsreich mit Pausentagen, Geländeritten, Geländespringen, Halle und Platz, manchmal auch nur eine ausführliche Putzsession oder ein kleiner Spaziergang. Der Hengst arbeitete bereitwillig mit, hatte manchmal so seine Anwandlungen, aber machte sich von Tag zu Tag besser. Schließlich war er soweit, dass wir die ersten A-Hindernisse mit einbauen konnten. Hier zeigte sich der enorme Mut des Hengstes, denn nachdem ich ihn warm geritten hatte, steuerte er ohne zu zögern auf das Hindernis zu und sprang mit einem gewaltigen Satz, der mich zugegebenermaßen fast aus dem Sattel gehoben hätte, über das Hindernis. Ausgiebig lobte ich ihn und sagte:"So hoch brauchst du noch gar nicht." Lachend klopfte ich ihm den Hals und sprang noch einmal über das gleiche Hindernis. Diesmal klappte es schon besser mit dem Einschätzen der Höhe. Ich wendete mich dann wieder dem vertrauten Pacours zu und beendete das Training nach einer halben Stunde. Jeden Tag kam ein neues Hindernis des A-Pacours hinzu, aber weiterhin legte ich auch Pausentage ein oder machte ein abwechslungsreiches Programm zu Hause, damit er nicht in einen Trott verfiel und das ganze nur noch abspulte und auch mal runterkam. Er machte sich gut und ich hatte das Gefühl, dass das "Buschreiten" ihm Spaß bereitete. Er war konzentriert bei der Sache und lernte enorm schnell, sodass ich bereits nach 6 Wochen das Training für beendet erklären konnte. Der Hengst überwand souverän sowohl mit mir, als auch mit Kira die Hindernisse und hatte keinerlei Probleme mit der Höhe oder den neuen Hindernissen. Ich verabschiedete mich schließlich von Kira und ihrem Hengst und legte ihr nahe, dass sie trotzdem immer wieder mit ihm trainieren sollte, damit sich die Sicherheit festigte und nicht irgendwann verschwunden war. Training nach dem Training also. Ich traute ihr das durchaus zu und freute mich schon, die beiden eventuell auf kommenden Turnieren zu sehen. "Halt mich doch gerne auf dem Laufenden, wie es so läuft",sagte ich zum Abschied, bevor ich mich auf den Nachhauseweg machte. Es war eine schöne Zeit gewesen,aber ich freute mich auch schon sehr auf zu Hause.

    Oktober 2016 | 5.145 Zeichen | Samanta

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    02.2017|Friese
    Dressur A → L

    Heute durfte ich mal wieder mit Elena zu einem Auftrag fliegen. Sie hatte vor ein paar Wochen bereits bei Kira eine Stute trainiert, aber dieses Mal standen gleich vier Pferde auf der Liste. Zum einen Valentine’s Candy Fireflies und Daisy Dee, welche ich trainieren soll und zum anderen ZM’s Zanaro und Lady Moon, diese sollten von Elena trainiert werden. Sie kannte die Pferde schon, ich jedoch noch nicht. Genauso wenig wie ich Kira kannte. Am Hof angekommen wurde ich sehr freundlich von ihr begrüßt. Wobei ich eigentlich von keinem meiner bisherigen Kunden unfreundlich begrüßt worden war, höchstens ein bisschen gestresst. Kira führte mich auf dem Stall herum, während Elena den Koffer auf unser Zimmer brachte. Ich begann gleich damit mir Valentine’s Candy Fireflies aus der Box zu holen. Ich putze ihn und klopfte schließlich seinen Hals. Als nächstes holte ich das Sattelzeug und platzierte es auf seinem Rücken. Ich bandagierte seine Beine und trenste ihn auf. Ich klopfte nochmal seinen Hals und ging mit ihm und Kira zum Platz. Elena machte in der Zwischenzeit Lady Moon fertig. Ich ritt den Hengst warm und klopfte seinen Hals. Danach begann ich mit dem ersten Kennenlernen des Hengstes. Kira hatte mir einiges über den Holsteiner erzählt. Dies konnte ich nun im Training wieder gekonnt anwenden. Ich ritt ihn warm und begann dann die Grundlagen abzufragen. Diese schienen bei ihm trotz seines jungen Alters schon gut zu sitzen. Ich lobte ihn immer wieder und ritt ihn dann ab. Elena war in der Zwischenzeit mit Lady Moon auf den Platz gekommen und hatte sie auch warmgeritten.

    Zur gleichen Zeit aus Elenas Sicht:
    Während Kira und Simon zum Reitplatz gegangen waren, putzte ich Lady Moon und klopfte ihr immer wieder den Hals. Ich sattelte und trenste sie. Schließlich ging auch ich mit ihr auf den Platz. Dort stieg ich auf ihren Rücken und ritt sie warm. Die Grundlagen hatte ich schon bei meinem letzten Besuch abgefragt und so konnte ich gleich mit dem Training anfangen, während ich dies machte ritt Simon fertig ab und brachte dann den Hengst, welchen er geritten hatte, wieder in den Stall. Ich verpasste in der Zwischenzeit der Stute die letzten Feinschliffe auf A-Niveau. Ich klopfte ihr danach den Hals und ließ den Zügel lang. Sie hatte sehr gut mitgemacht und ich belohnte sie nach dem Reiten dafür mit einem Leckerlie. Ein weiteres Mal klopfte ich ihren Hals und führte sie dann auch in den Stall. Ich band sie vor der Box an und machte sie schließlich auch für die Weide fertig. Simon und Kira waren schon auf dieser und hatten Fireflies dort wieder laufen und fressen lassen. Ich stellte Lady Moon in Ruhe ab und nahm mir dafür ZM’s Zanaro mit. Ich klopfte dem Hengst den Hals. Wir kannten uns bereits und so konnte ich heute gleich mit dem Training anfangen. Ich putzte ihn als erstes und ging dann zum Platz. Simon war bereits voll im Training drinnen. Seine Stute Daisy Dee trabte brav unter ihm und nahm alle Hilfen an, welche er ihr gab. Er ritt alle erforderlichen Bahnfiguren der E-Lektion. Nachdem er damit auch fertig war und ich und Zanaro einige der Aufgaben der A-Lektion nochmal geübt hatten. Ich klopfte dem Hengst den Hals und ritt ihn ab. Während ich damit beschäftigt war, brachte Simon Daisy Dee auf die Weide. Ich brachte den Hengst nachdem er trocken war auch auf diese. Ich räumte seine restlichen Sachen auf.

    Aus Simons Sicht:
    Nach dem Training hatte ich Daisy Dee auf die Weide gebracht und war danach duschen gegangen. Als Elena auf unser Zimmer kam, räumte ich bereits unsere Koffer aus. Sie ging auch noch duschen und machte sich ein bisschen frisch. Wir wollten heute Abend noch eine Kleinigkeit essen gehen und hatten uns dafür Kiras Wagen leihen dürfen. Ich zog mich um und Elena war auch bald fertig. Wir fuhren in die Stadt und fanden ein kleines, süßes Restaurant. Nach dem Essen fuhren wir wieder auf den Hof und bedanken uns noch bei Kira. Der Abend war sehr schnell vorbeigegangen und wir gingen jetzt ins Bett.

    Die nächsten Tage aus Simons Sicht:
    Das Training in den nächsten Tagen wurde von Mal zu Mal besser. Sowohl mit Candy Fireflies als auch Daisy Dee lief es immer besser. Beide nahmen die Hilfen besser an und die Aufgaben wurden von Tag zu Tag sicherer. Einmal in der Woche hatte jedes der Pferde einen Tag Pause. Bei Daisy Dee war dieser Tag Mittwoch und bei Candy Fireflies war es Freitag. Dadurch, dass sie bei der Dressur nicht so viel Ausdauer brauchten wie bei der Distanz und viele Aufgaben von der Hand aus nicht zu üben waren, trainierten wir nur einmal am Tag. Dadurch dauert alles natürlich auch ein bisschen länger und ich musste meinen Trainingsplan nochmal verändern. Dies sprach ich mit Elena und Kira ab. Sie waren beide damit einverstanden, denn auch Elena musste das Training um ein paar Tage verlängern. Die Pferde machten zwar super mit, aber so aufnahmefähig wie wir dachten, waren sie scheinbar doch einfach nicht. Das Überfordern der Pferde nur um schneller weiter zu kommen war auch keine Lösung, denn dadurch mussten wir die Übungen nur öfter wiederholen oder die Pferde wurden bockig. Das war uns von Anfang an klar gewesen. Schließlich gehört dies zum kleinen 1x1 der Ausbilder. Wir hingen den überarbeiten Plan aus und sowohl Elena als auch ich schrieben uns einige Details auf.
    Die Übungen wurden von Mal zum Mal besser und hin und wieder hatte man das Gefühl der Tag war wie im Flug vorbei. Meistens dachte ich jedoch die Zeit dauerte noch viel zu lange bis wir wieder daheim waren. Dies lag aber wahrscheinlich nur daran, dass mir unsere eigenen Pferde doch auch sehr fehlten. Ich übte mit Candy Fireflies und Daisy Dee sowohl die erforderten Gangarten, Bahnfiguren als auch Lektionen. Candy fiel der Arbeitstrab um einiges leichter als Daisy Dee. Ihr hingegen fielen die Volten leichter. Sie bog sich besser und ließ hierbei mehr los als der Hengst. Das Halten aus dem Trab wurde auch immer besser. Sie blieben beide geschlossener stehen, als anfangs und die Schlangenlinien wurden auch immer präziser. Alles in allem nahmen die beiden die Hilfen besser an und am Ende konnte ich alles Lektionen, Bahnfiguren und Gangarten abrufen, welche für das Turnier notwendig waren.

    Aus Elenas Sicht:
    Ich war der Meinung, dass die Tage immer schneller vergingen, aber Simon war nicht dieser Meinung. Ich übte jeden Tag mit beiden Pferden, außer an den Tagen an welchen sie einmal die Woche Pause hatten. Der versammelte Trab und Galopp funktionierte immer besser sowohl bei ZM’s Zanaro als auch Lady Moon. Auch die Bahnfiguren wurden immer genauer und der Außengalopp klappte bei Lady Moon mittlerweile auch gut. Zanaro und ich harmonierten auch sehr gut miteinander. Das Training wurde von Tag zu Tag besser und wir kamen immer näher an das geforderte Niveau. Ich klopfte den beiden in der Früh die Hälse und machte als erstes Lady Moon für das Training fertig. Simon stand neben mir und machte Candy Fireflies fertig. Wir gingen zusammen zum Platz und ritten dann beide Pferde warm. Kira stieß zu uns und wir ritten die Kür vor. Ich klopfte Lady Moon den Hals nachdem wir fertig waren und ich ritt sie ab. Simon zeigte ein paar Aufgaben, welche nicht in der vorgerittenen Kür gefragt waren. Ich stieg vom Rücken der Stute und brachte sie auf die Weide. Dies war unser letztes Training gewesen und so verabschiedete ich mich noch von ihr. Als nächstes holte ich Zanaro und ritt auch ihn warm. Simon hatte die Aufgaben beendet und war bereits mit Fireflies auf der Weide. Auch er verabschiedete sich. Kira war bei mir auf dem Platz geblieben und sah mir nun beim Vorreiten von ZM’s Zanaro zu. Ich lobte den Hengst oft und er folgte brav auf die Hilfen. Hin und wieder hatte er noch leichten Beinsalat, aber er wusste was er machen sollte. Das weitere Training wurde Kira auch in aller Ruhe schaffen. Simon kam mit Daisy Dee auf den Platz und ritt sie warm. Danach führte auch er sie vor und präsentierte das neuerlernte. Ich ritt in aller Ruhe Zanaro ab und brachte ihn auf die Weide. Er bekam auch eine herzliche Verabschiedung und ich sah Simon noch beim Abreiten zu. Er brachte Daisy Dee auch auf die Weide und sagte auch ihr auf Wiedersehen. Wir stellten Kira noch die Zertifikate aus, gingen duschen und machten uns für unseren Nachtflug bereit. Kira würde uns zum Flughafen bringen und wir hatten noch ein paar Stunden Zeit bis dahin. Diese wurden mit ein bisschen Entspannung verbracht, da die Arbeit auf Kiras Gestüt ja getan war.
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    17.08.2020|Stelli
    Military L zu M

    Ich hatte mein Trainingscenter noch nicht lang eröffnet, schon klingelte mein Handy mit dem ersten Auftrag. Freudig nahm ich ab und hatte Alexander Lightwood an der Strippe. Es ginge laut ihm um ZM’s Zanaro, einen siebenjährigen Vollbluthengst, welchen ich im Geländespringen eine Klasse höher ausbilden sollte. Zu meine Überraschung befand sich das Pferd in Kanada, genauer gesagt in Edson, welches nach meinen Recherchen eine Kleinstadt in Alberta zu sein scheint. Ich freute mich sehr auf diesen Auftrag. Natürlich nahm ich ihn an und bereitete mich für die Reise nach Edson vor. Einige Tage später konnte ich bereits einen Flug nach Kanada bekommen und befand mich einige Stunden Später bei Whitehorse Creek, genauer gesagt Stàballan Madadh-Allaidh. Alexander empfing mich sehr herzlich am Hoftor und gab mir eine kleine Führung, bevor er mir mein Berittpferd zeigte. Wir blieben bei einem schicken, braunen Vollblüter stehen. Alexander erzählte mir ein paar Eckdaten und Fakten zu dem Hengst, damit ich ihn besser kennenlernen konnte. „Na, dann wollen wir mal!“, meinte ich zu Zanaro’s Trainer. Flott machte Alexander den Blüter fertig für die Geländestrecke. Laut meinen Planungen soll Alexander mir zuerst einmal den Hengst vorreiten. Ich beobachtete die beiden genaustens bei ihren Vorbereitungen und gab Zanaros Trainer zwischendrin immer mal wieder Tipps, die er hervorragend umsetzen konnte. Nach der Galopparbeit und kleinen Einsprüngen ging es an die Geländesprünge. Zanaro war sofort merkbar Feuer und Flamme mit gefühlt tausend Pferdestärken. Zanaro nahm die ersten Sprünge super. Viel Luft nach oben, an der Höhe sollte die bevorstehende Ausbildung nicht scheitern. Nachdem Alexander den ersten Baumstamm und die anschließende Bürste gemeistert hatte, kam er auf die kleine Bank zu. „Etwas mehr zurück!“, meinte ich durch mein Coatchphone zu ihm. Er nahm Zanaro mehr zurück und die beiden kamen passend zur schön über das feste Hindernis. Ich ließ das Pferd-Reiter-Paar nicht aus den Augen. Auch der kommende Tisch war kein Problem. Sie ritten die Strecke weiter und nach ca der Hälfte merkte ich, dass es am Grundtempo lag, wieso Zanaro meist einen halben Galoppsprung mehr oder weniger vor den Sprüngen machte. „Er wird müde.“, meinte Alexander. Jedoch beendeten die beiden die Strecke auf L-Niveau erfolgreich ohne größere Patzer. „Wir müssen zuerst an seiner Kondition arbeiten, bevor wir etwas höher und weiter werden.“, sagte ich. In der Klasse M sind die Strecken nochmal um fünfhundert Meter länger als in der Klasse L. Sonst würde die Kraft für die höheren Sprünge nicht reichen. „Wir wollen nicht, dass er auf mangelnder Kraft irgendwann sauer wird. Und Verletzungen wollen wir auch keine riskieren.“, fügte ich hinzu. Also stand vorerst Audauertraining auf dem Plan. Obwohl Zanaro ein Vollblüter ist, ist die Kombination aus Sprüngen und flotten Galopptempo sehr anstrengend. In den darauffolgenden Tagen und Wochen stand also primär das Konditionstraining an. Da Alexander seinen Job wirklich gut machte, trainierte ich ihn auf Zanaro vom Boden aus. Die beiden waren ein gutes Team. Man konnte förmlich zuschauen, wie Zanaro an Kraft zulegte. Die langen Galoppstrecken vielen ihm gefühlt von Mal zu Mal leichter, sodass ich beschloss, die ersten Sprünge wieder mit einzubauen. „Für den Anfang nehmen wir nur 10 Sprünge dazu. Wir probieren mal 5 davon auf dem höheren Niveau mitzunehmen.“, sagte ich entschlossen. Alexander nickte. Alexander galoppierte los und nahm das erste Hindernis mit. Der erste Sprung befand sich noch auf L-Nivau. Der zweite war bereits höher und weiter und ich war sehr gespannt, wie Zanaro reagieren würde. Zuerst schien er etwas zu zögern, sprang dann aber fehlerfrei. Bei den Auf-und Absprüngen merkte man, dass Zanaro noch etwas mit der hinzukommenden Erhöhung zu kämpfen hatte. Die nächsten Sprünge, Bürste und Baumstamm, waren dann wieder etwas niedriger. Nun stand der Trakehnergraben mit Wasser an. Wieder zögerte Zanaro und blieb sachte davor stehen. „Nicht schlimm! Neu anreiten, etwas mehr Grundtempo!“, meinte ich zu Alexander, der Zanaro kurz lobte und neu anritt. Ohne zu zögern sprang Zanaro. Kiste oder Tische hingegen ließen den Hengst unbeeindruckt. Lediglich das Wasser macht ihm zu schaffen, was man beim Wasser Ein- und Aussprung immer wieder bemerkte. Nach dem Beenden des Pacours auf zweitausend Metern stellte ich ein Fazit. „Wir müssen weiter an Kondition arbeiten, abwechselnd mit höheren Hindernissen, gern auch mit viel Wasser, dass das für ihn selbstverständlich wird.“, sagte ich zu Alexander, der mir zustimmte. Zanaro hatte in den letzten Wochen viel gelernt. Wir waren nicht weit davon entfernt, dass er sein erstes Gelände-M gehen konnte. Wir trainierten viel, jedoch mit genügend Erholungsphasen- und Tagen um Zanaro weiterhin zu fördern und zu fordern. Er wurde immer selbstsicherer; das Wasser stellte nach zwei weiteren Trainingseinheiten kein Problem mehr da. Nach vier Wochen war es dann soweit. Erstmals wollte ich Zanaro in einem kompletten Gelände-M testen. „So Alexander. Wie besprochen, diese Route.“, sprach ich und zeigte dem Trainer die Strecke, um die es ging. Er nickte. Ich war gespannt, wie Zanaro das gelernte diesmal umsetzen würde. Es waren heute zwanzig Sprümge, bestehend aus Hoch-Weit-Sprüngen wie Kisten, Bänke und Tische, sowie Ein-Aus-Sprünge und Kombinationen, mit und ohne Wasser, Hecken, Baumstämme, Graben, überbaute Gräben, Schweinerücken, normale Hochsprünge, diesmal als Hecke ausgebildet, Ecken, Graswall, einzelne Tiefsprünge, und Steilsprünge. Auf mein Signal galoppierten die Beiden los. In einem guten Grundtempo und mit viel Motivation. Die ersten fünf Sprünge waren ein Klacks für Zanaro. Auch als es bergauf ging, verließ ihn die Kraft nicht. Sprung 9 war ein Trakehnergraben mit Wasser, worauf ich gespannt war. Zanaro war vollkommen unbeeindruckt. Durch die gewonnene Kraft und Ausdauer schien ihm Höhe und Weite der Hindernisse trotz der längeren Strecke nichts mehr auszumachen. Sprung 13 war ein Einsprung ins Wasser. Wie selbstverständlich sprang der Braune ins kalte Nass, galoppierte hindurch und Sprang nach 4 Galoppsprüngen über einen höher gelegenen Baumstamm, der bergauf aufgestellt war, heraus. Zanaro galoppierte wie am Schürchen mit einem konstanten Tempo die Strecke etlang und nahm fast jedes Hindernis mit Leichtigkeit. Nachdem auch das letzte Hindernis geschafft war, kam Alexander nach dem Ausgaloppieren zu mir. „Genial!“, meinte ich. Nun konnte man es amtlich machen: Zanaro lief auf einem guten M-Niveau im Gelände. „Glückwunsch ihr Beiden!“, fügte ich hinzu. „Ich denke, meine Arbeit ist hier beendet. Die letzten Wochen haben Früchte getragen. Ihr seit bereit, in der höheren Klasse zu starten.“, grinste ich und Alexander tätschelte zufrieden den Hals des Hengstes. „Ich würde jedoch weiter an der Kondition arbeiten. Immermal wieder lange Strecken in einem gleichmäßigen Tempo galoppieren, damit die Kondition erhalten bleibt oder besser noch, weiter gestärkt wird. Die Höhe macht ihm keine Probleme. Jetzt müsst ihr nurnoch routinierter werden und euch auf fremden Strecken beweisen. Ich wünsche euch viel Erfolg für die kommenden Prüfungen!“
    Ich putzte meinem braunen Hengst noch ein letztes Mal über sein glänzendes Fell. Als ich an ihm vorbeiging um seinen Sattel zu holen suchte er neugierig nach einem Leckerlie. “Hier hast du eins Zany”, sagte ich zu ihm und strich ihm über die Schnauze. Fertig gesattelt und getrenst ging es zum Abreiteplatz bis unsere Nummer aufgerufen wurde. Nun ging es entspannt zur Halle. “Hier sehen sie ZM’s Zanaro vorgestellt von Alexander Lightwood”. Während der Kommentator etwas zu der Abstammung des Hengstes saget, ritt ich zu X, wo ich die Richter grüßte. Danach ritt im ich Trab an um bei E in eine Volte zu gehen. An der kurzen Seite folgt dann eine Hinterhandwendung, wonach es im Trab weiter ging. Im Mitteltrab wechselten wir durch die ganze Bahn. Für ein Springpferd meistert Zany das Prima. An der langen Seite parierte ich durch zum Mittelschritt. Fleißig schritt der Vollbluthengst vorwärts. Bei X hielt ich an richtete ihn Rückwärts und dann ging es auf der rechten Hand im Schritt weiter. Bei F Galoppierte ich den Hengst an und an der kurzen Seite folgte ein aus der Ecke kehrt. Im Außengallop ging es bis zu C wo ich einen einfachen Galoppwechsel ritt. Immer noch im Galopp wechselte ich wieder durch die halbe Bahn und bei A folgte ein Galoppwechsel. An der langen Seite ließ ich Zany etwas an Tempo zulegen und fing ihn vor der Ecke wieder ein. Bei C parierte ich zum Arbeitstrab. Im Trab ging es eine Runde um den Platz. Bei X hielt ich an grüßte die Richter und verließ am langen Zügel die Bahn.

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    Zuletzt bearbeitet: 10 Jan. 2021
    Bracelet und Rhapsody gefällt das.

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