[HK 507] Alle Hengste

Dieses Thema im Forum "Hengstkörungen" wurde erstellt von Rhapsody, 15 Sep. 2020.

  1. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    [HK 507] Alle Hengste

    Regeln:
    - Es dürfen nur Hengste teilnehmen! (Keine Stuten, Wallache oder Fohlen)
    - Jeder User darf nur mit bis zu drei Hengsten teilnehmen!
    - Es dürfen nur alle Hengste teilnehmen.
    - Bei Fragen: PN an mich (Rhapsody)
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com!
    - Alle Angaben auf dem Bild müssen korrekt sein
    - 5 Joellen an mich (Rhapsody) mit dem Grund: HK 507
    - Teilnehmerzahl ist auf 10 Pferde beschränkt!
    - Nur vollständige Teilnahmen einfügen
    - Es zählen nur die Angaben in diesem Thema
    - Das Pferd muss unbewegt vor dem Kürtext und Steckbrief auf einem offiziellen Hintergrund ersichtlich sein (verlinken reicht nicht)
    - Zusätzlich darf ein Bewegungsbild auf einem beliebigen Hintergrund hinzugefügt werden (das Bild darf allerdings nicht vor dem Hauptbild stehen)

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, sie darf geführt oder geritten werden:
    - Betreten der Halle/des Platzes und anschließendes Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerhengste werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    (muss verlinkt sein)
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz

    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerb-Schleife
    1 Punkt für jede Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte für jede Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Bild mit Zubehör
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Bild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:

    Username
    Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Teilnahmen und Überweisungen
    [1] ... ✔
    [2] ... ✔
    [3] ... ✔
    [4] ... ✔
    [5] ... ✔
    [6] ... ✔
    [7] ... ✔


    Disqualifizierungen
    ...

    Viel Erfolg!
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 Sep. 2020
    Stelli gefällt das.
  2. Stelli

    Stelli Bekanntes Mitglied

    Stellis Teilnahme mit
    Diamond's Shine

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    Steckbrief
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    Vom: unbekannt
    Vom: unbekannt
    Aus der: unbekannt


    Aus der: unbekannt
    Vom: unbekannt
    Aus der: unbekannt



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    Rufname: Shinie
    Geburtsjahr: 2010
    Stockmaß: 1.73 m
    Rasse: Trakehner
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Dunkelfuchs mit Flaxen
    Abzeichen: Keilstein, grosse Schnippe, 3x weiß
    Gesundheit: Sehr gut


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    selbstbewusst, teilweise impulsiv, energisch



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    Besitzer: Stelli
    Ersteller: Zambi
    VKR: Zambi
    Verkäuflich: Nein

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    Zuchtzulassung: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -
    Stationiert: -


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    Galopprennen Klasse: A
    Western Klasse: A
    Spring Klasse: L
    Military Klasse: M
    Dressur Klasse: L
    Distanz Klasse: A
    Fahren Klasse: M

    Eignung: Dressur, Springen
    Geritten: Ja


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    428. Militaryturnier, 457. Fahrturnier, 586. Springturnier, 431. Militaryturnier, 448. Distanzturnier, 546. Westernturnier, 468. Fahrturnier, 599. Dressurturnier, 447. Militaryturnier, 470. Fahrturnier
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    Shinie bei der Körung (Bewegung & Zubehör) | PNG



    Tierarztbericht vom 21.9.2020 -Pferdepraxis Sapala
    Heute machte ich mich auf den Weg zu Stelli. Mein heutiger Patient war ein junger Trakehnerhengst. Routinemäßig stand eine simple Untersuchung mit Impfen und Entwurmen an. Geplant pünktlich kam ich an und wurde herzlich in Empfang genommen. Diamond’s Shine stand bereits angebunden am Platz und spitzte neugierig die Ohren, als wir um die Ecke kamen. Nachdem ich meine Tasche abgestellt hatte, machte ich mich direkt an die Arbeit.
    Ich ließ mir den Hengst im Schritt und Trab auf dem Hof vorführen. Einmal auf der geraden Linie und einmal gebogen. Die Gänge waren taktklar und auch in der Biegung zeigte Diamond’s Shine keinerlei Schwierigkeiten. Somit war beim Bewegungsapparat alles einwandfrei. Also konnten wir zum Putzplatz zurückkehren und mit der Untersuchung weitermachen.
    Zunächst schaute ich in die Ohren, danach leuchtete ich die Augen ab und zuletzt der Blick ins Maul und auf die Zähne.
    Alles war in bester Ordnung und ich konnte mit dem Abhören weitermachen. Herz, Lunge und Darm hörte ich in Ruhe ab, aber alles klang einwandfrei. Kurz lobte ich das Pferd, ehe ich noch die Lymphknoten abtastete und zu guter Letzt die Beine hinabtastete. Ich konnte keine Auffälligkeiten entdecken und machte mich noch daran, die Körpertemperatur zu messen. Alles war im grünen Bereich.
    Damit konnten wir guten Gewissens impfen. Ein kurzer Blick in den Impfpass genügte und ich wusste, was heute alles anstand. Wir begannen mit dem Kombipräparat für Influenza und Herpes. Danach folgten noch Tetanus und Tollwut und dann waren die Impfungen auch schon geschafft. Abschließend gab es noch die Wurmkur ins Maul und direkt hinterher einen Apfel, damit die Paste auch schon im Pferd landete.
    Ich lobte Diamond’s Shine ausgiebig und erneuerte noch den Impfpass, während Stelli bereits den Hengst wieder wegbrachte. Zu guter Letzt stellte ich noch das Gesundheitszertifikat für entwaige Wettbewerbe aus und verabschiedete mich dann von Stelli, ehe ich mich auf den Weg zum Auto und damit zum nächsten Patienten machte.

    Hufschmiedebericht vom 23.9.2020 von Laraya13
    Björn | Heute war der Terminplan tatsächlich sehr Straff, es war gerade mal Mittags und ich hatte bereits zwei Termine hinter mir, davon einen eher ungewohnt stressigen. Hat mich doch tatsächlich ein Pferd in den Hintern gezwickt.. Was solls. Mein Weg führte mich nun zum Hofgut Birkenau, ich war sehr gespannt was mich dort nun erwartete, nachdem der Tag eher mau angefangen hatte. Ich drehte das Radio für die restlichen zehn Minuten Fahrzeit etwas lauter und machte das Fenster auf.

    Auf dem Hofgut angekommen, stellte ich das Auto ab und wurde bereits herzlichst von Stelli empfangen. Die Pferde sollen am Anbindeplatz gemacht werden, also trug ich Stück für Stück alles was ich benötigte dort hin und Stelli brachte bereits das erste Pferd , die schöne Stute Golden Highlight. „Na Mäuschen.“, begrüßte ich das Tier und machte erst mal eine Sichtkontrolle des Gangbildes, Stelli führte mir die Stute perfekt vor und ich konnte nix ungewöhnliches erkennen. „Schöne Hufe, sehr tolles Gangbild. Dann schauen wir mal..“, sagte ich und bückte mich, als die Stute nun angebunden neben mir stand und hob den ersten Huf an. „Schön, schöne harte Hufe. Nicht zu trocken.. ist das Öl?“, fragte ich und erntete von Stelli ein unbeholfenes nicken. Ich nahm mir schnell einen Lappen und etwas Lösung, wischte das Öl von allen Hufen. „Nicht, kein Öl. Damit trocknest du die Hufe aus. Wässer die lieber einmal in der Woche mit normalen Wasser.“, sagte ich lächelnd und fing an, den Huf ein wenig zu raspeln, was sich über alle vier Hufe zog. „So schnell fertig kontrollierte Hufe hatte ich lange nicht mehr.“, lachte ich und streichelte die Stute, welche die ganze Zeit unheimlich brav sich alles gefallen lies, am Hals. „ Das bisschen Raspeln hat tatsächlich ausgereicht, Golden Highlight hat total gute Hufe. Nur kein Öl, damit machst du dir diese tollen Hufe kaputt..so, einmal Eisen vorne Stahl zum hier beschlagen.“, sagte ich während ich die Eisen erhitzte. Die Stute schien wegen dem Geruch verwirrt zu sein, Stelli hatte mir bereits gesagt das alle drei Pferde bis jetzt noch gar keine Hufbearbeitung gebraucht hatten.. bei den Hufen von Golden Highlights konnte ich das auch nachvollziehen. „So, Mäuschen, dann gucken wir mal.“, sagte ich und nahm das Eisen mit der Zange und hielt das Eisen an den Huf. Ganz passte es noch nicht, also nahm ich das Eisen wieder mit und formte es ein wenig mit meinem Lieblingshammer, ehe ich es erneut anhielt. „Perfekt.“, sagte ich und fing an, die Stute zu beschlagen. Beide Eisen machte die Hannoveranerstute unheimlich gut mit und erntete sich am Ende ein Leckerli von mir. „Führ Sie mir nochmal vor.“, sagte ich zu Stelli und haute schon die nächsten Eisen für das nächste Pferd in den Ofen, danach betrachtete ich die Stute. „Wunderbar. Kannst das nächste Pferdchen holen, ich mach mal schnell sauber.“ - Gesagt, getan. Ich fegte den Dreck bei Seite und Stelli kam nun mit der Stute It's Tea Time, ein unheimlich elegantes Tier. Da mir schon bei dem auf-mich-zuführen nix auffiel, lies ich Stelli die Stute gleich anbinden, begrüßte das Tier kurz und war erstaunt, als ich auch dieser Stute so unkompliziert und schnell die Hufe machen konnte. „Auch gute Hufe, etwas weicher als die von Golden Highlights. „, brabbelte ich vor mich hin, musste hier an den Hufen etwas mehr knipsen , jedoch dauerte das ganze auch nur zwei Minuten länger und auch die heißen Eisen in dem Ofen und der Geruch irritierten die Stute überhaupt nicht. Die Eisen, die ich herausgesucht hatte, passten sogar perfekt auf die Hufe, das hatte ich auch noch nicht gesehen. Nachdem auch hier alles Reibungslos ablief, wiederholten wir das Prozedere nochmal – Stelli holte das Pferd, ich machte sauber und legte die Eisen in den Ofen. Als Stelli mir nun den Hengst Diamond's Shine vorführte, war der Hengst etwas energisch unterwegs und dachte wohl, das hier ist ein kleiner Wettbewerb. Bei mir nun angebunden wurde ich erst mal kritisch beschnuppert, die Hufe gab der Hengst aber brav. „Schau mal- „ rief ich Stelli und hielt den linken Hinterhuf weiter fest. „Hier haben wir eine beginnende Horn spalte. Der Hengst hat unheimlich trockene Hufe, die musst du bitte für die nächsten zwei Wochen 3x in der Woche wässern, dann kontrolliere ich nochmal. „ , sagte ich und raspelte den Hengst die Hufe, was gar nicht so einfach war. Wenn es ein Pferd gab, was wohl kitzelig war, dann war es dieser Hengst. „Na komm Bubi, gleich geschafft.“, sprach ich dem Hengst zu und raspelte die letzten Zentimeter, ehe ich den Huf absetzte und die Feile zurück legte. „Eisen machen wir hier noch nicht drauf, die Hufe sind zu trocken.“, sagte ich und machte den Ofen wortwörtlich aus.. haha. „In Zwei Wochen komm ich wieder, da sollten die Hufe soweit besser sein, das ich vorne beschlagen kann. Hier, fütter ihm das einmal Täglich mit, aber bitte schön die Anleitung beachten und die Hufe 3x die Woche wässern. Das Pulver hilft den Hufen ein wenig und, als Bonus, ist es auch noch super fürs Fell.“ Nachdem ich alles eingepackt und mich mit Stelli noch etwas unterhalten hatte, machte ich mich nun auf den Weg zu meinem nächsten und letzten Kunden.

    Trainingsberichte (3 Stück)
    1. Bericht von DVTS Trainingscenter, Springen E -> A

    Springtraining E -> A
    Der Trainingsmonat April führte mich dieses Mal auf das Hofgut Birkenau. Der malerische Hof erinnerte mich ein wenig an die Pferdemädchenfilme meiner Kindheit, die ich so geliebt hatte. Umso schöner, dass ich hier die nächsten Wochen zwei der Pferde trainieren durfte: Diamond's Shine und Sezuan.
    Die ersten beiden Tage ging ich dabei erstmal ruhig an; nahm mir viel Zeit zum Putzen und forderte bei der Dressurarbeit nichts außergewöhnliches von ihnen, denn ich wollte sie dadurch zu allererst kennenlernen, ehe es an die ersten Sprünge ging. Sezuan zeigte sich mir von Anfang an immer recht entspannt; alles in allem wohl eine echt coole Socke, wo hingegen Shinie, wie der hübsche Trakehner liebevoll genannt wurde, dann doch eher ein paar Hummeln mehr im Hintern zu haben schien. Trotzdem konnte ich mir bei beiden Pferden eine wirklich erfolgreiche Karriere ausmalen da sie dieses gewisse Etwas mitbrachten, und überaus arbeitswillig waren sobald man das Training ein wenig abwechslungsreicher gestaltete. Definitiv zwei Pferde die auch selbst gefordert werden wollten.
    Am dritten Tag begann ich dann mit den ersten Stangen und Cavalettis. Ich baute mir dabei ein paar kleine Parcoursmöglichkeiten, so, dass man auch flüssig ein paar Sprünge hintereinander reiten konnte, wenn man die Hopser schon so nennen konnte. Dabei achtete ich auch darauf, dass sich immer wieder gute Punkte ergaben, die sich zum bremsen eigneten, was ich vor allem im Hinblick auf meine Runden mit Shinie sinnvoll fand.
    Mit dem feurigen Trakehner startete ich auch in diese Gymnastikeinheit. Wie erwartet wurde der schicke Hengst dann doch recht rasch heiß. Dies lag wohl auch daran, dass er ein sehr vorsichtiges und sensibles Pferd war, das sich aber gerade auch aus diesem Grund ausgesprochen gut fürs Springen eignete. Was mir auch positiv auffiel war, dass er im Springen viel durchlässiger war als in der Dressurarbeit und sich dadurch auch um einiges besser händeln ließ.
    Nach dieser positiv beendeten ersten springbetonten Einheit sattelte ich Sezuan. Der Schwarzbraune war im Umgang wirklich ein Engel, der einem mit seiner Neugierde immer wieder ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Dies tat er ebenso im Miniparcours. Stets aufmerksam, ließ er sich für seinen Trainingsstand bereits überaus genau reiten; reagierte auf jede Hilfe und ließ sich auf exakt jene Distanz und Linie reiten, die man anpeilte ohne selbst das Ruder übernehmen zu wollen. Trotzdem war er nicht faul. Im Gegenteil: Sezuan war überaus fleißig und machte einen guten Sprung, bereits in dieser niedrigen Höhe schön über den Rücken.
    Da es mit beiden so gut klappte ging es bereits am nächsten Tag an die ersten Sprünge der Klasse E. Mit dem Hannoveraner im Bunde sprang ich an diesem schon den ersten kompletten Parcours der Klasse. Bei Shinie hingegen achtete ich vor allem auf dessen innerliche Ruhe, Spur und Tempo. Er übersprang sich zu diesem Zeitpunkt noch sehr viel und war überaus gestresst beim Springen. Deshalb ließ ich die Stangen am Anfang bei ihm auch noch ausreichend tief um ihn erstmal Routine bekommen zu lassen und nahm mir die Zeit immer wieder vor dem Sprung, natürlich rechtzeitig und nicht so, dass er sich ein Vorbeilaufen angewöhnte, abzuwenden und eher nochmals Ordnung und Ruhe rein zu bekommen, als ihn einfach darauf zuhechten zu lassen und im Endeffekt ein komplett überfordertes, aber in zwei Wochen A-fertiges Pferd zu haben. Die Höhe war für den Dunkelfuchs nämlich meiner Erfahrung nach ohnehin nicht das Problem, wenn ich ihn mir so ansah. Eher, dass er fast schon zu energetisch war.
    Nach zwei Wochen der Zusammenarbeit mit den beiden Hengsten konnte ich mit Sezuan bereits unproblematisch einzelne Sprünge der Klasse A reiten. Shinie war deutlich ruhiger geworden und schien allmählich sogar Spaß an dem Ganzen gefunden zu haben. Diese positiven Ergebnisse motivierten mich dann auch sehr, als ich die zwei dann etwas mehr zu fordern begann. Ich ritt, vor allem mit dem Hannoveraner; vereinzelt jedoch auch mit dem Trakehner, auch mal absichtlich einen Sprung leicht schräg an, einmal dichter, einmal so, dass sie etwas weiter, größer, springen mussten. Damit forderte ich nun auch den Kopf etwas mehr, was beide ganz gut annahmen und dadurch anfingen auch besser mitzudenken. Abgesehen davon baute ich stetig mit beiden ein wenig mehr Galopptraining mit in die Arbeit ein um ihre Kondition fitt für die längeren A-Parcours zu machen.
    Am Monatsende hatten beide Pferde dann nochmals einen riesigen Sprung gemacht. Beinahe im wahrsten Sinn des Wortes. Sezuan lief extrem solide, um nicht zu sagen fast schon wie ein Profi, durch den Parcours der höheren Klasse. Aber auch auf Shinies Leistung war ich überaus stolz, denn er hatte nun deutlich mehr Ruhe, auch schon bei den höheren A-Sprüngen, und ließ sich gut durch diverse, verschieden aufgebaute Parcours dieser Klasse führen. Meiner Meinung nach brauchte er dennoch einen guten Reiter, der dem eigentlich doch so selbstbewussten Tier einerseits Sicherheit gab auch mal die Führung abzugeben, andererseits aber auch um seine energetischen Impulse auszugleichen; auch seine kleinen Freudensprünge sitzen zu können.
    Alles in Allem hatte die Arbeit mit den beiden überaus Spaß gemacht, weshalb ich fast sogar schon ein wenig betrübt war als ich dann auch schon wieder abreiste.

    2. Bericht von Beritt- und Trainingsservice Birkenau, Rennen E -> A

    Am heutigen Tag sollte es soweit sein. Ich wollte das Training für Diamond’s Shine anfangen. Da er schnelle und großzügige Galoppade besitzt, entschloss ich mich, ihn im Rennen auszubilden. Nachdem ich ihn ausgiebig geputzt hatte, machte ich den Springsattel und eine leichte Trense drauf. Ich wärmte ihn auf dem Reitplatz im Schritt, Trab und leichtem Galopp auf, bevor ich durch den Wald und die Felder zu unserer sandigen Galoppstrecke ritt. Eine viertel Stunde später war es soweit. Glücklicherweise war die Strecke mit Streckenpunkten abgesteckt, da die Strecke auch von einigen hochnamigen Rennreitern genutzt wurde. Shinie wusste beim erreichen der Strecke sofort, was Sache ist. „Dann lass uns mal starten, mein Guter.“. Ich wusste, dass er nicht das Vermögen eines Vollblüters hatte, jedoch machte er sich später sicherlich im Warmblutrennen gut. Shinie war bereits kaum zu halten, er wollte unbedingt los. Ein Ruck ging durch seinen Körper und er galoppierte strack nach vorne. „Verpulver deine ganze Kraft doch nicht zu Beginn!“, rief ich ihm zu und schüttelte lachend den Kopf. Er galoppierte rythmisch unter mir weiter, die Ohren stets nach vorne gespitzt. Jedoch merkte ich allmählich, dass die Kraft nachließ und er immer langsamer wurde. Wir erreichten das Ende der kleinen Strecke und ich ließ Shinie ausgaloppieren. Er kam pumpend unter mir zum Schritt. „Tja, da müssen wir dringend an der Kondition arbeiten, mein Freund.“. Ich ritt am langen Zügel zurück nach Hause, Shinie war für heute bedient. Jetzt heißt es: Kraft und Ausdauer trainieren. Das wird in den nächsten Wochen das Training dominieren. Ich machte mich also in den nächsten Tagen und Wochen ans extreme Ausdauertraining. Wir ritten viel aus, bauten viel bergauf- und bergabreiten mit ins Training ein. Alle drei Tage ging es auf die Rennbahn. Dabei versuchte ich, Shinie immer mal wieder ein Stück über sein Limit zu reiten, was ihm aber zu Beginn enorm schwer fiel. Erst nach zwei Wochen merkte ich einen signifikanten Unterschied. Nach vierzehn Tagen nahm er plötzlich an Kraft und Ausdauer zu. Die einfache Galoppstrecke, die er mit Mühe und Not schaffte, war mittlerweile ein Klacks für ihn. Wir schafften es bereits fast bis ans Ende der nächstlängeren Strecke, die der Klasse A entspricht. „Braver Junge!“, lobte ich ihn. Unsere Arbeit scheint so langsam Früchte zu tragen. Zur Belohnung gab es am nächsten Tag frei für den Trakehnerhengst. Doch wir ließen das Training nicht lange pausieren. Wir trainierten immer wieder längere Strecken, und Shinie wurde von Mal zu Mal besser und konnte die Distanzen länger durchhalten. Vier Wochen später hatte ich das Gefühl, dass wir am Ziel waren. Ich ritt wieder zu der Rennstrecke und wollte Shinie Künste unter Beweis stellen. Ich war gespannt, ob er das Abschlusstraining absolvieren würde. Er musste die Strecke natürlich auch in einer entsprechenden Zeit bestehen. Dafür war mein Freund mitgekommen, der die Zeit nehmen würde. „Zeig, was in die steckt.“, flüsterte ich meinem Pferd vor dem Start zu. Dann ging es los. Shinie galoppierte los, sein motivierter Start überraschte mich nicht. Jedes Mal das Gleiche. Ich ging direkt in den Rennsitz und beugte mich nah zu Shinies Hals, um die Aerodynamik zuzulassen. Ich spürte die energischen Bewegungen unter dem Sattel. Ich musste einfach still sitzen und Shinie machen lassen. Wir preschten in einem flotten Tempo über den Sand der frisch planierten Rennbahn. Die kleine Strecke hatten wir bereits durch, jetzt ging es um die letzten Meter. Mittlerweile fing ich an, ihn bisschen nachzutreiben. Heute war er ein bisschen schwächer als die letzten Tage, jedoch vollkommen ausreichend. Wir näherten uns der Zielgeraden, wo mein Freund gebannt stand und darauf wartete, den Knopf der Stoppuhr zu drücken. Dann schossen wir durchs Ziel, und während ich Shinie ausgaloppierten und austraben ließ, hörte ich ein entferntes „Jawoll!“. Mein Freund bescheinigte es mir als ich ihn erreicht hatte. Shinie brachte eine stattliche Zeit hervor. „Definitiv, er ist bereit für die nächsthöhere Rennklasse, toll gemacht!“, lobte mein Freund uns.

    3. Bericht von Beritt- und Trainingsservice Birkenau, Dressur A -> L


    Am heutigen Tag beschloss ich, mit der Ausbildung meines Pferdes Diamond's Shine weiterzumachen. Entschlossen hatte ich mich für die Dressurarbeit, wo ich ihn schonend auf die Klasse L vorbereiten wollte. Nachdem ich mein Pferd geputzt und gesattelt hatte, ging es raus auf den Reitplatz. Nachdem ich aufgestiegen bin, wärmten wir uns erstmal gründlich im Schritt auf, bevor wir nach zwanzig Minuten locker lostrabten. Ich begann ihn erstmal nur vorwärts abwärts zu traben, damit er sich schön an die Hand herandehnen konnte. Dann nahm ich den Galopp hinzu. Aber nur auch erstmal in einem frischen Arbeitstempo und ebenfalls in Dehnungshaltung. Ich baute viele Übergänge und Handwechsel ein. Nach und nach fing ich an, mehr auszusitzen und ihn auch im Galopp etwas mehr aufzunehmen. Langsam wurden die Tritte und Sprünge gesetzter und erhabener. Nun konnten wir an die Arbeitsphase gehen. In der Klasse L ging es darum, das Pferd beginnend zu versammeln. Ebenso werden einfache Wechsel, Außengalopp, Kurzkehrt, Rückwärtsrichten und Galoppvolten gefordert, später in der L** auch Schulterherein und flache Trabtraversalen. Wir hatten also einiges an Arbeit vor uns ! Ich begann die heutige Session mit Kurzkehrt. Dafür ritt ich Shinie im Schritt in die Bewegungsrichtung, in diese war er ebenfalls gestellt. Ich musste drauf achten, dass er hinten nicht stehenblieb oder kreuzte. Daher musste ich eifrig jeden Schritt durchtreiben. Links klappte etwas besser als rechts, da blieb er gern hinten stehen. Ich wiederholte diese Lektion noch ein paar Mal bis wenigstens eine anständige Kurzkehrt nach rechts klappte. Dabei beließ ich es auch mit dieser Lektion. Jetzt ging es erstmals an den Außengalopp. Zuerst galoppierte ich Shinie dafür an und versuchte ihn schön auf die Hinterhand zu holen. Dies fiel ihm glücklicherweise aufgrund seiner natürlichen Versammlungsbereitschaft nicht schwer. Ich war überrascht, wie gut ich ihn zurückholen konnte. Dann probierte ich es erstmals. Im versammelten Tempo wechselte ich durch die halbe Bahn. Ziel war es, erstmal nur ein oder zwei Ecken im Außengalopp mitzunehmen. Ich merkte wie schwer ihm das fiel. Die Ecken schoss er mehr oder weniger durch und drohte umzuspringen oder auszufallen, was überhaupt nicht schlimm war. Ich wusste, was wir in den nächsten Wochen und Monaten trainieren werden. Für heute ließ ich es gut sein. Am nächsten Tag ging es erneut an die Dressurarbeit. Nachdem Shinie aufgewärmt war, fing ich heute mit dem Außengalopp an. Der klappte heute tatsächlich ein Hauch besser als gestern. Ich nahm einige Ecken mit und versuchte, ihn vor den Ecken enorm zurückzunehmen und ihn noch stärker nach außen zu stellen. Das fiel ihm dann deutlich einfacher. Das selbe machte ich nochmal auf der anderen Hand. Auf der linken Hand konnte er den Außengalopp noch besser halten als rechts herum. Nach einer zufriedenstellenden Ecke lobte ich ihn und machte kurz Pause. Dann fragte ich nochmal die Kurzkehrt ab, die heute echt verältnismäßig gut klappten. Die nächsten zwei Wochen übten wir fleißig am Kontergalopp und den Kurzkehrt und bauten erstmals Rückwärtsrichten ein. Dort war er zuerst verwirrt und wusste nicht was er machen soll. Einmal wollte er hoch gehen, konnte ich ihn aber schnell von abhalten. Er war manchmal dann doch recht dominant. Nach drei, viermal wiederholen wusste er schon in welche Richtung er gehen musste. An der Schönheit der Lektion mussten wir dann noch feilen. Den Außengalopp konnte ich nach zwei Wochen bereits relativ Sicher auf ganzer Bahn abfragen. Nächste Hürde wird der Außengalopp auf gebogenen Linien und die darausentstehenden einfachen Wechsel. Nach einer Woche war Shinie bereits deutlich gesetzter im Galopp und Trab und man konnte seiner Muskulatur beim wachsen zuschauen. Mit wachsender Kraft viel es ihm von Tag zu Tag leichter und er war super motiviert. Als der Außengalopp nun auch auf dem Zirkel klappte, wollte ich an die einfachen Wechsel gehen. Dafür nahm ich ihn im Außengalopp vor der Parade zwei bis drei Sprünge noch deutlicher zurück und saß dann tief ein und ließ das Bein nach vorne wandern. Die ersten Versuche waren mäßig gut, er parierte meist über den Trab durch. Also musste ich in der ersten Zeit intensivere Hilfengebung geben. Bevor ich das Training beendete, wollte ich einen relativ ordentlichen Wechsel erreiten. Ich probierte es noch zwei Mal, die waren allerdings auch nicht schön. "Komm Dicker, wenigstens einer." flüsterte ich ihm zu. Langsam wurde er etwas hektisch. Ich probierte es noch einmal und wollte bei X zum Schritt durchparieren. Ich setzte mich tief in den Sattel und gab die Zügelhilfe etwas deutlicher. Und zack, diesmal schaffte er es. Ich lobte ihn als hätte er den Großen Preis gewonnen. Darauf lässt sich aufbauen! Die nächsten Wochen arbeiteten wir neben Kurzkehrt und Außengalopp natürlich an den einfachen Wechseln und dem Rückwärtsrichten. Der Sprung von A zu L war riesengroß und das brauchte Zeit, Kraft und Geduld. Doch Shinie war fleißig und eifrig und entwickelte sich grandios. Wir konnten sogar nach drei weiteren Wochen eine L* durchreiten, die gar nicht mal so verkehrt war. Auch Mitteltrab und Mittelgalopp wurden ausdrucksstarker und erhabener. Alles in allem war ich top zufrieden mit der Leistung des Hengstes. Als er auf einem sicheren L* Niveau war, bauten wir auch spielerisch die ersten Traversalen und Schultervor im Trab ein. Die ersten Versuche waren unheimlich wackelig und er hob sich des Öfteren raus. Von Mal zu Mal und Tag zu Tag wurden die Seitengänge sicherer. Aus dem Schultervor erarbeitete ich das Schulterherein und die Traversalen klappten dadurch besser. Zur Unterstützung der Traversalen ritt ich sie teils aus dem Schenkelweichen, stellte ihn dann um und ritt die Traversale zuende. So öffnete er die Schulter mehr und konnte besser und leichter kreuzen. Nach drei Monaten war es dann soweit. Ich konnte behaupten, Shinie von A auf ein gutes L** Niveau ausgebildet zu haben. Natürlich mussten wir immernoch am Feinschliff trainieren, aber eine Ausbilung endet ja nie.

    Kürbericht zur HK 507 - geritten
    Der heutige Mittwoch war der Tag, auf den wir so lange hingearbeitet haben, und gleich war es soweit. Diamond's Shine stand rausgeputzt und eingeflochten vor der Reithalle, in die wir gleich hineinreiten würden. Wir hatten uns gut auf die Hengstkörung vorbereitet und ich konnte es kaum erwarten. Nach quälenden Sekunden des wartens war es soweit und ein Angestellter öffnete das Hallentor für mich und wünschte mir gutes Gelingen. Ich nahm die Zügel auf und trabte Shinie an. Motiviert trabte mein Trakehnerhengst in die Reithalle, mit gespitzten Ohren und einer ordentlichen Ladung Adrenalin. Shinie ist und bleibt ein Showstar. Er trabte imposant die Bahn entlang. Ich trabte auf die Richter zu und hielt vor ihnen, um sie zu grüßen. Freundlich grüßten sie zurück und ich konnte als erster Starter dieser Hengstleistungsschau beginnen. Ich klopfte kaum sichtbar den Hals von Diamond's Shine, bevor die Show beginnen konnte. Theoretisch konnte nichts schiefgehen, ich musste eine Grundgangarten lediglich auf beiden Händen präsentieren. Ich trabte meinen Hengst an und ging auf die ganze Bahn. Ich spürte Shinies starke Tritte unter mir, es fühlte sich fantastisch an. Er trabte mit voller Elan und Motivation durch die Halle, als wüsste er, dass dieser heutige Tag für seine Zukunft entscheidend war. Nach zwei Runden auf der rechten Hand wechselte ich durch die Diagnonale, musste dabei achten, dass Shinie in seinem Arbeitstempo blieb und nicht zulegte. Auf der linken Hand trabte ich auch zwei Runden, bevor ich zum Schritt durchparierte. Ich ließ mein Pferd im Mittelschritt unter mir schreiten, ließ ihn sich dabei etwas nach vorne dehnen. Dabei schnaubte er ab. Ich ließ schön die Nickbewegung im Schritt zu. Nun musste ich die Gangart nochmal auf der anderen Hand zeigen, daher wechselte ich durch die halbe Bahn. Nachdem ich eine Runde im Schritt außenherum geritten bin, trabte ich erneut an und ging auf den Zirkel. Zur geschlossenen Seite hin galoppierte ich den Trakehner an und galoppierte ihn in einem schönen, frischen Tempo nach vorne. Nach weiteren Runden im Galopp parierte ich erneut zum Trab durch, wechselte die Hand und galoppirte neu an. Shinie war komplett bei der Sache und es war mir eine Freude, ihn hier heute reiten zu können. Nach drei Runden im Arbeitsgalopp parierte ich ein letztes Mal zum Trab durch. Ich ging auf die Mittellinie und bereitete Diamond's Shine frühzeitig zum Halten bei X vor. Shinie kam geschlossen zum Stehen, sodass ich mich voller Freude von den Richtern verabschieden konnte. Ich war unheimlich stolz auf meinen Hengst und verließ am langen Zügel die Arena.
    2615 Zeichen (c) Stelli, gezählt von lettercount.com



    Shinie bei der Hengstkörung (Zubehör & Bewegung von Stelli)
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    Zuletzt bearbeitet: 23 Sep. 2020 um 12:12 PM Uhr

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