[HK 504] Alle Hengste

Dieses Thema im Forum "Hengstkörungen" wurde erstellt von Rhapsody, 9 Dez. 2019.

  1. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    [HK 504] Alle Hengste

    Regeln:
    - Es dürfen nur Hengste teilnehmen! (Keine Stuten, Wallache oder Fohlen)
    - Jeder User darf nur mit bis zu drei Hengsten teilnehmen!
    - Es dürfen alle Hengste teilnehmen.
    - Bei Fragen: PN an mich (Rhapsody)
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com!
    - Alle Angaben auf dem Bild müssen korrekt sein
    - 5 Joellen an mich (Rhapsody) mit dem Grund: HK 504
    - Teilnehmerzahl ist auf 10 Pferde beschränkt!
    - Nur vollständige Teilnahmen einfügen
    - Es zählen nur die Angaben in diesem Thema
    - Das Pferd muss unbewegt vor dem Kürtext und Steckbrief auf einem offiziellen Hintergrund ersichtlich sein (verlinken reicht nicht)
    - Zusätzlich darf ein Bewegungsbild auf einem beliebigen Hintergrund hinzugefügt werden (das Bild darf allerdings nicht vor dem Hauptbild stehen)

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, sie darf geführt oder geritten werden:
    - Betreten der Halle/des Platzes und anschließendes Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerhengste werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    (muss verlinkt sein)
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz

    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerb-Schleife
    1 Punkt für jede Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte für jede Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Bild mit Zubehör
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Bild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:

    Username
    Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Teilnahmen und Überweisungen
    [1] ... ✔
    [2] ... ✔
    [3] ... ✔
    [4] ... ✔
    [5] ... ✔
    [6] ... ✔
    [7] ... ✔


    Disqualifizierungen
    ...

    Viel Erfolg!
     
    Snoopy gefällt das.
  2. Cooper

    Cooper Boo

    Cooper Chattahoochee mit
    LONDON GRAMMAR
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    London Grammar
    Grammy
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    [​IMG]
    Exterior
    Rasse Englisches Vollblut
    Herkunft Eifel
    Geschlecht ♂
    Alter 2011, 7 Jahre

    Stockmaß 167cm
    Deckhaar Schimmel mit Äpplung
    Langhaar grau/ weiß
    Abzeichen
    vr [] | vl [] | hr [] | hl []

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    Interior

    sanft | stur | temperamentvoll

    Charakter/ nature
    London Grammar stammt aus der Eifel ist sehr temperamentvoll, wie sich das für
    ein Vollblut gehört. All zu dem ist er stur, man kann mit ihm arbeiten sobald er einen
    Lauf hat, doch an den meisten Tagen hat er keine Lust und dann kann ihn auch kaum
    jemand zwingen. Dennoch ist der Schimmel ein sanftes Tier und möchte nicht grob
    behandelt werden nur wenn er mal keine Lust hat. Bei Ihm kommt man nur mit Geduld
    und Liebe weit.

    Beschreibung/ description
    London Grammar ist zwar penibel, wenn es jedoch um das Reiten geht vergisst er ganz
    seine Hufen zu heben. Talentiert ist er im Military sowie im Galopprennen auch die
    Dressur lässt er nicht aus. Dennoch muss er erst noch lernen seine Beine zu
    Ordnung und zu Kontrollieren, wenn er merkt das der Reiter sowas nicht kann,
    liegt man schnell mal auf dem Boden. In Wettbewerben und Tunieren wird er jedoch
    alles geben, er liebt es sich zu vergleichen und will immer besser sein, daher sein
    Eifer beim Galopprennen. Der Hengst liebt es an anderen rum zu nagen, ob es nun ein
    Arm oder doch ein Leckerlie ist, ist ihm relativ egal. Passend dazu ist der Hengst
    dauerhungrig er gibt alles um immer etwas zu naschen bekommen.

    Sozialverhalten/ social behavior
    1 (schwierig)-5 (unproblematisch)
    herd [5] | conspecific [3] | towards humans [5]

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    Breed Information
    Gekört []
    Nachkommen
    Gencode

    Besitzer Cooper Chattahoochee (User: Cooper)
    VKR sadasha
    Ersteller sadasha
    Zucht CHH

    Ancestry
    aus der♀
    von
    aus der

    von♂
    von
    aus der


    [​IMG]

    Achievements & Qualifications
    eligbility: Galopprennen | Military

    Dressur E A L M S S* S** S***
    Springen E A L M S S* S** S***
    Military E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Rennen E A L M S S* S** S***
    Western E A L M S S* S** S***
    Fahren E A L M S S* S** S***



    [​IMG]

    Grinds & Successes


    325. Galopprennen | 319. Militaryturnier | 375. Galopprennen | 361. Militaryturnier |
    362. Militaryturnier | 455. Galopprennen | 357. Distanzturnier | 370. Militaryturnier |
    363. Distanzturnier

    unofficial

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    Training & Educational State
    Fohlen ABC [] | Eingeritten [X] | Rittigkeit [2] | Gelassenheit [3]

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    Health Condition
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    (TA + HS) Verzeichnis
    Chronische Erkrankung
    Akute Erkrankung


    Besuch bei Cooper- London Grammer Military E nach A
    Gut gelaunt fuhren meine 5 Mitarbeiter und ich auf das Gelände von Cooper- Chattahoochee Hills, wie ihr Hof hieß. Wir stiegen aus und machten uns sofort auf die Suche nach ihr. Mich kannte sie ja schon, doch die anderen 5 stellte ich ihr kurz vor, ehe wir den Trainingsplan anfertigten. Wir würden nur eine Woche bleiben, also mussten wir uns an die Arbeit geben. Als erstes waren Sajé, Felicita II, Sekouia, Odyn, Sooki und Birdcatcher an der Reihe, die wir alle in der Distanz von E nach A bringen wollten. Alle zusammen sattelten wir die Pferde und entschieden uns dann, Cooper auch noch auf eines der Pferde zu setzen. Da sie selbst sehr viel Ahnung vom Training von Pferden hatte, konnten wir sie auf Aikon Aszu setzen, den sie in Distanz von A nach L bringen sollte.
    Als wir dann alle Pferde gesattelt hatten, ritten wir sie kurz auf dem Reitplatz und in der Halle warm, gurteten nochmal nach und verließen den Hof- allen voran Cooper, da sie sich am besten hier auskannte. Aus Gewohnheit hatte ich mir in Google Maps zwar die Landschaft ausgedruckt, aber die Karte half ja immer noch, sollten wir uns verreiten. Geplant für heute waren 20km. 10 hin, 10 zurück. Morgen würden es dann 15km sein. Dann einen Tag Pause, wo wir die Pferde nur longierten und auf dem Platz ritten, dann 20km. Cooper würde dann die 25km reiten, das war jedoch auch kein Problem.
    Nach guten 5km fingen alle an zu quasseln und konzentrierten sich nicht mehr wirklich auf die Pferde. "Leute, das hier ist kein Ausritt, das ist Training!", sagte ich, musste aber selbst ein wenig lachen. Nach guten 2 Minuten trabte Cooper zunächst an, gab dann jedoch Galopphilfen, denn wir hatten für die nächsten 2-3km eine schöne, gerade Galoppstrecke vor uns. Wir anderen 6 taten es ihr gleich und galoppierten an. Ich bildete mit Odyn den Schluss, da ich alle meine Mitarbeiter im Blick haben wollte. Zwar konnte jeder von ihnen sehr gut reiten, wir ritten aber fremde Pferde und da konnte man ja nie wissen!
    Irgendwann parierte Cooper dann zum Trab durch und wir trabten bis zu der Stelle, an der die 10km gefüllt waren. "Hier ist ein kleine Bachlauf, da können die Pferde kurz etwas trinken und ein wenig grasen", warf Cüp beiläufig ein. Ich nickte und wir verweilten hier an dieser Stelle eine Weile, ehe wir über einen anderen Weg nach Hause ritten. "Gut, dass du dich hier so gut auskennst Cooper", sagte ich lachend und klopfte Odyns Hals. Er machte seine Sache wirklich gut! Auch die anderen Pferde waren sehr fließig und immer bei der Sache. Zurück am Hof machten wir die Pferde für die Koppel fertig und schnappten uns dann die Militarycracks. Es waren jedoch nur zwei Pferde, CHH' Guinness und London Grammar, die wir von E nach A bringen sollten. Um Aaron ein wenig Abwechslung zu bieten, nahm ich ihn mit auf den Militaryritt und überließ Aliena und Alexis Quiet Giant, um ihn im Galopprennen von E auf A zu bringen. Caleb, mein Westernspezialist, und Riley kümmerten sich derweil zusammen mti Cooper um Moment of Truth, weshalb Aaron und ich etwas mürrisch gelaunt auf den Springplatz gingen. Wir waren beide noch immer sehr sauer auf Aliena und Caleb. Das würde wohl auch noch eine Weile andauern.
    Auf dem Platz angekommen wärmten wir die beiden Pferde zunächst auf, ehe wir ein paar E-Sprünge sprangen. Dann erhöhten wir die Höhe und nahmen ein paar A-Sprünge. Das klappte soweit gut, so dass wir ins Gelände gehen konnten. Ich fand Military immer recht einfach zu trainieren, wenn die Pferde einmal verstanden hatten, dass man durch Hecken durchspringen konnte, ohne dass es den Tieren Schmerzen zufügte. Das schwierigste waren allerdings die Tiefsprünge ins Wasser oder auch auf Land. Das war ein Grund, weshalb ich nur kleine Klassen von Military trainierte. Gegen 16 Uhr kamen wir dann wieder auf dem Hof an. Guinness und London hatten heute die Angst vor den Tierfsprüngen verloren, waren in den Wassergräben plantschen und sprangen solide durch Hecken. Ein großer Fortschritt!
    Beim Abendessen hörte ich mir dann an, wie sich Giant und Moment of Truth machten. Giant war wohl eine Kanone beim Rennen! Sie hatten alle Mühe gehabt, ihn zurück zu halten, weil er einfach nur rennen wollte. In den nächsten Tagen würden sie also trainieren, dass er solide und locker galoppierte, am Ende jedoch nochmal alles rausholen konnte! Auch Moment of Truth machte sich sehr gut. Caleb hatte zwar ein paar Meinungsverschiedenheiten mit ihr, doch zum Schluss hatte sie alles locker gemeistert und sich nicht mehr gegen Caleb gewehrt.
    Am nächsten Morgen ritten wir die Distanzler wieder zu erst- 15km. Hier gab es so viele schöne Wege, so dass Cooper uns sehr viel von der Landschaft zeigen konnte. Am Nachmittag waren die Military-Pferde dran. Auch Giant und Moment wurden am Nachmittag trainiert, so dass alle Pferde am Abend frei hatten. Am dritten Tag hatten die Distanzer alle frei, so dass wir den Focus mehr auf die Military Pferde sowie Giant und Moment legen konnten. Jeden Tag wurden die Pferde besser, so dass wir am Ende der Woche sagen konnten, dass alle Pferde eine Stufe aufgestiegen waren!


    Juni 2016, by Veija
    London Grammer + Sajé Galopprennen A - L, Siropòn Distanz E - A
    Kaum war ich in England bei Hunter fertig, flog ich zurück nach Kanada. Leider nicht auf meinen eigenen Hof, sondern zu Cooper Chattahoochee. Weit wohnte sie jedoch nicht von mir weg, so dass es nicht so schlimm war, vorher nicht nach Hause zu können. Ich sollte bei Cooper zwei Pferde in Galopprennen von A auf L bringen, sowie ein Pferd in Distanz von E nach A, weshalb ich nicht schlecht schaute, als mich Alexis und Aaron auf Coopers Hof empfingen. "Was macht ihr denn hier?", fragte ich lachend und umarmte die Beiden kurz. "Wir wussten, dass du viel zu tun hast und sind hier gestern schon angereist, um die Pferde zu trainieren. Die sind einsame Spitze!", schwärmte sie und ich lachte, ehe ich mich kurz bei Cooper anmeldete und dann in den Stall ging. Eines der Pferde war London Grammar, ein temperamentvoller Apfelschimmelhengst. Das zweite Pferd war eine Marwaristute namens Sajé. Marwaris hatte ich noch nie in echt gesehen, umso erstaunter war ich natürlich, jetzt eins zu Gesicht zu bekommen. Das dritte Pferd im Bunde, welches ich in Distanz trainieren sollte, war ebenfalls ein Marwari. Der Hengst trug den Namen Siropòn. "Die beiden Pferde, welche in Galopprennen trainiert werden sollten waren gestern und heute schon auf der Bahn. Siropòn war gestern schon im Gelände, heuet noch nicht.", erklärte mir Alexis und ich war dankbar, dass sie und Aaron mir unter die Arme griffen. "Dann schnapp ich mir den Hengst mal und geh ins Gelände.", sagte ich und ließ mir von Alexis die Box zeigen, in der der Hengst stand. Geputzt war er schon, so dass ich ihn einfach nur satteln und ins Gelände gehen musste. Wir waren gute 1,5 Stunden unterwegs, sogar im schnellen Tempo, ehe wir wieder am Hof ankamen und ich Aaron den Hengst in die Hand drückte. Führ ihn noch ein wenig trocken, dann kann der wieder in die Box.
    Am nächsten Morgen waren meine beiden Mitarbeiter und ich schon um sechs Uhr wach, da wir auf die Rennbahn gehen wollten. Wir sattelten also London Grammer und Sajé und gingen zum Reitplatz, um sie ein wenig aufzuwärmen. Das taten wir, indem wir die Steigbügel auf normale Länge stellten und einfach ein wenig im Schritt und Trab warm ritten. Dann blieb Alexis mit der Stute auf dem Platz, während Aaron mich zur Bahn führte. "Innen oder außen?", fragte er mich. "Außen.", meinte ich lachend und hielt den Hengst zurück, damit er mir Aaron nicht über den Haufen lief. Als er mich dann losließ, galoppierte der Hengst mit großen Schritten davon. Es dauerte nicht lange, da folgte Alexis mir mit der Stute Sajé. An den Startboxen standen wir eine Weile, bis beide Pferde drinnen waren. Dann ging es auch schon los. Die Türen flogen auf und Londin Grammar machte einen riesigen Satz nach vorne, mit dem wir Sajé hinter uns ließen. Alexis und die Stute mussten sich rieisg anstrengen, um mit uns mitzuhalten, doch sie hatten keine Chance, denn wir flogen den beiden davon. Grammar war noch lange nicht am Ende seiner Kräfte, weshalb ich nochmal anzog und den Abstand zwischen dem anderen Pferd vergrößerten. Wir hatten bestimmt 7 Längen Vorsprung, als wir durchs Ziel galoppierten. Aaron erwartete uns schon. "Hast du das gesehen? Hammer Pferd!", sagte ich begeistert und stieg ab, um den Hengst noch ein wenig trocken zu führen. AUch Sajé wurde trocken geführt, ehe beide wieder in die Box kamen. Am Nachmittag ging ich wieder mit dem Marwarihengst ins Gelände.
    Die nächsten Tage trainierten wir so weiter wie bisher, wobei ich die Distanz und die Schnelligkeit bei den Distanzritten erhöhte, damit der Hengst nicht nur mehr Kondition aufbaute, sondern auch ein Gefühl für die Distanzen bekam. Dann verabschiedeten wir uns wieder und fuhren nach Hause.


    Galopprennen M -> S | 23.08.2018 | FrauHolle

    Montagmorgen um 4 Uhr klingelte mein Wecker. Aufgeregt hüpfte ich aus dem Bett, packte die letzten Sachen ein und machte mich mit meinem Koffer auf den Weg nach draußen. Auf meinem Hof war alles ruhig. Meine Pferde wurden in den nächsten fünf Tagen von einer guten Freundin von mir versorgt und so konnte ich mich beruhigt auf die Reise nach Kanada machen.
    Mit dem Taxi fuhr ich zum Flughafen nach Hamburg, wo um 8 Uhr mein Flieger nach Kanada startete. Für den Flug hatte ich mir ein Buch über Galopprennen eingepackt, damit ich während des Fluges einen Trainingsplan für London Grammar ausmalen konnte. Mit einer guten Lektüre verging die Zeit wie im Fluge und gute 10 Stunden später landete ich in Kanada. Am Flughafen stand bereits Cooper, die fröhlich winkend auf sich aufmerksam machte. Vom Flughafen aus brachte Cooper mich mit dem Auto zu ihrem Hof, wo wir am späten Abend ankamen. Ganz zu meiner Freude hatte Cooper ein kleines Abendbrot für mich vorbereitet und ich stürzte mich auf das Käsebrot. Nachdem Cooper mir gezeigt hatte, wo ich die nächsten Tage schlafen durfte, fiel ich völlig erschöpft ins Bett.
    Am nächsten Morgen wurde ich mit frischen Brötchen in der Küche erwartet. „An so einen Service kann man sich echt gewöhnen“, grinste ich Cooper zu. Während wir unseren Kaffee tranken, erzählte Cooper mir einiges über den Hof und ihre Pferde. Nach ihren spannenden Geschichten beim Frühstück konnte ich es kaum abwarten, ihren Hof endlich kennenzulernen. Wir zogen uns Stallklamotten an und gingen nach draußen. Während wir die Pferde auf die Weide brachten, die Tränken füllten und die Pferde mit frischem Heu versorgten, lernte ich Chattahoochee Hill’s immer besser kennen. Und nun durfte ich auch endlich meine zwei Trainingspferde für die nächsten Tage kennenlernen. „Das ist Ian“, Cooper zeigte mir einen jungen Marwarihengst. Ian schnupperte neugierig an meiner Hand. Wir gingen einige Boxen weiter zu London Grammar, mein zweites Trainingspferd. Cooper erzählte mir über die Geschichte und den Ausbildungsstand der beiden Hengste und erklärte mir, worauf ich bei den beiden achten soll. Dann machte ich mich an die Arbeit.
    Anfangen wollte ich heute mit Ian. Mit ihm stand Dressurtraining auf dem Plan. Nachdem ich Ian geputzt, gesattelt und getrenst hatte, schnappte ich mir meinen Helm und ging zum Reitplatz, wo ich Ian erst einmal einige Runden über den Platz führte, bevor ich in neben der Aufstiegshilfe parkte und mich in den Sattel setzte. Wir drehten unsere ersten Runden am langen Zügel, bevor wir uns an die Arbeit machten. Im Trab fing ich mit ein paar lockeren Bahnfiguren an und übte im Anschluss Schritt-Trab Übergänge. Auch wenn Ian und ich am Anfang kleine Kommunikationsprobleme hatten, hatten wir uns relativ schnell aneinander gewöhnt. Auch die Galopparbeit klappte erstaunlich gut und so machte ich nach einer gelungenen dreiviertel Stunde Training Feierabend.
    Nach einer kleinen Mittagspause machte ich mich ans Training mit London Grammar. Galopprennen war wirklich nicht mein Fachgebiet, doch umso mehr freute ich mich auf eine neue Herausforderung. Doch bevor ich mich mit dem Hengst auf die Rennbahn traute, wollte ich mich erstmal entspannt auf dem Reitplatz an die ganze Sache herantasten. Und das war auch ganz gut so, denn unser Training startete etwas holprig. Nicht nur die Sache mit dem Tempo, sondern auch die Richtung stimmte nicht immer ganz. Mit viel Kraft und Überzeugung schaffte ich es gegen Ende dann aber doch noch, und das hatte ich am Anfang nie erwartete, eine einigermaßen gute Trainingseinheit draus zu machen, auch wenn ich dem morgigen Training auf der Rennbahn mit einem gemischten Gefühl entgegensah.
    Am Abend saß ich zusammen mit Cooper im Wohnzimmer. Wir knabberten Chips, spielten Karten und später sahen wir uns alte Bilder aus Coopers Fotoalben an. Erschöpft aber sehr zufrieden machte ich mich spät in der Nacht auf den Weg in mein Zimmer, wo ich sofort einschlief.
    Am nächsten Morgen versorgte ich zusammen mit Cooper die Pferde, bevor ich mich ans Training mit London Grammar machte. Wir starteten auf dem Reitplatz und wechselten später zur kleinen Rennbahn. Auf dem Reitplatz lief es um einiges besser als gestern, wenn auch nicht wirklich perfekt. Umso mehr wunderte es mich, dass London Grammar und ich später auf der Rennbahn doch ganz gut miteinander zurechtkamen. Wir drehten einige Übungsrunden und machten schließlich nach einer sehr guten Runde Feierabend. Die Sache war zwar noch sehr ausbaufähig, doch immerhin hatten wir den ersten Schritt gemacht.
    Gegen 15 Uhr holte ich Ian von der Weide und machte ihn fürs Dressurtraining bereit. Heute standen die Seitengänge und das Rückwärtsrichten auf dem Plan und auch an den fliegenden Galoppwechsel trauten wir uns am Ende der Trainingseinheit. Ian war fast unermüdlich, doch nach über einer Stunde machte ich schließlich doch Feierabend für heute.
    Während Ian sich seinen Feierabend wirklich verdient hatte, ging es für mich heute noch einmal auf die Rennbahn. Gegen Abend, als die Sonne hinter den Bergen verschwand und es etwas kühler wurde, schnappte ich mir erneut London Grammar. Nachdem ich ihn warm gemacht hatte und einige Testrunden auf der Galoppbahn gemacht hatte, nahm Cooper die Zeit, während London Grammar und ich über die Rennbahn düsten. Cooper gab mir einige Verbesserungsvorschläge und ich konnte bei dieser Abendeinheit noch richtig was lernen. Nach einer kleinen Schrittpause nahmen wir das letzte Mal die Zeit, dann hatten auch London Grammar und ich Feierabend.
    Mit einem romantischen Liebesfilm ließen Cooper und ich den Abend ausklingen, bevor wir noch einmal nach den Pferden schauten und uns schließlich beide auf den Weg ins Bett machten.
    Der letzte Tag begann mit einem leckeren Frühstück und wurde dann mit der morgendlichen Stallarbeit fortgeführt. Inzwischen kannte ich mich auf Chattahoochee Hill’s schon ziemlich gut aus und hatte das Gefühl, dass ich Cooper bei der Arbeit eine echte Hilfe war. Nach dem Misten machte ich mich ans Dressurtraining mit Ian. Das Training machte von Tag zu Tag mehr Spaß und ich war wirklich froh, dass der Hengst so schnell lernte. Heute stand das volle Programm zum Abschluss auf dem Plan: Übergänge, Bahnfiguren, Galopparbeit, Seitengänge, Rückwärtsrichten und Tempowechsel meisterte Ian mit einer Leichtigkeit, die wirklich zu bewundern war. Sehr zufrieden mit der Einheit und dem gesamten Training brachte ich Ian gegen Mittag zurück in seine Herde.
    Nach dem Mittagessen packte ich meinen Koffer, denn heute Abend ging es für mich leider schon wieder nach Hause. Doch bevor Cooper mich zum Flughafen fahren wollte, stand natürlich noch ein letztes Training mit London Grammar auf dem Plan. Heute starteten wir direkt auf der Rennbahn und Cooper stand uns wieder mit Rat und Tat zur Seite, während sie die Zeiten einiger Runden notierte. „Gute Arbeit, Denise“, lobte Cooper mich, als ich nach dem Trockenreiten neben ihr am Zaun anhielt und vom Pferd stieg. „Das ist echt krass, mal ein echtes Rennpferd unterm Hintern zu haben“, erzählte ich begeistert. Der Rennsport war zwar weiterhin absolut nicht meine Lieblingsdisziplin, doch ab und zu würde ich bestimmt Gefallen daran finden. Ich brachte London Grammar zurück auf die Weide und verabschiedete mich von ihm. „Hat Spaß gemacht mit dir, Großer. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder!“, flüsterte ich ihm zu. Nachdem ich auch Ian noch einmal einen Besuch auf der Weide abgestattet hatte, holte ich meinen Koffer aus dem Zimmer und packte ihn in Coopers Auto.
    Kurze Zeit später waren wir bereits auf dem Weg zum Flughafen, wo wir uns herzlich verabschiedeten. „Ich komme dich ganz bestimmt bald wieder besuchen“, versprach ich Cooper und ging mit meinem Koffer Richtung Sicherheitskontrolle. Cooper winkte mir noch einmal zu, dann machte sie sich auf den Weg zurück zu ihrem Hof. Und auch ich machte mich auf den Weg zurück zur Küstenranch, auch wenn ich eine etwas längere Reise vor mir hatte. Gegen 22 Uhr startete mein Flieger. Den Flug über hatte ich die meiste Zeit geschlafen und so kam es mir doch gar nicht so lange vor, als wir morgens um halb 9 in Hamburg landeten. Ich sendete Cooper eine Nachricht, als ich auf meinem Hof ankam: "Ich bin gut gelandet und heil zu Hause angekommen. Danke für die schönen Tage. Wenn du mal wieder Lust hast nach Deutschland zu kommen, bist du auf meinem Hof jederzeit willkommen! LG Denise“.

    London Grammar - Körungsvorbereitung | Check-Up, Impfen, Entwurmen
    Heute hatte ich das Glück ein Pferd, meines neuen Kundenstammes, für eine Körung vorzubereiten, sprich ein Check-Up der alles absegnete. Den allgemein Zustand, sowie Impfungen und das Wohlbefinden des Tieres. Es ging nach Kanada, auf den Hof namens ''Chattahoochee Hill's''. Ich war schon sehr gespannt auf die Tiere dort, hatte immer wieder etwas über den Hof gehört. Hier sollten einige gute Vollblüter untergekommen sein, unter anderem der Hengst London Grammar. Ich fuhr gerade mit meinem Auto auf den Hof, da winkte schon eine zierliche Person mir entgegen. So bedeutete sie mir wo ich parken sollte und ich stieg aus. ,,Guten Morgen.'', lächelte ich und die Frau kam auf mich zu. ,,Guten Morgen, Cooper Chattahoochee mein Name.'', lächelte sie und ich nickte, ergriff ihre Hand und schüttelte diese. ,,Reyna Huntington.'', stellte ich mich nun vor und wandte mich meinem Auto zu. Der Kombi war im Kofferraum mit allem Möglichen ausgestattet. Regale und auch bestimmte Stellplätze wie für das Röntgengerät und das Ultraschallgerät. So hatte alles seinen Platz. ,,Also es geht um einen Vollbluthengst, ja?'', hakte ich noch einmal nach und bat sie im nächsten Atemzug mich doch etwas über den Schimmelhengst zu informieren, falls er irgendwelche Macken hatte wollte ich nicht blindlinks in diese tappen. Sie erklärte mir, dass London Grammar, oder auch Grammy, wie sie ihn nannte, ein sanfter Zeitgenosse war der jedoch wenn ihm was nicht passte auch gerne mal auf Durchzug stellte und stur blieb. Er sei ein typischen Vollblut, sehr temperamentvoll aber er würde alles machen um ein Leckerli erhaschen zu können. ,,Na dann hoffe ich, dass er meine selbst gebackenen auch mag.'', kicherte ich und stemmte die metallische Truhe aus dem Auto, ja sie hatte einiges an Gewicht, was aber nicht an der Truhe selbst sondern am Inhalt lag. Hier war nämlich so ziemlich alles drin, was ich für ein Check-Up aber auch zusätzlich fürs Impfen oder für eine Wurmkur bräuchte. Von Tupfern bis hin zu Spritzen. So liefen wir gemeinsam in den Stalltrakt, wo der Schimmelhengst schon parat stand mit einem der Pfleger. ,,Da ist er.'', erklärte mir Cooper lächelnd und ich nickte. So zückte ich doch gleich ein Leckerli und ließ mich von dem siebenjährigem Hengst etwas beschnuppern. ,,Guten Morgen, mein Hübscher, ich hoffe du hast ausgeschlafen und bist heute nicht so stur.'', scherzte ich und gab ihm eines der Leckerlis, ja als Tierarzt sollte man am besten immer mit allen Waffen gewappnet sein. Ich streichelte den Hengst am Hals und er ließ sich alles gefallen, schnupperte nur weiter an meiner Jackentasche und hoffte auf Nachschub. ,,Bevor du noch was bekommst, musst du erst einmal schön brav stillhalten.'', erklärte ich ihm und fing an, ihn von oben bis unten abzutasten. Zuerst seinen Hals, dann den Rumpf und auch zu guter Letzt seine Beine. Cooper erklärte mir derweil, dass sie ein Buch habe, wo jeder Auffälligkeiten eintragen konnte. ,,Sehe ich mir gleich mal an.'', sagte ich konzentriert und tastete den Vollblüter weiterhin ab. Ich sah mir noch seine Weichteile an, ob auch hier alles stimmte oder es irgendwelche Anomalien gab, doch konnte nichts feststellen. Vom Abtasten her schien mir nichts Auffällig, also machte ich mich wieder an seinen Kopf. ,,So mein Lieber und jetzt schön weit A!'', sagte ich lächelnd und schob die Ober- und Unterlippe auseinander, um mir die Zähne samt dem Zahnfleisch anzusehen, auch hier schien alles in bester Ordnung, die Zähne wie frisch gemacht. Ich schob nochmal seine Zunge beiseite, was sich als ein kleines Spiel seinerseits heraus stellte, denn der Hengst tat sich eine Freude daran, mir diese immer wieder aus der Hand gleiten zu lassen. ,,London Grammar!'', murrte ich etwas und sah seine Ohren zucken, doch er hielt dann auch schon still. ,,Jap, alles super.'', stellte ich fest und ließ die Zunge los und auch seine Lippe in Ruhe. Ich steckte ihm ein halbes Leckerli zu und lobte ihm am Hals. Ich widmete mich nun erst einmal dem Buch, welches Cooper erwähnt hatte und überflog die letzten Wochen. Wobei mir der Pfleger auch bestätigte, dass nichts Auffälliges gewesen war. Ich nickte erneut und zückte das Stethoskop aus meiner kleinen Truhe. Ich streichelte den Hengst, erst am Hals, dann der Schulter und am Bauch, damit er sich nicht erschreckte und legte das Stethoskop an diesen, ehe ich es über den Rumpf verteilt legte. ,,Seine Lunge hört sich tadellos an und auch sein Herz ist fit. Es scheint mir alles in bester Ordnung mit deinem Hengst.'', schmunzelte ich und Cooper tat es mir gleich, ihre Mundwinkel zuckten zu seinem Schmunzeln. Ich entfernte wieder das Stethoskop und widmete mich zu guter Letzt den Augen. Testete hier die Reflexe und sah mir auch hier noch einmal die Schleimhaut an. Als letzten Schritt des Check-Ups nahm ich mir das Thermometer und das Messen der Körpertemperatur vor. Es war meist kein erfreulicher Akt, denn es hielt selten ein Pferd wirklich still. Ich stellte mich neben die Hinterhand des Hengstes, der Pfleger stand am Kopf und Cooper selbst auf der anderen Seite in Höhe der Hinterhand. Ich maß die Temperatur und wie schon erwartet begann der Hengst zu tänzeln, wollte etwas hin und her und Cooper drückte sich gegen sein Bein. ,,Halt still!'', murrte sie und das Tänzeln klang ein bisschen ab, so das es dann doch für das Thermometer reichte. Ich ließ den Schweif wieder hinunter und trat an den Kopf des Hengstes, auch die Körpertemperatur war okay. Mit einem Desinfektionsspray und Tuch desinfizierte ich das Thermometer und legte es an seinen Platz zurück. ,,So also dein Hengst ist in bester Verfassung und so kann ich auch guten Gewissens ihn impfen und entwurmen.'', stellte ich fest und machte mich an die Truhe und begann sogleich die ersten Spritzen aufzuziehen. Ja leider gab es nicht alle Immunisierungen in einer Spritze und so mussten häufig fast alle einzeln aufgezogen werden. So legte ich mir kurzerhand einen Katheter, denn so war es nur ein Piecks für das Pferd und ich konnte problemlos immer wieder die neuen Spritzen ansetzen. Ich schnappte mir zwei Tupfer, den einen desinfizierte ich, der andere blieb trocken. Ich nahm den Katheter und bat Cooper den Hengst vorne am Kopf fest zu halten und der Pfleger stellte sich auf die andere Seite der Schulter, dann konnte er nicht so schnell abhauen. ,,Danach gibt es ein Leckerli.'', versprach ich dem Hengst und seine Ohren zuckten kurz, Cooper redete etwas auf ihn ein. Ich desinfizierte die Stelle und danach gab es auch schon den Piecks. Der Hengst fuhr zusammen und brummelte ungemütlich, doch bevor er weiter meckern konnte gab ich ihm schon die versprochene Belohnung. Er kaute diese genüsslich und schien den Schmerz schon vergessen. So nahm ich mir die vorbereiteten Spritzen und injizierte eine nach der anderen, wartete immer wieder einige Sekunden, nicht das er noch einen Schock bekam und umkippte. Ich lobte London Grammar und zog den Katheter anschließend. Setzte den Tupfer auf die etwas blutende Stelle, bat den Pfleger diesen mal eben einen Moment lang festzuhalten. So konnte ich mich an die Wurmpaste machen. Ich nahm mir eine von diesen Tuben heraus und sah zu Grammar. ,,Also das ist jetzt Apfel-Geschmack, ich hoffe das ist okay. Es haben sich kaum welche beschwert, bis jetzt.'', schmunzelte ich dem Hengst gut zu und er sah neugierig auf die Tube, ich drehte diese auf und schob sie ihm am Maulwinkel ins Maul, presste dann die Paste heraus. Der Hengst schmatzte und schob seine Zunge im Maul hin und her, Cooper fixierte den Kopf. Jedoch hielt sie ihn etwas in die Höhe, damit der Hengst gezwungen war zu schlucken. ,,Ihm scheint es auch zu schmecken.'', sagte Cooper und ich sah wieder zu dem schmatzenden Hengst. ,,Stimmt.'', grinste ich. Ich packte mein Zeug wieder alles zusammen und nahm dem Pfleger den Tupfer ab, denn die Stelle hatte aufgehört zu bluten. ,,Danke.'', meinte ich zu diesem, ehe ich meine heutigen Ergebnisse ebenfalls in das Vitalbuch eintrug. ,,Meine Liebe, dein Hengst ist bereit für die Körung. Frisch geimpft und auch entwurmt, sein Körper ist auch gut in Verfassung. Also es steht euch beiden nichts mehr im Wege.'', lächelte ich und sie nickte, bedankte sich, während der Pfleger den Hengst wegbrachte. Ich erzählte ihr noch, dass der Hengst die nächsten zwei Tage noch geschont werden soll, bevor es wieder mit dem Training los ging. Diese Vorsichtsmaßnahme war auf die Impfungen zurück zu führen. Doch sie verstand und so verabschiedeten wir uns von einander. Ich schnappte mir meine kleine Truhe und lief zum Auto, war kurz darauf schon auf dem Weg zum nächsten Kunden.
    (c) Sevannie | 8.595 Zeichen

    Ein Weiterer Auftrag
    Nun kamen wir nach Quebec zu einem renommierten Gestüt das englische Vollblüter und Mawari´s züchtet. Cooper Chattahoochee hatte mir einen Auftrag gegeben. Bald kam ich auf Chattahoochee Hill´s an. Cooper erwartete mich bereits. " Guten morgen!" begrüßte sie mich. " Morgen, bah ist es kalt geworden!" grinste ich. Es war mitte oktober. Wir liefen richtung stallungen und erblickte schon einen braunen, den ich schon mal gesehen hatte, das war bestimmt eines vom Make over. " Ist das dein make over Pferd?!" fragte ich cooper. "Ja, er macht Fortschritte!" sagte sie mir. " Der hat sich gut entwickelt!" lobte ich sie. " Wie läufts mit deiner? Sie hatte sich doch in der box am halfter aufgehängt? und du konntest sie besänftigen, das hörte man ständig!" fragte mich cooper. " Ich hatte Sie in dieser Situation Beastly Domina genannt, jetzt musste ich feststellen, das der name gar nicht passte, aber sie reagiert schon auf mina wenn man mit ihr spricht!. Ja das war heftig, zum glück nichts schlimmes passiert und es heilt ab und dann wird man nichts mehr sehen. Sie hat nun vertrauen zu mir gewonnen, wir sind gerade dabei zu üben das andere ihr auch nähern dürfen und natürlich nebenbei wird sie trainiert und an das Reiterset gewöhnt. Klappt beides gut wird sie proffessionell eingeritten. Mina ist komplett ein anderes Pferd, sie hat ihre Angst verloren, zumdinestens dann wenn ich da bin. Ich möchte zu gerne wissen was man mit ihr angestellt hat. Ich mag gar nicht drann denken wie grausam sie behandelt wurde!" sagte ich mit wehmut in der Stimmung. Während wir geredet hatten kamen wir schon einem schimmel hengst der London Grammar hieß. Ich ließ den hengst mir vortraben. Danach holten wir seine ausgedienten alueisen von seinen Füßen. Nun begann ich mit dem vorderbein das überschüssige horn zu kürzen. Grammar kannte das schon und blieb brav. Er War an der Putzstelle festgemacht, cooper war nur da um zu reden. Das hieße sie muss ihn nicht festhalten. Wir redeten noch über pferde die verschiedenen Rassen und verhaltensweisen und sie erzählte mir ihre meinung zur Pferdemafia. Wir waren beide uns einig, das man dagegen was tun musste um alleine die armen tausende Pferde zu retten. Nun hatte ich alle 4 hufen gekürzt und gefeilt ich war gerade dabei 4 neue alueisen für London Grammar rauszusuchen. Endlich fand ich diese. Ich passte die Eisen an und vernagelte sie wieder auf den Huf. Diese beschlug ich immer kalt. Ich begann mit dem rechten vorderbein dann den hinterbein und wechselte die seite dort begann ich auch von vorne. Irgendwie war das meine Routine. als ich alles fertig hatte fettete ich die hufen ein und bat cooper ihn nochmal vorzutraben. Grammar hatte keine fehlstellung und ich war mit meiner Arbeit zufrieden, ich musste nicht viel machen, da seine Hufen in bester Zustand waren. Ich verabschiedete mich von Cooper und fuhr nachhause.
    2892 Zeichen, Elsaria

    Die Kür
    Und erneut stand eine Kür für London Grammar an. Leider wurden wir bei der letzten Teilnahme disqualifiziert, da das Startgeld nicht überwiesen wurde. Schuld war hier meine Fehlorganisation und ich ärgerte mich dementsprechend sehr. Ich hatte stark mit Grammar an der Kür gearbeitet und konnte dann nicht antreten. Anstatt mich zu ärgern wollte ich nach vorne schauen und meldete ihn zur neuen Körung im Jahr 2020 an. Diesmal wollte ich Grammar selbst präsentieren. Ich las die Aufgabe und sag das die Kür sehr frei gestaltbar ist. Wir trainierten erneut sehr stark und fieberten auf die erste Januarwoche hin. Diese kam unerwartet schnell und nun waren wir schon vor Ort. Nervös lief ich herum und schaute das alles perfekt ist. London Grammar wurde die letzten Wochen nur mit dem besten Futter gefüttert und bekam bestimmte Öle zum Zusatz damit sein Fell glänzte. Zudem hatten wir ihn dem Abend vor der Kür eine besondere Waschung unterzogen. Somit glänzte er noch mehr. „Sieht fast aus wie Schnee“ sagte ich und als ich ihn streichelte hatte ich das Gefühl abzurutschen. Ich lachte. Ich ritt Grammar bereits im Wartebereich warm und wartete ungeduldig auf unseren Aufruf. Als es dann soweit war, wollte ich wieder zurück. Ich ritt in die Halle mit einem starken Trab ein. Der Schimmel hob brav die Beide sehr hoch. Ich grüßte die Richter und ritt dann auf der linken Hand. Zunächst ein strenger Schritt, dann einen Trab. Ich wechselte in diesem über die ganze Bahn und ritt dann auf der rechten Hand. Auch hier führte ich dann einen Schritt und Trab vor. Grammar ließ sich gut kontrollieren und mir gefiel der Gesichtsausdruck der Richter. „Scheint alles super zu laufen kleiner, auf geht’s, nicht mehr viel“ motivierte ich ihn, obwohl im Nachhinein mir eher zur Beruhigung Beitrag. Es fehlte nur noch der Galopp auf jeder Hand. Ich führe ein paar Hufschlagfiguren auf der rechten und linken Hand erneut im Trab und Schritt vor. Zu guter Letzt lies ich Grammar dann in den Galopp, tatsächlich auch ein wenig schneller als ich wollte. Ich ritt im Galopp auf jeder Hand ganze Bahnen. Grammar war ein kompaktes Tier, somit war mit einem abrupten Abbremsen möglich. Dies haben die Zuschauer nicht erwartet und beeindruckte auch die Richter. Ich ritt im entspannten Galopp in die Mitte der Halle und verabschiedete mich von den Richtern und den Zuschauern. Dann ritt ich im Galopp aus der Halle. „Das sah wundervoll aus. Grammar sah auch wie eine Fee“ lachte ein Teammitglied und nahm mir den Hengst ab, um ihn trocken zu laufen und zu versorgen. Einige Zeit später ging ich zu ihm und lobte den Hengst mit einem Apfel und vielen Streicheleinheiten.
    2206 Zeichen | by Cooper | geprüft in Word

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  3. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta mit...
    PFS' Bacardi Limited

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    Steckbrief
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    Vom: Baccardi

    Aus der: Raunchy's Limited

    Vom: Raunchy

    Vom: Relief

    Aus der: Velvet Noise

    Aus der: Little Sweetness

    Vom: Stormshouter

    Aus der: Leana


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    Rufname: Bacardi, Lime
    Geburtstag: 07.04.
    Alter: 5 Jahre
    Stockmaß: 1.45 m
    Rasse: Deutsches Reitpony
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Dunkelfuchs
    (ee,aa,Sbsb)
    Abzeichen: breite, unregelmässige Blesse, 4x hochweiss, Bauchfleck
    Gesundheit: sehr gut
    Hufe: Beschlagen, gutes Horn


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    mutig, fleissig, stolz, lieb, verschmust


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    Bacardi ist ein eleganter, talentierter Junghengst mit bestechend schöner Farbe. Wie schon seine im Sport und in der Zucht erfolgreichen Ahnen hat er grosses Potential geerbt, was er auch unter dem Sattel zum Ausdruck bringt. Er stammt aus einer seltenen Blutlinie, die sowohl Sprungkraft als auch schöne Gänge mit sich bringt. Dazu kommt, dass der schicke Dunkelfuchs die richtige Einstellung und den nötigen Mut mitbringt. Er ist auch reichlich verschmust und liebt Aufmerksamkeit. Futter ist ihm hingegen nicht so wichtig, viele Leckerli-Sorten nimmt er gar nicht erst an.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -


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    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: S*
    Military Klasse: M
    Dressur Klasse: L

    Distanz Klasse: A
    Fahren Klasse: M

    Eignung: Springen, Military, Dressur
    Eingeritten: wird gerade


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    1. Platz 513. Dressurturnier
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    1. Platz 256. Synchronspringen
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    2. Platz 259. Synchronspringen
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    2. Platz 371. Militaryturnier
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    1. Platz 14. Synchronfahren
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    2. Platz 12. Synchronfahren
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    3. Platz 11. Synchronfahren
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    Bacardi's Spind

    TA-Bericht
    Cooper
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    PFS' Bacardi Limited | Prophylaxe, Grundimmunisierung
    Die Feiertrage war vorbei und ich tatsächlich weniger ausgeruht wie vorher. Über Weihnachten hatte ich in den Stables alle Hände voll zu tun und zudem hatte ich noch meine ganze Familie zu Besuch, die aus Deutschland, Spanien und England angereist waren. Ich hatte das Gefühl geteilt zu sein, anders konnte ich mir den reibungslosen Ablauf nicht erklären. Zu allem Zusatz lief das Horse Makover noch, die Tierklinik wurde überrannt von Aufträgen und ich musste die Zucht und allgemeinen Plan des Jahres 2020 zu Ende bringen. Ich schaffte es mich zusammenzureißen, entschuldigte mich bei allen Auftraggebern und verschwand dann einige Tage, um mit Ruhe in das neue Jahr zu starten. Das gelang mir dann auch.

    Ich widmete mich dem Auftrag von Occulta Smith, die schon fast vor einem Monat ihren Auftrag gegeben hatte. Ich kontaktierte sie. Sie begegnete mir mit viel Verständnis und wir konnten einen Termin vereinbaren. Meine Routine war immer noch die gleiche, Auftrag durchgehen, nötige Sachen einpacken, anmeldepflichtige Dinge am Flughafen anmelden, Flug buchen, Hotel buchen, Abholung mit Taxi oder Leihwagen organisieren.

    Am Tag der Ankunft war ich voller Freude Occulta Smith wiederzusehen. Ich hatte vor einigen Jahren ein Zuchtfohlen der Pine Forest Stables erhalten und vor kurzem erst einen Decksprung für eines meiner Nachkommen. Da mein Terminplan voll war, ging ich noch am selben Tag zu Occulta Smith auf den Hof. Wir begrüßten uns herzlich und nahmen ein, zwei Tassen Kaffee ein. „Wie du bestimmt bereits gelesen handelt es sich um ein Deutsches Reitpony namens Bacardi Limited. Er ist grundlegend sehr lieb und liebt es zu schmusen. Ich denke nicht das es zu Problemen kommen wird“ sagte die Frau während sie mich in den Nordstall führte. Der Dunkelfuchs hatte einen beachtlichen Stammbaum und beugte sich neugierig zu mir vor, um sich Streicheleinheiten ab zu holen. „Oh Hallo. Na, du?“ ich streichelte seinen Kopf. „Also. Prophylaxe und Grundimmunisierung, richtig?“ versicherte ich mich nochmal als ich in mein Terminbuch sah. Frau Smith nickte und lies mich dann die Behandlung durchführen. Ich näherte mich dem Tier langsam und machte ihn dann mit dem Halter in der Box fest. Seine Besitzerin hatte recht, er suchte permanent nach Streicheleinheiten. Dies war keineswegs hinderlich. Vor allem bei der äußerlichen Begutachtung kam mir das sehr gelegen. „Nichts auffälliges“ sagte ich leise und schrieb es auf. Ich begutachtete dann die Ohren, Nüstern und Augen des Tieres. „Frei, klar, Pupillenreflex normal“. Auch dies schrieb in auf den Block, der für die Dokumentation diente, auf. Die Hufen waren ebenfalls unauffällig. „Alles Top“ sagte ich als Occulta wieder in den Stall kam. Zuletzt kontrollierte ich seine Vitalzeichen, Puls, Atmung, Temperatur und Herzfrequenz. Auch diese Werte waren alle im Normbereich. „Nun, dann können wir Immunisieren“. Immer wieder stupste mich der Hengst mit der Schautze an. „Du bist ein klein wenig aufdringlich“ lachte ich und kribbelte sein Ohr dann doch. Bei der Wurmkur war es dann vorbei mit den Schmusetieger. Diese wollte er auf gar keinen Fall haben. Ich trickste ein wenig hier und da mit Präparaten, die die Wurmkur schmackhafter machten, diese halfen dann. „Ja, das wird reichen damit er geschützt ist“. Occulta und ich waren unseren Klamotten nach zu urteilen, ebenfalls geschützt. Sie bot mir ein Tuch an, um mich grob zu säubern. „Alles gut, so ist das nun mal“ lachte ich und zog dann die Immunisierungen auf. Diese gingen ohne Problem vonstatten. Zum Ende verwöhnte ich den Hengst mit langen Krauleinheiten und verabschiedete mich dann von ihr und Occulta Smith.
    3063 Zeichen | by Cooper
    04 Jan. 2020

    Trainingsberichte [7]
    Occulta
    Distanz E-A
    Areion, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, PFS’ Shadows of the Past

    Es war herrliches Wetter, das wir uns für den heutigen Distanzritt ausgesucht hatten. Naja, es war eher ein längerer Ausritt als ein richtiger Distanzritt, denn alle Pferde, die heute mitkamen, waren noch recht untrainiert. Wir wollten deshalb „nur“ insgesamt 60 Kilometer zurücklegen, in einem Tempo von 10 Km/h. Um bei Zeiten wieder zuhause zu sein, ritten wir schon um acht Uhr morgens los. Unsere Stecke lag diesmal in Richtung Süden und führte uns nach Knightwick. Man konnte es nichtmal wirklich ein Dorf nennen, aber es hatte dort eine hübsche Kirche und die Landschaft war wunderbar zum Reiten. Lily kam mit Areion mit, ich ritt Chanda. Ausserdem begleiteten uns Linda, April, Anne und Jason, mit Bacardi, Sniper, Shira und Jazz. Wir rechneten damit, gegen zwei Uhr zurück zu sein; so blieb danach noch mehr als genug Zeit für ein Springtraining mit Lily und Fake, das ich meiner Nichte versprochen hatte. Die ersten 15 Kilometer vergingen wie im Flug, danach merkten die Pferde, dass dies kein gewöhnlicher Ausritt war. Shira wurde zunehmend unsicher und man sah ihr an, dass sie am liebsten umgekehrt wäre. Trotzdem zogen wir munter weiter. Ab Stanford Bridge folgten wir so gut es ging dem Fluss Teme, der sich gesäumt von Büschen und schattenspendenden Bäumen durch die Landschaft schlängelte. Das war bei den zunehmend hohen Temperaturen um die Mittagszeit das einzig Vernünftige. Die Stimmung war herrlich. Überall zirpten Insekten und Vögel zwitscherten über unseren Köpfen. Die Natur um den Fluss herum schien extrem lebendig. Lily und April amüsierten sich, indem sie versuchten, die verschiedenen Vögel zu bestimmen, die sie unterwegs sahen. Angesichts der idyllischen Natur entspannte sich auch Shira wieder. Wir trabten viel und machten auch ein paar kurze Galopps über Felder. In Knightwick angekommen, pausierten wir eine Viertelstunde, ehe wir uns auf dem Heimweg machten. Lily stieg von Areions Rücken ab und streckte sich symbolisch. Dann überliess sie es mir, auf den Tinker aufzupassen und sah sich rasch ein wenig um. Ich checkte unsere Pferde durch und prüfte, ob noch alle fit waren. Mir fiel nichts Aussergewöhnliches auf. Schliesslich ritten wir zurück, diesmal weiter weg vom Fluss, mehr Richtung Osten. Wir kamen ein einziges Mal an eine häufiger befahrene Strasse, an deren Rand wir alle im Gänsemarsch entlanglaufen mussten, und bei der ich mir tatsächlich ein wenig Sorgen um unsere Sicherheit machte. Aber es lief alles gut und wir konnten kurz darauf wieder auf einen Feldweg abbiegen. Zurück auf Pineforest duschten wir die Pferde ab und grasten mit ihnen im Halbschatten der Tannen, bis sie einigermassen trocken waren.
    30 Juni 2018

    Occulta
    Dressur E-A
    Caspian of the Moonlightvalley, A Winter’s Day, Primo Victoria, PFS’ Navy Sniper, Yoomee, PFS’ Shadows of the Past, Nera, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Tayr al-Diyari, PFS’ Arctic Silver Lining, PFS’ Arctic Rainstorm, PFS’ British Oreo Rascal, PFS’ Glenn’s Dare to Shine, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Dressy Miss Allegra, PFS’ Merino, Simba Twist, PFS’ Cryptic Spots, White Dream, Fake my Destiny, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot, Vychahr, Parányi, Satine, Areion, Diarado, Co Pilot de la Bryére, Circus Dancer

    Wir hatten trotz der Hitze heute wieder viel vor; Dressurtraining, to be exact. Es war bereits Nachmittag, somit erwischten wir leider gerade die heisseste Tageszeit. Das liess sich kaum vermeiden, denn den ganzen Morgen hindurch hatten wir auch schon gearbeitet, und die Pferde bis spät in die Nacht wach zu halten war auch keine gute Option. Deshalb brachten Lisa und ich im Voraus ein paar Wasserflaschen zum Reitplatz und stellten einen Sonnenschirm auf, damit wenigstens die Trainerin nicht unter der prallen Sonne gebraten wurde. Es kam heute extra eine externe Dressurtrainerin auf Platz, die uns und die Pferde etwas fördern sollte. Lisa ritt also heute selber auch mal in der Stunde mit, anstatt sie zu leiten. Der Name der Trainerin lautete Fiona Ramsey; eine S-Dressurreiterin die auch schon international gestartet war. Ich war gespannt auf ihr Coaching und putzte zuerst gut gelaunt Yoomee. Lisa bereitete Shira vor, Linda hatte White Dream neben mir und Yoomee angebunden und Lily ritt natürlich wieder Fake. Jonas machte nicht mit, sondern sah nur zu und reichte uns später die Wasserflaschen, wenn wir eine Pause brauchten. Anne und Robin sattelten im Nordstall Sniper und Baccardi. Darren und David waren unterdessen bei den Stuten im Offenstall und kümmerten sich um Chanda und Jazz. Auch Angelina Moore war mit ihrer Stute Nera dabei, und sogar Rosie war mit Tayr zu uns rübergeritten. Sie wartete mit dem schicken Rennaraber vor dem Nebenstall und plauderte mit mir, während ich meine Connemarastute striegelte. Fiona kam etwas früher als gedacht und sah uns schonmal beim Satteln zu. Danach trudelte ein Pferd-Reiterpaar nach dem anderen auf dem Sandplatz ein und Fiona unterrichtete uns schon beim Aufwärmen. Wir mussten eine grosse acht quer über den Platz reiten, und dabei stets die richtgie Stellung und den Abstand zum Vordermann wahren. Ausserdem machten wir viele Schlangenlinien und Seitenwechsel. Fiona war also sehr fokussiert auf Biegung und Abwechslung. Nach einer Weile durften wir die Pferde nochmal richtig strecken lassen, ehe wir mit der eigentlichen Arbeit anfingen. Yoomee schnaubte zufrieden ab und trabte locker vorwärts. Diese erste Trainingsstunde war wie eine Art Einstieg in die Dressurarbeit, denn die Pferde waren allesamt noch nicht sehr weit in der Dressur ausgebildet. Deshalb forderten wir auch nur einfache Lektionen, wie korrekte Übergänge oder leicht verstärkten Trab. Auch einfache Galoppwechsel liess uns Fiona machen, wobei sie wiederum genau darauf achtete, dass wir die Pferde richtig umstellten. Sie schien wirklich ein Auge für Feinheiten zu haben und gab wertvolle Tipps in denn richtigen Momenten. Ich war ihr zum Beispiel dankbar, als sie mich darauf hinwies, dass ich mit der äusseren Hand zu sehr mitging in den Kurven, oder dass ich mich wiedermal leicht nach vorne neigte, als ich angaloppieren wollte. Auch für Lily und Fake hatte sie ein paar Tricks auf Lager, damit die Hackneyponystute ihr volles Bewegungspotential ausschöpfen konnte. Ich sah, wie Jonas den beiden mit einem stolzen Ausdruck zusah. Die erste Runde dauerte eine Dreiviertelstunde, dann liessen wir die Pferde austraben und bereiteten die nächste Gruppe vor. Währenddessen waren Quinn, Parker, Thomas, Rita, Charly und April mit Caspian, Merino, Primo, Winter, Simba und Cryptic an der Reihe. Dem was ich beim Putzen von Parányi sah nach zu urteilen, lief es auch bei ihnen gut, obwohl die Vollblüter doch etwas mehr Power zeigten und mit der konstanten Anlehnung noch etwas Mühe hatten. Um Fiona eine Pause zu gönnen, nahmen wir uns reichlich Zeit zum Putzen und tratschten mehr mit Rosie, die noch einen Moment länger blieb. Tayr scharrte schon ungeduldig, als sie sich schliesslich auf den Heimweg machte. Ich sattelte Parányi und brachte sie auf den Platz, gefolgt von Satine, Vychahr, Co Pilot, Circus Dancer und Diarado. Jetzt kamen wir richtig ins Schwitzen. Diese sechs Vierbeiner liefen bereits höhere Dressur und kannten die meisten Lektionen, sodass wir aus dem Vollen schöpfen konnten, was Fionas Erfahrung als Grand Prix Reiterin anging. Sie gab uns wertvolle Tipps um die Piaffe zu verbessern und zeigte uns, wie wir den verstärkten Trab noch eindrucksvoller aussehen lassen konnten. Parányi machte fleissig mit und gab sich Mühe. Sie konnte zwar noch keine Piaffe, aber dafür glänzte sie bei den Galoppwechseln. Und Vychahr beeindruckte Fiona mit seinem schwungvollen Bergaufgalopp an der langen Seite. Nur das rechtzeitige Bremsen vor der Ecke bereitete ihm und Lisa noch etwas Schwierigkeiten.

    Nachdem auch diese Stunde geschafft war, kippte ich erstmal eine halbe Wasserflasche runter und setzte mich beim Nebenstall an die Wand gelehnt in den Schatten, sobald die Rappstute versorgt war. „Alles klar, Occu?“, fragte Jonas mitfühlend, als er mich sah. Ich nickte müde aber grinsend. Es hatte trotz der Hitze Spass gemacht und ich hatte das Gefühl, durchaus ein paar nützliche Inputs bekommen zu haben. Bevor Fiona wieder abreiste, wollte ich ihr aber noch ein wenig von unserem Training mit den Miniature Horses zeigen. Die wurden zwar nicht geritten, aber am langen Zügel konnten auch sie ziemlich anständige Dressurlektionen erlernen. Mit Tiki und Kiwi demonstrierten wir schon etwas komplexere Übungen, während Oreo, Lining, Acira und Darling vor den Augen der Trainerin an den Grundlagen feilten. Auch Allegra, mit der wir erst vor kurzem überhaupt angefangen hatten, zeigte immerhin schonmal schöne Übergänge. Fiona war begeistert von den Minis und nahm sogar selber mal die Zügel von Oreo in die Finger. „He’d be so handsome under saddle, if he only was a warmblood“, stellte sie belustigt fest, als Oreo mit meiner Hilfe einen ansatzweise funktionierenden Spanischen Schritt vorführte. Zuletzt gab es noch ein kleines Highlight für Lily. Sie hatte eigentlich nur noch schnell Areion auf dem Platz bewegen wollen, jetzt wo der ganze Trubel vorbei war. Aber Fiona nahm sich die Zeit, ihr mit dem Tinker ebenfalls noch eine halbe Stunde Einzelunterricht zu geben. Lily kam sogar dazu, ihre ersten Galoppwechsel zu reiten, was aber natürlich nur klappte, weil Lisa das in letzter Zeit so intensiv mit Areion geübt hatte. Lily hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht, als sie ihren Tinker nach dem Unterricht strecken liess. Ich war Fiona dafür extrem dankbar. Nun liessen wir sie aber endlich ziehen und verabschiedeten uns. Es war ein anstrengender, aber toller Nachmittag gewesen.
    31 Aug. 2018

    Occulta
    Springen E-A
    Fake my Destiny, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Cambria

    Wir befanden uns auf dem Sandplatz, alle um Lisa versammelt, die uns den heutigen Ablauf der Springstunde erklärte. Ich sass auf Bacardi und schielte hin und wieder zu Robin rüber, die heute erst zum zweiten Mal in Cambrias Sattel sass. Sie schien sich bisher gut mit der Oldenburgerstute zu verstehen, wie ich es mir erhofft hatte. Cambria stand ruhig und geschlossen da, bereit, um sich jederzeit in die Arbeit zu stürzen. Ihre Einstellung war zwar bemerkenswert, aber manchmal auch trügerisch. Ich hatte sie zuvor ein paarmal selbst geritten, und etwas Mühe gehabt, sie mit der Nase auf der Senkrechten zu halten – sie neigte dazu, sich in eine tiefere Haltung zu verkriechen und dann einfach ihr Programm abzuspulen, ohne dabei die wichtigen Körperteile aktiv zu benutzen. Ich war gespannt, wie sie sich mit Robin anfreunden würde. Deutlich unruhiger als Cambria stand Sniper da. Er versuchte, die ganze Zeit Schritte vor und zurück zu erschleichen, oder scharrte frustriert. Er verstand einfach nicht, warum er hier so doof stillstehen musste. Parker hielt ihn dennoch geduldig an Ort und Stelle. Lisa beeilte sich mit den Instruktionen und schickte uns kurz darauf zum aufwärmen auf die linke Hand raus. Wir mussten zuerst unter ihrer Anleitung intensiv galoppieren und Übergänge reiten, bevor sie uns an die Hindernisse heranliess. Wie ich es erwartet hatte, wies sie Robin mehrere Male darauf hin, Cambria gut vorwärts zu treiben und mit feinem Zupfen in die korrekte Aufrichtung zu bringen. Bacardi lief ziemlich gut; er war heute zwar fleissig, aber konzentriert und liess sich im Galopp sogar einigermassen setzen. Parker musste mit Sniper dagegen immer wieder abwenden, weil der Junghengst den Turbo eingeschaltet hatte. Lisa liess sie Volten verkleinern und eine Acht reiten, um ihn am Ball zu halten. Mit dabei waren auch noch Shira, die von Linda geritten wurde; Chanda, mit Darren und Jazz mit David, und Lily mit Fake. Letztere war ebenfalls schnell unterwegs, aber nur im Galopp. Als Lisa zufrieden war, durften wir ein erstes Kreuz überspringen. Die Pferde waren allesamt unerfahren, also begannen wir ganz einfach. Chanda stellte sich etwas ungeschickt an. Sie bremste vor dem Kreuz ab und hüpfte dann unelegant aus dem Stand darüber. Cambria ging ohne zu überlegen einfach hinüber, als wäre es bloss ein grösserer Galoppsprung. Sie hatte aber auch die längsten Beine der hier Anwesenden. Jazz, mit der ich auch schon ein paar Cavaletti gesprungen hatte, hob zwar die Beine noch nicht so schön, wie sie es hätte tun sollen, aber bei der Höhe spielte das keine Rolle. Wir fuhren fort und erhöhten die Schwierigkeit zunehmend. Nach einer Weile waren wir bei einem kleinen Parcours angelangt, der doch schon ein paar schwierigere Wendungen beinhaltete, jedoch alles immer noch bei geringer Höhe. Fake und Lily flitzten durch den Parcours. Die Hackney-Pony Stute war ziemlich wendig und Lily konnte sie gut manövrieren. Meine Nichte hatte extrem viel dazugelernt, seit sie auf Pineforest Stable lebte und jeden Tag im Sattel sass. Am Anfang war sie noch unsicher gewesen und hatte in erster Linie daran gearbeitet, einen anständigen Sitz zu entwickelt – heute startete sie auf kleineren Turnieren und wurde immer geschickter mit den Ponys. Sie fiel auch nicht so schnell runter. Selbst wenn Fake oder Areion mal einen lustigen Tag hatten und etwas bockten, konnte sie sich problemlos oben halten. Nur manchmal musste ich sie noch daran erinnern, dass sie gerade sitzen solle und die Hände zusammen behalten. Sie war eben eine praktische Reiterin, ähnlich wie ich: nicht so sehr auf den Stil fixiert, aber umso mehr darauf, dass das Pferd gut lief. In der Dressur konnten wir damit nicht gerade Glanznoten erreichen, aber dafür waren wir in den dynamischeren Disziplinen gut aufgehoben. Aber was nicht ist, kann noch werden, sagte ich mir immer, wenn ich ihr so zusah. Vielleicht übertrumpfte sie mich ja eines Tages und mauserte sich zum Dressurfreak? Jedenfalls sah es richtig cool aus, wie die beiden mit wehendem Schweif und Ponyschwanz über die Hindernisse flitzten. Auch Lisa fand es gut, ordnete aber für die nächste Runde etwas mehr Ruhe und Kontrolle an, denn «wenn es höher wird, wirst du mit Geschwindigkeit allein nicht sehr weit kommen.» Shira zeigte heute ihr Talent. Die junge Stute hatte eine sehr schöne Manier und war normalerweise auch rittig. Ich steckte grosse Hoffnungen in sie, aufgrund ihrer Abstammung und ihres Körperbaus. Ich war ausserdem auf der Suche nach einer neuen, unter 16-jährigen Reiterin für die Ponys im Allgemeinen. Wenn wir sie als Pferde anmeldeten, konnten mit den Reitponys natürlich auch erwachsene an gewöhnlichen Turnieren Starten. Aber wenn wir sie an den speziellen Pony Turnieren laufen lassen wollten, mussten sie einen jugendlichen Reiter haben. Lily war zwar meine Zukunftshoffnung, was diese Sache anbelangte, aber auch sie würde an ihre Grenzen kommen, wenn sie (mit White Dream gerechnet) neun Ponys alleine auf Turnieren vorstellen musste, und nebenbei auch noch mit Areion, Nossi und Fake etwas machen wollte. Eventuell konnten wir Suri so weit fördern, dass sie zusammen mit Lily unsere Ponys springen, oder wenigstens in der Dressur starten konnte. Aber selbst dann wäre es noch viel zu tun für zwei Mädchen. Meine Idee war es, ein junges Mädel (oder einen Jungen) zu finden, das Talent hat, dem aber das passende Pony fehlt. So war im besten Falle beiden Seiten geholfen. Lisa und Elliot hatten schon ein paar ihrer Reitschüler ins Auge gefasst, aber es musste einfach allgemein passen, sowohl vom Reiterlichen, als auch in Sachen Zuverlässigkeit, Umgang mit den Ponys und natürlich im Zwischenmenschlichen. Daher plante ich auch schon seit Wochen, so eine Art Bewerbungs-Herbstlager durchzuführen um die Kandidaten besser kennenzulernen. Normalerweise machten wir ein Sommerlager für jüngere Kinder, damit diese die Miniature Horses bespassen konnten. Das hatte dieses Jahr nur eine Woche gedauert, nicht wie sonst zwei. Dafür würde nun dieses Herbst-Sportlager kompensieren.
    Jedenfalls lief die Stunde ganz gut, bis auf ein paar wenige Verweigerungen von Sniper und Jazz. Zufrieden befahl Lisa uns die Zügel lang zu lassen und die Pferde auszutraben. Natürlich war so eine einzelne Trainingseinheit nicht genug, um die Vierbeiner in die nächsthöhere Klasse aufschwingen zu lassen. Aber sie waren mit weiterem Training auf bestem Weg aufzusteigen.
    30 Okt. 2018

    Occulta
    Springen A-L
    Training für die Faulen

    PFS’ Colours of Life, tc Miss Moneypenny, Primo Victoria, PFS’ Sarabi, PFS’ A Winter’s Tale, PFS’ Stop Making Sense, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS’ Counterfire, Daedra, Areion, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, Cambria, Fake my Destiny, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Ravissante, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Tayr al-Diyari, PFS’ Arctic Silver Lining, PFS’ Arctic Rainstorm, PFS’ British Oreo Rascal, PFS’ Glenn’s Dare to Shine, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot

    «Occu, es ist zu warm zum Arbeiten», jammerte Jonas, in seinem neu gekauften Schaukel-Stuhl auf der Terasse ausgebreitet. Er hatte das Teil am Wochenende in einer Brockenstube gefunden und sich sofort darin verliebt. Das alte, dunkle Holz war zwar an manchen Stellen etwas rau von der vermutlich Jahrzehnte langen Benutzung, aber mit etwas Schleifpapier und neuem Lack wollte er ihm demnächst zu neuem Glanz verhelfen. Allerdings sah es im Moment eher nicht danach aus, als könnte er die nötige Energie dazu aufbringen. Bacardi lief bereits ungeduldig um mich herum, weil ich nicht weiterging. «Komm, auf», scheuchte ich ihn in befehlerischem Ton von seinem Sonnenplätzchen. Er grummelte vor sich hin und schlenderte zum Hauptstall. Lisa war auf dem Sandplatz bereits aufgestiegen und wärmte Sniper im Schritt am langen Zügel auf. Ich tat es ihr gleich. Heute war wieder Trainieren angesagt, und zwar mit einem ganzen Heer von Jungpferden. Lisa und ich ritten plaudernd nebeneinander und genossen die morgendlichen Sonnenstrahlen, die auf unsere Rücken brannten. Lily stiess mit Fake auch noch dazu, und ihr folgten auch kurz darauf die anderen aus dem Nebenstall; Shira, Ravissante, Cambria. Wir ritten alle sechs Vierbeiner, um die bereits aufgestellten Hindernisse zirkelnd, warm. Nach etwas mehr als fünf Minuten trabten wir an und vollführten unter Lisas Anweisungen ein paar gymnastizierende Dressurlektionen, ehe wir mit den Cavalettis begannen. Bacardi war am Anfang etwas übereifrig und hüpfte jeweils über das halbhohe Cavaletti, anstatt darüber zu traben. Ich hielt ihn zusammen und versuchte es erneut, bis es beim dritten Versuch klappte. Er war eben noch jung und verstand ungerne, dass man die Aufgaben konzentriert und auch mal langsam angehen musste. Lily und Fake hatten ganz ähnliche Probleme, aber bei ihnen lag es vor allem daran, dass Lily noch nicht genug einwirken konnte, um die temperamentvolle Hackney-Pony Stute mit dem Sitz zu bremsen. Sie gab sich immerhin grosse Mühe und schaffte es nach einer Weile auch so halb. «Das wird schon, Lily. Sobald du längere Beine hast, kannst du sie auch besser kontrollieren», ermutigte Lisa meine Nichte. Das Mädchen nickte nur konzentriert und bremste Fake wieder in den Schritt. Lisa schickte uns als nächstes über ein paar Kreuzchen in einer Linie, die ebenfalls noch dem Auflockern und der Taktfindung dienten. Erst danach legten wir mit Steilsprüngen, Oxern, In-Outs und Kombinationen los. Für die jungen Pferde waren besonders letztere anspruchsvoll, da viele dazu neigten, etwas kopflos zu werden und zwischen den Hindernissen beschleunigen zu wollen. Auch Bacardi versuchte es, aber durch meine langjährige Erfahrung konnte ich ihn zurückhalten und in angemessenem Tempo auf den zweiten Sprung zureiten. Er schnaufte zwar leicht frustriert, galoppierte aber schön am Zügel. Ich lobte ihn streichelnd, um ihm zu zeigen, dass es so richtig war. Fake und Lily flitzten zum Teil in halsbrecherischem Tempo durch, aber Lisa war schon dabei, das zu korrigieren und ihr Tipps zu geben. Robin und Cambria hatten auch noch die eine oder andere Unstimmigkeit zu überwinden, aber es sah gar nicht so schlecht aus. Ravissante lief unter Quinn richtig schön. Ich war begeistert beim Zusehen, als die beiden den einen Oxer übersprangen und die Anglo-Araberstute eine wunderbare Flugphase zeigte. Sie erinnerte mich in ihrer Manier sehr an Sunday – ausser, dass sie ab und zu ihren Schweif aufgeregt anhob, wenn sie auf ein Hindernis zukam. Quinn schien sich sehr gut mit der Stute zu verstehen und grinste begeistert, als sie den kleinen Abschlussparcours beim ersten Versuch fehlerfrei überwunden hatten. Sie liess Ravi den Kopf strecken und klopfte ihr zufrieden auf den Hals. Auch Bacardi und ich schafften es ohne Abwurf. Die Höhe war ja auch noch nicht gerade eindrucksvoll. Aber trotzdem war ich stolz, als am Ende die meisten sauber durch den Parcours kamen. Sogar Fake kam überall gut drüber, wenn auch ein Tickchen zu schnell. Shira und Snipy hatten je einen Abwurf; Shira in der Kombination und Sniper beim letzten Steilsprung, weil Lisa sich mit der Distanz verschätzte. Dass ausgerechnet unsere Reitlehrerin einen Fehler machte, fanden wir ganz amüsant – konnte ja passieren. Wir liessen die sieben Pferde austraben und versorgten sie dann zügig, um gleich anschliessend mit der nächsten Truppe weiterzumachen. Diesmal war der Vollblut-Nachwuchs an der Reihe. Miss Moneypenny, Daedra, Primo, Sarabi, Mambo, Cryptic, Thalia, Counterfire und David mit Life. Weil diese Gruppe etwas grösser war als die letzte, hatten wir auch entsprechend mehr Abreitplatz-Atmosphäre, aber das kam in diesem Fall gerade gelegen: Mit diesen acht wollten wir nämlich einen Ablauf wie auf einem Turnier simulieren. Jonas hatte es tatsächlich fertig gebracht, in der Halle zwei Aufwärm-Hindernisse aufzubauen und verstellte sie nun nach unseren Wünschen. Danach ritten wir jeweils nach draussen auf den Sandplatz und sprangen direkt den Parcours, jeder zweimal. Ich hatte Thalia als Partnerin. Die Winter-Tochter war extrem rittig und liess sich heute durch nichts ablenken, sodass wir beide Durchgänge einwandfrei abschlossen. Mir gefiel ihr Arbeitswille, der sich übrigens auch auf der Rennbahn auszahlte. Sie war zwar nicht die Schnellste, dafür sehr ausdauernd und fokussiert auf die Ziellinie – manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie selbst bei einem Bombeneinschlag auf der Tribüne nicht zucken würde. Bei Counterfire, die gleich nach mir auf den Platz ging, war das gerade anders herum. Die feurige Fuchsstute konnte ausserordentlich gut beschleunigen und hatte mächtig Schub in der Hinterhand, liess sich allerdings leicht aus dem Konzept bringen und brauchte eine konsequente Hand. Als Katze Shiva in ein Gebüsch neben dem Viereck kletterte, um Spatzen aufzuscheuchen, verpasste sie dementsprechend das nächste Hindernis und räumte es mit den Vorderbeinen ab. Charly war auf den unsanften Sprung nicht vorbereitet gewesen und kam hinter die Bewegung. Als Counterfire nach dem missglückten Manöver auch noch um die Kurve raste, besiegten ihn die Fliehkräfte. Er plumpste in den Sand und die Stute raste eine Runde um den Platz, wobei sie gerade noch von Oliver davon abgehalten wurde, diesen zu verlassen. Der Trainer motzte «be careful with my racing champions, please» und bewachte den Eingang, bis wir Fire eingefangen hatten. Charly war anscheinend unversehrt, bis auf ein paar blaue Flecken. Er stieg wieder auf und ritt das Hindernis nochmal an, nachdem Lisa, die diesmal nicht selbst im Sattel sass, es wieder aufgestellt hatte. Counterfire, die noch etwas aufgeheizt von vorher war, wollte schon wieder mit überhöhter Geschwindigkeit auf die Stangen losrennen, aber Charly machte nochmal eine Volte, bis er sie unter Kontrolle hatte, und lenkte sie dann deutlich ruhiger geradeaus, diesmal ohne Probleme. Die übrigen Vollblüter waren heute erstaunlich gemütlich unterwegs; Quinn musste Primo regelrecht vorwärtstreiben und auch Mambo hatte beim Oxer etwas zu wenig Schwung, sodass die oberste Stange fiel. Höchstwahrscheinlich liegt es am Temperatur- und Fellwechsel, überlegte ich. Ich bürstete und massierte Thalia rasch nach dem Absatteln, aber es reichte leider trotzdem nicht mehr um die letzte Runde von Daedra zu sehen. Ich erfuhr aber von Lisa, dass sie einmal parkiert hatte – schade. Das war bei ihr in letzter Zeit etwas zu häufig vorgekommen, weshalb ich überlegte, sie in nächster Zeit mehr mit Quinn laufen zulassen, oder selbst ein wenig Korrektur zu reiten. Nicht, dass ich meine oder Quinns Reitkünste höherstellte als die der anderen, aber wir beide hatten einfach etwas mehr Erfahrung als zum Beispiel April, die sie heute geritten hatte. Ich wollte auf jeden Fall verhindern, dass die Stute irgendwelche unvorteilhaften ‘Habits’ entwickelte. Nachdem nun alle den Parcours gemacht hatten, wollte Lily unbedingt nocheinmal mit Areion einen Versuch starten. Sie wärmte ihn bereits in der Halle auf, als ich dazustiess. Der immernoch-Hengst zeigte auch diesen Frühling wieder teils etwas aufmüpfiges Verhalten, sodass Lily die letzten Wochen meine Hilfe mehr als einmal gebraucht hatte. Heute schien er aber eher gemütlich unterwegs zu sein und liess sich wenig später auch gut von meiner Nichte über die extra tiefer gestellten Hindernisse lenken. Lisa ermutigte sie, noch etwas mehr Schwung von dem Tinker zu fordern, weil er ein paarmal zu dicht ans Hindernis kam, aber sonst sahen die beiden gar keinen so schlechten Eindruck.

    Insgesamt zufrieden mit den Vollblütern, wandte ich mich nun dem Training der beiden Nachwuchswesternpferde Chanda und Jazz zu. Ich putzte die grau-weisse Criollo Dame, während Jonas sich Jazz antat. Antun deshalb, weil sie heute zusätzlich zu ihren Appaloosa-Sprenkeln auch noch Schlammkrusten trug. Mit dem noch feuchten Boden vom letzten Regenfall erstaunte es mich überhaupt, dass nicht mehr Pferde Schlammig waren. Klar, die Vollblüter waren von Ajith bereits vorgeputzt worden, aber die übrigen hatten anscheinend ausnahmsweises Mitleid mit unserer vom Winterfell Ausstriegeln müden Armmuskulatur gehabt. Jonas stöhnte erschöpft, als er auf die zweite Seite seines Reittiers kam, die genauso schlimm aussah wie die Erste. Er legte einen Moment lang seine verschränkten Arme auf den Runden Po von Jazz und genoss die Sonne, bevor ich ihn anstupste, damit er weitermachte. „Denk dran, die Stunde fängt in fünfundzwanzig Minuten an.“ Ich war so nett und half ihm mit dem Hufeauskratzen, während er noch immer den eher dünnen Schweif von Jazz zu retten versuchte. Nach einem gefühlten Liter Glanzspray und einer insgesamt halben Stunde intensivem Putzen, war die Stute wieder ansehnlich. Wir ritten in Richtung Fluss los, denn wir waren mit Rosie zu einem Training auf der Wilkinson Farm verabredet. Sie hatte einen auswärtigen Westerncoach organisiert. Weil wir so viel Zeit mit Putzen verbracht hatten, mussten wir den grössten Teil des Weges traben, um nicht zu spät zu kommen. Die Pferde waren so zumindest schon warm und wir konnten eigentlich sofort loslegen. Der Trainer gab uns eine Dreiviertelstunde lang Patterns vor und feilte mit uns an den einzelnen Lektionen. Für die jungen Pferde war das Training intensiv und sie schwitzten in der Frühlingssonne ordentlich. Rosie, die mit dem Wüstentemperatur-geprüften Tayr mitmachte, hatte dieses Problem nicht. Dafür hatte sie alle Mühe, ihn angesichts unserer beiden charmanten Damen konzentriert zu halten. Es ist eben Frühling, stellte ich schmunzelnd fest. Bevor wir uns auf den Heimweg machten, fiel Jonas noch ein neues Araberpferdchen auf Rosies Weide ins Auge. «Schau mal, da ist noch ein Appaloosa-Tier. Ich dachte zuerst, es sei Numair, aber der ist etwas dunkler.» «Tatsache. Rosie? Is that the filly you mentioned last time?” Die rothaarige Ex-Pflegerin von Pineforest bestätigte. “She’s gorgeous! Definitely coming after Numair.» «I hope she’s also inherited his character, instead of her mother’s. But anyway, she has such a cute head and I love the pink freckles on her face.” Sie schwärmte noch ein wenig weiter, sodass ich beinahe neidisch wurde – das Tierchen sah schon von weitem speziell aus. Letzten Endes wandten wir uns dann doch noch zum Gehen und duschten zurück auf Pineforest die beiden armen, verschwitzten Stuten ab. Chanda machte einen friedlichen Eindruck, als ich sie zurück auf die Stutenweide entliess. Sie sah aus, als könne sie sich nun nach getaner Arbeit so richtig entspannen und das Nährstoffreiche Frühlingsgras besonders geniessen. Jazz blieb noch einen Moment erwartungsvoll beim Zaun kleben, als warte sie noch auf eine letzte Karotte. Jonas und ich hatten leider beide nichts mehr im Sack, also musste sie sich mit den vorherigen Belohnungen zufriedengeben. Wir schlenderten zurück zur Halle und ich bog von dort aus zu den Miniweiden ab, um schonmal die Sulkys für den Nachmittag bereitzustellen, während er gähnend Richtung Haus wanderte. „Du musst noch die Winterreifen wechseln“, rief ich ihm schelmisch hinterher. Er drehte sich als Antwort um und gab mir einen Militärischen Gruss zurück – um anzudeuten „wird ausgeführt, Chef“.

    Die Minis waren den ganzen Winter hindurch einigermassen fit gehalten worden, aber nun im Frühling ging die Show-Saison wieder los, und mit den schneefreien Strassen konnten wir auch wieder mehr Zeit ins Fahrtraining investieren. Deshalb drehte ich den halben Nachmittag lang fleissig Runden auf der Ovalbahn. Zuerst mit Kiwi. Die beinahe ganz weiss gescheckte Stute verlor ihr ungeschorenes Winterfell in Fetzen. Das meiste hing noch an ihrem Bauch und unter dem Kopf. Ich striegelte einen Kisseninhalt weissen Fells ins spriessende Gras, danach sah sie etwas weniger zottelig aus. In den nächsten paar Tagen würde sie das Fell wohl vollständig wechseln. Lewis kam etwas verspätet aus dem Mittag und entschuldigte sich mit der Erklärung, dass er mit Quinn, Charly und Parker in der Stadt essen war, wobei sie ziemlich lange hatten anstehen müssen. Das war für mich kein Problem, ich wusste ja, dass meine Pfleger seriös arbeiteten. Lewis schnappte sich Tiki («You could have taken Kiwi, if you had come on time”, neckte ich ihn, wissend, dass Kiwi sein Liebling war). Er ent-fellte sie in Rekordzeit und war mit dem Geschirr anlegen am Ende noch fast eher fertig als ich. Wir schlauften die letzten Riemen durch und führten die Ponys dann von der Weide zu den bereitstehenden Sulkys. Als beide sicher eingespannt waren, fuhren wir zur Ovalbahn. Ich übte mit Kiwi besonders das Zulegen und Aufnehmen, wobei ich einen schicken Show-Trot herauszuprovozieren beabsichtigte. Es klappte auch einigermassen; die Miniature Stute hob ihre Beine höher als sonst. Ich lobte sie jeweils überschwänglich, um ihr die Bewegungen möglichst schmackhaft zu machen. Lewis übte mit Tiki ebenfalls im Trab, allerdings konzentrierte er sich bei ihr mehr auf die Aufrichtung und die korrekte Anlehnung an die Fahrzügel. Gegen Ende des Trainings liess ich die Zügel länger, sodass Kiwi nach unten strecken konnte. Sie wurde dabei zunächst etwas schneller, aber ich bremste sie mit der Stimme und nach einigen Augenblicken waren wir gemütlicher unterwegs. Sie war eben doch noch jung und musste lernen, entspannt und in gleichbleibendem Takt zu laufen. Das wurde an den Shows übrigens auch bewertet. Ich fuhr mit Kiwi zurück und holte als Nächstes Xinu, Lewis machte mit Lining weiter. Die beiden Hengstchen waren etwas einfacher zu einem Bluff-Trab anzustacheln. Sie hoben fast schon von selbst die Vorderbeine, wir mussten nur darauf achten, dass die Hinterhand auch richtig untertrat. Nach Xinu und Lining waren Oreo und Acira dran. Oreo spürte den Frühling und brummelte seiner Halbschwester zu, als wir hintereinander zur Bahn fuhren. Lewis hielt ihn kurz und blieb in einem vernünftigen Abstand. Wir trainierten wiederum fleissig unsere Runden, und zum Spass galoppierten wir auch ein wenig. Aciras seidiger Schweif flatterte in der Kühlen Brise, die sich mit dem Fahrtwind vereinte. Ihre kleinen Hufe schlugen rhythmisch auf dem feinen Kies auf. Zuletzt drehten wir auch noch ein paar Runden mit Darling und Allegra – letztere war noch nicht lange eingefahren und hatte noch etwas Mühe mit der Kommando-Umsetzung. Sie war meist ein wenig zu eifrig und wollte nicht warten, geschweige denn dabei geschlossen stillstehen. Aber auch das würde mit der Zeit immer besser klappen, davon war ich überzeugt. Nach dem Training gab es für alle Minis ein paar Karotten, die wir zur Beschäftigung an den Bäumen auf der Weide aufhängten. Lily half dabei und fand es super, Lining beim ‘Einfangen’ der orangefarbenen Wurzeln zuzusehen.
    31 März 2019

    Occulta
    Military E-A
    PFS‘ Ravissante, PFS‘ Cambria, PFS‘ Shadows of the Past, PFS’ Navy Sniper, PFS’ Bacardi Limited, Fake my Destiny

    Das heutige Militarytraining fand wieder auswärts statt, auf einem grossen Trainingsgelände nahe Telford. Wir gingen früh morgens los, um bei Zeiten zurückzusein. Im Gepäck hatten wir insgesamt sechs Pferde und Ponys: Ravissante, Cambria, Shira, Sniper, Bacardi und Fake, denn Lily kam diesmal auch mit. Sie trug brav ihren Rückenpanzer, so wie wir alle, und wir hatten Fake die stabileren Gamaschen von den Reitponys angezogen. Einmal ausgeladen, sattelten wir die Reittiere innert kurzer Zeit und sassen auf. Wir ritten in Volten auf dem Rasen, um uns einzuwärmen. Dann begannen wir mit den einfachsten Hindernissen, um den noch unerfahrenen Pferden einen leichten Einstieg zu geben. Sie alle kannten das Springen, aber Naturhindernisse waren oftmals furchteinflössender und auch das Wasser stellte für viele ein Problem dar, auch wenn wir mit ihnen manchmal im Fluss baden gingen. Es war eben doch nochmal etwas anderes, hineinzuspringen, ohne den darunterliegenden Boden zu sehen. Das konnte ich auch gut nachvollziehen. Wir konzentrierten uns folglich in diesem Training vor allem darauf, die Vierbeiner mutiger zu machen und ihr Vertrauen in uns Reiter zu stärken. Ich ritt Ravissante. Die Stute war eine meiner grossen Hoffnungen im Militarybereich, denn sie hatte eine gute Abstammung dafür, und ihr Körperbau war ebenfalls ideal für einen Eventer. Mit ihren hübschen Gängen und dem geschickten Sprungverhalten kombinierte sie zwei wichtige Eigenschaften. Ich erklärte Ravissante jedes Hindernis gründlich und übte sie alle aus verschiedenen Anreitwinkeln. Es war wichtig, dass sie lernte, den richtigen Absprungpunkt zu finden und auch nach dem Sprung flüssig weiterzugaloppieren. Die junge Stute war kooperativ und liess sich von mir selbst dann noch pilotieren, wenn sie vor Unbehagen die Nüstern weit blähte und sorgenvoll Luft einsog. Ich lobte sie dafür ausgiebig und gab ihr beim Absteigen eine Karotte. Fake und Lily waren wie üblich eher zügig unterwegs gewesen, aber die Hackney Pony Stute hatte auf Lily Acht gegeben und sich ebenfalls ohne Zwischenfälle über die festen Hindernisse lenken lassen. Die beiden waren langsam ein richtig eingespieltes Team und ich fand, dass die Zeit reif war, sie auf Turniere zu schicken. Aber das letzte Wort hatte dabei Jonas, denn die Ponystute gehörte ja ihm. Meine Reitponyhengste liefen unter Ruth und Sheridan locker vorwärts. Die beiden talentierten jungen Reiterinnen hatten ein gutes Auge für Distanzen, jedenfalls machten sie heute beide keine groben Patzer. Nur Shira und Lea hatten bei einem Kasten Mühe, der etwas zu bunt angemalt war für den Geschmack der schwarzweissen Scheckstute. Ich musste Lea rasch zu Hilfe kommen und Tipps geben, damit sie Shira doch noch überzeugen konnte. Danach klappte es aber ohne weitere Diskussionen. Cambria und Robin kamen hingegend ganz ohne meine Hilfe aus und übten vor allem an Cambrias Taktgefühl und den fliegenden Wechseln über oder zwischen Hindernissen. Wir fuhren nach dem Training über die Autobahn nachhause und versorgten die Vierbeiner. Die Mittags-Heuration wartete dort bereits auf sie.
    31 Mai 2019

    Occulta
    Military A-L
    PFS‘ Shadows of the Past, PFS‘ Ravissante, Cambria, PFS‘ Navy Sniper, PFS‘ Bacardi Limited, Fake my Destiny

    Military Training machte mir persönlich immer besonders viel Spass. Es war abwechslungsreich, anspruchsvoll und forderte die Pferde körperlich wie auch geistig. Heute übten wir auf unserem eigenen kleinen Trainingsgelände im inneren der Ovalbahn. Es waren zwar nicht viele Hindernisse, aber dafür all jene, denen man typischerweise auf einem Turnier begegnen konnte. Ein Graben, eine Treppe, ein Hügel, Wasser mit Ein-/Aussprüngen und einem mitten drin, ein Buschhindernis, diverse Ecken, Bänke und Kästen, zwei Baumstämme und ein Hindernis mit Fässern. Alle Teilnehmer der heutigen Gruppe waren bereits mit Geländehindernissen in Kontakt gekommen. Die meisten schienen ausserdem zur mutigen Sorte von Pferden zu gehören und zögerten kaum, selbst als sie ins buchstäblich kalte Wasser springen mussten. Okay, so kalt war es dann doch nicht – schliesslich herrschten momentan sommerliche 30 Grad. Ich schwitzte schon nach den ersten paar Sprüngen mit Bacardi. Der Ponyhengst gab wiedermal alles und kümmerte sich nicht um die Hitze – er war glücklich, solange er eine Aufgabe vor sich hatte. Shira hingegen schien etwas faul zu sein. Jedenfalls musste Sheridan die Ponystute ordentlich antreiben. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ihr das schmale Eckenhindernis nicht gefiel, das Sheridan ansteuern wollte. Sniper flitzte mehrfach an uns vorbei und es war beeindruckend, mit welcher Präzision er selbst die schmalen hindernisse meisterte. Anders als andere Jungpferde zog er richtig auf die Hindernisse zu und wollte sie überwinden; er fragte förmlich danach. Diese Einstellung galt es zu fördern. Auch Lily und Fake trainierten wieder mit uns. Jonas stand im Schatten eines Gebüsches und sah zu. Er hatte ausserdem die Mistschaufel bereit, um Hinterlassenschaften gleich aufzusammeln. Davon produzierte Ravissante heute reichlich, denn sie war offenbar noch etwas unsicher und beeindruckt von den verschiedenen Hindernissen. Cambria ging es ähnlich, nur äusserte es sich bei ihr in einem steifen Rücken und hoch erhobenem Kopf. Sie glotzte, sprang aber trotzdem. Dennoch musste Robin natürlich mit ihr auch am Stil arbeiten, damit sie zuverlässiger wurde. Ich forderte von Bacardi ein paar schöne Sprünge von der Treppe runter und ritt jeweils auf der anderen Seite wieder den Hügel hinauf, über das zuoberst platzierte Hindernis. Ich versuchte dabei, denselben Takt zu behalten und alles schön flüssig zu reiten, ohne dass Bacardi sich aufregte. Er machte einen schön runden Hals, als ich ihn nach dem Hindernis, das aus drei massiven, deieckig angeordneten Stangen bestand, wieder aufnahm. Ich liess ihn noch ein letztes Mal den Absatz nach unten springen, dann parierte ich ihn in den Trab durch und liess die Zügel lang werden. Auch die anderen versuchten einen guten Abschluss zu finden. Wir liessen die Vierbeiner zwischen den Hindernissen austraben, dann ritten wir als Gruppe im Schritt zurück zu den Ställen, wo wir sie abduschten und versorgten.
    31 Juli 2019

    Occulta
    Springen M-S
    PFS' Navy Sniper, PFS' Bacardi Limited

    Eigentlich wäre es wohl Sonnig gewesen, wenn dieser helle Stern an unserem Himmel nicht hinter einer dicken Wand aus Nebel bis mindestens zum Mittag hin versteckt geblieben wäre. Man konnte erahnen, wo sie etwa gewesen wäre, denn dort war der Nebel deutlich aufgehellt. Ich kniff die Augen zusammen, weil es fast schon etwas zu grell war, wenn man direkt hineinsah. Nüchtern betrachtet war der heutige Tag wie jeder andere. Es gab keine Turniere in der Gegend, und auch sonst schien es vor Birmingham irgendwie verschlafen an diesem herbstlichen Wochenende. Ich begab mich zum Nordstall, wo zwei freche Reitponys auf mich warteten. Den frühen Morgen hatte ich bereits mit einem erfrischenden Renntraining verbracht; nun war es kurz nach acht Uhr, Zeit für das reguläre Training aller anderen Vierbeiner auf dem Hof. Zira, meine treue Begleiterin, klebte mir an den Fersen und freute sich wohl auf einen Ausritt durch den Nebel - dafür musste sie sich aber noch etwas gedulden. Mit Sniper und Bacardi wollte ich heute nämlich nochmal springen, und damit an das intensive Training drei Tage zuvor anknüpfen. Es ging darum, die beiden in die nächste Stufe zu bringen, damit wir voran kamen und irgendwann vielleicht auch international mit ihnen starten konnten - vor allem aber mussten sie noch Erfolge sammeln, um ihre baldige Zuchtzulassung zu erhalten. Ich war gespannt darauf, mit Sniper roanfarbige Babys zu züchten, und Bacardi hatte tolle Gänge zu vererben. Ein Fohlen aus den zweien wäre schlichtweg perfekt, schmunzelte ich. Leider geht das mit zwei Jungs irgendwie noch nicht so ganz. Aber ich besass ja mittlerweile eine kleine Herde wunderschöner Ponystuten, die auch die nötige Abstammung mitbrachten. Konkret planen wollte ich erst, wenn es so weit war und die beiden ihre Körung bestanden hatten.

    Der Sand auf dem Reitplatz war noch feucht vom Regen der letzten Tage. An einer Stelle hatte sich sogar eine kleine Pfütze gebildet. Ich umritt diese sorgfältig, um die Sandspritzer an Bacardis Bauch zu minimieren. Die Hindernisse waren mit dem Regen saubergewaschen worden und erstrahlten wie frisch angepinselt. Ich wärmte den Ponyhengst in Schlangenlinien um sie herum auf. Dabei liess ich ihn auch fleissige Übergänge machen. Um ihn aufzuwecken galoppierte ich ihn auf der ganzen Bahn und liess ihn jeweils auf der langen Geraden strecken. Als er sich geschmeidig und bereit anfühlte, begann ich mit einem schwarzweissen Steilsprung. Ich hatte zuvor die oberste Stange entfernt; so eignete er sich perfekt fürs Einspringen. Die übrigen Hindernisse waren in verschiedenen Höhen aufgestellt, sodass eine Steigerung bis zu unserer Wunschhöhe vorhanden war. Wenn ich Glück hatte, würden Jonas oder Lisa später noch vorbeikommen, dann konnte ich sie fragen, ob sie mir alle Hindernisse hochstellten. Bacardi war nicht ganz so talentiert wie Sniper was das Springen anging. Er verschätzte sich etwas öfter als sein grauer Kumpel und nahm dann jeweils mit der Vorderhand die Stange mit. Das war aber nicht weiter tragisch, denn am Ende war für ihn ohnehin eine Dressurkarriere geplant. Trotzdem wollte ich ihn auch im Springen auf ein brauchbares Niveau fördern. Der Hengst schien von den Hindernissen nicht abgeneigt zu sein, jedenfalls zögerte er kein einziges Mal. Auch dann nicht, als wir die Endhöhe erreicht hatten. Meine Parcourshelfer kreuzten leider nicht auf, also stieg ich rasch selber ab und stellte drei Hindernisse höher, sodass ich einen kleinen Parcours reiten konnte. Bacardi hatte einen Patzer beim letzten Oxer, deshalb ritt ich diesen nochmal an; danach liess ich ihn in Ruhe und trabte noch ein paar Runden. Ich lobte ihn ausgiebig und er bekam nach dem Absteigen einen Vorgeschmack auf die Belohnung, die in seiner Futterkrippe auf ihn wartete.

    Mit Sniper war es dasselbe Spiel. Auch ihn wärmte ich auf, danach übten wir gebrochene Linien und zuletzt kam dann doch noch Jonas vorbei, um den Parcours höher zu stellen. Der Hengst mit den Stichelhaaren wurde viel übermütiger als Bacardi, daher musste ich ihn gut zusammenhalten, damit er nicht flach wurde. Er grunzte zwischendurch, wenn er besonders kraftvoll abspringen musste. Das brachte mich jedes Mal zum Lachen. Nach dem Schlussparcours liess ich ihn am langen Zügel strecken und austraben. Er schnaubte zufrieden ab und war auch im Schritt noch immer zackig unterwegs, als hätte er noch kaum genug gehabt. Es hatte aber keinen Sinn noch mehr von ihm zu fordern, denn ich wollte ja, dass er die Freude daran behielt. Deshalb lobte ich ihn stattdessen ausgiebig und gab ihm ebenfalls eine Belohnung.
    30 Nov. 2019

    Kür

    Heute war ich mit PFS' Bacardi Limited und PFS' Navy Sniper an der Körung. Meine beiden selbst gezüchteten Hengste hatten sich im vergangenen Jahr fleissig an Turnieren bewiesen und waren nun bereit, um pünklich fürs neue Jahr ihre Zuchtzulassung zu erhalten. Zuerst war Bacardi dran, und ich war froh, dass der mutige Hengst nicht so aufgeregt wirkte wie ich selbst mich fühlte. Die Kür beinhaltete das Vorstellen an der Hand und ein kurzes Freispringen. Ich hatte den Dunkelfuchs schön herausgeputzt und seine Mähne eingeflochten, damit man seine Oberlinie gut sah. Er trug ein schickes schwarzes Zaumzeug mit einem schlichten, aber edlen Stirnband, wodurch sein hübscher Kopf optimal betont wurde. "What a handsome boy you are", bemerkte auch Jonas, der neben uns wartete. Als wir aufgerufen wurden, verkrümelte sich mein Partner zu den übrigen Zuschauern. Ich Grüsste beim hereinkommen die Richter, stellte Bacardi gerade hin und lenkte ihn mit Handgesten ab, damit er schön stillstand. Danach führte ich ihn in allen drei Gangarten durch die Halle, wobei ich ihn im Galopp freilaufen liess. Ich achtete darauf, dass ich alle Gangarten auf beide Seiten vorführte, sodass die Richter wirklich alles zu sehen bekamen, was sie sehen wollten. Nach der Vorstellung der Grundgangarten und des Exterieurs wechselten wir die Halle zum Freispringen. Auch dabei zeigte Bacardi sich von seiner Schokoladenseite und touchierte nicht einmal die Stangen. Ich hoffte, dass den Richtern seine hübsche Springmanier genauso gefiel wie mir selbst. Ich fing den Hengst wieder ein und grüsste die Richter vor dem Verlassen der Halle. Zufrieden klopfte ich Bacardi auf den Hals und gab ihm eine Karotte. Jonas hatte inzwischen Sniper bereitgemacht, sodass wir gleich tauschen konnten.
    Text by Occulta, 1766 Zeichen mit Leerzeichen, geprüft mit Lettercount.com
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 Jan. 2020
    Cooper und sadasha gefällt das.
  4. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta mit...
    PFS' Navy Sniper

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    Steckbrief
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    Vom: Delicius

    Vom: Da Vinci

    Vom: Da Capo

    Aus der: Mia III

    Aus der: Tiva Wyanet


    Vom: Mr. Vain
    Aus der: Tailine


    Aus der: scs Bluebell

    Mutter: Bon Voyage

    Aus der: Bon Appetit

    Vom: Voyager

    Vater: Viktor

    Aus der: St. Pr. Soraya

    Vom: Visconti


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    Rufname: Snipes, Snipy
    Geburtstag: 02.06.
    Alter: 5 Jahre
    Stockmaß: 1.46 m
    Rasse: Deutsches Reitpony
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: seal brown roan
    (Ee,ata,Rnrn)
    Abzeichen: unregelmässige Blesse, weisser Kronrand vl, weisse Fessel hl, weiss gestiefelt hr
    Gesundheit: sehr gut
    Hufe: Beschlagen, gutes Horn


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    ruhig, selbstbewusst, temperamentvoll, schnell unterfordert


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    Sniper ist ein intelligenter, rasch unterbeschäftigter Ponyhengst. Er ist zwar meistens schön ruhig und man sieht ihm nicht an, wenn ihn etwas stört, weil er sich für seinen Reiter zusammennimmt; doch wenn es zu viel wird, oder ihm keine ausreichende Abwechslung geboten wird, kann er plötzlich explodieren und einige gezielte Manöver ausführen, um das Reiten spannender zu gestalten. Fordert man ihn hingegen mit den richtigen Aufgaben und genug Entschlossenheit, so ist er sehr konzentriert bei der Sache und versucht, zu gefallen. Besonders beim Springen achtet er auf seine Beine und berührt beinahe nie die Stangen. Auf der Weide ist er sicherlich eines der ranghöheren Tiere, denn er ist sehr selbstbewusst und bringt das auch gerne zum Ausdruck. Er spielt sehr gerne mit seinem gleichaltrigen Kumpel Bacardi - die beiden jagen einander öfter mal über die Wiese, oder stellen sich gegeneinander auf die Hinterbeine. Das sieht zwar eindrucksvoll aus, ist aber bloss Alberei, und mehr als ein paar Kratzer ernten sie daraus nie.
    Er stammt väterlicherseits aus einer interessanten Linie, wobei auffällig ist, dass beide seiner Grosseltern bereits dieselbe, ausgeprägte Intelligenz besassen. Durch die mütterliche Seite hat er vermutlich die Vorsicht am Sprung und eine Portion Talent mitbekommen, denn auch Viktor war ähnlich bedacht, keine Stangen zu reissen und Bon Voyage ein benanntes Springtalent.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -


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    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: S
    Military Klasse: L
    Dressur Klasse: L

    Distanz Klasse: L
    Fahren Klasse: A

    Eignung: Springen, Military, Dressur
    Eingeritten: Ja


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    [SW 505]
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    1. Platz 526. Springturnier
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    1. Platz 527. Dressurturnier
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    1. Platz 403. Fahrturnier
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    3. Platz 359. Distanzturnier
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    Sniper's Spind

    Trainingsberichte [7]
    Occulta
    Distanz E-A
    Areion, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, PFS’ Shadows of the Past

    Es war herrliches Wetter, das wir uns für den heutigen Distanzritt ausgesucht hatten. Naja, es war eher ein längerer Ausritt als ein richtiger Distanzritt, denn alle Pferde, die heute mitkamen, waren noch recht untrainiert. Wir wollten deshalb „nur“ insgesamt 60 Kilometer zurücklegen, in einem Tempo von 10 Km/h. Um bei Zeiten wieder zuhause zu sein, ritten wir schon um acht Uhr morgens los. Unsere Stecke lag diesmal in Richtung Süden und führte uns nach Knightwick. Man konnte es nichtmal wirklich ein Dorf nennen, aber es hatte dort eine hübsche Kirche und die Landschaft war wunderbar zum Reiten. Lily kam mit Areion mit, ich ritt Chanda. Ausserdem begleiteten uns Linda, April, Anne und Jason, mit Bacardi, Sniper, Shira und Jazz. Wir rechneten damit, gegen zwei Uhr zurück zu sein; so blieb danach noch mehr als genug Zeit für ein Springtraining mit Lily und Fake, das ich meiner Nichte versprochen hatte. Die ersten 15 Kilometer vergingen wie im Flug, danach merkten die Pferde, dass dies kein gewöhnlicher Ausritt war. Shira wurde zunehmend unsicher und man sah ihr an, dass sie am liebsten umgekehrt wäre. Trotzdem zogen wir munter weiter. Ab Stanford Bridge folgten wir so gut es ging dem Fluss Teme, der sich gesäumt von Büschen und schattenspendenden Bäumen durch die Landschaft schlängelte. Das war bei den zunehmend hohen Temperaturen um die Mittagszeit das einzig Vernünftige. Die Stimmung war herrlich. Überall zirpten Insekten und Vögel zwitscherten über unseren Köpfen. Die Natur um den Fluss herum schien extrem lebendig. Lily und April amüsierten sich, indem sie versuchten, die verschiedenen Vögel zu bestimmen, die sie unterwegs sahen. Angesichts der idyllischen Natur entspannte sich auch Shira wieder. Wir trabten viel und machten auch ein paar kurze Galopps über Felder. In Knightwick angekommen, pausierten wir eine Viertelstunde, ehe wir uns auf dem Heimweg machten. Lily stieg von Areions Rücken ab und streckte sich symbolisch. Dann überliess sie es mir, auf den Tinker aufzupassen und sah sich rasch ein wenig um. Ich checkte unsere Pferde durch und prüfte, ob noch alle fit waren. Mir fiel nichts Aussergewöhnliches auf. Schliesslich ritten wir zurück, diesmal weiter weg vom Fluss, mehr Richtung Osten. Wir kamen ein einziges Mal an eine häufiger befahrene Strasse, an deren Rand wir alle im Gänsemarsch entlanglaufen mussten, und bei der ich mir tatsächlich ein wenig Sorgen um unsere Sicherheit machte. Aber es lief alles gut und wir konnten kurz darauf wieder auf einen Feldweg abbiegen. Zurück auf Pineforest duschten wir die Pferde ab und grasten mit ihnen im Halbschatten der Tannen, bis sie einigermassen trocken waren.
    30 Juni 2018

    Occulta
    Dressur E-A
    Caspian of the Moonlightvalley, A Winter’s Day, Primo Victoria, PFS’ Navy Sniper, Yoomee, PFS’ Shadows of the Past, Nera, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Tayr al-Diyari, PFS’ Arctic Silver Lining, PFS’ Arctic Rainstorm, PFS’ British Oreo Rascal, PFS’ Glenn’s Dare to Shine, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Dressy Miss Allegra, PFS’ Merino, Simba Twist, PFS’ Cryptic Spots, White Dream, Fake my Destiny, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot, Vychahr, Parányi, Satine, Areion, Diarado, Co Pilot de la Bryére, Circus Dancer

    Wir hatten trotz der Hitze heute wieder viel vor; Dressurtraining, to be exact. Es war bereits Nachmittag, somit erwischten wir leider gerade die heisseste Tageszeit. Das liess sich kaum vermeiden, denn den ganzen Morgen hindurch hatten wir auch schon gearbeitet, und die Pferde bis spät in die Nacht wach zu halten war auch keine gute Option. Deshalb brachten Lisa und ich im Voraus ein paar Wasserflaschen zum Reitplatz und stellten einen Sonnenschirm auf, damit wenigstens die Trainerin nicht unter der prallen Sonne gebraten wurde. Es kam heute extra eine externe Dressurtrainerin auf Platz, die uns und die Pferde etwas fördern sollte. Lisa ritt also heute selber auch mal in der Stunde mit, anstatt sie zu leiten. Der Name der Trainerin lautete Fiona Ramsey; eine S-Dressurreiterin die auch schon international gestartet war. Ich war gespannt auf ihr Coaching und putzte zuerst gut gelaunt Yoomee. Lisa bereitete Shira vor, Linda hatte White Dream neben mir und Yoomee angebunden und Lily ritt natürlich wieder Fake. Jonas machte nicht mit, sondern sah nur zu und reichte uns später die Wasserflaschen, wenn wir eine Pause brauchten. Anne und Robin sattelten im Nordstall Sniper und Baccardi. Darren und David waren unterdessen bei den Stuten im Offenstall und kümmerten sich um Chanda und Jazz. Auch Angelina Moore war mit ihrer Stute Nera dabei, und sogar Rosie war mit Tayr zu uns rübergeritten. Sie wartete mit dem schicken Rennaraber vor dem Nebenstall und plauderte mit mir, während ich meine Connemarastute striegelte. Fiona kam etwas früher als gedacht und sah uns schonmal beim Satteln zu. Danach trudelte ein Pferd-Reiterpaar nach dem anderen auf dem Sandplatz ein und Fiona unterrichtete uns schon beim Aufwärmen. Wir mussten eine grosse acht quer über den Platz reiten, und dabei stets die richtgie Stellung und den Abstand zum Vordermann wahren. Ausserdem machten wir viele Schlangenlinien und Seitenwechsel. Fiona war also sehr fokussiert auf Biegung und Abwechslung. Nach einer Weile durften wir die Pferde nochmal richtig strecken lassen, ehe wir mit der eigentlichen Arbeit anfingen. Yoomee schnaubte zufrieden ab und trabte locker vorwärts. Diese erste Trainingsstunde war wie eine Art Einstieg in die Dressurarbeit, denn die Pferde waren allesamt noch nicht sehr weit in der Dressur ausgebildet. Deshalb forderten wir auch nur einfache Lektionen, wie korrekte Übergänge oder leicht verstärkten Trab. Auch einfache Galoppwechsel liess uns Fiona machen, wobei sie wiederum genau darauf achtete, dass wir die Pferde richtig umstellten. Sie schien wirklich ein Auge für Feinheiten zu haben und gab wertvolle Tipps in denn richtigen Momenten. Ich war ihr zum Beispiel dankbar, als sie mich darauf hinwies, dass ich mit der äusseren Hand zu sehr mitging in den Kurven, oder dass ich mich wiedermal leicht nach vorne neigte, als ich angaloppieren wollte. Auch für Lily und Fake hatte sie ein paar Tricks auf Lager, damit die Hackneyponystute ihr volles Bewegungspotential ausschöpfen konnte. Ich sah, wie Jonas den beiden mit einem stolzen Ausdruck zusah. Die erste Runde dauerte eine Dreiviertelstunde, dann liessen wir die Pferde austraben und bereiteten die nächste Gruppe vor. Währenddessen waren Quinn, Parker, Thomas, Rita, Charly und April mit Caspian, Merino, Primo, Winter, Simba und Cryptic an der Reihe. Dem was ich beim Putzen von Parányi sah nach zu urteilen, lief es auch bei ihnen gut, obwohl die Vollblüter doch etwas mehr Power zeigten und mit der konstanten Anlehnung noch etwas Mühe hatten. Um Fiona eine Pause zu gönnen, nahmen wir uns reichlich Zeit zum Putzen und tratschten mehr mit Rosie, die noch einen Moment länger blieb. Tayr scharrte schon ungeduldig, als sie sich schliesslich auf den Heimweg machte. Ich sattelte Parányi und brachte sie auf den Platz, gefolgt von Satine, Vychahr, Co Pilot, Circus Dancer und Diarado. Jetzt kamen wir richtig ins Schwitzen. Diese sechs Vierbeiner liefen bereits höhere Dressur und kannten die meisten Lektionen, sodass wir aus dem Vollen schöpfen konnten, was Fionas Erfahrung als Grand Prix Reiterin anging. Sie gab uns wertvolle Tipps um die Piaffe zu verbessern und zeigte uns, wie wir den verstärkten Trab noch eindrucksvoller aussehen lassen konnten. Parányi machte fleissig mit und gab sich Mühe. Sie konnte zwar noch keine Piaffe, aber dafür glänzte sie bei den Galoppwechseln. Und Vychahr beeindruckte Fiona mit seinem schwungvollen Bergaufgalopp an der langen Seite. Nur das rechtzeitige Bremsen vor der Ecke bereitete ihm und Lisa noch etwas Schwierigkeiten.

    Nachdem auch diese Stunde geschafft war, kippte ich erstmal eine halbe Wasserflasche runter und setzte mich beim Nebenstall an die Wand gelehnt in den Schatten, sobald die Rappstute versorgt war. „Alles klar, Occu?“, fragte Jonas mitfühlend, als er mich sah. Ich nickte müde aber grinsend. Es hatte trotz der Hitze Spass gemacht und ich hatte das Gefühl, durchaus ein paar nützliche Inputs bekommen zu haben. Bevor Fiona wieder abreiste, wollte ich ihr aber noch ein wenig von unserem Training mit den Miniature Horses zeigen. Die wurden zwar nicht geritten, aber am langen Zügel konnten auch sie ziemlich anständige Dressurlektionen erlernen. Mit Tiki und Kiwi demonstrierten wir schon etwas komplexere Übungen, während Oreo, Lining, Acira und Darling vor den Augen der Trainerin an den Grundlagen feilten. Auch Allegra, mit der wir erst vor kurzem überhaupt angefangen hatten, zeigte immerhin schonmal schöne Übergänge. Fiona war begeistert von den Minis und nahm sogar selber mal die Zügel von Oreo in die Finger. „He’d be so handsome under saddle, if he only was a warmblood“, stellte sie belustigt fest, als Oreo mit meiner Hilfe einen ansatzweise funktionierenden Spanischen Schritt vorführte. Zuletzt gab es noch ein kleines Highlight für Lily. Sie hatte eigentlich nur noch schnell Areion auf dem Platz bewegen wollen, jetzt wo der ganze Trubel vorbei war. Aber Fiona nahm sich die Zeit, ihr mit dem Tinker ebenfalls noch eine halbe Stunde Einzelunterricht zu geben. Lily kam sogar dazu, ihre ersten Galoppwechsel zu reiten, was aber natürlich nur klappte, weil Lisa das in letzter Zeit so intensiv mit Areion geübt hatte. Lily hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht, als sie ihren Tinker nach dem Unterricht strecken liess. Ich war Fiona dafür extrem dankbar. Nun liessen wir sie aber endlich ziehen und verabschiedeten uns. Es war ein anstrengender, aber toller Nachmittag gewesen.
    31 Aug. 2018

    Occulta
    Springen E-A
    Fake my Destiny, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Cambria

    Wir befanden uns auf dem Sandplatz, alle um Lisa versammelt, die uns den heutigen Ablauf der Springstunde erklärte. Ich sass auf Bacardi und schielte hin und wieder zu Robin rüber, die heute erst zum zweiten Mal in Cambrias Sattel sass. Sie schien sich bisher gut mit der Oldenburgerstute zu verstehen, wie ich es mir erhofft hatte. Cambria stand ruhig und geschlossen da, bereit, um sich jederzeit in die Arbeit zu stürzen. Ihre Einstellung war zwar bemerkenswert, aber manchmal auch trügerisch. Ich hatte sie zuvor ein paarmal selbst geritten, und etwas Mühe gehabt, sie mit der Nase auf der Senkrechten zu halten – sie neigte dazu, sich in eine tiefere Haltung zu verkriechen und dann einfach ihr Programm abzuspulen, ohne dabei die wichtigen Körperteile aktiv zu benutzen. Ich war gespannt, wie sie sich mit Robin anfreunden würde. Deutlich unruhiger als Cambria stand Sniper da. Er versuchte, die ganze Zeit Schritte vor und zurück zu erschleichen, oder scharrte frustriert. Er verstand einfach nicht, warum er hier so doof stillstehen musste. Parker hielt ihn dennoch geduldig an Ort und Stelle. Lisa beeilte sich mit den Instruktionen und schickte uns kurz darauf zum aufwärmen auf die linke Hand raus. Wir mussten zuerst unter ihrer Anleitung intensiv galoppieren und Übergänge reiten, bevor sie uns an die Hindernisse heranliess. Wie ich es erwartet hatte, wies sie Robin mehrere Male darauf hin, Cambria gut vorwärts zu treiben und mit feinem Zupfen in die korrekte Aufrichtung zu bringen. Bacardi lief ziemlich gut; er war heute zwar fleissig, aber konzentriert und liess sich im Galopp sogar einigermassen setzen. Parker musste mit Sniper dagegen immer wieder abwenden, weil der Junghengst den Turbo eingeschaltet hatte. Lisa liess sie Volten verkleinern und eine Acht reiten, um ihn am Ball zu halten. Mit dabei waren auch noch Shira, die von Linda geritten wurde; Chanda, mit Darren und Jazz mit David, und Lily mit Fake. Letztere war ebenfalls schnell unterwegs, aber nur im Galopp. Als Lisa zufrieden war, durften wir ein erstes Kreuz überspringen. Die Pferde waren allesamt unerfahren, also begannen wir ganz einfach. Chanda stellte sich etwas ungeschickt an. Sie bremste vor dem Kreuz ab und hüpfte dann unelegant aus dem Stand darüber. Cambria ging ohne zu überlegen einfach hinüber, als wäre es bloss ein grösserer Galoppsprung. Sie hatte aber auch die längsten Beine der hier Anwesenden. Jazz, mit der ich auch schon ein paar Cavaletti gesprungen hatte, hob zwar die Beine noch nicht so schön, wie sie es hätte tun sollen, aber bei der Höhe spielte das keine Rolle. Wir fuhren fort und erhöhten die Schwierigkeit zunehmend. Nach einer Weile waren wir bei einem kleinen Parcours angelangt, der doch schon ein paar schwierigere Wendungen beinhaltete, jedoch alles immer noch bei geringer Höhe. Fake und Lily flitzten durch den Parcours. Die Hackney-Pony Stute war ziemlich wendig und Lily konnte sie gut manövrieren. Meine Nichte hatte extrem viel dazugelernt, seit sie auf Pineforest Stable lebte und jeden Tag im Sattel sass. Am Anfang war sie noch unsicher gewesen und hatte in erster Linie daran gearbeitet, einen anständigen Sitz zu entwickelt – heute startete sie auf kleineren Turnieren und wurde immer geschickter mit den Ponys. Sie fiel auch nicht so schnell runter. Selbst wenn Fake oder Areion mal einen lustigen Tag hatten und etwas bockten, konnte sie sich problemlos oben halten. Nur manchmal musste ich sie noch daran erinnern, dass sie gerade sitzen solle und die Hände zusammen behalten. Sie war eben eine praktische Reiterin, ähnlich wie ich: nicht so sehr auf den Stil fixiert, aber umso mehr darauf, dass das Pferd gut lief. In der Dressur konnten wir damit nicht gerade Glanznoten erreichen, aber dafür waren wir in den dynamischeren Disziplinen gut aufgehoben. Aber was nicht ist, kann noch werden, sagte ich mir immer, wenn ich ihr so zusah. Vielleicht übertrumpfte sie mich ja eines Tages und mauserte sich zum Dressurfreak? Jedenfalls sah es richtig cool aus, wie die beiden mit wehendem Schweif und Ponyschwanz über die Hindernisse flitzten. Auch Lisa fand es gut, ordnete aber für die nächste Runde etwas mehr Ruhe und Kontrolle an, denn «wenn es höher wird, wirst du mit Geschwindigkeit allein nicht sehr weit kommen.» Shira zeigte heute ihr Talent. Die junge Stute hatte eine sehr schöne Manier und war normalerweise auch rittig. Ich steckte grosse Hoffnungen in sie, aufgrund ihrer Abstammung und ihres Körperbaus. Ich war ausserdem auf der Suche nach einer neuen, unter 16-jährigen Reiterin für die Ponys im Allgemeinen. Wenn wir sie als Pferde anmeldeten, konnten mit den Reitponys natürlich auch erwachsene an gewöhnlichen Turnieren Starten. Aber wenn wir sie an den speziellen Pony Turnieren laufen lassen wollten, mussten sie einen jugendlichen Reiter haben. Lily war zwar meine Zukunftshoffnung, was diese Sache anbelangte, aber auch sie würde an ihre Grenzen kommen, wenn sie (mit White Dream gerechnet) neun Ponys alleine auf Turnieren vorstellen musste, und nebenbei auch noch mit Areion, Nossi und Fake etwas machen wollte. Eventuell konnten wir Suri so weit fördern, dass sie zusammen mit Lily unsere Ponys springen, oder wenigstens in der Dressur starten konnte. Aber selbst dann wäre es noch viel zu tun für zwei Mädchen. Meine Idee war es, ein junges Mädel (oder einen Jungen) zu finden, das Talent hat, dem aber das passende Pony fehlt. So war im besten Falle beiden Seiten geholfen. Lisa und Elliot hatten schon ein paar ihrer Reitschüler ins Auge gefasst, aber es musste einfach allgemein passen, sowohl vom Reiterlichen, als auch in Sachen Zuverlässigkeit, Umgang mit den Ponys und natürlich im Zwischenmenschlichen. Daher plante ich auch schon seit Wochen, so eine Art Bewerbungs-Herbstlager durchzuführen um die Kandidaten besser kennenzulernen. Normalerweise machten wir ein Sommerlager für jüngere Kinder, damit diese die Miniature Horses bespassen konnten. Das hatte dieses Jahr nur eine Woche gedauert, nicht wie sonst zwei. Dafür würde nun dieses Herbst-Sportlager kompensieren.
    Jedenfalls lief die Stunde ganz gut, bis auf ein paar wenige Verweigerungen von Sniper und Jazz. Zufrieden befahl Lisa uns die Zügel lang zu lassen und die Pferde auszutraben. Natürlich war so eine einzelne Trainingseinheit nicht genug, um die Vierbeiner in die nächsthöhere Klasse aufschwingen zu lassen. Aber sie waren mit weiterem Training auf bestem Weg aufzusteigen.
    30 Okt. 2018

    Occulta
    Springen A-L
    Training für die Faulen

    PFS’ Colours of Life, tc Miss Moneypenny, Primo Victoria, PFS’ Sarabi, PFS’ A Winter’s Tale, PFS’ Stop Making Sense, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS’ Counterfire, Daedra, Areion, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, Cambria, Fake my Destiny, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Ravissante, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Tayr al-Diyari, PFS’ Arctic Silver Lining, PFS’ Arctic Rainstorm, PFS’ British Oreo Rascal, PFS’ Glenn’s Dare to Shine, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot

    «Occu, es ist zu warm zum Arbeiten», jammerte Jonas, in seinem neu gekauften Schaukel-Stuhl auf der Terasse ausgebreitet. Er hatte das Teil am Wochenende in einer Brockenstube gefunden und sich sofort darin verliebt. Das alte, dunkle Holz war zwar an manchen Stellen etwas rau von der vermutlich Jahrzehnte langen Benutzung, aber mit etwas Schleifpapier und neuem Lack wollte er ihm demnächst zu neuem Glanz verhelfen. Allerdings sah es im Moment eher nicht danach aus, als könnte er die nötige Energie dazu aufbringen. Bacardi lief bereits ungeduldig um mich herum, weil ich nicht weiterging. «Komm, auf», scheuchte ich ihn in befehlerischem Ton von seinem Sonnenplätzchen. Er grummelte vor sich hin und schlenderte zum Hauptstall. Lisa war auf dem Sandplatz bereits aufgestiegen und wärmte Sniper im Schritt am langen Zügel auf. Ich tat es ihr gleich. Heute war wieder Trainieren angesagt, und zwar mit einem ganzen Heer von Jungpferden. Lisa und ich ritten plaudernd nebeneinander und genossen die morgendlichen Sonnenstrahlen, die auf unsere Rücken brannten. Lily stiess mit Fake auch noch dazu, und ihr folgten auch kurz darauf die anderen aus dem Nebenstall; Shira, Ravissante, Cambria. Wir ritten alle sechs Vierbeiner, um die bereits aufgestellten Hindernisse zirkelnd, warm. Nach etwas mehr als fünf Minuten trabten wir an und vollführten unter Lisas Anweisungen ein paar gymnastizierende Dressurlektionen, ehe wir mit den Cavalettis begannen. Bacardi war am Anfang etwas übereifrig und hüpfte jeweils über das halbhohe Cavaletti, anstatt darüber zu traben. Ich hielt ihn zusammen und versuchte es erneut, bis es beim dritten Versuch klappte. Er war eben noch jung und verstand ungerne, dass man die Aufgaben konzentriert und auch mal langsam angehen musste. Lily und Fake hatten ganz ähnliche Probleme, aber bei ihnen lag es vor allem daran, dass Lily noch nicht genug einwirken konnte, um die temperamentvolle Hackney-Pony Stute mit dem Sitz zu bremsen. Sie gab sich immerhin grosse Mühe und schaffte es nach einer Weile auch so halb. «Das wird schon, Lily. Sobald du längere Beine hast, kannst du sie auch besser kontrollieren», ermutigte Lisa meine Nichte. Das Mädchen nickte nur konzentriert und bremste Fake wieder in den Schritt. Lisa schickte uns als nächstes über ein paar Kreuzchen in einer Linie, die ebenfalls noch dem Auflockern und der Taktfindung dienten. Erst danach legten wir mit Steilsprüngen, Oxern, In-Outs und Kombinationen los. Für die jungen Pferde waren besonders letztere anspruchsvoll, da viele dazu neigten, etwas kopflos zu werden und zwischen den Hindernissen beschleunigen zu wollen. Auch Bacardi versuchte es, aber durch meine langjährige Erfahrung konnte ich ihn zurückhalten und in angemessenem Tempo auf den zweiten Sprung zureiten. Er schnaufte zwar leicht frustriert, galoppierte aber schön am Zügel. Ich lobte ihn streichelnd, um ihm zu zeigen, dass es so richtig war. Fake und Lily flitzten zum Teil in halsbrecherischem Tempo durch, aber Lisa war schon dabei, das zu korrigieren und ihr Tipps zu geben. Robin und Cambria hatten auch noch die eine oder andere Unstimmigkeit zu überwinden, aber es sah gar nicht so schlecht aus. Ravissante lief unter Quinn richtig schön. Ich war begeistert beim Zusehen, als die beiden den einen Oxer übersprangen und die Anglo-Araberstute eine wunderbare Flugphase zeigte. Sie erinnerte mich in ihrer Manier sehr an Sunday – ausser, dass sie ab und zu ihren Schweif aufgeregt anhob, wenn sie auf ein Hindernis zukam. Quinn schien sich sehr gut mit der Stute zu verstehen und grinste begeistert, als sie den kleinen Abschlussparcours beim ersten Versuch fehlerfrei überwunden hatten. Sie liess Ravi den Kopf strecken und klopfte ihr zufrieden auf den Hals. Auch Bacardi und ich schafften es ohne Abwurf. Die Höhe war ja auch noch nicht gerade eindrucksvoll. Aber trotzdem war ich stolz, als am Ende die meisten sauber durch den Parcours kamen. Sogar Fake kam überall gut drüber, wenn auch ein Tickchen zu schnell. Shira und Snipy hatten je einen Abwurf; Shira in der Kombination und Sniper beim letzten Steilsprung, weil Lisa sich mit der Distanz verschätzte. Dass ausgerechnet unsere Reitlehrerin einen Fehler machte, fanden wir ganz amüsant – konnte ja passieren. Wir liessen die sieben Pferde austraben und versorgten sie dann zügig, um gleich anschliessend mit der nächsten Truppe weiterzumachen. Diesmal war der Vollblut-Nachwuchs an der Reihe. Miss Moneypenny, Daedra, Primo, Sarabi, Mambo, Cryptic, Thalia, Counterfire und David mit Life. Weil diese Gruppe etwas grösser war als die letzte, hatten wir auch entsprechend mehr Abreitplatz-Atmosphäre, aber das kam in diesem Fall gerade gelegen: Mit diesen acht wollten wir nämlich einen Ablauf wie auf einem Turnier simulieren. Jonas hatte es tatsächlich fertig gebracht, in der Halle zwei Aufwärm-Hindernisse aufzubauen und verstellte sie nun nach unseren Wünschen. Danach ritten wir jeweils nach draussen auf den Sandplatz und sprangen direkt den Parcours, jeder zweimal. Ich hatte Thalia als Partnerin. Die Winter-Tochter war extrem rittig und liess sich heute durch nichts ablenken, sodass wir beide Durchgänge einwandfrei abschlossen. Mir gefiel ihr Arbeitswille, der sich übrigens auch auf der Rennbahn auszahlte. Sie war zwar nicht die Schnellste, dafür sehr ausdauernd und fokussiert auf die Ziellinie – manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie selbst bei einem Bombeneinschlag auf der Tribüne nicht zucken würde. Bei Counterfire, die gleich nach mir auf den Platz ging, war das gerade anders herum. Die feurige Fuchsstute konnte ausserordentlich gut beschleunigen und hatte mächtig Schub in der Hinterhand, liess sich allerdings leicht aus dem Konzept bringen und brauchte eine konsequente Hand. Als Katze Shiva in ein Gebüsch neben dem Viereck kletterte, um Spatzen aufzuscheuchen, verpasste sie dementsprechend das nächste Hindernis und räumte es mit den Vorderbeinen ab. Charly war auf den unsanften Sprung nicht vorbereitet gewesen und kam hinter die Bewegung. Als Counterfire nach dem missglückten Manöver auch noch um die Kurve raste, besiegten ihn die Fliehkräfte. Er plumpste in den Sand und die Stute raste eine Runde um den Platz, wobei sie gerade noch von Oliver davon abgehalten wurde, diesen zu verlassen. Der Trainer motzte «be careful with my racing champions, please» und bewachte den Eingang, bis wir Fire eingefangen hatten. Charly war anscheinend unversehrt, bis auf ein paar blaue Flecken. Er stieg wieder auf und ritt das Hindernis nochmal an, nachdem Lisa, die diesmal nicht selbst im Sattel sass, es wieder aufgestellt hatte. Counterfire, die noch etwas aufgeheizt von vorher war, wollte schon wieder mit überhöhter Geschwindigkeit auf die Stangen losrennen, aber Charly machte nochmal eine Volte, bis er sie unter Kontrolle hatte, und lenkte sie dann deutlich ruhiger geradeaus, diesmal ohne Probleme. Die übrigen Vollblüter waren heute erstaunlich gemütlich unterwegs; Quinn musste Primo regelrecht vorwärtstreiben und auch Mambo hatte beim Oxer etwas zu wenig Schwung, sodass die oberste Stange fiel. Höchstwahrscheinlich liegt es am Temperatur- und Fellwechsel, überlegte ich. Ich bürstete und massierte Thalia rasch nach dem Absatteln, aber es reichte leider trotzdem nicht mehr um die letzte Runde von Daedra zu sehen. Ich erfuhr aber von Lisa, dass sie einmal parkiert hatte – schade. Das war bei ihr in letzter Zeit etwas zu häufig vorgekommen, weshalb ich überlegte, sie in nächster Zeit mehr mit Quinn laufen zulassen, oder selbst ein wenig Korrektur zu reiten. Nicht, dass ich meine oder Quinns Reitkünste höherstellte als die der anderen, aber wir beide hatten einfach etwas mehr Erfahrung als zum Beispiel April, die sie heute geritten hatte. Ich wollte auf jeden Fall verhindern, dass die Stute irgendwelche unvorteilhaften ‘Habits’ entwickelte. Nachdem nun alle den Parcours gemacht hatten, wollte Lily unbedingt nocheinmal mit Areion einen Versuch starten. Sie wärmte ihn bereits in der Halle auf, als ich dazustiess. Der immernoch-Hengst zeigte auch diesen Frühling wieder teils etwas aufmüpfiges Verhalten, sodass Lily die letzten Wochen meine Hilfe mehr als einmal gebraucht hatte. Heute schien er aber eher gemütlich unterwegs zu sein und liess sich wenig später auch gut von meiner Nichte über die extra tiefer gestellten Hindernisse lenken. Lisa ermutigte sie, noch etwas mehr Schwung von dem Tinker zu fordern, weil er ein paarmal zu dicht ans Hindernis kam, aber sonst sahen die beiden gar keinen so schlechten Eindruck.

    Insgesamt zufrieden mit den Vollblütern, wandte ich mich nun dem Training der beiden Nachwuchswesternpferde Chanda und Jazz zu. Ich putzte die grau-weisse Criollo Dame, während Jonas sich Jazz antat. Antun deshalb, weil sie heute zusätzlich zu ihren Appaloosa-Sprenkeln auch noch Schlammkrusten trug. Mit dem noch feuchten Boden vom letzten Regenfall erstaunte es mich überhaupt, dass nicht mehr Pferde Schlammig waren. Klar, die Vollblüter waren von Ajith bereits vorgeputzt worden, aber die übrigen hatten anscheinend ausnahmsweises Mitleid mit unserer vom Winterfell Ausstriegeln müden Armmuskulatur gehabt. Jonas stöhnte erschöpft, als er auf die zweite Seite seines Reittiers kam, die genauso schlimm aussah wie die Erste. Er legte einen Moment lang seine verschränkten Arme auf den Runden Po von Jazz und genoss die Sonne, bevor ich ihn anstupste, damit er weitermachte. „Denk dran, die Stunde fängt in fünfundzwanzig Minuten an.“ Ich war so nett und half ihm mit dem Hufeauskratzen, während er noch immer den eher dünnen Schweif von Jazz zu retten versuchte. Nach einem gefühlten Liter Glanzspray und einer insgesamt halben Stunde intensivem Putzen, war die Stute wieder ansehnlich. Wir ritten in Richtung Fluss los, denn wir waren mit Rosie zu einem Training auf der Wilkinson Farm verabredet. Sie hatte einen auswärtigen Westerncoach organisiert. Weil wir so viel Zeit mit Putzen verbracht hatten, mussten wir den grössten Teil des Weges traben, um nicht zu spät zu kommen. Die Pferde waren so zumindest schon warm und wir konnten eigentlich sofort loslegen. Der Trainer gab uns eine Dreiviertelstunde lang Patterns vor und feilte mit uns an den einzelnen Lektionen. Für die jungen Pferde war das Training intensiv und sie schwitzten in der Frühlingssonne ordentlich. Rosie, die mit dem Wüstentemperatur-geprüften Tayr mitmachte, hatte dieses Problem nicht. Dafür hatte sie alle Mühe, ihn angesichts unserer beiden charmanten Damen konzentriert zu halten. Es ist eben Frühling, stellte ich schmunzelnd fest. Bevor wir uns auf den Heimweg machten, fiel Jonas noch ein neues Araberpferdchen auf Rosies Weide ins Auge. «Schau mal, da ist noch ein Appaloosa-Tier. Ich dachte zuerst, es sei Numair, aber der ist etwas dunkler.» «Tatsache. Rosie? Is that the filly you mentioned last time?” Die rothaarige Ex-Pflegerin von Pineforest bestätigte. “She’s gorgeous! Definitely coming after Numair.» «I hope she’s also inherited his character, instead of her mother’s. But anyway, she has such a cute head and I love the pink freckles on her face.” Sie schwärmte noch ein wenig weiter, sodass ich beinahe neidisch wurde – das Tierchen sah schon von weitem speziell aus. Letzten Endes wandten wir uns dann doch noch zum Gehen und duschten zurück auf Pineforest die beiden armen, verschwitzten Stuten ab. Chanda machte einen friedlichen Eindruck, als ich sie zurück auf die Stutenweide entliess. Sie sah aus, als könne sie sich nun nach getaner Arbeit so richtig entspannen und das Nährstoffreiche Frühlingsgras besonders geniessen. Jazz blieb noch einen Moment erwartungsvoll beim Zaun kleben, als warte sie noch auf eine letzte Karotte. Jonas und ich hatten leider beide nichts mehr im Sack, also musste sie sich mit den vorherigen Belohnungen zufriedengeben. Wir schlenderten zurück zur Halle und ich bog von dort aus zu den Miniweiden ab, um schonmal die Sulkys für den Nachmittag bereitzustellen, während er gähnend Richtung Haus wanderte. „Du musst noch die Winterreifen wechseln“, rief ich ihm schelmisch hinterher. Er drehte sich als Antwort um und gab mir einen Militärischen Gruss zurück – um anzudeuten „wird ausgeführt, Chef“.

    Die Minis waren den ganzen Winter hindurch einigermassen fit gehalten worden, aber nun im Frühling ging die Show-Saison wieder los, und mit den schneefreien Strassen konnten wir auch wieder mehr Zeit ins Fahrtraining investieren. Deshalb drehte ich den halben Nachmittag lang fleissig Runden auf der Ovalbahn. Zuerst mit Kiwi. Die beinahe ganz weiss gescheckte Stute verlor ihr ungeschorenes Winterfell in Fetzen. Das meiste hing noch an ihrem Bauch und unter dem Kopf. Ich striegelte einen Kisseninhalt weissen Fells ins spriessende Gras, danach sah sie etwas weniger zottelig aus. In den nächsten paar Tagen würde sie das Fell wohl vollständig wechseln. Lewis kam etwas verspätet aus dem Mittag und entschuldigte sich mit der Erklärung, dass er mit Quinn, Charly und Parker in der Stadt essen war, wobei sie ziemlich lange hatten anstehen müssen. Das war für mich kein Problem, ich wusste ja, dass meine Pfleger seriös arbeiteten. Lewis schnappte sich Tiki («You could have taken Kiwi, if you had come on time”, neckte ich ihn, wissend, dass Kiwi sein Liebling war). Er ent-fellte sie in Rekordzeit und war mit dem Geschirr anlegen am Ende noch fast eher fertig als ich. Wir schlauften die letzten Riemen durch und führten die Ponys dann von der Weide zu den bereitstehenden Sulkys. Als beide sicher eingespannt waren, fuhren wir zur Ovalbahn. Ich übte mit Kiwi besonders das Zulegen und Aufnehmen, wobei ich einen schicken Show-Trot herauszuprovozieren beabsichtigte. Es klappte auch einigermassen; die Miniature Stute hob ihre Beine höher als sonst. Ich lobte sie jeweils überschwänglich, um ihr die Bewegungen möglichst schmackhaft zu machen. Lewis übte mit Tiki ebenfalls im Trab, allerdings konzentrierte er sich bei ihr mehr auf die Aufrichtung und die korrekte Anlehnung an die Fahrzügel. Gegen Ende des Trainings liess ich die Zügel länger, sodass Kiwi nach unten strecken konnte. Sie wurde dabei zunächst etwas schneller, aber ich bremste sie mit der Stimme und nach einigen Augenblicken waren wir gemütlicher unterwegs. Sie war eben doch noch jung und musste lernen, entspannt und in gleichbleibendem Takt zu laufen. Das wurde an den Shows übrigens auch bewertet. Ich fuhr mit Kiwi zurück und holte als Nächstes Xinu, Lewis machte mit Lining weiter. Die beiden Hengstchen waren etwas einfacher zu einem Bluff-Trab anzustacheln. Sie hoben fast schon von selbst die Vorderbeine, wir mussten nur darauf achten, dass die Hinterhand auch richtig untertrat. Nach Xinu und Lining waren Oreo und Acira dran. Oreo spürte den Frühling und brummelte seiner Halbschwester zu, als wir hintereinander zur Bahn fuhren. Lewis hielt ihn kurz und blieb in einem vernünftigen Abstand. Wir trainierten wiederum fleissig unsere Runden, und zum Spass galoppierten wir auch ein wenig. Aciras seidiger Schweif flatterte in der Kühlen Brise, die sich mit dem Fahrtwind vereinte. Ihre kleinen Hufe schlugen rhythmisch auf dem feinen Kies auf. Zuletzt drehten wir auch noch ein paar Runden mit Darling und Allegra – letztere war noch nicht lange eingefahren und hatte noch etwas Mühe mit der Kommando-Umsetzung. Sie war meist ein wenig zu eifrig und wollte nicht warten, geschweige denn dabei geschlossen stillstehen. Aber auch das würde mit der Zeit immer besser klappen, davon war ich überzeugt. Nach dem Training gab es für alle Minis ein paar Karotten, die wir zur Beschäftigung an den Bäumen auf der Weide aufhängten. Lily half dabei und fand es super, Lining beim ‘Einfangen’ der orangefarbenen Wurzeln zuzusehen.
    31 März 2019

    Occulta
    Military E-A
    PFS‘ Ravissante, PFS‘ Cambria, PFS‘ Shadows of the Past, PFS’ Navy Sniper, PFS’ Bacardi Limited, Fake my Destiny

    Das heutige Militarytraining fand wieder auswärts statt, auf einem grossen Trainingsgelände nahe Telford. Wir gingen früh morgens los, um bei Zeiten zurückzusein. Im Gepäck hatten wir insgesamt sechs Pferde und Ponys: Ravissante, Cambria, Shira, Sniper, Bacardi und Fake, denn Lily kam diesmal auch mit. Sie trug brav ihren Rückenpanzer, so wie wir alle, und wir hatten Fake die stabileren Gamaschen von den Reitponys angezogen. Einmal ausgeladen, sattelten wir die Reittiere innert kurzer Zeit und sassen auf. Wir ritten in Volten auf dem Rasen, um uns einzuwärmen. Dann begannen wir mit den einfachsten Hindernissen, um den noch unerfahrenen Pferden einen leichten Einstieg zu geben. Sie alle kannten das Springen, aber Naturhindernisse waren oftmals furchteinflössender und auch das Wasser stellte für viele ein Problem dar, auch wenn wir mit ihnen manchmal im Fluss baden gingen. Es war eben doch nochmal etwas anderes, hineinzuspringen, ohne den darunterliegenden Boden zu sehen. Das konnte ich auch gut nachvollziehen. Wir konzentrierten uns folglich in diesem Training vor allem darauf, die Vierbeiner mutiger zu machen und ihr Vertrauen in uns Reiter zu stärken. Ich ritt Ravissante. Die Stute war eine meiner grossen Hoffnungen im Militarybereich, denn sie hatte eine gute Abstammung dafür, und ihr Körperbau war ebenfalls ideal für einen Eventer. Mit ihren hübschen Gängen und dem geschickten Sprungverhalten kombinierte sie zwei wichtige Eigenschaften. Ich erklärte Ravissante jedes Hindernis gründlich und übte sie alle aus verschiedenen Anreitwinkeln. Es war wichtig, dass sie lernte, den richtigen Absprungpunkt zu finden und auch nach dem Sprung flüssig weiterzugaloppieren. Die junge Stute war kooperativ und liess sich von mir selbst dann noch pilotieren, wenn sie vor Unbehagen die Nüstern weit blähte und sorgenvoll Luft einsog. Ich lobte sie dafür ausgiebig und gab ihr beim Absteigen eine Karotte. Fake und Lily waren wie üblich eher zügig unterwegs gewesen, aber die Hackney Pony Stute hatte auf Lily Acht gegeben und sich ebenfalls ohne Zwischenfälle über die festen Hindernisse lenken lassen. Die beiden waren langsam ein richtig eingespieltes Team und ich fand, dass die Zeit reif war, sie auf Turniere zu schicken. Aber das letzte Wort hatte dabei Jonas, denn die Ponystute gehörte ja ihm. Meine Reitponyhengste liefen unter Ruth und Sheridan locker vorwärts. Die beiden talentierten jungen Reiterinnen hatten ein gutes Auge für Distanzen, jedenfalls machten sie heute beide keine groben Patzer. Nur Shira und Lea hatten bei einem Kasten Mühe, der etwas zu bunt angemalt war für den Geschmack der schwarzweissen Scheckstute. Ich musste Lea rasch zu Hilfe kommen und Tipps geben, damit sie Shira doch noch überzeugen konnte. Danach klappte es aber ohne weitere Diskussionen. Cambria und Robin kamen hingegend ganz ohne meine Hilfe aus und übten vor allem an Cambrias Taktgefühl und den fliegenden Wechseln über oder zwischen Hindernissen. Wir fuhren nach dem Training über die Autobahn nachhause und versorgten die Vierbeiner. Die Mittags-Heuration wartete dort bereits auf sie.
    31 Mai 2019

    Occulta
    Military A-L
    PFS‘ Shadows of the Past, PFS‘ Ravissante, Cambria, PFS‘ Navy Sniper, PFS‘ Bacardi Limited, Fake my Destiny

    Military Training machte mir persönlich immer besonders viel Spass. Es war abwechslungsreich, anspruchsvoll und forderte die Pferde körperlich wie auch geistig. Heute übten wir auf unserem eigenen kleinen Trainingsgelände im inneren der Ovalbahn. Es waren zwar nicht viele Hindernisse, aber dafür all jene, denen man typischerweise auf einem Turnier begegnen konnte. Ein Graben, eine Treppe, ein Hügel, Wasser mit Ein-/Aussprüngen und einem mitten drin, ein Buschhindernis, diverse Ecken, Bänke und Kästen, zwei Baumstämme und ein Hindernis mit Fässern. Alle Teilnehmer der heutigen Gruppe waren bereits mit Geländehindernissen in Kontakt gekommen. Die meisten schienen ausserdem zur mutigen Sorte von Pferden zu gehören und zögerten kaum, selbst als sie ins buchstäblich kalte Wasser springen mussten. Okay, so kalt war es dann doch nicht – schliesslich herrschten momentan sommerliche 30 Grad. Ich schwitzte schon nach den ersten paar Sprüngen mit Bacardi. Der Ponyhengst gab wiedermal alles und kümmerte sich nicht um die Hitze – er war glücklich, solange er eine Aufgabe vor sich hatte. Shira hingegen schien etwas faul zu sein. Jedenfalls musste Sheridan die Ponystute ordentlich antreiben. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ihr das schmale Eckenhindernis nicht gefiel, das Sheridan ansteuern wollte. Sniper flitzte mehrfach an uns vorbei und es war beeindruckend, mit welcher Präzision er selbst die schmalen hindernisse meisterte. Anders als andere Jungpferde zog er richtig auf die Hindernisse zu und wollte sie überwinden; er fragte förmlich danach. Diese Einstellung galt es zu fördern. Auch Lily und Fake trainierten wieder mit uns. Jonas stand im Schatten eines Gebüsches und sah zu. Er hatte ausserdem die Mistschaufel bereit, um Hinterlassenschaften gleich aufzusammeln. Davon produzierte Ravissante heute reichlich, denn sie war offenbar noch etwas unsicher und beeindruckt von den verschiedenen Hindernissen. Cambria ging es ähnlich, nur äusserte es sich bei ihr in einem steifen Rücken und hoch erhobenem Kopf. Sie glotzte, sprang aber trotzdem. Dennoch musste Robin natürlich mit ihr auch am Stil arbeiten, damit sie zuverlässiger wurde. Ich forderte von Bacardi ein paar schöne Sprünge von der Treppe runter und ritt jeweils auf der anderen Seite wieder den Hügel hinauf, über das zuoberst platzierte Hindernis. Ich versuchte dabei, denselben Takt zu behalten und alles schön flüssig zu reiten, ohne dass Bacardi sich aufregte. Er machte einen schön runden Hals, als ich ihn nach dem Hindernis, das aus drei massiven, deieckig angeordneten Stangen bestand, wieder aufnahm. Ich liess ihn noch ein letztes Mal den Absatz nach unten springen, dann parierte ich ihn in den Trab durch und liess die Zügel lang werden. Auch die anderen versuchten einen guten Abschluss zu finden. Wir liessen die Vierbeiner zwischen den Hindernissen austraben, dann ritten wir als Gruppe im Schritt zurück zu den Ställen, wo wir sie abduschten und versorgten.
    31 Juli 2019

    Occulta
    Springen M-S
    PFS' Navy Sniper, PFS' Bacardi Limited

    Eigentlich wäre es wohl Sonnig gewesen, wenn dieser helle Stern an unserem Himmel nicht hinter einer dicken Wand aus Nebel bis mindestens zum Mittag hin versteckt geblieben wäre. Man konnte erahnen, wo sie etwa gewesen wäre, denn dort war der Nebel deutlich aufgehellt. Ich kniff die Augen zusammen, weil es fast schon etwas zu grell war, wenn man direkt hineinsah. Nüchtern betrachtet war der heutige Tag wie jeder andere. Es gab keine Turniere in der Gegend, und auch sonst schien es vor Birmingham irgendwie verschlafen an diesem herbstlichen Wochenende. Ich begab mich zum Nordstall, wo zwei freche Reitponys auf mich warteten. Den frühen Morgen hatte ich bereits mit einem erfrischenden Renntraining verbracht; nun war es kurz nach acht Uhr, Zeit für das reguläre Training aller anderen Vierbeiner auf dem Hof. Zira, meine treue Begleiterin, klebte mir an den Fersen und freute sich wohl auf einen Ausritt durch den Nebel - dafür musste sie sich aber noch etwas gedulden. Mit Sniper und Bacardi wollte ich heute nämlich nochmal springen, und damit an das intensive Training drei Tage zuvor anknüpfen. Es ging darum, die beiden in die nächste Stufe zu bringen, damit wir voran kamen und irgendwann vielleicht auch international mit ihnen starten konnten - vor allem aber mussten sie noch Erfolge sammeln, um ihre baldige Zuchtzulassung zu erhalten. Ich war gespannt darauf, mit Sniper roanfarbige Babys zu züchten, und Bacardi hatte tolle Gänge zu vererben. Ein Fohlen aus den zweien wäre schlichtweg perfekt, schmunzelte ich. Leider geht das mit zwei Jungs irgendwie noch nicht so ganz. Aber ich besass ja mittlerweile eine kleine Herde wunderschöner Ponystuten, die auch die nötige Abstammung mitbrachten. Konkret planen wollte ich erst, wenn es so weit war und die beiden ihre Körung bestanden hatten.

    Der Sand auf dem Reitplatz war noch feucht vom Regen der letzten Tage. An einer Stelle hatte sich sogar eine kleine Pfütze gebildet. Ich umritt diese sorgfältig, um die Sandspritzer an Bacardis Bauch zu minimieren. Die Hindernisse waren mit dem Regen saubergewaschen worden und erstrahlten wie frisch angepinselt. Ich wärmte den Ponyhengst in Schlangenlinien um sie herum auf. Dabei liess ich ihn auch fleissige Übergänge machen. Um ihn aufzuwecken galoppierte ich ihn auf der ganzen Bahn und liess ihn jeweils auf der langen Geraden strecken. Als er sich geschmeidig und bereit anfühlte, begann ich mit einem schwarzweissen Steilsprung. Ich hatte zuvor die oberste Stange entfernt; so eignete er sich perfekt fürs Einspringen. Die übrigen Hindernisse waren in verschiedenen Höhen aufgestellt, sodass eine Steigerung bis zu unserer Wunschhöhe vorhanden war. Wenn ich Glück hatte, würden Jonas oder Lisa später noch vorbeikommen, dann konnte ich sie fragen, ob sie mir alle Hindernisse hochstellten. Bacardi war nicht ganz so talentiert wie Sniper was das Springen anging. Er verschätzte sich etwas öfter als sein grauer Kumpel und nahm dann jeweils mit der Vorderhand die Stange mit. Das war aber nicht weiter tragisch, denn am Ende war für ihn ohnehin eine Dressurkarriere geplant. Trotzdem wollte ich ihn auch im Springen auf ein brauchbares Niveau fördern. Der Hengst schien von den Hindernissen nicht abgeneigt zu sein, jedenfalls zögerte er kein einziges Mal. Auch dann nicht, als wir die Endhöhe erreicht hatten. Meine Parcourshelfer kreuzten leider nicht auf, also stieg ich rasch selber ab und stellte drei Hindernisse höher, sodass ich einen kleinen Parcours reiten konnte. Bacardi hatte einen Patzer beim letzten Oxer, deshalb ritt ich diesen nochmal an; danach liess ich ihn in Ruhe und trabte noch ein paar Runden. Ich lobte ihn ausgiebig und er bekam nach dem Absteigen einen Vorgeschmack auf die Belohnung, die in seiner Futterkrippe auf ihn wartete.

    Mit Sniper war es dasselbe Spiel. Auch ihn wärmte ich auf, danach übten wir gebrochene Linien und zuletzt kam dann doch noch Jonas vorbei, um den Parcours höher zu stellen. Der Hengst mit den Stichelhaaren wurde viel übermütiger als Bacardi, daher musste ich ihn gut zusammenhalten, damit er nicht flach wurde. Er grunzte zwischendurch, wenn er besonders kraftvoll abspringen musste. Das brachte mich jedes Mal zum Lachen. Nach dem Schlussparcours liess ich ihn am langen Zügel strecken und austraben. Er schnaubte zufrieden ab und war auch im Schritt noch immer zackig unterwegs, als hätte er noch kaum genug gehabt. Es hatte aber keinen Sinn noch mehr von ihm zu fordern, denn ich wollte ja, dass er die Freude daran behielt. Deshalb lobte ich ihn stattdessen ausgiebig und gab ihm ebenfalls eine Belohnung.
    30 Nov. 2019

    Kür

    Nachdem Bacardis Vorstellung so toll gelaufen war, fühlte ich mich nun sichtlich entspannter. Vielleicht half auch der Becher Glühwein, den mir Jonas während dem Warten geholt hatte. Jedenfalls betrat ich voller Zuversicht ein weiteres Mal die Halle, diesmal mit PFS' Navy Sniper. Der benahm sich genauso motiviert, wie ich es erwartet hatte. Er schritt zügig neben mir und sah sich gründlich in der Halle um; sobald er alles abgecheckt hatte, wollte er am liebsten schon antraben und loslegen. Ich hielt ihn zurück und grüsste die Richter. Dann stellte ich ihn auf, wobei er deutlich schwieriger stillzuhalten war als Bacardi. Ich war froh, als ich endlich mit dem Vorführen der Grundgangarten anfangen konnte. Im Galopp tobte sich der übermütig aufgelegte Hengst sogar rasch mit ein paar Bocksprüngen aus. Das war aber nicht weiter schlimm, weil er trotzdem im Anschluss seine schöne Galoppade zeigte. Ich führte ihn in allen drei Gangarten auf beide Seiten den Richtern vor. Anschliessend ging es wiederum zum Freispringen in die Nebenhalle - Snipers Lieblingsdisziplin. Auch hierbei bockte er nach den Hindernissen einmal kurz, aber er übersprang alles Fehlerfrei und sehr geschickt. Auch einfangen liess er sich nun brav, denn die meiste Energie war er wohl losgeworden. Ich führte den schnaufenden Ponyhengst ein letztes Mal an den Richtern vorbei und grüsste diese vor dem Verlassen der Halle, wie es sich gehörte. Draussen lobte ich Sniper und gab auch ihm eine Belohnung. Dann verluden wir beide Hengste und warteten gespannt auf die Resultate.
    Text by Occulta, 1553 Zeichen mit Leerzeichen, geprüft mit Lettercount.com

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    Zuletzt bearbeitet: 4 Jan. 2020
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  5. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta mit...
    PFS' Colours of Life

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    Steckbrief
    Abstammung:


    Vom: Cantastor

    Vom: Cataract

    Vom: Shirocco XX
    Aus der: Nushin


    Aus der: Belinda


    Vom: Cleef
    Aus der: Bessy


    Aus der: Far Cry

    Vom: Faszination
    Aus der: Fantastic Sweetness




    Grunddaten:

    Alter Name: PFS' Bring me to Life
    Rufname: Life
    Geburtstag: 15.08.
    Alter: 5 Jahre
    Stockmaß: wird ca. 1.68 m
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Buckskin
    (Ee,AA,Crcr)
    Abzeichen: Grosse Schnippe
    Gesundheit: Sehr gut


    Charakter:

    Neugierig, verfressen, fleissig, verschmust, manchmal schwierig


    Beschreibung:

    Life ist ein Pferd, das seinem Reiter gefallen will. Er versucht, alle Hilfen zu befolgen, da er gelernt hat, dass es sich meist lohnt und er auch etwas dafür bekommt. Er erwartet jedoch auch umgekehrt, dass sein Reiter sein Handwerk versteht und mag es überhaupt nicht, wenn dieser unsicher und zögerlich ist. Bei Inkonsequenz brennt er sogar gerne durch und ist kaum mehr zu halten, da er sich seiner Kraft bewusst ist. Am Boden ist er jedoch ein Engel und würde niemals jemandem etwas zu Leide tun. Er hat eine Hervorragende Abstammung für den Rennsport, wird sich aber mit Sicherheit auch talentiert im Springen zeigen.

    Bring me to Life stammt aus unserer eigenen Zucht Pineforest Stable.


    Besitzerdaten:

    Besitzer: Occulta (Darren & David Fox)
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


    Zuchtdaten:

    Gekört: nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -


    Qualifikationen:

    Galopprennen Klasse: S*
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: S***
    Military Klasse: A

    Dressur Klasse: A
    Distanz Klasse: A

    Eignung: Galopprennen, Military
    Eingeritten: Ja


    Erfolge:

    1. Platz 466. Galopprennen
    1. Platz 467. Galopprennen
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    2. Platz 481. Galopprennen
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    1. Platz 268. Synchronspringen
    1. Platz 281. Synchronspringen
    1. Platz 287. Synchronspringen Wertung B
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    2. Platz 264. Synchronspringen
    2. Platz 271. Synchronspringen
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    3. Platz 287. Synchronspringen Wertung A
    3. Platz 274. Synchronspringen
    3. Platz 273. Synchronspringen
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    3. Platz 381. Militaryturnier
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    3. Platz 390. Distanzturnier
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    Zubehör:

    Life's Spind

    Trainingsberichte [4]
    Occulta
    [​IMG] E-A
    PFS' Colours of Life

    An diesem herrlichen Morgen kam Darren zu mir, mit der dringlichen Bitte, ich möge ihm doch Reitunterricht mit Colours of Life geben. Er und David seien sich einig, dass sie fremde Hilfe benötigten, um das junge Pferd richtig zu fördern. Ich fragte, warum sie damit nicht zu Lisa gegangen seien, doch Darren meinte nur, dass Lisa auch sonst schon sehr beschäftigt sei. "And I look like I'm doin' nothin' all day long, right?" "No no! But.." Ich hob die Augenbrauen und nickte dann belustigt. "Okay. You got time right now?" "Now?!" "Yes, I happen to have a bit less than an hour spare time before I have to go cooking." "Alright, sure! Thank you!", rief der Pfleger freudig aus und hastete zum Hauptstall, im den Buckskin reitfertig zu machen. Ich schmunzelte und schlenderte zum Nebenstall, wo ich die Stuten ein wenig kraulte, bis die beiden fertig waren. Als Darren mit Life im Schlepptau auftauchte, murmelte er "I will work during lunchtime to make up for now." "You got much to do still?", fragte ich, weil ich es gehört hatte. "Ahh, just five more stalls to clean." "Good. no need to hurry then, we don't have too much work to do today." Wir begaben uns zum Reitplatz und ich liess Darren mehrheitlich selbstständig aufwärmen, gab ihm jedoch schon zwischendurch Inputs zu seinem Sitz. Darren war kein Anfänger, aber auch ihm tat es hin und wieder gut, wenn ihn jemand auf seine ungewollten Angewohnheiten aufmerksam machte. Wir arbeiteten eine halbe Stunde lang an Grundlagen wie Mitteltrab und Mittelgalopp, Übergängen und Schulterwendungen. Life war so ein feines Pferdchen. Er konzentrierte sich sehr ausdauernd und man sah richtig, wie er sich bei jeder Lektion Mühe gab, alles richtig zu machen. Ein echtes Goldpferd. Irgendwann kam David angeschlichen und sah vom Rand aus zu. Hin und wieder gab er seine eigenen Kommentare zu den reiterlichen Leistungen seines Bruders ab, aber insgesamt waren beide sehr zufrieden mit den Fortschritten ihres Vierbeiners. Wir beschlossen, auch in Zukunft immer mal wieder spontan eine Stunde zu vereinbaren, denn das ging für uns alle besser als festgelegte Termine.
    30 Okt. 2018

    Occulta
    [​IMG]S-S*
    Training für die Faulen

    PFS’ Colours of Life, tc Miss Moneypenny, Primo Victoria, PFS’ Sarabi, PFS’ A Winter’s Tale, PFS’ Stop Making Sense, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS’ Counterfire, Daedra, Areion, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, Cambria, Fake my Destiny, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Ravissante, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Tayr al-Diyari, PFS’ Arctic Silver Lining, PFS’ Arctic Rainstorm, PFS’ British Oreo Rascal, PFS’ Glenn’s Dare to Shine, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot

    «Occu, es ist zu warm zum Arbeiten», jammerte Jonas, in seinem neu gekauften Schaukel-Stuhl auf der Terasse ausgebreitet. Er hatte das Teil am Wochenende in einer Brockenstube gefunden und sich sofort darin verliebt. Das alte, dunkle Holz war zwar an manchen Stellen etwas rau von der vermutlich Jahrzehnte langen Benutzung, aber mit etwas Schleifpapier und neuem Lack wollte er ihm demnächst zu neuem Glanz verhelfen. Allerdings sah es im Moment eher nicht danach aus, als könnte er die nötige Energie dazu aufbringen. Bacardi lief bereits ungeduldig um mich herum, weil ich nicht weiterging. «Komm, auf», scheuchte ich ihn in befehlerischem Ton von seinem Sonnenplätzchen. Er grummelte vor sich hin und schlenderte zum Hauptstall. Lisa war auf dem Sandplatz bereits aufgestiegen und wärmte Sniper im Schritt am langen Zügel auf. Ich tat es ihr gleich. Heute war wieder Trainieren angesagt, und zwar mit einem ganzen Heer von Jungpferden. Lisa und ich ritten plaudernd nebeneinander und genossen die morgendlichen Sonnenstrahlen, die auf unsere Rücken brannten. Lily stiess mit Fake auch noch dazu, und ihr folgten auch kurz darauf die anderen aus dem Nebenstall; Shira, Ravissante, Cambria. Wir ritten alle sechs Vierbeiner, um die bereits aufgestellten Hindernisse zirkelnd, warm. Nach etwas mehr als fünf Minuten trabten wir an und vollführten unter Lisas Anweisungen ein paar gymnastizierende Dressurlektionen, ehe wir mit den Cavalettis begannen. Bacardi war am Anfang etwas übereifrig und hüpfte jeweils über das halbhohe Cavaletti, anstatt darüber zu traben. Ich hielt ihn zusammen und versuchte es erneut, bis es beim dritten Versuch klappte. Er war eben noch jung und verstand ungerne, dass man die Aufgaben konzentriert und auch mal langsam angehen musste. Lily und Fake hatten ganz ähnliche Probleme, aber bei ihnen lag es vor allem daran, dass Lily noch nicht genug einwirken konnte, um die temperamentvolle Hackney-Pony Stute mit dem Sitz zu bremsen. Sie gab sich immerhin grosse Mühe und schaffte es nach einer Weile auch so halb. «Das wird schon, Lily. Sobald du längere Beine hast, kannst du sie auch besser kontrollieren», ermutigte Lisa meine Nichte. Das Mädchen nickte nur konzentriert und bremste Fake wieder in den Schritt. Lisa schickte uns als nächstes über ein paar Kreuzchen in einer Linie, die ebenfalls noch dem Auflockern und der Taktfindung dienten. Erst danach legten wir mit Steilsprüngen, Oxern, In-Outs und Kombinationen los. Für die jungen Pferde waren besonders letztere anspruchsvoll, da viele dazu neigten, etwas kopflos zu werden und zwischen den Hindernissen beschleunigen zu wollen. Auch Bacardi versuchte es, aber durch meine langjährige Erfahrung konnte ich ihn zurückhalten und in angemessenem Tempo auf den zweiten Sprung zureiten. Er schnaufte zwar leicht frustriert, galoppierte aber schön am Zügel. Ich lobte ihn streichelnd, um ihm zu zeigen, dass es so richtig war. Fake und Lily flitzten zum Teil in halsbrecherischem Tempo durch, aber Lisa war schon dabei, das zu korrigieren und ihr Tipps zu geben. Robin und Cambria hatten auch noch die eine oder andere Unstimmigkeit zu überwinden, aber es sah gar nicht so schlecht aus. Ravissante lief unter Quinn richtig schön. Ich war begeistert beim Zusehen, als die beiden den einen Oxer übersprangen und die Anglo-Araberstute eine wunderbare Flugphase zeigte. Sie erinnerte mich in ihrer Manier sehr an Sunday – ausser, dass sie ab und zu ihren Schweif aufgeregt anhob, wenn sie auf ein Hindernis zukam. Quinn schien sich sehr gut mit der Stute zu verstehen und grinste begeistert, als sie den kleinen Abschlussparcours beim ersten Versuch fehlerfrei überwunden hatten. Sie liess Ravi den Kopf strecken und klopfte ihr zufrieden auf den Hals. Auch Bacardi und ich schafften es ohne Abwurf. Die Höhe war ja auch noch nicht gerade eindrucksvoll. Aber trotzdem war ich stolz, als am Ende die meisten sauber durch den Parcours kamen. Sogar Fake kam überall gut drüber, wenn auch ein Tickchen zu schnell. Shira und Snipy hatten je einen Abwurf; Shira in der Kombination und Sniper beim letzten Steilsprung, weil Lisa sich mit der Distanz verschätzte. Dass ausgerechnet unsere Reitlehrerin einen Fehler machte, fanden wir ganz amüsant – konnte ja passieren. Wir liessen die sieben Pferde austraben und versorgten sie dann zügig, um gleich anschliessend mit der nächsten Truppe weiterzumachen. Diesmal war der Vollblut-Nachwuchs an der Reihe. Miss Moneypenny, Daedra, Primo, Sarabi, Mambo, Cryptic, Thalia, Counterfire und David mit Life. Weil diese Gruppe etwas grösser war als die letzte, hatten wir auch entsprechend mehr Abreitplatz-Atmosphäre, aber das kam in diesem Fall gerade gelegen: Mit diesen acht wollten wir nämlich einen Ablauf wie auf einem Turnier simulieren. Jonas hatte es tatsächlich fertig gebracht, in der Halle zwei Aufwärm-Hindernisse aufzubauen und verstellte sie nun nach unseren Wünschen. Danach ritten wir jeweils nach draussen auf den Sandplatz und sprangen direkt den Parcours, jeder zweimal. Ich hatte Thalia als Partnerin. Die Winter-Tochter war extrem rittig und liess sich heute durch nichts ablenken, sodass wir beide Durchgänge einwandfrei abschlossen. Mir gefiel ihr Arbeitswille, der sich übrigens auch auf der Rennbahn auszahlte. Sie war zwar nicht die Schnellste, dafür sehr ausdauernd und fokussiert auf die Ziellinie – manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie selbst bei einem Bombeneinschlag auf der Tribüne nicht zucken würde. Bei Counterfire, die gleich nach mir auf den Platz ging, war das gerade anders herum. Die feurige Fuchsstute konnte ausserordentlich gut beschleunigen und hatte mächtig Schub in der Hinterhand, liess sich allerdings leicht aus dem Konzept bringen und brauchte eine konsequente Hand. Als Katze Shiva in ein Gebüsch neben dem Viereck kletterte, um Spatzen aufzuscheuchen, verpasste sie dementsprechend das nächste Hindernis und räumte es mit den Vorderbeinen ab. Charly war auf den unsanften Sprung nicht vorbereitet gewesen und kam hinter die Bewegung. Als Counterfire nach dem missglückten Manöver auch noch um die Kurve raste, besiegten ihn die Fliehkräfte. Er plumpste in den Sand und die Stute raste eine Runde um den Platz, wobei sie gerade noch von Oliver davon abgehalten wurde, diesen zu verlassen. Der Trainer motzte «be careful with my racing champions, please» und bewachte den Eingang, bis wir Fire eingefangen hatten. Charly war anscheinend unversehrt, bis auf ein paar blaue Flecken. Er stieg wieder auf und ritt das Hindernis nochmal an, nachdem Lisa, die diesmal nicht selbst im Sattel sass, es wieder aufgestellt hatte. Counterfire, die noch etwas aufgeheizt von vorher war, wollte schon wieder mit überhöhter Geschwindigkeit auf die Stangen losrennen, aber Charly machte nochmal eine Volte, bis er sie unter Kontrolle hatte, und lenkte sie dann deutlich ruhiger geradeaus, diesmal ohne Probleme. Die übrigen Vollblüter waren heute erstaunlich gemütlich unterwegs; Quinn musste Primo regelrecht vorwärtstreiben und auch Mambo hatte beim Oxer etwas zu wenig Schwung, sodass die oberste Stange fiel. Höchstwahrscheinlich liegt es am Temperatur- und Fellwechsel, überlegte ich. Ich bürstete und massierte Thalia rasch nach dem Absatteln, aber es reichte leider trotzdem nicht mehr um die letzte Runde von Daedra zu sehen. Ich erfuhr aber von Lisa, dass sie einmal parkiert hatte – schade. Das war bei ihr in letzter Zeit etwas zu häufig vorgekommen, weshalb ich überlegte, sie in nächster Zeit mehr mit Quinn laufen zulassen, oder selbst ein wenig Korrektur zu reiten. Nicht, dass ich meine oder Quinns Reitkünste höherstellte als die der anderen, aber wir beide hatten einfach etwas mehr Erfahrung als zum Beispiel April, die sie heute geritten hatte. Ich wollte auf jeden Fall verhindern, dass die Stute irgendwelche unvorteilhaften ‘Habits’ entwickelte. Nachdem nun alle den Parcours gemacht hatten, wollte Lily unbedingt nocheinmal mit Areion einen Versuch starten. Sie wärmte ihn bereits in der Halle auf, als ich dazustiess. Der immernoch-Hengst zeigte auch diesen Frühling wieder teils etwas aufmüpfiges Verhalten, sodass Lily die letzten Wochen meine Hilfe mehr als einmal gebraucht hatte. Heute schien er aber eher gemütlich unterwegs zu sein und liess sich wenig später auch gut von meiner Nichte über die extra tiefer gestellten Hindernisse lenken. Lisa ermutigte sie, noch etwas mehr Schwung von dem Tinker zu fordern, weil er ein paarmal zu dicht ans Hindernis kam, aber sonst sahen die beiden gar keinen so schlechten Eindruck.

    Insgesamt zufrieden mit den Vollblütern, wandte ich mich nun dem Training der beiden Nachwuchswesternpferde Chanda und Jazz zu. Ich putzte die grau-weisse Criollo Dame, während Jonas sich Jazz antat. Antun deshalb, weil sie heute zusätzlich zu ihren Appaloosa-Sprenkeln auch noch Schlammkrusten trug. Mit dem noch feuchten Boden vom letzten Regenfall erstaunte es mich überhaupt, dass nicht mehr Pferde Schlammig waren. Klar, die Vollblüter waren von Ajith bereits vorgeputzt worden, aber die übrigen hatten anscheinend ausnahmsweises Mitleid mit unserer vom Winterfell Ausstriegeln müden Armmuskulatur gehabt. Jonas stöhnte erschöpft, als er auf die zweite Seite seines Reittiers kam, die genauso schlimm aussah wie die Erste. Er legte einen Moment lang seine verschränkten Arme auf den Runden Po von Jazz und genoss die Sonne, bevor ich ihn anstupste, damit er weitermachte. „Denk dran, die Stunde fängt in fünfundzwanzig Minuten an.“ Ich war so nett und half ihm mit dem Hufeauskratzen, während er noch immer den eher dünnen Schweif von Jazz zu retten versuchte. Nach einem gefühlten Liter Glanzspray und einer insgesamt halben Stunde intensivem Putzen, war die Stute wieder ansehnlich. Wir ritten in Richtung Fluss los, denn wir waren mit Rosie zu einem Training auf der Wilkinson Farm verabredet. Sie hatte einen auswärtigen Westerncoach organisiert. Weil wir so viel Zeit mit Putzen verbracht hatten, mussten wir den grössten Teil des Weges traben, um nicht zu spät zu kommen. Die Pferde waren so zumindest schon warm und wir konnten eigentlich sofort loslegen. Der Trainer gab uns eine Dreiviertelstunde lang Patterns vor und feilte mit uns an den einzelnen Lektionen. Für die jungen Pferde war das Training intensiv und sie schwitzten in der Frühlingssonne ordentlich. Rosie, die mit dem Wüstentemperatur-geprüften Tayr mitmachte, hatte dieses Problem nicht. Dafür hatte sie alle Mühe, ihn angesichts unserer beiden charmanten Damen konzentriert zu halten. Es ist eben Frühling, stellte ich schmunzelnd fest. Bevor wir uns auf den Heimweg machten, fiel Jonas noch ein neues Araberpferdchen auf Rosies Weide ins Auge. «Schau mal, da ist noch ein Appaloosa-Tier. Ich dachte zuerst, es sei Numair, aber der ist etwas dunkler.» «Tatsache. Rosie? Is that the filly you mentioned last time?” Die rothaarige Ex-Pflegerin von Pineforest bestätigte. “She’s gorgeous! Definitely coming after Numair.» «I hope she’s also inherited his character, instead of her mother’s. But anyway, she has such a cute head and I love the pink freckles on her face.” Sie schwärmte noch ein wenig weiter, sodass ich beinahe neidisch wurde – das Tierchen sah schon von weitem speziell aus. Letzten Endes wandten wir uns dann doch noch zum Gehen und duschten zurück auf Pineforest die beiden armen, verschwitzten Stuten ab. Chanda machte einen friedlichen Eindruck, als ich sie zurück auf die Stutenweide entliess. Sie sah aus, als könne sie sich nun nach getaner Arbeit so richtig entspannen und das Nährstoffreiche Frühlingsgras besonders geniessen. Jazz blieb noch einen Moment erwartungsvoll beim Zaun kleben, als warte sie noch auf eine letzte Karotte. Jonas und ich hatten leider beide nichts mehr im Sack, also musste sie sich mit den vorherigen Belohnungen zufriedengeben. Wir schlenderten zurück zur Halle und ich bog von dort aus zu den Miniweiden ab, um schonmal die Sulkys für den Nachmittag bereitzustellen, während er gähnend Richtung Haus wanderte. „Du musst noch die Winterreifen wechseln“, rief ich ihm schelmisch hinterher. Er drehte sich als Antwort um und gab mir einen Militärischen Gruss zurück – um anzudeuten „wird ausgeführt, Chef“.

    Die Minis waren den ganzen Winter hindurch einigermassen fit gehalten worden, aber nun im Frühling ging die Show-Saison wieder los, und mit den schneefreien Strassen konnten wir auch wieder mehr Zeit ins Fahrtraining investieren. Deshalb drehte ich den halben Nachmittag lang fleissig Runden auf der Ovalbahn. Zuerst mit Kiwi. Die beinahe ganz weiss gescheckte Stute verlor ihr ungeschorenes Winterfell in Fetzen. Das meiste hing noch an ihrem Bauch und unter dem Kopf. Ich striegelte einen Kisseninhalt weissen Fells ins spriessende Gras, danach sah sie etwas weniger zottelig aus. In den nächsten paar Tagen würde sie das Fell wohl vollständig wechseln. Lewis kam etwas verspätet aus dem Mittag und entschuldigte sich mit der Erklärung, dass er mit Quinn, Charly und Parker in der Stadt essen war, wobei sie ziemlich lange hatten anstehen müssen. Das war für mich kein Problem, ich wusste ja, dass meine Pfleger seriös arbeiteten. Lewis schnappte sich Tiki («You could have taken Kiwi, if you had come on time”, neckte ich ihn, wissend, dass Kiwi sein Liebling war). Er ent-fellte sie in Rekordzeit und war mit dem Geschirr anlegen am Ende noch fast eher fertig als ich. Wir schlauften die letzten Riemen durch und führten die Ponys dann von der Weide zu den bereitstehenden Sulkys. Als beide sicher eingespannt waren, fuhren wir zur Ovalbahn. Ich übte mit Kiwi besonders das Zulegen und Aufnehmen, wobei ich einen schicken Show-Trot herauszuprovozieren beabsichtigte. Es klappte auch einigermassen; die Miniature Stute hob ihre Beine höher als sonst. Ich lobte sie jeweils überschwänglich, um ihr die Bewegungen möglichst schmackhaft zu machen. Lewis übte mit Tiki ebenfalls im Trab, allerdings konzentrierte er sich bei ihr mehr auf die Aufrichtung und die korrekte Anlehnung an die Fahrzügel. Gegen Ende des Trainings liess ich die Zügel länger, sodass Kiwi nach unten strecken konnte. Sie wurde dabei zunächst etwas schneller, aber ich bremste sie mit der Stimme und nach einigen Augenblicken waren wir gemütlicher unterwegs. Sie war eben doch noch jung und musste lernen, entspannt und in gleichbleibendem Takt zu laufen. Das wurde an den Shows übrigens auch bewertet. Ich fuhr mit Kiwi zurück und holte als Nächstes Xinu, Lewis machte mit Lining weiter. Die beiden Hengstchen waren etwas einfacher zu einem Bluff-Trab anzustacheln. Sie hoben fast schon von selbst die Vorderbeine, wir mussten nur darauf achten, dass die Hinterhand auch richtig untertrat. Nach Xinu und Lining waren Oreo und Acira dran. Oreo spürte den Frühling und brummelte seiner Halbschwester zu, als wir hintereinander zur Bahn fuhren. Lewis hielt ihn kurz und blieb in einem vernünftigen Abstand. Wir trainierten wiederum fleissig unsere Runden, und zum Spass galoppierten wir auch ein wenig. Aciras seidiger Schweif flatterte in der Kühlen Brise, die sich mit dem Fahrtwind vereinte. Ihre kleinen Hufe schlugen rhythmisch auf dem feinen Kies auf. Zuletzt drehten wir auch noch ein paar Runden mit Darling und Allegra – letztere war noch nicht lange eingefahren und hatte noch etwas Mühe mit der Kommando-Umsetzung. Sie war meist ein wenig zu eifrig und wollte nicht warten, geschweige denn dabei geschlossen stillstehen. Aber auch das würde mit der Zeit immer besser klappen, davon war ich überzeugt. Nach dem Training gab es für alle Minis ein paar Karotten, die wir zur Beschäftigung an den Bäumen auf der Weide aufhängten. Lily half dabei und fand es super, Lining beim ‘Einfangen’ der orangefarbenen Wurzeln zuzusehen.
    31 März 2019

    Occulta
    [​IMG] A-L
    Subsyndromal Symptomatic Depression, Daedra, PFS‘ Stop Making Sense, PFS‘ Sarabi, PFS‘ Counterfire, PFS‘ A Winter’s Tale, PFS‘ Colours of Life

    Ich musste schmunzeln, als mir bewusst wurde, dass wir heute wiedermal eine ganze Gruppe von Pferden trainierten, die allesamt auf Pineforest aufgewachsen waren. Es erfüllte einem als Züchter einfach mit unglaublich viel Stolz, die ganzen PFS‘ Kürzel auf den Trainingslisten zu sehen. Und noch schöner war es, sie möglichst weit oben auf Ranglisten zu lesen. Doch um dorthin zu kommen, brauchte es Training und Aufwand. Deshalb waren auch heute wieder Intervallgalopps um sechs Uhr morgens angesagt. Ohne Fleiss keinen Preis. Ich sattelte Dolly, die schon wieder besorgt die Nase rümpfte. Ich kraulte die Gurtlage, damit sie sich entspannte. Sie schnappte ein paarmal in die Luft, dann wurde sie ruhiger und senkte ihren Kopf. Ich ermahnte die Pfleger zwar dauernd, dass sie den Gurt nicht von Anfang an ganz anziehen sollten, aber vermutlich hielten sich nicht alle immer daran. Es war mir ein Dorn im Auge, wenn man das Wohl des Pferdes hinter den Zeitplan stellen wollte. Auch wenn es „schnell gehen“ musste, wollte ich, dass man sich die nötige Zeit nahm, um es den Vierbeinern möglichst angenehm zu machen. Ich würde das leidige Thema also wieder bei der nächsten Trainingsbesprechung anstimmen müssen. Ich gab Dolly ein Karottenstückchen, als sie die Trense bereitwillig ins Maul nahm. Das regte sie zudem zum (ab)kauen an, wodurch sie sich besser loslassen konnte. Danach rüstete ich mich selbst mit Helm und Weste aus, ehe ich die junge Stute nach draussen zum Aufsteigen führte. Ich bekam ein Leg-up von Ajith. Während ich auf die übrigen Jockeys wartete, stellte ich meine Armbanduhr ein, damit ich nachher unser Tempo messen konnte. Viele Gadgets benutzten wir im Training nicht, aber die Uhren waren einfach ein Muss und erleichterten die Überwachung der Leistungen der Pferde enorm. Dolly und ich reihten uns zwischen Daedra und Sarabi ein, um mit allen gemeinsam zur Rennbahn zu schlendern. Wir wärmten die Gruppe aus sieben Pferden zunächst wie immer auf dem Galoppweg unter den Tannen ein, dann begaben wir uns zur Mobilen Startmaschine, wo uns Ajith und Oliver empfingen. Der Start war in einem Rennen ebenso wichtig wie der Finish; wir übten zwar vor allem zu Beginn des Renntrainings mit den Zwei- oder Dreijährigen den Start aus der Maschine, aber zwischendurch war es gut, auch mit den erfahreneren Pferden wieder zu den Basics zu gehen. Diese Gruppe aus Dreijährigen konnte ohnehin nicht genug Übung mit der Maschine bekommen. Dazu gehörte das ruhige Hineingeführt-Werden ebenso wie das perfekte Abdrücken beim Aufspicken der Tore. Genau das verpasste Counterfire heute. Sie schlief beim Glockenton und sprang erst eine Länge nach den anderen los. Ich hörte Oliver von hinten genervt rufen „What the hell was that? How is she supposed to win anything like that? And where was your leg, Tom?!” Ich drehte den Kopf, um nach dem braunhaarigen Jockey zu sehen. Der duckte sich nur mit entschlossenem Blick nach unten und versuchte, den wetternden Trainer ignorierend, sich zu konzentrieren. Fire lief in gleichmässigem Takt, nun da sie auf Kurs war. Obwohl wir alle noch in einem ruhigeren, energiesparenden Tempo unterwegs waren, kam sie Stück für Stück näher, bis sie schliesslich neben mir und Dolly lief. Die chromartig glänzende Fuchsstute sah in ihren kraftvollen Bewegungen wundervoll aus. Oliver konnte motzen so viel er wollte – ich fand, dass sie auf gutem Weg war, in den geplanten Rennen zu brillieren. Mambo schob sich auf der Innenseite in der Kurve neben uns vor. Er hatte den Hengst-Vorteil, wie manche Trainer zu sagen pflegten. Aufgrund seines Körperbaus und der männlichen Muskulatur hatte er einfach mehr Kraft als Dolly, die in grossen Sprüngen mitzuhalten versuchte. Ich passte auf, dass sie nicht zu viel Schub verschwendete. Thalia und Life waren noch immer hinter uns, ebenso die lackschwarze Daedra. Wir näherten uns dem 800 Meter Pfosten. Nun folgte der geplante Sprint über 400 Meter, bei dem sich die Pferdchen nach Herzenslust verausgaben durften. Ich gab Dolly die Zügel frei und trieb sie an. Tom brauchte bei Fire diesbezüglich kaum etwas zu machen – die Stute zog ganz von selbst los, als hätte sie mitgedacht. Schon nach wenigen Sekunden fielen Dolly und ich zurück; auch Daedra und Mambo zogen an uns vorbei. Ich liess mich davon nicht entmutigen, schliesslich waren die jungen Athleten schlichtweg nicht alle auf demselben Trainignsstand. Es war sowieso schwierig, ihre Leistungen zu vergleichen. Jedes Pferd hatte seine ganz eigenen Stärken und Schwächen. Manche lernten schneller dazu was das Handling anging, andere waren frühreif und liefen schon mit drei Jahren Rekordzeiten, wiederum andere brauchten Zeit bis sechsjährig, um sich voll zu entwickeln. Counterfire übernahm unangefochten die Spitze, Daedra drängte sich mühelos bis auf den zweiten Platz vor. Life trudelte zuhinterst hinter Thalia, Sarabi, und mir und Dolly ein. Er war nunmal nicht ganz in Form, weil Darren und David sich mit ihm nicht hauptsächlich aufs Rennreiten konzentrierten, sondern ihn vielseitig ausbildeten. Und natürlich war Darren schwerer als ein gewöhnlicher Jockey; allein dadurch hatte Life schon einen eindeutigen Nachteil, von der Unerfahrenheit seines Reiters mal abgesehen. Darren hatte trotzdem ein Strahlen auf dem Gesicht, als wir in den Trab übergingen und locker zurück zum Bahneingang ritten. „Did you see how nicely he stretched ou this time? I think he really improved a lot. He feels just so great, like he really wants to try hard to win. I’m so proud of my big golden boy!” Ich schmunzelte und stimmte zu – es war toll zu sehen, wie viel Spass die beiden zusammen hatten. Oliver sah das ganze etwas pragmatischer. „Darren, you need to work a bit more on his stamina and train his lazy butt. I heard he likes to eat?” “Yeah, he just loves any kind of treat.” “I can see that. And yourself too, less is more, keep that in mind.” Ein amüsiertes Glucksen ging durch die Runde, aber Darren nahm es gelassen – er wusste, dass wir ihn nur neckten. Wir besprachen das restliche Training etwas ernster und schlossen mit dem Fazit ab, dass wir etwas mehr Starttraining brauchten. Die Pferde und Jockeys mussten allesamt noch etwas mehr daran arbeiten, sich einen frühen Vorteil zu verschaffen, anstatt, in Olivers Worten gesagt, „zuerst gemütlich loszuzockeln und dann frühstens beim 700 Meter Pfosten in die gänge zu kommen.“
    31 Mai 2019

    Occulta
    [​IMG] L-M
    Deadly Ambition, Odyn, Felicita II, PFS‘ A Winter's Tale, Daedra, PFS' Counterfire, tc Miss Moneypenny, PFS’ Stop Making Sense, PFS’ Sarabi, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS’ Colours of Life

    „Thinking about the St. Leger Stakes, there is mainly one big problem for us: the distance. 1 mile, 6 furlongs and 115 yards is challenging, and Counterfire never raced that far before. Any stayer-type horses will have a big advantage and we are likely to run out of energy before we get to the final two furlongs. So our focus must lie on training stamina and strength for a massive acceleration at the very end of the race.” Oliver und ich sassen in der Reiterstube und sahen uns auf dem Smartphone Videos von vergangenen St. Leger Stakes an. „Watch him come from way behind there. That’s what we need to aim for.” “But that’s not really Counterfires style, is it? She likes to run at front and stay there rather than wait behind…” “We have to try. She cannot stay in front over such a distance.” Wir erhoben uns entschlossen von unseren Plätzen und begaben uns zum Hauptstall. Die Jockeys und Ajith sattelten bereits. „Everyone feeling good today?“, fragte ich in die Runde, als sie nach draussen zum Aufsteigen kamen. „Aye boss“, klang es von Quinn zurück, wie immer leicht neckisch. „You are exactly the right person to say so, Miss Callahan. Your mount is our St. Leger champion horse to be, after all.” “We’ll see about that”, murrte Oliver, kaum überzeugt. Ich wusste aber, weil ich ihn seit Jahren schon kannte, dass er innerlich brodelte und es kaum erwarten konnte, Counterfire im September rennen zu sehen. Die anwesenden Pferde für die erste Trainingsgruppe waren eben Counterfire, Deadra, Mambo, Sarabi, Dolly und die etwas ältere Miss Moneypenny. Thalia hatte ich für heute in die nachfolgende Gruppe gesteckt, weil wir sonst nicht genug Jockeys hatten. Penny hatte bereits Erfahrung mit weiteren Distanzen und würde dafür sorgen, dass Counterfire sich bis zum Schluss anstrengen musste. Die Fuchsstute war nämlich wie die meisten Rennpferde motivierter, wenn sie im Kopf-an-Kopf Stil trainiert wurde. Ich selbst gesellte mich zu Oliver zu den Rails und beobachtete das Geschehen, ohne selbst mitzumischen. Wir hatten nämlich noch viel zu fachsimpeln und zu diskutieren, während das Training lief. Oliver gab Quinn nach dem Einwärmen ein Mikrofon, das sie sich hinters Ohr klemmen musste. Damit konnten wir während der ganzen Runde mit ihr in Kontakt bleiben und ihr direkt Anweisungen geben. Dann stellten sich die Pferd-Jockey-Paare zu einem freien Start auf. Oliver gab das Zeichen, woraufhin alle losschossen. Wie besprochen galoppierten Penny und Counterfire in einem taktgleichen, für Rennverhältnisse ruhigen Tempo nebeneinander. Die übrigen Jockeys achteten darauf, aus dem Weg zu bleiben und ihr eigenes Intervalltraining ganz normal zu absolvieren. Nach 1‘200 Metern bremsten sie ab und liessen ihre Reittiere in den Trab fallen. Nur Daedra schien sichtlich unzufrieden, als Counterfire und Penny einfach weiterliefen und davonzogen. Ich stellte mit dem Feldstecher schmunzelnd fest, dass Parker alle Mühe hatte, die Rappstute durchzuparieren. Dann suchte ich durch die Gläser wieder Counterfires Position auf. Die beiden Stuten liefen noch immer dicht beieinander und streckten sich rhytmisch. Allerdings schien es spätestens nach 2‘000 absolvierten Metern so, als müsste Counterfire schon deutlich mehr Kraft aufwenden, um sich neben Penny halten zu können. Als die beiden schliesslich ab 2500 Metern zum Endspurt ansetzten, fiel Counterfire hoffnungslos immer weiter zurück. Sie trudelte schliesslich stark atmend drei Längen hinter Penny bei der Zielmarkierung ein. Oliver und ich sahen uns an; wir beide wussten, dass wir noch viel Arbeit vor uns hatten. Counterfire schlich am langen Zügel zurück zum Hauptstall, wo sie sofort abgesattelt und eifrig von Ajith umsorgt wurde. Sie sah ziemlich müde aus, aber das war zu erwarten gewesen. Ich klopfte ihr auf den verschwitzten, orangenen Hals und murmelte „don’t worry baby, it will get easier.“

    Die zweite Gruppe hatte eine interessante Konstellation. Wir liessen nämlich Thalia und Life zusammen mit Felicita, Deadly Ambition und Odyn laufen. Die drei „neuen“ mussten heute ihren Trainingsstand demonstrieren, denn ich hatte keine Ahnung, auf welchem Niveau sie liefen. Klar war hingegen, dass alle drei eher anspruchsvolle Zeitgenossen waren, die vor allem mit ihrem eigenen Charakter zu kämpfen hatten. „Sensibelchen, wie sie im Buche stehen“, meinte Jonas dazu, als er beobachtete, wie die drei draussen schon beim Aufsteigen zappelten. Felicita war diesbezüglich noch ganz die alte. Auch Quinn schwelgte in Erinnerungen. „I still remember the first time I rode her. She freaked out because of a blackbird. I did not exactly love her for that.” “And yet you begged to ride her today”, bemerkte ich zwinkernd. “Of course! Are you not at all curious about her progress?” “I am.” Unsere Gruppe von Zwei- und Vierbeinern lief gemeinsam zur Bahn. Zunächst wurde fleissig aufgewärmt, dann gab es wiederum einen freien Start – die Maschine wollten wir ein anderes Mal mit den Neulingen austesten. Deadly setzte sich sofort an die Spitze der kleinen Herde. Interessiert beobachtete ich, wie sich die blonde Stute kraftvoll streckte. Sie hatte eine schöne Galoppade und griff weit vor. „This is quality“, stellte auch Oliver laut fest. Ich nickte zufrieden. Am Ende überraschte uns aber eher Odyn. Er war mit seinen neun Jahren schon so etwas wie ein Veteran im Rennsport, und ich war mir unschlüssig gewesen, ob ich ihn überhaupt noch rennen lassen wollte. Aber als Oliver und ich sahen, wie der rote Hengst sich mit kraftvollen, mühelosen Sprüngen vor seine deutlich jüngeren Mitstreiter setzte, waren wir uns sofort einig, dass er noch ein, zwei Seasons vor sich hatte, wenn seine Gesundheit es zuliess. „I think I just fell in love“, hauchte ich zum Chef-Trainer von Pineforest Stable. Der lächelte schief und meinte nur: „Careful, or Jonas might get jealous.“ Felicita schwankte ein wenig und kam nicht so richtig in Fahrt – offenbar war sie Grasboden nicht mehr so gewohnt. Ich glaubte zu wissen, dass es in Amerika drüben viele Sandbahnen gab. Ob es allein daran lag, war aber schwierig festzulegen. Sie war nunmal auch schon acht Jahre alt und damit wie Odyn eigentlich eher auf der abnehmenden Seite des Hügels angelangt. Oliver nahm mir die Aussprache der Gadanken ab und schlug vor, die Stute aus dem Rennsport zurückzuziehen. Vielleicht wartete eine neue Karriere als Springpferd und Zuchtstute auf sie. Das heutige Training hatte ihr aber sicherlich nochmal gut getan. Life und Thalia liefen übrigens brav ihre gewohnten Zeiten. Man konnte nicht jeden Tag neue Bahnrekorde erwarten, und bei ihnen ging es ohnehin im Moment eher darum, Muskulatur und Ausdauer aufzubauen.
    30 Juni 2019

    Die Kür

    Heute war ich nicht mit meinem eigenen Hengst auf einer Körung, sondern unterstützte Darren und David Fox, die mit Colours of Life ihr Glück versuchen wollten. Ich fühlte mich dazu verpflichtet, denn schliesslich stammte der buckskin farbene Hengst aus meiner Zucht. Life hatte in seinem Leben schon so einiges erlebt. Er war durch mehrere Hände gegangen und hatte daher eine vielseitige Ausbildung erlebt. Vielleicht war er gerade deshalb so ein Engel im Umgang. Er liess sich problemlos verladen und blieb brav stehen, als Darren ihn sattelte - und dabei bloss den Führstrick über den Hals des Hengstes legte. Life sah interessiert aber nicht ängstlich umher und drängelte auch nicht, als er zum Abreitplatz geführt wurde. Ich beobachtete das Ganze mit Stolz und gab David, der ihn heute vorstellte, ein paar letzte Tipps. Eigentlich sagte ich ihm aber am Ende bloss, dass er so reiten solle, wie er es auch zuhause tat, denn dabei würden sie sich beide am wohlsten fühlen. Der junge Mann befolgte meine Ratschläge und trat selbstbewusst vor die Richter. Er grüsste und trabte auf die linke Hand um eine grosse Volte. Danach zeigte er noch ein paar weitere Bahnfiguren, ehe er die Seite wechselte und beinahe dasselbe widerholte. Nach einer Weile galoppierte er an und zeigte auch diese Gangart auf beiden Seiten. Life benahm sich vorzüglich, bis auf einen kleinen Schreckmoment bei der Tribüne, als jemand niessen musste. Das war aber verzeihbar, denn der Hengst konzentrierte sich für den Rest der Kür dann doch nochmal richtig. Die beiden zeigten auch noch eine entspannte Schrittphase mit einem diagonalen Wechsel, ehe sie wieder auf die Mittellinie bogen um sich von den Richtern zu verabschieden. Sie verliessen die Halle, wie man es so tat, am langen Zügel. Darren und ich hasteten von der Tribüne um die beiden zu empfangen und David für den tollen Ritt zu gratulieren. Die beiden konnten auch stolz sein: sie waren den ganzen Sommer über fleissig gewesen und hatten wirklich viel mit ihrem gemeinsamen Liebling erreicht.
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    Cooper und sadasha gefällt das.
  6. Maleen

    Maleen Princess <3

    Maleen mit...
    Nevio
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    Rufname:
    Nevio

    Dam: Unbekannt | S. Unbekannt D. Unbekannt
    Sire: Unbekannt | S. Unbekannt D. Unbekannt
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    Geburtstag:
    23.September 2014
    Geschlecht:
    Hengst
    Rasse:
    Murgese
    Farbe:
    Blue Roan
    Abzeichen:
    //
    Stockmaß:
    1.60m


    Charakter:
    Nevio ist manchmal ein bisschen zurückhaltend, aber ansonsten ein sehr netter Hengst, vor allem wenn er den Zweibeiner, der vor ihm steht, schon ein wenig besser kennt. Wer sich die Zeit nimmt um Nevio kennenzulernen, wird schon bald ein treues Pferd an seiner Seite haben.
    Als Hufschmied hat man bei ihm leichtes Spiel, sofern man immer ein Leckerli dabei hat.
    Wenn Nevio langeweile hat, leckt er gern an Wänden oder Pfeilern, an denen er angebunden ist.
    Unter dem Sattel ist Nevio ein kleiner Künstler.


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    Genetik:
    EE aa nRn
    Zuchterlaubnis:

    //
    Fohlen:
    //


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    Besitzer:
    Maleen
    Pfleger:
    //
    Maler(VKR):
    Maleen


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    Reitstil:
    Englisch, Akademisch


    Dressur: S/S
    Springreiten: L/L
    Geländespringen: L/L
    Fahren: A/L

    Rennen(Galopp): -/-
    Distanzreiten: A/A
    Western: -/-

    Fett > besonderes Talent // kursiv > dafür geeignet // durchgestrichen > keine Begabung/wird nicht trainiert

    Turnierschleifen:

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    429.Fahrturnier 557.Springturnier 557.Dressurturnier
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    559.Springturnier 560.Dressurtunier 410.Distanztunier
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    411.Distanzturnier 405.Militaryturnier 413.Distanzturnier

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    563.Dressurtunier 414.Distanzturnier 406.Militaryturnier

    Sonstiges:

    //
    Stecki © Maleen 2013

    Nevio | Prophylaxe
    Nachdem ich Liav und Flúx Schnee gezeigt hatte ging ich an diesem Mittag ins Büro uns sah das ich schon seit längerem zwei Aufträge auf der Auftragsliste hatte. „Ohje. Die sind irgendwie untergegangen“ sagte ich zu mir selbst und fasste mir etwas gestresst an dem Kopf. „Wie dämlich“. Ich rief sofort die beiden Auftraggeber an, diese waren beide sehr zuvorkommend und versicherten mir das die Verzögerung kein Problem darstellte. Die erste Auftraggeberin hieß Jamie Lewis. Diese war sesshaft in Italien, genauer in der Provinz Livorno. Zwar war ich kein Freund von Kälte, aber ein sehr großer Freund von Weihnachten und dazu gehörte eben Schnee und die Kälte. Ein bisschen wehmütig über das verlassen dieser Atmosphäre für einige Tage, buchte ich natürlich den Flug nach Italien und informierte Frau Lewis über mein kommen in der nächsten Woche.
    Der Ablauf von Aufträgen war schon so automatisiert, dass dieser kaum noch große Zeit in Anspruch nahm. Leider machten die jeweiligen Fluggesellschaften und die europäischen Gesetzte mir das Reisen mit speziellem Gepäcke immer etwas schwierig, aber nicht unmöglich. Nach einem kleinen Zwischenfall mit dem Zoll in Italien kam ich im Hotel an und informierte Frau Lewis das ich angekommen war und wir machten einen Termin aus. Ich hatte zwei Tage Erholung die ich auch vollsten auskostete bevor der ganze Weihnachtsstress anfing.
    Die Tage gingen schnell um und es war schon Zeit auf das Gelände von Frau Lewis zu fahren. Im Leihwagen hörte ich ein weihnachtliches Hörbuch, was aber nicht wirklich wirkte und ich wechselte zu einem Motivationshörbuch. Jamie Lewis Empfang mich sehr herzlich und zeigte mir zunächst ihr Gelände. Wir tauschten uns bei einem sehr netten Gespräch aus und tranken einen Kaffee. „Also, es handelt sich wie ich schon erwähnt habe um Nevio. Es ist ein Murgese von zweitausendvierzehn. Grundsätzlich ist er sehr nett und bleibt auch nett, egal was passiert. Dennoch tritt er Fremden relativ schüchtern gegenüber und wirkt eher misstrauisch“. Aufmerksam hörte ich ihr zu während er mich zu dem Blue Roan führte. Ich lächelte nachdem sie aufhörte zu reden. „Ist er das“ frage ich und bekam ein „Ja“ als Antwort. Ich öffnete daraufhin vorsichtig und möglichst ruhig die Boxentür des Hengstes und lies ihn zu mir kommen. Neugierig starrte er mich an und bewegte sich aber keinen Zentimeter. Mit Jamies Hilfe kam der Hengst dann doch und ich konnte mich ihm angemessen vorstellen. Misstrauisch nahm er mir das Apfelstück aus der Hand und nach einiger Zeit konnte ich ihn auch an den Nüstern streicheln. Diese Gelegenheit nutze ich für eine visuelle Inspektion, wobei ich keine Auffälligkeiten fand. Nun ging es ans Eingemachte. Jamie hielt den Hengst am Halfter fest und beruhigt ihn. Das abtasten des Körpers und das Kontrollieren der Hufe, Augen, Nüstern und Ohren war somit kein Problem. Auch die Vitalzeichen konnte ich gut erfassen und schrieb auf den kleinen Block „Keine Auffälligkeiten“. Auch das kommunizierte ich Jamie. Die Wurmkur ging nicht so einfach von statten, das Nevio anscheinend nicht der Fan des Geschmackes ist. Wir tricksten so viel es ging bis die angemessene Dosis für den Schutz geschluckt war. Nach der Prozedur nahmen Jamie und ich uns eine Auszeit und gaben dem Hengst gleichzeitig eine. Nach einer guten halben Stunde kamen wir zurück. „Ich will dir wirklich nichts Böses, es tut mir sehr leid“ sagte ich Nevio und zog die Grundimmunisierungen auf. Erstaunlicherweise gingen die Immunisierungen aber leichter von statten wie die Wurmkur. Zufrieden lobte ich den Hengst, der bei meiner Bewegung nun aber zurückwich. „Hass mich doch nicht. Komm schon“ sagte ich in einer leichten Stimme und hielt ihm ein Apfelstück hin welches er dankend nahm. „Geht doch“. Ich streichelte seine Nüstern und trat dann aus der Box aus. Ich räumte das Caos auf und aktualisierte den Impfpass des Hengstes. Zuletzt bedankte sich Jamie bei mir und half mir bei dem zurücktragen der Koffer in den Leihwagen. Wir verabschiedeten uns und für mich ging es dann in einigen Stunden wieder zurück ins verschneite Kanada.
    3437 Zeichen | ohne Leerzeichen | by Cooper
    Hufschmiedbericht Nevio und Aitana Besitzer Jamie Lewis
    Heute verschlug es mich wieder nach Italien, ich war schon gestern abend losgefahren um in der früh dort zu sein. Jamie hatte noch 2 Kandidaten für mich zum hufe kürzen. " Nimm reichlich Leckerli für Nevio mit!" teilte sie noch in der mail mit. Nevio war wohl verfressen. gegen 10 uhr morgens kam ich an, ich hatte einige pausen gemacht die fahrt von Österreich bis nach italien dauerte ca 9h wenn man gut voran kam desshalb fuhr ich gerne nachts, da gibt es den regen verkehr nicht so. " guten Morgen!" grüßte ich Jamie die schon herumwusselte. " Morgen! Nevio und Aitana stehen in der Box, es sind namensschilder drann, ich habe heute leider wenig zeit!" gab sie mir die information. Kein Problem ich war ja schon ein großes Mädchen, dachte ich scherzhaft und richtete zuerst alles her was ich benötigen werde. Eigentlich nur meinen Koffer mit meiner zange feile und hufbock. Dann steckte ich noch ein paar leckerlies in meine hosentasche und begann mit nevio, immer mit dem etwas schwierigen kanditaten anfangen, das hatte ich mir geschworen. Der schwarze Murganhengst sah mich mit seinen pechschwarzen augen an. ich gab ihm ein leckerli und holte den hengst aus seiner Box. Neugierig und noch ein leckerli wollens, klebte er an meiner hosentasche und versuchte da irgendwie rann zu kommen. " Nevio lass das!" ermahnte ich ihn und schob seinen kopf sanft von mir. Am Putzplatz angekommen band ich ihn an, und begann mit dem rechten vorderhuf. Ich knippste das überschüssige horn weg und raspelte den huf rund. Noch war nevio brav. Als wolle er sich denken wenn ich still stehe bekomme ich jedesmal ein leckerli. Als ich den Huf abgesetzt hatte sah mich der Murgese hengst fragend an. Ich lachte und schob ihm ein leckerli unter. Dann war ich an der Hinterhand. Dort hielt der hengst brav still. Als ich ihm aber kein weiteres leckerli gab wurde er etwas ungeduldig. " He du wirst noch Fett und Jamie würde mich nie wieder rufen wenn du so fett wirst!" scherzte ich mit dem Hengsten. Ich war gerade an seinem 2ten Vorderhuf beschäftigt und da spürte ich die warmen aber sanften Pferdemaul der mein rücken kraulte. Ich wusste zwar das er nach den leckerlies suchte. Als ich mit dem Bein fertig war klopfte ich ihm am Hals. Und ging zum letzten bein. Dort war Nevio wirklich artig und hatte sich ein weiteres leckerli verdient. Ich brachte ihn wieder zurück in seine Box und suchte nun nach Aitana. Ich brauchte nicht lange zu suchen da fand ich schon die goldene Schönheit. Ich holte sie aus ihrer Box und wurde neidisch, diese schönheit hätte ich wohl auch gerne in meinem Stall gehabt. Jamie hatte echt geschmack. Die stute sah mich mit ihren Augen an. Ich streichelte sie verträumt. Dann begann ich am rechten vorderhuf. Auch Aitana hatte gute hufe die keine eisen benötigen würden. Die Lustianostute beobachtete mich neugierig. Ich lobte die stute als ich mit dem ersten bein fertig war. Dann ging ich zu ihrem hinterteil und machte dort weiter. 10 minuten später war die Stute komplett fertig. Ich brachte die Stute in ihre Box und fegte den platz sauber. Sammelte meine untensielien ein und verabschiedete mich und machte mich auf den rückweg.

    Dressurtraining M-S - Samstag, 30.November 2019
    Collin | by Zion | 6219 Zeichen
    Socken, Pullover, Thermounterwäsche - hab ich was vergessen? Erneut packte ich meine Tasche für eine Reise, doch diesmal nicht in Richtung Niederrhein, sondern nach Italien in die wunderschöne Toskana. “Du sag mal, in den Wetterbericht für Italien hast du schon geguckt oder?”, fragte Val selbstgefällig. - “Nein Wieso?” - “Ach nur so, bloß bei mindestens 20 Grad durchgehend brauchst du wohl kaum Thermounterwäsche.”, gab sie kichernd zurück. Mit einem Augenrollen signalisierte ich meine Belustigung. Valeria kniff mir in die Seite und küsste mich gefühlt tausend mal und so schnell wie meine Verärgerung gekommen war, so schnell verschwand sie auch wieder. Nach einem schnellen Blick auf die Uhr, stellte ich fest, dass meine Tendenz zur Verspätung wieder Anhang gefunden hatte. Da mir eine Autofahrt viel zu aufwendig und lang war, entschied ich mich dazu, von Berlin Schönefeld zu fliegen. “Ciao Süße, wir sehen uns.”, verabschiedete ich mich von Val und ging schnellen Schrittes zum Auto.
    In Italien
    Ich war noch etwas benommen von den Schlaftabletten und war froh, dass mich Hunter Lacey, ich kannte ihn schon recht lang und auch Fiona hatte damals seine Bekanntschaft gemacht, vom Flughafen abholte und wir gemeinsam zum Hof fuhren. “So, was erwartet mich Hunter?”, fragte ich ihn neugierig. “Also ich bin nicht sein Reiter, Jamie ist für ihn zuständig, aber es handelt sich um Nevio, einen Blue Roan Murgesen Hensgt. Was dich besonders freuen wird ist, dass er akademisch ausgebildet ist.”, erklärte er. Tatsächlich freute ich mich, dass Nevio klassisch ausgebildet wird, da ich des Öfteren auf Kunden stoße, die die herkömmliche Weise bevorzugen.
    Am Stall angekommen, war ich gefesselt von der schönen Umgebung und der angenehm warmen Sonne. Mit der freundlichen Begrüßung von Jamie wurde ich aus meinen Tagträumen gerissen und befasste mich wieder mit meiner eigentlichen Aufgabe. Hunter hatte sich von der Gruppe verabschiedet und widmete sich nun wieder seinen Pferden. Gemeinsam mit Jamie gingen wir zum Stall und sie zeigte mir den wunderschönen Hengst, der uns mit neugierigen und leicht misstrauischen Augen anschaute. “Er ist ein wunderbarer und händelbarer Hengst, allerdings ist er nicht sonderlich begeistert von neuen Menschen, soll heißen er ist unentspannt und nicht allzu arbeitswillig. Deshalb würde ich vorschlagen, dass wir beide erstmal eine Runde mit ihm spazieren gehen.”, erklärte sie. Ich nickte zustimmend und sah zu, wie Jamie ihren Hengst fertig machte.
    Etwa zehn Minuten später schlenderten wir zusammen mit dem Hengst über das wunderschöne Anwesen mit Ausblick auf die Weite und Wärme der Toskana. Wie immer verfiel ich ins Tagträumen und bemerkte erst gar nicht, wie Jamie mir den Strick in die Hand drückte. Nevio schien es genauso wenig bemerkt zu haben, wie ich, denn er nach wie vor entspannt und ließ sich auf mich ein.
    Anschließend machte Jamie mir den Hengst zum Reiten fertig und ließ mich anschließend mit ihm allein. Sie versicherte mir noch, dass sie später in der Halle dazustoßen würde. “Na dann Großer.”, sagte ich und stieg mit Hilfe einer Holztreppe auf. Sanft tätschelte ich seinen Hals und drückte leicht meine Waden zusammen. Nevio setzte sofort zum Schritt an und wirkte noch angespannt. Wie üblich setzte ich mir mindestens zehn Minuten als Minimum für die Erwärmungen. Generell musste ich mich erstmal auf die gewohnte Hilfengebung einstellen und Nevio sich auf mich einlassen. Nach belanglosen Schrittrunden mit simplen Tempiwechseln, setzte zu den ersten Seitengängen an. Die fortgeschrittene Ausbildung des Hengstes war deutlich zu erkennen, da er bereits die Lektionen ausführte, während ich sie dachte. Zudem war er äußerst sensibel, was ich aber als angenehm empfand. Durch die Spiegel in der Reithalle konnte ich sowohl meine Hilfen korrigieren, als auch Nevios Fehltritte ausbessern, indem ich beispielsweise seine Schulter mit der Gerte touchierte.
    Gerade als wir mit der Trabarbeit und der Erarbeitung neuer Lektionen anfangen wollten, betrat Jamie die Halle und schaute uns zu. Mit einem Schnalzen und beidseitigem Zusammendrücken der Waden sprang Nevio sofort in den Trab. Sein Gangwerk war unglaublich, denn er besaß ordentlich Schwung gepaart mit einer schönen Knieaktion, die das Aussitzen sehr angenehm machte. Die Bereitschaft zu Versammlung war deutlich an den Wechseln zwischen Arbeitstrab, Mitteltrab, starker Trab und versammelter Trab zu erkennen. “Ich glaub’ mit ihm brauchst du nicht allzu viel trainieren. Er ist sehr intelligent und bietet selbst neue Lektionen fast von selbst an.”, lobte ich Nevio. Jamie nickte lächelnd und schien sichtlich stolz über ihren Hengst zu sein. Mit Trab-Schritt Übergängen und Gerteneinsatz an der Gruppe, versuchte ich ihn die ersten Schritte einer Piaffe treten zu lassen und wie zu erwarten gab der Hengst sein bestes und machte die Anfänge einer Passage, für das weitere verlangsamen zur Piaffe fehlte ihm noch etwas die Übung. “Sehr gut, Nevio!”, lobte ich den Hengst freudig. Nach einer kurzen Verschnaufpause gab ich ihm die Galopphilfe und übte hier erneut die Wechsel von versammeltem Galopp und Arbeitsgalopp. Der Ausdruck und die Power des Hengstes faszinierte mich nach wie vor. “Jamie, ich kann ihn nicht oft genug loben, trotz eines neuen Reiters macht er sich wahnsinnig gut und zeigt extrem viel Potential!”, verkündigte ich freudig. Jamie lachte auf und amüsierte sich über meine Begeisterung. Durch Zirkelwechsel brachte ich Nevio das Umspringen von Rechts- nach Linksgalopp zumindest ansatzweise bei und legte den Grundstein für Serienwechsel. Nach gut einer dreiviertel Stunde beendete ich die Trainingseinheit und lief zum Cool-Down noch ein paar Runden mit ihm durch die Halle. Nevios akademische Ausbildung war allein schon an der Versammlungsfreudigkeit und Lockerheit zu erkennen, denn er wurde nie in irgendwelche krankhaften Haltungen gezwungen und es wurde ihm alles Schritt für Schritt beigebracht.
    Auf dem Weg zum Stall unterhielt ich mich mit Jamie über das weitere Training und machte diesmal selbst den Hengst fertig für die Weide. “Aus dem wird was Großes!”, unterbreitete ich ihr mit einem breiten Grinsen.

    Kür
    Die letzte halbe Stunde vor unserem Start, hatte sich für mich wie ein Traum angefühlt. Alles um uns herum lief wahnsinnig schnell, während Nevio und ich uns in Zeitlupe bewegten, zumindest kam es mir so vor. Ich konnte es wohl immer noch nicht so ganz begreifen, dass ich tatsächlich mit Nevio hier war, erst vor einem guten Jahr war er zu uns gekommen. 'Viel Glück!' sagte Hunter und riss mich damit aus meiner Gedankenwelt zurück ins Hier und Jetzt. Ich sortierte die drei Zügel in meiner linken Hand, nahm den noch übrigen in die rechte und richtete die Gerte, schräg nach oben zu meinem Herzen zeigend, auf. Nicht nur Nevios Rasse war ungewöhnlich für diese Veranstaltung, sondern auch unsere Reitweise. Ich drückte meine Beine leicht an Nevios Körper und er setze sich in Bewegung, im leicht versammelten Schritt betraten wir das Viereck. In der Mitte der Bahn hielten wir an und ich grüßte die Richter, Nevio kaute kurz auf seinem Gebiss, richtete die Ohren in alle Richtungen, ließ sich aber von der Kulisse nicht verunsichern. Wir trabten an. Wieder leicht versammelt präsentierte sich Nevio vorbildlich, mit seiner typischen stolzen Haltung. Ich wendete ihn nach rechts ab und ließ ihn an der langen Seite einfach machen, nach der Ecke versammelte ich ihn deutlich mehr und Nevio bot dem Publikum eine wunderbare Passage. Nachdem wir die kurze Seite hinter uns gebracht hatten, gab ich Nevio das Kommando zum Angaloppieren. Er sprang an und ich stellte ihn nach einigen Metern leicht nach innen um ein Schulterherein einzuleiten. Ich hielt Nevio im Schulterherein, bis wir die Mitte der kurzen Seite erreicht hatten, dort wendeten wir nach innen ab. Ich versammelte Nevio immer weiter und ließ ihn dann eine halbe Pirouette machen. Nach der halben Drehung galoppierten wir wieder auf die kurze Seite zu, dort angekommen parierte ich Nevio zum Schritt durch und wendete nach rechts ab. Kurz darauf wechselten wir durch die halbe Bahn und ich holte auf der Diagonalen Alles aus Nevios Schritt heraus. Nach dem Wechsel blieben wir zunächst im Schritt, den ich wieder versammelte, ehe ich Nevio antraben ließ. Diesmal ging es auf den Zirkel, Nevio lief gleichmäßig im Tempo bleibend eine große Runde. Dann galoppierten wir wieder an. An der langen Seite öffnete ich den Zirkel und ich ließ Nevio im Travers an dieser entlang laufen. In der Ecke angekommen richtete ich ihn wieder gerade und in der darauffolgenden Ecke wechselten wir noch einmal die Hand. Am Wechselpunkt sprang Nevio fast von allein um. Die letzten Meter von der Ecke, über die Mittellinie, bis hin zu X trabten wir. Zum Schluss standen wir wieder an unserem Anfangspunkt und ich grüßte die Richter.
    2674 Zeichen | lettercount.com

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  7. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    Rhapsody mit
    Quarterback

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    Quarterback
    Spielposition im American Football


    PEDIGREE
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    von: Quincy vom Jahnhof

    von: Quattro Candele vom Jahnhof

    von: Qualität
    aus der: SPS Pabella

    aus der: PM Morwenna

    von: Master of Disaster OG
    aus der: PM Marcella

    aus der: MSH Idylle

    von: Katterbachs Publicitya

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    aus der: MSH Indigo Blue

    von: WH Webster
    aus der: MSH Indira


    EXTERIEUR & INTERIEUR

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    Hengst
    Trakehner
    11 Jahre

    166 cm
    Blue Roan Frame Overo
    scheckungsbedingte Laterne | v.l. weißer Fessel, h.l., h.r. weißer Stiefel

    Bei der Geburt war Quarterback schon eine kleine Sensation gewesen – mit seiner außergewöhnlichen Farbe stand er sofort im Mittelpunkt. Allerdings, wie es häufig bei Farbzüchtungen passiert, lag bei ihm das Augenmerkmal auf die Farbe, weniger auf den Charakter. Somit ist er nicht mit den stärksten Nerven ausgestattet, entscheidet schon mal über den Kopf seines Reiters hinweg und scheint allgemein sehr sprunghaft. Allerdings konnte er das Talent überm Hindernis seines Vaters erben und zeigt unterm Sattel einen riesigen Ehrgeiz. Am besten gefällt ihm aber das Geländespringen – da zieht er dann auch mal ordentlich an. Der Hengst kann und wird Erfolg im Sport haben, sofern er einen einfühlsamen, aber auch konsequenten Reiter an seiner Seite hat, der ihn genau kennt.
    Mit Artgenossen kommt Quarterback gut klar - solange sie seine nervöse Art tolerieren können. Anderen Hengsten gegenüber verhält er sich oft unterwürfig.


    TRAINING

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    Fohlen ABC | Eingeritten
    Englisch geritten


    Dressur
    E A L M* M** S*

    Springen

    E A L M* M** S*

    Military

    E A L M S*


    ERFOLGE

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    Dressur: 1x L-Platziert, Springen: 1x M*-Platziert, Military: 2x A-Platziert


    Turniere


    500. Dressurturnier – 527. Dressurturnier

    253. Synchronspringen – 254. Synchronspringen – 256. Synchronspringen – 258. Synchronspringen – 265. Synchronspringen – 296. Synchronspringen – 300. Synchronspringen

    369. Militaryturnier – 409. Militaryturnier – 410. Militaryturnier

    Andere


    ZUCHTINFORMATIONEN

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    HK/SK Schleife
    HK-/SK-Gewinnerthema


    Decktaxe:
    Genotyp: aa EE Rr Oo
    Aus der Zucht: Gestüt Hochbann (Münster, DE)
    Nachkommen:


    GESUNDHEITSZUSTAND

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    276 4 21 374293472
    Chronische Krankheiten:
    Letzter Tierarztbesuch:
    01.01.20 – Pferdepraxis Sapala – Routineuntersuchung

    Fehlstellungen:
    Beschlagen:
    Letzter Hufschmiedbesuch:
    03.01.20 – Hufschmiede Snoopeisen – Kontrolle & Neubeschlag


    STALLINTERN

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    Besitzer: Rhapsody
    Ersteller: sadasha
    VKR: sadasha

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    Offizieller Hintergrund
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    Kaum waren wir mit Calista durch, wartete schon die Körung für Quarterback und Ballroom Blitz auf uns. Hauke und ich waren wieder auf der Tribüne anzufinden, während Jette und Levi die Vorstellung der Hengste unter dem Sattel übernahmen.

    Der erste unserer Hengste im Programm war Quarterback. Wie auf Wolken trabte er mit seiner Reiterin in die Bahn ein. Nach dem Gruß ging es erst einmal im Trab weiter. Die letzten Wochen hatte Jette an Quarterbacks Ausstrahlung gearbeitet, und das hatte sich ausgezahlt; mit kraftvollen Schritten schwebte der Roanhengst durch die Bahn. Die Ohren spielten in alle Richtungen, aber immer wieder nach hinten zu Jette. Auch der Übergang zum Galopp lief schön sanft ab; Verstärkung an der langen Seite und anschließende Versammlung auf dem Zirkel waren für den Hengst mittlerweile Alltagslektionen, die er ohne größere Anstrengung auch vor der vollen Tribüne ablieferte. Als Handwechsel zeigten die beiden fliegende Galoppwechsel, und als sie super klappten, konnte ich Jettes stolzes Grinsen fast von meinem Platz auf der Tribüne aus sehen. Auf der anderen Hand parierten die beiden wieder zum Trab durch, um zu zeigen, dass Quarterback das auf beiden Händen toll machte – ebenso wie im Schritt, der kurz darauffolgte. Noch eine Kehrtvolte zum Handwechsel, dann waren die beiden auch so gut wie durch. Nachdem auch der Schritt auf beiden Händen gezeigt war, folgte noch das Zügel aus der Hand kauen lassen im Trab – für Quarterback natürlich keine Anstrengung – und ein letzter Gruß an die Richter, bevor Jette und ihr Hengst die Bahn wieder verließen. Mir kribbelte es in den Fingern – ich würde am liebsten nach draußen rennen und ihr zu der tollen Vorstellung gratulieren, aber gleich waren Levi und Barney an der Reihe, die auf unsere mentale Unterstützung genauso bauten. Dann eben erst später.

    1832 Zeichen
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    Bewegung by Zion, Halfter by Mohikanerin
     
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  8. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    Rhapsody mit
    Ballroom Blitz


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    Ballroom Blitz
    ”Barney”
    benannt nach einem Lied der Band Sweet


    PEDIGREE
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    von: Borgia Boy Z

    von: Bandoulini OLD

    von: Brisante OLD
    aus der: Calienta xx

    aus der: Campinoa

    von: Canto Zedd
    aus der: Miamara

    aus der: Helene

    von: Hermeto xx

    von: Haunted
    aus der: Ophelie

    aus der: Greta

    von: Grissini
    aus der: Golgatha


    EXTERIEUR & INTERIEUR

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    Hengst
    Holsteiner
    10 Jahre

    171 cm
    Schwarzbrauner
    Schnurblesse | v.l. weiße Fessel, v.r. halbweiße Fessel

    Ballroom Blitz ist geprägt von großer Neugier. Dabei stellt er sich neuen Situationen tapfer und häufig begleitet von lautem Schnorcheln. Ruhe ist bei ihm vergebens zu suchen; er findet immer etwas, mit dem er sich gerade beschäftigen kann. Wenn's sein muss, dann sind das auch mal die Haare der Besitzerin oder der Putzkasten, der so schön die Stallgasse entlang fliegt, wenn man ihn mit den Hufen bearbeitet. Dementsprechend braucht er viel Training, um ausgelastet zu sein. Zur Konzentration muss man ihn manchmal ein bisschen zwingen, aber generell ist er ein Hengst, der dem Reiter gefallen will. Man könnte ihn auch als wahre Rampensau beschreiben; auf Turnieren läuft er auf Hochtouren und strengt sich nochmal stärker an als in den vertrauten vier Wänden der heimischen Reithalle.


    TRAINING

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    Fohlen ABC | Eingeritten
    Englisch geritten


    Dressur
    E A L M* M** S*

    Springen

    E A L M* M** S* S**

    Military

    E A L M S*


    ERFOLGE

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    Dressur: 1x L-Platziert, Springen: 3x L-Platziert, Military: 1x A-Platziert

    Turniere


    568. Dressurturnier

    525. Springturnier – 265. Synchronspringen – 292. Synchronspringen – 293. Synchronspringen – 565. Springturnier – 300. Synchronspringen

    381. Militaryturnier – 372. Militaryturnier

    Andere


    ZUCHTINFORMATIONEN

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    HK/SK Schleife
    HK-/SK-Gewinnerthema


    Decktaxe
    Genotyp: Aa EE
    Aus der Zucht: privat (Friedrichsholm, DE)
    Nachkommen:


    GESUNDHEITSZUSTAND

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    276 4 20 341937427
    Chronische Krankheiten:
    Letzter Tierarztbesuch:

    01.01.20 – Pferdepraxis Sapala – Routineuntersuchung

    Fehlstellungen:
    Beschlagen:
    Letzter Hufschmiedbesuch:
    03.01.20 – Hufschmiede Snoopeisen – Kontrolle & Neubeschlag


    STALLINTERN

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    Besitzer: Rhapsody
    Ersteller: Flair
    VKR: Flair

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    Offizieller Hintergrund
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    Bei Barney war dressurtechnisch ja noch Luft nach oben – zuhause im Training zeigte er zwar Potenzial, auf Turnieren wurde er dann aber unsicher. Dementsprechend drückte ich Levi und Barney extrafest die Daumen. Beim Einreiten hatte Levi einen versteinerten Gesichtsausdruck – auch er fühlte sich im Springsattel einfach wohler. Der Gruß wirkte ein bisschen hektisch, und auch Barney richtete die Ohren in alle Richtungen. Am Anfang schien er Levi im Trab auch ein bisschen davonzulaufen; es brauchte ein paar Schritte, bis sich sein Reiter wieder ordentlich in den Sattel eingesessen hatte und den Hengst wieder unter sich versammeln konnte. Dann schien sich Barneys Konzentration auch wieder zu sammeln; nicht ganz so eindrucksvoll wie Quarterback, aber auch seine Gänge mussten sich nicht verstecken. Der Ablauf war ähnlich wie bei Quarterback: nachdem der Trab den Richtern vorgestellt war, kam der Galopp dran. Die Verstärkung und Versammlung hatte er auch nicht so drauf wie der Roan, dafür war die Galoppade schon von Grund auf ziemlich raumgreifend. Nach dem Galopp parierte Levi den Holsteiner noch einmal durch und wechselte im Trab aus dem Zirkel die Hand. Kurz darauf ging es wieder im Galopp weiter, auch hier wieder auf dem Zirkel. Noch eine kurze Trab-Tour, auch hier mit dem Zügel-aus-der-Hand-kauen-lassen, und dann kam auch schon die abschließende Schrittrunde auf beiden Händen. Alles in allem hatte sich Ballroom Blitz doch als konzentrierter herausgestellt, als ich es zu anfangs gedacht hatte, und ich hatte auch bei ihm das gute Gefühl, dass dieser Tag erfolgreich abschließen würde.
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    Bewegung by AliciaFarina
     
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