[HK 502] Alle Hengste

Dieses Thema im Forum "Hengstkörungen" wurde erstellt von Rhapsody, 3 Dez. 2018.

  1. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    [HK 502] Alle Hengste
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    Regeln:
    - Es dürfen nur Hengste teilnehmen! (Keine Stuten, Wallache oder Fohlen)
    - Jeder User darf nur mit bis zu drei Hengsten teilnehmen!
    - Es dürfen alle Hengste teilnehmen!
    - Bei Fragen: PN an mich (Rhapsody)
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com!
    - Alle Angaben auf dem Bild müssen korrekt sein
    - 5 Joellen an mich (Rhapsody) mit dem Grund: HK 502
    - Teilnehmerzahl ist auf 10 Pferde beschränkt!
    - Nur vollständige Teilnahmen einfügen
    - Es zählen nur die Angaben in diesem Thema
    - Das Pferd muss unbewegt vor dem Kürtext und Steckbrief auf einem offiziellen Hintergrund ersichtlich sein (verlinken reicht nicht)
    - Zusätzlich darf ein Bewegungsbild auf einem beliebigen Hintergrund hinzugefügt werden (das Bild darf allerdings nicht vor dem Hauptbild stehen)

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, sie darf geführt oder geritten werden:
    - Betreten der Halle/des Platzes und anschließendes Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerhengste werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    (muss verlinkt sein)
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz

    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerb-Schleife
    1 Punkt für jede Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte für jede Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Bild mit Zubehör
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Bild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:

    Username
    Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Teilnahmen und Überweisungen
    [1] ... ✔
    [2] ... ✔
    [3] ... ✔
    [4] ... ✔
    [5] ... ✔
    [6] ... ✔
    [7] ... ✔


    Disqualifizierungen
    ...

    Viel Erfolg!
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Jan. 2019
  2. Maleen

    Maleen Bekanntes Mitglied

    Meine Teilnahme mit
    Cielo

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    Rufname:
    Cielo
    Dam: Unbekannt| S. Unbekannt D. Unbekannt
    Sire: Unbekannt| S. Unbekannt D. Unbekannt

    Geburtstag:
    2010
    Geschlecht:
    Hengst
    Rasse:
    Arravani
    Farbe:
    Dapple Bay
    Abzeichen:
    //
    Stockmaß:
    128 cm


    Charakter:
    Cielo ist ein richtiges kleines Kinderpony. Ob man nun zu Zweit auf seinem Rücken über den Hof reitet oder ihn wie ein Hund an die Leine nimmt um stundenlang mit ihm durchs Gelände zu gehen, er lässt sich alles gefallen.
    Auch unter dem Sattel zeigt er sich sehr willig, er liebt es zu Springen und auch Dressur scheint ihm sehr zu liegen.

    Genetik:
    EEAaStySty
    Zuchterlaubnis:
    //
    Fohlen:
    //


    Besitzer:
    Maleen
    Pfleger:
    //
    Maler(VKR):
    Maleen

    Reitstil:
    Englisch, Western

    Dressur: A/A
    Springreiten: A/A
    Geländespringen: E/A
    Fahren: L/M
    Rennen(Galopp): -/-
    Distanzreiten: E/L

    Western: L/L
    Gangreiten(Tölt): S/S

    Fett > besonderes Talent // kursiv > dafür geeignet // durchgestrichen > keine Begabung

    Turnierschleifen:
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    [SW 496]

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    37.Gangturnier 44.Gangturnier 472.Westernturnier
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    202.Grangturnier 477.Westernturnier(1.Auslosung) 477.Westernturnier(2.Auslosung)
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    531.Dressurturnier 479.Westernturnier 15.Synchronfahren

    Stecki © Maleen 2013

    jojomaus |6638 Zeichen
    Es war mal wieder an der Zeit an die Arbeit zu gehen, ein Auftrag ist mir auch schon ins Haus geflattert und so machte ich mich auch gleich nach meinen täglichen Morgenarbeiten auf den Weg zu Ravenna und ihrem jungem Hengst Cielo, der in der Dressur ausgebildet werden sollte. Er war erst kürzlich zu ihr auf den Hof gekommen und hatte sich nun genug eingelebt um endlich mit der Ausbildung anfangen zu können. Ich parkte mein Auto und griff nach meinen wenigen Utensilien ehe ich mich nach meiner Auftragsgeberin um schaute. Ravenna begrüßte mich zusammen mit einem jungen Mädchen an ihrer Seite. „Hi, schön, dass du kommen konntest, Jojo. Das ist meine Tochter, ihr gehört der Hengst. Soll ich dich herum führen? Warst ja eine Weile nicht mehr hier.“ Ich nahm das Angebot gerne an und freute mich über die Neuerungen hier, ich wusste sogar noch wo die Sattelkammer zu finden war. Nachdem ich mich wieder zurecht fand ging es in den Stall zu Cielo, er wartete brav in seiner Box und knabberte an seinem Heu herum. Brustend begrüßte er uns und ich machte mich mit ihm bekannt. Scheu vor Fremden hatte er nicht und ließ sich von mir hinter den Ohren kraulen, während Lia mir von ihm erzählte. Sie halfterte Cielo auf und gemeinsam führten wir ihn nach draußen um ihn gemeinsam zu putzen. Bei der Gelegenheit machte ich mich so gut es ging schon mit dem Braunen bekannt. Ravenna schmunzelte: „Wie mir scheint kommt ihr zurecht, dann zieh ich mich erst einmal zurück.“ Ich nahm mir Zeit beim Striegeln, bestach den Hengst mit Leckerchen und unterhielt mich nett mit Lia. Auch so konnte sich der Hengst an meine Stimme gewöhnen. Beim Hufe geben setzte mich gekonnt durch und Lobte den braven Cielo. In der Zeit hatte Lia Sattel und Zaumzeug geholt und wir konnten mit dem Satteln beginnen. Danach ging es zur Reithalle, ich übernahm das Führen des Braunen und unternahm noch ein paar Gehorsamkeitsübungen, welche der Hengst brav über sich ergehen ließ. In der Halle angekommen, gurtete ich nach und stieg auf. Der Hengst stand währenddessen still und wartete bis ich im Sattel war und ihm ein Kommando geben würde und sah Lia nach welche sich an den Rand der Bahn stellte. Sie ließ es sich nicht nehmen beim Training zu zuschauen. Das Aufwärmen begann ich mit einigen Runden im Schritt und ich bekam einen ersten Eindruck von Cielo. Sobald wir genügend Aufgewärmt waren ging es abwechselnd im Schritt, Trab und Galopp Ganze Bahn, durch die Ganze Bahn wechseln, Zirkel und aus dem Zirkel wechseln. Ich lernte wie schnell der Hengst auf Hilfen reagierte und wie ich diese dosieren musste um den gewünschten Effekt zu erzielen. An unserem ersten Tag übten wir vor allem Volten und Schlangenlienen, sowie das Rückwärtsrichten. Sobald ich sicher war das Cielo wusste was ich von ihm wollte und die Lektionen sicher beherrschte forderte ich Lia auf mit mir den Platz zu tauschen. Ich leitete das Mädchen an wie sie selber die Lektionen richtig zu reiten hatte und korrigierte sie gegeben falls. Erst als beide sicher genug waren beendete ich das Training und ließ Lia trocken reiten. Die Zeit nutzte ich um mit ihr die nächsten Trainingseinheiten zu besprechen.
    Wie verabredet ging es am nächsten Tag weiter. Lia und Cielo warteten schon fertig zurecht gemacht auf mich und gemeinsam ging es wieder in die Halle. Ich übernahm wieder das Warmreiten und nutzte dann vor allem Gangarten und Tempiwechsel um den Hengst mehr auf die Hinterhand zu bekommen. Auf der langen Seite und der Diagonalen führte ich dann Cielo an den Mitteltrab heran. Es bedurfte einige Durchgänge bis die Hilfen vertraut waren und der Braune sich nach und nach streckte, deutlicher an trat und größere Schritte setzte. Den Mitteltrab hielt ich aber nur wenige Schritte lang und fing ihn rechtzeitig mit dem Arbeitstempo wieder ab und Lobte immer wieder. So wollte ich Taktfehler vermeiden oder das der Hengst ins Laufen geriet, weil ihm die Kraft verließ. Neben dem Mitteltrab machte ich Cielo noch mit Viereck vergrößern und verkleinern und Zügel aus der Hand kauen lassen bekannt, ehe dann der Platzwechsel mit Lia wieder stattfand und ich dem Mädchen Hilfestellungen und Tipps gab mit den neuen Lektionen zurecht zu kommen. „Es fordert noch einige Zeit des Übends, ehe alles Perfekt sitzt, aber ihr beide harmoniert gut und seid auf dem besten Weg ein tolles Turnierpaar zu werden. Für heute ist aber denke ich mal genug.“ Lia strahlte, klopfte ihrem Hengst den Hals und begann dann das Trockenreiten.
    Am nächsten Trainingstag war Lia nicht gar so schnell mit dem Putzen und Satteln und ich neckte sie deshalb ein wenig und half ihr den Hengst zurecht zu machen. „Mal sehen wie weit wir heute kommen.“ Ich tätschelte Cielo und führte ihn in die Halle um das Aufwärmprogramm auch sogleich anzufangen. Danach konzentrierte ich mich vor allem auf das Leichttraben und nahm noch einmal die Bahnfiguren durch. Erst dann wagte ich mich an die Vorbereitungen zum einfachen Galoppwechsel. Dazu übten wir im Zirkel Galopp und Schritt Übergänge, vorläufig noch ohne die Hand zu wechseln. Erst nachdem diese Übung recht gut klappte erweiterte ich sie mit den Bahnfiguren durch den Zirkel und aus dem Zirkel wechseln. Wobei bei jedem Wechsel auch ein Handwechsel mit auf dem Programm stand. Mit diesen Zwischenschritten schafften wir es dann zum einfachen Galoppwechsel und ich gönnte Cielo eine Verschnaufspause ehe es zum Mittelgalopp über ging. Lia passte wie immer genau auf was ich machte und stellte auch hin und wieder eine Frage. Mir gefiel es wie sich das Mädchen so am Training beteiligte. Nach dem Päuschen musste ich den Hengst mit Gangarten- und Tempiwechseln erst einmal wieder auf die Hinterhand bringen ehe die entsprechenden Hilfen zum Mittelgalopp gab. Wieder übten wir auf der langen Seite und der Diagonalen und hielten den Mittelgalopp nur wenige Schritte lang um Überforderung zu vermeiden. Schnell begriff der Braune was von ihm verlangt wurde und wir konnten den Mittelgalopp auch schon etwas länger reiten. Des weiteren achtete ich auf eine ruhige und konstante Anlehnung und eine deutliche Rahmenerweiterung in dieser neuen Lektion. „So, Lia, dann zeig mir doch mal wie ihr beide es hinbekommt.“ Ich stieg ab und übergab Cielo seiner jungen Besitzerin und wie auch schon die Tage zuvor unterrichtete ich die beiden noch ein wenig bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. „Du kannst deinen Guten nun Trockenreiten, ich würde sagen meine Arbeit hier ist getan. Ihr beide seht gut aus. Das heißt aber nicht das ihr nicht weiter zu üben braucht.“ Ich ließ das Mädchen ihren Hengst versorgen und suchte nach Ravenna um auch ihr von den Fortschritten zu berichten.
    BellaS | 2350 Zeichen
    Es war seltsam, denn höchstwahrscheinlich legte ich den kurzen Weg zu Sahas neuem Hof heute zum letzten Mal zurück. Alles war bereit zum Umzug, aber ich hatte noch einen kleinen Trainingsauftrag zu erledigen. Das Pony von Sahras Adoptivtochter Lia, Cielo, sollte im Gangreiten trainiert werden. Erst nachdem ich diesen Auftrag erhalten hatte, stellte ich fest mal wieder eine Rasse „Tölter“ gefunden zu haben von denen ich bisher nie gehört hatte. Cielo war ein liebes Kinderpony der Rasse Arravani und ich war wirklich gespannt auf seine Fähigkeiten, insbesondere natürlich in meiner Disziplin, dem Gangreiten. Wohlbekannte Gesichter erwarteten mich und Lia war die Aufregung anzusehen. Sie hatte den kleinen Hengst scheinbar extra hübsch zurecht gemacht. Er stand schon bereit, ich musste nur noch aufsitzen. Als ich allerdings in das Gesicht des kleinen Mädchens blickte, entschloss ich mich kurzerhand noch einmal zu meiner allerersten Trainingsgewohnheit zurückzukommen. „Weißt du was.“ Ich sah Lia an. „Ich möchte mal sehen wie du ihn sonst reitest. Insbesondere im Tölt. Hol dir doch einfach deinen Helm und führe ihn mir mal vor.“ Auch unter dem kleinen Mädchen war Cielo wie beschrieben. Er hatte schöne Grundgangarten, war eifrig und zeigte einen passablen Tölt. „Ich glaube hier werde ich nicht lange brauchen.“, stellte ich zu Sahra gewandt fest. „Nur am Tölt muss ich noch ein bisschen arbeiten.“ Ich stellte die Bügel lang und saß auf. Der Hengst stand wie eine Statue, bis ich ihn antrieb. Warmgeritten hatte Lia ihn ja bereits, also konnten wir gleich mit dem tölten loslegen. Ich saß gewohnheitsmäßig tief und aufrecht im Sattel, aber Cielo reagierte auf die ungewohnte Gewichtsverteilung. Ich ritt und töltete ihn mit mehr Spannung als Lia es getan hatte und das Resultat war offensichtlich. Er konnte den Tölt länger halten und nahm die Vorderbeine höher. „Sehr schön“, lobte ich zufrieden, ritt an die Bande und erklärte Lia einiges zum Sitz und dazu, dass sie ihr Pferd für schönen Tölt mit ein bisschen mehr Spannung reiten solle. In der folgenden Stunde übten wir antölten, Schlangenlinien im Tölt und ich versuchte das Pony dazu zu bringen sich im Tölt weniger zu verkrampfen. Am ende der Trainingseinheit war ich vollkommen zufrieden. „Das hat heute mal wirklich was gebracht.“, grinste ich und verabschiedete mich zufrieden.
    Da ich mich auf Royal Peerage sehr wohl fühlte und mir die Arbeit unglaublich viel Spaß machte, entschied ich, mich noch ein wenig länger hier aufzuhalten. Dazu sagte die Gestütsleiterin nicht nein und nach einem gemeinsamen Gespräch hatte ich neben der Gidranstute zwei weitere Berittpferde. Beziehungsweise waren es eher Ponys. Ich arbeitete sehr gerne mit den Kleineren und nach den ersten Ritten hatte ich beide auch sofort ins Herz geschlossen. Momentan hatte Cielo mehr Training bei mir. Er war ein achtjähriger Arravanihengst und richtig aufgeweckt. Gemeinsam gingen wir auch bereits Turniere und dementsprechend war ich bei ihm in der Woche öfter als bei Liara.
    Liara war eine fuchsfarbene Connemarastute, welche sich erst seit kurzem auf Royal Peerage befand und momentan auch noch nicht so gut im Training stand. Deshalb hatten wir entschieden, es mit ihr ruhiger angehen zu lassen und zu schauen, wie viel Zeit sie benötigte. Aber in regelmäßigen Abständen ritt ich auch sie und konnte mich bisher keineswegs beschweren.
    Heute begann ich wie immer mit Cielo und holte mir den kleinen Braunen von der Weide. Mit seinen gerade mal 1.28m Stockmaß gehörte er mit zu den Kleinsten des Gestüts. Zu meinem Glück deckte er mich dennoch sehr gut ab. Zum einen war Cielo sehr robust und breit gebaut und zum anderen war ich nicht besonders groß und schwer. So hatten wir uns sehr schnell und sehr gut einfinden können.
    Cielo wollte mich heute mit einer dicken Schlammschicht erfreuen und so hatte ich zunächst gut mit Putzen zu tun, ehe überhaupt an das Reiten zu denken war. Da der Hengst in der Dressur bereits auf einem guten Grundniveau lief, hatten wir uns direkt auf das Springen fokussiert. In beiden Disziplinen war Cielos Begabung nicht allzu groß, doch neben dem gesunden Reiten, machte ihm das Springen auch besonders viel Spaß. Bisher hatte er sich dabei immer sehr motiviert gezeigt.
    Nach dem Satteln und Trensen ging es also in die Halle, wo ich bereits einen kleineren Parcours aufgebaut hatte. Zunächst wärmte ich Cielo in aller Ruhe auf und dann nahm ich nach und nach alle Gangarten hinzu. Danach arbeiteten wir mit Trabstangen und Cavaletti, ehe es wie immer an die ersten Sprünge ging. Heute zog Cielo vor dem Sprung gut an, sprang sauber ab und landete auch einwandfrei auf der anderen Seite. Er war aufmerksam an den Hilfen und so konnte ich ihn problemlos kontrollieren.
    Wir sprangen mittlerweile auf A-Höhe und hatten einige Kombinationen und schwerere Parcourselemente hinzugenommen. Da Cielo so wendig war, funktionierte das meiste bei ihm ohne Probleme. Schwieriger war es, die großen Abstände, besonders in Kombinationen, zu schaffen. Meist fuhr man besser, wenn man seine Galoppsprünge etwas verkürzte und einen zusätzlichen einfügte. Auf Turnieren, besonders bei Zeitspringen, wäre das nur bedingt von Erfolg gekrönt gewesen, doch das war auch primär nicht unser Ziel.
    Cielo war eher das zuverlässige Kinderpony des Hofes und dementsprechend trainierte ich ihn auch: Auf Sicherheit und Ruhe. Und nebenher sollte es dem Pferd ja auch Spaß machen. Bisher funktionierte das wirklich gut und sollte einer seiner kleinen Reiter in kommender Zeit ambitionierter werden, hätte er ein sicheres und motiviertes Springpony unter dem Sattel.
    Mit einem guten Abschluss beendete ich dann auch das Training und ritt Cielo ab. Im Stall sattelte ich ihn fix ab, putzte noch einmal drüber und brachte ihn dann wieder hinaus auf die Weide. Von dort aus nahm ich mir direkt Liara mit, welche heute auch einen Trainingstag bei mir hatte. Die Stute war charakterlich ein wahres Goldstück. Man merkte ihr selten an, dass sie erst vier Jahre alt war. Lediglich beim Reiten merkte man eben, dass sie noch nicht so routiniert war wie andere Pferde. Doch das kompensierte sie gekonnt mit viel Mühe, es ihrem Reiter immer Recht zu machen.
    Liara war schnell geputzt und gesattelt und so ging es auch mit ihr in die Halle. Schnell baute ich einige Sprünge ab und machte mir so wieder Platz, ehe ich Liara in Ruhe aufwärmte. Momentan arbeiteten wir an der Dressur, denn eine gute Grundlage war wichtig für die weitere Ausbildung. Liara kannte inzwischen die Grundlagen: Takt, Losgelassenheit und Anlehnung. Inzwischen arbeiteten wir viel am Schwung und weiterhin an ihrem Gleichgewicht und ihrer Durchlässigkeit.
    Wenn Lektionen ihr schwer fielen, versuchte sie sich gerne ins Tempo zu retten, wurde dadurch aber auch fester. So drosselte ich gerne vermehrt ihr Tempo, damit sie erst einmal ihre Balance fand und wenn die Übungen in dem ruhigen Tempo sicher funktionierten, konnte man sich um den Schwung kümmern. Bisher funktionierte das bei Liara auch wirklich gut. Sie gab sich viel Mühe und meistens verstand sie die Aufgaben bereits nach dem ersten Mal.
    Aktuell übten wir viel das Anhalten aus dem Trab, besonders, dass sie die Hinterhand während des Haltens schön unter den Schwerpunkt schob. Das war eine ungemeine Gleichgewichts-Übung, doch Liara machte das wirklich gut. Auch der Außengalopp war inzwischen viel besser geworden. Wieder eine Übung, die Gleichgewicht und Durchlässigkeit forderte, besonders in den Ecken. Meist lockerte ich Liara zu Beginn mit Seitengängen und Rückwärtsrichten. Ebenso halfen viele Übergänge, die Stute zu lockern.
    Auch heute machte sie ihre Aufgabe wirklich einwandfrei und als der einfache Galoppwechsel ohne Probleme funktionierte, entschied ich, die Einheit für heute zu beenden. Liara lobte ich ausgiebig und ritt sie dann ab. Danach ging es auch für sie wieder in den Stall. Da sie wesentlich mehr als Cielo geschwitzt hatte, legte ich ihr eine Abschwitzdecke über und stellte sie in die Box. In der Zwischenzeit räumte ich den Putzplatz auf und baute die Hindernisse in der Halle wieder ab. Als ich dann fertig war, war Liara auch schon so gut wie trocken und durfte wieder hinaus auf die Weide.
    Auch auf Royal Peerage war die Weihnachtsstimmung deutlich zu spüren. Das Team hatte den Stall und die Halle weihnachtlich dekoriert und im Reiterstübchen gab es immer warmen Punsch und Plätzchen, wenn man sich bei den kälteren Temperaturen doch einmal aufwärmen wollte. Außerdem sahen die Trainingspläne für diesen Monat lockerer aus als sonst. Die Pferde wurden zwar regulär trainiert, aber trotzdem war eine gewisse Gemütlichkeit eingekehrt. In so einem Umfeld fühlte ich mich auch mehr als wohl und war wie immer sehr motiviert auf den Weg in den Stall. Es war noch früh am Morgen, aber die Pferde standen bereits auf den Weiden. Ich wollte heute mit Cielo beginnen und wagte mich seit langem mal wieder an eine Disziplin, die weniger zu meinen Begabungen gehörte. Als Trainerin war ich aber vielseitig unterwegs und da wir uns bisher auf Grundniveau befanden, würden wir uns schon einfinden.
    Cielo war eingefahren und lief bisher auf E-Niveau und bisher auch nur im Dressurfahren. Mit einem Einspänner war es sowieso immer entspannter als mit Zweispänner. So machte ich zunächst alles bereit, um dann das Geschirr schon in richtiger Reihenfolge parat zu haben. Die Kutsche hatten mir bereits zwei Mitarbeiter vorbereitet, so dass diese schon auf dem Hof stand. Bisher hatten wir mit dem Winterwetter Glück, so dass das Kutschfahren im Gelände gut möglich war. Ich holte Cielo von der Weide und band ihn am Putzplatz an. Dort putzte ich ihn routiniert und legte ihm dann das Geschirr an. Als er fertig war, führte ich ihn hinaus auf den Hof und spannte ihn an. Inzwischen war das für Cielo schon alltäglich. Er war ja sowieso eingefahren gewesen und die längere Pause hatte man ihn gar nicht angemerkt.
    Am Anfang hatte ihm vor allem die Ausdauer und Kraft gefehlt. Wir hatten also kürzere Strecken in Angriff genommen und ich hatte Cielo öfters geraderichten müssen. Gerade wenn den Pferden noch die Balance fehlte, drifteten sie gerne zu einer Seite ab. Im Verlauf des Trainings hatte man aber deutlich gemerkt, wie Cielo immer mehr von alleine die Spur halten konnte und ich immer weniger machen musste. Heute zog er gewohnt motiviert an und wir verließen den Hof. Inzwischen hatten wir unsere eingefahrenen Runden und auch schon ein gutes Trainingspensum. Im Schritt durfte sich Cielo erst einmal aufwärmen, ehe wir irgendwann in den Trab wechselten.
    Der Hengst war unglaublich ausdauernd und bei unseren Trabphasen kamen schon einige Kilometer zusammen. Ab und an ließ ich ihn auch mal galoppieren und wenn die Wege es zuließen, durfte er durchaus auch mal ordentlich zulegen und Dampf ablassen. Er machte das nur zu gerne und da er inzwischen super fein auf alle Hilfen reagierte, war das auch kein Problem mehr. Mehrmals die Woche fuhren wir auf dem großen Reitplatz die Dressuraufgaben, um Cielos Wendigkeit zu schulen. Heute war mal wieder einer der Geländetage. Die bevorzugte ich ja persönlich und Cielo machten sie auch unglaublich Spaß. Wie gewohnt fuhren wir unsere Runde und kamen irgendwann wieder am Hof an.
    Ich spannte Cielo ab und führte ihn in den Stall. Nachdem er das Geschirr los war, warf ich ihm eine Abschwitzdecke über, da er doch gut ins Dampfen gekommen war. Eine Mitreiterin begrüßte mich und meinte, dass Cielo unbedingt als Rentier verkleidet mal die Kutsche ziehen müsste, am besten noch mit Glöckchen. Bei dem Gedanken musste ich lachen, aber so routiniert wie der Hengst war, wäre das wahrscheinlich nicht mal mehr ein Problem gewesen.
    Nachdem Cielo getrocknet war, durfte er wieder hinaus auf die Weide und ich holte mir Liara, denn für mich ging es direkt weiter. Die Fuchsstute war nun seit einem Monat in meiner Obhut und machte sich wirklich prima. Sie war unglaublich fleißig und motiviert und man konnte sich nie über sie beschweren. Zuletzt hatten wir die Grundlagen in der Dressur gefestigt und aktuell sprangen wir. Mittlerweile sogar auf gutem L-Niveau. Auch heute hatte ich wieder einen ähnlichen Parcours aufgebaut. Doch zunächst musste ich die Stute von ihrer Schlammschicht befreien und dann satteln.
    Als das Pferd endlich sauber war, konnten wir in die Halle gehen, wo ich sie in Ruhe warm ritt. Nachdem ich sie in allen Gangarten in Dehnungshaltung gelockert hatte, nahm ich allmählich die Zügel auf und baute Trabstangen und Cavaletti ein. Dann ging es auch schon an die ersten Sprünge und Liara zog heute fleißig an. Wir arbeiteten vor allem daran, dass sie zügig über die Hindernisse kam, ohne große Schwebepausen einzubauen, außerdem wollten wir eine schönere Springmanier erarbeiten, so dass ich die Abstände gerne mal etwas enger machte, damit Liara gut aus der Hinterhand absprang. Sie machte es wirklich einwandfrei und das heutige Training konnte sich sehen lassen.
    Am Ende sprangen wir den Parcours fehlerfrei mit all seinen Tücken und ich beendete das Training zufrieden. Die Stute hatte super mitgemacht und trotz ihrer Motivation im Parcours übertrieb sie es nie, sie war wirklich ein sehr angenehmes Reitpferd. Im Stall sattelte ich sie wieder ab und führte sie noch kurz etwas umher, ehe sie auch schon wieder hinaus auf die Weide durfte. Ich war nun schon beinahe fertig, nur noch BS' Je'taime stand auf dem Plan. Momentan arbeitete ich mit jedem Berittpferd in einem anderen Bereich. Während ich Cielo regelmäßig vor die Kutsche spannte, sprang ich Liara und mit Amy arbeitete ich aktuell weiter in der Dressur.
    Dort lief die Gidranstute bereits gutes A-Niveau, obwohl sie auch schon allerhand Sachen aus der L-Klasse vorher beherrscht hatte. Auch Amy war so ein Pferd, was sich absolut problemlos trainieren ließ. Immer fleißig, immer motiviert und stets an den Hilfen. Heute hatte sie wieder einen besonders guten Tag und sprühte vor Energie. Teilweise zu viel Energie, die ich ab und an mal zügeln musste. Die Übergänge vom Schritt in den Galopp funktionierten prima, ebenso der Außengalopp und die Wechsel. Dafür war ihre heutige Motivation super, nur die Versammlungen klappte heute weniger auf den Punkt, weil ich zu tun hatte, Amy reell zu versammeln. Ich wusste aber aus Erfahrung, dass sie das an den anderen Tagen immer gut konnte, also wollte ich mich nicht beklagen.
    Wir arbeiteten noch ein wenig an den Seitengängen, ihrer Paradelektion und dann beendeten wir auch unser Training. Ich ritt Amy ab, versorgte sie dann und brachte sie danach wieder hinaus auf die Weide. Alle drei Pferde waren für heute versorgt und ich war mir sicher, dass ich mit ihnen noch einen netten Jahresabschluss haben würde. Auch wenn wir es zwischen Weihnachten und Neujahr sicherlich noch einen Ticken entspannter angehen lassen würden.

    by Calypso
    Kurz vor Weihnachten war ich noch in Italien unterwegs. Dort traf ich auf Gwendolyn Campbell die die Körungsvorbereitungen zweier Pferde betreute. Als erstes war der Ponyhengst Cielo an der Reihe. Ich machte mich mit ihm kurz bekannt, aber man sah ihm gleich an das er einer von der ruhigen Sorte war. Er ließ sich brav abtasten und abhören und sogar bei den Impfungen stand er wie ein Fels in der Brandung und ließ sich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen „Solche Patienten hätte ich gerne öfter.“ scherzte ich. Dann ließ ich mir Cielo im Schritt und Trab auf dem Hof vorführen. Bewegungsabläufe waren gut, keine Auffälligkeiten. So konnte ich ihn ohne Bedenken entlassen und füllte noch den Impfpass aus. Gwendolyn brachte den Hengst zurück in seine Box und kam mit der Gidran Stute BS´Je´taime. Auch sie war total herzig und brav. Ließ sich überall abtasten und als ich mit dem Stethoskop zum abhören heran trat machte sie auch keine Anstalten. Immer wieder lobte ich sie. Als ich als nächstes die Spritze aufzog um sie zu impfen, war die Stute schon neugieriger und folgte mir mit ihren Blicken. Sanft schob ich ihren Kopf zur Seite das ich an ihren Hals ran kam „Prima, feine Maus.“ Auch sie durfte sich nochmal präsentieren und auch hier war nichts auffälliges im Gangbild zu erkennen. Zum Schluss übergab ich Gwendolyn noch die Wurmkuren für die beiden und wünschte ihr viel Erfolg bei den anstehenden Körungen.
    Ich war bereits mit meiner morgendlichen Hofarbeit fertig, als ich den Anruf bekam. Das Gestüt Royal Peerage brauchte mich um die Hufe zweier ihrer Pferde zu untersuchen, da ich heute keinen anderen Termin hatte, versprach ich gleich vorbei zu kommen. So sah ich schnell in meinem kleinen Truck nach ob ich alles dabei hatte und fuhr dann auch schon los. Bei dem Gestüt angekommen erwartete mich bereits Gwendolyn Campell, welche sich als die Reiterin bzw Trainerin meiner Patienten vorstellte. "Schön das Sie so schnell kommen konnten!", meinte die braunhaarige junge Dame während sie mir glücklich die Hand schüttelte. "Kein Problem! Ich lebe ganz nach dem Motto -Was du heute kannst besorgen das verschiebe nicht auf morgen-! Jedenfalls heute!", lachte ich, worauf Gwen ebenfalls einstimmte. Gemeinsam gingen wir dann zu dem Putzplatz, wo ich mein "Zeugs" aufbaute und auf meinen ersten Patienten wartete - den Arravani Hengst Cielo. Ich muss sagen ich kannte die Rasse zuvor nicht, ich hatte auch noch nie davon gehört das so eine Rasse existierte aber bei hunderten verschiedenen Pferde- und Ponyrassen nimmt es mir hoffentlich keiner übel. Cielo kam brav neben Gwen hergetrottet und sah mich freundlich mit seinen großen, braunen Kulleraugen an, welche mich verdächtig an einen Hundeblick erinnerten. Ich verkniff mir ein "Aww" und streichelte den kleinen Hengst fröhlich am Hals, dannach fing ich aber auch schon mit meiner Arbeit an. Meine beiden Patienten an dem heutigen Tag, trugen beide keine Eisen - was meinen Auftrag aufjeden Fall verkürzen würde. Der braune Hengst hielt brav still und entzog mir sein Huf kein einziges Mal, stattdessen schien er es beinahe zu genießen, dass ich seine Hufe ausschnitt und raspelte. "Braver, kleiner Bub.",lächelte ich, als ich fertig war und kraulte Cielo hinter seinem rechten Ohr. Gwen führte Cielo zurück in seine Box und brachte kurze Zeit später meine zweite Patientin zu mir. Der Name der Stute lautete BS' Je`taime und war eine fuchsfarbene Gidran Stute, auch sie ging brav neben Gwen her und musterte mich freundlich. "Na du?", murmelte ich und streichelte BS' Je'taime über ihre Stirn. Ihre Hufe gab die junge Stute mir ohne langes zögern und behielt sie dann auch oben bis ich fertig war, dadurch war ich wirklich schnell fertig, mit meinem gesamten Auftrag. Zufrieden zog ich mir meine Handschuhe von meinen Fingern und tätschelte die Gidran Stute. Während Gwen die Stute wegbrachte, räumte ich mein "Zeugs" zurück in meinen kleinen Truck und wartete dann darauf mit Gwen das geschäftliche zu regeln. Als auch das erledigt war verabschiedete ich mich auch schon von Gwen und dem Gestüt und fuhr nachhause.
    2666 Zeichen | by Sissicat

    Die Kür

    Für klein Cielo war der große Tag nun endlich gekommen, mit seinen 8 Jahren war es vielleicht etwas spät dran für die Körung, aber das änderte nichts an seinem Potenzial als Zuchthengst. Ich setzte mich noch ein letztes Mal zurecht und ordnete die Zügel in meinen Händen, ein wenig komisch kam ich mir schon vor im Westernsattel, auf einem so kleinen Pony und dann auch noch eine gerittene Kür bei einer Körung, das war definitiv ungewöhnlich für mich.
    Ich trieb Cielo vorwärts, im Trab ging es nun die Mittellinie entlang, bis wir bei X anhielten. Der Halt war etwas abrupt, aber ich machte mir nichts draus, mit einem leichten Lächeln grüßte ich die Richter und trabte Cielo anschließend wieder an. Ich wendete Cielo auf die rechte Hand ab und ließ ihn kurz danach auf dem Zirken laufen. Cielo lief fleißig vorwärts und wie immer war er wunderbar zu sitzen. Nach zwei Runden gab ich ihm das Komando zum angaloppieren, auch hier war der Übergang nicht ganz perfekt gelungen, da Cielo zunächst nur schneller wurde, sich dann aber doch dazu entschieden hatte zu galoppieren. Nach einer Runde auf dem Zirkel, öffnete ich diesen und ließ Cielo nun die lange Seite der Bahn entlang laufen. Anschließend folgte wieder ein Zirkel, diesmal im hinteren Teil der Halle. Ich nahm Cielo jetzt wieder zurück, sodass er in den Schritt wechselte und zufrieden zweimal schnaubte. Während ich darauf achtete, dass er weiterhin fleißig blieb wechselten wir aus dem Zirkel auf die linke Hand. Auch hier ließ ich ihn zunächst eine Runde im Schritt laufen bevor wir wieder antrabten. Den Trab verlegten wir diesmal auf die ganze Bahn, sodass ich Cielo an den langen Seiten ein bisschen mehr vorwärts treiben konnte um seinen schönen Mitteltrab zu zeigen. Das selbe Spielchen machten wir direkt danach im Galopp. Zu guter Letzt wollte ich noch Cielos kleine Besonderheit präsentieren. Nach einer kurzen Schrittphase um ihn wieder etwas runterkommen zu lassen, ließ ich ihn tölten. Nun konnte Cielo noch ein letztes Mal zeigen was in ihm steckte, locker und mit einer Haltung, die für ihn wie selbstverständlich war, lief er erst auf der rechten und anschließend auf der linken Hand. Dann trabten wir wieder die Mittelline entlang, hielten ein paar Meter vor den Richtern an und ich grüßte zum Abschluss nocheinmal.
    2293 Zeichen | lettercount.com

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    Flair, adoptedfox und Bracelet gefällt das.
  3. Sammy

    Sammy Bekanntes Mitglied

    Sammy mit
    GE's Ljósfari
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    Besuche Ljósfari!

    Steckbrief
    GE's Ljósfari
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    ["Reisender des Lichts"]

    --------------------------------------------------

    ~ Abstammung ~
    Von: Ljóski

    V: Blettur
    VV: Black Lemontree
    MV: Byjumi
    M: Milka Luflee
    Aus der: Vidja
    V: ?
    M: ?

    --------------------------------------------------

    Rasse: Island Pony
    Geschlecht: Hengst
    Geburtsdatum: 11. Juli 2015
    Stockmaß: 1,39 m
    Fellfarbe: Silver bay Tobiano | Braundwindfarbschecke
    Gencode: EeAaZzToto
    Kopfabzeichen: ///
    Beinabzeichen:
    v.l., v.r., h.l. hochweiß gestiefelt, h.r. weißer Fuß

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Ljósfari macht seinem Namen alle Ehre, denn wenn man mit ihm arbeitet, ist er wirklich ein Lichtbringer. Er arbeitet mit so viel Freude und Fleiß mit, dass es beinahe unmöglich ist davon keine gute Laune zu bekommen. Zudem ist er von jedem gut händelbar.

    --------------------------------------------------

    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: BellaS
    Ersteller: Occulta
    Vkr: Occulta

    --------------------------------------------------

    ~ Qualifikationen ~
    Dressur:
    L
    Fahren: S***
    Gangreiten: A
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    ~ Schleifen ~
    3. Platz beim 410. Fahrturnier (1. Auslosung)
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    3. Platz beim 410. Fahrturnier (2. Auslosung)
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    2. Platz beim 9. Synchronfahren
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    1. Platz beim 11. Synchronfahren
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    1. Platz beim 13. Synchronfahren
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    3. Platz beim 205. Gangturnier
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    3. Platz beim 14. Synchronfahren
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    1. Platz beim 421. Fahrturnier
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    2. Platz beim 17. Synchronfahren
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    2. Platz beim 422. Fahrturnier
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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig:
    Nein
    Nachkommen: ///
    Geschwister: ///
    Punkte: 20
    (Eltern, Großeltern, 10 Schleifen, HS, TA, 2x Training)

    Tierarztbericht vom 07.11.18 | von Eddi
    Erleichtert atmete ich auf. Ein Blick aus dem Fenster genügte und meine Laune wurde sofort besser. Die dunklen und stürmischen Regentage schienen vorerst vorüber zu sein, denn draußen schien die Sonne und kein Lüftchen war zu sehen. So griff ich später zu meiner dünnen Jacke und machte mich auf den Weg zum Auto. Es war noch früh am Morgen, erst kurz nach sieben, doch der heutige Tag würde noch lang werden, dementsprechend war es gut, umso früher zu beginnen. Heute standen vor allem Vorsorgeuntersuchungen an und als erstes auf meiner Liste stand das Hollybrook Zuchtgestüt.
    Ich freute mich sehr, endlich mal wieder bei Sammy und ihren wunderbaren Pferden vorbeischauen zu können und wie es schien, kam sie auch mit den Zuchtvorbereitungen gut voran, denn drei Pferde standen heute auf dem Plan. Doch zunächst musste ich ein Weilchen fahren, ehe ich auf dem schicken Gestüt ankam. Sammy wartete bereits auf mich und begrüßte mich herzlich. Dann gingen wir direkt in den Stall, wo am Putzplatz bereits Cassidy wartete. Cassidy war eine siebenjährige Hannoveranerstute und wirklich schick.
    Ich ließ sie mir zunächst von Sammy im Schritt und Trab vorführen, um zu sehen, dass sie nicht lahmte oder tickte. Doch ihre Gänge waren einwandfrei, so dass ich sie kurz darauf kurz abtastete und die Beugeprobe machte. Exterieurtechnisch war Cassidy super gebaut und das merkte man auch an ihrer Gesundheit. Alle Sehnen und Knochen waren fit. Also konnte ich weiter machen mit dem Abhören von Herz und Lunge. Dann kontrollierte ich die Temperatur und schaute noch einmal kurz in Ohren, Augen und Maul.
    Alles war einwandfrei, also bat ich Sammy um den Impfpass. Es mussten nur Influenza und Herpes erneuert werden. Ich spritzte Cassidy den Kombistoff, so dass wir nur einmal spritzen mussten. Danach bekam sie noch ihre Wurmkur und war dann bereits fertig. Sammy brachte sie weg und kam kurz darauf mit Incendio wieder. Incendio war auch ein Hannoveraner und ebenso sieben Jahre alt. Auch er stammte deutlich aus einer sehr guten Zucht.
    Seine Gänge waren taktrein, die Beugeprobe negativ und auch sonst konnte ich nichts feststellen. Der junge Hengst war rundum fit und gesund. Also konnte ich auch ihn in Ruhe impfen und Sammy für ihre Top-Pferde loben. Es war angenehm solche Patienten zu haben. Außerdem machte es einfach was aus, wenn die Pferde regelmäßig gepflegte Hufe und Zähne hatten und alle Vorsorgeuntersuchungen eingehalten wurden. Dann waren die Pferde rundum viel fitter.
    Das Gleiche galt für das dritte Pferd von heute, denn nach Incendio folgte noch GE's Ljósfari. Ein bunter Isländerhengst, erst drei Jahre alt und sah trotzdem schon super aus. Besonders für einen Isländer. Auch seine Gänge waren klar und alles einwandfrei. Ich untersuchte ihn genauso wie die anderen beiden und impfte ihn dann, nachdem alles in Ordnung war. Auch er wurde noch entwurmt und dann waren Sammy und ich auch schon fertig.
    Der Isländer durfte auf die Weide und ich erneuerte die drei Impfpässe und stellte Sammy die Gesundheitszertifikate für die Pferde aus. Dann wünschte ich ihr noch viel Erfolg für die kommenden Körungen, doch ich war mir sicher, dass alle drei Pferde ohne Probleme und mit Leichtigkeit super Wertnoten mit nach Hause bringen würden.

    Hufschmiedbericht vom 04.11.18 | von Sissicat
    Zufrieden saß ich an meinem Esszimmertisch und aß meine Lasagne, immerhin musste ich für meinen zweiten Auftrag an dem heutigen Tag gestärkt sein! Dieser Auftrag führte mich zu dem Hollybrook Stud Zuchtgestüt, auch dort warteten heute drei Patienten auf mich. ich räumte mien Essen weg und lief dann auch schon zu meinem Truck und fuhr los. Während der Fahrt trommelte ich auf meinem Lenkrad herum, gespannt auf das große Gestüt. Wie erwartet war schon die Einfahrt atemberaubend schön und bestätigte meine Erwartungen. Wie heute Morgen wurde ich auch hier sofort erwartet. Samantha O'Neill zeigte mir sofort den für mich vorgesehenen Platz und half mir beim herrichten meiner Werkzeuge. Dannach führte sie mich durch das Hofgelände bis zu meinem ersten Patienten, dem Hannoveraner Hengst Incendio. Der Hengst schnupperte sofort neugierig an meiner Hand und lies sich dannach sofort von Samantha mitnehmen. "Er bekommt neue Eisen, oder?",fragte ich nocheinmal nach als ich die passenden Eisen suchte, nachdem Samantha zugestimmt hatte machte ich mich daran die alten Eisen von Incendios Hufen zu bekommen. Der Hannoveraner lies dies alles ruhig mit sich machen und zuckte auch nicht zusammen als ich ihm die neuen Hufeisen auf die Hufe schlug. "Das hast du aber brav gemacht, großer.",lächelte ich zufrieden und kitzelte das Pferd auf seiner Schnauze. Während Samantha das nächste Pferd hollte, richtete ich bereits alles her. Als ich fertig war, kam auch schon Samantha mit der schönen Stute namens Cassidy zurück. Wie bei all meinen Patienten lies ich das Tier als erstes an meiner Hand und meinem Handschuh schnuppern und streichelte ihr über ihren Hals. Als ich damit fertig war began ich auch bei Cassidy ihre alten Hufeisen zu entfernen. Cassidy blieb zwar still stehen, musterte mich aber oft über ihre Schulter hinweg, als ob es sie sehr interessierte was ich an ihren Hufen zu schaffen hatte. Auch die neuen Eisen waren schnell angelegt und Cassidy schnaubte beruhigend als ich fertig war. "Bist du froh, dass ich fertig bin?",fragte ich sie daraufhin kichernd und tätschelte ihre Flanke. Wieder wurde Cassidy von Samantha weggeführt und einpaar Minuten später kam sie mit einem niedlichen gescheckten Isländer zurück. Ljósfari stupste mich sofort fröhlich an und wieherte fröhlich. "Dann wollen wir mal.",meinte ich und began mit meiner letzten Aufgabe. Bei Ljósfari musste ich nur seine Hufe feilen und ausschneiden da er ein Barhufer war. Der Isländer blieb die ganze Zeit über still stehen und daher war ich auch schnell mit meinen Aufgaben fertig. Daher verabschiedete ich mich von Samantha O'Neill und fuhr nachhause.
    2632 Zeichen | Sissicat

    Trainingsberichte | 2 Stück
    Dressur E-A | 30.11.18
    Heute stand viel auf dem Programm. Für einige meiner Köranwärter - Incendio, GE's Ljósfari, Lamira, PFS' Devil in Prada und Roi du Soleil- stand nämlich das Abschlusstraining in ihrer jeweiligen Disziplin an. Bibbernd und schniefend eilte ich hinüber zu den Stallungen. Eigentlich hätte ich den Tag wohl lieber im Bett verbringen sollen, doch ich wollte in den wenigen verbleibenden Wochen dieses Jahres noch so viel schaffen, dass das nicht in Frage kam. Auch den Verkauf der vielen Pferde, von denen ich mich trennen wollte bzw. musste, musste ich noch vorantreiben. Als ich den Stall betrat, vermisste ich sofort die fröhliche Stimme meiner Angestellten und Freundin Meg. Die junge Frau hatte um eine Auszeit gebeten, nachdem sie vom geplanten Verkauf der Pferde erfahren hatte. Ich hatte versucht ihr zu erklären, dass dies für das Gestüt und die geplante Zucht dringend notwendig war und mir die Trennung von den Tieren ebenfalls nicht leicht fiel, doch Meg hatte dicht gemacht und war gegangen. Ich war mir auch keineswegs sicher, ob sie wiederkommen würde, immerhin war sie nun seit zwei Monaten nicht mehr erreichbar. Noch drückte ich mich davor, ihre Stelle neu zu besetzen, aber spätestens Anfang des neuen Jahres kam ich nicht mehr darum herum. Meg hatte zu viele Aufgaben übernommen, um ihre Stelle unbesetzt zu lassen.
    Ich seufzte tief und holte mir Incendio aus seiner Box. Der braune Hannoveranerhengst sollte heute offiziell in der Dressur die Klasse S erreichen. Inoffiziell hatte er dies natürlich längst, da alle Lektionen bereits perfekt saßen, doch es musste ja alles seine Richtigkeit haben. Ich nahm ihm die Stalldecke ab, putzte ihn flott über und sattelte ihn anschließend auf. Dann führte ich Inc durch die beißende Kälte hinüber zur Reithalle. Der Hengst war in Dressur und Springen schon sehr weit und auch in der Vielseitigkeit lief er bereits auf M Niveau. Letztere allerdings mussten wir nun bis zum Frühjahr zurückstellen, da die Geländestrecke zu dieser Jahreszeit unpassierbar und gefährlich war. Daher würden wir uns während der Wintermonate auf die Dressur und das Hallenspringen konzentrieren. Gerade im Springen glänzte der Hengst, doch auch die Dressur bereitete ihm Freude. Ich stellte Incendio auf der Mittellinie auf, gurtete nach und schwang mich in den Sattel. Wie gewohnt wartete der Hengst gehorsam ab, bis ich ihm das Kommando zum Antreten gab. Nun wärmte ich den großen Hannoveraner in aller Ruhe auf. Die Hannoveranerstute Cassidy, die ich ebenfalls von Sweetvelvetrose bekommen hatte, hatte ihr Krönung bereits erfolgreich hinter sich gebracht und stand nun im Zuchttrakt. Auch für Incendio würde es wohl noch dieses Jahr soweit sein und ich hoffte, dass auch mein junger Isländerhengst Ljósfari die Körung bereits bestehen würde. Doch nun war zuerst mein fleißiger Incendio an der Reihe. Nachdem ich ihn auf beiden Händen im Schritt und Trab aufgewärmt und die Fleecedecke auf der Bande abgelegt hatte, begann ich mit den Lektionen der Klasse S. Wir begannen mit der Schaukel. Bei dieser Lektion ging es darum, dass der Hengst fließend aus dem Rückwärtsgehen in den Schritt wechselte und umgekehrt. Gleich darauf prüfte ich die Piaffe ab. Mit ihr hatte Incendio zu Beginn des Trainings noch so seine Schwierigkeiten gehabt, doch dank viel Geduld und noch mehr Bodenarbeit machte ihm die Lektion nun richtiggehend Spaß. Nun hatte Incendio während der Piaffe den Rücken aufgewölbt und die Hinterhand deutlich gesenkt. Als vorletzte Übung stand die Traversalverschiebung im Galopp auf unserer Agenda. Da die Seitengänge dem braunen Hengst sehr lagen, hatten wir diese Lektion schnell abgehakt. Nun fehlte nur noch die Passage. Hiermit hatte sich Inc überraschenderweise recht leicht getan, sodass eine kurze Wiederholung auf jeder Hand ausreichte, um mich innerlich jubeln zu lassen. Klar, Incendio war ein sehr intelligentes, arbeitswilliges Pferd, dennoch war es ein toller Erfolg, dass er nun offiziell auf S-Niveau starten durfte und ich war sehr stolz auf meinen Großen.

    Nachdem Incendio wohlversorgt in seiner Box stand, holte ich mir GE's Ljósfari. Der Isländerschecke war noch nicht allzu lange unter dem Sattel und würde in seiner Prüfung daher natürlich nicht mit einer S-Dressurkür antreten. Allerdings war mein kleiner Lichtbringer absolut gelehrig und sog alles Neue wie ein Schwamm in sich auf. Gerade was das Fahren anging, hatte Ljósfari schon einige Erfolge einheimsen können und das, obwohl die ersten Turniere ursprünglich nur zur Gewöhnung bestimmt gewesen waren. Ljósfari jedoch benahm sich wie ein absoluter Profi, der schon jahrelang im Sport geht. Heute stand allerdings etwas Dressurtraining auf dem Programm. Ich holte den Schecken aus seiner Box und bürstete sein dichtes Winterfell aus. Ljósfari trug keine Stalldecke, da der Hengst robust genug war und sonst nur zu schwitzen begann. Nachdem ich seine wilde Mähne gebändigt hatte, sattelte ich ihn auf und führte meinen Lichtbringer über den Hof. Ljósfari sollte heute Klasse A der Dressur erreichen. Zuerst jedoch wärmte ich das Hengstchen in aller Ruhe auf. Ljósfari war wie üblich sehr fein zu reiten und ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Selbst wenn ihm einmal etwas ins Auge stach, konnte man den Hengst mit ein paar Worten schnell wieder beruhigen. Durchgehen, bocken oder andere Unarten kannte der Isländer nicht. Eigentlich würde ich mich ja von den meisten meiner Ponies trennen, doch bei Ljósfari und den Isländerzwillingen Fatimah und Intolerable Life brachte ich das einfach nicht über mich. Sie würden also fortan zu der beträchtlich geschrumpften Ponybande des Gestüts gehören. Ljósfari schnaubte und holte mich damit in die Realität zurück. Zeit mit dem eigentlichen Stufentraining zu beginnen. Ich nahm die Zügel etwas auf und ließ den Isländer angaloppieren. Zuerst wollte ich nämlich die Schritt-Galopp-Wechsel abprüfen. Nachdem Ljósfari die Bahn einmal umrundet hatte, parierte ich ihn zum Schritt durch, ließ ihn ein paar Tritte gehen, stellte ihn um und galoppierte erneut an. Wie erwartet bereitete dem Hengst die Lektion keinerlei Probleme mehr und ich kraulte ihn lobend am Widerrist. Nun standen Viereck verkleinern und vergrößern, das Rückwärtsrichten und die Vorhandwendung an. Während mein kleiner Lichtbringer mit dem Rückwärtsrichten von Anfang an überhaupt keine Probleme gehabt hatte, da er sich gern unterordnete, waren die Seitengänge Anfangs ein echter Graus gewesen. Ljósfari hatte versucht zu verstehen, was ich von ihm wollte, aber irgendwie hatte er seine Koordination noch nicht weit genug im Griff gehabt, was ihn richtiggehend frustriert hatte. Das ging solange, bis ich unser Training schließlich aufs Gelände verlagerte. Dort hatte Ljósfari gerade genug Ablenkung, dass er sich nicht zu sehr auf seine Beine konzentrierte und siehe da - plötzlich klappte die Lektion. Auch heute lief alles wie geschmiert. Ljósfari tanzte unter mir durch die Bahn, hatte die puscheligen Öhrchen leicht in meine Richtung gedreht und reagierte prompt auf jede noch so kleine Hilfe. Occulta und sein Papa Ljóski wären stolz auf ihn. Ich war es nebenbei bemerkt auch. Ich konnte es kaum erwarten, ihn bei der Körung vorzustellen und Occulta dann vom hoffentlich erfolgreichen Ausgang zu berichten. Immerhin hatte er nun schon einmal erfolgreich den Aufstieg in Klasse A der Dressur geschafft. Ich ritt meinen kleinen Spatz trocken, führte ihn zurück zu den Stallungen, nahm ihm die Ausrüstung ab und schickte ihn dann in seine wohlverdiente Pause auf die Hengstkoppel. Dort lieferte er sich sofort mit dem Isländerschecken Intolerable Life ein Rennen, was ich mit großer Freude beobachtete. Life war in letzter Zeit recht faul geworden und Ljósfari weckte ihn wieder ein wenig auf.

    Als nächstes war der Welsh D Hengst Roi du Soleil an der Reihe. Auch er gehörte noch zu den Neulingen auf dem Hof. Mit ihm stand heute der Stufenaufstieg in Klasse L des Springens auf dem Plan und ich freute mich sehr, als Samuel mir berichtete, er hätte den Parcours bereits in der Halle für uns aufgebaut und würde ihn für das nachfolgende Dressurtraining mit der Hannoveranerstute Lamira auch wieder abbauen. Momentan fassten mich alle mit Samthandschuhen an, da sie wussten, wie sehr mich Meg's Abgang getroffen hatte. Sie packten auch alle doppelt so hart mit an, um Meg's Fehlen auszugleichen und waren insgeheim wohl froh, dass ich meine Freundin noch nicht "ersetzt" hatte. Ich begrüßte Roi, indem ich seine breite Blesse streichelte und ihm den breiten, muskulösen Hals kraulte. Obwohl er natürlich Turniere in der Vielseitigkeit bestreiten sollte, würde aus Roi wie aus meinen anderen Ponies vorrangig ein Showpferd werden. Da ihm die Dressur jedoch sowieso am Besten lag, passte er sehr gut in das neue Konzept hinein. Außerdem brauchte ich ja einen schicken Mann für meine beiden Welsh D Mädels Siberia und Daydream of Money. Ich putzte Roi du Soleil in aller Ruhe und sattelte den Hengst anschließend auf. Im Gegensatz zu Incendio und Ljósfari bekam er allerdings Gamaschen und Streichkappen, einen Springsattel und ein Martingal angelegt. In der Halle angekommen, betrachtete ich kurz den aufgebauten L-Parcours und winkte Samuel zu, der bereits auf mich wartete. Er würde eventuell fallende Stangen wieder auflegen. Roi hob aufgeregt den Kopf und tänzelte neben mir her. Jede Bewegung des Hengstes strotzte vor Kraft und war gleichzeitig sehr anmutig, einer der Gründe, weshalb ich Roi liebte. Ich stellte meinen Sonnenkönig auf der Mittellinie auf, gurtete nach und schwang mich leichtfüßig in den Sattel. Anschließend wärmte ich Roi du Soleil im Schritt und Trab auf und absolvierte ein paar kleinere Sprünge zum Aufwärmen mit dem Hengst. Als ich Roi du Soleil schließlich angaloppierte, griff der Hengst eifrig aus und ich hatte wie üblich gut zu tun, ihn von meinem eigenen Anliegen zu überzeugen. Der Hengst ordnete sich nämlich nicht gerne unter und versuchte permanent seinen eigenen Kopf durchzusetzen. Dennoch flogen wir in perfekter Manier über die einzelnen Sprünge hinweg. Als Roi nämlich ein Mal begriffen hatte, dass er springen durfte, gehorchte er auch meinen Hilfen. Als wir den letzten Steilsprung überwunden hatten, applaudierte Samuel. "Das war eine tolle Runde! Und sah so einfach aus.", sagte er. Ich nickte und kraulte Roi du Soleil lobend den Widerrist. "Stimmt, er hat das wirklich ganz toll gemacht. Und damit ist sein Stufenaufstieg in Klasse L auch gesichert!", strahlte ich. "Du? Lass den Parcours mal noch stehen. Ich möchte mit Lamira heute auch springen.", entschied ich dann spontan.

    Die junge Schimmelstute war nämlich sowohl in der Dressur, als auch im Springen bereit für den Stufenaufstieg und heute stand mir irgendwie mehr der Sinn nach einem knackigen Springtraining. Einmal Dressur stand mit Porcelain Doll ja sowieso noch auf dem Programm. Samuel versorgte Roi du Soleil für mich, sodass ich gleich mit meiner zickigen Dame weiter machen konnte. Ich hatte Lamira damals auf Sweetvelvetrose's Gestüt bereits eingeritten und kannte mich daher mit ihren Launen bestens aus. Lamira war wahrlich kein einfaches Pferd, doch machte sie dies durch ihr außerordentliches Talent mehrfach wieder wett. Außerdem hatte sich die Stute inzwischen soweit an mich gewöhnt, dass ich von ihrem Gezicke meistens verschont blieb, außer natürlich sie hatte gerade einen ganz schlechten Tag. Um Lamira zu putzen brauchte ich ein wenig länger. Typisch Schimmel hatte sie es nämlich trotz Stalldecke geschafft, sich einzusauen. So dauerte es schließlich mehr als eine halbe Stunde, bis ich die Stute in die Reithalle führen konnte. Samuel kam kurz darauf ebenfalls wieder dazu. Er hatte die Zeit genutzt und einen Teil seiner Stallarbeiten erledigt. Lamira tänzelte sofort los, als ich im Sattel saß und ich musste sie mehrmals in die Ausgangsposition zurückstellen, bis sie schließlich ruhig stehen blieb und auf mein Kommando zum Antreten wartete. Nun war erst einmal ein ordentliches Aufwärmen an der Reihe und so ritt ich unzählige Zirkel, Volten und einfache Schlangenlinien um die Hindernisse herum. Das ganze diente auch dem Zweck, dass Lamira etwas herunterkam und sich konzentrierte. Die Stute war zuweilen wirklich zu übermütig am Sprung und dann hatte man alle Hände voll zu tun, um sie einigermaßen kontrolliert über die Hindernisse zu bekommen. Samuel hatte uns den Parcours auf A-Niveau umgebaut, da Lamira noch nicht ganz soweit war, wie Roi du Soleil. Als ich das Schimmelchen schließlich angaloppierte, freute ich mich rießig, als sie brav über den ersten Steilsprung hinwegsetzte. Auch Sprung zwei und drei klappten hervorragend, doch dann musste ich das Tempo erhöhen, um über den künstlichen Wassergraben zu kommen. Lamira verlängerte artig ihre Galoppsprünge und setzte mit einem gewaltigen Satz über den Graben hinweg. Anschließend riss sie aber den hübschen Kopf nach oben und wehrte sich gegen meine sanften Hilfen. Ich setzte mich tief in den Sattel, fasste die Zügel etwas nach und dirigierte die widerspenstige Stute auf einen großen Zirkel, anstatt den nächsten Sprung anzureiten. Als Lamira schließlich gehorchte und wieder in einen angenehmen Mittelgalopp fiel, visierte ich den Oxer erneut an und wir beendeten den Parcours fehlerfrei. Wäre das aber ein Turnier gewesen, hätte es saftige Zeitstrafen gehagelt. Das mussten wir definitiv noch in den Griff bekommen.

    Samuel baute den Parcours ab und ich führte Lamira zurück in den Stall und versorgte die Stute umsichtig. Nun war ein völliges Kontrastprogramm an der Reihe. Mit der Criollostute PFS' Devil in Prada stand der Stufenaufstieg in Klasse L des Westernreitens an. Prada war ein wahrer Schatz und das Training mit ihr bereitete mir jedes Mal viel Freude. Um den Anforderungen des Stufenaufstiegs gerecht zu werden, hatte ich mit Prada sehr viel vom Boden aus gearbeitet. So hatten wir zum Beispiel das Rückwärtsrichten verfeinert und die Seitengänge erlernt. Außerdem hatten wir sehr viel mit Schritt-Trab, Trab-Halten-Übergängen und dem geschlossenen Stand gearbeitet. Einfach damit die Grundlektionen auch wirklich saßen und Prada später für die fortgeschrittenen Lektionen bereit war. Ich holte die schöne Prozellanscheckstute aus ihrer Box und strich ihr den weißen Schopf aus der Stirn, um ihr in die strahlend blauen Augen zu sehen. Die Westernpferdezucht hatte keine Priorität mehr auf meinem Gestüt, doch von Prada hatte ich mich einfach nicht trennen können. Sie lief daher nun im normalen Trainingsbetrieb mit und wurde auch regelmäßig auf Turnieren vorgestellt. Später sollte sie auch das ein oder andere Fohlen haben, doch Prada's Hauptaufgabe würden schöne Ausritte in den New Forest National Park mit Gästen des Gestüts sein. Dafür war die junge Stute vom Charakter her auch absolut prädestiniert. Ich musste die Criollostute nur kurz überputzen, da Prada sich so gut wie nie schmutzig machte, dann sattelte ich sie auf und führte sie in die Halle. Der Westernsattel fühlte sich kurzzeitig etwas ungewohnt an, da ich nun so viel Dressur- und Springarbeit hinter mir hatte, doch nach den ersten paar Runden im Schritt und Trab fühlte ich mich auf Prada's Rücken schon wieder zu Hause. Nachdem Prada gut warm war, wiederholten wir als erstes das sogenannte Speed Control. Diese Lektion würden wir nach und nach immer mehr verfeinern, bis Prada auch schon auf die kleinsten Gewichtsverlagerungen reagierte. Gleich darauf übten wir das Rückwärtsrichten. Prada ging mittlerweile schon zuverlässig zurück und blieb auch brav stehen, sobald ich die Zügel nachgab. Nur am Tempo mussten wir noch ein wenig arbeiten. Doch auch das hatte noch Zeit. Weiter ging es mit der absoluten Vorübung zum Sliding Stop: dem Halt aus dem Galopp. Diese Übung hatte Prada zu Beginn des Trainings einige Schwierigkeiten bereitet, da die Stute ihr Gewicht noch zu sehr auf die Vorhand verlagert hatte. Inzwischen beherrschte sie den Halt wirklich gut und kam geschlossen zum Stehen. In jedem weiteren Training würden wir nun vor dem Halt mehr Tempo aufnehmen, um irgendwann zum richtigen Sliding Stop zu kommen. Zum Schluss war nur noch das Seitwärtsgehen übrig. Ich übte das Schenkelweichen auf beiden Händen erst im Schritt und dann im Trab, bevor ich Prada höchstzufrieden trocken ritt. Mein Goldstück hatte wieder einmal bewiesen, wie viel Talent in ihr schlummerte und hatte den Aufstieg in Klasse L des Reinings mit Bravour gemeistert.

    Damit war meine Hauptaufgabe für heute erledigt. Ich spazierte eine Runde über den Hof und genoss die friedliche Atmosphäre, dann verzog ich mich in mein Büro, um den anstehenden Papierkram zu erledigen...

    Dressur A-L | 31.12.18
    Das letzte Pferdchen, dass ich heute trainieren wollte, war der Isländerhengst GE's Ljósfari. Auch er sollte gleich im Januar an einer Hengstkörung teilnehmen und ich rechnete fest mit einem Sieg. Vor der Kutsche war Ljósfari ein richtiges Ass, daher hatten wir uns in letzter Zeit vermehrt der Dressur gewidmet. Immerhin musste ich bei der Körung eine Dressurkür reiten. Heute würde mein kleiner Lichtbringer in Klasse L der Dressur aufsteigen. Ich führte den jungen Hengst aus der Box hinaus in die Putzbox und säuberte sein geschecktes Fell und die weiße Mähne. Den dicken Schweif verlas ich sorgfältig, um Ljósfari keine Haare auszureißen. Nachdem Ljósfari's Winterfell in der aufgehenden Sonne schimmerte, sattelte ich den Hengst auf. Mittlerweile herrschte im Stall der übliche Morgentrubel, doch mein Hengst zeigte sich davon unbeeindruckt. Ljósfari war genau wie Prada eine echte Lebensversicherung. Dennoch wollte ich ihm dem Raketengeknalle vom Nachmittag nicht aussetzen. Ich holte seinen dichten Schopf unter dem Stirnriemen hervor und führte Ljósfari hinüber in die Halle.
    Auf der Mittellinie stellte ich meinen süßen Isländer auf, gurtete nach, zog die Steigbügel herunter und schwang mich leichtfüßig in den Sattel. Dann kraulte ich Ljósfari kurz seinen kräftigen, kurzen Hals und ritt das Hengstchen im Schritt an. Nachdem ich Ljósfari auch im Trab aufgewärmt hatte, ging es an die eigentliche Wiederholung der neuen Lektionen. Für den Aufstieg in Klasse L der Dressur wurden der einfache Galoppwechsel, die Kurzkehrt, der Außengalopp und die Hinterhandwendung gefordert. All diese Lektionen hatte ich in den letzten Wochen mit meinem Lichtbringer erarbeitet, sodass heute alles hervorragend funktionierte. Begeistert fuhr ich Ljósfari durch die dichte Mähne, ritt ihn trocken und sprang aus dem Sattel. Dann drückte ich dem Hengst einen Kuss auf die samtigen Nüstern und führte ihn zurück in den Stall. Nun musste ich allmählich wirklich mit den Vorbereitungen für das Silvesteressen heute Abend beginnen und ich freute mich schon sehr auf die Feier.

    Die Kür
    Mit konzentriertem Blick wischte ich ein einzelnes Staubkörnchen vom ansonsten glänzenden Hals meines Isländerhengstes. GE's Ljósfari - mein kleiner Lichtbringer - sollte heute seine Körung bestreiten. Zu diesem Zweck hatte ich den Windfarbschecken auf Hochglanz geputzt und seine dicke Mähne sorgfältig eingeflochten. Mit der weißen Satteldecke und dem dunkelbraunen Sattelzeug sah der Isländer wahnsinnig schick aus, zumal sein fast weißes Langhaar einen so schönen Kontrast bildete. Als wir aufgerufen wurden, atmete ich einmal tief durch, nahm die Zügel auf und trabte mit Ljósfari in die Halle. Die große Stärke des Hengstes lag im Fahren, doch heute würden wir den Richtern eine Dressurkür zeigen. In dieser Disziplin ging Ljósfari auf L-Niveau und da die Körung in dieser Hinsicht nicht beschränkt war, hatte ich mir eine nette Kür überlegt.
    Bei X parierte ich Ljósfari zum Halten durch und grüßte die Richter. Gleich darauf trabte ich den kleinen Hengst auf die Bande zu und wendete auf die linke Hand ab. An der langen Seite ritt ich nun doppelte Schlangenlinien und wechselte schließlich mit einer Kehrtvolte die Hand. Durch das Fahrtraining war Ljósfari sehr wendig, außerdem versuchte der Spatz immer, es einem recht zu machen. Auch jetzt lief mein Lichtbringer wunderbar gleichmäßig, hatte den rücken aufgewölbt und trat schön mit der Hinterhand unter. Ich wendete auf den Zirkel ab und galoppierte Ljósfari zur geschlossenen Zirkelseite hin im versammelten Galopp an. Die versammelten Gangarten waren ein großer Schritt für den kleinen Hengst gewesen, doch dank viel Training saßen sie nun einwandfrei. Mit einem einfachen Wechsel gelangten wir auf die andere Hand. Dort ritt ich mit Ljósfari im Mittelgalopp die lange Seite hinunter und parierte ihn bei A schließlich in den Schritt durch. Dies war die letzte Gangart, die wir noch zeigen mussten. Ich ritt Ljósfari am langen Zügel um die ganze Bahn und wechselte schließlich durch die halbe Bahn. Dann zeigten wir noch eine Lektion namens halbe Volte links, halbe Volte rechts und ich trabte mein Hengstchen wieder an. Bei A wendete ich ein letztes Mal auf die Mittellinie ab und brachte Ljósfari bei X zum Stehen. Indem ich den Kopf senkte und die linke Hand fallen ließ, verabschiedete ich mich mit einem weiteren Gruß von den Richtern. Ich wendete Ljósfari und verließ im Schritt am langen Zügel die Halle. Nun hieß es Abwarten. Allerdings hatte mein Lichtbringer seine Sache wirklich hervorragend gemacht und daher war ich zuversichtlich, am Ende des Tages einen weiteren Zuchthengst im Stall stehen zu haben...
    2581 Zeichen | geprüft mit lettercount.com | von Sammy
     
  4. Maleen

    Maleen Bekanntes Mitglied

    Meine Teilnahme mit
    Rosenkavalier di Royal Peerage

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    Rufname:
    Kavalier

    Von: N'oubliez jamais

    Dschehim x Moonfang
    unbekannt x unbekannt | Pacey x Samantha

    Aus der: Roseblood
    Ice Breaker x Inspiration
    Colour's Blind x To Were The Skies Are Blue | Insterburg x Fieder's Lady

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    Geburtstag:
    07.Juni 2015
    Geschlecht:
    Hengst
    Rasse:

    Hannoveraner
    [50% Trakehner]

    Farbe:
    Rappschimmel
    Abzeichen:
    1x weiß, Stern
    Stockmaß:
    1.76m
    Charakter:

    Kavalier begeisterte schon von klein auf, sowohl sein Vater, als auch seine Mutter waren sehr erfolgreich im Springen und zeigten unter anderen auch einige Erfolge in der Dressur. Ein Mix aus Hannoveraner- und Trakehnerblut kombiniert mit einer ordentlichen Portion Temperament, Neugier, Mut und Leistungsbereitschaft machen aus Kavalier einen interessanten Nachwuchsstar für den ganz großen Sport.
    Mit 3 Jahren ist Kavalier zu einem wahren Traum von Pferd geworden. Der langbeinige Gentleman versucht es einem immer recht zu machen und hat von Grund auf ein gutmütiges Wesen.

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    Genetik:

    EEaaGgStysty
    Zuchterlaubnis:
    //
    Fohlen:
    //
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    Züchter:
    Royal Peerage Stables
    Besitzer:
    Royal Peerage Stables
    Hunter Lacey
    Reiter:
    Jamie Lewis
    Pfleger:
    //
    Maler(VKR):
    Maleen


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    Reitstil:
    Englisch


    Dressur: L/M
    Springreiten: A/S
    Geländespringen: A/M
    Fahren: A/A

    Rennen(Galopp): -/-
    Distanzreiten: A/A
    Western: -/-
    Fett > besonderes Talent // kursiv > dafür geeignet // durchgestrichen > keine Begabung

    Turnierschleifen:
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    414. Fahrturnier 385.Militaryturnier 374.Distanzturnier
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    375.Distanzturnier 419.Fahrturnier 36.Distanzturnier
    [​IMG][​IMG] [​IMG]
    536.Dressurturnier 379.Distanzturnier 537.Dressurturnier
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    540.Springturnier


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    [Fohlenschau August 2016 - Note 6.0]

    Stecki © Maleen 2013

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    Rosenkavalier di Royal Peerage | Prophylaxe+ Jungpferde Check- Up | 6150 Zeichen
    "Ich war doch im Juni schon mal dort gewesen" schrie ich durch das Büro nach unten. "Aber als Aushilfe, weil wir das Geld benötigten" schrie ich hinterher. "Achsoooo. Stimmt!" antwortete Simon's Stimme. Sie war laut und dunkel. Er kam die Treppe hoch und wir redeten weiter über die nächsten Tage und Wochen. Nun. Diesmal werde ich viel mehr Sachen einpacken müssen. Wir meldeten alles bei der Airline an und ich sprach mit meinem Auftraggeber. Jamie Lewis war diesmal meine Auftraggeberin. Sie hatte auf Royal Peerage wohl das Sagen über die Lustiano und Halbblut Zucht. Aufgeregt packte ich alle Sachen zusammen, jedoch hatte ich noch einige Tage bis es nach Italien ging.
    Ich ging nochmal meine Checkliste durch bevor mich ein Taxi zum Flughafen brachte. "Prophylaxenset, Immunisierungen, Wurmkur, mobiles Röntgengerät...." die Liste ging weiter und weiter. Ich hackte alle Punkte ab und war zufrieden. Ich verabschiedete mich von Simon und fuhr dann entspannt los. Diesmal hatte alles mit den Flügen geklappt und auch die Anmeldung für die Geräte war schnell erledigt. Ich hatte einen sehr angenehmen Flug, den ich die meiste Zeit schlafend verbrachte. Ich kam sehr spät in der Nacht an. Mein Rhythmus war somit zerstört. Im Hotel konnte ich nicht schlafen und verbrachte die Zeit mit dem telefonieren mit Simon und danach organisierte ich von dort aus einige Dinge für Chattahoochee Hill's. Als es hell wurde legte ich mich noch etwas hin. Ich schlief bis ein Uhr und machte mich dann fertig. Keine Spur von Müdigkeit, dafür war mein Zeitgefühl sehr unausgeglichen. Ich bestellte mir ein Omelett und informierte Jamie über mein eintreffen. Das Hotel war sehr sehr gut und ich freute mich dort noch zwei Tage zu verbringen. Geplant war das nicht, jedoch hatten sie keine andere Buchunsmöglichkeit. Ich hatte ein Buch dabei das ich dann noch lesen wollte und ein paar Tage entspannen sollen bei dem Lifestyle drin sein, dachte ich mir. Der Leihwagen war voll gepackt und die Leute in der Lobby dachten erneut ich wäre ein Auftragskiller oder sowas ähnliches, zumindest starrten sie mich so an als ich mit den Gerätschaften durch die Eingangshalle stolzierte. Ein Mitarbeiter war jedoch so lieb und half mir. Ich fuhr eine Weile und erkannte das Gelände vom weitem. Ich wurde herzlichst begrüßt. Höflich stellte ich mich vor und wurde dann auch direkt zum Stall geführt. "Rosenkavalier kennst du schon habe ich gehört" sagte die Frau. "Ja, im Juni hatte ich Hunter ein wenig ausgeholfen" ich lächelte. Sie nickte und führte mich weiter. Wir blieben vor der Box stehen und er stellte mir einige Fragen über Chattahoochee Hill's, aber auch einige private Fragen. Wir verstanden uns sehr gut und hatten lange vor der Box des Rappschimmels gestanden. Der Jährling wurde langsam ungeduldig und tritt gegen die Boxentüre. Zudem strecke er seinen Kopf so weit hinaus wie es nur ging. "Na, was soll den das?" sagte Jamie laut. "Ist ja schon gut, ich beachte dich". Ich lachte und trat in die Box hinein. Der Hengst hatte keine Berührungsängste und war einfach sehr neugierig. Als ich hinaus wollte um meine Sachen zu holen, kam Jamie schon mit ihnen um die Ecke. "Meine Güte...ich danke dir...". Überrascht von der Nettigkeit widmete ich mich dem jungen Hengst. Zunächst untersuchte ich den physischen Zustand des Pferdes. "Keine Auffälligkeiten" sagte ich leise und dokumentierte. Ich prüfte dann Augen, Nüstern, Mundhöhle, Zähne, Pupillenreflex, Geschlechtsorgan sowie Vitalzeichen. "Temperatur, Atmung, Puls und Herzfrequenz sind einwandfrei" sagte ich und dokumentierte erneut. Der Hengst war zwar temperamentvoll, jedoch genoss er die Aufmerksamkeit und es war einfach mit ihm zu arbeiten. Jamie schaute gespannt zu. "Nun. Wir können Immunisieren". Ich legte die Spritzen zurecht und bat Jamie darum den Rappschimmel am Kopf solange fest zu halten. Was wie sich herausstellte eine gute Idee war, denn Rosenkavalier war bei der letzten Immunisierung dabei alles um zu treten was nur ging. "Hier ist nur Heu du...". Energisch konnte ich auch die letzte Immunisierung verabreichen. Wir legten eine Kaffeepause ein, in der ich die Papiere des Hengstes aktualisierte und wir das Röntgengerät vorbereitet. Zunächst ließ ich mir den Bewegungsapparat auf herkömmliche Weise zeigen. Jamie führte mir den Hengst im Schritt, im Trab und im Galopp vor. Danach führte ich eine klinische Beugprobe an den Beinen durch um sicher zu stellen das er keine Schmerzen hatte und es keine Behinderungen oder Fehlstellungen gab. Auch den Rücken schaute ich mir genauer an, drückte an einigen Stellen herum. "Scheint so, als wäre das Kerlchen recht robust". Bevor wir den Hengst nun wieder in die Box setzten, schmiss ich das Röntgen Gerät an um mit ein inneres Bild des Rückens und der Beine zu machen. "Technik ist unfassbar" sagte Jamie. Ich lachte und untersuchte die Aufnahmen, während er Rosenkavalier in die Box brachte. Ich brauchte eine Weile um die Bilder auszuwerten. Dann dokumentiere ich alles und informierte Jamie darüber das das Einreiten von Rosenkavalier eingeleitet werden kann. "Ich habe keine Bedenken. Er ist sehr sehr Gesund, seine Knochendichte ist laut dem Gerät auch ausgeprägter als normal. Dem Einreiten steht also nichts im Weg". Jamie lächelte. Zuletzt musste noch die Wurmkur gegeben werden, die Jamie aber zum größten Teil selbst erledigte. Wir lobten den Rappschimmel und ich gab ihm einen roten Apfel. In Italien war es immer noch sehr sehr warm, was mich aber nicht störte, denn in Kanada war es schon wieder zu kalt für mich. "Warum bist du dann nicht in ein wärmeres Land gezogen" fragte Jamie. "Ich fühle mich in Kanada sehr wohl. Am Meer bzw. allgemein am Wasser fühl ich mich noch wohler. Aber ich habe schon auf sehr vielen Orten dieser Erde gelebt und Kanada ist eben ein guter Ort für Rennpferde" lachte ich. "Zudem haben wir immer noch die Möglichkeit zu Reisen. Und das ist auch immer wieder ein Abenteuer". Die Frau lächelte schief aber er wusste denke ich was ich meinte. Netterweise wurde ich noch zum Abendessen auf dem Gelände eingeladen, was ich dankend annahm. Danach ging es für mich für zwei ruhige Tage zurück ins Hotel.

    Die Kür
    Reihe 07 - Platz 15 immer wieder wiederholte ich in Gedanken meinen Sitzplatz, bis ich ihn endlich gefunden hatte und mich setzte. Ich hatte mir eine Decke mitgebracht, die ich mir über die Beine legte um sie zu wärmen und zog das Programmheft aus der Tasche. Die Ränge füllten sich zusehends und es dauerte nicht lang, bis die Lautsprecher verstummten und das erste Paar in die Halle gerufen wurde. Aufmerksam beobachtete ich die Kür und ließ meinen Blick über die Zuschauer der gegenüberliegenden Ränge schweifen. Ich stimmte dem Applaus am Ende der Kür mit ein und blätterte im Programmheft zur Teilnehmerliste. “Nummer 37 nun ein Hengst von N’oubliez jamais und der prämierten Hannoveranerstute Roseblood. Ich bitte um Ruhe auf den Rängen.” Ein dunkler Rappschimmel wurde im Schritt in die Halle geführt und zur ersten Beschau aufgestellt. Einer der Richter nickte und der Mann, der in meinem Alter sein musste, grüßte zurück und lief los um den Hengst im Trab eine Runde auf der Bahn vorzustellen. Entspannt kaute der Hengst auf dem Gebiss und zeigte seine federnden, schwungvollen Gänge. Der Mann wechselte die Hand durch die Länge der Bahn und parierte ihn nach einer Runde auf dem Zirkel bei C in den Schritt. Ich holte einen Stift aus meiner Tasche und machte mir im Programmheft neben seinem Namen einige Notizen. Ein weiteres Mal wurde der Hengst angehalten und aufgestellt. Der Mann nahm die Führleine ab und fädelte sie durch die Gebissringe. Er galoppierte den Hengst an, löste die Leine und lief dem anmutigen Hengst nach um ihn im Galopp zu halten. Er lief taktklar, die Galoppsprünge waren dynamisch und schwungvoll. Brav ließ der Hengst sich nach jeweils einer Runde auf beiden Händen wieder einfangen und eine weitere Runde im Schritt durch die ganze Bahn führen bevor der Mann ihn ein letztes Mal aufstellte und sich von den Richtern verabschiedete. Die Zuschauer applaudierten und auch ich stimmte wieder mit ein. Der Hengst gefiel mir und ich kreiste seinen Namen in meinem Programmheft ein um Zuhause mehr über den Hengst nachlesen zu können. Sowohl seine Abstammung, als auch seine schwungvollen und taktklaren Gänge hatten mich überzeugt und nur zu gern hätte ich ein Fohlen von ihm. Ich sah mir noch die anderen Teilnehmerpaare an, bevor ich meine Decke zusammenlegte und mich auf den Weg in die Stallungen machte. Während der Pause, in der die Richter die Vorstellungen auswerteten, konnte man die Pferde und deren Besitzer in den Gastställen antreffen und ich hoffte auf ein kurzes Gespräch mit den Besitzern des Hengstes Rosenkavalier di Royal Peerage, bevor die Siegerehrung stattfand die ich keinesfalls verpassen wollte.
    by adoptedfox - 2652 Zeichen lettercount.com

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    Zuletzt bearbeitet: 19 Feb. 2019
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  5. Sosox3

    Sosox3 Bekanntes Mitglied

    Pembrey Beach Stables with Lumikello
    -

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    -

    Steckbrief:
    Lumikello


    sire: unknown
    sire: unknown | dam: unknown
    dam: unknown
    sire: unknown| dam: unknown





    Rasse: Welsh A
    Hengst | 13 Jahre (**.**.2005)|
    122cm
    Farbe: Falbe| Sooty Buckskin



    Lumikello ist der Liebling von allen. Jeder der ihn sieht ist total verliebt. Lumi ist ein kleiner Clown, andauernd lässt er sich etwas einfallen um uns ein lächeln ins Gesicht zu zaubern. Unterm Sattel ist er sehr brav und macht jeden Blödsinn mit. Auch vor der Kutsche macht er eine gute Figur.




    Besitzer: Marhild Ryder (45)
    Zucht: Pembrey Beach Stables
    Reitbeteiligung: -
    VKR: verfallen



    Trainingsstand

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    Platzierungen: 8/6/2
    Training: active

    Fahren E A L M S
    Dressur E A L M S
    Springen E A L M S
    Distanz E A L

    Klasse E
    293. Militaryturnier, 2.Platz
    94. Militaryturnier, 2. Platz
    396. Dressurturnier, 1. Platz
    375. Westernturnier, 1.Platz
    378.Westerntrunier, 2. Platz
    300. Militaryturnier, 2. Platz
    415. Springturnier, 3. Platz
    417. Dressurturnier, 1. Platz
    194. Synchronspringen, 2. Platz
    400. Galopprennen, 1. Platz
    450. Dressurturnier, 1. Platz
    414. Westernturnier, 1. Platz
    320. Distanzturnier, 1. Platz
    340. Militaryturnier, 1. Platz
    222. Synchronspringen, 2. Platz
    413. Galopprennen, 3. Platz




    Zuchtinformation
    Zuchtverfügbarkeit: Geschlossen

    Zuchtbedingungen

    Nur offen für Welsh A-Stuten
    Stuten müssen mind. im Fahren L-platziert sein
    Ein Breeding-Pic ist erwünscht


    HK Schleife
    HK

    Nachkommen:

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    PNGs
    Gesamte PNG | Getrennte PNG
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    Trainingbericht:
    Dressur E-A
    1.Juli 2016 | 1557 Zeichen (268 Wörter) | (c)AliciaFarina

    Heute startete das Training für meinen Welsh A Hengst Lumikello. Da er mit seinen 1,22m Stockmaß zu klein für mich zum Reiten war, wollte ich ihn am Langzügel ausbilden. Ich holte ihn aus seiner Box und band ihn am Putzplatz an. Nachdem ich ihn geputzt hatte holte ich einen Longiergurt, mit ihm rüstete ich Lumi aus, dan holte ich meine Langzügel, seine Trense und eine Gerte. Ich trenste ihn und schnallte die Langzügel in die Gebissringe. Dann führte ich ihn in die Reithalle, dort lief ich mit ihm einige Runden und gurtete anschließend nach. Nachdem er warm war fing ich an seitlich hinter ihm zu gehen und ließ ihn antraben. Im Trab arbeitete ich daran, das er schön passend läuft und die Spur hielt. Für den Galopp ließ ich ihn etwas mehr Leine, sodass ich ihm nicht so im Maul hing und er galoppieren konnte. Ich arbeitete mit ihm daran, dass er im Galopp langsamer und gesetzter sprang. Dadurch würde es ihm leichter fallen auf Zirkeln zu galoppieren. In einer Schrittpause ließ ich ihm die Zügel lang, damit er sich strecken konnte. Anschließend nahm ich wieder die Zügel auf und probte mit ihm eine A Dressur. Lumi gab sich viel Mühe und wir schafften es, eine ganze A Dressur zurchzulaufen. Mit diesem Ergebnis hörte ich auf und brachte Lumi zurück in seine Box.

    In der nächsten Woche ließ ich immer wieder andere mit ihm arbeiten, unsere kleinesten fast selbständig reiten könnenden Reiter durften ihn Probehalber bei mir im Unterricht reiten. Da alles klappte waren wir fertig und er durfte auf den nächsten turnieren in der Klasse A starten.

    -
    Die Kür:

    Aufgeregt saß ich auf den Zuschauerrängen der Reithalle. Ich war auf einer Körung für alle Rassen und war ganz gespannt darauf welche Rassen ich heute zusehen bekommen würde. Auf einmal wurde es still als die Tür sich öffnete und ein blonder Mann mit einem kleinen Falbhengst betrat die Halle. „Heute sehen wir zuerst Lumikello vorgestellt von Dylan Ryder und im Besitz von Treva Ryder“. Der Hengst und der Mann im roten Poloshirt standen bei X um die Richter zu grüßen. Nachdem Zeichen loszugehen ging er auf die linke Hand und zeigte den Schritt des Hengstes. „Der Welsh A Hengst unbekannter Abstammung ist 122 cm groß und 13 Jahre alt.“ Kam es aus den Lautsprechern. Nach einer Runde ließ der Mann den Hengst antraben und nach einer Runde wechselten sie auf den Zirkel. „Der Hengst ist in Springen, Dressur und Distanzritten mehrfach platziert“. Nach zweirunden auf dem Zirkel wechselten sie aus dem Zirkel und traben dort auch noch zwei Runden, bevor sie wieder ganze Bahn gingen und der Hengst angaloppierte. Der Hengst mit dem Cremefarbenen Fell hatte sehr schöne Gänge. Nach einer Runde im Galopp parierte der Man den zum Schritt durch, ging eine Runde, wechselte durch die ganze Bahn und galoppierte auf der anderen Hand wieder an. Nach einer weitern Runde parierte er wider durch und trabte bis X, wo sie dann zum stehen kam. Die Zuschauer auch ich darunter applaudierten begeistert. Nach dem Grüßen der Richter verließ der Mann mit dem Hengst die Halle.

    by Wolfszeit ; 1463 Zeichen mit Leerzeichen geprüft mit Lettercount.com
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  6. sadasha

    sadasha Bekanntes Mitglied

    sadashas Teilnahme mit
    Mephisto
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    Hengst
    7 Jahre
    Rasse Gypsy Vanner
    Stockmaß/Endmaß 159cm
    Fellfarbe Palominoschecke
    Geno ee AA nCr nTo xx

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    Charaktereigenschaften
    Ausgeglichen, Nervenstark, Ruhig

    Beschreibung
    Mephisto ist ein verträumter kleiner Tinkerhengst der es wohl geniest in der Sonne zu stehen und den Vögeln zu zu schauen. Er hat auch mal seine 5 Minuten dann reicht es aber auch wieder.
    Er wird mal ein sehr wesensfestes und ruhiges Pferd vielleicht für Therapie arbeiten?


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    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren x

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L M

    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M
    Doma Classica: WE WA WL WM
    Alta Escuela: WE WA WL WM
    Doma Vaquera: WE WA WL WM


    Springen E A

    Show Jumping: E A*

    Military E A

    Eventing (British Eventing, national): BE80(T)
    BE90 BE100

    Western E A L M

    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3
    Reining: LK5 LK4 LK3 LK2
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK2
    Cutting: LK5 LK4


    Fahren E A L M S
    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4
    Ausdauerprüfung: CAI-M-A1 CAI-M-A2 CAI-M-A4
    Hindernisfahren: CAI-C-A1 CAI-C-A2 CAI-CA4


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    Offiziell
    502. Dressurturnier
    506. Dressurturnier
    511. Dressurturnier
    516. Dressurturnier
    517. Dressurturnier
    518. Dressurturnier
    522. Dressurturnier
    423. Fahrturnier
    489. Westernturnier


    Inoffiziell

    keine

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    Von unbekannt
    Aus der Magical Touch

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    Körpunkte
    Abstammung 1
    Schleifen 9
    HS 2
    TA 2
    Trainer 2
    Zubehör 2
    Gesamt 18


    Schleife
    HK

    Eingetragene Zucht Bear Brook EC
    Züchter/Herkunft Echo Forest Stable
    Besitzer sadasha (Hunter Crowley)
    VKR/Ersteller sweetvelvetrose

    Information zur Genetik
    To ist an e gekuppert. Das heißt Tobiano Nachzucht erbt von Mephisto xe xTo.
    x steht hierbei für den Genpool der Mutter, der natürlich variieren kann.


    Nachkommen
    keine

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    [​IMG]
    Letzter Tierarztbesuch 03. März 2019
    Gesamteindruck gut


    Letzte Zahnpflege überfällig
    Letzte Wurmkur 03. März 2019
    Letzte Impfung 03. März 2019


    Letzter Hufschmiedbesuch 23. Februar 2019
    Ausgeschnitten/Korrigiert 23. Februar 2019


    Beschlag vorne keiner
    Beschlag hinten keiner


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    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund
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    03. März 2019 | 1516 Zeichen von Calypso
    Rook's Bay Stables Mobiler Tierarzt | Tierarztbericht

    „Guten Morgen Hunter!“ gut gelaunt stieg ich aus dem Auto und begrüßte ihn. „Wen hast du denn heute für mich?“ „Einen ganz lieben Tinker Hengst. Er steht schon für dich bereit.“ Ich lächelte und folgte Hunter in den Stall. Mephisto stand dösend am Putzplatz und auch meine Anwesenheit schien ihn nicht aus der Ruhe zu bringen. „Da freut sich aber einer mich zu sehen.“ scherzte ich und streichelte ihm über´s Fell. Nach kurzen Streicheleinheiten wurden meine Berührungen bewusster und ich tastete ihn gründlich ab. Dann nahm ich mein Stethoskop zur Hand und hörte Herz und Lunge ab. Immer wieder strich ich Mephisto mit einer Hand durch sein weiches plüschiges Fell. Ich nickte zufrieden und deutete nach draußen. Jetzt musste der Hengst mal aktiv werden. Hunter schnalzte energisch und brachte ihn schließlich für fünf Schritte zum traben. „Sonst ist er nicht so....faul!“ meinte Hunter mit einem Grinsen. Mir genügte was ich gesehen hatte. Der Hengst schien keine Einschränkungen oder Schmerzen in seinem Bewegungsablauf zu haben. Wieder zurück im Stall sah ich mir seinen Impfpass an und zog die benötigte Spritze auf. Hunter hielt ihn vorsichtshalber etwas fester am Strick und ich setzte die Nadel an. Mit beruhigenden Worten war es gleich geschafft. Schließlich fuhr ich mit dem Lesegerät über seinen Hals um den implantierten Chip zu kontrollieren und gab Hunter eine Wurmkur mit. Als ich alle Formalitäten notiert hatte und meinen Koffer wieder im Auto verstaut hatte verabschiedete ich mich von den beiden.
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    23. Februar 2019 | von sadasha
    Hufschmiedbericht für CHH' Classic Spring und Mephisto

    Der Tag heute begann gut. Ich hatte mit Pitch die große Kontrollrunde gedreht und kam pünktlich zum Eintreffen der Mitarbeiter zurück. Wir frühstückten gemeinsam und gingen dann an die Arbeit. Für mich hieß das heute die Hufe zweier Pferde zu pflegen. Ich holte dazu zuerst meine Vollblutstute CHH' Classic Spring aus ihrer Box und putzte sie gründlich. Die intelligente Stute beobachtete neugierig jede meiner Bewegungen und musste jede Bürste einmal inspizieren, ehe ich ihren Körper damit berühren durfte. Nachdem sie sauber und glänzend vor mir stand räumte ich den Putzkoffer zurück in die Sattelkammer. Die Stute hatte sich für mich als erfolgreiches Galopprennpferd in ihrer Klasse erwiesen und durfte bald auf einer Zuchtzulassung vorgestellt werden. Ich hatte sie dafür bereits sowohl in der Dressur als auch im Springen ausbilden lassen. Sie kannte die Grundlagen und ließ sich ordentlich reiten, war nicht heiß oder zu übermütig. Ein angenehmes Reitpferd, das für meine Vielseitigkeitsziele unersetzbar geworden war. Ich führte sie in die Schmiede und ließ sie auch hier Alles beschnuppern, ehe ich damit begann die Hufe auszuschneiden. Ich wollte sie nicht beschlagen. Eines der wenigen Barhufer Pferde, trotz des Reitsports. Ich sah einfach keinen Bedarf bei ihr. Ich machte meine Arbeit gründlich wie immer und kraulte Classic Spring bei jedem Werkezugwechsel. Als ich mit dem Ausschneiden und korrigieren fertig war fettete ich die Hufe mit Huföl. Damit durfte sie zurück in ihre Box und ich holte mir den zweiten Kandidaten für heute. Mephisto war das Gegenteil von Classic Spring. Der Tinkerhengst war eher gemütlich veranlagt und ließ alles ohne Fragen über sich ergehen. Auch er lief Barhuf und brauchte auch heute keine Eisen. Ich band seinen Behang etwas hoch, damit ich die Hufe besser sehen konnte und begann dann damit die Hufe einen nach dem anderen auszuschneiden. Bei ihm trug ich am Ende Hufbalsam auf, da er den porösen Hufen des Tinkerhengstes bessere Pflege bringen würde. Als ich fertig war lobte ich meinen Schecken und kraulte ihn eine Weile am Mähnenansatz, sodass Mephisto den Hals langstreckte und genüsslich stöhnte. „Guter Junge.“, flüsterte ich, als ich den Strick von der Halterung löste. Folgsam trottete mir Mephisto hinterher. Als auch er wieder in seiner Box stand räumte ich die Schmiede auf. Zuerst packte ich das Werkzeug zurück an seinen vorgesehenen Platz und dann fegte ich die Überbleibsel alten Horns zusammen und warf sie fort. Da ich sowieso einmal da war überprüfte ich auch den Bestand an Eisen, Einlagen, Stollen und Nägeln und schrieb mir auf, was ich neu einkaufen musste. Erst als ich sicher war Alles erledigt zu haben verließ ich meine Schmiede, schloss sie ab und kümmerte mich wieder um den Stallaltag meines Hofes.
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    23. März 2018 | 4511 Zeichen von adoptedfox
    von Landsberg Trainingscenter | Dressurtraining Stufe E - A


    Käthe | Heute war es soweit. Mein erster Arbeitstag als Trainerin lag vor mir und der Auftraggeber, zu dem ich gleich fahren würde, war mir nicht unbekannt. Als ich am Abend zuvor die E-Mail von Hunter mit der Auftragserteilung erhielt, schüttelte ich lachend den Kopf. Er schaffte es immer wieder mich zum lachen zu bringen und unterstützte mich so gut es ihm nur möglich war. Da ich mich auf dem Bear Brook EC auskannte stellte ich den Wagen auf dem Parkplatz ab, nahm meinen Rucksack aus dem Kofferraum und machte mich auf den Weg zur Stallanlage um die Box von Mephisto aufzusuchen, bei dem heute eine Dressureinheit auf dem Plan stand. “Na mein Großer, bist du bereit etwas zu lernen?” begrüßte ich den jungen Hengst, der erst vor ein paar Monaten eingeritten worden war. Ich stellte meinen Rucksack vor der Box von Mephisto ab und ging in die Sattelkammer, wo ich mich nach seinem Sattelzeug umsah und ein paar Putzutensilien mitnahm damit ich den Hengst fertig machen konnte. In langen Zügen striegelte ich sein Fell und bürstete die letzten Büschel seines Winterfells aus, bevor ich mich daran machte seine Hufe auszukratzen. “Du bist aber auch einer von der ganz ruhigen Sorte.” sagte ich während ich die Mähne des Hengstes kämmte, der seelenruhig da stand und manchmal sogar kurz davor war einzudösen. Ich ging zurück in die Sattelkammer wo ich seine Trense über meine Schulter hing und den Sattel in beide Hände nahm und zu ihm zurück ging, um ihn aufzusatteln. Ich zog den fülligen Schopf über das Stirnband der Trense, zog meinen Helm aus dem Rucksack und führte den verträumten Hengst in die Reithalle wo ich ihn aufstellte und meinen Helm aufsetzte bevor ich mich auf seinen Rücken schwang. “Jetzt reiten wir dich erstmal schön warm Mephisto.” sprach ich beruhigend mit dem Hengst und ritt ihm in Schritt durch die Bahn. Nach einer viertel Stunde hielt ich Mephisto an und zog den Gurt nach, damit wir mit dem eigentlichen Training beginnen konnten. Ich trabte den Hengst aus dem Stand an und blieb auf dem oberen Zirkel der Halle wo ich je nach zwei Trabrunden durch den Zirkel wechselte um ihn gymnastizierend zu reiten, was besonders bei frisch ausgebildeten Pferden sehr wichtig war. Lobend klopfte ich seinen Hals und brachte ihn wieder auf die Bahn. Bevor Mephisto den Mitteltrab lernen konnte, mussten wir an den Übergängen der Gangarten üben. Wir blieben also auf der Bahn und ritten abwechselnd vom Schritt-Trab, Trab-Galopp und Schritt-Galopp. Beim Wechsel vom Trab in den Galopp bauten wir eine weitere Übung ein, nämlich Tempowechsel. An der langen Seite der Bahn legten wir das Tempo im Trab für 6-7 Schritte zu, bevor es wieder zurückgeführt wurde. Danach galoppierte ich ihn an und lobte ihn ausgiebig. Mephisto sollte so lernen das er im Mitteltrab nicht nach vorne rannte, sondern raumgreifender trabte. Der Hengst machte seine Sache gut und so ließ ich ihn ein paar Runden am langen Zügel galoppieren bevor wir das Training wieder aufnahmen. Ich griff die Zügel wieder nach und parierte den Hengst in den Trab um ein paar Schlangenlinien zu reiten, bevor wir auf den unteren Zirkel wechselten und erneut an seinem Trab arbeiteten. Mephisto brach zwar ab und an aus dem Mitteltrab aus und beschleunigte das Tempo, ließ sich aber gut abfangen und korrigieren. Absolut zufrieden mit dem jungen Hengst beendete ich das Training und lobte ihn ausgiebig, bevor ich den Gurt etwas löste und ihm die Zügel länger ließ um ihn im Schritt trocken zu reiten. Er war sehr fleißig und hatte gut mitgearbeitet, dafür dass er noch nicht allzu lange Zeit unter dem Sattel lief. “Wie lief es?” rief Hunter über die Bande und öffnete das Hallentor um hinein zu kommen. “Sehr gut! Mephisto ist sehr konzentriert unter dem Sattel und versteht schnell.” antwortete ich ihm und und warf ihm ein kurzes lächeln zu. “Freut mich zu hören. Hast du dann noch etwas Zeit?” fragte er und ich antwortete mit einem kurzen, aber hörbaren “Hm.” als Zustimmung. Beim verlassen der Halle ließ er diese gleich offen, sodass ich mit Mephisto in den Hof reiten konnte wo ich abstieg, die Steigbügel hoch schob und den Helm abnahm. Ich brachte den Hengst zurück in seine Box wo ich ihn absattelte und alles zurück in die Sattelkammer brachte. Zur Belohnung schob ich dem jungen, schönen Hengst noch ein Leckerchen zwischen die Lippen bevor ich mich von ihm verabschiedete, meinen Helm zurück in den Rucksack packte und zum Haupthaus ging wo Hunter mich bereits erwartete um mir, wie ich erfuhr, sein neuestes Pferd zu zeigen.
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    31. Oktober 2018 | 21.393 Zeichen von Samarti
    WHT Ausbildungsbetrieb | Dressurtraining Stufe A - L


    Lang war es her, dass ich meine Füße auf britischen Boden gesetzt hatte. Diesen Monat, kurz vor Halloween, sollte es mich aber nochmal hierher verschlagen. Ehrlich gesagt war ich mehr als froh darüber, denn in Kanada war es jetzt schon eisig kalt – da kam mir etwas wärmeres Wetter gerade recht, auch wenn es nur wenige Grad waren.
    Als ich aus dem Flugzeug trat, bereute ich diesen Gedanken fast direkt danach, denn irgendwie war es zu Hause doch gefühlt wärmer. Dort schien noch die Sonne, während mir hier Windböen um die Ohren knallten, dass ich glaubte, mir würden diese gleich abfallen. Wenigstens war es einigermaßen trocken. Dennoch schien es vor kurzem geregnet zu haben, denn der Asphaltboden war stellenweise noch dunkler gefärbt und hie und da tummelten sich einige kleine Pfützen.
    Ich hielt Ausschau nach dem Taxi, welches mich zum Bear Brook EC bringen sollte. Die Gegend, in der das Gestüt lag, war mir nicht gänzlich unbekannt; ich war mit Matthew schon ein paar Mal in Boston gewesen. Hunter Crowley hatte ich aber bisher noch nie auf seinem Gestüt selbst angetroffen. Wir kannten uns bereits, nicht zuletzt, weil Accomplishment aus seiner Zucht stammte. Aber auch vorher hatte ich schon ein paar seiner Pferde trainiert.

    Auf dem Gestüt angekommen, staunte ich, wie riesig das Gestüt war. Eigentlich sollte mich die Größe der Anlage nicht wundern, besonders nicht, dass ich zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder eine Rennbahn erblicken konnte, wenn auch nur aus der Ferne. Was für ein absurder Gedanke, einer Zucht, die sich besonders auf Englische Vollblüter konzentriert hatte, keine Rennbahn zuzutrauen. Viel konnte ich von dieser zwar nicht erkennen, weil ich erst einmal am Haupthaus vorbei musste, aber ich würde bestimmt genug Zeit haben, das Gelände zu erkunden.
    Ich hatte mich diesmal dafür entschieden, die Pferde nicht nach Kanada einfliegen zu lassen – ich war für das Training von drei Pferden hergekommen und hatte momentan keine anderen Trainingspferde im Stall, weshalb ich genauso gut mal wieder einen Abstecher nach England machen konnte. Offensichtlich bot Hunter Crowleys Gestüt mir mindestens dieselben Möglichkeiten wie das Townsend Acres, wenn nicht sogar noch mehr.
    So, wie ich dort stand und staunte, musste ich ziemlich verloren gewirkt haben, denn schon wenige Zeit später wurde ich von einer netten Frau begrüßt, die mich sofort ins Haus dirigierte und mir mein Zimmer zeigte. Man hatte mir ein Zimmer angeboten, und obwohl ich zuvor bereits nach einem Hotel geschaut hatte, lehnte ich das Angebot nicht ab. Immerhin war ich faul und wollte mir den Arbeitsweg so kurz wie möglich gestalten.
    Die Frau stellte sich als Elise Clayton vor, weshalb ich lächeln musste, hatte ich als Kind doch immer gern das A am Ende meines Namens in ein E verwandelt.
    Sie erklärte mir kurz, dass ich mich ruhig einmal einrichten sollte und sie Hunter Bescheid geben würde, dass ich angekommen wäre. Dankend lächelte ich sie erneut an und machte mich dann daran, meine Sachen auszuräumen, während sie mich allein ließ.

    Ein wenig später, als ich mir gerade das Gestüt auf einem Alleingang ansehen wollte, fing Hunter Crowley mich ab. Wir sprachen wahrscheinlich gerade ausnahmsweise mehr miteinander als sonst, waren wir doch eigentlich beide recht schweigsam, aber durch die vielen Informationen, die er mir über seine drei Schützlinge mitgeben wollte, bekam man auch ihn zum Reden. Man konnte von seiner sonstigen Stille denken, was man wollte, aber ein Herz für Pferde hatte der Mann definitiv. Dadurch, dass er mir so viel von Tank, Mephisto und Reverence erzählte, wurde das anfängliche Eis zwar nicht ganz gebrochen, aber ein Teil davon schmolz auf jeden Fall weg. Es fiel uns beiden leichter, zu kommunizieren, wenn wir über Pferde sprechen konnten. Hunter erkundigte sich auch nach Accomplishment. Das war ein Thema, bei dem mich nichts mehr stoppen konnte.
    Der Gestütsinhaber führte mich auf der Anlage herum und stellte mich auch den drei Pferden vor, für die ich hergekommen war. Tank war ein fast zwei Meter großes Shire Horse und seine Hufe waren bestimmt größer als mein gesamter Kopf. Der Rappe sah eindrucksvoll aus mit dem glänzenden Fell und dem langen, aber außerordentlich gepflegten Langhaar und ich freute mich wirklich auf die Zeit mit ihm. Das letzte Pferd dieser Größe, das ich trainiert hatte, war Albus von Abajo gewesen. Und das war auch schon wieder fast fünf Jahre her. Dementsprechend hoffte ich, dass sie hier eine Aufstiegshilfe für mich haben würden, denn sonst würde das Training bereits daran scheitern.
    Mephisto war ein Gypsy Vanner und sah aus wie ein Märchenpferd. Das helle, gescheckte Fell und seidige Langhaar war verantwortlich für diesen ersten Eindruck, aber das dunkel umrandete blaue Auge war auch nicht gerade unschuldig.
    Ich war mir nicht sicher, ob ich ihn als Tinker bezeichnen dürfte oder ob man da in genauso ein Fettnäpfen treten würde, wenn man Isländer als Ponys bezeichnete, also entschied ich mich dafür, der Einfachheit halber bei Gypsy Vanner zu bleiben. So war ich definitiv auf der sicheren Seite.
    Zu guter Letzt lernte ich den Schimmelhengst Reverence kennen. Hatte ich zuerst ein hibbeliges, übersensibles Vollblut erwartet, so wurde ich eines Besseren belehrt. Reverence kümmerte sich kaum um uns, als wir vor seiner Box standen, stattdessen drehte er sich wahrscheinlich nur um, um zu sehen, ob ihm jemand ein Leckerli zustecken würde.
    „Freu dich nicht zu früh“, murmelte Hunter. „So gelassen ist er unter dem Sattel nicht.“ Das wusste ich. Der Mann hatte mir vorher schon einige Informationen zukommen lassen, und daher wusste ich auch, dass Reverence beim Reiten Probleme mit dem Stillstehen hatte und gerne mal etwas zappelte. Das kannte ich von vielen Springpferden im Parcours, aber normalerweise konnte man auch mit zu heißen Pferden gut umgehen, aber bei ihm war es wohl nicht nur beim Anblick eines Hindernisses so. Deshalb war ich gespannt, wie der Schimmel und ich miteinander zurechtkommen würden.
    Auch Pitch, dem Hofhund, begegneten wir auf unserem Rundgang. Der war aber gerade viel zu sehr mit einem Knochen beschäftigt, als dass er sich groß um mich kümmerte. Stattdessen warf er mir einen skeptischen Seitenblick zu und entschied sich dann wohl dafür, dass er mich später mal genauer unter die Lupe nehmen müsste.

    Abends fiel ich todmüde in mein Bett. Morgen würde ich mit dem Training der Pferde beginnen, dafür musste ich fit sein – drei Pferde an einem Tag wären mehr, als ich die ganzen letzten Monate gemacht hatte. Hoffentlich machten meine Muskeln das mit und straften mich nicht den Tag darauf mit fiesem Muskelkater.

    Ich hatte mich dazu entschieden, mit Mephistos Training zu beginnen. Es wäre wahrscheinlich keine schlechte Idee, sich auf eine Abfolge festzulegen und die dann beizubehalten, und deshalb wollte ich mit Mephisto anfangen. Er war ein absolut ruhiger und ausgeglichener Hengst, auch unter dem Sattel. Und außerdem war er keine zwei Meter groß, also ein ganz netter Einstieg.
    Von Hunter hatte ich den Auftrag bekommen, den Scheckhengst in Dressur auf L-Niveau zu trainieren.
    Heute ging es allerdings sowieso erst einmal darum, sich besser kennenzulernen und für mich war es auch eine gute Gelegenheit, um selbst zu erfahren, wo Mephistos Stärken und Schwächen lagen. Schnell kristallisierte sich heraus, dass er ein kleiner Träumer war. Eigentlich war er sehr vorbildlich unter dem Sattel und versuchte, mir alles recht zu machen, trotzdem war er ab und zu noch etwas unkonzentriert und ließ sich schnell ablenken. Er war aber eines dieser Pferde, das man dann schnell wieder zu sich holen konnte. Mephisto schaltete nicht auf Durchzug, sondern war wieder ganz bei der Sache, wenn man kurz auf sich aufmerksam machte. Alles in allem war er sehr angenehm zu arbeiten, weshalb ich mir nicht vorstellen konnte, dass das Training mit ihm große Probleme machen würde. Stattdessen glaubte ich daran, dass Mephisto, der ein sehr schneller und eifriger Lerner war, wahrscheinlich als erstes das Trainingsziel erreicht haben würde.
    Die nächsten Wochen beschäftigte ich mich zuerst viel mit der Festigung der Grundlagen, also besonders auch der Lektionen und Figuren der A-Dressur, damit diese wirklich einwandfrei saßen. Der Gypsy Vanner-Hengst aber machte mir schnell deutlich, dass das kaum von Nöten war. Bis auf einige kleine Ungereimtheiten lief alles wie am Schnürchen, deshalb konnten wir schnell auf die neuen Sachen, die es zu lernen galt, umsteigen.
    In der Klasse L kamen einige neue Figuren hinzu, dazu zählten acht Meter-Volten im Galopp, halbe Volte links und halbe Volte rechts, aus der Ecke kehrt mit ebenfalls acht Metern Durchmesser sowie der Wechsel durch die halbe Bahn und der Wechsel durch die Länge der Bahn. Außerdem sollten die Pferde ein einer L-Dressur den versammelten Trab und den versammelten Galopp beherrschen. Als Lektionen kamen der Außengalopp, die Kurzkehrt und die Hinterhandwendung hinzu.
    Wir begannen mit den Bahnfiguren, denn die waren meistens das, was am einfachsten zu erarbeiten war. Um durch die halbe oder die Länge der Bahn zu wechseln, war meistens nicht sonderlich viel notwendig. Stattdessen brauchte man nur ein Pferd, das gut mitarbeitete und das war dann bereits die halbe Miete. Ich hatte bisher kein Pferd erlebt, das nicht wusste, was ich von ihm wollte, wenn ich durch die halbe Bahn wechseln wollte. Dementsprechend waren die schnell abgehakt und wir fuhren mit den Voltenfiguren fort. Mephisto hatte den acht Meter Durchmesser bei den Volten im Galopp schnell raus. Obwohl wir uns langsam heranarbeiteten musste, war er doch recht wendig und schien kaum bis gar keine Probleme damit zu haben. Genauso verhielt es sich, wenn wir aus der Ecke kehrt machten. Auch das lief einwandfrei ab.
    Obwohl wir uns gerade zu Beginn auf die Figuren konzentrierten, baute ich doch schon immer mal wieder erste Anfänge für die Lektionen mit ein, gerade, um das Training abwechslungsreicher und nicht so eintönig zu gestalten. So übten wir die Hinterhandwendung, indem ich zwei Stangen im 90°-Winkel auf den Boden legte, die als Begrenzung dienen sollten. Dann ritt ich Mephisto auf die Mittellinie und wendete aus dem Schritt heraus, um danach in die Ecke hineinzureiten. Der Hengst sollte sich so um das innere Hinterbein drehen, was zwar anfangs ein paar Holprigkeiten mit sich brachte, aber nicht lange dauerte, bis der Palominoschecke das ganze Theater auch ohne Stangen beherrschte und die Hinterhandwendung einigermaßen saß. Natürlich vertieften wir alle Lektionen während des gesamten Trainings immer mal wieder, bis sie wirklich perfekt ausgeführt wurden, aber ein weiter Weg war das längst nicht mehr.
    Immer mal wieder brachten wir Anfänge für die beiden versammelten Gangarten ein. Im versammelten Trab sind erhabenere Tritte das Ziel, ohne dass das Pferd an Fleiß oder Schwung verliert. Hierzu war es notwendig, dass Mephisto die großen Gelenke der Hinterhand deutlicher beugte und den Raum der Tritte verkürzte, sodass die Hinterhand in die Spur der Vorhand fußte. Grundsätzlich konnte jedes Pferd das lernen, und auch Mephisto hatte den Dreh schnell raus.
    Je weiter das Training fortschritt, desto mehr brachten wir auch die Kurzkehrt und den Außengalopp mit ein. Wir machten relativ große Sprünge, was Mephistos Training betraf, dennoch war alles noch im Rahmen und ich achtete darauf, dass ich den Hengst nicht überforderte.

    Jedes Mal, wenn ich mit Mephistos Training für den Tag fertig war, wandte ich mich Reverence zu. Der achtjährige Vollbluthengst sollte im Springen auf A-Niveau trainiert werden. Ich lernte schnell, was Hunter damit meinte, dass der Hengst unter dem Sattel nicht so gelassen war, denn der Schimmel wollte einfach nicht stillhalten. Ob er nun ein wenig zappelte, nicht auf der Stelle stehen konnte oder versuchte, auf den Zügeln zu kauen, wenn ich diese durchhingen ließ – irgendwas wollte er immer finden, mit dem er sich beschäftigen konnte. Deshalb musste ich seine Beschäftigung sein, sodass er gar nicht mehr auf die Idee kommen sollte, sich so viel auf Unbedeutendes zu konzentrieren. Im E-Parcours, den ich mit ihm durchgeritten war, hatte er sich beinahe voll und ganz auf die Sprünge konzentriert, weshalb ich fix verstanden hatte, dass ich ihn nur dazu bringen musste, seine Aufmerksamkeit auf die Arbeit zu lenken. Vielleicht würde sich immer noch etwas von seinem Zappeln im Training wiederfinden, aber irgendwo hatte ja jedes Pferd seine Macken. Wäre ja auch langweilig, wenn nicht.
    Genauso schnell merkte ich aber auch, dass Reverence im Springen wirklich Potenzial besaß. Er erinnerte mich insgeheim an Sterling, einen Schimmel aus der Vollblut-Serie, die ich damals gern gelesen hatte. Sterling war zwar von der Rennbahn gekommen, was bei Reverence nicht zutraf, aber sie beide machten sich ausgezeichnet im Parcours. Auch, wenn der Hengst manchmal etwas zu viel Motivation brauchte, um sich für das Training aufzuraffen, so machte er doch ganz gut mit.
    Mit ihm hatte ich, nachdem ich Hunter danach gefragt hatte, auch viel Zeit im Gelände verbracht. Springpferde brauchten Ausdauer, Kraft und allgemeine Kondition, die man besonders im unebenen Gelände gut trainieren konnte. Den ein oder anderen Natursprung nahmen wir dann natürlich auch mit.
    Trotzdem baute ich auch viele Cavalettisprünge in unsere Routine ein. Auch Trabstangen waren oft Teil unseres Trainings, bevor es wirklich an die höheren Sprünge ging. Im A-Springen durften die Hindernisse bis zu 110 Zentimeter hoch sein, in die Weite durften sie bis 125 Zentimeter gehen. Das war ein relativ großer Sprung im Vergleich zum E-Parcours. Aus diesem Grund legte ich viel Wert darauf, Reverences Kraft zu verbessern. Er wusste ja schon, worum es ging: Nämlich darum, die Hindernisse zu übersprüngen. Seine Bascule über dem Sprung war gut, er machte sich schön rund und zog nicht so komisch die Beine hinterher, wie ich es schon bei anderen Pferden gesehen hatte.
    Im Parcours im Freien würden ihn auf einem A-Turnier mindestens sieben Hindernisse erwarten; in der Halle lag das Minimum bei sechs Hindernissen pro Parcours. Darum brachte ich so früh wie möglich und nötig zumindest diese Hindernisse ein, häufig sogar noch ein oder zwei mehr, denn so konnte ich weiterhin die Ausdauer des Hengstes trainieren.
    Ab und zu war es wirklich anstrengend, mit Reverence zu arbeiten, wenn er wieder eine Extraportion Ansporn brauchte, um seine Leistung zu erbringen. Dennoch arbeitete er nicht gegen mich, wenn er dann arbeitete, sondern mit mir und das war ein ganz entscheidender Punkt. Grundsätzlich war auch er relativ pflegeleicht, wenn auch ein wenig speziell.
    Durch unsere häufigen Geländeritte stieg seine Kondition sehr schnell, er baute gut Muskeln auf und konnte dies auch im Parcours deutlich zeigen. Nach einer relativ kurzen Zeitspanne konnten wir problemlos einen A-Parcours durchspringen, ohne dass wir großen Herausforderungen gegenüberstanden. Dadurch, dass er zum Glück nicht zu heiß war, wenn er einen Sprung erblickte, ließ er sich gut kontrollieren und hatte man ihn erst einmal motiviert, war er ein Traum von Springpferd auf dem Platz.

    Tank war der letzte in der Reihe, nicht nur aus dem Grund, dass ich mich erst einmal aufgewärmt haben wollte, um mich an so ein Koloss zu gewöhnen. Außerdem war er sanftmütig, fleißig und von allen dreien am angenehmsten zu sitzen, weshalb ich mich jedes Mal auf unsere Trainingseinheit freute. Es war eine Kunst, auf ihm aufzusteigen, hatte ich doch teilweise die Aufstiegshilfe vergessen und musste rumturnen, bis ich die Hoffnung aufgab und sie mir letztendlich doch holte. Mit meinen weniger als 170 Zentimetern Körpergröße konnte ich einfach nicht auf ein dreißig Zentimeter größeres Pferd aufsteigen. Immer, wenn ich neben dem Rapphengst stand, fühlte ich mich, als würde ich gegen eine schwarze Wand starren, weil ich es nicht gewohnt war, nicht über einen Pferderücken herübersehen zu können.
    Ich lernte den Hengst schnell zu schätzen und zu mögen. Er war wirklich brav, stets gehorsam und ich hatte keinerlei Ausfälle von ihm erleben dürfen. Auch Stuten schaute er zwar gern hinterher und wurde etwas unruhig, dennoch ließ er sich auch dann immer gut kontrollieren und händeln. Es wäre wohl auch mein Todesurteil gewesen, wenn dem nicht der Fall gewesen wäre.
    Aber darin lag auch die erste Schwierigkeit des Trainings: Aufgrund seiner Größe und des stämmigen Körperbaus hatte Tank oft Probleme mit engeren Wendungen. In der Klasse A gab es davon glücklicherweise noch nicht allzu viele, aber spätestens die Galoppvolten, die ich mit Mephisto geübt hatte, würden viel Training und Zeit in Anspruch nehmen. Denen mussten wir uns aber bisher noch nicht widmen, also konnte ich mich voll und ganz auf die jetzigen Aufgaben konzentrieren.
    Als Figuren kamen Schlangenlinien mit vier Bögen und zehn Meter-Volten im Trab hinzu. In der Klasse E musste das Pferd schon den Mittelschritt, Arbeitstrab und Arbeitsgalopp beherrschen – für A brauchte man dann ebenfalls den Mitteltrab, der häufig im Leichttrab durchgeführt wurde, und den Mittelgalopp.
    Es gab außerdem eine ganze Handvoll Lektionen dazu: das Viereck verkleinern und vergrößern, der einfache Galoppwechsel, die Zügel aus der Hand kauen lassen und das Rückwärtsrichten. All diese würden wir in der nächsten Zeit in Angriff nehmen. Zuerst allerdings konzentrierten wir uns auf das Training allgemein, um Tank ein wenig wendiger zu machen und die Schlangenlinien problemlos durchführen zu können. Dann liefen auch die zehn Meter-Volten völlig ohne Schwierigkeiten ab. Schon zu Beginn arbeiteten wir am Mitteltrab und am Mittelgalopp, also einfach den raumgreifenden Tempi. Der Shire Horse Hengst arbeitete ausgezeichnet mit und wollte es mir immer recht machen, auch wenn er hin und wieder Probleme damit hatte, etwas zu verstehen. Er brauchte bei einigen Dingen ein wenig länger als andere Pferde, um sie wirklich zu lernen, aber wir hatten ja auch alle Zeit der Welt und standen nicht unter Zeitdruck, irgendetwas möglichst schnell zu erledigen, weshalb ich Tank zu nichts drängte.
    Nach einer Weile nahm ich die ersten Lektionen mit ins Training, wir begannen mit dem einfachen Galoppwechsel. Hierzu galoppierte ich Tank an, parierte ihn dann in den Schritt durch und anschließend galoppierten wir nach drei bis vier Schritten wieder an. Während der Schrittphase stellte ich das Kaltblut um, indem ich eine halbe Parade gab und zeitgleich den äußeren Schenkel ein wenig zurücknahm. Außerdem schob ich meine Hüfte nach vorn, um das Gewicht zu verlagern, und gab mit dem neuen inneren Zügel nach, sodass Tank die Hand wechselte. Er verstand irgendwann, worauf ich hinauswollte und führte die Lektion mit den Schritten dazwischen fehlerfrei aus, weshalb wir die Anzahl der Schritte immer weiter verringern konnten, bis das Durchparieren komplett wegfiel.
    Um das Viereck zu verkleinern und zu vergrößern, musste Tank das Schenkelweichen beherrschen, was allerdings nicht zu einhundert Prozent saß, weshalb ich auch dies noch mit ihm erarbeitete. Dazu bat ich Hunter, mir vom Boden aus ein wenig Hilfe zu leisten, zumindest für den Anfang. Hunter tippte den Hengst dann mit der Gerte an, sodass er einen Schritt zur Seite ging. Sobald er das tat, wurde Tank ausgiebig gelobt. Wir verringerten Hunters Einfluss immer weiter, bis es schließlich reichte, dass ich den Rappen mit dem Schenkel antippte, damit er zur Seite ausweichte. Damit konnten wir dann auch die entsprechende Lektion ausführen und von der Liste abhaken.
    Zu guter Letzt ließ ich Tank die Zügel aus der Hand kauen. Dazu ließ ich den äußeren Zügel etwas strammer als den inneren, damit ich noch eine Verbindung zum Pferdemaul hatte, und gab immer wieder halbe Paraden, damit Tank sich fallen ließ. Sobald er verstanden hatte, was ich meinte, und das auch ausführte, gab ich meine Hände nach vorn, damit das Riesenpferd sich entsprechend dehnen konnte. Es war grundsätzlich keine sonderlich schwierige Lektion, wenn der Vierbeiner einmal verstanden hatte, was von ihm verlangt wurde, und obwohl der Hengst etwas Zeit brauchte, um das auszuarbeiten, so lief es danach doch wie geschmiert.

    Es war eine ganze Weile vergangen, seit ich auf dem Bear Brook EC angekommen war, aber irgendwann endete jede Zeit und so war es für mich Zeit, Abschied zu nehmen, als ich das Training der Pferde erfolgreich für beendet erklärt hatte. Alle drei waren relativ problemlos gewesen und hatten größtenteils gut mitgearbeitet, auch wenn gerade Reverence dabei ab und zu einige Schwierigkeiten gehabt hatte. Dennoch war ich mehr als zufrieden mit dem Endergebnis und konnte dem Gestütsinhaber dann stolz verkünden, dass der Auftrag erledigt war. Hunter wollte sich natürlich noch selbst überzeugen, deshalb hatte ich ihn zur letzten Trainingseinheit eines jeden seiner drei Schützlinge mitgenommen und nochmal im Detail erklärt, wie alles gelaufen war, was einige Hindernisse gewesen waren und was besonders gut geklappt hatte. Hunter schien zufrieden, was nach einigen Absprachen und dem Packen meines Koffers für mich die Heimreise bedeutete. Ich wurde genauso herzlich verabschiedet wie vor einiger Zeit begrüßt, und fast bedauerte ich es, das Gestüt verlassen zu müssen, aber ich freute mich mindestens doppelt so sehr auf Townsend Acres und meine kleinen Reitponys, für die ich zumindest keine Aufstiegshilfe benötigte.

    Die Kür
    Die Fahrt zum Veranstaltungsgelände der Hengstkörung regnete es. Die Straßen waren teils so stark überflutet, dass man nur langsam fahren konnte. Vor allem mit Hänger im Schlepptau eine nervenaufreibende Angelegenheit. Umso glücklicher war, dass Käthe heute mitgekommen war. Mehpisto hatte bei uns eine grundsolide Ausbildung genossen und war endlich bereit in die Fußstapfen seiner Mutter zu treten. Endlich am Ort des Begehrens angekommen klang auch der Regen langsam ab. Wir hatten Mephisto zu Hause schon hergerichtet und die Showtrense vom Royal Peerage Shop mitgenommen. Wir luden Mephisto erst einmal ab und brachten ihn zu den Gastställen. Hier standen wir im Trockenen und konnten durch das Gebäude direkt in die Kürhalle eintreten, wenn es soweit war. Käthe schnappte sich wie selbstverständlich einen Striegel und half mir dabei dem Fell seinen letzten Glanz zu verpassen. Ich kümmerte mich dabei um Behang und Hufe des Hengstes. Mephisto stand seelenruhig da und beobachtete das rege Treiben um ihn herum. Hin und wieder nahmen wir uns die Zeit den Hengst zu loben und steckten ihm dabei auch das ein oder andere Leckerlie zu. Es war gut, wenn er wusste, dass er heute besonders belohnt wird für gutes, aufmerksames Verhalten. Das kommt mir bei der Vorführung später noch zugute. Wir wurden aufgerufen, noch während wir dabei waren das Langhaar zu verlesen. Hektisch lösten wir die letzten Knötchen und legten den schicken Leder-Führstrick an, der perfekt zur Trense passte. Nach dem Betreten der Halle grüßte ich die Richter, die in der Mitte bereits warteten. Etwa zwei Meter weiter lag eine Hindernisstange auf dem Boden, an der ich Mephisto anschließend aufstellte. Der Hengst stand herrlich geschlossen und hielt den Kopf in stolzer Manier. Glücklich ließ ich meinen Blick durchs Publikum schweifen und lächelte noch ein bisschen breiter als ich Käthe entdeckte, die mir zuzwinkerte als unsere Blicke sich trafen. Als nächstes führte ich Mephisto zuerst auf der linken und anschließend auf der rechten Hand in seinen Grundgangarten vor. Der Hengst lief dynamisch neben mir her und das wallende Langhaar unterstrich die gesamte Schönheit, die sich uns anbot. Nachdem wir unsere Runden gedreht hatten, kehrten wir zurück zu den Richtern. Ich bekam eine kurze Verschnaufpause. Als die Richter fertig waren ein paar Notizen auf ihre Blätter zu kritzeln, baten sie mich Mephisto vom Strick zu befreien. Sofort dampfte er ab und lief an den Rängen entlang, den Schweif leicht erhoben, was bei dieser Masse an Fell immer ein wenig seltsam aussah. Mephisto hatte etwas an sich, das einen in seinen Bann zog. Nach ein paar Minuten gaben mir die Richter das 'Okay' Mephisto wieder ranzurufen. Ich klickte den Strick ein und verabschiedete mich höflich. Den übrigen Tag studierten wir die Auftritte der anderen Teilnehmer und warteten auf die Ergebnisse am Abend, ehe wir Mephisto zufrieden wieder aufluden und durch den Regen zurück nach Hause fuhren.
    2958 Zeichen | gezählt mit charcount.com | von sadasha

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  7. Rinnaja

    Rinnaja Bekanntes Mitglied

    Meine Teilnahme mit
    Benjamin

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    Von
    Unbekannt
    Von Unbekannt Love Aus der Unbekannt
    Aus der Unbekannt
    Von Unbekannt Aus der Unbekannt


    17.08.2010
    Rasse: Rheinisches-Deutsches-Kaltblut
    Stockmaß: 160cm
    Deckhaar: Brauner

    |Charakter|
    Geschiechte


    Besitzer: Rinnaja
    VKR/Ersteller: Rinnaja


    Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential
    Dressur E A L M
    Western E A L M S S* S** S***
    Springen E A
    Military E A L M S
    Galopprennen E A L M
    Fahren E A L M S S* S**

    1.Platz 508.Dressur
    1.Platz 396.Fahren
    3.Platz 397.Fahren
    2.Platz 403.Fahren
    3.Platz 404.Fahren
    2.Platz 408.Fahren
    1.Platz 366.Military
    1.Platz 368.Military
    1.Platz 388.Military
    1.Platz 462.Galopp
    2.Platz 465.Galopp
    2.Platz 472.Galopp
    2.Platz 473.Galopp
    2.Platz 455.Western
    2.Platz 461.Western
    1.Platz 467.Western
    1.Platz 469.Western
    1.Platz 359.Distanz
    1.Platz 364.Distanz
    2.Platz 368.Distanz

    Schleifen
    Körung
    Decktaxe/Leihgebühr: 00J

    Gencode: ---
    Nachkommen
    0/5
    -


    Offizieller Hintergrund | PNG | Puzzle-PNG

    Die Kür

    Ein letztes mal strich ich die Satteldecke glatt und überprüfte die Mähne meines Hengstes, ob sich auch ja keiner der Zöpfe gelockert hatte. Er sah tadellos aus, und schwang ich mich schließlich in den Sattel, natürlich nicht ohne auch mein Äußeres einer genauen Prüfung zu unterziehen.
    „Wird schon schiefgehen.“ erklang die Stimme meines Begleiters hinter mir, doch ich fand keine Zeit mehr für eine Erwiderung.
    „Nun folgt der Rhenische Deutsche Kaltblut Hengst Benjamin. Er wird vorgestellt von (Rinnaja).“
    Tief durchatmend nahm ich die Zügel auf und mein Hengst schritt in die brechend volle Halle. Benjamin war ein alter Hase. Er kannte volle Hallen nur zu gut und hatte scheinbar beschlossen sich heute von seiner besten Seite zu zeigen.
    Ich ließ ihn vor der Tribüne der Richter halten und grüßte. Selbst mein Hengst neigte den Kopf, was unter den Zuschauern vereinzeltes Gelächter hervorrief. Schließlich begannen wir mit unserer Kür. Wir waren das Ganze sicher tausend Mal durchgegangen, solange bis ich sogar von der Kür geträumt hatte.
    Benjamin schien sich der Augenpaare, welche auf ihm ruhten durchaus bewusst zu sein, denn der RDK zog eine Show ab, wie man sie höchstens von einem Rassehengst erwartet hätte.
    Mit stolz erhobenem Kopf und weit ausgreifend machte er sich, beinahe ohne mein Zutun, auf den Weg vom Bahnpunkt X zu E.
    Nun ging es im Schritt auf die ganze Bahn, nur um beim nächsten Zirkel anzutraben und auf den Zirkel zu gehen. Mit 'aus dem Zirkel wechseln' m Trab, hatten wir bereits den Trab auf beiden Händen sowie die zwei geforderten Bahnfiguren abgearbeitet, doch wir wollten nicht stur den Anweisungen folgen und so hatten wir uns eine schöne Kür ausgedacht.
    Bei C gingen wir schließlich ganze Bahn, nunmehr wieder im Schritt. Erschrocken stellte ich fest, dass meine Gedanken bereits abschweifte, so eigenständig ging Benjamin.
    Die Zeit schien auf einmal schneller zu vergehen. Eine runde ganze Bahn, angaloppieren, den Galopp auf der linken Hand präsentieren, auf den Mittelzirkel gehen, durch den Zirkel wechseln und Galopp auf der anderen Hand, schon fand ich mich bereits bei X wieder. Bevor ich aus der Halle ritt, grüßte ich die Richter ein zweites Mal.
    Wieder außerhalb der Arena ließ ich die Zügel auf den Hals des Hengstes fallen und lobte ihn ausgiebig. „Wenn wir heute nicht bestanden haben, dann weiß ich auch nicht weiter.“ flüsterte ich ihm zu, ehe ich umringt und zu unserer tollen Leistung beglückwünscht wurde. Doch insgeheim wusste ich, es war nicht meine Leistung gewesen, sondern die meines wunderbaren Pferdes.
    2564 Zeichen – geprüft mit lettercount || ©BellaS

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  8. adoptedfox

    adoptedfox Bekanntes Mitglied

    adoptedfox alias Käthe von Landsberg
    Meine Teilnahme mit Compliment


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    Hengst
    Compliment | englisches Vollblut | 08. Oktober 2016
    Stockmaß: 1.72cm
    Gewicht: 428.00kg
    Fellfarbe: Rappe



    • Abstammung •
    Von Valentines Cantastor
    Von Cataract Aus der Nushin

    Aus der Indiana
    Von Bubi Aus der Irmelin



    • Charakter •
    neugierig | verspielt | aufmerksam | anhänglich

    Compliment ist ein unerschrockener Hengst der sich bislang nur durch Nervosität verunsichern lässt. Trotz seiner anhänglichen und verspielten
    Züge sollte man den jungen Hengst jedoch nicht unterschätzen. Während der Rosse der Stuten hat Compliment ein
    durchschlagendes Temperament und vergisst dann auch schon mal seine guten Manieren und neigt zu beißen.


    Auf dem PFS' Pineforest Stable gezogen war Compliment ein Geschenk an Käthe von Landsberg.
    Aufgrund seiner Abstammung ist der Hengst eine Bereicherung für das von Landsberg Gestüt,
    sowohl für den Sport- als auch Zuchtbereich. Der Hengst hat ein großes Potenzial für den Galopprennsport, soll aber auch im Springen und in der Vielseitigkeit gefördert werden.




    • Qualifizierungen & Erfolge •
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren x

    ● Schleifenaufstieg
    Trainingsaufstieg Potential
    Dressur E A L
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP


    Springen E A L M S
    Show Jumping: E A* A** L M* M** S* S** S*** S***


    Military E A L M S
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****

    Galopprennen E A L M S S* S** S***
    Ausgleichsrennen|Hindernisrennen: AIV AIII AII AI | AU AM AG


    Offiziell
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    Inoffiziell
    -
    Zuchtverband
    -
    GHP - Prüfungen + Reiterspiele
    -

    Abstammung: 3
    Schleifen: 13
    HS: 0
    TA:
    0
    Trainer: 1
    Zubehör: 2

    Gesamt: 19



    Zuchtinformationen
    Zur Zucht zugelassen: nein
    Eingetragene Zucht: von Landsberg
    Züchter/Herkunft: PFS' Pineforest Stable


    Nachkommen
    0/5

    Besitzer: adoptedfox (Käthe von Landsberg)
    VKR/Ersteller: sadasha



    • Gesundheitszustand •
    Letzter Tierarztbesuch: 18. Dezember 2017
    Chronische Krankheit/en: -
    Erbkrankheit/en: -


    Letzter Hufschmiedbesuch: 17. Juni 2017
    Hufkrankheit/en: keine
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    von Landsberg Trainings-Center | Springtraining Stufe A - L | Compliment | 3409 Zeichen
    Käthe | “Hört das denn gar nicht mehr auf?” fragte ich seufzend und ging zurück zu Compliment, der vor seiner Box angebunden stand und döste. Es regnete seit gut einer halben Stunde und die Wolken am Himmel sahen wenig danach aus, dass es innerhalb der nächsten Minuten aufklaren würde. “Ich frag dich wirklich ungern.” begann ich und ging zu Erin, die damit beschäftigt war die Box ihrer Stute Funny Sugar zu misten. “...aber würdest du mir in der Halle ein paar Sprünge und Cavalettis aufbauen?” Erin unterbrach ihre Arbeit und strich sich ein paar wilde Strähnen aus dem Gesicht. “Was wäre ich nur für ein Mensch, wenn ich Nein sagen würde, wo du doch so schön bettelst?” lachte sie und legte die Forke in die Schubkarre um sie nach draußen in die Stallgasse zu schieben. Während ich in die Sattelkammer ging um meinen Helm und die Sicherheitsweste zu holen, baute sie ein paar Kombinationen auf. “Ich danke dir vielmals!” rief ich ihr zu, als ich Compliment durch das große Tor der Halle führte. Ich schloss das Tor und führte den Hengst in die Mitte der Halle zur Aufstieghilfe. Dank ihr saß ich binnen Sekunden im Sattel und korrigierte meinen Sitz, bevor ich in die Steigbügel stieg und die Zügel in meiner Hand sortierte. Im Schritt ritten wir ein paar Runden um die Hindernisse herum, bevor ich den Hengst antrabte und ihm etwas Zügel vorgab, damit er sich strecken konnte. Nach einer guten viertelstunde parierte ich ihn in den Stand um nachzugurten. Dann wollen wir mal dachte ich und Compliment schnaubte, als würde er mir zustimmen. Ich galoppierte ihn aus dem Stand an und taxierte die Kombination aus Cavalettis zum aufwärmen. Fünf Cavalettis waren an der langen Seite der Bahn aufgebaut. Für Compliment, der recht hochbeinig war, war es eine Leichtigkeit die Cavalettis zu überwinden und auch die Sprünge auf A-Niveau waren kein Problem für ihn. In den letzten Wochen musterte der Hengst sich immer mehr zum erfahrenen Turnierpferd und oft dachte ich wehmütig an die Tage zurück, an denen ich noch ohne Probleme über seinen Rücken greifen konnte. Ich taxierte das nächste Hindernis, dessen Stange höher lag als bei den bisherigen Sprüngen. Im Kopf zählte ich die Galoppsprünge bis zum Absprung mit. Perfekt! Ich stand aus dem Sattel auf und lehnte mich auf den Hals des Hengstes. “Prima!” lobte ich den Hengst laut als ich wieder im Sattel saß und wir um den Parcours galoppierten. Nach einer Stunde beendete ich die Einheit und parierte den Hengst in den Trab und schließlich zum Schritt durch. Nur einen Sprung hatte er verweigert und ich war mir sicher, dass es mein Fehler war. Am langen Zügel ritten wir ein paar Runden auf der ganzen Bahn bevor ich Compliment hielt und abstieg. Ich lockerte den Gurt, schob die Steigbügel nach oben und nahm ihm die Zügel vom Hals um ihn aus der Halle zu führen. Glücklicherweise hatte es aufgehört zu regnen, doch der Himmel war noch immer zugezogen. Ich führte den Hengst in die Stallgasse und band ihn vor seiner Box an. Nachdem ich ihn abgesattelt hatte, legte ich ihm eine leichte Abschwitzdecke über und brachte ihn in seine Box, wo er sich über das frische Heu hermachte. Ich räumte seinen Sattel, die Trense und die Gamaschen zurück in den Spind und ging in die Reithalle um die Hindernisse abzubauen. Die Springstunde lief mehr als zufriedenstellend und ich war mir sicher, dass Compliment in Zukunft bei Turnieren auf L-Niveau gut abschneiden würde.


    Ich stimmte dem Applaus der Zuschauer ein, als Hunter und Mephisto die Halle verließen. Es war das erste Mal, dass ich die Vorstellung eines meiner Pferde von den Tribühnen aus mit ansehen würde. Ein Virus hatte mich bitter erwischt und so sehr ich auch wollte, hielt ich mich keine fünf Minuten im Sattel ohne dass sich alles zu drehen begann. Da die Anmeldung von Compliment bereits eingereicht war und die Startgebühr beglichen, bat ich Erin für mich einzuspringen. Als ich die beiden am Hallentor erblickte, legte ich dass Programmheft beiseite und sah mir die Kür an.
    Im Leichttrab ritten die beiden in die prunkvoll geschmückte Halle ein und bogen auf die Mittellinie ab. Auf X parierte sie den Hengst zum Stand und begrüßte die Richter. Beide machten einen entspannten, sicheren Eindruck und sahen mehr als elegant aus in ihrem aufeinander abgestimmten satin-schwarzen Outfit. Erin wendete bei C die ganze Bahn ab und gab Compliment die Hilfen zum Galopp. Im versammelten Galopp blieben sie zwei Runden auf der ganzen Bahn, bevor sie auf den Zirkel wechselten und das Tempo verringerten. Der Hengst zeigte sich von seiner besten Seite und bot einen schwungvollen, starken Trab. Zurück auf der ganzen Bahn ritt Erin eine Schlangenlinie mit zwei Bögen im Schritt. Compliment stand gut an den Hilfen und ich war schon jetzt mehr als zufrieden mit den beiden. Nach einem Wechsel durch die halbe Bahn zeigten sie sich erneut im Schritt, Trab und Galopp. Zum Ende der Kür zeigten die beiden eine Traversale durch die ganze Bahn, bevor sie sich wieder auf der Mittellinie einfanden und auf X hielten. Nach der Verabschiedung verließen die beiden am langen Zügel die Halle. Während auch die Zuschauer das Paar verabschiedete, legte ich meine Decke zusammen und ging zum Pferdehänger. “Das sah gut aus! Ich bin stolz auf euch!” lobte ich Erin und klopfte Compliment den verschwitzten Hals. Ich bereitete den Paddock vor, während Erin den Hengst absattelte und ihm eine leichte Abschwitzdecke auflegte. Als sie 2 Flaschen Piccolo aus dem Kofferraum holte lachte ich. “Das haben wir bitter nötig!”
    2096 Zeichen | gezählt durch lettercount.com |geschrieben von adoptedfox

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    sadasha gefällt das.
  9. Cascar

    Cascar ∞ SchafZähmer und PapageienZüchter ∞

    Ann England
    YACEDOR GEPIR

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    Steckbrief
    Stallinterne Informationen
    _________________________________

    Zuchtname des Pferdes: Yacedor Gepir
    Rufname(n): Yacedor, Gepir, Yace ("Jatze")
    Besitzer: Cascar Winterscape
    Reitweise: Englisch
    Vorbesitzer:
    Vorkaufsrecht: Meister Yoda

    Tierarzt: Eddi Caen
    Hufschmied:
    Ausbilder: Ann England
    Reitbeteiligung: Ann England

    Stall: Oststall
    Weide: außerhalb des Hofes;
    nordwestlich m. Offenstall
    Einstreu: Stroh
    Futter: Heu, Saftfutter;
    Kraftfutter 2x täglich
    Anmerkungen: bitte reichlich Streu aufgrund der Gelenke
    und des dünnen Fells und damit erhöhter Verletzungsgefahr

    Portrait: ✘


    Abstammung
    _________________________________


    Von: Yipsonos Hchrassus
    Yampala Munir x unb.

    Aus der: unb.
    - x -

    Zur Zucht zugelassen:

    Gencode: n. g.
    Vererbung: Gelenkerkrankung
    wird nicht vererbt. / n. g.
    Nachkommen:


    Exterieur
    _________________________________

    Geschlecht: Hengst (männlich)
    Geburtsdatum: 24. März 2010
    Rasse: Achal Tekkiner
    Herkunft: Usbekistan

    Stockmaß/Endmaß: 170,4 cm
    Art: Pferd
    Typ: Vollblut

    Fellfarbe: Cremello (Albino)
    Langhaar: eierschale / weiß / tw. leicht rötlich
    Abzeichen:
    Sonstige Erkennungsmerkmale: Fischauge
    auf beiden Seiten


    Interieur
    _________________________________


    freundlich ◆◆◆ bösartig

    introvertiert ◆ extrovertiert

    intelligent ◆◆◆ unintelligent

    selbstbewusst ◆◆◆ unsicher

    sozial ◆◆◆◆ unsozial

    nervös ◆◆◆◆ beständig

    ausgeglichen ◆◆◆ unausgeglichen

    temperamentvoll ◆◆◆◆ ruhig

    aufmerksam ◆◆◆ unaufmerksam

    streitlustig ◆◆◆◆ friedlich

    naiv ◆◆◆◆ dominant

    loyal ◆◆◆ untreu

    arbeitsfreudig ◆◆◆◆ faul

    geduldig ◆◆ ungeduldig


    Charakterbeschreibung: Yacedor Gepir ist gewissermaßen ein Hengst mit zwei
    Gesichtern: Zum einen lernt man schnell einen recht dominanten, temperamentvollen
    und vor allem selbstbewussten Hengst kennen, mit dem man sich immer wieder
    auseinandersetzen muss, um dessen Loyalität zu gewinnen. Zum anderen ist Gepir sehr
    intelligent und trägt seine Unerzogenheit als eine Art Maske - fordert man ihn (sowohl
    geistig als auch körperlich) und lässt sich auf ihn ein, arbeitet der Cremello mit
    unheimlicher Konzentration, Perfektion und Liebe zum Kleinen mit. Diese
    Eigenschaften machen ihn sehr geeignet für den höheren Dressursport.

    Geschichte: Yacedor wurde auf einem Achal Tekkinergestüt in Usbekistan geboren und
    auch grundlegend ausgebildet. Im zarten Alter von zwei Jahren lief er sein erstes
    Rennen - und stürzte. Infolgedessen wurde bei dem jungen Hengst eine vermutlich auf
    Inzucht zurückzuführende, chronische Gelenkerkrankung (nicht erblich!) festgestellt, die
    ihn für die meisten Reitsportarten untauglich macht. Allerdings zeigt er sich begabt und
    begeistert in der Dressur, sodass er in jenem Geschäft unter ausreichend und
    schonendem Training erfolgreich sein kann. Eine Herausforderung und gewissermaßen
    auch Lebensaufgabe, dem der Zuchtstall Gepirs nicht gewachsen war: Der Hengst
    wurde verkauft und lebt seitdem in den WCS.

    Qualifizierungen & Erfolge
    _________________________________


    Eignung: Dressur, ggf. Trail

    Springen: E A L
    Military:
    Western (Trail):
    Distanz: E A L

    Galopprennen:
    Fahren:

    Dressur: E A L M S S* S** S***
    Gangreiten:
    Wendigkeit: E A L M

    Turnierbedingter Aufstieg | Trainingsaufstieg | Potential


    Auszeichnungen:

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    1. Platz; 397. Dressurturnier | 2. Platz; 421. Dressurturnier
    1. Platz; 423. Dressurtrunier | 1. Platz; 428. Dressurturnier
    3. Platz; 435. Dressurturnier | 2. Platz; 487. Dressurturnier
    3. Platz; 499. Dressurturnier | 2. Platz; 544. Dressurturnier


    Ausbildungsstand
    _________________________________


    Fohlen ABC:
    Longiert:
    Eingeritten:
    Eingefahren:

    Beurteilung: "Eigentlich kann er's!" - Yacedor stellt seine Menschen
    gern auf die Probe und blüht erst bei entsprechendem
    Anspruch wirklich auf.

    Gelassenheitstraining:
    Hindernisgewöhnung:
    Hängergewöhnung:
    Startboxgewöhnung:

    Roundpen: schnell gelangweilt, selten konzentriert
    Reitplatz/Reithalle: neugierig; es ist schwer seine Konzentration
    wieder zu erlangen, wenn man sie einmal veloren hat …
    Gelände: erstaunlich trittsicher, läuft ungern auf hartem Untergrund,
    hat aber insgesamt sichtlich Spaß an der frischen Luft um die Ohren


    Gesundheitszustand
    _________________________________

    Gechippt:
    Geimpft:
    Bekannte Krankheiten: empfindliche Gelenke aufgrund von
    Inzucht / Überzüchtung; fällt meist im nassen und kalten auf
    (Herbst-/Wintermonate); nicht erblich
    Anmerkungen: zurzeit gesund

    Hufzustand: gut
    Prüfstand: verfallen
    Beschlag vorn:
    Beschlag hinten:
    Anmerkungen: schmiedtauglich,
    nicht beschlagen
    Trainingsberichte (9)
    Dressur E/A (Catalina)
    Aus dem kühlen Schottland flog ich nun ins warme und sonnige Neuseeland. Ziel war der Tekke Gèpir, der eine Dressurlektion erhalten sollte. Die Ranch war etwas abgelegen, daher fuhr ich gut eine Stunde, ehe ich dort ankam und von Cascar begrüßt wurde. Das Mädchen zeigte mir im Stall ihren Liebling, und während ich ihn vorbereitete, erzählte sie mir von der Anlage des Hofes. Der Cremello war aufmerksam und hatte den Kopf hoch erhoben, solange ich sein Fell kurz bürstete; war er doch sehr sauber und nur die Hufe mussten gesäubert werden. Dann wurde er von Cascar aufgesattelt und von mir getrenst und ab ging es auf das Dressurviereck.
    Die Sonne diente uns mit Wärme und genügend Licht, da es schon fast sechs Uhr abends war, und ich begann, den Hengst mit lockeren Dehnübungen und Übergängen vorzubereiten. Der raumgreifende Leichttrab sowie der Galopp waren sehr schön zu sitzen, und auch die Lektionen der E-Dressur waren dem Hengst bekannt. Im Trab ging es hinter A auf den Zirkel. Der Tekke war ein schneller Lerner, doch erst nach zwei Runden hatte er den Kopf nach innen gestellt und setzte die Hufe wie erwünscht auf den Boden. Gemächlich begann ich damit, die Zirkel zu vergrößern und dann auch zu verkleinern. Danach folgte eine Schrittphase mit Schlangenlinien und auch kleineren Volten. Im Prinzip klappte auch dies einwandfrei, aber im Trab an der nächsten Seite zog er sehr nach außen, was daran lag, dass die Zügel nicht direkt aufgestellt waren. Es wurde eirig. Diese Lektion wiederholten wir noch einige Male, danach ging es aber zum Galopp.
    Ich wollte auch testen, ob die Bahnfiguren im Galopp ebenso sehr von der Hand gingen und fließend waren. Aber erst gab es eine normale Runde im Außengalopp. Gèpir fußte weit nach vorne, daher nahm ich die Zügel auf. Für ein Rennpferd wäre das eine gute Eigenschaft, bei der Dressur gäbe dies aber Abzüge. Schließlich hatte sich der ausdrucksstarke Hengst darauf eingestellt und fußte korrekt auf. Hinter C setzten wir auf den Zirkel. Das Tempo war klasse. In der Geschwindigkeit funktionierte das Lenken, Aussitzen und Hilfe geben klasse, daher beließ ich es dabei und ließ Gèpir nach gut drei Runden auf dem Zirkel durchparieren. Der Hengst ließ seinen Kopf hängen, schnaubte und hustete kurz, riß ihn dann aber wieder hoch und trabte in Ruhe ab. Danach gingen wir im Schritt die gerade erprobten Figuren durch, als Abschlusssequenz, ehe ich absaß und das Pferd abmarschbereit machte.
    Dressur A/L (Catalina)
    Die ganze Arbeit im gemäßigten Europa und kalten Kanada hatte sich negativ auf mich ausgewirkt. Nicht nur, dass mich mein Jetlag einfach umbrachte, nein, ich war wieder in Down Under. Naja, Neuseeland, um es genauer zu sagen. Cascar hatte seit zwei Wochen einen Auftrag bei mir, doch da ich ja Probleme mit dem Umzug und Bennys Gesundheit hatte, hatte ich diesen Auftrag nach hinten geschoben – Cascar fand das nicht schlecht. Trotz des Umstandes, dass ich Shorts und ein luftiges Shirt trug, war die Luft im Terminal sehr unangenehm. Doch ich schaffte es, mir ein Taxi zu rufen, um zum Winterscape Stable zu kommen. Dort angekommen, musste ich erst einige Male blinzeln und lief dann schnurstracks in den Stall. Dort fand ich auch Yacedor in seiner Box. Der Tekke fraß etwas Heu und schaute mich dann an. Zwei Boxen weiter bommerte ein weiterer Achal mit den Hufen gegen die Wand. Der Buckskin sah, ob des abgemagerten Zustandes, sehr agressiv aus. "Cascar? Hallo?", rief ich einmal verwirrt. Ich wollte mich mit dem Pferd nicht anlegen, daher führte ich den Cremello an die Wand, wo ich ihn anband und weiterhin ein Auge auf den Krachmacher hatte. Yacedor wurde gebürstet und gestriegelt, und eine Staubwolke wirbelte hoch, als ich besonders hartnäckige Schmutzflecken aus seinem sonst seidigen Fell herausarbeitete. "Ja?" "Dein Krachmacher-" "Worgait. Der Arme muss dringend fressen.", sie setzte den Dressursattel des Tekken ab und seufzte. "Ich komme mit ihn nicht so gut klar. Schlechte Verhältnisse, unterfüttert, dazu dieses Verhalten und er ist auf Entzug. Medikamente.", sie wischte sich lasch über die Stirn, als ich den Hengst aufsattelte. "Ach du je. Das ist ja schrecklich. Ich meine, ich habe Sarahs Braum 'sozialisiert', wie sie und Hansi mir gesagt haben, und Dorn und Steel sind auch nicht die umgänglichsten Ponys, aber mit so einem Pferd..." Yacedor machte ein grunzendes Geräusch und hustete dann. Sofort drehte ich mich um, fischte ein sauberes Papiertuch aus meiner Jackentasche und machte seine Nüstern sauber. Das benutzte Tuch warf ich weg und trenste den Tekken auf. "Benutz bitte den Platz.", bat Cascar, als sie langsam auf Worgait zu ging. "Die Halle ist zu warm für den Kleinen.", sprach's und so zogen wir über den offenen Platz auf den ausgewiesenen Platz zum Dressurviereck. Die offene Steppe hinter der Umzäunung sah wohl sehr interessant aus, denn mit hocherhobenem Kopf blieb er versammelt stehen und ging dann nach Zureden wieder mit mir mit.
    Es folgte das ordinäre Prozedere. Gang- und Tempowechsel und Bahnfiguren der vorher erlernten Lektionen. Dabei legte ich besonderen Wert auf die Wendungen, sprich Zirkel, Volten, Kehrtwendungen und vergrößern beziehungsweise das Verkleinern der eben genannten Figuren. Dabei spielte der Cremello richtig gut mit, legte sich aber im Mittelgalopp ordentlich in die Kurven, weshalb ich die Schritte verlängerte, damit er sich mehr auf sein Gleichgewicht konzentrierte und nicht zum Rennpferd mutierte. Nach anderthalb Runden war aber Schluss mit lustig und wir trabten noch etwas, bis er dann parierte. Einige Schweißperlen rannen seinen Hals herunter, daher wollte ich jetzt höchstens im Trab mit ihm arbeiten. Bei A angekommen, bereitete ich eine Schlangenlinie durch die ganze Bahn vor, mit drei Wendungen. Der Hengst führte jede Bewegung exakt aus. Direkt im Anschluss gab es einen kleinen Zirkel, woraufhin der Hengst automatisch angaloppierte. Aber direkt in der Ecke bei K parierte er direkt durch zum Schritt. Das sollte auch für heute erst einmal reichen. Ich führte ihn in den kühlen Stall, drehte aber sofort mit ihm um und ging dann nach draußen, sattelte ihn ab und fuhr mit einem feuchten Schwamm über sein schwitziges Fell, trocknete ihn dann ordentlich und gab ihm eine Möhre. Er wurde auf den Paddock gestellt. Zum Schluss verabschiedete ich mich noch von Cascar und fuhr dann wieder zurück zum Airport.

    Dressur L/M (Cascar)
    "Na dann mach mal los!", sage ich, während ich mich häuslich auf dem Campingstuhl einrichte und die Liste auf meinen Knien platziere. "Aye aye!", macht Ann und Yacedor Gepir schnaubt unter ihr. Der Hengst scheint locker und warm; um seine Kandare findet sich leicht weiße Spucke und seine Ohren sind aufmerksam in Richtung seiner Reiterin gedreht. Hin und wieder bewegt sich auch eins in meine Richtung - immer dann, wenn der Wind das Papier rascheln lässt.
    Es steht eine Stufenerhöhung an oder vielmehr deren Abnahme: mehr als ein halbes Jahr haben Ann und Gepir trainiert, um offiziell in M-Dressuren zu starten und genau heute sollen sie dafür die Erlaubnis erhalten. Da Ann keine Trainerin ist, bin ich diejenige, die das Gesehene absegnet. Per Häkchenliste.
    Die Dressurreiterei ist ehrlich in den höheren Stufen nichts für mich. Dennoch kenne ich die Figuren und weiß, wann ein Pferd gut läuft. Was den Rest betrifft, da vertraue ich Ann maßlos, die ihrerseits schon S*-Dressuren geritten ist.
    So wie Yacedor derzeit im lockeren Schritt seine Runden zieht, mag das vielleicht nicht gleich logisch klingen, aber Stufen wie diese werden dieses Pferd und seine Reiterin zukünftig gemeinsam meistern.
    Ann nimmt die Zügel langsam, aber bestimmt auf und Yacedor gibt willig im Genick nach. Vom Arbeitsschritt geht es so mit minimaler, wirklich kaum zu sehender Hilfengebung, erst in den Mittelschritt, dann in den starken Schritt. Leichtfüßig verlagert Gepir seinen Schwerpunkt und tritt ordentlich unter; im starken Schritt streckt er die Vorderbeine mühelos. Ich bin schon jetzt begeistert und während ich meine ersten drei Häkchen setze steht - wie Ann später zu berichten weiß - mein Mund offen, vor Faszination.
    Nicht minder faszinierend, aber doch deutlich mehr Mühe bereitet gleich darauf die Schrittpirouette bei X. Gepirs Ohren spielen da doch etwas nervöser und ein, zwei Mal schlägt er mit dem Schweif. Ann legt den Kopf leicht schräg und ich höre, wie sie "Aber doch!" zu ihrem Pferd sagt. Schließlich gibt Yacedor in der Schulter nach und vollführt eine volle Pirouette. Daraufhin hält Ann ihn und lobt den Cremello. Der genießt es indes, den Hals einmal zu strecken, ist aber gleich wieder dabei, als Ann das Training fortführt. Schrittübungen jedoch sind jetzt erstmal aus - Gepir darf laufen.
    Wieder präsentieren mir Ann und er erst den Arbeits-, dann den Mittel- und schließlich den starken Trab. In letzterer Form scheint der Hengst förmlich zu schweben und als würde er wissen, wie toll er aussieht, stellt er auch noch den Schweif ein wenig auf. Ich lächle begeistert, mache fleißig Haken und versuche nebenbei mühsam zu erkennen, ob Yacedors Carpalgelenke gestreckt sind. "Verstärke mal noch ein bisschen!", rufe ich Ann schließlich zu und siehe da - es geht noch mehr. Nach zwei knappen Minuten ist es aber gut und im Mitteltrab geht es erst auf das kleinere Viereck, mit dem Schenkelweichen, dann in eine waschechte Travers. Soweit ich das aus meiner Perspektive sagen kann, bekommt Yacedor die Beine jetzt schon ziemlich weit in die waagerechte; schwache Gelenke haben eben doch auch Vorteile.
    Auch im Galopp wird das sichtbar, als der Hengst immer schwungvoller und leichtfüßiger wird, je mehr Ann ihn versucht zu versammeln. Auf dem Zirkel gelingt es schließlich und als Ann wieder ganze Bahn geht und die Schritte verlängert, folgt Gepir begeistert und dieses Mal mit nach vorn gerichteten Ohren. Vermutlich deshalb nicht auf Anhieb klappen die fliegenden Galoppwechsel. Eine neue Lektion, die Gepir augenscheinlich auf den Impuls des Reiters hin noch viel abverlangen. Ich kann beobachten, wie Ann immer kurz davor die Gerte hinter ihrem Bein auf dem Pferdebauch ablegt, quasi als Vorwarnung. Die Lektion klappt trotzdem "nur" in drei von fünf versuchen. Der fliegende Galoppwechsel bekommt deshalb auf meiner Liste nur einen halben Haken. Umso besser klappt dafür der einfache Galoppwechsel.
    Schließlich pariert Ann zum Schritt durch und macht weiter mit Schulterherein, das in dieser Stufe ebenfalls als neue Lektion abgefordert wird. Gepir weiß augenscheinlich sehr genau, was von ihm verlangt wird, geht aber erst auf ein Bitten in die gewünschte gebogene Haltung. Er schnaubt, als er sie wieder verlassen darf. Auf einer langen und kurzen Seite versammelt die Reiterin ihr Pferd weitestgehend im Schritt und als der Hengst daraufhin antrabt, behält er jene auch fast vollständig bei. Ich pfeife anerkennend und mache einmal mehr meine Häkchen. Nun fehlen eigentlich nur noch die Traversale und die Renvers. Ich warte gespannt und tatsächlich startet Ann in die Renvers und die Traversale ist der krönende Abschluss ihrer dargelegten Kür. Begeistert klatschend stehe ich auf, als Yacedor und Ann bei X halten und mich richtergleich grüßen. Als die beiden im Schritt auf mich zu kommen, tauche ich zwischen dem Zaungestänge durch auf den Platz. "Echt suuper!", sage ich begeistert lächelnd und Ann scheint ein wenig atemlos, aber genau so glücklich. "Ja, er hat sich ganz schön gemausert. Vor allem rittiger ist er geworden.", stimmt sie mir zu. Das sehe ich auch so.
    Wir reden noch weiter, auch und vor allem darüber, was verbesserungswürdig ist - dazu zählen neben dem Timing und einzelnen Lektionen auch das Halten von Gepirs Aufmerksamkeit, um Fehler im Turnier zu vermeiden.
    Insgesamt verlassen wir den Platz aber sehr positiv gestimmt an diesen frischen Herbsttag und ner als optimistisch, was die kommenden M-Dressuren von Yacedor Gepir und Ann betrifft.

    Dressur M/S (Bracelet)
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    Das Den Vackra Trakehner Stud hatte kürzlich seinen Trainingsbetrieb eröffnet und nahm sich nun ganz offiziell der Aus- und Weiterbildung von Reit- und Sportpferden, sowie deren Trainern und Besitzern an. Eines unserer ersten Paare waren Ann England und Yacedor Gepir, ein auffällig gefärbter Achal Tekkinerhengst mit auffallend viel Potential. Die Zwei waren zu uns nach Schweden gereist und sollten hier den März mit uns verbringen. Dabei sollte ihre Reise ganz im Zeichen der Dressur stehen. Es stand die schwere Klasse als neue Herausforderung für die beiden, vor allem Yacedor, an und ebenso sollte der hübsche Cremello im Zuge dessen anpiaffiert werden.
    Am Nachmittag des Ersten des Monats begrüßte ich Ann ganz herzlich bei uns auf dem Gestüt, wo sie in unserem Haupthaus ein schönes Zimmer im Landhausstil zur Verfügung gestellt bekam. Darin befand sich alles was das Herz begehrte; alles drum und dran war vorhanden. Ja, sogar ein toller Flachbildfernseher und eine Fußbodenheizung waren inkludiert. Yacedor Gepir bekam ebenfalls eine all-inclusive Pension. Wie gewünscht stand er für die Zeit des Trainings in einer mit Stroh eingestreuten großen Box mit nach Bedarf abgrenzbaren, direkt angrenzenden Paddock. 2 mal täglich bekam er neben 4 mal Raufutter in Form von Heu Kraftfutter. Saftfutter stand frei zur verfügung; je nach Vorliebe seiner Reiterin konnte dieses zugefüttert werden oder eben nicht.
    Am ersten Tag passierte noch nicht all zu viel. Ann konnte sich erstmal einleben und auch Yace, wie er genannt wurde, durfte sich in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen.
    Am darauffolgenden Tag allerdings stand bereits Programm an. Abgesehen von der Gestütsführung für die Neuankömmlinge stand nämlich für das schicke Reiterpaar ein Vorreiten vor mir, der Gestütsleiterin und Trainerin für die schwereren Klassen hier an. Ich wartete dabei in der Halle, bis die Beiden einritten. Ich ließ sie ganz normal ihre alltägliche Arbeit vorzeigen. Man sah Ann definitiv an, dass sie eine wirklich gute, talentierte Reiterin war. Trotz der ungewohnten Umgebung und dem Temperament das augenscheinlich in ihrem Pferd steckte zeigte sich mir ein sehr stimmiges, entspanntes Bild. Für seine Rasse ließ Yace unfassbar schön im Genick los; ließ sich beim vorwärts-abwärts-traben locker fallen und schwang locker im Rücken durch, während die Hinterbeine aktiv unter den Schwerpunkt traten. Genau wie man sich das vorstellte. Nach einer in etwa 20 minütigen Lösungsphase, die mir wirklich gut gefiel, war die Arbeitsphase dran, die ich ebenfalls ganz besonders kritisch beäugte. Ann machte wirklich beinahe bis gar keine Fehler und auch der Hengst gefiel mir wirklich gut. Er hatte definitiv das Zeug in der schweren Klasse erfolgreich zu werden. Nach knapp einer Stunde Reiten war das Vorreiten beendet und ich strukturierte meine Notizen um diese anschließend in Ruhe mit Ann zu besprechen.
    Dies stand dann am Nachmittag auch direkt an. Abgesehen davon klärten wir zusammen wie die folgenden vier Wochen aussehen sollten und einigten uns dabei relativ rasch.
    Am dritten Tag ging es natürlich sofort weiter und richtig los. Immerhin hatten wir viel zu tun. Neben des Anpiaffierens gab es für Yace nämlich noch so einiges zu lernen. Er kannte zwar die meisten Lektionen einer S-Dressuraufgabe bereits ansatzweise; so richtig jedoch klappten sie natürlich noch nicht, da es ihm hier definitiv noch an Routine und ein wenig Körpergefühl mangelte, wie es nunmal bei jedem angehenden Dressurpferd der Fall war. Dennoch präsentierte er sich in der Reitstunde, die ich dem Reiterpaar gab, von seiner besten Seite und kämpfte wirklich mit. Ich gab seiner Reiterin dabei Tipps über ein Headset, die sie sehr schnell umsetzen konnte, was sich sofort an ihrem Hengst zeigte, der sehr fein auf Anns Hilfegebung reagierte. Es waren Kleinigkeiten, aber genau auf diese sollte es ankommen. Am Ende der Trainingseinheit waren alle Seiten zufrieden, was natürlich absolut optimal war.
    Am darauffolgenden Tag hatte Yace einen kleinen Ruhetag, der bloß aus Paddock und Longe bestand. Wir wollten das gelernte vom Vortag sickern lassen. Der Rest der Woche sollte ziemlich straff für ihn werden. Es ging nämlich an die Königsdiziplin: die Piaffe. Dabei fand dies in der Halle an der Hand statt. Ich ging dabei ganz klassisch vor; das Pferd stand zwischen mir und der Bande und wurde ganz leicht touchiert, woraufhin der Hengst sehr rasch reagierte. Hier war sein Temperament definitiv von Vorteil. Es dauerte verhältnismäßig nicht lange, bis er die ersten Tritte zeigte. Dennoch dauerten die ersten Einheiten nicht besonders lange, da ich den hübschen Musterknaben nicht überfordern wollte. Abgesehen davon, dass dies eine geistig sehr fordernde Lektion für die Pferde ist ist sie natürlich, wie es allgemein bekannt ist, auch körperlich überaus anstrengend und auch wenn der Hengst bereits sehr muskulös zu sein schien war ich mir sicher, dass sein Körper sich erst einmal darauf einstellen und noch stärker werden musste.
    Das Piaffetraining vom Boden aus zog sich über zwei Wochen hin, ehe ich das erste Mal den Versuch wagen wollte sie mit Ann auf Yaces Rücken auszuprobieren. Allerdings kam es wie es kommen sollte und am Ende einer unserer Reitstunden wagten wir diesen wichtigen Schritt. Ann, erfahren wie sie war, gab exakt die richtigen Hilfen und ich half vom Boden aus nach und gab die Hilfen, die der Hengst bereits kannte und wusste was diese in etwa bedeuteten; er lernte wirklich sehr schnell. Gesagt getan: ein Schritt. Pause. Überschwängliches Loben. Dies wiederholen wir acht Mal, mit einer größeren Pause dazwischen. Am Ende der Einheit war die Reierin am strahlen. Der Stolz über ihr Pferd war ihr ins Gesicht geschrieben und das konnte sie auch definitiv zu recht sein!
    Die folgenden Wochen trainierten wir fleißig weiter und kamen unserem Ziel, der S-Dressur, immer näher. Die Form mit dem Reitunterricht bewährte sich wirklich. Sowohl das Pferd als auch Ann entwickelten sich nämlich stetig weiter, was mich sehr für die beiden freute. Ich war gespannt, wohin sie es noch bringen würden. Denn was sie hier taten sah extrem vielversprechend aus.
    Am Ende der vier Wochen sagte ich Ann bei unserer letzten Reiteinheit die Wunschaufgabe an und es klappte wirklich super. Ich bin sicher, dass sie auf einem Turnier mit diesem Ritt eine gute Wertnote bekommen hätten und konnte auch mir die Freude darüber nicht nehmen lassen. Was die Piaffearbeit anging waren wir so weit gekommen, dass Yace verstanden hatte, was Ann von ihm verlangte, wenn sie die entsprechenden Hilfen gab und bemühte sich dabei wirklich. Natürlich war sie noch nicht gänzlich taktrein und wie ein S***-Pferd getragen aber dies würde mit der Übung und der Stärke des Pferdes kommen, wenn dies immer wieder im Training eingebaut würde. Tragkraft war nunmal etwas, was nicht von heute auf morgen komplett vorhanden war aber der Cremello gab sich alle Mühe und wurde von Tag zu Tag stärker. Auch die Anfänge der Passage hatten wir geübt, was Ann in den kommenden Wochen und Monaten intensivieren werden wird.
    Der Abschied von den Beiden fiel mir wirklich schwer. Dennoch freute ich mich, dass sie bereit dazu waren nun alleine zu Hause weiter zu üben und war gespannt von Ann zu hören was die Zukunft für die Zwei bereithalten würde.

    Springen E/A (Cascar)
    Am heutigen Nachmittag hatte ich mich zum ersten Mal mit Carina und Ann zu einer Springstunde verabredet. Beide Mädchen hatten sich mittlerweile gut in den WCS eingelebt und so eine Stufenerhöhung war ja auch immer ein bisschen ein Beweis des erfolgreichen Trainings. Interessant waren in diesem Fall nur die Pferde, die wir - jeder seins - sorgfältig putzten und sattelten. Carina würde natürlich Early reiten, ihr eigenes Pferd. Die blonde Holländerin ging mir beim Training normalerweise ziemlich aus dem Weg, wahrscheinlich wollte sie nicht, dass ich ihr so arg auf die Finger sehe. So wusste ich über das graue Pferd Carinas nichts, entnahm aber ihrem Enthusiasmus bezüglich des Springens, dass Pferd und Reiter Fortschritte machten.
    Ann würde sich selbstverständlich Yacedor Gepir annehmen. Obwohl der Hengst zeitweise empfindliche Gelenke hatte, war er doch schon seit geraumer Zeit beschwerdefrei. Abgesehen davon würden wir ja gut auf ihn aufpassen und Abwechslung war stets gut für den Kopf.
    Ich selbst traute mich mit Bem-Te-Vi in die klimatisierte Halle. Der junge Hengst ließ sich mittlerweile gut von oben führen und hatte an Ausdauer zugelegt - den Grundstein für das Springreiten, besonders mit seiner Erfahrung im Freispringen, hatten wir also bereis gelegt.
    Alle drei Pferde brachten abgesehen davon keine schlechten Voraussetzungen mit und die Stimmung war ausgelassen, als wir zu sechst vom Putzplatz in die Halle marschierten. Jene war klimatisiert, bei dem vorherrschenden, sommerlichen Wetter, und Oliver turnte bereits über den Sandboden und longierte soeben CH's Unglück, als wir mit einem gut hörbaren "TÜR FREI?" eintraten. Er blieb noch eine Weile, während wir unsere Pferde erst warmführten (Carina longierte Early sogar) und dann warmritten. Kurz darauf verschwand Olli mit CH's Unglück, tauchte eine viertel Stunde später wieder auf und baute einen Gymnastikparcours auf E-Niveau und mit einigen Cavaletties für uns zusammen. So könnten wir unsere Pferde auch schon am Sprung aufwärmen. Das fiel unterschiedlich aus: Während Bem-Te-Vi, der die Hindernisse ja bereits vom Freispringen kannte, zwar etwas hoch und übereifrig, dafür entschlossen und mit gespitzten Ohren über die Stangen setzte, scheute Earl Grey's Darjeeling vor dem ersten richtigen Sprung. Carina hatte Mühe, im Sattel zu bleiben, nahm dann aber die Zügel auf und führte ihr Pferd erneut heran - dann klappte es. Early schien ihrer Reiterin zwar zu vertrauen, wusste aber noch nicht, wohin mit ihren langen Beinen.
    Yacedor Gepir indes verweigerte zwar ein rotes Kreuz, zeigte sich ansonsten aber diszipliniert und konzentriert. Das lag wahrscheinlich auch an Ann, die mit ihrer ruhigen Ausstrahlung bei dem Hengst Berge versetzen konnte.
    Nach knapp vierzig Minuten war Oliver mit den "großen" Sprüngen auch fertig und wir begannen, sie in das Training einzubeziehen. Mein TV schien nur darauf gewartet zu haben und präsentierte - stolzes Pony - sein ganzes Können. Ich lobte ihn und wir reihten uns auf einem Zirkel ein, um die ersten Versuche der Anderen zu begutachten. Wie zu erwarten machte Early kurz vor dem Hindernis Anstalten zu scheuen. Carina war aber darauf vorbereitet, hielt mit dem Zügel gegen und trieb einmal entschlossen, worauf es sich ihre Stute anders überlegte - zwar sprang, aber riss. "Da fehlt aber ein ganzes Bisschen Selbstvertrauen.", rief ich der Reiterin zu, die atemlos nickte und neben mir zum Schritt durchparierte. Oliver legte die Stange wieder auf und winkte Ann über den ersten Sprung. Die junge Frau saß gut im Sattel - obwohl sie eigentlich Dressurreiterin war - und auch sie bugsierte ihr Pferd sicher und sogar fehlerfrei über das Hindernis. Sie lobte Gepir, bevor sie sich noch einmal der Sprungkombination widmete.
    In den folgenden dreißig Minuten übten wir Querbeet E's und A's; mal einzeln, mal in Kombination. Und schließlich beendeten wir das Training, indem jeder noch einmal sauber über ein A-Hindernis setzte.
    Im Laufe der Woche trafen wir uns noch fünf mal zu ebenso einer Springstunde. Jedes Mal wurden Pferde und Reiter sicherer und selbst Early hätte man zum Abschluss des Trainings sorglos auf ein A-Springen schicken können.
    So waren unsere Übungseinheiten definitiv sehr erfolgreich - und wir beschlossen sogar einstimmig, das Training so in Zukunft jeden Mittwochabend fortzusetzen.

    Springen A/L (Cascar)
    Der erste Dezember ist bei uns auf dem Gestüt einer der letzten Termine des Jahres, an dem wirklich trainiert wird. Die Zeit danach ist für gewöhnlich eine Ruhephase, bis Weihnachten. Deshalb machen Ann, Carina, Paul und ich auch genau heute unsere Pferde fertig, um noch eine Runde zu springen - auf deutlich erhöhtem Niveau im Vergleich zu vor drei Monaten. Erschwerend hinzu kommt, dass die Kälte mittlerweile klirrend ist. Ohne eine Reithalle macht das das Erwärmen der Pferde deutlich langwieriger.
    Nichtsdestotrotz sind alle gut gelaunt: Eingemummelt in Daunenjacken und Thermoreithosen haben Ann und ich Yacedor Gepir und Distraction aus dem Stall geholt, während Carina und Paul im Hauptstall nach Himmawallajugaga und Earl Grey's Darjeeling gesehen haben. Nun arbeiten wir alle nebeneinander am Anbindebalken an der Säuberung von Fell, Langhaar und Hufen unserer Pferde.
    "Himmi hat keinen Mähnenkamm.", stellt Paul fest und Carina reicht ihm wortlos den von Early. "Danke.", sagt Paul und hebt die Hände. Mir entgeht das Blitzen in seinen Augen nicht, während er Carina noch einen Moment länger über den Rücken seines Pferdes ansieht. Auch Ann schnaubt abfällig und wendet sich dann Gepirs Hufen zu. Alle vier Pferde haben schon Winterfell - wenn auch Early deutlich mehr als die Tekken - und das Putzen und Streicheln hat wieder einen gewissen Teddybäreffekt. Das bedeutet auch, dass das Scheren bald ansteht. Während ich so darüber nachsinne, stupst mich Distraction mehrmals mit seiner weichen Nase an und ich kraule gedankenverloren seine Stirn. Den schwarzen Hengst habe ich mittlerweile richtig lieb gewonnen - vor allem, da er das einzige Pferd ist, dass ich derzeit aktiv im Springen trainiere. Anders geht es wohl Ann auch nicht, die im Sommer zwar Kazoom durch die Alpen geritten hat, ansonsten aber einen sichtbaren Hang zu Gepir hat, mit dem sie regelmäßig auf Dressurturniere fährt. Earl Grey's Darjeeling indes gehört Carina und ich muss zugeben, dass die beiden immense Fortschritte machen, vor allem in ihrer Beziehung zueinander. Paul hat ja eigentlich sein eigenes Pferd, ist aber so lieb - und vielleicht auch ein wenig begeistert vom Kontrast - Himmawallajugaga zu reiten, besonders im Springen.

    Insgesamt sind wir also ein recht optimistisches, vollblutlastiges Quartett, das seinen kurzen Weg zum nördlich gelegenen Reitplatz antritt. Dort wartet nämlich Olli schon auf uns, mit fertig aufgebauten Sprüngen der Stufe A und L. Wir grüßen alle freundlich und Oliver winkt, dann beginnen wir damit, unsere Pferde warm zu führen. Earl Grey's Darjeeling wird sogar von Carina longiert, bevor es and Nachgurten und in den Sattel geht. Das Warmreiten dann erfolgt in der Abteilung und in allen drei Grundgangarten, mit verschiedensten Bahnfiguren. So kommt es, dass wir den ersten Sprung erst nach knapp zwanzig Minuten des Aufwärmens machen. Distractions Fell dampft da schon, aber nichtsdestotrotz ist mein Pferd frisch und voller Elan und Ehrgeiz am Sprung. Es macht mir richtig Freude, den Knaben zu reiten. Ein paar Blicke zur Seite verraten mir, dass die kalte Luft auch auf die anderen eine belebende Wirkung hat - gut zu erkennen an den roten Wangen der Reiter.

    Als es an die neue Stufe und damit höheren Hindernisse geht - die im Übrigen uns allen aus dem Einzeltraining bekannt sind - wird die Situation noch ein wenig aufgedrehter. Während Carina mit Early souverän die neue Höhe meistert und die beiden sichtlich zusammenarbeiten, braucht Gepir anfangs ganz schön Überzeugung durch Ann, um den Absprung zu wagen. Der Cremello ist eben nicht so für den Parcours gemacht, sein "Fliegen" ist eher das der Galopppirouette. Nichtsdestotrotz schaffen es schließlich auch diese beiden Gesellen heile durch die L-Kombination.

    Dann sind da noch Paul und Himmi. Da ist es eher der Reiter, der zusehends Respekt vor dem Sprung hat. Beim ersten kleinen Oxer reißt Paul ganz entsetzt die Augen auf und äußert dann: "Krass, geht die da weit hoch." Ich lache herzlich über diese Reaktion, denn ich kann mich noch sehr gut an meine ersten Springstunden mit Spearmint erinnern. Da ging es mir ähnlich.

    Naja, und dann gibt es da noch Distraction und mich. Der Rappe mit dem mittlerweile kuscheligen, wenn auch etwas klammen Fell setzt ohne zu zucken über die neue Höhe. Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir die letzten Wochen vor Saisonende sogar schon einige S-Springen gemeinsam bestritten haben. Im Großen und Ganzen läuft dieses Training also mehr als glatt und vor allem ohne jeden Sturz und ja auch quasi ohne eine Verweigerung (Gepir hat nur gezögert … ). Nach insgesamt zwei Stunden im Sattel können wir deshalb glücklich aufatmen und absteigen. Es folgen noch schier endlose Runden des Trockenführens, bevor es zurück zum Putzplatz und für die Pferde zum Teil mit der Decke, zum Teil ohne auf die Koppel geht.



    Distanz E/A (Cascar)
    Die Sonne scheint, nicht zum ersten Mal dieses Jahr, aber es ist doch ein Anblick von seltener Schönheit. Es ist noch früh, gerade mal neun; die Pferde haben ihr Futter gegen sechs bekommen und warten ungeduldig in ihren Boxen auf sich vorfreuende Reiter wie mich.

    Und das tue ich tatsächlich. Heute findet der erste diesjährige Geländeritt statt, der erste große, der für die erfahrenen Distanzpferde wie Ashqar und Himmawallajugaga das Ankommen in der neuen Saison 2018 bedeutet, für die weniger Erfahrenen, die den Winter über aufgrund ihrerTurnierpause viel im Gelände gewesen sind, ist die heutige Runde bereits ein echtes Training, mit dem sie sich für Kurzstreckenläufe qualifizieren werden. Mit von der Partie sind neben Dads schwarz-weiß-gefleckter Hündin Kira Carina und Earl Grey's Darjeeling, Paul, Olli und CH's Unglück, außerdem ich mit Omega und Ann führt Gepir aus. Meinem Dad habe ich ausnahmsweise genehmigt, meinen Hengst zu reiten, sodass ich mich um die wesentlich jüngere Stute kümmern kann.

    Unser Gespann besteht also aus zwei erfahrenen und vier unerfahrenen Pferden. Trotzdem stehen die Pferde letztendlich alle nebeneinander am Anbindebalken – Hengste wie Stuten – und wir sind alle frohen Mutes, die Kälte lässt und zügig arbeiten und die Pferde hibbelig werden. Stani und Ewa misten in der Zwischenzeit schon die Boxen aus und bringen einige Pferde auf die Koppel. Mit zunehmender Tageslänge wird es auf dem Hof auch geschäftiger, als Louis und Cedrick eintreffen und beginnen, die Pferde zu bewegen. Letztendlich ist es zehn, als alle fertig sind, wir zum Warmwerden einige Runden über den Hof gehen und schließlich geschlossen nachgurten, aufsitzen und vom Hof reiten.

    Unsere Tour führt uns anfangs an der Straße entlang, die trotz ihrer Stadtnähe verlassen daliegt. Wir reiten landeinwärts, als eine große Kolone. Dad und Ashqar ganz vorne, Paul und Himmi ganz hinten. Omega unter mir läuft zügig, aber entspannt – nur einmal erschrickt sie sich vor einem Leguan im Gestrüpp und sie beginnt bald zu schwitzen, unter ihrem schweren Westernsattel.

    Auch Carina und Early haben ihre Mühe, als wir vom Weg abbiegen und einen recht steil ansteigenden Waldweg hinaufreiten. Die Stute schnauft, als wir oben ankommen, aber Carina ermutigt sie, fleißig weiterzugehen. So haben wohl alle ihre Probleme. Anns beginnen beim Durchqueren eines kleinen Flusses – letztendlich springt Gepir darüber, aus Angst, die Gruppe zu verlieren. Die einzigen neben Dad und Paul, die gar keine Probleme zu haben scheinen, sind Kira, der die Zunge fast bis zum Boden hängt, und Olli und Unglück. Oliver tut mir leid, weil sich gestern ein Käufer für seinen Hengst gefunden hat und er ihn deshalb schon heute Abend verabschieden wird. Gleichzeitig scheint er auch ein wenig befreit und locker, deswegen geht es Unglück unter ihm vermutlich auch so gut.

    Insgesamt ist die Stimmung also gelöst. Aller anderthalb Stunden machen wir zehn Minuten Pause, in denen die Vitalfunktionen der Pferde gemessen und in der Notizfunktion meines Handys festgehalten werden. So steht schon bald fest, dass Earlys und Omegas Kondition die schlechteste ist, aber das macht ja nichts. Wir schaffen es trotzdem alle, nach einer letzten, einstündigen Trabphase, zurück nach Hause und vom insgesamten Fitnessprofil steht es für mich außer Frage, dass die Pferde Anfängerdistanzen vielleicht nicht gewinnen, aber laufen können, ohne körperlich überlastet zu sein. Gegen 17:00 grasen unsere Schützlinge dann endlich friedlich auf der Weide und wir Reiter haben uns alle ein Bier verdient.

    Dressur S/S* (Cascar)
    Nachdem ich meinen kleinen Spaziergang mit Antar beendet habe, bin ich mit Ann verabredet. Sie wartet auf dem Reitplatz auf mich, Yacedor steht gesattelt und bereits longiert neben ihr – das sehe ich, weil er angesichts der hohen Außentemperaturen von knapp 30°C schon etwas schwitzt und auch sonst recht locker wird, als Ann ihn zu führen beginnt. Kurz darauf und nach einer kurzen gegenseitigen Begrüßung sitzt sie auf und beginnt mit dem Warmreiten des Hengstes. Sie trainiert ihn beinahe täglich und ich weiß, dass Alois darüber nachdenkt, sie fest als Ausbilderin einzustellen. Auch für mich ist eine Trainingseinheit mit Ann stets ein Vergnügen und eine Bereicherung, arbeitet sie doch stets ruhig und geduldig. Ich habe vollstes Vertrauen in ihre Pferdekenntnisse und auch in ihre Einschätzung bezüglich der Lektionen. Heute präsentiert sie praktisch – mal wieder – nur, wie das Training mit dem hellen Pferd vorangeht.
    Yacedor Gepir neigte einst dazu, hitzig zu werden und damit auch verspannt. Mit dem gleichmäßigen Muskelaufbau hat sich das deutlich gelegt und auch, wenn seine Gelenkprobleme hin und wieder zu merken sind, gibt er stets sein Bestes. In dieser Hinsicht passen Pferd und Reiterin also sehr gut zusammen. Ebenjene trabt bereits und lässt sich soeben die Zügel aus der Hand kauen, worauf sich Gepir vorbildlich dehnt. Eine Viertelstunde später beginnt sie dann wahrlich mit der Arbeit: Auf dem Zirkel fordert sie einen ersten Galoppwechsel, sodass der Hengst im Außengalopp geht. Bei C wechselt sie zurück. Ich sehe, dass Yacedor diese Lektion sehr fordert, er hat noch Mühe, seine Beine zu koordinieren. Eine Verbesserung ist aber schon im Laufe des Trainings zu sehen; wenn er sich Mühe gibt, kann Yacedor nämlich sogar schon einen 1er Wechsel, wenn auch bisher nur vier Mal hintereinander. Ich lächle dem Paar trotzdem voller Stolz zu.
    Was mittlerweile auch funktioniert, ist die Paffe. Brace hat da in Schweden ganze Arbeit geleistet; ich verstehe während des Zusehens auch, warum die Trainerin so begeistert von unseren Neuseeländern war. Ann hält aus der Piaffe bei X und galoppiert dann sogleich im versammelten Galopp an. Dann hält sie wieder und lässt Yacedor einige Schritte zurücktreten. Der Hengst hat zu tun, ich sehe, wie die Zahnräder in seinem Kopf arbeiten, aber er macht, was seine Reiterin verlangt. Mittlerweile schwitzt er auch deutlich zwischen den Hinterbeinen und am Hals.
    Es folgt eine Traversale durch die ganze Bahn, dann geht Ann zur Lockerung eine Schlangenlinie im Schritt. Gepir schnaubt und seine Reiterin lobt ihn, bevor sie ihn wieder aufnimmt und antrabt, dann in die Passage übergehen lässt und eine 10-m-Volte reitet. Zurück auf dem Hufschlag galoppiert sie bei A an und treibt den Hengst in den Starken Galopp. "Wie sieht es mit dem Überstreichen aus?", rufe ich Ann zu, die auch schon ganz rot im Gesicht ist. "Da sind wir noch dran, das macht er im Galopp noch nicht so fein.", sagt sie, reitet den Hengst im Mittelgalopp auf den Mittelzirkel und demonstriert mir die Lektion. Yacedor schlägt mit dem Schweif, als Ann ihn mit der Gerte antippt und gibt sein Bestes. Er weiß augenscheinlich, was Ann von ihm will und beim zweiten Versuch ist die Lektion des Überstreichens im Galopp schon als solche zu erkennen. "Gut, das reicht mir.", sage ich zufrieden. Ann nickt und reitet auf den zweiten Hufschlag, wo sie Gepir bei C aus dem Galopp hält. Dann darf der Gute erstmal im Schritt zur Ruhe kommen. Zum Abschluss wiederholt Ann noch einige gut bekannte Lektionen mit ihm wie den Zirkel zu verkleinern und auch Travers und Renvers. Letztendlich gibt es noch gute zehn Minuten im Schritt, zum Trocknen und zur Entspannung. Ich trete auf den Reitplatz. "Also ich bin zufrieden. Du auch?", frage ich Ann. Sie nickt verhalten. "Er war heute nicht sehr locker, das hat man bestimmt gesehen." Ich stimme ihr zu und bewundere gleichzeitig, dass sie das mitbekommen hat, obwohl sich Yacedor solche Mühe gegeben hat. "Ja, er hatte hin und wieder einige Koordinationsschwierigkeiten … aber da hilft nur Übung.", pflichte ich ihr bei und füge dann hinzu: "Ich bin stolz, wie weit du ihn gebracht hast." Ann lächelt glücklich und steigt schließlich ab. Sie lockert den Sattelgurt und gemeinsam machen wir uns auf den Weg in Richtung Weide.

    Dressur S*/S** (Cascar)
    Nachdem ich meinen kleinen Spaziergang mit Antar beendet habe, bin ich mit Ann verabredet. Sie wartet auf dem Reitplatz auf mich, Yacedor steht gesattelt und bereits longiert neben ihr – das sehe ich, weil er angesichts der hohen Außentemperaturen von knapp 30°C schon etwas schwitzt und auch sonst recht locker wird, als Ann ihn zu führen beginnt. Kurz darauf und nach einer kurzen gegenseitigen Begrüßung sitzt sie auf und beginnt mit dem Warmreiten des Hengstes. Sie trainiert ihn beinahe täglich und ich weiß, dass Alois darüber nachdenkt, sie fest als Ausbilderin einzustellen. Auch für mich ist eine Trainingseinheit mit Ann stets ein Vergnügen und eine Bereicherung, arbeitet sie doch stets ruhig und geduldig. Ich habe vollstes Vertrauen in ihre Pferdekenntnisse und auch in ihre Einschätzung bezüglich der Lektionen. Heute präsentiert sie praktisch – mal wieder – nur, wie das Training mit dem hellen Pferd vorangeht.
    Yacedor Gepir neigte einst dazu, hitzig zu werden und damit auch verspannt. Mit dem gleichmäßigen Muskelaufbau hat sich das deutlich gelegt und auch, wenn seine Gelenkprobleme hin und wieder zu merken sind, gibt er stets sein Bestes. In dieser Hinsicht passen Pferd und Reiterin also sehr gut zusammen. Ebenjene trabt bereits und lässt sich soeben die Zügel aus der Hand kauen, worauf sich Gepir vorbildlich dehnt. Eine Viertelstunde später beginnt sie dann wahrlich mit der Arbeit: Auf dem Zirkel fordert sie einen ersten Galoppwechsel, sodass der Hengst im Außengalopp geht. Bei C wechselt sie zurück. Ich sehe, dass Yacedor diese Lektion sehr fordert, er hat noch Mühe, seine Beine zu koordinieren. Eine Verbesserung ist aber schon im Laufe des Trainings zu sehen; wenn er sich Mühe gibt, kann Yacedor nämlich sogar schon einen 1er Wechsel, wenn auch bisher nur vier Mal hintereinander. Ich lächle dem Paar trotzdem voller Stolz zu.
    Was mittlerweile auch funktioniert, ist die Paffe. Brace hat da in Schweden ganze Arbeit geleistet; ich verstehe während des Zusehens auch, warum die Trainerin so begeistert von unseren Neuseeländern war. Ann hält aus der Piaffe bei X und galoppiert dann sogleich im versammelten Galopp an. Dann hält sie wieder und lässt Yacedor einige Schritte zurücktreten. Der Hengst hat zu tun, ich sehe, wie die Zahnräder in seinem Kopf arbeiten, aber er macht, was seine Reiterin verlangt. Mittlerweile schwitzt er auch deutlich zwischen den Hinterbeinen und am Hals.
    Es folgt eine Traversale durch die ganze Bahn, dann geht Ann zur Lockerung eine Schlangenlinie im Schritt. Gepir schnaubt und seine Reiterin lobt ihn, bevor sie ihn wieder aufnimmt und antrabt, dann in die Passage übergehen lässt und eine 10-m-Volte reitet. Zurück auf dem Hufschlag galoppiert sie bei A an und treibt den Hengst in den Starken Galopp. "Wie sieht es mit dem Überstreichen aus?", rufe ich Ann zu, die auch schon ganz rot im Gesicht ist. "Da sind wir noch dran, das macht er im Galopp noch nicht so fein.", sagt sie, reitet den Hengst im Mittelgalopp auf den Mittelzirkel und demonstriert mir die Lektion. Yacedor schlägt mit dem Schweif, als Ann ihn mit der Gerte antippt und gibt sein Bestes. Er weiß augenscheinlich, was Ann von ihm will und beim zweiten Versuch ist die Lektion des Überstreichens im Galopp schon als solche zu erkennen. "Gut, das reicht mir.", sage ich zufrieden. Ann nickt und reitet auf den zweiten Hufschlag, wo sie Gepir bei C aus dem Galopp hält. Dann darf der Gute erstmal im Schritt zur Ruhe kommen. Zum Abschluss wiederholt Ann noch einige gut bekannte Lektionen mit ihm wie den Zirkel zu verkleinern und auch Travers und Renvers. Letztendlich gibt es noch gute zehn Minuten im Schritt, zum Trocknen und zur Entspannung. Ich trete auf den Reitplatz. "Also ich bin zufrieden. Du auch?", frage ich Ann. Sie nickt verhalten. "Er war heute nicht sehr locker, das hat man bestimmt gesehen." Ich stimme ihr zu und bewundere gleichzeitig, dass sie das mitbekommen hat, obwohl sich Yacedor solche Mühe gegeben hat. "Ja, er hatte hin und wieder einige Koordinationsschwierigkeiten … aber da hilft nur Übung.", pflichte ich ihr bei und füge dann hinzu: "Ich bin stolz, wie weit du ihn gebracht hast." Ann lächelt glücklich und steigt schließlich ab. Sie lockert den Sattelgurt und gemeinsam machen wir uns auf den Weg in Richtung Weide.



    Die Kür (Kürmusik)
    Ich bin so wahnsinnig aufgeregt. Gleich nachdem ich mit Distraction
    die Halle verlassen habe, ist mir Ann mit Yacedor Gepir auf dem Abreitplatz begegnet und
    ich habe mich extra beeilt, meinen eigenen Hengst abzusatteln und zu versorgen, bevor ich ihn wohlwollend
    Olivers Obhut überließ, um schnell auf die Tribüne zu kommen und der Kür des schicken Paares beizuwohnen.
    Da sitze ich nun und rutsche unruhig hin und her. "Musst du auf's Klo?", fragt mich Paul schmunzelnd. Ich schüttle
    ungeduldig den Kopf und starre auf den Sandboden, als "Yacedor Gepir von Yipsonos Hchrassus" aufgerufen wird. In
    der Tür zur Halle erscheint ein Schatten, der gegen das Licht draußen beinahe schwarz wirkt. Der sich abzeichnende
    Hengst wiehert lauthals, bevor Ann entschlossen die Zügel aufnimmt und im versammelten Trab einreitet. Mich
    überschwemmt schon eine Welle des Stolzes, als sie genau bei X hält und die Richter grüßt. Dann setzt die Musik
    ein und der Hengst spitzt die Ohren – eins lauscht seiner Reiterin, das andere ist auf die Zuschauermenge gerichtet.
    Er dreht es erst nach hinten, als Ann die Zügel aufnimmt und den Hengst passend zur Musik erst in den Mitteltrab,
    dann in den starken Trab treibt. Gepir streckt die Beine sauber und seine ohnehin zierliche Gestalt lässt den
    Wechsel durch die ganze Bahn wie einen Flug aussehen. Auf der kurzen Seite verkürzt Ann die Schritte des Hengstes
    bis zur Piaffe, anschließend wechselt sie durch die ganze Bahn mit einer Traversale im Trab die Hand erneut. Auf
    dem Hufschlag galoppiert sie schließlich an und präsentiert erst einen versammelten Galopp auf den Zirkel, dann
    einen starken auf der ganzen Bahn. Ich bin begeistert und atme stoßweise aus, als die Reiterin durchpariert und
    der Cremello in einem losgelassenen Schritt durch die halbe Bahn wechselt. Ich habe gar nicht mitbekommen,
    dass ich die Luft angehalten habe. Paul nutzt die Gunst der Stunde, meine kurzzeitige Entspannung, und fragt:
    "Was hat er da eigentlich am Hals?" – "Was?", gebe ich zurück, " … achso." Ich muss grinsen. "Das ist ein
    Wollband. Achal Tekkiner erhalten es traditionell. Es bringt Glück."
    Und da endet meine Erklärung auch schon, denn Ann ist auf der neuen Hand angaloppiert und
    reitet gerade durch die Länge der Bahn. Schließlich pariert sie erneut in den Mitteltrab
    und dann zum Schritt durch,um sich wieder bei X einzufinden und die Richter
    mit einer korrekten Geste zu verabschieden. Als das Publikum zu klatschen beginnt,
    stimme ich begeistert mit ein und juble den Beiden zu. Das war wirklich der Wahnsinn.

    2540 Zeichen | zeichenzähler.de | (c) Cascar

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