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[HK 500] Turnierpferde

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von Rhapsody, 23 Nov. 2018.

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Welcher Hengst bekommt deine Stimme?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 29 Nov. 2018
  1. Arkin

    6,3%
  2. Eyeball

    6,3%
  3. Sir Lancelot II

    0 Stimme(n)
    0,0%
  4. Boulevard Showcaster

    12,5%
  5. Altyn

    37,5%
  6. Chocolate Dream

    12,5%
  7. Маэстро

    12,5%
  8. Намисо

    12,5%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Rhapsody

    Rhapsody Bekanntes Mitglied

    [HK 500] Turnierpferde
    [​IMG]
    Regeln:
    - Es dürfen nur Hengste teilnehmen! (Keine Stuten, Wallache oder Fohlen)
    - Jeder User darf nur mit bis zu drei Hengsten teilnehmen!
    - Es dürfen nur Hengste teilnehmen, die mind. 5 Turnierschleifen besitzen. Die Disziplinen sind egal.
    - Bei Fragen: PN an mich (Rhapsody)
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com!
    - Alle Angaben auf dem Bild müssen korrekt sein
    - 5 Joellen an mich (Rhapsody) mit dem Grund: HK 500
    - Teilnehmerzahl ist auf 10 Pferde beschränkt!
    - Nur vollständige Teilnahmen einfügen
    - Das Pferd muss unbewegt vor dem Kürtext und Steckbrief auf einem offiziellen Hintergrund ersichtlich sein (verlinken reicht nicht)
    - Zusätzlich darf ein Bewegungsbild auf einem beliebigen Hintergrund hinzugefügt werden (das Bild darf allerdings nicht vor dem Hauptbild stehen)

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, sie darf geführt oder geritten werden:
    - Betreten der Halle/des Platzes und anschließendes Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerhengste werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    (muss verlinkt sein)
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz

    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerb-Schleife
    1 Punkt für jede Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte für jede Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Bild mit Zubehör
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Bild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:

    Username
    Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Teilnahmen und Überweisungen
    [1] ... ✔
    [2] ... ✔
    [3] ... ✔
    [4] ... ✔
    [5] ... ✔
    [6] ... ✔
    [7] ... ✔


    Disqualifizierungen
    ...

    Viel Erfolg!
     
  2. Maleen

    Maleen Unicorn Tech Support

    Meine Teilnahme mit
    Arkin

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    dt. Bedeutung: Der König`s Sohn
    Rufname:
    Arki


    Dam: Yuki Shiro RP | S. Sporentritt D. Linnea
    Sire: Unbekannt| S. Unbekannt D. Unbekannt

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    Geburtstag:
    10.02.2014
    Geschlecht:
    Hengst
    Rasse:
    Norwegian Fjordhorse
    Farbe:
    Dunskin
    Abzeichen:
    //
    Stockmaß:
    148 cm

    Charakter:
    Arkin ist das beste Beispiel für einen stolzen und mutigen Hengst. Er zeigt gern Präsenz und möchte immer gefallen. Im Umgang ist er recht unkompliziert und behält auch in ihm unbekannten Situationen immer die Nerven.
    Unter dem Sattel zeigt sich Arkin sehr vorbildlich, er ist ruhig und gelassen und lernt schnell dazu.


    Zukunft:
    Als Fohlen der Leistungszucht 'Royal Peerage' wird viel von dem kleinen Arkin erwartet. Er soll später mit seiner hübschen Farbe die Norwegerzucht in Europa bereichern und unseren jungen Reitern als Turnierpony dienen.


    [​IMG]

    Genetik:
    EeAaCcDD

    Zuchterlaubnis:
    //
    Fohlen:
    //

    [​IMG]

    Besitzer:
    Maleen
    Pfleger:
    //
    Maler(VKR):
    Maleen

    [​IMG]

    Reitstil:
    Englisch

    Dressur: S/S

    Springreiten: L/L
    Geländespringen: A/A
    Fahren: M/M

    Rennen(Galopp): -/-
    Distanzreiten: A/M
    Western: -/-
    Fett > besonderes Talent // kursiv > dafür geeignet // durchgestrichen > keine Begabung


    Turnierschleifen:
    [​IMG] [​IMG]
    [SW 476] [SW 488]
    [​IMG][​IMG][​IMG]
    399.Fahrturnier 402.Fahrturnier 410.Fahrturnier
    [​IMG][​IMG] [​IMG]
    367.Distanzturnier 263.Synchronspringen 526.Dressurturnier
    [​IMG][​IMG]
    265.Synchronspringen 527.Dressurturnier


    Stecki © Maleen 2013

    Seit kurzem ritt ich regelmäßig zwei Pferde auf Turnieren mit. Zum einen den Norweger Arkin, einen vierjährigen Hengst und zum anderen King Arthur, einen achtjährigen Araberhengst. Erst knapp einen Monat dauerte nun unser gemeinsamer Weg an und neben den Turnieren, schaute ich auch regelmäßig zum Training vorbei, denn um Erfolg zu haben, mussten wir auch ein wenig arbeiten.
    Aufgrund der aktuellen Wärme legte ich unser Training immer entweder in die frühen Morgenstunden oder in den späten Abend. Heute war ich bereits sechs Uhr morgens am Stall. Arkin und King Arthur standen bereits auf den Weiden und genossen ihr Pferdeleben.
    Ich wollte mit dem weißen Araberhengst beginnen, da für Arthur heute ein etwas anspruchsvolleres Training anstand. Nachdem der Hengst sich bereits ganz solide im Springen zeigte, zumindest soweit, wie es sein Potenzial zu ließ, wollten wir diese Saison auch noch ein wenig ins Gelände.
    Einige Einheiten auf dem Geländeparcours hatten wir bereits hinter uns und auch schon einige Turniere besucht. Bisher hatten wir uns da jedoch leider nicht besonders souverän geschlagen, weshalb ich entschied, im Training ein wenig den Fokus darauf zu legen.
    Ich holte Arthur von der Weide, putzte ihn gründlich und sattelte ihn dann. Nachdem er abschließend noch Vorderzeug und Gamaschen umbekommen hatte, machte ich mich noch fertig und führte den Hengst dann aus dem Stall auf den Hof. Dort stieg ich auf und wir ritten im Schritt am langen Zügel hinüber ins Gelände.
    Zunächst wurde Arthur wie gewohnt aufgewärmt und locker vorwärts-abwärts geritten. Irgendwann nahm ich vermehrt die Zügel auf und ritt in allen Gangarten. Arthurs Steckenpferde waren eher Rennen und Distanzritte, aber um ein wenig Abwechslung in das Training zu bringen und den Hengst vielseitig zu beschäftigen, nahmen wir auch die anderen Disziplinen gerne mal mit dazu.
    Heute sprangen wir zunächst einen einfachen E-Parcours, ehe wir immer mehr Hindernisse aus der Klasse A hinzunahmen. Wir hatten schon viel daran gearbeitet, dass Arthur vor dem Hindernis und auch danach schön seinen Parcoursgalopp beibehielt und auch den Absprung gut abschätzen konnte.
    Inzwischen vertraute er mir da auch immer mehr und entschied nicht mehr selbst, wann es der beste Zeitpunkt zum Springen war (vor allem, wenn er es nicht war), sondern hörte mir zu.
    Das heutige Training verließ auch wirklich wunderbar. Dank der kühleren Temperaturen am Morgen war Arthur sehr motiviert bei der Sache und sprang wirklich schön. Abschließend lobte ich ihn ausgiebig und ritt ihn am langen Zügel ab. Mit dem Training würden wir wohl auf den nächsten Turnieren durchaus eine bessere Figur machen und könnten uns demnächst auch an A-Elemente wagen.
    Nach dem Abreiten und Absatteln wurde Arthur erst einmal gründlich abgeduscht. Dann schnappte ich mir das Schweißmesser und zog ihn ab. Während Arthur dann zufrieden sein Futter fraß, fettete ich noch die Hufe und sprühte ihn ein wenig mit Fliegenschutz ein, ehe es für den Schimmel wieder hinaus auf die Weide ging.
    Während Arthur zufrieden von dannen trottete, war ich noch nicht fertig. Stattdessen sammelte ich den jungen Arkin ein und nahm ihn mit hinauf zum Stall. Dort wurde auch der gesattelt und getrenst. Mittlerweile war es kurz nach acht und die Sonne schien schon wesentlich stärker als bei dem Ritt mit Arthur.
    Mit Arkin wollte ich heute jedoch in der Dressur arbeiten, weshalb auch er später an der Reihe war, denn das Dressurtraining konnte man besser an die Temperaturen anpassen als das Geländetraining. Nachdem Arkin also gesattelt und getrenst war, ging es auf den Reitplatz, der zu unserem Glück noch größtenteils im Schatten lag.
    Auch Arkin ritt ich am langen Zügel im Schritt warm. Aufgrund seines jungen Alters war er zwar schon eingeritten und kannte alle Grundlagen, musste aber dennoch viel lernen. Dabei setzte ich den Fokus unseres aktuellen Trainings eher auf das Fundament als auf die Lektionen, denn die würden mit der richtigen Vorarbeit auch so funktionieren.
    Arkin war ein sehr fleißiges Pferd und wirklich schön zu reiten. Mit ihm machte die Arbeit immer besonders viel Spaß und er zeigte auch jetzt schon viel Potenzial in der Dressur. Heute arbeiteten wir vermehrt an einer kontinuierlichen Anlehnung und an den Ansätzen einer reellen Aufrichtung. Gar so lange konnte Arkin diese noch nicht halten, da fehlte noch die Kraft und aufgrund seines Exterieurs fiel ihm das meiste nicht so leicht wie anderen Pferden.
    Doch er gab sich immer Mühe und war ein sehr schneller Lerner. Alle drei Gangarten funktionierten auf dem Platz schon einwandfrei und wir konzentrierten uns heute zusätzlich noch auf die Balance und Geraderichtung. Besonders auf seiner schlechten Seite wurde Arkin im Galopp doch gerne mal schief. Meist liefen die ersten beiden Zirkelrunden gut, doch ab der dritten wurde er bequem und knickte ab.
    Aus diesem Grund arbeitete ich heute regelmäßig auch im Außengalopp. Durch diesen Widerspruch fiel es Arkin danach leichter, auf der richtigen Hand zu galoppieren, denn gerade der Außengalopp stärkte die Balance des Pferdes ungemein.
    Da wir heute auch sehr viel im Galopp arbeiteten, fragte ich zum Ende hin noch die einfachen Lektionen ab und ritt ansatzweise eine A-Prüfung durch. Arkin hatte seit unserer gemeinsamen Zeit nochmal viel gelernt und dank seiner Besitzerin stand er eh immer bestens im Training und wurde so gefördert, wie man es sich wünschte.
    Mit beiden Pferden hatte ich echt Glück, es gab wohl kaum angenehmere Turnierpferde als die beiden. Nach dem erfolgreichen Training ritt ich auch Arkin ab und später bekam auch der noch seine erfrischende und kühlende Dusche. Zum Schluss kam bei ihm das gleiche Prozedere wie bei Arthur, ehe auch Arkin wieder auf die Weide durfte.
    Wir hatten es nun zehn Uhr und ich war hier fertig und konnte noch vor der kommenden Mittagshitze entschwinden. Beide Pferde hatten sich heute bestens gemacht und ich schrieb der Besitzerin noch kurz eine Nachricht.
    Leider hatte man bei den Turnieren nicht immer so viel Glück mit den Temperaturen, denn je nachdem wie die Prüfungen lagen und welche Starternummer man bekam, konnte man ganz schön Pech haben. Bei uns hatte sich das bisher aber zum Glück in Grenzen gehalten und ich hoffte, dass das anhalten würde.
    Die schönen Herbsttage verließen uns allmählich und stattdessen hielten Wind und Regen Einzug. Zu meinem Glück hatte ich bei Arkin erst vor kurzem den Fokus wieder auf die Dressur gelegt. Somit konnten wir uns mit unserem Training in die trockene Halle zurückziehen und benötigten nicht mehr den Springplatz. Auch heute war der Fjordhengst wieder an der Reihe.
    Durch den diesigen Regen hindurch holte ich ihn von der Weide und eilte gemeinsam mit ihm zurück zum Stall. Mit dem Wind war der Regen noch unangenehmer als er es eh schon war. Arkin trug zum Glück eine Regendecke, so dass das Pferd darunter trocken und auch relativ sauber war. Ich musste nur kurz über ihn drüber putzen und schon konnte ich ihn satteln und trensen.
    Wie immer schien Arkin recht motiviert zu sein und folgte mir gelassen in die Halle. Dort führte ich ihn erst einige Runden, ehe ich nochmal nachgurtete und mich dann in den Sattel schwang. Zum Aufwärmen ritten wir am langen Zügel nur große gebogene Linien und sonst ganze Bahnen. Danach nahm ich die Zügel langsam auf, bis Arkin in einer schönen Dehnungshaltung lief.
    Diese behielten wir bei und ritten erst einmal in allen drei Gangarten gleichmäßig auf beiden Händen warm. Bei der Nässe waren selbst junge Pferde wie Arkin schnell fester im Rücken und leicht verspannt. Doch mit der gymnastizierenden Arbeit hatten wir das fix hinter uns gelassen und konnten uns auf unseren aktuellen Trainingsschwerpunkt widmen.
    Wir arbeiteten heute zum einem an dem Halten aus dem Trab und dem Außengalopp und zum anderen noch an den einfachen Galoppwechseln. Während erstere Arkin bereits mehr als leicht fielen, hatte er mit den Galoppwechseln manchmal noch ganz schön zu tun. Von der schlechten auf die gute Hand funktionierte zumeist zuverlässig, andersherum ließ er allerdings noch zu wünschen übrig.
    Wir wollten natürlich die Schrittphase zwischen den Wechseln möglichst kurz gestalten, doch es fiel Arkin nicht immer leicht, so schnell umzudenken. Also ließ ich ihm vorerst auf der schwereren Seite noch ein wenig mehr Zeit. Aber ich war mir sicher, dass wir diese Problematik schon bald hinter uns lassen konnten. So fokussierte ich heute stattdessen noch ein wenig mehr die Versammlung und Aufrichtung des Hengstes.
    Als Fjord waren das beides Dinge, die ihm an sich nicht schwer fielen, man musste nur aufpassen, dass beides auch wirklich reell geschah und sich Arkin nicht im Genick verwarf oder die Hinterhand schleifen ließ. Doch bisher hatten wir damit wenig Probleme und Arkin blieb auch heute voll bei mir und ihm gelang das erhöhte Pensum sehr gut.
    Dementsprechend beendete ich kurz danach auch schon die Einheit und lobte ihn ausgiebig, während ich ihn am langen Zügel noch abritt. Schon länger arbeiteten wir am L Niveau und die Lektionen klappten auch mittlerweile alle relativ sicher. Wie bei den Galoppwechseln brauchte man ab und an noch einen guten Tag bei Arkin, aber selbst das wurde besser.
    Mitteltrab und -galopp zeigten sich bei dem Hengst auch sehr gut, wenn eben doch eher auf Ponyniveau, aber das war er auch, man konnte von ihm nicht die Schrittlänge verlangen wie von einem Warmblut. Dafür sahen besonders die Versammlungen bei ihm sehr kraftvoll und federnd aus, so dass auch seine Besitzerin sehr zufrieden war. Wenn er so weitermachte, würde er schon bald auf L-Turnieren starten können und ich sah auch durchaus das Potenzial für mindestens noch M in der Dressur.
    Meine Uhr zeigte acht Uhr, als ich mir King Arthurs Halfter schnappte und mich auf den Weg zur Weide machte. Die heißen Tage waren herum, dementsprechend fröstelte ich trotz Jacke sogar ein wenig. Zugegebenermaßen war das Wetter heute auch nicht ganz so überzeugend, denn die Sonne schaute nur ab und an zwischen der dichten Wolkendecke hervor.
    Ich hoffte inständig, noch vor dem ersten Regenguss mit meinen beiden Berittpferden fertig zu sein. Deshalb begann ich heute wieder mit dem weißen Araberhengst, denn ich wollte diesen Monat noch für unser Distanztraining nutzen, ehe es im Herbst dann aufgrund des Wetters immer schwerer sein würde.
    King Arthur sah mich bereits von weiten und kam mir ein paar Schritte entgegen. Es hatte nicht lange gedauert, bis der sensible Hengst mir vertraute und gerne mit mir arbeitete. Und nebenher gab es nach der Arbeit auch immer das Futter, das war eine ziemlich gute Argumentation.
    Der Araber gehörte auch nicht zu den Faulen, sondern wollte gerne bewegt und gearbeitet werden, so dass er dadurch ein super Distanzpferd war, denn er strotzte bei der Arbeit förmlich vor Ehrgeiz. Gemeinsam wanderten wir nun den Weg von der Weide hinauf zum Stall.
    Heute machte ich Arthur im Stall fertig, denn der Wind draußen war mir zu frisch. In aller Ruhe putzte ich den Hengst, säuberte die Hufe und kämmte die Mähne und Schweif. Nachdem Arthur fertig war, sattelte und trenste ich ihn. Dann zog ich mich noch wärmer an, schnappte mir Helm und Handschuhe und schon verließen wir den Stall.
    Auf dem Hof schwang ich mich in den Sattel, kontrollierte Steigbügel und Gurt, ehe wir uns Richtung Gelände bewegten. Am langen Zügel im Schritt schlenderten wir das erste Stück unserer Strecke entlang und ich ließ Arthur in aller Ruhe warm werden.
    Es war nicht unser erstes Distanztraining, immerhin musste die Kondition Stück für Stück aufgebaut werden, aber heute war so gesehen ein Meilenstein. Bisher nahm Arthur nur bei Einführungsritten teil. Diese sahen meist zwischen 25 und 40 Kilometer vor. Doch heute lag unser Pensum bei 50 Kilometer.
    Grund war, dass ich Arthur schon seit längerem für die nächste Klasse vorbereitete, die kurzen Distanzritte und diese verlangten mindestens 41 bis 60 Kilometer. Somit waren wir mit unseren 50 noch gut im Mittelfeld, hatten aber auch noch an manchen Tagen ein paar Kilometer draufgepackt. Letztendlich ging es aber um die Zeit und um die Verfassung, welche Arthur nach der Strecke haben würde, um darauf zu schließen, ob er wirklich bereit für die nächsthöhere Klasse war.
    Wir ritten bei unserer Strecke viel Trab und wenig Schritt oder Galopp. Arthur hielt sich gut und auch ich konnte mich nicht beschweren. Für solche Ritte war das aktuelle Wetter ideal: Es war nicht zu warm, aber 20 Grad waren durchaus noch sehr erträglich. Auf dem letzten Abschnitt fing es langsam an zu nieseln und entwickelte sich zu einem leichten Sprühregen.
    Zehn Minuten später kamen wir aber bereits wieder am Stall an und waren kaum nass geworden. Ich schwang mich aus dem Sattel, lobte Arthur ausgiebig und führte ihn in den Stall. Dort erwartete mich bereits Jenna. Sie war auf Royal Peerage für das Training zuständig und somit kümmerte sie sich auch um mich.
    Ich band Arthur am Putzplatz an, sattelte ihn ab und putzte kurz drüber, während ich mich mit ihr unterhielt. Zufrieden nickte sie, als sie unsere Zeiten und Arthurs Grundwerte hörte. Es war alles im grünen Bereich gewesen und nachdem ich Arthur am Waschplatz noch die verschlammten Beine abgespritzt hatte, durfte er in die Box und bekam dort sein Futter.
    „Also ist er mehr als bereit“, meinte Jenna und musterte ihren Schützling zufrieden. Ich nickte lächelnd und sie grinste: „Das wird Hunter und Jamie auf jeden Fall freuen“ und entschwand dann auch schon wieder, immerhin hatte auch sie noch Pferde zu arbeiten.
    Während Arthur zufrieden futterte, säuberte ich die Ausrüstung und verstaute dann wieder alles. In der Zeit war Arthur auch schon fertig, bekam seine Regendecke auf und kam wieder zurück auf die Weide. Inzwischen goss es ordentlich und ich war froh, als ich mit Arkin im Schlepptau wieder im Stall war. Es war definitiv eine gute Entscheidung gewesen, das Springtraining mit dem Norweger an zweite Stelle zu setzen.
    Die Halle war zu meinem Glück auch frei und nachdem ich Arkin geputzt und gesattelt hatte, machten wir uns auf den Weg dorthin. Ich ritt ihn erstmal in aller Ruhe warm und baute dann kurzerhand einige Trabstangen, Cavaletti und kleinere Hindernisse auf.
    Langsam begann Arkin Spaß am Springen zu entwickeln, was auch daran lag, dass er mittlerweile die Abstände besser einschätzen konnte und so nicht vollkommen überfordert auf den Sprung zu galoppierte. Doch wie jedes Mal begannen wir erst mit Trabstangen und dann mit Cavalettis.
    Arkin sollte locker und geschmeidig werden, denn auch im Parcours wollte ich ihn gescheit an meinen Hilfen stehen haben. Heute schien er einen besonders guten Tag zu haben, denn ich hatte direkt eine gute Verbindung zum Maul und er reagierte fein auf meine Schenkel- und Gewichtshilfen.
    So wechselten wir schon bald in den Parcours und nach zwei fehlerfreien Runden beendete ich das Training. Heute war auch für Arkin mal wieder Stichtag gewesen, denn nach und nach hatte ich die Hindernisse erhöht und mittlerweile sprang er auf solidem A-Niveau.
    Inzwischen ließ er sich auch richtig gut springen und man merkte, dass er immer mehr Erfahrung sammelte. Besonders heute war ich sehr zufrieden mit ihm und nachdem ich ihn abgeritten und abgesattelt hatte, bekam er zur Belohnung auch direkt sein Futter.
    Der Tag war mehr als gut verlaufen, auch wenn ich mich nun schon langsam auf eine heiße Dusche und etwas zu Essen freute. Doch vorher säuberte ich auch noch Arkins Sattelzeug, deckte den Hengst ein und brachte ihn wieder hinauf auf seine Weide.
    So richtig etwas mit dem diesjährigen Herbst konnte ich nicht anfangen. Mal lief man bereits dick eingepackt mit Schal und Mütze durch den Stall, an anderen Tagen - so wie heute - zog man sich sogar noch die Jacke aus und putzte im T-Shirt das Pferd, weil man so schwitzte. Dennoch wollte ich mich nicht beschweren, ich war um jeden schönen Tag dankbar, den das Jahr uns gab. Außerdem hatte ich dank des Wetters das Geländetraining von Arkin fortsetzen können. Gerade bei den Temperaturen war das noch einmal angenehmer als im Sommer.
    Zuerst war dementsprechend heute Arkin an der Reihe. Ich hatte den Fjordhengst bereits von der Weide geholt und arbeitete mich gerade durch sein immer dicker werdendes Fell. Trotz der warmen Temperaturen schob er rassebedingt schon ganz gut und vermutlich überlegte seine Besitzerin bereits, ob es sich doch lohnte, ihn zu scheren. Bisher trocknete er aber auch nach dem Training wieder sehr schnell, also stellte es kein Problem dar.
    Nachdem das Pony einigermaßen gesäubert war, sattelte und trenste ich ihn, machte dann noch mich fertig und führte Arkin aus dem Stall. Es gab kein schöneres Gefühl, als bei so einem Wetter in den Sattel zu steigen und das Klappern der Hufe zu hören. Vermutlich würde aber Arkins und meine gemeinsame Zeit schon bald enden. Wir hatten unser Ziel nämlich erreicht: Schon in ein paar Wochen würde ich Arkin auf der Hengstkörung vorstellen und wenn alles glatt ging, dann wäre er danach offiziell zur Zucht zugelassen und meine Aufgabe erfüllte.
    Ein wenig mit Wehmut erfüllte mich das ja schon, wobei ich auch stolz auf unseren Weg war. Immerhin war Arkin ein super angenehmes Berittpferd gewesen. Keine Unarten, keine Probleme. Stattdessen kam man, er freute sich, man freute sich und zusammen arbeitete man und fertig. Auch heute zeigte er sich wieder von seiner besten Seite, auch wenn das Geländespringen nicht zu seinen favoritisierten Disziplinen gehörte.
    Es förderte aber ungemein seine Koordination und Kondition, weshalb ich es gerne noch einmal mit einbaute. Seitdem wir regelmäßig draußen unterwegs waren und dort sprangen, war aus Arkin noch einmal ein richtiges Muskelpaket geworden und die letzten Fettreserven hatte er auch verloren. Er hatte viel an Kraft dazu gewonnen und machte schon etwas her, so würde er die Richter auf jeden Fall überzeugen.
    Mehr als A würde im Gelände bei ihm aber nicht drin sein, doch für ein abwechslungsreiches Training reichte das vollkommen. Nach dem Aufwärmen sprangen wir zunächst einzeln ein paar Hindernisse, ehe wir uns wieder einen Parcours bastelten. Außerdem nahmen wir heute mal wieder das Wasser und die bergauf- und bergab Sprünge hinzu. Arkin reagierte gut auf die Hilfen und war stets mit einem Ohr bei mir. So gelang uns der Parcours wirklich gut und ich konnte mit einem sehr guten Ergebnis abschließen.
    Nachdem ich ihn ausgiebig lobte, ritt ich ihn trocken. Wir hatten heute gar nicht so viel gemacht, so dass er kaum geschwitzt hatte. Mir war eine gute Abschlussrunde wichtiger gewesen als noch einmal ein strapazierendes letztes Training an die Saison zu packen. Arkin schnaubte auch zufrieden ab und streckte sich in die Tiefe und so kehrten wir zum Stall zurück. Inzwischen war es kurz nach neun und der Stall füllte sich langsam wieder mit Trubel.
    Ich parkte Arkin am Putzplatz und nahm ihm fix die Ausrüstung ab, ehe ich ihn zum Waschplatz führte und seine Beine und Hufe von dem ganzen Schlamm befreite. Danach bürstete ich ihm noch den getrockneten Schweiß aus dem Fell, ehe er in die Box durfte, um dort in aller Ruhe zu fressen. Ich holte in der Zeit bereits King Arthur von der Weide und ließ Arkin in der Box. Jenna hatte mir angeboten, ihn nachher wieder mit hinaus auf die Weide zu nehmen, sobald der Hengst fertig war.
    Dementsprechend konnte ich mich direkt dem zweiten Berittpferd widmen. King Arthur würde noch ein Weilchen unter meinen Fittichen bleiben, aber darum war ich auch gar nicht böse. Abgesehen davon, dass ich froh war, über die nasse Jahreszeit nur noch ein helles Pferd putzen zu müssen... Hatte Arkin sich noch zusammengerissen, so hatte Arthur heute anscheinend sein volles Potenzial ausgekostet und sah aus wie ein paniertes Ferkel. Ich hatte also gut zu tun, bis man wieder einigermaßen den Schimmel sah.
    Danach machte ich auch Arthur in Ruhe fertig und wir verließen erneut den Stall. Mit Arthur ging es jedoch auf den Reitplatz. Auch mit ihm arbeitete ich aktuell an einer Disziplin, die nicht so ganz seins war, die Dressur. Da aber gesunde Gymnastizierung für jedes Pferd wichtig war, musste auch King Arthur da durch. Jedoch fokussierten wir nur wenig die Lektionen und nahmen eher in Basisarbeit in Angriff. Es war sowohl mir als auch seiner Besitzerin wichtiger, dass er korrekt und gesund lief und sich selbst tragen konnte, als dass er nun irgendwie durch das Viereck piaffierte und hübsch die Beine warf.
    Das kam King Arthur nur bedingt gelegen, denn er verkroch sich gerne hinter dem Zügel, machte den Hals hübsch und hoffte, dass das reichte. Gesundes Laufen war eben auch anstrengend. Inzwischen waren wir da aber gut vorangekommen, denn er streckte sich nun von Beginn an an den Zügel und nahm die Reiterhand mittlerweile mehr als gut an. Wie immer ritten wir erst einmal eine Viertelstunde in Dehnungshaltung, so dass sich der Hengst gut lockern konnte und warm wurde. Das war bei Arthur besonders wichtig, denn er machte gerne schnell zu.
    Erst danach nahm ich langsam vermehrt die Zügel auf und wir arbeiteten heute weiter an den Seitengängen. Gerade für Arthur waren diese Übungen besonders hilfreich, um in der Rippengegend geschmeidig zu werden und ein Gefühl für Vorder- und Hinterhand zu entwickeln. Inzwischen konnte man in den Traversalen auch ein schönes aktives Hinterbein beobachten, man musste nur aufpassen, dass man nicht den Vorwärtsdrang verlor.
    Um immer wieder Abwechslung in das Training zu bringen, ritten wir einige Trab-Halt und Halt-Trab Übergänge, galoppierten aus dem Schritt an und ritten einfache Galoppwechsel oder richteten auch ganz simpel mal rückwärts. Das bot sich immer sehr an, wenn man merkte, dass Arthur begann im Rücken leicht fest zu werden. Rückwärtsrichten fiel ihm erstaunlich leicht und er machte es lieber als ich es von den meisten Pferden gewohnt war.
    So hatten wir auch heute wieder eine sehr gute und lehrreiche Einheit und Arthur entwickelte sich stetig voran. Ich konnte mich wirklich nicht beschweren, er war mittlerweile leicht wie eine Feder zu reiten. Gut, das war nicht schwer, immerhin hatte man bei ihm immer eher schauen müssen, dass man überhaupt mal ein paar Gramm in den Händen hielt, aber auch das war ein Fortschritt. Also ritt ich den Hengst nach unserer Stunde ab und brachte auch ihn wieder in den Stall.
    Bei Arthur reichte es, kurz noch einmal drüber zu putzen und sonst war er auch sehr trocken geblieben. Also ging er in seine Box und bekam sein Futter. Während der Hengst fraß, säuberte ich die Ausrüstung von Arkin und Arthur. Erst den Schmutz runter und dann noch kurz pflegen, ehe alles wieder in die Sattelkammer kam. In der Zwischenzeit war auch Arthur fertig mit fressen und konnte zurück auf die Weide.

    Die Kür
    Es war so weit: Die finale Prüfung für Arkin und mich stand an. Eigentlich war es gar nicht so großartig, denn ich war schon oft bei Körungen geritten und hatte bisher auch jeden meiner Schützlinge erfolgreich in die Zuchtbücher bekommen. Und doch war es jedes Mal wieder aufregend, besonders, weil man nie wusste, was die Richter zu dem Hengst sagten. Arkin war zumindest in Form und wir hatten die letzten Wochen auch die Kür immer mal in unser Training eingebaut.
    Ich hielt nicht viel davon, diese simplen Sachen oft zu proben, denn wenn die Basisarbeit stimmte, lief jedes Pferd die Aufgaben ohne Probleme. Nichtsdestotrotz war eine Überprüfung des Könnens vor der Körung doch von Vorteil. Und nun war es soweit. Wir ritten bereits warm und waren als nächstes an der Reihe, wenn denn unserer Vorreiter die Halle wieder verlassen würde.
    Gefordert wurde bei Körungen kaum etwas. Es gab keine Lektionen die vorgeritten werden mussten, die Richter wollten sich nur kurz und knapp ein Bild von dem Hengst machen. Dementsprechend verfloss meine Aufregung auch mit der Zeit und als wir dann endlich aufgerufen wurden, war ich schon wieder die Ruhe selbst. Auch Arkin merkte man nichts an, er war allerdings auch ein routiniertes Turnierpferd und kannte den ganzen Trubel nur zu gut.
    Wir ritten im Trab in die Halle und hielten bei X geschlossen an. Ich grüßte mit einem Lächeln die Richter, nahm die Zügel wieder auf und trabte erneut an. Wir gingen zunächst auf die linke Hand und ritten erst einmal ganze Bahn. Bei C bog ich auf den Zirkel ab, überprüfte kurz Arkins Haltung und ließ ihn dann angaloppieren. Ohne Probleme sprang der Hengst an und wir ritten zwei Runden, ehe wir ganze Bahn gingen. Bei A parierten wir zum Schritt durch und gingen erneut auf den Zirkel.
    Ich gab Arkin ein wenig mehr Zügel, damit der Hengst raumgreifender schreiten konnte. Nach einer Runde bogen wir auch ab, um durch die ganze Bahn zu wechseln und so auf die rechte Hand zu kommen. Die Hälfte der Kür hatten wir also bereits hinter uns. Auf der rechten Hand blieben wir zunächst noch ein wenig im Schritt, ehe wir wieder schwungvoll antrabten und ganze Bahn gingen.
    Diesmal sparte ich mir die Zirkel und galoppierte direkt bei C an und ging ganze Bahn. Arkin lief fleißig vorwärts und blieb dennoch gut an den Hilfen. Wir ritten eine Runde, ehe ich ihn wieder zum Trab durchparierte und bei der nächsten Möglichkeit auf die Mittellinie abbog. Unser Ziel war erneut X, wo wir geschlossen stehen blieben. Eine knappe Verabschiedung von den Richtern, dann ließ ich Arkin die Zügel lang und verließ im Schritt die Halle, während ich den Hengst noch kurz lobte.
    Draußen erwartete uns schon unsere Helferin, die Arkin ganz begeistert lobte und ihm eine Möhre zuschob. Ich ritt den Hengst noch ein wenig ab, auch wenn er kaum geschwitzt hatte und dann hieß es schlichtweg warten, bis alle Teilnehmer an der Reihe gewesen wären und die Ergebnisse ausgerufen wurden. Ab heute würde Arkin dann offiziell ein Zuchthengst sein.
    Gwen | 2998 Zeichen lettercount.com

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  3. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    meine Teilnahme mit...
    Simba Twist

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    Steckbrief
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    Vom: Stunning Silence

    Aus der: Twisted Thoughts


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    Rufname: Simba
    Geburtstag: 19.04.
    Alter: 4 Jahre
    Stockmaß: wird ca. 1.65 m
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Heller Fuchs
    (ee,A+A+)
    Abzeichen: Stern, weiss gestiefelt HL und VR
    Gesundheit: Sehr gut


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    Etwas schüchtern Fremden gegenüber, verspielt, energievoll, in der Box oft träumerisch, verschmust


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    Simba ist ein richtiger kleiner Löwe: mit seiner edlen Ausstrahlung und seinem oft temperamentvollen Auftreten erobert er die Herzen der Trainer im Sturm. Er hat jedoch nicht so viel mit den anderen Fohlen zu tun, er geht ihnen fast schon aus dem Weg. Nur mit Merino scheint er sich ausserordentlich gut zu verstehen. Die beiden spielen oft stundenlang miteinander, und dies manchmal ziemlich ruppig. Er ist sehr loyal und gibt alles für seinen Reiter, man muss immer aufpassen, dass er sich nicht überanstrengt. Sein Exterieur besticht nicht nur farblich, sondern auch vom Bau her und er zeigt vielversprechende Gänge.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: nein
    Nachkommen: -


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    Galopprennen Klasse: S***
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: A
    Military Klasse: L
    Dressur Klasse: L
    Distanz Klasse: E
    Wendigkeit: A

    Eignung: Galopprennen, Military
    Eingeritten: Nein


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    [RS 55]
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    1. Platz 338. Militaryturnier
    1. Platz 341. Militaryturnier
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    1. Platz 434. Galopprennen
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    2. Platz 406. Galopprennen
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    3. Platz 414. Galopprennen
    3. Platz 431. Galopprennen
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    3. Platz 454. Dressurturnier
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    Simba's Spind

    Tierarztbericht
    3 Okt. 2018
    Tierklinik zur Lindenweide
    Grunduntersuchung + Impfen

    Patienten: Cryptic Spots (Hengst), Simba Twist (Hengst) Primo Victoria Stute

    Heute machte ich mich auf den Weg zu einer neuen Kundin MRS. Smith. Ich sollte 3 Ihrer Pferde anschauen, da sie für die Körung bereit waren und dann noch impfen. Die Fahrt war angenehm und ich kam ohne Zwischenfälle an. Ich nahm meinen Koffer und lief Richtung Stallungen. Der Hof war groß schön und sehr ordentlich. Kaum betrat ich den Stall wurde ich schon begrüßt. „Sie müssen die Ärztin sein, ich bin Occulta Smith!“ begrüßte mich eine junge Frau. Ich bejate und stellte meinen Koffer neben dem Anbinde Platz. Ich bat mit Cryptic Spots zu beginnen. Sofort holte sie den gepunkteten Hengsten aus seiner Box. Ich ließ ihn mir vortraben da war alles in Ordnung. Nun band frau Smith ihn an und ich begann mit meiner Untersuchung. Zähne waren in Ordnung, seine Augen klar, beim abtasten und abhören fand ich nichts. Der Hengst war vollkommen gesund. „Er ist gesund wie neu geboren!“ sagte ich zu seiner Besitzerin. Nun kontrollierte ich seinen Pass um zu sehen welche Impfungen notwendig waren, alle bis auf Tollwut. Diese müsste sie erst nächstes Jahr auffrischen. Nun zog ich die Spritzen, auf die ich brauchte, Herpes, Tetanus, Influenza und stepi Equi. Schnell injizierte ich die spritzen. Der Hengst blieb ruhig, darum bekam Cryptic Spots einen Apfel zur Belohnung. Nun konnte der nächste Hengst kommen, dieser war ein goldener kleiner Racker namens Simba Twist. Auch ihn ließ ich mir vortraben, und mein geschultes Auge sah, das da was im Argen war. Ich bat darum Simba anzubinden. Ich tastete den Hengst ab. Kopf war alles in Ordnung auch der hals und Brust waren intakt als ich mich weiter zu den Hufen abtastete bemerkte ich das das Kronrad heiß war und eine Beule gebildet hatte. Dies war ein Abszess. Sorgfältig schnitt ich den Abszess auf und ließ das Eiter ablaufen. Dann desinfizierte ich die stelle und band den huf dick ein und schüttete eine gelbe Flüssigkeit rein, dies würde die Bakterien abtöten und erklärte der Besitzerin das sie das 2-mal täglich erneuern musste und gab ihr noch Antibiotikum diese sollte sie 3 tage lang 1x am tag verabreichen. Nun machte ich mich weiter, der Rest war unauffällig. Nach einem abhörcheck impfte ich den Kandidaten. Ich sagte das er in 4 Tagen ruhig wieder in Training sein oder auf die Körung gehen kann. Der Abszess war am Anfang und so wurde er gleichbehandelt. Nun kam die Stute an die Reihe Primo Victoria. Ich nannte diese liebevoll Vicky. Auch sie ließ ich mir vortraben und da war nichts zu sehen. Dann schaute ich sie mir genauer an. Sie war vollkommen gesund. Beim abhören vernahm ich nur die üblichen Geräusche. So konnte ich auch sie mit ruhigem gewissen impfen. Ich packte alles zusammen trug alles in die Pferdepässe ein und verabschiedete mich von meiner Kundin. Ich hoffe das sie Zufrieden war.

    Hufschmiedbericht

    Trainingsberichte [7]
    Occulta
    Galopptraining E-A

    Es war nun vier Wochen her, seit die Nachwuchsvollblüter vorsichtig angeritten worden waren. Sie kannten kaum mehr als das alle drei Gangarten unter dem Reiter, wobei gerade das Galoppieren den meisten die grössten Schwierigkeiten bereitete – jedenfalls in der Halle, wo sie immer wieder Kurven machen mussten. Heute wurden sie von den Kurven erlöst, jedenfalls von den engen. Denn heute durften Merino, Simba Twist, Miss Moneypenny, Riven in a Dream, Primo Victoria und der Neuling Cryptic Spots zum allerersten Mal auf die Rennbahn. „So eine ausgewogene Gruppe hatten wir schon lange nicht mehr“, scherzte Jonas. „Drei Hengste, drei Stuten und alle auf exakt demselben Niveau.“ Ich stimmte ihm fröhlich zu und schob Pennys Box auf. Die Schimmelstute begrüsste mich mit ihrer weichen rosa Schnauze und versuchte, am Reissverschluss meiner Jacke zu zupfen. Ich schob sie sanft beiseite und streifte ihr das violette Halfter über, dann führte ich sie durch die Stallgasse zu den Anbindestellen. Jonas half mir beim Anbinden, doch anschliessend verschwand er nach draussen, um im Nordstall die Trackponys Calico und Dod bereit zu machen. Neben Penny und mich gesellten sich Quinn mit Primo und Parker mit Riven. Wir legten mit dem Putzen der drei los und plauderten dabei über die Sieger der letzten Rennen. Ich konnte mir ein Gähnen nicht verkneifen, denn es war erst halb sechs Uhr und draussen noch stockfinster. Wir beeilten uns mit dem Putzen, denn wir wollten die Geduld der Youngsters nicht schon jetzt strapazieren. Ausserdem hatten wir einen strengen Zeitplan für heute, denn nach dem Mittag standen eine Fohlenschau, ein Halterwettbewerb und ein Springturnier an. Deshalb fand das Training heute auch wieder so früh am Morgen statt, obwohl es im Winter normalerweise keine Rolle spielte. Auch Primo war noch müde: die Stute gähnte herzhaft, während Quinn ihre Schulter massierte. Ich bürstete rasch noch Pennys Schweif, dann war sie bereit zum Satteln. Ich holte den etwas schwereren Trainingssattel und die sonstige Ausrüstung aus der Kammer. Zuerst legte ich ein polsterndes Pad auf, dann die eigentliche Satteldecke und schliesslich den Sattel. Das ganze fixierte ich mit dem Lammfell-Gurt, damit auch bestimmt nichts zwickte. Penny trampelte ungeduldig herum und ich hatte meine liebe Mühe, ihr die Bandagen anständig anzuziehen. Auf die wollte ich aber im Moment noch nicht verzichten, denn bei jungen, unbalancierten Pferden war die Gefahr zu gross, dass sie sich im Renngalopp verschätzten und sich selbst in die vorderen Sehnen traten. Beinverletzungen wollte man im Rennsport um jeden Preis vermeiden. Wir führten die fertig gesattelten Jungstuten nach draussen, wo die gleichaltrigen Jungs bereits warteten. Ajith und Oliver halfen den Jockeys und mir beim Aufsteigen. Danach ritten wir alle hintereinander zur Bahn. Die Trackponys, Calico und Dod, stiessen beim Nordstall zu uns. Merino tänzelte bereits aufgeregt, weil er offenbar dachte, wir gingen wieder ins Gelände. Aber wir bogen stattdessen auf den Galoppweg und trabten uns dort warm. Darren und Dod bildeten die Spitze, Jonas und Calico das Schlusslicht. Dazwischen trabten die jungen Pferde fleissig hintereinander und orientierten sich stark an der Gruppe. Das war in diesem Alter auch noch vollkommen erwünscht. Riven fand die über uns dunkel in die Höhe ragenden Tannen etwas gruselig, denn sie lief mit verklemmtem Schweif vor mir und Penny. Merino und Cryptic gerieten jetzt schon aneinander, denn der freche Merino versuchte immer wieder, nahe genug an das gepunktete Hinterteil seines Vordermanns zu kommen, um hineinzukneifen. Cryptic schlug als Antwort missmutig mit dem Schweif und bedeutete dem Frechdachs auf Abstand zu bleiben. Simba arbeitete heute sehr still mit. Er schien sich nicht besonders für die anderen Pferde um ihn herum zu interessieren, und da Merino zu weit von ihm weg war, konzentrierte er sich vollkommen auf April, die ihn ritt. Er trat sogar etwas ans Gebiss, wenn auch nicht konstant, da ihm dazu schlichtweg noch die Muskeln und die Balance fehlten. Zufrieden drehte ich den Kopf wieder nach vorne um mich auf mein eigenes Reittier zu konzentrieren. Ich spielte etwas mit den Zügeln und lud Penny ein, ebenfalls den Kopf etwas runter zu nehmen. Sobald sie im Genick nachgab, lobte ich sie durch rasches Überstreichen. So beschäftigte ich sie immer wieder etwas, während wir eine ganze Runde trabten. Danach ritten wir im Schritt zur Bahn. Heute waren die absoluten Basics gefragt: Betreten der Startbox, ein/zwei erste Starts und zuletzt ein erstes, kurzes Galopptraining. Ajith und Oliver warteten bereits auf uns. Wir ritten vor der Startmaschine eine Volte. Ajith und Oliver pickten einen nach dem anderen heraus und führten uns zügig auf die Boxen zu. Je rascher und entschlossener das ganze von statten ging, desto weniger zögerten auch die Pferde. Sie standen quasi drinnen, bevor sie richtig darüber nachdenken konnten. So erging es auch Penny und mir. Hinter uns schloss Ajith die Klappen, gerade rechtzeitig, bevor Penny den Rückwärtsgang einzulegen versuchte. Ajith drückte dagegen und ich trieb sie wieder vor, dann versuchte ich sie dort zu halten, bis alle drin waren. Sobald die letzte Klappe zuging, lief Oliver zum Auslöser und liess die Startmaschine aufschnappen. Natürlich wussten die jungen Vollblüter noch nicht, was sie zu tun hatten, also trieben wir sie energisch an und gaben ihnen die Zügel frei, um ihnen das Vorwärtsgehen schmackhaft zu machen. Die Reaktionsgeschwindigkeit war auch nach dem dritten Versuch noch bescheiden, aber immerhin kamen die meisten jetzt schon ein paar Sekunden nach dem Öffnen im Trab oder sogar Galopp, in Merino und Cryptics Fall, davon. Nach dem dritten Start trieben wir alle Pferde direkt weiter in den Galopp. Wir blieben dicht beieinander und strebten ein einheitliches Grundtempo an, auch um den Gehorsam zu schulen. Auf den letzten 200 Metern trieben wir sie nochmal etwas an, sodass wir diese in 15 Sekunden schafften. Dies würden wir nun die nächsten fünf Wochen lang widerholen und perfektionieren, bevor der nächste Schritt angegangen werden konnte. Die Trackponys kamen uns entgegen und begleiteten uns im Trab von der Bahn zurück zum Stall. Die jungen Pferde hatten bereits nach diesem bescheidenen Traning stark geschwitzt und saugten Luft durch die weit geöffneten Nüstern ein, was aufgrund der schlechten Kondition ganz normal war. Dies galt es in nächster Zeit deutlich zu verbessern. Doch jetzt war erstmal Feierabend für die Jungspunde. Für uns Pfleger hingegen hatte der Tag erst begonnen.
    30 Nov. 2016

    Occulta
    Galopptraining A-L

    Es war bereits der letzte Januartag, und ein besonders schöner noch dazu. Der Himmel war tiefblau und der eisige Wind, der den Schnee auf den Feldern verwirbelte, zauberte skurrile Landschaften. Während Oliver sich ärgerte, weil die seit wenigen Tagen endlich wieder eisfreie Strasse nun wieder mit Schnee bestaubt wurde, freute ich mich auf das heutige Training mit den Pferden. Es war harte Arbeit angesagt; in erster Linie ging es um die Körungsvorbereitung. Die jungen Pferde mussten noch viel lernen und es machte für mich keinen Sinn, ein ‚grünes‘ Pferd vorzustellen. Den Richtern gefielen wohlbemuskelte, ausbalancierte und gut erzogene Pferde schliesslich auch besser. Als erstes stand Renntraining auf dem Plan. Während die meisten Vollblüter am Morgen bereits ihr Winter-Fitness-Programm genossen hatten, kamen nun am frühen Nachmittag Coulee, Framed in History, Cabinet of Caligari und die sechs jüngsten Rennpferde auf ihre Kosten. Mir blieb wiedermal fast nichts anderes übrig, als meinen Frame zu reiten, da der Hengst bei mir einfach am besten lief und Quinn noch bis nächste Woche in den Ferien war. Ein Hauch Missmut erweckte das aber schon, zumal ich doch so gerne einen der Youngsters trainiert hätte. Nächste Woche eben wieder, dann ist Quinn auch wieder da. Ich holte den Schecken aus seiner Box und begann ihn zu putzen. Zunächst massierte ich ihn gründlich mit dem Gummistriegel, um den Staub und ausgefallenes Fell zu lösen. Dann spickte ich alles mit der langborstigen Staubbürste weg. Bereits danach begann Frames Fell schön zu glänzen, aber ich bearbeitete es trotzdem noch mit der Kardätsche und zuletzt mit der feinen Bürste, wie es Routine war. Wären wir jetzt an ein Rennen gegangen, hätte ich sogar zusätzlich noch mit einem Tuch oder Fellhandschuh und etwas Glanzspray den ultimativen Feinschliff gemacht. Das Langhaar hatte ich vor dem Durchgang mit der Kardätsche gekämmt, sodass der daraus fallende Staub nicht zuletzt noch auf das saubere Fell rieselt. Auch Frame’s zweifarbiger Schweif war bereits seidig und knotenfrei, wie es sich gehörte. Nun musste ich nur noch Hufauskratzen, danach konnte ich satteln. Frame gab seine Hufe artig, zog mir aber nach einer Weile den einen Vorderhuf aus der Hand und scharrte ungeduldig. Ich stupste ihn streng, woraufhin er ihn wieder stillhielt. Nun legte ich ein Stück Chamois Leder auf seinen Rücken, damit der Sattel während dem Training nicht verrutschen konnte. Darüber kam die dünne Baumwoll-Satteldecke. Dann legte ich das schützende Pad auf und faltete die Satteldecke vorne ein Stück weit darüber. Bevor ich den Sattel auflegte und mit dem gepolsterten Trainingsgurt festgurtete, platzierte ich noch ein kleines Lammfellpad hinter dem Widerrist, damit dieser auch wirklich ausreichend geschützt war. Manche Pferde brauchten das, andere nicht, da die Sättel nicht individuell auf die Pferde angepasst waren, sondern grundsätzlich für jedes Pferd verwendet wurden. Manche hatten auch anstelle eines Pads einfach eine dicke Satteldecke, manchmal sogar zwei, oder eine halb gefaltete. Für Frame war aber meine soeben angewandte Lösung bisher die beste und hatte noch nie Druckstellen oder abgebrochene Haare verursacht. Ich zäumte den Hengst und führte ihn nach draussen, gemeinsam mit den anderen Jockeys. Ajith und Oliver halfen uns beim Aufsteigen, dann ritten wir im Gänsemarsch zum Galoppweg, um uns auf einer Trabrunde aufzuwärmen. Merino lief zufrieden direkt hinter Simba Twist. Die beiden waren richtig gute Kumpel und hatten schon als Fohlen immer zusammen gespielt. Kaythara platzte fast vor Energie und tänzelte ungeduldig, wannimmer wir bremsen mussten. Auch Caligari liess sich davon etwas anstecken, aber das Gezapple der beiden war harmlos. Wir machten auf der Bahn einen freien Start, indem wir eine saubere Linie bildeten. Danach trainierten wir zwar alleine, aber so hatten es die Pferde einmal mehr geübt. Ich überholte mit Frame Miss Moneypenny und Cryptic Spots, damit ich niemanden mehr im Weg hatte. Dann nahm ich ihn wieder etwas zurück und gleiste ein anspruchsvolles Intervalltraining mit 2-furlong-sprints auf. Frame kam dabei ganz schön ins Schwitzen, sodass ich ihn nach dem Training gründlich mit dem Schwamm waschen musste. Den ganzen Körper wollte ich aufgrund der Aussentemperaturen nicht abspritzen. Auch Primo Victoria hatte viel geschwitzt und schnaufte noch lange nach dem austraben. Wir wuschen alle Pferde mit dem Schwamm und brachten sie danach direkt mit Abschwitzdecke in die Führmaschine oder übergaben sie einem Pfleger, damit sie sich trockenlaufen konnten. Zwischendurch boten wir ihnen auch etwas zu trinken an. Nach einer guten halben Stunde brachten wir die Pferde in die Boxen und gaben ihnen ihre Karotten zur Belohnung.
    31 Jan. 2017

    Occulta
    Galopptraining L-M
    Gruppe 1: tc Miss Moneypenny, PFS' Merino, PFS' Simba Twist, PFS' Cryptic Spots, Primo Victoria, Cassiopeia

    Fünf Uhr morgens, die Sonne war noch in der Ferne versteckt, doch der Himmel wurde im Osten bereits heller. Ich gähnte ein letztes Mal, dann streckte ich mich und war auf den Beinen. Ein rasches Müsli als Energiespender für den Morgen, dann musste ich mich auch schon im Hauptstall einfinden, denn das Training der Vollblüter fand aufgrund der sommerlichen Temperaturen seit ein paar Tagen wieder wie jeden Sommer besonders früh statt. Ich begann gleich damit, Merino zu putzen, während Ajith mit der Schubkarre umherhuschte und Heu verteilte. Neben mir bereitete Quinn Simba vor. Wir plauderten fröhlich und setzten uns Ziele für den heutigen Tag und das Training. Nach dem Putzen wurden die Trainingssättel aufgelegt und die restliche Ausrüstung vervollständigt. Dann ging es auch schon raus zum Aufsteigen. Alles ging Schlag auf Schlag; einer nach dem anderen wurde von Oliver auf’s Pferd geschmissen. Wir ritten im Gänsemarsch zum Galoppweg und begannen mit dem Aufwärmen im Trab. Nach einem kurzen Aufgalopp beschleunigten wir auf ein angemessenes Trainingstempo und zogen dieses über 1600 Meter durch. Auf den letzten 400 Metern trieben wir die jungen Rennpferde nochmals an, sodass wir sie im gesetzten Limit von 26 Sekunden passierten. Danach liessen wir die trotz der kühlen Morgenluft verschwitzten, heftig atmenden Jungspunde austraben. Ich lobte Merino ausgiebig, denn er hatte seine Gesamtzeit vom letzten Mal um etwas mehr als eine Sekunde unterboten. Aber seine Kondition war noch nicht gut genug, und seine Herzfrequenz, wie sich kurz darauf bei Olivers Kontrolle herausstellte, nahe an der 200er Grenze. Wenigstens Cassiopeia war wieder fitter geworden, denn nach einer erneuten Trainingspause wegen eines Viruses, das sie sich aufgeschnappt hatte, war sie wieder etwas hinter ihren gleichaltrigen Kollegen zurückgefallen und lief deshalb nun in der jüngsten Gruppe mit. Die anderen Nachwuchsrenner, Penny, Cryptic und Primo hatten keine Auffälligkeiten gezeigt und waren fit. Zufrieden beendeten wir das Training, indem wir die sechs in den Freilauftrainer zum Auskühlen brachten. Danach ging’s für die Jockey gleich weiter zur nächsten Gruppe.
    31 Mai 2017

    Occulta
    Galopptraining M-S
    Gruppe 1: PFS‘ Merino, Primo Victoria, Simba Twist, PFS’ Stromer’s Painting Gold, PFS’ Cryptic Spots, PFS’ Miss Moneypenny, Cassiopeia

    Ungeduldig tänzelte Cryptic vor der Startmaschine. Wir warteten darauf, dass Ajith uns reinführte, doch wir standen an der äussersten Position und der Pfleger hatte innen angefangen. Nacheinander brachte er Merino, Simba, Penny, Cassy, Primo und Goldy rein, bis schliesslich wir dran waren. Cryptic war total geladen und ich rollte, einen Blick zu Quinn werfend, die Augen. Sie grinste und meinte: „Better like this than a horse that’s falling asleep.“ Ich stimmte ihr zu und fragte, wie Goldy drauf sei. Das war das erste mal, dass sie mit der Gruppe mitlief. Wir hatten sie bisher nur Dressur geritten und einzeln auf der Bahn trainiert, oder Ausritte gemacht. Wir hatten nämlich zuerst sehen wollen, wie ihr Trainingsstand war. Oliver hatte sie für fit genug befunden, also konnte sie jetzt mit unseren Dreijährigen laufen. Sie hinkte dennoch ein wenig hinterher was die Erfahrung anging, da ihre alte Besitzerin nicht so viel Zeit zum Trainieren gehabt hatte. Cassy war auch immernoch bei der jüngsten Gruppe dabei, doch Oliver wollte sie bald wieder zu den älteren Rennpferden einteilen, weil sie deutlich mehr Ausdauer als die Jungen hatte. Ich war froh, dass die palomino Stute wieder aufholte.

    Endlich gab Ajith das Startsignal und die Klappen öffneten sich. Cryptic drückte wie erwartet gewaltig ab und ich musste mich gut in seiner Mähne festkrallen, um mit den kurzen Bügeln nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Er setzte sich mit ein paar grossen Sprüngen an die Spitze und ich überlegte zufrieden: Wenn er im nächsten Rennen so losspringt, kann er schon von Anfang an einen guten Vorsprung herausholen. Allerdings musste ich ihn jetzt etwas zurücknehmen, denn unser Training fand wie fast immer in Intervallen statt. 1600 Meter insgesamt waren es heute, dazwischen Phasen mit 200 Meter Sprints. Ich sah stets auf meine Armbanduhr um unsere Geschwindigkeit zu überprüfen. Cryptic machte sich heute echt gut, doch gegen Ende der 1600 Meter wurde er etwas langsamer, was mir zeigte, dass es in Sachen Ausdauer noch haperte. Merino und Simba bieben bis zum Schluss dicht beieinander, weil die beiden gerne zusammen liefen und sich so gegenseitig anstachelten. Sie wurden dicht verfolgt von Penny, die ziemlich zurückgehalten wurde, weil sie sich beim letzten Training zu sehr verausgabt hatte und mit einem zu hohen Puls durchs Ziel gekommen war. Quinn nahm’s mit Goldy noch gelassen und blieb zuhinterst. Die Stute konzentrierte sich und war gehorsam, das machte das Training sehr angenehm. Primo hingegen war etwas abgelenkt und irgendwie nicht auf der Spur. Nichts desto Trotz war es ein gutes Training gewesen und wir kamen mit jedem Tag wieder ein kleines Stück weiter.
    31 Aug. 2017

    Occulta
    Springen E-A
    Chiccory ox, Shades of Gray, A Winter’s Day, PFS’ Captured in Time, PFS’ Merino, Simba Twist, Primo Victoria, PFS’ Cryptic Spots

    Nachdem wir mit der ersten Springstunde fertig waren und ich Iskierka weggeräumt hatte, war nun eine etwas weniger erfahrene Gruppe dran. Diesmal ritt ich Merino, den Rappen mit den lustigen weissen Punkten. Auch seine Zwillingsschwester Primo war dabei, denn beide hatten etwa denselben Trainingsstand. Natürlich folgten uns auch die restlichen Rennpferde dieser Jahrgangsgruppe, Ciela, Simba und Cryptic, auf den Reitplatz, wo immernoch derselbe Parcours wie zuvor stand - nur dass Elliot ihn inzwischen etwas runtergestellt hatte. Aber insgesamt waren wir am Schluss sogar acht Pferd-Reiterpaare auf dem Sandplatz, denn Chiccory, Gray und Winter hatten das Springtraining auch nötig. Zuallererst wärmten wir uns wie immer gründlich auf. Danach trabten wir über ein paar Stangen und schulten den gleichmässigen Takt der Vollblüter. Als nächstes folgten ein paar einfache Kreuze und Steilsprünge, bevor wir schliesslich mehrere Hindernisse flüssig nacheinander anritten. Wir gingen alles schön langsam an, da die jüngeren Pferde der Gruppe wirklich noch ganz am Anfang des Springreitens standen. Sie waren ja auch eigentlich Rennpferde, und zumindest im Moment nur indirekt fürs Springen gedacht. Aber es konnte nicht schaden, ihre Ausbildung abwechslungsreich und vielseitig zu gestalten. Das beanspruchte auch wieder ganz andere Muskeln als das Galoppieren auf der Bahn, sodass sie weitere Kraft dazugewannen. Sie machten ihre Sache allesamt gut. Es gab zwar hie und da noch ein paar kleine Patzer, entweder mit Verweigerungen oder fallenden Stangen, aber das war nicht weiter schlimm. Besonders die jüngsten waren halt noch etwas tollpatschig und hatten nicht so viel Balance wie die älteren Pferde. Aber für erste Turniere würden sie bald bereit sein, da war ich mir sicher.
    31 Okt. 2017

    Occulta
    Galopptraining S-S*

    Primo Victoria, PFS’ Merino, PFS’ Cryptic Spots, Simba Twist, tc Miss Moneypenny, Cassiopeia, PFS’ Stromer’s Painting Gold

    Ziemlich genau ein Jahr war es her, seit die Vollblüter aus der jüngsten Gruppe zum ersten Mal auf die Bahn gekommen waren. Primo Victoria, ihr Zwillingsbruder Merino, Cryptic, Simba und Penny waren innerhalb eines Jahres von absoluten Anfängern zu hervorragenden Rennpferden geworden, die nun allesamt in höheren Rennen starten konnten. Da sie nächstes Jahr mit den erfahreneren Vollblütern zusammen rennen mussten, wollten wir die fünf Jungspunde, Cassiopeia, die wir immernoch am Auftrainieren waren, und Goldy, die ja erst kürzlich dazugestossen war, bis zum Frühling noch etwas härter rannehmen. Oliver hatte einen strengen Plan mit Richtzeiten und -Strecken aufgestellt, an die wir uns Tag für Tag halten mussten. Normalerweise machten wir über den Winter etwas weniger hartes Training und eher eine Art Erholungsphase. Die jungen Pferde mussten aber trotzdem Fortschritte machen und bis zum Frühling das gewünschte Trainingslevel erreichen. Natürlich bekamen die jungen Pferde dennoch genug Pausen, damit sich ihre Muskeln optimal erholen und entwickeln konnten. Auch heute fand das morgentliche Training wie gewohnt statt, typisch für das Winterhalbjahr erst ab acht Uhr. Die Sonne ging daher gerade auf, als wir mit den fix fertig geputzten und gesattelten Pferden den Hauptstall verliessen. Ich wurde von Ajith per Räuberleiter auf Simbas Rücken gehoben und zupfte symbolisch die goldene Mähne des Hengstes unter der Fleecedecke hervor. Da die Vollblüter alle geschoren waren, trugen sie während des ganzen Trainings Fleece-Nierendecken. Wir ritten im Schritt zum Galoppweg, trabten an und wärmten die Vierbeiner auf. Merinos Decke war wohl nicht gut festgemacht, denn sie verrutschte während dem Traben. Ich rief daher Charly vor mir zu «Oi, Chaplin your exercise rug is off». Der Jockey drehte sich verwirrt nach hinten, entdeckte das Problem und zupfte die Decke im leichten Sitz zurecht. Er zwinkerte mir dankbar zu, weil er genau wusste, dass er Ärger von Oliver eingefangen hätte, wenn ich nicht gewesen wäre. Es war noch neblig auf den Wiesen um Pineforest herum und das in der Nähe liegende Dorf war vollständig verschluckt. So wirkte es fast, als sei Pineforest eine Insel inmitten von gähnender Leere, die ebenfalls drohte, in den grauen Schwaden zu verschwinden. Die Pferde liefen rhytmisch über den Schnitzelweg und mein Helm streifte hie und da einen Tannenzweig. Ein Blick über die Schulter verriet mir, dass Cassy direkt hinter uns schön am Zügel lief. Die Palominostute war nebst Vai Alida die einzige Trader Joe Nachkommin in meinem Stall. Weil Alida nicht mehr im Rennsport eingesetzt wurde, lasteten auf Cassy mehr Erwartungen. Es war unheimlich schade, dass sie mit ihrer Beinverletzung hatte pausieren müssen, denn so hatte sie viele wichtige Rennen verpasst. Aber dafür war sie nun umso fitter und zeigte das ganze Potential, das sie von ihrer Abstammung mitbekommen hatte. Wir bogen nach dem Einwärmen auf die Bahn und reihten uns vor der Startmaschine auf, die heute etwas weiter vorne stand. Simba ging zuverlässig rein und auch die anderen liessen sich, bis auf ein wenig Tänzeln, brav hineinführen. Oliver gab das Startsignal und die Tore klappten auf. Doch wenige Sekunden später pfiff er uns zurück. «Penny and Cryptic were too late! Do it again, and this time move your butt properly out of there.» Leicht verärgert trabte April neben mir her. «It was nothing, really. She went off perfectly fine», murmelte sie. Offenbar nicht ‘perfectly’ genug für Oliver. Simba war diesmal ein wenig zögerlich, weil er nicht verstand, warum wir beim ersten Mal gebremst hatten. Wir starteten erneut, wobei Oliver ruhig blieb. Simba legte einen guten Start hin, stockte dann aber, weil er förmlich erwartete, dass wir wieder bremsen mussten. Ich ermunterte ihn zu einem gleichmässigen Takt und hielt den Blick entschlossen nach vorne gerichtet. Dadurch, dass der Hengst etwas unsicher bezüglich des Starts gewesen war, drehte er nun immer wieder ein Ohr nach hinten zu mir und war deutlich aufmerksamer als sonst. Es war ein tolles Gefühl, den Athleten unter mir so sehr bei der Sache zu sehen. Auch Oliver beobachtete das Geschehen interessiert mit dem Feldstecher. Ich fragte mich, ob er nicht insgeheim genau das hatte ausprobieren wollen. Es schien aber nicht bei allen geklappt zu haben, denn Rita hatte mit Cryptic immer noch eine ordentliche Handvoll. Er erinnerte mich an seinen Vater, der je nach Wetter auch lustig aufgelegt war. Aber auch die beiden kamen durchs Ziel und das in der erforderlichen Zeit. Trotzdem motzte Oliver und liess Rita nochmal dreihundert Meter kontrolliert am Zügel galoppieren. Cryptic strotzte nach wie vor mit überschüssiger Energie, war aber danach etwas weniger quengelig. Oliver liess uns austraben und fasste, nachdem sich alle Pferde zum Trockenlaufen mit den Abschwitzdecken im Freilauftrainer befanden, nochmal rasch seine Beobachtungen von vorhin zusammen. Er erklärte, dass die Pferde nun auf einem höheren Level als zuvor waren und wir auch entsprechend auf die Details achten mussten. Wir durften keine Millisekunden in schlechten Starts oder Meinungsverschiedenheiten verschenken. Unsere Konkurrenz hatte eine erste ‘Filterung’ durchlaufen; die im nächsten Jahr startenden Vierjährigen waren allesamt Pferde, die von ihren Trainern als ‘Ertrag bringend’ eingestuft worden waren, ergo ‘nur die Guten’. Diesen Vortrag durften wir uns natürlich jedes Jahr um diese Zeit wieder anhören, entsprechend nickten alle nur mehr oder weniger augenrollend. Recht hatte er aber, und das mussten alle zugeben. Auch ich fragte mich, wie gut meine Vollblüter in der kommenden Saison abschneiden würden. Oliver war erstaunlich optimistisch gestimmt und klopfte mir lobend für das heutige Training auf die Schulter. Er meinte abschliessend, dass Cassy nun ruhig wieder in die älteren Gruppen wechseln konnte, da sie ihren Trainingsrückstand beinahe aufgeholt hatte. Ich stimmte dem zu.
    29 Nov. 2017

    Occulta
    Dressur E-A
    Caspian of the Moonlightvalley, A Winter’s Day, Primo Victoria, PFS’ Navy Sniper, Yoomee, PFS’ Shadows of the Past, Nera, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Tayr al-Diyari, PFS’ Arctic Silver Lining, PFS’ Arctic Rainstorm, PFS’ British Oreo Rascal, PFS’ Glenn’s Dare to Shine, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Dressy Miss Allegra, PFS’ Merino, Simba Twist, PFS’ Cryptic Spots, White Dream, Fake my Destiny, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot, Vychahr, Parányi, Satine, Areion, Diarado, Co Pilot de la Bryére, Circus Dancer

    Wir hatten trotz der Hitze heute wieder viel vor; Dressurtraining, to be exact. Es war bereits Nachmittag, somit erwischten wir leider gerade die heisseste Tageszeit. Das liess sich kaum vermeiden, denn den ganzen Morgen hindurch hatten wir auch schon gearbeitet, und die Pferde bis spät in die Nacht wach zu halten war auch keine gute Option. Deshalb brachten Lisa und ich im Voraus ein paar Wasserflaschen zum Reitplatz und stellten einen Sonnenschirm auf, damit wenigstens die Trainerin nicht unter der prallen Sonne gebraten wurde. Es kam heute extra eine externe Dressurtrainerin auf Platz, die uns und die Pferde etwas fördern sollte. Lisa ritt also heute selber auch mal in der Stunde mit, anstatt sie zu leiten. Der Name der Trainerin lautete Fiona Ramsey; eine S-Dressurreiterin die auch schon international gestartet war. Ich war gespannt auf ihr Coaching und putzte zuerst gut gelaunt Yoomee. Lisa bereitete Shira vor, Linda hatte White Dream neben mir und Yoomee angebunden und Lily ritt natürlich wieder Fake. Jonas machte nicht mit, sondern sah nur zu und reichte uns später die Wasserflaschen, wenn wir eine Pause brauchten. Anne und Robin sattelten im Nordstall Sniper und Baccardi. Darren und David waren unterdessen bei den Stuten im Offenstall und kümmerten sich um Chanda und Jazz. Auch Angelina Moore war mit ihrer Stute Nera dabei, und sogar Rosie war mit Tayr zu uns rübergeritten. Sie wartete mit dem schicken Rennaraber vor dem Nebenstall und plauderte mit mir, während ich meine Connemarastute striegelte. Fiona kam etwas früher als gedacht und sah uns schonmal beim Satteln zu. Danach trudelte ein Pferd-Reiterpaar nach dem anderen auf dem Sandplatz ein und Fiona unterrichtete uns schon beim Aufwärmen. Wir mussten eine grosse acht quer über den Platz reiten, und dabei stets die richtgie Stellung und den Abstand zum Vordermann wahren. Ausserdem machten wir viele Schlangenlinien und Seitenwechsel. Fiona war also sehr fokussiert auf Biegung und Abwechslung. Nach einer Weile durften wir die Pferde nochmal richtig strecken lassen, ehe wir mit der eigentlichen Arbeit anfingen. Yoomee schnaubte zufrieden ab und trabte locker vorwärts. Diese erste Trainingsstunde war wie eine Art Einstieg in die Dressurarbeit, denn die Pferde waren allesamt noch nicht sehr weit in der Dressur ausgebildet. Deshalb forderten wir auch nur einfache Lektionen, wie korrekte Übergänge oder leicht verstärkten Trab. Auch einfache Galoppwechsel liess uns Fiona machen, wobei sie wiederum genau darauf achtete, dass wir die Pferde richtig umstellten. Sie schien wirklich ein Auge für Feinheiten zu haben und gab wertvolle Tipps in denn richtigen Momenten. Ich war ihr zum Beispiel dankbar, als sie mich darauf hinwies, dass ich mit der äusseren Hand zu sehr mitging in den Kurven, oder dass ich mich wiedermal leicht nach vorne neigte, als ich angaloppieren wollte. Auch für Lily und Fake hatte sie ein paar Tricks auf Lager, damit die Hackneyponystute ihr volles Bewegungspotential ausschöpfen konnte. Ich sah, wie Jonas den beiden mit einem stolzen Ausdruck zusah. Die erste Runde dauerte eine Dreiviertelstunde, dann liessen wir die Pferde austraben und bereiteten die nächste Gruppe vor. Währenddessen waren Quinn, Parker, Thomas, Rita, Charly und April mit Caspian, Merino, Primo, Winter, Simba und Cryptic an der Reihe. Dem was ich beim Putzen von Parányi sah nach zu urteilen, lief es auch bei ihnen gut, obwohl die Vollblüter doch etwas mehr Power zeigten und mit der konstanten Anlehnung noch etwas Mühe hatten. Um Fiona eine Pause zu gönnen, nahmen wir uns reichlich Zeit zum Putzen und tratschten mehr mit Rosie, die noch einen Moment länger blieb. Tayr scharrte schon ungeduldig, als sie sich schliesslich auf den Heimweg machte. Ich sattelte Parányi und brachte sie auf den Platz, gefolgt von Satine, Vychahr, Co Pilot, Circus Dancer und Diarado. Jetzt kamen wir richtig ins Schwitzen. Diese sechs Vierbeiner liefen bereits höhere Dressur und kannten die meisten Lektionen, sodass wir aus dem Vollen schöpfen konnten, was Fionas Erfahrung als Grand Prix Reiterin anging. Sie gab uns wertvolle Tipps um die Piaffe zu verbessern und zeigte uns, wie wir den verstärkten Trab noch eindrucksvoller aussehen lassen konnten. Parányi machte fleissig mit und gab sich Mühe. Sie konnte zwar noch keine Piaffe, aber dafür glänzte sie bei den Galoppwechseln. Und Vychahr beeindruckte Fiona mit seinem schwungvollen Bergaufgalopp an der langen Seite. Nur das rechtzeitige Bremsen vor der Ecke bereitete ihm und Lisa noch etwas Schwierigkeiten.

    Nachdem auch diese Stunde geschafft war, kippte ich erstmal eine halbe Wasserflasche runter und setzte mich beim Nebenstall an die Wand gelehnt in den Schatten, sobald die Rappstute versorgt war. „Alles klar, Occu?“, fragte Jonas mitfühlend, als er mich sah. Ich nickte müde aber grinsend. Es hatte trotz der Hitze Spass gemacht und ich hatte das Gefühl, durchaus ein paar nützliche Inputs bekommen zu haben. Bevor Fiona wieder abreiste, wollte ich ihr aber noch ein wenig von unserem Training mit den Miniature Horses zeigen. Die wurden zwar nicht geritten, aber am langen Zügel konnten auch sie ziemlich anständige Dressurlektionen erlernen. Mit Tiki und Kiwi demonstrierten wir schon etwas komplexere Übungen, während Oreo, Lining, Acira und Darling vor den Augen der Trainerin an den Grundlagen feilten. Auch Allegra, mit der wir erst vor kurzem überhaupt angefangen hatten, zeigte immerhin schonmal schöne Übergänge. Fiona war begeistert von den Minis und nahm sogar selber mal die Zügel von Oreo in die Finger. „He’d be so handsome under saddle, if he only was a warmblood“, stellte sie belustigt fest, als Oreo mit meiner Hilfe einen ansatzweise funktionierenden Spanischen Schritt vorführte. Zuletzt gab es noch ein kleines Highlight für Lily. Sie hatte eigentlich nur noch schnell Areion auf dem Platz bewegen wollen, jetzt wo der ganze Trubel vorbei war. Aber Fiona nahm sich die Zeit, ihr mit dem Tinker ebenfalls noch eine halbe Stunde Einzelunterricht zu geben. Lily kam sogar dazu, ihre ersten Galoppwechsel zu reiten, was aber natürlich nur klappte, weil Lisa das in letzter Zeit so intensiv mit Areion geübt hatte. Lily hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht, als sie ihren Tinker nach dem Unterricht strecken liess. Ich war Fiona dafür extrem dankbar. Nun liessen wir sie aber endlich ziehen und verabschiedeten uns. Es war ein anstrengender, aber toller Nachmittag gewesen.
    31 Aug. 2018

    Die Kür

    Wenige Wochen nachdem sein ‘Halbbruder’ (wie ich das Verhältnis zwischen den beiden immer nannte, auch wenn sie überhaupt nicht verwandt waren) an einer Körung sein Können gezeigt hatte, war nun auch Simba kurz davor, eine Beurteilung über sich ergehen zu lassen. Merino war vorbildhaft vorangegangen, und ich war sicher, dass Simba nicht minder gut abschneiden würde. Mit seinem gold-fuchsfarbenen Fell und dem zuckersüssen Babyblick schlich er sich jeweils sofort in die Herzen der Menschen. Auch sein Charakter war genauso golden wie die Haarpracht: Ihm mangelte es weder an Fleiss noch Verschmustheit. Nur mit anderen Pferden hatte er manchmal etwas Mühe, er ging ihnen auf der Weide eher aus dem Weg – ausser natürlich Merino, zu dem er seit dem Fohlenalter einen besonderen Draht hatte. Er war seltsamerweise bisher auch nicht wirklich Stuten-interessiert, was mir etwas Kopfzerbrechen bereitete, aber gleichzeitig natürlich ziemlich praktisch war – zumindest jetzt während seiner Rennkarriere noch. Er verhielt sich eigentlich so ziemlich wie ein Wallach, auch wenn bei ihm noch alles intakt war. Das spielte heute aber noch keine Rolle. Wichtig war erstmal nur, dass er sich einwandfrei führen und vor allem vor-führen liess. Ich wickelte noch rasch ein zweites Gummiband um einen der geflochtenen Knubbel seiner Mähne, der sich bereits wieder zu lösen drohte; danach waren wir ready. Simba schlich mir artig hinterher zum Aufwärmplatz, wo wir uns die Zeit mit ein paar Schrittrunden vertrieben. Dabei fragte ich ein bisschen seine Seitengänge ab, um ihn auf mich fokussiert zu halten. Natürlich schweifte er in seiner jugendlichen Neugier trotzdem hin und wieder ab. Es wurde Zeit, dass wir an die Reihe kamen; und prompt erklang auch der Aufruf. Ich führte den goldenen Hengst auf den Sandplatz und stellte ihn, nach dem üblichen Grüssen, vor den Richtern auf. Anschliessend trabten wir vor (Jonas meinte im Nachhinein, dass man meine ‘hübschen Gänge’ auch gleich mit hätte bewerten können, weil ich Simba unbewusst zu grösseren Schritten zu animieren versucht hatte) und machten dabei auch immer wieder Seitenwechsel. Der Schritt wurde ebenfalls kurz angeschaut, wiederum in beide Richtungen. Danach folgte der freie Galopp auf einer abgezäunten Acht. Zuletzt brauchte ich ihn nur noch wieder einzufangen und die Richter erneut zu grüssen, dann war der ganze Spuk auch schon vorbei. Ich tätschelte stolz Simbas Hals und gab ihm vor dem Anhänger eine Karotte.
    2470 Zeichen mit Lz, geprüft mit Lettercount.com, by Occulta

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  4. Elsaria

    Elsaria Guest

    Meine Teilnahme mit Eyeball
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    Steckbrief:
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    Hengst
    07.04.2015

    Trakehner
    Stockmaß/Endmaß 1,72cm
    Fellfarbe: Porzelanschecke
    Geno unbekannt
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    Charaktereigenschaften
    Ausgeglichen, Unausgeglichen, Aufmerksam, Unaufmerksam, Intelligent, Sozial, Unsozial, Ruhig, Nervös, Loyal, Gutmütig, Aggressiv, Nervenstark, Scheu, Temperamentvoll, Faul
    Vorgeschichte

    Eyeball stammt aus einer kleinen sehr erfolgreichen Trakehnergestüt. Er wuchs in einer jungen Hengstherde auf ganzjahres weiden an mit hin und da menschenkontakt. Mit ende 2 jahres wurde er in den Stall geholt und ist bei schonend auf seine tunier und Zuchthengst karriere vorzubereiten.

    Beschreibung

    Eyeball täuscht mit seinem süßen Babyface, er hat es faustdick hinter den ohren, er ist sehr intelligent und aufmerksam. Zuhause zeigt er sich ausgeglichen, auf fremden höfen oder tunieren ist er nervös und temperamentvoll. Ansonsten will er gefallen
    ——————————————

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    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten x | Eingefahren x
    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen
    Dressur E A L M S
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S

    Springen E A L M S

    Show Jumping: E A* A** L M* M** S* S** S*** S****
    Military E A L M S
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****

    Western E A L M S

    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Reining: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Cutting: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Barrel Racing: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Pole Bending: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Roping: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Hunter under Saddle: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Galopprennen E A L M S
    Ausgleichsrennen|Hindernisrennen: AIV AIII AII AI | AU AM AG
    Flachrennen: 800m 1000m 1250m 1500m 1750m 2000m 2250m 2500m 3000m 3400m
    Distanz E A L M S
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4 CEN* CEN** CEN***
    Fahren E A L M S
    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4
    Ausdauerprüfung: CAI-M-A1 CAI-M-A2 CAI-M-A4
    Hindernisfahren: CAI-C-A1 CAI-C-A2 CAI-CA4

    ——————————————

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    Offiziell

    1/ 1-Platz im 509 Dressur
    2./1Platz 457 Gallopprennen
    3./1 Platz im 516 Dressur
    4./ 3 Platz im 379 Military
    5./ 1 Platz im 412 Fahrtunier
    6./ 2 Platz im 10. Syncronfahren (1 Auslosung)
    7. 1 Platz im 10. Syncronfahren (2 Auslosung)

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    Inoffiziell
    keine
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    Von Sir Outlaw
    Von unbekannt Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der | Von unbekannt Aus der unbekannt
    Aus der Mystical Star
    Von unbekannt Aus der Ysun
    Von Royal Champion Aus der mon cherie | Von Pacey Aus der unbekannt
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    Körpunkte

    Abstammung 6
    Schleifen 7
    HS 2
    TA 2
    Trainer 0
    Zubehör 2
    Gesamt 19
    Fehlen:1
    Schleife
    HK/SK
    Eingetragene Zucht Gestüt Hochsetten
    Züchter/Herkunft Flair
    Besitzer Elsaria / Alexandra(x)
    VKR/Ersteller Flair
    Nachkommen
    keine
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    Letzter Tierarztbesuch unbekannt
    Gesamteindruck unbekannt
    Letzte Zahnpflege überfällig
    Letzte Wurmkur überfällig
    Letzte Impfung überfällig
    Letzter Hufschmiedbesuch unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert nein
    Beschlag vorne keiner
    Beschlag hinten keiner
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    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund


    Tierarztbericht:
    Tierklinik zur Lindenweide
    Gestüt Hochsetten / Alexandra Winkler/Eyeball/ Hk Grunduntersuchung 05.11.18



    Heute kam ich nach Hochsetten um eine gute Freundin einen gefallen zu machen. Ihr Porzelanscheckhengst Eyeball zu untersuchen. Letzte woche war ich schon da und hatte ihm die Zähne gemacht. Nun sollte ich ihn nur noch etwas genauer ansehen. Bald kam ich auf den Hof an und wurde von Alex begrüßt. Sie trabte mir den Hengst auf dem Hof an und ich konnte nichts feststellen das er lahmte oder der gleichen. Nun band sie ihn an und ich konnte ihn genauer anschauen. beim Abtasten und abhören fand ich nichts heraus. Das war ein sehr gutes Zeichen. Alex achtete immer stehts sehr gut auf ihre Pferde. Eyeball war in einem sehr guten Gesundheitszustand desshalb konnte ich ihn mit ruhigem gewissen impfen. Ich trug alles ein und verabschiedete mich von meiner freundin und fuhr heim.

    Hufschmiedbericht:
    13. Juli 2018 | 5693 Zeichen von sadasha
    Hufschmiedbericht

    „Du fährst schon wieder nach Deutschland?“ fragte Isaac ungläubig und schüttelte vorwurfsvoll den Kopf, während ich mich in den Wagen setzte. Pitch hatte sich in seiner Transportbox schon gemütlich gemacht, denn er war jetzt groß genug um auch auf die weiteren Reisen mitzukommen ohne zu viel meiner Aufmerksamkeit zu benötigen. „Ohne Arbeit, kein Geld.“ antwortete ich kühl lächelnd. „Steht übrigens auch seit einer Woche am Brett, dass ich heute für zwei Tage weg bin.“ Isaac nickte und wünschte uns eine gute Fahrt. Als er sich wieder auf den Weg in die Stallungen machte schlug ich die Tür zu und ließ den Motor an.
    Am späten Abend kamen wir auf dem Gestüt Hochsetten an. Frau Winkler begrüßte mich freundlich und freute sich über Pitch, der eine kurze Streicheinheit von ihr bekam, wenngleich der Rüde die neue Umgebung viel interessanter fand. Sie bat uns ins Haus, denn heute würden wir keinem Pferd mehr die Hufe machen. Die Fahrt war auslaugend lang. Wir brauchten jetzt beide etwas für den Magen und nach einer kurzen Erkundungstour über das weitläufige Gestüt würden wir komatös ins Bett fallen. Alexandra hatte uns eines der Gästezimmer im Erdgeschoss zur Verfügung gestellt.
    Viel zu früh klingelte am nächsten Morgen der Wecker. Genervt nutzte ich die Snooze Funktion mit dem Ergebnis, dass ich den nächsten Weckruf einfach verschlief. Eine Stunde und eine feuchte Hundenase brauchte ich um aufzuwachen und zu bemerken, dass ich mich verschlafen hatte. Hektisch sprang ich auf und packte meine Klamotten und meine Kulturtasche, ehe ich ins Bad ging um mich für den Tag fertig zu machen. Pitch hatte ich dabei im Zimmer eingeschlossen. Als ich aus dem Bad kam traf ich auf Frau Winkler die mit einer Tasse Kaffee in der Hand gerade das Haus verlassen wollte. „In der Küche“ sie zeigte den Gang runter „stehen Tassen oben links und der Kaffee in der Kanne ist noch heiß.“ Ich nickte dankbar und brachte meine Kulturtasche zurück und ließ Pitch aus dem Zimmer, ehe ich dem Duft des Kaffees folgte. Pitch kam mit in die Küche und legte sich gegen die Küchenzeile gelehnt auf den Boden um mich beobachten zu können. „Du hast wohl Hunger?“ brummte ich und goss mir eine Tasse Kaffee ein. Nachdem ich Pitch gefüttert hatte packte ich mein Werkzeug und machte mich auf den Weg in den Stall.
    „Zwei Stuten und einen Hengst gibt es auszuschneiden und zu beschlagen. Wen wollen Sie zuerst?“ fragte Alexandra Winkler, die mich heimlich dabei beobachtet hatte wie ich den Arbeitsbereich aufbaute. Ich zuckte mit den Schultern. „Die Reihenfolge ist mir egal. Wer steht gerade in der Nähe?“ fragte ich. „Eyeball...“ sagte sie mehr zu sich selbst als zu mir und ging in eine der naheliegenden Boxen. Heraus holte sie einen Scheckhengst. Die Farbe war meines Wissens nach untypisch für einen Trakehner. Doch ich beschloss diesen Gedanken bei mir zu behalten. Ich ließ sie den Hengst vortraben, der bereits beschlagen war. Er war ein wenig nervös sobald er mich im Blick hatte, lief aber unauffällig gut. Ich bedankte mich bei Frau Winkler und sah mir die Hufe nach kurzer Annäherung von unten an. Sie waren von gesundem, festem Horn. Mit einer Zange holte ich die Nägel aus den Hufen und löste damit das alte Eisen. Danach schnitt ich das alte Horn weg und den Strahl frei. Mit einer Zange knipste ich die Hufwand zurück, die nun wieder hervorstand. Zuletzt raspelte ich den Rand plan. Der erste Huf war damit ausgeschnitten und für das neue Eisen vorbereitet. Ich richtete mich auf und streckte mich kurz durch, ehe ich das neue Eisen in die Hand nahm, das ich zuerst ohne etwas daran zu bearbeiten an den Huf hielt. Auf dem Amboss nahm ich mit gezielten Schlägen feine Änderungen am Aluminiumeisen vor. Immer wieder überprüfte ich die Passform, bis ich es schließlich mit ein paar Nägeln auf schlug. Auch die anderen Hufe bearbeitete ich nach diesem Prinzip. Zum Schluss pinselte ich Hufbalsam auf alle vier Hufe und brachte den Hengst der sich nachdem er sich an mich gewöhnt hatte sehr ruhig verhielt, zurück in seine Box.
    Als nächstes brachte mir Frau Winkler Mystical Grey, die das gleiche Programm bekam wie Eyeball vor ihr. Sie hatte von Anfang an kein Problem mit mir, aber auch sie hatte eine untypische Trakehnerfarbe. Ein interessantes Zuchtgestüt war das hier, nur leider absolut nicht meine Rasse. Als auch Mysitcal Grey ausgeschnitten und frisch beschlagen war brachte man mir Donnerschall’s Jubilee. Die Stute war noch sehr jung und sollte nun zum ersten Mal beschlagen werden. Sportbeschlag, ganz so wie die anderen Pferde hier auch. Die Arbeit mit Jubilee war anstrengend. Die Scheckstute war ungestüm und frech. Immer wieder wies ich sie zurecht immer darauf bedacht nicht zu grob zu werden. Schließlich wollte ich meine Kunden nicht verschrecken. Der Vorteil des Erstbeschlags war, dass ich nicht darauf achten musste wo die Hufnägel vorher saßen. Ich konnte einfach anschlagen, sobald das Eisen passte. Auch dieser Stute pinselte ich zuletzt Hufbalsam auf, ehe ich sie an Frau Winkler übergab, die sie zurück in die Box brachte. Währenddessen räumte ich den Arbeitsplatz auf. Pitch streckte ich ächzend und stand schließlich auf um zu mir zu kommen, sobald ich die Hände wieder frei hatte. „Braver Junge.“ lobte ich ihn, da er die ganze Zeit ruhig mit ordentlich Sicherheitsabstand auf der Stallgasse gelegen hatte.
    Frau Winkler und ich klärten noch alles Übrige, ehe ich Pitch wieder in seine Transportbox ließ und die Heimfahrt anstrebte. Eine ganze Stunde weniger hatte ich für die Rückfahrt gebraucht. Trotzdem war es bereits Abend, als wir zu Hause ankamen. Mein Team war jedoch noch fleißig und nutzte die kühleren Temperaturen abends um die Turnierpferde fit zu halten.

    Kür:
    Kür:
    Endlich war es soweit, kaum nervös fuhren wir zur gerade Stattfindenden Hengstkörung. Eyeball war soweit für die Körung. Am platz angekommen machten wir ihn fertig. Ich kontrollierte noch seine Tunierzöpfe strich die weise schabracke mit unserem Logo glatt und schwang mich auf den Hengsten. Eyeball war heute schlecht gelaunt darum machte ich mich auf einige Spinner gefasst. Bei der Aufwärmrunde verhielt er sich brav und gelassen, aber das konnte schlagartig umschlagen. Ich hoffte auf das beste. Nun wurden wir aufgerufen und ich trieb meinen hengst in den Trab wir ritten in die Halle ein und bei X blieben wir geschlossen stehen. Ich grüßte die richter und trabte an.Zurerst ritten wir ganze bahn in Trab Gallopp und schritt und das gleiche auf der anderen Seite. So konntem an ihn gut beurteilen. Noch lief alles wie geplant ich merkte aber wie Eyeball sich anspannte. Mit aufgaben und übungen versuchte ich den fokus umzulenken. Wir machten eine Traversahle und nun wollte ich noch eine Piaffe zeigen. Dies verwechselte er wohl und Stieg. Ich konnte mich halten und hoffte das man es als geplant annahm. Dann gingen wir auf eine Passage über und mit einer ecke kehrt ritten wir zu X und verabschiedeten uns.


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  5. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    meine Teilnahme mit...
    PFS' Cryptic Spots

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    Steckbrief
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    Vom: Spotted Timeout

    Aus der: Mikke


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    Rufname: Cryptic
    Geburtstag: 11.05.
    Alter: 4 Jahre
    Stockmaß: 1.67 m
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Dominant White
    (Ee,Aa,Ff,Ww)
    Abzeichen: -
    Gesundheit: sehr gut


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    ehrgeizig, verschmust, Temperamentvoll, versteht sich nicht mit Jedem, manchmal stur, stolz

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    Cryptic Spots kommt farblich ganz nach seinem jungen Vater. Allerdings hat er das Temperament und die Sturheit seiner Mutter geerbt, was ihn eher zu einem Pferd für fortgeschrittene Reiter macht. Er ist eigentlich lieb und will keinem etwas böses, aber durch seinen Ehrgeiz und seinen Stolz vergisst er den Reiter auf seinem Rücken manchmal. Er lässt sich leicht von anderen Hengsten herausfordern und scheut nicht davor zurück, ihnen seine Meinung zu sagen. Trotzdem hat er auch eine weiche Seite, die zum Vorschein kommt, wenn er einer Stute begegnet oder wenn ihn jemand streichelt. Er liebt es, mit dem Gummistriegel massiert zu werden.

    Cryptic stammt aus unserer eigenen Zucht, Pineforest Stable.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: ✗


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    Gekört: ✗
    Nachkommen: -
    Decktaxe:-


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    Galopprennen Klasse: S***
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: M
    Military Klasse: E
    Dressur Klasse: L
    Distanz Klasse: A

    Eignung: Galopprennen, Springen
    Eingeritten: ✓


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    1. Platz 319. Distanzturnier
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    1. Platz 456. Dressurturnier
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    1. Platz 456. Springturnier
    1. Platz 470. Springturnier
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    2. Platz 464. Galopprennen
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    3. Platz 423. Galopprennen
    3. Platz 406. Galopprennen
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    Cryptic's Spind

    Tierarztbericht
    3 Okt. 2018
    Tierklinik zur Lindenweide
    Grunduntersuchung + Impfen

    Patienten: Cryptic Spots (Hengst), Simba Twist (Hengst) Primo Victoria Stute

    Heute machte ich mich auf den Weg zu einer neuen Kundin MRS. Smith. Ich sollte 3 Ihrer Pferde anschauen, da sie für die Körung bereit waren und dann noch impfen. Die Fahrt war angenehm und ich kam ohne Zwischenfälle an. Ich nahm meinen Koffer und lief Richtung Stallungen. Der Hof war groß schön und sehr ordentlich. Kaum betrat ich den Stall wurde ich schon begrüßt. „Sie müssen die Ärztin sein, ich bin Occulta Smith!“ begrüßte mich eine junge Frau. Ich bejate und stellte meinen Koffer neben dem Anbinde Platz. Ich bat mit Cryptic Spots zu beginnen. Sofort holte sie den gepunkteten Hengsten aus seiner Box. Ich ließ ihn mir vortraben da war alles in Ordnung. Nun band frau Smith ihn an und ich begann mit meiner Untersuchung. Zähne waren in Ordnung, seine Augen klar, beim abtasten und abhören fand ich nichts. Der Hengst war vollkommen gesund. „Er ist gesund wie neu geboren!“ sagte ich zu seiner Besitzerin. Nun kontrollierte ich seinen Pass um zu sehen welche Impfungen notwendig waren, alle bis auf Tollwut. Diese müsste sie erst nächstes Jahr auffrischen. Nun zog ich die Spritzen, auf die ich brauchte, Herpes, Tetanus, Influenza und stepi Equi. Schnell injizierte ich die spritzen. Der Hengst blieb ruhig, darum bekam Cryptic Spots einen Apfel zur Belohnung. Nun konnte der nächste Hengst kommen, dieser war ein goldener kleiner Racker namens Simba Twist. Auch ihn ließ ich mir vortraben, und mein geschultes Auge sah, das da was im Argen war. Ich bat darum Simba anzubinden. Ich tastete den Hengst ab. Kopf war alles in Ordnung auch der hals und Brust waren intakt als ich mich weiter zu den Hufen abtastete bemerkte ich das das Kronrad heiß war und eine Beule gebildet hatte. Dies war ein Abszess. Sorgfältig schnitt ich den Abszess auf und ließ das Eiter ablaufen. Dann desinfizierte ich die stelle und band den huf dick ein und schüttete eine gelbe Flüssigkeit rein, dies würde die Bakterien abtöten und erklärte der Besitzerin das sie das 2-mal täglich erneuern musste und gab ihr noch Antibiotikum diese sollte sie 3 tage lang 1x am tag verabreichen. Nun machte ich mich weiter, der Rest war unauffällig. Nach einem abhörcheck impfte ich den Kandidaten. Ich sagte das er in 4 Tagen ruhig wieder in Training sein oder auf die Körung gehen kann. Der Abszess war am Anfang und so wurde er gleichbehandelt. Nun kam die Stute an die Reihe Primo Victoria. Ich nannte diese liebevoll Vicky. Auch sie ließ ich mir vortraben und da war nichts zu sehen. Dann schaute ich sie mir genauer an. Sie war vollkommen gesund. Beim abhören vernahm ich nur die üblichen Geräusche. So konnte ich auch sie mit ruhigem gewissen impfen. Ich packte alles zusammen trug alles in die Pferdepässe ein und verabschiedete mich von meiner Kundin. Ich hoffe das sie Zufrieden war.

    Hufschmiedbericht

    Trainingsberichte [7]
    Occulta
    Galopptraining E-A

    Es war nun vier Wochen her, seit die Nachwuchsvollblüter vorsichtig angeritten worden waren. Sie kannten kaum mehr als das alle drei Gangarten unter dem Reiter, wobei gerade das Galoppieren den meisten die grössten Schwierigkeiten bereitete – jedenfalls in der Halle, wo sie immer wieder Kurven machen mussten. Heute wurden sie von den Kurven erlöst, jedenfalls von den engen. Denn heute durften Merino, Simba Twist, Miss Moneypenny, Riven in a Dream, Primo Victoria und der Neuling Cryptic Spots zum allerersten Mal auf die Rennbahn. „So eine ausgewogene Gruppe hatten wir schon lange nicht mehr“, scherzte Jonas. „Drei Hengste, drei Stuten und alle auf exakt demselben Niveau.“ Ich stimmte ihm fröhlich zu und schob Pennys Box auf. Die Schimmelstute begrüsste mich mit ihrer weichen rosa Schnauze und versuchte, am Reissverschluss meiner Jacke zu zupfen. Ich schob sie sanft beiseite und streifte ihr das violette Halfter über, dann führte ich sie durch die Stallgasse zu den Anbindestellen. Jonas half mir beim Anbinden, doch anschliessend verschwand er nach draussen, um im Nordstall die Trackponys Calico und Dod bereit zu machen. Neben Penny und mich gesellten sich Quinn mit Primo und Parker mit Riven. Wir legten mit dem Putzen der drei los und plauderten dabei über die Sieger der letzten Rennen. Ich konnte mir ein Gähnen nicht verkneifen, denn es war erst halb sechs Uhr und draussen noch stockfinster. Wir beeilten uns mit dem Putzen, denn wir wollten die Geduld der Youngsters nicht schon jetzt strapazieren. Ausserdem hatten wir einen strengen Zeitplan für heute, denn nach dem Mittag standen eine Fohlenschau, ein Halterwettbewerb und ein Springturnier an. Deshalb fand das Training heute auch wieder so früh am Morgen statt, obwohl es im Winter normalerweise keine Rolle spielte. Auch Primo war noch müde: die Stute gähnte herzhaft, während Quinn ihre Schulter massierte. Ich bürstete rasch noch Pennys Schweif, dann war sie bereit zum Satteln. Ich holte den etwas schwereren Trainingssattel und die sonstige Ausrüstung aus der Kammer. Zuerst legte ich ein polsterndes Pad auf, dann die eigentliche Satteldecke und schliesslich den Sattel. Das ganze fixierte ich mit dem Lammfell-Gurt, damit auch bestimmt nichts zwickte. Penny trampelte ungeduldig herum und ich hatte meine liebe Mühe, ihr die Bandagen anständig anzuziehen. Auf die wollte ich aber im Moment noch nicht verzichten, denn bei jungen, unbalancierten Pferden war die Gefahr zu gross, dass sie sich im Renngalopp verschätzten und sich selbst in die vorderen Sehnen traten. Beinverletzungen wollte man im Rennsport um jeden Preis vermeiden. Wir führten die fertig gesattelten Jungstuten nach draussen, wo die gleichaltrigen Jungs bereits warteten. Ajith und Oliver halfen den Jockeys und mir beim Aufsteigen. Danach ritten wir alle hintereinander zur Bahn. Die Trackponys, Calico und Dod, stiessen beim Nordstall zu uns. Merino tänzelte bereits aufgeregt, weil er offenbar dachte, wir gingen wieder ins Gelände. Aber wir bogen stattdessen auf den Galoppweg und trabten uns dort warm. Darren und Dod bildeten die Spitze, Jonas und Calico das Schlusslicht. Dazwischen trabten die jungen Pferde fleissig hintereinander und orientierten sich stark an der Gruppe. Das war in diesem Alter auch noch vollkommen erwünscht. Riven fand die über uns dunkel in die Höhe ragenden Tannen etwas gruselig, denn sie lief mit verklemmtem Schweif vor mir und Penny. Merino und Cryptic gerieten jetzt schon aneinander, denn der freche Merino versuchte immer wieder, nahe genug an das gepunktete Hinterteil seines Vordermanns zu kommen, um hineinzukneifen. Cryptic schlug als Antwort missmutig mit dem Schweif und bedeutete dem Frechdachs auf Abstand zu bleiben. Simba arbeitete heute sehr still mit. Er schien sich nicht besonders für die anderen Pferde um ihn herum zu interessieren, und da Merino zu weit von ihm weg war, konzentrierte er sich vollkommen auf April, die ihn ritt. Er trat sogar etwas ans Gebiss, wenn auch nicht konstant, da ihm dazu schlichtweg noch die Muskeln und die Balance fehlten. Zufrieden drehte ich den Kopf wieder nach vorne um mich auf mein eigenes Reittier zu konzentrieren. Ich spielte etwas mit den Zügeln und lud Penny ein, ebenfalls den Kopf etwas runter zu nehmen. Sobald sie im Genick nachgab, lobte ich sie durch rasches Überstreichen. So beschäftigte ich sie immer wieder etwas, während wir eine ganze Runde trabten. Danach ritten wir im Schritt zur Bahn. Heute waren die absoluten Basics gefragt: Betreten der Startbox, ein/zwei erste Starts und zuletzt ein erstes, kurzes Galopptraining. Ajith und Oliver warteten bereits auf uns. Wir ritten vor der Startmaschine eine Volte. Ajith und Oliver pickten einen nach dem anderen heraus und führten uns zügig auf die Boxen zu. Je rascher und entschlossener das ganze von statten ging, desto weniger zögerten auch die Pferde. Sie standen quasi drinnen, bevor sie richtig darüber nachdenken konnten. So erging es auch Penny und mir. Hinter uns schloss Ajith die Klappen, gerade rechtzeitig, bevor Penny den Rückwärtsgang einzulegen versuchte. Ajith drückte dagegen und ich trieb sie wieder vor, dann versuchte ich sie dort zu halten, bis alle drin waren. Sobald die letzte Klappe zuging, lief Oliver zum Auslöser und liess die Startmaschine aufschnappen. Natürlich wussten die jungen Vollblüter noch nicht, was sie zu tun hatten, also trieben wir sie energisch an und gaben ihnen die Zügel frei, um ihnen das Vorwärtsgehen schmackhaft zu machen. Die Reaktionsgeschwindigkeit war auch nach dem dritten Versuch noch bescheiden, aber immerhin kamen die meisten jetzt schon ein paar Sekunden nach dem Öffnen im Trab oder sogar Galopp, in Merino und Cryptics Fall, davon. Nach dem dritten Start trieben wir alle Pferde direkt weiter in den Galopp. Wir blieben dicht beieinander und strebten ein einheitliches Grundtempo an, auch um den Gehorsam zu schulen. Auf den letzten 200 Metern trieben wir sie nochmal etwas an, sodass wir diese in 15 Sekunden schafften. Dies würden wir nun die nächsten fünf Wochen lang widerholen und perfektionieren, bevor der nächste Schritt angegangen werden konnte. Die Trackponys kamen uns entgegen und begleiteten uns im Trab von der Bahn zurück zum Stall. Die jungen Pferde hatten bereits nach diesem bescheidenen Traning stark geschwitzt und saugten Luft durch die weit geöffneten Nüstern ein, was aufgrund der schlechten Kondition ganz normal war. Dies galt es in nächster Zeit deutlich zu verbessern. Doch jetzt war erstmal Feierabend für die Jungspunde. Für uns Pfleger hingegen hatte der Tag erst begonnen.
    30 Nov. 2016

    Occulta
    Galopptraining A-L

    Es war bereits der letzte Januartag, und ein besonders schöner noch dazu. Der Himmel war tiefblau und der eisige Wind, der den Schnee auf den Feldern verwirbelte, zauberte skurrile Landschaften. Während Oliver sich ärgerte, weil die seit wenigen Tagen endlich wieder eisfreie Strasse nun wieder mit Schnee bestaubt wurde, freute ich mich auf das heutige Training mit den Pferden. Es war harte Arbeit angesagt; in erster Linie ging es um die Körungsvorbereitung. Die jungen Pferde mussten noch viel lernen und es machte für mich keinen Sinn, ein ‚grünes‘ Pferd vorzustellen. Den Richtern gefielen wohlbemuskelte, ausbalancierte und gut erzogene Pferde schliesslich auch besser. Als erstes stand Renntraining auf dem Plan. Während die meisten Vollblüter am Morgen bereits ihr Winter-Fitness-Programm genossen hatten, kamen nun am frühen Nachmittag Coulee, Framed in History, Cabinet of Caligari und die sechs jüngsten Rennpferde auf ihre Kosten. Mir blieb wiedermal fast nichts anderes übrig, als meinen Frame zu reiten, da der Hengst bei mir einfach am besten lief und Quinn noch bis nächste Woche in den Ferien war. Ein Hauch Missmut erweckte das aber schon, zumal ich doch so gerne einen der Youngsters trainiert hätte. Nächste Woche eben wieder, dann ist Quinn auch wieder da. Ich holte den Schecken aus seiner Box und begann ihn zu putzen. Zunächst massierte ich ihn gründlich mit dem Gummistriegel, um den Staub und ausgefallenes Fell zu lösen. Dann spickte ich alles mit der langborstigen Staubbürste weg. Bereits danach begann Frames Fell schön zu glänzen, aber ich bearbeitete es trotzdem noch mit der Kardätsche und zuletzt mit der feinen Bürste, wie es Routine war. Wären wir jetzt an ein Rennen gegangen, hätte ich sogar zusätzlich noch mit einem Tuch oder Fellhandschuh und etwas Glanzspray den ultimativen Feinschliff gemacht. Das Langhaar hatte ich vor dem Durchgang mit der Kardätsche gekämmt, sodass der daraus fallende Staub nicht zuletzt noch auf das saubere Fell rieselt. Auch Frame’s zweifarbiger Schweif war bereits seidig und knotenfrei, wie es sich gehörte. Nun musste ich nur noch Hufauskratzen, danach konnte ich satteln. Frame gab seine Hufe artig, zog mir aber nach einer Weile den einen Vorderhuf aus der Hand und scharrte ungeduldig. Ich stupste ihn streng, woraufhin er ihn wieder stillhielt. Nun legte ich ein Stück Chamois Leder auf seinen Rücken, damit der Sattel während dem Training nicht verrutschen konnte. Darüber kam die dünne Baumwoll-Satteldecke. Dann legte ich das schützende Pad auf und faltete die Satteldecke vorne ein Stück weit darüber. Bevor ich den Sattel auflegte und mit dem gepolsterten Trainingsgurt festgurtete, platzierte ich noch ein kleines Lammfellpad hinter dem Widerrist, damit dieser auch wirklich ausreichend geschützt war. Manche Pferde brauchten das, andere nicht, da die Sättel nicht individuell auf die Pferde angepasst waren, sondern grundsätzlich für jedes Pferd verwendet wurden. Manche hatten auch anstelle eines Pads einfach eine dicke Satteldecke, manchmal sogar zwei, oder eine halb gefaltete. Für Frame war aber meine soeben angewandte Lösung bisher die beste und hatte noch nie Druckstellen oder abgebrochene Haare verursacht. Ich zäumte den Hengst und führte ihn nach draussen, gemeinsam mit den anderen Jockeys. Ajith und Oliver halfen uns beim Aufsteigen, dann ritten wir im Gänsemarsch zum Galoppweg, um uns auf einer Trabrunde aufzuwärmen. Merino lief zufrieden direkt hinter Simba Twist. Die beiden waren richtig gute Kumpel und hatten schon als Fohlen immer zusammen gespielt. Kaythara platzte fast vor Energie und tänzelte ungeduldig, wannimmer wir bremsen mussten. Auch Caligari liess sich davon etwas anstecken, aber das Gezapple der beiden war harmlos. Wir machten auf der Bahn einen freien Start, indem wir eine saubere Linie bildeten. Danach trainierten wir zwar alleine, aber so hatten es die Pferde einmal mehr geübt. Ich überholte mit Frame Miss Moneypenny und Cryptic Spots, damit ich niemanden mehr im Weg hatte. Dann nahm ich ihn wieder etwas zurück und gleiste ein anspruchsvolles Intervalltraining mit 2-furlong-sprints auf. Frame kam dabei ganz schön ins Schwitzen, sodass ich ihn nach dem Training gründlich mit dem Schwamm waschen musste. Den ganzen Körper wollte ich aufgrund der Aussentemperaturen nicht abspritzen. Auch Primo Victoria hatte viel geschwitzt und schnaufte noch lange nach dem austraben. Wir wuschen alle Pferde mit dem Schwamm und brachten sie danach direkt mit Abschwitzdecke in die Führmaschine oder übergaben sie einem Pfleger, damit sie sich trockenlaufen konnten. Zwischendurch boten wir ihnen auch etwas zu trinken an. Nach einer guten halben Stunde brachten wir die Pferde in die Boxen und gaben ihnen ihre Karotten zur Belohnung.
    31 Jan. 2017

    Occulta
    Galopptraining L-M
    Gruppe 1: tc Miss Moneypenny, PFS' Merino, PFS' Simba Twist, PFS' Cryptic Spots, Primo Victoria, Cassiopeia

    Fünf Uhr morgens, die Sonne war noch in der Ferne versteckt, doch der Himmel wurde im Osten bereits heller. Ich gähnte ein letztes Mal, dann streckte ich mich und war auf den Beinen. Ein rasches Müsli als Energiespender für den Morgen, dann musste ich mich auch schon im Hauptstall einfinden, denn das Training der Vollblüter fand aufgrund der sommerlichen Temperaturen seit ein paar Tagen wieder wie jeden Sommer besonders früh statt. Ich begann gleich damit, Merino zu putzen, während Ajith mit der Schubkarre umherhuschte und Heu verteilte. Neben mir bereitete Quinn Simba vor. Wir plauderten fröhlich und setzten uns Ziele für den heutigen Tag und das Training. Nach dem Putzen wurden die Trainingssättel aufgelegt und die restliche Ausrüstung vervollständigt. Dann ging es auch schon raus zum Aufsteigen. Alles ging Schlag auf Schlag; einer nach dem anderen wurde von Oliver auf’s Pferd geschmissen. Wir ritten im Gänsemarsch zum Galoppweg und begannen mit dem Aufwärmen im Trab. Nach einem kurzen Aufgalopp beschleunigten wir auf ein angemessenes Trainingstempo und zogen dieses über 1600 Meter durch. Auf den letzten 400 Metern trieben wir die jungen Rennpferde nochmals an, sodass wir sie im gesetzten Limit von 26 Sekunden passierten. Danach liessen wir die trotz der kühlen Morgenluft verschwitzten, heftig atmenden Jungspunde austraben. Ich lobte Merino ausgiebig, denn er hatte seine Gesamtzeit vom letzten Mal um etwas mehr als eine Sekunde unterboten. Aber seine Kondition war noch nicht gut genug, und seine Herzfrequenz, wie sich kurz darauf bei Olivers Kontrolle herausstellte, nahe an der 200er Grenze. Wenigstens Cassiopeia war wieder fitter geworden, denn nach einer erneuten Trainingspause wegen eines Viruses, das sie sich aufgeschnappt hatte, war sie wieder etwas hinter ihren gleichaltrigen Kollegen zurückgefallen und lief deshalb nun in der jüngsten Gruppe mit. Die anderen Nachwuchsrenner, Penny, Cryptic und Primo hatten keine Auffälligkeiten gezeigt und waren fit. Zufrieden beendeten wir das Training, indem wir die sechs in den Freilauftrainer zum Auskühlen brachten. Danach ging’s für die Jockey gleich weiter zur nächsten Gruppe.
    31 Mai 2017

    Occulta
    Galopptraining M-S
    Gruppe 1: PFS‘ Merino, Primo Victoria, Simba Twist, PFS’ Stromer’s Painting Gold, PFS’ Cryptic Spots, PFS’ Miss Moneypenny, Cassiopeia

    Ungeduldig tänzelte Cryptic vor der Startmaschine. Wir warteten darauf, dass Ajith uns reinführte, doch wir standen an der äussersten Position und der Pfleger hatte innen angefangen. Nacheinander brachte er Merino, Simba, Penny, Cassy, Primo und Goldy rein, bis schliesslich wir dran waren. Cryptic war total geladen und ich rollte, einen Blick zu Quinn werfend, die Augen. Sie grinste und meinte: „Better like this than a horse that’s falling asleep.“ Ich stimmte ihr zu und fragte, wie Goldy drauf sei. Das war das erste mal, dass sie mit der Gruppe mitlief. Wir hatten sie bisher nur Dressur geritten und einzeln auf der Bahn trainiert, oder Ausritte gemacht. Wir hatten nämlich zuerst sehen wollen, wie ihr Trainingsstand war. Oliver hatte sie für fit genug befunden, also konnte sie jetzt mit unseren Dreijährigen laufen. Sie hinkte dennoch ein wenig hinterher was die Erfahrung anging, da ihre alte Besitzerin nicht so viel Zeit zum Trainieren gehabt hatte. Cassy war auch immernoch bei der jüngsten Gruppe dabei, doch Oliver wollte sie bald wieder zu den älteren Rennpferden einteilen, weil sie deutlich mehr Ausdauer als die Jungen hatte. Ich war froh, dass die palomino Stute wieder aufholte.

    Endlich gab Ajith das Startsignal und die Klappen öffneten sich. Cryptic drückte wie erwartet gewaltig ab und ich musste mich gut in seiner Mähne festkrallen, um mit den kurzen Bügeln nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Er setzte sich mit ein paar grossen Sprüngen an die Spitze und ich überlegte zufrieden: Wenn er im nächsten Rennen so losspringt, kann er schon von Anfang an einen guten Vorsprung herausholen. Allerdings musste ich ihn jetzt etwas zurücknehmen, denn unser Training fand wie fast immer in Intervallen statt. 1600 Meter insgesamt waren es heute, dazwischen Phasen mit 200 Meter Sprints. Ich sah stets auf meine Armbanduhr um unsere Geschwindigkeit zu überprüfen. Cryptic machte sich heute echt gut, doch gegen Ende der 1600 Meter wurde er etwas langsamer, was mir zeigte, dass es in Sachen Ausdauer noch haperte. Merino und Simba bieben bis zum Schluss dicht beieinander, weil die beiden gerne zusammen liefen und sich so gegenseitig anstachelten. Sie wurden dicht verfolgt von Penny, die ziemlich zurückgehalten wurde, weil sie sich beim letzten Training zu sehr verausgabt hatte und mit einem zu hohen Puls durchs Ziel gekommen war. Quinn nahm’s mit Goldy noch gelassen und blieb zuhinterst. Die Stute konzentrierte sich und war gehorsam, das machte das Training sehr angenehm. Primo hingegen war etwas abgelenkt und irgendwie nicht auf der Spur. Nichts desto Trotz war es ein gutes Training gewesen und wir kamen mit jedem Tag wieder ein kleines Stück weiter.
    31 Aug. 2017

    Occulta
    Springtraining E-A
    Chiccory ox, Shades of Gray, A Winter’s Day, PFS’ Captured in Time, PFS’ Merino, Simba Twist, Primo Victoria, PFS’ Cryptic Spots

    Nachdem wir mit der ersten Springstunde fertig waren und ich Iskierka weggeräumt hatte, war nun eine etwas weniger erfahrene Gruppe dran. Diesmal ritt ich Merino, den Rappen mit den lustigen weissen Punkten. Auch seine Zwillingsschwester Primo war dabei, denn beide hatten etwa denselben Trainingsstand. Natürlich folgten uns auch die restlichen Rennpferde dieser Jahrgangsgruppe, Ciela, Simba und Cryptic, auf den Reitplatz, wo immernoch derselbe Parcours wie zuvor stand - nur dass Elliot ihn inzwischen etwas runtergestellt hatte. Aber insgesamt waren wir am Schluss sogar acht Pferd-Reiterpaare auf dem Sandplatz, denn Chiccory, Gray und Winter hatten das Springtraining auch nötig. Zuallererst wärmten wir uns wie immer gründlich auf. Danach trabten wir über ein paar Stangen und schulten den gleichmässigen Takt der Vollblüter. Als nächstes folgten ein paar einfache Kreuze und Steilsprünge, bevor wir schliesslich mehrere Hindernisse flüssig nacheinander anritten. Wir gingen alles schön langsam an, da die jüngeren Pferde der Gruppe wirklich noch ganz am Anfang des Springreitens standen. Sie waren ja auch eigentlich Rennpferde, und zumindest im Moment nur indirekt fürs Springen gedacht. Aber es konnte nicht schaden, ihre Ausbildung abwechslungsreich und vielseitig zu gestalten. Das beanspruchte auch wieder ganz andere Muskeln als das Galoppieren auf der Bahn, sodass sie weitere Kraft dazugewannen. Sie machten ihre Sache allesamt gut. Es gab zwar hie und da noch ein paar kleine Patzer, entweder mit Verweigerungen oder fallenden Stangen, aber das war nicht weiter schlimm. Besonders die jüngsten waren halt noch etwas tollpatschig und hatten nicht so viel Balance wie die älteren Pferde. Aber für erste Turniere würden sie bald bereit sein, da war ich mir sicher.
    31 Okt. 2017

    Occulta
    Galopptraining S-S*

    Primo Victoria, PFS’ Merino, PFS’ Cryptic Spots, Simba Twist, tc Miss Moneypenny, Cassiopeia, PFS’ Stromer’s Painting Gold

    Ziemlich genau ein Jahr war es her, seit die Vollblüter aus der jüngsten Gruppe zum ersten Mal auf die Bahn gekommen waren. Primo Victoria, ihr Zwillingsbruder Merino, Cryptic, Simba und Penny waren innerhalb eines Jahres von absoluten Anfängern zu hervorragenden Rennpferden geworden, die nun allesamt in höheren Rennen starten konnten. Da sie nächstes Jahr mit den erfahreneren Vollblütern zusammen rennen mussten, wollten wir die fünf Jungspunde, Cassiopeia, die wir immernoch am Auftrainieren waren, und Goldy, die ja erst kürzlich dazugestossen war, bis zum Frühling noch etwas härter rannehmen. Oliver hatte einen strengen Plan mit Richtzeiten und -Strecken aufgestellt, an die wir uns Tag für Tag halten mussten. Normalerweise machten wir über den Winter etwas weniger hartes Training und eher eine Art Erholungsphase. Die jungen Pferde mussten aber trotzdem Fortschritte machen und bis zum Frühling das gewünschte Trainingslevel erreichen. Natürlich bekamen die jungen Pferde dennoch genug Pausen, damit sich ihre Muskeln optimal erholen und entwickeln konnten. Auch heute fand das morgentliche Training wie gewohnt statt, typisch für das Winterhalbjahr erst ab acht Uhr. Die Sonne ging daher gerade auf, als wir mit den fix fertig geputzten und gesattelten Pferden den Hauptstall verliessen. Ich wurde von Ajith per Räuberleiter auf Simbas Rücken gehoben und zupfte symbolisch die goldene Mähne des Hengstes unter der Fleecedecke hervor. Da die Vollblüter alle geschoren waren, trugen sie während des ganzen Trainings Fleece-Nierendecken. Wir ritten im Schritt zum Galoppweg, trabten an und wärmten die Vierbeiner auf. Merinos Decke war wohl nicht gut festgemacht, denn sie verrutschte während dem Traben. Ich rief daher Charly vor mir zu «Oi, Chaplin your exercise rug is off». Der Jockey drehte sich verwirrt nach hinten, entdeckte das Problem und zupfte die Decke im leichten Sitz zurecht. Er zwinkerte mir dankbar zu, weil er genau wusste, dass er Ärger von Oliver eingefangen hätte, wenn ich nicht gewesen wäre. Es war noch neblig auf den Wiesen um Pineforest herum und das in der Nähe liegende Dorf war vollständig verschluckt. So wirkte es fast, als sei Pineforest eine Insel inmitten von gähnender Leere, die ebenfalls drohte, in den grauen Schwaden zu verschwinden. Die Pferde liefen rhytmisch über den Schnitzelweg und mein Helm streifte hie und da einen Tannenzweig. Ein Blick über die Schulter verriet mir, dass Cassy direkt hinter uns schön am Zügel lief. Die Palominostute war nebst Vai Alida die einzige Trader Joe Nachkommin in meinem Stall. Weil Alida nicht mehr im Rennsport eingesetzt wurde, lasteten auf Cassy mehr Erwartungen. Es war unheimlich schade, dass sie mit ihrer Beinverletzung hatte pausieren müssen, denn so hatte sie viele wichtige Rennen verpasst. Aber dafür war sie nun umso fitter und zeigte das ganze Potential, das sie von ihrer Abstammung mitbekommen hatte. Wir bogen nach dem Einwärmen auf die Bahn und reihten uns vor der Startmaschine auf, die heute etwas weiter vorne stand. Simba ging zuverlässig rein und auch die anderen liessen sich, bis auf ein wenig Tänzeln, brav hineinführen. Oliver gab das Startsignal und die Tore klappten auf. Doch wenige Sekunden später pfiff er uns zurück. «Penny and Cryptic were too late! Do it again, and this time move your butt properly out of there.» Leicht verärgert trabte April neben mir her. «It was nothing, really. She went off perfectly fine», murmelte sie. Offenbar nicht ‘perfectly’ genug für Oliver. Simba war diesmal ein wenig zögerlich, weil er nicht verstand, warum wir beim ersten Mal gebremst hatten. Wir starteten erneut, wobei Oliver ruhig blieb. Simba legte einen guten Start hin, stockte dann aber, weil er förmlich erwartete, dass wir wieder bremsen mussten. Ich ermunterte ihn zu einem gleichmässigen Takt und hielt den Blick entschlossen nach vorne gerichtet. Dadurch, dass der Hengst etwas unsicher bezüglich des Starts gewesen war, drehte er nun immer wieder ein Ohr nach hinten zu mir und war deutlich aufmerksamer als sonst. Es war ein tolles Gefühl, den Athleten unter mir so sehr bei der Sache zu sehen. Auch Oliver beobachtete das Geschehen interessiert mit dem Feldstecher. Ich fragte mich, ob er nicht insgeheim genau das hatte ausprobieren wollen. Es schien aber nicht bei allen geklappt zu haben, denn Rita hatte mit Cryptic immer noch eine ordentliche Handvoll. Er erinnerte mich an seinen Vater, der je nach Wetter auch lustig aufgelegt war. Aber auch die beiden kamen durchs Ziel und das in der erforderlichen Zeit. Trotzdem motzte Oliver und liess Rita nochmal dreihundert Meter kontrolliert am Zügel galoppieren. Cryptic strotzte nach wie vor mit überschüssiger Energie, war aber danach etwas weniger quengelig. Oliver liess uns austraben und fasste, nachdem sich alle Pferde zum Trockenlaufen mit den Abschwitzdecken im Freilauftrainer befanden, nochmal rasch seine Beobachtungen von vorhin zusammen. Er erklärte, dass die Pferde nun auf einem höheren Level als zuvor waren und wir auch entsprechend auf die Details achten mussten. Wir durften keine Millisekunden in schlechten Starts oder Meinungsverschiedenheiten verschenken. Unsere Konkurrenz hatte eine erste ‘Filterung’ durchlaufen; die im nächsten Jahr startenden Vierjährigen waren allesamt Pferde, die von ihren Trainern als ‘Ertrag bringend’ eingestuft worden waren, ergo ‘nur die Guten’. Diesen Vortrag durften wir uns natürlich jedes Jahr um diese Zeit wieder anhören, entsprechend nickten alle nur mehr oder weniger augenrollend. Recht hatte er aber, und das mussten alle zugeben. Auch ich fragte mich, wie gut meine Vollblüter in der kommenden Saison abschneiden würden. Oliver war erstaunlich optimistisch gestimmt und klopfte mir lobend für das heutige Training auf die Schulter. Er meinte abschliessend, dass Cassy nun ruhig wieder in die älteren Gruppen wechseln konnte, da sie ihren Trainingsrückstand beinahe aufgeholt hatte. Ich stimmte dem zu.
    29 Nov. 2017

    Occulta
    Dressur E-A
    Caspian of the Moonlightvalley, A Winter’s Day, Primo Victoria, PFS’ Navy Sniper, Yoomee, PFS’ Shadows of the Past, Nera, Chanda, PFS’ Dancin’ to Jazz, Tayr al-Diyari, PFS’ Arctic Silver Lining, PFS’ Arctic Rainstorm, PFS’ British Oreo Rascal, PFS’ Glenn’s Dare to Shine, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Dressy Miss Allegra, PFS’ Merino, Simba Twist, PFS’ Cryptic Spots, White Dream, Fake my Destiny, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot, Vychahr, Parányi, Satine, Areion, Diarado, Co Pilot de la Bryére, Circus Dancer

    Wir hatten trotz der Hitze heute wieder viel vor; Dressurtraining, to be exact. Es war bereits Nachmittag, somit erwischten wir leider gerade die heisseste Tageszeit. Das liess sich kaum vermeiden, denn den ganzen Morgen hindurch hatten wir auch schon gearbeitet, und die Pferde bis spät in die Nacht wach zu halten war auch keine gute Option. Deshalb brachten Lisa und ich im Voraus ein paar Wasserflaschen zum Reitplatz und stellten einen Sonnenschirm auf, damit wenigstens die Trainerin nicht unter der prallen Sonne gebraten wurde. Es kam heute extra eine externe Dressurtrainerin auf Platz, die uns und die Pferde etwas fördern sollte. Lisa ritt also heute selber auch mal in der Stunde mit, anstatt sie zu leiten. Der Name der Trainerin lautete Fiona Ramsey; eine S-Dressurreiterin die auch schon international gestartet war. Ich war gespannt auf ihr Coaching und putzte zuerst gut gelaunt Yoomee. Lisa bereitete Shira vor, Linda hatte White Dream neben mir und Yoomee angebunden und Lily ritt natürlich wieder Fake. Jonas machte nicht mit, sondern sah nur zu und reichte uns später die Wasserflaschen, wenn wir eine Pause brauchten. Anne und Robin sattelten im Nordstall Sniper und Baccardi. Darren und David waren unterdessen bei den Stuten im Offenstall und kümmerten sich um Chanda und Jazz. Auch Angelina Moore war mit ihrer Stute Nera dabei, und sogar Rosie war mit Tayr zu uns rübergeritten. Sie wartete mit dem schicken Rennaraber vor dem Nebenstall und plauderte mit mir, während ich meine Connemarastute striegelte. Fiona kam etwas früher als gedacht und sah uns schonmal beim Satteln zu. Danach trudelte ein Pferd-Reiterpaar nach dem anderen auf dem Sandplatz ein und Fiona unterrichtete uns schon beim Aufwärmen. Wir mussten eine grosse acht quer über den Platz reiten, und dabei stets die richtgie Stellung und den Abstand zum Vordermann wahren. Ausserdem machten wir viele Schlangenlinien und Seitenwechsel. Fiona war also sehr fokussiert auf Biegung und Abwechslung. Nach einer Weile durften wir die Pferde nochmal richtig strecken lassen, ehe wir mit der eigentlichen Arbeit anfingen. Yoomee schnaubte zufrieden ab und trabte locker vorwärts. Diese erste Trainingsstunde war wie eine Art Einstieg in die Dressurarbeit, denn die Pferde waren allesamt noch nicht sehr weit in der Dressur ausgebildet. Deshalb forderten wir auch nur einfache Lektionen, wie korrekte Übergänge oder leicht verstärkten Trab. Auch einfache Galoppwechsel liess uns Fiona machen, wobei sie wiederum genau darauf achtete, dass wir die Pferde richtig umstellten. Sie schien wirklich ein Auge für Feinheiten zu haben und gab wertvolle Tipps in denn richtigen Momenten. Ich war ihr zum Beispiel dankbar, als sie mich darauf hinwies, dass ich mit der äusseren Hand zu sehr mitging in den Kurven, oder dass ich mich wiedermal leicht nach vorne neigte, als ich angaloppieren wollte. Auch für Lily und Fake hatte sie ein paar Tricks auf Lager, damit die Hackneyponystute ihr volles Bewegungspotential ausschöpfen konnte. Ich sah, wie Jonas den beiden mit einem stolzen Ausdruck zusah. Die erste Runde dauerte eine Dreiviertelstunde, dann liessen wir die Pferde austraben und bereiteten die nächste Gruppe vor. Währenddessen waren Quinn, Parker, Thomas, Rita, Charly und April mit Caspian, Merino, Primo, Winter, Simba und Cryptic an der Reihe. Dem was ich beim Putzen von Parányi sah nach zu urteilen, lief es auch bei ihnen gut, obwohl die Vollblüter doch etwas mehr Power zeigten und mit der konstanten Anlehnung noch etwas Mühe hatten. Um Fiona eine Pause zu gönnen, nahmen wir uns reichlich Zeit zum Putzen und tratschten mehr mit Rosie, die noch einen Moment länger blieb. Tayr scharrte schon ungeduldig, als sie sich schliesslich auf den Heimweg machte. Ich sattelte Parányi und brachte sie auf den Platz, gefolgt von Satine, Vychahr, Co Pilot, Circus Dancer und Diarado. Jetzt kamen wir richtig ins Schwitzen. Diese sechs Vierbeiner liefen bereits höhere Dressur und kannten die meisten Lektionen, sodass wir aus dem Vollen schöpfen konnten, was Fionas Erfahrung als Grand Prix Reiterin anging. Sie gab uns wertvolle Tipps um die Piaffe zu verbessern und zeigte uns, wie wir den verstärkten Trab noch eindrucksvoller aussehen lassen konnten. Parányi machte fleissig mit und gab sich Mühe. Sie konnte zwar noch keine Piaffe, aber dafür glänzte sie bei den Galoppwechseln. Und Vychahr beeindruckte Fiona mit seinem schwungvollen Bergaufgalopp an der langen Seite. Nur das rechtzeitige Bremsen vor der Ecke bereitete ihm und Lisa noch etwas Schwierigkeiten.

    Nachdem auch diese Stunde geschafft war, kippte ich erstmal eine halbe Wasserflasche runter und setzte mich beim Nebenstall an die Wand gelehnt in den Schatten, sobald die Rappstute versorgt war. „Alles klar, Occu?“, fragte Jonas mitfühlend, als er mich sah. Ich nickte müde aber grinsend. Es hatte trotz der Hitze Spass gemacht und ich hatte das Gefühl, durchaus ein paar nützliche Inputs bekommen zu haben. Bevor Fiona wieder abreiste, wollte ich ihr aber noch ein wenig von unserem Training mit den Miniature Horses zeigen. Die wurden zwar nicht geritten, aber am langen Zügel konnten auch sie ziemlich anständige Dressurlektionen erlernen. Mit Tiki und Kiwi demonstrierten wir schon etwas komplexere Übungen, während Oreo, Lining, Acira und Darling vor den Augen der Trainerin an den Grundlagen feilten. Auch Allegra, mit der wir erst vor kurzem überhaupt angefangen hatten, zeigte immerhin schonmal schöne Übergänge. Fiona war begeistert von den Minis und nahm sogar selber mal die Zügel von Oreo in die Finger. „He’d be so handsome under saddle, if he only was a warmblood“, stellte sie belustigt fest, als Oreo mit meiner Hilfe einen ansatzweise funktionierenden Spanischen Schritt vorführte. Zuletzt gab es noch ein kleines Highlight für Lily. Sie hatte eigentlich nur noch schnell Areion auf dem Platz bewegen wollen, jetzt wo der ganze Trubel vorbei war. Aber Fiona nahm sich die Zeit, ihr mit dem Tinker ebenfalls noch eine halbe Stunde Einzelunterricht zu geben. Lily kam sogar dazu, ihre ersten Galoppwechsel zu reiten, was aber natürlich nur klappte, weil Lisa das in letzter Zeit so intensiv mit Areion geübt hatte. Lily hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht, als sie ihren Tinker nach dem Unterricht strecken liess. Ich war Fiona dafür extrem dankbar. Nun liessen wir sie aber endlich ziehen und verabschiedeten uns. Es war ein anstrengender, aber toller Nachmittag gewesen.
    31 Aug. 2018

    Die Kür

    Ausgerechnet am Tag von PFS' Cryptic Spots Körung wurden die Veranstalter und Teilnehmer von einem Platzregen überrascht. Noch während wir zum Austragungsort fuhren, bauschten sich immer mehr Wolken auf, und schliesslich regnete es in Strömen, als wir auf den Parkplatz bogen. Wir hatten nur einen einzigen Schirm im Kofferraum, also wurden Jonas und ich etwas feucht, als wir den Hengst ausluden und mit ihm zur Halle joggten. Dort hatten sich auch schon die vielen anderen Teilnehmer gesammelt. Manche zupften noch ein wenig an den Zöpfchen ihrer Pferde herum, andere widerum versuchten, ihre Pferde, die angesichts der Regenschirme laut schnauften, zu beruhigen. Cryptic war auf seinem Rücken etwas feucht geworden, aber wir hatten noch einen Moment Zeit, ehe wir dran waren. Jonas sah sich die Teilnehmerliste an und wies auf ein paar uns bekannte Namen hin. Wir unterhielten uns über die Nachwuchshengste rum um uns herum, während wir warteten. Laut Wetterbericht sollte der Regen so schnell wieder aufhören, wie er aufgezogen war. Also hatten wir eine kleine Chance, während der Kür trocken zu bleiben. Die sollte nämlich trotz allem auf dem Sandplatz stattfinden, denn schleisslich war dort alles nötige aufgestellt. Die Teilnehmerin, die gerade auf dem Platz war, tat mir leid. Sie und ihr Hengst waren pitsch nass, als sie das Viereck verliessen. Aber so langsam liess der Regen tatsächlich nach, und als Cryptic aufgerufen wurde, tröpfelte es nur noch ein wenig. Erleichtert führte ich ihn vor die Richter und grüsste diese. Sie nahmen eine kurze Bewertung des Äusseren meines Hengstes vor, dann musste ich ihn auf beide Seiten vortraben und im Schritt vorführen. Ich schnalzte leicht mit der Zunge, damit der Hengst noch etwas mehr angestachelt war, sein ganzes Gangpotenzial zu zeigen. Er war gewiss kein Dressurpferd mit hoher Knieaktion oder extremen Bergaufbewegungen, aber er hatte einen schönen, gleitenden Schritt und einen fleissigen, raumgreifenden Trab. Ausserdem war er mit seiner aussergewöhnlichen Farbe natürlich sehr schön anzusehen, auch wenn es vielleicht nicht gerade ein typisches Gewand für ein Rennpferd war. Ich liess ihn freilaufen, damit die Richter auch noch seinen Galopp auf beide Seiten sehen konnten. Im Galopp fühlte sich der Hengst eindeutig am wohlsten; er sprang mit Leichtigkeit über den Platz, seine Bewegungen waren kraftvoll und elastisch. Ausserdem wechselte er geschickt den Galopp, wannimmer er auf einen Handwechsel geschickt wurde. Als die Zeit um war, fing ich ihn wieder ein, was einen kurzen Moment dauerte, weil er fast etwas übermütig geworden war. Aber dann hatte ich ihn wieder fest im Griff und grüsste die Richter zum Abschied. Ich klopfte Cryptic stolz auf den Hals und führte ihn raus, unter dem Schein der nun durch die Wolken brechenden Sonne.
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  6. Elsaria

    Elsaria Guest

    Meine Teilnahme mit Sir LancelotII
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    Steckbrief:

    EXTERIEUR

    Geschlecht : Hengst
    Alter 9
    Rasse Shire horse
    Stockmaß/Endmaß 2,00m
    Fellfarbe Silver Brownschecke

    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«

    ABSTAMMUNG

    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt | Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt | Von unbekannt Aus der unbekannt

    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«


    INTERIEUR

    Charakter
    Mutig, lieb, schmusig

    Beschreibung
    Sir Lancelot ist mutig, wacker und tapfer, er würde alles für sein Besitzer tun. Er ist anmutig, und prachtvoll, er gibt alles was er hat und ist stehts gut gelaunt.
    -folgt-
    Disziplinen
    Dressur -
    Springen A
    Military -
    Western: a
    Galopprennen -
    Distanz -
    Fahren -
    Gangreiten -


    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«

    ERFOLGE
    2. Platz im Westerntunier 421
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    1.Platz im 232 Syncronspringen
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    3. Platz im 233 Syncronspringen
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    2.Platz im 235 Syncronspringen
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    1.Platz im 237 Syncronspringen
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    2. Platz im 238 Syncron
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    3.platz 247 Syncron¨springen

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    3. Platz 246 im Syncronspringen
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    2. Platz im 245 Syncronspringen
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    3.platz im 243 Syncronspringen
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    1.Platz im 250 Syncronspringen
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    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«

    ZUCHT- & BESITZDATEN

    Körpunkte
    Abstammung 0
    Schleifen11
    HS 2
    TA 0
    Trainer 0
    Zubehör 2
    Gesamt 15

    Schleife
    HK/SK

    Züchter unbk,
    BesitzerJayden Buck
    VKR x
    Ersteller: Flair

    Nachkommen
    keine

    »⊱ —————————————— ⚜ —————————————— ⊰«


    GESUNDHEIT

    Letzter Tierarztbesuch unbekannt
    Letzter Hufschmiedbesuch unbekannt

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    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund

    Tierarzt:
    Tierarztbericht für Sir Lancelott II - Erneuter Besuch auf dem Clair high Stud

    Heute erwartete mich mal wieder ein Auftrag im Ausland. Für mich hieß es nun, nach Skegness zu reisen um dort für meinen Kunden Jayden Buck einen seiner Shire Horses zu untersuchen. Bereits am Telefon hatte ich erfahren, dass der schöne Silver Brownschecke, welchen ich von meinem letzten Besuch auf dem Clair high Stud noch vom Sehen kannte, auf seine Körung vorbereitet wurde.

    Ich freute mich immer Auftraggeber in aller Welt als Kunden zu bekommen, da ich so meine Leidenschaft und die Reiselust vereinen konnte. Der Flug und die Fahrt zum Gestüt verliefen ereignislos und ohne weitere Zwischenfälle. Als ich auf dem Gestüt ankam, suchte ich als erstes Jayden. Als ich ihn fand, erkundigt ich mich nach den Neuigkeiten und nach der Entwicklung seiner Tiere. Zufrieden nahm ich zur Kenntnis, dass sich alle Tiere unter der Obhut des Clair high Stud positiv weiter entwickelten. Nun bat ich Mister Buck mich zu meinem Patienten zu führen. Wir hielten vor einer Box in der sich der 200 cm große Hengst befand und sich neugierig seinen Besuchern entgegen streckte. Mister Buck streichelte dem Hengst sanft über den Kopf und nahm dann das Halfter vom Harken und zog den dem prachtvollen Tier über den Schädel. Als der Strick eingehängt war, öffnete ich die Boxentür, sodass Mister Buck mit Sir Lancelot II aus der Box treten konnte.


    Zuerst einmal führten wir den Hengst auf den Hof, da ich dort das Exterieur besser bewerten konnte. Nach und nach umrandete ich Sir Lancelot II und notierte mir stichwortartig das Erscheinungsbild. Anschließend tastete ich den kompletten Körper ab und schaute mir dann die Gliedmaßen und den Kopf genauer an. Augen, Ohren und Nüstern sowie die Schleimhäute im Maul waren alle in einem sehr guten Zustand. Auch dies notierte ich mir. Ich fuhr mit der Handinnenseite die beiden Zahnreihen ab und konnte keine Kanten oder Entzündungen an den Zähnen und am Zahnfleisch ertasten. Als nächstes nahm ich mir mein Stethoskop und hörte mir zuerst die Lungengeräusche und dann die Verdauung an. Beide Male waren nur die regulär üblichen Geräusche zu vernehmen. Abschließend schaute ich mir die Hufe an und sah, dass diese gerade frisch bearbeitet worden sind. Dann bat ich Jayden Buck um den Pass des Scheckhengstes um mir die Impfstände anzusehen. Diese waren bisher regelmäßig und in Vollständigkeit erfolgt. Ich informierte den Pferdebesitzer darüber, dass in einigen Wochen die Impfung fällig sei und führte noch eine Beugeprobe durch. Auch diese war unauffällig, so dass ich mein Zeug zusammen räumte, die Notizen einsteckte und mich vom Hengst und seinem Besitzer verabschiedete. Bereits auf dem Flug nach Hause nahm ich mir die Notizen und verfasste den umfassenden Bericht für meine Unterlagen und sandte diesen gemeinsam mit dem Gesundheitszeugnis per Mail an Jayden Buck zu.

    Nun war der Hengst vollumfänglich für die Körung bereit - zumindest aus veterinärtechnischer Sicht.

    Zeichen: 2909 (Ohne Überschrift)11. Juli 18

    Hufschmied:
    08. Juli 2018
    Hufschmiedbericht

    „Was machst du, Hunter?“ fragte Käthe, die ich angerufen hatte um einfach mal wieder ihre Stimme zu hören, da wir uns lange nicht mehr gesehen hatten. Währenddessen packte ich mein Zeug in den Wagen, was wohl am anderen Ende der Leitung zu hören war. „Ich fahre in ein paar Minuten los, nach Skegness.“ erklärte ich. Käthe stockte und so ergänzte ich: „Für einen Auftrag. Heute Abend bin ich wieder zu Hause.“ Erleichtert atmete sie aus, wünschte mir eine gute Fahrt und ließ mich versprechen vorsichtig zu sein, ehe wir auflegten. Die Fahrt nach Skegness lief wie erwartet reibungslos. Wie immer war der Verkehr recht hoch, sodass ich für die Strecke gut fünf Stunden brauchte. Der Rückweg ließ sich beinahe doppelt so schnell bewältigen. Auf dem hübschen Gestüt am Strand wurde ich bereits erwartet. Freudig begrüßte man mich und auf dem Weg zum Innenhof plauderten wir über unsere Forstschritte mit den Kaltblütern. Sir Lancelott II war nun so gut wie fertig für seine Zulassungsprüfung. Deshalb und auch weil seine Beschlagsperiode es verlangte sollte er heute einmal runderneuert werden. Der Scheckhengst beobachtete mich dabei, wie ich die meinen Arbeitsbereich aufbaute, ehe mich dem anmutigen Tier widmete. „Na du.“ grüßte ich und streckte ihm den Apfel hin, den ich eigentlich als Proviant für mich dabei hatte. Er nahm den Schmaus freudig an und ließ sich ruhig von mir streicheln. Behutsam strich ich über die Schulter am Vorderbein runter und sah mir den ersten Huf von unten an. Die Eisen saßen schon recht locker, was die Arbeit für mich etwas leichter machte. Ich ließ ihn einmal vortraben und begann dann damit die alten Eisen von den Hufen zu lösen. Nacheinander schnitt ich das alte Horn von den Hufen und arbeitete schließlich den Strahl eines jeden heraus. Mit der Raspel feilte ich Ecken und Kanten rund und stellte sicher, dass auch die Hufwände wirklich plan lagen. Erst jetzt bearbeitete ich die neuen Eisen, die in Spezialübergröße gefertigt wurden. Eins nach dem anderen passte ich an die vier Hufe an und schlug sie schließlich mit ein paar Kupfernägeln auf. Noch einmal ließ ich Sir Lancelott II vortraben. Er lief gut, ich musste keine weiteren Korrekturen vornehmen. Aus eigener Erfahrung jedoch wusste ich, dass die großen Hufe recht anfällig waren. In Absprache mit dem Besitzer trug ich Hufbalsam auf die Hufe auf und verabschiedete den hübschen Schecken dann in seine Box, ehe ich meinen Arbeitsplatz wieder aufräumte. Alles wieder verstaubt und den Putzplatz sauber, reichte ich auch dem Besitzer der Clair Stud Highs die Hand. Es tat mir etwas leid so kurz angebunden zu sein, doch da ich heute Abend noch zu Hause ankommen wollte bevor Käthe schlief, musste ich mich wieder auf den Weg machen.

    Kür:
    Die Kür
    Auf der hiesigen Hengstkörung traf ich auch einen alten Bekannten wieder: Sir Lancelot II, der Shire-Scheckhengst wurde hier vorgestellt und das Paar hatte soeben die Halle betreten und stand nun an Punkt X um die Richter zu grüßen. Die Musik spielte noch recht leise eine leichte aber taktvolle Geigenmelodie. Die beiden begannen auf der linken Hand und stellten hier zuerst den raumgreifenden Schritt des Riesen vor. Erst an der nächsten langen Seite und mit dem Aufbäumen der Stimmung des Hintergrundliedes trabten sie an. Lancelot stand gut am Zügel und arbeitete äußerst konzentriert. Ich konnte ihn mir gut als Zugpferd vorstellen, so kräftig wie er aus der Hinterhand schob. Auch im Galopp strotzte der Hengst nur so vor Kraft. Nach ein paar Runden im Galopp auf dem Zirkel wechselte das Paar die Hand auf den gegenüberliegenden Zirkel. Nun stellten sie im Rahmen dieser harmonischen Darbietung auch auf dieser Hand die drei Gangarten vor. Erst als die Grundgangarten auf beiden Händen ausgiebig vorgestellt wurden, sammelten sie sich wieder in der Hallenmitte. Das war das Ende dieser Vorstellung. Sie verabschiedeten sich in Dressurmanier von den Richtern und trabten schließlich aus der Halle. Ich nickte anerkennend und schloss mich dem begeisterten Applaus an.
    1275 Zeichen mit Leerzeichen
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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25 Nov. 2018
  7. Elsaria

    Elsaria Guest

    Meine Teilnahme mit Boulevard Showcaster
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    Steckbrief:

    Abstammung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Von Schwarzgold
    Aus der Bolonya joleen
    Von // Aus der //
    Exterieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Hengst
    3 Jahre
    Rasse:
    Trakehner
    End-/Stockmaß: 172cm
    Gewicht: 450kg
    Fellfarbe: Rappe


    Interieur / Beschreibung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Verhalten in der Box: frech,biestig
    Verhalten auf der Weide: Verspielt, Wild
    Charaktereigenschaften:
    selten freundlich, stürmisch, temperamentvoll, loyal, menschenbezogen, unerschrocken
    Vorgeschichte
    Charakter
    Weide: Jungpferdeweide
    Unterbringung: Weide / Box
    Einstreu:
    Stroh
    Futtersorte: Rau- und Saftfutter
    Fütterungszeiten: morgens, abends
    Besitzer: Elsaria
    VKR/Ersteller: Sadasha

    Qualifizierungen & Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    ● Schleifenaufstieg ● Trainingsaufstieg ● Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Qualifikation durch TB's
    Dressur E A L M S S* S** S***
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S S* S** S***
    Western E A L M S S* S** S***
    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Reining: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Cutting: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Barrel Racing: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Pole Bending: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Roping: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Hunter under Saddle: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Springen E A L M S S* S** S***
    Stilspringen & Zeitspringen: E A A* A** L M M* M** S S* S** S*** S**** S*****
    Military E A L M S S* S** S***
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4 CEN* CEN** CEN***
    Fahren E A L M S S* S** S***
    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4
    Ausdauerprüfung: CAI-M-A1 CAI-M-A2 CAI-M-A4
    Hindernisfahren: CAI-C-A1 CAI-C-A2 CAI-CA4
    Trabrennen: 800m 1000m 1600m 1760m 1900m 2100m 2300m

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Offiziell
    1/- 1. Platz im 251 Synchronspringen
    2/3.Platz im 252 Synchronspringen
    3/3.platz im 254 Synchronspringen
    4/2. platz im 257 Syncronspringen
    5/2.Platz im 258 Synconspringen
    6./3.platz im 259 Syncronspringen
    7./ 3. Platz im 260 Syncrhornspringen
    8./ 3. Platz im 261 Synchronspringen
    9, 3 Platz im 264 Synchronspringen
    10./ 2 Platz m 266 Syncrohnspringen

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    Inoffiziell
    -
    Zuchtverband
    -
    GHP - Prüfungen
    -
    Gewinnsumme: x
    Verursachte Kosten: x

    Ausbildung und Zuchtdaten
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    Trainingsplan
    Fohlen ABC x | Eingeritten x | Eingefahren x
    Abstammung: 2
    Schleifen: 10
    HS: 2
    TA: 2
    Trainer: 1
    Zubehör: 2
    Gesamt: 19
    Fohlenausbildung (bis 2 Jahre)

    Anfassen ✓ | Putzen ✓ | Aufhalftern ✓
    Führen x | Hufe geben x
    1 = Sehr gelassen, 6 = schlechtes / unsicheres Verhalten
    ● Angeboren ● Antrainiert ✪ Prüfung Abgeschlossen
    Fremde Umgebungen: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Platz/Halle: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Hufschmied: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Tierarzt: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Wasser: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Straßen: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Stangenarbeit: 3 2 1 ✪
    Longenarbeit: 3 2 1 ✪
    Verladefromm: 3 2 1 ✪
    Schrecktraining: 3 2 1 ✪
    Bodenarbeit

    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x
    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Pferdepass
    Schleife

    Zur Zucht zugelassen:
    nein
    Eingetragene Zucht: x
    Züchter/Herkunft: Sadasha
    Trächtig [] Nächste Rosse (alle 21 Tage): x
    Nachkommen

    0/5
    -
    Gesundheitszustand
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt
    Chipnummer: xxx
    zuletzt kontrolliert []
    Letzte Zahnpflege (jedes Jahr) überfällig
    Wurmkur (jedes Jahr) überfällig
    Tollwut Impfung (jedes Jahr) überfällig
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre) überfällig
    Influenza Impfung (alle 6 Monate) überfällig
    EHV-1 + EHV-4 (alle 6 Monate) überfällig
    Gesamteindruck: gut
    Aktue Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x
    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert: x
    Hufbeschaffenheit: x
    Hufkrankheit/en: x
    Beschlag vorne: -
    Beschlag hinten: -
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    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund

    Tierarzt:
    Tierklinik Zur Lindenweide
    Gestüt Hochsetten/ Alexandra Winkler/ Boulevard Showcaster und Donnerschall´s Jubilee /HK und SK Grunduntersuchung 07.11.18
    Nun fuhr ich wieder auf Gestüt Hochsetten auf den heute hatte ich 2 Patienten die für die Hengst und sowie Stut Körung vorbereitet wurden. Alexandra winkler war mächtig stolz das ihre Nachkommen endlich soweit war. Es war kalt geworden dick eingepackt parkte ich mein Auto auf dem Hof und ich wurde schon von Alex mit einem Kaffee begrüßt. Wir waren inzwischen Freunde geworden. Wir redeten noch etwas als ich meinen Kaffee ausgetrunken hatte besprachen wir noch unser vorgehen. Wir beschlossen mit dem Hengst anzufangen der im umgang etwas schwieriger war. Alex holte also Boulevard Showcaster und trabte mir vor. Noch benahm sich der Hengst wunderbar. Er hatte feine gänge und mir fiel nichts besonderes auf. Dann band Alex ihn an blieb aber an seinem kopf um mich sofort unterstüzen zu können. Ich tastete den Rapphengsten ab. Der mittlerweile 5 jährige Hengst sah wunderbar aus. Ich fand nichts dann hörte ich ihn ab und auch da war alles in ordnung. nun Impfte ich ihn und sedierte ihn etwas um seine zähne zu machen. Showcaster hatte heute wohl einen guten Tag den er machte reingar nichts. Als er in den Weiden der Träume war begann ich seine zähne abzuschleifen. Dies dauerte ca 10 minuten wir waren fertig. Dann banden wir ihn in der Box an und ich trug alles in seinen Pass ein. während ich dies das machte holte Alex Donnerschall Jubilee die letzte nachkommen vom berühmten Donnerschall. Schon beim hinlaufen fiel mir auf das die Stute lahmte. Die zähne hatten wir gerade vor ein paar tagen gemacht . Ich tastete sie nun gründlichst ab auch das bein wo sie lahmte. diese fühlte sich heiß an und fand dann am kronenrand einen abzess, diesen ich aufschnitt, damit das eiter abfließen konnte. Dann hörte ich die Stute ab. Da war alles in ordnung. Ich impfte sie und verabreichte ihr ein Antibiotikum und verband das bein mit einer tinktur. Ich ließ alex beides da und sagte das sie das antibiotikum 1x täglich geben musste und die tinktur 2x täglich bis beides fertig war. an einer körung kann sie trozdem teilnehmen, den die lahmheit müssten in 2 tagen wieder weg sein. Auch bei ihr trug ich alles ein und verabschiedete mich.


    Hufschmied:
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    07. November 2018 | von sadasha
    Hufschmiedbericht

    Es zog mich heute wieder nach Deutschland zum Gestüt Hochsetten. Boulevard Showcaster sollte einen frischen Sportbeschlag bekommen, damit er für seine Hengstkörung bestens vorbereitet ist. Ich kannte seine Mutter, sowie seinen Vater und rechnete mit dem Schlimmsten fürt diesen Arbeitstag. Der Rappe hatte heute einen besonders schlechten Tag, wie Alexandra Winkler mir vor Ort erklärte. Er hatte sie den ganzen Weg von seiner Box bis zum Putzplatz angegiftet. Auch von mir war er nicht sonderlich begeistert, doch ich ignorierte sein Verhalten weitestgehend. Alex trabte ihn mir vor und im Anschluss begann ich damit die alten Eisen von den Hufen zu lösen. Boulevard Showcaster wurde dabei von Alex abgelenkt, damit er mich meine Arbeit in Ruhe machen ließ. Auch während ich die Hufe ausschnitt lenkte sie den Hengst mit Futter und Spielereien ab, sodass ich kaum etwas von seinen Launen mitbekam. Sobald alle Hufe ausgeschnitten waren passte ich die neuen Eisen auf dem Amboss an seine individuelle Hufform an und schlug sie danach gleich auf. Alle Hufe frisch beschlagen pinselte ich sie noch mit Hufbalsam ein, wenngleich das Horn von sehr guter Qualität war und keine besondere Pflege nötig hätte. Alex bedankte sich und brachte den Rappen zurück in seine Box. In der Zwischenzeit säuberte ich den Arbeitsplatz und packte mein Werkzeug zurück in den Wagen. "Viel Erfolg bei der Körung.", wünschte ich noch und machte mcih dann wieder auf die Heimreise.

    Training:
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    Trainingsbericht Dressur E-A
    30. September 2018
    25.067 Zeichen | by Sammy
    Ich streckte den Kopf in den Hengsttrakt und rief nach meinem Angestellten Samuel. Gleich darauf stand ein kräftiger junger Mann mit knallrotem Kopf vor mir. "Sie haben gerufen euer Majestät?", fragte er mit einer übertriebenen Verbeugung. Ich kicherte: "Quatschkopf. Ich wollte nur wissen, ob die Box für Showcaster fertig ist. Die von Jubilee ist hergerichtet." Damit meinte ich die beiden Trainingspferde, die in Kürze hier eintreffen sollten. Sie kamen vom Gestüt Hochsetten in Deutschland und stammten beide von der Trakehnerstute Bolonya Joleen ab, die ich bereits selbst trainiert hatte. Ich war sehr gespannt darauf zu sehen, ob ihre Nachkommen ebenso schwierig unterm Sattel waren wie die stolze Stute. Während Showcaster in der Dressur in Klasse A aufsteigen sollte, würde ich Jubilee im Springen trainieren. "So gut wie fertig. Musste grade Amayyas auf die Koppel bringen, weil Brian noch mit Black Soul im Gelände ist. Und ähm... du weißt ja.", sagte Samuel mit einem schiefen Grinsen. Ich nickte. Mein Berberhengst war eigensinnig und bei meinen Angestellten nicht gerade beliebt. Dennoch sagte ich: "Ruf mich doch nächstes Mal einfach, die Boxen müssen hergerichtet sein, wenn die Trainingspferde ankommen, immerhin haben sie eine lange Reise hinter sich und es kann durchaus auch mal vorkommen, dass jemand etwas früher hier eintrifft." Samuel senkte beschämt den Kopf und verschwand wieder in der Box, um sie fertig einzustreuen. Ich dagegen ging wieder in mein Büro und las mir nochmal kurz die Infos zu den beiden Trakehnern durch, die ich schon erhalten hatte. Aus dem Augenwinkel heraus betrachtete ich die Überwachungskamera der Hofeinfahrt, damit ich die Ankunft meiner neuen Schützlinge nicht verpasste.
    Kurz darauf fuhr ein großer Hänger auf den Hof. Ich sprang sofort auf und lief über den Hof zum Parkplatz um Elsaria und ihre beiden Pferde in Empfang zu nehmen. "Hattet ihr eine gute Überfahrt?" fragte ich die junge Frau. Sie rollte die Augen und erwiderte: "Die beiden sind super anstrengend. Das Meer finden sie wohl weniger toll. Ich glaube, du wirst ganz schön Arbeit mit ihnen haben." "Och, das macht mir nichts. Ab und an sind schwierige Pferde eine ganz schöne Abwechslung. Ich hab ja auch so ein paar Kandidaten hier stehen...", lachte ich. Elsaria ließ die Rampe des Hängers hinunter und führte gleich darauf ihren wunderschönen Rapphengst Boulevard Showcaster hinaus. Samuel begleitete sie zu den Hengststallungen und zeigte ihr Showcaster's vorübergehendes Heim. Ich dagegen nährte mich langsam der ebenso schönen wie imposanten Scheckstute Donnerschall's Jubilee und streckte ihr meine Hand hin. Sie sah mich neugierig an und senkte schließlich den Kopf, um an meiner Hand zu schnuppern. Gleich darauf schnaubte sie und schlug mit dem Kopf. "Hm und was soll mir diese Geste jetzt sagen? Bis ich das herausgefunden habe, bringen wir dich wohl besser mal in deine Box, was?", sagte ich zu Jubilee, während ich den Führstrick löste. Die Stute sprang mehr aus dem Hänger heraus, als dass sie die Rampe hinunter ging und stand dann erst einmal stocksteif mit geblähten Nüstern auf dem Parkplatz. Ich führte sie mit einem Schnalzen an und ging mit ihr über den Hof. Anders als viele andere Neukömmlinge störte Jubilee sich nicht an dem großen Brunnen vor dem Haupthaus, sondern schien eher erpicht darauf, zu den Stallungen zu kommen. Im Stalleingang blieb sie stehen und stieß ein lautes Wiehern aus, dass mehr oder weniger Vielstimmig erwidert wurde. Die meisten meiner Pferde befanden sich nämlich um diese Zeit auf den Koppeln oder im Training. Jubilee tänzelte neben mir her zur Putzbox, wo ich sie erst einmal von Transportdecke und Gamaschen befreite, bevor ich sie in ihre Box mit angebautem Paddock entließ. Die Box neben ihr bewohnte mein deutsches Reitpferd Glammy. Die Stute war extrem umgänglich und stand schon drinnen, um Jubilee Gesellschaft zu leisten. Ich versicherte mich nochmals, dass es der Stute an nichts fehlte, dann ging ich hinüber in den Hengsttrakt um nach Showcaster zu sehen. Der große Hengst stand ebenfalls auf dem Paddock seiner Box, machte sich groß und blickte sich aufmerksam um. Langweilig wurde es mit den beiden sicherlich nicht. Elsaria drehte sich um, als sie mich kommen hörte. "Alles gut mit der Kleinen?", fragte sie. "Klar. Sie hat sich lautstark angekündigt, aber das darf sie ja.", antwortete ich grinsend. Neben Showcaster stand mein Andalusierhengst Ojos Azules. Er durfte bei den Neuankömmlingen immer Boxnachbar spielen, da er sich nicht aus der Ruhe bringen, sich aber auch nichts gefallen ließ. Er hatte schon so manchen Jungspund zur Raison gebracht. "Soll ich dich ein bisschen rumführen oder musst du gleich weiter?", fragte ich Elsaria. Sie entschied sich für einen Coffee to go und eine Führung über das Gestüt. Ich hatte im Büro eine herrliche Kaffeemaschine und daneben Thermobecher. Perfekt im Herbst und Winter. Flott ließ ich uns beiden einen Latte macciato aus der Maschine und begann meine Führung dann im Stall, bevor es hinüber zu den Koppeln ging. Vor allem meine Vielseitigkeitspferde hatten es der jungen Frau angetan, aber immerhin züchtete sie selbst Trakehner. Zum Schluss klapperten wir die verschiedenen Trainingsanlagen ab. Auf dem Springparcours legte Samuel gerade eine eindrucksvolle Runde mit meinem Jolympiasieger Levistino hin, in der Reithalle trainierte Donald mit meiner Paintstute My Golden Heart und als wir an der Rennbahn vorbeikamen, ritt uns Brian auf dem nachtschwarzen Hannoveranerhengst Black Soul entgegen. "Wie war das Training?", fragte ich, als er mit uns gleich auf war. "Hervorragend! Er ist gesprungen wie ein Reh und die Sache mit dem Wasser wird auch immer besser!", sagte Brian stolz. Ich strich Black Soul liebevoll über die Nüstern und ging dann mit Elsaria an der Fohlenkoppel vorbei zurück zum Stall. Es war nun Zeit für sie zu gehen, immerhin musste sie ihre Fähre zurück nach Deutschland erwischen. "Ich schicke dir regelmäßig Bilder und Mails mit Fortschritten der Beiden und sage dir auch rechtzeitig Bescheid, wann du sie wieder holen kannst.", versprach ich Elsaria, nachdem sie sich von Showcaster und Jubilee verabschiedet hatte.
    An diesem Abend holte ich die Neuankömmlinge höchstpersönlich vom Paddock, schloss die Außentüren der Boxen und legte ihnen die Stalldecken für die Nacht an. Obwohl es erst Ende September war, hatten wir hier nachts schon Temperaturen um die Null Grad. Jubilee ließ sich kurz kuscheln, bevor sie mich zum Dank dafür angiftete und bei Showcaster brauchte ich eine ganze Weile, um ihm seine Decke überzulegen. Der Hengst wich immer wieder mit der Hinterhand aus und schien sich einen Spaß mit mir zu erlauben. Irgendwie sympathisch.

    ~*~

    Am nächsten Morgen stand schon die erste Trainingseinheit mit den beiden Trakehnern auf dem Plan. In den Sattel würde ich mich heute noch nicht schwingen, erst einmal wollte ich Jubilee und Showcaster ein wenig kennen lernen. So führte ich kurze Zeit später Showcaster über den Hof hinüber zur Longierhalle. Die Beine des Hengstes hatte ich bandagiert, außerdem hatte ich mir extra viel Zeit genommen, um ihn zu putzen. Wenn irgendwie möglich machte ich meine Pferde immer persönlich fürs Training fertig, um eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Der nachtschwarze Hengst tänzelte neben mir her und sein Atem bildete helle Wölkchen in der kühlen Morgenluft. Als wir am Brunnen vorbeikamen, wich Showcaster zur Seite aus, doch ich hatte ihn fest im Griff. In der Halle angekommen, schloss ich die Tür, erleichtert der Kälte entkommen zu sein. Ich dirigierte Showcaster auf einen großen Zirkel und ließ ihn im Schritt um mich herumgehen. Der Hengst hielt nicht allzu viel von der langsamen Gangart. Er sprang immer wieder zur Seite oder machte einen Bocksprung. Also begann ich den Wirbelwind zu beschäftigen. Ich ließ ihn immer wieder aus dem Schritt halten und wieder antreten, und wechselte schließlich zu Trab-Halten-Übergängen. Dabei gab ich die Kommandos teilweise so dicht hintereinander, dass Showcaster sich auf mich konzentrieren musste. Und arbeiten wollte er scheinbar, denn er führte die Aufgabe hervorragend aus. Ich dagegen konnte mir schon einmal ein Bild von seinen Gängen und seinem Ausbildungsstand machen, immerhin sollte ich ihn in der Dressur fortbilden. Showcaster lief leichtfüßig und gleichmäßig und wenn er sich konzentrierte, ließ er auch schon den Rücken schwingen und trat mit der Hinterhand unter. Sobald ihn jedoch etwas ablenkte, fiel er vollkommen auseinander. Als Vorbereitung auf die erste Lektion unter dem Sattel wollte ich heute schon einmal mit dem Rückwärtsrichten vom Boden aus beginnen. Ich konnte mir vorstellen, dass gerade ein solch dominantes Pferd wie Showcaster damit so seine Probleme haben würde. Ich positionierte den Hengst in der Mitte des Zirkels und stellte mich ihm gegenüber auf. Dann hob ich die Hand, in der ich das Bodenarbeitsseil hielt und sagte: "Back!". Showcaster stand mit erhobenem Kopf da und schaute mich abschätzend an. Entweder überlegte er, was ich von ihm wollte oder aber er dachte darüber nach, was er als nächstes anstellen könnte. Ich gab ihm erst gar nicht die Zeit, das herauszufinden. Wieder gab ich das Kommando, allerdings wackelte ich diesmal gleichzeitig mit dem Seil, dessen Ende an Showcaster's Knotenhalfter befestigt war. Diese Bewegung ließ ich allmählich größer werden. Das tat dem Hengst nicht weh, aber die Wackelei an seinem Halfter schien ihm auch nicht unbedingt zu gefallen. Er nahm den Kopf ein Stück höher und machte einen Schritt nach hinten, woraufhin ich ihn sofort lobte und jegliche Zappelei einstellte. Das Ganze wiederholte ich noch ein paar Mal, bis Showcaster es gar nicht erst zu den größeren Bewegungen kommen ließ, sondern ziemlich gleich nach meinem Stimmkommando und ein bisschen Seilgezuppel einen Schritt zurück machte. Ich lobte den Rappen und ließ ihn noch ein paar Runden frei laufen. Anschließend durfte er zusammen mit Ojos Azules für den Rest des Tages hinaus auf die Koppel.
    Nun holte ich Donnerschall's Jubilee aus ihrer Box und machte sie ebenfalls für unser erstes gemeinsames Training fertig. Mit ihr ging ich allerdings in die Halle, wo ich bereits einige Trabstangen und Cavaletti ausgelegt hatte. Zunächst jedoch stand auch für die temperamentvolle Jubilee das Aufwärmen auf dem Programm. Ich ließ die junge Stute erst im Schritt und dann im Trab auf dem Zirkel gehen. Auch Jubilee beschäftigte ich mit vielen Übergängen, um sie geschmeidig zu machen und vor allem um ihre Konzentration bei mir zu halten. Schließlich begannen wir mit der Stangenarbeit. Ich hatte eine Stangen an der langen Seite ausgelegt, andere auf dem zweiten Zirkel und wir begannen mit den Stangen, die Jubilee in gerader Linie überwinden konnte. Die Stute hatte kurz Zeit, die bunt bemalten Stangen zu beschnuppern, dann ging es auch schon los. Die erste Runde war eine mehr oder minder große Katastrophe. Jubilee schaute überall hin, nur nicht auf den Weg, der vor ihr lag und stolperte somit mehr über die Stangen, als dass sie darüberging. Auch mein unterstützendes Schnalzen half nichts. In der zweiten Runde hatte die Scheckstute jedoch offenbar dazugelernt, denn nun richtete sie ihre Aufmerksamkeit zumindest solange auf den Boden und damit auf die Stangen, bis sie die letzte überwunden hatte. Ich lobte sie und wiederholte das Ganze sogleich auf der anderen Hand. Anschließend waren die Stangen auf gebogener Linie an der Reihe. Mittlerweile hatte Jubilee erkannt, dass sie für die verlangte Aufgabe ihre Konzentration brauchte und ich hatte den Eindruck, sie hatte sogar Spaß an der Arbeit. Die Stangen auf dem Zirkel klappten tatsächlich auf Anhieb besser als die auf gerade Linie und so führte ich Jubilee schon bald auf die Cavaletti zu. Die Stute spitzte die Ohren und versuchte schneller zu werden, doch ich hielt sie zurück und wendete auf eine großzügig geschnittene Volte ab. Das machte ich von nun an jedes Mal, wenn Jubilee Anstalten machte, mir davon zu rennen. Als wir die Cavaletti schließlich das erste Mal überwunden hatten, war ich sehr zufrieden mit den Fortschritten, die Jubilee heute gemacht hatte. Wenn sie so weitermachte, würde sie sicherlich noch sehr weit kommen. Ich legte Jubilee ihre Abschwitzdecke auf und führte sie zum Trocknen ein wenig auf dem Hof spazieren. Die junge Stute sah sich aufmerksam um, wieherte ab und an herausfordernd und verlangte mir doch einige Mühe ab, sie im ruhigen Schritt neben mir zu halten. Auch Jubilee durfte den Rest des Tages natürlich auf der Weide verbringen. Sie giftete ihr Weidegenossin Glammy zwar gleich zu Beginn an, doch die ältere Stute ließ sich davon nicht im Mindesten beeindrucken und graste in aller Seelenruhe weiter, sodass auch Jubilee schließlich den schönen Kopf in das Spätsommergras sinken ließ.

    ~*~

    Ende der Woche führte ich den gesattelten und getrensten Showcaster in die Reithalle. Heute war zwar wunderschönes Wetter, doch da sich der Hengst so leicht ablenken ließ, trainierte ich ihn lieber in der Halle. Der Dressursattel stand ihm ausgesprochen gut und ich war schon sehr gespannt darauf, mich endlich auf seinen muskulösen Rücken zu schwingen. Die ganze Woche über hatten wir vom Boden aus miteinander gearbeitet. Showcaster war ein sehr intelligentes Pferd. Mittlerweile musste ich nur noch mit dem erhobenen Zeigefinger wackeln und er ging prompt rückwärts. Auch die Vorhandwendung, die ja für Klasse A der Dressur gefordert war, hatte ich bereits vom Boden aus erarbeitet und das Schenkelweichen aus Klasse E hatten wir auch wiederholt. Ich stellte den glänzenden Rappen auf der Mittellinie auf, gurtete nach, zog die Steigbügel herunter und schwang mich auf seinen Rücken. Dank der vielen Lektionen vom Boden aus, klappte das Stillstehen mittlerweile sehr gut, auch wenn aus Showcaster wohl nie ein sehr geduldiges Pferd werden würde. Ich setzte mich im Sattel zurecht, nahm die Zügel auf und ritt den Rappen im Schritt an. Bei jedem Tritt spürte ich die kräftigen Muskeln spielen und ich spürte auch die mühsam zurückgehaltene Power, die in diesem Pferd steckte. Damit dem Trakehner nicht langweilig wurde, ritt ich Zirkel, Volten und einfache Schlangenlinien, bis ich ihn schließlich antrabte. Showcaster's Trab war genauso wie er aussah: Schwungvoll und elastisch. Es fühlte sich himmlisch an. Außerdem ließ sich der Hengst schön biegen und stellen. Zur zweiten Ecke der langen Seite hin, stellte ich Schowcaster leicht nach innen, legte den äußeren Schenkel eine Handbreit hinter den Gurt und galoppierte ihn im Arbeitstempo an. Nun hatte ich alle Hände voll zu tun, um den Hengst bei mir zu halten - er wäre nämlich durchaus gerne ein flotteres Tempo gegangen. Dennoch fühlte ich mich ein wenig wie auf einem überdimensionalen Schaukelpferd. Showcaster hatte wirklich eine sehr schöne bergauf Galoppade. Als ich ihn wieder durchparierte sträubte er sich kurz und viel dann in einen etwas holprigen Trab. Nun wurde es Zeit, mit den eigentlichen Lektionen zu beginnen. Zuerst war das Rückwärtsrichten an der Reihe. Dazu parierte ich Showcaster bei A zum halten durch, hob mich leicht aus dem Sattel, ließ die Zügel anstehen und gab das zuvor trainierte Stimmkommando "Back". Der Rappe zögerte kurz, gab dann jedoch dem leichten Druck der Zügel nach und machte einen Schritt zurück. Sofort ließ ich die Zügel locker und kraulte ihm den glänzenden Hals. Beim zweiten Versuch ließ ich die Zügel auch noch anstehen, als Showcaster schon einen Schritt zurück gemacht hatte und schließlich wich er eine Pferdelänge zurück. Nun bekam er eine kurze Schrittpause am langen Zügel, bevor wir uns dem Viereck verkleinern und vergrößern widmeten. Ich hatte festgestellt, dass man mit Showcaster wunderbar arbeiten konnte, wenn man ihn nur genug beschäftigte. Diese Klasse A-Lektion leitete ich ein, indem ich den Rappen bereits in der zweiten Ecke der kurzen Seite leicht nach außen stellte, dann mit dem äußeren Schenkel vorwärts-seitwärts trieb und die Bewegung mit dem inneren Bein abfing. Mit den Zügeln gab ich lediglich leichte Impulse. Da Showcaster das Schenkelweichen hervorragend beherrschte, sollte die Übung kein große Problem darstellen. Wir ritten im Seitwärtsgang bis zur Mittellinie, dann stellte ich Showcaster für etwa zwei Pferdelängen geradeaus und trieb ihn anschließend seitlich zurück zur Bande. Anschließend wiederholten wir die Lektion auf der anderen Hand und gingen weiter zur Vorhandwendung. Diese hatte ich mit Showcaster schon vom Boden aus erarbeitet und musste sie nun nur noch aufs Reiten übertragen. Ich wendete den Hengst auf den zweiten Hufschlag ab und parierte ihn zum Halten durch. Dann stellte ich ihn leicht in Richtung Bande, trieb mit dem äußeren Schenkel seitwärts und begrenzte mit dem inneren Schenkel. Die Zügel ließ ich dabei ganz leicht anstehen, damit Showcaster nicht vorwärts lief. Ich beendete die Übung mit einer ganzen Parade und brachte Showcaster so zum Stehen, nachdem er Tritt für Tritt 180° um seine Vorhand herumgegangen war. Anschließend lobte ich ihn ausgiebig. Nun war nur noch eine letzte Lektion übrig, die wir ebenfalls schon erarbeitet hatten: die Schritt-Galopp-Übergänge. Bei übermütigen Pferden begann ich stets mit dem Übergang vom Schritt in den Galopp, weil sie in der Regel lauffreudiger waren. Bei fauleren Pferden hielt ich es andersherum. Also ritt ich Showcaster im Schritt um die Bahn und gab ihm in die zweite Ecke der langen Seite hinein das Zeichen zum Angaloppieren. Wie erwartet reagierte Showcaster sofort und sprang mit einem gewaltigen Satz los, sodass ich gut zu tun hatte, in in einem ordentlichen Arbeitsgalopp zu bekommen. Nach einigen Anläufen klappte das aber einigermaßen und für das Feintuning blieb uns noch genug Zeit. Also versuchte ich es nun andersherum und wollte Showcaster aus dem Galopp in einen schönen Schritt durchparieren. Beim ersten Versuch wehrte sich der Hengst, indem er meine Paraden schlichtweg ignorierte. Beim zweiten Mal fiel er in einen so holprigen Stechtrab, dass ich ihn kaum Aussitzen konnte und beim dritten Mal ging er plötzlich ohne Murren Schritt. Ich war mir nicht ganz sicher, was diesen Sinneswandel ausgelöst hatte, doch nachdem es auch auf der anderen Hand klappte, beendete ich das heutige Training. Vielleicht war Showcaster auch einfach müde. Wir würden die nächsten Male gleich mit dieser Lektion beginnen, dann sah ich ja, ob ich mit meiner Theorie richtig lag. Für heute jedoch hatte Showcaster seine Sache absolut hervorragend gemacht.

    ~*~

    Nachmittags am selben Tag führte ich Donnerschall's Jubilee auf den Springplatz. Auch die Stute würde ich heute zum ersten Mal reiten, da mir die Bodenarbeit bei ihr fast noch wichtiger gewesen war, als bei Showcaster. Ein Sturz war immer gefährlich, doch wenn Hindernisse im Spiel waren, war ich doch noch etwas vorsichtiger. Wir hatten sehr viel mit den Trabstangen und Cavaletti gearbeitet, hatten aber auch die ein oder andere Dressurlektion der Klasse E in unser Training eingebaut. Meine Reitlehrerin hatte immer gesagt: "Springen ist Dressur, nur eben mit Hindernissen." Und an diesen Spruch hielt ich mich, seit ich bei ihr angefangen hatte. Außerdem war ich mit Jubilee zwei Mal draußen im Gelände spazieren gewesen, um ihre Muskeln aufzubauen und ihre Kondition zu trainieren. Das war nun für Klasse A im Springen noch nicht so wichtig, würde aber in höheren Klassen sehr wohl relevant werden. Jubilee trug neben ihrem Springsattel, Satteldecke und mexikanischer Trense auch Gamaschen und Streichkappen, um die Beine zu schützen. Wir würden heute das erste Mal einen richtigen Parcours springen und ich war schon gespannt, wie Jubilee sich dabei anstellen würde. Noch war der Parcours auf E-Niveau, nur zwei der Sprünge besaßen A-Höhe bzw. -Weite. Das würden wir in den kommenden Tagen natürlich ausbauen. Zunächst führte ich Jubilee auf den angrenzenden Dressurplatz, um sie dort aufzuwärmen. Auf dem Springplatz würde ich dann immer noch genug damit zu tun haben, Jubilee's Konzentration bei mir zu behalten. Im Vergleich zu Showcaster ließ sich die Stute nämlich noch leichter ablenken. Als ich nachgurtete und die Steigbügel herunterließ, tänzelte Jubilee schon die ganze Zeit auf der Stelle und drehte die Hinterhand zur Seite. Also ging ich zu meiner altbewährten Methode über und führte sie bei jeder Bewegung im Kreis, um sie wieder neu aufzustellen. Als Jubilee schließlich lang genug still stand, damit ich mich in ihren Sattel schwingen konnte, ging das ganze Spielchen von vorne los, da Jubilee sofort losging, als mein Hintern den Sattel berührte. "Äh nein, so nicht meine Liebe. Ich hab ganz viel Zeit für dich, also wenn du unser Training so beginnen möchtest - okay!", sagte ich, während ich eine Volte ritt und Jubilee wieder in die Ausgangsposition stellte. Irgendwann kam Samuel an den Platz und winkte mich zu sich. Da hatte ich gerade damit begonnen, Jubilee aufzuwärmen. "Alles okay bei euch? Ich warte schon seit zehn Minuten im Parcours auf euch.", fragte er besorgt. Ich schlug mir mit der flachen Hand gegen die Stirn: "Entschuldige Samuel! Wir sind gleich da. Jubilee wollte nicht still stehen und du weißt ja, wie ich so etwas liebe." Der junge Mann schaute die Stute mitleidig an. "Du Ärmste. Mach dir nichts draus, da mussten viele deiner Leidensgenossen hier auch durch. In diesem Punkt ist sie wirklich unerbittlich." An mich gewandt sagte er grinsend: "Ich geh wieder zum Platz, wir sehen uns dann gleich!" Ich nickte und trabte Jubilee locker an. Auch die Stute hatte wirklich schöne Gänge und war toll zu sitzen. Allerdings hatte sie die nicht ganz so schöne Angewohnheit, beim Angaloppieren zu buckeln. Aber alles zu seiner Zeit. Jubilee war ja noch sehr jung und durfte ihre Flausen haben. Nachdem ich die Scheckstute auf beiden Händen im Schritt und Trab aufgewärmt und kurz abgaloppiert hatte, ritt ich im Schritt hinüber zum Springplatz. Zunächst würden wir einen einzelnen Sprung überwinden und dann ging es ans Eingemachte. Jubilee wurde sofort ein paar Zentimeter größer, als sie sah, wo es hinging und begann zur Seite zu tänzeln. Ich glich die Bewegung mit Schenkelhilfen aus und galoppierte Jubilee an, während Samuel das Gatter hinter uns schloss. Jubilee wusste gar nicht, wohin sie zuerst sehen sollte und stolperte erst einmal über ihre eigenen Füße. Ich rettete mich mit einem Griff in die Mähne und versicherte mich, dass mein Trainingspferdchen sich nicht vertreten hatte und lahmte. Nun rahmte ich sie noch deutlicher mit den Beinen ein und dirigierte sie auf den freistehenden einen Meter hohen Steilsprung zu. Die Stute spitzte die Ohren, gehorchte aber meinen Hilfen und blieb bei dem verlangten Tempo, sodass wir mit genügend Abstand über die bunt bemalten Stangen flogen. Auch als wir den Sprung von der anderen Seite aus angingen, klappte alles perfekt, sodass wir uns bald dem eigentlichen Parcours zuwenden konnten. Er bestand aus sieben Sprüngen, darunter eine zweifache Kombination. Zwei davon maßen bereits die in Klasse A üblichen 1,10 Meter. Anfangs war Jubilee sehr gut zu halten, doch dann wurde sie etwas übermütig und ich musste sie vor der zweifachen Kombination in eine Volte lenken, damit sie mir nicht voll in das zweite Hindernis hineinkrachte. Nach diesem kleinen Zwischenfall jedoch lief alles ganz hervorragend und Jubilee sprang wie ein Flummi. Nachdem wir den letzten Sprung - einen dunkelblau gestrichenen Oxer- hinter uns hatten, parierte ich Jubilee zum Schritt durch und ritt sie am langen Zügel trocken, bevor ich sie liebevoll versorgte. Der Grundstein war gelegt, nun ging es nur noch um das Verfeinern des bisher Gelernten.

    ~*~

    Schließlich war der Tag gekommen, an dem Elsaria ihre beiden Schützlinge wieder abholte. Das Training mit Boulevard Showcaster und Donnerschall's Jubilee hatte mir sehr viel Freude bereitet und ich war gespannt darauf wieder von den beiden zu hören. Denn das die zwei mit ihrem Talent noch einiges erreichen würden, stand für mich felsenfest. Mit Showcaster hatte ich die vier Lektionen der Klasse A verfeinert und das Viereck verkleinern und vergrößern auch im Trab geübt. Mittlerweile galoppierte der schicke Hengst auch aus dem Schritt heraus kontrolliert an und das Rückwärtsrichten klappte schön flüssig. Jubilee hatte ich allmählich an die Anforderungen eines A**-Parcours herangeführt und war überzeugt davon, dass die Stute für die höheren Klassen gemacht war. Sie hatte weder mit der Kondition noch mit Höhe und Weite der Sprünge Schwierigkeiten. Einzig und allein ihr hitziges Gemüt konnte ihr zum Verhängnis werden, aber das war eine Sache an der man viel und lange arbeiten musste. Insgesamt erinnerten mich alle beide sehr an ihre talentierte Mutter Bolonya Joleen, an deren Training ich trotz der Herausforderung immer wieder gerne dachte. Ich half Elsaria beim Verladen, übergab ihr die Urkunden über den Stufenaufstieg ihrer Pferde und verabschiedete mich dann mit einem lachenden und einem weinenden Auge von ihr. Vielleicht würde ich Jubilee und Showcaster ja eines Tages wieder im Training auf meinem Hof begrüßen dürfen...

    Kür:
    Heute nahm ich mit Boulevard Showcaster ebenfalls an der Körung teil. Der Relativ Junge hengst kannte bis jetzt nur Tuniere und keine körung, den heute war das sein erstes mal ich legte zwar nicht sehr viele Hoffnung das er bei diesem Durch kommt, Aber Erfahrungen sammeln das konnte er aber bereits. Ich nahm Dusty Catcher als mitfahrer mit. Damit der etwas nervöse Schimmel auf der angemitetenden paddock die Atmosphäre erlernen. Ich brachte also zuerst den schimmel auf das Paddock während eine Pratikantin Showcaster fertig machen wollte. Als ich Catcher auf dem Paddock hatte ging ich zum anmeldehäuschen und meldete uns an. In dieser zeit musste sich Showcaster losgerissen haben und war zu Catcher auf sein Paddock gesprungen. Die 2 Hengste rauften mit einander. Als ich das unglück sah stürzte ich sofort dorthin. Nele versuchte dazwischen zu gehen. " Wie konnte das passieren!" schrie ich fast und sah dann neles blutige hände und knien. Es schien so als hätte sie nicht loslassen wollen und wurde einige meter hinterhergeschlieffen. Ich betrat das Paddock und versuchte nach dem Strick zu angeln. Endlich hielt ich den strick und zog energisch den Hengst von Catcher weg und führte ihn zum hänger. Eigentlich wäre die Show gelaufen. Aber ich wollte wenigstens Mitreiten. Mir war klar das nach so einer Nummer nicht gewinnen konnten, aber vielleicht ja doch wer weiß. Ich hatte nun den Hengst gesattelt, durch die einfangaktion war viel zeit vergangen so das wir nicht mehr auf dem Abreiteplatz konnten. Ich trabte ihn also in die Halle, bei X hielten wir an und grüßten die richter. Dann stellte ich meinen Hengsten in allen Grundgangarten vor das waren Schritt trab und gallopp das auf beiden seiten. Nun ritt ich eine Traversahle nach rechts zeigten eine piaffe und dann aus der ecke keht. Nun ritten wir wieder einige runden, dort wurden 2 sprünge aufgebaut, da Showcaster eine gute figur im springen machte, wollte ich ihn noch zeigen, indem wir über einen oxer und einen wassergabren sprangen. Dies machte er wieder sehr gut. Dann hielten wir bei X und verabschiedeten uns. Ich lobte den Hengst und ritt im Schritt aus der halle, aufregung hatten wir heute allemal.
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  8. Eddi

    Eddi Bekanntes Mitglied

    Eddi's Teilnahme mit Altyn

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    Name: Altyn
    Geboren: April 2011
    __________________


    Von: Alazar

    Aus der: Sonja

    von: Glint of Gold -- aus der: Soulfly
    __________________

    Rasse: Achal Tekkiner
    Geschlecht: Hengst

    Farbe: Goldfalbe
    Stockmaß: 154cm


    Beschreibung:
    Altyn ist ein wunderbarer Hengst, mit welchem man nur zu gern arbeitet. Hier vereinen sich der Ehrgeiz seines Vaters und die Ruhe seiner Mutter zu einem idealen Sportpferd. Er ist stets aufmerksam mit dabei, hat aber in seinem Alter auch noch viel Unsinn im Kopf. Doch schon jetzt zeigt er federnde Gänge und ein großes Bewegungspotenzial. Auch die Ambitionen am Sprung väterlicherseits sollten gefördert werden.

    Ersteller: Elii
    Besitzer: Eddi
    Vorkaufsrecht: Elii


    Springen L -- Military L -- Dressur A -- Distanz A

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    Gewinner [FS 193] Achal Tekkiner & Schimmel
    3. Platz 405. Springturnier
    3. Platz 306. Militaryturnier
    2. Platz 408. Dressurturnier
    3. Platz 398. Westernturnier
    2. Platz 230. Synchronspringen
    1. Platz 333. Distanzturnier
    3. 352. Militaryturnier
    3. Platz 466. Galopprennen

    __________________


    Gekört: nein

    Nachkommen:
    --

    Tierarztbesuch
    15. November 2018, Eddi
    Es war immer ein wenig ungewohnt im eigenen Stall unterwegs zu sein, aber alles andere wäre auch unsinnig gewesen. Besonders für die kurzen Rundumchecks war das kein Problem. Wenn es aber um die Bestätigungen für die Körungen ging, wurde immer ein Kollege hinzugezogen. Mittlerweile hatte ich da auch zwei feste Tierärzte, die mir da gerne unter die Arme griffen. Heute ging es um Altyn, Possy Pleasure Mainstream und Razita. Alle drei sollten schon bald zu den Körungen geschickt werden und dementsprechend benötigten sie ihre Gesundheitszertifikate. Wir begannen mit dem Hengst und nachdem ich Altyn im Schritt und Trab vorgeführt hatte, er die Beugeprobe bestanden hatte, wurde er kurz untersucht. Nachdem alles in Ordnung war, erneuerten wir die nötigen Impfungen und es gab noch eine Wurmkur und schon war der erste fertig.
    Als zweites folgte also Possy Pleasure Mainstream und erneut handelten wir alle Punkte ab. Auch bei ihr war alles im grünen Bereich und ich konnte mich nicht beschweren. Da sie schon in kurzer Zeit auf Reisen gehen sollte, waren bei ihr bereits alles Impfungen erneuert und auch die Wurmkur war aktuell. Das Gleiche galt für Razita, denn es gab durchaus eine Frist, bis wann die Impfungen da sein mussten. Beide Stuten würden schon bald hoffentlich zur Zucht zugelassen werden. Auch Razita bestand die Untersuchung ohne Probleme.
    Ich schaffte die beiden Stuten wieder in die Boxen und bekam dann die Gesundheitszertifikate ausgestellt. Ich bedankte mich herzlich und unterhielt mich noch kurz, ehe sich der Tierarzt wieder auf den Heimweg machte.

    Hufschmiedbesuch
    10. November 2018, Sissicat
    Mein Wecker klingelte und riss mich so aus meinem Schlaf. Ich streckte mich und rieb mir die Augen um in dem hellen Licht etwas sehen zu können. Dann blickte ich auf meinen Kalender, der neben meinem Wecker stand, und entdeckte so das ich heute einen neuen Auftrag hatte. "Gestüt Sapala",murmelte ich und sprang aus meinem Bett, schnell machte ich mich fertig und kontrollierte ob ich auch alles was ich für diesen Auftrag brauchen würde in meinem kleinen Truck hatte. Dannach stieg ich auch schon in den Wagen und fuhr los. Nach einiger Zeit kam ich endlich an und betrachtete die große Anlage, ich fuhr auf den Hof wo ich sogleich von der Hofbesitzerin begrüßt wurde. Ich kurpelte das Fenster herunter und sie erklärte mir wo ich parken und ausladen solle. So tat ich was sie gesagt hatte und sie holte meinen ersten Patienten, Altyn, einen schönen Achal Tekkiner Hengst. Ich streichelte den Falbhengst in seinem Gesicht und kraulte ihn kurz hinter den Ohren. "Dann fangen wir mal an.",lächelte ich und hob seinen linken Vorderhuf hoch. Meine Aufgaben waren heute bei allen 3 Pferden gleich, durchecken und raspeln/schneiden. Altyn hielt, zu meiner großen Freude, seine Bein ruhig wodurch ich entspannt und schnell arbeiten konnte. Jedoch schien der Hengst den Kübel mit Wasser sehr zu bewundern, welchen ich hinter mich gestellt hatte um meine Werkzeuge nach jedem Pferd reinigen zu können. Ich konnte leider nicht schnell genug reagieren, da hatte der Falbe schon mit seiner Schnauze den Eimer umgeworfen und meine Hose nass gespritzt. "Danke... es ist eh so heiß hier.",seufzte ich und stellte den Eimer mit dem Restwasser weiter weg. Nach einpaar Minuten waren wir dann fertig und Eddi entschuldigte sich für den Hengst und führte ihn weg. Ich lachte nur und wartete auf das nächste Pferd. Das nächste Pferd war eine schöne gescheckte Trekehner Stute namens Possy Pleasure Mainstream. Die Stute musterte mich misstrauisch und schien nicht begeistert zu sein, von mir gestreichelt zu werden. Trotzallem schien es ihr nichts auszumachen von mir ihre Hufe untersucht zu bekommen. Auch das raspeln und schneiden lies die Stute über sich ergehen, wobei Eddi aber die gesamte Zeit über bei ihrem Gesicht stand und sie streichelte. Nach dieser Arbeit streckte ich mir und wollte Possy zufrieden am Hals tätscheln, doch die Stute schnaubte drohend weshalb ich es einfach sein lies. Sie schien ein schwieriges Pferd zu sein, jedenfalls für Menschen die sie nicht kannte. Meine letzte Patientin war Razita, eine Hannoveraner Stute. Im gegensatz zu ihren beiden Vorgängern schien sie weder verspielt noch zickig zu sein, was mich aufatmen lies, immerhin zitterte ich bereits durch die Nässe meiner Hose. Bei Razita war meine Arbeit überraschend schnell erledigt worüber ich dankbar war. Ich tätschelte die Stute nocheinmal freundlich und half Eddi dabei die Stute zurück zu bringen. Dannach packte ich mein "Zeug" zusammen, verabschiedete mich und fuhr nachhause.

    "Feiner Junge, gleich sind wir dran", flüsterte ich leise zu Altyn. Doch die Worte galten eher mir und der inneren Unruhe, die mich gerade etwas aufwühlte. Der goldfarbene Hengst unter mir war nämlich die Ruhe selbst und stand wie eine Statue auf dem Abreiteplatz und beobachtete neugierig das rege Treiben. Altyn war überhaupt nur sehr selten aufgeregt, meist benahm er sich absolut vorbildlich. Stattdessen wartete Altyn geduldig auf das nächste Kommando. Er liebte Turniere und so war auch die Hengstkörung für ihn ein tolles Ereignis.
    Als endlich unser Aufruf über das Gelände hallte, ritt ich Richtung Halle. Die Tore wurden für uns geöffnet und hinter uns wieder geschlossen. Im schönen Arbeitstrab ritten wir hinein und folgten der Mittellinie bis zu X, wo wir geschlossen anhielten. Ich grüßte kurz die Richter und nahm die Zügel wieder auf. Altyn war sofort wieder bei der Sache und trabte locker von der Stelle weg an. Der Trab war eine seiner besten Gangarten und so präsentierte sich der Achal Tekkiner von seiner besten Seite.
    Wir wendeten auf die rechte Hand ab und ritten an der langen Seite zunächst eine einfache Schlangenlinie. Bei A gab ich daraufhin die Galopphilfe und wir gingen auf den Zirkel. Auch Altyns Galopp war nicht von schlechten Eltern und raumgreifend sprang er durch die Halle. Nach einer Runde nahm ich ihn etwas zurück und parierte schon bald darauf wieder zum Schritt durch. Der feinfühlige Hengst reagierte auf jede noch so kleine Hilfe, sodass ich keinerlei Probleme mit der Kommunikation hatte.
    Wir wechselten im Schritt durch die ganze Bahn und befanden uns damit auf der linken Hand. Zunächst blieben wir im Schritt, ritten einmal ganze Bahn, ehe wir auch wieder antrabten. Erneut ritten wir eine einfache Schlangenlinie an der langen Seite, einfach um der Kür eine eigene Note zu verpassen. Die Hengstkörungen waren immer sehr simpel gehalten, dementsprechend näherten wir uns bereits dem Ende.
    Bei C ließ ich Altyn erneut angaloppieren. Und während ich seelenruhig mitschwang, machte der Hengst die gesamte Arbeit eigentlich alleine. Ich hatte nichts in den Händen und auch treiben brauchte ich Altyn nicht. Nach einigen schönen Runden parierte ich wieder zum Trab durch. Bei A bogen wir auf die Mittellinie ab und ritten erneut zu X. Dort hielten wir geschlossen an und ich verabschiedete mich von den Richtern. Nach deren Handzeichen ließ ich die Zügel lang und lobte Altyn ausgiebig.
    Im Schritt verließen wir entspannt die Halle und ich war wirklich mehr als zufrieden. Außerdem war ich mir ziemlich sicher, dass Altyn schon bald zur Zucht zugelassen sein würde. Draußen wartete bereits Alexandra auf uns und warf Altyn direkt die Abschwitzdecke über. Immerhin hatten wir hier oben im Norden inzwischen Minusgrade und teilweise Schnee. Der schöne Herbst neigte sich leider dem Ende zu und so würde diese Kür wohl vorerst auch eine der letzten sein, bevor die Winterpause nun Gestüt Sapala erreichen, und so ein wenig mehr Ruhe bei uns einkehren würde.
    [3000 Zeichen | Eddi | zeichenzähler.de]

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    [Bild von Jackie]
     
    Veija gefällt das.
  9. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Meine Teilnahme mit Chocolate Dream

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    Steckbrief

    Name: Chocolate Dream
    Rufname: Choco

    von unbekannt
    aus der Brooklyn's Teardrop
    von Teardrop

    aus der Brooklyn's Sunset

    Rasse: Achal Tekkiner
    Alter: 17.06., 8 Jahre
    Farbe: Flaxen Liver Chestnut
    Größe: 1,72m
    Geschlecht: Hengst

    Beschreibung
    Chocolate Dream ist ein wahres Verlasspferd - ob im Gelände, oder auf Turnieren. Wasser, Feuer- alles kein Problem. Zudem bemüht er sich stets, sein bestes zu geben. Hierbei kommt es allerdings ganz auf den Reiter an, da der Liebe genauestens darauf achtet, auch ihm alles Recht zu machen. Sicherheit vor Ehrgeiz. Keine Hengstmanieren.

    Besitzer, Vorbesitzer: Veija, Cascar, VKR Moondance(verfallen)

    Kaufpreis: 0 Joellen
    laufende Kosten:


    Qualifikationen
    eingeritten, nicht eingefahren

    Dressur A
    Distanz A
    Galopprennen A
    Reining LK 3


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    2. Platz 261. Westernturnier, 3. Platz 271. Westernturnier, 1. Platz Chattahoochee Hill's Stable Easter Egg Hunt Galopprennen, 1. Platz 334. Distanzturnier, 1. Platz 337. Distanzturnier, 1. Platz 340. Distanzturnier, 2. Platz 345. Distanzturnier, 2. Platz 346. Distanzturnier, 3. Platz 353. Distanzturnier, 1. Platz 358. Distanzturnier, 1. Platz 360. Distanzturnier, 1. Platz 363. Distanzturnier


    Gesundheit
    nicht geimpft, nicht gechippt, nicht entwurmt
    letzter Besuch

    Barhufer
    letzter Besuch

    Puzzle PNG

    PNG
    Offizieller Hintergrund

    Trainingsberichte (5)
    Dressur E-A
    Dezember 2015, by BellaS
    Die Gips Reminder Ranch wurde immer mehr zu meinem zweiten zu Hause. Mittlerweile war ich so oft hier zu Gast, dass ich mich gut genug auskannte um allein alles zu finden. Obwohl ich den Hengst Chocolate Dream noch nie gesehen hatte, fand ich ihn mit Verenas Beschreibung problemlos. Bisher war ich noch niemandem begegnet, doch das störte mich wenig. Irgendwer würde schon auftauchen, genug Rachbewohner gab es allemal. "Chocolate Dream. Passt." Die Fellfarbe des großen Tieres erinnerte wirklich an Vollmilchschokolade. Bei Isländern wurde diese, eine meiner Lieblingsfarben bei Pferden, Windfarben genannt. Ich putzte Schoki, wie ich ihn für die Dauer des heutigen Trainings getauft hatte, und brachte etwas Zeit auf der Suche nach einem Dressursattel zu. Schließlich wurde mir klar, dass die Sättel hier für mehrere Pferde genutzt wurden. Da die meisten Pferde in zwei Reitweisen ausgebildet waren, war dies auch mehr als vernünftig, solange die Sättel passten. Ich musste nur den Gurt verstellen und der gefundene Sattel passte Schoki wunderbar. Wieder war ich schlauer und die Trense fand ich nun schneller. Ich sammelte meine Sachen zusammen, setzte den Helm auf, zog die Handschuhe an und machte mich auf den Weg zur Reithalle. Noch immer war ich niemanden begegnet den ich kannte. Egal, jetzt stand das Training von Chocolate Dream im Vordergrund. Steigbügel verstellen, nachgurten, aufsitzen. Wir beide brauchten ein paar Minuten um und anzupassen. Schoki, weil er offensichtlich länger nicht unter dem klassischen Sattel gegangen war, ich, weil ich mich an das unbekannte und etwas verunsicherte Pferd gewöhnen musste. Die Dressur auf A Niveau stellte eigentlich nie ein Problem dar, aber mit Schoki musste ich ziemlich weit vorne anfangen. Wie immer drehten wir ein paar Runden im Schritt, dann begann ich richtig. Als erstes rief ich ihm die klassischen Hilfen zurück ins Gedächtnis. Jetzt hatten wir eine Grundlage, auf der ich bauen könnte. Als erstes kamen die einfachen Bahnfiguren im Schritt und Trab. Dabei musste das Pferd nicht viel lernen, denn das lenken lag beim Reiter. Dann kamen die ersten kleinen "Lektionen". Vor allem rückwärtsrichten machte mit Schoki Spaß. Diese Übung war, genau wie akkurate Zirkel, auch im Western- Pleasure vertreten, weshalb er sie von klein auf kannte. Nun fehlten nur noch ein paar Übungen im Galopp, dann waren wir für heute schon fertig. Ich staune, als der Hengst begann im Galopp zu beschleunigen. Unglaubliches Tempo, aber die Händelbarkeit war unverändert gut. Ja, er reagierte schneller als jedes Pferd auf dem ich bisher gesessen hatte und ich musste höllisch aufpassen, dass ich keine unbedachten Bewegungen machte, die er als Hilfen auffassen konnte. Das war zwar anstrengend und nicht unbedingt elegant, aber es machte Spaß. "Irgendwie sieht das im Dressursattel falsch aus!" Verena stand an der Bande und lachte. "Erfolgreich gewesen?" "Und ob. Einmal Schokolade auf A Dressur.“ Ich grinste und übergab Verena ihr Pferd. Dank ihres Massenauftrags hatte ich heute und in den nächsten Tagen noch einiges zu tun.

    Reining LK 5 - LK 4
    Janaur 2016, by Veija
    "Beweg deinen Arsch!", sagte ich murrend zu Caleb und zog ihm die Decke vom Leib. "Wieso bist du eigentlich noch im Bett?! Du weißt genau so gut wie ich, wie viel zu tun ist!", knurrte ich ihn an. "Lass mich, ich hab Kopfweh", sagte er und riss mir die Decke aus den Fingern. "Caleb!", knurrte ich erneut und zog an der Decke. "Wir haben Aspirin, jetzt mach!" "Na gut", murrte er und griff nach meinen Armen, so dass ich, unbeholfen wie ich war, wegrutschte. Mit einem Ruck zog er mich auf sie drauf ins Bett. "Und was bekomm ich dafür?", fragte er mich süffisant grinsend, wie er es so oft tat, und zog mich näher an sich ran. "Caleb, lass das!", sagte ich und strampelte mich frei. Hätte er mich wirklich festgehalten, hätte ich keinerlei Chancen gehabt, doch er ließ locker und ich flog etwas weniger elegant auf den Boden. Schnell rappelte ich mich auf. "Steh jetzt auf!", sagte ich sauer und verließ mich hochrotem Kopf sein Zimmer. Natürlich musste ich im Flur auf Alexis stoßen. "Was ist denn mit dir passiert?", fragte sie mich und ich nuschelte nur in meinen nicht vorhandenen Bart hinein. "Nichts, an die Arbeit! Schick alle in die Reithalle, da teil ich die verdammten Aufgaben ein", maulte ich sie an und verschwand in meinem Zimmer. Ich knallte die Tür zu und sank daran herunter. Warum machte Caleb sowas immer? Warum tat er mir das immer wieder an? Er hatte mir mehr als deutlich gezeigt, dass ich keine Chance bei ihm hatte. Ich hatte mich mit Svejn vergnügt und auf einmal schien Caleb wieder Interesse zu haben? Verrückte Welt. Nichts desto trotz musste ich mich wieder aufraffen und zur Reithalle gehen, die Pferde mussten trainiert werden. An der Halle warteten schon alle auf ihre Befehle und ich zückte kurz mein Handy, um den Plan für diesen Monat vorzulesen. "Folgende Pferde müssen wir trainieren: Eldrian Antrax Trail LK 5 auf LK 4, Kunis, Blazing Flame, Ahyoka und Western Dancer in Dressur von E nach A, Monster Delusion & Versatilely Gold in Dressur A nach L sowie Zuckerschok in Dressur von L nach M. Priamos Ruffia Kincsem in Springen von E nach A, Marly's Plui & Annie get your Gun in der Pleasure, Pluie LK 2 auf 1, Annie LK 5 auf 4. Crescent Wolf, My Sweet Little Secret, Magnificient Crow, Miss Holly Golightly, Snapper Little Lena & Only Known in Texas müssen eingeritten werden, von Holly und Lena lasst ihr jedoch die Finger, die mache ich.", erklärte ich und machte eine kurze Pause. "Nun die Diziplin, für die unsere Ranch eigentlich bekannt ist. DunIts Smart Investment & Chocolate Dream Reining LK 5 auf 4. HGT's Enjoy Nature LK 4 auf 3, Comeback of a fallen Goddess LK 3 auf 2. Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat & Your possible Pasts LK 2 auf 1. Bekommen wir das hin?", warf ich dann in die Runde und bekam von allen ein lautes "JA" zu hören. "Gut, wer macht wen?", fragte ich dann in die Runde und sah zu erst zu Caleb, Aliena und Amy Lee, meinen drei Westerncracks. "Ich mach Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat, Your possible Pasts, Comeback of a fallen Goddess, Marly's Pluie und..." "Ich glaub das reicht erstmal", sagte ich lachend. Calebs Leidenschaft war das Training, weshalb ich ihn auch immer zu erst fragte. Er war einfach der Beste von uns allen. "Ich nehme dann Annie get your Gun, DunIts Smart Investment, Chocolate Dream, Only Known in Texas, Magnificient Crow und My sweet little Secret.", sagte Amy Lee und notierte sich die Namen in ihrem Handy. "Ich nehme dann Eldrian Antrax, Crescent Wolf und HGT's Enjoy Nature.", erklärte Aliena und verschwand sogleich, um mit den Tieren anzufangen. "Caleb du nimmst dir Murphy mit, Aliena du nimmst dir Finn mit", sagte ich noch und schaute zu Octavia und Bellamy. "Ihr beide kommt nachher mit mir mit", sagte ich lächelnd. Ich hatte es gerne, wenn Bellamy und seine Schwester zusammen waren, denn Bellamy konnte sehr aufbrausend werden, wenn er nicht wusste, wo seine Schwester war. "Aliena, Riley und Aaron, welche Pferde macht ihr?", fragte ich dann und blickte zu den dreien rüber. Aaron war der erste der sich meldete: "Ich will Priamos Ruffia Kincsem, Monster Delusion und Versatilely Gold machen", erklärte er und ich nickte. "Riley du?", fragte ich den jungen Mann dann. "Ich mache Western Dancer und Kunis", erklärte er und schaute nun zu Alexis, die als letzte an der Reihe war. "Ich mache dann Blazing Flame, Ahyoka und Zuckerschock", schlussfolgerte sie und ging an die Arbeit. Heute und auch die nächsten Tage würde es voll werden in der Halle und auf dem Round Pen. Die Reitplätze waren leider unbrauchbar im Moment. "Dann kommt Bellamy und Octavia, gehen wir die Pferde holen", erklärte ich lächelnd und ging vor. Mein Weg führte mich zur Koppel, auf der Holly und Lena standen. Beide standen dösend im Schnee und auf einen Pfiff hin hoben sie den Kopf, um auf mich zuzukommen. Lena hatte es momentan gar nicht leicht, denn durch ihre Blindheit und den Schnee konnte sie den Boden nicht gut unter sich fühlen, weshalb sie nur zögernd hinter Holly hertrabte. "Na ihr zwei Hübschen, alles gut?", fragte ich streichelte die beiden. "Octavia nimm dir Holly", sagte ich und reichte ihr das Halfter. Ich selbst holte mir Lena, die das Ganze Prozedere von wegen Aufhalftern und Putzen nur zu gut kannte. Mit den beiden Pferden gingen wir in ihre Boxen, da der Putzplatz komplett belegt war und ich mit Lena bis jetzt immer in der Box gestanden hatte, um sie zu putzen. "Bellamy du kannst deiner Schwester helfen, bei Lena würde ich das gerne alleine machen", erklärte ich und sah den fragenden Blick. "Stimmt, das könnt ihr ja gar nicht wissen.. Lena wurde hier auf dem Hof geboren und hat im Fohlenalter wegen einer schlimmen Augenentzündung das Augenlicht verloren, sie ist komplett blind, leider. Deshalb bin ich bei ihr auch so vorsichtig und lass eigentlich niemanden an sie heran.", erklärte ich. "Und die kann man später trotzdem reiten?", fragte Bellamy mich und ich nickte. "Ja genau, die kann man später auch reiten. Du wirst sehen, dass sie mal ein tolles Pferd werden wird", sagte ich zu ihm und nahm Lena die Decke ab, ehe ich anfing sie zu putzen. Was ich dann machte? Das war schon so zur Routine geworden, dass ich es gar nicht großartig aufführe: Gewöhnung an die Kommandos im Round Pen, Sattel auflegen, Trense drauf, immer wieder longieren, bei Lena viel mit Stimme arbeiten, Reiter drauf, und und und. Am Ende des Monats waren nun alle Pferde in den jeweiligen Klassen aufgestuft.

    Galopprennen E- A
    Mai 2016, by Veija
    Heute hatte ich mir wieder eine Menge vorgenommen. Ich wollte Chocolate Dream, Western Dancer und Stiffler im Galopprennen von E nach A bringen und Zuckerschock von L auf M steigern. Anfangen wollte ich mit Zuckerschock, die schon fertig gesattelt in der Stallgasse stand. "Wenn ich euch nicht hätte", sagte ich lachend und klopfte Bellamy und Aaron auf den Rücken. "Begleitet mich einer?", fragte ich und Bellamy meldete sich. "Aaron, mach du mir Choco, Western Dancer und Stiffler fertig, okay?", fragte ich ihn und er nickte. Derweil legte Bellamy Zucker ein Steigergebiss ins Maul und nahm die Lederleine in die Hand, um zusammen mit mir zur Rennbahn zu gehen. "Hast du das schon mal gemacht?", fragte ich ihn auf dem Weg und er schüttelte den Kopf. "Wenn wir kurz vor der Bahn sind, nimmst du das Gebiss raus und hälst sie an der Trense fest. Wenn ich 'weg' sag, lässt du los und gehst einen schnellen Schritt zu Seite, sonst rennt sie dich über den Haufen. Dann gehst du zur Startbox und hilfst mir da, oke?" "OK.", antwortete er und nahm kurz vor der Bahn das Gebiss raus, ehe er die Stute an der Trense festhielt. Zucker trippelte immer seitwärts, wenn wir die Bahn betraten, was Bellamy sehr verunsicherte. "Einfach festhalten", munterte ich ihn auf und nahm die Zügel von Zucker kürzer, ehe ich Bellamys Stichwort sagte und er uns losließ und einen riesen Sprung zur Seite machte. Ich lachte kurz, ehe ich mich auf Zucker galoppierte und sie auf die Grasbahn in der Mitte lenkte. Dort galoppierten wir bis zu den Startboxen, wo Bellamy bereits auf uns wartete. Wir hatten eine extra Runde gemacht, weshalb er genug Zeit gehabt hatte, um dort hin zu gehen. Zucker lenkte ich nun also in die geschlossene Box, Bellamy öffnete sie und wir galoppierten unsere Runde. Zucker war eine Stute, die von Natur aus gerne galoppierte, weshalb ich nur ihren Ehrgeiz anstacheln musste, damit sie noch schneller galoppierte, als sie es eh schon konnte.
    Im Ziel angekommn ließ ich sie ausgaloppieren, ehe wir zurück in den Stall ritten und ich sie Octavia in die Hand drückte, damit sie sie trocken führte.
    Dann schnappte ich mir Chocolate Dream, setzte Alexis auf Western Dancer und Aaron auf Stiffler. Zu dritt ging es zur Bahn, bevor wir die Pferde sorgfältig an die Startboxen gewöhnten.
    Am nächsten Tag ritten die drei ihr erstes Rennen, was eher schlecht als recht von statten ging, doch ein paar Tage später waren die Pferde gar nicht wieder zu erkennen. Da freute man sich doch auf die ersten richtigen Rennen!

    Distanz E - A
    August 2016, by Canyon
    Heute machte ich mich auf die weite Reise zu Veija, um dort übers Wochenende etwas ihren Hengst Chocolate Dream in der Distanz zu fördern. Normalerweise nahm ich mir für solch ein Training mehrere Tage Zeit, allerdings hatte ich diese besagte Zeit nicht. Ich würde also ein absolut flottes Training veranstalten.
    Verena begrüßte mich wie immer freundlich, bevor sie mir den Hengst zeigte, mit dem ich es diesmal aufnehmen durfte. Er war auf jeden Fall ein hübsches Tier und ich war gespannt wie er sich schlagen würde. Damit ich ihn etwas besser kennenlernen konnte, sattelte ich ihn und machte mit ihm einen kleinen Ausritt in die wunderbare Natur rund um die Ranch. Bereits nach einigen Metern bemerkte ich, dass er ein pures Verlasspferd war und dazu noch absolut unerschrocken und ruhig den Ausritt meisterte. Von Schnelligkeit war bei dem Ausritt noch nichts zu sehen, das würde alles erst morgen kommen.
    Am Abend ging ich mit Choco noch in den Roundpen, um dort mit ihm Muskeln aufzubauen, was bei einem Distanzpferd ja sehr wichtig war. Außerdem machte ich mit ihm noch ein paar gymnastizierende Übungen, bevor ich ihn zurück in die Box brachte.
    Am nächsten Tag stand dann das richtige Distanztraining an. Nach dem Satteln, dem Pulsmessen und einer kurzen Erwärmung, ging es für uns ins Gelände. Heute würden es nur knapp zwölf Kilometer werden, welche wir in etwa einer Stunde schaffen würden. Morgen würde dann eine längere Strecke von etwa 17 Kilometern kommen, auf welche ich Choco heute vorbereiten wollte.
    Von vornherein war Choco ein angenehmer Partner, hörte gut auf meine Befehle und selbst die nervigen Insekten schienen ihn nicht zu stören. Heute würde ich etwas mehr auf Schnelligkeit legen, da die Strecke ja nicht gerade lang war. So trabte ich bereits nach ein paar hundert Metern an und hielt den Trab auch recht lange durch. An gefährlichen Stellen parierte ich in den Schritt, trabte danach aber gleich wieder an. Kurz vor der Pause ging ich wieder in den Schritt, um den Puls von Choco auf mindestens 64 zu senken und hielt ihn dann an einer kleinen Lichtung an. Chocos Puls war von vornherein für sein Können perfekt und ich war mir sicher, dass dieser mit mehr Training noch besser werden würde.
    Auch beim zweiten Teil machte Choco keine Probleme und obwohl er schon ganz schön geschafft war, galoppierte er das letzte Stückchen ins Ziel.
    Auf der Ranch angekommen nahm ich wieder seine Pulswerte, bevor ich ihn mit einer Decke zudeckte und in seine Box brachte.
    Am nächsten Morgen begann das Training recht früh, jedoch ohne nervige Insekten. Wie auch gestern schon stattete ich ihn mit der wichtigen Ausrüstung aus, nahm seinen Puls und ritt ihn dann kurz warm, bevor es ins Gelände ging. Heute standen 17 Kilometer auf meinem Plan, welche wir in nicht ganz so flottem Tempo reiten würde wie gestern, jedoch trotzdem versuchen würden, so schnell wie möglich zu sein.
    Bereits nach einigen Metern ließ ich Choco antraben, blieb aber im gemächlichen Tempo, welches ich auch versuchte durchzuhalten. Heute gab es noch ein paar mehr Schrittperioden, damit Choco seine Kräfte sammeln konnte.
    Die Pause fand nach etwa 8 Kilometern statt. Bevor ich anhielt, versuchte ich Chocos Puls zu senken, in dem ich bereits ein paar Meter vorher abstieg und ihn zur Pause führte. Chocos Werte waren allerdings genauso gut wie gestern auch schon, sodass ich ihn nur kurz verschnaufen ließ und dann bereits weiter ritt.
    Auch der zweite Teil der Strecke blieb ohne Komplikationen, sodass ich nach etwa anderthalb Stunden wieder zurück auf der Gips Reminder Ranch war.
    Hier nahm ich ein letztes Mal Chocos Puls, warf ihm abermals eine Decke über und entließ ihn dann aus meinem Training.
    Er hatte in den letzten beiden Tagen bestimmt viel gelernt und durfte nun im Distanzreiten auf der Stufe A starten.
    Bei der Verabschiedung von Verena gab ich ihr auch den Zettel mit den Pulswerten und so würde sie spätere Ergebnisse gut vergleichen können. Dann stieg ich in mein Auto und fuhr weiter zu meinem nächsten Auftraggeber.

    Reining LK 4 - LK 3
    September 2018, by Veija
    Laurence
    Schon seit einigen Wochen trainierte ich mit GRH’s A Gun Colored Lena für das Turnier, was am Wochenende stattfinden sollte. Auch Magnificient Crow und Chocolate Dream wurden dafür fit gemacht. Caleb würde mir später bei Crow und Choco unter die Arme greifen, so dass ich mich voll und ganz auf Smartie konzentrieren konnte.
    Ich wollte heute noch einmal die Manöver durchgehen, die wir am Wochenende laufen sollten, so dass Smartie schon wusste, was auf sie zukam. Geputzt und gesattelt hatte einer der Mitarbeiter mein Pferd schon, so dass ich sie mir nur vom Putzplatz abholen musste. Ich bedankte mich bei dem Mann, der denke ich Dell war, und ging auf den kleineren Reitplatz. Auf dem Großen würde ich später Caleb beiwohnen und Choco schon für ihn warm reiten, während er Crow trainierte.
    Auf dem Platz gurtete ich nach, stieg auf und fing an, Smartie warm zu reiten. Die Stute stand zur Zeit voll im Training, so dass sie auf leichtes anlegen der Zügel schon die Richtung wechselte. Genau so sollte ein ausgebildetes Pferd laufen, und dass schon mit ihre jungen fast vier Jahren. Leider hatte ich sie zu spät übernommen, als dass ich sie hätte dreijährig auf der Futurity starten können. Denn dann wäre sie schon weiter ausgebildet und auch besser. Doch das sollte uns nicht stoppen, denn bald würde auch ihre Krönung anstehen und wir konnten sie offiziell zur Zucht verwenden- natürlich aber erst, wenn sie eine Weile im Sport war. Farblich war sie auf jeden Fall ein Hingucker und auch sporttechnich konnte sie sich sehen lassen. Charakterlich war sie jedoch leider nicht ganz einfach, doch wenn man wusste, wie man sie händeln musste, was das kein Problem.
    Gedankenverloren galoppierte ich die Stute an und hatte sie promt im Kreuzgalopp, da ich ihr nicht die richtigen Hilfen gegeben hatte. Ich parierte sie also wieder zum Trab durch, stellte sie richtig und galoppierte dann nochmal auf dem Zirkel an. An X gab ich Hilfen zu einem Fliegenden Galoppwechsel und galoppierte sie dann auf der anderen Hand auch nochmal zwei Runden, ehe ich sie wieder zum Schritt durchparierte und zum Ausgang ritt. Stoppen wollte ich sie hier nicht, denn dafür war der große Platz mit seinem Reiningboden da.
    Ich lenkte sie also aus dem Platz raus, drehte sie eine halbe Runde und ritt sie auf der rechten Hand wieder auf den Platz drauf. Angefangen wurden Pleasureprüfungen immer im Schritt auf der linken oder rechten Hand. Ich ging also eine Runde im Schritt, ehe ich noch einmal die lange Seite nutzte, um sie wirklich gerade zu halten. An der hinteren kurzen Seite gab ich ihr dann die Hilfen zum Trab. Aufgrund ihres Alters und ihrer Körperform konnte es Smartie nicht gelingen, super langsam zu traben. Das war jedoch nicht schlimm. Ein schnellerer Trab, bei dem das Pferd jedoch kontinuierlich seinen Takt hielt, war auch viel wert. So trabte ich etwa zwei Runden, bevor ich Smartie richtig stellte und angaloppierte. Sie war das Galoppieren auf Zirkeln gewohnt, so dass es doch noch ein wenig Arbeit war, sie gerade zu halten. Spätestens nach einer Runde wusste sie, dass wir heute keine Reiningmanöver trainieren würden, so dass sie es mir leichter machte, sie gerade zu halten. Erst dann fing ich an, sie im Galopp ein wenig zu versammeln, so dass sie nicht so schnell galoppierte. Doch auch das kannte sie von den kleineren Zirkeln, weshalb sie da keine Probleme hatte. Erst als sie locker und gelassen lief, parierte ich sie zum Trab und etwa eine halbe Runde später zum Schritt durch. Ich stoppte sie und richtete sie ein paar Meter rückwärts. Das war absolut nicht ihre Disziplin, denn sie hasste es, rückwärts zu gehen.
    Doch sie machte einigermaßen gut mit, so dass ich sie wieder im Schritt anritt und dann in einer kleinen Kehrtvolte die Hand wechselte. Auch hier ging ich ein wenig Schritt, trabte sie dann an und galoppierte sie schließlich. Sie machte ihren Job gut, so dass ich sie noch ein paar Runden am lockeren Zügel im Schritt abritt und sie zu Dell in den Stall brachte. Er hatte schon Choco fertig gemacht, so dass wir die Pferde einfach tauschten. “Gib ihr ruhig eine ordentliche Portion Möhren, tu sie dann erst wieder raus auf den Paddock.”, befahl ich ihm und ging zusammen mit dem Dunkelkohlfuchs auf den großen Reiningplatz. Caleb war schon fast damit fertig, Crow warm zu reiten. Er wollte noch einmal versuche, ob er sie nicht doch in die LK 1 hoch bekam. Die verpatzten Roll Backs beim letzten intensiven Training waren nicht nur Crows Schuld gewesen, so dass heute ein neuer Tag und ein neuer Versuch war. Ich nickte ihm kurz zu und ging dann mit Choco in die Mitte des Platzes. Dort gurtete ich nochmal nach, stellte die Steigbügel auf mich ein und schwang mich in den Sattel. Der Hengst war dann doch ein kleines bisschen größer als Smartie, so dass ich mich hier tatsächlich anstrengend musste, aufs Pferd zu kommen. So langsam merkte man doch, dass ich alt wurde.
    Nun fing ich auch an mein Pferd warm zu reiten. Caleb startete schon mit den ersten Manövern und siehe da, Crow hatte heute einen guten Tag und setzte bei den Sliding Stops gut unter. Auch klappten die Rollbacks schon viel besser, als beim letzten Training. Ich ritt derweil Choco auf großen und kleinen Zirkeln, wo ich ihm das schnelle und langsame Galoppieren näher brachte. Seine alte Besitzerin, Verena, hatte schon gute Vorarbeit geleistet. Denn ich wusste auch, dass sie dieses Pferd geliebt hatte und viel Arbeit in ihn investiert hatte. Von der Seite sprach mich Caleb an: “Kannst du Choco fertig machen? Ich würde mit Crow noch eine Runde raus gehen, die ist wieder so gestresst… würde ihr bestimmt gut tun gleich.” “Klar, kein Problem.”, antwortete ich und sah den beiden dabei zu, wie sie das Stoppen und Rückwärtsrichten übten.
    Auch Choco und ich übten das Rückwärtsrichten. Stoppen konnte der Hengst nicht so gut, aber das lag auch an seinem Körperbau. Für einen Tekken war er unglaublich breit gebaut, was aber auch an dem ganzen Training lag. Lange war er nicht mehr geritten worden, doch wir hatten viel Training in Muskelaufbau gelegt. So trainierten wir noch eine ganze Weile unsere Manöver, ehe ich es für heute gut sein ließ. Die nächsten Tage stand lockeres Training an und auf dem Turnier würde sich dann zeigen, was die drei Pferde drauf hatten.

    Die Kür
    Heute fand die 500. Hengstkörung mit dem Titel "Turnierpferde" statt. Bereits an der letzten Körung hatten wir Chocolate Dream anmelden wollen, doch irgendwie war die Anmeldung uns dann doch durch die Lappen gegangen. Hier waren wir heute also nun. Octavia hatte sich bereit erklärt gehabt, den Hengst im Englischoutfit vorzustellen. Sie waren auch bereits auf dem Abreiteplatzt und fertig, um aufgerufen zu werden. Der Grund warum nicht Caleb ihn ritt war, dass der Hengst in letzter Zeit keinerlei Förderung mehr in der Reining bekommen hatte und dementsprechend eingerostet war. Dressurmäßig lief er jedoch noch immer sein A- Niveau und konnte das auch vertreten.
    Die Beiden wurden aufgerufen und wir nahmen auf der Tribüne Platzt, um ihnen zuzuschauen. Sie ritten in die Halle und hielten an X an. Dort grüßte O die Richter. Die Kür war eigentlich ganz einfach. Sie musste den Hengst in allen Gangarten, also Schritt, Trab, Galopp, auf beiden Händen vorstellen. Das wars. Mehr nicht. O fing also im Schritt an und zeigte ihn da eine ganze Weile auf der linken Hand, ehe sie durch die Bahn wechselten und dann auf der rechten Hand gingen. Als die Richter ihr ein Zeichen gaben, trabte sie an und wechselte irgendwann wieder die Hand. Nach einem erneuten Nicken der Richter ritt sie mit dem Hengst auf den Zirkel und galoppierte ihn da an. Sie hielt ihn auf einem großen Zirkel in mittlerem Tempo, was ihm sichtlich nicht passte. Da kam dann doch das Reiningtraining raus, denn großer Zirkel bedeutete immer Gas geben. Wir lachten kurz, sahen sie einen Fliegenden Galoppwechsel machen und auf der anderen Hand einen kleinen Zirkel reiten. Sie hatte also dazugelernt, so schnell! Anschließend zeigte sie noch ein paar Übungen aus der A- Dressur. Letztendlich war es nun doch schade, dass Choco nicht unter dem Westernsattel vorgestellt wurde, aber die Körung handelte von Turnierpferden, egal welcher Klasse. Und mit einem Tekken im Westernset hätten wir eh wieder alle Aufmerksamkeit auf uns gezogen.
    Nach der Prüfung ritt sie nochmal zu X, hielt an, verabschiedete die Richter und verließ dann die Halle. Draußen stieß sie wieder auf uns. Caleb umarmte Choco und half Octavia vom Pferd, ehe er sich selbst draufsetzte und den Hengst noch eine Runde abreiten ging. "Irgendwie haben sie wohl doch Übungen rausgenommen.", sagte Bellamy zu seiner Schwester, welche nickte. "Ich hatte auch im Kopf, dass man noch mehrere Bahnfiguren zeigen muss. Aber umso besser, dann habe ich auch nichts vergessen, wenn es nicht so ist.", lachte sie und Bellamy stimmte in ihr Lachen mit ein. Zusammen gingen sie zum Abreiteplatz, wo sie Caleb und Choco noch eine Weile zusahen, ehe der Hengst wieder zurück zum Trailer gebracht wurde, wo er abgesattelt wurde, seine Transportdecke und -gamaschen angelegt wurden und er in den Hänger geladen wurde. Dort hatte er Heu und Wasser und konnte in Ruhe fressen, bis die Ergebnisse verkündet wurden.
    2927 Zeichen mit Leerzeichen, gezählt auf zeichenzähler.de, by Veija

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    by Jackie​
     
  10. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

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    Маэстро geritten von Taisija Romanow
    von Canyon

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    Маэстро

    ● ○ ● ○

    Hengst | *2015 | 158cm
    Budjonny
    Brauner

    ● ○ ● ○

    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    ● ○ ● ○

    Маэстро ist einer der vielversprechendsten Junghengste aus eigener Zucht auf dem Gestüt. Mit seiner für einen Budjonny gerade noch annehmbaren Höhe ist er jedoch unter Junghengsten trotzdem der Chef auf den Weiden.
    Seit kurzem ist er unter professioneller Hand unter dem Sattel und zeigt genau das, was man von ihm erwartet hatte: Ausdauer und Energie, sowie ein großes Maß an Ausstrahlung und Selbstsicherheit, die ihm auf dem ein oder anderen Turnier von Vorteil sein werden.
    Der Übermut, der hin und wieder zu Tage kommt, wird bis jetzt noch auf sein junges Alter geschoben. Die Hoffnung ist, dass sich das mit zunehmender Erfahrung noch legt.

    ● ○ ● ○

    Besitzer: Canyon
    VKR/Ersteller: Canyon
    im Besitz seit: 22. Juli 2018
    Kaufpreis: x

    ● ○ ● ○

    Springen E A L M S S* S**

    Distanz E A L

    Galopprennen E A L

    ● ○ ● ○

    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren

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    457. Galopprennen | 458. Westernturnier | 10. Synchronfahren | 369. Distanzturnier

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    414. Fahrturnier | 370. Distanzturnier | 473. Westernturnier | 266. Synchronspringen

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    467. Galopprennen | 529. Springturnier | 475. Westernturnier | 257. Synchronspringen

    ● ○ ● ○

    [Schleife]
    Thema

    Abstammung: 0
    Schleifen: 12
    HS: 2
    TA: 2
    Trainer: 3
    Zubehör: 2
    Gesamt: 21

    Gencode: Ee Aa
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Zuchtgestüt Fominow (ZGF)

    Nachkommen
    -

    ● ○ ● ○

    Letzter Tierarztbesuch: 26-08-2018 durch Eddi

    Letzter Hufschmiedbesuch: 24-11-2018 durch Sissicat

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    Pferdepraxis Sapala
    An diesem Morgen machte ich mich auf den Weg zum Zuchtgestüt Fominow. Hier lag der Fokus auf der Rasse der Budjonnys und zu denen gehörten auch meine beiden heutigen Patienten Алёна und Маэстро. Auf dem Gestüt angekommen, wurde ich herzlich von dem Chef Dimitri Fominow in Empfang genommen. Gemeinsam machten wir uns direkt auf den Weg in den Stall, wo bereits eine fuchsfarbene Stute angebunden am Putzplatz auf uns wartete.
    Dimitri stellte mir Алёна kurz vor.
    Die Stute war neun Jahre alt und eine erfahrene Turnierstute, aktuell auch noch im Sport unterwegs. Das sah man ihr auch an und ich bat Dimitri, mir die Stute einmal kurz im Schritt und dann im Trab die Stallgasse entlang zu führen. Dabei zeigte die Stute taktklare Gänge und wies keinerlei Blockaden auf. Dimitri band sie mir wieder am Putzplatz an und ich begutachtete kurz die etwas größere Narbe am Bauch, über welche mich Dimitri unterrichtet hatte.
    Doch dort war alles in bester Ordnung. Die Wunde war damals gut verheilt und außer der Narbe war nichts mehr zu sehen. "Wenn sich die Narbe mal sehr spröde anfühlt, könnt ihr sie mit einer Fettsalbe einschmieren, dass pflegt gut und macht die Stelle wieder geschmeidiger", meinte ich als kleinen Rat zu Dimitri und machte mich dann daran, die Stute zu untersuchen.
    Erst ein kurzer Blick in Ohren, Augen und Maul und danach hörte ich auch schon Herz und Lunge ab. Abschließend tastete ich noch nach den Lymphknoten und untersuchte auch die Beine, ehe ich abschließend die Körpertemperatur kontrollierte und dann zufrieden nickte. "Alles in Ordnung", meinte ich knapp und ließ mir von Dimitri den Impfpass geben.
    Алёна wurde heute gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut geimpft. Damit war alles wieder aktuell und die Stute konnte weiterhin bei Turnieren starten. Abschließend gab es direkt noch die Wurmkur hinterher, ehe ich die Fuchsstute kurz lobte und sie dann zurück auf die Weide entließ. Während Dimitri sie also wegbrachte, erneuerte ich den Impfpass und als ich aufschaute, war bereits der nächste Patient da: Маэстро.
    Geführt wurde er von einer jungen Frau und ich stoppte die beiden spontan und nachdem ich sicher war, dass es sich um das nächste Pferd handelte, bat ich sie direkt, ihn mir einmal im Schritt und einmal im Trab vorzuführen, ehe sie ihn anband. Wie ich erfuhr handelte es sich bei der jungen Frau um Taisija Romanow, die Reiterin des Hengstes.
    Die Gänge des Hengstes waren ebenso klar und schwungvoll wie von der vorherigen Stute und alles sah sauber aus. Also banden wir ihn an und ich machte mit der Untersuchung weiter. Ein kurzer Blick in Ohren, Augen und Maul und ich konnte Dimitri, welcher inzwischen wieder bei uns angekommen war, versichern, dass es auch Маэстро bestens ging. Weiter ging es mit dem Abhören von Herz und Lunge, danach dem Abtasten der Lymphknoten und Beine und abschließend noch die Körpertemperatur.
    Wie erwartet war auch der Hengst in bester Form und ich lobte die beiden für den guten Zustand des Pferdes. Rundum waren die Tiere hier versorgt und das sah man ihnen auch an. Sie waren wohl geformt, wirkten in sich harmonisch und auch die Hufe zeigten sich in einem guten Zustand. So konnte ich auch Маэстро guten Gewissens impfen. Auch er wurde gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut geimpft und bekam heute seine Wurmkur.
    Danach war er ebenso fertig und durfte wieder hinaus. Ich erneuerte noch den Impfpass, verabschiedete mich von Dimitri und Taisija und machte mich dann auch schon direkt auf den Weg zum nächsten Termin, denn heute war mal wieder einer der etwas gefüllteren Tage, so dass ich mich gut ranhalten musste, um pünktlich bei dem nächsten Kunden anzukommen.
    26.08.2018 | 3.660 Zeichen | Eddi

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    Hufpflege & Springeisen
    Ein neuer Tag, ein neuer Auftrag. Ich streckte meine müden Arme und trank meinen Kaffee aus. Mein heutiger Auftrag führte mich zu dem Zuchtgestüt Fominow. Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal drei Pferde des Gestüts behandelt, wodurch es mich sehr freute dass ich ein zweites Mal kommen sollte. Immerhin bedeutete das, dass meine Arbeit gut war! Überhaupt für mich als junge Hufschmiedin, bedeutete dies sehr viel. So machte ich mich und meinen Truck fertig und fuhr los. Es dauerte nicht lange und ich war bei dem Budjonny Zuchtgestüt angekommen, dort wartete auch schon die Reiterin von meinem Patienten auf mich. "Hallo! Ich bin Taisija!", rief sie mir entgegen und schüttelte freundlich meine Hand. Ich lächelte ebenfalls und packte mein "Zeugs" auf den dafür vorhergesehenen Platz aus, als ich fertig war meinte Taisija:"Gut dann holen wir mal den kleinen." So folgte ich der Blondine zu meinem Patienten, Маэстро. Der braune Hengst erwartete uns bereits aufmerksam und wieherte zur Begrüßung. Taisija holte Маэстро aus seiner Box und gemeinsam führten wir ihn zu meinem Platz. Während ich Маэстро Hufe raspelte und zurecht schnitt, lenkte Taisija Маэстро mit Leckereien und Streicheleinheiten ab. So hielt der braune Hengst die ganze Zeit über still und ich konnte gut arbeiten. Als ich jedoch begann die Hufeisen auf seine Hufe zu hämmern, sah der Hengst zu mir zurück. Manchmal entriss er mir auch seinen Huf, aber dennoch konnte ich seine Hufe vollständig behandeln. Nach kurzer Zeit hatte Маэстро die Springeisen auf seinen Hufen und war bereit. Ich half Taisija noch dabei Маэстро zurück in seine Box zu führen und gab ihm zum Abschied einen Apfel. Als Маэстро versorgt war, regelten wir das geschäftliche und ich fuhr nachhause.
    24.11.2018 | 1.751 Zeichen | Sissicat

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    Springen E → A
    Gut zwei Wochen war es nun her, dass ich den langersehnten Anruf von Dimitri Fominow erhalten hatte. „Willkommen im Team“, hatte er gesagt, nachdem er mich mit ein wenig Herumdrucksen auf die Folter gespannt hatte. Für einen Moment war meine Beherrschung dahingewesen und ich hatte fröhlich in das Telefon gequietscht, bevor ich mich sofort wieder zusammenriss.
    Spontanität gehörte leider nicht zu meinen Qualitäten, aber in diesem Fall blieb mir nichts anderes übrig, denn Dimitri wollte, dass ich so schnell wie möglich begann. Es war etwas seltsam, seine ganzen alten Bande hinter sich zu lassen, aber andererseits freute ich mich auch riesig auf den Neuanfang.
    Da das Zuchtgestüt Fominow recht abgeschieden lag, fiel mir die Wohnungssuche nicht schwer. Der Einfachheit halber noch bei meinen Eltern lebend musste ich keine Kündigungsfristen einhalten und so konnte es direkt von Dannen gehen, nachdem der Mietvertrag unterzeichnet war.
    Viele Kartons nahm ich gar nicht mit, so war ich doch sehr minimalistisch veranlagt und sicher, dass sich die Wohnung mit der Zeit auch so füllen würde. Lächelnd hatte ich die Wohnung dann zum ersten Mal alleine betreten: Meine eigene Wohnung. Und am nächsten Morgen folgte mein erster Arbeitstag.

    Das Ganze war bereits drei Tage her und so langsam lebte ich mich ein. Dimitri hatte klare Vorstellungen und vermittelte diese auch mit einer gewissen Strenge. Doch er war auch fair und das machte das Arbeiten auf seinem Gestüt mehr als angenehm.
    Am ersten Tag hatte er mich mit Argusaugen beobachtet, bis ihm aufgefallen war, dass Ева permanent an meiner Seite war. Schnell hatte sich die erfolgreiche Reiterin die Aufgabe auserkoren, mich Küken in alles einzuweisen, zeigte mir begeistert das gesamte Gestüt und half mir überall wo sie nur konnte. So fiel es schwer, sich nicht direkt wie zu Hause zu fühlen, auch wenn ich mich noch in meiner Probezeit fand.
    Dimitri hatte mir den Hengst Маэстро zugeteilt, eben jenen von meinem Probereiten. Vorerst ritt ich jedoch nur unter Dimitris oder Evas Aufsicht. Ansonsten gehörten zu meinen Aufgaben die alltäglich anstehenden Arbeiten des Hofes. Immerhin wollten die Pferde auch rundum versorgt werden und so hatte ich alle Hände voll zu tun.

    Heute stand erneut ein Springtraining bei Dimitri an, weshalb ich Маэстро gut eine Stunde vor Beginn von der Weide holte und fertig machte. Ich putzte ihn ausgiebig, während Eva mir fröhlich von allem möglichen erzählte. Danach half sie mir beim Satteln, auch wenn dies nicht von Nöten gewesen wäre. Dennoch war ich dankbar, dass die erfahrene Reiterin über meine Arbeiten wachte, so dass mir kein Fehler unterlaufen konnte.
    Маэстро war bereits fertig gesattelt und getrenst. Mit Vorderzeug und Gamaschen sah er richtig schick und sportlich aus. Ich schlüpfte noch fix in meine Stiefel und Handschuhe, ehe ich zuletzt den Helm aufsetzte und dann mit Маэстро zum großen Springplatz lief. Dort schwang ich mich in den Sattel und nutzte die verbliebenen 20 Minuten, um den Braunen in aller Ruhe aufzuwärmen.
    Pünktlich 10 Uhr erschien Dimitri am Zaun und beobachtete uns. Ich parierte an seiner Seite durch und grüßte ihn, um kurz darauf mit ihm den heutigen Plan zu besprechen. Zu Beginn ließ Dimitri uns einige Gymnastikreihen springen, welche besonders von Маэстро allerhand Koordination forderten.
    Mit der Zeit fiel mir auf, dass seine Augen heute weniger auf mir als auf Маэстро lagen. Nichtsdestotrotz korrigierte Dimitri jede kleinste Verschiebung meines Sitzes. Während der Übungen baute Dimitri einen kleineren Parcours auf und ich sah, dass er die Stangen höher legte als bei unseren vorherigen Stunden.
    Kurz erklärte er mir die Reihenfolge, ehe er sich an den Rand des Platzes zurückzog und mich reiten ließ. Konzentriert ließ ich Маэстро angaloppieren, ritt eine große Volte, um seine Durchlässigkeit und Aufmerksamkeit zu überprüfen. Der Hengst stand jedoch einwandfrei an meinen Hilfen und ließ sich durch ein Heben des kleinen Fingers regulieren. Also peilten wir das erste Hindernis an und begannen den Parcours.
    Ich achtete auf einen gleichmäßigen Rhythmus und ritt eher auf Stil als auf Schnelligkeit. Sauber nahm Маэстро jedes Hindernis. Die Abstände passten heute einwandfrei und auch die Galoppwechsel waren kein Problem für den jungen Hengst. Motiviert wie eh und je galoppierte er über den Platz.
    Ich freute mich innerlich noch immer darüber, dass Dimitri mir Маэстро zugeteilt hatte. Bereits beim Probereiten hatte mir der Hengst unglaublich viel Spaß gemacht und das hatte sich bisher nicht geändert. Er war stets motiviert und wollte es seinem Reiter recht machen.
    Mit viel Selbstsicherheit und Ruhe ging der junge Hengst in jede neue Situation und gewann so viele Anhänger für sich. Ab und an zeigte sich sein Alter in einem Freudenbuckler, doch im Großen und Ganzen hielt sich dies bisher in Grenzen, aber vermutlich sparte sich sogar Маэстро bei den Temperaturen seine Kräfte lieber für anderes.

    Nachdem wir den Parcours beendet hatten, ließ ich Маэстро ausgaloppieren, parierte dann zum Trab durch und ließ ihn die Zügel aus der Hand kauen, während ich ihn ausgiebig lobte. Im Schritt angekommen, parierten wir neben Dimitri durch.
    Dieser tätschelte seinem Hengst zufrieden den Hals. „Sehr schön“, meinte er und ein leichtes Lächelnd zeichnete sich auf seinem Gesicht auf. Er spürte meinen fragenden Blick und nickte. „Маэстро ist nun schon länger im Training und ich habe auf den Tag gewartet, an dem er bereit ist, auch in der Klasse A zu starten. Dies war bereits ein recht anspruchsvoller A-Parcours und ihr beide habt ihn wirklich souverän gemeistert“, meinte Dimitri zufrieden und ich freute mich über das Lob für uns beide.
    Dankend verließ ich den Platz und sattelte Маэстро am Putzplatz wieder ab. Kurz kontrollierte ich die Hufe, ehe ich den Hengst zum Waschplatz führte und ihm seine verdiente Dusche verpasste. Nachdem ich ihn abgezogen hatte, wartete bereits Eva mit seinem Futter auf ihn, welches Маэстро mehr als dankend annahm. „Und?“, fragte Eva neugierig und grinste mich an. So wie sie aussah, war sie eingeweiht gewesen und ich verdrehte nur die Augen. „Eine Vorwarnung wäre ja auch nett gewesen, statt mich ins kalte Wasser zu werfen“, meinte ich lachend.
    18.08.2018 | 6.238 Zeichen | Gwen

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    Springen A → L
    Endlich wieder gesund genug zu sein, um in den Sattel zu steigen, war eines der schönsten Gefühle überhaupt. Ende September hatte es mich vollkommen umgehauen und ich hatte mir, wo auch immer, eine unschöne Grippe eingefangen. Hatte ich zu Beginn nur auf das Reiten verzichtet, war nach ein paar Tagen nicht mal mehr Ausmisten oder Longieren möglich gewesen.
    Eva hatte mich kurz darauf gnadenlos nach Hause und ins Bett geschickt und so hatte ich dort mein Dasein gefristet. Schrecklich! Den ganzen Tag zu liegen und nichts tun zu können. Irgendwann wollte man auch nichts mehr lesen und die Wohnung war in der Zeit bestimmt viermal umgeräumt worden.
    Natürlich hatte mich Eva nicht direkt aufs Pferd gelassen. Ich hatte erst langsam wieder anfangen dürfen, aber zumindest direkt alles gegriffen, was ich machen durfte und sei es nur Pferde von der Weide holen gewesen.
    Dimitri sah das Ganze nicht so eng und hätte mich schon viel eher wieder reiten lassen, doch Eva hatte kurz und knapp bei solchen Angelegenheiten das Ruder in die Hand genommen und so erging es Tasillo ähnlich, als er wie ich anfing zu kränkeln. Ihn hatte Eva direkt nach Hause geschickt und so war er tatsächlich fast zeitgleich wieder fit wie ich.
    So kam es, dass wir zusammen mit Маэстро und Экстраординарный eine Schrittrunde um das Gestüt ritten, um die Pferde für die heutige Springstunde aufzuwärmen. Und ich konnte mir ein durchgängiges Lächeln nicht verkneifen. Denn der Herbst war meine absolute Lieblingsjahreszeit und besonders hier auf Fominow zeigte sie sich in voller Pracht.
    Die Bäume leuchteten in allen möglichen Farben, unter den Hufen der Pferde knisterte das Laub und die Sonne wärmte angenehm unsere Gesichter, ohne dabei unangenehm zu werden. Auch hatte ich das Gefühl, die Natur wurde, nach dem teilweise doch heißen Sommer, jetzt langsam wieder aktiv. Die Vögel zwitscherten ohne Unterlass und auch so manch anderes Tier sah man durch die Wälder streifen.
    Angenehm war das schöne Wetter aber auch, weil es hinaus auf den Springplatz ging. Das Springtraining fand immer draußen statt und Dimitri war gnadenlos, er ließ uns bei jedem Wetter dort reiten. Dafür waren Pferde und Reiter aber auch abgehärtet und gerade bei so manchen Turnieren kam uns das doch zu Gute.
    Dimitri war nicht gerade glücklich über meinen Ausfall gewesen, denn so fiel Маэстро im Training doch vermehrt zurück. Dimitri sah es nicht ein, andere Reiter auf die jeweiligen Pferde zu setzen. Natürlich wurden sie in der Zeit dennoch bewegt, aber er wollte die festgelegten Konstellationen nicht auseinanderreißen.
    Dementsprechend würde ich mich nun ranhalten müssen, um den Rückstand aufzuholen. Für Маэстро und mich stand täglich Training an. An manchen Tag auch früh und abends. Wir gingen zusätzlich zum Training dreimal die Woche ins Gelände, um Kondition aufzubauen. Aus diesem Grund schlief ich abends besonders früh und gut, aber die Mühen lohnten sich.
    Экстраординарный befand sich auf dem gleichen Niveau wie Маэстро und deshalb trainierten wir aktuell häufig zusammen. Heute legte Dimitri die Latte aber wortwörtlich höher und forderte sowohl die Pferde als auch uns mit anspruchsvollen Kombinationen und Höhen. Immer abwechselnd ritten Tasillo und ich den Parcours, während der jeweils andere sein Pferd anderweitig beschäftigte und arbeitete.
    Das funktionierte einwandfrei und inzwischen sah man bei uns beiden wieder deutliche Fortschritte. Маэстро stand heute super an den Hilfen und das noch so kleine Kommando kam sofort beim Pferd an. So hatten wir mit den geforderten Tempiwechsel innerhalb des Parcours keine Probleme.
    Ekstra legte es manchmal ein wenig drauf an und ließ Tasillo gut arbeiten, aber der bekam den manchmal etwas forschen Hengst mit Leichtigkeit gehändelt.
    Der heutige Parcours bestand aus acht Hindernis, welche mindestens eine Höhe von 1,15m aufwiesen. Darin befanden sich zwei zweifache und eine dreifache Kombination. Am Ende der Stunde waren sowohl Reiter als Pferde verschwitzt, aber Dimitri sichtlich zufrieden. Er dankte uns und entschwand dann auch schon, während wir die Pferde noch abritten.
    Am Stall nahm ich Маэстро direkt den Sattel ab und warf ihm eine Abschwitzdecke über, dann hieß es erst einmal ein wenig trocken führen, ehe ich ihm den getrockneten Schweiß aus dem Fell bürstete und er sein Futter fressen durfte.
    Als der Hengst dann mit allem fertig war, fettete ich noch die Hufe ein und brachte ihn dann wieder hinaus auf die Weide. Für mich stand nun noch das Putzen des Sattelzeugs an und so konnte ich mich direkt zu Tasillo gesellen, der es sich auf dem Hof in der Sonne gemütlich gemacht hatte und gerade die Trense von Ekstra reinigte.
    15.10.2018 | 4.666 Zeichen | Gwen

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    Springen L → M
    Fröstelnd zog ich mir den Schal enger um den Hals. Es war November und obwohl uns das Wetter bisher wohlgesonnen war, merkte man an den Temperaturen doch den kommenden Winter. Besonders morgens und abends musste man sich bereits warm anziehen und da mein Tag im Stall bereits früh begann, gehörten Mütze, Schal und Handschuhe neben einer warmen Jacke mit dazu.
    Heute hatte ich gemeinsam mit Tasillo Stalldienst. Der begann mit der Fütterung der Pferde, dem morgendlichen Kontrollgang über das Gestüt und dann wurden alle Pferde auf die Weiden gebracht. Danach wurden die Boxen gemistet und für den Abend hergerichtet, dementsprechend wurde bereits das Heu verteilt und während Tasillo danach die Futterrationen für den Abend herrichtete, fegte ich die Stallgasse.
    Es war kurz nach sieben, als wir mit allem fertig waren und der Tag im Stall beginnen konnte. So auch für mich und ich holte bereits die Ausrüstung von Маэстро aus der Sattelkammer und machte alles am Putzplatz bereit. Danach schnappte ich mir einen Strick und ging den braunen Hengst von der Weide holen.
    Seit nun vier Monaten arbeitete ich auf Fominow und ritt Маэстро. In dieser Zeit waren wir schon zu einem ganz guten Team geworden und konnten einige Erfolge nachweisen. Dimitri schickte uns inzwischen fast jedes Wochenende aufs Turnier und so hatten wir gut zu tun.
    Inzwischen war die Sonne rausgekommen und wärmte zumindest ein wenig, auch wenn die Kälte vom Boden noch überwiegte. Die Pferde standen friedlich grasend auf der Weide und so ganz motiviert schien Маэстро von meiner Idee von Arbeit nicht zu sein. Ein wenig mit der Möhre in der Luft wedelnd schien ihn aber dann doch zu überzeugen und gemächlich setzte er sich in Bewegung.
    Gemeinsam schritten wir zurück zum Stall. Dort putzte ich Маэстро gründlich und danach sattelte und trenste ich ihn. Momentan war es noch nicht so kalt, dass der Boden des Springplatzes gefroren war, deshalb widmeten wir uns vor allem jetzt noch viel dem Springen.
    Im Winter würden wir uns dann ein wenig zurücknehmen und den Fokus auf die Dressur legen. Vielseitigkeit war Dimitri wichtig und die Dressur war irgendwo doch auch die Grundlage für das Springen. Doch so lange der große Platz noch ohne Probleme bereitbar war, wurde er genutzt, besonders, wenn wir es mit so schönem Wetter zu tun hatten.
    Nachdem Маэстро komplett fertig war, schlüpfte ich noch schnell in meine Reitstiefel und setzte meinen Helm auf, dann gingen wir gemeinsam hinaus auf den Hof, wo ich mich in den Sattel schwang und zum Aufwärmen eine kleine Schrittrunde um die Weiden drehte.
    Am Springplatz angekommen, begannen wir mit ein wenig Vorwärts-Abwärts in allen Gangarten und nahmen später auch noch Trabstangen hinzu. Problemlos ließ sich Маэстро immer mehr aufnehmen und richtete sich auf. Dabei verlor er aber nicht an Schwung, sondern schritt fleißig voran.
    Generell war der Hengst heute wunderbar fein an den Hilfen und ein wahres Energiebündel – aber zum Glück ein kontrolliertes Energiebündel. Wir ritten noch ein paar Schritt-Galopp und Galopp-Schritt Übergänge und fliegende Galoppwechsel, ehe wir mit dem Springen begannen.
    Wie immer sprangen wir zunächst niedrigere Hindernisse zum Aufwärmen. Außerdem achtete ich stets auf den korrekten Abstand und die richtige Anzahl an Galoppsprüngen. Aufgrund seiner kleineren Größe musste man manchmal entweder einen zusätzlichen Galoppsprung einbauen oder die vorhandenen verlängern.
    Aber gerade wie heute, wenn Маэстро so einwandfrei auf die Hilfen hörte, war das kein Problem. Mittlerweile sprangen wir gut M-Höhe. Dahin hatten wir uns in den letzten Wochen gearbeitet, denn schon im Dezember standen unsere ersten Springen in dieser Klasse an – dementsprechend war Training angesagt.
    Маэстро machte seine Aufgabe wirklich gut und auch ich war mit mir mehr als zufrieden. Nach einem letzten fehlerfreien Durchgang ließ ich Маэстро austraben und ritt ihn dann noch im Schritt am langen Zügel ab. Zufrieden schnaubte der Hengst und nahm die Krauleinheiten als Belohnung gerne an.
    Danach ging es zurück in den Stall, wo ich zunächst Маэстро absattelte und kurz abbürstete, ehe es für ihn wieder hinaus auf die Weide ging. Ich putzte danach noch sein Sattelzeug und verstaute dann alles wieder in der Sattelkammer. Jetzt hatte ich ein wenig Puffer, ehe es zum Training mit Намисо gehen würde.
    15.11.2018 | 4.334 Zeichen | Gwen

    Kür
    Auf dem Zuchtgestüt Fominow gab es im Jahr bestimmte Veranstaltungen, die jeder besuchen musste, egal ob Trainer, Reiter oder Stallbursche und einer dieser waren die jährlichen Stutbuchwettbewerbe, die sich vor allem im Herbst ständig häuften. Es war die Zeit kurz bevor die Pferde nach einem anstrengenden Trainingssommer in ihre verdiente Winterpause gingen und vor allem die Stuten ihre letzten offiziellen Shows gingen, bevor im nächsten Frühjahr die Fohlen kommen würden.
    Heute sollten es aber die Hengste werden und darunter auch ein Schützling von Dimitri, jedoch war der erst später an der Reihe. Zu erst würde Taisija die den Hengst Маэстро vorstellen. Ein hübsches Mädchen auf einem ebenso hübschen Pferd. Und da fast das gesamte Gestüt anwesend war, hatte Dimka Fominow sogar daran gedacht, Plätze auf den Tribünen zu besorgen, damit wir auch in dem stürmischen Herbstwetter im trockenen saßen.
    Taisija hatte sich ruhige Herbstmusik ausgesucht, die mich an Vögel erinnerten, die gezielt ihrem Überwinterungsort entgegenflogen. Es gefiel mir, wie schwebend sie die Halle betrat und wie leichtfüßig sie bei X anhielt, um die Richter zu grüßen. Dann die linke Hand und ein Trab mit drei Schlangenlinien durch die ganze Halle. Sobald sie den Hufschlag erreicht hatte, bog sie auf den Zirkel auf und zur geschlossenen Seite galoppierte sie an. Gleichmäßig und passend zum Takt der Musik – sehr beeindruckend. Und auch Dimka neben mir war ganz in den Bann der weichen Bewegungen seiner Schülerin versunken.
    Nach dem Galopp parierte sie zum Schritt durch, verließ den Zirkel und wendete am Ende der langen Strecke, um auch die andere Hand präsentieren zu können. Hier das gleiche Schauspiel wieder. Trab und dann ein Ritt mitten durch die Halle. Ein Маэстро brauchte keine Bande, um gerade laufen zu können. Sie blieb auf der gleichen Hand und da diese Маэстроs gute Hand war, zeigte sie die wahre Pracht des wunderschönen und ausdrucksstarken Galopps auf ganzer Bahn. Kaum war sie durchpariert und hatte sich von den Richtern in der Mitte der Halle verabschiedet, begann Dimka zu klatschen und ich folgte seinem Beispiel. Маэстроs Körung sollte nun nichts mehr im Wege stehen.
    Als Taisija die Halle verließ, winkte ich ihr freudig zu und ich sah ihren Augen an, dass auch sie erleichtert und glücklich über den gelungenen Auftritt war.
    2.340 Zeichen | geprüft auf zeichenzähler.de | Canyon

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    Bewegung von Gwen | Halfter von AlfurElfe | Hintergrund von sadasha
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Nov. 2018
    Veija gefällt das.
  11. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

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    Намисо geritten von Dimitri Fominow
    von Canyon

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    Намисо

    ● ○ ● ○

    Hengst | *2013 | 162cm
    Budjonny
    Brauner

    ● ○ ● ○

    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    ● ○ ● ○

    Намисо fällt allein durch seine Größe und Breite sofort jedem ins Auge. Der Hengst zeigt sich bei der Arbeit charakterstark und sensibel. Er ist absolut fein zu reiten, benötigt dennoch einen erfahrenen Reiter. Besonders im Springreiten entfaltet Намисо sein volles Potenzial, aber auch für die Vielseitigkeit ist er bestens geeignet. Im Parcours zeigt sich der Braune stets selbstsicher und konzentriert - im Fall der Fälle steht er auch jederzeit für seinen Reiter ein und verzeiht Fehler. Auch im Gelände ist seine Charakterstärke durchaus von Vorteil, sowohl im Geländespringen als auch in der Distanz. Lediglich in der Dressur glänzt Намисо mit wenig Arbeitswillen und lässt vorzugsweise seinen Reiter ackern. Mit etwas Feingefühl kann man jedoch selbst dort allerhand Talent aus dem Hengst kitzeln.

    ● ○ ● ○

    Besitzer: Canyon
    VKR/Ersteller: adoptedfox
    im Besitz seit: 27. Juli 2018
    Kaufpreis: noch unbekannt

    ● ○ ● ○

    Springen S**

    Fahren L

    Dressur L

    Distanz A

    Galopprennen L

    ● ○ ● ○

    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren

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    458. Galopprennen | 364. Distanzturnier | 261. Synchronspringen | 521. Dressurturnier

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    262. Synchronspringen | 462. Galopprennen | 9. Synchronfahren | 469. Westernturnier

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    10. Synchronfahren | 266. Synchronspringen

    ● ○ ● ○

    [Schleife]
    Thema

    Abstammung: 0
    Schleifen: 10
    HS: 2
    TA: 0
    Trainer: 4
    Zubehör: 2
    Gesamt: 18

    Gencode: EeAa
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Zuchtgestüt Fominow (ZGF)

    Nachkommen
    -

    ● ○ ● ○

    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt

    Letzter Hufschmiedbesuch: 03-11-2018 durch Sissicat

    folgt

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    Untersuchung & Hufpflege
    Gähnend saß ich an meinem Frühstückstisch und trank den letzten Schluck meines Kaffees, ich war zwar noch nicht spät dran aber dennoch wollte ich sofort losfahren. Heute hatte ich nämlich meinen ersten richtigen Auftrag! Glücklich trat ich aus meinem Haus und stolzierte zu meinem kleinen Truck der mir als mobile Hufschmiede zur Seite stand. Nachdem ich nochmals ganz genau nachgesehen hatte, konnte ich mit Überzeugung sagen nichts vergessen zu haben. Ein letzter Blick auf mein Zuhause und schon saß ich in meinem Truck und fuhr los. Mein Ziel war das Zuchtgestüt Fominow, die liebe Gestütsleiterin hatte mich gebeten drei ihrer Zuchtpferde die Hufe zu kontrollieren. Nach einer Weile war meine Fahrt zu ende, das schöne Gestüt streckte sich vor meinem Truck aus, weshalb ich kurz innehielt um alles zu genießen. Dann parkte ich meinen Wagen und lief los um Canyon zu suchen. Die junge Frau war jedoch schnell gefunden und empfing mich freundlich, sie erklärte mir schnell wo ich meinen Truck parken könnte und wo ich alles aufbauen sollte. Während ich alles aufbaute führte Canyon drei wunderschöne Budjonny Pferde auf mich zu. Bevor ich diesen Auftrag erhielt hatte ich ehrlich gesagt noch nie etwas über diese Rasse gehört, doch jetzt wo diese drei vor mir standen bereute ich es, nicht schon viel früher mit diesen Tieren zu tun gehabt zu haben. Meine erste Patientin war ein Fuchs mit dem Namen Алёна. Ich musterte zuerst die schöne Farbe der Stute und die ruhige Art wie sie mich beobachtete, dann fasste ich vorsichtig ihr linkes Bein hinunter und hob es an. Ich begann damit dass ich ihre Hufe auf Hufkrankenheiten und ähnliches untersuchte. Bei Алёна schien dies aber eine reine Zeitverschwendung zu sein, da ihre Hufe nicht die kleinsten Anzeichen aufwiesen. So machte ich mich nachdem ich alle 4 Hufe untersucht hatte gleich an das raspeln und schneiden. Da Алёна Hufe noch nicht besonders lange waren dauerte auch diese Arbeit nicht besonders lange. "Sie war wirklich brav!“, stellte ich fest, nachdem meine Arbeit bei dieser Schönheit beendet war. Canyon lächelte stolz und führte meine nächste Patientin zu mir. Роса.
    Die junge Stute schien wie Алёна zuvor sehr ruhig zu sein, jedoch wirkte sie nicht ganz so begeistert über mein herum hantiere an ihren Hufen zu sein. Auch bei dir jüngeren Stute waren keine Hufkrankheiten zu entdecken, weshalb ich mich schnell an das raspeln und schneiden machte. Ein paar Mal versuchte die Stute mir ihr Bein zu entziehen und schnaubte ungeduldig, doch mit Hilfe ihrer Besitzerin war die Stute schnell beruhigt und lies die letzten paar Minuten meiner Behandlung über sich ergehen. Mein letzter Patient für heute war ein Hengst mit dem Namen Намисо. Wie seine beiden Vorgänger war auch dieser Hengst ein wunderschönes Tier. Der Hengst ließ sich vor meiner Arbeit erst einmal mit Streicheleinheiten verwöhnen und musterte mich danach nichtmehr ganz so misstrauisch. Nach ein paar Minuten konnte ich mich dann an die Arbeit machen, wie auch bei den beiden Stuten zuvor waren keinerlei Anzeichen auf Hufkrankheiten zu finden. Das raspeln und schneiden verlief bei Намисо etwas holprig da auch er manchmal sein Bein wegzog, aber nach einer Weile war auch mein letzter Patient fertig und glänzte in voller Pracht. Ich half Canyon dabei die Pferde zurück in ihre Ställe zu bringen, danach wurde ich von der Gestütsleiterin zu meinem Wagen begleitet wo ich mich freundlich von Canyon verabschiedete und dann in meinen Truck stieg. Für meinen ersten richtigen Auftrag war dies auf jeden Fall ein Erfolg gewesen! Und wer weiß vielleicht bekomme ich ja ein anderes Mal noch einmal die Chance auf dem Zuchtgestüt Fominow eines der Pferde zu behandeln!
    03.11.18 | 3.699 Zeichen | Sissicat

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    Springen E → A
    Es war noch früh am Morgen und zufrieden atmete ich die kühle frische Luft ein. Gerade jetzt im Sommer genoss ich jede Stunde, in welcher die Temperaturen noch erträglich waren. Ich war kein Sommermensch und jegliche Hitze machte mir schnell zu schaffen. Heimlich freute ich mich deshalb auch schon sehr auf den kommenden September, in der Hoffnung, die hohen Temperaturen dann hinter mir lassen zu können.
    Heute hatten Henning und ich den morgendlichen Stalldienst gehabt und die alltäglichen Aufgaben erledigt. So langsam lernte ich nach und nach alle Reiter von Fominow kennen und somit auch Dimitris Konzept. Hatte ich auf meinen bisherigen Gestüten täglich teilweise fünf bis sieben Pferde abarbeiten müssen, welche täglich wechselten, achtete Dimitri auf eine gewisse Routine.
    Jedes Pferd besaß seinen festen Reiter und das Paar wiederum einen festen Trainer. Gewechselt wurde hier nicht und so ließ er die Chance für Fortschritte. Gerade hinsichtlich der Turniere war dieser Struktur wesentlich förderlicher. Noch ritt ich Маэстро nicht sonderlich lange, kannte ihn jetzt aber schon besser als meine damaligen Berittpferde nach einigen Monaten.
    Henning war somit wiederum der feste Reiter von Юрий, dem Vorzeigehengst des Gestüts und somit stand er bald noch mehr unter der Beobachtung von Dimitri als ich als Neue. Sowohl Юрий als auch Henning verfügten über eine gewisse Menge an Selbstbewusstsein und Egoismus, das ließ die beiden vermutlich auch so gut miteinander harmonieren.
    Es war schon beachtlich, wenn man den beiden beim Training zuschaute. Zwar hatte ich schon allerhand an Ausbildung und Erfahrung hinter mir, doch ich hatte von Anfang an gewusst, dass ich hier auf Fominow noch umso mehr sammeln würde und aktuell nicht ohne Grund nicht nur die Neue, sondern auch mehr oder weniger das Küken war, besonders, weil ich mich erst auf Dauer noch beweisen musste.

    Immer wenn wir den morgendlichen Dienst übernahmen, hatten wir danach eine längere Mittagspause. Aktuell nutzte ich diese stets dazu, dass Gestüt zu erkunden, die Pferde und Reiter kennenzulernen und überall Wissen aufzusaugen. Auch heute schlenderte ich wieder über das Gestüt und auf meinem Weg traf ich Ева die soeben Алёна longierte.
    Mit großen, leichtfüßigen Bewegungen lief die Fuchsstute um die erfolgreiche Reiterin herum und schnaubte hier und da zufrieden ab. Als ich kam, trabte Алёна gerade ihre Runden und Ева winkte mich lächelnd an den Zaun ohne dabei den Einfluss auf die Stute zu verlieren.
    „Guten Morgen!“, rief ich ihr freundlich zu und bekam einen Gruß zurück. Eine kleine Weile beobachtete ich die Stute, welche selbstsicher Bahn und Rhythmus beibehielt und in schöner Dehnungshaltung ihr morgendliches Training absolvierte.
    Es war auf eine gewisse Weise beruhigend, aber auch motivierend, denn der Fuchs strotzte nur so vor Energie, auch wenn sie diese gekonnt in ihre Bewegungen lenkte. Doch ich riss mich los und wanderte noch ein wenig weiter. Zugegebenermaßen lockte mich die Neugierde, denn seit kurzem war ein neues Pferd zu uns gezogen.
    Намисо nannte sich der kräftige Braune, welcher ähnlich gebaut war wie Маэстро, nur dass er bereits fünf Jahre alt war und somit schon wesentlich mehr Masse besaß. Soeben trainierte Dimitri ihn auf dem Springplatz und eigentlich wollte ich mich nicht an den Zaun stellen und zuschauen, aber Fira stand dort bereits und beobachtete schweigend das Training.
    Also fasste ich meinen Mut und gesellte mich doch dazu und wurde mit einem Lächeln begrüßt. Aufmerksam beobachteten wir das Paar, wie es in kräftigen und doch ruhigen Galopp die Hindernisse anvisierte und sprang. Seit gut einer Woche war Намисо auf dem Gestüt und Dimitri hatte ihn direkt persönlich ins Training genommen.
    Grob schätzte ich die Sprunghöhe auf einem Meter, dabei zeigte Намисо bereits viel Platz nach oben, aber vermutlich wollte Dimitri den Hengst langsam austesten. Außerdem legte er viel Wert auf die Basisarbeit, ohne diese konnte ein Pferd laut ihm nicht sein gesamtes Potenzial entfalten und ich gab ihm vollkommen recht.
    Man vergeudete mit unpassenden Abständen unnötig Energie, ebenso mit fehlender Balance und Kontrolle. Erst wenn all dies passte, konnte man das meiste aus einem Parcours herausholen. „Ein guter Kauf“, murmelte ich anerkennend und Fira nickte. „Er hat wirklich einen Blick für solche Pferde“, meinte sie zustimmend und ich konnte ihr da nur Recht geben. Hoffentlich hatte er auch so einen guten Blick bei den Reitern.
    Ich vermutete, dass Dimitri schauen wollte, auf welchem Niveau sich Намисо aktuell befand und wie viel man ihm auf Turnieren wirklich schon zumuten konnte. Aktuell befanden sich beide auf einer soliden A-Höhe mit langsamen Tendenzen zur L. Ein Blick auf meine Uhr verriet mir jedoch, dass die Zeit des Zuschauens und Nachdenkens beendet war, denn bald stand mein heutiges Training mit Маэстро an. Und wir hatten aktuell noch viel zu tun, denn es sollte nicht mehr lange dauern, bis wir unser erstes gemeinsames Turnier starten sollten und ich wollte niemanden enttäuschen, also hieß es üben, üben und üben.
    19.08.2018 | 5.073 Zeichen | Gwen

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    Springen A → L
    Es war noch früh am Morgen und etwas fröstelnd kuschelte ich mich in meine warme Jacke. Ich war auf dem Weg zu den großen Hengstweiden, um Намисо und Юрий zu holen. Zu meinen Aufgaben auf dem Gestüt Fominow gehörte nicht nur das Reiten, sondern auch die alltäglichen Arbeiten, ebenso wie den anderen unter die Arme greifen.
    Schon seit einigen Wochen machte ich Намисо meist für Dimitri fertig, wenn er ihn reiten wollte. Aufgrund der Büroarbeit und dem Unterricht hatte er nicht gar so viel Zeit und, auch wenn es ihm nicht immer passte, übergab er diese Aufgabe mir.
    Юрий brachte ich für Henning mit, der bereits das Futter für die beiden Hengste vorbereitete, denn es reichte, wenn einer die Pferde auf den großen Weiden einsammelte. Diesmal hatte ich jedoch Glück, denn die Gruppe stand soeben vorne am Wasser, so dass ich keinen weiten Weg hatte.
    Ich schnappte mir den großen Braunen und den schlanken Fuchs, begrüßte beide und machte mich auf den Weg zurück zum Stall. Trotz der Tatsache, dass beides Hengste waren, hatten sie durchaus eine gute Erziehung genossen und ließen sich einwandfrei händeln.
    Im Stall überreichte ich Henning sein Pferd und band Намисо am Putzplatz an. In aller Ruhe putzte ich den Hengst, kratzte die Hufen aus, kämmte Mähne und Schweif und fettete zuletzt die Hufen ein. Da es kühler geworden war, ließen auch die Fliegenplagen nach und so war dahingehend zum Glück kein Schutz mehr nötig.
    Heute Morgen stand für Намисо und Юрий Springtraining auf dem Plan. Ich schaute den beiden erfahrenen Reitern gerne dabei zu, wenn es meine Zeit zuließ, denn allein vom zu sehen konnte man viel lernen. Für mich hieß Springtraining aber auch, dass Намисо heute den Springsattel, das Vorderzeug und Gamaschen bekam.
    Es dauerte nicht lange und der Hengst stand vorbereitet am Putzplatz und ich schloss nur noch die Zügel, nachdem ich das Vorderzeug befestigt hatte. Einen Schritt trat ich zurück, um mein Werk zu begutachten und war mehr als zufrieden. In seiner Springausrüstung sah Намисо immer besonders schick aus und konnte sich sehen lassen.
    Auch Henning war mittlerweile so weit und gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Springplatz. Trotz des kühlen Wetters bevorzugte Dimitri das Training draußen und härtete so nicht nur die Pferde ab. Mit einem knappen „Guten Morgen“ wurden wir begrüßt und für Henning gab es direkt Anweisungen, während er noch nachgurtete und sich dann in den Sattel schwang.
    Auch ich hatte Намисо vorbereitet und als sich Dimitri mir zuwandt, reichte ich ihm die Zügel. Trotz er machte nicht einmal Anstalten sie zu nehmen, sondern musterte mich nur knapp. „Wo sind deine Reitsachen?“, fragte er und ich zuckte zusammen. Mit einem „Aber…“, wollte ich ansetzen, wurde aber von ihm unterbrochen.
    „Ева sollte dir doch Bescheid geben“, grummelte er und schaute sich um. „Ева hat heute frei“, meinte ich etwas schüchtern und Dimitri blickte mich verwundert an, ehe er lachte. „о, господи! Soweit ist es schon mit mir“ – Dimitri bat mich, meine Sachen zu holen, während er hielt. Dabei ließ er mir auch keine Zeit, zu fragen, warum ich Намисо reiten solle.
    Ein paar Minuten später saß ich auf dem großen Braunen und hatte doch etwas Respekt. Ich sah Dimitri öfters bei dem Training mit dem Hengst zu und er hatte sehr viel Potenzial, dementsprechend wusste ich nicht so recht, was ich nun auf ihm tun sollte.
    Dimitri gab nur knapp ein paar Anweisungen zum Aufwärmen, ehe er sich Henning und Юрий widmete, die bereits zeitbedingt weiter waren und schon mit Trabstangen und Cavaletti arbeiteten. Ich nutzte also die Zeit, mich mit Намисо bekannt zu machen und schnell war klar, wie fein der Hengst zu reiten war.
    Jede noch so kleine Hilfe kam sofort an und es machte wirklich Spaß, ihn zu reiten. Er war nicht viel größer als Маэстро und doch wirkten seine Gänge von Anfang an raumgreifender. Auch merkte man deutlich, dass er zwei Jahre älter war und somit wesentlich mehr Masse hatte, aber er machte unglaublich viel Spaß.
    Als Dimitri Henning alleine weiterarbeiten ließ, kam er zu mir und unter strengen Augen und Kommentaren sprang ich mit Намисо einige der aufgebauten Hindernisse, ehe wir in den Parcours gingen. Dimitris Kritik war gnadenlos und trotzdem stets positiv ausgedrückt, so dass man immer mit einem guten Gefühl weiterritt und an sich arbeiten wollte.
    Auch waren seine Kommentare knapp und störten nicht die Konzentration und er schrie nicht, wie so manch anderer Reitlehrer, so dass weder Pferd noch Reiter taub wurden. Rundum war er einer der angenehmsten Reitlehrer und Chefs, die ich bisher in meiner Karriere gehabt hatte und ich bereute meine Entscheidung, auf das Gestüt Fominow zu wechseln, keineswegs.
    Намисо sprang den Parcours fehlerfrei und ich musste lieber zu wenig als zu viel machen. Er hatte schon gut Erfahrung, wurde aber auch fast täglich von Dimitri geritten. Nach der Stunde waren wir alle auch mehr als zufrieden. Юрий und Henning hatten zum Abschluss eine sehr schöne Runde gehabt. Der Hengst war bei keinem einzigen Hindernis mäkelig geworden und Henning war zum Reiten gekommen.
    Auch Dimitri war mit dem Paar mehr als zufrieden und entließ sie bereits zum Abreiten, ehe er sich mir zuwandte. „Und?“, fragte er neugierig und ich reagierte etwas vorsichtig mit meiner Antwort, lobte aber Намисо deutlich.
    „Kurzum: Ich möchte, dass du Намисо ab und an in der Woche mitreitest. Aufgrund meiner Position schaffe ich es nicht, den Hengst täglich zu trainieren und ich weiß deine Reitweise sehr zu schätzen. Ihr beide harmoniert schön und unter dir kann er noch einiges lernen“, meinte er knapp und ich wusste erst gar nicht was ich sagen sollte.
    „Nun?“, fragte er und ich zuckte kurz zusammen, war ich doch etwas in Gedanken versunken. „Ja gerne! Ich würde mich sehr freuen, Намисо ist ein super Pferd, vielen Dank!“. Dimitri winkte jedoch nur ab und grinste: „Всегда эта молодежь.“
    Vor dem Platz wartete Henning auf uns und lud mich zu einer Schrittrunde um das Gestüt ein, ehe wir die Pferde im Stall wieder versorgten. „Ich würde sagen, du hast dir schnell seinen Respekt erarbeitet“, meinte Henning grinsend zu mir und ich schüttelte nur den Kopf. „Ich glaube, das dauert noch“ – inzwischen bewegte ich mich dann doch in einer anderen Klasse als zu meinen Ausbildungszeiten und hier musste man sich nun schon mehr beweisen, nur gut reiten reichte nicht.
    „Na ja, meinen Respekt hast du schon einmal“, meinte Henning und schwang sich aus dem Sattel. Ich tat es ihm gleich und führte Намисо in den Stall. Dort sattelte ich den Hengst ab, säuberte ich die Beine und Hufe von dem feuchten Sand und brachte ihn dann in die Box. Dort bekam er eine Abschwitzdecke über, da er doch ordentlich geschwitzt hatte und durfte nun in Ruhe fressen.
    In der Zwischenzeit säuberte ich das Sattelzeug, verstaute alles wieder ordentlich im Spind und kehrte den Putzplatz. Намисо war auch gewohnt schnell fertig mit seinem Futter und auch gut getrocknet. Ich nahm ihm die Decke ab und putzte noch einmal kurz drüber, ehe ich den Hengst wieder hinaus auf die Weide brachte.
    02.09.2018 | 7.043 Zeichen | Gwen

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    Springen L → M
    Der Herbst hielt erbarmungslos Einzug. Es war noch früh am Morgen und dank der Zeitumstellung noch beinahe dunkel. Ein eisiger Wind wehte über die großen Weiden und machte es mir schwer, die Augen überhaupt richtig zu öffnen, um Намисо zu finden. Den Pferden machte das Wetter bisher wenig aus, auch wenn Dimitri mehrmals täglich nach dem Wohlbefinden seiner Vierbeiner schaute. Doch heute hatten tatsächlich auch die Pferde dem Wind die Hintern zugedreht.
    Mit kalten Fingern zog ich Намисо das Halfter über den Kopf und klinkte den Führstrick ein. Flotten Schrittes und den Schal an Mund und Nase gedrückt, machte ich mich samt Pferd auf den Rückweg. Es dauerte leider nicht lange und ein unangenehmer Nieselregen begann. Umso dankbarer war ich, als ich endlich die Stalltür hinter mir schließen und aufatmen konnte.
    Im Stall herrschte schon reges Treiben, aber keiner der anderen sah so aus, als hätte er großartig Lust, das warme helle Gebäude so schnell wieder zu verlassen. Ich band Намисо am Putzplatz an und begann ihn gründlich zu putzen. Dank des Wetters bedeutete das nun auch mehr Arbeit. Nichtsdestotrotz musste das Pferd sauber sein, vorher wurde nicht geritten. Und obwohl Dimitri sehr streng war und jedes noch dreckige Pferd wieder aus der Halle schickte, teilte ich seine Meinung.
    Etwas unruhig war ich schon, als ich Намисо sattelte und trenste. Nach meinem Ausfall hatte ich nicht viel Zeit gehabt, um mit ihm wieder ins Training zu kommen. Dimitri hatte ihn während meiner Abwesenheit vermehrt selber geritten und weiter trainiert, so dass zumindest das Pferd in Topform war. Das änderte nur leider nichts daran, dass ich den großen Braunen noch nicht besonders lange ritt und dementsprechend etwas gebraucht hatte, um wieder reinzukommen.
    Momentan lief es einwandfrei und ich konnte mich nicht beschweren. Намисо überzeugte wie immer mit seinem Arbeitswillen und seiner Feinfühligkeit. Trotz des langsam absackenden Wetters ging es auch weiterhin auf Turniere und der Hengst zeigte auch dort sein Können und brachte regelmäßig Schleifen mit nach Hause.
    Doch alles Träumen konnte nicht verhindern, dass es jetzt in die Halle ging und Намисо warmgeritten werden musste. Dimitri war gnädig mit uns und hatte das heutige Training nach drinnen verlagert. Hindernisse waren bei peitschendem Regen allerdings auch nur schwer anzuvisieren, dementsprechend war ich für die Halle mehr als dankbar.
    Ich ritt Намисо in Ruhe warm und rief mir in Gedanken nochmal die letzten Stunden auf den Schirm. Was wir gemacht und verbessert hatten. Bei Planken musste ich immer Намисо vermehrt rechts mit meinem verwahrenden Schenkel eingrenzen, denn aufgrund der breiteren Stangen (oder eher Planken) sah Намисо dieses Hindernis immer mit etwas Misstrauen an und neigte dazu, entweder schief zu springen oder gar nach rechts ausbrechen zu wollen.
    Aber gerade im Stilspringen war gewünscht, dass die Hindernisse mittig und ohne zu Zögern, also im Fluss, gesprungen wurden und deshalb war das etwas, woran wir wirklich arbeiten mussten. Inzwischen bekamen wir das ganz gut in den Griff und Намисо reagierte auch fein auf meinen Schenkel. Nach unseren zehn Minuten Schritt wechselte ich in den Trab und nahm auch schon bald Trabstangen und Galoppstangen hinzu.
    Als dann Dimitri eintraf, waren Намисо und ich mittlerweile gut warm und bereit. Heute stand weniger ein Training an als eine Eignungsprüfung. Wie jedes Quartal wurde geschaut, wie sich das Pferd entwickelte und ob die Turniere in der höher gelegenen Klasse denkbar waren. Bei Намисо war ich mir da sicher, nun musste nur noch ich überzeugen, denn ohne guten Reiter, konnte das beste Pferd keine Schleife holen.
    Der Parcours heute war anspruchsvoll und schwer. Dimitri hatte auch die Höhe bereits an die oberste Grenze der Klasse M angepasst und forderte uns auf jeden Fall gut. Nichtsdestotrotz waren sowohl Намисо als auch ich voll konzentriert und bei jedem Sprung freute ich mich innerlich. Es lief, und zwar besser als ich es mir hätte träumen lassen!
    "Die Pause scheint dir gut getan zu haben", meinte Dimitri und es schien, als würde sich ein kleines Lächeln auf sein Gesicht stehlen. Wenige Sekunden später war ich mir da aber nicht mehr so sicher. Er tätschelte zumindest Намисо zufrieden den Hals und machte sich nur knapp ein paar Notizen, ehe er uns zum Abreiten wegschickte. Ich freute mich riesig, auch wenn ich äußerlich eher ruhig und schüchtern blieb.
    So langsam gewöhnte ich mich auf Fominow ein. Es wurde mein Zuhause, ebenso wie die Pferde. Und mittlerweile konnte ich mir keinen anderen Ort mehr vorstellen, wo ich lieber wäre. Selbst bei so einem Wetter wie heute, war ich gerade einer der glücklichsten Menschen. Eva nickte uns auch knapp lobend zu, ehe sie Намисо die Abschwitzdecke überwarf. Ich dankte ihr und lobte dann nochmal kurz Намисо, ehe ich ihm die Zügel hingab und ihn im Schritt entspannt abritt bis er einigermaßen trocken sein würde, damit ich ihn zum Fressen in die Box stellen und versorgen konnte, ehe es dann wieder hinaus auf die Weide ging.
    31.10.2018 | 5.042 Zeichen | Gwen

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    Dressur E → A
    Es war eisig kalt und doch freute ich mich heute Morgen besonders auf den Stall. Jeden Monatsanfang erhielten wir von Dimitri einen groben Trainingsplan für unsere Schützlinge. Und obwohl dieser sich bei meinen beiden Pferden immer sehr ähnelte, hatte der von Намисо für November herausgestochen. Oftmals ließ Dimitri dem Springen oder der Distanz den Vorrang und stellte andere Disziplinen und Tätigkeiten in den Hintergrund. Die Budjonnys waren aufgrund ihrer Züchtung und Eigenschaften einfach auch ideale Springpferde und es wäre eine Schande gewesen, dies nicht zu fördern. Die Dressur spielt also immer nur zweitstellig eine Rolle. Natürlich forderte Dimitri von uns, dass die Pferde eine gute Grundausbildung genossen und mindestens einmal die Woche stand auch die Dressur in den Plänen, aber meist auch nicht mehr. Ganz im Gegensatz zu meinem Novemberplan für Намисо.
    Dreimal die Woche Dressur, zweimal Springen, einen flexiblen und einen freien Tag hatte Dimitri uns aufgeschrieben. Ich konnte mich nicht beschweren, denn zwar liebte ich das Springreiten über alles, aber insgeheim schlug mein Herz eben auch für die Dressur. Dennoch war ich neugierig und hatte es nicht vermeiden können, dass ich Dimitri nach dem Grund fragte. "Ich möchte Намисо vor Ende des Jahres gekört sehen. Aber dafür sollte er ein wenig vorbereitet sein", hatte er mir kurz und knapp erklärt und ich hatte verständnisvoll genickt - jedes gekörte Pferd machte das Gestüt bekannter.
    Auch wenn ich persönlich Dimitris Arbeit unglaublich bewunderte. Das Gestüt wuchs stetig und die Erfolge der Pferde konnten sich sehen lassen. Wenn Dimitri mit seinen Planung erfolgreich sein würde, stünden in der Bilanz des Jahres fünf neue Zuchtpferde. Diese Zahl sprach sehr für das Gestüt und unser Konzept, somit machte es auch mich stolz, immerhin war ich ein kleiner Teil des großen Ganzen. Und umso mehr hing ich mich auch in das Training von Намисо.
    Am Anfang hatten wir ganz schön arbeiten müssen, denn Намисо schenkte einem in der Dressur nichts. Während er im Parcours Feuer und Flamme war, man ihn teilweise zügeln musste und er einem jederzeit rettete, bewies er in der Dressur das Gegenteil. Es hatte ein Weilchen gedauert, bis ich die Motivation aus ihm herausgekitzelt hatte und seine Größe und Breite machten das auch nicht besonders leicht. Umso überzeugender zeigte er sich aber inzwischen in unseren Dressureinheiten. Er wirkte in der Bewegung noch muskulöser und kräftiger als so schon und sprühte auch so vor Energie. Hatte er mich zu Beginn so ziemlich alleine arbeiten lassen, hatte man nun ein Pulverfass unter sich - also zumindest für Намисоs Verhältnisse.
    In Ruhe putzte ich heute den Hengst und plante bereits, an was wir noch arbeiten mussten. In der kurzen Zeit hatte Намисо viel gelernt und ihm bereiteten nur wenige Lektionen wirkliche Probleme. Anfangs hatte ich Sorge gehabt, dass ihm die Dressur schwer fallen könnte, aber trotz seiner Statur wirkte er stets leichtfüßig und geschmeidig. Wenn man ihn denn auch erst einmal geweckt hatte, ließ er sich wirklich fein reiten. Und doch waren wir noch ganz am Anfang, auch wenn ich in meinen Träumen bereits Намисо mit Kandare eine M-Kür laufen sah - die perfekte Musik für uns beide wüsste ich schon.
    Dem Hengst merkte man davon wenig an. Zufrieden schnaubend stand er am Putzplatz und genoss seine tägliche Massage. Als wir fertig waren, sattelte und trenste ich ihn fix und dann ging es in die Halle. Regulär wie vor jedem Training ritt ich Намисо in aller Ruhe warm und bereitete ihn auf die Arbeit vor. Als ich dann merkte, dass der Hengst immer geschmeidiger und lockerer wurde, nahm ich den Trab und Galopp dazu und ritt allerhand gebogene Linien. Zirkel, einfache Schlangenlinien, Schlangenlinien durch die Bahn und Volten. Besonders mit diesen Übungen bekam man Намисо wach, aber auch Seitengänge waren sehr hilfreich.
    Aktuell arbeiteten wir auf einem soliden A-Niveau. Das war auch durchaus ausreichend für eine Hengstkörung, aber mehr war immer besser. Außerdem schadete Намисо das Dressurtraining auch nicht für seine Karriere als Springpferd. Im Gegenteil, im Parcours reagierte er noch sensibler auf die Hilfen und das Zurücknehmen und Zulegen wurde immer leichter. So ließen sich die Galoppsprünge besser an die Hindernisse anpassen und Abstände waren trotz seiner großen Galoppade kein Problem mehr.
    Locker flockig ritten wir heute eine einfache A-Dressur durch, um den aktuellen Stand zu begutachten. Dimitri hatte sich auch die paar Minuten Zeit genommen, um uns zuzuschauen. Neben dem Halten aus dem Schritt und Trab (was Намисо allerdings aus dem FF konnte), gehörten auch ein fließendes Rückwärtsrichten, das Schenkelweichen, Kehrtwendungen und weitere Übergänge dazu. Eigentlich konnte man Намисо bereits das A-Niveau zurechnen, denn nur neu würden dort dazu kommen der Außengalopp und einfache Galoppwechsel. Aufgrund des Springens beherrschte Намисо bereits die fliegenden Wechsel einwandfrei und auch der Außengalopp war kein Problem für ihn.
    Umso leichter fiel uns dafür aber auch die A-Dressur und auch Dimitri schien sehr zufrieden und etwas beruhigter. Da ich bei der Körung bereits Маэстро vorstellen würde und Намисо auch nur indirekt mein Schützling war, würde nämlich Dimitri den hübschen Hengst vorstellen. Er war ein guter Reiter, ein sehr guter sogar, aber die Dressur war eben nicht das, wofür sein Herz schlug. Im Gegenteil, er machte gerne einen Bogen darum und dementsprechend hatte ich auch die Ehre bekommen, Намисо in der Dressur trainieren zu dürfen.
    Unser Fazit war aber, dass der Hengst die simple Kür ohne Probleme schaffen würde und ich lobte ihn ausgiebig und beendete damit auch das Training. Immerhin sollte man immer mit einem guten Schluss aufhören und den hatten wir soeben gemacht. Ich ritt den Hengst noch in aller Ruhe ab und danach ging es wieder in den Stall. Намисо wurde abgesattelt und durfte wieder hinaus auf die Weide, während ich gründlich sein Sattelzeug putzen würde. Das gehörte zu den täglichen Arbeiten der Reiter dazu und sorgte zum einen dafür, dass die Ausrüstung immer bestens in Schuss war und nebenher ging es so viel schneller, wenn man es täglich machte, als wenn man später eine dicke Schicht Dreck abkratzen müsste (die nebenher auch nicht unbedingt schön aussah).
    25.11.2018 | 6.295 Zeichen | Gwen

    Kür
    Nachdem ich bereits Taisija zugeschaut hatte, blieb ich noch sitzen, um die Kür von Dimitri anzuschauen. Viele Augen schauten auf ihn, immerhin war er der Besitzer des Gestüts. für das er ritt. Er ritt Намисо, den hübschen dunklen Hengst, der normalerweise oft von Taisija geritten wurde, die heute jedoch bereits einen anderen Hengst vorgestellt hatte. Dimitri war der perfekte Gestütsbesitzer – er war ruhig und gelassen und genau das merkte man auch, als er die Halle im Schritt mit dem hübschen Hengst betrat. Dimka, wie ich ihn immer nannte, hatte sich farblich passend in schwarz-weiß-orange gekleidet und obwohl er etwas kräftiger war, war der Anfang der Kür genauso schwebend wie Taisijas zuvor.
    Als dann der Lautsprecher über unseren Köpfen ihn ankündigte, betrat er im Mitteltrab die Halle. Ich merkte, dass er versuchte so locker wie nur möglich zu reiten, damit Намисо seine tollen Gangarten frei und ohne Zwang zeigen konnte. Die ersten Meter klappten noch nicht so, aber nachdem er bei X angehalten und die Richter gegrüßt hatte, fiel anscheinend die erste Anspannung von dem Pferd ab und etwas lockerer trabte er nun abermals an. Diesmal allerdings im versammelten Trab auf der rechten Hand, welchen sie eine ganze Bahn auch zeigten, bevor er in den Schritt durchparierte und mit ihm auf den Mittelzirkel ging. Auf dem Mittelzirkel bewies er den Richtern, dass Намисо dank seines vielen Trainings auch den Außengalopp beherrschte. Nachdem er zwei Zirkelrunden galoppiert war, verließ er den Zirkel und entschied sich dazu, Намисоs Galoppkünste noch mehr zu präsentieren, in dem er eine Schlangenlinie mit vier Bögen mit fliegendem Galoppwechsel ritt. Auch wenn es hin und wieder nicht ganz so flüssig wirkte, gab Намисо sein Bestes und schaffte diese Lektion ohne Probleme.
    Dimitri erklärte den Galopp nun für abgehackt und wandte sich dem Trab zu. Nach einem Wechsel durch die ganze Bahn ging es im schönen starken Trab auf der linken Hand weiter. Mit Trab – Schritt – Übergängen und einigen leichteren Bahnfiguren versuchte er all sein Können dem Publikum zu beweisen und hoffte, dass das auch geklappt hatte.
    Er beendete seine Kür damit, dass er im Schritt noch einmal aus der Ecke kehrt machte und dann gemütlich zum Mittelpunkt der Halle ritt, wo er Намисо geschlossen anhielt, die Richter freundlich verabschiedete und am langen Zügel die Halle verließ.
    Ich freute mich riesig für die beiden und auch für Taisija, die neben mir eifrig mitfieberte, dass Намисо und Dimka die Körung bestehen würden.
    2.519 Zeichen | geprüft auf zeichenzähler.de | Canyon

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    Bewegung von Gwen | Halfter von AlfurElfe
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 Nov. 2018
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  12. Rhapsody

    Rhapsody Bekanntes Mitglied

    Die Abstimmung ist eröffnet und läuft bis zum 29.11. um 18:31 Uhr.

    Simba Twist wurde wegen fehlendem Startgeld disqualifiziert.
    PFS' Cryptic Spots wurde wegen fehlendem Startgeld disqualifiziert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 Nov. 2018
  13. Rhapsody

    Rhapsody Bekanntes Mitglied

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