[HK 495] Großpferde

Dieses Thema im Forum "Hengstkörungen" wurde erstellt von Rhapsody, 2 Feb. 2018.

  1. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    [HK 495] Großpferde
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    Regeln:
    - Es dürfen nur Hengste teilnehmen! (Keine Stuten, Wallache oder Fohlen)
    - Jeder User darf nur mit bis zu drei Hengsten teilnehmen!
    - Der Hengst muss ein Stockmaß von über 148cm haben!
    - Bei Fragen: PN an mich (Rhapsody)
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com!
    - Der Name des Pferdes muss korrekt sein! (Name auf dem Bild = Name im Album = Name bei der Anmeldung)
    - 5 Joellen an mich (Rhapsody) mit dem Grund: HK 494
    - Teilnehmerzahl ist auf 10 Pferde beschränkt!
    - Bitte nur vollständige Teilnahmen einfügen
    - Das Pferd muss unbewegt vor dem Kürtext und Steckbrief auf einem offiziellen Hintergrund ersichtlich sein (verlinken reicht nicht)
    - Zusätzlich darf ein Bewegungsbild auf einem beliebigen Hintergrund hinzugefügt werden (das Bild darf allerdings nicht vor dem Hauptbild stehen)

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, sie darf geführt oder geritten werden:
    - Betreten der Halle/des Platzes und anschließendes Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerhengste werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    (muss verlinkt sein)
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz

    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerb-Schleife
    1 Punkt für jede Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte für jede Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Bild mit Zubehör
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Bild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:

    Username
    Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Teilnahmen und Überweisungen
    [1] ... ✔
    [2] ... ✔
    [3] ... ✔
    [4] ... ✔
    [5] ... ✔
    [6] ... ✔
    [7] ... ✔


    Disqualifizierungen
    ...

    Viel Erfolg!
     
  2. Cascar

    Cascar ∞ SchafZähmer und PapageienZüchter ∞

    Cascar Winterscape
    DISTRACTION

    distaction_neu_zuchthg.png

    Steckbrief
    Zuchtname des Pferdes: Distraction
    Rufname(n): Dizzy
    Besitzer: Cascar Winterscape
    Reitweise: Englisch
    Vorbesitzer: Loi
    Vorkaufsrecht: Cascar
    Tierarzt: Eddi Caen
    Hufschmied:
    Ausbilder: Cascar Winterscape
    Reitbeteiligung:
    Stall: Tekkenstall
    Weide: im Gelände liegende, östliche Koppeln
    Einstreu: Stroh
    Futter: Heu, Saftfutter;
    Kraftfutter 2x täglich
    Anmerkungen: ✘
    Portrait:
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    Abstammung
    _________________________________


    Von: Dyclon
    Do Your Best x unb.


    Aus der: unb.
    - x -


    Zur Zucht zugelassen:

    Züchter: unb.
    Eingetragene Zucht:
    Akhal Teke Breeding Association (ATBA)
    / Winterscape Stables

    Gencode: n. g.
    Vererbung: n. g.
    Nachkommen:



    Exterieur
    _________________________________


    Geschlecht: Hengst (männlich)
    Geburtsdatum: 07. März 2006
    Rasse: Achal Tekkiner
    Herkunft: unb.


    Stockmaß/Endmaß: 165cm
    Art: Pferd
    Typ: Vollblut


    Fellfarbe: Dunkelbrauner
    Langhaar: schwarz
    Abzeichen: Schnippe;
    v. l. weiß gestifelt; v. r. weiße Fessel
    h.l. weiß gestiefelt
    Sonstige Erkennungsmerkmale:
    leichtes Kupfermaul


    Interieur
    _________________________________


    freundlich ◆◆◆◆ bösartig

    introvertiert ◆◆◆ extrovertiert

    intelligent ◆◆◆ unintelligent

    selbstbewusst◆◆ unsicher

    sozial ◆◆◆◆ unsozial

    nervös ◆◆◆ beständig

    ausgeglichen ◆◆◆ unausgeglichen

    temperamentvoll ◆◆◆ ruhig

    aufmerksam ◆◆◆◆ unaufmerksam

    streitlustig ◆◆◆◆ friedlich

    naiv ◆◆dominant

    loyal ◆◆◆◆ untreu

    arbeitsfreudig ◆◆◆ faul

    geduldig ◆◆◆◆ ungeduldig


    Charakterbeschreibung: Distraction ist, als zierlicher Vollbluthengst, anders als sein physischer
    Typ vermuten lässt, sehr ruhig und ausgeglichen, noch dazu selbstbewusst. Er zeichnet sich bei
    der Arbeit durch seine hohe Konzentration und Aufmerksamkeit aus - kurzum, er ist ein
    Feingeist, der es versteht, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und seinem Reiter immer
    treu zur Seite steht.


    Geschichte: Distraction ging vermutlich durch viele Hände, wobei doch sein Herkunftsland als
    unbekannt gilt, bevor seine Reise in den Winterscape Stables ein jähes Ende fand. Dort wurde er
    zum ersten Mal "entdeckt" - sowohl hinsichtlich seines Charakters, als auch seines Potenzials. Im
    stehen viele friedliche, nicht zu trainingsintensive Jahre in Neuseeland bevor.


    Qualifizierungen & Erfolge
    _________________________________


    Eignung: Dressur, Springen

    Springen: E A L M S S* S** S***
    Military: E A L
    Western: ✘
    Distanz: E A L M S S*


    Galopprennen: E A L M S
    Fahren:


    Dressur: E A L M S S*
    Gangreiten:
    Wendigkeit: E A L M


    Turnierbedingter Aufstieg | Trainingsaufstieg | Potential

    Auszeichnungen:

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    1. Platz; 313. Springturnier | 1. Platz; 396. Springturnier
    1. Platz; 366. Galopprennen | 1. Platz; 400. Springturnier
    1. Platz; 401. Springturnier | 2. Platz; 299. Distanzturnier
    2. Platz; 427. Springturnier | 2. Platz; 385. Galopprennen
    2. Platz; 321. Distanzturnier | 2. Platz; 458. Springturnier
    3. Platz | 409. Galopprennen | 1. Platz; 324. Distanzturnier
    3. Platz; 255. Synchronspringen | 2. Platz; 329. Distanzturnier
    2. Platz; 469. Springturnier



    Ausbildungsstand
    _________________________________


    Fohlen ABC:
    Longiert:
    Eingeritten:
    Eingefahren:


    Beurteilung: Distraction ist ein ruhiger, konzentrierter Hengst, der sich auf seine Arbeit versteht
    und so auch mit gewisser Perfektion an bekannten Lektionen arbeitet. Bringt man ihm Neues bei,
    versteht er oft schnell; es ist zu beachten, ihm nicht zu viel auf einmal beibringen zu wollen
    (seine Auffassungsgabe verleitet dazu), dann macht er schnell Rückschritte.


    Gelassenheitstraining:
    Hindernisgewöhnung:
    Hängergewöhnung:
    Startboxgewöhnung:


    Roundpen: konzentriert und aufmerksam; lernwillig
    Reitplatz/Reithalle: trägt den Schweif gerne ein wenig angehoben; sehr exakt
    und weich im Maul, gut auf Gewichtsverlagerungen zu reiten,
    schwer aus der Ruhe zu bringen
    Gelände: temperamentvoll,
    dreht überraschenderweise gern auf, lauffreudig



    Gesundheitszustand
    _________________________________

    Gechippt:
    Geimpft:
    Bekannte Krankheiten:
    Anmerkungen: eventuell vorhandene Chipnummer sollte
    bei nächstem Tierarztbesuch überprüft werden

    Hufzustand: stabile Hufe, von Herrn
    Winterscape zugeschnitten
    Prüfstand:
    Beschlag vorn:
    Beschlag hinten:
    Anmerkungen: keine Hufeisen,
    keine vorgesehen

    Trainingsberichte (7) (Cascar)
    Galopprennen E/A
    Der Tag ist entsetzlich warm, selbst um sieben Uhr morgens. Trotzdem fällt es mir ziemlich leicht, die zierlichen Reitstiefel, die ich ausgesprochen gern benutze, wenn es um meine Tekken geht, anzuziehen und das Haus zu verlassen. Auch im Stall bin ich die erste, also beginne ich ohne Umschweife mit dem Füttern der Pferde. Nach dem gestrigen Aussortieren zur Sommerweide ist es hier drin deutlich ruhiger und ich lasse mir Zeit. Gegen halb acht treffen dann Olli, Marc, Maria und zu meiner Freude die neuen Besitzer von Devri, Diego und Rubi, ein. Die letzteren sind Geschwister, ehemalig auf das Training von Rennpferden spezialisiert und seit kurzem mit auf dem Hof. Als Ausbilder. „Morgeen.“, grüßt als erster Oliver, bevor er sich einmal durch die blonden Haare fährt und dann Himmi den grauen Schopf krault. Ich grinse, erwidere den Gruß und zeige dann den Geschwistern die Box ihrer Stute. Sie haben die Liebe bisher erst ein- zweimal gesehen und begutachten die imposante Falbin einmal mehr neugierig. Farblich passen Pferd und Reiter gut zusammen: Diego hat rotes Haar, das er beim Frisör fesch hat schneiden lassen. So sieht man ihm seine knapp vierzig Jahre kaum an. Auch Rubi scheint noch jung, ich weiß, sie ist mitte dreißig, aber ihre Augen glänzen und das dunkelbraune Haar ist stark.
    „Du musst zu Feuerzauber!“, rufe ich kurzerhand Marc zu, der daraufhin auf den Hacken umkehrt und, wie ich annehme, zum Turnierstall läuft. Ich habe dann endlich Zeit für Dizzy, den Maria soeben aufgehalftert und aus der Box geführt hat. Der (leider sehr dreckige) Rappe ist mein heutiges Pferd und weil Maria nichts zu tun hat, hilft sie mir beim Putzen und Satteln. Mit Diego haben wir eine neue Trainingsmethode für unsere Galopper entwickelt. Diese baut deutlich mehr auf Kondition und den Ehrgeiz unserer Hottas.
    Vierzig Minuten später reiten wir über Trainingsmethoden und Turniererfolge redend vom Hof, hintereinander, geradewegs in den Wald. Maria ist im Stall und mistet aus.

    Dizzy läuft von Anfang an entspannt, obwohl er zu merken scheint, dass wir einen Ausritt machen und er vermutlich irgendwann galoppieren kann. Das führt dazu, dass er schon bald vor heimlicher Aufregung seine Beine nicht mehr koordiniert bekommt und auffällig oft stolpern. Ich versuche das mit einem Grinsen zu ignorieren und beteilige mich am Gespräch. „Wo ist eigentlich Kazoom?“, fragt Diego. „Draußen, auf der Sommerweide. Der hat Pause.“, klinke ich mich rasch ein. „Ach, das funktioniert? Ist er dann im Herbst nicht total lahm?“, mutmaßt Diego, aber Marc beruhigt sie: „Im Gegenteil, der ist dann nicht mehr so ausgelaugt und hat massenhaft Energie. Wie wir nach einem Urlaub. Olli, lass uns traben, Feuerzauber ist schon genervt.“ Oliver lässt sich nicht zweimal bitten und treibt Himmi in den Trab, der Dizzy eher zum Galopp reizt. Mit einem Satz springt der Rappe an und ich habe Mühe, ihn vor Devri und Feuerzauber durchzuparieren. Schließlich lache ich und lasse den Lieben laufen. Warm ist er ja, passieren kann von der Seite nichts.
    Und da haben wir es schon, das Wettrennen. Es dauert keine Minute und die vier Pferde setzen sich gegenseitig unter Druck, wir blockieren den, glücklicherweise leeren, Waldweg total. Erst als der See nach geschlagenen zehn Minuten in Sicht kommt, pariere ich ernsthaft durch. Distraction keucht und sein Hals ist feucht, aber er ist merklich ausgeglichener. Genüsslich streckt er den Hals, während wir am Ufer entlangreiten. „Lasst' durch's Wasser gehen!“, ruft Diego von weiter hinten. Ich nicke, obwohl ich nicht weiß, ob er das sehen kann und lenke mein Pferd über den feinen, weißen Sand Richtung Sonne und Wasser. Dizzy spitzt die Ohren und watet dann beinahe ohne zu zögern in das kühle Nass. Uns folgen Marc und Feuerzauber und etwas unbegeisterter Diego und Devri. Olli bekommt Himmi derweil nichtmal in unsere Nähe, sodass er absteigt und der Stute schonend beibringt, dass so viel Wasser eigentlich klasse für sie ist.

    Nach unserem Ausflug kehren wir ausgehungert auf den Hof zurück, wo wir unsere Pferde auf die Weide bringen und tatsächlich noch vor dem Frühstück die Boxen ausmisten. In der Konstellation sehen wir uns erst am folgenden Tag wieder, an dem wir den Hühs die Startboxen zeigen und eben speziell den Start und das darauf folgende Lenken auf die Innenbahn üben. Einzeln. Es stehen jedes Mal drei bis vier Ausbilder neben Reiter und Pferd und bewerten Taktik und Zusammenspiel. Gegen meine Erwartungen klappt das ziemlich gut und schafft vor allem eine entspannte Atmosphäre. Am dritten Tag werden unsere vier Schützlinge dann nur im Schritt und Trab longiert und ein kleiner Ausritt im Trab zum See stärkt die Bindung und fördert die Ausdauer.
    So kommt es, dass wir eines schönen Sonntags mit dem LKW und vier antrainierten Pferden auf die Auckland Rennbahn fahren. Der Himmel ist von grauen Wolken bedeckt, sodass die Temperaturen echt „nur“ knapp die 25°C erreichen. Gut, dass wir keine S-Galopper haben, da ist so eine Qualifikation schnell geschafft.
    Tatsächlich soll es aber nicht so problemlos gehen: Distraction ist hibbelig ohne Ende, als würde er wissen, wie die Bahn aussieht. Das legt sich keinesfalls, als Maria uns in die Startbox bringt und Dad den Start über die Lautsprecher ansagt. Ich bin tatsächlich heilfroh, als sich die Tore öffnen und die ganze Energie aus meinem Pferd herausbricht. Ich keuche auf, als die Zügel straff werden und der Rappe Gas gibt. Wir kommen gut weg, die innere Spur gehört von Anfang an uns. Bisher führen wir, aber ich will mich nicht umdrehen, das bremst nur. Deshalb höre ich am Schnaufen, wie Olliver mit Himmi von hinten an uns anschließt und … überholt. Mit angenommenen Zügeln und einem vergleichsweise schweren Jockey zieht die Graue an uns vorbei, ihre Augen sind starr auf die Bahn zu ihrer Rechten und Linken gerichtet. Ich lächle gegen den zerrenden Wind, lasse alle Vorsicht gehen und gebe Dizzy die Zügel vor. Daraufhin wird der Hengst zum einen schneller, zum anderen trudelt er und zieht mehr in die Mitte. Die Kurve liegt hinter uns, ich muss mich darum also nicht zwingend kümmern. Trotzdem gibt es einen gewissen Wegverlust, den Diego genau im richtigen Moment nutzt, um innen an uns vorbeizuziehen. Auch Devri befindet sich im Sprint, von Feuerzauber bekomme ich anschließend nichts mit; ich treibe Dizzy mit meiner Stimme und mit meinen Schenkeln, mache mich auf seinem Rücken so flach wie möglich und … wir passieren die Ziellinie als Dritte. Logisch.

    Die Reuther sind geborene Läufer, von Himmi reden wir nicht, sie könnte heute problemlos auf das M gesetzt werden. Devri hat indes gerade so ihr L geschafft und Feuerzauber und wir hier haben ein lockeres A. So können wir gegen Abend beruhigt nach hause fahren und unsere Pferde versorgen. Der Sommer hat begonnen und mich packt eine seltsame Euphorie. Das Wissen, dass diese Pferde hier sehr groß werden können.

    Distanz A/L
    Der Sattel über meinem Arm war schwarz und zierlich; ein Springsattel, der dem Pferd gehörte, das in letzter Zeit Rekorde im Parcours gebrochen hatte: Distraction. Der Rapphengst sah mir an diesem Morgen aufmerksam entgegen und wieherte sogar leise, obwohl er mich nicht so recht kannte - mein Dad war es, der das Pferd regelmäßig auf Turnieren vorstellte und Dizzys Jockey war schließlich Maria. So war es beinahe eine Premiere, dass ich es war, die vor der Box Halt machte, den Sattel beiseite hing und den Hengst mit dem Halfter auf die Boxengasse manövrierte. Distraction kaute zufrieden und war auch sonst recht ruhig - obwohl seine Kumpanen außer Sichtweite auf ihren Paddocks standen und dösten. Ich lobte mein Pferd ein wenig dafür, dann fuhr ich mit dem Putzen und Satteln fort. Dizzy bekam außerdem Gamaschen und Vorderzeug, bevor wir uns erst zum Ablongieren in das Roundpen zurückzogen und dann den Reitplatz betraten. Tatsächlich sollte ich den Lieben in der Distanz trainieren, laut Alois, aber ich bestand vorerst auf einen Ritt zum Kennenlernen und auf die Anpassung eines Distanzsattels. Seinen ersten zweiten Platz im Distanzrennen hatte Dizzy zwar mit einem Springsattel belegt, aber ich hielt das mehr für Zufall und zudem nicht für gesund für Pferd und Reiter.
    An diesem Montag also verschlug es uns auf den Reitplatz - ich machte Distraction angemessen warm, mit Biegungen und Gangartübergängen, und achtete vor allem darauf, wie er unter mir arbeitete. Demnach fasste er recht schnell vertrauen und lief sehr bereitwillig, wenn auch teilweise schnell im Trab. Sicherlich ein Pluspunkt in der Distanz, in der viel getrabt wurde. Ich lobte den Hengst nach dieser ersten Trainingseinheit ausgiebig. Am folgenden Tag sollte der Sattler kommen und eine knappe Woche später hatten Dizzy und ich endlich die passende Ausrüstung und nach dieser Zeit der Platzarbeit auch das entsprechende Vertrauen zueinander, um in das Gelände zu gehen.
    In den ersten Tagen des Distanztrainings ritt ich Ashqar und nahm Dizzy als Handpferd mit. Der Rappe lief dabei voller Begeisterung neben mir her und zeigte auch nach einstündigen Strecken im Trab kaum Müdigkeitsanzeichen. Außerdem machte ich Distraction ausführlich mit der Methodik des Pulsmessens bekannt und tastete mehrmals seine zierlichen Beine ab. Damit schien der Hengst keine Probleme zu haben, sodass wir nach drei Tagen Arbeit und einem Ruhetag erstmals in umgekehrter Besetzung auszogen - ich ritt Dizzy und Ashqar war das Handpferd. Ich zweifelte zwar nicht daran, dass Distraction auch ohne Begleitung unter mir gelaufen wäre, aber ich wollte das Niveau langsam steigern und so legten wir in den kommenden Tagen mehrmals etwa gleichlange, vierstündige Strecken zurück. Erst danach sattelte ich Distraction eines Morgens und wir machten uns allein auf den Weg. Da erst stellte sich heraus, wie ambitioniert und leistungsbereit der Hengst tatsächlich war - knappe zwei Stunden ertrug er eine Trabtour, dann parierte ich das schnaufende und schwitzende Tier durch. Wir machten eine Pause in Schritt, dann eine zum Pulsmessen im Stand und anschließend ging es im Schritt zurück zum Hof. Der Rappe machte demnach gewaltige Fortschritte; für seine neue Stufe EVG1 jedoch, musste er die 39 Kilometer mit einer Geschwindigkeit von 13 km/h betreiben. Das entsprach einer Trabzeit von guten drei Stunden.

    Und genau diese drei Stunden waren nun das letzte Ziel unseres Trainings - aller zwei Tage traf man Dizzy und mich nun im Gelände an; mal im Schritt, mal im Trab und mal im Galopp. Der Hengst wurde obgleich der steigenden Strecken immer flüssiger in seinen Bewegungen und konnte sich auch sonst scheinbar fantastisch in den langen Geländeritten ausleben. Selbst im beginnenden Gebirge und in Wasserläufen blieb er trittsicher und nach insgesamt nicht weniger als zwei Monaten Training war es so weit.
    An diesem Morgen sattelte ich Distraction mit keinem geringeren Ziel als der 39 Kilometer in unter drei Stunden.
    Dizzy hatte zuvor gleich zwei Ruhetage gehabt, sodass er heute wieder förmlich vor Energie sprühte. Bereitwillig und mit gespitzten Ohren nahm er zur Kenntnis, dass unser Weg geradewegs in den dichten Wald führte. Ich trabte gleich zu Beginn an und zügelte mein Pferd zu Beginn recht stark. Erst nach knapp zwanzig Minuten lockerten sich meine Hände und ich ließ Dizzy sein Tempo bestimmen. So erreichten wir nach anderthalb Stunden unbeschadet unsere erste und letzte Etappe am See, wo ich den Puls des Pferdes kontrollierte, wohlwollend registrierte, dass unser Tempo bei 13.3 im Durchschnitt lag und Distraction anschließend in das kalte Wasser führte, um Beine und Körper des Hengstes zu kühlen.
    Danach ging es munter weiter. Unterwegs stellte ich fest, dass wir in Bezug auf das Wetter wohl Glück hatten, denn es war bewölkt und weder zu warm, noch schwül. Einzig Dizzy unter mir strahlte merklich Wärme ab - die letzten fünfzehn Minuten musste ich ihn dann doch ein wenig treiben und motivieren, damit er im Trab blieb. Im Großen und Ganzen erreichten wir jedoch unbeschadet wieder die WCS, wo unsere zweite Gesundheitskontrolle, dieses Mal durchgeführt von meinem Dad, stattfand. Ich strahlte, als der mir berichtete, Dizzys Werte wären sehr in Ordnung und er könne EVG1 ohne Sorge laufen. Der Hengst selbst hatte aber auch Großes geleistet.
    Auf diese Weise war ich an diesem Tag sehr glücklich - zum Abspritzen und Putzen des Hengstes ließ ich mir im Folgenden deutlich mehr Zeit als sonst und ließ das erschöpfte Pferd auch noch etwas grasen, bevor es auf eine der kleinen Weiden im Hofgelände durfte.

    Distanz L/M
    Prolog & Tag 1

    "Einen Reiterhof 'Wiesenhof' zu nennen ist ungefähr so kreativ, wie eine polnische Busgesellschaft 'Polbus'." Marc sitzt auf der Rückbank und bekundet auf diese Weise indirekt sein Unverständnis darüber. "Ach sei still.", meint in dem Moment auch Ann neben mir. Sie fährt - oder besser - manövriert den sperrigen LKW mit immerhin vier Pferden im Bauch heldenhaft über die süddeutschen Autobahnen. Zwei Mal standen wir schon im Stau und wir haben etliche Baustellen hinter uns. Nun aber sind es kaum mehr hundert Kilometer bis zu unserem Zielort - dem besagten Wiesenhof bei Garmisch. Von dort werden wir unsere Alpenquerung beginnen, in diesem Ort steckt quasi die erste rote Pinnadel auf der Wanderkarte, die unser treuer Begleiter sein wird. Ich freue mich schon seit Wochen auf den Wanderritt vor und bin besonders gespannt darauf, unseren fünften Mitstreiter kennen zu lernen - außer uns vieren und dem Bergführer mit seinem Pferd kommt nämlich noch ein Artemis Fortounis mit seinem Araber mit. Deswegen aufgeregt bin ich einerseits, weil Artemis meiner Meinung nach ein Jungenname ist und andererseits, weil die zwei von Hara Artemis kommen, dem Arabergestüt schlechthin.
    Im Moment habe ich aber genug damit zu tun, die lange Adresse des Wiesenhofs in das Nawi einzugeben, während das Auto unebenen Straßenboden überquert. "Soll ich mal?", fragt Marc grinsend, als ich meine Eingabe zum dritten Mal lösche. Ich rolle genervt mit den Augen und bewältige mein Vorhaben schließlich. Kurz darauf verlassen wir die Autobahn und folgen einer Landstraße durch einige Dörfer und Waldgebiete.
    Die Stimmung im Wagen ist - abgesehen von der Vorfreude - ziemlich still. Wir alle vier sind müde von der langen Reise aus Neuseeland; der Grund, warum Paul auf dem Sitz hinter mir so untypisch ungesprächig ist. Erst gestern sind wir nämlich in Frankfurt gelandet und haben dann alle im gemieteten LKW übernachtet. Auf dem Wiesenhof nun werden sich vor allem die Pferde zum ersten Mal seit vielen Stunden wieder richtig die Beine vertreten können, bevor es in fünf Tagen losgeht. Wir haben unsere Anreise aus genau diesem Grund auf den 23. Juli gelegt.

    Gegen 14:00 rollt das große, silberne Ungetüm die gepflegte Schotterauffahrt des Wiesenhofes hinauf. Nachdem der Wagen geparkt und der Motor abgestellt ist, steigen wir vier kurzerhand aus. Aus dem Inneren des Hängers wiehert es laut. "Horch, Dizzy möchte mit.", sage ich und deute mit einem Finger nach oben. Paul nickt müde: "Jaja, ich auch.", und gähnt herzhaft. Ich grinse und folge Ann auf das Hofgelände.
    Als die ersten Stallgebäude in Sicht kommen, pfeift Marc anerkennend. Die Anlage ist sehr weitläufig und modern; das Holz, mit dem die Halle verkleidet ist, ist noch golden und das offensichtliche Wohnhaus zu unserer Linken macht ebenfalls einen sehr gepflegten Eindruck. Zaghaft Tasten wir uns in Richtung der Haustür, um eventuell zu klingeln, und es erschrecken sich wohl alle, als wir wider Erwarten von hinten angesprochen werden. "Hallihallo.", meint da nämlich eine Frauenstimme, sodass ich herumfahre. "Hi.", entgegne ich und trete nach vorn (aus dem einfachen Grund, dass ich die einzige bin, die Deutsch spricht). "Ich bin Cascar Winterscape. Wir sind die Wanderreitgruppe." - "Das dachte ich mir. So viel Englisch hört man in Bayern nicht; ich bin Frau Jonas und mir gehört die Anlage.", darauf macht sie, nicht ohne Stolz, eine ausladende Handbewegung in Richtung der schier am Horizont verschwindenden Weiden. "Habt ihr's gut gefunden?"
    So entwickelt sich ein recht angenehmes Gespräch zwischen Frau Jonas und mir. Es tut mir für den Moment nur leid, dass es die Anderen nicht verfolgen können. Ich werde Ihnen später erzählen, was für eine herzliche Persönlichkeit uns da bei sich wohnen lässt. Rein äußerlich, muss man sagen, traut man jener das kaum zu: Frau Jonas ist etwas untersetzt und dicklich, ungefähr so groß wie Ann (also kleiner als ich), hat hellblond gefärbtes Haar und ein von Wetter und Alter (ich schätze sie auf Mitte Fünfzig) gegerbtes Gesicht. Außerdem zeigen ihre Mundwinkel nur nach oben, wenn sie lächelt und ich schätze sie von ihrer Körperhaltung rein intuitiv als eine sehr konsequente und dominante Person ein. Nichtsdestotrotz hilft sie uns tatkräftig beim Entladen des LKW's und übernimmt am Führstrick gleich Ashqar, der so als erster den Boden der Voralpen betritt. Frau Jonas geht außerdem vorneweg, während ich Kazoom, Paul Himmawallajugaga und Marc Distraction in die vorgegeben Richtung bringen. Ann stellt in der Zwischenzeit den Wagen auf einen dafür ausgewiesenen Parkplatz.
    Die Pferde sind - soweit ich das auf dem kurzen Weg bis zur Weide sagen kann - noch müder als wir: Ashqar ganz vorn ist ganz lammfromm, Kazooms Ohren hängen zur Seite und er trägt den Kopf auf Schulterhöhe. Es ist ihm sogar egal, dass uns zeitweise andere Pferde begegnen.
    Aufregend wird es erst, als wir den Pferden die Halfter abnehmen - das sattgrüne Gras scheint in den Vollblütern neue Lebensgeister zu wecken. Kurzerhand werden da mit wild geschütteltem Kopf Runden im Galopp gedreht, Dizzy muss sich erst einmal wälzen und Himmi hält in eindeutigen Gesten die Hengste auf Abstand. ("Die Henne im Korb … ", murmelt Marc an dieser Stelle.) "Es sind ja doch Vollblüter!", meint Frau Jonas über die Szenerie mit gespielter Überraschung und ich grinse unwillkürlich.
    Nun, da die Pferde glücklich und versorgt sind, überkommt mich die Müdigkeit wie ein Stein. Nur mit Mühe und noch deutlich stillschweigender machen wir es uns in dem LKW bequem, der für uns die nächsten Tage als eine Art Wohnmobil agiert, und beenden diesen Tag vergleichsweise frühzeitig, um 15:30.
    […]

    Anmerkung: mit dem vollständigen Text ist die maximale Zeichenanzahl des Beitrags überschritten.
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    Distanz M/S
    Tag 4 & Tag 5

    Gestern haben wir rein gar nichts getan. Sogar ausschlafen konnten wir, denn Helga hat am frühen Morgen für uns den Koppelzaun und die Pferdeanzahl kontrolliert und die Tiere gefüttert. So konnten wir unser Frühstück gegen 10 genießen, als auch die meisten Wanderer schon weitergezogen waren. Das einzig Aufregende, das passierte, war die Ankunft zweier neuer Wanderreiter - in Begleitung eines Braunen (Wallachs) und einer dunklen Fuchsstute.
    Die Pferde zu vergesellschaften, auf dem Terrain und dem eher eingeschränkten Platz, trauten wir uns nicht und so ließen wir den Neuankömmlingen den Stall und sperrten unseren Vollblütern und Quintus jenen ab. Das Wetter ließ es zu und für alle Fälle bekamen die Vierbeiner für die Nacht leichte Decken.
    Mit den Besitzern der Warmblüter kamen wir später noch in das Gespräch - sie machen einen zweitägigen Ritt und kommen aus einem nahegelegenen Tal, das wir auch noch überqueren müssen, zur Hütte und werden sozusagen heute mit uns in die gleiche Richtung reiten.

    So ist unsere Karawane am Morgen noch um zwei Pferde größer, die in der Frühe ihr Heu mampfen, während die Reiter eifrig satteln und Gepäckstücke puzzeln. Ich kann an dieser Stelle sagen, meinem Po hat der Ruhetag gut getan (den Anderen bestimmt auch; es beklagt sich niemand) und ich bin erneut voller Elan und Motivation. Das überträgt sich wohl auf Ashqar, der heute, wie ich beim Losgehen merke, auch schon wieder eine kleine Rennsemmel ist. Allgemein, alle Vollblüter scheinen mir recht aufgeregt und bis wir am Mittag das gesuchte Tal erreichen, ist es für Alle sehr schwer, die Pferde zu zügeln. Schließlich verabschieden wir uns dort aber von unserer warmblütigen Begleitung und folgen erneut einem Fluss flussaufwärts, also auf einem bequemen, breiten Wanderweg durch die karg bebäumte Landschaft. Hier können wir dann auch einige Strecken traben und, auf nicht so steinigem Grund, galoppieren. Das Wetter hält bis hierhin und wir sehen uns lediglich einer neuen Herausforderung gegenüber: Am Ende des Weges gibt es ein Tor, und zwar zu einer waschechten Kuhalm.
    Das Problem ist, als wir davor stehen, dass der Boden ein rostiges Gitter mit dachförmigen Metallstangen ist, unter dem ein Rinnsal aus Wasser entlangfließt. Nach Helga hält das wohl die Rinder vom Ausbruch aus - schlimmer ist, dass auch die Pferde, nicht einmal Quintus, darüber gehen wollen. "Dizzy könnte vielleicht drüber springen.", meint Marc dazu scherzhaft, während der Reihe nach die Pferde alle Viere in den Boden stemmen und partout nicht weitergehen wollen. Marcs Vorschlag ist aber wahrscheinlich aufgrund des Gepäcks nicht ernsthaft umsetzbar, wir probieren es gar nicht erst. Stattdessen steigen ausnahmslos alle ab und führen ihren Schützling, über das Gestänge, während der entsetzte Blicke nach unten wirft und ein wenig schwankt. Auf der anderen Seite stelle ich fest, dass das hier wahrscheinlich ein größeres Hindernis war, als das Geröllfeld vorgestern und Artemis gibt mir recht, während sie Bahars Hals streichelt.

    Unseren Weg, weiterhin durch das Tal am Fluss, setzen wir dann erstmal und erneut auf dem Pferderücken unbeirrt fort. Als wir die ersten Kuhglocken hören, bereiten wir uns auf Helgas Anweisung hin auf einen Ausbruch unseres Pferdes vor. Ashqar spitzt die ganze Zeit neugierig die Ohren, bleibt letztendlich aber ruhig, wenn auch nervös auf Abstand, als neben dem Weg plötzlich eine schwarz-weiße Kuh kauend im Gras liegt.
    Dizzy hingegen bleibt stehen und schaut das fremde Wesen mit gewölbtem Hals an, Bahar ist es wieder, der ungerührt weitergeht und bald darauf hinter Quintus die Gruppe anführt - Kazoom und Himmi haben es auch vorgezogen, einen größeren Bogen zu machen, weshalb Ann und Paul jeweils versuchen von oben Überzeugungsarbeit zu leisten, um ihre Pferde etwas näher an das Schwarzweiß zu bringen. So sollen die zwei den Respekt behalten, aber ihren Argwohn verlieren. (Helga und Artemis sind in dieser Zeit so lieb und warten weiter vorn auf uns.) Nach glatten zehn Minuten wendet sich das Blatt allerdings, da es der Kuh wortwörtlich zu bunt wird und sie deshalb aufsteht. Wir Reiter brechen unsere Annäherungsversuche daraufhin vorsichtshalber ab und beschließen, das Ganze bei nächster Gelegenheit und vielleicht geführt noch einmal zu versuchen.
    Zu unserem Glück (oder Pech?) begegnen wir aber keinen anderen Vierbeinern mehr; die einzigen Almbewohner, die wir noch zu Gesicht bekommen, sind vollkommen außer Reichweite oder wir sehen sie erst gar nicht und hören nur das Gebimmel. Insofern müssen wir jegliche Prozeduren in die Zukunft verschieben und Ann stellt im Weiterreiten fest, dass die ganze Tour eigentlich auch eine Art überdimensionales Schrecktraining darstellt.
    Jedenfalls erreichen wir eine gute Stunde später unbeschadet eine Straße. Sie mündet in Sichtweite in einen auf einer Seite von Fenstern durchbrochenen Tunnel - laut Helga ein weiterer Meilenstein auf dem Weg durch die Alpen. Wir blicken uns alle ein wenig unsicher an, als wir den Asphalt betreten; ein Tunnel, der zu beiden Seiten und nach oben hin geschlossen ist? Mit Pferden als Fluchttieren?
    Noch bevor ich etwas fragen kann, biegt Helga ab und nimmt einen Weg in Angriff, der mit Schotter befestigt ist und schlicht parallel zum Tunnel verläuft. Schon bald wird klar, dass dieser Weg sehr lang und monoton verläuft und wir ihm gut zwei Stunden folgen werden, bevor wir schließlich an der Straße in ein kleines Dorf im Tal absteigen. Dort werden wir im Übrigen auch unser Nachtlager aufschlagen.
    Aber vorerst steht der gelbe Schotterweg mit Tunnel und Berg zur Linken und einen Abhang mit Steinen und Wiese zur Rechten bevor. Hier scheint die Sonne ziemlich stark und es ist nicht windig, sodass Pferd und Reiter schnell in's schwitzen kommen. Außerdem nerven nun wieder Fliegen und Bremsen. Mit anderen Worten - ich bin sehr froh, als der Weg zuende ist und wir uns auf der Straße einreihen. Derartige Benimmproben sind inzwischen für kein Pferd mehr problematisch, nicht einmal für Himmawallajugaga. Und so kommt es auch, dass wir unsere Unterkunft, dieses Mal eine Scheune, am späten Nachmittag und bei strahlendem Sonnenschein erreichen.
    Schnell wird allerdings klar, dass das keine der luxuriösen Gasthäuser ist, in die wir bisher eingekehrt sind - die Räumlichkeiten beschränken sich auf die Fläche in der Scheune, ein Bad hinter einer Trockenbauwand und den vollen Heuboden, der uns als Bett und Nachtlager dienen wird.
    Die Pferde satteln wir also draußen ab und binden sie im Bauch der Scheune an einen etwas maroden Balken an. Er ist lang genug für alle, sodass wir jedem eine gehörige Portion Heu zuschaufeln können. Problematisch ist dann, dass wir noch einmal in den Ort müssen, um im Supermarkt Verpflegung für uns Menschen zu besorgen. Kurzerhand stellen wir auch fest, dass das beste Transportmittel für Nahrung für sechs Leute wohl ein Pferd ist. Bahar ist der unglückliche (und der ruhigste), der daraufhin noch einmal aufgezäumt wird und einen Sattel mit geleerten Taschen aufgelegt bekommt. Er folgt Artemis, Ann und mir ("Die Frauen kochen. Keine Frage." – Marc) ohne zu mucken, macht auch keine Fluchtanstalten und wartet brav mit Artemis vor dem Supermarkt. Außerdem ist er sehr geduldig, während wir Mädels uns nicht auskeksen mit dem erneuten Bepacken der Taschen. (Ann sieht Bahar irgendwann mitleidig an und meint, er habe es als Hahn im Korb wirklich nicht leicht mit uns. Recht hat sie.)
    Nach insgesamt fünfzig Minuten Einkaufsbummel kehren wir schließlich vollbepackt zu den Männern (um das Vokabular beizubehalten: In die "Höhle") zurück und picknicken später ganz spartanisch vor dem Scheuneneingang. Nachdem dann alle satt sind, holt jeder sein Pferd nach draußen und lässt es noch knapp zwei Stunden grasen - dann brich auch schon die Dunkelheit herein. Die Pferde müssen an diesem Tag tatsächlich angebunden schlafen und wir rollen unsere Schlafsäcke eben im Heu aus. Das geht, mal so eine Nacht.
    […]

    Anmerkung: mit dem vollständigen Text ist die maximale Zeichenanzahl des Beitrags überschritten.
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    Springen E/A
    "Ach komm, das ist doch nicht dein erstes Mal!", sage ich scherzhaft zu Distraction, während er mit krampfhaft an die Brust gezogenen Kopf versucht, sein Vorderzeug zu beschnuppern. Das trägt er nur, wenn es an den Sprung geht und gerade heute scheint den Rappen das brennend zu interessieren. Himmawallajugaga, die am Anbindebalken neben Dizzy steht, macht da einen entspannteren Eindruck: Sie entlastet und verscheucht mit ihrem Schweif die letzten Fliegen des Sommers.
    Der anbrechende Winter ist bei uns immer das Trainingssignal: Die Distanz- und Galopppferde genießen das Ende ihrer Sportsaison und für alle, die in der Dressur und dem Springen aktiv sind, beginnt die trainingsintensive Jahreszeit. Himmi und Dizzy sind ja das heutige Beispiel dafür. Beide kennen den Sprung, sollen aber heute auch Bekanntschaft mit der Anfängerstufe machen. Dafür werde ich mit Distraction arbeiten, während Paul so lieb ist, sich einmal mehr der Rappschimmelstute anzunehmen. Wobei ja zu bemerken ist, dass Paul sein eigenes Pferd hat - nur ist Rhodus eher ein Westernkandidat. "Schau, Dizzy. Kannst dir eine Scheibe von Himmi abschneiden!", sagt Paul auch in dem Moment scherzhaft, als ich darüber nachdenke. "Mädels sind halt wesentlich cooler.", füge ich deshalb an. Paul schnaubt missbilligend und bindet wortlos sein Pferd los. Ich tue es ihm nach und gemeinsam machen wir uns auf den Weg - einmal quer über den Hof - zu unserem einzigen Reitplatz. Mein Dad war so lieb, uns schon im Morgengrauen, unmittelbar nach dem Füttern der Pferde, die Sprünge aufzubauen. Auf dem Platz sind wir heute die ersten, sodass wir noch ein wenig das Bild der tauüberzogenen Stangen genießen können. Wo können wohl angesichts der klaren Luft und frischen Temperaturen von Glück reden, dass der Boden nicht gefroren ist.
    Zuerst führen Paul und ich nebeneinander unsere Pferde warm. Dann wird das erste Mal nachgegurtet und die Pferde bekommen Gamaschen, Streichkappen und Hufglocken angelegt. Ich kontrolliere noch einmal Dizzys Ausrüstung, bevor ich aufsteige und sowohl Bügel, als auch Zügel aufnehme. Paul tut es mir nach und im Nu sind wir auf der Bahn und reiten die Pferde unabhängig voneinander mit verschiedenen Bahnfiguren und Gangartwechseln warm. Erst nach etwa vierzig Minuten beginnen wir mit einigen Cavalettis und Sprüngen auf der E-Höhe und -weite. Die neue Stufe bauen wir von da an schleichend ein: nachdem Paul und ich registriert haben, dass unsere Pferde gut warm sind, erweitern wir die Gymnastikstrecke um ein höheres Kreuz am Ende der Reihe. Distraction setzt ohne zu zögern darüber und meistert die Höhe, während Paul Himmi ein wenig überreden muss. Die Stute schnaubt gleich danach ausgiebig, während ihr Reiter sie lobt. "Mach mit ihr mal den Graben!", weise ich Paul an und wende Distraction, um eine weitere Kombination aus höheren Sprüngen zu probieren. Weil Dizzy an dem letzten mit dem Hinterhuf hängen bleibt, muss ich bald darauf durchparieren und absteigen, um das Hindernis wieder ordnungsgemäß aufzubauen.
    Nach insgesamt zwei Stunden beenden wir dann das Training. Das grobe, grundsätzliche Ziel ist erreicht: Beide Pferde trauen sich die A-Höhe zu. Einen solchen Parcours fehlerfrei in hervorragender Zeit zu bestreiten, ist eine Frage des regelmäßigen Trainings und der Erfahrung. Für's erste ist Pauls und mein Job also getan.
    Distraction und Himmawallajugaga bringen wir wieder auf den Putzplatz, wo wir das Fell der schwitzenden Pferde aufrauen und abtrocknen und schließlich mit einer Abschwitzdecke zudecken. Bis das Fell wieder trocken ist müssen die beiden jetzt in ihre Boxen und wohl oder übel fressend ausharren - für den Nachmittag steht ihnen dann ein ausgiebiger Koppelgang bevor.


    Springen A/L

    Der erste Dezember ist bei uns auf dem Gestüt einer der letzten Termine des Jahres, an dem wirklich trainiert wird. Die Zeit danach ist für gewöhnlich eine Ruhephase, bis Weihnachten. Deshalb machen Ann, Carina, Paul und ich auch genau heute unsere Pferde fertig, um noch eine Runde zu springen - auf deutlich erhöhtem Niveau im Vergleich zu vor drei Monaten. Erschwerend hinzu kommt, dass die Kälte mittlerweile klirrend ist. Ohne eine Reithalle macht das das Erwärmen der Pferde deutlich langwieriger.
    Nichtsdestotrotz sind alle gut gelaunt: Eingemummelt in Daunenjacken und Thermoreithosen haben Ann und ich Yacedor Gepir und Distraction aus dem Stall geholt, während Carina und Paul im Hauptstall nach Himmawallajugaga und Earl Grey's Darjeeling gesehen haben. Nun arbeiten wir alle nebeneinander am Anbindebalken an der Säuberung von Fell, Langhaar und Hufen unserer Pferde.
    "Himmi hat keinen Mähnenkamm.", stellt Paul fest und Carina reicht ihm wortlos den von Early. "Danke.", sagt Paul und hebt die Hände. Mir entgeht das Blitzen in seinen Augen nicht, während er Carina noch einen Moment länger über den Rücken seines Pferdes ansieht. Auch Ann schnaubt abfällig und wendet sich dann Gepirs Hufen zu. Alle vier Pferde haben schon Winterfell - wenn auch Early deutlich mehr als die Tekken - und das Putzen und Streicheln hat wieder einen gewissen Teddybäreffekt. Das bedeutet auch, dass das Scheren bald ansteht. Während ich so darüber nachsinne, stupst mich Distraction mehrmals mit seiner weichen Nase an und ich kraule gedankenverloren seine Stirn. Den schwarzen Hengst habe ich mittlerweile richtig lieb gewonnen - vor allem, da er das einzige Pferd ist, dass ich derzeit aktiv im Springen trainiere. Anders geht es wohl Ann auch nicht, die im Sommer zwar Kazoom durch die Alpen geritten hat, ansonsten aber einen sichtbaren Hang zu Gepir hat, mit dem sie regelmäßig auf Dressurturniere fährt. Earl Grey's Darjeeling indes gehört Carina und ich muss zugeben, dass die beiden immense Fortschritte machen, vor allem in ihrer Beziehung zueinander. Paul hat ja eigentlich sein eigenes Pferd, ist aber so lieb - und vielleicht auch ein wenig begeistert vom Kontrast - Himmawallajugaga zu reiten, besonders im Springen.
    Insgesamt sind wir also ein recht optimistisches, vollblutlastiges Quartett, das seinen kurzen Weg zum nördlich gelegenen Reitplatz antritt. Dort wartet nämlich Olli schon auf uns, mit fertig aufgebauten Sprüngen der Stufe A und L. Wir grüßen alle freundlich und Oliver winkt, dann beginnen wir damit, unsere Pferde warm zu führen. Earl Grey's Darjeeling wird sogar von Carina longiert, bevor es and Nachgurten und in den Sattel geht. Das Warmreiten dann erfolgt in der Abteilung und in allen drei Grundgangarten, mit verschiedensten Bahnfiguren. So kommt es, dass wir den ersten Sprung erst nach knapp zwanzig Minuten des Aufwärmens machen. Distractions Fell dampft da schon, aber nichtsdestotrotz ist mein Pferd frisch und voller Elan und Ehrgeiz am Sprung. Es macht mir richtig Freude, den Knaben zu reiten. Ein paar Blicke zur Seite verraten mir, dass die kalte Luft auch auf die anderen eine belebende Wirkung hat - gut zu erkennen an den roten Wangen der Reiter.
    Als es an die neue Stufe und damit höheren Hindernisse geht - die im Übrigen uns allen aus dem Einzeltraining bekannt sind - wird die Situation noch ein wenig aufgedrehter. Während Carina mit Early souverän die neue Höhe meistert und die beiden sichtlich zusammenarbeiten, braucht Gepir anfangs ganz schön Überzeugung durch Ann, um den Absprung zu wagen. Der Cremello ist eben nicht so für den Parcours gemacht, sein "Fliegen" ist eher das der Galopppirouette. Nichtsdestotrotz schaffen es schließlich auch diese beiden Gesellen heile durch die L-Kombination.
    Dann sind da noch Paul und Himmi. Da ist es eher der Reiter, der zusehends Respekt vor dem Sprung hat. Beim ersten kleinen Oxer reißt Paul ganz entsetzt die Augen auf und äußert dann: "Krass, geht die da weit hoch." Ich lache herzlich über diese Reaktion, denn ich kann mich noch sehr gut an meine ersten Springstunden mit Spearmint erinnern. Da ging es mir ähnlich.
    Naja, und dann gibt es da noch Distraction und mich. Der Rappe mit dem mittlerweile kuscheligen, wenn auch etwas klammen Fell setzt ohne zu zucken über die neue Höhe. Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir die letzten Wochen vor Saisonende sogar schon einige S-Springen gemeinsam bestritten haben. Im Großen und Ganzen läuft dieses Training also mehr als glatt und vor allem ohne jeden Sturz und ja auch quasi ohne eine Verweigerung (Gepir hat nur gezögert … ). Nach insgesamt zwei Stunden im Sattel können wir deshalb glücklich aufatmen und absteigen. Es folgen noch schier endlose Runden des Trockenführens, bevor es zurück zum Putzplatz und für die Pferde zum Teil mit der Decke, zum Teil ohne auf die Koppel geht.


    Springen L/M

    Unsere Trainingsrunde ist geschrumpft. Und das, obwohl die Temperaturen für winterliche Verhältnisse mit 15°C recht lau sind. Nein, der Grund ist, dass Yacedor Gepir sein Springtraining angeschlossen hat. Seit einigen Wochen arbeitet Ann ihn wieder aktiv in der Dressur.
    Und so sind es nunmehr Carina, Paul und ich, dir Earl Grey's Darjeeling, Himmawallajugaga und Distraction auf dem Putzplatz zurecht machen und satteln. Meine Laune ist ausnahmsweise auf einem Hoch, weil Kira drinnen, bei meiner Mum, ist und Louis und Cedric bis zur Einstellung unserer neuen Stallknechte am Ende des Monats beim Ausmisten aushelfen müssen. Ich sehe sie also nicht.
    Mit einem Lächeln auf den Lippen streife ich also Distraction seine Trense über, während Paul Himmis Sattelgurt verschließt und vorsorglich die Steigbügellänge einstellt. Nebenbei redet er scherzhaft mit Carina. Es versetzt mir zwar einen Stich, aber ich muss mir wohl eingestehen, dass Paul dir Holländerin mehr als nur "ein bisschen attraktiv" findet. Sollte aus den beiden was werden, gönne ich es ihnen jedenfalls.
    Bis dahin - und für diese Gesprächsrunde - habe ich Dizzy. Der im Winter schwarze Hengst geht ruhig, aber aufmerksam um sich blickend, neben mir zum Reitplatz. Weil er ein bisschen quirlig scheint, nehme ich ihn zehn Minuten an die Longe, bevor ich mit Carina und Paul aufsteige.
    Der Parcours ist schon aufgebaut, aber Olli gesellt sich sicherheitshalber zu uns, die treue Seele, und überwacht aufmerksam unser Warmreiten.
    Es geht für alle ganz normal, wenn auch unabhängig voneinander, mit den Grundgangarten und Bahnfiguren los. Es werden viele Biegungen und Gangartwechsel geritten, bevor es tatsächlich erst an die Cavalettis, dann an die Gymnastiksprünge geht. Diese Art des Trainings läuft so schon seit Wochen für jeden von uns. Die einzige Besonderheit ist heute, dass die Sprünge in der letzten halben Stunde einige Zentimeter höher und manchmal auch länger sind. Dizzy scheint diesen Unterschied nicht zu merken, er fliegt über die Stangen, als wäre nichts gewesen. Manchmal reißt er, aber meistens ist unsere beide Konzentration so beisammen, dass die Kombinationen klappen.
    Carina und Early haben allerdings schon ganz schön zu tun. Auch, weil Early recht jung ist und besonders im Parcours noch ihren Takt finden muss. Außerdem fällt es Carina recht schwer, die Ruhe zu bewahren, als ihr Pferd immer und immer wieder reißt - aber immerhin springt. Trotzdem bin ich der Meinung, dass die zwei heute nicht ihren besten Tag haben und deshalb das Training einfach nach bestem Wissen und Gewissen in den kommenden Wochen fortsetzen sollten, um sicherer zu werden.
    Auch Himmi und Paul sind etwas durch den Wind. Paul hat augenscheinlich Angst vor der Hindernishöhe und der langen Flugphase. Zumindest glaube ich das in seinen Augen zu sehen. Umso erstaunlicher ist es, wie souverän sein Pferd die Höhe meistert: Himmawallajugaga scheint das Vertrauen zu genießen, dass Paul mangels Erfahrung in sie setzt. Sie scheint förmlich zu sagen :"Komm, ich nehme dich mit!". Das gefällt mir. Aber die Rappschimmelstute war ja noch nie unemanzipierte Frau unter den Stuten.
    Letztendlich ist die Springstunde so doch ganz erfolgreich. Alle haben die M-Höhe gemeistert - alles weitere bringt das kontinuierliche Training. Ich gratuliere Carina nach dem Absteigen, deren Wangen ganz rot sind, und Paul auch, obwohl der eher erleichtert wirkt, auf dem Pferd geblieben zu sein. Immerhin scheint auch er es schätzen zu können, was Himmi geleistet hat, denn er lobt sie überschwänglich und ist es am späten Nachmittag persönlich, der ihr das Kraftfutter bringt.
    Die Tekkiner und Early bleiben dann den Rest des Tages mit ihrer Decke auf den jeweiligen Weiden. Ihre Tagesaufgabe haben die Pferde zweifellos erfüllt.

    Die Kür
    Distraction, mein Guter, ist entsetzlich aufgeregt. Ich tätschele schon seit geschlagenen zehn Minuten leise redend seinen Hals,
    schon in Turnierkleidung und mit dem Helm auf dem Kopf. Dizzy lässt das ziemlich kalt, viel zu viele Menschen und Hengste sind heute
    hier unterwegs und sie alle haben einen ihm unbekannten Geruch und es ist laut und deswegen müssen die Ohren mitsamt dem Kopf ja sehr
    weit oben getragen und ständig gedreht werden. Ich kenne Dizzy nur so und so habe ich ihn sehr, sehr lieb. Niemand auf dem Hof hätte, als er
    bei uns ankam, resultierend aus einer Gestütsauflösung, dass sich der Hengst so gut machen würde. Heute ist er ein erstklassiges Distanz-, aber
    vor allem ein legendäres Springpferd. In der nächsten Saison werden wir zusammen unsere ersten Mächtigkeitsspringen bestreiten.
    Einfach weil Distraction es kann.
    Ein etwas anderes Kaliber ist da eine Körung. Ich bin heilfroh, als die Zeit so nahe rückt, dass ich mich mit meinem nervösen Pferd erst
    für einige Zeit auf den Abreitplatz und schließlich in die Halle schlagen kann. Nach dem Warmreiten ist mein Pferd schon ein bisschen ruhiger.
    Trotzdem (Springpferd!) hebt er sich immer mal wieder aus der Anlehnung oder wiehert schrill. Ich bleibe ruhig und reite auf den
    Aufruf der Nummer 12 schließlich erleichtert ein.
    Sobald wir die Halle betreten, trägt Dizzy den Schweif arg angehoben und kaut am Gebiss. Obwohl sein Trab bis X ganz schön tänzelnd ist,
    halten wir ebendort souverän. Ich grüße die Richter, die ich im Halbdunkel nur schemenhaft erkennen kann, und treibe Distraction dann
    sogleich in den Trab auf der rechten Hand. Er macht da einen kleinen Galoppsprung, ich fange ihn aber wieder ein und wir präsentieren
    einen ordentlichen Arbeitstrab, dann auch einen Mitteltrab auf beiden Händen. Anschließend galoppiere ich auf dem Zirkel bei C an,
    wechsle mit einem einfachen Galoppwechsel auf den Innengalopp der rechten Hand, während wir aus dem Zirkel wechseln. Die ganze
    Zeit über habe ich das Gefühl, auf einem Pulverfass zu sitzen - so reiterlich anstrengend war eine Körung für mich noch nie. Weil ich weiß,
    wie verkrampft und unleidenschaftlich mein Hengst geht, verlasse ich kurzerhand den Zirkel und lasse Distraction auf dem Hufschlag die
    Zügel lang, worauf der Dunkelbraune kräftig mit dem Kopf Schwung holt und zwei ausgelassene Runden mit mir galoppiert. Erst danach
    setze ich die Kür wie geplant fort - die Musik jetzt einmal außer Acht lassend. So kommen wir nämlich doch noch zu insgesamt einer
    ordentlichen Runde Schritt mit einem Wechsel durch die Länge der Bahn - eine halbe Runde auf jeder Hand in feiner Anlehnung
    und schließlich einem befreienden Schnauben, als ich Dizzy bei X erneut halte und die Richter verabschiede. Einige von ihnen
    schauen belustigt, andere mit steinerner Mine zu uns herab. Ich lächle seelig. Natürlich war das gerade ganz sicher keine
    Glanzdarbietung. Aber mein Pferd ist eben auch nicht für die Dressur gemacht.

    Dafür kann mein Pferd fliegen.

    2989 Zeichen / zeichenzaehler.de / (c) Cascar


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    Zuletzt bearbeitet: 2 Feb. 2018
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  3. sadasha

    sadasha Bekanntes Mitglied

    sadashas Teilnahme mit
    Raving Hope Slayer
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    Hengst
    21. Mai | 3 Jahre
    Rasse Englisches Vollblut
    Stockmaß/Endmaß 174cm
    Fellfarbe Dunkelbrauner
    Geno Ee aat nSty

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    Charaktereigenschaften
    Intelligent, Sozial, Loyal, Nervenstark, Temperamentvoll, Neugierig

    Vorgeschichte
    Raving Hope Slayer ist der einzige Nachkomme von Race is Hope, der auf dem Bear Brook EC gezogen wurde. Er soll einmal ein erfolgreicher Deckhengst werden.

    Beschreibung
    Der Umgang mit dem jungen Hengst ist unkompliziert, sofern man sich mit den typischen Vollblut-Eigenschaften anfreunden kann.
    An schlechten Tagen ist Raver etwas scheu und flippig, jedoch sind diese so selten, dass er insgesamt als nervenstarker und fast schon ausgeglichen und ruhiger Vertreter seiner Rasse durchgeht.


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    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten - | Eingefahren x

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L

    Lektionen der Dressur: E A L LM LP


    Springen E A L M S
    Show Jumping: E A* A** L M* M** S* S** S*** S****

    Military E A L M S

    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****
    Eventing (British Eventing, national): BE80(T) BE90 BE100 BE100Plus Novice Intermediate Advanced Intermediate Advanced


    Western E A

    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3
    Reining: LK5 LK4
    Trail: LK5 LK4


    Galopprennen E A L M S

    Ausgleichsrennen|Hindernisrennen: AIV AIII AII AI | AU AM AG
    Flachrennen: 800m 1000m 1250m 1500m 1750m 2000m 2250m 2500m 3000m 3400m


    Distanz E A L M

    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4 CEN*

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    Offiziell
    385. Galopprennen
    399. Galopprennen
    402. Galopprennen
    403. Galopprennen
    405. Galopprennen
    408. Galopprennen
    411. Galopprennen
    417. Galopprennen
    422. Galopprennen


    Inoffiziell

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    August 2016
    Richtnote: 6.88


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    Von Race is Hope
    Von Cataract Aus der Saphira
    Von Shirocco xx Aus der Nushin | Von Saphir Aus der Day and Night

    Aus der Slap Happy


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    Körpunkte
    Abstammung 4
    Schleifen 9
    HS 2
    TA 2
    Trainer 0
    Zubehör 2
    Gesamt 19


    Schleife
    HK

    Eingetragene Zucht Bear Brook EC
    Züchter/Herkunft Bear Brook EC
    Besitzer sadasha (Hunter Crowley)
    VKR/Ersteller sadasha

    Nachkommen
    keine

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    Letzter Tierarztbesuch 13. Februar 2018
    Gesamteindruck sehr gut


    Letzte Zahnpflege 13. Februar 2018
    Letzte Wurmkur 13. Februar 2018
    Letzte Impfung 13. Februar 2018


    Letzter Hufschmiedbesuch 23. Feburar 2018
    Ausgeschnitten/Korrigiert 23. Feburar 2018


    Beschlag vorne Aluminiumeisen
    Beschlag hinten Aluminiumeisen


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    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund
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    13. Februar 2018 | 3877 Zeichen von Calypso
    Rook's Bay Stables Mobiler Tierarzt | Tierarztbericht für Lady Lyneth Bowen, PFS' Savory Blossom und Raving Hope Slayer

    Es ging wieder mal zum Bear Brook EC zu Hunter Crowley. Ich freute mich jedes mal dorthin zu fahren, es war immerhin nicht so weit weg wie meine sonstigen Termine. Gegen Mittag kam ich an und wurde sogleich von Beth Carroll, einer Stallhilfe, in Empfang genommen. „Ich bin heute bei den Untersuchungen dabei, Mr. Crowley ist leider beschäftigt.“ erklärte sie mir und führte mich zu den Stallungen der Stuten. Dort wartete Lady Lyneth Bowen auf mich, eine über 1,90 m große Drum Horse Stute. Ich staunte nicht schlecht als ich sie sah und mich mit ihr bekannt machte. Beth holte sie aus der Box und band sie an. Ich musste mich schon ganz schön strecken um sie abtasten zu können und die kräftigen Beine erst waren nicht leicht aber machbar. Danach wurde sie abgehört und Beth führte sie mir im Schritt und Trab vor. Die Stute sah gut aus und so konnte ich gleich weiter machen mit impfen. Es war immer wieder erstaunlich wie ulkig sich doch die ganz Großen unter den Pferden bei Spritzen verhielten. „Hey Große ist doch alles gut, ist gleich vorbei.“ in einer ruhigen Minute stach ich gekonnt zu und lobte Lady Lyneth Bowen. Zum Schluss kontrollierte ich den Chip und bereitete dann alles vor für die Zahnbehandlung. Wasser und Stromanschluss war vorhanden und so konnten wir gleich loslegen. Da Lady Lyneth so groß war konnte ich problemlos in ihr Maul schauen. Das Maulgatter nahm sie schließlich dann auch kooperativ an. Zum Glück war nicht viel bei ihr zu machen, hier und da ein paar Haken ausgleichen. Das konnte ich alles mit der Handraspel machen, damit arbeitete ich auch viel lieber. Nach einer halben Stunde war ich mit den Zähnen fertig und Lady Lyneth durfte entlassen werden.
    Beth kam dann mit einer Englischen Vollblut Stute zurück, Savory Blossom. Die auffällig gezeichnete Stute war nicht so begeistert von meinem Besuch. Beth musste sie direkt am Halfter festhalten um kleine, bissige Attacken von ihr in Zaum zu halten. Ich hatte einiges zu tun um richtig an sie heran zu kommen und zu untersuchen. Selbst beim abhören brauchten wir etliche Versuche bis sie endlich etwas still stand. Beim Impfen genau das gleiche, es war die reinste Tortur für uns und das Pferd, wir versuchten sie ständig zu loben und zu beruhigen um Stress zu vermeiden. Nachdem der Chip kontrolliert wurde führte Beth die Stute ein paar Runden auf dem Hof umher. Ich machte derweil alles bereit für die Zahnbehandlung. Ich hatte sogar überlegt Savory Blossom zu sedieren für die Untersuchung, aber den Gedanken warf ich wieder beiseite, das würden wir auch so hinkriegen. Zuerst schaute ich mir die Zähne so an, ohne Maulgatter, dann musste es aber doch drauf. Nach einigen hin und her ergab sich die Stute ihrem Schicksal. Auch bei ihr mussten nur die Backenzähne ein wenig angepasst werden und dann war sie auch fertig. Ich strich mir die Haare hinter´s Ohr und atmete tief ein und aus. „Gut, dann mal her mit dem nächsten.“ Beth schmunzelte und führte die Stute weg. Ich packte meine Sachen zusammen, da wir in einen anderen Stalltrakt mussten. Dort angekommen packte ich wieder alles aus dem Auto und Beth brachte Raving Hope Slayer. Ein wunderschöner dunkelbrauner Hengst, wie ich fand. „Er hier sollte jetzt keine Probleme machen.“ erklärte Beth und ich musste unwillkürlich schmunzeln. Aber es stimmte, er ließ sich brav abtasten und abhören und selbst bei der Spritze war er so ausgeglichen. Sein Gangbild war auch unauffällig. Letzter Punkt für heute, nochmals Zähne. Raving Hope Slayer spitzte die Ohren und sah interessiert zu wie ich alles vorbereitete. Ein Blick in sein Maul und ich wusste gleich was zu tun war. Ein bisschen die Schneidezähne kürzen und das war´s dann auch schon. So langsam war ich wirklich geschafft von den paar Stunden und räumte meine Sachen zusammen. Dann übergab ich Beth die Wurmkuren für die drei Pferde und ließ liebe Grüße an Hunter bestellen.
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    23. Februar 2018 | 5436 Zeichen von sadasha
    Bear Brook Farrier | Hufschmiedbericht für Lady Lyneth Bowen, PFS' Savory Blossom und Raving Hope Slayer

    Müde starrte ich auf den Wecker neben mir und sah ihm dabei zu, wie er die Zahlen minütlich änderte. Es hatte etwas beruhigendes zu wissen, dass man ja ausschlafen konnte. Ohne Zwang konnte ich so lange im Bett liegen, wie es mir beliebt. Ächzend streckte ich mich und drehte mich auf die andere Seite, wo mich sogleich bestialischer Gestank begrüßte. “Urrgh, Pitch!” stöhnte ich heiser und richtete mich auf. Der schwarze Rüde legte seine Pfote auf die Matratze und sah mich auffordernd an. “Runter!” drohte ich ihm und er nahm die Pfote wieder weg. Winselnd lief er zur Tür und sah mich von dort aus an. Er war aufgeregt, ja gestresst. Kein Wunder, er war die letzten acht Stunden hier im Zimmer und musste sich bestimmt mal erleichtern. Immer noch angewidert von der unschönen Weckweise meines Hundes zog ich mich an und warf Pitch aus dem Haus, damit er seine “Morgenrunde” auf dem Hof drehen konnte. Währenddessen ging ich ins Bad und machte mich fertig, trank eine Tasse kalt gewordenen Kaffees und begrüßte dann mein Team. “Eh, Schlafmütze.” Isaac erkannte man gleich am irischen Akzent. Er saß gerade auf Lady Luna und ließ sie am lockeren Zügel über den Springplatz laufen. “Was gibt’s?” fragte ich stirnrunzelnd und verschaffte mir einen Überblick über den Platz. “Bevor du den ganzen Tag damit verbringst deinem Team im Weg zu stehen könntest du die drei Pferde neu beschlagen, die du bald auf der Zuchtschau präsentieren willst.” Issac sagte das zwar auf seine humorvolle Art, doch ich wusste dass es ernster gemeint war, als ein Außenstehender es wohl vermuten würde. Ich nickte. “Ich stehe meinem Team also im Weg?” wiederholte ich, doch Isaac ignorierte die Anspielung und nahm die Zügel der Vollblutstute auf um mit dem Training zu beginnen. Eigentlich wollte ich heute zu Käthe fahren. Aber Isaac hatte recht. Die drei Pferde mussten beschlagen werden, noch bevor es zur Prüfung ging. Nachdem ich eine Kleinigkeit gegessen hatte bereitete ich die Schmiede vor und schnappte mir dann den ersten Kandidaten. Raving Hope Slayer war heute guter Dinge. Neugierig streckte er mir seinen Kopf entgegen, als ich die Stallgasse entlang lief um sein Halfter zu holen, das irgendjemand verlegt hatte. Der Dreijährige machte sich großartig auf Pferderennen und ich konnte es kaum erwarten ihn auch in der Vielseitigkeit schulen zu können. Doch das musste noch ein paar Jahre warten. Motiviert kam der Schwarzbraune mit zur Schmiede und untersuchte Alles, was sich in seiner Reichweite befand. “Das kennst du doch schon.” sagte ich leise, während ich mir meinen Arbeitsgürtel umlegte in dem sämtliches Zubehör steckte, das ich am Mann brauchte. Mit ein wenig Gewalt löste ich die alten Eisen. Eines davon kam mir fast von selbst entgegen. Nicht mehr lange und es wäre abgefallen. Ich tat also wirklich gut daran Isaacs Rat zu befolgen. Nachdem die alten Eisen runter waren schnitt ich das alte Horn zurück und arbeitete den Strahl frei. Erst jetzt nahm ich die neuen Eisen zur Hand und passte sie den Hufen an um sie im Anschluss mit jeweils vier Kupfernägeln anzuschlagen. Zur Belohnung steckte ich dem Vollbluthengst eine Leckerei zu und brachte ihn auf seinen Paddock. Hier konnte er sich austoben und die neuen Eisen gleich einlaufen. Wo ich gerade bei den Weiden war holte ich auch gleich den nächsten Kandidaten ab. PFS’ Savory Blossom hatte heute keine Lust mit mir zu kommen. Sie stand in der hintersten Ecke der Stutenweide und trabte mit angelegten Ohren vor mir weg, als ich näher kam. Das Problem war nun, dass sich die junge Stute nicht mal mit Futter bestechen ließ. Dann bemerkte ich ein Lachen vom Weidenzaun. “Anstatt dich lustig zu machen, könntest du mir kurz helfen.” rief ich Isaac bestimmt zu, der daraufhin angelaufen kam. Er hatte gerade Lady Luna auf die Weide gebracht. Wenn er schon die Zeit hatte mir dabei zuzusehen, wie ich versuchte das Böhnchen einzufangen, konnte er mir genauso gut dabei helfen. Wir teilten uns auf und schafften es schließlich ihr das Halfter überzuziehen und den Strick einzuhaken. Isaac ließ das unkommentiert und so führte ich die Zicke wie Raver vor ihr zur Schmiede. Auch bei ihr musste ich die Eisen erneuern und das alte Horn zurückschneiden. Nur war Böhnchen eine ganze Ecke hibbeliger. Immer wieder zog sie mir den Huf weg, schlug mir ihren Schweif um die Ohren oder fummelte an meinem Gürtel herum. Es war anstrengend keinen zu haben, der diesen unruhigen Geist ablenken konnte, aber am Ende stand auch Savory Blossom frisch beschlagen und ausgeschnitten auf der Weide und war bereit für die Zuchtprüfung am Ende des Monats. Zu guter letzt war Lady Lyneth Bowen an der Reihe. Die schwere Stute brauchte einen Spezialbeschlag. Es war angenehm mit ihr ein ruhiges, ja sogar faules Pferd zur Schmiede zu bringen. Zwar waren ihre Beine und Hufe die schwersten, aber sie machte einem das Handwerk wenigstens nicht so schwer wie Böhnchen es tat. In aller Ruhe löste ich die alten Eisen und schnitt im Anschluss die Hufe aus. Zwischendurch steckte ich ihr das ein oder andere Leckerli zu, da sie wirklich sehr brav war. Schließlich nagelte ich auch bei ihr die neuen Eisen auf und entließ sie zurück auf die Stutenweide. Isaac lächelte mich zufrieden an, als ich ihn das nächste Mal traf. “Hiermit hast du offiziell die Erlaubnis deinem Team im Weg zustehen.” erklärte er mir, als würde er mir einen Orden überreichen. Doch ich hatte bereits andere Pläne für meinen Feierabend.

    Die Kür
    Wieder mal standen wir auf dem Gelände einer Hengstkörung. Wieder mal hatten wir auch einen eigenen Kandidaten dabei, der am Ende des Tages hoffentlich mit einer Zuchtzulassung vom Platz ging. Raving Hope Slayer hatte mit seinen drei Jahren schon einige Rennerfolge eingeholt und stand auch jetzt noch gut im Training. Seine Hengstqualitäten sind unübersehbar und das obwohl er noch nichtmal eingeritten ist. Als wir aufgerufen wurden führte ich ihn auf den Veranstaltungsplatz und grüßte die drei Richter. Entlang einer auf dem Boden liegenden Stange stellte ich den Hengst auf und ließ die Richter auf ihren Klemmbrettern schreiben. Als das kratzige Geräusch schließlich verstummte war das das Zeichen für mich mit meinem Hengst los zu laufen. Auf beiden Händen zeigte ich die drei Grundgangarten des Hengstes. Erst Schritt, dann Trab und schließlich Galopp. Da ich Raver jedoch ausbremste, dadurch dass ich nicht schnell genug laufen konnte baten die Richter darum ihn auch einmal Freilaufen zu lassen. Gesagt getan. Ich löste den Strick und ein paar Helfer hielten den jungen Hengst immer in Bewegung. Voller Enthusiasmus rannte Raver sogar einmal durch die Freisprunggasse, die er eigentlich gar nicht hätte nehmen müssen, als Rennpferd. Er kannte die Gasse von zu Hause und nahm die Sprünge mit Bravour. Nach ein paar Runden im Galopp fiel er in einen lockeren Trab und kam schließlich bei mir wieder zum Stehen. Stolz kraulte ich seinen Hals und wartete darauf, dass wir uns von den Richtern verabschieden konnten. Nachdem wir den Platz verlassen hatten warteten wir geduldig auf die Verkündung der Ergebnisse.
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  4. Zion

    Zion Bekanntes Mitglied


    Collin Jones (Zion) mit
    Wild Cherry
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    Wild Cherry
    (Cherry)


    Abstammung
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    Von unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt


    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt


    Exterieur
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    Hengst

    *2010
    (8 Jahre)
    Rasse: Lusitano
    Stockmaß: 164cm
    Deckhaar: Rotfalbe
    Abzeichen: x


    Beschreibung
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    Charaktereigenschaften:

    Ausgeglichen ●●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●● Unintelligent
    Sozial ●●●● Unsozial
    Begabt ●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●● Nervös
    Loyal ●●●● Untreu
    Gutmütig ●●●● Boshaft
    Nervenstark●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●● Faul


    ruhig | lieb | kontaktfreudig
    Wild Cherry - oder auch einfach nur Cherry genannt - ist einer der ruhigsten Hengste auf Green Hills und in keinstem Sinne wild. Er ist gutmütig, sanft und zeigt unterm Reiter einen gutes Maß an Mitarbeit. Im Umgang ist er schon beinahe anhänglich und in jedem Fall ein absolutes Verlasspferd. Auch wenn er stets Interesse an neuen Lektionen zeigt, muss er Schritt für Schritt an neue Dinge herangeführt werden. Er ist nicht der Überflieger und benötigt dementsprechend etwas Zeit, wenn es darum geht neue Aufgaben zu bewältigen. Menschen gegenüber ist er sehr aufgeschlossen, und dasselbe gilt für ihn in der Herde, wo er durch nötigste Maßnahmen von den anderen Tieren akzeptiert wird. Alles in allem ist Cherry ein wundervoller und allverträglicher Allrounder, der für jeden Spaß zu haben ist.
    Cherry wuchs bei seiner Züchterin auf und verbrahte seither ein vergnügtes Leben und kam schließlich zu uns.


    Besitzer: Zion
    VKR/Ersteller: Flair
    im Besitz seit: 25. Februar 2016
    Kaufpreis: x


    Qualifizierungen
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    ● Schleifenaufstieg ● Trainingsaufstieg ● Potential


    Dressur E A L M S S* S**
    Western E A L M S S*
    Springen E A L M
    Military E A L M
    Galopprennen E A
    Distanz E A L M S S*
    Fahren E
    Gangreiten E

    Erfolge
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    268. Westernturnier | 396. Dressurturnier | 293. Militaryturnier | 376. Westernturnier | 400. Springturnier | 380. Westernturnier | 382. Westernturnier | 340. Fahrturnier | 407. Westernturnier | 310. Distanzturnier | 207. Synchronspringenn | 423. Galopprennen | 369. Fahrturnier

    Inoffiziell
    -


    Zuchtverband
    -


    Ausbildung
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    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔


    Distanz- & Westernpferdeausbildung
    Einreiten ✔ | Einfahren x | Geländetraining ✔ | Gelassenheitstraining ✔ | Stangenarbeit ✔


    Abstammung: 0
    Schleifen: 11
    HS: 2
    TA: 0
    Trainer: 1
    Zubehör: 2
    Gesamt: 16


    Zucht
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    Schleife

    HK/SK


    Gencode: eeDd
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: x


    Nachkommen
    -


    Gesundheit
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    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt

    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x


    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert: 13.12.2017
    Hufbeschaffenheit: fest
    Hufkrankheit/en: x


    Beschlag vorne:
    Beschlag hinten:


    Zubehör
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    Dressurtraining E → A
    by Canyon | 29. Feburar 2016

    Spanien. Noch nie in meinem Leben war ich in diesem so tollen Land gewesen, obwohl ich immer noch nur einige Kilometer von der Grenze entfernt wohnte. Heute führte mich meine Reise jedoch mitten nach Andalusien, in den Süden Spaniens.
    Meine Freundin Fiona, welche erst seit kurzem hier lebte, hatte mich darum gebeten zwei ihrer Pferde zu trainieren und passend zum Land, waren es zwei Barockpferde. Fiona hatte mich eingeladen, das ganze Wochenende zu bleiben und natürlich hatte ich freudig zugestimmt. Ein Wochenende in Spanien, einfach nur perfekt!
    Normalerweise flog ich immer zu meinen Aufträgen, diesmal hatte ich mich allerdings dafür entschieden, mit dem Zug zu fahren und diese Entscheidung bereute ich im Nachhinein kein bisschen. Ich konnte meinen Blick kaum von der Landschaft lassen, so atemberaubend war sie, aus dem Flieger hätte ich dieses Erlebnis nicht gehabt!
    Nach etlichen Stunden Fahrt kam ich am Bahnhof an und wurde sofort von meiner Freundin Fiona begrüßt. Lange hatten wir uns nicht mehr gesehen, doch vor kurzem hatten wir wieder den Kontakt aufgenommen und gleich Pferde untereinander ausgetauscht.
    Die Fahrt zum Gestüt war noch angenehmer als die mit dem Zug. Fiona erklärte mir die Umgebung, erzählte lustige Geschichten und schwärmte von der traumhaften Landschaft.
    Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es um diese Jahreszeit bereits so warm hier war, denn das Thermometer im Auto zeigte 20° an und das war selbst für meine Verhältnisse sehr warm.
    Auch als wir auf dem Gestüt ankamen, konnte ich meinen Mund vor Staunen kaum noch Schließen. Es war alles zum Wohle der Pferde gebaut; Große Boxen, schöne Weiden und so einige Apparaturen, von denen ich nur Träumen konnte.
    Für heute hatte ich noch kein Training geplant. Immerhin war es Freitag und ich hatte eine lange Reise hinter mir. Morgen früh würde ich jedoch mit einem der beiden Hengste beginnen und den zweiten am Nachtmittag trainieren. Ich war echt gespannt, wie die beiden sich machen würden und ob ich mit diesen Rassen zurecht kam, denn auf einem Andalusier oder einem Lusitano hatte ich noch nie gesessen.
    Ich machte mir mit Fiona einen spannenden restlichen Tag und schloss mit El Montino und Wild Cherry bereits Bekanntschaft, bevor ich recht zeitig am Abend ins Bett fiel.

    Am nächsten Tag stand ich zeitig auf, immerhin hatte ich heute viel geplant und außerdem wollte ich Fiona im Stall noch etwas unter die Arme greifen, bevor ich mich dem Training des ersten Hengstes, Wild Cherry, widmen würde.
    Wild Cherry gefiel mir von Anfang an. Er hatte die richtige Größe für mich, natürlich eine wunderschöne Farbe und dann stimmte noch der Charakter. Was wollte man mehr?
    Nachdem ich Fiona weitestgehend im Stall geholfen hatte, begann ich mit Cherry. Wir hatten ihn gleich in der Box gelassen, sodass ich gleich anfangen konnte. Gemütlich putzte ich ihn und achtete Wachsam darauf, an welchen Stellen er sich besonders gerne kraulen ließ. Beim Training war es immer gut, Stellen zum Loben zu haben, die das Pferd auch als Lob empfand. Nach dem ausführlichen Putzen, sattelte ich den total entspannten Hengst und führte ihn zur Reithalle.
    Da auch der Hengst noch nicht allzu lange im Besitz von Fiona war, begann ich das Training gelassen mit ein paar kleinen Übungen. Cherry hatte genau das richtige Alter, um gewissenhaft an Dingen arbeiten zu können, weswegen ich mir keine großen Gedanken um einen Misserfolg machte.
    Ich führte den Hengst etwas in der Halle umher und machte zwischendurch einige Dehn- und Lockerungsübungen, welche der Hengst mit viel Elan mitmachte. Als ich der Meinung war, dass der Hengst soweit war, gurtete ich nach und stieg in den bequemen Sattel.
    Bereits nach den ersten Schritten merkte ich, dass sich Cherry perfekt und einfach reiten ließ. Er hatte einen ruhigen und gleichmäßigen Gang und schien sein Gleichgewicht gut im Griff zu haben. Es war die erste Stufenerhöhung für den Hengst und ich wollte ihm nicht gleich den Spaß an der ganzen Sache verderben. Das leichteste für die Stufe A waren wohl die neuen Bahnfiguren. Gefordert wurde nämlich eine 10m Volte, durch die Länge der Bahn wechseln und Schlangenlinien durch die ganze Bahn mit vier Bögen. Ich fing mit den Schlangen an, denn diese waren auch gut für die Dehnung des Pferdes und ich konnte mir gut vorstellen, dass Cherry diese Übung bereits kannte.
    Unser erster Versuch klappte bereits nahezu perfekt, der zweite war wieder etwas schlechter. Schade, Anfangsglück. Cherrys Bögen wurden auf einer Hand immer etwas kleiner als auf der anderes, was wohl daran lag, dass er sich noch nicht ganz gerade richtete. Ich ging mit ihm also statt einer halben Volte eine anderthalb Volte, um ihm länger Zeit zu lassen sich auf die Biegung einzustellen. Irgendwann war ich so zufrieden, dass ich das Training der Schlangenlinien beendete und mich dem nächsten Punkt zu wand. Die 10m Volte und auch durch die Länge der Bahn wechseln saßen nach einigem Üben im Schritt und im Trab perfekt, sodass ich mich schwierigeren Punkten zu wand.
    Da Cherry noch etwas mehr Kraft und Energie hatte, fing ich mit dem einfachen Galoppwechsel an. Auch hier war ich erstaunt, mit wie viel Ruhe und Gemütlichkeit er versuchte, die Lektion zu schaffen. Er brauchte etwas länger, aber irgendwann schaffte ich es, ihn beim aus dem Zirkel wechseln aus dem Galopp in den Schritt durchzuparieren und dann auf der anderen Hand wieder anzugaloppieren. Es klappte noch nicht immer, aber er schien es gut verstanden zu haben.
    Die nächste Lektion war das Viereck verkleinern und vergrößern und basierte vor allem auf der Schenkelgehorsamkeit. Es war eine Art des Schenkelweichens, welches in jeder A-Dressur gefordert wurde. Cherry schien hier das Lusitanoblut geerbt zu haben, denn das Schenkelweichen beherrschte er schon fast perfekt, sodass es für mich nur noch ein kleiner Schritt zum verkleinern des Vierecks war. Ich achtete besonders darauf, dass sich vorwärts und seitwärts die Waage hielten und Cherry nicht allzu schnell die Lust an dieser Lektion verlor.
    Die Aufgabe war recht einfach, ich wusste jedoch, dass es auf einem Turnier schnell schwieriger wurde, da eine unbekannte Umgebung das Pferd dazu brachte, sich zu versteifen und die Seitwärtsbewegung nicht mehr so einfach ging wie noch daheim. Deswegen arbeitete ich etwas mit knister Folie, welche ich an den Rand legte, um Cherry so an Gefahren zu gewöhnen.
    Das Training mit dem Hengst beendete ich mit meinen beiden Lieblingslektionen, dem Rückwärtsrichten und dem Zügel aus der Hand kauen lassen. Beide Übungen versuchte ich so schnell und so entspannt wie möglich dem mittlerweile verschwitzten Hengst zu lernen, da er heute bereits viel gearbeitet hatte und ich ihn nicht überfordern wollte.
    Zum Schluss ritt ich ihn am langen Zügel ab und ließ ihn dann, nachdem ich ihm Sattel und Trense abgenommen hatte, noch frei in der Halle laufen. Er hatte das Training heute wunderbar gemeistert und sich so etwas Vergnügen verdient, denn er durfte ab nun auf Stufe A in der Dressur laufen.

    Bis zum Nachmittag erkundete ich noch etwas das Gestüt und lernte all die netten Mitarbeiter kennen, welchen ich so über den Weg lief, bevor ich mich, als die Sonne nicht mehr allzu sehr schien, dafür entschloss mit dem Training von El Montino anzufangen. Mit dem noch recht jungen Hengst würde ich sicherlich mehr Nerven brauchen, denn laut der Beschreibung von Fiona konnte er feurig werden, wenn er nicht bekam, was er wollte.
    Er war ein wahres Prachtexemplar; dunkel, groß und mit langer Mähne würde er sicherlich auf jedem Turnier auffallen.
    Auch bei ihm ließ ich mir viel Zeit mit dem Putzen und ging dreimal durch seine lange Mähne durch, weil es ein tolles Gefühl war, etwas so flauschiges anzufassen.
    Doch auch bei ihm musste ich irgendwann mit dem Training beginnen, sonst würden wir heute ja gar nicht mehr zu Potte kommen. Ich sattelte ihn also und führte ihn, wie auch schon Cherry, zur Reithalle.
    Das Training mit Monti begann ich genauso wie das von dem Lusitano Cherry. Ich führte ihn durch die Halle, versuchte Vertrauen zu ihm aufzubauen, sodass auch er mir vertrauen konnte und begann dann mit einigen Dehn- und Lockerungsübungen.
    Auch Monti musste von der Stufe E nach A gebracht werden und ich war gespannt, wie sein Training werden würde, da ich ja jetzt den perfekten Vergleich zu Cherry hatte.
    Ich gurtete ihn nach und schwang mich in den bequemen Sattel des Hengstes. Ich saß kaum, da wollte Monti bereits los laufen, ich unterband das ganze so schnell wie ich konnte und brachte ihn durch eine kleine Volte zurück auf unseren Startpunkt. Dort ließ ich ihn mit lockeren Zügeln stehen, denn er musste lernen, dass er erst laufen durfte, wenn er den Befehl bekam. Ich merkte, wie er unter mir immer unruhiger wurde und nachdem jedoch keine Anweisung von mir kam, lief er wieder los. Wie auch schon vorhin, ritt ich eine kleine Volte und stellte ihn wieder an den Startpunkt. Obwohl es ihm nicht zu gefallen schien, hatte er verstanden, dass los laufen echt nichts brachte und blieb stehen, bis ich ihm kurze zeit später in den Schritt antrieb. Ich lobte ihn ausführlich, er hatte es schnell verstanden! Bei jungen Pferden war es meist so, dass ihnen die Geduld fehlte, es war also nichts ungewöhnliches.
    Da ich merkte, dass Monti noch ziemlich viel Energie hatte und es deswegen unklug wäre, mit ruhigeren Lektionen anzufangen, begann ich hier mit den neuen Gangarten. Nach der Erwärmung im Schritt, ging ich mit ihm einige Bahnfiguren aus der E-Dressur im Trab durch und begann dann mit der Arbeit des Mitteltrab. Perfektionieren konnten wir das heute nicht, aber ich wollte ihm die Anfänge beibringen, damit Fiona dann vielleicht selbst mit ihm an diesen weiterarbeiten konnte. Nach kurzer Zeit schien es dem Hengst jedoch schon zu langweilig werden, immer das gleiche zu üben, weswegen ich ihn an einer kurzen Seite in den Galopp brachte. Vergnügt tobte er sich aus und ich ließ ihn auch gewähren, einem Pferd mit zu viel Energie konnte man nur schwerlich etwas beibringen. Irgendwann verlangsamte ich sein Tempo jedoch wieder und übte mit ihm noch etwas den Mittelgalopp, welchen er viel schneller verstand als den Mitteltrab. Es schien, als wurde Monti mit jedem Schritt etwas ruhiger, sodass ich mich bereits nach kurzer Zeit dazu entschloss, mit den Lektionen weiter zu machen.
    Der Übergang vom Schritt zum Galopp lag ihm nicht ganz so, jedoch hatte er kein Problem mit der Kehrtwende auf der Vorderhand und dem Viereck verkleinern und vergrößern. Zwischen den neuen Lektionen baute ich immer wieder ein paar Tempoübungen und neue Bahnfiguren ein, damit das Training so abwechslungsreich wie nur möglich wurde.
    Monti hatte tolle Gangarten; Er ließ sich leicht aussitzen, machte große Schritte im Galopp und in allen Gangarten ließ er sich federleicht in der Anlehnung reiten. Ich fühlte mich mehr als wohl in seinem Sattel und als wir zum Schluss auch noch das Überstreichen im Galopp ohne größere Probleme auf die Reihe bekamen, war ich mit dem Fortschritt von ihm mehr als zufrieden.
    Mittlerweile war sein Fell stark verschwitzt und seine Gänge wurden immer holperiger, weswegen ich mich dazu entschloss, das Training zu beenden. Wie auch schon Cherry, ließ ich Monti in der Halle laufen und kaum war der Sattel von seinem Rücken verschwunden und die Trense ab, ließ er sich in den feuchten Sand fallen und wälzte sich ordentlich. Als er gekonnt wieder aufstand, war sein Fell eher Gelb als Schwarz und aus dem vorher so schönen Andalusier war ein ganz schön dreckiger geworden.
    Ich brauchte etwas, um ihn wieder einzufangen, aber mit viel Geduld hatte ich ihm irgendwann doch die Trense wieder über den Kopf gestreift und konnte ihn zurück zum Stall führen. Dort putzte ich ihn über und versuchte so viel Sand wir nur möglich aus diesem heraus zu holen, was mir auch ganz gut gelang, bevor ich ihn zurück auf seine Koppel brachte. Ich beobachtete den jungen Hengst noch ein paar Minuten dabei, wie er sich über seine wiedergewonnene Freiheit erfreute, bevor ich mich auf den Rückweg zum Haupthaus machte. Bereits in aller Frühe am nächsten Morgen, würde mein Zug mich zurück nach Frankreich bringen und ich wollte so ausgeschlafen wie nur möglich sein, um so viel von der tollen Landschaft bewundern zu können.
    Den Abend verbrachte ich gemütlich mit Fiona und nutzte die restliche Zeit dazu, ihr von den Fortschritten ihrer beiden Pferde zu erzählen und ihr gleich zu sagen, was sie mit ihren beiden Hübschen noch üben konnte, bis ich wohl bald wieder kommen würde.
    Am nächsten Morgen fuhr mich Fiona zum Bahnhof und noch knapp aber pünktlich erwischte ich den Zug, welcher mich zurück nach Hause bringen würde. Ich hatte die Zeit in Andalusien auf jeden Fall genossen und freute mich, Fiona und ihr Gestüt bald wieder besuchen zu können!
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    Da auch Rúriks zweiter Termin am Niederrhein war, ließ er die Kohlen sich in Ruhe abkühlen, während der Zeit gab er schon einmal die Adresse in das Navi ein. Der nächste Termin befand sich nur knapp 30 Kilometer von seiner momentanen Position entfernt. Rúrik besah sich die Weiden in der Umgebung, sah das große Stallgebäude und das stetige Treiben trotz der Kälte. Sie kroch ihm kaum in die Glieder, hatte er doch noch eben an der Esse gestanden. Der Hühne zog sich den Zopfgummi aus den langen Haaren, zog ihn sich über das Handgelenk und stieg anschließend in den Transporter ein. Es hatte eine Zeit gegeben da hatte er sich so ein festes Heim gewünscht, das war bald 15 Jahre her. Natürlich kehrte er von Zeit zu Zeit in das Haus seiner Kindheit zurück, seine Mutter war dort noch. Seine Frau hatte ihn mit dem Kind sitzen lassen, und nach dessen Tod hatte er sich in die Arbeit gestürzt.

    Seither war die Welt sein zu Hause geworden, es hielt ihn einfach nie lange an einem Ort, ganz als würde das Blut seiner Ahnen ihn dazu bringen. Manch ein Nordmann war auch selten zu Haus gewesen.

    Auch hier begrüßte den Schmied ein junger Mann, der ein wenig erstaunt schien über den Mann der da aus dem Auto stieg. “Ich geh Wild Cherry schonmal holen” erklärte er jedoch mit fester,klarer Stimme. Rúrik musste lachen. Er hatte nie verstanden wieso man solchen Geschöpfen lächerliche Namen gab. In den seltensten Fällen konnten die eigentlichen Besitzer etwas dafür, den Part hatten schon Züchter versaut. Rúrik hatte schon Pferde namens “Juhu Charlotte” und “Rosinante” gehabt. Wild Cherry - war da sogar noch annehmbar. Wie erwartet kam Herr Jones mit einem Fuchs aus der Box, er hatte einen zierlichen Kopf, der fast ein wenig zur Ramsnase neigte, hübsche Rehbraune Augen. Auf seinem Rücken war ein feiner Strich erkennbar, ein Fuchsfalbe also. “Wäre klasse wenn wir kurz raus könnten auf den Hof, dann läufst du ihn mir einmal vor - im Dreieck, auf mich zu, von mir weg und seitlich.” Herr Jones tat wie geheißen, anschließend machte sich Rúrik ein Bild des aktuellen Hufstandes. Eins fiel ihm sofort auf - die Hufe waren hart, aber spröde, es entwickelten sich bereits kleine Haarrisse, die bei Fortschreiten zu Problemen führen könnten. Aber zunächst kümmerte er sich um das normale Ausschneiden der Hufe.Während der Arbeit vorn legte der Hengst seinen Kopf auf Rúriks Rücken, ließ sich überhaupt nicht stören. “Ein ganz gelassener. Welche Rasse?” “Lusitano” kam die Antwort von Jones. “Gutes Tier! Aber auf die Hufe solltet ihr gut acht geben. Sie sind ein wenig spröde, im dunklen Huf fallen die kleinen Haarrisse nicht auf. Die könnten aber auch größer werden. Mein Tipp ist...nach dem Reiten nass machen und etwa zwei oder dreimal die Woche auch Ölen. Lasst ruhig die Finger weg von Huffett, das bildet meist nur eine Schicht und verhindert das eindringen von Wasser. Huföl eignet sich da besser. Ein altes Rezept meines Großvaters .- Leinenöl.” und genau solch ein hochwertiges Leinenöl kramte Rúrik nun aus dem Transporter, fischte einen Pinsel hervor und drückte beides dem Mann zunächst in die Hand. “Wässer die Hufe erst, lass es ein wenig trocknen und dann pinsel das Leinöl darauf. Ich mach in der Zwischenzeit hier sauber.”

    Der Schmied hatte gerade seine Arbeit beendet, brachte die Hufreste zum Müll als der Mann mit dem Öl wieder auf ihn zu lief. “Hier vergessen sie das nicht!” erklärte dieser Lächelnd, im Hintergrund sah Rúrik den Hengst interessiert an seinen Hufen schnuppern. “Ihm scheint es ja auch zu schmecken. Das da..” damit deutete er auf Pinsel und Öl “lass ich euch hier. Aber schaut auch unbedingt ob dem Burschen vielleicht Mineralien fehlen. Manchmal kann auch das ein Grund für spröde Hufe sein.”
    3727 Zeichen by Ravenna

    Die Körung
    Ich warf kurz einen Blick auf meine Uhr und setzte mich auf die Tribüne. Diesmal nahm ich an einer Hengstkörung teil. Die Tribünen füllten sich und nach einer kurzen Ansage durch die Lautsprecher begann die Körung. Zu Beginn wurde ein Hengst namens Raving Hope Slayer vorgestellt. „Und nun Wild Cherry, ein Lusitano Hengst mit Reiter Collin Jones!“ Also ist es kein Portugiese der reinen Rasse, sondern wie der Andalusier ohne Papiere. Nach einer kurzen Applauswelle folgte das Publikum wieder dem Geschehen. Collin parierte bei X und grüßte die Richter, anschließend ritt er im Trab ganze Bahn auf der linken Hand. Cherry schien sehr ruhig und konzentriert. Sie wechselten durch die ganze Bahn und präsentierten nun auf der anderen Hand ihren Trab. An der kurzen Seite der Halle parierte Collin durch und ließ Cherry im Arbeitstempo Schritt laufen. Im Schritt zeigte er noch die einfache Schlangenlinie, die den Rotfalben anscheinend langweilten. Auf der anderen kurzen Seite angekommen, wechselte durch die Länge der Bahn und ließ ihn im Schritt leicht untertreten. Wieder an der kurzen Seite angekommen, galoppierte Collin Cherry an und sie zeigten sowohl starken, als auch Arbeitsgalopp und auch eine Galopppirouette. Er ging auf den Zirkel und wechselte nach einer Runde aus dem Zirkel auf die andere Hand. Cherry begann zu kauen und schnauben und lief eine Runde Galopp, ehe Collin zum Schritt durchparierte. Collin ließ ihn aufmarschieren und hielt bei X an. Er grüßte die Richter erneut und trabte hinaus. Die Körung war vorbei und ich schaute mir die Pferde nochmals an. Cherry fand ich samt Collin am Hänger und konnte noch eim Bild des Lusitanos im spanischen Schritt einfangen. Nach einem kurzen Gespräch und Glückwünschen für das Ergebnis begab ich mich zum Auto und fuhr nach Hause. (1798 Zeichen - lettercount.com)

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    Zuletzt bearbeitet: 12 März 2018
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  5. Sunnyyy

    Sunnyyy Küken (°

    Sunnyyy

    mit Shadil
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    Steckbrief

    Spitzname: --



    Mutter:

    Muttermutter:

    Muttervater:

    Vater:

    Vatermutter:

    Vatervater:



    Geburtsdatum: 11.03.2004

    Alter: 14

    Geschlecht: Hengst

    Rasse: Arabisches Vollblut

    Farbe: Rappe

    Abzeichen: Blesse, v.l. Weiße Fessel, v.r. Weiße Fessel, h.l. Weißer Kronenrand, h.r. Weiße Fessel

    Augenfarbe: braun

    Stockmaß: 1,56 m

    Shadil hat einen edlen, aber sportlichen Körperbau. Die Farbe schwarz ist bei Arabern sehr beliebt, da sie relativ selten ist.



    Shadil ist ein wunderschöner, ausdrucksstarker Hengst, den nichts aus der Ruhe bringen kann. Sein liebenswerter Charakter, seine Leistungsbereitschaft und Rittigkeit zeichnen diesen Hengst besonders aus. Er lässt sich problemlos in Gegenwart von Stuten, Wallachen und Hengsten reiten. Shadil ist ein gelassenes Vielseitigkeitspferd, welches für jeden Reiter eine absolute Lebensversicherung darstellt.



    Zuletzt geimpft:

    Zuletzt entwurmt:

    Gesundheit: 100%

    Zuletzt Hufe gemacht:

    Beschlag: keiner



    Eingeritten: ja

    Eingefahren: nein


    Eignung: Dressur, Springen, Military, Western

    Springen: E A L M S* S** S***

    Military: E A L M S* S** S***

    Distanz: E A L

    Fahren: E A

    Dressur: E A L M S* S** S***

    Western: E A L

    Galopprennen: E A

    Zucht

    Züchter: –

    Zur Zucht vorgesehen: Ja

    Gekört/gekrönt: nein

    Gene: --

    Nachkommen:


    Besitzer: Sunnyyy

    Vorbesitzer: Rinnaja

    Ersteller: Stelli

    VKR: Stelli

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    48. Synchronspringen

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    386. Springturnier
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    392. Springturnier
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    170. Synchronspringen
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    171. Synchronspringen
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    172. Synchronspringen
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    190. Synchronspringen
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    192. Synchronspringen
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    193. Synchronspringen
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    194. Synchronspringen
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    480. Dressurturnier
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    382. Westernturnier
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    428. Galopprennen

    TA und HS Berichte
    30. Oktober 2017 | Hufschmiedbericht für Shadil | 2380 Zeichen von sadasha
    Als ich auf dem Gestüt Wolfsgrund ankam, strahlte die Sonne und versuchte gegen die klirrende Kälte des Herbstes anzukämpfen. Ich rieb mir wärmend die Hände und machte mich dann auf die Suche nach meiner Auftragsgeberin. Gerade als ich zwischen den beiden Hallengebäuden stand und überlegte welches ich als erstes überprüfen sollte, rief eine Frau quer über das Gelände: „Hier rüber, Mr. Crowley.“ Ich tat wie geheißen und begrüßte Shadils Besitzerin freundlich. Sie hatte den Araberhengst bereits gründlich geputzt und auch die Hufe gereinigt. Das gleißend schwarze Fell glänzte in der Sonne und wirkte wie Seide, während die Muskeln darunter sich bewegten. Nachdem ich mir ein Bild von seinen Hufen in der Bewegung gemacht hatte nahm ich das Hufmesser zur Hand und machte einen kleinen Probeschnitt in das herausgewachsene Horn des Hengstes. Es hatte eine gute Konsistenz wie sie für einen Araber typisch war und ließ sich hervorragend bearbeiten. Es wunderte mich nicht, dass er Barhufer bleiben sollte. Sorgfältig schnitt ich den Huf aus und raspelte zum Schluss die Hufwand zurück. Dafür bockte ich den Huf nach vorne auf und nahm beide Hände an die Feile. Shadil verhielt sich vorbildlich, fast desinteressiert. Seine Besitzerin erklärte mir, dass er ein absolut gelassener Hengst ist den nichts, wirklich überhaupt Nichts, aus der Ruhe bringen konnte. Dankbar über einen so souveränen Kunden ließ ich mir etwas mehr Zeit um die Arbeit zu überprüfen und ging erst dann zum nächsten Huf über, den ich nach dem gleichen Prinzip bearbeitete. Auch als andere Pferde vorbeigeführt oder -geritten wurden blieb der Rappe ruhig, schaute aber neugierig rüber. Immer wenn ich mich aufrichtete, gab ich ihm eine kurze Streicheleinheit zur Belohnung für seine Geduld. Als alle vier Hufe fertig ausgeschnitten waren und ich meine Arbeit mehrfach überprüft hatte, streckte ich mich durch und dachte einen Moment über eine mögliche Pflege nach. Schließlich fragte ich Shadils Besitzerin ob sie etwas dergleichen wünschte, doch sie verneinte. Die Hufe des Arabers waren in einwandfreiem Zustand und benötigten keiner weiteren Pflege als der, die sie eh schon bekamen. Verständnisvoll nickte ich und räumte mein Werkzeug zurück in den Wagen, während Shadil weggebracht wurde. Als meine Auftraggeberin zurückkam klärten wir das geschäftliche und verabschiedeten uns, ehe ich wieder heim fuhr.

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    Trainingsberichte
    Springen L Training
    Den letzten Monat habe ich Shadil für L Springen trainiert. Angefangen habe ich damit, dass ich ihn an der Longe höhere Hindernisse springen lassen habe. Die erste Zeit riss er öfter mal, aber er wurde immer besser und irgendwann schienen die hohen Hindernisse ihn gar nicht mehr zu erschöpfen. Als es soweit war, fing ich ihn auch über die Hindernisse zu reiten. Zu Anfang ließ es sich durch das Reitergewicht verunsichern und verweigerte und riss oft die Stangen. Doch ich wurde etwas strenger und ließ ihn spüren, dass ich über die Hindernisse rüber will. Zuerst etwas zaghaft, dann immer mutiger sprang er mit mir die Sprünge und bald schon konnte ich etwas entspannter Reiter, weil er schon fast von alleine sprang und seinen Spaß dabei hatte.

    (c) Sunnyyy

    Dressur A Training
    Shadil ist nun auch bereit für eine A Dressur. Er hat die neuen Lektionen sehr gut gelernt und hat sehr schöne Gänge. Er wird es als Vielseitigkeitspferd nochmal weit bringen.

    Kür (802 Zeichen)
    Endlich war es soweit, Shadil war bereit für die Körung. Ich führte ihn erst mal in die Bahn und grüßte die Richter. Dann ging ich ganz in Ruhe mit ihm eine Runde Schritt. Shadil ließ sich von dem Publikum gar nicht beirren. Nun machte ich den Strick ab und ließ ihn los. Mit dem Strick wirbelte ich, so dass Shadil antrabte. Er trabte eine ganze Runde, ehe ich ihn zum Angaloppieren aufforderte und er düste in Arabermanier durch die Halle. Als er sich etwas beruhigt hatte, ließ ich ihn durchparrieren und wenden. Auf der anderen Hand ließ ich ihn noch mal galoppieren und dann noch ein wenig austraben. Ich blieb in der Mitte der Halle stehen und ließ Shadil zu mir kommen. Als ich ihn wieder am strick hatte, ging ich noch eine Runde Schritt ehe ich die Richter erneut grüßte und die Halle verließ.

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  6. Elsaria

    Elsaria Liebe die welt und die welt liebt dich xD oder so

    Meine Teilnahme mit Butterfly Stanly

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    Steckbrief:
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    Hengst
    24.04.2015

    Trakehner
    Stockmaß/Endmaß 1,72cm
    Fellfarbe: Sealbrown
    Geno unbekannt

    ——————————————

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    Charaktereigenschaften
    Ausgeglichen, Unausgeglichen, Aufmerksam, Unaufmerksam, Intelligent, Sozial, Unsozial, Ruhig, Nervös, Loyal, Gutmütig, Aggressiv, Nervenstark, Scheu, Temperamentvoll, Faul

    Vorgeschichte

    folgt
    Beschreibung
    folgt
    ——————————————

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    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten x | Eingefahren x


    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L M S
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S

    Springen E A L M S

    Show Jumping: E A* A** L M* M** S* S** S*** S****

    Military E A L M S
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****

    Western E A L M S

    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Reining: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Cutting: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Barrel Racing: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Pole Bending: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Roping: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Hunter under Saddle: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1

    Galopprennen E A L M S
    Ausgleichsrennen|Hindernisrennen: AIV AIII AII AI | AU AM AG
    Flachrennen: 800m 1000m 1250m 1500m 1750m 2000m 2250m 2500m 3000m 3400m

    Distanz E A L M S
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4 CEN* CEN** CEN***

    Fahren E A L M S
    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4
    Ausdauerprüfung: CAI-M-A1 CAI-M-A2 CAI-M-A4
    Hindernisfahren: CAI-C-A1 CAI-C-A2 CAI-CA4

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    Offiziell

    3.Platz 475 Springtunier
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    2. Platz im 432 Western
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    3. Platz im 426 Gallopprennen
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    1.Platz im 335 Distanz
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    1.Platz im 371 Fahrtunier
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    2.platz im 427 Gallopprennen
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    3.platz im 482 Springtunier
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    3. Platz im 373 Fahrtunier
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    3.Platz im 437 Western
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    Inoffiziell
    keine

    ——————————————

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    Von Golden Jam
    Von Golden Ebano Aus der Silmpy´s Ronja
    Von Call him Crack Aus der Shew O´gold | Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der Petit Jayaprada
    Von Jacko Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt | Von unbekannt Aus der unbekannt

    ——————————————

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    Körpunkte

    Abstammung 4
    Schleifen 9
    HS 2
    TA 2
    Trainer 0
    Zubehör 2
    Gesamt 19

    Schleife
    HK/SK


    Eingetragene Zucht Gestüt Hochsetten
    Züchter/Herkunft gestüt Hochsetten
    Besitzer Elsaria / Alexandra(x)
    VKR/Ersteller Elsaria

    Nachkommen
    keine

    ——————————————

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    Letzter Tierarztbesuch unbekannt
    Gesamteindruck unbekannt

    Letzte Zahnpflege überfällig
    Letzte Wurmkur überfällig
    Letzte Impfung überfällig

    Letzter Hufschmiedbesuch unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert nein

    Beschlag vorne keiner
    Beschlag hinten keiner

    ——————————————

    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund



    Tierarztbericht:

    Tierarztbericht Butterfly Stanly 24.03.18


    Heute wollte ich meinen erfolgreichen Tunierhengst Butterfly Stanly untersuchen, da wir ihn schon für eine Hengstkörung vorbereiteten. Ich bat eine meiner Mitarbeiter mir den Hengst vorzutraben. Er lief einwandfrei und dann tastete ich seine beine ab, diese waren normal warm. Dann band ich den hübschen an und begann mit meiner untersuchung, nüstern zähne und Zahnfleisch waren in ordnung, die augen waren im datellosen zustand, dann tastete ich den hengst ab und hörte ihn ab, alles war in bester gesundheit. Nun konnte ich ihn impfen und dann war er für die körung bereit

    Hufschmied:
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    Hufschmiedbericht 22.3.18

    Heute stand eine einfache Hufkontrolle an. Der Trakehner Hengst Butterfly Stanly sollte alsbald an einer Körung vorgestellt werden. Die Musik aufgedreht und guter Laune trotz des grauen Wetter fuhr ich auf den Hof des Gestüts Hochsetten. Da ich davon ausging meine Schmiede nicht zu benötigen parkte ich auf dem Besucherparkplatz und lief erstmal ohne Werkgürtel in Richtung Haupthaus und Stallungen. Die Hofanlage war riesig und ich beschloss am Haupthaus zu warten. Bald schon kam eine junge Frau auf mich zu, die sich als Alexandra Winkler vorstellte. Als sie begriff dass ich der Hufschmied war bugsierte sie mich in den Stall und stellte mich ihrem Hengst vor, der geputzt auf der Stallgasse stand und sich ungeduldig umsah. Ich bat die junge Frau den Hengst vorzuführen, damit ich mir einen besseren Überblick verschaffen konnte. Auch als ich mir die Hufe und deren Eisen im einzelnen ansah konnte ich Nichts feststellen, das ich korrigieren müsste. "Wann war zuletzt der Schmied hier dran?" wollte ich wissen. Die junge Frau bestätigte mir dass er quasi frisch beschlagen war, sie aber die Papiere bräuchte um an der Körung keinen Punktabzug zu erhalten. Das wurde wohl beim letzten Besuch versäumt. Da auch ich nichts zu bemängeln hatte stellte ich Frau Winkler den Papierkram und der immer noch unruhige Hengst konnte wieder in seine Box. Ich machte mich nachdem Alles geklärt war wieder auf den langen Heimweg.

    Trainingsbericht:

    Dressur E-A - Rhapsody

    „Guck,“ sagte Cat mit geschlossenen Augen und einem zufriedenen Grinsen auf den Lippen. „Ich hab doch gesagt, es wird Frühling.“

    Sie sah Bernie und Leslie neben sich nicht, hörte nur Leslies schmatzendes Kaugummigekaue und Bernie Seufzen.

    „Da brauchst du gar nicht seufzen,“ sagte Cat. „Nur, weil ich mal Recht hatte.“

    „Ein sonniger Tag macht noch lange keinen Frühling,“ entgegnete Leslie, und Cat riskierte jetzt doch einen Blick. Ein Auge war zugekniffen, das andere einen Schlitz geöffnet. Durch ihre Wimpern sah sie die kleine Terrasse hinter dem Mitarbeiterhaus, auf denen die drei saßen, Bernie, die selbst die Augen geschlossen hatte, und Leslie, die mit einer Falte zwischen den Augenbrauen versuchte, ein Buch zu lesen.

    „Hier schon,“ bekräftigte Cat und streckte Leslie die Zunge raus. „Besser wird’s nicht mehr.“

    Zehn Minuten später schoben sich dann Wolken vor die Sonne und das wars mit der gemütlichen Auszeit. Gemeinsam mit Leslie und Bernie räumte Cat die Polster von den Stühlen und stellte das Geschirr in die Spülmaschine. Eigentlich war kein Regen gemeldet – aber wer wusste das schon.

    Widerwillig zog sich Cat wieder zurück. Im Gegensatz zu den anderen beiden hatte sie noch Arbeit vor sich. Seit einigen Wochen trainierte sie einen jungen Hengst – und jung war hier das Schlüsselwort. Gerade einmal drei Jahre war der Trakehner, und doch schon recht erfolgreich auf Turnieren unterwegs. Persönlich hielt Cat wenig davon – Dreijährige gehörten ihrer Meinung nach auf die Weide und noch nicht auf den Turnierplatz, aber das änderte nichts daran, dass Butterfly Stanly im Stall auf sie wartete.

    Um ehrlich zu sein, war Butterfly Stanly schon recht weit – das sah man selten. Bis jetzt schien er noch keine Probleme mit dem Dressurprogramm gehabt zu haben und arbeitete jedes Mal aufs Neue freudig mit. Trotzdem bekam er durchaus mehr Pausen, als anderen Trainingspferden gegönnt waren. Cat und Maggie arbeiteten vor allem an den Übergängen – wie bei vielen jungen Pferden fehlte hier der Fluss, der sanfte Übergang. Daran wollten sie auch heute noch feilen. Allerdings wurde Cat auf dem Weg zum C-Stall schon ordentlich nass. Es blieb also nur zu hoffen, dass die Reithalle frei war.

    War sie natürlich nicht. Maggie beharrte jedoch darauf, dass das Training auf keinen Fall ausfallen sollte, also stieg Cat in den Sattel und ritt den Hengst warm. Durch den anderen Wallach in der Halle war auch die Reiterin mit den Gedanken nicht zu hundert Prozent bei der Dressur – und doch bekam sie am Ende der Einheit ein Lob von ihrem Trainer. Aber heute waren die Übergänge deutlich flüssiger gewesen – es war nur zu hoffen, dass es so blieb.

    Es folgte ein Tag Pause, danach ein Tag leichtes Gymnastizieren. Dabei sah sich Cat schon mal an, wie es mit den Seitengängen bei Butterfly Stanly aussah. Die Wendung auf der Vorhand war schnell erreicht – das war schließlich Grundlage. Schwieriger gestalteten sich die Seitwärtsgänge fürs Viereck verkleinern und vergrößern. Es waren zwar nur ein paar Schritte, aber beide Beine zu kreuzen erforderte von Butterfly Stanly viel Konzentration, und auch, wenn der Hengst sonst sehr ausgeglichen war, war sein Kopf scheinbar woanders. Nachdem zwei Schritte seitwärts gut funktioniert hatten, beschloss Cat, das Training mit einem Erfolgserlebnis zu beenden und führte Butterfly Stanly wieder aus dem Longierzirkel.

    An der Hand lernte der Hengst die Seitwärtsgänge recht schnell – sowohl das Schenkelweichen als auch die ersten Ansätze fürs Viereck verkleinern. Im Sattel schien es aber irgendeine Blockade zu geben. Nach der dritten Sitzung beschloss Maggie schließlich, neue Seiten aufzuschlagen. „Morgen früh treffen wir uns beide zu einem Ausritt. Vielleicht löst sich dann der Knoten.“

    Mit Butterfly Stanly und Painted Blur ging es also den nächsten Morgen ins Gelände. Zuerst dachte Cat, dass es vielleicht einfach ein gemütlicher Ausritt sein würde, um ein bisschen die Seele baumeln zu lassen. Aber fünfzehn Minuten nach Aufbruch ließ Maggie ihr Pferd ein paar Schritte voraus traben und ließ Blurry dann den Schenkel weichen – von einem Rand des Waldweges zum anderen und wieder zurück. Ein paar Mal machte sie das, dann setzte sie sich hinter Cat und Butterfly Stanly. „Und jetzt du.“

    Cat war erst ein wenig perplex, doch sie nahm die Zügel an und schob den Hengst unter ihr mit einem Schenkel in die andere Richtung. Der Trakehner schien genauso perplex zu sein wie sie – mehr aus Überraschung und weniger als Reaktion auf die Hilfe ging er zwei Schritte seitwärts, ohne dabei stehen zu bleiben. „Jetzt nur noch ein bisschen beherzter,“ kam die Anweisung von hinten – also versuchte Cat es gleich nochmal. Es brauchte ein paar Anläufe, aber schließlich machte Butterfly Stanly genau das gleiche, wie es Blurry vorhin getan hatte – im Zickzack über den Weg. Schließlich klappte es so gut, dass Cat es nach der Rückkehr auf dem Hof gleich auf dem Reitplatz ausprobieren wollte. Von Maggie kam als Reaktion nur eine hochgezogene Augenbraue, aber sie widersprach nicht und stellte sich auch wie selbstverständlich an den Zaun. Cat konzentrierte sich darauf, den Hengst gleichzeitig zur Seite zu schieben und nach vorne zu treiben – und dann klappte es wirklich. Überglücklich glitt sie aus dem Sattel und klopfte den dunklen Hals des Hengstes. Wieder eine Lektion, hinter der sie einen Haken setzen konnten.

    Ein paar Tage lang arbeiteten die beiden nur an bereits Bekanntem – sie festigten die Seitwärtsgänge, das Rückwärtsrichten und die Übergänge, feilten an den 10m-Volten und dem Zügel aus der Hand kauen lassen. Dann kam aber auch schon das nächste Problem: das Überstreichen im Galopp. Hier merkte man Butterfly Stanlys junges Alter besonders – er war noch nicht ordentlich ausbalanciert und tat sich deshalb schwer, sich ganz ohne Hilfen selbst zu tragen. „Das sprengt eindeutig den Rahmen des Trainings,“ entschied Maggie. „Wir kriegen ihn nicht in den nächsten Wochen soweit, dass er sich ausbalanciert und perfekt selbst trägt.“

    Cat nickte langsam. Sie saß in Maggies Büro, in Strümpfen, weil Stiefel aller Art hier verboten waren. Ihre Zehen zog sie eng an den Fuß heran – es war fast ein bisschen kalt. „Du schlägst also vor…?“

    Maggie seufzte. „Ich werde der Besitzerin die Situation erklären. Den Rest hat er gut mitgemacht, hier stoßen wir einfach an eine Grenze, die wir als Fremde nicht lösen können.“ Sie hielt kurz inne. „Ich hoffe nur, sie versteht das.“

    Ein paar Tage später verließ Butterfly Stanly dann das Gestüt wieder.

    Körung:

    Es war soweit ich konnte mit meinem Trakehnerhengst an einer Hengstkörung teilnehmen. Er war sehr erfolgreich auf den Tunieren gewesen. Früh morgens hatten wir den sealbrown hengst fertig gemacht und nun waren wir auf den Weg zur körung. Ich war aufgeregt, ich hatte den Hengst gerade mal guten 1 monat und schon war er ein kürkandidat. Ich hoffte die Richter wären auch so begeistert von ihm wie ich. Ich war nun auf dem Hof angekommen. Hazel half mir den hengst fertig machen ich holte in der zwischenzeit unsere Nummer ab. Wir waren die 5 paar für heute. Das ließ mir etwas zeit meinen hengst aufzuwärmen. Ich schwang mich auf den Sattel und ging zum aufwärmeplatz picka unser hund der überrall dabei ist, begleitete uns. Nach ca 10 minuten wurden wir aufgerufen.

    In einem lockeren Trab ritten wir in die halle ein und hielten wir bei X an und grüßten die richter. Wir zeigen eine kurze Dressurübung vor, da Stanly eher ein Springer war. Wir zeigten die Grundgangarten auf der rechten und sowie der linken seite vor und eine piaffe zeigten wir auch. Nun wurde ein kleiner pacour aufgebaut, mit einem kreuzer oxer und einem in and out sprung. Ich bereitete meinen Hengst auf die sprünge vor und er war konzentriert bei der sache. Wir ritten das erste hinderniss an es war der kreuzer . Wir sprangen sauber rüber und schon kam der oxer auch das war kein problem als letztes kam einen in and out sprung. Wir rissen keine stangen. Ich klopfte meinem Hengst den hals und ritt ihn wieder in die mitte der halle und verabschiedeten uns von den richtern. Im trab verließen wir die halle.
    (geprüft: lettercount:1584)
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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20 Apr. 2018
  7. Sosox3

    Sosox3 Bekanntes Mitglied

    Roanoak Stables
    Cornet
    -
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    -
    Steckbrief:
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    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Abstammung

    Von Cornet Obolensky
    Von Clinton Aus der Rabanna van Costerfeld
    Von Corrado Aus der Urte I| Von Heartbreaker Aus der Holivea van Costerfeld

    Aus der Louisa
    Von Ex Libris Aus der Patrizia
    Von Elan xx Aus der Aphrodite| Von Pandur Aus der Rommi

    Exterieur

    Oldenburger
    02.01.2014| Hengst| 179cm

    Dappled Grey | Apfelschimmel
    Ee Aa Gg

    Interieur

    Cornet stammt aus einer einmaligen Paarung von Cornet Obolensky und Louisa,wobei er direkt und deutlich seine Veranlagung im Springsport zeigt. Angeritten und schon mehrfach platziert im Springen, wurde er in Vechta auf der 87. Eliteauktion verkauft wurde für einen sehr hohen Betrag. Nathan sah in ihm eine hohe Bereicherung für unsere Zucht und ergriff die Chance. Cornet hat ein sanftes und freundliches Wesen und eine exzellente Manier am Sprung gepaart mit viel Go. Er wird wohl in die Fußstapfen seines Vaters treten.

    Besitzer: Nathan Scott (22)
    Züchter: Unbekannt, Deutschland
    VKR/Ersteller: sadasha
    Kaufpreis: - Joellen
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    Platzierungen 7/1/3
    Trainingsstatus aktiv
    Registriert in -

    Dressur E A L
    Springen E A L M S S* S** S***

    Klasse E
    440. Springturnier, 3. Platz
    215. Synchronspringen, 1. Platz
    216. Synchronspringen, 1. Platz
    218. Synchronspringen, 1. Platz
    219. Synchronspringen, 1. Platz
    220. Synchronspringen, 1. Platz
    459. Springturnier, 3. Platz
    460. Springturnier, 1. Platz
    461. Springturnier, 2. Platz
    224. Synchronspringen, 1. Platz
    467. Springturnier, 3. Platz




    Inoffiziell
    -

    Zuchtverband

    [​IMG]
    Zuchtverfügbarkeit [​IMG] Geschlossen [​IMG]
    Zuchtbedingungen:
    -
    Eingetragene Zucht: Roanoke Stables
    Decktaxe: -


    HK

    Züchter/Herkunft: Unbekannt, Castop-Rauxel
    Nachkommen: [​IMG]

    [​IMG]
    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund

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    Tierarztbericht:
    7. 11.2017 | Quinzel | 6156 Zeichen
    Wir fuhren mit hundert-zwanzig Sachen auf der Autobahn. Mission war eine Kaufuntersuchung für einen jungen Oldenburger namens Cornet. Aus der Stereoanlage dröhnten die top fünfzig 80er Jahre Hits, grade war Barbra Streisand mit „Woman in Love“ zu hören. Aus dem Augenwinkel konnte ich beobachten wie meine Assistentin Kathrin, zarte dreiundzwanzig Jahre jung, leicht beschämt aus dem Fenster blickte. Zielort war Roanoak Stables, ein Zuchtgestüt, das sich auf die Oldenburger spezialisiert hatte und bekannt für seine Erfolge im Springsport war. Wir bogen links in die Einfahrt ein, wo wir bereits erwartet wurden. Ein junger Mann, grade mal Anfang zwanzig, stand bereits dort und lächelte uns an. Der junge Mann stellte sich als Nathan Scott vor und rechte mir die Hand. Ich erwiderte die Begrüßung und stellte mich und meine junge Assistentin vor. Nach einem kurzen Gespräch wurden wir zum Putzplatz geführt, wo Cornet, der drei jährige Hengst bereits auf uns wartete. „Also Impfungen gegen Tetanus, Influenza und Herpes, eine Wurmkur, eine Zahnkontrolle, eine Blutprobe und zuletzt wird der Gute auch noch gechippt – das volle Programm also“, informierte ich meine Assistentin, diese nickte nur. Ich stelle meine Tasche neben mir ab und musterte Cornet. „Auf den ersten Blick sind keine Mängel zu erkennen“, informierte ich den Hofbesitzer. Auch seine Haltung, Knochen und Gelenke sah sehr gesund aus. Danach untersuchte ich die Schleimhäute nach Feuchtigkeit und Infektionen. Die Farbe hatte ein gesundes Pink – es waren keine Auffälligkeiten zu finden. Darauf untersuchte ich die Augen. Ich hob das Augenlid hoch und untersuchte die Sklera, dies wiederholte ich dann beim rechten Auge. Nachdem ich an verschiedenen Stellen Cornets Puls gemessen habe, konnte ich auch einen gesunden Puls von 32 Schlägen pro Minute feststellen. Ich hörte noch die Lunge und den Magen-Darm-Trakt ab, auch hier war nichts Auffälliges zu hören. „Cornet macht durchschnittlich 12 Atemzüge pro Minute, das ist im grünen Bereich“, informierte ich meine Assistentin Kathrin, die eifrig Notizen machte. Zu guter Letzt kontrollierte ich noch die Temperatur an verschiedenen Körperstellen. Nachdem ich dann alles abgetastet und abgehört hatte, gingen wir über zur Blutabnahme. Kathrin entpackte die Spritze für mich und holte Vacutainer und Medibox aus meiner Tasche. Ich bedankte mich bei ihr und drehte mich dann zu Nathan. „Passen Sie auf, dass er ruhig bleibt. Wir nehmen ihm jetzt Blut ab.“ Als nächstes desinfizierte ich die Stelle am Hals mit Alkohol und tippte mehrmals die Stelle an, wo die Nadel eingeführt wird, damit sich Cornet allmählich daran gewöhnt. Kathrin drückte die Drosselvene zu, dass sie leicht anschwoll. Vorsichtig stoß ich die Spritze in die Vene und zog den Kolben zurück. Cornet zuckte kurz zusammen, stand das aber tapfer durch. Ich legte meinen Daumen auf die Stichstelle und zog die Spritze vorsichtig raus. Meine Assistentin presste ein Mull auf die Stichstelle, während ich die Flüssigkeit in den Vacutainer füllte und die Spritze in der Medibox entsorgte. „Das hast du gut gemacht! Aber das ist heute leider nicht die letzte Spritze“, lobte ich den jungen Hengst. Nun ging es weiter mit der Wurmkur. „Sie haben mir seine Größe und sein Gewicht telefonisch durchgegeben und wir haben uns auf Fenbendazole geeinigt. Von einer Resistenz ist ja nicht auszugehen. Wir haben die Paste in diesem Präparat vorbereitet.“ Ich deutete auf die Plastik-Spritze in meiner Hand. Ich klärte noch ab, wann Cornet zuletzt gegessen und getrunken hatte, danach stand der Wurmkur nichts mehr im Wege. Cornet war ruhig und ließ mich das Präparat einführen. Nachdem ich die Paste introduziert habe, hob Kathrin Cornets Kopf hoch. „Das wäre dann auch geschafft.“ Der Hengst reagierte gut auf die Paste und spuckte sie nicht aus. „Gut, jetzt impfen wir dich. Das machst du alles sehr gut!“ Kathrin gab mir eine neue Spritze in die Hand, ich entfernte den Deckel der Nadel und füllte sie mit der korrekten Dosis aus der Impfflasche. Ich klopfte die Spritze an, damit keine Luft mehr darin ist und die letzten Bläschen verschwinden. Kathrin hatte die Stelle am Hals bereits mit einem in Alkohol getränktes Mull bearbeitet. Wieder klopfte ich leicht auf die Stelle, wo die Nadel hinkommt, ehe ich dann die intramuskuläre Injektion durchführte. Diesen Prozess wiederholte ich dann für die Herpes- und Influenzaimpfung. Mithilfe des Besitzers blieb der Oldenburger ruhig und wurde dementsprechend belohnt. Anschließend reichte Kathrin mir die Maulsperre und als erstes kontrollierte ich, ob alles an Ort und Stelle war, wo es hingehörte. Seine Zähne waren unversehrt und alles in allem waren keine Probleme zu erkennen. Danach bearbeitete ich noch die untere rechte Kaufläche und korrigierte diese so, dass diese wieder eben war. Zu guter Letzt brauchte der junge Hengst noch ein Chip. Ich identifizierte die Stelle am Hals, wo der Chip hinkam und desinfizierte die Oberfläche wieder mit Alkohol. Knapp einen Daumen unterhalb des Haaransatzes setzte ich den Chip ein, Cornet zuckte nur kurz zusammen, da war der Chip schon unter der Haut. Mit dem Lesegerät kontrollierte ich, ob der Chip sich scannen ließ. Dies klappte ohne Probleme und ich trug die Nummer in seinem Pass ein. Das war es auch schon und der Hengst durfte zurück in seine Box. Ich erklärte Nathan, dass sein Oldenburger topfit war und seiner Karriere im Sport nichts im Wege stand, aber dass er es mit dem Training die nächsten Tage langsam angehen soll wegen der Impfungen. Anschließend füllte ich den Impfpass aus und erinnerte Nathan daran, dass die Impfungen gegen Herpes und Influenza in 6 Monaten wiederaufgefrischt werden müssen. Außerdem sagte ich ihm, dass ich binnen der nächsten 7 Tage noch einmal telefonisch auf ihn zukommen würde wegen der Laborergebnisse, ehe er sich bedankte und wir uns verabschiedeten. Das Blutbild sah wie erwartet sehr gut aus. Die Leukozyten und Erythrozyten Werte lagen im Normalbereich und der Hämoglobin Werte entsprach auch dem korrekten Wert der Leukozyten. Die Unterlagen wurden an Roanoak Stables geschickt mit der Mitteilung, dass Cornet kerngesund und fit ist.
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    Hufschmiedbericht:
    Dezember 2017

    Das Feuer begann schon bald in der Esse zu glühen. Vor etwa einer halben Stunde hatte ein netter Bursche namens Nathan Scott, Rúrik in Empfang genommen. Der hatte nicht schlecht geschaut mit welchem Equipment der Hüne auffuhr. “Am besten, bringst du mir das Pferd hier ran und hältst ihn fest.” brummte Rúrik dem Leichtgewicht zu. Nathan nickte. In der Zwischenzeit räumte Rúrik die Esse aus dem Transporter, den Blasebalg und auch den großen Holzblock mit dem Amboss darauf. Den Sack mit Kohle kippte er gerade in die Esse und hatte das Feuer entzündet als er das klippklapp von Hufen mit Eisen wahr nahm. Der bärtige Mann hob kurz den Blick, band sich die Schürze enger um die Hüfte und beobachtete das Pferd.

    Nathan führte einen hübschen Apfelschimmel neben sich her. Sein feiner Kopf schaute nach vorn, seine Ohren spitzen sich nach vorn als er dem Fremden gewahr wurde.”Mhm, wunderschönes Tier.” brummte Rúrik wohlgesonnen in seinen Bart, nicht ganz sicher ob auch Nathan die Worte gehört hatte. “Die Esse braucht noch ein wenig. Lass mich den Burschen erst begutachten. Lauf im Dreieck, einmal von mir fort, sodass ich ihn seitlich sehe und auf mich zu. Einmal im Schritt und einmal im Trab. Nathan wechselte die Seite damit er beim Dreieck nicht im Weg war und die Sicht blockierte.

    Aufmerksam nahm der Hühne sein Kundenpferd in Betracht, der Hengst hatte einen kräftigen Schritt mit genügend Go, sein Trab war balanciert, seine Hinterhand noch ein wenig flach während des Laufens. “Genug bring ihn mal her.” wie bei einem Hund gab der Hühne dem Hengst die Hand, wachsam schnupperte er daran, schnaubte - diese Reaktion kannte der Schmied von den sensiblen Tieren, sie rochen das Feuer an ihm. Ein Element vor dem sie unter normalen Umständen flüchteten, der Hengst jedoch sah beinahe neugierig in die Esse hinein. Rúrik besah sich auch nochmal die Beine einzeln, dann griff er nach seinem Wekzeug um die Eisen zu entfernen, die bereits drauf waren. Wohlwollend nahm er wahr, dass auch sein Vorgänger gute Arbeit geleistet hatte.

    Anschließend verschwand er in seiner Werkstatt im Transporter, wählte drei Eisen und schaute welche davon besser an die Hufe des Hengstes passen würden. Anschließend nahm er sich seinen Bock, stellte den Huf darauf und brachte sie ihn eine natürliche Form. Während der Arbeit zappelte der Hengst ein wenig herum, was der Hühne mit seiner Geduld einfach geschehen ließ. Als der Hengst noch einmal den Fuß weg zog, ließ er ihn erst auf den Boden. “Hör zu mein Junge, ich weiß das ist furchtbar spannend, aber steh ruhig, dann sind wir schnell durch.” lachte Rúrik, strich dem Hengst über die Stirn und fuhr fort. “Cornet ist noch nicht lange hier, daher ist er etwas aufgeregter.” Rúrik winkte nur ab - er war schlimmere Pferde gewohnt.

    Dann fuhr er mit dem eigentlichen Teil der Arbeit fest, erhitzte das Eisen in der Esse, hielt es mit der Zange sicher fest und führte den ersten Schlag aus. Cornet zuckte kurz zusammen, dann beobachtete er die Arbeit des Schmiedes. Anders der gängigen Meinung drosch Rúrik nicht auf das Eisen ein, es brauchte sachte, langsam platzierte Schläge um dem Eisen die Wunschform zu verpassen.

    Allerdings brauchte es nach dem Anpassen an den ersten Huf etwas länger die Stollen in das Eisen zu drehen. Zweimal flutschen ihm die kleinen Teile aus der Hand, auf den Boden und er musste sie erst von dort auslesen. Die restlichen Hufe gingen ihm fix von der Hand - denn er ließ einfach Nathan die Stollen eindrehen. Erstaunlich ruhig stand der Hengst während des Nagels. Nach Beednung gab Rúrik ihm ein Stück der Karotte in seiner Arbeitsschürze. “Vielleicht ein wenig warm, aber schmecken tut sie wohl.” lachte er als der Hengst das Stück gierig nahm. “Ich habe für hinten zwei Eisen genommen die etwas schwerer sind, damit auch die Hinterhand ein wenig aktiviert wird. Aber wenn er eh noch neu ist, macht ihr euch im Training eh erst vertraut.”
    4280 Zeichen by Ravenna

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    Körung:
    „Ey, siehst du den jungen Schimmel da, der wäre doch perfekt für uns!“, Nathan’s Augen funkelten. „Schau dir erstmal die Körung an und dann können wir uns noch entscheiden, ob wir den eventuell ersteigern.“ Brooke rollte mit ihren Augen und war doch schon etwas angespannt und rutschte auf ihrem Sitzplatz rum. Sie hatten einen Platz in den vorderen Reihen und sahen von dort aus die Pferde ziemlich gut. „Nun sehen sie den Oldenburgerjunghengst Cornet. Ein springgezogener Schimmel aus dem Cornet Obolensky und einer Ex Libris Mutter. Der dreijährige ist bereits erfolgreich im E-Springen platziert “, raunte die dunkle Stimme des Ansagers durch die Lautsprecher, welche verteilt in der Halle ihren Platz fanden. Cornet trabte gleich stark an und zeigte wie federnd sein Trab doch war und wie er sich präsentieren konnte. Der junge Hengst schien zu wissen, was für ein Charmeur er war und was man von ihm sehen wollte. Grazil trabte er entlang der der Bande und wurde von einem Helfer mit Hilfe der Peitsche in den Galopp getrieben. Er sprang gleich an und zeigte eine tolle Galoppade auf beiden Händen, zuerst rechts und dann links. „Ich bin der Meinung, dass er heute noch bei uns einzieht“, grinste Brooke’s Bruder und sie sah ihn gleichgültig an. „Ja, das glaub ich dir sofort.“ Kurz und knapp und so sollte es später auch sein. Nach 2 Runden Galopp trieben sie ihn zum Freispringen. Cornet zeigte eine ausgezeichnete Manier am Sprung und flog federleicht über die zwei Sprünge in L-Höhe. Kurz darauf wurden die Stangen noch etwas höher gesetzt, ungefähr auf M-Niveau und der Vorgang wiederholt. „Es sieht aus, als hätte er noch viel Potenzial nach oben“, sagte Brooke zu Nate und sah gebannt dem Schimmelhengst hinterher. „Brauchen wir ihn wirklich so dringend?“ Brooke verdrehte genervt die Augen. Wäre sie wohl lieber daheim geblieben, dachte sie. Doch noch hatte sie keine Ahnung, dass auch sie sich in einen der folgenden Hengste würde verlieben. Cornet präsentierte zum Schluss, nach der Freispringeinlage noch einmal seinen Trab auf beiden Seiten, ehe er im Schritt geführt wurde. „Wir müssen gleich unbedingt mit den Besitzern sprechen, ob er zum Verkauf steht“, merkte Nate an und stand auch gleich auf als der Hengst aus der Halle geführt wurde.
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    Bracelet, Cascar und Veija gefällt das.
  8. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    Katharina Karenin und
    Ironic

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    Name: Ironic
    Zuchtname: -
    Rufname: -


    PEDIGREE
    __________________________________

    von: Ice Breaker

    von: Colour's Blind
    von: unbk.
    aus der: unbk.

    aus der: To Where The Skies Are Blue
    von: unbk.
    aus der: unbk.



    aus der: Cassini's Girl

    von: Cassini II
    von: unbk.
    aus der: unbk.

    aus der: Gulietta
    von: unbk.
    aus der: unbk.


    EXTERIEUR & INTERIEUR
    __________________________________

    Geschlecht: Hengst
    Rasse: Hannoveraner
    Geburtsdatum | Alter: 05. Mai | 7 Jahre
    Stockmaß: 169 cm
    Farbe: Brauner
    Abzeichen: Schnurblesse | v.l. weißer Stiefel, h.l. weiße Krone


    Charakter:

    Ähnlich wie seine Mutter ist Ironic ein sehr arbeitswilliges Pferd. Er freut sich sichtlich, wenn er zeigen darf, was er kann. Dabei ist er immer darauf bedacht, seinem Reiter zu gefallen. Klappt etwas mal nicht so, wie es vielleicht klappen sollte, wird der Hengst frustriert und schaltet einfach ab und schlägt dann auch den ein oder anderen Haken. Trotzdem lernt er sehr schnell, sodass man aufpassen muss, dass man den jungen Hengst nicht mit zu vielen und hohen Lektionen überfordert. Ironic ist außerdem ein menschenbezogener und sehr händelbarer Hengst. In der Gegenwart von Stuten spielt er sich aber trotzdem auf und sollte mit Vorsicht genossen werden.


    STALLINTERN
    __________________________________

    Untergebracht in: Stall A
    Weidepartner: Paramour, Pacco
    Fütterungsplan: Heu - Hafer



    Besitzer: Rhapsody
    Reiter: Cat Karenin
    Ersteller/VKR: sweetvelvetrose


    QUALIFIKATIONEN & ERFOLGE
    __________________________________

    Eignung: Dressur
    Einsatz als: Turnierpferd


    Ausbildung
    Fohlen ABC | Eingeritten

    Englisch geritten

    Dressur E A L M* M** S* S** S***

    Springen E A L M* M** S* S** S** S***

    Military E A L M* M** S* S** S***


    Erfolge

    Dressur: 2x A-Platziert, Springen: 3x L-Platziert, Military: 2x A-Platziert

    Offizielle Turniere
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    427. Springturnier - 213. Synchronspringen - 459. Springturnier - 465. Springturnier - 225. Synchronspringen - 487. Springturnier

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    465. Dressurturnier - 482. Dressurturnier - 488. Dressurturnier

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    319. Militaryturnier - 343. Militaryturnier - 347. Militaryturnier


    Andere

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    ZUCHTINFORMATIONEN
    __________________________________



    Decktaxe: -
    Genotyp: Aa EE Zz
    Aus der Zucht: Echo Forest Stable, Québec, CA
    Eingetragene Zucht: Sandringham Manor, Norfolk, UK
    Nachkommen:


    -

    GESUNDHEITSZUSTAND
    __________________________________

    Chipnummer: 124 4 14 936968489
    Chronische Krankheiten: -
    Letzter Tierarztbesuch: -

    von: -

    Fehlstellungen: -
    Beschlagen: -
    Letzter Hufschmiedbesuch: 15. Dezember 2016

    von: Hufschmiede Pine Grove Stud
    __________________________________

    Spind | Offizieller Hintergrund

    ≈||≈

    Tierarztbericht | Pferdepraxis Sapala, 15. April 2018


    ≈||≈

    Trainingsbericht | WHT Ausbildungsbetrieb


    ≈||≈

    Mit erstaunlich ruhigen Händen gurtete Cat nach und kletterte in den Sattel. Auch Ironic wirkte irgendwie ruhiger als sonst – geerdet, aufmerksam. Perfekte Voraussetzungen für die Leistungsprüfung also.

    Weil Heath im Herzen ein guter Mensch war, hatte er Beau das Wochenende freigegeben, sodass er gemeinsam mit Cat den Hengst fertig gemacht hatte und jetzt auf die letzten Details guckte. Und weil Beau ein Perfektionist war, polierte er nochmal über die Steigbügel.

    „Jetzt übertreibst du,“ kommentierte Cat und rutschte im Sattel hin und her. Jeden Moment müsste die Lautsprecherdurchsage kommen, jeden Moment konnte es los gehen.

    Von Beau kam nur ein mehr-oder-minder-böser Blick. Cat rollte mit den Augen und wollte gerade schon den Mund aufmachen, als die Lautsprecher knackten und ihre Startnummer ausgerufen wurde. Beau strich Ironic nochmal über den Hals, dann drückte er kurz Cats Knie. Kein „Viel Glück“ – aber das hätte sie wohl auch eher noch aus dem Konzept gebracht.

    Die Bahn vor ihr wurde geöffnet, und Cat legte die Schenkel an. Im Trab lief Ironic ein, und Cat saß sich tief in den Sattel ein. Ironics Ohren spielten nach vorne und hinten, und als Cat die ganze Parade gab, hielt er sofort in der Mitte an. Mit einem Zittern in den Händen, das die Richter hoffentlich nicht sahen, grüßte Cat, nahm die Zügel wieder auf und startete die Kür.

    Im versammelten Trab bog das Paar auf die linke Hand ab und zeigte dort einen großen Mittelzirkel. Schön gebogen, mit leichter Hand und lockerer Anlehnung. Cat hatte ein gutes Gefühl, auch, wenn sie fast einen Krampf in der linken Wade bekam. Nach dem Mittelzirkel legte sie den äußeren Schenkel ein Stück zurück, ließ den äußeren Zügel am Hals und gab innen ein kleines bisschen nach, und Ironic sprang in einem gleichmäßigen Dreitakt an. Die Versammlung fühlte sich nicht an wie auf dem letzten Turnier, aber Cat verkürzte weiterhin die Schritte. Eine halbe ganze Bahn, dann folgte ein einfacher Galoppwechsel: über die Diagonale von H zu F parierte Cat den Hengst zum Schritt durch und auf der neuen Hand wieder an. Diesmal klappte die Versammlung schon besser, und auch der Übergang von Galopp zu Trab klappte besser als daheim.

    Im Arbeitstrab ritten die beiden dann eine 8m Volte. Cat war froh, dass sie die L-Dressur vergangene Woche doch genannt hatte – jetzt wusste sie, dass Ironic die ganzen Figuren schon vor Publikum gezeigt hatte, und die goldene Schleife, die sie damals mit heimgebracht hatten, sprach wohl für sich.

    Danach parierten sie wieder durch und im Mittelschritt ging es erst mal die Bahn entlang. Ironic streckte sich nach unten, war aber sofort wieder da, als Cat ihn nach einem zweiten Handwechsel angaloppieren ließ. Noch ein Mittelzirkel im versammelten Galopp, dann war die Kür auch schon fast vorbei – mit einer halben Parade fiel Ironic wieder in den Trab und Cat lenkte ihn zurück auf die Mitte der Bahn. Beim letzten Grüßen war das Zittern in den Händen schließlich weg.

    2971 Zeichen ≈ geprüft mit lettercount.com

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    © Gwen
     
    Elii gefällt das.
  9. Cascar

    Cascar ∞ SchafZähmer und PapageienZüchter ∞

    Ann England

    Y A C E D O R a G E P I R

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    Steckbrief

    Stallinterne Informationen

    _________________________________



    Zuchtname des Pferdes: Yacedor Gepir

    Rufname(n): Yacedor, Gepir, Yace ("Jatze")

    Besitzer: Cascar Winterscape

    Reitweise: Englisch

    Vorbesitzer:

    Vorkaufsrecht: Meister Yoda



    Tierarzt: Eddi Caen

    Hufschmied:

    Ausbilder: Ann England

    Reitbeteiligung: Ann England



    Stall: Oststall

    Weide: außerhalb des Hofes;

    nordwestlich m. Offenstall

    Einstreu: Stroh

    Futter: Heu, Saftfutter;

    Kraftfutter 2x täglich

    Anmerkungen: bitte reichlich Streu aufgrund der Gelenke

    und des dünnen Fells und damit erhöhter Verletzungsgefahr



    Portrait: ✘





    Abstammung

    _________________________________



    Von: Yipsonos Hchrassus

    Yampala Munir x unb.



    Aus der: unb.

    - x -



    Zur Zucht zugelassen:



    Gencode: n. g.

    Vererbung: Gelenkerkrankung

    wird nicht vererbt. / n. g.

    Nachkommen:





    Exterieur

    _________________________________



    Geschlecht: Hengst (männlich)

    Geburtsdatum: 24. März 2010

    Rasse: Achal Tekkiner

    Herkunft: Usbekistan



    Stockmaß/Endmaß: 170,4 cm

    Art: Pferd

    Typ: Vollblut



    Fellfarbe: Cremello (Albino)

    Langhaar: eierschale / weiß / tw. leicht rötlich

    Abzeichen:

    Sonstige Erkennungsmerkmale: Fischauge

    auf beiden Seiten





    Interieur

    _________________________________



    freundlich ◆◆◆ bösartig

    introvertiert ◆ extrovertiert

    intelligent ◆◆◆ unintelligent

    selbstbewusst ◆◆◆ unsicher

    sozial ◆◆◆◆ unsozial

    nervös ◆◆◆◆ beständig

    ausgeglichen ◆◆◆ unausgeglichen

    temperamentvoll ◆◆◆◆ ruhig

    aufmerksam ◆◆◆ unaufmerksam

    streitlustig ◆◆◆◆ friedlich

    naiv ◆◆◆◆ dominant

    loyal ◆◆◆ untreu

    arbeitsfreudig ◆◆◆◆ faul

    geduldig ◆◆ ungeduldig





    Charakterbeschreibung: Yacedor Gepir ist gewissermaßen ein Hengst mit zwei

    Gesichtern: Zum einen lernt man schnell einen recht dominanten, temperamentvollen

    und vor allem selbstbewussten Hengst kennen, mit dem man sich immer wieder

    auseinandersetzen muss, um dessen Loyalität zu gewinnen. Zum anderen ist Gepir sehr

    intelligent und trägt seine Unerzogenheit als eine Art Maske - fordert man ihn (sowohl

    geistig als auch körperlich) und lässt sich auf ihn ein, arbeitet der Cremello mit

    unheimlicher Konzentration, Perfektion und Liebe zum Kleinen mit. Diese

    Eigenschaften machen ihn sehr geeignet für den höheren Dressursport.



    Geschichte: Yacedor wurde auf einem Achal Tekkinergestüt in Usbekistan geboren und

    auch grundlegend ausgebildet. Im zarten Alter von zwei Jahren lief er sein erstes

    Rennen - und stürzte. Infolgedessen wurde bei dem jungen Hengst eine vermutlich auf

    Inzucht zurückzuführende, chronische Gelenkerkrankung (nicht erblich!) festgestellt, die

    ihn für die meisten Reitsportarten untauglich macht. Allerdings zeigt er sich begabt und

    begeistert in der Dressur, sodass er in jenem Geschäft unter ausreichend und

    schonendem Training erfolgreich sein kann. Eine Herausforderung und gewissermaßen

    auch Lebensaufgabe, dem der Zuchtstall Gepirs nicht gewachsen war: Der Hengst

    wurde verkauft und lebt seitdem in den WCS.



    Qualifizierungen & Erfolge

    _________________________________



    Eignung: Dressur, ggf. Trail



    Springen: E A L

    Military:

    Western (Trail):

    Distanz: E A L



    Galopprennen:

    Fahren:



    Dressur: E A L M S S* S** S***

    Gangreiten:

    Wendigkeit: E A L M



    Turnierbedingter Aufstieg | Trainingsaufstieg | Potential





    Auszeichnungen:



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    1. Platz; 397. Dressurturnier | 2. Platz; 421. Dressurturnier

    1. Platz; 423. Dressurtrunier | 1. Platz; 428. Dressurturnier

    3. Platz; 435. Dressurturnier | 2. Platz; 487. Dressurturnier



    Ausbildungsstand

    _________________________________



    Fohlen ABC:

    Longiert:

    Eingeritten:

    Eingefahren:



    Beurteilung: "Eigentlich kann er's!" - Yacedor stellt seine Menschen

    gern auf die Probe und blüht erst bei entsprechendem

    Anspruch wirklich auf.



    Gelassenheitstraining:

    Hindernisgewöhnung:

    Hängergewöhnung:

    Startboxgewöhnung:



    Roundpen: schnell gelangweilt, selten konzentriert

    Reitplatz/Reithalle: neugierig; es ist schwer seine Konzentration

    wieder zu erlangen, wenn man sie einmal veloren hat …

    Gelände: erstaunlich trittsicher, läuft ungern auf hartem Untergrund,

    hat aber insgesamt sichtlich Spaß an der frischen Luft um die Ohren





    Gesundheitszustand

    _________________________________



    Gechippt:

    Geimpft:

    Bekannte Krankheiten: empfindliche Gelenke aufgrund von

    Inzucht / Überzüchtung; fällt meist im nassen und kalten auf

    (Herbst-/Wintermonate); nicht erblich

    Anmerkungen: zurzeit gesund



    Hufzustand: gut

    Prüfstand: verfallen

    Beschlag vorn:

    Beschlag hinten:



    Anmerkungen: schmiedtauglich,



    nicht beschlagen

    Trainingsberichte (7)

    Dressur E/A (Catalina)
    Aus dem kühlen Schottland flog ich nun ins warme und sonnige Neuseeland. Ziel war der Tekke Gèpir, der eine Dressurlektion erhalten sollte. Die Ranch war etwas abgelegen, daher fuhr ich gut eine Stunde, ehe ich dort ankam und von Cascar begrüßt wurde. Das Mädchen zeigte mir im Stall ihren Liebling, und während ich ihn vorbereitete, erzählte sie mir von der Anlage des Hofes. Der Cremello war aufmerksam und hatte den Kopf hoch erhoben, solange ich sein Fell kurz bürstete; war er doch sehr sauber und nur die Hufe mussten gesäubert werden. Dann wurde er von Cascar aufgesattelt und von mir getrenst und ab ging es auf das Dressurviereck.
    Die Sonne diente uns mit Wärme und genügend Licht, da es schon fast sechs Uhr abends war, und ich begann, den Hengst mit lockeren Dehnübungen und Übergängen vorzubereiten. Der raumgreifende Leichttrab sowie der Galopp waren sehr schön zu sitzen, und auch die Lektionen der E-Dressur waren dem Hengst bekannt. Im Trab ging es hinter A auf den Zirkel. Der Tekke war ein schneller Lerner, doch erst nach zwei Runden hatte er den Kopf nach innen gestellt und setzte die Hufe wie erwünscht auf den Boden. Gemächlich begann ich damit, die Zirkel zu vergrößern und dann auch zu verkleinern. Danach folgte eine Schrittphase mit Schlangenlinien und auch kleineren Volten. Im Prinzip klappte auch dies einwandfrei, aber im Trab an der nächsten Seite zog er sehr nach außen, was daran lag, dass die Zügel nicht direkt aufgestellt waren. Es wurde eirig. Diese Lektion wiederholten wir noch einige Male, danach ging es aber zum Galopp.
    Ich wollte auch testen, ob die Bahnfiguren im Galopp ebenso sehr von der Hand gingen und fließend waren. Aber erst gab es eine normale Runde im Außengalopp. Gèpir fußte weit nach vorne, daher nahm ich die Zügel auf. Für ein Rennpferd wäre das eine gute Eigenschaft, bei der Dressur gäbe dies aber Abzüge. Schließlich hatte sich der ausdrucksstarke Hengst darauf eingestellt und fußte korrekt auf. Hinter C setzten wir auf den Zirkel. Das Tempo war klasse. In der Geschwindigkeit funktionierte das Lenken, Aussitzen und Hilfe geben klasse, daher beließ ich es dabei und ließ Gèpir nach gut drei Runden auf dem Zirkel durchparieren. Der Hengst ließ seinen Kopf hängen, schnaubte und hustete kurz, riß ihn dann aber wieder hoch und trabte in Ruhe ab. Danach gingen wir im Schritt die gerade erprobten Figuren durch, als Abschlusssequenz, ehe ich absaß und das Pferd abmarschbereit machte.

    Dressur A/L (Catalina)
    Die ganze Arbeit im gemäßigten Europa und kalten Kanada hatte sich negativ auf mich ausgewirkt. Nicht nur, dass mich mein Jetlag einfach umbrachte, nein, ich war wieder in Down Under. Naja, Neuseeland, um es genauer zu sagen. Cascar hatte seit zwei Wochen einen Auftrag bei mir, doch da ich ja Probleme mit dem Umzug und Bennys Gesundheit hatte, hatte ich diesen Auftrag nach hinten geschoben – Cascar fand das nicht schlecht. Trotz des Umstandes, dass ich Shorts und ein luftiges Shirt trug, war die Luft im Terminal sehr unangenehm. Doch ich schaffte es, mir ein Taxi zu rufen, um zum Winterscape Stable zu kommen. Dort angekommen, musste ich erst einige Male blinzeln und lief dann schnurstracks in den Stall. Dort fand ich auch Yacedor in seiner Box. Der Tekke fraß etwas Heu und schaute mich dann an. Zwei Boxen weiter bommerte ein weiterer Achal mit den Hufen gegen die Wand. Der Buckskin sah, ob des abgemagerten Zustandes, sehr agressiv aus. "Cascar? Hallo?", rief ich einmal verwirrt. Ich wollte mich mit dem Pferd nicht anlegen, daher führte ich den Cremello an die Wand, wo ich ihn anband und weiterhin ein Auge auf den Krachmacher hatte. Yacedor wurde gebürstet und gestriegelt, und eine Staubwolke wirbelte hoch, als ich besonders hartnäckige Schmutzflecken aus seinem sonst seidigen Fell herausarbeitete. "Ja?" "Dein Krachmacher-" "Worgait. Der Arme muss dringend fressen.", sie setzte den Dressursattel des Tekken ab und seufzte. "Ich komme mit ihn nicht so gut klar. Schlechte Verhältnisse, unterfüttert, dazu dieses Verhalten und er ist auf Entzug. Medikamente.", sie wischte sich lasch über die Stirn, als ich den Hengst aufsattelte. "Ach du je. Das ist ja schrecklich. Ich meine, ich habe Sarahs Braum 'sozialisiert', wie sie und Hansi mir gesagt haben, und Dorn und Steel sind auch nicht die umgänglichsten Ponys, aber mit so einem Pferd..." Yacedor machte ein grunzendes Geräusch und hustete dann. Sofort drehte ich mich um, fischte ein sauberes Papiertuch aus meiner Jackentasche und machte seine Nüstern sauber. Das benutzte Tuch warf ich weg und trenste den Tekken auf. "Benutz bitte den Platz.", bat Cascar, als sie langsam auf Worgait zu ging. "Die Halle ist zu warm für den Kleinen.", sprach's und so zogen wir über den offenen Platz auf den ausgewiesenen Platz zum Dressurviereck. Die offene Steppe hinter der Umzäunung sah wohl sehr interessant aus, denn mit hocherhobenem Kopf blieb er versammelt stehen und ging dann nach Zureden wieder mit mir mit.
    Es folgte das ordinäre Prozedere. Gang- und Tempowechsel und Bahnfiguren der vorher erlernten Lektionen. Dabei legte ich besonderen Wert auf die Wendungen, sprich Zirkel, Volten, Kehrtwendungen und vergrößern beziehungsweise das Verkleinern der eben genannten Figuren. Dabei spielte der Cremello richtig gut mit, legte sich aber im Mittelgalopp ordentlich in die Kurven, weshalb ich die Schritte verlängerte, damit er sich mehr auf sein Gleichgewicht konzentrierte und nicht zum Rennpferd mutierte. Nach anderthalb Runden war aber Schluss mit lustig und wir trabten noch etwas, bis er dann parierte. Einige Schweißperlen rannen seinen Hals herunter, daher wollte ich jetzt höchstens im Trab mit ihm arbeiten. Bei A angekommen, bereitete ich eine Schlangenlinie durch die ganze Bahn vor, mit drei Wendungen. Der Hengst führte jede Bewegung exakt aus. Direkt im Anschluss gab es einen kleinen Zirkel, woraufhin der Hengst automatisch angaloppierte. Aber direkt in der Ecke bei K parierte er direkt durch zum Schritt. Das sollte auch für heute erst einmal reichen. Ich führte ihn in den kühlen Stall, drehte aber sofort mit ihm um und ging dann nach draußen, sattelte ihn ab und fuhr mit einem feuchten Schwamm über sein schwitziges Fell, trocknete ihn dann ordentlich und gab ihm eine Möhre. Er wurde auf den Paddock gestellt. Zum Schluss verabschiedete ich mich noch von Cascar und fuhr dann wieder zurück zum Airport.

    Dressur L/M (Cascar)
    "Na dann mach mal los!", sage ich, während ich mich häuslich auf dem Campingstuhl einrichte und die Liste auf meinen Knien platziere. "Aye aye!", macht Ann und Yacedor Gepir schnaubt unter ihr. Der Hengst scheint locker und warm; um seine Kandare findet sich leicht weiße Spucke und seine Ohren sind aufmerksam in Richtung seiner Reiterin gedreht. Hin und wieder bewegt sich auch eins in meine Richtung - immer dann, wenn der Wind das Papier rascheln lässt.
    Es steht eine Stufenerhöhung an oder vielmehr deren Abnahme: mehr als ein halbes Jahr haben Ann und Gepir trainiert, um offiziell in M-Dressuren zu starten und genau heute sollen sie dafür die Erlaubnis erhalten. Da Ann keine Trainerin ist, bin ich diejenige, die das Gesehene absegnet. Per Häkchenliste.
    Die Dressurreiterei ist ehrlich in den höheren Stufen nichts für mich. Dennoch kenne ich die Figuren und weiß, wann ein Pferd gut läuft. Was den Rest betrifft, da vertraue ich Ann maßlos, die ihrerseits schon S*-Dressuren geritten ist.
    So wie Yacedor derzeit im lockeren Schritt seine Runden zieht, mag das vielleicht nicht gleich logisch klingen, aber Stufen wie diese werden dieses Pferd und seine Reiterin zukünftig gemeinsam meistern.
    Ann nimmt die Zügel langsam, aber bestimmt auf und Yacedor gibt willig im Genick nach. Vom Arbeitsschritt geht es so mit minimaler, wirklich kaum zu sehender Hilfengebung, erst in den Mittelschritt, dann in den starken Schritt. Leichtfüßig verlagert Gepir seinen Schwerpunkt und tritt ordentlich unter; im starken Schritt streckt er die Vorderbeine mühelos. Ich bin schon jetzt begeistert und während ich meine ersten drei Häkchen setze steht - wie Ann später zu berichten weiß - mein Mund offen, vor Faszination.
    Nicht minder faszinierend, aber doch deutlich mehr Mühe bereitet gleich darauf die Schrittpirouette bei X. Gepirs Ohren spielen da doch etwas nervöser und ein, zwei Mal schlägt er mit dem Schweif. Ann legt den Kopf leicht schräg und ich höre, wie sie "Aber doch!" zu ihrem Pferd sagt. Schließlich gibt Yacedor in der Schulter nach und vollführt eine volle Pirouette. Daraufhin hält Ann ihn und lobt den Cremello. Der genießt es indes, den Hals einmal zu strecken, ist aber gleich wieder dabei, als Ann das Training fortführt. Schrittübungen jedoch sind jetzt erstmal aus - Gepir darf laufen.
    Wieder präsentieren mir Ann und er erst den Arbeits-, dann den Mittel- und schließlich den starken Trab. In letzterer Form scheint der Hengst förmlich zu schweben und als würde er wissen, wie toll er aussieht, stellt er auch noch den Schweif ein wenig auf. Ich lächle begeistert, mache fleißig Haken und versuche nebenbei mühsam zu erkennen, ob Yacedors Carpalgelenke gestreckt sind. "Verstärke mal noch ein bisschen!", rufe ich Ann schließlich zu und siehe da - es geht noch mehr. Nach zwei knappen Minuten ist es aber gut und im Mitteltrab geht es erst auf das kleinere Viereck, mit dem Schenkelweichen, dann in eine waschechte Travers. Soweit ich das aus meiner Perspektive sagen kann, bekommt Yacedor die Beine jetzt schon ziemlich weit in die waagerechte; schwache Gelenke haben eben doch auch Vorteile.
    Auch im Galopp wird das sichtbar, als der Hengst immer schwungvoller und leichtfüßiger wird, je mehr Ann ihn versucht zu versammeln. Auf dem Zirkel gelingt es schließlich und als Ann wieder ganze Bahn geht und die Schritte verlängert, folgt Gepir begeistert und dieses Mal mit nach vorn gerichteten Ohren. Vermutlich deshalb nicht auf Anhieb klappen die fliegenden Galoppwechsel. Eine neue Lektion, die Gepir augenscheinlich auf den Impuls des Reiters hin noch viel abverlangen. Ich kann beobachten, wie Ann immer kurz davor die Gerte hinter ihrem Bein auf dem Pferdebauch ablegt, quasi als Vorwarnung. Die Lektion klappt trotzdem "nur" in drei von fünf versuchen. Der fliegende Galoppwechsel bekommt deshalb auf meiner Liste nur einen halben Haken. Umso besser klappt dafür der einfache Galoppwechsel.
    Schließlich pariert Ann zum Schritt durch und macht weiter mit Schulterherein, das in dieser Stufe ebenfalls als neue Lektion abgefordert wird. Gepir weiß augenscheinlich sehr genau, was von ihm verlangt wird, geht aber erst auf ein Bitten in die gewünschte gebogene Haltung. Er schnaubt, als er sie wieder verlassen darf. Auf einer langen und kurzen Seite versammelt die Reiterin ihr Pferd weitestgehend im Schritt und als der Hengst daraufhin antrabt, behält er jene auch fast vollständig bei. Ich pfeife anerkennend und mache einmal mehr meine Häkchen. Nun fehlen eigentlich nur noch die Traversale und die Renvers. Ich warte gespannt und tatsächlich startet Ann in die Renvers und die Traversale ist der krönende Abschluss ihrer dargelegten Kür. Begeistert klatschend stehe ich auf, als Yacedor und Ann bei X halten und mich richtergleich grüßen. Als die beiden im Schritt auf mich zu kommen, tauche ich zwischen dem Zaungestänge durch auf den Platz. "Echt suuper!", sage ich begeistert lächelnd und Ann scheint ein wenig atemlos, aber genau so glücklich. "Ja, er hat sich ganz schön gemausert. Vor allem rittiger ist er geworden.", stimmt sie mir zu. Das sehe ich auch so.
    Wir reden noch weiter, auch und vor allem darüber, was verbesserungswürdig ist - dazu zählen neben dem Timing und einzelnen Lektionen auch das Halten von Gepirs Aufmerksamkeit, um Fehler im Turnier zu vermeiden.
    Insgesamt verlassen wir den Platz aber sehr positiv gestimmt an diesen frischen Herbsttag und ner als optimistisch, was die kommenden M-Dressuren von Yacedor Gepir und Ann betrifft.

    Dressur M/S (Bracelet)
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    Das Den Vackra Trakehner Stud hatte kürzlich seinen Trainingsbetrieb eröffnet und nahm sich nun ganz offiziell der Aus- und Weiterbildung von Reit- und Sportpferden, sowie deren Trainern und Besitzern an. Eines unserer ersten Paare waren Ann England und Yacedor Gepir, ein auffällig gefärbter Achal Tekkinerhengst mit auffallend viel Potential. Die Zwei waren zu uns nach Schweden gereist und sollten hier den März mit uns verbringen. Dabei sollte ihre Reise ganz im Zeichen der Dressur stehen. Es stand die schwere Klasse als neue Herausforderung für die beiden, vor allem Yacedor, an und ebenso sollte der hübsche Cremello im Zuge dessen anpiaffiert werden.
    Am Nachmittag des Ersten des Monats begrüßte ich Ann ganz herzlich bei uns auf dem Gestüt, wo sie in unserem Haupthaus ein schönes Zimmer im Landhausstil zur Verfügung gestellt bekam. Darin befand sich alles was das Herz begehrte; alles drum und dran war vorhanden. Ja, sogar ein toller Flachbildfernseher und eine Fußbodenheizung waren inkludiert. Yacedor Gepir bekam ebenfalls eine all-inclusive Pension. Wie gewünscht stand er für die Zeit des Trainings in einer mit Stroh eingestreuten großen Box mit nach Bedarf abgrenzbaren, direkt angrenzenden Paddock. 2 mal täglich bekam er neben 4 mal Raufutter in Form von Heu Kraftfutter. Saftfutter stand frei zur verfügung; je nach Vorliebe seiner Reiterin konnte dieses zugefüttert werden oder eben nicht.
    Am ersten Tag passierte noch nicht all zu viel. Ann konnte sich erstmal einleben und auch Yace, wie er genannt wurde, durfte sich in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen.
    Am darauffolgenden Tag allerdings stand bereits Programm an. Abgesehen von der Gestütsführung für die Neuankömmlinge stand nämlich für das schicke Reiterpaar ein Vorreiten vor mir, der Gestütsleiterin und Trainerin für die schwereren Klassen hier an. Ich wartete dabei in der Halle, bis die Beiden einritten. Ich ließ sie ganz normal ihre alltägliche Arbeit vorzeigen. Man sah Ann definitiv an, dass sie eine wirklich gute, talentierte Reiterin war. Trotz der ungewohnten Umgebung und dem Temperament das augenscheinlich in ihrem Pferd steckte zeigte sich mir ein sehr stimmiges, entspanntes Bild. Für seine Rasse ließ Yace unfassbar schön im Genick los; ließ sich beim vorwärts-abwärts-traben locker fallen und schwang locker im Rücken durch, während die Hinterbeine aktiv unter den Schwerpunkt traten. Genau wie man sich das vorstellte. Nach einer in etwa 20 minütigen Lösungsphase, die mir wirklich gut gefiel, war die Arbeitsphase dran, die ich ebenfalls ganz besonders kritisch beäugte. Ann machte wirklich beinahe bis gar keine Fehler und auch der Hengst gefiel mir wirklich gut. Er hatte definitiv das Zeug in der schweren Klasse erfolgreich zu werden. Nach knapp einer Stunde Reiten war das Vorreiten beendet und ich strukturierte meine Notizen um diese anschließend in Ruhe mit Ann zu besprechen.
    Dies stand dann am Nachmittag auch direkt an. Abgesehen davon klärten wir zusammen wie die folgenden vier Wochen aussehen sollten und einigten uns dabei relativ rasch.
    Am dritten Tag ging es natürlich sofort weiter und richtig los. Immerhin hatten wir viel zu tun. Neben des Anpiaffierens gab es für Yace nämlich noch so einiges zu lernen. Er kannte zwar die meisten Lektionen einer S-Dressuraufgabe bereits ansatzweise; so richtig jedoch klappten sie natürlich noch nicht, da es ihm hier definitiv noch an Routine und ein wenig Körpergefühl mangelte, wie es nunmal bei jedem angehenden Dressurpferd der Fall war. Dennoch präsentierte er sich in der Reitstunde, die ich dem Reiterpaar gab, von seiner besten Seite und kämpfte wirklich mit. Ich gab seiner Reiterin dabei Tipps über ein Headset, die sie sehr schnell umsetzen konnte, was sich sofort an ihrem Hengst zeigte, der sehr fein auf Anns Hilfegebung reagierte. Es waren Kleinigkeiten, aber genau auf diese sollte es ankommen. Am Ende der Trainingseinheit waren alle Seiten zufrieden, was natürlich absolut optimal war.
    Am darauffolgenden Tag hatte Yace einen kleinen Ruhetag, der bloß aus Paddock und Longe bestand. Wir wollten das gelernte vom Vortag sickern lassen. Der Rest der Woche sollte ziemlich straff für ihn werden. Es ging nämlich an die Königsdiziplin: die Piaffe. Dabei fand dies in der Halle an der Hand statt. Ich ging dabei ganz klassisch vor; das Pferd stand zwischen mir und der Bande und wurde ganz leicht touchiert, woraufhin der Hengst sehr rasch reagierte. Hier war sein Temperament definitiv von Vorteil. Es dauerte verhältnismäßig nicht lange, bis er die ersten Tritte zeigte. Dennoch dauerten die ersten Einheiten nicht besonders lange, da ich den hübschen Musterknaben nicht überfordern wollte. Abgesehen davon, dass dies eine geistig sehr fordernde Lektion für die Pferde ist ist sie natürlich, wie es allgemein bekannt ist, auch körperlich überaus anstrengend und auch wenn der Hengst bereits sehr muskulös zu sein schien war ich mir sicher, dass sein Körper sich erst einmal darauf einstellen und noch stärker werden musste.
    Das Piaffetraining vom Boden aus zog sich über zwei Wochen hin, ehe ich das erste Mal den Versuch wagen wollte sie mit Ann auf Yaces Rücken auszuprobieren. Allerdings kam es wie es kommen sollte und am Ende einer unserer Reitstunden wagten wir diesen wichtigen Schritt. Ann, erfahren wie sie war, gab exakt die richtigen Hilfen und ich half vom Boden aus nach und gab die Hilfen, die der Hengst bereits kannte und wusste was diese in etwa bedeuteten; er lernte wirklich sehr schnell. Gesagt getan: ein Schritt. Pause. Überschwängliches Loben. Dies wiederholen wir acht Mal, mit einer größeren Pause dazwischen. Am Ende der Einheit war die Reierin am strahlen. Der Stolz über ihr Pferd war ihr ins Gesicht geschrieben und das konnte sie auch definitiv zu recht sein!
    Die folgenden Wochen trainierten wir fleißig weiter und kamen unserem Ziel, der S-Dressur, immer näher. Die Form mit dem Reitunterricht bewährte sich wirklich. Sowohl das Pferd als auch Ann entwickelten sich nämlich stetig weiter, was mich sehr für die beiden freute. Ich war gespannt, wohin sie es noch bringen würden. Denn was sie hier taten sah extrem vielversprechend aus.
    Am Ende der vier Wochen sagte ich Ann bei unserer letzten Reiteinheit die Wunschaufgabe an und es klappte wirklich super. Ich bin sicher, dass sie auf einem Turnier mit diesem Ritt eine gute Wertnote bekommen hätten und konnte auch mir die Freude darüber nicht nehmen lassen. Was die Piaffearbeit anging waren wir so weit gekommen, dass Yace verstanden hatte, was Ann von ihm verlangte, wenn sie die entsprechenden Hilfen gab und bemühte sich dabei wirklich. Natürlich war sie noch nicht gänzlich taktrein und wie ein S***-Pferd getragen aber dies würde mit der Übung und der Stärke des Pferdes kommen, wenn dies immer wieder im Training eingebaut würde. Tragkraft war nunmal etwas, was nicht von heute auf morgen komplett vorhanden war aber der Cremello gab sich alle Mühe und wurde von Tag zu Tag stärker. Auch die Anfänge der Passage hatten wir geübt, was Ann in den kommenden Wochen und Monaten intensivieren werden wird.
    Der Abschied von den Beiden fiel mir wirklich schwer. Dennoch freute ich mich, dass sie bereit dazu waren nun alleine zu Hause weiter zu üben und war gespannt von Ann zu hören was die Zukunft für die Zwei bereithalten würde.

    Springen E/A (Cascar)
    Am heutigen Nachmittag hatte ich mich zum ersten Mal mit Carina und Ann zu einer Springstunde verabredet. Beide Mädchen hatten sich mittlerweile gut in den WCS eingelebt und so eine Stufenerhöhung war ja auch immer ein bisschen ein Beweis des erfolgreichen Trainings. Interessant waren in diesem Fall nur die Pferde, die wir - jeder seins - sorgfältig putzten und sattelten. Carina würde natürlich Early reiten, ihr eigenes Pferd. Die blonde Holländerin ging mir beim Training normalerweise ziemlich aus dem Weg, wahrscheinlich wollte sie nicht, dass ich ihr so arg auf die Finger sehe. So wusste ich über das graue Pferd Carinas nichts, entnahm aber ihrem Enthusiasmus bezüglich des Springens, dass Pferd und Reiter Fortschritte machten.
    Ann würde sich selbstverständlich Yacedor Gepir annehmen. Obwohl der Hengst zeitweise empfindliche Gelenke hatte, war er doch schon seit geraumer Zeit beschwerdefrei. Abgesehen davon würden wir ja gut auf ihn aufpassen und Abwechslung war stets gut für den Kopf.
    Ich selbst traute mich mit Bem-Te-Vi in die klimatisierte Halle. Der junge Hengst ließ sich mittlerweile gut von oben führen und hatte an Ausdauer zugelegt - den Grundstein für das Springreiten, besonders mit seiner Erfahrung im Freispringen, hatten wir also bereis gelegt.
    Alle drei Pferde brachten abgesehen davon keine schlechten Voraussetzungen mit und die Stimmung war ausgelassen, als wir zu sechst vom Putzplatz in die Halle marschierten. Jene war klimatisiert, bei dem vorherrschenden, sommerlichen Wetter, und Oliver turnte bereits über den Sandboden und longierte soeben CH's Unglück, als wir mit einem gut hörbaren "TÜR FREI?" eintraten. Er blieb noch eine Weile, während wir unsere Pferde erst warmführten (Carina longierte Early sogar) und dann warmritten. Kurz darauf verschwand Olli mit CH's Unglück, tauchte eine viertel Stunde später wieder auf und baute einen Gymnastikparcours auf E-Niveau und mit einigen Cavaletties für uns zusammen. So könnten wir unsere Pferde auch schon am Sprung aufwärmen. Das fiel unterschiedlich aus: Während Bem-Te-Vi, der die Hindernisse ja bereits vom Freispringen kannte, zwar etwas hoch und übereifrig, dafür entschlossen und mit gespitzten Ohren über die Stangen setzte, scheute Earl Grey's Darjeeling vor dem ersten richtigen Sprung. Carina hatte Mühe, im Sattel zu bleiben, nahm dann aber die Zügel auf und führte ihr Pferd erneut heran - dann klappte es. Early schien ihrer Reiterin zwar zu vertrauen, wusste aber noch nicht, wohin mit ihren langen Beinen.
    Yacedor Gepir indes verweigerte zwar ein rotes Kreuz, zeigte sich ansonsten aber diszipliniert und konzentriert. Das lag wahrscheinlich auch an Ann, die mit ihrer ruhigen Ausstrahlung bei dem Hengst Berge versetzen konnte.
    Nach knapp vierzig Minuten war Oliver mit den "großen" Sprüngen auch fertig und wir begannen, sie in das Training einzubeziehen. Mein TV schien nur darauf gewartet zu haben und präsentierte - stolzes Pony - sein ganzes Können. Ich lobte ihn und wir reihten uns auf einem Zirkel ein, um die ersten Versuche der Anderen zu begutachten. Wie zu erwarten machte Early kurz vor dem Hindernis Anstalten zu scheuen. Carina war aber darauf vorbereitet, hielt mit dem Zügel gegen und trieb einmal entschlossen, worauf es sich ihre Stute anders überlegte - zwar sprang, aber riss. "Da fehlt aber ein ganzes Bisschen Selbstvertrauen.", rief ich der Reiterin zu, die atemlos nickte und neben mir zum Schritt durchparierte. Oliver legte die Stange wieder auf und winkte Ann über den ersten Sprung. Die junge Frau saß gut im Sattel - obwohl sie eigentlich Dressurreiterin war - und auch sie bugsierte ihr Pferd sicher und sogar fehlerfrei über das Hindernis. Sie lobte Gepir, bevor sie sich noch einmal der Sprungkombination widmete.
    In den folgenden dreißig Minuten übten wir Querbeet E's und A's; mal einzeln, mal in Kombination. Und schließlich beendeten wir das Training, indem jeder noch einmal sauber über ein A-Hindernis setzte.
    Im Laufe der Woche trafen wir uns noch fünf mal zu ebenso einer Springstunde. Jedes Mal wurden Pferde und Reiter sicherer und selbst Early hätte man zum Abschluss des Trainings sorglos auf ein A-Springen schicken können.
    So waren unsere Übungseinheiten definitiv sehr erfolgreich - und wir beschlossen sogar einstimmig, das Training so in Zukunft jeden Mittwochabend fortzusetzen.

    Springen A/L (Cascar)
    Der erste Dezember ist bei uns auf dem Gestüt einer der letzten Termine des Jahres, an dem wirklich trainiert wird. Die Zeit danach ist für gewöhnlich eine Ruhephase, bis Weihnachten. Deshalb machen Ann, Carina, Paul und ich auch genau heute unsere Pferde fertig, um noch eine Runde zu springen - auf deutlich erhöhtem Niveau im Vergleich zu vor drei Monaten. Erschwerend hinzu kommt, dass die Kälte mittlerweile klirrend ist. Ohne eine Reithalle macht das das Erwärmen der Pferde deutlich langwieriger.
    Nichtsdestotrotz sind alle gut gelaunt: Eingemummelt in Daunenjacken und Thermoreithosen haben Ann und ich Yacedor Gepir und Distraction aus dem Stall geholt, während Carina und Paul im Hauptstall nach Himmawallajugaga und Earl Grey's Darjeeling gesehen haben. Nun arbeiten wir alle nebeneinander am Anbindebalken an der Säuberung von Fell, Langhaar und Hufen unserer Pferde.
    "Himmi hat keinen Mähnenkamm.", stellt Paul fest und Carina reicht ihm wortlos den von Early. "Danke.", sagt Paul und hebt die Hände. Mir entgeht das Blitzen in seinen Augen nicht, während er Carina noch einen Moment länger über den Rücken seines Pferdes ansieht. Auch Ann schnaubt abfällig und wendet sich dann Gepirs Hufen zu. Alle vier Pferde haben schon Winterfell - wenn auch Early deutlich mehr als die Tekken - und das Putzen und Streicheln hat wieder einen gewissen Teddybäreffekt. Das bedeutet auch, dass das Scheren bald ansteht. Während ich so darüber nachsinne, stupst mich Distraction mehrmals mit seiner weichen Nase an und ich kraule gedankenverloren seine Stirn. Den schwarzen Hengst habe ich mittlerweile richtig lieb gewonnen - vor allem, da er das einzige Pferd ist, dass ich derzeit aktiv im Springen trainiere. Anders geht es wohl Ann auch nicht, die im Sommer zwar Kazoom durch die Alpen geritten hat, ansonsten aber einen sichtbaren Hang zu Gepir hat, mit dem sie regelmäßig auf Dressurturniere fährt. Earl Grey's Darjeeling indes gehört Carina und ich muss zugeben, dass die beiden immense Fortschritte machen, vor allem in ihrer Beziehung zueinander. Paul hat ja eigentlich sein eigenes Pferd, ist aber so lieb - und vielleicht auch ein wenig begeistert vom Kontrast - Himmawallajugaga zu reiten, besonders im Springen.

    Insgesamt sind wir also ein recht optimistisches, vollblutlastiges Quartett, das seinen kurzen Weg zum nördlich gelegenen Reitplatz antritt. Dort wartet nämlich Olli schon auf uns, mit fertig aufgebauten Sprüngen der Stufe A und L. Wir grüßen alle freundlich und Oliver winkt, dann beginnen wir damit, unsere Pferde warm zu führen. Earl Grey's Darjeeling wird sogar von Carina longiert, bevor es and Nachgurten und in den Sattel geht. Das Warmreiten dann erfolgt in der Abteilung und in allen drei Grundgangarten, mit verschiedensten Bahnfiguren. So kommt es, dass wir den ersten Sprung erst nach knapp zwanzig Minuten des Aufwärmens machen. Distractions Fell dampft da schon, aber nichtsdestotrotz ist mein Pferd frisch und voller Elan und Ehrgeiz am Sprung. Es macht mir richtig Freude, den Knaben zu reiten. Ein paar Blicke zur Seite verraten mir, dass die kalte Luft auch auf die anderen eine belebende Wirkung hat - gut zu erkennen an den roten Wangen der Reiter.

    Als es an die neue Stufe und damit höheren Hindernisse geht - die im Übrigen uns allen aus dem Einzeltraining bekannt sind - wird die Situation noch ein wenig aufgedrehter. Während Carina mit Early souverän die neue Höhe meistert und die beiden sichtlich zusammenarbeiten, braucht Gepir anfangs ganz schön Überzeugung durch Ann, um den Absprung zu wagen. Der Cremello ist eben nicht so für den Parcours gemacht, sein "Fliegen" ist eher das der Galopppirouette. Nichtsdestotrotz schaffen es schließlich auch diese beiden Gesellen heile durch die L-Kombination.

    Dann sind da noch Paul und Himmi. Da ist es eher der Reiter, der zusehends Respekt vor dem Sprung hat. Beim ersten kleinen Oxer reißt Paul ganz entsetzt die Augen auf und äußert dann: "Krass, geht die da weit hoch." Ich lache herzlich über diese Reaktion, denn ich kann mich noch sehr gut an meine ersten Springstunden mit Spearmint erinnern. Da ging es mir ähnlich.

    Naja, und dann gibt es da noch Distraction und mich. Der Rappe mit dem mittlerweile kuscheligen, wenn auch etwas klammen Fell setzt ohne zu zucken über die neue Höhe. Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir die letzten Wochen vor Saisonende sogar schon einige S-Springen gemeinsam bestritten haben. Im Großen und Ganzen läuft dieses Training also mehr als glatt und vor allem ohne jeden Sturz und ja auch quasi ohne eine Verweigerung (Gepir hat nur gezögert … ). Nach insgesamt zwei Stunden im Sattel können wir deshalb glücklich aufatmen und absteigen. Es folgen noch schier endlose Runden des Trockenführens, bevor es zurück zum Putzplatz und für die Pferde zum Teil mit der Decke, zum Teil ohne auf die Koppel geht.



    Distanz E/A (Cascar)

    Die Sonne scheint, nicht zum ersten Mal dieses Jahr, aber es ist doch ein Anblick von seltener Schönheit. Es ist noch früh, gerade mal neun; die Pferde haben ihr Futter gegen sechs bekommen und warten ungeduldig in ihren Boxen auf sich vorfreuende Reiter wie mich.

    Und das tue ich tatsächlich. Heute findet der erste diesjährige Geländeritt statt, der erste große, der für die erfahrenen Distanzpferde wie Ashqar und Himmawallajugaga das Ankommen in der neuen Saison 2018 bedeutet, für die weniger Erfahrenen, die den Winter über aufgrund ihrer Turnierpause viel im Gelände gewesen sind, ist die heutige Runde bereits ein echtes Training, mit dem sie sich für Kurzstreckenläufe qualifizieren werden. Mit von der Partie sind neben Dads schwarz-weiß-gefleckter Hündin Kira Carina und Earl Grey's Darjeeling, Paul, Olli und CH's Unglück, außerdem ich mit Omega und Ann führt Gepir aus. Meinem Dad habe ich ausnahmsweise genehmigt, meinen Hengst zu reiten, sodass ich mich um die wesentlich jüngere Stute kümmern kann.

    Unser Gespann besteht also aus zwei erfahrenen und vier unerfahrenen Pferden. Trotzdem stehen die Pferde letztendlich alle nebeneinander am Anbindebalken – Hengste wie Stuten – und wir sind alle frohen Mutes, die Kälte lässt und zügig arbeiten und die Pferde hibbelig werden. Stani und Ewa misten in der Zwischenzeit schon die Boxen aus und bringen einige Pferde auf die Koppel. Mit zunehmender Tageslänge wird es auf dem Hof auch geschäftiger, als Louis und Cedrick eintreffen und beginnen, die Pferde zu bewegen. Letztendlich ist es zehn, als alle fertig sind, wir zum Warmwerden einige Runden über den Hof gehen und schließlich geschlossen nachgurten, aufsitzen und vom Hof reiten.

    Unsere Tour führt uns anfangs an der Straße entlang, die trotz ihrer Stadtnähe verlassen daliegt. Wir reiten landeinwärts, als eine große Kolone. Dad und Ashqar ganz vorne, Paul und Himmi ganz hinten. Omega unter mir läuft zügig, aber entspannt – nur einmal erschrickt sie sich vor einem Leguan im Gestrüpp und sie beginnt bald zu schwitzen, unter ihrem schweren Westernsattel.

    Auch Carina und Early haben ihre Mühe, als wir vom Weg abbiegen und einen recht steil ansteigenden Waldweg hinaufreiten. Die Stute schnauft, als wir oben ankommen, aber Carina ermutigt sie, fleißig weiterzugehen. So haben wohl alle ihre Probleme. Anns beginnen beim Durchqueren eines kleinen Flusses – letztendlich springt Gepir darüber, aus Angst, die Gruppe zu verlieren. Die einzigen neben Dad und Paul, die gar keine Probleme zu haben scheinen, sind Kira, der die Zunge fast bis zum Boden hängt, und Olli und Unglück. Oliver tut mir leid, weil sich gestern ein Käufer für seinen Hengst gefunden hat und er ihn deshalb schon heute Abend verabschieden wird. Gleichzeitig scheint er auch ein wenig befreit und locker, deswegen geht es Unglück unter ihm vermutlich auch so gut.

    Insgesamt ist die Stimmung also gelöst. Aller anderthalb Stunden machen wir zehn Minuten Pause, in denen die Vitalfunktionen der Pferde gemessen und in der Notizfunktion meines Handys festgehalten werden. So steht schon bald fest, dass Earlys und Omegas Kondition die schlechteste ist, aber das macht ja nichts. Wir schaffen es trotzdem alle, nach einer letzten, einstündigen Trabphase, zurück nach Hause und vom insgesamten Fitnessprofil steht es für mich außer Frage, dass die Pferde Anfängerdistanzen vielleicht nicht gewinnen, aber laufen können, ohne körperlich überlastet zu sein. Gegen 17:00 grasen unsere Schützlinge dann endlich friedlich auf der Weide und wir Reiter haben uns alle ein Bier verdient.



    Die Kür (Kürmusik)

    Ich bin so wahnsinnig aufgeregt. Gleich nachdem ich mit Distraction
    die Halle verlassen habe, ist mir Ann mit Yacedor Gepir auf dem Abreitplatz begegnet und
    ich habe mich extra beeilt, meinen eigenen Hengst abzusatteln und zu versorgen, bevor ich ihn wohlwollend
    Olivers Obhut überließ, um schnell auf die Tribüne zu kommen und der Kür des schicken Paares beizuwohnen.
    Da sitze ich nun und rutsche unruhig hin und her. "Musst du auf's Klo?", fragt mich Paul schmunzelnd. Ich schüttle
    ungeduldig den Kopf und starre auf den Sandboden, als "Yacedor Gepir von Yipsonos Hchrassus" aufgerufen wird. In
    der Tür zur Halle erscheint ein Schatten, der gegen das Licht draußen beinahe schwarz wirkt. Der sich abzeichnende
    Hengst wiehert lauthals, bevor Ann entschlossen die Zügel aufnimmt und im versammelten Trab einreitet. Mich
    überschwemmt schon eine Welle des Stolzes, als sie genau bei X hält und die Richter grüßt. Dann setzt die Musik
    ein und der Hengst spitzt die Ohren – eins lauscht seiner Reiterin, das andere ist auf die Zuschauermenge gerichtet.
    Er dreht es erst nach hinten, als Ann die Zügel aufnimmt und den Hengst passend zur Musik erst in den Mitteltrab,
    dann in den starken Trab treibt. Gepir streckt die Beine sauber und seine ohnehin zierliche Gestalt lässt den
    Wechsel durch die ganze Bahn wie einen Flug aussehen. Auf der kurzen Seite verkürzt Ann die Schritte des Hengstes
    bis zur Piaffe, anschließend wechselt sie durch die ganze Bahn mit einer Traversale im Trab die Hand erneut. Auf
    dem Hufschlag galoppiert sie schließlich an und präsentiert erst einen versammelten Galopp auf den Zirkel, dann
    einen starken auf der ganzen Bahn. Ich bin begeistert und atme stoßweise aus, als die Reiterin durchpariert und
    der Cremello in einem losgelassenen Schritt durch die halbe Bahn wechselt. Ich habe gar nicht mitbekommen,
    dass ich die Luft angehalten habe. Paul nutzt die Gunst der Stunde, meine kurzzeitige Entspannung, und fragt:
    "Was hat er da eigentlich am Hals?" – "Was?", gebe ich zurück, " … achso." Ich muss grinsen. "Das ist ein
    Wollband. Achal Tekkiner erhalten es traditionell. Es bringt Glück."
    Und da endet meine Erklärung auch schon, denn Ann ist auf der neuen Hand angaloppiert und
    reitet gerade durch die Länge der Bahn. Schließlich pariert sie erneut in den Mitteltrab
    und dann zum Schritt durch,um sich wieder bei X einzufinden und die Richter
    mit einer korrekten Geste zu verabschieden. Als das Publikum zu klatschen beginnt,
    stimme ich begeistert mit ein und juble den Beiden zu. Das war wirklich der Wahnsinn.

    2540 Zeichen | zeichenzähler.de | (c) Cascar

    yacedor_koerungsbild.png

     
    Zuletzt bearbeitet: 22 Apr. 2018 um 1:08 PM Uhr
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  10. sadasha

    sadasha Bekanntes Mitglied

    sadashas Teilnahme mit
    Filou Farrigé Etoile Filante
    [​IMG]
    [​IMG]
    Hengst
    Oktober | 8 Jahre
    Rasse Friese
    Stockmaß/Endmaß 170cm
    Fellfarbe Rappe
    Geno unbekannt

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    Charaktereigenschaften
    Gutmütig, Selbstbewusst, Nervenstark, Mutig, Trittsicher

    Beschreibung
    Der Rapphengst ist noch nicht lange auf meinem Hof. Er hat sich jedoch schnell eingelebt und verstand sich vom ersten Tag an schon super mit meinen Pferden. Sein gutmütiges Wesen wirkt sehr beruhigend auf die Tiere in seiner Umgebung und ist deshalb mit der richtigen Ausbildung auch super als Therapiepferd geeignet. Mit seiner wunderschönen Ausstrahlung zieht er schnell alle Blicke auf sich. Er besitz ein großes und starkes Selbstbewusstsein und hat kein Problem im Trubel zu stehen. Wenn man Filou mit neuen Dingen konfrontiert geht er mutig darauf zu und beschnuppert es neugierig. Durch seinen Mut ist er auf dem Platz, sowohl auch im Gelände sehr trittsicher unterwegs.

    Man hört doch reitbegeisterte Menschen oft sagen "Reiten ist wie Fliegen". Auf Filous Rücken fühlt es sich wirklich so an. Nicht nur weil er sehr groß ist, sondern seine Gänge sind samtweich und geschmeidig. Es fühlt sich wirklich so an, als würdest du über den Boden schweben. Es entwickelt sich ein richtiges Freiheitsgefühl wenn man mit Filou ausreiten geht.

    Filou zeigt großes Potenzial im Dressurreiten. Das hat er von seinen Eltern geerbt, die beide sehr erfolgreich waren. Seine Ausstrahlung, sein selbstbewusstes Auftreten und sein sicherer Halt und Tritt sind eine gute Anlage für ein erfolreiches Dressurpferd.


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    Trainingsplan
    Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L M S

    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S
    Doma Classica: WE WA WL WM WS
    Alta Escuela: WE WA WL WM WS
    Doma Vaquera: WE WA WL WM WS


    Springen E A L M

    Show Jumping: E A* A** L M*

    Military E A L M

    Eventing (British Eventing, national): BE80(T) BE90 BE100 BE100Plus Novice

    Western E A

    Western Pleasure: LK5
    LK4
    Trail: LK5 LK4

    Distanz E A L
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2

    Fahren E A L

    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2
    Ausdauerprüfung: CAI-M-A1 CAI-M-A2
    Hindernisfahren: CAI-C-A1 CAI-C-A2


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    Offiziell
    454. Springturnier
    339. Militaryturnier
    341. Militaryturnier
    343. Militaryturnier
    324. Distanzturnier
    222. Synchronspringen
    331. Distanzturnier
    474. Springturnier
    349. Militaryturnier
    480. Springturnier
    485. Dressurturnier


    Inoffiziell

    keine

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    Von Exorzismus

    Aus der Zingara
    Von Loriano Aus der Zauberfee


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    Körpunkte
    Abstammung 2
    Schleifen 11
    HS 2
    TA 2
    Trainer 1
    Zubehör 2
    Gesamt 20


    Schleife
    HK

    Eingetragene Zucht Gwynedd Stables
    Züchter/Herkunft Canadian Liberty Creek
    Besitzer sadasha (Emma Charlton)
    VKR/Ersteller Snoopy

    Nachkommen
    keine

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    Letzter Tierarztbesuch 22. April 2018
    Gesamteindruck sehr gut


    Letzte Zahnpflege 22. April 2018
    Letzte Wurmkur 22. April 2018
    Letzte Impfung 22. April 2018


    Letzter Hufschmiedbesuch 22. April 2018
    Ausgeschnitten/Korrigiert 22. April 2018


    Beschlag vorne Sportbeschlag
    Beschlag hinten Sportbeschlag


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    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund
    Tierklinik Zur Lindenweide | Besuch bei Emma
    Filou Farrige Etoile Filante und Skadi


    Heute fuhr ich zu einer Kundin die 2 Pferde für mich hatte die ich mir ansehen sollte. Als ich auf dem Hof ankam wurde ich von der Besitzerin der Pferd Emma Chariton begrüßt. Wir gingen gemeinsam in den Stall und wir holten den Friesenhengst Filou Farrige Etoile Filante aus seiner Box. Ich ließ ihn mir Vortraben es sah alles gut aus, dann checkte ich seinen Gesundheitszustand. Der Rappe war in bester Verfassung. Seine Augen waren klar, seine Schleimhäute waren feucht rossig. Dann Impfte ich und gab eine Wurmkur dann sedierte den Hengst den Zahnbehandlung war nie fein. Als er ruhig war machten wir die Maulsperre fest und begann mit der Zahnpflege, es war nötig, noch länger und er hätte nichts mehr gefressen. Nach dem die Zähne wieder in Ordnung waren banden wir ihn in seiner Box fest bis er wieder munter war. Ich trage noch die Neuerungen in seinen Pferdepass ein, während Emma eine alte Bekannte holte. Skadi die schöne weiße perle wie ich sie nannte als sie noch in meinem Besitz war, da ich wusste wie sie auf Tierärzte reagierte bat ich um Unterstützung. „ hallo mein Mädchen!“begrüßte. Sie spitzte die Ohren als ob sie mich erkannte. „ Kennen sie die Vergangenheit der stute?!“ fragte ich Emma, sie verneinte. „ Skadi war lange Zeit in meinem Besitz, in dieser Zeit ist sie desöfteren abgehauen, und hatte sich einmal so schwer selbst vergiftet da wussten wir nicht ob wir sie retten konnten. Es brauchte lange um Skadi ein Vertrauen aufzubauen. Da ich aber zeitlich eingeschränkt war gab ich sie der Züchterin zurück, und jetzt hat sie ein tolles zuhause!“. Auch Skadi ließ ich Vortraben und sie hatte nichts. Ich redete behutsam auf die Stute ein und kontrollierte ihren Gesundheit zustand. Auch da war nichts auffällig und ich impfte die Stute und gab ihr die Wurmkur. Dann sediert ich die schöne und begann ebenfalls mit Zahnbehandlung. Skadi hatte nur ein paar scharfe ecken die sie beim fressen und reiten störten, ich feilte diese wieder glatt und brachte sie in die Box dort banden wir sie an bis sie wieder munter war. Ich trug bei ihr auch alles im Pass ein und machte noch einen kontrollblich bei Filou der mittlerweile wieder munter in der Box stand.
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    22. April 2018 | 5640 Zeichen von sadasha
    Hufschmiedbericht für Filou Farrigé Etoile Filante und Skadi

    Der Tacho zeigt 140km/h, die Musik ist voll aufgedreht, die Autobahn ist so gut wie frei. Noch 15 Minuten laut Navi bis wir die Gwynedd Stables erreichen. Just als mein Lieblingslied anspielte, drehte ich die Anlage noch ein bisschen mehr auf. Pitch musste mich dafür hassen, doch der Rüde lag eingerollt im Fußraum des Beifahrersitzes und versuchte ein wenig zu schlafen. Beinahe hätte ich die Ausfahrt verpasst. Kurz bevor ich auf den Hof fuhr regelte ich die Lautstärke auf einen normalen Pegel herunter. Noch einmal las ich mir durch was heute anstand, ehe ich ausstieg. Pitch war jetzt wieder hellwach und bereit für Alles, was jetzt kommen mochte. Freudig lief er mit mir um den Wagen herum, aus dessen Kofferraum ich noch den Hufbock nahm, ehe ich den Wagen abschloss.

    Beinahe rannte ich in eine Frau rein, die sowieso schon unsicher auf den Beinen schein. “Entschuldigung! Mrs Charlton?” begegnete ich ihr etwas unsicher durch den Zwischenfall. Sie lächelte. “Keine Sorge, ich bin vielleicht nicht schnell und vielleicht auch nicht gelenkig, aber umgeworfen hat mich noch keiner so schnell. Sind sie Mr. Crowley?” sagte sie ohne meine Frage zu beachten und warf einen Blick auf das was ich bei mir trug. Natürlich erkannte sie mich als Hufschmied. Ohne eine Antwort abzuwarten sprach sie weiter. “Mitkommen, Filou Farrigé Etoile Filante steht noch in seiner Box, ist aber sauber. Falls Ihnen das nicht reicht müssen sie selber Hand anlegen, der Kasten steht da.” Sie deutete auf eine graue Putzkiste, aus der die Putzsachen und Pflegemittel rausquollen, so voll war sie. Der etwas forsche Umgang irritierte mich, doch Mrs Charlton schien das nicht allzu böse zu meinen. Sie wirkte wie jemand, der schon viel erlebt hatte und dadurch Ecken und Kanten entwickelt hat. “Sie wären übrigens ein großer Schatz, wenn sie auch die Stute meiner Kollegin fertig machen würden. Die hatte vergessen sich ebenfalls einzutragen, will aber mit ihrer Stute demnächst durchstarten. Mit zu langen Hufen geht das nur schlecht.” Ich hatte keine Chance etwas zu erwidern, da sie gleich wieder verschwand als wir die Box des Friesenhengstes erreicht hatten. Zum Vortraben musste ich mir also jemand anderen abgreifen. Ein junger Mann, der gerade von einem Ausritt zurückkam band sein Pferd kurzerhand an um Filou vorzuführen. Der Rappe hatte sehr schwungvolle Gänge und fußte recht gleichmäßig auf, was wohl auch seinem Beschlag zu verdanken war. Er neigte sicherlich dazu die Vorderhufe ungleich abzunutzen und stand dadurch etwas nach außen, da auch die Eisen entsprechend zu Grunde gingen. Das ließ sich jedoch durch einen gut Job meinerseits wieder korrigieren. In aller Ruhe schnitt ich die Hufe nacheinander aus und überprüfte meine Arbeitsfortschritte regelmäßig und richtete dann die neuen Aluminiumeisen auf dem Amboss her. Irgendwann tauchte Mrs Charlton wieder auf und wirkte zufrieden. “Sie haben seine leichte Fehlstellung trotz der Eisen bemerkt?” erkannte sie lächelnd und zog meinen Hocker zu sich um Platz zu nehmen. Pitch rannte sofort zu ihr um etwas Aufmerksamkeit zu erhaschen. Sanft kraulte sie seinen Nacken, während sie mir dabei zusah wie ich die neuen Beschläge aufschlug, ehe ich die Hufe mit Öl fettete. Als ich fertig war streckte ich meinen Rücken kurz durch und sah mir dann an wie Filou mit seinen neuen Eisen lief. Da er Eisen bereits kannte und ich kein Experiment gemacht hatte lief er wie erwartet gut und durfte zurück in seine Box.

    Ich erschrak abermals, als ich mich umdrehte und Mrs Charlton hinter mir stand. Sie lachte triumphierend und begleitete mich zu der Stute ihrer Kollegin. Skadi war Filou vom Gebäude her ähnlich. Der Bau eines typvollen Friesens, doch das Fell war reinweiß. Eine beeindruckende, makellose Gestalt! Mrs Charlton entging nicht, dass mir Skadi gefiel und schmunzelte. “Sie zieht immer die Blicke auf sich. Ist aber nicht ohne. Sie läuft leider genauso schlecht wie meiner, ist aber unbeschlagen.” Schweigend holte ich den Schimmel aus seiner Box und warf einen ersten Blick auf die dunklen Hufe. Nach Mrs Charltons Behauptungen schwante mir Übles, doch ganz so furchtbar sah es gar nicht aus. “Miss Finch korrigiert sie selbst so gut sie kann, wenn es bis zum nächsten Termin noch dauert. Wie es aussieht hat sie das auch dieses Mal wieder gemacht. Lassen Sie sich davon nicht täuschen.” sagte sie mit einem abwertenden Unterton, den ich nicht ganz einordnen konnte. Eigentlich hatte ich gedacht die beiden Frauen hätten ein gutes Verhältnis. Skadi lief beim Vortraben ganz und gar nicht rund. Ich entschied Mr. Owen in der Nähe zu halten, damit ich zwischendurch den Trab nochmal sehen konnte um zu schauen ob die Korrektur griff. Es dauerte eine ganze Weile bis ich zufrieden war. Skadi war zwar ruhig, machte einem die Arbeit aber nicht leicht. Sie suchte sich Beschäftigung und wenn es ihr zu langweilig wurde lag die Beschäftigung darin nicht zu kooperieren. Als ich endlich soweit war nur noch die Hufe zu fetten, überkam mich eine Wonne voll Glückseligkeit. Zufrieden räumte ich mein Werkzeug zurück in die Schmiede , während Mr. Owen die Stute zurück in ihre Box brachte. Als der Arbeitsplatz so sauber war, wie ich ihn erreicht hatte schilderte ich Mrs Charlton meine Ansicht zu Skadis Hufen. Sie zog die Schultern hoch. “Das sage ich ihr ständig, aber Skadi lässt sich wohl nicht beschlagen. Davon ist sie felsenfest überzeugt. Nächstes Mal sollten sie mit ihr persönlich sprechen. Ich werde schauen, dass sich die Möglichkeit bietet. Heute ist sie außer Haus.” Unzufrieden stimmte ich zu. Nachdem wir auch den finanziellen Part geklärt hatten machte ich mich auf den Heimweg.
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    05. April 2018 | 6195 Zeichen
    von Landsberg Trainings-Center | Military E - A


    Käthe | Nachdem ich über die Osterfeiertage zuhause geblieben war, stand für mich heute eine kleine Reise auf dem Programm. Es erwartete mich ein 8-jähriger Friesenhengst namens Filou Farrigé Etoile Filante, dessen Geländefähigkeiten aufgefrischt werden sollten. Da Erin sich heute zum gemeinsamen Frühstück hat überreden lassen nutzte ich eine Gesprächslücke und bat sie darum, aufgrund meines Auftrages, sich für heute allein um die Pferde zu kümmern. Sie stimmte wortlos zu und half mir nach dem Frühstück mit dem abräumen des Tischs, bevor sie in den Stall ging und ich meine Tasche für die Reise auf die Gwynedd Stables zusammen packte. Der Hof war mir keinesfalls unbekannt. Bereits im vergangenen Jahr zog es mich für die Versorgung der Pferde dort hin und ich war gespannt was sich in der Zeit verändert hatte. Nach einer schier unendlichen Fahrt erreichte ich den ländlich gelegenen Hof und stellte den Wagen auf dem Parkplatz ab, bevor ich zum Haupthaus ging und dort bereits von Emma Charlton erwartet wurde.
    Wir gingen hinein und unterhielten uns für ein paar Minuten.
    Sie erzählte mir, dass der Hengst schon mehrfach erfolgreich an Vielseitigkeitsturnieren teilgenommen habe, man aber deutlich merkt dass ihm das nötige Training fehlt. “Das ist kein Problem, das bekommen wir schon hin.” sagte ich lächelnd und besprach mit ihr den Trainingsablauf. Nachdem alles geklärt war holte ich meine Tasche aus dem Wagen und machte mich auf den Weg in die Stallanlage. Ich lief die Boxen ab bis ich die des Friesen gefunden hatte und stellte meine Tasche auf dem Boden ab damit ich den gutmütigen Hengst begrüßen konnte. Bevor ich Filou aus seiner Box holte ging ich in die Sattelkammer und stellte mir eine Putzbox zusammen, die ich an die Tür stellte um seinen Sattel und die Trense ebenfalls mitzunehmen. Da wir nach dem Training einen Geländeritt machen würden, nahm ich auch 4 Bandagen aus seinem Spind mit. Ich lauf besser zwei Mal dachte ich mir und brachte zuerst den Sattel und die Trense zur Box, bevor ich die Bandagen und die Putzbox holte. Ich putzte den schönen Hengst und kratzte seine Hufe aus, bevor ich Mähne, Schweif und Behang kämmte. Sorgfältig bandagierte ich alle 4 Beine ein bevor ich den Sattel auf seinen Rücken legte und ihn korrigierte, bevor ich den Sattelgurt unter seinem Bauch durch zog und locker schloss. Da der Hengst ohnehin tiefenentspannt auf einer Stelle stehen blieb, nahm ich das Halfter ab und legte die Zügel über seinen Hals um ihm die Trense auszuziehen. Brav nahm er das Gebiss an und blieb auch weiterhin stehen. Ich öffnete meine Tasche und nahm meinen Helm heraus um ihn mir aufzusetzen. Da es relativ warm war zog ich meine Weste aus und legte sie über den Sattelhalter von Filous Box. “Na mein Großer? Dann wollen wir mal, oder?” fragte ich ihn und er schnaubte.
    Zustimmend? Ich werde es wohl herausfinden müssen.
    Ich griff die Zügel und führte den Hengst aus der Stallgasse heraus in Richtung des Reitplatzes. In der Mitte des Reitplatzes stellte ich Filou auf und zog die Steigbügel nach unten. Ich nahm Schwung und fand mich wenige Sekunden später in seinem Sattel wieder. “Macht es dir etwas aus?” rief eine Männerstimme über den Platz. Ich drehte mich im Sattel um und sah einen großen, braunhaarigen Mann mit einem Criollo, der offenbar longiert werden sollte. “Entschuldigen sie, ich habe sie mit jemandem verwechselt.” sagte er lachend und blieb abrupt stehen. “Kein Problem. Wenn sie möchten können sie ihn trotzdem longieren. Mir macht das nichts aus.” rief ich ihm zu und lächelte freundlich. Er nickte und kam ebenfalls auf den Platz. Ich nahm die Zügel auf und ritt Filou einige Runden warm bevor ich mich dem eigentlichen Training widmete. Bei der Vielseitigkeit kommen 3 Disziplinen zusammen. Die Dressur, das Springen und der Geländeritt. Frau Charlton hatte mir erklärt, dass Filou überragende Ergebnisse in der Dressur und dem Springreiten ablieferte, er in der Kombination mit dem Geländeritt aber deutliche Probleme mit der Kondition bekam. Daran wollte ich heute arbeiten. Nach 2 Runden auf der ganzen Bahn im Trab hielt ich den Hengst einen Moment an, um nachzugurten, bevor ich ihn direkt aus dem Stand angaloppierte und im Galopp behielt. Sofern es mir möglich war ritt ich mit dem Hengst Bahnfiguren im Galopp, vorallem aber konzentrierte ich mich auf Galoppvolten die die Wendigkeit des Hengstes förderten. Filou ließ sich gut reiten und er reagierte sehr fein auf die Hilfen die ich ihm gab. Frau Charlton hatte nicht zuviel versprochen.
    Nach einer halben Stunde parierte ich den großen Hengst zuerst in den Trab und dann in den Schritt wo ich mir die Zügel aus der Hand kauen ließ und ihn auf dem Zirkel ein paar Runden hielt. Lobend klopfte ich seinen Hals und beobachtete den Mann beim longieren. “Na, hast du Lust auf einen kleinen Ausritt?” fragte ich Filou und nahm die Zügel etwas auf um mit dem Hengst vom Platz zu reiten. Natürlich hatte ich nicht vor mir den Hengst für mein Vergnügen auszuleihen, nein. Während des Ausritts nutzte ich die Gelegenheit für das bergauf- und bergabreiten und umgefallene Baumstämme dienten als kleine Sprünge. Beim Geländeritt waren die Hindernisse nämlich fest und gaben nicht nach wie bei normalen Hindernissen, wo die Stangen von den Trägern fielen. Deswegen war es immer wichtig Lehrgänge zu besuchen, denn nichts war wichtiger als die Sicherheit von Pferd und Reiter bei einem solchen Parcours. An einer Weggabelung wählte ich die Richtung, von der ich vermutete dass sie zurück zum Hof führte und ich behielt, glücklicherweise, recht. Entspannt traten wir den Heimweg an. Zurück auf den Gwynedd Stables band ich den Hengst für einen Moment in der Stallgasse an um ihm die Bandagen, Sattel und die Trense abzunehmen. Bevor es für ihn auf die Weide in den wohlverdienten “Feierabend” ging, kontrollierte ich seine Hufe und kratzte sie nochmals aus. Er hatte seine Arbeit gut gemacht und wenn man an seiner Kondition beim Galopp arbeitet, wird er ein zuverlässiger und schneller Military-Partner.
    Ich räumte die Stallgasse auf und brachte alle Sachen wieder an seinen Platz bevor ich mich von Emma Charlton verabschiedete und in den Wagen stieg, um nach Hause zu fahren.

    Die Kür
    Die schwarze Mähne zu einem schönen, dicken Zopf eingeflochten und mit dezenten Strass-Clips gespickt, den schicken Zaum und weiße Bandagen tragend stand Filou Farrigé Etoile Filante bereit. Bereit zur Hengstkörung. Eve hatte sich bereit erklärt meinen Hengst heute vorzustellen, da ich selber nicht mithalten könnte bei der Vorstellung aller drei Grundgangarten. Stattdessen stand ich am Rand und fieberte mit. Natürlich war ich mir bewusst, dass mein Friese zuvor bestens vorbereitet wurde und ein goldenes Herz hatte, das dieses Publikum nicht aus der Ruhe brachte. Er würde die Kür souverän meistern. Eve hatte außerdem schon Erfahrung darin Pferde vorzustellen. Dann endlich wurde mein Hengst aufgerufen. Mein Herz raste vor Aufregung, als Eve ihn im Trab in die Halle führte und im Anschluss die drei Richter begrüßte. Filou wurde an einer auf dem Boden liegenden Stange aufgestellt und beurteilt ehe Eve damit begann seine Grundgangarten zuerst auf der linken und dann auf der rechten Hand vorzustellen. Immer in aufsteigender Reihenfolge erst Schritt, danach Trab und zuletzt Galopp. Seine Gänge waren energisch und äußerst schwungvoll. Jeder Liebhaber barocker Rassen würde sich die Finger danach lecken ihn einmal reiten zu können. Dass er hauptsächlich vom Boden gearbeitet wurde oder im Einspänner lief sah man ihm nicht direkt an. Nachdem auch dieser Punkt abgehakt war hakte Eve den Führstrick aus der Trense aus und scheuchte Filou ein Stück weg. Den Rest übernahmen Mitarbeiter der Veranstaltung. Filou peste zuerst in anmutiger Haltung durch die Halle und wurde schließlich immer besonnener. Das Publikum wurde sehr still und schien den Anblick einfach nur zu genießen. Hören konnte man nur das regelmäßige Aufhufen und das kräftige Schnaufen von Filou. Irgendwann ließen die Mitarbeiter davon ab ihn in Bewegung zu halten und mein wunderschöner Rappe lief sich locker aus und suchte Eves Nähe. Sie verabschiedete sich von den Richtern und verließ dann die Halle. So schnell es mir möglich war verließ ich meinen Posten und kam nach draußen um die beiden in Empfang zu nehmen. Begeistert bedankte ich mich bei meiner Kollegin für ihren Einsatz und nahm dann Filou entgegen, der sich freute mich wieder bei sich zu sehen. Liebevoll kraulte ich ihn, während wir überlegten wie wir die Zeit bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse überbrücken sollten.
    2360 Zeichen | gezählt mit charcount.com | von sadasha

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    Cascar gefällt das.
  11. Calypso

    Calypso Shirkan ♥ Ich vermisse dich^^

    Veronika Steglmeier (Calypso) mit
    Companero

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    Companero

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    Rufname: Nero
    Geburtsdatum/Alter: 2010, 7 Jahre
    Geschlecht: Hengst


    Stammbaum
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    aus der: Barella La Primera ~ von: La Amanecida el Halieto
    aus der: Antojo Enredadera ~ von: Jabali La Invernada | aus der: Pasmar Bocha ~ von: La Amanecida Choclero


    Exterieur
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    Größe: 150 cm
    Rasse: Criollo
    Fellfarbe: Blue Roan Tobiano
    Gencode: Ee aa Toto RnRn
    Abzeichen: Blesse | v.l. halbweißes Bein, v.r. weißer Kronrand, h.l. + h.r. halbweißes Bein


    Interieur
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    Charakter

    ruhig, treu, fleißig, selbstbewusst, trittsicher, lernwillig
    Er ist sehr widerstandsfähig und hält problemlos Wetterumschwünge aus. Er ist ein sehr ruhiger Kerl, der seinem Partner treuer als alles andere auf der Welt ist. Compañero ist ein fleißiges Bürschchen, dass immer folgt und mit viel Konzentration seine Arbeit macht. Niemals im Leben würde er durchgehen, denn Scheue? Kennt er nicht!

    Beschreibung
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    Compañero macht seiner Rasse alle Ehre, er hat einen mittelgroßen, keilförmigen Kopf mit geradem bis leicht konvexem Profil, freundlichen Augen und kräftigen Ganaschen. Sein Hals ist von mittlerer Breite. Der Hals geht in einen eher flachen, aber kräftigen Widerrist über, der seinerseits in einen langen, aber tragfähigen Rücken ausläuft. Seine kräftige, breite und tiefe Brust ist üblich für diese Rasse. Compañero hat eine relativ gerade Rückenlinie mit langer Nierenpartie, eine runde, gut bemuskelte Kruppe mit tiefem Schweifansatz und eine kurze Schweifrübe. Sagen wir so ein sehr stabiles Fundament, kräftige Fesseln von mittlerer Länge und mittelgroße, harte Hufe zeichnen ihn aus. Sagen wir so er ist der typische Criollo mit den perfekten Maßen. Gangtechnisch ist er die Nummer eins auf den Platz, er besitzt eine unglaubliche Wendigkeit und Konzentration. Das Arbeiten mit ihm ist immer sehr angenehm!


    Vorgeschichte



    Zuchtinfos
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    Gekört/Gekrönt: ✘
    Vorgesehen für die Zucht: ?
    Leihmutterschaft/Deckaxe:

    Nachkommen

    ✗/✗

    Besitzer: Calypso
    Vorbesitzer: Snoopy - Veija
    VKR/Ersteller: Rain (verfallen)
    Aktueller Wert: 800 Joellen

    Trainingsstände
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    Fohlen ABC ✗ | Eingeritten ✓ | Eingefahren ✗


    Bodenarbeit
    Treiben + Bremsen ✓ | Rückwärtsrichten ✓ | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Halten ✓
    Abstand halten ✓ | Wenden + Handwechsel ✗ | Abruf ✗

    Freiheitsdressur/Zirzensik
    Kompliment ✗ | Knien ✗ | Spanischer Schritt ✗ | Piaffe ✗
    Passage ✗ | Steigen ✓ | Sitzen ✗ | Liegen ✗


    Reitpferde-Ausbildung
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    Dressur: E A L
    Galopprennen: E
    Springen: E A L
    Military: E A L
    Fahren: E
    Distanz: E A L M S S*
    Western: LK5 (E), LK4 (A), LK3 (L), LK2 (M), LK1 (S)
    Trail: LK5 (E), LK4 (A), LK3 (L), LK2 (M), LK 1 (S)

    Potential • Aufstieg durch Turnier | Training • nicht weiter gefördert

    Erfolge
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    3. Platz 293. Westernturnier, 3. Platz 300. Westernturnier, 3. Platz 305. Westernturnier, 3. Platz 311. Westernturnier, 3. Platz 438. Dressurturnier, 1. Platz 314. Distanzturnier, 1. Platz 326. Distanzturnier, 1. Platz 428. Westernturnier, 2. Platz 338. Distanzturnier


    Gesundheit
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    Gesundheitszustand

    Letzter Tierarztbesuch: 19.01.2018
    Letzter Hufschmiedbesuch: 12.02.2018
    Gesamteindruck: gesund
    Akute Krankheit/en: ✗
    Chronische Krankheit/en: ✗
    Erbkrankheit/en: ✗


    Hufe/Beschlag

    Beschlag Vorne ✗
    Beschlag Hinten: Sliding Eisen

    Hufbeschaffenheit:
    Hufkrankheit/en: ✗
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    Januar 2018 - 2080 Zeichen
    Der Vorteil eines jeden Tierarztes? Man kann seine Tiere stets selbst behandeln. Das kam mir sehr zu gute, es war schwierig einen guten und erreichbaren Tierarzt zu finden und ich musste mich so langsam für die Körungen meiner beiden Hengste Companero und Fantasio vorbereiten. Die beiden sollten bald vorgestellt werden und ich hatte all meine Hoffnungen in die beiden gesteckt. Schließlich sollte die Criollo Zucht langsam in Gang kommen. Ich hatte mir die zwei schon von der Koppel geholt, Fantasio wartete in seiner Box und Companero war als erstes dran. Genauso wie bei meinen anderen Patienten fing ich mit abtasten der Gliedmaßen und Rücken an. Dann wurde er komplett abgehört und Herz-, und Lungenfunktion kontrolliert. Bewegungsapparat musste ich mir nicht genauer anschauen, ich sah meine Hengste jeden Tag und wusste wenn etwas im argen war. "So mein Freund, jetzt muss ich dich noch ein wenig ärgern." Companero spitzte die Ohren und wusste glaub ich sofort was ich meinte. Ich holte den Impfstoff aus meiner Tasche und zog die Spritze auf. "Gleich vorbei...." stammelte ich konzentriert vor mich hin und und verpasste ihm schnell die Spritze. Companero war da zum Glück unkompliziert und zuckte nur ein wenig. Tätschelnd lobte ich ihn und gab ihm zum Schluss noch die Wurmkur die fällig war. "Der erste fertig und der zweite folgt zugleich" gut gelaunt nahm ich Fantasios Halfter und holte ihn aus seiner Box. Companero hatte ich in der Stallgasse stehen gelassen, ich würde die beiden nach der Prozedur wieder nach draußen bringen. Fantasio wusste was auf ihn zukam und beobachtete mich genau. Wie zuvor bei Companero wurde auch Fantasio abgetastet und mit dem Stethoskop abgehört. Ich schaute mir nochmal seine Zähne an, womit er neulich Probleme hatte, aber da war alles in Ordnung. Dann wurde auch er geimpft und bekam seine Wurmkur. Mein gepunkteter Hengst schnaubte etwas angestrengt und fing dann an seinen Freund zu ärgern. "Schluss ihr zwei, macht das draußen." ich nahm sie beide an den Stricken und führte sie wieder auf die Koppel zu den anderen Hengsten.
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    Fantasio -> Hufkontrolle, Ausschneiden | Companêro -> Hufkontrolle, Ausschneiden, Sliding Eisen

    Heute hatte ich wieder einen Auftrag bekommen, dieser war nun bei Calypso die mir dafür Pferde tierärztlich versorgt hatte. Sie hatte gleich das erste Pferd hergestellt und ich musste nur noch mit meiner Arbeit anfangen. Also schnappte ich mir Hufmesser, Raspel und einen Eimer. Dann fing ich auf der linken Seite an, hier hob ich sein Huf, säuberte es aus und begann mit dem Ausschneiden wo ich erstmal das Außenhorn begradigte, raspelte und dann wieder runter stellte. Nun kam das hintere Bein an die Reihe, welches ich anhob, säuberte und begann auszuschneiden. Erstmal entfernte ich überstehendes Horn und raspelte den Rand wieder glatt, dann schnitt ich das Innenhorn sauber aus. Nun kam die rechte Seite dran, wo ich erstmal das Vorderhuf säuberte und dann sauber ausschnitt. Fantasio blieb während der ganzen Tortour ruhig, gut er kannte mich ja sowieso und wuchs auch bei mir auf. Beim letzen Huf machte er auch wie immer brav mit und wollte am Ende nochmal eine Runde Schmusen. Ich ließ Calypso nun eine Runde mit ihm drehen um die Gangart zu bewerten und es passte alles. Somit konnte Companêro dran kommen, dieser bekam fast das gleiche nur bei ihm kommen zusätzlich Sliding Eisen ran. Also fing ich mit beiden Hufen vorne an und begann mit dem Ausschneiden, hier begradigte ich das Außenhorn und besserte wieder das Innenhorn aus. Das gleiche folgte dann auf dem zweiten Huf, wo ich das Huf aufbockte und das Außenhorn begradigte. Dann schnitt ich das Innenhorn aus und ging zu den anderen Hufen hinten, wo das gleiche folgte und ich mir die Slidingeisen zur Hand nahm und dann begann mit dem festnageln der Eisen. In kürzester Zeit hatte der junge Criollo, den ich auch noch kannte die Eisen dran. Ich bat Calypso wieder eine Runde zu drehen und konnte auch ihn entlassen. Somit verabschiedete ich mich von Calypso und machte mich wieder auf den Weg ich hatte noch ein paar andere Aufträge zu erledigen.


    Trainingsbericht Dressur von E auf A | 6724 Zeichen |© Samanta

    "Trainingstall Project Second Chance, Samanta Thomsen am Apparat. Wie kann ich Ihnen helfen?"
    "Schönen guten Tag, Veronika Steglmeier hier. Ich würde gerne meinen Hengst bei Ihnen ins Dressurtraining geben. Hätten Sie Zeit zu kommen?"
    "Warten Sie, ich muss kurz in meinem Kalender nachschauen." Ich kramte nach meinem Kalender. "In drei Wochen könnte ich kommen, wenn Ihnen das passt."
    "Perfekt." Nachdem ich alles mit Veronika Steglmeier besprochen und den Flug gebucht hatte, machte ich mich drei Wochen später auf den Weg zu den Rook's Bay Stables. Dort angekommen wurde ich bereits von der jungen Frau erwartet. "Freut mich. Mein Name ist Samanta. Mir wäre es lieb, wenn wir uns dutzen können. Natürlich nur, wenn Sie das wollen. Ansonsten respektiere ich Ihren Wunsch natürlich."
    "Ich würde mich sehr gerne duzen. Veronika." Lächelnd ergriff ich ihre Hand und fragte dann:"Wo kann ich denn unterkommen?"
    "Komm, ich zeig dir dein Zimmer." Nachdem sie mir meine Unterkunft gezeigt hatte, gingen wir direkt hinunter in den Stall und Veronika zeigte mir Companero. "Na du Süßer", sagte ich sanft und kraulte ihn erst einmal zur Begrüßung. Der Hengst machte einen recht ruhigen Eindruck und als ich Veronika meinen Eindruck mitteilte, sagte sie:"Dein Eindruck täuscht nicht. Companero ist ein ganz ruhiger Zeitgenosse, nicht wahr?" Der Hengst ließ sich gerne von ihr kraulen. Veronika reichte mir ein Halfter. "Lernt ihr euch erstmal kennen. Ich komme gleich wieder, wenn du fertig bist." Ich bedankte mich und holte den Hengst aus seiner Box. Gründlich begann ich den Hengst zu putzen und stellte schnell fest, dass er gerne geputzt wurde. Fünfzehn Minuten später kam Veronika zurück und ich wurde gerade fertig. "Und schon angefreundet?"
    "Klar." Grinsend klopfte ich Companero den Hals und ließ mir dann von Veronika seinen Sattel und die Trense zeigen. "Ich werde heute mit ihm noch nicht direkt ins Training einsteigen, sondern ihn erstmal kennen lernen. In den nächsten Tagen werden wir dann richtig anfangen." Ich führte den Hengst eine Runde im Schritt, bevor ich nachgurtete und dann aufstieg. Er ließ sich von nichts aus der Ruhe bringen und gi ng ganz entspannt im Schritt an. Ich arbeitete heute dreißig Minuten mit dem Hengst, verschaffte mir einen Eindruck von seinem bisherigen Leistungsstand und stellte fest, dass er schon recht gut gearbeitet war. Andernfalls wäre es für ein Pferd seines Alters aber auch verwunderlich gewesen. Nachdem ich mich noch etwas mit Veronika unterhalten und kurz etwas gegessen hatte, ging ich nach oben auf mein Zimmer und stellte einen Trainingsplan für die nächsten Wochen zusammen. Wenn alles gut lief, dann würde ich in sieben Wochen wieder zu Hause sein. Die nächsten Tage verbrachte ich damit, Companero an mich und meine Art zu gewöhnen und baute bereits die ersten vorbereitenden Übungen für den Mitteltrab und den Mittelgalopp. Hierzu ritt ich immer wieder Tempounterschiede in den Gangarten und viele Übergänge, um Companero vermehrt auf die Hinterhand zu bringen. Eine Woche später war er soweit vorbereitet, dass ich die ersten Ansätze zum Mitteltrab herauskitzeln konnte. Auf gerader Linie würde ich zunächst trainieren, damit der Hengst genug Gleichgewicht hatte. Dazu brachte ich ihn in der Ecke davor etwas unter Spannung und trieb gleichzeitig weiter. Sobald ich das Gefühl hatte, dass er vorwärtsschieben wollte, gab ich die Hand leicht vor und trieb weiter, stellte aber gleichzeitig sicher, dass er nicht auseinander fiel. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis er Mitteltrab und Mittelgalopp wirklich sicher hinbekam, aber der erste Schritt war getan und so konnte ich die nächsten Lektionen mit einbauen. Zunächst wollte ich mich ans rückwärtsrichten und die Kehrtwendung auf der Vorhand konzentrieren. Um ersteres zu erarbeiten, erarbeitete ich das Rückwärtsrichten zunächst vom Boden aus. Ich setzte dazu sowohl die Stimme, als auch die Gerte - touchierend - ein. Als er es vom Boden aus beherrschte, stieg ich wieder in den Sattel und versuchte durch sanften Druck am Zügel und vorwärtstreibenden Hilfen und unter Einsatz meiner Stimme dazu zu bringen, einen Schritt rückwärts zu machen. "Zurück." Companero brauchte nur ein paar Minuten, bevor er verstand, was ich von ihm wollte und er seinen ersten Schritt rückwärts gemacht. "Gut gemacht. Super." Sanft lobte ich ihn und ritt erstmal wieder vorwärts. In den nächsten Tagen fragte ich die Übung immer wieder ab und vermehrte die Rückwärtschritte nach und nach, bis er anstandslos auf meine Hilfen rückwärts ging. Während ich weiter am Mitteltrab, Mittelgalopp und dem Rückwärtsrichten arbeitete, hatte ich gleichzeitig an der Vorhandwendung gearbeitet, die ebenfalls reibungslos mittlerweile funktionierte. Es folgte Viereck verkleinern und vergrößern. Hier kam mir die seitwärtstreibenden Hilfen, die ich vorher bereits bei der Vorhandwendung gebraucht hatte, zu gute. Der Hengst war damit nun schon vertraut, sodass es nicht lange dauerte, bis er auch verstand, was ich nun von ihm wollte. Er machte mir das Training wirklich einfach und wenn es weiter so gut ging, dann würde ich sogar in insgesamt sechs Wochen sch0n fertig werden. Nun musste ich mit ihm nur noch die Übergänge vom Schritt in den Galopp und andersherum erarbeiten. Er hatte mehr Probleme beim Angaloppieren aus dem Schritt, sodass ich mich damit länger beschäftigte. Immer wieder gab ich die Galopphilfe, aber immer wieder trabte er zunächst an. Ich brachte ihn kurz vorher unter Spannung, um diese dann in den Galopp zu wandeln, aber er tat sich damit wirklich schwer. So versuchte ich es mit Unterstützung von Veronika, die den Hengst an die Longe nahm und von unten mittrieb und wenig später, schaffte es der Hengst zum ersten Mal anzugaloppieren. Überschwänglich lobte ich ihn und nachdem wir die Übung ein paar Mal wiederholt hatten, konnte er es auch ohne Veronikas Unterstützung. Ich trainierte noch drei weitere Tage mit dem Hengst, wiederholte immer wieder die Übungen. In den letzten Wochen hatte ich immer wieder Trainingspausen eingelegt und war mit ihm ausgeritten, damit er etwas Abwechslung bekam und sich erholen konnte. Heute war mein letzter Tag und ich bat Veronika den Hengst zu reiten, um mir ein Bild davon zu machen, wie sie sich mit dem Hengst machte. Sie waren ein eingespieltes Team und unter meiner Anleitung klappten die Lektionen reibungslos. Nachdem ich ihr noch einige Tipps mit auf den Weg gegeben hatte, verabschiedete ich mich und machte mich am nächsten Tag wieder auf den Weg nach Hause. "Wenn irgendetwas sein sollte, kannst du mich jederzeit anrufen", sagte ich zum Abschied, "das gehört zum Service." Lächelnd umarmte ich die junge Frau und machte mich dann endgültig auf den Weg nach Hause.

    Compañero: Stufenerhöhung Distanz (E/A)
    11'734 Zeichen // Cascar


    Der Himmel war trist und grau und äußerst wolkenverhangen. Hin und wieder regnete es in feinen Tröpfchen, sodass mir Kälte und Nässe trotz der dicken Winterjacke gefühlt bis auf die Haut drangen. Da war es doch gut, wenn man mit Pferden zusammenarbeitete: sowohl körperlich als auch seelisch wärmten sie und führten mich zu guter Laune. Wie beinahe jeden Morgen versorgte ich meine Schützlinge (mit einiger Hilfe), packte dann aber, definitiv anders als normalerweise, meinen Koffer. Ich würde nach Deutschland reisen. Für bestimmt zwei Monate, um den Criollohengst Compañero zu trainieren. Unterstützen würde mich dabei meine langjährige Freundin Eddi Caen, denn viel praktische Erfahrung im Distanzreiten hatte ich ehrlich gesagt nicht.
    Aus diesem Grund freute ich mich eher besonders auf die Ausbildung des als ruhig beschriebenen Hengstes. Wir beide würden so einiges dazulernen - während ich zähe 21 im Flugzeug saß, um von Neuseeland auf die andere Seite der Welt, in das deutsche Bayern, zu fliegen, erarbeitete ich einen groben Trainingsplan. Ansonsten schlief ich und hoffte, der Jetlag würde mich nicht zu sehr in meinem Tatendrang einschränken.
    In Deutschland regnete es auch. Das positive daran war, dass ich ein wenig aufwachte, als ich ins Freie trat und ein Taxi heranwinkte. Mein Ziel war der Hof Rook's Bay Stable, wo mich Veronica, meine Ansprechpartnerin, dann auch trotz des schlechten Wetters tapfer erwartete. "Halloo", sagte ich ein wenig erschöpft und reichte ihr die Hand. Sie begrüßte mich äußerst herzlich und half mir mit meinem Gepäck. Nachdem der Taxifahrer dann wieder verschwunden war, führte sie mich in den warmen Stall. Angesichts der wohl bekannten und geliebten Gerüche fühlte ich mich gleich wie Zuhause und in mir herrschte eine tiefe Ruhe, als ich an Compañeros Box trat. Der Hengst zupfte friedlich an seinem Heu und ließ sich direkt von mir streicheln. Ich fand, er machte einen sehr vertauenserweckenden Eindruck. Es juckte mich quasi in den Fingern, ihn irgendwie besser kennen zu lernen. Vorerst aber musste ich mich meinen Pflichten unterwerfen, die da hießen "Aufpassen, was Veronica über die Sattelkammer und die Pferde erzählt." Ich gab mir wirklich allergrößte Mühe, aber schließlich lag die Müdigkeit wie ein Stein auf mir. "Hey. Cascar.", meinte mein Gegenüber grinsend und schnipste vor meinem Gesicht, "Willst du vielleicht schlafen gehen?"
    Und wie ich das wollte.
    Meinen Koffer räumte ich demzufolge erst am folgenden Tag aus. Genau so wie Compañeros Putzzeug aus der Sattelkammer. Der Blue Roan gestaltete sich als recht extrovertiert und genoss das Putzen, besonders an Brust und Hals, sichtlich. Außerdem fiel auf, dass er rein gar keine Probleme oder Macken besaß. Er war wahrhaft totlieb. Das bedeutete auch, dass wir mit dem ersten Kennen lernen schnell fertig waren - es ging an die Arbeit. Heute bedeutete das Longentraining: Zum einen wollte ich gerne mehr über den Ausbildungsstand und das Arbeitsverhalten des Hengstes erfahren, zum anderen wurde so gleich seine Ausdauer ein wenig gefördert. Der Weg zum Reitplatz gestaltete sich als nicht sehr weit, aber dafür um so mehr von Respekt gezeichnet. Compañero besaß ansehnliche Manieren, drängelte nicht beim führen, oder ließ sich zurückfallen. Nein, er zeigte Eifer, mir zu gefallen. Das würde im späteren Training sehr nützlich sein.
    Auf dem Zirkel angekommen, schickte ich den Lieben vorerst im Schritt. Seine Haltung war vorbildlich und brachte seinen rassetypischen, markanten Körperbau zur Geltung. Die breite Brust allein war schon Zeichen seines starken Willens und vor allem seiner Ausdauer. Jene wurde im Folgenden geprüft und bewiesen: Mit vielen Gangartwechseln und übermäßig Trab und Galopp, und einigen Schrittpausen, forderte ich den Hengst seiner Ausbildung entsprechend. Compañero indes war die Freude darüber anzumerken: Er schnaubte häufig, lief locker und hochkonzentriert; zu erkennen an den strikt nach innen gedrehten Ohren. Die Arbeit insgesamt empfand ich als sehr angenehm, denn der Hengst verzichtete auf jegliche Spirenzchen oder Herausforderungen. Er stellte mich nicht infrage, sondern bot mir praktisch eine friedliche, konstruktive Zusammenarbeit an. So konnte ich letztendlich nicht anders, als meinen neuen Schützling ausgiebig zu loben und auf dem Hufschlag des Reitplatzes trocken zu führen. Ich war ein wenig in (erneut schläfrigen) Gedanken versunken, als mich eine wohlbekannte Stimme aus meiner Trance riss: "Hu-hu!" Ich sah auf und erkannte Eddi, ihres Zeichens Tierärztin und eine meiner engsten Freundinnen. Ich lächelte unwillkürlich und winkte, dann gesellte ich mich mit Compañero zu ihr, an den Zaun. Wir umarmten uns anständig und plauderten ein wenig, bevor wir auf das Pferd zu meiner Rechten zu sprechen kamen. "Das ist der hübsche Kerl?", fragte sie mich, ich bejahte. "Dann hole ich wohl kurz meine Sachen und checke ihn mal durch." Gesagt, getan. Wir warteten noch ein Weilchen, um sicher zu gehen, dass der liebe Hengst wieder seinen Ruhepuls besaß, bevor seine Gesundheit einmal gründlich durchgecheckt wurde. Ich notierte dabei, unter Eddis Anleitung, Neros Ruhepuls und seine Atemzüge pro Minute. Außerdem war die Tierärztin so lieb und sah kritisch über meinen Trainingsplan, segnete ihn dann aber zufrieden ab. "Das ist ein fittes Pferd. Der macht das schon. Wenn irgendwas ist, kannst du mich ja anrufen.", meinte Eddi schließlich und wedelte mit ihrem Handy vor meiner Nase rum. Ich grinste und meinte schlicht "Danke!", während ich meine Notiz in meiner Hosentasche verstaute. Compañero neben mir war nicht die kleinste Beunruhigung anzumerken. Er sah uns Mädels ein wenig verwirrt an. Ich lobte ihn für sein braves Verhalten, denn er hatte die ganze Untersuchung über sich ergehen lassen. Nun konnte das Training also wirklich beginnen.
    Schon am nächsten Tag traute ich mich auf den Rücken des ruhigen Criollos - vorerst in der Reithalle. Dort ging es um ausgesprochen teambildende Maßnahmen wie Bahnfiguren und einen kleinen Trailparcours. Wieder arbeitete mein neuer Freund konzentriert und fleißig mit und ich hatte kaum etwas auszusetzen. Zudem schien er mich als Reiterin schnell zu akzeptieren, setzte meine Hilfen bereitwillig um. Immer wenn er etwas falsch interpretierte, wusste ich praktisch schon, dass ich mich nicht deutlich oder korrekt genug ausgedrückt hatte und so arbeiteten wir an diesem zweiten Tag voranging an unserem gegenseitigen Verständnis. Zum Tragen kam jenes in unserer dritten gemeinsamen Trainingseinheit, die nunmehr im Gelände stattfand. Auch dort zeigte sich Compañero ruhig und aufgeschlossen, aber keinesfalls schreckhaft. Außerdem bemerkte ich schon bei unserer ersten Runde, querfeldein durch den Wald, dass der Hengst äußerst trittsicher war. Den Aufnahmetest für das Distanzreiten hatte er so bestanden.
    Normalerweise, das hatte ich mir abgeschaut, war es üblich an dieser Stelle des Trainings längere Geländeritte mit einem ausgebildeten Distanzpferd und dem Trainingskumpanen als Handpferd durchzuführen. Das Problem war, dass Nero das ausgebildetste Pferd war, das mir zur Verfügung stand. Ich wusste, dass ich aus diesem Grund äußerst schonend und langsam arbeiten musste, damit mein Lieber die Lust nicht verlor.
    In den nächsten Tagen machten wir also länger werdende Ausritte, vordergründig im Schritt. Es ging durch flaches Gelände, manchmal führte ich Nero, hin und wieder trabten wir auch. Immer, wenn zwei Stunden um waren, ob wir da noch draußen oder wieder daheim waren spielte keine Rolle, kontrollierte ich seinen Puls und notierte seine Atemzüge pro Minute. Anhanddessen sah ich den zunehmenden Trainingsfortschritt, was die Ausdauer des Criollos betraf. Ein weiterer Schwerpunkt des Ausbildungsbeginns war dann die Gewöhnung an Wasser. Ein Unterfangen, das sich tatsächlich als nicht ganz so leicht herausstellte. Nero fand das, zu dieser Jahreszeit äußerst kühle, Nass zwar nicht zum Weglaufen, wollte mir aber so gar nicht die Böschung zum Fluss hinunter folgen. So brauchte es viel Zeit, Ruhe und Geduld, ehe der Liebe mal mit den Vorderhufen drin stand, ohne zu mucken. Ab da wurde vor jeder Pfütze kurz diskutiert, bis nach meinen Wünschen hindurchgegangen wurde. Das war wichtig, weil das Training uns nun auch in hügeligeres Gelände führte, in dem sich Wasser an verschiedensten Stellen seinen Weg bahnte und damit unseren Weg kreuzte. Ich bekam Compañero schließlich sogar dazu, durch die unscheinbaren Bäche zu traben!
    So wurde unsere Arbeit anspruchsvoller, blieb mit dem Hengst aber ausgesprochen angenehm. Ich spürte jeden Morgen, beim Putzen und Satteln, dass er mich heile nach Hause bringen würde. Guten Gewissens durchzogen wir das neue Gelände damit im steten Trab und näherten uns vom Schwierigkeitsgrad den schmalen Gebirgspfaden der Alpen an. Durch den Anstieg und das allnachmittäglich verordnete Longieren am Hang, legte Nero an Muskeln zu. Schließlich befand ich ihn als bereit, um an einem ersten, richtigen Distanzritt teilzunehmen. Einfach, damit er so etwas einmal gesehen hatte und ich mich seiner Tauglichkeit vergewissern konnte.
    Veronica half mir am folgenden Morgen, den Criollo sicher zu verladen und fuhr mich (leider, weil ich noch nicht achtzehn Jahre alt war) zum Wettbewerbsstart. Der Ritt würde den ganzen dauern Tage und insgesamt knapp 38km umfassen. Das bestehen dieser Prüfung gewährleistete Nero den Stufenaufstieg. Mit dieser, für ihn vielleicht nicht allzu großen Motivation, putzte und sattelte ich den Hengst sorgfältig, bevor es losging. Mit von der Partie war eine, hinten am Sattel festgebundene, dunkelblaue Regendecke - der Himmel war gefährlich wolkenverhangen und es nieselte schon. Ich sah deshalb prüfend zum Himmel, bevor ich meine Reitkappe aufsetzte und mich auf Compañeros Rücken schwang. Der Liebe blieb ruhig stehend und wartete kauend, bis ich die Zügel aufgenommen hatte und das Signal zum Losgehen gab. Was mein Partner ja vielleicht nicht wusste, war, dass es auch mein erster Distanzritt war. Wohl ein wenig vergeblich versuchte ich meine Aufregung im Zaum zu halten, als wir uns der riesigen Pferdeansammlung am Start näherten. Hinter der seitlichen Absperrung entdeckte ich Veronica, die uns zulächelte und zwei Daumen nach oben hielt. Ich grinste erleichtert und lobte Nero trotz des Trubels für sein ruhiges Verhalten. Als das Startsignal dann fiel, ging es erst nur langsam voran. Es musste sich erstmal ein Teilnehmerfeld aufbauen, damit man laufen konnte. Nero und ich, wir platzierten uns recht weit hinten. Unser Ziel war ja das Bestehen der Strecke und nicht das als-erstes-Ankommen.
    Zu Beginn führte der Weg durch weitläufige Wiesenflächen. Wir konnten viel Traben, ehe das Gelände steiler wurde und nur noch ein Kraxeln im Schritt möglich war. Mit unzähmbarer Entschlossenheit meisterten Nero und ich alles, was uns vor die Hufe kam. Auch den einmaligen Gesundheitscheck auf halbem Weg. Ab da ging es durch den Wald und im Regen bis zum Ziel. Wir erreichten jenes erschöpft, aber glücklich als 54. Teilnehmer von circa 110. Ich jubelte auf Neros Rücken und warf meine Arme um seinen Hals, bevor ich mich zu Boden gleiten lies. Es dauerte dann eine Weile, ehe wir Veronica und unseren Pferdeanhänger gefunden hatten. Compañero trank die meiste Zeit, während ich ihn absattelte und eine Decke über das klamme Fell zog. Danach ging es wohlbehalten zurück in den heimatlichen Stall.
    Schon am nächsten Tag packte ich meine Koffer und verabschiedete mich von Nero und Veronica, die mir beide ehrlich gesagt sehr ans Herz gewachsen waren. Während der langen Taxifahrt zum Flughafen und auch in der Maschine hoffte ich inständig, eines Tages wiederkommen zu dürfen - man sah sich ja erfahrungsgemäß immer zweimal im Leben.

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    Distanz M - S (von Friese)
    Heute machte ich mich auf den Weg zu Veronika Stegelmeier. Ich hatte mit ihr abgemacht, dass ich ihren Hengst Companero trainieren wollte. Der Blue Roan Tobiano sollte in der Distanz von M auf S trainiert werden. Vroni und ich hatten abgemacht, dass der Hengst hierfür auf mein Gestüt kommen würde, da wir eine sehr gut ausgebaute Trainingsstrecke am Hof hatten. Ich war also mit meinem Hänger unterwegs und parke ihn auf meinem Parkplatz. Danach machte ich mich auf die Suche nach Vroni und fand sie auch schnell im Stall. Sie deckte gerade Nero ein. Die Transportgamaschen hatte er bereits an den Füßen. „ Hallo, ich bin’s Elena“ meinte ich, damit sie nicht einen zu großen Schock bekam, wenn ich jetzt hinter ihr stand. „ Ah hallo. Ich habe schon auf dich gewartet“ erwiderte sie nur und gab mir dann zur Begrüßung die Hand. Wir packten als erstes das Zubehör fertig und brachten es in meinen Hänger beziehungsweise in mein Auto. Nachdem wir damit fertig waren, holten wir noch das Futter, welches Companero die Tage überbekommen sollte. Der Hengst war ruhig stehen geblieben und nun führten wir ihn zum Hänger. Er ging brav auf diesen und so konnte ich mich relativ schnell wieder von Vroni verabschieden. Die Fahrt verging einigermaßen ruhig und wir hatten keine Probleme bei der Fahrt. An unserem Hof angekommen lud ich den Hengst aus und brachte ihn als aller erstes auf die Weide. Dort entfernte ich ihm die Transportgamaschen und die Decke. Nachdem ich ihm den Strick entfernt hatte trabte er ein bisschen über die Weide. Ich war ganz froh, dass der Hengst nicht komplett versteinert rumstand, sondern sich die Beine vertrat. Ich lud den Hänger aus und brachte das Zubehör in einen der Schränke, welche extra für unsere Gastpferde bereit standen. Die Schränke wurden natürlich vor jedem erneuten Benutzen gereinigt und desinfiziert. Nachdem ich mit dem Verstauen des Zubehörs fertig war, richtete ich die Box und das Futter für den Hengst her. Ich ging nach draußen zu den Koppeln und holte mir von dieser Companero. Heute wollte ich nicht wirklich was mit ihm machen, sondern ihn nur an alles gewöhnen. Ich band den Blue Roan Tobiano vor seiner Box an und klopfte ihm den Hals. Nachdem er ruhig stand, deckte ich ihn ab und putzte ihn dann ein bisschen. Ich wollte, dass er sich erst ein bisschen an mich gewöhnen konnte. Zwischendrin lobte ich ihn und gab ihm ein Stück Karotte. Der Hengst stand während des ganzen Putzens ruhig neben mir und schnaubte gelegentlich ab. Nachdem wir damit fertig waren, klopfte ich ihm nochmal den Hals und führte ihn danach am Knotenhalfter in die Halle. Dort ließ ich ihn ein bisschen laufen und machte mir ein paar Notizen. Der Hengst wies eine unglaubliche Wendigkeit und auch gangtechnisch war ich sehr von dem Criollo überzeugt. Ich wollte morgen bereits eine Runde mit ihm ins Gelände gehen und hier schauen wie viel Kondition er hatte. Davor konnte ich den Trainingsplan noch nicht wirklich erstellen. Der Tag war schon so gut wie um und so gab es für uns nur noch Abendessen.

    Am nächsten Tag sollte unser zweites so gesehenes Probereiten stattfinden. Ich machte Companero fertig und stieg draußen auf den Rücken des Hengstes. Veronika hatte mir bereits erzählt, dass es sein letztes Training beziehungsweise die letzte Stufenerhöhung vor der Hengstkörung sein würde. Da er bereits auf M Niveau war, konnte ich diese Strecke heute gleich mit ihm gehen. Ich wollte nur ein bisschen weiter mit ihm gehen, also noch nicht so nahe an das S-Niveau sondern eher bei längeren M bleiben. Ich ritt den Hengst bereits im Gelände ab und band ihn dann vor seiner Box an. Ich sattelte ihn ab und klopfte seinen Hals. Er bekam noch ein Leckerlie und ich putzte ihn nochmal. Seine Huf wurden auch nochmal ausgekratzt und dann durfte er seine Belohnung fressen. Nachdem ich damit fertig war, brachte ich ihn mitsamt Decke nach draußen. Danach räumte ich das komplette Zeug auf und ging auf mein Zimmer. Dort duschte ich und machte mich für das Mittagessen fertig. Ich aß mit dem restlichen Team und erzählte Veronika von meinen ersten Erkenntnissen. Ich wollte später den Trainingsplan erstellen und mit ihr absprechen. Dies tat ich auch direkt nach dem Essen und wir besprachen ihn schließlich. Für mich war meine Arbeit damit für heute wieder getan und ich konnte mich nochmal ein bisschen im Bereich Western beschäftigen. Ich las hierfür mein Buch von einem anderen bekannten Trainer und schrieb Bellamy meine Erkenntnisse.

    Die nächsten Tage steigerte ich die Strecke immer ein bisschen mehr. Für den Hengst sollte dieses kaum merkbar geschehen und nach einer gewissen Zeit hatte ich das niedrigste Niveau der S-Klasse erreicht. Nachdem dies geschafft war, trainierten wir diese Entfernung ein paar Tage und er bekam eine Woche komplett Pause. Während dieser Woche flog ich wieder nach Hause und kam danach wieder zu ihr auf den Hof. Ich begann noch am gleichen Tag das Training mit dem Hengst. Ich ritt mit ihm die Strecke, welche wir auch vor der Pause gegangen waren. Er machte brav mit und ich wusste, dass es jetzt nicht mehr viel Arbeit war und ich seine Kondition nur noch ein bisschen steigern musste. Hierfür ging er während der ersten Woche einmal am Tag an die Longe und wir gingen einmal am Tag die „kurze“ S-Strecke. Nach der Woche steigerten wir die Strecke wieder und hörten das Longentraining wieder auf. Wir erreichten die maximale Länge des S-Niveaus und trainierten dieses auch noch eine Woche. Ich klärte alles mit Veronika ab und erstellte ihr ein Zertifikat. Ich sagte ihr, dass sie melden solle, wenn nochmal irgendwas wäre. Danach flog ich wieder zurück auf meinen Hof und versuchte mich wieder in den normalen Alltag einzufinden.


    Springen E- A

    April 2018, by Veija
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    Octavia
    Heute stand mein erster Auftrag im neuen Trainingskonzept an. Dieses Mal führte es mich zu einem alten Bekannten, Compañero, nach Wales, Little Haven. Es dauerte eine Weile, bis ich dort war und auch am ersten Tag lief nicht mehr viel, da ich durch eine Flugverspätung erst am Abend gegen 20 Uhr ankam. Veronika Steglmeier, so hieß Neros Besitzerin, zeigte mir nur kurz wo alles stand, damit ich am nächsten Tag gleich anfangen konnte.
    So war es dann auch. Am nächsten Morgen war ich ausgeschlafen und fit und nahm mir vor, jeden Tag 2 Einheiten mit dem Hengst zu trainieren. So stand ich am Putzplatz und putzte ihn nur schnell über, denn ich wollt ihn ein wenig freispringen lassen, damit ich mal sah, was er so konnte. Wir gingen also in die Halle, wo Veronika schon eine Bahn mit Hindernissen abgesteckt hatte und ich lenkte ihn dort hin. Ich klickte den Führstrick raus und ließ ihn dann laufen. Zu erst durfte er sich alles anschauen, ehe ich ihn gezielt über die Sprünge lenkte. Das klappte schon super gut und Nero hatte sichtlich Spaß daran. Ich übte noch eine Weile mit ihm, ehe ich ihn wieder weg brachte, doch diesmal auf die Koppel. Am Abend putzte ich ihn dann gründlicher und sattelte ihn, ehe wir in die Halle gingen. Wir ritten ein paar Cavalettis sowie Schritt-, Trab- und Galoppstangen sowie ein paar kleinere E- Hindernisse.
    In den nächsten Tagen baute ich das Training gleich auf. Morgens war longieren oder Freispringen angesagt und abends wurde dann geritten. Nach und nach erreichten wir dann auch die A- Höhe, so dass wir am letzten Tag einen A- Parcours fehlerfrei ritten und ich Compañero als fertig einstufen konnte. Dann machte ich mich wieder auf den Heimweg.

    Die Kür
    Nervös saß ich auf meinem Hengst Companero und wartete darauf aufgerufen zu werden. Heute war der große Tag, ich hoffte natürlich darauf das mein Criollo endlich gekört werden würde. Wir hatten viel Arbeit rein gesteckt und ich war mir sicher das er nun soweit war. Companero ließ der ganze Trubel hier kalt, er stand ruhig mit gesenktem Kopf und gespitzten Ohren vor dem Platz. Die Zuschauer klatschten und unser Vorgänger verließ die Arena. Ich fasste die Zügel etwas nach und atmete nochmal tief durch. Durch die Lautsprecher ertönte unser Name und wir schritten zu X um die Richter zu grüßen. Companero war total bei mir und achtete auf jeden kleinsten Impuls den ich ihm gab. Wir begannen mit Schritt auf der linken und rechten Hand. Dann trabte ich ihn auf dem Zirkel der rechten Hand an. Er nahm den Kopf richtig schön tief und lief am langen Zügel, ich ritt ihn einhändig. Wir blieben zwei Runden auf dem Zirkel und wechselten dann durch den Zirkel, auf die linke Hand, und liefen auch hier unsere zwei Runden. Als nächstes wechselten wir durch die ganze Bahn und ich galoppierte ihn auf rechter Hand an. Companero galoppierte so geschmeidig wie ein Schaukelpferd, aber nicht weniger kraftvoll! Auch hier drehten wir ein paar Runden, zeigten einen einwandfreien Galoppwechsel und galoppierten auf der linken Hand wieder auf dem Zirkel bis ich ihn stoppte. Im Schritt gingen wir zurück zu X und ich verabschiedete die Richter. Ich klopfte Companero am Hals und verließ mit einem Grinsen den Platz. Ich war sehr zufrieden mit uns, vor allem aber auf meinen Hengst. Luke, mein Verlobter, empfing uns bereits und umarmte mich als ich abgestiegen war "Das war großartig, das muss heute einfach klappen!" "Ja, ich hoffe es so sehr!" antwortete ich und zusammen versorgten wir Companero und warteten gespannt auf die Ergebnisse.
    1829 Zeichen von Calypso - geprüft lettercount.com

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    Zuletzt bearbeitet: 22 Apr. 2018 um 8:48 PM Uhr
    Cascar und Veija gefällt das.

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