[HK 494] Alle Hengste

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von Rhapsody, 14 Nov. 2017.

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Welcher Hengst bekommt deine Stimme?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 8 Feb. 2018
  1. Klappstuhl

    23,5%
  2. Orpheo

    0 Stimme(n)
    0,0%
  3. Golden Jam

    0 Stimme(n)
    0,0%
  4. Alan's Psychedelic Breakfast

    5,9%
  5. Valerian

    11,8%
  6. Zipje

    11,8%
  7. Amador

    5,9%
  8. Don Quichoté

    11,8%
  9. Osgiliath

    29,4%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    [HK 494] Alle Hengste
    [​IMG]
    Regeln:
    - Es dürfen nur Hengste teilnehmen! (Keine Stuten, Wallache oder Fohlen)
    - Jeder darf nur mit einem Hengst teilnehmen
    - Alle Hengste dürfen teilnehmen
    - Bei Fragen: PN an mich (Rhapsody)
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com!
    - Der Name des Pferdes muss korrekt sein! (Name auf dem Bild = Name im Album = Name bei der Anmeldung)
    - 5 Joellen an mich (Rhapsody) mit dem Grund: HK 494
    - Teilnehmerzahl ist auf 10 Pferde beschränkt!
    - Bitte nur vollständige Teilnahmen einfügen
    - Das Pferd muss unbewegt vor dem Kürtext und Steckbrief auf einem offiziellen Hintergrund ersichtlich sein (verlinken reicht nicht)
    - Zusätzlich darf ein Bewegungsbild auf einem beliebigen Hintergrund hinzugefügt werden (das Bild darf allerdings nicht vor dem Hauptbild stehen)

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, sie darf geführt oder geritten werden:
    - Betreten der Halle/des Platzes und anschließendes Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerhengste werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    (muss verlinkt sein)
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz

    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerb-Schleife
    1 Punkt für jede Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte für jede Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Bild mit Zubehör
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Bild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:

    Username
    Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Teilnahmen und Überweisungen
    [1] ... ✔
    [2] ... ✔
    [3] ... ✔
    [4] ... ✔
    [5] ... ✔
    [6] ... ✔
    [7] ... ✔


    Disqualifizierungen
    ...

    Viel Erfolg!
     
    Cascar und Flair gefällt das.
  2. Cascar

    Cascar ∞ SchafZähmer und PapageienZüchter ∞

    Cascar Winterscape
    Klappstuhl

    dumb_fohlentraum_klein.png

    Steckbrief

    Stallinterne Informationen
    _________________________________

    Zuchtname des Pferdes: Klappstuhl
    Rufname(n): Dumbledore, Dumb
    Besitzer: Cascar Winterscape
    Reitweise: Western, Englisch, Rennen
    Vorbesitzer: Pepe
    Vorkaufsrecht: Fasahn (verfallen)

    Tierarzt: Eddi Caen
    Hufschmied:
    Ausbilder: Cascar Winterscape
    Reitbeteiligung:

    Stall: Hengststall
    Weide: außerhalb des Hofes;
    nordwestlich m. Offenstall
    Einstreu: Stroh
    Futter: Heu, Saftfutter;
    Kraftfutter 1x täglich
    Anmerkungen:

    Portrait:


    Abstammung
    _________________________________

    Von: Paparazzo
    El Matador x Corazon

    Aus der: Ney'Tiri
    Gristor x Jenia

    Zur Zucht zugelassen:

    Züchter: Salera
    Eingetragene Zucht:
    Gencode: n. g.
    Vererbung: n. g.
    Nachkommen:


    Exterieur
    _________________________________

    Geschlecht: Hengst (männlich)
    Geburtsdatum: 30. Juli 2005
    Rasse: Paso Fino
    Herkunft: Spanien

    Stockmaß/Endmaß: 155 cm
    Art: Pferd
    Typ: Warmblut

    Fellfarbe: Rappe
    Langhaar: schwarz
    Abzeichen: ✘
    Sonstige Erkennungsmerkmale: keine
    Abzeichen


    Interieur
    _________________________________


    freundlich ◆◆◆ bösartig


    introvertiert extrovertiert

    intelligent ◆◆◆ unintelligent

    selbstbewusst ◆◆◆ unsicher

    sozial ◆◆◆◆ unsozial

    nervös ◆◆◆◆ beständig

    ausgeglichen ◆◆◆ unausgeglichen

    temperamentvoll ◆◆◆◆ ruhig

    aufmerksam ◆◆◆◆ unaufmerksam

    streitlustig ◆◆◆◆ friedlich

    naiv ◆◆◆◆ dominant

    loyal ◆◆◆ untreu

    arbeitsfreudig ◆◆◆◆ faul

    geduldig ◆◆ ungeduldig


    Charakterbeschreibung: Klappstuhl ist in jeder Hinsicht ein starker Hengst:
    Nicht nur körperlich hält er so manches aus, sondern auch seelisch. Charakterlich ist er damit
    wahrhaft edel mit einer gesunden Portion spanischen Temperaments und einem ausgeprägten
    Ehrgeiz, der ihm und seinen Reitern im Laufe der Jahre viele Auszeichnungen einbrachte.
    Dementsprechend ist der Rappe ruhig und handelt überlegt, zeigt aber auch hin und wieder
    das gesamte Ausmaß seiner Dominanz, sodass schon so einige Menschen im Sand des
    Reitplatzes gelandet sind …

    Geschichte: Der Spanier gelangte im Alter von zehn Jahren nach Neuseeland.
    Er befindet sich in seinen besten Jahren und wird zurzeit regelmäßig auf Turnieren
    vorgestellt. In ca. zwei Jahren soll die Intensität seiner Ausbildung insofern sinken,
    dass weniger die Turnierteilnahme, als viel mehr die schonende Weiterbildung unter
    dem Sattel vorgenommen und Klappstuhl somit auf seine Körung vorbereitet wird.


    Qualifizierungen & Erfolge
    _________________________________


    Eignung: Western, Fahren

    Springen: E A L M
    Military: E A L M
    Western: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1 LK1* LK1**
    Distanz: E A L M S

    Galopprennen: E A L
    Fahren: E A L M S S* S**

    Dressur: E A L M S S*
    Gangreiten: E A L
    Wendigkeit: E A L M S S*

    Turnierbedingter Aufstieg | Trainingsaufstieg | Potential


    Auszeichnungen:

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    3. Platz; 244. Galopprennen | 1. Platz; 206. Westernturnier
    1. Platz; 121. Fahrturnier | 3. Platz; 200. Springturnier
    3. Platz; 201. Springturnier | 1. Platz; 114. Militaryturnier
    2. Platz; 116. Fahrturnier | 2. Platz; 110. Militaryturnier
    3. Platz; 226. Fahrturnier | 3. Platz; 303. Fahrturnier
    2. Platz; 310. Fahrturnier | 2. Platz; 402. Dressurturnier
    1. Platz; 329. Fahrtrunier | 3. Platz; 332. Fahrturnier
    1. Platz; 333. Fahrturnier


    Ausbildungsstand
    _________________________________


    Fohlen ABC:
    Longiert:
    Eingeritten:
    Eingefahren:

    Beurteilung: Klappstuhl ist fleißig und
    ehrgeizig, jedoch teilweise sehr dominant.
    Vertrauten Personen bringt er Achtung entgegen.

    Gelassenheitstraining:
    Hindernisgewöhnung:
    Hängergewöhnung:
    Startboxgewöhnung:

    Roundpen: lauffreudig, aber schnell unterfordert
    Reitplatz/Reithalle: tw. temperamentvoll, mag
    anspruchsvolle Beschäftigung
    Gelände: lauffreudig und abenteuerlustig,
    ausdauernd und trittsicher


    Gesundheitszustand
    _________________________________

    Gechippt:
    Geimpft:
    Bekannte Krankheiten:
    Anmerkungen: keine Auffälligkeiten

    Hufzustand: gut
    Prüfstand: verfallen
    Beschlag vorn:
    Beschlag hinten:
    Anmerkungen: schmiedtauglich,
    nicht beschlagen

    Tierarztbericht (Möhrchen)
    Ich kämpfte mich durch den starken Regen zu meinem Wagen und machte mich auf den Weg Richtung Winterscape Stables. Ich hatte einen Termin zur Untersuchung von zwei Hengsten mit Cascar vereinbart. Ich brauchte nicht sehr lange, schon fuhr ich auf den Hof. Ich stieg aus dem Auto und zog mir die Kapuze tief ins Gesicht. Im Eingang eines Stallgebäudes entdeckte ich Cascar, die zu mir herüber winkte und hastete zu ihr ins Trockene. Sie begrüßte mich freundlich und führte mich dann zu einer der Boxen, vor den sie bereits den ersten Patienten angebunden hatte.

    Klappstuhl war ein pechschwarzer Paso Fino Hengst, der mich kritisch beäugte. Er hatte glänzendes Fell, wache Augen und stand selbstbewusst und ohne Angst an seinem Platz. Ich näherte mich ihm und hielt ihm meine Hand hin. Er schnuppert kurz halbherzig daran, schien sich aber nicht großartig für mich zu interessieren. Ich schaute mir seine Augen, Nüstern und Zähne an. Sein Fell und seine Mähne waren noch nass vom Koppelgang, aber da ich eh komplett durchnässt war, machte das nichts. Ich tastete mich weiter über seinen Hals und Rücken und tastete jeden einzelnen Wirbel ab. Dann hob ich jedes seiner Beine an und tastete Gelenke und Hufe ab. Er zeigte keinerlei Schmerzen und stand artig an seinem Platz. Zum Schluss hörte ich noch sein Herz, seine Lunge und seinen Bauchraum ab. Auch hier war alles in bester Ordnung. Nun sollte er noch eine Auffrischungsimpfung und eine Wurmkur bekommen.

    Ich holte die Wurmkur aus meiner Tasche, stellte die richtige Menge ein, hielt Klappstuhls Kopf geschickt am Halfter fest und drückte ihm die Wurmpaste seitlich ins Maul. Noch ehe er sich wehren konnte, hatte er die weiße Paste schon im Maul und schlabberte verdutzt darauf rum. Ich klopfte ihm den Hals und gab ihm einen Keks, um den ekligen Geschmack zu überdecken. Anschließend holte ich den Impfstoff heraus, zog ihn in der Spritze auf und suchte mir die richtige Stelle an seinem Hals. Cascar hielt ihn vorne am Halfter fest und ich setzte die Spritze. Er zuckte zusammen, machte aber kein Theater. Schnell hatte er es geschafft und bekam noch einen Keks zur Belohnung. Dann entließ Cascar ihn zurück in seine Box und kam mit dem zweiten Patienten zurück.

    Für Kazoom war es der erste Tierarztbesuch und wir wussten nicht, wie er reagieren würde. Er war ein junger dunkelbrauner Achal Tekkiner und kam sehr freundlich auf mich zu. Er ließ sich sofort den Hals streicheln und schnupperte an meiner Hand. Ich find langsam an, mir seine Augen und Ohren anzuschauen, was alles gut aussah. Auch die Zähne ließ er mich brav anschauen und es sah alles einwandfrei aus. Ich hob seine Beine an und begutachtete seine Gelenke und auch seine Hufe. Er hob brav jeden Huf und zeigte keine Anzeichen von Schmerzen oder Unwohlsein. Auch beim Abtasten der Hals- und Rückenwirbel blieb er brav und entspannt stehen und ich konnte nichts Auffälliges finden.

    Aus meiner Tasche holte ich den benötigten Impfstoff, die Wurmkur und den Mikrochip, den er heute gesetzt kriegen sollte. Ich bat Cascar, eine Schale mit seiner Kraftfutterration zu holen. Gerade beim ersten Besuch sollte der Tierarzt eine positive Erfahrung sein und nicht als unangenehm in Erinnerung bleiben. Während Kazoom fraß, setzte ich ihm zuerst die Impfung in die Halsvene. Er schien die kleine Nadel kaum zu bemerken und fraß nach einer kurzen Schrecksekunde weiter. Zwischendurch nahm ich kurz seinen Kopf aus der Futterschale und verabreichte ihm die Wurmpaste. Er schien sie gar nicht eklig zu finden, wie die meisten anderen Pferde, sondern schlabberte sich sogar die letzten Reste vom Maul. Anschließend widmete er sich wieder seinem Futter. So ein unkomplizierter Patient! „Die Nadel des Mikrochips ist ein bisschen größer, kann sein, dass er sich erschreckt“, warnte ich Cascar vor, bevor ich den Chip an seinem Hals unter die Haut setzte. Er zuckte zwar zusammen und wich einen Schritt zurück, aber das war es dann auch schon. Ich klopfte ihm zufrieden den Hals, das hatte er wirklich super gemacht.

    Kazoom durfte zurück in die Box, während ich Impfung und Mikrochipnummer in die Pässe beider Pferde eintrug. Dann verabschiedete ich mich von Cascar und wünschte ihr viel Glück für die bevorstehende Körung. Der Regen hatte mittlerweile nachgelassen und ich kam fast trocken zu meinem Auto. Auf in den Feierabend!

    Die Kür

    Klappstuhl wiehert leise grummelnd, als die Lautsprecherdurchsage erklingt und wir somit in die
    Halle gebeten werden. Der massige Rappe tritt heute bei seiner Körung an - meiner Meinung nach stehen
    die Chancen mehr als gut, vor allem, da ich den Hengst geputzt und gestreichelt habe, bis er wie eine Speck-
    schwarte zu glänzen begann. Das unterstreicht wohl sein barockiges Aussehen. Auch unter den Zuschauern in
    der Reithalle bleibt dieses nicht unbemerkt und ein verhaltenes Raunen geht durch die Ränge, als ich auf
    Klappstuhl einreite.
    Mit dem Start der Musik fällt Dumb unter mir in einen ordentlichen, hochkonzentrierten
    Arbeitstrab, aus dem wir bei X halten. Ich grüße, rücke dann kurz meinen Hut zurecht und ordne
    meine Hände, bevor die Kür offiziell beginnt.
    Die Aufgaben heute sind nicht sehr anspruchsvoll, besonders nicht für Klappstuhl, der eine mittlere
    Dressurstufe bekleidet. Unser Programm haben wir außerdem Zuhause - und praktisch bis zum Umfallen -
    geübt: Zuerst gehen wir im Mitteltrab die ganze Bahn, bevor wir bei M über das Schenkelweichen das Viereck
    verkleinern. Von dort wechseln wir anschließend durch die Mitte der Bahn und ich verstärke Klappstuhls Trab
    auf der folgenden langen Seite, auf der anderen Hand. Kurz darauf pariere ich durch, wir gehen auf den Zirkel
    und wechseln aus dem Zirkel. Nachde wir den Kreis verlassen und weitestgehend verschnauft haben,
    galoppiere ich den Hengst bei B aus dem Schritt an. Bei einem Wechsel durch die Länge der Bahn
    haben wir dann auch Gelegenheit, den erst seit einigen Wochen gelingenden, fliegenden Galopp-
    wechsel zu zeigen. Schließlich pariere ich auf der rechten Hand bei K zum Schritt durch. Wir
    finden uns gemeinsam bei X ein und ich verabschiede Klappstuhl und mich am Ende der
    Kür von den Richtern, bevor wir die Halle wieder verlassen.
    Auf Klappstuhl bin ich an diesem Tag sehr stolz. Souverän, wie ich ihn kenne,
    hat er seine Aufgaben gemeistert - er ist eben ein Pferd, auf das man sich verlassen kann.

    1984 Zeichen / zeichenzaehler.de / (c) Cascar
     
  3. Elsaria

    Elsaria Liebe die welt und die welt liebt dich xD oder so

    Meine Teilnahme mit Orpheo
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    Steckbrief:
    Steckbrief


    Abstammung:

    von: Donnerschall (Don Caladrio [FS1 | FS2] x Cry for Money)

    aus der: Marah (Miami Blood Moon x Ying Yang)


    Grunddaten:

    Rasse:Trakehner

    Fellfarbe: Braunschecke

    Alter: 4

    Größe: 170

    Geschlecht: Hengst

    Gesundheit: sehr gut

    Charakter: freundlich leistungsstark


    Besitzdaten:

    Besitzer: Elsaria

    Züchter: Canyon

    Vorkaufsrecht: Canyon


    Qualifikationen:

    Fahren: A

    Military: A

    Dressur: A

    Springen: E
    Rennen: S
    Western: A



    Beschreibung:

    Orpheo ist ein freundlicher frecher Hengst. Stehts bemüht zu gefallen.

    Orpheo ist händelbar jedoch darf man sich nicht drauf verlassen.
    ZUCHT- & BESITZDATEN


    Körpunkte


    Abstammung 4

    Schleifen 11

    HS 2

    TA 2

    Trainer 1

    Zubehör 2

    Gesamt 22

    Schleifen:
    1.Platz am 315 Fahrtunier
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    2.Platz am 455 Dressurtunier
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    2. Platz im 404Gallopprennen
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    1. Platz im 416 Western
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    2. Platz im military 341
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    3. Platz 407 Gallopprennen
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    2 Platz im 219 Syncronspringen
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    3. Platz im 409. Gallopp
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    2. platz im 322 Distanz
    [​IMG]
    2. platz im 356 Fahrtunier
    [​IMG]


    Zuchtdaten und TA oder HS

    Zur zuchtzugelassen: X

    In der zucht tätig bei:

    Hufschmiede:

    Wann termin:

    Tierarzt:

    Wann termin


    Nachkommen:
    Tierarzt:
    Tierklinik zur lindenweide

    Elsaria - 3-12-17

    Heute war ich in eigen mission. Ich wollte meinen braunscheckhengst für die Hengstkörung ansehen.
    Sonja lief mit dem Hengst ein paar runden auf und ab das ich sehen konnte wie es ihm geht.
    Der Hengst lief taktklar auch nach der Beuge probe war alles in ordnung.
    Dann schaute in den mundraum auch da war alles in Ordnung
    die augen sind klar und so tastete ich das pferd ab auch hier war keine auffälligkeiten
    und dann hörte ich die darmgeräusche ab und das herz. Auch da war alles in bester verfassung.
    Nun konnte ich mich für die Hengstkörung anmelden.
    Hufschmied:
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    30. November 2017 | 5317 Zeichen von sadasha
    Bear Brook Farrier | Hufschmiedbericht für Orpheo und Golden Jam
    Stöhnend schlug ich eine Hand auf das Display, nachdem mich das Klingeln das Telefons aus dem Schlaf gerissen hatte. Sehr langsam bemerkte ich, dass das Klingeln davon nicht aufhörte und drehte mich nun doch zur Seite um zu sehen was los war. Fleur rief an. So früh? War etwas passiert? Ich nahm ab und wurde mit einem viel lautem, viel zu fröhlichem „Guten Morgen!!“ begrüßt. Ich knurrte zurück und wartete ab. Fleur fuhr fort: „Du tut mir leid dass ich so früh störe aber … Orpheo und Golden Jam bräuchten dich. Hast du heute schon was vor? Ich hab eben nachgeguckt und dir auch gleich einen Platz auf der Fähre um … Neun reserviert.“ – „Wieso?“ begann ich, während ich mich aufrichtete und mir mit der freien Hand in die Haare griff und sie aus dem Gesicht streifte. „Wieso bist du so früh, so wach? Was ist nur falsch mit dir?“ fragte ich mürrisch. Fleur stockte kurz und erklärte dann, dass es Lucy diese Nacht gut ging und sie deshalb schon seit ein paar Stunden auf den Beinen war. „Und da fällt dir spontan ein, dass die Hengste … Ach egal. Schick mir die Papiere für die Fähre per Mail, ich mach mich fertig. Bis später.“ schloss ich und legte auf. Um neun fuhr die Fähre los, das heißt ich musste mich jetzt sputen um sie überhaupt rechtzeitig zu erreichen. Orpheo und Golden Jam hatten Sportbeschläge, da sie regelmäßig auf Turnieren vorgestellt wurden. Da der Winter rasant schnell Einkehr nahm packte ich auch ein paar Einlagen ein, falls Fleur sich das wünschte.

    Ich hatte die Fähre erwischt. Knapp, aber Fleurs Plan hatte funktioniert. Als ich auf ihrem Hof ankam war ich noch immer nicht ganz wach, sodass wir zuerst eine Tasse Kaffee zusammen tranken. „Ich habe Orpheo und Golden Jam schon etwas bewegt und gründlich geputzt in ihre Boxen gestellt. Sie sollten dir heute keine Probleme machen.“ erklärte sie und sah mich mitleidig an. „Kommt nicht wieder vor.“ entschuldigte sie sich und lachte kurz bei meinem Anblick. Meine Haare waren noch komplett durcheinander und tiefe Augenringe untermalten meine Müdigkeit. „Das hoffe ich.“ brummte ich und stand dann auf um in die mobile Schmiede aufzubauen. Fleur holte indes Orpheo. Den Scheckhengst hatte ich als sehr freundlich in Erinnerung. Während er mir vorgestellt wurde versuchte ich mich auf seine Hufe zu konzentrieren, doch mir fiel nichts Bemerkenswertes dabei auf. Bevor ich mit dem Ausschneiden der Hufe beginnen konnte, mussten die alten Eisen runter. Mit ein wenig gezielte Gewalteinwirkung zog ich das Eisen samt Nägel vom Huf. Gleich im Anschluss entfernte ich das alte Horn und schnitt den Strahl frei. Mit einer Zange knipste ich die Tragwand zurück und feilte im Anschluss alles plan. Mithilfe des alten Eisens suchte ich die richtige Größe für das neue heraus und passte es dann mit der Hitze der Schmiedeglut auf dem Amboss an. Zwischenzeitlich fragte ich Fleur ob sie Snow Grips haben wollte. Sie verneinte und so nagelte ich das neue Eisen ohne Einlage auf, nachdem ich sicher war dass es passte. Der Hengst hatte heute keine allzu gute Laune und bewegte sich stets etwas unruhig hin und her. Irgendwann hielt ich Fleur dazu an ihn ein wenig zu beschäftigen, damit auch die anderen drei Hufe in Ruhe bearbeiten konnte. Nach einer gefühlten Ewigkeit war Orpheo neu beschlagen.

    „Golden Jam ist auch nicht in bester Verfassung heute…“ beteuerte Fleur, als sie den Braunen vorführte, der noch hibbeliger wirkte als Orpheo. „Außerdem hat er ein Problem mit lauten Geräuschen und hektischen Bewegungen.“ sie wandte den Blick auf Amboss und Hammer. Ich nickte stumm und bat sie um noch eine Runde, da ich mich gerade nicht auf die Hufe konzentriert hatte. Auch bei ihm gab es nichts weiter zu bemängeln. Mit Bedacht den Hengst nicht zu sehr zu beunruhigen löste ich das erste Eisen vom Huf. Golden Jam blieb ruhig und so begann ich mit dem Ausschneiden. Erst als ich das neue Eisen bearbeitete machte der Hengst ein paar Schritte zur Seite. Fleur hatte alle Mühe den Braunen zu beruhigen und ging schließlich dazu über ihn mit Futter abzulenken, damit ich das Eisen weiter anpassen und schließlich aufnageln konnte. Golden Jam gewöhnte sich mit jedem Huf mehr an die Geräusche des Schmiedehammers. Trotzdem war ich froh, als wir fertig waren und die Arbeit damit getan war. Langsam räumte ich mein Werkzeug zurück in den Wagen und stellte die Schmiede aus. „Es tut mir wirklich leid, Hunter.“ sagte Fleur, als sie mit Besen und Kehrblech wieder kam um die restlichen Überbleibsel aufzufegen. Wieder gab ich keine ordentliche Antwort. „Hunter?!“ rief eine verschnupfte Kinderstimme hinter uns. Lucy war wach geworden und stand im Schlafanzug in ihre Decke gewickelt, nur mit Socken an den Füßen in der Türe nach draußen. „Hab ich doch richtig gehört!“ rief sie freudig und trippelte etwas auf der Stelle, weil ihr die Kälte in die Beine zog. „Du sollst ins Bett!“ entgegente ihre Mutter und ließ das Kehrblech gleich liegen um Lucy zurück ins Haus zu bringen. Schmunzelnd erledigte ich den Rest Aufräumarbeit und kam dann ebenfalls ins Haus. Lucy hatte eine richtig dicke Erkältung. Da sie aber jetzt wieder wach war und gar nicht mehr ans schlafen dachte solange ich hier war, bleib ich noch für einen Tee. „Gute Besserung und … hör auf deine Mutter.“ meinte ich noch mit tadelndem Blick und verabschiedete mich anschließend von Fleur.
    Trainingsbericht:
    Reitstunde
    Fleur Mc Cain auf Orpheo, Springen E-A

    Der erste Schnee war gefallen, der Weg von der Straße zum Parkplatz bis rüber zur Halle gestreut, damit man diesen Weg auch unbeschadet passieren konnte. Ich sah auf mein Handy und bemerkte eine Nachricht von einer neuen Reitschülerin, welche einen weiten Weg hinter sich brachte um bei uns zu trainieren. Wir sind in 15 Minuten da, las ich und grübelte einen Moment. Gut, dann stell ich schon mal ein paar Sprünge auf E-Niveau auf und ein paar Stangen zum Gymnastizieren und verschwand in Richtung der Reithalle. „Nate! Warte mal kurz!“, rief mich Rabea und unterbrach mich beim Gehen. Ich drehte mich um und sah sie stumm an. „Kann ich Abs heute auch longieren? Ist mir ein bisschen zu heikel mit ihm raus zu gehen, der ist momentan so knackig“, erzählte sie mir und ich nickte. „Ja, mach ruhig, nehm aber eine Abschwitzdecke mit! Ich muss jetzt die Sprünge aufstellen. Ich schau später nach dir.“ „Okey“, sagte die junge Frau mit ihren blonden Haaren und dem schönen Gesicht und ging zu Abs.

    Um Punkt 13Uhr stand Fleur mit Orpheo an der Halle und rief laut „Tür frei, bitte!“ „Ist frei!“, grinste ich und gab ihr den Hocker an, damit sie aufsteigen konnte. Orpheo’s aufmerksames Ohrenspiel und angespannte Haltung verriet mir, dass auch er heute knackig sein würde, doch damit würden wir klarkommen. „Reit ihn die ersten fünf Minuten erstmal im Schritt warm und überquer hier die Stangen mal von beiden Händen. Zum Aufwärmen ist das eine ganz gute Übung“, sagte ich und bekam von Fleur ein „Alles klar.“ Sie ritt entspannt drüber und schien diese Ruhe auf ihren Schecken zu übertragen, der nun auch gelassen lief. Ab und an berührte er die Stangen, im Trab lief er dann aber taktklar und berührte die Stangen nicht einmal. „Guuut“, lobte ich das Pärchen und wollte Orpheo nun mal am Sprung sehen. „Reite ihn mal über das Kreuz bei P. Ich will mal sehen wie er am Sprung ist.“ Fleur nickte und trieb ihn an. Er verschätzte sich in der Distanz und sprang zu spät ab. Ich entschied mich, eine Stange davor zu legen, damit er mehr auf den Abstand und die Distanz achtete. Der Plan schien auch aufzugehen, sodass die nächsten Sprünge, die die beiden überquerten gut übersprungen wurden und den Absprung rechtzeitig schafften. „Ich stell die Hindernisse mal höher und dann gehen wir die Sache langsam mal an.“ Mit den beiden Kombinationen tat sich Orpheo schwer, Fleur hingegen blieb konzentriert an der Sache ran und versuchte den Hengst bei sich zu behalten. „Versuch ihn bei der Kombination mehr zu zügeln, er versucht bei dem Platz von zwei Galoppsprüngen einen draus zu machen. So schafft er die nicht fehlerfrei!“, sagte ich ihr und sie versuchten es erneut. Sie versuchte es erneut und versuchte wirklich ihn zu zügeln, doch er ließ es nicht zu. So versuchten wir, ihn bei der dreifachen Kombi ihn einfach auszutricksen und verkürzten die Weiten der Sprünge um 5 cm. Irritiert aber die Lektion schien Orpheo gelernt zu haben. Er sollte auf seinen Reiter hören und das geschah dann auch zu Ende der Stunde, wo beide das A-Niveau im Springen erreicht hatten. Üben mussten sie zuhause auch nur noch an den Kombinationen, mit der Höhe hatten sie keine Probleme. „Dann reite ihn noch ab und dann kann er gerne aufs Paddock und wir trinken noch einen Kaffee und ich stell euch, wenn ihr wollt noch einen Trainingsplan auf“, schlug ich vor und räumte die Sprünge beiseite. 03.12.17 sosox3
    Körtext:

    Endlich war es soweit wir konnten nach Verden zur Trakehnerkörung mit Orpheo fahren. Der Braune Junghengst hatte sich in den Tunieren sehr gut bewährt und war nun bereit. Sonja und Lucie begleiteten mich. Hunter mein bester Kollege wäre diesmal leider nicht dabei und somit musste ich alleine durch. Ich hasste es selbst zu reiten, aber sonja kam mit Orpheo einfach nicht klar. Das musste ich akzeptieren. Wir kamen in Verden an und waren somit die 2 die teilnahmen. Sonja machte mit lucie meinen Hengst fertig und ich meldete mich an. Dann musste ich schon auf den aufwärme platz. Nachdem der erste mit seinem hengst Klappstuhl die halle verlies wurden wir auch schon aufgerufen. In einem lockeren arbeitstrab ritt ich in die halle ein. Ein glück das ich heute weise handschuhe trug, den meine hände waren nass geschwitzt. In der mitte grüsste ich die Richter. Orpheo stand korrekt geschlossen da und wartete auf weitere anweisungen. Nun ritt ich im starken gallopp an und zeigte 2 runden seinen fantastischen Gallopp nachdiesem gallopp ritt ich die traversahle nach links und zeigte auch dort seine gangarten wie trab und Schritt. Orpheo war heute sehr gut gelaunt und ich freute mich sichtlich dann zeigten wir noch eine piaffe. Orpheo machte das wirklich toll obwohl er das noch nicht so oft hatte. Dann verabschiedeten wir uns und ritten aus der halle aus.
    by Elsaria/lettercount 1361
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    Zuletzt bearbeitet: 4 Dez. 2017
  4. sadasha

    sadasha Bekanntes Mitglied

    sadashas Teilnahme mit
    Golden Jam
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    Abstammung
    Golden Jam
    Spitzname: Jam

    v .Golden Ebano (Call him Crack x Shew o'Gold)
    a. d. Silmpy's Ronja

    Grunddaten:
    Rasse: Trakehner
    Geburtsjahr: 10.02.2008
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Brauner
    Gesundheit: sehr gut

    Qualifikationen:
    Dressur: L
    Springen: L
    Gallop: L
    Military: A
    Western: A

    ZUCHT- & BESITZDATEN
    Körpunkte

    Abstammung 4
    Schleifen 10
    HS 2
    TA 2
    Trainer 0
    Zubehör 2
    Gesamt 20

    Erfolge und Schleifen:
    3. Platz im 116. Synchronspringen
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    3. Platz 333. Galopprennen
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    1. Platz 373. Galopprennen
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    1. Platz 406. Dressur
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    3. Platz 307. Military
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    3. Platz im 456. Springen
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    2. Platz im 456. Dressur
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    2. Platz im 219. Syncronspringen
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    1. Platz im 421. Westerntunier
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    2. Platz im 409. Galopprennen
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    Besitzdaten:
    Besitzer: Elsaria (Brooke)
    Ersteller: Rhapsody
    Vkr: Rhapsody

    Beschreibung und History:
    Golden Jam ist kein gewöhnlicher Trakehner, den seine Abstammung weißt genaugenommen für einen laien ein mix auf, da der vater ein sehr erfolgreicher Englisches Vollblut darstellte, lediglich jam´s mutter war trakehner. Vollblüter werden gerne zum veredeln und neue Blutlinien eingekreuzt.
    Golden Jam wuchs in den wunderschönen holländischen Alpen auf bis er 2,5 jährig in den Stall geholt wurde, damit Jam sich einstellen konnte das es das fast freilebende Fohlenleben vorbei wurde.
    Golden Jam wurde sehr schonend angeritten und trainiert. Der Junghengst zeigte schnell seine begabung in der Dressur. Springen war nicht so sein Fall, bemüht sich jedoch immer.Golden Jam ist sehr fein zu reiten, mag er eine hand nicht zeigt er diesen auch deutlich seine meinung, da kann es schon mal passieren das der gute steigt.Ansich ist Golden Jam eher ein ruhiger Hengst, er mag jedoch laute und hektische Bewegungen nicht, er zeigt außerdem auch panische Angst vor dem Traktor oder einer brennenden kerze.
    Jam lebte bis zu seinem 7 Lebensjahr bei seinem Züchter.
    Da dieser insolvent anzeigen musste wurde er verkauft und landete schließlich auf dem Trakehnergestüt Van Helsing.
    Tierklinik zur Lindenweide Hengstkörungsanschautermin 5.12.17
    „Mama, wenn du willst das Jam auch an der Hengstkörung teilnimmt musst du ihn untersuchen!“ erinnerte mich meine mittlerweile 14 jährige Tochter Lucy. Wie sie schon groß geworden ist und fleißig am hof mitarbeitete. Ich hatte ihr versprochen das sie jam bei der körung vorstellen durfte. Wo sie recht hatte, ich sagte das sie ihn schon mal holen könne ich holte die nötigen untensielien aus dem auto. Als ich wieder am Platz kam war Lucy mit dem braunen hengst schon da. Zuerst trabte sie ihn mir vor, dann machten wir die beugeprobe. Da war alles in ordnung. Der hufschmied war vor kurzem gerade da . Dann schaute ich ihn mir genauer an. Zähne und augen waren gut, ich habe auch beim abtasten nichts bemerkt, dann beim abhören war das selbe der hengst war in bester gesundheit, ich impfte noch die impfungen nach die er brauchte und somit konnte lucy mit ihm nach verden zur körung.

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    30. November 2017 | 5317 Zeichen von sadasha
    Bear Brook Farrier | Hufschmiedbericht für Orpheo und Golden Jam


    Stöhnend schlug ich eine Hand auf das Display, nachdem mich das Klingeln das Telefons aus dem Schlaf gerissen hatte. Sehr langsam bemerkte ich, dass das Klingeln davon nicht aufhörte und drehte mich nun doch zur Seite um zu sehen was los war. Fleur rief an. So früh? War etwas passiert? Ich nahm ab und wurde mit einem viel lautem, viel zu fröhlichem „Guten Morgen!!“ begrüßt. Ich knurrte zurück und wartete ab. Fleur fuhr fort: „Du tut mir leid dass ich so früh störe aber … Orpheo und Golden Jam bräuchten dich. Hast du heute schon was vor? Ich hab eben nachgeguckt und dir auch gleich einen Platz auf der Fähre um … Neun reserviert.“ – „Wieso?“ begann ich, während ich mich aufrichtete und mir mit der freien Hand in die Haare griff und sie aus dem Gesicht streifte. „Wieso bist du so früh, so wach? Was ist nur falsch mit dir?“ fragte ich mürrisch. Fleur stockte kurz und erklärte dann, dass es Lucy diese Nacht gut ging und sie deshalb schon seit ein paar Stunden auf den Beinen war. „Und da fällt dir spontan ein, dass die Hengste … Ach egal. Schick mir die Papiere für die Fähre per Mail, ich mach mich fertig. Bis später.“ schloss ich und legte auf. Um neun fuhr die Fähre los, das heißt ich musste mich jetzt sputen um sie überhaupt rechtzeitig zu erreichen. Orpheo und Golden Jam hatten Sportbeschläge, da sie regelmäßig auf Turnieren vorgestellt wurden. Da der Winter rasant schnell Einkehr nahm packte ich auch ein paar Einlagen ein, falls Fleur sich das wünschte.

    Ich hatte die Fähre erwischt. Knapp, aber Fleurs Plan hatte funktioniert. Als ich auf ihrem Hof ankam war ich noch immer nicht ganz wach, sodass wir zuerst eine Tasse Kaffee zusammen tranken. „Ich habe Orpheo und Golden Jam schon etwas bewegt und gründlich geputzt in ihre Boxen gestellt. Sie sollten dir heute keine Probleme machen.“ erklärte sie und sah mich mitleidig an. „Kommt nicht wieder vor.“ entschuldigte sie sich und lachte kurz bei meinem Anblick. Meine Haare waren noch komplett durcheinander und tiefe Augenringe untermalten meine Müdigkeit. „Das hoffe ich.“ brummte ich und stand dann auf um in die mobile Schmiede aufzubauen. Fleur holte indes Orpheo. Den Scheckhengst hatte ich als sehr freundlich in Erinnerung. Während er mir vorgestellt wurde versuchte ich mich auf seine Hufe zu konzentrieren, doch mir fiel nichts Bemerkenswertes dabei auf. Bevor ich mit dem Ausschneiden der Hufe beginnen konnte, mussten die alten Eisen runter. Mit ein wenig gezielte Gewalteinwirkung zog ich das Eisen samt Nägel vom Huf. Gleich im Anschluss entfernte ich das alte Horn und schnitt den Strahl frei. Mit einer Zange knipste ich die Tragwand zurück und feilte im Anschluss alles plan. Mithilfe des alten Eisens suchte ich die richtige Größe für das neue heraus und passte es dann mit der Hitze der Schmiedeglut auf dem Amboss an. Zwischenzeitlich fragte ich Fleur ob sie Snow Grips haben wollte. Sie verneinte und so nagelte ich das neue Eisen ohne Einlage auf, nachdem ich sicher war dass es passte. Der Hengst hatte heute keine allzu gute Laune und bewegte sich stets etwas unruhig hin und her. Irgendwann hielt ich Fleur dazu an ihn ein wenig zu beschäftigen, damit auch die anderen drei Hufe in Ruhe bearbeiten konnte. Nach einer gefühlten Ewigkeit war Orpheo neu beschlagen.

    „Golden Jam ist auch nicht in bester Verfassung heute…“ beteuerte Fleur, als sie den Braunen vorführte, der noch hibbeliger wirkte als Orpheo. „Außerdem hat er ein Problem mit lauten Geräuschen und hektischen Bewegungen.“ sie wandte den Blick auf Amboss und Hammer. Ich nickte stumm und bat sie um noch eine Runde, da ich mich gerade nicht auf die Hufe konzentriert hatte. Auch bei ihm gab es nichts weiter zu bemängeln. Mit Bedacht den Hengst nicht zu sehr zu beunruhigen löste ich das erste Eisen vom Huf. Golden Jam blieb ruhig und so begann ich mit dem Ausschneiden. Erst als ich das neue Eisen bearbeitete machte der Hengst ein paar Schritte zur Seite. Fleur hatte alle Mühe den Braunen zu beruhigen und ging schließlich dazu über ihn mit Futter abzulenken, damit ich das Eisen weiter anpassen und schließlich aufnageln konnte. Golden Jam gewöhnte sich mit jedem Huf mehr an die Geräusche des Schmiedehammers. Trotzdem war ich froh, als wir fertig waren und die Arbeit damit getan war. Langsam räumte ich mein Werkzeug zurück in den Wagen und stellte die Schmiede aus. „Es tut mir wirklich leid, Hunter.“ sagte Fleur, als sie mit Besen und Kehrblech wieder kam um die restlichen Überbleibsel aufzufegen. Wieder gab ich keine ordentliche Antwort. „Hunter?!“ rief eine verschnupfte Kinderstimme hinter uns. Lucy war wach geworden und stand im Schlafanzug in ihre Decke gewickelt, nur mit Socken an den Füßen in der Türe nach draußen. „Hab ich doch richtig gehört!“ rief sie freudig und trippelte etwas auf der Stelle, weil ihr die Kälte in die Beine zog. „Du sollst ins Bett!“ entgegente ihre Mutter und ließ das Kehrblech gleich liegen um Lucy zurück ins Haus zu bringen. Schmunzelnd erledigte ich den Rest Aufräumarbeit und kam dann ebenfalls ins Haus. Lucy hatte eine richtig dicke Erkältung. Da sie aber jetzt wieder wach war und gar nicht mehr ans schlafen dachte solange ich hier war, bleib ich noch für einen Tee. „Gute Besserung und … hör auf deine Mutter.“ meinte ich noch mit tadelndem Blick und verabschiedete mich anschließend von Fleur.

    Die Kür
    Heute war es soweit ich fuhr meine regelrecht nervöse Tochter und Jam nach Verden zur Körung. Lucy würde heute zum ersten mal an einer Körung teilnehmen. „ Das schaffst du schon!“ munterte ich meine Tochter auf. Wir kamen an dem hof an und machten jam fertig. Dann schickte ich meine tochter zum abreite platz und ich suchte mir einen platz auf der Tribühne. Nach wenigen minuten wurde meine Tochter schon aufgerufen. Kontentriert ritt die 14 jährige den braunen hengst in die mitte von dort aus grüßte sie die richter und trabte an und wendete bei C auf die linke hand ab. Dort trieb sie den hengsten in den gallopp. Sie präsentierte den Hengst sehr gut, dann parrierte sie den hengst zum trab um eine traversahle zeigen zu können, dann wendete sie den hengsten auf die rechte an und ritt ihn im arbeitsschritt. So konnten die richter ihn etwas besser beurteilen. Dann gallopierte sie ihn an und ging in eine piaffe über. Nach der piaffe ritt sie einen verstärkten trab und wandte um in die mitte der halle, dort grüßte sie noch in letzter sekunde die richter und verließ die halle.
    1083 Zeichen | gezählt mit charcount.com | von Elsaria

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  5. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Veija (Bellamy Blake) mit...

    Alan's Psychedelic Breakfast

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    Steckbrief
    Exterieur
    Name: Alan's Psychedelic Breakfast
    Rufname: Alan
    Alter: 22.04.2008, 8 Jahre
    Geschlecht: Hengst
    Größe: 1,66m
    Rasse: American Quarter Horse & American Paint Horse
    -> aufgrund der hohen Beinabzeichen ist Alan doppel registriert, so kann man aus ihm wunderbar Quarter-, aber auch Paint Horses ziehen
    Fellfarbe: Rappe (Ee aa Splspl)


    Stammbaum
    von: How I met Joe
    aus der: Be my Babe


    Charakter:
    Alan's Psychedelic Breakfast ist ein netter, aufgeweckter Kerl mit guten Anlagen für den Westernsport. Hat er sich auf der Koppel erst einmal ausgetobt, verlangt er ausgedehnte Streicheleinheiten und vereint somit die wesentlichen Charaktereigenschaften seiner Eltern. Alan steckt voller Energie und Kraft, ist andererseits jedoch auch verschmust und anhänglich. Durch seine neugierige, flapsige Art schafft er es schnell, viele Herzen zu gewinnen.

    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: nein

    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer: Sosox3
    Gezüchtet bei/Zucht:

    VKR: kira (verfallen)

    Kaufpreis: 450 Joellen
    Zu Verkaufen: nein

    Qualifikationen:
    eingeritten
    eingefahren

    Dressur E
    Springen E
    Military E
    Distanz A
    Galopprennen E
    Fahren A

    Western
    Trail LK 4
    Reining LK 3

    Erfolge:
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    2. Platz 369. Westerntrunier, 3. Platz 373. Westernturnier, 1. Platz 407. Springturnier, 1. Platz 414. Springturnier, 2. Platz 420. Springturnier, 3. Platz 421. Springturnier, 2. Platz 416. Westernturnier, 1. Platz 352. Fahrturnier, 1. Platz 355. Fahrturnier, 2. Platz 361. Fahrturnier 2. Auslosung, 2. Platz 362. Fahrturnier, 1. Platz 425. Neujahrswesternturnier 2. Auslosung

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand: geimpft, gechippt, entwurmt, Zahnbehandlung
    Letzter Besuch: November 2017

    Hufschmied:
    Letzter Besuch: März 2017
    Beschlag: Stahleisen vorne, Slidingeisen hinten

    Tierarztbericht vom 27.11.2017
    Tierarztpraxis am Bielersee
    Kontrolle, Impfen, Entwurmen, Chippen, Blutuntersuchung, Zahnbehandlung
    November 2017, by Quinzel
    Der Wecker klingelte und somit war es wieder mal so weit. Nach einem kurzen Frühstück holte ich meine Assistentin Kathrin ab und wir machten uns auf zum Blakes Crow Meadow. Der Hof hatte einen Namen erlangt, durch seine erfolgreichen Westernpferde. Heute erwartete uns dort Baby Doll Melody, eine 7-jährige Appaloosa Stute und Alan’s Psychedelic Breakfast, ein 8-jähriger Hengst. Auch sie waren schon einige Turniere gelaufen und das nicht grade erfollos. Der Hof war einfach zu erreichen und schon in der Einfahrt wurden wir freundlich von Bellamy und Octavia Blake empfangen. Ich begrüßte die beiden herzlich und stellte dann meine Praktikantin Kathrin vor. Die beiden führten uns zum Hauptstall, dort stand auch Baby Doll Melody, kurz Melody, bereits angebunden. Auch heute war es wieder einmal das übliche Programm. Eine Untersuchung inklusive Laboruntersuchung, eine Wurmkur, Impfungen, Chippen und schließlich eine Zahnbehandlung – also das Übliche. Ich stellte meine Tasche neben mir ab und suchte meine Unterlagen raus. Ich musterte die Stute von oben bis unten und stellte fest, dass sie gut aussah. „Führen Sie sie mal ein paar Schritte“, bat ich ihren Besitzer Bellamy. Ich beobachtete ihren Gang und Haltung genau. „Lahmt sie beim Training? Haben Sie da irgendwas bemerkt?“, fragte ich Bellamy, dieser verneinte jedoch. Meine Assistentin schrieb fleißig in die Unterlagen während ich mit der Untersuchung fortfuhr. Vorsichtig öffnete ich ihr Maul und untersuchte die Maulschleimhaut, diese war gut befeuchtet und es waren auch keine Entzündungen zu finden, jedoch war die Backenschleimhaut etwas verletzt durch Kanten im Gebiss. Danach kontrollierte ich Augen und Ohren, gefolgt von einer Temperaturmessung. Ich stellte eine Temperatur von 37.5 Grad Celsius fest. Melody ließ alles mit sich machen, blickte nur ab und zu neugierig umher. Dennoch war es sehr einfach mit der Stute zu arbeiten. Ich hörte die Atemwege und dem Darm ab, auch hier war alles in Ordnung. Nachdem ich den Puls an verschiedenen Stellen gemessen hatte, konnte ich ein Herzschlag von 32 Herzschlägen pro Minute erkennen. Ich kontrollierte und tastete noch verschiedene Stellen ab, konnte aber nichts Abnormales finden. „Melody ist gesund, ihre PAT Werte sind auch in Ordnung. Aber wir nehmen ihr jetzt noch etwas Blut ab für eine Laboruntersuchung“, ließ ich die beiden Besitzer wissen. Kathrin holte Medibox, Vacutainer und eine Spritze aus meiner Tasche. Ich redete im ruhigen Ton auf die Stute ein, um sie zu beruhigen. Sie war entspannt, trotzdem bat ich Bellamy ihren Vierbeiner festzuhalten. Meine Assistentin reinigte die Furche vorsichtig mit Alkohol und drückte dann ihren Daumen auf die Drosselvene. Derweil bereitete ich die Spritze vor und als die Drosselvene gut erkennbar war, tappte ich wie üblich die Stelle an um das Pferd darauf vorzubereiten. Als ich sie mit der Spritze pikste zuckte die Stute nur kurz zusammen. Vorsichtig zog ich den Koben zurück und legte dann meinen Daumen auf die Stichstelle. Langsam zog ich die Nadel heraus. Kathrin drückte ein Mull auf die Einstichstelle, um die Wunde zu desinfizieren. Derweil war ich damit beschäftigt die Flüssigkeit in ein Vacutainer umzufüllen und die Spritze in der Medibox zu entsorgen. Melody wurde ausgiebig gelobt für ihre tapfere Leistung, jedoch war das nicht die letzte Spritze für heute. Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit der Wurmkur. Die Dosis hatte ich bereits in der Praxis für Melody herausgesucht, passend zu ihrer Größe von 1,52 m. Aus der Tasche kramte ich das vorbereitete Präparat mit einer Fenbendazole Paste. Vorsichtig führte ich die Plastikspritze in Melodys Mund und drückte den Kolben nach unten. Nachdem die Paste im Mund der Stute verschwunden war, hob meine Assistentin ihren Kopf sorgsam hoch. Melody gab deutlich zu verstehen, dass sie die Paste nicht mochte, aber schluckte sie letzten Endes doch runter. Als Belohnung gab es dann ein Leckerli für sie. Danach folgten die Impfungen gegen Tetanus, Influenza und Herpes. Kathrin reichte mir neue Spritzen und die Impffläschen aus der Tasche. Wieder bat ich Bellamy seine Stute festzuhalten. Ich entnahm der Spritze ihren Deckel und füllte sie mit der richtigen Tetanus-Dosis aus der Impfflasche. Ich tappte vorsichtig gegen die Spritze, damit sich die letzten Bläschen in der Spritze verschwanden. Kathrin bearbeitete wieder die Stelle am Hals mit Alkohol, ehe ich dann mit der intramuskulären Injektion begann. Wieder zuckte die Stute beim Einstich kurz zusammen, doch die Erste Impfungen war schnell durch. Auch die Influenza- und Herpesimpfung stand sie tapfer durch. Die Spritzen entsorgte ich wie gewohnt in der Medibox. Jetzt musste Melody noch gechippt werden. Ich kontrollierte, ob der Chip in Takt war, dann desinfizierte ich die Stelle knapp einen Daumen unter dem Haaransatz. Der Chip war schnell unter der Haut verschwunden und das Lesegerät hatte keine Probleme den Chip zu erkennen. Jetzt brauchte Melody nur noch eine Zahnbehandlung. Zuerst untersuchte ich die Stute auf Asymmetrien am Kopfbereich, danach untersuchte ich das Kiefergelenk nach schmerzhaftem Verhalten, allerdings schien sie keine Schmerzen zu haben. Vorsichtig öffnete ich ihre Lippen und untersuchte ihre Schneidezähne und den Rest der Mundhöhle. Melody hatte noch nie eine intensive Zahnbehandlung erhalten, also war das ein ganzes Stück arbeiten, da wir mit Sedation arbeiten mussten. Das Maulgatter wurde übergespannt und ich begann mit meinem Werk. Die Schneidezähne mussten gekürzt werden, allerdings hatte sich noch kein Winkelgebiss gebildet. Bei den Backenzähnen haben sich Kanten gebildet und die Kaufläche war nicht eben. Mit den richtigen Raspeln und Maschinen waren die Baustellen schnell geflickt und Melody konnte wieder normal kauen. Die Verletzungen an der Backenschleimhaut sollten jetzt auch wieder verheilen können. Das Maulgatter wurde ihr abgespannt und die Stute durfte wieder in ihre Box. Sie war noch etwas benommen und taumelte langsam neben Bellamy her während sie sich zu ihrer Box führen ließ.

    Nach einer kurzen Pause war Alan an der Reihe. Bellamy führte ihn aus seiner Box, auf den Putzplatz. Ich musterte ihn dabei und konnte einen gesunden Gang und eine richtige Haltung erkennen. Wieder kontrollierte ich die Maulhöhle inklusive Maulschleimhaut. Auch er hatte ein paar offene Stellen im Backenbereich, aber nichts Schlimmes. Ich kontrollierte seine Augen, indem ich das obere Lid nach oben zog und untersuchte die Sklera, ehe ich die Ohren kontrollierte. Danach hörte ich die Atemwege, die Lunge, den Darmbereich und seinen Puls ab. Am Ende kontrollierte ich noch seine Temperatur, aber auch die war in Ordnung. Ich gab Kathrin seine Vitalwerte durch und sie schrieb die Werte in die Unterlagen. Alan tänzelte etwas nervös rum und beschnupperte alles. Er wirkte etwas aufgeweckter als Melody, aber es war auch nicht schwer mit ihm zu arbeiten. Wir machten weiter mit der Blutabnahme für die Laboruntersuchungen. Souverän stand er den ganzen Prozess der Blutabnahme durch. Bellamy und Octavia stellen sicher, dass ihr Hengst ruhig war, Kathrin war wieder verantwortlich für die Bearbeitung der Drosselvene und ich war verantwortlich für den schmerzhaften Teil. Als ich mit der Nadel in die Drosselvene piekte, zuckte der Hengst nicht mal zusammen. Ich zog den Kolben zurück und zog die Spritze sorgsam heraus. Das Blut füllte ich in einen weiteren Vacutainer und die Spritze entsorgte ich wie vorgesehen. Um Verwirrung zu vermeiden, markierte ich den Vacutainer mit einem roten Punkt, um zu wissen, dass das Alans Blut war. Nachdem er gelobt wurde, ging es weiter mit der Wurmkur, telefonisch hatten wir uns bei beiden Pferden auf Fenbendazol geeinigt. Alan war 1.66 m groß und auch seine Dosis hatte ich im Vorhinein vorbereitet. Alan reagierte jedoch nicht so gelassen auf die Paste und wir mussten ihm die Paste in kleineren Dosen einführen. Jedes Mal hob Kathrin seinen Kopf leicht an, damit er es nicht ausspucken konnte Nach einigen Anläufen, war die Paste dann doch komplett verschwunden. Er wurde mit einem Leckerli belohnt und es ging weiter mit den Impfungen, wieder gegen Tetanus, Herpes und Influenza. Um meine Assistentin auf das Berufsleben vorzubereiten, ließ ich sie die erste Spritze machen. Nervös bereitete sie die Spritze vor, ehe ich kontrollierte, ob noch Luft in der Spritze war. Kathrin machte ihren Job gut, Alan nahm Spritzen glücklicherweise sehr gelassen. Die Influenza- und Herpes-Impfungen übernahm dann ich. Er wurde gelobt und wieder gab es ein Leckerli für den Hengst. Alan benötigte nur noch einen Chipp und eine Zahnbehandlung, dann war er auch fertig für heute. Ich entpackte das Präparat und desinfizierte die Stichstelle mit Alkohol. Nachdem der Chipp eingeführt war, kontrollierte ich ihn mit dem Lesegerät. Weiter ging es mit der Zahnbehandlung. Auch Alan hatte noch keine richtige Zahnbehandlung erhalten und wieder musste ich mit Sedation arbeiten. Ich untersuchte den Kopfbereich und das Kiefergelenk. Alan schien Schmerzen zu haben und Bellamy teilte mit mir, dass Alan auch nicht richtig kauen konnte. Ich untersuchte die Schneidezähne und die Backenzähne, ehe auch er das Maulgatter bekam. Jeder Zahn hat eine eigene Raspel und es gibt verschiedene Maschinen, glücklicherweise hatte ich alles mitgenommen. Auch Alan hatte Kanten, Haken und Unebenheiten, als auch seine Schneidezähne mussten gekürzt werden. Alan war noch nicht sehr alt, daher sind keine größeren Probleme entstanden. Nachdem das alles geschafft war und er gelobt wurde, durfte auch er zurück in seine Box. Auch er war leicht benommen von der Sedation. Die beiden Besitzer gaben mir die beiden Impfpässe und ich aktualisierte die Tetanus-, Herpes- und Influenzaimpfungen. Mit einem Stempel und meiner Unterschrift besiegelte ich das und erinnerte die beiden noch daran das Herpes und Influenza regelmäßig nötig waren, vor allem wenn sie auf Turniere gehen, ehe ich dann auch die beiden Chipnummern eintrug. „Die beiden sind top in Form. Ich vermute auch das die Laborergebnisse gut aussehen werden. Diese erhalten Sie binnen der nächsten 10 Tagen. Sie können mit ihrem Wester-, Fahren- und Springtraining so weitermachen. Auch ihre Ernährung scheint in Ordnung zu sein, aber mehr erfahren wir durch die Laborergebnisse. Strapazieren Sie die beiden aber die nächsten Tage nicht zu sehr und melden Sie sich umgehend, wenn Ihnen etwas auffällt. Außerdem mögen die beiden die nächsten Stunden vielleicht nichts essen, das ist ganz normal“, informierte ich die beiden Geschwister. Sie bedankten sich und wir verabschiedeten uns, ehe wir dann mit dem Auto davonfuhren. Wie sich im Nachhinein herausstellte, sahen die beiden Blutbilder sehr gut aus. Die Leukozyten- und Erythrozytenwerte, sowohl die Anzahl an Hämoglobin, lagen im Normalbereich bei Melody, als auch bei Alan. Ich rief bei den Blakes an und erzählte ihnen von den positiv ausgefallenen Ergebnissen und schickte sie ihnen später per Post.

    Trainingsberichte (5)
    Trail LK 5 - LK 4
    Mai 2016, by Veija
    Nun hatten wir gar nicht mehr so viele Pferde zu trainieren. Im nächsten Monat würden wir uns aber auf jeden Fall Hilfe suchen, so dass wir mehr Zeit für unsere Kunden hatten. Unsere Pferde waren dann schließlich in fachmännischen Händen.
    Nun ging es darum, Miss Holly Golightly, Only Known in Texas, Compañero, My sweet Little Secret, Kisshimbye, Alan's Psychedelic Breakfast, Shattered Glass und Chapter 24 in Trail von der LK 5 auf die LK 4 zu bringen und Possibility von der Trail LK 4 auf die LK 3.
    Anfangen würde ich diese Woche mit Possibility, weil das am wenigsten Arbeit war. So putzte und sattelte ich ihn, ehe wir in die Halle gingen und zunächst mit der Stangenarbeit anfingen. Über Stangen drüber in allen Gangarten, 360° Drehungen in einem Stangenviereck, rückwärts durch ein L und alles, was man sonst noch so mit Stangen anstellen konnte. Damit fertig brachte ich ihn wieder weg, ehe ich mir zu erst Miss Holly Golightly schnappte und die Walk- Trot Pattern durchritt, die ich zum Beginn jedes Pferd durchreiten ließ. Mit ihr fertig, machte ich das Ganze auch mit den anderen Pferden, welche ich von der LK 5 auf die LK 4 bringen sollte.
    In den folgenden Tagen schnappte ich mir jedes der Pferde jeden Tag, um immer eine der Übungen zu reiten. So übte ich am ersten Tag mit allen Pferden das Tor, am nächsten Tag die Stangen und und und.
    Im Grunde hatte ich nur vier Wochen für das Training aller Pferde eingeplant. Dass es dann doch länger dauerte, war eigentlich nicht so schlimm, nur ärgerlich, weil es den gesamten Trainingsplan durcheinander brachte.

    Distanz E- A
    Oktober 2016, by Veija
    Heute hatte ich mir Aaron geschnappt und ihm aufgetragen, den Ponyhengst Abraham van Helsing zu satteln. Ich selbst wollte mir Alan's Psychedelic Breakfast fertig machen. Was genau ich vor hatte, das wusste mein Mitarbeiter noch nicht, aber er würde es gleich sehen.
    In Windeseile waren die beiden Hengste gesattelt- Abraham im Vielseitigkeitsset und Alan im Westernset, ehe wir nach dem Nachgurten aufsaßen und den Hof verließen. "Und was genau machen wir jetzt?", fragte Aaron mich, während er an seinem Helm herum fummelte. "Ich dachte wir zwei trainieren die beiden Hengste ein wenig in Distanz. Eine Stufe höher kann beiden nicht schaden, schließlich kann ich so auch mal sehen, was Abraham so drauf hat. Alan habe ich nur dabei, weil er momentan total aus dem Training ist und so ordentlich Muskeln aufbauen kann.", erklärte ich ihm und trabte Alan dann an. Der Hengst hatte einen flotten Trab, würde ich ihn weiter im Westernsport fördern, musste ich diesen ein wenig langsamer und gleichmäßiger bekommen, denn er lief sehr hektisch. Abraham dagegen war die Ruhe selbst und schien beim Traben fast ein zu schlafen. "Treib ihn mal ein bisschen mehr, der pennt dir unterm Hintern ein.", lachte ich und schnalzte ein paar Mal, was Alan wohl als Kommando für sich verstand und angaloppierte. Sofort nahm ich ihn zum Trab zurück. "Holla, Schnalzen heißt aber nicht galoppieren, mein Freund.", sagte ich und nahm ihn vorne minimal an, ehe ich erneut schnalzte. Er wollte ein paar Mal angaloppieren, doch ich hielt ihn vorne zurück, bis er verstanden hatte, dass er einfach nur schneller traben musste. Dann gab ich die Zügel frei, gab Küsschen und er durfte ein paar Meter galoppieren. "Gooood boooy.", sagte ich und lobte ihn, ehe Aaron mit Abraham angaloppiert kamen. "Der ist wohl nocht nicht wach.", meinte er lachend und so trabten wir eine Weile nebeneinander her, ehe wir die beiden Pferde wieder angaloppierten. Hier auf dem neuen Hof kannte ich das Gelände noch nicht so gut, weshalb wir nach einer Weile wieder umdrehten und im flotten Trab und Galopp nach Hause ritten.
    In den nächsten Tagen erweiterten wir unsere Strecken immer mehr, so dass wir auch in das Gelände der alten Ranch hinein ritten. Noch war sie nicht verkauft, aber wer wusste, vielleicht würde das ja bald noch kommen. Nach einem Monat Training konnten wir dann sagen, dass beide Pferde in der Klasse A laufen konnten.

    Fahren E- A
    April 2017, by FrauHolle
    Schneller als gedacht war ich mich wieder auf dem Weg zu Bellamy und Octavia nach Kanada. Diesmal sollte ich eines ihrer Westernpferde einfahren. Da ich selber noch nie ein Pferd eingefahren hatte, war ich total aufgeregt und gespannt auf das Training. In Kanada angekommen erwartete mich eine herzliche Begrüßung. Bei den beiden Geschwistern fühlte ich mich sofort wie zuhause und ich bekam auch das gleiche Zimmer wie bei meinem letzten Besuch. Gleich nach meiner Ankunft machte ich mich an die Arbeit, denn ich hatte viel vor mit Alan's Psychedelic Breakfast. Ich hatte mir für die nächsten Tage einen genauen Plan überlegt, nach dem ich mich richten wollte. Bevor ich mit meinem Plan starten wollte, musste ich Alan zuallererst kennenlernen. Mit lockeren Übungen vom Boden aus versuchte ich, Alans Charakter herauszufinden. Der Hengst arbeitete sofort gut mit, hörte mir aufmerksam zu und achtete auf meine Körpersprache. Die Kommunikation zwischen uns klappte gut und ich beschloss, mit meinem ersten Programmpunkt zu starten. In Alans Halfter schnallte ich an jede Seite jeweils einen langen Zügel, in meine rechte Hand nahm ich eine Gerte. Bellamy hatte mir zuvor die Sprache der Westenpferde beigebracht. Für mich war diese Sprache völliges Neuland und ich hoffte sehr, dass ich mir die Begriffe merken konnte. Ich stellte mich mit einem kleinen Sicherheitsabstand hinter Alan. Mit einem Schnalzen gab ich ihm das Kommando zum Losgehen und zu meiner Verwunderung gehorchte er mir auf Anhieb. Stolz lief ich hinter dem Hengst her und nachdem wir eine Runde um den Platz gedreht hatten, fing ich an, ihn mit vielen Bahnfiguren geschmeidiger zu machen. Ich selbst musste mich noch etwas mit der Langzügelarbeit vertraut machen, doch ich wurde von Schritt zu Schritt sicherer. Die Kommandos, die Bellamy mir beigebracht hatte, zu benutzen, viel mir noch etwas schwer aber Alan war ein wunderbarer Partner und ich hatte das Gefühl, dass er wusste, dass ich selber noch nicht ganz mit der Sache vertraut war. Am Ende des Trainings hatte ich ein gutes Gefühl und ich war mir sicher, dass uns beiden die Arbeit bald leichter fallen wird.

    Am nächsten Tag machte ich mich gleich nach dem Frühstück wieder an die Arbeit. Am Vormittag festigte ich noch einmal an die Langzügelarbeit, denn die Kommunikation zwischen Alan und mir musste noch besser werden. Wir machten viele Übergänge, ich ließ in rückwärts laufen und wir liefen im Slalom um die Hütchen herum. Für mich war das Training sehr anspruchsvoll, denn ich musste mich nicht nur auf die Lenkung und die Kommandos konzentrieren, sondern auch darauf, dass ich immer in einem guten Abstand und in einem passenden Tempo hinter Alan herlaufen musste. Nach einer guten Stunde waren wir beide total am Ende und ich brachte Alan in seine wohl verdiente Mittagspause.
    Am Nachmittag holte ich Alan wieder von der Weide, denn wir wollten uns an die zweite Runde am heutigen Tag machen. Einerseits hatte ich vor, ihn an das Kutschgeschirr zu gewöhnen, andererseits wollte ich testen, wie Alan sich im Gelände verhält. Schritt für Schritt legte ich Alan am Putzplatz das Kutschgeschirr an und beobachtete seine Reaktion. Völlig gelassen blieb der Hengst stehen und wartete, bis ich alles zugeschnallt hatte. Das unbekannte auf seinem Rücken und um seinen Bauch herum störte ihn eher wenig. Ich führte ihn mit dem Kutschgeschirr eine Runde über den Hof, doch auch das brachte ihn nicht aus der Ruhe. Zufrieden gab ich ihm eine kleine Belohnung, denn mit so einem ruhigen Pferd konnte man wunderbar arbeiten. Nachdem ich das Kutschgeschirr wieder an seinen Platz gebracht hatte, schnappte ich mir ein Knotenhalfter und einen langen Strick und brach mit Alan zu einem kleinen Spaziergang auf. Natürlich war unser großes Ziel, eine Kutschfahrt durchs Gelände zu machen und bevor ich mich das traute, musste ich wissen, dass Alan im Gelände artig ist. Mit hängendem Strick schlenderte Alan völlig gelassen neben mir her, schaute mal hier und mal da und senkte zufrieden seinen Kopf. Selbst sie Straße konnte ich nicht aus der Ruhe bringen und auch wenn er sich einige Male umdrehte, um zu gucken wo seine Freunde geblieben waren, folgte er mir brav. Als plötzlich ein Vogel direkt vor uns aus dem Gebüsch huschte, zuckte Alan kurz zusammen, doch er lief weder weg, noch ließ er sich irgendwie schlecht kontrollieren. Als wir auf den letzten Metern Richtung Hof waren, war ich mir sicher, dass ich ohne Bedenken mit Alan zu einer Kutschfahrt aufbrechen konnte…

    … Doch bis dahin war es noch ein langer Weg, denn an die Kutsche war noch längst nicht zu denken. Mühsam zerrte Bellamy einen alten Treckerreifen aus dem Schuppen. „Hier, ich hoffe der reicht fürs erste“, er brachte mir den Reifen auf den Reitplatz. „Perfekt! Vielen Dank!“, grinste ich ihn an und er machte sich wieder an wichtigere Sachen. Heute wollte ich Alan einen Treckerreifen ziehen lassen und ich war total gespannt, ob wir beiden das hinkriegen werden. Im Kutschgeschirr Anlegen wurde ich immer besser und schon kurze Zeit später standen wir bereits auf dem Reitplatz. Zum Aufwärmen gingen wir einige Runden ohne Reifen und ich machte ihn mit ein paar Wendungen locker. Als ich mich wieder in die Sache reingefunden hatte, parkte ich Alan in der Mitte vom Reitplatz, direkt vor dem Reifen. Neugierig schnupperte er an dem Reifen, doch er erkannte schnell, dass dieser ihm nichts Böses tut. Mit ein paar geschickten Knoten befestigte ich den Reifen am Kutschgeschirr und das Experiment konnte beginnen. Ich stellte mich hinter den Reifen und entknotete meine Zügel. Mit einem kurzen Schnalzen lief Alan los. Als das Seil auf Spannung war, sprang Alan erschrocken zur Seite, denn durch den Reifen wurde er ruckartig gestoppt. Ich beruhigte ihn mit meiner Stimme und ließ ihn erneut losgehen. Etwas holprig setzte der Reifen sich in Bewegung und Alan entspannte sich von Schritt zu Schritt. „Suuuuuper“, sprach ich dem Hengst Mut zu und ich hatte das Gefühl, er würde meine beruhigenden Worte verstehen. Ich baute erste Zirkel und große Volten mit ein. So konzentriert wie ich war, denn ich musste auf Pferd, Reifen und mich gleichzeitig achten, bemerkte ich gar nicht Octavia, die uns gespannt vom Zaun aus zuguckte. „Das macht der doch richtig gut der Kleine“, rief sie zu mir rüber und ich drehte mich verwundert um. Ohne mir Gedanken zu machen, wie lange sie da schon am Zaun rumstand antwortete ich: „Ja das finde ich auch“. Nach einer guten halben Stunde beendete ich die Trainingseinheit, denn Alan musste bis heute Nachmittag neue Energie sammeln.
    Nach einer ausgiebigen Mittagspause starteten wir in die zweite Runde. Dieses Training sah nicht wirklich anders aus als heute Morgen, außer dass wir vermehrt das Anhalten und das Losgehen übten. Alan wurde immer sicherer und auch ich hatte mich langsam an den Reifen vor meiner Nase gewöhnt. Ohne mit der Wimper zu zucken lief Alan aus dem Stand los und zog mit großen Schritten den Reifen hinter sich her. Auch an die Sprache der Westernpferde hatte ich mich inzwischen gewöhnt und es machte richtig Spaß, mit Alan zu trainieren.

    Heute war der große Tag gekommen, denn ich wollte Alan zum ersten Mal an die Kutsche spannen. Octavia stand mir bei diesem aufregenden Moment zur Seite, denn zu zweit war es einfacher. Zusammen hatten wir Alan schnell geputzt und auch das Kutschgeschirr war im Nu ans Pferd gebracht. Ich führte Alan über den Hof bis zum Reitplatz, auf dem wir zuvor die Kutsche geparkt hatten. Ich ließ den Hengst in Ruhe die Kutsche von allen Seiten angucken. Während Octavia sich heute neben Alan stellen wollte, um Notfalls in die Zügel zu greifen, wollte ich mein Glück auf der Kutsche versuchen. Mit ein paar Handgriffen hatten wir Alan mit der Kutsche verbunden und es konnte endlich losgehen. Ich war total aufgeregt, doch die Aufregung durfte ich mir jetzt bloß nicht anmerken lassen. Ich nahm die Zügel etwas auf und schnalzte leicht. Octavia hatte in die Zügel gefasst, denn sie wollte Alan die ersten Schritte führen. Neugierig schaute er sich um, als er bemerkte, was für ein großes Ding er da hinter sich her zog. Octavia und ich atmeten erleichtert durch, als Alan in aller Ruhe seine erste Runde mit Kutsche drehte. Zwar war ihm die Sache noch nicht ganz geheuer, aber er blieb ruhig und lief artig im Schritt weiter. Ich fing an, die Zügel etwas mehr aufzunehmen und ihn von oben zu lenken, während Octavia immer neben uns blieb. Auch wenn wir noch etwas unsicher unterwegs waren, war ich fürs erste Mal mehr als zufrieden.
    Unser Nachmittag lief ziemlich entspannt ab. Diesmal übte ich alleine mit Alan auf dem Platz. Wir trainierten das Losgehen, das Stehenbleiben und das Lenken. Alan wurde immer sicherer und am Ende des Trainings traute ich mich tatsächlich, ihn das erste Mal vor der Kutsche traben zu lassen. Es war zwar nicht lange, aber ich war so stolz auf Alan, dass ich von der Kutsche stieg und ihn grinsend um den Hals fiel.

    Meine Arbeit mit Alan neigte sich dem Ende zu. Heute wollte ich das Training noch perfekt abrunden. Ich war zwar ganz schön aufgeregt, doch ich konnte Alan vertrauen und ich war mir sicher, wir werden das zusammen meistern. Schon früh am Morgen stieg ich auf meine Kutsche, denn ich hatte nachher noch eine lange Heimreise vor mir. Ich hatte beschlossen, die gleiche Runde wie beim Spaziergang zu fahren, damit ich mich nicht verfahre. Alan war tiefenentspannt und ich kam aus dem Strahlen gar nicht mehr raus. Als hätte er noch nie etwas anderes gemacht, lief er sicher voran und ich konnte mich auf meinem Sitz entspannt zurücklehnen.
    Nach einer halben Stunde fuhren wir wieder auf den Hof, auf dem Octavia und Bellamy mich schon erwarteten. „Also, so wie die strahlt, muss es gut gewesen sein“, lachte Bellamy. Ja das stimmt. Es war einfach nur wunderbar, was wir in den letzten Tagen geschafft hatten und ich war überglücklich, dass ich mein erstes Pferd erfolgreich eingefahren hatte.

    Reining LK 5 - LK 4
    November 2017, by Veija
    Bellamy
    Etwas unruhig trat ich von einem auf den anderen Fuß und zog im Sekundentakt die Gardine vom Fenster weg, nur um sie sogleich wieder los zu lassen und so davor zu schieben. Geschlagene 10 Minuten veranstaltete ich diese Show schon, bis ich die Warterei nicht mehr aushielt, mich umdrehte und sogleich in Octavia hineinlief. "Er kommt schon noch, es ist ein weiter Weg von Kanada bis hier her.", sagte sie zu mir und ich nickte geistesabwesend. Heute sollte Herr O'Conell kommen und ein paar Tage bleiben. Er war ein alter Freund von Verena und ein sehr guter Westerntrainer. Er schuldete Verena eine Menge, weshalb er uns hier auf dem Blakes Crow Meadow so viel unter die Arme griff und sogar keine Kosten und Mühen scheute, nach New Mexiko zu fliegen, wenn wir seine Hilfe brauchten.Und so stand ich nun hier im Wohnzimmer und wartete nervös auf sein Eintreffen. Er hatte inzwischen schon eine Viertelstunde Verspätung, doch irgendwie hatte ich mir das gedacht. Solch einflussreiche Menschen kamen des Öfteren zu spät.
    Gerade als ich die Hoffnung schon aufgegeben hatte, fuhr ein Jeep auf den Hof. "O, da ist er!", sagte ich freudig und stürmte zur Tür, ehe ich mich fasste und in normalem Tempo hinaus ging. Dass Caleb mir folgte, hatte ich gar nicht mitbekommen. Erst, als er sich mit verschränkten Armen neben mich stellte. "Kennst du ihn?", flüsterte ich Caleb zu und bekam ein Nicken als Antwort. "Hallo Laurence.", sagte Caleb und umarmte ihn kurz. Ich, der ihn nur unter dem Namen Mr. O'Conell kannte, kam mir bei der Begrüßung total blöd vor. "Bellamy du kannst mich aber auch ruhig Laurence nennen, wir kennen uns nun doch schon ein wenig.", sagte der Mann und schaute sich um. "Ein schönes Fleckchen Erde habt ihr hier in New Mexiko gefunden. Und warm ist es hier auch noch.", lachte er und schaute sich ein wenig um. "Lasst uns aber erstmal reingehen. In dieser Mittagshitze kann man kein Pferd trainieren.", sagte er und zusammen holten wir sein Gepäck, ehe wir ins Haus gingen. Octavia hatte im Esszimmer ein paar gekühlte Getränke vorbereitet, sodass Laurence es sich erstmal ein wenig gemütlich machen konnte. Wir setzten uns hin und tauschten Geschichten aus, ehe wir gegen sechs Uhr abends nach draußen gingen und uns die Pferde anschauten, bei denen uns Laurence helfen sollte. Zehn Pferde sollten in der Reining auf LK 4 gebracht werden, drei Pferde eingeritten, ein Pferd umgeschult auf Western, ein Pferd in der Reining auf LK 3, zwei Pferde in Hunter under Saddle und ein Pferd im Cutting. Viel zu tun also.
    "Zeig mir die Pferde mal alle.", befahl Laurence mir dann und wir gingen zu den Koppeln. "Die Grullodame mit der tollen Splashed Scheckung ist VK A Gun Colored Lena. Wahnsinnige Abstammung, tolles Pferd. Aber alles andere als einfach. Die Schimmelstute da hinten ist Stormborn. Noch nicht lange hier. Die helle Grullastute da mit dem Braunstich ist Snapper Little Lena. Leider schon im Fohlenalter erblindet, aber ein tolles Pferd. Die Bay Dun Stute mit dem weißen Gesicht ist Jade. Hat lange gestanden und muss nochmal antrainiert werden. Da hinten das ist Ginny my Love, Jades Tochter. Wurde bis jetzt leider nur englisch geritten, müssen wir also einmal komplett umschulen. Die Appaloosastute ist Baby Doll Melody.", erklärte ich und Laurence nickte. "Die kenn ich, Verena hatte sie damals. Wurde dann verkauft. Was wurde aus ihr?", fragte er mich. "Sie wurde vernachlässigt und wir haben sie von einem Händler zurück gekauft. Ich weiß nicht, was ihr in der Zwischenzeit passiert ist.", erklärte ich und sah dann wieder zu den Pferden. "Die Rappstute ist Magnificient Crow und die Dunolinostute ist DunIts Smart Investment. Wahnsinnig talentiertes Tier.", sagte ich und wir gingen dann weiter zu den Hengsten. "Der bunte Braunfalbe da ist VK Bella's Dun Gotta Gun. Selbst gezogen aus Bella und Spooky. Der Appaloosa ist Whinney. Auch noch recht neu hier. Der Rappschecke ist Chapter 24, den haben wir auch wieder aufgekauft. Alan's Psychedelic Breakfast ist der Rappe mit den hochweißen Beinen. Genuine Lil Cut ist der Splashed White Fuchs da hinten. Hier vorne am Zaun zu guter Letzt ist mein Lieblingspferd, Gun and Slide. Er und Candy haben ein wirklich hübsches Fohlen.", erklärte ich ihm und streichelte Blue über die Nase. "Dann lass uns mit den Pferden anfangen, die ihr einreiten wollt. Hol mir mal den Hengst in den Round Pen und mach die beiden Stuten fertig.", sagte er zu mir und ging schon mal zum Round Pen. Ich schickte Travis und Connor los, um Smartie und Stormborn zu holen, während ich mir Gotta Gun holen ging. Ich halfterte ihn auf und brachte ihn dann zu Laurence. "Ich teste einmal kurz was er schon kann.", sagte er, klickte den Strick aus dem Halfter und schickte ihn von sich weg. Er schnalzte und gab Kommandos und ich schaute ihm neugierig dabei zu. "Der kann schon einiges.", sagte Laurence irgendwann und klopfte dem verschwitzten Pferd den Hals. "Kannst ihn wegbringen, das reicht.", sagte er und klickte den Strick wieder ein. Als nächstes war Stormborn an der Reihe, die noch nicht so viel konnte wie Barbie. Sie zeigte sich oft missmutig und hatte kein Verständnis dafür, was Laurence von ihr wollte. Nie wurde sie böswillig, versuchte jedoch mehr als einmal, ihn hinters Licht zu führen und auszutricksen. "Mit der habt ihr noch einiges an Arbeit vor euch. Grundkommandos und Grundbenehmen, würde ich sagen Bellamy.", erklärte er und übergab Connor die Stute wieder, ehe er sich Smartie widmete. "Mit ihr ist noch nicht so viel gemacht worden.", gestand ich kleinlaut und erntete einen bösen Blick von Mr. O'Conell. "Wie führt ihr eure Ranch? Ihr müsst euch mehr um die jungen Pferde kümmern.", fluchte er und schickte auch die letzte Stute im Bunde von sich weg. Laurence machte ihr sofort klar, wer der Chef war und zeigte ihr, wo es lang ging. Wider Erwarten benahm die Stute sich wirklich top und verstand sogar auf Anhieb, was von ihr verlangt wurde. Als er sich einmal ruckartig vor sie stellte, stoppte sie und macht einen fast perfekten Roll Back, um in die andere Richtung zu galoppieren. "Mach nicht, dass ich sie euch abkaufe. Die hat Talent, das kann ich dir sagen.", lachte er und lies sie auf sich zukommen, um ihr den Führstrick anzulegen und sie wieder aus dem Round Pen heraus zu führen. "Mit dem Cuttingpferd müssen wir auf eine benachbarte Ranch fahren, der kann auch da ausgebildet werden.", erklärte ich Laurence dann und er nickte. "Lass uns den holen und rüber fahren."
    Gesagt getan. Genuine wurde fertig gemacht, verladen und in kurzer Zeit waren wir auf der benachbarten Ranch angekommen. Wir luden Gen aus, schauten bei seinem ersten Training kurz zu und fuhren dann wieder zurück zum Blakes Crow Meadow. Ich wusste, dass er dort gut aufgehoben war und konnte ihn getrost in aller frische in ein paar Wochen wieder abholen.
    Den Rest des Abends hatten wir noch Candy und Blue trainiert. Candy wurde von Laurence geritten während ich auf Blue saß und die Anweisungen befolgte, dir mir gegeben wurden. Alles in allem war es ein gutes Training und beide Pferde kamen in ihrer Ausbildung ein großes Stück weiter.
    Der nächste Morgen war mehr als stressig. Wir fingen mit Ginny my Love an und Laurence hatte alle Hände voll zu tun, sie irgendwie dazu zu bekommen, am lockeren Zügel trotzdem noch vorwärts zu gehen. Während er sich also um Ginny kümmerte, nahm ich mir die drei Pferde vor, die eingeritten werden sollten. Ich übte die Grundkommandos, brachte Storm bei, dass sie auf den Menschen achten sollte und konnte schon Pads und Sättel auf Smartie und Barbie drauf legen. Nach gut zwei Stunden kümmerten wir uns dann um die anderen Reiningpferde, was so gut wie den ganzen Tag andauerte. Am Abend waren dann wieder Candy und Blue dran.
    Das ging einen ganzen Monat so weiter. Zwischenzeitlich hatten wir noch Gen von der Ranch abgeholt und mit Freuden festgestellt, dass ihm das Training doch sehr geholfen hatte.
    Plötzlich bekam ich einen Anruf. My sweet little Secret sollte wieder abgegeben werden. Schnell hatten wir sie wieder hier auf der Ranch und nutzten sofort aus, dass Laurence noch hier war. So blieb er noch eine Woche und trainierte neben den anderen Pferden auch noch Secret, und zwar in Trail von LK 4 auf LK 3.
    "Habt ihr eigentlich noch Platz hier auf der Ranch?", fragte er mich an seinem letzten Abend vor der Abreise und ich überlegte kurz. "Kommt drauf an.", meinte ich fragend und schaute ihn an. "Braucht ihr noch einen Trainer?", fragte er und blickte aufmunternd zu mir herüber. "Eigentlich immer. Besonders so einen guten wie du es bist.", sagte ich und er nickte. "Ich melde mich in den nächsten Tagen nochmal. Aber euer Fleckchen Erde hier gefällt mir.", lachte er und so verbrachten wir noch einen gemütlichen Abend.

    Reining LK 4 - LK 3
    Januar 2018, by Veija
    Laurence
    Caleb sowie die beiden Chefs waren für ein paar Tage verreist und hatten mir die Aufgabe gegeben, auf die Ranch zu achten und mich um das Training der Pferde zu kümmern. Heute hatte ich mir also vorgenommen mich mit Alan's Psychedelic Breakfast und Baby Doll Melody zu befassen, da beide bald zur Körung sollten.
    Anfangen würde ich heute also mit Alan. Einer der Pfleger, ich konnte ihre Namen noch immer nicht, hatte ihn mir schon geputzt und gesattelt und brachte ihn mir gerade zum Reitplatz. "Danke.", sagte ich und nahm den Hengst in Empfang. Auf dem Reitplatz gurtete ich nach und setzte mich dann in den Sattel. "Ist es okay wenn ich zuschaue?", fragte der Pfleger mich dann und ich nickte. "Sag mir nochmal schnell deinen Namen. Ich kann mir eure Namen einfach nicht merken." "Connor. Der Cousin von Caleb.", sagte er und ich nickte. Was ein Zufall hier Beide auf der Ranch zu haben.
    Ich nahm die Zügel auf und stellte Alan richtig. Der Hengstsenkte prompt seinen Kopf und ging im Schritt genau so los, wie er sollte. Ich wärmte ihn zu erst in allen Gangarten auf beiden Händen auf, ehe ich ihn auf dem Zirkel angaloppierte. "Mensch Alan, hast du alles vergessen?", tadelte ich den Hengst, als er auf dem falschen Bein ansprang und nahm ihn sofort in den Trab zurück, stellte ihn neu und galoppierte ihn dann erneut an. "Geht doch...", murmelte ich und lies ihn zunächst ein paar Zirkel so laufen, ehe ich den Zirkel verkleinerte und ihn im Galopp zurücknahm. Bei den großen Zirkeln trieb ich ihn dann wieder an, schneller zu laufen. Das klappte auf dieser Hand schon gut. An X versuchte ich dann einen Galoppwechsel, den er bisher noch nicht konnte. Er strengte sich wirklich an, musste aber zweimal umspringen, ehe er richtig lief. Das war jedoch noch kein Problem und absolut nicht schlimm. Im Laufe der nächsten Tage würde sich dies ändern.
    Auch auf dieser Hand klappten die Zirkel gut, weshalb ich ihn dann einmal eine gerade Linie an der Bande vorbeilaufen ließ. Dabei nahm ich so viel Speed auf wie ich konnte, stoppte ihn allerdings nicht. Er sollte lernen, zuzuhören. Das wiederholte ich ein paar Mal, bis ich ihn schließlich stoppen ließ. Er stoppte relativ gut, weshalb ich es bei einem Mal beließ.
    Gleich nach dem Sliding Stop gab ich die Hilfen zu einem Roll Back und galoppierte in die andere Richtung. "Braver Junge.", lobte ich ihn und hielt ihn langsam an. Zum Schluss übten wir noch Spins auf beiden Seiten und dann gab ich ihn Connor wieder, der mir in der Zwischenzeit Baby Doll geholt hatte.
    Mit ihr machte genau das Gleiche wie mit Alan, da sie auf dem gleichen Trainingsstand waren. Sie hörte jedoch noch weniger zu als Alan, so dass ich mit ihr einiges mehr zu tun hatte. Im Laufe der Woche entwickelten sich beide jedoch besser und reagierten gut auf mich, so dass ich meinen Chefs und Caleb bei ihrer Rückkehr zeigen konnte, dass die beiden Pferde nun eine Klasse höher starten konnten.

    Die Kür
    Nachdem Laurence und Baby Doll Melody sich auf der 455. Stutkrönung präsentiert hatten, war es nun an der Zeit, dass Alan's Psychedelic Breakfast und ich uns bereithielten für die 494. Hengstkörung. Sonderlich viel hatten wir hierfür nicht geübt, aber Laurence, der den Hengst die letzten Tage geritten hatte, hatte mir versichert, dass ich keine Probleme haben würde und dass Alan sauber laufen würde. Na wenn er da mal Recht hatte, dachte ich mir und stieg in den Westernsattel. Es dauerte auch nicht lange, da wurden wir schon aufgerufen. Alan und ich ritten in die Halle und blieben in der Mitte stehen. Dort grüßte ich die Richter, ehe wir im Schritt geradeaus auf sie zu gingen. Wir wendeten rechts ab und ritten eine ganze Runde auf der rechten Hand. Wieder am Ausgangspunkt angekommen wendete ich Alan zu X ab und ritt zur kurzen Seite. Dort wendeten wir links ab und ritten nun auch im Schritt auf der anderen Hand. Dann trabte ich Alan an, nachdem wir eine ganze Bahn geritten waren und trabten an den langen Seiten Schlangenlinien, an den kurzen Seiten gerade. Ich wechselte einmal die Hand und wiederholte das auch dort, ehe ich ihn auf dem Zirkel angaloppierte. Wir zeigten einmal seinen schönen, langsamen Galopp und einmal seinen schnellen, feurigen Galopp. Dann waren auch schon alle gefragten Aufgaben zu Ende und Alan und ich konnten uns wieder an X aufstellen, um die Richter zu verabschieden und aus der Halle zu reiten. Hatte doch super geklappt.
    1467 Zeichen mit Leerzeichen, gezählt auf zeichenzähler.de, by Veija

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    (by Veija & Loulou)
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 Jan. 2018
    Cascar gefällt das.
  6. Flair

    Flair mit dem wilden poney

    Meine Teilnahme mit
    Valerian

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    VALERIAN
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    Grunddaten:

    Rasse: Englisches Vollblut
    Geburtsjahr: 2014
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 1,68
    Farbe: Schwarzbraun
    Abzeichen: keine
    Besitzer: flairi
    Ersteller/Züchter: flairi
    VKR: flairi
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    Abstammung:

    von: Golden Ebano
    von: Call Him Crack (Chewing x Unitil Black Star)
    aus der: Shew O'Gold (Guaranteed Gold x Shew)

    aus der: Sekouia
    von: Aestas Amor (Arccod x Ariana)
    aus der: Pirate Island (v. Prisonmaster)
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    Zuchtdaten:

    Zur Zucht zugelassen: nein
    Nachkommen: keine
    Eingetragene Zucht: -
    _________________________________________
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    Charakter:

    Valerian ist ein Hengst wie aus dem Bilderbuch. Mit besonderer Nervenstärke und exzellentem
    Extertieur gesegnet ist er besonders für den Parcours geeignet. Er ist schnell und wendig, hat eine
    gute Beschleunigung und lässt sich in entscheidenden Momenten gut zusammenstellen. Seine Gänge
    sind an sich nichts besonderes, abgesehen von der schön gesprungenen Galoppade, welche stets eine
    Aufwärtstendenz aufweist. Valerian wird nie hektisch im Umgang oder unter dem Sattel. Unter
    Artgenossen hingegen verhält er sich recht dominant und ist in der Rangordnung sehr weit oben.
    Insgesamt überzeugt er durch sein angenehmes Temperament und sein Interesse an den Aufgaben, die
    ihm gestellt werden.
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    Ausbildungstand:

    Dressur: E
    Springen: S*
    Gelände: A
    Distanz: A
    Rennen: L
    Western: E
    Fahren: E

    Schwerpunktdisziplinen: Gelände
    Eignung: Gelände, Distanz, Galopprennen, Springen
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    Turnier- und Zuchterfolge:

    1. Platz beim 408. Galopprennen
    2. Platz beim 342. Militaryturnier
    3. Platz beim 410 Galopprennen
    1 Platz beim 323. Distanzturnier
    3. Platz beim 222. Synchronspringen
    2. Platz beim 436. Springturnier
    3. Platz beim 436. Springturnier

    3. Platz beim 223. Synchronspringen
    3. Platz beim 224. Synchronspringen

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    30.11.2017 | Springtraining von E-A

    Trainingsbericht für Valerian
    Aus der Sicht von Philipp Gerdes


    Abgelenkt von der lauten Musik, die Isa in der Stallgasse angemacht hat, legte ich Valerian seine mit Lammfell unterlegten Ledergamaschen an. Mit einem letzten prüfenden Blick auf Lage von Sattel, Zaum und Vorderzeug, stellte ich sicher, dass alles an Ort und Stelle saß. Fest zu stellen war, dass auch Valerian sichtlich von der lauten Musik und Isas zwischenzeitlichen Gesangseinlagen höchst irritiert war. Der große Schwarzbraune hatte seinen Blick stets auf die Richtung der Geräuschquelle gerichtet, den Kopf hoch erhoben und die Ohren gespitzt. Ganz aufmerksam stand er da, bis ich ihn Klopfte und am Zügel losführte. Der Weg führte mich heute auf den Springplatz, denn auf Isas Geheiß sollte ich Valerians Training heute beginnen. Der Vollbluthengst schaute sich interessiert um, ging jedoch dabei brav neben mir. Er ist erst vor kurzem hier eingezogen, und er kennt noch nicht alle Ecken des Hofes, weshalb die Außenplätze für ihn noch sehr spannend waren. Auf dem Springplatz waren wir alleine - Marie war noch nicht da, Janina ritt Waikiki in der Halle und Jodie und Isa wuschen die beiden Schimmel Macaruja und Bijou. Ich gurtete nach, klopfte Valerian Hals und stieg auf. Ich saß noch nicht im Sattel, da wollte der Hengst schon übereifrig losmarschieren. "Brrrt, Steh!", ichsetzte mich tief in den Sattel und gab eine Parade, worauf hin das Pferd stehen blieb. Ich korrigierte dieses Verhalten sofort, stieg wieder ab und stellte den Fuchs geschlossen hin. Beim zweiten Versuch stand Cosmic sehr angespannt, blieb jedoch stehen. Diese kurze Korrektur schien bereits ausgereicht zu haben fürs erste. Ich ließ ihn am langen Zügel im Schritt warm gehen, gurtete bald nach und begann mit der Trabarbeit. Valerian stand gut an den Hilfen und kaute eifrig auf seinem Gebiss. In schwierigen Situationen rollte sich der Braune ein und versteckte sich hinter dem Zügel, doch dies war eine andere Baustelle. Nach einigen Seitengängen im Schritt und Trab begann ich mit der Galopparbeit. Sowohl auf der linken als auch auf der rechten Hand ließ sich der großrahmige Hengst gut zusammenstellen, versammeln und verstärken. Biegungen waren auf beiden Händen in Ordnung, wobei er sich links etwas fester machte als rechts. Ich taxierte den ersten Sprung für heute an. Ein kleiner Steil mit einer Höhe von 80 Zentimetern erwartete uns in 3.., 2.., 1.. Valerian kam etwas zu groß davor, hob ab, und löste den Unpassenden Absprung, indem er weit und hoch nach oben Sprang. Sein Potenzial war auf jeden Fall sehr ergiebig - seine Technik hingegen ließ sich noch etwas verbessern. Ich wechselte die Hand und ritt den selben Steilsprung ein weiteres Mal an. Dieses mal ließ ich ihn kürzer galoppieren, wodurch der passende Absprungpunkt erreicht wurde. Mit einem gewaltigen Sprung setzte Valerian über den kleinen Steil. Ich erkannte schnell, dass die Höhe wohl nicht das Problem werden wird, sondern eher die Bestimmung des Tempos, denn der große Fuchshengst neigte dazu, auf die Sprünge zu zu rennen. Bei einem 80 Zentimeter hohen Steil würde dies kein Problem werden, wenn jedoch eine Kombination mit einem Oxer von einer Höhe mit 120 Zentimetern da stehen würde, dann würde die Geschwindigkeit ein Problem werden. Ich parierte Valerian kurz durch zum Halten und holte mein Handy aus der Tasche. Ich entschied mich dazu, Jodie anzurufen und sie zu bitten, eine Sprungreihe aufzubauen. Sie ging ran, und kam meiner Bitte nach. kurze Zeit später stand sie auf dem Springplatz und machte sich daran, die Sprünge aufzubauen. "Und wie macht er sich bis jetzt? Isa spricht von ihm, als wäre er schon jetzt ein Weltstar!", lachte Jodie. "Soweit ganz gut", sagte ich zu ihr, während ich mit Valerian auf dem hinteren Zirkel trabte. "Er ist etwas übermütig, das wird ihm in den höheren Springen auf jeden Fall zum Verhängnis werden. Aber das wird schon, der ist ja auch noch grün hinter den Ohren." Mittlerweile war Jodie fertig. Sie hatte mir drei Steilsprünge mit 90 Zentimeter Höhe in einer Reihe an einer langen Seite aufgebaut. "Vielen Dank!", rief ich ihr zu. "Kein Problem Philipp!", Sie lächelte mich an und machte sich dann wieder auf den Weg in den Stall. Es begann etwas zu nieseln, als ich zum Test noch einmal den einzelnen Sprung anritt. Valerian zog wieder extrem an, ließ sich jedoch händeln und kam passend vor den Sprung. "Guter Junge", lobte ich ihn, als er gelandet war. Ich blieb gleich im Galopp, ließ ihn ein wenig zirkeln, wechselte dann aus dem Zirkel mit einem fliegenden Galoppwechsel bei X. Der große Hengst reagierte Großartig und schnaubte zufrieden. Nun ritt ich im Rechtsgalopp auf die Sprungreihe zu. Valerian zog wie gewohnt an, ließ sich aber auch gut zurückholen, sodass ich den Absprung bestimmen konnte. Nach dem ersten Sprung folgten 3 Galoppsprünge, wovon zwei leider zu groß wurden, woraufhin der Abstand zum zweiten Sprung etwas verkorkst war. Valerian sprang dennoch, und ich konzentrierte mich nun für den letzten Sprung. Wieder drei Galoppsprünge im verhaltenen Galopp. Durch den misslungenen Sprung zuvor war es etwas leichter, ihn zurückzuhalten, da er selbst vor dem zweiten Sprung etwas zu dicht kam. Die Abstände passten gut und Valerian kam gut vor den letzten Sprung. Ich lobte ihn, und ritt die Aufgabe nach einer kurzen Schrittpause mit eingebauten Seitengängen gleich noch einmal. Dieses mal klappte es Einwandfrei, er stand fein am Zügel, drückte kaum dagegen und er ließ sich gut parieren. "Seeeeeehr gut!", lobte ich, ließ die Zügel locker, und ritt den Hengst trocken.
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    08.12.2017 | Ankaufsuntersuchung

    Tierarztbericht für Valerian, Jonquil & Galantis
    Aus der Sicht von Mazikeen Gwynedd


    Es war ein verregneter Morgen und vor allem war es eisig kalt. Ich kuschelte mich tiefer in meine Winterjacke und schlüpfte auf dem Weg zum Auto in meine Handschuhe. Dennoch freute ich mich heute auf meinen Besuch auf dem Gestüt von der Nordwacht. Die Pferde waren in einem ausgezeichneten Zustand und es waren wirklich hübsche und interessante Tiere dabei. Meine Aufgabe war es heute, drei Neuankömmlinge durchzuchecken.
    „Guten Morgen.“, sagte ich lächelnd, als ich ausstieg und mir ein junger Mann entgegen kam. Er streckte mir seine Hand entgegen und stellte sich als Philipp vor. „Mazikeen.“, entgegnete ich freundlich und wandte mich kurz von ihm ab, um meine Tasche zu holen. Gemeinsam gingen wir zum Putzplatz, wo zwei Stuten auf uns warteten. Wie gewohnt waren die Pferde bereits vorbereitet und so konnte ich zügig meine Arbeit erledigen. Eine große Hilfe, vor allem wenn ich alleine unterwegs bei meinen Patienten war. „Beginnen wir mit Jonquil.“, schlug Philipp vor und ich nickte zustimmend. „Sie ist 2012 geboren, eine junge Stute mit viel Talent fürs Springen.“, berichtete er, während ich in meine Einmalhandschuhe schlüpfte und mein Stethoskop zur Hand nahm. Kurz begrüßte ich den Apfelschimmel, welche ruhig da stand und das Geschehen beobachtete. Wie gewohnt hörte ich auf Herz und Lunge und wie erwartet waren weder Atemgeräusche, noch Herztöne zu vernehmen. „Soweit alles gut, gleich kontrolliere ich Herz und Lunge noch einmal nach kurzer Belastung.“, sagte ich und richtete mich auf, um mit der restlichen körperlichen Untersuchung zu beginnen. Zunächst tastete ich ihre Lymphknoten auf Schwellungen ab, testete die Beweglichkeit der Gelenke, prüfte ihren Rücken auf Druckschmerz und checkte zu guter Letzt ihre Reflexe. „Auch der Bewegungsapparat ist in Ruhe einwandfrei. Ihr Futterzustand ist gut, das Fell glänzt, ist dicht, man kann keine Hautkrankheiten erkennen und auch keine äußeren Verletzungen.“, fasste ich für den jungen Mann weiter zusammen und nahm mir dann den Kopf vor. Auch die Schleimhäute in Maul, Nüstern und Augen waren intakt, kein Ausfluss und keine Rötungen waren zu erkennen. Jonquil ließ die Untersuchung brav über sich ergehen, was mich durchaus überraschte. Auch das Maul ließ sie sich aufdrücken und ich nickte leicht. „2012 kommt gut hin, die Zähne sind in Ordnung. Ich messe noch Temperatur, nehme Blut ab und dann gehen wir zur nächsten Patientin.“, sagte ich und machte mich sogleich daran. „Fein.“, sagte ich schließlich, als ich auch die Temperatur der Stute kontrolliert hatte und das Thermometer desinfizierte. Auch eine Vene zur Punktion war schnell gefunden und die Röhrchen füllten sich. Zuletzt lobte ich sie erneuert. „Ein braves Mädchen bist du.“, sagte ich lächelnd und rieb ihr die Stirn. „Sie ist wirklich ruhig, nicht wahr?“, sagte ich zu Philipp und vernahm das Schmunzeln in seinem Gesicht. „Warte ab, bis du sie unter dem Reiter siehst.“, sagte er belustigt und ich hob eine Augenbraue. „Soso. Dann drehst du also auf.“, sagte ich lachend zu der Stute und klopfte ihr den Hals, ehe ich die Handschuhe wechselte, um zu der Hannoveranerstute zu gehen. Galantis, wie Philipp mir erklärte war vier Jahre alt, ebenfalls ein Springtalent und ein wirklicher Blickfang, wie ich feststellte. Bewundernd trat ich zu ihr heran. Galantis hingegen, teilte diese Bewunderung für mich nicht. Kurz schenkte sie mir Beachtung, war aber sichtlich genervt, solange warten zu müssen. „Sie liebt einfach die Aufmerksamkeit.“, sagte Philipp und hielt sie ruhig, damit ich sie abhören konnte. Auch bei ihr waren Lunge und Herz im Ruhezustand ohne Befund. Ebenso ihre Gelenke, Reflexe, Lymphknoten und mir am wichtigsten, die Wirbelsäule. „Hervorragend.“, stellte ich fest, lobte sie kurz und trat dann an ihren Kopf heran. Ihre Augen, Ohren und Nüstern waren blande und zu guter Letzt schob ich einen Finger zwischen ihre Zähne. Galantis legte die Ohren an und versuchte sich Philipps Griff zu entziehen, dieser schien jedoch darauf vorbereitet gewesen zu sein und so konnte ich auch ihr ins Maul sehen. „Schon geschafft Mädchen.“, murmelte ich und der junge Mann lockerte seinen Griff wieder. „Ich nehme ihr noch Blut ab und messe Fieber.“, erklärte ich mein weiteres Vorhaben und machte mich an die Arbeit. Die Röhrchen verstaute ich in meiner Tasche und das Thermometer desinfizierte ich erneuert. „Gut, jetzt schau ich mir die beiden noch einmal in Bewegung an, horche sie dann noch einmal ab und dann können sie wieder in den Stall.“ Gesagt getan. Philipp führte mir eine Stute nach der anderen im Schritt und Trab vor. Wie erwartet liefen sie sauber und schmerzfrei. Keine der beiden war verkrampft oder lahmte. Da beide im Training waren, hätte ich auch kaum gedacht, dass es ihnen entgangen wäre, wenn etwas nicht stimmen würde. „Super.“, schloss ich ab, nachdem ich noch einmal Herz und Lunge nach der kurzen Belastung abgehört hatte. „Die beiden sind in Topform.“, sagte ich und Philipp sah zufrieden aus. „Hilfst du mir sie wegzubringen. Dann können wir gleich Valerian holen.“ Ich nickte, übernahm Galantis und folgte ihm zu den Stallungen. Wir brachten die beiden in ihren Boxen unter und er führte mich weiter zu dem Vollbluthengst, der noch auf mich wartete. Valerian war ein riesiger, Schwarzbrauner, welcher uns aus gutmütigen, dunklen Augen ruhig entgegenblickte. Während Philipp mir das Wichtigste berichtete, begann ich den Hengst abzuhören und auch ihn zu untersuchen. Zehn Minuten später seufzte ich zufrieden und klopfte dem Vollblüter den kräftigen Hals. „Alles einwandfrei.“, schloss ich ab, nachdem auch die Blutentnahme beendet war. „Zeug ihn mir noch im Schritt und Trab, dann sind wir für heute fertig.“ Philipp nickte und lief mit dem Hengst über den Hof. „Er läuft gut, wie ich vorhin auch schon gesagt habe. Seine Gelenke sind in Ordnung, er ist nicht verspannt, scheint schmerzfrei und die Wirbelsäule ist auch ohne Schaden.“, sagte ich, während ich nach meinem Stethoskop griff, um es ein letztes Mal für heute zu nutzen. Nachdem auch Valerian von oben bis unten durchgecheckt war, brachte Philipp das Pferd zurück in den Stall und ich ging zu meinem Wagen, wo ich die Tasche auf dem Rücksitz verstaute. Kurz darauf stieß der junge Mann wieder zu mir, um mich zu verabschieden. „Ich melde mich dann gegen Abend wegen der Blutergebnisse. Auf Wiedersehen.“, verabschiedete ich mich mit einem Lächeln und stieg wieder ins Auto, um mich auf die Heimreise zu machen. Erst jetzt wurde mir bewusst, wie kalt es mir geworden ist. Fröstelnd schaltete ich die Sitzheizung ein und freute mich auf meine warme Praxis. Angekommen machte ich mich sogleich an die Labortests, welche ich im Anschluss an das Gestüt von der Nordwacht faxte.

    Kürtext | aus der Sicht von Philipp Gerdes

    "Vielleicht haben wir heute ja etwas Glück, und er präsentiert sich ordentlich", sagte Isa zu mir, während sie Valerians Hals vom Boden aus klopfte. Ich saß oben und fühlte mich in dem Dressursattel nicht sonderlich wohl. "Ich denke, das wird sich jetzt herausstellen", antwortete ich, und deutete auf die Helferin, die die Startnummer vor mir und Valerian von der Tafel Strich und im selben Atemzug "Die Kopfnummer 21 kann auf den Platz!", rief. Während ich Valerian im Schritt zum Dressurplatz ritt, spürte ich wie die Aufregung des Hengstes wuchs. "Alles gut, mein Großer", murmelte ich beruhigend. Ihm war die Turnieratmosphäre keinesfalls unbekannt, jedoch war er heute besonders nervös. Vielleicht ließe sich aus dieser extremen Aufmerksamkeit allerdings auch etwas positives schöpfen, dachte ich. Ich musste aufmerksam sein und kritische Situationen im Vorfeld verhindern. Isa ging neben mir klopfte beim Einreiten auf meinen Oberschenkel und wünschte mir viel Erfolg.
    Ich ritt im Schritt ein, und hielt den Schwarzbraunen bei X an. Ich musterte den Platz und stellte eigentlich nur zwei mögliche Problemzonen fest. Zum einen die Lautsprecher, die bei C an der kurzen Seite bei den beiden Ecken platziert waren, und die langen Werbebanner, die an der Langen Seite bei den Zuschauern leicht im Wind wehten. Valerian ist normalerweise im Springparcours unterwegs, ebenso wie ich, aber ich bin ihn mit Abstand die meiste Zeit geritten, sodass Isa mich mit ihm losschickte. Als das Glöckchen bimmelte, war mein Start offiziell freigegeben und ich ritt im Trab an, steuerte auf C zu, wo ich auf die linke Hand abwendete. Valerian beäugte wie vermutet den Lautsprecher, allerdings erlaubte ich ihm nicht, zur Seite zu springen, und trieb ihn konsequent daran vorbei und ritt tief durch die Ecke. An der langen Seite lief alles gut, auch die nächste lange Seite mit den Bannern ließen Valerian nicht aufschrecken. Der Hengst lief angespannt, aber er lief ordentlich vorwärts und stand relativ gut am Zügel. Abgesehen von einigen Außenstellungen in den Ecken lief es wunderbar. Ich präsentierte den Hengst im Galopp auf dem Zirkel, ließ ihn dann ganze Bahn gehen, wobei ich an der Langen Seite den Galopp enorm verstärkte. An der kurzen Seite holte ich ihn zurück, wechselte durch die ganze Bahn, wobei ich beim Erreichen des Hufschlages den Galopp wechselte. Valerian schnaubte zufrieden. Auch auf der Rechten Hand verstärkte ich den Galopp an der langen Seite abermals, bevor ich ihn zum Trab parierte. Nach einer weiteren Bahnrunde Trab ließ ich den Hengst im Schritt gehen, wechselte durch die Ganze Bahn und ritt auf der Linken Hand weiterhin Schritt. Nach einer Bahnrunde nahm ich die Zügel auf, Trabte bei E an und dirigierte den Hengst auf die Mittellinie, wo ich ihn bei X anhielt. Es erfolgte Applaus seitens der Zuschauertribüne, weshalb Valerian zusammenzuckte und den Kopf zur Geräuschquelle drehte, aber mehr passierte nicht. Ich ließ die Zügel lang und ritt aus der Bahn.

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  7. Snoopy

    Snoopy Bekanntes Mitglied

    Snoopy aka. Stefanie Westside

    Meine Teilnahme mit...
    Zipje

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    Besuche ihn

    Steckbrief
    Zipje

    "Niederländisch - Wasserlauf"


    Rufname: -

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    Aus der: Unbekannt
    MM: Unbekannt
    MV: Unbekannt

    Von: Unbekannt
    VM: Unbekannt
    VV: Unbekannt



    Geburtsdatum: 01.05.2010

    Geschlecht: Hengst

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    Rasse: Niederländisches Reitpony (mit arabischen Blutanteil)
    Rassetyp: Pony

    Fellfarbe: Chestnut mit Minimal Sabino, EeAanSb
    Abzeichen:
    Breite durchgehende Blesse | v.l. Hochweißer Fuß, v.r. Weißer Fuß | h.l. Hochweißer Fuß, h.r. Halbweißer Fuß

    Langhaar: Chestnut
    Augenfarbe: Braun
    Stockmaß: 1,45 m


    Letzte Tierarztbesuch: Unbekannt
    Letzte Hufschmiedbesuch: Unbekannt


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    Charakter:
    neugierig, freundlich, schreckhaft
    Beschreibung:
    Der junge Kerl hat öfter mal seinen eigenen Kopf und meint mitten unter einem bequemen Ausritt, Hey drehen wir doch um? Weswegen man ihn immer gut
    beherrschen muss, damit er einem nicht ausbricht. Doch kaum gibt es was neues ist er sofort am Schauen, nur wenn es sich bewegt zuckt er erstmal zusammen. Auch unterm Reiten kann er sich mal eben Erschrecken, falls was aus dem Feld fliegt oder Raschelt, was sich aber mit beruhigenden Worten wieder entspannen lässt. Deswegen brauch er einen verantwortungsvollen Reiter der ihn leitet und den richtigen Weg weist. Gänge hat er auch sehr schön, vor allem sein Trab ist bequem zum Aussitzen, der Galopp ist zwar auch schön nur man muss gut aufpassen, das er nicht eben durchgeht. Doch hat man ihn einmal unter Kontrolle ist er ein fleißiges und freundliches Tierchen.

    Geschichte:
    Der Kleine kam von einem großen Reiterhof, bzw Ferienhof, wo er als Schulpferd unterwegs war bis Snoopy ihn gekauft hatte.


    Reitweise: Englisch
    Eingeritten: Ja
    Eingefahren: Ja

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    Im Besitz seit: 24.05.2015

    Besitzer: Snoopy
    Vorbesitzer: -
    VorVorbesitzer: -


    Maler: Snoopy

    Ummaler: sweetvelvetrose

    Fohlenmaler: -
    Großmaler: -

    VKR: sweetvelvetrose



    Reitbeteiligung: -

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    Zucht Platz: -
    Gekört? Nein

    Decktaxé: ---

    Nachkommen: //

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    Galopprennen
    Western

    Springen: E A L M S* S** S***
    Militairy: E A L M S
    Dressur:
    E A L M S
    Distanz
    Fahren
    Gang

    Wendigkeit: E

    Rot: Training | Grün: Schleife | Blau: Beides

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    99. Synchronspringen mit Occulta (3.Platz)
    334. Springturnier(2.Platz) Auslosung 2
    101. Synchronspringen (2.Platz)
    105. Synchronspringen mit Cooper (3.Platz)
    106. Synchronspringen mit Canyon (2.Platz)
    109.Synchronspringen mit Canyon (1.Platz)
    -
    348.Dressurturnier (2.Platz)
    354. Dressurturnier (3.Platz)


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    PNG normal | PNG zerstückelt | Offizieller Hintergrund

    Tierarztbericht
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    4027 Zeichen

    Nach längerer Zeit war ich mal wieder in Kanada unterwegs. Ich mochte dieses Land sehr und jetzt im Herbst erstrahlte es umso schöner. Am Nachmittag kam ich bei Stefanie Westside an, wir begrüßten uns und sie zeigte mir sogleich ihre Pferde, meine Patienten für heute. Es handelte sich hierbei nur um Routineuntersuchungen, da die vier Pferd zur Körung sollten. Stefanie bereitete mich darauf vor das es sich um eher ängstliche und schüchterne Pferde handelte und so konnte ich mich schon ein wenig auf die bevorstehende Situation einstellen. Sie stellte mir zuerst eine Vollblut Stute namens Mikado vor. Ihr Blick verriet schon einiges, sie war unsicher und wusste gar nicht wie sie mit der Situation umgehen sollte. Ich machte mich mit ihr bekannt, ließ sie schnüffeln, redete ruhig mit ihr und streichelte ihr den Hals entlang und fing so schon mit dem Abtasten an. Das ganze eher spielerisch das die Stute gar nicht merkte das die Untersuchung schon begann. Ab und zu bewegte sie sich ein paar Schritte von mir weg, aber ich gab ihr das Gefühl das alles in Ordnung war und lobte sie überschwänglich bei jeder Kleinigkeit wenn sie ruhig stand. Beim Abhören mit dem Stethoskop fand sie die Gerätschaft erst ziemlich mysteriös, ließ es aber dann über sich ergehen. Ich ließ sie mir dann im Schritt und Trab vorführen und zum Schluss wurden noch Impfungen aufgefrischt. Den kleinen Pieks fand sie natürlich gar nicht lustig und machte ein ziemliches Theater, aber da musste sie schnell durch und wurde dann umso mehr gelobt.

    Als nächstes kam ein Reitpony Hengst namens Don Quichoté. Er gefiel mir auf Anhieb sehr gut und er zeigte sich auch gleich von seiner sehr selbstbewussten Art, typisch Hengst eben. Auch mit ihm machte ich mich bekannt und ließ ihn mir zuerst im Schritt und Trab vorführen. Vom Bewegungsapparat sah alles gut aus und so machte ich mit dem Abtasten weiter. Don interessierte es wenig was ich da an ihm machte, viel mehr interessierte er sich für alles andere was um ihn herum geschah und vor allem wenn sich mal eine Stute blicken ließ. Da wieherte er und reckte und streckte sich und stellte sich zur Schau wie es nur ein Hengst konnte. Stefanie und ich mussten beide schmunzeln über sein Verhalten. Herz, Lunge usw. war schnell abgehört und eine Spritze bekam er auch noch.

    Als nächstes kam noch ein Ponyhengst. Zipje, auch einer von der eher schreckhaften Seite, näherte sich zunächst mir vorsichtig und wich dann doch vorsichtshalber wieder zurück. Man merkte schon beim Abtasten das er sofort zusammen zuckte wenn man ihn berührte, aber mit ein paar beruhigenden Worten hatten wir das gut unter Kontrolle. Ich machte alles sehr bedacht und ruhig mit ihm und zeigte ihm alles zum beschnüffeln, wie auch das Stethoskop. Es war fast so als ob er mir immer ein OK geben würde, das ich ihn jetzt damit berühren darf. Wir zwei hatten unsere Taktik gefunden und er war auch weniger gestresst. Mit viel Lob bekamen wir dann auch die Spritze rein. Bevor ich ihn entlassen konnte, durfte auch er nochmal im Schritt und Trab den Weg entlang laufen und war dann fertig für heute.

    Als letzten Patient für heute kam noch der Hengst Enjoy It With Me an die Reihe. Ein hübscher Tigerschecke und, im Gegensatz zu den anderen, sehr neugierig und interessiert an mir. Er war mit seinem Kopf ständig in meiner Nähe, stupste mich an oder knabberte an meiner Jacke. Stefanie hielt ihn zwar fest, aber sie konnte ihn nicht immer davon abhalten. Ich tastete die Wirbelsäule und die Beine ab, hörte Herz und Lungenfunktion ab und bereitete dann die Impfung vor. Als ich die Spritze ansetzte versuchte der Hengst doch tatsälich kurz nach mir zu schnappen, nicht böswillig, eher so wie wenn man eine Mücke verscheucht. Stefanie und ich lobten ihn dann ausgiebig und auch er drehte dann nochmal eine Runde. Alles war in bester Ordnung.


    Ich gab Stefanie dann noch für alle Pferde Wurmkuren mit und übergab ihr die Untersuchungsberichte das es keinerlei Befunde gab und nichts im Wege stand warum sie nicht zur Kür gehen könnten.

    Hufschmiedbericht
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    Heute war seit langem endlich mal wieder ein schöner sonniger Tag. Nachdem ein dichter Nebel am Morgen über Stunden die Sicht auf die Weiden versperrt hatte und ich nicht mehr daran geglaubt hatte, dass dieser verschwindet, strahlte nun gegen Mittag die Sonne. Von der Wärme spürte man allerdings wenig. Dick angezogen belud ich also mein Auto und machte mich anschließend auf den Weg zu unserem nächsten Kunden.
    Auf uns warteten Stefanie Westside und ihr Hengst Zipje, ein Sabino geschecktes Niederländisches Reitpony. Er benötigte neuen Beschlag, vierfach mit Stahl verstärkte Kunststoffeisen.

    Kurz nachdem ich den Hof erreichte und aus dem Auto ausstieg, würde ich von der Hofbesitzerin gleich herzlich in Empfang genommen und zu ihrem Hengst geführt. Auch Stefanie war Hufschmied und hatte aufgrund dessen schon einiges vorbereitet. Mir ersparte das somit nicht nur Zeit sondern auch das elendige auf und abbauen der Materialien.
    Ich begrüßte den etwas schreckhaften Hengst vorsichtig und besprach mit Stefanie noch ein paar Kleinigkeiten, ehe ich anfing.
    Es waren Zipjes ersten Eisen, zumindest wie ich seine Hufe einschätzen konnte, weshalb Stefanies Wahl eines Kunststoffeisen genau richtig war. Nicht nur, dass die Kunststoffeisen dafür sorgten, dass der Pferdehuf beim Auftreten gedämpft wurde - was für Erstbeschlagene sicher angenehmer - sondern auch, dass das Gefühl zum Boden weitaus besser erhalten bleiben würde, als bei einem normalen Beschlag. Weitere Vorteile waren außerdem die Leichtigkeit des Beschlages aber auch die Rutschfestigkeit auf glatten Pflastersteinen.

    Auch bei einem Kunststoffbeschlag war der Ablauf ähnlich. Zwar gab es des Weiteren die Möglichkeit zu kleben, da seine Eisen aber einen aus Stahl verstärkten Kern haben sollten, war es einfach sicherer diese ordentlich zu befestigen. Zu Beginn bockte ich seine Hufe auf den Dreifuß auf und raspelte überschüssiges Horn weg. Stefanie hatte dies scheinbar selbst regelmäßig gemacht, weshalb ich nicht viel Zeit zum korrigieren und vorbereiten brauchte. Als auch das Hufinnere sorgfältig vorbereitet war an allen vier Hufen, alle Ränder abgeknipst und gerade geraspelt, schnappte ich mir einige Vorlagen aus dem Auto und hielt sie an Zipjes Huf. Die Dritte saß am Rand soweit gut, sodass ich sie weiterhin an seinen Huf anlegte und mit einem Stift einmal den Umriss des Hufes entlang zeichnete. So auch bei den anderen drei Hufen. Anschließend nahm ich mir meinen Winkelschleifer und passte die Kunststoffeisen meiner Zeichnung an, hielt sie noch einige Male an den Huf, kontrollierte und korrigierte und passte sie letztendlich den Hufen genau an. Gerade aber das begradigen der Tragränder musste zielgenau geplant und durchgeführt werde, damit sich die Eisen bei Benutzung nicht verdrehen konnten.
    Als soweit alles passte und ordentlich saß, begann ich mit dem Beschlagen.
    Ich setzte das Eisen an und befestigte die ersten Nägel, jedoch nicht bis zum Anschlag um an Ende noch korrigieren zu können. Mit dem Hammer schlug ich einige Male seitlich gegen das Eisen bis es passgenau am Tragrand saß, dann schlug ich die Nägel ganz hinein und befestigte die Anderen.
    Als Nächstes bockte ich den Huf wieder nach vorne weg auf und zwickte die überstehenden Nägel mit einer Zange eben ab. Nun folgten die Kerben unterhalb des Nageln, in die die Spitzen am Ende eingebettet werden.
    Zu guter Letzt setzte ich den Huf erneut ein wenig tiefer auf den Huf und bog die Nägelenden in die Kerbe hinein. Mit einigen gekonnten Handgriffen schliff ich den fertigen Huf noch einmal ab und kontrollierte ein letztes Mal den beschlagenen Huf. Dasselbe tat ich nun mit den anderen Hufen, weiterhin mit einem geschulten Auge im Nacken. Da fühlte man sich gleich wieder in Azubizeiten versetzt.

    „So“ sagte ich mit einem Schnaufen und kam aus der Hocke hervor. „Schaut soweit alles gut aus“.
    Stefanie ließ ihren Blick über Zipjes Hufe schweifen und nickte. Sie führte den Hengst einige Male auf und ab, während ich sein Gangbild beobachtete. Alles wirkte normal und zufriedenstellend. Er schien nicht beeinträchtigt und schien sich tatsächlich auch gar nicht an den Eisen stören. Die Haltbarkeit dieser Eisen war die der normalen Eisen, ebenso der Gebrauch, die Pflege und ähnliches, weshalb ich Stefanie sonst nichts mehr auf dem Weg mitgeben musste. Ich fegte die Hufreste ein wenig zusammen und räumte meine Materialien wieder zurück ins Auto. „Sollte es Probleme geben... Einfach melden“ sagte ich mit einem Lächeln und machte mich nach einem kurzen Plausch auf den Weg zu meinem Gestüt.
    4555 Zeichen (c) Floooh | lettercount.com

    Trainingsberichte
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    Zipje Springen E-A, Soldier Springen E-A, Diabolus Military E-A, Snow White Cassedy Dressur E-A, Chronicle's Sahara Dressur E-A

    Heute war ich auf dem Weg zu Stefanie Westside. Ich hatte eines ihrer Pferde gekauft, wofür ich ihr Training für fünf ihrer Pferde versprochen hatte. Welche Arbeit ich mir damit antat, was ich mir erst bewusst, als ich vor den Pferden stand. Zwei Tiere in Dressur, zwei in Springen und eins in Military. Zur Unterstützung hatte hatte ich mir Alexis mitgebracht, die mir bei den Dressurpferden und auch bei den Springpferden unter die Arme greifen würde. Heute fingen wir also mit Snow White Cassedy und Chronicle's Sahara. Beide Pferde wurden, nachdem wir uns dann endlich mal bei Stefanie angekündigt hatten, aus der Box geholt und am Putzplatz angebunden. Aufgrund der beschriebenen Charaktereigenschaften teilte ich Alexis Snow White zu. Ich würde mit der temperamentvolleren Sahara vorlieb nehmen, denn ich war, was temperamentvolle Pferde anging, doch etwas bewanderter als es Alexis war. Wir putzten und sattelten also die Pferde fertig, ehe wir in die Halle gingen. Wir wärmten die Pferde im Schritt, Trab und Galopp auf, ehe es an die wirkliche Arbeit ging.
    Die Übungen waren sehr einfach für mich und auch Alexis, und die Pferde kannten das Meiste davon auch schon. So zum Beispiel den Übergang vom normalen Schritt zum mittleren Schritt. Dazu nahm ich die Zügel vorne an und trieb mit den Fersen. Die Sahara trabte zu erst an, doch ich nahm sie zurück und machte das ganze so lange, bis sie im Schritt einfach schneller ging. Dann lies ich die Zügel etwas gehen und das wars auch schon. Das Selbe versuchte ich ihr im Trab und im Galopp klar zu machen, was auch sehr gut klappte. Ich sah zu Alexis rüber, doch auch sie hatte keine Probleme damit. Als nächstes übten wir das Halten aus dem Schritt und aus dem Trab. Im Trab mussten wir etwas kämpfen, doch nach einiger Zeit hatten wir auch das im Griff. Alexis mit der ruhigeren Stute brauchte ich nur aus dem Augenwinkel zu beobachten, denn es klappte alles super. Die nächste Übung war Leichttraben, bevor wir das aussitzen im Trab übten. Einmal buckelte Sahara ein wenig, weil ihr das gar nicht passte, wenn ich ihr einfach die ganze Zeit im Rücken hing. Da musste sie jetzt jedoch durch. Das Training neigte sich jetzt dem Ende zu. Ich teilte die Halle imaginär in der Mitte, so dass Alexis nun die rechte und ich die linke Hälfte hatte, denn nun ritten wir beide Zirkel, weshalb wir den Platz brauchten. Zu erst im Schritt, dann im Trab, und dann im Galopp. Zum 'durch den Zirkel wechseln' parierten wir beide jedoch wieder zum Trab durch, da Galoppwechsel in dieser Klasse noch nicht gefragt wurden. Alles klappte wie geplant, weshalb wir nun zu der letzten Übung für diese Trainingseinheit kamen. Den Schlangenlinien, welche wir erst im Schritt und dann im Trab ritten. Ich wies Alexis an ihre Stute trocken zureiten, was ich dann mit meinem Pferd auch machte.
    Fertig mit den beiden brachten wir sie wieder in den Stall und machten sie für die Box fertig, ehe wir uns Zipje und Soldier schnappten. Da Stefanie Zipje als sehr schreckhaft beschrieben hatte. "Soldier ist ja ein schicker", sagte ich zu ihr und strich dem Hengst den Schopf aus den Augen. Ruck zuck waren wir in der Halle und ein kleiner Parcours war aufgebaut. Zu erst wärmten wir die Pferde jedoch ordentlich auf, auch mit Schritt-, Trab- & Galoppstangen. Dann ging es an die Sprünge, bei denen sich die Pferde wirklich gut anstellten. Zwar stoppte Zipje einige Male vor einem der Hindernisse, ob aus Angst oder fehlendem Vertrauen seinerseits wusste ich nicht, jedoch wies ich Alexis an, Diabolus zu satteln und auch einmal hier drüber zu springen, damit ich später mit ihm ins Gelände gehen konnte. Ich übte derweil noch etwas weiter mit Zipje, so dass wir den Parcours komplett schafften, Zwar nicht fehlerlos, aber das war mir egal, denn der Hengst traute sich zu springen, dass war für den Anfang viel mehr wert, als ein fehlerloser Durchlauf. Das könnte Stefanie im weiteren Training erledigen.
    Ich brachte den Hengst in seine Box und schaute Alexis eine Weile zu, ehe sie mir den Hengst gab und wir ins Gelände gingen, während sie den Parocurs abbaute. Dort stellte sich der Hengst sehr gut an, auch wenn er mit seinem Sturkopf des öfteren an Hindernissen vorbeiziehen wollte, schafften wir es, ohne Stürze und lebend durch den Parours und wieder nach Hause zu kommen. Dort berichtete ich Stefanie von unserem Erfolg, ehe wir ihr noch Tipps für das weitere Training gaben, was besinders Zipje betraf, bevor wir uns auf den Weg nach Hause machten.

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    14.04.2017 - FrauHolle


    Dressur E -> A
    Don Quichoté + Zipje

    Ich schnappte mir meine Jacke vom Beifahrersitz und knallte die Autotür hinter mir zu. Mein Weg führte mich auf die Kanaskins Rêver Ranch, auf der ich mich um das Dressurtraining von zwei Pferden kümmern sollte. Heute wollte ich mit den beiden Hengsten Don Quichoté und Zipje trainieren und ich freute mich schon riesig darauf, die beiden kennenzulernen. Ich schlenderte in den Zuchtstall und las mir die Boxenschilder der Pferde durch. Auf der Ranch waren wirklich viele wunderschöne Pferde zuhause. Als erstes entdeckte ich Don Quichoté, der mich neugierig beschnüffelte, als ich ihm meine Hand hinstreckte und ließ sich verschmust meine Streicheleinheiten gefallen. Ich suchte im Stall nach Zipje, den ich ein paar Boxen weiter fand. Auch er schaute mich interessiert an und ich beschloss, als erstes mit ihm zu arbeiten. Kurze Zeit später hatte ich den Hengst aus der Box geholt und ihm am Putzplatz angebunden. Ich striegelte ihn, kämmte seinen Schweif und seine Mähne und kratzte seine Hufe aus, bevor ich mir den Sattel und die Trense aus der Sattelkammer holte. Ich führte Zipje auf den Reitplatz und parkte ihn neben dem Hocker, damit ich aufsteigen konnte. Ohne abzuwarten, ob ich richtig im Sattel saß, marschierte der Hengst voller Motivation los. Ich nahm die Zügel etwas auf und ritt ihn im Schritt warm. Nach dem Warmreiten kontrollierte ich noch einmal den Gurt und trabte schließlich an. Zipje viel in einen sehr gleichmäßigen und gemütlichen Trab und ich fing an, ihn mit ein paar Bahnfiguren zu biegen und zu stellen. Locker ritt ich Schlangenlinien durch die Bahn, Volten und Zirkel. Nachdem Zipke langsam lockerer und durchlässiger wurde, übten wir Schritt – Trab Übergänge, sowie das Antraben aus dem Stand. Erschrocken sprang Zipje zur Seite, als direkt vor uns ein Vogel aus dem Gebüsch flog, doch ich konnte ihn schnell beruhigen und er war sofort wieder bei der Sache. Bevor ich mit der Galopparbeit beginnen wollte, gönnte ich Zipje eine kleine Schrittpause, in der ich Seitengänge und Rückwärtsrichten mit ihm übte. Zufrieden kraulte ich ihm den Hals und ließ mir die Zügel aus der Hand kauen. Im Mitteltrab ritt ich die lange Seite herunter und ging danach auf den Zirkel. Zur geschlossenen Zirkelseite gab ich die Galopphilfe, woraufhin Zipje wie ein Wildpferd lospreschte. Erschrocken nahm ich die Zügel etwas auf und setzte mich tief in den Sattel rein. Damit hatte ich nun, nach diesem entspannten Trab, wirklich nicht gerechnet, aber ich schaffte es, ihn wieder durchzuparieren. Viel zu schnell trabte er unter mir davon und ich versuchte, ihn ruhiger zu bekommen, indem ich den Zirkel verkleinerte. Langsam hatte ich den Hengst wieder im Griff und traute mich, ihn erneut anzugaloppieren. Ich hielt die Zügel kurz, während ich aus der Volte heraus die Galopphilfe gab. Diesmal war ich vorgewarnt und schaffte es, ihn unter Kontrolle zu behalten. Ich galoppierte ihn eine halbe Zirkelrunde, parierte durch, trabte eine halbe Runde und galoppierte in wieder an. Dieses Spiel spielte ich ziemlich lange und so langsam wurde Zipjes Energie immer weniger. Im Trab wechselte ich die Hand und galoppierte ihn auf der anderen Hand wieder an. Als er ruhig unter mir galoppierte, parierte ich ihn durch zum Trab und ließ ihn die Zügel aus der Hand kauen. Zufrieden klopfte ich ihn am Hals und fing wieder an, Bahnfiguren im Trab zu reiten. Unser letzter Punkt war der einfache Galoppwechsel, an den ich mich jetzt noch machen musste. Das Angaloppieren klappte immer besser und wir drehten eine schöne Runde auf dem Zirkel. Ich wechselte den Zirkel, stelle ihn bei X um und gab die Galopphilfe für die andere Hand. Zipje sprang in den Kreuzgalopp und lief unkontrolliert durch die Halle, bis ich ihn wieder durchparierte. Ich sortierte die Zügel und versuchte es gleich noch einmal. Meine Hilfen kamen nun klarer und Zipje verstand, was ich von ihm wollte. Wir wechselten vier Mal hintereinander aus dem Zirkel und Zipje sprang jedes Mal richtig um. Zufrieden parierte ich durch und ließ die Zügel lang, damit Zipje sich strecken konnte. Am langen Zügel trabten wir noch einige Runden ganze Bahn, bevor ich zum Trockenreiten überging. Zipje war ziemlich nassgeschwitzt und auch ich konnte dringend eine Pause gebrauchen. Gemütlich ritt ich ihn trocken, stieg ab und führte ihn zurück in den Stall.
    Bevor ich mich ans nächste Pferd machen wollte, gönnte ich mir eine kurze Pause und schlenderte, mit einer Wasserflasche in der Hand, über die Ranch. Im Gegensatz zu meiner Ranch lebten hier ziemlich viele Pferde und es gab viel zu entdecken.
    Nach einer guten Stunde machte ich mich ans Training mit Don Quichoté. Der Hengst hatte meiner Meinung nach eine wunderschöne Farbe und ich war total gespannt, wie er sich unterm Reiter anstellen wird. Entspannt ließ Don Quichoté sich von mir putzen, denn er war total verschmust und genoss die Streicheleinheiten. Auch wenn ich ihn gerne noch länger geputzt hätte, mussten wir uns ans Training machen. Ich holte den Sattel und die Trense aus der Sattelkammer und setzte meine Reitkappe auf den Kopf. Brav folgte Don Quichoté mir in die Reithalle, wo ich mich in den Sattel schwang. Nach dem Warmreiten ließ ich ihn antraben und versuchte, ihn mit vielen Wendungen lockerer zu kriegen. Sein Trab war wunderschön und er ließ sich sehr sensibel auf meine Hilfen ein. Neben vielen Übergängen und Tempiwechseln, übten wir das Rückwärtsrichten und das Zügel aus der Hand kauen lassen. Die Seitengänge im Schritt waren noch verbesserungsfähig, weshalb wir diese besonders in den Fokus setzten. Don Quichoté gab sich wirklich viel Mühe und hörte mir wunderbar zu. Nach einer kleinen Schrittpause machten wir uns an die Galopparbeit. Durch viele Übergänge schaffte ich mir einen ruhigen, aber fleißigen Galopp. Beim Galoppwechsel verlor ich ständig die Anlehnung, doch nachdem wir es einige Male probierten, klappte es schließlich. Ich parierte Don Quichoté durch zum Trab und gab ihm eine kurze Verschnaufpause am langen Zügel, bevor ich in die zweite Galoppphase ging. Wir trainierten das Angaloppieren aus dem Schritt, Viereck verkleinern und vergrößern, sowie Volten und Schlangenlinien. Don Quichoté war ziemlich am schnaufen, nachdem ich ihn nach der Trabphase zum Schritt durchparierte. Zufrieden kraulte ich ihn den Hals und ließ die Zügel lang. Auch ich musste mich bei so einem vielseitigen Training sehr konzentrieren und ließ erschöpft meine Beine hängen. Ich ließ ihn durch die ganze Bahn im Schritt laufen, bis er einigermaßen trocken war und führte ihn dann zurück in den Stall. Nachdem ich den Sattel und die Trense zurück in die Sattelkammer gehängt hatte, putze ich noch einmal die Sattellage über und kratzte die Hufe aus. Mit einer Karotte verabschiedete ich mich von Don Quichoté und auch für Zipje hatte ich noch eine Belohnung übrig. Das Training mit den beiden hatte wirklich super viel Spaß gemacht und ich war mir sicher, dass Don Quichoté und Zipje bald in einer A-Dressur abräumen werden.
    6.976 Zeichen (1126 Wörter)

    Die Kür

    Das leise Quietschen des Ledersattels erklang durch den Vorraum der Halle. Die blonde Reiterin atmete kurz einmal tief durch und strich eine Haarsträhne zur Seite, ehe sie die Zügel aufnahm und sich noch einmal im Sattel richtete. ,,Wir bitten nun Stefanie Westside mit Zipje in die Halle!", krächzte es aus den Lautsprechern und die Tore öffneten sich.
    Die Reiterin rappelte sich kurz auf, nahm Haltung an und gab ihren Hengst Schenkelhilfen. Dieser legte für einen Moment die Ohren an, schnaubte abfällig und ging mit kurzen Bewegungen los. Die beiden betraten nun die Halle. Bei 'X' der sogenannten Mitte der Halle, nahm sie die Zügel wieder fester auf und brachte den Sabino zum Stand. Dort gab die junge Frau, für einen Moment, alle Aufmerksamkeit den Richtern und nickte mit einer kleinen Verbeugung diesen zu. Der Gruß war kurz aber elegant gehalten. Nun wand sich die Blondine wieder ihren Hengst hinzu, gab ihm Gewichtshilfen und ließ ihn aus der Mitte durch die Halbe Bahn traben, sanft legte sich der Fuchs in die Kurven und machte kurze aber elegant geschwungen Bewegungen, brav hob er seine Beinchen und wechselte beim Hufschlag die Hand, um die rechte Seite zu präsentieren. Mit taktvollen Sprüngen wechselten sie nun durch die ganze Bahn und Zipje ließ ein kurzes Schnauben beim Hufschlag hören. Stefanie lenkte den bunten Herren nun in den Zirkel und ließ ihn Angaloppieren, bis er seine Takt gefunden hatte. Mit Ponyhaften aber weiten Galoppsprüngen bewegten sie sich im geregelten Galopp im Zirkel fort. Als die beiden wieder die Hand wechselten, strotze der junge Kerl für einen Moment vor Energie und ließ ein kleines Buckeln los. Die Menge feierte es und klatschten, ein grinsen legte sich auf den Lippen der blonden Reiterin die ihren übermütigen Kerl schnell wieder gefangen hatte. ,,Nein mein Kleiner, jetzt nicht!", flüsterte sie ihm zu und drehten die zweite Runde im Zirkel. Auf der langen Bahnseite, parierte die Reiterin ihren Hengst zum Schritt durch und drehte eine Runde durch die ganze Bahn, ehe sie die Hand wechselten und durch die halbe Bahn ritten. Hier bewegte sich der Hengst dann wieder in den Trab und die Beiden ritten eine Traversale durch die Halle. Muskulös drückte sich der Fuchs nach vorne und seine Muskeln spielten unter dem feurigen Fell verrückt und auch beim zweiten Wechsel am Hufschlag gaben die Beiden ein dynamisches Team ab. Mittlerweile waren Hindernisse aufgebaut worden und Stefanie trabte mit ihrem Hengst gerade über die Bodenstangen, ehe sie ihn angaloppieren ließ und ein 50 cm Hindernis überquerten. Einige etwas höhere Hindernisse folgten und das letzte war eine Triplebarre mit einen Stockmaß von 1,10 m.
    Nachdem es überwunden war, tätschelte Stefanie kräftig Zipjes Hals und parierte ihn wieder zum Schritt durch. Beide kehrten nun zurück zur Mitte, Stefanie verabschiedete sich bei den Richtern und ließ am langen Zügel ihren Hengst aus der Halle schreiten.

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  8. sweetvelvetrose

    sweetvelvetrose Jeder Tag ist ein neuer Anfang. Thomas Stearns Eli

    sweetvelvetroses Teilnahme mit
    Amador
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    Hengst
    8 Jahre
    Rasse
    Lusitano
    Stockmaß/Endmaß 156cm
    Fellfarbe Schimmel
    Geno ee aa GG

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    Charaktereigenschaften
    Unausgeglichen, Unruhig, Loyal, Fleißig, Aggressiv, Temperamentvoll

    Vorgeschichte
    In Spanien gezüchtet kam Amador mit zwei Jahren in die USA zu einer kleinen Zucht. Hier war soweit noch alles in Ordnung mit dem Hengst, bis auf die Tatsache, dass er immer zu kurz kam. Schließlich kam es soweit, dass er hin und her gereicht wurde. Niemand wollte sich ernsthaft mit dem Tier und seiner schwierigen Art beschäftigen, bis er mit 5 Jahren von Lucius entdeckt und gekauft wurde. Er wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dieses Pferd ihm noch den letzten Nerv rauben würde und hörte auch nicht auf seinen Bruder, der ihn noch davor gewarnt hatte einen Hengst blind zu kaufen. Wie erwartet kam nach ein paar Jahren des Hochmutes der Fall und Amador wurde zusammen mit den anderen Pferden verkauft. So kam er zu den Gwynedd Stables, wo er hoffentlich auch bleiben wird.

    Beschreibung
    Amador ist furchtbar launisch, hengstig und allein dadurch bereits schwer zu händeln. Er braucht lange um einen Reiter oder neuen Sattel zu akzeptieren und bis man ihn ordentlich arbeiten kann, muss man ihn entweder zuerst ordentlich longieren oder warm reiten. Wobei die erste Variante empfehlenswert ist. Ist er einmal in seiner Arbeit, macht er diese gut. Er ist ein Showpferd und weiß sich zu präsentieren. Er genießt die Aufmerksamkeit.
    Der reinweiße, fuchsgeborene Schimmelhengst wird von jedermann geliebt und bestaunt. Sicherlich hat er allein durch das gute Aussehen oftmals eine Freikarte für schlechtes Benehmen, die er auch oft genug ausnutzt hat. Gut erzogen war der Hengst nämlich nicht. Erst durch Eve Owen hat der Hengst Ruhe gelernt.


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    Trainingsplan
    Eingeritten ✔ | Eingefahren x

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L M S

    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S
    Doma Classica: WE WA WL WM WS
    Alta Escuela: WE WA WL WM WS
    Doma Vaquera: WE WA WL WM WS


    Springen E A L M S

    Show Jumping: E A* A** L M* M** S* S** S*** S****

    Western E A L M S
    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Reining: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Cutting: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Barrel Racing: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Pole Bending: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Roping: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Hunter under Saddle: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1



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    Offiziell
    336. Westernturnier | 347. Westernturnier | 400. Springturnier | 383. Westernturnier | 417. Dressurturnier
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    445. Dressurturnier | 410. Westernturnier | 448. Dressurturnier

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    Inoffiziell
    keine

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    Von unbekannt
    Aus der unbekannt

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    Körpunkte
    Abstammung 0
    Schleifen 8
    HS 2
    TA 2
    Trainer 5
    Zubehör 2
    Gesamt 19


    Schleife
    HK

    Eingetragene Zucht Gwynedd Stables

    Besitzer sadasha (Eve Owen)
    VKR/Ersteller sadasha

    Nachkommen
    keine

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    [​IMG]
    Letzter Tierarztbesuch 26. November 2017
    Gesamteindruck sehr gut


    Letzte Zahnpflege 26. November 2017
    Letzte Wurmkur 26. November 2017
    Letzte Impfung 26. November 2017


    Letzter Hufschmiedbesuch 22. Januar 2018
    Ausgeschnitten/Korrigiert Ja


    Beschlag vorne keiner
    Beschlag hinten keiner


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    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund
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    26. November 2017 | von Elsaria
    Tierklinik zur Lindenweide


    Heute hatte ich einen Auftrag bei Eve owed. Sie war Neukundin aber als ich den Namen des Pferdes lass ahnte ich schon um wessen Tier es handelte. Hinter Amador steckte einen wunderschönen lustianohengst sein Fell war seidig weiß wie Schnee, sein Charakter schwarz wie die Pest. Mit Amador hatte man viele Fehler gemacht und ihn derbe verhunzt. Er wurde rumgereicht er konnte sich nie richtig einleben und ankommen. Lucius hatte ihn als erster eine beachtliche Zeit als Eigentum, durch seinen Konkurs musste er auch amador leider verkaufen an Eve. Diese mir nun den Auftrag erteilte.
    Ich fuhr also zu dem Besagten hof namens Gwynedd Stables. Ich wurde bereits erwartet. Eve war eine freundliche zierliche Frau mit blauen Augen. „ sie müssen die Tierärztin!“ sein, fragte sie mich. „ Ja, Entschuldigung die Verspätung stand leider im Stau!“ entschuldigte ich mich sofort. „Das macht nichts. Ich bin froh überhaupt jemanden gefunden habe die sich Amador annimmt, er ist nicht gerade leicht im Umgang und nett freundlich schon gar nicht, er ist gefährlich! „ sagte Eve. „ Nachdem was er schon alles erlebt haben muss, verständlich. Amador konnte ich schon öfters auf Shows sehen, er weiß sich im Grunde zu präsentieren.“ Erzählte ich ihr. Wir traten in den Stall und ich vernahm ein lautes donnern in der hintersten Box des Stalles. Das ist Amador! Seufzte sie.
    Ich weiß an, einige Mitarbeiter und 2 hengststricke herzu ordern.
    Als Sophia und Nicolas da waren ließ ich Nicolas mit Amador Vortraben. Der weiße Hengst war heute nicht sonderlich gut drauf, also Kirschen essen mit ihm konnte ich mich für heute und alle Ewigkeiten mit ihm abschminken. Seine Gänge waren taktklar. Nun legte ich die 2 Hengststricke so hin, dass beide um den Nasenrücken gehen und jemand links und rechts festhalten konnte im Untersuchungsstand. Da es etwas warm war zog ich meine fleece Jacke aus, diese könnte noch von Nutzen sein. Der Hengst brustete enttrüst und wehrt sich gegen die Maßnahmen, ich redete auf ihn ein. Vom äußerlichen schein machte er mir einen fitten Eindruck, aber ich war Tierärztin und musste genauer hinsehen. Ich hielt ihm lange meine Hand hin, so dass er mein Geruch war nehmen konnte. Ich ließ mir Zeit und dies hatte ich allen zuvor auch mittgeteilt. Langsam beruhigte Amador sich wieder vorerst. Nun berührte ich seine Nüstern. Ich sah mir seine Zähne an. „ In ein paar Wochen wären die Zähne dran!“ bemerkte ich. Ansonsten war der Maul Raum in Ordnung. Augen und Ohren waren klar und frei von Milben. Dann strich ich mit der Hand sanft den Hals runter, ich merkte wie amador auf Spannung war. Ich redete leise auf ihn ein. Die Beine waren in Ordnung und nun hörte ich Lunge, Herz und Darmgegend ab, auch diese scheinen in top Form zu sein. Dann holte ich die Wurmkurpastete für Pferde heraus, und drückte diese ins Maul, das gefiel ihm nicht und schon tänzelte er wieder rum Sophia und Nicolas hatten echt mühe ihn zu halten. Da er wieder so aufgebracht war, entschloss ich meine Jacke ihm um die Augen zu legen, so konnte er nichts mehr sehen und musste vertrauen, ich unterbrach mein Gerede zu ihm jedoch nicht. Nun konnte ich schnell die 2 Impfungen geben die er brauchte und er hatte es geschafft.
    Nicolas brachte den hübschen in seine box und ich redete noch mit Eve und Sophia.“ Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit ihm, er ist gesund und munter! ER mag schwierig sein, ist aber im Grunde ein lieber Kerl, der ist ein Kronjuwel, er muss ankommen und seinen Menschen finden. Am besten arbeitet ihr ihn wenn es auf dem Hof etwas ruhiger ist, da müsste er sich auch beruhigen, klar könnte man ihn legen, aber das wäre einfach Blödsinn, den er würde bestimmt gut vererben!“ sagte ich noch und verabschiedete mich.
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    22. Januar 2018 | 4939 Zeichen von sadasha
    Bear Brook Farrier | Hufschmiedbericht für Cozy Blanket und Amador

    Die Arbeit führte mich heute schon frühs zur Schmiede. Zwei Pferde sollten auf den Gwynedd Stables behandelt werden. Eines davon sollte beschlagen werden, also suchte ich eine großzügige Auswahl an Aluminiumbeschlägen und Einlagen heraus. Bald schon saß ich mit voll bepackter Tasche im Arbeitswagen und fuhr gen Westen. Das Gestüt auf einer Insel im äußersten Nordwesten Englands war klein und unscheinbar. Zumindest hätte ich keine hochkarätige Zucht hinter dessen Mauern vermutet. Doch sobald ich das riesige Dressurviereck auf dem Innenhof sah, wo gerade sogar trainiert wurde, änderte sich dieser Eindruck. Hier schien jemand Barockpferde zu lieben, denn man sah lauter Friesenmixe. Alle Pferde sahen wahnsinnig gepflegt aus. Langhaar wurde fachgerecht eingetütet, damit es keinen Schaden auf der Weide nahm. Der ein oder andere Kandidat hatte auch am Hals eine ordentliche Last zu tragen.

    Wenige Minuten nach meinem Eintreffen fing mich eine brünette Frau ab. „Hey, Sie sind Mr. Crowley?“ wollte sie wissen. Mit einem freundlichen Nicken bestätigte ich diese Vermutung und ließ mir von Sophia Finch, der dieser Hof gehörte, erklären was zu machen ist. „Die Stute hat offenbar Probleme mit dem Hufwachstum. Zumindest sieht das unregelmäßiger aus, als bei unseren anderen Pferden. Ich traue mich aber nicht selbst zu raspeln.“ – „Ist sie denn fühlig?“ fragte ich stirnrunzelnd und schloss bereits, dass ich mir die Hufe erst ansehen wollte, ehe ich eine Aussage traf. „Nein, sie… so schlimm ist es auch nicht, aber… Sehen Sie selbst.“ Sophia schob die Boxentüre zu Cozy Blanket auf. Die Stute kam uns bereits neugierig entgegen und machte erst mal einen ausgeglichenen, freundlichen Eindruck. Nachdem sie mir in Schritt und Trab vorgeführt wurde nahm ich den ersten Huf in die Hand. Ich sah bereits von außen, dass die Hufwand nicht gleichmäßig war. Ich wollte jedoch wissen wie es unten drunter aussah und zu meiner Erleichterung war die Sohle absolut in Ordnung. Die Hufwand war dick genug und einem Beschlag stünde damit nichts im Weg. Für die junge Stute würden die Eisen eine Erleichterung sein. Das Horn ist so geschützt und kann wieder gerade nachwachsen mit vorgegebener Wuchsrichtung. „Wir dachten schon es seien Teile ausgebrochen, aber das sähe dann auch anders aus.“ mutmaßte die Inhaberin. Ich lächelte nur höflich und verschlug mir meinen Kommentar. Dass die Unebenheiten vom Wachstum kommen, hatten wir bereits geklärt. „Was für einen Beschlag möchten Sie haben?“ fragte ich und hielt zwei Eisen hoch, die ich empfehlen würde. Sophia zeigte auf den zu meiner linken. „Der ohne Stollen. Aber wenn Sie dabei haben… mit Gripeinlagen?“ Ich griff in die Tasche und zog einen Satz Gripeinlagen heraus. „Perfekt.“ sagte Sophia leise und kraulte ihrer Stute den Hals. Cozy Blanket stand entspannt da und begutachtete die Eisen. Meinem Augenmaß zu urteilen müssten diese mit ein paar kleinen Anpassungen sitzen wie eine Eins. Doch zuerst schnitt ich die Hufe einen nach dem anderen aus. Erst danach passte ich die Eisen und Gripeinlagen an um sie gemeinsam aufzunageln. Als Cozy Blanket fertig beschlagen war bat ich Sophia noch einmal vorzutraben um zu sehen wie die Stute zurechtkam.

    Der zweite Kandidat war ein Hengst und als ich ihn sah fiel es mir wie Schuppen von den Augen, wieso mir der Name „Amador“ im Zusammenhang mit einem Lusitanohengst etwas sagte. Wie es der Zufall wollte, stand vor mir genau das Pferd, das ich bereits in Kalifornien behandelt hatte. Nur sah er hier wesentlich gepflegter aus. Er war zwar auch bei den Jenkinsbrüder in keiner schlechten Verfassung, aber er wirkte doch immer sehr aufgewühlt und zerzaust. „Alles in Ordnung mit ihm?“ Sophia war verunsichert und konnte meine Reaktion auf Amador wohl nicht deuten. Ich konnte es ja selbst nicht fassen. „Alles in Ordnung. Ich kenne den Hengst, deshalb war ich überrascht ihn hier anzutreffen.“ erklärte ich knapp. Sophia wollte mehr wissen. „Wirklich? Woher kennen sie ihn denn?“ – „Vermutlich vom Vorbesitzer. Führen Sie ihn mir bitte trotzdem einmal vor?“ bat ich und machte einen Schritt zur Seite, damit sie den Hengst aus der Box holen konnte. Er war wirklich ruhiger als ich es in Erinnerung hatte. Seine Hufe zeigten auch nach der Vorführung keine weiteren Auffälligkeiten und so begann ich damit sie nacheinander auszuschneiden und zurecht zu feilen. Sophia sah mich noch immer neugierig an. Als ich fertig war und Amador wieder in seiner Box stand wagte sie den Versuch Informationen heraus zu kitzeln erneut. „Sie kennen Lucius Jenkins?“ – „Ja…“ – „Sie sind bis nach Kalifornien gereist um seine Pferde zu beschlagen? Wie kam es dazu?“ Ich lachte. „Lange Geschichte.“ log ich und packte mein Werkzeug weg. Sophia schnappte sich einen Besen und nahm mir die Kehrarbeit damit ab. Binnen weniger Minuten sah die Stallgasse aus, als sei nie etwas passiert. Wir verabschiedeten uns in guter Manier und dann machte ich mich auf den Heimweg.
    09. April 2016
    Dressur E-A


    Die Zeit der ruhigen Berittpferde schien mit dem April zu Ende zu gehen, zumindest versprachen die Beschreibungen von Amador und Fix the Flame eine irrsinnig witzige Zeit. Beide waren eher schlecht als recht zu händeln und ich war erstaunt, dass sich die Brüder Lucius und Kenneth genau mit solchen Pferden beschäftigten. Na gut, mit seinem schneeweißen Märchenhengst schien Lucius gelegentlich selbst zu verzweifeln.
    Und doch fiel ihm der heutige Abschied von seinem Lusitano sichtlich schwer. Er hatte die beiden Pferde mit nach Kanada begleitet, während sein Bruder zu Hause in Phoenix Valley geblieben war und die Ranch hütete. „Ich bin gespannt, ob sich die weite Reise gelohnt hat“, murmelte Lucius, ehe er seinen Hengst auf unsere Gastweide entließ. Ich ließ das Ganze unkommentiert, so war schließlich er zu mir gekommen und ich war mir sicher, dass auch Amador gut bei uns aufgehoben war.
    Für seinen Besitzer ging es nun auf die Heimreise, während die Pferde die kommenden zwei, oder auch mehr Wochen, bei mir verbringen würden. Für die ersten Stunden hätten sie aber sowieso Ruhe vor mir, denn sie sollte erst einmal ankommen und sich die Beine vertreten. Nachdem Amador auch zweimal aufgeregt am Zaun entlang getänzelt war, beruhigte er sich allmählich, so dass ich nach der Stute schauen konnte.
    Fix the Flame war ein Trakehner und erst vier Jahre alt. Man merkte es ihr deutlich an, denn sie wirkte oftmals sehr unsicher und nervös. Schon bei ihrer Ankunft wäre sie vor Aufregung fast in die Luft gegangen. Auch mit ihr würde das Training sicherlich amüsant werden. Ich hatte schon länger nicht mehr solche Herausforderungen auf dem Hof gehabt, es war zugegebenermaßen ein bisschen ungewohnt, aber ich vertraute auf mein Können. Es war schließlich einfach nur etwas länger her.
    Aus Charaktergründen wollte ich aber heute schon einmal etwas mit den beiden Pferden machen. Normalerweise bekamen meine Berittpferde den ersten Tag komplett frei, meine beiden Sonderlinge erhielten jedoch am Nachmittag jeweils eine exklusive Führung. Per Zufall wählte ich Flame als erste aus und holte die Stute von der Weide. Mit ihren 1.68m und ihrem aufgeregten Getänzel überragte sie mich um Längen und doch ließ sie sich von meiner Anwesenheit beeindrucken und auch ein wenig beruhigen.
    Im Stall war sie generell händelbarer als draußen, aber davor hatten mich bereits ihre Besitzer gewarnt. Während einer ausgiebigen Putzphase wollte ich die Stute ein wenig an mich gewöhnen, was auch gut gelang. Sie war zwar immer noch sehr aufgeregt und schreckte gefühlt bei jedem Geräusch zusammen, aber sie war gut erzogen und baute ein wenig Vertrauen zu mir auf.
    Das war ziemlich schnell weg, als wir die Halle betraten. Dort ließ ich Flame laufen, denn sie sollte sich selbstständig mit ihrem Trainingsort beschäftigen. Noch sah ich mich noch lange nicht auf dem Pferd sitzen, aber ich würde die lange Vorarbeit noch zu schätzen wissen. Laut den Jenkins Brüdern lernte Flame nämlich verdammt schnell, wenn sie sich erst einmal wohl fühlte und das war mein Ziel.
    Nachdem Flame sich dann sogar schon ausgiebig gewälzt hatte, brachte ich sie in ihre Box, wo bereits ihr Abendbrot und ihr gefülltes Heunetz auf sie warteten und ich mich nun an Amador machen konnte. Der Hengst war zwar echt hübsch, aber so gut wie gar nicht erzogen. Zu seinem Leidwesen war ich jedoch auch nicht der Typ für Spanier, weshalb er mich mit seinem Aussehen nicht überzeugen konnte und so lernte er direkt von dem Weg von Weide zum Stall, wer hier das Sagen hatte.
    Ich ahnte aber bereits, dass das nicht unsere letzte Auseinandersetzung gewesen wäre. Auch wie Flame bekam er eine ausgiebige Putzprozedur und die genoss er sogar, auch wenn er zeitweise ständig versuchte, nach mir zu schnappen. Irgendwann fing er sich aus diesem Grund auch eine und wirkte dann tatsächlich etwas beleidigt. Auch Amador durfte sich mit der Halle bekannt machen und diese ausgiebig während des Freilaufens begutachten. Dabei durfte ich auch schon seine Buckelkünste begutachten, welche mich später sicherlich auch noch unter dem Sattel erfreuen würden.

    Schnell war mir klar, dass ich die ersten drei Tage bestimmt auf keines der Pferde steigen würde und kündigte den Besitzern direkt an, dass sich das Training wohl gut um mindestens eine Woche verlängern würde. Ich wollte die Pferde korrekt und in Ruhe ausbilden und zwar so, dass auch etwas hängen blieb und so wie die beiden tickten, würde das ein Weilchen dauern.
    Die ersten Tage wurde deshalb nur longiert oder Bodenarbeit gemacht. So fasste Flame allmählich Vertrauen in mich und meine Halle und Amador hingegen zeigte mir einmal sein gesamtes Repertoire an Biestigkeit und ich ihm an Sturheit. Natürlich stattete meine Co-Trainerin Elisa uns auch mal einen Besuch ab, war sie doch neugierig auf die beiden Pferde aus Kalifornien, deren Akten höchst interessant klangen.
    „Oha. Da trifft ja dicker Sturkopf auf dicken Sturkopf“, meinte sie amüsiert, als sie mich und Amador in der Halle antraf. Grummelnd blickte ich nur einmal kurz in ihre Richtung, ehe ich mich wieder Amador widmete, der gerade der Meinung war, nicht rechts an der Longe angaloppieren zu müssen, weil das für ihn die anstrengendere Seite war und er diese Arbeit nicht einsah.
    Dass er aber als Gegenleistung noch mehr Arbeit verrichten musste als wenn er einfach galoppieren würde, gefiel ihm noch weniger und schnell gab der eine Sturkopf von beiden nach. „Nur mit dem Unterschied, dass er nicht der erste ist, der unter meine Fittiche gerät“, konterte ich Elisas Kommentar und sie streckte nur den Daumen nach oben. „Das schaffst du schon, ich glaub an dich“ und schon war sie wieder weg.
    Flame gab ich tatsächlich auch noch zwei Tage mehr in der sie sich an mich und alles andere gewöhnen durfte. Um es spannend zu lassen gab es an dem einen Tag Stangenarbeit und an dem anderen ein bisschen Schrecktraining womit ich die Stute wohl ein bisschen sehr aus der Fassung brachte. Aber zum Glück hinterließ es nur positive Schäden.
    Für Amador ging es am vierten Tag stattdessen ans Eingemachte und für mich auch. Er war schon sehr begeistert als ich ihn dieses Mal nach dem Putzen sattelte und ich ahnte schon schlimmes. Leider enttäuschte ich ihn, denn unser erster Ritt bestand nur aus Schritt und einfach Bahnfiguren und das wenn möglich am langen Zügel. Ich gab dem Hengst keinen einzigen Grund sich gegen mich aufzubäumen und grundlos tat Amador das auch nicht, auch wenn ich fühlte, wie das Pulverfass unter mir immer größer wurde und nur auf einen Auslöser wartete.
    Amador suchte förmlich danach, bis ich dann abstieg und ihn ausgiebig lobte. Abgesehen von seinem Schnapper, welcher darauf folgte, war die Luft doch schnell raus und er wirkte ausgeglichener als gedacht nach unserem ersten Ritt. Drei Tage wollte ich so verfahren und dann mal schauen, wie sich der Trab und der Galopp gestaltete.
    Den Hengst schien es auf jeden Fall zu überraschen, wie ich ihn handhabte und man sah ihm förmlich an, wie es in seinem Kopf ratterte und arbeitete. „Übernehm‘ dich nicht und spare lieber deine Kräfte. Ich könnte mir auch Schöneres vorstellen, als das schöne Biest zu trainieren“, meinte ich schmunzelnd, als ich ihn auf die Weide entließ. Selbst dieses Pferd würde ich knacken.

    Der erste Ritt mit Flame lief überraschend gut, abgesehen von den zwei Durchgehern, als sie meine Stangen hinter der Bande entdeckt hatte. Flame war wie ein Sturm, der nie zur Ruhe kam. Aber ich nutzte diese Energie für mich und wandelte sie in Volten, Zirkel und Schlangenlinien um. Viele Tempiwechsel brachten die Konzentration der Stute zu mir und ich begann mit den ersten Übungen für ihren Aufstieg in das L-Niveau: Die Versammlung.
    Es war ein wenig ironisch, dass genau das als erstes auf Flames Plan stand. Versammelte einen Wirbelsturm, aber an sich war es doch einfach, wenn man sich einmal hereindachte. Ich zwang sie nicht dazu, komplett ruhig zu werden und nichts zu tun, sondern ich bat sie, sich auf einer Stelle zu bewegen und sich zu konzentrieren. Das Pferd unter mir war gefühlt in Dauerbewegung, doch vieles war für einen äußeren Betrachter gar nicht sichtbar.
    Und Flame fand Gefallen daran, ihre Energie zu bündeln und sich genau darauf zu konzentrieren und so sahen sowohl der versammelte Trab als auch der versammelte Galopp genauso imposant aus, wie sich die Stute auch in dem Moment fühlte. Ich hoffte ja, dass der jungen Stute diese Übungen auch mehr Selbstvertrauen bringen würden, so dass sie irgendwann nicht mehr das verschreckte Küken war. Noch waren unsere Trainingsstunden jedoch immer mit mindestens einem Hüpfer verbunden und so schnell würde sie das auch nicht loswerden.
    Amador hielt hingegen nicht so viel von meinen Vorschlägen, doch selbst in das Training einbringen wollte er sich auch noch nicht. Doch ich weckte seine Neugier, indem ich an jedem Tag ein wenig hier und da kitzelte. Amador wollte sich präsentieren und er wollte zeigen, was er konnte. Dass er das nun auf die für Menschen eher unschöne Art machte, war doof, aber wir konnten es ins Positive umleiten.
    Bot er etwas an, fing ich es auf und arbeitete daran, solange wie Amador es Spaß machte. So erlernte er die Schritt-Galopp-Übergänge im Eilflug, denn natürlich machte es dem selbstbewussten Hengst Spaß, sich auf seine Hinterhand zu setzen und einen ordentlichen Übergang zu vollführen. Was für Amador hingegen sehr schwer war, war das Rückwärtsrichten.
    Eine Übung, bei welcher er mir Vertrauen musste und die zwischenzeitlich in Steigen und Austreten endete, weil es für ihn unüberwindbar schien. Also stieg ich ab. Es war keine Schande, vom Pferderücken herabzusteigen und Amador zeigte es nur, dass ich für ihn da war. Auch vom Boden aus machte es nicht sofort Klick, das wäre definitiv auch zu viel verlangt gewesen, aber wenn Amador nur einen Schritt rückwärts tat, war das schon ein voller Erfolg. Dass unsere Listen bei beiden Pferden lang waren, ignorierte ich gekonnt und nahm mir die Zeit, die ich brauchen würde, um beide auf ihr neues Trainingsniveau vorzubereiten.

    Bei Flame setzte Ende der zweiten Woche das ein, was ich bereits geahnt hatte: Sie fühlte sich wohl und die neuen Aufgaben sprudelten nur so aus ihr heraus. Sonderlich viel mussten wir für die L-Dressur auch nicht neu erlernen. Die Versammlung saß und den Außengalopp konnte Flame sowieso schon von Anfang an. Ein größeres Hindernis waren die einfachen Galoppwechsel, denn auch hier brauchte Flame ein wenig Vertrauen in sich selbst.
    Die Kehrtwendung auf der Hinterhand bot da perfekte Abwechslung und mit allerhand Ruhe und Geduld würde ich die Stute Ende der dritte Woche auch vollkommen fertig machen. Ob das bei Amador nun auch der Fall war, war fraglich. Wir kamen gut voran, aber doch langsamer als gehofft und das akzeptierte ich.
    Seine Testphase war inzwischen durch. Trotz einiger Buckelattacken hatte er mich nicht von seinem Rücken bekommen und so konnten wir inzwischen unter dem Reiter rückwärts treten und sogar eine Kehrtwendung auf der Vorderhand vollführen. Momentan arbeiteten wir am Viereck verkleinern und vergrößern. Seitengänge lagen Amador und langsam kratzte ich auch an seinem Ehrgeiz, denn lernen wollte Amador schon, nur die Arbeit machte er sich noch ungern.
    Erstaunlicherweise waren Ende der dritten Woche beide Pferde bereit für ihre Rückreise. Ich warnte die Brüder jedoch vor, dass ich aus den beiden definitiv keine Engel gemacht hatte, sondern nur meinen Weg gefunden hatte, gut mit Amador und Flame auszukommen. Perfekt war es definitiv auch bei uns nicht immer gelaufen, aber es gab immer Höhen und Tiefen und bei solchen Charakterzügen wie bei den beiden war das auch selbstverständlich.
    Dennoch schienen die Brüder sichtlich zufrieden mit dem Training zu sein und für die beiden Pferde ging es am frühen Morgen auf die Heimreise. Schon am Abend hatte ich sie vorbereitet und dann wurden sie auch schon abgeholt. Normalerweise fand ich es immer sehr traurig, wenn Berittpferde abreisten, bei den beiden war ich jedoch sogar etwas erleichtert. Nun sollte es erst einmal eine kleine Pause geben, was solche Pferde betraf, zumindest hoffte ich das.
    von Gwen
    09. Juni 2016
    Dressur A-L


    Es war noch gar nicht so lange her, als ich einen Isländer aus Kalifornien bei mir auf der Ranch gehabt hatte. Heute sollte stattdessen ein bereits bekanntes Pferdegesicht hier ankommen, welcher jedoch auch aus Kanada kam. Amador, der schöne Weiße, stammte auch vom Gestüt Phoenix Valley und war mein zweites Berittpferd für diesen Monat aus Kalifornien.
    Amador war etwas eigen, aber eigentlich konnte man ihn nur liebhaben, wenn man ihn kannte. Da ich schon vor längerer Zeit mit ihm Bekanntschaft machen durfte, war ich dieses Mal guten Mutes, dass wir schnell wieder zusammenfinden würden. Doch vorher musste ich mich an die Arbeit machen, seine Box herzurichten, denn irgendwo wollte der Lusitano ja die Nacht verbringen.
    Kurz nachdem ich fertig war, hörte ich auch schon Motorgeräusche und siehe da, der Transporter war da. Amador wurde diesmal von einem professionellen Fahrer gebracht, welcher mich auch ausgiebig drei Formulare unterschreiben ließ, ehe wir endlich den Hengst und dessen Sachen ausladen konnten.
    Amador mochte lange Fahrten nicht und dementsprechend tänzelte er nur noch aufgeregt schnaubend neben mir her. So war unser erster Stopp die Weide, wo er sich erst einmal die Beine vertreten konnte. Das tat er auch zur Genüge im Trab und Galopp und zeigte die typischen portugiesischen Gangarten zum Einsatz.
    Amador war ganggewaltig und diese Kraft verkörperte der Hengst auch in allen Lebenslagen. Einfach war er nicht, aber, wenn man ihn einmal zur Mitarbeit motiviert hatte, ging die Post ab. Für heute dachte ich da jedoch noch gar nicht dran. Heute durfte der Hengst erst einmal ankommen und sich in den Alltag eingliedern, ehe wir Morgen wirklich loslegen würden. So hatte Amador also noch einen schönen freien Nachmittag auf der Weide.

    Da ich Amador bereits kannte, legte ich am kommenden Tag direkt mit dem Training los. Nichtsdestotrotz war unsere erste Einheit sowieso wieder eine Auffrischung des Kennens und ich wollte schauen, wie gut die Aufgaben der A-Dressur noch im Kopf des Hengstes verankert waren.
    Klugerweise longierte ich Amador vorher ein wenig ab, ehe ich ihn ausgiebig aufwärmte und dann einige Lektionen aus der A abfragte. Viel wollte ich heute nicht machen, dementsprechend war das ausgiebige Prozedere vor dem Reiten nicht sonderlich schlimm. Aber Amador bewies, dass er aus unserem letzten Training nichts vergessen hatte.
    Das Halten klappte noch einwandfrei, ebenso wie die ganzen Übergänge und die Kehrtwendung. Konditions- und krafttechnisch sah es genauso gut aus, also würden wir gar keine großartige Vorarbeit leisten müssen, ehe wir loslegen konnten.
    Das war gut für Amador, denn er wurde gerne gefordert, sobald er neue Aufgaben bekam war er Feuer und Flamme und dann vergaß er auch ganz gerne mal sein schlechtes Benehmen. Ein Engel war er trotzdem nicht, gerade im Umgang war er zeitweise sehr anstrengend, aber wer war schon perfekt.
    Nach unserem ersten Ritt setzte ich mich direkt an den Trainingsplan. Unser Ziel war ein souveränes L-Niveau bereits mit Tendenzen zur M. Das erschien mir bei Amador kein Problem, mit seinen acht Jahren war er immerhin in seiner Blütezeit und vom Rest brauchten wir ja gar nicht zu reden.
    Da die neuen Lektionen dennoch sehr anspruchsvoll waren, kam Amador um das Krafttraining nicht umhin, außerdem wollte ich schließlich ungern die Ausbildungsskala vernachlässigen. Takt, Losgelassenheit und Anlehnung waren bei Amador schon gar kein Thema mehr. Inzwischen arbeiteten wir mehr an Schwung und Geraderichtung, denn für die höheren Lektionen würden diese der Grundbaustein der Versammlung sein.
    Und eigentlich immer spielten Gleichgewicht und Durchlässigkeit eine Rolle, an denen konnte man gefühlt immer arbeiten. Aber dieses Training ließ ich direkt in die neuen Lektionen einfließen, indem ich alles miteinander kombinierte. So hatte Amador eine gute Abwechslung. Wir würden auch Stangenarbeit machen und ab und an ins Gelände gehen, damit der Hengst auch mal den Kopf frei bekam und so das Gelernte besser verarbeiten könnte. Ich war mir sicher, dass das bei Amadors Training ein wichtiger Aspekt war.

    Wir begannen mit dem Außengalopp. Den machte ich bevorzugt vor dem Erlernen des Galoppwechsels, denn so vermied ich direkt, dass Amador mir nur aus dem Grund umsprang, weil er der Galoppwechsel nun neu gelernt war. Wir begannen ganz simpel, indem wir im Handgalopp angaloppierten und dann durch die halbe Bahn wechselten. Auf der anderen Hand ließ ich Amador den Rest der langen Seite im Außengalopp laufen, ehe ich vor der kurzen Seite durchparierte und ihn ausgiebig lobte.
    Das machten wir einige Male, ehe wir die kurzen Seiten mit dazu nahmen und unsere erste komplette ganze Bahn im Außengalopp ritten. Danach folgte der Schritt, dass Amador auf der Hand bereits im Außengalopp angaloppierte ohne dass wir überhaupt wechseln mussten. Durch den dritten Hufschlag und die Entfernung zur Bande, ging aber auch das sehr gut.
    Als das gemacht war, begannen wir den einfachen Galoppwechsel. Aufwärmen tat ich Amador mit vielen Galopp-Trab-Übergängen und dann gingen wir in Galopp-Schritt-Übergänge über. Galopp, zum Schritt durch parieren, auf der anderen Hand wieder angaloppieren. Ganz einfach – nur, dass die Schrittpause dazwischen immer kürzer wurde. Bis ich entschied, sie bei einem Wechsel aus dem Zirkel wegzulassen.
    Aus dem Impuls heraus reagierte Amador vollkommen richtig. Aber dem Hengst neue Sachen beizubringen war auch fast zu einfach. Da Amador aber so intelligent war, übte ich dann später auch Wechsel aus dem Außengalopp in den Handgalopp und andersrum. Kopfbeschäftigung für Amador und eine Festigung der Aufgaben.
    Erstaunlicherweise blieben bei diesem Training die Diskussionen zwischen Pferd und Reiter aus. Was mich jedoch auch nicht wunderte, denn Amador wollte die neuen Dinge lernen, da blieb keine Zeit für Unsinn, den konnte man dann auch noch machen, wenn man alles konnte. Ich ahnte also schon, was der Hengst alles testen würde, wenn wir unsere erste L-Dressur reiten würden.
    Doch davor erarbeiteten wir uns noch die Kurzkehrtwendung. Das war schwerer als gedacht, aber kein Wunder, wenn das Pferd unter einem pures Dynamit war, da war so eine geduldige Aufgabe schwer. Nichtsdestotrotz gelang uns auch diese Aufgabe und Amador konnte sich langsam sehen lassen.
    In Dressuren wurden auch immer Volten und Schlangenlinien gefordert, also standen auch diese auf unserem Trainingsplan und die konnte Amador, also machte er da auch gerne mal Quatsch. Der äußerste sich meist einfach nur in kleinen Galoppsprüngen, obwohl wir gerade trabten oder dezenten Diskussionen, in welche Richtung es jetzt ging.
    Es hielt sich dementsprechend in Grenzen und so nahm ich mir vor, bald einmal eine komplette Aufgabe der L zu durchreiten. Elisa war dafür meine Ansagerin und beobachtete uns auch gleichzeitig mit Argusaugen. So gefiel ihr auch nicht der Durchsprung von Amador im Außengalopp. „Da musst du nochmal an die Durchlässigkeit ran, er versteift sich zu sehr“, ich nickte nur. Zugegebenermaßen hätte ich das gerne auf Amadors hengstiges Gehabe geschoben, aber Elisa hatte recht.
    Um Amador zu lockern, baute ich Stangen mit ein, welche uns einen klaren Weg vorgaben und Amador zwangen, sich zu konzentrieren und einen klaren Takt zu haben. Stangen nahmen einem einfach unglaublich viel bei Durchlässigkeit und Takt ab, weil die Pferde von ganz allein begannen, die Hinterhand vermehrt zu aktivieren und sobald der Antrieb hinten losging, ging es durch das ganze Pferd bis vor ins Maul.
    Generell war mir Amador immer noch teilweise zu hoch eingestellt, was er gerne von alleine tat, seine Rasse war vom Exterieur her sehr für diese majestätische Haltung geprägt. Schön sah es ja aus, blockierte aber teilweise leider die Rückenmuskeln, die sich dann nicht komplett aufwölbten und wirklich zum Tragen kamen. Also hängte ich noch eine Woche Arbeit an der Ausbildungsskala dran. Schubkraft und Tragkraft waren die beiden Zauberwörter.
    Generell ließ sich ja die Skala immer so schön runterrattern, aber sie in die Realität umzusetzen war doch immer etwas ganz anderes. Amador spielte mir da jedoch ganz gut in die Karten, denn der Hengst lief ja sowieso vor Energie über, man musste sie nur an der richtigen Stelle einfangen und auch wieder freilassen. Das benötigte allerhand Fingerspitzengefühl, aber das brauchte man sowieso, wenn man sich auf den weißen Hengst wagte.
    Deshalb schrieb ich auch stets für die Besitzer einige Notizen mit, damit sie später auch dort wieder ansetzen konnten, wo ich im Training aufgehört hatte. Gerade bei Amador war da der ein oder andere Kniff wirklich von Vorteil. Dennoch musste ich zugeben, dass der Hengst nach den trainingsreichen Wochen eigentlich fertig war. Auch wenn ich es ungern zugab, denn ich hatte Amador ins Herz geschlossen. Obwohl er einen manchmal anrempelte oder die Ohren anlegte, weil es nichts zu futtern gab, war er ja doch rundum ein toller Kerl.
    Wobei, er war ein Schimmel und ich war ja ganz froh, dass ich mich nur eine gewisse Zeit mit gelben Mist- und grünen Grasflecken herumschlagen musste. Mit dem Argument rief ich dann auch seinen Besitzer an und verkündete, dass Amador die Heimreise antreten konnte. Bis dahin würde ich ihn noch im Training lassen, damit er fit zu Hause ankommen würde und gar keine großartige Pause hätte.
    Am Morgen seiner Abreise stand ich auch extra noch einmal früher auf, um Amador noch ein wenig zu bewegen, ehe er wieder relativ lange stehen würde. Seine Sachen hatte ich bereits am Vorabend vorbereitet. Nach dem Reiten flocht ich dann noch Mähne und Schweif ein, damit von dem nichts während des Transports abhanden kam und legte dem Hengst seine Gamaschen und die Decke an. Als dann der Transporter da war, führte ich Amador aus dem Stall.
    Aufgrund der Gamaschen stakste er etwas missmutig hinter mir her, ging aber vorbildlich auf den Hänger. Ich verlud noch seine Sachen und klärte dann noch kurz die Formalitäten mit dem Fahrer ab, ehe die beiden meine Ranch verließen und Amador sich zurück nach Kalifornien machte.
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    31. Oktober 2016
    Springen E-A


    Ich war furchtbar aufgeregt als ich zum ersten Mal auf Phoenix Valley ankam. Es war wirklich ein wunderschönes Anwesen, auf welchem ich die nächsten drei Wochen unterkommen durfte. ,,Wow. Was für eine Ehre.'',murmelte ich sprachlos. Plötzlich spürte ich die Anwesenheit einer Person hinter mir. Ich drehte mich um und tatsächlich: Da stand Jemand. Schock. Herzstillstand. Hyperventilation. ,,Ruuhig.'',sagte der Mann und nahm mich an den Schultern. Als er merkte, dass ich mich beruhigte und nur einen Hang zum Drama hatte musste er schmunzeln. Er schien sein Lachen zurück zu halten. ,,Ich beiße nicht, keine Sorge. Tut mir leid, dass ich mich so an dich heran geschlichen habe. Ich vergesse immer wieder wie leise man sich auf diesem sonderbaren Untergrund bewegen kann.'' Okay. Er nahm mich auf die Schaufel. Ich lachte; und meinte dies auch so. Ich war schon ein kleiner Tollpatsch.
    Der nette Mann zeigte mir das Anwesen genauer, zeigte mir die Ställe und mein Zimmer für die nächsten Wochen. Dann ließ er mich allein. Ich duschte erstmal und erholte mich etwas von der langen Reise. Danach sah ich mir das kleine Zettelchen an, das auf dem kleinen Holzschreibtisch meines Zimmers lag. Liebevoll war hier notiert was ich wann machen sollte und auf was zu achten war. Mein Pflegling hieß Amador und schien ein ganz schöner Frechdachs sein zu können, wenn er nur wollte.
    Ich konnte es anschließend gar nicht mehr erwarten in den Stall zu gehen und ihn zu sehen. Erneut war ich sprachlos: Was für ein wunderschönes Pferd. ,,Na Amador?'',sagte ich lächelnd und öffnete seine Boxentür. Seine wallende Mähne flatterte ein wenig, während er sich zu mir umdrehte. Er kam zu mir; schien neugierig zu sein.
    Nachdem wir uns etwas aneinander gewöhnt hatten stellte ich ihn in die Stallgasse und putzte ihn ausgiebig. Dies schien ihm zu gefallen, da er immer wieder den Kopf schief legte und die Oberlippe kräuselte.
    Als er fertig war holte ich seinen Sattel, die Trense, Gamaschen und Glocken sowie eine wunderschöne, dunkelblaue Schabracke mit silberner Kordel. Damit stattete ich ihn aus und ging mit ihm los zur Halle, wo ich im Vorfeld einige kleine Sprünge aufgebaut hatte. Bevor es allerdings los gehen konnte zog ich die Steigbügel hoch und drehte die Zügel ein. Dann harkte ich die Longe in sein Reithalfter ein und begann ihn abzulongieren. Seine Besitzerin meinte, dass ihn das definitiv ruhiger machen würde und einem neuen Reiter somit umso mehr helfen würde. Er powerte sich aus und schien Spaß an der Sache zu haben.
    EInige Minuten später legte ich die Longe weg und stieg auf. Schon bei den ersten Übergängen testete er mich. Dies war ich allerdings gewohnt, weshalb ich ihn dennoch gut händeln konnte. Mutig wie ich war nahm ich gleich mal das erste, kleine Kreuz und landete auf dem wunderbaren Hals des Schimmels. Netterweise ließ er sein Köpfchen oben. Ich setzte mich zurück in den Sattel und versuchte es erneut. Diesmal etwas entschlossener und siehe da: Er sprang wunderschön ab und flog nahezu über den Sprung. Nun schien er Gefallen daran gefunden zu haben und trug mich sicher über die darauffolgenden Sprüngen ohne zu Parken. ,,Guuuter Bub!'',lobte ich ihn zum Abschluss.
    Die darauffolgende Woche vertieften wir Grundlegendes im E-Parcours. In Woche 2 allerdings ging es dann an die A-Sprünge und Amador machte sich wirklich gut. Mittlerweile ließ er seine Spielchen mit mir sondern hatte mich als Führungsperson akzeptiert. Er war ein wirklich toll zu reitendes Pferd und es machte immer mehr Spaß mit ihm zu arbeiten.
    Am Ende meiner Arbeit war er ein sicheres Springpferd auf A-Niveau geworden. Sein Besitzer war begeistert, genauso wie ich. Wer hätte kommen sehen, dass er so ein Springpotential hatte? Toll - wirklich toll.
    14. April 2017 | 14.024 Zeichen von Friese
    Trainingscenter Sportpferdegestüt Jasmund | Dressur L-M


    Heute sollten gleich zwei Pferde bei mir ankommen. Diese würden von ihren Besitzern gebracht werden, da ich ja schlecht mit einem Pferd noch zu jemand anderen fliegen könnte. Hunter Crowley würde mir Lady Lyneth Bowen bringen und Lucius Jenkins seinen Hengst Amador. Die Boxen für beide waren bereits hergerichtet und ich schloss für den Anfang noch die Türen zum Paddock. Ich freute mich schon die beiden kennenzulernen. Gerade Amador. Dieser musste einen sehr speziellen Charakter haben. Kurze Zeit später hörte ich Simon schon nach mir rufen. Scheinbar war einer meiner Kunden angekommen und sie würden mich beim Auslanden brauchen. Ich lief zu ihnen und begrüßte Hunter Crowley, welcher gerade dabei war seine Kaltblutdame aus dem Hänger zu holen. Ich half ihm dabei und wir brachten sie zusammen zum Stall. Dort besprachen wir alles und ließen die Stute in aller Ruhe ein bisschen Fressen. Zusammen gingen wir zu meinem Büro und sprachen nochmal in allen Kleinigkeiten genau durch. Wir schrieben einen vorläufigen Trainingsplan und ich hörte wie ein weiterer Hänger auf den Hof fuhr. „ Wir haben dann alles geklärt oder?“ fragte ich und verabschiedete ihn. Draußen grüßte ich Lucius Jenkins. Auch ihm half ich beim Ausladen und zusammen brachten wir Amador in seine Box. Der Hengst stellte sich jetzt schon ein bisschen an und ich war noch gespannter auf das Training. Zusammen mit Lucius ging ich ins Büro und besprach mit ihm alles genau. Er legte mir immer wieder ans Herz, dass der Hengst nicht gerade lieb oder brav war. Wir erstellten aufgrund ein paar Videos von ihm und seiner Beschreibung schon mal einen vorläufigen Trainingsplan. Alles Weitere würde ich in die Hand nehmen. Hierfür hatte ich sowohl von Hunter als auch von Lucius die Erlaubnis bekommen. Ich schaute abends nochmal nach den Pferden und versorgte sie ein letztes Mal für diesen Tag.

    Nach ein paar Tagen hatten sich die beiden an ihr Übergangszuhause gewöhnt und das Training konnte beginnen. Ich holte als erstes Lady Lyneth Bowen aus der Box und klopfte ihr den Hals. In aller Ruhe putzte ich sie und begann dann damit sie zu satteln und zu trensen. Ich klopfte ihr nochmal den Hals und zog meinen Protektor und meinen Helm an. Ich führte die Stute zum Platz und stieg dort auf ihren Rücken. Auf dem Platz ritt ich Lyneth in aller Ruhe warm. Sie kaute brav auf dem Gebiss ab und ging bereits relativ früh in die vorwärts-abwärts Bewegung. Dies würde mir die weitere Arbeit mit ihr erleichtern, denn ich hatte erwartet, dass es ihr schwerer fallen würde in diese Bewegung zu gehen. Ich lobte sie nochmal und ritt sie in alle den Bahnfiguren und Gangarten, welche die Stute bisher kannte und konnte. Das Reiten heute sollte nur nochmal zur Trainingsplanüberarbeitung dienen. Ich merkte, dass sie im Trab wahnsinniges Potenzial hatte und auch ihr Galopp war weich auszusitzen. Ich hatte aber auch einfach lange nicht mehr auf einem so klobigen Pferd gesessen. War doch eine ganz andere Hausnummer als meine Warmblüter. Die Stute ging gemütlich voran, im Vergleich zu meinen Warmblütern war sie auch ein bisschen faul. Ich freute mich jetzt schon auf das weitere Training, denn sie hatte eine wahnsinnig gute Aufnahmefähigkeit. Hin und wieder sah sie sich auch ein bisschen um und ich hatte auch einiges daran zu tun sie zu beruhigen. Wir beendeten das Training damit, dass ich die Stute in aller Ruhe abritt. Sie hatte nachdem wir uns noch zusammengefunden hatte, perfekt mit gemacht und sich voll und ganz auf mich konzentriert.

    Ich brachte die Stute auf die Weide und ließ sie dort in aller Ruhe graßen und laufen. Ich räumte noch das Zubehör auf und holte Amador aus seiner Box. Er legte die Ohren tief ins Genick und ich war jetzt schon ein bisschen von ihm genervt. Ob es wirklich das richtige gewesen war, den Auftrag anzunehmen? Ich hatte zwar auch ein paar extreme Pferde im Stall, aber er war vielleicht eine ganz eigene Nummer. Ich putzte ihn in aller Ruhe und begann damit ihn zu satteln und zu trensen. Der Hengst hatte hierbei die ganze Zeit seine Ohren im Nacken. Ich machte ihn komplett fertig und ging auf den Platz. Dort ritt ich ihn warm. Natürlich hatte ich meinen Protektor und meinen Helm an. Nachdem er warm war, begann ich die Lektionen des L-Niveaus abzufragen. Er legte oft die Ohren in den Nacken und trat nach hinten aus. Wirklich begeistert schien er nicht, aber Lucius hatte mich schon vorgewarnt, dass ich mit ihm keine Freude haben würde. Ich versuchte trotzdem wenigstens ein bisschen mit dem Hengst voran zukommen. Nach einer sehr anstrengenden halben Stunde ritt ich ihn ab. Er hatte für die Jahreszeit ordentlich schwitzen müssen. Sein Winterfell war ja nicht zu dick, da es in Kalifornien ja wärmer war als hier. Nach dem Abreiten führte ich ihn zum Stall. Dort trenste ich ihn ab. Als nächstes folgte der Sattel und ich legte ihm eine Decke über. Ich führte ihn noch ein bisschen trocken und brachte ihn mit einer frischen Abschwitzdecke auf die Weide. Ich schaute nach meinen anderen Pferden und Lady Lyneth Bowen. Als nächstes kümmerte ich mich noch um das Futter. Meine eignen Pferde wollten heute auch noch geritten werden und so folgte dies nach dem füttern. Spät am Abend holten wir alle die Pferde nach drinnen und ich klopfte meinen Trainingspferden noch die Hälse.

    Am nächsten Morgen ging das Training wieder mit Lyneth los. Ich putzte sie und machte sie schließlich komplett fertig. Sie folgte mir brav auf den Platz und lief mir gelangweilt hinterher. Sie wirkte wirklich müde und unmotiviert, also würde das Training heute auch anstrengend werden. Ich schüttelte den Kopf und stieg am Mittelpunkt auf ihren Rücken. Die Stute trottete nur so vor sich hin und ich ließ sie erst am langen Zügel laufen. Ich klopfte ihr den Hals und nach weiteren 5 Minuten nahm ich dann die Zügel auf. Ich wollte heute mal wieder auf E-Niveau arbeiten und die Grundlagen noch weiter festigen. Die Stute tat sich hin und wieder noch mit dem Arbeitstrab ein bisschen schwer, aber sonst war alles schon sehr gut und sie machte von Minute zu Minute besser mit. Nachdem wir einen guten Abschluss gefunden hatten, beendete ich das Training und ritt sie in aller Ruhe ab. Ich klopfte ihr den Hals und stieg nach einer guten viertel Stunde von ihrem Rücken. Gemeinsam gingen wir zum Stall und ich trenste und sattelte sie ab. Ich legte ihr eine Abschwitzdecke auf und führte sie noch ein bisschen trocken. Mit einer frischen Decke ging es auf die Weide. Aus dem Stall holte ich mir dann Amador und machte auch ihn fertig. Er hatte, wer würde es ahnen, mal wieder schlechte Laune. Ich klopfte ihm also aufbauend den Hals und versuchte alles so positiv wie möglich für ihn und mich zu gestalten. Über ein weiteres Training mit ihm würde ich mich jetzt schon definitiv nicht freuen. Ich zog den Gurt nach und verschnallte die Trense nochmal richtig. In aller Ruhe führte ich ihm zum Platz und klopfte ihm ein weiteres Mal den Hals. Als nächstes führte ich ihn zehn Minuten lang warm und nahm mir dann die Longe. Mir war fast klar, dass heute irgendwas anders war. Wie wenn man es im Blut hatte beziehungsweise im Gefühl. Ich klopfte ihm nochmal den Hals und machte ihn für das Longieren fertig. Ich hängte ihn an diese und ließ ihn einfach ein bisschen laufen. Er buckelte wie ein Wilder los und mir war jetzt schon klar, dass es zu gefährlich werden würde, ihn heute noch zu reiten. Ich parierte ihn durch und sattelte ihn ab. Dies war einfach besser, wenn mir jetzt schon klar war, dass ich ihn nicht mehr reiten würde. Ich legte den Sattel über eine der Holzstangen des Platzes. Gemeinsam ging ich mit Amador wieder zur Platzmitte und ließ ihn dort traben. Hin und wieder riss er den Kopf hoch und legte die Ohren tief in den Nacken. Im Galopp buckelte er und versuchte sich mit mir gewaltig anzulegen. Er drehte mir den Hintern zu, stieg und versuchte rückwärts zu gehen und mich mitzuziehen. Ich zeigte ihm aber wer hier der Chef war und wer nicht. Klar eigentlich sollte man als Partner arbeiten, aber mir war klar, dass das Pferd deutliche Anweisungen brauchen würde und somit eine leichte Hierarchie. Nachdem das Longieren dazu führte, dass wir beide nur noch gestresster wurden, ließ ich ihn ein paar Runden einfach nur galoppieren und sich ausspinnen. Morgen würde das richtige Training wieder losgehen. Ich klopfte dem Hengst den Hals, als er sich wieder ein bisschen entspannt hatte. Wir gingen zum Stall, dort holte ich schnell eine Decke und führte den Schimmel auf dem Platz weiter ab. Nachdem er trocken war, durfte auch er mit einer frischen Decke auf die Weide. Ich räumte alles auf und rechte den Platz. Ich fegte die Stallgasse und richtete das Futter wieder her. Nun kamen meine eigenen Pferde an der Reihe. Ich wollte mal wieder mit Vision arbeiten. Das hatte ich mir schon länger vorgenommen. Das Training mit ihm lief sehr gut und dauerte somit länger als das mit Amador. Ich klopfte Vision den Hals und richtete dann noch das Futter für die anderen Ställe her. Simon, Tyler und Linus holten die Pferde abends wieder rein, während Joy und ich das Abendessen herrichteten.

    Die nächsten Tage waren wieder sehr mit Training vollgepackt. Bei Lady Lyneth Bowen standen Mitteltrab und Mittelgalopp auf dem Plan. Der Rest würde danach drankommen und so gestaltete ich das Training immer um die eigentliche Aufgabe herum unterschiedlich. Sie sollte ja schließlich nicht die Lust an allem verlieren. Die tägliche Arbeit war mit viel Lob und zugleich dem Ausgleich auf der Weide verbunden.

    Bei Amador war das Training schon ein bisschen anstrengender und das vorrankommen gestaltete sich schwerer. Der Hengst versuchte den Großteil der Zeit einfach gegen mich zu arbeiten. Dies war auch beim heutigen Training wieder Fall. Mittlerweile waren die beiden schon über zwei Wochen bei mir und Lyneth kam der A-Dressur immer näher. Die Gangarten saßen bei beiden Pferden nun schon und Amador konnte auch die beiden Bahnfiguren, welche er zwischen der L-Lektion und der M-Lektion lernen musste. Heute standen Schulterherein und das Halten aus dem Galopp auf dem Plan. Ich führte den Hengst warm und longierte ihn in aller Ruhe ab. Der Hengst schnaute ruhig und ich war der festen Meinung heute würde ein guter Trainingstag werden. Ich stieg auf seinen Rücken und ritt ihn weiter warm. Nachdem ich damit fertig war, übte ich die Aufgaben mit dem Hengst. Er machte heute wirklich gut mit und ich war echt stolz auf ihn. Das Training verlief wirklich reibungslos und ich hörte mit einem guten Gefühl auf. Ich ließ ihm die Zügel lang und ritt in aller Ruhe ab. Aus einem mir nicht erklärbaren Schritt, schoss Amador auf einmal los und haute einen Hacken in sein Gebuckel. Da ich nach dem heutigen Trainingserfolg nicht wirklich darauf vorbereitet war, hing ich nun an seinem Hals. Er stieg und meine einzige Möglichkeit war, mich fallen zu lassen. Natürlich viel ich auch noch doof auf meinen Arm. Amador galoppierte weiter und buckelte. Ich versuchte ihn einzufangen und nach gut fünf Minuten geling mir das auch. Ich ging mit ihm zum Trainingsstall, wobei ich schon höllische Schmerzen im Arm hatte. Das absatteln und abtrensen machte es natürlich auch nicht besser. Amador lief nervös in seiner Box auf und ab. Simon hörte scheinbar wie der Hengst sich aufführte, denn er kam in den Stall gelaufen. Er versuchte als erstes den Hengst zu beruhigen und sah dann zu mir. „ Alles okay? Ist war passiert?“ fragte er mich und ich schüttelte auf die erste Frage den Kopf. „ Er hat beim Abreiten auf einmal angefangen zu spinnen und ich bin runter gefallen. Ich glaube wir sollten ins Krankenhaus fahren, mein Arm tut höllisch weh“ erklärte ich und seufzte dann. Er nickte und wir gingen noch schnell auf unser Zimmer. Dort half er mir bei Umziehen und wir sagten den anderen Bescheid. Im Krankenhaus stellte sich raus, dass ich mir den Arm schwer geprellt hatte und eine leichte Gehirnerschütterung hatte. Das war zwar schlimm, aber besser als ich befürchtet hatte. Ich durfte nur leider die nächsten Wochen über nicht reiten und auch nicht im Stall arbeiten. Auf dem Heimweg rief ich Lucius an und erzählte ihm alles. Er war scheinbar auch sehr besorgt und wir besprachen wie es weiter gehen sollte. Der Hengst würde bei uns bleiben und von Simon trainiert werden. Jedoch würde er jetzt ein paar Tage Bodenarbeit verordnet bekommen. Der nächste den ich anrufen musste war Hunter. Auch ihm erklärte ich alles und sagte ihm, dass Simon das restliche Training der Stute übernehmen würde. Er stimmte dem zu und wollte bereits ein paar Tage vorher kommen und uns unter die Arme greifen beim Training. Ich fand dieses Angebot sehr nett und stimmte zu.

    Die Tage Bodenarbeit hatten Amador gut getan. Er hatte sich wieder ein bisschen beruhigt und Simon und er kamen im Training besser zu Recht als ich und der Hengst zuvor. Ich stand trotzdem jedes Mal am Platzrand und sah aufmerksam zu. Auch er und Lyneth kamen gut klar und er hatte sie bei Hunters Ankunft auf einem fast sicheren A-Niveau. Den letzten Feinschliff nahm ich gemeinsam mit Hunter vor. Ich gab ihm Reitunterricht auf der Stute und sagte ihm, wie er welche Aufgabe reiten sollte. Bei seiner Abreise, stellte ich ihm das Zertifikat aus und bescheinigte so, dass die Stute nun auf A-Niveau laufen durfte und auch konnte. Ich bedankte mich herzlich bei ihm für seine Unterstützung. Er hatte mir die letzten Tage wirklich viel Arbeit übernommen und gut unter die Arme gegriffen. Gut, dass seine Angestellten so viel auf dem eignen Hof übernehmen konnten.

    Amador blieb eine Woche länger bei uns als Lady Lyneth Bowen, aber auch er lief bei seiner Abreise auf einem soliden Niveau. Ich gab Lucius das Zertifikat über die M-Dressur mit und ich merkte richtig, dass es ihm höllisch leid tat, war passiert war. „Du kannst nichts dafür. Ich war einfach nicht aufmerksam genug und hätte es ja besser wissen müssen“ meinte ich zu ihm und versuchte so ihn ein bisschen zu beruhigen. Er verabschiedete sich von mir und flog gemeinsam mit seinem Hengst wieder nach Kalifornien.
    11. Mai 2017 | 11727 Zeichen von Friese
    Trainingscenter Sportpferdegestüt Jasmund | Dressur M-S


    Heute begann der zweite Monat in welchem Felan bei uns war. Auch Amador würde demnächst wieder zu mir auf den Hof kommen und ins Training. Hoffe, dass es dieses Mal besser werden würde und wir nicht wieder solche Probleme haben würden. Als erstes würde ich heute mit Felan trainieren und Amador sollte in den nächsten Tagen ankommen. Wirklich freuen tat ich mich nicht auf seinen Besuch, jedoch wollte ich auch nicht ablehnen und damit Lucius verärgern. Er war schließlich für den letzten Auftrag dankbar gewesen und er war ja auch ein zahlender Kunde. Und wie sagt man so schön: Der Kunde ist König! In keinem der Länder, wo ich bis jetzt eine Zucht hatte, war das so ausgeübt worden wie in Deutschland, genauso wie die Pünktlichkeit. Ich hatte mich aber auch schon damit abgefunden, dass nicht jeder meiner Kunden genauso pünktlich war. Schließlich war ich das von meinen ehemaligen Wohnorten auch gewöhnt. Ich holte Felan aus der Box und putzte dann das weiße Fell der Stute. Mit ihr müsste ich nicht erst wieder ein Probereiten machen sondern konnte gleich da weiter mache, wo ich aufgehört hatte. Ich klopfte ihr den Hals und sattelte sie dann. Nachdem ich damit fertig war, bandagierte ich der Stute die Beine und trenste sie. Ich führte sie in die Halle. Der Himmel war heute relativ grau und so würde es später bestimmt noch zum Regnen kommen. Ich ritt die Irish Cob Dame in aller Ruhe wach und lobte sie immer wieder. Ich würde heute erst wieder eine A-Dressur reiten und nochmal den letztendlichen Feinschliff vornehmen. Morgen würden wir richtig durchstarten. Ich trabte sie an und ließ sie im Mitteltrab durch die Bahn wechseln. Danach parierte ich sie in den Schritt durch. Sie machte beim weiteren Training noch gut mit und schnaubte danach in aller Ruhe ab. Ich klopfte ihr den Hals und ritt sie am langen Zügel ab. Ich brachte sie nach dem Training wieder auf die Weide. Hier bekam sie vorsichtshalber schon die Regendecke drauf. Da sie nicht sonderlich viel geschwitzt hatte, war auch keine Abschwitzdecke nötig gewesen. Sie graste in aller Ruhe und so konnte ich zu einem meiner Pferde und mit ihm trainieren. Dies dauerte auch nicht wirklich lange und ich konnte mich in aller Ruhe nochmal um ein bisschen Papierkram kümmern. Ich ging also ins Büro, checkte E-Mails und wurschtelte mich durch meine Unterhaltungen. Ich seufzte kurz und versuchte mir dann mal einen Überblick über die Finanzen zu machen. Die letzten Wochen über hatten sich Simon und Joyce um die Unterlagen gekümmert. Zweite leistete mir nun Gesellschaft und wir setzten uns gemeinsam mit der Planung für die nächsten Monate auseinander. Abends holte ich die Stute wieder nach drinnen und gab ihr noch das Futter, welches mit Hunter abgesprochen war. Sie freute sich sehr darüber und ließ es sich schmecken. Ich schaute noch nach meinen anderen Pferden.

    Am nächsten Tag trainierte ich wieder erst mit einem meiner Pferde und holte gegen Nachmittag Felan wieder von der Weide. Ich putzte sie ausgiebig und machte sie für das Training fertig. Ich führte sie in die Halle und stieg dort auf ihren Rücken. In aller Ruhe ritt ich die Schimmeldame warm und danach übte ich den versammelten Trab und den versammelten Galopp mit ihr. Diese beiden Gangarten würden in einer L-Kür von ihr gefordert werden und so musste sie da nun durch. Ich klopfte ihr den Hals und übte weiter. Nach einer halben Stunde aktiver Arbeit ritt ich sie wieder ab. Ich wollte sie schließlich nicht überfordern. Ich führte sie im Schritt noch ein paar Runden und ging dann mit ihr in den Trainingsstall. Ich klopfte der Stute dort den Hals. Als nächstes trenste ich sie ab und zog ihr das Halfter über den Kopf. Ich gab ihr ein Leckerlie und bandagierte ihr die Beine ab. Als nächstes folgte der Sattel und nachdem alles verräumt war, deckte ich sie mit einer Regendecke ein. Ich klopfte ihr den Hals und brachte sie auf die Weide. Sie begann wieder zu grasen und ich konnte alles für Amadors Anreise morgen vorbereiten. Gegen Spätabend holten Simon, Louis und Tyler die Pferde rein.

    Der nächste Tag begann wieder mit einem Training mit Felan. Ich wollte heute nochmal die beiden neuen Gangarten üben und nochmal versuchen hier ein bisschen was aus ihr rauszukitzeln. Sie machte beim Training wie immer aufmerksam mit und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Ich ließ ihr nach dem Training die Zügel lang und ritt sie ab. Ein weiteres Mal klopfte ich den Hals der Kleinen und brachte sie auf die Weide. Amador würde in ein paar Stunden ankommen und so würde ich nun den Trainingsplan vorbereiten. Ich hörte wie ein Auto auf den Hof fuhr und mir war gleich klar, dass es Lucius und sein Hengst Amador waren. Seit dem letzten Training auf meinem Hof war er bei keinem Trainer mehr gewesen und ich war schon gespannt, wie er sich heute machen würde. Ich half Lucius beim Ausladen und band ihn vor seiner Box an. Dort entfernte ich ihm die Transportgamaschen und seine Transportdecke. Ich lobte ihn kurz und ging noch eine kleineRunde mit ihm und Lucius in der Halle spazieren. Hierbei erklärte ich ihm den Trainingsplan und er nickte nur zustimmend zu. Er schien mal wieder im Stress zu sein und machte sie noch während ich mit dem Hengst lief auf den Weg zurück zum Flughafen. Ich wollte deshalb nicht groß diskutieren und so kümmerte ich mich alleine um alles. Ich brachte ihn auf seinen Paddock und ließ ihn dort ein bisschen in Ruhe. Ich richtete das Futter für abends vor. Ich hängte den Trainingsplan auf und markierte alles Wichtige auf dem Plan. Ich klopfte mir den Staub von der Hose. In der Küche richtete ich das Abendessen für alle her. Ich half noch beim Futtern und Reinholen der Pferde, danach gab es für alle Essen.

    Das erste Training mit Amador fand am nächsten Tag statt. Ich machte ihn bereits mit einem sehr mulmigen Gefühl fertig und hatte mir auch geschworen ihn erst abzulongieren. Danach würde ich auch nur mit Helm und Protektor aufsteigen. Mein Vertrauen in den Hengst war einfach nicht sonderlich vorhanden. Ich putzte das weißes Fell bis es glänzte und klopfte ihm nochmal den Hals. Nachdem die getan war, sattelte und trenste ich den Lusitano. Gemeinsam gingen wir zur Halle, wo ich ihn longierte. Hier stellte er sich schon gegen meine Anweisungen und wir hatten einiges zu diskutieren. Ich legte mich hier deutlich mit ihm an, denn er sollte endlich mal verstehen, dass ich das Sagen hatte und er nicht immer gegen mich sondern mit mir arbeiten sollte. Irgendwann schnaubte er wiederwillig ab und hörte. Ich war mir aber sicher, dass wir die gleiche Diskussion die nächsten Tage wieder beziehungsweise noch öfter haben würden. Bei X hielt ich ihn an und schnallte die Longe ab. Im nächsten Zug nahm ich die Zügel auf und schwang mich auf seinen Rücken. Die Ohren gingen tief in den Nacken und ich war gespannt was jetzt auf mich warten würde. Da er ja schon warm war, ritt ich nur noch ein paar Runden im Schritt und begann mit dem Training. Ich fragte nochmal die Lektionen der M-Dressur ab bei welchen er sich leicht getan hatte. Ich wollte ihn heute nicht überfordern und so ritt ich ihn nach ein paar Übungen ab. Nachdem er wieder trocken war, stieg ich von seinem Rücken und führte ihn aus der Halle zu seiner Box. Für den Weg hatte ich ihm eine Abschwitzdecke übergelegt. Ich band ihn vor der Box an und entfernte das komplette Zubehör. Er durfte den Rest des Tages auf der Weide genießen und hier in aller Ruhe grasen und sich nochmal austoben. Simon hatte vor meinem Training Felan bereits nach draußen gebracht und ich holte sie nun wieder nach drinnen. Ich putzte das Fell meines zweiten, auch weißen, Trainingspferdes. Dann holte ich das Sattelzeug und platzierte als erstes den Sattel und die Bandagen auf ihr. Zu gut da Letzt folgte nun noch die Trense. Die Stute nahm das Gebiss brav auf und ich konnte alles schnell verschnallen. Auch mit ihr ging es heute mal in die Halle. Ich wollte die Lokation immer wieder ein bisschen ändern, damit sie nicht so eingefahren waren. In Ruhe wurde nun erst mal warmgeritten und dann ging das Training auch schon los. Wir übten als aller erstes nochmal die zwei neun Gangarten und widmeten uns danach einer neuen Aufgabe. Diese lautete Außengalopp. Als erstes sollte dieser auf der ganzen Bahn und schließlich auf dem Zirkel klappen. Ich galoppierte die Stute also an und versuchte immer wieder, dass sie in den Außengalopp sprang. Hierfür gab ich ihr natürlich auch die notwendigen Hilfen. Nachdem wir einen erfolgreichen Punkt hatten, machte ich einen Cut und ritt sie ab. Ich wollte sie zum einen nicht überfordern, zum anderen wollte ich dass das Training wie immer positiv aufhörte. Schließlich führte Überforderung auch gerne mal zu Missmut oder schlechter Aufgabenausführung und beides würde kein Loben hinter sich ziehen. Ich führte sie zum Stall und machte sie auch für die Weide fertig.

    Die nächsten Tage, besser gesagt Wochen, waren mit Training der beiden Pferde vollgetaktet. Mit Amador versuchte ich mich auch an der Bodenarbeit und siehe da wir machten wirklich ein paar kleine Fortschritte. Der Hengst hörte irgendwann auf nach mir zu beißen sobald ich versuchte ihn an der Vorderhand wegzuschicken. An der Rückhand hörte er auch allmählich auf zu treten und machte bei einem Großteil der Aufgaben mit. Ich übte mit aber auch an den Aufgaben der S-Dressur. Hierbei tat er sich bei der Passage, der Piaffe und dem Schaukeln erstaunlich leicht. Die Bahnfiguren fielen ihm hingegen einfach ein bisschen schwerer und hier mussten wir einiges an Arbeit reinstecken. Ich lobte ihn hier oft und versuchte auch bei ihm immer einen positiven Abschluss zu finden. Bei Felan gelang mir dieses jedoch um einiges leichter wie bei ihm. Sie würde morgen bereits abgeholt werden, da die L-Dressur nicht so anspruchsvoll war wie die S-Dressur und sie hatte besser mitgemacht. Des Weiteren war sie ja auch schon länger bei mir. Ich trainierte heute ein letztes Mal die Kurzkehrtwenden und Galoppwechsel. Sie machte diese ordentlich mit und ich war sehr zufrieden mit ihr. Ich hatte ein gutes Gefühl dabei sie morgen wieder zu Hunter zu schicken. Dieser würde später am Abend besser gesagt noch ankommen.

    Am nächsten Tag ritt ich Hunter seine Stute nochmal vor und auch er war zufrieden mit dem Fortschritt seiner Stute. Wir brachten sie noch ein bisschen auf ihren Paddock. Der Heimflug der beiden würde heute Abend beziehungsweise Nacht erst gehen und so durfte sie sich jetzt noch ausruhen. Ich ritt danach unter Hunters Aufsicht nochmal Amador. Er sah mir zu und war auch hier echt überrascht, dass das Training ohne Buckeln, Steigen oder sonstigem Mist ging. Ich klopfte ihm nach allem den Hals. Er hatte mal zur Ausnahme sehr gut mitgemacht und ich war stolz auf den Schimmel. Heute hatte ich nur bisher geübten Lektionen abgefragt und nichts Neues trainiert. Damit würde ich morgen wieder weitermachen, wenn ich alleine war. Wenige Stunden später half Hunter beim Einladen und verabschiedete mich von allen beiden. Er hatte versprochen, dass er mich auf dem Laufenden halten würde.

    Die nächsten Tage waren mit Bodenarbeit und Dressurtraining mit Amador gespickt. Meistens fand beides an einem Tag statt, jedoch hatten wir auch Tage da trainierte ich ihn nur in der Dressur oder machte nur Bodenarbeit mit ihm. Ich übte alle Aufgaben sehr ausführlich mit ihm, damit sie auch auf Turnieren abfragbar sein würde. Zirka eine Woche nachdem uns Hunter und Felan verlassen hatten, kam Lucius zu uns. Er schaute mir auch beim letzten Training zu und fuhr noch am gleichen Abend mit seinem Hengst zum Flughafen. Das Verhältnis zwischen uns war nicht so gut wie das mit Hunter. Ich würde dennoch den Weg des Hengstes weiter verfolgen, auch wenn meine Arbeit hier eigentlich bereits getan war.

    Die Kür
    aus der Sicht von Eve Owen

    „Mir egal ob die anderen englisch reiten, die Wahl ist einem selbst überlassen.“ protestierte ich vor meinem Bruder, der mir weiß machen wollte, dass es besser wäre Amador im Dressurstil vorzustellen. „Du solltest das überdenken, ich hab Alles für die Dressur dabei.“ – „Lass mich überlegen –„ Ich legte mir Zeigefinger und Daumen ums Kinn und tat so als würde ich tatsächlich darüber nachdenken. „Ich bleib bei Western. Nichts für ungut, Brüderchen.“ grinsend klopfte ich ihm auf die Schulter und schob mich an ihm vorbei um Amadors Zubehör zu holen.
    Es fühlte sich an als seien Stunden vergangen, bis wir endlich auf dem Vorreiteplatz standen. Amador war nervös, aber wir hatten noch Zeit um uns zu beruhigen. Auch mir ging die Pumpe, wenn ich an meine erste Kür dachte. Und dann noch gleich mit diesem Hengst. Meinem Hengst, den ich monatelang hierauf vorbereitet hatte. Ich hatte ein gutes Gefühl dabei. Er war soweit und ich war es auch. Ein verrauschtes Knacken im Lautsprecher ließ alle wartenden Teilnehmer aufhorchen. Doch ich wusste, dass wir die nächsten waren und nahm Amadors Zügel auf.
    Im Walk auf der linken Hand betraten wir die Halle und grüßten die Richter. Zwölf Pilonen standen in der Halle verteilt. Zwischen zweien lag eine Stange. Kurz nach dem Grüßen der Richter gab ich Amador per Schnalzen den Takt vor und er ging in den Jog über. Diese Art des Trabens war ein hartes Stück Arbeit für uns. Doch Amador nahm den Kopf brav herunter. Die Stange überquerten wir ohne Probleme. Nachdem wir die erste Pilone umrundet hatten galoppierte ich den Hengst an. Amador nahm dabei den Kopf ein Stück höher. Etwas, das ihm aus der Dressur noch hängen geblieben ist. Er wusste mittlerweile, dass hier Lope gefragt war und setzte diesen vor Allem in Anbetracht seiner Vergangenheit gut um. Auf halber Strecke zur nächsten Pilone gab es einen Leadchange. Auch dieses Spiel kannte der Hengst schon und wieder waren seine Bewegungen ein wenig zu exzessiv. Es war unser ganz persönlicher Stil. Ein paar Pilonen später ritten wir Schlangenlinien um fünf der Pilonen. Am Ende der Reihe ging es dann noch einmal über die Stange am Boden. Diesmal im Lope. Just vor Ende der kurzen Seite hielt ich Amador an. Sofort stellte er sich geschlossen auf und kaute nervös auf seinem Gebiss. Ich spürte wie sein Körper vor Anspannung bebte. ‚Einundzwanzig, Zweiundzwanzig, …‘ zählte ich mit geschlossenen Augen, ehe ich die Hilfe für die Rückhandwende gab. Nun stellten wir das ganze Prozedere auf der rechten Hand vor. Am Ende unserer Kür verabschiedete ich mich von den Richtern und verließ im Schritt am langen Zügel die Halle.
    Amador streckte sich und machte einen zufriedenen Eindruck. Fürwahr, dieser Hengst wusste sich zu präsentieren. Er war ein Showmaster erster Klasse. Wenngleich wir wohl für echte Kenner ein wenig zu weit Ab vom Sprung waren für eine gewertete Westernkür, so bekamen wir trotzdem gutes Feedback von denen, die offen für Stilbrüche waren. Zufrieden stieg ich aus dem Sattel und grinste meinem Bruder ins Gesicht, der nur mit dem Kopf schüttelte. „Lief doch gut!“ meinte ich und kraulte Amador den nass geschwitzten Hals. „Wenn du meinst, Schwesterherz. Eine Dressurkür hätte weniger seltsam gewirkt.“ – „Du spinnst doch. Wir werden ja sehen, was die Richter dazu sagen!“ gab ich zurück und riss meinem Bruder den Apfel aus der Hand um ihn Amador zuzustecken.
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    Amador auf Phoenix Valley
     
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  9. Rinnaja

    Rinnaja Bekanntes Mitglied


    Rinnaja


    Meine Teilnahme mit...
    Don Quichoté

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    Besuche ihn

    Steckbrief
    Don Quichoté



    Rufname: Don, Donni, Choti

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    Aus der: Don Jelina
    MM: Donjador
    MV: Dunalino

    Von: Don Quintus
    VM: Queen Lisbeth
    VV: Don Calisto


    Geburtsdatum: 12.12.2012
    Geschlecht: Hengst


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    Rasse: Deutsches Reitpony
    Rassetyp: Pony

    Fellfarbe: Dark Chestnut Tobiano, ee/aa/nTo

    Abzeichen:
    Unregelmäßige Blesse | - | -
    Langhaar: Dunkelfuchs-Weiß
    Augenfarbe: Blau
    Stockmaß: 1,48 m



    Letzte Tierarztbesuch: Unbekannt
    Letzte Hufschmiedbesuch: Unbekannt


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    Charakter:
    gesellig, selbstbewusst, sensibel, lernwillig, arbeitswillig, fleißig, verschmust
    Beschreibung:
    Don Quichoté ist ein geselliger Hengst, der gerne andere um sich hat. Er ist stets Selbstbewusst und mutig weswegen er sich gut in der Herde behauptet und mit allen Mittel einen guten Rang erkämpft. Man sollte immer bei dem Hengst mit Bedacht umgehen, da er bei sowas ziemlich sensibel ist, was auch das Reiten geht, weshalb man nicht grob werden darf, den sonst macht er komplett zu. Er ist sehr lernwillig und arbeitet immer fleißig mit und gibt immer sein bestes bei jeder Sache. Ab und zu kann er auch nur verschmust sein, wo es mal beim Putzen schnell länger dauern kann. Wenn man ihm Liebe gibt, kriegt man selbst genauso viel zurück, im allgemeinen eigentlich fast kein typischer Hengst, außer was den Rang in der Herde angeht und Stuten imponieren angeht. Man kann so gut wie nie ihm Böse sein, den er macht das beste aus dem Moment und ist ein wahres Gangtalent. Er hat einen sehr guten Schritt und trabt sehr federnd, auch im Galopp hat er einen raumgreifenden und prächtigen Gang. Das Springen gehört zu seiner Leidenschaft, den ohne das geht es nicht, weshalb er gut im Springen und Military anzusehen ist, Dressur ist auch ansehlich, zwecks seinen Gängen doch das macht ihm nicht so viel Spaß, gibt sich aber dennoch Mühe.

    Geschichte:
    Don kam durch einen Onlinekauf zu uns, Snoopy hatte sich sofort verliebt und ein Treffen zum Vorreiten ausgemacht und was passierte? Natürlich sie verliebte sich und kaufte ihn!


    Reitweise: Englisch, Western

    Eingeritten: Ja
    Eingefahren: Ja


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    Im Besitz seit: 06.03.2016

    Besitzer: Snoopy
    Vorbesitzer: -
    VorVorbesitzer: -


    Maler: sweetvelvetrose

    Ummaler: -

    Fohlenmaler: -
    Großmaler: -

    VKR: sweetvelvetrose


    Reitbeteiligung: -


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    Zucht Platz: -
    Gekört? Nein

    Decktaxé: ...

    Nachkommen: //


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    Galopprennen
    Western: E A L M
    Springen: E A L M
    Military: E A L M S S* S** S***
    Dressur:
    E A L
    Distanz
    Fahren
    Gang

    Wendigkeit: E

    Rot: Training | Grün: Schleife | Blau: Beides

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    114. Synchronspringen (2.Platz)
    116. Synchronspringen (2.Platz)
    117. Synchronspringen (2.Platz)
    -
    326. Westernturnier (2.Platz)
    327. Westernturnier (3.Platz)
    333. Westernturnier (2.Platz)
    -
    356. Dressurturnier (2.Platz)
    -
    244. Militaryturnier (3.Platz)

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    PNG normal | PNG zerstückelt | Offizieller Hintergrund

    Tierarztbericht
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    4027 Zeichen

    Nach längerer Zeit war ich mal wieder in Kanada unterwegs. Ich mochte dieses Land sehr und jetzt im Herbst erstrahlte es umso schöner. Am Nachmittag kam ich bei Stefanie Westside an, wir begrüßten uns und sie zeigte mir sogleich ihre Pferde, meine Patienten für heute. Es handelte sich hierbei nur um Routineuntersuchungen, da die vier Pferd zur Körung sollten. Stefanie bereitete mich darauf vor das es sich um eher ängstliche und schüchterne Pferde handelte und so konnte ich mich schon ein wenig auf die bevorstehende Situation einstellen. Sie stellte mir zuerst eine Vollblut Stute namens Mikado vor. Ihr Blick verriet schon einiges, sie war unsicher und wusste gar nicht wie sie mit der Situation umgehen sollte. Ich machte mich mit ihr bekannt, ließ sie schnüffeln, redete ruhig mit ihr und streichelte ihr den Hals entlang und fing so schon mit dem Abtasten an. Das ganze eher spielerisch das die Stute gar nicht merkte das die Untersuchung schon begann. Ab und zu bewegte sie sich ein paar Schritte von mir weg, aber ich gab ihr das Gefühl das alles in Ordnung war und lobte sie überschwänglich bei jeder Kleinigkeit wenn sie ruhig stand. Beim Abhören mit dem Stethoskop fand sie die Gerätschaft erst ziemlich mysteriös, ließ es aber dann über sich ergehen. Ich ließ sie mir dann im Schritt und Trab vorführen und zum Schluss wurden noch Impfungen aufgefrischt. Den kleinen Pieks fand sie natürlich gar nicht lustig und machte ein ziemliches Theater, aber da musste sie schnell durch und wurde dann umso mehr gelobt.

    Als nächstes kam ein Reitpony Hengst namens Don Quichoté. Er gefiel mir auf Anhieb sehr gut und er zeigte sich auch gleich von seiner sehr selbstbewussten Art, typisch Hengst eben. Auch mit ihm machte ich mich bekannt und ließ ihn mir zuerst im Schritt und Trab vorführen. Vom Bewegungsapparat sah alles gut aus und so machte ich mit dem Abtasten weiter. Don interessierte es wenig was ich da an ihm machte, viel mehr interessierte er sich für alles andere was um ihn herum geschah und vor allem wenn sich mal eine Stute blicken ließ. Da wieherte er und reckte und streckte sich und stellte sich zur Schau wie es nur ein Hengst konnte. Stefanie und ich mussten beide schmunzeln über sein Verhalten. Herz, Lunge usw. war schnell abgehört und eine Spritze bekam er auch noch.

    Als nächstes kam noch ein Ponyhengst. Zipje, auch einer von der eher schreckhaften Seite, näherte sich zunächst mir vorsichtig und wich dann doch vorsichtshalber wieder zurück. Man merkte schon beim Abtasten das er sofort zusammen zuckte wenn man ihn berührte, aber mit ein paar beruhigenden Worten hatten wir das gut unter Kontrolle. Ich machte alles sehr bedacht und ruhig mit ihm und zeigte ihm alles zum beschnüffeln, wie auch das Stethoskop. Es war fast so als ob er mir immer ein OK geben würde, das ich ihn jetzt damit berühren darf. Wir zwei hatten unsere Taktik gefunden und er war auch weniger gestresst. Mit viel Lob bekamen wir dann auch die Spritze rein. Bevor ich ihn entlassen konnte, durfte auch er nochmal im Schritt und Trab den Weg entlang laufen und war dann fertig für heute.

    Als letzten Patient für heute kam noch der Hengst Enjoy It With Me an die Reihe. Ein hübscher Tigerschecke und, im Gegensatz zu den anderen, sehr neugierig und interessiert an mir. Er war mit seinem Kopf ständig in meiner Nähe, stupste mich an oder knabberte an meiner Jacke. Stefanie hielt ihn zwar fest, aber sie konnte ihn nicht immer davon abhalten. Ich tastete die Wirbelsäule und die Beine ab, hörte Herz und Lungenfunktion ab und bereitete dann die Impfung vor. Als ich die Spritze ansetzte versuchte der Hengst doch tatsälich kurz nach mir zu schnappen, nicht böswillig, eher so wie wenn man eine Mücke verscheucht. Stefanie und ich lobten ihn dann ausgiebig und auch er drehte dann nochmal eine Runde. Alles war in bester Ordnung.


    Ich gab Stefanie dann noch für alle Pferde Wurmkuren mit und übergab ihr die Untersuchungsberichte das es keinerlei Befunde gab und nichts im Wege stand warum sie nicht zur Kür gehen könnten.

    Hufschmiedbericht
    25.01.2018 - Floooh
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    Es war wieder ein reger Tag auf dem Hof, viele Pferde, Menschen und Autos tummelten sich auf unserem Gestüt, weshalb ich doch ganz froh war wieder ein wenig auf Achse zu sein. Nach dem letzten Besuch bei Snoopy, hatte sie mich gebeten ein weiteres mal zu kommen für zwei ihrer Hengste. Mit gepackten Köfferchen machte ich mich also schließlich auf den Weg zu ihr und ihren Pferden. Als ich ankam, warteten alle drei bereits vor der Stallung. Geputzt, gestriegelt und vorbereitet für ihre neuen Eisen. So hatte man es gern.

    Mit einem lauten freundlichen „Hallo“ stieß ich dazu und streichelte den Hengsten jeweils einige Male über den Hals. Beide wirkten sehr ausgeglichen und ruhig. Ich bereitete meine Sachen vor und begann schließlich mit dem Reitponyhengst Don Quichoté. Ein ziemlich hübscher Dunkelfuchsschecke mit angenehmer Größe und gutem Exterieur. Ich nahm seinen ersten Huf und legte ihn auf meinem Bein ab, um die Hufränder abzuschneiden. Da er Hufeisen bekommen sollte, sah ich bereits jetzt, dass die Ränder eine gute Tragfläche boten. Als Nächstes schnitt ich mit dem Hufmesser das Innere des Hufes aus, bis aus dem dunklen Horn ein feines weiß-beiges wurde. Als nun auch der Strahl wieder in Form gebracht wurde, setzte ich den Huf wieder zurück auf den Boden und nahm nun den hinteren Huf der selben Seite auf und tat auch hier dasselbe in der Reihenfolge. Die gleichmäßig abgenutzten Hufe, sprachen für ein sauberes Gangbild des Hengstes. Nachdem die rechte Seite nun fertig war, folgte dieselbe Prozedur auf der anderen Seite. Zu guter Letzt raspelte ich noch ein letztes Mal über die äußeren Hufe, damit die dem Kunststoffbeschlag eine glatte Ebene boten. Nun ging es an die Eisen. Snoopy wollte auch hier Kunststoffbeschlag, welche innen mit Stahl verstärkt waren. Diese dämpfen die Schritte des Pferdes ebenso aus, waren aber durch die Stahlverstärkung nochmal etwas belastbarer, somit aber auch schwerer. Das Pferd war dadurch aber keineswegs beeinträchtigt.


    Ich nahm mir einige Vorlagen aus dem Auto und hielt sie Don an den Huf, um zu sehen, welche am besten passte. Alle vier Hufe benötigten in etwa dieselbe. Mit einem Marker zeichnete ich die Abdrücke des Hufes auf die Vorlage und schnitt diese anschließend mit dem Schleifer zurecht. Beide Hengste standen trotz lauter Geräusche entspannt da und gähnten vor sich her.


    Der Beschlag lief ähnlich ab, wie der eines normalen Eisens. Zuerst wurden die ersten zwei Nägel in das Eisen geschlagen, jedoch nicht ganz bis zum Anschlag, um das Eisen noch ein letztes Mal zu korrigieren. Ein perfekter Sitz war nämlich die äußerste Priorität. Gesagt getan, setzte ich die Nägel an und prüfte ein letztes Mal den Sitz am Tragrand des Hufes, bevor ich die Nägel ganz hineinschlug. Es folgten vier weitere, jeweils zwei an jeder Seite. Da der Huf bombenfest saß, entschied ich mich dazu, dass weitere Nägel nicht notwendig waren. Nun wurden die Nägel bündig zur Hufwand abgeknipst und eingebettet. Als schließlich alle Hufe fertig waren, alle Eisen saßen, schliff ich mit dem Raspel ein letztes Mal über alle Hufe um alles zu glätten. Dann war der erste Kunde auch schon bedient und fertig für heute. Snoopy kontrollierte noch einmal alles mit einem geschulten Auge und lief ein paar Schritte mit Don Quichoté.


    Als Nächstes folgte ihr zweiter Hengst. Enjoy it With me, kurz Joy, war ebenfalls ein Reitponyhengst mit einer sehr außergewöhnlichen Fellfarbe. Ich war eh total vernarrt in Tigerschecken, aber Joy hatte nochmal das gewisse Etwas. Nun folgte das gesamte Spiel von vorne. Ich begann auch bei Joy mit dem Ausschneiden der einzelnen Hufe und begradigte die Hufaußenwände. Ich legte den ersten Vorderhuf auf meinem Oberschenkel ab und schnitt das alte Horn hinaus. Auch die überschüssigen Ränder des Hufes wurden abgeknipst, mit einer minimalen Schräge, damit das spätere Eisen gut aufliegen konnte. Gerade hier musste man penibel arbeiten, jedoch hatte ich durch den wachsenen Bekannheitsgrad der Kunststoffeisen inzwischen eine recht gute Übung darin und entwickelte ein gutes Gespür wie ein Huf in etwa aussehen sollte. Zur Sicherheit nahm ich mir aber immer mal wieder die Eisenvorlage hinzu und kontrollierte die Tragränder. Darauf folgend zeichnete ich wieder die Umrisse des Hufes auf die Eisen und sägte diese in Form. Wieder kontrollierte ich die Passform, solange bis ich gänzlich zufrieden war. Im Anschluss ging es ans „Nageln“ - Ein gerne benutzter Gag unter den Hufschmieden. Joy stand weiterhin ruhig da und schien sehr kooperativ zu sein. Nicht ein einziges Mal schreckte er zurück, setzte den Huf ab oder hampelte unruhig herum. Perfekt für mich, aber auch für ihn. Wieder befestigte ich das Eisen nicht ganz, korrigierte mit ein paar Hammerschlagen von der Seite und nagelte die Nägel schließlich fest hinein. Auch bei Joy reichten 6 aus. Selten gab es Fälle wo man mehr oder weniger Nägel benutzte. Weniger eher bei einer schlechten Hufbeschaffenheit, da man den Huf natürlich immer ein wenig beschädigte und logischerweise, gerade bei einer porösen Schicht mehr kaputt machen konnte, als zu helfen. Nachdem alle Nägel im Huf saßen, eingebettet und geschliffen waren folgte der nächste Huf. Auch hier verlief alles problemlos. Als auch hier die Nägel fest im Horn saßen, knipste ich die überstehenden Enden mit der Zange ab und schlug das Eisen erneut von unten gegen den Huf, damit sich die Nägel nochmal etwas tiefer gruben. Die abstehenden Enden, zwackte ich wieder ab und drückte sie mit dem Clincher in die Kerben hinein. Zu guter Letzt raspelte ich auch hier noch einmal über die Außenwand. Auch die letzten beiden Hufe gingen im Hand umdrehen. Wenige Minuten später schaute ich nochmal drüber und klatschte zufrieden in die Hände. „Alles fertig, deine neuen Schuhe stehen dir unglaublich gut, Joy“ sagte ich lächelnd und wendete mich zu Snoopy. Auch sie schien zufrieden. Jetzt mussten sie nur noch getestet werden, ob es die richtige Wahl für Don und Joy war. Aber bisher gab es keine Beschwerden. Auch meine eigenen Pferde liefen unglaublich gut mit den Kunststoffbeschlägen und wirkten zufriedener als mit dem normalen Eisenbeschlag.


    Ich verräumte meine Materialien wieder im Auto und klopfte mir die Hose ab. Nach einer freundlichen Verabschiedung, setzte ich mich in Auto und fuhr langsam die Hofeinfahrt hinunter. Die nächsten Tage oder Wochen würde sich zeigen, ob die Hengste ebenso zufrieden waren wie ich.
    6416 Zeichen | (c) Floooh

    Trainingsberichte
    14.04.2017 - FrauHolle
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    Dressur E -> A
    Don Quichoté + Zipje

    Ich schnappte mir meine Jacke vom Beifahrersitz und knallte die Autotür hinter mir zu. Mein Weg führte mich auf die Kanaskins Rêver Ranch, auf der ich mich um das Dressurtraining von zwei Pferden kümmern sollte. Heute wollte ich mit den beiden Hengsten Don Quichoté und Zipje trainieren und ich freute mich schon riesig darauf, die beiden kennenzulernen. Ich schlenderte in den Zuchtstall und las mir die Boxenschilder der Pferde durch. Auf der Ranch waren wirklich viele wunderschöne Pferde zuhause. Als erstes entdeckte ich Don Quichoté, der mich neugierig beschnüffelte, als ich ihm meine Hand hinstreckte und ließ sich verschmust meine Streicheleinheiten gefallen. Ich suchte im Stall nach Zipje, den ich ein paar Boxen weiter fand. Auch er schaute mich interessiert an und ich beschloss, als erstes mit ihm zu arbeiten. Kurze Zeit später hatte ich den Hengst aus der Box geholt und ihm am Putzplatz angebunden. Ich striegelte ihn, kämmte seinen Schweif und seine Mähne und kratzte seine Hufe aus, bevor ich mir den Sattel und die Trense aus der Sattelkammer holte. Ich führte Zipje auf den Reitplatz und parkte ihn neben dem Hocker, damit ich aufsteigen konnte. Ohne abzuwarten, ob ich richtig im Sattel saß, marschierte der Hengst voller Motivation los. Ich nahm die Zügel etwas auf und ritt ihn im Schritt warm. Nach dem Warmreiten kontrollierte ich noch einmal den Gurt und trabte schließlich an. Zipje viel in einen sehr gleichmäßigen und gemütlichen Trab und ich fing an, ihn mit ein paar Bahnfiguren zu biegen und zu stellen. Locker ritt ich Schlangenlinien durch die Bahn, Volten und Zirkel. Nachdem Zipke langsam lockerer und durchlässiger wurde, übten wir Schritt – Trab Übergänge, sowie das Antraben aus dem Stand. Erschrocken sprang Zipje zur Seite, als direkt vor uns ein Vogel aus dem Gebüsch flog, doch ich konnte ihn schnell beruhigen und er war sofort wieder bei der Sache. Bevor ich mit der Galopparbeit beginnen wollte, gönnte ich Zipje eine kleine Schrittpause, in der ich Seitengänge und Rückwärtsrichten mit ihm übte. Zufrieden kraulte ich ihm den Hals und ließ mir die Zügel aus der Hand kauen. Im Mitteltrab ritt ich die lange Seite herunter und ging danach auf den Zirkel. Zur geschlossenen Zirkelseite gab ich die Galopphilfe, woraufhin Zipje wie ein Wildpferd lospreschte. Erschrocken nahm ich die Zügel etwas auf und setzte mich tief in den Sattel rein. Damit hatte ich nun, nach diesem entspannten Trab, wirklich nicht gerechnet, aber ich schaffte es, ihn wieder durchzuparieren. Viel zu schnell trabte er unter mir davon und ich versuchte, ihn ruhiger zu bekommen, indem ich den Zirkel verkleinerte. Langsam hatte ich den Hengst wieder im Griff und traute mich, ihn erneut anzugaloppieren. Ich hielt die Zügel kurz, während ich aus der Volte heraus die Galopphilfe gab. Diesmal war ich vorgewarnt und schaffte es, ihn unter Kontrolle zu behalten. Ich galoppierte ihn eine halbe Zirkelrunde, parierte durch, trabte eine halbe Runde und galoppierte in wieder an. Dieses Spiel spielte ich ziemlich lange und so langsam wurde Zipjes Energie immer weniger. Im Trab wechselte ich die Hand und galoppierte ihn auf der anderen Hand wieder an. Als er ruhig unter mir galoppierte, parierte ich ihn durch zum Trab und ließ ihn die Zügel aus der Hand kauen. Zufrieden klopfte ich ihn am Hals und fing wieder an, Bahnfiguren im Trab zu reiten. Unser letzter Punkt war der einfache Galoppwechsel, an den ich mich jetzt noch machen musste. Das Angaloppieren klappte immer besser und wir drehten eine schöne Runde auf dem Zirkel. Ich wechselte den Zirkel, stelle ihn bei X um und gab die Galopphilfe für die andere Hand. Zipje sprang in den Kreuzgalopp und lief unkontrolliert durch die Halle, bis ich ihn wieder durchparierte. Ich sortierte die Zügel und versuchte es gleich noch einmal. Meine Hilfen kamen nun klarer und Zipje verstand, was ich von ihm wollte. Wir wechselten vier Mal hintereinander aus dem Zirkel und Zipje sprang jedes Mal richtig um. Zufrieden parierte ich durch und ließ die Zügel lang, damit Zipje sich strecken konnte. Am langen Zügel trabten wir noch einige Runden ganze Bahn, bevor ich zum Trockenreiten überging. Zipje war ziemlich nassgeschwitzt und auch ich konnte dringend eine Pause gebrauchen. Gemütlich ritt ich ihn trocken, stieg ab und führte ihn zurück in den Stall.
    Bevor ich mich ans nächste Pferd machen wollte, gönnte ich mir eine kurze Pause und schlenderte, mit einer Wasserflasche in der Hand, über die Ranch. Im Gegensatz zu meiner Ranch lebten hier ziemlich viele Pferde und es gab viel zu entdecken.
    Nach einer guten Stunde machte ich mich ans Training mit Don Quichoté. Der Hengst hatte meiner Meinung nach eine wunderschöne Farbe und ich war total gespannt, wie er sich unterm Reiter anstellen wird. Entspannt ließ Don Quichoté sich von mir putzen, denn er war total verschmust und genoss die Streicheleinheiten. Auch wenn ich ihn gerne noch länger geputzt hätte, mussten wir uns ans Training machen. Ich holte den Sattel und die Trense aus der Sattelkammer und setzte meine Reitkappe auf den Kopf. Brav folgte Don Quichoté mir in die Reithalle, wo ich mich in den Sattel schwang. Nach dem Warmreiten ließ ich ihn antraben und versuchte, ihn mit vielen Wendungen lockerer zu kriegen. Sein Trab war wunderschön und er ließ sich sehr sensibel auf meine Hilfen ein. Neben vielen Übergängen und Tempiwechseln, übten wir das Rückwärtsrichten und das Zügel aus der Hand kauen lassen. Die Seitengänge im Schritt waren noch verbesserungsfähig, weshalb wir diese besonders in den Fokus setzten. Don Quichoté gab sich wirklich viel Mühe und hörte mir wunderbar zu. Nach einer kleinen Schrittpause machten wir uns an die Galopparbeit. Durch viele Übergänge schaffte ich mir einen ruhigen, aber fleißigen Galopp. Beim Galoppwechsel verlor ich ständig die Anlehnung, doch nachdem wir es einige Male probierten, klappte es schließlich. Ich parierte Don Quichoté durch zum Trab und gab ihm eine kurze Verschnaufpause am langen Zügel, bevor ich in die zweite Galoppphase ging. Wir trainierten das Angaloppieren aus dem Schritt, Viereck verkleinern und vergrößern, sowie Volten und Schlangenlinien. Don Quichoté war ziemlich am schnaufen, nachdem ich ihn nach der Trabphase zum Schritt durchparierte. Zufrieden kraulte ich ihn den Hals und ließ die Zügel lang. Auch ich musste mich bei so einem vielseitigen Training sehr konzentrieren und ließ erschöpft meine Beine hängen. Ich ließ ihn durch die ganze Bahn im Schritt laufen, bis er einigermaßen trocken war und führte ihn dann zurück in den Stall. Nachdem ich den Sattel und die Trense zurück in die Sattelkammer gehängt hatte, putze ich noch einmal die Sattellage über und kratzte die Hufe aus. Mit einer Karotte verabschiedete ich mich von Don Quichoté und auch für Zipje hatte ich noch eine Belohnung übrig. Das Training mit den beiden hatte wirklich super viel Spaß gemacht und ich war mir sicher, dass Don Quichoté und Zipje bald in einer A-Dressur abräumen werden.

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    Die Kür

    Nervös tippelte die Reiterin auf der Stehmähne des Schecken herum. Langsam kam die Aufregung in ihr hoch, was den jungen Hengst aber nicht besonders beschäftigte, er war im Moment die Ruhe selbst und knabberte genüsslich auf seinen Gebiss herum. Ein Krächzen hallte nun durch den Vorraum und der Aufruf von den Beiden kam: ,,Wir bitten nun Don Quichoté und Stefanie Westside in die Halle!".
    Die Reiterin atmete nochmal tief durch und gab den jungen Schecken dann Schenkeldruck, sodass dieser im gemütlichen Schritt die Halle betrat. In der Mitte der Halle kamen Beide zum Stand und die Reiterin grüßte vorbildlich die Richter. Dann schnalzte sie leise, gab Schenkeldruck und der Dunkelfuchsschecke fiel wieder in den Schritt. Beide ritten nun auch die Ganze Bahn und wechselten nach der ersten Runde durch diese. Nun wurde die rechte und stärkere Hand des Reitponys präsentiert und sie ritten weiter gemeinsam im Schritt eine halbe Bahnrunde. Dann ritten sie auf den Zirkel, wo sich der junge Kerl federnd durch diesen bewegte. Mit hüpfenden Trabbewegungen schnaubte er laut und ließ sich folgsam versammeln, während er seinen Kopf in der Geraden hielt und zwischendurch kurz auf dem Gebiss kaute. Donni machte einen super Eindruck, den das Publikum folgte gebannt seinen Bewegungen und auch beim Handwechsel durch den Zirkel machte er ein gutes Bild. Stefanie ließ nun ihren Hengst aus den Zirkel wechseln und lenkte ihn in die Schlangenlinien, wo sie ihm kurz Schenkelhilfen gab und ihn im geregelten Galopp durch die Halle bewegen ließ. Sanft wippte seine Stehmähne im Takt seiner Bewegungen und sein muskulöser Brustkorb hebte und senkte sich langsam. Nach der dritten Kurve der Schlangenlinien wechselten die Beiden wieder die Hand und führten die linke Seite vor. Auch hier galoppierte Donni mit raumgreifenden Sprüngen durch die Schlangenlinien und präsentierte sich wieder von seiner besten Seite. Nun wurden wieder Hindernisse aufgebaut, welche bei einer Maximalhöhe von einen Meter langen und das schwierigste eine Triplebarre. Zuerst waren drei Cavalettis vor den Beiden, wo Stefanie Quichoté zum Trab durchparierte und sie dann auf das Hindernis zusteuerten. Mit drei Trabsprüngen hatte der Schecke alle überwunden und fiel nun in einen leichten Galopp, sie Stefanie ihn etwas versammelte und dann einen Steilsprung überwand. Bei der Triplebarre schnaubte Donni und legte etwas an Tempo zu, überwand schnell diese und ließ sich folgsam zum Schritt durchparieren.
    Stefanie brachte ihren Hengst bei 'X' zum Stehen und verabschiedete sich mit einer Verbeugung, ehe sie die Zügel locker ließ und ihm Schenkeldruck gab und beide im Schritt am langen Zügel die Halle verließen. Als sie draußen ankamen, tätschelte die blonde Reiterin stolz ihr Pferd und stieg mit einer schwungvollen Bewegung aus den Sattel. Nun kuschelte sie sich nochmal an ihn und war dann nur noch gespannt auf das Ergebnis.

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  10. Occulta

    Occulta actually dead Staff

    meine Teilnahme mit
    Blue Dawn's Nachtfalke

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    Steckbrief
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    Vom: Blue Dawn's Ready for the Night

    Aus der: Falkenhofs Sommerblume


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    Rufname: Prinz, Hawk
    Geburtstag: 25.01.
    Alter: 3 Jahre
    Stockmaß: 0,75 m
    Rasse: American Miniature Horse
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: black rabicano minimal tobiano
    (Ee,aa,Toto,RbRb)
    Abzeichen: -
    Gesundheit: Sehr gut


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    ruhig, intelligent, stolz, ehrgeizig


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    Dieser kleine Hengst ist mit seinem auffälligen Abzeichen am Hals ein echter Hingucker. Prinz wird er genannt, da er feinste Blutlinien in sich trägt und sehr edel aussieht. Er st ein wahres Springtalent, da er genug Köpfchen hat um nicht zu früh Energie zu verpuffen; stattdessen springt er immer nur knapp so hoch wie er muss. Selbstverständlich ohne dabei die Stange runterzuwerfen. Ansonsten ist er sehr ruhig und abgeklärt im Umgang. Er sucht förmlich die Aufmerksamkeit seiner Zweibeiner, jedoch nicht durch ungehaltenes Betteln, sondern durch sanftes Anstupsen mit der Schnauze.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -


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    Spring Klasse: S
    Dressur Klasse: L
    Fahren Klasse: S**

    Eignung: Show Jumping, Halter Shows


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    2. Platz 296. Fahrturnier
    2. Platz 328. Fahrturnier
    2. Platz 357. Fahrturnier
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    3. Platz 353. Fahrturnier
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    HS-Bericht

    TA-Bericht

    Trainingsberichte [8]
    Occulta
    Springen E-A
    Minitraining

    Seit Tagen war ich dabei, die Minis für eine grosse Show vorzubereiten, die dieses Wochenende stattfinden würde. Dabei ging es mir vor allem darum, die letzten Feinheiten hinzubekommen, denn die Grundlagen für Shows kannten sie ja eigentlich alle vom sonstigen Training. Lisa half mir dabei. Wir wanderten gemeinsam zur Weide und fingen uns Kicks-a-Lot, Tic-Tac, Papillon d’Obscurité und Lady Diva raus. Wir brachten sie zur Halle, wo ein bunter Parcours aus verschiedensten Dingen aufgebaut war. Zum einen standen Sprünge da, zum Üben fürs Show Jumping an der Hand. Ausserdem hatte Lisa die Kegel zum Fahren aufgestellt und ich hatte Stangen für Langzügeldressur bereit gemacht. Zudem waren ein grosser Ball, eine Blache und eine Holzwippe da. Diese drei besonderen Gegenstände wollte ich für’s Führtraining nutzen. Zuerst longierte ich Lady Diva etwas, bevor ich mit der Langzügeldressur anfing. Lisa begann mit Papillons Fahrtraining. Die anderen Zwei Ponys banden wir im Vorraum mit den Anbindestellen vor der Reiterstube an. Diese ‚Abstellkammer‘ wie ich sie gerne nannte war für auswärtige Reitschüler gedacht, damit sie ihre Pferde irgendwo anbinden konnten, wenn sie etwas zu erledigen hatten. Ich übte mit Diva das Anhalten und Schritt-Trab Übergänge. Auch eine Art versammeltes oder zumindest langsames Traben und Schulterherein forderte ich. Wir waren noch an den Basics, denn das top ausgebildete Country Pleasure Fahrpferd war erst bis Klasse A am Langzügel gearbeitet worden. Ich schielte zu Lisa herüber und stellte zufrieden fest, dass sie gekonnt um die Kegel kurvte und perfekt beim Buchstaben A anhalten konnte. Papillon machte zudem die tollen Bewegungen eines typischen Simple Pleasure Talents und hatte eine ausdrucksstarke Aufrichtung. Die schokofarbene Stute hatte sich wirklich zu einem ganz anderen Pferdchen gemausert, seit ich sie vor ein paar Jahren gekauft hatte. Es bereitete mir grosse Freude, die Fortschritte der Minis zu sehen. Das Herdenleben machte auch viel aus: sie waren total ausgeglichen und hatten praktisch nie ‚einen schlechten Tag‘.

    Wir tauschten nun und holten Kiwi und Tiki raus. Die beiden bekamen ein Springtraining, wobei wir aber kaum höherstellten und uns rein um die Technik kümmerten. Wir liefen die Sprünge aus verschiedenen Kurven und Wendungen an, damit sie lernten, auch mal etwas diagonal zu springen. Meistens aber liefen wir so gerade wie möglich auf den Sprung zu und liessen den Pferdchen Zeit, den richtigen Absprungpunkt zu finden. Es war hier alles eine Frage der Übung, denn viel einwirken konnten wir ja nicht. Lediglich das Tempo versuchten wir etwas anzupassen, wenn die Minis zu eifrig wurden oder zu wenig Schwung hatten. Als das Springen durch war, machten wir noch ein paar Übungen mit der Wippe und dem Ball.

    Nach fast einer halben Stunde führten wir alle vier zurück zur Weide und holten stattdessen Silhouette of a Rose, Nachtfalke und Tigrotto. Die drei kamen brav mit und Falke benahm sich, obwohl er in Begleitung zweier Stuten war. Lisa führte ihn, während ich die beiden Mädels übernommen hatte. Ich machte zuerst mit Rose Langzügelarbeit, wobei ich wiederum Übergänge, Schulterherein und Seitwärtstreten, anhalten und versammeln übte. Lisa machte mit Falke intensives Springtraining. Der junge Hengst war am Anfang das, was man ein Anti-Talent nennen würde. Er streifte fast jede Stange und beförderte sie so regelmässig zu Boden. Lisa konnte ihn einfach nicht dazu ermutigen höher zu springen. Ich glaubte nicht, dass es an der Sprungkraft lag; sondern eher daran, dass der Hengst einfach die Beine hängen liess. Irgendwann sprang er zwar immer noch sehr knapp, aber wenigstens blieben die Stangen fünfmal in Folge oben. Da beendete Lisa das Training und brachte ihn schon mal zurück, während ich noch mit Tigrotto Dressurarbeit machte. Die junge Stute zeigte sehr geschmeidige, hübsch anzusehende Gänge. Sie war zu Recht als Fohlen zweimal prämiert worden. Es reizte mich zu sehen, ob sie dieses exzellente Exterieur auch an ihre Fohlen weitergab. Nach dem Training brachte ich die beiden Stuten auch zurück und beobachtete die Minis noch eine Weile, dann ging ich den anderen Stallarbeiten nach.
    31 Juli 2016

    Occulta
    Fahren E-A

    Heute stand ein kleiner Fahrausflug mit den Minipferden an. Occulta hatte mich und Lisa beauftragt, zusammen mit Elliot gleich acht der Miniature Horses zu bewegen. Das Problem dabei war allerdings, dass wir nur zwei Sulkys besassen. Ein drittes Sulky hatte Elliot von einem befreundeten Nachbaren auftreiben können, doch das bedeutete immernoch, dass wir mindestens dreimal anschirren mussten. Seufzend zog ich mein Gefährt zur Weide runter. Wir waren jedenfalls für den Morgen gut beschäftigt. Ich hoffte nur, dass Jason und Linda mit den Offenställen aleine klar kamen. „Hey Lewis! Should I take Becks or Caress for the first round?” Ich drehte mich zu Lisa um, die gerufen hatte. “How about we take Pi and Caress first?“ „Okay.“ Ich betrat die Weide und fing mir Rumpelstielzchen raus. Nachdem ich ihn am Zaun angebunden hatte, holte ich auch gleich noch Caress für Lisa, die noch Elliots Sulky holte. Der Reitlehrer kam wenig später dazu und bereitete die Geschirre vor. Ich machte Pi ganz schick, so wie es sich gehörte: Zuerst massierte ich ihn mit dem Gummistriegel, dann kämmte ich Mähne und Schweif. Anschliessend bürstete ich den kleinen Körper gründlich durch und kratzte zum Schluss die Hüfchen aus. Ich musste dabei auf die Knie gehen, denn die Pferdchen vor mir waren ja mit ihrem knapp einem Meter Stockmass echte Zwerge. Trotzdem musste man sich vor den Miniatur-Hufen ebenso in Acht nehmen wie vor denen der Grosspferde – weh tun konnten sie nämlich ganz ordentlich, das hatte ich schon am eigenen Leib erfahren. Caress war schon ein paarmal vor der Kutsche gestanden, doch für Rumpelstielzchen war es der erste Versuch. Lisa hatte ihn sorgfältig mit den Langzügeln vorbereitet, indem sie ihm das Geschirr angezogen und ihn einen Sandsack hatte ziehen lassen. Ich verschnallte nun ebenfalls das Geschirr, sodass es ihm genau passte und nirgends zwickte. Dann führte ich den Hengst aus der Weide zum Sulky. Ich liess ihn daran schnuppern und alles in aller Ruhe anschauen. Schliesslich schob ich ihn rückwärts zwischen das Gestänge und fixierte alles. Elliot hängte einen Führstrick an der Trense ein. Ich setzte mich auf das Sulky und nahm die Zügel auf. Wir liessen Pi langsam antreten und sich an die neue Last hinter ihm gewöhnen. Elliot führte ihn dabei zur Sicherheit. Wir testeten das Anhalten und wieder loslaufen, bis Lisa und Caress ebenfalls fertig waren. Dann ging es endlich los. Wir fuhren zum Parkplatz, wo Elliot das Seil aushakte und sich sein Fahrrad schnappte. Ich hatte nämlich das Gefühl, dass Pi sich gut genug steuern liess. Wir liessen die Ponys in Richtung Dorf der Strasse folgen, Elliot strampelte auf dem Fahrrad mit. Geplant war bloss eine kleine Runde; zum Dorfrand, um die Verkehrstauglichkeit der Minis zu testen, und danach über ein paar Feldwege zurück zum Hof. Das reichte für heute vollkommen. Unterwegs trabten wir auch zweimal, Galopp blieb allerdings aus.

    Zurück auf dem Hof entliessen wir die beiden Hengstchen wieder und suchten uns die nächsten Kandidaten raus: diesmal bei den Stuten. Rapunzel, Kicks-a-Lot und Tic-Tac wurden allesamt ebenfalls auf Hochglanz gebracht und anschliessend angeschirrt. Die kleine Eisprinzessin, wie ich Kiwi gerne nannte, durfte dabei meine Wenigkeit übernehmen. Wir machten mit den dreien genau dieselbe Runde wie zuvor. Für uns Menschlein war das zwar eher langweilig, aber die Minis hatten genug Unheimliches auf dem Weg zu bestaunen. Besonders Tiki war noch sehr schreckhaft und zögerlich. Rapunzel hingegen ging zuverlässig voran und liess sich nicht gross ablenken. Kiwi behielt ihren Takt schon erstaunlich gut und begann sogar ein wenig zu bluffen als wir an einem unheimlichen Schild vorbeikamen. Sie hob dabei die Beine etwas höher als sonst. Im Trab ging sie fleissig vorwärts - wie eine Nähmaschine, wie ich gerne zu scherzen pflegte.

    Die letzte Gruppe bestand aus Tigrotto, Beck‘s Experience und Nachtfalke. Diesmal durfte ich Tigrotto anschirren. Ich war gespannt darauf, wie die Stute sich heute lenken lassen würde, denn beim letzten Mal war sie etwas stur gewesen. Als wir auf dem Feldweg trabten, kamen uns Spaziergänger mit einem Husky-Mischling entgegen. Der offenbar noch junge Hund war nicht angeleint und kam sofort bellend auf uns zugerannt, als er die Sulkys entdeckte. Die Besitzerin versuchte mehrfach, ihn zurückzurufen, doch es nützte nichts. Nachtfalke erschreckte sich und wollte die Flucht ergreifen, sodass Lisa ihn nur mit Mühe bremsen konnte. Becks und Taiga liessen sich zum Glück nicht anstecken und blieben stehen. Sie waren schon länger auf Pineforest und hatten langsam genug Erfahrung mit Hunden um zu wissen, dass Stillstehen und abwarten die beste Option war. Trotzdem stiegen wir alle zur Sicherheit rasch von den Kutschen und hielten unsere Ponys fest, nicht zuletzt, um sie vor dem übermütigen, jungen Hund zu beschützen. Die Spaziergänger hasteten zu uns und fingen ihren Hund so rasch wie möglich ein. Sie entschuldigten sich vielmals, doch ich war zugegebenermassen ziemlich sauer und entgegnete, dass Hunde hier im Park an die Leine gehörten, wenn sie nicht in jeder Situation abrufbar wären. Gerade wenn ich daran dachte, dass hier auch oft Kinder mit ihren Ponys unterwegs waren. Nach diesem Ärgernis setzten wir unsere Fahrt ohne weitere Zwischenfälle fort und kamen pünktlich vor dem Mittag auf den Hof zurück. Wir kümmerten uns nach dem abschirren gleich noch um das Raufutter für die Minis, doch natürlich gab es vorher eine Belohnung in Form von Apfelstücken.
    31 Aug. 2016

    Occulta

    Springtraining A-L

    Es war Freitag und heute stand wieder viel auf dem Plan. Zuerst wollte ich ein Spezialtraining ausserhalb der Rennbahn mit den Vollblütern machen. Es ging dabei um ein ausgezeichnetes Training für die Hinterhand und den Gehorsam: Springen. Dran kamen One Cool Cat, Framed in History, Kaythara, Cabinet of Caligari, Sumerian, Sympathy of the Devil und Rosenprinz. Sie alle (ausser Rosenprinz natürlich) waren bisher nur beim Einreiten ein paarmal über Cavaletti gesprungen, also noch völlig unerfahren. Wir hatten deshalb für den Anfang ein paar niedrige, einfach anzureitende Steilsprünge und Kreuze aufgestellt. Wir ritten in der Halle, damit die jungen Pferde durch nichts abgelenkt wurden. Doch zuerst mussten wir natürlich Putzen und Satteln. Ich holte Sympathy aus ihrer Box und begann, dass grau gesprenkelte Fell zu bürsten. Die blauen Augen der Stute musterten mich dabei immer mal wieder – vielleicht hatte ich ja ein Leckerli in der Tasche. „Nach der Arbeit, meine Süsse“, murmelte ich nach einer Weile schmunzelnd. Ich kratzte die Hufe aus und entwirrte das Langhaar, dann holte ich auch schon den Sattel. Ich sah, dass Quinn und Rosie, die heute endlich auch mal wieder bei uns mitritt, auch schon fast fertig waren. Wir führten Sympathy, Frame und Kaya zur Halle. Vor dem Aufsteigen liefen wir noch eine Weile am Boden neben den Pferden mit und plauderten miteinander, denn wir hatten es ja nicht eilig, bis die anderen auch hier waren. Frame wollte immer wieder abbiegen und zu mir kommen. „Tut mir Leid, mein Grosser, du musst heute wiedermal bei Tante Quinn bleiben“, murmelte ich liebevoll zu dem Schecken. Ich wusste, dass er am liebsten mit mir arbeitete – das zeigte er allen anderen Pflegern immer überdeutlich. Aber ich konnte in nunmal nicht 365 Tage im Jahr babysitten. Ich hatte ausser ihm noch viele andere Lieblinge, die meine Aufmerksamkeit verlangten. Wenigstens akzeptierte er Quinn als Reiterin, nachdem sie mühsam sein Vertrauen gewonnen hatte. Charly, April, Parker und Rita kamen schliesslich ebenfalls in die Halle und wir stiegen allesamt auf, um unsere Pferde einzuwärmen. Elliot gab uns schon jetzt lockernde Lektionen vor. Bei ihm wurde jede Minute des Trainings ausgenutzt. Sympathy ging fleissig vorwärts und streckte sich sofort in die Triefe, wannimmer ich sie liess. Wir drehten Volten und übten ein paar Seitengänge. Ausserdem mussten wir viele Übergänge reiten und die Pferde in den Ecken korrekt biegen. Als auch das letzte Pferd entspannt mit den Ohren wackelte und ans Gebiss trat, begannen wir mit einem Kreuz. Rita und Rosenprinz machten es allen vor, denn der buckskin farbene Hengst kannte das Springen natürlich schon vom Military her. Trotzdem war es auch für ihn etwas anderes, den begrenzten Platz in der Halle ausnützen zu müssen. Ich ritt den beiden in gesundem Abstand hinterher, damit sich meine Stute gleich anhängen konnte. Sympathy wusste gar nicht so recht, wie ihr geschah: ich trieb sie darauf zu und versuchte, einfach mitzugehen ohne sie zu behindern. Ich begrenzte sie jedoch trotzdem ausreichend seitlich, damit sie nicht ausweichen konnte. Sie hüpfte etwas zögerlich über die bunten Stangen und machte danach ein paar Galoppsprünge, dann parierte ich sie in den Trab zurück und lobte sie ausgiebig. Hinter uns folgten Charly und Caligari. Kaythara wollte zuerst vor dem Kreuz abbremsen, doch Rosie trieb sie weiter, bis sie im Schritt darüber stolperte. Sie ritt danach gleich nochmal heran und diesmal klappte es. Manchmal scheint es, als müssten sie zuerst eine unsichtbare Mauer durchbrechen, überlegte ich schmunzelnd. Auch Frame wollte zögern, doch Quinn reagierte rechtzeitig und schickte ihn vorwärts. Er nahm einen etwas unschönen Satz über das eigentlich total niedrige Hindernis, aber immerhin landete er sicher auf der anderen Seite. „Aus dir wird wohl kein Springtalent“, bemerkte ich lachend an Quinn und den Schecken gewandt, als sie zu uns stiessen, um den anderen nicht im Weg zu sein. Nachdem alle das erste Hindernis überwunden hatten, fuhren wir mit einem Steilsprung fort. Danach folgten bereits zwei Steilsprünge hintereinander. Mehr mussten die Pferde heute noch nicht leisten; das reichte Elliot und mir für’s Erste. In den folgenden Wochen würden wir sie langsam an einen kleinen Parcours gewöhnen und uns danach wieder auf die Dressur konzentrieren.

    Zum Schluss gab es noch eine kleine Überraschung, im wahrsten Sinne des Wortes. Lewis, Lisa, Jason und Linda kamen mit fünf der Miniature Horses in die Halle. Lewis übergab Nachtfalke an Elliot, der ein überraschtes Gesicht machte. „Now it’s your turn. Show them how you do it“, erklärte Lewis grinsend. Er trabte mit seinem Lieblingsmini Kicks-a-Lot ein paar Runden auf der Volte, dann führte er sie auf das erste Hindernis zu und hüpfte mit ihr darüber. „Sehr elegant, Lewis!“, kommentierte ich lachend. „Kannst du das nachmachen, Elliot?“, meinte Lisa herausfordernd, und lief mit Lady Diva from the Sky hinterher. Auch Silhouette of a Rose und Papillon d’Obscurité waren dabei. Wir sahen noch eine Weile zu und bewerteten Elliots Springstil, dann versorgten wir die Vollblüter, die das Geschehen ebenfalls interessiert beobachtet hatten. Die Minis blieben noch in der Halle für ein ernsthafteres, halbstündiges Training.
    30 Sep. 2016

    Occulta
    Fahren L-M

    Als nächstes war ein Fahrtraining geplant. Da wir mit dem geliehenen Sulky des Nachbaren immernoch nur insgesamt drei Gefährte hatten, dauerte das Training den ganzen restlichen Nachmittag. Im ersten Durchgang machten Elliot, Jonas und ich eine Spazierfahrt mit Tic Tac, Fake und Kicks-A-Lot. Fake war noch komplett roh und wurde heute zum ersten Mal richtig angeschirrt. Jonas hatte mit ihr fleissig an der Doppellonge das Fahren geübt und sie auch schon etwas Gewicht hinterherziehen lassen, aber vor dem Sulky war sie noch nie gestanden. Er liess sie zuerst ausgiebig an dem Metall Gestell schnuppern und wir führten sie ein paar Minuten lang neben Tic Tac, die bereits eingespannt war. Dann wurde es ernst; Jonas und ich schirrten Fake an und ich führte sie vorsichtig an. Da sie doch noch etwas zu aufgeregt war, bestellte ich Lewis herbei, der den Führstrick übernahm, sodass ich mich Kiwi widmen konnte. Die Fahrt dauerte nur zwanzig Minuten, damit wir Fake nicht ünberforderten. Mit Kiwi und Tiki machten wir dafür am Ende noch ein paar Gehorsamkeitsübungen. In der nächsten Dreiergruppe des Trainings waren Silhouette of a Rose, Papillon d’Obscurité und Rumpelstielzchen dran. Mit ihnen waren wir eine ganze Stunde im Dorf unterwegs, um sie weiter an den Strassenverkehr zu gewöhnen. Ausserdem versuchten wir uns an schwierigen Manövern und vielen Tempowechseln. Zuletzt trainierte Elliot noch alleine mit Nachtfalke, denn der Hengst hatte angefangen, sich in letzter Zeit etwas aufzuspielen und flegelhaft zu benehmen. „Und das obwohl noch nicht mal Frühling ist“, scherzte Elliot kopfschüttelnd. „Das ist nur eine Phase“, beruhigte ich ihn. Ich war mir dessen sicher, denn Falke war ansonsten eher ruhig und brav im Umgang. Jedenfalls war es lustig den beiden beim wegfahren zuzusehen und ich war stolz, als Falke am Ende zwar etwas verschwitzt, aber ruhig nachhause kam.
    31 Jan. 2017

    Occulta
    Dressur E-A
    für Fake xx, Kicks-A-Lot, Tic Tac, Nachtfalke, Papillon d'Obscurité und Silhouette of a Rose

    Die Sonne stand schon recht tief, als ich mich mit Lisa, Elliot, Jason und Lewis auf den Weg zu den Miniweiden machte. Wir fingen uns Nachtfalke, Kicks-A-Lot, Tic Tac, Papillon und Rose raus. Wir wollten mit ihnen noch ein wenig Langzügeldressur machen, bevor es dunkel wurde. Wir putzten die Minis direkt beim Offenstall. Ich übernahm heute Tic Tac. Eigentlich hatte ich zwar Kiwi gewollt, aber Lewis hatte mal wieder darauf bestanden, dass er mit ihr arbeiten durfte, weil sie so an ihm klebte. Ich hatte augenrollend zugestimmt – schliesslich war ich gestern mit ihr, Lily und Teddy Spazieren gegangen. Ich bürstete die lange Mähne des Miniaturponys und kratzte die kleinen Hufe aus. Dann legte ich ihr die Ausrüstung an. Da es ja nicht mehr gewitterte, konnten wir raus auf den Sandplatz. Wir waren gerade am Einwärmen, als plötzlich Jonas mit Fake daherkam. Auch sie trug Langzügelausrüstung und Jonas erklärte zwinkernd, dass er mit uns trainieren wollte. „Ich dachte du trainierst sie selber, weil sie dein ganz persönliches Pony ist? Willst du jetzt doch abkupfern kommen?“, fragte ich herausfordernd. Er konterte: „Wer sagt denn, dass ich abkupfere? Mein Pony kann sowieso schon viel mehr als eure Handtaschenpferdchen.“ „Jetzt übertreibst du aber masslos. Du hast doch mit Langzügeldressur noch gar nicht richtig angefangen.“ Er sah unschuldig die Wolken an und meinte: „Sie ist halt ein Naturtalent.“ Wir lachten und konzentrierten uns wieder auf die Ponys. Rose und Papillon hatten bereits begonnen, einander zu kraulen. Ich schickte Tiki in den Trab und übte Übergänge mit ihr. Ausserdem schön runde kleine Volten, denn manchmal kürzte sie noch eine Seite ab, wenn sie etwas Unheimliches im Gebüsch sah. Zu Rose hatten wir einfach noch einen gewaltigen Rückstand. Die silver-dapple-Stute lief bereits S Lektionen. Diese verfeinerte Lisa gerade noch. Das Piaffieren sah zum Beispiel schon richtig toll aus. Lewis machte mal wieder lieber Blödsinn und brachte Kiwi zum Abliegen, um Jonas zu beeindrucken. Dieser versuchte es mit Fake auch – und scheiterte kläglich. „Sie ist eben kein Zirkuspferd, sondern ein edles Fahrpony“, schloss er daraus. Nachtfalke hatte einmal kurz einen Aussetzer und galoppierte buckelnd los. Es gab keinen offensichtlichen Auslöser dafür; vermutlich hatte er einfach Freude oder wollte etwas Spannung abbauen. Für ihn waren die Übungen nunmal noch besonders anstrengend, weil er noch nicht so viel konnte. Ausserdem war er alleine unter so vielen Stuten – da konnte Mann sich doch nicht die ganze Zeit konzentrieren. Trotzdem sah man, dass er sich Mühe gab und fleissig war. Genauso wie Papillon, die schon nach kurzer Zeit zufrieden schäumte und stolz marschierte. Als Lisa und Rose zum Schluss noch den Spanischen Schritt übten, sahen alle begeistert zu. Seit dem letzten so intensiven Training hatte sie ihren Raumgriff enorm verbessert, sodass es jetzt richtig eindrucksvoll aussah. Und das obwohl wir seither nur jeweils kurz zwischendurch mit ihr geübt hatten. Wir machten mit den Minis noch einen kleinen Umweg auf dem Rückweg und genossen die letzten Sonnenstrahlen. Dann nahmen wir ihnen die Ausrüstung ab und versorgten sie.
    31 Juli 2017

    Occulta
    Dressur am Langzügel A-L

    Silhouette of a Rose, Papillon d’Obscurité, Blue Dawn’s Nachtfalke

    Zusammen mit Lisa und Lewis schlenderte ich zu den Miniweiden; wir alle trugen einen Longiergurt und Leinen über der Schulter. „I’ll take Hawky, we men have to stick together.” “But that’s unfair, you’ve trained him all week, I think it’s my turn this time!” Lewis sah mich mit einem grandios gespielten Hundeblick an. “Occu, you sure do agree with me, don’t you?”, doppelte Lisa nach. Ich seufzte und schloss die Augen, bevor ich leise “Lisa wins” murmelte. Ich musste gleich darauf loslachen, weil Lisa ein Triumphierendes „HA!“ hören liess und Lewis beleidigt Luft ausstiess. „That’s sexist Occu, if I was a women you would have chosen me“, scherzte er. Ich rollte die Augen und begann zu summen, während er weiter jammerte. Wir betraten zusammen die Stutenweide, während Lisa zu den Minihengsten abbog (nicht ohne Lewis dabei die Zunge rauszustrecken). Die Pferdchen kamen neugierig angelaufen und ich nutzte die Gelegenheit gleich, um Rose ein kleines schwarzes Nylon Halfter überzuziehen. Lewis fing sich Papillon ein. Wir putzten die Minis gründlich, bis ihr Fell in der Sonne richtig schön glänzte. Dann zogen wir ihnen die Longiergurte an und führten sie hoch zum Dressurviereck. Zunächst legte ich das Leinenbündel ab und führte Rose noch ein wenig im Schritt auf dem Platz herum. Das machte ich immer so, damit ich auch nebenbei noch ein paar Gehorsamkeitsübungen abfragen konnte. Rose wich brav mit dem Hinterteil, wenn ich entsprechend Druck machte – bei ihr reichte dabei schon Druck in Form eines Blickes und eines Schrittes in ihre Richtung. Überhaupt reagierte sie heute sehr fein auf meine Hilfen, auch später am Langzügel. Sie schien motiviert und konzentriert, was mir zeigte, dass ihr diese Art der Arbeit Spass machen musste. Das war wohl auch einer der Gründe, warum wir mit ihr schon so weit gekommen waren. Sie beherrschte bereits S Lektionen, während Nachtfalke und Papillon noch an manchen Grundlagen feilten. Besonders Falke musste noch lernen, gleichmässig und ruhig voranzugehen. Lisa machte mit ihm daher viele Volten, um ihn beschäftigt zu halten und sein Tempo zu drosseln. Ausserdem konnte sie so auch gleich an seiner Biegung arbeiten, was mit einem kleinen Pony gar nicht so leicht war. Papillon ging deutlich konstanter und machte auch schritt-Galopp Übergänge mittlerweile besonders toll, ohne sich dabei aus der Anlehnung zu lösen. Mit ihr übte Lewis auch Schulterherein und Seitwärtsverschiebungen. Ich fing bei Rose gegen Ende der Lektion noch mit einer Viertelpirouette im Galopp an – als Einstieg zu den ganzen Pirouetten. Ich musste dabei selbst immer aufpassen, dass ich die Leinen im Griff hatte und an der richtigen Position blieb. Der Longiergurt half mir übrigens dabei, die Leinen zu kontrollieren. Manchmal übte ich auch ohne, aber wenn ich neue Figuren ausprobieren wollte, war es einfach praktisch, auch wenn es dann eher Fahren vom Boden aus entsprach. Der Effekt war ja derselbe.
    Nach einer halben Stunde Arbeit liessen wir es gut sein, denn die Ponys hatten sich gut konzentriert und mitgemacht, das wollten wir belohnen, bevor sie müde wurden. Daher liessen wir sie alle noch ein wenig austraben und brachten sie anschliessend zu den Weiden zurück. „Hawky did a nice job, huh?“, stichelte Lisa. Lewis schnaubte. “Of course, since I trained him, he can only be…” Er konnte den Satz nicht beenden, weil Lisa ihn in die Seite stupste und wir alle in Lachen ausbrachen. Rose schlug, aufgeputscht durch uns, übermütig mit dem Kopf und trabte ein paar Schritte. Es sah einfach zuckersüss aus, man konnte es unmöglich ernst nehmen.
    31 Aug. 2017

    Occulta
    Springen an der Hand L-M

    Silhouette of a Rose, Papillon d’Obscurité, Tigrotto, Snottles Peppermint, Blue Dawn’s Nachtfalke, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot

    Heute wollten wir wiedermal an der Technik im Springen an der Hand mit den Minis feilen. Dabei galt es nicht nur, die Miniature horses flinker und kräftiger zu machen, sondern auch die Technik der Führer mit der Führleine zu verbessern. Mit dabei waren heute auch Lily und Peppy, denn Lily wollte, dass das Shetty mehr Popo-Muskeln aufbaute für ihren Plan mit den Shettyrennen. Sie machte den Parcours aber vom Sattel aus, denn das machte für den Trainingseffekt bei den beiden mehr Sinn. Ich führte heute Kiwi, die bereits bei der Begrüssung frech meine Hosentasche absuchte. Natürlich setzte ich auch Grenzen, wenn sie zu aufdringlich wurde. Aber das sanfte verwuscheln mit ihrer Lippe machte mir nichts aus. Ich kraulte ihren Widerrist und nahm sie ans Halfter, dann band ich sie beim Zaun an und putzte sie durch. Wie immer musste ich auf den Boden knien, um an Bauch und Beine zu kommen. Kiwi mochte es am Bauch nicht sonderlich, tolerierte es aber, mit abgeklappten Ohren. Ich versuchte, sie nicht zu lange zu ärgern, und ging rasch wieder zu einer Stelle am Hals über, bei der sie die Lippe genüsslich spitzte und mit dem Kopf mitwippte. Auch die anderen Ponys genossen die Massagen mit den Gummistriegeln, denn der Fellwechsel machte sich bemerkbar. Elliot war als letzter fertig, weil er Tiki so lange geschrubbt hatte. „Just leave her some hair on for the winter“, rief Lewis lachend über den Zaun, als er die Flocken weissen Fells im Gras neben Tiki sah. Er selbst durfte heute wiedermal Nachtfalke führen. Lisa und er konnten es immer noch nicht sein lassen, daraus einen kleinen Konkurrenzkampf zu machen. Sie hatten, wie mir zu Ohren gekommen war, sogar einen Wochenplan ausgehandelt. Aber ich wusste, dass ich im Moment Lewis‘ eigentlichen Liebling vor mir hatte, denn Kiwi hatte ja schon seit sie ein Fohlen war eine besondere Verbindung zu ihm. Er war gewissermassen ihr Zieh-Papa. Ich beobachtete ihn manchmal, wie er die Stute mit den frechen blauen Augen in seinen Pausen kraulte, oder mit ihr spielte. Jedenfalls waren so langsam alle bereit, also verschoben wir uns in die Halle. Es machten sich nämlich schon langsam dunkle Wolken am Himmel breit und auf dem Weg meinte ich bereits ein paar Tropfen zu spüren. Kaum waren wir in der Halle angekommen, begann es dann auch tatsächlich zu schütten. Wir führten die Ponys warm und stellten nebenbei die Hindernisse auf. Lily gurtete nach und stieg auf Peppys Rücken (ich lachte, als sie auf purer Gewohnheit ein Cavaletti zu Hilfe nahm, obwohl das Pony so klein war). Jason liess unterdessen Papillon über das erste Hindernis hüpfen. Es war noch nicht hoch und die Stute hatte absolut keine Mühe. Einer nach dem anderen tat es ihm nach. Rose wollte beim ersten Versuch nicht so recht, weil Linda sie zu schräg heranführte. Dafür kamen die beiden beim zweiten Mal absolut mittig. Wir hatten unseren Spass beim Training – das war sowieso immer total lustig, mit den Minis solche Sachen zu machen. Sie sahen einfach zuckersüss aus, wenn sie mit wehender Mähne über die bunten Stangen setzten. Und manche waren sogar richtig gut darin. Besonders Falke stach wiedermal heraus, mit seiner Technik, immer nur gerade genug hoch zu springen. So konnte er Energie sparen und dadurch höher hinaus als die anderen, die mit der Zeit einfach zu flach wurden und die Beine hängen liessen. Auch Kiwi machte ihre Sache gut; sie schien das Springen im Blut zu haben. Sie hatte keine Mühe, egal von woher wir kamen. Nur manchmal sprang sie etwas seltsam über die Hindernisse, wenn sie entwas anguckte und es ihr unheimlich war. Dann warf sie doch ab und zu auch mal eine Stange runter. Tigrotto, die heute von Lisa geführt wurde, sprang, Zitat Lewis, „leichtfüssig wie ein Tiger eben“. Ich musste ihm zustimmen, nur dass ich fand, dass sie dabei auch fast wie ein grosses Springpferd aussah. Man vergass beinahe, dass sie nur die Miniatur Version davon war. Bei Peppy sah man das Shetty hingegen deutlich raus; die graue Fellkugel flitzte im Galopp durch die Halle und ihr buschiger Schweif wehte mit jedem Sprung mit. Da das Training für Führer und Ponys anstrengend war, beendeten wir es an einer sinnvollen Stelle, bevor alle zu müde wurden und die Konzentration flöten ging. Es regnete immernoch, also duckten wir unsere Köpfe und joggten zurück zur Weide, um rasch in den trockenen Offenstall zu kommen. Die Ponys wühlten zufrieden im Stroh – das Training hatte ihren Appetit angeregt. Ich bat Lewis und Elliot, nachher noch ein wenig Heu als Belohnung zu bringen.
    31 Okt. 2017

    Occulta
    Springen an der Hand M-S
    Tigrotto, Blue Dawn’s Nachtfalke, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot

    Neuen Jahr wollte ich mit Nachtfalke und Kiwi wieder an ein paar Springwettbewerben teilnehmen. Dazu mussten wir aber noch mehr üben. Tiki und Tigrotto waren ebenfalls dabei – einfach weil ihnen die Abwechslung gut tat. Ich führte Falke, während Jason Tigrotto übernahm, Lisa mit Kiwi übte und Tiki von Linda übernommen wurde. Wir putzten die Ponys wie immer sauber, denn auch wenn sie klein waren, galten für sie dieselben Regeln wie bei Grosspferden. Auch sie wollten vor der Arbeit schön sauber und gepflegt sein. Auch wenn man es beim Anblick der schlammigen Felle kaum glauben konnte. Wir verbrachten am Ende wohl mehr Zeit mit Schrubben, als mit Springen. Aber das machte nichts, denn so verbrachten wir ja auch Zeit mit ihnen. Als wir es endlich doch in die Halle schafften und ich das Ziepen meiner kalten Finger nach unzähligen Warmhalteversuchen einfach zu ignorieren begann, wurde es draussen schon dunkel. Die Halle war in angenehm warmem Licht beleuchtet, sodass mir alleine dadurch wieder etwas wärmer wurde. Und natürlich durch die Bewegung, die kurz darauf folgte. Die Minis wollten gefordert werden: gleich nach dem Aufwärmen übersprangen wir ein paar erste Hindernisse, joggten über Stangen und übten die Temporegulation mit der Stimme. Später machten wir auch einen ganzen Parcours, den wir am Ende sogar noch etwas höher stellten als gewohnt. Ich wollte testen, ob Falke mittlerweile so weit war, um auch dabei fehlerfrei zu bleiben. Die ersten paar Hindernisse übersprang er mühelos, aber beim fünften klapperte die Stange. Beim sechsten fiel sie schliesslich sogar runter. Ich gab aber nicht auf und wagte mich an den letzten und höchsten Sprung. Ich hielt Falke bis kurz davor schön ruhig und spannte ihn so. Dann schnalzte ich im entscheidenden Moment und motivierte ihn zu einem besonders kraftvollen Absprung. Es reichte tatsächlich knapp. Falke landete geschickt im Sand und ich holte ihn zu mir, um ihn ausgiebig für seine Leistung zu loben. Tigrotto war ncoh nicht so weit, aber sie hatte den Parcours in ihrer entsprechenden Höhe erfolgreich gemeistert. Und auch die anderen beiden waren beinahe Fehlerfrei geblieben – jedoch eben nur beinahe. Aber es fiel ja schliesslich kein Meister vom Himmel und die Ponys hatten noch den ganzen Winter über Zeit, um ihre Technik zu verbessern. Wir führten sie trocken und brachten sie dann zurück auf die Weide, wo sich Tiki und Tigrotto natürlich sofort wieder in den Matsch legten. 30 Nov. 2017


    Die Kür

    Heute wollte ich Nachtfalke auf einer Körung vorstellen. Dabei hatte ich ziemlich spontan entschieden, denn die Köung war nicht weit von Zuhause und zeitlich stimmte es auch. Jedoch machte ich mir nicht allzu grosse Hoffnungen, denn insgeheim wusste ich, dass Hawk noch nicht bereit war. Mit seinen zarten drei Jahren sah er einfach noch zu 'unfertig' aus und war hinten noch etwas überbaut. Auch an Hengstigkeit fehlte es ihm noch. Daher würde er wohl heute nicht die besten Noten abräumen, aber ich wollte es dennoch versuchen. Wie sagte man so schön; "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt". Hawk stupste sanft meinen Arm an und verlangte so meine Aufmerksamkeit. Er schien überhaupt nicht aufgeregt zu sein und sah sich neugierig die anderen Pferde an, wenn ich ihn gerade nicht beachtete. Der Junghengst hatte schon als Fohlen an einigen Shows teilgenommen und war abgehärtet. Er wusste genau, dass er bloss seinen Job machen musste und danach wieder zurück nachhause durfte. Ich wollte gerade auf die Armbanduhr sehen, als der Lautsprecher die Nummer vor uns aufrief. Entschlossen lief ich zum Showbereich und hielt Hawk bereit. Dann kam die vorherige Nummer raus und wir durften anfangen. Ich führte den Hengst zuerst gerade auf die Richter zu, grüsste sie und stellte ihn dann in geübter Showmanier hin. Ich lenkte Hawk ein wenig mit der Hand ab, sodass er den Hals schön streckte und sich präsentierte. Trotzdem das gut klappte, machte ich mir Sorgen ob er nicht zu schlaksig wirkte, wenn er sich so streckte. Die Richter begutachteten sein Exterieur und machten sich ein paar Notizen, dann gaben sie das Zeichen, dass ich weitermachen durfte. Nun führte ich ihn zuerst im Schritt, dann im Trab auf beide Seiten an den Richtern vorbei. Dabei achtete ich auch darauf, dass Hawk konzentriert blieb und gehorsam mitlief, denn das sahen die Richter ebenfalls gerne. Zuletzt wurde er auf einem eingezäunten Platz freilaufen gelassen, sodass er, getrieben von ein paar Longierpeitschen, auch noch seinen Galopp zeigen konnte. Zu meiner leichten Enttäuschung kam er nicht sofort wieder auf mich zu, als ich ihn einfangen wollte - er liess sich aber problemlos 'einsammeln'. Ich führte ihn ein letztes Mal an den Richtern vorbei und grüsste zum Abschied, dann klopfte ich Hawk stolz auf den Hals und führte ihn vom Platz. Nun mussten wir nur noch das Resultat abwarten.
    2366 Zeichen mit Leerzeichen, geprüft mit Lettercount.com, Text by Occu

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    Zuletzt bearbeitet: 1 Feb. 2018
  11. Canyon

    Canyon Bekanntes Mitglied

    meine Teilnahme mit Osgiliath

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    Hengst | *2007 | 175cm
    Englisches Vollblut
    Schimmel
    ● ○ ● ○

    Von Obcession
    Von Oberon Aus der Qualité

    Aus der Kahyla
    Von Pageno Aus der Kandela

    ● ○ ● ○

    aggressiv | aufmerksam | vertrauensvoll
    Osgiliath ist ein sehr unangenehmer Gefährte, dann, wenn man ihm seinen Freiraum nicht lässt. Das wichtigste ist, ihm zu vertrauen. Er bemerkt alles, keine Bewegung bleibt ihm verborgen und so sollte man sich in seiner Gegenwart nie unerwartet bewegen. Er ist nicht schreckhaft, aber allem was er nicht versteht, begegnet er mit Aggressivität.
    Auf der Weide, aber auch unter dem Sattel beweist er gerne seine Stärke und liebt Herausforderungen, vor allem dann, wenn er gewinnt.

    ● ○ ● ○

    Besitzer: Canyon
    VKR/Ersteller: Wolfszeit
    im Besitz seit: 7. Dezember 2016
    Kaufpreis: 350 Joellen

    ● ○ ● ○

    Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential

    Springen E A L M

    Military E A L

    Galopprennen E A L M S S* S**

    Distanz E A L M S

    ● ○ ● ○

    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren x

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    375. Galopprennen | 376. Galopprennen | 381. Galopprennen | 222. Synchronspringen | 463. Dressurturnier

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    463. Springturnier | 345. Militaryturnier | 464. Springturnier | 465. Springturnier

    ● ○ ● ○

    [Schleife]
    Thema

    Abstammung: 0
    Schleifen: 9
    HS: 2
    TA: 2
    Trainer: 2
    Zubehör: 2
    Gesamt: 17

    Gencode: x
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Phoenix Valley (PV)

    Hufschmiedbesuch
    Ausschneiden & Kontrollieren
    Der Weg heute war nicht weit, das Gelände unbekannt und der Auftraggeber doch ein alter Bekannter. Nicolaus du Martin hatte zu meinen ersten Auftraggebern in der Ferne gehört und nun ein neues Gestüt in der Nähe des Modoc National Forest gekauft. Im Vergleich zum Alten war es weniger gut erhalten, besaß jedoch alles grundlegende, um der neuen Vollblutzucht gerecht werden zu können.
    Es war früher Morgen und Nicolaus sah nicht besonders erfreut darüber aus. Einer seiner Helfer hatte dafür schon die drei Pferde geputzt und vor dem Stallgebäude festgebunden, sodass mir nun nur noch die Qual der Wahl blieb, mit welchem ich beginnen würde.
    Ich entschied mich für einen unruhigen Schimmel namens Osgiliath. Er stand etwas abseits und ich merkte, dass seine Geduld nicht gerade groß war. Ich machte ihm die Freude und bat Nicolaus, ihn abzubinden und mir vorzuführen. Seine Hufe waren trotz des weichen Bodens stark abgenutzt und Nicolaus erklärte mir, dass dieser vor allem im Winter schnell zu einer Schicht aus purem Stein werden kann, wenn der Frost sich festsetzt. Ich versuche mein bestes, um die Hufe wieder hinzubekommen, rate dem Besitzer aber auch, über einen Beschlag nachzudenken.
    Ich schneide die Hufe aus und zurechtzufeilen und sie wieder zu ihrem alten Glanz zurückzuhelfen. Zum Schluss gebe ich noch etwas Huffett zur Stabilisierung an Nicolaus weiter und bitte ihn, dieses regelmäßig auf seine Hufe zu geben.
    Dann wende ich mich dem nächsten Pferd zu, während Nicolaus Helfer Osgiliath zurück in seine Box bringt.
    01-02-2018 | 1.528 Zeichen | ceres

    Tierarztbesuch
    Kontrolle
    Ich war mal wieder in den Staaten unterwegs und klapperte dort alle Termine ab die ich hatte. Zuerst ging es nach Nord Kalifornien zu Nicolaus du Martin und seinem Vollblut Hengst Osgiliath. Ich war gespannt was mich erwartete, denn es stand seit langem mal wieder eine Zahnbehandlung auf dem Programm. Gegen Mittag fuhr ich auf das Gelände und parkte in Stall Nähe. Zuerst kam alles sehr verlassen rüber, vermutlich machten sie Mittagspause, aber da kam ein doch sehr stattlicher Mann aus den Stallungen und stellte sich mir als Nicolaus du Martin vor. Ich nahm seine Hand zur Begrüßung und ließ mir von ihm den heutigen Patienten zeigen. Ein sehr schönes Tier aber man konnte ihm jetzt schon ansehen das er nicht sonderlich erfreut war mich zu sehen. Nicolaus erzählte mir kurz wie man Osgiliath händeln müsste und es nicht ganz einfach werden würde. Ich war noch voller Zuversicht und winkte schnell ab „Bis jetzt hat noch jedes Pferd mit mir kooperiert.“, aber ich würde wohl schnell vom Gegenteil überzeugt werden. Er holte sein Pferd raus und ich konnte mir schon mal einen ersten Eindruck verschaffen. Osgiliath sah sehr gut aus, bemuskelt, schlank, trainiert, glänzendes Fell. Als ich ihn abtastete hielt Nicolaus ihn direkt am Halfter fest, sodass er mit seinem Kopf nicht in meine Nähe kam. Der Gute hatte nämlich schon versucht nach mir zu schnappen. „Ich weiß du kennst mich nicht und alles ist in deinen Augen jetzt doof, aber wir werden uns jetzt kennenlernen müssen.“ so redete ich leise mit dem Pferd während ich ihn untersuchte. Als ich ihn mit dem Stethoskop abhörte hielt er endlich mal still und es schien so als hätte er sich seinem Schicksal ergeben. „Lauf mit ihm bitte mal im Schritt und Trab den Weg entlang.“ bat ich Nicolaus und sah mir den Bewegungsapparat von Osgiliath genau an. Man sah sofort das er auf der Rennbahn Zuhause war. Als ich alles gesehen hatte was ich brauchte, winkte ich die beiden wieder zu mir und bereitete die Impfungen vor. Jetzt begann ein Prozedere das ich so noch nicht erlebt hatte. Ich war noch nicht mal an ihn heran getreten da legte er die Ohren an, riss die Augen weit auf und zog wie wild am Strick. Nicolaus hatte alle Hände zu tun und ich versuchte ihn zu tätscheln und zu beruhigen. Kurz bevor ich die Nadel ansetzte stieg er doch tatsächlich und Nicolaus ruckte am Strick und ließ ein lautes „Hey“ ertönen. Ich nutzte meine Chance als der Hengst wieder am Boden war und stach schnell zu. Gut das war jetzt auch geschafft.

    Ich machte mir Gedanken wie ich jetzt weiter fortfahren würde. Osgiliath hatte sich als nicht sehr kooperativ heraus gestellt und um ihm und mir auch Stress zu vermeiden, hielt ich eine Sedation für sinnvoll. Ich teilte dem Pferdebesitzer meine Pläne mit und klärte ihn darüber auf was eine Sedation bedeutete. Osgiliath würde nicht richtig schlafen, nur etwas ruhig gestellt sodass er weniger von allem mitkriegt. Nicolaus war einverstanden und so bereitete ich alles vor. Den Hengst zu sedieren gelang erstaunlich schnell und nach wenigen Minuten sank sein Kopf schon etwas und die Augen sahen müder aus. Ich legte ihm mein Dentalhalfter an und befestigte das Seil über einen Balken, so konnten wir seinen Kopf in richtiger Position halten, das übernahm Nicolaus. Zuerst verschaffte ich mir einen Eindruck über die Schneidezähne und sah mir alles ohne Hilfsmittel an. Dann brauchte ich aber doch das Maulgatter um zu den hinteren Backenzähnen sehen zu können. Es war jetzt so viel angenehmer zu arbeiten ohne großartig aufzupassen wann die nächste Attacke vom Pferd los ging. Im großen und ganzen sah das Gebiss einwandfrei aus, hier und da ein paar Stellen wo die Backenzähne nicht gleichmäßig abgenutzt waren aber das war normal. Hier konnte ich in Ruhe mit der Handraspel ans Werk gehen. Fast eine Stunde hatten wir gebraucht und ich befreite meinen Patienten von den lästigen Halftern. Noch etwas neben der Spur stand er da aber so langsam sollte die Wirkung nachlassen. Ich erklärte Nicolaus nochmal das Osgiliath noch ca. 2 Stunden etwas unter Beobachtung sein sollte, bis die Wirkung komplett nachgelassen hat, und es sein kann das er vielleicht noch nicht normal frisst aber sich das geben sollte. Wenn nicht einfach mich nochmal kontaktieren. Mit einem Handschlag verabschiedeten wir uns voneinander und ich nutzte die Gunst der Stunde den Hengst nochmal zu streicheln, ohne das er versuchen würde mich zu verscheuchen.
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    01-02-2018 | 4.419 Zeichen | Calypso

    Training

    Galopprennen E → A
    Malte | Ich konnte es selbst kaum begreifen, was diesen Monat alles auf uns zukommen sollte. Wir hatten das Training über den Winter weitestgehend eingestellt, jedoch war der Winter verhältnismäßig recht mild, sodass Charly angeordnet hatte, diesen uns zu nutze zu machen. Ich merkte das viele Reiten jetzt schon in den Knochen. Zum Glück half mir Charly dabei einen guten Plan aufzustellen, an welchen ich mich halten konnte. Vormittags war also meist die Bodenarbeit an der Reihe, weswegen wir dann den Nachmittag für das individuelle Training freihatten. Für zwei Wochen hatte Charly die Rennbahn in Sylling jeden Tag für zwei Stunden gemietet und sie verlangte von uns, dass wir diese auch nutzen sollten. Da Petyr in der ersten Januarwoche noch beruflich unterwegs war, begann ich mit Vuyo zwei unserer jungen Vollbluthengste zu trainieren. Vuyo war früher einige Zeit Jockey gewesen und würde mich so sehr gut bei der Ausbildung der beiden unterstützen. Osgiliath war ein hübscher und ziemlich sportlicher Hengst und da er erst seit zwei Monaten zum Gestüt gehörte, drückte ich ihn Vuyo in die Hände. Mir blieb dann wohl nur noch unser Cotsworlds Eik, dessen Name ich ziemlich scheußlich fand, seinen Charakter jedoch vergötterte. Unser Eiki war eines der schlausten, aber auch gefährlichsten Tiere der Tyrifjord Ranch, kannte man ihn jedoch erstmal richtig, ging es gar nicht anders, als sich in ihn zu verlieben.
    Das Training fand jeden Nachmittag auf der großen Rennbahn statt. Nachdem wir die ersten Tagen vor allem damit verbracht hatten die beiden and die Startbox zu gewöhnen, ging es in den letzten Tagen vor allem dann um die Geschwindigkeit und dafür erhöhten wir die zurennende Strecke jeden Tag um einige Meter. Da Eik noch einige Gleichgewichtsprobleme während des Starts hatte, arbeitete ich mit ihm vor allem daran. Vuyo absolvierte ein umfangreiches Schrecktraining mit Osgiliath, da der junge Hengst ungewohnte Geräusche gar nicht mochte. Am Ende der Wochen hatten wir den ersten Schritt gewagt und aus den beiden unerfahrenen Hengsten junge Rennpferde gemacht. In der zweiten Woche ging es dann mit den nächsten Pferden weiter und zum Glück war auch Petyr von seiner Reise zurückgekehrt, da Vuyo und ich dringend seine Unterstützung brauchten. Diesmal waren es drei Pferde, welche trainiert werden sollten und dazu kam noch, dass alle drei bereits auf A liefen. Zum Glück fiel dadurch das Startboxtraining aus und wir konnten uns die ganze Woche auf die Rennbahn konzentrieren. Petyr teilte ich Alysheba zu, welcher bereits recht jung sein erstes Training bekommen hatte und außerdem noch aus einer bekannten Zucht stammte. Charly und Nico hatten bei seinem Kauf große Hoffnungen in ihn gesetzt und bis jetzt waren sie auch nicht enttäuscht wurden. Vuyo würde sich der verrückten Teufelstanz annehmen, welche ihm letzten Jahr einen riesigen Schritt nach vorne gewagt hatte. Für mich blieb dann nur noch des Teufels Schwester und das war natürlich niemand anderes als Grenzfee. Beide Stuten würden wohl nie mehr eine Karriere auf der Rennbahn hinlegen, nachdem sie bereits in jungem Alter kaputt gespielt worden waren, jedoch wollte Charly trotzdem, dass die beiden ihre Angst überwanden. Außerdem brauchten sie Bewegung und in diesem Punkt stimmte ich Charly zu.Auch mit den drei Pferden versuchten wir zu dritt das Training so abwechslungsreich und leerreich wie nur möglich zu gestalten und tatsächlich schien diese Taktik auch zu funktionieren. Bereits nach den ersten Tagen waren vor allem Fee und Teufel viel gelassener geworden und auch Sheba, welcher Stute nicht allzu sehr mochte, hatte sich daran gewöhnt mit den beiden auf der Rennbahn zu stehen. Am Wochenende nahmen wir mit allen drei Pferden an einem Turnier teil und auch wenn es bei uns eher die hinteren Plätze wurden, waren wir trotzdem stolz auf den Fortschritt unserer Vollblüter. Zwei Wochen waren bereits geschafft und auch wenn mir das Training viel Freude bereitete, sehnte ich mich nach einer Erholungspause. Zum Glück stand als nächstes ein Distanztraining mit drei Tekken an. Vuyo würde wie immer Raja reiten, während mein Trainingspartner Worgait war. Ich hatte keine Ahnung, was sich Nico dabei gedacht hatte, als er den fast nicht zu reitenden Worgait aufs Gestüt geholt hatte, aber ich konnte Nicos Taten meist sowieso nicht nachvollziehen. Für Petyr blieb dann nur noch die hübsche Himmawallajugaga und so waren alle recht zufrieden mit ihren Trainingspartnern. Die drei Tekken liefen in der Distanz bereits auf A, sodass unser Ziel war, dass alle drei die 45 Kilometer für die L-Distanz schaffen würden. Tag für Tag ging es also hinaus ins matschige Gelände und es war ein Wunder, dass es nicht bereits am ersten Tag Verletzungen gab. Jedoch lag der Vorteil darin, dass sich die Pferde so viel schneller an gefährliches Gelände gewöhnten und das war bei einem Distanzritt natürlich sehr brauchbar. Den ersten Tag begannen wir mit 35 Kilometern, also in etwa der Strecke eines E-Ritts. Die geplante Strecke für die nächsten Tagen wurde dann jedoch immer länger und auch das Tempo erhöhten wir Schritt für Schritt. An den Vormittagen boten wir den Pferden in der Bodenarbeit einen Ausgleich und während ich die Halle für mich und Worgait beanspruchte, nutzen Vuyo und Petyr mit Raja und Walla den Außenplatz. Irgendeinen Vorteil musste das wilde Pferd ja haben, welches Nico angeschleppt hatte. Am Ende der Woche war ich ziemlich geschafft, allerdings hatten wir unser Ziel erreicht und alle drei Pferden liefen am letzten Tag des Trainings erfolgreich mit guten Pulswerten die 45 Kilometerstrecke durch den norwegischen Wald. Als letztes Training für diesen Monat, und das erste Mal in meinem Leben war ich froh darüber, dass das Training in der Halle stattfand, war das Dressurtraining. Leider, ich bedauerte dies sehr, hatte Vuyo andere wichtige Termine, sodass Nico seinen Part übernahm. Hinzu kam noch, dass zwei der Stuten ihm gehörten und er natürlich jeden der auch nur in die Nähe der beiden kam genauestens beobachtete. Ich schaffte es mich aus der ganzen Angelegenheit herauszureden, indem ich mein eigenes Pferd trainieren würde. Ich liebte Óslogi und obwohl er bis jetzt noch nie unter dem Dressursattel gegangen war, wollte ich ihn so vielseitig wie nur möglich ausbilden. Petyr würde Shari reiten, welche bereits letzten Monat unendlich viel Talent in der Dressur gezeigt hatte und Nico würde sich mit seinem neuen Liebling Colore Splash beschäftigen. Für mich und Nico standen also die Lektionen aus der A-Dressur an, ich versuchte jedoch ihm nicht allzu oft über den Weg zu laufen, denn auf sein ständiges Kommandieren hatte ich keine Lust. Wir beide übten nu also Schritt - Galopp Übergänge, Viereck Verkleinerung und natürlich dann gleich auch die Vergrößerung, das Überstreichen im Galopp und zum Schluss dann auch die Kehrtwende auf der Vorhand. Nico beobachtete mein Training mit viel Genugtuung, denn ich wusste genau, dass mein Hengst nicht das gleiche Talent besaß wie seine Stute. Logi brauchte bei den meisten Lektionen etwas Länger, dafür absolvierte ich das Training nicht nur in der Halle, sondern auch im Gelände oder auf der Weide. Hier merkte ich, dass Logis Elan um einiges anstieg und auch meiner war leicht erhöht, was vielleicht auch daran lag, dass ich nicht ständig Nico über den Weg lief. Petyr kämpfte währenddessen mit Shari. Er war nicht der geduldigste und die Stute schien dies auch nicht gerade zu sein. Immer wieder verweigerte den Außengalopp oder die Hinterhandwendung, wenn sie sich jedoch dazu überreden ließ, dann klappte es zu meist sofort perfekt. Das Überstreichen im Trab oder den einfachen Galoppwechsel erlernte sie mit links und so erschien Petyr immer öfter mit einem selbstgefälligen Strahlen auf den Lippen nach einem gelungenen Training im Stall. Alle drei Pferde schafften den Aufstieg bis zum Ende der Woche. Shari zeigte die wenigste Veränderung, da sie vieles bereits konnte, Logi hatte keine Lust mehr auf den Dressursattel und Splash trug ihren Kopf noch ein Stückchen höher als sonst. Aber am meisten war ich auf mich, und natürlich auch auf meine Helfer stolz. Wir hatten das unmögliche geschafft und jedes Pferd erfolgreich trainiert. Am Ende des Monats gönnte ich mir also ein freies Wochenende, bei welchem ich die geniale Natur Norwegens vom Rücken der Pferde aus erkundete, denn das hatte ich mir verdient!
    28. Januar 2017 | 8.381 Zeichen | Canyon

    Galopprennen A → L

    Malte | Noch am gleichen Tag wie die Araber, kamen auch die Vollblüter auf die Rennbahn. Die vier hatten diese in den letzten Wochen ausgiebig nutzen dürfen, sodass es heute wie die letzte Zeit auch schon, nur ein Routinetraining werden würde. Charly hatte uns die vier bereits gründlich vorbereitet, als wir den Stall betraten, sodass sich jeder nur noch sein Pferd nehmen brauchte, aufsteigen musste und dann wieder zurück zur Rennbahn ritt. Charly wünschte uns wie immer viel Glück und beobachtete uns, bis sie uns aus den Augen verlor. Ich hatte mir heute den begabten Junghengst Valentines Alysheba geschnappt, während Vuyo, der beste Jockey den ich kannte, sich mit dem noch etwas weniger gut trainierten Osgilath beschäftigen würde. Petyr ritt seine Teufelstanz und Eyvind hatte das Vergnügen mit Teufel 2 - Unserer Grenzfee. Jeder schien ganz zufrieden mit seiner Wahl, auch wenn Eyvind einige Sorgenfalten auf der Stirn hatte, als die unruhige Stute nervös vorneweg tänzelte. Der Ritt zur Bahn war der erste Teil des Warmlaufens, sodass wir sofort mit dem Trab starten konnte, als wir angekommen waren. Unsere Bahn war nicht die Größte und modernste, aber das brauchten wir auch nicht. Für unsere Zwecke war sie vollkommen zufriedenstellend. Eine große Runde ging es gemeinsam im Trab über die Bahn hinweg und ich, der mit Alysheba einige Meter vor den anderen lag, dachte ein weiteres Mal, dass Sheba auch ein guter Trabhengst sein könnte, so viel Kraft wie er auch in den Trab steckte. Nach dem Aufwärmen gab es einen kurzen Aufgalopp, bevor wir uns zu einem kleinen Wettkampf am Start einfanden und auf mein Zeichen in einem Kopf-an-Kopf-Rennen die Galoppbahn entlang flogen. Trotz Grenzfees Alter und Osgiliaths wenigem Training, lagen die beiden bis zur Hälfte ein Stück vor mir und Petyr. Sheba ließ sich dies jedoch nicht gefallen und zog auf den letzten Metern nochmal um einiges an. Teufelstanz kam knapp hinter ihrer Freundin Grenzfee ins Ziel und auch Lia, dessen Kräfte zum Schluss nachgelassen hatten, schaffte es knapp hinter den drei anderen ins Ziel. Vuyo nahm sich die Freiheit und korrigierte einige kleine Fehler von uns Jockeys und gab uns Tipps fürs nächste Mal, bevor wir die Pferde austraben ließen. Dann sattelten wir die vier gemeinschaftlich ab und brachten sie routinemäßig in die Führmaschine.
    30. Juni 2017 | 2.323 Zeichen | Canyon

    Stolz blickte Nico auf den Hengst an seiner Seite. Osgiliath hatte sich in den letzten Wochen zu einem hervorragenden Turnierpferd entwickelt und war nun bereit für die Krönung. Charly hatte sein kurzes Haar zu einer hübschen Turniermähne umgeformt und auch der weiche Schwarzton seines Fells glänzte vor Schönheit.
    Zum richtigen Zeitpunkt sattelte Nico den Hengst, brachte ihn auf dem Aufwärmplatz ordentlich in Schwung und bereitete sich dann auf den Start vor. Punkt um zehn wurde er in die Halle gelassen, welche er im ruhigen Trab, passend zu der noch gemächlichen Musik, betrat. An der kurzen Seite bog er auf die Mittellinie ab und brachte seinen Hengst bei X zum stehen. Die Musik verstummte, als Nico schwungvoll die Richter grüßte und erst nachdem er seine Zügel wieder sortiert hatte, begann sie von neuem. Diesmal jedoch um einiges wilder und verwirrender, passend zum Charakter des Pferdes. Nico galoppierte seinen Hengst aus dem Stand an, eine seiner Spezialitäten, und begann die Vorführung auf der rechten Hand. Erst eine einfache Schlangenlinie im kraftvollen Galopp, dann folgte der Zirkel und als er aus diesem wechselte kam ein einfacher Galoppwechsel und die andere Hand. Auf dieser parierte er in den Trab durch und die Musik tat es ihm gleich. Er verließ den Zirkel, zeigte eine Schlangenlinie mit drei Bögen und machte dann im Trab aus der Ecke kehrt. Osgiliath
    schien gut in Form und auch der Part im Schritt funktionierte ohne jegliche Probleme. Einmal durch die ganze Halle wechseln und an der langen Seite ein Rückwärtsweichen, und schon war Nico mit seinem Pferd auf dem Weg zur Mittellinie, auf welche er Osgiliath abbog und gekonnt abermals bei X anhielt. Freundlich, aber auch erleichtert grüßte er die Richter und verließ dann am langen Zügel die Halle.
    Vor dieser wurde er bereits von seiner Freundin erwartet, welche ihm einen Kuss auf die Wange drückte und aus ihrer Tasche für Osgiliath eine Möhre zauberte, welche der gierige Hengst zufrieden verschlang.
    1992 Zeichen | zeichenzähler.de | Canyon

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    Bewegung von Calypso | Halfter von AlfurElfe
     
    Zuletzt bearbeitet: 1 Feb. 2018
  12. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    Die Abstimmung ist da!

    Sie endet am 08. Februar 2018 um 20:20 Uhr.
    Blue Dawn's Nachtfalke wurde aufgrund von fehlendem Startgeld disqualifiziert.
     
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