[HK 490] Außergewöhnliche Farben

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von Rhapsody, 14 März 2017.

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Welcher Hengst bekommt deine Stimme?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 5 Juli 2017
  1. Gun and Slide

    14,3%
  2. Fiebertraum

    9,5%
  3. Blue Dawn's Nachtfalke

    23,8%
  4. tc Amor Casdove

    19,0%
  5. GH's Acapulco Gold

    14,3%
  6. Allelujah

    19,0%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    [HK 490] Außergewöhnliche Farben
    [​IMG]
    Regeln:
    - Es dürfen nur Hengste teilnehmen! (Keine Stuten, Wallache oder Fohlen)
    - Jeder darf nur mit einem Hengst teilnehmen
    - Der Hengst darf kein einfacher Brauner, Rappe oder Fuchs (+ einfache Scheckung) sein; Schimmel und Pferde mit Birdcatcher Spots o.Ä. sind ebenfalls nicht erlaubt. Alle sonstigen Aufhellungen, Sabinos, Rabicanos, White Dominant, Tigerschecken etc. erlaubt.
    - Schimmel: Ist im Steckbrief nicht spezifiziert, um welche Art Schimmel es sich handelt (Rappschimmel, Buckskinschimmel, etc.), so ist der Hengst an der HK 489 anzumelden.
    - Bei Unsicherheiten: PN an mich (Rhapsody)
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com!
    - 5 Joellen an mich (Rhapsody) mit dem Grund: HK 490
    - Teilnehmerzahl ist auf 10 Pferde beschränkt!
    - Bitte nur vollständige Teilnahmen einfügen
    - Das Pferd muss unbewegt vor dem Kürtext und Steckbrief auf einem offiziellen Hintergrund ersichtlich sein (verlinken reicht nicht)
    - Zusätzlich darf ein Bewegungsbild auf einem beliebigen Hintergrund hinzugefügt werden (das Bild darf allerdings nicht vor dem Hauptbild stehen)

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, sie darf geführt oder geritten werden:
    - Betreten der Halle/des Platzes und anschließendes Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerhengste werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    (muss verlinkt sein)
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz

    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerb-Schleife
    1 Punkt für jede Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte für jede Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Bild mit Zubehör
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Bild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:

    Username
    Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Teilnahmen und Überweisungen
    [1] ... ✔
    [2] ... ✔
    [3] ... ✔
    [4] ... ✔
    [5] ... ✔
    [6] ... ✔
    [7] ... ✔


    Disqualifizierungen
    ...

    Viel Erfolg!
     
    Veija gefällt das.
  2. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Bellamy Blake mit Gun and Slide

    [​IMG]

    Steckbrief​
    Exterieur
    Name: Gun and Slide
    Rufname: Blue
    Alter: 2012, 5 Jahre
    Geschlecht: Hengst
    Größe: 1,54m
    Rasse: American Paint Horse
    Fellfarbe: Bay Dun Splash
    Stammbaum
    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    Charakter:
    Blue ist ein sehr ruhiger und vorsichtiger Hengst. Alles was neu ist wird ersteinmal betrachtet und genau analysiert, ehe er darauf zugeht und es sich aus der Nähe betrachtet. Im Training ist er sehr gelehrig und versucht immer die Aufgaben zu meistern.​
    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: nein
    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer: -
    Gezüchtet bei/Zucht:​
    VKR: kira​
    Kaufpreis:
    Zu Verkaufen: nein​
    Qualifikationen:
    eingeritten
    eingefahren

    Dressur E
    Springen L
    Military A
    Distanz L
    Galopprennen E

    Western
    Reining LK 1
    Trail LK 4

    Erfolge:
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    1. Platz 243. Fahrturnier, 2. Platz 307. Westernturnier, RS 66 Neuhjahrsturnier, 3. Platz 400. Westernturnier

    Tricks:
    "Nein" sagen
    Podest
    Teppich ausrollen
    Plié
    Küsschen geben
    Gesundheit:
    Gesundheitszustand: geimpft, entwurmt
    Letzter Besuch: März 2017​
    Hufschmied
    Letzter Besuch:
    Beschlag:​


    Tierarztbericht
    März 2017, by Veija
    Kontrolle, Impfen & Wurmkur für Gun and Slide

    Auch unsere eigenen Pferde blieben vor unseren tierärtztlichen Kontrollen nicht verschont. So hatte das Los am heutigen Tage unseren Gun and Slide getroffen, den wir bald auf einer Körung anmelden wollten. Ich hatte mich schon am frühen Morgen zu seiner Box aufgemacht, sodass ich ihn mir jetzt rausnehmen konnte. Ich halfterte ihn also auf, führte ihn auf den Hof und drückte ihn Octavia in die Hand, damit sie ihn mir im Schritt und im Trab zeigte. "Passt. Alles gut.", sagte ich und nickte, ehe ich ihn an der Stallwand anband und abtastete. Auch hier schien alles in Ordnung zu sein. Ein Blick in Ohren, Augen, Maul und Nüstern war auch vielversprechend, so dass ich noch Fieber maß und ihm dann die Wurmkur in die Maulspalte drückte, welche er widerwillig schluckte. Es folgten noch die Impfungen und ich konnte ihn wieder in seine Box bringen, ehe ich die Tür zum Paddock öffnete- auf die Koppel kam er heute wegen der Impfungen nicht mehr, morgen dafür aber wieder.

    Trainingsberichte (10)
    Januar 2015, by Veija
    Reining LK 5 - LK 4

    Heute war wieder einer der Tage, an denen ich gar nicht aus dem Bett aufstehen wollte. Ich hatte mir so viel vorgenommen, was ich am Ende des Tages erledigt haben wollte, dass ich es jetzt schon für einen Fehler hielt und am morgigen Tag vor Muskelkater sterben würde.
    Seufzend erhob ich mich aus dem Bett und ging duschen, ehe ich mir meine Thermoreithose und einen warmen Pulli anzog. Dazu meine gefütterten Stiefel. Mit einer dicken Jacke bewaffnet ging ich nach unten, um etwas zu essen. Caleb und die anderen waren schon im Stall und machten ihre Pferde fertig. Natürlich war ich wieder die Letzte. Doch da ich die Chefin war, war das egal.
    Ich zog also meine dicke Jacke an und ging in den Stutentrakt, wo ich zunächst Bella auf die Koppel brachte. Sie brauchte heute nicht trainiert zu werden, weshalb sie ihr Leben heute im Schnee genießen durfte. Zwar stand sie alleine draußen, doch es kamen später noch andere Pferde dazu.
    Caleb hatte sich Lil Princess Gun geschnappt, Aaron machte Vice fertig, ich holte Devil aus der Box und Alexis sattelte gerade Cherokee Rose. Princess sollte in Western von der LK 5 auf die LK 4 in der Reining gebracht werden, Vice ebenfalls, Devil von der LK 4 auf die LK 3 und Rosy ebenfalls auf die Lk 4. Doch das war noch nicht alles. Ich wollte heute alle meine Pferde mit Hilfe meiner Angestellten weiterbilden. Also ans Werk:
    Devil zickte mal wieder rum wie sie es so oft tat, doch nach einer Weile war sie genau wie die anderen Pferde gesattelt und wir gingen in die Halle. Nach dem Nachgurten schwangen wir uns alle in die Sättel und ritten die Pferde warm. Während Caleb Alexis und Aaron erklärte, wie sie die Pferde zu trainieren hatten und anfingen erste Spins zu drehen, übte ich mit Devil das angaloppieren auf der richtigen Hand, das Stoppen und die Roll Backs. Immer wieder schaute ich zu meinen Angestellten rüber, wie sie die Pferde ritten. Doch mit Calebs Hilfe hatten sie die Tiere bald so weit, dass sie ordentliche Spins konnten, Back Ups kein Problem mehr waren, sie einfache Galoppwechsel ritten konnten und die Tiere langsame Roll Backs konnten. Zufrieden lächelte ich und klopfte Devil den Hals, ehe ich eine leichte Pattern durchritt und sie definitiv in der LK 3 starten konnte. Ich schwang mich vom Pferd, schnappte mir Vice und schwang mich auf ihren Rücken, während Aaron Devil wegbrachte. Auch mit Vice ritt ich eine einfache Pattern um zu schauen, ob sie in der LK 4 starten konnte. Ja, sie konnte. Ich stieg ab, übergab sie Alexis und setzte mich auf Cherokee, die natürlich total rumzickte und es nicht einsah, mit Sporen geritten zu werden. Doch sie fügte sich ihrem Schicksal und ritt Caleb und Princess genau hinterher, da wir die selbe Pattern ritten. Es war zwar etwas umständlich, doch es klappte. Sehr zufrieden lobten wir die Pferde und brachten sie wieder in den Stall, wo Aaron und Alexis schon Summer und Honey sattelten. Ich machte mein Pferd fertig und brachte sie mit Decke auf die Koppel zu den Anderen. Auch Princess kam auf die Koppel, ehe Caleb und ich uns Amarula und Moon fertig machten. Moon wurde mit Bosal geritten, weshalb ich sie lieber selber übernahm, als sie dem radikalen Caleb zu überlassen. Auch wenn es mir nicht gefiel, dass er meine Zicke Amarula ritt. Nach und nach waren wir fertig mit satteln und gingen in die Halle, wo wir uns nach dem Nachgurten in die Sättel schwangen. Da wir alle Pferde von der LK 5 in die LK 4 bringen mussten, war das Training klar: Caleb und ich machten vor, Aaron und Alexis machten nach. So dauerte es nicht lange, bis die Pferde langsame Spins beherrschten, Back Ups kein Problem mehr waren und die Roll Backs einigermaßen klappten. Alles musste heute etwas schneller gehen, weshalb wir die Pferde schon in den Stall brachten, sie absattelten, ihnen die Decken auflegten und sie auf die Koppel brachten.
    Die nächsten Pferde waren die neueren Pferde, mit denen wir etwas langsamer machen mussten. So waren wir sehr schnell mit Angelic Desolation, Born to Die, Goddess und Croatoan in der Halle und brachten ihnen die Grundlagen der Westernkunst bei. Jedoch dauerte es bei ihnen doch etwas länger, so dass wir Goddess, also das Pferd, das schneller lernte, gegen Sheza tauschten. Sheza war durch ihre Platzierungen sehr talentier, weshalb wir sie auch sehr schnell fertig hatten und alle Pferde absatteln und auf die Koppel bringen konnten. Nun folgten die Hengste.
    Genuine Lil Cut, Funky Powerbabe, Dead or Alive und What Lies Ahead waren die nächsten Kandidaten. Auch diese mussten in der Westernklasse von der LK 5 auf die LK 4 gebracht werden.
    Nach dem putzen und satteln waren wir erneut schnell in der Halle und ritten die Pferde warm, ehe die Übungen an der Reihe waren. Die 4 lernten schnell, weshalb wir nach knapp einer halben Stunde richtigem Training fertig waren und wir sie wieder in den Stall bringen konnten. Wir sattelten ab, legten die Decken auf und brachten sie auf die Koppel. Mittlerweile schneite es einzelne Flöckchen, weshalb die nächsten Pferde leider nicht mehr auf die Koppel kommen würden.
    Es folgten die letzten vier Pferde. Zues konnte man ja sowieso nicht anpacken- noch. So machten wir Gun and Slide, Flintstone, Sympathy for the Devil und Siku fertig. Auch sie waren alle relativ neue Pferde und brauchten lange zum warm werden mit uns. Doch es dauerte nicht lange, da liefen sie einzelne Figuren der Westernreitere beinahe perfekt, weshalb wir hier auch nach knapp einer Stunde fertig waren. Wir brachten sie zurück in den Stall und stellten sie dann doch auf die Koppel. Hengste waren nicht so empfindlich wie die Stuten oder unsere Fohlen.
    Draußen war es jetzt schon dunkel, doch die restlichen Pferde wollten auch noch trainiert werden. Doch nun wurde es kompliziert: Ich sollte Gipsy reiten und von der LK 4 in die LK 3 bringen, Aaron würde Emilio im Springen von E nach A bringen, Alexis würde Black Ops von E nach A im Springen bringen und Caleb würde Snuff in der Dressur weiterbringen. Das sah nach einem riesen Durcheinander in der Halle aus, als Caleb Trabstangen aufbaute, Alexis und Aaron die Hindernisse richteten und ich mittendrin mit Gipsy lief. Wir entschieden uns dann um, so dass Alexis und Aaron die Hälfte der Halle nutzen konnten, sowie Caleb und ich die Andere, da wir weniger Utensilien brauchten. Gipsy war wie immer leicht zu reiten und war sehr schnell in allen Lektionen sicher, weshalb ich ihn rasch gegen Steel Heart tauschte, die ich vor kurzem erst eingeritten hatte. Aber auch sie machte gut mit und wir hielten und sehr an Snuff und Caleb, da sie ja die selben Übungen machten wie wir. Aaron und Alexis waren schon vor uns aus der Halle verschwunden, da sie ja auch früher angefangen hatten. Auch Caleb ging irgendwann, so dass ich alleine mit Snuff in der Halle war. Lächelnd lobte ich die Stute, als sie sich schön bog, um die Kehrtvolte zu reiten. Sie war wirklich talentiert, weshalb ich es auch für heute gut sein lies.
    Als ich mit ihr in den Stall ging um sie abzusatteln, waren schon alle Boxen gemistet und alle Pferde wieder in ihren Boxen. Zufrieden sattelte ich die Stute ab und stellte sie weg, nachdem ich sie gelobt hatte. Nächsten Monat hatte ich mehr Zeit für die Pferde und würde sie alle ordentlich trainieren.

    Februar 2015, by Veija
    Distanz E- A

    Im Moment war mal wieder gar keine Zeit für die Pferde. Ein Wunder, dass ich mit dem Trainieren nachkam. Doch heute würden wir uns um alle Tiere kümmern, schließlich sollten sie bald Kör- und Krönbereit sein!
    Ich schmiss Bellas Vielseitigkeitssattel auf ihren Rücken, Aliena kümmerte sich um Princess, Alexis kümmerte sich um Wimpy, Caleb um Amarula und Aaron um Shadow, die mit Abstand die bravste von allen war.
    Die Strecke war schnell ausgesucht: die selbe wie für alle anderen Pferde, die wir auf A bringen wollten. Also ging es nach dem satteln schon los. Zunächst über den Hof, auf den Feldweg. Dann eine lange Schrittstrecke, einen Berg hoch im Galopp, ein wenig Trab, eine lange Schritstrecke, eine Galoppstrecke und eine lange Trabstrecke. Dann waren wir auch schon wieder daheim und konnten sagen, dass die Pferde mit ein wenig mehr Training fertig für die Klasse A waren. Fertig für ihre Box stellten wir die 5 Pferde weg, ehe 5 andere an der Reihe waren.
    Nun ging es um Summer, Honey, Ally, Bailey und Goddess. Wir entschieden uns spontan, wer wen reiten sollte, wobei ich mich für Goddess entschied. Schließlich konnte ich nicht immer die selben Pferde reiten- aber es gab welche, auf die ich niemand sonst lies; normalerweiße. Zu diesen Pferden gehörten Gipsy und Bella.
    Also ging es ans satteln. Wir brauchten ein wenig länger, als vorher, weil die 5 auf der Koppel gestanden hatten und dementsprechend aussahen. Doch endlich ging es los!
    Wir ritten die selbe Strecke wie eben: zunächst über den Hof, auf den Feldweg. Dann eine lange Schrittstrecke, einen Berg hoch im Galopp, ein wenig Trab, eine lange Schritstrecke, eine Galoppstrecke und eine lange Trabstrecke. Dann waren wir auch schon wieder daheim. Leider dämmerte es nun, weshalb diese fünf die Letzten für heute waren. Nach dem absatteln kamen sie in die Box, wo sie reichlich Heu und Kraftfutter bekamen, damit das Training in den nächsten Tagen besser weitergehen konnte. Nun gingen alle ins Bett und freuten sich auf morgen- oder auch nicht. Denn es stand noch mehr Arbeit an.
    Schon am frühen Morgen waren wir alle auf den Beinen und machten Toy, Sheza, Grace, Gen und Spooky fertig.
    Nun standen wir vor der Frage, wer die Hengste reiten sollte. Zum Schluss entschieden wir uns dafür, dass ich meinen geliebten Spooky ritt und Caleb sich Gen schnappte. Aliena ritt Toy, Alexis Sheza und Aaron Grace. Nach dem satteln also ritten wir auf den Hof, wo wir uns nach dem nachgurten auf die Pferde setzten. Wir ritten die selbe Strecke wie am Tag zuvor und konnten am Ende des Trainings 5 erfolgreich in der Klasse A laufenden Pferde vorstellen. Etwas schneller als gestern machten wir die Tiere für die Koppel fertig, ehe neue fünf folgten. Funky, Ali, Winny, Blue und Flint. Auch mit ihnen waren wir ruck zuck auf der Strecke und wieder zurück. Für zehn Pferde hatten wir heute noch Zeit. Doch wir alle wollten Feierabend machen, weshalb wir uns doch sehr beeilten. Die nächsten waren: Dash, Suke, Sol, Gipsy und Emil.
    Hier waren die Reiter sofort klar- naja, zwei davon. Gipsy würde ich reiten und Emilio würde von keinem Anderen außer außer Aaron geritten werden. Nach dem satteln ging es auf die Pferde und auf die Strecke. Weil wir ein wenig auf den alten Wallach achten mussten, blieben Aaron und ich ein wenig zurück, während die anderen drei ihre Pferde ganz normal trainierten. In dieser Zeit verquatschten Aaron und ich uns, so dass wir viel zu spät am Hof ankamen, und es schon dunkel wurde. Da wir nichts riskieren wollten, beließen wir es für heute dabei und brachten alle Pferde weg.
    Am morgigen Tag waren alle ziemlich schlecht gelaunt. Sie hatten alle Muskelkater- verständlicherweise. Doch die Arbeit musste getan werden und wir waren fast fertig!
    Es fehlten nur noch: Skrudi, Vin, Hartmut, Letty, Ops, Snuff, Heart und Maracuja, die bald wieder zurück an Ofagwa gehen würde. Nichts desto trotz, trainierte ich sie mit.
    Wir mussten die Pferde zwar aufteilen, und mit Snuff, Heart und Cuja zu dritt gehen, doch es lohnte sich allemal.
    Am Ende des Tages waren alle Pferde in Distanz auf der Klasse A angelangt! Wir hatten zwar über einen Monat mit dem ganzen Training gebraucht, doch hauptsache wir konnten sie jetzt weiter fördern.



    März 2015, by Veija
    Distanz A- L

    Auch Blue, Flint, Pathy, Siku und Sol kamen nicht um das Training herum. So wurden die Hengste nach und nach von mir und meinen Mitarbeitern gesattelt, ehe es raus auf den Hof ging, wo wir uns auf die Tiere setzten. Ich war am Überlegen, ein paar der Pferde zu verkaufen, doch leider konnte ich mich von keinem der Pferde trennen, weshalb sie dann doch wieder alle blieben.
    Auch in Canada wütete zur Zeit ein Sturm, jedoch war er nicht so stark wie der in Europa, weshalb wir einen Ausritt beziehungsweise einen Trainingsritt wagen konnten. Doch schon nach wenigen Schritten merkte ich, dass Blue nicht so gut drauf war wie sonst. Ich schickte die anderen schonmal vor, ehe ich mich von seinem Rücken schwang und mir den Hengst einmal genauer ansah. Er war doch recht schlank geworden. Da er jedoch vor kurzem erst entwurmt worden war, konnte er zumindest keine Würmer oder Sonstiges haben. Geeimpft war der Hengst auch komplett. "Seltsam...", murmelte ich und kontrollierte die Sattellage nochmal, ehe ich den Gurt doch ein wenig lockerte, da er Probleme beim Atmen zu haben schien. Ich machte mir jedoch weiter nichts draus, da Blue auch sonst eher eine ruhige Seele war und recht unauffällig.
    Ich schwang mich wieder in den Sattel und trabte den Anderen nach, die wir sehr schnell einholten, da sie im Schritt geblieben waren. Schon jetzt merkte ich, dass Blue ein wenig besser lief. Also schien das nur an dem Sattelgurt gelegen zu haben, dass der Hengst nicht richtig gelaufen war. Doch warum er so mager war konnte ich mir nicht erklären..
    Nach und nach bauten wir fünf immer mehr an Tempo auf, bis wir schließlich wieder am Stall angekommen waren. So schnell konnte eine Trainingseinheit zu Ende sein, dachte ich mir lächelnd und stellte Blue in seine Box. Jedoch legte ich ihm eine Decke auf und gab ihm ein wenig mehr Kraftfutter, besonders welches, wovon er schneller zunahm. Dann ging ich zum Arbeitsplan und strich auch diese Pferde durch.




    April 2015, by Veija
    Trail LK 5- LK 4

    Heute sowie die nächsten Tage hatten sich meine Mitarbeiter und ich viel vorgenommen. Alle Westernpferde sollten in Trail trainiert werden. Für Genuine und What Lies Ahead kam Catalina extra zu uns, diese beiden wären also schon raus. Cherokee Rose ebenfalls.
    Also blieben noch Gun and Slide, Flintstone, Sympathy for the Devil, Siku, Solitary, Lil Princess Gun, Wimpys Little Devil, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Like Honey and Milk, Goddess, Sheza bat cat, Marly's Pluie und Annie get your Gun. Alles sollen von LK 5 auf LK 4 trainiert werden, außer Annie. Diese war schon auf LK 4 und sollte auf LK 3 gebracht werden.
    Da dies nicht von heute auf morgen gehen konnte, teilten wir die Pferde in 3 Gruppen auf. Jedes Pferd würde dann jeden dritten Tag drei Wochen lang etwas arbeiten müssen.
    Wir fingen also am ersten Tag mit Gruppe 1 an. Nach fleißigem Aufwärmen der 5 Pferde ging es an die Basics: zunächst wurden also Schlangenlinien, Zirkel, ganze Bahnen und halbe Bahnen geritten, ehe es an die Stangenarbeit ging. Wir machten den ganzen Tag nichts anderes, außer über Stangen zu reiten, durch sie durch zu gehen, Drehungen in einem Viereck aus Stangen zu machen und rückwärts durch ein L zu gehen. Auch die nächsten zwei Tage passierte mit den anderen 9 Pferden nichts weltbewegendes.
    Bei der zweiten Einheit stellten wir zu den Stangen noch Pylonen auf, die uns bei den Schlangenlinien halfen. Auch das war noch nichts schweres. Nun kam auch eine Brücke hinzu, die jedoch bei keinem der Pferde für großes Aufsehen sorgte. Im Schritt, Trab und Galopp wurden die Tiere immer feiner, weshalb die Stunden nicht mehr so lange dauerten.
    Bei der dritten Trainingseinheit kam das Tor dazu, was einigen Pferden sehr große Probleme bereitete, weshalb das Training hier sehr lange dauerte.
    Wir hängten noch ein paar Tage dran, so dass die Pferde in der vierten Trainingseinheit alle einen Parcours laufen konnten, dieser lautete wie folgt:
    1. Walk through box and over bridge to gate.
    2. Ride hand gate.
    3. Jog over poles and through serpentine.
    4. Lope over poles and into chute on right lead.
    5. Back chude.
    6. Jog over poles.
    7. Lope over poles and to box on left lead.
    8. Walk into box, turn 360 degrees rifht and walk out over poles to finisch.

    Alle Pferde stellten sich mehr oder weniger gut an. Mit Annie ritt ich einen schwierigeren Parcours, so dass nun alle Pferde die gewünschte Leistungsklasse hatten.




    Mai 2015, by Veija
    Reining LK 4 - LK 3

    Kurz blickte ich auf die Uhr. Halb 6. Tja, heute und die nächsten Tage hatten meine Leute und ich viel vor. Genuine Lil Cut, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat cat, Siku und Solitary mussten in der Reining von der LK 4 auf die LK 3 gebracht werden, Eldrian Antrax, Marly's Pluie, Cauldron und Annie get your Gun in Springen von E auf A, Hollywood's Silver Dream in Springen von A auf L, My Blue Gun, My Possible Pasts, Hot Smoking Chex und Wimpys Little Devil in Reining von LK 5 auf LK 4 und Lil Princess Gun in Reining von LK 3 auf 2. Dann waren endlich alle wichtigen Pferde trainiert und fertig für die Turniersaison.
    Nachdem ich also mein Team geweckt hatte, schnappte sich jeder eines der LK 4/3 Pferde und machte es fertig, ehe wir mit 5 Pferden in der Halle standen. Draußen war es noch zu kalt zum Training, weshalb auch die Vollblüter, die normalerweise früh am Morgen trainiert wurden, erst gegen 11 oder 12 Uhr auf die Bahn kamen.
    Insgesamt mussten wir 3 Teams "bilden". Das erste und zweite Team waren je 5 Pferde, im dritten Team dann nur 3 Pferde. Da wir genau wussten, was wir trainieren mussten, war die erste Trainingseinheit der ersten 5 Pferde auch schon rum. Nun war es schon 9 Uhr, eher gesagt halb 10, ehe wir die nächsten 5 in der Halle hatten. Und es waren 13 Uhr, bevor wir die letzten 3 Pferde der Truppe in der Halle waren. Sagenhafte 15 Uhr, bis wir verschnaufen konnten.
    Nun waren die 5 Springpferde dran. Heute ritten wir nur die E Hindernisse und einfache A Hindernisse, morgen würden wir das Niveau steigern.
    Also letztes waren die 5 Westernpferde dran. 4 davon mussten von LK 5 auf 4, eins von 3 auf 2. Also ritt ich letztere, welche übrigens Lil Princess Gun war und überlies den anderen die anderen 4 Pferde. Caleb hatte ständig ein Auge auf die 3 und auch Aliena machte ihre Sache gut, auch wenn My Blue Gun sie ab und an einfach verarschte. Nach eineinhalb Stündigem Training beendeten wir den Tag und brachten alle Pferde wieder auf die Koppel.
    Am nächsten Tag gönnten wir den Reinern eine Pause und arbeiteten nur mit den Springpferden. Am Tag darauf waren dann die Westernpferde wieder dran, die wir in Reining trainierten. Am Abend konnte man sagen, dass sie alle eine Stufe höher starten konnten.


    Juni 2015, by Veija
    Reining LK 3 - LK 2

    Nun waren die Reiner dran, was wohl ein wenig mehr Arbeit geben würde. Da hatten wir Wimpys Little Devil, My Blue Gun, Your possible Pasts und Spooks Gotta Gun, die von LK 4 auf LK 3 gebracht werden mussten, Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Flintstone, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat, Siku und Solitary die von LK 3 auf LK 2 gebracht werden mussten und Lil Princess Gun, die in den nächsten Tagen in der LK 1 laufen würde.
    Heute trainierten wir nur die 4 Pferde, die bald in LK 3 laufen sollten. Wir verfeinerten ihre Stops, beschleunigten die Spins, kontrollierten ihre Speed Controls und werkelten an ihren Flying Changes. Nach gut 2 Stunden hatten wir erschöpfte Pferde und Reiter, die sich auf eine Pause freuten. Den Pferden war diese gegönnt, doch die Reiter mussten noch arbeiten. Die ersten 5 Pferde der LK 2 Klasse waren in der Halle und wurden 2 Stunden bewegt, ehe die restlichen 3 und Princess dran waren. Princess ritt ich, auch wenn Caleb mir ständig Befehle zufauchte, wie ich die Stute zu reiten hatte. Ich seufzte. Er meinte es nur gut und im Endeffekt war er ein besserer Trainer als ich, doch das würde ich vor ihm nie zugeben.
    Am Ende des Tages hatten wir alle 13 Pferde fertig. Die nächsten 3 Tage arbeiteten wir kürzer, aber dennoch so, dass wir einen ordentlichen Erfolg erzielten und das Training nach 5 Tagen abschließen konnten.

    Juli 2015, by Veija
    Springen E- A

    Seufzend strich ich ein paar Namen auf einer Liste durch, wo die Trainingspferde drauf standen. Es waren im Endeffekt einfach viel zu viele Pferde, die wir mit 6 Leuten trainieren mussten, weshalb ich wohl bald an Personal aufstocken müsste- schon wieder.
    Heute hatten wir uns My lovely Horror Kid, Eldrian Antrax, Cauldron, Hell, Zuckerschock und Wimpys Little Devil vorgenommen. Nach dem satteln fanden wir uns auch schon auf dem Platz wieder, wobei Horror, Antrac und Cauldron in der Halle trainiert wurden, da sie schon eine Stufe höher waren als die anderen 3 Pferde. Den ganzen Vormittag verbrachten wir damit, den Pferden die Hindernisse schmackhaft zu machen und ließen es dann gut sein, damit die nächsten 6 an die Reihe kommen konnten. Diesmal waren es Pluie, Annie, Blaze, Jagger, Faster und Genuine. Ich ritt die stürmische Blaze, die sich heute nicht kleinkriegen lassen wollte. Ständig verweigerte sie oder warf die Stangen ab. Ich seufzte kurz und legte die Stangen ein Stück nach unten, ehe ich das Ganze nochmal versuchte. Dann klappte es und ich legte sie wieder hoch. Siehe da, die Stute konnte also doch springen!
    Als die Pferde dann fertig waren aßen wir etwas zu mittag, ehe wir weitere 6 Pferde aus ihren Boxen holten. Princess, What Lies Ahead, Gun and Slide, Shadow, Summertime und Sympathy for the Devil. Mit ihnen waren wir sehr schnell fertig, da sie alle sehr schnell lernten, so dass wir uns nun den restlichen Pferden widmen konnten. Es fehlten uns noch My Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, Ravi, Snuff, Enjoy Nature, Woodstock Lady und Augen auf, wobei letztere in Dressur trainiert wurde. Ich selbst schnappte mir Abby, mit der ich alleine auf den Dressurplatz ging. Es dauerte eine ganze Weile bis ich so ordentlich aufgewärmt hatte und sie locker an meinen Hilfen ging. Doch nach einer guten Stunde hatte ich ein schön gelassenes, locker laufendes Pferd unter mir, mit der es Spaß machte, zu trainieren. Ich schaute nun bei den anderen 5 vorbei, die immer wieder die Pferde unter sich tauschten und fleißig am Springen waren. Ich lachte kurz und brachte Abby dann weg, ehe ich den anderen half.

    August 2015, by Veija
    Military E- A

    "Hopp, hopp, hopp!", sagte ich und schubste Alexis weiter den Flur entlang. "Pferde trainieren!" "Aber ich will nicht!" "Du musst aber" - seufzen. Nicht nur von Alexis, sondern auch von Riley, der mitllerweile bei uns ziemlich eingespannt wurde und anpacken musste, wo gerade Not am Mann war. "Ja, Riley, du auch", sagte ich etwas schnippisch zu ihm und schob auch ihn den Gang entlang. "Come on", sagte Caleb und schnippte seine Kippe weg. Seit neustem rauchte er, was mir gar nicht in den Kram passte. "Caleb!", fauchte ich ihn an und sofort zuckte er zusammen, hob die Zigarette auf und schmiss sie, als sie ganz aus war, in den Mülleimer. "You should stop smoking.. it smells terrible!", sagte ich ihm doch er rollte nur mit den Augen und ging dann auf den Stall zu, wo die Arbeit auf uns wartete. Ich nehme mir Skrúður und Trainiere ihn in Distanz von L auf M, Riley und Alexis ihr trainiert Eldrian Antrax und Cauldron of Renascence in Dressur von A auf L, Alexis, Aaron und Caleb ihr schnappt euch Snuff, Lovely Summertime und Sympathy for the Devil und trainiert sie in Springen von A auf L. Gebongt?", fragte ich alle und bekam ein nicken zur antwort. "Gut, an die Arbeit!", verkündete ich fröhlich und ging zur ox von Skrudi, um ihn mir fertig zu machen. Nach dem putzen schmiss ich ihm seine Decke und einen Vielseitigkeitssattel auf den Rücken, ehe ich ihm die Trense anlegte und mit einem Helm auf dem Kopf den Hof verließ. Im Moment regnete es sehr viel hier in Kanada, weshalb ich für Training außerhalb der Halle immer passende Momente abwarten musste. Diesmal schien ich jedoch Glück zu haben und konnte mir ruhig Zeit lassen mit unserem Ritt. Als ich um die Ecke bog, sah ich schon wie Eldrian sich in der Dressur versuchte und an den neuen Übungen scheiterte. Kurz grinste ich. Der Hengst hatte sich so gut gemacht und war für meine Poloponyzucht so relevant, dass er das einfach hinbekommen musste, da glaubte ich fest an ihn. Skrudi war von seiner Kondition her schon sehr gut, weshalb ich sofort traben und galoppieren konnte, als wir aufgewärmt waren. Wir ritten eine Strecke, die er schon sehr gut kannte, aber diesmal zügiger und auch ein paar kleine Umwege, damit die Strecke länger wurde. Nach einer guten Stunde rief mich Alexis an, welche Pferde nun an der Reihe waren. "Schnappt euch Ravi, Blazing Flame, Lil Princess Gun, Wimpys Little Devil und What Lies Ahead. Trainiert sie in Military von E nach A. Wenn einer von euch früher fertig ist, holt der sich noch Woodstock Lady. Dann machen wir Schluss für heute.", gab ich Anweisungen und hörte, wie ALexis im Hintergrund die Pferde verteilte. Dann legte sie auf. Ich trieb Skrudi ein wenig an, damit er mir nicht unter dem Hintern einschlief. "Guter Junge", sagte ich und klopfte seinen Hals, der schon ordentlich nass vom Schwitzen war, weshalb ich mich entschied, umzudrehen. Schließlich wollte ich nicht, dass der Hengst krank wurde.
    Auf dem Rückweg begegnete ich Caleb, der mir mit Woodstock Lady entgegen kam. Wir nickten uns kurz zu, ehe ich auf dem Hof ankam, Skrudi schnell absattelte und ihm eine Decke auflegte. Dann machte brachte ich ihn in seine Box und gab ihm noch seine Kraftfutterportion. Da die anderen wohl noch lange nicht zurückkommen würden, entschied ich mich dazu, Like Honey and Milk zu satteln und in Hunter under Saddle von LK 3 auf LK 2 zu bringen. Gesagt getan. Nach 10 Minuten war ich mit ihr in der Halle und ging die Grundlagen nochmal alle durch. Honey fand es komischerweise heute gar nicht lustig, dass sie ständig Zug im Maul hatte, doch da musste sie durch, weil ich sie hier nicht mit durchängenden Zügeln reiten konnte. So stand mir eine ganze Stunde voller Diskussionen und Streitereien an, bis Honey einigermaßen ordentlich lief. Ich ließ sie dann aber auch in Ruhe, weil ich unser Training mit einem positiven Ergebnis abschließen wollte. Dann brachte ich sie wieder in ihre Box. Im Stall traf ich die anderen, weshalb wir nun ins Haus gingen und gemeinsam zu Abend aßen.
    Am nächsten Tag ging es wieder früh los. Naja, was hieß früh, es war 10 Uhr. Von 7 bis 10 hatten wir die Pferde gefüttert und auf die Koppeln gebracht, jetzt ging es ans Training. "Caleb, Aliena, Alexis, Aaron und Riley, ihr teilt euch folgende Pferde auf: Annie get your Gun Trail LK 2 auf LK 1, Hot Smoking Chex Trail LK 3 auf LK 2, My Blue Gun & Your possible Pasts Reining LK 3 auf LK 2 und Enjoy Nature Reining LK 5 auf LK 4. Ich fahre mit Hollywood King Gun und Black Sue DunIt zu unseren Nachbarn, um sie in Barrel Race und Pole Banding weiter zu bringen. Bis heut Abend dann!", verkündete ich die Tagesplanung. Alle nickten zufrieden, weshalb ich nun in den Stall ging und mir King und Sue schnappte, die ich sattelte und in den Hänger stellte. Hier war es üblich, dass die Tiere komplett gesattelt in den Hänger kamen. Natürlich trennte ich die beiden großräumig voneinander, doch ich hatte wenig Hengste, die ausgeprägte Hengstmanieren hatten, so dass ich mir da keine Sorgen machen musste. Bei der Halle angekommen kam mir der Besitzer entgegen der mir seinen Azubi vorstellte. "Oh gut, willst du reiten? Ich hab zwei Pferde dabei, kann jedoch nur eins davon reiten, gleichzeitig geht ja schlecht.. dann kannst du direkt mal andere Pferde kennen lernen.", schlug ich dem jungen Mann vor, der aufgeregt nickte. "Gut, komm mit", sagte ich und führte ihn zum Hänger, wo wir zu erst meine rabenschwarze Sue ausluden, die ich ihm in die Hand drückte, ehe ich meinen Hengst aus dem Henger holte. Er hatte kaum Zeit die Pferde zu bewundern, da war ich schon beinahe bei der Halle. "Kommst du?", fragte ich ihn und hielt ihm die Tür auf. Die Halle war so groß, dass wir gleichzeigt Barrel Race und Pole Banding trainieren konnten. Gemeinsam wärmten wir die Pferde also auf, ehe es losging. Mit King hatte ich gerade mehr zu kämpfen als der junge Mann mit Sue, bei denen es super klappte. King reagierte kaum auf meine Hilfen, wir fielen sogar bei der zweiten Tonne einmal hin. Da der Hengst jedoch sehr flink war, stand er kurze Zeit wieder auf den Beinen. Ich hatte mir natürlich aus Reflex am Sattelknauf festgehalten und konnte noch rechtzeigtig mein Bein wegziehen, bevor er auf es draufgefallen wäre.. Nach einer kurzen Pause machten wir jedoch weiter, da es langsam spät wurde und wir das Training heute noch abschließen mussten. Mittags hatten mich die anderen angerufen, wen sie noch trainieren sollten. Arbeit war ja genug da, weshalb ich ihnen noch Comeback of a fallen Goddess und Marly's Pluie aufs Auge drückte. Goddess musste in Cutting von LK 4 auf LK 3 gebracht werden. Pluie in der Pleasure von LK 3 auf LK 2.
    Als ich dann spät am Abend heim kam, waren alle Pferde versorgt in ihren Boxen. King und Sue stellte ich noch dazu, gab ihnen Kraftfutter und ging dann erschöpft ins Bett.

    Januar 2016, by Veija
    Reining LK 2 - LK 1

    "Beweg deinen Arsch!", sagte ich murrend zu Caleb und zog ihm die Decke vom Leib. "Wieso bist du eigentlich noch im Bett?! Du weißt genau so gut wie ich, wie viel zu tun ist!", knurrte ich ihn an. "Lass mich, ich hab Kopfweh", sagte er und riss mir die Decke aus den Fingern. "Caleb!", knurrte ich erneut und zog an der Decke. "Wir haben Aspirin, jetzt mach!" "Na gut", murrte er und griff nach meinen Armen, so dass ich, unbeholfen wie ich war, wegrutschte. Mit einem Ruck zog er mich auf sie drauf ins Bett. "Und was bekomm ich dafür?", fragte er mich süffisant grinsend, wie er es so oft tat, und zog mich näher an sich ran. "Caleb, lass das!", sagte ich und strampelte mich frei. Hätte er mich wirklich festgehalten, hätte ich keinerlei Chancen gehabt, doch er ließ locker und ich flog etwas weniger elegant auf den Boden. Schnell rappelte ich mich auf. "Steh jetzt auf!", sagte ich sauer und verließ mich hochrotem Kopf sein Zimmer. Natürlich musste ich im Flur auf Alexis stoßen. "Was ist denn mit dir passiert?", fragte sie mich und ich nuschelte nur in meinen nicht vorhandenen Bart hinein. "Nichts, an die Arbeit! Schick alle in die Reithalle, da teil ich die verdammten Aufgaben ein", maulte ich sie an und verschwand in meinem Zimmer. Ich knallte die Tür zu und sank daran herunter. Warum machte Caleb sowas immer? Warum tat er mir das immer wieder an? Er hatte mir mehr als deutlich gezeigt, dass ich keine Chance bei ihm hatte. Ich hatte mich mit Svejn vergnügt und auf einmal schien Caleb wieder Interesse zu haben? Verrückte Welt. Nichts desto trotz musste ich mich wieder aufraffen und zur Reithalle gehen, die Pferde mussten trainiert werden. An der Halle warteten schon alle auf ihre Befehle und ich zückte kurz mein Handy, um den Plan für diesen Monat vorzulesen. "Folgende Pferde müssen wir trainieren: Eldrian Antrax Trail LK 5 auf LK 4, Kunis, Blazing Flame, Ahyoka und Western Dancer in Dressur von E nach A, Monster Delusion & Versatilely Gold in Dressur A nach L sowie Zuckerschok in Dressur von L nach M. Priamos Ruffia Kincsem in Springen von E nach A, Marly's Plui & Annie get your Gun in der Pleasure, Pluie LK 2 auf 1, Annie LK 5 auf 4. Crescent Wolf, My Sweet Little Secret, Magnificient Crow, Miss Holly Golightly, Snapper Little Lena & Only Known in Texas müssen eingeritten werden, von Holly und Lena lasst ihr jedoch die Finger, die mache ich.", erklärte ich und machte eine kurze Pause. "Nun die Diziplin, für die unsere Ranch eigentlich bekannt ist. DunIts Smart Investment & Chocolate Dream Reining LK 5 auf 4. HGT's Enjoy Nature LK 4 auf 3, Comeback of a fallen Goddess LK 3 auf 2. Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat & Your possible Pasts LK 2 auf 1. Bekommen wir das hin?", warf ich dann in die Runde und bekam von allen ein lautes "JA" zu hören. "Gut, wer macht wen?", fragte ich dann in die Runde und sah zu erst zu Caleb, Aliena und Amy Lee, meinen drei Westerncracks. "Ich mach Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat, Your possible Pasts, Comeback of a fallen Goddess, Marly's Pluie und..." "Ich glaub das reicht erstmal", sagte ich lachend. Calebs Leidenschaft war das Training, weshalb ich ihn auch immer zu erst fragte. Er war einfach der Beste von uns allen. "Ich nehme dann Annie get your Gun, DunIts Smart Investment, Chocolate Dream, Only Known in Texas, Magnificient Crow und My sweet little Secret.", sagte Amy Lee und notierte sich die Namen in ihrem Handy. "Ich nehme dann Eldrian Antrax, Crescent Wolf und HGT's Enjoy Nature.", erklärte Aliena und verschwand sogleich, um mit den Tieren anzufangen. "Caleb du nimmst dir Murphy mit, Aliena du nimmst dir Finn mit", sagte ich noch und schaute zu Octavia und Bellamy. "Ihr beide kommt nachher mit mir mit", sagte ich lächelnd. Ich hatte es gerne, wenn Bellamy und seine Schwester zusammen waren, denn Bellamy konnte sehr aufbrausend werden, wenn er nicht wusste, wo seine Schwester war. "Aliena, Riley und Aaron, welche Pferde macht ihr?", fragte ich dann und blickte zu den dreien rüber. Aaron war der erste der sich meldete: "Ich will Priamos Ruffia Kincsem, Monster Delusion und Versatilely Gold machen", erklärte er und ich nickte. "Riley du?", fragte ich den jungen Mann dann. "Ich mache Western Dancer und Kunis", erklärte er und schaute nun zu Alexis, die als letzte an der Reihe war. "Ich mache dann Blazing Flame, Ahyoka und Zuckerschock", schlussfolgerte sie und ging an die Arbeit. Heute und auch die nächsten Tage würde es voll werden in der Halle und auf dem Round Pen. Die Reitplätze waren leider unbrauchbar im Moment. "Dann kommt Bellamy und Octavia, gehen wir die Pferde holen", erklärte ich lächelnd und ging vor. Mein Weg führte mich zur Koppel, auf der Holly und Lena standen. Beide standen dösend im Schnee und auf einen Pfiff hin hoben sie den Kopf, um auf mich zuzukommen. Lena hatte es momentan gar nicht leicht, denn durch ihre Blindheit und den Schnee konnte sie den Boden nicht gut unter sich fühlen, weshalb sie nur zögernd hinter Holly hertrabte. "Na ihr zwei Hübschen, alles gut?", fragte ich streichelte die beiden. "Octavia nimm dir Holly", sagte ich und reichte ihr das Halfter. Ich selbst holte mir Lena, die das Ganze Prozedere von wegen Aufhalftern und Putzen nur zu gut kannte. Mit den beiden Pferden gingen wir in ihre Boxen, da der Putzplatz komplett belegt war und ich mit Lena bis jetzt immer in der Box gestanden hatte, um sie zu putzen. "Bellamy du kannst deiner Schwester helfen, bei Lena würde ich das gerne alleine machen", erklärte ich und sah den fragenden Blick. "Stimmt, das könnt ihr ja gar nicht wissen.. Lena wurde hier auf dem Hof geboren und hat im Fohlenalter wegen einer schlimmen Augenentzündung das Augenlicht verloren, sie ist komplett blind, leider. Deshalb bin ich bei ihr auch so vorsichtig und lass eigentlich niemanden an sie heran.", erklärte ich. "Und die kann man später trotzdem reiten?", fragte Bellamy mich und ich nickte. "Ja genau, die kann man später auch reiten. Du wirst sehen, dass sie mal ein tolles Pferd werden wird", sagte ich zu ihm und nahm Lena die Decke ab, ehe ich anfing sie zu putzen. Was ich dann machte? Das war schon so zur Routine geworden, dass ich es gar nicht großartig aufführe: Gewöhnung an die Kommandos im Round Pen, Sattel auflegen, Trense drauf, immer wieder longieren, bei Lena viel mit Stimme arbeiten, Reiter drauf, und und und. Am Ende des Monats waren nun alle Pferde in den jeweiligen Klassen aufgestuft.

    September 2016, by Bracelet
    Springen A- L

    Fliegen. Das war definitiv keine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Zumindest nicht solange es nicht auf dem Rücken eines Pferdes stattfand. Nervös krallte ich mich in die Armlehne des dunkelgrünen Sessels des Airbusses. ,,Evangeline. Gib's endlich zu du hast Flugangst.'',stieß Joey neben mir augenrollend aus. ,,Ich? Nein. Ich doch nicht.'',tat ich ihn daraufhin genervt ab. Möglichweise hatte er Recht. Doch es half nichts. Ich wollte unbedingt nach Kanada. Ich hatte bereits Fotos gesehen und unser Reiseziel war wirklich absolut traumhaft. Es würde sich lohnen.
    Einige Stunden später hatte ich endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Am liebsten hätte ich diesen geküsst, was ich auch tatsächlich beinahe mehr oder weniger freiwillig getan hätte, da meine Knie so unfassbar weich geworden waren. ,,Komm endlich.'',meckerte Joey schon wieder. Ich schnaufte und trottete hinter dem großgewachsenen Schnösel hinterher. Auch wenn er manchmal noch so süß aussah; mit seinen dunkelbraunen, zotteligen Haaren und seinen mittelgrünen Augen, hätte ich mir in diesem Moment nur gewünscht, dass das Karma ein einziges Mal den Richtigen erwischen würde. Immerhin war es nicht okay was er vor kurzem getan hatte.
    ,,Oh guten Tag.'',sagte ich freundlich als wir endlich auf der wunderschönen Ranch angekommen waren und mir die Besitzerin, eine relativ junge Frau, die Hand reichte. ,,Ich habe euch schon zwei Zimmer frei gemacht. Ich zeige sie euch schnell.'',entgegnete sie etwas schüchtern und ging voraus. Ich zog meinen unpassenden, pinken Mädchenkoffer hinter mir her und folgte ihr. Als wir angekommen waren traute ich erst meinen Augen gar nicht. Das Zimmer war wirklich schön. Etwas rustikaler eingerichtet; ganz im Westernstil. Sehr hell und freundlich. Das Bett sah am bequemsten aus und schien mich nach dem Langstreckenzug magisch anzuziehen. ,,Das hier ist deins, Evangeline.'',sagte die Dame und stellte sich mir anschließend als Verena O'Connor vor. Anschließend bot sie mir das Du-Wort an und meinte, wir könnten uns erst mal ausruhen und morgen zeige sie uns dann die Pferde und das Anwesen.
    Nach einer wunderbaren, erholsamen Nacht und einem ausgiebigem Frühstück schlüpfte ich in meine Reitbekleidung. So ging es dann in Verenas Büro und sie zeigte uns die Pferde und das Whiteboard mit den Trainingsplänen. Zusammen mit Joey sollte ich diesen Monat, welchen ich zur Gänze auf der Gips Reminder Ranch verbringen durfte, 11 Pferde trainieren.
    Das erste Training stand eine Stunde später auch schon an. Es ging auf einen mehr oder weniger entspannten Distanzritt. Die beiden Pferde dabei waren zwei edle Vollblüter. Araber. Eine Rasse mit der ich sonst eher wenig zu tun hatte. Dennoch war ich angenehm überrascht als ich begann mit dem schönen Schecken Bahar zu arbeiten. Schon beim Putzen und Satteln stellte sich heraus, dass er ein überaus angenehmes Gemüt hatte. Er war sofort aufgeschlossen mir gegenüber und sehr gehorsam. Joey befasste sich zur selben Zeit mit Teasie. Die ebenso bildhübsche Scheckstute schien allerdings das Stillstehen in der Stallgasse absolut nicht leiden zu können. Genervt scharrte sie mit dem Huf und trippelte auf der Stelle hin und her.
    Der Ritt an sich gestaltete sich für mich sehr angenehm. Bahar ging gut vorwärts und hatte eine absolut atemberaubende Ausdauer. Auch Teasie, deren Vorwärtsdrang von Joey sogar noch gezügelt werden musste, machte eine gute Figur. Wir erkundeten das Gelände im Umkreis der Ranch und kontrollierten immer wieder, bei den regelmäßigen Pausen, die Herzfrequenz der beiden Pferde. Es sah gut aus. Die Distanzklasse A würden sie wohl ohne Probleme erreichen können.
    Als wir nach diesem kleinen Probetraining wieder am Stall ankamen durften sich die beiden auf der Koppel ausruhen, während ich und Joey schon zu den nächsten beiden Kandidaten gingen. Arsil und My lovely Horror Kid, ebenfalls zwei hoch im Blut stehende Pferde sollten ihre Ausdauer verbessern und anschließend auf der Distanzklasse A stehen. Joey entschied sich dabei für Arsil. Ich machte mich mit Horror vertraut, welche ihrem Namen heute höchste Ehre machen sollte. Zuerst zeigte sie sich freundlich und ließ sich beim Putzen verwöhnen. Doch sobald ich mit dem Sattel kam war klar: Diese Stute hatte überhaupt keine Lust mit mir zu arbeiten. Sie schlug genervt mit dem Schweif und warf ihren Kopf immer wieder hoch in die Luft. Einmal versuchte sie mich zu beißen, konnte aber durch den etwas kürzeren Anbindestrick nicht. Als sie dann startklar war und wir zum Platz Warmreiten gehen wollten zeigte sie wunderschöne Seitengänge im Kreis um mich herum. ,,Heey!'',stieß ich energisch auf und gab ihr einen Impuls mit dem Zügel. Es half kurzzeitig. Dann testete sie mich weiter auf meine Führungsqualitäten. Einige Minuten später schien ich mich vom Boden aus durchgesetzt zu haben. Aber kaum saß ich im Sattel begann die Schwerstarbeit von vorne. Zuerst wollte sie mir nicht Schritt gehen sondern Traben. Dann ließe sie sich nicht mehr antraben sondern ging rückwärts. Dennoch blieb ich hart und wir setzten unsere Trainingseinheit fort. Sobald sie etwas müder wurde schien das Problem behoben. Doch dann galoppierte sie wie von einer Biene gestochen an und hielt ganz plötzlich. daraufhin folgte ein fliegender Übergang in eine Galopppirouette. Dann sprang sie hoch in die Luft und riss mir die Zügel aus der Hand. Irgendwie schaffte ich es dennoch mich zu halten und sie einzufangen. Anschließend verhielt sie sich allerdings ungewöhnlich gehorsam und unsere Trainingseinheit wurde unerwartet dennoch ein voller Erfolg. So störrisch sie anfangs auch war. Talent hatte sie allemal und auch Arsil hinkte ihr um nichts hinterher.
    Nach diesem anstrengenden Ritt gönnte ich mir erst mal eine kleine Mittagspause. Anschließend wollte ich etwas Dressurarbeit mit Shiryo, einem Pferd, welches mich in meiner Zeit bei Verena besonders faszinierte. Sie war wirklich ganz besonders; eigen. Ich putzte sie sehr ausgiebig bei unserer ersten Begegnung. Im Glauben der Cremello würde anschließend für längere Zeit weiß bleiben. Nunja - zumindest ein guter Vorsatz war es und die Stute war tip-top für die Dressurstunde herausgeputzt. Anschließend legte ich ihr eine dunkelblaue Schabracke auf den Rücken, sattelte sie und stattete ihre Beine mit ebenso dunkelblauen Bandagen aus. Dann noch schnell getrenst und schon konnte es los gehen. Unsere Trainingseinheit startete mit ausgiebigen zehn Minuten Schritt am langen Zügel. Shio, wie sie von allen liebevoll genannt wurde, genoss die Bewegung und ebenso das gemütliche dahin schleichen während ihr Stallkamerad Firewalker bereits fleißig arbeitete. Er wurde ebenfalls von der Einsteiger- auf die Anfängerklasse ausgebildet und war voll und ganz konzentriert bei der Sache. Shio tat es ihm anschließend gleich während ich unterschiedliche Hufschlagfiguren und Tempiwechsel mit ihr vollführte. Die engeren Volten und Trabverstärkungen lagen ihr besonders gut. Das aus dem Trab anhalten gelang hingegen am wenigsten, was die neuen Lektionen anging. Sie schien sich nicht allzu gerne plötzlich abzustoppen beziehungsweise heute generell stehen zu bleiben. Dennoch verlief das Training erfolgreich und würde wohl bei erneuter Vertiefung bald Früchte tragen.
    Zu guter Letzt für den heutigen Tag folgte eine Springtrainingseinheit mit Dun Its Smart Investment. Die wunderschöne Stute war zwar etwas stur aber dennoch sehr mutig und wendig, was sie für die Anfängerklasse im Springsport natürlich sehr interessant machte. Sie schien Talent zu haben. Möglicherweise konnte man da noch mehr rausholen aber dies würde sich wohl in Zukunft zeigen. In der heutigen Stunde nahm ich zuerst ein paar kleinere Sprünge mit zwei Vorlegestangen aus dem Trab. Dann ein etwas höheres Kreuz mit Vorlegestange aus dem Galopp. Nach einem besonders schönen Sprung ließ ich es für heute gut sein. Sie sollte immerhin mit einem positiven Bild vor Augen die heutige Einheit beenden. ,,Guuuutes Mädchen!'',lobte ich sie und streichelte sie am Hals ehe ich die letzten paar Schrittrunden mit ihr begann.
    Am darauffolgenden Tag begann ich erneut mit Candy, wie Verena sie zu nennen pflegte. Heute sollte es schon etwas anspruchsvoller werden. Ich hatte mir zuvor einen kleinen Parcours aufgebaut, den ich am Ende der Stunde mit ihr absolvieren wollte. Für den Anfang hieß es jedoch wieder fleißig aufwärmen, dann ein paar Bodenstangen auf gerader und gebogener Linie im Trab, ein paar im Galopp, überspringen und anschließend ein kleines Kreuz nehmen. Diesmal ohne Vorlegestange. Da dies so gut klappte ritt ich sie schon bald auf einige Sprünge des Parcours einzeln zu. Sie zog sehr schön und ließ sich jedoch auch immer gut zurück nehmen. Obwohl Springen für Westernpferde wohl eine sehr ungewöhnliche Aufgabe war mauserte sie sich zur Musterschülerin. Der Parcours am Ende überraschte mich noch einmal mehr. Was für ein tolles Pferd!
    Kurz darauf baute ich die Hindernisse etwas höher. Joey würde Gun and Slide im Springen von A nach L trainieren und ich würde vom Boden aus Aaron unterrichten, der mir von Anfang an sehr symphytisch war. Er würde mit meiner Hilfe mit seiner bildhübschen Stute Scarlet Sun eine Klasse höher erreichen. Zumindest hieß es das für die Stute - der Reiter selbst war bereits bis Anfang M sattelfest. Generell fand ich, dass er wirklich gut ritt. Ein paar Kleinigkeiten gab es natürlich auszumerzen aber ich war fest davon überzeugt, dass er Scarlet gut ausbilden würde. Sie war ebenfalls ein sehr artiges Exemplar und machte alles gut mit.
    Nach einer erfolgreichen Reitstunde ging es für mich und Joey dann Mittagessen. Danach longierte ich Shio über ein paar Bodenstangen um ihr ihren Rücken noch ein wenig mehr zu stärken und ihren Vorwärts-Abwärts-Drang etwas zu unterstützen. Danach ging es mit Joey ins Gelände. Er ritt Hollywood King Gun und ich die bildhübsche My Sweet Little Secret, welche im Military von E nach A trainiert werden sollten. Nach kurzer Zeit aufwärmen teilten sich meine und Joeys Wege. Ich ritt mit Sweety gemütlich noch ein wenig Schritt hinaus ins Gelände. Dabei dachte ich darüber nach wie Joe nur auf die Idee gekommen war einfach nicht mehr im Stall aufzukreuzen und dann plötzlich mein Ausbildungspferd mit in ein anderes Gestüt zu nehmen. Ich war absolut enttäuscht von ihm. Die Stute war mir sehr ans Herz gewachsen und er wusste dies. ,,Wiieh.'',riss es mich aus den Gedanken und Sweety unter mir scheute vor einem Baumstamm neben uns. SIe ging mit ihren Vorderbeinen augenblicklich in die Höh, drehte sich und galoppierte wie wildgeworden in Richtung Stall. Ich nahm augenblicklich die Zügel an. Kaum Reaktion. Meine Hilfegebung wurde stärker. Ich zupfte kurz an den Zügeln. Immer noch keine Reaktion. ,,Heeey Ruuhig.'',versuchte ich es noch einmal mit dem Einsatz meiner ruhigen Stimme ehe ich beschloss sie mir vorne umzudrehen. Sie stockte und reduzierte in der Wendung ihr Tempo. Dann ging sie rückwärts. Mir war klar - dies war wohl ein langwierigeres Problem.
    Im Laufe des kommenden Monats trainierten ich und Joey Verenas Pferde weiter. Candy zum Beispiel wurde ein ausgezeichnetes Springpferd, Shio ein tolles Dressurtalent und Sweety lernte mutiger zu werden, über Naturhindernisse der Klasse A zu springen und im Gelände, zumindest unter meiner Leitung, nicht panisch zur Ranch zurück zu laufen, wenn sie vor etwas Angst bekam. Damit war unsere Arbeit auch schon getan und ich und Joey verabschiedeten uns freundlich von unseren tollen Gastgebern.

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    HG Samarti, Bewegung Loulou, Halfter RoBabeRo


    Der Ritt
    Heute war der Tag gekommen, an dem wir unseren ersten Hengst der neuen Ranch vorstellen würden. Leider unterlag alles einem sehr strengen Zeitplan, weshalb wir kurz vor knapp angereist waren und den Hengst auch wirklich kurz vor knapp fertig gemacht hatten, so dass ich und Blue nun schon an der Reihe waren.
    Blue war mit einem schicken Westernset ausgestattet, welches durch mein farblich zu seinem Pad passendem Hemd abgerundet war. Sofort nachdem ich die Halle betreten hatte, hielt ich an X und grüßte die Richter, ehe ich Blue im Schritt voran trieb und nach links abwendete. Wir ritten eine Runde Schritt auf der linken Hand und eine Runde auf der Rechten, ehe ich sie an der langen Seite antrabte und Schlangenlinien auf beiden Händen ritt. Dann folgte nur noch der Galopp, den ich auf beiden Händen auf dem Zirkel ritt, ehe wir an X anhielten und ich die Richter verabschiedete.
    886 Zeichen, gezählt auf lettercount.com, by Veija
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2 Juli 2017
  3. Ofagwa

    Ofagwa Shorty

    meine Teilnahme mit Fiebertraum

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    ~ Steckbrief ~
    Rufname: Plüschi
    Geboren / Alter : 14. Februar / 12 Jahre

    ~ Abstammung ~
    aus der: Goldlöckchen -- Englisches Vollblut
    Götterfunke x Fabelwesen

    vom: Freudenraum -- Englisches Vollblut
    Golden sun x Big Picture

    ~ Exterieur ~
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 1,67 cm
    Fellfarbe: Palomino
    Abzeichen:
    unterbrochen Blesse | v.l. weiße Krone | v.r. dunkle Flecken | h.l. halb weiß | h.r. hoch weiß

    ~ Interieur ~
    In der Box: gut händelbar
    Mit anderen Pferden: versteht sich mit den meisten
    Auf der Weide: ruhig , friedlich
    Beschreibung: Sport- und Rennpferd

    Beschreibung: Fiebertraum ist ein ziemlich frecher Hengst der zugleich aber auch sehr sensibel wirkt. An der Longe oder allein in der Halle hat er raumgreifende Schritte und benimmt sich sehr temperamentvoll. Von seinem Vater wurde er sehr ausdauernd, was man oft zu sehen bekommt. Fiebertraum ist ein reinrassiges Englisches Vollblut. Als Jährling wurde er direkt aus England nach Deutschland importiert und in Deutschland eingeritten. Mit dem zweiten Lebensjahr kam er zu mir.
    .
    ~ Zuchtinfos ~
    Besitzer : Ofagwa
    Gezüchtet bei|Vrk: vampyrin
    In der Zucht: Oakwood

    Gekrönt|Gekört : Nein
    Gewinnerthema:
    Decktaxe :
    Nachkommen:
    -
    ~ Qualifikationen ~
    Galopprennen Klasse : E A L M S S*
    Dressur Klasse : E A L M S
    Spring Klasse: E A
    Military Klasse : E A L M
    Western Klasse : E A
    Distanz Klasse : E A L M S
    durch Turniererfolg / durch Training

    210. Galopprennen | 239. Galopprennen | 378. Dressurturnier
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    264. Militaryturnier | 265. Militaryturnier | 278. Distanzturnier

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    Letzter Tierarztbesuch: 21. August 2016
    Krankheiten / ehemalige Verletzungen:
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    Letzter Hufschmiedbesuch: 26. August 2016

    ~ Bilder ~

    ~ Hufschmied ~
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    Hufschmiedbesuch
    C Sosox3

    “Fliegst du oder ich?”, fragte ich Rachel über unseren neusten Auftrag. “Flieg du ruhig nach Amerika und ich fahre nach Deutschland zu Alicia Grey und ihrem Reitpony, abgemacht?” Mir blieb eigentlich auch nichts anderes übrig als nachzugeben. “Alles klar, ich buche den Flug gerade und mach mich so schnell es geht auf die Reise dorthin. Einmal Eisen und einmal Barhuf waren zu erledigen und so machte ich nach nur 2 Tagen Wartezeit mich auf den Weg in die USA zu Mailys Farm. Luna Crown nahm mich auch schon herzlich in Empfang und ich könnte schwören, dass wenn Fayenne mich sehen würde, sie mich doch am liebsten umgebracht hätte. Sie hasste es einfach wenn ich mit anderen weiblichen Wesen redete. Da zählte auch meine Born to Die oder Croatoan dazu. “Mit wem fangen wir denn an?”, fragte ich neugierig und sie lächelte freundlich. “Ich dachte, wir fangen mit Amor Casdove an und machen dann mit Fiebertraum weiter. Also erst den Barhufer.” “Klar, können wir so machen.”
    Der Weg zum Vollbluthengst war nicht gerade lang und während ich mir die Lederschürze umband und die Werkzeuge zurecht legte, hatte Luna schon Amor´s Hufe ausgekratzt und ich konnte mich um die Kontrolle und Beurteilung kümmern. Auf den ersten Blick erkannte ich seine zu langen Hufe. Lief jedoch taktklar und hatte keine Beschwerde gefunden. Nur der Strahl war bei den Hufen etwas in Mitleidenschaft gezogen worden. Also begann ich mit dem Ausschneiden und schnitt seinen Strahl frei und entfernte bei allen vier Hufen Hornfetzen. Dann kürzte ich die Eckstreben und schnitt die Hufsohle etwas weg. Der Vollblüter verhielt sich währenddessen echt brav und wie eine eins. Er war gut erzogen worden. “Was machst du eigentlich momentan? Hältst du auch Pferde?”, fragte die junge Frau mich neugierig. “Ja, ich leite zusammen mit meiner Frau einen Rettungshof in den Niederlanden und mache halt hauptberuflich die Schmiede zusammen mit meiner Exfreundin.”Ich kratzte meinen Hinterkopf und machte mit dem Hufmesser einen Kontrollschnitt. Es musste ja eh ein ganzes Stück weg und begann dann mit der Kürzung der Trachten in dem ich die Hauklinge und den Schlegel nutzte. “Du bist aber mutig”, lachte Luna und ich grinste. “Ja nh, vorallem ist meine Frau echt eifersüchtig, haha”, lachte ich. “Du kannst den gerne weg bringen und Fiebertraum bringen. Ich erhitze schonmal den Ofen.
    Es dauerte nicht lange, da führte Luna den Palomino an mir vorbei und ich sah mir sein Gangbild genauestens an. Er war taktklar, nur etwas nervös und zeigte ein etwas schnelleres Gangwerk und gerade im Trab war er etwas schneller als seine Besitzerin. “Alles klar. Ich nehm mal gerade die alten Eisen ab und kürze ihm dann die Hufe”, sagte ich und wusch mir einige Schweißperlen von der Stirn. Er hatte Hufe, welche mehr als in Ordnung waren, sodass er auch Barhuf ohne Probleme hätte laufen können. “Wissen sie, Fiebertraum könnte auch ohne Hufeisen laufen. Er hat so gute Hufe, wir können es gerne erstmal langsam probieren und ihm nur vorne zwei Eisen aufnageln und beim nächsten Mal schauen, ob das gut funktioniert und ihn gänzlich auf Barhuf umstellen”, informierte ich meine Kundin freundlich lächelnd und man sah ihr an, dass sie sich ernsthafte Gedanken machte. “Ja, dann versuchen wir das”, sagte sie und hielt mir die Hufe hoch. Nachdem ich seine Hufe gekürzt hatte, hielt ich eines der Eisen an den ersten Huf. Ich hämmerte mit einem Hammer ein paar Markierungen ins noch kalte Eisen und legte es dann in den Ofen zum Erhitzen. Während das eine Warm wurde, wiederholte ich den Vorgang für den Huf vorne rechts. Als das Eisen heiß genug war, schmiedete ich die Zehenrichtung und bog den Mittelteil um ein Drittel der Eisendicke. Dies sollte das Abrollen erleichtern. Darauf folgte dann die Maßarbeit und ich konnte es einen Moment später aufbrennen. Ich hatte meine Arbeit gut erledigt und hielt das heiße Eisen ins Wasser. Heißer, brennender Rauch stieg uns beiden in die Augen und trieb uns Tränen in die Augen. “Huii, brennt das”, sagte Luna und ich grinste kurz. “Sowas bin ich täglich ausgesetzt.” Ein schockierter Blick und ein Schlucken war ihre Antwort, doch mein Lächeln im Gesicht blieb erhalten. Ich achtete darauf, dass das Eisen weit genug lag und nagelte dann die Hufeisennägel ca. ⅔ tief in die Hufwand. Dann knippste ich diese kurz und bog sie um. “Dann wären wir soweit fertig. Ich stell ihnen gerade die Rechnung aus und muss dann auch schon weiter”, sagte ich und packte alles zusammen.

    ~ Tierarzt ~
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    Tierarztbericht – Pferdeklinik & mobiler Tierarzt „Horse Heaven“ | Fiebertraum
    |22.05.2017 ©Möhrchen ( 2.075 Zeichen, 329 Wörter)

    Zwischen zwei Terminen machte ich mich am Montag Mittag bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg zu Ofagwa und ihrem Hengst Fiebertraum. Sie hatte mich angerufen und gebeten, ganz spontan vorbei zu kommen, da sie ihn bereits zur Körung angemeldet hatte und diese nur noch wenige Tage hin war.

    Als ich auf den Hof fuhr, erwartete sie mich bereits auf dem Parkplatz. Auf dem Weg zum Putzplatz, wo sie ihren Hengst bereits angebunden hatte, erzählte sie mir ein wenig über ihn. Am Putzplatz angekommen, streckte ich dem schicken Palominohengst meine Hand entgegen. Er schnupperte daran und machte sich dann sofort an meinen Taschen zu schaffen. Noch ehe ich es verhindern konnte, hatte er meinen Reißverschluss zwischen den Zähnen und ich konnte ihn gerade noch retten. Er schien ein echter Clown zu sein.

    Auf den ersten Blick machte er einen sehr guten Eindruck, hatte klare, wache Augen und ein glattes, glänzendes Fell. Ich fing am Kopf mit der Untersuchung an, schaute mir seine Augen, Ohren, Nüstern und Zähne an. Er ließ es brav geschehen und ich konnte nichts Auffälliges erkennen. Ich tastete mich an seinen Halswirbeln entlang zum Rücken. Dabei tastete ich jeden einzelnen Wirbel ab und achtete auf seine Reaktionen. Er knabbelte zwar ungeduldig am Anbindebalken herum, zeigte aber keinerlei Schmerzreaktionen.

    Ich hob jedes einzelne Bein an und kontrollierte Hufe und Gelenke. Dann bat ich Ofagwa, ihn eine Runde im Schritt und Trab über den Hof zu führen, um mir seine Bewegungen ansehen zu können. Fiebertraum folgte ihr artig und zeigte schwungvolle, gleichmäßige Gänge. Zurück am Putzplatz hörte ich noch sein Herz, seine Lunge und seinen Bauchraum ab, aber auch hier war alles in Ordnung.

    Zufrieden stellte ich ihm eine tierärztliche Bescheinigung aus und überreichte sie Ofagwa. Dann musste ich auch schon los zu meinem nächsten Termin. „Ich wünsche euch beiden ganz viel Glück für die Körung“, rief ich zum Abschied, bevor ich vom Hof fuhr.

    ~ Trainingsberichte (6) ~
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    Springen E auf A für Willo, Galopprennen L auf M für Fiebertraum | Veija 8781 Zeichen
    Lächelnd schleppte ich meine beiden Auszubildenden Alexis und Aliena in den Wagen, ehe ich auch noch Aaron mit einpackte. Heute würde ich einen Connemarahengst einer befreundeten Nachbarin trainieren. Caleb kam schon alleine zurecht, darüber machte ich mir keine Sorgen. Warum ich die drei mitnahm? Aaron wollte einmal ein großer Springreiter werden. Alexis gefiel das Springen auch, und es tat ihr gut, einmal andere Pferde und andere Höfe zu sehen. Abseits von dem ganzen Stress auf unserem Hof. Und Aliena? Tja, sie wollte eigentlich mal Pferdewirtin Spezialreitweise Westernreiten werden, weshalb sie ein wenig fehl am Platz war.. doch sie wollte unbedingt Amarulas Sohn sehen, weshalb sie dann auch mitkam. Ich chekte mein Handy und sah, dass Ofagwa mir noch eine Sms geschrieben hatte. Wenn noch genug Zeit wäre, sollte ich Fiebertraum noch im Galopprennen von L auf M bringen. Schmunzelnd stieg ich aus dem Wagen und lies Aaron den Hänger anhängen. Mein Ziel war Walker. Er lief zwar schon Galopprennen M, aber er würde es schaffen, dass Traum sich noch ein wenig mehr anstrengen würde beim Laufen. Pferde waren nämlich immer ein wenig schneller, wenn sie gegen ein anderes gewinnen wollten.
    Nach ein paar Minuten war Firewalker eingeladen und wir konnten losfahren. Ofagwa wohnte nicht sonderlich weit weg, weshalb wir trotz des noch immer liegenden, hartnäckigen Schnees recht schnell bei ihr waren. Verwundert wegen des Anhängers kam sie aus dem Haus und begrüßte uns. "Da hab ich einen meiner Englischen Vollbluthengste drin", erklärte ich ihr. "Der wird mir mit Fieber helfen. Hast du irgendwo einen Paddock oder eine kleine Koppel, wo er drauf kann? Ich würde nämlich gerne mit Willo anfangen..", erklärte ich ihr und lud den Fuchs aus. Walker wiehrte einmal laut, ehe seine Nase an meine Jacke rieb und ich ihm leicht drüber streichelte. Ofagwa führte uns zu einem kleinen, eingezäunten Stück Weide, wo ich Walker draufstellte. Seine Decke blieb drauf, lediglich das Halfter nahm ich ihm ab.
    Nun konnte es endlich losgehen! Ofagwa führte uns zu dem Connemarahengst und erkundete sich dabei gleich um das Wohlergehen von Maracuja. "Sie tut sich ein wenig schwer, sich einzuleben. Auf der Koppel steht sie noch immer alleine herum.. Lediglich mein Quarter Wallch Gipsy darf sich in ihrer Nähe aufhalten. Aber er ist wirklich gut zu ihr.. hält ihr nämlich die anderen Zicken vom Hals.", erklärte ich ihr lachend. "Aber das wird schon noch", fügte ich dann bei und halfterte Willo auf. Ich führte ihn in die Gasse und befahl Aaron, den Hengst schonmal gründlich zu putzen. Mit Aliena und Alexis folgte ich Ofagwa zu Traum. Alexis konnte den Hengst auch schon einmal aus der Box nehmen und putzen. Nun gingen Aliena und ich zu Brother. "Wow, ist der hübsch geworden", sagte ich, denn auch ich hatte ihn lange nicht mehr gesehen. "Ein wunderschönes Pferd", sagte Aliena und streichelte ihn. "Darf ich ihn putzen?", fragte sie Ofagwa dann gerade heraus, die das ganze bejahte, aber als Aufpasser bei ihr stehen bleiben wollte. "Gut, alle sind beschäftigt..", sagte ich lachend. "Ich bin dann mit Willo in der Halle, wenn ihr fertig seit, könnt ihr ja nachkommen", sagte ich zu den Beiden. Das Selbe erzählte ich auch Alexis, ehe ich wieder zu Aaron ging, der schon mit dem Satteln angefangen hatte. Willo sah super hübsch aus, mit der bunten Satteldecke und den dazu passenden Bandagen. Lächelnd nahm ich ihn entgegen, setzte mir meinen Helm auf und ging mit ihm und Aaron in die Halle. Dort gurtete ich nach und schwang mich in den Sattel. Aaron baute in der Zeit Schritt-, Trab- und Galoppstangen sowie zwei Cavalettis auf. Ich wollte Willo in dieser Zeit warm reiten. Doch Zusammenarbeit? Fehlanzeige. Der Hengst legte sich aufs Gebiss und zickte ziemlich rum. Na warte, Willo, dachte ich mir und machte eine Übung, die ich bei meinen Westernpferden immer machte: Ich nahm den rechten Zügel so kurz, dass er seine Nase fast auf mein Bein legen musste, ehe ich ihn energisch mit meinem rechten Bein rumdrückte, so dass er in kleinen Kreisen um sich selbst gehen musste. Dann nahm ich jeglichen Druck weg und lies ihn überlegen. Als ich wieder losgehen wollte, machte er das Selbe erneut. Ich zog ruckartig den linken Zügel an und trieb ihn in kleinen Kreisen vor sich hin. Nach ein paar Runden löste ich den Druck im Maul, lies ihn aber nicht denken, sondern trieb ihn sofort zum Trab an. Etwas verwirrt und mit angelegten Ohren trabte der Hengst los. Ich ritt viele Biegungen und Bahnfiguren, wechslete ständig die Seite oder trabte über die Stangen, sowie mit einem kleinen Hüpfer über die Cavalettis. Der Hengst hatte also gar keine Zeit an Dummheiten zu denken. Nun parierte ich ihn doch wieder zum Schritt durch, ging über die Schrittstangen und trabte dann wieder an, weil er sich sehr zu langweilen schien. Aaron wies ich dann an, die Schritt- und Trabstangen wieder abzubauen und eine Reihe von E-Sprüngen aufzubauen. Ich galoppierte den Hengst währenddessen an und ritt ihn viele Zirkel und Schlangenlinien, ohne Galoppwechsel, bis Aaron fertig mit aufbauen war. Eigentlich hatte ich vorgehabt, Aaron reiten zu lassen, aber der Hengst war mir zu kompliziert für ihn, weshalb ich das lieber sein lies.
    Schon nach den ersten Sprüngen stellte sich raus, dass Willo ein talentierter Springer war, dem es wirklich sehr leicht viel, den genauen Absprung zu finden. Es dauerte nicht lange, da konnten wir die E-Sprünge locker nehmen und Aaron erhöhte auch schon auf A-Niveau. Ich lies Willo noch ein wenig verschnaufen, ehe ich ihn an den am niedrigsten gestellten A-Sprung herangaloppierte. Sichtlich verwundert, dass das Hindernis nun höher war, riss er die Stange und kam ein wenig unglücklich auf, weil er sich während des Sprungs so erschreckt hatte. Doch nach einem Buckler galoppierte er wieder normal weiter, weshalb ich mir keine Sorgen machte. Wir nahmen erneut den selben Sprung. Nun kamen wir rüber, ohne dass er riss. Wir übten noch eine Weile weiter, ehe ich mir sicher sein konnte, dass er locker einen A-Parcours ohne Fehler reiten konnte.
    Während Aaron bereitweillig alles wegräumte, ritt ich den Hengst trocken und brachte ihn wieder in den Stall. Alexis hatte schon Traum und Walker gesattelt, so dass ich gleich weitermachen konnte. Aliena und Ofagwa hatten sich verquatscht, weshalb sie uns nicht in der Halle zugeschaut hatten. Ich drückte Ofa den verschwitzten Willo in die Hand. "Nach anfänglichen Zickereien hat doch alles geklappt und er kann locker einen A-Parcours springen. Er ist wirklich ein talentierter Springer!", erzählte ich ihr, während sie anfing, den Hengst abzusatteln.
    "Alexis, du reitest Walker", wies ich sie dann an, ehe ich Traums Hals klopfte und ihn mit in die Halle nahm. Ich wollte ihn und Walker erst ein wenig aufwärmen, bevor sie galoppieren sollten. Alexis kam bewusst mit dem anderen Hengst sofort mit in die Halle, damit sie sich ein wenig aneinander gewöhnten. Walker war ein recht gelassener Hengst, wenn es um andere männliche Wesen ging. Ihm war es dabei egal, ob es ein Wallach oder ein Hengst war, hauptsache er wurde nicht angezickt oder gebissen.
    Nach dem Nachgurten schwang ich mich auf Traums Rücken und ritt ihn im Schritt und Trab auf beiden Seiten warm. Alexis schaute immer wieder zu mir rüber und tat das Gleiche. Nach einem kurzen Galopp in der Halle, ritten wir auf die Bahn. Dort halfen Ofagwa, Aliena und Aaron uns, die Pferde in die Boxen zu bekommen. Traum schien sichtlich nervös, was Walker nun auch langsam nervös machte. Endlich gingen die Boxen auf und ich trieb Traum an. Walker war mit einem riesen Sprung aus der Box gestartet. Ich hatte Alexis schon auf dem Boden liegen gesehen, doch sie konnte sich noch in der Mähne festkrallen und wieder gerade ziehen. Nach dem Sprung waren Traum und ich etwas weiter vorne, doch Walker zog ziemlich an, so dass wir eine ganze Weile nebeneinander her galoppierten. Immer wenn Traum eine Nasenlänge vor Walker war, zogen er und Alexis an und waren wieder vor uns. So kam es, dass wir gleich auf ins Ziel kamen. Doch es war definitiv noch Platz nach oben, wenn man Traum weiter trainieren würde. Lächelnd ritt ich nach dem Auslaufen zu Ofagwa und den anderen: "Du hast bei ihm noch einigen Platz nach oben. Trainier einfach fleißig mit ihm, denn er kann noch schneller werden", versprach ich ihr und schwang mich von Traums Rücken. Ich übergab den Hengst seiner Besitzerin und sah, wie meine drei Mitarbeiter meinen Hengst zum Hänger brachten, absattelten und in den Hänger stellten. "Also.. Willo ist jetzt im Springen auf A und Traum im Galopprennen auf M. Wenn du nochmal einen Trainer brauchst, melde dich einfach!", sagte ich lächelnd und verabschiedete mich von ihr. Zusammen mit den anderen stieg ich ins Auto und wir fuhren nach Hause.


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    Trainingsbericht Galopp M-S | Bracelet

    Am ersten Kalendertags des Monats kam ich nach langer Reise bei den Oakwood Stables an. Etwas ungeschickt suchte ich ein wenig später die Klingel des Haupthauses und ehe ich mich versah wurde die große Tür vor mir aufgerissen. Ich erschrak und stieg einen Schritt zurück, stolperte sogar fast. ,,Hallo?'' Na super. Es war die Gestütsbesitzerin und ich hatte mal wieder einen perfekten ersten Eindruck gemacht. ,,Hallo Ofa.'',sagte ich hochroten Gesichtes und reichte ihr freundlich die Hand. Sie begrüßte mich ebenfalls und bat mich hinein. Daraufhin zeigte sie mir mein Zimmer für die kommenden Tage und die anderen Räumlichkeiten. Dann ließ sie mich erstmals auspacken und duschen.
    Als ich mit allem fertig war schlüfte ich auch schon in meine Reithose und nahm Helm samt Handschuhen in die Eine und meine ausgelatschten Stallschuhe in der anderen Hand. So schlich ich regelrecht die Treppe herab, da ich niemanden stören wollte. Dann hörte ich Ofagwas bekannte Stimme, welche in der Küche lautstark mit jemandem diskutierte. Es schien um den Beritt einiger Pferde zu tun zu haben, der nicht richtig gemacht wurde. Es war wohl nicht leicht einen solch großen Hof zu führen, alles zu organisieren und zu kontrollieren. Ich wollte sie nicht unterbrechen, weshalb ich mich inzwischen vor die Tür in die Sonne setzte.
    In etwa fünf Minuten später kam meine gute Bekannte dann hinterher und deutete mir ich solle mitkommen. Sie zeigte mir das wunderbare Anwesen mit all den wichtigen Plätzen auf dem Gestüt. Die nächsten zwei Monate würde ich schließlich ihren Vollbluthengst trainieren und dies bedeutet natürlich, dass mir nicht ständig jeder etwas zeigen müsse sondern ich wirklich selbstständig und gut arbeiten könne. Immerhin hatten ja Ofa und ihre Mitarbeiter selbst viel Arbeit zu tun. Sehr Interessant für mich war auch die Sattelkammer, in der sowohl Fiebertraums Zubehör als auch Ersatzstücke zu finden waren. Ersatzstücke im Sinne von neuen Riemen, andere Gebisse, Trensen und allerhand andere Dinge. Auch das Futter zeigte sie mir. Generell bekam der Hengst eine auf ihn abgestimmte Menge an Saft, Kraft und Raufutter. Wenn ich ihn allerdings nun trainierte musste ich das Kraftfutter klarerweise an seinen Bedarf anpassen.
    Nach der kleinen Führung holte ich das Vollblut dann auch schon von der Koppel. Er war dabei anfangs sehr aufgeschlossen und neugierig, ließ sich gut von mir führen und gehorchte aufs Wort. Ich ging mit ihm zum Putzplatz, wo ich ihn dann erstmals anband und seine Putzbox holte. Als erstes nahm ich das Schweif und Mähnenspray heraus und sprühte damit das Langhaar gründlich ein. Es roch sehr intensiv, deshalb las ich, leider etwas spät;,,Apfel-Zimt.'' Ich musste grinsen. Scheinbar war Ofagwa noch oder schon wieder in Weihnachtsstimmung. Oder sie mochte einfach nur den Geruch. ,,Na Fieber? Gefällt dir das? Dann wollen wir mal.'',sagte ich zu dem bildhübschem Hengst und kratzte ihm seine Hufe aus. Anschließend massierte ich mit einem Plastikstriegel den Dreck aus seinem Fell. Mit einer Magic-Brush entfernte ich den getrockneten Schlamm von seinen Beinen und mit einer weicheren Bürste putzte ich Fiebers Gesicht. Zu guter Letzt ging ich noch einmal schnell mit einer Staubbürste über das nun samtige Fell.
    Anschließend führte mich mein Weg in die Sattelkammer. Hier nahm ich mir Fiebers Trainingstrense, Gamaschen, Streichkappen und einen Springsattel. Der Grund weshalb es noch kein Rennsattel war war der Grund, dass ich im Springsattel mehr Halt hatte und mich zuerst mit den Eigenarten des Vollbluts auseinander setzen wollte. Mein Unfall letztes Jahr durch diesen Fehler hatte mich lernen lassen was das für ein Selbstmordkommando war dies zu tun. Ja, Jockeys ritten oft fremde Pferde. Aber nur auf der Rennbahn, bei Rennen. Ich war aber Trainer und kein Jockey und hatte andere Aufgaben.
    Nachdem Fiebertraum fertig war setzte ich meinen Helm auf und zog meine Reithandschuhe an. Dann nahm ich die Zügel vom Hals des Palominos und ging mit ihm hinaus zur Aufstiegshilfe. Die ersten fünf Minuten drehte ich mit ihm ein paar Runden am langen Zügel am Viereck. Als er dann warm war nahm ich die Zügel auf und ging mit ihm hinaus ins Gelände. An einer Wiese mit geringer Steigung testete ich ob der Hengst im Stande war zu traben. Viele mir bekannte Rennpferde konnten dies nämlich nicht. Sobald man etwas Schenkeldruck gab rasten diese Exemplare los und ließen sich nicht mehr stoppen. Da Ofa mir erzählt hatte wie sensibel Fieber war gab ich ihm nur leichte Hilfen und siehe da: Er hatte gute Erziehung genossen und trabte. Dennoch ließ er sich nicht in Anlehnung bringen. Ich drehte großräumige Kreise, ähnlich wie überdimensionale Zirkel, und gab ihm Paraden am äußeren Zügel. Zwecklos. Er lief mit seinem Kopf hoch oben umher und als er merkte, dass ich nicht aufgeben würde schaltete er sofort um auf stur. Er schüttelte den Kopf, galoppierte öfter an und versuchte dem Druck zu entkommen, den ich nun mit meiner Autorität ausstrahlte. Ja, er wurde anschließend auch so richtig frech. Dennoch saß ich am längeren Hebel und irgendwann nach zehn Minuten fügte er sich. Drei Runden im Kreis genügten. Dann lobte ich ihn und ließ ihn im Schritt eine Pause machen: ,,Guuuter Junge. Ich weiß anfangs ist das anstrengend und du bist kein Dressurpferd, aber ein gestärkter Rücken ist immer gut.''
    Nach Fiebers wohlverdienten Pause ging es ans Eingemachte. Den Galopp. Ich hatte mir vorgenommen ihn mir heute zuerst ein wenig anzusehen, also noch nicht wirklich mit dem richtigen Training zu beginnen. Ich ließ ihn zuerst den 'Hügel' hinauf galoppieren. Ich galoppierte ihn also an und ging in den leichten Sitz. Fiebertraum reagierte prompt und begann so richtig zu ziehen. Er streckte sich richtig und gab alles. Ich ließ ihn laufen, hielt ihn noch nicht wirklich zurück und sah mir die Sache an. So zickig er sein konnte - beim Galoppieren war er mit Herz und Seele dabei.
    Nach einigen Mal rauf und runter machte ich eine Pause mit dem Hengst. Ein einziges Mal ließ ich ihn anschließend noch rennen und beschloss dann für heute aufzuhören. Ich hatte nun ein anschauliches Bild von dem Palomino. Er hatte eine schlechte Tragemuskulatur was den Rücken betraf, was für Rennpferde jedoch praktisch normal war, was die Technik seines Galopps betraf war ich mehr als zufrieden; seine Ausdauer könnte jedoch besser sein. Bei einem richtig langen Rennen würde er wohl bald zurück fallen. Momentan schien er eher für kurze Distanzen geeignet. Er sollte allerdings zur Klasse S ausgebildet werden, was bedeutete, dass er lernen musste sich nicht gleich so sehr zu verausgaben um am Ende noch Energie übrig zu haben und einen Sprint hin zu legen.
    Ich brachte Fiebertraum anschließend auf die Koppel und zog mich in mein Gästezimmer zurück. Dort erstellte ich einen Trainingsplan.
    Am nächsten Tag begann dieser auch schon. Ausdauertraining im Gelände stand auf dem Plan. Ähnlich wie mit einem Vielseitigkeitspferd übte ich im Wald, wo ich versuchte möglichst lang durchzugaloppieren. Dies war allerdings mit dem Vollblut gar nicht so einfach. Er musste lernen, sich zurück nehmen zu lassen und dann nicht frech gegenzuarbeiten. Am Ende des Waldes ging ich im Schritt zurück um ihn wieder abkühlen zu lassen. Im Stall spritzte ich ihn mit dem Schlauch ab und schmierte seine Beine mit Kühlgel ein.
    Am darauffolgenden Morgen übte ich ein schnelles Manövrieren des Hengstes im Galopp auf einer Wiese. Dies musste schon lustig aussehen, da ich imaginäre andere Pferde überholte und ihnen auswich. Fiebertraum jedoch schien mich nicht für verrückt zu halten. Er hatte richtig Spaß an der Sache.
    Ähnliches wiederholten wir eineinhalb Wochen. Dann ließ ich mich auf bestimmten Distanzen stoppen und es wurde tatsächlich immer besser - und zwar nicht nur die Schnelligkeit des Pferdes verbesserte sich rapide, auch seine Ausdauer nahm immer mehr zu und ich konnte ihm mehr zumuten. Er musterte sich zu meinem Lieblingsgaloppschüler. Es machte wirklich Spaß mit dem Hübschen zu arbeiten.
    Am Ende des Trainingsmonats August hatte ich auch mit anderen Pferden unter Ofagwas Sattel Trainingsrennen bestritten und Fiebertraum war auf der Galopprennnklasse S angelangt. Es war unglaublich welch große Fortschritte er gemacht hatte - ich war wirklich stolz auf den Vollblüter.

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    Trainingsbericht Galopp S-S* | Bracelet

    Bereits den gesamten August hatte ich auf den Oakwood Stables verbracht und auch den September sollte ich Ofagwas Englisches Vollblut Fiebertraum im Galopprennen zur Klasse S* ausbilden. Der Jungspund hatte sich in den letzten Wochen absolut zum Musterschüler gemausert, weshalb ich nun gespannt war, wie er die folgende Herausforderung meistern würde.
    Um das Ganze nun absolut professionell ablaufen zu lassen hatte ich einen Jockey gemietet der jeden zweiten Tag auf dem Palominohengst reiten rollte - auf einer Sandrennbahn einige Kilometer entfernt vom Gestüt Ofagwas. Der Zielort hatte einiges zu bieten, was Fiebertraum gerade brauchte. Da ich ihn dort so richtig trainieren wollte, auch in der Anwesenheit anderer Rennpferde seines Levels hatte ich mit der Besitzerin des Hengstes geredet und bald sollte Fiebertraum dort eine Gastbox erhalten, die dann die nächsten drei Wochen sein zu Hause sein sollte.
    Die erste Septemberwoche allerdings trainierten wir wie gewohnt die Ausdauer und Technik des Pferdes. Vor allem das Ausdauertraining gefiel Fiebertraum mittlerweile so richtig, da ich ihn zuerst lange galoppieren ließ, eher versammelt - bis hin zu einem Grad für ein Rennpferd natürlich, und ihn dann so richtig rennen ließ. Das war dann auch immer eine Art Belohnung für den rennbegeisterten Palomino, der dann ganz in seinem Element war und regelrecht aufging.
    Am Ende der Woche stand dann der vorübergehende Umzug für den Hengst an. Ich hatte ihn in der Früh von der Koppel geholt und gründlich geputzt. Ebenfalls hatte ich seine Ausrüstung hergerichtet und Fiebertraum mit einer Fliegendecke, einem bequemen Lammfellhalfter und Transportgamaschen ausgestattet. Dann kam auch schon der Transporter des Rennstalles. Ofagwa verlud ihr Pferd anschließend und verabschiedete sich vorübergehend auch bei mir. Ich stieg zu dem Herrn ins Auto und ließ mich mitnehmen. Dort angekommen führte ich Fiebertraum, der mir mittlerweile auch nicht mehr nicht vertraute, von der Transportrampe. Der Palomino folgte brav und ließ sich in seine neue Box bringen. Erst war er etwas nervös, beruhigte sich dann aber bald und durfte auch auf ein Paddock.
    Am Nachmittag trainierte ich ihn locker auf einem Laufband. Überraschenderweise ging er sofort auf die ihm unbekannte Gerätschaft und ließ verstand auch schon bald das Prinzip des Ganzen. Von einem Mitarbeiter des Rennstalles wurde er verkabelt um Herzfrequenz und Anstrengung zu messen. So konnte ich gut sehen, wo das Limit des Palominos war und dieses war mittlerweile wirklich hoch. Als ich jedoch merkte er wird immer schwächer ließ ich die Geschwindigkeit immer mehr verringern und schaltete das Band kurz darauf ab. Nun ging es für ihn noch acht Minuten in die Schrittmaschine.
    Am nächsten Morgen hieß es für das hübsche Rennpferd in die Gegenstromanlage, wo er sich im Wasser durchschlagen musste. Begeistert war er nicht von dem kühlen Nass. Trotzdem ließ er es über sich ergehen und strengte sich an. Um zu trocknen führte ich ihn auf dem Anwesen des Stalls etwas herum. Fiebertraum beäugte dabei aufmerksam das neue Gelände und schien Interesse an ein paar Stuten, die gerade auf der Rennbahn liefen, gefunden haben - er stellte nämlich seine Schweifrübe hoch auf und trabte neben mir her. Schnaubend. Ich musste grinsen und führte unseren Spaziergang fort.
    Am frühen Abend ging es dann auf die Rennbahn. Hier ließ ich ihn die volle Strecke gehen, die in einem Langstreckenrennen gefordert war. Er hielt sich wacker. Seine Zeit war jedoch noch ausbaufähig. ,,Naja wir sind ja noch am Üben.'',murmelte ich, als ich die Zeit hörte. Möglicherweise war der Hengst noch etwas müde vom Transport.
    Am darauffolgenden Tag übten wir mit drei anderen Rennpferden auf der Bahn. Dabei ritt ihn der gemietete Jockey. Es ging alles sehr professionell zu und auch das 'Ausbrechen' aus der Startbox wurde intensiv trainiert. Beim dritten Mal hatte Fiebertraum schon keine Probleme mehr damit hinein zu gehen und sofort herauszuspringen. Verglichen mit den anderen Pferden zeigte sich ein anderes Bild als am Vortag: Fieber konnte laufen. Und wie! Sein Jockey Björn musste ihn anfangs sehr zurück halten. Dennoch war er immer an der Spitze, wenn eine Rennsituation anstand. Er mochte es gar nicht hinten zu laufen. Ein paar Mal übten wir ohne Startbox und das schnellste Pferd des vorherigen Durchganges - es waren noch kurze Strecken die wir sie zusammen laufen ließen - musste später starten, was sich bei unserem Hengst sehr schwierig gestaltete, da er sogar fast stieg, wenn er warten musste. Es dauerte nie lange, bis er dann außen vorbei zog und alle wild schnaubend im gestreckten Galopp überholte.
    Nach dieser Trainingseinheit hieß es für Fiebertraum dann für heute nur noch Entspannung. Zu allererst spritzte ich den Hengst ab und ging mit ihm auf der Wiese grasen. Dann stellte ich ihn unters Solarium und massierte den Hübschen eine ungeschlagene Stunde lang. Dabei schienen sich alle möglichen Verspannungen zu lösen, weshalb ich ihn anschließend noch für eine viertel Stunde in die Schrittmaschine stellte, um die Giftstoffe die dabei freigeworden sind abzutransportieren. Zumindest sagte man, dass man dies machen sollte und ich hielt mich an den Rat meiner Tierärztin.
    Die folgenden Wochen trainierten wir viel zusammen mit anderen Rennpferden mit denen sich Fiebertraum messen konnte. Er schnitt dabei immer wirklich gut ab. Nur einen Dunkelbraunen gab es, der ihm immer wieder überlegen war. Dies passte unserem Hengst dann aber überhaupt nicht, weshalb er ihn dann beim Auslaufen noch teilweise überholte und von der Seite anzicken wollte. Dies war allerdings immer wieder gut, da sich die Beiden gegenseitig aufheizten und motivierten. Meist sah dies so aus, dass die Pferde, meistens sechs Stück, aus der Startbox sprangen, Fiebertraum sich an die Spitze setzte, der Dunkelbraune von hinten aufholte und die beiden sich dann oft mehrere Pferdelängen von der 'Masse' abspalteten und ihre Duelle austrugen.
    Am Ende des Trainingsmonats ging es dann wieder in die traute Heimat zurück. Fiebertraum hatte viel gelernt, viel geübt und das Gelernte definiert. Er war nun auf jeden Fall der Klasse S* gemessen. Bei einem Vorreiten vor seiner Besitzerin zeigte er sich in Topform und Ofagwa standen beinahe die Tränen in den Augen, da sie so begeistert von den Fortschritten ihres One-Million-Dollar-Pferdes war. Mein Job war getan. Deswegen musste ich mich dann auch schon wieder bei Ofa und Fieber verabschieden. Der Abschied fiel diesmal wirklich schwer. Möglicherweise würden wir uns ja bald mal wiedersehen. Immerhin wohnte ich ja auch nicht allzu weit weg und konnte die Beiden mal besuchen kommen. Ich war sehr gespannt was ich demnächst von Fiebertraum zu hören bekam - er war wirklich ein erstklassiges Rennpferd geworden und war wohl für jeden Konkurrenten eine harte Nuss.

    Distanztraining A - L
    C Ofagwa

    Heute, an einem wirklich überragendem Frühlingstag, ging es für Goldi alias. Fiebertraum ans Eingemachte. Pünktlich zum Start der neuen Turniersaison packte mich die Lust den Vollbluthengst in der Lektion Distanz hoch zu Stufen um somit bei den Turnieren der höheren Klasse mit mischen zu können. " na los ", sagte ich und lies Goldi nach circa 10 Minuten schritt antraben. Zunächst ging es durch den Wald, der schon langsam überall zu blühen begann, ehe Goldi die Felder kommen sah, und so langsam spürbar Lust auf einen gepflegten Galopp entwickelte. " Woohh", hielt ich ihn zurück, denn so sehr es mich auch in den Fingern juckte, heute waren wir nicht zu vergnügen hier, zumindest musste ich mir dies auch immer wieder sagen. Nachdem Er sich etwas beruhig hatte, durfte er angaloppieren, was eine Erleichterung .. leicht Trab und das über einen längeren Zeitraum war nun auch nicht meine Lieblingsbeschäftigung und so war der kleine Galopp eine Art Pause für beide. " und teeeerrraaaabbb", murmelte ich vor mich hin um den Palomino zum durchparieren zu bekommen. Fiebertraum war zunächst garnicht begeistert und versuchte das olle Ding auf seinem Rücken zunächst zu ignorieren, was ihm aber nicht ganz so gut gelang. " feiner Kerl" lobte ich ihn und ließ die Zügel etwas lockerer. Bei diesem Tempo könnte ich mich gut halten und schaute mir so die Umgebung etwas an, der Wald und die Felder waren in so ein schönes Licht gehüllt was einen glatt fesseln konnte, wenn Goldi einen mit einem stolperer nicht aus dem Traum reißen würde. Nun kamen wir zu einer weg Gabelung, entweder rechts zum See oder links in den Wald. Fiebertraum wollte wohl eine kleine Abkühlung und hielt sich strikt rechts am Weg. Von vorne kam ein Radfahrer, und Goldi spielte sofort mit den Ohren ," wehe! ", mahnte ich den Palomino Hengst denn er suchte nur wieder nach einem Grund mal eben schnell in den Galopp zu fallen. Ich hielt ihn leicht zurück und nachdem wir den gefährlichen Radfahrer überlebt hatten, schnaubte er zufrieden ab. Tack Tack Tack Tack .. man könnte meinen der Klang der Eisen könnte einen irgendwann nerven, aber für einen Reiter war es Musik in den Ohren. Nach weiteren 10 Minuten erreichten wir den See, wo er eine Pause einlegen durfte und ich eben so. Ich nach einem Schluck aus meiner Wasserflasche, die ich in den Satteltaschen verstaut hatte. Fiebertraum nahm ebenfalls einen Schluck aus dem See, ehe er mit mir auf seinem Rücken in den See rein ging. " na dicki wollen wir zurück ?", fragte ich sarkastisch, denn wir mussten in der Zeit bleiben. Also presste ich meine beine an die Seiten des hengsts und etwas nasser als vorher trabten wir gen Heimat. Auf dem Rückweg merkte ich, dass Fiebertraum etwas die Puste aus ging, also ließ ich ihn auf den letzten paar Metern vorm Hof noch einmal Galoppieren. Dies mal sprang er nicht mit voller freue an, doch er wusste dass es nach Hause ging. " da seit ihr ja ", sagte Joey als ich mit dem Hengst auf dem Hof eintrat...

    Springen E auf A
    C Ofagwa

    Nachdem unser Palomino nun endlich an der Spitze des Rennsports mitgewirkt hat, und dies auch erfolgreich sollte er nun eine neue Seite kennen lernen. Unser Reitlehrer Marcus war der festen Überzeugung, das Fiebertraum gefallen am Springen finden würde. Ich hatte den Hengst bereits warm geritten bzw. er schwitze schon als ich mit ihm auf den Springplatz geritten kam. " wir fangen mit ein paar E Hindernissen an und dann gucken wir mal wie hoch wir kommen", sagte Marcus und ich galoppierte auf der rechten Hand an direkt in Richtung des ersten Kreuzes, " Beine ran!", und schon flogen wir über das Hinderniss ," Suuuper Kerl", lobte ich Fieber und ritt sofort das erste Steil in einer etwas höheren E Klasse an ," mehr mehr mehr... und hop ", sagte Marcus um mir eine Stütze zu sein. Fieber wurde regelrecht heiß auf das springen, auch wenn er gerade mal zwei Sprünge hinter sich hatte. Auf der Diagonalen stand ein Oxer, der ein kleines A Hinderniss dar stellte, ich packte meinen Mut zusammen und ritt ihn auf gut Glück an. Fieber setzte sich auf die Hinterhand und zog ordentlich ab ," Jaaa! Lass ihn vor .. ", und schon sprang der Vollbluthengst ab. Der Sprung fühle sich an wie in Zeitlupe und Fieber landete perfekt und steuerte direkt von alleine das nächste Hindernis an, ehe ich mich sammeln konnte. Fieber nahm den nächsten fast von ganz alleine und schnaupte beim Galopp danach ordentlich ab. " sehr gut weiter so", sagte Marcus und ich ließ Fiebertraum erneut den Oxer anlaufen ," warte ", sagte ich und hielt ihn etwas zurück, damit er sich mehr konzentrierte und schon sprang erneut ab, diesmal berührte er die Stange, aber dennoch beschlossen wir, das es nun reichte und klopfte ihn ab..

    Dressurtraining A auf L
    C Ofagwa

    "... mal wieder regnete es in meinem kleinen Kaff am Rand der Ostsee.. also blieb mir nichts anderes über mit Fieber in die Halle zu gehen, eigentlich wollten wir auf der Galoppbahn etwas Gas geben aber das viel nun im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. In der Stallgasse war gerade Lea und putze Fleur, die kleine Stute war damals an eine gute Freundin gegangen, die nun aber einiges auf sich nehmen musste... daher ist die kleine seit circa einer Woche wieder bei uns, was meine kleine Cousine sehr erfreute, denn als Fohlen fand sie die Porzellan Scheck Stute schon super. "Wir reiten heute aus zum See", sagte Lea motiviert und packte bereits die Regendecke aus und legte sie so gib, dass der Sattel und der Ricken von Fleur trocken blieben. " viel Spaß ", sagte ich heimisch und führte Fieber in die Halle. Dort setzte ich mir in den Kopf heute etwas an Fiebers Grundausbildung zu arbeiten, denn er konnte zwar Rennen und das auch sehr gut, aber wenn es an Gesetze und konzentrierte Arbeit ging... daaa mache der Palomino meistens nur Spirenzchen. Ich began damit, dass ich ihn die Lektion Schulterherein absolvieren ließ damit er checkte, dass es and arbeiten geht. Sofort machte Fieber etwas dicht und began zu meckern.. er schlug mit dem Schweif und began genervt zu knirschen.. " Fieber !", meckerte ich gegenan und drückte ihn mein Bein etwas mehr in die Seite... " Ja ja immer erst meckern ", sagte ich lachend und ließ ihn antraben. Erst war er ein richtiger steifer Esel der überhaupt keine Lust auf arbeiten verspürte.. also ließ ich ihn kurzerhand über die Trabstangen laufen, die an einer der langen Seiten lagen. " jetzt musst du mir den Rücken geben" , sagte ich voller Vorfreude ehe wir über die Stangen schwebten. Als wäre er auf einmal aufgewacht hätte ich keine 200kg mehr auf den Händen liegen und ein etwas ambitionierteres Pferd unter mir. " so ist es super ", lobte ich ihn und ließ ihn etwas flotter traben, sofort konnte ich merken, dass er sich bei dem Tempo etwas besser halten konnte. Also nahm ich ihn wieder auf und er musste ordentlich auf dem Zirkel laufen. Nach einigen Anfällen von ' ich bin ein Hirsch ' gab er sich Mühe, trat etwas langsamer und der Muskelaufbau war in vollem Gange. " Klasse! Dann wirst du ja doch noch ein Dressurmuskelprotz ", sagte ich lachend, denn Fieber war nun wirklich sehr sportlich gebaut, und auch eigentlich nicht für die Dressur geboren, aber ein paar Grundlagen brauche er nun schon. Vor allem wollen wir ja nächste Saison etwas im springen mitmischen, denn seine Galopper Karriere ging so langsam dem Ende zu. " es ging halt immer jüngere und bessere ", sagte ich und klopfte meinen Hengst tröstend. Im Galopp, was ja nun voll seine Gangart ist, ging er etwa so besser an den Zügel und konnte sich auch wesentlich besser halten, auch wenn ich ihn gern noch etwas gesetzter haben wollte. Ich übte mit ihm auch den Travers, den er aus welchen Gründen auch immer perfekt beherrschte ' naja es ist halt keine wampe im Weg wie bei den Dressurpummelchen' dachte ich mir und grinste bei dem Gedanken. "Klasse Junge" ich ließ Fieber die Zügel aus der Hand kauen und empfand unser heutiges Training für abgeschlossen. " Klack Klack.. ", "Na Lea doch zu nass?", fragte ich als Lea zusammen mit einer kleinen entnervten Ponystute kladdernass in die Halle stapfte...

    ~ Die Kür ~

    Nach einer ausgiebigen Shoppingeinheit hatten ich und meine allerliebste Sponsorin, auch als meine Mama bekannt, endlich den Weg zur Tribüne der Hengstkörung gefunden, die heute stattfand und bereits im vollen Gange war. Seufzend stopfte ich meine neue, weiße Turnierschabracke zurück in die Tüte, die ich eben in Unordnung gebracht hatte, während ich das Programmheft herausgekramt hatte.
    ,,Der nächste Hengst ist ein Palomino namens Fiebertraum.'',murmelte ich und warf einen kurzen Blick auf die Grunddaten des nächsten Teilnehmers. Ehe ich mich versehen hatte trabte der nicht mehr all zu junge Hengst munter in die Halle ein. Der Hengst schien ihr gegenüber sehr durchlässig zu sein, da sie eine wundervolle ganze Parade aufs Parkett legen konnte, die mit einer prompten Reaktion des Pferdes einherging. Es stand komplett geschlossen da. Die Reiterin grüßte inzwischen die Richter und ritt dann im Galopp an.
    Was nun folgte war wirklich atemberaubend. Es war eine wundervoll vorgezeigte Kür, die Elemente der L und M Dressur beinhalteten. Alle drei Gangarten des Pferdes waren sowohl auf der linken als auch rechten Hand ein Augenschmaus. Auch wenn man merkte, dass die Reiterin nicht wenig Mühe hatte ihn zu versammeln, meisterte sie die ihr gestellte Aufgabe souverän, wie ich fand. Ob er denn eigentlich ein Galopprennpferd war, ein Eventer oder einfach Freizeitpferd?
    Sein Trab gefiel mir persönlich ganz besonders gut. Vor allem für ein Vollblut war er sehr ausdrucksstark, was wohl auch mit seiner schönen Selbsthaltung zusammen hang, die er auch beim Überstreichen nicht verlor. Dennoch sah man wie er mit Schub aus der Hinterhand, über den Rücken schwingend, ans Gebiss heran trat, wenn die Reiterin die Hände in einer normalen Position hielt.
    Am Ende der Kür stand der Hübsche wieder stramm, absolut ausbalanciert, da. Es folgte der Richtergruß ehe sie dem Palomino die Zügel lang ließ und ein paar Runden ganze Bahn ging.
    In der Zwischenzeit kamen ein paar Männer in die Halle. Zwei davon stellten sich in die Mitte der Halle und hielten ein weißes Tuch mit dem Logo eines bekannten Sportpferdegestüts, das in der Nähe des Körungsortes lag. ,,Aaaaa ein Gehorsamkeitssprung?'',sagte meine Mutter fragend. Ich warmir nicht sicher, stimmte aber neugierig guckend zu. Auch Fiebertraum fand das, was sich da abspielte anscheinend nicht unspannend. Zumindest spitzte er die Öhrchen in die Richtung des Tuchs. Die Reiterin sammelte daraufhin ihre Zügel wieder ein und holte sich den Hengst ein wenig heran. Man merkte sofort wie die Grundspannung des Pferdes plötzlich wieder in die Höhe schoss. Kurz später galoppierte das Reiterpaar eine Runde, ehe sie auf die Mittellinie abwanden und das provisorische Hindernis ansteuerte - und hop. Schon hatte das edle Ross den Sprung hinter sich gelassen und galoppierte, das Grundtempo gleichmäßig haltend, weiter.
    Zum Abschluss winkte die Teilnehmerin und verließ glücklich lächelnd die Halle. ,,Was für ein tolles Pferd!'',sagte ich begeistert.

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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15 Juni 2017
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  4. Occulta

    Occulta actually dead Staff

    meine Teilnahme mit
    Blue Dawn's Nachtfalke

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    Steckbrief
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    Vom: Blue Dawn's Ready for the Night

    Aus der: Falkenhofs Sommerblume


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    Rufname: Prinz, Hawk
    Geburtstag: 25.01.
    Alter: 3 Jahre
    Stockmaß: 0,75 m
    Rasse: American Miniature Horse
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: black rabicano minimal tobiano
    (Ee,aa,Toto,RbRb)
    Abzeichen: -
    Gesundheit: Sehr gut


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    ruhig, intelligent, stolz, ehrgeizig


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    Dieser kleine Hengst ist mit seinem auffälligen Abzeichen am Hals ein echter Hingucker. Prinz wird er genannt, da er feinste Blutlinien in sich trägt und sehr edel aussieht. Er st ein wahres Springtalent, da er genug Köpfchen hat um nicht zu früh Energie zu verpuffen; stattdessen springt er immer nur knapp so hoch wie er muss. Selbstverständlich ohne dabei die Stange runterzuwerfen. Ansonsten ist er sehr ruhig und abgeklärt im Umgang. Er sucht förmlich die Aufmerksamkeit seiner Zweibeiner, jedoch nicht durch ungehaltenes Betteln, sondern durch sanftes Anstupsen mit der Schnauze.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -


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    Spring Klasse: L
    Dressur Klasse: E
    Fahren Klasse: M

    Eignung: Show Jumping, Halter Shows


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    2. Platz 296. Fahrturnier
    2. Platz 328. Fahrturnier
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    HS-Bericht

    TA-Bericht

    Trainingsberichte [4]
    Occulta
    Springen E-A
    Minitraining

    Seit Tagen war ich dabei, die Minis für eine grosse Show vorzubereiten, die dieses Wochenende stattfinden würde. Dabei ging es mir vor allem darum, die letzten Feinheiten hinzubekommen, denn die Grundlagen für Shows kannten sie ja eigentlich alle vom sonstigen Training. Lisa half mir dabei. Wir wanderten gemeinsam zur Weide und fingen uns Kicks-a-Lot, Tic-Tac, Papillon d’Obscurité und Lady Diva raus. Wir brachten sie zur Halle, wo ein bunter Parcours aus verschiedensten Dingen aufgebaut war. Zum einen standen Sprünge da, zum Üben fürs Show Jumping an der Hand. Ausserdem hatte Lisa die Kegel zum Fahren aufgestellt und ich hatte Stangen für Langzügeldressur bereit gemacht. Zudem waren ein grosser Ball, eine Blache und eine Holzwippe da. Diese drei besonderen Gegenstände wollte ich für’s Führtraining nutzen. Zuerst longierte ich Lady Diva etwas, bevor ich mit der Langzügeldressur anfing. Lisa begann mit Papillons Fahrtraining. Die anderen Zwei Ponys banden wir im Vorraum mit den Anbindestellen vor der Reiterstube an. Diese ‚Abstellkammer‘ wie ich sie gerne nannte war für auswärtige Reitschüler gedacht, damit sie ihre Pferde irgendwo anbinden konnten, wenn sie etwas zu erledigen hatten. Ich übte mit Diva das Anhalten und Schritt-Trab Übergänge. Auch eine Art versammeltes oder zumindest langsames Traben und Schulterherein forderte ich. Wir waren noch an den Basics, denn das top ausgebildete Country Pleasure Fahrpferd war erst bis Klasse A am Langzügel gearbeitet worden. Ich schielte zu Lisa herüber und stellte zufrieden fest, dass sie gekonnt um die Kegel kurvte und perfekt beim Buchstaben A anhalten konnte. Papillon machte zudem die tollen Bewegungen eines typischen Simple Pleasure Talents und hatte eine ausdrucksstarke Aufrichtung. Die schokofarbene Stute hatte sich wirklich zu einem ganz anderen Pferdchen gemausert, seit ich sie vor ein paar Jahren gekauft hatte. Es bereitete mir grosse Freude, die Fortschritte der Minis zu sehen. Das Herdenleben machte auch viel aus: sie waren total ausgeglichen und hatten praktisch nie ‚einen schlechten Tag‘.

    Wir tauschten nun und holten Kiwi und Tiki raus. Die beiden bekamen ein Springtraining, wobei wir aber kaum höherstellten und uns rein um die Technik kümmerten. Wir liefen die Sprünge aus verschiedenen Kurven und Wendungen an, damit sie lernten, auch mal etwas diagonal zu springen. Meistens aber liefen wir so gerade wie möglich auf den Sprung zu und liessen den Pferdchen Zeit, den richtigen Absprungpunkt zu finden. Es war hier alles eine Frage der Übung, denn viel einwirken konnten wir ja nicht. Lediglich das Tempo versuchten wir etwas anzupassen, wenn die Minis zu eifrig wurden oder zu wenig Schwung hatten. Als das Springen durch war, machten wir noch ein paar Übungen mit der Wippe und dem Ball.

    Nach fast einer halben Stunde führten wir alle vier zurück zur Weide und holten stattdessen Silhouette of a Rose, Nachtfalke und Tigrotto. Die drei kamen brav mit und Falke benahm sich, obwohl er in Begleitung zweier Stuten war. Lisa führte ihn, während ich die beiden Mädels übernommen hatte. Ich machte zuerst mit Rose Langzügelarbeit, wobei ich wiederum Übergänge, Schulterherein und Seitwärtstreten, anhalten und versammeln übte. Lisa machte mit Falke intensives Springtraining. Der junge Hengst war am Anfang das, was man ein Anti-Talent nennen würde. Er streifte fast jede Stange und beförderte sie so regelmässig zu Boden. Lisa konnte ihn einfach nicht dazu ermutigen höher zu springen. Ich glaubte nicht, dass es an der Sprungkraft lag; sondern eher daran, dass der Hengst einfach die Beine hängen liess. Irgendwann sprang er zwar immer noch sehr knapp, aber wenigstens blieben die Stangen fünfmal in Folge oben. Da beendete Lisa das Training und brachte ihn schon mal zurück, während ich noch mit Tigrotto Dressurarbeit machte. Die junge Stute zeigte sehr geschmeidige, hübsch anzusehende Gänge. Sie war zu Recht als Fohlen zweimal prämiert worden. Es reizte mich zu sehen, ob sie dieses exzellente Exterieur auch an ihre Fohlen weitergab. Nach dem Training brachte ich die beiden Stuten auch zurück und beobachtete die Minis noch eine Weile, dann ging ich den anderen Stallarbeiten nach.
    31 Juli 2016

    Occulta
    Fahren E-A

    Heute stand ein kleiner Fahrausflug mit den Minipferden an. Occulta hatte mich und Lisa beauftragt, zusammen mit Elliot gleich acht der Miniature Horses zu bewegen. Das Problem dabei war allerdings, dass wir nur zwei Sulkys besassen. Ein drittes Sulky hatte Elliot von einem befreundeten Nachbaren auftreiben können, doch das bedeutete immernoch, dass wir mindestens dreimal anschirren mussten. Seufzend zog ich mein Gefährt zur Weide runter. Wir waren jedenfalls für den Morgen gut beschäftigt. Ich hoffte nur, dass Jason und Linda mit den Offenställen aleine klar kamen. „Hey Lewis! Should I take Becks or Caress for the first round?” Ich drehte mich zu Lisa um, die gerufen hatte. “How about we take Pi and Caress first?“ „Okay.“ Ich betrat die Weide und fing mir Rumpelstielzchen raus. Nachdem ich ihn am Zaun angebunden hatte, holte ich auch gleich noch Caress für Lisa, die noch Elliots Sulky holte. Der Reitlehrer kam wenig später dazu und bereitete die Geschirre vor. Ich machte Pi ganz schick, so wie es sich gehörte: Zuerst massierte ich ihn mit dem Gummistriegel, dann kämmte ich Mähne und Schweif. Anschliessend bürstete ich den kleinen Körper gründlich durch und kratzte zum Schluss die Hüfchen aus. Ich musste dabei auf die Knie gehen, denn die Pferdchen vor mir waren ja mit ihrem knapp einem Meter Stockmass echte Zwerge. Trotzdem musste man sich vor den Miniatur-Hufen ebenso in Acht nehmen wie vor denen der Grosspferde – weh tun konnten sie nämlich ganz ordentlich, das hatte ich schon am eigenen Leib erfahren. Caress war schon ein paarmal vor der Kutsche gestanden, doch für Rumpelstielzchen war es der erste Versuch. Lisa hatte ihn sorgfältig mit den Langzügeln vorbereitet, indem sie ihm das Geschirr angezogen und ihn einen Sandsack hatte ziehen lassen. Ich verschnallte nun ebenfalls das Geschirr, sodass es ihm genau passte und nirgends zwickte. Dann führte ich den Hengst aus der Weide zum Sulky. Ich liess ihn daran schnuppern und alles in aller Ruhe anschauen. Schliesslich schob ich ihn rückwärts zwischen das Gestänge und fixierte alles. Elliot hängte einen Führstrick an der Trense ein. Ich setzte mich auf das Sulky und nahm die Zügel auf. Wir liessen Pi langsam antreten und sich an die neue Last hinter ihm gewöhnen. Elliot führte ihn dabei zur Sicherheit. Wir testeten das Anhalten und wieder loslaufen, bis Lisa und Caress ebenfalls fertig waren. Dann ging es endlich los. Wir fuhren zum Parkplatz, wo Elliot das Seil aushakte und sich sein Fahrrad schnappte. Ich hatte nämlich das Gefühl, dass Pi sich gut genug steuern liess. Wir liessen die Ponys in Richtung Dorf der Strasse folgen, Elliot strampelte auf dem Fahrrad mit. Geplant war bloss eine kleine Runde; zum Dorfrand, um die Verkehrstauglichkeit der Minis zu testen, und danach über ein paar Feldwege zurück zum Hof. Das reichte für heute vollkommen. Unterwegs trabten wir auch zweimal, Galopp blieb allerdings aus.

    Zurück auf dem Hof entliessen wir die beiden Hengstchen wieder und suchten uns die nächsten Kandidaten raus: diesmal bei den Stuten. Rapunzel, Kicks-a-Lot und Tic-Tac wurden allesamt ebenfalls auf Hochglanz gebracht und anschliessend angeschirrt. Die kleine Eisprinzessin, wie ich Kiwi gerne nannte, durfte dabei meine Wenigkeit übernehmen. Wir machten mit den dreien genau dieselbe Runde wie zuvor. Für uns Menschlein war das zwar eher langweilig, aber die Minis hatten genug Unheimliches auf dem Weg zu bestaunen. Besonders Tiki war noch sehr schreckhaft und zögerlich. Rapunzel hingegen ging zuverlässig voran und liess sich nicht gross ablenken. Kiwi behielt ihren Takt schon erstaunlich gut und begann sogar ein wenig zu bluffen als wir an einem unheimlichen Schild vorbeikamen. Sie hob dabei die Beine etwas höher als sonst. Im Trab ging sie fleissig vorwärts - wie eine Nähmaschine, wie ich gerne zu scherzen pflegte.

    Die letzte Gruppe bestand aus Tigrotto, Beck‘s Experience und Nachtfalke. Diesmal durfte ich Tigrotto anschirren. Ich war gespannt darauf, wie die Stute sich heute lenken lassen würde, denn beim letzten Mal war sie etwas stur gewesen. Als wir auf dem Feldweg trabten, kamen uns Spaziergänger mit einem Husky-Mischling entgegen. Der offenbar noch junge Hund war nicht angeleint und kam sofort bellend auf uns zugerannt, als er die Sulkys entdeckte. Die Besitzerin versuchte mehrfach, ihn zurückzurufen, doch es nützte nichts. Nachtfalke erschreckte sich und wollte die Flucht ergreifen, sodass Lisa ihn nur mit Mühe bremsen konnte. Becks und Taiga liessen sich zum Glück nicht anstecken und blieben stehen. Sie waren schon länger auf Pineforest und hatten langsam genug Erfahrung mit Hunden um zu wissen, dass Stillstehen und abwarten die beste Option war. Trotzdem stiegen wir alle zur Sicherheit rasch von den Kutschen und hielten unsere Ponys fest, nicht zuletzt, um sie vor dem übermütigen, jungen Hund zu beschützen. Die Spaziergänger hasteten zu uns und fingen ihren Hund so rasch wie möglich ein. Sie entschuldigten sich vielmals, doch ich war zugegebenermassen ziemlich sauer und entgegnete, dass Hunde hier im Park an die Leine gehörten, wenn sie nicht in jeder Situation abrufbar wären. Gerade wenn ich daran dachte, dass hier auch oft Kinder mit ihren Ponys unterwegs waren. Nach diesem Ärgernis setzten wir unsere Fahrt ohne weitere Zwischenfälle fort und kamen pünktlich vor dem Mittag auf den Hof zurück. Wir kümmerten uns nach dem abschirren gleich noch um das Raufutter für die Minis, doch natürlich gab es vorher eine Belohnung in Form von Apfelstücken.
    31 Aug. 2016

    Occulta

    Springtraining A-L

    Es war Freitag und heute stand wieder viel auf dem Plan. Zuerst wollte ich ein Spezialtraining ausserhalb der Rennbahn mit den Vollblütern machen. Es ging dabei um ein ausgezeichnetes Training für die Hinterhand und den Gehorsam: Springen. Dran kamen One Cool Cat, Framed in History, Kaythara, Cabinet of Caligari, Sumerian, Sympathy of the Devil und Rosenprinz. Sie alle (ausser Rosenprinz natürlich) waren bisher nur beim Einreiten ein paarmal über Cavaletti gesprungen, also noch völlig unerfahren. Wir hatten deshalb für den Anfang ein paar niedrige, einfach anzureitende Steilsprünge und Kreuze aufgestellt. Wir ritten in der Halle, damit die jungen Pferde durch nichts abgelenkt wurden. Doch zuerst mussten wir natürlich Putzen und Satteln. Ich holte Sympathy aus ihrer Box und begann, dass grau gesprenkelte Fell zu bürsten. Die blauen Augen der Stute musterten mich dabei immer mal wieder – vielleicht hatte ich ja ein Leckerli in der Tasche. „Nach der Arbeit, meine Süsse“, murmelte ich nach einer Weile schmunzelnd. Ich kratzte die Hufe aus und entwirrte das Langhaar, dann holte ich auch schon den Sattel. Ich sah, dass Quinn und Rosie, die heute endlich auch mal wieder bei uns mitritt, auch schon fast fertig waren. Wir führten Sympathy, Frame und Kaya zur Halle. Vor dem Aufsteigen liefen wir noch eine Weile am Boden neben den Pferden mit und plauderten miteinander, denn wir hatten es ja nicht eilig, bis die anderen auch hier waren. Frame wollte immer wieder abbiegen und zu mir kommen. „Tut mir Leid, mein Grosser, du musst heute wiedermal bei Tante Quinn bleiben“, murmelte ich liebevoll zu dem Schecken. Ich wusste, dass er am liebsten mit mir arbeitete – das zeigte er allen anderen Pflegern immer überdeutlich. Aber ich konnte in nunmal nicht 365 Tage im Jahr babysitten. Ich hatte ausser ihm noch viele andere Lieblinge, die meine Aufmerksamkeit verlangten. Wenigstens akzeptierte er Quinn als Reiterin, nachdem sie mühsam sein Vertrauen gewonnen hatte. Charly, April, Parker und Rita kamen schliesslich ebenfalls in die Halle und wir stiegen allesamt auf, um unsere Pferde einzuwärmen. Elliot gab uns schon jetzt lockernde Lektionen vor. Bei ihm wurde jede Minute des Trainings ausgenutzt. Sympathy ging fleissig vorwärts und streckte sich sofort in die Triefe, wannimmer ich sie liess. Wir drehten Volten und übten ein paar Seitengänge. Ausserdem mussten wir viele Übergänge reiten und die Pferde in den Ecken korrekt biegen. Als auch das letzte Pferd entspannt mit den Ohren wackelte und ans Gebiss trat, begannen wir mit einem Kreuz. Rita und Rosenprinz machten es allen vor, denn der buckskin farbene Hengst kannte das Springen natürlich schon vom Military her. Trotzdem war es auch für ihn etwas anderes, den begrenzten Platz in der Halle ausnützen zu müssen. Ich ritt den beiden in gesundem Abstand hinterher, damit sich meine Stute gleich anhängen konnte. Sympathy wusste gar nicht so recht, wie ihr geschah: ich trieb sie darauf zu und versuchte, einfach mitzugehen ohne sie zu behindern. Ich begrenzte sie jedoch trotzdem ausreichend seitlich, damit sie nicht ausweichen konnte. Sie hüpfte etwas zögerlich über die bunten Stangen und machte danach ein paar Galoppsprünge, dann parierte ich sie in den Trab zurück und lobte sie ausgiebig. Hinter uns folgten Charly und Caligari. Kaythara wollte zuerst vor dem Kreuz abbremsen, doch Rosie trieb sie weiter, bis sie im Schritt darüber stolperte. Sie ritt danach gleich nochmal heran und diesmal klappte es. Manchmal scheint es, als müssten sie zuerst eine unsichtbare Mauer durchbrechen, überlegte ich schmunzelnd. Auch Frame wollte zögern, doch Quinn reagierte rechtzeitig und schickte ihn vorwärts. Er nahm einen etwas unschönen Satz über das eigentlich total niedrige Hindernis, aber immerhin landete er sicher auf der anderen Seite. „Aus dir wird wohl kein Springtalent“, bemerkte ich lachend an Quinn und den Schecken gewandt, als sie zu uns stiessen, um den anderen nicht im Weg zu sein. Nachdem alle das erste Hindernis überwunden hatten, fuhren wir mit einem Steilsprung fort. Danach folgten bereits zwei Steilsprünge hintereinander. Mehr mussten die Pferde heute noch nicht leisten; das reichte Elliot und mir für’s Erste. In den folgenden Wochen würden wir sie langsam an einen kleinen Parcours gewöhnen und uns danach wieder auf die Dressur konzentrieren.

    Zum Schluss gab es noch eine kleine Überraschung, im wahrsten Sinne des Wortes. Lewis, Lisa, Jason und Linda kamen mit fünf der Miniature Horses in die Halle. Lewis übergab Nachtfalke an Elliot, der ein überraschtes Gesicht machte. „Now it’s your turn. Show them how you do it“, erklärte Lewis grinsend. Er trabte mit seinem Lieblingsmini Kicks-a-Lot ein paar Runden auf der Volte, dann führte er sie auf das erste Hindernis zu und hüpfte mit ihr darüber. „Sehr elegant, Lewis!“, kommentierte ich lachend. „Kannst du das nachmachen, Elliot?“, meinte Lisa herausfordernd, und lief mit Lady Diva from the Sky hinterher. Auch Silhouette of a Rose und Papillon d’Obscurité waren dabei. Wir sahen noch eine Weile zu und bewerteten Elliots Springstil, dann versorgten wir die Vollblüter, die das Geschehen ebenfalls interessiert beobachtet hatten. Die Minis blieben noch in der Halle für ein ernsthafteres, halbstündiges Training.
    30 Sep. 2016

    Occulta
    Fahren L-M

    Als nächstes war ein Fahrtraining geplant. Da wir mit dem geliehenen Sulky des Nachbaren immernoch nur insgesamt drei Gefährte hatten, dauerte das Training den ganzen restlichen Nachmittag. Im ersten Durchgang machten Elliot, Jonas und ich eine Spazierfahrt mit Tic Tac, Fake und Kicks-A-Lot. Fake war noch komplett roh und wurde heute zum ersten Mal richtig angeschirrt. Jonas hatte mit ihr fleissig an der Doppellonge das Fahren geübt und sie auch schon etwas Gewicht hinterherziehen lassen, aber vor dem Sulky war sie noch nie gestanden. Er liess sie zuerst ausgiebig an dem Metall Gestell schnuppern und wir führten sie ein paar Minuten lang neben Tic Tac, die bereits eingespannt war. Dann wurde es ernst; Jonas und ich schirrten Fake an und ich führte sie vorsichtig an. Da sie doch noch etwas zu aufgeregt war, bestellte ich Lewis herbei, der den Führstrick übernahm, sodass ich mich Kiwi widmen konnte. Die Fahrt dauerte nur zwanzig Minuten, damit wir Fake nicht ünberforderten. Mit Kiwi und Tiki machten wir dafür am Ende noch ein paar Gehorsamkeitsübungen. In der nächsten Dreiergruppe des Trainings waren Silhouette of a Rose, Papillon d’Obscurité und Rumpelstielzchen dran. Mit ihnen waren wir eine ganze Stunde im Dorf unterwegs, um sie weiter an den Strassenverkehr zu gewöhnen. Ausserdem versuchten wir uns an schwierigen Manövern und vielen Tempowechseln. Zuletzt trainierte Elliot noch alleine mit Nachtfalke, denn der Hengst hatte angefangen, sich in letzter Zeit etwas aufzuspielen und flegelhaft zu benehmen. „Und das obwohl noch nicht mal Frühling ist“, scherzte Elliot kopfschüttelnd. „Das ist nur eine Phase“, beruhigte ich ihn. Ich war mir dessen sicher, denn Falke war ansonsten eher ruhig und brav im Umgang. Jedenfalls war es lustig den beiden beim wegfahren zuzusehen und ich war stolz, als Falke am Ende zwar etwas verschwitzt, aber ruhig nachhause kam.
    31 Jan. 2017

    Die Kür

    Heute wollte ich Nachtfalke auf einer Körung vorstellen. Dabei hatte ich ziemlich spontan entschieden, denn die Köung war nicht weit von Zuhause und zeitlich stimmte es auch. Jedoch machte ich mir nicht allzu grosse Hoffnungen, denn insgeheim wusste ich, dass Hawk noch nicht bereit war. Mit seinen zarten drei Jahren sah er einfach noch zu 'unfertig' aus und war hinten noch etwas überbaut. Auch an Hengstigkeit fehlte es ihm noch. Daher würde er wohl heute nicht die besten Noten abräumen, aber ich wollte es dennoch versuchen. Wie sagte man so schön; "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt". Hawk stupste sanft meinen Arm an und verlangte so meine Aufmerksamkeit. Er schien überhaupt nicht aufgeregt zu sein und sah sich neugierig die anderen Pferde an, wenn ich ihn gerade nicht beachtete. Der Junghengst hatte schon als Fohlen an einigen Shows teilgenommen und war abgehärtet. Er wusste genau, dass er bloss seinen Job machen musste und danach wieder zurück nachhause durfte. Ich wollte gerade auf die Armbanduhr sehen, als der Lautsprecher die Nummer vor uns aufrief. Entschlossen lief ich zum Showbereich und hielt Hawk bereit. Dann kam die vorherige Nummer raus und wir durften anfangen. Ich führte den Hengst zuerst gerade auf die Richter zu, grüsste sie und stellte ihn dann in geübter Showmanier hin. Ich lenkte Hawk ein wenig mit der Hand ab, sodass er den Hals schön streckte und sich präsentierte. Trotzdem das gut klappte, machte ich mir Sorgen ob er nicht zu schlaksig wirkte, wenn er sich so streckte. Die Richter begutachteten sein Exterieur und machten sich ein paar Notizen, dann gaben sie das Zeichen, dass ich weitermachen durfte. Nun führte ich ihn zuerst im Schritt, dann im Trab auf beide Seiten an den Richtern vorbei. Dabei achtete ich auch darauf, dass Hawk konzentriert blieb und gehorsam mitlief, denn das sahen die Richter ebenfalls gerne. Zuletzt wurde er auf einem eingezäunten Platz freilaufen gelassen, sodass er, getrieben von ein paar Longierpeitschen, auch noch seinen Galopp zeigen konnte. Zu meiner leichten Enttäuschung kam er nicht sofort wieder auf mich zu, als ich ihn einfangen wollte - er liess sich aber problemlos 'einsammeln'. Ich führte ihn ein letztes Mal an den Richtern vorbei und grüsste zum Abschied, dann klopfte ich Hawk stolz auf den Hals und führte ihn vom Platz. Nun mussten wir nur noch das Resultat abwarten.
    2366 Zeichen mit Leerzeichen, geprüft mit Lettercount.com, Text by Occu

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    Zuletzt bearbeitet: 2 Juli 2017
  5. Cascar

    Cascar ∞ SchafZähmer und PapageienZüchter ∞

    Cascar ( @Ofagwa )
    tc Amor Casdove

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    – Steckbrief –
    Rufname: Amor , Casi
    Alter | Geboren: 5 Jahre | Januar

    ~ Abstammung ~
    Vom: Assassin ~ Aus der: Yamaha Spirit
    Vom: Altair ~ Aus der: Sakura | Vom: Yamaha Ocean ~ Aus der: Spirits Favorite
    Vom: unbkt. ~ Aus der: unbkt. | Vom unbkt. ~ Aus der: unbkt. | Vom: unbkt. ~ Aus der: unbkt. | Vom: unbkt. ~ Aus der: unbkt.

    ~ Exterieur ~
    Rasse: Arabisches Vollblut
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 1,65 m
    Rückenlänge: 1,45 m
    Größe: VB
    Fellfarbe: Buckskin Tobiano
    Gencode: Ee Aa Crcr Toto
    Besonderheit: 50% Chance auf Cream, 50% Chance auf Tobiano
    Abzeichen:
    - | v.l. - | v.r. - | h.l. - | h.r. -

    ~ Interieur ~
    in der Box: neutral | mit anderen Pferden: neutral

    Beschreibung
    Casi kam als Fragezeichen zu mir, denn keiner konnte mir so richtig sagen, wie er denn so war. er war immer unauffällig und benahm sich gut, aber richtige Charakterzüge? Nein die fanden wir in den ersten Wochen nicht bei dem Hengst. Erst als Casi zusammen mit paulchen auf die Koppel durfte, wurde es spannend, denn der bunte Hengst entpuppte sich als Harlekin und treue Seele. Wann auch immer ich auf den Hof gehe, Casi weiß es schon und begrüßt einen immer Liebevoll, ehe er dann nach Keksen oder anderen Leckereien fragt. Alles in allem ist er ein Goldstück und man kann verstehen weshalb er Huhn so am Herzen gelegen hat!

    Geschichte
    Casi wurde in einer sehr angesehenen Zucht geboren, wo er mit sehr viel Liebe groß geworden ist. Der Scheckhengst war schon immer das Lieblingsfohlen der Züchterin gewesen, und dass ließ sie Ihn auch spüren. Casi wurde erst mit 3 Jahren angeritten und das mit sehr viel Liebe und Zuwendung, denn der bunte Kerl sollte das Juwel der Zucht werden. Wie sie das Blatt dann immer auch Wendet, die Zucht wurde aufgegeben und casi wurde an die best Mögliche Zucht weiter gegeben. Doch als auch diese aufgab, kaufte Luna Crown den Hengst, und hier wird er wohl auch bleiben dürfen.

    ~ Zuchtinfos ~
    Besitzer : Ofagwa
    Gezüchtet bei|Vrk: Tassila
    In der Zucht:

    Gekrönt|Gekört : Nein
    Gewinnerthema:
    Decktaxe : - Joellen
    Nachkommen:
    Geschwister:

    ~ Futter & Weide ~
    Raufuttersorte: Heu
    Kraftfuttersorte: Luzerne
    3x tägl. Heu sowie 3x tägl. Kraftfutter

    Einstreu: Hexelstroh
    Weidepartner: Fiebertraum & Zuckerwatte

    ~ Qualifikationen ~
    Galopprennen Klasse : E A L M S
    Dressur Klasse : E A L M S
    Spring Klasse: E A L M
    Military Klasse : E A L M
    Western Klasse : E A L
    Distanz Klasse : E A L M S
    Fahren Klasse : E

    Turnier | Training

    ~ Erfolge ~
    218. Distanzturnier | 158. Synchronspringen | 359. Galopprennen | 364. Westernturnier | 391. Dressurturnier
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    362. Galopprennen | 278. Distanzturnier | 291. Militaryturnier
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    ____________________________________________

    Letzter Tierarztbesuch: -
    Krankheiten / ehemalige Verletzungen:
    -
    Letzter Hufschmiedbesuch: -

    ~ Bilder ~

    – Schmiedbericht –
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    Hufschmiedbesuch
    c Sosox3

    “Fliegst du oder ich?”, fragte ich Rachel über unseren neusten Auftrag. “Flieg du ruhig nach Amerika und ich fahre nach Deutschland zu Alicia Grey und ihrem Reitpony, abgemacht?” Mir blieb eigentlich auch nichts anderes übrig als nachzugeben. “Alles klar, ich buche den Flug gerade und mach mich so schnell es geht auf die Reise dorthin. Einmal Eisen und einmal Barhuf waren zu erledigen und so machte ich nach nur 2 Tagen Wartezeit mich auf den Weg in die USA zu Mailys Farm. Luna Crown nahm mich auch schon herzlich in Empfang und ich könnte schwören, dass wenn Fayenne mich sehen würde, sie mich doch am liebsten umgebracht hätte. Sie hasste es einfach wenn ich mit anderen weiblichen Wesen redete. Da zählte auch meine Born to Die oder Croatoan dazu. “Mit wem fangen wir denn an?”, fragte ich neugierig und sie lächelte freundlich. “Ich dachte, wir fangen mit Amor Casdove an und machen dann mit Fiebertraum weiter. Also erst den Barhufer.” “Klar, können wir so machen.”
    Der Weg zum Vollbluthengst war nicht gerade lang und während ich mir die Lederschürze umband und die Werkzeuge zurecht legte, hatte Luna schon Amor´s Hufe ausgekratzt und ich konnte mich um die Kontrolle und Beurteilung kümmern. Auf den ersten Blick erkannte ich seine zu langen Hufe. Lief jedoch taktklar und hatte keine Beschwerde gefunden. Nur der Strahl war bei den Hufen etwas in Mitleidenschaft gezogen worden. Also begann ich mit dem Ausschneiden und schnitt seinen Strahl frei und entfernte bei allen vier Hufen Hornfetzen. Dann kürzte ich die Eckstreben und schnitt die Hufsohle etwas weg. Der Vollblüter verhielt sich währenddessen echt brav und wie eine eins. Er war gut erzogen worden. “Was machst du eigentlich momentan? Hältst du auch Pferde?”, fragte die junge Frau mich neugierig. “Ja, ich leite zusammen mit meiner Frau einen Rettungshof in den Niederlanden und mache halt hauptberuflich die Schmiede zusammen mit meiner Exfreundin.”Ich kratzte meinen Hinterkopf und machte mit dem Hufmesser einen Kontrollschnitt. Es musste ja eh ein ganzes Stück weg und begann dann mit der Kürzung der Trachten in dem ich die Hauklinge und den Schlegel nutzte. “Du bist aber mutig”, lachte Luna und ich grinste. “Ja nh, vorallem ist meine Frau echt eifersüchtig, haha”, lachte ich. “Du kannst den gerne weg bringen und Fiebertraum bringen. Ich erhitze schonmal den Ofen.
    Es dauerte nicht lange, da führte Luna den Palomino an mir vorbei und ich sah mir sein Gangbild genauestens an. Er war taktklar, nur etwas nervös und zeigte ein etwas schnelleres Gangwerk und gerade im Trab war er etwas schneller als seine Besitzerin. “Alles klar. Ich nehm mal gerade die alten Eisen ab und kürze ihm dann die Hufe”, sagte ich und wusch mir einige Schweißperlen von der Stirn. Er hatte Hufe, welche mehr als in Ordnung waren, sodass er auch Barhuf ohne Probleme hätte laufen können. “Wissen sie, Fiebertraum könnte auch ohne Hufeisen laufen. Er hat so gute Hufe, wir können es gerne erstmal langsam probieren und ihm nur vorne zwei Eisen aufnageln und beim nächsten Mal schauen, ob das gut funktioniert und ihn gänzlich auf Barhuf umstellen”, informierte ich meine Kundin freundlich lächelnd und man sah ihr an, dass sie sich ernsthafte Gedanken machte. “Ja, dann versuchen wir das”, sagte sie und hielt mir die Hufe hoch. Nachdem ich seine Hufe gekürzt hatte, hielt ich eines der Eisen an den ersten Huf. Ich hämmerte mit einem Hammer ein paar Markierungen ins noch kalte Eisen und legte es dann in den Ofen zum Erhitzen. Während das eine Warm wurde, wiederholte ich den Vorgang für den Huf vorne rechts. Als das Eisen heiß genug war, schmiedete ich die Zehenrichtung und bog den Mittelteil um ein Drittel der Eisendicke. Dies sollte das Abrollen erleichtern. Darauf folgte dann die Maßarbeit und ich konnte es einen Moment später aufbrennen. Ich hatte meine Arbeit gut erledigt und hielt das heiße Eisen ins Wasser. Heißer, brennender Rauch stieg uns beiden in die Augen und trieb uns Tränen in die Augen. “Huii, brennt das”, sagte Luna und ich grinste kurz. “Sowas bin ich täglich ausgesetzt.” Ein schockierter Blick und ein Schlucken war ihre Antwort, doch mein Lächeln im Gesicht blieb erhalten. Ich achtete darauf, dass das Eisen weit genug lag und nagelte dann die Hufeisennägel ca. ⅔ tief in die Hufwand. Dann knippste ich diese kurz und bog sie um. “Dann wären wir soweit fertig. Ich stell ihnen gerade die Rechnung aus und muss dann auch schon weiter”, sagte ich und packte alles zusammen.

    – Tierarztbericht –
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    Tierarztbesuch
    (c) Eddi

    Heute ging es für mich auf die gemütliche Mailys Farm zu Luna Crown. Wie sie mir am Telefon berichtet hatte, wollte sie demnächst zwei ihrer Hengste auf Körungen schicken und vorher mussten beide natürlich gründlich abgecheckt werden und dafür war ich heute da. Wir hatten uns schon recht früh verabredet und ich kam auch vorbildlich pünktlich an.
    Luna empfing mich herzlich und führte mich dann direkt in den Stall. Dort wartete am Putzplatz bereites Brouk. Er war ein sechsjähriger Trakehnerhengst mit guter und durchaus bekannter Abstammung. Luna warnte mich bereits vor, dass es mit dem Hengst wohl nicht einfach werden würde, da er anscheinend einen Schuss zu viel Vollblut abbekommen hatte. Aber ich war mir sicher, dass wir das schon hinbekommen würden.
    Erst einmal sollte Luna mir ihren Hengst sowieso im Schritt und Trab die Stallgasse entlangführen. Dabei konnte ich seinen Bewegungsapparat kontrollieren. Brouk lief taktklar und schwungvoll vorwärts, er litt also an keinerlei Verspannungen. Luna band ihren Hengst wieder am Putzplatz an. Dort nahm ich als nächstes Ohren, Augen und Zähne unter die Lupe, aber alles war in bester Ordnung.
    Danach hörte ich Herz und Lunge ab und kontrollierte noch die Werte von Puls und Körpertemperatur. Einige Werte waren minimal erhöht, was sich jedoch auf Brouks Aufregung zurückschließen ließ und so keine Bedrohung darstellte. Stattdessen tastete ich nun noch Wirbelsäule und Beine ab und schon waren wir mit der Untersuchung fertig.
    Nun kam der unangenehme Teil, bei welchem der Hengst sicherlich auch Stress machen würde, deshalb positionierte sich Luna direkt neben seinem Kopf am Halfter. Ich desinfizierte die Stelle am Hals und setzte die erste Impfung an. Brouk würde gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut geimpft werden.
    Er zappelte auch fleißig herum, aber dennoch saßen alle Spritzen und er hatte es schnell geschafft. Abschließend musste er nur noch die Wurmkur schlucken und dann war Patient eins auch schon fertig. Ich lobte Brouk ausgiebig, bevor Luna ihn zurück in seine Box holte und den zweiten Hengst holte.
    Es war ein fünfjähriger Araberhengst in auffälliger Scheckung. Und obwohl er gegenüber Brouk wesentlich vollblütiger vom Blutanteil war, war tc Amor Casdove ein wahrer Schatz. Luna schwärmte direkt von seinem lieben Charakter und so würden wir es beim zweiten Pferd einfacher haben.
    Auch ihn sollte Luna mir einmal im Schritt und einmal im Trab vorführen. Casdove zeigte die typischen Gangarten eines Arabers: Schwungvoll und sehr repräsentativ. Außerdem lief er im Takt und komplett durchlässig.
    Am Putzplatz schaute ich auch bei dem Hengst in Ohren, Augen und Maul, um seinen Allgemeinzustand zu überprüfen. Danach hörte ich Herz und Lunge ab und kontrollierte auch bei Casdove die Werte von Puls und Körpertemperatur.
    Da der Hengst still stand wie eine Eins, waren wir auch mit dem Abtasten unglaublich schnell fertig und da Casdove rundum fit und bestens gepflegt war, kamen wir auch schon zum Impfen. Auch er erhielt die vier Impfungen, hielt aber tapfer still und wurde danach auch ausgiebig gelobt.
    Auch für Casdove gab es noch die Wurmkur und dann war er schon fertig und durfte zurück in die Box. Ich erneuerte noch die Impfpässe und verabschiedete mich dann von Luna, da ich heute noch ein paar andere Termine einzuhalten hatte.

    – Trainingsberichte (4) –
    Springtraining E auf A
    c Ofagwa

    Heute ging es für mich zu einem meinem eigenen Sprösslinge, denn der relativ neue Amor musste so langsam auch mal in die harte Schule eingewiesen werden. Tjark hatte mir den Falb Hengst bereits gesattelt und ich musste ihn mir nur noch mit auf den Platz nehmen, wo ich direkt Aufstieg. Nun ging es erstmals im Schritt um die Hindernisse, Amor war ein guter Springer, nur leider bis lang noch nicht gefördert worden. Ich nahm die Zügel etwas mehr auf und begann um die Hindernisse herum zu traben, so konnte er sie auch gleich alles ansehen und brauchte später auch sicherlich keine Faxen machen weil ihm eine Stange zu hellrot war. "Super ", lobte ich, denn Amor reagierte sofort auf die, wirklich leichte, Galopphilfe. Wieder arbeitete ich ihn zunächst etwas Dressurmäßig damit er sich in gewohnter Art lockern konnte. Ehe wir das erste Hindernis nahmen, ließ ich ihn erst mal über Kavalettis springen, auch damit er wieder rein kam. Nun nahm ich den ersten E Sprung, welchen er mit großer Freude nahm. Nach diesem Sprung wurde der Vollblüter direkt hitzig, merkbar machte es ihm Spaß. Die weiteren Kreuze und Steil in der E Höhe nahm er als wären es Bodenstangen, Talent hatte er ja. Nun ritt ich auf einen "Graben" zu, Amor schaute zunächst doof drein eher er verstand, dass es auch solche Hindernisse gab. "Klaaassseee", lobte ich und steuerte direkt einen Oxer der Klasse A an. "Hopp", ermutigte ich ihn, während er absprang. "Super Amor", lobte ich und ließ ihm die Zügel hin. Hier wurden wir morgen weiter machen .

    Brouk's Ankunft
    c Ofagwa

    "Heute ist es soweit", sagte ich seufzend zu Mama.. das Nervenbündel Brouk sollte zu mir auf den Hof kommen, Brouk ist das Pferd meiner Cousine, sie hatte ihn aus einer Tierschutzorganisation gekauft. Doch leider macht der schicke Braune mächtige Probleme, und meine Tante würde ihn am liebsten einfach los werden, denn er stellt eine Gefahr für meine Cousine da. Brouk war wohl am Anfang noch ganz freundlich und entwickelte sie in den zwei Wochen, die Sie ihn erst hatten, zu einem wahren Albtraum, Tante Cece hatte Lea bereits ein neues Pony gekauft, aber ich wollte den Hengst nicht abschreiben und entschied mich ihn her zu holen. Tante Maddy sagte, sie würde ihn auch einfach bei sich auf die Weide stellen. Dafür liebe ich meine Tante Maddy, sie ist ganz anders als ihre Schwester Cece und meine Mom. Ich fuhr noch schnell zu Tante Maddys Hof, um meine Pferde zu besuchen. Emilio war hier hin gekommen, da der Opa nun etwas ruhe verdiente, ebenso Anoki, der langsam anlongiert wurde, für ihn war das Leben auf meinem Hof nichts, hier hatten sie ruhe und frieden. " Luna! guck mal! Chapi ist da", meine tollte Tante hatte einen von ihr gezogenen Trakehner Hengst zurück geholt, welcher ein Flaschenfohlen gewesen war. " Oh, wie toll.. aber er darf bitte nicht wieder frei rum laufen, du weißt doch, dass er kein Fohlen mehr ist". Maddy nickte und ich zuckte zusammen, ehe ich eine SMS auf meinem Handy vernahm. " Hey, Brouk ist gleich da ", die SMS ist von Tjark, ich muss los Tantchen, bis Morgen", ich winkte ab und hechtete zum Auto. Zum Glück war Maddys Hof nur 15 Minuten von uns weg. Wieder bei uns auf dem Hof, war noch kein Hänger in Sicht, doch Lea und Cece waren schon hier, denn Tjark fuhr mit Brouk im Hänger. " Hey, wie geht's dir"," Gut, ich danke dir dafür, dass du versuchst ihm zu Helfen, denn Mutter wollte ihn wieder zurück bringen", erwiderte Lea und drückte mir ihre Hand entgegen. Bamm Bam .. da rollte auch schon der Hänger auf den Hof, mit einem hörbar genervten Pferd darin. " Mensch, der wirkt jetzt ja schon sehr freundlich", sagte ich leicht schockiert. Ich ging zum Hänger und holte zusammen mit Tjark das wilde Ding runter. Brouk ist ein wahrer Prachtkerl, wie er so dar stand, da könnte man echt denken er könne kein Wasser trüben. Doch ehe ich träumen konnte, zeigte mir Brouk sein Problem. Plötzlich begann der Hengst zu steigen und mit den Beinen nach vorne zu schlagen, zum Glück hatte er rechts und links eine Longe damit wir ihn besser führen konnten. Langsam und stätig brachten wir ihnen zu einem hoch eingezäumten Platz, wo er zunächst mal drauf laufen solle. "Was für ein Tier", sagte ich und ging wieder zu den anderen..

    Dressurtraining A auf L
    C Ofagwa

    An diesem Tag hatte ich nicht nur mit Pauli Unterricht, nein auch Amor musste sich nochmal präsentieren und unter Marcus strenger Regie laufen. " Dann zeig mal was er drauf hat ", sagte Marcus und stellte sich an die Bande. Amor war bereits warm und somit konnte ich direkt durchstarten. Ich begann auf der rechten Hand, man merke, dass Amor wesentlich mehr Spaß an der Dressurarbeit hatte als Pauli, obwohl er auch nicht schlecht im Springen war. Ich trabte an und gab Amor eine kleine Parade, damit er sich nicht so hängen lies, sofort reagierte der Falbscheckhengst auf die Parade und lief sehr schön am Zügel. Ich drückte mein Inneres Bein mehr an seinen Bauch, sofort ging er in die Biegung, ich war etwas erstaunt, denn er lief tatsächlich sehr gut an diesem Tag, das lag wahrscheinlich am Vorführeffekt, denn letzte Woche hatte ich noch über ihn gemeckert. Es dauerte nicht lange ehe ich ihn leicht, sprich ein zwei Schritte, in die Traversale laufen ließ. " suuuper ", lobte ich und war etwas verwundert, dass Marcus sich bis jetzt noch nicht gemeldet hatte. Ich wechselte etwas verunsichert die Hand und trabte wieder an, auch hier ging ich zunächst auf den Zirkel und stellte ihn dann mehr nach Innen. Ich galoppierte an und zeigte noch ein paar Runden unser können, denn Marcus sagte immer noch nichts. Ich ritt zu ihm hin, " so schlecht das du sprachlos bist? ", fragte ich und hielt vor ihm an, " Nein im Gegenteil, ich habe nichts zu meckern, dir Stufe L habt ihr ", sagte er und ich viel Amor Freude strahlend um den Hals..

    Militarytraining E auf A
    C Ofagwa

    Heute ging es mit Amor auf den neuen Geländeplatz, den wir in dem Wald am Hof aufgebaut hatten. Der Platz war auf einer, durch ihre Hügel, selten benutzen Koppel erbaut worden, und wir hatten direkt noch ein paar Sprünge im Wald aufgebaut. Marcus wollte unserem Dressur Ass mal beibringen was Dreck so Ist.
    Marcus dass auf Paulchen, meinem tollen Military Pferd und machte vor sodass ich mit Amor nachmachen konnte. Zunächst ritt ich etwas umher, damit der Falbschecke sich alles ansehen konnte. Ein Sprung ging Berg ab und danach direkt in einen kleinen Teich. "Na komm ", sagte ich und lies Amor ein paar mal durch das Wasser laufen, damit es sich gleich nicht total erschreckt. Also ging es los, bergab musste ich den jungen Hengst etwas zurück halten, und dann ging es über unseren ersten kleinen Baumstamm, ehe er mit den Vorderhufen im Wasser landete. Sofort bockte er los und ich hatte meine Mühe mich vor lauter lachen fest zu halten. " er hat lust ", sagte Marcus und galoppierte mit Paulchen los, ich immer hinterher und versuchte eben die selben hindernisse mit Amor zu nehmen, der sichtlich Spaß an dieser neuen Disziplin gefunden hatte.
    " Feiner Kerl ", lobte ich Amor und nahm nun auch die Strecke im Wald und Angriff, zumindest nur die Hindernisse, die wir hin bekommen konnten.
    " Das sieht sehr gut aus! Ich glaube fast, dass er auch schon höher könnte. Aber da machen wir nächste Woche weiter. " sagte Marcus, somit hatte klein Amor nun Stuffe A erreicht.

    – Kür –
    Heute ging es mit Amor zur Hengstkörung, denn wir wollten nun endlich wissen, ob er es bestehen würde. Mama zupfte ihm gerade noch die Zöpfchen zurecht, als schon der Aufruf für uns über den Platz hallte. " wünsch uns Glück", sagte ich zu Mama und legte Amor das weiße Show halfter an, ehe ich mit im in Richtung der Halle stapfte. In der Halle stellte ich mich mit dem sehr aufgeregten Hengst zu X und blickte in die Richtung der Richter.. ich hielt kurz inne ehe ich die Richter grüßte und den Strick von Amors Halfter löste. Amor ging direkt im Schritt los und schaute sich die Halle genauer an ehe ich ihn zum Trab bewegte. Er lief artig um mich herum und zeigte sich wie gehofft von einer sehr selbstbewussten Seite und achtete genau auf mich. Ich ging auf ihn zu und schon wechselte er die Hand um seinen Trab noch mal auf der anderen Seite zu zeigen. " Gaaaalooppp", sagte ich und wedelte mit dem Strick, Amor schaute mich an, spielte mit den Ohren und schon galoppierte er an und gab an der ersten Seite mächtig Gas. Nach der kleinen Showeinlage, hatte sich der Arabische Hengst wieder gefangen und vollführte einen fliegenden wechsel, kurz darauf musste ich etwas nach treiben, damit er nicht so halbherzig durch die Gegend sprang. Ich pfiff aber Amor gönnte sich noch eine Ehrenrunde, ehe er zu mir trabte und bei mir stehen blieb. Ich steckte ihm einen Keks zu und verabschiedete mich von den Richtern. Ein kurzer Moment verging ehe alle applaudierten und ich den nun aufgeregten Hengst nach draußen führte.

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  6. Canyon

    Canyon Bekanntes Mitglied

    meine Teilnahme mit
    GH's Acapulco Gold

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    GH's Acapulco Gold
    (Coco)

    Abstammung
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    Von Anduril (Quarter Horse x Mustang)
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der Royal Fairy (American Saddlebred)
    Von Fairy King Aus der Royal Mixx Elaysa


    Exterieur
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    Hengst
    *2006
    (11 Jahre)
    Mix | 159cm
    dappled silver dark bay with a half blanket
    x

    Interieur
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    x | x | x
    Coco ist ein ruhiger und ausgeglichener Hengst. Er ist sehr geduldig, lernfähig und nimmt einem so schnell nichts übel. Er hat viel Potenzial und eine besondere Scheckung, was ihn zu einem Blickfang auf jedem Turnier macht. Coco verträgt sich ohne größere Probleme auch mit anderen Hengsten, jedoch muss immer geklärt sein, wer der Chef ist. Auf Stuten in seiner Nähe hat er immer ein Auge, bleibt aber ruhig und entspannt und ist auch, auch wenn Damen dabei sind, gefahrlos im Gelände zu reiten. Obwohl Coco ein Hengst ist, zeigt er nicht viele Hengstmanieren und ist so auch für Anfänger
    geeignet. Jedoch hat Coco etwas Probleme mit kleinen Hunden, was sehr verwunderlich ist.

    Besitzer: Canyon & Zion (Vuyo Ndour)
    VKR/Ersteller: verfallen/Mohikanerin
    im Besitz seit: 5. April 2017
    Kaufpreis: x

    Qualifizierungen
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    Dressur E A L M S S* S**

    Western E A L M S S* S**

    Springen E A L M

    Distanz E A L M S

    Fahren E A L


    Erfolge
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    Offiziell
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    222. Westernturnier | 226. Westernturnier | 308. Westernturnier | 227. Distanzturnier | 314. Westernturnier | 326. Fahrturnier


    Ausbildung
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    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren x

    Reitschulpferdeausbildung
    Schrecktraining | Verladen | Longieren | Gelassenheitstraining | Hindernisgewöhnung x | Geländesicher

    Zucht
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Schleife
    HK/SK

    Gencode: x
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Tyrifjord Ranch

    Nachkommen
    -

    Gesundheit
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    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt
    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert:
    Hufbeschaffenheit:
    Hufkrankheit/en:

    Beschlag vorne:
    Beschlag hinten:
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    Tierarztbesuch
    19. Juni 2017 | Eddi

    Heute ging es für mich auf die Tyrifjord Horse Ranch. Eigentlich war es mit meiner Zeit momentan nicht so gut bescholten, aber ich hatte diesen Termin dennoch mit reingepackt. Die Besitzerin Mio wollte gerne einen ihrer Hengste auf einer Körung vorstellen und dafür benötigte er noch den Vet-Check und genau diesen sollte er heute von mir bekommen. Aus diesem Grund hatte ich mich schon in aller Frühe auf den Weg gemacht und kam auch pünktlich an.
    Auf dem großen Gestüt wurde ich direkt von Mio begrüßt und in den Stall geführt, dort wartete auch bereits GH's Acapulco Gold auf uns. Der hübsche Hengste schaute mich aufmerksam an und ich begrüßte ihn kurz. Dann führte Mio ihn mir einmal im Schritt und einmal im Trab vor. Auch die Beugeprobe führte ich durch, aber alles war einwandfrei.
    Danach hörte ich Acapulco Gold ab und tastete dann noch die Wirbelsäule und die Beine entlang. Auch ein Blick in Ohren, Augen und Maul durfte nicht fehlen, aber bei dem Hengst war alles in bester Ordnung. Ich lobte ihn ausgiebig und begann dann mit den Impfungen für Herpes und Influenza. Nach den beiden Spritzen war er auch schon fast fertig. Es gab nun nur noch die Wurmkur und dann durfte der Hengst wieder raus auf die Weide.
    Ich erneuerte noch fix den Impfpass und stellte Mio das Gesundheitszertifikat aus, ehe ich mich verabschiedete und nach Hause fuhr.
    Distanz A→L
    31. Januar 2016 | 3973 Zeichen | Canyon

    »So, seid ihr alle soweit?« fragte ich in die Runde. Als Antwort bekam ich zustimmendes Gemurmel, was ich mal als 'Ja' deutete. Zur Sicherheit zählte ich nochmal durch: Fünf Pferde und mit mir fünf Reiter. Das sollte passen für das Distanztraining. Wir hatten es doch tatsächlich geschafft, dass alle, einschließlich Candy, sich für heute Zeit genommen hatten.
    »Na dann aufsteigen! Wir wollen das Wetter nutzen, bevor es umschlägt.« bestimmte ich und zog mit in den breiten Westernsattel von Changa. Geplant war ein Distanztraining, Problem war, dass die Pferde auf drei verschiedene Stufen erhöht werden mussten.
    Unserer neuer Zuwachs, California's small caramel candy, würde erst auf Stufe A gebracht werden müssen, sodass Candy, welche zufällig den gleichen Spitznamen hatte, nach etwa 15 Kilometern bereits wieder zu Hause sein sollte.
    Nico, Charly und Shadow ritten jeweils Pferde auf dem Niveau A, welche in dem Fall Vaconda, Charelle und Acapulco Gold waren. Sie würden zu dritt etwa 30 Kilometer zurücklegen. Für mich blieb dann nur noch Changa, welche schon einiges an Training hatte genießen dürfen und deswegen von mir auf Stufe S gebracht werden musste.
    Ich musste aber zugeben, dass ich Changa schon länger nicht mehr geritten war, da Charly sich um sie gekümmert hatte. Ich war also extrem gespannt, wie das Training mit 45 Kilometern heute ausfallen würde.
    Ich war recht zuversichtlich, dass alles klappen würde. Immerhin waren wir fünf recht gute Reiter, auch wenn Candy noch am Anfang ihrer Ausbildung stand, so machte die Sicherheit der Stute das wieder wett.
    Wir hatten ausnahmsweise keinen Strandritt geplant, sondern wollten mit den Pferden in das hügelige und steinige Hinterland, wo es für uns noch einige unerkundete Ecken gab.
    Ich ritt mit meiner Changa vorneweg, hinter mir kamen dann die beiden größeren Stuten Charelle, geritten von Shadow und Vaconda, geritten von Charly. Candy, welche ganz schöne Probleme hatte, mit den größeren Pferden mitzuhalten, kam da hinter und Nico bildete mit etwas Abstand das Schlusslicht, da er heute als einziger einen Hengst ritt, nämlich Acapulco Gold.
    Ich als Führerin musste das Tempo bestimmen, was echt nicht einfach war, da jedes Pferd am liebsten sein ganz bestimmtes Tempo gehen wollte.
    Changa lief am besten, wenn sie gemütlich galoppieren konnte. Auch für mich war das in dem Westernsattel überhaupt kein Problem, sodass ich damit auch recht zufrieden war.
    Für die kleine Candy war das natürlich schon ein hartes Training, da sie mit den großen mithalten musste. Aber Candida, einfach nur Candy genannt, biss die Zähne aufeinander, sodass sie sie es schaffte.
    Nach etwa zehn Kilometern legten wir eine erste Pause ein und jeder nahm von seinem Pferd die Pulswerte, welche zu hause sorgfältig abgeheftet wurden. Die beiden Candys würden ab hier den Heimweg wieder einschlagen und ich vertraute auf das reiterliche Können der Beiden, dass sie es auch schaffen würden. Die Strecke kannten sie und so lange sie keinen Unfall bauten, würde wohl nichts passieren können.
    Einige Kilometer weiter verließen mich dann noch meine anderen drei Freunde, denn Nelly, Vaconda und Coco waren noch nicht so weit, dass sie so weit wie Changa gehen konnten.
    Ich war nun also auf mich allein gestellt und es war auf jeden Fall viel entspannender, wenn man das Tempo gehen konnte, was dem Pferd und dem Reiter am besten passte. Kontinuierlich galoppierten wir auf den passenden Wegen und liefen im Schritt, wenn das Gelände dies von uns forderte. Alle zehn Kilometer nahm ich weitere Messwerte, um meine Changa ja nicht zu überfordern. Doch ihr Puls war immer im grünen Bereich und selbst als wir nach 45 Kilometern unseren Hof wieder erreichten, könnte sie noch zwanzig Kilometer mehr gehen, wie es mir schien.
    Changa war demnach auch die letzte, welche ich nach draußen auf die Weide brachte. Alle fünf Pferde, welche wir heute trainiert hatten, hatten ihre Aufstufung geschafft und durften nun eine Stufe höher laufen.

    "Ganz ruhig, Coco", redete ich meinem Hengst gut zu. Den sonst immer so mutigen und ruhigen Acapulco Gold schien der ganze Lärm und das viele Pferdegetrappel sehr aus der Fassung zu bringen und er tänzelte dauernd auf der Stelle, was es mir sehr schwer machte, mich in den Sattel zu schwingen. Erst als Addison ihn festhielt, gelang es mir aufzusitzen. Ein solch buntes Treiben war Coco zwar gewohnt, aber meine Aufregung ließ auch ihn unruhig werden. Die Zeit reichte gerade noch, um meinen Hengst aufzuwärmen, bevor wir auch schon aufgerufen wurden: "Nun sehen wir den Hengst Acapulco Gold, vorgestellt von Mio Wild!". Im versammelten Trab ritten wir in die Halle ein und hielten bei X an. Ich grüßte die Richter vorschriftsgemäß und wendete dann auf die rechte Hand ab. Coco spielte nicht mehr wie vorhin mit seinen Ohren, sondern hatte sie aufmerksam gespitzt. Bei A ließ ich ihn wieder antraben, zeigte seine wunderschöne Gangart an der langen Seite der Bahn und wendete bei C auf die Länge der Bahn ab. Hier trieb ich Coco in die Trabverstärkung, die er glänzend ausführte, bevor wir bei A auf die linke Hand gingen. Ich parierte Coco wieder durch und ließ ihn seinen entspannten Schritt zeigen, bevor ich ich ihn mit der Hacke leicht antippte und er daraufhin antrabte. In der nächsten Ecke der Bahn ließ ich ihn angaloppieren und ging dann mit ihm auf den Zirkel, aus dem heraus wir die Hand wechselten, um auch auf der rechten Hand den Galopp vorzuführen. Nach einer halben Runde ließ ich Coco am langen Zügel aus dem Galopp austraben, bevor ich ihn zum Schritt durchparierte. Wir ritten wieder zum Punkt X, ich verabschiedete die Richter und dann verließen wir das Dressurviereck. Im Hinausgehen lobte ich meinen Coco kräftig. Auch mein Team überschüttete uns mit Lob und half dann dabei, Coco abzusatteln und zu füttern. Der Hengst genoss die Aufmerksamkeit und nachdem er fertig war, ging ich mit ihm zu einer etwas abgelegenen Wiese, damit er sich abregen konnte. Jetzt mussten wir nur noch auf das Ergebnis warten und hoffen, dass es gut ausfiel.
    2060 Zeichen | zeichenzähler.de | Canyon

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    Bewegung von mir | Zubehör von Bella
     
    Zuletzt bearbeitet: 2 Juli 2017
    Cascar und Veija gefällt das.
  7. Gwen

    Gwen Jolly Tickled Pink!

    Gwen mit
    Allelujah

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    Rufname: --
    geboren: April 2007


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    Rasse: Deutsches Reitpony
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Palomino (ee Aa Cc)
    Stockmaß: 147 cm

    Beschreibung:

    Im Vergleich zu vorher kann man bei Allelujah eindeutig eine Veränderung des Charakters feststellen, auch, wenn diese nur langsam und schleichend voranging.
    War er zuvor öfter mal ausfallend und konnte teilweise schon als gefährlich eingestuft werden, so hat sich dies mit der Zeit etwas gelegt. Geht man mit ihm allerdings nicht ganz korrekt um, kommt der „alte“ Allelujah wieder zum Vorschein und das aggressive Verhalten an die Oberfläche. Das Misstrauen gegenüber Fremden ist noch immer vorhanden und wird sich auch mit der Zeit wahrscheinlich nicht mehr legen.
    Hat man sich mit ihm erst einmal angefreundet, ist er ein wahres Verlasspferd: Vertrauen ist das Stichwort. Tut er dies, kann man mit ihm durch dick und dünn gehen. Hierbei handelt es sich jedoch um einen langwierigen Prozess, der durchlaufen werden muss.
    Des Öfteren bettelt das Reitpony um Leckerlis und spielt auch mal mit einem – zum Beispiel Fangen. Dabei ist er jedoch stets vorsichtig und achtet darauf, dass seinem zweibeinigen Freund nichts geschieht. Der Palominohengst ist auf der Weide ebenfalls sehr verspielt und tollt gerne mit den Fohlen auf der Weide herum. Doch er kann auch bestimmt sein und ihnen mit einem Zwicken zeigen, dass er jetzt nicht spielen will.
    Allerdings hat das Pony eine Abneigung gegen Männer. Man könnte es aber auch schon als regelrechte Angst bezeichnen. Sobald er einen Mann erkennt, ist er schon weg. Es ist unklar, weshalb er solch eine Angst vor diesem Geschlecht hat.
    Unter dem Sattel ist er gehorsam und buckelt selten bis gar nicht. Seine größte Leidenschaft ist das Springen. Wenn man mit ihm auf einen Sprung zureitet, spitzt er aufgeregt die Ohren, bestimmt selbst das passende Tempo und fliegt regelrecht mit vielen Zentimetern Luft zwischen ihm und dem Hindernis darüber. Das Pony sollte nicht von harten Reitern geritten werden, da es sehr sensibel ist. Seine Gänge sind atemberaubend – leicht, als würde er über den Boden schweben. Das Pony hat mit seinem Alter von zarten vier Jahren schon eine Menge gelernt und geht auch willig am Zügel. Deshalb schätzt man, dass er in Springen und Dressur sehr erfolgreich sein wird.

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    Besitzer: Samarti
    Ersteller: Samarti

    Dressur E -- Springen M -- Military A -- Fahren M -- Distanz A

    249. Fahrturnier
    6. Synchronfahren
    261. Fahrturnier
    239. Militaryturnier
    346. Galopprennen
    279. Distanzturnier
    70. Synchronspringen
    302. Fahrturnier
    390. Westernturnier

    Tierarztkontrolle
    06/2017, von Eddi | 2353 Zeichen

    Es war noch früh am Morgen, als ich mich auf den Weg nach Townsend Acres machte. Zu dieser Uhrzeit konnte man die sommerliche Wärme auch noch gut ertragen und es wehte sogar ein recht kühler Wind. Das Gleiche schien sich Elisa gedacht zu haben, welche den Gestütsbetrieb nun in die frühen Morgen- und die späten Abendstunden verlagerte und so waren schon alle tatkräftig am Werk, als ich auf dem Hof eintraf.
    Elisa wuselte auch irgendwo im Stall inmitten ihrer Reitponys umher, aber als sie mich sah, machte sie sofort Halt und begrüßte mich herzlich mit einer Umarmung. Wie so oft war ich beruflich hier, denn meine Arbeit als Tierarzt war gefragt: Drei Hengste wollte Elisa demnächst auf den Körungen vorstellen und zwei davon mussten noch durchgecheckt werden.
    Wir begannen zuerst mit Allelujah, einem altbekannten Gesicht für mich. Seit seiner Zeit auf Townsend Acres hatte er sich nochmals wirklich gemacht und Elisa war auch positiv gestimmt, dass er seine jugendhaften Flausen langsam ablegte und sich zu einem gescheiten Zuchthengst entwickelte.
    Das sagte auch sein Zustand aus. Beim Vorführen im Schritt und Trab konnte ich keine Probleme entdecken und auch die Beugeprobe bestand der Hengst ohne Wenn und Aber. Danach schaute ich in seine Ohren, Augen und sein Maul, um eventuelle Anzeichen von Krankheiten zu sehen, aber wie schon geahnt, war da nichts.
    Auch die Werte von Puls, Herz und die Geräusche der Lunge sahen gut aus und ich konnte nicht klagen. Abschließend tastete ich also nur noch Wirbelsäule und Beine ab, ehe der Hengst geimpft und entwurmt werden konnte und danach dann auch endgültig fertig war mit der Untersuchung.
    Patient Nummer zwei war Tenacious. Natürlich auch ein Reitponyhengst und dazu noch ein wirklich schöner. Aufmerksam beobachtete ich seine Gänge und führte dann die Beugeprobe durch und wie zu erwarten war alles ok. Danach kontrollierte ich auch bei ihm die Ohren, Augen und Zähne, ehe ich ihn ausgiebig abhörte und abtastete.
    Der Hengst war in bester Verfassung und definitiv bereit, seine Körung zu bestreiten. Er bekam noch die dafür benötigten Impfungen und die Wurmkur und dann waren wir mit allem fertig. Da wir sehr schnell gewesen waren, lud Elisa mich noch auf einen Eiskaffee ein und wir ließen uns am Dressurviereck nieder, um den Reitern noch ein wenig bei ihrer morgendlichen Arbeit zuzuschauen.

    Hufkontrolle
    07/2017, von Zaii | 8310 Zeichen

    „Waka waka, eh eh!“, schmetterte Zai, als sie ihre Freundin Eli mit ihrem Hengst Flavor of the Weak entdeckte. Eli warf Gwen einen bösen Blick zu, denn wie mir erzählt wurde, war sie es gewesen, die Waka damals zu seinem Spitznamen verholfen hatte. Gwen aber war sich keiner Schuld bewusst und kraulte etwas zu auffällig die Stirn von Ohnezahn, der seelenruhig neben ihr her spazierte.
    Und dann war da noch Elisa, die (zum Vergnügen aller anderer) gut zu tun hatte, mit zwei Hengsten links und rechts von sich. Hinter ihr folgte Matthew, der Tenacious führte. „Mit allen dreien wäre es noch lustiger gewesen“, flüsterte Zai mir zu und ich musste mir ein Schmunzeln verkneifen.

    Zais Freundinnen kamen wild durcheinander plappernd am Putzplatz vor dem Oststall an und es sah fast etwas ulkig aus, wie Waka da zwischen den ganzen Ponys stand und irgendwie nicht so ganz reinpassen wollte, überragte er die anderen Hengste um mehr als zwanzig Zentimeter.

    „Gut, wer macht den Anfang?“, mein Blick glitt fragend in die Runde. Ich konnte im Nachhinein nicht mehr beantworten, was mich dazu veranlasst hatte, zuzustimmen, fünf Hengste der Freundinnen meiner Partnerin an einem Mittag anzunehmen. Immerhin konnte ich aushandeln, dass sie zu mir kommen mussten, das machte die Sache doch schon wieder angenehmer.
    Auf die anfängliche Stille war schnell eine rege Diskussion gefolgt, aus der Elena als Sieger hervor ging und so begann ich direkt, Wakas alte Eisen abzunehmen, nachdem ich mich mit einem Stück Möhre vorgestellt hatte.
    „Ganz schön hibbelig“, bemerkte Zai stumpf, als der Schimmel immer wieder versuchte, mir das Bein weg zu ziehen und überhaupt sehen wollte, was ich da so anstellte. Eli warf ihrer Freundin einen bösen Blick zu und hätte sie nicht bei Waka gestanden, hätte Zai sich wahrscheinlich auch noch einen schmerzhaften Tritt gegen das Schienbein eingefangen. So blieb sie aber verschont und konnte ohne Blessuren Chesmu von Elisa übernehmen, denn dieser zankte sich gerade immer mehr mit seinem Kumpel Allelujah.
    „Du bist trotzdem mein Liebling, Chessi“, säuselte sie ihrem Hengst nach und winkte berührt mit der Hand hinter ihm her. Wenigsten war meine Arbeit heute ausgesprochen unterhaltsam.
    Nachdem ich Wakas alte Eisen mit vier neuen abgeglichen hatte, wanderten diese in den Ofen. In der Zwischenzeit schnitt ich die Hufe des Hannoveraners aus und raspelte die Hufe anschließend wieder plan. Die Eisen waren mittlerweile heiß und konnten nach und nach angepasst werden.

    Die lauten Schläge machten Ohnezahn, Chesmu und Tenacious wenig aus, auch Waka ließ sich nach anfänglicher Unruhe wieder beruhigen, nur Allelujah schien ganz und gar nicht angetan, wenn ein Mann auch noch wilde Bewegungen und Krach veranstaltete.
    So machte sich Elisa daran, eine Runde um die Reithalle zu drehen und Matthew folgte ihr ergeben. Gwen und Zai hingegen machten es sich am Grünstreifen neben dem Stall gemütlich und ließen ihre Hengste grasen.

    Waka hielt mittlerweile erstaunlich still und so konnte ich meine Arbeit zügig zu Ende bringen. Schnell war der letzte Nagel gebogen und gekürzt und so hatte es der erste schon wieder geschafft. Die Gänge des Hengstes ließen auf nichts Ungewöhnliches schließen, also konnte es direkt mit dem nächsten weitergehen.

    Zai setzte sich gegen Gwen durch, die nun schmollend im Gras saß und sich von Eli trösten ließ („Zai ist so gemein!“ – „Sch, sch. Ich weiß doch“ – „Wieso sind wir überhaupt mit ihr befreundet?“ – „Der Hufschmied, Gwen..“).
    Chesmu freute sich sehr über die Leckerei und war fortan beschäftigt, Zai nach noch mehr Möhrenstücken abzusuchen. Das machte mir die Arbeit sehr einfach, denn er hielt still und ließ mich ohne Zwischenfälle alle vier Hufe ausschneiden und kürzen.
    „Gut gemacht“, lobte Zai, als der glänzende Hengst (was tat Elisa nur in ihr Futter?) auch die Gangprobe überstanden hatte und zurück zum Gras durfte.

    Als nächstes folgte Ohnezahn von Gwen, der hingebungsvoll den lobenden Worten seiner Besitzerin lauschte, als ich nach und nach jeden seiner Hufe aufnahm, kürzte, ausschnitt und abschließend plan raspelte. Nicht einmal hatte der Schimmel versucht, mir den Huf zu entziehen und so schob ich ihm nach getaner Arbeit nochmal ein kleines Stück Möhre zu. Hoffentlich hatten das Waka und Chesmu nicht gesehen!

    „Ich bin dran!“, schallte es bestimmt über den Hof, als Matthew mir gerade T in Schritt und Trab vorgeführt hatte. Es folgte eine Diskussion zwischen Elisa und dem Gestütsleiter (oder Sklaven, ich war mir da gerade nicht sicher), den die junge Frau zur Überraschung von niemandem für sich gewann. So mussten Tenacious und Matthew den Platz wieder räumen und machten es sich stattdessen am anderen Ende des Stalls gemütlich. Matthew würde nun also erstmal seine Wunden lecken, während ich das Vergnügen mit Allelujah hatte. Der Hengst ließ sich von Elisa bitten und betteln und folgte trotz der Überredungskunst seiner Besitzerin nur zögerlich. Ich hielt ihm lange meine Hand hin, doch obwohl ein schmackhaftes Stück Möhre auf dieser ruhte, traute sich Allelujah nicht nah genug an mich ran. Na das würde sicher spaßig werden. Nachdem Elisa die Nascherei verfüttert hatte, stellte sie sich dicht an den Kopf des Palominos und begann, ihm Mantra-artig eine Beruhigungsformel ins Ohr zu flüstern. Ich machte mich zeitgleich an die Arbeit, die sich als nervenaufreibender erwies, als bei Allelujahs Stallkumpanen. Bei jedem Huf versuchte der Hengst, von mir wegzukommen und wann immer ich die Stimme minimal erhob, zuckte der Zehnjährige merklich zusammen. Vielleicht war er durch Elisas hohe Stimme aber auch schlichtweg so traumatisiert, dass tiefere Stimmen ihm nun Unbehagen bereiteten. Die einen sagten so, die anderen so.
    Mit der ein oder anderen kleinen Pause und vielen Möhrenstücken klappte es letztendlich aber doch und Allelujah zeigte mir einen äußerst flotten Trab, als er bei der Bewegungsprobe von mir weg traben konnte.

    Den Abschluss sollte nun Tenacious machen. Der Hengst war das komplette Gegenteil zu seinem Vorgänger, denn er war durch nichts aus der Ruhe zu bringen und so war ich in Windeseile fertig damit, die Hufe Dunkelbraunen auszuschneiden und zu kürzen. Auch beim Planraspeln hielt das Pony still und während Matthew noch lobte, war ich bereits fertig mit meiner Arbeit.

    „So..“, ich streckte mich und drehte den Oberkörper einmal nach links und rechts. Fünf Pferde hintereinander und auch ein Hufbeschlagsschmied fühlt sich, als würde er am Fließband arbeiten. „Sag mal..“, diesen Ton, den Zai da an den Tag legte, konnte ich leider allzu gut einordnen, „.. wenn du schon dabei bist..“, ich drehte mich ungläubig um, „.. bitte Theo!“, schloss Zai flehend und ich sah sie hinter mir stehen. Mit Turf Runner an der Hand. „Noch einer?!“, fragte ich ungläubig, doch Zai war nicht von ihrem Plan (der nicht so spontan wirkte, wie sie ihn mir verkaufen wollte) abzubringen. „Es ist Tuffi. Unser toller, süßer, lieber Tuffi“, säuselte Zai. Wenn es um Arbeit ging waren es immer unsere Pferde. Turnierplatzierungen und –siege hingegen zogen ihre Pferde ein. Seufzend gab ich meinem Schicksal geschlagen und so folgte Hengst Nummer sechs an diesem Tag.
    Wenigstens hatte Zai nicht gelogen, denn das Vollblut war wirklich unkompliziert und so dauerte es nicht lange, bis ich die routinierte Arbeit des Ausschneidens, Kürzens und Planraspelns hinter mich gebracht hatte.

    „Das wars für heute! Keine Chance“, schwor ich, als ich Tuffis letzten Huf abgesetzt hatte. Gwen, Eli, Elisa und Matthew hatten sich nach dankenden Worten bereits wieder auf den Heimweg gemacht, es waren also nur noch Zai und Alex, die sich mit Friedrich vor wenigen Minuten zu uns gesellt hatte, anwesend. Hugo, der gerade Emie und Every auf den Platz führte, musste bei meinen Worten schmunzeln und das war schon etwas, was dem schallenden Gelächter anderer Menschen nahe kam. „Zai, nein“, sagte ich energisch, als diese den Mund öffnete, um etwas zu sagen. Zu meiner Freude schloss die Braunhaarige den Mund wieder und ließ mich dann tatsächlich in Ruhe. Während sie Tuffi zurück in seine Box brachte, packte ich mein Werkzeug zusammen und machte mich dann mit Alex und Friedrich auf zu unserem Häuschen. Zai würde mich heute nicht mehr zu Gesicht bekommen, denn sonst würde sie bestimmt noch eine Arbeit für mich finden.

    Springen E-A
    10/2015, von Gwen | 3065 Zeichen

    „Hui! Ich wusste gar nicht, dass Allelujah so ein Arschloch war!“, meinte Elisa prustend und klopfte sich den Sand vom Hintern. Etwas verwirrt musterte ich erst sie und dann den Palomino, der friedlich inmitten des Platzes stand und sich sichtlich wohl fühlte. Heimlich war ich zutiefst froh, auf Morning Sun zu sitzen. Morning Sun hatte ich selber bereits schon einmal trainieren dürfen und außerdem war sie wirklich lieb, ganz im Gegensatz zu Allelujah.
    Elisa sammelte ihr Pferd ein und verließ gemeinsam mit mir den Platz, ehe sie sich wieder in den Sattel schwang und uns noch zu der Abreitrunde ins Gelände begleitete. Wir hatten diesen Monat leider noch eine ziemlich lange Liste an Berittpferden und nebenbei eigentlich auch noch unsere eigenen, so wirklich hinterher kamen wir aber nicht, da wir jedem Pferd gerecht werden wollten.
    Allelujah und Morning Sun stammten von Eddi aus den Niederlanden und waren mal wieder bei uns zu Besuch. Letzten Monat hatten wir für die beiden Jungpferde leider keinen Platz mehr gehabt, weshalb wir das nun nachholen wollten, aber so wirklich hinterher kamen wir trotzdem nicht.
    Beide waren schon seit einer Woche da und während ich mit Morning Sun wirklich passable Fortschritte machte, konnte man das von Elisa und ihrem ehemaligen DRP nicht behaupten. Allelujah war eindeutig nicht die Art von Pferd, die super gerne mitarbeitete oder sich für seinen Reiter aufopferte, im Gegenteil…
    Da wir etwas Abwechslung verlangt hatten, trainierten wir beide momentan im Springen und bereiteten sie auf A-Turniere vor. Anfangs hatte auch Morning Sun dabei arge Probleme gehabt, besonders was die Koordination im Parcours betraf, aber sie besaß das Potenzial zum Springen, es musste nur entfaltet werden.
    Bei Allelujah war das theoretisch auch so, nur wollte er es schlichtweg nicht entfaltet bekommen, aber Elisa hatte einen Narren an ihm und vor allem an der Herausforderung gefressen und würde ihn erst nach Hause schicken, wenn sie mit ihm in bester Zeit einen A-Parcours durchsprungen wäre, aber das würde wohl noch dauern…
    Zwei Wochen hatten wir Zeit und ich nutzte diese, um zweimal täglich mit Morning Sun zu trainieren. Meistens zusammen mit Elisa, manchmal aber auch alleine. Tendenziell hatte ich aber immer einen anderen Trainer mit dabei, denn vier Augen sahen schließlich mehr als zwei. Außerdem wechselten wir ab und an sogar die Pferde, auch wenn ich davon nicht sonderlich begeistert war, Allelujah zu reiten.
    Elisa leistete bei ihm jedoch gute Arbeit, denn am Ende der zweiten Woche konnte sogar ich ihn ohne Probleme und Mätzchen reiten und wir schafften den A-Parcours im ersten Durchlauf. Nur der Oxer war immer noch etwas tricky und ich dachte erst, Allelujah würde mir verweigern. Mit ein paar positiven Gedanken packten wir das aber doch.
    So hatten wir relativ schnell auch die beiden DRPs abgehakt und konnten sie schon bald auf die Heimreise schicken, nachdem wir die Zertifikate ausgestellt hatten. Zwei Pferde konnten also von der Liste gestrichen werden, was Elisa und ich zufrieden zur Kenntnis nahmen.

    Springen A-L
    11/2015, von Sammy | 5542 Zeichen

    "Eddiiiiii!", rief ich freudig und fiel meiner Freundin um den Hals. Ich hatte mich bereit erklärt, einige ihrer Pferde zu trainieren. Normalerweise schreckte ich ein wenig vor der Entfernung zurück, doch da ich momentan sowieso oft in Kanada war, um das Training von Fantastic Fly und Levistino auf Samartis Hof zu verfolgen, hatte ich Eddi natürlich sofort zugesagt. "Wie schauts aus mit deinen Umzugsplänen? Wenn du nicht merh am anderen Ende der Welt wohnst, kann ich dich endlich wieder öfter besuchen kommen!", fragte ich sie grinsend. Eddi verzog nur das Gesicht: "Kommt schon noch alles, im Moment hab ich aber noch nicht alles geregelt. Noch längst nicht alles, das ist so viel Arbeit!" Ich nickte mitfühlend und sie führte mich in ihr Ranchhäuschen, wo wir uns erstmal einen Kaffee genehmigten. Ende November war es auch schon recht kalt in Wyoming, doch wenigstens war es momentan noch trocken. Eddi sprach mit mir durch, welche Pferde am nötigsten noch ein Training brauchten und ich versprach ihr, so viel mit ihnen zu arbeiten, wie ich konnte. Nach unserem Kaffee brachte sie mich sofort zu ihrem Deutschen Reitponyhengst Allelujah, der im Springen auf Klasse L trainiert werden sollte. "Bei ihm musst du ein bisschen aufpassen, er ist gegenüber Fremden ziemlich misstrauisch. Aber zum Glück bist du ja kein Mann." Eddi starrte grübelnd in die Luft und erst als ihr mein fragender Blick auffiel, sprach sie weiter: "Ich weiß nicht warum, aber er mag keine Männer. Also so wirklich gar nicht. Naja, auf jeden Fall ist er ab und an ein bisschen aggressiv, nur damit du notfalls darauf vorbereitet bist." Ich nickte und schickte sie dann mit den Worten weg, dass ich das schon hinbekommen würde und sie ruhig ihrer Arbeit nachgehen konnte. An der mangelte es auf der Ranch nie, darum wollte ich meine Freundin auch nicht länger aufhalten, als unbedingt nötig. Der hübsche Palominohengst starrte mich mit hoch erhobenem Kopf und gespitzten Ohren an und ich blieb erst einmal vor ihm stehen und sah mir den Boden zu seinen Füßen an. Dann ließ ich den Blick langsam hochwandern, nahm die schlanken Beine und die kräftige Brust war. Immer darauf bedacht, mich langsam und bedächtig zu bewegen, zog ich eine Möhre aus meiner Tasche und biss genüsslich hinein. "Mhm, ist die lecker! Du willst ja sicherlich nichts abhaben, oder Allelujah?", fragte ich den Ponyhengst, während ich auf dem Stück Karotte herumkaute. Der Hengst spitzte die Ohren und kam zögernd näher. Ich streckte ihm die flache Hand hin und er nahm das Freundschaftsangebot vorsichtig in seine weichen Lippen. So konnte ich sein Halfter ergreifen und ihn festbinden. Während des Putzens war Allelujah brav, doch als ich ihm den Sattel auf den Rücken legte, klappte der Hengst die Ohren nach hinten und giftete mich an. "Freund, wag es nicht nach mir zu schnappen, sonst muss ich dich kürzer anbinden!", sagte ich drohend zu dem Palomino, während ich den Gurt behutsam anzog. Nachdem ich Allelujah auch aufgetrenst hatte, führte ich ihn zur Halle. Dort hatte ich mit Eddi bereits einen netten L-Parcours aufgebaut. Als Allelujah die Hindernisse sah, hatte ich seine Aufmerksamkeit sofort verloren. Er sah die bunten Sprünge mit gespitzten Ohren an und konnte es auf einmal kaum noch erwarten, in die Halle zu kommen. Ich schloss die Bandentür hinter uns, stellte den Hengst auf der Mittellinie auf und gurtete nach. Zum Glück hatte mein langjähriger Umgang mit Pferden meine Reaktionsschnelligkeit geschult, denn ich konnte gerade mit einem Satz zurück ausweichen, als Allelujah den Kopf wandte, um mich zu beißen. Mit einem schnellen Klaps auf die Nase wies ich das aufmümpfige Pony zurecht, schloss den Gurt und schwang mich in den Sattel. Sofort hatte ich das Gefühl, von hier oben besser mit dem Hengst zurecht zu kommen. Sein Gang war leicht und federnd, er lief aufmerksam vorwärts und gehorchte jeder Hilfe aufs Kommando. Ich wärmte den Palomino um die Hindernisse herum auf, ritt über ein paar Trabstangen und galoppierte schließlich auf das erste Hindernis des Parcours zu, der insgesamt aus sieben Sprüngen bestand. Die Maximalhöhe lag bei 1,20 Metern, die Maximalweite bei 1,35 Metern. Allelujah galoppierte frisch auf den ersten Steilsprung zu, schätzte den richtigen Absprungpunkt selbstständig ab und flog mit mir darüber hinweg, als wäre das Hindernis überhaupt nicht vorhanden. Vor der nachfolgenden zweifachen Kombination nahm ich das Tempo ein wenig zurück, sodass die Distanz zwischen den Sprüngen passte. Nun ging es um eine enge Wendung und im verstärkten Galopp auf den 3 Meter breiten Wassergraben zu. Der junge Hengst war nun voll in seinem Element. Er stieß sich kraftvoll vom Boden ab und setzte sicher auf der anderen Seite des Grabens wieder auf. Ich klopfte ihm den glänzenden Hals und fixierte sofort den ersten Sprung der dreifachen Kombination. Diese bestand aus einem Oxer und zwei Steilsprüngen. Allelujah gehorchte jedem noch so kleinen Signal meinerseits und ich konnte kaum glauben, dass dies dasselbe Pferd war, das mir gerade am Boden noch so viel Ärger gemacht hatte. Als wir mit viel Luft über den letzten Sprung - eine knallrot gestrichene Mauer - geflogen waren, parierte ich Allelujah zum Schritt durch und klopfte dem Reitponyhengst begeistert den Hals. Er hatte so super mitgearbeitet, das hatte ich wirklich nicht erwartet. Ich ritt den Palomino in aller Ruhe trocken, versorgte ihn anschließend und machte mich dann sofort auf die Suche nach Eddi. Es war noch recht früh, ein Pferd schaffte ich heute mit Sicherheit noch....

    Die Kür
    Stirnrunzelnd musterte ich Elisa. „Wie wäre es, wenn du dich jetzt mal um dein Pferd kümmerst? Ich bringe Allelujah schon da durch“, meinte ich grinsend und richtete meine Zügel. Nach einer längeren Pause starteten heute bei dieser Körung zwei Hengste von Townsend Acres und Elisa spürte man ihre Aufregung dann doch tatsächlich mal an. Die zupfte noch einmal da an der Trense und dort an den Turnierzöpfen herum und ich musste sie schon ermahnen.
    Großartig weiter diskutieren konnte ich dann jedoch nicht mehr mit der Besitzerin des Ponys unter mir, da wir aufgerufen wurden. Ich gab Allelujah eine leichte Schenkelhilfe und er marschierte los. Wie zu erwarten handelte es sich bei dem Palomino unter mir um ein deutsches Reitpony, aber immerhin um ein wirklich gut ausgebildetes, so dass wir nicht so eine Lachnummer waren wie so manch andere auf dem Abreitplatz, die anscheinend heute nicht die gleiche Meinung mit ihren Pferden teilten und das auch stark zum Ausdruck brachten.
    Außerdem hatte Allelujah dank des Trainings auch viele von seinen Marotten abgelegt - zumindest meistens, aber man sollte ja schließlich auch die kleinen Fortschritte loben. Und ich hoffte inständig, dass heute einer seiner guten Tage sein würde. Wir ritten nämlich jetzt im Trab in die Halle ein und nun wurde es langsam doch ernst - also keine Fehler. Im ruhigen Tempo steuerten wir X an, wo ich den Hengst geschlossen zum Stand durch parierte und die Richter grüßte.
    Unter mir merkte ich ein leichtes Pulverfass, denn Allelujah wartete nur auf meine treibende Hilfe und siehe da, schon trabte er wirklich schön vom Fleck weg an. Wir gingen zuerst auf die rechte Hand und ritten ganze Bahn. Eine Runde ließ ich Allelujah laufen, ehe ich auf den Mittelzirkel abbog und die Galopphilfe gab. Fehlerfrei sprang der Palomino an und wir drehten so in aller Ruhe unsere Runden.
    Danach parierte ich ihn zum Schritt durch und gab ihm auch etwas mehr Zügel, während wir wieder ganze Bahn gingen. Nach der kurzen Seite wechselten wir dann einmal durch die ganze Bahn, um auf die linke Hand zu kommen. Dort blieben wir auch vorerst im Schritt und gingen auf den unteren Zirkel. Ich ließ Allelujah kurz darauf angaloppieren und der Übergang gelang uns einwandfrei. Schön beisammen galoppierte Allelujah auf dem Zirkel und zeigte seine guten Gänge.
    Dann gingen wir noch einmal ganze Bahn, ehe ich zum Trab durch parierte. Wir bogen auf die Mittellinie ab und hielten erneut geschlossen bei X. Ich verabschiedete mich von den Richtern und gab danach Allelujah den Zügel hin, ehe ich ihn auch noch ausgiebig lobte und im Schritt am langen Zügel die Halle verließ.
    Er hatte das wirklich einwandfrei gemacht und ich konnte mich nicht beschweren. Jede Hilfe hatte gut gepasst und Allelujah hatte von all seinen Unarten abgesehen und sich wie ein gescheites Pferd benommen. Auch Elisa schien sichtlich erleichtert über unseren Auftritt und ich warf ihr grinsend vor, dass sie uns aber auch gar nichts zutraute. Nun war sie an der Reihe.

    3000 Zeichen, von Gwen, gezählt auf zeichenzähler.de

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    von Elii, Sattlerei Sanssouci
     
    Zuletzt bearbeitet: 2 Juli 2017
    Samarti gefällt das.
  8. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    Die Abstimmung erfolgt Ende der Woche!
    Wer noch teilnehmen möchte, hat bis Samstagabend Zeit.​
     
    Snoopy gefällt das.
  9. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    Die Abstimmung läuft!
    Bis zum 05. Juli um 11:40 Uhr könnt ihr abstimmen.​
     
Status des Themas:
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