[HK 489] Grundfarben

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von Rhapsody, 14 März 2017.

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Welcher Hengst bekommt deine Stimme?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 17 Juni 2017
  1. Estragon Sky

    20,0%
  2. Deo Volente

    0 Stimme(n)
    0,0%
  3. Clouded Sky

    20,0%
  4. Framed in History

    0 Stimme(n)
    0,0%
  5. Ghostly Phenomenon

    10,0%
  6. Panta Rhei

    10,0%
  7. Rumpelstielzchen

    15,0%
  8. Master of Gold

    5,0%
  9. Batman's Rendezvous

    20,0%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    [HK 489] Grundfarben
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    Regeln:
    - Es dürfen nur Hengste teilnehmen! (Keine Stuten,Wallache oder Fohlen)
    - Jeder darf nur mit einem Hengst teilnehmen
    - Der Hengst muss eine der folgenden Fellfarben haben: Fuchs, Rappe, Brauner/Schwarzbrauner (Grundfarben). Tobiano-, Overoschecken, Schimmel und Pferde mit Birdcatcher Spots o.Ä. dieser Farben sind erlaubt; Sabinos, Rabicanos, Leoparden etc. nicht.
    Fall Schimmel: Ist im Steckbrief nicht spezifiziert, um welche Art Schimmel es sich handelt (Rappschimmel, Buckskinschimmel, etc.), so ist der Hengst an der HK 489 anzumelden.
    - Bei Unsicherheiten: PN an mich (Rhapsody)
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com!
    - 5 Joellen an mich (Rhapsody) mit dem Grund: HK 489
    - Teilnehmerzahl ist auf 10 Pferde beschränkt!
    - Bitte nur vollständige Teilnahmen einfügen
    - Das Pferd muss unbewegt vor dem Kürtext und Steckbrief auf einem offiziellen Hintergrund ersichtlich sein (verlinken reicht nicht)
    - Zusätzlich darf ein Bewegungsbild auf einem beliebigen Hintergrund hinzugefügt werden (das Bild darf allerdings nicht vor dem Hauptbild stehen)

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, sie darf geführt oder geritten werden:
    - Betreten der Halle/des Platzes und anschließendes Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerhengste werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    (muss verlinkt sein)
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz

    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerb-Schleife
    1 Punkt für jede Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte für jede Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Bild mit Zubehör
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Bild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:

    Username
    Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Teilnahmen und Überweisungen
    [1] ... ✔
    [2] ... ✔
    [3] ... ✔
    [4] ... ✔
    [5] ... ✔
    [6] ... ✔
    [7] ... ✔


    Disqualifizierungen
    ...

    Viel Erfolg!
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Mai 2017
  2. Occulta

    Occulta actually dead Staff

    meine Teilnahme mit...
    Estragon Sky

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    Steckbrief
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    Vom: -

    Aus der: -


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    Rufname: Artemis
    Geburtstag: Oktober
    Alter: 9 Jahre
    Stockmaß: 1,69 m
    Rasse: Achal Tekkiner
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Gray
    (aa,Ee,Gg)
    Abzeichen: -
    Gesundheit: sehr gut


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    scheu, skeptisch, treu,verschmust


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    Estragon Sky ist eines dieser Pferde, die eine klar definierte Bezugsperson brauchen und sozusagen auch nur diese akzeptieren - gegenüber Unbekannten (dazu zählen auch Hufschmied und Tierarzt) ist der Hengst scheu und teilweise skeptisch, d.h. die Ohren sind das ein oder andere Mal angelegt. Ist man allerdings einmal zu ihm durchgedrungen, findet man ein kompromissfähiges, verschmustes Pferd, das in jedem Fall mit seinem Reiter zusammenarbeitet und keinerlei böse Absichten hegt.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Nuray und Occulta
    VKR: Nuray
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -


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    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: L
    Spring Klasse: L
    Military Klasse: M
    Dressur Klasse: M
    Distanz Klasse: L

    Eignung: Distanz, Springen/Military
    Eingeritten: Ja


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    1. Platz 292. Dressurturnier
    1. Platz 384. Dressurturnier
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    2. Platz 344. Dressurturnier
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    2. Platz 324. Westernturnier
    2. Platz 338. Westernturnier
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    2. Platz 270. Militaryturnier
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    3. Platz 256. Militaryturnier
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    3. Platz 374. Springturnier
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    Artemis's Spind

    HS-Bericht
    Rinnaja
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    Ich hatte am Morgen einen Anruf von Occulta ich sollte vorbei kommen und die Hufen von Flintstone und Estragon Sky kontrollieren. Ich packte alle meine Sachen zusammen und machte mich umgehend auf den weg zu hier. Als ich nach einer guten Stunde Fahrt bei Occulta an kam suchte ich sie auf Hof. Occu war aber schnell gefunden wir begrüßten und und zusammen gingen wir zu weite um beide Pferde zu holen. Sie erklärte mir das Flintstone ein Sensibel ist aber den noch unkompliziert und ich keine Problem haben sollte ihn seine Hufen zu machen bei Estragon Sky sagte sie mir auch kurz und kapp das er keine Fremden mag und skeptisch ist. Ich dachte mir nur das wird keiner leichter Fall aber den noch sagte ich zu Occu das es kein Problem sei und ich mich sofort an die Arbeit machen wurde und hier beschied geben wurde falls ich Probleme habe oder Hilfe brauchte. Sie nickte und verschwand wieder im einen der vielen Stallen die hier auf den Großen Hof sind. Zuerst nahm ich mir Flintstone zur Brust. Ich streichelte ihn und guckte mir in ruhe seine Hufen an und was ich machen musste. Neben bei redet ich mit dem 1.57 Großen Painto Hengst. Er war ganz einspannt und ich fing an zu Arbeiten. Ich holte meine Hufschneidezange meine Raspel und Hufmesser und fing an zu erst nahm ich die Hufschneidezange um des Teagrandes zu kurzen. Flintstone blieb dabei locker stehen als ich das Hufmesser nahm um den Rest zu bearbeiten. Als das alles Ordentlich erledigt war nahm ich noch die Raspel um den Huf aus zu bessern. Das machte ich mit den Restlich 3 anderen Huf auch. Neben bei Lobte oder Redete ich mit Flintstone .Weil er ab und zu zuckte oder Sensibel auf meine art und weiße Reagierte. Sonst war der Hengst ganz brav und ließ alles mit sich machen was zu einer Entspannte Arbeit wurde. Als ich mit Flintstone Fertig war holte ich Occu damit sie noch mal mit Flintstone auf und ab laufen tut damit ich sehen konnte ob ich meine Arbeit Richtig gemacht hatte. Aber es sah alles okay aus und so konnte Flintstone wieder auf die Weide. Jetzt ging es zum 2 Pferd. Er hieß Estragon Sky und war ein Traumhafter Achal Tekkiner der mich schon die ganze Zeit Skeptisch aus dem Augen Winkel beobachtet. Ich redet leise und ruhg auf den 1.69 großen Hengst ein und beruhigte ihn. Ich versuchte sein vertrauen in dieser Kurzen Zeit so gut es ging zu gewinnen und konnte so mit erst mal den ersten Hufen nehmen. Auch da fing ich an den Hufen aus zu schneiden und mit der Hufschneidezange den Huf Tragrand zu kurzen. Ich stelle den Huf kurz ab und Lobte Estragon Sky bevor ich den Huf wieder nahm und mit der Raspel weiter an den Huf Arbeite. Jeder Schritt jeder Bewegung wurde aber von Estragon Sky beobachtet. wenn ich zu schnell war wich er zurück oder einen Falsche Bewegung machte. Wie Occu mir schon gesagt hatte war der Hengst sehr Skeptisch. Ich war ja auch eine Fremde und zum ersten mal da und er konnte ja auch nicht wissen das ich ihn nicht Bosses Wollte. Ich machte die anderen 3 Hufen bei Estragon Sky auch zugig Fertig und streichelte ihn zum Schluss und gab kleines Leckerbissen. Er hatte es auch nun überstanden. auch er war Fertig und Occu die grade kam um zu gucken ob alles in Ordnung war konnte ihn zurück zum Stall Bringen. Ich packte meine sachen wieder alle zu sammen und brachte sie zum Auto und verabschiedet mich von Occu.
    3336 Zeichen Text by Rinnaja
    7 Okt. 2016

    TA-Bericht
    Eddi
    Tierärztliche Klinik Caen

    Heute ging es für mich noch nach Pineforest. Dort hatte ich meine beiden letzten Patienten für dieses Jahr. Occulta Smith hatte noch einen Termin für mich und so begrüßte ich sie nun auch herzlich, ehe wir auch direkt in den Stall gingen. Wir begannen mit ihrem Vollbluthengst Rosenprinz, welcher einfach kurz durchgecheckt werden sollte. Deshalb führte Occulta ihn mir auch als erstes im Schritt und Trab vor, damit ich mir ein Bild von dem Hengst machen konnte.
    Danach horchte ich Herz und Lunge ab und nahm Augen und Zähne genauer unter die Lupe. Rosenprinz schien aber rundum fit zu sein, so dass ich ihn guten Gewissens impfen und entwurmen konnte. Dann war er auch schon fertig, ich erneuerte nur noch den Impfpass und schon konnte Occulta den zweiten Patienten holen gehen. Dabei handelte es sich um Estragon Sky. Auch ihn sollte ich allgemein untersuchen, weshalb er erst einmal vorgeführt wurde, ehe ich auch ihn abhörte.
    Occulta hatte mir bereits gesagt, dass der Hengst unter Husten litt, aber seine Lunge klang frei, dementsprechend war es nur ein leichter Infekt. Aus dem Grund verzichtete ich vorerst auf Antibiotikum, da Estragon Sky auch keiner von Occultas Rennern war, sondern durchaus auch eine Pause machen konnte. Stattdessen gab ich ihr Globuli, welche entzündungshemmend und schleimlösend wirken sollten.
    "Sieben Tage lang morgens und abends eine. Wenn es dann noch nicht besser ist, ruf mich an", erklärte ich lächelnd und reichte ihr das kleine Döschen. Estragon Sky schaute direkt neugierig, als er das Geräusch der kleinen Pillen hörte. Die meisten Pferde fraßen Globuli sehr gerne, sie waren sowieso sehr klein und schmeckten eigentlich nach nichts.
    Mein Dienst bei Occulta war nun getan, weshalb ich ihr einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschte und mich dann auch schon auf den Heimweg machte.
    29 Dez. 2016

    Trainingsberichte [5]
    Cascar, 24.10.2014
    Stufenerhöhung Springen (E/A)
    Sammelbericht / (c) Cascar

    Heute wartet auf mich ein, ehrlich, gewagtes Experiment. Und der Leitung von Maria und Marc sollen Jessica, Arthur und ich Serafino, Karthago und Essig im Springen weiterbringen. Ich muss sagen, eigentlich bin ich optimistisch. Meine Beiden Kameraden reiten nicht perfekt, aber sie kennen ihre Pferde und es geht momentan nur um die Stufe A. Was mach betrifft.. Ich mache mein eigenes Ding, für Estragon Sky, meinen heimlichen Stern auf dem Hof. Der Hengst ist kürzlich bei seinem ersten Dressurturnier gestartet - und hat gewonnen. Jetzt soll er auch den Springsport kennenlernen, um nachher in beiden Disziplinen Erfolge erzielen zu können. Ich würde also sagen, wir haben unterschiedliche Vorsätze. Auf dem Putzplatz herrscht am späten Morgen des 24ten Oktobers gute Laune; jeder putzt sein Pferd. Mein Tekken kennt die anderen beiden Hengste nicht, scheint sich aber förmlich zu unterwerfen. Er bleibt freundlich und ist während des Putzens allgemein sehr diszipliniert. Für alle gibt es im Anschluss Sattel, Trense und Gamaschen. Essig steigert sich in eine Mischung aus Spannung und Euphorie hinein; er wird hibbeliger, sieht seine Welt klarer und beginnt zu schwitzen. Ich gebe das Zeichen zum Aufbruch und wenig später longieren wir zu dritt unser jeweiliges Pferd auf dem Dressurplatz. Ich muss sagen, dass alle Pferde ein wenig aufgeregt sind, ich ja auch. Normalerweise bin ich mit meinem Partner allein, aber so… Das Longieren und anschließende Warmreiten läuft gut. Die Hengste stacheln sich nur gegenseitig an - von jedem Reiter wird Erfahrung und Kraft gefordert, um sein Tier kurz zu halten und eben nicht in Stechtrab oder Renngalopp Runden zu drehen. Da kommt ein wenig Beschäftigung doch gut. Maria und Marc (ja, wir sind mittlerweile auf dem Springplatz) geben die kleinen E's frei, in einer Art Abteilung wärmen wir da die Pferde auf. Die Sprünge werden erhöht, jeder bekommt seine eigene Kombination, nach fünfzehn Minuten wird gewechselt, bis jeder mal A gesprungen ist und das auch gut. Als wir nun für kurze Zeit auf den Hufschlag verbannt werden, hat sich die allgemeine Aufregung gelegt - niemand redet, eine tiefe Ruhe hat sich ausgebreitet. So weit war es also schon. Jessica und Arthur werden nach draußen verbannt, damit mein Hengst und ich freie Bahn haben. Und die nutzen wir - fehlerfrei und unglaublich grazil und sicher auf Risiko schafft Essig den Parcours. Ich bin begeistert und streichle den feuchten Hals meines Pferdes. So will ich das sehen. Ich steige direkt nach dem Durchparieren ab, lockere den Sattelgurt und verlasse die Halle Richtung Putzplatz. Da nehme ich mir dann auch wirklich Zeit für den erschöpften Schimmel - ich putze erst gründlich, dann bekommt er mit der Abschwitzdecke auf dem Rücken sein Kraftfutter. Es dauert nicht lange und meine beiden (oder besser: vier) Freunde treffen glücklich ein und tun mir alles nach, bis wir schließlich über unseren Ritt quatschen, während unsere Pferde neben der gepflasterten Fläche grasen. Der Mittag ist schließlich vorbei, die Pferde sind trocken und dürfen auf ihre jeweiligen Weiden - eine gelungene Stufenerhöhung für Alle feiern.

    Ally
    Distanztraining E-A

    Life goes on and it be like that sometimes. So hatte ich mich jetzt von den meisten Pferden in meinem Stall getrennt, darunter auch Skyrim und Flightless Bird, und so weh es auch tat, wusste ich, dass sie alle etwas besseres verdient hatten als das Whitmore Stud. Das Whitmore Stud stand jetzt leer und würde bald verkauft werden. Nur noch mein Ausbildungsbetrieb war intakt, allerdings bildete ich jetzt nur noch Pferde auf anderen Höfen aus. Schon bald kamen die ersten Aufträge und einer davon war von Occulta Smith, an die ich Skyrim verkauft hatte. Sie war eine gute Freundin von mir und so machte ich mich früh auf den Weg, um ihren Hengst Estragon Sky auszubilden. Das Training würde sich über mehrere Tage ziehen, da ich ihn in der Distanz ausbilden sollte, was ein langer Weg war; das Pferd musste daran gewöhnt werden, in fremden Umgebungen entspannt zu sein und natürlich genug Muskelmasse aufbauen. Estragon Sky, auch Artemis genannt, war ein Achal Tekkiner und wurde zum Glück schon seit seiner Geburt für die Distanz ausgebildet, weswegen ihm an Muskelmasse kaum etwas fehlte. Er war allerdings sehr scheu und skeptisch, zwar an eine Bezugsperson gebunden, aber ich wusste nicht, wie er auf fremde Umgebung reagierte.

    Das testete ich sofort am ersten Tag aus, indem ich Occulta auf ihn setzte und mich selbst auf ein anderes Distanzpferd und wir einen kleinen Ausflug machten, der allerdings an keinem der sonst bekannten Wege entlang ging. Als erstes ging es durch den Wald, und Artemis merkte sofort an dem unebenen Boden, dass es nicht der normale Wald war, in dem sie sonst immer waren. Dennoch blieb er ziemlich ruhig, da Occulta mir selbstbewusst folgte. Nach zwanzig Minuten ritten wir an einem Feld entlang, wo wir kurz trabten, und zufrieden stellte ich fest, dass Artemis ein sehr gemütliches Pferd war und trotz der großen Galoppfläche kein Interesse daran zeigte, los zu düsen. Er reagierte ebenfalls sehr fein auf Occultas Hilfen, bog sich um jeden Baum, der im Weg stand und hatte auch nichts gegen die Hügel, die wir überquerten. Kurz danach ritten wir an einer befahrenen Hauptstraße entlang, und Occu sollte mit Artemis vorreiten. Er zeigte sich kurz etwas unsicher wegen dem lauten Dröhnen der Autos, aber schon wieder stellte ich fest, wie stark der Hengst an Occulta gebunden war. Sobald sie sich entspannt zeigte, wurde auch er automatisch ruhiger und vertraute ihr komplett. Wir überquerten die Hauptstraße und ritten einen Berg hoch; links war ein Wald, rechts ein Abhang, der mehrere Meter steil hinunter ging. Der Trampelpfad, dem wir folgten, war voller Wurzeln und Steinen, denen Artemis aber gekonnt ausweichen konnte. Ich erklärte Occulta, dass man den Pferden bei Hügeln und Wegen mit Wurzeln und Steinen viel Zügel lassen sollte. Viele klammerten sich an die Zügel, dachten, das gäbe dem Pferd und dem Reiter gleichzeitig mehr Sicherheit, aber das Pferd brauchte seinen Hals, um sich auszubalancieren, und das Pferd wog mehr als der Mensch; es wusste besser, welcher Boden sein eigenes Gewicht besser aushalten konnte. Nach einiger Zeit ging es wieder herunter und wir ritten zurück zum Stall. Zufrieden stellte ich fest, dass Artemis kaum geschwitzt hatte.

    Am nächsten Tag longierte ich Artemis kurz, um nachzusehen, ob er irgendwelche Muskelbeschwerden hatte. Sein Rücken schien stark, seine Hufe waren hart und gut geformt und er hatte kräftige Gelenke. Sein Gangwerk war ebenfalls sehr passend und flach, was sich bei einem Distanzpferd gut eignete. Ich bemerkte allerdings, dass sein Hals ziemlich steif wirkte, und so sattelte ich ihn nach dem Longieren und zog mich auf den Platz zurück. Erst ritten wir einige Runden im Schritt, damit Artemis sich an mich gewöhnen konnte und ich mich an ihn. Er war etwas skeptisch, als ich mich auf ihn setzte, doch schon beim Longieren hatte er bemerkt, dass ich eine selbstbewusste Person war die wusste, was sie von ihm wollte. Artemis war erst sehr unsicher und ängstlich, tänzelte ab und an herum und erst, als Occulta sich an den Zaun gesellte und zu sah, beruhigte er sich etwas. Ich machte einige gymnastizierende Übungen, dehnte seinen Hals und drehte einige Runden im Galopp. Dabei bemerkte ich, wie leicht es war, sein Tempo anzupassen. Nicht nur im Trab konnte man ihn leicht zurücknehmen oder verschnellern, sondern auch im Galopp funktionierte dies super. Ich erzählte Occu, dass solche Übungen immer angebracht waren, sowie das Longieren.

    Am nächsten Tag setzte ich mich mit Occulta in ihr Büro und erklärte ihr einige Dinge. Artemis war 8 und erst seit Anfang 2016 bei Occulta, aber wegen seiner guten Grundlage vermutete ich, dass sein Vorbesitzer schon mit dem Distanztraining angefangen hatte. Die meisten Distanzpferde wurden mit 3 eingeritten und mit 4 begann die Grundausbildung. Im Gelände ging es dort um Vertrauen, Schritt und Trab, sowie Gewicht-, Schenkel- und Zügelhilfen, und auf dem Platz um Übungen an der Hand und das Longieren. Mit 4 1/2 oder 5 wurden auf dem Platz die Grundgangarten und am meisten der Galopp trainiert, die Dauer von den Geländeritten war dann meist etwa 1 Stunde. Mit 5 ging es dann ans Basistraining, d.h. Grundgangarten im Gelände und regelmäßige Gewöhnung an Neues; das Pferd sollte wenn möglich überall hin geritten werden, zum Hufschmied, zu Freundin, zum Inspizieren der Weiden und manche erledigten sogar kleine Einkäufe mit dem Pferd. Fremde Pferde, Straßenverkehr, wechselnde Tempi und wechselnde Landschaften sollten vertraut mit dem Pferd gemacht werden. Ab 6 Jahren ging es dann ans Ausdauertraining. Die Dauer von den Geländeritten kann dann von 1 Stunde bis zu 8 Stunden dauern. Das war das Schema, was die meisten Ausbilder für ihre Distanzpferde nutzten. So einen Ritt würde ich vorerst mit Artemis nicht durchführen, doch Occulta durfte dies gerne tun - wichtig dabei ist eine gute Vor- und Nachbehandlung. Das Pferd sollte unmittelbar vor dem Ritt nicht gefüttert werden und mindestens 15 Minuten warm geritten werden. Nach dem Ritt oder gegen Ende des Rittes sollte das Pferd gut trocken geritten werden. Das Pferd sollte niemals nach einer schnelleren Gangart sofort stehen bleiben, sondern sich im Schritt ausruhen. Während des Rittes sollten die Pferde nicht zu lange in Gewässern verweilen, sondern erst nach dem Ritt, damit sich dann die Gelenke abkühlen können.
    Am Abend longierte ich Artemis nur kurz, denn heute war ein kleiner Ruhetag für ihn.

    Am nächsten Tag ging es dann an eine Schulung in schwierigem Gelände. Ich setzte mich auf Artemis und Occulta durfte auf einem anderen Pferd hinterher reiten. Artemis war unter mir viel nervöser, aber er bemerkte, dass Nervosität nicht viel brachte. Wir ritten erst an einer Hauptstraße entlang, dann ging es über einen Berg im Wald und schließlich gelangten wir an eine ziemlich trockene Landschaft, die eher an eine Steppe erinnerte als an das sonst grüne Gras, welches um den Pineforest Stable wuchs. Hier gab es viele Hügel, die mit trockenen Büschen und Steinen verziert waren. Artemis blieb ziemlich ruhig, obwohl wir dauernd das Tempi wechselten. Schließlich ging es durch ein kleines Dorf, und dank den vielen, aufbrausenden Menschen wurde auch Artemis etwas scheuer. Dennoch schafften wir es, das Dorf zu durchqueren, und machten uns dann auf den Heimweg.
    Am Ende des Tages erklärte ich Artemis fertig für die ersten Wettbewerbe in der Distanz.
    3 Apr. 2016

    Occulta
    Military E-A

    Wie versprochen verluden wir am späten Vormittag Circus Dancer, Artemis, Flintstone, Satine, Fajir und Feline in den grossen Camion. Ich überprüfte zweimal, ob wir alle Sättel und sonstigen Ausrüstungsteile dabei hatten, erst dann konnten wir abfahren. Für so ein Militarytraining sollte man schliesslich vorbereitet sein. Die Fahrt war nicht allzulang, bloss eine halbe Stunde, aber es lohnte sich definitiv: Die Strecke glich einem Golfplatz, mit wundervoll kurzem Rasen, sauber geputzten Tribünen und liebevoll dekorierten Hindernissen. Wir holten die Pferde aus dem Anhänger, sattelten sie und zogen allen die Geländegamaschen an. Es sah so aus, als hätten wir Glück: Es war ausnahmsweise niemand sonst auf der Strecke. "Perfect, is everyone ready?", fragte ich in die Runde. Jonas auf Artemis, Lisa auf Circus Dancer, Rosie auf Flintstone, Darren auf Feline und David auf Fajir nickten entschlossen, also ritten wir in einer geordneten Zweierreihe auf den Rasen. "Rosie, David and Jonas, you come with me, as we are kind of riding the beginner's club. Lisa and Darren go practice individually. I won't tell you what to do, that you can decide for yourself, regarding your and your horse's condition. I hope you enjoy this training - all of you." "'kay boss", antwortete Lisa, und trabte entschlossen davon. "Don't forget the warm up!", rief ich ihr noch hinterher, aber ich wusste, dass das unnötig war. Sie drehte bereits auf einer grosszügigen Volte ein paar Runden um die Hindernisse. Wir anderen schlossen uns an und wärmten die Pferde gründlich auf, indem wir Schlangenlinien und Volten trabten, aber auch viele Übergänge machten. Als Satine unter mir langsam lockerer wurde und kauend Anlehnung suchte, beschloss ich, das Training zu starten. Wir teilten uns in Zweiergruppen auf und achteten darauf, einander nicht in die Quere zu kommen. Ich war mit Rosie im Team. Den Anfang machte ich, indem ich mit Satine voraus über einen einfachen Zaun sprang. Wir wollten nicht zu heftig starten. Die Pferde waren alle bis auf Artemis und Flint mindestens auf dem L-Niveau im Springen, also kannten sie die Grundlagen. Flint war hier der grösste Anfänger, denn er hatte als Westernpferd bisher höchstens ein paar Cavaletti überwunden. Dementsprechend schwierig war es für ihn, die richtigen Absprungpunkte zu finden. Angst hatte der erfahrene Sechsjährige keine, denn er vertraute Rosie, die er bei seiner Rückkehr nach Pineforest sofort wiedererkannt hatte. Rosie sprang mit ihm nur über die tiefsten Hindernisse, denn sie wollte nicht seine Sprungkraft testen, sondern ihm bloss eine Abwechslung bieten. Mit Satine war die Höhe hingegen kein Problem. Die Stute war längst nicht mehr das magere, verwahrloste Zirkuspferd von damals. Sie war aufgeblüht zu einem kräftigen Springpferd, das in der S-Klasse startete. Trotzdem kratzten wir hier erst die Anfänge des Geländereitens an. Sie war insgesamt ziemlich sportlich gebaut und schwerfuttrig; hatte kein Gramm zu viel auf den Rippen, egal wie viel Zusatzfutter sie bekam. Aber ihre Hüftknochen waren mit Muskeln gepolstert und standen nicht mehr vor, ebensowenig wie die Rippen. Ihre tiefrote Mähne fiel in Wellen über beide Seiten des nun kräftigeren Halses, wie bei einem Wildpferdchen. Die eisblauen Augen drehten sich hin und wieder in der Kurve abcheckend zu mir nach hinten, ebenso wie die hübsch gebogenen Ohren. Ich fuhr jeweils kurz mit der Hand über den Mähnenkamm und zeigte der erst fünfjährigen Stute so, dass alles in Ordnung war. Wir übersprangen eine Hecke, dann einen Sprung der aussah wie ein langes Wohnhaus und schliesslich einen Baumstamm, der vor einem Wassergraben aufgebaut war. Satine bemerkte das Wasser hinter dem Sprung wohl zu spät, sodass sie überrascht mit der Hinterhand abdrückte, als es um sie herum aufspritzte. Ich klammerte mich an den Hals und hielt so die Balance. "Very elegant Occu!", jubelte Rosie mir scherzend zu. Ich sah sie gespielt böse an und bedeutete ihr mit einer Handgeste, es besser zu machen. Flint hüpfte zwar etwas unbeholfen über den Baumstamm, erschreckte sich dann aber nicht vor dem kühlen Nass, weshalb Rosie einen triumphierenden Blick aufsetzte. Ich streckte ihr die Zunge raus und galoppierte davon, einen künstlich angelegten Hügel hinauf. Am anderen Ende gings mit einem Abwärtssprung über eine Stufe runter, bei dem sogar mir etwas mulmig wurde. Ich mochte diese Art von Sprüngen nicht sonderlich gerne, da ziemlich viel Kraft auf die vorderen Fesselgelenke wirkte. Aber Satine machte ihre Sache gut und landete leichtfüssig auf dem Rasen. Flint musste dieses Hindernis nicht überwinden; er durfte seitlich den Hang hinunter rutschen. "That sure must be good training for his stopping abilities!", lachte ich beim Anblick von Flints Rutschtechnik.
    Wir hatten eine Menge Spass, doch nach einer Dreiviertelstunde brachen wir das Training den Pferden zuliebe ab. Alle waren erschöpft und verschwitzt, sowohl Pferd als auch Reiter. Darren berichtete während dem Trockenführen stolz, dass Feline den berüchtigten "Ring" geschafft hatte; ein Sprung, der aufgebaut war wie ein massiver Holzring mit imposanten Verzierungen, durch den man hindurchspringen musste. Ich lobte ihn und natürlich Feline, die mal wieder alles gegeben hatte. "How was Fajir?", fragte ich anschliessend den Zwillingsbruder David. "Ahh he was nice. We had an argument at the coffin, but thanks to Jonas I was able to get him across. By the way, Artemis was doing great, too." Ich nickte anerkennend und sah nun fragend zu Lisa. Sie grinste und meinte: "Was erwartest du? Natürlich hatte ich alles im Griff und Dancer ist über die Sprünge getanzt!" Ich lächelte schief und lobte Dancer, der eigentlich ein Dressurpferd war, aber trotzdem besser sprang als so mancher Möchtegern-Hunter. Wir verluden die Pferde und fuhren nach Hause, wo wir fast alle nochmal abduschten und dann zum Trocknen auf die Weide entliessen.
    31 Juli 2016

    Occulta
    Distanz A-L

    Gegen Abend stand ein langer Wanderritt an, an dem einige der Pfleger teilnehmen wollten. Unser Ziel war es, insgesamt etwa fünf Stunden unterwegs zu sein und dabei eine Pause bei einem Restaurant im Dorf einzulegen. Wir hatten schon die ganze Ausrüstung vorbereitet und durchgecheckt, schliesslich musste für so einen langen Ritt alles intakt sein. Ich holte gerade Piroschkas Sattel aus der Kammer, um ihn schonmal beim Nebenstall über das Holzgeländer zu legen. Fast wäre ich im Türrahmen mit Quinn zusammengestossen, die gerade die Putzsachen von Drømmer Om Død gesucht hatte. Wir sahen uns einen Moment erschrocken an, dann lachten wir beide und gingen aneinander vorbei. Ich holte Piro von der Stutenweide zum Nebenstall, wo ich sie anband und zu putzen begann. Wenige Augenblicke später waren auch Jonas und Lily mit Moon Kiddy und Feline zu uns gestossen. Die beiden plapperten fröhlich. Mir war schon oft aufgefallen, dass meine Nichte den Pfleger mit den krausen Haaren mochte. Wer kann das schon nicht?, stellte ich seufzend fest. Jonas band Moon direkt neben mir und Piro an. Er redete weiter mit Lily, wandte sich aber auch immer mal wieder an mich, mit Kommentaren wie „Nicht wahr, Occu?“ Ich nickte jeweils nur, und versuchte, konzentriert zu wirken. Lewis beteiligte sich manchmal auch an dem Gespräch, obwohl er und Ronja Räubertochter zuhinterst standen. Zwischen ihnen und mir befand sich noch Sugar ans Sweets, die von dem schweigsamen Alan Ward gepflegt wurde. Der Pfleger schien weder interessiert an der Konversation, noch an den Menschen, die sie führten. Er konzentrierte sich vollkommen auf die Ponystute vor ihm und schien alles andere auszublenden. Ich bewunderte ihn in diesem Moment dafür.

    Als wir alle gesattelt hatten, führten wir die Pferde zum Parkplatz, wo wir alle aufstiegen. Auch Quinn, Parker und Estragon Sky, Lisa mit Burggraf und last but not least Rita mit Calico stiessen zu uns. Am Anfang gaben wir uns noch keine Mühe, was die Formation anging – jeder Ritt dort, wo er gerade Lust hatte und wir füllten die gesamte Strasse auf. Doch spätestens beim Dorf mussten wir uns in eine Zweierreihe; an besonders engen Stellen sogar in eine Einerreihe einfädeln. Natürlich wollte Lisa jederzeit neben Jonas reiten. Ich ignorierte das Geturtel so gut es ging und plauderte fröhlich mit Quinn und Lily. Die Pferde liefen zufrieden im Schritt am Dorfrand entlang, bis wir ein kleines Waldstück erreichten, wo wir zum ersten Mal antraben konnten. Nun waren die Vierbeiner auch alle warm, also konnte der richtige Ritt beginnen. Wir bewegten uns fortan fast nur noch im flotten Trab voran. Ein paarmal mussten wir dann doch in den Schritt parieren, weil wir Fussgänger oder Fahrradfahrer kreuzten. Zu meiner Überraschung hielt Piro bisher gut mit, obwohl ich mit ihr noch nie so lange unterwegs gewesen war. Für Burggraf, Ronja, Calico, Feline und Moon war das ganze hingegen bisher ein Spaziergang. Besonders Calico, Ronja und Moon waren bereits an anspruchsvollen Distanzturnieren gewesen und sich ganz andere Strecken gewohnt. Wir machten nach zwei Stunden wie versprochen eine längere Pause bei einem Pub. Die Pferde konnten wir davor anbinden und in einem Brunnen trinken lassen. Ich überprüfte den Puls von Piro, ebenso wie es die anderen mit ihren Reittieren taten. Dann verschwanden Lisa und Jonas im Pub um für alle ein Getränk zu holen. Währenddessen besprach ich mit Lewis unsere Route und das bisherige Tempo. Wir genossen die Erfrischung an diesem doch noch sehr warmen Spätsommerabend. Am Ende der Pause war bei allen Pferden der Puls wieder im Normalbereich, sodass wir ohne bedenken weiter konnten. Wenig später lösten Alan, Quinn, Lisa und ich uns jedoch von der Gruppe ab und machten uns auf den Rückweg, denn unsere Pferde waren noch nicht fit genug um am restlichen Training teilzuhaben.

    Zuhause versorgten wir unsere Pferde gründlich. Alan und ich stellten Sweets und Piro unter die beiden Solarien im Hauptstall, ehe wir sie versorgten, denn die beiden waren total verschwitzt von der Anstrengung. Der Puls war allerdings nicht allzu überhöht gewesen, sodass ich daraus schloss, dass die beiden gar nicht so unfit waren. Eine gute Stunde später kehrten auch die restlichen zurück. Mittlerweile war es längst stockdunkel und die Sterne funkelten über unseren Köpfen, als wir halfen, die Pferde zu verräumen. Lily erzählte mir begeistert, dass sie eine ganze Gruppe Rehe und einen Fuchs gesehen hatten. Wir entliessen Feline auf die Stutenweide und Lily verfütterte ihr die wohlverdienten Karotten, ehe sie davonzog und sich zu den anderen Stuten gesellte. Die Mücken wurden langsam richtig lästig, also machten Lily und ich ein Rennen zurück zum Haus. Jonas fing uns jedoch beim Nebenstall ab. Er trug gerade Moons Putzsachen zurück in die Sattelkammer. „Ich wollte nur noch erwähnen, dass Moon sehr cool zu reiten ist. Die war selbst nach diesem Ritt kaum verschwitzt und noch voller Energie. Ich muss sagen, ich mag sie mehr als ich gedacht hätte.“ Ich lächelte verständnisvoll, schliesslich wusste ich genau, wie toll Moon war. Dass sie kaum müde war, erstaunte mich bei ihrem Trainingsstand auch nicht sonderlich. Lily und ich verschwanden im Haus und tranken etwas Eistee, dann kümmerten wir uns noch zum Tagesabschluss gemeinsam um Dante und Thairu.
    31 Aug. 2016

    Occulta
    Dressur M-S

    Es wurde bereits wieder dunkel, als ich Phantom zu putzen begann. Was den Wallach früher eher dazu brachte, sich unsicher zu verspannen, war längst ein normales Alltagsritual geworden, wie bei allen anderen Pferden auch. Er genoss es sogar richtig, am Bauch und am Hals gestriegelt zu werden. Seit ich ihn komplett geduscht und zum ersten Mal richtig sauber bekommen hatte, begann das dicke Winterfell sogar richtig schön zu glänzen wenn ich es bürstete. Nur die Mähne gefiel mir noch nicht so richtig; sie war immernoch nicht überall gleichmässig lang und sah bescheuert geschnitten aus, weil ich sie nach dem Waschen etwas gekürzt hatte. Daher beschloss ich während dem Bürsten kurzerhand, dass ich ihm einen Turnierschnitt verpassen und es dann wieder rauswachsen lassen würde. Gesagt getan – ich schnappte mir die Schere und machte kurzen Prozess. Er zuckte beim Schneidgeräusch etwas zusammen, aber nach ein paar Schnitten hatte er sich daran gewöhnt. Ich spickte am Ende die abgeschnittenen Haare mit der Staubbürste von seinem Fell und kratzte noch die Hufe aus, dann sattelte ich ihn. Den Sattel kannte er seit letzter Woche und er lief anständig damit. Zwar noch lange nicht vollkommen losgelassen, aber immerhin ging er schön vorwärts und akzeptierte auch das Gurten. Ich legte ihm ein englisches Zaumzeug mit einer doppelt gebrochenen Trense an, nichts Besonderes also. Normalerweise ritt ich ihn mit Knotenhalfter oder Bosal, aber für die Dressurarbeit war die Trense nützlicher. Er kaute noch ziemlich darauf herum, wie ein unerfahrenes Pferd eben. Nun führte ich ihn in die Halle, wo bereits Lisa mit Estragon Sky, Parker mit Flintstone und Rita mit Calico Schritt ritten. Flint und natürlich Phantom waren echte Anfänger in englischer Dressur, Calico hingegen kannte schon die Grundlagen und Artemis war sogar schon fast auf S Niveau, mit ansatzweisem Piaffieren. Das wollte Lisa heute weiter festigen, während wir anderen noch an Takt und Losgelassenheit übten. Zunächst machte ich mit Phantom schon während dem Aufwärmen viele Übergänge, damit er sich lockerte. Auch galoppierte ich ausgiebig, um etwas überschüssige Energie loszuwerden. Einmal stiessen wir fast mit Flint zusammen, weil Parker und ich beide zu sehr auf unsere Pferde konzentriert waren. Ich entschuldigte mich bei ihr und machte weiter mit Anhalten aus dem Trab und anschliessendem Rückwärtsrichten. Phantom war sehr gelehrig und begriff schnell, was ich von ihm wollte. Das Anhalten klappte trotzdem noch nicht so ganz. Ich liess ihn auch eine Schulterwendung machen und versuchte, aus dem Schritt anzugaloppieren, was uns mit zwei kleinen Zwischenschritten auch gelang. Zuletzt liess ich ihn am langen Zügel austraben und nahm ihn dabei jeweils wieder auf, wenn er den Kopf hob, damit er lernte, nach unten zu strecken. Ich lobte ihn ausgiebig mit kraulen am Hals und gab ihm nach dem Absteigen ein Stück Karotte. Ich war stolz auf die Fortschritte des Mustangs, aber auch die Fortschritte von Rita und Calico liessen sich sehen: die beiden wurden immer mehr ein Team. Zufrieden führten wir die Pferde trocken und versorgten sie dann.
    31 Jan. 2017

    Die Kür

    Heute war ich mit Estragon Sky aka Artemis an der Körung. Der Achal Tekkiner hatte fleissig Erfolge gesammelt und war reif um nun auch noch die Zuchtzulassung zu bekommen. Seit unserem USA-Ausflug war der Hengst viel mutiger geworden, aber die Situation auf dem Parkplatz passte ihm wohl doch noch nicht so ganz, denn er hielt den Kopf aufgeregt in der Höhe, um die Übersicht zu bewahren. Mir war das auch recht, solange er sich gut händeln liess und brav seine Gänge zeigte. Genau das tat er auch. Ich grüsste die Richter, stellte ihn gerade hin und wartete auf das Okay, dann führte ich ihn auf beide Seiten im Schritt und Trab vor. Schwungvoll federten wir über den Platz. Dann hängte ich das Führseil aus und Artemis musste seinen Galopp präsentieren. Auch dabei liess man ihn hin und wieder die Seite wechseln. Der Hengst war kaum mehr zu bremsen, sodass die Richter langsam ungeduldig wurden, als er zum dritten mal an den Helfern vorbeidrängte und eine weitere Runde Galopp zeigte. Die Aufregung liess ihn einfach nicht mehr klar denken, denn sonst ignorierte er mich eigentlich nie. Jedenfalls gelang es schliesslich doch, ihn zu halten. Ich verabschiedete die Richter und verliess das Viereck, gespannt auf unser Resultat. Artemis schnaufte noch immer und sah sich um, bevor er einmal schrill wieherte und Luft auspustete. Ich klopfte ihm stolz auf den Hals und führte ihn zum Anhänger.
    Text by Occu, 1395 Zeichen mit Leerzeichen, geprüft bei Lettercount.com

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    Bewegung und Zubehör by Elii
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 März 2017
    Bracelet, Elii, Cascar und 3 anderen gefällt das.
  3. Canyon

    Canyon Bekanntes Mitglied

    meine Teilnahme mit
    Deo Volente

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    Deo Volente
    (Deo)

    Abstammung
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    Von Until Tomorrow
    Von unbekannt Aus der Silmpy's Ronja

    Aus der Nisi de la Bryère
    Von Cor de la Bryère Aus der Vanni

    Exterieur
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    Hengst
    *2010
    (7 Jahre)
    Rasse: Trakehner
    Stockmaß: 169cm
    Deckhaar: Black
    Abzeichen: 2x weiße Socke | weißer Kronenrand | gebrochene Blesse

    Beschreibung
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    talentiert | energievoll | ruhelos
    Deo Volente ist ein junger Hengst mit viel Talent. Er ist jedoch sehr oft hengstig und zickig. Im Moment ist er sehr stark und hat besonders viel Energie mit der er seinen Reiter ganz besonders auf die Palme bringen kann, wenn er einfach nicht still stehen kann, was man allerdings beim Geländereiten für sich nutzen kann. Deo Volente, lat. so Gott es will, hat viel Talent am Sprung und gute Eltern. Ein Ausnahmepferd? Das wird sich zeigen.

    Besitzer: Canyon (Nicolaus du Martin)
    VKR/Ersteller: verfallen/Hafifreund11
    im Besitz seit: 16. Februar 2017
    Kaufpreis: x

    Qualifizierungen
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    Dressur E A L M S S* S**

    Western E A

    Springen E A L M S S* S** S***

    Military E A L M S S* S**

    Galopprennen E A L

    Distanz E A L M S

    Fahren E A L M



    Erfolge
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    Offiziell
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    172. Synchronspringen | 173. Synchronspringen | 179. Synchronspringen | 302. Militaryturnier | 182. Synchronspringen

    Inoffiziell
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    1. Platz beim 1. Militarytunier Lake Mountain

    Zuchtverband
    -

    Ausbildung
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    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔

    Spring- und Dressurpferdeausbildung
    Einreiten ✔ | Hindernisgewöhnung ✔ | Stangenarbeit ✔ | Gelassenheitstraining ✔

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    [Schleife]
    Thema

    Gencode: Ee aa
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Tyrifjord Ranch

    Nachkommen
    -

    Gesundheit
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    Letzter Tierarztbesuch: 14. März 2017 durch "Horse Heaven"
    gechippt [] zuletzt kontrolliert [x]

    Gesamteindruck: sehr gut
    Aktue Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x

    Letzter Hufschmiedbesuch: 20. März 2017 durch "Tänzelndes Pony"
    Ausgeschnitten/Korrigiert: Ja
    Hufbeschaffenheit: x
    Hufkrankheit/en: x

    Beschlag vorne: Aluminium
    Beschlag hinten: Aluminium
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    Aluminiumbeschläge
    20. März 2017 | 3244 Zeichen | Arktiswolf

    Fröhlich summte der Mann hinter dem Steuer eines Lieferwagens zum Takt der Musik die aus den Lautsprecherboxen plärrte und schien allgemein gut gelaunt zu sein. Der Tag war klar und zur Abwechslung mal etwas wärmer als sonst in dem frühem Jahr und die Straßen waren frei und ohne viel Verkehr.
    Sein Weg führte den Hufschmied des tänzelden Ponys wieder einmal zu einem ihm schon sehr bekanntem Hof. Der Tyrifjord Ranch.
    Fast schon konnte man behaupten, das diese Ranch ein gern gesehener Stammkunde war. Nicolaus du Martin hatte die Schmiede abermals kontaktiert und um einen Termin gebeten.
    Wie immer kam Malte Osswald diesem Termin persönlich nach.
    Als Malte sein Fahrzeug auf den Hof lenkte, sah er das er bereits erwartet wurde.
    Nicolaus du Martin stand am Putzplatz wo er gerade einen hübschen Rappen abstriegelte.
    Nachdem der Schmied den Wagen daneben geparkt hatte, kam ihm auch schon der andere Mann entgegen und hielt ihm die Hand zur Begrüßung hin.
    Nach einem kleinem Plausch über das Wetter und das Wohlergehen, kam man auch gleich zur Sache und du Martin erzählte dem Schmied noch einmal persönlich, was er an dem Rapphengst gern getan haben wollte.
    Deo Volente hieß der Trakehner und sollte die Eisen herunter bekommen. Bei der Gelegenheit sollten dann gleich Neue beschlagen werden.
    Malte machte sich wie immer mit einem neuem Pferd erst einmal bekannt ehe er an die eigentliche Arbeit ging. Deo Volente schien recht neugierig auf den Fremden zu sein und beschnupperte ihn dementsprechend. Zufrieden schnaubte das Pferd und beobachtete den Schmied dabei, wie er seine Arbeitsutensilien aus dem Wagen holte. Der kleine mobile Ofen wurde auch schon einmal angeheizt ehe Malte dazu überging, dem Hengst seine alten Eisen abzunehmen.
    Nach und nach löste er die Nägel aus dem Horn und achtete dabei darauf nichts zu beschädigen. Es gehörte schon ein bestimmtes Maß an Kraftaufwand dazu die Beschläge von den Hufen zu nehmen und selbst der kräftige Mann kam dadurch ein klein wenig ins Schwitzen.
    Nachdem alle Eisen entfernt waren wurden die Hufe noch einmal von Grund auf neu bearbeitet. Überschüssiges Horn wurde abgeraspelt und sauber gefeilt um so den neuen Eisen den bestmöglichsten Untergrund zu schaffen.
    Um zu sehen ob er seine Arbeit auch ordentlich gemacht hatte, musste Deo Volente einmal auf den `Laufsteg´ damit der Hufschmied nach möglichen Unebenheiten sehen konnte. Er entschied das alles in Ordnung war und begann nun damit die neuen Eisen anzufertigen. Waren die alten reine Eisen, so bekam der Rapphengst nun Aluminium.
    Diese wurden passgenau im Wagen fertig gemacht und nach mehrmaligem überprüfen auch an die Hufe geschlagen.
    Der Hengst blieb bei der gesamten Prozedur relativ friedlich. Nur manchmal schien es ihm doch ein wenig zu langweilig zu werden und zappelte dann ein etwas auf der Stelle herum. Doch da Nicolaus du Martin sein Pferd kannte, wusste er wie er den Hengst so beschäftigen musste damit Malte in Ruhe arbeiten konnte.
    Bald war es auch geschafft und nach einem kleinem Probelauf auf dem Hof, durfte der schwarze Hengst dann auch wieder gehen.
    Malte unterhielt sich noch etwas mit dem Besitzer und irgendwann wünschten sich beide noch einen schönen Tag und dann trennten sich ihre Wege.

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    Routineuntersuchung & Wurmkur
    14. März 2017 | 2453 Zeichen | Möhrchen

    Nur wenige Tage nach meinem letzten Besuch machte ich mich wieder auf den Weg zur Tyrifjord Ranch. Ich wurde gebeten, den Trakehnerhengst Deo Volente zu untersuchen und wurde schon auf dem Parkplatz von seinem Besitzer Nicolaus du Martin erwartet. Ich begrüßte ihn und er führte mich über den Hof zu seinem Hengst. Da es ein bisschen regnete, hatte er ihn am Putzplatz in der Stallgasse angebunden.
    Ich streichelte dem Hengst zur Begrüßung den Hals und schaute mir dann seine Augen und Ohren an. Dann öffnete ich sein Maul ein wenig, um einen Blick auf seine Zähne und Schleimhäute werfen zu können. Alles sah völlig unauffällig aus, also tastete ich seine Hals- und Rückenwirbel Stück für Stück ab und achtete dabei auf seine Reaktionen. Er tänzelte kurz herum, aber als Nicolaus ihn ermahnte, stand er wieder still. Er schien eindeutig keine Schmerzen zu haben.
    Als er draußen auf dem Hof ein paar Runden im Schritt und Trab geführt wurde, schaute ich mir seine Bewegungen ganz genau an. Es sah sehr schwungvoll aus und der junge Hengst war sehr flott unterwegs. Immer wieder versuchte er, Nicolaus mit der Schulter in eine andere Richtung zu drängeln, aber dieser setzte sich durch. Ansonsten belastete er aber alle Beine gleichmäßig und lief taktrein.
    „Ich würde beim nächsten Hufschmiedbesuch darauf achten, dass an der äußeren Kante ein bisschen mehr weggenommen wir“, sagte ich zu Nicolaus, als wir mit dem Hengst zurück zum Putzplatz gingen. „Er tritt ein bisschen schief auf, wenn außen ein bisschen mehr gekürzt würde, könnte er wohl besser auftreten“.
    Zum Schluss holte ich noch mein Stethoskop aus meiner Tasche und hörte Deos Herz, Lunge und Bauch ab. Der Rappe ließ es brav über sich ergehen und ich konnte auch keine Auffälligkeiten entdecken. Also holte ich die Wurmkur heraus und stellte sie auf die richtige Menge ein, die sich nach dem Gewicht des Pferdes richtete. Geschickt hielt ich seinen Kopf am Halfter auf meiner Schulter fest und steckte ihm die Spritze seitlich ins Maul, sodass ich sie verabreichen konnte, bevor er sich wieder entziehen konnte. Er spuckte zwar ein paar Tropfen wieder aus, aber das machte nichts, denn das hatte ich bei der Mengeneinstellung schon berücksichtigt. Ich klopfte dem Hengst den Hals und Nicolaus entließ ihn zurück in seine Box. Dann verabschiedete ich mich von den beiden und machte mich auf den Weg nach Hause.
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    » Fahrtraining E A
    31. August 2016 | 2478 Zeichen | Bracelet
    Diesen Monat stand ein ganz besonderes Projekt auf dem DVTS an. Meine Hengste Deo Volente, Master Of Gold, Party Shaker und Sir Donnerhall sollten im Geschirr zur Klasse A ausgebildet werden. Anforderungen dafür gab es jede Menge und das auch noch in drei verschiedenen Sparten. Dressur auf dem Platz, Geländefahren und Hindernisfahren. Doch langweilig Ein- oder Zweispännerfahren war mir zu langweilig - wenn schon denn schon. Dies dachte ich mir an diesem Tag, als ich mutig wie ich war den Trainingsplan ans Whiteboard schrieb. Diese Entscheidung würde ich wohl noch bereuen. Immerhin waren es vier Hengste und dann bestand der Vierspänner auch noch aus Deo Volente, der mich wirklich immer auf die Palme brachte und Master, bei dem ich das Fahren mit dem Einspänner aufgegeben hatte. Er hatte einfach zu viel Energie um ruhig vor dem Wagen herzutrotten.
    ,,Wüüh.'',gab Deo schon von sich als ich zum Putzen in die Stallgasse kam und schnaubte hengstisch. Ich seufzte genervt und bat mein Personal ihn mir fertig zu machen. Master und Party wurden von meiner Bereiterin geputzt. Dann machte ich mich an meinen Hannoveraner Sir Donnerhall. ,,Na mein Schatzi?'',murmelte ich während ich den Großen mit zwei Fingern am Nüstern streichelte. Anschließend putzte ich ihn und stattete ihn mit Geschirr und Trense aus. Ebenfalls bekam er dunkelbraune Gamaschen, Streichkappen und Hufglocken, damit er sich nicht verletzte.
    Dann ging ich mit ihm zum Wagen, wo ich ihn mit den anderen Pferden vor die Kutsche spannte. Master Of Gold und Deo Volente kamen am nächsten an den Wagen. Sie hatten die meiste Energie und Kraft um die Kutsche zu ziehen. Vorne Sir Donnerhall und Party Shaker. So ging es dann auch schon los.
    Zuerst ging es auf den Platz, wo das Gespann sich erstmal einlaufen sollte. Wie erwartet führten Donnerhall und Party ausgezeichnet. Deo machte Probleme. Ebenso wie ich es mir gedacht hatte. Doch durch die anderen Drei war er mehr oder weniger gezwungen sich halbwegs zu benehmen.
    Die darauffolgende Woche arbeitete ich mit ihnen an ihren Dressurskills. Die nächste an dem Hindernisfahren und dann am Geländefahren. Von Tag zu Tag wurde es besser und auch Deo benahm sich, da ich ihn sehr vorderte; zusah, dass er in den Wendungen das meiste Gewicht ziehen musste. Klang unfair, war aber außerordentlich effektiv und ihm schien das Training gefordert auch mehr Spaß zu machen.
    Am Ende des Monats konnte ich stolz sagen, dass mein kleiner Vierspänner auf A-Niveau lief.

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    » Militarytraining EA
    31. Oktober 2016 | 1373 Zeichen | Bracelet
    Mal wieder war das Programm für diesen Monat gestopft voll. Ja gestopft - verzeih mir jeder für meine Ausdrucksweise aber es war wirklich absolut furchtbar. Takada und Party Shaker wurde im Springen auf die Klasse L trainiert, was sich als schwieriger als gedacht erwies. Taka wollte nämlich momentan die Füße einfach nicht heben und rannt teilweise fünf Anläufe hintereinander in ein Hindernis und Party schien ebenfalls lustlos. Irgendwie schien sich meine negative Stimmung auf die Pferde zu übertragen und alles noch schlimmer zu machen. Einzig und alleine Deo Volente, und dies hätte ich nie erwartet, stimmte mich bei jeder seiner Trainingseinheiten glücklich. Er sollte die Militaryklasse A erreichen und schien in dieser Disziplin absolut gut aufgehoben zu sein. Er kämpfte für mich, gab alles. Zum ersten Mal blühte er wirklich unter mir auf und arbeitete nicht gegen mich; er wurde ruhiger und entwickelte sich in eine sehr positive Richtung. Des weiteren trainierte ich im Oktober auch Sir Donnerhall in der Dressur auf Klasse M und Herbstblüte auf A. Die kleine, flinke Stute mauserte sich wirklich zu einem prächtigen Dressurpferd. Sie stand gut an den Hilfen und hörte immer gehorsam zu.
    Am Ende des Monats hatte ich es doch wirklich geschafft: Alle Pferdchen hatten ihre Ziele für diesen Monat erreicht und ich konnte nun ein Wochenende Stresspause einlegen.

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    » Distanz E → A
    25. Februar 2017 | 5707 Zeichen | Canyon
    Argwöhnisch betrachte ich die große Stute vor mir, welche mir noch nicht so ganz geheuer ist. Vor allem was Petyr so anschleppt ist es eine Pflicht von mir, erstmal Respekt zu haben. Bei seinem Papagei bin ich das erste und auch das letzte Mal darauf reingefallen, bevor ich drei Tage lang einen blutenden Finger gehabt habe und ja, das hat wehgetan!
    "Alter Malte, die tut dir nichts! Die ist lieb und artig und brav und alles drum und dran, glaube mir man!" Petyr ist schon wieder von mir genervt. Trotz seiner Worte halte ich zu der hübschen Stute einen gewissen Sicherheitsabstand, als ich ihr den Distanzsattel auf den Rücken hieve. Petyr, Charly und auch Nico tun mir es gleich und so blöd wie ich es finde, schon wieder mit Nico trainieren zu müssen, so sehr freue ich mich auch, dass Charly und Petyr mitkommen. Mit zwei Freunden und einem Feind einen Distanzritt zu machen wird bestimmt witzig.
    Petyr hat Charly erlaubt, seinen Hengst Humor zu nehmen, während Nico niemanden als sich selbst an seinen Deo Volente ran gelassen hat. Sein Leitspruch schien zu sein: "Vetraue nur dir selbst!" Ich mag ihn nicht.
    Für mich ist also, nachdem Petyr unbedingt seine Phenomena hatte reiten wollen, nur noch diese Scheckstute mit dem unnatürlich langem Haar namens Give me Chocolate übrig geblieben. Ja, Schokolade könnte ich jetzt auch gut gebrauchen, das wäre nicht schlecht.
    Auch heute scheint die Sonne, wie bereits die letzten Tage und so können wir den geplant gewesenen Distanzritt ohne Probleme beginnen. Ich muss zugeben, Choco ist eine angenehme Partnerin. Ruhig, gelassen und mit viel Selbstbewusst sein, reiht sie sich gleich hinter den beiden Hengsten Humor und Volente ein, während Phenomena den Schluss bildet.
    Die ersten hundert Meter bleiben wir im Schritt, sortieren unsere Zügel und bereiten die Pferde seelisch und körperlich auf den Ritt vor. Für uns vier ist das Ganze mittlerweile Routine, während die Pferde jedoch in diesem Gebiet noch vollkommene Neulinge sind. Nach einigen hundert Metern die Landstraße am Fjord entlang, geben wir ihnen das Zeichen zum Antraben und beginnen unseren Distanzritt.
    Selbst im Winter ist die Landschaft wunderschön. Die Sonne spiegelt sich auf dem leicht welligen Wasser und an den Bäumen glitzert der letzte Tau der Nacht. Kurz gesagt, es ist ein Distanzritt zum genießen. Während ich mich fröhlich mit Petyr über seine Erlebnisse in Deutschland austausche, welche er in der letzten Woche dort gesammelt hatte, unterhalten sich Charly und Nico über etwas wo von ich anscheinend nichts wissen soll. Sie sind einige Pferdelängen vor uns unterwegs und so vertieft in ihr Gespräch, dass ich Angst habe, dass der ungeschickte Humor über eine der Wurzel strauchelt, welche hier in Massen aus dem Waldboden sprießen. Charly ist jedoch eine geschickte Reiterin und wie es scheint, auch noch multitaskingfähig.
    Unsere erste Pause legen wir auf einer kleinen Lichtung mit einem kleinen Bächlein ein. Die Pferde können trinken und wir können auch einen Schluck Wasser zu uns nehmen, nachdem wir die Pulswerte genommen haben. Obwohl alle vier Pferde keine typischen Distanzpferde sind, liegen ihre Werte im ordentlichen Bereich. Wir notieren diese auf unseren Checkkarten, nein, nicht alle tun dies. Nico hat eine nagelneue App und darauf notiert er sich die Werte von Volente. Petyr ist sofort neidisch, ich empfinde es als überflüssig und Charly hat dazu keine Meinung. Perfekte Misschung, wie immer. Nachdem alle erholt sind, länger durften wir sowieso nicht warten, da es dann kein Distanzritt mehr war, schwingen wir uns wieder in die Sättel und setzen unseren Weg fort.
    Im zweiten Teil des Ritts galoppieren wir längere Strecken, machen dafür öfter Schrittpausen, vor allem dann, wenn das Gelände gerade nicht so einfach zu reiten ist. Die langen Strecken durch den Wald bieten sich aber perfekt dafür an, einfach zu galoppieren. Bei Choco ist es kein Problem, die Zügel einfach über den Hals hängen zu lassen. Sie genießt dies sogar und läuft freier und unbeschwerter. Ich beginne tatsächlich die Stute zu mögen.
    Nach der zweiten Pause ist es nicht mehr weit bis nach Hause. Die Pferde sind erschöpft, das merke ich, jedoch wird bei allen die Kraft bis nach Hause reichen. Das letzte Stückchen führt wieder die Landstraße am Fjord entlang, diesmal kommen wir jedoch aus dem Süden. Ich merke, wie Choco ihre Heimat erkennt und obwohl sie so langsam schwächelt, ist nun die Motivation wieder da, nach Hause zu kommen. Kurz vor dem Ziel parieren wir aus dem Trab in den Schritt durch und versuchen den Puls unserer Tiere soweit wie möglich zu senken. Ich mache mir bei Choco keine Sorgen, jedoch pustet Volente ganz schön und seine Nüstern sind stark geweitet. Ich bin gespannt, ob er die Kontrolle schaffen wird.
    Endlich zurück auf dem Gestüt werfen wir vier unseren Pferden die Abschwitzdecken über und während Phenomena, Humor und Choco es geschafft haben, ist Volente wie befürchtet einen Punkt drüber. Nico scheint ziemlich enttäuscht, Charly schafft es jedoch, ihn schnell wieder zu beruhigen. Während wir anderen unsere Pferde absatteln und dann auf die Weiden bringen, muss Nico zwanzig Minuten warten, bevor er den Puls nochmal nehmen kann.
    Nico sieht erleichtert aus, als auch Volente den richtigen Puls hat und er seinen neuen Hengst auf die Weide bringen darf.
    Zufrieden flätze ich mich nun auf der Couch von Petyr, während dieser seinem blöden Vogel einen sich noch windenden Mehlwurm entgegen hält. Napoleon scheint den genauso eklig zu finden wie ich und dreht sich angewidert weg, während Petyr noch einen vergeblichen Versuch unternimmt.
    Ich stoße einen glücklichen Seufzer aus und schließe die Augen. Ich mochte mein Leben an solchen Tagen.

    Die Kür
    Stolz blickte Nico auf seinen Hengst an seiner Seite. Deo Volente hatte sich in den letzten Wochen zu einem hervorragenden Turnierpferd entwickelt und war nun bereit für die Krönung. Charly hatte sein kurzes Haar zu einer hübschen Turniermähne umgeformt und auch der weiche Schwarzton seines Fells glänzte vor Schönheit.
    Zum richtigen Zeitpunkt sattelte Nico den Hengst, brachte ihn auf dem Aufwärmplatz ordentlich in Schwung und bereitete sich dann auf den Start vor. Punkt um zehn wurde er in die Halle gelassen, welche er im ruhigen Trab, passend zu der noch gemächlichen Musik, betrat. An der kurzen Seite bog er auf die Mittellinie ab und brachte seinen Hengst bei X zum stehen. Die Musik verstummte, als Nico schwungvoll die Richter grüßte und erst nachdem er seine Zügel wieder sortiert hatte, begann sie von neuem. Diesmal jedoch um einiges wilder und verwirrender, passend zum Charakter des Pferdes. Nico galoppierte seinen Hengst aus dem Stand an, eine seiner Spezialitäten, und begann die Vorführung auf der rechten Hand. Erst eine einfache Schlangenlinie im kraftvollen Galopp, dann folgte der Zirkel und als er aus diesem wechselte kam ein einfacher Galoppwechsel und die andere Hand. Auf dieser parierte er in den Trab durch und die Musik tat es ihm gleich. Er verließ den Zirkel, zeigte eine Schlangenlinie mit drei Bögen und machte dann im Trab aus der Ecke kehrt. Volente schien gut in Form und auch der Part im Schritt funktionierte ohne jegliche Probleme. Einmal durch die ganze Halle wechseln und an der langen Seite ein Rückwärtsweichen, und schon war Nico mit seinem Pferd auf dem Weg zur Mittellinie, auf welche er Volente abbog und gekonnt abermals bei X anhielt. Freundlich, aber auch erleichtert grüßte er die Richter und verließ dann am langen Zügel die Halle.
    Vor dieser wurde er bereits von seiner Freundin erwartet, welche ihm einen Kuss auf die Wange drückte und aus ihrer Tasche für Deo Volente eine Möhre zauberte, welche der gierige Hengst zufrieden verschlang.
    1995 Zeichen | zeichenzähler.de | Canyon

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    Bewegung (c) Bracelet | Decke (c) Jackie
     
    Zuletzt bearbeitet: 28 März 2017
    FrauHolle und Bracelet gefällt das.
  4. Elii

    Elii #ELeCtRâ-GiiÂdÂ

    Meine Teilnahme mit Clouded Sky

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    Steckbrief
    Rufname: kleine Wolke
    geboren: April 2010

    von: Cloud Nine – Hannoveraner
    aus: Epona – Hannoveraner

    Rasse: Hannoveraner
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Rotbrauner
    Stockmaß: 178 cm

    Beschreibung:
    Clouded Sky ist ein Springpferd wie aus dem Bilderbuch. Leichtfüßig, kraftvoll und schnell nimmt er jedes Hindernis und ist auf seiner Schleifenjagd nicht zu stoppen. Trotz alledem soll der junge Hengst hier noch einmal an den Grundlagen arbeiten, bevor er in der nächsten Saison eingesetzt wird. In der Dressur gibt er sich Mühe, Talent ist dort aber weniger zu verzeichnen. Solange die Grundlagen zur Gesunderhaltung sitzen, soll das aber nicht im Weg stehen.

    Wie sein Vater ist auch Clouded Sky darauf aus seinem Reiter zu gefallen. Das Training im Parcours ist mit ihm kinderleicht, da er das meiste von sich aus anbietet und trotz seiner jungen Jahre schon einiges an Erfahrung mitbringen kann. Abstände kann er gut alleine abschätzen und benötigt nur hin und wieder Hilfe. Möchte sein Reiter allerdings entscheiden, lässt der Junghengst dies sofort zu und beugt sich dem Willen.

    Besitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vorkaufsrecht: Elii

    Dressur E - Springen M

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    3. Platz 261. Distanzturnier
    1.Platz 262. Distanzturnier
    3. Platz 159. Synchronspringen
    3. Platz 178. Synchronspringen
    1. Platz 180. Synchronspringen
    2. Platz 181. Synchronspringen
    3. Platz 403. Springturnier
    1. Platz 404. Springturnier


    offizieller Hintergrund



    Tierarzt, 03. April 2017
    Pferdepraxis Sapala

    Schon lange war ich nicht mehr auf dem Gut Sanssouci gewesen. Doch kürzlich war ein Auftrag von Elena Reese eingegangen und so ging es für mich heute auf das große Sportpferdegestüt. Ich verfolgte die Zucht schon länger und kannte einige Generationen der Pferde, dementsprechend freute es mich auch immer wieder, wenn ich bei so treuen Kunden vorbeischauen konnte.
    Wie ich erfahren hatte, wollte Elena demnächst einen ihrer Hengste zu einer Körung schicken, doch vorher sollte er noch einmal einen Grundcheck erhalten. Und dafür war ich heute da. Elena empfing mich mit offenen Armen, begrüßte mich herzlich und führte mich direkt in den Stall. Dort wartete bereits Clouded Sky angebunden am Putzplatz und schaute uns neugierig entgegen.
    Der Braune war ein wahrer Hüne und wir beiden sahen neben ihm wirklich schmächtig aus. Doch Elena versicherte mir, dass er absolut problemlos sei. Ich nickte nur und bat sie dann, ihn mir einmal im Schritt und einmal im Trab vorzuführen. Die Gänge des Hengstes waren taktklar und schwungvoll, er wies keine Auffälligkeiten oder Blockaden auf.
    Also wurde er wieder angebunden und ich warf einen gründlichen Blick in Ohren, Augen und Maul, um eventuelle Krankheiten oder Milben ausschließen zu können. Kurz darauf hörte ich noch Herz und Lunge ab, ehe ich auch noch die Körpertemperatur kontrollierte. Alles war im grünen Bereich und Clouded Sky schien es bestens zu gehen.
    Abschließend tastete ich also nur noch Wirbelsäule und Beine ab und dann war ich auch schon fertig. Ein Blick in den Impfpass verriet mir, dass Elena vorbildlich die Fristen für Impfungen und Wurmkuren einhielt und so Clouded Sky auf dem besten Stand war. Dementsprechend gab es auch dahingehend nichts mehr für mich zu tun.
    Stattdessen wurde der Hengste noch einmal ausgiebig gelobt und durfte dann zurück in die Box. Ich stellte Elena noch das Gesundheitszertifikat für die Körung aus und verabschiedete mich dann von ihr. Auf dem Weg zum Auto wünschte ich ihr nochmals viel Erfolg für ihr Vorhaben und machte mich dann auf den Heimweg.

    Hufschmied, 03. April 2017
    „Hufeisen?“, fragte ich, während ich mit fachmännischem Blick die Gänge des Hengstes begutachtete, der mir gerade in Schritt und Trab vorgeführt wurde. Elena blieb unschlüssig stehen. Ich hob eine Augenbraue und sie führte wie ein kleiner rothaariger Wikinger den Zeigefinger an die Nase. Bevor meine Augenbraue den Haaransatz erreicht hatte, traf mich Elenas entschlossener Blick und sie nickte eifrig. „Alles klar“, murmelte ich, mehr zu mir selbst, und legte eine Auswahl an Eisen bereit, ehe ich den mobilen Ofen anschloss.
    In der Zwischenzeit hatte Eli Clouded Sky zum Stillstand gebracht und nachdem ich mir die Schürze umgebunden hatte, machte ich mich an die Arbeit. Vorbildlich hob der Hengst einen Huf nach dem anderen; so konnte ich alle vier Hufe in Windeseile ausschneiden und für die neuen Eisen plan raspeln.
    „Die da?“ – „Gibt’s die auch in gold?“, ich zog eine Augenbraue hoch. Schon wieder. Zweifelnd blickte ich Elena an, die mir gegenüber stand und mich erwartungsvoll anblickte. Nicht ganz sicher, ob sie diese Frage ernst meinte oder nicht (hatte Zai mal eine Vorliebe für Gold erwähnt?), war ich nur zu einem stummen Kopfschütteln fähig und entschied mich dann für die Eisen, die ich Eli gerade zeigte.
    Während sich das erste Eisen in der heißen Luft meines Ofens rot färbte, legte ich Hammer, Nägel und eine Zange bereit und ließ mir von einem Mitarbeiter von Elena, ich war wirklich eine Niete, was Namen betraf!, einen Eimer mit Wasser bringen. Dann passte ich das erste Eisen an, brannte es auf und ließ es anschließend im Wasser abkühlen. Clouded Sky quittierte sowohl Lärm als auch Geruch mit einem neugierigen Blick und angelegten Ohren, blieb für Elena aber jederzeit abrufbar. So konnte ich ohne Probleme alle vier Hufe mit neuen Eisen ausstatten und zum Schluss die abgeknipsten Nägel zurecht biegen und feilen.
    „Gut gemacht“, lobte ich den Braunen, nachdem Elena mir die Gänge zur Kontrolle erneut vorführte. Zwar lief der Hengst nicht ganz genau so klar wie vor meinem Besuch, das lag aber lediglich an dem zusätzlichen Gewicht, welches er nicht gewohnt war und würde sich in kurzer Zeit legen.

    Training, 3 Berichte
    Springen A-E

    Nachdem ich über drei Monate bei Rachel Wincox verbracht hatte, brauchte ich erst einmal eine kurze Verschnaufpause, aber bereits zwei Wochen später machte ich mich auf den Weg zum Gut Sanssouci von Elena, wie sie sich mir am Telefon vorgestellt hatte. Ich fand es immer schön, wenn meine Kunden offen genug waren, um mit mir per Du zu sein, denn dann konnte man doch irgendwie besser zusammen arbeiten, fand ich jedenfalls. Als ich schließlich ankam, erwartete mich die junge Hofbesitzerin bereits und zeigte mir erst einmal, wo ich unterkommen konnte, bevor wir uns auf den Weg zu Clouded Sky machten. "Erzähl mir bitte ein bisschen was über ihn", sagte ich, "ich habe es immer gerne, wenn die Besitzer das ein oder andere anzumerken haben, dann weiß ich immer, worauf ich mich einstellen kann.
    "Er ist ein geborenes Springpferd, würde ich sagen. Mit der Dressur hat er es ehrlich gesagt nicht so." Sie lachte. "Aber für die Grundausbildung hats gereicht. Also keine Angst, er weiß, wie man am Zügel geht und kennt auch die Hilfen." Schmunzelnd hörte ich ihren Ausführungen zu. "Er ist ein sehr ruhiger Zeitgenosse und überhaupt nicht aufsässig, aber im Pacours sehr ehrgeizig, sodass man ihn oft eher bremsen muss. Er verweigert nicht und man könnte sagen, dass er den Pacours auch alleine springen könnte, wenn der Reiter obendrauf nicht richtig einwirkt." Ich nickte. Das klang auf jeden Fall gut. Es würde also einfacher werden, als das Geländespringtraining mit meinem letzten Trainingspartner. Ein Pferd, das gerne sprang, war immer gut zu trainieren. Sie führte mich zu einem rotbraunen Hengst mit einer breiten Blesse und einem freundlichen Gesicht. "Das ist Clouded Sky", stellte sie den Hengst vor, der kurz an meiner Hand schnupperte und sich dann doch lieber dem Heu am Boden zuwendete. Ich lachte und ließ mir von Elena ein Halfter reichen, um den Hengst erstmal zu putzen. Sie zeigte mir auch gleich den Rest der Ausrüstung, blieb aber weiterhin dabei. Schließlich wollte sie auch sehen, wie ich mit dem Tier klarkam und ob sie weiter mit mir als Ausbilderin arbeiten wollte. Nachdem ich den Hengst mit Unterstützung von Elena ordentlich geputzt hatte, sattelte und trenste ich ihn. Anschließend gingen wir hinüber zur Halle und ich gurtete nach, stieg dann auf und ritt los. Der Hengst war entspannt und reagierte auch auf meine Hilfen recht präzise. Man merkte ihm an, dass Dressur tatsächlich nicht so seine Stärke war, aber er gab sich Mühe und versuchte meine Hilfen so gut er es vermochte umzusetzen. "Könntest du uns ein Cavaletti hinstellen?", bat ich Elena, die nickte und mir das gewünschte Cavaletti aufstellte. Ich trabte und galoppierte den Hengst erst noch ab. Ich steuerte ihn anschließend im Trab auf das Cavaletti zu und sofort war der Hengst wach und konzentriert. Auch, wenn der 'Sprung' für ihn wohl nur ein lächerlicher Hopser war, war er nun aufmerksamer und schien sich nach dem nächsten Sprung umzusehen. Ich überwand das Cavaletti noch ein paar Mal und beendete das Kennenlernen für heute. Morgen würde ich dann mit dem eigentlichen Training beginnen. Während ich den Hengst versorgte, sagte ich an Elena gewandt:"Ich bräuchte beim Training immer jemanden, der dabei ist, um mir, falls er reißen sollte, die Sprünge wieder aufzubauen. Wäre schön, wenn sich da immer jemand finden würde." Sie nickte und antwortete:"Das wird kein Problem sein. Irgendjemand hat immer Zeit, um dir da unter die Arme zu greifen."
    "Super." Ich lächelte und nach einem wunderbaren Abendessen verzog ich mich auf mein Zimmer, um den Trainingsplan zu erstellen. Mein Trainingsplan sah vor, dass ich sechs bis acht Wochen hier sein würde. Je nachdem, wie sich der Hengst anstellte, war das natürlich variabel. Andere Trainer hätten vielleicht weniger Zeit angesetzt, aber ich machte meine Arbeit gerne gründlich und da konnte es durchaus passieren, dass ich eben länger brauchte. Mein Festpreis erlaubte es mir, das Training außerdem so weit auszureizen ohne dass meine Kunden mehr bezahlen mussten. Am nächsten Tag begann ich mit dem eigentlichen Training. Nach dem Frühstück machte ich Clouded Sky fertig. Elena hatte jemanden abgestellt, der mir beim Pacours helfen würde. In den nächsten Tagen würde ich ihn nicht brauchen, da ich erstmal mit Cavalettis und Stangen anfangen wollte und mich erst nach und nach steigern wollte. Ich musste erst einmal das Gefühl für den Hengst bekommen und das bekam ich am besten durch Cavaletti- und Stangenarbeit. Drei Tage lang trainierte ich mit ihm auf diese Weise. Ich merkte, dass es ihm langweilig wurde, denn er wurde unaufmerksamer. Also beschloss ich, dass es soweit war, mir richtige Sprünge vorzunehmen. Ich hatte mich mittlerweile auch gut mit dem Hengst kurzgeschlossen und kannte ihn nun besser, sodass ich uns zutraute, an seiner Sprungfähigkeit zu trainieren. Von nun an war immer jemand dabei, um mir bei den Sprüngen und dem Pacours zu helfen. Zu Anfang konzentrierte ich mich erstmal darauf, dass wir die E-Sprünge sauber überwanden und Clouded Sky mit meinen Hilfen etwas anfangen konnte. Elena hatte recht gehabt. Wenn er das Gefühl hatte, dass der Reiter oben zu wenig an Hilfen gab, dann verselbstständigte er sich und nahm die Sprünge so, wie er es für richtig hielt. Nicht, dass sie das nicht waren, aber ich wollte dennoch nicht, dass er sich unter mir verselbstständigte. Für Reiter, die gerade erst lernten, war das sicherlich eine große Hilfe, denn so konnten sie sich erstmal auf ihren Sitz konzentrieren, aber für mich, war es doch etwas lästig, denn ich hatte das Gefühl, dass nicht ich die Kontrolle hatte, sondern das Pferd und das durfte im Training nicht sein, sodass ich mich darauf konzentrierte, eindeutige Hilfen zu geben und ihm nicht zu erlauben, selbstständig den Pacours zu überwinden. Nachdem wir uns darauf geeinigt hatten, kamen wir im Pacours auch besser miteinander aus und schon nach drei Wochen, beschloss ich, dass er soweit war, das erste A-Hindernis zu überwinden. Langsam bauten wir den Steilsprung höher. Erstmal nur auf 0,90 m und anschließend auf 1,00 m. Clouded Sky sprang ohne Probleme auch über diese Höhe. Er zog an und überwand das Hindernis. Ich lobte ihn ausgiebig und wir sprangen noch zwei Mal darüber. Er hatte wirklich ein gutes Gespür dafür, wie hoch das jeweilige Hindernis war und in der Distanz verschätzte er sich kaum, sodass es für mich als Trainer natürlich einfach war. Nach und nach erhöhten wir die Hindernisse und Clouded Sky meisterte sie alle. Sogar den 1,10 m Sprung nahm er ohne zu zögern. Er war tatsächlich das geborene Springpferd. Ohne Angst und sehr willig sich zu steigern. Noch waren die Höhen nicht so gravierend, dass er sich wirklich anstrengen musste, aber ich merkte, dass er gewillt war, auch höher zu gehen, als das hier. Das war jetzt jedoch nicht meine Aufgabe. Elena hatte immer mal wieder beim Training vorbeigesehen und schien zufrieden zu sein. Jedenfalls ließ sie nichts anderes verlauten und so machte ich weiter, wie bisher. Ich brachte tatsächlich nur sieben Wochen, bis es für Clouded Sky Routine war, über einen A-Pacours zu gehen. Dennoch blieb ich noch eine weitere Woche und trainierte mit ihm. Ich hatte während des gesamten Trainings immer wieder Abwechslung reingebracht, war mit ihm ins Gelände gegangen oder hatte etwas an der Dressur gearbeitet, um ihn nicht zu einseitig zu trainieren und das hatte ihm auch gut getan, denn so blieb er immer bei der Sache. Am letzten Trainingstag war Elena wieder anwesend und nickte anerkennend. "Er hat wirklich Talent", sagte ich und klopfte dem jungen Hengst den Hals. Sie nickte und sagte:"Ja, das hat er wohl geerbt."
    "Du musst natürlich trotzdem weiter mit ihm üben. Ich habe nur den Grundbaustein gelegt. Den Rest musst du schaffen, auch wenn er es von sich aus anbietet, braucht er trotzdem regelmäßiges Training."
    "Ich weiß." Nachdem sie den Pacours mit ihm auch überwunden hatte und ich gesehen hatte, dass sie ihn auf jeden Fall gut rannahm und ihm die Hilfen vorgab, war ich zufrieden. Die beiden würden ihren Weg gehen und gemeinsam noch die ein oder andere Schleife abstauben. "Es war sehr schön hier. Danke, dass ich kommen durfte." Lächelnd umarmte ich Elena zum Abschied und machte mich dann wieder auf den Nachhauseweg. Es war schön hier gewesen, aber auf zu Hause freute ich mich natürlich am meisten.

    Springen A-L
    Ich musste zugeben, ich freute mich immer sehr, wenn Kunden wiederkamen, weil sie mit meiner Arbeit zufrieden waren. Es war natürlich auch immer schön, neue Kunden zu gewinnen, aber die Bestätigung kam natürlich immer erst, wenn die Kunden wiederkamen. So auch Elena, die mich, kurz nachdem ich meine dreimonatige Pause beendet hatte, anrief und mich bat, Clouded Sky ein weiteres Mal zu trainieren. "Mit dem größten Vergüngen. Ich könnte in einer Woche bei dir sein, wenn dir das passt."
    ]"Das passt mir super. Bis dann." Eine Woche später traf ich dann tatsächlich auf Gut Sanssouci ein. "Freut mich, dich wiederzusehen und natürlich freue ich mich auch schon auf Clouded Sky." Lächelnd umarmteich Elena und nachdem ich mein Zimmer bezogen hatte, zog es mich auch direkt in den Stall. "Na, mein Hübscher. Kennst du mich noch?" Mitgespitzten Ohren sah der Hengst mir entgegen und ließ sich die Streicheleinheit sehr gerne gefallen. "Ich würde wieder eine Trainingszeit von sechs bis acht Wochen ansetzen", sagte ich zu Elena, "er ist sehr talentiert und es kann gut sein, dass wir die Trainingszeit verkürzen, aber ich habe gerne immer einen etwas längeren Zeitrahmen, um ihn gegebenenfalls anpassen zu können."
    "Das ist gar kein Problem. Wir haben es nicht eilig." Lächelnd holte ich den Hengst aus seiner Box und begann ihn zu putzen. Ich würde heute mit ihm nur ein paar kleine Sprünge nehmen, einfach um mich und ihn wieder miteinander vertraut zu machen. Morgen würde dann das richtige Training anfangen. Nachdem ich gemeinsam mit Elena ein paar Sprünge aufgebaut hatte, sattelte und trenste ich den Hengst und führte ihn dann in die Halle. Entspannt stand der Hengst da, während ich nachgurtete und aufstieg. Nachdem ich ihn im Schritt aufgewärmt hatte, gymnastizierte ich ihn erst einmal über ein paar Trab- und Galoppstangen und machte ihn in allen drei Gangarten ordentlich warm. Etwas, was ich bei jedem Trainingstag machte, um das Pferd locker zu machen und auf die kommende Aufgabe vorzubereiten. Der Hengst war wie immer aufmerksam und nahm die A-Sprünge so selbstverständlich, dass ich nicht anders konnte, als ihn am Ende des Trainings überschwänglich zu loben und ihm auch das ein oder andere Leckerli zuzuschieben. "Echt Wahnsinn, wie er sich in den letzten Monaten gemacht hat. Er hat eindeutig Talent." Nachdem ich ihn versorgt und gemeinsam mit Elena Abend gegessen hatte, stellte ich meinen Trainingsplan zusammen, der vorsah, dass wir in ungefähr siebenWochen fertig sein würden. Die letzte Woche würde ich zur Festigung brauchen, aber so wie er sich heute angestellt hatte, konnte es gut sein, dass wir auch schneller mit dem Training durch sein würden. Von A zu L war der Unterschied zwischen Höhe und Weite nicht besonders bemerkenswert, sodass ich mir sicher war, dass der Hengst auch mit der neuen Höhe und Weite keine Probleme haben würde. Erst wenn man von L zu M den Schritt machen wollte, kam es zu größeren Unterschieden und zu mehr Schwierigkeiten, die sich natürlich auch auf die Dauer des Trainings auswirken konnten. Momentan machte ich mir aber darüber noch keine Gedanken. Am nächsten Morgen begann dann das eigentliche Training. Die A-Sprünge nahm Clouded Sky vorbildlich. Er strengte sich wirklich mächtig an und ich merkte, dass er seine helle Freude am Training hatte. Obwohl er sich so gut machte, wollte ich ihn nicht gleich mit höheren Hindernissen konfrontieren, sondern konzentrierte mich die nächsten 8 Tage darauf, dass er nicht alles alleine machen wollte und immer wieder Abwechslung im Training reinkam, damit er nicht 'abstumpfte'. Das hieß, dass wir ab und zu Dressurstunden einschoben, ausreiten und spazieren gingen oder neue Pacourse ausprobierten, um ihn immer wieder zu fordern. Erst, als ich das Gefühl hatte, dass er gut im Training war und nach 'mehr' verlangte, bat ich Elena eines derHindernisse auf L-Niveau zu erhöhen. Wir wärmten uns erst einmal langsam auf und nachdem ich das Gefühl hatte, dass er locker und bereit war, galoppierte ich ihn an und steuerte ihn auf den Sprung zu. Er zögerte keine Sekunde und setzte darüber hinweg, verschätzte sich etwas mit der Höhe und sprang, als wolle er über einen M-Sprung gehen, aber immerhin hatte er nicht gerissen und das war erfreulich. Ich lobte ihnüberschwänglich und sprang noch einmal darüber, bevor ich das Training beendete und ihn locker trocken ritt. "Das nennt man wohl Talent", sagte ich schmunzelnd und versorgte den Hengst. In den nächsten Tagen bauten wir immer wieder L-Sprünge ein und schon zwei Wochen später überwand der Hengst auch eine Höhe von 1,20 m ohne mit der Wimper zu zucken. "Wahnsinn." Elena stand am Rand und beobachtete uns. "Wie lange wirst du noch brauchen?"
    "Sicherlich keine sieben Wochen", sagte ich lachend und klopfte dem Hengst den Hals. "Er hüpft darüber weg, als sei es bloß ein Cavaletti. Ichwürde aber trotzdem gerne noch eine Woche mit ihm weitertrainieren und dich bitten, ab dann im Training aktiv mit einzusteigen, damit wir schauen können, ob ihr beiden das zusammen hinbekommt." Nicht, dass ich daran gezweifelt hätte. Eine Woche später war es für Clouded Sky das normalste von der Welt über die L-Sprünge zu gehen und auch mit Elena obendrauf machte er eine gute Figur. Sie natürlich auch. Ich brauchte kaum etwas zu sagen, die beiden harmonierten einfach toll. "Ich würde ihm jetzt auf jeden Fall ein paar Monate Zeit geben, bevor du überlegst ihn eine Stufe weiter zu bringen. Er macht seine Sache gut und ich bin mir sicher, dass er, mit richtigem Training, es bis in die schwere Klasse schaffen kann, aber man sollte ihm natürlich trotzdem Zeit geben."
    "Ja, das sehe ich genauso. Ich bin momentan einfach nur stolz auf ihn und kann gar nicht glauben, dass er das so toll macht. Andererseits, bei dem Vater, konnte da ja eigentlich nichts anderes rauskommen."
    "Das stimmt", stimmte ich ihr lachend zu und klopfte dem Hengst sanft den Hals. "Ich würde mich dann morgen auch schon wieder auf den Heimweg machen. Hier ist alles getan, was getan werden musste und ich bin mir sicher, dass ihr beiden es noch weit bringen werdet." Wirversorgten den Hengst gemeinsam und nach einem anregenden Gespräch am Abend, ging ich schlafen. Am nächsten Morgen begleitete ich Elena noch einmal bei einer Trainingseinheit und konnte sie anschließend beruhigt und zufrieden wieder verlassen. Wir würden uns sicher wiedersehen, denn ich hatte das Gefühl, dass sie mit meiner Arbeit zufrieden war und wir hatten uns auch die letzten beiden Male echt gut verstanden. "Scheu dich nicht anzurufen, wenn irgendetwas sein sollte. Ich bin eigentlich immer erreichbar und einsatzbereit." Lächelnd umarmte ich sie zum Abschied und machte mich dann auf den Nachhauseweg.

    Springen L-M

    Zufrieden prustete mir mein neuster Schützling entgegen, als ich seine Box betrat. Clouded Sky war ein tolles Pferd, er sah nicht nur top aus, er hatte auch einen absolut lieben Charakter. Mit seinem Stockmaß von 178cm überragte er mich zwar um Längen, dennoch hätte er nicht einmal einer Fliege etwas zu Leide tun können.
    Die Größe hatte er von seinem Vater geerbt und wie es sich in der Namenslinie zeigte, wollten diese Pferde zum Himmel hinaus. Dementsprechend handelte es sich auch beim kleinen Wölkchen um einen äußerst begabten Springer und hier kam ich ins Spiel. Trainerin zu sein hatte schon seine Vorzüge, denn wenn man es richtigmachte, saß man den lieben langen Tag auf gut ausgebildeten Pferden und bekam auch noch einen Azubi zur Seite gestellt.
    Gut, auf den Azubi musste ich bei Cloud leider verzichten, aber immerhin hatten wir unseren persönlichen Stylisten an der Seite – bei jedem Training… Ich bewunderte Elena für ihr unglaubliches Gedächtnis bezüglich gewisser Farben und Kollektionen, da war sie voll drin in der Materie.
    Zum Glück störte es Cloud nicht, was er trug und konzentrierte sich vollkommen auf unser Training. Er war immer voll dabei, versuchte stets zu gefallen und da er jedes Hindernis mit unglaublicher Leichtigkeit nahm, gelang ihm das auch erstaunlich gut. Da er auch offiziell bereits auf L-Niveau lief, hatte ich direkt bei der Arbeit im Parcours begonnen.
    Die Grundlagen saßen bei Cloud, da musste ich auch gar nicht nachfragen, denn das merkte man schon, wenn man das erste Mal auf dem Rücken des Hengstes saß. Gut, auf den Riesen musste man auch erst einmal draufkommen, aber zum Glück hatte ja irgendwann mal ein schlauer Mensch entschieden, dass Aufstiegshilfen so viel gesünder für den Pferderücken waren, so dass diese nun überall vorhanden waren und mir einiges erleichterten.
    Ein wenig amüsant war ja die Vorstellung, dass auch Klein-Elena den Hengst regelmäßig ritt. Sie war zwar etwa so groß wie ich, aber doch im Allgemeinen zierlicher und wenn ich schon auf dem Hengst winzig aussah, dann war das bei ihr erst recht der Fall. Aber bei Cloud brauchte man keine großartigen Kräfte, um den Hengst zu reiten, da ging es mehr um Feingefühl und Können. Und Leckerlis und Streicheleinheiten, denn bei Cloud konnte man sich sehr schnell und gut einschleimen, dass hatte ich ziemlich schnell herausgefunden und machte es mir auch zu gerne zu Nutzen.
    Heute war Elena mit beim Training anwesend. Irgendjemand musste ja eventuell heruntergefallene Stangen wieder aufheben. Aber das passierte bei Cloud sehr selten. Auch heute ging er wieder souverän durch den Parcours und gefühlt jede Distanz passte auf Anhieb. Man konnte nicht einmal sagen, dass Cloud zu motiviert bei der Sache war, denn sobald zu viel Tempo von ihm kam, ermahnte man ihn mit einer halben Parade und er war wieder voll da.
    Dementsprechend durchsprangen wir den heutigen M-Parcours ohne Probleme und das nun schon seit einer Woche in den verschiedensten Varianten. So langsam gingen mir die Ideen für komische Hindernisse und Kombinationen aus und ich wusste gar nicht, wie man den Parcours noch fieser gestalten konnte, ohne, dass selbst ich als Reiter die Krise bekommen würde.
    Das war für mich das Zeichen, dass ich bei Cloud erfolgreich am Ende des Trainings angelangt war. Am kommenden Tag nahmen wir schon erste S-Höhen und auch das ging ohne Probleme und lief wie am Schnürchen. Dementsprechend gab ich den Hengst für den Rest des Monats gerne wieder an Elena und ihr Team ab, denn meine Arbeit war hier nun getan. Cloud war topfit und das würde er auch in der diesjährigen Turniersaison unter Beweis stellen.

    Etwas über ein halbes Jahr befand sich Clouded Sky bereits in meinem Besitz. Der junge Hengst hatte sich in der kurzen Zeit so im Sport beweisen, dass es an der Zeit war ihn auf einer Hengstkörung vorzustellen.
    Mit akkurat geflochtenen Zöpfen und einer neuen weißen Schabracke mit Stalllogo stand der Hengst mit mir obendrauf vor dem Hallentor und wartete darauf, endlich loslegen zu können. Auch ich wurde langsam nervös, denn unser Start verzögerte sich schon eine Weile nach hinten.
    Als es endlich soweit war ritt ich an und lenkte die kleine Wolke geradewegs auf die Richter zu. Bei X parierte ich ihn durch und grüßte die Richter, kurz danach trabte ich wieder an. Nach einer Runde parierte ich zum Schritt durch, ritt auch in dieser Gangart eine Runde und galoppierte danach an.
    Clouded Sky folgte wie immer augenblicklich meinen Hilfen, wodurch auch der Galoppwechsel auf der Mittellinie problemlos gelang.
    Auf der anderen Hand zeigte ich seine Gangarten und parierte anschließend wieder bei X zum Halten durch.
    Es folgte ein erneutes Grüßen der Richter. Daraufhin ritt ich am langen Zügel aus der Halle, sattelte ab und brachte die kleine Wolke zum Freispringen. Dort würde er seiner Springbetonung Ausdruck verleihen können. Erneut schnitt er mit Spitzennoten ab, sodass wir erfolgreich zurück zum Anhänger gehen konnten.

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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25 Mai 2017
    Veija, Zaii, Muemmi und 2 anderen gefällt das.
  5. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    meine Teilnahme mit...
    Framed in History

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    Steckbrief
    Offizieller HG

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    Vom: -

    Aus der: -


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    Rufname: Frame
    Geburtstag: 25.04.
    Alter: 4 Jahre
    Stockmaß: 1.73 m
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Bay frame overo
    (Ee,Aa,Oo)
    Abzeichen: - (scheckungsbedingt grosse Laterne)
    Gesundheit: sehr gut


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    Scheu, schreckhaft, aber loyal


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    Frame ist ein schwieriger Fall. Er kommt aus einem bekannten Zuchtgestüt, dort musste er leider schon als Fohlen viel durchmachen: Zuerst starb seine Mutter, er wurde also zum Flaschenkind. Der Pfleger, der ihn grossziehen sollte misshandelte ihn jedoch regelmässig, er wurde getreten oder geschlagen, wenn er nicht sofort gehorchte. Als er ein Jährling war, wurde klar dass der Besitzer des Gestüts bankrott gegangen war und die Pferde nicht behalten konnte. Deshalb wurde auch Frame mit den anderen Zwangsversteigert, wobei er wohl ebenfalls nicht besonders sanft behandelt wurde. Zu allem Überfluss landete der junge Hengst damals vorübergehend auf einer Weide, auf der er ziemlich vernachlässigt wurde und sich schliesslich an einem Pfosten durch einen Unfall beinahe selbst erstach. Sein Leben hing am seidenen Faden, doch dank dem schnellen Einsatz der Tierärztin überlebte Frame. Zuhause trafen wir schliesslich einen völlig verstörten Zweijährigen an, der sich kaum anfassen, geschweigedenn führen liess. Mittlerweile lässt sich der Hengst von Occulta und auch von Quinn reiten und führen, jedoch von kaum jemandem sonst.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: Nein
    Nachkommen: -


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    Galopprennen Klasse: S***
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: L
    Military Klasse: L
    Dressur Klasse: L
    Distanz Klasse: E

    Eignung: Galopprennen, Springen
    Eingeritten: ja


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    2. Platz 387. Dressurturnier
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    2. Platz 277. Militaryturnier
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    3. Platz 356. Galopprennen
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    3. Platz 389. Dressurturnier
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    Frame's Spind
    HS-Bericht
    Ionia
    Hufschmiedebericht für Framed in History und Parányi

    Nach einiger Zeit, in der ich kaum etwas von Occulta hörte, rief sie mich morgens früh an und bat mich darum heute noch wegen zwei ihrer Pferde vorbei zu kommen. Ich versicherte ihr direkt ins Auto zu steigen, jedoch musste ich vorher Ann bescheid sagen, dass ich weg bin und sie heute die Isländer reiten sollte. Dann war ich auch schon auf dem Weg, während der Fahrt hörte ich laut Musik und war wirklich gut gelaunt. Dies sollte sich auch später auszahlen, da es sich bei meinen heutigen Patienten um ziemlich junge Pferde handeln sollte und ich hoffte einfach, dass nur einer der beiden ein wirkliches Problem darstellt. Ich parkte wie gewohnt auf dem Parkplatz und wie immer kam Occulta mit diesem liebevollen Lächeln zu mir um mich zu begrüßen. „ Also, Parányi ist eine Furioso North Star Stute und teste gerne Fremde aus, weshalb du dich bei ihr einfach durchssetzen musst. Dann noch unser Framed in History, er ist unser Sorgenkind. Ich muss die ganze Zeit dabei bleiben, da er sehr scheu ist und glücklicher Weise müssen wir heute nichts mit Feuer, denn sonst würde er völlig ausflippen.“, schilderte sie mir und ich wusste das der Hengst ein Problem werden wird. So machte ich mich zuerst an die Stute ran, welche bereits auf dem Putzplatz stand und mich neugierig anstarrte. Ich begrüßte sie und strich ihr über den Nasenrücken, bis jetzt schien sie sehr entspannt zu sein. Zu erst putzte ich die Hufe, wobei sie mich vorsichtig von hinten anstubste und ich hin und her wankte. Die Hinterhufe probierte sie weg zu ziehen, aber ich hatte sie fest zwischen meine Beine geklemmt, weshalb sie dies irgendwann aufgab. Ich schnitt danach die Hufe aus, was sie wirklich lieb mitmachte, aber als es zum kürzen und Korrigiern mit der Raspel kam, da fingen ihre Tests wieder an. Sie knfiff mir bei der Vorderhand in den Hintern, doch ich machte unbeirrt weiter . „Deine Methode ist also ignorieren.“, lachte Occulta und guckte mir belustigt zu. Ich hatte die junge Stute nach 40 Minuten sorgfältig behandelt und sie konnte wieder zurück auf die Weide oder in die Box, nun kam also das Sorgenkind, welches Quinn brachte.
    Nervös schaute er mich an, er tippelte auf der Stelle und als erstes ging Occulta zu ihm um ihn zu beruhigen. Danach traute auch ich mich zu Framed, er beshnüffelte meine Hand und schnaubte leise und so durfte ich seinen Hals anfasse. Occulta blieb an seinem Kopf, während ich anfing seine Hufe zu säubern und die schien er zu kennen. Hin und wieder zuckte er oder probierte den Huf weg zu ziehen, aber wirklich dagegen wehren tat er sich nicht. Die Zange zum Ausschneiden zeigte ich ihm vorher, er war zwar nicht begeistert, aber sie schien kein Problem zu sein. Der Schecke zuckte bei jedem klipsen, es war ihm so ungeheuer, dass er nach mir trat und genau in der Sekunde kam es so überraschend, dass er mich an der Schulter traf und ich wegtaummelte. Ich landete auf meinem Hintern, direkt war Quinn da, die mich besorgt fragte ob alles okay sei. Ich nickte verduzt und stand auf, meine schulter schmerzte und Occulta sah mich mit großen Augen an, doch es hatte sich etwas an Framed geändert. Das Vollblut stand einfach da, ruhig und gelassen, ich machte meine Arbeit weiter und er zuckte nur noch leicht. Was auch immer es war, was in ihm vorgegangen war, schien ihn zu beruhigen, auch die Raspel starrte er nur an und sah mir zu, während ich seine Hufe korrigierte und kürze. Ich atmete tief ein und aus als ich fertig war und setzte mich müde auf den Boden. Occulta schaute sich besorgt meine Schulter an, sie meinte ich solle ins Krankenhaus, da ich auch starke Schmerzen hatte und so fuhren wir los. Im Krankenhaus stellte sich raus, dass die Schulter über dehnt war und ich es durch wärme entspannen sollte. Mit dieser Information verabschiedete ich mich von Occulta, welche sich noch tausendmal entschuldigte, und fuhr nach Hause, wo ich direkt in eine warme Wanne stieg.
    TA-Bericht
    Calypso
    Tierarztbericht

    Mein Weg führte mich mal wieder nach Birmingham zu Occulta Smith. Heute sollte ich zwei ihrer Pferde vorsorglich untersuchen, da die beiden bald auf einer Körung auftreten sollten. Der Verkehr war heute leider nicht auf meiner Seite, so verspätete ich mich um 40 Minuten. Ich hatte während der Fahrt bei Occulta angerufen und ihr Bescheid gegeben das ich mich verspäten würde. Ein bisschen genervt von der Fahrt kam ich schließlich an, stieg aus dem Auto und suchte sogleich die Pferdebesitzerin auf. „Hallo, entschuldige nochmal vielmals.....der Verkehr!“ stöhnte ich auf und rollte mit den Augen. „Ach kein Problem, ich habe heute keinen Zeitdruck.“ antwortete Occulta und führte mich sogleich zu der Stute Sugar and Sweets. Eine noch junge Deusche Reitpony Stute in wundervoller Scheckung. „Ich würde sagen wir gehen erstmal mit ihr raus und du führst sie mir im Schritt und Trab vor.“ ihr Gangbild war unauffällig und so machte ich mit der restlichen Untersuchung weiter. Occulta band sie in der Stallgasse an und ich tastete sie ab und hörte sie mit dem Stethoskop ab. „Na du kleine Maus, du bist ja neugierig.“ sie stupste mir in die Taille und ab und zu spürte ich ihre Nüstern zart an meiner Jeans herum knabbern. Aber sie wurde in keinster weise grob oder zeigte sonstige Unarten. Wie ein neugieriges, junges Pferd eben ist. Nach der Kontrolle des Allgemeinzustandes konnten wir mit dem Impfen weiter machen. Als ich mit der ersten Spritze an sie heran trat, zog sie am Strick und nahm den Kopf etwas hoch. Nichts dramatisches, aber man merkte das es ihr doch nicht ganz so geheuer war. „Feines Mädchen, ist gleich vorbei“ beruhigte ich sie und Occulta streichelte sie über die Nüstern. Die nächsten paar Spritzen brachten wir schnell hinter uns und so konnten wir danach noch die Wurmkur geben. Zum Schluss kontrollierte ich noch den Chip und Sweets durfte wieder in die Box. „So ein nettes Pony.“ schwärmte ich und konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen.

    Occulta kam dann mit einem wunderschönen Vollblut Hengst um die Ecke und ließ auch ihn vor mir vorlaufen im Schritt und im Trab. Occulta erzählte mir dann einiges über Framed´s Vergangenheit. Da konnte man wirklich nur den Kopf schütteln „Schrecklich sowas. Aber dafür umso schöner wie weit ihr jetzt mit ihm schon gekommen seit.“ erwiderte ich und machte mich erstmal bekannt mit dem etwas schüchternen Hengst. „Er wurde bis jetzt nur von einem anderen Tierarzt behandelt.“ sagte Occulta und ich nickte „Ja wir werden das ganz ruhig machen, oder Süßer? Du brauchst keine Angst vor mir haben“. Framed schnaubte und bei jeder Berührung von mir zuckte er zuerst ein wenig zusammen. Ich verhielt mich ruhig und geduldig und redete ihm gut zu. Beim abtasten gab es keine Auffälligkeiten und auch nicht beim abhören. Als es ans Impfen ging war nochmal viel Einfühlungsvermögen verlangt. Wir brauchten zwar ein wenig länger, aber dafür überstand der Hengst die Untersuchung ohne überflüssigen Stress. Die Wurmkur gab Occulta im selbst. Dann las ich mit dem Lesegerät noch den Chip ab und verglich die Nummer mit der im Pass. „Gut das war´s dann!“ meinte ich zufrieden und streichelte Framed nochmal. Dann verabschiedeten wir uns voneinander „Bis bald!“
    3214 Zeichen by Calypso
    12 Feb. 2017
    Trainingsberichte [9]
    Occulta
    Galopptraining E-A

    Um sechs Uhr stand ich auf, schnappte mir ein Brot mit Konfitüre und machte mich auf den Weg zum Hauptstall, um wie fast jeden Morgen pünktlich beim Vollblütertraining zu sein. Heute wurden zuerst die meisten der Zweijährigen trainiert (nur Pointless war nicht dabei, sie bekam wiedermal Spezialbetreuung), insgesamt also ein Feld von fünf Pferden. Ich selbst ritt Frame, da der junge Hengst sonst mit niemandem konzentriert lief. Es ging heute primär darum, die Jungspunde an Trackponys zu gewöhnen, aber es war zudem auch wie die letzten vier Wochen das Ziel, eine Strecke von 1000 Metern zu laufen, mit den letzten 400 Metern in 30 Sekunden. Wir befanden uns mitten in einem speziellen Trainingsplan, nach dem die Pferde auf Pineforest Stable schon seit Jahren erfolgreich trainiert wurden. Ich sattelte Frame, während ich ausgelassen mit Rosie plauderte, die Caligari vorbereitete. Als wir fertig waren, führten wir die Pferde nach draussen und stiegen einer nach dem anderen auf. Danach ging’s im Gänsemarsch mit Sumerian an der Spitze zur Bahn. Ich hatte im Moment noch lange Steigbügel, da wir zuerst mit den Trackponys arbeiten mussten und ich so mehr Kontrolle hatte. Als Ponys dienten diesmal Shadow, Anubis, Unbroken, Islah und Moon. Ich schloss zu Soul auf, der von Jonas geritten wurde. Frame blieb die ganze Zeit über fast noch entspannter als der Painthengst neben ihm, aber das überraschte mich nicht. Wir blieben zunächst im Schritt, später auch im Trab immer schön neben den Begleitpferden, wobei die anderen Reiter gelegentlich die Zügel der Vollblüter hielten. Die Renncracks mussten lernen, ihr Tempo dem der Begleitpferde anzugleichen und ruhig daneben zu bleiben, das würde uns später in den Rennen vieles erleichtern. Während One Cool Cat und Shio die ganze Zeit am zappeln und rumzicken waren (Cool Cat wohl eher, weil ihn die vielen Stuten nervös machten, was sich der Italienische Macho noch nicht gewöhnt war), verliessen sich Sumerian und Caligari blind auf ihre Trackponys und Frame orientierte sich ja sowieso nach mir. Einmal stieg Cat bolzengerade in die Luft, wobei April fast runtergefallen wäre. Spätestens da hörte der Spass mit dem Rappen auf und sie packte ihn härter an. Ich gab ihr als Hilfe meine Gerte, da sie die ihrige zurückgelassen hatte um die Hände freier zu haben. Nun begleiteten uns die ‚Ponys‘ zu den Startboxen, danach war ihr Part erledigt und sie wurden versorgt. Eines war überraschend positiv: sämtliche der zweijährigen Blüter gingen ohne Murren in die Boxen. Das zeigte mir, dass wir auf einem guten Weg waren, was den Grundgehorsam und die Basics des Rennens anging. Doch nun kamen wir zum interessantesten Teil: die Tore flogen auf und die Pferde schossen los, doch schon nach hundert Metern bremsten wir sie wieder in einen lockeren, aber noch immer einigermassen lockeren Canter. Erst beim 600m-Pfosten feuerten wir sie erneut an, um sie auf die gewünschte Höchstgeschwindigkeit von 13 Metern pro Sekunde zu treiben. Alle der fünf Athleten hielten bis zum Finish durch, aber Caligari schnaufte durch weit aufgerissene Nüstern und war an Schulter, Hals und Flanke nassgeschwitzt. Sie war etwas weniger lange als die anderen im Training und hatte dementsprechend noch eine schlechtere Kondition. Da sie aber, mit der Fleecedecke auf dem Po, noch beim Auslaufen auf der Galoppbahn wieder trocknete, hatte Oliver keine Bedenken, dass sie in wenigen Wochen auch fit sein würde. Ich war ganz zufrieden mit dem Training; die jungen Pferde hatten gezeigt, dass sie reif für die nächste Stufe waren.
    15 Nov. 2015

    Occulta
    Galopptraining A-L

    Wir machten uns auf zum morgendlichen Training, welches heute wegen der anhaltenden Kälte erst um 9 Uhr stattfand. Da es Winter war, wurden die Vollblüter nicht so ausgiebig und häufig auf der Bahn trainiert wie sonst, sondern eher bei einer guten Dressurstunde in der Halle oder im Gelände. Sie mussten aber trotzdem in Form bleiben und zwei bis drei Mal wöchentlich auf die Bahn; so auch heute. Ich ritt Sumerian, Rosie übernahm Caligari, Quinn hatte ausnahmsweise Frame und April Cool Cat. Pointless, die zwar ebenfalls zu den Dreijährigen zählte, aber die Mitarbeit mit aller Macht verweigerte, wurde vorläufig nicht mehr mittrainiert, erst recht nicht bei Minustemperaturen. Ich bürstete das graublaue Fell von Sumerian und bearbeitete liebevoll die komplexen weissen Abzeichen an ihren Beinen. Sie war einfach ein Bild von einem Pferd – mit wunderbarem Körperbau und ausdrucksstarken Augen. Nur ihr Langhaar liess zu wünschen übrig, denn es wuchs sehr spärlich. Ajith scherzte immer, dass sie die Energie eben für die Bahn brauche, und nicht für ihre Haarpracht verschwende. Ich mochte diese Ausrede auch, zumal die Stute wirklich Talent hatte. Ich kratzte die Hufe aus und stellte freudig fest, dass diese trotz der vielen Feuchtigkeit, der sie im Winter ausgesetzt waren, gesund und kräftig waren. Die leichten Aluminiumeisen versah ich mit Stollen, damit die Stute auf dem Schnee nicht rutschte. Wir trainierten auch, wenn genügend Schnee auf der Bahn war. Nur wenn der Schnee schmolz und das Gras nass war, wurden die Trainingsrennen abgesagt, da das Laufen auf rutschigem Untergrund zu gefährlich war. Zum Schluss sattelte ich Summer und führte sie mit den anderen nach draussen. Wir stiegen alle vier auf und ritten gemeinsam zur Galoppbahn, wo wir erstmal im Schritt und Trab warm wurden. Die dichten Äste der Tannen hatten nicht so viel Schnee durchgelassen, aber man musste aufpassen, dass nicht plötzlich eine kleinere Lawine über einem zusammenbrach. An manchen Ästen hingen Eiszapfen, die im Sonnenlicht glänzten. Die Pferde waren richtig aufgedreht, wie immer, wenn sie längere Zeit nicht auf die Bahn gedurft hatten. Auch Sumerian tänzelte bereits im Schritt und blieb nur ungern mit mir zuhinterst. Wir wechselten alsbald auf die Bahn und gingen in einen leichten Canter über, der immer flotter wurde. Als alle bereit waren, liessen wir die Pferde anziehen und über die folgenden 1000 Meter mit einem guten, aber nicht maximalen Tempo laufen. Danach feuerten wir alle zu einem Sprint über 2 furlongs (400 Meter) an. Sofort schoss Sumerian unter mir nach vorne und verlängerte die Tritte nochmals, bis sie auf ihrer aktuellen Rekordgeschwindigkeit war. Ich war jedes Mal aufs Neue beeindruckt von der Kraft der Stute. Doch auch Caligari folgte uns dicht, und – zu meiner Überraschung – Cool Cat, der sich langsam von hinten vorarbeitete. Er holte meine Stute sogar beinahe ein. Nur Frame schüttelte wieder unwillig den Kopf und kam irgendwie nicht so richtig in Fahrt. Ich hatte den Rappen Cool Cat immer unterschätzt, da er beim Kauf nur meine zweite Wahl gewesen war. Doch er hatte mir inzwischen gezeigt, dass er womöglich sogar mehr drauf hatte als mein ehemaliger Favorit, den sich mein Kumpel geschnappt hatte. Ich brannte schon darauf, die beiden beim ersten Rennen im Frühling gegeneinander laufen zu sehen. Ich war sicher, dass Cool Cat eine von Erfolgen gekrönte Zeit vor sich hatte. Und auch Frame wird irgendwann noch aufblühen, dachte ich schmunzelnd und beobachtete den Schecken, als wir bremsten und zurück in den Trab fielen. Er hatte schliesslich genug Startschwierigkeiten gehabt. Ich klopfte Sumerian zufrieden auf den grauen Hals und wischte ihre feine Mähne wieder auf die richtige Halsseite. Wir trabten noch eine Weile, dann führten wir die vier zurück zum Hauptstall, wo sie zum Trockenlaufen mit der Abschwitzdecke in den Freilauftrainer kamen.
    19 Jan. 2016

    Occulta
    Galopptraining L-M

    Zuallererst stand heute das Renntraining mit der unerfahrendsten Gruppe an. Kaythara, Dublin, Ciela, Sumerian und Frame machten zwar täglich Fortschritte, konnten aber noch lange nicht mit der Geschwindigkeit und Ausdauer der älteren Rennpferde mithalten. Ich übernahm den Ritt auf Ciela, für die ich diesen Monat eingetragen war. Die schneeweisse Winter Nachkommin hatte das letzte bisschen Winterfell schon vor Wochen verloren und hatte nun sehr feines, kurzes Sommerfell. Nur dass es weiss war, erschwerte das Putzen. Man sah jeden Grasflecken darauf, weshalb ich mir Zeit nahm und sie schon früher in der Stallgasse anband als die anderen. Zunächst striegelte ich den ganzen Körper mit dem Gummistriegel gründlich durch. Sogar auf der Stirn löste ich so ein paar weisse Haare raus. Danach wischte ich den groben Schmutz und Staub mit einer langen, weichen Bürste raus. Ausserdem passte ich auf, dass ihr keine Haare in die Augen kamen. Als nächstes bearbeitete ich das Fell mit der normalen Bürste, bis auf den ersten Blick alles sauber war. Und zum Schluss kam noch die ‚Politur‘, indem ich mit dem Lammfellhandschuh die letzten Rückstände entfernte. Nun war Ciela, bis auf einen bösen grünen Flecken am Bein, durch und durch sauber. Ich kratzte die hellen Hufe aus, bürstete das weiche Langhaar und holte schliesslich den Rennsattel. Ciela wippte etwas vor und zurück beim Auflegen des Sattels, stand aber still sobald ich angurtete. Manchmal kam es mir vor, als sei sie einfach ungeduldig. Die Trense nahm sie ohne zu zögern in den Mund und kaute sofort darauf herum, während ich versuchte, die Riemen zu schliessen. Als ich es endlich geschafft hatte, standen die anderen Jockeys mit ihren Reittieren schon draussen bereit. Eilig führte ich Ciela raus und stieg auf, dann ritten wir alle gemeinsam in einer Einerreihe zur Bahn. Zunächst wurde gründlich eingewärmt. Ciela war heiss und explosiv; sie wollte kaum im Trab bleiben. Ich liess mich davon aber nicht beeindrucken und sass einfach ruhig obendrauf. Kaythara war genauso hibbelig und zickte gegen Frame, der heute von Quinn geritten wurde. Sie war die einzige, die den Schecken ausser mir einigermassen im Griff hatte, beziehungsweise die einzige, der Frame sonst noch einigermassen vertraute. Bis heute war die Narbe am Hals zu sehen, wo er sich damals fast am Zaun erstochen hatte. Seitdem war er sehr vorsichtig und führte quasi ständig seinen eigenen kleinen Überlebenskampf, auch wenn dazu kein Grund bestand. Er entspannte sich nur wirklich in der Box oder wenn ich dabei war. Sogar auf der Weide erwischte ich ihn manchmal dabei, wie er in unsicheren Runden dem Zaun entlang trabte und nach einem Weg in den Stall suchte. Auch heute war der Junghengst aufgrund der allgemeinen Anspannung etwas verklemmt und guckig, aber Quinn hatte sie Situation im Griff. Sie wusste, dass bei Frame nicht viel mit Druck zu erreichen war, und stattdessen beruhigende Stimmhilfen und sanftes Halskraulen zur Besserung beitrugen. Er hatte in seiner Misslichen Lage beim Zaun gelernt, dass Druck und Schmerz nicht nachliessen, selbst wenn man aufgab. Mein Kraulen hingegen war damals mit seiner Rettung einhergegangen, woran er sich noch gut zu erinnern schien. Sumerian war heute wohl die angenehmste Athletin. Sie arbeitete still mit und reagierte brav auf Aprils Anweisungen. Auch hielt sie sich im Vergleich zu den anderen beim Einwärmen noch vornehm zurück. Die Letzte im Bunde, Dublin, war nicht viel anders als sonst. Sie zog ihr eigenes Ding durch und wartete nur ungerne, bis wir endlich zu den Startboxen ritten. Charly schien etwas unsicher, und das spürte die Stute sofort. Doch sie trug ihn zuverlässig, wenn auch in ihrem Tempo voran. Sie schien fast schon wie ein alter Hase im Rennsport und liess sich ohne grosse Zickereien von Ajith in die Gitterbox führen, zappelte dann jedoch ungeduldig. Mit Ciela hatte ich mehr Mühe überhaupt rein zu kommen – wir brauchten fünf Minuten, bis die Stute endlich ganz drin war. Sobald alle Pferde und Jockeys bereit waren, löste Ajith den Start aus und die Klappen flogen auf. Sofort setzte sich Dublin an die Spitze und brachte eine ordentliche Distanz zwischen sich und uns restlichen. Oliver schrie vom Zaun her „Slow her down you moron, she has to wait or she will be tired after 2 furlongs!“ Genau das geschah. Schon nach kurzer Zeit fiel Dublin wieder zurück und galoppierte den anderen am Ende abgeschlagen auf der letzten Position hinterher. Ich liess Ciela im richtigen Moment ziehen, sodass wir Sumerian beinahe einholten. Es fehlte am Ende nur eine Kopflänge, doch Sumerian entschied diese Runde für sich. Gleich hinter uns folgten Kaythara und Frame, ziemlich genau gleichzeitig. Wir lobten die Blüter und machten noch etwas lockere Galopparbeit, danach ritten wir sie trocken und versorgten sie.
    30 Mai 2016

    Occulta
    Galopptraining M-S

    “Straffer Zeitplan heute, bewegt euch Leute“, verkündete ich fröhlich, als ich den Hauptstall betrat. Die Pfleger wünschten mir einen guten Morgen und fingen sogleich emsig mit dem Füttern an. Wir hatten viel vor: Galopptraining, danach Springstunde mit den Jungpferden, anschliessend Military auf einer auswärtigen Trainingsstrecke. Ausserdem war heute Freitag und damit wie immer öffentliche Reitstunde um 19:00 Uhr. Bis dahin wollte ich den Hof aufgeräumt und sauber haben. Sheela sah mich mit erwartungsvollen, schwarzen Augen an. Ihre gelblichen Krokodilzähne wurden sichtbar, als sie bei meinem Blick zu hecheln begann. „What do ya want? You had your food.“ Sie verdrehte den Kopf nach hinten, denn in diesem Moment kam Jonas rein. Sie sprang ihm freudig entgegen, kehrte dann schwanzwedelnd in seiner Begleitung zu mir zurück. „Soll ich heute Artemis nehmen oder willst du ihn?“, fragte mich der Pfleger, in Bezug auf das Military Training. „Ach nimm du ihn, ich hab ja für diesen Monat Satine, und mit der mach ich eh auch mit.“ Er nickte zufrieden und fuhr mit seiner Arbeit fort. Ich holte Caligari aus ihrer Box um sie zu putzen. Die braune Stute mit dem weissen Gesicht hatte bereits seidig glänzendes Fell und bloss ein paar Strohhalme im Schweif, da Ajith sie am Vortag abends nochmal gründlich geputzt hatte. Das machte er manchmal einfach so aus Spass, wenn er nichts mehr zu tun hatte. Manchmal fragte ich mich, ob der dunkelhäutige Pfleger überhaupt ein Privatleben hatte. Mir kam sein Einsatz jedenfalls gerade gelegen. Ich bürstete den Schweif und die Mähne durch, kratzte die Hufe aus und bandagierte Cab’s Beine. Die Stute hob die Vorderbeine dauernd, sodass ich etwa viermal neu starten musste. Dafür hielt sie diesmal beim Satteln still. Ich schob ihr noch die Trense ins Maul, dann war ich fertig und führte sie hinaus. In der ersten Morgengruppe waren ausser uns noch Frame, Chiccory, Kaythara, Ciela und Coulee. Heute standen Kopf-an-Kopf Sprints an, also war das Training besonders anspruchsvoll. Cab arbeitete sich wie eine Dampflock Zentimeter um Zentimeter vor, doch immer wenn sie etwas nachliess, schloss Kaythara wieder zu ihr auf. Ich lobte April, die ihr Reittier hervorragend unter Kontrolle hatte. Auch Charly und Rita schlugen sich heute ausnahmsweise sehr gut: sie fegten nach uns mit Ciela und Coulee über die Bahn und blieben wie befohlen dicht beieinander. Mein Herz wurde warm als ich Coulee und Rita beobachtete. Die scheue Stute war in letzter Zeit schon viel offener geworden. Weil Rita noch nicht so erfahren als Jockey war, machte sie der Stute auch nicht so viel Druck, sodass sie sich optimal entfalten konnte. Es kam mir fast vor, als nehme Coulee die Aufgabe wahr, auf Rita aufpassen zu müssen. Dadurch war sie wohl zu beschäftigt um sich wie üblich zu verspannen oder vor harmlosen Dingen zu erschrecken. Jedenfalls lief Coulee erstaunlich schwungvoll und konstant für ihre bisherigen Verhältnisse. Ciela nahm Charly, der ebenfalls noch Anfänger war nicht ganz ernst; das erkannte ich daran, dass sie nicht richtig untertrat und immer wieder den Kopf runterzog, um ihm die Zügel zu klauen. Oliver hatte es bemerkt und rief ihm ein paar Tipps zu, bevor ich selbst den Mund aufmachen konnte. Ich nickte still und zufrieden, dann beobachtete ich Quinn mit Frame und Lily Parker, die auf Chiccory mal wieder eine tolle Figur machte.

    Gleich im Anschluss fand ein spannendes Trainingsrennen zwischen Sumerian und Cool Cat statt, das ich mir nicht entgehen lassen wollte. Ich versorgte Cab und ihr Zubehör, und hastete dann zur Bahn, wo auch schon Oliver, Lisa und Lewis standen. Quinn folgte hinter mir. Wir waren alle gespannt, welches von den zwei Rennpferden gewinnen würde, denn sie waren in den letzten Trainingseinheiten immer gleichauf gewesen. Cool Cat war innert kürzester Zeit in die höheren Rennklassen aufgestiegen und holte einen Sieg nach dem anderen. Hatte man mich ein halbes Jahr vorher gefragt, hätte ich das nicht für möglich gehalten. Der Hengst war schliesslich nur meine zweite Wahl gewesen, nachdem das Pferd das ich eigentlich gewollt hatte schon vergeben gewesen war! Nun brachte mich dieser Italienische Charmeur immer wieder zum Schmunzeln, weil er mit Leichtigkeit an den eigentlichen Favoriten vorbeizog. So auch heute: er schlug Sumerian knapp aber eindeutig mit einer halben Länge Vorsprung.

    Auch beim Training der Top-Pferde sah ich kurz zu, ehe ich meinen weiteren Aufgaben folgte. Hier lief seit neustem auch Caspian mit, der dank des harten Trainings mittlerweile in den höchstdotierten Rennen glänzte.
    31 Juli 2016

    Occulta
    Galopptraining S-S*

    “Occu, Paint has remarkably improved in both speed and strength. I almost believe she was never better“, überlegte Oliver laut. „Guess you’re right. See, back then I told you it would be too early to retire her just because of that weak leg.“ „Das geht nicht, ein Rennpferd kann kein Comeback nach Beinproblemen haben. Das ist einfach nicht möglich“, hatten sie gesagt. „Sie wird nie mehr dieselben Leistungen bringen wie zuvor.“ Ich sah in die eisblauen Augen der Stute. Ihr Blick war kein bisschen müde oder ausgebrannt, sondern entschlossen wie eh und jeh. Sie zuckte gelangweilt mit der Unterlippe und stampfte zwischendurch ungeduldig. Ihre Vorderbeine waren schlank und wohlgeformt, die Sehnen frei von Knubbeln und schön strukturiert. Defying the odds? Challenge accepted. „It was mainly your hard training, that made this possible.“ Oliver klopfte mir auf die Schulter und meinte scherzend: „Of course. She’s one of my favourite athletes – those are the ones, who suffer the most.“ Ich grinste und klopfte der Stute Mitleidvoll auf den Hals. „You’re gonna ride her by your self today, right?“, fragte Oliver, die Antwort bereits kennend. „Schau, dass du sie wirklich forderst, sie darf ruhig an ihr Konditionslimit kommen. Wir müssen sie weiterhin hart rannehmen, damit sie trotz ihres zunehmenden Alters mit den Jungspunden mithalten kann.“ Ich nickte, erstaunt, dass er sich die Mühe machte auf Deutsch mit mir zu reden. „You wanna practise your language skills or what? I can speak perfect English u know”, neckte ich ihn. Wir lachten und ich wandte mich wieder Painting Shadows zu. „Alright baby, we’ll do this.“, sagte ich leise und liebevoll zu ihr. Ich striegelte und bürstete sie gründlich; auch am Bauch, wo sie etwas kitzlig war. Das Langhaar pflegte ich, bis man mit den Fingern ohne hängenzubleiben hindurchfahren konnte und es wieder seidig glänzte. Die paar weissen Strähnen die sie im Schweif hatte, sahen ein wenig aus wie altersbedingte Grauheit, aber irgendwie passten sie doch ganz gut ins Gesamtbild der jungen Stute. Sie liess mich ihre Hufe ohne Probleme auskratzen und hielt auch still, als ich ihre Nüstern mit dem Schwamm reinigte. Obwohl es erst halb sechs Uhr war, fühlte ich mich fit und wach nach unserem Entscheid. Auch Paint war es gewohnt, früh aufzustehen und dafür über den Mittag noch ein wenig zu dösen, wie es die allermeisten meiner Vollblüter taten. Ich massierte die Schulter des nachtfarbenen Vollbluts, um allfällige Verspannungen zu lösen und es fit für die bevorstehende Anstrengung zu machen. Die intelligente Stute drehte den Kopf und zeigte mir mit der Schnauze, dass eine Stelle am Vorderbein sie juckte. Ich kratzte und knetete; die Stute verzog genüsslich die Oberlippe. Ich prüfte auch gleich, ob ihre Hufe schön kühl und die Strukturen alle intakt waren. Dann bandagierte ich alle vier Beine mit Paints anthrazitfarbenen Bandagen, sodass sie schön gleichmässig und fast wie aufgemalt aussahen. Ich fand, dass sie ihr äusserst gut standen, doch in erster Linie dienten sie natürlich dem Schutz der Beine. Im Training trugen die meisten der Rennpferde Bandagen, mit Ausnahme derjenigen, die sie nicht mochten und dadurch abgelenkt wurden. Nun holte ich Paints Sattel und Zaumzeug. Es war ziemlich neblig draussen wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und wegen des nahen Flusses. Auch kam es mir heute Morgen zum ersten Mal wieder richtig frisch vor, sodass ich beschloss, die Nierendecke mitzunehmen. Als erstes legte ich das Gelpad auf Paints Rücken. Dann warf die königsblaue Decke darüber, darauf achtend, dass nichts verrutschte. Ich zupfte sie zurecht, dann legte ich den Trainingssattel auf, der etwas schwerer und stabiler als der richtige Rennsattel war. Ich befestigte den elastischen Gurt auf der rechten Seite und legte dann von links her die Schaumstoffunterlage darunter, ehe ich den Gurt anzog. Nun folgte der Übergurt, der ein Verrutschen des Sattels verhinderte. Er wurde ordentlich über die Mitte des Sattels und den ersten Gurt gelegt, sodass man von aussen fast nicht sah, dass zwei elastische Bänder vorhanden waren. Nun legte ich noch den Lederriemen um ihren Hals, an dem ich mich beim Start und zwischendurch festhalten konnte. Ich holte meinen Helm und die Jockeybrille und kleidete mich damit ein, bevor ich Paint zäumte und rausführte. In unserer Gruppe waren auch Iskierka und Winter, die nach ihren Wehwehchen wieder voll einsatzfähig waren; ausserdem Sympathy of the Devil, Coulee, Rosenprinz und Pointless. Rosenprinz war nur dabei zum Konditionsaufbau für seine Military Karriere, von ihm erwartete ich keine Bestzeiten. Wir stiegen alle auf und folgten Lisa und Moon, die heute als Trackpony im Einsatz war, zur Bahn. Beim Galoppweg bogen wir ab und trabten an. Zunächst wärmten wir die Vollblüter auf einer ganzen Runde im Trab auf, allen voran ging wieder Moon. Dann folgte eine Runde flotter, aber kontrollierter Canter auf der richtigen Rennbahn, wobei wir in Zweiergruppen nebeneinander blieben. Es war auch eine Gehorsamkeitsübung für die Pferde, die wohl am liebsten einfach im Renngalopp davongeschossen wären. Moon war inzwischen wieder verschwunden – Lisa und sie gingen heute noch ins Gelände. Wir formierten uns nun, noch immer im Galopp, zu einer Front, bis alle etwa auf gleicher Höhe waren. Ein ‚freier Start‘. Auf Olivers Kommando hin, der neben der Null-Marke der Bahn stand, starteten wir das Trainingsrennen. Es ging weniger darum, wer dabei gewann, sondern vielmehr um die individuellen Intervallziele der einzelnen Pferde. Wir ritten in einem ordentlichen Grundtempo und bauten alle paar Hundert Meter Sprints ein, die die Vollblüter in einer gewissen Zeit durchlaufen mussten. Kontrollieren taten wir das mit Gefühl und mit Armbandstoppuhren. Über die letzten zwei furlongs, also 400 Meter, wurde nochmal alles gegeben, wobei es auch hier eine Mindestzeit gab, die wir einzuhalten versuchten. Gemäss dem aktuellen Trainingsstand kam Iskierka als erste durchs Ziel. Danach folgten Winter und Paint. Pointless war mal wieder am rumzicken, schaffte es aber trotzdem, vor Devil im Ziel zu sein. Potential hatte sie eben doch genug, nur an der Einstellung mussten wir arbeiten. Devil war noch immer rasch ausser Puste und hatte ordentlich geschwitzt, trotz der kühlen Temperaturen. Von Coulees Leistung war ich begeistert, denn die Stute hatte sich deutlich gesteigert, was für mich bedeutete, dass sie sich wieder zunehmend wohler fühlte auf der Bahn. Rosenprinz trudelte als letzter ein, hatte aber seine Leistung bestens erfüllt. Wir trabten die Pferde aus und ritten zum Hauptstall zurück. Der Nebel war verschwunden und die Morgensonne begann damit, die frische Luft langsam aufzuwärmen. Es war erst halb sieben, aber die Natur erwachte bereits in allen Ecken des Hofes. Es würde bestimmt wieder ein schöner Tag werden. Wir sattelten die Pferde ab und übergaben die Ausrüstung gleich der nächsten Gruppe, die schon in der Stallgasse blitzblank geputzt bereitstand. Ich ritt bei denen nicht mit, aber musste Coach spielen, weil Oliver diesmal im Sattel von Frame mit dabei war. Ausser Ihm waren noch Spotted Timeout, Chiccory, Shades of Gray, Cassiopeia und Sumerian mit dabei. „Die Nicht-Invalidengruppe“, scherzte Jonas, der Trackpony Calico ritt. Wir setzten jetzt wieder mehr auf die ‚Ponys‘, weil es gerade die Jungpferde deutlich beruhigte und einfach praktisch war. Ich folgte der Gruppe, die im Gänsemarsch zum Galoppweg ritt, nachdem ich Paint wie die anderen in die Führanlage zum Auskühlen gebracht hatte. Während sie sich eintrabten, plauderte ich mit Ajith, der es ebenfalls liebte, seinen Schützlingen beim Training zuzusehen. Er hatte während der ersten Trainingseinheit die meisten der neuen Pferde geputzt. Ohne ihn lief hier gar nichts. Das Training der zweiten Gruppe verlief reibungslos. Ich war immer froh, wenn alles so gut klappte, denn im Hinterkopf hatte ich immer die Bilder von stürzenden Pferden und wüsten Beinverletzungen. Der Rennsport war ein Risiko, das konnte niemand bestreiten. Aber Pineforest war bisher von solch dramatischen Bildern verschont geblieben, was sicherlich auch mit unseren sorgfältigen Trainingsmethoden zu tun hatte. So legten wir beispielsweise grossen Wert darauf, dass die Jungen Pferde genügend Muskeln aufgebaut hatten, bevor sie in höheren Rennen starteten, auch wenn sie die nötigen Geschwindigkeiten schon erreichten. Auch das Skelett und das gesunde Wachstum waren mir sehr wichtig, weshalb Tierärzte und Osteopaten regelmässig zu Routineuntersuchungen bestellt wurden. Mein Ziel war es nicht, möglichst viele Erfolge in kurzer Zeit zu erzielen, sondern vielmehr kontinuierlich ein ganzes langes Pferdeleben hindurch gute Leistungen zu sehen. Daher wurden Pineforests Rennpferde auch öfter Dressur geritten als andere – nämlich um die Grundlage für später und eine solide Ausbildung trotz Rennkarriere aufzubauen.

    Sumerian stach heute besonders hervor. Das Kraftpaket von Stute war mittlerweile so gut, dass Oliver und ich beschlossen, sie wie Caspian und Cool Cat in den höchstdotierten Rennen starten zu lassen. Mit ihren geschmeidigen, raumgreifenden Galoppsprüngen schien sie spielend leicht den Abstand zwischen sich und den anderen zu vergrössern. Nach dem Training lobte ich April dafür, dass sie Sumerian heute so gut geritten hatte. Auch diese Pferde wurden noch im Führkarussell abgekühlt, Cassy und Chiccory durften danach ausserdem unter die beiden Solarien.
    31 Aug. 2016

    Occulta
    Springtraining E-A

    Es war Freitag und heute stand wieder viel auf dem Plan. Zuerst wollte ich ein Spezialtraining ausserhalb der Rennbahn mit den Vollblütern machen. Es ging dabei um ein ausgezeichnetes Training für die Hinterhand und den Gehorsam: Springen. Dran kamen One Cool Cat, Framed in History, Kaythara, Cabinet of Caligari, Sumerian, Sympathy of the Devil und Rosenprinz. Sie alle (ausser Rosenprinz natürlich) waren bisher nur beim Einreiten ein paarmal über Cavaletti gesprungen, also noch völlig unerfahren. Wir hatten deshalb für den Anfang ein paar niedrige, einfach anzureitende Steilsprünge und Kreuze aufgestellt. Wir ritten in der Halle, damit die jungen Pferde durch nichts abgelenkt wurden. Doch zuerst mussten wir natürlich Putzen und Satteln. Ich holte Sympathy aus ihrer Box und begann, dass grau gesprenkelte Fell zu bürsten. Die blauen Augen der Stute musterten mich dabei immer mal wieder – vielleicht hatte ich ja ein Leckerli in der Tasche. „Nach der Arbeit, meine Süsse“, murmelte ich nach einer Weile schmunzelnd. Ich kratzte die Hufe aus und entwirrte das Langhaar, dann holte ich auch schon den Sattel. Ich sah, dass Quinn und Rosie, die heute endlich auch mal wieder bei uns mitritt, auch schon fast fertig waren. Wir führten Sympathy, Frame und Kaya zur Halle. Vor dem Aufsteigen liefen wir noch eine Weile am Boden neben den Pferden mit und plauderten miteinander, denn wir hatten es ja nicht eilig, bis die anderen auch hier waren. Frame wollte immer wieder abbiegen und zu mir kommen. „Tut mir Leid, mein Grosser, du musst heute wiedermal bei Tante Quinn bleiben“, murmelte ich liebevoll zu dem Schecken. Ich wusste, dass er am liebsten mit mir arbeitete – das zeigte er allen anderen Pflegern immer überdeutlich. Aber ich konnte in nunmal nicht 365 Tage im Jahr babysitten. Ich hatte ausser ihm noch viele andere Lieblinge, die meine Aufmerksamkeit verlangten. Wenigstens akzeptierte er Quinn als Reiterin, nachdem sie mühsam sein Vertrauen gewonnen hatte. Charly, April, Parker und Rita kamen schliesslich ebenfalls in die Halle und wir stiegen allesamt auf, um unsere Pferde einzuwärmen. Elliot gab uns schon jetzt lockernde Lektionen vor. Bei ihm wurde jede Minute des Trainings ausgenutzt. Sympathy ging fleissig vorwärts und streckte sich sofort in die Triefe, wannimmer ich sie liess. Wir drehten Volten und übten ein paar Seitengänge. Ausserdem mussten wir viele Übergänge reiten und die Pferde in den Ecken korrekt biegen. Als auch das letzte Pferd entspannt mit den Ohren wackelte und ans Gebiss trat, begannen wir mit einem Kreuz. Rita und Rosenprinz machten es allen vor, denn der buckskin farbene Hengst kannte das Springen natürlich schon vom Military her. Trotzdem war es auch für ihn etwas anderes, den begrenzten Platz in der Halle ausnützen zu müssen. Ich ritt den beiden in gesundem Abstand hinterher, damit sich meine Stute gleich anhängen konnte. Sympathy wusste gar nicht so recht, wie ihr geschah: ich trieb sie darauf zu und versuchte, einfach mitzugehen ohne sie zu behindern. Ich begrenzte sie jedoch trotzdem ausreichend seitlich, damit sie nicht ausweichen konnte. Sie hüpfte etwas zögerlich über die bunten Stangen und machte danach ein paar Galoppsprünge, dann parierte ich sie in den Trab zurück und lobte sie ausgiebig. Hinter uns folgten Charly und Caligari. Kaythara wollte zuerst vor dem Kreuz abbremsen, doch Rosie trieb sie weiter, bis sie im Schritt darüber stolperte. Sie ritt danach gleich nochmal heran und diesmal klappte es. Manchmal scheint es, als müssten sie zuerst eine unsichtbare Mauer durchbrechen, überlegte ich schmunzelnd. Auch Frame wollte zögern, doch Quinn reagierte rechtzeitig und schickte ihn vorwärts. Er nahm einen etwas unschönen Satz über das eigentlich total niedrige Hindernis, aber immerhin landete er sicher auf der anderen Seite. „Aus dir wird wohl kein Springtalent“, bemerkte ich lachend an Quinn und den Schecken gewandt, als sie zu uns stiessen, um den anderen nicht im Weg zu sein. Nachdem alle das erste Hindernis überwunden hatten, fuhren wir mit einem Steilsprung fort. Danach folgten bereits zwei Steilsprünge hintereinander. Mehr mussten die Pferde heute noch nicht leisten; das reichte Elliot und mir für’s Erste. In den folgenden Wochen würden wir sie langsam an einen kleinen Parcours gewöhnen und uns danach wieder auf die Dressur konzentrieren.

    Zum Schluss gab es noch eine kleine Überraschung, im wahrsten Sinne des Wortes. Lewis, Lisa, Jason und Linda kamen mit fünf der Miniature Horses in die Halle. Lewis übergab Nachtfalke an Elliot, der ein überraschtes Gesicht machte. „Now it’s your turn. Show them how you do it“, erklärte Lewis grinsend. Er trabte mit seinem Lieblingsmini Kicks-a-Lot ein paar Runden auf der Volte, dann führte er sie auf das erste Hindernis zu und hüpfte mit ihr darüber. „Sehr elegant, Lewis!“, kommentierte ich lachend. „Kannst du das nachmachen, Elliot?“, meinte Lisa herausfordernd, und lief mit Lady Diva from the Sky hinterher. Auch Silhouette of a Rose und Papillon d’Obscurité waren dabei. Wir sahen noch eine Weile zu und bewerteten Elliots Springstil, dann versorgten wir die Vollblüter, die das Geschehen ebenfalls interessiert beobachtet hatten. Die Minis blieben noch in der Halle für ein ernsthafteres, halbstündiges Training.
    30 Sep. 2016

    Occulta
    Military E-A

    Auch ein Militarytraining stand heute Vormittag an. Doch nach dem Galoppieren mit den Jungpferden wollten wir uns alle erstmal einen Tee gönnen. Wir versammelten uns in der Reiterstube und besprachen den weiteren Tagesablauf. Ich nippte entspannt an meiner Tasse und lehnte mich an Jonas. Er würde zum Militarytraining nicht mitkommen, weil er in der Zwischenzeit hier auf dem Hof zu tun hatte. Aber ich war sowieso nicht der Typ Frau, die ständig an ihrem Liebhaber kleben musste. Solange ich wusste, dass wir abends Zeit für uns hatten, war alles in bester Ordnung.

    Wenig später putzten wir die Pferde und trafen uns im Inneren der Ovalbahn, dem hauseigenen kleinen Geländeparcours. Es waren zwar nur wenige bescheidene Hindernisse hier, aber das reichte für unser Vorhaben, nämlich ein paar der Vollblüter ans Geländespringen zu gewöhnen. Ich ritt natürlich wieder auf Framed in History, der an mir hängte wie eine Klette. Er war total zufrieden und wackelte mit den Ohren, sobald ich aufstieg und losritt. „Wenn du nur bei den anderen Pflegern auch so brav laufen würdest“, murmelte ich kopfschüttelnd. Ausser Frame waren auch Coulee, Cabinet of Caligari, Kaythara, Captured in Time, Sympathy of the Devil und Cassiopeia dabei. Ausserdem hatten sich David, Lisa und Thomas mit Bluebell, Sugar and Sweets und Parányi dazugeschlichen. So waren es ganz schön viele Pferde für den kleinen Parcours, aber mit etwas Management durch Oliver kamen wir aneinander vorbei. Zunächst wärmten wir uns alle ein, wobei die Jockeys mit den Vollblütern Olivers Anweisungen folgten und die anderen drei ihr eigenes Programm abspulten. „Occu hands up, you’re holding them too deep“, erinnerte der Trainer mich, als ich gerade kleine Volten ritt. Frame gab sofort im Genick nach und wurde ganz leicht. Ich lächelte vergnügt über den Eifer des Hengstes und lobte ihn. Als die Aufwärmphase durch war, übersprangen wir ein paar leichte Hindernisse. Zunächst einzelne, und gegen Schluss des halbstündigen Trainings einen einfachen Parcours aus fünf Hindernissen. Frame zögerte ab und zu, aber sobald ich ihm nochmals durch Schenkeldruck versicherte, dass er auf dem richtigen Weg war, sprang er jeweils mutig über die Naturhindernisse hinweg. Devil hatte eine kleine Meinungsverschiedenheit mit Charly beim Wassergraben, ging aber nach zwei Versuchen wiederwillig doch hindurch. Cassy wurde im Verlaufe des Trainings ziemlich heiss und Rita musste sie gut zusammenhalten, damit sie nicht zu flach über die Hindernisse kam. Coulee schien das Springen ebenfalls zu gefallen, jedenfalls machte sie einen Fahnenschweif und hielt die Ohren stets nach vorne gerichtet, ausser wenn sie gerade absprang; dann klappte sie sie konzentriert nach hinten. Caligari und Kaythara wussten beide nicht so recht, was sie von dem Busch-Hindernis halten sollten. Caligari verweigerte sogar einmal, was aber laut Oliver einzig und allein Parkers Fehler gewesen war. Die beiden Reitponys hielten sich übrigens auch nicht schlecht unter ihren ganzen langbeinigen Kollegen. Bluebell und Sweets flitzten wendig und geschickt um die Kurven und galoppierten uns ordentlich um die Ohren. Parányi und Tom übten an schwierigeren Hindernissen, denn die schwarze Stute war bereits fortgeschritten im Geländespringen. Einmal streifte Frame mit den Vorderbeinen den Baumstamm – ein Zeichen für mich, dass er langsam müde wurde. Zum Glück hatte ich ihm die besonders gut schützenden Geländegamaschen angezogen. Ich machte also nur noch ein paar letzte Sprünge, bevor ich es gut sein liess. Am Ende lobte ich ihn ausgiebig und liess ihn am langen Zügel austraben. Es war ein erfolgreiches, Unfallfreies Training gewesen.
    30 Nov. 2016

    Occulta
    Galopptraining S**-S***

    Es war bereits der letzte Januartag, und ein besonders schöner noch dazu. Der Himmel war tiefblau und der eisige Wind, der den Schnee auf den Feldern verwirbelte, zauberte skurrile Landschaften. Während Oliver sich ärgerte, weil die seit wenigen Tagen endlich wieder eisfreie Strasse nun wieder mit Schnee bestaubt wurde, freute ich mich auf das heutige Training mit den Pferden. Es war harte Arbeit angesagt; in erster Linie ging es um die Körungsvorbereitung. Die jungen Pferde mussten noch viel lernen und es machte für mich keinen Sinn, ein ‚grünes‘ Pferd vorzustellen. Den Richtern gefielen wohlbemuskelte, ausbalancierte und gut erzogene Pferde schliesslich auch besser. Als erstes stand Renntraining auf dem Plan. Während die meisten Vollblüter am Morgen bereits ihr Winter-Fitness-Programm genossen hatten, kamen nun am frühen Nachmittag Coulee, Framed in History, Cabinet of Caligari und die sechs jüngsten Rennpferde auf ihre Kosten. Mir blieb wiedermal fast nichts anderes übrig, als meinen Frame zu reiten, da der Hengst bei mir einfach am besten lief und Quinn noch bis nächste Woche in den Ferien war. Ein Hauch Missmut erweckte das aber schon, zumal ich doch so gerne einen der Youngsters trainiert hätte. Nächste Woche eben wieder, dann ist Quinn auch wieder da. Ich holte den Schecken aus seiner Box und begann ihn zu putzen. Zunächst massierte ich ihn gründlich mit dem Gummistriegel, um den Staub und ausgefallenes Fell zu lösen. Dann spickte ich alles mit der langborstigen Staubbürste weg. Bereits danach begann Frames Fell schön zu glänzen, aber ich bearbeitete es trotzdem noch mit der Kardätsche und zuletzt mit der feinen Bürste, wie es Routine war. Wären wir jetzt an ein Rennen gegangen, hätte ich sogar zusätzlich noch mit einem Tuch oder Fellhandschuh und etwas Glanzspray den ultimativen Feinschliff gemacht. Das Langhaar hatte ich vor dem Durchgang mit der Kardätsche gekämmt, sodass der daraus fallende Staub nicht zuletzt noch auf das saubere Fell rieselt. Auch Frame’s zweifarbiger Schweif war bereits seidig und knotenfrei, wie es sich gehörte. Nun musste ich nur noch Hufauskratzen, danach konnte ich satteln. Frame gab seine Hufe artig, zog mir aber nach einer Weile den einen Vorderhuf aus der Hand und scharrte ungeduldig. Ich stupste ihn streng, woraufhin er ihn wieder stillhielt. Nun legte ich ein Stück Chamois Leder auf seinen Rücken, damit der Sattel während dem Training nicht verrutschen konnte. Darüber kam die dünne Baumwoll-Satteldecke. Dann legte ich das schützende Pad auf und faltete die Satteldecke vorne ein Stück weit darüber. Bevor ich den Sattel auflegte und mit dem gepolsterten Trainingsgurt festgurtete, platzierte ich noch ein kleines Lammfellpad hinter dem Widerrist, damit dieser auch wirklich ausreichend geschützt war. Manche Pferde brauchten das, andere nicht, da die Sättel nicht individuell auf die Pferde angepasst waren, sondern grundsätzlich für jedes Pferd verwendet wurden. Manche hatten auch anstelle eines Pads einfach eine dicke Satteldecke, manchmal sogar zwei, oder eine halb gefaltete. Für Frame war aber meine soeben angewandte Lösung bisher die beste und hatte noch nie Druckstellen oder abgebrochene Haare verursacht. Ich zäumte den Hengst und führte ihn nach draussen, gemeinsam mit den anderen Jockeys. Ajith und Oliver halfen uns beim Aufsteigen, dann ritten wir im Gänsemarsch zum Galoppweg, um uns auf einer Trabrunde aufzuwärmen. Merino lief zufrieden direkt hinter Simba Twist. Die beiden waren richtig gute Kumpel und hatten schon als Fohlen immer zusammen gespielt. Kaythara platzte fast vor Energie und tänzelte ungeduldig, wannimmer wir bremsen mussten. Auch Caligari liess sich davon etwas anstecken, aber das Gezapple der beiden war harmlos. Wir machten auf der Bahn einen freien Start, indem wir eine saubere Linie bildeten. Danach trainierten wir zwar alleine, aber so hatten es die Pferde einmal mehr geübt. Ich überholte mit Frame Miss Moneypenny und Cryptic Spots, damit ich niemanden mehr im Weg hatte. Dann nahm ich ihn wieder etwas zurück und gleiste ein anspruchsvolles Intervalltraining mit 2-furlong-sprints auf. Frame kam dabei ganz schön ins Schwitzen, sodass ich ihn nach dem Training gründlich mit dem Schwamm waschen musste. Den ganzen Körper wollte ich aufgrund der Aussentemperaturen nicht abspritzen. Auch Primo Victoria hatte viel geschwitzt und schnaufte noch lange nach dem austraben. Wir wuschen alle Pferde mit dem Schwamm und brachten sie danach direkt mit Abschwitzdecke in die Führmaschine oder übergaben sie einem Pfleger, damit sie sich trockenlaufen konnten. Zwischendurch boten wir ihnen auch etwas zu trinken an. Nach einer guten halben Stunde brachten wir die Pferde in die Boxen und gaben ihnen ihre Karotten zur Belohnung.
    31 Jan. 2017

    Occulta
    Springtraining A-L

    Nach dem Renntraining mit den Ponys wurde es nochmal etwas ernster: eine Springstunde bei Elliot stand an, das bedeutete Arbeit. Heute mit dabei waren Calico, Flintstone, Coulee, Framed in History, Kaythara und Sumerian. Und weil Lily mit ihren Hausaufgaben schon fertig war, hatte ich ihr erlaubt auf dem Viereck mit Rumpelstielzchen ebenfalls ein paar Sprünge zu üben – natürlich vom Boden aus. Für diesen Monat war mir eigentlich Kaythara zugeteilt worden, aber ich musste mal wieder Frame reiten, weshalb Jonas für mich die blue roan Stute übernahm. Frame war nunmal immernoch schwierig zu händeln, ausser bei ganz bestimmten Personen – wie mir und Quinn. Aber Quinn war ausser Haus. Wir putzten die Pferde und ritten sie in der Halle warm bis Elliot kam. Der Parcours stand schon, aber er hatte noch seinen Kaffee fertig trinken wollen. Er liess uns die Zügel aufnehmen und zunächst über ein paar Stangen traben. Danach machten wir Gymnastiklinien mit den noch am Anfang der Springpferdeausbildung stehenden Pferden. Flint war ein Sonderfall, er machte eigentlich nur mit, weil das ganze auch eine gute Stärkung für seine Hinterhand war und den Rücken lockerte. Die Hindernisse waren nicht höher als 70 Zentimeter, also kam er auch als spring-unerfahrenes Westernpferd mit Leichtigkeit darüber. Für Sumerian, Frame und Kaya stellte Elliot die Hindernisse am Ende der Stunde noch etwas höher, denn sie waren schon ein wenig weiter als die anderen. Sumerian warf dann doch noch eine Stange runter, aber sonst lief sie einwandfrei. Kaya hingegen war manchmal noch etwas skeptisch was Plankensprünge und Oxer anging. Wenn es ihr zu bunt wurde (im wahrsten Sinne des Wortes) drehte sie in letzter Sekunde doch noch ab und machte Lewis so das Leben schwer. Wir liessen trotzdem alle zufrieden austraben und ritten noch etwas Schritt draussen auf dem Galoppweg.
    31 März 2017
    Die Kür

    So lange hatte ich für diesen Moment geübt. Gut, eigentlich war Framed in History als Rennpferd ja Publikum gewöhnt, aber es war eben doch etwas anderes, wenn keine anderen Pferde mitliefen und man in langsamem Tempo brav neben einem selbst schon aufgeregten Zweibeiner laufen musste. Mit jemand anderem als mit mir oder Quinn wäre der Hengst wohl einfach durchgebrannt, ganz nach dem Motto „Ohne mich, Leute.“ Doch er nahm für mich all seinen Mut zusammen, das sah man ihm förmlich an. Die Ohren gespitzt, die Augen misstrauisch schielend, der Gang etwas verkürzt und tänzelnd – aber das Führseil hing durch und er folgte brav jedem meiner Schritte. Immer wieder strich ich ihm beruhigend über den Hals und redete mit ihm, um ihn von all den anderen Geräuschen abzulenken. Bei Frame war nunmal eine unvorteilhafte Kombination aus schwierigem Charakter und Schicksal zusammengekommen, resultierend in einem verstörten, hyperempfindlichen, jungen Pferd das sich nur von ganz bestimmten Personen händeln liess. Trotzdem wollte ich keinen Moment mit ihm missen, denn wenn er Vertrauen gefasst hatte, gab er einem alles zurück und wuchs über sich selbst hinaus. Vielleicht nicht der beste Renner aller Zeiten, bestimmt nicht das Charakterfesteste Pferd aller Zeiten, und ganz sicher nichts für Anfänger oder Kinder – dafür aber ein echter Hingucker mit grossem Herz. Und gerade weil er so ungewöhnlich war, war der heutige Tag so unglaublich wichtig und machte mich überaus stolz, dass wir es überhaupt so weit geschafft hatten. Ohne die Hilfe von grossartigen Tierärzten und geduldigen Pflegern wäre das nie möglich gewesen. Das dunkle Auge mit der weissen Sclera wandte sich immer wieder rückversichernd an mich, genau wie das nähergelegene der beiden Ohren. Immer wieder huschte ein Lächeln über mein Gesicht, wenn wir ein weiteres ‚Hindernis‘ in Form von Hunden, farbigen Regenschirmen oder Mülltonnen passierten. Es war nicht gerade das beste Wetter, das man sich hätte aussuchen können für eine Körung, aber so war es jetzt und damit mussten wir umgehen. Ich führte den Hengst auf den Sandplatz und hielt vor den Richtern. Ich begüsste sie, dann warfen sie einen ersten Blick auf das Exterieur meines gescheckten Gefährten. Als sie fertig waren, nickten sie zum Zeichen und ich führte Frame in allen, der Aufregung entsprechend etwas verklemmten Gangarten vor. Ob es dennoch reichen würde? Wir machten auch hin und wieder Seitenwechsel, damit beide Richtungen begutachtet werden konnten. Den Galopp musste Frame natürlich alleine meistern, da ich schlichtweg nicht hinterherkam. Er war nicht wirklich begeistert von der Idee und heidenfroh, als er wieder zu mir kommen und sich hinter mir verstecken durfte. „So ein kleiner Angsthase“, schmunzelte ich liebevoll und grüsste die Richter zum Abschied. Der weite Weg hatte sich für mich bereits gelohnt, egal wie das Resultat ausfallen würde.
    Text by Occu, 2892 Zeichen mit Leerzeichen, geprüft bei Lettercount.com​
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 Juni 2017
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  6. Zion

    Zion Bekanntes Mitglied

    meine Teilnahme mit
    Ghostly Phenomenon

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    Ghostly Phenomenon
    (x)

    Abstammung
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    Von Ghost Merchant
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der Conversation
    Von Rubicon Aus der unbekannt


    Exterieur
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    Hengst
    *2014

    (3 Jahre)
    Deutsches Sportpferd | 170cm
    Grey Frame Overo
    x

    Beschreibung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●●●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●●● Unintelligent
    Sozial ●●●●● Unsozial
    Begabt ●●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●●● Nervös
    Loyal ●●●●● Untreu
    Gutmütig ●●●●● Boshaft
    Nervenstark ●●●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●●● Faul

    x | x | x
    folgt - fürsorgloch, manchmal ziemlich stur, bei schlechtem Wetter bissig, typischer Leithengst, hervorragende Erziehung

    Besitzer: Canyon (Nicolaus du Martin)
    VKR/Ersteller: kira
    im Besitz seit: 19. Februar 2017
    Kaufpreis: 2300 Joellen

    Qualifizierungen
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    ● Schleifenaufstieg ● Trainingsaufstieg ● Potential

    Dressur E A L M S S*

    Western E A L

    Springen E A L M S S* S** S***

    Military E A L M S

    Galopprennen E A

    Distanz E A L

    Fahren E A


    Erfolge
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    174. Synchronspringen | 175. Synchronspringen | 177. Synchronspringen | 178. Synchronspringen | 180. Synchronspringen | 183. Synchronspringen | 185. Synchronspringen | 192. Synchronspringen | 193. Synchronspringen

    Ausbildung
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    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔

    Spring- und Dressurpferdeausbildung
    Einreiten | Hindernisgewöhnung x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x


    Zucht
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    [Schleife]
    Thema

    Gencode: x
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Tyrifjord Ranch

    Nachkommen
    -

    Gesundheit
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    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt
    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x

    Letzter Hufschmiedbesuch: 28. Februar 2017 durch "Snoopeisen"
    Ausgeschnitten/Korrigiert: Sehr gut
    Hufbeschaffenheit: x
    Hufkrankheit/en: x

    Beschlag vorne: Kunststoff
    Beschlag hinten: Kunststoff
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    Standartuntersuchung
    11. März 2017 | 3458 Zeichen | Eddi

    Weiter ging es im Takt. Heute zog es mich von einem Termin zum nächsten. Immerhin spielte das Wetter mit, denn es war zwar großteils bewölkt, aber hier und da lugte dennoch die Sonne hervor und zeigte schon ein bisschen an, dass bald Frühling werden würde. Nun ging es Richtung Tyrifjord zu Nicolaus du Martin.
    Ich war schneller da als gedacht und auch wenn ich anfangs etwas unbeholfen auf dem Hof herumstand, wurde ich schnell vom Besitzer eingesammelt und herzlich in Empfang genommen. Nicolaus war der Leiter des Gestüts und führte mich in einen der großen Stalltrakte.
    Mein heutiger Patient war ein dreijähriger Reitpferdehengst namens Ghostly Phenomenon. Er war erst seit kurzem im Training und dementsprechend waren die regulären Tierarztbesuche besonders wichtig und darauf hielt Nicolaus auch viel. Ich musterte aufmerksam den jungen Hengst, dem man ansah, dass er gerade im Aufbau war.
    Dann bat ich Nicolaus, mir den Hengst einmal im Schritt und im Trab die Stallgasse entlang zu führen. Der Hengst lief im Takt und klar, ebenso fußte er gut ab und schwang komplett durch, also litt er auch an keinen Verspannungen. Nicolaus band den Hengst am Putzplatz fest und ich untersuchte Ohren, Augen und Zähne.
    Dort war alles in bester Ordnung, auch wenn ich besonders aufmerksam die Zähne kontrollierte. Der Hengst war momentan mitten im Zahnwechsel und auch, wenn man diesen bei Pferden selten mitbekam, musste man dennoch drauf aufpassen. Das erklärte ich auch Nicolaus direkt, denn jetzt, wo der Hengst ins Training ging, konnte es durchaus sein, dass Unwohlsein oder Spannigkeit unter dem Sattel vielleicht auch einfach am Gebiss beziehungsweise dem Zahnwechsel lagen.
    Nicolaus nickte aufmerksam und merkte sich meine Worte. Danach hörte ich nun Herz und Lunge ab, kontrollierte die Pulsfrequenz und die Körpertemperatur. Abschließend tastete ich erst noch die Wirbelsäule ab und dann die Beine, doch alles war tiptop.
    Ich lobte Ghostly Phenomenon ausgiebig und dann ging es weiter mit den Impfungen. Nicolaus hatte mir bereits zu Anfang erklärt, dass der Hengst eine gute Erziehung genoss und die spiegelte sich jetzt auch wieder, denn er benahm sich wirklich einwandfrei und stand vorbildlich still.
    Geimpft wurde der Hengst heute gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut. Das war einmal das Gesamtpaket, aber danach war der Hengst auch erst einmal ein Weilchen save. Influenza und Herpes mussten alle sechs Monate aufgefrischt werden, bei den anderen beiden Impfungen hatte der Hengst länger Ruhe.
    Brav hielt er die vier Impfungen aus und bekam danach von Nicolaus auch ein Leckerli zugesteckt, immerhin hatte er wirklich wunderbar stillgehalten, so dass ich in Ruhe die Stelle hatte desinfizieren und dann impfen können. Abschließend gab es für den Hengst noch die Wurmkur und auch die war schnell und ohne Murren im Maul verschwunden.
    So durfte der Hengst schon wieder zurück in seine Box und ich nahm mir seinen Impfpass vor, um brav meine Stempel und Unterschriften zu machen. Dann gab ich das Dokument Nicolaus zurück und erklärte ihm noch einmal, dass es dem Hengst bestens ging und sie mit dem Training gut so weitermachen könnten. Der Hengst war topfit und so wie es aussah, auch keineswegs überfordert.
    Er wurde hier also genauso trainiert, wie es für ihn richtig war, dementsprechend stand dem auch nichts im Wege. Nicolaus dankte mir nochmals und dann verabschiedete ich mich von ihm, ehe ich mich wieder auf dem Weg zum Auto machte.
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    Kontrolle, Grundpflege und Kunststoffeisen
    28. Februar 2017 | 4382 Zeichen | Snoopy

    Heute führte mich mein Weg zu Charlotte Eylenstein, die sich bei mir meldete wegen zwei ihrer Pferde. Dies nahm ich natürlich gerne an und machte mich früh auf den Weg, die Reise nach Norwegen war zum Glück schon hinter mir. Als ich auf dem Hof eintrudelte, wurde ich sofort freudig von Charly empfangen und grinste sie an. Sie zeigte mir sogleich schon mal die Pferde und holte sie aus ihren Boxen.
    Als erstes begann ich mit Ghostly Phenomenon, ein wunderschöner Hengst, den ich sogleich mal begutachtete. Er war mies gelaunt bei schlechten Wetter, was heute mein Glück war, denn es war schönes Wetter in Norwegen. Somit würde das Beschlagen wohl ohne Probleme verlaufen, natürlich musste ich ihn erstmal alles zeigen, da er das laut Charly noch nicht kannte. Was ich natürlich auch tat und zuerst den Hengst das Kunststoffeisen zeigte, seine Beine anhob und es ran hielt. Dazu führte ich ein paar Klopfbewegungen mit dem Hammer am Fuß durch, was ihn nicht wirklich interessierte, somit begann ich mit meiner Arbeit und suchte die passenden Größen heraus, von diesen musste ich noch zwei bearbeiten, also schmiss ich meinen kleinen Ofen an und stellte den Amboss hin. Nun begann ich mit den ersten Huf, welches ich mit dem Hufschneider gründlich ausschnitt und anschaute. Alles in Ordnung, nun stellte ich liebevoll seinen Huf auf meinen Metallbock und bat Charly den bunten Kerl zu streicheln, welcher mich neugierig beäugte und anfangs sei Huf wegnahm, aber beim 2ten Mal oben ließ und ich das überstehende Horn wegschneiden konnte, dann raspelte ich den Rand weich und stellte das Huf hinab, nun nahm ich mir das erste Eisen, welches ich am Huf anlegte und dann vorsichtig mit meinen Nägeln befestigte. Er machte keine Macken, also machte ich in Ruhe weiter, knipste den raus stehenden Nagel weg und schliff ihn weg, dann befestigte ich die anderen Nägel und konnte das erste Huf als erledigt abstempeln. Nun kam das erste Hinterhuf, wo ich erstmal ausschnitt außen und Innen und dann das kantige Horn mit der Raspel begradigte. Dann befestigte ich das Hufeisen und siehe da, keine Probleme für den Guten. Somit ging es weiter mit dem anpassen, wo das glühende Eisen zum Einsatz kam. Doch davor schnitt ich die letzten Hufe aus und raspelte die ungeraden Stellen und bat Charly Ghostly zu beruhigen, während ich das glühende Eisen anlegte. Es zischte und stank, dann war es vorbei und der Hengst war wieder ruhig, nun kühlte ich das Eisen und begann es zu befestigen. Er hatte es zum Glück mit Leichtigkeit übernommen und ich konnte das Eisen befestige und am anderen Huf das gleiche Spiel tun. Als das letzte Eisen dran war, gab ich ihm eine dicke saftige Möhre und bat Charly darum ihn kurz zu führen. Gut es passte und er lief, noch etwas unsicher aber besserte sich mit der Zeit. Schon konnte der nächste Hengst kommen und ich begann mit den ersten Eisen. Sweet Prejudice, bekam die gleiche Prozedur, war nur etwas nervöser. Weshalb wir ruhiger angehen mussten. Also begann ich sie langsam an das Eisen und die Gegenstände zu gewöhnen. Es begann mit dem Klopfen am Huf und dem Aufbocken des Hufes. Auch das Schneiden fing ich vorsichtig innen an, was sie erst beunruhigte, aber dann sich auch langsam entspannte. Dann bockte ich ihren Huf auf und schnitt langsam die ersten Ecken, das Raspeln verlief auch langsam gut. Also entschloss ich mich erstmal alles auszuschneiden und dann die Eisen anzulegen. Etwas misstrauisch beäugte sie das Verfahren noch, entspannte sich aber immer mehr. Am Ende stand sie gelassen da und ließ ihre Hufe zum Beschlagen heben. Beim ersten Huf begann ich das schon angepasste Huf langsam zu befestigen. Sie zuckte etwas, entspannte sich aber schnell nach einer Weile. Dann befestigte ich noch ein Eisen und begann dann im Ofen die anderen Beiden zu bearbeiten. Dann kam der interessante Moment, diesen hatte die Stute schon bei Ghostly gesehen. Deswegen probierte ich es auch bei ihr, das zischen war erstmal nichts für sie, doch sie merkte schnell, das es nicht weh tat, also kühlte ich das Eisen und begann es zu befestigen. Auf der anderen Seite das gleiche Schema und nach dem festnageln war ich auch schon fertig und bat Charly eine Runde zu drehen, was sie auch tat und ich mir den Gang ansah. ,,Gut passt alles!", lächelte ich und besprach mit Charly den Rest.
    Somit konnte ich mich von ihr verabschieden und machte mich auf den Weg zu mir nach Hause.
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    Springen E - A
    25. Februar 2017 | 5562 Zeichen | Canyon

    "Awww, ich liebe ihn!" Mit ausgebreiteten Armen stand Nico vor Phenomenon und ließ seinen Blick über den jungen und muskulösen Körper des neuen Hengstes schweifen. Mit seiner nagelneuen Ausrüstung, bei welcher Nico keinen Cent gespart hatte, sah er aber wirklich unglaublich schick aus. Von den Gamaschen, bis hin zu der Satteldecke und dem Stirnriemen passte alles zusammen. Ich lehnte, wenig erfreut über meine Aufgabe, heute zusammen mit Nico zu beginnen die beiden neuen Pferde zu trainieren, an einer Box und versuchte so uninteressiert wie möglich auszusehen. Seitdem Nico sich seine Sportpferde angeschafft hatte, war sein Egoismus nochmal um einiges gestiegen und das gefiel mir gar nicht. Trotzdem freute ich mich drauf, Sweet Prejudice trainieren zu dürfen, immerhin hatte ich mich in den letzten Tagen von Nicos Abwesenheit intensiv mit ihr beschäftigt und die besondere Stute kennengelernt. Ein Springtaining war da, laut Charly, der beste Einstieg in die Trainingssaison. Bereits gestern hatte ich den Parcours für die beiden aufgebaut, sodass heute alles recht schnell ging. Prejudice war auch schon gesattelt, sodass wir uns zu viert auf den Weg zum Springplatz machten. Gery musste natürlich im Stall bleiben, Nico mochte es nicht, wenn ihm mein Hund zuschaute. Aber eigentlich wollte er mich nur ärgern, was ihm diesmal jedoch nicht gelang.
    Auf dem Platz angekommen, gurtete ich nach und gelangte dann mit einigen kleineren Schwierigkeiten in den bequemen Sattel der Stute. Ich musste zugeben, im Sattel aussuchen war Nico einfach perfekt. Nach dem Aufwärmen, Nico und ich ignorierten uns vollständig, auch wenn ich seine Blicke auf mir und seinem Pferd ruhen lag, und etwas ärgerlich wurde ich schon. Ich wusste ja, das Kommunikation nicht so Nicos Ding war, aber immerhin waren wir beide hier, um uns zu unterstützen! Aber auch ich blieb stur und zog mein Training durch. Ich wär ziemlich schnell von Judi begeistert, dass hätte ich selbst nicht für möglich gehalten. Sie schwebte und das nicht nur über die Hindernisse, sondern auch über den Platz. Ihr zarten Beine erzielten taktklare Schritte und ihr zierlicher Kopf blieb perfekt in Anlehnung, obwohl sie noch keine weitere Dressurerfahrung hatte. Die ersten Sprünge waren einfache Hindernisse auf E-Niveau, welche die fast 1,70m große Judi wie Maulwurfshügel übersprang. Leider, ich wusste selbst nicht, warum ich dies bedauerte, ging es auch Nico nicht anders. Phenomenon hatte zwar einen komplett anderen Körperbau als Judi, jedoch dafür die Energie und die Kraft und machte von Anfang an kaum Fehler. Nico und ich schafften es, uns ohne miteinander zu reden dafür zu entscheiden, bereits jetzt einige der Hindernisse zu erhöhen und ich war erstaunt, dass Nico tatsächlich mithalf. Ich begann mit Judi an einem etwas einfacheren Sprung, bei welchem sie genügend Zeit zum Anlaufen hatte und auch danach nicht sofort in eine Kurve gehen musste. Ich ließ mir viel Zeit und bereitete sie sorgfältig auf den Sprung vor und produzierte damit einen perfekt abgelieferten Sprung auf A-Höhe. Nicos Taktik sah anders aus. Seine Konzentration lag nicht nur auf einem Sprung, sondern auf mehreren und mit etwas kritischem Blick beobachtete ich diesen dabei, wie er Phenomenon doch recht phänomenal über die ersten Hindernisse buxierte. Ich seufzte, versuchte dann jedoch auch, das Training fortschreiten zu lassen. Es wäre eine Tragödie, wenn Nico früher und besser abschneiden würde. Zweimal sprang ich noch über den Sprung, bevor ich mich einem Barren zuwandte. Judi schien diesen zu lieben, wer weiß warum, und sprang, wie immer natürlich an dr perfektem Stellen, mit viel Motivation über diesen hinweg. Beim Oxer riss sie jedoch und das brachte mir ein hämisches Lächeln von Nico ein, über welches ich mich aufregen könnte, es jedoch, Judi zu liebe, nicht tat. Die restliche Zeit sprangen wir. Phenomenon wie auch Judi gelang es, ihre Reiter zu beeindrucken und je höher die Stangen gelegt wurden, desto höher sprangen die beiden Pferde. Sie schienen den Absprungspunkt und die Landetechnik im Blut zu haben, sodass sie sich den Aufstieg reichlich verdient hatten. Zum Schluss des Tages stand noch an, dass die Beiden einmal im Gesamtpaket über die Hindernisse hinweg hüpfen durften und natürlich sollte ich beginnen. Nico stellte sich abseits des ganzen auf und ich merkte, dass er sich freuen würde, wenn ich nun versagte. Judi war mittlerweile trotz des kühlen Wetters nass geschwitzt und atmete schwer, allerdings würde sie diesen finalen Ritt noch schaffen, da war ich mir sicher. Ruhig galoppierte ich an, ritt eine Runde ganze Bahn und fixierte dann den ersten Sprung an. Wie ein Engel flog sie hinüber hinweg, nahm die scharfe Kurven zum nächsten Hindernis und kalkulierte auch dort die richtige Energiemenge genau ein. Insgesamt riss sie nur eine Stange und auch da war es nur die Spitze ihres Hufes, welches den Fall der Stange mit sich brachte. Als ich Judi wieder durchparierte, grinste Nico immer noch, aber der spottende Funke war aus seinen Augen verschwunden.
    Zu meinem Bedauern meisterte auch Nico und sein Phenomenon die Strecke perfekt, allerdings wusste ich, dass Nico ein guter Reiter war, auch wenn seine Reittechnik komplett anders war als die meinige. Er hatte damit Erfolg und darauf kam es schlussendlich an. Ich schaffte es, ihm anerkennend zuzunicken, bevor es mir für heute genug Nico war und ich mich nach dem abreiten mit Judi auf den Weg zurück zum Stall machte. Ich mochte das Pferd, auch wenn es Nico gehörte, und ich hoffte, dass ich sie öfter reiten durfte.

    Die Kür
    Kleine Rauchwölkchen kamen aus den hellen Nüstern des hübschen Hengstes, während er seinen Blick auf dem Geschehen hinter mir ruhen ließ. Seine Ohren waren gespitzt und versuchten jedes einzelne Geräusch aufzunehmen.
    Während ich dem Hengst versuchte die Haare zu kämmen, sattelte Nico seinen Hengst bereits. Ich konnte mir gut vorstellen, dass es ihn nicht gerade glücklich stimmte, dass er ausgerechnet jetzt krank werden musste. Auch wenn ihn seit Tagen der Schnupfen plagte, hatte er es sich nicht nehmen lassen, mit zur Krönung zu fahren, auf welcher Ghostly Phenomenon heute vorgestellt werden sollte. Da ich Zeit gehabt hatte, würde ich heute statt Nico die Kür reiten und ich hoffte über alles, dass ich sie nicht versauen würde. Aus Nicos Mund kam ein lauter Nieser, welcher sogar die sonst sehr entspannten Hengst kurz zusammen zucken ließ. Dann reichte er mir mit verquollenen Augen die Zügel und wünschte mir nochmal viel Glück, bevor ich aufstieg und Phenomenon kurz auf dem Aufwärmplatz warm ritt.
    Wenig später machte ich mich auf dem Weg zur Halle, vor welcher ich noch ein paar Minuten warten musste. Irgendwann knarrte der Lautsprecher über unseren Köpfe und eine tiefe Stimme sagte: »Nun sehen sie Nicolaus du Martin mit dem Hengst Ghostly Phenomenon.«
    Ich seufzte, das war zwar nicht mein Name, aber jedenfalls hatte der Name vom Pferd gestimmt.
    Im Arbeitstrab betrat ich mit leicht nervösem, jedoch trotzdem ausgeglichenem Phenomenon die Halle, bog dann an der kurzen Seite auf die Mittellinie ab und bereitete ihn zum Stehen vor. Ich versuchte genau bei X zum Stand durchzuparieren und schaffte es auch fast perfekt. Brav und geschlossen blieb er stehen, ich grüßte die Richter und trabte dann von neuem an. Zu erst ging es auf die linke Hand und eine halbe Runde später parierte ich in den Mittelschritt durch und wechselte durch die Länge der Bahn und kurz darauf auf den Mittelzirkel, wo ich Phenomenon punktgenau angaloppieren ließ. Zwei Runden ritt ich mit ihm, bevor ich wieder in den Trab durchparierte, durch den Zirkel wechselte und auch SPhenomenons gleichmäßigen und flachen Galopp auf der anderen Hand präsentierte.
    Kurz darauf parierte ich wieder in den Trab durch, ging wieder ganze Bahn und eine halbe Bahn später vollführte ich gekonnt mit dem überaus biegsamen Hengst eine Schlangenlinie mit drei Bögen. Um auch noch seinen Schritt auf der rechten Hand zeigen zu können, wechselte ich im Trab durch die ganze Bahn und ging dann im ausdrucksvollen Schritt bis zur nächsten kurzen Seite, wo ich wieder auf die Mittellinie abbog. Bei X blieb ich abermals stehen, verabschiedete diesmal die Richter und verließ mit Phenomenon die Halle am langen Zügel.
    Vor der Tür erwartete uns bereits Nico mit einem kleinen Grinsen und auch ich freute mich, dass wir es nun hoffentlich geschafft hatten!
    2823 Zeichen | geprüft mit zeichenzähler.de | Canyon

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    Erste Springversuche *hust* | Bewegung & Zubehör von BellaS | Reiter & Cavaletti von Mohikanerin | HG von sadasha​
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 Mai 2017
    Bracelet gefällt das.
  7. Ofagwa

    Ofagwa Shorty

    meine Teilnahme mit tc Amor Casdove

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    ~ Steckbrief ~
    Rufname: Amor , Casi
    Alter | Geboren: 5 Jahre | Januar

    ~ Abstammung ~
    Vom: Assassin ~ Aus der: Yamaha Spirit
    Vom: Altair ~ Aus der: Sakura | Vom: Yamaha Ocean ~ Aus der: Spirits Favorite
    Vom: unbkt. ~ Aus der: unbkt. | Vom unbkt. ~ Aus der: unbkt. | Vom: unbkt. ~ Aus der: unbkt. | Vom: unbkt. ~ Aus der: unbkt.

    ~ Exterieur ~
    Rasse: Arabisches Vollblut
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 1,65 m
    Rückenlänge: 1,45 m
    Größe: VB
    Fellfarbe: Buckskin Tobiano
    Gencode: Ee Aa Crcr Toto
    Besonderheit: 50% Chance auf Cream, 50% Chance auf Tobiano
    Abzeichen:
    - | v.l. - | v.r. - | h.l. - | h.r. -

    ~ Interieur ~
    in der Box: neutral | mit anderen Pferden: neutral

    Beschreibung
    Casi kam als Fragezeichen zu mir, denn keiner konnte mir so richtig sagen, wie er denn so war. er war immer unauffällig und benahm sich gut, aber richtige Charakterzüge? Nein die fanden wir in den ersten Wochen nicht bei dem Hengst. Erst als Casi zusammen mit paulchen auf die Koppel durfte, wurde es spannend, denn der bunte Hengst entpuppte sich als Harlekin und treue Seele. Wann auch immer ich auf den Hof gehe, Casi weiß es schon und begrüßt einen immer Liebevoll, ehe er dann nach Keksen oder anderen Leckereien fragt. Alles in allem ist er ein Goldstück und man kann verstehen weshalb er Huhn so am Herzen gelegen hat!

    Geschichte
    Casi wurde in einer sehr angesehenen Zucht geboren, wo er mit sehr viel Liebe groß geworden ist. Der Scheckhengst war schon immer das Lieblingsfohlen der Züchterin gewesen, und dass ließ sie Ihn auch spüren. Casi wurde erst mit 3 Jahren angeritten und das mit sehr viel Liebe und Zuwendung, denn der bunte Kerl sollte das Juwel der Zucht werden. Wie sie das Blatt dann immer auch Wendet, die Zucht wurde aufgegeben und casi wurde an die best Mögliche Zucht weiter gegeben. Doch als auch diese aufgab, kaufte Luna Crown den Hengst, und hier wird er wohl auch bleiben dürfen.

    ~ Zuchtinfos ~
    Besitzer : Ofagwa
    Gezüchtet bei|Vrk: Tassila
    In der Zucht:

    Gekrönt|Gekört : Nein
    Gewinnerthema:
    Decktaxe : - Joellen
    Nachkommen:
    Geschwister:

    ~ Futter & Weide ~
    Raufuttersorte: Heu
    Kraftfuttersorte: Luzerne
    3x tägl. Heu sowie 3x tägl. Kraftfutter

    Einstreu: Hexelstroh
    Weidepartner: Fiebertraum & Zuckerwatte

    ~ Qualifikationen ~
    Galopprennen Klasse : E A L M S
    Dressur Klasse : E A L M S
    Spring Klasse: E A L M
    Military Klasse : E A L M
    Western Klasse : E A L
    Distanz Klasse : E A L M S
    Fahren Klasse : E

    Turnier | Training

    ~ Erfolge ~
    218. Distanzturnier | 158. Synchronspringen | 359. Galopprennen | 364. Westernturnier | 391. Dressurturnier
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    362. Galopprennen | 278. Distanzturnier | 291. Militaryturnier
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    Letzter Tierarztbesuch: -
    Krankheiten / ehemalige Verletzungen:
    -
    Letzter Hufschmiedbesuch: -

    ~ Bilder ~

    ~ Hufschmied ~
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    Hufschmiedbesuch
    c Sosox3

    “Fliegst du oder ich?”, fragte ich Rachel über unseren neusten Auftrag. “Flieg du ruhig nach Amerika und ich fahre nach Deutschland zu Alicia Grey und ihrem Reitpony, abgemacht?” Mir blieb eigentlich auch nichts anderes übrig als nachzugeben. “Alles klar, ich buche den Flug gerade und mach mich so schnell es geht auf die Reise dorthin. Einmal Eisen und einmal Barhuf waren zu erledigen und so machte ich nach nur 2 Tagen Wartezeit mich auf den Weg in die USA zu Mailys Farm. Luna Crown nahm mich auch schon herzlich in Empfang und ich könnte schwören, dass wenn Fayenne mich sehen würde, sie mich doch am liebsten umgebracht hätte. Sie hasste es einfach wenn ich mit anderen weiblichen Wesen redete. Da zählte auch meine Born to Die oder Croatoan dazu. “Mit wem fangen wir denn an?”, fragte ich neugierig und sie lächelte freundlich. “Ich dachte, wir fangen mit Amor Casdove an und machen dann mit Fiebertraum weiter. Also erst den Barhufer.” “Klar, können wir so machen.”
    Der Weg zum Vollbluthengst war nicht gerade lang und während ich mir die Lederschürze umband und die Werkzeuge zurecht legte, hatte Luna schon Amor´s Hufe ausgekratzt und ich konnte mich um die Kontrolle und Beurteilung kümmern. Auf den ersten Blick erkannte ich seine zu langen Hufe. Lief jedoch taktklar und hatte keine Beschwerde gefunden. Nur der Strahl war bei den Hufen etwas in Mitleidenschaft gezogen worden. Also begann ich mit dem Ausschneiden und schnitt seinen Strahl frei und entfernte bei allen vier Hufen Hornfetzen. Dann kürzte ich die Eckstreben und schnitt die Hufsohle etwas weg. Der Vollblüter verhielt sich währenddessen echt brav und wie eine eins. Er war gut erzogen worden. “Was machst du eigentlich momentan? Hältst du auch Pferde?”, fragte die junge Frau mich neugierig. “Ja, ich leite zusammen mit meiner Frau einen Rettungshof in den Niederlanden und mache halt hauptberuflich die Schmiede zusammen mit meiner Exfreundin.”Ich kratzte meinen Hinterkopf und machte mit dem Hufmesser einen Kontrollschnitt. Es musste ja eh ein ganzes Stück weg und begann dann mit der Kürzung der Trachten in dem ich die Hauklinge und den Schlegel nutzte. “Du bist aber mutig”, lachte Luna und ich grinste. “Ja nh, vorallem ist meine Frau echt eifersüchtig, haha”, lachte ich. “Du kannst den gerne weg bringen und Fiebertraum bringen. Ich erhitze schonmal den Ofen.
    Es dauerte nicht lange, da führte Luna den Palomino an mir vorbei und ich sah mir sein Gangbild genauestens an. Er war taktklar, nur etwas nervös und zeigte ein etwas schnelleres Gangwerk und gerade im Trab war er etwas schneller als seine Besitzerin. “Alles klar. Ich nehm mal gerade die alten Eisen ab und kürze ihm dann die Hufe”, sagte ich und wusch mir einige Schweißperlen von der Stirn. Er hatte Hufe, welche mehr als in Ordnung waren, sodass er auch Barhuf ohne Probleme hätte laufen können. “Wissen sie, Fiebertraum könnte auch ohne Hufeisen laufen. Er hat so gute Hufe, wir können es gerne erstmal langsam probieren und ihm nur vorne zwei Eisen aufnageln und beim nächsten Mal schauen, ob das gut funktioniert und ihn gänzlich auf Barhuf umstellen”, informierte ich meine Kundin freundlich lächelnd und man sah ihr an, dass sie sich ernsthafte Gedanken machte. “Ja, dann versuchen wir das”, sagte sie und hielt mir die Hufe hoch. Nachdem ich seine Hufe gekürzt hatte, hielt ich eines der Eisen an den ersten Huf. Ich hämmerte mit einem Hammer ein paar Markierungen ins noch kalte Eisen und legte es dann in den Ofen zum Erhitzen. Während das eine Warm wurde, wiederholte ich den Vorgang für den Huf vorne rechts. Als das Eisen heiß genug war, schmiedete ich die Zehenrichtung und bog den Mittelteil um ein Drittel der Eisendicke. Dies sollte das Abrollen erleichtern. Darauf folgte dann die Maßarbeit und ich konnte es einen Moment später aufbrennen. Ich hatte meine Arbeit gut erledigt und hielt das heiße Eisen ins Wasser. Heißer, brennender Rauch stieg uns beiden in die Augen und trieb uns Tränen in die Augen. “Huii, brennt das”, sagte Luna und ich grinste kurz. “Sowas bin ich täglich ausgesetzt.” Ein schockierter Blick und ein Schlucken war ihre Antwort, doch mein Lächeln im Gesicht blieb erhalten. Ich achtete darauf, dass das Eisen weit genug lag und nagelte dann die Hufeisennägel ca. ⅔ tief in die Hufwand. Dann knippste ich diese kurz und bog sie um. “Dann wären wir soweit fertig. Ich stell ihnen gerade die Rechnung aus und muss dann auch schon weiter”, sagte ich und packte alles zusammen.

    ~ Tierarzt ~
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    Tierarztbesuch
    c Eddi

    Heute ging es für mich auf die gemütliche Mailys Farm zu Luna Crown. Wie sie mir am Telefon berichtet hatte, wollte sie demnächst zwei ihrer Hengste auf Körungen schicken und vorher mussten beide natürlich gründlich abgecheckt werden und dafür war ich heute da. Wir hatten uns schon recht früh verabredet und ich kam auch vorbildlich pünktlich an.
    Luna empfing mich herzlich und führte mich dann direkt in den Stall. Dort wartete am Putzplatz bereites Brouk. Er war ein sechsjähriger Trakehnerhengst mit guter und durchaus bekannter Abstammung. Luna warnte mich bereits vor, dass es mit dem Hengst wohl nicht einfach werden würde, da er anscheinend einen Schuss zu viel Vollblut abbekommen hatte. Aber ich war mir sicher, dass wir das schon hinbekommen würden.
    Erst einmal sollte Luna mir ihren Hengst sowieso im Schritt und Trab die Stallgasse entlangführen. Dabei konnte ich seinen Bewegungsapparat kontrollieren. Brouk lief taktklar und schwungvoll vorwärts, er litt also an keinerlei Verspannungen. Luna band ihren Hengst wieder am Putzplatz an. Dort nahm ich als nächstes Ohren, Augen und Zähne unter die Lupe, aber alles war in bester Ordnung.
    Danach hörte ich Herz und Lunge ab und kontrollierte noch die Werte von Puls und Körpertemperatur. Einige Werte waren minimal erhöht, was sich jedoch auf Brouks Aufregung zurückschließen ließ und so keine Bedrohung darstellte. Stattdessen tastete ich nun noch Wirbelsäule und Beine ab und schon waren wir mit der Untersuchung fertig.
    Nun kam der unangenehme Teil, bei welchem der Hengst sicherlich auch Stress machen würde, deshalb positionierte sich Luna direkt neben seinem Kopf am Halfter. Ich desinfizierte die Stelle am Hals und setzte die erste Impfung an. Brouk würde gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut geimpft werden.
    Er zappelte auch fleißig herum, aber dennoch saßen alle Spritzen und er hatte es schnell geschafft. Abschließend musste er nur noch die Wurmkur schlucken und dann war Patient eins auch schon fertig. Ich lobte Brouk ausgiebig, bevor Luna ihn zurück in seine Box holte und den zweiten Hengst holte.
    Es war ein fünfjähriger Araberhengst in auffälliger Scheckung. Und obwohl er gegenüber Brouk wesentlich vollblütiger vom Blutanteil war, war tc Amor Casdove ein wahrer Schatz. Luna schwärmte direkt von seinem lieben Charakter und so würden wir es beim zweiten Pferd einfacher haben.
    Auch ihn sollte Luna mir einmal im Schritt und einmal im Trab vorführen. Casdove zeigte die typischen Gangarten eines Arabers: Schwungvoll und sehr repräsentativ. Außerdem lief er im Takt und komplett durchlässig.
    Am Putzplatz schaute ich auch bei dem Hengst in Ohren, Augen und Maul, um seinen Allgemeinzustand zu überprüfen. Danach hörte ich Herz und Lunge ab und kontrollierte auch bei Casdove die Werte von Puls und Körpertemperatur.
    Da der Hengst still stand wie eine Eins, waren wir auch mit dem Abtasten unglaublich schnell fertig und da Casdove rundum fit und bestens gepflegt war, kamen wir auch schon zum Impfen. Auch er erhielt die vier Impfungen, hielt aber tapfer still und wurde danach auch ausgiebig gelobt.
    Auch für Casdove gab es noch die Wurmkur und dann war er schon fertig und durfte zurück in die Box. Ich erneuerte noch die Impfpässe und verabschiedete mich dann von Luna, da ich heute noch ein paar andere Termine einzuhalten hatte.

    ~ Trainingsberichte (4) ~
    Springtraining E auf A
    c Ofagwa

    Heute ging es für mich zu einem meinem eigenen Sprösslinge, denn der relativ neue Amor musste so langsam auch mal in die harte Schule eingewiesen werden. Tjark hatte mir den Falb Hengst bereits gesattelt und ich musste ihn mir nur noch mit auf den Platz nehmen, wo ich direkt Aufstieg. Nun ging es erstmals im Schritt um die Hindernisse, Amor war ein guter Springer, nur leider bis lang noch nicht gefördert worden. Ich nahm die Zügel etwas mehr auf und begann um die Hindernisse herum zu traben, so konnte er sie auch gleich alles ansehen und brauchte später auch sicherlich keine Faxen machen weil ihm eine Stange zu hellrot war. "Super ", lobte ich, denn Amor reagierte sofort auf die, wirklich leichte, Galopphilfe. Wieder arbeitete ich ihn zunächst etwas Dressurmäßig damit er sich in gewohnter Art lockern konnte. Ehe wir das erste Hindernis nahmen, ließ ich ihn erst mal über Kavalettis springen, auch damit er wieder rein kam. Nun nahm ich den ersten E Sprung, welchen er mit großer Freude nahm. Nach diesem Sprung wurde der Vollblüter direkt hitzig, merkbar machte es ihm Spaß. Die weiteren Kreuze und Steil in der E Höhe nahm er als wären es Bodenstangen, Talent hatte er ja. Nun ritt ich auf einen "Graben" zu, Amor schaute zunächst doof drein eher er verstand, dass es auch solche Hindernisse gab. "Klaaassseee", lobte ich und steuerte direkt einen Oxer der Klasse A an. "Hopp", ermutigte ich ihn, während er absprang. "Super Amor", lobte ich und ließ ihm die Zügel hin. Hier wurden wir morgen weiter machen .

    Brouk's Ankunft
    c Ofagwa

    "Heute ist es soweit", sagte ich seufzend zu Mama.. das Nervenbündel Brouk sollte zu mir auf den Hof kommen, Brouk ist das Pferd meiner Cousine, sie hatte ihn aus einer Tierschutzorganisation gekauft. Doch leider macht der schicke Braune mächtige Probleme, und meine Tante würde ihn am liebsten einfach los werden, denn er stellt eine Gefahr für meine Cousine da. Brouk war wohl am Anfang noch ganz freundlich und entwickelte sie in den zwei Wochen, die Sie ihn erst hatten, zu einem wahren Albtraum, Tante Cece hatte Lea bereits ein neues Pony gekauft, aber ich wollte den Hengst nicht abschreiben und entschied mich ihn her zu holen. Tante Maddy sagte, sie würde ihn auch einfach bei sich auf die Weide stellen. Dafür liebe ich meine Tante Maddy, sie ist ganz anders als ihre Schwester Cece und meine Mom. Ich fuhr noch schnell zu Tante Maddys Hof, um meine Pferde zu besuchen. Emilio war hier hin gekommen, da der Opa nun etwas ruhe verdiente, ebenso Anoki, der langsam anlongiert wurde, für ihn war das Leben auf meinem Hof nichts, hier hatten sie ruhe und frieden. " Luna! guck mal! Chapi ist da", meine tollte Tante hatte einen von ihr gezogenen Trakehner Hengst zurück geholt, welcher ein Flaschenfohlen gewesen war. " Oh, wie toll.. aber er darf bitte nicht wieder frei rum laufen, du weißt doch, dass er kein Fohlen mehr ist". Maddy nickte und ich zuckte zusammen, ehe ich eine SMS auf meinem Handy vernahm. " Hey, Brouk ist gleich da ", die SMS ist von Tjark, ich muss los Tantchen, bis Morgen", ich winkte ab und hechtete zum Auto. Zum Glück war Maddys Hof nur 15 Minuten von uns weg. Wieder bei uns auf dem Hof, war noch kein Hänger in Sicht, doch Lea und Cece waren schon hier, denn Tjark fuhr mit Brouk im Hänger. " Hey, wie geht's dir"," Gut, ich danke dir dafür, dass du versuchst ihm zu Helfen, denn Mutter wollte ihn wieder zurück bringen", erwiderte Lea und drückte mir ihre Hand entgegen. Bamm Bam .. da rollte auch schon der Hänger auf den Hof, mit einem hörbar genervten Pferd darin. " Mensch, der wirkt jetzt ja schon sehr freundlich", sagte ich leicht schockiert. Ich ging zum Hänger und holte zusammen mit Tjark das wilde Ding runter. Brouk ist ein wahrer Prachtkerl, wie er so dar stand, da könnte man echt denken er könne kein Wasser trüben. Doch ehe ich träumen konnte, zeigte mir Brouk sein Problem. Plötzlich begann der Hengst zu steigen und mit den Beinen nach vorne zu schlagen, zum Glück hatte er rechts und links eine Longe damit wir ihn besser führen konnten. Langsam und stätig brachten wir ihnen zu einem hoch eingezäumten Platz, wo er zunächst mal drauf laufen solle. "Was für ein Tier", sagte ich und ging wieder zu den anderen..

    Dressurtraining A auf L
    C Ofagwa

    An diesem Tag hatte ich nicht nur mit Pauli Unterricht, nein auch Amor musste sich nochmal präsentieren und unter Marcus strenger Regie laufen. " Dann zeig mal was er drauf hat ", sagte Marcus und stellte sich an die Bande. Amor war bereits warm und somit konnte ich direkt durchstarten. Ich begann auf der rechten Hand, man merke, dass Amor wesentlich mehr Spaß an der Dressurarbeit hatte als Pauli, obwohl er auch nicht schlecht im Springen war. Ich trabte an und gab Amor eine kleine Parade, damit er sich nicht so hängen lies, sofort reagierte der Falbscheckhengst auf die Parade und lief sehr schön am Zügel. Ich drückte mein Inneres Bein mehr an seinen Bauch, sofort ging er in die Biegung, ich war etwas erstaunt, denn er lief tatsächlich sehr gut an diesem Tag, das lag wahrscheinlich am Vorführeffekt, denn letzte Woche hatte ich noch über ihn gemeckert. Es dauerte nicht lange ehe ich ihn leicht, sprich ein zwei Schritte, in die Traversale laufen ließ. " suuuper ", lobte ich und war etwas verwundert, dass Marcus sich bis jetzt noch nicht gemeldet hatte. Ich wechselte etwas verunsichert die Hand und trabte wieder an, auch hier ging ich zunächst auf den Zirkel und stellte ihn dann mehr nach Innen. Ich galoppierte an und zeigte noch ein paar Runden unser können, denn Marcus sagte immer noch nichts. Ich ritt zu ihm hin, " so schlecht das du sprachlos bist? ", fragte ich und hielt vor ihm an, " Nein im Gegenteil, ich habe nichts zu meckern, dir Stufe L habt ihr ", sagte er und ich viel Amor Freude strahlend um den Hals..

    Militarytraining E auf A
    C Ofagwa

    Heute ging es mit Amor auf den neuen Geländeplatz, den wir in dem Wald am Hof aufgebaut hatten. Der Platz war auf einer, durch ihre Hügel, selten benutzen Koppel erbaut worden, und wir hatten direkt noch ein paar Sprünge im Wald aufgebaut. Marcus wollte unserem Dressur Ass mal beibringen was Dreck so Ist.
    Marcus dass auf Paulchen, meinem tollen Military Pferd und machte vor sodass ich mit Amor nachmachen konnte. Zunächst ritt ich etwas umher, damit der Falbschecke sich alles ansehen konnte. Ein Sprung ging Berg ab und danach direkt in einen kleinen Teich. "Na komm ", sagte ich und lies Amor ein paar mal durch das Wasser laufen, damit es sich gleich nicht total erschreckt. Also ging es los, bergab musste ich den jungen Hengst etwas zurück halten, und dann ging es über unseren ersten kleinen Baumstamm, ehe er mit den Vorderhufen im Wasser landete. Sofort bockte er los und ich hatte meine Mühe mich vor lauter lachen fest zu halten. " er hat lust ", sagte Marcus und galoppierte mit Paulchen los, ich immer hinterher und versuchte eben die selben hindernisse mit Amor zu nehmen, der sichtlich Spaß an dieser neuen Disziplin gefunden hatte.
    " Feiner Kerl ", lobte ich Amor und nahm nun auch die Strecke im Wald und Angriff, zumindest nur die Hindernisse, die wir hin bekommen konnten.
    " Das sieht sehr gut aus! Ich glaube fast, dass er auch schon höher könnte. Aber da machen wir nächste Woche weiter. " sagte Marcus, somit hatte klein Amor nun Stuffe A erreicht.

    ~ Die Kür ~

    Heute ging es mit Amor zur Hengstkörung, denn wir wollten nun endlich wissen, ob er es bestehen würde. Mama zupfte ihm gerade noch die Zöpfchen zurecht, als schon der Aufruf für uns über den Platz hallte. " wünsch uns Glück", sagte ich zu Mama und legte Amor das weiße Show halfter an, ehe ich mit im in Richtung der Halle stapfte. In der Halle stellte ich mich mit dem sehr aufgeregten Hengst zu X und blickte in die Richtung der Richter.. ich hielt kurz inne ehe ich die Richter grüßte und den Strick von Amors Halfter löste. Amor ging direkt im Schritt los und schaute sich die Halle genauer an ehe ich ihn zum Trab bewegte. Er lief artig um mich herum und zeigte sich wie gehofft von einer sehr selbstbewussten Seite und achtete genau auf mich. Ich ging auf ihn zu und schon wechselte er die Hand um seinen Trab noch mal auf der anderen Seite zu zeigen. " Gaaaalooppp", sagte ich und wedelte mit dem Strick, Amor schaute mich an, spielte mit den Ohren und schon galoppierte er an und gab an der ersten Seite mächtig Gas. Nach der kleinen Showeinlage, hatte sich der Arabische Hengst wieder gefangen und vollführte einen fliegenden wechsel, kurz darauf musste ich etwas nach treiben, damit er nicht so halbherzig durch die Gegend sprang. Ich pfiff aber Amor gönnte sich noch eine Ehrenrunde, ehe er zu mir trabte und bei mir stehen blieb. Ich steckte ihm einen Keks zu und verabschiedete mich von den Richtern. Ein kurzer Moment verging ehe alle applaudierten und ich den nun aufgeregten Hengst nach draußen führte.

    1518 Zeichen geprüft bei Lettercount.com | C me

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    Zuletzt bearbeitet: 21 Mai 2017
    Bracelet gefällt das.
  8. Eddi

    Eddi Jolly Happy Feet!

    Eddi Canary
    mit
    Panta Rhei

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    Steckbrief
    Panta Rhei
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    Spitzname: Panta

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    ~ Abstammung ~
    Von: Piccolo`s Blaze
    V: Flammenspiel
    M:Flamme meines Herzens
    Aus der: Naimibia
    V: Carachillo
    M: Star`s Diamond

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    Rasse: Lewitzer
    Geschlecht: Hengst
    Geburtsdatum: 03. Januar 2013
    Stockmaß: 1,40 m
    Fellfarbe: Bay Tobiano | Braunschecke
    Kopfabzeichen: Keilstern
    Beinabzeichen: v.r. + v.l. hochweiß gestiefelt

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    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Panta Rhei ist ein recht ruhiger Zeitgenosse. Er überstürzt nie etwas, sondern schaut sich alles immer erst einmal aus sicherer Entfernung an. Dabei fällt jetzt schon seine bedachte und ruhige Art auf, welche ihn zu einem verlässlichen Begleiter machen. Nach diesem anfänglichen Überprüfen kann der kleine Hengst aber auch ganz anders: Wenn er Mensch und Tier erst einmal kennt, entpuppt er sich als wahrer Clown, der zu gerne spielt und kommuniziert. So lange ein ihm bekanntes Lebewesen mit dabei ist, ist er offen für alles neue, auch wenn man sich dieses doch lieber erst einmal aus der Ferne anschaut.
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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Eddi
    Ersteller: Mockingjay (Fohlen)/ Sweetvelvetrose (groß)
    Vkr: Sweetvelvetrose

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    ~ Qualifikationen ~
    Dressur: S*
    Springen: L
    Military: L
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    ~ Schleifen ~
    1. Platz beim 299. Militaryturnier
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    3. Platz beim 300. Militaryturnier
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    1. Platz beim 402. Springturnier
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    3. Platz beim 416. Dressurturnier
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    3. Platz beim 194. Synchronspringen
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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: Nein
    Nachkommen: ///

    Tierarzt-Bericht vom 24.05.17, geschrieben von Eddi
    Heute ging es nach langer Zeit wieder auf das Hollybrook Gestüt von meiner lieben Freundin Sammy. Und außerdem würde ich heute ein altbekanntes Gesicht wiedertreffen. Es war schon ein Weilchen her, dass ich Panta Rhei auf das schöne Gestüt gegeben hatte und aus dem Fohlen war inzwischen ein schicker Hengst geworden. Demnächst sollte er nun sogar auf eine Körung gehen, so dass ich für seinen Gesundheitscheck zuständig war.
    Doch erst einmal begrüßte ich Sammy, die uns bei der sommerlichen Wärme direkt einen Eistee mitgebracht hatte. Ich dankte ihr sehr und während sie den Schecken aus der Box holte, schlürfte ich noch ein bisschen an meinem Glas. Dann legten wir aber direkt los: Sammy führte mir Panta Rhei im Schritt und Trab die Stallgasse entlang und dann machte ich noch die Beugeprobe.
    Danach schaute ich mir Ohren, Augen und Zähne an, aber alles war in bester Ordnung. Also machte ich damit weiter, Herz und Lunge abzuhören. Auch da war alles in Ordnung, genauso wie bei der Körpertemperatur. Abschließend tastete ich noch Wirbelsäule und Beine ab und schon war Panta Rhei fertig. Er war topfit und ich konnte guten Gewissens impfen und entwurmen.
    Der Lewitzerhengst hatte es geschafft und durfte zurück in die Box. Mein nächster Patient spielte eine Liga weiter unten, denn er war ein American Miniature Horse. Rumpelstielzchen hieß der kleine Schecke, der aber sehr selbstbewusst daher kam. Auch ihn führte Sammy mir erst einmal im Schritt und Trab vor. Danach schaute ich auch bei ihm in Ohren, Augen und Maul, ehe ich den kleinen Zwergenhengst abhörte und abtastete.
    Wie gewohnt waren Sammys Pferde sehr vorbildlich und wir waren schnell fertig. So war auch Rumpelstielzchen schnell noch geimpft und entwurmt und durfte zurück in die Box. Ich räumte den Putzplatz wieder auf und stellte Sammy die Gesundheitszertifikate aus, ehe ich auch noch die Impfpässe erneuerte. Danach setzten wir uns noch bei dem schönen Sonnenschein auf Sammys Terrasse und plauderten ein wenig über die wichtigsten Neuigkeiten.

    Hufschmied-Bericht vom 22.05.17, geschrieben von Floooh
    Zurück von meiner Tour erreichte ich wieder mein schönes England. Zwar noch nicht Wales, dort wo mein Zuchtgestüt seinen Standort hatte, aber die Gegend des Hollybrook Stud war mindestens genauso schön und vor Allem genauso launisch was das Wetter anging wie Wales. Das Gestüt lag nahe des Nationalparks, was es sich sicher ebenfalls lohnte angeschaut zu werden.
    Mein heutiger Patient war Panta Rhei, ein Lewitzerhengst. Besitzerin des Hengstes war Samantha O‘Neill, welche heute jedoch verhindert war, weshalb sich ihre Assistentin Meg um alles kümmerte.
    Als ich die Hofeinfahrt entlang fuhr und meinen Wagen direkt an den Stallungen abstellte, wartete diese bereits mit einem Braunschecken, welcher wohl Panta sein musste.
    Gespannt stieg ich aus und begrüßte die beiden. Panta schien ein wirklich ausgeglichener Hengst zu sein. Seine Hinterhand lehnte entspannt gegen den Boden und sein Gesicht sah beinahe schläfrig aus, so tiefenentspannt stand er dort am Putzplatz. Meg, welche ihn während der Wartezeit wohl ausgiebig gekrault hatte, klopfte sich die Haare vom Handschuh und reichte mir die Hand zur Begrüßung. „So... also bei Panta ging es um eine reine Routine, richtig?“ vergewisserte ich mich kurz und holte meine Sachen aus dem Auto, nachdem das Mädchen mir mit einem Nicken zugestimmt hatte.
    Eine Routinemaniküre dauerte für gewöhnlich absolut nicht lange. Gerade bei so einem entspannten Pferd wie Panta.
    Nachdem der Bock auf die richtige Höhe eingestellt war, stellte ich mich neben Panta und griff nach seiner linken Vorderhand und nahm diese auf und legte sie auf meinen Oberschenkel ab. Mit dem Messer entfernte ich nun die abgenutzte Sohle des Innenhufs, sodass gut erkennbar war, wie viel vom äußeren Rand überstand. Als mit wenigen Handgriffen auch der Strahl wieder gepflegt aussah, wechselte ich zur Zange und knipste den zu langen Huf ab. Das war ebenso schnell erledigt, wie das Raspeln danach.
    Weiter ging es zur Hinterhand. Wieder nahm ich den Huf zuerst auf und legte ihn auf meinem Bein ab um ihn ordentlich auszuschneiden. Der Huf war hinten etwas länger als vorne, weshalb mich das Knipsen etwas mehr Zeit kostete. Anschließend drehte ich mich um, hielt das Bein von Panta dabei aber weiterhin fest und bockte den Huf nun auf meinen Dreifuß auf, sodass ich den Huf auch von außen in Form raspeln konnte.
    Als Nächstes folgte die rechte Hand des Hengste.
    Auch hier dauerte die Prozedur nicht besondern lange. Panta Rhei stand weiterhin tiefenentspannt da und ließ alles über sich ergehen wie ein geübter Profi. Jedes Mal wenn ich an die Hand heran trat, hob er sogar schon den Huf an, als wüsste er was passiert.
    Wahrscheinlich wusste er es sogar. Viele meiner Pferde kannten das sowieso schon vom Hufe auskratzen.
    Auch auf der anderen Seite verlief alles zügig und problemlos. Der Zustand der Hufe war wunderbar, wie sich das ein Hufschmied wünschte. Nachdem ein wenig später auch auf der rechten Seite die Hufe wieder gekürzt und geraspelt waren, klopfte ich mir die Hose ab und verräumte meine Materialien wieder im Auto. „So! Das war‘s auch schon“ sagte ich freundlich zur Assistenztrainerin, welche gespannt zugeschaut hatte. „Also seine Hufe wachsen normal gut. Nicht schief oder sonst irgendwie auffällig.“ ergänzte ich und streichelte den Braunschecken. Den nächsten Termin würde man dann individuell besprechen. Je nach Bedarf. Nachdem alles etwas zusammengefegt war und meine Sachen wieder im Auto waren war alles soweit erledigt. Es ging für mich nämlich auch gleich weiter zum nächsten Hof. Also verabschiedete ich mich freundlich und stieg zurück in mein Auto. Langsam fuhr ich den Hof herunter bis zur Ausfahrt und machte mich schließlich auf den Weg zum nächsten Maniküretermin.
    3729 Zeichen | (c) Floooh

    Trainingsberichte, 5 Stück, geschrieben von Sammy
    Dressur E-A, 31.01.17
    "Rosie, komm her meine Hübsche!", rief ich leise, als ich die Box der Lewitzerstute betrat. Das hübsche Scheckentier stand draußen auf dem Paddock und beobachte wie üblich das bunte Treiben um sie herum. Als sie meine Stimme hörte, wirbelte sie herum und kam in die Box. Ich fuhr ihr liebevoll über das samtene Maul und strich ihr den cremefarbenen Schopf aus der Stirn. Vor kurzem hatte ich Rosie und den Lewitzerhengst Panta Rhei eingeritten, doch beide schienen sich nach neuen Herausforderungen zu sehnen, weshalb ich heute bereits mit dem Training für den Aufstieg in Klasse A der Dressur beginnen wollte. Rosie und Panta ähnelten sich charakterlich sehr, zumindest wenn der anfangs schüchterne Panta erst einmal Vertrauen gefasst hatte. Sie waren beide extrem arbeitswillig und aufgeweckt, bemühten sich immer alles richtig zu machen und umgarnten mit ihrem Charme sofort jeden, der in ihre Nähe kam. Gleichzeitig besaßen sie aber auch eine gehörige Portion Ehrgeiz, der sie sicherlich zu tollen Turnierponys machen würde. Heute würde mir Brian assistieren. Er war auch beim Einreiten immer dabei gewesen und inzwischen richtig vernarrt in Panta Rhei. Eigentlich kümmerte Brian sich eher um die wilderen Kandidaten unter meinen Hengsten. Vor allem mit Amayyas und Black Soul vollbrachte er wahre Wunder. Ich halfterte Rosie auf und führte die hübsche Stute auf die Stallgasse, wo ich sie umsichtig anband. Dann putzte ich sie in aller Ruhe, bandagierte ihr die Beine und sattelte sie anschließend auf. Für Rosie war diese ganze Prozedur mittlerweile nichts neues mehr und sie nahm bereitwillig das Gebiss. Ich strich ihr lobend über den Hals, schlüpfte in Schutzweste und Handschuhe und führte Rosie aus dem Stall. Zeitgleich kam Brian mit Panta Rhei aus dem Hengststall und ich bewunderte wieder einmal sein Timing. Da es jetzt, Ende Januar, immer noch lausig kalt war und der Schnee sich bergeweise auf meinem Hof türmte, fand das Training ausschließlich in meiner großen Reithalle statt. Das erforderte einiges an Organisation, aber eigentlich klappte es ganz gut. Wir stellten Rosie und Panta nebeneinander auf, gurteten vorsichtig nach, ließen die Steigbügel herunter und schwangen uns in die Sättel. Während Panta dabei von Beginn an still gestanden hatte - er hatte nur den Kopf gedreht -, war Rosie anfangs nur am herumzappeln gewesen. Mittlerweile blieben beide Ponys brav stehen, bis wir ihnen das Kommando zum Antreten gaben. Ich lobte Rosie und sah erfreut, dass Brian dasselbe bei Panta machte. Der junge Mann war einfach perfekt für die Arbeit mit den Jungpferden geeignet. Für unser Training heute standen die Vorhandwendung, die Schritt-Galopp-Übergänge, das Rückwärtsrichten und das Viereck verkleinern und vergrößern. Was das Talent und den Arbeitswillen anging, war ich mir sicher, dass meine beiden Hübschen der Aufgabe gewachsen waren. Außerdem hatten wir es ja keineswegs eilig. Wir wärmten die beiden Schecken in aller Seelenruhe auf und begannen erst danach mit dem eigentlichen Training. Wir fingen wie üblich mit den Schritt-Galopp-Übergängen an. Beide Ponys waren mittlerweile soweit ausbalanciert, dass auch das Galoppieren auf Kurven kein Problem mehr darstellte, trotzdem gingen wir sehr umsichtig vor. So arbeiteten wir uns Schritt für Schritt durch die vier Lektionen und ritten die Pferdchen zum Schluss ordentlich trocken. Beide schwitzten zwar, waren aber ansonsten noch recht aufgeweckt. Vor allem Rosie wurde mit jeder Lektion wacher - sie liebte es gefordert zu werden.

    ~*~

    Zwei Wochen später ritten Brian und ich auf Panta Rhei und Rosewell unsere erste A-Dressur. Wir hatten mit beiden Ponys fleißíg geübt und sie meisterten die neue Aufgabe mit Bravour. Als wir am Ende zum Halt durchparierten, klopften wir den Ponys begeistert die Hälse. Sie hatten ihre Sache großartig gemacht und liefen nun beide auf A-Niveau!

    Dressur A-L, 31.03.17
    Lächelnd ließ ich mir die warme Sonne aufs Gesicht scheinen, als ich an diesem letzten Tag im März über mein Gestüt lief. Auf den Weiden tollten meiner Pferde übermütig umher, die beiden jüngsten Bewohner des Hofes - Princess und Successful Dream - jagten sich um die Wette und meine Mitarbeiter liefen fröhlich summend umher. Kurzum, es war ein perfekter Tag. Um ihn noch schöner zu machen, stand heute außerdem das Abschlusstraining von meinen beiden Lewitzern Rosewell und Panta Rhei in der Dressur auf dem Programm. Ich hatte in den letzten Wochen hart mit ihnen gearbeitet, sodass sie nun für den Aufstieg in Klasse L bereit waren. Brian würde wieder das Training mit Panta Rhei übernehmen, da er sich wirklich ausnehmend gut mit dem jungen Hengst verstand. Also betrat ich die kühlen Stallungen und lief schnur stracks zu Rosewell's Box. Die schöne Scheckstute kam sofort vom Padock herein und sah mich ein wenig vorwurfsvoll an. "Ich weiß ja, meine Süße. Wir trainieren jetzt ein wenig, dann darfst du auch raus zu den anderen.", versprach ich ihr. Da es noch so früh am Morgen war, hatten wir Rosie und Panta absichtlich im Stall gelassen. Ich führte die junge Stute hinaus auf den Putzplatz, wo bereits ihr Putzkoffer, Dressursattel und Kopfstück bereitlagen. Außerdem fischte ich vier Bandagen aus dem Koffer und legte sie neben das Sattelzeug. Wie immer genoss Rosie die Putzprozedur sehr und versuchte nur ab und an, mein Putzzeug zwischen die Zähne zu bekommen. Panta dagegen döste vor sich hin und machte die Augen nicht einmal richtig auf, als Brian ihm die Hufe auskratzte. Ich grinste in mich hinein. Eigentlich waren Brian's persönliche Lieblinge die schwierigsten Hengste des Gestüts. Panta war der erste ruhige Kandidat, dem der junge Mann echte Zuneigung schenkte. Als das Fell der beiden Schecken in der hellen Morgensonne glänzte, die Hufe ausgekratzt, die kurzen Mähnen gekämmt und die Schweife verlesen waren, bandagierten wir ihre Beine und sattelten sie auf. Anschließend schlüpften wir in unsere Schutzwesten, setzten die Reitkappen auf und zogen Handschuhe über. Ich schrieb all meinen Mitarbeitern vor, mit Weste und Kappe zu reiten, auch wenn es nur um die braven Pferde des Hofes ging. Das hatte gerade Anfangs einiges Gemurre gegeben, doch mittlerweile hatte sich jeder damit abgefunden. Auch ein eigentlich ruhiges Pferd konnte immerhin einmal in Panik verfallen und ich wollte das Verletzungsrisiko so gering wie möglich halten. Wir führten Rosie und Panta auf den Dressurplatz, gurteten nach und schwangen uns in die Sättel. Ich warf kurz einen Blick hinüber zu Brian und dem Hengst und sah zufrieden, dass der junge Lewitzer ganz ruhig stehen blieb, bis Brian sich zurecht gesetzt hatte. Rosie dagegen quittierte meine kurze Unaufmerksamkeit mit einem unwilligen Kopfschlagen. Schnell konzentrierte ich mich wieder auf mein Pferd. Wie immer wärmten wir die beiden zuallererst ordentlich auf, bevor das eigentliche Training begann. Dann wiederholten wir den Außengalopp, die Kurzkehrt, die Hinterhandwendung und den einfachen Wechsel. Wie erwartet, beherrschten die zwei Ponys all diese Aufgaben, sodass wir als Abschluss des Stufentrainings eine L-Dressur ritten. Brian machte mit Panta Rhei den Anfang, während ich mit Rosie in der Mitte des Zirkels bei A stand und gespannt zuschaute. Der Schecke bewegte sich anmutig über den Platz und reagierte auf jede noch so kleine Hilfe seines Reiters. Als das Paar schließlich bei X zum Halt durchparierte, zeigte ich Brian freudig den erhobenen Daumen, ehe ich Rosie ebenfalls zu X lenkte, um unsere Kür zu beginnen. Die junge Stute lief ebenso leichtfüßig und grazil wie Panta und ich hatte teilweise das Gefühl , sie würde im Voraus meine Gedanken lesen. Rosie war wahrlich kein schwieriges Pferd, schon gar nicht, wenn sie Gefallen an einer Sache hatte. So konnten wir bereits eine Dreiviertelstunde später mit den Pferden vom Platz reiten, sie auf ihre Koppeln entlassen und ihre Trainingsbücher abändern. Beide hatten den Aufstieg in Klasse L der Dressur souverän gemeistert!

    Dressur L-M, 02.04.17
    "Halt aus dem Galopp, fliegender Wechsel, Travers, Renvers, Traversale, halbe Pirouette im versammelten Schritt... Hm, das ist wirklich eine ganz schöne Menge.", murmelt Brian in Gedanken versunken, nachdem ich ihm eröffnet habe, was wir mit meinen beiden Lewitzern Rosewell und Panta Rhei in nächster Zeit so alles vorhaben. Der Aufstieg in Klasse M der Dressur steht an - immer ein großer Schritt in der Ausbildung. "Da hast du natürlich Recht. Es ist sehr viel Arbeit, aber die beiden werden das packen, keine Sorge!", gab ich schmunzelnd zurück. Brian zuckte zusammen und sagte errötend: "Das meinte ich nicht. Panta und Rosie sind super. Aber ich hab noch nie einem Pferd Lektionen auf diesem Niveau beigebracht. Ich bin sie natürlich alle schon geritten, aber so etwas zu erarbeiten ist doch noch einmal etwas anders." Ich nickte. "Stimmt. Aber auch darum brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Wir werden anfangs sehr viel vom Boden aus arbeiten und ich helfe dir selbstverständlich mit Panta." Brian lächelte erleichtert und wir gingen hinaus auf die Stallgasse um unsere Trainingspferdchen fertig zu machen...

    ~*~

    Einige Wochen später war es an der Zeit für das Abschlusstraining. Rosewell und Panta Rhei hatten hervorragend mitgearbeitet und ihre Fortschritte waren beinahe schon unheimlich gewesen. Beide hatten zwar jeweils mit einer Lektion ein wenig zu kämpfen gehabt, doch mittlerweile saß alles. Wir wollten die beiden heute richtig herausputzen und vor den restlichen Gestütsbewohnern eine kleine Kür aufführen. Ich gab soeben Rosie einen Kuss auf die samtweichen Nüstern und wischte ein letztes Mal mit einem weichen Tuch über ihr glänzendes Fell. Ihre flachsfarbene Mähne war ordentlich eingeflochten und auch den Schweifansatz hatte ich geflochten. Ihre Beine zierten weiße Bandagen. Nun holte ich die weiße Satteldecke mit der goldenen Kordel, den schwarzen Dressursattel und die Kandarre, um Rose fertig auszurüsten. Das junge Stütchen blieb ruhig stehen, während ich behutsam den Sattelgurt anzog. Ein kurzer Ruf in den Hengsttrakt sagte mir, dass auch Brian fertig war und wir verließen mit unseren herausgeputzten Pferdchen den Stall. Die anderen standen bereits um den Dressurplatz herum, sodass wir zum Aufwärmen in die Reithalle gingen. Rosewell und Panta Rhei hatten mittlerweile beide ein paar Turniere hinter sich, weshalb sie das Prozedere bereits kannten. Genau genommen ließ es sie in der bekannten Umgebung völlig kalt. Wir gurteten nach, zogen die Steigbügel herunter und schwangen uns in die Sättel. Als die Ponys warm waren, ritten wir hinaus in den Sonnenschein. Wir trabten nebeneinander die Mittellinie hinunter und parierten bei X zum Halt durch, um unser bei C versammeltes Publikum zu grüßen. Dann setzten wir uns zeitlich wieder in Bewegung und lieferten eine - wie ich fand - super Show. Rosie und Panta liefen frisch vorwärts und setzten jede Hilfe prompt um. Selbst die gegeneinander gelaufenen Traversalen klappten hervorragend und als wir am Ende wieder bei X hielten, jubelten uns meine Angestellten zu. Gerade Meg hatte Anfangs große Probleme damit gehabt, dass Brian mir beim Training nun so unter die Arme griff, doch sie hatte mit ihrer Jockeykarriere gerade einfach zu viel zu tun, um sich groß auf Dressur und Springen konzentrieren zu können. Mittlerweile hatte sie das eingesehen und grinste uns nun mit erhobenen Daumen zu. Wir lüfteten die Reitkappen und ritten unsere braven Tierchen trocken. Sie beide hatten sich den Aufstieg in Klasse M der Dressur wirklich verdient und ich war wahnsinnig stolz auf die zwei!

    Dressur M-S, 26.05.17
    "Na, bereit?", fragte ich meinen Angestellten Brian grinsend. Der junge Mann war der beste Reiter unter meinen Angestellten und hatte mir daher mit dem Training meiner beiden Lewitzer Panta Rhei und Rosewell geholfen. Heute stand für die zwei schönen Tiere das Abschlusstraining für den Aufstieg in Klasse S der Dressur auf dem Programm. Normalerweise ritt ich Rosewell immer selbst und überließ den ruhigeren Panta Rhei Brian, doch da ich Panta Rhei demnächst auf einer Körung vorstellen wollte, ritt ich ihn heute selbst. Rosewell war bereits gekrönt und hatte sich zu einem wunderbaren Turnierpony entwickelt. Auch Panta Rhei machte sich hervorragend, weshalb ich der Körung voller Zuversicht entgegenblickte. Ich wischte ein letztes Mal mit einem weichen Tuch über das glänzende Fell von Panta und bandagierte dem Hengst anschließend die Beine. Nun fehlten nur noch der Dressursattel und die Kandarre, dann konnte es losgehen. Auch Rosewell's geschecktes Fell glänzte bereits in der wärmenden Morgensonne. Wir hatten die Mähnen der beiden Ponys kunstvoll eingeflochten und uns selbst auch ein wenig herausgeputzt. Immerhin sollte die Show für die restlichen Angestellten perfekt werden. Ich hatte mir dieses kleine Event angewöhnt, wenn ein Pferd den Aufstieg in eine der höheren Klassen schaffte und alle hatten ihren Spaß daran. Als wir fertig waren, führten wir die zwei Lewitzer auf den Reitplatz, stellten sie auf der Mittellinie auf, gurteten nach und schwangen uns in die Sättel. Beide blieben brav stehen und warteten auf das nächste Kommando. Nun ritten wir Rosie und Panta in aller Ruhe warm, um sie auf das bevorstehende Training vorzubereiten. In den letzten Wochen hatten wir den spanischen Schritt, die Piaffe, die Schaukel, die Passage und die Traversale im Galopp erarbeitet und ich war schon jetzt unglaublich stolz auf meine beiden liebenswerten Ponys. Nun mussten sie nur noch die Kür anständig ausführen, dann durften sie offiziell in Klasse S starten. Ich ließ Panta Rhei mit einer leichten Hilfe angaloppieren und genoss den leichten Wind im Gesicht, während der Hengst um die Bahn lief. Auch Brian machte auf Rosie eine sehr gute Figur und ich war wieder einmal froh über die Entscheidung, den jungen Mann für das Training hinzugezogen zu haben. Gerade, als wir die zwei Ponys wieder zum Schritt durchparierten, kamen Samuel, Donald, Patrick und Meg an und nahmen bei C Platz. Ich nickte Brian aufmunternd zu und wir stellten uns bei A auf. Diesmal ging Panta Rhei an der Tete, in seiner Kür bei der Körung lief er immerhin auch alleine. Ich atmete einmal tief durch und ließ Panta dann aus dem Stand heraus versammelt angaloppieren. Rosie und Brian gingen am Anfang noch neben uns. Zeitgleich kamen wir bei X zum Stehen und grüßten die Richter. Weiter ging es im versammelten Trab. Diesmal hielt Brian Rosewell zurück, um sie hinter Panta zu dirigieren. Wir wendeten auf die linke Hand ab und wechselten gleich darauf im starken Trab durch die ganze Bahn. Weiter ging es im versammelten Trab zu A, wo wir wieder abwendeten. Gleich darauf zeigten wir Zickzacktraversalen, bevor wir bei C auf die rechte Hand abwendeten. Schon folgte die erste Lektion der Klasse S. Wir zeigten mit den beiden Ponys die Passage, ritten so zur Mittellinie und ritten dort einen sauberen Übergang zur Piaffe. Nach 10 Tritten ging es in der Passage wieder zurück zum Hufschlag. Es folgte ein Wechsel durch die halbe Bahn im starken Schritt. Kurz vor Erreichen des Hufschlags versammelten wir Panta Rhei und Rosewell und galoppierten gleich darauf versammelt an. Dann wendeten wir auf den Zirkel ab und wechselten aus diesen mit einem fliegenden Galoppwechsel bei X. Bei A folgte eine Galopptraversale zur linken Seite und eine anschließende Galopppirouette. Auf der Diagonale zeigten wir den starken Galopp und wechselten eine Pferdelänge vor dem Hufschlag mit einem weiteren fliegenden Wechsel die Hand. Nun stand eine Traversale nach rechts an, danach eine Pirouette und die Einer-Wechsel. Ganze elf Wechsel wurden gefordert, bevor wir im versammelten Trab die Bahn umrundeten und zu X zurückkehrten. Brian lenkte Rosewell neben mich und wir grüßten zeitlich unsere Richter. Die jubelten uns begeistert zu und Brian's Gesicht leuchtete regelrecht, als er Rosie's glänzenden Hals streichelte. "S-Dressuren zu reiten ist immer toll, aber das Gefühl das Pferd selbst dorthin gebracht zu haben, ist einfach unbeschreiblich!", meinte er lächelnd. Ich nickte zustimmend, da ich dieses Gefühl nur allzu gut kannte. Und Brian hatte seine Sache wirklich hervorragend gemacht. Genau wie Rosewell und Panta Rhei, die nun offziell auf S-Niveau starten durften!

    Springen E-A, 02.06.17
    "Guten morgen meine Schöne!", begrüßte ich Rosewell liebevoll, als ich an diesem herrlichen Junimorgen den Stall betrat. Es sollte heute sehr heiß werden, darum fand das Stufentraining für Klasse A im Springen schon um sieben Uhr morgens statt. Brian machte im Hengsttrakt gerade den schicken Lewitzerhengst Panta Rhei fertig. Die beiden Scheckponys hatten sich in den letzten Monaten wirklich unglaublich gut entwickelt und Panta sollte in einigen Tagen seine Körung bestreiten. Rosie war bereits seit einem Monat gekrönt und ich war sehr stolz auf die beiden Mäuse. Mit routinierten Bewegungen putzte ich das Stütchen, stattete es mit Springsattel, Martingal, Mexikanischer Trense, Gamaschen und Streichkappen aus und führte es aus dem Stall. Dort wartete Brian bereits mit dem Braunschecken auf uns und wir schwangen uns sofort in die Sättel der Pferde, um zum Springplatz zu reiten. Unseren A-Parcours hatten wir zuvor natürlich schon aufgebaut. Am Platz erwartete uns Donald, der die Stangen wieder auflegen würde, falls welche fielen. Wir wärmten Rosewell und Panta Rhei zunächst ganz in Ruhe auf, um sie auf das Kommende vorzubereiten. Während Panta brav um die Hindernisse herumlief, hatte ich mit Rosie ganz schön zu kämpfen. Die junge Stute war ein Schatz, hatte aber einen extrem starken Willen. Jedes Mal, wenn wir in Richtung eines Hindernisses ritten, zog sie an, sprang in den Galopp und ließ sich kaum mehr vom Kurs abbringen. Bereits nach zehn Minuten war ich trotz der angenehmen Temperaturen schweißgebadet. "Na du bist ja heute großartig aufgelegt", sagte ich leise. Während Brian mit seinem Hengst schon über Trabstangen, Cavaletti und E-Hindernisse ging, war mit Rosewell an selbiges noch nichteinmal zu denken. Ich ritt unzählige Übergänge mit der jungen Stute, lenkte sie mit Zirkel, Volten und Schlangenlinien ab und merkte endlich, wie sie ruhiger wurde. Sie gab im Genick nach, ließ den Rücken schwingen und verlängerte ihre abgehackten Tritte, so wie es sich für ein S-Dressurpferd gehörte. Ich winkte Brian zu und gab ihm das Zeichen anzufangen. Dazu ritt ich mit Rosie ans hintere Ende des Platzes, wo auch Samuel stand und die Stoppuhr in der Hand hielt. Brian galoppierte den Hengst kontrolliert an und lenkte ihn sofort auf den ersten Sprung zu. Panta überwand das Hindernis ohne zögern mit aufgestellten Ohren und galoppierte auch danach sofort frisch vorwärts. Dass die beiden Lewitzer so gerne sprangen passte wunderbar in meinen Plan, Vielseitigkeitspferde aus ihnen zu machen. Zuvor mussten sie jedoch erst im Springen ein bisschen besser trainiert werden. Erst dann würden wir auch zum Geländespringen übergehen. Brian passte sich den Bewegungen des jungen Pferdes perfekt an und lenkte ihn gerade so viel wie es nötig war. Ich lächelte. Selbstverständlich hatte ich meinen Angestellten mein Trainingskonzept ausführlich erklärt, aber es freute mich dennoch zu sehen, dass der junge Mann es wirklich haargenau so umsetzte. Vor dem überbauten Wassergraben zögerte der Schecke eine Sekunde lang, doch Brian redete ihm gut zu und schon setzte der Hengst mit einem gewaltigen Sprung über das Hindernis. Sekunden später beendeten sie den Parcours fehlerfrei. Ich klatschte begeistert, woraufhin Roswell einen Satz zur Seite machte. Ich verdrehte die Augen - das konnte heiter werden. "Komm schon, Rosie. Panta hat seinen Stufenaufstieg geschafft, da willst du doch nicht zurückstehen oder?", fragte ich, während ich die Stute angaloppierte. Rosewell galoppierte frisch vorwärts und zog an den Zügeln, weshalb ich immer wieder halbe Paraden gab, um die Stute an meine Hilfen zu stellen. Bevor ich das erste Hindernis anritt, wendete ich Rosewell auf einen Zirkel ab, um etwas Tempo herauszunehmen. Dennoch wurde es eine recht rasante Runde. Damit Rosie nicht völlig dicht machte, ließ ich sie ein höheres Tempo gehen als Panta, dafür konnte ich dann wenigstens den Rest regulieren. Dank der Geschwindigkeit rissen wir die oberste Stange beim Aussprung aus der zweifachen Kombination, doch ansonsten waren wir fehlerfrei. Mit rotem Kopf parierte ich Rosie durch und sagte den anderen, dass sie schoneinmal Panta fertig machen konnten. Ich musste Rosie definitiv etwas länger trocken reiten als normalerweise. Aber immerhin hatten beide Pferde den Aufstieg in Klasse A des Springens gemeistert!

    Die Kür
    Grinsend zeigte ich meiner Freundin Sammy den erhobenen Daumen. Die war gerade vollauf mit ihrem Hengst im Miniaturformat beschäftigt, schaffte es aber trotzdem mir zu winken. Ich selbst saß auf ihrem Lewitzerhengst Panta Rhei, der fein säuberlich herausgeputzt worden war. Der junge Hengst hatte mir als Fohlen gehört, daher war ich umso stolzer, ihn jetzt auf einer Hengstkörung vorstellen zu dürfen. Soeben war unser Aufruf über das Gelände geschallt und ich ritt Panta im versammelten Galopp in die Halle ein. Bei X brachte ich den Braunschecken zum Stehen und grüßte die Richter. Gleich darauf trabte ich Panta Rhei an. Der junge Hengst reagierte sehr fein auf meine wohldosierten Hilfen und ich freute mich, dass er immer noch so ruhig und besonnen war, wie auch als Fohlen schon. Wir umrundeten die Bahn im versammelten Trab und wechselten dann im starken Trab durch selbige. Als wir den Hufschlag erreichten, galoppierte ich Panta Rhei sofort im Arbeitsgalopp an. Nachdem wir auf den Zirkel geritten waren, zeigten wir bei X einen fliegenden Wechsel und wechselten somit auch die Hand. Im Anschluss daran wendete ich bei A auf die Mittellinie ab. Nun waren die Einer-Galoppwechsel an der Reihe. Dies war eine sehr schwere Lektion, doch Panta beherrschte sie aus dem "FF". Kurz vor C parierte ich den jungen Hengst zum Halt durch, richtete ihn eine Pferdelänge rückwärts und ritt anschließend eine Pirouette im versammelten Schritt. Kurz darauf wechselten wir im starken Schritt durch die ganze Bahn, bevor ich den jungen Hengst erneut antrabte. Wir waren bereits beim letzten Abschnitt unserer Kür angelangt und bisher lief es wirklich hervorragend. Panta Rhei bewegte sich geschmeidig vorwärts und ließ sich willig in die Passage dirigieren. Die lange Seite entlang folgte nun ein Wechsel aus Passage und Piaffe, wobei ich mich darauf konzentrierte, jeden Tritt einzeln herauszureiten. Mit einer halben Volte wechselten wir die Hand und wiederholten die Passage-Piaffe-Übergänge auch auf der anderen Hand. Danach war es auch schon wieder an der Zeit zu X zurückzukehren. Ich parierte Panta Rhei zum Halten durch, verabschiedete mich mit einem weiteren Gruß von den Richtern und verließ die Halle im Schritt am langen Zügel. Ich war sehr zufrieden mit dem Lewitzer und auch Sammy würde mit Sicherheit überglücklich sein. Sie klatschte mich ab, bevor sie mit ihrem anderen Hengst die Halle betrat. Ich für meinen Teil konnte überhaupt nicht mehr aufhören, Panta's gescheckten Hals zu klopfen, da er so eine schöne Kür abgeliefert hatte.
    [2543 Zeichen | geprüft mit lettercount.com | by Sammy]

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    [Pferd & Halfter by Sweetvelvetrose, Bewegung by Sammy]
     
    Zuletzt bearbeitet: 16 Juni 2017
  9. Sammy

    Sammy Bekanntes Mitglied

    Samantha O'Neill
    mit
    Rumpelstielzchen

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    Besuche Pi!

    Steckbrief
    Rumpelstielzchen
    --------------------------------------------------
    Spitzname: Pi, Stiletto

    --------------------------------------------------

    ~ Abstammung ~
    Von:
    Becks

    V: ?
    M:?
    Aus der: Gin
    V: ?
    M: ?

    --------------------------------------------------

    Rasse: American Miniature Horse
    Geschlecht: Hengst
    Geburtsdatum: 11. Juli
    Stockmaß: 0,98 m
    Fellfarbe: Fuchsschecke mit heller Mähne (flaxen)
    Gencode: ee Aa ff Toto
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: 4x hochweiß gestiefelt

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Rumpelstielzchen ist klein und verrückt, auch hat er einen hohen Bewegungsbedarf. Er powert sich aus, indem er wie verrückt über die Weide hopst und galoppiert. Danach wälzt er sich und sieht dann aus wie ein kleiner Matschklumpen. So geht das jedes mal, wenn er auf die Koppel kommt. Er mag es mit anderen zu spielen. Da er sehr sensibel ist braucht er eine ruhige und ihm vertraute Person, welche sanft mit ihm umzugehen weiß und ihm somit auch die gewisse Sicherheit gibt, die er benötigt.
    Obwohl er aussieht wie ein Palomino, ist er ein normaler, wenn auch etwas heller Fuchs mit starkem Flaxen-Einfluss, sodass er besonders wenn er geschoren ist eben einem Palomino extrem gleicht.
    --------------------------------------------------

    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    Vkr: Occulta


    --------------------------------------------------

    ~ Qualifikationen ~
    Dressur: S
    Fahren:
    S***
    Springen: A

    --------------------------------------------------
    ~ Schleifen ~
    2. Platz 296. Fahrturnier
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    3. Platz 300. Fahrturnier
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    2. Platz beim 409. Dressurturnier
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    2. Platz beim 317. Fahrturnier
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    3. Platz beim 320. Fahrturnier (1. Auslosung)
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    2. Platz beim 320. Fahrturnier (2. Auslosung)
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    2. Platz beim 321. Fahrturnier
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    --------------------------------------------------

    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: Nein
    Nachkommen: ///
    Punkte: 17(7 Schleifen, 6x Training, TA, Bild)

    Tierarzt-Bericht vom 24.05.17, geschrieben von Eddi

    Heute ging es nach langer Zeit wieder auf das Hollybrook Gestüt von meiner lieben Freundin Sammy. Und außerdem würde ich heute ein altbekanntes Gesicht wiedertreffen. Es war schon ein Weilchen her, dass ich Panta Rhei auf das schöne Gestüt gegeben hatte und aus dem Fohlen war inzwischen ein schicker Hengst geworden. Demnächst sollte er nun sogar auf eine Körung gehen, so dass ich für seinen Gesundheitscheck zuständig war.
    Doch erst einmal begrüßte ich Sammy, die uns bei der sommerlichen Wärme direkt einen Eistee mitgebracht hatte. Ich dankte ihr sehr und während sie den Schecken aus der Box holte, schlürfte ich noch ein bisschen an meinem Glas. Dann legten wir aber direkt los: Sammy führte mir Panta Rhei im Schritt und Trab die Stallgasse entlang und dann machte ich noch die Beugeprobe.
    Danach schaute ich mir Ohren, Augen und Zähne an, aber alles war in bester Ordnung. Also machte ich damit weiter, Herz und Lunge abzuhören. Auch da war alles in Ordnung, genauso wie bei der Körpertemperatur. Abschließend tastete ich noch Wirbelsäule und Beine ab und schon war Panta Rhei fertig. Er war topfit und ich konnte guten Gewissens impfen und entwurmen.
    Der Lewitzerhengst hatte es geschafft und durfte zurück in die Box. Mein nächster Patient spielte eine Liga weiter unten, denn er war ein American Miniature Horse. Rumpelstielzchen hieß der kleine Schecke, der aber sehr selbstbewusst daher kam. Auch ihn führte Sammy mir erst einmal im Schritt und Trab vor. Danach schaute ich auch bei ihm in Ohren, Augen und Maul, ehe ich den kleinen Zwergenhengst abhörte und abtastete.
    Wie gewohnt waren Sammys Pferde sehr vorbildlich und wir waren schnell fertig. So war auch Rumpelstielzchen schnell noch geimpft und entwurmt und durfte zurück in die Box. Ich räumte den Putzplatz wieder auf und stellte Sammy die Gesundheitszertifikate aus, ehe ich auch noch die Impfpässe erneuerte. Danach setzten wir uns noch bei dem schönen Sonnenschein auf Sammys Terrasse und plauderten ein wenig über die wichtigsten Neuigkeiten.

    Trainingsberichte, 6 Stück, geschrieben von Occulta & Sammy

    Fahren E-A, 31.08.16, by Occulta
    Heute stand ein kleiner Fahrausflug mit den Minipferden an. Occulta hatte mich und Lisa beauftragt, zusammen mit Elliot gleich acht der Miniature Horses zu bewegen. Das Problem dabei war allerdings, dass wir nur zwei Sulkys besassen. Ein drittes Sulky hatte Elliot von einem befreundeten Nachbaren auftreiben können, doch das bedeutete immernoch, dass wir mindestens dreimal anschirren mussten. Seufzend zog ich mein Gefährt zur Weide runter. Wir waren jedenfalls für den Morgen gut beschäftigt. Ich hoffte nur, dass Jason und Linda mit den Offenställen aleine klar kamen. „Hey Lewis! Should I take Becks or Caress for the first round?” Ich drehte mich zu Lisa um, die gerufen hatte. “How about we take Pi and Caress first?“ „Okay.“ Ich betrat die Weide und fing mir Rumpelstielzchen raus. Nachdem ich ihn am Zaun angebunden hatte, holte ich auch gleich noch Caress für Lisa, die noch Elliots Sulky holte. Der Reitlehrer kam wenig später dazu und bereitete die Geschirre vor. Ich machte Pi ganz schick, so wie es sich gehörte: Zuerst massierte ich ihn mit dem Gummistriegel, dann kämmte ich Mähne und Schweif. Anschliessend bürstete ich den kleinen Körper gründlich durch und kratzte zum Schluss die Hüfchen aus. Ich musste dabei auf die Knie gehen, denn die Pferdchen vor mir waren ja mit ihrem knapp einem Meter Stockmass echte Zwerge. Trotzdem musste man sich vor den Miniatur-Hufen ebenso in Acht nehmen wie vor denen der Grosspferde – weh tun konnten sie nämlich ganz ordentlich, das hatte ich schon am eigenen Leib erfahren. Caress war schon ein paarmal vor der Kutsche gestanden, doch für Rumpelstielzchen war es der erste Versuch. Lisa hatte ihn sorgfältig mit den Langzügeln vorbereitet, indem sie ihm das Geschirr angezogen und ihn einen Sandsack hatte ziehen lassen. Ich verschnallte nun ebenfalls das Geschirr, sodass es ihm genau passte und nirgends zwickte. Dann führte ich den Hengst aus der Weide zum Sulky. Ich liess ihn daran schnuppern und alles in aller Ruhe anschauen. Schliesslich schob ich ihn rückwärts zwischen das Gestänge und fixierte alles. Elliot hängte einen Führstrick an der Trense ein. Ich setzte mich auf das Sulky und nahm die Zügel auf. Wir liessen Pi langsam antreten und sich an die neue Last hinter ihm gewöhnen. Elliot führte ihn dabei zur Sicherheit. Wir testeten das Anhalten und wieder loslaufen, bis Lisa und Caress ebenfalls fertig waren. Dann ging es endlich los. Wir fuhren zum Parkplatz, wo Elliot das Seil aushakte und sich sein Fahrrad schnappte. Ich hatte nämlich das Gefühl, dass Pi sich gut genug steuern liess. Wir liessen die Ponys in Richtung Dorf der Strasse folgen, Elliot strampelte auf dem Fahrrad mit. Geplant war bloss eine kleine Runde; zum Dorfrand, um die Verkehrstauglichkeit der Minis zu testen, und danach über ein paar Feldwege zurück zum Hof. Das reichte für heute vollkommen. Unterwegs trabten wir auch zweimal, Galopp blieb allerdings aus.

    Zurück auf dem Hof entliessen wir die beiden Hengstchen wieder und suchten uns die nächsten Kandidaten raus: diesmal bei den Stuten. Rapunzel, Kicks-a-Lot und Tic-Tac wurden allesamt ebenfalls auf Hochglanz gebracht und anschliessend angeschirrt. Die kleine Eisprinzessin, wie ich Kiwi gerne nannte, durfte dabei meine Wenigkeit übernehmen. Wir machten mit den dreien genau dieselbe Runde wie zuvor. Für uns Menschlein war das zwar eher langweilig, aber die Minis hatten genug Unheimliches auf dem Weg zu bestaunen. Besonders Tiki war noch sehr schreckhaft und zögerlich. Rapunzel hingegen ging zuverlässig voran und liess sich nicht gross ablenken. Kiwi behielt ihren Takt schon erstaunlich gut und begann sogar ein wenig zu bluffen als wir an einem unheimlichen Schild vorbeikamen. Sie hob dabei die Beine etwas höher als sonst. Im Trab ging sie fleissig vorwärts - wie eine Nähmaschine, wie ich gerne zu scherzen pflegte.

    Die letzte Gruppe bestand aus Tigrotto, Beck‘s Experience und Nachtfalke. Diesmal durfte ich Tigrotto anschirren. Ich war gespannt darauf, wie die Stute sich heute lenken lassen würde, denn beim letzten Mal war sie etwas stur gewesen. Als wir auf dem Feldweg trabten, kamen uns Spaziergänger mit einem Husky-Mischling entgegen. Der offenbar noch junge Hund war nicht angeleint und kam sofort bellend auf uns zugerannt, als er die Sulkys entdeckte. Die Besitzerin versuchte mehrfach, ihn zurückzurufen, doch es nützte nichts. Nachtfalke erschreckte sich und wollte die Flucht ergreifen, sodass Lisa ihn nur mit Mühe bremsen konnte. Becks und Taiga liessen sich zum Glück nicht anstecken und blieben stehen. Sie waren schon länger auf Pineforest und hatten langsam genug Erfahrung mit Hunden um zu wissen, dass Stillstehen und abwarten die beste Option war. Trotzdem stiegen wir alle zur Sicherheit rasch von den Kutschen und hielten unsere Ponys fest, nicht zuletzt, um sie vor dem übermütigen, jungen Hund zu beschützen. Die Spaziergänger hasteten zu uns und fingen ihren Hund so rasch wie möglich ein. Sie entschuldigten sich vielmals, doch ich war zugegebenermassen ziemlich sauer und entgegnete, dass Hunde hier im Park an die Leine gehörten, wenn sie nicht in jeder Situation abrufbar wären. Gerade wenn ich daran dachte, dass hier auch oft Kinder mit ihren Ponys unterwegs waren. Nach diesem Ärgernis setzten wir unsere Fahrt ohne weitere Zwischenfälle fort und kamen pünktlich vor dem Mittag auf den Hof zurück. Wir kümmerten uns nach dem abschirren gleich noch um das Raufutter für die Minis, doch natürlich gab es vorher eine Belohnung in Form von Apfelstücken.
    31 Aug. 2016

    Fahren M-S, 31.01.17, by Occulta
    Als nächstes war ein Fahrtraining geplant. Da wir mit dem geliehenen Sulky des Nachbaren immernoch nur insgesamt drei Gefährte hatten, dauerte das Training den ganzen restlichen Nachmittag. Im ersten Durchgang machten Elliot, Jonas und ich eine Spazierfahrt mit Tic Tac, Fake und Kicks-A-Lot. Fake war noch komplett roh und wurde heute zum ersten Mal richtig angeschirrt. Jonas hatte mit ihr fleissig an der Doppellonge das Fahren geübt und sie auch schon etwas Gewicht hinterherziehen lassen, aber vor dem Sulky war sie noch nie gestanden. Er liess sie zuerst ausgiebig an dem Metall Gestell schnuppern und wir führten sie ein paar Minuten lang neben Tic Tac, die bereits eingespannt war. Dann wurde es ernst; Jonas und ich schirrten Fake an und ich führte sie vorsichtig an. Da sie doch noch etwas zu aufgeregt war, bestellte ich Lewis herbei, der den Führstrick übernahm, sodass ich mich Kiwi widmen konnte. Die Fahrt dauerte nur zwanzig Minuten, damit wir Fake nicht ünberforderten. Mit Kiwi und Tiki machten wir dafür am Ende noch ein paar Gehorsamkeitsübungen. In der nächsten Dreiergruppe des Trainings waren Silhouette of a Rose, Papillon d’Obscurité und Rumpelstielzchen dran. Mit ihnen waren wir eine ganze Stunde im Dorf unterwegs, um sie weiter an den Strassenverkehr zu gewöhnen. Ausserdem versuchten wir uns an schwierigen Manövern und vielen Tempowechseln. Zuletzt trainierte Elliot noch alleine mit Nachtfalke, denn der Hengst hatte angefangen, sich in letzter Zeit etwas aufzuspielen und flegelhaft zu benehmen. „Und das obwohl noch nicht mal Frühling ist“, scherzte Elliot kopfschüttelnd. „Das ist nur eine Phase“, beruhigte ich ihn. Ich war mir dessen sicher, denn Falke war ansonsten eher ruhig und brav im Umgang. Jedenfalls war es lustig den beiden beim wegfahren zuzusehen und ich war stolz, als Falke am Ende zwar etwas verschwitzt, aber ruhig nachhause kam.

    Springen E-A, 31.03.17, by Occulta
    Nach dem Renntraining mit den Ponys wurde es nochmal etwas ernster: eine Springstunde bei Elliot stand an, das bedeutete Arbeit. Heute mit dabei waren Calico, Flintstone, Coulee, Framed in History, Kaythara und Sumerian. Und weil Lily mit ihren Hausaufgaben schon fertig war, hatte ich ihr erlaubt auf dem Viereck mit Rumpelstielzchen ebenfalls ein paar Sprünge zu üben – natürlich vom Boden aus. Für diesen Monat war mir eigentlich Kaythara zugeteilt worden, aber ich musste mal wieder Frame reiten, weshalb Jonas für mich die blue roan Stute übernahm. Frame war nunmal immernoch schwierig zu händeln, ausser bei ganz bestimmten Personen – wie mir und Quinn. Aber Quinn war ausser Haus. Wir putzten die Pferde und ritten sie in der Halle warm bis Elliot kam. Der Parcours stand schon, aber er hatte noch seinen Kaffee fertig trinken wollen. Er liess uns die Zügel aufnehmen und zunächst über ein paar Stangen traben. Danach machten wir Gymnastiklinien mit den noch am Anfang der Springpferdeausbildung stehenden Pferden. Flint war ein Sonderfall, er machte eigentlich nur mit, weil das ganze auch eine gute Stärkung für seine Hinterhand war und den Rücken lockerte. Die Hindernisse waren nicht höher als 70 Zentimeter, also kam er auch als spring-unerfahrenes Westernpferd mit Leichtigkeit darüber. Für Sumerian, Frame und Kaya stellte Elliot die Hindernisse am Ende der Stunde noch etwas höher, denn sie waren schon ein wenig weiter als die anderen. Sumerian warf dann doch noch eine Stange runter, aber sonst lief sie einwandfrei. Kaya hingegen war manchmal noch etwas skeptisch was Plankensprünge und Oxer anging. Wenn es ihr zu bunt wurde (im wahrsten Sinne des Wortes) drehte sie in letzter Sekunde doch noch ab und machte Lewis so das Leben schwer. Wir liessen trotzdem alle zufrieden austraben und ritten noch etwas Schritt draussen auf dem Galoppweg.

    Dressur E-A, 30.04.17, by Sammy
    "Schatzi, Mausi, kommt her meine Schönsten!", rief ich in meiner herrlichsten Säuselstimme, über die kleine Koppel, auf der meine beiden Miniature Horse Hengste Storm Feather und Rumpelstielzchen standen. Beide warfen die Köpfe nach oben und kamen zum Zaun getrabt. Samuel, der neben mir stand, um Feather reinzubringen verdrehte angesichts dieser Rufnamen nur die Augen. Ich freute mich wahnsinnig, dass der hübsche Fuchsschecke sich bereits so gut eingelebt hatte und halfterte ihn auf, nachdem er sein gewohntes Stückchen Möhre bekommen hatte. Während Stormy nun in seine Box durfte, stand für Rumpelstielzchen noch ein Abschlusstraining auf dem Programm. Der Hengst war bereits bei Occulta gut im Training gewesen, sodass ich nach ein paar Tagen Eingewöhnungszeit einfach weitermachen konnte. Da er im Fahren schon ziemlich weit war, stand nun erst einmal die Dressur an der Reihe. Ich band Stiletto, wie ich den Hengst aufgrund seiner aufsehnerregenden Gänge getauft hatte, auf dem Putzplatz an und bürstete sein golden schimmerndes Fell. Als auch die kleinen Hufe ausgekratzt und Mähne sowie Schweif verlesen waren, bandagierte ich die schmalen Beine des Hengstchens und stattete ihn mit Kopfstück, Longiergurt und Langzügeln aus. Die Arbeit mit Letzteren kannte Stiletto praktischerweise bereits vom Fahrtraining. Anschließend führte ich den quirligen Hengst hinüber in die Reithalle. Der Tag heute war zwar ausnehmend schön gewesen, doch langsam frischte ein recht unangenehmer Wind auf, dem ich weder mich noch Stiletto aussetzen wollte. In der Halle angekommen, wärmte ich das Hengstchen zunächst wie gewohnt in aller Ruhe auf. Stiletto hatte zwar ordentlich Pfeffer im Hintern, war aber extrem arbeitswillig, sodass das Training mit ihm jedes Mal sehr viel Spaß machte. Als das Hengstchen gut warm war, wiederholte ich zunächst ein paar Lektionen aus Klasse E, bevor ich die neu gelernten Dinge abrief. Dies waren namentlich die Schritt-Galopp-Übergänge, das Rückwärtsrichten, Viereck verkleinern und vergrößern und die Vorhandwendung. All das hatte ich mit Rumpelstielzchen bereits erarbeitet und das heutige Training diente lediglich der Kontrolle, ob er die Lektionen auch wirklich beherrschte. Reine Formalität, denn wenn ich ein Abschlusstraining ansetzte, saß die Kür schon längst. So war es auch heute. Stiletto arbeitete wie üblich aufmerksam mit und seine federnden Gänge hauten mich wieder einmal um. Nicht zum ersten Mal überlegte ich, wie er sich wohl unterm Sattel anfühlen würde. Dies blieben natürlich reine Gedankenspielchen, da Stiletto viel zu klein war, um ihn zu reiten. Zum Abschluss des Trainings führte ich Stiletto noch durch eine A-Dressur-Aufgabe, dann klopfte ich ihm lobend den Hals und führte ihn im Schritt trocken. Im Stall befreite ich das Hengstchen von der Ausrüstung, wusch die Schweißränder von Kopfstück und Longiergurt ab und führte ihn in seine Box, wo ihn bereits sein wohlverdientes Abendessen erwartete. Ich war wirklich sehr gespannt, wie sich der schöne Hengst noch entwickeln würde.

    Dressur A-L, 26.05.17, by Sammy
    "Jaja, du bist ein ganz toller Hecht! Keine Sorge, das nehmen die Damen sicherlich auch zur Kenntnis.", sagte ich kichernd zu meinem sich aufplusternden American Miniature Horse Hengst Rumpelstielzchen. Der süße Fuchsschecke tänzelte mit gewölbtem Hals und aufgestelltem Schweif neben mir her und brummelte dabei was das Zeug hielt. Der Grund dafür waren meine beiden Stuten Narnia und Tiny Girl, die von meinem Angestellten Brian soeben über den Hof geführt wurden. "Der sieht ja aus, als könnte er seine Zuchtzulassung kaum noch erwarten!", lachte Brian mit Blick auf den aufgeregten Hengst. Ich nickte zustimmend: "Zum Glück muss er ja auch nicht mehr allzu lange warten." Dies hier war nämlich ´voraussichtlich Pi's letztes Abschlusstraining, bevor es für den schicken Hengst im Miniaturformat zur Körung ging. Der Hengst gehörte mir zwar erst einen knappen Monat, doch in dieser Zeit hatte er schon einige Schleifen sammeln können und außerdem hatte Occulta toll vorgearbeitet, sodass Pi nun definitiv soweit war. Heute stand der Aufstieg in Klasse L der Dressur an. Im Fahren ging Pi bereits S***-Niveau, daher musste ich mich darum nicht mehr kümmern. Auch in der Dressur hatte Pi schon tolle Fortschritte gemacht, doch auch hier war mein Ziel die Klasse S. Wobei das selbstverständlich noch Zeit hatte.
    Auf dem Platz angekommen, wärmte ich Pi erst einmal in aller Seelenruhe auf. In etwa 15 Minuten würden Meg, Brian und Samuel kommen, um als Richter für unsere fingierte Kür zu wirken. Die Lektionen, die für Klasse L gefordert waren, namentlich den Außengalopp, den einfachen Wechsel, die Kurzkehrt und die Hinterhandwendung, hatte ich bereits mit Pi erarbeitet. Dies hier war sozusagen der letzte Prüfung vor dem Aufstieg des kleinen Hengstes. Nachdem ich Pi auf beiden Händen kurz abgaloppiert hatte, kamen die anderen drei auf den Platz. Sie zogen sich Plastikstühle zu C und nahmen dort Platz. Pi beäugte sie sofort neugierig. Ich führte Pi zu A und hob die Hand, als Zeichen, dass ich nun beginnen würde. Der kleine Hengst neben mir war fürchterlich zappelig, ich hoffte, dass sein Präsentationsdrang diese ablöste, wenn wir erst einmal mit der Vorstellung begonnen hatten. Nun führte ich Pi im Arbeitstrab zu X, brachte ihn dort geschlossen zum Stehen und grüßte meine "Richter". Anschließend ging es im Arbeitstrab weiter zur Bande. Dort angekommen, wendete ich auf die rechte Hand ab. Bei B führte ich Pi in einer halben Volte zu X und von da aus in einer halben Volte zu E. Bei A versammelte ich den Trab des Hengstchens, wodurch ich auch meine Schritte ein wenig verlangsamte. Als nächstes folgte ein Wechsel durch die ganze Bahn im Mitteltrab, bevor wir bei Erreichen des Hufschlags wieder in den versammelten Trab wechselten. Bei B wendeten wir wieder in Richtung der Mittellinie ab und ich brachte Pi bei X zum Stehen. Gleich darauf richtete ich den eifrigen Hengst eine Pferdelänge rückwärts und ließ ihn daraus im Mittelschritt antreten. Wir wendeten auf die linke Hand ab und vollführten bei A eine Kurzkehrt. Bis K führte ich Pi nun im Mittelschritt neben mir her, dann galoppierte ich den Hengst versammelt an. Bei H machten wir aus der Ecke kehrt, wobei ich vor allem darauf achtete, Pi kein Signal zum Umspringen zu geben. Nun war nämlich der Außengalopp an der Reihe. Pi sprang artig neben mir her und ich war richtig stolz auf meinen kleinen Schatz. Der Außengalopp hatte uns anfangs nämlich einige Probleme bereitet. Bei A ließ ich Pi einen einfachen Wechsel machen, sodass er nun wieder im Handgalopp ging. Diese Prozedur mit dem Außengalopp wiederholten wir nun noch einmal, dann ging es im Mittelgalopp zu C. Dort parierte ich Pi erst zum Trab und dann zum Halt durch und zeigte den Richtern eine Hinterhandwendung. Weiter ging es im versammelten Trab durch die ganze Bahn, bevor wir bei A ein letztes Mal auf die Mittellinie abwendeten, bei X zum Halten kamen und uns mit einem weiteren Gruß von den Richtern verabschiedeten. Als Meg, Brian und Samuel aufsprangen und mit Klatschen begannen, machte Pi einen Satz zur Seite, doch er fing sich schnell wieder. Ich führte ihn im Schritt am langen Zügel zu den anderen und klatschte begeistert mit ihnen ab. Pi hatte bewiesen, dass er die geforderten Lektionen beherrschte und sich so den Aufstieg in Klasse L der Dressur verdient.

    Dressur L-M, 04.06.17, by Sammy
    "Dressur auf M-Niveau? Ist er denn schon soweit?", fragte Brian mich mich großen Augen, als ich ihm von dem geplanten Abschlusstraining mit dem American Miniature Horse Hengst Rumpelstielzchen erzählte. Der junge Mann war von Beginn an am Training des schönen Schecken beteiligt gewesen, doch aus familiären Gründen hatte er den letzten Monat in Irland verbracht und kaum etwas vom Gestütsleben mitbekommen. "Er ist soweit. Die Seitengänge haben ihm von Anfang an gut gefallen, da hat er richtig Spaß dran. Am schwierigsten war das kontrollierte Halten aus dem Galopp heraus, aber mittlerweile ist auch das kein Problem mehr. Außerdem hilft uns das für die Körung durchaus weiter. Je mehr er da kann desto besser." Zustimmend nickend, ging Brian los, um Pi für das besagte Training fertig zu machen. Alle auf dem Gestüt hatten den kleinen verrückten Hengst bereits ins Herz geschlossen und ich war gespannt zu sehen, wie er sich bei der Körung in diesem Monat anstellen würde. Auf Turnieren schlug der aufgedrehte Hengst sich nämlich sehr gut, somit sollte ihm die Atmosphäre bei der Körung nicht zusetzen. Brian sollte die M-Dressurkür mit Pi laufen, damit ich besser erkennen konnte, wo der Hengst noch Schwächen hatte. Unsere Kür für die Körung war längst eingeübt, weshalb die neuen Lektionen keinen Einfluss mehr darauf hatten. Aber natürlich hatte sich das vermehrte Dressurtraining auf Pi's Haltung und Versammlung ausgewirkt, was uns bei der Prämierung definitiv zugute kommen würde. Völlig in Gedanken versunken, schlenderte ich zum Dressurviereck und wartete auf den kleinen Chaoten. Als Brian ihn schließlich heranführte, führte Pi sich schon wieder auf, hüpfte auf der Stelle herum und wieherte drohend anderen Hengsten zu, die gerade von diversen Angestellten vorbeigeführt wurden. Ich verdrehte grinsend die Augen, da das so typische für meine Knutschkugel war. Glücklicherweise hatte er in dem Minihengst Darkwood's Storm Dancing Feather einen ebenbürtigen Kameraden gefunden, mit dem er wenigstens ein bisschen seiner überschüssigen Energie loswerden konnte. Brian führte den schönen Schecken die Mittellinie hinunter und grüßte mich feixend. Pi hampelte dabei nur herum, aber wir hatten ihn jetzt auch nur kurz aufgewärmt - vor der Prüfung würde ich ihn wohl ein bisschen mehr auspowern müssen. Während der anspruchsvollen Kür auf M-Niveau wurde der Hengst jedoch zunehmend ruhiger und reagierte immer besser auf Brian's wohldosierte Hilfen. Pi war ein extrem sensibles Pferd, das unpräzise oder zu starke Hilfengebung nicht schätzte und schon gar nicht tolerierte. Der Hengst machte dann sofort dicht. Deshalb arbeitete neben mir nur Brian mit Pi. Als die beiden nach einigen spektakulären Elementen aus Traversale, Renvers, Travers und Schrittpirouette wieder bei X hielten, war ich begeistert. Pi hatte einfach umwerfend schöne Gänge und wenn er sich mal ordentlich benahm, sah das Ganze auch entsprechend harmonisch aus. Ich zeigte Brian den erhobenen Daumen, knuddelte Pi und lief dann ins Büro, um den kleinen Hengst aufzustufen - Klasse M der Dressur war gemeistert!

    Die Kür

    "Schau Pi, Eddi und Panta Rhei haben es auch geschafft! Also lass die Zappelei und benimm dich!", raunte ich meinem winzigen Hengstchen verschwörerisch zu, bevor wir in die Halle eintrabten. Meine gute Freundin hatte die Kür gerade auf meinem jungen Lewitzerhengst bestritten, nun war meine verrückte kleine Knutschkugel an der Reihe. Rumpelstielzchen hatte den Hof schon ganz schön aufgemischt, seit er vor einem knappen Monat bei uns angekommen war, doch ich hatte das Hengstchen im Miniformat sofort ins Herz geschlossen. Ich führte Pi zu X, parierte zum halten durch und grüßte die Richter. Links neben uns, auf dem dritten Hufschlag, war ein niedriges Hindernis aufgebaut, das wir für unsere Kür benötigten. Pi bemerkte den Sprung natürlich sofort und trabte beinahe auf der Stelle, bis ich ihn wieder losführte. Zunächst einmal musste ich den Hengst nämlich auf beiden Händen in allen drei Grundgangarten präsentieren. Dann durfte er springen. Wir bewegten uns im Trab um die Bahn, wobei ich Pi in doppelten Schlangenlinien führte. Diese Bahnfigur hatte ich gewählt, um den aufgedrehten Hengst ein wenig abzulenken. Pi's Trab war flüssig und taktklar, auch wenn der Hengst mit dem Kopf irgendwo anders war. Ich machte aus der Ecke kehrt und wendete mit Pi auf den Zirkel ab. Zur geschlossenen Zirkelseite hin ließ ich das Hengstchen angaloppieren und umrundete den Zirkel ein weiteres Mal. Beim Wechsel durch die ganze Bahn verstärkte ich Pi's Galopp, sodass ich - obwohl er so klein war - ganz schön rennen musste. Daher war ich extrem froh, als ich ihn kurz vor Erreichen des Hufschlags wieder zurücknehmen und dann durchparieren konnte. Bei C brachte ich Pi zum Stillstand, richtete ihn eine Pferdelänge rückwärts und ließ ihn dann im Schritt antreten. Nun ging es in der langsamsten Grundgangart durch die Halle. Ich ließ Pi an den langen Seiten Schulterherein zeigen, wechselte dann mit einer Hinterhandwendung die Hand und wiederholte das ganze auf der anderen Seite. Nun fehlte nur noch der Sprung, dann war unsere Kür auch schon beendet. Pi war inzwischen so hibbelig, dass ich Mühe hatte ihn zu halten. Ich hoffte, dass die Richter dies als Arbeitseifer verbuchen würden, denn seine Lektionen führte der kleine Hengst alle perfekt aus. Ich führte Pi im flotten Trab auf den Sprung zu und löste kurz davor die Führleine. Pi fiel sofort in den Galopp und setzte sauber mit üppig Platz über den Sprung. Ich fing das Hengstchen mit einem Pfiff wieder ein und ließ ihn das Hindernis auch einmal von der anderen Seite springen. Dann kehrten wir zu X zurück - Pi erstaunerlicherweise jetzt sehr viel ruhiger. Ich verabschiedete mich mit einem weiteren Gruß von den Richtern und verließ im Schritt die Halle. Nun hieß es warten...
    [2737 Zeichen | geprüft mit lettercount.com | by Sammy]

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    Zuletzt bearbeitet: 4 Juni 2017
    Occulta gefällt das.
  10. Muemmi

    Muemmi go vegan!

    Meine Teilnahme mit..
    Master Of Gold

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    ♥ Master of Gold ♥
    ,,Goldy, Bubi, Großer''

    Aus der:
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    Von:
    Aus der:
    Von:


    Rasse: Trakehner
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 1,82m
    Fellfarbe: Brauner
    Gencode: EeAa
    Geburtsjahr: 2011

    Master of Gold ist ein sehr großer, sportlicher Hengst, der mit seinem imposanten Erscheinungsbild alle sofort in seinen Bann zieht. Zeigt er dann noch seine tolle Galoppade ist es um die Meisten auch schon geschehen.
    Aufgrund seiner Größe tut er sich was das Springen betrifft sehr leicht. Vor allem auch, weil er große Sprungkraft besitzt und das Talent hat seine Beine sehr schnell ordnen zu können. Auch in der Distanz sieht seine Züchterin 90A großes Potential in ihm, da er sehr viel Energie und Ausdauer mit bringt.
    Diese Energie ist unterm Sattel allerdings nicht immer ein Segen, da er nicht selten buckeln oder einfach mal in die Luft springen möchte. Dies meint er aber keineswegs böse. Charakterlich ist Goldy nämlich einfach spitze. Er ist sehr liebevoll, lernwillig und gelassen im täglichem Umgang; sowie intelligent und neugierig Neuem gegenüber.

    Ausbildungsstand:
    Dressur: L
    Springen: S**
    Military: L
    Distanz: M
    Warmblutrennen: A
    Fahren: L
    Western: L

    Eingeritten: Ja
    Eingefahren: Ja

    Zirkuslektionen:
    noch keine

    Turniererfolge:

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    ~ Drittplatzierter beim 234. Distanzturnier ~
    ~ Zweitplatzierter beim 243. Distanzturnier ~
    ~ Gewinner des 122. Synchronspringturniers ~
    ~ Gewinner des 123. Synchronspringturniers ~
    ~ Zweitplatzierter beim 245. Militaryturnier ~
    ~ Gewinner des 246. Militaryturniers ~
    ~ Drittplatzierter beim 377. Westernturnier ~
    ~ Zweitplatzierter beim 399. Springturnier ~
    ~ Gewinner des 399. Dressursturniers ~
    ~ Zweitplatzierter beim 367. Galopprennen ~
    ~ Gewinner des 177. Synchronspringen ~
    ~ Zweitplatzierter beim 315. Fahrturnier ~
    ~ Gewinner des 391. Westernturnier ~

    Gesundheit: ausgezeichnet
    Eisen: Kunststoffeisen mit Stollenlöchern

    Besitzer: Bracelet
    Vorkausrecht: 90A (Nuray)
    Züchter/Ersteller: 90A (Nuray)

    - gekürzt der Zeichenzah wegen -

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    Distanztraining E → A | 15.544 Zeichen | © Canyon
    8. Januar 2016

    Fröstelnd wickelte ich mir meinen neuen Schal, welchen ich mir extra für solche Reisen in kältere Gebiete gekauft hatte, enger um meinen Hals, als ich das Flughafengebäude verließ.
    Wie immer war ich nur mit meinem Rucksack ausgestattet, der war einfach praktischer, als ein eckiger Koffer.
    „Irgendwo muss hier doch ein Taxi sein!“ murmelte ich in meinen Schal und schaute mich fragend um.
    Unter einer Baumansammlung, welche natürlich in dieser Jahreszeit keine Blätter mehr trugen, standen mehrere silberne Autos. Vielleicht waren das ja Taxis?
    Als ich näher kam, bewahrheitete sich dieser Gedanke und glücklich, endlich wieder der Kälte zu entkommen, ließ ich mich in das erst beste fallen.
    „Zum Gestüt Burning Sping bitte!“ bat ich den Fahrer, welcher sogleich den Motor startete und in schnellem Tempo das Flughafengelände verließ.
    Im Innern des Autos war es tatsächlich war, warm und rauchig und nach bereits wenigen Minuten wünschte ich mir, nicht so voreilig gewesen zu sein und mich bewusst für ein Taxi entschieden zu haben.
    Tapfer hielt ich es jedoch durch, bis ich ein Schild entdecken konnte, auf dem ich Burning Spring entziffern konnte.
    „So, wir sin' da.“ nuschelte der Fahrer. „Ik bekom' dreißig Euro von Ihnen.“[...]

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    März 2016, by Veija

    Master of Gold Dressur E-A, Dreaming Of Better Days Springen E-A, Christmas Joy Springen E-A, Costa de la Bryére Dressur M-S

    Lachend legte ich auf und steckte mein Handy wieder in die Tache. Backfett brauchte erneut meine Hilfe, diesmal sogar bei 4 Pferden, weshalb ich mir wieder meine fleißigen Helferbienchen zusammenrief und überlegte, welche drei ich mitnehmen könnte. "Wir haben ein M-S Dressurpferd, welches ich selbst mache. Dann zwei E-A Springer und einen E-A Dressurler", kündete ich die neuen Pferd an, zu denen ich fliegen würde. "Ich würde gerne eins der Springpferde machen, eventuell auch das Dressurpferd", sagte Aaron und sah zu Riley. "Das andere Springpferd würde ich machen", erklärte er und ich nickte. Mehr fehlende Leute konnte die Ranch nicht verkraften.
    Schneller als gedacht waren die Taschen gepackt, es wurde sich verabschiedet und unser Flugzeug hob ab. Nach einer Weile waren wir bei Bracelet angekommen und bezogen flink unser Zimmer, bevor wir die Pferde kennen lernten. Persönlich kannte ich nur Costa. Es freute mich zu sehen, dass der Hengst sich gut im Training machte und fleißig bei der Sache war. "Riley, Aaron schnappt euch die Springpferde und geht in die Halle, ich gehe mit Costa auf den Platz", erklärte ich und ließ die zwei dann alleine. Aaron ritt auf einem sicheren M-Niveau und Riley zwischen A und L, Aaron würde ihm aber alles beibringen, was er nicht wusste.
    Lächelnd schnappte ich mir also Costa, putzte und sattelte ihn und ging auf den Platz, wo sich sofort eine vorwitzige Bracelet hin verlief. "Willst du nicht selbst reiten?", fragte ich sie lachend und sie lief ein wenig rot an. "So gut bin ich leider noch nicht", murmelte sie zerknirscht. "Irgendwann kannst du das auch", munterte ich sie auf und ritt[...]

    Fahrtraining E-A
    August 2016

    Diesen Monat stand ein ganz besonderes Projekt auf dem DVTS an. Meine Hengste Deo Volente, Master Of Gold, Party Shaker und Sir Donnerhall sollten im Geschirr zur Klasse A ausgebildet werden. Anforderungen dafür gab es jede Menge und das auch noch in drei verschiedenen Sparten. Dressur auf dem Platz, Geländefahren und Hindernisfahren. Doch langweilig Ein- oder Zweispännerfahren war mir zu langweilig - wenn schon denn schon. Dies dachte ich mir an diesem Tag, als ich mutig wie ich war den Trainingsplan ans Whiteboard schrieb. Diese Entscheidung würde ich wohl noch bereuen. Immerhin waren es vier Hengste und dann bestand der Vierspänner auch noch aus Deo Volente, der mich wirklich immer auf die Palme brachte und Master, bei dem ich das Fahren mit dem Einspänner aufgegeben hatte. Er hatte einfach zu viel Energie um ruhig vor dem Wagen herzutrotten.
    ,,Wüüh.'',gab Deo schon von sich als ich zum Putzen in die Stallgasse kam und schnaubte hengstisch. Ich seufzte genervt und bat mein Personal ihn mir fertig zu machen. Master und Party wurden von meiner Bereiterin geputzt. Dann machte ich mich an meinen Hannoveraner Sir Donnerhall. ,,Na mein Schatzi?'',murmelte ich während ich den Großen mit zwei Fingern am Nüstern streichelte. Anschließend putzte ich ihn und stattete ihn mit Geschirr und Trense aus. Ebenfalls bekam er dunkelbraune Gamaschen, Streichkappen und Hufglocken, damit er sich nicht verletzte.
    Dann ging ich mit ihm zum Wagen, wo ich ihn mit den anderen Pferden vor die Kutsche spannte. Master Of Gold und Deo Volente kamen am nächsten an den Wagen. Sie hatten die meiste Energie und Kraft um die Kutsche zu ziehen. Vorne Sir Donnerhall und Party Shaker. So ging es dann auch schon los.
    Zuerst ging es auf den Platz, wo das Gespann sich erstmal einlaufen sollte. Wie erwartet führten Donnerhall und Party ausgezeichnet. Deo machte Probleme. Ebenso wie ich es mir gedacht hatte. Doch durch die anderen Drei war er mehr oder weniger gezwungen sich halbwegs zu benehmen.
    Die darauffolgende Woche arbeitete ich mit ihnen an ihren Dressurskills. Die nächste an dem Hindernisfahren und dann am Geländefahren. Von Tag zu Tag wurde es besser und auch Deo benahm sich, da ich ihn sehr vorderte; zusah, dass er in den Wendungen das meiste Gewicht ziehen musste. Klang unfair, war aber außerordentlich effektiv und ihm schien das Training gefordert auch mehr Spaß zu machen.
    Am Ende des Monats konnte ich stolz sagen, dass mein kleiner Vierspänner auf A-Niveau lief.

    Springtraining L-M
    Oktober 2016

    Obwohl mir die Kälte des heutigen Tag absolut zusetzte musste ich zwangsläufig früh aus dem Bett. Noch verschlafen zog ich mir meine Jacke über und schlüpfte in meine Reithose. Noch schnell die Stiefel angezogen, schon stand ich im Stall. Master Of Gold spitzte sofort neugierig die Öhrchen und streckte seinen Kopf aus seiner Box. Er beäugte mich neugierig während ich durch grinsend durch die Stallgasse ging. Als ich mit der Schubkarre, voll beladen mit Heu, vorfuhr schaute Master noch immer aus seiner Box. Er war ein wirklich intelligentes Pferd mit einer absolut genauen inneren Uhr. Heute schien er aber wirklich hungrig zu sein, weshalb er als erster seine morgendliche Ration bekam. Er sollte anschließend dann auch als erster gearbeitet werden. Der nächste im Bunde war Batman's Rendezvous, der heute noch entspannt döste, als ich seine Box öffnete. ,,Guter Junge.",sagte ich dann und tätschelte ihn am Hals als er versuchte der ganzen Sache Begeisterung abzugewinnen.
    Nachdem ich auch alle übrigen Pferde mit ihrem Heu verpflegt hatte ging ich in die Sattelkammer und putzte Masters Trense. Dann wischte ich noch schnell über den Sattel und hängte die beiden Dinge über meinen Transportcaddy, wie ich diesen zu nennen pflegte. Darauf stellte ich auch Masters große, schwarze Putzbox. Anschließend suchte ich mir noch eine hübsche Schabracke aus und nahm Masters Hartschalengamaschen, welche ich samt Hufglocken ebenfalls auf den Caddy legte.
    Dann ging ich damit wieder in die Stallgasse, wo ich mein Zeug neben Masters Box abstellte. Daraufhin ging ich zu ihm hinein und nahm seine Stalldecke herunter. Damit er allerdings nicht frieren musste warf ich ihm seine Abschwitzdecke über und halfterte ihn anschließend. ,,Komm.",sagte ich und er folgte mir brav in die Stallgasse, wo ich ihn links und rechts anband und begann ihn zu putzen.
    Anschließend stattete ich ihn mit seinem Springzubehör aus und zog meine Reithandschuhe und meinen Reithelm an. Dann nahm ich noch schnell meinen Springstock und ging mit meinem großen Braunen in die Springhalle, wo ich aufstieg und ihn erstmal im Schritt warm ritt.
    Diesen Trainingsmonat sollte er sicher einen M-Springparcours gehen können und dann offiziell auf dieser Leistungsklasse stehen. Die Höhe war absolut kein Problem für ihn. Doch die Weite und Technik war noch nicht perfekt. Bei der Weite verkalkulierte sich der Hengst immer wieder und auch mit der Distanz haderte es. Obwohl ich ein gutes Auge hatte war es für Master teilweise unmöglich richtig weg zu springen. Er sah die Distanz nämlich überhaupt nicht und vertraute mir je höher es wurde immer weniger. Eher ergriff er Eigeninitiative und sprang dann teilweise ins Hindernis oder viel zu hoch darüber hinweg.
    Zum Aufwärmen trabte ich ihn dann ein wenig vorwärts abwärts und ließ ihn erst locker galoppieren, während ich in den leichten Sitz ging. Dann nahmen wir drei mal ein kleines Kreuz und dann eine kleine Kombination aus Oxern der Klasse E.
    Erst dann ging es langsam ans Eingemachte. Drei L-Hindernisse ließ ich ihn in Folge springen ehe ich mich dann an niedrige M Höhe herantastete. Erst klappte alles gut doch als es dann breiter wurde ließ sich Master erneut schwer taxieren. Ich hatte wirklich hart zu arbeiten. Dennoch verlief das Training anschließend sehr gut und Master mauserte sich.
    Zu guter letzt ging ich am Platz etwas mit ihm Schritt ehe ich abstieg und ihn anschließend auf die Weide stellte.
    Batman nahm ich dann im fliegenden Wechsel auch gleich von der Koppel mit. Wie immer war er absolut eingesaut, weshalb ich eine gefühlte Ewigkeit an ihm herumputzte. Vor allem an den weißen Stellen seiner Scheckung war der Dreck sehr hartnäckig.
    Als er dann endlich fertig war stattete ich ihn mit seinem Springsattel und Gamaschen aus. Dann trenste ich ihn und ging mit ihm auf dem Viereck Schritt. Anschließend ging es auf die Rennbahn wo ich an Batmans Ausdauer und Schnelligkeit arbeitete. Er sollte am Ende des Monats auf Klasse L in Sachen Galopp stehen, was eine gute Basis für zukünftige Warmblutrennen darstellen sollte, was meinem Allrounder absolut lag und Spaß machte.
    Am Ende des Tages war ich absolut zufrieden mit meinen beiden Pferden und am Monatsende konnte ich guten Gewissens sagen, dass das Trainingsziel bei Beiden ausreichend erfüllt war.

    Springtraining
    April / S*->S**

    Dieser Monat stand für drei meiner Hengste ganz im Zeichen des Sprungs. Der Sprünge, um genau zu sein; zahlreich und hoch - höher - weiter.
    Master Of Gold wurde von der Klasse S* auf S** trainiert. Der riesige Hengst tat sich dabei extrem leicht und schwebte schwerelos wie eine Feder von Sprung zu Sprung. Die Höhe war für ihn kein Problem. Für mich jedoch waren aufgrund seiner Größe Kombinationen der Horror. Nicht weil er bei diesen nicht abspringen würde - das tat Goldy, wie ich ihn immer nannte, immer, wenn ich daran zurück denke wie er am Anfang des Monats wegen mir die falsche Distanz erwischte und zwei Oxer beinahe vollständig mitnahm, was unschöne Naben ergab. Das Problem an Kombinationen lag bei Master darin, dass er, wo andere Pferde zwei, wenn nicht drei Galoppsprünge benötigten, mit einem Großen durch kam. Anfangs versuchte ich noch ihn wenigstens zu zwei zu zwingen, doch es endete nur wieder damit, dass die Stange fiel, wenn er sich auch noch so übersprang um das Ganze irgendwie auszugleichen - mittlerweile ritt ich große, weite Galoppsprünge, da er ohnehin genug Vermögen hatte die S**-Höhe so zu nehmen.
    Batman's Rendezvous wurde diesen April von A nach L trainiert. Er zeigte wie immer Freude am Lernen und machte stetig Fortschritte. Er hatte dabei weder große Schwächen noch Stärken. Er tat es einfach immer einigermaßen solide und erledigte seine Aufgabe.
    Der Dritte im Bunde war Party Shaker, der es diesen Monat auf M schaffen sollte. Bei ihm machte mir der Beritt diesen Monat am Meisten Spaß, da er die meiste Entwicklung zeigte und die lustigsten Trainingsmethoden abbekam um sich zu verbessern. Für mich lustig - für ihn wohl eher anstrengend aber überaus effizient.

    Die Körung
    Nach jahrelangem Training war es nun endlich soweit: Master Of Gold, mein Goldy, sollte an der 489. Hengstkörung für Hengste in Grundfarben teilnehmen. Nachdem wir die Anfahrt gut überstanden hatten durfte sich mein Brauner ein wenig ausruhen. Die Ruhe vor dem Sturm; denn schon am nächsten Tag, kurz nach 12, starteten wir mit der Kopfnummer 8.
    Das Abreiten verlief wie erwartet gut und auch das Einreiten im Trab meisterte Goldy bravourös. Er hatte ein wirklich tolles Talent sich auszubalancieren und stand nun wunderbar geschlossen da, ehe wir vom Stand aus weg trabten, nachdem ich die Richter gegrüßt hatte, die den Gruß erwiderten. Es folgten einige Hufschlagfiguren wie Zirkel, einfache Schlangenlinie und dreifache Schlangenlinien in Trab und Galopp, wobei auf der Mittellinie die fliegenden Galoppwechsel meines Hengstes präsentiert wurden, die der springbegabte Hengst, der in der Dressur bis zur Klasse L ausgebildet, aber vereinzelt auch deutlich höhere Lektionen beherrschte, war in wunderbarer Selbsthaltung und Aufrichtung präsentierte. Er fühlte sich dabei sowohl im Trab als auch Galopp wirklich gut an und auch im Schritt, den wir ebenfalls auf beiden Händen zeigten, zeigte sich Master Of Gold von seiner allerbesten Seite.
    Nachdem der Dressurteil vollendet war, ging das Spektakel in die nächste Runde. Goldys Lieblingsteil sollte in wenigen Minuten, die wir auf dem nahe gelegenen Abreiteplatz verbrachten, los gehen. Die Halle wurde nämlich komplett umgebaut. Ein kleiner Parours zierte nun den Sandigen Boden der eigentlichen Dressurarena, als wir wieder kamen. Obwohl mein Trakehner die gesamte Zeit über in sich zu Ruhen schien beobachtete ich nun ein gewisses Aufregungpotential, als er die S**-Sprünge beäugte. Ich strich ihm liebevoll über den Hals und flüsterte ihm zu, dass dies für ihn absolut kein Problem darstellte, was sich anschließend bewahrheiten sollte. Der Braune zeigte nämlich eine überaus faszinierende Runde - absolut fehlerfrei natürlich. Alleine seine Galoppade schien dem Publikum den Atem zu rauben. Was bloß das Springvermögen bei ihm auslöste? Begeisterung war es alle Male, da sie uns enormen Beifall zuriefen, als ich nach dem durchreiten des Parcours noch einmal hielt um die Richter zu grüßen, ehe ich im Schritt am langen Zügel mit meinem braven Buben die Halle verließ.
    Was für ein Tag! Was für ein Pferd!
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    @Bracelet
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13 Juni 2017
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  11. Bracelet

    Bracelet Trakehner :D

    Meine Teilnahme mit..
    Batman's Rendezvous

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    ♥ Batman's Rendezvous ♥

    Aus der:
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    Von:

    Spitzname: Baty
    Rasse: Trakehner
    Farbe: Fuchsschecke
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 1,80m
    Geburtsjahr: 2010

    Batman's Rendevouz. Ein interessant gefärbter Hengst, der, abgesehen von seinem beeindruckendem Erscheinungsbild, auch durch seine schönen Gänge besticht und wunderbar zu reiten ist.
    Was seinen Charakter betrifft könnte man sich nichts auf der Welt mehr wünschen. Er ist ein sehr braves, liebes und freundliches Pferd, welches es liebt gestreichelt zu werden. Ebenso gerne lernt er neue Dinge und ist allem gegenüber aufgeschlossen und neugierig.

    Gekört/Gekrönt: nein
    Für die Zucht vorgesehen: ja
    Vererbung-Farbcode: unbekannt
    Nachkommen: keine

    Ausbildungsstand:
    Dressur: L
    Springen: L
    Military: A
    Distanz: A
    Galopp: L
    Western: L
    Fahren: L

    Eingeritten: Ja
    Stil: Englisch & Western
    Eingefahren: Ja
    Stil: Einspänner

    Zirkuslektionen: noch keine

    Turniererfolge:

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    ~ Drittplatzierter beim 331. Springturnier ~
    ~ Erstplatzierter beim 315. Westernturnier ~
    ~ Erstplatzierter beim 320. Warmblutrennen ~
    ~ Zweitplatzierter beim 233. Militaryturnier ~
    ~ Drittplatzierter beim 259. Fahrturnier ~
    ~ Drittplatzierter beim 345. Dressurturnier ~
    ~ Drittplatzierter beim 331. Westernturnier ~
    ~ Gewinner des 276. Fahrturniers ~

    Gesundheit: ausgezeichnet
    Eisen: keine

    Besitzer: Bracelet
    Vorkausrecht: Nuray (90A)
    Ersteller: 90A

    Hufschmiedbesuch
    Mai 2017 - by Arktiswolf

    Das `Sauwetter´ hatte sich endlich verzogen als der grüne Sprinter durch eine Hofeinfahrt holperte und mit leicht quietschenden Reifen zum stehen kam.
    Malte atmete einmal tief ein und aus und streckte sich kurz nach dieser längeren Fahrt.
    Bis vor ein paar Minuten kam ein Regenschauer nach dem Anderem vom Wolkenverhangenen Himmel zur Erde und durchnässte Flora und Fauna.
    Der Weg hier her nach Schweden war mit einer der weitesten die Malte je gefahren war. Aber er konnte es sich nicht mehr anders vorstellen. In diesem Teil seines Berufes kam er so viel herum und kam in den Genuss so viel neues zu sehen.
    Heute besuchte der Schmied Bracelet und ihren Hof um drei ihrer Pferde zu behandeln. Es war zwar nur eine simple Grundbetreuung der Hufe, aber das spielte keine Rolle. Er kam weil die Leute ihm vertrauten und seine Dienste gerne in Anspruch nahmen.
    Während der Schmied aus dem Wagen stieg und schon einmal die Ladetüren öffnete, kam eine Frau vom gegenüberliegendem Gebäude auf ihn zu. Es war die Haus- und Hofbesitzerin Bracelet die sich dem Mann kurz darauf vorstellte.
    Nach einem kleinem Wortwechsel ging Bracelet los um das erste Pferd zu holen und Malte zog sich seine Schmiedeschürze über.
    Der erste Kandidat war der Trakehnerhengst Batman's Rendezvous, Ein gescheckter Fuchs von beachtlicher Größe.
    Neugierig beäugte der Hengst den fremden Mann und schnupperte aufgeregt an dessen Hand. Auch lies er sich von dem Schmied den Hals tätscheln und über die Stirn streichen, woraufhin Batman's Rendezvous dem Mann seinen großen Schädel an die Schulter stieß um noch mehr zu bekommen.
    Nachdem Hengst und Schmied sich einander vorgestellt hatten, musste das große Pferd einmal vorlaufen damit Malte sich einen Blick über dessen Hufe verschaffen konnte.
    Wieder bei dem Platz angekommen, wurde Batman's Rendezvous an einem Anbindering gebunden und Malte begann mit seiner Arbeit.
    Man merkte das der Hengst Schmiede kannte, denn er verhielt sich ruhig und mustergültig. Ab und an sah er sich nur neugierig um soweit es das Anbindeseil zu ließ.
    Ein Huf nach dem Anderen bearbeitete der Schmied indem er Unebenheiten mit der Zange wegschnitt wenn sie zu groß waren oder die Raspel einsetzte. Das angeraute Horn wurde danach mit der Feile sauber abgeschmirgelt und der Tragrand korrigiert.
    Sohle und Strahl wurden nur soweit beschnitten wie es Notwendig war.
    Als Malte letztendlich fertig war, durfte der große Hengst noch einmal auf und ab gehen während Malte seine Arbeit kontrollierte. Zufrieden nickte der Man und Bracelet konnte das Tier wieder weg bringen um den Nächsten zu holen.
    Ein Rappschecke namens Party Shaker war als Nächstes an der Reihe. Nicht ganz so groß wie der erste Hengst, aber nicht weniger hübsch. Besonders sein ungewöhnliches Kopfabzeichen fiel Malte gleich als erstes auf.
    Auch dieser Hengst zeigte sich brav und äußerst neugierig. Wie zuvor schon bei Batman´s Rendezvous, lies der Schmied auch dieses Pferd erst einmal an sich schnuppern. Die Schüre wurde ausgiebig inspiziert und erst als die frechen Pferdelippen an den Griffen der Feile herumspielten, liest Malte das Tier anbinden und begann dessen Hufe zu bearbeiten. Er hatte schon beim vorführen gesehen das da nicht viel zu machen sein würde. Dennoch kontrollierte er jeden Huf sorgsam und beschnitt das Horn bis er damit zufrieden war. Beim abraspeln zappelte der Hengst ein wenig mit dem Huf herum. Aber wohl eher weil ihm langweilig wurde als das es ihm irgendwie unangenehm war.
    Dadurch das das Tier so angenehm brav war, wurde Malte auch zügig fertig.
    Nach einem kurzem Probelauf war auch dieser Hengst entlassen.
    Sir Donnerhall kam als letzter dran. Ein Hannoveranerhengst welcher auch sogleich einmal auf und ab gehen durfte. Neugierig spitze der Braune die Ohren und sah zwischendurch zu der ihm unbekannten Person.
    Auch er durfte dann einmal ausgiebig zur Begrüßung herum schnobbern um seine Neugier zu befriedigen. Er hatte einen gutmütigen Blick und Malte ein gutes Gefühl das es auch hier problemlos voran gehen würde.
    So war es dann auch als der Schmied loslegte. Sir Donnerhall gab artig die Hufe und verhielt sich wie ein Profi als die Hufe ausgeschnitten wurden und das Horn abgetragen. Das Einzige was zwischendurch vorkam war, dass Malte das Gewicht des Hengstes an seiner Schulter spürte wenn dieser sich mal bequem abstützen wollte. Dann aber zupfte Bracelet kurz am Halfter und der Hengst stellte sich wieder vernünftig auf die restlichen drei Beine.
    Auch hier musste das Tier zum Abschluss einmal den Laufsteg-Hengst mimen ehe Malte ihn zufrieden absegnen konnte.
    Der Hufschmied packte seine Sachen zusammen während die Besitzerin das Pferd wegbrachte und als sie wieder kamen unterhielten sie sich noch kurz miteinander. Dann trennten sich ihre Wege und Malte setzte sich in seinen Lieferwagen um zu einem nächsten Kunden zu fahren.

    Military E-A
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    Heute kamen neue Trainingspferde an, drei vielversprechende Trakehner die von dem Gestüt einer Freundin von mir stammten. Die Hengste Take my Hand und Batmans Rendezvous sollte ich im Military von der Stufe E nach A trainieren, die Stute Costa de la Bryere sollte ich in der Dressur von L nach M trainieren.
    Nachdem die drei angekommen waren durften sie sich ersteinmal entspannen bevor am nächsten Tag das Training beginnt. Am nächsten Tag holten meine Mitarbeiter und ich zuerst Handy und Baty aus ihren Boxen, wir sattelten die beiden und bereiteten sie für das Training vor. Sarah und ich steigen auf und schon ging es los ins Gelände. Wir ritten die große Runde auf der es einige Geländehindernisse gibt um zu testen was die beiden zu festen Sprüngen sagen und wie sicher sie im Sprung sind. Die beiden sprangen als wenn sie es täglich machen würden, auch die Einsprünge ins Wasser meisterten sie wie Profis. Somit gab ich meinen Mitarbeitern die Aufgabge mit den beiden einmal täglich ins Gelände zu gehen und sonst zwischen dem Dressurtraining und dem Springtraining auf dem Platz zu wechseln. Nun widmete ich mich Costa, die hübsche Stute war bereits bis zur Klasse L trainiert, sodass ich nur etwas weiter arbeiten musste um zur Klasse M zu gelangen. Costa gab sich sichtlich Mühe und lief locker unter mir alle Lektionen die gefordert wurden. Nach dem Training ritt ich mit ihr noch eine Runde ums Gelände.
    In den nächsten Wochen trainierten meine Mitarbeiter und ich die dreie abwechselnd.
    Nach wenigen Wochen waren die drei in ihren Klassen so sicher sodass ich sicher war das sie die geforderten Klassen schaffen. Bracelet holte die beiden am Ende ab und freute sich das die drei so brav waren.
    Damit waren die ersten Pferde weg und schon bald würden die nächsten kommen.

    1784 Zeichen by AliciaFarina

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    Distanztraining E → A | 16.417 Zeichen | © Canyon
    31. März 2016

    Es war noch früh am Morgen, als Charly unseren kleinen Transporter von der Autobahn herunter lenkte und auf einen verlassenen Parkplatz abstellte. Ein stetiger leichter Nieselregen begleitete uns, seitdem wir die Grenze nach Slowenien überschritten hatten und so schaute Charly etwas enttäuscht rein, als sie die Fahrertür öffnete uns sich ihre Regenjacke überwarf.
    »Einmal, einmal bin ich in Slowenien und was ist, das Wetter spielt nicht mit. Wer weiß, wann ich das nächste Mal hier bin!» murrte sie grimmig, als sie zum Pferdeanhänger stapfte, der hinten an uns dran hing.
    Ich brauchte etwas länger, um ihr zu folgen, da ich mit meiner Regenjacke einen gefährlichen Kampf ausfochtete, da sie einfach nicht aus meinem, wie immer voll bepacktem, Rucksack heraus wollte. Als dies allerdings soweit war, beeilte ich mich zu Charly aufzuschließen, denn auch ich wollte unbedingt sehen, wie es meiner Stute ging.
    Winterzaubers hübscher Kopf streckte sich mir bereits aus der kleinen Tür entgegen. Ihre Nüstern blähte sich auf und versuchten die frische und feuchte Luft einzuatmen.
    »Wizza warte lieber noch und atme nicht die stinkende Autobahnluft ein, sobald wir bei Brace sind, hast du wieder frische Luft!« sagte ich zu ihr und streichelte den hübschen Kopf.
    »Sie scheint die lange Autofahrt echt entspannt zu sehen, ich kenne da einige Pferde, welche nicht so ruhig stehen würden.« meinte Charly anerkennend und griff nach einer Möhre in ihrer Jackentasche, welche sie Winterzauber hinhielt. Genüsslich griff die große Stute zu und kaute mit viel Schwung den Leckerbissen. Ich vermisste meinen Schützling jetzt schon, wusste jedoch, dass sie kein besseres neues zu Hause hätte finden können, als bei meiner Freundin Brace. Bei mir war die große Warmblutstute die einzige ihrer Rasse gewesen und hatte all ihre Weidegefährten um einige Zentimeter überragt, doch nun würde sie ihre Tage endlich mit gleichgesinnten verbringen können, auch wenn ich wusste, dass unsere Nelly und unsere Amie sie sehr vermissen würden.
    »Wie lange brauchen wir noch, bis wir bei Brace sind?« fragte mich Charly, als wir nach einer kleinen Pause wieder ins Auto einstiegen.
    »Nicht mehr lange, ich schätze mal, dass wir in einer dreiviertel Stunde bereits vor den Toren des Gestüts Burning Springs stehen.«

    Eigentlich war ich nicht die beste im Schätzen, aber heute hatte ich ausnahmsweise mal recht gehabt. Eine knappe dreiviertel Stunde später befuhren wir das Gestüt einer meiner besten Bekannten, welche mich natürlich bereits erwartete. Vor wenigen Minuten hatte ich ihr Bescheid gesagt, denn natürlich wollte sie uns empfangen.
    Zum Glück war das Wetter etwas besser geworden und obwohl der Himmel noch von einer dicken Schicht grauer Wolken verhangen war, kam kein Regen mehr herunter.
    »Mio! Schön dich endlich wieder zu sehen und du musst dann sicherlich Charly sein, oder?« begrüßte uns Brace so fröhlich wie eh und je. Nach einer kurzen Begrüßung beeilten wir uns, Winterzauber aus ihrer Box zu befreien. Wir waren lange unterwegs gewesen und obwohl sie genügen Wasser und Heu gehabt hatte, war sie natürlich erschöpft von der Anstrengung.
    Innerhalb weniger Minuten war meine, noch war sie meine, Trakehnerstute aus dem Anhänger und stand nun etwas überwältigt vor uns.
    Sie hatte eine dicke Decke auf ihrem Rücken, sowie neue Transportgamaschen an den Beinen, welche ich Brace gleich mitgeben wollte. Sie waren hellgrün, genauso wie die Decke und harmonierten perfekt zu ihrer hellbraunen Farbe. Flink hatten wir ihr diese abgenommen, denn jetzt war echt wichtig, dass sie etwas Freiraum bekam.
    Wir hatten uns dafür entschieden, ihr ein kleines Weidestück zu geben, auf welcher sie sich nach der langen Reise ausreichend bewegen konnte. Ich drückte Brace den Führstrick in die Hände, welche ihn sanft in die Hände nahm. Jetzt war wohl der Augenblick, in dem ich meine Stute nicht mehr 'meine' nennen konnte, doch dafür strahlte die glückliche Brace umso mehr.
    »Komm Winnie, ab geht es auf deine wohlverdiente Weide!« sagte Brace fröhlich und führte sie in Richtung einer kleinen geschützten Koppel. Als sie Winterzauber von ihrem Halfter befreite und diese wild buckelnd, plötzlich wieder voller Energie, davon galoppierte, rollte eine kleine Träne aus meinen Augen, das glückliche Lächeln auf meinem Gesicht blieb jedoch erhalten. Bereits nach einigen Augenblicken hatte ich mich wieder gefasst, ich war mir sicher, dass meine Wizza hier ihr perfektes neues zu Hause gefunden hatte.

    Es war schon erstaunlich, was sich in den letzten Monaten so an Zubehör von Winterzauber angelagert hatte. Natürlich hatten wir alles mitgenommen, denn die Stute sollte sich so schnell und mit so vielen guten Erinnerungen wie möglich an ihre neue Heimat gewöhnen. Egal ob ihre Bürsten, Halfter, zig Decken und Sattelpads, alles hatte die Reise von Frankreich nach Slowenien angetreten und musste nun in der Sattelkammer von Brace verstaut werden. Selbst ich hätte nie gedacht, dass Wizza so viel hatte, aber nun, war es doch eine erstaunliche Menge.
    Nachdem auch dies geschehen war, besichtigten wir noch die neue Box von Winterzauber und ich musste gestehen, dass sich Brace echt verdammt viel Mühe gegeben hatte, sich bei ihr einzuschleimen.
    Die Stimmung war recht ausgelassen und meine traurigen Gedanken verschwanden so schnell, wie ich es gar nicht für möglich gehalten hätte. Natürlich war ich ja nicht nur zum Spaß hier, dafür hätte sich die weite Reise übers Wochenende nicht gelohnt, sondern drei von Bracelets Pferden benötigten dringend mal wieder etwas Training.
    Batman's Rendezvous, Takada und Party Shaker sollten diesmal meine Patienten sein und während ich Takada und Party bereits beim letzten Mal trainiert hatte, war Batman noch ein Neuling für mich.
    Bereits am frühen Abend nahm ich mir die Zeit, alle drei der Reihe nach zu longieren. Ich zögerte es nicht unnötig in die Länge, denn ich wollte nur die drei Trakehner an meine Stimme gewöhnen und sie vielleicht etwas auf den morgigen Tag vorbereiten.

    Ein weiterer Vorteil, dass Charly mitgekommen war, lag darin, dass wir nun drei Reiter und drei Pferde waren. Sollte ich mich nicht verrechnet haben, so sollte das genau stimmen. Ein kleines Problem lag noch darin, dass alle drei Pferde auf eine andere Stufe gebracht werden sollten, aber das wollte ich damit lösen, dass zwei Pferde einfach eine kleinere Runde drehen würden. Da ich die Trainerin war, würde ich Takada reiten. Die hübsche Scheckenstute lief bereits auf L Niveau und hatte mich beim letzten Mal bereits hoch auf begeistert.
    Auch die anderen beiden Pferde waren schnell verteilt und da Party Shaker etwas mehr laufen musste als Baty, durfte Charly ihn reiten. Man merkte es Charly kaum an, aber sie freute sich riesig, die Landschaft von Slowenien endlich kennenzulernen.
    Wir starteten am nächsten Morgen, gleich nachdem wir zusammen alle Pferde versorgt hatten. Jeder von uns hatte einen Rucksack mit all den wichtigen Utensilien auf den Schultern und die drei Pferde waren gründlich geputzt und distanzmäßig ausgestattet. Auch das Wetter machte einigermaßen mit, es war zwar nicht übermäßig warm und auch der Himmel war von Wolken verhangen, allerdings wehte eine warme Briese über unsere Gesichter, welche den Distanzritt sicherlich noch schöner machen würde.
    Auch wenn ich schon einmal einen Geländeritt in Slowenien unternommen hatte, war Brace heute eine unserer wichtigsten Personen, denn natürlich kannte sie die Reitwege um ihr Gestüt herum und wusste genau, wo heute unser Weg entlang führen würde.
    Eine Erholungspause alle zehn Kilometer war bei mir der Durchschnitt und auch diesmal würden wir nach geeigneten Stellen Ausschau halten, an welchen wir kurz rasten konnten.
    »Seid ihr alle abflugbereit?« fragte ich in die kleine Runde, während ich bei meiner Takada noch einmal den Sattelsitz kontrollierte. Brace nickte aufgeregt, während Charly nur kurz knurrte. Sie hatte bereits schon einige Trainingseinheiten in der Distanz hinter sich und wusste bereits fast genauso viel wie ich, auch wenn sie offiziell keine Trainerin war.
    »Na dann lasst uns starten, bevor das Wetter noch wechselt!« sprach ich unseren Startsatz und zog mich auf Takada, während es mir Charly und Brace bei Party und Batman gleich taten.
    Den Ritt begannen wir mit einigen Lockerungs- und Erwärmungsübungen, welche wir gleich im Gelände durchführten. Für einen Distanzritt war es wichtig, dass die Pferde im Gelände die Ruhe behielten und vor nichts zurückschreckten, sei es ein Traktor, ein Hund oder eben nur etwas Dehnung, auch ohne den weichen Sand unter den Füßen.
    Wir wärmten unsere Pferde im gemütlichen Schritt etwas auf, bevor wir das Tempo etwas anzogen und sie stetig nach vorne trieben. Natürlich war Batman noch viel unerfahrener al die anderen beiden, jedoch kannte Brace ihren Hengst recht gut, weswegen sie die ihr zugeteilte Aufgabe gut meisterte Zwar musste Batman im gleiche Tempo wie die anderen Laufen, hatte dafür jedoch nur zwanzig Kilometer bis zum Ziel, ich und Takada hatten das Doppelte.
    Als wir etwas später antrabten, merkte ich sofort, dass Takada schnelle und fließende Gänge hatte und leicht auch auf unebenem Boden lief – Auf jeden Fall gute Voraussetzungen für ein gutes Distanzpferd. Außerdem hatte sie ja auch schon recht viel Training gehabt, weswegen das nur logisch war.
    Auch als ich uns die Aufgabe gab, etwas Slalom durch die Bäume zu laufen, um die Wendigkeit der Pferde zu testen, zeigten alle drei ihre Geschicklichkeit, jedoch stellten sich hier Party und Charly am besten an, denn sie schlängelten sich sogar durch die engsten Baumlücken, vor welchen Batman dann doch respektvoll Abstand hielt.
    Auf geeigneter Fläche galoppierten wir an und hielten das Tempo auch einige Zeit durch, auch wenn Takada etwas schneller als die anderen beiden war und wir so etwas vorritten.
    Vor unserer ersten Pause versuchten wir den Puls der Pferde wieder etwas zu senken, denn wenn bei einem richtigen Ritt der Puls höher als 64 war und sich nicht in bestimmter Zeit senkte, bestand die Möglichkeit, dass man disqualifiziert wurde.
    Die Pause legten wir dann an einem kleinen See ein, bei welchem wir jedoch darauf achteten, dass die Pferde nicht allzu lange mit den Füßen im Wasser waren, denn es war noch nicht so warm, dass es nicht schaden würde.
    Wir gaben ihnen fünf Minuten Ausruhzeit, in welcher wir alle etwas trinken konnte, bevor wir die Pulsmesser aus dem Rucksack kramten und jedem unserer Pferde die Werte abnahmen.
    Nachdem wir uns noch kurz eine Pause gegönnt hatten, schwangen wir uns wieder in die Sättel und setzten unseren Ritt fort. Mittlerweile konnte man gut erkennen, welches Pferd bereits im Distanzsport mehr trainiert wurde als andere, denn das verschwitzte Fell von Batman und das noch fast trockene von Takada waren ein himmelweiter Unterschied. Zum Glück verabschiedeten wir uns bereits kurze Zeit später schon von Brace, welche mit Batman nun einen anderen weg zurück nach Hause einschlagen würde, denn in diesem Tempo würde der junge Hengst bald zusammenklappen und das war ja nicht das Ziel des Trainings.
    An einer Kreuzung erklärte mir Brace noch einmal kurz den Weg, welchen wir zu reiten hatten, bevor wir uns gegenseitig noch Glück für den restlichen Ritt wünschten. Da Brace und Batman nun ihr eigenes Tempo reiten würden, konnten Charly und ich unser Durchschnittstempo nochmal etwas erhöhen, was natürlich bedeutete, dass wir noch mehr auf die Gesundheit der beiden Trakehner achten mussten.
    »Charly lass Party mal etwas mehr am langen Zügel laufen, ich weiß, dass kurze Zügel dir mehr Sicherheit geben, ist jedoch für Party sehr unangenehm und kontraproduktiv.« gab ich Charly einen Tipp, welche darauf nur wie immer kurz knurrte, aber trotzdem die Zügel langsam aus der Hand gleiten ließ.
    Party und Takada hatten beide ein gleiches Trabtempo gefunden, sodass wir gut nebeneinander reiten konnten, wenn es die Wege zuließen. Takadas Schritte waren etwas größer als die von Party, jedoch war Party gewändiger und lief etwas flacher, was natürlich beides so seine Vorteile hatte.
    Nach weiteren zehn Kilometern legte wir die nächste Pause ein, welche wir genauso aufbauten, wie die davor. Sollte alles gut verlaufen sein, musste Brace mittlerweile bereits wieder auf dem Gestüt zurück sein und Batman graste bereits gemütlich auf einer Weide.
    Nach der zweiten Pause verließ mich bereits auch schon Charly, bei welcher ich mir kaum Sorgen machte, dass sie den Weg nicht zurück nźum gestüt fand, denn ihr Orientierungssinn war einfach unschlagbar. Party hatte sich gut geschlagen und war stetig aufmerksam und ruhig geblieben und hatte sich nicht davon abschrecken lassen, etwas neues zu probieren.
    Mittlerweile hatten wir bereits über 25 Kilometer geschafft und obwohl das Tempo bereits recht hoch war, hielt Takada immer noch tapfer durch. Natürlich war nun auch bei ihr das Fell langsam verschwitzt, aber das war auch auf diesem Level noch vollkommen normal. Ich musste nur darauf achten, dass sie sich nicht überarbeitete.
    Fast so als hätte ich es voraus gesehen, wechselte das Wetter kurz darauf rasant. Wir waren bei warmen Temperaturen und einer milden Briese losgeritten und mittlerweile stürmte es regelrecht und dazu hatte es auch noch angefangen leicht zu hageln, auch wenn der Hagel bald durch den Regen wich. Innerhalb kurzer Zeit war ich trotz Regenmantel durchnässt und abgefroren, Takada jedoch schien der Wetterwechsel nichts auszumachen – Noch eine gute Eigenschaft eines Distanzpferdes, welches Takada besaß, denn das Pferd musste durch Wind, Regen und Schnee problemlos laufen können und das auch noch in unbekannten Gebieten und Strecken.
    Weiterhin machte ich aller 10 Kilometer an geeigneten Stellen Rast und achtete darauf, dass die verschwitzte Scheckstute genügend zu trinken bekam. Irgendwann sah ich bereits das Gestüt an einem Straßenschild ausgeschildert und auch Takada wusste, dass wir es gleich geschafft hatten. Ich als Trainerin war diese langen Ritte gewöhnt, doch die Stute unter mir kämpfte ganz schön auf den letzten Schritten.
    Sobald wir jedoch das Gestüt betreten hatten, ließ ich mich aus dem Sattel gleiten, legte der Stute den Sattel ab und eine Decke auf und brachte sie in die trockene und gemütliche Box, wo ich ihr gleich darauf die letzten Pulswerte nahm und diese notierte. Natürlich bekam die Stute gleich Möhren in den Mund gesteckt und etwas Heu und Kraftfutter zur Stärkung. Nachher würden wir sie noch zu den anderen nach draußen bringen, doch jetzt hatte sie sich eine kleine Ruhepause gegönnt.

    Brace und Charly fand ich im Wohnhaus sitzend, wo sie sich vor dem schlechten Wetter drückten und fröhlich über mir unbekannte Themen quatschten.
    »Na ihr's?« begrüßte ich die Beiden, bevor ich mich zu ihnen auf die Couch quetschte, um auch an dem Gespräch teilhaben zu können. »Habr ihr beide gut nach Hause gefunden?«
    Natürlich hatten sie, immerhin wohnte Brace hier und Charlys Orientierungssinn war weithin der Beste.
    Wir verbrachten zusammen einen gemütlichen Nachmittag, gingen, als der Regen endlich zu Ende war, raus zu den Pferden und ich genoss die letzte Chance, meine Wizza zu beobachten. Die hübsche Stute stand auf einer kleineren Weide neben den Stutenweiden und graste genüsslich vor sich hin. Trotzdem hob sie des öfteren ihren schicken Kopf in die Höhe und warf einen Blick zu den anderen.
    »Sie wird es gut bei dir haben«, sagte ich eher zu mir als zu Brace, welche neben mir stand.
    »Ja ich hoffe mal, dass ihr es bei mir genauso gut geht wie bei dir. Ich werde sie auf jeden Fall genauso gut behandeln wie du es getan hast.« antwortete mir Brace und ich nickte bedächtig. Ja, das würde sie bestimmt.

    Am späten Abend, als es bereits dunkel war, packten Charly und ich unseren Transporter, denn wir hatten uns dafür entschieden, über Nacht zu fahren, da die Autobahn da um einiges leerer sein würde. Mit Brace zusammen hatten wir noch die Pferde versorgt und zusammen etwas leckeres gekocht und nun war es auch für uns Zeit, wieder zurück nach Hause zu fahren.
    »Wir sehen uns hoffentlich bald wieder, oder?« fragte ich Brace, als ich sie zum Abschied ein letztes Mal drückte.
    »Natürlich werden wir das, da bin ich mir sicher.« Sie lächelte mich fröhlich an, bevor sie auch Charly umarmte.
    Nun war es wirklich Zeit für uns zum Gehen und Charly und ich stiegen in unser Auto, natürlich Charly am Steuer, ich konnte immer noch nicht fahren, um verließen das Gestüt und auch Winterzauber, welche hier hoffentlich ein neues Heim gefunden hatte.[​IMG]
    Distanztraining E → A | 16.417 Zeichen | © Canyon
    31. März 2016

    Es war noch früh am Morgen, als Charly unseren kleinen Transporter von der Autobahn herunter lenkte und auf einen verlassenen Parkplatz abstellte. Ein stetiger leichter Nieselregen begleitete uns, seitdem wir die Grenze nach Slowenien überschritten hatten und so schaute Charly etwas enttäuscht rein, als sie die Fahrertür öffnete uns sich ihre Regenjacke überwarf.
    »Einmal, einmal bin ich in Slowenien und was ist, das Wetter spielt nicht mit. Wer weiß, wann ich das nächste Mal hier bin!» murrte sie grimmig, als sie zum Pferdeanhänger stapfte, der hinten an uns dran hing.
    Ich brauchte etwas länger, um ihr zu folgen, da ich mit meiner Regenjacke einen gefährlichen Kampf ausfochtete, da sie einfach nicht aus meinem, wie immer voll bepacktem, Rucksack heraus wollte. Als dies allerdings soweit war, beeilte ich mich zu Charly aufzuschließen, denn auch ich wollte unbedingt sehen, wie es meiner Stute ging.
    Winterzaubers hübscher Kopf streckte sich mir bereits aus der kleinen Tür entgegen. Ihre Nüstern blähte sich auf und versuchten die frische und feuchte Luft einzuatmen.
    »Wizza warte lieber noch und atme nicht die stinkende Autobahnluft ein, sobald wir bei Brace sind, hast du wieder frische Luft!« sagte ich zu ihr und streichelte den hübschen Kopf.
    »Sie scheint die lange Autofahrt echt entspannt zu sehen, ich kenne da einige Pferde, welche nicht so ruhig stehen würden.« meinte Charly anerkennend und griff nach einer Möhre in ihrer Jackentasche, welche sie Winterzauber hinhielt. Genüsslich griff die große Stute zu und kaute mit viel Schwung den Leckerbissen. Ich vermisste meinen Schützling jetzt schon, wusste jedoch, dass sie kein besseres neues zu Hause hätte finden können, als bei meiner Freundin Brace. Bei mir war die große Warmblutstute die einzige ihrer Rasse gewesen und hatte all ihre Weidegefährten um einige Zentimeter überragt, doch nun würde sie ihre Tage endlich mit gleichgesinnten verbringen können, auch wenn ich wusste, dass unsere Nelly und unsere Amie sie sehr vermissen würden.
    »Wie lange brauchen wir noch, bis wir bei Brace sind?« fragte mich Charly, als wir nach einer kleinen Pause wieder ins Auto einstiegen.
    »Nicht mehr lange, ich schätze mal, dass wir in einer dreiviertel Stunde bereits vor den Toren des Gestüts Burning Springs stehen.«

    Eigentlich war ich nicht die beste im Schätzen, aber heute hatte ich ausnahmsweise mal recht gehabt. Eine knappe dreiviertel Stunde später befuhren wir das Gestüt einer meiner besten Bekannten, welche mich natürlich bereits erwartete. Vor wenigen Minuten hatte ich ihr Bescheid gesagt, denn natürlich wollte sie uns empfangen.
    Zum Glück war das Wetter etwas besser geworden und obwohl der Himmel noch von einer dicken Schicht grauer Wolken verhangen war, kam kein Regen mehr herunter.
    »Mio! Schön dich endlich wieder zu sehen und du musst dann sicherlich Charly sein, oder?« begrüßte uns Brace so fröhlich wie eh und je. Nach einer kurzen Begrüßung beeilten wir uns, Winterzauber aus ihrer Box zu befreien. Wir waren lange unterwegs gewesen und obwohl sie genügen Wasser und Heu gehabt hatte, war sie natürlich erschöpft von der Anstrengung.
    Innerhalb weniger Minuten war meine, noch war sie meine, Trakehnerstute aus dem Anhänger und stand nun etwas überwältigt vor uns.
    Sie hatte eine dicke Decke auf ihrem Rücken, sowie neue Transportgamaschen an den Beinen, welche ich Brace gleich mitgeben wollte. Sie waren hellgrün, genauso wie die Decke und harmonierten perfekt zu ihrer hellbraunen Farbe. Flink hatten wir ihr diese abgenommen, denn jetzt war echt wichtig, dass sie etwas Freiraum bekam.
    Wir hatten uns dafür entschieden, ihr ein kleines Weidestück zu geben, auf welcher sie sich nach der langen Reise ausreichend bewegen konnte. Ich drückte Brace den Führstrick in die Hände, welche ihn sanft in die Hände nahm. Jetzt war wohl der Augenblick, in dem ich meine Stute nicht mehr 'meine' nennen konnte, doch dafür strahlte die glückliche Brace umso mehr.
    »Komm Winnie, ab geht es auf deine wohlverdiente Weide!« sagte Brace fröhlich und führte sie in Richtung einer kleinen geschützten Koppel. Als sie Winterzauber von ihrem Halfter befreite und diese wild buckelnd, plötzlich wieder voller Energie, davon galoppierte, rollte eine kleine Träne aus meinen Augen, das glückliche Lächeln auf meinem Gesicht blieb jedoch erhalten. Bereits nach einigen Augenblicken hatte ich mich wieder gefasst, ich war mir sicher, dass meine Wizza hier ihr perfektes neues zu Hause gefunden hatte.

    Es war schon erstaunlich, was sich in den letzten Monaten so an Zubehör von Winterzauber angelagert hatte. Natürlich hatten wir alles mitgenommen, denn die Stute sollte sich so schnell und mit so vielen guten Erinnerungen wie möglich an ihre neue Heimat gewöhnen. Egal ob ihre Bürsten, Halfter, zig Decken und Sattelpads, alles hatte die Reise von Frankreich nach Slowenien angetreten und musste nun in der Sattelkammer von Brace verstaut werden. Selbst ich hätte nie gedacht, dass Wizza so viel hatte, aber nun, war es doch eine erstaunliche Menge.
    Nachdem auch dies geschehen war, besichtigten wir noch die neue Box von Winterzauber und ich musste gestehen, dass sich Brace echt verdammt viel Mühe gegeben hatte, sich bei ihr einzuschleimen.
    Die Stimmung war recht ausgelassen und meine traurigen Gedanken verschwanden so schnell, wie ich es gar nicht für möglich gehalten hätte. Natürlich war ich ja nicht nur zum Spaß hier, dafür hätte sich die weite Reise übers Wochenende nicht gelohnt, sondern drei von Bracelets Pferden benötigten dringend mal wieder etwas Training.
    Batman's Rendezvous, Takada und Party Shaker sollten diesmal meine Patienten sein und während ich Takada und Party bereits beim letzten Mal trainiert hatte, war Batman noch ein Neuling für mich.
    Bereits am frühen Abend nahm ich mir die Zeit, alle drei der Reihe nach zu longieren. Ich zögerte es nicht unnötig in die Länge, denn ich wollte nur die drei Trakehner an meine Stimme gewöhnen und sie vielleicht etwas auf den morgigen Tag vorbereiten.

    Ein weiterer Vorteil, dass Charly mitgekommen war, lag darin, dass wir nun drei Reiter und drei Pferde waren. Sollte ich mich nicht verrechnet haben, so sollte das genau stimmen. Ein kleines Problem lag noch darin, dass alle drei Pferde auf eine andere Stufe gebracht werden sollten, aber das wollte ich damit lösen, dass zwei Pferde einfach eine kleinere Runde drehen würden. Da ich die Trainerin war, würde ich Takada reiten. Die hübsche Scheckenstute lief bereits auf L Niveau und hatte mich beim letzten Mal bereits hoch auf begeistert.
    Auch die anderen beiden Pferde waren schnell verteilt und da Party Shaker etwas mehr laufen musste als Baty, durfte Charly ihn reiten. Man merkte es Charly kaum an, aber sie freute sich riesig, die Landschaft von Slowenien endlich kennenzulernen.
    Wir starteten am nächsten Morgen, gleich nachdem wir zusammen alle Pferde versorgt hatten. Jeder von uns hatte einen Rucksack mit all den wichtigen Utensilien auf den Schultern und die drei Pferde waren gründlich geputzt und distanzmäßig ausgestattet. Auch das Wetter machte einigermaßen mit, es war zwar nicht übermäßig warm und auch der Himmel war von Wolken verhangen, allerdings wehte eine warme Briese über unsere Gesichter, welche den Distanzritt sicherlich noch schöner machen würde.
    Auch wenn ich schon einmal einen Geländeritt in Slowenien unternommen hatte, war Brace heute eine unserer wichtigsten Personen, denn natürlich kannte sie die Reitwege um ihr Gestüt herum und wusste genau, wo heute unser Weg entlang führen würde.
    Eine Erholungspause alle zehn Kilometer war bei mir der Durchschnitt und auch diesmal würden wir nach geeigneten Stellen Ausschau halten, an welchen wir kurz rasten konnten.
    »Seid ihr alle abflugbereit?« fragte ich in die kleine Runde, während ich bei meiner Takada noch einmal den Sattelsitz kontrollierte. Brace nickte aufgeregt, während Charly nur kurz knurrte. Sie hatte bereits schon einige Trainingseinheiten in der Distanz hinter sich und wusste bereits fast genauso viel wie ich, auch wenn sie offiziell keine Trainerin war.
    »Na dann lasst uns starten, bevor das Wetter noch wechselt!« sprach ich unseren Startsatz und zog mich auf Takada, während es mir Charly und Brace bei Party und Batman gleich taten.
    Den Ritt begannen wir mit einigen Lockerungs- und Erwärmungsübungen, welche wir gleich im Gelände durchführten. Für einen Distanzritt war es wichtig, dass die Pferde im Gelände die Ruhe behielten und vor nichts zurückschreckten, sei es ein Traktor, ein Hund oder eben nur etwas Dehnung, auch ohne den weichen Sand unter den Füßen.
    Wir wärmten unsere Pferde im gemütlichen Schritt etwas auf, bevor wir das Tempo etwas anzogen und sie stetig nach vorne trieben. Natürlich war Batman noch viel unerfahrener al die anderen beiden, jedoch kannte Brace ihren Hengst recht gut, weswegen sie die ihr zugeteilte Aufgabe gut meisterte Zwar musste Batman im gleiche Tempo wie die anderen Laufen, hatte dafür jedoch nur zwanzig Kilometer bis zum Ziel, ich und Takada hatten das Doppelte.
    Als wir etwas später antrabten, merkte ich sofort, dass Takada schnelle und fließende Gänge hatte und leicht auch auf unebenem Boden lief – Auf jeden Fall gute Voraussetzungen für ein gutes Distanzpferd. Außerdem hatte sie ja auch schon recht viel Training gehabt, weswegen das nur logisch war.
    Auch als ich uns die Aufgabe gab, etwas Slalom durch die Bäume zu laufen, um die Wendigkeit der Pferde zu testen, zeigten alle drei ihre Geschicklichkeit, jedoch stellten sich hier Party und Charly am besten an, denn sie schlängelten sich sogar durch die engsten Baumlücken, vor welchen Batman dann doch respektvoll Abstand hielt.
    Auf geeigneter Fläche galoppierten wir an und hielten das Tempo auch einige Zeit durch, auch wenn Takada etwas schneller als die anderen beiden war und wir so etwas vorritten.
    Vor unserer ersten Pause versuchten wir den Puls der Pferde wieder etwas zu senken, denn wenn bei einem richtigen Ritt der Puls höher als 64 war und sich nicht in bestimmter Zeit senkte, bestand die Möglichkeit, dass man disqualifiziert wurde.
    Die Pause legten wir dann an einem kleinen See ein, bei welchem wir jedoch darauf achteten, dass die Pferde nicht allzu lange mit den Füßen im Wasser waren, denn es war noch nicht so warm, dass es nicht schaden würde.
    Wir gaben ihnen fünf Minuten Ausruhzeit, in welcher wir alle etwas trinken konnte, bevor wir die Pulsmesser aus dem Rucksack kramten und jedem unserer Pferde die Werte abnahmen.
    Nachdem wir uns noch kurz eine Pause gegönnt hatten, schwangen wir uns wieder in die Sättel und setzten unseren Ritt fort. Mittlerweile konnte man gut erkennen, welches Pferd bereits im Distanzsport mehr trainiert wurde als andere, denn das verschwitzte Fell von Batman und das noch fast trockene von Takada waren ein himmelweiter Unterschied. Zum Glück verabschiedeten wir uns bereits kurze Zeit später schon von Brace, welche mit Batman nun einen anderen weg zurück nach Hause einschlagen würde, denn in diesem Tempo würde der junge Hengst bald zusammenklappen und das war ja nicht das Ziel des Trainings.
    An einer Kreuzung erklärte mir Brace noch einmal kurz den Weg, welchen wir zu reiten hatten, bevor wir uns gegenseitig noch Glück für den restlichen Ritt wünschten. Da Brace und Batman nun ihr eigenes Tempo reiten würden, konnten Charly und ich unser Durchschnittstempo nochmal etwas erhöhen, was natürlich bedeutete, dass wir noch mehr auf die Gesundheit der beiden Trakehner achten mussten.
    »Charly lass Party mal etwas mehr am langen Zügel laufen, ich weiß, dass kurze Zügel dir mehr Sicherheit geben, ist jedoch für Party sehr unangenehm und kontraproduktiv.« gab ich Charly einen Tipp, welche darauf nur wie immer kurz knurrte, aber trotzdem die Zügel langsam aus der Hand gleiten ließ.
    Party und Takada hatten beide ein gleiches Trabtempo gefunden, sodass wir gut nebeneinander reiten konnten, wenn es die Wege zuließen. Takadas Schritte waren etwas größer als die von Party, jedoch war Party gewändiger und lief etwas flacher, was natürlich beides so seine Vorteile hatte.
    Nach weiteren zehn Kilometern legte wir die nächste Pause ein, welche wir genauso aufbauten, wie die davor. Sollte alles gut verlaufen sein, musste Brace mittlerweile bereits wieder auf dem Gestüt zurück sein und Batman graste bereits gemütlich auf einer Weide.
    Nach der zweiten Pause verließ mich bereits auch schon Charly, bei welcher ich mir kaum Sorgen machte, dass sie den Weg nicht zurück nźum gestüt fand, denn ihr Orientierungssinn war einfach unschlagbar. Party hatte sich gut geschlagen und war stetig aufmerksam und ruhig geblieben und hatte sich nicht davon abschrecken lassen, etwas neues zu probieren.
    Mittlerweile hatten wir bereits über 25 Kilometer geschafft und obwohl das Tempo bereits recht hoch war, hielt Takada immer noch tapfer durch. Natürlich war nun auch bei ihr das Fell langsam verschwitzt, aber das war auch auf diesem Level noch vollkommen normal. Ich musste nur darauf achten, dass sie sich nicht überarbeitete.
    Fast so als hätte ich es voraus gesehen, wechselte das Wetter kurz darauf rasant. Wir waren bei warmen Temperaturen und einer milden Briese losgeritten und mittlerweile stürmte es regelrecht und dazu hatte es auch noch angefangen leicht zu hageln, auch wenn der Hagel bald durch den Regen wich. Innerhalb kurzer Zeit war ich trotz Regenmantel durchnässt und abgefroren, Takada jedoch schien der Wetterwechsel nichts auszumachen – Noch eine gute Eigenschaft eines Distanzpferdes, welches Takada besaß, denn das Pferd musste durch Wind, Regen und Schnee problemlos laufen können und das auch noch in unbekannten Gebieten und Strecken.
    Weiterhin machte ich aller 10 Kilometer an geeigneten Stellen Rast und achtete darauf, dass die verschwitzte Scheckstute genügend zu trinken bekam. Irgendwann sah ich bereits das Gestüt an einem Straßenschild ausgeschildert und auch Takada wusste, dass wir es gleich geschafft hatten. Ich als Trainerin war diese langen Ritte gewöhnt, doch die Stute unter mir kämpfte ganz schön auf den letzten Schritten.
    Sobald wir jedoch das Gestüt betreten hatten, ließ ich mich aus dem Sattel gleiten, legte der Stute den Sattel ab und eine Decke auf und brachte sie in die trockene und gemütliche Box, wo ich ihr gleich darauf die letzten Pulswerte nahm und diese notierte. Natürlich bekam die Stute gleich Möhren in den Mund gesteckt und etwas Heu und Kraftfutter zur Stärkung. Nachher würden wir sie noch zu den anderen nach draußen bringen, doch jetzt hatte sie sich eine kleine Ruhepause gegönnt.

    Brace und Charly fand ich im Wohnhaus sitzend, wo sie sich vor dem schlechten Wetter drückten und fröhlich über mir unbekannte Themen quatschten.
    »Na ihr's?« begrüßte ich die Beiden, bevor ich mich zu ihnen auf die Couch quetschte, um auch an dem Gespräch teilhaben zu können. »Habr ihr beide gut nach Hause gefunden?«
    Natürlich hatten sie, immerhin wohnte Brace hier und Charlys Orientierungssinn war weithin der Beste.
    Wir verbrachten zusammen einen gemütlichen Nachmittag, gingen, als der Regen endlich zu Ende war, raus zu den Pferden und ich genoss die letzte Chance, meine Wizza zu beobachten. Die hübsche Stute stand auf einer kleineren Weide neben den Stutenweiden und graste genüsslich vor sich hin. Trotzdem hob sie des öfteren ihren schicken Kopf in die Höhe und warf einen Blick zu den anderen.
    »Sie wird es gut bei dir haben«, sagte ich eher zu mir als zu Brace, welche neben mir stand.
    »Ja ich hoffe mal, dass ihr es bei mir genauso gut geht wie bei dir. Ich werde sie auf jeden Fall genauso gut behandeln wie du es getan hast.« antwortete mir Brace und ich nickte bedächtig. Ja, das würde sie bestimmt.

    Am späten Abend, als es bereits dunkel war, packten Charly und ich unseren Transporter, denn wir hatten uns dafür entschieden, über Nacht zu fahren, da die Autobahn da um einiges leerer sein würde. Mit Brace zusammen hatten wir noch die Pferde versorgt und zusammen etwas leckeres gekocht und nun war es auch für uns Zeit, wieder zurück nach Hause zu fahren.
    »Wir sehen uns hoffentlich bald wieder, oder?« fragte ich Brace, als ich sie zum Abschied ein letztes Mal drückte.
    »Natürlich werden wir das, da bin ich mir sicher.« Sie lächelte mich fröhlich an, bevor sie auch Charly umarmte.
    Nun war es wirklich Zeit für uns zum Gehen und Charly und ich stiegen in unser Auto, natürlich Charly am Steuer, ich konnte immer noch nicht fahren, um verließen das Gestüt und auch Winterzauber, welche hier hoffentlich ein neues Heim gefunden hatte.

    Galopptraining A-L
    Oktober 2016

    Obwohl mir die Kälte des heutigen Tag absolut zusetzte musste ich zwangsläufig früh aus dem Bett. Noch verschlafen zog ich mir meine Jacke über und schlüpfte in meine Reithose. Noch schnell die Stiefel angezogen, schon stand ich im Stall. Master Of Gold spitzte sofort neugierig die Öhrchen und streckte seinen Kopf aus seiner Box. Er beäugte mich neugierig während ich durch grinsend durch die Stallgasse ging. Als ich mit der Schubkarre, voll beladen mit Heu, vorfuhr schaute Master noch immer aus seiner Box. Er war ein wirklich intelligentes Pferd mit einer absolut genauen inneren Uhr. Heute schien er aber wirklich hungrig zu sein, weshalb er als erster seine morgendliche Ration bekam. Er sollte anschließend dann auch als erster gearbeitet werden. Der nächste im Bunde war Batman's Rendezvous, der heute noch entspannt döste, als ich seine Box öffnete. ,,Guter Junge.",sagte ich dann und tätschelte ihn am Hals als er versuchte der ganzen Sache Begeisterung abzugewinnen.
    Nachdem ich auch alle übrigen Pferde mit ihrem Heu verpflegt hatte ging ich in die Sattelkammer und putzte Masters Trense. Dann wischte ich noch schnell über den Sattel und hängte die beiden Dinge über meinen Transportcaddy, wie ich diesen zu nennen pflegte. Darauf stellte ich auch Masters große, schwarze Putzbox. Anschließend suchte ich mir noch eine hübsche Schabracke aus und nahm Masters Hartschalengamaschen, welche ich samt Hufglocken ebenfalls auf den Caddy legte.
    Dann ging ich damit wieder in die Stallgasse, wo ich mein Zeug neben Masters Box abstellte. Daraufhin ging ich zu ihm hinein und nahm seine Stalldecke herunter. Damit er allerdings nicht frieren musste warf ich ihm seine Abschwitzdecke über und halfterte ihn anschließend. ,,Komm.",sagte ich und er folgte mir brav in die Stallgasse, wo ich ihn links und rechts anband und begann ihn zu putzen.
    Anschließend stattete ich ihn mit seinem Springzubehör aus und zog meine Reithandschuhe und meinen Reithelm an. Dann nahm ich noch schnell meinen Springstock und ging mit meinem großen Braunen in die Springhalle, wo ich aufstieg und ihn erstmal im Schritt warm ritt.
    Diesen Trainingsmonat sollte er sicher einen M-Springparcours gehen können und dann offiziell auf dieser Leistungsklasse stehen. Die Höhe war absolut kein Problem für ihn. Doch die Weite und Technik war noch nicht perfekt. Bei der Weite verkalkulierte sich der Hengst immer wieder und auch mit der Distanz haderte es. Obwohl ich ein gutes Auge hatte war es für Master teilweise unmöglich richtig weg zu springen. Er sah die Distanz nämlich überhaupt nicht und vertraute mir je höher es wurde immer weniger. Eher ergriff er Eigeninitiative und sprang dann teilweise ins Hindernis oder viel zu hoch darüber hinweg.
    Zum Aufwärmen trabte ich ihn dann ein wenig vorwärts abwärts und ließ ihn erst locker galoppieren, während ich in den leichten Sitz ging. Dann nahmen wir drei mal ein kleines Kreuz und dann eine kleine Kombination aus Oxern der Klasse E.
    Erst dann ging es langsam ans Eingemachte. Drei L-Hindernisse ließ ich ihn in Folge springen ehe ich mich dann an niedrige M Höhe herantastete. Erst klappte alles gut doch als es dann breiter wurde ließ sich Master erneut schwer taxieren. Ich hatte wirklich hart zu arbeiten. Dennoch verlief das Training anschließend sehr gut und Master mauserte sich.
    Zu guter letzt ging ich am Platz etwas mit ihm Schritt ehe ich abstieg und ihn anschließend auf die Weide stellte.
    Batman nahm ich dann im fliegenden Wechsel auch gleich von der Koppel mit. Wie immer war er absolut eingesaut, weshalb ich eine gefühlte Ewigkeit an ihm herumputzte. Vor allem an den weißen Stellen seiner Scheckung war der Dreck sehr hartnäckig.
    Als er dann endlich fertig war stattete ich ihn mit seinem Springsattel und Gamaschen aus. Dann trenste ich ihn und ging mit ihm auf dem Viereck Schritt. Anschließend ging es auf die Rennbahn wo ich an Batmans Ausdauer und Schnelligkeit arbeitete. Er sollte am Ende des Monats auf Klasse L in Sachen Galopp stehen, was eine gute Basis für zukünftige Warmblutrennen darstellen sollte, was meinem Allrounder absolut lag und Spaß machte.
    Am Ende des Tages war ich absolut zufrieden mit meinen beiden Pferden und am Monatsende konnte ich guten Gewissens sagen, dass das Trainingsziel bei Beiden ausreichend erfüllt war.

    Springtraining
    April / A->L

    Dieser Monat stand für drei meiner Hengste ganz im Zeichen des Sprungs. Der Sprünge, um genau zu sein; zahlreich und hoch - höher - weiter.
    Master Of Gold wurde von der Klasse S* auf S** trainiert. Der riesige Hengst tat sich dabei extrem leicht und schwebte schwerelos wie eine Feder von Sprung zu Sprung. Die Höhe war für ihn kein Problem. Für mich jedoch waren aufgrund seiner Größe Kombinationen der Horror. Nicht weil er bei diesen nicht abspringen würde - das tat Goldy, wie ich ihn immer nannte, immer, wenn ich daran zurück denke wie er am Anfang des Monats wegen mir die falsche Distanz erwischte und zwei Oxer beinahe vollständig mitnahm, was unschöne Naben ergab. Das Problem an Kombinationen lag bei Master darin, dass er, wo andere Pferde zwei, wenn nicht drei Galoppsprünge benötigten, mit einem Großen durch kam. Anfangs versuchte ich noch ihn wenigstens zu zwei zu zwingen, doch es endete nur wieder damit, dass die Stange fiel, wenn er sich auch noch so übersprang um das Ganze irgendwie auszugleichen - mittlerweile ritt ich große, weite Galoppsprünge, da er ohnehin genug Vermögen hatte die S**-Höhe so zu nehmen.
    Batman's Rendezvous wurde diesen April von A nach L trainiert. Er zeigte wie immer Freude am Lernen und machte stetig Fortschritte. Er hatte dabei weder große Schwächen noch Stärken. Er tat es einfach immer einigermaßen solide und erledigte seine Aufgabe.
    Der Dritte im Bunde war Party Shaker, der es diesen Monat auf M schaffen sollte. Bei ihm machte mir der Beritt diesen Monat am Meisten Spaß, da er die meiste Entwicklung zeigte und die lustigsten Trainingsmethoden abbekam um sich zu verbessern. Für mich lustig - für ihn wohl eher anstrengend aber überaus effizient.

    Dressurtraining A->L
    Juni 2017

    Der Juni kam schneller als gedacht und ebenso Batman's Rendezvous' Trainingsfortschritte in der Dressur. Eigentlich hatte ich gar nicht vor den Fuchsschecken in jener Sparte weiterzutrainieren. Das Schicksaal, oder wie man es auch immer nennen mag, hatte allerdings andere Pläne. Batman entwickelte sich nämlich ausgezeichnet und die neuen L-Lektionen schienen für ihn ein Klacks zu sein.
    Natürlich dauerte es seine Zeit bis der rotweiße Hengst schließlich sicher L lief. Dennoch war es bloß eine Frage der Zeit und diese war mir beantwortet worden: Mitte Juni.
    Ich freute mich sehr, dass sich der Große so gut machte und dachte anschließend sogar über eine Körungsteilnahme mit ihm nach. War er schon so weit?

    Die Körung
    Auch für Batman's Rendezvous war der Juni ein sehr aufregendes Monat. Nicht nur deswegen, aber definitiv zu einem großen, nicht unerheblichen Teil, auch deswegen, weil es zur Hengstkörung ging. Der 489. Hengstkörung für Hengste mit Grundfarben, die auch Scheckungen haben durften, wie sie Batmans wunderschönes, glänzendes Fell zierte, um genau zu sein.
    Der Vormittag verlief sehr ruhig. Erst gegen ein Uhr mittags ging es für uns Zwei auf den Abreiteplatz und anschließend in die riesige Dressurarena. ,,Meine Damen und Herren! Sie sehen nun das nächste Reiterpaar: Bracelet und Batman's Rendezvous, ein Trakehnerhengst, wie er im Buche steht!'',dröhnte es aus den Lautsprechern in die Halle.
    Die erste Aufgabe, die ich meinem absolut gelassenen Pferd stellte, war eine Haltparade aus dem Trab, die er perfekt geschlossen stehend mit Bravour meisterte. Es folgte der Richtergruß. Anschließend hieß es wieder, und zwar vom Fleck weg, antraben. Diese Lektion klappte ebenso schön wie die vorhergehende. Es folgte eine dreifache Schlangenlinie, Volten und Zirkel. Im Galopp zeigte Batman dann einen wunderbaren fliegenden Galoppwechsel beim aus dem Zirkel wechseln. In den Galopp- und Trablektionen zeigte sich mein Schecke von seiner besten Seite und präsentierte dem Publikum all seine Vorzüge. Auch im Schritt, den wir ebenso auf beiden Händen zeigten, machte sich Baty, wie ich mein Pferd immer liebevoll nannte, richtig gut. Er dehnte sich brav und zeigte deutlich seinen Übertritt, der mir besonders gefiel.
    Nach der Darbietung folgte eine weitere Haltparade, die genauso gut endete wie die Erste. Anschließend folgte erneut der Richtergruß. ,,Guuuter Junge!'',lobte ich meinen hengst anschließend währen wir im Schritt am hingegebenen Zügel die Dressurarena unter tosendem Applaus verließen. Das nenne ich mal einen gelungenen Tag! Wie immer das Ergebnis nun auch sein mag, ich war stolz auf meinen wunderschönen Hengst.
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    Ein Bild von AliciaFarina
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Juni 2017
  12. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    Die Abstimmung läuft bis zum 17.06. um 19:45 Uhr.

    tc Amor Casdove wurde disqualifiziert, da es sich nicht um eine Grundfarbe handelt (siehe Regeln).​
     
Status des Themas:
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