[HK 489] Grundfarben

Dieses Thema im Forum "Hengstkörungen" wurde erstellt von Rhapsody, 14 März 2017.

  1. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    [HK 489] Grundfarben
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    Regeln:
    - Es dürfen nur Hengste teilnehmen! (Keine Stuten,Wallache oder Fohlen)
    - Jeder darf nur mit einem Hengst teilnehmen
    - Der Hengst muss eine der folgenden Fellfarben haben: Fuchs, Rappe, Brauner/Schwarzbrauner (Grundfarben). Tobiano-, Overoschecken, Schimmel und Pferde mit Birdcatcher Spots o.Ä. dieser Farben sind erlaubt; Sabinos, Rabicanos, Leoparden etc. nicht.
    Fall Schimmel: Ist im Steckbrief nicht spezifiziert, um welche Art Schimmel es sich handelt (Rappschimmel, Buckskinschimmel, etc.), so ist der Hengst an der HK 489 anzumelden.
    - Bei Unsicherheiten: PN an mich (Rhapsody)
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com!
    - 5 Joellen an mich (Rhapsody) mit dem Grund: HK 489
    - Teilnehmerzahl ist auf 10 Pferde beschränkt!
    - Bitte nur vollständige Teilnahmen einfügen
    - Das Pferd muss unbewegt vor dem Kürtext und Steckbrief auf einem offiziellen Hintergrund ersichtlich sein (verlinken reicht nicht)
    - Zusätzlich darf ein Bewegungsbild auf einem beliebigen Hintergrund hinzugefügt werden (das Bild darf allerdings nicht vor dem Hauptbild stehen)

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, sie darf geführt oder geritten werden:
    - Betreten der Halle/des Platzes und anschließendes Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerhengste werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    (muss verlinkt sein)
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz

    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerb-Schleife
    1 Punkt für jede Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte für jede Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Bild mit Zubehör
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Bild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:

    Username
    Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Teilnahmen und Überweisungen
    [1] ... ✔
    [2] ... ✔
    [3] ... ✔
    [4] ... ✔
    [5] ... ✔
    [6] ... ✔
    [7] ... ✔


    Disqualifizierungen
    ...

    Viel Erfolg!
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Mai 2017 um 10:20 AM Uhr
  2. Occulta

    Occulta actually dead Staff

    meine Teilnahme mit...
    Estragon Sky

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    Steckbrief
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    Vom: -

    Aus der: -


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    Rufname: Artemis
    Geburtstag: Oktober
    Alter: 9 Jahre
    Stockmaß: 1,69 m
    Rasse: Achal Tekkiner
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Gray
    (aa,Ee,Gg)
    Abzeichen: -
    Gesundheit: sehr gut


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    scheu, skeptisch, treu,verschmust


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    Estragon Sky ist eines dieser Pferde, die eine klar definierte Bezugsperson brauchen und sozusagen auch nur diese akzeptieren - gegenüber Unbekannten (dazu zählen auch Hufschmied und Tierarzt) ist der Hengst scheu und teilweise skeptisch, d.h. die Ohren sind das ein oder andere Mal angelegt. Ist man allerdings einmal zu ihm durchgedrungen, findet man ein kompromissfähiges, verschmustes Pferd, das in jedem Fall mit seinem Reiter zusammenarbeitet und keinerlei böse Absichten hegt.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Nuray und Occulta
    VKR: Nuray
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -


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    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: L
    Spring Klasse: L
    Military Klasse: M
    Dressur Klasse: M
    Distanz Klasse: L

    Eignung: Distanz, Springen/Military
    Eingeritten: Ja


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    1. Platz 292. Dressurturnier
    1. Platz 384. Dressurturnier
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    2. Platz 344. Dressurturnier
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    2. Platz 324. Westernturnier
    2. Platz 338. Westernturnier
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    2. Platz 270. Militaryturnier
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    3. Platz 256. Militaryturnier
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    3. Platz 374. Springturnier
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    Artemis's Spind

    HS-Bericht
    Rinnaja
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    Ich hatte am Morgen einen Anruf von Occulta ich sollte vorbei kommen und die Hufen von Flintstone und Estragon Sky kontrollieren. Ich packte alle meine Sachen zusammen und machte mich umgehend auf den weg zu hier. Als ich nach einer guten Stunde Fahrt bei Occulta an kam suchte ich sie auf Hof. Occu war aber schnell gefunden wir begrüßten und und zusammen gingen wir zu weite um beide Pferde zu holen. Sie erklärte mir das Flintstone ein Sensibel ist aber den noch unkompliziert und ich keine Problem haben sollte ihn seine Hufen zu machen bei Estragon Sky sagte sie mir auch kurz und kapp das er keine Fremden mag und skeptisch ist. Ich dachte mir nur das wird keiner leichter Fall aber den noch sagte ich zu Occu das es kein Problem sei und ich mich sofort an die Arbeit machen wurde und hier beschied geben wurde falls ich Probleme habe oder Hilfe brauchte. Sie nickte und verschwand wieder im einen der vielen Stallen die hier auf den Großen Hof sind. Zuerst nahm ich mir Flintstone zur Brust. Ich streichelte ihn und guckte mir in ruhe seine Hufen an und was ich machen musste. Neben bei redet ich mit dem 1.57 Großen Painto Hengst. Er war ganz einspannt und ich fing an zu Arbeiten. Ich holte meine Hufschneidezange meine Raspel und Hufmesser und fing an zu erst nahm ich die Hufschneidezange um des Teagrandes zu kurzen. Flintstone blieb dabei locker stehen als ich das Hufmesser nahm um den Rest zu bearbeiten. Als das alles Ordentlich erledigt war nahm ich noch die Raspel um den Huf aus zu bessern. Das machte ich mit den Restlich 3 anderen Huf auch. Neben bei Lobte oder Redete ich mit Flintstone .Weil er ab und zu zuckte oder Sensibel auf meine art und weiße Reagierte. Sonst war der Hengst ganz brav und ließ alles mit sich machen was zu einer Entspannte Arbeit wurde. Als ich mit Flintstone Fertig war holte ich Occu damit sie noch mal mit Flintstone auf und ab laufen tut damit ich sehen konnte ob ich meine Arbeit Richtig gemacht hatte. Aber es sah alles okay aus und so konnte Flintstone wieder auf die Weide. Jetzt ging es zum 2 Pferd. Er hieß Estragon Sky und war ein Traumhafter Achal Tekkiner der mich schon die ganze Zeit Skeptisch aus dem Augen Winkel beobachtet. Ich redet leise und ruhg auf den 1.69 großen Hengst ein und beruhigte ihn. Ich versuchte sein vertrauen in dieser Kurzen Zeit so gut es ging zu gewinnen und konnte so mit erst mal den ersten Hufen nehmen. Auch da fing ich an den Hufen aus zu schneiden und mit der Hufschneidezange den Huf Tragrand zu kurzen. Ich stelle den Huf kurz ab und Lobte Estragon Sky bevor ich den Huf wieder nahm und mit der Raspel weiter an den Huf Arbeite. Jeder Schritt jeder Bewegung wurde aber von Estragon Sky beobachtet. wenn ich zu schnell war wich er zurück oder einen Falsche Bewegung machte. Wie Occu mir schon gesagt hatte war der Hengst sehr Skeptisch. Ich war ja auch eine Fremde und zum ersten mal da und er konnte ja auch nicht wissen das ich ihn nicht Bosses Wollte. Ich machte die anderen 3 Hufen bei Estragon Sky auch zugig Fertig und streichelte ihn zum Schluss und gab kleines Leckerbissen. Er hatte es auch nun überstanden. auch er war Fertig und Occu die grade kam um zu gucken ob alles in Ordnung war konnte ihn zurück zum Stall Bringen. Ich packte meine sachen wieder alle zu sammen und brachte sie zum Auto und verabschiedet mich von Occu.
    3336 Zeichen Text by Rinnaja
    7 Okt. 2016

    TA-Bericht
    Eddi
    Tierärztliche Klinik Caen

    Heute ging es für mich noch nach Pineforest. Dort hatte ich meine beiden letzten Patienten für dieses Jahr. Occulta Smith hatte noch einen Termin für mich und so begrüßte ich sie nun auch herzlich, ehe wir auch direkt in den Stall gingen. Wir begannen mit ihrem Vollbluthengst Rosenprinz, welcher einfach kurz durchgecheckt werden sollte. Deshalb führte Occulta ihn mir auch als erstes im Schritt und Trab vor, damit ich mir ein Bild von dem Hengst machen konnte.
    Danach horchte ich Herz und Lunge ab und nahm Augen und Zähne genauer unter die Lupe. Rosenprinz schien aber rundum fit zu sein, so dass ich ihn guten Gewissens impfen und entwurmen konnte. Dann war er auch schon fertig, ich erneuerte nur noch den Impfpass und schon konnte Occulta den zweiten Patienten holen gehen. Dabei handelte es sich um Estragon Sky. Auch ihn sollte ich allgemein untersuchen, weshalb er erst einmal vorgeführt wurde, ehe ich auch ihn abhörte.
    Occulta hatte mir bereits gesagt, dass der Hengst unter Husten litt, aber seine Lunge klang frei, dementsprechend war es nur ein leichter Infekt. Aus dem Grund verzichtete ich vorerst auf Antibiotikum, da Estragon Sky auch keiner von Occultas Rennern war, sondern durchaus auch eine Pause machen konnte. Stattdessen gab ich ihr Globuli, welche entzündungshemmend und schleimlösend wirken sollten.
    "Sieben Tage lang morgens und abends eine. Wenn es dann noch nicht besser ist, ruf mich an", erklärte ich lächelnd und reichte ihr das kleine Döschen. Estragon Sky schaute direkt neugierig, als er das Geräusch der kleinen Pillen hörte. Die meisten Pferde fraßen Globuli sehr gerne, sie waren sowieso sehr klein und schmeckten eigentlich nach nichts.
    Mein Dienst bei Occulta war nun getan, weshalb ich ihr einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschte und mich dann auch schon auf den Heimweg machte.
    29 Dez. 2016

    Trainingsberichte [5]
    Cascar, 24.10.2014
    Stufenerhöhung Springen (E/A)
    Sammelbericht / (c) Cascar

    Heute wartet auf mich ein, ehrlich, gewagtes Experiment. Und der Leitung von Maria und Marc sollen Jessica, Arthur und ich Serafino, Karthago und Essig im Springen weiterbringen. Ich muss sagen, eigentlich bin ich optimistisch. Meine Beiden Kameraden reiten nicht perfekt, aber sie kennen ihre Pferde und es geht momentan nur um die Stufe A. Was mach betrifft.. Ich mache mein eigenes Ding, für Estragon Sky, meinen heimlichen Stern auf dem Hof. Der Hengst ist kürzlich bei seinem ersten Dressurturnier gestartet - und hat gewonnen. Jetzt soll er auch den Springsport kennenlernen, um nachher in beiden Disziplinen Erfolge erzielen zu können. Ich würde also sagen, wir haben unterschiedliche Vorsätze. Auf dem Putzplatz herrscht am späten Morgen des 24ten Oktobers gute Laune; jeder putzt sein Pferd. Mein Tekken kennt die anderen beiden Hengste nicht, scheint sich aber förmlich zu unterwerfen. Er bleibt freundlich und ist während des Putzens allgemein sehr diszipliniert. Für alle gibt es im Anschluss Sattel, Trense und Gamaschen. Essig steigert sich in eine Mischung aus Spannung und Euphorie hinein; er wird hibbeliger, sieht seine Welt klarer und beginnt zu schwitzen. Ich gebe das Zeichen zum Aufbruch und wenig später longieren wir zu dritt unser jeweiliges Pferd auf dem Dressurplatz. Ich muss sagen, dass alle Pferde ein wenig aufgeregt sind, ich ja auch. Normalerweise bin ich mit meinem Partner allein, aber so… Das Longieren und anschließende Warmreiten läuft gut. Die Hengste stacheln sich nur gegenseitig an - von jedem Reiter wird Erfahrung und Kraft gefordert, um sein Tier kurz zu halten und eben nicht in Stechtrab oder Renngalopp Runden zu drehen. Da kommt ein wenig Beschäftigung doch gut. Maria und Marc (ja, wir sind mittlerweile auf dem Springplatz) geben die kleinen E's frei, in einer Art Abteilung wärmen wir da die Pferde auf. Die Sprünge werden erhöht, jeder bekommt seine eigene Kombination, nach fünfzehn Minuten wird gewechselt, bis jeder mal A gesprungen ist und das auch gut. Als wir nun für kurze Zeit auf den Hufschlag verbannt werden, hat sich die allgemeine Aufregung gelegt - niemand redet, eine tiefe Ruhe hat sich ausgebreitet. So weit war es also schon. Jessica und Arthur werden nach draußen verbannt, damit mein Hengst und ich freie Bahn haben. Und die nutzen wir - fehlerfrei und unglaublich grazil und sicher auf Risiko schafft Essig den Parcours. Ich bin begeistert und streichle den feuchten Hals meines Pferdes. So will ich das sehen. Ich steige direkt nach dem Durchparieren ab, lockere den Sattelgurt und verlasse die Halle Richtung Putzplatz. Da nehme ich mir dann auch wirklich Zeit für den erschöpften Schimmel - ich putze erst gründlich, dann bekommt er mit der Abschwitzdecke auf dem Rücken sein Kraftfutter. Es dauert nicht lange und meine beiden (oder besser: vier) Freunde treffen glücklich ein und tun mir alles nach, bis wir schließlich über unseren Ritt quatschen, während unsere Pferde neben der gepflasterten Fläche grasen. Der Mittag ist schließlich vorbei, die Pferde sind trocken und dürfen auf ihre jeweiligen Weiden - eine gelungene Stufenerhöhung für Alle feiern.

    Ally
    Distanztraining E-A

    Life goes on and it be like that sometimes. So hatte ich mich jetzt von den meisten Pferden in meinem Stall getrennt, darunter auch Skyrim und Flightless Bird, und so weh es auch tat, wusste ich, dass sie alle etwas besseres verdient hatten als das Whitmore Stud. Das Whitmore Stud stand jetzt leer und würde bald verkauft werden. Nur noch mein Ausbildungsbetrieb war intakt, allerdings bildete ich jetzt nur noch Pferde auf anderen Höfen aus. Schon bald kamen die ersten Aufträge und einer davon war von Occulta Smith, an die ich Skyrim verkauft hatte. Sie war eine gute Freundin von mir und so machte ich mich früh auf den Weg, um ihren Hengst Estragon Sky auszubilden. Das Training würde sich über mehrere Tage ziehen, da ich ihn in der Distanz ausbilden sollte, was ein langer Weg war; das Pferd musste daran gewöhnt werden, in fremden Umgebungen entspannt zu sein und natürlich genug Muskelmasse aufbauen. Estragon Sky, auch Artemis genannt, war ein Achal Tekkiner und wurde zum Glück schon seit seiner Geburt für die Distanz ausgebildet, weswegen ihm an Muskelmasse kaum etwas fehlte. Er war allerdings sehr scheu und skeptisch, zwar an eine Bezugsperson gebunden, aber ich wusste nicht, wie er auf fremde Umgebung reagierte.

    Das testete ich sofort am ersten Tag aus, indem ich Occulta auf ihn setzte und mich selbst auf ein anderes Distanzpferd und wir einen kleinen Ausflug machten, der allerdings an keinem der sonst bekannten Wege entlang ging. Als erstes ging es durch den Wald, und Artemis merkte sofort an dem unebenen Boden, dass es nicht der normale Wald war, in dem sie sonst immer waren. Dennoch blieb er ziemlich ruhig, da Occulta mir selbstbewusst folgte. Nach zwanzig Minuten ritten wir an einem Feld entlang, wo wir kurz trabten, und zufrieden stellte ich fest, dass Artemis ein sehr gemütliches Pferd war und trotz der großen Galoppfläche kein Interesse daran zeigte, los zu düsen. Er reagierte ebenfalls sehr fein auf Occultas Hilfen, bog sich um jeden Baum, der im Weg stand und hatte auch nichts gegen die Hügel, die wir überquerten. Kurz danach ritten wir an einer befahrenen Hauptstraße entlang, und Occu sollte mit Artemis vorreiten. Er zeigte sich kurz etwas unsicher wegen dem lauten Dröhnen der Autos, aber schon wieder stellte ich fest, wie stark der Hengst an Occulta gebunden war. Sobald sie sich entspannt zeigte, wurde auch er automatisch ruhiger und vertraute ihr komplett. Wir überquerten die Hauptstraße und ritten einen Berg hoch; links war ein Wald, rechts ein Abhang, der mehrere Meter steil hinunter ging. Der Trampelpfad, dem wir folgten, war voller Wurzeln und Steinen, denen Artemis aber gekonnt ausweichen konnte. Ich erklärte Occulta, dass man den Pferden bei Hügeln und Wegen mit Wurzeln und Steinen viel Zügel lassen sollte. Viele klammerten sich an die Zügel, dachten, das gäbe dem Pferd und dem Reiter gleichzeitig mehr Sicherheit, aber das Pferd brauchte seinen Hals, um sich auszubalancieren, und das Pferd wog mehr als der Mensch; es wusste besser, welcher Boden sein eigenes Gewicht besser aushalten konnte. Nach einiger Zeit ging es wieder herunter und wir ritten zurück zum Stall. Zufrieden stellte ich fest, dass Artemis kaum geschwitzt hatte.

    Am nächsten Tag longierte ich Artemis kurz, um nachzusehen, ob er irgendwelche Muskelbeschwerden hatte. Sein Rücken schien stark, seine Hufe waren hart und gut geformt und er hatte kräftige Gelenke. Sein Gangwerk war ebenfalls sehr passend und flach, was sich bei einem Distanzpferd gut eignete. Ich bemerkte allerdings, dass sein Hals ziemlich steif wirkte, und so sattelte ich ihn nach dem Longieren und zog mich auf den Platz zurück. Erst ritten wir einige Runden im Schritt, damit Artemis sich an mich gewöhnen konnte und ich mich an ihn. Er war etwas skeptisch, als ich mich auf ihn setzte, doch schon beim Longieren hatte er bemerkt, dass ich eine selbstbewusste Person war die wusste, was sie von ihm wollte. Artemis war erst sehr unsicher und ängstlich, tänzelte ab und an herum und erst, als Occulta sich an den Zaun gesellte und zu sah, beruhigte er sich etwas. Ich machte einige gymnastizierende Übungen, dehnte seinen Hals und drehte einige Runden im Galopp. Dabei bemerkte ich, wie leicht es war, sein Tempo anzupassen. Nicht nur im Trab konnte man ihn leicht zurücknehmen oder verschnellern, sondern auch im Galopp funktionierte dies super. Ich erzählte Occu, dass solche Übungen immer angebracht waren, sowie das Longieren.

    Am nächsten Tag setzte ich mich mit Occulta in ihr Büro und erklärte ihr einige Dinge. Artemis war 8 und erst seit Anfang 2016 bei Occulta, aber wegen seiner guten Grundlage vermutete ich, dass sein Vorbesitzer schon mit dem Distanztraining angefangen hatte. Die meisten Distanzpferde wurden mit 3 eingeritten und mit 4 begann die Grundausbildung. Im Gelände ging es dort um Vertrauen, Schritt und Trab, sowie Gewicht-, Schenkel- und Zügelhilfen, und auf dem Platz um Übungen an der Hand und das Longieren. Mit 4 1/2 oder 5 wurden auf dem Platz die Grundgangarten und am meisten der Galopp trainiert, die Dauer von den Geländeritten war dann meist etwa 1 Stunde. Mit 5 ging es dann ans Basistraining, d.h. Grundgangarten im Gelände und regelmäßige Gewöhnung an Neues; das Pferd sollte wenn möglich überall hin geritten werden, zum Hufschmied, zu Freundin, zum Inspizieren der Weiden und manche erledigten sogar kleine Einkäufe mit dem Pferd. Fremde Pferde, Straßenverkehr, wechselnde Tempi und wechselnde Landschaften sollten vertraut mit dem Pferd gemacht werden. Ab 6 Jahren ging es dann ans Ausdauertraining. Die Dauer von den Geländeritten kann dann von 1 Stunde bis zu 8 Stunden dauern. Das war das Schema, was die meisten Ausbilder für ihre Distanzpferde nutzten. So einen Ritt würde ich vorerst mit Artemis nicht durchführen, doch Occulta durfte dies gerne tun - wichtig dabei ist eine gute Vor- und Nachbehandlung. Das Pferd sollte unmittelbar vor dem Ritt nicht gefüttert werden und mindestens 15 Minuten warm geritten werden. Nach dem Ritt oder gegen Ende des Rittes sollte das Pferd gut trocken geritten werden. Das Pferd sollte niemals nach einer schnelleren Gangart sofort stehen bleiben, sondern sich im Schritt ausruhen. Während des Rittes sollten die Pferde nicht zu lange in Gewässern verweilen, sondern erst nach dem Ritt, damit sich dann die Gelenke abkühlen können.
    Am Abend longierte ich Artemis nur kurz, denn heute war ein kleiner Ruhetag für ihn.

    Am nächsten Tag ging es dann an eine Schulung in schwierigem Gelände. Ich setzte mich auf Artemis und Occulta durfte auf einem anderen Pferd hinterher reiten. Artemis war unter mir viel nervöser, aber er bemerkte, dass Nervosität nicht viel brachte. Wir ritten erst an einer Hauptstraße entlang, dann ging es über einen Berg im Wald und schließlich gelangten wir an eine ziemlich trockene Landschaft, die eher an eine Steppe erinnerte als an das sonst grüne Gras, welches um den Pineforest Stable wuchs. Hier gab es viele Hügel, die mit trockenen Büschen und Steinen verziert waren. Artemis blieb ziemlich ruhig, obwohl wir dauernd das Tempi wechselten. Schließlich ging es durch ein kleines Dorf, und dank den vielen, aufbrausenden Menschen wurde auch Artemis etwas scheuer. Dennoch schafften wir es, das Dorf zu durchqueren, und machten uns dann auf den Heimweg.
    Am Ende des Tages erklärte ich Artemis fertig für die ersten Wettbewerbe in der Distanz.
    3 Apr. 2016

    Occulta
    Military E-A

    Wie versprochen verluden wir am späten Vormittag Circus Dancer, Artemis, Flintstone, Satine, Fajir und Feline in den grossen Camion. Ich überprüfte zweimal, ob wir alle Sättel und sonstigen Ausrüstungsteile dabei hatten, erst dann konnten wir abfahren. Für so ein Militarytraining sollte man schliesslich vorbereitet sein. Die Fahrt war nicht allzulang, bloss eine halbe Stunde, aber es lohnte sich definitiv: Die Strecke glich einem Golfplatz, mit wundervoll kurzem Rasen, sauber geputzten Tribünen und liebevoll dekorierten Hindernissen. Wir holten die Pferde aus dem Anhänger, sattelten sie und zogen allen die Geländegamaschen an. Es sah so aus, als hätten wir Glück: Es war ausnahmsweise niemand sonst auf der Strecke. "Perfect, is everyone ready?", fragte ich in die Runde. Jonas auf Artemis, Lisa auf Circus Dancer, Rosie auf Flintstone, Darren auf Feline und David auf Fajir nickten entschlossen, also ritten wir in einer geordneten Zweierreihe auf den Rasen. "Rosie, David and Jonas, you come with me, as we are kind of riding the beginner's club. Lisa and Darren go practice individually. I won't tell you what to do, that you can decide for yourself, regarding your and your horse's condition. I hope you enjoy this training - all of you." "'kay boss", antwortete Lisa, und trabte entschlossen davon. "Don't forget the warm up!", rief ich ihr noch hinterher, aber ich wusste, dass das unnötig war. Sie drehte bereits auf einer grosszügigen Volte ein paar Runden um die Hindernisse. Wir anderen schlossen uns an und wärmten die Pferde gründlich auf, indem wir Schlangenlinien und Volten trabten, aber auch viele Übergänge machten. Als Satine unter mir langsam lockerer wurde und kauend Anlehnung suchte, beschloss ich, das Training zu starten. Wir teilten uns in Zweiergruppen auf und achteten darauf, einander nicht in die Quere zu kommen. Ich war mit Rosie im Team. Den Anfang machte ich, indem ich mit Satine voraus über einen einfachen Zaun sprang. Wir wollten nicht zu heftig starten. Die Pferde waren alle bis auf Artemis und Flint mindestens auf dem L-Niveau im Springen, also kannten sie die Grundlagen. Flint war hier der grösste Anfänger, denn er hatte als Westernpferd bisher höchstens ein paar Cavaletti überwunden. Dementsprechend schwierig war es für ihn, die richtigen Absprungpunkte zu finden. Angst hatte der erfahrene Sechsjährige keine, denn er vertraute Rosie, die er bei seiner Rückkehr nach Pineforest sofort wiedererkannt hatte. Rosie sprang mit ihm nur über die tiefsten Hindernisse, denn sie wollte nicht seine Sprungkraft testen, sondern ihm bloss eine Abwechslung bieten. Mit Satine war die Höhe hingegen kein Problem. Die Stute war längst nicht mehr das magere, verwahrloste Zirkuspferd von damals. Sie war aufgeblüht zu einem kräftigen Springpferd, das in der S-Klasse startete. Trotzdem kratzten wir hier erst die Anfänge des Geländereitens an. Sie war insgesamt ziemlich sportlich gebaut und schwerfuttrig; hatte kein Gramm zu viel auf den Rippen, egal wie viel Zusatzfutter sie bekam. Aber ihre Hüftknochen waren mit Muskeln gepolstert und standen nicht mehr vor, ebensowenig wie die Rippen. Ihre tiefrote Mähne fiel in Wellen über beide Seiten des nun kräftigeren Halses, wie bei einem Wildpferdchen. Die eisblauen Augen drehten sich hin und wieder in der Kurve abcheckend zu mir nach hinten, ebenso wie die hübsch gebogenen Ohren. Ich fuhr jeweils kurz mit der Hand über den Mähnenkamm und zeigte der erst fünfjährigen Stute so, dass alles in Ordnung war. Wir übersprangen eine Hecke, dann einen Sprung der aussah wie ein langes Wohnhaus und schliesslich einen Baumstamm, der vor einem Wassergraben aufgebaut war. Satine bemerkte das Wasser hinter dem Sprung wohl zu spät, sodass sie überrascht mit der Hinterhand abdrückte, als es um sie herum aufspritzte. Ich klammerte mich an den Hals und hielt so die Balance. "Very elegant Occu!", jubelte Rosie mir scherzend zu. Ich sah sie gespielt böse an und bedeutete ihr mit einer Handgeste, es besser zu machen. Flint hüpfte zwar etwas unbeholfen über den Baumstamm, erschreckte sich dann aber nicht vor dem kühlen Nass, weshalb Rosie einen triumphierenden Blick aufsetzte. Ich streckte ihr die Zunge raus und galoppierte davon, einen künstlich angelegten Hügel hinauf. Am anderen Ende gings mit einem Abwärtssprung über eine Stufe runter, bei dem sogar mir etwas mulmig wurde. Ich mochte diese Art von Sprüngen nicht sonderlich gerne, da ziemlich viel Kraft auf die vorderen Fesselgelenke wirkte. Aber Satine machte ihre Sache gut und landete leichtfüssig auf dem Rasen. Flint musste dieses Hindernis nicht überwinden; er durfte seitlich den Hang hinunter rutschen. "That sure must be good training for his stopping abilities!", lachte ich beim Anblick von Flints Rutschtechnik.
    Wir hatten eine Menge Spass, doch nach einer Dreiviertelstunde brachen wir das Training den Pferden zuliebe ab. Alle waren erschöpft und verschwitzt, sowohl Pferd als auch Reiter. Darren berichtete während dem Trockenführen stolz, dass Feline den berüchtigten "Ring" geschafft hatte; ein Sprung, der aufgebaut war wie ein massiver Holzring mit imposanten Verzierungen, durch den man hindurchspringen musste. Ich lobte ihn und natürlich Feline, die mal wieder alles gegeben hatte. "How was Fajir?", fragte ich anschliessend den Zwillingsbruder David. "Ahh he was nice. We had an argument at the coffin, but thanks to Jonas I was able to get him across. By the way, Artemis was doing great, too." Ich nickte anerkennend und sah nun fragend zu Lisa. Sie grinste und meinte: "Was erwartest du? Natürlich hatte ich alles im Griff und Dancer ist über die Sprünge getanzt!" Ich lächelte schief und lobte Dancer, der eigentlich ein Dressurpferd war, aber trotzdem besser sprang als so mancher Möchtegern-Hunter. Wir verluden die Pferde und fuhren nach Hause, wo wir fast alle nochmal abduschten und dann zum Trocknen auf die Weide entliessen.
    31 Juli 2016

    Occulta
    Distanz A-L

    Gegen Abend stand ein langer Wanderritt an, an dem einige der Pfleger teilnehmen wollten. Unser Ziel war es, insgesamt etwa fünf Stunden unterwegs zu sein und dabei eine Pause bei einem Restaurant im Dorf einzulegen. Wir hatten schon die ganze Ausrüstung vorbereitet und durchgecheckt, schliesslich musste für so einen langen Ritt alles intakt sein. Ich holte gerade Piroschkas Sattel aus der Kammer, um ihn schonmal beim Nebenstall über das Holzgeländer zu legen. Fast wäre ich im Türrahmen mit Quinn zusammengestossen, die gerade die Putzsachen von Drømmer Om Død gesucht hatte. Wir sahen uns einen Moment erschrocken an, dann lachten wir beide und gingen aneinander vorbei. Ich holte Piro von der Stutenweide zum Nebenstall, wo ich sie anband und zu putzen begann. Wenige Augenblicke später waren auch Jonas und Lily mit Moon Kiddy und Feline zu uns gestossen. Die beiden plapperten fröhlich. Mir war schon oft aufgefallen, dass meine Nichte den Pfleger mit den krausen Haaren mochte. Wer kann das schon nicht?, stellte ich seufzend fest. Jonas band Moon direkt neben mir und Piro an. Er redete weiter mit Lily, wandte sich aber auch immer mal wieder an mich, mit Kommentaren wie „Nicht wahr, Occu?“ Ich nickte jeweils nur, und versuchte, konzentriert zu wirken. Lewis beteiligte sich manchmal auch an dem Gespräch, obwohl er und Ronja Räubertochter zuhinterst standen. Zwischen ihnen und mir befand sich noch Sugar ans Sweets, die von dem schweigsamen Alan Ward gepflegt wurde. Der Pfleger schien weder interessiert an der Konversation, noch an den Menschen, die sie führten. Er konzentrierte sich vollkommen auf die Ponystute vor ihm und schien alles andere auszublenden. Ich bewunderte ihn in diesem Moment dafür.

    Als wir alle gesattelt hatten, führten wir die Pferde zum Parkplatz, wo wir alle aufstiegen. Auch Quinn, Parker und Estragon Sky, Lisa mit Burggraf und last but not least Rita mit Calico stiessen zu uns. Am Anfang gaben wir uns noch keine Mühe, was die Formation anging – jeder Ritt dort, wo er gerade Lust hatte und wir füllten die gesamte Strasse auf. Doch spätestens beim Dorf mussten wir uns in eine Zweierreihe; an besonders engen Stellen sogar in eine Einerreihe einfädeln. Natürlich wollte Lisa jederzeit neben Jonas reiten. Ich ignorierte das Geturtel so gut es ging und plauderte fröhlich mit Quinn und Lily. Die Pferde liefen zufrieden im Schritt am Dorfrand entlang, bis wir ein kleines Waldstück erreichten, wo wir zum ersten Mal antraben konnten. Nun waren die Vierbeiner auch alle warm, also konnte der richtige Ritt beginnen. Wir bewegten uns fortan fast nur noch im flotten Trab voran. Ein paarmal mussten wir dann doch in den Schritt parieren, weil wir Fussgänger oder Fahrradfahrer kreuzten. Zu meiner Überraschung hielt Piro bisher gut mit, obwohl ich mit ihr noch nie so lange unterwegs gewesen war. Für Burggraf, Ronja, Calico, Feline und Moon war das ganze hingegen bisher ein Spaziergang. Besonders Calico, Ronja und Moon waren bereits an anspruchsvollen Distanzturnieren gewesen und sich ganz andere Strecken gewohnt. Wir machten nach zwei Stunden wie versprochen eine längere Pause bei einem Pub. Die Pferde konnten wir davor anbinden und in einem Brunnen trinken lassen. Ich überprüfte den Puls von Piro, ebenso wie es die anderen mit ihren Reittieren taten. Dann verschwanden Lisa und Jonas im Pub um für alle ein Getränk zu holen. Währenddessen besprach ich mit Lewis unsere Route und das bisherige Tempo. Wir genossen die Erfrischung an diesem doch noch sehr warmen Spätsommerabend. Am Ende der Pause war bei allen Pferden der Puls wieder im Normalbereich, sodass wir ohne bedenken weiter konnten. Wenig später lösten Alan, Quinn, Lisa und ich uns jedoch von der Gruppe ab und machten uns auf den Rückweg, denn unsere Pferde waren noch nicht fit genug um am restlichen Training teilzuhaben.

    Zuhause versorgten wir unsere Pferde gründlich. Alan und ich stellten Sweets und Piro unter die beiden Solarien im Hauptstall, ehe wir sie versorgten, denn die beiden waren total verschwitzt von der Anstrengung. Der Puls war allerdings nicht allzu überhöht gewesen, sodass ich daraus schloss, dass die beiden gar nicht so unfit waren. Eine gute Stunde später kehrten auch die restlichen zurück. Mittlerweile war es längst stockdunkel und die Sterne funkelten über unseren Köpfen, als wir halfen, die Pferde zu verräumen. Lily erzählte mir begeistert, dass sie eine ganze Gruppe Rehe und einen Fuchs gesehen hatten. Wir entliessen Feline auf die Stutenweide und Lily verfütterte ihr die wohlverdienten Karotten, ehe sie davonzog und sich zu den anderen Stuten gesellte. Die Mücken wurden langsam richtig lästig, also machten Lily und ich ein Rennen zurück zum Haus. Jonas fing uns jedoch beim Nebenstall ab. Er trug gerade Moons Putzsachen zurück in die Sattelkammer. „Ich wollte nur noch erwähnen, dass Moon sehr cool zu reiten ist. Die war selbst nach diesem Ritt kaum verschwitzt und noch voller Energie. Ich muss sagen, ich mag sie mehr als ich gedacht hätte.“ Ich lächelte verständnisvoll, schliesslich wusste ich genau, wie toll Moon war. Dass sie kaum müde war, erstaunte mich bei ihrem Trainingsstand auch nicht sonderlich. Lily und ich verschwanden im Haus und tranken etwas Eistee, dann kümmerten wir uns noch zum Tagesabschluss gemeinsam um Dante und Thairu.
    31 Aug. 2016

    Occulta
    Dressur M-S

    Es wurde bereits wieder dunkel, als ich Phantom zu putzen begann. Was den Wallach früher eher dazu brachte, sich unsicher zu verspannen, war längst ein normales Alltagsritual geworden, wie bei allen anderen Pferden auch. Er genoss es sogar richtig, am Bauch und am Hals gestriegelt zu werden. Seit ich ihn komplett geduscht und zum ersten Mal richtig sauber bekommen hatte, begann das dicke Winterfell sogar richtig schön zu glänzen wenn ich es bürstete. Nur die Mähne gefiel mir noch nicht so richtig; sie war immernoch nicht überall gleichmässig lang und sah bescheuert geschnitten aus, weil ich sie nach dem Waschen etwas gekürzt hatte. Daher beschloss ich während dem Bürsten kurzerhand, dass ich ihm einen Turnierschnitt verpassen und es dann wieder rauswachsen lassen würde. Gesagt getan – ich schnappte mir die Schere und machte kurzen Prozess. Er zuckte beim Schneidgeräusch etwas zusammen, aber nach ein paar Schnitten hatte er sich daran gewöhnt. Ich spickte am Ende die abgeschnittenen Haare mit der Staubbürste von seinem Fell und kratzte noch die Hufe aus, dann sattelte ich ihn. Den Sattel kannte er seit letzter Woche und er lief anständig damit. Zwar noch lange nicht vollkommen losgelassen, aber immerhin ging er schön vorwärts und akzeptierte auch das Gurten. Ich legte ihm ein englisches Zaumzeug mit einer doppelt gebrochenen Trense an, nichts Besonderes also. Normalerweise ritt ich ihn mit Knotenhalfter oder Bosal, aber für die Dressurarbeit war die Trense nützlicher. Er kaute noch ziemlich darauf herum, wie ein unerfahrenes Pferd eben. Nun führte ich ihn in die Halle, wo bereits Lisa mit Estragon Sky, Parker mit Flintstone und Rita mit Calico Schritt ritten. Flint und natürlich Phantom waren echte Anfänger in englischer Dressur, Calico hingegen kannte schon die Grundlagen und Artemis war sogar schon fast auf S Niveau, mit ansatzweisem Piaffieren. Das wollte Lisa heute weiter festigen, während wir anderen noch an Takt und Losgelassenheit übten. Zunächst machte ich mit Phantom schon während dem Aufwärmen viele Übergänge, damit er sich lockerte. Auch galoppierte ich ausgiebig, um etwas überschüssige Energie loszuwerden. Einmal stiessen wir fast mit Flint zusammen, weil Parker und ich beide zu sehr auf unsere Pferde konzentriert waren. Ich entschuldigte mich bei ihr und machte weiter mit Anhalten aus dem Trab und anschliessendem Rückwärtsrichten. Phantom war sehr gelehrig und begriff schnell, was ich von ihm wollte. Das Anhalten klappte trotzdem noch nicht so ganz. Ich liess ihn auch eine Schulterwendung machen und versuchte, aus dem Schritt anzugaloppieren, was uns mit zwei kleinen Zwischenschritten auch gelang. Zuletzt liess ich ihn am langen Zügel austraben und nahm ihn dabei jeweils wieder auf, wenn er den Kopf hob, damit er lernte, nach unten zu strecken. Ich lobte ihn ausgiebig mit kraulen am Hals und gab ihm nach dem Absteigen ein Stück Karotte. Ich war stolz auf die Fortschritte des Mustangs, aber auch die Fortschritte von Rita und Calico liessen sich sehen: die beiden wurden immer mehr ein Team. Zufrieden führten wir die Pferde trocken und versorgten sie dann.
    31 Jan. 2017

    Die Kür

    Heute war ich mit Estragon Sky aka Artemis an der Körung. Der Achal Tekkiner hatte fleissig Erfolge gesammelt und war reif um nun auch noch die Zuchtzulassung zu bekommen. Seit unserem USA-Ausflug war der Hengst viel mutiger geworden, aber die Situation auf dem Parkplatz passte ihm wohl doch noch nicht so ganz, denn er hielt den Kopf aufgeregt in der Höhe, um die Übersicht zu bewahren. Mir war das auch recht, solange er sich gut händeln liess und brav seine Gänge zeigte. Genau das tat er auch. Ich grüsste die Richter, stellte ihn gerade hin und wartete auf das Okay, dann führte ich ihn auf beide Seiten im Schritt und Trab vor. Schwungvoll federten wir über den Platz. Dann hängte ich das Führseil aus und Artemis musste seinen Galopp präsentieren. Auch dabei liess man ihn hin und wieder die Seite wechseln. Der Hengst war kaum mehr zu bremsen, sodass die Richter langsam ungeduldig wurden, als er zum dritten mal an den Helfern vorbeidrängte und eine weitere Runde Galopp zeigte. Die Aufregung liess ihn einfach nicht mehr klar denken, denn sonst ignorierte er mich eigentlich nie. Jedenfalls gelang es schliesslich doch, ihn zu halten. Ich verabschiedete die Richter und verliess das Viereck, gespannt auf unser Resultat. Artemis schnaufte noch immer und sah sich um, bevor er einmal schrill wieherte und Luft auspustete. Ich klopfte ihm stolz auf den Hals und führte ihn zum Anhänger.
    Text by Occu, 1395 Zeichen mit Leerzeichen, geprüft bei Lettercount.com

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    Bewegung und Zubehör by Elii
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 März 2017
    Bracelet, Elii, Cascar und 3 anderen gefällt das.
  3. Canyon

    Canyon Bekanntes Mitglied

    meine Teilnahme mit
    Deo Volente

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    Deo Volente
    (Deo)

    Abstammung
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    Von Until Tomorrow
    Von unbekannt Aus der Silmpy's Ronja

    Aus der Nisi de la Bryère
    Von Cor de la Bryère Aus der Vanni

    Exterieur
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    Hengst
    *2010
    (7 Jahre)
    Rasse: Trakehner
    Stockmaß: 169cm
    Deckhaar: Black
    Abzeichen: 2x weiße Socke | weißer Kronenrand | gebrochene Blesse

    Beschreibung
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    talentiert | energievoll | ruhelos
    Deo Volente ist ein junger Hengst mit viel Talent. Er ist jedoch sehr oft hengstig und zickig. Im Moment ist er sehr stark und hat besonders viel Energie mit der er seinen Reiter ganz besonders auf die Palme bringen kann, wenn er einfach nicht still stehen kann, was man allerdings beim Geländereiten für sich nutzen kann. Deo Volente, lat. so Gott es will, hat viel Talent am Sprung und gute Eltern. Ein Ausnahmepferd? Das wird sich zeigen.

    Besitzer: Canyon (Nicolaus du Martin)
    VKR/Ersteller: verfallen/Hafifreund11
    im Besitz seit: 16. Februar 2017
    Kaufpreis: x

    Qualifizierungen
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    Dressur E A L M S S* S**

    Western E A

    Springen E A L M S S* S** S***

    Military E A L M S S* S**

    Galopprennen E A L

    Distanz E A L M S

    Fahren E A L M



    Erfolge
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    Offiziell
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    172. Synchronspringen | 173. Synchronspringen | 179. Synchronspringen | 302. Militaryturnier | 182. Synchronspringen

    Inoffiziell
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    1. Platz beim 1. Militarytunier Lake Mountain

    Zuchtverband
    -

    Ausbildung
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    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔

    Spring- und Dressurpferdeausbildung
    Einreiten ✔ | Hindernisgewöhnung ✔ | Stangenarbeit ✔ | Gelassenheitstraining ✔

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    [Schleife]
    Thema

    Gencode: Ee aa
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Tyrifjord Ranch

    Nachkommen
    -

    Gesundheit
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    Letzter Tierarztbesuch: 14. März 2017 durch "Horse Heaven"
    gechippt [] zuletzt kontrolliert [x]

    Gesamteindruck: sehr gut
    Aktue Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x

    Letzter Hufschmiedbesuch: 20. März 2017 durch "Tänzelndes Pony"
    Ausgeschnitten/Korrigiert: Ja
    Hufbeschaffenheit: x
    Hufkrankheit/en: x

    Beschlag vorne: Aluminium
    Beschlag hinten: Aluminium
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    Aluminiumbeschläge
    20. März 2017 | 3244 Zeichen | Arktiswolf

    Fröhlich summte der Mann hinter dem Steuer eines Lieferwagens zum Takt der Musik die aus den Lautsprecherboxen plärrte und schien allgemein gut gelaunt zu sein. Der Tag war klar und zur Abwechslung mal etwas wärmer als sonst in dem frühem Jahr und die Straßen waren frei und ohne viel Verkehr.
    Sein Weg führte den Hufschmied des tänzelden Ponys wieder einmal zu einem ihm schon sehr bekanntem Hof. Der Tyrifjord Ranch.
    Fast schon konnte man behaupten, das diese Ranch ein gern gesehener Stammkunde war. Nicolaus du Martin hatte die Schmiede abermals kontaktiert und um einen Termin gebeten.
    Wie immer kam Malte Osswald diesem Termin persönlich nach.
    Als Malte sein Fahrzeug auf den Hof lenkte, sah er das er bereits erwartet wurde.
    Nicolaus du Martin stand am Putzplatz wo er gerade einen hübschen Rappen abstriegelte.
    Nachdem der Schmied den Wagen daneben geparkt hatte, kam ihm auch schon der andere Mann entgegen und hielt ihm die Hand zur Begrüßung hin.
    Nach einem kleinem Plausch über das Wetter und das Wohlergehen, kam man auch gleich zur Sache und du Martin erzählte dem Schmied noch einmal persönlich, was er an dem Rapphengst gern getan haben wollte.
    Deo Volente hieß der Trakehner und sollte die Eisen herunter bekommen. Bei der Gelegenheit sollten dann gleich Neue beschlagen werden.
    Malte machte sich wie immer mit einem neuem Pferd erst einmal bekannt ehe er an die eigentliche Arbeit ging. Deo Volente schien recht neugierig auf den Fremden zu sein und beschnupperte ihn dementsprechend. Zufrieden schnaubte das Pferd und beobachtete den Schmied dabei, wie er seine Arbeitsutensilien aus dem Wagen holte. Der kleine mobile Ofen wurde auch schon einmal angeheizt ehe Malte dazu überging, dem Hengst seine alten Eisen abzunehmen.
    Nach und nach löste er die Nägel aus dem Horn und achtete dabei darauf nichts zu beschädigen. Es gehörte schon ein bestimmtes Maß an Kraftaufwand dazu die Beschläge von den Hufen zu nehmen und selbst der kräftige Mann kam dadurch ein klein wenig ins Schwitzen.
    Nachdem alle Eisen entfernt waren wurden die Hufe noch einmal von Grund auf neu bearbeitet. Überschüssiges Horn wurde abgeraspelt und sauber gefeilt um so den neuen Eisen den bestmöglichsten Untergrund zu schaffen.
    Um zu sehen ob er seine Arbeit auch ordentlich gemacht hatte, musste Deo Volente einmal auf den `Laufsteg´ damit der Hufschmied nach möglichen Unebenheiten sehen konnte. Er entschied das alles in Ordnung war und begann nun damit die neuen Eisen anzufertigen. Waren die alten reine Eisen, so bekam der Rapphengst nun Aluminium.
    Diese wurden passgenau im Wagen fertig gemacht und nach mehrmaligem überprüfen auch an die Hufe geschlagen.
    Der Hengst blieb bei der gesamten Prozedur relativ friedlich. Nur manchmal schien es ihm doch ein wenig zu langweilig zu werden und zappelte dann ein etwas auf der Stelle herum. Doch da Nicolaus du Martin sein Pferd kannte, wusste er wie er den Hengst so beschäftigen musste damit Malte in Ruhe arbeiten konnte.
    Bald war es auch geschafft und nach einem kleinem Probelauf auf dem Hof, durfte der schwarze Hengst dann auch wieder gehen.
    Malte unterhielt sich noch etwas mit dem Besitzer und irgendwann wünschten sich beide noch einen schönen Tag und dann trennten sich ihre Wege.

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    Routineuntersuchung & Wurmkur
    14. März 2017 | 2453 Zeichen | Möhrchen

    Nur wenige Tage nach meinem letzten Besuch machte ich mich wieder auf den Weg zur Tyrifjord Ranch. Ich wurde gebeten, den Trakehnerhengst Deo Volente zu untersuchen und wurde schon auf dem Parkplatz von seinem Besitzer Nicolaus du Martin erwartet. Ich begrüßte ihn und er führte mich über den Hof zu seinem Hengst. Da es ein bisschen regnete, hatte er ihn am Putzplatz in der Stallgasse angebunden.
    Ich streichelte dem Hengst zur Begrüßung den Hals und schaute mir dann seine Augen und Ohren an. Dann öffnete ich sein Maul ein wenig, um einen Blick auf seine Zähne und Schleimhäute werfen zu können. Alles sah völlig unauffällig aus, also tastete ich seine Hals- und Rückenwirbel Stück für Stück ab und achtete dabei auf seine Reaktionen. Er tänzelte kurz herum, aber als Nicolaus ihn ermahnte, stand er wieder still. Er schien eindeutig keine Schmerzen zu haben.
    Als er draußen auf dem Hof ein paar Runden im Schritt und Trab geführt wurde, schaute ich mir seine Bewegungen ganz genau an. Es sah sehr schwungvoll aus und der junge Hengst war sehr flott unterwegs. Immer wieder versuchte er, Nicolaus mit der Schulter in eine andere Richtung zu drängeln, aber dieser setzte sich durch. Ansonsten belastete er aber alle Beine gleichmäßig und lief taktrein.
    „Ich würde beim nächsten Hufschmiedbesuch darauf achten, dass an der äußeren Kante ein bisschen mehr weggenommen wir“, sagte ich zu Nicolaus, als wir mit dem Hengst zurück zum Putzplatz gingen. „Er tritt ein bisschen schief auf, wenn außen ein bisschen mehr gekürzt würde, könnte er wohl besser auftreten“.
    Zum Schluss holte ich noch mein Stethoskop aus meiner Tasche und hörte Deos Herz, Lunge und Bauch ab. Der Rappe ließ es brav über sich ergehen und ich konnte auch keine Auffälligkeiten entdecken. Also holte ich die Wurmkur heraus und stellte sie auf die richtige Menge ein, die sich nach dem Gewicht des Pferdes richtete. Geschickt hielt ich seinen Kopf am Halfter auf meiner Schulter fest und steckte ihm die Spritze seitlich ins Maul, sodass ich sie verabreichen konnte, bevor er sich wieder entziehen konnte. Er spuckte zwar ein paar Tropfen wieder aus, aber das machte nichts, denn das hatte ich bei der Mengeneinstellung schon berücksichtigt. Ich klopfte dem Hengst den Hals und Nicolaus entließ ihn zurück in seine Box. Dann verabschiedete ich mich von den beiden und machte mich auf den Weg nach Hause.
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    » Fahrtraining E A
    31. August 2016 | 2478 Zeichen | Bracelet
    Diesen Monat stand ein ganz besonderes Projekt auf dem DVTS an. Meine Hengste Deo Volente, Master Of Gold, Party Shaker und Sir Donnerhall sollten im Geschirr zur Klasse A ausgebildet werden. Anforderungen dafür gab es jede Menge und das auch noch in drei verschiedenen Sparten. Dressur auf dem Platz, Geländefahren und Hindernisfahren. Doch langweilig Ein- oder Zweispännerfahren war mir zu langweilig - wenn schon denn schon. Dies dachte ich mir an diesem Tag, als ich mutig wie ich war den Trainingsplan ans Whiteboard schrieb. Diese Entscheidung würde ich wohl noch bereuen. Immerhin waren es vier Hengste und dann bestand der Vierspänner auch noch aus Deo Volente, der mich wirklich immer auf die Palme brachte und Master, bei dem ich das Fahren mit dem Einspänner aufgegeben hatte. Er hatte einfach zu viel Energie um ruhig vor dem Wagen herzutrotten.
    ,,Wüüh.'',gab Deo schon von sich als ich zum Putzen in die Stallgasse kam und schnaubte hengstisch. Ich seufzte genervt und bat mein Personal ihn mir fertig zu machen. Master und Party wurden von meiner Bereiterin geputzt. Dann machte ich mich an meinen Hannoveraner Sir Donnerhall. ,,Na mein Schatzi?'',murmelte ich während ich den Großen mit zwei Fingern am Nüstern streichelte. Anschließend putzte ich ihn und stattete ihn mit Geschirr und Trense aus. Ebenfalls bekam er dunkelbraune Gamaschen, Streichkappen und Hufglocken, damit er sich nicht verletzte.
    Dann ging ich mit ihm zum Wagen, wo ich ihn mit den anderen Pferden vor die Kutsche spannte. Master Of Gold und Deo Volente kamen am nächsten an den Wagen. Sie hatten die meiste Energie und Kraft um die Kutsche zu ziehen. Vorne Sir Donnerhall und Party Shaker. So ging es dann auch schon los.
    Zuerst ging es auf den Platz, wo das Gespann sich erstmal einlaufen sollte. Wie erwartet führten Donnerhall und Party ausgezeichnet. Deo machte Probleme. Ebenso wie ich es mir gedacht hatte. Doch durch die anderen Drei war er mehr oder weniger gezwungen sich halbwegs zu benehmen.
    Die darauffolgende Woche arbeitete ich mit ihnen an ihren Dressurskills. Die nächste an dem Hindernisfahren und dann am Geländefahren. Von Tag zu Tag wurde es besser und auch Deo benahm sich, da ich ihn sehr vorderte; zusah, dass er in den Wendungen das meiste Gewicht ziehen musste. Klang unfair, war aber außerordentlich effektiv und ihm schien das Training gefordert auch mehr Spaß zu machen.
    Am Ende des Monats konnte ich stolz sagen, dass mein kleiner Vierspänner auf A-Niveau lief.

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    » Militarytraining EA
    31. Oktober 2016 | 1373 Zeichen | Bracelet
    Mal wieder war das Programm für diesen Monat gestopft voll. Ja gestopft - verzeih mir jeder für meine Ausdrucksweise aber es war wirklich absolut furchtbar. Takada und Party Shaker wurde im Springen auf die Klasse L trainiert, was sich als schwieriger als gedacht erwies. Taka wollte nämlich momentan die Füße einfach nicht heben und rannt teilweise fünf Anläufe hintereinander in ein Hindernis und Party schien ebenfalls lustlos. Irgendwie schien sich meine negative Stimmung auf die Pferde zu übertragen und alles noch schlimmer zu machen. Einzig und alleine Deo Volente, und dies hätte ich nie erwartet, stimmte mich bei jeder seiner Trainingseinheiten glücklich. Er sollte die Militaryklasse A erreichen und schien in dieser Disziplin absolut gut aufgehoben zu sein. Er kämpfte für mich, gab alles. Zum ersten Mal blühte er wirklich unter mir auf und arbeitete nicht gegen mich; er wurde ruhiger und entwickelte sich in eine sehr positive Richtung. Des weiteren trainierte ich im Oktober auch Sir Donnerhall in der Dressur auf Klasse M und Herbstblüte auf A. Die kleine, flinke Stute mauserte sich wirklich zu einem prächtigen Dressurpferd. Sie stand gut an den Hilfen und hörte immer gehorsam zu.
    Am Ende des Monats hatte ich es doch wirklich geschafft: Alle Pferdchen hatten ihre Ziele für diesen Monat erreicht und ich konnte nun ein Wochenende Stresspause einlegen.

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    » Distanz E → A
    25. Februar 2017 | 5707 Zeichen | Canyon
    Argwöhnisch betrachte ich die große Stute vor mir, welche mir noch nicht so ganz geheuer ist. Vor allem was Petyr so anschleppt ist es eine Pflicht von mir, erstmal Respekt zu haben. Bei seinem Papagei bin ich das erste und auch das letzte Mal darauf reingefallen, bevor ich drei Tage lang einen blutenden Finger gehabt habe und ja, das hat wehgetan!
    "Alter Malte, die tut dir nichts! Die ist lieb und artig und brav und alles drum und dran, glaube mir man!" Petyr ist schon wieder von mir genervt. Trotz seiner Worte halte ich zu der hübschen Stute einen gewissen Sicherheitsabstand, als ich ihr den Distanzsattel auf den Rücken hieve. Petyr, Charly und auch Nico tun mir es gleich und so blöd wie ich es finde, schon wieder mit Nico trainieren zu müssen, so sehr freue ich mich auch, dass Charly und Petyr mitkommen. Mit zwei Freunden und einem Feind einen Distanzritt zu machen wird bestimmt witzig.
    Petyr hat Charly erlaubt, seinen Hengst Humor zu nehmen, während Nico niemanden als sich selbst an seinen Deo Volente ran gelassen hat. Sein Leitspruch schien zu sein: "Vetraue nur dir selbst!" Ich mag ihn nicht.
    Für mich ist also, nachdem Petyr unbedingt seine Phenomena hatte reiten wollen, nur noch diese Scheckstute mit dem unnatürlich langem Haar namens Give me Chocolate übrig geblieben. Ja, Schokolade könnte ich jetzt auch gut gebrauchen, das wäre nicht schlecht.
    Auch heute scheint die Sonne, wie bereits die letzten Tage und so können wir den geplant gewesenen Distanzritt ohne Probleme beginnen. Ich muss zugeben, Choco ist eine angenehme Partnerin. Ruhig, gelassen und mit viel Selbstbewusst sein, reiht sie sich gleich hinter den beiden Hengsten Humor und Volente ein, während Phenomena den Schluss bildet.
    Die ersten hundert Meter bleiben wir im Schritt, sortieren unsere Zügel und bereiten die Pferde seelisch und körperlich auf den Ritt vor. Für uns vier ist das Ganze mittlerweile Routine, während die Pferde jedoch in diesem Gebiet noch vollkommene Neulinge sind. Nach einigen hundert Metern die Landstraße am Fjord entlang, geben wir ihnen das Zeichen zum Antraben und beginnen unseren Distanzritt.
    Selbst im Winter ist die Landschaft wunderschön. Die Sonne spiegelt sich auf dem leicht welligen Wasser und an den Bäumen glitzert der letzte Tau der Nacht. Kurz gesagt, es ist ein Distanzritt zum genießen. Während ich mich fröhlich mit Petyr über seine Erlebnisse in Deutschland austausche, welche er in der letzten Woche dort gesammelt hatte, unterhalten sich Charly und Nico über etwas wo von ich anscheinend nichts wissen soll. Sie sind einige Pferdelängen vor uns unterwegs und so vertieft in ihr Gespräch, dass ich Angst habe, dass der ungeschickte Humor über eine der Wurzel strauchelt, welche hier in Massen aus dem Waldboden sprießen. Charly ist jedoch eine geschickte Reiterin und wie es scheint, auch noch multitaskingfähig.
    Unsere erste Pause legen wir auf einer kleinen Lichtung mit einem kleinen Bächlein ein. Die Pferde können trinken und wir können auch einen Schluck Wasser zu uns nehmen, nachdem wir die Pulswerte genommen haben. Obwohl alle vier Pferde keine typischen Distanzpferde sind, liegen ihre Werte im ordentlichen Bereich. Wir notieren diese auf unseren Checkkarten, nein, nicht alle tun dies. Nico hat eine nagelneue App und darauf notiert er sich die Werte von Volente. Petyr ist sofort neidisch, ich empfinde es als überflüssig und Charly hat dazu keine Meinung. Perfekte Misschung, wie immer. Nachdem alle erholt sind, länger durften wir sowieso nicht warten, da es dann kein Distanzritt mehr war, schwingen wir uns wieder in die Sättel und setzen unseren Weg fort.
    Im zweiten Teil des Ritts galoppieren wir längere Strecken, machen dafür öfter Schrittpausen, vor allem dann, wenn das Gelände gerade nicht so einfach zu reiten ist. Die langen Strecken durch den Wald bieten sich aber perfekt dafür an, einfach zu galoppieren. Bei Choco ist es kein Problem, die Zügel einfach über den Hals hängen zu lassen. Sie genießt dies sogar und läuft freier und unbeschwerter. Ich beginne tatsächlich die Stute zu mögen.
    Nach der zweiten Pause ist es nicht mehr weit bis nach Hause. Die Pferde sind erschöpft, das merke ich, jedoch wird bei allen die Kraft bis nach Hause reichen. Das letzte Stückchen führt wieder die Landstraße am Fjord entlang, diesmal kommen wir jedoch aus dem Süden. Ich merke, wie Choco ihre Heimat erkennt und obwohl sie so langsam schwächelt, ist nun die Motivation wieder da, nach Hause zu kommen. Kurz vor dem Ziel parieren wir aus dem Trab in den Schritt durch und versuchen den Puls unserer Tiere soweit wie möglich zu senken. Ich mache mir bei Choco keine Sorgen, jedoch pustet Volente ganz schön und seine Nüstern sind stark geweitet. Ich bin gespannt, ob er die Kontrolle schaffen wird.
    Endlich zurück auf dem Gestüt werfen wir vier unseren Pferden die Abschwitzdecken über und während Phenomena, Humor und Choco es geschafft haben, ist Volente wie befürchtet einen Punkt drüber. Nico scheint ziemlich enttäuscht, Charly schafft es jedoch, ihn schnell wieder zu beruhigen. Während wir anderen unsere Pferde absatteln und dann auf die Weiden bringen, muss Nico zwanzig Minuten warten, bevor er den Puls nochmal nehmen kann.
    Nico sieht erleichtert aus, als auch Volente den richtigen Puls hat und er seinen neuen Hengst auf die Weide bringen darf.
    Zufrieden flätze ich mich nun auf der Couch von Petyr, während dieser seinem blöden Vogel einen sich noch windenden Mehlwurm entgegen hält. Napoleon scheint den genauso eklig zu finden wie ich und dreht sich angewidert weg, während Petyr noch einen vergeblichen Versuch unternimmt.
    Ich stoße einen glücklichen Seufzer aus und schließe die Augen. Ich mochte mein Leben an solchen Tagen.

    Die Kür
    Stolz blickte Nico auf seinen Hengst an seiner Seite. Deo Volente hatte sich in den letzten Wochen zu einem hervorragenden Turnierpferd entwickelt und war nun bereit für die Krönung. Charly hatte sein kurzes Haar zu einer hübschen Turniermähne umgeformt und auch der weiche Schwarzton seines Fells glänzte vor Schönheit.
    Zum richtigen Zeitpunkt sattelte Nico den Hengst, brachte ihn auf dem Aufwärmplatz ordentlich in Schwung und bereitete sich dann auf den Start vor. Punkt um zehn wurde er in die Halle gelassen, welche er im ruhigen Trab, passend zu der noch gemächlichen Musik, betrat. An der kurzen Seite bog er auf die Mittellinie ab und brachte seinen Hengst bei X zum stehen. Die Musik verstummte, als Nico schwungvoll die Richter grüßte und erst nachdem er seine Zügel wieder sortiert hatte, begann sie von neuem. Diesmal jedoch um einiges wilder und verwirrender, passend zum Charakter des Pferdes. Nico galoppierte seinen Hengst aus dem Stand an, eine seiner Spezialitäten, und begann die Vorführung auf der rechten Hand. Erst eine einfache Schlangenlinie im kraftvollen Galopp, dann folgte der Zirkel und als er aus diesem wechselte kam ein einfacher Galoppwechsel und die andere Hand. Auf dieser parierte er in den Trab durch und die Musik tat es ihm gleich. Er verließ den Zirkel, zeigte eine Schlangenlinie mit drei Bögen und machte dann im Trab aus der Ecke kehrt. Volente schien gut in Form und auch der Part im Schritt funktionierte ohne jegliche Probleme. Einmal durch die ganze Halle wechseln und an der langen Seite ein Rückwärtsweichen, und schon war Nico mit seinem Pferd auf dem Weg zur Mittellinie, auf welche er Volente abbog und gekonnt abermals bei X anhielt. Freundlich, aber auch erleichtert grüßte er die Richter und verließ dann am langen Zügel die Halle.
    Vor dieser wurde er bereits von seiner Freundin erwartet, welche ihm einen Kuss auf die Wange drückte und aus ihrer Tasche für Deo Volente eine Möhre zauberte, welche der gierige Hengst zufrieden verschlang.
    1995 Zeichen | zeichenzähler.de | Canyon

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    Bewegung (c) Bracelet | Decke (c) Jackie
     
    Zuletzt bearbeitet: 28 März 2017
    FrauHolle und Bracelet gefällt das.
  4. Elii

    Elii #ELeCtRâ-GiiÂdÂ

    Meine Teilnahme mit Clouded Sky

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    Steckbrief
    Rufname: kleine Wolke
    geboren: April 2010

    von: Cloud Nine – Hannoveraner
    aus: Epona – Hannoveraner

    Rasse: Hannoveraner
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Rotbrauner
    Stockmaß: 178 cm

    Beschreibung:
    Clouded Sky ist ein Springpferd wie aus dem Bilderbuch. Leichtfüßig, kraftvoll und schnell nimmt er jedes Hindernis und ist auf seiner Schleifenjagd nicht zu stoppen. Trotz alledem soll der junge Hengst hier noch einmal an den Grundlagen arbeiten, bevor er in der nächsten Saison eingesetzt wird. In der Dressur gibt er sich Mühe, Talent ist dort aber weniger zu verzeichnen. Solange die Grundlagen zur Gesunderhaltung sitzen, soll das aber nicht im Weg stehen.

    Wie sein Vater ist auch Clouded Sky darauf aus seinem Reiter zu gefallen. Das Training im Parcours ist mit ihm kinderleicht, da er das meiste von sich aus anbietet und trotz seiner jungen Jahre schon einiges an Erfahrung mitbringen kann. Abstände kann er gut alleine abschätzen und benötigt nur hin und wieder Hilfe. Möchte sein Reiter allerdings entscheiden, lässt der Junghengst dies sofort zu und beugt sich dem Willen.

    Besitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vorkaufsrecht: Elii

    Dressur E - Springen M

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    3. Platz 261. Distanzturnier

    1.Platz 262. Distanzturnier
    3. Platz 159. Synchronspringen
    3. Platz 178. Synchronspringen
    1. Platz 180. Synchronspringen
    2. Platz 181. Synchronspringen
    1. Platz 404. Springturnier

    offizieller Hintergrund

    Tierarzt, 03. April 2017
    Pferdepraxis Sapala

    Schon lange war ich nicht mehr auf dem Gut Sanssouci gewesen. Doch kürzlich war ein Auftrag von Elena Reese eingegangen und so ging es für mich heute auf das große Sportpferdegestüt. Ich verfolgte die Zucht schon länger und kannte einige Generationen der Pferde, dementsprechend freute es mich auch immer wieder, wenn ich bei so treuen Kunden vorbeischauen konnte.
    Wie ich erfahren hatte, wollte Elena demnächst einen ihrer Hengste zu einer Körung schicken, doch vorher sollte er noch einmal einen Grundcheck erhalten. Und dafür war ich heute da. Elena empfing mich mit offenen Armen, begrüßte mich herzlich und führte mich direkt in den Stall. Dort wartete bereits Clouded Sky angebunden am Putzplatz und schaute uns neugierig entgegen.
    Der Braune war ein wahrer Hüne und wir beiden sahen neben ihm wirklich schmächtig aus. Doch Elena versicherte mir, dass er absolut problemlos sei. Ich nickte nur und bat sie dann, ihn mir einmal im Schritt und einmal im Trab vorzuführen. Die Gänge des Hengstes waren taktklar und schwungvoll, er wies keine Auffälligkeiten oder Blockaden auf.
    Also wurde er wieder angebunden und ich warf einen gründlichen Blick in Ohren, Augen und Maul, um eventuelle Krankheiten oder Milben ausschließen zu können. Kurz darauf hörte ich noch Herz und Lunge ab, ehe ich auch noch die Körpertemperatur kontrollierte. Alles war im grünen Bereich und Clouded Sky schien es bestens zu gehen.
    Abschließend tastete ich also nur noch Wirbelsäule und Beine ab und dann war ich auch schon fertig. Ein Blick in den Impfpass verriet mir, dass Elena vorbildlich die Fristen für Impfungen und Wurmkuren einhielt und so Clouded Sky auf dem besten Stand war. Dementsprechend gab es auch dahingehend nichts mehr für mich zu tun.
    Stattdessen wurde der Hengste noch einmal ausgiebig gelobt und durfte dann zurück in die Box. Ich stellte Elena noch das Gesundheitszertifikat für die Körung aus und verabschiedete mich dann von ihr. Auf dem Weg zum Auto wünschte ich ihr nochmals viel Erfolg für ihr Vorhaben und machte mich dann auf den Heimweg.

    Hufschmied, 03. April 2017
    „Hufeisen?“, fragte ich, während ich mit fachmännischem Blick die Gänge des Hengstes begutachtete, der mir gerade in Schritt und Trab vorgeführt wurde. Elena blieb unschlüssig stehen. Ich hob eine Augenbraue und sie führte wie ein kleiner rothaariger Wikinger den Zeigefinger an die Nase. Bevor meine Augenbraue den Haaransatz erreicht hatte, traf mich Elenas entschlossener Blick und sie nickte eifrig. „Alles klar“, murmelte ich, mehr zu mir selbst, und legte eine Auswahl an Eisen bereit, ehe ich den mobilen Ofen anschloss.
    In der Zwischenzeit hatte Eli Clouded Sky zum Stillstand gebracht und nachdem ich mir die Schürze umgebunden hatte, machte ich mich an die Arbeit. Vorbildlich hob der Hengst einen Huf nach dem anderen; so konnte ich alle vier Hufe in Windeseile ausschneiden und für die neuen Eisen plan raspeln.
    „Die da?“ – „Gibt’s die auch in gold?“, ich zog eine Augenbraue hoch. Schon wieder. Zweifelnd blickte ich Elena an, die mir gegenüber stand und mich erwartungsvoll anblickte. Nicht ganz sicher, ob sie diese Frage ernst meinte oder nicht (hatte Zai mal eine Vorliebe für Gold erwähnt?), war ich nur zu einem stummen Kopfschütteln fähig und entschied mich dann für die Eisen, die ich Eli gerade zeigte.
    Während sich das erste Eisen in der heißen Luft meines Ofens rot färbte, legte ich Hammer, Nägel und eine Zange bereit und ließ mir von einem Mitarbeiter von Elena, ich war wirklich eine Niete, was Namen betraf!, einen Eimer mit Wasser bringen. Dann passte ich das erste Eisen an, brannte es auf und ließ es anschließend im Wasser abkühlen. Clouded Sky quittierte sowohl Lärm als auch Geruch mit einem neugierigen Blick und angelegten Ohren, blieb für Elena aber jederzeit abrufbar. So konnte ich ohne Probleme alle vier Hufe mit neuen Eisen ausstatten und zum Schluss die abgeknipsten Nägel zurecht biegen und feilen.
    „Gut gemacht“, lobte ich den Braunen, nachdem Elena mir die Gänge zur Kontrolle erneut vorführte. Zwar lief der Hengst nicht ganz genau so klar wie vor meinem Besuch, das lag aber lediglich an dem zusätzlichen Gewicht, welches er nicht gewohnt war und würde sich in kurzer Zeit legen.

    Training, 3 Berichte
    Springen A-E

    Nachdem ich über drei Monate bei Rachel Wincox verbracht hatte, brauchte ich erst einmal eine kurze Verschnaufpause, aber bereits zwei Wochen später machte ich mich auf den Weg zum Gut Sanssouci von Elena, wie sie sich mir am Telefon vorgestellt hatte. Ich fand es immer schön, wenn meine Kunden offen genug waren, um mit mir per Du zu sein, denn dann konnte man doch irgendwie besser zusammen arbeiten, fand ich jedenfalls. Als ich schließlich ankam, erwartete mich die junge Hofbesitzerin bereits und zeigte mir erst einmal, wo ich unterkommen konnte, bevor wir uns auf den Weg zu Clouded Sky machten. "Erzähl mir bitte ein bisschen was über ihn", sagte ich, "ich habe es immer gerne, wenn die Besitzer das ein oder andere anzumerken haben, dann weiß ich immer, worauf ich mich einstellen kann.
    "Er ist ein geborenes Springpferd, würde ich sagen. Mit der Dressur hat er es ehrlich gesagt nicht so." Sie lachte. "Aber für die Grundausbildung hats gereicht. Also keine Angst, er weiß, wie man am Zügel geht und kennt auch die Hilfen." Schmunzelnd hörte ich ihren Ausführungen zu. "Er ist ein sehr ruhiger Zeitgenosse und überhaupt nicht aufsässig, aber im Pacours sehr ehrgeizig, sodass man ihn oft eher bremsen muss. Er verweigert nicht und man könnte sagen, dass er den Pacours auch alleine springen könnte, wenn der Reiter obendrauf nicht richtig einwirkt." Ich nickte. Das klang auf jeden Fall gut. Es würde also einfacher werden, als das Geländespringtraining mit meinem letzten Trainingspartner. Ein Pferd, das gerne sprang, war immer gut zu trainieren. Sie führte mich zu einem rotbraunen Hengst mit einer breiten Blesse und einem freundlichen Gesicht. "Das ist Clouded Sky", stellte sie den Hengst vor, der kurz an meiner Hand schnupperte und sich dann doch lieber dem Heu am Boden zuwendete. Ich lachte und ließ mir von Elena ein Halfter reichen, um den Hengst erstmal zu putzen. Sie zeigte mir auch gleich den Rest der Ausrüstung, blieb aber weiterhin dabei. Schließlich wollte sie auch sehen, wie ich mit dem Tier klarkam und ob sie weiter mit mir als Ausbilderin arbeiten wollte. Nachdem ich den Hengst mit Unterstützung von Elena ordentlich geputzt hatte, sattelte und trenste ich ihn. Anschließend gingen wir hinüber zur Halle und ich gurtete nach, stieg dann auf und ritt los. Der Hengst war entspannt und reagierte auch auf meine Hilfen recht präzise. Man merkte ihm an, dass Dressur tatsächlich nicht so seine Stärke war, aber er gab sich Mühe und versuchte meine Hilfen so gut er es vermochte umzusetzen. "Könntest du uns ein Cavaletti hinstellen?", bat ich Elena, die nickte und mir das gewünschte Cavaletti aufstellte. Ich trabte und galoppierte den Hengst erst noch ab. Ich steuerte ihn anschließend im Trab auf das Cavaletti zu und sofort war der Hengst wach und konzentriert. Auch, wenn der 'Sprung' für ihn wohl nur ein lächerlicher Hopser war, war er nun aufmerksamer und schien sich nach dem nächsten Sprung umzusehen. Ich überwand das Cavaletti noch ein paar Mal und beendete das Kennenlernen für heute. Morgen würde ich dann mit dem eigentlichen Training beginnen. Während ich den Hengst versorgte, sagte ich an Elena gewandt:"Ich bräuchte beim Training immer jemanden, der dabei ist, um mir, falls er reißen sollte, die Sprünge wieder aufzubauen. Wäre schön, wenn sich da immer jemand finden würde." Sie nickte und antwortete:"Das wird kein Problem sein. Irgendjemand hat immer Zeit, um dir da unter die Arme zu greifen."
    "Super." Ich lächelte und nach einem wunderbaren Abendessen verzog ich mich auf mein Zimmer, um den Trainingsplan zu erstellen. Mein Trainingsplan sah vor, dass ich sechs bis acht Wochen hier sein würde. Je nachdem, wie sich der Hengst anstellte, war das natürlich variabel. Andere Trainer hätten vielleicht weniger Zeit angesetzt, aber ich machte meine Arbeit gerne gründlich und da konnte es durchaus passieren, dass ich eben länger brauchte. Mein Festpreis erlaubte es mir, das Training außerdem so weit auszureizen ohne dass meine Kunden mehr bezahlen mussten. Am nächsten Tag begann ich mit dem eigentlichen Training. Nach dem Frühstück machte ich Clouded Sky fertig. Elena hatte jemanden abgestellt, der mir beim Pacours helfen würde. In den nächsten Tagen würde ich ihn nicht brauchen, da ich erstmal mit Cavalettis und Stangen anfangen wollte und mich erst nach und nach steigern wollte. Ich musste erst einmal das Gefühl für den Hengst bekommen und das bekam ich am besten durch Cavaletti- und Stangenarbeit. Drei Tage lang trainierte ich mit ihm auf diese Weise. Ich merkte, dass es ihm langweilig wurde, denn er wurde unaufmerksamer. Also beschloss ich, dass es soweit war, mir richtige Sprünge vorzunehmen. Ich hatte mich mittlerweile auch gut mit dem Hengst kurzgeschlossen und kannte ihn nun besser, sodass ich uns zutraute, an seiner Sprungfähigkeit zu trainieren. Von nun an war immer jemand dabei, um mir bei den Sprüngen und dem Pacours zu helfen. Zu Anfang konzentrierte ich mich erstmal darauf, dass wir die E-Sprünge sauber überwanden und Clouded Sky mit meinen Hilfen etwas anfangen konnte. Elena hatte recht gehabt. Wenn er das Gefühl hatte, dass der Reiter oben zu wenig an Hilfen gab, dann verselbstständigte er sich und nahm die Sprünge so, wie er es für richtig hielt. Nicht, dass sie das nicht waren, aber ich wollte dennoch nicht, dass er sich unter mir verselbstständigte. Für Reiter, die gerade erst lernten, war das sicherlich eine große Hilfe, denn so konnten sie sich erstmal auf ihren Sitz konzentrieren, aber für mich, war es doch etwas lästig, denn ich hatte das Gefühl, dass nicht ich die Kontrolle hatte, sondern das Pferd und das durfte im Training nicht sein, sodass ich mich darauf konzentrierte, eindeutige Hilfen zu geben und ihm nicht zu erlauben, selbstständig den Pacours zu überwinden. Nachdem wir uns darauf geeinigt hatten, kamen wir im Pacours auch besser miteinander aus und schon nach drei Wochen, beschloss ich, dass er soweit war, das erste A-Hindernis zu überwinden. Langsam bauten wir den Steilsprung höher. Erstmal nur auf 0,90 m und anschließend auf 1,00 m. Clouded Sky sprang ohne Probleme auch über diese Höhe. Er zog an und überwand das Hindernis. Ich lobte ihn ausgiebig und wir sprangen noch zwei Mal darüber. Er hatte wirklich ein gutes Gespür dafür, wie hoch das jeweilige Hindernis war und in der Distanz verschätzte er sich kaum, sodass es für mich als Trainer natürlich einfach war. Nach und nach erhöhten wir die Hindernisse und Clouded Sky meisterte sie alle. Sogar den 1,10 m Sprung nahm er ohne zu zögern. Er war tatsächlich das geborene Springpferd. Ohne Angst und sehr willig sich zu steigern. Noch waren die Höhen nicht so gravierend, dass er sich wirklich anstrengen musste, aber ich merkte, dass er gewillt war, auch höher zu gehen, als das hier. Das war jetzt jedoch nicht meine Aufgabe. Elena hatte immer mal wieder beim Training vorbeigesehen und schien zufrieden zu sein. Jedenfalls ließ sie nichts anderes verlauten und so machte ich weiter, wie bisher. Ich brachte tatsächlich nur sieben Wochen, bis es für Clouded Sky Routine war, über einen A-Pacours zu gehen. Dennoch blieb ich noch eine weitere Woche und trainierte mit ihm. Ich hatte während des gesamten Trainings immer wieder Abwechslung reingebracht, war mit ihm ins Gelände gegangen oder hatte etwas an der Dressur gearbeitet, um ihn nicht zu einseitig zu trainieren und das hatte ihm auch gut getan, denn so blieb er immer bei der Sache. Am letzten Trainingstag war Elena wieder anwesend und nickte anerkennend. "Er hat wirklich Talent", sagte ich und klopfte dem jungen Hengst den Hals. Sie nickte und sagte:"Ja, das hat er wohl geerbt."
    "Du musst natürlich trotzdem weiter mit ihm üben. Ich habe nur den Grundbaustein gelegt. Den Rest musst du schaffen, auch wenn er es von sich aus anbietet, braucht er trotzdem regelmäßiges Training."
    "Ich weiß." Nachdem sie den Pacours mit ihm auch überwunden hatte und ich gesehen hatte, dass sie ihn auf jeden Fall gut rannahm und ihm die Hilfen vorgab, war ich zufrieden. Die beiden würden ihren Weg gehen und gemeinsam noch die ein oder andere Schleife abstauben. "Es war sehr schön hier. Danke, dass ich kommen durfte." Lächelnd umarmte ich Elena zum Abschied und machte mich dann wieder auf den Nachhauseweg. Es war schön hier gewesen, aber auf zu Hause freute ich mich natürlich am meisten.

    Springen A-L
    Ich musste zugeben, ich freute mich immer sehr, wenn Kunden wiederkamen, weil sie mit meiner Arbeit zufrieden waren. Es war natürlich auch immer schön, neue Kunden zu gewinnen, aber die Bestätigung kam natürlich immer erst, wenn die Kunden wiederkamen. So auch Elena, die mich, kurz nachdem ich meine dreimonatige Pause beendet hatte, anrief und mich bat, Clouded Sky ein weiteres Mal zu trainieren. "Mit dem größten Vergüngen. Ich könnte in einer Woche bei dir sein, wenn dir das passt."
    ]"Das passt mir super. Bis dann." Eine Woche später traf ich dann tatsächlich auf Gut Sanssouci ein. "Freut mich, dich wiederzusehen und natürlich freue ich mich auch schon auf Clouded Sky." Lächelnd umarmteich Elena und nachdem ich mein Zimmer bezogen hatte, zog es mich auch direkt in den Stall. "Na, mein Hübscher. Kennst du mich noch?" Mitgespitzten Ohren sah der Hengst mir entgegen und ließ sich die Streicheleinheit sehr gerne gefallen. "Ich würde wieder eine Trainingszeit von sechs bis acht Wochen ansetzen", sagte ich zu Elena, "er ist sehr talentiert und es kann gut sein, dass wir die Trainingszeit verkürzen, aber ich habe gerne immer einen etwas längeren Zeitrahmen, um ihn gegebenenfalls anpassen zu können."
    "Das ist gar kein Problem. Wir haben es nicht eilig." Lächelnd holte ich den Hengst aus seiner Box und begann ihn zu putzen. Ich würde heute mit ihm nur ein paar kleine Sprünge nehmen, einfach um mich und ihn wieder miteinander vertraut zu machen. Morgen würde dann das richtige Training anfangen. Nachdem ich gemeinsam mit Elena ein paar Sprünge aufgebaut hatte, sattelte und trenste ich den Hengst und führte ihn dann in die Halle. Entspannt stand der Hengst da, während ich nachgurtete und aufstieg. Nachdem ich ihn im Schritt aufgewärmt hatte, gymnastizierte ich ihn erst einmal über ein paar Trab- und Galoppstangen und machte ihn in allen drei Gangarten ordentlich warm. Etwas, was ich bei jedem Trainingstag machte, um das Pferd locker zu machen und auf die kommende Aufgabe vorzubereiten. Der Hengst war wie immer aufmerksam und nahm die A-Sprünge so selbstverständlich, dass ich nicht anders konnte, als ihn am Ende des Trainings überschwänglich zu loben und ihm auch das ein oder andere Leckerli zuzuschieben. "Echt Wahnsinn, wie er sich in den letzten Monaten gemacht hat. Er hat eindeutig Talent." Nachdem ich ihn versorgt und gemeinsam mit Elena Abend gegessen hatte, stellte ich meinen Trainingsplan zusammen, der vorsah, dass wir in ungefähr siebenWochen fertig sein würden. Die letzte Woche würde ich zur Festigung brauchen, aber so wie er sich heute angestellt hatte, konnte es gut sein, dass wir auch schneller mit dem Training durch sein würden. Von A zu L war der Unterschied zwischen Höhe und Weite nicht besonders bemerkenswert, sodass ich mir sicher war, dass der Hengst auch mit der neuen Höhe und Weite keine Probleme haben würde. Erst wenn man von L zu M den Schritt machen wollte, kam es zu größeren Unterschieden und zu mehr Schwierigkeiten, die sich natürlich auch auf die Dauer des Trainings auswirken konnten. Momentan machte ich mir aber darüber noch keine Gedanken. Am nächsten Morgen begann dann das eigentliche Training. Die A-Sprünge nahm Clouded Sky vorbildlich. Er strengte sich wirklich mächtig an und ich merkte, dass er seine helle Freude am Training hatte. Obwohl er sich so gut machte, wollte ich ihn nicht gleich mit höheren Hindernissen konfrontieren, sondern konzentrierte mich die nächsten 8 Tage darauf, dass er nicht alles alleine machen wollte und immer wieder Abwechslung im Training reinkam, damit er nicht 'abstumpfte'. Das hieß, dass wir ab und zu Dressurstunden einschoben, ausreiten und spazieren gingen oder neue Pacourse ausprobierten, um ihn immer wieder zu fordern. Erst, als ich das Gefühl hatte, dass er gut im Training war und nach 'mehr' verlangte, bat ich Elena eines derHindernisse auf L-Niveau zu erhöhen. Wir wärmten uns erst einmal langsam auf und nachdem ich das Gefühl hatte, dass er locker und bereit war, galoppierte ich ihn an und steuerte ihn auf den Sprung zu. Er zögerte keine Sekunde und setzte darüber hinweg, verschätzte sich etwas mit der Höhe und sprang, als wolle er über einen M-Sprung gehen, aber immerhin hatte er nicht gerissen und das war erfreulich. Ich lobte ihnüberschwänglich und sprang noch einmal darüber, bevor ich das Training beendete und ihn locker trocken ritt. "Das nennt man wohl Talent", sagte ich schmunzelnd und versorgte den Hengst. In den nächsten Tagen bauten wir immer wieder L-Sprünge ein und schon zwei Wochen später überwand der Hengst auch eine Höhe von 1,20 m ohne mit der Wimper zu zucken. "Wahnsinn." Elena stand am Rand und beobachtete uns. "Wie lange wirst du noch brauchen?"
    "Sicherlich keine sieben Wochen", sagte ich lachend und klopfte dem Hengst den Hals. "Er hüpft darüber weg, als sei es bloß ein Cavaletti. Ichwürde aber trotzdem gerne noch eine Woche mit ihm weitertrainieren und dich bitten, ab dann im Training aktiv mit einzusteigen, damit wir schauen können, ob ihr beiden das zusammen hinbekommt." Nicht, dass ich daran gezweifelt hätte. Eine Woche später war es für Clouded Sky das normalste von der Welt über die L-Sprünge zu gehen und auch mit Elena obendrauf machte er eine gute Figur. Sie natürlich auch. Ich brauchte kaum etwas zu sagen, die beiden harmonierten einfach toll. "Ich würde ihm jetzt auf jeden Fall ein paar Monate Zeit geben, bevor du überlegst ihn eine Stufe weiter zu bringen. Er macht seine Sache gut und ich bin mir sicher, dass er, mit richtigem Training, es bis in die schwere Klasse schaffen kann, aber man sollte ihm natürlich trotzdem Zeit geben."
    "Ja, das sehe ich genauso. Ich bin momentan einfach nur stolz auf ihn und kann gar nicht glauben, dass er das so toll macht. Andererseits, bei dem Vater, konnte da ja eigentlich nichts anderes rauskommen."
    "Das stimmt", stimmte ich ihr lachend zu und klopfte dem Hengst sanft den Hals. "Ich würde mich dann morgen auch schon wieder auf den Heimweg machen. Hier ist alles getan, was getan werden musste und ich bin mir sicher, dass ihr beiden es noch weit bringen werdet." Wirversorgten den Hengst gemeinsam und nach einem anregenden Gespräch am Abend, ging ich schlafen. Am nächsten Morgen begleitete ich Elena noch einmal bei einer Trainingseinheit und konnte sie anschließend beruhigt und zufrieden wieder verlassen. Wir würden uns sicher wiedersehen, denn ich hatte das Gefühl, dass sie mit meiner Arbeit zufrieden war und wir hatten uns auch die letzten beiden Male echt gut verstanden. "Scheu dich nicht anzurufen, wenn irgendetwas sein sollte. Ich bin eigentlich immer erreichbar und einsatzbereit." Lächelnd umarmte ich sie zum Abschied und machte mich dann auf den Nachhauseweg.

    Springen L-M

    Zufrieden prustete mir mein neuster Schützling entgegen, als ich seine Box betrat. Clouded Sky war ein tolles Pferd, er sah nicht nur top aus, er hatte auch einen absolut lieben Charakter. Mit seinem Stockmaß von 178cm überragte er mich zwar um Längen, dennoch hätte er nicht einmal einer Fliege etwas zu Leide tun können.
    Die Größe hatte er von seinem Vater geerbt und wie es sich in der Namenslinie zeigte, wollten diese Pferde zum Himmel hinaus. Dementsprechend handelte es sich auch beim kleinen Wölkchen um einen äußerst begabten Springer und hier kam ich ins Spiel. Trainerin zu sein hatte schon seine Vorzüge, denn wenn man es richtigmachte, saß man den lieben langen Tag auf gut ausgebildeten Pferden und bekam auch noch einen Azubi zur Seite gestellt.
    Gut, auf den Azubi musste ich bei Cloud leider verzichten, aber immerhin hatten wir unseren persönlichen Stylisten an der Seite – bei jedem Training… Ich bewunderte Elena für ihr unglaubliches Gedächtnis bezüglich gewisser Farben und Kollektionen, da war sie voll drin in der Materie.
    Zum Glück störte es Cloud nicht, was er trug und konzentrierte sich vollkommen auf unser Training. Er war immer voll dabei, versuchte stets zu gefallen und da er jedes Hindernis mit unglaublicher Leichtigkeit nahm, gelang ihm das auch erstaunlich gut. Da er auch offiziell bereits auf L-Niveau lief, hatte ich direkt bei der Arbeit im Parcours begonnen.
    Die Grundlagen saßen bei Cloud, da musste ich auch gar nicht nachfragen, denn das merkte man schon, wenn man das erste Mal auf dem Rücken des Hengstes saß. Gut, auf den Riesen musste man auch erst einmal draufkommen, aber zum Glück hatte ja irgendwann mal ein schlauer Mensch entschieden, dass Aufstiegshilfen so viel gesünder für den Pferderücken waren, so dass diese nun überall vorhanden waren und mir einiges erleichterten.
    Ein wenig amüsant war ja die Vorstellung, dass auch Klein-Elena den Hengst regelmäßig ritt. Sie war zwar etwa so groß wie ich, aber doch im Allgemeinen zierlicher und wenn ich schon auf dem Hengst winzig aussah, dann war das bei ihr erst recht der Fall. Aber bei Cloud brauchte man keine großartigen Kräfte, um den Hengst zu reiten, da ging es mehr um Feingefühl und Können. Und Leckerlis und Streicheleinheiten, denn bei Cloud konnte man sich sehr schnell und gut einschleimen, dass hatte ich ziemlich schnell herausgefunden und machte es mir auch zu gerne zu Nutzen.
    Heute war Elena mit beim Training anwesend. Irgendjemand musste ja eventuell heruntergefallene Stangen wieder aufheben. Aber das passierte bei Cloud sehr selten. Auch heute ging er wieder souverän durch den Parcours und gefühlt jede Distanz passte auf Anhieb. Man konnte nicht einmal sagen, dass Cloud zu motiviert bei der Sache war, denn sobald zu viel Tempo von ihm kam, ermahnte man ihn mit einer halben Parade und er war wieder voll da.
    Dementsprechend durchsprangen wir den heutigen M-Parcours ohne Probleme und das nun schon seit einer Woche in den verschiedensten Varianten. So langsam gingen mir die Ideen für komische Hindernisse und Kombinationen aus und ich wusste gar nicht, wie man den Parcours noch fieser gestalten konnte, ohne, dass selbst ich als Reiter die Krise bekommen würde.
    Das war für mich das Zeichen, dass ich bei Cloud erfolgreich am Ende des Trainings angelangt war. Am kommenden Tag nahmen wir schon erste S-Höhen und auch das ging ohne Probleme und lief wie am Schnürchen. Dementsprechend gab ich den Hengst für den Rest des Monats gerne wieder an Elena und ihr Team ab, denn meine Arbeit war hier nun getan. Cloud war topfit und das würde er auch in der diesjährigen Turniersaison unter Beweis stellen.

    Etwas über ein halbes Jahr befand sich Clouded Sky bereits in meinem Besitz. Der junge Hengst hatte sich in der kurzen Zeit so im Sport beweisen, dass es an der Zeit war ihn auf einer Hengstkörung vorzustellen.
    Mit akkurat geflochtenen Zöpfen und einer neuen weißen Schabracke mit Stalllogo stand der Hengst mit mir obendrauf vor dem Hallentor und wartete darauf, endlich loslegen zu können. Auch ich wurde langsam nervös, denn unser Start verzögerte sich schon eine Weile nach hinten.
    Als es endlich soweit war ritt ich an und lenkte die kleine Wolke geradewegs auf die Richter zu. Bei X parierte ich ihn durch und grüßte die Richter, kurz danach trabte ich wieder an. Nach einer Runde parierte ich zum Schritt durch, ritt auch in dieser Gangart eine Runde und galoppierte danach an.
    Clouded Sky folgte wie immer augenblicklich meinen Hilfen, wodurch auch der Galoppwechsel auf der Mittellinie problemlos gelang.
    Auf der anderen Hand zeigte ich seine Gangarten und parierte anschließend wieder bei X zum Halten durch.
    Es folgte ein erneutes Grüßen der Richter. Daraufhin ritt ich am langen Zügel aus der Halle, sattelte ab und brachte die kleine Wolke zum Freispringen. Dort würde er seiner Springbetonung Ausdruck verleihen können. Erneut schnitt er mit Spitzennoten ab, sodass wir erfolgreich zurück zum Anhänger gehen konnten.

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    Zuletzt bearbeitet: 5 Apr. 2017
    Veija, Zaii, Muemmi und 2 anderen gefällt das.
  5. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    meine Teilnahme mit...
    Framed in History

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    Steckbrief
    Offizieller HG

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    Vom: -

    Aus der: -


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    Rufname: Frame
    Geburtstag: 25.04.
    Alter: 4 Jahre
    Stockmaß: 1.73 m
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Bay frame overo
    (Ee,Aa,Oo)
    Abzeichen: - (scheckungsbedingt grosse Laterne)
    Gesundheit: sehr gut


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    Scheu, schreckhaft, aber loyal


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    Frame ist ein schwieriger Fall. Er kommt aus einem bekannten Zuchtgestüt, dort musste er leider schon als Fohlen viel durchmachen: Zuerst starb seine Mutter, er wurde also zum Flaschenkind. Der Pfleger, der ihn grossziehen sollte misshandelte ihn jedoch regelmässig, er wurde getreten oder geschlagen, wenn er nicht sofort gehorchte. Als er ein Jährling war, wurde klar dass der Besitzer des Gestüts bankrott gegangen war und die Pferde nicht behalten konnte. Deshalb wurde auch Frame mit den anderen Zwangsversteigert, wobei er wohl ebenfalls nicht besonders sanft behandelt wurde. Zu allem Überfluss landete der junge Hengst damals vorübergehend auf einer Weide, auf der er ziemlich vernachlässigt wurde und sich schliesslich an einem Pfosten durch einen Unfall beinahe selbst erstach. Sein Leben hing am seidenen Faden, doch dank dem schnellen Einsatz der Tierärztin überlebte Frame. Zuhause trafen wir schliesslich einen völlig verstörten Zweijährigen an, der sich kaum anfassen, geschweigedenn führen liess. Mittlerweile lässt sich der Hengst von Occulta und auch von Quinn reiten und führen, jedoch von kaum jemandem sonst.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: Nein
    Nachkommen: -


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    Galopprennen Klasse: S***
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: L
    Military Klasse: L
    Dressur Klasse: L
    Distanz Klasse: E

    Eignung: Galopprennen, Springen
    Eingeritten: ja


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    2. Platz 387. Dressurturnier
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    2. Platz 277. Militaryturnier
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    3. Platz 356. Galopprennen
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    3. Platz 389. Dressurturnier
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    Frame's Spind
    HS-Bericht
    Ionia
    Hufschmiedebericht für Framed in History und Parányi

    Nach einiger Zeit, in der ich kaum etwas von Occulta hörte, rief sie mich morgens früh an und bat mich darum heute noch wegen zwei ihrer Pferde vorbei zu kommen. Ich versicherte ihr direkt ins Auto zu steigen, jedoch musste ich vorher Ann bescheid sagen, dass ich weg bin und sie heute die Isländer reiten sollte. Dann war ich auch schon auf dem Weg, während der Fahrt hörte ich laut Musik und war wirklich gut gelaunt. Dies sollte sich auch später auszahlen, da es sich bei meinen heutigen Patienten um ziemlich junge Pferde handeln sollte und ich hoffte einfach, dass nur einer der beiden ein wirkliches Problem darstellt. Ich parkte wie gewohnt auf dem Parkplatz und wie immer kam Occulta mit diesem liebevollen Lächeln zu mir um mich zu begrüßen. „ Also, Parányi ist eine Furioso North Star Stute und teste gerne Fremde aus, weshalb du dich bei ihr einfach durchssetzen musst. Dann noch unser Framed in History, er ist unser Sorgenkind. Ich muss die ganze Zeit dabei bleiben, da er sehr scheu ist und glücklicher Weise müssen wir heute nichts mit Feuer, denn sonst würde er völlig ausflippen.“, schilderte sie mir und ich wusste das der Hengst ein Problem werden wird. So machte ich mich zuerst an die Stute ran, welche bereits auf dem Putzplatz stand und mich neugierig anstarrte. Ich begrüßte sie und strich ihr über den Nasenrücken, bis jetzt schien sie sehr entspannt zu sein. Zu erst putzte ich die Hufe, wobei sie mich vorsichtig von hinten anstubste und ich hin und her wankte. Die Hinterhufe probierte sie weg zu ziehen, aber ich hatte sie fest zwischen meine Beine geklemmt, weshalb sie dies irgendwann aufgab. Ich schnitt danach die Hufe aus, was sie wirklich lieb mitmachte, aber als es zum kürzen und Korrigiern mit der Raspel kam, da fingen ihre Tests wieder an. Sie knfiff mir bei der Vorderhand in den Hintern, doch ich machte unbeirrt weiter . „Deine Methode ist also ignorieren.“, lachte Occulta und guckte mir belustigt zu. Ich hatte die junge Stute nach 40 Minuten sorgfältig behandelt und sie konnte wieder zurück auf die Weide oder in die Box, nun kam also das Sorgenkind, welches Quinn brachte.
    Nervös schaute er mich an, er tippelte auf der Stelle und als erstes ging Occulta zu ihm um ihn zu beruhigen. Danach traute auch ich mich zu Framed, er beshnüffelte meine Hand und schnaubte leise und so durfte ich seinen Hals anfasse. Occulta blieb an seinem Kopf, während ich anfing seine Hufe zu säubern und die schien er zu kennen. Hin und wieder zuckte er oder probierte den Huf weg zu ziehen, aber wirklich dagegen wehren tat er sich nicht. Die Zange zum Ausschneiden zeigte ich ihm vorher, er war zwar nicht begeistert, aber sie schien kein Problem zu sein. Der Schecke zuckte bei jedem klipsen, es war ihm so ungeheuer, dass er nach mir trat und genau in der Sekunde kam es so überraschend, dass er mich an der Schulter traf und ich wegtaummelte. Ich landete auf meinem Hintern, direkt war Quinn da, die mich besorgt fragte ob alles okay sei. Ich nickte verduzt und stand auf, meine schulter schmerzte und Occulta sah mich mit großen Augen an, doch es hatte sich etwas an Framed geändert. Das Vollblut stand einfach da, ruhig und gelassen, ich machte meine Arbeit weiter und er zuckte nur noch leicht. Was auch immer es war, was in ihm vorgegangen war, schien ihn zu beruhigen, auch die Raspel starrte er nur an und sah mir zu, während ich seine Hufe korrigierte und kürze. Ich atmete tief ein und aus als ich fertig war und setzte mich müde auf den Boden. Occulta schaute sich besorgt meine Schulter an, sie meinte ich solle ins Krankenhaus, da ich auch starke Schmerzen hatte und so fuhren wir los. Im Krankenhaus stellte sich raus, dass die Schulter über dehnt war und ich es durch wärme entspannen sollte. Mit dieser Information verabschiedete ich mich von Occulta, welche sich noch tausendmal entschuldigte, und fuhr nach Hause, wo ich direkt in eine warme Wanne stieg.
    TA-Bericht
    Calypso
    Tierarztbericht

    Mein Weg führte mich mal wieder nach Birmingham zu Occulta Smith. Heute sollte ich zwei ihrer Pferde vorsorglich untersuchen, da die beiden bald auf einer Körung auftreten sollten. Der Verkehr war heute leider nicht auf meiner Seite, so verspätete ich mich um 40 Minuten. Ich hatte während der Fahrt bei Occulta angerufen und ihr Bescheid gegeben das ich mich verspäten würde. Ein bisschen genervt von der Fahrt kam ich schließlich an, stieg aus dem Auto und suchte sogleich die Pferdebesitzerin auf. „Hallo, entschuldige nochmal vielmals.....der Verkehr!“ stöhnte ich auf und rollte mit den Augen. „Ach kein Problem, ich habe heute keinen Zeitdruck.“ antwortete Occulta und führte mich sogleich zu der Stute Sugar and Sweets. Eine noch junge Deusche Reitpony Stute in wundervoller Scheckung. „Ich würde sagen wir gehen erstmal mit ihr raus und du führst sie mir im Schritt und Trab vor.“ ihr Gangbild war unauffällig und so machte ich mit der restlichen Untersuchung weiter. Occulta band sie in der Stallgasse an und ich tastete sie ab und hörte sie mit dem Stethoskop ab. „Na du kleine Maus, du bist ja neugierig.“ sie stupste mir in die Taille und ab und zu spürte ich ihre Nüstern zart an meiner Jeans herum knabbern. Aber sie wurde in keinster weise grob oder zeigte sonstige Unarten. Wie ein neugieriges, junges Pferd eben ist. Nach der Kontrolle des Allgemeinzustandes konnten wir mit dem Impfen weiter machen. Als ich mit der ersten Spritze an sie heran trat, zog sie am Strick und nahm den Kopf etwas hoch. Nichts dramatisches, aber man merkte das es ihr doch nicht ganz so geheuer war. „Feines Mädchen, ist gleich vorbei“ beruhigte ich sie und Occulta streichelte sie über die Nüstern. Die nächsten paar Spritzen brachten wir schnell hinter uns und so konnten wir danach noch die Wurmkur geben. Zum Schluss kontrollierte ich noch den Chip und Sweets durfte wieder in die Box. „So ein nettes Pony.“ schwärmte ich und konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen.

    Occulta kam dann mit einem wunderschönen Vollblut Hengst um die Ecke und ließ auch ihn vor mir vorlaufen im Schritt und im Trab. Occulta erzählte mir dann einiges über Framed´s Vergangenheit. Da konnte man wirklich nur den Kopf schütteln „Schrecklich sowas. Aber dafür umso schöner wie weit ihr jetzt mit ihm schon gekommen seit.“ erwiderte ich und machte mich erstmal bekannt mit dem etwas schüchternen Hengst. „Er wurde bis jetzt nur von einem anderen Tierarzt behandelt.“ sagte Occulta und ich nickte „Ja wir werden das ganz ruhig machen, oder Süßer? Du brauchst keine Angst vor mir haben“. Framed schnaubte und bei jeder Berührung von mir zuckte er zuerst ein wenig zusammen. Ich verhielt mich ruhig und geduldig und redete ihm gut zu. Beim abtasten gab es keine Auffälligkeiten und auch nicht beim abhören. Als es ans Impfen ging war nochmal viel Einfühlungsvermögen verlangt. Wir brauchten zwar ein wenig länger, aber dafür überstand der Hengst die Untersuchung ohne überflüssigen Stress. Die Wurmkur gab Occulta im selbst. Dann las ich mit dem Lesegerät noch den Chip ab und verglich die Nummer mit der im Pass. „Gut das war´s dann!“ meinte ich zufrieden und streichelte Framed nochmal. Dann verabschiedeten wir uns voneinander „Bis bald!“
    3214 Zeichen by Calypso
    12 Feb. 2017
    Trainingsberichte [9]
    Occulta
    Galopptraining E-A

    Um sechs Uhr stand ich auf, schnappte mir ein Brot mit Konfitüre und machte mich auf den Weg zum Hauptstall, um wie fast jeden Morgen pünktlich beim Vollblütertraining zu sein. Heute wurden zuerst die meisten der Zweijährigen trainiert (nur Pointless war nicht dabei, sie bekam wiedermal Spezialbetreuung), insgesamt also ein Feld von fünf Pferden. Ich selbst ritt Frame, da der junge Hengst sonst mit niemandem konzentriert lief. Es ging heute primär darum, die Jungspunde an Trackponys zu gewöhnen, aber es war zudem auch wie die letzten vier Wochen das Ziel, eine Strecke von 1000 Metern zu laufen, mit den letzten 400 Metern in 30 Sekunden. Wir befanden uns mitten in einem speziellen Trainingsplan, nach dem die Pferde auf Pineforest Stable schon seit Jahren erfolgreich trainiert wurden. Ich sattelte Frame, während ich ausgelassen mit Rosie plauderte, die Caligari vorbereitete. Als wir fertig waren, führten wir die Pferde nach draussen und stiegen einer nach dem anderen auf. Danach ging’s im Gänsemarsch mit Sumerian an der Spitze zur Bahn. Ich hatte im Moment noch lange Steigbügel, da wir zuerst mit den Trackponys arbeiten mussten und ich so mehr Kontrolle hatte. Als Ponys dienten diesmal Shadow, Anubis, Unbroken, Islah und Moon. Ich schloss zu Soul auf, der von Jonas geritten wurde. Frame blieb die ganze Zeit über fast noch entspannter als der Painthengst neben ihm, aber das überraschte mich nicht. Wir blieben zunächst im Schritt, später auch im Trab immer schön neben den Begleitpferden, wobei die anderen Reiter gelegentlich die Zügel der Vollblüter hielten. Die Renncracks mussten lernen, ihr Tempo dem der Begleitpferde anzugleichen und ruhig daneben zu bleiben, das würde uns später in den Rennen vieles erleichtern. Während One Cool Cat und Shio die ganze Zeit am zappeln und rumzicken waren (Cool Cat wohl eher, weil ihn die vielen Stuten nervös machten, was sich der Italienische Macho noch nicht gewöhnt war), verliessen sich Sumerian und Caligari blind auf ihre Trackponys und Frame orientierte sich ja sowieso nach mir. Einmal stieg Cat bolzengerade in die Luft, wobei April fast runtergefallen wäre. Spätestens da hörte der Spass mit dem Rappen auf und sie packte ihn härter an. Ich gab ihr als Hilfe meine Gerte, da sie die ihrige zurückgelassen hatte um die Hände freier zu haben. Nun begleiteten uns die ‚Ponys‘ zu den Startboxen, danach war ihr Part erledigt und sie wurden versorgt. Eines war überraschend positiv: sämtliche der zweijährigen Blüter gingen ohne Murren in die Boxen. Das zeigte mir, dass wir auf einem guten Weg waren, was den Grundgehorsam und die Basics des Rennens anging. Doch nun kamen wir zum interessantesten Teil: die Tore flogen auf und die Pferde schossen los, doch schon nach hundert Metern bremsten wir sie wieder in einen lockeren, aber noch immer einigermassen lockeren Canter. Erst beim 600m-Pfosten feuerten wir sie erneut an, um sie auf die gewünschte Höchstgeschwindigkeit von 13 Metern pro Sekunde zu treiben. Alle der fünf Athleten hielten bis zum Finish durch, aber Caligari schnaufte durch weit aufgerissene Nüstern und war an Schulter, Hals und Flanke nassgeschwitzt. Sie war etwas weniger lange als die anderen im Training und hatte dementsprechend noch eine schlechtere Kondition. Da sie aber, mit der Fleecedecke auf dem Po, noch beim Auslaufen auf der Galoppbahn wieder trocknete, hatte Oliver keine Bedenken, dass sie in wenigen Wochen auch fit sein würde. Ich war ganz zufrieden mit dem Training; die jungen Pferde hatten gezeigt, dass sie reif für die nächste Stufe waren.
    15 Nov. 2015

    Occulta
    Galopptraining A-L

    Wir machten uns auf zum morgendlichen Training, welches heute wegen der anhaltenden Kälte erst um 9 Uhr stattfand. Da es Winter war, wurden die Vollblüter nicht so ausgiebig und häufig auf der Bahn trainiert wie sonst, sondern eher bei einer guten Dressurstunde in der Halle oder im Gelände. Sie mussten aber trotzdem in Form bleiben und zwei bis drei Mal wöchentlich auf die Bahn; so auch heute. Ich ritt Sumerian, Rosie übernahm Caligari, Quinn hatte ausnahmsweise Frame und April Cool Cat. Pointless, die zwar ebenfalls zu den Dreijährigen zählte, aber die Mitarbeit mit aller Macht verweigerte, wurde vorläufig nicht mehr mittrainiert, erst recht nicht bei Minustemperaturen. Ich bürstete das graublaue Fell von Sumerian und bearbeitete liebevoll die komplexen weissen Abzeichen an ihren Beinen. Sie war einfach ein Bild von einem Pferd – mit wunderbarem Körperbau und ausdrucksstarken Augen. Nur ihr Langhaar liess zu wünschen übrig, denn es wuchs sehr spärlich. Ajith scherzte immer, dass sie die Energie eben für die Bahn brauche, und nicht für ihre Haarpracht verschwende. Ich mochte diese Ausrede auch, zumal die Stute wirklich Talent hatte. Ich kratzte die Hufe aus und stellte freudig fest, dass diese trotz der vielen Feuchtigkeit, der sie im Winter ausgesetzt waren, gesund und kräftig waren. Die leichten Aluminiumeisen versah ich mit Stollen, damit die Stute auf dem Schnee nicht rutschte. Wir trainierten auch, wenn genügend Schnee auf der Bahn war. Nur wenn der Schnee schmolz und das Gras nass war, wurden die Trainingsrennen abgesagt, da das Laufen auf rutschigem Untergrund zu gefährlich war. Zum Schluss sattelte ich Summer und führte sie mit den anderen nach draussen. Wir stiegen alle vier auf und ritten gemeinsam zur Galoppbahn, wo wir erstmal im Schritt und Trab warm wurden. Die dichten Äste der Tannen hatten nicht so viel Schnee durchgelassen, aber man musste aufpassen, dass nicht plötzlich eine kleinere Lawine über einem zusammenbrach. An manchen Ästen hingen Eiszapfen, die im Sonnenlicht glänzten. Die Pferde waren richtig aufgedreht, wie immer, wenn sie längere Zeit nicht auf die Bahn gedurft hatten. Auch Sumerian tänzelte bereits im Schritt und blieb nur ungern mit mir zuhinterst. Wir wechselten alsbald auf die Bahn und gingen in einen leichten Canter über, der immer flotter wurde. Als alle bereit waren, liessen wir die Pferde anziehen und über die folgenden 1000 Meter mit einem guten, aber nicht maximalen Tempo laufen. Danach feuerten wir alle zu einem Sprint über 2 furlongs (400 Meter) an. Sofort schoss Sumerian unter mir nach vorne und verlängerte die Tritte nochmals, bis sie auf ihrer aktuellen Rekordgeschwindigkeit war. Ich war jedes Mal aufs Neue beeindruckt von der Kraft der Stute. Doch auch Caligari folgte uns dicht, und – zu meiner Überraschung – Cool Cat, der sich langsam von hinten vorarbeitete. Er holte meine Stute sogar beinahe ein. Nur Frame schüttelte wieder unwillig den Kopf und kam irgendwie nicht so richtig in Fahrt. Ich hatte den Rappen Cool Cat immer unterschätzt, da er beim Kauf nur meine zweite Wahl gewesen war. Doch er hatte mir inzwischen gezeigt, dass er womöglich sogar mehr drauf hatte als mein ehemaliger Favorit, den sich mein Kumpel geschnappt hatte. Ich brannte schon darauf, die beiden beim ersten Rennen im Frühling gegeneinander laufen zu sehen. Ich war sicher, dass Cool Cat eine von Erfolgen gekrönte Zeit vor sich hatte. Und auch Frame wird irgendwann noch aufblühen, dachte ich schmunzelnd und beobachtete den Schecken, als wir bremsten und zurück in den Trab fielen. Er hatte schliesslich genug Startschwierigkeiten gehabt. Ich klopfte Sumerian zufrieden auf den grauen Hals und wischte ihre feine Mähne wieder auf die richtige Halsseite. Wir trabten noch eine Weile, dann führten wir die vier zurück zum Hauptstall, wo sie zum Trockenlaufen mit der Abschwitzdecke in den Freilauftrainer kamen.
    19 Jan. 2016

    Occulta
    Galopptraining L-M

    Zuallererst stand heute das Renntraining mit der unerfahrendsten Gruppe an. Kaythara, Dublin, Ciela, Sumerian und Frame machten zwar täglich Fortschritte, konnten aber noch lange nicht mit der Geschwindigkeit und Ausdauer der älteren Rennpferde mithalten. Ich übernahm den Ritt auf Ciela, für die ich diesen Monat eingetragen war. Die schneeweisse Winter Nachkommin hatte das letzte bisschen Winterfell schon vor Wochen verloren und hatte nun sehr feines, kurzes Sommerfell. Nur dass es weiss war, erschwerte das Putzen. Man sah jeden Grasflecken darauf, weshalb ich mir Zeit nahm und sie schon früher in der Stallgasse anband als die anderen. Zunächst striegelte ich den ganzen Körper mit dem Gummistriegel gründlich durch. Sogar auf der Stirn löste ich so ein paar weisse Haare raus. Danach wischte ich den groben Schmutz und Staub mit einer langen, weichen Bürste raus. Ausserdem passte ich auf, dass ihr keine Haare in die Augen kamen. Als nächstes bearbeitete ich das Fell mit der normalen Bürste, bis auf den ersten Blick alles sauber war. Und zum Schluss kam noch die ‚Politur‘, indem ich mit dem Lammfellhandschuh die letzten Rückstände entfernte. Nun war Ciela, bis auf einen bösen grünen Flecken am Bein, durch und durch sauber. Ich kratzte die hellen Hufe aus, bürstete das weiche Langhaar und holte schliesslich den Rennsattel. Ciela wippte etwas vor und zurück beim Auflegen des Sattels, stand aber still sobald ich angurtete. Manchmal kam es mir vor, als sei sie einfach ungeduldig. Die Trense nahm sie ohne zu zögern in den Mund und kaute sofort darauf herum, während ich versuchte, die Riemen zu schliessen. Als ich es endlich geschafft hatte, standen die anderen Jockeys mit ihren Reittieren schon draussen bereit. Eilig führte ich Ciela raus und stieg auf, dann ritten wir alle gemeinsam in einer Einerreihe zur Bahn. Zunächst wurde gründlich eingewärmt. Ciela war heiss und explosiv; sie wollte kaum im Trab bleiben. Ich liess mich davon aber nicht beeindrucken und sass einfach ruhig obendrauf. Kaythara war genauso hibbelig und zickte gegen Frame, der heute von Quinn geritten wurde. Sie war die einzige, die den Schecken ausser mir einigermassen im Griff hatte, beziehungsweise die einzige, der Frame sonst noch einigermassen vertraute. Bis heute war die Narbe am Hals zu sehen, wo er sich damals fast am Zaun erstochen hatte. Seitdem war er sehr vorsichtig und führte quasi ständig seinen eigenen kleinen Überlebenskampf, auch wenn dazu kein Grund bestand. Er entspannte sich nur wirklich in der Box oder wenn ich dabei war. Sogar auf der Weide erwischte ich ihn manchmal dabei, wie er in unsicheren Runden dem Zaun entlang trabte und nach einem Weg in den Stall suchte. Auch heute war der Junghengst aufgrund der allgemeinen Anspannung etwas verklemmt und guckig, aber Quinn hatte sie Situation im Griff. Sie wusste, dass bei Frame nicht viel mit Druck zu erreichen war, und stattdessen beruhigende Stimmhilfen und sanftes Halskraulen zur Besserung beitrugen. Er hatte in seiner Misslichen Lage beim Zaun gelernt, dass Druck und Schmerz nicht nachliessen, selbst wenn man aufgab. Mein Kraulen hingegen war damals mit seiner Rettung einhergegangen, woran er sich noch gut zu erinnern schien. Sumerian war heute wohl die angenehmste Athletin. Sie arbeitete still mit und reagierte brav auf Aprils Anweisungen. Auch hielt sie sich im Vergleich zu den anderen beim Einwärmen noch vornehm zurück. Die Letzte im Bunde, Dublin, war nicht viel anders als sonst. Sie zog ihr eigenes Ding durch und wartete nur ungerne, bis wir endlich zu den Startboxen ritten. Charly schien etwas unsicher, und das spürte die Stute sofort. Doch sie trug ihn zuverlässig, wenn auch in ihrem Tempo voran. Sie schien fast schon wie ein alter Hase im Rennsport und liess sich ohne grosse Zickereien von Ajith in die Gitterbox führen, zappelte dann jedoch ungeduldig. Mit Ciela hatte ich mehr Mühe überhaupt rein zu kommen – wir brauchten fünf Minuten, bis die Stute endlich ganz drin war. Sobald alle Pferde und Jockeys bereit waren, löste Ajith den Start aus und die Klappen flogen auf. Sofort setzte sich Dublin an die Spitze und brachte eine ordentliche Distanz zwischen sich und uns restlichen. Oliver schrie vom Zaun her „Slow her down you moron, she has to wait or she will be tired after 2 furlongs!“ Genau das geschah. Schon nach kurzer Zeit fiel Dublin wieder zurück und galoppierte den anderen am Ende abgeschlagen auf der letzten Position hinterher. Ich liess Ciela im richtigen Moment ziehen, sodass wir Sumerian beinahe einholten. Es fehlte am Ende nur eine Kopflänge, doch Sumerian entschied diese Runde für sich. Gleich hinter uns folgten Kaythara und Frame, ziemlich genau gleichzeitig. Wir lobten die Blüter und machten noch etwas lockere Galopparbeit, danach ritten wir sie trocken und versorgten sie.
    30 Mai 2016

    Occulta
    Galopptraining M-S

    “Straffer Zeitplan heute, bewegt euch Leute“, verkündete ich fröhlich, als ich den Hauptstall betrat. Die Pfleger wünschten mir einen guten Morgen und fingen sogleich emsig mit dem Füttern an. Wir hatten viel vor: Galopptraining, danach Springstunde mit den Jungpferden, anschliessend Military auf einer auswärtigen Trainingsstrecke. Ausserdem war heute Freitag und damit wie immer öffentliche Reitstunde um 19:00 Uhr. Bis dahin wollte ich den Hof aufgeräumt und sauber haben. Sheela sah mich mit erwartungsvollen, schwarzen Augen an. Ihre gelblichen Krokodilzähne wurden sichtbar, als sie bei meinem Blick zu hecheln begann. „What do ya want? You had your food.“ Sie verdrehte den Kopf nach hinten, denn in diesem Moment kam Jonas rein. Sie sprang ihm freudig entgegen, kehrte dann schwanzwedelnd in seiner Begleitung zu mir zurück. „Soll ich heute Artemis nehmen oder willst du ihn?“, fragte mich der Pfleger, in Bezug auf das Military Training. „Ach nimm du ihn, ich hab ja für diesen Monat Satine, und mit der mach ich eh auch mit.“ Er nickte zufrieden und fuhr mit seiner Arbeit fort. Ich holte Caligari aus ihrer Box um sie zu putzen. Die braune Stute mit dem weissen Gesicht hatte bereits seidig glänzendes Fell und bloss ein paar Strohhalme im Schweif, da Ajith sie am Vortag abends nochmal gründlich geputzt hatte. Das machte er manchmal einfach so aus Spass, wenn er nichts mehr zu tun hatte. Manchmal fragte ich mich, ob der dunkelhäutige Pfleger überhaupt ein Privatleben hatte. Mir kam sein Einsatz jedenfalls gerade gelegen. Ich bürstete den Schweif und die Mähne durch, kratzte die Hufe aus und bandagierte Cab’s Beine. Die Stute hob die Vorderbeine dauernd, sodass ich etwa viermal neu starten musste. Dafür hielt sie diesmal beim Satteln still. Ich schob ihr noch die Trense ins Maul, dann war ich fertig und führte sie hinaus. In der ersten Morgengruppe waren ausser uns noch Frame, Chiccory, Kaythara, Ciela und Coulee. Heute standen Kopf-an-Kopf Sprints an, also war das Training besonders anspruchsvoll. Cab arbeitete sich wie eine Dampflock Zentimeter um Zentimeter vor, doch immer wenn sie etwas nachliess, schloss Kaythara wieder zu ihr auf. Ich lobte April, die ihr Reittier hervorragend unter Kontrolle hatte. Auch Charly und Rita schlugen sich heute ausnahmsweise sehr gut: sie fegten nach uns mit Ciela und Coulee über die Bahn und blieben wie befohlen dicht beieinander. Mein Herz wurde warm als ich Coulee und Rita beobachtete. Die scheue Stute war in letzter Zeit schon viel offener geworden. Weil Rita noch nicht so erfahren als Jockey war, machte sie der Stute auch nicht so viel Druck, sodass sie sich optimal entfalten konnte. Es kam mir fast vor, als nehme Coulee die Aufgabe wahr, auf Rita aufpassen zu müssen. Dadurch war sie wohl zu beschäftigt um sich wie üblich zu verspannen oder vor harmlosen Dingen zu erschrecken. Jedenfalls lief Coulee erstaunlich schwungvoll und konstant für ihre bisherigen Verhältnisse. Ciela nahm Charly, der ebenfalls noch Anfänger war nicht ganz ernst; das erkannte ich daran, dass sie nicht richtig untertrat und immer wieder den Kopf runterzog, um ihm die Zügel zu klauen. Oliver hatte es bemerkt und rief ihm ein paar Tipps zu, bevor ich selbst den Mund aufmachen konnte. Ich nickte still und zufrieden, dann beobachtete ich Quinn mit Frame und Lily Parker, die auf Chiccory mal wieder eine tolle Figur machte.

    Gleich im Anschluss fand ein spannendes Trainingsrennen zwischen Sumerian und Cool Cat statt, das ich mir nicht entgehen lassen wollte. Ich versorgte Cab und ihr Zubehör, und hastete dann zur Bahn, wo auch schon Oliver, Lisa und Lewis standen. Quinn folgte hinter mir. Wir waren alle gespannt, welches von den zwei Rennpferden gewinnen würde, denn sie waren in den letzten Trainingseinheiten immer gleichauf gewesen. Cool Cat war innert kürzester Zeit in die höheren Rennklassen aufgestiegen und holte einen Sieg nach dem anderen. Hatte man mich ein halbes Jahr vorher gefragt, hätte ich das nicht für möglich gehalten. Der Hengst war schliesslich nur meine zweite Wahl gewesen, nachdem das Pferd das ich eigentlich gewollt hatte schon vergeben gewesen war! Nun brachte mich dieser Italienische Charmeur immer wieder zum Schmunzeln, weil er mit Leichtigkeit an den eigentlichen Favoriten vorbeizog. So auch heute: er schlug Sumerian knapp aber eindeutig mit einer halben Länge Vorsprung.

    Auch beim Training der Top-Pferde sah ich kurz zu, ehe ich meinen weiteren Aufgaben folgte. Hier lief seit neustem auch Caspian mit, der dank des harten Trainings mittlerweile in den höchstdotierten Rennen glänzte.
    31 Juli 2016

    Occulta
    Galopptraining S-S*

    “Occu, Paint has remarkably improved in both speed and strength. I almost believe she was never better“, überlegte Oliver laut. „Guess you’re right. See, back then I told you it would be too early to retire her just because of that weak leg.“ „Das geht nicht, ein Rennpferd kann kein Comeback nach Beinproblemen haben. Das ist einfach nicht möglich“, hatten sie gesagt. „Sie wird nie mehr dieselben Leistungen bringen wie zuvor.“ Ich sah in die eisblauen Augen der Stute. Ihr Blick war kein bisschen müde oder ausgebrannt, sondern entschlossen wie eh und jeh. Sie zuckte gelangweilt mit der Unterlippe und stampfte zwischendurch ungeduldig. Ihre Vorderbeine waren schlank und wohlgeformt, die Sehnen frei von Knubbeln und schön strukturiert. Defying the odds? Challenge accepted. „It was mainly your hard training, that made this possible.“ Oliver klopfte mir auf die Schulter und meinte scherzend: „Of course. She’s one of my favourite athletes – those are the ones, who suffer the most.“ Ich grinste und klopfte der Stute Mitleidvoll auf den Hals. „You’re gonna ride her by your self today, right?“, fragte Oliver, die Antwort bereits kennend. „Schau, dass du sie wirklich forderst, sie darf ruhig an ihr Konditionslimit kommen. Wir müssen sie weiterhin hart rannehmen, damit sie trotz ihres zunehmenden Alters mit den Jungspunden mithalten kann.“ Ich nickte, erstaunt, dass er sich die Mühe machte auf Deutsch mit mir zu reden. „You wanna practise your language skills or what? I can speak perfect English u know”, neckte ich ihn. Wir lachten und ich wandte mich wieder Painting Shadows zu. „Alright baby, we’ll do this.“, sagte ich leise und liebevoll zu ihr. Ich striegelte und bürstete sie gründlich; auch am Bauch, wo sie etwas kitzlig war. Das Langhaar pflegte ich, bis man mit den Fingern ohne hängenzubleiben hindurchfahren konnte und es wieder seidig glänzte. Die paar weissen Strähnen die sie im Schweif hatte, sahen ein wenig aus wie altersbedingte Grauheit, aber irgendwie passten sie doch ganz gut ins Gesamtbild der jungen Stute. Sie liess mich ihre Hufe ohne Probleme auskratzen und hielt auch still, als ich ihre Nüstern mit dem Schwamm reinigte. Obwohl es erst halb sechs Uhr war, fühlte ich mich fit und wach nach unserem Entscheid. Auch Paint war es gewohnt, früh aufzustehen und dafür über den Mittag noch ein wenig zu dösen, wie es die allermeisten meiner Vollblüter taten. Ich massierte die Schulter des nachtfarbenen Vollbluts, um allfällige Verspannungen zu lösen und es fit für die bevorstehende Anstrengung zu machen. Die intelligente Stute drehte den Kopf und zeigte mir mit der Schnauze, dass eine Stelle am Vorderbein sie juckte. Ich kratzte und knetete; die Stute verzog genüsslich die Oberlippe. Ich prüfte auch gleich, ob ihre Hufe schön kühl und die Strukturen alle intakt waren. Dann bandagierte ich alle vier Beine mit Paints anthrazitfarbenen Bandagen, sodass sie schön gleichmässig und fast wie aufgemalt aussahen. Ich fand, dass sie ihr äusserst gut standen, doch in erster Linie dienten sie natürlich dem Schutz der Beine. Im Training trugen die meisten der Rennpferde Bandagen, mit Ausnahme derjenigen, die sie nicht mochten und dadurch abgelenkt wurden. Nun holte ich Paints Sattel und Zaumzeug. Es war ziemlich neblig draussen wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und wegen des nahen Flusses. Auch kam es mir heute Morgen zum ersten Mal wieder richtig frisch vor, sodass ich beschloss, die Nierendecke mitzunehmen. Als erstes legte ich das Gelpad auf Paints Rücken. Dann warf die königsblaue Decke darüber, darauf achtend, dass nichts verrutschte. Ich zupfte sie zurecht, dann legte ich den Trainingssattel auf, der etwas schwerer und stabiler als der richtige Rennsattel war. Ich befestigte den elastischen Gurt auf der rechten Seite und legte dann von links her die Schaumstoffunterlage darunter, ehe ich den Gurt anzog. Nun folgte der Übergurt, der ein Verrutschen des Sattels verhinderte. Er wurde ordentlich über die Mitte des Sattels und den ersten Gurt gelegt, sodass man von aussen fast nicht sah, dass zwei elastische Bänder vorhanden waren. Nun legte ich noch den Lederriemen um ihren Hals, an dem ich mich beim Start und zwischendurch festhalten konnte. Ich holte meinen Helm und die Jockeybrille und kleidete mich damit ein, bevor ich Paint zäumte und rausführte. In unserer Gruppe waren auch Iskierka und Winter, die nach ihren Wehwehchen wieder voll einsatzfähig waren; ausserdem Sympathy of the Devil, Coulee, Rosenprinz und Pointless. Rosenprinz war nur dabei zum Konditionsaufbau für seine Military Karriere, von ihm erwartete ich keine Bestzeiten. Wir stiegen alle auf und folgten Lisa und Moon, die heute als Trackpony im Einsatz war, zur Bahn. Beim Galoppweg bogen wir ab und trabten an. Zunächst wärmten wir die Vollblüter auf einer ganzen Runde im Trab auf, allen voran ging wieder Moon. Dann folgte eine Runde flotter, aber kontrollierter Canter auf der richtigen Rennbahn, wobei wir in Zweiergruppen nebeneinander blieben. Es war auch eine Gehorsamkeitsübung für die Pferde, die wohl am liebsten einfach im Renngalopp davongeschossen wären. Moon war inzwischen wieder verschwunden – Lisa und sie gingen heute noch ins Gelände. Wir formierten uns nun, noch immer im Galopp, zu einer Front, bis alle etwa auf gleicher Höhe waren. Ein ‚freier Start‘. Auf Olivers Kommando hin, der neben der Null-Marke der Bahn stand, starteten wir das Trainingsrennen. Es ging weniger darum, wer dabei gewann, sondern vielmehr um die individuellen Intervallziele der einzelnen Pferde. Wir ritten in einem ordentlichen Grundtempo und bauten alle paar Hundert Meter Sprints ein, die die Vollblüter in einer gewissen Zeit durchlaufen mussten. Kontrollieren taten wir das mit Gefühl und mit Armbandstoppuhren. Über die letzten zwei furlongs, also 400 Meter, wurde nochmal alles gegeben, wobei es auch hier eine Mindestzeit gab, die wir einzuhalten versuchten. Gemäss dem aktuellen Trainingsstand kam Iskierka als erste durchs Ziel. Danach folgten Winter und Paint. Pointless war mal wieder am rumzicken, schaffte es aber trotzdem, vor Devil im Ziel zu sein. Potential hatte sie eben doch genug, nur an der Einstellung mussten wir arbeiten. Devil war noch immer rasch ausser Puste und hatte ordentlich geschwitzt, trotz der kühlen Temperaturen. Von Coulees Leistung war ich begeistert, denn die Stute hatte sich deutlich gesteigert, was für mich bedeutete, dass sie sich wieder zunehmend wohler fühlte auf der Bahn. Rosenprinz trudelte als letzter ein, hatte aber seine Leistung bestens erfüllt. Wir trabten die Pferde aus und ritten zum Hauptstall zurück. Der Nebel war verschwunden und die Morgensonne begann damit, die frische Luft langsam aufzuwärmen. Es war erst halb sieben, aber die Natur erwachte bereits in allen Ecken des Hofes. Es würde bestimmt wieder ein schöner Tag werden. Wir sattelten die Pferde ab und übergaben die Ausrüstung gleich der nächsten Gruppe, die schon in der Stallgasse blitzblank geputzt bereitstand. Ich ritt bei denen nicht mit, aber musste Coach spielen, weil Oliver diesmal im Sattel von Frame mit dabei war. Ausser Ihm waren noch Spotted Timeout, Chiccory, Shades of Gray, Cassiopeia und Sumerian mit dabei. „Die Nicht-Invalidengruppe“, scherzte Jonas, der Trackpony Calico ritt. Wir setzten jetzt wieder mehr auf die ‚Ponys‘, weil es gerade die Jungpferde deutlich beruhigte und einfach praktisch war. Ich folgte der Gruppe, die im Gänsemarsch zum Galoppweg ritt, nachdem ich Paint wie die anderen in die Führanlage zum Auskühlen gebracht hatte. Während sie sich eintrabten, plauderte ich mit Ajith, der es ebenfalls liebte, seinen Schützlingen beim Training zuzusehen. Er hatte während der ersten Trainingseinheit die meisten der neuen Pferde geputzt. Ohne ihn lief hier gar nichts. Das Training der zweiten Gruppe verlief reibungslos. Ich war immer froh, wenn alles so gut klappte, denn im Hinterkopf hatte ich immer die Bilder von stürzenden Pferden und wüsten Beinverletzungen. Der Rennsport war ein Risiko, das konnte niemand bestreiten. Aber Pineforest war bisher von solch dramatischen Bildern verschont geblieben, was sicherlich auch mit unseren sorgfältigen Trainingsmethoden zu tun hatte. So legten wir beispielsweise grossen Wert darauf, dass die Jungen Pferde genügend Muskeln aufgebaut hatten, bevor sie in höheren Rennen starteten, auch wenn sie die nötigen Geschwindigkeiten schon erreichten. Auch das Skelett und das gesunde Wachstum waren mir sehr wichtig, weshalb Tierärzte und Osteopaten regelmässig zu Routineuntersuchungen bestellt wurden. Mein Ziel war es nicht, möglichst viele Erfolge in kurzer Zeit zu erzielen, sondern vielmehr kontinuierlich ein ganzes langes Pferdeleben hindurch gute Leistungen zu sehen. Daher wurden Pineforests Rennpferde auch öfter Dressur geritten als andere – nämlich um die Grundlage für später und eine solide Ausbildung trotz Rennkarriere aufzubauen.

    Sumerian stach heute besonders hervor. Das Kraftpaket von Stute war mittlerweile so gut, dass Oliver und ich beschlossen, sie wie Caspian und Cool Cat in den höchstdotierten Rennen starten zu lassen. Mit ihren geschmeidigen, raumgreifenden Galoppsprüngen schien sie spielend leicht den Abstand zwischen sich und den anderen zu vergrössern. Nach dem Training lobte ich April dafür, dass sie Sumerian heute so gut geritten hatte. Auch diese Pferde wurden noch im Führkarussell abgekühlt, Cassy und Chiccory durften danach ausserdem unter die beiden Solarien.
    31 Aug. 2016

    Occulta
    Springtraining E-A

    Es war Freitag und heute stand wieder viel auf dem Plan. Zuerst wollte ich ein Spezialtraining ausserhalb der Rennbahn mit den Vollblütern machen. Es ging dabei um ein ausgezeichnetes Training für die Hinterhand und den Gehorsam: Springen. Dran kamen One Cool Cat, Framed in History, Kaythara, Cabinet of Caligari, Sumerian, Sympathy of the Devil und Rosenprinz. Sie alle (ausser Rosenprinz natürlich) waren bisher nur beim Einreiten ein paarmal über Cavaletti gesprungen, also noch völlig unerfahren. Wir hatten deshalb für den Anfang ein paar niedrige, einfach anzureitende Steilsprünge und Kreuze aufgestellt. Wir ritten in der Halle, damit die jungen Pferde durch nichts abgelenkt wurden. Doch zuerst mussten wir natürlich Putzen und Satteln. Ich holte Sympathy aus ihrer Box und begann, dass grau gesprenkelte Fell zu bürsten. Die blauen Augen der Stute musterten mich dabei immer mal wieder – vielleicht hatte ich ja ein Leckerli in der Tasche. „Nach der Arbeit, meine Süsse“, murmelte ich nach einer Weile schmunzelnd. Ich kratzte die Hufe aus und entwirrte das Langhaar, dann holte ich auch schon den Sattel. Ich sah, dass Quinn und Rosie, die heute endlich auch mal wieder bei uns mitritt, auch schon fast fertig waren. Wir führten Sympathy, Frame und Kaya zur Halle. Vor dem Aufsteigen liefen wir noch eine Weile am Boden neben den Pferden mit und plauderten miteinander, denn wir hatten es ja nicht eilig, bis die anderen auch hier waren. Frame wollte immer wieder abbiegen und zu mir kommen. „Tut mir Leid, mein Grosser, du musst heute wiedermal bei Tante Quinn bleiben“, murmelte ich liebevoll zu dem Schecken. Ich wusste, dass er am liebsten mit mir arbeitete – das zeigte er allen anderen Pflegern immer überdeutlich. Aber ich konnte in nunmal nicht 365 Tage im Jahr babysitten. Ich hatte ausser ihm noch viele andere Lieblinge, die meine Aufmerksamkeit verlangten. Wenigstens akzeptierte er Quinn als Reiterin, nachdem sie mühsam sein Vertrauen gewonnen hatte. Charly, April, Parker und Rita kamen schliesslich ebenfalls in die Halle und wir stiegen allesamt auf, um unsere Pferde einzuwärmen. Elliot gab uns schon jetzt lockernde Lektionen vor. Bei ihm wurde jede Minute des Trainings ausgenutzt. Sympathy ging fleissig vorwärts und streckte sich sofort in die Triefe, wannimmer ich sie liess. Wir drehten Volten und übten ein paar Seitengänge. Ausserdem mussten wir viele Übergänge reiten und die Pferde in den Ecken korrekt biegen. Als auch das letzte Pferd entspannt mit den Ohren wackelte und ans Gebiss trat, begannen wir mit einem Kreuz. Rita und Rosenprinz machten es allen vor, denn der buckskin farbene Hengst kannte das Springen natürlich schon vom Military her. Trotzdem war es auch für ihn etwas anderes, den begrenzten Platz in der Halle ausnützen zu müssen. Ich ritt den beiden in gesundem Abstand hinterher, damit sich meine Stute gleich anhängen konnte. Sympathy wusste gar nicht so recht, wie ihr geschah: ich trieb sie darauf zu und versuchte, einfach mitzugehen ohne sie zu behindern. Ich begrenzte sie jedoch trotzdem ausreichend seitlich, damit sie nicht ausweichen konnte. Sie hüpfte etwas zögerlich über die bunten Stangen und machte danach ein paar Galoppsprünge, dann parierte ich sie in den Trab zurück und lobte sie ausgiebig. Hinter uns folgten Charly und Caligari. Kaythara wollte zuerst vor dem Kreuz abbremsen, doch Rosie trieb sie weiter, bis sie im Schritt darüber stolperte. Sie ritt danach gleich nochmal heran und diesmal klappte es. Manchmal scheint es, als müssten sie zuerst eine unsichtbare Mauer durchbrechen, überlegte ich schmunzelnd. Auch Frame wollte zögern, doch Quinn reagierte rechtzeitig und schickte ihn vorwärts. Er nahm einen etwas unschönen Satz über das eigentlich total niedrige Hindernis, aber immerhin landete er sicher auf der anderen Seite. „Aus dir wird wohl kein Springtalent“, bemerkte ich lachend an Quinn und den Schecken gewandt, als sie zu uns stiessen, um den anderen nicht im Weg zu sein. Nachdem alle das erste Hindernis überwunden hatten, fuhren wir mit einem Steilsprung fort. Danach folgten bereits zwei Steilsprünge hintereinander. Mehr mussten die Pferde heute noch nicht leisten; das reichte Elliot und mir für’s Erste. In den folgenden Wochen würden wir sie langsam an einen kleinen Parcours gewöhnen und uns danach wieder auf die Dressur konzentrieren.

    Zum Schluss gab es noch eine kleine Überraschung, im wahrsten Sinne des Wortes. Lewis, Lisa, Jason und Linda kamen mit fünf der Miniature Horses in die Halle. Lewis übergab Nachtfalke an Elliot, der ein überraschtes Gesicht machte. „Now it’s your turn. Show them how you do it“, erklärte Lewis grinsend. Er trabte mit seinem Lieblingsmini Kicks-a-Lot ein paar Runden auf der Volte, dann führte er sie auf das erste Hindernis zu und hüpfte mit ihr darüber. „Sehr elegant, Lewis!“, kommentierte ich lachend. „Kannst du das nachmachen, Elliot?“, meinte Lisa herausfordernd, und lief mit Lady Diva from the Sky hinterher. Auch Silhouette of a Rose und Papillon d’Obscurité waren dabei. Wir sahen noch eine Weile zu und bewerteten Elliots Springstil, dann versorgten wir die Vollblüter, die das Geschehen ebenfalls interessiert beobachtet hatten. Die Minis blieben noch in der Halle für ein ernsthafteres, halbstündiges Training.
    30 Sep. 2016

    Occulta
    Military E-A

    Auch ein Militarytraining stand heute Vormittag an. Doch nach dem Galoppieren mit den Jungpferden wollten wir uns alle erstmal einen Tee gönnen. Wir versammelten uns in der Reiterstube und besprachen den weiteren Tagesablauf. Ich nippte entspannt an meiner Tasse und lehnte mich an Jonas. Er würde zum Militarytraining nicht mitkommen, weil er in der Zwischenzeit hier auf dem Hof zu tun hatte. Aber ich war sowieso nicht der Typ Frau, die ständig an ihrem Liebhaber kleben musste. Solange ich wusste, dass wir abends Zeit für uns hatten, war alles in bester Ordnung.

    Wenig später putzten wir die Pferde und trafen uns im Inneren der Ovalbahn, dem hauseigenen kleinen Geländeparcours. Es waren zwar nur wenige bescheidene Hindernisse hier, aber das reichte für unser Vorhaben, nämlich ein paar der Vollblüter ans Geländespringen zu gewöhnen. Ich ritt natürlich wieder auf Framed in History, der an mir hängte wie eine Klette. Er war total zufrieden und wackelte mit den Ohren, sobald ich aufstieg und losritt. „Wenn du nur bei den anderen Pflegern auch so brav laufen würdest“, murmelte ich kopfschüttelnd. Ausser Frame waren auch Coulee, Cabinet of Caligari, Kaythara, Captured in Time, Sympathy of the Devil und Cassiopeia dabei. Ausserdem hatten sich David, Lisa und Thomas mit Bluebell, Sugar and Sweets und Parányi dazugeschlichen. So waren es ganz schön viele Pferde für den kleinen Parcours, aber mit etwas Management durch Oliver kamen wir aneinander vorbei. Zunächst wärmten wir uns alle ein, wobei die Jockeys mit den Vollblütern Olivers Anweisungen folgten und die anderen drei ihr eigenes Programm abspulten. „Occu hands up, you’re holding them too deep“, erinnerte der Trainer mich, als ich gerade kleine Volten ritt. Frame gab sofort im Genick nach und wurde ganz leicht. Ich lächelte vergnügt über den Eifer des Hengstes und lobte ihn. Als die Aufwärmphase durch war, übersprangen wir ein paar leichte Hindernisse. Zunächst einzelne, und gegen Schluss des halbstündigen Trainings einen einfachen Parcours aus fünf Hindernissen. Frame zögerte ab und zu, aber sobald ich ihm nochmals durch Schenkeldruck versicherte, dass er auf dem richtigen Weg war, sprang er jeweils mutig über die Naturhindernisse hinweg. Devil hatte eine kleine Meinungsverschiedenheit mit Charly beim Wassergraben, ging aber nach zwei Versuchen wiederwillig doch hindurch. Cassy wurde im Verlaufe des Trainings ziemlich heiss und Rita musste sie gut zusammenhalten, damit sie nicht zu flach über die Hindernisse kam. Coulee schien das Springen ebenfalls zu gefallen, jedenfalls machte sie einen Fahnenschweif und hielt die Ohren stets nach vorne gerichtet, ausser wenn sie gerade absprang; dann klappte sie sie konzentriert nach hinten. Caligari und Kaythara wussten beide nicht so recht, was sie von dem Busch-Hindernis halten sollten. Caligari verweigerte sogar einmal, was aber laut Oliver einzig und allein Parkers Fehler gewesen war. Die beiden Reitponys hielten sich übrigens auch nicht schlecht unter ihren ganzen langbeinigen Kollegen. Bluebell und Sweets flitzten wendig und geschickt um die Kurven und galoppierten uns ordentlich um die Ohren. Parányi und Tom übten an schwierigeren Hindernissen, denn die schwarze Stute war bereits fortgeschritten im Geländespringen. Einmal streifte Frame mit den Vorderbeinen den Baumstamm – ein Zeichen für mich, dass er langsam müde wurde. Zum Glück hatte ich ihm die besonders gut schützenden Geländegamaschen angezogen. Ich machte also nur noch ein paar letzte Sprünge, bevor ich es gut sein liess. Am Ende lobte ich ihn ausgiebig und liess ihn am langen Zügel austraben. Es war ein erfolgreiches, Unfallfreies Training gewesen.
    30 Nov. 2016

    Occulta
    Galopptraining S**-S***

    Es war bereits der letzte Januartag, und ein besonders schöner noch dazu. Der Himmel war tiefblau und der eisige Wind, der den Schnee auf den Feldern verwirbelte, zauberte skurrile Landschaften. Während Oliver sich ärgerte, weil die seit wenigen Tagen endlich wieder eisfreie Strasse nun wieder mit Schnee bestaubt wurde, freute ich mich auf das heutige Training mit den Pferden. Es war harte Arbeit angesagt; in erster Linie ging es um die Körungsvorbereitung. Die jungen Pferde mussten noch viel lernen und es machte für mich keinen Sinn, ein ‚grünes‘ Pferd vorzustellen. Den Richtern gefielen wohlbemuskelte, ausbalancierte und gut erzogene Pferde schliesslich auch besser. Als erstes stand Renntraining auf dem Plan. Während die meisten Vollblüter am Morgen bereits ihr Winter-Fitness-Programm genossen hatten, kamen nun am frühen Nachmittag Coulee, Framed in History, Cabinet of Caligari und die sechs jüngsten Rennpferde auf ihre Kosten. Mir blieb wiedermal fast nichts anderes übrig, als meinen Frame zu reiten, da der Hengst bei mir einfach am besten lief und Quinn noch bis nächste Woche in den Ferien war. Ein Hauch Missmut erweckte das aber schon, zumal ich doch so gerne einen der Youngsters trainiert hätte. Nächste Woche eben wieder, dann ist Quinn auch wieder da. Ich holte den Schecken aus seiner Box und begann ihn zu putzen. Zunächst massierte ich ihn gründlich mit dem Gummistriegel, um den Staub und ausgefallenes Fell zu lösen. Dann spickte ich alles mit der langborstigen Staubbürste weg. Bereits danach begann Frames Fell schön zu glänzen, aber ich bearbeitete es trotzdem noch mit der Kardätsche und zuletzt mit der feinen Bürste, wie es Routine war. Wären wir jetzt an ein Rennen gegangen, hätte ich sogar zusätzlich noch mit einem Tuch oder Fellhandschuh und etwas Glanzspray den ultimativen Feinschliff gemacht. Das Langhaar hatte ich vor dem Durchgang mit der Kardätsche gekämmt, sodass der daraus fallende Staub nicht zuletzt noch auf das saubere Fell rieselt. Auch Frame’s zweifarbiger Schweif war bereits seidig und knotenfrei, wie es sich gehörte. Nun musste ich nur noch Hufauskratzen, danach konnte ich satteln. Frame gab seine Hufe artig, zog mir aber nach einer Weile den einen Vorderhuf aus der Hand und scharrte ungeduldig. Ich stupste ihn streng, woraufhin er ihn wieder stillhielt. Nun legte ich ein Stück Chamois Leder auf seinen Rücken, damit der Sattel während dem Training nicht verrutschen konnte. Darüber kam die dünne Baumwoll-Satteldecke. Dann legte ich das schützende Pad auf und faltete die Satteldecke vorne ein Stück weit darüber. Bevor ich den Sattel auflegte und mit dem gepolsterten Trainingsgurt festgurtete, platzierte ich noch ein kleines Lammfellpad hinter dem Widerrist, damit dieser auch wirklich ausreichend geschützt war. Manche Pferde brauchten das, andere nicht, da die Sättel nicht individuell auf die Pferde angepasst waren, sondern grundsätzlich für jedes Pferd verwendet wurden. Manche hatten auch anstelle eines Pads einfach eine dicke Satteldecke, manchmal sogar zwei, oder eine halb gefaltete. Für Frame war aber meine soeben angewandte Lösung bisher die beste und hatte noch nie Druckstellen oder abgebrochene Haare verursacht. Ich zäumte den Hengst und führte ihn nach draussen, gemeinsam mit den anderen Jockeys. Ajith und Oliver halfen uns beim Aufsteigen, dann ritten wir im Gänsemarsch zum Galoppweg, um uns auf einer Trabrunde aufzuwärmen. Merino lief zufrieden direkt hinter Simba Twist. Die beiden waren richtig gute Kumpel und hatten schon als Fohlen immer zusammen gespielt. Kaythara platzte fast vor Energie und tänzelte ungeduldig, wannimmer wir bremsen mussten. Auch Caligari liess sich davon etwas anstecken, aber das Gezapple der beiden war harmlos. Wir machten auf der Bahn einen freien Start, indem wir eine saubere Linie bildeten. Danach trainierten wir zwar alleine, aber so hatten es die Pferde einmal mehr geübt. Ich überholte mit Frame Miss Moneypenny und Cryptic Spots, damit ich niemanden mehr im Weg hatte. Dann nahm ich ihn wieder etwas zurück und gleiste ein anspruchsvolles Intervalltraining mit 2-furlong-sprints auf. Frame kam dabei ganz schön ins Schwitzen, sodass ich ihn nach dem Training gründlich mit dem Schwamm waschen musste. Den ganzen Körper wollte ich aufgrund der Aussentemperaturen nicht abspritzen. Auch Primo Victoria hatte viel geschwitzt und schnaufte noch lange nach dem austraben. Wir wuschen alle Pferde mit dem Schwamm und brachten sie danach direkt mit Abschwitzdecke in die Führmaschine oder übergaben sie einem Pfleger, damit sie sich trockenlaufen konnten. Zwischendurch boten wir ihnen auch etwas zu trinken an. Nach einer guten halben Stunde brachten wir die Pferde in die Boxen und gaben ihnen ihre Karotten zur Belohnung.
    31 Jan. 2017

    Occulta
    Springtraining A-L

    Nach dem Renntraining mit den Ponys wurde es nochmal etwas ernster: eine Springstunde bei Elliot stand an, das bedeutete Arbeit. Heute mit dabei waren Calico, Flintstone, Coulee, Framed in History, Kaythara und Sumerian. Und weil Lily mit ihren Hausaufgaben schon fertig war, hatte ich ihr erlaubt auf dem Viereck mit Rumpelstielzchen ebenfalls ein paar Sprünge zu üben – natürlich vom Boden aus. Für diesen Monat war mir eigentlich Kaythara zugeteilt worden, aber ich musste mal wieder Frame reiten, weshalb Jonas für mich die blue roan Stute übernahm. Frame war nunmal immernoch schwierig zu händeln, ausser bei ganz bestimmten Personen – wie mir und Quinn. Aber Quinn war ausser Haus. Wir putzten die Pferde und ritten sie in der Halle warm bis Elliot kam. Der Parcours stand schon, aber er hatte noch seinen Kaffee fertig trinken wollen. Er liess uns die Zügel aufnehmen und zunächst über ein paar Stangen traben. Danach machten wir Gymnastiklinien mit den noch am Anfang der Springpferdeausbildung stehenden Pferden. Flint war ein Sonderfall, er machte eigentlich nur mit, weil das ganze auch eine gute Stärkung für seine Hinterhand war und den Rücken lockerte. Die Hindernisse waren nicht höher als 70 Zentimeter, also kam er auch als spring-unerfahrenes Westernpferd mit Leichtigkeit darüber. Für Sumerian, Frame und Kaya stellte Elliot die Hindernisse am Ende der Stunde noch etwas höher, denn sie waren schon ein wenig weiter als die anderen. Sumerian warf dann doch noch eine Stange runter, aber sonst lief sie einwandfrei. Kaya hingegen war manchmal noch etwas skeptisch was Plankensprünge und Oxer anging. Wenn es ihr zu bunt wurde (im wahrsten Sinne des Wortes) drehte sie in letzter Sekunde doch noch ab und machte Lewis so das Leben schwer. Wir liessen trotzdem alle zufrieden austraben und ritten noch etwas Schritt draussen auf dem Galoppweg.
    31 März 2017
    Die Kür

    So lange hatte ich für diesen Moment geübt. Gut, eigentlich war Framed in History als Rennpferd ja Publikum gewöhnt, aber es war eben doch etwas anderes, wenn keine anderen Pferde mitliefen und man in langsamem Tempo brav neben einem selbst schon aufgeregten Zweibeiner laufen musste. Mit jemand anderem als mit mir oder Quinn wäre der Hengst wohl einfach durchgebrannt, ganz nach dem Motto „Ohne mich, Leute.“ Doch er nahm für mich all seinen Mut zusammen, das sah man ihm förmlich an. Die Ohren gespitzt, die Augen misstrauisch schielend, der Gang etwas verkürzt und tänzelnd – aber das Führseil hing durch und er folgte brav jedem meiner Schritte. Immer wieder strich ich ihm beruhigend über den Hals und redete mit ihm, um ihn von all den anderen Geräuschen abzulenken. Bei Frame war nunmal eine unvorteilhafte Kombination aus schwierigem Charakter und Schicksal zusammengekommen, resultierend in einem verstörten, hyperempfindlichen, jungen Pferd das sich nur von ganz bestimmten Personen händeln liess. Trotzdem wollte ich keinen Moment mit ihm missen, denn wenn er Vertrauen gefasst hatte, gab er einem alles zurück und wuchs über sich selbst hinaus. Vielleicht nicht der beste Renner aller Zeiten, bestimmt nicht das Charakterfesteste Pferd aller Zeiten, und ganz sicher nichts für Anfänger oder Kinder – dafür aber ein echter Hingucker mit grossem Herz. Und gerade weil er so ungewöhnlich war, war der heutige Tag so unglaublich wichtig und machte mich überaus stolz, dass wir es überhaupt so weit geschafft hatten. Ohne die Hilfe von grossartigen Tierärzten und geduldigen Pflegern wäre das nie möglich gewesen. Das dunkle Auge mit der weissen Sclera wandte sich immer wieder rückversichernd an mich, genau wie das nähergelegene der beiden Ohren. Immer wieder huschte ein Lächeln über mein Gesicht, wenn wir ein weiteres ‚Hindernis‘ in Form von Hunden, farbigen Regenschirmen oder Mülltonnen passierten. Es war nicht gerade das beste Wetter, das man sich hätte aussuchen können für eine Körung, aber so war es jetzt und damit mussten wir umgehen. Ich führte den Hengst auf den Sandplatz und hielt vor den Richtern. Ich begüsste sie, dann warfen sie einen ersten Blick auf das Exterieur meines gescheckten Gefährten. Als sie fertig waren, nickten sie zum Zeichen und ich führte Frame in allen, der Aufregung entsprechend etwas verklemmten Gangarten vor. Ob es dennoch reichen würde? Wir machten auch hin und wieder Seitenwechsel, damit beide Richtungen begutachtet werden konnten. Den Galopp musste Frame natürlich alleine meistern, da ich schlichtweg nicht hinterherkam. Er war nicht wirklich begeistert von der Idee und heidenfroh, als er wieder zu mir kommen und sich hinter mir verstecken durfte. „So ein kleiner Angsthase“, schmunzelte ich liebevoll und grüsste die Richter zum Abschied. Der weite Weg hatte sich für mich bereits gelohnt, egal wie das Resultat ausfallen würde.
    Text by Occu, 2892 Zeichen mit Leerzeichen, geprüft bei Lettercount.com​
     
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  6. Zion

    Zion Bekanntes Mitglied

    meine Teilnahme mit
    Ghostly Phenomenon

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    Ghostly Phenomenon
    (x)

    Abstammung
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    Von Ghost Merchant
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der Conversation
    Von Rubicon Aus der unbekannt


    Exterieur
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    Hengst
    *2014

    (3 Jahre)
    Deutsches Sportpferd | 170cm
    Grey Frame Overo
    x

    Beschreibung
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    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●●●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●●● Unintelligent
    Sozial ●●●●● Unsozial
    Begabt ●●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●●● Nervös
    Loyal ●●●●● Untreu
    Gutmütig ●●●●● Boshaft
    Nervenstark ●●●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●●● Faul

    x | x | x
    folgt - fürsorgloch, manchmal ziemlich stur, bei schlechtem Wetter bissig, typischer Leithengst, hervorragende Erziehung

    Besitzer: Canyon (Nicolaus du Martin)
    VKR/Ersteller: kira
    im Besitz seit: 19. Februar 2017
    Kaufpreis: 2300 Joellen

    Qualifizierungen
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    ● Schleifenaufstieg ● Trainingsaufstieg ● Potential

    Dressur E A L M S S*

    Western E A L

    Springen E A L M S S* S** S***

    Military E A L M S

    Galopprennen E A

    Distanz E A L

    Fahren E A


    Erfolge
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    174. Synchronspringen | 175. Synchronspringen | 177. Synchronspringen | 178. Synchronspringen | 180. Synchronspringen | 183. Synchronspringen | 185. Synchronspringen | 192. Synchronspringen

    Ausbildung
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    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔

    Spring- und Dressurpferdeausbildung
    Einreiten | Hindernisgewöhnung x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x

    Abstammung: 3
    Schleifen: 8
    HS: 2
    TA: 2
    Trainer: 1
    Zubehör: 2
    Gesamt: 18



    Zucht
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    [Schleife]
    Thema

    Gencode: x
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Tyrifjord Ranch

    Nachkommen
    -

    Gesundheit
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    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt
    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x

    Letzter Hufschmiedbesuch: 28. Februar 2017 durch "Snoopeisen"
    Ausgeschnitten/Korrigiert: Sehr gut
    Hufbeschaffenheit: x
    Hufkrankheit/en: x

    Beschlag vorne: Kunststoff
    Beschlag hinten: Kunststoff
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    Standartuntersuchung
    11. März 2017 | 3458 Zeichen | Eddi

    Weiter ging es im Takt. Heute zog es mich von einem Termin zum nächsten. Immerhin spielte das Wetter mit, denn es war zwar großteils bewölkt, aber hier und da lugte dennoch die Sonne hervor und zeigte schon ein bisschen an, dass bald Frühling werden würde. Nun ging es Richtung Tyrifjord zu Nicolaus du Martin.
    Ich war schneller da als gedacht und auch wenn ich anfangs etwas unbeholfen auf dem Hof herumstand, wurde ich schnell vom Besitzer eingesammelt und herzlich in Empfang genommen. Nicolaus war der Leiter des Gestüts und führte mich in einen der großen Stalltrakte.
    Mein heutiger Patient war ein dreijähriger Reitpferdehengst namens Ghostly Phenomenon. Er war erst seit kurzem im Training und dementsprechend waren die regulären Tierarztbesuche besonders wichtig und darauf hielt Nicolaus auch viel. Ich musterte aufmerksam den jungen Hengst, dem man ansah, dass er gerade im Aufbau war.
    Dann bat ich Nicolaus, mir den Hengst einmal im Schritt und im Trab die Stallgasse entlang zu führen. Der Hengst lief im Takt und klar, ebenso fußte er gut ab und schwang komplett durch, also litt er auch an keinen Verspannungen. Nicolaus band den Hengst am Putzplatz fest und ich untersuchte Ohren, Augen und Zähne.
    Dort war alles in bester Ordnung, auch wenn ich besonders aufmerksam die Zähne kontrollierte. Der Hengst war momentan mitten im Zahnwechsel und auch, wenn man diesen bei Pferden selten mitbekam, musste man dennoch drauf aufpassen. Das erklärte ich auch Nicolaus direkt, denn jetzt, wo der Hengst ins Training ging, konnte es durchaus sein, dass Unwohlsein oder Spannigkeit unter dem Sattel vielleicht auch einfach am Gebiss beziehungsweise dem Zahnwechsel lagen.
    Nicolaus nickte aufmerksam und merkte sich meine Worte. Danach hörte ich nun Herz und Lunge ab, kontrollierte die Pulsfrequenz und die Körpertemperatur. Abschließend tastete ich erst noch die Wirbelsäule ab und dann die Beine, doch alles war tiptop.
    Ich lobte Ghostly Phenomenon ausgiebig und dann ging es weiter mit den Impfungen. Nicolaus hatte mir bereits zu Anfang erklärt, dass der Hengst eine gute Erziehung genoss und die spiegelte sich jetzt auch wieder, denn er benahm sich wirklich einwandfrei und stand vorbildlich still.
    Geimpft wurde der Hengst heute gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut. Das war einmal das Gesamtpaket, aber danach war der Hengst auch erst einmal ein Weilchen save. Influenza und Herpes mussten alle sechs Monate aufgefrischt werden, bei den anderen beiden Impfungen hatte der Hengst länger Ruhe.
    Brav hielt er die vier Impfungen aus und bekam danach von Nicolaus auch ein Leckerli zugesteckt, immerhin hatte er wirklich wunderbar stillgehalten, so dass ich in Ruhe die Stelle hatte desinfizieren und dann impfen können. Abschließend gab es für den Hengst noch die Wurmkur und auch die war schnell und ohne Murren im Maul verschwunden.
    So durfte der Hengst schon wieder zurück in seine Box und ich nahm mir seinen Impfpass vor, um brav meine Stempel und Unterschriften zu machen. Dann gab ich das Dokument Nicolaus zurück und erklärte ihm noch einmal, dass es dem Hengst bestens ging und sie mit dem Training gut so weitermachen könnten. Der Hengst war topfit und so wie es aussah, auch keineswegs überfordert.
    Er wurde hier also genauso trainiert, wie es für ihn richtig war, dementsprechend stand dem auch nichts im Wege. Nicolaus dankte mir nochmals und dann verabschiedete ich mich von ihm, ehe ich mich wieder auf dem Weg zum Auto machte.
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    Kontrolle, Grundpflege und Kunststoffeisen
    28. Februar 2017 | 4382 Zeichen | Snoopy

    Heute führte mich mein Weg zu Charlotte Eylenstein, die sich bei mir meldete wegen zwei ihrer Pferde. Dies nahm ich natürlich gerne an und machte mich früh auf den Weg, die Reise nach Norwegen war zum Glück schon hinter mir. Als ich auf dem Hof eintrudelte, wurde ich sofort freudig von Charly empfangen und grinste sie an. Sie zeigte mir sogleich schon mal die Pferde und holte sie aus ihren Boxen.
    Als erstes begann ich mit Ghostly Phenomenon, ein wunderschöner Hengst, den ich sogleich mal begutachtete. Er war mies gelaunt bei schlechten Wetter, was heute mein Glück war, denn es war schönes Wetter in Norwegen. Somit würde das Beschlagen wohl ohne Probleme verlaufen, natürlich musste ich ihn erstmal alles zeigen, da er das laut Charly noch nicht kannte. Was ich natürlich auch tat und zuerst den Hengst das Kunststoffeisen zeigte, seine Beine anhob und es ran hielt. Dazu führte ich ein paar Klopfbewegungen mit dem Hammer am Fuß durch, was ihn nicht wirklich interessierte, somit begann ich mit meiner Arbeit und suchte die passenden Größen heraus, von diesen musste ich noch zwei bearbeiten, also schmiss ich meinen kleinen Ofen an und stellte den Amboss hin. Nun begann ich mit den ersten Huf, welches ich mit dem Hufschneider gründlich ausschnitt und anschaute. Alles in Ordnung, nun stellte ich liebevoll seinen Huf auf meinen Metallbock und bat Charly den bunten Kerl zu streicheln, welcher mich neugierig beäugte und anfangs sei Huf wegnahm, aber beim 2ten Mal oben ließ und ich das überstehende Horn wegschneiden konnte, dann raspelte ich den Rand weich und stellte das Huf hinab, nun nahm ich mir das erste Eisen, welches ich am Huf anlegte und dann vorsichtig mit meinen Nägeln befestigte. Er machte keine Macken, also machte ich in Ruhe weiter, knipste den raus stehenden Nagel weg und schliff ihn weg, dann befestigte ich die anderen Nägel und konnte das erste Huf als erledigt abstempeln. Nun kam das erste Hinterhuf, wo ich erstmal ausschnitt außen und Innen und dann das kantige Horn mit der Raspel begradigte. Dann befestigte ich das Hufeisen und siehe da, keine Probleme für den Guten. Somit ging es weiter mit dem anpassen, wo das glühende Eisen zum Einsatz kam. Doch davor schnitt ich die letzten Hufe aus und raspelte die ungeraden Stellen und bat Charly Ghostly zu beruhigen, während ich das glühende Eisen anlegte. Es zischte und stank, dann war es vorbei und der Hengst war wieder ruhig, nun kühlte ich das Eisen und begann es zu befestigen. Er hatte es zum Glück mit Leichtigkeit übernommen und ich konnte das Eisen befestige und am anderen Huf das gleiche Spiel tun. Als das letzte Eisen dran war, gab ich ihm eine dicke saftige Möhre und bat Charly darum ihn kurz zu führen. Gut es passte und er lief, noch etwas unsicher aber besserte sich mit der Zeit. Schon konnte der nächste Hengst kommen und ich begann mit den ersten Eisen. Sweet Prejudice, bekam die gleiche Prozedur, war nur etwas nervöser. Weshalb wir ruhiger angehen mussten. Also begann ich sie langsam an das Eisen und die Gegenstände zu gewöhnen. Es begann mit dem Klopfen am Huf und dem Aufbocken des Hufes. Auch das Schneiden fing ich vorsichtig innen an, was sie erst beunruhigte, aber dann sich auch langsam entspannte. Dann bockte ich ihren Huf auf und schnitt langsam die ersten Ecken, das Raspeln verlief auch langsam gut. Also entschloss ich mich erstmal alles auszuschneiden und dann die Eisen anzulegen. Etwas misstrauisch beäugte sie das Verfahren noch, entspannte sich aber immer mehr. Am Ende stand sie gelassen da und ließ ihre Hufe zum Beschlagen heben. Beim ersten Huf begann ich das schon angepasste Huf langsam zu befestigen. Sie zuckte etwas, entspannte sich aber schnell nach einer Weile. Dann befestigte ich noch ein Eisen und begann dann im Ofen die anderen Beiden zu bearbeiten. Dann kam der interessante Moment, diesen hatte die Stute schon bei Ghostly gesehen. Deswegen probierte ich es auch bei ihr, das zischen war erstmal nichts für sie, doch sie merkte schnell, das es nicht weh tat, also kühlte ich das Eisen und begann es zu befestigen. Auf der anderen Seite das gleiche Schema und nach dem festnageln war ich auch schon fertig und bat Charly eine Runde zu drehen, was sie auch tat und ich mir den Gang ansah. ,,Gut passt alles!", lächelte ich und besprach mit Charly den Rest.
    Somit konnte ich mich von ihr verabschieden und machte mich auf den Weg zu mir nach Hause.
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    Springen E - A
    25. Februar 2017 | 5562 Zeichen | Canyon

    "Awww, ich liebe ihn!" Mit ausgebreiteten Armen stand Nico vor Phenomenon und ließ seinen Blick über den jungen und muskulösen Körper des neuen Hengstes schweifen. Mit seiner nagelneuen Ausrüstung, bei welcher Nico keinen Cent gespart hatte, sah er aber wirklich unglaublich schick aus. Von den Gamaschen, bis hin zu der Satteldecke und dem Stirnriemen passte alles zusammen. Ich lehnte, wenig erfreut über meine Aufgabe, heute zusammen mit Nico zu beginnen die beiden neuen Pferde zu trainieren, an einer Box und versuchte so uninteressiert wie möglich auszusehen. Seitdem Nico sich seine Sportpferde angeschafft hatte, war sein Egoismus nochmal um einiges gestiegen und das gefiel mir gar nicht. Trotzdem freute ich mich drauf, Sweet Prejudice trainieren zu dürfen, immerhin hatte ich mich in den letzten Tagen von Nicos Abwesenheit intensiv mit ihr beschäftigt und die besondere Stute kennengelernt. Ein Springtaining war da, laut Charly, der beste Einstieg in die Trainingssaison. Bereits gestern hatte ich den Parcours für die beiden aufgebaut, sodass heute alles recht schnell ging. Prejudice war auch schon gesattelt, sodass wir uns zu viert auf den Weg zum Springplatz machten. Gery musste natürlich im Stall bleiben, Nico mochte es nicht, wenn ihm mein Hund zuschaute. Aber eigentlich wollte er mich nur ärgern, was ihm diesmal jedoch nicht gelang.
    Auf dem Platz angekommen, gurtete ich nach und gelangte dann mit einigen kleineren Schwierigkeiten in den bequemen Sattel der Stute. Ich musste zugeben, im Sattel aussuchen war Nico einfach perfekt. Nach dem Aufwärmen, Nico und ich ignorierten uns vollständig, auch wenn ich seine Blicke auf mir und seinem Pferd ruhen lag, und etwas ärgerlich wurde ich schon. Ich wusste ja, das Kommunikation nicht so Nicos Ding war, aber immerhin waren wir beide hier, um uns zu unterstützen! Aber auch ich blieb stur und zog mein Training durch. Ich wär ziemlich schnell von Judi begeistert, dass hätte ich selbst nicht für möglich gehalten. Sie schwebte und das nicht nur über die Hindernisse, sondern auch über den Platz. Ihr zarten Beine erzielten taktklare Schritte und ihr zierlicher Kopf blieb perfekt in Anlehnung, obwohl sie noch keine weitere Dressurerfahrung hatte. Die ersten Sprünge waren einfache Hindernisse auf E-Niveau, welche die fast 1,70m große Judi wie Maulwurfshügel übersprang. Leider, ich wusste selbst nicht, warum ich dies bedauerte, ging es auch Nico nicht anders. Phenomenon hatte zwar einen komplett anderen Körperbau als Judi, jedoch dafür die Energie und die Kraft und machte von Anfang an kaum Fehler. Nico und ich schafften es, uns ohne miteinander zu reden dafür zu entscheiden, bereits jetzt einige der Hindernisse zu erhöhen und ich war erstaunt, dass Nico tatsächlich mithalf. Ich begann mit Judi an einem etwas einfacheren Sprung, bei welchem sie genügend Zeit zum Anlaufen hatte und auch danach nicht sofort in eine Kurve gehen musste. Ich ließ mir viel Zeit und bereitete sie sorgfältig auf den Sprung vor und produzierte damit einen perfekt abgelieferten Sprung auf A-Höhe. Nicos Taktik sah anders aus. Seine Konzentration lag nicht nur auf einem Sprung, sondern auf mehreren und mit etwas kritischem Blick beobachtete ich diesen dabei, wie er Phenomenon doch recht phänomenal über die ersten Hindernisse buxierte. Ich seufzte, versuchte dann jedoch auch, das Training fortschreiten zu lassen. Es wäre eine Tragödie, wenn Nico früher und besser abschneiden würde. Zweimal sprang ich noch über den Sprung, bevor ich mich einem Barren zuwandte. Judi schien diesen zu lieben, wer weiß warum, und sprang, wie immer natürlich an dr perfektem Stellen, mit viel Motivation über diesen hinweg. Beim Oxer riss sie jedoch und das brachte mir ein hämisches Lächeln von Nico ein, über welches ich mich aufregen könnte, es jedoch, Judi zu liebe, nicht tat. Die restliche Zeit sprangen wir. Phenomenon wie auch Judi gelang es, ihre Reiter zu beeindrucken und je höher die Stangen gelegt wurden, desto höher sprangen die beiden Pferde. Sie schienen den Absprungspunkt und die Landetechnik im Blut zu haben, sodass sie sich den Aufstieg reichlich verdient hatten. Zum Schluss des Tages stand noch an, dass die Beiden einmal im Gesamtpaket über die Hindernisse hinweg hüpfen durften und natürlich sollte ich beginnen. Nico stellte sich abseits des ganzen auf und ich merkte, dass er sich freuen würde, wenn ich nun versagte. Judi war mittlerweile trotz des kühlen Wetters nass geschwitzt und atmete schwer, allerdings würde sie diesen finalen Ritt noch schaffen, da war ich mir sicher. Ruhig galoppierte ich an, ritt eine Runde ganze Bahn und fixierte dann den ersten Sprung an. Wie ein Engel flog sie hinüber hinweg, nahm die scharfe Kurven zum nächsten Hindernis und kalkulierte auch dort die richtige Energiemenge genau ein. Insgesamt riss sie nur eine Stange und auch da war es nur die Spitze ihres Hufes, welches den Fall der Stange mit sich brachte. Als ich Judi wieder durchparierte, grinste Nico immer noch, aber der spottende Funke war aus seinen Augen verschwunden.
    Zu meinem Bedauern meisterte auch Nico und sein Phenomenon die Strecke perfekt, allerdings wusste ich, dass Nico ein guter Reiter war, auch wenn seine Reittechnik komplett anders war als die meinige. Er hatte damit Erfolg und darauf kam es schlussendlich an. Ich schaffte es, ihm anerkennend zuzunicken, bevor es mir für heute genug Nico war und ich mich nach dem abreiten mit Judi auf den Weg zurück zum Stall machte. Ich mochte das Pferd, auch wenn es Nico gehörte, und ich hoffte, dass ich sie öfter reiten durfte.

    Die Kür
    Kleine Rauchwölkchen kamen aus den hellen Nüstern des hübschen Hengstes, während er seinen Blick auf dem Geschehen hinter mir ruhen ließ. Seine Ohren waren gespitzt und versuchten jedes einzelne Geräusch aufzunehmen.
    Während ich dem Hengst versuchte die Haare zu kämmen, sattelte Nico seinen Hengst bereits. Ich konnte mir gut vorstellen, dass es ihn nicht gerade glücklich stimmte, dass er ausgerechnet jetzt krank werden musste. Auch wenn ihn seit Tagen der Schnupfen plagte, hatte er es sich nicht nehmen lassen, mit zur Krönung zu fahren, auf welcher Ghostly Phenomenon heute vorgestellt werden sollte. Da ich Zeit gehabt hatte, würde ich heute statt Nico die Kür reiten und ich hoffte über alles, dass ich sie nicht versauen würde. Aus Nicos Mund kam ein lauter Nieser, welcher sogar die sonst sehr entspannten Hengst kurz zusammen zucken ließ. Dann reichte er mir mit verquollenen Augen die Zügel und wünschte mir nochmal viel Glück, bevor ich aufstieg und Phenomenon kurz auf dem Aufwärmplatz warm ritt.
    Wenig später machte ich mich auf dem Weg zur Halle, vor welcher ich noch ein paar Minuten warten musste. Irgendwann knarrte der Lautsprecher über unseren Köpfe und eine tiefe Stimme sagte: »Nun sehen sie Nicolaus du Martin mit dem Hengst Ghostly Phenomenon.«
    Ich seufzte, das war zwar nicht mein Name, aber jedenfalls hatte der Name vom Pferd gestimmt.
    Im Arbeitstrab betrat ich mit leicht nervösem, jedoch trotzdem ausgeglichenem Phenomenon die Halle, bog dann an der kurzen Seite auf die Mittellinie ab und bereitete ihn zum Stehen vor. Ich versuchte genau bei X zum Stand durchzuparieren und schaffte es auch fast perfekt. Brav und geschlossen blieb er stehen, ich grüßte die Richter und trabte dann von neuem an. Zu erst ging es auf die linke Hand und eine halbe Runde später parierte ich in den Mittelschritt durch und wechselte durch die Länge der Bahn und kurz darauf auf den Mittelzirkel, wo ich Phenomenon punktgenau angaloppieren ließ. Zwei Runden ritt ich mit ihm, bevor ich wieder in den Trab durchparierte, durch den Zirkel wechselte und auch SPhenomenons gleichmäßigen und flachen Galopp auf der anderen Hand präsentierte.
    Kurz darauf parierte ich wieder in den Trab durch, ging wieder ganze Bahn und eine halbe Bahn später vollführte ich gekonnt mit dem überaus biegsamen Hengst eine Schlangenlinie mit drei Bögen. Um auch noch seinen Schritt auf der rechten Hand zeigen zu können, wechselte ich im Trab durch die ganze Bahn und ging dann im ausdrucksvollen Schritt bis zur nächsten kurzen Seite, wo ich wieder auf die Mittellinie abbog. Bei X blieb ich abermals stehen, verabschiedete diesmal die Richter und verließ mit Phenomenon die Halle am langen Zügel.
    Vor der Tür erwartete uns bereits Nico mit einem kleinen Grinsen und auch ich freute mich, dass wir es nun hoffentlich geschafft hatten!
    2823 Zeichen | geprüft mit zeichenzähler.de | Canyon

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    Erste Springversuche *hust* | Bewegung & Zubehör von BellaS | Reiter & Cavaletti von Mohikanerin | HG von sadasha​
     
    Bracelet gefällt das.
  7. Ofagwa

    Ofagwa Shorty

    meine Teilnahme mit tc Amor Casdove

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    ~ Steckbrief ~
    Rufname: Amor , Casi
    Alter | Geboren: 5 Jahre | Januar

    ~ Abstammung ~
    Vom: Assassin ~ Aus der: Yamaha Spirit
    Vom: Altair ~ Aus der: Sakura | Vom: Yamaha Ocean ~ Aus der: Spirits Favorite
    Vom: unbkt. ~ Aus der: unbkt. | Vom unbkt. ~ Aus der: unbkt. | Vom: unbkt. ~ Aus der: unbkt. | Vom: unbkt. ~ Aus der: unbkt.

    ~ Exterieur ~
    Rasse: Arabisches Vollblut
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 1,65 m
    Rückenlänge: 1,45 m
    Größe: VB
    Fellfarbe: Buckskin Tobiano
    Gencode: Ee Aa Crcr Toto
    Besonderheit: 50% Chance auf Cream, 50% Chance auf Tobiano
    Abzeichen:
    - | v.l. - | v.r. - | h.l. - | h.r. -

    ~ Interieur ~
    in der Box: neutral | mit anderen Pferden: neutral

    Beschreibung
    Casi kam als Fragezeichen zu mir, denn keiner konnte mir so richtig sagen, wie er denn so war. er war immer unauffällig und benahm sich gut, aber richtige Charakterzüge? Nein die fanden wir in den ersten Wochen nicht bei dem Hengst. Erst als Casi zusammen mit paulchen auf die Koppel durfte, wurde es spannend, denn der bunte Hengst entpuppte sich als Harlekin und treue Seele. Wann auch immer ich auf den Hof gehe, Casi weiß es schon und begrüßt einen immer Liebevoll, ehe er dann nach Keksen oder anderen Leckereien fragt. Alles in allem ist er ein Goldstück und man kann verstehen weshalb er Huhn so am Herzen gelegen hat!

    Geschichte
    Casi wurde in einer sehr angesehenen Zucht geboren, wo er mit sehr viel Liebe groß geworden ist. Der Scheckhengst war schon immer das Lieblingsfohlen der Züchterin gewesen, und dass ließ sie Ihn auch spüren. Casi wurde erst mit 3 Jahren angeritten und das mit sehr viel Liebe und Zuwendung, denn der bunte Kerl sollte das Juwel der Zucht werden. Wie sie das Blatt dann immer auch Wendet, die Zucht wurde aufgegeben und casi wurde an die best Mögliche Zucht weiter gegeben. Doch als auch diese aufgab, kaufte Luna Crown den Hengst, und hier wird er wohl auch bleiben dürfen.

    ~ Zuchtinfos ~
    Besitzer : Ofagwa
    Gezüchtet bei|Vrk: Tassila
    In der Zucht:

    Gekrönt|Gekört : Nein
    Gewinnerthema:
    Decktaxe : - Joellen
    Nachkommen:
    Geschwister:

    ~ Futter & Weide ~
    Raufuttersorte: Heu
    Kraftfuttersorte: Luzerne
    3x tägl. Heu sowie 3x tägl. Kraftfutter

    Einstreu: Hexelstroh
    Weidepartner: Fiebertraum & Zuckerwatte

    ~ Qualifikationen ~
    Galopprennen Klasse : E A L M S
    Dressur Klasse : E A L M S
    Spring Klasse: E A L M
    Military Klasse : E A L M
    Western Klasse : E A L
    Distanz Klasse : E A L M S
    Fahren Klasse : E

    Turnier | Training

    ~ Erfolge ~
    218. Distanzturnier | 158. Synchronspringen | 359. Galopprennen | 364. Westernturnier | 391. Dressurturnier
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    362. Galopprennen | 278. Distanzturnier | 291. Militaryturnier
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    Letzter Tierarztbesuch: -
    Krankheiten / ehemalige Verletzungen:
    -
    Letzter Hufschmiedbesuch: -

    ~ Bilder ~

    ~ Hufschmied ~
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    Hufschmiedbesuch
    c Sosox3

    “Fliegst du oder ich?”, fragte ich Rachel über unseren neusten Auftrag. “Flieg du ruhig nach Amerika und ich fahre nach Deutschland zu Alicia Grey und ihrem Reitpony, abgemacht?” Mir blieb eigentlich auch nichts anderes übrig als nachzugeben. “Alles klar, ich buche den Flug gerade und mach mich so schnell es geht auf die Reise dorthin. Einmal Eisen und einmal Barhuf waren zu erledigen und so machte ich nach nur 2 Tagen Wartezeit mich auf den Weg in die USA zu Mailys Farm. Luna Crown nahm mich auch schon herzlich in Empfang und ich könnte schwören, dass wenn Fayenne mich sehen würde, sie mich doch am liebsten umgebracht hätte. Sie hasste es einfach wenn ich mit anderen weiblichen Wesen redete. Da zählte auch meine Born to Die oder Croatoan dazu. “Mit wem fangen wir denn an?”, fragte ich neugierig und sie lächelte freundlich. “Ich dachte, wir fangen mit Amor Casdove an und machen dann mit Fiebertraum weiter. Also erst den Barhufer.” “Klar, können wir so machen.”
    Der Weg zum Vollbluthengst war nicht gerade lang und während ich mir die Lederschürze umband und die Werkzeuge zurecht legte, hatte Luna schon Amor´s Hufe ausgekratzt und ich konnte mich um die Kontrolle und Beurteilung kümmern. Auf den ersten Blick erkannte ich seine zu langen Hufe. Lief jedoch taktklar und hatte keine Beschwerde gefunden. Nur der Strahl war bei den Hufen etwas in Mitleidenschaft gezogen worden. Also begann ich mit dem Ausschneiden und schnitt seinen Strahl frei und entfernte bei allen vier Hufen Hornfetzen. Dann kürzte ich die Eckstreben und schnitt die Hufsohle etwas weg. Der Vollblüter verhielt sich währenddessen echt brav und wie eine eins. Er war gut erzogen worden. “Was machst du eigentlich momentan? Hältst du auch Pferde?”, fragte die junge Frau mich neugierig. “Ja, ich leite zusammen mit meiner Frau einen Rettungshof in den Niederlanden und mache halt hauptberuflich die Schmiede zusammen mit meiner Exfreundin.”Ich kratzte meinen Hinterkopf und machte mit dem Hufmesser einen Kontrollschnitt. Es musste ja eh ein ganzes Stück weg und begann dann mit der Kürzung der Trachten in dem ich die Hauklinge und den Schlegel nutzte. “Du bist aber mutig”, lachte Luna und ich grinste. “Ja nh, vorallem ist meine Frau echt eifersüchtig, haha”, lachte ich. “Du kannst den gerne weg bringen und Fiebertraum bringen. Ich erhitze schonmal den Ofen.
    Es dauerte nicht lange, da führte Luna den Palomino an mir vorbei und ich sah mir sein Gangbild genauestens an. Er war taktklar, nur etwas nervös und zeigte ein etwas schnelleres Gangwerk und gerade im Trab war er etwas schneller als seine Besitzerin. “Alles klar. Ich nehm mal gerade die alten Eisen ab und kürze ihm dann die Hufe”, sagte ich und wusch mir einige Schweißperlen von der Stirn. Er hatte Hufe, welche mehr als in Ordnung waren, sodass er auch Barhuf ohne Probleme hätte laufen können. “Wissen sie, Fiebertraum könnte auch ohne Hufeisen laufen. Er hat so gute Hufe, wir können es gerne erstmal langsam probieren und ihm nur vorne zwei Eisen aufnageln und beim nächsten Mal schauen, ob das gut funktioniert und ihn gänzlich auf Barhuf umstellen”, informierte ich meine Kundin freundlich lächelnd und man sah ihr an, dass sie sich ernsthafte Gedanken machte. “Ja, dann versuchen wir das”, sagte sie und hielt mir die Hufe hoch. Nachdem ich seine Hufe gekürzt hatte, hielt ich eines der Eisen an den ersten Huf. Ich hämmerte mit einem Hammer ein paar Markierungen ins noch kalte Eisen und legte es dann in den Ofen zum Erhitzen. Während das eine Warm wurde, wiederholte ich den Vorgang für den Huf vorne rechts. Als das Eisen heiß genug war, schmiedete ich die Zehenrichtung und bog den Mittelteil um ein Drittel der Eisendicke. Dies sollte das Abrollen erleichtern. Darauf folgte dann die Maßarbeit und ich konnte es einen Moment später aufbrennen. Ich hatte meine Arbeit gut erledigt und hielt das heiße Eisen ins Wasser. Heißer, brennender Rauch stieg uns beiden in die Augen und trieb uns Tränen in die Augen. “Huii, brennt das”, sagte Luna und ich grinste kurz. “Sowas bin ich täglich ausgesetzt.” Ein schockierter Blick und ein Schlucken war ihre Antwort, doch mein Lächeln im Gesicht blieb erhalten. Ich achtete darauf, dass das Eisen weit genug lag und nagelte dann die Hufeisennägel ca. ⅔ tief in die Hufwand. Dann knippste ich diese kurz und bog sie um. “Dann wären wir soweit fertig. Ich stell ihnen gerade die Rechnung aus und muss dann auch schon weiter”, sagte ich und packte alles zusammen.

    ~ Tierarzt ~
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    Tierarztbesuch
    c Eddi

    Heute ging es für mich auf die gemütliche Mailys Farm zu Luna Crown. Wie sie mir am Telefon berichtet hatte, wollte sie demnächst zwei ihrer Hengste auf Körungen schicken und vorher mussten beide natürlich gründlich abgecheckt werden und dafür war ich heute da. Wir hatten uns schon recht früh verabredet und ich kam auch vorbildlich pünktlich an.
    Luna empfing mich herzlich und führte mich dann direkt in den Stall. Dort wartete am Putzplatz bereites Brouk. Er war ein sechsjähriger Trakehnerhengst mit guter und durchaus bekannter Abstammung. Luna warnte mich bereits vor, dass es mit dem Hengst wohl nicht einfach werden würde, da er anscheinend einen Schuss zu viel Vollblut abbekommen hatte. Aber ich war mir sicher, dass wir das schon hinbekommen würden.
    Erst einmal sollte Luna mir ihren Hengst sowieso im Schritt und Trab die Stallgasse entlangführen. Dabei konnte ich seinen Bewegungsapparat kontrollieren. Brouk lief taktklar und schwungvoll vorwärts, er litt also an keinerlei Verspannungen. Luna band ihren Hengst wieder am Putzplatz an. Dort nahm ich als nächstes Ohren, Augen und Zähne unter die Lupe, aber alles war in bester Ordnung.
    Danach hörte ich Herz und Lunge ab und kontrollierte noch die Werte von Puls und Körpertemperatur. Einige Werte waren minimal erhöht, was sich jedoch auf Brouks Aufregung zurückschließen ließ und so keine Bedrohung darstellte. Stattdessen tastete ich nun noch Wirbelsäule und Beine ab und schon waren wir mit der Untersuchung fertig.
    Nun kam der unangenehme Teil, bei welchem der Hengst sicherlich auch Stress machen würde, deshalb positionierte sich Luna direkt neben seinem Kopf am Halfter. Ich desinfizierte die Stelle am Hals und setzte die erste Impfung an. Brouk würde gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut geimpft werden.
    Er zappelte auch fleißig herum, aber dennoch saßen alle Spritzen und er hatte es schnell geschafft. Abschließend musste er nur noch die Wurmkur schlucken und dann war Patient eins auch schon fertig. Ich lobte Brouk ausgiebig, bevor Luna ihn zurück in seine Box holte und den zweiten Hengst holte.
    Es war ein fünfjähriger Araberhengst in auffälliger Scheckung. Und obwohl er gegenüber Brouk wesentlich vollblütiger vom Blutanteil war, war tc Amor Casdove ein wahrer Schatz. Luna schwärmte direkt von seinem lieben Charakter und so würden wir es beim zweiten Pferd einfacher haben.
    Auch ihn sollte Luna mir einmal im Schritt und einmal im Trab vorführen. Casdove zeigte die typischen Gangarten eines Arabers: Schwungvoll und sehr repräsentativ. Außerdem lief er im Takt und komplett durchlässig.
    Am Putzplatz schaute ich auch bei dem Hengst in Ohren, Augen und Maul, um seinen Allgemeinzustand zu überprüfen. Danach hörte ich Herz und Lunge ab und kontrollierte auch bei Casdove die Werte von Puls und Körpertemperatur.
    Da der Hengst still stand wie eine Eins, waren wir auch mit dem Abtasten unglaublich schnell fertig und da Casdove rundum fit und bestens gepflegt war, kamen wir auch schon zum Impfen. Auch er erhielt die vier Impfungen, hielt aber tapfer still und wurde danach auch ausgiebig gelobt.
    Auch für Casdove gab es noch die Wurmkur und dann war er schon fertig und durfte zurück in die Box. Ich erneuerte noch die Impfpässe und verabschiedete mich dann von Luna, da ich heute noch ein paar andere Termine einzuhalten hatte.

    ~ Trainingsberichte (4) ~
    Springtraining E auf A
    c Ofagwa

    Heute ging es für mich zu einem meinem eigenen Sprösslinge, denn der relativ neue Amor musste so langsam auch mal in die harte Schule eingewiesen werden. Tjark hatte mir den Falb Hengst bereits gesattelt und ich musste ihn mir nur noch mit auf den Platz nehmen, wo ich direkt Aufstieg. Nun ging es erstmals im Schritt um die Hindernisse, Amor war ein guter Springer, nur leider bis lang noch nicht gefördert worden. Ich nahm die Zügel etwas mehr auf und begann um die Hindernisse herum zu traben, so konnte er sie auch gleich alles ansehen und brauchte später auch sicherlich keine Faxen machen weil ihm eine Stange zu hellrot war. "Super ", lobte ich, denn Amor reagierte sofort auf die, wirklich leichte, Galopphilfe. Wieder arbeitete ich ihn zunächst etwas Dressurmäßig damit er sich in gewohnter Art lockern konnte. Ehe wir das erste Hindernis nahmen, ließ ich ihn erst mal über Kavalettis springen, auch damit er wieder rein kam. Nun nahm ich den ersten E Sprung, welchen er mit großer Freude nahm. Nach diesem Sprung wurde der Vollblüter direkt hitzig, merkbar machte es ihm Spaß. Die weiteren Kreuze und Steil in der E Höhe nahm er als wären es Bodenstangen, Talent hatte er ja. Nun ritt ich auf einen "Graben" zu, Amor schaute zunächst doof drein eher er verstand, dass es auch solche Hindernisse gab. "Klaaassseee", lobte ich und steuerte direkt einen Oxer der Klasse A an. "Hopp", ermutigte ich ihn, während er absprang. "Super Amor", lobte ich und ließ ihm die Zügel hin. Hier wurden wir morgen weiter machen .

    Brouk's Ankunft
    c Ofagwa

    "Heute ist es soweit", sagte ich seufzend zu Mama.. das Nervenbündel Brouk sollte zu mir auf den Hof kommen, Brouk ist das Pferd meiner Cousine, sie hatte ihn aus einer Tierschutzorganisation gekauft. Doch leider macht der schicke Braune mächtige Probleme, und meine Tante würde ihn am liebsten einfach los werden, denn er stellt eine Gefahr für meine Cousine da. Brouk war wohl am Anfang noch ganz freundlich und entwickelte sie in den zwei Wochen, die Sie ihn erst hatten, zu einem wahren Albtraum, Tante Cece hatte Lea bereits ein neues Pony gekauft, aber ich wollte den Hengst nicht abschreiben und entschied mich ihn her zu holen. Tante Maddy sagte, sie würde ihn auch einfach bei sich auf die Weide stellen. Dafür liebe ich meine Tante Maddy, sie ist ganz anders als ihre Schwester Cece und meine Mom. Ich fuhr noch schnell zu Tante Maddys Hof, um meine Pferde zu besuchen. Emilio war hier hin gekommen, da der Opa nun etwas ruhe verdiente, ebenso Anoki, der langsam anlongiert wurde, für ihn war das Leben auf meinem Hof nichts, hier hatten sie ruhe und frieden. " Luna! guck mal! Chapi ist da", meine tollte Tante hatte einen von ihr gezogenen Trakehner Hengst zurück geholt, welcher ein Flaschenfohlen gewesen war. " Oh, wie toll.. aber er darf bitte nicht wieder frei rum laufen, du weißt doch, dass er kein Fohlen mehr ist". Maddy nickte und ich zuckte zusammen, ehe ich eine SMS auf meinem Handy vernahm. " Hey, Brouk ist gleich da ", die SMS ist von Tjark, ich muss los Tantchen, bis Morgen", ich winkte ab und hechtete zum Auto. Zum Glück war Maddys Hof nur 15 Minuten von uns weg. Wieder bei uns auf dem Hof, war noch kein Hänger in Sicht, doch Lea und Cece waren schon hier, denn Tjark fuhr mit Brouk im Hänger. " Hey, wie geht's dir"," Gut, ich danke dir dafür, dass du versuchst ihm zu Helfen, denn Mutter wollte ihn wieder zurück bringen", erwiderte Lea und drückte mir ihre Hand entgegen. Bamm Bam .. da rollte auch schon der Hänger auf den Hof, mit einem hörbar genervten Pferd darin. " Mensch, der wirkt jetzt ja schon sehr freundlich", sagte ich leicht schockiert. Ich ging zum Hänger und holte zusammen mit Tjark das wilde Ding runter. Brouk ist ein wahrer Prachtkerl, wie er so dar stand, da könnte man echt denken er könne kein Wasser trüben. Doch ehe ich träumen konnte, zeigte mir Brouk sein Problem. Plötzlich begann der Hengst zu steigen und mit den Beinen nach vorne zu schlagen, zum Glück hatte er rechts und links eine Longe damit wir ihn besser führen konnten. Langsam und stätig brachten wir ihnen zu einem hoch eingezäumten Platz, wo er zunächst mal drauf laufen solle. "Was für ein Tier", sagte ich und ging wieder zu den anderen..

    Dressurtraining A auf L
    C Ofagwa

    An diesem Tag hatte ich nicht nur mit Pauli Unterricht, nein auch Amor musste sich nochmal präsentieren und unter Marcus strenger Regie laufen. " Dann zeig mal was er drauf hat ", sagte Marcus und stellte sich an die Bande. Amor war bereits warm und somit konnte ich direkt durchstarten. Ich begann auf der rechten Hand, man merke, dass Amor wesentlich mehr Spaß an der Dressurarbeit hatte als Pauli, obwohl er auch nicht schlecht im Springen war. Ich trabte an und gab Amor eine kleine Parade, damit er sich nicht so hängen lies, sofort reagierte der Falbscheckhengst auf die Parade und lief sehr schön am Zügel. Ich drückte mein Inneres Bein mehr an seinen Bauch, sofort ging er in die Biegung, ich war etwas erstaunt, denn er lief tatsächlich sehr gut an diesem Tag, das lag wahrscheinlich am Vorführeffekt, denn letzte Woche hatte ich noch über ihn gemeckert. Es dauerte nicht lange ehe ich ihn leicht, sprich ein zwei Schritte, in die Traversale laufen ließ. " suuuper ", lobte ich und war etwas verwundert, dass Marcus sich bis jetzt noch nicht gemeldet hatte. Ich wechselte etwas verunsichert die Hand und trabte wieder an, auch hier ging ich zunächst auf den Zirkel und stellte ihn dann mehr nach Innen. Ich galoppierte an und zeigte noch ein paar Runden unser können, denn Marcus sagte immer noch nichts. Ich ritt zu ihm hin, " so schlecht das du sprachlos bist? ", fragte ich und hielt vor ihm an, " Nein im Gegenteil, ich habe nichts zu meckern, dir Stufe L habt ihr ", sagte er und ich viel Amor Freude strahlend um den Hals..

    Militarytraining E auf A
    C Ofagwa

    Heute ging es mit Amor auf den neuen Geländeplatz, den wir in dem Wald am Hof aufgebaut hatten. Der Platz war auf einer, durch ihre Hügel, selten benutzen Koppel erbaut worden, und wir hatten direkt noch ein paar Sprünge im Wald aufgebaut. Marcus wollte unserem Dressur Ass mal beibringen was Dreck so Ist.
    Marcus dass auf Paulchen, meinem tollen Military Pferd und machte vor sodass ich mit Amor nachmachen konnte. Zunächst ritt ich etwas umher, damit der Falbschecke sich alles ansehen konnte. Ein Sprung ging Berg ab und danach direkt in einen kleinen Teich. "Na komm ", sagte ich und lies Amor ein paar mal durch das Wasser laufen, damit es sich gleich nicht total erschreckt. Also ging es los, bergab musste ich den jungen Hengst etwas zurück halten, und dann ging es über unseren ersten kleinen Baumstamm, ehe er mit den Vorderhufen im Wasser landete. Sofort bockte er los und ich hatte meine Mühe mich vor lauter lachen fest zu halten. " er hat lust ", sagte Marcus und galoppierte mit Paulchen los, ich immer hinterher und versuchte eben die selben hindernisse mit Amor zu nehmen, der sichtlich Spaß an dieser neuen Disziplin gefunden hatte.
    " Feiner Kerl ", lobte ich Amor und nahm nun auch die Strecke im Wald und Angriff, zumindest nur die Hindernisse, die wir hin bekommen konnten.
    " Das sieht sehr gut aus! Ich glaube fast, dass er auch schon höher könnte. Aber da machen wir nächste Woche weiter. " sagte Marcus, somit hatte klein Amor nun Stuffe A erreicht.

    ~ Die Kür ~

    Heute ging es mit Amor zur Hengstkörung, denn wir wollten nun endlich wissen, ob er es bestehen würde. Mama zupfte ihm gerade noch die Zöpfchen zurecht, als schon der Aufruf für uns über den Platz hallte. " wünsch uns Glück", sagte ich zu Mama und legte Amor das weiße Show halfter an, ehe ich mit im in Richtung der Halle stapfte. In der Halle stellte ich mich mit dem sehr aufgeregten Hengst zu X und blickte in die Richtung der Richter.. ich hielt kurz inne ehe ich die Richter grüßte und den Strick von Amors Halfter löste. Amor ging direkt im Schritt los und schaute sich die Halle genauer an ehe ich ihn zum Trab bewegte. Er lief artig um mich herum und zeigte sich wie gehofft von einer sehr selbstbewussten Seite und achtete genau auf mich. Ich ging auf ihn zu und schon wechselte er die Hand um seinen Trab noch mal auf der anderen Seite zu zeigen. " Gaaaalooppp", sagte ich und wedelte mit dem Strick, Amor schaute mich an, spielte mit den Ohren und schon galoppierte er an und gab an der ersten Seite mächtig Gas. Nach der kleinen Showeinlage, hatte sich der Arabische Hengst wieder gefangen und vollführte einen fliegenden wechsel, kurz darauf musste ich etwas nach treiben, damit er nicht so halbherzig durch die Gegend sprang. Ich pfiff aber Amor gönnte sich noch eine Ehrenrunde, ehe er zu mir trabte und bei mir stehen blieb. Ich steckte ihm einen Keks zu und verabschiedete mich von den Richtern. Ein kurzer Moment verging ehe alle applaudierten und ich den nun aufgeregten Hengst nach draußen führte.

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    Zuletzt bearbeitet: 21 Mai 2017 um 11:32 AM Uhr
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