1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

[HK 484] Alle Hengste

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von Eddi, 20 Aug. 2016.

?

Welcher Text gefällt euch am besten?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 2 Okt. 2016
  1. Circus Dancer

    3,8%
  2. Thjalfe van de Jötunheimr

    26,9%
  3. Companero

    3,8%
  4. Painted Blur

    19,2%
  5. Sympathy For The Devil

    3,8%
  6. A King of Magic

    7,7%
  7. Fiebertraum

    3,8%
  8. Majd

    3,8%
  9. My Blue Gun

    11,5%
  10. Leiðtogi

    15,4%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Eddi

    Eddi Modi

    [HK 484] Alle Hengste
    [​IMG]
    Regeln:
    - Es dürfen nur Hengste teilnehmen! (Keine Stuten,Wallache oder Fohlen)
    - Jeder darf nur mit einem Hengst teilnehmen
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com!
    - 5 Joellen an mich (Eddi) mit dem Grund: HK 484
    - Teilnehmerzahl ist auf 10 Pferde beschränkt!
    - Das Pferd muss unbewegt vor dem Kürtext und Steckbrief auf einem offiziellen Hintergrund ersichtlich sein (verlinken reicht nicht)
    - Zusätzlich darf ein Bewegungsbild auf einem beliebigen Hintergrund hinzugefügt werden (das Bild darf allerdings nicht vor dem Hauptbild stehen)

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt
    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor
    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, sie darf geführt oder geritten werden:
    - Betreten der Halle und anschließendes Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerhengste werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    (muss verlinkt sein)
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz

    1 Punkt für jede Schönheitswettbewerb-Schleife
    1 Punkt für jede Fohlenschau-Schleife
    2 Punkte für jede Reiterspiel-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro Ausbildungsbericht (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Bild mit Zubehör
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Bild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte

    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:

    Username
    Pferdename
    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes


    Teilnahmen und Überweisungen
    [1] ... ✔
    [2] ... ✔
    [3] ... ✔
    [4] ... ✔
    [5] ... ✔
    [6] ... ✔
    [7] ... ✔


    Disqualifizierungen
    ...

    Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme!
    Bei Fragen wendet euch an mich.
     
    Rinnaja und AlfurElfe gefällt das.
  2. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Occulta
    Circus Dancer

    [​IMG]

    Steckbrief

    ~Zirkus Tänzer~

    Offizieller HG

    [​IMG]

    Vom: Pount

    Aus der: Embassy

    Aus der: Estel

    Aus der: Evenstar
    Von: Elessar

    Von: Tarantas

    Aus der: Tarantel
    Von: Monnequin

    [​IMG]

    Rufname: Bubi
    Geburtstag: unbekannt
    Alter: 8 Jahre
    Stockmaß: 1.63 m
    Rasse: Knabstrupper
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: few spot appaloosa (Weissgeborener)
    (Ee,aa,LpLp,PATN-1,PATN-1)
    Abzeichen: typische Appaloosa Abzeichen
    Gesundheit: Nachtblind, sonst sehr gut


    [​IMG]

    brav im Umgang, manchmal frech, temperamentvoll


    [​IMG]

    Bubi ist ein wunderschöner weisser Hengst der für alles zu haben ist. Er probiert gerne neue Dinge aus, ist neugierig und mutig. Er wird sowohl zum Springen, als auch für die Dressur gebraucht. Dadurch, dass er eine doppelte Kopie des Leopard Complex Gens trägt, hat er ungestreifte, helle Hufe und schneeweisses Fell mit wenigen Fleckchen, was ihn zu einem echten Hingucker macht. Leider hat er dadurch aber auch Nachtblindheit, die bewirkt, dass er im dunkeln praktisch blind ist. Er braucht deshalb viel Geduld und Sichterheit beim Betreten von dunklen Räumen oder Transportern. Er vererbt das Leopard Gen an all seine Fohlen weiter.


    [​IMG]

    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


    [​IMG]

    Gekört: Nein
    Nachkommen: -


    [​IMG]

    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: L
    Military Klasse: L
    Dressur Klasse: S*
    Distanz Klasse: E

    Eignung: leichtes Springen, Dressur
    Eingeritten: Ja


    [​IMG]

    1. Platz 348. Dressurturnier
    [​IMG]

    3. Platz 290. Dressurturnier
    [​IMG]

    2. Platz Dressurprüfung 1 des Harp Stud
    [​IMG]
    [​IMG]

    Bubi's Spind


    TA Bericht

    Eddi [​IMG]

    Es war schon ein Weilchen her, dass ich das letzte Mal auf dem Vollblutgestüt Pineforest Stable von Occulta vorbeigeschaut hatte. Heute sollten mich sogar vier Pferde erwarten. Diese wollte Occulta demnächst in Körungen schicken und deshalb brauchten sie noch ihre Veterinärsuntersuchungen. Zu meinem Leidwesen hatte ich den Termin ziemlich vertrödelt und kam schon etwas zu spät bei Occulta an. Doch sie winkte nur lachend ab und führte mich direkt in den Stall zum ersten Hengst. Das war Diarado, ihr schicker lackschwarzer Oldenburger. Ich sah direkt seine frisch gemachten Hufe und generell sah er wirklich gut aus. Ich bat Occulta, ihn mir erst einmal im Schritt und Trab die Stallgasse entlang zu führen, damit ich kurz seinen Bewegungsablauf kontrollieren konnte. Wie zu erwarten lief er taktklar und schwungvoll, also ging es zum Putzplatz, wo er angebunden wurde. Kurz warf ich einen Blick in Augen und Maul, um den Pupillenreflex und seine Zähne zu kontrollieren. Dann hörte ich Herz und Lunge ab, ehe ich die Körpertemperatur kontrollierte. Alles war einwandfrei, der Hengst wurde nur noch abgetastet und konnte dann auch schon geimpft werden. Für die Körung benötigte der die Impfungen Herpes und Influenza und wurde auch direkt noch entwurmt und schon war Diarado fertig. Ich wechselte die Sachen, während Occulta den Hengst wegbrachte und den nächsten Patienten holte. Herkir war ein Isländer und ziemlich aufgeweckt. Wahrscheinlich besaß er von allen Pferden die ich heute sehen würde noch das meiste Winterfell, auch wenn er schon geschoren war. "Vor der Körung schere ich ihn komplett", meinte Occulta grinsend und führte mir auch Herkir vor. Danach kontrollierte ich auch bei ihm den Pupillenreflex und die Zähne, hörte ihn danach ab und kontrollierte die Temperatur. Auch bei Herkir war alles im grünen Bereich und es gab die zwei Impfungen plus die Wurmkur ins Maul. Angetan war Herkir von der nicht, aber immerhin durfte er dann wieder gehen. In die folgende Stute setzte Occulta große Hoffnungen. Valentine's Dublin sollte als Zuchtstute viel Ruhm ernten, das hofften zumindest alle von Pineforest und dementsprechend wurde die Stute auch ausgiebig umsorgt. Auch charakterlich war sie nett und so verlief die Untersuchung ohne große Probleme ab. Auch sie wurde vorgeführt, ehe ich sie ausgiebig von Kopf bis Huf untersuchte. Sie hatte ein wirklich schönes Exterieur und konnte sich auch farblich sehen lassen. Die Impfungen fand sie zwar nicht so toll, hielt diesen aber tapfer stand. Als letztes war Circus Dancer an der Reihe. Er tanzte ein bisschen aus der Reihe, immerhin war er ein Knabstrupper. Auch ihn konnte man ohne Probleme untersuchen. Also kontrollierte ich Augen und Maul und hörte ihn daraufhin ab. Dann tastete ich seine Wirbelsäule entlang, ehe er auch schon geimpft und entwurmt wurde und schon waren wir mit allem durch und ich wünschte Occulta viel Erfolg auf den Wettbewerben.
    19 Apr. 2016


    HS Bericht
    Vhioti

    Ich hatte einige kleinere Aufträge erledigt, und ehe es morgen nach Kanada ging, wollte ich bei Occu vorbei schauen. Sie wohnte in der Nähe von mir und hatte eine recht erstaunliche und prämierte Sammlung an Vollblütern, wobei nur Fajir (trotz seines arabischen Namens) dieser Rasse entsprach. Es ging heute um eine normale Kontrolle mit einer kleinen Hufkorrektur, und da es in den letzten Wochen sehr viel und oft geregnet hatte, packte ich einige Mittel gegen Huffäule ein. Man wollte ja lieber vorgesorgt haben.
    Das sehr idyllisch gelegene Gestüt mit der sehr großen Rennbahn um das Gelände herum war schon wach. Ich hörte Pferde wiehern, Musik laufen und überall wuselten Leute herum. Den Hauptstall fand ich sehr schnell, denn dort standen ja die Vollblüter. Ich erkannte Occulta Smith schon vom Weiten, als sie gerade einen Braunen mit auffälliger Overoschecke bürstete. “Hallo Occu!”, wir begrüßten einander kurz, dann klopfte ich auch dem Hengst auf den Hals. “Ich wollte heute nach Fajir und Circus Dancer schauen. Würdest du mir die Ehre erweisen, sie für mich zu holen?” Occu nickte, rief dann nach einer Quinn, die sich dann weiter um den Vollblüter kümmerte.
    Fajir El Assuad war ein sehr wacher Hengst, der jetzt angebunden vor dem Stallgebäude stand und sich ständig nach mir umdrehte. Als Occu mit ihm einige Runden über den Platz ging und auch trabte, fiel mir nichts Besonderes auf, und als ich jetzt die Hufe auskratzte, kam mir schon ein leicht unangenehmer Geruch entgegen. Sorgfältig entfernte ich die Hufeisen, fing aber erst einmal damit an, mit dem Hufmesser langsam das Horn des Hufes zu bearbeiten, sodass ich die Hufeisen später wieder besser drauf machen konnte. Die letzten zwei Hufe wollte der junge Hengst mir nur sehr schwerlich anvertrauen. Aber dank Occultas guten Zureden konnte ich auch hier die letzten Feinheiten bearbeiten. “Ich gehe davon aus, dass die Boxen jeden Tag gemistet werden?” Occulta nickte. Ich nickte ebenfalls, ging dann zu meiner Tasche und holte einige Sachen, die ich für die weiteren Schritte brauchte. Während ich die Hufe noch einmal gründlich reinigte und anschließend mit Wasser und Seife den letzten Säuberungsakt beging, erklärte ich ihr, was ich selber schon bei meinen Pferden erlebt hatte: “Die Hufe müssen jeden Tag ordentlich sauber gemacht werden. Auch mit Wasser und Seife. Da die Huffäule noch nicht sehr weit fortgeschritten ist, müssen wir uns erst einmal keine großen Sorgen machen.” Ich wechselte die Handschuhe, und griff zum Desinfektionsmittel meiner Wahl, um alle vier Hufe damit einzutupfen. Fajir zuckte merklich zusammen, als ich bedächtig am linken Vorderhuf entlang der Strahlfurche entlangrieb. Dann guckte ich noch nach, ob ich nicht doch etwas übersehen hatte, und griff zum Gasofen. Der Hufbock stand bereit, und ich begann, die Aluminiumeisen zu formen. Obwohl Fajir ein eher mittelklassiger Läufer war, hatte ich doch in der Zeitschrift meines Vertrauens gelesen, dass er ein recht guter Dressurhengst war und auch im Springsport Erfolge eingeheimst hatte. Gegen diese Leistung konnte ich also nichts einwenden, und mit gewohnter Sorgfalt brachte ich die Hufeisen an und befestigte sie. Während dieser Prozedur blieb der Hengst ruhig, und zur Belohnung bekam er noch eine Möhre. Occulta gab ich noch eine Flasche Jodoformäther. “Das Zeug ist ätzend, lass es nicht auf die Hand tropfen. Einfach jeden Tag nach dem Arbeiten die Hufe besonders gut auskratzen und mit Wasser und Seife auswaschen, und einmal am Tag den Huf damit behandeln. Ich werde in etwa zwei Wochen wieder kommen und nachschauen, wie gut die Behandlung abgelaufen ist.”

    Der nächste Hengst war ein Knabstrupper. Mein Herzchen schlug ein wenig schneller, als ich den für mich ungewohnten Weißgeborenen betrachtete und mich ihm vorstellte. Bubi, wie man ihn auch nannte, schien seine Zeit heute wohl besser verplant zu haben als ich. “Sein rechter Vorderhuf ist zu lang.” Occulte stellte sich neben mich und starrte mich dann verwirrt an. “Woran erkennst du das?” “Hufeisen ist ein wenig eingedellt.”, ich zeigte auf die kleine Delle, und fing auch direkt einmal damit an, die Hufeisen zu entfernen. “Guter Kerl.”, murmelte ich. Seine angelegten Ohren richteten sich wieder auf und ich schnitt und raspelte einige Minuten an dem rechten Vorderhuf, bis er wieder Normallänge hatte. Von einer beginnenden Strahlfäule konnte ich bei dem Knabstrupper nichts erkennen, wusch sie aber trotzdem auch aus. Die anderen Hufe waren nicht so lang gewachsen wie der rechte, was mich ein wenig verwunderte. Bei den hinteren Hufen erkannte ich sofort, dass sich Steinchen etwas fest in die Strahlfurche eingearbeitet hatten. Sobald diese entfernt waren, wieherte Circus Dancer lautstark auf, schnaubte und ich konnte mir die Furche besser ansehen. “Ouh, die ist ein wenig angegriffen.” Mit dem bewährten Desinfektionsmittel reinigte ich die Furche und schnappte mir eine pflegende Creme. Die schmierte ich um die Furche herum. Abschließend wurden nur noch die neuen Hufeisen angebracht, und der Weißgeborene erhielt einen Apfel und eine Streicheleinheit. Als abschließenden Rat für Occu gab es noch die pflegende Creme mit den Worten: “Seine Strahlfurche ist ein wenig gereizt, jeden Tag eine dünne Schicht auftragen, wenn es in einer Woche immer noch schlimm ist ruf mich an. Auf Wiedersehen!”

    5534 Zeichen|Vhioti
    30 März 2016


    Trainingsberichte [7]
    Stufenerhöhung Springen (E/A) (E/A) (E/A)
    5482 Zeichen | © Cascar

    "Occu, Altes Haus, WAS verschafft mir die Ehre?", fragte ich überschwänglich, als Samstagabend mein Handy klingelte. Innerhalb von ein paar Minuten stellte sich heraus: ich sollte wieder mal trainieren.
    Begeistert legte ich den Termin auf Montag und da bin ich jetzt.
    Marc sitzt neben mir und manövriert den Jeep über den eher unebenen Schotterweg auf den Parkplatz. Mit einem Schwung steigen wir aus und werden prompt von der Auftraggeberin empfangen, die am Tor auf uns wartet. Nach einer herzlichen und ehrlich erfreuten Begrüßung bringt Occu uns Beide in den Nebenstall. Ich sehe mich praktisch sofort neugierig um, denn hier war ich noch nie. Daraus schließe ich außerdem, dass unsere heutigen Kameraden keine Vollblüter sind.
    Zumindest keine Englischen.
    Mein Verdacht bestätigt sich, als wir vor einer Box mit einem nicht ganz sportlichen Schimmel halten. "Also das ist Bubi. Er springt eigentlich ganz gern -", ich unterbreche Occu, denn an der Box steht etwas von "Circus Dancer". Kurz darauf sprechen wir über Pferdespitznamen. Marc bringt uns dann wieder auf den rechten Weg und mir werden noch Loki und Numair vorgestellt. Der Name des letzten Hengstes kommt mir gleich bekannt vor und auch das klärt sich auf, als seine Besitzerin erwähnt, dass er mit nach Neuseeland kommen wird.
    Ich bin eigentlich ganz begeistert von den neuen Hottas und zu dritt räumen wir Sattel- und Putzzeug auf die Stallgasse.
    Dort stehen nach kurzer Zeit auch die drei Hengste und Occu, Marc und ich nehmen sich jeder einen vor. Ich kralle mir aus Neugier Numair und werde freundlich empfangen. Der Schecke ist nicht nur überaus hübsch, sondern mir gegenüber auch kompromissbereit. Allerdings ist schwer zu sagen, ob das ein typischer Charakterzug ist oder ob er mich einfach noch nicht einschätzen kann. Wie dem auch sei, die Säuberung von Hufe und Fell verläuft reibungslos, das Hüh döst irgendwann weg.
    Beim longieren auf dem bereits mit Sprüngen gefüllten Reitplatz wacht der Liebe auch nicht mehr so Recht auf und ich tausche mein Pferd mit Occus.
    Am anderen Ende der Leine geht nun Circus Dancer (alias "Bubi") und das im Stechtrab, mit hoch erhobenem Kopf und Schweif. Ich grinse darüber nur und lasse ihn ordentlich arbeiten, damit er sich auf etwas anderes konzentrieren muss. Die Rechnung geht übrigens auf und fünfzehn Minuten später gehen alle drei ordentlich und gesittet. Wir treffen uns bei X, gurten nach und stellen die Steigbügel ein.
    Dann geht es endlich weiter.
    Wir bilden optimistisch eine Abteilung, in der jeder Mal an der Spitze reiten und willkürlich bestimmen darf, was gemacht wird. So stellen wir ein doch recht taugliches Aufwärmprogramm für unsere Pferde zusammen. Ein bisschen wie Kindergarten fühle ich mich trotzdem. Ich reite Bubi, da ist (abgesehen vom Spitzname...) zum einen der Größenunterschied zwischen Loki und Numair unterhaltsam zu betrachten, zum anderen sind das hier komplett unterschiedliche Pferdetypen, die gerne ein großes, fettes "A" im Springen haben wollen.
    Ich grinse über meinen Gedankengang, werde aber wieder ernst, als wir alle angaloppieren und Bubi ziemlich abrupt den Kopf hochreißt. Ich gehe automatisch in den leichten Sitz, worauf der Schimmel die Hufe in die Luft reißt und voller Freude die Abteilung verlässt und seine erste Runde im Renngalopp beginnt. Ich glaube, Occu und Marc schaffen es, ihre Hottas noch zurückzuhalten; ich brauche mehrere Runden, ehe der Hengst wieder runter kommt.
    Dann kann ich irgendwie nur lachen. Das Warmreiten schließe ich also ab, Marc murmelt irgendwas von "Zirkus".

    Wie schon beim longieren bemerkt, wird Bubi ruhiger und konzentrierter, wenn man ihn beschäftigt. Hervorragend zeigt sich das während der Gymnastiksprünge zu Anfang der Stufenerhöhung. Wir alle haben kaum Probleme mit unseren Pferden; Loki scheint nur aufgeregt, denn er schwitzt mächtig.
    Dafür meistert er seine Sache am souveränsten, als es an die ziemlich höheren Sprünge geht. Ich pariere zeitweise absichtlich durch, um Occu bei der Arbeit zuzusehen. Die Beiden sind einfach mal ein eingespieltes Team.
    Auch Marc und Numair geht es prächtig. Wohl einfach, da der Hengst lange Beine und augenscheinlich Spaß am Springen hat.
    Natürlich kann ich mich über meinen Bubi nicht beschweren, nur wird er immer unkonzentrierter und nachlässiger. Ein klares Zeichen für mich; ich arbeite mehr auf ihm, signalisiere sicher und deutlich, wann er Galoppsprünge verkürzen oder abbiegen muss.
    So klären wir alles nötige, als wir absteigen, um den Qualifikationsparcours zu bauen, sind alle Pferde auf dem gleichen Stand. Also gleichermaßen bereit.
    Überraschenderweise hat ausgerechnet Numair leichte Schwierigkeiten, wieder auf den Trip zu kommen und nimmt vorerst einige Stangen mit. Das lässt Occu und mich einmal mehr auf den Boden zurückkehren, sodass wir uns fünfzehn Minuten mit dem gescheckten Araber beschäftigen. Im Anschluss ist die Stufenerhöhung geglückt und Marc muss für uns Mädels Sprünge aufbauen.
    Bubi und Loki machen ihre Sache dann aber doch ziemlich gut, ich bin entzückt von meinem weißen Hengst, der gegen Ende des Trainings zu seiner Selbstsicherheit zurückzufinden scheint.
    Im Großen und Ganzen beenden wir die Stufenerhöhung also für alle erfolgreich, wir loben einheitlich und steigen dann ab.

    Nach dem Trockenführen satteln wir im Stall ab, putzen noch einmal, bevor unsere Schützlinge auf die Weide dürfen und Marc und ich uns verabschieden.
    So mit "Bis dann!", denn wir wissen, dass wir wiederkommen. 24 Okt. 2014

    Ravenna
    (c) Ravenna 7574 Zeichen

    Dressur A auf L

    Nachdem der Auftrag erledigt worden war – Nienke hatte mir wirklich gefallen, erhielt ich noch einen Anruf von Cayden Occulta Smith hatte ebenfalls einen Auftrag gegeben. Auf dem Weg zurück nach Schottland wollte ich also dort ebenfalls einen Halt machen. Also machte ich mich in Paderborn noch auf die Suche nach einer guten Wäscherei, ließ meine Wäsche waschen um dann ins Auto zu steigen und zurück zu meinen Eltern zu gurken. Die eine Nacht Aufenthalt ehe ich den Flug in Richtung London nahm, dort wollte mich einer der Stallhelfer von Occu abholen – sehr zuvorkommend!

    Am Hof angekommen wurde ich von einer freundlichen Ocuu sofort in Empfang genommen, „Schön das du dir so schnell Zeit für Bubi nehmen kannst!“ bemerkte sie auf dem Weg in den Stall hinein. Der Hof war wirklich beeindruckend, besonders die großen Pinienbäume gaben eine Traumkulisse ab. Vorbei an der Trainingsrennbahn für die Vollblüter, erreichten wir den Stall. „Ich hab noch ein kleines Special für dich!“ geheimnisvoll Lächelte Occu mir zu. Ich horchte auf „Special?“
    „Lass uns erst Bubi holen und fertig machen.“ gesagt getan – wir holten ihn gemeinsam aus der Box, putzten ihn während mir Occu erklärte was bereits mit ihm gemacht wurde. „Seine Begabung liegt einfach in der Dressur, einige Lektionen aus der L Dressur kennt er bereits. Der Außengalopp, sowie die versammelten Gangarten sind ihm kein Fremdwort. Bubi läuft zuverlässig in mit einer leichten Anlehnung am Zügel und lässt sich super versammeln. Insgesamt ist er für sein Alter schon gut ausbalanciert und wendig, Volten von 8 Metern meistert er bereits ohne weitere Probleme.“ Das gefiel mir wirklich gut, das zeigte wie sehr der Hengst hier gefördert wurde. Nach dem Putzten folgte ich der zielstrebigen Occu in die Sattelkammer, wo mich nun das Special erwartete. Sie klopfte auf einen mir nicht geläufigen Sattel, zumindest reiterlich her. „Ein Damensattel? Ist er daran gewöhnt?“ fragte ich neugierig. „Ja...ist er, der „Kleine“ macht sich damit genauso gut wie unter anderen Sätteln. Wenn du möchtest kannst du dich auch mal in diesen Sattel schwingen!“
    „Sehr gern...aber lieber erst wenn wir mit seinem Training durch sind.“ versicherte ich Occu. Also kehrten wir mit Standartdressursattel zu Bubi zurück, sattelten ihn und ich verschwand in die Halle. Dieses Mal begleitete mich Occu nicht, da noch eine Menge Arbeit auf sie wartete. In unserem ersten Training wollte ich mich erst einmal an den Hengst gewöhnen und prüfte den Könnens stand von Bubi. Er lief ordentlich am Zügel, ließ sich ohne weitere Probleme biegen und stellen und die Tempowechsel zeigten sich deutlich innerhalb einer Gangart, sodass es keine Probleme geben sollte einen versammelten Galopp oder Trab von ihm abzuverlangen. Wir machten nach dem Kennenlernen mit leichten Trabphasen, Biegungen und ersten Volten weiter. Bubi kannte bereits den einfachen Galoppwechsel war also das stellen in einen anderen Galopp bereits gewohnt, deswegen wollten ich heute auf die verschiedenen Tempi innerhalb einer Gangart achten, also dem Arbeitstrab, dem Mitteltrab und dem versammelten Trab, wie auch im Galopp. Den Außengalopp musste ich dem weißen Hengst nicht noch erst beibringen, aber die Übergänge mussten ein wenig ausgefeilt werden. Nach der Aufwärmphase, den Tempiunterschieden im Trab und Schritt wagte ich mich an die Galopparbeit. Bubi hebelte sich nicht aus der Anlehnung, doch schob er sich oft über die Schulter hinweg aus der Biegung – der Außengalopp klappte bei ihm nicht hundertprozentig, doch geduldig ließ ich ihn immer wieder durchparieren und von neuem an galoppieren. Nach und nach gelang es mir ihn Konstant in der Biegung zu halten. Damit beendete ich ein vollkommen erfolgreiches Training für diesen Tag. Am Abend berichtete ich Occulta von unserem Training „Ja manchmal hat er sich wirklich aus der Biegung geschoben, oft wenn ihm der Reiter nicht so geläufig ist. Manchmal testet auch unser lieber Bubi.“

    Am nächten Training musste mir Occu ein wenig assistieren – wir wollten Bubi vom Boden aus das Kommando der Hinterhandwende geben und es im Verlauf des Trainings auf die Reiterhilfen übertragen. Die Kurzkehrt verlangte schon ein etwas intensiveres Training – zunächst absolvierten wir die Übung im Schritt. Die Hilfen die ich dem Hengst gab waren die für eine Volte, als er nun etwas seitwärts trat hielt ich seine Vorwärtsbewegung auf indem ich Kreuz und Oberschenkel anspannte und gab am äußeren Zügel eine kurze Parade. Dabei sollte eine Art Halbkreis entstehen. So ritten wir nun jede einzelne Phase ab–Bubi sollte zwar einen Schritt machen jedoch Seitwärts statt Vorwärts. Jedes mal wenn er Seitwärts trat trieb ich wieder von innen nach um den nächsten Schritt auszulösen und hielt jedes mal die Vorwärtsbewegung auf. Zunächst misslang uns diese Übung ab und an..manchmal blieb er auf dem inneren Hinterbein stehen, dann setzten wir die Wendung etwas größer an um uns danach darauf zu konzentrieren jeden Schritt gut auszureiten. Um Bubi nun den Takt ein wenig zu vereinfachen tippte ich ihn mit der Gerte ein paar Mal auf die Hinterhand. Auch das Training mit der Hinterhandwendung klappte mit Occu als Unterstützung ohne Probleme – bereits am dritten Tag absolvierte Bubi die Übung auch recht sicher vom Reiter aus.
    Die darauffolgenden zwei Tage probten wir beide das neu erlernte, bis der Tag der Prüfung anstand. Insgesamt präsentierten wir den Richtern jedoch ein in sich geschlossenes und wendiges Pferd, der es vermochte ordentlich am Zügel zu laufen, sich selbstverständlich schön aufrichtete und sein bestes gab. Die verschiedenen Tempi innerhalb der Gangarten waren klar von einander zu unterscheiden – wir gewannen dieses Turnier zwar nicht. Aber eine hübsche Schleife für den vierten Platz gab es trotzdem. „Naja...den Rest müsst ihr einfach immer wieder trainieren bestärkte ich Occu.“
    „Ja klar...ich hab auch keinen Sieg erwartet. Willst du jetzt mal den Damensattel ausprobieren?“ Begeistert stimmte ich zu! Wieder auf dem Hof begann mein Abenteuer Damensattel – zunächst jedoch musste ich das Satteln komplett neu erlernen. „Das sieht jetzt vielleicht ein bisschen weit vorne aus, aber hier liegt später ja nur ein Bein.“ erklärte mir Occu. In der Halle angekommen überlegte ich bereits wie ich da überhaupt hochkam. „Ich geb dir Räuberleiter….ich stehe seitlich an der Schulter des Pferdes, du legst eine Hand auf meine Schulter, das Bein in meine Hände und schwingst dich so hoch, das du seitlich oben drauf sitzt.“ Also schwang ich mich hoch...legte mein rechtes Bein anschließend über das Horn und stellte das linke in den einzigen Steigbügel. Trotzdem ich mich als versierten Reiter bezeichnet hätte – in diesem Ungewohnten Ding fühlte ich mich wie ein blutiger Anfänger. Zunächst führte Occu uns durch die Halle im Schritt, es war eine neue Erfahrung, schulte aber gleichzeitig mein Gleichgewicht. „Im Grunde musst du sitzten wie im Herrensattel auch...die Hüfte nach vorn und die Schulter auf einer Linie mit der Ferse.“ Ungläubig sah ich zu ihr hinüber, mittlerweile ritt ich bereits allein. „Wie denn wenn ich immer nach links runter rutsche?“ Sie wies mich an etwas auf die andere Pohälfte zu gehen, mich versuchen „tief“ in den Sattel zu setzten. Nach einer Viertelstunde herum stumpern im Schritt wagte ich mich an den ersten Trab, der mich wieder erwarten nicht aus dem Sattel holte. Ich saß sogar recht sicher darin, versuchte erste Volten und Zirkel. „Das ist doch einfacher als ich gedacht hätte.“ Von einem Galopp hielt ich mich heute jedoch noch fern. „Danke für die tolle Erfahrung!“
    29 März 2015


    Occulta [​IMG] L-M

    Nachdem ich den ganzen Morgen im Stall verbracht hatte, wollte ich an diesem Nachmittag ein paar neue Dressurlektionen mit Hallu festigen. Die Stute konnte seit kurzem ihre ersten S-Lektionen, was mich überaus erfreute. In ihrem zarten Alter hatte sie schon sämtliche Springturniere in der Umgebung gewonnen und nun war sie auch noch in Dressur auf der Überholspur. Aber ich hatte es ja schon damals bei ihrem Kauf gewusst: Die Stute hat Potential. Lisa, die vor kurzem ihren ersten Auftrag als Trainerin erfolgreich absolviert hatte, wollte mit Dancer gleich mitarbeiten. Ich Sattelte Hallu und führte sie in die Halle, wo wir uns gemeinsam mit den beiden anderen erstmal einwärmten. Dancer schien sich nicht sonderlich für die Fuchsstute zu interessieren, Hallu hingegen zickte rum und quietschte, wenn er zu nahe kam. „In Wirklichkeit willst du doch nur seine Aufmerksamkeit“, stellte ich murmelnd fest. Ich liess mich jedenfalls nicht beeindrucken und setzte mich durch, als sie zu früh antraben wollte. „Wenn du so geladen bist, dann können wir ja gleich mit Galopppirouetten anfangen“, scherzte ich, sodass es Lisa auch hörte. Sie grinste und streichelte ihren Lämmchen-braven Dancer. Nach zehn Minuten begann ich Volten zu traben, denn ich wollte sie wirklich gut aufwärmen und lockern. Dann stellte ich sie ganz an den Zügel und begann somit, die richtige Arbeitshaltung abzufragen. Die erste Lektion für Lisa und Dancer waren die Seitengänge. Das Travers hatten die beiden schon tip top im Griff, daher war es Zeit für diese fortgeschrittene Version. Dazu bog sie auf die Mittellinie und trieb das Pferde am äusseren Bein zur Wand hin. Ich korrigierte Lisas Stellung, doch ansonsten war ich zufrieden mit ihr und Dancer. Ich löste mich von der Vorstellung des weissen Hengstes und konzentrierte mich auf Hallu. Wir übten Piaffe – Passage Übergänge. Ich musste extrem darauf achten, dass sie Stute die Hinterbeine genug hob. Im Spiegel sah ich, dass es noch immer nicht so recht klappte, also rief ich Elliot herbei. Der Reitlehrer verstand sofort, was ich wollte und brechte gleich eine lange Touchiergerte mit. Dann animierte er Hallu durch antippen der Hinterbeine dazu, diese vermehrt zu gebrauchen. So klappte es schon deutlich besser, und ich lobte die Fuchsstute ausgiebig. Elliot blieb gleich bei uns und coachte mich und Lisa. Er befahl mir, aus der Passage heraus anzuhalten, was auch ziemlich gut klappte. Dann wollte er ein paar Galoppwechsel sehen. Während ich Hallu erstmal mit Tempowechseln auf den Geschmack brachte, mussten Lisa und Dancer ein perfektes Schulterherein zeigen. Nach meinen Galoppwechseln musste ich Hallu versammeln und ein paar Pirouetten reiten, wobei ich dazwischen Traversalverschiebungen ritt. Dancer war nun ebenfalls im Galopp unterwegs. Allerdings immer nur kurz, denn Lisa übte das Anhalten. Während er anschliessend ebenfalls zu den Galoppwechseln kam, ritt ich mit Hallu noch ein paar kleine Volten im Galopp. Danach liess ich sie in den Trab übergehen und strecken. Ich lobte sie ausgiebig und vergass dabei fast, dass ich Dancer nicht zu nahe kommen durfte. Sie legte schon wieder die Ohren platt, aber ich steuerte rechtzeitig weg. Wir liessen schliesslich beide Pferde trockenlaufen, ehe wir sie versorgten.
    29 Nov. 2015

    Occulta Military E-A

    Jonas und ich packten Dancer und Diarado für eine kurze Fahrt in Transportgamaschen ein, Lisa machte sich mit Feline vor dem Nebenstall bereit. Wir wollten heute auf das Trainingsgelände des Military-Clubs in der Nähe von … reisen, um dort wiedermal ein wenig zu trainieren. Zuhause hatten wir nur ein paar wenige Naturhindernisse in der Mitte der Ovalbahn und ein paar Baumstämme im Gelände, aber keine ordentliche Trainingsstrecke. Durch ausgiebige Galopps draussen und entsprechende Förderung im Springen hatten wir die drei Pferde soweit vorbereitet, dass sie heute beides kombinieren konnten. Ich freute mich schon darauf, auf der abwechslungsreichen, grossflächigen Strecke Gas geben zu dürfen. Wir führten die beiden Hengste zum Anhänger. Wir wollten heute sicherheitshalber nicht den Camion nehmen, sondern die beiden Hengste und die Stute in zwei separaten Anhängern rüberfahren. Bubi spazierte problemlos in das Gefährt hinein, Diarado hingegen weigerte sich zunächst. „Ganz so einfach darf es ja nicht sein“, murmelte ich augenrollend, und holte erneut Anlauf. Diesmal machte Jonas noch etwas Druck von hinten, sodass es schliesslich klappte. Ich lobte den grossen Rappen und blieb bei ihm, bis er sich entspannte. Dann fuhren Jonas und ich bereits voraus, Lisa und Feline folgten ein paar Minuten später. Auf dem Gelände angekommen luden wir alle Pferde aus und sattelten sie. Diarado sah sich mit erhobenem Kopf um und spitzte die Ohren. Einmal drehte er sich ohne Vorwarnung, sodass er mich beinahe zur Seite stiess. Ich massregelte ihn und erinnerte ihn daran, dass ich auch noch da war. Er schnaubte laut, stand dann aber still. Auch Dancer und Feline waren hibbelig, allerdings auf eine coolere Art und Weise. Wir zogen ihnen die schützenden Geländegamaschen an und befestigten diesmal auch ein Vorgeschirr am Sattel. Ausserdem schlugen wir Stollen in die Hufeisen, damit sie im restlichen Schnee, der in kleineren weissen Flecken auf dem Grün lag, nicht rutschen konnten. Nach dem Aufsteigen ritten wir alle zum Aufwärmen auf einer grossen Wiese, bevor wir uns auf die Strecke wagten. Dann konnten wir endlich starten. Die gesamte Strecke war zwar fast sechs Kilometer lang, aber wir blieben heute auf den ersten zwei Kilometern, was für Klasse A vollkommen angemessen war. Wir strebten während des ganzen Ritts ein Grundtempo von 30 kmh an, was besonders Diarado und Feline locker schafften. Die insgesamt 18 Hindernisse waren höchstens einen Meter hoch, sodass sie auch für Dancer leicht zu überwinden waren. Dazwischen gab es noch zwei Gräben, die eine angenehme Breite hatten. Diarado, den ich ritt, hatte sichtlich Spass an den abwechslungsreichen Hindernissen. Nur vor einem massiven Zaun zögerte er. Ich trieb daraufhin energischer und gab ihm auch einen kleinen Klaps mit der Gerte, als das nichts nützte. Er nahm zwar einen übertrieben grossen Flug über den Zaun, aber immerhin kamen wir heil auf der anderen Seite an. Danach bretterten wir einen sanften Hügel hoch und anschliessend durch ein kleines Wäldchen mit einem Baumstamm Hindernis in einer Abwärtskurve. Am Schluss ging’s über ein Buschhindernis, dann bremste ich ab und kraulte zufrieden seinen Hals. Diarado hatte ein wenig geschwitzt, aber ansonsten schien er nicht übermässig angestrengt zu sein. Den beiden anderen ging es genauso. Wir machten uns also guten Gewissens auf den Heimweg. Doch vorher gab’s für alle einen Belohnungs-Apfel und eine Streicheleinheit beim Transporter.
    25 Jan. 2016

    Alicia Farina
    Trainingsbericht für Diarado, Circus Dancer und Feline


    Nachdem meine letzten Trainingspferde zurück zu ihrer Besitzerin gegangen waren, hatten sich schon die nächsten Trainingspferde angemeldet. Diarado, Circus Dancer und Feline gehören meiner Freundin Occulta Smith, sie besitzt ein bekanntes Gestüt und ein großen Trainingsstall für Sportpferde. Sie hatte mich gebeten zu ihr nach England zum Pineforest Stable zu kommen und ihre Pferde zu trainieren.
    Nach meiner Ankunft bezog ich mein Zimmer zusammen mit zwei meiner Angestellten, wir hatten von Occulta zwei Zimmer zur Verfügung gestellt bekommen. Als wir ausgepackt hatten ging es für uns auf den Hof, Occu wartete bereits auf uns und zeigte und alles. Ich sah mir den Geländespringplatz genauer an, denn dort würde ich die meiste Zeit verbringen. Sarah sah sich die Halle und den Platz draußen an, denn dort wird sie mit Circus Dancer das Springen trainieren, Maren würde mit Feline an der Dressur arbeiten. Gegen Nachmittag holten wir unsere Pferde und machten uns mit ihnen bekannt, die drei waren durchlässig und standen sehr gut an den Hilfen. Maren hatte am wenigsten zu tun, sie trainierte Feline von E nach A in der Dressur, daher musste sie zwischendurch Sarah beim Stangen hochlegen assistieren. In der ersten Zeit trainierte ich mit Diarado die Geländehindernisse. Sarah trainierte mit der Hilfe von Maren die Distanzen und zuerst nur auf A Niveau höhe. Als die Geländehindernisse saßen trainierte ich die normalen Hindernisse sodass ich mit Sarah zusammen ritt. Maren assistierte bei den Springeinheiten und durfte als es mit Sarah und mir klappte Diarado und Circus Dancer selber reiten. Da auch dort alles klappte erhöhte Sarah die Höhe der Hindernisse und die Schwierigkeiten des Parcours. Mit Diarado arbeitete ich auch noch etwas an der höhe, aber dies bereitete ihm keine Schwierigkeiten, also fing ich nun an ihn in der Dressur zu fördern. Maren und ich trainierten ab und an zusammen und ich sah das sie mit Feline ein eingespieltes Team darstellen und schon in Richtung der Leistungsklasse L trainierten. Hier und da gab ich ihr Tipps wie sie Lektionen verbessern kann aber ansonsten hatte ich nichts zu bemängeln.
    Als ich mit den Ergebnissen von uns allen zufrieden war demonstrierten wir Occu die Entwicklung der drei. Occu wirkte sehr zufrieden. An unserem letzten Tag, vor unserer Abreise, lud uns Occu zu einem kleinen Ausritt über das weitläufige Gelände ein. Da sagten wir natürlich nicht nein und flogen am Nachmittag zufrieden nach Hause.

    2524 Zeichen by AliciaFarina
    geprüft mit dem OpenOffice Zähler 8 März 2016

    BellaS
    [​IMG]

    Dressurtraining für Circus Dancer S → S* | 4023 Zeichen | © BellaS

    Zwar war ich selbst Dressurreiterin, doch bis auf S* kamen meine Isländer so gut wie nie. Daher hatte ich auch wenig Erfahrung mit der Dressurreiterei auf diesem Niveau, auch wenn ich es offiziell trainieren konnte. Nun hatte ich wieder einen Auftrag bei dem ich dieses Wissen anwenden konnte. Ein Pferd von Occulta Smith, die zwar selbst Trainerin war, aber gerade keine Zeit fand. Ich kannte das Phänomen. Das Problem hatte ich selbst oft. Gerade wenn ich, wie auch bei diesem Auftrag, etwas mehr als einen Tag von meinem eigenen Hof weg blieb, Zwar hatte der Monat im Schnitt 30 Tage, doch die reichten selten. Egal, ich würde mich jetzt erst mal auf den Weg zu Occulta machen und meinen Auftrag erfüllen. Schließlich stand der schon seit dem ersten April und ich hatte mich bisher erfolgreich gedrückt.
    Circus Dancer, ein Knappsdrupper und das Pferd, das ich heute Trainieren sollte, war ein sehr auffälliger Hengst. Beinahe reinweiß, nur mit einigen wenigen Knappsdrupper- Punkten. „Und talentiert. Dressur und Springen.“, bemerkte Occulta von hinten. „Nettes Tier. Wie benimmt er sich so?“ „Tadellos, würde ich sagen. Lernt gerne, neugierig.“ So eine Beschreibung wollte jeder Trainer hören, gerade wenn sie der Wahrheit entsprach. Bei Occu tat sie das in jedem Fall, daher ging ich sehr entspannt an das Training. Es würde etwas dauern, denn die Liste der Lektionen war lang. Fliegender Galoppwechsel, Piaffe, Passage, halten aus der Passage und halbe bzw. ganze Pirouetten aus dem versammelten Galopp. Die hohe Kunst der Dressureiterei. Ich würde mich einen Trainingstag mit den Galoppwechseln, zwei bis drei mit den Übungen zu Piaffe und Passage und einem bis zwei, je nachdem wie gut wir waren, mit den Pirouetten. Dressur auf diesem Niveau war schön anzusehen, aber wirklich anstrengend, gerade weil ich es hasste mit Kandarre zu reiten und wenn es möglich war auf diese verzichtete. Das gab mit etwas weniger Einwirkung aufs Pferdemaul und so mussten alle anderen Hilfen feiner sein. Ich hoffte Circus Dancer war wirklich klug genug um das wechseln zu können. Nun ja, ich würde es ausprobieren müssen.
    Schon beim Warmeiten ging der Hengst entspannt, aber gut am Zügel. Die Ohren gingen mal in die eine, mal in die andere Richtung, aber er leistete sich keine Mätzchen. Brav, aufmerksam, gut erzogen und wirklich klug, das stellte sich beim Training heraus. Heute waren Galoppwechsel angesagt. Einer klappte noch, mit zwei ging es auch, aber bei anderen ungeraden Zahlen versprang er sich gerne. Nach den Wechseln auf der anderen Hand zu galoppieren war erst mal schwierig. Nun ja, aber wozu war ich denn Trainerin. Wir würden eben üben, trainieren, bis es klappte. Grundsätzlich. In den nächsten Tagen verlief das Training wunderbar, bis ich am vierten Trainingstag erst Nachmittags begann. So wurde es nämlich langsam später Nachmittag und langsam düster in der Halle. Ich verzichtete darauf, das Licht extra einzuschalten. So lange würden wir auch nicht mehr hier drin sein. Je schlechter das Licht jedoch wurde, desto schlechter ging auch Circus Dancer. Ich schob es auf die fortgeschrittene Tageszeit und Müdigkeit und trainierte weiter – bis Occulta auftauchte. Sofort schaltete sie das Licht ein. „Bella! Du musst das Licht anmamchen. Bubi ist Nachtblind.“ „Nachtblind“, fragte ich und dachte „Bubi?!“ „Ja, typisch bei den Genen. Leider. Musst nur Licht anmachen, dann sieht er auch wieder. „Ja. Klar.“, antwortete ich. „Bubi?!“ sie brach in Gelächter aus und verschwand, ohne mir eine Antwort zu geben.
    Nun fünf Tage hatten wir gebraucht und inzwischen beherrschte Dancer, pardon, Bubi, alle geforderten Lektionen vernünftig. Ganz ohne Kandarre war ich dann doch nicht ausgekommen, aber ich gebrauchte sie sehr vorsichtig, was dem Hengst zu gefallen schien. Zum Abschluss ritten wir eine kleine S* Kür für Occulta und schließlich übergab ich die Zügel an sie. Sie nahm sie entgegen, schnappte sich ihren Helm und schwang sich auf ihr Pferd. Ein paar Minuten probierte sie. „Getestet und für gut befunden.“
    24 Apr. 2016

    Occulta [​IMG] Military A-L

    Wie versprochen verluden wir am späten Vormittag Circus Dancer, Artemis, Flintstone, Satine, Fajir und Feline in den grossen Camion. Ich überprüfte zweimal, ob wir alle Sättel und sonstigen Ausrüstungsteile dabei hatten, erst dann konnten wir abfahren. Für so ein Militarytraining sollte man schliesslich vorbereitet sein. Die Fahrt war nicht allzulang, bloss eine halbe Stunde, aber es lohnte sich definitiv: Die Strecke glich einem Golfplatz, mit wundervoll kurzem Rasen, sauber geputzten Tribünen und liebevoll dekorierten Hindernissen. Wir holten die Pferde aus dem Anhänger, sattelten sie und zogen allen die Geländegamaschen an. Es sah so aus, als hätten wir Glück: Es war ausnahmsweise niemand sonst auf der Strecke. "Perfect, is everyone ready?", fragte ich in die Runde. Jonas auf Artemis, Lisa auf Circus Dancer, Rosie auf Flintstone, Darren auf Feline und David auf Fajir nickten entschlossen, also ritten wir in einer geordneten Zweierreihe auf den Rasen. "Rosie, David and Jonas, you come with me, as we are kind of riding the beginner's club. Lisa and Darren go practice individually. I won't tell you what to do, that you can decide for yourself, regarding your and your horse's condition. I hope you enjoy this training - all of you." "'kay boss", antwortete Lisa, und trabte entschlossen davon. "Don't forget the warm up!", rief ich ihr noch hinterher, aber ich wusste, dass das unnötig war. Sie drehte bereits auf einer grosszügigen Volte ein paar Runden um die Hindernisse. Wir anderen schlossen uns an und wärmten die Pferde gründlich auf, indem wir Schlangenlinien und Volten trabten, aber auch viele Übergänge machten. Als Satine unter mir langsam lockerer wurde und kauend Anlehnung suchte, beschloss ich, das Training zu starten. Wir teilten uns in Zweiergruppen auf und achteten darauf, einander nicht in die Quere zu kommen. Ich war mit Rosie im Team. Den Anfang machte ich, indem ich mit Satine voraus über einen einfachen Zaun sprang. Wir wollten nicht zu heftig starten. Die Pferde waren alle bis auf Artemis und Flint mindestens auf dem L-Niveau im Springen, also kannten sie die Grundlagen. Flint war hier der grösste Anfänger, denn er hatte als Westernpferd bisher höchstens ein paar Cavaletti überwunden. Dementsprechend schwierig war es für ihn, die richtigen Absprungpunkte zu finden. Angst hatte der erfahrene Sechsjährige keine, denn er vertraute Rosie, die er bei seiner Rückkehr nach Pineforest sofort wiedererkannt hatte. Rosie sprang mit ihm nur über die tiefsten Hindernisse, denn sie wollte nicht seine Sprungkraft testen, sondern ihm bloss eine Abwechslung bieten. Mit Satine war die Höhe hingegen kein Problem. Die Stute war längst nicht mehr das magere, verwahrloste Zirkuspferd von damals. Sie war aufgeblüht zu einem kräftigen Springpferd, das in der S-Klasse startete. Trotzdem kratzten wir hier erst die Anfänge des Geländereitens an. Sie war insgesamt ziemlich sportlich gebaut und schwerfuttrig; hatte kein Gramm zu viel auf den Rippen, egal wie viel Zusatzfutter sie bekam. Aber ihre Hüftknochen waren mit Muskeln gepolstert und standen nicht mehr vor, ebensowenig wie die Rippen. Ihre tiefrote Mähne fiel in Wellen über beide Seiten des nun kräftigeren Halses, wie bei einem Wildpferdchen. Die eisblauen Augen drehten sich hin und wieder in der Kurve abcheckend zu mir nach hinten, ebenso wie die hübsch gebogenen Ohren. Ich fuhr jeweils kurz mit der Hand über den Mähnenkamm und zeigte der erst fünfjährigen Stute so, dass alles in Ordnung war. Wir übersprangen eine Hecke, dann einen Sprung der aussah wie ein langes Wohnhaus und schliesslich einen Baumstamm, der vor einem Wassergraben aufgebaut war. Satine bemerkte das Wasser hinter dem Sprung wohl zu spät, sodass sie überrascht mit der Hinterhand abdrückte, als es um sie herum aufspritzte. Ich klammerte mich an den Hals und hielt so die Balance. "Very elegant Occu!", jubelte Rosie mir scherzend zu. Ich sah sie gespielt böse an und bedeutete ihr mit einer Handgeste, es besser zu machen. Flint hüpfte zwar etwas unbeholfen über den Baumstamm, erschreckte sich dann aber nicht vor dem kühlen Nass, weshalb Rosie einen triumphierenden Blick aufsetzte. Ich streckte ihr die Zunge raus und galoppierte davon, einen künstlich angelegten Hügel hinauf. Am anderen Ende gings mit einem Abwärtssprung über eine Stufe runter, bei dem sogar mir etwas mulmig wurde. Ich mochte diese Art von Sprüngen nicht sonderlich gerne, da ziemlich viel Kraft auf die vorderen Fesselgelenke wirkte. Aber Satine machte ihre Sache gut und landete leichtfüssig auf dem Rasen. Flint musste dieses Hindernis nicht überwinden; er durfte seitlich den Hang hinunter rutschen. "That sure must be good training for his stopping abilities!", lachte ich beim Anblick von Flints Rutschtechnik.
    Wir hatten eine Menge Spass, doch nach einer Dreiviertelstunde brachen wir das Training den Pferden zuliebe ab. Alle waren erschöpft und verschwitzt, sowohl Pferd als auch Reiter. Darren berichtete während dem Trockenführen stolz, dass Feline den berüchtigten "Ring" geschafft hatte; ein Sprung, der aufgebaut war wie ein massiver Holzring mit imposanten Verzierungen, durch den man hindurchspringen musste. Ich lobte ihn und natürlich Feline, die mal wieder alles gegeben hatte. "How was Fajir?", fragte ich anschliessend den Zwillingsbruder David. "Ahh he was nice. We had an argument at the coffin, but thanks to Jonas I was able to get him across. By the way, Artemis was doing great, too." Ich nickte anerkennend und sah nun fragend zu Lisa. Sie grinste und meinte: "Was erwartest du? Natürlich hatte ich alles im Griff und Dancer ist über die Sprünge getanzt!" Ich lächelte schief und lobte Dancer, der eigentlich ein Dressurpferd war, aber trotzdem besser sprang als so mancher Möchtegern-Hunter. Wir verluden die Pferde und fuhren nach Hause, wo wir fast alle nochmal abduschten und dann zum Trocknen auf die Weide entliessen.
    31 Juli 2016


    Kür

    Auf die heutige Körung freute ich mich ganz besonders. Ich wollte endlich meinem Knabstrupperhengst Circus Dancer die Chance geben, sich zu beweisen. Dabei war ich fest davon überzeugt, dass er die Anforderungen für einen Zuchthengst locker erfüllte. Er war ein sehr Rassetypischer, korrekter und ausgezeichnet bemuskelter Knabstrupper. Schliesslich lief er ja auch schon hohe Dressur. Zudem war seine Farbe wunderschön und besonders, denn der weissgeborene Hengst hatte kaum Punkte. Ich führte ihn zum Teerplatz und grüsste die Richter. Dann trabte ich ihn auf beide Seiten vor. Anschliessend zeigte ich auch seinen Schritt auf beide Seiten und stellte ihn gerade hin, damit die Richter ihn anständig beurteilen konnten. Zum Schluss brachte ich ihn in die Halle, wo er auf einer abgezäunten Acht galoppieren musste. Er machte seine Sache ausgezeichnet und zeigte all sein Potential. Zufrieden fing ich ihn am Ende wieder ein und gab ihm zur Belohnung eine Karotte.
    966 Zeichen mit Leerzeichen, geprüft mit Lettercount.com, Text by Occulta



    [​IMG]
     
  3. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Svejn Àlfarsson

    mit

    Thjalfe van de Jötunheimr


    [​IMG]


    Abstammung

    v. Big John
    v. Black Darkness a.d. Tigra

    a.d. Unbekannt

    ________________________________________________

    Exterieur

    Rasse Shire x Warmblut
    Geschlecht Hengst
    Geburtsjahr 2010
    Stockmaß 165 m
    Deckhaar Brauner
    Gencode:
    ________________________________________________

    Charakter &. Beschreibung
    ruhig, gelassen, wenig hengstig
    Thjalfe bringt so schnell nichts aus der Ruhe, der große Bursche hat ein großes Herz. Von Fohlen an hat der Braune viel Liebe genossen, die er auch gern verteilt - Haare haben es ihm besonders angetan. Willig ist er bereit seinem Reiter alles Recht zu machen, zeigt selten einen sturen Geist. Entgegen der Erwartung ist er neben seiner Gelassenheit aber nicht träge. Einen Vollblüter lässt er vielleicht nicht alt aussehen, aber lauffreudig ist der Hengst allemal. Bisher hat er eher eine rein Freizeit orientierte Ausbildung genossen, kennt aber trotzdem feine Hilfen. Thjalfe war bevor er zu Svejn kam ein Pferd auf dem Mittelaltermarkt, feuer, klappernde Rüstungen, Autos und schreiende Kinder waren sein Alltag.


    Herdenverhalten
    Dominant ist er zwar nicht unbedingt, in der dreier Gruppe ist er sogar als rangniedrigste. Nur sein Futter verteidigt er die anderen. Bucks gibt er einen guten Halt, ersetzt ihm sozusagen die Augen, die beiden kleben ziemlich aneinander.

    Weitere Infos
    Verladefromm
    TA | artig
    HS | artig
    Ekzemer

    ________________________________________________

    Zuchtinfos

    Gekrönt/Gekört Ja [] Nein [x]

    Nachkommen

    Besitzer Ravenna
    VKR Sweetvelvetrose
    Verkäuflich Ja [] Nein [x]
    ________________________________________________

    Erfolge &. Qualifikationen

    3. Platz 243. Distanzturnier
    [​IMG]

    [​IMG]
    RS 56

    Western [x] Englisch [x]

    Eignung:
    Fahren | Dressur | Distanz

    Springen L
    Military E
    Dressur A
    Distanz A
    Western E
    Fahren E


    Trainingsstand:
    am Boden gearbeitet ab 2012
    anlongiert seit 2013
    Eingeritten seit 2014
    Eingefahren seit 2016

    für Anfänger geeignet
    Gelände sicher
    Tjostpferd

    Zirzensik
    ________________________________________________


    |PNG|


    [​IMG]Tausend Sterne am Himmel

    „Meinst du Rising Star könnte gegen Ende der Woche zusammen mit Croatoan, Classic Gold, Classic Spring, Calorro und Riverside mit rüber fliegen? Also Calorro nur wenn Rising Star auch mit rüber fliegt“, fragte mich Smetti und ich schaute ihn nur nachdenklich an. „So an sich eigentlich schon. Nur würde ich den beiden dann heute noch die Hufe machen, wenn es geht. Riverside bräuchte auch neue Aluminiumeisen.“ „Ich habe hier immer so viel zu tun mit deinen Pferden. Kannst du denen nicht selber die Hufe machen?“ „Also langsam nervt mich deine Maulerei. Ich muss die Pferde trainieren die heute auf dem Plan stehen: Candypie, Balerinë, Silberstern, Attentivenly, Meister Propper, Born to Die und Itaque. Von den Fohlen ganz zu schweigen! Ich denke ich hab da einiges mehr zu tun als du!“ Ich hasste es mit ihm zu streiten, aber er musste einsehen, dass ich ebenfalls viel zu tun hatte und ob ich jetzt drei Pferden die Hufe mache oder gut 10 zu versorgen und trainieren habe ist dabei aber ein ganz großer Unterschied. „Ist okey, ich mach als erstes Risa und Calorro…“, grummelte er wütend und ging in die Küche. Unsere Möbel blieben allesamt hier und würden für einen Nachmieter da sein. Er machte sich einen Kaffee zum Mitnehmen und verließ dann mit einem lauten Knall die Tür. „Penner“, murmelte ich und zog mich rasch um. Wir hatten gerade mal 9 Uhr und so fing der Tag schon an. Der Stress tat uns beiden nicht gut. Das konnte noch was werden...

    Ich nahm mir als erstes Balerinë zu Herzen, denn sie war noch immer sehr übermütig im Handling. Die Rappstute neben mir ging schnellen Schrittes fast vor mir und ich musste sie immer wieder rückwärtsrichten. Irgendwann würde sie es schon lernen. Immerhin blieb sie beim Putzen stiller als all meine anderen Pferde. So beruhigte sie mich auch gleich damit. Heute wollte ich sie nur ein wenig in den Grundgangarten in verschiedenen Bahnfiguren reiten, da sie etwas schwieriger wurde, sobald bei ihr die Rosse einsetzte. Und das war gerade der Fall. „Na komm schon“, murmelte ich und gab ein wenig mehr Druck auf die Zügel, da sie sich gerade quer stellte. Nach mehr maligen ziehen konnte ich sie dann doch überreden mir in die Halle zu folgen in der sich gerade Nicolaus, unser Trainer, mit Meister Propper ein wenig Warm ritt. Mich wunderte es nicht, dass Bali sich da nicht rein begeben wollte. Aber wenigstens im Schritt musste sie ein wenig durchhalten. Ich gurtete kurz nach und schon wurden Meister Propper die Ohren angelegt und gedroht was das Zeug hielt. „Hör jetzt auf!“, motzte ich Bali an und war kurz davor ihr eine zu donnern. Nico behielt den Fellponyhengst vorsichtshalber nur auf dem Oberen Zirkel, damit ich sie auf dem unteren Zirkel ein wenig warm reiten konnte. Als ich richtig mit der Arbeit anfangen wollte, verließ Nico die Halle vorsichtig. Nun hatten wir die Halle wieder ganz für uns alleine, bis Smetti bei uns rein schlich und mich zum Halleneingang bat. „Könntest du vielleicht Riverside und den anderen selbst die Hufe machen? Ich habe gerade einen Auftrag hier in Canada bekommen und müsste wohl heute dorthin für Zwei Hengste. Würde uns ja auch wieder Geld reinbringen in die Kasse.“ Während er sich weiter rechtfertigte oder es zumindest versuchte hatte ich meine Entscheidung schon längst fest beschlossen. „Fahr hin“, lautete meine kurze Antwort und er sah mich nur etwas verwirrt an. „O-ok“, brachte er vorsichtig raus und nahm meine Entscheidung lieber hin als diese zu hinterfragen bevor ich mich doch um entschied. „Ich pack dann gerade die Sachen und hoffe, dass ich bis morgen früh wieder da bin und dir dann bei allem helfen kann“, sagte er mir und gab mir einen Kuss, den ich ein wenig genoss auch wenn wir uns gerade erst gestritten hatten. „Bis dann, mein Großer.“ Während ich versuchte Balerinë die Schlangenlinien schmackhaft zu machen, füllte Smetti alle möglichen Vorräte des Trucks auf und machte sich dann auf den Weg zu seinem neuen Kunden Svejn. Die Fahrt alleine schon dauerte ein paar Stunden bis er überhaupt die Gips Reminder Ranch erreicht hatte und machte sich dann auf die Suche nach dem Besitzer und seinen Pferden. Die Ranch war mehr als riesig und beherbergte viele Reit und Zuchtpferde. Die Suche nach seinem Kunden erleichterte es aber definitiv nicht. Smetti wusste weder wie er noch wie seine Pferde aussahen und zum anderen auch gar nicht wo diese standen um dort auf ihn zu warten. Bis dann ein Mann mittleren Alters in einem Rolator angefahren kam. Seine schwarzen Haare waren zu einem Zopf gebunden und die Seiten waren rasiert, ähnlich kurz wie meine, nur, dass ich einen Undercut besaß. „Sie müssen der Hufschmied sein“, sagte er etwas grimmig dreinschauende Mann und bei genauerem beobachten sah ich das der Mann eine Schiene am rechten Schienbein trug und wohl nicht auftreten konnte. Gekleidet war er ganz in Schwarz und würde Rachel ihm wohl in der Nacht begegnen hätte sie wohl eine Heidenangst gehabt. Aber das hatte sie ja öfter. „Ich bringe sie dann gerade zu meinen zwei Hengsten“, grummelte er und Smetti fühlte sich nicht gerade wohl, da er Svejn nicht einschätzen konnte. „Bekommt Verena nicht auch ein Pferd von ihnen wieder?“, fragte er den jungen Mann und schaute ihn neugierig an. „Ja, woher wissen sie davon? Der Anhänger ist auch schon mit dem Pferd geladen auf dem Hof. Ich hatte Verena vorhin Bescheid gegeben, dass sie sie ausladen soll. Das Pferd hasst mich. Die einzige, die sie irgendwie von Weide zum Stall bringen konnte war Rachel und das auch nur, weil sie konsequenter ist und sich nicht unterbuttern lässt von ihren Pferden…“, sprudelte es nur so aus Smetti heraus. Svejn grinste nur und schmunzelte. „Dann habe ich ja richtige Schätze.“

    Ich hatte mich bereits mit Balerinë auseinandergesetzt und sie auf die Weide zu Acacia, Born to Die und Croatoan gestellt um mich dann um Silberstern zu kümmern, welchen ich heute ein wenig ausritt. Er machte sich super unterm Sattel, sehr gelehrig und auch sonst zeigte er sich super kooperativ. Abby ritt zurzeit Candypie auf der Bahn und versuchte die Runde immer schneller zu absolvieren.

    Smetti hatte sich in der Zeit schon mit Smaug beschäftigt und ihm seine Hufe gekürzt. Smaug war währenddessen ganz ruhig geblieben und schaute nur hier und da mal zu dem Hufschmied herunter. Auch beim Feilen am Ende schaute der Hengst wissbegierig dabei zu wie ihm die Hufe gefeilt wurde, ähnlich einer Pediküre beim Menschen. Der zweite Hengst war Thjalfe, ein komischer Mix aus Warmblut und Shire horse, dass Smetti so noch nicht gesehen hatte, wobei er einen Weideunfall vermutete. Auch er war so gelassen wie Croatoan, zumindest waren sie von der Gelassenheit sehr vergleichbar. Auch seine Hufe waren gut in Form, nur beschlich Smetti ein unangenehmer Verdacht einer schleichenden Strahlfäule und beim Kürzen der Hufe fiel es ihm immer mehr auf. Er machte die Hufe rasch fertig und lief zum Auto um eine Salbe gegen Strahlfäule zu holen. Diese sollte Svejn 2x täglich auf die Hufe schmieren, dann sollte das wieder im Griff sein. „Ich stelle ihnen die Rechnung aus und mache mich gerade auf die Suche nach Verena.“ Svejn nickte und warf einen Blick auf die Rechnung, welche Smetti ihm ausgestellt hatte. Während Smetti nun Verena suchte, brachte ich Silberstern in die Box und rief kurz bei Smetti an. Es klingelte eine Weile bis er dranging und auch unsere Unterhaltung fiel eher kühl aus. Er hatte Raised from Hell mitgenommen um sie dort abzusetzen und Wolfs Bane nach dem Einreiten wieder mitzubringen. Ich wusste auch nicht was er dort so lange tat. Klar waren die Hin- und Rückfahrt ziemlich lang, dennoch wusste ich irgendwoher, das alles länger dauern würde als gedacht. Ich schnappte mir nun Rising Star um ihr die Hufe zu feilen und auch ihren Sohn Calorro würde ich die Hufe kurz kontrollieren. „Hey Verena, hast du Raised from Hell ausgeladen bekommen?“, fragte Smetti die Ranchleitung und sie nickte. „Na klar, anstrengend ist sie aber immer noch. Ich hätte da noch ein paar Verkaufspferde, wenn du magst kannst du sie dir mal anschauen.“ „Klar, warum nicht“, zuckte er mit den Schultern und folgte der bekannten Züchterin. Sie hatten viele Pferde zu verkaufen und in den Stallungen waren einige Hübsche Tiere dabei. Darunter auch Dynur, welcher vor kurzem erst unseren Hof verlassen hatte und ein Schimmelscheckhengst, welche mit neugierigen Augen zu Smetti sah und seine Ohren aufmerksam nach vorne richtete. „Wer ist denn der Hübsche da?“, dachte er laut und las genauso laut auch den Namen des Schildes aus. „Ist der wirklich so wie sein Name vermuten lässt?“, fragte er vorsichtig und richtete seinen Blick auf die Gestütsleitung. „Nein, er ist ein ganz lieber. Den kann man auch mit anderen Hengsten auf die Weide stellen. Unterm Sattel ist er auch ein Schatz.“ „Hmm.“ Und weiter ging der Weg durch die riesige Stallung und er sah viele verschiedene und auch tolle und erfolgreiche Pferde, welche nun einen neuen Besitzer suchten, doch der Sympathy fort he Devil ging ihm nicht mehr aus dem Kopf. „Sag an, was willst du für den Guten von eben?“, fragte er gerade heraus. „9000“, sagte sie direkt und er schluckte. „Sagen wir 8000 und ich mache zwei deiner Pferde die Hufe. Heute noch!“, feilschte er und sie stimmte ein. Rachel würde es nicht wirklich gefallen das Smetti Geld ausgeben würde, aber er passte so gut zu ihm. „Ich bring dich dann zu den zwei Hengsten, die die Hufe gemacht brauchen. Wobei… du brauchst sicher die Aluminium-Hufeisen. Ich bring sie besser zu deinem Wagen. Dann hast du ja alles dort“ „So geht’s auch“, lächelte er und machte sich auf den Weg zu seinem Wagen. Erneut rief ich Smetti an um zu sehen wo er blieb und ob er schon losgefahren sei, doch er erzählte mir nur was von ich solle ihm nicht böse sein und von wegen, dass ich nicht allzu lange wach bleiben sollte. Langsam machte er mir ein paar Sorgen und ich wusste nicht wohin uns das führen sollte oder auch würde. Immerhin konnte ich mich jetzt auf Attentivenly einlassen, da sie bald wohl auch auf einer Körung ihr Können und auch ihr Temperament zeigen und heute gab mir Nico eine Stunde auf ihr, damit ich sie ein wenig besser arbeiten konnte und so auf die Körung vorbereiten konnte. Sie machte sich zwar super unterm Sattel, konnte aber die Hölle am Boden sein mit ihrer Aufmerksamkeitssuchenden Art. Doch daran sollte es nicht liegen, ich fragte mich nur wann mein Freund seinen Weg nach Hause finden würde…

    „Das ist Drama Baby, der ist noch neu hier. Ich hoffe er stellt sich gut an.“ Der junge Hufschmied nickte nur und sah sich die Hufe des Vollblüters an. Sie waren eigentlich ganz in Ordnung, nur etwas aus der Form. So schnitt er nur sehr vorsichtig die Hufe aus und raspelte sie dann um sie in die Form zu bringen. Auch beim feilen gab er sich wie bei jedem Mal Mühe und lobte den Vollblüter neben sich. Dann schaute er welche Aluminium-Eisen ihm passten und nagelte diese ebenso vorsichtig an. Beim Vortraben ergab sich keine Taktverschiebung und so sahnte das Pferd ein Leckerli ab und mir wurde der nächste und zum Glück auch letzte gebracht. Er hatte den Namen ‚Turf Runner‘ und war ein interessanter Brauner und Smetti vermutete ein Splash-Gen. Auch seine Hufe sahen ihn Ordnung aus, waren auch super in Form, sodass er nur Raspelte und feilte. Turf Runner schaute ihn nur aufmerksam an, als er auch ihm die Aluminium Hufeisen anbrachte. Die leichten Hufeisen waren nicht gerade die einfachsten wenn es darum ging sie anzubringen, doch bis jetzt hatten wir immer Glück gehabt. „So der Gute ist dann auch fertig“, lächelte er mit einem breiten Grinsen und nahm einen Batzen Geld aus der Hosentasche. „Ich habe vorhin noch einmal nachgezählt. Sind genau 8000.“ „Alles klar, wir machen gerade die Unterlagen und dann verladen wir deinen Hengst für den Nachhauseweg.“


    [​IMG]
    Routinekontrolle
    2070 Zeichen | Eddi
    "Klaro, jederzeit zu allem bereit", sagte ich grinsend und verabschiedete mich dann, ehe ich auflegte. Spontan kam ein Anruf in die Praxis, es war Svejn gewesen, welcher demnächst mit seinem großen Kaltbluthengst an einer Körung teilnehmen wollte. Wenn ich es richtig in Erinnerung hatte, saß er momentan eigentlich im Rollstuhl fest, aber ich schwieg, denn als Tierärztin war er definitiv nicht mein Patient.
    Den wiederum traf ich dann auf der Gips Reminder Ranch. Dort wurde ich von dem jungen Bellamy in Empfang genommen. "Äh, Svejn hat gerade viel zu tun", murmelte er knapp und ich nickte nur grinsend. Durchaus wäre mir Svejn keine große Hilfe gewesen, denn der Hengst namens Thjalfe van de Jötunheimr musste zum einen vorgeführt als auch festgehalten werden.
    Das übernahm nun Bellamy und da Thjalfe sowieso die Ruhe in Pferd war, ging das sehr gut, wenn auch recht gemächlich. Schritt und Trab waren taktklar und wiesen keine Verspannungen auf. Also machte ich weiter mit dem Blick in die Ohren, Augen und ins Maul. Auch dort war alles in Ordnung, so dass ich kurz die Lymphknoten abtastete und dann Herz und Lunge abhörte.
    Abschließend kontrollierte ich noch die Körpertemperatur und tastete Wirbelsäule und Beine ab. Alles war bestens und wie es schien, hatte Svejn das Ekzem seines Hengstes auch gut in den Griff bekommen. Dementsprechend war Thjalfe rundum fit und fast bereit zur Körung. Er bekam noch die Impfungen gegen Influenza und Herpes, welche auf jedem Wettbewerb Pflicht waren, und wurde im gleichen Zug auch noch einmal entwurmt.
    Da der Offenstall aber sehr sauber gehalten wurde und auch sonst den Pferden alles bot, bezweifelte ich, dass es da Probleme gab. Stattdessen war Thjalfe nun schon fertig und durfte wieder zurück auf die Weide, während ich fix seinen Impfpass erneuerte und dann noch das Gesundheitszertifikat für die Körung ausfüllte. Kurz überlegte ich, gab dann aber beides an Bellamy zurück, er würde schon wissen wohin damit. Dann verabschiedete ich mich auch schon und machte mich bei der herrlichen Hitze wieder auf den Heimweg.


    [​IMG]
    Thjalfe Dressur E → A - Eine Begegung der dritten Art
    7258 Zeichen | © BellaS
    „Klar Mio, kann ich machen.“ Schnell kramte ich ein Schmierblatt unter dem Kram auf meinem Schreibtisch hervor und notierte mir alle angaben, die ich von meiner Kollegin erhielt. „Gips Reminder Ranch? Verena hat doch keine Kaltblüter!“, unterbrach ich Mio mitten in ihren Ausführungen. „Nicht Verena? Wer dann? Ah. Echt?“ Verena hatte einen Freund, der ein Kaltblut besaß. Gut zu wissen und seltsam, dass ich das noch nicht mitbekommen hatte, so oft wie ich bei ihr auf dem Hof herumlungerte um ihre Pferde zu trainieren. Egal, ich würde ihn ja kennen lernen. „Ich hoffe er weiß, dass ich dich vertrete, sonst sagst du ihm besser bescheid. Wenn ich da ankomme und er weiß nichts von der Vertretung…..“ Ich ließ die scherzhafte Drohung offen im Raum stehen und verabschiedete mich von meiner Kollegin, ehemaligen Auszubildenden und inzwischen guten Freundin. Also ein Kaltblutmix mit einem nordisch klingendem Namen. Thjalfe van de Jötunheimr. Ein richtig schöner Name, der eine Seite in mir zum klingen brachte. Er erinnerte mich total an Sarah, eine verstorbene Freundin und ebenfalls Züchterin. Sie hatte nordische Namen geliebt, aber da auch der Name des Besitzers nordisch klang, hatten sie mit Sicherheit nichts miteinander zu tun. Svejn Álfarsson. Wo Verena den Kerl wo aufgegabelt hatte? Nun ja, er schien ihn zumindest besser zu bekommen als Caleb – aber das war eine andere Geschichte.
    Mit routinierten Handgriffen packte ich mir einen Koffer zusammen, organisierte Flug und ein Auto und ließ mich ins Bett fallen. Robin war noch draußen und würde mit Sicherheit erst später ins Bett gehen, doch ich musste morgen früh raus. Von Rømø war es eben ein gutes Stück bis zum Flughafen.
    Ich lag noch länger wach und dachte nach. Insbesondere über diesen mysteriösen Svejn. Schließlich nahm ich das Handy vom Nachttisch und googelte ihn. Kein Facebook, keine sonstigen sozialen Netzwerke – aber eine Webseite eines schottischen Museums und ein altbekannter Artikel. Volltreffer! Er hatte also doch mit Sarah Kyren zu tun. Neugierig las ich ihn durch und musste schlucken. Jetzt war mir klar, wie er Verena kennen gelernt hatte. Gleichzeitig makaber und irgendwie schön. „Oh Mann Bella, hast du gerade ernsthaft einen Kunden gegoogelt?! Schäm‘ dich!“ Schnell schaltete ich das Handy ab und obwohl mein Rätsel jetzt gelöst war, lag ich noch so lange grübelnd wach, bis Robin sich zu mir gesellte.

    Ich hasste es zu fliegen. Alle daran. Das warten, den Start, das Essen, die Zeit in der Luft, die Landung und den Gedanken im Hinterkopf, dass man gerade wieder fleißig zum Klimawandel beitrug. Ich hasste es, obwohl ich in meinem Job irgendwie ständig durch die Welt jettete. Egal, ich atmete tief durch, verdrängte mein schlechtes Gewissen und machte mich auf den Weg zu dem altbekannten Hof, der wohl bald mein zweites zu Hause werden würde. Zwar war ich nicht mehr so oft hier seit Skrudi bei mir stand, doch es reichte allemal um mich gut auszukennen und allgemein bekannt zu sein. Dementsprechend schnell fand ich Svejns Offenstall und den schicken Kaltbluthengst, dem ich mich in den nächsten Tagen widmen würde. Dressur auf A war nie ein besonderer Aufwand, da eigentlich sämtliche Lektionen zur Grundausbildung eines Pferdes gehörten und in der täglichen Arbeit verwendet wurden – das war zumindest bei mir Standard. Wie weit Thjalfe tatsächlich war, würde ich schlicht noch herausfinden müssen. Ich stand etwas unschlüssig am Zaun, als mich eine stimme von hinten herumfahren ließ. „Wer sind sie und was machen sie hier?“ Als ich herumwirbelte, erblickte ich einen recht kleinen, aber kräftigen Mann. Er schaute nicht unfreundlich, nur etwas verwundert. Mein Blick blieb an seiner Frisur hängen. Ein langer Zopf am Hinterkopf. Lange Haare bei Männern waren für mich nichts besonderes. Mein Freund trug seine selber schulterlang, doch das alles, mit Ausnahme einem kappenartigen Schopf an dem der Zopf hing, rasiert war, fand ich ungewöhnlich. „Bella, du starrst!“, ermahnte mich eine freundliche, kleine Stimme in meinem Hinterkopf. Schnell löste ich meine Augen von der Frisur und sammelte mich. „Annabell Schmiedemann. Ich sollte….“ „Ach so, Bella. Sorry.“ „Äh ja.“ Ich war etwas überrumpelt.
    Die anfängliche Unsicherheit schwand schnell. Noch am selben Nachmittag saß ich das erste Mal auf dem großen Shiremix. Thjalfe entpuppte sich als wunderbares Pferd. Ein echtes Herzchen. Anfänglich erinnerte er mich stark an mein Plüschie. Ich besaß selbst eine Shirestute, die ihren Spitznamen ihrer Haarpracht zu verdanken hatte – doch im Gegensatz zu diesem Hengst war sie schreiend faul. Ein großer, freundlicher, lauffreudiger Hengst. Super Voraussetzungen zum arbeiten.
    Als ich beim ersten Dressurtraining am nächsten Tag auch noch feststellte, wie fein er geritten war, hatte ich mein Herz völlig an dieses Tier verloren. Die Arbeit mit ihm machte unglaublich viel Spaß, auch wenn er noch lange nicht so viel konnte wie andere Freizeitpferde, die ich auf A trainiert hatte. Einige Lektionen, insbesondere Schenkelweichen und Rückwärtsrichten, sowie das Reiten mit überstrichenem Zügel beherrschte er mit Bravour. Einige elementare Bahnfiguren dagegen kannte er überhaupt nicht. Ziemlich untypisch. Normalerweise war es eher andersherum. Warum wohl? Ich verdrängte die Frage für den Moment und konzentrierte mich auf die chlangenlinien, die ich gerade ritt. Ständiges Umstellen gefiel Thjalfe nicht besonders. Keine gute Voraussetzung, wenn man höher in die Dressur wollte. Spätestens bei fliegenden Galoppwechseln wäre wahrscheinlich jeder Reiter mit diesem Pferd verzweifelt.
    Am Abend kläre sich auch die untypische Begabung. Der Hengst war früher auf einem Mittelaltermarkt als Showpferd Turniere gegangen – das erkläre einiges. Mit einem Reiter in kompletter Rüstung war ständiges Richtungswechseln auch nicht möglich. Er hatte es schlicht nie machen müssen und hatte nur halb verstanden, was ich von ihm wollte. Auch die hervorragende Reaktion am überstrichenen Zügel ließ sich so erklären. Wenn ein Reiter mit Schild und Lanze hantierte, blieb keine Hand für die Zügel frei. Als Svejn dann erzählte, dass er auch schon vom Pferd aus Bogenschießen ausprobiert hatte, wurde ich richtig neidisch und beschloss spontan, dass ich Mayalie ebenfalls auf diese mittelalterlichen Spiele trainieren würde. Nach drei Tagen auf der Ranch komplettierte ich das Training. Der Hengst kannte nun vernünftige Bahnfiguren. Lief alle Grundgangarten in ordentlichem Mitteltempo und kannte die benötigten Lektionen – auch wenn das nicht mein Verdienst war. Wie immer viel es schwer wieder aufzubrechen. Auch wenn mich zu Hause meine eigenen Pferde, meine beste Freundin und mein Freund erwarteten. Ich bereute es keine Sekunde, dass ich Mio vertreten hatte. Ich hatte ein paar wirklich schöne Trainingstage hier verbracht und einige interessante Inspirationen mitgenommen. Beim Abschied versprach ich lachend, dass ich Svejn ein paar Fotos von Mayalie und unserem geplanten Training zukommen lassen würde. Zwar wusste ich noch nicht wie ich es anstellen würde ihr die mittelalterlichen Spiele beizubringen, aber Spaß würden wir sicherlich haben. Außerdem hatte ich mal wieder ein Pferd erfolgreich trainiert. Immer ein schönes Gefühl, mit dem man nach Hause fahren konnte.
    Springen E auf A
    Besuch auf der GRR
    "Fiona was machst du?", für diesen schönen deutschen Satz könnte ich meine Tante umarmen, da sie in der Zeit in der ich wieder in Idaho lebte anfing deutsch zu lernen. "Ich packe meine Tasche und werde wie Petyr wieder als Trainer tätig!", verkündigte ich freudestrahlend. Luce grinste und nahm mich in den Arm, es war schon eine halbe Ewigkeit vergangen seit dem meine Eltern gestorben und ich vom Pferd gestürzt war. Mein lieber Cousin Petyr hatte sich vor einiger Zeit mit seinem besten Freund Malte in Norwegen selbstständig als Trainer gemacht und mich motiviert wieder mit dem Pferdetraining anzufangen. Meine Tasche war gepackt und ich verabschiedete mich von Pallton, den anderen Pferden, Finley (mein kleiner Aussie Welpe) und von Willow (dem Aussie meiner Tante, der sich aber mittlerweile Meiner angenommen hatte) und stieg zu Scott ins Auto. Scott startete den Land Rover und wir tuckerten zum Flughafen, an dem er mich absetzte. Der Flug bis nach Kanada dauerte knappe zwei Stunden, ehe Rena mich vom Flughafen abholte und zur Ranch fuhr. Sie hatte mich wie schon beim Horse & Dog Trail Kurs herzlich begrüßt und ich freute mich ebenfalls wieder hier zu sein. Auch wenn es nur Besuch wie jeder andere hier auf der GRR war, freute ich mich wie ein Kleinkind Gipsy wieder zu sehen, allerdings sollte ich nicht ihn trainieren, sondern Thjalfe den Hunter Hengst im Springen etwas weiter bringen. Der braune Ekzemer - Hengst gehörte Svejn, dem Freund von Rena und der auf der Ranch wohnte. Im Moment war er verhindert selber zu reiten, da er seit einem Unfall in einem 'elektrischen Rollator' saß und auf der Ranch rumkurvte. Doch als wir auf der Ranch ankamen, war vieles verändert seit dem ich hier mit Pallaton war. Überall standen wunderschöne Vollblüter, aber es waren nur noch wenig Westernpferde hier, was mich ziemlich stutzig machte. "Rena was ist denn hier passiert?", fragte ich sie verwundert. Nach einem tiefen Seufzer begann sie zu erzählen, dass sie ihr Trainingskonzept geändert hatte und sie nur noch ein paar Westernpferde behalten würde. Auch würde es bald nicht mehr Gips Reminder Ranch, sondern O'Connor Racing Stable heißen. Verdattert schaute ich sie mit weit geöffneten Augen an und musste erst einmal schlucken. Ich brachte nur ein gehauchtes 'okay' hervor. Mit einem Handzeichen bedeutete Rena mir ihr zu folgen. Langsam setzte ich mich in Bewegung und folgte ihr. Ein Mann im Rollator in schwarzer Kleidung tauchte vor mir auf und gab mir unbegeistert die Hand. "Hey ich bin Svejn." Das war auch schon alles was er sagte. Zu dritt liefen (fuhren) wir zum Stall und er zeigte mir den braunen Hengst, mit dem ich arbeiten würde. Vorsichtig tätschelte ich ihm die Nüstern und strich ihm über die Stirn. "Wir sehen uns dann nachher!", erzählte ich Thjalfe und verschwand zusammen mit Svejn und Rena im Wohnhaus. Aliena hatte wie schon beim Kurs hier auf der GRR wieder gekocht und gab mir freundlich einen Teller mit Spaghetti Bolognese. Auch Octavia war da (logischer Weise, denn sie wohnte und arbeitete hier). Caleb und alle anderen versammelten sich am Tisch. "Du bist also Fiona, die letztens extra noch einen Tag länger hier geblieben war um Gipsy noch einmal zu sehen?", feixte Caleb. In diesem Moment warf Rena ihm einen bösen Blick zu und die kurzzeitige Anspannung zwischen den Beiden war deutlich zu spüren. Nach dem Essen kam Caleb kurz zu mir und entschuldigte sich kleinlaut. "Schon okay.", erwiderte ich und ging zusammen mit Verena in den Stall, da wir wieder einen kleinen Ausritt geplant hatten. Gewohnt machte Rena Bella fertig und ich kümmerte mich um Gipsy. Irgendwie hatte ich mich ja ein bisschen in den Kleinen verschossen, was Rena aber lustig fand. Es war mir eine Ehre einen ihrer Lieblinge zu reiten. Also fertig für den Ausritt führte wir die Pferde nach draußen und stiegen auf. Mittlerweile hatte ich mich auch daran gewöhnt bei Gipsy vorsichtig im Maul zu sein. Die Sonne schien und die Temperatur war angenehm, was für ein schöner Tag! Während wir durch die Wälder strichen, erzählte mir Rena auch von den Pferden die sie verkaufte und fragte mich ob ich eventuell Interesse an einem hätte. Nach einer kurzen Grübelpause, beschloss ich mir zusammen mit Verena die Pferde anzuschauen. "Naa Lust auf ein Mini-Rennen bis zu dem großen Baum dahinten? Jetzt wo du dich sowieso auf Rennpferde spezialisierst, können doch auch deine Quarter-Mile-Pferde zeigen was sie können.", sagte ich ich zu Rena lachend, als sie sich augenblicklich an einem Baum platzierte. Grinsend reihte ich mich neben ihr mir Gipsy ein und zählte laut "Eins...Zwei...Drei...LOS!" Gemeinsam schossen wir los und trieben die Pferde zu Höchstgeschwindigkeit an. Im leichten Sitz und lockeren Zügeln galoppierten Gipsy und ich geradewegs an Bella und Rena vorbei. Voller Vorfreude auf den Sieg hatte ich gar nicht mitbekommen, dass Rena sich mit Absicht zurückfallen lassen hatte, weshalb sie jetzt im gestreckten Galopp an uns vorbeizischte. Am Ziel angekommen lachte sie mich aus und freute sich über meinen verwirrten Gesichtsausdruck. Gemütlich im Schritt ritten wir zurück auf die Ranch und brachten die Pferde nach dem kontrollieren der Hufe auf die Weide und schauten uns nun im Verkaufsstall um. So viele tolle Pferde wie sollte man sich da denn für eines entscheiden? "Also ich denke mal, dass dir Chapter 24 gefallen könnte.", erwiderte sie auf meinen ratlosen Ausdruck. Ich nickte und folgte ihr zu einer Box aus der mich ein hübscher Rappschecke anschaute. Begeistert klopfte ich ihm den Hals und ging in die Box. Ich konnte Rena ansehen, dass sie sich freute mir das anscheinend richtige Pferd gezeigt zu haben. Zu einem Probereiten sagte ich nicht nein und begann mich mit dem schönen Hengst vertraut zu machen. "Ich hab noch zu tun Fiona, du kommst hier doch alleine klar oder? Wenn nicht wende dich an einen hier du kennst ja eigentlich alle. Ich hab noch zu tun bis später ich komm dann mal gucken.", erklärte Rena und ging aus dem Stall. Freudestrahlend machte ich Chapter fertig und führte ihn gesattelt auf den Platz und schwang mich auf seinen Rücken. "So Junge was machen wir beide denn jetzt?", fragte ich den schönen Hengst der nur die Ohren in meine Richtung gedreht hatte. Ratlos trieb ich Chapter in Richtung Hufschlag und überlegte was ich mit ihm tun könnte. Um sich erstmal an einander zu gewöhnen ritten wir in allen Gangarten auf dem Platz und auch die Hilfengebung funktionierte einwandfrei. Während wir uns an die Seitwärtsgänge trauten lehnte Rena sich an den Zaun und schaute uns zu. "Hey guckt mal da liegen ein paar Stangen, reitet doch mal darüber, du kennst es ja vom Kurs letzte Woche.", schlug Sie vor. Begeistert ritten wir zu den sechs Stangen die kreisförmig angeordnet waren. Zu erst im Walk und dann im Trott ritten wir hinüber und ich hatte mich mittlerweile schon in den Schecken verliebt und die Entscheidung stand fest, Chapter würde mit nach Idaho kommen. Nach dem gelungenen Proberitt putzte ich Chapter erneut und brachte ihn wieder in seine Box ehe ich Rena aufsuchte. "Ach da bist du ja. Und wie wars, gefällt er dir?", fragte sie mit einem übertrieben freundlichen Lächeln, welches mich zum Lachen brachte. "Es war toll, er ist echt ein super Kerl und würde super zu Pallaton passen! Allerdings wäre es mir lieb wenn er gelegt werden dürfte. Und wie viel soll er denn kosten?", erwiderte ich . Sie stimmte zu, dass Chapter wie Gipsy ein Wallach werden dürfte und sagte mir freundlich "Du kannst ihn für eine kleine Schutzgebühr und einen Gefallen haben." Verblüfft nahm ich sie in den Arm und fragte sie nach dem 'Gefallen', der sich als Training für Gipsy und Candy herausstellte, was mir natürlich zu sagte und ich gleich den nächsten Besuch hier auf der Ranch buchte. Am Nachmittag suchte ich Svejn auf und stellte ihm ein paar Fragen zu seinem Thjalfe. Der ruhige, aber dennoch lauffreudige Hunter würde sicherlich Spaß am Springen haben. "Ich würde mich dann heute noch mit ihm vertraut machen und morgen mit dem Training anfangen wenn es für dich in Ordnung geht." Der schwarzhaarige Mann stimmte zu und erzählte mir noch ein bisschen was von seinem Hengst. Gesagt getan begab ich mich wieder in den Stall und begann Thjalfe vorsichtig zu putzen, um seine Ekzemerhaut nicht unnötig zu strapazieren. Da ich ihn nur etwas laufen lassen wollte liefen wir mit Knotenhalfter und Seil zum Roundpen, in den ich mehrere Stangen platzierte. Ich hakte den Karabiner aus und schickte Thjalfe von mir weg. Gemütlich trottete er über die Stangen. Nach ein paar Übungen um Vertrauen aufzubauen, trieb ich ihn an und er trabte lauffreudig und ruhig schnaubend über die am Boden liegenden Stangen. Als er auf Kommando zum stehen kam lobte ich ihn ausgiebig und ließ ihn die Richtung wechseln und galoppierte ihn an. Das Kerlchen hatte Talent, denn er sprang wie eine Gazelle über die die Stangen und das ganz ohne Mühe. "Prima!", wisperte ich freudig. Das sollte es dann für heute auch gewesen sein, die halbe Stunde Bewegung. Also brachte ich ihn wieder in die Box half mit die restlichen Pferde zu besorgen und verkroch mich anschließend in mein Gästezimmer. "Guten Morgen!", verkündigte ich und setzte mich an den Frühstückstisch, ehe ich mich zu Thjalfe begab. Auf dem Platz hatten wir bevor ich mit dem Training anfing ein paar Sprünge mit einem Meter Höhe und neunzig cm Weite aufgebaut. Insgesamt waren es sechs Hindernisse die für die A Klasse gefordert wurden, im Gelände allerdings sieben Hindernisse. Da Svejn nichts zu tun hatte er beschlossen das Training zu begleiten. Rasch war auch der braune Hunter Hengst gesattelt und getrenst. In einer Hand befanden sich die Zügel, in der anderen meine Chaps und die Reithandschuhe. Auf dem Platz zog ich den Reißverschluss meiner Chaps zu, zog die Handschuhe an, gurtete nach und stellte die Steigbügel ein. "So Junge, lets begin!" Ich tätschelte seinen Hals und schwang mich auf seinen Rücken. Zum aufwärmen garten wir ebenfalls Cavalettis aufgestellt über die wir erst im Schritt und anschließend im Trab überritten. Thjalfe versuchte erst gar nicht irgendwelche Anstalten zu machen. Zum Schluss des Aufwärmens ritten wir enge Kurven und wechselten oft die Richtung. Bevor es nun richtig los ging streichelte ich seinen Hals und trieb den Hengst im Galopp zum ersten Hindernis. Ohne Probleme sprang Thjalfe über die Stangen, so dass man denken würde, er wäre ein professionelles Springpferd, trotz der geringen Höhe. "Prima!", lobte ich ihn und lenkte ihn gleich zum nächsten Hindernis. Es war auch kein Problem für die anderen Hindernisse zu überspringen, ich hatte sogar das Gefühl, dass es ihm Spaß machte. Nach einer guten Stunde hatten wir die sechs Hindernisse mehrmals überquert und nur eine einzige Stangen gerissen. Als ich Thjalfe im Schritt zur Ruhe kommen ließ, sprach ich mit Svejn. "Dein Kerlchen ist echt ein tolles Pferd und hat echt Talent!", verkündigte ich begeistert. "Freut mich, dass du mit ihm klar kommst ich hoffe bald selber mit ihm springen zu können.", erwiderte Svejn. Gemeinsam brachten wir Thjalfe zum Waschplatz und ich sprühte ihn ab. Es war ausreichend warm und der verschwitze Hengst hatte es sich wirklich verdient. Vorsichtig begann ich ihn an das kältere Wasser zu gewöhnen und ihn dann komplett zu duschen. Thjalfe genoss die kurze Dusche und schüttelte sich anschließend. Ich musste lachen, da er mich komplett nass gemacht hatte, was mich nicht weiter störte, also griff ich zum Schweißmesser und Handtuch und rieb den braunen ab, bis er nur noch feucht war. Wenn er trocken war dürfte er wieder auf die Weide doch zuvor stellte ich ihn in die Box, damit er trocknen konnte. Nach dem leckeren Mittag erklärte ich Svejn, der heute nach dem Training mit Rena zum Arzt gefahren war, dass er jetzt selber mit Thjalfe arbeiten könne, da der Hunter sehr viel Talent hat und nur noch den Feinschliff brauchte und Svejn das alleine konnte. Ich hätte nie gedacht das der braune Hunter so gut sein würde, also würde es leider nur ein kurzer Besuch hier auf der GRR. Da Svejn auch wieder anfing mit dem Laufen, brauchten beide nicht lange warten, bis das weitere Training beginnen konnte. Da ich hier nichts mehr zu tun hatte, entschied ich schon heute abzureisen samt Chapter. Die Koffer waren gepackt und auch Chapters Sachen wären im Anhänger, denn mein neuer Hengst wurde zum Flughafen gefahren und flog dann zusammen mit mir nach Idaho. Etwas geknickt verabschiedete ich mich von Gipsy, Svejn und den anderen ehe Rena uns zum Flughafen fuhr. Als sie uns absetzte verabschiedete sie mich mit einer Umarmung und half noch Chapter auszuladen. "Guten Flug!" war der letzte Satz bevor sie ins Auto sprang und zurück fuhr. Nach einem angenehmen Flug, holten Luce und Scott mich mit Anhänger und Land Rover vom Flughafen ab und fuhren mich und den neuen Hengst auf die Ranch. Es war mal wieder eine schöne Reise gewesen, auf der ich auch neue Erfahrungen gesammelt hatte.

    [​IMG]
    Springen A-L
    "Svejn, Himmel, jetzt hör auf den Sturkopf zu spielen!", murrte ich und boxte ihn in die Schulter. Wir saßen beidem auf dem Zaun des Reitplatzes und sahen Aaron dabei zu, wie er Thjalfe aufwärmte. Ich hatte Aaron gebeten, den Hengst ein wenig im Springen zu trainieren, da Svejn noch nicht fit genug war, um es selbst zu tun. Ich hätte das auch machen können, aber ich konnte springen- Aaron war noch dabei, es zu lernen.
    "Lass ihm die Zügel doch mal länger!", rief mein schlecht gelaunter Freund nun meinem Mitarbeiter entgegen. "Nein, halt die genau so wie gerade, nicht länger!", rief ich dann und warf Svejn einen bösen Blick zu. "Lass ihn doch mal seine Arbeit machen, kein Wunder, dass der Junge total nervös ist!", fauchte ich ihn an und sprang dann vom Zaun, ehe ich in die Mitte des Platzes ging, wo Aaron nun neben mir anhielt. "Hör bitte nicht auf Svejn, achte auf meine Anweisungen. Reite ihn jetzt mal ein paar Runden im Galopp auf dem Zirkel. Dann über die A- Sprünge auf beiden Händen und dann sehen wir mal weiter.", erklärte ich ihm und klopfte kurz Alfis Hals. Dann ging ich zurück zum Zaun und setzte mich drauf. "Was hast du ihm gesagt? Lässt er die Zügel jetzt endlich länger? Hört er auf dauernd zu treiben?" "Svejn du nervst.", sagte ich lachend. "Bin ich froh, wenn du wieder richtig arbeiten kannst.", sagte ich und winkte Aaron dann zu, damit er wusste, dass er anfangen konnte.
    Er galoppierte den Hengst an und hielt ihn eine Weile auf beiden Händen auf dem Zirkel, ehe er sich an die Hindernisse traute. Alfi war zwar etwas schwerfällig am Sprung, er schaffte es aber locker drüber. Als nun die L- Höhen dran waren, sah man, dass er sich hier wesentlich schwerer tat. "Ich glaube höher als L wird er nicht schaffen.", sagte ich zu Svejn, der die ganze Zeit auf dem Zaun hin und her rutschte, als hätte ihn eine Hummel in den Hintern gebissen. "Ja, das glaub ich auch. Oder mit einem anderen Reiter, der die Zügel länger lässt.", schnaubte er abfällig. So nervig kannte ich ihn gar nicht, aber sein Verhalten war in den letzten Tagen viel besser geworden, seit er wenigstens wieder aufsteigen durfte. "Lass es jetzt gut sein für heute, Aaron, morgen machen wir weiter.", sagte ich zu meinem Mitarbeiter und nahm ihm Alfi ab. "Danke. Hast du echt klasse gemacht!", lobte ich ihn, denn ich wusste, wie wichtig Lob für Aaron war. Von seiner neuen Aufgabe mit Scarlet Sun oder den Arabern wusste er noch gar nichts, er würde sich auf jeden Fall wahnsinnig freuen, wenn ich ihm davon erzählte.
    "Sollen wir noch eine Runde ausreiten? Dann sattel ich schnell Gipsy.", fragte ich Svejn und er nickte verdattert, stieg jedoch dann mit meiner Hilfe auf. Fix hatte ich Gipsy gesattelt und wir ritten eine kleine Runde um die Ranch, vorbei an dem See, an dem ich schon vieles erlebt hatte. "Ein wenig werde ich die Gegend hier schon vermissen, wenn wir umziehen...", sagte ich und schaute mir alles nochmal genau an. "Wer weiß, vielleicht finden wir ja auch hier was in der Nähe.", munterte Svejn mich auf. So kannte ich ihn- nicht dieser zappelige, nervöse Herrscher über sein Pferd. "Wer weiß...", sagte ich und wir drehten um, weil es noch genug Arbeit auf der Ranch gab.
    Die nächsten Tage trainierten Aaron, Svejn und ich immer wieder mit Alfi, bis man sagen konnte, dass er in der Stufe L starten konnte. Svejn beruhigte sich auch immer mehr und ließ Aaron seine Arbeit machen, arbeitete sogar zum Schluss hin mit, statt gegen ihn.

    Die Körung

    „This is ridiculous! You just can walk for about a week!“ lag mir nun wieder Caleb in den Ohren. War der Herr in den letzten Monaten meine Glucke geworden? Ja vielleicht durfte ich mich erst wieder seit einer knappen Woche ohne Krücken durch die Gegend bewegenDa die Anmeldung zur Krönung schon durch als wir dies bemerkt hatten – jetzt mu, manchmal musste ich für längere Strecken noch den Rolator nehmen, aber ich würde niemanden anders Thjalfe auf einer Körung reiten lassen! „Shut up, do your work and help me, please.“ war die Erwähnung die Verena ihm gab und ich rollte die Augen, die beiden waren ein Chaosteam. Thjalfe wurde noch von Caleb gesattelt, während ich mein ehemals verletztes Bein in den Stiefel zwängte. „Du weißt aber schon das ich das nicht für eine deiner besten Ideen halte?“ murmelte Verena und half mir den Verschluß des Schuhs zu schließen. Ich nickte, „Sag ihm das bloß nicht!“ meinte ich verschmitzt lächelnd und ließ mir auf den Hengst helfen. Langsam hatte ich mich daran gewöhnt, Hilfe anderer nicht grundlegend abzuwehren.
    Mein Bein schmerzte ein wenig als wir im Trab die Halle betraten, doch mein Gesicht blieb unverzogen, ich würde das durchziehen! Die Grundlagen der Dressur saßen bei der Thjalfe, doch ihre Lieblingsdisziplin war es nicht unbedingt. Nachdem ich und Thjalfe die Richter gegrüßt hatten und die Mittellinie verließen folgte ich zunächst der ganzen Bahn. Im Verlauf der langen Bahn nahm ich schließlich die Zügel auf,sodass Thjalfe in einer leichten Anlehnung lief, manchmal mogelte er sich hindurch. Schon bald darauf fanden wir uns auf dem Zirkel wieder nur um später aus dem Zirkel wieder zu wechseln. Wieder auf dem Hufschlag parierte ich durch zum Schritt. Steif atmete ich aus, ja das war wirklich keine gute Idee gewesen. Bisher gab sich Thjalfe wirklich gut, hatte sich noch nicht aus der Anlehnung gemogelt. Sein schwungvoller Trab war jedoch von mir überschätzt worden, noch hatte sich mein Körper nicht wieder an die Bewegung gwöhnt. Ich ritt schließlich wieder im Trab an, vollführte eine halbe Volte rechts, ging einige Schritte vorwärts um dann eine halbe Volte links zu reiten. In der darauf folgenden Ecke, gab ich dem Hengst eine Galopphilfe und schwungvoll sprang der Hengst an.
    Schließlich fanden sich der große Hengst und ich wieder auf der Mittellinie wieder, dieses Mal im Schritt, nur mit dem zurücllegen des Gewichtes hielt mein Teddy an, grüßte die Richter. Auf dem Weg nach draußen machte ich mir ein wenig Sorgen wie ich jetzt wieder von seinem Rücken kommen würde. „Hurt yourself?“ fragte mich Caleb, ohne Frage hämisch, meine Zähne knirschten, aber ich nickte, trotzdem half mir Caleb zurück in mein Rentnergefährt.
    2697 Zeichen by Ravenna | zeichenzähler.de



    [​IMG]

     
    Zuletzt bearbeitet: 6 Sep. 2016
    Veija gefällt das.
  4. Calypso

    Calypso Shirkan ♥ Ich vermisse dich^^

    Veronika Steglmeier (Calypso)

    mit


    Companero

    [​IMG]

    [​IMG]
    Compañero
    "Nero"


    Exterieur

    Name: Compañero (span. Gefährte)
    Rufname: Nero
    Geburtsdatum/Alter: 2010, 6 Jahre
    Geschlecht: Hengst
    Größe: 1,50 m
    Rasse: Criollo
    Fellfarbe: Blue Roan Tobiano
    Abzeichen: breite Blesse, v.l. halbweißes Bein, v.r. weißer Kronrand, h.l. u. h.r. halbweißes Bein

    Stammbaum
    von: La Amanecida el Halieto

    von: La Amanecida Choclero
    aus der: Pasmar Bocha


    aus der: Barella La Primera
    von: Jabali La Invernada
    aus der: Antojo Enredadera


    Charakter
    ruhig, treu, fleißig, selbstbewusst, trittsicher, lernwillig
    Compañero macht seiner Rasse alle Ehre, er hat einen mittelgroßen, keilförmigen Kopf mit geradem bis leicht konvexem Profil, freundlichen Augen und kräftigen Ganaschen. Sein Hals ist von mittlerer Breite. Der Hals geht in einen eher flachen, aber kräftigen Widerrist über, der seinerseits in einen langen, aber tragfähigen Rücken ausläuft. Seine kräftige, breite und tiefe Brust ist üblich für diese Rasse. Compañero hat eine relativ gerade Rückenlinie mit langer Nierenpartie, eine runde, gut bemuskelte Kruppe mit tiefem Schweifansatz und eine kurze Schweifrübe. Sagen wir so ein sehr stabiles Fundament, kräftige Fesseln von mittlerer Länge und mittelgroße, harte Hufe zeichnen ihn aus. Sagen wir so er ist der typische Criollo mit den perfekten Maßen.
    Er ist sehr widerstandsfähig und hält problemlos Wetterumschwünge aus. Er ist ein sehr ruhiger Kerl, der seinem Partner treuer als alles andere auf der Welt ist. Compañero ist ein fleißiges Bürschchen, dass immer folgt und mit viel Konzentration seine Arbeit macht. Niemals im Leben würde er durchgehen, denn Scheue? Kennt er nicht!
    Gangtechnisch ist er die Nummer eins auf den Platz, er besitzt eine unglaubliche Wendigkeit und Konzentration. Das Arbeiten mit ihm ist immer sehr angenehm!


    Zuchtinfos
    Gekört: nein
    Decktaxe: -
    Nachkommen: -
    Geschwister: -

    Besitzer: Calypso
    Vorbesitzer: Snoopy - Veija
    Gezüchtet bei/Zucht: -
    VKR: Rain (verfallen)

    Kaufpreis: 800
    Zu Verkaufen: nein

    Qualifikationen
    Eingeritten:ja
    Eingefahren: nein

    Eignung
    Dressur: E A
    Galopprennen: E
    Springen: E A L
    Military: E A L
    Fahren: E
    Distanz: E A L M
    Western: LK5 (E), LK4 (A), LK3 (L), LK2 (M), LK 1 (S)
    Trail: LK5 (E), LK4 (A), LK3 (L), LK2 (M), LK 1 (S)
    Potenzial - Erreichte Stufe - nicht weiter gefördert

    Erfolge
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]

    3. Platz 293. Westernturnier, 3. Platz 300. Westernturnier, 3. Platz 305. Westernturnier, 3. Platz 311. Westernturnier

    Gesundheit

    Aktueller Stand: gesund
    Letzter Tierarztbesuch: 28.8.16
    Letzter Hufschmiedbesuch: 13.3.15
    Beschlag: nein

    [​IMG]
    Vorsorgeuntersuchung | 2140 Zeichen | © BellaS

    Ich war einmal mehr in meiner Funktion als Tierärztin unterwegs. Dieses Mal ging es zu Veronika Steglmeier, die in einem Ort namens Lenggries in Deutschland lebte.in meinem Heimatland unterwegs zu sein, war immer schön und trotzdem hatte ich lange gebraucht um mich für diesen Termin und den folgenden zu motivieren. Zuhause ging gerade alles drunter und drüber, sodass ich am liebsten dort geblieben wäre um alles um Blick zu haben. Aber jetzt war ich ersteinmal hier und sollte mir zwei Pferde ansehen. Ich begann mit der Ponystute Ceara Isleen. Ich bat Veronika ihr Pferd in der Stallgasse anzubinden und begann dann mit der Untersuchung. Zu sehen waren keine Auffälligkeiten und auch beim Vortraben war alles in Ordnung. Um nach nicht sichtbaren Schwellungen zu suchen, tastete ich die Stute auch noch ab. Dabei stieß ich auf eine Wunde an der Innenseite des rechten Hinterbeins. Während ich dieses fachgerecht säuberte, fragte sich Veronika laut wie ein Pferd sich an dieser Stelle bloß verletzen könne. „Die häufigste Ursache dafür ist abstehender Draht von Weidezäunen.“, klärte ich sie auf, während ich zum Auto wanderte, wo schon Microchip und Impfcocktail für beide Pferde bereit lagen. Bevor ich jedoch den neuen Chip anbrachte, kontrollierte ich mit dem Lesegerät, ob nicht jemand geschlampt hatte. Zu häufig kam es vor, dass Pferde – natürlich zur Verwirrung aller – doppelt gechippt wurden. Hier war das zum Glück nicht der Fall, sodass ich den Chip und direkt danach den Impfcocktail im Pferd unterbringen konnte. „Die Impfung gibt ihrem Immunsystem ordentlich zu tun. Schone die die nächsten zwei Tage etwas. Für Companero gilt das dann auch. Jetzt hieß es nur noch die ganze Prozedur bei dem grauen Hengst zu wiederholen. Auch hier ereignete sich nichts weiter schlimmes. Wenn Pferde gesund waren und keinen Aufstand machen, wenn ein Tierarzt kontrollieren wollte, war das für alle Beteiligten am angenehmsten. Schließlich erinnerte ich Veronika noch daran, nach der Ursache für Cearas Verletzung zu suchen und erklärte ihr, wie sie eine solche Wunde reinigen konnte. Dann ging es für mich weiter. Auf zum nächsten Auftrag.

    [​IMG]
    Mai 2016, by Veija

    Miss Holly Golightly, Only Known in Texas, Compañero, My sweet Little Secret, Kisshimbye, Alan's Psychedelic Breakfast, Shattered Glass & Chapter 24 Trail LK 5 auf LK 4, Possibility Trail LK 4 auf LK 3

    Nun hatten wir gar nicht mehr so viele Pferde zu trainieren. Im nächsten Monat würden wir uns aber auf jeden Fall Hilfe suchen, so dass wir mehr Zeit für unsere Kunden hatten. Unsere Pferde waren dann schließlich in fachmännischen Händen.
    Nun ging es darum, Miss Holly Golightly, Only Known in Texas, Compañero, My sweet Little Secret, Kisshimbye, Alan's Psychedelic Breakfast, Shattered Glass und Chapter 24 in Trail von der LK 5 auf die LK 4 zu bringen und Possibility von der Trail LK 4 auf die LK 3.
    Anfangen würde ich diese Woche mit Possibility, weil das am wenigsten Arbeit war. So putzte und sattelte ich ihn, ehe wir in die Halle gingen und zunächst mit der Stangenarbeit anfingen. Über Stangen drüber in allen Gangarten, 360° Drehungen in einem Stangenviereck, rückwärts durch ein L und alles, was man sonst noch so mit Stangen anstellen konnte. Damit fertig brachte ich ihn wieder weg, ehe ich mir zu erst Miss Holly Golightly schnappte und die Walk- Trot Pattern durchritt, die ich zum Beginn jedes Pferd durchreiten ließ. Mit ihr fertig, machte ich das Ganze auch mit den anderen Pferden, welche ich von der LK 5 auf die LK 4 bringen sollte.
    In den folgenden Tagen schnappte ich mir jedes der Pferde jeden Tag, um immer eine der Übungen zu reiten. So übte ich am ersten Tag mit allen Pferden das Tor, am nächsten Tag die Stangen und und und.
    Im Grunde hatte ich nur vier Wochen für das Training aller Pferde eingeplant. Dass es dann doch länger dauerte, war eigentlich nicht so schlimm, nur ärgerlich, weil es den gesamten Trainingsplan durcheinander brachte

    Die Körung
    „Startnummer 3 bitte bereit machen!“ hallte es über den Platz und ich atmete tief ein und aus. „So mein Großer, das sind dann wohl wir.“ sprach ich zu meinem Criollo Hengst und strich ihm noch einmal über den Hals. Companero war noch nicht lange in meinem Besitz und trotzdem wollte ich diese Chance nutzen ihn kören zu lassen. Und ich war mir fast sicher das er sein bestes geben und sich von seiner schönsten Seite präsentieren würde. Langsam ritt ich mit ihm zum Halleneingang und rutschte im Westernsattel noch etwas nervös hin und her. Companero hingegen hatte die Ohren gespitzt aber war trotzdem sehr entspannt und musterte seine Umgebung interessiert. „Veronika Steglmeier mit ihrem Hengst Companero“ Ok jetzt wurde es ernst. Ich brachte mich in Position, nahm die Zügel in eine Hand und trabte in die Hallenmitte zu X um die Richter zu grüßen. Companero war voll bei mir. Ich trabte ihn wieder an, wendete nach links ab und wechselte bei der nächsten Ecke durch die halbe Bahn. Der Hengst nahm von Anfang an gleich den Kopf runter und lief locker unter mir. Auf der rechten Hand angekommen parierte ich den Hengst locker durch, ging die kurze Seite im Schritt und baute noch eine Volte mit ein. Auf der langen Seite trabten wir wieder und bogen zur Mittellinie ab um dort bei X zu stoppen und ein paar Schritte rückwärtsrichten zu präsentieren. Auch hier war Companero sehr präzise und wartete auf jedes kleinste Signal von mir. Im Schritt verließen wir die Mittellinie wieder und bogen auf die linke Hand ab. Dort blieben wir dann gleich auf dem Zirkel sodass wir noch den Galopp vorzeigen konnten. Ich gab die Galopphilfe und locker leicht sprang Companero an und spielte mit seinen Ohren. Nach zwei ganzen Zirkelrunden im Galopp wollte ich nun aus dem Zirkel wechseln. Ich bereitete mein Pferd vor und genau auf dem Punkt sprang er sauber um und drehte auch auf dieser Zirkelseite seine Runden. Auch hier galoppierten wir wieder zwei Runden und parierten schließlich durch zum Trab um wieder zu unserem Ausgangspunkt X zu kommen. Ich verabschiedete die Richter und in dem Augenblick fiel die ganze Anspannung von mir. Ich tätschelte mit beiden Händen seinen Hals und lobte ihn überschwänglich, bis wir schließlich die Halle im Schritt verließen. Draußen atmete ich tief durch und ein breites Grinsen war auf meinem Gesicht zu sehen „Du warst so großartig“ lobte ich meinen Hengst wieder und wieder. Ich hätte nie gedacht das er das so souverän meistert.
    2465 Zeichen by Calypso - geprüft bei lettercount.com

    [​IMG]
     
    Veija gefällt das.
  5. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    Juli Mayers mit
    Painted Blur

    [​IMG]
    Painted Blur


    Von: Place Royal
    Von: Prince
    aus der: Wild Lady Roxanne


    Aus der: Calina
    Von: Cadoc
    aus der: Spring Break



    Rasse: Holsteiner
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 175cm
    Geburtsdatum/Alter: 11. Oktober, 7 Jahre
    Fellfarbe/Genotyp: Rappe [aa Ee]


    Zuchtzulassung: -
    Decktaxe: -
    Nachkommen: -


    Letzter Tierarztbesuch: 21. August 2016 [Klinik Caen]
    Letzter Hufschmiedbesuch: 02. September 2016 [Hufschmiede Pine Grove Stud]


    Hochgewachsen, lackschwarz mit einer breit auslaufenden Blesse – schon allein deswegen müsste Painted Blur, genannt Blurry, ein Star in der Dressurszene sein. Glücklicherweise kommt der Hengst nicht ganz nach seinen Eltern, denn Blurrys Talent liegt durchaus in der Dressur. Bei ihm passt einfach das gesamte Paket: er lässt sich schwer aus der Ruhe bringen, bleibt auch in der Gegenwart von Stuten voll bei der Sache und ist ehrgeizig wie man selten gesehen hat. All das macht ihn zu einer perfekten Ergänzung in einem Dressurkader. Doch auch, wenn er nicht mehr als Jungpferd gilt, braucht Painted Blur seine Pausen. So gern wie er mitarbeitet, ab einem gewissen Punkt ist seine Konzentration aufgebraucht und die muss er erst einmal auftanken. Durch sein Talent in der Dressur ist der Hengst natürlich auch für die Zucht interessant, doch darauf sollte er nicht beschränkt werden. Blurry ist ein Pferd, welches gefordert werden will, dann aber auch seinen freien Ruhetag in der Woche braucht.


    Qualifikationen & Erfolge
    Fohlen ABC – eingeritten – eingefahren – Englisch
    Eignung: Dressur

    Dressur S – Springen L – Military E – Fahren A

    354. Dressurturnier
    349. Springturnier
    438. Schönheitswettbewerb
    132. Synchronspringen
    133. Synchronspringen
    134. Synchronspringen
    135. Synchronspringen
    136. Synchronspringen



    Besitzer: Rhapsody
    Ersteller/VKR: Elii

    Offizieller Hintergrund
    ___________________________________

    Die Kür

    „Bist du dir sicher, dass er soweit ist?“ murmelte ich, als Declan mit Painted Blur vom Abreiteplatz kam. „Er ist doch gerade mal –“
    „Fast acht Jahre alt.“ Declan warf mir einen bösen Blick zu und lenkte den Rappen in Richtung Viereck. „In seinem Alter sind manche Pferde S-platziert.“
    „Das sind aber keine glücklichen Pferde,“ warf ich ein und durfte dann ganz schön große Schritte machen, um hinter dem Holsteiner samt seinem Reiter noch hinterherzukommen. Kurz vor dem Viereck konnte ich sie dann doch noch einholen – der Teilnehmer vor uns musste noch die Kür abschließen, dann waren wir an der Reihe. So gut wie möglich half ich Declan, nochmal alles zu richten und die Bandagen abzunehmen. Für Blurry gab es noch einen Viel-Glück-Schmatzer zwischen die Nüstern (und weil Blurry ein tolles Pferd war blieb er auch stehen und spitzte die Ohren), Declan lehnte das aus irgendwelchen Gründen ab. Miesepeter. Ein paar Momente, nachdem der vorherige Teilnehmer die Bahn verlassen hatte, nahm Declan dann die Zügel auf, ließ den Hengst unter sich antraben und die Show begann. In der Mitte der Bahn parierte das Duo durch und der Reiter grüßte die Richter. Die Kür hatten wir schon monatelang ausgefeilt – auch, weil ich sie eigentlich reiten wollte, aber dann kam ein gebrochenes Handgelenk dazwischen – und jetzt konnte ich sie blind. Im Trab ging es erst einmal auf die linke Hand, sowohl Blurrys als auch Declans stärkere Seite. Eine halbe Bahn Trab, dann ging es auf den Mittelzirkel und danach galoppierten die beiden an. Ruhig und gesetzt drehte das Paar eine Runde, wechselte die Hand mit einem einfachen Galoppwechsel. Rechts herum kam erst noch eine Galoppvolte – und oh Gott, war das für mich im Training ein Kampf gewesen – und dann ein Galopp-Schritt-Übergang. Blurry streckte sich weit nach unten, ging fleißig vorwärts. Gerne würde ich sagen, dass er sich heute extrem gut präsentierte, aber eigentlich war das für den Holsteiner mehr das normale Turnierlevel. Es war, als wäre er am besten, wenn möglichst viele Leute auf ihn hinabsahen. Das vertrug sich nicht immer mit meiner Performance, weshalb ich die Dressurküren vor Publikum, wenn möglich, auf Declan abwalzte. Der war schließlich genauso Rampensau wie Blurry. Nach etwa einer Bahn Schritt trabten sie wieder an; ein Zirkel noch, dann kamen die Traversalen. Das waren nicht unbedingt verlangt – es war ja eine Leistungsprüfung – aber im Training waren sie mehr aus Versehen passiert und hatten mir so gut gefallen, dass sie in die Kür kamen. Wie im Lehrbuch kreuzte der Hengst die Beine, galoppierte zurück auf der linken Hand noch einmal an. Fast mühelos ging es den Hufschlag entlang, ehe Declan den Rappen mit einer halben Parade, die ich in Gedanken mitmachte, in den Schritt parierte. Wieder folgten lange Schritte, und wieder streckte sich der Hengst nach unten. Jetzt musste das Paar nur noch einmal kurz antraben, auf die Mittellinie abbiegen und sich von den Richtern verabschieden und – fertig, durch.
    2985 Zeichen, überprüft mit lettercount.com

    ___________________________________

    [​IMG]
    © Elii, Hintergrund: Samarti
     
    Elii, Zaii und Eddi gefällt das.
  6. Sosox3

    Sosox3 Bekanntes Mitglied

    Meine Teilnahme mit Sympathy For The Devil
    [​IMG]

    Steckbrief:
    Sympathy for the DevilDash


    Abstammung

    Unbekannt x Unbekannt
    Unbekannt x Unbekannt| Unbekannt x Unbekannt



    Exterieur

    Rasse American Paint Horse
    Geschlecht Hengst
    Alter 3 Jahre [**.**.2013]
    Stockmaß wird ~ 1. 59m
    Fellfarbe Rosenschimmelschecke (Fleabitten)
    Abzeichen Schmale Blesse, Fischauge
    v.l. halbweißes Bein
    v.r. halbweißes Bein
    h.l. hochweißes Bein
    h.r. hochweißes Bein



    Interieur & Beschreibung

    Händelbar | Freundlich | Flink | Neugierig
    -

    Sympathy for the Devil, liebevoll Pathy genannt, ist ein recht einfach zu händelnder Hengst. Er ist freundlich und neugierig im Umgang, flink und geschickt unter dem Sattel und gibt immer sein Bestes. Mit anderen Hengsten kommt er gut aus, weshalb man ihn problemlos mit Anderen auf die Weide stellen kann. Aufgrund seiner Farbe wird er später mal ein wunderschöner Zuchthengst werden, da er nicht nur diese, sondern auch seinen glorreichen Charakter vererben kann.


    Gesundheit & Wohlbefinden

    Gechippt [ ]
    Letzte Impfung Mon Jahr
    Letzte Wurmkur Mon Jahr


    Beschlagen [ ]
    Letztes mal Ausgeschnitten Mon Jahr
    Letztes mal Geprüft Mon Jahr
    ♣--------------------------------------♣

    Besitzerdaten

    Besitzer Rachel Wincox
    VKR Rain

    Verkaufspreis Nicht zu verkaufen ; 900 Joellen


    Qualifikationen


    Dressur A
    Springen A
    Military E
    Distanz M
    Rennen E
    Western :
    Reining: LK 1 | Trail: LK 3

    Fahren E
    Wendigkeit E


    Ausbildungsstand & Zuchtdaten

    Eingeritten [x]
    Eingefahren []
    Potential Reining , Trail, Springen, Distanz



    Gekört/Gekrönt
    Eingetragene Zucht BC
    Gencode

    Nachfahren



    Zu den Schleifen
    [​IMG] [​IMG] [​IMG]

    [1] 332. Westernturnier , 1. Platz
    [2] 252. Distanzturnier, 3. Platz
    [3] 254. Distanzturnier, 3. Platz



    Zu dem Zubehör
    PNG | PNG - getrennt

    Tierarztbericht :
    [​IMG]
    Großer Komplettcheckup | 3440 Zeichen | © BellaS

    Rachel Wincox und ihre Ranch kannte ich bereits von einem früheren Besuch und auch mein heutiger Patient war mir zumindest nicht völlig fremd. Der helle Hengst Sympathy for the devil war bereits einmal bei Bella und einmal bei Linn im Training gewesen und so hatten sie mir beits von ihm berichtet. Er sollte neugierig und für einen Hengst ziemlich umgänglich sein – ganz genau so wie ein Tierarzt es am liebsten immer haben wollte.
    Da helle Pferde dazu neigten sich einzusauen, fand ich Rachel ihren Hengst putzend in der Stallgasse vor. Wir begrüßten uns – inzwischen schon recht herzlich – und ich bereitete meinen Kram vor, während Rachel ihre Arbeit beendete. Wie immer begann ich meinen Checkup mit dem Abtasten des gesamten Pferdekörpers nach Schwellungen oder ähnlichem. Dann ließ ich ihn mir von Rachel auf dem gepflasterten Untergrund im Hof vorführen. Der Hengst lief gleichmäßig und hatte keine Probleme sich zu dehnen. Weiter ging es mit der Kontrolle der Vitalfunktionen, sprich Herzschlag abhören und die Temperatur messen. Atemfrequenz und Herzschlag lagen im Normalbereich. Ich befestigte die Schnur des Fieberthermometers am Schweif und begann mit der Messung. Bei Pferden maß man Die Körpertemperatur am After, auf deutsch gesagt am Hintern. Normal waren bei Pferden ca. 37 – 38 °C, es sei denn es war wirklich heiß oder das Tier kam direkt vom Training. Das Thermometer piepste und zeigte mir das Ergebnis. 39,3 °C. „Er hat erhöhte Temperatur, sprich Fieber.“, bemerkte ich laut für Rachel und begann direkt mit der Ursachenforschung. Das Fieber konnte nicht von einer entzündeten Verletzung herrühren, nach solchen hatte ich schon gesucht. Auch die Symptome der gängigen Infektionskrankheiten waren nicht zu finden. „Angestrengt hat er sich heute aber nicht, oder?“ „Nein. Er wurde heute noch nicht mal bewegt.“
    Ich suchte weiter nach der Ursache für die erhöhte Körpertemperatur, fand aber keine weiteren Anzeichen für eine Erkrankung. „Am wahrscheinlichsten ist eine leichte Vergiftung. Wahrscheinlich haben Spaziergänger eure Pferde aus der Hand mit ausgrupftem Gras gefüttert. Da kann so etwas schnell vorkommen. Lebensgefährlich ist dieser Fall auf keinen Fall.“ Ich meinte Stress in Rachels Miene zu entdecken. Kein Wunder, wenn man sich neben der Leitung einer Ranch auch noch mit solchen Problemen wie fütternden Spaziergängern herumschlagen musste. „So kann ich nicht impfen oder chippen, das macht nichts besser. Ich komme in einigen Tagen vorbei und erledige das. Die Wurmkur lasse ich dir hier.“ Ich wollte bereits meine Sachen zusammen packen, als mir etwas einfiel. „Er war bestimmt nicht alleine auf der Weide.“ Ich drückte Rachel ein Fieberthermometer in die Hand. „Beobachte seine Weidekollegen besser auch. - Und sag mir Bescheid, wenn sich sein Zustand verschlechtert. Jetzt ist erstmal Schonung angesagt.“

    Zwei Wochen später war ich wieder auf dem Hof. Da eins der Pferde mit denen Sympathy auf der Weide gewesen war, die gleichen Symptome gezeigt hatte, war meine Theorie so gut wie bestätigt. Heute wollte ich nur alles nachholen, was ich das letzte Mal nicht hatte erledigen können. Zahnkontrolle, Blut abnehmen, chippen und impfen waren Routine und gingen mir daher schnell und problemlos von der Hand. Schließlich war auch dieser Auftrag erledigt und das Chaos aufgeklärt. Was Rachel nun gegen ihre wohlmeinenden Besucher tun würde, würde ich mit Sicherheit in der nächsten Zeit zu hören bekommen.

    Trainingsberichte : 13
    1. Trainingsbericht - Januar 2015
    Pflegebericht und Western E auf A
    Heute war wieder einer der Tage, an denen ich gar nicht aus dem Bett aufstehen wollte. Ich hatte mir so viel vorgenommen, was ich am Ende des Tages erledigt haben wollte, dass ich es jetzt schon für einen Fehler hielt und am morgigen Tag vor Muskelkater sterben würde.
    Seufzend erhob ich mich aus dem Bett und ging duschen, ehe ich mir meine Thermoreithose und einen warmen Pulli anzog. Dazu meine gefütterten Stiefel. Mit einer dicken Jacke bewaffnet ging ich nach unten, um etwas zu essen. Caleb und die anderen waren schon im Stall und machten ihre Pferde fertig. Natürlich war ich wieder die Letzte. Doch da ich die Chefin war, war das egal.
    Ich zog also meine dicke Jacke an und ging in den Stutentrakt, wo ich zunächst Bella auf die Koppel brachte. Sie brauchte heute nicht trainiert zu werden, weshalb sie ihr Leben heute im Schnee genießen durfte. Zwar stand sie alleine draußen, doch es kamen später noch andere Pferde dazu.
    Caleb hatte sich Lil Princess Gun geschnappt, Aaron machte Vice fertig, ich holte Devil aus der Box und Alexis sattelte gerade Cherokee Rose. Princess sollte in Western von der LK 5 auf die LK 4 in der Reining gebracht werden, Vice ebenfalls, Devil von der LK 4 auf die LK 3 und Rosy ebenfalls auf die Lk 4. Doch das war noch nicht alles. Ich wollte heute alle meine Pferde mit Hilfe meiner Angestellten weiterbilden. Also ans Werk:
    Devil zickte mal wieder rum wie sie es so oft tat, doch nach einer Weile war sie genau wie die anderen Pferde gesattelt und wir gingen in die Halle. Nach dem Nachgurten schwangen wir uns alle in die Sättel und ritten die Pferde warm. Während Caleb Alexis und Aaron erklärte, wie sie die Pferde zu trainieren hatten und anfingen erste Spins zu drehen, übte ich mit Devil das angaloppieren auf der richtigen Hand, das Stoppen und die Roll Backs. Immer wieder schaute ich zu meinen Angestellten rüber, wie sie die Pferde ritten. Doch mit Calebs Hilfe hatten sie die Tiere bald so weit, dass sie ordentliche Spins konnten, Back Ups kein Problem mehr waren, sie einfache Galoppwechsel ritten konnten und die Tiere langsame Roll Backs konnten. Zufrieden lächelte ich und klopfte Devil den Hals, ehe ich eine leichte Pattern durchritt und sie definitiv in der LK 3 starten konnte. Ich schwang mich vom Pferd, schnappte mir Vice und schwang mich auf ihren Rücken, während Aaron Devil wegbrachte. Auch mit Vice ritt ich eine einfache Pattern um zu schauen, ob sie in der LK 4 starten konnte. Ja, sie konnte. Ich stieg ab, übergab sie Alexis und setzte mich auf Cherokee, die natürlich total rumzickte und es nicht einsah, mit Sporen geritten zu werden. Doch sie fügte sich ihrem Schicksal und ritt Caleb und Princess genau hinterher, da wir die selbe Pattern ritten. Es war zwar etwas umständlich, doch es klappte. Sehr zufrieden lobten wir die Pferde und brachten sie wieder in den Stall, wo Aaron und Alexis schon Summer und Honey sattelten. Ich machte mein Pferd fertig und brachte sie mit Decke auf die Koppel zu den Anderen. Auch Princess kam auf die Koppel, ehe Caleb und ich uns Amarula und Moon fertig machten. Moon wurde mit Bosal geritten, weshalb ich sie lieber selber übernahm, als sie dem radikalen Caleb zu überlassen. Auch wenn es mir nicht gefiel, dass er meine Zicke Amarula ritt. Nach und nach waren wir fertig mit satteln und gingen in die Halle, wo wir uns nach dem Nachgurten in die Sättel schwangen. Da wir alle Pferde von der LK 5 in die LK 4 bringen mussten, war das Training klar: Caleb und ich machten vor, Aaron und Alexis machten nach. So dauerte es nicht lange, bis die Pferde langsame Spins beherrschten, Back Ups kein Problem mehr waren und die Roll Backs einigermaßen klappten. Alles musste heute etwas schneller gehen, weshalb wir die Pferde schon in den Stall brachten, sie absattelten, ihnen die Decken auflegten und sie auf die Koppel brachten.
    Die nächsten Pferde waren die neueren Pferde, mit denen wir etwas langsamer machen mussten. So waren wir sehr schnell mit Angelic Desolation, Born to Die, Goddess und Croatoan in der Halle und brachten ihnen die Grundlagen der Westernkunst bei. Jedoch dauerte es bei ihnen doch etwas länger, so dass wir Goddess, also das Pferd, das schneller lernte, gegen Sheza tauschten. Sheza war durch ihre Platzierungen sehr talentier, weshalb wir sie auch sehr schnell fertig hatten und alle Pferde absatteln und auf die Koppel bringen konnten. Nun folgten die Hengste.
    Genuine Lil Cut, Funky Powerbabe, Dead or Alive und What Lies Ahead waren die nächsten Kandidaten. Auch diese mussten in der Westernklasse von der LK 5 auf die LK 4 gebracht werden.
    Nach dem putzen und satteln waren wir erneut schnell in der Halle und ritten die Pferde warm, ehe die Übungen an der Reihe waren. Die 4 lernten schnell, weshalb wir nach knapp einer halben Stunde richtigem Training fertig waren und wir sie wieder in den Stall bringen konnten. Wir sattelten ab, legten die Decken auf und brachten sie auf die Koppel. Mittlerweile schneite es einzelne Flöckchen, weshalb die nächsten Pferde leider nicht mehr auf die Koppel kommen würden.
    Es folgten die letzten vier Pferde. Zues konnte man ja sowieso nicht anpacken- noch. So machten wir Gun and Slide, Flintstone, Sympathy for the Devil und Siku fertig. Auch sie waren alle relativ neue Pferde und brauchten lange zum warm werden mit uns. Doch es dauerte nicht lange, da liefen sie einzelne Figuren der Westernreitere beinahe perfekt, weshalb wir hier auch nach knapp einer Stunde fertig waren. Wir brachten sie zurück in den Stall und stellten sie dann doch auf die Koppel. Hengste waren nicht so empfindlich wie die Stuten oder unsere Fohlen.
    Draußen war es jetzt schon dunkel, doch die restlichen Pferde wollten auch noch trainiert werden. Doch nun wurde es kompliziert: Ich sollte Gipsy reiten und von der LK 4 in die LK 3 bringen, Aaron würde Emilio im Springen von E nach A bringen, Alexis würde Black Ops von E nach A im Springen bringen und Caleb würde Snuff in der Dressur weiterbringen. Das sah nach einem riesen Durcheinander in der Halle aus, als Caleb Trabstangen aufbaute, Alexis und Aaron die Hindernisse richteten und ich mittendrin mit Gipsy lief. Wir entschieden uns dann um, so dass Alexis und Aaron die Hälfte der Halle nutzen konnten, sowie Caleb und ich die Andere, da wir weniger Utensilien brauchten. Gipsy war wie immer leicht zu reiten und war sehr schnell in allen Lektionen sicher, weshalb ich ihn rasch gegen Steel Heart tauschte, die ich vor kurzem erst eingeritten hatte. Aber auch sie machte gut mit und wir hielten und sehr an Snuff und Caleb, da sie ja die selben Übungen machten wie wir. Aaron und Alexis waren schon vor uns aus der Halle verschwunden, da sie ja auch früher angefangen hatten. Auch Caleb ging irgendwann, so dass ich alleine mit Snuff in der Halle war. Lächelnd lobte ich die Stute, als sie sich schön bog, um die Kehrtvolte zu reiten. Sie war wirklich talentiert, weshalb ich es auch für heute gut sein lies.
    Als ich mit ihr in den Stall ging um sie abzusatteln, waren schon alle Boxen gemistet und alle Pferde wieder in ihren Boxen. Zufrieden sattelte ich die Stute ab und stellte sie weg, nachdem ich sie gelobt hatte. Nächsten Monat hatte ich mehr Zeit für die Pferde und würde sie alle ordentlich trainieren.

    2. Trainingsbericht - Februar 2015
    Veija 28.2 2015
    Distanztraining: Dash E auf A
    Im Moment war mal wieder gar keine Zeit für die Pferde. Ein Wunder, dass ich mit dem Trainieren nachkam. Doch heute würden wir uns um alle Tiere kümmern, schließlich sollten sie bald Kör- und Krönbereit sein!
    Ich schmiss Bellas Vielseitigkeitssattel auf ihren Rücken, Aliena kümmerte sich um Princess, Alexis kümmerte sich um Wimpy, Caleb um Amarula und Aaron um Shadow, die mit Abstand die bravste von allen war.
    Die Strecke war schnell ausgesucht: die selbe wie für alle anderen Pferde, die wir auf A bringen wollten. Also ging es nach dem satteln schon los. Zunächst über den Hof, auf den Feldweg. Dann eine lange Schrittstrecke, einen Berg hoch im Galopp, ein wenig Trab, eine lange Schritstrecke, eine Galoppstrecke und eine lange Trabstrecke. Dann waren wir auch schon wieder daheim und konnten sagen, dass die Pferde mit ein wenig mehr Training fertig für die Klasse A waren. Fertig für ihre Box stellten wir die 5 Pferde weg, ehe 5 andere an der Reihe waren.
    Nun ging es um Summer, Honey, Ally, Bailey und Goddess. Wir entschieden uns spontan, wer wen reiten sollte, wobei ich mich für Goddess entschied. Schließlich konnte ich nicht immer die selben Pferde reiten- aber es gab welche, auf die ich niemand sonst lies; normalerweiße. Zu diesen Pferden gehörten Gipsy und Bella.
    Also ging es ans satteln. Wir brauchten ein wenig länger, als vorher, weil die 5 auf der Koppel gestanden hatten und dementsprechend aussahen. Doch endlich ging es los!
    Wir ritten die selbe Strecke wie eben: zunächst über den Hof, auf den Feldweg. Dann eine lange Schrittstrecke, einen Berg hoch im Galopp, ein wenig Trab, eine lange Schritstrecke, eine Galoppstrecke und eine lange Trabstrecke. Dann waren wir auch schon wieder daheim. Leider dämmerte es nun, weshalb diese fünf die Letzten für heute waren. Nach dem absatteln kamen sie in die Box, wo sie reichlich Heu und Kraftfutter bekamen, damit das Training in den nächsten Tagen besser weitergehen konnte. Nun gingen alle ins Bett und freuten sich auf morgen- oder auch nicht. Denn es stand noch mehr Arbeit an.
    Schon am frühen Morgen waren wir alle auf den Beinen und machten Toy, Sheza, Grace, Gen und Spooky fertig.
    Nun standen wir vor der Frage, wer die Hengste reiten sollte. Zum Schluss entschieden wir uns dafür, dass ich meinen geliebten Spooky ritt und Caleb sich Gen schnappte. Aliena ritt Toy, Alexis Sheza und Aaron Grace. Nach dem satteln also ritten wir auf den Hof, wo wir uns nach dem nachgurten auf die Pferde setzten. Wir ritten die selbe Strecke wie am Tag zuvor und konnten am Ende des Trainings 5 erfolgreich in der Klasse A laufenden Pferde vorstellen. Etwas schneller als gestern machten wir die Tiere für die Koppel fertig, ehe neue fünf folgten. Funky, Ali, Winny, Blue und Flint. Auch mit ihnen waren wir ruck zuck auf der Strecke und wieder zurück. Für zehn Pferde hatten wir heute noch Zeit. Doch wir alle wollten Feierabend machen, weshalb wir uns doch sehr beeilten. Die nächsten waren: Dash, Suke, Sol, Gipsy und Emil.
    Hier waren die Reiter sofort klar- naja, zwei davon. Gipsy würde ich reiten und Emilio würde von keinem Anderen außer außer Aaron geritten werden. Nach dem satteln ging es auf die Pferde und auf die Strecke. Weil wir ein wenig auf den alten Wallach achten mussten, blieben Aaron und ich ein wenig zurück, während die anderen drei ihre Pferde ganz normal trainierten. In dieser Zeit verquatschten Aaron und ich uns, so dass wir viel zu spät am Hof ankamen, und es schon dunkel wurde. Da wir nichts riskieren wollten, beließen wir es für heute dabei und brachten alle Pferde weg.
    Am morgigen Tag waren alle ziemlich schlecht gelaunt. Sie hatten alle Muskelkater- verständlicherweise. Doch die Arbeit musste getan werden und wir waren fast fertig!
    Es fehlten nur noch: Skrudi, Vin, Hartmut, Letty, Ops, Snuff, Heart und Maracuja, die bald wieder zurück an Ofagwa gehen würde. Nichts desto trotz, trainierte ich sie mit.
    Wir mussten die Pferde zwar aufteilen, und mit Snuff, Heart und Cuja zu dritt gehen, doch es lohnte sich allemal.
    Am Ende des Tages waren alle Pferde in Distanz auf der Klasse A angelangt! Wir hatten zwar über einen Monat mit dem ganzen Training gebraucht, doch hauptsache wir konnten sie jetzt weiter fördern.

    3. Trainingsbericht - März 2015
    Veija, 31.3.15
    Distanztraining A auf L mit Gun and Slide, Flintstone, Sympathy for the Devil, Siku und Solitary
    Auch Blue, Flint, Pathy, Siku und Sol kamen nicht um das Training herum. So wurden die Hengste nach und nach von mir und meinen Mitarbeitern gesattelt, ehe es raus auf den Hof ging, wo wir uns auf die Tiere setzten. Ich war am Überlegen, ein paar der Pferde zu verkaufen, doch leider konnte ich mich von keinem der Pferde trennen, weshalb sie dann doch wieder alle blieben.
    Auch in Canada wütete zur Zeit ein Sturm, jedoch war er nicht so stark wie der in Europa, weshalb wir einen Ausritt beziehungsweise einen Trainingsritt wagen konnten. Doch schon nach wenigen Schritten merkte ich, dass Blue nicht so gut drauf war wie sonst. Ich schickte die anderen schonmal vor, ehe ich mich von seinem Rücken schwang und mir den Hengst einmal genauer ansah. Er war doch recht schlank geworden. Da er jedoch vor kurzem erst entwurmt worden war, konnte er zumindest keine Würmer oder Sonstiges haben. Geeimpft war der Hengst auch komplett. "Seltsam...", murmelte ich und kontrollierte die Sattellage nochmal, ehe ich den Gurt doch ein wenig lockerte, da er Probleme beim Atmen zu haben schien. Ich machte mir jedoch weiter nichts draus, da Blue auch sonst eher eine ruhige Seele war und recht unauffällig.
    Ich schwang mich wieder in den Sattel und trabte den Anderen nach, die wir sehr schnell einholten, da sie im Schritt geblieben waren. Schon jetzt merkte ich, dass Blue ein wenig besser lief. Also schien das nur an dem Sattelgurt gelegen zu haben, dass der Hengst nicht richtig gelaufen war. Doch warum er so mager war konnte ich mir nicht erklären..
    Nach und nach bauten wir fünf immer mehr an Tempo auf, bis wir schließlich wieder am Stall angekommen waren. So schnell konnte eine Trainingseinheit zu Ende sein, dachte ich mir lächelnd und stellte Blue in seine Box. Jedoch legte ich ihm eine Decke auf und gab ihm ein wenig mehr Kraftfutter, besonders welches, wovon er schneller zunahm. Dann ging ich zum Arbeitsplan und strich auch diese Pferde durch.

    4. Trainingsbericht - April 2015
    Veija, 27.4.2015

    Western Trail LK 5 auf LK 4 (Annie LK 4 auf LK 3)

    Heute sowie die nächsten Tage hatten sich meine Mitarbeiter und ich viel vorgenommen. Alle Westernpferde sollten in Trail trainiert werden. Für Genuine und What Lies Ahead kam Catalina extra zu uns, diese beiden wären also schon raus. Cherokee Rose ebenfalls.
    Also blieben noch Gun and Slide, Flintstone, Sympathy for the Devil, Siku, Solitary, Lil Princess Gun, Wimpys Little Devil, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Like Honey and Milk, Goddess, Sheza bat cat, Marly's Pluie und Annie get your Gun. Alles sollen von LK 5 auf LK 4 trainiert werden, außer Annie. Diese war schon auf LK 4 und sollte auf LK 3 gebracht werden.
    Da dies nicht von heute auf morgen gehen konnte, teilten wir die Pferde in 3 Gruppen auf. Jedes Pferd würde dann jeden dritten Tag drei Wochen lang etwas arbeiten müssen.
    Wir fingen also am ersten Tag mit Gruppe 1 an. Nach fleißigem Aufwärmen der 5 Pferde ging es an die Basics: zunächst wurden also Schlangenlinien, Zirkel, ganze Bahnen und halbe Bahnen geritten, ehe es an die Stangenarbeit ging. Wir machten den ganzen Tag nichts anderes, außer über Stangen zu reiten, durch sie durch zu gehen, Drehungen in einem Viereck aus Stangen zu machen und rückwärts durch ein L zu gehen. Auch die nächsten zwei Tage passierte mit den anderen 9 Pferden nichts weltbewegendes.
    Bei der zweiten Einheit stellten wir zu den Stangen noch Pylonen auf, die uns bei den Schlangenlinien halfen. Auch das war noch nichts schweres. Nun kam auch eine Brücke hinzu, die jedoch bei keinem der Pferde für großes Aufsehen sorgte. Im Schritt, Trab und Galopp wurden die Tiere immer feiner, weshalb die Stunden nicht mehr so lange dauerten.
    Bei der dritten Trainingseinheit kam das Tor dazu, was einigen Pferden sehr große Probleme bereitete, weshalb das Training hier sehr lange dauerte.
    Wir hängten noch ein paar Tage dran, so dass die Pferde in der vierten Trainingseinheit alle einen Parcours laufen konnten, dieser lautete wie folgt:
    1. Walk through box and over bridge to gate.
    2. Ride hand gate.
    3. Jog over poles and through serpentine.
    4. Lope over poles and into chute on right lead.
    5. Back chude.
    6. Jog over poles.
    7. Lope over poles and to box on left lead.
    8. Walk into box, turn 360 degrees rifht and walk out over poles to finisch.

    Alle Pferde stellten sich mehr oder weniger gut an. Mit Annie ritt ich einen schwierigeren Parcours, so dass nun alle Pferde die gewünschte Leistungsklasse hatten.

    5. Trainingsbericht - Mai 2015
    Veija, 23.5.15

    Genuine Lil Cut Western Reining LK 4 auf LK 3, Cherokee Rose Western Reining LK 4 auf LK 3, What Lies Ahead Western Reining LK 4 auf LK 3, Gun and Slide Western Reining LK 4 auf LK 3, Moonrise Shadow Western Reining LK 4 auf LK 3, Lovely Summertime Western Reining LK 4 auf LK 3, Like Honey and Milk Western Reining LK 4 auf LK 3, Flintstone Western Reining LK 4 auf LK 3, Sympathy for the Devil Western Reining LK 4 auf LK 3, Comeback of a fallen Goddess Western Reining LK 4 auf LK 3, Sheza bat cat Western Reining LK 4 auf LK 3, Siku Western Reining LK 4 auf LK 3, Solitary Western Reining LK 4 auf LK 3,
    Eldrian Antrax Springen E auf A, Marly's Pluie Springen E auf A, Cauldron Springen E auf A, Annie get your Gun Springen E auf A, Hollywood's Silver Dream Springen A auf L, My Blue Gun Western Reining LK 5 auf LK 4, My Possible Pasts Western Reining LK 5 auf LK 4, Hot Smoking Chex Western Reining LK 5 auf LK 4, Wimpys Little Devil Western Reining LK 5 auf LK 4 und Lil Princess Gun Western Reining LK 3 auf LK 2


    Kurz blickte ich auf die Uhr. Halb 6. Tja, heute und die nächsten Tage hatten meine Leute und ich viel vor. Genuine Lil Cut, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat cat, Siku und Solitary mussten in der Reining von der LK 4 auf die LK 3 gebracht werden, Eldrian Antrax, Marly's Pluie, Cauldron und Annie get your Gun in Springen von E auf A, Hollywood's Silver Dream in Springen von A auf L, My Blue Gun, My Possible Pasts, Hot Smoking Chex und Wimpys Little Devil in Reining von LK 5 auf LK 4 und Lil Princess Gun in Reining von LK 3 auf 2. Dann waren endlich alle wichtigen Pferde trainiert und fertig für die Turniersaison.
    Nachdem ich also mein Team geweckt hatte, schnappte sich jeder eines der LK 4/3 Pferde und machte es fertig, ehe wir mit 5 Pferden in der Halle standen. Draußen war es noch zu kalt zum Training, weshalb auch die Vollblüter, die normalerweise früh am Morgen trainiert wurden, erst gegen 11 oder 12 Uhr auf die Bahn kamen.
    Insgesamt mussten wir 3 Teams "bilden". Das erste und zweite Team waren je 5 Pferde, im dritten Team dann nur 3 Pferde. Da wir genau wussten, was wir trainieren mussten, war die erste Trainingseinheit der ersten 5 Pferde auch schon rum. Nun war es schon 9 Uhr, eher gesagt halb 10, ehe wir die nächsten 5 in der Halle hatten. Und es waren 13 Uhr, bevor wir die letzten 3 Pferde der Truppe in der Halle waren. Sagenhafte 15 Uhr, bis wir verschnaufen konnten.
    Nun waren die 5 Springpferde dran. Heute ritten wir nur die E Hindernisse und einfache A Hindernisse, morgen würden wir das Niveau steigern.
    Also letztes waren die 5 Westernpferde dran. 4 davon mussten von LK 5 auf 4, eins von 3 auf 2. Also ritt ich letztere, welche übrigens Lil Princess Gun war und überlies den anderen die anderen 4 Pferde. Caleb hatte ständig ein Auge auf die 3 und auch Aliena machte ihre Sache gut, auch wenn My Blue Gun sie ab und an einfach verarschte. Nach eineinhalb Stündigem Training beendeten wir den Tag und brachten alle Pferde wieder auf die Koppel.
    Am nächsten Tag gönnten wir den Reinern eine Pause und arbeiteten nur mit den Springpferden. Am Tag darauf waren dann die Westernpferde wieder dran, die wir in Reining trainierten. Am Abend konnte man sagen, dass sie alle eine Stufe höher starten konnten.

    6. Trainingsbericht - Juni 2015
    29. Juni 2015 by Veija
    Trainingsbericht
    Reining LK 2 auf LK 1: Lil Princess Gun
    Reining LK 3 auf LK 2: Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Flintstone, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat, Siku, Solitary
    Reining LK 4 auf LK 3: Wimpys Little Devil, My Blue Gun, Your possible Pasts, Spooks Gotta Gun

    [...]Nun waren die Reiner dran, was wohl ein wenig mehr Arbeit geben würde. Da hatten wir Wimpys Little Devil, My Blue Gun, Your possible Pasts und Spooks Gotta Gun, die von LK 4 auf LK 3 gebracht werden mussten, Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Flintstone, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat, Siku und Solitary die von LK 3 auf LK 2 gebracht werden mussten und Lil Princess Gun, die in den nächsten Tagen in der LK 1 laufen würde.
    Heute trainierten wir nur die 4 Pferde, die bald in LK 3 laufen sollten. Wir verfeinerten ihre Stops, beschleunigten die Spins, kontrollierten ihre Speed Controls und werkelten an ihren Flying Changes. Nach gut 2 Stunden hatten wir erschöpfte Pferde und Reiter, die sich auf eine Pause freuten. Den Pferden war diese gegönnt, doch die Reiter mussten noch arbeiten. Die ersten 5 Pferde der LK 2 Klasse waren in der Halle und wurden 2 Stunden bewegt, ehe die restlichen 3 und Princess dran waren. Princess ritt ich, auch wenn Caleb mir ständig Befehle zufauchte, wie ich die Stute zu reiten hatte. Ich seufzte. Er meinte es nur gut und im Endeffekt war er ein besserer Trainer als ich, doch das würde ich vor ihm nie zugeben.
    Am Ende des Tages hatten wir alle 13 Pferde fertig. Die nächsten 3 Tage arbeiteten wir kürzer, aber dennoch so, dass wir einen ordentlichen Erfolg erzielten und das Training nach 5 Tagen abschließen konnten.[...]

    7. Trainingsbericht - Juli 2015
    25. Juli 2015 by Veija
    Trainingsbericht
    My lovely Horror Kid Springen L auf M, Eldrian Antrax Springen L auf M, Cauldron of Renascence Springen L auf M, Drag me to Hell Springen A auf L, Zuckerschock Springen A auf L, Wimpys Little Devil Springen A auf L, Marly's Pluie Springen A auf L, Annie get your Gun Springen A auf L, Blazing Flame Springen A auf L, I've got the moves like Jagger Springen E auf A, Faster Springen E auf A, Genuine Lil Cut Springen E auf A, Lil Princess Gun Springen E auf A, What Lies Ahead Springen E auf A, Gun and Slide Springen E auf A, Dancing Moonrise Shadow Springen E auf A, Lovely Summertime Springen E auf A, Sympathy for the Devil Springen E auf A, My Blue Gun Springen E auf A, Your Possible Pasts Springen E auf A, Smoking Chex Springen E auf A, Ravi Springen E auf A, Snuff Springen E auf A, Enjoy Nature Springen E auf A, Woodstock Lady Springen E auf A, Augen auf! Ich komme Dressur L auf M

    Seufzend strich ich ein paar Namen auf einer Liste durch, wo die Trainingspferde drauf standen. Es waren im Endeffekt einfach viel zu viele Pferde, die wir mit 6 Leuten trainieren mussten, weshalb ich wohl bald an Personal aufstocken müsste- schon wieder.
    Heute hatten wir uns My lovely Horror Kid, Eldrian Antrax, Cauldron, Hell, Zuckerschock und Wimpys Little Devil vorgenommen. Nach dem satteln fanden wir uns auch schon auf dem Platz wieder, wobei Horror, Antrac und Cauldron in der Halle trainiert wurden, da sie schon eine Stufe höher waren als die anderen 3 Pferde. Den ganzen Vormittag verbrachten wir damit, den Pferden die Hindernisse schmackhaft zu machen und ließen es dann gut sein, damit die nächsten 6 an die Reihe kommen konnten. Diesmal waren es Pluie, Annie, Blaze, Jagger, Faster und Genuine. Ich ritt die stürmische Blaze, die sich heute nicht kleinkriegen lassen wollte. Ständig verweigerte sie oder warf die Stangen ab. Ich seufzte kurz und legte die Stangen ein Stück nach unten, ehe ich das Ganze nochmal versuchte. Dann klappte es und ich legte sie wieder hoch. Siehe da, die Stute konnte also doch springen!
    Als die Pferde dann fertig waren aßen wir etwas zu mittag, ehe wir weitere 6 Pferde aus ihren Boxen holten. Princess, What Lies Ahead, Gun and Slide, Shadow, Summertime und Sympathy for the Devil. Mit ihnen waren wir sehr schnell fertig, da sie alle sehr schnell lernten, so dass wir uns nun den restlichen Pferden widmen konnten. Es fehlten uns noch My Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, Ravi, Snuff, Enjoy Nature, Woodstock Lady und Augen auf, wobei letztere in Dressur trainiert wurde. Ich selbst schnappte mir Abby, mit der ich alleine auf den Dressurplatz ging. Es dauerte eine ganze Weile bis ich so ordentlich aufgewärmt hatte und sie locker an meinen Hilfen ging. Doch nach einer guten Stunde hatte ich ein schön gelassenes, locker laufendes Pferd unter mir, mit der es Spaß machte, zu trainieren. Ich schaute nun bei den anderen 5 vorbei, die immer wieder die Pferde unter sich tauschten und fleißig am Springen waren. Ich lachte kurz und brachte Abby dann weg, ehe ich den anderen half.

    8. Trainingsbericht - August 2015
    August 2015, by Veija

    [​IMG]

    Sympathy for the Devil Springen A auf L

    "Hopp, hopp, hopp!", sagte ich und schubste Alexis weiter den Flur entlang. "Pferde trainieren!" "Aber ich will nicht!" "Du musst aber" - seufzen. Nicht nur von Alexis, sondern auch von Riley, der mitllerweile bei uns ziemlich eingespannt wurde und anpacken musste, wo gerade Not am Mann war. "Ja, Riley, du auch", sagte ich etwas schnippisch zu ihm und schob auch ihn den Gang entlang. "Come on", sagte Caleb und schnippte seine Kippe weg. Seit neustem rauchte er, was mir gar nicht in den Kram passte. "Caleb!", fauchte ich ihn an und sofort zuckte er zusammen, hob die Zigarette auf und schmiss sie, als sie ganz aus war, in den Mülleimer. "You should stop smoking.. it smells terrible!", sagte ich ihm doch er rollte nur mit den Augen und ging dann auf den Stall zu, wo die Arbeit auf uns wartete. Ich nehme mir Skrúður und Trainiere ihn in Distanz von L auf M, Riley und Alexis ihr trainiert Eldrian Antrax und Cauldron of Renascence in Dressur von A auf L, Alexis, Aaron und Caleb ihr schnappt euch Snuff, Lovely Summertime und Sympathy for the Devil und trainiert sie in Springen von A auf L. Gebongt?", fragte ich alle und bekam ein nicken zur antwort. "Gut, an die Arbeit!", verkündete ich fröhlich und ging zur ox von Skrudi, um ihn mir fertig zu machen. Nach dem putzen schmiss ich ihm seine Decke und einen Vielseitigkeitssattel auf den Rücken, ehe ich ihm die Trense anlegte und mit einem Helm auf dem Kopf den Hof verließ. Im Moment regnete es sehr viel hier in Kanada, weshalb ich für Training außerhalb der Halle immer passende Momente abwarten musste. Diesmal schien ich jedoch Glück zu haben und konnte mir ruhig Zeit lassen mit unserem Ritt. Als ich um die Ecke bog, sah ich schon wie Eldrian sich in der Dressur versuchte und an den neuen Übungen scheiterte. Kurz grinste ich. Der Hengst hatte sich so gut gemacht und war für meine Poloponyzucht so relevant, dass er das einfach hinbekommen musste, da glaubte ich fest an ihn. Skrudi war von seiner Kondition her schon sehr gut, weshalb ich sofort traben und galoppieren konnte, als wir aufgewärmt waren. Wir ritten eine Strecke, die er schon sehr gut kannte, aber diesmal zügiger und auch ein paar kleine Umwege, damit die Strecke länger wurde. Nach einer guten Stunde rief mich Alexis an, welche Pferde nun an der Reihe waren. "Schnappt euch Ravi, Blazing Flame, Lil Princess Gun, Wimpys Little Devil und What Lies Ahead. Trainiert sie in Military von E nach A. Wenn einer von euch früher fertig ist, holt der sich noch Woodstock Lady. Dann machen wir Schluss für heute.", gab ich Anweisungen und hörte, wie ALexis im Hintergrund die Pferde verteilte. Dann legte sie auf. Ich trieb Skrudi ein wenig an, damit er mir nicht unter dem Hintern einschlief. "Guter Junge", sagte ich und klopfte seinen Hals, der schon ordentlich nass vom Schwitzen war, weshalb ich mich entschied, umzudrehen. Schließlich wollte ich nicht, dass der Hengst krank wurde.


    Auf dem Rückweg begegnete ich Caleb, der mir mit Woodstock Lady entgegen kam. Wir nickten uns kurz zu, ehe ich auf dem Hof ankam, Skrudi schnell absattelte und ihm eine Decke auflegte. Dann machte brachte ich ihn in seine Box und gab ihm noch seine Kraftfutterportion. Da die anderen wohl noch lange nicht zurückkommen würden, entschied ich mich dazu, Like Honey and Milk zu satteln und in Hunter under Saddle von LK 3 auf LK 2 zu bringen. Gesagt getan. Nach 10 Minuten war ich mit ihr in der Halle und ging die Grundlagen nochmal alle durch. Honey fand es komischerweise heute gar nicht lustig, dass sie ständig Zug im Maul hatte, doch da musste sie durch, weil ich sie hier nicht mit durchängenden Zügeln reiten konnte. So stand mir eine ganze Stunde voller Diskussionen und Streitereien an, bis Honey einigermaßen ordentlich lief. Ich ließ sie dann aber auch in Ruhe, weil ich unser Training mit einem positiven Ergebnis abschließen wollte. Dann brachte ich sie wieder in ihre Box. Im Stall traf ich die anderen, weshalb wir nun ins Haus gingen und gemeinsam zu Abend aßen.


    Am nächsten Tag ging es wieder früh los. Naja, was hieß früh, es war 10 Uhr. Von 7 bis 10 hatten wir die Pferde gefüttert und auf die Koppeln gebracht, jetzt ging es ans Training. "Caleb, Aliena, Alexis, Aaron und Riley, ihr teilt euch folgende Pferde auf: Annie get your Gun Trail LK 2 auf LK 1, Hot Smoking Chex Trail LK 3 auf LK 2, My Blue Gun & Your possible Pasts Reining LK 3 auf LK 2 und Enjoy Nature Reining LK 5 auf LK 4. Ich fahre mit Hollywood King Gun und Black Sue DunIt zu unseren Nachbarn, um sie in Barrel Race und Pole Banding weiter zu bringen. Bis heut Abend dann!", verkündete ich die Tagesplanung. Alle nickten zufrieden, weshalb ich nun in den Stall ging und mir King und Sue schnappte, die ich sattelte und in den Hänger stellte. Hier war es üblich, dass die Tiere komplett gesattelt in den Hänger kamen. Natürlich trennte ich die beiden großräumig voneinander, doch ich hatte wenig Hengste, die ausgeprägte Hengstmanieren hatten, so dass ich mir da keine Sorgen machen musste. Bei der Halle angekommen kam mir der Besitzer entgegen der mir seinen Azubi vorstellte. "Oh gut, willst du reiten? Ich hab zwei Pferde dabei, kann jedoch nur eins davon reiten, gleichzeitig geht ja schlecht.. dann kannst du direkt mal andere Pferde kennen lernen.", schlug ich dem jungen Mann vor, der aufgeregt nickte. "Gut, komm mit", sagte ich und führte ihn zum Hänger, wo wir zu erst meine rabenschwarze Sue ausluden, die ich ihm in die Hand drückte, ehe ich meinen Hengst aus dem Henger holte. Er hatte kaum Zeit die Pferde zu bewundern, da war ich schon beinahe bei der Halle. "Kommst du?", fragte ich ihn und hielt ihm die Tür auf. Die Halle war so groß, dass wir gleichzeigt Barrel Race und Pole Banding trainieren konnten. Gemeinsam wärmten wir die Pferde also auf, ehe es losging. Mit King hatte ich gerade mehr zu kämpfen als der junge Mann mit Sue, bei denen es super klappte. King reagierte kaum auf meine Hilfen, wir fielen sogar bei der zweiten Tonne einmal hin. Da der Hengst jedoch sehr flink war, stand er kurze Zeit wieder auf den Beinen. Ich hatte mir natürlich aus Reflex am Sattelknauf festgehalten und konnte noch rechtzeigtig mein Bein wegziehen, bevor er auf es draufgefallen wäre.. Nach einer kurzen Pause machten wir jedoch weiter, da es langsam spät wurde und wir das Training heute noch abschließen mussten. Mittags hatten mich die anderen angerufen, wen sie noch trainieren sollten. Arbeit war ja genug da, weshalb ich ihnen noch Comeback of a fallen Goddess und Marly's Pluie aufs Auge drückte. Goddess musste in Cutting von LK 4 auf LK 3 gebracht werden. Pluie in der Pleasure von LK 3 auf LK 2.


    Als ich dann spät am Abend heim kam, waren alle Pferde versorgt in ihren Boxen. King und Sue stellte ich noch dazu, gab ihnen Kraftfutter und ging dann erschöpft ins Bett.

    9. Trainingsbericht - Dezember 2015
    AlfurElfe Zuckerschock Dressur A-L, Priamos Ruffia Kincsem Dressur E-A, Versatilely Gold Dressur E-A, Sympathy for the Devil Distanz L-M | 8958 Zeichen | (c) Seimure
    Ich zog die Handbremse an, schnallte mich ab und stieg dann aus dem Auto. Die Trainingsaufträge führten mich mal wieder auf die Gips Reminder Ranch, und heute gab es viel zu tun. Insgesamt musste ich vier Pferde trainieren, drei davon in Dressur, einen Hengst in Distanz. Sobald ich den Stall betrat würde ich auch schon von Verena begrüßt. Da es schon neun Uhr war und ich heute ja vier Pferde reiten musste, holten wir sofort Sympathy for the Devil, mit dem ich heute eine 40-Kilometer-Strecke meistern würde. Verena und ich begannen damit, das gescheckte Fell des American Paint Horse zu bürsten und konnten ihn nach einer Viertelstunde satteln. Ich freute mich schon darauf, diesen Ritt im Westernsattel zu verbringen, denn in einem englischen Sattel taten einem nach einem ordentlichen Distanztraining die Sitzhöcker schon ziemlich weh. Verena gab mir noch eine Karte mit, auf der sie mehrere Strecken, die nicht allzu sehr durch Straßen unterbrochen wurden und ziemlich genau 40 Kilometer lang waren.
    Ich lenkte Pathy vom Hof und ließ ihn antraben. Um die Anforderungen der M-Distanz zu erfüllen, mussten wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von Zehn bis Fünfzehn Stundenkilometer einhalten. Bei der ersten Wegkreuzung bog ich nach rechts ab, denn diese Strecke führte über befestigte Wege durch den Wald und hatte einige gute Galoppstrecken. Immernoch im Trab kamen wir auf eine Straße zu, und ich parierte Pathy durch zu Schritt. Auf der Straße herrschte reger Verkehr, aber gleich der erste Autofahrer ließ uns vor. Nach der Straße Tat sich uns ein schnurgerader Weg auf und ich ließ Pathy angaloppieren. Um ihn nicht zu sehr zu belasten ging ich in den Entlastungssitz, woraufhin er noch schneller wurde. Ich schätzte den Weg auf circa fünf Kilometer, für die wir im Galopp nur sechs Minuten brauchten. Auf die lange Galoppstrecke folgte eine Kurve, in der ich Pathy sicherheitshalber durchparierte zum Schritt. Der Weg hinter der Kurve war noch endlos länger als der vorn der Kurve, weshalb ich Pathy wieder angaloppieren ließ. Die Geschwindigkeit schien dem Hengst zu gefallen und er preschte los wie der Blitz. Als wir nach zehn Kilometern zur nächsten Kreuzung kamen, parierte ich ihn durch zum Halt und gönnte uns beiden eine Pause. Ich prüfte die Karte und stellte erstaunt fest, dass wir schon fast 29 Kilometer geschafft hatten, obwohl es sich so anfühlte, als hätten wir gerade einmal die Hälfte der Strecke hinter uns gebracht. Schnell packte ich die Karte wieder ein und saß auf. Nach einigen kurzen Wegen auf denen wir trabten, gaben wir auf einer Galoppstrecke noch einmal unser Bestes, bevor wir den letzten Kilometer im Schritt ritten. Auf dem Hof wartete Verena schon mit dem nächsten Pferd. "Gute Zeit! Nur zwei Stunden 43.", lobte sie uns. "Wenn es dir nichts ausmacht, könntest du sofort mit Zuckerschock in die Halle, ich würde mich dann um Pathy kümmern", bot sie mir an. Ich saß ab, lobte Pathy noch einmal und übergab ihn dann Verena, während ich Zuckerschock von ihr übernahm. Mit der Stute sollte ich die Lektionen der L-Dressur erarbeiten.
    In der Halle stellten wir uns bei X aufstellten und wie immer überprüfte ich vor dem Aufsitzen noch die Bügel und den Gurt. Nach dem Aufwärmen und einer kleinen Wiederholung der A-Lektionen begann ich mit dem versammelten Trab, den Zuckerschock schnell drauf hatte. Im Trab ritten wir eine Kehrtvolte, um dann an der langen Seite eine doppelte Schlangenlinie zu reiten. Da ich Zuckerschock bei den Bahnfiguren nicht viel beibringen musste, hatte ich auf meiner imaginären Liste bald auch die Schlangenlinie in drei und in fünf Bögen, die Halbe Volte im Trab, die Acht-Meter-Volte und aus der Ecke kehrt abgehakt. Nun befassten wir uns mit der Hinterhandwendung, welche das Gegenstück zu der Vorderhandwendung darstellte, welche sie schon aus der A-Dressur kannte. Ich parierte sie durch zum Halt und legte die Gerte weiter nach hinten in die Verwahrung. Dann trieb ich sie mit dem äußeren Schenkel nach innen, sodass sie sich nach innen drehen musste. Bei den ersten Versuchen brach sie die Lektion einfach bei der Hälfte ab und wollte abwenden, aber nach mehreren Versuchen klappte es endlich. Nun fehlte nur noch der Außengalopp. Ich ließ Zuckerschock bei E antraben und trieb sie nach der kurzen Seite in den Galopp. Dabei achtete ich darauf, dass sie auf dem richtigen Fuß angaloppierte und nicht gleich wieder in den Innengalopp verfiel. Nachdem ich auf die Uhr geschaut hatte und feststellen musste, dass wir schon seit einer Stunde und fünfzehn Minuten in der Halle waren, ließ ich mir die Zügel aus der Hand kauen und ritt Zuckerschock trocken. Dann stellten wir uns wieder ordentlich bei X auf, ich lobte sie überschwänglich und saß dann ab.
    Da Verena auf dem Hof nicht zu sehen war, Band ich Zuckerschock an, sattelte sie ab und brachte ihr ihr Futter. Dann ging ich in die Sattelkammer und suchte das Halfter und doe Putzsachen von Priamos Ruffia Kincsem, die allerdings nur Pria gerufen wurde, weshalb ich auch recht lange brauchte, um das Halfter zu finden, da der Haken nur mit ihrem Spitznamen beschriftet war. Ich wusste wo die Stuten stand und machte mich auf den Weg zur Weide. Pria war leicht zu finden und ich brachte sie auf den Hof, wo ich anfing sie zu putzen. Da wir heute auf A-Dressur-Niveau trainieren würden, trenste ich sie mit einem Englischen Reithalfter. Bevor wir in die Halle gingen brachte ich Zuckerschock zurück auf die Weide und gab ihr zum Abschied ein Leckerli. Dann ging ich mit Pria in die Halle, wo wir uns bei X aufstellten und ich vor dem Aufsitzen noch einmal Bügel und Gurt überprüfte.
    Zum Aufwärmen ritt ich die üblichen Bahnfiguren aus der E-Dressur, wobei ich auch durch die Länge der Bahn wechselte, was ja in der A-Dressur neu, wenn auch nicht schwierig war. Dann begann ich mit dem Trab, wo ich darauf achtete, dass sie immer fleißig vorwärts ging. Die Zehn-Meter-Volte war keine Schwierigkeit, genauso wenig das Zügel aus der Hand kauen lassen im Trab. Ich parierte sie wieder durch zum Schritt und blieb bei A stehen. Den inneren Schenkel legte ich etwas weiter nach vorn, währen der äußere Schenkel Pria etwas weiter hinten nach innen trieb. Die ersten Versuchen der Vorderhandwendung brach Pria immer verwirrt ab, aber irgendwann hatte sie verstanden, was ich von ihr wollte. Ich lobte sie ausgiebig und wendete mich dann dem Rückwärtsrichten zu. Ich hatte das Gefühl, dass es Pria nicht gerade neu war, aber da sie immer nur zögerlich ein paar Schritte nach hinten machte, übten wir es, bis sie sogar eine ganze kurze Seite am Stück rückwärts lief. Da wir alle angeforderten Lektionen trainier hatten und schon seit einer Stunde in der Halle waren, ließ ich mir die Zügel aus der Hand kauen und ritt Pria trocken. Bevor ich absaß lobte ich sie überschwänglich, denn sie hatte ihre Sache heute echt gut gemacht.
    Verena trainierte wohl auch gerade, denn als ich wieder auf den Hof kam, war wieder keine Spur von ihr zu sehen. Ich befreite Pria von ihrem Sattelzeug und gab ihr ihr Futter. Dann holte ich das nächste Pferd, Versatilely Gold, eine sechsjährige Stute, und begann sie für das anstehende A-Dressurtraining fertig zu machen. Bevor ich Gold, wie sie genannt wurde, sattelte, brachte ich Pria auf die Weide und verabschiedete mich auch von ihr mit einem Leckerli.
    Auch mit Gold ging ich in die Reithalle. Das Aufwärmen bestand wie üblich aus dem Abrufen der Kentnisse aus der E-Dressur und vielen Biegungen und Handwechseln. Wie bei Pria begann ich mit den neuen Bahnfiguren und den Trablektionen. Da es bei den Bahnfiguren ja eigentlich nicht um Können oder Talent ging, sondern darum, bei dem richtigen Bahnpunkt abzubiegen und auf dem richtigen Weg den nächsten Punkt zu erreichen. Da Gold gut mitarbeitete, konnten wir bald die Zehn-Meter-Volte, die Schlangenlinien durch die Bahn in vier Bögen, den Handwechsel durch die Länge der Bahn und das Zügel aus der Hand kauen im Trab und im Schritt abhaken. Auch das Rückwärtsrichten kannte Gold schon, da es ja zur Grundausbildung eines jeden Pferdes dazu gehörte. Sie war nicht nur beim Rückwärtsrichten, sondern auch bei der Kehrtwende auf der Vorderhand viel sicherer als Pria, und so mussten wir daran nicht mehr viel arbeiten und konnten uns dem Überstreichen im Galopp zuwenden. Ich ließ Gold antraben und in der Ecke nach der kurzen Seite angaloppieren. Nach etwa einer Runde im guten Mittelgalopp überstrich ich die Zügel, was sie glücklicherweise nicht irritierte. Schließlich parierte ich sie wieder durch und ließ mir im Schritt die Zügel aus der Hand kauen. Bevor ich absaß lobte ich sie, glücklich, dass wir heute so viel erreicht hatten.
    Zusammen mit Verena versorgte ich Gold mit Futter und brachte sie dann in den Stall, denn draußen wurde es schon dunkel. Ich verabschiedete mich von Verena und versprach ihr, dass ich bald wieder zum Trainieren herkommen würde. Dann machte ich mich auf den Heimweg, denn auch bei uns gab es noch viel zu tun.

    10. Trainingsbericht - Januar 2016
    [​IMG]
    Januar 2016, by Veija

    Reining LK 2 - LK 1

    "Beweg deinen Arsch!", sagte ich murrend zu Caleb und zog ihm die Decke vom Leib. "Wieso bist du eigentlich noch im Bett?! Du weißt genau so gut wie ich, wie viel zu tun ist!", knurrte ich ihn an. "Lass mich, ich hab Kopfweh", sagte er und riss mir die Decke aus den Fingern. "Caleb!", knurrte ich erneut und zog an der Decke. "Wir haben Aspirin, jetzt mach!" "Na gut", murrte er und griff nach meinen Armen, so dass ich, unbeholfen wie ich war, wegrutschte. Mit einem Ruck zog er mich auf sie drauf ins Bett. "Und was bekomm ich dafür?", fragte er mich süffisant grinsend, wie er es so oft tat, und zog mich näher an sich ran. "Caleb, lass das!", sagte ich und strampelte mich frei. Hätte er mich wirklich festgehalten, hätte ich keinerlei Chancen gehabt, doch er ließ locker und ich flog etwas weniger elegant auf den Boden. Schnell rappelte ich mich auf. "Steh jetzt auf!", sagte ich sauer und verließ mich hochrotem Kopf sein Zimmer. Natürlich musste ich im Flur auf Alexis stoßen. "Was ist denn mit dir passiert?", fragte sie mich und ich nuschelte nur in meinen nicht vorhandenen Bart hinein. "Nichts, an die Arbeit! Schick alle in die Reithalle, da teil ich die verdammten Aufgaben ein", maulte ich sie an und verschwand in meinem Zimmer. Ich knallte die Tür zu und sank daran herunter. Warum machte Caleb sowas immer? Warum tat er mir das immer wieder an? Er hatte mir mehr als deutlich gezeigt, dass ich keine Chance bei ihm hatte. Ich hatte mich mit Svejn vergnügt und auf einmal schien Caleb wieder Interesse zu haben? Verrückte Welt. Nichts desto trotz musste ich mich wieder aufraffen und zur Reithalle gehen, die Pferde mussten trainiert werden. An der Halle warteten schon alle auf ihre Befehle und ich zückte kurz mein Handy, um den Plan für diesen Monat vorzulesen. "Folgende Pferde müssen wir trainieren: Eldrian Antrax Trail LK 5 auf LK 4, Kunis, Blazing Flame, Ahyoka und Western Dancer in Dressur von E nach A, Monster Delusion & Versatilely Gold in Dressur A nach L sowie Zuckerschok in Dressur von L nach M. Priamos Ruffia Kincsem in Springen von E nach A, Marly's Plui & Annie get your Gun in der Pleasure, Pluie LK 2 auf 1, Annie LK 5 auf 4. Crescent Wolf, My Sweet Little Secret, Magnificient Crow, Miss Holly Golightly, Snapper Little Lena & Only Known in Texas müssen eingeritten werden, von Holly und Lena lasst ihr jedoch die Finger, die mache ich.", erklärte ich und machte eine kurze Pause. "Nun die Diziplin, für die unsere Ranch eigentlich bekannt ist. DunIts Smart Investment & Chocolate Dream Reining LK 5 auf 4. HGT's Enjoy Nature LK 4 auf 3, Comeback of a fallen Goddess LK 3 auf 2. Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat & Your possible Pasts LK 2 auf 1. Bekommen wir das hin?", warf ich dann in die Runde und bekam von allen ein lautes "JA" zu hören. "Gut, wer macht wen?", fragte ich dann in die Runde und sah zu erst zu Caleb, Aliena und Amy Lee, meinen drei Westerncracks. "Ich mach Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat, Your possible Pasts, Comeback of a fallen Goddess, Marly's Pluie und..." "Ich glaub das reicht erstmal", sagte ich lachend. Calebs Leidenschaft war das Training, weshalb ich ihn auch immer zu erst fragte. Er war einfach der Beste von uns allen. "Ich nehme dann Annie get your Gun, DunIts Smart Investment, Chocolate Dream, Only Known in Texas, Magnificient Crow und My sweet little Secret.", sagte Amy Lee und notierte sich die Namen in ihrem Handy. "Ich nehme dann Eldrian Antrax, Crescent Wolf und HGT's Enjoy Nature.", erklärte Aliena und verschwand sogleich, um mit den Tieren anzufangen. "Caleb du nimmst dir Murphy mit, Aliena du nimmst dir Finn mit", sagte ich noch und schaute zu Octavia und Bellamy. "Ihr beide kommt nachher mit mir mit", sagte ich lächelnd. Ich hatte es gerne, wenn Bellamy und seine Schwester zusammen waren, denn Bellamy konnte sehr aufbrausend werden, wenn er nicht wusste, wo seine Schwester war. "Aliena, Riley und Aaron, welche Pferde macht ihr?", fragte ich dann und blickte zu den dreien rüber. Aaron war der erste der sich meldete: "Ich will Priamos Ruffia Kincsem, Monster Delusion und Versatilely Gold machen", erklärte er und ich nickte. "Riley du?", fragte ich den jungen Mann dann. "Ich mache Western Dancer und Kunis", erklärte er und schaute nun zu Alexis, die als letzte an der Reihe war. "Ich mache dann Blazing Flame, Ahyoka und Zuckerschock", schlussfolgerte sie und ging an die Arbeit. Heute und auch die nächsten Tage würde es voll werden in der Halle und auf dem Round Pen. Die Reitplätze waren leider unbrauchbar im Moment. "Dann kommt Bellamy und Octavia, gehen wir die Pferde holen", erklärte ich lächelnd und ging vor. Mein Weg führte mich zur Koppel, auf der Holly und Lena standen. Beide standen dösend im Schnee und auf einen Pfiff hin hoben sie den Kopf, um auf mich zuzukommen. Lena hatte es momentan gar nicht leicht, denn durch ihre Blindheit und den Schnee konnte sie den Boden nicht gut unter sich fühlen, weshalb sie nur zögernd hinter Holly hertrabte. "Na ihr zwei Hübschen, alles gut?", fragte ich streichelte die beiden. "Octavia nimm dir Holly", sagte ich und reichte ihr das Halfter. Ich selbst holte mir Lena, die das Ganze Prozedere von wegen Aufhalftern und Putzen nur zu gut kannte. Mit den beiden Pferden gingen wir in ihre Boxen, da der Putzplatz komplett belegt war und ich mit Lena bis jetzt immer in der Box gestanden hatte, um sie zu putzen. "Bellamy du kannst deiner Schwester helfen, bei Lena würde ich das gerne alleine machen", erklärte ich und sah den fragenden Blick. "Stimmt, das könnt ihr ja gar nicht wissen.. Lena wurde hier auf dem Hof geboren und hat im Fohlenalter wegen einer schlimmen Augenentzündung das Augenlicht verloren, sie ist komplett blind, leider. Deshalb bin ich bei ihr auch so vorsichtig und lass eigentlich niemanden an sie heran.", erklärte ich. "Und die kann man später trotzdem reiten?", fragte Bellamy mich und ich nickte. "Ja genau, die kann man später auch reiten. Du wirst sehen, dass sie mal ein tolles Pferd werden wird", sagte ich zu ihm und nahm Lena die Decke ab, ehe ich anfing sie zu putzen. Was ich dann machte? Das war schon so zur Routine geworden, dass ich es gar nicht großartig aufführe: Gewöhnung an die Kommandos im Round Pen, Sattel auflegen, Trense drauf, immer wieder longieren, bei Lena viel mit Stimme arbeiten, Reiter drauf, und und und. Am Ende des Monats waren nun alle Pferde in den jeweiligen Klassen aufgestuft.

    11. Trainingsbericht - Mai 2016
    Mai 2016, by Veija
    [​IMG]

    Sympathy for the Devil Trail LK 4 auf LK 3

    [...]In der Halle baute ich also eine Menge Stangen auf, mit denen wir später arbeiten wollten. Nach einer Weile kam Aliena mit dem gesattelten Dash zu mir in die Halle, wo sie ihn zunächst nachgurtete und dann ausgiebig longierte. Nach dem Longieren schwang ich mich dann in den Sattel und ritt ihn zunächst in allen Grundgangarten auf jeder Hand, damit ich nochmal ein Gefühl für ihn bekam. Das erste Hindernis war die Brücke, über die er nun ohne Probleme hinüber ging. Beim letzten Training hatte dies noch nicht so einfach geklappt, aber Dash war einfach so ein ruhiger Genosse, so dass dies nun kein Problem mehr war. Lächelnd lobte ich ihn, nachdem er wieder Sand unter seinen Hufen hatte und ritt zu den Schrittstangen. Dash schnaubte einmal und wir gingen gemütlich über die Stangen drüber. Auch die Trabstangen waren kein Problem mehr. Im Gegensatz zum letzten Mal hatte ich auch Galoppstangen auf den Boden gelegt, die wir nun überritten. Auch hier kam er nicht dran, weshalb ich ihm erneut lobend den Hals klopfte. Die Schlangenlinien um die 3 Pylonen und die Schrittstange an der Zweiten klappten auch ganz gut, weshalb ich das Ganze im Trab und schließlich auch mit größeren Abständen im Galopp probierte. Dash tat sich ein wenig schwer, den genauen Abstand zu messen, bei dem er über die Stange laufen sollte, doch mit etwas Übung würde dies auch klappen. Die letzten beiden Übungen die ich heute machen wollte, waren das Viereck aus Stangen und das L. Beides klappte heute schon um einiges besser als das letzte Mal, weshalb ich das Training nun beendete.[...]

    12. Trainingsbericht - Juni 2016
    [​IMG]
    30. Juni 2016
    Dressurtraining von Sympathy for the Devil E → A | 3873 Zeichen | © BellaS
    „Warum meldest du dich ständig für Aufträge, die du am Ende doch nicht erledigst??“ Mein Tonfall war nicht mehr ganz sachlich, denn noch mehr Arbeit kam mir momentan nicht wirklich gelegen. „Das geht im Moment gar nicht! Ich kann dir nicht immer alles abnehmen!“ Ich hätte noch eine ganze Weile so weiter lamentieren können, doch inzwischen war das Tor der Gips Reminder Ranch in Sicht gekommen. Ich drückte auf den Auflegen-Button meines Handys und würgte damit Linn ab, die soeben zu einer Rechtfertigung ansetzen wollte. Pech gehabt. Was schob sie mir auch immer die Arbeit zu?
    Nun ja. Im großen und ganzen war ein A Dressurtraining bei Verena ein Aufwand von 2 Stunden, wäre da nicht die Anreise. Ich parkte meinen Wagen und steuerte direkt auf die Stallungen zu. Nach Verena, Svejn, Ovtavia oder den anderen brauchte ich gar nicht Ausschau halten. Entweder ich lief einem von ihnen über den Weg, oder eben nicht. Ich kannte mich hier sowieso gut genug aus um das Training zu erledigen und unbemerkt wieder zu verschwinden. Die Stufenerhöhung konnte Verena dann als Trainerin auch selbst eintragen. Ich schnappte mir Pathys Sachen, zu denen erstaunlicherweise sogar ein Dressursattel gehörte. Gut, das gute Stück wurde mit Sicherheit gemeinschaftlich genutzt, aber irgendjemand hatte wohl an mich gedacht und ihn direkt hier für mich platziert. Dressur im Westernsattel wäre zwar auch möglich gewesen, aber ich war schon recht froh, dass mir das erspart blieb.
    Ich holte den Hengst aus seiner Box, suchte mir den nächstbesten Ring zum anbinden und begann zu putzen. Helle Pferde waren Meister darin, sich bis zur Unkenntlichkeit mit allem einzusauen, was man finden konnte. Hier wurde zum Glück oft genug gemistet, dass Pathy gar keine Chance bekam sein Fell mit Mistflecken zu verzieren und Stroh und Staub wurde man wesentlich schneller los. So dauerte es nicht lange bis der gutmütige Hengst in voller Montur vor mir stand. Sogar der Sattel, der seine besten Jahre schon hinter sich hatte, passte gut. Insgeheim hatte ich befürchtet, dass ich noch auf die Suche nach einem Gelpad oder Keilkissen gehen müsste, um den Sattel in eine vernünftige Lage zu bekommen. Aber was dachte ich hier überhaupt? Verena liebte ihre Pferde. Unpassende Sättel waren hier ebenso ein Tabu wie bei mir selbst. Seufzend schnappte ich mir Helm und Handschuhe und wanderte in Richtung Außenplatz. Immerhin, das Wetter hier war super. Nach etwas aufwärmen im Schritt, begann ich mit den üblichen Bahnfiguren. Alle möglichen Handwechsel, ordentliche Zirkel. Für den Hengst, der brav mitarbeitete und fein auf alle Hilfen reagierte, weder etwas neues noch ein Problem. Auch im Trab, der so schön und schwungvoll war, dass ich in aussitzen konnte, verlor er kein Stück seiner feinen Reaktion. Hier bemerkte ich einmal mehr warum ich es liebte Verenas Westernpferde englisch zu reiten. Alle anderen Pferde neigten dazu extrem langsam zu reagieren, hatten sie ihre Masse einmal in Bewegung gesetzt. Verenas Pferde dagegen waren darauf trainiert aus vollem Galopp zu bremsen oder von einer Sekunde auf die andere aus dem Stand anzugaloppieren. Für einen geübten Reiter war das, gerade bei der Dressur, ein Traum.
    Ich brauchte vielleicht eine Stunde, bis ich sämtliche Übungen durchgegangen war und feststellte, dass ich hier einfach nichts zu tun hatte. Dieser Hengst konnte alles, gab sich Mühe und war wunderbar zu reiten. Was wollte man mehr?
    Ich lobte Pathy ausgiebig und versorgte ihn, ehe ich Verena suchen ging. Gang unbemerkt verschwinden wollte ich dann doch nicht und jede Besitzerin freute es bekanntermaßen, wenn die Trainerin eins ihrer Pferde in den Himmel loben konnte. Bei der Gelegenheit erledigte ich auch noch den Papierkram und machte mich schließlich, nach dem Besuch bei einigen bekannten Pferdenasen und vielleicht dreieinhalb Stunden Aufenthalt, wieder auf den Weg nach Hause.

    13. Trainingsbericht - August 2016
    [​IMG]
    August 2016, by Veija, 26770 Zeichen

    Horse & Dog Trail

    Teilnehmer:
    1. Fiona O'Brien mit Pallaton & Willow
    2. Jani mit Baraija & Tala
    3. Linn Petri mit Vidja & Flóki
    4. Alicia Grey mit Fina & Püppi
    5. Nicolaus du Martin mit Marid & Asuka

    Anfang August

    Leise trommelte ich auf dem großen Tisch in der Küche herum. Wir waren mittlerweile 13 Personen hier auf der Ranch und noch immer hatte jeder von uns eigentlich viel zu viel zu tun, weshalb ich mir nicht so ganz sicher war, wie meine neue Idee ankommen würde. Von der Ferienranch ganz zu schweigen, von der eigentlich nur Svejn etwas wusste. So langsam trudelten meine Mitarbeiter dann ein. Murphy, Finn, Bellamy und Octavia waren die ersten, denn die vier hingen immer gemeinsam auf dem Hof rum. Naja, so ganz stimmte das nicht, Finn und Murphy standen oft zusammen und Bellamy und O. Die ersten beiden beziehungsweise der erste, also Finn, würde uns bald verlassen. Murphy würde noch eine Weile bleiben.
    Nun kam Svejn angerollt und lächelte mir gequält zu. Seit seinem Reitunfall war er an den Rollstuhl gefesselt. Naja, nicht für immer, aber eine Weile. Aliena, Alexis und Aaron tauchten auf, Caleb und Amy Lee sowie Riley. Unser Neuzugang Nick ließ auf sich warten, aber er war auch eigentlich, so gemein es klang, nicht wirklich wichtig für mein Vorhaben. Wichtig waren lediglich Aliena und Caleb, wobei ich den Rest gerne dabei hatte, um ihnen zu erzählen, warum bald fremde Pferde, fremde Hunde und vor allem eine Hand voll fremder Leute auf der Ranch herumlief.
    "Da ihr nun alle da seit...", fing ich an und sah von Gesicht zu Gesicht. "Möchte ich sagen, dass hier bald ein Horse & Dog Trail stattfindet und sich sogar schon fünf Personen mitsamt ihren Pferden und Hunden angemeldet haben. Octavia war sofort Feuer und Flamme- leider war sie da die Einzige. "Boah das ist ja cool! Und die kommen dann alle mit ihren Hunden ? Ich liebe Hunde, das wird total toll! Darf ich helfen? Oh bitte lass mich dabei helfen!", quasselte sie doch Caleb unterbrach sie. "We... have a lot of work to manage.." "We have a lot of people who can manage..", sagte ich und lächelte ihn an. "Man Caleb, jetzt sei kein Spaßverderber!", sagte Octavia und schlug ihn gegen den Arm. Caleb konnte das ja mal gar nicht leiden und setzte an, sie zurück zu hauen- das war so seine Art. Doch nach einem kurzen Blick zu Bellamy, der Caleb ziemlich vielsagend anstarrte, ließ er den Quatsch bleiben. "Wir haben eine ganze Menge an Pferden, die für diese eine Woche aus dem Training genommen werden können und einfach ihr Leben als Pferd auf der Koppel genießen können. Mit dem Training hängen wir eh nach, diese Turniersaison können wir bis auf ein paar Pferde vergessen, also was solls?", meinte ich dann schulterzuckend. "Bin dabei.", sagten einige und nickten mir zu, ehe sie wieder ihrer Arbeit nachgingen. Nur Caleb blieb sitzen und starrte mich an. "You don't agree with anything I plan or do. Neighter with the prisoners or with this project." "I need to admit that this might be a good project. If you need help, I'll help you.", sagte er und verschwand dann auch- nur Svejn war noch da. Das sah ich allerdings erst, als ich mich geknickten Hauptes umdrehte, und den Raum verlassen wollte. "Eine schöne Idee ist es ja.", sagte er lächelnd und nahm meine Hand in die Seine. "Ich würde dir ja helfen.. aber..", sagte er und drehte sich mit dem Rollstuhl einmal im Kreis, nachdem er meine Hand losgelassen hatte. "Vielleicht kannst du mir doch helfen.", meinte ich lachend und küsste ihn kurz. "Wie?", wollte er neugierig wissen, doch ich zuckte nur die Schultern. Nächste Woche würden die Teilnehmer kommen, es war noch viel zu tun!

    Mitte August
    Eine Woche war jetzt vergangen und wir hatten es geschafft, alles rechtzeitig her zu richten. Die fünf Boxen waren mit frischem Stroh ausgestreut, die Gästezimmer waren sauber gemacht und ein wenig verziert worden und auch eine kleine Überraschung hatte ich mir ausgedacht, welche zudem ein wenig Werbung für die Gips Reminder Ranch sein würde. Ein richtiges Programm hatte ich nicht auf die Beine gestellt, denn es war mein erster Kurs und irgendwie hatte ich nicht so wirklich daran gedacht. Tja, würde schon schief gehen, denn ich hatte nun keine Zeit mehr und die ersten Gäste kamen schon!!
    Die erste Besucherin war Fiona O'Brien mit Paint Horse Pallaton und Australien Shephard Willow. Ich begrüßte sie ganz herzlich, ehe wir ihr Pferd ausluden und den schicken Wallach in seine Box brachten. Willow verstand sich sofort mit meinem Rottweilerrüden, so dass ich Fiona in aller Ruhe ihr Zimmer zeigen konnte. Sie war schon einige Male auf der Ranch zu Besuch gewesen, weshalb sie sich auf eigene Faust umsah. Um 13 Uhr solle sie mich bei der Halle treffen, dann würde es eine Überraschung geben.
    Unser nächster Gast war Jani mit ihrer Paint-Araberstute Baraija. Mit 92% Araberanteil war nicht mehr viel von dem Paint übrig geblieben, aber ich hoffte, dass diese 8% im Training doch durchschlagen würden, da Araber nicht gerade meine Lieblingspferde waren, weil sie mir einfach zu nervös waren. Vielleicht war das auch einfach nur ein Vorurteil gegenüber dieser Rasse und Jani und Baraija würden mir das Gegenteil beweisen. Ebenfalls dabei hatte Jani ihre Mini Australien Shephard Hündin Tala. Auch dieses Trio wurde von mir allerherzlichst empfangen. Zu erst luden wir die Araberstute aus, ehe wir sie in den Stall in ihre Box brachten. Dann folgte Jani's Zimmer. Ausnahmsweise durften die Hunde mit ins Haus, da ich keine ganze Meute von Hunden auf dem Hof herumlaufen haben wollte, da ja auch fremde Pferde hier waren. Nach dem Auspacken leitete ich Jani an Octavia weiter, die auch Fiona eingesammelt hatte, um den beiden dann nochmal eine Führung über den Hof zu geben.
    Ich wollte gerade nach Svejn sehen, als gleich zwei Trailer auf den Hof rollten. Seufzend lief ich die Treppe also wieder runter und auf den Hof, wo ich sofort ein Lächeln aufsetzte. Als erstes war Linn Petri auf den Hof gefahren. Mit an Bord war ihre Isländerstute Vidja und ihr Isländischer Schäferhund, der nur knappe 50cm und mich zunächst staunen ließ. "Der sieht aber lustig aus, für ein Schäferhund.", sagte ich und tätschelte seinen flauschigen Kopf. "Es ist ja auch ein Isländischer Schäferhund, die sehen ganz anders aus." "Ja, das seh ich.", sagte ich lachend und zeigte ihr dann, wo sie ihre Stute hinstellen konnte, ehe ich Bellamy dazu rief, der ihr dann gleich ihr Zimmer zeigte.
    Nun ging ich zu Alicia Grey, die auch schon ein paar Mal hier auf der Ranch gewesen war und Pferde trainiert hatte, deshalb hatte ich sie ihre Norwegerstute Fina alleine ausladen lassen. Dabei hatte sie ihren Hund Püppi, eine Mini Bullterrierhündin. Jani und Alicia waren die einzigen beiden, die neben dem Gruppentraining auch Einzeltraining bekommen würden, da ich ihre beiden Pferde in Trail aufstufen sollte.
    Kaum hatte ich auch Alicia ihr Zimmer gezeigt, so kam der letzte Teilnehmer auf den Hof gefahren. Der einzige Mann in unserer Runde, Nicolaus du Martin mit seinem Shagya Araberhengst Marid, der wohl alles andere als einfach war. Auch mit von der Partie war der Whippetrüde Asuka, welcher sich als wirklich gutherzig herausstellte. Nachdem also auch das letzte Pferd in der Box verstaut, alle Autos aus dem Weg gefahren und alle Zimmer bezogen waren, durften sich alle auf dem Hof umsehen oder etwas essen, was Alexis in der Küche gezaubert hatte. Auch die anderen Mitarbeiter fanden sich nach und nach in der Küche ein, wo wir über ein paar Themen plauderten, was jedoch dauernd von winselnden Hunden unterbrochen wurde. Mit 18 Leuten und 6 Hunden war das Haus wohl doch irgendwie zu klein, weshalb sich Caleb und Aliena sputen mussten, damit wir drei zusammen schon mal in den Stall vorgehen konnten. Doch davor machte ich noch eine kleine Ansage: "Hört mal kurz alle zu.", sagte ich laut und schaute zu, wie alle die Köpfe hoben, Gäste sowie Mitarbeiter. "Aliena, Caleb und ich gehen schon einmal vor in den Stall, um eine kleine Überraschung vorzubereiten. Ich treffe euch alle nicht wie vereinbart um 13 Uhr am Stall, sondern um 14 Uhr in der Halle. Die Hunde sind bitte an der Leine zu führen und werden euch später von meinen Mitarbeitern abgenommen, denn ihr werdet anders beschäftigt sein. Eure Pferde brauchen wir erst einmal nicht..", erklärte ich und wollte mich gerade umdrehen, um zu gehen, ehe mir noch etwas einfiel: "Achso, bitte bringt eure Reithelme mit in die Halle.", sagte ich und schaute mir ihre verdutzten Gesichter an. Ich konnte mir genau vorstellen, was sie dachten: Reithelme, ohne Pferde?
    Insgeheim lachte ich mir ja ins Fäustchen, ehe ich mit Aliena und Caleb in den Stall ging. "Also, was hast du vor?", fragte mich Aliena. "Damit sie ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, einen Trailparcours auf einem ausgebildeten Pferd zu reiten, werden wir jetzt 6 Pferde fertig machen, die wir gleich unter den Teilnehmern aufteilen.", erklärte ich und sah in das verdatterte Gesicht von Caleb. "6 Pferde?" "Eins für mich, einer muss ihnen ja zeigen, was sie machen sollen.", sagte ich lachend und betrachtete meine Pferde. Gar nicht so einfach, sechs davon aus zu wählen, doch meine Wahl fiel schließlich auf folgende 6 Pferde: Sympathy for the Devil, Annie get your Gun, Bella Dun Del Cielo, Cielos Double Dun It, Gun and Slide und Sheza bat Cat.
    Annie war im Trail auf LK 1, Pathy und Bella auf LK 3, Gipsy, Gun and Slide und Sheza auf LK 4. Ganz zufrieden war ich mit meiner Auswahl nicht, aber ich wollte nicht nur Pferde auf LK 4 anbieten, sondern auch bessere. Bella und Gipsy hatte ich gar nicht mit rein nehmen wollen, aber da so viele Pferde im Moment nicht im Training standen, mussten wir die Pferde holen, die gerade da waren. Wir machten die sechs Pferde fertig und brachten sie gesattelt nach und nach in die Halle, wo wir sie an der Bande anbanden. Wir bauten ein paar kleinere Hindernisse auf, 5 um genau zu sein, die meine Kursteilnehmer durchreiten konnten. Ich hatte bewusst Hindernisse aus einer Walk and Trot Beginner Klasse geholt, da die Aufgaben nachher mit den Hunden auch nur Leichte sein würden. Die erste Aufgabe bestand aus 6 Stangen, wenn man die Stangen anritt, trabte man zu erst über zwei Stangen, wendete nach rechts ab, trabte wieder über zwei Stangen, wendete erneut ab und übertrabte die letzten zwei Stangen. So lagen also zwei Stangen auf 3 Uhr, zwei auf 6 und zwei auf neun. Sie konnten zu erst im Schritt überritten werden und später im Trab. Das zweite Hindernis war einfach ein kleines Quadrat aus vier Stangen, in das man hineingehen und sich einmal um 360° drehen würde. Dann ritt man heraus, über drei Schrittstangen, bog links ab und trabte über drei Stangen, fertig war diese Station. Die nächste Station hatte, oh wunder, wieder etwas mit Stangen zu tun. Jetzt konnten meine Teilnehmer diese Übung im Schritt üben, in der Prüfung wurde sie jedoch im Trab geritten. Dabei lag eine Stange auf 2 Uhr, eine auf 9 und eine auf 4 Uhr, das war also ein wenig schwieriger, die Abstände genau einzuschätzen, als bei der anderen Stangenübung mit 6 statt 3 Stangen. Die nächste Übung war wahnsinnig einfach, zumindest für mich- für die Teilnehmer vermutlich nicht. Zwei Stangen lagen parallel nebeneinander, welche zu erst im Schritt durchritten werden mussten, bis man komplett durch die Stangen durch war, dann wurde rückwärts gerichtet. Das letzte Hindernis war ein einfaches Tor, welches jedoch kein Tor sondern ein Seil war, was man öffnen und schließen musste.
    Nach einem Blick auf die Uhr hatte ich noch eine halbe Stunde Zeit, weshalb ich mir zusammen mit Aliena und Caleb jeweils ein Pferd schnappte und die Übungen schon einmal durchging. Nachdem wir alle fünf Übungen gemacht hatten, nahm sich jeder ein anderes Pferd und machte das nochmal. Wir banden die Pferde wieder fest und gingen nach draußen, um die Kursteilnehmer abzuholen. Octavia, Finn, Murphy und Bellamy übernahmen die Hunde und gingen schon mal vor in die Halle. "Da ihr nun alle da seit, möchte ich euch die Überraschung zeigen, kommt mit.", sagte ich lächelnd und zusammen gingen wir in die Reithalle, wo die sechs Pferde standen und uns neugierig ansahen. Doch nicht nur die Pferde schauten verdattert, als auf einmal so viele Leute in der Halle waren, auch meine Kursteilnehmer schauten verwundert, als sie meine Pferde da stehen sahen. "Damit ihr zu erst einmal ein Gefühl für die Aufgaben bekommt, reitet ihr heute nur meine Pferde. Zu erst ohne Hunde, dann später mit.", erklärte ich und sah in aufgeregte Gesichter. "Das sind ja Bella und Gipsy.", sagte Fiona begeistert und ging zu Gipsy rüber. "Ist eigentlich eine Premiere, dass jemand fremdes Bella oder Gipsy reiten darf.", lachte ich. "Also Annie get your Gun ist die braune Frame Overostute hier. Nicolas ich möchte, dass du sie reitest. Sie ist im Trail auf LK 1, testet ihre Reiter aber auch gerne aus, weshalb sie deinem Shagya Araberhengst sehr nahe kommt.", erklärte ich und sah zu, wie Nicolas seinen Helm anzog und der Stute über die Nase streichelte, ehe er aufstieg. "Reite sie ganz gemütlich im Schritt warm, lass sie nicht über die Hindernisse gehen, das kommt gleich.", erklärte ich und sah dann zu den anderen Teilnehmern.
    "Der Rosenschimmelhengst hier ist Sympathy for the Devil, Pathy genannt. Jani ich möchte, dass du ihn reitest, da er genau so eine treue Seele ist wie deine Baraija. Er ist im Trail auf LK 3. Reite ihn auch warm und bleib bitte noch von den Hindernissen weg. Bisschen aufpassen mit den Stuten, aber Pathy ist da ein ganz cooler, der macht nichts viel, sollte also kein Problem sein.", erklärte ich ihr und wandte mich dann an Fiona. "Ich möchte, dass du Gipsy reitest. Du müsstest ihn ja schon kennen, viel muss ich nicht erklären. Sei bei ihm aber vorsichtig im Maul.", erklärte ich ihr und sie stieg, über beide Ohren grinsend, auf. Ich selbst würde Bella reiten, weshalb noch Sheza und Gun and Slide übrig blieben. "Linn dir übergebe ich Sheza und Alicia du bekommst Gun and Slide. bei dem du ein bisschen mit den Stuten aufpassen musst. Ran an die Stangen.", sagte ich und nachdem alle aufgesessen und warm geritten hatten, fing ich an die Übungen zu erklären. "Hier vor mir liegen 6 Stangen, zwei auf 3 Uhr, zwei auf 6 Uhr und zwei auf 9 Uhr. Ich reite an und verlangsame mein Pferd vorher, damit sie sich die Stangen anschauen kann. Die guten Trail Pferde nehmen dann die Nase runter und schauen sich die Sache kurz an, ehe sie drüber gehen. Ihr dürft so langsam reiten wie ihr wollt, aber ihr dürft nicht stehen bleiben. Wenn das im Schritt geübt wurde, kann das im Trab geritten werden, so wie es bei der Prüfung auch gemacht werden muss.", erklärte ich meinen Teilnehmern, ehe es zum nächsten Hindernis ging. "Das hier ist ein Quadrat, in das ihr hineinreitet und euch einmal um 360° dreht, dann hinausreitet und über diese drei Stangen hier im Schritt geht. Ihr biegt nach links ab und trabt dann über die nächsten drei Stangen.", erklärte ich Hindernis Nummer 2. "Es wird sich die ganze Woche um diese fünf Hindernisse drehen, ärgert euch also nicht, wenn es heute noch nicht klappen will.", fügte ich aufmunternd bei und ritt zu Hindernis Nummer 3. "Hier liegt eine Stange auf 2 Uhr, eine auf 4 Uhr und eine auf 9 Uhr. Das Ganze wird im Trab geritten, ihr könnt beziehungsweise müsst es jedoch im Schritt üben, sonst kann das nicht klappen.", sagte ich und ritt auch dieses Hindernis einmal vor, ehe ich zu Nummer 4 überging. "Das hier ist einfach.", lachte ich und ging mit Bella einmal durch die parallel liegenden Stangen hindurch, stoppte und ritt rückwärts wieder raus. "Viel erklären muss ich hierzu nicht. Zum nächsten auch nicht.", sagte ich dann und führte ihnen das Tor vor. Ich lobte Bella für ihren fehlerfreien Ritt und gab sie Octavia, damit sie sie wegbringen konnte. "Jetzt seit ihr an der Reihe. Fiona und Gipsy Station 1, Jani und Pathy Station 2, Linn und Sheza Station 3, Alicia und Gun and Slide Station 4 und Nicolas und Anni Station 5."
    Es war ein wunderschöner Nachmittag, bei dem niemand zu kurz und alle auf ihre Kosten kamen. Nachdem alle ihre Station geübt hatten und es auch einigermaßen geklappt hatte, hatten wir die Hunde dazugenommen, jedoch immer nur einzeln, damit die Hunde auch wirklich bei ihren Besitzern blieben und es kein heilloses Durcheinander von Pfeifen und Stimmen gab. Alle hatten sich gut geschlagen, so dass wir die Pferde zusammen fertig für die Boxen gemacht hatten, ehe jeder sich um sein Pferd gekümmert hatte und wir nun gemütlich zu Abend aßen. "Morgen machen wir das Ganze mit euren Pferden.", prophezeite ich schon einmal. "Jedoch morgen komplett ohne Hunde. Heute habt ihr ja jeder nur eine Station geübt, morgen werden wir jeder jede Station reiten.", erklärte ich, ehe wir den Abend gemütlich ausklingen ließen.
    Am nächsten Morgen waren alle Kursteilnehmer um 10 Uhr mit ihren Pferden in der Halle. Man sah müde Gesichter, aufgeregte Gesichter und dann war da Nicolas, der dem Ganzen sehr skeptisch gegenüber trat. "Was ist los, Nicolas?", fragte ich ihn und verschränkte die Arme vor der Brust. "Marid ist kein Boxenpferd, er ist ziemlich blöd eben beim Satteln gewesen, weiß nicht ob er mich hier nicht gleich abbuckelt.", erklärte er mir und ich seufzte. "Sag sowas doch früher, er kann auf eine kleine Koppel. Octavia zeigt dir nachher den Weg.", sagte ich. "Möchtest du trotzdem diese Einheit mitreiten oder willst du lieber aussetzen?", fragte ich ihn. "Ich gehe lieber eine Runde ins Gelände mit ihm, heute Mittag bin ich wieder dabei." "Alles klar, reitet nicht zu weit weg, es gibt schon bald Mittagessen.", sagte ich freundlich und öffnete den beiden die Tür, damit sie nach draußen reiten konnten. Wieder bei den anderen angekommen schaute ich in die Runde. "Wer möchte anfangen?", fragte ich und Fiona schien darauf zu brennen, mit ihrem Paint Horse Wallach das Versuchskaninchen zu sein. "Station 1 hast du ja gestern schon mit Gipsy geübt, Pallaton scheint mir ein kluges Kerlchen zu sein, das sollte also kein Problem sein.", erklärte ich und sah ihr dabei zu, wie sie den Wallach langsam an die Stangen heran führte und sogar ohne eine der Stangen zu berühren hinüberritt. "Gut, versuch es mal im Trab.", erklärte ich und sah ihr zu. "Guuut! Der hat Talent, dein Kerlchen!", sagte ich und rief dann Jani und Baraija auf, die entgegen meiner Erwartungen wirklich eine ruhige Stute war, ganz anders, als die Araber, die ich sonst so kannte. "Reite langsam heran und lass sie dann gucken, bleib aber nicht stehen.", erklärte ich und sah den beiden zu, wie sie ihren ersten Versuch wagten. Die letzte Stange touchierte Baraija, aber das war nicht schlimm. "Nicht schlimm, dreh sie sofort herum und geh das Ganze von der anderen Seite.", erklärte ich ihr und sie nickte, wendete ihre Stute und überschritt die Stangen erneut. "Genau, super.", sagte ich und schaute dann zu Linn und Vidja, die als nächstes dran waren. Ich wusste, dass Isländer nicht sprangen, deshalb war ich mehr als gespannt, wie Vidja sich schlagen würde, doch die Stute machte einen guten Job und ließ sich von den bunten Stangen auf dem Boden nicht unterkriegen. "Super macht ihr das!", lobte ich die beiden. Heute gingen alle die Hindernisse nur im Schritt, damit die Pferde die Sachen kennenlernten. Heute Mittag würden einige schon traben. Alicia und Fina schlugen sich auch wirklich super, so dass die beiden auch die ersten waren, die das Quadrat ausprobieren durften. "Hierbei müsst ihr wirklich darauf achten, dass ihr die Pferde langsam dreht.", erklärte ich und sah Fina zu, wie sie sich abmühte, rum zu kommen. "Fina ist eben kein richtiges Westernpferd, die das kennen, sich so eng zu drehen. Aber keine Sorge Alicia, das kann sie lernen! Das ist wirklich kein Problem!", versicherte ich ihr, nachdem ihre Stute zum gefühlten hundertsten Mal aus dem Quadrat herausgestolpert war. "Das üben wir heute Abend nochmal." "Linn und Vidja sind die nächsten.", sagte ich und schaute den beiden zu. Vidja hatte es viel einfacher, da sie kleiner war und einen kürzeren Rücken als Fina hatte, so kam sie besser rum. "Gut, reicht schon.", sagte ich, nachdem sie auch über die Schrittstangen gegangen war. Jani und Baraija hatten keine Probleme, ebenso wenig wie Fiona und ihr Paint Wallach. Wir übten die anderen drei Stationen auch noch eine Weile, ehe die erste Einheit beendet war. Dann wurden die Pferde weggebracht und es ging zum Essen, wo auch Nicolas wieder zu uns stieß.
    Am Nachmittag waren dann alle fünf Teilnehmer wieder dabei. Die vier Teilnehmer, die heute morgen schon dabei gewesen waren, zeigte Nicolas und Marid, was sie gelernt hatten, so dass ich den Teilnehmern gespannt von der Bande aus zusehen konnte. Ab und an ging ich zu ihnen und half ihnen ein wenig. Bevor es wieder Abendessen gab, hatten alle Teilnehmer jede Station nochmal ausprobiert und wenigstens einen fehlerfreien Durchlauf gehabt. Ich hatte in dieser Einheit auch erfahren, dass Nicolas gar nicht Nicolas sondern Nicolaus hieß, peinlich, aber wenigstens zog sich das nicht durch die ganze Woche.
    Nach dem Abendessen fanden sich Alicia und Fina sowie Jani und Baraija wieder in der Halle ein. "Ihr vier habt euch wirklich schon super geschlagen, ich würde die beiden Pferde jetzt nur kurz selbst über die Hindernisse reiten und gegebenenfalls Korrektur reiten. Dann können sie auch schon in der LK 4, also in Klasse A starten.", erklärte ich und die beiden nickten. Ich schnappte mir zu erst Fina. Auf Alicias Hof hatte ich ihren Norweger Remi schon ein paar Mal geritten. Seit dem waren mir die Norweger ans Herz gewachsen, weshalb ich nicht aufgeben wollte, Fina im Quadrat drehen zu lassen. Ich stieg also nicht auf, sondern ging neben ihr her ins Viereck und lenkte sie dann im Kreis. Sie war auf der Hinterhand ziemlich flink, aber auf der Vorhand sehr schwerfällig, weshalb ich sie mit dem Fingernagel in die Schulter zwickte, damit sie aufpasste, was sie da vorne machte. Auf der einen Hand klappte das Ganze dann auch wirklich gut, auf der anderen nicht so gut. "Aber hast du gesehen Alicia, wie sie auf einmal die Vorhand einsetzen konnte, nachdem ich sie immer und immer wieder gezwickt habe, damit sie aufpasst?", sagte ich und sie nickte. Weh tat das der Stute natürlich nicht, es diente lediglich dazu, dass sie darauf achtete, wo sie ihre Beine hinsetzte. Ich probierte das drehen nun aus dem Sattel heraus und es sah schon viel besser aus, als heute morgen. Ich durchritt die anderen Hindernisse auch, bei denen es keine Probleme gab, ehe ich Alicia ihr Pferd in die Hand drückte. "Bitte das Quadrat probieren.", sagte ich und schnappte mir Baraija, stellte die Bügel ein und stieg dann auf. Der Stute merkte man ihren Paintanteil doch noch an, auch wenn es nur noch 8% waren. Leichtfüßig überschritt sie die Stangen. Lediglich am Tor hatte sie Probleme, einfach mal ihren Hintern still zu halten. Das konnte ich ihr aber auch nicht ausreden, weshalb ich einfach mein äußeres Bein die ganze Zeit an ihren Bauch hielt, damit sie am Tor stehen blieb. "Das wars eigentlich schon.", erklärte ich, nachdem ich auch die anderen Übungen mit der Stute geritten hatte. "Du noch einmal und dann ist Feierabend.", erklärte ich und schickte die beiden nachher zufrieden in den Stall, ehe Nicolaus mit dem gesattelten Marid in die Halle kam. "Darf ich vielleicht ein bisschen für mich üben? Das fuchst mich, dass ich heute morgen nicht mitmachen konnte...", gestand er mir kleinlaut. "Ich kann gerne hierbleiben und dir Tipps geben, wenn du möchtest. Ich kann aber auch gehen.", sagte ich nett und er schüttelte den Kopf. Er schien wohl in seinem Stolz geknickt. "Ich würde gerne alleine versuchen." "Gut, sag mir morgen früh vor dem Training wie es war und ob etwas nicht geklappt hat.", erklärte ich und ließ ihn dann alleine, ehe ich ins Haus und todmüde ins Bett fiel.
    Tag 3 und 4 waren weniger spektakulär, morgens waren jeweils Gruppenstunden, nachmittags Einzelstunden mit den Hunden, wobei diese eigentlich noch Nebensache waren. Spannend wurde es wieder am fünften und sechsten Tag, da wir nun die Hunde richtig mit einbanden. Bei der Station 1 musste der Hund auf der linken Seite neben dem Pferd herlaufen, aber ebenfalls über die Stangen gehen, weshalb wir am Morgen die ganzen Hindernisse mit den Hunden zu fuß durchschritten hatten, damit die Tiere langsam lernten, wo sie laufen mussten. Bei Station 2 war es egal, auf welcher Seite der Hund lief. Bei Station 3 sollte er rechts laufen. Bei Station 4 sollte er außerhalb der beiden Stangen beim Durchreiten mitlaufen. Dann sollte er sich ablegen und liegen bleiben, bis das Pferd wieder rückwärts aus den Stangen raus war. Bei dem Tor lag ein kleines Quadrat aus Stangen, wo der Hund abgelegt wurde, ehe das Tor durchritten und der Hund hinterher gerufen wurde. Besonders amüsant war der Ritt von Jani, Baraija und Tala, da die junge Hündin schier zu übereifrig war und Baraija dauernd vor die Hufe lief, was die Stute gar nicht so lustig fand. Mit viel Ruhe bekam das Trio jedoch den Parcours auf die Reihe. Asuka fand die kleine Pfütze- wie auch immer das Wasser in die Halle gekommen war, viel interessanter als das Training und wälzte sich zur Freude aller im Wasser, ehe ein völlig nasser und von oben bis unten sandfarbener Hund zu seinem Herrchen Nicolaus lief und sich neben ihm schüttelte. Marid erschreckte sich und machte einen Satz zur Seite, jedoch blieben alle unverletzt. Linn, Alicia und Fiona hatten keine Probleme mit ihren Hunden, auch wenn Fionas Pferd Pallaton so langsam schlapp machte. "Der hat Muskelkater, glaubst du mir das?", hatte ich dazu nur gesagt und lachend den Kopf geschüttelt.
    Der letzte Abend war doch recht amüsant und ging noch bis in die halbe Nacht, ehe am nächsten Morgen alle abreisten.
    Zu erst machte sich Jani mit ihrem Pferd Baraija und ihrem Hund Tala auf den Weg. Das Verladen verlief problemlos und ich wünschte den dreien eine gute Heimreise. Auch Linn und Alicia verschwanden relativ schnell und problemlos. Ihre Pferde ließen sich gut verladen und so winkte ich den Trailern noch hinterher, ehe ich zu Nicolaus, den ich noch immer die ganze Zeit versehentlich Nicolas nannte, ging. "Weißt du warum ich dich die ganze Zeit so nenne? Ich habe einen neuen Mitarbeiter der Nicholas.", sagte ich lachend und schaute ihm beim Verladen von Marid zu. Asuka half dabei kräftig, naja eher weniger, denn er bellte die ganze Zeit. Nach einer Weile und viel Geduld von Nicolas... Nicolaus' Seite, war das Pferd verladen und sie verließen den Hof.
    Fiona hatte mich gefragt, ob sie noch einen Tag bleiben und Gipsy nochmal reiten durfte. Widerwillig hatte ich zugestimmt und sie noch einen weiteren Tag hier behalten, bei dem sie Gipsy auf einem kleinen Ausritt reiten durfte, während ich mit Bella neben ihr her ritt. Als dann auch Fiona die Ranch verlassen hatte, viel ich erschöpft auf die Couch, von der mich Caleb unsanft runterschubste. "Was machst du da? Glaubst du die Boxen misten sich alleine?" Der Alltag konnte wieder beginnen.
    [​IMG]

    Die Kür:
    Vor ein paar Tagen hatte mich eine total aufgelöste Rachel angerufen, sie wöllte Sympathy for the Devil so gerne auf einer Hengstkörung laufen lassen, sei aber total unfähig ihn ordendlich zu reiten. Nett wie ich war, hatte ich ihr zugesagt, ihn vorzustellen, weshalb ich jetzt hier war und die Mähne meines ehemaligen Pferdes bürstete. "Du bist mir einer...", sagte ich lachend und klopfte seinen Hals. Ein bisschen Leid tat es mir ja, ihn verkauft zu haben, aber bei Rachel würde er es mehr als gut haben. Sonst hätte sie mich ja wohl nicht angerufen, wenn sie sich nicht um das Pferd scheren würde.
    Ich sattelte und trenste den Hengst dann als fertig, ehe ich aufstieg und ihn schon warm ritt. Es dauerte eine Weile, bis wir aufgerufen wurden und ich mit dem Hengst vor die Halle ritt. An X sollten wir stehen und grüßen, warum dann nicht ein wenig Action reinbringen, dachte ich mir und gab Dash Küsschen. Wie ich es von ihm kannte, flogen seine Ohren nach hinten und er galoppierte mit einem solchen Schwung los, dass ich meinen Hut festhalten musste, damit er nicht davon flog. Vor X stoppte ich ihn, so dass wir über den Punkt hinüber schlitterten, stoppten und ich ihn ziemlich zackig rückwärts wieder hinauf stellte. Dann hob ich den Kopf und grüßte sie. Bis jetzt waren nur unspektakuläre Ritte gewesen, weshalb die Richter nun doch etwas verdattert schauten. Damit mein- Soso- Hengst nicht total aus der Übung kam, galoppierte ich ihn langsam auf der rechten Hand an und ritt zu erst zwei große Zirkel, dann einen Kleinen. Bei X gab ich die Hilfen zu einem Galoppwechsel, ehe ich auf der linken Hand zunächst einen langsamen Zirkel und dann zwei Schnell galoppierte. Aus dem zweiten Zirkel heraus galoppierte ich ihn an der Bande vorbei, ehe wir erneut stoppten. Wir rutschten eine Weile über den Boden, bevor wir standen. Dann ritt ich Dash im Schritt wieder an, was ihn sichtlich verwirrte, da eine Reining nur im Galopp geritten wurde. "Alles gut Dash, das hier ist kein Westernturnier...", versuchte ich ihn zu beruhigen und ging auf beiden Händen ganze Bahn im Schritt, ehe ich ihn antrabte und total aus dem Konzept brachte. Eigentlich wollte ich Schlangenlinien reiten, aber ich entschied mich dann einfach für Geraden, damit Dash sich nicht verhaspelte mit seinen Beinen. Ich wechselte nun durch die Länge der Bahn und galoppierte ihn wieder an, ehe ich aus der Ecke heraus Kehrt machte, damit auch die letzte Übung absolviert war. Dann ritt ich wieder in die Mitte, verabschiedete die Richter und trabte aus der Halle, wo ich sofort von Soso empfangen wurde. "Also.. damit hätte ich jetzt nicht gerechnet.", sagte ich total baff. "Tja.. ich weiß halt, was meine Pferde können. Schlecht sind die nämlich nicht.", lobte ich mich und meine Arbeit selbst und übergab Dash wieder seine Besitzerin- mit einem lachendem, und einem weinenden Auge.
    [2859 Zeichen ; geprüft bei Lettercount.com]


    [​IMG]
     
    Veija gefällt das.
  7. Rinnaja

    Rinnaja Bekanntes Mitglied

    Meine Teilnahme mit A King of Magic

    [​IMG]

    Steckbrief
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]
    Vater: Unbekannt
    Mutter: Unbekannt
    [​IMG]
    Rasse: Angola Araber
    Geburtsjahr: 2010
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 1,60
    Fell: Champagne Dun
    [​IMG]
    The King of Magic ist ein Leistungswilliger Hengst mit viel Ausdauer. Er macht was man von ihn verlang hat aber duch seine Ausdauer viel Power und geht gerne mal durch wenn man ihn nicht Richtig am Zugel bekommen. Mit ihn kann man den noch durch dick und dunn gehen da er ein sehr Gutes Reitpferd ist und super Tritt sicher ist egal wo man mit ihn lang geht. Da er gerne rennt ist er gut für Galopp rennen gedacht auch für Dressur kann man ihn gut gebrauchen da er super schöne GGA zeigt beim laufen.

    GGA Verschmust Arbeitswillig Rennt gerne Ausdauern Voller Power Tritt sicher
    [​IMG]
    Gekört/Gekrönt: [​IMG]
    Gen Code: Ee/aa/Dd/Chch
    Nachkommen: [​IMG]
    [​IMG]
    Galopp/Dressur

    Gang: A
    Western: E A L M S
    Galopp: E A L M S
    Fahren: E A L M S
    Dressur:E A L M S
    Distanz: E A L M S
    Springen: E A L M S
    Military: E A L M S

    [​IMG]
    209.Distanzturnier
    251.Distanzturnier
    308.Springturnier
    310.Springturnier
    311.Springturnier
    360.Springturnier

    373.Springturnier
    292.Westernturnier
    318.Dressurturnier
    331.Dressurturnier
    344.Dressurturnier
    367.Dressurturnier
    209.Militaryturnier
    211.Militaryturnier
    260.Fahrturnier
    31.Gangturnier
    [​IMG]
    Besitzer: Rinnaja
    Vorbesitzer: xxx
    Vkr: Rinnaja Ersteller: Rinnaja
    Reitbeteiligung: [​IMG]

    Die Kür

    Ein letztes mal strich ich die Satteldecke glatt und überprüfte die Mähne meines Hengstes, ob sich auch ja keiner der Zöpfe gelockert hatte. Er sah tadellos aus, und s schwang ich mich schließlich in den Sattel, natürlich nicht ohne auch mein Äußeres einer genauen Prüfung zu unterziehen.
    „Wird schon schiefgehen.“ erklang die Stimme meines Begleiters hinter mir, doch ich fand keine Zeit mehr für eine Erwiderung.
    „Nun folgt der Araber Hengst A King of Magic. Er wird vorgestellt von (Rinnaja).“
    Tief durchatmend nahm ich die Zügel auf und mein Hengst schritt in die brechend volle Halle. A King of Magic war ein alter Hase. Er kannte volle Hallen nur zu gut und hatte scheinbar beschlossen sich heute von seiner besten Seite zu zeigen.
    Ich ließ ihn vor der Tribüne der Richter halten und grüßte. Selbst mein Hengst neigte den Kopf, was unter den Zuschauern vereinzeltes Gelächter hervorrief. Schließlich begannen wir mit unserer Kür. Wir waren das Ganze sicher tausend Mal durchgegangen, solange bis ich sogar von der Kür geträumt hatte.
    A King of Magic schien sich der Augenpaare, welche auf ihm ruhten durchaus bewusst zu sein, denn der Araber zog eine Show ab, wie man sie höchstens von einem Rassehengst erwartet hätte.
    Mit stolz erhobenem Kopf und weit ausgreifend machte er sich, beinahe ohne mein Zutun, auf den Weg vom Bahnpunkt X zu E.
    Nun ging es im Schritt auf die ganze Bahn, nur um beim nächsten Zirkel anzutraben und auf den Zirkel zu gehen. Mit 'aus dem Zirkel wechseln' m Trab, hatten wir bereits den Trab auf beiden Händen sowie die zwei geforderten Bahnfiguren abgearbeitet, doch wir wollten nicht stur den Anweisungen folgen und so hatten wir uns eine schöne Kür ausgedacht.
    Bei C gingen wir schließlich ganze Bahn, nunmehr wieder im Schritt. Erschrocken stellte ich fest, dass meine Gedanken bereits abschweifte, so eigenständig ging A King of Magic.
    Die Zeit schien auf einmal schneller zu vergehen. Eine runde ganze Bahn, angaloppieren, den Galopp auf der linken Hand präsentieren, auf den Mittelzirkel gehen, durch den Zirkel wechseln und Galopp auf der anderen Hand, schon fand ich mich bereits bei X wieder. Bevor ich aus der Halle ritt, grüßte ich die Richter ein zweites Mal.
    Wieder außerhalb der Arena ließ ich die Zügel auf den Hals des Hengstes fallen und lobte ihn ausgiebig. „Wenn wir heute nicht bestanden haben, dann weiß ich auch nicht weiter.“ flüsterte ich ihm zu, ehe ich umringt und zu unserer tollen Leistung beglückwünscht wurde. Doch insgeheim wusste ich, es war nicht meine Leistung gewesen, sondern die meines wunderbaren Pferdes.
    2576 Zeichen – geprüft mit lettercount || © BellaS

    [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Sep. 2016
    Veija und Bracelet gefällt das.
  8. Ofagwa

    Ofagwa Shorty

    Ofagwa
    mit Fiebertraum

    [​IMG]

    ~ Steckbrief ~
    Rufname: Plüschi
    Geboren: 14. Februar 2008

    ~ Abstammung ~
    aus der: Goldlöckchen -- Englisches Vollblut
    Götterfunke x Fabelwesen

    vom: Freudenraum -- Englisches Vollblut
    Golden sun x Big Picture

    ~ Exterieur ~
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 1,67 cm
    Fellfarbe: Palomino
    Abzeichen:
    unterbrochen Blesse | v.l. weiße Krone | v.r. dunkle Flecken | h.l. halb weiß | h.r. hoch weiß

    ~ Interieur ~
    In der Box: gut händelbar
    Mit anderen Pferden: versteht sich mit den meisten
    Auf der Weide: ruhig , friedlich
    Beschreibung: Sport- und Rennpferd

    Beschreibung: Fiebertraum ist ein ziemlich frecher Hengst der zugleich aber auch sehr sensibel wirkt. An der Longe oder allein in der Halle hat er raumgreifende Schritte und benimmt sich sehr temperamentvoll. Von seinem Vater wurde er sehr ausdauernd, was man oft zu sehen bekommt. Fiebertraum ist ein reinrassiges Englisches Vollblut. Als Jährling wurde er direkt aus England nach Deutschland importiert und in Deutschland eingeritten. Mit dem zweiten Lebensjahr kam er zu mir.
    .
    ~ Zuchtinfos ~
    Besitzer : Ofagwa
    Gezüchtet bei|Vrk: vampyrin
    In der Zucht: Oakwood

    Gekrönt|Gekört : Nein
    Gewinnerthema:
    Decktaxe :
    Nachkommen:
    -

    ~ Qualifikationen ~
    Galopprennen Klasse : S*| Dressur Klasse : A |Spring Klasse: E |Military Klasse : E| Western Klasse : E| Distanz Klasse : E

    210. Galopprennen | 239. Galopprennen | 378. Dressurturnier
    [​IMG][​IMG][​IMG]
    ____________________________________________

    Letzter Tierarztbesuch: 21. August 2016
    Krankheiten / ehemalige Verletzungen:
    -
    Letzter Hufschmiedbesuch: 26. August 2016


    ~ Bilder ~

    Tierarzt Besuch vom 21. August 16
    [​IMG]
    Nach langer Zeit bekam ich mal wieder die Gelegenheit, zwei altbekannte Gesichter zu besuchen. Zum einen Michelle und zum anderen Fiebertraum. Der Vollbluthengst war lange in meiner Obhut gewesen, ehe er umgezogen war und wie ich sah, schien er hier richtig aufgeblüht zu sein. Und so fuhr ich heute als Tierärztin auf nach Oakwood. Dort wurde ich auch direkt von Michelle in Empfang genommen, welche mich herzlich begrüßte und mich bat, kurz vor dem Stall zu warten.
    Fiebertraum stand noch auf der Weide und sie holte ihn fix. Wir trafen uns wieder vor dem Stall und ich begrüßte den schönen Hengst kurz, ehe ich Michelle direkt bat, ihn mir auf dem Hof einmal im Schritt und einmal im Trab vorzuführen. Die Gänge waren klar und Fiebertraum schien auch komplett entspannt zu sein. So machten wir uns auf den Weg zum Putzplatz, wo Michelle den Hengst anband.
    Ich kontrollierte fix den Pupillenreflex, ehe ich einen Blick in Ohren und Maul warf. Danach tastete ich die Lymphknoten des Hengstes ab und danach das Genick abwärts die Wirbelsäule. Fiebertraum blieb vollkommen entspannt und ließ sich brav abtasten. Ich lobte ihn kurz und zückte dann mein Stethoskop. Nun mussten noch Herz und Lunge abgehört werden, ehe ich auch noch die Körpertemperatur kontrollierte.
    Alles war im grünen Bereich, dementsprechend war Fiebertraum topfit. Ich ließ mir den Impfpass geben und entschied, direkt alle vier Impfungen aufzufrischen. Das bedeutete Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut. So war Fiebertraum direkt wieder vollständig für alle Turniere ausgestattet. Abschließend musste er noch die Wurmkur schlucken und dann war er komplett durch. "Die nächsten zwei Tage eventuell etwas ruhiger angehen, aber danach könnt ihr wieder loslegen", meinte ich noch lächelnd zu Michelle, ehe ich meine Sachen packte und mich verabschiedete.


    Hufschmeid Besuch vom 26. August 16
    [​IMG]
    Hufschmied | sadasha
    Leise vor mich hin summend holte ich mit einem Schweißmesser die unverkennbaren Zeichen des vorangegangenen Trainings mit Mr. Raw Depression aus dessen Fell, als mein Handy plötzlich mitsummte. Es war Michelle. Wir hatten uns schon des öfteren unterhalten und auf manchen Turnieren traf man sich ganz unwillkürlich. Sie rief geschäftlich an. Ihr Vollbluthengst Fiebertraum sollte die Hufe gemacht bekommen. Die Umstände wurden schnell geklärt und in den nächsten Tagen bereitete ich den Wagen für einen Abstecher an die deutsche Ostsee vor. Fiebertraum... Der Name sagte mir doch etwas. Die Fahrt über ließ mich der Gedanke nicht los den Namen schon einmal gehört zu haben. Auf dem Hof in Schönberg angekommen begrüßte mich Michelle und führte mich sofort zu ihrem Hengst. Als ich den Palomino sah fiel es mir wie Schuppen von den Augen. „Ah, daher kommt er mir bekannt vor...“ murmelte ich vor mich hin während ich ihn von oben bis unten musterte. Der Hengst beobachtete mich aufmerksam, die Ohren drehten sich immer mal zur Seite. „Bitte, woher?“ hakte Michelle nach und ich sah auf. Hatte ich wirklich so laut gedacht? „Ich habe ihn schon bei Galopprennen mitlaufen sehen.“ erklärte ich. Ein so auffälliges Pferd vergisst man nicht. Mir war auch bekannt, dass er schon bei zwei Rennen platziert wurde.

    Michelle lächelte. „Kann ich noch irgendwie helfen?“ bot sie sich an. „Lass ihn mir einmal vortraben, dann sehe ich besser ob er vielleicht noch eine bestimmte Korrektur benötigt.“ Gesagt getan. Michelle löste den Strick und lief los. Der Hengst schien noch keine großen Probleme mit den Hufen zu haben, hier und da sah ich aber dennoch Fehler im Detail. Vor allem die Eisen hatten ihre beste Zeit schon hinter sich. „Gut, danke. Den Rest schaffe ich alleine.“ sagte ich freundlich, während ich Fiebertraum übernahm und auf dem Innenhof anband, sodass ich den Wagen bis kurz vors Pferd fahren konnte. So hatte ich Schmiede und Pferd nahe beieinander. Die Schmiede musste aber erst mal aufheizen. In der Zwischenzeit nahm ich die alten Eisen vorne herunter. Beim Abtragen der alten Sohle fiel mir auf, dass doch mehr Horn weg musste als ich auf den ersten Blick vermutet hatte. Zum Schluss knipste ich mit der Zange den Hufrand ab und raspelte schließlich alle Ecken und Kanten ab. Den gleichen Prozess des Ausschneidens und der Korrektur durchliefen nun auch die restlichen drei Hufe. Die hellen Hufe bestanden aus besonders weichem Horn, sodass sie sich schneller abnutzten. Das merkte man auch bei der Bearbeitung und so war ich hier extra vorsichtig. Meine Schmiede brauchte jetzt nur noch ein paar Minuten, bis sie die Temperatur erreichte die ich brauchte. Die wenigen Minuten nutzte ich um die Hufeisengröße herauszufinden. Die alten Eisen war so abgenutzt, dass sie nicht weiter verwendet werden konnten. Beim Abnehmen hatte man das Gefühl sie kämen einem schon freiwillig entgegen.

    Fiebertraum war fast schon frech. Der Hengst ließ mich immer mal seinen Schweif spüren, wenn ich gerade mal schräg neben ihm stand um die Eisenform zu begutachten, die ich nun an seine Vorderhufe anglich. Um bei der Form auf Nummer sicher zu gehen legte ich das Eisen immer wieder fast auf den aufgebockten Huf. Der Hengst ließ das ruhig über sich ergehen. Lobend strich ich ihm über die Schulter bevor ich mit dem Eisen endgültig zufrieden war und es einmal kurz zum Schließen der Poren auflegte. Für Fiebertraum war das wohl der unangenehmste Part bisher. Kurz schrak er hoch, doch da war das Eisen schon wieder weg. Schließlich wurde es auf Normaltemperatur herunter gekühlt. Der Innenhof stand nun zum Teil im Schmiedequalm und ich nagelte mit ein paar Hufnägeln das Eisen an, knipste die überstehenden Nägel ab und schliff die restlichen Kanten runter. Auch das Eisen für den zweiten Vorderhuf passte ich erst gründlich an, bevor ich es ebenfalls annagelte. Fiebertraum stand nun auf vier frisch gemachten Füßen und lief nach wenigen Schritten wieder einen astreinen, makellosen Trab. Dessen versicherte ich mich bevor ich ihn wieder seiner Besitzerin überließ. „Vielen Dank.“ Anerkennend lächelte Michelle mich an nachdem wir die Bezahlung geklärt hatten und uns verabschiedeten. Einige Minuten später hatte ich das Auto wieder bepackt und verließ den Hof um mir noch ein wenig die Ostsee anzusehen bis es zurück nach England ging.
    4335 Zeichen | sadasha
    Trainingsberichte [2]
    [​IMG]
    Trainingsbericht Galopp M-S | Bracelet

    Am ersten Kalendertags des Monats kam ich nach langer Reise bei den Oakwood Stables an. Etwas ungeschickt suchte ich ein wenig später die Klingel des Haupthauses und ehe ich mich versah wurde die große Tür vor mir aufgerissen. Ich erschrak und stieg einen Schritt zurück, stolperte sogar fast. ,,Hallo?'' Na super. Es war die Gestütsbesitzerin und ich hatte mal wieder einen perfekten ersten Eindruck gemacht. ,,Hallo Ofa.'',sagte ich hochroten Gesichtes und reichte ihr freundlich die Hand. Sie begrüßte mich ebenfalls und bat mich hinein. Daraufhin zeigte sie mir mein Zimmer für die kommenden Tage und die anderen Räumlichkeiten. Dann ließ sie mich erstmals auspacken und duschen.
    Als ich mit allem fertig war schlüfte ich auch schon in meine Reithose und nahm Helm samt Handschuhen in die Eine und meine ausgelatschten Stallschuhe in der anderen Hand. So schlich ich regelrecht die Treppe herab, da ich niemanden stören wollte. Dann hörte ich Ofagwas bekannte Stimme, welche in der Küche lautstark mit jemandem diskutierte. Es schien um den Beritt einiger Pferde zu tun zu haben, der nicht richtig gemacht wurde. Es war wohl nicht leicht einen solch großen Hof zu führen, alles zu organisieren und zu kontrollieren. Ich wollte sie nicht unterbrechen, weshalb ich mich inzwischen vor die Tür in die Sonne setzte.
    In etwa fünf Minuten später kam meine gute Bekannte dann hinterher und deutete mir ich solle mitkommen. Sie zeigte mir das wunderbare Anwesen mit all den wichtigen Plätzen auf dem Gestüt. Die nächsten zwei Monate würde ich schließlich ihren Vollbluthengst trainieren und dies bedeutet natürlich, dass mir nicht ständig jeder etwas zeigen müsse sondern ich wirklich selbstständig und gut arbeiten könne. Immerhin hatten ja Ofa und ihre Mitarbeiter selbst viel Arbeit zu tun. Sehr Interessant für mich war auch die Sattelkammer, in der sowohl Fiebertraums Zubehör als auch Ersatzstücke zu finden waren. Ersatzstücke im Sinne von neuen Riemen, andere Gebisse, Trensen und allerhand andere Dinge. Auch das Futter zeigte sie mir. Generell bekam der Hengst eine auf ihn abgestimmte Menge an Saft, Kraft und Raufutter. Wenn ich ihn allerdings nun trainierte musste ich das Kraftfutter klarerweise an seinen Bedarf anpassen.
    Nach der kleinen Führung holte ich das Vollblut dann auch schon von der Koppel. Er war dabei anfangs sehr aufgeschlossen und neugierig, ließ sich gut von mir führen und gehorchte aufs Wort. Ich ging mit ihm zum Putzplatz, wo ich ihn dann erstmals anband und seine Putzbox holte. Als erstes nahm ich das Schweif und Mähnenspray heraus und sprühte damit das Langhaar gründlich ein. Es roch sehr intensiv, deshalb las ich, leider etwas spät;,,Apfel-Zimt.'' Ich musste grinsen. Scheinbar war Ofagwa noch oder schon wieder in Weihnachtsstimmung. Oder sie mochte einfach nur den Geruch. ,,Na Fieber? Gefällt dir das? Dann wollen wir mal.'',sagte ich zu dem bildhübschem Hengst und kratzte ihm seine Hufe aus. Anschließend massierte ich mit einem Plastikstriegel den Dreck aus seinem Fell. Mit einer Magic-Brush entfernte ich den getrockneten Schlamm von seinen Beinen und mit einer weicheren Bürste putzte ich Fiebers Gesicht. Zu guter Letzt ging ich noch einmal schnell mit einer Staubbürste über das nun samtige Fell.
    Anschließend führte mich mein Weg in die Sattelkammer. Hier nahm ich mir Fiebers Trainingstrense, Gamaschen, Streichkappen und einen Springsattel. Der Grund weshalb es noch kein Rennsattel war war der Grund, dass ich im Springsattel mehr Halt hatte und mich zuerst mit den Eigenarten des Vollbluts auseinander setzen wollte. Mein Unfall letztes Jahr durch diesen Fehler hatte mich lernen lassen was das für ein Selbstmordkommando war dies zu tun. Ja, Jockeys ritten oft fremde Pferde. Aber nur auf der Rennbahn, bei Rennen. Ich war aber Trainer und kein Jockey und hatte andere Aufgaben.
    Nachdem Fiebertraum fertig war setzte ich meinen Helm auf und zog meine Reithandschuhe an. Dann nahm ich die Zügel vom Hals des Palominos und ging mit ihm hinaus zur Aufstiegshilfe. Die ersten fünf Minuten drehte ich mit ihm ein paar Runden am langen Zügel am Viereck. Als er dann warm war nahm ich die Zügel auf und ging mit ihm hinaus ins Gelände. An einer Wiese mit geringer Steigung testete ich ob der Hengst im Stande war zu traben. Viele mir bekannte Rennpferde konnten dies nämlich nicht. Sobald man etwas Schenkeldruck gab rasten diese Exemplare los und ließen sich nicht mehr stoppen. Da Ofa mir erzählt hatte wie sensibel Fieber war gab ich ihm nur leichte Hilfen und siehe da: Er hatte gute Erziehung genossen und trabte. Dennoch ließ er sich nicht in Anlehnung bringen. Ich drehte großräumige Kreise, ähnlich wie überdimensionale Zirkel, und gab ihm Paraden am äußeren Zügel. Zwecklos. Er lief mit seinem Kopf hoch oben umher und als er merkte, dass ich nicht aufgeben würde schaltete er sofort um auf stur. Er schüttelte den Kopf, galoppierte öfter an und versuchte dem Druck zu entkommen, den ich nun mit meiner Autorität ausstrahlte. Ja, er wurde anschließend auch so richtig frech. Dennoch saß ich am längeren Hebel und irgendwann nach zehn Minuten fügte er sich. Drei Runden im Kreis genügten. Dann lobte ich ihn und ließ ihn im Schritt eine Pause machen: ,,Guuuter Junge. Ich weiß anfangs ist das anstrengend und du bist kein Dressurpferd, aber ein gestärkter Rücken ist immer gut.''
    Nach Fiebers wohlverdienten Pause ging es ans Eingemachte. Den Galopp. Ich hatte mir vorgenommen ihn mir heute zuerst ein wenig anzusehen, also noch nicht wirklich mit dem richtigen Training zu beginnen. Ich ließ ihn zuerst den 'Hügel' hinauf galoppieren. Ich galoppierte ihn also an und ging in den leichten Sitz. Fiebertraum reagierte prompt und begann so richtig zu ziehen. Er streckte sich richtig und gab alles. Ich ließ ihn laufen, hielt ihn noch nicht wirklich zurück und sah mir die Sache an. So zickig er sein konnte - beim Galoppieren war er mit Herz und Seele dabei.
    Nach einigen Mal rauf und runter machte ich eine Pause mit dem Hengst. Ein einziges Mal ließ ich ihn anschließend noch rennen und beschloss dann für heute aufzuhören. Ich hatte nun ein anschauliches Bild von dem Palomino. Er hatte eine schlechte Tragemuskulatur was den Rücken betraf, was für Rennpferde jedoch praktisch normal war, was die Technik seines Galopps betraf war ich mehr als zufrieden; seine Ausdauer könnte jedoch besser sein. Bei einem richtig langen Rennen würde er wohl bald zurück fallen. Momentan schien er eher für kurze Distanzen geeignet. Er sollte allerdings zur Klasse S ausgebildet werden, was bedeutete, dass er lernen musste sich nicht gleich so sehr zu verausgaben um am Ende noch Energie übrig zu haben und einen Sprint hin zu legen.
    Ich brachte Fiebertraum anschließend auf die Koppel und zog mich in mein Gästezimmer zurück. Dort erstellte ich einen Trainingsplan.
    Am nächsten Tag begann dieser auch schon. Ausdauertraining im Gelände stand auf dem Plan. Ähnlich wie mit einem Vielseitigkeitspferd übte ich im Wald, wo ich versuchte möglichst lang durchzugaloppieren. Dies war allerdings mit dem Vollblut gar nicht so einfach. Er musste lernen, sich zurück nehmen zu lassen und dann nicht frech gegenzuarbeiten. Am Ende des Waldes ging ich im Schritt zurück um ihn wieder abkühlen zu lassen. Im Stall spritzte ich ihn mit dem Schlauch ab und schmierte seine Beine mit Kühlgel ein.
    Am darauffolgenden Morgen übte ich ein schnelles Manövrieren des Hengstes im Galopp auf einer Wiese. Dies musste schon lustig aussehen, da ich imaginäre andere Pferde überholte und ihnen auswich. Fiebertraum jedoch schien mich nicht für verrückt zu halten. Er hatte richtig Spaß an der Sache.
    Ähnliches wiederholten wir eineinhalb Wochen. Dann ließ ich mich auf bestimmten Distanzen stoppen und es wurde tatsächlich immer besser - und zwar nicht nur die Schnelligkeit des Pferdes verbesserte sich rapide, auch seine Ausdauer nahm immer mehr zu und ich konnte ihm mehr zumuten. Er musterte sich zu meinem Lieblingsgaloppschüler. Es machte wirklich Spaß mit dem Hübschen zu arbeiten.
    Am Ende des Trainingsmonats August hatte ich auch mit anderen Pferden unter Ofagwas Sattel Trainingsrennen bestritten und Fiebertraum war auf der Galopprennnklasse S angelangt. Es war unglaublich welch große Fortschritte er gemacht hatte - ich war wirklich stolz auf den Vollblüter.
    [​IMG]
    Trainingsbericht Galopp S-S* | Bracelet

    Bereits den gesamten August hatte ich auf den Oakwood Stables verbracht und auch den September sollte ich Ofagwas Englisches Vollblut Fiebertraum im Galopprennen zur Klasse S* ausbilden. Der Jungspund hatte sich in den letzten Wochen absolut zum Musterschüler gemausert, weshalb ich nun gespannt war, wie er die folgende Herausforderung meistern würde.
    Um das Ganze nun absolut professionell ablaufen zu lassen hatte ich einen Jockey gemietet der jeden zweiten Tag auf dem Palominohengst reiten rollte - auf einer Sandrennbahn einige Kilometer entfernt vom Gestüt Ofagwas. Der Zielort hatte einiges zu bieten, was Fiebertraum gerade brauchte. Da ich ihn dort so richtig trainieren wollte, auch in der Anwesenheit anderer Rennpferde seines Levels hatte ich mit der Besitzerin des Hengstes geredet und bald sollte Fiebertraum dort eine Gastbox erhalten, die dann die nächsten drei Wochen sein zu Hause sein sollte.
    Die erste Septemberwoche allerdings trainierten wir wie gewohnt die Ausdauer und Technik des Pferdes. Vor allem das Ausdauertraining gefiel Fiebertraum mittlerweile so richtig, da ich ihn zuerst lange galoppieren ließ, eher versammelt - bis hin zu einem Grad für ein Rennpferd natürlich, und ihn dann so richtig rennen ließ. Das war dann auch immer eine Art Belohnung für den rennbegeisterten Palomino, der dann ganz in seinem Element war und regelrecht aufging.
    Am Ende der Woche stand dann der vorübergehende Umzug für den Hengst an. Ich hatte ihn in der Früh von der Koppel geholt und gründlich geputzt. Ebenfalls hatte ich seine Ausrüstung hergerichtet und Fiebertraum mit einer Fliegendecke, einem bequemen Lammfellhalfter und Transportgamaschen ausgestattet. Dann kam auch schon der Transporter des Rennstalles. Ofagwa verlud ihr Pferd anschließend und verabschiedete sich vorübergehend auch bei mir. Ich stieg zu dem Herrn ins Auto und ließ mich mitnehmen. Dort angekommen führte ich Fiebertraum, der mir mittlerweile auch nicht mehr nicht vertraute, von der Transportrampe. Der Palomino folgte brav und ließ sich in seine neue Box bringen. Erst war er etwas nervös, beruhigte sich dann aber bald und durfte auch auf ein Paddock.
    Am Nachmittag trainierte ich ihn locker auf einem Laufband. Überraschenderweise ging er sofort auf die ihm unbekannte Gerätschaft und ließ verstand auch schon bald das Prinzip des Ganzen. Von einem Mitarbeiter des Rennstalles wurde er verkabelt um Herzfrequenz und Anstrengung zu messen. So konnte ich gut sehen, wo das Limit des Palominos war und dieses war mittlerweile wirklich hoch. Als ich jedoch merkte er wird immer schwächer ließ ich die Geschwindigkeit immer mehr verringern und schaltete das Band kurz darauf ab. Nun ging es für ihn noch acht Minuten in die Schrittmaschine.
    Am nächsten Morgen hieß es für das hübsche Rennpferd in die Gegenstromanlage, wo er sich im Wasser durchschlagen musste. Begeistert war er nicht von dem kühlen Nass. Trotzdem ließ er es über sich ergehen und strengte sich an. Um zu trocknen führte ich ihn auf dem Anwesen des Stalls etwas herum. Fiebertraum beäugte dabei aufmerksam das neue Gelände und schien Interesse an ein paar Stuten, die gerade auf der Rennbahn liefen, gefunden haben - er stellte nämlich seine Schweifrübe hoch auf und trabte neben mir her. Schnaubend. Ich musste grinsen und führte unseren Spaziergang fort.
    Am frühen Abend ging es dann auf die Rennbahn. Hier ließ ich ihn die volle Strecke gehen, die in einem Langstreckenrennen gefordert war. Er hielt sich wacker. Seine Zeit war jedoch noch ausbaufähig. ,,Naja wir sind ja noch am Üben.'',murmelte ich, als ich die Zeit hörte. Möglicherweise war der Hengst noch etwas müde vom Transport.
    Am darauffolgenden Tag übten wir mit drei anderen Rennpferden auf der Bahn. Dabei ritt ihn der gemietete Jockey. Es ging alles sehr professionell zu und auch das 'Ausbrechen' aus der Startbox wurde intensiv trainiert. Beim dritten Mal hatte Fiebertraum schon keine Probleme mehr damit hinein zu gehen und sofort herauszuspringen. Verglichen mit den anderen Pferden zeigte sich ein anderes Bild als am Vortag: Fieber konnte laufen. Und wie! Sein Jockey Björn musste ihn anfangs sehr zurück halten. Dennoch war er immer an der Spitze, wenn eine Rennsituation anstand. Er mochte es gar nicht hinten zu laufen. Ein paar Mal übten wir ohne Startbox und das schnellste Pferd des vorherigen Durchganges - es waren noch kurze Strecken die wir sie zusammen laufen ließen - musste später starten, was sich bei unserem Hengst sehr schwierig gestaltete, da er sogar fast stieg, wenn er warten musste. Es dauerte nie lange, bis er dann außen vorbei zog und alle wild schnaubend im gestreckten Galopp überholte.
    Nach dieser Trainingseinheit hieß es für Fiebertraum dann für heute nur noch Entspannung. Zu allererst spritzte ich den Hengst ab und ging mit ihm auf der Wiese grasen. Dann stellte ich ihn unters Solarium und massierte den Hübschen eine ungeschlagene Stunde lang. Dabei schienen sich alle möglichen Verspannungen zu lösen, weshalb ich ihn anschließend noch für eine viertel Stunde in die Schrittmaschine stellte, um die Giftstoffe die dabei freigeworden sind abzutransportieren. Zumindest sagte man, dass man dies machen sollte und ich hielt mich an den Rat meiner Tierärztin.
    Die folgenden Wochen trainierten wir viel zusammen mit anderen Rennpferden mit denen sich Fiebertraum messen konnte. Er schnitt dabei immer wirklich gut ab. Nur einen Dunkelbraunen gab es, der ihm immer wieder überlegen war. Dies passte unserem Hengst dann aber überhaupt nicht, weshalb er ihn dann beim Auslaufen noch teilweise überholte und von der Seite anzicken wollte. Dies war allerdings immer wieder gut, da sich die Beiden gegenseitig aufheizten und motivierten. Meist sah dies so aus, dass die Pferde, meistens sechs Stück, aus der Startbox sprangen, Fiebertraum sich an die Spitze setzte, der Dunkelbraune von hinten aufholte und die beiden sich dann oft mehrere Pferdelängen von der 'Masse' abspalteten und ihre Duelle austrugen.
    Am Ende des Trainingsmonats ging es dann wieder in die traute Heimat zurück. Fiebertraum hatte viel gelernt, viel geübt und das Gelernte definiert. Er war nun auf jeden Fall der Klasse S* gemessen. Bei einem Vorreiten vor seiner Besitzerin zeigte er sich in Topform und Ofagwa standen beinahe die Tränen in den Augen, da sie so begeistert von den Fortschritten ihres One-Million-Dollar-Pferdes war. Mein Job war getan. Deswegen musste ich mich dann auch schon wieder bei Ofa und Fieber verabschieden. Der Abschied fiel diesmal wirklich schwer. Möglicherweise würden wir uns ja bald mal wiedersehen. Immerhin wohnte ich ja auch nicht allzu weit weg und konnte die Beiden mal besuchen kommen. Ich war sehr gespannt was ich demnächst von Fiebertraum zu hören bekam - er war wirklich ein erstklassiges Rennpferd geworden und war wohl für jeden Konkurrenten eine harte Nuss.

    ~ Die Kür ~


    "Die Startnummer 17 bitte in den Parcours ", sofort zuckte ich zusammen und richtete im selben Atemzug das weiße Showhalfter von Fiebertraum zurecht. Meine Mutter drückte mir die weiße Turniergerte in die Hand und ich stapfte mit dem auffälligem Hengst zur Halle. Dort angekommen war diese schon leer und man öffnete mir das Tor, etwas nervös ging ich hinein. Der Turniererprobte Fiebertraum ließ sich keine Anspannung anmerken, dafür was ich es wahrscheinlich um so mehr. " Ich stelle den Englischen Vollblut Hengst Fiebertraum vor", sagte ich, grüßte und began mit ihm auf beiden Händen eine Runde Schritt zu gehen ehe ich ihn vom Strick löste. Sofort trabte der Vollbluthengst an und lief artig außen rum. " Komm schon", sagte ich und hoffte er würde irgendwas erblicken, damit er nicht so verschlafen in der gegen rum lief. Meine Gebete wurden erhört, draußen wirrte ein Pferd und schon konnte der Palomino farbende Hengst die Hufe heben. Ich schickte ihn erst auf der rechten dann auf der Linken Hand um mich her rum, ehe ich das Zeichen von den Richtern bekam, das ich ihn angaloppieren lassen solle. Er reagierte sofort und zeigte seinen Galopp zunächst auf der rechten und dann auch auf der linken Hand. Ich pfiff und sofort wand mein Plüschi ab und kam zu mir, die Helfer bauten zwischenzeitlich einen kleinen Parcours auf. Wieder schickte ich ihn auf der linken Hand los, diesmal lief er schnurstracks auf die Hindernisse zu und nahm sie mit aller Leichtigkeit, ich war begeistert. Nachdem er 2 Durchgänge gemacht hatte, bekam ich das OK und durfte ihn einfangen. Er bekam sofort einen Keks von mir .. "Super Junge!" flüsterte ich und stellte ihn nochmals korrekt hin, ich grüßte und verließ die Halle..

    1713 Zeichen | Lettercount.com | C. Ofagwa
    [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 24 Sep. 2016
  9. sadasha

    sadasha Gut Schwarzfels

    sadashas Teilnahme mit
    Majd
    [​IMG]
    Majd
    Geburtsdatum/Alter: 19.11. | 3 Jahre
    Geschlecht: Hengst

    Stammbaum
    aus der: unb. ~ von: unb.

    Exterieur
    Größe: 153cm
    Rasse: Arabisches Vollblut
    Fellfarbe: Bay Tobiano
    Abzeichen: Flocke, 4x weiß

    Interieur
    entspannt, gelassen, menschenbezogen

    Beschreibung
    Majd (was arabisch für "Fürst" ist) hat schon etwas von einem Adeligen. Wohl erzogen bleibt er sogar unangebunden stehen, lässt sich putzen, herumschieben oder steht bei einem Ausritt gerne mal im Stau, inmitten von hupenden Autos. Er liebt Pfefferminze, und steht sonst auch auf eine exklusive Behandlung, dennoch sagt er zu einem schrumpeligen Apfel oder einfachem Heu nicht Nein. Seine unangefochtene Schönheit und Gelassenheit lässt nicht nur die Stuten, sondern auch die Menschen in seinen Bann verfallen.

    Geschichte
    Geboren in Saudi-Arabien in einem wohlhabenden Stall eines Scheichs, kam er als Jährling zu einem guten Freund nach England als Geschenk ihrer Freundschaft.

    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: ✘
    Vorgesehen für die Zucht: ✘
    Besitzer: sadasha
    VKR/Ersteller: sadasha

    Qualifikationen
    Dressur: E A L M
    Springen: E A L
    Distanz: E A L M S
    Military: E A

    Western: E A L M S
    Galopprennen: E A L M S
    Potential • Aufstieg durch Turnier | Training


    Gesundheit
    Gesundheitszustand: sehr gut
    Beschlag: keiner

    Offizieller Hintergrund
    25. September 2016
    Tierärztliche Klinik Caen
    PFS' Heart of Ocean | Majd

    Heute ging es für mich auf das Gestüt Bear Brook EC, wo einige Patienten auf mich warten würden. Hunter Crowley hatte mich vor einigen Tagen angerufen und so hatten wir recht spontan einen Termin ausgemacht, denn er wollte seine Pferde demnächst auf Körungen schicken. Zuerst musste mich aber mein Navi richtig durch die Gegend Englands navigieren, damit ich auch wirklich dort ankam, wo ich hinwollte.
    Auf dem Gestüt wurde ich fröhlich von Hunter in Empfang genommen und nach kurzem Smalltalk ging es direkt in den Stall. Mein erster Patient war mir gar nicht unbekannt, denn es war PFS' Heart of Ocean, ein junger Reitponyhengst, welchen ich bereits kannte. Ich begrüßte ihn herzlich und bat Hunter dann, ihn mir erst einmal im Schritt und Trab die Stallgasse entlang zu führen. Aufmerksam beobachtete ich den Bewegungsablauf des Hengstes, aber es schien alles in Ordnung zu sein.
    Deshalb ging es für uns auch direkt zum Putzplatz, wo ich den Hengst anbinden ließ, ehe ich einen Blick in Ohren, Augen und Maul warf. Reine Routineuntersuchung, aber abgehakt werden musste es trotzdem. Danach hörte ich direkt Herz und Lunge ab, ehe ich auch noch die Darmgegend auf seltsame Geräusche kontrollierte.
    Abschließend überprüfte ich die Körpertemperatur und tastete dann noch die Lymphknoten und die Wirbelsäule des Hengstes ab. Alles war in bester Ordnung und so konnte ich zufrieden nachschauen, welche Impfungen dem Hengst fehlten. Dabei handelte es sich um Herpes und Influenza. Beides Pflichtimpfungen für Wettbewerbe und so frischte ich diese direkt auf.
    Kurz darauf erhielt Ocean noch seine Wurmkur und dann war er auch schon komplett fertig und durfte mich wieder verlassen. Während ich nun die Sachen erneuerte, holte Hunter den nächsten Patienten: Majd. Ein Araber, gescheckt und für seine Rasse schön groß. Auch ihn begrüßte ich vorsichtig, ehe ich ihn von Hunter im Schritt und Trab vorführen ließ.
    Ebenso war auch bei Majd alles in Ordnung und so kontrollierte ich Ohren, Augen und Zähne. "Kann's noch gar nicht fassen, dass er vielleicht bald gekört ist", meinte Hunter und ich lächelte nur wissend. "Ja, bei manchen Pferden geht es schneller als man denkt", stimmte ich zu, denn auch ich hatte einige Kandidaten im Stall, die schneller durch die Körungen gekommen waren als gedacht.
    Auch bei Majd kontrollierte ich alle Werte auf ihre Richtigkeit und tastete ihn dann noch gründlich ab. Wie man es von Hunters Pferden gewöhnt war, benahm sich auch Majd vorbildlich und so waren wir ebenso schnell mit Impfen und Entwurmen fertig. Ich erneuerte die beiden Impfpässe und stellte Hunter die Gesundheitszertifikate für die Körungen aus. Nachdem wir mit allem fertig waren, verabschiedete ich mich und machte mich auf den Heimweg.
    2736 Zeichen | by Eddi | Tierärztliche Klinik Caen
    27. September 2015
    [​IMG]
    Hufschmiedbericht

    Gestern Abend machte ich mich auf den Weg nach England, Hunter mein ehemaliger Lehrling und mittlerweile Partner unseres Hufschmiedes in England bat mich um Unterstützung da er mit seiner Arbeit nicht fertig wurde. Noch saß ich im Flieger, dieser in ca. 1h landen sollte. Hunter würde mich vom Flughafen abholen ich sollte 4 seiner Pferde Ocean, Mjad, Lamperd und Raw machen. Zuerst holte hunter Mjad einen Araberhengst heraus, da er bald auf die Körung sollte. Der Wunderschöne Braunere Araber Hengst trabte vor mir her. Seine Gänge waren klar, er benutzte jeden Huf, da schien kein Problem zu geben. Nun konnte Hunter ihn an binden. Er teilte mir mit das er noch was zu erledigen hatte. Das war für mich keine Ursache, schließlich kannte ich mich aus. „Hallo mein Hübscher!“ sagte ich zu Mjad der mich mit seinen Kuller Augen begutachtete. Ich hob den ersten huf an und sah dass gar nicht viel gemacht werden musste. Ich raspelte den Hufrand wieder rund und fettete diesen ein. Nun ging ich zum Hinterhuf auch dort machte ich meine Arbeit da hatte sich aber ein kleiner riss bemerkbar gemacht was zuvor nicht zu sehen war. War aber weiter nicht drastisch ich korrigierte diesen schnell und konnte nun auf die andere Seite wechseln. Mjad benahm sich artig. Ich klopfte ihm den Hals. Nun als ich mit dem dritten huf fertig wurde kam hunter wieder. Wir beredeten so einiges unteranderem auch meine Idee ein Trainingscenter zu eröffnen fand er gut. Dann war das eine beschlossene Sache. Endlich war ich fertig und Mjad bekam eine Möhre zum Abschied und konnte in die Box.

    von Elsaria
    [​IMG]
    Chuckling Dancing Mess & Majd Galopprennen A-L

    Heute waren Alexis und ich auf dem Weg zu Hunter Crowley nach England. Warum Alexis mit von der Partie war? Da ich mich um zwei Pferde kümmern musste. Chuckling Dancing Mess, eine Gold Champagne Stute, und Majd, ein Bay Tobiano Araber Hengst. Ob es so gut war die beiden zusammen galoppieren zu lassen, würde sich noch rausstellen. Doch zunächst saßen wir im Flugzeug und es würde wohl noch eine Weile dauern, ehe wir landen würden. "Was denkst du, wie trainiert man Vollblüter am besten?", fragte ich Alexis und sie überlegte. "Auf einem Rennen hat doch mal jemand gesagt, dass die Pferde jeden Tag 1,5 Stunden trainiert werden." "Das stimmt.", lobte ich sie. "Nur was macht man so lange? Ein Rennen dauert nur knapp 2-4 Minuten.", lachte ich und sah sie fragend an. "Jetzt muss ich überlegen...", murmelte sie. "Ah, ich weiß es! Ich glaube der Trainer hatte gesagt, dass sie die Pferde in aller Ruhe putzen, circa eine halbe Stunde warm reiten und dann auf die Bahn gehen. Mit in die Box stellen und losgaloppieren lassen ist es ja nicht getan.", verkündete sie stolz und wartete auf mein Lob. "Ja und wie gehts weiter? Nach dem Aufwärmen sind sie auf der Bahn, und dann?", fragte ich sie nun weiter. "Hmmm ich glaube eine Runde Aufgalopp und dann traben sie eine Weile, bis sie in die Startboxen gehen und das richtige Rennen anfängt?", fragte sie unsicher, doch ich nickte. "So hat er das zwar nicht gesagt, aber ich trainiere die Vollblüter so. Naja, ich wärme nicht so lange auf, sonst sind die ja schon völlig fertig, bevor sie mal richtig galoppiert sind.", erklärte ich ihr. "Ich schlafe noch eine Runde, es dauert noch etwas bis wir da sind." "Okay, ich auch."

    Irgendwann, als das Flugzeug zum Landeflug ansetzte, wachte ich wieder auf und schaute nach draußen. Jetzt war wieder der Moment gekommen, weshalb ich Flugzeuge so serh verabscheute- aber was wollte man machen, Pferde hin und her zu fliegen war wesentlich teurer, als Menschen hin und her zu fliegen. Nach dem Landen holten wir unsere Koffer ab und sahen uns nach einem Mann um, der mit einem Schild mit unseren Namen rumlaufen würde, doch wir fanden keinen. Ich schlug mir an den Kopf. "Wir sollten doch eigentlich schon vor ein paar Wochen hier auftauchen, den Termin hatte ich ja abgesagt. Klar, dass er jetzt nicht hier ist. Mist...", fluchte ich und sah auf mein Handy. Wir waren, warum auch immer, in Birmingham gelandet, was knapp 120 Kilometer von Lincolnshire, wo der Hof von Hunter lag, entfernt war. "Ein Taxi wird mordsteuer, ich rufe grade zu Hause an, dass sie mir die Nummer von Hunter durchgeben.", erklärte ich Alexis. "Schau du dich ein wenig um." Es dauerte also nicht lange, ehe ich die Telefonnummer von Hunter Crowley hatte und ihn anrufen konnte, um ihm unsere Lage zu erklären. Er erklärte sich sofort bereit, uns abholen zu kommen und entschuldigte sich gefühlte hundert Mal, obwohl ich ihm andauernd ins Wort fiel um ihm zu sagen, dass es meine Schuld wäre. Er würde ungefähr 1,5 Stunden brauchen, da er ordentlich fuhr und so erzählte er uns noch, dass gegenüber des Flughafens ein gutes Restaurant sei, wo er uns abholen könnte. Ich bejahte dies und sammelte Alexis ein, ehe wir in das Restaurant gingen und uns etwas zu essen bestellten. Unsere Mägen knurrten mittlerweile schon ganz schön.
    Nach einer guten Stunde waren wir satt gegessen und setzten uns draußen auf eine Bank, um auf Hunter zu warten, der nach einer Weile auch angefahren kam. "Hallo, ich bin Verena.", stellte ich mich vor. "Das ist Alexis, meine Cousine." "Freut mich.", sagte er und schüttelte uns beiden die Hand. "Dann wollen wir mal...", meinte er, ehe er uns, ganz Gentleman-like, die Koffer abnahm und verstaute. Ich setzte mich vorne ins Auto, Alexis hinten. Während der Fahrt sprachen wir relativ wenig, schließlich kannten wir uns kaum. In den nächsten Tagen würden wir uns näher kennen lernen und hätten uns bestimmt mehr zu erzählen. "Ich zeige euch gleich euer Zimmer, ich hoffe es ist ok, dass ihr ein Zimmer zusammen habt. Wenn ihr ausgepackt habt, könnt ihr euch die Pferde anschauen, dann gibts auch schon etwas zu essen.", wies er uns ein. Gesagt getan. Auf dem Hof angekommen zeigte er uns unser Zimmer, wir packten aus und waren ziemlich schnell im Stall verschwunden. Dort war ich gar nicht mehr von Savory Blossom wegzubekommen und hätte das Fohlen am liebsten in meinen Koffer gestopft. Ich hatte eine Vorliebe für Blütenzaubers Fohlen, eins durfte ich ja schon mein Eigen nennen, die kleine Blossom Magic. Aber auch sonst hatte Hunter einige Pferde hier stehen, die mir nicht ganz unbekannt waren. Auch zwei Tinker standen hier in seinem Stall, einen davon würde ich nächsten Monat trainieren, sogar in Western! Darauf freute ich mich schon.
    Doch bei diesem Besuch waren wir wegen zweier Vollblüter hier, die wir noch nicht gefunden hatten. "Oh guck mal, da!", sagte Alexis und zeigte auf eine Box, aus der ein schicker Goldschopf herausschaute. "Ah, das ist bestimmt Chuckling Dancing Mess, welche ich zu Hause die ganze Zeit Dancing Chuckling Morris genannte hatte.", lachte ich und Alexis sah mich nur fragend an. "Morris?" "Keine Ahnung, frag mich nicht...", murrte ich und schaute mich weiter um. "Oh, da ist Majd auch.", erklärte ich und auch zu diesem Pferd gingen wir herüber. Wir kraulten auch ihn kurz, bevor wir endlich wieder ins Haus gingen, um etwas zu essen. Es waren jetzt doch wieder drei Stunden vergangen und ein wenig Hunger hatten wir beide. Hunter hatte einen leckeren Hähnchensalat gemacht, wozu wir Brot aßen. "Hm, lecker!", lachte ich und unser Gespräch wurde schon etwas lockerer. Hunter erzählte über seine Pferde, wir erzählten über unsere Ranch.. Schließlich kamen wir zu dem Entschluss, dass Hunter hier ein paar super Galopper hatte. Vielleicht konnte man sich in naher, oder ferner, Zukunft einmal unter die Arme greifen, wenn Not am Mann war.
    Letztendlich ließen wir den Abend mit ein paar Bierflaschen ausklingen und gingen dann ins Bett, denn am nächsten Tag fing das eigentliche Training ja erst an.
    "Hunter hat ja gar keine Rennbahn hier...", sagte ich beim Anziehen zu Alexis und sah ihren entgeisterten Blick. "Na dann müssen wir ihn fragen, wo eine ist und dann da hin fahren.", sagte sie trocken und zuckte mit den Schultern. "Stimmt auch wieder...", murmelte ich und so gingen wir runter, um zusammen mit Hunter etwas zu frühstücken. "Sag mal, wo ist denn die nächste Rennbahn? Du hast ja gar keine hier.", fragte ich ihn dann und erklärte mir den Weg zur nächsten. "Ihr könnt unseren Wagen mit dem Hänger nehmen, ich brauche ihn die nächsten Tage nicht." "Super!", sagten Alexis und ich fast zeitgleich, ehe wir unser Geschirr abräumten und nochmal nach oben flitzten, um unsere Helme zu holen. Erst dann gingen wir in den Stall und verstauten die Ausrüstung im Hänger, bevor wir die Pferde aus der Box holten, sie kurz über putzten und dann im Hänger verstauten. Die Fahrt dauerte nicht lange, ehe wir an der kleinen Rennbahn ankamen. Es war wohl so eine Art Gemeinschaftsrennbahn, denn wir waren hier nicht alleine. Zähneknirschend sah ich zu Alexis. Ich hasste es, wenn beim Training fremde Pferde und Trainer dabei waren, denn oft wurden meine Trainingsmethoden kritisiert, obwohl ich sie für die richtigen hielt. Es war wohl nicht gerne gesehen, dass eine Frau Trainer und Jockey zugleich war. Mal schauen, was die Engländer so zu meckern hatten.
    "Komm, lass uns die beiden ausladen und fertig machen", erklärte ich ihr und sogleich luden wir die beiden Pferde aus, banden eins auf jeder Seite des Hängers an. Majd stand wie eine eins am Hänger, mein herumgewusel, weil ich dauernd Sachen verlegte, interessierte ihn überhaupt nicht, solange er ab und an eine Hand aufgelegt bekam und ich ihn für sein Verhalten lobte. Auch bei Missy und Alexis klappte alles super. Man musste wirklich sagen, Hunter hatte zwei super erzogene Vollblüter, das sah man nicht bei jedem. Als wir fertig waren, stellten wir die Steigbügel zu erst lang ein und gingen auf den kleinen Platz, welchen es an der Rennbahn gab. Gott sei Dank waren wir dort alleine und konnten die beiden Pferde in aller Ruhe aufwärmen. "Wir schauen uns das Ganze gleich mal an, ich habe keine Lust, die beiden mit fremden Pferden laufen zu lassen...", erklärte ich Alexis und sie nickte. "Mir gefällt die Bahn hier auch nicht."
    Nach einer guten halben Stunde aufwärmen stellten wir die Bügel kürzer und gingen zur Sandbahn. Majd war immer noch total cool, während Missy zuunehmends nervöser wurde und unter Alexis hin und her tänzelte. "Du hättest doch besser den Hengst reiten sollen.", lachte ich und schaute zu ihr rüber. Sie fand das jedoch gar nicht so witzig und biss angestrengt die Zähne zusammen. Auf der Bahn abgekommen tänzelte Majd auch ein wenig, so dass ich ihn in den Galopp antrieb und in Richtung Startboxen galoppierte. Alexis und Missy waren uns um Längen voraus, denn die Stute war sofort angaloppiert und losgeschossen. Die Trabphase ließen wir aus, da wir hier eben nicht die Einzigen waren, die hier trainieren wollten. Zum Glück halfen uns dann ein paar Leute, die beiden Pferde in die Startbox zu bekommen, ehe das Signal ertönte und wir losflogen. Missy war sofort einen Kopf vor uns, sie konnte besser starten als der Araber, doch das machte nichts, denn wir holten auf! Es war wirklich bis zum Schluss ein Kopf an Kopf Rennen, welches Missy und Alexis gewannen. "Super!", sagte ich zu den beiden und wir verließen die Bahn, da wir schon angepöbelt wurden, dass wir Platz machen sollten. Hier machte das Training wirklich keinen Spaß. Nachdem ich einen Mann zurück angezickt hatte, entschuldigte er sich und wir wurden in Ruhe gelassen, so dass wir die Pferde absatteln, kurz mit dem Schlauch abspritzen und trocken führen konnten, ohne nochmal darauf aufmerksam gemacht zu werden, dass wir zu langsam seien. Nach gut drei Stunden auf der Bahn fuhren wir wieder zu Hunter und erzählten ihm von dem Tag.
    Die nächsten beiden Tage blieben wir auf seinem Hof und bauten Kondition auf, was wir nicht nur an der Longe, sondern auch unter dem Sattel machten. Zudem übten wir das Starten mit Majd. Die nächsten drei Tage fuhren wir wieder auf die Rennbahn, ehe der Tag der Abreise gekommen war. "Fährst du uns nochmal zum Flughafen?", fragten wir Hunter und er nickte. Wir packten also schnell unsere Sachen, legten sie ins Auto und warteten auf Hunter. Auf der Fahrt redeten wir ziemlich viel über Missy und Majd, ehe wir uns von ihm verabschiedeten und auf unseren Flieger warteten. Für lange würde der Abschied nicht sein, denn bald würde ich für ihn zurückkommen, um ihm die Westernszene ein wenig näher zu bringen.
    von Veija
    [​IMG]
    Juni 2016, by Veija
    Majd Pleasure LK 5 - LK 4, Sir Outlaw Springen L - M

    Aufgeregt trommelte ich auf meinen Beinen herum. Heute würde Hunter mit seinen beiden Pferden Majd und Sir Outlaw ankommen, wobei Letzterer gar nicht sein eigenes Pferd war. Warum er ihn auf mitbrachte, wusste ich nicht, aber meine Aufgabe war es ja auch nur die Pferde zu trainieren, und nicht die Besitzer mit Fragen zu durchlöschern. Besonders freute ich mich auf den Hengst, der wirklich Hunter gehörte, nämlich Majd. Dieser Hengst hatte so ein super tolles und tadelloses Benehmen, dass es wirklich Spaß machte, mit dem Tier zu arbeiten.
    "Auf wen wartest du?", fragte Octavia, die lässig an der Tür gelehnt zu mir herüber schaute. "Ich warte auf Hunter und seine beiden Pferde Majd und Sir Outlaw.", erklärte ich ihr. "Oh, von Majd hast du doch letztens erzählt!", sagte sie aufgeregt. "Darf ich den für dich zum reiten fertig machen?", flehte sie mich förmlich an. "Klar, der ist brav wie ein Lamm. Nur von Outlaw bleibst du bitte weg, der ist dir eine Klasse zu hoch.", erklärte ich ihr freundlich und sprang von meinem Stuhl auf, als ich einen Hänger auf den Hof fahren hörte. "Sie sind da.", sagte ich lachend und ging nach draußen, um Hunter sein Zimmer und die Boxen der Pferde zu zeigen. In ein paar Wochen würde ich für zwei seiner anderen Pferde wieder nach England fliegen, aber da er erst letzten Freitag mit Majd ein Distanzturnier bestritten hatte, war er "in der Nähe" gewesen, so dass er sich dazu entschlossen hatte, mir hier auf der Ranch einen besuch abzustatten.
    Nachdem die Pferde in den Boxen waren und Hunter sein Zimmer bezogen hatte, setzten wir uns in mein Büro und redeten über den Traininsgplan. Majd würde ich zusammen mit einem meiner Quarter laufen lassen, so dass er ein Gefühl für die Pleasure bekam, was er zu tun und zu lassen hatte. Outlaw würde ich immer alleine trainieren, da er ein riesiges Problem mit anderen Pferden hatte, was wir auch schon beim Ausladen bemerkt hatten, denn er hatte sich keine Sekunde auf uns konzentrieren können, dauernd war er hinter Majd gewesen.
    Nach einem Blick auf die Uhr, welche mir 18:00 Uhr anzeigte, empfahl ich Hunter, sich ein wenig umzusehen. Wenn er Hilfe bräuchte, würden hier genug Mitarbeiter herum laufen, die ihm gerne weiterhelfen konnte. "Besonders deine Vollblüter interessieren mich, da bin ich gespannt drauf.", sagte er und ich lachte. "Ja, vor allem auf Sacramento, den du ja auch schon kennst, bin ich sehr stolz.", erklärte ich ihm und zeigte ihm noch den Weg zu den Vollblütern, ehe ich zu Sir Outlaw ging und ihn aufhalfterte. Ich wollte ihn in der Halle ein wenig freispringen lassen, damit er sich die Beine ein wenig vertreten konnte. Während ich seine Hufe auskratzte, kam Octavia um die Ecke. "Verena? Darf ich was mit Majd machen?", fragte sie mich vorsichtig und ich nickte. "Kannst ihn aus der Box nehmen, putzen und im Round Pen longieren. Achte aber bitte darauf, dass er ruhig und langsam läuft und seine Nase nach unten nimmt. Ich will nicht sehen, dass er seinen Hals wie eine Giraffe streckt, sonst bind ihn aus.", erklärte ich ihr und sie nickte. "Danke.", sagte sie nur und verschwand in Majds Box, ehe ich mit Outlaw in die Halle ging, wo Caleb noch mit einem der Paints trainierte. "Ready?", fragte ich ihn und er nickte, bevor er die Halle verließ. Als er an uns vorbei ritt, regte sich Law tierisch auf, doch ich quittierte sein Verhalten sofort und zeigte ihm, was ich davon hielt- nämlich gar nichts. Ich klickte den Führstrick aus seinem Halfter aus und ließ ihn laufen. Er hatte genug zu beschnuppern und ließ mich in Ruhe aufbauen. Am Rand der Reithalle baute ich an den langen Seiten ein paar Oxer mit einer Höhe von 110-120cm und einer Weite von 105-135cm auf. An den kurzen Seiten baute ich jeweils einen Steilsprung von 125cm auf, was schon einer der M-Sprünge war. Dann schnappte ich mir eine Peitsche und fing an, ihn nach außen zu treiben. Am Anfang sah er es gar nicht ein, über die Hindernisse zu springen doch ich schickte ihn immer weiter nach außen weg, so dass ihm gar keine Wahl blieb, als zu springen. Einen besonderen Sinn hatte meine Aufstellung der Hindernisse nicht, ich wollte nur testen, ob er es schaffte, keine Stange zu reißen. Das klappte auch wirklich super, so dass wir nach 10 Minuten springen schon aufhörten. Während ich abbaute, durfte er sich wieder frei in der Halle bewegen, ehe ich ihn mir wieder einfing und wir zurück in den Stall gingen, wo ich ihm seine Ration Kraftfutter gab und mich auf den Weg zu Octavia machte. "Super!", lobte ich sie und schaute Majd dabei zu, wie er entspannt seine Runden trabte. Er hatte den Kopf wirklich runter genommen und lief in einem, wie wir es in Westernsprache ausdrücken würden, Pleasure Jog. "Lass gut sein für heute, morgen früh kannst du das Ganze wiederholen, morgen Abend reite ich ihn dann.", erklärte ich ihr und ging dann ins Haus, wo ich noch ein wenig mit Hunter quatschte und ins Bett ging.
    Am nächsten Morgen baute ich nochmal fast den selben Parcours für Sir Outlaw auf, den er auch solide übersprang und recht schnell auf die Koppel durfte. Majd wurde unter meiner Anleitung von Octavia longiert, ehe auch er auf die Koppel durfte. Am Abend schnappte ich mir zu erst Majd, den Octavia schon für mich gesattelt und geputzt hatte. Aliena würde mich auf Gipsy begleiten. Gipsy war zwar ein Reiningpferd durch und durch, aber ich wollte Majd ungerne mit einer Stute zusammen trainieren. So ritten wir beide auf den Platz, da es in der Halle doch zu stickig war und fingen an, die beiden im Schritt und Trab aufzuwärmen. Gipsy wurde mit einer Wassertrense geritten, ebenso wie Majd, da sie in ihren Klassen nicht mit Kandare laufen mussten. Gipsy machte vor, Majd machte nach. Das war wohl unser Plan für heute. Da Gipsy ein Reiner war, arbeiteten wir vor allem viel im Galopp, da er dort relativ langsam galoppieren konnte. Zu erst fand Majd das gar nicht so toll, dass er so langsam laufen musste, aber er gewöhnte sich dran und fand sich auch damit ab, dass ich ihm immer mehr Zügel gab und versuchte, ihn nur über den Sitz zu steuern. Am Anfang war es natürlich schwer, aber am Ende des Trainings hatte er den Bogen raus.
    Mit Outlaw sah es da ganz anders aus. Während Octavia Majd, und Aliena Gipsy fertig für die Box machten, hatte ich mir Hunters anderen Hengst geschnappt, um ihn zu putzen und zu satteln. Immer wieder legte er die Ohren an und schnappte nach mir. Immer wieder quittierte ich sein Verhalten und klatschte ihm eine, bis ihm das Spielchen wohl zu doof wurde und er einfach mit angelegten Ohren da stand. Satteln konnte ich dann ohne großartige Zwischenfälle. Auch wir gingen auf den Platz, wo ich Octavia hin und her scheuchte, damit sie einen Pacours aufbaute. Dieser bestand aus 8 Hindernissen, davon war ein Hinderniss ein Wassergraben, welcher aus einer blauen Plane bestand und eine Weite von 3m hatte, ein Hinderniss bestand aus einer zweifachen Kombination von einem Steilsprung und einem Oxer. Die anderen 5 Hindernisse waren Steilsprünge oder Oxer. Ich wärmte den Hengst also gründlich auf, ehe wir uns an einzelnen Steilsprüngen versuchten, welche schon die M-Höhe hatten. Der Hengst hatte ein riesen Potenzial, musste nur seinen Beinsalat in Ordnung bringen. Andauernd sprang er nach den Hindernissen falsch an oder drohte zu stolpern, weil er mit den Gedanken wo anders war.
    Das bekamen wir jedoch im Laufe der Woche super in den Griff. Man merkte wirklich, wie er anfing, sich mehr zu konzentrieren und auch zu schauen, wo seine Füße landeten. Bei dem Wassergraben und den Kombinationen war er jedoch etwas zu stürmisch, so dass ich ihn immer wieder bremsen musste.
    Majd machte ebenso gute Fortschritte. Er gewöhnte sich nach und nach daran, dass die Zügel immer mehr durchhingen und ich ihn nur durch Anlegen der "reins" lenkte. Zudem kamen Gewichts- und Schenkelhilfen. Auch half ich ihm sehr oft durch Stimme, beispielsweise als ich ihn angaloppierte, gab ich ihm Küsschen, nahm ihn jedoch zurück, so dass er nicht so schnell galoppierte. Damit er nicht in den Trab viel schnalzte ich ziemlich oft, damit er merkte, dass er zwar im Galopp bleiben, aber langsamer laufen musste.
    So schnell wie Hunter mit seinen Pferden gekommen war, so schnell war er auch wieder verschwunden, denn der Tag der Abreise war schneller angerückt, als wir gedacht hatten. "Man sieht sich eh bald wieder.", lachte ich, als Hunter sich ins Auto setzte, und winkend den Hof verließ.
    25. August 2016
    Distanz A - L

    Allem Anschein nach hatte Hunter Crowley das Training seines Hengstes Ocean vor wenigen Wochen gut gefallen, denn kurz darauf bekam ich bereits den zweiten Auftrag von ihm erteilt. Das hieß für mich, dass ich mich abermals nach England auf das Bear Brook EC begab, um mich dort für einige Tage mit einem weiteren Trainingspferd zu beschäftigen. Diesmal verriet mir Hunter nicht allzu viel am Telefon, weswegen ich voller Vorfreude die Reise zu ihm antrat.
    In aller Frühe parkte ich meinen kleinen Jeep auf dem Parkplatz des Gestüts, stieg aus, streckte mich ausführlich und machte mich dann auf die Suche nach Hunter. Wie zu erwarten traf ich ihn im Stall an, wo er gerade dabei war, die Boxen von den Hinterlassenschaften der Pferde zu säubern.
    Nach einer ausführlichen Begrüßung brachte er mich zu einer Box, in welcher ein verdammt hübscher Araberhengst stand. Dass es ein Araber sein würde, das hatte mir Hunter bereits erzählt, aber das es so ein hübscher war, damit hatte ich nicht gerechnet. Mit wachen Augen blickte er mich an, blieb zwar distanziert, aber trotzdem konnte ich erkennen, dass er nicht ängstlich oder scheu war.
    Ich blickte Hunter fragend an und als dieser mir zunickte, schob ich den Riegel der Boxentür zur Seite und betrat diese. Der junge Majd verfolgte mich aufmerksam mit seinem Blick und ließ sich auch ohne Probleme von mir berühren, obwohl ich ein Fremder war.
    "Ihm kann es nur mal schnell zu viel werden mit dem Streicheln, da muss man das richtige Maß finden." gab mir Hunter noch den Tipp, bevor er mich mit Majd allein ließ.
    Es war noch früh am morgen, sodass ich noch den ganzen Tag Zeit haben würde, mich mit Majd zu beschäftigen. Einen Trainingsplan hatte ich bereits im Kopf, auch wenn sich dieser immer nochmal ändern konnte.
    Auch ich verließ die Box von Majd, beobachtete den Hengst von draußen noch ein paar Sekunden, bevor ich zurück zu meinem Auto ging, um dort meine Ausrüstung zusammenzusuchen.
    Heute war nur ein kleiner Ausritt geplant und gegen Abend hin etwas Longentraining, so konnte ich Majd besser kennenlernen. Nachdem Majd gesattelt war, führte ich den Hengst aus dem Stallgebäude hinaus, kontrollierte noch einmal alles und saß dann auf.
    Mittlerweile kannte ich die Gegend rum um das Gestüt bereits sehr gut, weswegen ich kaum noch Orientierungsprobleme hatte. Das ein oder andere Mal wusste ich nicht ganz weiter, ließ dann jedoch einfach Majd entscheiden und tatsächlich, mithilfe des Hengstes schafften wir es, uns nicht zu verreiten.
    Majd war ein ganz anderer Charakter als Ocean, was ja auch nicht weiter verwunderlich war. Stets blieb er ruhig, lief aber kraftvoll und elegant, was typisch für einen Araber war.
    Ich spürte Majds Lust zu laufen und so gab ich ihm hin und wieder die Freiheit und ließ ihn ein Stück galoppieren oder traben, achtete aber darauf, dass ich ihn nicht bereits vor dem Training zu sehr erschöpfte.
    Als ich kurze Zeit später wieder auf dem Gestüt ankam, hatte ich das Gefühl, den Hengst nun besser zu kennen und traute mir zu, ihn im Distanzreiten trainieren zu können.

    Am Abend holte ich den Hengst nochmal zu mir, um ihn etwas zu longieren. Das würde ich in den nächsten Tagen öfter tun, um seine Muskeln zu entspannen und ihn etwas zu gymnastizieren.
    Heute wollte ich das Training jedoch nicht allzu in die Länge ziehen, weswegen ich es nach einer halben Stunde auf dem Platz auch beendete und Majd in seinen wohlverdienten Feierabend schickte.
    *
    Mein Tag begann am nächsten Morgen bereits in aller Frühe. Ich wollte die kühle, aber trockene Luft so gut wie möglich nutzen, da am Nachmittag Regenschauer angesagt waren. Mir passte das auch recht gut, da ich heute mit Majd nur etwa 20 Kilometer zurücklegen wollte. Diese Kilometeranzahl sollte er bereits gewöhnt sein und so hoffte ich, dass wir das Training schnell und ohne Probleme schaffen würden.
    Während die meisten Pferde hinaus auf die Weiden kamen, behielt ich Majd im Stall, sattelte ihn und nahm ihm dann seine Pulswerte, welche für ein Vollblut echt weit unter dem Durchschnitt lagen. Für ein Distanzpferd perfekt.
    Dann kontrollierte ich auch meine Ausrüstung, zur Sicherheit hatte ich mir noch eine Regenjacke mitgenommen, und begann den Ritt.
    Bei Majd hatte ich mich dazu entschlossen, ihn im Gelände zu erwärmen. Sollte das nicht funktionieren, würde ich ihn morgen zuvor auf dem Platz ein paar Minuten reiten. Allerdings schien der Hengst nichts dagegen zu haben und lief brav die ersten hundert Meter im Schritt. Erst dann trabte ich ihn an und blieb auch so lang wie möglich im Trab. An schwierigeren Stellen parierte ich durch, was vor allem bei matschigen Wegen oder Abhängen der Fall war. Allerdings merkte ich, dass es Majd gut tat, in einem gleichmäßigen Tempo zu laufen, denn je länger er trabte, desto entspannter wurde er.
    Nach etwa 10 Kilometern parierte ich ihn in den Schritt durch, denn die Pause stand bevor, in welcher ich abermals Majds Pulswerte nehmen wollte. Damit er sich dehnen konnte, ließ ich die Zügel lang, während er den Kopf weit nach unten streckte.
    An einer geeigneten Stelle stieg ich ab, ließ Majd ein paar Minuten ruhig stehen und nahm ihm dann seine Werte. Sie waren etwas erhöht, lagen jedoch noch unter 64 und somit war alles gut. Nachdem auch ich einen Schluck getrunken hatte, stieg ich wieder auf und nahm den zweiten und letzten Teil der Strecke in Anspruch.
    Auch hier war unsere Gangart zumeist der Trab, auch wenn ich ihn nun auch an geeigneten Stellen galoppieren ließ. Ich war erstaunt, dass wir die 20,3 Kilometer innerhalb von anderthalb Stunden geschafft hatten und lobte Majd ausführlich, als ich ihn absattelte, ihm eine Decke überwarf und ihn dann in seine Box brachte, wo er sich genüsslich auf frisches Wasser und kleine Leckereien stürzte. Nach fünf Minuten ging ich nochmal zu ihm, um die Pulswerte zu nehmen, ließ ihn dann jedoch in Ruhe.
    *
    Nachdem es gestern Nachmittag und die ganze Nacht tatsächlich Unmengen geregnet hatte, holte ich Majd am nächsten Morgen nur aus der Box, um ihn in der Halle etwas zu longieren. Der Platz, sowie auch das Gelände waren aufgeweicht, sodass ich mich dazu entschlossen hatte, erst heute Abend wieder mit Majd ins Gelände zu gehen. Ich hoffte inständig, dass der Boden das meiste Wasser bis dahin aufgesogen hatte.
    Heute behielt ich Majd fast eine Stunde an der Longe, wechselte immer wieder die Hand, ließ ihn über Stangen laufen und machte viele weitere Übungen, bei denen er den Rücken aufwölben musste. Majd machte alles ohne zu murren mit, auch wenn ich merkte, dass es nicht so seine Lieblingsbeschäftigung war. Aber was sein musste, das musste sein!
    Am Abend war der Boden tatsächlich wieder etwas getrocknet, sodass ich ihn wieder sattelte und mit ihm ins Gelände ging. Viel Neues machten wir heute nicht, außer, dass ich die Strecke etwas verlängert hatte, damit wir uns langsam an die 30 Kilometer heran tasten konnten. Diesmal ließ ich Majd bereits einige Male vor der Pause galoppieren, legte dafür aber auch noch eine weitere Pause einige Kilometer später ein.
    Auch wenn es nur fünf Kilometer mehr waren, so merkte ich Majd an, dass er das noch nicht allzu oft gemacht hatte. Seine Energie ließ immer mehr nach und auch seine Konzentration war auf den letzten Kilometern sehr geschrumpft. Und trotzdem schafften wir es innerhalb von zwei Stunden 25 Kilometer in angemessenem Distanztempo zurückzulegen, sodass ich das heutige Training für erfolgreich abstempelte. Die Ausdauer und Kondition würde im Laufe der Zeit kommen, die tauchte nun mal nicht so einfach auf.
    *
    Am nächsten Tag wollte ich Majd nicht schon wieder ins Gelände jagen, denn ich konnte mir vorstellen, dass auch das irgendwann langweilig und öde sein würde. So plante ich, dass ich am Vormittag eine kurze Longiereinheit machen und am Abend das Training auf den Platz verlegen würde. Auch das Training auf dem Platz war für Distanzpferde wichtig. Nicht nur, dass es eine Abwechslung für ihn war, so konnte er sich auch erholen und trotzdem weiterhin Muskeln aufbauen.
    Nachdem die Longiereinheit am Morgen bestens verlaufen war, eine der besten, würde ich meinen, versuchte ich am Abend das Training auf dem Platz nicht zu anstrengend zu gestalten. Viel Schritt- und Dehnungsarbeit standen deswegen auf dem Plan, welche ich mit viel Gelassenheit auch durchführte. Irgendwann nahm ich auch noch die Stangen zur Hilfe, ritt immer wieder über diese drüber und erhöhte dabei das Tempo etwas.
    Ich war erstaunt, wie gut Majd trotz all des Trainings noch mitarbeitete und seine Konzentration stets bei mir war, weswegen ich das Training nicht allzu sehr in die Länge zog und es nach einer Stunde auch beendete.
    *
    Den nächsten Morgen hatte nicht nur Majd, sondern auch ich frei und ich merkte bei mir selber, wie wichtig es war, einfach mal alles ruhen zu lassen. Doch trotzdem stand heute der finale Trainingsschritt noch auf dem Plan.
    Nachdem ich die letzten Tage die Strecken im Gelände immer wieder erweitert hatte, würde ich mich heute trauen, mit Majd die 30 Kilometer Marke zu knacken. Majd und auch ich, konnten somit beweisen, dass das Training von Erfolg gewesen war.
    Die Sonne neigte sich langsam bereits wieder Richtung Erde, als ich Majd aus dem Stall führte. In einer Satteltasche hatte ich alles notwendige, was man für einen abendlichen Distanzritt brauchte und ich hoffte, dass weder mein Handy, noch der Verbandskasten zum Einsatz kommen würden. Natürlich vertraute ich Majd mittlerweile und kannte ihn so gut, dass ich wusste, dass er gut auf mich aufpassen würde.
    Hunter wünschte uns noch viel Glück, bevor ich Majd vom Hof lenkte und mit ihm einen so langen Ritt auf Schnelligkeit begann, den er wohl noch nie geritten war.
    Nach einer ausreichenden Erwärmungsphase erhöhte ich das Tempo, hielt Majd jedoch noch etwas zurück, damit er seine Kräfte sparen konnte. Im langsamen Trab ging es also an Feldern und Wiesen vorbei und ich merkte, wie nicht nur ich, sondern auch Majd die Ruhe und den Wind genoss. Je länger wir allerdings unterwegs waren, desto dunkler wurde es und als die Sicht irgendwann zu dunkel wurde, blieb mir nichts anderes übrig, als meine Helmlampe anzuknipsen. Ich war mir selbst noch nicht sicher, ob es eine weise Entscheidung gewesen war abends zu reiten, allerdings würde Majd irgendwann sowieso auch im Dunkeln reiten müssen, wenn er längere Distanzritte gehen sollte. So war es bereits frühes Training, welches sich später bestimmt bezahlt machen würde.
    Ich musste Majd nun gar nicht mehr zurückhalten, er wusste selber, dass es im Dunkeln einige Stolperfallen gab und trabte so ruhig und entspannt, wie ich ihn selten erlebt hatte. Auch der Galopp war ein tolles Erlebnis. Im Dunkeln durch den Wald zu galoppieren, das sollte jeder mal machen, befand ich.
    Nach der ersten Pause erhöhte ich das Tempo etwas. Jetzt ging es einen breiteren Feldweg entlang, welcher vom Mond gut beleuchtet wurde. Majd schien dies nichts auszumachen und seine Schritte verschnellerten sich wie von allein.
    Im Nachhinein war ich erstaunt darüber, wie schnell die Zeit vorbeigegangen war. Innerhalb von etwas mehr als zwei Stunden hatten wir 30 Kilometer geschafft und auch wenn auf den letzten Metern immer mehr Fehler passiert waren, waren Majd und ich gesund und munter zurück beim Bear Brook EC gelandet.
    Hunter hatte bereits alles vorbereitet, sodass ich Majd nur noch den Puls nehmen musste, bevor ich ihn zurück in seine Box brachte und dann selbst vor Müdigkeit triefend in mein Bett fiel.
    *
    Für Majd hieß es am nächsten Morgen, sein Leben auf der Weide genießen zu dürfen, denn er hatte mein Distanztraining bravurös bestanden. Für mich war es allerdings mal wieder Zeit, das Bear Brook EC zu verlassen und so verabschiedete ich mich ein weiteres Mal von Hunter und machte mich mit meinem Jeep zurück auf den Heimweg.
    Innerhalb von wenigen Tagen hatte ich es geschafft, dass Majd nun auf Stufe L in der Distanz laufen konnte und ich freute mich bereist auf das nächste Mal, dass ich Hunter und seine Pferde besuchen durfte.
    11.978 Zeichen von Canyon
    24. September 2016
    Dressur E auf A
    Heute ging es für mich mal wieder zu meiner guten Freundin BearBrook, sie bat mich darum ihren Vollblut Hengst Majd etwas in der Dressur zu Schulen. "Hey", sagte ich und ging zu Bear, die gerade den Scheckhengst sattelte ehe sie sich zu mir wand du mich begrüßte. "Er ist schon fast fertig", lächelte sie und drückte mir die Trense in die Hand... Ehe ich mich versah, saß ich schon auf dem schmal gebauten arabischen Hengst. "Wow, er hat echt eine schöne Bewegung", fuhr ich Bear an, sie schmunzelte vor stolz und setzte sich an den Rand des Platzes auf eine Bank. Ich begann die Zügel etwas nachzufassen und ihm innen leichte Hilfen zu geben, der ruhige Hengst reagierte sofort und senkte den Kopf ab. Ich fing an mit dem inneren Bein etwas zu drücken und zeigte ihm die Richtung an. Er begann über zu treten und lief Schulterherein. Diese Übung vollführte ich noch einige male um den Araber Hengst zu lockern. Dieser Schnaubte recht schnell ab und ich konnte beginnen etwas zu traben. Im leichten sitz bog ich ihn zunächst etwas auf den Zirkeln und beiden Händen. Dann ging es auch schon ans eingemachte, Majd schwitze schon etwas und nun versuchte ich ihn in die Traversale zu "schieben", natürlich erst im Schritt. Er brauchte einen Moment eher er verstand was ich von ihm wollte, doch dann machte er im Schritt seine Sache schon sehr gut ," Klasse Majd", lobte ich ihn und gab ihm etwas mehr Zügel hin. Dann ging es schon wieder in den Trab auf die Linke Hand und schlussendlich auch in den Galopp. Majd lief sehr ruhig und sehr konstant am Zügel somit konnte ich beginnen, den Zirkel auf dem wir Galoppierten, kleiner werden zu lassen. Majd musste sich ordentlich anstrengen und auch die Hinterhand mehr einsetzten um den Galopp auf dem kleineren Zirkel zu halten. Ich bremste ab und er viel sofort in den Schritt, er bekam den langen Zügel welchen er auch sofort nahm und ordentlich ab schnaubte. Dann musste er auf der rechten Hand aber auch nochmals ran, er strengte sich sehr an und ich erlöste ihn auch auf dieser Hand recht früh mit dem langen Zügel. Nun ging es nochmals an die Traversale, diesmal klappte es sehr gut und ich war damit so zu frieden das ich ihm den Feierabend gönnte. "Er war sehr gut, ich werde dir nachher noch eine Liste geben mit Übungen die du weiter fort führen kannst aber wenn du Fragen hast dann melde dich ruhig."," Ja das wäre super! Danke", erwiderte Bear und ich stieg ab..

    2.417 Zeichen | Ofagwa

    Die Kür
    „Hast du ihn fertig?“ Gine war nervöser als je zuvor. An Majd lag ihr einiges und heute würde der junge Araberhengst seine Zuchtzulassung bekommen – oder auch nicht. „Ja, es kann los gehen.“ antwortete ich betont ruhig und strich dem Schecken neben mir über die lange Mähne. Wir hatten sie nun seit einigen Wochen fast ausschließlich eingeflochten gelassen um ein Abreißen ganzer Haarsträhnen zu vermeiden. Der Plan ging auf, das Langhaar des Hengstes glänzte wie eh und je. Als wir schließlich aufgerufen wurden stieg auch mir die Panik in den Kopf. Eine geführte Zuchtzulassung. Meine erste geführte. Nervös betraten wir die Halle, wo wir uns nach einem Gruß zuerst einmal an einer bestimmten Position aufstellen mussten. Majd wurde hier nach seinem Exterieur beurteilt. Ich machte mir keine Sorgen um seine beurteilen. Der unfassbar ausgeglichene Hengst hatte ein gutes Gebäude. Vor allem für einen Pintarabian, die doch oft Exterieurfehler hatten. Nach einer schier unendlich langen Zeit ging es weiter. Ich führte Majd in den drei Grundgangarten vor, zuerst auf der linken und schließlich auf der rechten Hand. Besonders im Trab und Galopp musste ich dabei aufpassen nicht unter die Hufe zu kommen. Der Hengst hatte viel Schwung in seinen Gängen und mit dem Showhalfter hatte ich recht wenig Kontrolle über ihn. Die Kette war sicher nicht so stabil, wie man meinen sollte. Wenigstens sah sie gut aus, ebenso wie die goldene, arabische Kette. Beide Teile hatte Isaac gekauft. Er hielt das für authentischer. Ich hielt das für Quatsch. Immerhin sind wir hier in Groß Britannien und nicht in Saudi Arabien. Wir wissen ja nicht mal was hinter dieser Zubehör-Tradition steckt. Nun denn, jetzt hatte er es an und die Zuschauer waren entweder begeistert oder irritiert und abgeneigt.
    Nach der letzten Runde an der Hand war ich es der aus dem letzten Loch pfiff. Die Richter gönnten mir eine kurze Verschnaufpause, ehe sie mit nach draußen auf den Reitplatz kamen. Hier fand nicht nur das Freispringen, sondern auch das Freilaufen ab. Wäre ich nicht so extrem nervös gewesen hätte ich Majd noch etwas wie „Na los.“ - „Lauf.“ oder „Ab geht’s.“ hinterhergerufen, nachdem ich ihn losgemacht hab. So jedoch, löste ich den Strick und sah ihm wie betäubt hinterher. Freispringen musste er nicht. Dennoch ließ er es sich nicht nehmen wenigstens einmal zu springen. Den größten Teil seiner Freilaufzeit nutzte er jedoch um erhobenen Hauptes über den Platz zu pesen. Den Leuten gefiel das. Auch Gine stand hier am Zaun und schoss ein paar Fotos.
    Zuletzt musste ich meinen Hengst nur noch einfangen und mich bei den Richtern verabschieden. Beim Versuch ihre Mienen zu deuten wurde mir schlecht. Wie aus Eis. Dennoch konnte Majd keinen allzu schlechten Eindruck gemacht haben. Er hatte sich gut benommen und bis auf die ungeplanten Hindernissprünge gab es keine Zwischenfälle. Gine nahm mich strahlend in Empfang, als ich den Platz verließ. „Er sah toll aus. Wieso bist du so besorgt?“ Schulterzuckend sah ich sie an. „Wahrscheinlich ist heute einfach nicht mein Tag.“ - „Dafür war es umso mehr seiner.“ sie deutete auf Majd, der sich neugierig umsah.​
    2629 Zeichen | gezählt mit charcount.com | by sadasha

    [​IMG]
     
    Veija, Bracelet und Zion gefällt das.
  10. Jackie

    Jackie Modi für SW's und SdMW/HdMW, Reiterspiele, Berufew

    Jackies Teilnahme mit
    My Blue Gun

    [​IMG]

    [​IMG]
    --
    [​IMG]
    Hengst
    5 Jahre
    Rasse
    American Quarter Horse
    Stockmaß 152cm
    Deckhaar Brauner
    Abzeichen Laterne, 2x Halbweiße Beine, 2x hochweiße Beine
    [​IMG]
    "Blue" ist ein sehr talentierter, vierjähriger Hengst. Im Umgang zeigt er sich absolut artig, er zeigt immer den "will to please". Ihm macht es nichts aus, gemeinsam mit Stuten in einem Stall zu stehen oder in einer Halle zu reiten. Unter dem Sattel lernt er sehr schnell, weshalb einer Karriere im Sport nichts im Wege steht. Bei der Bodenarbeit zeigt er sich manchmal noch etwas dominant, wobei er sich auch da schon gebessert hat.
    Besitzer Jackie (Amy Fleming)
    VKR/Ersteller Veija / HuskyJenny

    [​IMG]
    [​IMG][​IMG] [​IMG] [​IMG]
    274 Westernturnier
    333 Westernturnier
    279 Fahrturnier
    281 Fahrturnier
    ——————————————————————————————————
    Galopprennen E
    Springen E A
    Military E
    Western E A L M S S* S** S***
    Dressur E
    Distanz E A
    Fahren E A L
    Gang E

    Wendigkeit -N-
    Farbig = Trainer
    [​IMG]
    My Blue Gun ist eingeritten und an Hindernissen gewöhnt.

    Eingetragene Zucht -
    Gekört Nein

    Nachkommen
    keine
    [​IMG]
    Letzter Tierarztbesuch 14.04.2016
    Was wurde getan:
    Routineuntersuchung und Wurmkur

    [​IMG]
    Letzter Hufschmiedbesuch 25.09.2016
    Was wurde getan:
    Blues Hufe wurden kontrolliert, gekürzt. Der Hufschmied hat ihn mit Slidingeisen beschlagen.

    ——————————————————————————————————
    PNG | Puzzel PNG | JPG

    Routinebehandlung (+Wurmkur) Sir Outlaw, Celsius, Panino, My Blue Gun, Everyday as it comes
    Vom Flugzeug aus, beobachtete ich den vorbeifliegenden Wolken und schlief ein…
    Mit dem Taxi fuhr ich zu der Heartland Farm, denn mich hatte es wieder mal nach Kanada beziehungsweise nach Alberta verschlagen zu Amy Fleming. Ich hatte meine dicken Sachen eingepackt, denn im Gegensatz zu Spanien war es hier popokalt, sprich -2°C. Ein leichter Wind wehte über die Ranch. Amy begrüßte mich und führte mich in den Stall zu den Pferden. Heute hatte ich es mit einem Doppel Auftrag zu tun, denn 2 zu behandelnde Pferde standen im Nachbarort Fairfield.
    „Also Fiona ich habe gerade ein Trainingspferd auf der Ranch, er kann Tierärzte nicht ausstehen, sei also vorsichtig!“, warnte mich Amy die aber dennoch mit in die Box kam. Ty war ebenfalls dabei ich kannte ihn von damals noch. Der fuchsfarbene Hengst schaute mich an und ahnte anscheinend schon was ihm blühte. Ich zog meine Handschuhe an und gerade als ich anfangen wollte ihn vorsichtig abzutasten, schnappte er nach mir. Das war knapp! Ty und Amy hielten ihn nun stärker fest und versuchten ihn zu beruhigten. Unterhalb der Kastanie von Sir Outlaw fand ich eine tiefere Schramme die relativ tief war. Ich fragte Amy ob sie davon gewusst hatte, doch sie verneinte, da er ja nicht ihr eigenes Pferd ist. Ty hatte Sir Outlaw etwas lockerer gelassen und so geschah was kommen musste, ich fühlte an der Schramme und Out biss mich. „AUA!“, schrie ich und verstummte von selbst. Mallory hatte dies mitbekommen und holte mir schnell ein Kühlakku, welches ich mir um den Arm band. So etwas passierte mir leider öfters, es war halt mein Beruf der diese Gefahr mit sich brachte.
    Nun nach dem ich wieder weitermachen konnte, reinigte und desinfizierte ich die Schramme. Da ein Verband nicht nötig war, rieb ich die betroffene Stelle mit einer Lebertran-Zink-Salbe ein. Ich strich vorsichtig über Outs Hals, sodass er sich an mich gewöhnte. „Amy du solltest ihn nun erstmal schonen, dass heißt er darf nur im Schritt bewegt werden und du trägst jeden Morgen und Abend die Salbe auf bis alles gut verheilt ist.“, erklärte ich ihr. Ty nickte nur. Genau in diesem Moment find es draußen an in Strömen zu regnen. Mell war vor die Box getreten und fragte mir Löcher in den Bauch, bis Amy sie wegschickte. Jetzt konnte ich mit der normalen Untersuchung weitermachen. Auch Sir Outlaw hatte sich beruhigt und ich konnte nun die Pulsfrequenz messen, die bei 35 Schlägen pro Minute lag. Es wunderte mich nicht, dass sein Herz bei der Aufregung minimal schneller schlug als es sollte. Ich streichelte vorsichtig sein Hals und zählte nun die Atemzüge pro Minute die bei 10 Zügen lag. Also alles im grünen Bereich. Nun vor dem Impfen maß ich die Körpertemperatur die bei 37,4°C lag und horchte mit dem Stethoskop ob sie Darmfunktion in Ordnung war. „Also ihr Beiden, bis auf die Schramme geht es Sir Outlaw sehr gut!“, verkündete ich.
    Nun gab noch 2 zu überwindende Hürde – das Impfen und die Wurmkur. Das Impfen verlief bis auf eine Zuckung recht reibungslos, ich nahm eine Hautfalte drückte sie zusammen und spritzte die 4-fach-Impfung in sein Gewebe. „Prima Junge, sehr gut!“, lobte ich den Trakehner Hengst. Ich hatte schon bevor ich zu Amy geflogen bin, die Wurmkuren vorbereitet. Die Spritzen lagen 3 Stunden im Kühlschrank, damit der penetrante Chemiegeschmack wegging. Außerdem hatte ich Apfelmus zu der Wurmkur getan, damit die Pferde sie besser annehmen. Sir Outlaw konnte mich immer noch nicht besser leiden, dennoch öffnete Ty ganz leicht sein Maul, ich drückte die Masse in sein Maul und klopfte seinen Hals. „Siehst du halb so schlimm Großer!“, sagte ich zu ihm. Er schluckte die Wurmkur mit dem Apfelmus runter und leckte sogar noch die Spritze ab. Wir begannen zu lachen.
    Man hörte auf dem Dach, wie es anfing zu regnen. Der Regen wurde immer stärker und stärker. Gott sei Dank waren wir im Trockenen. Völlig erschöpft und pitschnass kam Jack, Amys geliebter Großvater. Amy begrüßte und fragte ihn was er gerade jetzt hier wollte, er antwortete, dass er bei Blues Behandlung dabei sein wollte. Nicht anders erwartet, kam auch Mell wieder und war ebenfalls pitschnass. Ich atmete tief durch und bat Mell mir nicht schon wieder tausende von Fragen zu stellen. Mit einem etwas beleidigten Gesicht zog sie ab, doch sie hatte schon eine neue Person gefunden, die sie nerven konnte, es war Lou. Ich musste grinsen als ich die Beiden hörte. Nun weiter zu My Blue Gun. Jack erzählte mir ein bisschen was zu ihm und hielt den Hengst fest. Blue war eigentlich ein liebes Pferd, doch konnte manchmal ziemlich dominant sein. Bei ihm führte ich genau das Selbe durch wie bei Law. Seine inneren Körperwerten entsprachen alle den Normen. Seine Körpertemperatur lag bei 38,1°C und sein Herz machte 28 Schläge pro Minute. Seine Atemfrequenz lag bei 9 Züge pro Minute und war sehr entspannt. „Toll machst du das Blue, so ist brav!“, lobte ich den hübschen Hengst. Ich erklärte Jack, dass ich noch nie ein Pferd mit solch einer Farbe gesehen habe. Blue hatte interessante Abzeichen, die ich noch nicht in dieser Komposition gesehen hatte. Seine Farbe erinnerte mich an das White Splash Gen was eher selten auftrat. Nun nahm ich wie bei Law eine Hautfalte und spritzte die Impfung ins Gewebe. Ohne zu zucken machte der Hengst alles mit, dass lag aber wahrscheinlich auch daran, dass Jack ihn festhielt. Zu guter Letzt verabreichte ich auch ihm die Wurmkur, welche er erstaunlich gut annahm. Ich verabschiedete mich von Jack und begab mit zum letzten zu behandelnden Pferd auf Heartland. Eine hübsche Araber Stute die uns mit einem Schnauben empfing. „Darf ich vorstellen, das ist Everyday as it comes! Ich habe sie erst vor kurzem gekauft und kenne sie noch nicht allzu gut, aber dennoch ist sie sehr artig.“, erklärte Amy mir. Die Stute war sehr ruhig und ich strich ihr über den Hals. Zum Anfang tastete ich die Stute vorsichtig ab und fand eine Verdickung am rechten Hinterbein, Es schien wie eine Entzündung. Ich fragte Amy ob sie das gewusst hatte, sie schüttelte verunsichert den Kopf. Es fühlte sich an, als ob die sich vertreten hatte, vielleicht sogar umgeknickt und die Sehnen etwas abbekommen haben. Zudem war die Stelle ziemlich warm und Everyday zuckte immer als ich diese Stelle berührte. Was mir anfangs gar nicht aufgefallen war, sie schonte das Hinterbein. Die Verletzung war sichtbar also hochgradig. Erstmal ließ ich sie in Ruhe und checkte die Körperwerte und verabreichte ihr die Impfung und die Wurmkur, beides war kein Problem für sie. Ihre Werte waren normal, bis auf die Temperatur, sie hatte erhöhte Temperatur, welche sich auf die Entzündung der Sehne zurückführen ließ. Wir stellten fest, dass die Verletzung auf Everydays zu schnelle Galoppaden hinwies. Sie war beim Rennen anscheinend umgeknickt und hatte sich dabei die Bänder gezerrt und diese hatten sich entzündet. Amy fragte wie lange die Verletzung ausheilen müsste, ich antwortete: „Es kommt darauf an, wie sich die Verletzung entwickeln, es kann frühestens 3 Monate oder spätestens 6 Monate dauern.“ Amy war niedergeschlagen, dass konnte ich verstehen, da es ihr neues Pferd war. Nun nach dem auch die Araber-Stute umsorgt worden war, standen noch 2 Pferde auf der Liste – Panino und Celsius.
    Im Nachbarort Fairfield, befand sich das Sportpferdegestüt GreenBriar Ridge. „Bis später Fiona ich komme nicht mit.“, rief Amy mir hinterher. Ty hatte mir bereits die Tür des Jeeps geöffnet. Etwas verwundert, stieg ich in den Jeep und schaute mir während der Fahrt die Landschaft an – Kanada welch‘ ein schönes Land! Dort angekommen verwies Ty mich an den Stallburschen Thomas. Mit einem Handschütteln begrüßte ich den jungen Mann, der mich anschließend zu den Boxen von den Beiden brachte. „Thomas richtig? Würdest du mir vielleicht helfen bei den Pferden, da ich sie beim Untersuchen nicht festhalten kann.“, bat ich ihn. Er nickte ausdruckslos und informierte mich nebenbei ein bisschen über die Pferde. Zu Erst gingen wir in die Box von Panino. Der Knabstrupper Hengst schaute uns mit seinen freundlichen Augen an und ließ uns ohne Faxen in die Box. Während Thomas den Hengst aufhalfterte, stellte ich meinen Koffer ab und zog mir die Handschuhe an. Ich tastete ihn langsam ab und fand keinerlei Auffälligkeiten, was ein gutes Zeichen war. Panino machte keine Anstalten und benahm sich super. Lobend strich ich ihm über den Hals und checkte danach die Vitalwerte von Panino. Seine Herzfrequenz lag bei 34 Schläge pro Minute, da er sich etwas über das Stethoskop aufgeregt hatte, wären die 4 Schläge mehr nicht von Bedeutung. Scherzhaft sagte ich zu Pani, er solle tief ein und wieder ausatmen. Thomas grinste. Der Hengst schien mich verstanden zu haben, denn er blähte seine Nüstern und atmete tief ein. Er atmete 12 Mal pro Minute ein, also auch hier ist alles im Normalbereich. Zu guter Letzt vor der Impfung und der Wurmkur, maß ich die Körpertemperatur und lauschte ob seine Darmfunktion tätig war. „37,9°C!“, verkündetet ich mit einem Lächeln auf den Lippen. Ich weiß nicht warum, aber mich freute es immer, wenn es den Pferden gut ging. Nun nahm ich heute schon zum vierten Mal eine Hautfalte und spritzte die Impfung in das Gewebe. Panino zuckte kurz, doch machte weiter nichts. Erneut lobte ich ihn. Auch die Wurmkur mit Apfelmus schien ihm zu gefallen, wahrscheinlich hätte er mit Apfelmus noch mehr haben wollen. Zwischendurch stellte Thomas mir ein paar Fragen, die ich mit Freude beantwortete, denn es waren sinnvolle Fragen zur Pferdemedizin und nicht die nervigen Fragen von Mell. An und für sich mochte ich das pubertierende Mädchen, doch ihre Art konnte einem ziemlich oft auf die Nerven gehen. Ich verabschiedete mich von Panino und zusammen mit Thomas ging ich in die Box von Celsius. Ein deutsches Reitpony, welches eigentlich eher untypisch für Kanada war. Eins musste man ihnen lassen, sie sind und bleiben wunderbare Sportpartner. Amy hatte mir im vorherrein schon etwas von dem aggressiven Hengst erzählt, doch ich wollte es gar nicht glauben, doch als ich mich seiner Box näherte, legte er die Ohren an und schnappte nach mir. Thomas schlich sich in die box und halfterte den aggressiven jungen Hengst. Da ich nicht wollte, das Celsius mit einer Nasenbremse zum Gehorsam gezwungen wird, denn er war auch nicht wirklich an Menschen gewöhnt, gab ich ihm eine Beruhigungsspritze. Diese wirkte sich nicht negativ auf die Impfung oder die Wurmkur aus, denn sie bestand hauptsächlich aus natürlichen Stoffen wie Baldrian. Schon nach 5 Minuten kam der Hengst zur Ruhe. Nun konnte ich mir den Fliegenschimmel etwas genauer anschauen. Seine Schleimhäute war rosa, die Zähne sauber und gerade, am Körper gab es nichts auszusetzten und seine Vitalwerte waren sehr gut. Ich musste mich beeilen, da eine Spritze mit natürlichen Stoffen nicht all zulange anhielt. Mit einem gekonnten Handgriff nahm ich wieder eine Hautfalte am Hals und spritzte die Impfung in sein Gewebe. So langsam kam der Hengst zu sich und ich verabreichte ihm noch schnell die Wurmkur, welche er gelassen herunterschluckte. Ich strich ihm über den Hals und flüsterte: „Beim nächsten Mal klappt das auch ohne Beruhigungsmittel!“. Thomas fragte: „Hast du gerade ernsthaft mit dem Pferd gesprochen?!“. Er lachte, obwohl ich es nicht amüsant fand, wenn man mit Pferden sprach. Ich streichelte zum Abschied noch den Kopf von Celsius und ging nach draußen.
    Ich wäre fast gegen ein Pferd gelaufen, ich schaute verdutzt nach oben und sah Amy auf Amsterdam Girl, sie hatte noch weitere Zügel in der Hand und sagte neckisch: „Na Lust auf einen Abschlussausritt in Kanada?“. Nichts lieber als das! Ich zog meinen Kittel aus und legte ihn zusammen mit dem Koffer in den Jeep mit dem Ty gerade geparkt hatte. Ich schwang mich auf Nimué und ritt mit Amy los…
    Wieder in Spanien…
    Ich berichtete Angie von Amys Haflingern und den Pferden die ich untersucht hatte. Sie hörte mir gebannt zu und war etwas neidisch auf mich da sie Kanada liebte.

    Sir Outlaw, Celsius, Panino, Everyday as it comes und My blue Gun haben nun eine Routinebehandlung hintersich!

    Hufschmiedbericht Wendy; My Blue Gun

    Für mich hieß es nach einer Woche Pause wieder Arbeit in Canada, übermorgen würde ich dann nach Spanien gehen. Amy Fleming hatte mich wieder beauftragt zwei ihrer Pferde zu beschlagen. Wieder waren es ein Haflinger und ein Quarter Horse. Zuerst aber widmete ich mich Wendy, der Haflingerstute zu. Sie ergraute schon langsam im Gesicht und ich tippte darauf, dass sie um die 20-25 Jahre alt sein musste. Als Amy mir dann aber sagte, dass sie sogar schon 27 geworden ist, staunte ich etwas. Dafür war sie noch top in Form. Nur ihre Hufen liefen etwas aus dem Raster, die waren nämlich zu lang, aber in einer guten Qualität. So schnitt ich etwas mehr aus und korrigierte ihre Fehlstellung hinten rechts. Es passierte öfter, dass die Pferde Fehlstellungen an ihren Hufen hatte, die oft jahrelang unbemerkt blieben, ihnen aber auch nicht so viel ausmachten. Je nach Schwere der Fehlstellung machte es den Pferden dann doch was aus. Wendy aber blieb brav stehen und döste. Sie kannte die Arbeit des Hufschmiedes und machte sich nichts draus, wenn ich meine Arbeit machte. Ich erhitzte die Stahleisen für Wendy und passte sie dann ihren Hufen an. Auch hier blieb sie brav und ließ mich nur machen. Als die Hufe dann aufgenagelt waren, ließ ich sie vorlaufen. Alles saß, wie es sitzen sollte und Amy brachte mir ihren Quarter Horse Hengst My Blue Gun vorbei.
    My Blue Gun war ein ausdrucksstarker Hengst mit einem schönen graden Profil und einer weißen Laterne. Da seine Hufe schon beschlagen waren, nahm ich ihm erst die Hufeisen ab und vollzog ihm dann einer Kontrolle. Seine Hufe waren im Gegensatz zu den Hufen von Wendy ein gutes Stück kürzer und seit dem letzten Besuch vom Hufschmied kaum gewachsen. Sein Horn war aber auch ziemlich hart, was das ganze etwas verständlicher machte. Aber auch er hatte eine kleine Fehlstellung hinten links, die ich beim minimalen Kürzen der Hufe korrigierte. Blue Gun beschlug ich vorne mit Stahleisen und hinten mit den Slidingeisen, die gut für die Reining waren. Als das auch getan war, ließ ich ihn vortraben und lobte ihn zum Schluss.

    Heute begann das Training mit Blue in Western. Ich hole ihn aus der Box vom Hof und putze ihn davor. Anschliessend mache ich ihn fertig und gehe in die Halle. Dort ist der perfekter Sand für Reining.
    Ich reite den Hengst als erstes warm und mache einfache Dehnungsübung am langen Zügel. Er reagiert einfach auf die Zügel. Das heisst, ich brauch nicht so viel Üben. Als er dann warm ist fange ich mit einer einfachen Übung an. Rückwertsrichten. Ich nehme die Zügel nach hinten und trebe dabei, gleichzeitig verlagere ich mein Gewicht weiter hinten in den Sattel. Blue macht einen Schritt nach hinten. Ich lobe das noch junge Pferd und versuche es erneut. Diesmal macht er schon 3 Schritte und auch schneller. Das klappt schon super. Blue lernt schnell, darauf hin bekommt er noch ein Leckerlie und ich jogge noch ein bisschen mit ihm. Nach wenigen Runden versuche ich das Rückwertsrichten erneut. Diesmal gebe ich aber schneller die Komandos und er reagiert schon viel besser. Die Schritte sind zwar Langsam noch, aber sicher. Erneut lobe und gehe etwas Schritt. Dann geht es weiter mit der nächsten Übung. Einhändiges Reiten muss Blue nun lernen. Als lege ich den linken Zügel auf den Hals und tu' das Gewicht nach rechts. Er geht in dir Richtung. Ich lobe den Hengst und mache die selbe Übung in die anderen Richtung. Dort geht das Pferd auch. Ich wieder hole auch das mehrmals und höre dann auf. Der Hengst darf noch bisschen galoppieren und reite ihn dann ab. Bei dem nächsten mal üben wir das noch mal und dann geht das Spin trainiern los. Dann kann der kleine wieder zurück. Er lernt sehr schnell.
    Ich sattle ihn ab und lege ihm ne Abschwitzdecke drauf. Dann stell ich ihn raus auf den Paddock. Er zupft am Heu rum. Ich hole nun das nächste Pferd.

    Nach dem Blue sein Futter morgens bekommen hat, mache ich ihn reit fertig. Der Hengst beschnubbert mich und geht mit seiner Oberlippe an meiner Jacke. 'Ja, kleiner. Dort sind Leckerlies für Später.'. Sage ich ihm und stubse ihn von der Jackentasche weg.
    Ich führe ihn zur Halle. Dort gurte ich noch mal nach und reite den leicht nervösen Hengst warm. Am Anfang gehen wir im Schritt einige Volten und üben dabei auch gleich zeitig, dass ein händige Reiten. Doch Blue hatte das gestern schon kapiert. Er reagiert super auf das Gewicht und wir bräuchten nicht mal die Trense. Ich jogge ihn locker an und wir gehen aussen rum. An den langen Seiten ein paar Volten. Er macht es super. Ich bremse ihn wieder und gebe ihm eins der Leckerlies. Dann mach ich etwas Schritt. Nun fange ich mit Schenkweichen an und Backing Off. Rückwerts müssen wir noch üben. Er macht es noch langsam und stockt etwas. Doch das wird noch besser. Ich reite etwas weiter. Dann gleich noch mal. Ich bremse den Hengst in den Stand, setze mich in den Sattel. Das Gewicht verfällt nach hinten und ich treibe, gleichzeitig gebe ich mit den Zügeln hilfe, dass er nach hinten soll. Als ich etwas mehr treibe, geht der junge Hengst auch schneller nach hinten. 'Super, Blue', rufe ich und mach das gleiche noch mal. Er bekommt als wir wieder stehen ein Leckerlie. Dann geht es im Jogg wieder durch die Halle. Dem Kleinen soll nicht langweilig werden. Nun können wir mit den Spin Training anfangen. Ich mache eine leichte Biegung zwischen Kopf und Genick nach links und fangen an ihn in die Richtung Schenkel zu weichen. Er dreht sich langsam. Nun versuche ich mehr Tempo reinzubringen und er dreht sich noch immer regelmässig. Blue ist ein super Pferd. Er bekommt noch ein Leckerlie und ich reite noch mal durch die Halle. An einer anderen Stelle versuche ich noch etwas ihn zu 'spinnen'. Das was er grad gelerrnt hat, versucht er sofort umzusetzen. Noch ist es nicht perfekt. Aber der Anfang ist erkennbar, nicht mehr lange, dann kann er zurück. Ich reite ihn ab.
    Vor dem Stall sattele ich ihn ab und hole die Weide decke aus der Sattel kammer. Das ganze Zeug habe ich von Mari bekommen, als sie die Hengste hergebracht hat. Ich mache ihm dass Ding um und bringe ihn auf den Paddock. Er rennt sofort zum Heu und zupft wieder etwas dran rum. Ab und zu schlägt er auch nach, anstonsten ist alles gut.

    Heute ist nun der letzte Tag. Die beiden Pferde haben sich gut geschlagen. Ich hole Blue aus seiner Box. Er wartet bereits und hat sich gerade bei uns eingelebt. Aber er wird heute Abend wieder abgeholt. Ich putze ihn am Anbinder und Blue lässt die Unterliebe hängen. Er ist relaxt. Dann geh ich in den Stall sein Sattel mit Pad und die Trense holen. Aber ich nehme auch die Gamaschen und Boots mit. Er bekommt alles um und wir gehen zur Halle. Der Schnee ist schon weggetaut, kalt ist auch nicht.
    Als ich nachgegurtet hatte, steige ich auf. Als erstes reite ich den Hengst warm. Einfache Schritt-Jogg-Wechsel und Zirkel, natürlich auch leichte Dehnübungen. Ich lobe ihn und geh auf den Zirkel. Wir sind imSchritt. Dann mache einen Handwechsel durch den Zirkel und treibe ihn, bis er joggt. Das Ganze reiten wir alles Einhändig. In den Wochen haben wir viel gelernt. Heute ist also die grosse Prüfung. Mari kommt auch um sich das Ergebnis anzuschaun. Sie setzt sich dort hin wo eigentlich der Richter sitzt. Also simuliere ich, dass ich reinreite. Bei X halte ich den Hengst und geh im Schritt los. Als erstes kommen vier volle Spins nach rechts und anschließend folgen auch links vier Stück. Der Hengst macht es großartig. Keine Unsicherheite mehr von ihm und auch nicht von mir. Wir verharren kurz. Weiter geht es mit drei Zirkeln im Linksgalopp. Die ersten beiden Zirkel sind schnell und groß, doch der Dritte ist klein und danach folgt ein fliegender Galoppwechsel. Nicht alle Elemente musste ich lange mit ihm Üben. Vieles hat er von allein schon gemacht, war sich nur immer Unsicher ob es so stimmt. Wieder reite ich mit Blue drei Zirkel, die ersten Beiden groß und schnell. Der Dritte soll auch klein sein und danach folgt wieder ein fliegender Galoppwechsel. Er schlägt sich super. Mari könnte sofort mit ihm aufs Turnier gehen. Es geht weiter mit einem großen Zirkel auf der linken Hand der aber nicht abgeschlossen wird, weil es weiter zur rechten Bahnseite geht. Jetzt kommt das schwierigste für Blue, Rollback. Ich galoppiere noch immer. Kurz nach der Mitte folgt nun der Rollback. Ich lehne mich nach hinten in den Sattel und verlagere das Gewicht nach rechts. Der Rollback klappt. Im gestreckten Galopp geht es zur anderen Seite. Hier mache ich auch kurz nach der Mitte in Rollback, aber nach links. Der Hengst macht kein Fehler. Jetzt folgt der letzte Teil. Wieder im Galopp geht es wieder zur anderen Bahnseite. Wo wir vorher den Rollback gemacht haben, kommt nun ein Sliding Stop. Ich bereite ihn ein wenig drauf vor. Das Tempo wird rausgenommen und ich setze mich in den Sattel. Ein kleiner Zug am Zügel und er rutsch förmlich durch den Sand. Ich richte ihn noch ca. Drei Meter rückwerts. Ich verharren. Das Pattern ist zu ende. Mari klatscht begeistert.
    Wir gehen gemeinsam zu Stall. Dort mache ich ihm alles ab und stelle ihn mit Abschwitzdecke in die Box. Er gebe ihm noch sein Futter. Nun geht es mit der Stute weiter.
    Kurz blickte ich auf die Uhr. Halb 6. Tja, heute und die nächsten Tage hatten meine Leute und ich viel vor. Genuine Lil Cut, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat cat, Siku und Solitary mussten in der Reining von der LK 4 auf die LK 3 gebracht werden, Eldrian Antrax, Marly's Pluie, Cauldron und Annie get your Gun in Springen von E auf A, Hollywood's Silver Dream in Springen von A auf L, My Blue Gun, My Possible Pasts, Hot Smoking Chex und Wimpys Little Devil in Reining von LK 5 auf LK 4 und Lil Princess Gun in Reining von LK 3 auf 2. Dann waren endlich alle wichtigen Pferde trainiert und fertig für die Turniersaison.
    Nachdem ich also mein Team geweckt hatte, schnappte sich jeder eines der LK 4/3 Pferde und machte es fertig, ehe wir mit 5 Pferden in der Halle standen. Draußen war es noch zu kalt zum Training, weshalb auch die Vollblüter, die normalerweise früh am Morgen trainiert wurden, erst gegen 11 oder 12 Uhr auf die Bahn kamen.
    Insgesamt mussten wir 3 Teams "bilden". Das erste und zweite Team waren je 5 Pferde, im dritten Team dann nur 3 Pferde. Da wir genau wussten, was wir trainieren mussten, war die erste Trainingseinheit der ersten 5 Pferde auch schon rum. Nun war es schon 9 Uhr, eher gesagt halb 10, ehe wir die nächsten 5 in der Halle hatten. Und es waren 13 Uhr, bevor wir die letzten 3 Pferde der Truppe in der Halle waren. Sagenhafte 15 Uhr, bis wir verschnaufen konnten.
    Nun waren die 5 Springpferde dran. Heute ritten wir nur die E Hindernisse und einfache A Hindernisse, morgen würden wir das Niveau steigern.
    Also letztes waren die 5 Westernpferde dran. 4 davon mussten von LK 5 auf 4, eins von 3 auf 2. Also ritt ich letztere, welche übrigens Lil Princess Gun war und überlies den anderen die anderen 4 Pferde. Caleb hatte ständig ein Auge auf die 3 und auch Aliena machte ihre Sache gut, auch wenn My Blue Gun sie ab und an einfach verarschte. Nach eineinhalb Stündigem Training beendeten wir den Tag und brachten alle Pferde wieder auf die Koppel.
    Am nächsten Tag gönnten wir den Reinern eine Pause und arbeiteten nur mit den Springpferden. Am Tag darauf waren dann die Westernpferde wieder dran, die wir in Reining trainierten. Am Abend konnte man sagen, dass sie alle eine Stufe höher starten konnten.
    [...]Nun waren die Reiner dran, was wohl ein wenig mehr Arbeit geben würde. Da hatten wir Wimpys Little Devil, My Blue Gun, Your possible Pasts und Spooks Gotta Gun, die von LK 4 auf LK 3 gebracht werden mussten, Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Flintstone, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat, Siku und Solitary die von LK 3 auf LK 2 gebracht werden mussten und Lil Princess Gun, die in den nächsten Tagen in der LK 1 laufen würde.
    Heute trainierten wir nur die 4 Pferde, die bald in LK 3 laufen sollten. Wir verfeinerten ihre Stops, beschleunigten die Spins, kontrollierten ihre Speed Controls und werkelten an ihren Flying Changes. Nach gut 2 Stunden hatten wir erschöpfte Pferde und Reiter, die sich auf eine Pause freuten. Den Pferden war diese gegönnt, doch die Reiter mussten noch arbeiten. Die ersten 5 Pferde der LK 2 Klasse waren in der Halle und wurden 2 Stunden bewegt, ehe die restlichen 3 und Princess dran waren. Princess ritt ich, auch wenn Caleb mir ständig Befehle zufauchte, wie ich die Stute zu reiten hatte. Ich seufzte. Er meinte es nur gut und im Endeffekt war er ein besserer Trainer als ich, doch das würde ich vor ihm nie zugeben.
    Am Ende des Tages hatten wir alle 13 Pferde fertig. Die nächsten 3 Tage arbeiteten wir kürzer, aber dennoch so, dass wir einen ordentlichen Erfolg erzielten und das Training nach 5 Tagen abschließen konnten.[...]
    Seufzend strich ich ein paar Namen auf einer Liste durch, wo die Trainingspferde drauf standen. Es waren im Endeffekt einfach viel zu viele Pferde, die wir mit 6 Leuten trainieren mussten, weshalb ich wohl bald an Personal aufstocken müsste- schon wieder.
    Heute hatten wir uns My lovely Horror Kid, Eldrian Antrax, Cauldron, Hell, Zuckerschock und Wimpys Little Devil vorgenommen. Nach dem satteln fanden wir uns auch schon auf dem Platz wieder, wobei Horror, Antrac und Cauldron in der Halle trainiert wurden, da sie schon eine Stufe höher waren als die anderen 3 Pferde. Den ganzen Vormittag verbrachten wir damit, den Pferden die Hindernisse schmackhaft zu machen und ließen es dann gut sein, damit die nächsten 6 an die Reihe kommen konnten. Diesmal waren es Pluie, Annie, Blaze, Jagger, Faster und Genuine. Ich ritt die stürmische Blaze, die sich heute nicht kleinkriegen lassen wollte. Ständig verweigerte sie oder warf die Stangen ab. Ich seufzte kurz und legte die Stangen ein Stück nach unten, ehe ich das Ganze nochmal versuchte. Dann klappte es und ich legte sie wieder hoch. Siehe da, die Stute konnte also doch springen!
    Als die Pferde dann fertig waren aßen wir etwas zu mittag, ehe wir weitere 6 Pferde aus ihren Boxen holten. Princess, What Lies Ahead, Gun and Slide, Shadow, Summertime und Sympathy for the Devil. Mit ihnen waren wir sehr schnell fertig, da sie alle sehr schnell lernten, so dass wir uns nun den restlichen Pferden widmen konnten. Es fehlten uns noch My Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, Ravi, Snuff, Enjoy Nature, Woodstock Lady und Augen auf, wobei letztere in Dressur trainiert wurde. Ich selbst schnappte mir Abby, mit der ich alleine auf den Dressurplatz ging. Es dauerte eine ganze Weile bis ich so ordentlich aufgewärmt hatte und sie locker an meinen Hilfen ging. Doch nach einer guten Stunde hatte ich ein schön gelassenes, locker laufendes Pferd unter mir, mit der es Spaß machte, zu trainieren. Ich schaute nun bei den anderen 5 vorbei, die immer wieder die Pferde unter sich tauschten und fleißig am Springen waren. Ich lachte kurz und brachte Abby dann weg, ehe ich den anderen half.
    "Hopp, hopp, hopp!", sagte ich und schubste Alexis weiter den Flur entlang. "Pferde trainieren!" "Aber ich will nicht!" "Du musst aber" - seufzen. Nicht nur von Alexis, sondern auch von Riley, der mitllerweile bei uns ziemlich eingespannt wurde und anpacken musste, wo gerade Not am Mann war. "Ja, Riley, du auch", sagte ich etwas schnippisch zu ihm und schob auch ihn den Gang entlang. "Come on", sagte Caleb und schnippte seine Kippe weg. Seit neustem rauchte er, was mir gar nicht in den Kram passte. "Caleb!", fauchte ich ihn an und sofort zuckte er zusammen, hob die Zigarette auf und schmiss sie, als sie ganz aus war, in den Mülleimer. "You should stop smoking.. it smells terrible!", sagte ich ihm doch er rollte nur mit den Augen und ging dann auf den Stall zu, wo die Arbeit auf uns wartete. Ich nehme mir Skrúður und Trainiere ihn in Distanz von L auf M, Riley und Alexis ihr trainiert Eldrian Antrax und Cauldron of Renascence in Dressur von A auf L, Alexis, Aaron und Caleb ihr schnappt euch Snuff, Lovely Summertime und Sympathy for the Devil und trainiert sie in Springen von A auf L. Gebongt?", fragte ich alle und bekam ein nicken zur antwort. "Gut, an die Arbeit!", verkündete ich fröhlich und ging zur ox von Skrudi, um ihn mir fertig zu machen. Nach dem putzen schmiss ich ihm seine Decke und einen Vielseitigkeitssattel auf den Rücken, ehe ich ihm die Trense anlegte und mit einem Helm auf dem Kopf den Hof verließ. Im Moment regnete es sehr viel hier in Kanada, weshalb ich für Training außerhalb der Halle immer passende Momente abwarten musste. Diesmal schien ich jedoch Glück zu haben und konnte mir ruhig Zeit lassen mit unserem Ritt. Als ich um die Ecke bog, sah ich schon wie Eldrian sich in der Dressur versuchte und an den neuen Übungen scheiterte. Kurz grinste ich. Der Hengst hatte sich so gut gemacht und war für meine Poloponyzucht so relevant, dass er das einfach hinbekommen musste, da glaubte ich fest an ihn. Skrudi war von seiner Kondition her schon sehr gut, weshalb ich sofort traben und galoppieren konnte, als wir aufgewärmt waren. Wir ritten eine Strecke, die er schon sehr gut kannte, aber diesmal zügiger und auch ein paar kleine Umwege, damit die Strecke länger wurde. Nach einer guten Stunde rief mich Alexis an, welche Pferde nun an der Reihe waren. "Schnappt euch Ravi, Blazing Flame, Lil Princess Gun, Wimpys Little Devil und What Lies Ahead. Trainiert sie in Military von E nach A. Wenn einer von euch früher fertig ist, holt der sich noch Woodstock Lady. Dann machen wir Schluss für heute.", gab ich Anweisungen und hörte, wie ALexis im Hintergrund die Pferde verteilte. Dann legte sie auf. Ich trieb Skrudi ein wenig an, damit er mir nicht unter dem Hintern einschlief. "Guter Junge", sagte ich und klopfte seinen Hals, der schon ordentlich nass vom Schwitzen war, weshalb ich mich entschied, umzudrehen. Schließlich wollte ich nicht, dass der Hengst krank wurde.


    Auf dem Rückweg begegnete ich Caleb, der mir mit Woodstock Lady entgegen kam. Wir nickten uns kurz zu, ehe ich auf dem Hof ankam, Skrudi schnell absattelte und ihm eine Decke auflegte. Dann machte brachte ich ihn in seine Box und gab ihm noch seine Kraftfutterportion. Da die anderen wohl noch lange nicht zurückkommen würden, entschied ich mich dazu, Like Honey and Milk zu satteln und in Hunter under Saddle von LK 3 auf LK 2 zu bringen. Gesagt getan. Nach 10 Minuten war ich mit ihr in der Halle und ging die Grundlagen nochmal alle durch. Honey fand es komischerweise heute gar nicht lustig, dass sie ständig Zug im Maul hatte, doch da musste sie durch, weil ich sie hier nicht mit durchängenden Zügeln reiten konnte. So stand mir eine ganze Stunde voller Diskussionen und Streitereien an, bis Honey einigermaßen ordentlich lief. Ich ließ sie dann aber auch in Ruhe, weil ich unser Training mit einem positiven Ergebnis abschließen wollte. Dann brachte ich sie wieder in ihre Box. Im Stall traf ich die anderen, weshalb wir nun ins Haus gingen und gemeinsam zu Abend aßen.


    Am nächsten Tag ging es wieder früh los. Naja, was hieß früh, es war 10 Uhr. Von 7 bis 10 hatten wir die Pferde gefüttert und auf die Koppeln gebracht, jetzt ging es ans Training. "Caleb, Aliena, Alexis, Aaron und Riley, ihr teilt euch folgende Pferde auf: Annie get your Gun Trail LK 2 auf LK 1, Hot Smoking Chex Trail LK 3 auf LK 2, My Blue Gun & Your possible Pasts Reining LK 3 auf LK 2 und Enjoy Nature Reining LK 5 auf LK 4. Ich fahre mit Hollywood King Gun und Black Sue DunIt zu unseren Nachbarn, um sie in Barrel Race und Pole Banding weiter zu bringen. Bis heut Abend dann!", verkündete ich die Tagesplanung. Alle nickten zufrieden, weshalb ich nun in den Stall ging und mir King und Sue schnappte, die ich sattelte und in den Hänger stellte. Hier war es üblich, dass die Tiere komplett gesattelt in den Hänger kamen. Natürlich trennte ich die beiden großräumig voneinander, doch ich hatte wenig Hengste, die ausgeprägte Hengstmanieren hatten, so dass ich mir da keine Sorgen machen musste. Bei der Halle angekommen kam mir der Besitzer entgegen der mir seinen Azubi vorstellte. "Oh gut, willst du reiten? Ich hab zwei Pferde dabei, kann jedoch nur eins davon reiten, gleichzeitig geht ja schlecht.. dann kannst du direkt mal andere Pferde kennen lernen.", schlug ich dem jungen Mann vor, der aufgeregt nickte. "Gut, komm mit", sagte ich und führte ihn zum Hänger, wo wir zu erst meine rabenschwarze Sue ausluden, die ich ihm in die Hand drückte, ehe ich meinen Hengst aus dem Henger holte. Er hatte kaum Zeit die Pferde zu bewundern, da war ich schon beinahe bei der Halle. "Kommst du?", fragte ich ihn und hielt ihm die Tür auf. Die Halle war so groß, dass wir gleichzeigt Barrel Race und Pole Banding trainieren konnten. Gemeinsam wärmten wir die Pferde also auf, ehe es losging. Mit King hatte ich gerade mehr zu kämpfen als der junge Mann mit Sue, bei denen es super klappte. King reagierte kaum auf meine Hilfen, wir fielen sogar bei der zweiten Tonne einmal hin. Da der Hengst jedoch sehr flink war, stand er kurze Zeit wieder auf den Beinen. Ich hatte mir natürlich aus Reflex am Sattelknauf festgehalten und konnte noch rechtzeigtig mein Bein wegziehen, bevor er auf es draufgefallen wäre.. Nach einer kurzen Pause machten wir jedoch weiter, da es langsam spät wurde und wir das Training heute noch abschließen mussten. Mittags hatten mich die anderen angerufen, wen sie noch trainieren sollten. Arbeit war ja genug da, weshalb ich ihnen noch Comeback of a fallen Goddess und Marly's Pluie aufs Auge drückte. Goddess musste in Cutting von LK 4 auf LK 3 gebracht werden. Pluie in der Pleasure von LK 3 auf LK 2.


    Als ich dann spät am Abend heim kam, waren alle Pferde versorgt in ihren Boxen. King und Sue stellte ich noch dazu, gab ihnen Kraftfutter und ging dann erschöpft ins Bett.
    - Aus Amys Sicht -
    "Habt ihr alles was ihr braucht ?", fragte ich in die Runde, Jack, Lou, Ty, Georgina und Mallory waren völlig außer sich. "Amy, das ist so cool - so ein Wanderritt habe ich schon ewig nicht mehr gemacht.", die kleine Georgie war ebenfalls begeistert "Du ewig nicht mehr ? Ich bis jetzt noch gar nicht!". Ich lächelte liebevoll, es war so schön wenn man jemanden glücklich machen konnte. Ich stieg auf die Haflingerstute Calla auf, fasste die Westernzügel und rückte meinen Hut zurecht. Ty saß auf der Zuchtstute Nimué, ein wirklich zuverlässiges Jungpferd, ausgebildet bei den besten Trainern, nämlich dem WHT Ausbildungscenter und mir persönlich! Lou auf As War Fades, Jack auf My Blue Gun und Mallory auf Suburb Lights schienen auch bereit zu sein. Lediglich Georgie hatte etwas Probleme in den Sattel zu kommen. L'ombre de la Lune tänzelte ungeduldig über den Hof, sodass das kleine Mädchen nicht aufsteigen konnte. "Setz dich durch, ich helf dir!", schnell stieg ich ab, damit wir heute noch los konnten. Dann half ich meiner Stiefschwester in den Sattel und stieg selber wieder auf. "Sind wir nun soweit ?", nach einer lauten Bestätigung ritt ich vor. "Komm Ty...", Ich lächelte ihn an, lachte etwas und unterhielt mich mit ihm. "Amy, ich finde es toll, dass du uns nicht wie Dreck behandelst. Im Gegensatz zu dieser Vel Stanton.. Als Stallbursche war man echt am Arsch." ich rollte amüsiert mit den Augen. "Ist doch klar Ty!".
    Heute wollten wir unsere Pferde etwas in Western trainieren, da nicht alle mit den Umgang von Westernpferden vertraut waren, erklärte ich es ihnen unterwegs. Ich zeigte meiner Familie, aber auch meinen Freunden wie sie die Zügel halten mussten, im Sattel sitzen sollten und ihr Pferd richtig lenken. Später sollte jeder selber ein Westernkommando ausführen. "Wenn wir jetzt angaloppieren, lehnt euch im Sattel nach vorne, haltet die Zügel über den Hals und lasst euer Pferd laufen. Das wird später nützlich sein wenn ihr es in Reining reiten wollt. Aber auch wenn ihr ein Round up machen wollt. "Amy? Was ist ein Round Up?", fragte mich Georgie verdutzt. Unter mir befanden sich mehr Springreiter als Westernreiter. "Round Up... kannst auch Kühe treiben dazu sagen." - "Ah Ok."
    Nach 20 Minuten trieben wir unsere Pferde schließlich an um auf ganzer Strecke zu galoppieren. "Einfach die Zügel nahe anziehen um einen schnellen Stop einzuführen". Ich führte es ihnen nach einigen Metern vor, trieb Calla schließlich etwas und lehnte die Zügel nach Links. Sie führte einen Spin durch. Lou staunte nicht schlecht. "Woher hast du das gelernt ?" - "Caleb hat es mir gezeigt", antwortete ich begeistert.
    Die restlichen Stunden die wir auf unseren Pferden ritten, übten wir weitere Westernlektionen. Ich war stolz auf mich, dass die anderen so bereitwillig waren etwas neues zu lernen! Scheint als wäre ich eine gute Lehrerin. Nach einem 4 Stündigen Ausritt sattelten wir die Pferde ab und stellten sie auf die Weide. Die Haflinger, aber auch das Quarter und das Paint Horse konnten nun eine Stufe höher in Western aufsteigen. Ich könnte ihnen nun neue Lektionen beibringen, was eine Freude!
    Distanztraining My Blue Gun E → A + As War Fades A → L | 8402 Zeichen | © Canyon
    »Ach« seufzte ich, als ich die große und weltweit bekannte Heartlandfarm zum zweiten Mal in meinem Leben sah. »So ein tolles Gestüt, da fühlt man sich ja gleich wie zu Hause!« murmelte ich, als ich die Tür des Taxis öffnete und mit meinem Rucksack heraussprang.
    Charly, welche ich mir als Hilfe mitgenommen hatte, kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, vorallem weil sie schon immer ein großer Fan von Haflinger gewesen war.
    Heute würden wir es jedoch nicht mit den dicken Haffis zu tun bekommen, sondern mit den etwas bunteren Hengsten As War Fades und My Blue Gun. Beide waren westerngeritten und so war es nur logisch gewesen, dass ich mir wieder meine Unterstützung Charly zum Trainieren mitgenommen hatte, denn ihr Wissen im Bereich des Westernreitens war vielleicht nochmal etwas größer als das meine.
    Nachdem wir den Fahrer bezahlt hatten, machten wir uns auf die Suche nach Amy Fleming. Wir hatten leider nicht viel Zeit, da wir heute Abend bereits weiter zu Bekannten von Charly fahren wollten, welchen wir, oder besser gesagt Charly, schon länger mal wieder einen Besuch abstatten wollten.
    Amy fanden wir im Stall, wo sie gerade dabei war, fleißig die Boxen zu misten. Auf unsere Bitte hin hatte sie die beiden Hengste bereits im Stall gelassen, damit wir gleich mit unserer Arbeit starten konnte.
    Auf unserem Plan stand für heute, die beiden Hengste im Bereich des Distanzreitens eine Stufe zu erhöhen. Zum Glück hatte ich die Möglichkeit beim letzten Mal schon gehabt, mit meiner Ausbilderin Bella das Gelände zu erkunden und so hatte ich nun eine grobe Strecke im Kopf, welche ich heute mit den beiden Hengsten zurücklegen wollte. Da der eine, den ich reiten würde, bereits eine Stufe höher war, würde ich da noch eine Strecke alleine weiter reiten, weswegen es mir schon in den Fingern juckte.
    Während ich das Paint Horse As War Fades und Charly das Quarter Horse My Blue Gun putzte, erklärte uns Amy etwas über die beiden Hengste, welche doch schon einen beträchtlichen Altersunterschied hatten.
    »Also bei beiden müsst ihr euch auf keinen Fall Gedanken machen, dass etwas passieren könnte. Sie sind wohl erzogen und auf sie ist immer Verlass.« beruhigte sie uns, als wir den Beiden die schweren Westernsättel auf den Rücken setzten.
    Ich hatte selbst auch keine Bedenken, denn auch beim Putzen waren sie mehr als aufmerksam und lieb gewesen und so würde es beim Reiten nicht anders werden.
    »Haben wir alles?« fragte Charly mich und versicherte sich ein letztes Mal, ob wirklich alles Notwendige in unseren Rucksäcken verstaut war. »Wasser, Handy, Pulsmesser, Karte...« murmelte sie, während sie ihren Rucksack auseinander nahm, aber anscheinend nichts finden konnte, was wir vergessen haben könnten.
    »Den Pulsmesser kannst du mir gleich nochmal geben. Ich würde gerne vor dem Start bei beiden Pferden ihre Messwerte nehmen.« sagte ich zu meiner Begleitung und nahm den Pulsmesser entgegen.

    Wenige Minuten später war alles abflugbereit und ich schwang mich in den bequemen Westernsattel. Wir verabschiedeten uns von Amy und gaben ihr eine Zeit, wann wir wieder auf dem Hof sein würden.
    Charly würde wohl früher ankommen, da sie heute laut Strecke nur 18 Kilometer zurücklegen musste und ich mit As War Fades nochmal sieben Kilometer drauflegen würde.
    Im langsamen Schritt ritten wir vom Hof und erwärmten die ersten hundert Meter die Pferde, in dem wir auf der Strecke einen Slalomparcours um imaginäre Hütchen ritten und so die beiden Hengste ordentlich in beide Richtungen bogen. Dann trieben wir die beiden Pferde etwas mehr, blieben jedoch noch im Schritt. Bei einem Distanzritt kam es zwar auch auf die Schnelligkeit an, aber auch auf die Ausdauer und wenn wir schon am Anfang all die Kraft in schnellere Gangarten stecken würden, wäre am Ende nichts mehr übrig. Außerdem waren bei einem richtigen Distanzritt auf der Strecke Tierarztkontrollen verteilt und wenn das Pferd dort zu hohe Pulswerte hatte, war der Ritt für einen vorbei.
    Wir hatten uns überlegt, dass wir alle neun Kilometer eine kurze Pause einlegen wollten, um den Puls zu messen und so den Pferden eine kurze Pause zu gönnen. Die erste Pause würden wir also noch zusammen machen und die zweite würde ich dann alleine durchstehen müssen.
    Als ich die Zeit für reif hielt, trabten wir auf gerader Strecke an. Ich merkte gleich, dass beide Hengste schon gut trainiert worden waren, denn schnell fanden sie einen gleichmäßigen Rhythmus ihrer Schritte, welcher uns erlaubte, eine Zeit lang im gemütlichen, aber schnelleren Trab ein großes Stück der ersten Etappe zurückzulegen.
    An einer gemütlichen Stelle, etwas abseits des befahrenen Weges, machten wir eine Pause. Ein kleines Bächlein gab Ass und Blue eine Abkühlung und auch Charly und ich genossen einen großen Schluck von unseren Wasservorräten. Nach fünf Minuten nahmen wir unsere Pulsmesser und nahmen die erstaunlich guten Werte der beiden Pferde.
    »Da können wir das Tempo jetzt ja noch etwas anziehen«, witzelte Charly, bevor sie sich die Daten von den Beiden notierte und dann alles wieder in ihrem Rucksack verstaute.
    Auch der zweite Abschnitt der Strecke war so gut wie der Erste. Ich konnte mich an die Strecke noch gut erinnern und so fanden wir mit Hilfe meines Gedächtnisses und Charlys Karte, ohne Probleme den Weg. Zum Glück, denn ich hatte auch schon Ritte erlebt, wo wir den Weg nicht gefunden hatten uns so erst ungeplant im Dunkeln wieder zu Hause gewesen waren.
    Als ich merkte, dass die Pferde die Lust am Schritt und Trab so langsam verloren und das Gelände gerade die passenden Eigenschaften aufwies, galoppierten wir die Beiden an und ich war erstaunt, in was für einem gleichmäßigem Tempo wir reiten konnten.
    Leider war die Strecke von Charly und My Blue Gun bald zu Ende, sodass wir uns an einer Kreuzung verabschieden mussten und Charly den Weg in Richtung Heartlandfarm einschlug, während ich mit As War Fades noch einige Kilometer drauflegte.
    Diese Kilometer konzentrierte ich mich ausführlich auf die Eigenschaften von ihm, legte weiterhin die Pausen ein und notierte mir meine Messwerte.
    Ich genoss den Ausritt ausführlich, denn wie oft war man schon hier, und obwohl auch meine Kraft sich langsam etwas senkte, übte ich mit ihm weiter und achtete nun achtsamer auf seine Bedürfnisse.
    Schnell merkte ich, dass Ass auf geraden Strecke eher das Tempo etwas erhöhen wollte und nicht ungern auch mal galoppierte. Hügel lief er lieber im Schritt hinauf und auf weichem Boden trabte er besonders gerne.
    Obwohl ich den Ritt sehr genoss, führte uns der Weg langsam aber stetig zurück in Richtung zu Hause und nach 25 Kilometern hatten wir es endlich geschafft.
    Der große Hof, As War Fades zu Hause, tauchte vor uns auf und kaum hatten wir uns versehen, hielten wir vor dem großen Stallgebäude an und ich ließ mich aus dem Sattel gleiten.
    Meine Hose klebte mir eklig an den Beinen und auch As War Fades Fell war mit Schweiß bedeckt.
    Sattel, sowie Sattelpad dampften, als ich sie dem Hengst vom Rücken nahm. Mein nächster Griff ging zu meinem Rucksack, denn die letzte Messung der Pulswerte von ihm stand an. Charly hatte mir ihren Zettel mit den Werten gegeben, welchen ich später Amy geben würde, damit sie bei späteren Trainingseinheiten überprüfen konnte, wie die Beiden beim letzten Mal gewesen waren.
    »Gute Werte!« freute ich mich nach meiner Messung und kraulte den Hals von dem hübschen Pferd. In dem Moment kam auch Charly aus dem Stall und half mir, den Hengst in seine Box zu bringen, wo auf ihn bereits frisches Heu und Wasser wartete. Damit er sich nicht erkältete, putzten wir ihn nochmal gründlich über und legten ihm dann eine Decke auf. Als ich gerade die Boxentür schloss, kam Amy auf uns zu. Sichtlich freute sie sich, dass das Training mit den beiden Pferden so gut verlaufen war und lud uns noch zu einer Tasse warmen Tee ein, welche wir aber dankend abschlugen.
    »Es war wirklich toll bei euch, aber wir müssen weiter. Auf den Tee kommen wir gerne aber ein anderes Mal zurück!« bedankte ich mich bei Amy und übergab ihr noch den Zettel mit den Worten, dass As War Fades sich nun auf Stufe L und My Blue Gun auf Stufe A befand.
    »Danke, dass ihr da gewesen wart!« rief sie uns noch hinterher, als wir zum Taxi gingen, welches Charly uns bereits bestellt hatte.
    Wir winkten ein letztens Mal und dann stiegen wir ein. Ich mag keine Taxis, dachte ich, aber es ist die einzige Möglichkeit, solche tollen Gestüte wie die Heartlandfarm ohne Auto kennenzulernen.
    Heute war ich mal wieder auf dem Weg zu Amy, um ihr bei ihren Westernpferden ein wenig unter die Arme zu greifen. Mein Pferd würde heute My Blue Gun sein, den ich wirklich schon super kannte und mit dem ich umgehen konnte und wusste, was er konnte. Ich sollte ihn in der Reining von S** auf S*** bringen, was wirklich super einfach war, denn hier ging es nur noch um das Verfeinern der Hilfen, weshalb ich auch nur einen Tag hier sein würde, um mit ihm eine Pattern zu reiten. Ich hatte mir eine Non Pro Pattern ausgesucht, die es wirklich in sich hatte.
    Bei Amy angekommen fand ich Blue schon gesattelt im Stall vor- da dachte jemand mit. Ich schnappte ihn mir also, schaute ihn mir kurz an und war zufrieden mit seinem Allgemeinzustand. Er hatte sich hier wirklich gut gemacht und ich bereute es keine Sekunde, ihn verkauft zu haben. Ich ging mit ihm in die Halle, gurtete nach und wärmte ihn dann gut auf. Auch stoppte ich ein paar Mal oder probierte Spins aus, damit ich wusste, was er noch konnte. Er konnte noch alles, weshalb ich mit der Pattern anfing. Ich stellte mich an den Eingang der Halle und galoppierte ihn an. Wir ritten ein wenig weiter als bis zzu X, dann gab ich Hilfen zum Sliding Stop. Wir richteten rückwärts bis zu X, wo ich ihn kurz stehen ließ. Dann gab ich Hilfen zum Spin rechts rum. Genau vier waren es, bei denen er auch haargenau wieder stoppte. Dann waren es vier und eine viertel Runde nach links, die er auch genau abschloss. Wir schauten nun die linke Wand der Halle an, ehe ich ihn auf der rechten Hand anfing zu galoppieren. Wir galoppierten zwei schnelle und einen langsamen Zirkel, ehe ich ihn an X den Galopp wechseln ließ, bevor wir auf der anderen Hand zu erst einen kleinen Zirkel galoppierten und dann zwei schnelle. Dann ging es an den vierten Zirkel, den wir nicht ganz schlossen, sondern an X wieder einen Galoppwechsel machten, so dass wir auf der rechten Hand galoppierten, bevor wir diesen Zirkel auch nicht ganz schlossen, sondern in Richtung Ausgang galoppierten. Ich trieb ihn immer schneller an, ehe ich Hilfen zum Sliding Stop und sofort darauf zum Roll Back links herum gab. Erneut galoppierten wir an und machten das Selbe auf der anderen Seite. Hier gab ich jedoch die Hilfen zum Roll Back rechts herum, ehe wir wieder genau auf die Spur galoppierten, von der wir eben gekommen waren. Erneut trieb ich ihn an und stoppte ihn. Fertig.
    Fix und fertig schnaufte der schicke Hengst vor sich hin und ich klopfte seinen Hals. "Verlernt hast du nichts, mein Junge.", lachte ich und ritt ihn ab, ehe Amy ihn mir abnahm, so dass ich froh über den Erfolg dieses Pferdes nach Hause fahren konnte.

    Die Kür

    Ich ritt mit dem auffälligen Hengst Blue Gun in die Bahn ein, dies würde trotz seiner Rasse eine kleine englisch gerittene Vorstellung seiner Grundgangarten werden. "Klasse mein Großer", lobte ich den jungen Hengst als er bei X in den Stand kam. Ich grüßte die Richter, "ich stelle Ihnen nun einen viel versprechenden Quarter Hengst James Blue Gun vor", während meiner Ansprache kaute der braune Hengst artig auf seinem Gebiss und blieb geschlossen stehen, "besonders sein Charakter zeichnet ihn im positiven Sinne aus", ich beendete meine Ansprache und ritt im Schritt los auf die rechte Hand. Ich trieb Blue etwas voran, damit sein herausragender schritt noch mehr überzeugen konnte, welcher sich auch noch bemerkenswert gut sitzen ließ. Ich gab innen etwas mehr nach, denn auch ich war am Anfang etwas angespannt gewesen, Blue nahm es mir nicht übel und wurde von Schritt zu schritt lockerer und ließ den Rücken merkbar schwingen. Stolz wie Oscar ritt ich nach einer knappen Runde bei B auf den Mittelzirkel, wo ich ihn eine ganze Runde schenkte. Blue wurde wacher, er spielte mit den Ohren und begann die Pferde außerhalb der Halle wahrzunehmen, doch ehe er an Faxen denken konnte, ritt ich bei E wieder ganze Bahn Richtung C. Dort hielt ich an und vollführte eine Hinterhandwendung, er machte seine Sache wirklich prima, und nun gerade zu auf die Richter, ich legte noch mal etwas im Schritt zu, schon schwang er mehr, und ich war der Meinung die Richterin grinste, als wir vor dem Richtertisch entlang ritten. Bei B ging es dann in den Trab, in leichter Stellung außen rum, so war der Plan, doch Blue hörte etwas und begann schneller zu laufen, bei H circa wand er einfach zu Mittellinie hin ab, denkste, dachte ich mir und vollführte drei Bögen durch die ganze Bahn, etwas genervt lief Blue nach dieser Einlage erneut am Tisch der Richter entlang. "Spinner", lächelte ich und wechselte im Trab durch die ganze Bahn nach H. Blue wurde schneller doch er musste sich noch etwas gedulden, zunächst gab es eine Runde auf der rechten Hand im Trab. Wieder bei H angekommen bereitete ich mich vor, ihn bei C anzugaloppieren. " komm", sagte ich knapp und der braune Hengst galoppierte an, auch hier gab es eine komplette Runde und dann wand ich bei M an und wechselte durch die ganze Bahn, dabei parierte ich bei X in den Schritt, sodass wir auch seine ruhige Seite auf der linken Hand präsentieren konnten, anschließend ließ ich ihn in vortraben, ehe ich in ihn im Galopp anspringen ließ. Noch eine Runde und er hatte es geschafft, ich ließ ihn mehr vorwärts und dann ging es bei C auf die Mittellinie, wo wir bei X aus dem Galopp in den Stand kamen. " Klasse Junge", lobte ich während ich mich von den Richtern verabschiedete, als diese abwinkten und ich aus der Halle ritt, fiel ich Blue um den Hals, er war so toll gewesen...
    2827 Zeichen | © Ofagwa | geprüft mit charcounter.com

    [​IMG]
    Pferd von HuskyJenny, Bewegung + Zubi von Jackie und HG von sadasha
     
    sadasha gefällt das.
  11. AlfurElfe

    AlfurElfe Bekanntes Mitglied

    AlfurElfe
    Meine Teilnahme mit
    Leiðtogi
    upload_2016-9-29_14-42-30.png

    Leiðtogi
    (Togi)
    --------------------------------------------------
    [​IMG]
    von: Black Lemontree
    aus der: Stássa
    --------------------------------------------------
    [​IMG]
    Geburtsdatum: 28. März (6 Jahre)
    Geschlecht: Hengst
    Rasse: Isländer
    Stockmaß: 1,44 m
    Fellfarbe: Rappe
    Abzeichen: Blesse | h.l. Kronrand

    Gesundheit: sehr gut
    letzter Hufschmiedbesuch:
    letzter Tierarztbesuch: 20.3.16 durch DisneyHorse
    --------------------------------------------------
    [​IMG]
    temperamentvoll | verlässlich | anhänglich
    Leiðtogi, einfach nur Togi genannt, ist ein guter Mix aus seinen Eltern. Er hat einen eigenen Willen und wird ungern zu etwas gezwungen, was er gar nicht möchte, liebt jedoch jeden Mensch, der zu ihm steht. Er ist gern beschäftigt und mag es gar nicht, wenn man ihn allein zurücklässt.
    --------------------------------------------------
    [​IMG]
    gekört|gekrönt: Nein
    zur Zucht vorgesehen: Ja
    Nachkommen: Keine
    Gencode: EEaa
    --------------------------------------------------
    [​IMG]
    Besitzer: AlfurElfe
    Vorbesitzer: Canyon
    Ersteller: BellaS
    VKR: verfallen

    in meinem Besitz seit: 3. Januar 16
    Kaufpreis: geschenkt
    zu verkaufen: Nein
    --------------------------------------------------
    [​IMG]
    ✓ Eingeritten
    ✗ Eingefahren
    ✓ Halfter und Decke vertraut
    ✓ Longiert
    ✓ Hängerläufig
    ✓ Geländesicher
    ✓ Schmiedefromm

    Gang: S***
    Galopprennen: E
    Western: E
    Springen: E
    Military: E
    Dressur: E
    Distanz: L
    Fahren: E
    --------------------------------------------------
    [​IMG]
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]

    1. Platz im 65. Gangturnier
    3. Platz im 72. Gangturnier
    1. Platz im 79. Gangturnier
    2. Platz im 81. Gangturnier
    89. Gangturnier

    offizieller HG | PNG | Puzzle PNG


    Distanztraining E → A | Anaba »« Chosposi »« Marid »« Leiðtogi | 7187 Zeichen | © Canyon
    27. Februar 16

    »Aufstehen ihr Beiden!«
    »Schon mal etwas von Privatsphäre gehört?«, nuschelte Nico verschlafen, bevor er sich seine Decke wieder über den Kopf zog. Auch Charly, welche sich an Nico gekuschelt hatte, rührte sich nicht von der Stelle.
    »Spielen wir gerade verkehrte Welt, oder warum muss ich EUCH aus dem Bett jagen, anstatt ihr MICH?«, fragte ich die Beiden verwundert, denn normalerweise war ich diejenige, die gerne noch etwas länger schlief.
    »Der Unterschied liegt darin, Füchschen«, kam Nicos dumpfe Stimme unter der Decke hervor, »dass wir dich wecken müssen wenn es Arbeit gibt und du uns gerade weckst, obwohl es keine Arbeit gibt.«
    »Falsch, wir machen heute einen Distanzritt!«, sagte ich fröhlich, während ich die Tür hinter den beiden wieder schloss.
    Ich hätte vielleicht noch etwas länger bleiben sollen, dachte ich, als Nico und Charly mit einer halben Stunde Verspätung im Stall aufkreuzten. Shadow und ich hatten bereits mit der Hilfe von Aimé und Anouk die Pferde auf die Weiden gebracht, mit Ausnahm von vier. Diese vier würden wir heute auf ein Distanztraining mitnehmen.
    Charly würde heute wohl die schwierigste Aufgabe übernehmen, da sie unsere Anaba reiten würde, welche in der heutigen Konstellation die einzige Stute sein würde. Ich hatte mich meinem Chosposi verschrieben, Shadow wollte unseren jungen Leiðtogi reiten und für Nico hatte ich Marid eingeplant.
    Problem war, das die Pferde auf verschiedenen Stufen liefen und wir so nicht die ganze Strecke zusammen reiten konnten. Shadow würde uns als erstes verlassen, da Togi erst auf E ging uns so noch nicht die 40 Kilometer von mir und Jo mitgehen konnte. Nico und Charly würden ihre beiden auf die Stufe L aufstufen und mussten so nur 30 Kilometer gehen.
    »Seid ihr alle soweit?«, fragte ich laut in die Runde. Ich war mal wieder die schnellste mit Jo gewesen, was aber wahrscheinlich auch daran lag, dass er sehr reinlich war und so das Putzen meist nicht allzu lange dauerte.
    »Kein Stress Mio«, kam die Antwort von Charly, «Ich muss erstmal munter werden, nach deiner abrupten Weckaktion.«
    »Beschwere dich nicht! Du hattest bereits eine Stunde Zeit.«, erwiderte ich und schwang mich in den bequemen Westernsattel von Jo. Wir hatten ihn erst seit kurzem und ich lernte ihn immer mehr zu lieben, vorallem auf längeren Ritten.
    Auch Shadow saß bereits im Sattel des dunklen Togis, welcher entspannt vor sich hindöste. In der Zeit wie Charly und Shadow noch beschäftigt waren, durchsuchte ich den Inhalt meines Rucksacks, um mich zu vergewissern, dass ich ja nichts vergessen hatte.
    Als auch Charly und Nico endlich abflugbereit waren, ging es los. Anaba und Vad, welche gerne mal das Tempo etwas anzogen, gingen vorneweg, während ich mit Shadow und den beiden ruhigeren ihnen folgten. Ich hatte ein besonderes Auge auf Togi, weil wir mit ihm noch nicht allzu oft ausgeritten waren. Es würde sein erstes wirkliches Distanztraining sein und ich hoffte, dass es ihm genauso Spaß machen würde, wie Gangtraining.
    »Irgendwie habe ich das Gefühl, als würde Charly in letzter Zeit viel mehr essen und viel mehr schlafen«, sagte ich zu Shadow gewandt. »Sie achtet doch normalerweise so auf ihre schlanke Linie.«
    Shadow zuckte nur mit den Schultern und runzelte etwas die Stirn. »Darauf habe ich jetzt nicht wirklich geachtet«, meinte er dann.
    Ich seufzte. Diese Männer!
    Auch dieses Distanztraining organisierten wir so wie all die anderen. Alle zehn Kilometer legten wir eine Pause ein, in welcher jeder etwas trank und dann die Pulswerte seines Pferdes abnahm und notierte. Ich war überrascht, wie gut Togi mit dem Tempo der anderen mitkam und wie gut seine Werte dafür waren. Auch Jo blieb die ganze Zeit über entspannt, auch wenn er des öfteren seine Ohren anlegte, wenn ihm Vad zu nahe kam. Die beiden konnten sich einfach nicht riechen. Ich musste breit Lächeln, denn auch ich mochte diesen Arroganten Vad nicht und das mein Liebling Jo auch nicht mit ihm auskam, versüßte die ganze Sache noch. Trotzdem waren wir auf einem Distanzritt und da war es gefährlich, wenn zwei Pferde nicht miteinander klar kamen.
    Wegen des guten Wetters waren auch die Pferde gut gelaunt, sodass alle Lust darauf hatten, sich viel zu bewegen. An geeigneten Stellen galoppierten wir, ansonsten trabten wir. Der Schritt war heute am wenigsten, was alle jedoch nicht weiter störte.
    Nach etwas fünfzehn Kilometern verließ uns leider Shadow schon. Er würde eine Abkürzung nach Hause nehmen, da das Training für Togi reichte. Der gute hatte wunderschön mitgearbeitet und hatte sich einen gemütlichen Platz auf der Weide verdient.
    Ich ritt immer noch einige Pferdelängen hinter Nico und Charly und war schwer Jo nicht auf sie auflaufen zu lassen. An einer Kreuzung entschied ich mich deswegen, einen anderen Weg zu nehmen. Charly und Nico würden sowieso bald in Richtung Heimat abbiegen und ich hatte nicht viel davon, wenn ich Jo nicht passend trainieren konnte.
    Sobald Vad und Anaba außer Hörweite waren, merkte ich deutlich, dass Jos Konzentration stieg. Seine Schritte wurden gleichmäßiger und sein Gang ruhiger. Außerdem bemerkte ich nach der nächsten Pause, dass auch seine Pulswerte schneller gesunken waren. Vielleicht sollte ich Jo die nächsten Male immer alleine trainieren, dachte ich lächelnd, während ich ihm einen Apfel zur Belohnung hin hielt.
    Auch die letzten sieben Kilometer gingen recht entspannt von statten. Wir befanden uns mittlerweile wieder auf dem Weg nach Hause, weswegen Jo sein Tempo nochmal erhöhte. Er wusste genau, dass auf ihn zu Hause eine leckere Ladung Heu wartete und konnte es gar nicht einsehen, deswegen langsamer zu laufen.
    Ich ließ ihn, denn seine Werte waren so gut gewesen, dass ein bisschen mehr Galopp nicht schaden würde.
    Das bestätigte sich auch, als ich zurück auf Saint Gorge war und seine letzten Messwerte nahm. Es waren die besten, die ich je bei einem Pferd gesehen hatte, welches gerade 40 Kilometer gelaufen war und das machte mich als Besitzerin und Trainerin natürlich unheimlich stolz.
    Nachdem ich meinen Mustang abgesattelt, übergeputzt und ihm eine Decke übergeworfen hatte, brachte ich ihn auf seine Weide, wo er sich sofort auf seine beiden Freunde Togi und Hidalgo stürzte. Auch Leiðtogi schien das Training gut überstanden zu haben, denn er war genauso fröhlich wie zuvor.
    Meine drei Freunde fand ich im Haus, wo sie sich bei einer Tasse Kaffee gemütlich auf die Couch lümmelten.
    »Na euch geht es ja gut. Gibt es keine Ställe mehr sauber zu machen?« fragte ich die drei. Shadow schüttelte den Kopf, Charly blickte mich nur an und Nico interessierte sich nur für sein Handy.
    »Ne, Anouk und Aimé haben bereits ordentlich Hand angelegt. Alles fertig.« sagte Shadow glücklich und nahm einen weiteren Schluck aus seiner Tasse.
    Ich ließ mich in den Sessel fallen und blickte die drei an. »Eigentlich wollte ich mit euch die Werte unserer Pferde abgleichen.« Keiner antwortete. Mein Gott, was waren das nur für faule Menschen, dachte ich etwas eingeschnappt und machte mich alleine an die Arbeit. Das nächste Mal wollen sie noch von mir, dass ich alle Pferde alleine trainiere.
    In diesem Moment hatte ich noch nicht gewusst, dass zwei von drei Freunden ein Geheimnis wussten, was wohl einiges verändern würde.


    Viergangtraining für Leiðtogi V3 → V4 | 3361 Zeichen | © BellaS
    31. März 16

    „Oh. Verdammter Mist!“ Ich sprang auf. Ich hatte Mio ein Training versprochen, als sie krank im Bett gelegen hatte und nicht selber reiten konnte. Leider hatte ich das völlig vergessen und ihr Training natürlich nicht durchgeführt. Typisch, bei meinem Alltag mit dem ich so schon kaum hinterher kam. „Oh Mann, Mio. Tut mir so leid. Ich komme sofort!“ Gesagt, getan. Nur ein paar Minuten später war ich spontan unterwegs zu meiner Freundin und Kollegin Mio Michalski. Es ging um ihren Isihengst Leidtogi, der ein Sohn meiner Stássa war und den ich Mio zum Geburtstag geschenkt hatte. Am Hoftor begrüßten wir uns herzlich, doch ich hatte nicht viel Zeit für Palaver. Togi wartete auf mich und mir lief die Zeit vor der Nase davon. „Wie ich das Arbeiten unter Zeitdruck hasste.“, grummelte ich vor mich hin, während ich den schicken Rappen reitfertig machte. Die Farbe hatte er eindeutig von Blacky, seinem Papa. Wie alle Pferde aus meiner Zucht hatte ich auch diesen Hengst selbst eingeritten und er wusste genau wer ich war. Dementsprechend gut benahm er sich. Auf die Idee mir das leben schwer zu machen kamen Pferde die lange Zeit mir mir verbracht hatten meist nicht mehr. Nicht, weil ich irgendwie brutal war, sondern einfach weil ich mich durchsetzten konnte, zumindest gegen Pferde.
    Wie schon beim letzten Besuch hatte ich mich für ein schlichtes Viergangtraining entschieden. Das war einfach und dauerte, zu meinem Glück, selten länger als eine gute Stunde. Ich schnappte mir Helm und Handschuhe, streifte Togi die Trense über, gurtete nach und saß auf. Die Steigbügel hatte ich in meiner Eile vergessen. Sie waren ein ganzes Stück zu kurz und ich musste anhalten und sie von Pferd aus nachstellen. Schließlich konnte ich mit dem Warmreiten auf der Ovalbahn beginnen. Diesers bestand aus ein paar Runden fleißigem und ordentlichem Schritt, mit dem ich die erste Gangart schon einmal abgehakt hatte. Weiter ging es im Tölt. Als Fünfgänger war der Tölt der Rappen eher holprig, aber ausdauernd. Ich musste nur am Takt etwas feilen um die Anforderungen der V4 zu erreichen. Traben war da schon schwieriger, um genau zu sein antraben aus dem Schritt ohne Tölt dazwischen. Dafür musste ich viel zu deutlich entlasten. Allerdings war das ein Langzeitproblem, mit dem ich Mio beauftragen musste. Ordentlich antraben üben konnte man nicht in einer Stunde, in der man auch noch ein vernünftigen Viergangtraining auf die Beine stellen wollte. Ich wechselte die Hand, trabte noch einmal. Schließlich kam der Teil, auf den ich mich bei braven Pferden immer freute. Galoppieren auf der Ovalbahn war zwar lange nicht so schön wie am Strand, aber es war Galopp. Am liebsten saß ich dabei aus, aber ich wollte den jungen Hengst nicht in den Schweinepass treiben und so ging ich in den leichten Sitz. Mit den langen Steigbügeln die bei der isländischen Reitweise üblich waren, war das wie immer ein echtes Kunststück. Beinahe durchgestreckte Beine, Oberkörper nach vorne und der Po kam trotzdem nicht besonders weit aus dem Sattel. Für jeden Laien sah das aus als könnte ich nicht reiten, doch Togi verstand was ich von ihm wollte. Er legte ordentlich vor und sprang sehr schön an. Kein Schweinepass, kein Renntölt, kein Kreuzgalopp. Ich war zufrieden. Für die V4 reichte so ein spontanes last-Minute Training gerade noch. Für die V3 würde ich dann richtig vorlegen müssen.


    Gangtraining für Leiðtogi | 7678 Zeichen | Mohikanerin
    31. Mai 16

    „Du kannst leider mit dem Auto nicht hochfahren“, sage ich zu Mio, die gerade ihren Togi zu uns bringen möchte. Für die nächsten Wochen, Monate soll ich ihn Trainieren. Vorsichtig öffnen wir zusammen die Klappe des Hänger. Völlig durchgeschwitzt steht der Hengst da. Im Licht glänzt sein wunderschönes schwarzes Fell. Langsam führt sie ihn heraus und zusammen gehen wir hoch zum Stall. Neben Mökkur habe ich noch etwas Weide abgezäunt, dass auch das Pferd alleine stehen kann. „Togi wird es hier schon gut haben“, sage ich lächelnd zu ihr, während Mio das Sattelzeug in die Sattelkammer bringt. Ich habe extra einen neuen Sattelhalter an die Wand geschraubt und für die Trense den Halter.
    „Tsüss, wir telefonieren“, ruft Mio mir aus dem Auto zu und fährt davon.



    Die ersten Tage verliefen ruhig und ich war mit Leidtogi ins Gelände um sein können auszutesten. Sein Tölt ist taktklar und auch der Trab ist raumgreifend mit einer ausgeprägten Schwebephase. Viel zu tun wird mit ihm nicht sein, weshalb heute die Arbeit auf der Ovalbahn vorher steht. Zu erst kann der Hengst in seinem Tempo Schritt laufen und sich strecken, bevor ich ihn auf das Arbeitstempo umstelle. Dies erfolgt schon nach zwei Runden auf der linken Hand. Vorsichtig nehme ich die Zügel auf und gurte noch einmal nach. Mit einem inneren Schenkeldruck und der Aufnahme des inneren Zügels bekommt der Rappe den Impuls zum Stellen. Mit langsamen Schritten nährt er sich der Bahnumrandung und ich tölte ihn darauf hin in der Stellung an. Durch mehreren Wiederholen und auch durch parieren wird der Hengst lockerer und flexibler. Schon durch leichte Impulse reagiert er auf die Befehle. Auch auf der anderen Hand ist Togi lockerer und verbessert seinen Bewegungsablauf. Schon jetzt bin ich stolz auf den Hengst. In der Schrittpause kraule ich ihm zufrieden den Hals und gebe ihn etwas Zügel, dass er sich strecken kann.
    An der langen Seite geht es nun zum Training der verschiedenen Tempis. Bisher befinden wir uns im Arbeitstempo Tölt mit wenig Zügelkontakt, doch nach der Kurve nehme ich die Zügel mehr auf, setze mich in den Sattel und gebe ihm mehr Druck. Erfolgreich steigert der Rappe sein Tempi und das taktklar. An den kurzen Seiten wird das Tempo wieder deutlich langsamer. Mehrere Runden übe ich mit ihm, eh die Trainingseinheit beendet ist. Da es heute auch ziemlich warm ist, schwitzt der Hengst auch schon sehr, einschließlich mich. Nach einigen Runden Schritt, steige ich ab, lockere den Sattel und mache das Reithalfter ab. Zusammen laufen wir zum Stall. Togi atmet stark neben mir, aber ist entspannt. Von mir bekommt er noch Kraftfutter und dann geht es zurück auf den Paddock. Für ihn ist nur der Wassertrog wichtig und danach erst wälzen. Lächelnd begebe ich mit zum nächsten Pferd.



    Leidtogi steht grasend auf seiner Weide. Heute ist er wieder mit Training dran. Die letzte Woche waren wir noch zwei mal auf der Bahn und einmal im Gelände. Der Hengst lernt schnell, sehr schnell. Am Anbinder wird er geputzt und Emma bringt mir schon den Sattel. Ich lege ihn rauf und Trense dann auch den Hengst.
    Nun steht Training im starken Tempo vor uns. Wie immer reite ich Togi zu erst warm und mache einige Dehnübungen, um seine Muskulatur zu lockern. Die letzten zwei Tage hatte er Pause, um seine Muskeln regenerieren zu können.
    Ungeduldig wackelt Togi mit seinem Kopf, das mittlere Tempo nervt ihn. Für ihn ist es nämlich anstrengend mit Tempo zu halten bei einer derartigen Bewegungshöhe. Vorsichtig und langsam treibe ich ihn vorwärts, dass der Hengst nicht sofort los ‚rennt‘ sondern rein läuft. Nach einer halben Runde haben wir das schnelle Tempo. Jetzt noch bisschen und wir haben das starke Tempo. Glücklichweise verfügt er nur über vier Gänge, was das sehr erleichtert. Es gibt keine Möglichkeit in den Rennpass zu fallen. Nach einer Pause versuche ich noch mal das starke Tempi auf der anderen Hand eh ich noch einmal eine Lockerungsübungen mache, diesmal Galopp und Tölt Übergänge.
    „Suuuper“, lobe ich den Rappen. Im starken Tempo rasen wir über die Ovalbahn. In den Kurven verliert er etwas Takt, doch an den langen Seiten ist er viel besser. Doch jetzt ist Schluss für heute. Im Schritt reite ich gefühlt tausend Runden, dass Togi sich abreagieren kann. Am Stall bekommt er erneut fressen und kann zurück auf seinen Paddock.



    Jetzt fängt das Training erst richtig an. Für mich war es wichtiger, dass der Hengst an der Kandare läuft, ohne sich zu Flexen. Dadurch, dass wir die letzte Woche bereits das starke Tempo geübt haben, sowohl auf der Ovalbahn als auch im Wald.
    Heute gehen wir ins Viereck. Dressur ist immer gut für die Muskeln. Sehr sensible reagiert Leidtogi bereits auf Zügelkontakt, weshalb ich es langsam mit dem Rappen angehe. Das Wetter ist heute nicht so gut, immer wieder schieben sich Wolken vor die Sonne. Der Wind ist auch stärker als sonst. Vorsichtig treibe ich den Hengst vorwärts und gewönne in an die Kandare. Nach einigen Runden nehme ich die Zügel etwas mehr auf und reite einige Bahnfiguren, nur durch leichter zupfen gibt der Hengst nach und geht in die Stellung.
    Im Zirkel trabe ich Togi an, der durch die Kandare automatisch in Anlehnung geht. Durch verschiedene Bahnfiguren lockere ich wieder seine Muskeln. Die rechte Hand fällt ihm immer wieder etwas schwieriger.



    Die Tage und sogar Wochen sind im Fluge vergangen. Mio ist vor drei Tagen gekommen, dass sie noch ein paar Reitstunden auf ihrem Hengst bekommt, sowohl mit als auch ohne Kandare. Ich stehe am Stall und warte darauf, dass sie mit ihrem Pferd fertig ist. Zusammen gehen wir auf die Ovalbahn. Ich helfe ihr auf‘s Pferd und dann geht es los. Zu erst wird warm geritten, dafür muss sie auch einige Übungen machen – einen sportlichen Grund gibt es dafür bestimmt, aber ich mache das, dass sie lockerer wird. „Armkreisen“, sage ich in mein Mirko. In ihrem Ohr hat sie einen Stecker, dass sie meine Stimme besser hört. Ich schreie nicht sehr gerne über die Ovalbahn. „Du kannst nun langsam die Zügel auf, aber vergiss nicht – es ist eine Kandare.“, betone ich noch einmal und beobachte die Beiden.
    „Besonders jetzt im Tölt achte darauf, dass deine Hände ruhig sind und das auch deine Beine nicht so herum schleudern. Du hast Muskeln, die du anspannen kannst. Dein Hengst reagiert besonders auf Gewicht und auch Stimme“, erzähle ich noch mal. Das musste sie auch schon die letzten Tage hören. Schließlich ist niemand perfekt, aber deshalb nehme ich nie Reitunterricht. Meine Mutter hat mich schon oft genug getriezt. „Jaaaam suuuper“, lobe ich Mio. An den langen Seiten werden die Beiden immer besser. „Nach der Schrittpause üben wir noch einmal starkes Tempo und dann seit ihr entlassen“, erzähle ich ihr. Ich sehe wie erleichtert sie sich in den Sattel setzt.
    Ohne etwas zu sagen beobachte ich das Team. In seinem rasenden Tempo tölten die Beiden über die Ovalbahn und der Staub fliegt durch die Luft. „So, ich sage jetzt nichts mehr. Du kannst ihn jetzt abreiten oder selber noch was machen. Ich bin fertig mit euch.“, sage ich ihr und verlasse die Ovalbahn.
    Glücklich aber müde treffe ich die beiden am Hof. Togi ist schon fast am Anbinder eingeschlafen. „Wann fahrt ihr“, frage ich Mio. Kurz überlegt sie und sagt dann, dass sie morgen früh fahren. Noch eine Weile unterhalten wir uns und dann geht sie auf ihr Zimmer.
    Nach dem Abäppeln verabschiede ich mich vom Hengst. Der nächste Morgen ist der Abschied. Ich helfe Mio ihren Hengst unten an der Straße in den Hänger zu Laden. Togi guckt etwas unglücklicher zu mir und geht dann rein. Mit einer Umarmung verabschieden wir uns. „Wir werden uns sicher bald wieder sehen“, sagt Mio und fährt ab. Doch wird das wirklich passieren?


    Distanztraining A - L
    28. August 2016 | 5.560 Zeichen | (c) Canyon

    "So, seid ihr alle Abflugbereit?" rief ich in die Runde. Meine Idee war es nicht gewesen, aber irgendwer von unserer Mannschaft hatte ja gemeint, dass ein gemeinsames Distanztraining absolvieren sollten. Problem: Die meisten Pferde liefen auf unterschiedlichen Stufen und gerade mein Prinz Óslogi hatte noch gar keine Erfahrung. Ich würde also als Erstes zurück sein.
    Hinzu kam noch, dass mehr Pferde trainiert werden mussten als wir Reiter hatten, aber durch puren Zufall hatte meine Schwester Julie mir einen Besuch abgestattet und natürlich sofort ein Pferd zum Trainieren aufgedrückt bekommen.
    Alle fünf Pferde hatten wir in unsere Anhänger verfrachtet und waren etwa eine Stunde Richtung Westen gefahren, um im unbekannten Gebiet die Pferde auf spätere Distanzritte vorzubereiten.
    Ich hoffte, dass Petyr auf April Rain gut auf Julie und Leidtogi aufpassen würde, da Julie sich nicht auskannte und zum die ganze Strecke zusammen mit Petyr reiten würde.
    Charly hatte sich auf Charelle gestürzt und Nico würde natürlich seinen Marid reiten, wen denn auch sonst.
    Mit zwei großen Autos und zwei Anhängern parkten wir auf einem Parkplatz mitten im feuchten Wald Norwegens, luden alle Pferde aus und banden diese dann an unsere Anhänger oder Bäume, davon gab es hier ja genügend.
    Kritisch beobachtete ich meinen Freund Petyr dabei, wie er erst April putzte und dann meiner Schwester Julie nicht mehr von der Seite wich. Dieser olle Schleimbeutel.
    Die Lichtung bot zum Glück auch genügend Platz für mehrere Paddocks, sodass die zuerst ankommenden Pferde sich noch etwas entspannen konnten, bevor es für alle zurück ging.
    Als alle Pferde gesattelt und alle Reiter ausgerüstet waren, saßen wir auf und wünschten uns gegenseitig Glück.
    Jeder hatte seinem Pferd bereits den ersten Pulswert genommen und ich war gespannt, ob jedes Pferd das Training schaffen würde.
    In der Hoffnung, dass jeder hier her zurück finden würde, trieb ich meinen Óslogi an und begann unseren kleinen Distanzritt. Den ersten Teil bestritt ich zusammen mit Julie und Petyr, was mir auch ganz recht war, da ich so meiner Schwester noch ein paar Tipps geben konnte, bevor ich sie mit Petyr allein lassen würde.
    Wir retten uns im Schritt warm, gingen dann jedoch gleich in den Trab über. Bereits nach fünf Kilometern sagte mein GPS-Gerät, dass ich mich von den anderen beiden trennen musste, um Óslogi nicht zu sehr zu überfordern.
    15 Kilometer standen heute nur auf dem Plan für uns, für mich kaum eine Distanz, allerdings war es für meinen Prinzen eine neue Erfahrung, in so schnellem Tempo alleine im Wald unterwegs zu sein.
    Nach acht Kilometern legte ich meine erste Pause ein, nahm meinem Hengst erneut die Pulswerte und gönnte ihm eine kleine Pause, bevor wir zusammen in den zweiten und letzten Teil starteten.
    Jetzt machte ich ein paar mehr Schrittphasen, galoppierte dafür aber auch öfter an geeigneter Stelle. Ich merkte, dass der sonst so entspannte Óslogi ganz schön mit sich zu kämpfen hatte und durch seine Aufregung vor allem zum Ende hin viele Stolperfehler einbaute. Trotzdem schafften wir es innerhalb einer Stunde zurück auf dem Parkplatz zu sein, wo ich Óslogi von dem Sattel bereite, ihm eine Abschwitzdecke überwarf und dann zum dritten Mal seine Pulswerte nahm.
    Charly würde mit Nelly wohl erst in mehreren Stunden auftauchen,

    bis dahin musste ich mir die Zeit wohl anders vertreiben.
    Meinen Hengst band ich an einen Baum an und fing dann damit an, vier Paddocks aufzubauen.
    In eines davon stellte ich Óslogi und natürlich hatte er nichts anderes zu tun, als sich samt frisch gewaschener Decke in den Schlamm zu schmeißen, bevor er sich aufs den Heusack stürzte.
    Eine Stunde später tauchten dann auch Petyr und Julie mit ihren Pferden auf. Julies breites Lächeln und der ganze Dreck auf ihrer linken Seite, ließ mich darauf schließen, dass sie wohl von dem kleinen Leidtogi gestürzt war und Gottseidank nichts passiert zu sei schien.
    Auch sie stellten ihre Pferde nach dem Absatteln in die Paddocks und gesellten sich dann zu mir. Vor allem Julie hatte viel zu berichten und ich freute mich, dass es meiner Schwester anscheinend viel Spaß breitet hatte.
    Gemeinsam saßen wir auf der Ladeklappe des Hängers, verzehrten unsere mitgebrachten Speisen und beobachteten die drei Pferde dabei, wie sie sich im Schlamm suhlten.
    Auch Nico traf irgendwann ein. Doch während alle anderen Pferde ausgeglichen und gelassen angekommen waren, tänzelte Marid unablässig auf und ab, obwohl er gerade 45 Kilometer gelaufen war. Umso entspannter saß dafür Nico auf seinem Rücken und ließ sich gar nicht anmerken, dass Marid gerade wieder durchdrehte.
    Um den Hengst noch etwas zu beruhigen, ging Nico mit ihm nach dem Absatteln nochmal ein kleines Stückchen spazieren.
    Erst nach mehreren Stunden des Wartens kam auch Charly auf der hübschen Tekkenstute Charelle angeritten. Nellys sonst so helles Fell war vom Schweiß dunkel geworden und auch Charly sah so aus, als würde sie gleich vom Pferd kippen. Zum Glück war ja genügend Hilfe da, welche sofort zur Stelle war und beiden half.
    Erleichtert atmete ich auf. Es hatten also alle mit Bravour geschafft!
    Nachdem auch Charly und Nelly eine Pause gehabt hatten, luden wir die Pferde wieder in die Hänger, bauten die Paddocks ab und stiegen alle fünf in die Autos, um zurück zur Ranch zu fahren.
    Nicht nur die Pferde hatten heute gezeigt, dass sie es echt drauf hatten, sondern auch die Reiter. Es war jedes mal aufs Neue anstrengend, das wusste ich aus eigener Erfahrung, aber alle hatten es erfolgreich und gesund geschafft und das war wichtig.

    Hufkontrolle und neue Hufeisen für Leiðtogi
    31. August 2016 | 2628 Zeichen | (c) Sosox3

    „Norwegen?“, fragte mich Rachel verwirrt. „Ja Norwegen“, gab ich meiner Partnerin am Telefon als Antwort. „Aber da warst du doch erst“, ich spürte ihre Unsicherheit in der Stimme. Sonst sprach sie nie so schnell. „Ja, aber bei einem anderen Kunden. Dieser hier scheint wohl auf demselben Hof zu wohnen. Ist aber nicht derselbe Kunde.“ „Okey, versprichst du mir, dass du spätestens übermorgen wieder hier bei mir bist und mir ein wenig unter die Arme greifst?“ „Versprochen…Aber du Liebling, ich muss jetzt auflegen. Ich muss jetzt in den Flieger. Ich liebe dich.“ „Ich dich auch“, murmelte sie und legte dann auf. Ich schaltete mein Handy auf den Flugmodus. Der Flug dauerte fast 2 Stunden und schlauchte mich auch dieses Mal. Der Weg zum Trainingshof von Malte Tordenvaerson war derselbe wie der von Nicolaus du Martin.
    -
    Auf dem Hof angekommen, führte mich mein Kunde auch gleich zum ersten Pferd namens Adrenaline. Ein brauner Criollo, der mir irgendwoher bekannt vorkam. Ich machte mir zunächst nichts draus. Adrenaline war von vorneherein ein braves und zutrauliches Pferd, welches mir auch bei der Kontrolle ruhig entgegenkam. Sie hatte optimale Hufhärte und Huflänge, sodass ich gar nicht viel ausschnitt und dann mit dem Raspeln und Feilen weitermachte. Als das getan war, nahm Malte sie mit und ich rief Rachel kurz an. „Ich glaub ich habe ein Pferd gesehen, das mal dir gehört hat. Eine Stute, die Adrenaline heißt und ein Brauner Criollo ist? Sie kam mir bekannt vor.“ „Was? Das Pferd gehörte mal meinem Ex, Manu.“ Rachel schien erstaunt. „Ich knuddel sie von dir“, dann legte ich auch wieder auf. Malte kam nämlich mit seinem vor kurzem eingerittenen Mix-Pony Braum zu mir und wollte eine Kontrolle der Hufe und das Aufnageln von Aluminiumeisen. Braum schien mir ein wenig rebellisch, aber dennoch bei meiner Arbeit war er brav. Die Kontrolle verlief super. Er hatte gute Hufe, keine Fehlstellungen und auch sonst feilte ich die Fläche der Hufe gerade, um die Aluminiumhufeisen aufzunageln. Braum sah mir neugierig bei der Arbeit zu und testete hier und da mal, sonst geschah aber nichts.

    Der nächste und letzte war der junge Isländerhengst Leidtogi, der wohl auch schmiedefromm sein sollte. Der gute blieb auch während der Kontrolle brav und auch hier konnte ich nichts Gravierendes entdecken, bis auf, dass seine Hufe ziemlich hart waren und somit für normale Eisen gut gemacht waren. Beim Aufnageln der Hufeisen blähte er die Nüstern sehr und sah mir dabei zu. Der aufsteigende Rauch schien ihn ein wenig zu verunsichern. Beim Vortraben lief auch alles glatt und ich konnte meinen Weg nach Dänemark antreten.

    Vorsorgeuntersuchung
    28. August 2016 | 1442 Zeichen | (c) Eddi

    Heute ging es für mich trotz der Hitze zu einem letzten Patienten. Dieser würde mich auf der Tyrifjord Ranch in Empfang nehmen und es handelte sich um einen hübschen Isländerhengst. Ich kam dieses Mal sogar pünktlich an und wurde herzlich von der Besitzerin in Empfang genommen. Nach einem kurzen Smalltalk ging es direkt in Richtung Stall, wo Leiðtogi schon auf uns wartete.
    Zuerst bat ich, mir den Hengst einmal im Schritt und einmal im Trab vorzuführen. So konnte ich sehen ob er taktklar lief und keinerlei Verspannungen besaß. Vorbildlich kam der Hengst dem Wunsch seiner Besitzerin nach und benahm sich auch bei der darauffolgenden Untersuchung vorbildlich. Dabei schaute ich zuerst in Augen, Ohren und Maul, um etwaige Symptome zu finden.
    Danach tastete ich die Lymphknoten ab und hörte dann Herz und Lunge ab. Bisher war alles im grünen Bereich, die Körpertemperatur sah auch gut aus und beim Abtasten der Wirbelsäule und der Beine machte Leiðtogi genauso wenig. Dementsprechend lobte ich ihn ausgiebig und bereitete ihn für die Impfungen vor.
    Er wurde gegen Influenza und Herpes geimpft. Brav hielt er still, während ich die passende Stelle suchte und dann war er auch schon fertig. Zum Schluss gab es nur noch eine Wurmkur und dann durfte Leiðtogi zurück auf seine Weide. Ich erneuerte noch seinen Impfpass und stellte das Gesundheitszertifikat aus, ehe ich mich von seiner Besitzerin verabschiedete und mich auf den Heimweg machte.

    Die Kür
    "Und nun wird uns der Isländerhengst Leiðtogi vorgestellt!", hörte ich den Moderator durch die Lautsprecher verkünden. Ich nahm die Zügel noch ein Stück kürzer, atmete noch einmal tief durch und ritt dann mit meinem Rapphengst in die Halle ein. Bei X parierte ich ihn durch zum Halt und grüßte die Richter höflich, bevor ich mit Togi auf die rechte Hand abwendete. Hier ließ ich ihn bei E antraben, nachdem wir eine halbe Bahn lang fleißigen Schritt präsentiert hatten. Nach der langen Seite wechselten wir im Arbeitstrab die Hand. Auch auf der linken Hand ritt ich eine halbe Runde Trab, bevor ich Leiðtogi in der Ecke des Vierecks angaloppieren ließ. Ich ließ ihn eine Runde auf der linken HAnd laufen, bevor wir eine große Kehrtvolte machten und auch auf der rechten Hand Togis schönen Galopp vorführten. Nach einer Runde parierte ich ihn wieder durch zum Schritt. Wir gingen auf den Mittelzirkel, auf dem ich die Zügel etwas kürzer nahm und Togi die Tölthilfen gab. Die ersten Schritte waren leider etwas unklar, aber mein Hengst schaffte es, sich wieder zu fangen und führte seinen wunderschönen Tölt vor. Wieder auf der ganzen Bahn, zog ich das Tempo etwas an. Wir wechselten durch die ganze Bahn und ich ließ Togi noch eine Runde tölten, bevor ich ihn wieder durchparierte zum Schritt. Am langen Zügel ließ ich ihn noch eine Runde fleißigen Schritt gehen, bevor wir zu X abwendeten, ich die Richter verabschiedete und mit meinem Rappen glücklich aus der Halle ritt. Ich hatte das Gefühl, dass wir einen wirklich guten Eindruck hinterlassen hatten.

    1554 Zeichen | gezählt mit lettercount.com

    [​IMG]

    Bewegung von BellaS | Trense von AlfurElfe
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Sep. 2016
  12. Eddi

    Eddi Modi

    Abstimmung da! Endet am 02. Oktober 2016 um 19 Uhr!
     
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen