1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

[HK 460] Pferde bis 1.48m

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von Eddi, 2 Juli 2014.

?

Für welchen Hengst stimmst du?

  1. Varulv

    33,3%
  2. Glymur

    8,3%
  3. What does the Fox say

    22,2%
  4. Sweet Poison

    2,8%
  5. Hollybrook's Casanova

    11,1%
  6. Zuckerwatte

    8,3%
  7. Delicius

    5,6%
  8. Sternsinger

    8,3%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Eddi

    Eddi Modi

    [HK 460] Pferde bis 1.48m
    [​IMG]
    Regeln:
    - Es dürfen nur Hengste teilnehmen! (Keine Stuten,Wallache oder Fohlen)
    - Jeder darf nur mit einem Hengst teilnehmen

    - Der Hengst darf nicht größer als 1.48m sein
    - Der Text darf maximal 3000 Zeichen enthalten, bitte überprüfen auf www.lettercount.com!
    - 50 Joellen an mich (Edfriend) mit dem Grund: HK 460

    - Teilnehmerzahl ist aufgrund der großen Nachfrage offen
    - Teilnahme bis 23.07.2014 möglich
    (Abstimmung kann bei vielen Teilnehmern auch eher kommen)

    Gründe für eine Disqualifikation:
    - die Zeichenzahl des Textes stimmt nicht
    - man hat mit Doppelaccounts abgestimmt

    - es wurde gebettelt
    - es wurde nicht überwiesen
    - die Teilnahme ist unvollständig
    - es liegt ein Verstoß gegen die Regeln vor

    - die Aufgaben wurden nicht erfüllt

    Aufgaben
    Die Kür darf frei ausgedacht werden, jedoch muss sie folgendes beinhalten:
    - das Einreiten am Anfang der Kür mit anschließendem Grüßen
    - alle 3 GGA auf rechter und linker Hand
    - mindestens 2 verschiedene Hufschlagfiguren außer ganze Bahn
    - Richter verabschieden am Ende der Kür

    Die Gewinnerhengste werden durch folgendes System ermittelt:
    Aussehen Körungstext / Userabstimmung
    1 Punkt für jede Stimme

    Abstammung
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Elternteil
    1 Punkt: Für jedes vorhandene Großelternteil
    -0,5 Punkte für Inzucht betreffend Eltern & Großeltern je Pferd/Pony

    Offizielle Turniere & Wettbewerbe
    1 Punkt für jede Turnierschleife erster Platz
    1 Punkt für jede Schönheits Wettbewerb Schleife
    1 Punkt für jede Turnierschleife zweiter Platz
    1 Punkt für jede Turnierschleife dritter Platz
    1 Punkt je Fohlenschau-Schleife

    Gesundheitscheck wenn vorhanden
    2 Punkte für Tierarztuntersuchung
    2 Punkte für Hufschmieduntersuchung
    Die Gesundheitschecks dürfen max. 6 Monate alt sein

    1 Punkt pro 2 Ausbildungsberichte (nur Stufenerhöhungen zählen!)
    1 Punkt für ein Bild mit Zubehör
    2 Punkte für ein Bild mit Zubehör & Bewegung
    Es wird nur ein Bild gewertet.

    Mindestpunktzahl für die Gewinner: 20 Punkte



    Teilnahmen bitte nach folgender Reihenfolge gliedern:

    Username
    Pferdename

    Pferdebild
    Steckbrief (gespoilert) inkl. Turnierschleifen und korrekter Abstammungsverlinkung
    TA und HS Berichte (gespoilert)
    Trainingsberichte, nur die Stufenerhöhungen! (gespoilert)
    Kür + Zeichenzahl und Name des Prüfprogrammes

    Teilnahmen und Überweisungen
    [1] Svartur ✔
    [2] Ravenna ✔
    [3] ... ✔
    [4] ... ✔
    [5] ... ✔
    [6] ... ✔
    [7] ... ✔

    Disqualifizierungen
    ...


    Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme!
    Bei Fragen wendet euch an mich.
    :)
     
  2. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Ravenna
    Varulv
    [​IMG]
    ----------------------------------
    [​IMG]
    Steckbrief
    Abstammung

    Mutter:
    Vater:
    Exterieur
    Rasse: Connemara
    Alter: 2006
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß:1,45 m
    Fell: Rappe
    Gencode
    EE aa

    Varulv ist homozygot auf das Extension. Gleich in welcher Anpaarung – keiner seiner Nachkommen wird ein Fuchs sein.

    Charakter

    verschmust, frech, klug, kinderlieb


    Varulv ist ein kleiner Frechdachs. Er ist sehr verspielt und hat oftmals Unsinn im Kopf. Manchmal entpuppt sich der kleine Hengst jedoch als richtiger Schmusebär. Wenn man ihn mit langen Putzaktionen und Kuschelstunden verwöhnt, wird der Rappe lammfromm. Unterm Sattel ist er noch etwas unsicher, meistens arbeitet er zwar brav mit, doch ab und zu wird er auch zickig und fängt an zu buckeln. Im Umgang ist Vari sehr gehorsam.

    Herdenverhalten
    In den vergangenen Jahren ist Varulv älter geworden, noch immer ist er sehr verspielt - in dem Hengst Uprising hat er da einen tollen Spielpartner gefunden. Doch auch Stormy und Sturm sind immer mit der Partie, denn wenn varulv erstmal beginnt die Hengste auf der Koppel zum Spiel aufzufordern, dann kann kaum einer an sich halten. Geht es jedoch um sein Fressen lässt sich der Hengst nicht die Butter von Brot nehmen und dann darf ihm nichtmal sein Freund Uprising zu Nahe kommen, da fliegen schonmal Hufe.

    Weitere Infos
    Verladefrom
    TA artig
    HS artig
    vorn beschlagen




    Zuchtinfos

    Gekört|Gekrönt:
    Nein

    Nachkommen://


    Besitzer Ravenna
    VKR vampyrin (Edfriend)
    Verkäuflich Ja [] Nein [x]

    __________________________________


    Erfolge &. Qualifikationen
    Western [] Englisch [x]

    Eignung
    Springen | Military | Dressur

    Dressur E
    Springen M
    Military E
    Distanz E
    Rennen E
    Western E
    Fahren E

    Trainingsstand:
    am Boden gearbeitet ab 2008
    anlongiert seit 2009
    Eingeritten seit 2010

    für Anfänger geeignet
    Gelände sicher | jedoch sehr guckig

    Zirzensik
    Flehmen
    Ansätze zum Steigen


    ___________________________

    Gewinner des [SW 355] Schimmel & Rappen

    [​IMG]
    [​IMG]
    58. Synchronspringen


    [​IMG]

    [​IMG]

    ___________________________

    Hufschmied
    „Amy ich muss jetzt los“, meine Hand glitt noch ein letztes Mal durch ihr dunkelblondes Haar, ein letzter Kuss und ich stieg in meinen Jeep. „Wir sehen uns Morgen!“ Ich blickte auf die Straße. Die Sonne schien gerademal durch die Baumkronen und warf warme geld-orangene Lichtstrahlen auf die Erde nieder. Nach Cead Crevan waren es einige Stunden Fahrt. Doch war meine Aufgabe als Hufschmied heute mehr als nur wichtig – ich hatte es mit den ganzen Pferdebestand von Sarah Kyren zu tun.
    „Hallo Sarah!“, begrüßte ich sie mit einem Lächeln im Gesicht. Die altbekannte Freundin schüttelte mir die Hand. „Ist Amy nicht mit gekommen?“, ihr Blick verriet Enttäuschung. „Tut mir leid, aber momentan gibt es einfach viel zu viel zu tun.“ Sarah nickte verständnisvoll. „Ein ander‘ Mal“. Dann sah ich mich um, in der Hoffnung schon meine ‚Patienten‘ zu sehen. „Ty, Stormbringer wartet im Stall auf dich. Ich bringe dir dann die Zuchtpferde nacheinander.“ Ich nickte, betrat die Stallgasse und übernahm Stormbringers Strick. „Wann war der letzte Hufschmied Termin?“ Sarah die neben mir stand, blickte in ihr Logbuch. „Am 06.12.2013“ Ich sah mir die Hufe genauer an. „4-5 Monate sind schon eine lange Zeit. Stormbringers Hufe sind ziemlich lang – lahmt er?“ Sarah schüttelte den Kopf –„Nein er lahmt nicht, aber Ty! Es tut mir Leid hier findet sich so schwer ein potentieller Hufschmied!“ ich lächelte Amys Freundin an. „Aber Sarah das höre ich jetzt nicht zum ersten Mal.“ Aus meiner Lederschürze zückte ich eine Hufzange. Dann stellte ich Stormbringers Hufe nacheinander auf den Hufbock um die Hufe zu kürzen, anschließend in Form zu raspeln und mit dem Hufmesser zu korrigieren. Sarah verriet mir dass der Hengst auf Leckerlies abfuhr. Also lenkte sie ihn mit einem kleinen Apfelleckerbissen vom Geschehen ab. Nachdem ich fertig war, klopfte ich auf sein Hinterteil und sah Sarah an „Der nächste bitte“.
    Es war Wishing Well. „An ihn kann ich mich noch erinnern!“ sagte ich schnell und begrüßte den Hengst mit einem Kräuterleckerchen. Dieser stupste mich energisch an, in der Hoffnung noch ein weiteres Leckerchen zu bekommen. „Und wann war sein letzter Termin?“ – „Auch am 06.12.2013“. „Ja das ist mir auch aufgefallen“ sagte ich schnell, griff wieder zur Hufzange nachdem ich Wishings Well Huf auf den Hufbock gestellt hatte. Es dauerte nicht lange bis ich zur Raspel greifen konnte und schließlich beim Hufmesser angelangt kam. „Wie sieht es mit den anderen Pferden aus, waren die alle im Dezember das letzte Mal?“ Sarahs Blick im Logbuch verriet mir das sie erst einmal nachgucken musste. „Leider Ja“, antwortete sie beschämend. „Okay Sarah, ich gehe davon aus das die Hufe nur zu lang sind, wir werden ja sehen.“
    Nun war mein Liebling an der Reihe. ‚Moonlight Shadow‘ ihn kannte ich bereits vom vorherigen Jahr, noch bevor Sarah umgezogen war. Er und Figaro waren beste Freunde und kannten sich schon seit der Jährlingszeit. Ich führte den Hengst durch die Stallgasse, begutachtete die Hufe und entdeckte eine brüchige Stelle im rechten Hinterhuf. „Ich würde den Huf ordentlich einpinseln“ empfahl ich ihr. Ehe ich den Huf mit Huföl bepinselte, kürzte ich ihn in die richtige Länge, raspelte ihn ordentlich und schnitt ihn mit dem Hufmesser aus. Nun pinselte ich die Hufe ein, damit sich keine weiteren Risse bildeten.
    „Hier“, Sarah übergab mir den Strick von Kürbis. Die Connemara Stute betrachtete mich neugierig. Mit einem sachten Stupser begrüßte sie mich. „Sie ist sehr schön“, bemerkte ich nebenbei, hob jeden Huf einzeln an und begutachtete sie mit kritischen Blick. „Hier ist alles in Ordnung“. Ich nahm wieder meine Zange aus der Schürze und kürzte die mittlerweile viel zu langen Hufe. Kürbis hielt still, schnupperte nur hin und wieder an meinen Rücken. Nachdem die Hufe gekürzt waren, nahm ich die Raspel um die Hufe in eine ordentliche Form zu raspeln. Anschließend schnitt ich sie mit dem Hufmesser aus und schnitt den Hufstrahl in die ideale Form. „Fertig!“
    Nach Kürbis folgte Scylla, auch eine Connemara Stute. Sie war weiß und hatte einen ausdrucksstarken Kopf. „Sie wird keine Zicken machen“ erwähnte Sarah. Ich nickte und begutachtete ihre Hufe. Wunden fand ich keine. „Sie lahmt auch nicht oder?“ – „Nein.“ Zufrieden griff ich wieder einmal zur Hufzange um die Hufe zu kürzen, anschließend zur Raspel und zum Schluss zum Hufmesser. Als ich jedoch am rechten Vorderhuf die Hufsohle ausschnitt, konnte ich einen tiefen Riss erkennen. „Die Hufe sind zu trocken, das hier sieht nicht so toll aus.“ Gab ich seufzend wieder. Deshalb strich ich die Hufe mit einem Lorbeeröl ein.
    „Hier ist Varulv“ ich begutachtete den noch jungen Hengst. Seine Ohren nach hinten gerichtet, sein Blick voller Neugierde. „Ist er immer so?“ ich deutete auf die Ohren, Sarah lachte bloß und sagte: „Nein nur bei dir Ty“ ich musste ebenfalls lachen. „Ihr seid beide einfach frech!“. Nachdem ich den Hengst durch die Stallgasse geführt hatte, wurde meine Vermutung bestätigt. Kein lahmen, keine Fehlstellung. Also hob ich seine Hufe nacheinander auf den Hufbock um ihn anschließend zu kürzen, zu raspeln und mit dem Hufmesser auszuschneiden. Doch beim Ausschneiden ließ mir Varulv keine Ruhe. Ständig zupfte er an meiner Schürze, oder schlug mit dem Schweif nach mir – bis ich ihm schließlich einen vielversprechenden Blick zu warf „Mach das noch einmal und du wirst zu Pferdefutter!“ Sarah wusste natürlich dass ich dies nicht ernst meinte. Nachdem Varulv endlich still stehen blieb, konnte ich die Hufe zu Ende ausschneiden.
    Nach Varluv folgte ein weiterer Hengst, diesmal ein Highlandpony. „Bei ihm brauchst du dir auch keine Gedanken machen.“ Warnte Sarah mich vor. „Und wann war der letzte Hufschmied Termin?“ – „Er hier war das letzte Mal im April 2014“ ich lächelte begeistert. „Das sieht man ihm an.“ Ich brauchte lediglich die Hufe raspeln und erneut ausschneiden. Die Hufzange wäre überflüssig gewesen und eine Korrektur nicht nötig. Pacino’s Yeal benahm sich fabelhaft. Dösend stand er in der Gasse, während ich die Vorderhufe im Angriff nahm, die Hinterhufe gab er ohne Mucken nachdem meine Hand sein Bein berührte.
    Nun kam die letzte Patientin vom Zuchtstall – nämlich Willow Maiden. Eine Connemara Stute die Varulv ziemlich ähnlich sah. Von mir jedoch, war sie alles andere als begeistert. „Hallo Willow!“ ich streichelte ihren Kopf. Sie wich zurück und musterte mich mit einem misstrauischen Blick. „Ich verstehe schon“ sagte ich grinsend, versuchte sie mit einigen Leckereien zu besänftigen ehe ich mich um die Hufe kümmerte. Diese waren ziemlich lang, dazu brauchte ich die Stute gar nicht mal durch den Stall führen. Also nahm ich die Hufzange, kürzte sie, raspelte sie anschließend schön förmig und schnitt sie mit dem Hufmesser aus. „Wieviel Uhr haben wir?“ fragte ich Sarah welche mir gerade Willow abnehmen wollte. „Ungefähr 20 Uhr, aber Ty! Lass dir Zeit, du kannst auch gerne morgen weiter machen, ich habe ein Gästezimmer.“ Dankbar nahm ich das Angebot an und verließ für heute den Stall.
    Am nächsten Morgen begab ich mich zum Hauptstall von Caed Crevan. Hier standen die Pferde von Sarahs Zuchtpartnerin. „Wir beginnen mit Eisblume“, sagte Sarah und führte mir die Stute vor. „Hufschmied Termin?“ fragte ich sie und blickte auf den starken Gang der Stute. „Noch im diesen Jahr – 07.01“ ich nahm ihr die Stute ab und band sie an der nächst gelegenen Putzstange fest. „Die Hufe sind mittelmäßig lang. Es sieht nicht schlimm aus.“ Sagte ich während ich die Hufe mit der Raspel bearbeitete. Anschließend schnitt ich die Hufe mit dem Hufmesser aus.
    Die nächsten Pferde auf der Liste waren Ikarus und Gwynbleidd. Ich übernahm beide im Anschwung, da das Raspeln, kürzen und ausschneiden wenig Zeit in Anspruch nahm. „Auch im Januar ?“ – „Ja“, Sarah führte mir die Pferde nacheinander vor. „Ok sieht doch schon Mal ganz ok aus“, also begann ich mit Ikarus, bei ihm kürzte ich die Hufe minimal, raspelte sie dafür umso mehr. Da die Hufe in die Höhe und nicht in die Länge gewachsen waren, Gwynbleidd hingegen benötigte die Hufzange, welche mir das Kürzen der Hufe um einiges erleichterte. Anschließend schnitt ich die Hufe der beiden Pferde aus. Die Beiden waren anscheinend an den Prozess eines Hufschmiedes gewöhnt, da sie schön still hielten.
    Green Tea war das nächste Pferd. Auch sie war eine schöne Highland Stute mit einer außergewöhnlich schönen Fellfarbe. Sarah erzählte mir dass sie im Januar das letzte Mal beim Hufschmied war. Ich schaute mir die Stute genauer an. Leider konnte ich erkennen dass sie eine Fehlstellung hatte. „Die Stute steht mit den Vorderbeinen zu weit nach innen“ Sarahs Stirn zog sich kraus. „Was machen wir denn da?“ – „Keine Sorge Sarah, ich habe Hufschuhe dabei die die Stute für einen Monat tragen kann. Dadurch geht die Fehlstellung etwas weg. Aber bevor ich die Hufschuhe anpasse, muss ich erst einmal die Hufe kürzen.“, denn die waren wirklich ziemlich lang geworden. Mit der Hufzange und einer Raspel bewaffnet, stürzte ich mich auf die ersten Vorderhufe. Die Stute blieb ruhig und lauschte lediglich den Vögeln im Dachgiebel. So konnte ich auch relativ schnell die Hufe in Form raspeln und ausschneiden. Nachdem die Hufe fertig waren, ging ich zu meinem Jeep um Hufschuhe aus der mobilen Schmiede zu holen. Anschließend passte ich sie an Green Tea’s Hufen an. „Wie gesagt, in einem Monat kannst du sie wieder abnehmen.“
    Nun unser vorletzter Patient aus dem Hauptstall. ‚Finlay‘ las ich vom Boxenschild. Als ich den Hengst aus der Box führen wollte, blickte er mich bloß starr an. „Komm schon mein Dicker“, sagte ich laut und zog am Strick. Dieser jedoch stemmte seine Beine in den Boden. „Das macht er öfters.“ Sagte Sarah seufzend, begab sich in die Box und versetzte dem dicken Highlandpony einen kleinen Klaps auf den Hintern. Finlay setzte sich in Bewegung. Zuerst ließ er sich gar nicht durch die Stallgasse führen, damit ich seine Hufe begutachten konnte, doch nach einigen Aufforderungen gab auch er nach. „Danke“ sagte ich zu Sarah, die mir half Finlay in Bewegung zu versetzen. „Er hat auch etwas lange Hufe, da kann ich aber nur mit einer Raspel dran.“, erklärte ich der jungen Frau und nahm das große, monströse Gerät. Finlay legte die Ohren an, als ich seinen ersten Huf auf den Hufbock auflegen wollte. Ich ließ mich jedoch nicht beeindrucken und raspelte einfach in raschen Bewegungen den Huf in Form. Nun musste auch Finlay sich eingestehen das es keine Chance hatte, sich mit mir anzulegen. Die restlichen Hufe ließ er über sich ergehen. Nach 15 Minuten konnte ich die Hufe ausschneiden „Wunden, oder Sonstiges habe ich keine entdeckt.“
    Zu guter Letzt, stand ich vor Abraham van Helsing. Ein Highland x Achal Tekkiner. Er hatte schon einige Erfolge gesammelt und sein Hufschmied-Besuch liegt auch schon einige Monate hinter ihm. „Er ist an allem gewöhnt.“ Ich nickte und führte den Hengst durch den Stall. Mit baumelden Ohren, trottelte er mir hinter her. Ich trieb ihn ein wenig, damit er mir nicht einschlief. „Mein Lieber, ich kann deinen Gang nur bewerten wenn du mir auch zeigst was du kannst.“ Und das tat van Helsing. Mit federnden Schritten trabte er über den Boden. „Ich erkenne keinerlei Probleme“ mein Blick war an Sarah gerichtet. Erleichtert nahm sie mir das Pferd ab, damit ich die Hufe raspeln und ausschneiden konnte. Auch hier zeigte der Hengst sich von seiner besten Seite. „Er hat sehr gute Manieren“, sagte ich freundlich, gab ihm einem Abschiedklaps und verließ den Hauptstall. „Nun die Fohlen“, Sarah führte mich zu den Fohlen und Jährlingen.
    „Die sieht aber schön aus!“ ich betrachtete die Shettystute Noomie. Noomie war schon einiges gewohnt, weshalb sie oft zur Freizeit eingesetzt wurde. „Die Hufe sind ein wenig hochgewachsen, aber nicht lang. Ich werde sie deshalb raspeln müssen.“, also griff ich nach meiner Raspel und hob den ersten Huf auf den Hufbock. Willig ließ sich Noomie die Hufe kürzen, damit ich sie anschließend ausschneiden konnte. „Ist sie nicht lieb?“, fragte Sarah mich mit einem verträumten Blick. Ich konnte ihr nicht wiedersprechen.
    My Hope, Nymeria – ebenfalls ein Shetty und im gleichen Alter wie Noomie. „Ihr Hufschmied Termin reicht bis zum Februar hinweg.“, erklärte mir Sarah und notierte einige Dinge in ihrem Logbuch. Da Noomie und Nymeria ständig zusammen sind, bestand ich darauf dass Sarah, Noomie neben Nymeria festhielt. In der Zeit konnte ich ganz schnell und einfach die Hufe in Form raspeln und ausschneiden, ohne das Nymeria Angst bekam, da Sarah erwähnte das ihr die Unsicherheit angeboren sei.
    „Begeben wir uns nun zu den Isländern“, Sarah führte mich zu einem Islandmix, welcher gerade mal 2 Jahre alt war. Sie war eine hübsche Stute mit einem weit zurückreichenden Stammbaum. Ihre Hufe waren in einem guten Zustand, der letzte Hufschmiedbesuch reichte gerade mal einen Monat zurück – so hatte mir Sarah erzählt. Also brauchte ich die Hufe nur grob raspeln und ordentlich auszuschneiden. Nachdem das getan war, konnte ich mich direkt zum nächsten Fohlen, beziehungsweise Jährling begeben. Nämlich Aesi. Ebenfalls 2 Jahre alt. Ihre Hufe waren auch im Nu gemacht. Auch wenn Ravenna sie motivieren musste nicht vor dem gruseligen Ding ‚Die Raspel‘ zu scheuen. Die kleinen Hufe ließen sich einfach ausschneiden, die Hufsohle war noch nicht voll ausgewachsen und die Hufe wiesen keine Risse auf. „Diese Jährlinge sind vollkommen gesund.“
    „Hier haben wir Luna. Luna ist Isländerstute. Bei ihr würde ich aufpassen, sie kann zickig sein. Ich habe sie gestern erst zu mir geholt, weshalb ich dir sehr dankbar wäre wenn du sie dir mal unter die Lupe nehmen würdest.“ Doch gleich beim ersten Versuch die Hufe annähernd anzuschauen, bleckte sie die Zähne und lehnte die Ohren nach hinten an. „Könntest du sie kurz halten?“ ich warf Sarah einen bittenden Blick zu, doch auch Sarah schien nicht gerade Erfolg zu haben. Schließlich entschied ich mich dazu ihr eine kleine TTouch Massage zu gönnen, damit sie sich entspannte und nicht vollkommen vertrauenslos in mich war. „Mach du bitte weiter, damit ich anfangen kann.“ Sarah massierte sie während ich mir ihre Hufe ansah. „Ich kann nichts erkennen“ sagte ich schließlich und nahm das Hufmesser. „Nicht zu kurz, nicht zu lang. Ich schneide jetzt nur etwas Hufsohle aus“.
    Unser vorletzter Patient war eine volle Überraschung für mich. Es war das Haflingerfohlen Omnia Lunara, welches wir dieses Jahr aus Bonito und Money gezüchtet hatten. „Und wie macht sie sich?“ Sarah lächelte mich an. „Prima! Die Hufe dürften auch völlig in Ordnung sein, oder?“ ich nahm den Strick des kleinen Fohlens und führte es kurz durch die Stallgasse. „Ja, aber ich kontrolliere sie zur Sicherheit nochmal genauer.“ Sarah hielt die Kleine fest, als ich jeden Huf einzeln abhob. Es bedarf an Motivation und Vertrauen damit die kleine Stute mir die Hufe willig gab – zwingen wollte ich sie zu nichts. „Ich kann nichts erkennen“ antwortete ich zufrieden und schnitt den Huf aus. Viel konnte ich jedoch nicht wegschneiden.
    Moon’s Pumpkin war mein letzter Patient. Es war das erste Zuchtfohlen aus Moon und Kürbis. Gleichzeitig der Spielgefährte von Lunara. Pumpkins Hufe sahen sehr gut aus, sie waren nicht zu lang. Dafür musste ich den Strahl zurecht schneiden, dieser war ein wenig verwachsen. Aber nicht problematisch. „Es ist völlig normal wenn der Strahl so ausschaut.“ Antwortete ich rasch, damit Sarah sich keine Sorgen machte.
    „So ich bin jetzt fertig!“ ich schüttelte die Hand der jungen Frau und ging zu meinem Jeep. „Vielen Dank für die Unterbringung, das Frühstück und vor allem – das Wiedersehen!“ lächelnd verabschiedete ich mich und fuhr davon … Richtung Heartland … zu meiner geliebten Amy.
    | geprüft mit Word
    Tierarzt
    Tierarztbericht für Varulv
    Als nächster Patient war Varulv an der Reihe. Auch diesen Kerl kannte ich bereits.
    Er ließ sich artig anbinden und ich begrüßte ihn, dann begann ich mit meiner Arbeit.
    Auf den ersten Blick machte der Rappe eine sehr gute Figur: Sein Fell glänzte, die Bemuskelung war gut und er schaute mich wach an.
    Dennoch kontrollierte ich seinen Gesundheitszustand genau. Wie immer kontrollierte ich Augen, Nüstern, Schleimhäute, die Gelenke und Muskeln. Auch auf die Hufe warf ich einen genauen Blick, doch bei dem Connemara konnte ich nichts finden, was mich beunruhigen würde.
    Da der Hengst absolut fit war, konnte ich nun impfen.
    Aus dem Auto holte ich die kleine Ampulle mit Influenza-Impfstoff, welchen ich mit geübtem Griff in die Spritze aufzog. Eine neue Nadel war schnell aufgesteckt, dann trat ich an den Hengst heran und impfte ihn.
    Er schaute mich leicht murrig an, ließ das Prozedere aber über sich ergehen.
    Anschließend holte ich die Wurmkur aus dem Auto, stellte die Spritze auf sein Gewicht richtig ein und gab sie ihm ein. Dies nahm er ebenfalls hin, kaute dann aber etwas missmutig.
    Er war fertig. So klopfte ich ihm zum Abschied nochmal den Hals, dann konnte Sarah ihn wegbringen und meinen nächsten Patienten holen.
    Training
    [​IMG]
    Mein nächster Auftrag ließ nicht lange auf sich warten – diesmal war es Ravenna, die mir eines ihrer Pferde ins Training gab. Es handelte sich hierbei um den acht Jahre jungen Connemarahengst Varulv, den es in der Disziplin auf das A-Niveau zu bringen galt.
    Auch er durfte sich, wie auch Cresant Moon zuvor, erst einmal am Strand austoben und die neue Umgebung erkunden, damit wir uns aneinander gewöhnten und er nicht sofort ins kalte Wasser geworfen wurde, wenn es um das Training ging.
    Wie Sarah mir bereits erzählt hatte, stellte sich auch in dieser Zeit heraus, dass der Hengst oftmals noch an ein jungen Fohlen erinnerte, das nur Blödsinn und Faxen machte, jedoch auf die Nähe des Menschen besteht und diese auch zu schätzen weiß. Neues bereitete ihm nicht viele Probleme; zwar war er anfangs etwas unsicher und vorsichtig, doch er wagte sich dann doch an die unbekannten Dinge heran und nachdem er sie beschnuppert hatte und sich sicher war, dass es keine Monster waren, verflog seine anfängliche Skepsis.
    Auch mit den anderen Pferden hatte er sich bisher gut angefreundet, zumindest mit Nikan, welchen ich nach einigem Überlegen dann doch zu Varulv auf die Weide gestellt hatte. Die beiden Hengste bildeten einen interessanten Kontrast zueinander – einerseits der tiefschwarze Rappe, andererseits der bunte Appaloosa, die von nun an jeden Tag miteinander herumtollten und das ganz ohne jegliche Hilfe meinerseits. So jagten sie sich schon von allein spielerisch durch die Gegend, buckelten was das Zeug hält und beknabberten sich danach freundschaftlich.
    Nachdem er sich eingewöhnt hatte, begannen wir auch sogleich damit, uns in den ersten Trainingseinheiten der fundamentalen Springausbildung zu widmen, da diese bei Varulv überhaupt gar nicht vorhanden war. Dies kostete dementsprechend auch eine Menge mehr Zeit, die wir für das Training aufbringen mussten und verzögerte unseren Zeitplan drastisch. Dass der Hengst ziemlich unerfahren war, hatte Sarah mir erst mitgeteilt, nachdem ich sie darauf angesprochen hatte – und zu diesem Zeitpunkt war das gesamte Training eigentlich schon durchgeplant worden.
    Es dauerte eine Weile, bis Varulv willig und vertrauensvoll über die ersten, kleinen Hindernisse sprang. Hierbei achtete ich darauf, ihm das Training auch schmackhaft zu machen; wollte ich doch nicht, dass er „sauer“ (also durch falsches Training oder eine unkorrekte Reittechnik springunfreudig) gemacht wurde.
    Zugleich gehörte eine gewisse Springausbildung einfach zu einer ausgewogenen Grundausbildung eines Pferdes, weshalb man dies nicht vernachlässigen durfte, egal, welche Qualifikation das Pferd besaß. Hierbei spielen zum Beispiel Stangenarbeit, Cavalettiarbeit, Trabsprünge, Freispringen und sogenannte Gymnastikreihen eine bedeutende Rolle, die Varulv dazu verleiten sollten, eine gute Bascule – also das Aufwölben des Rückens über dem Sprung – aufzubauen. Zwar brauchte es auch hier seine Zeit, bis ich mit dem Endergebnis zufrieden war, doch irgendwann konnten wir tatsächlich mit den ersten E-Sprüngen beginnen.
    Diese hatten lediglich eine Höhe von 80 bis maximal 90 Zentimetern, die erlaubte Weite lag bei 75 bis 105 Zentimetern. Dies war nach einigen Trainingsstunden bereits erreicht und somit konnten wir uns dann schlussendlich den A-Sprüngen widmen.
    Varulv schien nach und nach Freude daran zu finden, Hindernisse zu überwinden. Zwar waren seine Gänge ganz und gar nicht sicher und strahlten die nötige Ausstrahlung aus, doch dies hatte sich im Laufe der Zeit ebenfalls verbessert und entwickelt, sodass ich inzwischen ganz gut mit dem jungen Kerl zufrieden war. Varulv muckte nicht herum, unterließ es sogar, Unsinn zu bauen – was mich zugegebenermaßen ziemlich überraschte. Er war dennoch ganz gut in Form und kurz nach dem Aufwärmen hatten wir einen letzten, kurzen E-Parcours hinter uns gebracht, den wir fehlerfrei bewältigt hatten.
    Zwar riss der Connemarahengst anfangs einige Stangen von den Hindernisständern, die dann polternd auf den Boden fielen, weshalb er kurz zusammenzuckte und sich anspannte, dennoch merkte man, dass er sich beim Training wirklich Mühe gab und versuchte, sein Bestes zu geben. Hin und wieder legte er einen kurzen Buckler ein, auf die ich mich jedoch schon vorbereitet hatte, sodass ich nicht im Sand landete und weiterhin auf seinem Rücken verweilte. Insgesamt war er allerdings lernwillig und auch lernfähig, denn nach einigen Versuchen hatten wir die A-Höhe von 90 Zentimetern mehrmals hinter uns gebracht.
    Jedes Mal stieß sich Varulv kraftvoll vom Boden ab, was dazu führte, dass wir beinahe über den Sprung zu schweben schienen und kam nach einigen Verbesserungen und Korrekturen der Springtechnik kam er wieder sanft und nicht allzu ruckartig auf dem Boden auf.
    Durch die weitere Verfeinerung seiner Sprungtechnik konnten wir die Höhen und Weiten maximieren, sprich bis zu 110 Zentimetern Höhe und 125 Zentimetern Weite überwand Varulv nach vielem Üben fehlerfrei und war somit auf dem A-Niveau.
    Bereits zwei Tage später kam Sarah auf das Gestüt gefahren, holte Varulv ab und bedankte sich für das Training, ehe wir noch das Geschäftliche regelten und sie schließlich mitsamt Connemarahengst vom Hof fuhr.
    Und ich? Ich war nur erleichtert, dass ich es endlich hinter mich gebracht hatte.
    Springen A auf L |(c) medy | 8207 Zeichen

    Heute sollte es wieder einmal zu Sarah gehen, was mich natürlich sehr erfreut. Denn diesmal darf ich mich um Varulv kümmern, einen schwarzen Connemara Hengst. Lächelnd parkiere ich nun auf Sarah’s Hof und steige aus, da kommt auch schon Sarah. „Hallo!“, ruft sie mir von weitem zu und ich antworte ihr mit einem fröhlichem „Hallöchen!“ „So, hast du es auch noch geschafft“, grinst sie mich an und ich erwidere ihr Grinsen. „Ja, es gab zwar ein bisschen Stau, doch es ging.“ Wir plaudern einige Zeit über Gott und die Welt, ehe uns klar wird, dass ich nicht zum Plaudern hier bin. „Also, dann wollen wir mal zu Varulv“, nickt sie mir zu und wir machen uns auf dem Weg zu ihm. Die Sonne scheint und ein kühler Wind saust mir um die Ohren. Von Wetter her also auch ein super Tag. Nun gehen wir zum Offenstall der Hengste und Sarah stellt mir die Hengste vor. Denn letztes Mal konnte ich nur die Stuten kennenlernen, heute aber mache ich auch Bekanntschaft mit Stormbringer, Urprising, Braum und Draki. „Die sind ja alle Zuckersüss!“, meine ich lachend zu ihr. „Mhm, du sagst es. Aber komm, nun stell ich dir Varulv vor“ Wir gehen eine Stück weiter und hier erblicke ich den hübschen Varulv. Wach steht er da und beobachtet uns neugierig mit seinen dunklen Augen. Sein Köpfchen ist edel erhoben, sodass ich auch sein süsses, rosa Mäulchen sehe. Ansonsten ist er, wie auch Willow, pechschwarz. „Wow“, bringe ich nur hervor, was Sarah mit einem Lachen quittiert. Nun nehmen wir ihn aus dem Offenstall und binden ihn am Putzplatz an. „Kann ich euch einige Minuten alleine lassen? Ich komme nachher wieder!“, sagt Sarah zu mir, ehe sie, nach meiner Bestätigung, weg düst. „Na du“, kraule ich Varulv, „dann werden wir heute mal etwas zusammen erleben, hmm“ Varulv verlagert das Gewicht auf die rechte Seite und lässt sich von mir verwöhnen. Zuerst bearbeite ich sein Fell, sodass es, nachdem ich mir ganz viel Mühe gegeben habe, richtig glänzt. Danach ist die Mähne an der Reihe, jedoch musste ich bei seiner kurzen Mähne nicht viel machen, obwohl sie wirklich sehr wuschelig ist. „Du Hübscher“, labbere ich ihn zu, ehe ich dann seinen Schweif verlese. Auch das ist schnell gemacht und so hole ich nun den Hufauskratzer hervor. Varulv hebt brav seine Hufe und steht still, bis ich den Huf fertig ausgekratzt habe. Nur beim letzten Huf war er nicht so geduldig und probierte, ihn wegzuziehen. „Nicht mit mir, mein Lieber“, lache ich. Nachdem er nun blitzblank hier steht, hole ich seinen schicken Springsattel aus der Sattelkammer. Noch hat Varulv mir nicht seine andere Seite gezeigt, den laut Ravenna konnte er manchmal auch ein richtiger Frechdachs sein. Doch das liess nicht lange auf sich warten, denn als ich mit dem Sattel zu Varulv zurückkehre, steht er keck da. Was er wohl im Schilde führt? Schnell erfahre ich es, als ich ihm den Sattel auflegen will. Denn – ruckzuck – trippelt er einige Schritt auf die Seite. Natürlich kenne ich das Spiel von meinen eigenen Pferden und grinse. Ich deponiere den Sattel auf dem einen Oberarm und binde den Strick enger an, sodass Varulv sich nicht mehr so viel Spielraum hat. Doch nun stampft er mit dem Vorderhuf auf, als ich ihn satteln will. „Mein Lieber, dass bringt dir nichts!“, murmle ich ihm zu. Er hat schon wieder einige Schritte auf die Seite gemacht. Nun hole ich ein Pferdekeks hervor, vielleicht klappt bei ihm dieser Trick. „Na guck mal“, rede ich mit ihm, währendem ich ihm den Sattel auflege und den Keks in der Hand halte. Nachdem der Sattel auf seinem Rücken liegt bekommt er sofort seine Belohnung. Schnell lobe ich ihn und gurte den Sattel fest. „Braver Kerl!“, streichle ich ihn, ehe ich wieder in die Sattelkammer verschwinde. Hier lege ich meinen Reithelm an und hole Varulv’s Zaumzeug. Nun ist er wieder ganz brav und öffnet brav sein Maul, als ich ihm die Trense ins Maul legen will. „So, dann wollen wir mal, na?“, rede ich mit ihm, währendem ich mich nach Sarah umsehe. Schliesslich konnte ich nicht ohne sie beginnen, wegen dem Aufbau der Sprünge. Plötzlich kommt Sarah angerannt – „Ich hab schon mal Sprünge aufgestellt, aber momentan noch A- Höhe“ Grinsend antworte ich: „Dass ist superlieb, Sarah. Dankeschön!“ Nun gehen wir zu dritt zum Springplatz. Dort angekommen schaut sich Varulv neugierig um. „Jaah Varulv, heute wird gesprungen!“, lacht Sarah. Schnell gurte ich nach, ehe ich Varulv nochmals streichle und in den Sattel steige. Dieser Springsattel ist wirklich sehr bequem. Von oben her gibt’s für Varulv einen Pferdekeks. Da im oberen Teil die Sprünge aufgestellt sind, gehe ich mit Varulv bei C auf die Volte. Er hat einen sehr starken Schritt und ich gewöhne mich schnell an ihn. „Feiner Junge“, lobe ich ihn kurz, ehe ich die Hand durch die Volte wechsle. Danach nehme ich die Zügel leicht auf und drücke die Schenkel an seinen Bauch – sofort trabt Varulv an. Sein Trab ist federnd und weich, momentan allerdings noch etwas steif. Wir arbeiten dran und einige Minuten später ist er auch schon viel losgelassener und biegsamer. Nun galoppieren wir an. Varulv ist bei der Sache und kaut auf seinem Gebiss, super, dann können wir wohl anfangen. Nun pariere ich ihn in den Schritt. „Sarah, der blaue Steilsprung, wie hoch ist der?“, frage ich nun Sarah, welche mir vom Rande aus zuschaut. „Der ist 1,10, soviel ich weiss“, antwortet sie mir. Mit einem Nicken und Lächeln danke ich ihr, ehe ich Varulv Hilfen zum Galopp gebe und den Steilsprung anpeile. Ein A Hinderniss würde für Varulv kein Problem sein, laut Sarah. Leise zähle ich die Galoppsprünge zusammen und gebe Varulv Hilfen. Ein bisschen verspätet springt er ab, ich gehe mit der Hand mit. Und obwohl wir zu spät abgesprungen sind, dank Varulv’s Springkünsten sind wir heil drüber gekommen. „Okay“, rede ich leise mit mir selber, nun kann ich mich auf ihn einstellen. Das nächste Mal muss ich deutlichere Impulse geben, kein Problem. Nun wenden wir ab und reiten eine Volte um den Sprung, ehe wir ihn nochmals in Angriff nehmen. Nun läuft alles perfekt und meistern den Sprung leicht. Der nächste Sprung ist ein Oxer, auch hier läuft alles gut. So weit, so gut. Ich pariere Varulv, welchem das Ganze nun anfängt Spass zu machen, in den Schritt und lobe ihn ausgiebig. „Sarah? Hast du mir ein Steilsprung auf L Höhe?“ „Klaro, wird sofort gemacht!“ Mit einem Grinsen wende ich mich wieder Varulv zu. Die Höhe wir für ihn wohl kein Problem sein, eher müssen wir schauen, dass Varulv kontrolliert drüber springt. Den der Schwarze zeigt gerne sein Tempo, auch bei den einigen Sprüngen, welche wir gemeinsam gemeistert haben, musste ich ihn immer ein wenig zügeln. Sarah stellt nun also den Steilsprung höher und bald geht sie wieder an den Rand – mit erhobenem Daumen. „So, dann wollen wir mal, na Varulv?“, rede ich ihm zu, ehe wir direkt aus dem Schritt angaloppieren und den Sprung anvisieren. Diesmal achte ich genau darauf, dass Varulv nicht zu hektisch an den Sprung rankommt. „Drei, Vier, Fünf -“ Nun gebe ich ihm deutliche Impulse und Varulv hebt ab. Im Gleichgewicht springen wir über den Sprung und landen weich und federn wieder auf dem Boden. „Super gemacht!“, lobe ich ihn strahlend, wenn auch etwas zerzaust. Nun üben wir das Ganze nochmals, gehen auch über die Oxer, sogar auch über einen Wassergraben. Dann zum Schluss lasse ich ihn noch am langen Zügel im Schritt ganze Bahn gehen. „Varulv ist echt ein tolles Pferd!“, rufe ich Sarah müde, aber fröhlich zu. Sie nickt als Zustimmung und schenkt mir ein Lächeln. Nach einigen Runden steige ich schliesslich ab und lobe Varulv ganz doll – er hat heute wirklich sehr gut mitgemacht. „Ich denke, Varulv hat es auch Spass gemacht“, grinst Sarah mich an und ich erwidere ihr Grinsen. „Ja, bei ihm musst du einfach schauen, dass er nicht zu schnell wird. Er hat eine enorme Sprungkraft, doch manchmal wird er zu hektisch. Ansonsten sollte alles tip top klappen“ Zusammen versorgen wir Varulv und knuddeln noch mit ihm, ehe wir ihn zurück zum Offenstall bringen. „Machs gut, Varulv!“, rufe ich ihm hinterher, als ich ihm das Halfter abnehme und er davon, zu seinen Kameraden, saust. Sarah lädt mich noch zu einem Kaffee ein und so gehen wir zufrieden, aber auch müde, in ihr Haus und plaudern über dies und jenes.

    Kür
    „Pah, an diese dämlichen weißen Reithosen kann ich mich einfach nicht gewöhnen“ dabei zuppelte ich an meinen Sachen herum, weiße Hose, Stiefel und ein Jacket. Cayden legte Varulv soeben die Trense an – bei dem Hengst war grün die Farbe des Tages.“Gott ich hätte vorher noch mal auf Klo gehen sollen!“ murmelte ich in mich hinein. Kathi war dieses Mal mit ihrem eigenen Hengst beschäftigt statt mir dieses Mal mit meiner Aufregung zu helfen. Zu meinem Pech rief eine Stimme aus dem nahegelegenen Lautsprecher auch schon meinen und den Namen meines Hengstes. Das einzige das mir jetzt noch übrig blieb wäre in den Sattel zu steigen und danach die Toilette aufzusuchen. Also schwang ich mich in den Sattel „Der Zylinder?“ Cayden riss die Augen auf, schüttelte wehleidig den Kopf und innerlich rollte ich mit den Augen – vergessen. Erneut wurden wir ausgerufen "Ja! Ja! Komm ja schon!" murrte ich. „Viel Glück" murmelte Cayden und von nun an waren wir auf uns gestellt. Ich grüßte sie noch einmal. "Das packen wir schon Varulv!" murmelte ich eher um mich zu beruhigen als ihn anzufeuern. In gemächlichen Schritt näherten wir uns der Bande dort bog ich links ab nur um in der folgenden Ecke anzutraben. Varulv Spezialität war nicht unbedingt die Dressur, doch für eine Körung war dies nun einmal notwendig, dafür konnte er im Springen wieder glänzen, bei der richtigen Gelegenheit.Dennoch bog Varulv ein wenig den Hals-Hengstgehabe eben- blähte die Nüstern auf und ein fast donnerndes Wiehern entglitt seinen Nüstern während ich im Sattel leicht durchgeschüttelt wurde – meine Blase erfreute solch eine Aktion eher weniger. Als nächstes ritten wir auf den Zirkel, mein Hengst bog sich zumindest in die Wende wobei er sich allerdings ab und an aus der Anlehnung zu hebeln versuchte – da mussten wir also nochmal arbeiten. Aus dem Trab angaloppiert auf die Bahn gewechselt und Varulv zeigte was für einen ruhigen Kanter er besaß, dies war besonders zwischen den einzelnen Sprüngen von nöten. Auch im Galopp funktionierte eine einfache Schlangenlinie recht gut. Pony ein wenig bremsen schon erzielte ich das gewünschte Ergebnis einen wieder kontrollierten Trab. Noch einmal kurz die Seite wechseln den Richtern so die Möglichkeit geben ihn von allen Seiten zu sehen. Anschließend folgte noch ein kurzer Galopp auf der ganzen Bahn – in den Ecken immer einen kleinen Zirkel um Tempo herauszunehmen. Die letzten Klänge unserer Körungsmusik klangen aus als wir im Trab die Mittellinie passierten. Kurz danach verabschiedete ich mich mit einem Winken meiner Hand von den Richtern. Am langen Zügel und sichtlich mit Stolz auf dem Gesicht. Ich war noch immer so glücklich darüber ihn vor wenigen Monaten geschenkt bekommen zu haben. Ich war heute besonders stolz auf meine schwarze Perle.
    2776 Zeichen (c) Ravenna | geprüft mit Word
     
  3. Svartur

    Svartur Flying without wings ♥

    Svartur
    Glymur
    [​IMG]
    ______________________________________________________________
    [​IMG]
    Steckbrief
    Glymur =mein Schatzi

    [​IMG]


    [​IMG]

    Vater: Hýreygur
    Mutter: Elding
    [​IMG]

    Rasse: Islandpferd

    Alter: 11.07.2009
    Geschlecht: Hengst

    Stockmaß: 145 cm

    Fell: Sommerrappschecke
    Abzeichen: Kopf, Beine

    [​IMG]

    Glymur ist ein Traum von Pferd. Er hat butterweiche Gänge, die jedoch mit einer hohen Knieaktion versehen sind und raumgreifend sind. Seine beiden zusätzlichen Gangarten Pass und Tölt sind beide von sehr guter Qualität. Im Alltag ist er ein wahrer Gentleman und stets bei der Sache. Jedoch braucht er eine Bezugsperson, mit der er durch Dick und Dünn gehen kann, dann ist er das perfekte Pferd.
    Momentan befindet er sich in einer Umschulung zum Western, da er bald schon Teil des ersten Equestirian Drill Teams auf Joelle sein wird. Hirbei geht es um eine Quadrille, die gespickt mir Westernlektionen ist. Glymur hat aufgrund seiner Intelligent viel Spaß an der Arbeit und zeigt gute Eignungen.
    [​IMG]


    Gekört|Gekrönt: Nein

    Nachkommen:Keine

    [​IMG]

    Eignung:
    Gangsport, Military, Equestirian Drill Team

    Western Klasse A
    Galopprenn Klasse E
    Fahren Klasse A
    Dressur Klasse A
    Springen Klasse E
    Military Klasse L

    [​IMG]


    [​IMG]

    [​IMG]


    [​IMG]


    [​IMG]

    [​IMG]
    Besitzer: Svartur
    Vorbesitzer:/
    Vkr|Ersteller: Elii (indirekt: Vepr)
    Reitbeteiligung:

    Zu Verkaufen: Unverkäuflich


    Zum Fotoalbum (1|2|3|4|5|6|7|8|9|)​
    Hufschmied
    [​IMG]
    Nun war der Hengst Glymur an der Reihe. Ihn kannte ich auch schon, seit ich meine ersten Pferde bei Fynja geholt hatte und Glymur war mein heimlicher Favorit von ihren Pferden. Der Hengst war einfach wunderschön und man konnte sich seinem freundlichen Gemüt nicht entziehen.
    Zur Begrüßung hielt ich dem Hengst ein Stückchen Möhre hin, welches er sofort fraß. Dann nahm ich den Hufkratzer und entfernte den Dreck aus den Hufen und verschaffte mir zunächst einen Überblick über den Zustand eben dieser.
    „Die Hufe sehen gut aus, viel werde ich da nicht machen müssen“, meinte ich zu Fynja, während ich die Abbrechzange nahm, um die alten Eisen zu entfernen. Glymur gab die Hufe sofort her, hampelte ein wenig herum, aber hielt dabei die Beine immer oben, sodass ich meine Arbeit erledigen konnte. Als alle Eisen entfernt waren, schnitt ich mit dem Hufmesser das überflüssige Horn weg und den Strahl frei. Während ich den rechten Vorderhuf bearbeitete, schnupperte Glymur neugierig an meiner Schürze – vermutete er doch noch ein paar Leckerlis in meinen Taschen. Lachend schob ich seinen Kopf an Seite: „Belohnung gibt’s erst am Ende!“
    Nun nahm ich den noch bereitstehenden Hufbock und raspelte mit der Feile die Hufe in Form. Glymur kannte das Prozedere beim Hufschmied und stellte seine Hufe bereitwillig auf den Bock. „Beschlag ihn vorne bitte mit 10er-Eisen, er ist zurzeit ein bisschen passlastig. Wir wollen jedoch im Moment den Trab trainieren“, sagte Fynja. Ich suchte die passenden Eisen aus meinem Sortiment heraus und schlug sie auf dem Amboss in Form, da Isländerbeschläge meist Kaltbeschläge sind. Nachdem die Eisen in Form gebracht waren, nagelte ich sie an die Hufe und knipste die überstehenden Nagelenden auf der Hufoberseite ab. Fynja führte mir den Rappschecken noch einmal in Schritt und Trab vor. „Alles klar, die Eisen passen perfekt. Dann kann es ja nun ans Trabtraining gehen“, meinte ich. Zum Abschied streichelte ich Glymur über den Hals und gab ihm nun seine verdiente Belohnung.
    Während Fynja den Hengst wegbrachte, räumte ich mein Werkzeug ins Auto. Die alten Eisen verschenkte ich an ein paar junge Pferdemädels, die mir bei der Arbeit zugesehen hatten.
    Als Fynja zurückkehrte, erledigten wir das Geschäftliche, ich bedankte mich für den Auftrag und machte mich auf den Weg nach Hause.
    [2312 Zeichen, lettercount.com, Text: Rasha]
    Tierarzt
    Tierarztbericht für Glymur



    Ich war gerade dabei, mein Auto für einen Tierarzttermin zu packen, als mein Handy klingelte. „Svartur“, verriet mir das Display.
    Rasch nahm ich ab. „Hallo?“ „Ja hi Maren, du ich hätte da ein dringendes Anliegen…“
    Kurz erklärte sie mir, dass ihr Hengst Glymur noch schnell tierärztlich behandelt werden solle, da er bald offiziell vorgestellt werden sollte. Ich blickte auf meinen Terminplaner. „Okay, ich schiebe dich dazwischen. Aber nur ausnahmsweise!“, sicherte ich ihr zu.
    Sofort machte ich mich auf den Weg und kam bald auf ihrem Gestüt an.
    „Tausend dank, dass das noch funktioniert!“, meinte sie, doch ich winkte ab und ließ mich direkt zu dem Isländer führen.
    Ich begann zunächst mit dem TÜV. Dafür kontrollierte ich zunächst die Augen, Nüstern und Schleimhäute. Als ich gerade dabei war, kontrollierte ich, was ich an den Zähnen machen musste. Hier und da war eine kleine Unebenheit, die ich beheben müsste, aber ansonsten war alles in Ordnung. Weiter tastete ich die Muskeln und Gelenke ab und kontrollierte die Hufe auf Schmerzempfindlichkeit, bevor ich ihn abhörte und Puls und Atemfrequenz notierte. Anschließend holte ich das mobile Röntgengerät und die Bleischürzen und machte Aufnahmen der Hufe, der großen Gelenke der Beine, der Halswirbel und der Sattellage. Nun führte unser Weg uns nach draußen, wo ich die Beugeprobe ausführte, die negativ ausfiel. Anschließend bat ich Svartur, den Hengst 10 Minuten in der Reithalle in hohem Tempo zu longieren. Normalerweise hieß das Trab und Galopp, aber da er Fünfgänger war, war es mir eigentlich egal, in welcher Gangart er lief – Hauptsache er musste sich anstrengen.
    Als die Zeit um war, überprüfte ich nochmals Puls und Atemfrequenz und schaute mir die Schweißbildung an. Es zeigte sich nichts Besorgniserregendes. Nun bat ich sie, den Hengst in allen Gangarten frei vorzuführen.
    Es bedurfte etwas Geschick, ihn in die gerade wirklich gewünschte Gangart wechseln zu lassen, gelang aber, sodass ich mir bald ein Bild machen konnte. „Insgesamt ist Glymur sehr gut veranlagt. Er ist sehr fleißig, ist stets im Takt und hat viel Raumgriff. Besonders ist die Vorhand hervor zu heben, mit der er wirklich ungemein weit hervor greift. Für ein Dressurpferd würde man sich noch wünschen, dass er etwas mehr bergauf galoppiert, aber ich denke, hier sollten wir nicht allzu kritisch sein. Insgesamt dürfte er hier durchaus Noten im 8er Bereich sammeln.“ Daraufhin gingen wir wieder auf den Putzplatz, wo ich noch sein Exterieur beurteilen sollte. Ich hatte mir weitestgehend schon ein Bild von ihm gemacht, sodass dies schnell ging.
    „Seine Schulter ist etwas zu steil gewinkelt; ist mir ein Rätsel, woher er diese Vorhand nimmt. Besonders hervorzuheben ist der starke, gut angesetzte Hals und die wohl bemuskelte Kruppe. Sein Kopf ist ebenfalls sehr schön, mit kleinen Ohren und einem wachen Auge. Die Gelenke sind allesamt gut, doch ist er minimal zu steil gefesselt. Ich persönlich würde den Körperbau zwischen 7 und 8 benoten.“
    Zu guter Letzt nahm ich ihm Blut für das große Blutbild ab und feilte dann, leicht sediert, seine Zähne. So machte er es auch sehr gut mit. Dann verabschiedete ich mich von Svartur und wünschte den beiden viel Glück.
    Ergebnis des TÜV von Glymur:
    Es konnten keine bedenkenswerten Anomalien gefunden werden.
    RK I
    Ergebnis des Blutbildes von Glymur:
    Der Hengst hat etwas zu wenig Selen im Blut; es sollte darauf geachtet werden, Kraftfutter so zuzufüttern, dass sein Bedarf gedeckt wird. Besondere Maßnahmen müssen hier jedoch noch nicht ergriffen werden, es sollte allerdings beobachtet werden, damit es nicht zu einer Verschlimmerung kommt.
    3656 Zeichen



    Training
    [​IMG]

    Dressur E-A
    „Gwen! Gut, dass ich dich hier finde!“ meinte Elisa grinsend und fing mich gerade noch am Start der Geländestrecke ab. Ich parierte Altair durch und kam zu ihr getrabt, um zu fragen, was denn wichtiges los wäre. „Ein neuer Kunde! Fynja hat angerufen und würde gerne ihren Hengst trainieren lassen. Wäre toll, wenn du sie zurückrufen würdest.“ - „Kein Problem, wenn du mir ihre Telefonnummer gibst?“ meinte ich grinsend, nahm den Zettel entgegen und steckte ihn in meine Hosentasche.
    Nach dem Training machte ich mich direkt auf den Weg in mein kleines Büro, um alle wichtigen Unterlagen zum Ausfüllen bei mir zu haben. Dann tippte ich flott die leicht verschmierte Nummer auf dem Zettel ein und wartete auf eine Antwort vom anderen Ende. „Ah, Guten Morgen! Hier ist Gwendolyn Campbell vom WHT Ausbildungsbetrieb. Mir ist zu Ohren gekommen, dass Sie gerne ihren Hengst zu uns bringen würden?“ meldete ich mich gut gelaunt und hörte der Besitzerin aufmerksam zu. „Da muss ich Sie leider enttäuschen, Gangreiten bieten wir nicht an. Aber eine Stufenerhöhung in der Dressur wäre sofort möglich.“ erklärte ich kurz und entschuldigte mich noch einmal, dass wir die gewünschte Disziplin nicht anboten, allerdings war auch keiner auf dem Spezialgebiet der Isländer bewandert, so dass wir dort auch keine falschen Versprechungen machen wollten.
    „Nächste Woche Montag klingt gut.“ meinte ich und schrieb mir die Ankunft des Hengstes in meinen kleinen Kalender. „Dann bis Montag, auf Wiedersehen!“ verabschiedete ich mich und kurz nachdem ich aufgelegt hatte, überflog ich die Anmeldung des Hengstes, um schon einen groben Trainingsplan auf stellen zu können, alles andere würde sich bei unserem Kennenlernen klären.
    Der Isländerhengst zog mich sofort in seinen Bann, als Fynja ihn aus dem Hänger führte. „Das Kopfabzeichen ist ja außergewöhnlich!“ begann ich zu schwärmen und man sah Fynja an, wie stolz sie auf ihren kleinen Hengst war. „Oh ja, er ist sowieso was ganz besonderes.“ lächelte sie glücklich und kraulte Glymur die Stirn. „Pass gut auf ihn auf.“ grinste sie mich an. Schon nach kurzer Zeit waren wir per Du, denn das war wesentlich angenehmer, als die formellen Formen.
    Für das Training durfte Glymur bei uns auf der Ranch wohnen. Seine Box war schon hergerichtet, doch bezüglich der langen Fahrt brachten wir ihn erst einmal auf seine Weide. „Schön habt ihr es hier! So ruhig und so naturbelassen.“ meinte Fynja und schaute sich um. Ich grinste, denn manchmal war es hier gar nicht so ruhig und friedlich wie es wirkte, doch sie hatte recht, hier in Kanada war es wirklich toll!
    „Na dann werde ich mal verschwinden! Rufst du mich an, wenn ihr so weit seid?“ fragte mich Fynja und ich bejahte, ehe ich sie zum Auto brachte und nach Hause schickte, da sie sich kaum von ihrem Hengst trennen konnte. Glymur würde es direkt heute noch an den Kragen gehen, damit ich mir einen Überblick über seine Stärken und Schwächen machen konnte. Außerdem hatte ich bisher eher weniger mit Isländern zu tun gehabt und so war das auch für mich eine ganz neue Erfahrung.
    Mit einer Karotte bewaffnet lief ich zur Weide und besuchte den hübschen Hengst. Glymur war ein wahres Goldstück und kam sofort, als er mich nur sah. Die Karotte knusperte er gutgelaunt hinunter und ließ sich auch ohne Probleme von der Weide führen. Im Umgang war er wirklich einwandfrei und ich freute mich immer mehr auf die Zusammenarbeit mit ihm. Seine Zeit auf der Weide hatte er auch sehr ausgiebig genutzt, wie ich während des Putzens schnell bemerkte, denn er war ein richtiger Dreckspatz geworden und das gerade bei seinem schönen weißen Abzeichen. Dafür konnte ich die lange Putzeinheit nutzen, um mich mit dem Isländer anzufreunden und Glymur war mir sofort sympathisch. Für heute würde er sich mir erst einmal an der Longe zeigen dürfen, weshalb es mit Kappzaum und Longe in die Halle ging. Erst einmal durfte sich Glymur in Ruhe umschauen, immerhin war für ihn alles neu. Doch den taffen Hengst konnte man nicht so schnell aus der Fassung bringen und schon bei unserer ersten Trainingseinheit zeigte er sich äußerst selbstbewusst und lernbereit.
    An der Longe zeigte sich schnell, dass Glymur über sehr schöne Gänge und eine solide Grundausbildung verfügte. Was sehr interessant werden würde, war das Thema Anlehnung. Zwar suchte Glymur auch an der Longe den Weg „nach unten“, dennoch kam noch keine konstante Selbsthaltung zu Stande. Allerdings war das bei seinem Alter und Ausbildungsstand auch überhaupt nicht tragisch, denn dafür war er schließlich hier. Für mich stand aber fest, dass neben dem reiterlichen Training stets die Longeneinheiten eingefügt werden würden, um versteckte Fehler von Anfang an zu meiden und Glymur auch ohne reiterliche Einwirkungen und Hilfen in einer gesunden und vor allem konstanten Haltung laufen zu lassen. Für heute reichte es jedoch und so löste ich die Longe, um Glymur noch ein wenig in der Halle laufen zu lassen. Dabei demonstrierte er mir auch direkt die zwei zusätzlichen Gangarten Tölt und Pass und ich war wirklich fasziniert von diesen Bewegungsabläufen.
    „Na dann, schlaf gut!“ meinte ich zu Glymur, welcher anscheinend recht zufrieden mit seiner Unterkunft war und genüsslich an seinem Heunetz rupfte. Mit seinen Boxennachbarn hatte er sich auch sofort verstanden und so stand einer ruhigen ersten Nacht wohl nichts mehr im Wege. Ich löschte das Licht und machte mich selbst auf den Weg ins Bett. Ab sofort galt meine Aufmerksamkeit dem Isländerhengst und schon morgen sollte es losgehen.
    Ich war immer ein wenig aufgeregt, wenn es zum ersten Mal auf den Rücken eines fremden Pferdes ging, denn man wusste nie, wie man miteinander auskam. Bei Glymur hatte ich da zwar keine Sorge, dennoch war er erst mein zweites Berittpferd und noch war ich ein Frischling in diesem Beruf. Umso dankbarer war ich über die Unterstützung von Elisa, die mir mit ihrer langjährigen Erfahrung stets für Rat und Tat zur Seite stand. Heute Morgen hatte ich mich mit ihr getroffen und den Trainingsplan durchgesprochen, um mir auch wirklich bei allem sicher zu sein. Außerdem wollte sie unserem ersten Training beiwohnen und mir eventuell noch den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg geben.
    Glymur schien gut geschlafen zu haben, zumindest verbrachte ich den größten Teil der Zeit damit, das Stroh aus Mähne und Schweif zu sammeln, ehe ich ihn überhaupt fertig machen konnte. Wie auch beim Putzen war er auch beim Satteln ein Engel und so konnten wir schnell gemeinsam zum Reitplatz laufen, wo Elisa uns bereits erwartete. Auch ihr gefiel der Isländer von Anfang an, obwohl sie eigentlich kein Liebhaber dieser Rasse war. „Na dann zeig mal, was du kannst.“ meinte sie lächelnd zu Glymur und auch ich machte mich fertig. Doch bevor wir loslegten, absolvierte ich erst einmal in aller Ruhe die Aufwärmephase, denn für mich war sie das A und O des Trainings. Heute wollte ich Glymur erst einmal ein wenig testen, schauen was gut lief und wo Baustellen vorhanden war. Über seine Grundlagen hatte ich mich bereits bei Fynja informiert, so dass ich diese jetzt als Basis für das kommende Training nehmen würde. Ich ritt den Hengst in allen drei Gangarten, testete Biegung, Wechsel und Seitengänge und baute viele Abwechslungen mit ein.
    Am Ende der Stunde hatte ich mir schnell ein Urteil gebildet, was mit dem von Elisa übereinstimmte. Die Grundlagen bei Glymur saßen, ebenso wie seine Reaktionen auf die Hilfen., jedoch mussten wir dringend an der Anlehnung arbeiten. Glymur lief wunderbar im vorwärts-abwärts, kam aber gerne zu tief und rollte sich dann ein. Ebenso blieb er nicht auf einer Höhe, sondern „wippte“ immer ein wenig hin und her. Eine zweite große Baustelle war die Trabverstärkung, denn dabei gab Glymur gerne seinen Isländerveranlagungen nach und wechselte bevorzugt in den Pass. Ich war mir aber sicher, dass Glymur und ich das in den kommenden Wochen ohne große Rückschritte hinbekommen würden, denn der Hengst strotzte nur so vor Arbeitselan und Motivation.
    Da wir am Vormittag nicht gar so viel gemacht hatten, wurde Glymur gegen Abend noch einmal gearbeitet. Diesmal legte ich das Augenmerk wieder auf die Bodenarbeit und nahm den Hengst an die Longe. Diesmal galt es aber für ihn, seinen Kopf und Körper anzustrengen, denn mit den unterschiedlichsten Übungen wollte ich ihm beibringen, wie er sich selbst und später das Reitergewicht am besten tragen würde. Zur Hilfe nahm ich Trabstangen, Pylonen und das ein oder andere Cavaletti. Schnell war die gesamte Halle gut bestückt mit Durchgängen, Slaloms oder Hindernissen. Nach der Erwärmung ging es für Glymur auch schon los und zu Anfang stand die Arbeit im Zeichen der aktiven Hinterhand. Mit Stangenarbeit forderte ich Glymur auf, seine Hinterhand zu aktivieren und auch seine Bauchmuskeln anzustrengen. Denn nur wenn der Schub wirklich von hinten kam, konnte er sich vorne fallen lassen. Von Natur aus besaß Glymur raumgreifende Gänge und nach kurzer Zeit kam auch seine Hinterhand noch verstärkter zum Vorschein. Nun nahm ich die Durchgänge und Pylonen mit dazu, um auch Glymurs Kopf weiter zu fördern und seine Balance zu stärken. Wir wechselten aus den Zirkeln und manchmal musste Glymur auch ganze Bahn laufen, obwohl er an der Longe war. Doch der Hengst war eifrig dabei und schien seinen Spaß zu haben und am Ende schien ich mein Tagesziel auch erreicht zu haben, denn als er noch einmal normal an der Longe lief, streckte er sich nach unten und schnaubte ab. Mit diesem tollen Ergebnis beendete ich die Trainingseinheit und kümmerte mich um Glymurs leibliche Wohl, so dass er für Morgen wieder fit sein würde.
    Ab sofort folgten wir einem festen Plan, welcher Glymur das Lernen erleichtern sollte. Am Vormittag machten wir leichte Bodenarbeit und ich festigte jeden Tag mehr die Selbsthaltung von unten. Am Nachmittag ritt ich Glymur meistens und durch die Arbeit an der Longe zuvor, konnte er das Gelernte unter dem Reiter leichter umsetzen. Dabei ähnelte sich der Aufbau der Einheiten stark, denn während des Reitens machten wir kaum was anderes als während des Longierens. Auch hier gehörten Pylonen und Trabstangen zu der Grundlage meines Trainings, um Glymur auch unter dem Reiter zu beschäftigen.
    Schnell stellte sich bei dem Isländerhengst der Lernerfolg ein und er fiel so gut wie kaum noch aus dem Takt. Außerdem hatte er sich wunderbar eingelebt und auch die Kommunikation zwischen uns beiden lief immer problemloser ab. Elisa schaute auch ab und an mal vorbei und gab mir einige Hinweise, welche einem als Reiter gerne nicht auffielen. Im Großen und Ganzen machten wir schneller als gedacht Fortschritte und die erste Baustelle war so auch im Nu beseitigt.
    Zwei Wochen lang hatte ich mich wirklich nur mit Glymurs Selbsthaltung beschäftigt, welche jetzt vom Boden aus und vom Reiten her schon sehr gut passte. Nun war das zweite „Problem“ an der Reihe, die Trabverstärkung.
    Da ich selbst noch nie auf einem Isländer geritten war, hatte ich mich doch ein wenig erschreckt, als Glymur plötzlich in den Pass gewechselt hatte. Dem Hengst selbst schien das auch aufgefallen zu sein, denn er war nur Sekunden später wieder in den Trab gefallen. Nun wollten wir daran arbeiten, dass dieser Wechsel gar nicht mehr geschah, immerhin war die Trabverstärkung eine Grundübung jeder A-Dressur. Erneut begann ich dabei vom Boden aus, um Glymur mit Hilfe von meiner Seite, erst einmal die Grundlage zu zeigen. Eine gute Basis dafür hatte unser vorheriges Training schon geschaffen und so würden wir auch hier hoffentlich keine Probleme haben. Leider gestaltete sich das Ganze doch ein wenig schwieriger und es war gar nicht zu einfach, Glymur zu erklären, dass er auch raumgreifender im Trab werden konnte. Ich investierte viele Stunden in die Longeneinheiten, ehe ich mich wagte, dass Ganze von oben aus zu probieren.
    Das gestaltete sich anfangs auch gar nicht so einfach, doch ich merkte schnell, wie wir es erst einmal üben konnten. Auf der Diagonalen fiel Glymur die Trabverstärkung wesentlich leichter und so begannen wir, es ohne großes Tamtam in unser Reittraining einzubauen. Ich wollte verhindern, dass wir uns auf dieses Problem versteifen würden, weshalb ich es bei dem Reiten erst einmal nur nebenbei behandelte und mein Plan war von Erfolg gekrönt.
    Glymur fühlte sich nicht überfordert und arbeitete weiter fleißig mit, das hatte irgendwann zur Folge, dass er manche Dinge von selbst anbot. Bei unseren Wechseln durch die ganze Bahn hatte ich ihn bisher immer nur schneller traben lassen, ohne direkt die Trabverstärkung zu fordern. Seit einigen Tagen bot Glymur diese jedoch von selbst an. Ich merkte den deutlichen Schub aus der Hinterhand und seine längeren Schritte. Vorsichtig reagierte ich auf sein Angebot und nahm es in die Arbeit mit auf. Anfangs war er noch etwas unsicher und viel dann gerne einmal wieder aus dem neuen Takt. Doch mit jedem Training wurde es besser und sicherer, so dass unsere Erfolge einer linearen Funktion glichen: Es ging stetig aufwärts.
    So konnte ich nach einem Monat Aufenthalt von Glymur bei mir sagen, dass er es bald geschafft hatte! Auch Fynja freute sich sehr über meine Nachrichten, denn jede Woche schickte ich ihr eine Mail, um sie auf dem neusten Stand zu halten. Glymur lief inzwischen einwandfrei, natürlich für die höheren Qualifikationen immer noch verbesserungswürdig, doch wir hatten uns nicht umsonst erst einmal niedrigere Ziele gesteckt. Natürlich erwartete auch Glymur eine Art Abschlussprüfung, denn zu dem A-Niveau gehört immer noch ein bisschen mehr. Kurzerhand hatte ich uns bei einem kleinen Vereinsturnier eines Gestüts im Nachbarort gemeldet. Dabei wollte ich schauen, ob das Gelernte bei Glymur wirklich saß und er es auch in einer Stresssituation abrufen konnte, oder ob einfach nur die Routine unsere Erfolge geschaffen hatte.
    Da nun das Turnier anstand, wechselte unser Trainingsaufbau wieder und ab sofort kam neben der Gymnastik auch das Eintrainieren der A-Dressur dazu. Ich war nicht wirklich ein Fan von diesen Aufgaben und es fiel mir schon immer schwer, sie zu lernen. Zum Glück gab es bei einer A-Dressur noch nicht gar so viele Übungen und angesagt werden würde sie auch während des Turniers. Glymur arbeitete wie die letzten Wochen immer bereitwillig mit, auch wenn er den fortlaufend gleichen Ablauf der Übungen langweilig fand. Als Belohnung gab es dafür ab und an einen kleinen Ausritt, damit auch Glymur sich entspannen konnte. Außerdem war er so neugierig, dass er am liebsten ganz Kanada erkundet hätte.
    Nach zwei weiteren Wochen war es so weit. Mühsam hievte ich mich halb sechs morgens aus dem Bett, um mich für das Turnier fertig zu machen. Auch Glymur war noch nicht ganz fertig, obwohl ich ihn gestern schon gewaschen und eingenäht hatte. Neugierig begrüßte mich der Hengst, als ich den Stall betrat und wartete auf sein Frühstück. Während er genüsslich fraß, putzte ich ihn und deckte ihn dann ein. „In einer halben Stunde geht’s los!“ meinte ich lächelnd zu ihm und klopfte noch einmal sanft seinen schönen Hals. Meine Mutter würden uns fahren, so dass ich mich voll und ganz auf die Prüfung konzentrieren konnte. So half sie mir auch, die gesamte Ausrüstung einzupacken und Glymur einzuladen. Wie immer zeigte sich der Hengst problemlos und wir konnten uns auf den Weg machen.
    Auf dem Turniergelände wimmelte es schon nur so vor Reitern und Pferden. Aus irgendeinem Grund mochte ich diese Atmosphäre gar nicht, das war mir immer ein wenig zu gestresst. Deshalb suchte ich einen Stellplatz möglichst weit entfernt von diesem ganzen Trubel und auch Glymur schien das besser zu gefallen. Wir waren ziemlich weit vorne an der Reihe, so dass ich mich jetzt schon um die Vorbereitungen kümmerte. Immerhin musste Glymur noch fertig gemacht werden und auch ich müsste mich bald umziehen. Meine Mutter kümmerte sich derweil um Anmeldung und Startnummer und eine Stunde später ritt ich Glymur auf dem Abreiteplatz warm. Es würde nicht mehr lange dauern, bis wir an der Reihe waren und obwohl ich ein wenig aufgeregt war, waren wir doch das entspannteste Paar auf dem ganzen Platz. Allerdings hatten wir auch kein festes Ziel vor Augen. Wir machten hier mit, damit Glymur die Chance bekam, alles kennenzulernen und seine Grundlagen zu festigen. Kurze Zeit später wurden wir aufgerufen und dann waren wir auch schon vollkommen in unserem Element.
    Pure Erleichterung überfiel mich, als wir es dann tatsächlich geschafft hatten! Ich war stolz auf Glymur, denn der hatte die Aufgaben wirklich souverän gemeistert, sogar noch besser, als im Training! Leider hatte uns ein kleines Malheur wahrscheinlich einige Punkte gekostet. Wie gelernt hieß es Wechsel durch die ganze Bahn und Schritte verlängern, im Trab, nur dass Glymur plötzlich seine Dressurveranlagung entdeckte und ein wenig zu motiviert seine Beine warf. Dem dicken Haflinger vor uns, dem wir deshalb leider beinahe auf dem Hinterteil klebten, fand das nicht ganz so lustig und buckelte los, was natürlich auch Glymur und unseren Nachfolger aus der Fassung brachte, wobei unser Isländer sich bei dieser Gelassenheitsprüfung immer noch am besten zeigte. Letztendlich verließen wir das Viereck mit einer 6,4, was ich dann für unsere Verhältnisse sehr gut fand! Immerhin ging es nicht um eine Platzierung und bei dem heutigen Turnier waren sie auch sehr streng gewesen, denn den ersten Platz machte eine 7,0.
    Glymur hatte sich zumindest von seiner besten Seite gezeigt und ich war mir nun vollends sicher, dass er bereit war, wieder zurück zu Fynja zu kehren. Die war völlig aus dem Häuschen, als sie die Neuigkeiten hörte und freute sich natürlich riesig, dass sie Glymur bald abholen könnte.
    Schon eine Woche später sollte der Isländer die Ranch verlassen. Friedlich graste er auf „seiner“ Weide, während ich mich mit Fynja unterhielt und ihr von seinen Fortschritten berichtete. „Es war wirklich amüsant.“ meinte ich lächelnd, als wir bei dem Turnier angekommen waren. „Ich muss aber auch sagen, dass die Pferdeeinteilung einfach schlecht gewesen war, denn der Haflinger war wirklich nicht der fleißigste.“ verteidigte ich noch Glymurs Patzer und fand gleich noch einen Grund, kein Fan von Turnieren zu sein. „Auf jeden Fall ist er jetzt so weit, dass ich guten Gewissens sagen kann: Dieser Kerl ist bereit, eine A-Dressur zu laufen!“ lächelte ich und Fynja strahlte über das ganze Gesicht. Wir machten noch den Papierkram im Büro fertig und dann hieß es auch schon Abschied nehmen.
    In dem letzten Monat war Glymur mir wirklich ans Herz gewachsen und ich würde diesen hübschen Isländerhengst vermissen. „Na dann, Tschüss mein Hübscher!“ meinte ich und gab ihm zur Stärkung noch einen Apfel mit auf dem Weg, ehe Fynja ins Auto stieg und die Auffahrt hinab fuhr.
    Die Kür:
    „So mein Großer, jetzt zählt’s!“, flüsterte ich meinem Hengst zu während ich mich in den Sattel schwang. Ich hatte den Hengst schon warm geritten und ihm dann eine Pause zum verschnaufen gegönnt, bevor ich nun in Richtung Halle ritt. Dort trabte ich Glymi an und ritt ein. Direkt hörte ich einige Leute, die das außergewöhnliche Abzeichen und die tollen blauen Augen des Hengstes bestaunten und musste unwillkürlich lächeln. Weiterhin im Trab ritt ich auf die Mittellinie, wo ich bei X durchparierte und die Richter freundlich grüßte. Anschließend ging es im Trab flott weiter. Nach einem gelungen Zirkel, wechselte ich durch die ganze Bahn, wobei ich das Tempo verstärkte. Glymi schmiss seine Beinchen nur so vor sich her – die viele Dressurarbeit hatte sich eindeutig gelohnt! Anschließend ritt ich noch eine kleine Volte um die Versammlungsfähigkeit des 5-gänigen Hengstes zu demonstrieren. Wieder am Hufschlag galoppierte ich an und ritt dann eine Schlangenlinie mit vier Bögen, an der Mittellinie führten wir dabei jeweils einen einfachen Galoppwechsel aus, der uns gut gelang. Ich lobte den Hengst und parierte ihn sanft zum Schritt durch. Durch die Nervosität wurde der Schritt leider etwas zackelig, sodass ich ihm spontan die Zügel länger ließ. Sofort dehnte er sich nach unten und wurde lockerer, er konnte seinen recht guten Schritt zeigen. Nur über Schenkelhilfen ritt ich eine Kehrtvolte ehe ich die Zügel langsam wieder aufnahm. Glymur ging nun entspannt und locker vorwärts, sodass ich nun vor hatte die beiden zusätzlichen Gangarten der Isländer zu präsentieren. Ein leises Schnalzen sowie eine kurze Aufwärtsparade reichten um den Hengst in einen fließenden Tölt gleiten zu lassen. Während Glymur seine hohe, akzentuierte Aktion zeigte konnte ich ganz entspannt im Sattel sitzen und genoss die Blicke, die auf uns ruhten. An der langen Seite beschleunigte ich und aus dem gemütlichen Tölt wurde ein rasantes Tempo. Da Glymi für sein Alter schon recht weit ausgebildet war hielt er ohne Probleme den Takt und wurde Ende der langen Seite nur widerwillig langsamer. Lachend lobte ich ihn bevor ich ihn in der ersten Ecke der kurzen Seite erneut angaloppierte. Im richtigen Galopp sprang er sofort an und galoppierte sauber durch beide Ecken, bis ich ihm in die neuen Hilfen zum Pass gab. Da dieser noch etwas unsicher war, gab ich noch nicht ganz so viel Gas und zeigte stattdessen eine saubere lange Seite den Pass – mit Erfolg! Die Zuschauer klatschten ausgelassen und waren anscheinend von der Vorstellung begeistert, sodass ich über’s ganze Gesicht strahlend nun nochmal antöltete und die Zügel überstrich. Zuverlässig hielt er seinen Takt als ich ihn auf die Mittellinie lenkte, nochmal das Tempo erhöhte und ihn schließlich bei X mit der Stimme zum halten brachte. Ich verabschiedete mich von den Richtern und schlang schon während des Ausreitens überglücklich die Hände um den kräftigen Hals des Hengstes – er hatte sich einfach mal wieder Klasse präsentiert!
    [Zeichenanzahl: 2990 I geprüft auf lettercount.com I Text ©Svartur]
     
  4. Gwen

    Gwen Jolly Tickled Pink!

    Gwen
    und
    What does the Fox say
    [​IMG]
    Steckbrief
    Rufname: Foxy
    Geburtsjahr: 2010

    Von: Window
    Aus der: Shakira

    Rasse: Shetland Pony
    Geschlecht: Hengst

    Farbe: Palomino(Champagne)-Schecke
    Stockmaß: 0.98m

    Beschreibung:
    Fox ist noch ein junger und ungestümer Hengst, welcher dringend einer festen Hand mit Erziehung bedarf, denn ansonsten tanzt dieses kleine Pony jedem auf der Nase herum. Trotz seinen frechen Charakters ist Foxy ein lieber Ponyhengst, welcher gerne mit einem arbeitet und schnell lernt. Besonders Zirkuslektionen scheinen ihm Spaß zu machen, denn dann blüht der kleine Kerl richtig auf.

    Ersteller: Zasa
    Besitzer: Gwen

    Vorkaufsrecht: Zasa

    Momentan wird mit Foxy nur vom Boden aus gearbeitet.

    ------------------------------------

    Letzter Tierarztbesuch: 11.07.2014

    Letzter Hufschmiedbesuch: 09.07.2014
    Hufschmiedbericht | (c) Rasha, 09.07.2014
    Heute hatte ich einen Hufschmiedtermin bei Gwen und ihren Pferden. Den Weg zum Hof fand ich problemlos, da dort bereits eines meiner Pferde im Training gewesen war und ich zudem auch schon an einem Workshop teilgenommen hatte.

    Auf dem Hof angekommen sah ich Gwen bereits mit einem Falbhengst von der Koppel kommen. „Hey, schön dich wieder zu sehen!“, begrüßte sie mich, „Das ist Wishing Well. Er benötigt Aluminiumeisen mit Stollen.“ Schnell zog ich mir die Lederschürze über und sortierte mein Werkzeug. Dann begrüßte ich den Hengst, der nun am Putzplatz auf mich wartete, mit einem Leckerli.
    Nun nahm ich den Hufkratzer, entfernte den Dreck und verschaffte mir einen ersten Überblick über den Zustand der Hufe. Dann nahm ich die Abbrechzange und entfernte behutsam die alten Eisen. Das Horn darunter war in gutem Zustand und musste nur etwas in Form gebracht werden. Dazu nahm ich das Hufmesser aus meiner Tasche und Schnitt Hufe und Strahl in Form. Wish kannte die Prozedur beim Hufschmied bereits und blieb daher artig stehen. Nachdem die Hufe grob in Form gebracht waren, holte ich den Hufbock und die Raspel aus dem Auto. Auch auf dem Bock ließ Wish die Hufe ohne Probleme stehen, sodass ich diese schnell mit der Raspel bearbeiten konnte.
    Ich suchte anhand der alten Eisen die passende Größe der Aluminiumeisen für Wish aus meinem Sortiment heraus. „Aluminiumeisen gehören zu den Kaltbeschlägen, da dieses Material beim Erhitzen an Festigkeit verliert. Zudem müssen die Eisen alle 4 Wochen erneuert werden. Ein Aufbrennen in diesem kurzen Intervall würde den Huf schädigen“, erklärte ich Gwen. Daher hämmerte ich die Eisen kalt in Form und nagelte die hinteren Eisen an den Hufen fest. Da Wish an den vorderen Eisen noch Stollenlöcher erhalten sollte, bat ich Gwen um einen der Stollen, die für Wish vorgesehen waren. „Dann kann ich das Stolloch direkt an das Gewinde anpassen“, meinte ich. Gwen musste etwas suchen, fand dann aber Wish’s Stollen und ich schnitt die Löcher passend in die Eisen. Als alles gut ineinander passte, brachte ich auch die Eisen auf den Vorderhufen an.
    Gwen teste die Stollenlöcher und führte mir Wish noch einmal vor. Der Hengst hatte keinerlei Probleme mit dem neuen Beschlag und durfte daher wieder auf die Weide.

    Nun war die Stute Minou an der Reihe. Sie war noch nicht so erfahren beim Umgang mit dem Hufschmied, daher bat ich Gwen, die Stute nur festzuhalten und nicht anzubinden. Es ermöglichte uns beiden etwas mehr Spielraum, sollte sie sich erschrecken. Auch sie begrüßte ich zunächst mit einem kleinen Leckerli. Dann hob ich alle Hufe nacheinander an und kratzte sie aus. Das kannte die Stute bereits und blieb daher ohne Probleme stehen. Mit dem Hufmesser begann ich, die Hufe in Form zu schneiden. Hier merkte man, dass es ihr noch etwas unangenehm war, die Hufe so lange hoch zu halten, doch sie zog die Beine nicht weg. Als ich den Hufbock neben sie stellte, zuckte sie kurz zusammen und beäugte ihn skeptisch. Doch nachdem sie den Bock in Ruhe ansehen durfte, war auch das kein Problem mehr und ich konnte die Hufe mit der Raspel in Form bringen. „Das war’s schon! Es hat auch gar nicht weh getan“, meinte ich grinsend zu dem Stütchen, während ich ihr eine weitere Belohnung gab.

    Der Letzte für heute war der kleine Hengst What does the fox say. Ihn kannte ich bereits, da ich erst vor kurzem, als Gwen erkrankt war, mit ihm eine Hengstkörung gelaufen war. Freudig begrüßte ich den Kleinen. Foxy war sehr neugierig und knabberte an der Schnalle meiner Schürze, während ich ihm den Vorderhuf auskratzte. Beim Ausschneiden der Hufe blieb er relativ brav stehen, fand jedoch alles sehr spannend, sodass er das Gleichgewicht nicht so lange hielt, weil er ständig woanders hingucken wollte. Der Hufbock war ihm zuerst auch etwas suspekt, doch als er herausgefunden hatte, dass es ein lustiges Geräusch gab, wenn man mit den Hufen dagegen trat, war das „Ding“ auch nicht mehr gruselig. Da er so viel Freude am Treten gegen den Bock gefunden hatte, war es gar nicht so einfach, seine Vorderhufe auf demselben zu halten und zu raspeln. Leicht geschwitzt raspelte ich die Hinterhufe in Form. „Puh, das wäre geschafft“, sagte ich erschöpft, während Gwen nur grinste. Nachdem wir kontrolliert hatten, ob der Hengst gut lief, durfte er wieder weg gebracht werden.

    Ich räumte mein Werkzeug zurück in den Wagen und wartete auf Gwen. Gemeinsam tranken wir noch einen Kaffee im Reiterstübchen, wo ich ihr von Naomis Fortschritten und Erfolgen beim Springturnier berichtete. Anschließend verabschiedete ich mich von ihr und machte mich auf den Weg zurück zur Ranch.
    Tierarztbericht | (c) Eowin, 11.07.2014
    Nachdem Gwen den Junghengst Andvari wieder auf die Weide gebracht hatte, kam sie mit dem Shetlandpony-Hengst What does the Fox say, kurz Foxy, wieder.
    „Na, ließ er sich besser einfangen als Vari?“, fragte ich grinsend, nachdem Gwen hinter dem Jährling bereits eine halbe Stunde hinterhergelaufen war.
    „Ja, er dachte es gibt Futter. Dafür hat er mich gebissen!“
    Ich lachte. „Man muss Abstriche machen!“
    Langsam kniete ich mich vor dem Frechdachs nieder und hielt ihm die Hand zum Beschnuppern hin. Der Vierjährige trat wirklich sofort auf mich zu und begann, mich zu beschnüffeln und bald auch, meine Hand abzulecken. Ich achtete darauf, sie schön gestreckt zu halten und rechnete jeden Moment damit, seine Zähne auf meiner Haut zu spüren, aber er blieb artig.

    „Wirklich ein hübscher Kerl bist du!“, sagte ich und kraulte ihm kurz die Stirn, dann stand ich auf. Wohl für ihn etwas zu abrupt, denn er zog den Kopf hoch und wich zurück, die Augen weit aufgerissen.
    Beruhigend redete ich auf ihn ein und machte aus Reflex eine dämpfende Handbewegung. Er atmete schlagartig aus, dann schien alles wieder in Ordnung zu sein.
    Kurz klopfte ich ihm nochmals den Hals, um ihm zu zeigen, dass ich ihm wirklich nichts Böses wollte. Dann zog ich seine Spritze auf und desinfizierte eine Stelle am Hals. Scharf zog er die Luft ein, als der kalte Alkohol auf seiner Haut aufkam. Wieder starrte er mich an, ließ mich dann aber doch einigermaßen brav impfen. Er hampelte einmal kurz und stampfte mit dem Vorderhuf auf den Boden auf.
    Überschwänglich lobte ich ihn. „Das hab ich auch schon ganz anders erlebt!“
    Bisher hatte ich die Erfahrung gemacht, dass viele Shettys beim ersten Tierarztbesuch den Weg nach oben aus der Situation suchten und stiegen. Dass er nun so cool reagiert hatte, war für ihn auf jeden Fall ein Pluspunkt.
    Anschließend schaute ich mir seine Zähne an. Er fand es nicht witzig, sodass ich ihm eine Maulsperre andrehen musste, bis ich die Haken, die sich gebildet hatten, ordentlich wegfeilen konnte.
    Aber die Zähne waren gut und ziemlich gleichmäßig abgenutzt, sodass es schnell fertig war und der Hengst sichtlich froh war, als die Sperre wieder draußen war.
    Ich lobte ihn, dann holte ich eine Wurmkur für ihn. Im Gegensatz zu den beiden Jährlingen, die Banminth bekommen hatten, bekam er Ivomec, da nicht klar war, wann er das erste Mal entwurmt wurde und so alle Würmer abgetötet werden könnten, sollte ein Bestand vorhanden sein.
    Erfahrungsgemäß wurde diese Paste jedoch auch deutlich besser angenommen als die gelbe Banminth-Paste. So auch hier. Obgleich ich sein Maul öffnen musste, ließ er protestlos sich die Paste in den Schlund drücken, schluckte sofort und kaute dann ein paar Mal leer, bis er sich wieder beruhigt hatte.
    Ich lobte ihn. „Siehst du, Tierarzt ist gar nicht so schlimm!“
    Dann wandte ich mich Gwen zu. „So, er ist auch fertig und darf wieder raus.“
    Sie nickte, dann verabschiedete ich mich von ihr, während sie den Sicherheitsknoten des Scheckhengstes löste. Gemeinsam gingen wir zu meinem Parkplatz, der eigentlich kein offizieller Parkplatz war, und ich machte mich auf die Socken, während Gwen den Kleinen zu seinen Kumpanen brachte.
    _________________
    Die Prüfung
    Aufgeregt stand ich neben dem Pony. Gwen hatte leider gerade eine fiese Grippe erwischt und so konnte sie bei dieser Kür nicht antreten. Da sie mir erst vor einigen Wochen bei genau so einem Vorfall aus der Patsche geholfen hatte, war natürlich klar, dass ich hier sofort für sie einspringen würde. Doch hatte ich bisher nur gerittene Körungen bestritten…jetzt stand ich neben einem knapp 1m großem Pony und wartete darauf, aufgerufen zu werden. „Hoffentlich kann ich das Beste für Gwen herausholen“, dachte ich nervös.

    „Der nächste Starter ist What does the fox say“, dröhnte es aus den Lautsprechern. Aufmunternd schnalzte ich dem Hengst zu und wir betraten die Halle. Während ich zu X ging, um die Richter zu begrüßen, tänzelte Fox neben mir her. Auch er war etwas aufgeregt. Nachdem die Richter mir zugenickt hatten, führte ich den Hengst im Schritt entlang der ganzen Bahn. Auf dem oberen Zirkel ging ich über in langsamen Jog und tippte Fox leicht mit der Gerte an. Sofort trabte er an. Er wölbte den Hals und präsentierte sich wirklich hervorragend. Es war, als ob er genau wüsste, dass nun er der kleine Star in der Halle war. Nach einer Runde auf dem Zirkel wechselte ich wieder auf die ganze Bahn, lief nun etwas schneller und gab Fox das Zeichen zum Galoppieren. Hier musste ich schon wirklich schnell nebenher laufen, damit ich mit seinen kleinen, aber flotten Sprüngen Schritt halten konnte. Seine Mähne flatterte eindrucksvoll im Wind. Am Ende der langen Seite parierte ich ihn durch und führte Fox eine doppelte Schlangenlinie im Schritt vorbei an den Richtern. Diesmal trabte ich ihn auf dem Mittelzirkel an, damit die Richter den kleinen Hengst gut sehen konnten. Da er sich wirklich sehr schön zeigte, entschied ich mich, ihn dort auch im Galopp zu zeigen. Anschließend kamen wir bei X wieder zum Stehen.

    Das Highlight hatte ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Dort touchierte ich leicht mit der Gerte Fox‘ linkes Vorderbein. Der Hengst, der Zirkuslektionen liebte, wusste sofort Bescheid und ging ins Kompliment. Ein erfreutes Raunen wallte durchs Publikum. Mit einem Grinsen im Gesicht verabschiedete ich mich von den Richtern und verließ erleichtert die Halle. Auf dem Weg nach draußen lobte ich den kleinen Hengst, er hatte seine Sache heute wirklich gut gemacht.
    [2286 Zeichen, lettercount.com, Text: Rasha]
    _________________

    [​IMG]
    [Bewegung, Zubehör: Zasa]
     
    1 Person gefällt das.
  5. Jual

    Jual Aktives Mitglied

    Jual
    Sweet Poison
    Mit Erlaubnis von Muemmi
    [​IMG]
    - Bild mit offiziellem HG folgt -
    Sweet Poison
    Sweety,Sweet,Poison

    Pferdedaten:
    Rasse: Welsh A
    Fellfarbe: Rappe mit Braunstich
    Alter: 4 Jahre
    Geburtsdatum: 27.02.2008
    Stockmaß: 120 cm
    Geschlecht: Hengst

    Charakter:

    Er ist sehr eigensinnig und eher stürmisch, was ihm sehr gut für
    kleine Spaßrennen eignet. Sehr Hoch hinaus wird er damit wohl eher nicht kommen,
    aber der Galopp ist sein Element!
    Eher ist er für die Zucht geeignet, da er jetzt schon ein Ziemlicher Cavalier ist,
    für Welshliebhaber ein absoluter kleiner Traum.



    Besitzerdaten:
    Besitzer: Muemmi
    Züchter/Maler: Zambi
    Vorkaufsrecht: (inoffiziell) sevannie


    Abstammung:
    Vater: ubk.
    VV: ubk.
    VM: ubk.

    Mutter: ubk.
    MV: ubk.
    MM: ubk.


    Qualifikationen:
    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: S
    Military Klasse: M
    Dressur Klasse: E
    Distanz Klasse: E
    Fahren Klasse: A

    Gekört? Nein.
    Eingefahren? Nein.
    Eingeritten? Ja.


    Schleifen & Erfolge:
    [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG][​IMG][​IMG]
    1. Platz 125. Militarytunier
    2. Platz 214. Springtunier
    2. Platz 215. Springtunier
    2. Platz 220. Springtunier
    2. Platz Jungpferdeclub Young Blood Springtunier
    3. Platz 138.Militarytunier
    1. Platz 31.Synchronspringtunier
    3. Platz 152. Militaryturnier
    1. Platz 174. Fahrtunier
    Gesundheit:
    Tierarzt: Magena
    Hufschmied: Eowin
    Letzter Tierarztbesuch: ---
    Irgendwelche Mängel? Nein.
    Einnahme von Medikamenten? Nein.
    Letzter Hufschmiedbesuch: ---
    Beschlag/Welcher? Nein/Keinen.
    Hufschmied

    Tierarzt

    Die Kür
    Heute würde ich an meiner zweiten Hengstkörung teilnehmen. Nur dieses Mal ist es nicht mein eigener. Heute würde ich mit Muemmis Welsh Mountain Hengst Sweet Poison starten. Eingeflochten und zurecht gemacht stand er neben mir. Glücklicherweise war ich mit meinen 1.65 Meter noch nicht zu groß für ihn und auch das Gewicht stellte kein Problem dar.
    "Nun bitte ich Jual in die Bahn.", hörte ich eine Stimme aus der Halle. Schnell war ich aufgestiegen, als mir gerade ein Shetlandpony Hengst entgegen kam. Im Trab betraten Poison und ich die Halle, bei X blieben wir stehen und grüßten die Richter. "Sweet Poison, unter Jual, Besitzerin ist Muemmi, Welsh Mountain Pony, 1.20 Meter groß, Rappe mit Braunstich, 4 Jahre alt.", gab einer der Richter durch.
    Ich nahm die Zügel auf und trieb Poison im Schritt an. Der kleine Hengst ging fleißig und bog sich schön, als ich auf die rechte Hand abwendete. Ich blieb auf der ganzen Bahn und ritt bei A auf den Zirkel. Nach einer halben Runde trabte ich an und verließ den Zirkel. An der langen Seite legte ich etwas an Tempo zu und nahm ihn dann vor der kurzen wieder zurück. Sweet Poison kaute auf dem Gebiss und schnaubte ab, wofür ich ihn lobte.
    An der nächsten langen Seite ritt ich eine Schlangenlinie und galoppierte bei A an. Ich hielt ihn an der langen Seite zurück, da Poison etwas übermütig war und einen kurz buckelte. Nach der nächsten kurzen Seite wechselte ich durch die ganze Bahn, blieb dann noch kurz im Außengalopp und parierte Poison bei A zum Schritt durch. Aufgeregt spielte der junge Hengst mit den Ohren. Bei E ritt ich eine Volte. Ich blieb noch eine Runde im Schritt, ehe ich eine Runde auf dem Mittelzirkel blieb und Poison dann bei E wieder antraben ließ. Er hatte sich etwas beruhigt und lief nun entspannter. Als ich ihn kurz die Zügel aus der Hand kauen ließ, streckte er seinen Kopf bis zur Erde und Schnaubte ausgiebig. So ließ ich ihn eine halbe Runde, ehe ich leicht die Zügel aufnahm, sodass sie kurz vor dem durchhängen waren. Trotzdem ging Poison wieder durchs Genick. Ich touchierte leicht seine Flanke, da er leicht auseinander gefallen war.
    Nun ging ich auf den Zirkel bei C und galoppierte nach einer Runde an. Dabei ließ ich die Zügel nun wieder etwas länger, allerdings so, dass er nicht anfing zu rennen. Er streckte den Kopf und schnaubte erneut. Ich lobte ihn, nahm die Zügel auf und parierte nach einer halben Runde durch.
    Dann ließ ich ihn halten und richtete den Hengst ein paar Schritte rückwärts. Anschließend wurde noch ein Sprung aufgebaut, welchen Poison aufgrund seines Ausbildungsstandes mit Bravour überwand. Die Runde ritt ich nun im Schritt zu Ende, ehe ich auf die Mittelline abwendete und bei X hielt. Ich grüßte die Richter erneut und verließ am langen Zügel die Bahn.
    Ich war sehr stolz auf Poison und hoffte nun, dass die Richter ebenfalls von ihm überzeugt waren.
    2867 Zeichen, geprüft bei zeichenzähler.de (c) Jual
    -Bild folgt-
     
  6. Sammy

    Sammy Bekanntes Mitglied

    Sammy mit
    Hollybrook's Casanova
    [​IMG]
    [​IMG]
    Steckbrief
    Hollybrook's Casanova

    --------------------------------------------------

    Spitzname: Nova

    --------------------------------------------------

    ~ Abstammung ~
    Von: Hollybrook's Cheeky Jot
    VV: BMs Caradoc
    VVV: Caspar
    MVV: Precious Scream
    MV: Walk of Fame
    VMV: Miracle
    MMV: Famous Princess
    Aus der: Magical Moment
    VM: Magic Touch
    MM: Magical


    --------------------------------------------------

    Rasse: New Forest Pony
    Geschlecht: Hengst
    Geburtsdatum: 11. Juni 2010
    Stockmaß: 1,48m
    Fellfarbe: Silver Dapple
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: h.l.: Stiefel, h.r.: weiße Fessel

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Hollybrook's Casanova ist ein Jungpferd wie es im Buche steht. Der Hengst besitzt ein nahezu perfektes Exterieur und sticht schon allein durch seine absolut außergewöhnliche Fellfarbe sofort ins Auge.
    Seine beiden jungen, doch bereits sehr erfolgreichen Eltern Hollybrook's Cheeky Jot und Magical Moment haben dem süßen Junghengst alles vererbt was es braucht um einmal ein echter Champion zu werden: Schon jetzt zeigt Casanova wunderschöne Gangarten und Spaß an der Arbeit. Er besitzt einen ausgezeichneten Charakter - menschenbezogen und treu, mit einer gehörigen Portion Temperament- und allein bei dem putzigen Blick Casanova's schmilzt man nur so dahin. Er verzaubert Menschen wie auch Tiere innerhalb von Sekunden und das auf eine schier unglaubliche Art und Weise!
    --------------------------------------------------

    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: /
    Ersteller: Sammy
    Vkr: Hollybrook Stud


    --------------------------------------------------

    ~ Qualifikationen ~
    Dressur: E
    Springen: L
    Military: A
    Fahren: A

    --------------------------------------------------
    ~ Schleifen ~

    Gewinner des [SW 222] Ponyfohlen
    [​IMG]

    Gewinner der [FS 213] Fohlen mit Äppelung
    [​IMG]

    1. Platz beim 194. Fahrturnier
    [​IMG]

    1. Platz beim 49. Synchronspringen
    [​IMG]

    2. Platz beim 185. Militaryturnier
    [​IMG]

    2. Platz beim 57. Synchronspringen
    [​IMG]
    --------------------------------------------------

    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: nein
    Nachkommen: ///
    Geschwister:

    Hollybrook's Fairy Bluebird [Stute | a.d. Fairylike Facility ]
    Punktestand: 16 Punkte (HS, TA, Bild, 6 Schleifen, 4xEltern)
    Tierarzt - Bericht

    Hufschmied - Bericht

    "So Nova mein Liebling, jetzt kannst du allein zeigen, was in dir steckt!", sagte ich leise zu meinem reinrassigen New Forest Ponyhengst Hollybrook's Casanova, bevor ich leicht an seinem Führstrick zupfte und mich mit ihm in Bewegung setzte. Der schöne Silver Dapple lief mit fließenden Bewegungen neben mir her und wir schwebten die Mittellinie der Halle hinunter. Hier fand heute die HK statt. Bei X parierte ich Nova mit einem weitern leichten Zupfen zum Halten durch und der Hengst kam geschlossen zum Stehen. Nova's gold geäpfeltes Fell glänzte in der schwach einfallenden Sonne, sein silbergrauer Schweif hing bis fast auf den Boden und er musterte mit wachem Blick die Leute um uns herum. Wiedereinmal verschlug mir seine Schönheit fast den Atem.
    Ich grüßte lächelnd die Richter und joggte wieder los. Wir umrundeten nun im Trab die Bahn, dann wendete ich auf den Zirkel ab. Nova war trotz der fremden Leute um uns herum völlig auf mich konzentriert. Dies lag wahrscheinlich zum einen daran, dass der Hengst bereits einige Erfahrung mit Schauen hatte und zum anderen wollte Nova immer alles richtig machen und liebte es sich zu präsentieren.
    Nach einer Runde wechselte ich durch den Zirkel, wobei ich darauf achtete, Nova schön in die Biegung zu stellen. Anschließend legte ich an der langen Seite an Tempo zu. Nova zog eifrig mit und schmiss seine langen Beine geradezu von sich. Bei A parierte ich den Hengst zum Schritt durch und führte ihn nun in einer Art Dreieck den Richtern vor. Mit einer Kehrtvolte wechselte ich nochmals die Hand und drehte auch dort eine Runde im Schritt. Gleich darauf führte ich Nova schon wieder im Trab die Mittellinie hinunter, parierte ihn bei X durch und löste den Führstrick. Dann forderte ich den Hengst mit einem leisen Schnalzen und meiner Körpersprache dazu auf, von mir wegzugehen. Sofort galoppierte Nova los und raste um die Bahn - den Kopf stolz erhoben, den Schweif wie eine Fahne hinter sich herwehend. Als ich ihn aufforderte die Hand zu wechseln, legte Casanova zwei Bocksprünge hin und legte nach der Wendung noch einmal an Tempo zu. Nach und nach wurde er langsamer, bis er schließlich in einen raumgreifenden Trab fiel. Ich ließ den Hengst gewähren und setzte zum Sprechen an:
    "Hollybrooks Casanova ist ein reinrassiger New Forest Ponyhengst. Er stammt von meinem besten Zuchthengst Hollybrooks Cheeky Jot und meiner prämierten Stute Magical Moment ab und zeigt bereits Ansätze, dass er ihr Talent geerbt hat. Casanova besitzt drei sehr schöne, erhabene Grundgangarten und arbeitet immer sehr eifrig mit. Des weiteren fällt er allein durch seine seltene Fellfärbung auf. Der Hengst liebt es sich zu präsentieren und im Rampenlicht zu stehen. Diese Eigenschaften, gepaart mit Nova's Anhänglichkeit machen mit Sicherheit einmal ein hervorragendes Turnierpony und später hoffentlich ein erfolgreiches Zuchtpferd aus ihm."
    Ich holte Nova mit einem Pfiff zu mir und verabschiedete mich von den Richtern. Nova hatte seine Sache großartig gemacht!
    [3000 Zeichen | geprüft mit lettercount.com | by Sammy]
     
  7. Ofagwa

    Ofagwa Shorty

    meine Teilnahme mit Zuckerwatte

    [​IMG]

    Steckbrief
    Rufname: Zucker
    Geboren: Juni 2010

    Zott Quadal von Danone x Mocha von Danone
    A.d : Zauberhaft
    Kronjuwel x Zauberfee
    v: Kronprinz x a.d: Zara | v: Dark eye x a.d: Zauberseele

    Rasse: Deutsches Reitpony
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: zukünftig ca. 1,46 m
    Fellfarbe: Palomino Tobiano , Blesse

    Beschreibung:
    Zuckerwatte kommt von den Gängen her sehr nach seiner Mutter auch seinem Vater hat er seine überdurchschnitlich guten Gänge zu verdanken. Seine Mutter hat ihm etwas freundliches verärbt , er sieht vom Gesicht aus aus wie ein Fohlen mit seinen großen augen und der schmalen Schnauze. Er ist eigentlich friedlich aber er kann sich auch um 360 C drehen und zu einem unberechenbaren Hengst werden. Das hat er ganz klar von seinem Vater.

    Besitzer : Ofagwa
    Gezüchtet bei|Vrk: Delilah
    Gekrönt|Gekört : Nein
    Decktaxe : // Joellen

    Galopprennen Klasse : E|Dressur Klasse : A| Spring Klasse : L|Military Klasse : E|Western Klasse : E|Distanz Klasse : E


    [​IMG]
    1 Platz beim Springturnier GHS

    ____________________________________________

    Letzter Tierarztbesuch: 19.04.2014 - Edfriend
    Letzter Hufschmiedbesuch: 09.04.2014 - RoBabeRo
    Hufschmied
    Hufschmiede 'Keep Smiling'

    Ausschneiden & Stahleisen mit Stollenlöchern
    1770 Zeichen | RoBabeRo

    Die nächste Kundin befand sich auch an der Ostsee und somit verlief die Anfahrt schnell. Ofagwa hatte mich bestellt um ihrem DRP Hengst Zuckerwatte die Hufe auszuschneiden und ihm Stahleisen mit Stollenlöchern zu verpassen. Ich parkte mein Geländewagen auf dem Parkplatz vor Ofagwas Hof und stieg samt Equipment raus. Lange musste ich nicht suchen um Ofagqa mit einem Pony Hengst da nebenstehend anzutreffen. Ich begrüßte Ofagwa mit einer kurzen Umarmung und fragte humorvoll: "Na, ist das der Herr der neue Schuhe braucht?". Sie bejahte: "Ja genau, er ist ganz artig!", und wir wendeten uns Zuckerwatte zu. Ich begrüßte den außergewöhnlichen Kerl mit einem Leckerlie und vermachte mich mit der Hufschneidezange, Hufrinnmesser und der Raspel gleich an seine Hufe. Zuallererst musste ich alle vier nacheinander ausschneiden. Ich kürzte die Tragränder seiner Hufe nacheinander und raspelte sie dann für den Neubeschlag glatt. Kleine Unebenheiten wurden beseitigt und ich stellte die Hufe ab um sie noch zu kontrollieren. Hinten stand er noch ein wenig zu steil, also korrigierte ich nach und konnte darauf hin anfangen die Eisen anzupassen. Mittels Hammer und Amboss passte ich die Stahleisen mit Stollenlöchern an die Hufe und steckte die Eisen in den Ofen um sie noch nach zu formen. Heiß passte ich die Stahleisen dann nacheinander an Zuckerwattes und nagelte sie gekonnt auf. Mit der Hufbeschlagzange kappte ich dann noch die Nägel schnellen Griffes ab und war dann soweit fertig. Ich lies Ofagwa mit Zuckerwatte auf hartem Boden vortraben damit ich die Hufe noch einmal prüfen konnte. Vorne links musste ich eine kleine Unebenheit auskorrigieren und Zuckerwatte war dann aber endlich entlassen. "Fein gemacht", lobte ich den Hengst und verabschiedete mich von Ofagwa.

    Tierarzt
    [​IMG]
    Geschwind trank ich den letzten Schluck meines Cappuccinos aus, ehe ich vom Tisch aufsprang und in Richtung Flur lief. Heute stand wieder ein mit Terminen vollgepackter Tag an, so dass ich lieber nicht länger herumtrödeln sollte. Zu meiner Freude war endlich wieder mein eigenes Auto aus der Werkstatt zurückgekehrt und ich musste mich nicht länger mit dem winzigen Leihwagen herumschlagen. Zufrieden stieg ich in meinen großen Jeep, überprüfte noch einmal kurz, ob wirklich alles an Bord war und fuhr dann gemächlich los. Mein erster Kunde war Ofagwa, bei welcher ich zwei Hengste untersuchen sollte. Dank meinem Navi fand ich den Hof recht schnell und wurde auch direkt von der Besitzerin in Empfang genommen. Flott schnappte ich mir meine Arzttasche und folgte Ofagwa in den Stall. Am Putzplatz durfte ich mich ausbreiten, während der erste Patient bereits geholt wurde. Es handelte sich um den Reitponyhengst Zuckerwatte, welcher mich neugierig anblickte. Ich kannte ihn schon ein wenig, denn er war vorher bei Puffi auf dem Gestüt gewesen und dort hatte ich ihn auch schon einmal besucht. Er sah fit und gesund aus, anscheinend hatte er den Umzug also gut überstanden. Ich warf einen prüfenden Blick in die Augen und das Maul, denn anhand von Verfärbungen der Schleimhäute ließ sich schon viel erkennen. Doch Zuckerwattes Schleimhäute waren alle rosa und somit gesund. Als nächstes hörte ich Herz und Lunge ab, ehe ich zum Abtasten überging. Zuerst prüfte ich seinen Rücken, dann die Beine und Gelenke. Doch er blieb die ganze Zeit über entspannt, so dass auch hier alles in Ordnung war. Da ich einen jungen Hengst vor mir hatte, warf ich auch noch einmal einen prüfenden Blick auf seinen Hoden, denn durch Keilereien oder Ähnliches konnte es gerne zu Verletzungen an der Intimstelle kommen, zur allgemeinen Erleichterung war jedoch auch dort alles in Ordnung. Zum Schluss kontrollierte ich noch seine Körpertemperatur und danach konnte ich auch schon impfen. Es gab vier Spritzen, da er gegen Influenza, Tetanus, Herpes und Tollwut geimpft wurde. Schnell hatte er alles überstanden und musste nur noch die Wurmkur schlucken. Der darauffolgende Patient war ein großer Warmbluthengst namens Risandro. Er war nicht ganz so aufgeschlossen mir gegenüber, ließ sich aber dennoch brav untersuchen. Auch bei ihm warf ich erst einen Blick in Augen und Maul, ehe ich Herz und Lunge abhörte. Bisher war alles in Ordnung, doch dann erzählte mir Ofagwa von seiner Lahmheit. Ich tastete vorsichtig das linke Vorderbein ab und schnell zuckte der Hengst zusammen. Doch eine grobe Diagnose reichte und ich wusste was er hatte, denn das Wurzelgelenk war sehr geschwollen, aber nichts angeknackst. „Da hat sich wohl jemand vertreten.“ Meinte ich zu Ofagwa und begann ihr zu zeigen, wie man mit so etwas umging. Zuerst kühlte ich die Stelle gründlich und wusch sie vor allem, danach packte ich die Heilerde aus, feuchtete diese an und begann Risandros Bein damit einzureiben. Die Packung ließ ich Ofagwa da und das sollte sie täglich einmal machen. Danach machte ich mit der prophylaktischen Untersuchung weiter, ehe auch Risandro guten Gewissens geimpft und entwurmt werden konnte. Als alles geschafft war, vermerkte ich meinen Besuch noch in den Impfpässen, ehe ich mich von Ofagwa verabschiedete und zum nächsten Kunden fuhr.
    [c Edfriend ]
    Training
    Dressur von E - A
    2130 Zeichen
    "Ok, wir machen das jetzt gemeinsam", redete ich auf den Palomino Hengst ein welcher ein Ohr zu mir drehte und ebenfalls den Kopf wan, anscheinend wollte er mich sehen, er hatte den Kopf hoch oben und war alles andere davon begeistert diesen jetzt in Stellung zu nehmen. Ich ließ den äußeren Zügel stehen und zupfte etwas am Inneren, nach einem laaaangen Gähnen dann, endlich! Der wiederspänstige Hengst nahm den Kopf ran und kaute genüsslich als wäre nie etwas gewesen. "Das hast du eindeutig von deinem Vater", erklärte ich ihm und gab ihm etwas Druck. Schon trabte er an, Zucker hebte den Schweif schön an und wölbte den Rücken auf. " So ists gut", lobte ich ihn und gab ihm innen etwas mehr Spielraum, schon ging es durch die ganze Bahn, ich vergrößerte den Druck am äüßeren Zügel und ließ ihn vorran Traben, der junge Hengst versuchte artig die Schritte zu verlängern, machte am Ende aber anstallten in den Galopp wechseln zu wollen. Nach gut 4 bis 5 Versuchen machte er seine Sache schon artig mit, ich merkte aber schnell das ihn die neue Übung langweilte, so gab ich ihm die Galopphilfe und Zucker sprang an, wir hatten den fliegenden Galoppwechsel des öfteren im Sprinen gemacht, doch im gesetzte Galopp noch nie, ich versuchte mein Glück, beim ersten mal sprang er zwar nur vorne um, aber ich lobte ihn, parrierte durch, und galoppierte noch einmal vernümpftig an. "Nun aber" , motivierte ich den Hengst und wir versuchten es erneut, diesmal verweigerte er, aber ich blieb ruhig erneut korrigierte ich ihn und wir versuchten es abermals, diesmal sogar mit erfolg, sofort gab ich ihm die Zügel und lobte den Hengst ausgibig, " Hast du Klasse gemacht!", sagte ich und klopfte seinen Hals. Er schnaubte wärhrend er sich wieder im Schritt befand. Ich nahm ihn erneut ran und versuchte im Schritt die Travers, er meisterte es ohne Probleme, mich beschlich so langsam das Gefühl das der Hengst viel lieber ind er Dressur Aktiv ist als im Springen ... doch da mir das garnicht gefiel, vor allem weil ich ihn extra zum Springen gekauft hatte, verwarf ich den Gedanken und lobte ihn für dieses Manöver. Er war nur auf A Niveau..
    Springen von E auf A
    2338
    .. *und komm*, dachte ich und im selben Moment erhob sich der Palominoschecke, der auf den Namen Zuckerwatte hörte, unter mir und flog regelrecht über den A Oxer." Guut, weeeiter", ermahnte ich ihn und ging in den leichten Sitz, Zucker spielte mit den Ohren während ich den neuen Steil ansteuerte, es war sein erster A Steil und ich hoffte einfach nur das er ihn so leicht nimmt wie den Oxer. Zucker erhob den Kopf etwas und zog an, ich musste ihn mächtig bremsen und dann gab ich ihm das Zeichen zum Springen, wie auf Sprungfedern nahm er voller Begeisterung den Steil, ich trabe zu meiner Reitlehrerin, sie schaute etwas komisch," was ist denn?", frage ich verblüfft," naja der Gute dachte wohl es ist L, da war noch mächtig Platz, wir bauen etwas höher und du springst nochmal". Ich schlugte und ging etwas Schritt, es waren vllt 10 cm die der Steil und eine Stange des Oxers nun größer waren, aber für einen eigentlichen Dressurreiter war ja schon eine Bodenstange genug Grund um *Sprung frei* herumzuposaunen wenn man sie überqueren wollte. Also trabte ich an, der kleine Mann hate ordentlich Feuer unterm Deck und machte druck als es im Galopp auf den kleineren A Steil zu ging. Ich war hier noch komplett gechillt und Zucker nahm den Sprung sehr gut, und ich kam danach ausnahmsweise Prima mit. Nun steuerte ich den höheren Steil an, ich merkte jeden Schritt, er spielte mit den Ohren und würde heißer und heißer darauf endlich zu springen, es machte mir Mut und ich gab ihm etwas frei raum, das Resultat war, wie meine Reitlehrerin sagte: Ein Sprung wie aus dem Bilderbuch mit einem Abstand wie er sein soll. Noch mal dazu sollte ich erwähnen das Zucker noch nicht richtig die Höhe misst und oft noch höher springt als er muss, aber Übung macht den Meister. Nun ging es durch die Bahn und auf den Oxer zu, ich holte ihn etwas ran, ich merkte seine Lust und er began im Galopp zu tippeln, dann gab ich das Ok und er Sprang ab, kurz blieb bei mir die Zeit stehen, ich spürte den Wind in meinen Haaren und Zuckerwatte unter mir, wie ein Vollprofi sprang er danach in den richtigen Galopp und ich gab ihm Zügel " Suuuuper", sagte ich und lobte mich insgeheim etwas selber." Hat er klasse gemacht", sagte Marie meine Lehrerin und ließ mich noch etwas Schritt gehen, später spritzte ich seine Beine ab und gab ihm ordentlich zu essen
    Die Kür
    2744 Zeichen| C Me | Lettercount m. Leerzeichen
    ".. ich gab Zuckerwatte die Zügel hin und klopfte ihn ab. "Klasse", lobte ich ihn, er streckte den Hals ab und schnaubte kräftig, ich lächelte und gab ihm weiter die Zügel hin. Der Schaum tropfte ihm nur so aus dem Maul, und man konnte das Spiel seiner Muskeln unter dem verschwitzten Fell bebobachten. Ich ließ ihn im Schatten einige Kreise drehen, eher er stehen blieb und sich entspannte. " Startnummer 723 bitte in den Ringer der Hengst-Körung "Pferde bis 1.48cm"", ein kribbeln durchschauderte mich und ich ließ Zuckerwatte anlaufen, gemeinsam machten wir uns auf dem Weg zum Platz, meine Schwester begleitete mich. Vor dem Platz musterte ich die anderen Starter welche schon aufgeregt auf ihren einsatzt wartetet. Nun war es soweit, der Hengst, welcher vor mir im Ring war, Grüßte ab und kam herraus. Als ich an ihm vorbei ritt musterte Zuckerwatte ihn und plusterte sich regelrecht auf, genau so lief er auch auf dem Platz weiter " So schick kannst du sein", sagte ich leise und ließ ihn vorran gehen, zu X. Dort hielt ich Inne, bis er sich vernümpftig hingestellt hatte " Guut", flüsterte ich leise und Grüßte die Richter. Nun war es soweit, Zuckerwatte kaute fleißig und wartete auf mein Komando, ich ließ ihn antraben. Artig hob er die Beine und ließ gut und fleißig auf der Hinterhand. Ich wand auf die rechte Hand ab und ging sogleich auf den Mittelzirkel. Er trabte fleißig und versuchte die Schulter mitzunehmen. Wieder bei B angekommen gab ich Zuckerwatte die Hilfe und schon sprang der junge Hengst an und Galoppierte los, "Super", sagte ich und ließ ich wieder ab B auf der ganzen Bahn laufen. Ich ging auf den Zirkel bei A. Ich bereitete ihn vor, nahm ihn mehr auf und verlangsamte sein Tempo. Und dann vollführte ich einen fliegenden Wechsel, ich war mächtig stolz das es so gut geklappt hatte. Zuckerwatte nahm die Ohren nach vorne, als wir auf den Zirkel bei C gingen. " Und weeeiter", sagtre ich ruhig und ließ ihn ab C traben, er senkte den Kopf etwas und kaute aufmerksam. Wir wechselten schwungvoll durch den Zirkel und bei B gelangten wir wieder auf den Hufschlag in Richtung A. Zucker wusste was kommt, und warf die Beine ein stückchen mehr. Ab K wechselten wir durch die ganze Bahn, ich nahm den äußeren Zügel mehr auf und schon vollführten wir das Komando Tritte verlängern, bei M hielt ich ihn wieder zurück, schon lief er langsamer und stellte sich fleißig mit, ich vollführte nun noch 3 Bögen durch die Ganze Bahn und ab A ging es auf die Mittellinie. Ich Grüßte ab und gab Zuckerwatte die Zügel hin " Hast du Prima gemacht" lobte ich ihn und ließ ihn vorran gehen. Das Puplikum applaudierte und die Richter winkten ab. Runter vom Platz bekam Zuckerwatte erstmal eine Belohnung und ich wartete das Ergebnis ab."

    Zuckerwatte kurz vor dem einritt auf das Dressurviereck
    [​IMG]

     
  8. Snoopy

    Snoopy Bekanntes Mitglied

    Meine Teilnahme mit...
    Delicius
    [​IMG]

    Steckbrief
    Delicius

    Rufname: Deli
    Abstammung

    Aus der: Tiva Wyanet
    MM: Tailine
    MV: Mr. Vain
    Von: Da Vinci
    VM: Mia |||
    VV: Da Capo

    Geburtsdatum: 09.04.2007
    Alter: 7.Jahre

    Geschlecht: Hengst


    Exteieur


    Rasse: Deutsches Reitpony
    Rassetyp: Pony

    Fellfarbe: Buckskin
    Abzeichen:
    - | - | -
    Langhaar: Schwarzbraun

    Augenfarbe: Bernstein
    Stockmaß: 1,46 m

    Gesundheit: *
    ****
    Hufzustand: *****
    Letzte Tierarztbesuch: 01.03.2014
    Letzte Hufschmiedbesuch: 02.07.2014
    Interieur

    Charakter:
    stolz, selbstbewusst, ruhig, kräftig
    Beschreibung:
    Delicius (Lateinisch = Liebling) ist ein selbstbewusster Hengst, der nicht viel von anderen Pferden hält, es sei denn, es sind Stuten oder Wallache. Mit Wallachen hat er keine Probleme, mit Stuten auch nicht, diese werden von ihm begehrt.
    Er hat elastische, überdurchschnittliche Gänge und eine große raumgreifende Galoppade, die ihn vielseitig einsetzbar machen. Delicius hat viel Vermögen und Manier am Sprung, verbunden mit einer tollen Rittigkeit, großer Versammlungsbereitschaft und Nervenstärke. Gewaltiges Sprungvermögen, Schönheit, Ehrgeiz und Arbeitswille - so präsentiert sich der Hengst.
    Deli ist ein riesiges Springtalent. Er ist sehr vorsichtig, immer aufmerksam, aber auch temperamentvoll. Er braucht einen konsequenten Reiter. Er besitzt sowohl Vermögen, Bascule und Beintechnik am Sprung als auch ein gutes Grundgangartenpotenzial für das Dressurviereck.
    Das Pony ist mit einem korrekten Erscheinungsbild und allerbestem Charakter ausgestattet. Somit hat der Hengst beste Chancen, gekört zu werden.
    Geschichte:
    Delicius wurde auf einen großen Gestüt gezüchtet und irgendwann an miimichelle weiter verkauft . Diese hegte doch nicht sehr lange Interesse an dem Reitpony und verkaufte ihn wieder. Samarti war die glückliche, doch als ich ein Pferd suchte, meldete sich Samarti bei mir und schenkte mir den Guten.
    Reitweise: Englisch
    Eingeritten: Ja
    Eingefahren: //


    Daten


    Besitzer: Snoopy
    Vorbesitzer: Samarti
    VorVorbesitzer: miimimichelle


    Züchter: sweetvelvetrose
    VKR:
    sweetvelvetrose

    Reitbeteiligung: -

    Hufschmied: Mongofisch
    Tierarzt: -


    Zucht


    Zucht Platz: -
    Gekört? Nein

    Nachkommen: //​
    Qualifikationen

    Galopprennen
    Western

    Spring: L
    Militairy: E
    Dressur: A

    Distanz
    Fahren
    Gang
    Training
    Springen
    E-A | A-L| L-M
    Military
    E-A | A-L | L-M
    Dressur
    E-A | A- L | L-M | M-S


    Erfolge/Schleifen
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    2. Springturnier Heartland (2.Platz)
    1. Dressurturnier "Unelma Hevonen" (3.Platz)
    261. Dressurturnier (2.Platz)
    50.Synchronspringen (2.Platz)
    274. Springturnier (2.Platz)
    Spind

    Tierarztbericht 01.03.2014
    [​IMG]
    Heute verschlug es mich mal wieder zu Stefanie auf den Hof, mit deren Pferd ich den Anfang des Tages machen würde. Demnächst sollte ihr Reitponyhengst Delicius an einer Körung teilnehmen und musste deshalb vorher noch einmal gründlich untersucht werden. Aus diesem Grund fuhr ich 9 Uhr auf ihren Hof und wurde auch schon freudig erwartet. Gemeinsam liefen wir in den Stall und unterhielten uns über den neusten Klatsch, ich war ja jetzt schon gespannt wie der Buckskin bei der Körung abschneiden würde. Während Stefanie ihn am Putzplatz anband, packte ich meine Sachen aus und machte mich dann erst einmal mit ihm bekannt. Delicius war ein selbstbewusster Hengst, welcher aber dennoch sehr herzlich und freundlich war. Deshalb verstanden wir uns auch von Anfang an und ich konnte direkt mit der Untersuchung beginnen. Zuerst hörte ich mit dem Stethoskop Herz und Lunge ab, ehe ich mir seinen Rücken genauer ansah und nach eventuellen Verspannungen entlang der Wirbelsäule abtastete. Da dort alles in Ordnung war, nahm ich noch Gelenke und Sehnen unter die Lupe, ehe ich zum Schluss die Körpertemperatur überprüfte. Mit 38°C war diese im vollkommenen Idealbereich und zufrieden lobte ich Delicius. Nun hatte ich die Sicherheit, ihn ohne Probleme impfen zu dürfen, da er kerngesund war. Es gab vier Spritzen, denn er wurde gegen Influenza, Tetanus, Herpes und Tollwut geimpft. Die ersten beiden verkraftete er tapfer, ab der dritten begann er zu zappeln und ich bat Stefanie, ihn festzuhalten, damit ich auch noch die letzten beiden Impfungen injizieren konnte. Als das geschafft war, musste er einmal A machen, damit er noch die Wurmkur bekam. Dann waren wir mit der Prophylaxe schon fertig und machten mit der Augenheilkunde weiter. Stefanie war es wichtig, dass vor der Körung wirklich alles in Ordnung war. Ich überprüfte zuerst den Pupillenreflex und hob einmal kurz oberes und unteres Lid an, um eventuelle Rötungen zu entdecken. Danach bekam er Augentropfen, welche die Pupille weiteten. Mit der Leuchte hatte ich nun einen wunderbaren Einblick in seine Augen und konnte genaustens schauen, ob vielleicht Trübungen vorhanden waren. Doch alle Nerven waren an ihrem Platz und funktionierten einwandfrei. Zufrieden ließ ich von Delicius' Augen ab und warf stattdessen noch einen Blick ins Maul. Dafür nutzte ich die Maulsperre, um wirklich einen Überblick zu haben. Erst überprüfte ich die Farbe und Feuchtigkeit der Schleimhaut, welche jedoch gesund war. Danach überprüfte ich die Zahnreihen alle einzeln und entdeckte am hintersten Backenzahn einen Haken, welchen ich jedoch schnell mit der Feile entfernen konnte. Danach waren wir auch schon fertig. Ich befreite Delicius von der Maulsperre, verabschiedete mich von Pferd und Besitzerin und machte mich auf den Heimweg.


    Hufschmiedbericht 02.07.2014
    [​IMG]
    Neu Beschlagen (4x) + Auschneiden
    Heute stand mal wieder ein Hufschmied Termin an, nur diesmal war es für eines meiner Pferde. Deli mein Engelchen brauchte einen neuen Beschlag, von daher stand viel heute auf meiner Liste.
    Daher fing ich auch gleich an und holte mir den Reitponyhengst aus dem Stall, zufrieden tätschelte ich den Hals des Falbhengstes und begann auch schon mit der Arbeit.
    Vorsichtig glitt ich an seinen Huf herab und begann das Hufeisen locker zu machen und ab zu nehmen. Als dies getan war, schnappte ich mir mein Hufschneidemesser und startete eine Außenkorrektur, wobei ich Innenhorn und Außenhorn sorgfältig bearbeitete. Als dies erledigt war, schnappte ich mir eines der an den Seiten hängenden Eisen für Deli und hämmerte diesen gründlich fest. Schon stand der Hengst auf einen neuen Eisen und ich begab mich auf die rechte Seite des Pferdes, ehe ich sein Huf anhob und gründlich das alte Eisen aus dem Huf hebelte, ehe ich mit dem Hufschneidemesser alle kleinen ungeraden Stellen korrigierte und bearbeitete. Daraufhin schnappte ich mir wieder ein Hufeisen und befestigte es an seinen Huf, bis ich dieses zu Boden ließ und mit den Hinterläufen weiter machte. Liebevoll glitt ich an seinen Hinterbein herab und hob es an, ehe ich auch hier das Eisen entfernte und alles unpassende korrigierte. Daraufhin nagelte ich es an seinen Huf fest und ließ es vorsichtig herab sinken, ehe ich mit den letzen Huf weiter machte. Dort machte ich das Eisen ab und korrigierte den Schnitt des Hufes, ehe ich es fertig bearbeitete und das neue Eisen befestigte. Mit zufriedenen Lächeln , hatte ich den Hengst fertig beschlagen und tätschelte ihn lächelnd. Fein gemacht! So kann die nächste Körung kommen!
    [1678. Zeichen]
    Trainingsberichte
    Dressur E-A | Military E-A
    [​IMG]
    Trainingsbericht, Dressur E-A




    Der letzte Auftrag in dem Ausbildungsbetrieb des Crown Hill Stables kam von meiner Freundin Stefanie; sie wollte ihr Weihnachtsgeschenk einlösen. Diesmal hatte ich es also mit einem Deutschen Reitponyhengst zu tun, mehr wollte sie mir allerdings noch nicht verraten. Auch am Telefon hatte sie nur so wenige Informationen wie möglich fließen lassen, sodass ich schlussendlich nur wusste, dass es sich um einen Deutschen Reitponyhengst von ihr handelte, den ich kannte. Na super, das waren ja Infos, mit denen man arbeiten konnte!
    Nur einen guten Tag, nachdem Stefanie angerufen hatte, traf sie auch schon auf meinem neuen Gestüt in Kanada an. Da sie auch in diesem Land lebte, hatte sie im Vergleich zu manchen anderen Kunden keine allzu weite Strecke hinter sich zu legen, weshalb sie an diesem Tag auch etwas länger bleiben und sich mein neues Gestüt ansehen konnte. Ich hatte die junge Frau schon lange nicht mehr gesehen, weshalb ich umso erfreuter war, als sie dann auf meinem Grundstück eintraf und aus dem Auto stieg. Sofort ließ ich meinen Kugelschreiber aus der Hand rutschen, stand auf und begab mich auf den Außenhof, wo sie etwas ratlos stand. „Hey!“, begrüßte ich sie lächelnd und zog sie in eine freundschaftliche Umarmung, während sie kurz lachte. „Hey, Elisa.“ Dann, nachdem wir uns voneinander gelöst hatten, drehte sie sich einmal im Kopf und prägte sich mein neues Gestüt anscheinend ein. „In dieser Gegend war ich noch nie“, gab sie zu, „aber ich wohn ja auch etwas weiter weg.“ Ich nickte grinsend und packte sie dann am Arm, um sie über das Gestüt zu führen. Zwar war ich selbst noch nicht ganz vertraut mit der riesigen Anlage, lief manchmal in das falsche Gebäude oder verirrte mich in meinem eigenen Wohnhaus, doch im Großen und Ganzen fand ich mich schon recht gut zurecht.
    Nun kam der spannende Teil: Stefanie und ich hatten unseren Rundgang abgeschlossen und machten uns nun wieder auf den Weg zu dem Hänger, den sie hinter ihrem Auto befestigt hatte und öffneten die Riegel, ehe wir langsam die Laderampe auf den Boden sinken ließen. Ein hellbrauner Pferdehintern, übersät mit einigen kaum sichtbaren Dapples, streckte sich mir förmlich entgegen und ein neugieriger Ponykopf kam zum Vorschein. „Delicius?“, fragte ich und blieb wie erstarrt auf der Stelle stehen. „Ja, ich dachte, du würdest dich vielleicht freuen, ihn trainieren zu dürfen“, lächelte sie und führte dann vorsichtig den Ponyhengst aus dem Hänger, bevor sie ihn mir übergab. „Ich würde dir ja helfen mit dem Rest, aber ich muss leider wieder los. Du kennst ihn bereits, also sollte dir sein Charakter auch bekannt sein. Und dass er nicht umsonst Liebling heißt, solltest du auch wissen.“ Ein letztes Grinsen umspielte ihre Lippen, kurz darauf saß sie schon wieder in ihrem Wagen, fuhr vom Hof – und ließ Deli und mich somit allein.
    Der inzwischen siebenjährige Hengst schien mich nicht vergessen zu haben. Kein Wunder, ich hatte ihn erst vor knappen zehn Monaten an Stefanie verkauft, was mir allerdings noch gar nicht so lang vorkam. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass er nie fort gewesen war, als wir mit den ersten Ausritten durch die unbekannte Landschaft begannen. Wie ich es nicht anders von ihm kannte, war Delicius ruhig und ging unerschrocken auch auf neues und unbekanntes zu – so schreckte er auch nur kurz zurück, als wir durch den Riding Mountain Nationalpark, in dem sich unser neuen Gestüt befand, ritten und plötzlich eine Elchkuh mitsamt Kalb den Weg blockierte. Nichtsdestotrotz lief er nicht los und ließ sich nicht mehr bremsen, wie es manch andere Pferde getan hätten. Delicius stand seinen Mann, nahm all seinen Mut zusammen und blieb still, während ich ihn wendete und wir einen anderen Weg einschlugen, der dann glücklicherweise keine unerwarteten Abenteuer mehr auf Lager hatte. Ihm schien das Ausreiten ziemlich viel Spaß zu machen, da es viel zu sehen gab und er wurde immer lockerer und gelöster, je länger und öfter wir durch das Gelände ritten. Zudem trainierten wir hier gleichzeitig noch die Ausdauer des Hengstes, was auch für das Dressurtraining stets eine große Rolle spielte. Dies erreichten wir mit vielen Schritt- und Trabausritten, doch häufig galoppierten wir auch langsam, aber über eine längere Distanz, um eben jene Ausdauer zu fördern und zu erhöhen.
    Auch während des Trainings legten wir häufig solche Ausritte ein, da sie schon zuvor in den ziemlich streng einzuhaltenden Trainingsplan geschoben worden waren, damit dem Hengst genügend Abwechslung geboten werden konnte und es ihm nicht zu langweilig werden würde.
    Durch Stefanie wusste ich, dass Delicius bereits ein Turnier der Klasse A gewonnen hatte, wodurch er schließlich auch aufgestiegen war, doch sie wollte, dass er lieber noch einmal trainiert werden würde, damit auch wirklich alles so war, wie es sein sollte und es nicht einfach nur ein Glückstreffer war.
    Die ersten Trainingseinheiten nach dem Wiederholen der E-Anforderungen widmeten wir uns ausschließlich den neu geforderten Hufschlagfiguren in einer A-Dressur. Dies waren die Schlangenlinie mit vier Bögen und die zehn Meter-Volten im Trab, also lediglich zwei Hufschlagfiguren, mit denen wir uns beschäftigen mussten. Doch auch diese hatten wir schnell hinter uns gebracht, da Delicius sich deren schon bewusst war und genau wusste, was ich von ihm verlangte.
    Demnach wandten wir uns den neuen Gangarten zu, welche ebenfalls nur aus zwei verschiedenen Tempos bestanden: der Mitteltrab, welcher häufig auch im Leichttrab geritten wird und der Mittelgalopp. Doch Delicius ließ mich wissen, dass er auch dies schon kannte und somit waren nur noch die Lektionen, die er erlernen beziehungsweise wir vertiefen mussten.
    Wir begannen mit damit, das Zügel aus der Hand kauen lassen vermehrt zu üben, da Delicius anfangs die Zügel viel zu schnell aus der Hand zog, und das trotz der Tatsache, dass er am Zügel ging und unter trat. Er riss den Kopf nach vorn, sobald ich überstrich oder die Zügel aus der Hand kauen ließ. Sobald ich die Zügel jedoch wieder aufnahm, lief er wieder am Zügel und tat so, als ob nichts gewesen wäre. Oftmals spricht dieses ʻKlauenʼ dafür, dass das Pferd nicht wirklich korrekt am Zügel geht, sondern nur den Kopf hinhält. Das Ziehen mit dem Kopf deutet häufig auf verkrampfte Muskeln hin, sodass der Hals nicht entspannt getragen werden kann. Mithilfe eines kleinen Experiments schlussfolgerte ich dann, dass Delicius nicht vollkommen über den Rücken lief. Dies wurde mir bewusst, als ich ihn im Hals abstellte und er der Hand willig folgte, ohne dass er sich im Genick verwarf. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass das Pferd eben nicht gut über den Rücken läuft.
    Zur Beseitigung dieses Problems ritt ich mit dem Deutschen Reitponyhengst viele Wendungen, um ihn etwas mehr zu biegen als zuvor. Dies sollte eventuelle Verkrampfungen lösen und ihn durch die Wendungen durch Nachgeben am inneren Zügel und bei gleichzeitigen Paraden am äußeren Zügel zum Rantreten an die Hand bringen. Dabei achtete ich stark darauf, das Herantreiben der Hinterhand nicht zu vergessen und siehe da: Nach vermehrtem Training und durch eben jene Wendungen besserte sich der Zustand des Hengstes und es dauerte nicht lange, bis Delicius nicht mehr den Kopf nach vorne riss, sobald ich die Zügel überstrich oder aus der Hand kauen ließ.
    Somit konnten wir uns dann der nächsten Lektion zuwenden; dem Rückwärtsrichten. Hierbei unterstützte mich Matthew, indem ich auf dem Pferderücken saß und er nachhalf, falls Delicius nicht verstand, was von ihm verlangt wurde. Ich entlastete mich im Pferderücken, trieb den Hengst also rückwärts, während Matthew ihn mit einer Touchier-Gerte an den Vorderbeinen antippte, damit er einen Schritt zurückwich. Irgendwann hatte Delicius das Prinzip verstanden und wich nur auf die leichteste Hilfengebung einige Schritte zurück. Lobend klopfte ich ihm den Hals und beendete die Trainingseinheit, da man das Training bekanntlich immer mit einer guten Erfahrung beenden soll.
    Die letzten Trainingseinheiten der gesamten Ausbildung beinhalteten den einfachen Galoppwechsel und die Lektion Viereck verkleinern und vergrößern.
    Beginnend mit dem einfachen Galoppwechsel galoppierten wir auf dem Reitplatz, parierten dann in den Schritt durch und galoppierten nach etwa drei bis vier Schritten wieder an. Während der kurzen Schrittphase stellte ich Delicius um, gab eine halbe Parade, nahm gleichzeitig den äußeren Schenkel zurück und schob meine Hüfte nach vorn. Mit dem neuen inneren Zügel gab ich dann noch nach und ließ Delicius nach den vier Schritten wieder in den Galopp umspringen. Je öfter wir diese Lektion übten, desto besser klappte es und umso kürzer wurde die Schrittphase, was mich nach einem kurzen Zeitraum völlig zufriedenstellte.
    Zu guter Letzt folgte dann noch das Viereck verkleinern und vergrößern, welches mithilfe von Schenkelweichen erreicht wird. Hierzu verwendeten wir einfach das Schenkelweichen dazu, das Viereck zu verkleinern, indem wir uns nach innen bewegten, oder es zu vergrößern, indem wir uns von innen nach außen bewegten. Auch dies stellte keine große Schwierigkeit dar, sodass man das Training als beendet bezeichnen konnte.
    Noch am selben Tag erschien Stefanie, um ihren Liebling wieder mit zu sich zu nehmen. Wir klärten alles Wichtige, ich berichtete ihr auch über das Problem mit dem Zügel aus der Hand kauen lassen, welches nun behoben worden war und gratulierte ihr für den erfolgreichen Aufstieg in die Klasse A der Dressur. Es dauerte nicht lang, bis sie ihren Deutschen Reitponyhengst wieder in den Hänger verlud und sich von uns verabschiedete, da sie, wie sie sagte, noch zu einem wichtigen Termin müsste und schon etwas unter Zeitdruck stünde. Ich versprach ihr noch, sie einmal zu besuchen, ehe sie sich in ihr Auto setzte und mit Delicius im Pferdehänger fortfuhr.



    [​IMG]
    Trainingsbericht, Military E-A




    Es dauerte nicht lange, bis Stefanie mich darum bat, dass ich Delicius ein weiteres Mal trainierte. Es freute mich sichtlich, dass sie so zufrieden mit meiner Arbeit war, weshalb ich auch sofort zusagte. Zudem war es ein schönes Erlebnis, mit Delicius zu trainieren, da der siebenjährige Hengst konzentriert bei den Trainingseinheiten mit arbeitete und mich sofort als das Oberhaupt in unserer kleinen Gruppe akzeptiert hatte, was Differenzen aus dem Weg räumte, ehe diese überhaupt entstanden waren.
    „Welche Disziplin soll es denn diesmal sein?“, fragte ich und grinste, während ich auf ihre Antwort wartete.
    „Springen“, erwiderte sie und ich zog gespielt eine Schnute, ehe ich mit beleidigter Stimme sagte: „Springen? Warum denn nicht Military?“
    Eigentlich war es eher als ein Spaß gemeint, doch als Stefanie meinte, dass Military auch in Ordnung wäre, wäre ich ihr am liebsten um den Hals gefallen. Wir hatten es vor wenigen Tagen unsere Militarystrecke fertigstellen können und hatten noch nicht allzu viel Zeit gehabt, um sie zu testen – nur zwei Testläufe waren drin gewesen, für mehr hatten wir leider nicht genug Freizeit, da das Gestütsleben momentan ziemlich stressig war, weil alles aufgebaut und auch einige Gebäude renoviert sowie saniert werden mussten. Dennoch hatte ich die Entscheidung, hierher zu ziehen, noch nicht einmal bereut – es war klasse hier!
    Wir besprachen noch die weiteren Einzelheiten, danach einigten wir uns darauf, dass Delicius morgen vorbeigebracht werden würde, sodass das Training möglichst bald beginnen könnte.

    Diesmal nahmen wir uns mit den Vorbereitungen noch mehr Zeit, als zuvor. Beim Geländeritt ist es von großer Bedeutung, dass Pferd und Reiter zu einem echten Team zusammenwachsen, die Schwächen und Stärken des anderen genau kennenzulernen und somit eine vertrauensvolle Partnerschaft zwischen den beiden entstehen zu lassen, die auf beiden Seiten von höchstem Leistungswissen geprägt ist.
    Dies war auch der Grund, dass wir weiterhin mit dem Ausdauertraining fortfuhren, zudem wurde so auch Delicius Kondition verbessert, was auch beim Geländeritt wichtig war. Das Gelände, auf dem wir trainierten, war öfters auch mal uneben, es ging über Hügel und durch Vertiefungen im Boden, sodass wir noch etwas mehr gefordert wurden. Ein Geländeritt der Klasse A hatte eine Streckenlänge von 1500 bis 3000 Metern, was immer an der Schwierigkeit der jeweiligen Prüfung lag. Hierbei sollte das vorherrschende Tempo etwa 500 Meter pro Minute betragen, sodass wir auch seine Schnelligkeit steigern mussten.
    Delicius besaß einen guten Charakter, um eine Geländeprüfung durchstehen zu können: Er war selbstbewusst, unerschrocken und mutig. Besonders viel Wert legte ich darauf, dass er neben seiner Ausdauer auch seine Schnelligkeit und Spitzigkeit verbesserte. Zudem waren auch Rhythmus- und Balanceübungen in unserem Training ein Muss, das wir nicht vergaßen.
    Da der Buckskin bereits eine solide Grundausbildung genossen hatte, mussten wir diese nicht mehr erarbeiten. Die optimale Vorbereitung von Pferd und Reiter durch ein fachlich orientiertes systematisches Aufbautraining gingen wir ebenfalls durch, sodass wir bald vom Springtraining in der Halle, in welcher wir noch einmal auf die Höhe und die Weite der Hindernisse bei einem A-Geländeritt eingingen. Delicius war in der Klasse Springen noch nicht auf dem A-Niveau, weshalb wir auch hier etwas arbeiten mussten, um schließlich den Anforderungen zu entsprechen, dennoch machte er sich ausgesprochen gut und gab mir das Gefühl, er wäre mit diesen Übungen völlig unterfordert.

    „Ruhig, Delicius“, sprach ich auf den Hengst ein, während ich Mühe dabei hatte, ihn zurückzuhalten, damit er nicht im vollen Galopp auf das Hindernis zuraste. Das war einer der Fehler, den er vor gut zwei Hindernissen gemacht hatte, da ich kurz die Kontrolle verloren hatte – daraufhin war Delicius durchgegangen und hatte sich auf das Gebiss gelegt, sodass ich ihn erst nach einiger Zeit wieder fangen und beruhigen konnte. Ich wusste nicht, was so plötzlich in ihn gefahren war oder ob er etwas Ungewöhnliches gesehen hatte, denn normalerweise passte solch ein Benehmen gar nicht zu dem sonst so braven Pony. Inzwischen hatte er wieder sein normales Tempo erreicht, reagierte gut auf meine Hilfen und achtete auch sonst darauf, um was ich ihn bat. Wahrscheinlich hatte er sich einfach nur vor etwas erschrocken, anders konnte ich mir den plötzlichen Ausbruch nicht erklären.
    Wir ritten geradewegs auf einen breiten Baumstamm zu, der eine geschätzte Weite von etwa 1,20 Metern hatte. Delicius spitzte aufmerksam die Ohren und bevor er die Chance bekam, sein Tempo anzuziehen, hielt ich ihn bereits zurück und zählte innerlich die Galoppsprünge, die wir bis zum Absprung noch vor uns hatten.
    Drei.
    Zwei.
    Eins.
    Im selben Moment, in dem Delicius sich kraftvoll mit den Hinderbeinen vom Boden abstieß, wechselten ich in den leichten Sitz und entlastete mich im Sattel, um ihm das Springen zu erleichtern. Es war das insgesamt neunte Hindernis, das wir an diesem Tag bereits hinter uns gelegt hatten; der Parcours bestand insgesamt aus 16 verschiedenen Geländesprüngen. Momentan hielt ich den Hengst jedoch noch auf einem Tempo von 400 Metern die Minute, da dies die Mindestgeschwindigkeit für einen Stilgeländeritt der Klasse A war – im Geländeritt derselben Klasse musste man dann mit 500 Metern die Sekunde durch den Parcours reiten. Der Unterschied zwischen den beiden Ritten ist, dass beim Stilgeländeritt zum Schluss eine Wertnote gegeben wird, welche schwerpunktmäßig auf dem korrekten und ausbalancieren leichten Sitz und der Geschicklichkeit des Reiters beim Überwinden einer Geländestrecke ausgerichtet sind. Zwar wirkt auch der Gesamteindruck sich auf die Wertnote aus, doch beim Geländeritt wird dann lediglich auf die Zeit und die Höhe der Strafpunkte geachtet.
    Nachdem wir das Hindernis hinter uns gebracht hatten, sammelte Delicius sich nach dem Sprung wie selbstverständlich wieder und galoppierte ruhig weiter. Seine Galoppsprünge waren elastisch und raumgreifend, doch er lief auch mit einer solchen Vorsicht, dass er nicht stürzte oder stolperte, dass es beinahe niedlich war. Seine Galoppade war schön ruhig und gleichmäßig, er hatte es inzwischen ausgegeben, sich gegen mich zu wenden und zu versuchen, seine Schnelligkeit zu erhöhen, sobald ein Sprung in sein Blickfeld trat. Das nächste Hindernis war ein Wassergraben, die bereits bei einem A-Geländeparcours eine Weite von sage und schreibe zwei Metern haben durften. Zwar schaute Delicius etwas nervös und auch sein Gang wurde etwas unsicherer, doch ich murmelte ihm ermutigende Worte zu, um ihn ruhig zu halten. Er sprang jedoch mit meiner Hilfe auch hier wieder recht passend ab, sprang über das Hindernis und während ich noch unter uns sah, kam der Siebenjährige mit den Vorderhufen im kalten Nass auf. Kurz zuckte Delicius zusammen, weil er dies nicht erwartet hatte, doch ich entlastete mich kurz im Sattel und klopfte ihm lobend den Hals, da er es dennoch gut gemacht hatte. Daraufhin folgte eine etwa einhundert Meter lange, flache Strecke, auf der wir das Tempo etwas erhöhten, um Zeit zu gewinnen. Daraufhin erwartete uns eine Kombination aus zwei schmalen Holzhindernissen, die jedoch an Höhe gewannen und dementsprechend auch nicht von allzu niedriger Schwierigkeit waren. Dennoch meisterte Delicius die Sprünge problemlos. Vier weitere Sprünge folgten noch, einer davon war ein Tiefsprung mit einer Tiefe von 1,10 Metern. Die Tiefsprünge hatte ich besonders häufig mit dem jungen Hengst wiederholt, damit er sich an das Gefühl gewöhnte, nach unten zu springen. Meist sprang er stets nach oben oder auf geraden Ebenen, deshalb war der Sprung nach unten eine völlig neue Erfahrung, die für den Hengst inzwischen allerdings bereits zum Alltag gehörten.

    „Hey, Stefanie!“, begrüßte ich die junge Frau und umarmte sie kurz, als sie auf meinem Gestüt eintraf. „Na, wie ist das Training gelaufen?“, wollte sie sofort wissen und ich lachte. „Komm erst einmal mit herein, ich erzähle dir dann alles.“
    Wir begaben uns also in mein Büro, ich setzte mich an meinen Schreibtisch, Stefanie saß mir gegenüber. Ich schob ihr über den Tisch die Trainingsunterlagen sowie den Trainingsplan zu, den wir während der Zeit eingehalten hatten und während sie sich diesen widmete, erzählte ich ihr nebenbei, wie es gelaufen war.
    „Delicius hat eine gute Manier am Sprung, ein schönes Galoppvermögen und ist rittig, worauf besonders bei einer Geländepferde- beziehungsweise Geländeponyprüfung acht gelegt wird. Deshalb würde ich dir empfehlen, mit ihm im Eventing, das ist der heutige Name für den Geländeritt, noch bis auf die Klasse L weiterzuarbeiten, da er für die Geländeponyprüfung der Klasse A leider bereits zu alt ist. Zugelassen sind dort nur vier- bis sechsjährige, eine Geländeponyprüfung der Klasse L ist dann auch für siebenjährige offen. Dort dürfen auch nur Ponys teilnehmen, die in der Klasse L oder höher noch keine Erfolge zu verzeichnen haben, weshalb es die optimale Prüfung für ihn ist. Aber ich rate dir auf jeden Fall, ihn in dieser Disziplin weiterhin zu fördern! Er hat das Talent allemal, das solltest du nicht unterschätzen. Falls du Fragen hast, stehe ich dir natürlich immer zur Verfügung.“
    Stefanie nickte und versprach mir dann, sich zu melden, sobald Probleme oder Fragen aufkommen würden. Zufrieden lächelte ich, dann begleitete ich sie noch zu Delicius' Außenbox, wo wir den Hengst schließlich auf den Transport vorbereiteten.




    Die Kür !

    Ruhig ging der Atem meines Hengstes während sein Brustkorb sich taktvoll bewegte. Delicius Kopf wand sich zur Seite, als ein paar Kinder vorbeihuschten und blickte wieder mit gefühlvollen Schnauben nach vorne, während der Griff seiner Zügel sich in Stefanies Hand verhärtete. ,,So mein Großer, heute musst du alles geben.´´, sprach das Mädchen zu dem Hengst. Aufmerksam lauschte er ihren Worten und wölbte elegant den Hals. Das Lächeln auf den Lippen seiner Reiterin verstärkte sich, ehe sie ihren Blick wieder verhärtete und ernst drein blickte. Ein Rascheln ertönte und es knisterte aus den Lautsprechern: ,, Delicius mit seiner Reiterin Stefanie, bitte in die Halle.´´. Mit einem tiefen Zug der frischen Luft, nahm die Dame die Zügel auf und drückte sanft in die Flanken ihres Hengstes.
    Mit kräftigen Tritten trabte der Hengst in die Halle, während sein Hals grazil gewölbt war und ihm der warme Atem aus den Nüstern stieß. Eine kurze Gewichtshilfe genügte, um den Falben zum Stand zu bringen, alle Beine waren parallel zueinander und ließen ihm einen Anblick vom Anmut und Gehorsam herbeizaubern. Mit einem höflichen Gruß, beendete Stefanie den Stand und ließ den Falben in seinen rittigen Schritt fallen. Mit vorzüglichen Schritten vollführte der Hengst die Ganze Bahn und wechselte am hervor bestehenden Hufschlag die Hand. Mit vorzüglicher Versammlungsbereitschaft des Falben, ging die zweite Schrittrunde an und er präsentierte sich erneut hervorragend. Der Hengst ist ein wahrer König auf diesen Gebiet und ließ sich auch nicht beim antraben aus der Ruhe bringen. Mit grazilen Trabsprüngen bewegte er sich durch den nun kommenden Zirkel und wölbte anmutig den Hals, während er seine Hinterhand dementsprechend zum Einsatz brachte und auch auf der Vorderhand keine Zweifel auf kamen. Delicius begann fast unterm Sattel zu schweben so engelsgleich waren seine Bewegungen. Eine kurze Gewichtshilfe genügte, um den Falben durch den Zirkel wechseln zu lassen, sodass er seinen Trab auf der anderen Hand präsentieren konnte. Mit federnden Bewegungen legte er sich in die Runde und ließ ein kurzes Schnauben ertönen, das die Menge zum Jubeln brachte. Aufmerksam lauschte der Falbe seiner Umgebung und fasste neuen Mut um seine Bewegungen noch mehr zur Geltung zu bringen, was auch die Richter nicht verfehlten und sich sofort alles notierten. Mit dem Lächeln der Reiterin, neigte sich die zweite Zirkelrunde dem Ende zu und sie ritten aus dem großen Kreis heraus. Als Delicius wieder auf die ganzen Bahn zurückkehrte, genügte ein kurzer Druck in seine Flanken, um den Falben in einem raumgreifenden Galopp fallen zu lassen. Nun bewegte sich der Reitponyhengst auf die Schlangenlinien zu und galoppierte mit vielseitigen Sprüngen durch diese hindurch. Als der Handwechsel getan war galoppierte der Falbe fleißig durch die ganze Bahn und ließ sich auch hier keinerlei Probleme anmerken. Das Lächeln auf Stefanies Lippen war kurz zu sehen, doch verschwand auch wieder genauso schnell, ehe sie in die Mitte der Bahn ritt, der Hengst sein Tempo verlangsamte und bis zum Stand durch pariert war.
    Rund um geschlossen stand der Falbe vor den Richtern und vollführte nun die Dressurfigur Piaffe. Gleichmäßig hob er seine Beine und steckte in diese Figur noch einmal alles Können rein. Als der Applaus ertönte kam der Hengst wieder zum Stand und seine Reiterin verabschiedete sich höflich von den Richtern. Dann verließen die Beiden die Halle am lockeren Zügel und waren mit ihrer Kür fertig. ,,Super gemacht Deli!´´, sprach das Mädchen zu ihren treuen Gefährten.

    [3000. Zeichen - Ohne Leerzeichen - geprüft by charcount.com & lettercount.com - Ohne Überschrift - by Snoopy]

    [​IMG]
     
  9. Jackie

    Jackie Modi für SW's und SdMW/HdMW, Reiterspiele, Berufew

    Meine Teilnahme mit Sternsinger
    -:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-
    [​IMG]

    Steckbrief
    Abstammung
    v. Samie
    a.d. Mrs. Pretty
    ________________________________________________

    Exterieur
    Rasse Haflinger
    Geschlecht Hengst
    Alter 6

    Stockmaß 1.40m
    Deckhaar Lichtfuchs
    Langhaar Cremé
    Abzeichen
    Schnippe | VL | VR | HL | HR
    ________________________________________________

    Charakter &. Beschreibung
    Ängstlich, lieb, treu

    Sternsinger ist ein echtes Allroundtalent, vorallem in der Dressur und im Springen zeigt er besonders viel Potential. Vor der Kutsche hat dieser Hengst allerdings nichts zu suchen. Leider ist Sternsieger oft sehr ängstlich, weshalb Turniere mit ihm eine wahre Herausforderung sind, jedoch meist nicht möglich. Alles in allem ist Sternsinger ein liebenswürdiger Hengst, dem man noch viel beibringen muss, bis er sich zum Traumpferd entwickeln kann.
    ________________________________________________

    Zuchtinfos
    Gekrönt/Gekört Ja [] Nein [x]

    Nachkommen
    -

    Besitzer Jackie
    VKR Elii
    Verkäuflich Ja [] Nein [x]
    ________________________________________________

    Erfolge &. Qualifikationen
    Western [] Englisch [x]

    Dressur E A L M S S* S** S***
    Springen E A L M S S* S** S***
    Military E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Rennen E A L M S S* S** S***
    Western E A L M S S* S** S***
    Fahren E A L M S S* S** S***
    Farbig = Trainer
    ________________________________________________

    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    2 Springturnier 'Heartland' (E-Klasse)
    269 Dressurturnier
    267. Galopprennen
    ________________________________________________

    Ausbildungsstand
    Eingeritten Ja [x]
    Fohlen ABC Ja [x]
    Hängergewöhnung Ja []
    Hindernissgewöhnung Ja []
    Schrecktraining Ja [x]
    Gelassenheit Ja [x]
    ________________________________________________

    Körperliche Gesundheit
    gechippt [x]
    Letzte Impfung 21.07.2014
    Letzte Wurmkur 21.07.2014
    Beschwerden Binehautentzündung (1 Bericht)

    Hufzustand
    Letztes mal Ausgeschnitten 08.07.2014
    Letztes mal Beschlagen 08.07.2014
    Beschlagen Militarybeschlag
    Beschwerden -
    ________________________________________________

    PNG | Puzzel PNG| JPG

    Zum Fotoalbum (1|2|3|...)


    Hufschmiedbericht (08.07.2014)
    Hufschmiedbesuch | 6539 Zeichen | (c) Bracelet

    Es war ein warmer aber etwas schwüler Sommertag als ich gegen neuen Uhr vormittags auf Amy Flemings Gestüt ankam. Ich parkte meinen Wagen nahe des Haflingerstalles, wo ich mich um drei Pferde kümmern sollte. Da ich bereits zuvor mit der Gestütsbesitzerin gesprochen hatte wusste ich schon was mich heute erwartete.
    Gemächlich stieg ich also aus meinem Wagen und öffnete den Kofferraum. In diesem stand ein spezieller Ofen, welchen ich schon einmal einschaltete um warm zu werden. Nun nahm ich meine Lederschürze heraus und band sie mir um. In der Sekunde kam auch schon Amy Fleming auf mich zu. Sie begrüßte mich sehr freundlich und meinte, ich könnte ihr sofort folgen da die Pferde schon alle geputzt waren und bereit standen.

    Im Stall angekommen ging es erstmal in die Stallgasse, wo auch schon Sternsinger stand. Der hübsche Haflinger wirkte etwas ängstlich, also gab ich ihm zur Bestechung ein Leckerli. ,,Du brauchst keine Angst vor mir zu haben, du bekommst nur neue Hufeisen, damit du besser gehen kannst.'',sagte ich liebevoll und streichelte sanft seinen Hals.
    Er schien langsam Vertrauen in mich zu haben, weshalb ich beschloss mit der Hufkontrolle zu beginnen. Er gab mir brav sein Bein und zeigte sich auch sonst sehr kooperativ. Ms. Fleming lobte ihn dabei einige Male:,,Braver Junge.''.
    ,,Nungut. Seine Hufe sind in einem sehr guten Zustand, mir sind weder gröbere Unebenheiten noch Risse oder ähnliches aufgefallen. Trocken sind die Hufe eigentlich auch nicht und ich glaube, neue Eisen wären kein Problem, auch wenn die Alten noch in Takt wären.'',sagte ich und fügte noch hinzu:,,Allerdings würde ich diesmal tatsächlich zu Stolleneisen raten. Ich habe spezielle Hufeisen bei denen Sie die Stollen auch herausdrehen können. Wenn Sie nun ein Turnier bestreiten, dass auf Rasen stattfindet rutscht so das Pferd weitaus weniger, beziehungsweise hat das Pferd viel mehr Halt als ohne Stollen.''
    Da seine Besitzerin zustimmte machte ich mich daran die alten Hufeisen mithilfe einer speziellen Zange herunterzunehmen. Zuvor legte ich ein Handtuch unter, damit das Eisen nach herunterfallen kein Geräusch machte. ,,Sehr gut.'',sagte ich und lobte Sternsinger, da er das ganze wirklich brav mitmachte.
    Nun ging es ans Ausschneiden. Dabei entfernte ich altes Horn vom Huf. Vorallem war dies loses Sohlenhorn, welches die Pferde in groben Fällen sogar beim Gehen hindern konnte. Außerdem schnitt ich dabei den Strahl wieder in Form, was ebenfalls von Zeit zu Zeit nötig war.
    Danach ließ ich ihn seinen Huf auf einen Hufblock stellen, wo ich den Huf noch schnell in Form raspelte und ihn somit bereit für die Hufeisen machte, welche ich anschließend anfertigte. Die neuen Eisen nagelte ich dann auf seinen Huf auf und verbog die überstehenden Nägel so, dass sie nicht weiter bedeutsam waren.
    Da sich seine Besitzerin ein Lorbeerenhuföl wünschte, pinselte ich es ihm dann noch schnell auf seinen Huf. ,,Ich gebe Ihnen später noch zwei Behälter davon und das Werkzeug zum herausdrehen der Stollen.'',sagte ich dabei.
    Zum Schluss führte mir Amy Fleming ihren Hengst nocheinmal im Schritt und Trab vor, um sicherzugehen, dass alles saß. Das tat es auch und somit machten wir mit dem nächsten Pferd weiter.

    Jenes war ebenfalls ein hübscher Haflingerhengst. Dieser trug den mystischen Namen Sunshine Shadow. Im Vergleich zu Sternsinger bemerkte er mich schon sehr früh und spitzte auch schon neugierig seine Ohren in meine Richtung. Ich ging vorsichtig auf ihn zu und bot ihm ein Leckerchen, dass er allerdings mistrauisch verweigerte. Erst als seine Besitzerin es ihm sprichwörtlich vor die Nase hielt nahm er es an.
    Trotzdem beugte ich mich hinunter zu seinen Hufen und betrachete sie. ,,Die Hufe sind ebenfalls in guten Zustand. Allerdings eines der Eisen wäre beinahe abgegangen, also umso besser das wir das nun ändern werden. Da mir ansonsten eigentlich nichts gröberes auffällt können wir gleich beginnen ihn zu beschlagen. Was ich allerdings noch raten würde ist, im Sommer hier und da einmal etwas Wasser über die Hufe zu spritzen, was hilft sie vor Trockenheit zu schützen. Zumindest sagt man das.'',meinte ich lächelnd.
    Danach entfernte ich auch seine Eisen und brachte seine Hufe in eine schöne Form. Dies tat ich wie auch zuvor bei Sternsinger, mit einer Hufraspel,die sich hierfür sehr gut eignete. Der Hengst war dabei sehr brav und zog kein einziges Mal seinen Huf weg, was mir die Sache sehr leicht machte.
    Anschließend ging ich mit den alten Eisen zu meinem Wagen. Ich verglich die Größe der alten Eisen mit der, der neuen. Als ich die passenden Hufeisen gefunden hatte, erhitzte ich sie erst im Ofen. Dann nahm ich sie mit einer Zange heraus und hämmerte sie auf einem Amboss in Form. Nun brannte ich sie im Wasserbecken auf und ließ sie abkühlen. Kurz darauf ging ich auch schon wieder zurück zu Sunshine Shadow und Ms. Fleming.
    Hier nahm ich einige passende Nägel und nagelte die Eisen behutsam auf seine Hufe. Auch dabei war er total brav und ließ die gesamte Prozedur über sich ergehen.
    Zum Schluss wurde auch er mit Huföl eingepinselt und ebenfalls vorgeführt. Die Eisen saßen perfekt und nun konnte ich seine Besitzerin auch schon wieder auf die Weide entlassen.

    Das letzte Pferdchen, um welches ich mich kümern sollte war ein bezauberndes Fohlen. Die Kleine wirkte etwas verschreckt, was klar war, da sie wohl heute ihren ersten Hufschmiedtermin hatte. ,,Na du?'',sagte ich in einem liebevollen Ton und kniete mich zu Calla auf den Boden. Sie sah mich mit ihren kleinen, braunen Äugchen an und spitzte interessiert aber schüchtern ihre Öhrchen. ,,Du bist ja eine Süße.'',sagte ich lieb und gab ihr ein kleines Leckerchen, welches mit Ms. Fleming zuvor genemigt hatte. Sie nahm es vorsichtig an und ich streichelte sie eine Weile.
    Danach tippte ich vorsichtig ihr Bein an und gehorsam gab sie mir dieses auch. ,,Braav.'',lobte ich und betrachtete das kleine Hüfchen gründlich. Dies tat ich auch bei den übrigen drei Hufen. ,,Ja, wie ich mir schon gedacht habe passt hier alles tip top. Sie hat schöne Hufe, ich denke sie wird wohl ihr gesamtes Leben keine wirklichen Probleme haben. Zumindest sieht es im Moment ganz danach aus.''
    ,,So das wars auch schon.'',sagte ich und stand langsam wieder auf. Ich lobte das Stütchen und seine besitzerin brachte es wieder weg.

    Zuguterletzt gab ich Amy Fleming noch zwei Behälter Huföl und erklärte ihr, wie sie die Stollen am besten heraus und wieder hineinbekam. Danach gab ich ihr einen 'Stollenkasten' und verabschiedete mich von ihr. Dann fuhr ich auch schon wieder.

    6539 Zeichen | (c) Bracelet


    Tierarztbericht (21.07.2014)
    Clinic Cean - Tierarztbesuch | 4496 Zeichen | (c) SopherlMacaulay

    [​IMG]
    Ergebnis:
    Sternsinger hat eine Bindehautentzündung und Sunshine Nesselfieber. Beides ist jedoch nichts schlimmes, sie werden innerhalb einer Woch wieder gesund sein.

    Stürmisch wie immer bretterte ich den Weg entlang der mich dieses mal zu meinen Patienten führen sollte. Nach meinem letzten Zusammenstoß mit einem misstrauischen Pferd dass mich auf Grund meiner sturmhaften Ader abgelehnt hatte, wurde ich sobald ich am Hof ankam langsamer und stieg gemäßigt aus meinem Auto aus. Suchend sah ich ich um. Amy hatte mir gesagt sie würde mit dem zu untersuchenden Pferd auf mich warten, da das gute Tier wohl etwas ängstlich sei. Ah, da war sie ja. Fröhlich Beethoven vor mich hinpfeifend schnappte ich mir meine Arzttasche und ging auf den Hengst und seine Besitzerin zu. Heute standen ein paar Routineuntersuchungen auf dem Programm und ich stellte mir das ganze recht unkompliziert vor. Freundlich wurde ich von Amy begrüßt und auch Sternsinger schien mir nicht abgeneigt. Er schnoberte an mir herum, wenn auch ein wenig zurückhaltend. Doch nach kurzer Zeit war der junge Haflinger zumindest soweit, dass er sich von mir untersuchen lies. Schnell war die Routineuntersuchung abgeschlossen, der Hengst schien auf den ersten Blick gesund. Flugs noch die Zähne kontrolliert – da stach mir etwas ins Auge – oder sollte ich eher sagen, Sternsinger „stach“ etwas ins Auge? Das musste ich mir näher ansehen. Verengung der Lidspalte und Schwellung der Bindehaut? Noch ein prüfender Blick – vermehrter Tränenfluss ganz klar: Eine Conjunctivitis simplex acuta! Kaum hatte ich mich an dem lateinischen Fachausdruck ergötzt, traf mich auch schon Amys zweifelnder Blick von der Seite. Ja ja, immer diese Tierärzte mit ihrem Latein-Kram. Doch ich gewann das Vertrauen meiner Kundin schnell zurück als ich ihr erklärte dass es sich um eine einfache Bindehautenzündung handelte. Genauso schnell war auch die Behandlung geklärt: Ich riet ihr dazu das Auge mit klarem Wasser auszuspülen und den Hengst ein wenig zu schonen, besser gesagt sein Auge. Das Auge sollte möglichst abgedeckt werden, mit einer dunklen Fliegenmaske, dass die Helligkeit die Bindehaut nicht weiter reizen konnte. Nach Absprache mit der Besitzerin vereinbarte ich noch einen weiteren Termin für die Impfungen. In einer Woche würde ich wiederkommen und den Hengst noch entwurmen, da es in Kombination mit der Bindehautentzündung keine so gute Idee war dem armen Kerl jetzt noch eine Impfung anzutun. Mit sachtem Klopfen auf den Hals verabschiedete ich mich von Sternsinger und wünschte ihm eine gute Besserung.

    Mein nächster Patient war Sunshine Shadow. Der Hengst kam sicher auf mich zu und blieb kurz vor mir stehen. Ohne mit der Wimper zu zucken, ließ er sich von mir untersuchen. Wobei, untersuchen. Bei ihm musste ich nur einen kurzen Blick auf das goldgelbe Fell werfen um zu sehen, dass Sunny nicht ganz topfit war. Der Arme sah aus wie ein Streuselkuchen - überall Hauterhebungen, sogenannte Quaddeln. Ungewöhnlich war nur dass es ihn nicht zu jucken schien – im wahrsten Sinne des Wortes. Normalerweise juckte es die Tiere bei einer derartigen allergischen Reaktion derart, dass sie fast nicht mehr aufhören konnten sich irgendwo zu kratzen, genau wie beim Menschen. Sunshine allerdings war die Ruhe selbst. Amy gab mir die Erklärung – das Nesselfieber war gerade am abklingen. Sehr gut! Dann musste ich nicht die Kortisonspritze auspacken mit der ich schon geliebäugelt hatte – wenn Sunny keine Probleme damit hatte, dann musste ich ihn auch nicht mit schwerwiegenden Medikamenten behandeln. Gerade bei Kortison war ich sehr vorsichtig, hatte es doch einige unerfreuliche Nebenwirkungen. Keine schlimmen, jedoch - wenn die Natur schon ihr übriges getan hatte... Dann war die Wurmkur mit Sicherheit auch kein Problem. Mit der Impfung wollte ich lieber noch warten und zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal kommen, aber entwurmen konnte ich ihn schon mal. Brav nahm der Hengst das Entwurmungsmittel und verzog nur leicht das Gesicht als er die Paste schluckte. Offensichtlich schmeckte ihm das Gras am Hofrand besser, in welches er sofort seinen Kopf steckte um den Geschmack der Paste aus dem Mund zu bekommen. Lächelnd streichelte ich dem Hengst über den Rücken und warf einen letzten prüfenden Blick auf ihn. Doch, er war soweit gesund. Nur noch warten biss das Nesselfieber weg war und dann konnte ich ihn auch impfen. Danach verabschiedete mich Amy freundlich und wünschte mir eine gute Zeit bis zum nächsten Zusammentreffen.
    Trainingsberichte
    Springen E-A | 10088 Zeichen | (c) Samarti

    [​IMG]
    „Elisa, Amy ist da!“​
    Als ich diesen Satz hörte, sprang ich schnell auf, weshalb mein Stuhl mit einem lauten Krachen nach hinten umfiel. Seufzend hob ich ihn wieder hoch und stellte ihn an seinen rechtmäßigen Platz, bevor ich meine Hose abklopfte, die von dem aufgewirbelten Staub, den der Stuhl verursacht hatte, ziemlich schmutzig geworden war und schließlich auf den kalten Hof trat. Frierend zog ich mir meinen Schal vor den Mund und zupfte meine Mütze richtig, ehe ich meine Jacken näher an meinen Körper raffte und zu Amy ging.​
    „Hallo, Amy. Schön, dich zu sehen“, begrüßte ich die junge Frau und schüttelte ihr die Hand. Unauffällig lugte ich in den Hänger und sah einen Hintern, der nur zu einem Haflinger gehören konnte.​
    „Hey, Elisa. Also, das ist Sternsinger“, begann sie und führte gleichzeitig das Pony – richtig, einen Haflinger – vorsichtig aus dem Hänger. Sternsinger trat aufmerksam die Laderampe herunter und blickte sich um. Angst blitzte in seinen Augen auf, als er die fremde Umgebung begutachtete und ein lautes Wiehern von einer der Weiden erklang.​
    Amy und ich unterhielten uns noch eine Weile, bevor sie sich verabschiedete und wieder davon fuhr. Ihre Farm, Heartland, lag nicht gerade nah an meinem Hof und sie hatte wieder eine lange Fahrt vor sich, bevor sie wieder daheim sein würde.​
    Der fünfjährige Haflingerhengst schnaubte unaufhörlich, als ich ihm sein Futter in den Futtertrog geschüttet hatte und er seine Nase hereinsteckte, um es zu fressen. Während er seine Morgenration Futter zu sich nahm, begann ich damit, seine Ausrüstung zu ordnen und stellte schon einmal die Hindernisse in der Halle auf, damit ich dies nicht mehr tun musste, wenn wir am Trainieren waren. Hilfsbereit wie er war, griff Matthew mir dabei unter die Arme und so waren wir mit dem Auf- und Abbau der Hindernisse schneller fertig als Sternsinger seinen Trog geleert hatte.​
    Als er schließlich mit dem Fressen fertig war, putzte ich ihn gründlich und kratzte ihm die Hufe aus, bevor ich ihm seine Ausrüstung anlegte und schließlich mit ihm in Richtung Halle trottete.​
    Wir begannen mit dem Aufwärmen, damit Sternsinger sich keine Zerrungen oder sonstige Verletzungen zuzog, was besonders beim Springen schnell passieren konnte. Deshalb war es wichtig, dass sich die Gelenke auf die Arbeit einstellen konnten und sich genug Gelenkschmiere bildete.​
    Nachdem dies geschafft war, machten wir uns an die ʻrichtigeʼ Arbeit und begannen mit den ersten Sprüngen. Da Sternsinger zuvor noch nicht wirklich Erfahrungen mit dem Springreiten gemacht hatte, begannen wir mit einfachen Sprüngen über kleine Cavalettis. Somit übten wir, dass er seine Balance halten konnte und verbesserten hin und wieder sein Sprungtechnik. Wenn es an die höheren Sprünge gehen sollte, durfte er nicht nachlässig sein, weshalb wir auch an seiner Aufmerksamkeit arbeitete. Anfangs scheute der Haflingerhengst einige Male vor den Hindernissen, da sie anscheinend noch sehr unerfahren im Umgang mit Hindernisstangen und Hindernisständern war. Ich konnte mir vorstellen, dass er diese zuvor nur aus der Entfernung gesehen hatte. Nach einiger Zeit legte er jedoch seine Ängstlichkeit ab und konzentrierte sich mehr auf die Sprünge und darauf, dass er sich vor dem Sprung passend versammelte. Ihm schien das Springen wirklich Spaß zu machen, nachdem er sich daran gewöhnt hatte.​
    Es dauerte einige Tage, bevor wir uns an die ersten E-Sprünge wagten. Zuvor hatten wir, wie gesagt, nur die Grundlagen des Springreitens mit ihm geübt und als ich mir sicher war, dass er weit genug war, um ein wenig mehr gefördert zu werden, wandten wir uns den Sprüngen zu.​
    E-Sprünge hatten eine Höhe von achtzig bis neunzig Zentimetern und waren dementsprechend nicht sonderlich herausfordernd, doch für Einsteiger war es anstrengend genug. Die Weite von fünfundsiebzig bis einhundertfünf Zentimetern war ebenfalls nicht leicht zu bewältigen, zumindest anfangs. Sternsinger hatte sichtlich Mühe, damit zurecht zu kommen, doch nachdem wir dies erfolgreich hinter uns gebracht haben, wandten wir uns dem Springtraining zur Klasse A zu, die ursprünglich gefordert wurde.​
    Dazu sprangen wir immer wieder E-Sprünge, die immer mehr an Höhe und Weite dazugewannen, sodass wir schließlich sogar auf A-Niveau waren, ohne, dass Sternsinger es großartig gemerkt hatte. Er hatte wahrscheinlich kaum bemerkt, dass die Sprünge höher und weiter geworden waren, denn es waren immer nur wenige Zentimeter, die sie dazugewannen.​
    Um das Gelernte noch einmal zu überprüfen, baute ich an einem der letzten Tage eine Art Leistungsüberprüfung ein, damit ich mir sicher sein konnte, dass Sternsinger wirklich im Springen auf A hochgestuft werden konnte. Ich wollte nicht dafür verantwortlich sein, dass er dieser Herausforderung schlussendlich doch nicht gewachsen war, obwohl ich bereits wusste, dass er es schaffen würde. Dennoch würde mich ein schlechtes Gewissen plagen, wenn ich es dabei belassen würde.​
    Also machte ich Sternsinger fertig und begab mich mit ihm auf den Weg zur Halle – momentan war es draußen so kalt, dass man dort nicht arbeiten konnte – und wärmte den Haflinger auf, während Matthew und Harry die Hindernisse aufbauten. Es war lustig, anzusehen, wie Harry Matthew immer wieder fragte, ob es die richtige Höhe oder Weite wäre und Matthew total aufgelöst und genervt Harry wegschickte und die Hindernisse dann allein aufbaute. Dies schien nicht nur ihn, sondern auch Harry zu erleichtern.​
    Nachdem das Aufwärmen beendet wurde, wandten wir uns den Hindernissen zu, die allesamt auf A-Höhe beziehungsweise A-Weite eingestellt worden waren. Dankend nickte ich Matthew zu, dieser verließ daraufhin die Bahn und stellte sich an den Rand, um uns zuzusehen.​
    Sternsingers Ohren zuckten nervös vor und zurück, obwohl er die ganze Prozedur bereits gewohnt war. Ich konnte mir keinen Reim darauf machen, was mit ihm los war, doch solange er auf mich hörte, würde schon alles gutgehen.​
    Die treibende Kraft unterstützte ich mit einem Schnalzen, sodass Sternsinger zuerst in den Trab und schließlich in den Galopp wechselte. Dann galoppierten wir auf das erste Hindernis zu, einen Oxer mit einer Weite von fünfundneunzig Zentimetern. Dies war für das A-Niveau nicht sonderlich weit, doch es war nur der Anfang und wir würden uns noch steigern.​
    Daraufhin folgte ein Hochsprung, ein Rick mit einer Höhe von einem Meter. Sternsinger spitzte erfreut die Ohren als er das Hindernis auf sich zu kommen sah, vergessen war seine anfängliche Nervosität. Mit raumgreifenden Galoppsprüngen bewegten wir uns auf den Sprung zu und ich sorgte dafür, dass der Hengst sich vor diesem noch einmal versammelte, indem ich laut die Galoppsprünge mitzählte und ihn bei der Versammlung unterstützte. Im nächsten Moment war er bereits abgesprungen und wir flogen für einen Moment durch die Luft, während wir das Hindernis unter uns ließen und schließlich auf der anderen Seite sanft auf dem Sandboden aufkamen. Sternsinger ordnete sich schnell wieder und ich lobte ihn kräftig, bevor ich mich wieder gerade setzte und wir bereits auf das nächste Rick zubewegten. Auch hier zählte ich wieder die Galoppsprünge mit, gab Sternsinger die angemessenen Hilfen und wir überquerten das Hindernis schnell. Als er auf dem Boden ankam, stolperte Sternsinger sich kurz, wovon ich ein wenig überrumpelt wurde, doch wir sammelten uns rasch wieder und fuhren mit dem Training fort.​
    Das nächste Hindernis war ein weiterer Oxer. Sternsinger strauchelte vor dem Sprung etwas und verweigerte diesen, was aber teilweise auch an meiner fehlenden Hilfegebung und der nicht vorhandenen Treibkraft, die ich eigentlich aufbringen musste, lag. Aufgrund des Verweigerns, auf das ich nicht vorbereitet war, fiel ich nach vorn auf Sternsingers Hals, von dem ich daraufhin herunterrutschte und mit dem Hintern zuerst im Sand landete. Glücklicherweise hatte ich mich nicht sonderlich verletzt oder war auf dem Kopf gelandet, weshalb ich mir nur den Sand von meinem Körper klopfte und schließlich wieder aufstieg. Von der Bande her hörte ich ein leises Lachen; Matthew. Ich warf ihm einen vernichtenden Blick zu, musste allerdings auch grinsen und wandte mich dann doch wieder Sternsinger zu, der ungeduldig wurde. Wir drehten uns ritten noch einmal auf den Sprung zu, und diesmal klappte es einwandfrei.​
    Die nächsten drei Sprünge, zwei Oxer und ein Rick, bereiteten uns keinerlei Schwierigkeiten mehr und wir konnten das Training für diesen Tag beenden. Wir würden noch einige Male üben und das Beigebrachte vertiefen, bevor Sternsinger wieder nach Heartland und in sein altes Leben zurückkehren würde. Bis dahin wollte ich ihn so gut wie es mir möglich war fördern und schließlich Amy Bescheid geben, damit sie ihn wieder zu sich holen konnte.​
    „Amy! Hey“, empfing ich die junge Frau und umarmte sie freundlich, „schön, dass du so schnell gekommen bist, um Sternsinger abzuholen. Er hat echt gut mitgearbeitet.“​
    Sie lächelte leicht und nickte. „Ja, kann ich mir vorstellen. Wie ist das Training gewesen?“​
    „Wie gesagt, er hat gut mitgearbeitet und dementsprechend gut hat es geklappt. Es hat mir wirklich Spaß gemacht, mit ihm zu arbeiten. Und ihm scheint das Springen auch zu gefallen“, sagte ich und lachte leise.​
    „Das freut mich. Na dann, wollen wir ihn mal verladen.“​
    Ich nickte nur und wir gingen in den Stall, um Sternsinger auf die Fahrt vorzubereiten. Er schien sich sichtlich zu freuen, Amy wiederzusehen. Nachdem wir ihn fertig gemacht hatten, verstauten wir noch seine restliche Ausrüstung im Fahrzeug und verluden ihn, bevor es an der Zeit war, sich wieder zu verabschieden.​
    „Also“, setzte Amy an, „treffe ich dich auch auf unserem Weihnachtsball?“​
    „Ich werde sehen, was sich machen lässt“, antwortete ich lächelnd und umarmte sie ein letztes Mal, ehe sie sich umdrehte und noch einmal einen Blick über die Schulter warf. „Würde mich freuen.“ Mit diesen Worten lief sie auf das Auto zu und stieg ein. Schon kurze Zeit später war es hinterm Horizont verschwunden, weshalb ich mich in den Stall begab und einen der Stallburschen darum bat, die Box zu säubern, die Sternsinger bis vorhin noch belegt hatte.​
    [​IMG]


    Springen A - L | 5334 Zeichen | © jojomaus

    [​IMG]
    Ausbildung Springtraining von A auf L

    Amy rief mich an und gab mir den Auftrag ihren Haflinger im Springen auf Klasse L zu trainieren. Also machten wir uns einen Tag und die Uhrzeit aus. Heute war es nun soweit zur Heartlandfarm zu fahren. Amy kam bei der Begrüßung sehr aufgekratzt rüber, ein sehr lebhafter Mensch, und steckte mich mit ihrer Fröhlichkeit förmlich an. Nicht das ich selbst nicht schon fröhlich nervös war. Meine Nervosität verflog aber nach der herzlichen Begrüßung sofort. Hier auf Heartland konnte man sich so richtig wohl fühlen, zu diesem Entschluss kam ich nach dem Hofrundgang. Dann endlich lernte ich Sternsinger kennen. Der Haflingerhengst stand in seiner Box und wartete darauf raus gelassen zu werden. Er war ein ganz süßer und nahm auch gerne ein Leckerchen von mir an. Während ich mit Amy besprach wie ich heute vorgehen wollte, kam Ty hinzu und Amy stellte uns einander vor. Er war auch derjenige der mir dabei half den Parcours für heute in der Halle auf zu bauen. Danach ging es mit Halfter und Strick zurück zu Sternsinger, der sich von mir nur ungern Halftern und raus führen ließ. Angespannt folge er mir, unsicher was ich von ihm wollte. Als er auf dem Hof Ty erblicke entspannte er sich. Ich muss sagen irgendwie kratze das an meinem Ego. Ich tätschelte den Hengst und redete sanft mit ihm während ich ihn Putzte, die Hufe kontrollierte und dann ans Satteln ging. Mittlerweile neugierig, beschnupperte Sternsinger mich und nahm auch gerne wieder ein Leckerchen von mir entgegen. Ohne zu murren ließ er sich in die Halle führen. Bei seinem ängstlichem Charakter war es gar nicht so verkehrt in der vertrauten Umgebung zu Trainieren. Nach dem Nachgurten stieg ich auf und trieb meinen Schüler sachte an. Er reagierte sofort und setzte sich in Bewegung. Ich ließ ihm Zeit sich mit den Hindernissen vertraut zu machen und auch mal daran zu schnuppern, hielt ihn aber so gut es ging in Bewegung. Schließlich wollten wir uns aufwärmen. Amy begab sich an den Rand der Bahn, nahe dem Hallentor und sah uns zu. Nach und nach ging ich dazu über Übergänge vom Schritt zum Trab und zurück zum Schritt zu üben, dazu ritt ich Schlangenlinien um die Hindernisse herum. Sternsinger wurde geschmeidiger in der Bewegung und fließender im Übergang und ich nahm den Galopp mit in die Übung, sowie die ersten Gymnastiksprünge. Beim finden des Absprungpunktes musste ich dem jungem Hengst doch noch helfen, ehe er sich nach und nach wieder ans springen gewöhnte. Sein Galopp war schwungvoll und er hielt mühelos sein Grundtempo. Nach einigen Handwechsel steuerte ich auch schon den ersten Abschnitt des Parcours an. Das erste Hindernis, eine 1m hohe Mauer, war dank meiner präzisen Hilfen kein Problem für den Haffi. Die Zweifache Kombination danach war schon etwas schwieriger für ihn, wir rissen die Stange des zweiten Sprungs. Das hieß für mich, noch weiter eingehen auf den Hengst. Amy war so freundlich die gerissene Stange wieder aufzulegen, so das ich getrost weiter machen konnte. Ich übte weiter einzelne Hindernisse in der niedrigen Höhe, mit gelegentlichen Trab Pausen und motivierte den Hengst mit Passendem Lob nach einem gelungenem Sprung. Dann stellte mir Amy einige wenige Hindernisse 10cm Höhe und die anderen auf L-Niveau, also auf 1,20. Ich nutze die Gelegenheit um noch ein paar Paraden zum Halten vor den leichteren Sprüngen zu üben. Sternsinger arbeitete hervorragend mit, er war gut zu sitzen und in der vertrauten Halle war von seiner ängstlichem Natur nicht viel zu bemerken. Ich teilte den Parcours in Abschnitte ein, der mit einer Hohe von 1,1m war der erste den ich abritt und mit dem Haffihengst übte. Auch bei dieser Höhe hatten wir kaum Probleme. Ich musste eben nur viel Hilfe leisten um die passenden Galoppsprunganzahl und den genauen Absprungspunkt zu finden. Dafür hatte der Hengst eine kräftige Hinterhand und eine saubere Landung. Eine besondere Aufmerksamkeit widmete ich dem Wassergraben. Sternsinger sprang zwar hinüber, aber harmonisch sah es nicht aus. Ich versuchte es mit beschnuppern lassen des Wassers und hindurch laufen lassen, aber so ganz überwand er seine Scheu nicht. Er wirkte immer noch angespannt. So dass ich mich vorerst wieder den anderen Hindernissen zu wand. Die neue Höhe von 1,20 schien dem Haffi besonderen Spaß zu machen. Vielleicht lag es daran das es was neues was, vielleicht wollte er aber auch nur hoch hinaus. Ich nutze diese Freude jedenfalls um ihn an alle Hindernisse zu gewöhnen und auch enge Wendungen und unpassenden Distanzen zu üben. Alles klappte wie am Schnürchen, so das ich wieder den Wassergraben ansteuerte. Dieser Sprung klappte nun auch schon deutlich besser. Anschließend war erst einmal eine Pause nötig. Ich ließ Sternsinger locker vorwärts-abwärts traben und am hingegebenen Zügel im Schritt gehen. Amy hatte Ty zur Hilfe gerufen und stellte nun alle Hindernisse auf die Anforderungen des L-Springens, denn zum Abschluss wollte ich einen kompletten Parcours durch reiten. Nachdem wir den gemeistert hatte ritt ich meinen Schüler gebührend ab und lobte den fleißigen Hengst. An Amy gewandt sagte ich: „Er ist soweit, er kann jetzt L-Springen. Aber Routine braucht der Gute noch, also schön weiter mit im Üben. Spaß hat er ja daran.“ Bei der Nachbereitung verwöhnte ich den Liebenswürdiger Hengst noch mit Streicheleinheiten, bevor ich mich von allen verabschiedete.


    Die Kür

    Ich richtete mich erneut auf, richtete meine Haare, überprüfte meinen Helm. "Ich bin so weit!", rief ich schnell Ty zu. Ty kam auf mich zu "Und nicht vergessen, der Oxer wird für ihm noch eine Überwindung sein." Ich musste Ty Recht geben, schluckte nervös und ritt schließlich in die Halle, nachdem mein Name gesagt wurde. "Los mein großer!", der Lichtfuchs trabte vor ran. In der Mitte bei X blieb ich stehen, atmete noch ein mal tief durch und grüßte die Richter. Ich hätte meinem Liebling am liebsten gesagt was ich denke, jedoch wagte ich mich nicht, aus Angst das er unkonzentriert wird. Welch eine dämliche Vorstellung, wieso sollte er denn unkonzentriert werden ? War nicht er es, der den großen Brand in Heartland überlebt hat ? Sternsinger hat Kraft und vertraut mir selbst in gefährlichsten Momenten. Vielleicht macht ihn das ja als Zuchthengst aus, vielleicht ist seine Stärke von größerer Besonderheit, als seine Siege und Pokale. Meine Fersen berührten seinen Bauch, wodurch er wie von Zauberhand los lief. Mit nur ein wenig Druck, zog ich an dem linken Zügel. Sternsinger befand sich nun auf dem linken Hufschlag und trabte im Arbeitstempo. An F vorbei, in der Kurve und schließlich nach K, dort präsentierte ich das woran wir Monatelang gearbeitet haben. Eine Traversale. Als wir bei M angekommen waren, war Sternsinger nun auf dem rechten Hufschlag. Um aber auch seinen Galopp zu präsentieren, gab ich ihn mehrere Paraden. In einem schwungvollen, dennoch aushaltbaren Galopp flog er über die Bahn hin weg. Immer wieder musste ich ihn zurück halten nicht gleich los zu preschen und durch die Bahn zu sausen, immerhin würde dies erhebliche Probleme bereiten. In der Ecke kehrt galoppierte ich auf dem linken Hufschlag, anschließend auf beiden Seiten in einem kurzen kräftigen Schritt, um die Vorführung zu beenden. Ich hatte vor der Veranstaltung angekündet das ich vor habe einen Parcours abzureiten, um sein Sprungvermögen zu demonstrieren. Daher kamen augenblicklich eine Hand voll Helferlein' die Steilsprünge und einen Oxer aufstellten. Der Oxer wurde zusätzlich mit Blumen und Büschen verziert. Die Sprünge leuchteten nur in ihren Farben, Weiß-Rot, Weiß-Blau, Weiß-Grün. Sternsinger spitzte neugierig seine Ohren. "Na, du weißt doch was das ist", ein Schnauben bestätigte meine Vermutung. Sternsinger fühlte sich nahezu angezogen von den Sprüngen. Als ich ihn auf den ersten Sprung trieb, taxierte er konzentriert den niedrigen Steilsprung. Ohren richteten sich auf, mein Körper zog sich nahe an ihn, meine Hände gaben ihm mehr Zügel und die Beine flogen über den Sprung hinweg. Mit einem klopfen auf der Schulter, lobte ich den noch jungen Hengst. Der nächste Steilsprung stand ein wenig weiter weg. Ich trieb ihn zum Hindernis, im noch langsamen Galopp lief er darauf zu. "1, 2...", murmelte ich konzentriert, gab ihm eine Parade und überwand das Hindernis ohne jegliche Fehler. Wir waren eins, mein Pferd und ich. Mit einem kaum wahrnehmbaren Freudensbuckel galoppierte er auf den Oxer zu. Ich zog leicht am Zügel, da Sternsinger zu viel Tempo aufwies. Dann, nur wenige Galoppsprünge davor, überwand er auch den Oxer. Das große, unheimliche "Ding". Die Menge applaudierte, ich ritt nach X und verabschiedete die Richter. Nun konnte ich nur noch aus dem Viereck reiten und auf das Ergebnis warten.
    2791 Zeichen ohne Leerzeichen | geprüft bei charcounter.com | (c) Jackie
    ____________________________________________________________________________________________​
    [​IMG]
     
  10. Eddi

    Eddi Modi

    Die Abstimmung ist da! Sie geht bis zum 26.07.2017 um 18 Uhr! :)
     
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen