[Finale] Horse Makeover Joelle 2019

Dieses Thema im Forum "Talk Café" wurde erstellt von Canyon, 9 Jan. 2020.

Tags:
  1. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    Herzlich Willkommen
    zum finalen Wettbewerb des


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    Liebe TeilnehmerInnen,

    ab nun könnt ihr keine weiteren Punkte sammeln. Das Training mit euren Pferden wird jedoch weitergehen, denn wahrscheinlich waren drei Monate nicht genug, um ihnen alles beizubringen, was sie wissen müssen.


    Aber trotzdem habt ihr alle unglaubliche Arbeit geleistet!

    Der nächste Monat wird nochmal anstrengend, aber ich hoffe, dass sich eure Mühen lohnen werden!
    Jeder, der nicht bis zum 09. Februar an diesem Wettbewerb teilgenommen hat, wird nicht in die Endwertung aufgenommen.
    Dieser Wettbewerb wird abermals auf der Bow River Ranch in Kanada stattfinden – Danke für eure Gastfreundschaft!


    Wie sieht dieser Wettbewerb überhaupt aus?
    Weiter unten findet ihr eine längere Liste an Aufgaben, Fragestellungen und Ideenanregungen. Keine Angst! Ihr müsst nicht alle Aufgaben erfüllen. Jeder hat seine Stärken und die Dinge, an denen er weniger Freude hat und so kann jeder für sich entscheiden, was und wie viel er machen möchte.

    Aus diesem Aufgabenpott müsst ihr euch mindestens eine Aufgabe auswählen und diese in einer Form eurer Wahl bearbeiten. Es gibt dabei keine Vorschriften! Beachtet jedoch, dass ihr in eurem Beitrag nur 20 Grafiken verwenden könnt.
    Ihr könnt also ein Bild malen, einen Text schreiben, bereits geschriebene Texte einfügen, Stichworte in den Raum werfen oder andere User um Unterstützung bitten. Seid kreativ!
    Bitte beachtet, dass lange Texte von weniger Usern gelesen werden können und somit eventuell eine schlechtere Punktzahl bekommen.


    Wie wird das bewertet?
    Euer gesamter Beitrag kann 100 HMJ-Punkte erhalten. Allerdings wird nicht der gesamte Beitrag bewertet, sondern pro Aufgabe. Wie viele Punkte eure Aufgabe wert ist, dürft ihr nämlich selbst aussuchen! So könnt ihr mit eurer eigenen Punktevergabe nochmal einen Fokus auf die Teilaufgaben legen, die euch eurer Meinung nach besonders gut gelungen sind. Wie bereits gesagt, müsst ihr in der Summe auf 100 HMJ-Punkte kommen. Wie ihr die Punkte aufteilt, ist zu 100% euch überlassen.


    Wer bewertet?
    Wir bewerten alle.
    Deswegen möchte ich gerne hiermit die gesamte Joelle-Userschaft dazu auffordern, die Beiträge anzuschauen und mit abzustimmen. Es erfordert etwas Aufmerksamkeit, da jeder User eine andere Punktaufteilung hat. Nicht jeder muss auch jeden Teilnehmer bewerten, ich würde mich jedoch freuen, wenn jeder soviel tut, wie er kann. Auch Teilnehmer dürfen andere Teilnehmer bewerten, nur nicht sich selbst.
    Die Bewertung erfolgt anonym über die PN-Funktion.
    Bewertet werden soll nicht das malerische oder schriftliche Können! Es geht darum, dass bewertet wird, wie die Aufgabe umgesetzt wurde, wie der Beitrag im Gesamtbild oder wie allgemein die Arbeit mit dem Pferd aussieht.
    Jeder User der bewertet kann außerdem nochmal bis insgesamt 30 Zusatzpunkte auf Aufgabenteile verteilen, wenn er meint, dass ein Teilnehmer diese verdient hat. Auch diese können je nach Belieben aufgeteilt werden.
    Gerne könnt ihr bei euren Bewertungen auch mit angeben, warum ihr so bewertet habt oder welche Tipps ihr den Teilnehmern noch mit auf den Weg geben möchtet.


    Wie sieht der Aufgabenpott aus?
    Turniere und Wettbewerbe
    0. Westernkür
    1. Hindernisfahren
    2. Dressurkür
    3. Springparcours
    4. Galopprennen
    5. Bodenarbeit/Zirkuslektionen
    6. Gelassenheitsprüfung
    7. Freiheitsdressur
    8. Fremdreitertest
    9. Wasserspiele

    Fragestellungen und Ideenanregungen
    10. Wie denkst du, sah die Vergangenheit deines Pferdes aus?
    11. Welche Farbe hätte dein Pferd? Blau, Rot, Grün…?
    12. Was war dein Gedanke, als du dein HMJ-Pferd zum ersten Mal gesehen hast?
    13. Mag dein Pferd große, pinke, flauschige Einhörner?
    14. Was ist dir bei der Arbeit mit deinem Pferd wichtig?
    15. Was war dein Ziel, als du vor drei Monaten mit dem Pferd angefangen hast zu trainieren?
    16. Vergleiche die Arbeit mit deinem Pferd zu Beginn des Wettbewerbs und jetzt.
    17. Wie sieht ein völlig normaler Stallaltag bei euch aus?
    18. Was kann dein HMJ-Pferd gar nicht? Zeige es!
    19. Was kannst du als Reiter gar nicht? Zeige es!
    20. Welche Hürden waren für euch besonders hoch?
    21. Wie habt ihr diese Hürden gemeistert?

    Zusatzaufgabe
    22. Erfülle eine Aufgabe deiner Wahl.


    Die Texte und die Bilder können auch eine Art Rückblick darstellen, müssen also nicht jetzt auf der Bow River Ranch stattfinden. Aus welcher Perspektive und auf welche Art ihr die Texte verfasst, bleibt selbstverständlich auch euch überlassen. Überzeugt uns mit Kreativität und Harmonie.
    Außerdem können alle Aufgaben frei interpretiert werden und sowohl vom Pferd aus, als auch vom Boden gezeigt werden.

    Sind euch die Aufgaben zu unklar gestellt oder ihr seid überfordert mit der Ausführung, so sucht euch gerne in den Reiterspielen oder aus dem Internet Anreize. Natürlich könnt ihr euch auch gerne bei mir melden. Ich möchte mein Bestes tun, damit jeder mit den Aufgaben zufrieden ist.


    Wie soll der Beitrag aufgebaut werden?
    Anders als bei den meisten offiziellen Wettbewerben, verlange ich weder ein offizielles Bild, noch einen Steckbrief. Wichtig ist natürlich aber trotzdem, dass ihr in irgendeiner Form erkenntlich macht, um wen es geht. Fügt gerne noch eine Verlinkung zu eurem Pferd hinzu, damit es für alle einfacher wird.

    Jede Aufgabe hat eine Nummer. Bitte nutzt mindestens diese Nummer, um klar zu machen, um welche Aufgabe es geht! Gerne könnt ihr auch mehrere Aufgaben in einem Text beantworten, einfach dann alle Nummern angeben. Hinter der Nummer als Überschrift gebt ihr bitte eure Punktanzahl an, wie viel dieser Abschnitt nun wert ist.

    Gerne würde ich mich auch äußerlich über ansprechende Beiträge freuen, in denen ihr mit Farbe, Stil und zusätzlichen Grafiken experimentiert. Euch sind auch hier keine Grenzen gesetzt.

    Eure letzte Aufgabe wird es sein, dass ihr ein kurzes Statement abgebt. Wie war das Makeover für dich? Dieses Statement wird natürlich nicht bewertet!


    Möglicher Aufbau deines Beitrags:
    Kay Müller und HMJ xxxx Beauty

    Aufgabe 1 – 30 Punkte
    TextTextText

    Aufgabe 11 – 45 Punkte
    SchönesBild

    Aufgabe 19 – 25 Punkte
    BildUndTextUndBildUndText

    Statement:
    Ich fand das Makeover...


    Sobald ihr euren Beitrag gepostet habt, können die User erste Bewertungen abgeben!
    Es ist ohne meine Absprache ab diesem Zeitpunkt nicht mehr erlaubt, den Beitrag zu ändern und zu korrigieren.
    Überlegt euch also gut, wann ihr fertig seid. Je eher ihr euren Beitrag einfügt, desto eher können User euch bewerten – oder mehr User die Zeit finden, euch zu bewerten.


    Wie sieht das Bewertungsformular aus?
    Bewertungsformular
    Pferdename:
    Aufgabennummer – deine gegebenen Punkte:
    (Begründung)
    Aufgabennummer – deine gegebenen Punkte:
    (Begründung)
    Aufgabennummer – deine gegebenen Punkte:
    (Begründung)
    ...

    Beispiel:
    Pferdename: xxxx Beauty
    Aufgabe 9 – 7/10 Punkte
    Begründung: Du hast das ja schon ganz toll gemacht, aber mir 10 Punkte bekommst du nicht. Da fehlt noch…
    Aufgabe 12 – 1/5 Punkte
    Begründung: Das gefällt mir gar nicht, Aufgabenstellung nicht getroffen. Mach bitte besser…
    Aufgabe 19 – 20/20 Punkte
    Begründung: Wow! Das ist ja der Hammer! Du hast alles perfekt gemacht!

    Dieses Formular soll mir bitte per PN zugesendet werden. Es ist anonym. Die Begründungen gehen ohne Name privat an die entsprechenden User. Nur deine Punktanzahl wird verrechnet und veröffentlicht, natürlich ohne Namensnennung.
    Ich freue mich über jede Bewertung. Gerne kannst du auch nur einen Teil des Beitrags bewerten, es gibt keine Pflicht.



    Und wie geht es dann weiter?
    Nach dem 09. Februar 2020 wird es noch etwa 10 Tage (variabel je nach Anzahl und Zeitpunkt der Teilnehmer) die Möglichkeit geben, eure Bewertungen abzuschicken.
    Nach diesem Zeitrahmen wird das HMJ 2019 beendet sein. Es wird eine abschließende Siegerehrung geben. Insgesamt liegen 3000 Joellen im Pot, diese werden auf die Sieger verteilt. Gerne können auch weitere Spenden eingereicht werden, diese könnten an die Plätze, die knapp am Siegerpodest vorbeigerutscht sind, verteilt werden, so dass niemand leer ausgeht.

    Bitte gebt mir außerdem bis Ende Januar Bescheid, ob ihr euer HMJ Pferd behalten wollt. Wie bereits zu Anfang angekündigt, ist es euch überlassen, ob ihr es an mich zurückgebt, behaltet oder auf die Gnadenweide stellt. Bei Interesse organisiere ich gerne eine Versteigerung.


    Wahrscheinlich wird auch dieser Wettbewerb wieder viele Fragen aufwerfen. Scheut euch wie immer nicht mich anzuschreiben. Ich helfe euch bei allen Problemen gerne weiter.
    Habt keine Angst davor Neues auszuprobieren. Bei diesem Wettbewerb gibt es kein richtig oder falsch. Alleine Formsachen können kritisiert werden. Bei Unsicherheiten, wendet euch bitte an mich.


    Ich freue mich auf jede Teilnahme!
    Eure Canyon
     
    Zuletzt bearbeitet: 12 Jan. 2020
    Bracelet, Elii, Veija und 9 anderen gefällt das.
  2. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    Und mit diesen Punkten gehen die TeilnehmerInnen ins Finale:

    262 Punkte - @Elsaria mit Beastly Domina
    Du wirst mit den meisten Punkten ins Finale gehen! Danke für deinen Ehrgeiz! Domina hat mit dir die Welt bereisen dürfen und du scheust dich nie, auch die Missgeschicke oder schwierigen Tage mit uns zu teilen. Ich freue mich sehr, dass du teilgenommen hast.

    222 Punkte - @Sammy mit Elfentanz
    Du hast zwei Monatsgewinne abstauben dürfen und warst von Anfang an ganz vorne mit dabei. Mit deinen liebevollen und ausführlichen Berichten hast du Elfentanz ein wunderschönes Zuhause gesucht. Danke für dein Engagement auch für andere Teilnehmer Trainingsberichte zu schreiben!

    218 Punkte - @Wolfszeit mit Fanya
    Ganz knapp hinter Sammy, obwohl es zum Schluss nochmal ein kleiner Kampf zwischen euch war, gehst du mit dem dritten Platz ins Finale! Du hast mit vielen Bewegungen dieses Makeover bereichert und deinem Rehlein zahlreiche Berichte geschrieben. Es war wunderschön zu sehen, wie gut du von Anfang an mit ihr harmoniert hast.

    167 Punkte - @Cooper mit Liav

    130 Punkte - @Veija mit Tortured Witch und @adoptedfox mit Continental

    117 Punkte - @Zion mit Morian

    74 Punkte - @Laraya13 mit Pilgrim

    71 Punkte - @Obi-Wan mit Lord Coleman

    65 Punkte - @Sevannie mit Twister

    51 Punkte - @AliciaFarina mit Narvik

    14 Punkte - @Sosox3 mit Era

    13 Punkte - @sweetvelvetrose mit Miss Moonlight

    7 Punkte - @Waldvoegelchen mit Sovelys

    0 Punkte - @Quinzel mit Nahyan
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11 Feb. 2020
    AliciaFarina, adoptedfox, Zion und 7 anderen gefällt das.
  3. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    Solltet ihr auf der Bow River Ranch etwas vorzeigen wollen, so steht es euch frei, diesen privaten Hintergründe von Veija für das Finale zu verwenden.

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    von Samarti

    Danke dafür @Veija!
    Bitte gebt immer den Ersteller mit an.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 Jan. 2020
    AliciaFarina und MeisterYoda gefällt das.
  4. adoptedfox

    adoptedfox Bekanntes Mitglied

    Johanna Röder und HMJ8345's Continental

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    Prüfung 5 - Bodenarbeit: Die 7 Games von Parelli | 30 Punkte
    Vor gerade einmal drei Tagen hatte ich mich mit meiner Stute HMJ 8345’s Continental auf eine 8221 Kilometer lange Reise nach Calgary - Kanada begeben und schon heute fand unsere erste Prüfung statt. Ich kontrollierte ein letztes Mal den Sitz des Knotenhalfters und sortierte das lange Bodenarbeitsseil in meinen Händen, bevor wir das Signal erhielten mit der Prüfung zu beginnen. Ich nickte und führte meine Stute auf den weiß umzäunten Reitplatz. Das Tor wurde geschlossen und alle Augenpaare waren auf uns gerichtet. Etwa in der Mitte des Platzes hielt ich Continental an und stellte sie auf. “Dann zeigen wir mal was wir in den letzten 3 Monaten gelernt haben!” sagte ich mit ruhiger Stimme und strich mit meiner flachen Hand die breite Stirn meiner Stute. Darauf achtend, dass das schwere Bodenarbeitsseil locker durchhing ging ich einen Schritt zurück und entspannte mich. Während das eine Ohr der Stute aufmerksam nach vorn gerichtet war, war das andere stets bei mir. Ich nahm den Carrot-Stick als Verlängerung meines Armes auf und begann sie damit am ganzen Körper zu berühren. Ich warf das Seilchen locker und rhythmisch über ihren Hals, ihren Rücken und die Hinterhand bevor ich zu den Beinen überging. Beim Porcupine-Game zeigte ich, das die Stute bei kleinstmöglichem Druck reagierte. Ich schickte Continental ein paar Schritte rückwärts als ich meine flache Hand auf ihre Nase legte und wendete sie allein mit der flachen Hand auf ihrer Kruppe. Für das nächste Spiel nahm ich den Carrot-Stick wieder zu Hilfe. Ich hielt das Seil locker in der linken Hand und den Carrot-Stick in der rechten. Das Driving-Game ist die Fortführung des Porcupine-Game. Ich richtete die Stute mit sanftem Druck rückwärts und zeigte auch eine Hinterhandwendung. Bevor wir das nächste Spiel zeigten, bot ich der Stute einen Bananenchip zur Belohnung an. Ihre zarten Lippen nahmen den Chip von meiner flachen Hand und sie schien zuerst daran zu lutschen, bevor sie ihn genüsslich zerkaute. Ich stellte die Stute auf und legte den Carrot-Stick ab. Ich hielt das Bodenarbeitsseil locker in der linken Hand und zeigte mit meinem rechten Finger auf. Continental verstand sofort und begann rückwärts zu gehen. Mit dem senken der rechten Hand blieb die Stute stehen und als ich auch den linken Arm etwas herab senkte, kam sie wieder zu mir zurück. Wir wiederholten das Spiel ein paar Mal bevor wir zum Circling-Game übergingen. Ich stoppte die Stute und schickte sie von ihrer Position direkt in den Zirkel. Continental lief im gleichbleibenden Tempo und gleichbleibendem Abstand um mich herum während ich neutral stehen blieb. Als die Stute wieder in meinem Gesichtsfeld auftauchte hob ich den linken Arm etwas an um sie anzutraben. Ich hätte innerlich vor Stolz platzen können, doch ich blieb konzentriert bei der Sache. Ich holte die Stute zu mir und klopfte ihr lobend den Hals, bevor ich sie für das Sideways-Game aufstellte. Ich ließ das Bodenarbeitsseil wieder locker durchhängen und nahm meinen rechten Arm auf die Höhe meiner Brust um die Stute seitwärts zu schicken. Die ersten Schritte waren etwas holprig weil ihr, anders als bei dem Training daheim, eine leitende Linie fehlte doch sie orientierte sich schnell. “Prima!” lobte ich sie und ging zum letzten Spiel über: Dem Squeeze-Game. Bei diesem Spiel ging es darum das Pferd damit vertraut zu machen enge Hindernisse zu bewältigen. Dieses Spiel fiel der Stute anfangs sehr schwer und es brauchte viel Zeit und Geduld. Ich legte das Seil ab und entfernte mich von meiner Stute um die zwei großen Tonnen, die in die Halle gebracht wurden, in Position zu stellen. Mit einem Abstand von 5 Metern beginnend, verringerte ich den Abstand mehr und mehr bis die Stute noch gerade so durchgehen konnte. Ich schickte Continental wieder in den Zirkel und ließ sie sich im Schritt dem Hindernis nähern. Bevor sie hindurch ging hielt ich sie an, damit sie es sich ansehen konnte. Sie schnaubte entspannt und so ließ ich sie zwischen den eng stehenden Tonnen durchgehen. Ich holte die Stute zu mir und lobte sie überschwänglich. Sie hatte ihre Sache gut gemacht. Ich führte Continental vom Reitplatz und ließ sie ein paar Grashalme zupfen, bevor es zur wohlverdienten Pause auf dem Paddock ging.

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    Prüfung 0 - Westernkür: Trail Parcours LK4 | 50 Punkte
    Der Vierte und somit letzte Tag des Horse Makeover Finales war gekommen.
    Nach einem ausgewogenen Frühstück mit den anderen Trainern in der warmen Reiterstube der Bow River Ranch und einem kurzen Austausch der Ereignisse wurde es nach und nach wieder ruhiger im Haus. Ich genoss die ruhige Atmosphäre und blieb noch einen Moment sitzen, bevor auch ich mich auf den Weg zu meinem Pferd machte. HMJ8345’s Continental drängte sich nah an die Boxenwand und trat ungeduldig mit dem Huf dagegen. Ich ermahnte sie und betrat die Box um ihr ein Halfter anzuziehen. Ich führte sie nach draußen und band sie vor ihrer Box an. Continental schnaubte entspannt und ich nahm ihr die Decke ab, die sie aufgrund der hier herrschenden Minusgrade trug, damit ich sie für die bevorstehende Prüfung vorbereiten konnte.
    “Das gibts doch nicht…” sagte ich verwundert und räumte den Inhalt meiner Putzbox aus, nachdem alles umherschieben nicht das gewünschte Ergebnis brachte. Ich hatte die Mähnengummis vergessen.
    “Kann man dir helfen?” Ich drehte mich um und blickte in das fragende Gesicht von Caleb.
    “Ich kann meine Mähnengummis nicht finden…” seufzte ich und räumte die Putzutensilien zurück in die Box.
    “Das ist schlecht.” Nach einer kurzen Pause murmelte er “Ich denke wir haben noch welche.” und verschwand. Während seiner Abwesenheit kratzte ich die Hufe von Continental aus. Als Caleb zurück kam hielt er mir, verschmitzt lächelnd, seine geschlossene Hand entgegen. Ich öffnete meine Hand und fand nur einen Augenblick später jede Menge weiße Mähnengummis in meiner Handinnenfläche. “Oh Gott ich danke dir so sehr!” sagte ich freudig und umarmte ihn in meiner Euphorie. Caleb trat einen Schritt zurück und rieb sich den Nacken. “Es sind doch nur Mähnengummis…”
    Ich entschuldigte mich und wand mich wieder meiner Stute zu. Aus dem Augenwinkel nahm ich wahr, dass Caleb den Kopf schüttelte bevor er sich umdrehte und ging. In einer halben Stunde würde meine Prüfung starten. Ich band der Stute eine schlichte Turnierfrisur und sattelte sie auf.
    ...tief durchatmen...wir haben geübt...wir können das schaffen…wir werden das schaffen…
    Ich atmete aus und streichelte meiner Stute ein letztes Mal den Hals.
    Im Schritt ritten wir in den Parcours und steuerten geradewegs auf das erste Hindernis zu: ein Tor. Ich hielt meine Stute neben dem Tor an und legte den Bügel um, der das Tor verschlossen hielt. Continental reagierte fein auf meine Hilfen und ging ein paar Schritte rückwärts damit wir das Tor durchschreiten konnten. Nachdem das Tor wieder geschlossen war stellte ich meine Stute auf und richtete sie rückwärts durch eine Gasse aus Stangen im Sand. Prima! sagte ich in Gedanken und trabte die Stute aus dem Stand an. Vor uns lagen nun 3 grelle Stangen im Sand. Continental war konzentriert bei der Sache und trabte am langen Zügel über die Stangen ohne sie dabei zu berühren. Ich gab meiner Stute die Hilfen zum Galopp und ritt sie über die Stangen um sie danach wieder in den Trab zu parieren und zwischen den Stangen durchzureiten. Nach zwei weiteren Stangenhindernissen im Galopp und Trab kamen wir an das letzte Hindernis: Einer Box aus Stangen. Ich parierte meine Stute in den Schritt und stellte sie in der Box auf. Ich korrigierte meinen Sitz im Sattel und legte den äußeren Zügel an den Hals an damit Continental sich auf der Stelle um 360 Grad drehte und wieder stehen blieb. Im Schritt verließen wir die Box und beendeten den Parcours, indem wir über die letzten 2 Stangen am Boden ritten. Mehr als zufrieden klopfte ich den Hals der Stute und nahm einem der Helfer die Abschwitzdecke ab, damit ich sie ihr über die Kruppe legen konnte. Ich ließ sie noch ein paar Runden am langen Zügel über den Abreitplatz laufen, bevor wir zurück zum Stall ritten wo ich meine Stute absattelte und ihr zur Belohnung eine Schüssel Mash herrichtete.

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    Frage 10 "Wie denkst du, sah die Vergangenheit deines Pferdes aus?" | 15 Punkte
    Darüber habe ich mir lange den Kopf zerbrochen. Gerade in den ersten Wochen.
    War sie in ein Turnierpferd oder war sie das Lieblingspony eines kleinen Mädchens in der Reitschule? Da man weder den richtigen Pass, noch den Namen oder andere Informationen hatte war auch die Suche im Internet mehr als schwierig. Als ich schon fast alle Hoffnung aufgegeben hatte, erreichte mich eine eMail aus Idaho. Susanne Hold wurde durch Bekannte auf das Horse Makeover aufmerksam und vermutete hinter Continental eines ihrer früheren Fohlen. Nach ein paar eMails und einem Videotelefonat bestätigte sich ihr Verdacht. Continental stammte gebürtig aus Glenns Ferry in Idaho und hieß Bonnie Bo Chex. “I am so happy to know that she is fine…!” sagte sie und wischte sich mit dem Handrücken eine Träne weg. Ich zeigte ihr ein paar aktuelle Bilder und Videos und versprach ihr, sie auf dem laufenden zu halten. Nur wenige Minuten nach dem Videotelefonat erhielt ich eine Mail von Susanne mit einem Bild von meiner Stute als Fohlen mit ihrer Mutter. “Das gibt es ja nicht.” sagte ich leise und lächelte. Auch wenn das Bild mehr als 11 Jahre alt war, erkannte man Continental sofort.
    Ich wusste zwar noch immer nichts genaues über die Vergangenheit meiner Stute, aber ich wusste woher sie kam und allein das stimmte mich schon glücklich.

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    Frage 15 "Was war dein Ziel, als du vor drei Monaten mit dem Pferd angefangen hast zu trainieren?" | 5 Punkte
    Mir war es vom ersten Tag an wichtig, dass ich das Pferd zu nichts zwingen werde.
    Die ersten Wochen mit Continental waren alles andere als leicht, gerade wenn man die Fortschritte der anderen gesehen hat und man selbst auf dem Boden der Box saß und an sich zweifelte. Die Basis jeder Trainingseinheit war Geduld und ich denke das wir beide während dieser kurzen Zeit viel voneinander lernen konnten und auch weiterhin lernen werden. Um ehrlich zu sein hätte ich niemals geglaubt, dass ich mein Pferd zum Finale unter dem Sattel vorstellen können würde.

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    Statement zum Horse Makeover Joelle 2019
    Herzlichen Dank an alle, die dieses Event organisiert und unterstützt haben.
    Auch wenn die Motivation hier und da geschwächelt hat, hat es doch eine Menge Spaß gemacht sich mit dem Pferd auf einer virtuellen Ebene zu beschäftigen. Das Horse Makeover hat mir sogar ein Stück weit den Spaß am Spiel zurückgebracht, weil die Community aktiver wurde und die User sich untereinander oft geholfen haben. Danke für das Horse Makeover Joelle 2019!

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    Quelle:
    Hintergrund Bow River Ranch von Samarti | Hintergrund braun umzäunter Reitplatz von sadasha | Knotenhalfter von Maleen
    Westernsattel und Pad von Maleen | Einohrtrense mit Shanks von sadasha | Johanna Röder von sadasha
    Bild "Continental als Fohlen mit Mutterstute" von sadasha | Pferd von Canyon | Bodenarbeitsstangen von sosox3
    Bewegungen und Lineart von adoptedfox
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Jan. 2020
    Snoopy, MeisterYoda, Wolfszeit und 9 anderen gefällt das.
  5. Elsaria

    Elsaria Liebe die welt und die welt liebt dich xD oder so

    Juna Preske mit HMJ7531 Beastly Domina

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    10. Wie denkst du sah, die Vergangenheit von HMJ7531 aus? / 20
    3 Monate waren vergangen als ich zum ersten mal auf der River Ranch ankam. Nichts ahnend was mich erwartete und voller Neugier. In diesen 3 Monaten hatte ich stehts versucht einiges über HMJ7531 herauszufinden, diese Stute wurde mir zugeteilt. Aber es war ein schwieriges Unterfangen, schließlich fand ich die Mutter von HMJ7531 alias Beastly Domina heraus. Die Stute stand noch bei der Züchterin, als ich sie kontaktierte konnte sie mir kaum glauben, ich sendete ihr die Fotos zu wo sie abgemagert mit einem weiteren Pferd zu sehen war. Wie sie angriffslustig gegenüber menschen war, und wie sie 3 monate danach aussah. Die Züchterin rief mich darauf hin an und weinte bitterlich, sie hätte niemals gedacht, das sie das liebe aufgewecktes Fohlen an so eine grausame Bande verkauft hätten. Sie bat mich Beastly domina zu besuchen, sie hätte sie als Fohlen Bella coeur de la Fleur getauft gehabt. Was ein wundervoller name. Die ersten 6 monate waren wohl gut gewesen für meinen schützling, aber natürlich war es zu früh das sie gefestigt gewesen wäre. Danach musste sie es echt grausam gehabt haben darüber fand ich nichts heraus.
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    Aufgabe Fremdreitertest / 50
    “Vielen Dank, dass du dich angeboten hast sie vorzureiten!” sagte Juna erleichtert und hielt die Zügel von Beastly Domina, während ich nachgurtete. Ich stellte meinen Fuß wieder in den Steigbügel und winkte ab. “Das ist doch gar kein Thema!” beschwichtigte ich sie und korrigierte ein letztes Mal meinen Sitz, bevor ich die Zügel aufnahm und an den Zaun des Reitplatzes ritt, auf dem die Prüfung stattfand. Ein Helfer des Horse Makeover Finales wartete bereits auf uns und sprach etwas so schnell in das Walkie Talkie in seiner Hand, dass selbst ich es nicht verstehen konnte. Einen Moment später öffnete er das Tor und gab mir mit einem Nicken zu verstehen, dass wir beginnen konnten.
    Im Schritt ritten wir auf den weiß umzäunten Platz ein. Alle Augenpaare waren auf uns gerichtet. Juna, die mit einer wärmenden Decke über den Beinen ebenfalls auf der Tribühne platz genommen hatte, hielt mir fröhlich beide Daumen nach oben. Ich nickte ihr lächelnd zu und konzentrierte mich wieder auf die Stute. Auf der Mitte des Platzes hielt ich die Stute an und stellte sie zum Gruß auf. Im Schritt ritten wir eine Runde auf der ganzen Bahn, bevor ich Beastly Domina antrabte. Die hochbeinige Warmblutstute begann auf dem Gebiss zu kauen und nahm eine Dehnungshaltung ein. Ich gab ihr etwas Zügel vor und wechselte auf den Zirkel, um aus dem Zirkel die Hand zu wechseln. Nach einer weiteren Runde im Trab nahm ich die Zügel wieder kürzer und gab der Stute die Galopphilfen. Juna und ihr Team haben wirklich ganze Arbeit geleistet mit Beastly Domina. Sie reagierte fein auf die Hilfen und war von der ersten Sekunde konzentriert bei der Sache. Dazu kam, dass sie sich sehr gut sitzen ließ und taktklare Gänge hatte. Ich galoppierte die Stute zwei Runden auf der rechten- und zwei Runden auf der linken Hand, bevor ich sie in den Schritt parierte und an den langen Seiten des Reitplatzes doppelte Schlangenlinien ritt. Auf Höhe von K trabte ich Beastly Domina wieder an und wechselte durch die halbe Bahn, um nach einer weiteren Trabrunde durch die Länge der Bahn zu wechseln. Ich verlagerte mein Gewicht im Sattel und hielt die Stute an. Ich ließ sie die Zügel aus der Hand kauen und hielt die Zügel nur noch an der Schnalle fest, die beide Teile miteinander verband. Ich verabschiedete mich von den Zuschauern und verließ im Schritt am langen Zügel den Platz. Im Augenwinkel konnte ich sehen, dass Juna ebenfalls aufgestanden war und so hielt ich Beastly Domina nach einigen Metern an und wartete auf sie. Ich klopfte der Stute lobend den Hals und nahm die Füße aus den Steigbügeln um abzusteigen. “Ich bin so stolz auf euch beide! Schau wie ich zittere!” sagte sie schrill und hielt mir ihre Hände entgegen. Ich lachte und nahm sie in den Arm. “Sie ist ein großartiges Pferd! Kaum zu glauben das sie am Anfang so Probleme gemacht hat.” Juna nahm die Zügel ihrer Stute und ich schob die Steigbügel nach oben und lockerte den Gurt, damit wir sie in den Stall führen konnten. Ich nahm meinen Helm ab und hängte ihn an die Box in der sich meine Stute befand um zurück zu den Tribühnen zu gehen, wo ich auf Juna wartete um die Prüfungen der anderen Trainer zu verfolgen.
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    12. Erster Gedanke als ich HMJ7531 zum ersten mal sah/ 15
    Mein erster Gedanke war " Scheiße wie kann man sie befreien! wie sieht die den aus! Schaff ich das!" diesen Gedanken konnte ich mich gut erinnern. Denn ich war neuling in bezug auf Pferden und war regelrecht geschockt. Ich war mir nicht sicher ob ich ihr helfen konnte.
    Wir schaffen das!
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    14. Was ist mir bei der Arbeit mit HMJ7531 wichtig/ 10
    Wichtig war es mir, alles mit Ruhe und Gelassenheit anzugehen, ihr die Zeit geben die sie brauchte. Alles ohne Druck und Zwang zu erreichen. Sie sollte erstmal wieder Vertrauen in einen Menschen Fassen. Sie sollte lernen und merken das nicht jeder mensch Schlecht war.

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    Fazit zum Makeover 2019
    Mein Fazit ist das es mir einen heiden spaß hatte und sehr traurig darüber bin das die 3 Monate schon vergangen sind.Ich hoffe das ich beim nächsten mal wieder dabei sein kann
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    Pferd: Canyon, Reiterin: Sadasha, Fremdreitertext Adopdetfox Pferdbewegung beim Fremdreiter AliciaFarnia Rest by Elsaria​
     
    AliciaFarina, Snoopy, adoptedfox und 6 anderen gefällt das.
  6. Wolfszeit

    Wolfszeit Wölfchen❤️

    Alexander Lightwood mit Fanya HMJ 7469
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    Aufgabe 12 Was war dein Gedanke, als du dein HMJ-Pferd zum ersten Mal gesehen hast?|Aufgabe 14 Was ist dir bei der Arbeit mit deinem Pferd wichtig?|Aufgabe 16 Vergleiche die Arbeit mit deinem Pferd zu Beginn des Wettbewerbs und jetzt.- 30 Punkte

    Es war nun so weit der letzte Tag des Horse Makeovers ist erreicht. Bereits gestern waren wir auf der Bow River Ranch angekommen. Heute galt es zu präsentieren was wir mit dem Pferd in den 3 Monaten erreicht hatten. Ich und mein Team hatten überlegt, dass wir eine Art Vortrag machen wollten, indem die kleine Fanya integriert werden sollte. Nun war es so weit. Wir standen vor dem Eingang zum Reitplatz der Bow River Ranch und warteten bis unsere an Moderation vorbei war. Unter Applaus betrat ich den Platz mit der kleinen rotbraunen Stute an meiner Seite. Wir hatten Fanya heraus geputzt. Ihre Mähne und Schweif hatten wir geschnitten. Sie trug das hübsche braune Halfter mit dem Plüsch von Royal Peragee. Sobald die Hallentür geschlossen war, löste ich den Strick von Fanyas Halfter und ließ sie laufen. Sie ging als Erstes zu den Zuschauer die am Zaun standen und inspizierte diese mit angelegten Ohren und etwas Abstand. Ich war vorher mit einem mobilen Mikrofon ausgestattet worden und so begann ich nun zu Reden. "Liebe HMJ Teilnehmer, liebe Zuschauer,
    Wir haben das Finale des HMJs erreicht und nun ist es so weit zu zeigen, wie Fanya sich entwickelte. Für alle die das HMJ nicht so aktiv verfolgt haben werde ich erst einmal HMJ 7469 vorstellen". Fanya hatte beschlossen, dass die Helfer in der Ecke nun viel interessanter als die Besucher sind und war zu ihnen rübergetrottet. Ich pfiff kurz und die kleine Stute kam zu mir getrabt.” hier sehen sie HMJ 7469 oder Fanya, wie sie inzwischen heißt. Fanya ist vermutlich ein 2015 geborener Freiberger. Vom Charakter her ist sie zurückhaltend und misstrauisch, doch sobald man ihr Vertrauen hat weicht sie einem nicht mehr von der Seite.” um das zu verdeutlichen machte ich ein paar Schritte und Fanya folgte mir anstandslos.
    “Mein erster Gedanke als ich mein HMJ Pferd sah, war: was ein armes Tier. HMJ 7469, war überhaupt nicht das, was ich erwartet hatte, als mir gesagt wurde das mir ein Freiberger zugeteilt wurde. Erwartet hatte ich eher einen Braunen oder einen hellen Fuchs, wie es für Freiberger typisch ist, doch es kam eine Überraschung. Der erste Eindruck, den ich hatte war, das vor mir ein verängstigtes Kind steht, dass nicht weiß wie es weitergeht und dann erinnerte sie mich auch schnell an ein Reh, mit den großen Augen, stand sie da und lief nervös auf und ab. Diese kleine Stute hat in mir Sofort das Verlangen geweckt ihr zu helfen. Sie wirkte so hilflos, wie ein kleines Kind.

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    Pferd by Canyon| Hg by sadasha|Bewegung & Zubehör by Wolfszeit
    Durch diesen ersten Eindruck hat sich schnell ein Name für HMJ 7469 gefunden.Fanya kann kindlich wie auch Freiheit bedeuten. Ich und mein Team fanden den Namen so passen, das wir darüber nicht mal diskutieren mussten. So kam es also dazu das die Stute nicht als Nummer, sondern als Fanya bei uns einzog. Von Beginn an war klar , dass der wichtigste Trainingsgrundsatz, sein musste alles langsam und in Ruhe anzugehen, vor allem deshalb, weil Fanya schnell in Panik geriet und anfing sich zu wehren, sobald zu viel Unruhe herrschte. Somit ist immer noch das wichtigste beim Training mit der kleinen Stute, Ruhe. Am Anfang des Wettbewerbs haben wir viel Bodenarbeit gemacht, um erst einmal eine Vertrauensbasis aufzubauen und weil die kleine Stute noch viel lernen musste. Wenn sie nun auf die Leinwand blicken können sie dort ein Bild von unserem ersten Kontakt sehen.

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    Pferd by Canyon| Hg by sadasha|Bewegung, Reiter & Zubehör by Wolfszeit
    Anfänglich konnte man sie zum Beispiel nicht führen, da sie sich gegen den Strick stemmte. Schritt für Schritt lernten wir somit die Grundlagen. Nachdem eine Vertrauensbasis geschaffen war, ging es langsam und schrittweise an das Einreiten. Als Vorarbeit dazu longierte wir viel und gingen mit ihr spazieren, im Wald, Hügel auf und über möglichst viel verschiedenes Gelände. All das sollte einer Seit dem Muskelaufbau dienen, aber auch damit Fanya ihren Körper kennenlernt und ihr Gleichgewicht verbesserte. Durch die wenige Bewegung, die sie hatte, hatte sie anfänglich nämlich enorme Gleichgewichtsprobleme, sodass das Hufe-Auskratzen kaum möglich war. Die kleine Stute hat es uns , obwohl sie so unkompliziert wirkt, gar nicht so einfach gemacht,wie man denkt, da sie auf unbekannte Situationen mit buckeln reagierte.
    Auch Situationen die Fanya Angst machen waren anfänglich, recht gefährlich. Fanya reagierte oft explosiv in solchen Situationen, doch mit viel Geduld und Ruhe ist sie inzwischen deutlich ruhiger geworden.

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    Fanya by Canyon| Hg by sadasha|Bewegung, Reiter, Lilli & Zubehör by Wolfszeit
    Anfänglich war Fanya auch furchtbar schlecht sozialisiert. An einen Ausritt mit so viel anderen Pferden wie sie hier sehen, wäre anfangs gar nicht zu denken gewesen.

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    Avicii by Occulta|Miss Monty ba Sweetvelvetrose|Fanya by Canyon|Schabrake Monty, Vicii, Tory by Mohikanerin|Trense Monty by AliciaFarina|Torashko, Bewegungen, Reiter & restl. Zubehör by Wolfszeit
    Fanya hat alles sofort vertrieben und angegriffen. Doch unsere gutmütige Tinkerstute Lili hat ihr Stück für Stück gezeigt wie schön Gesellschaft ist und das man sich auch keine Sorge um sein Futter machen muss. Wir sind sehr froh,dass wir so ein gutmütiges und ruhiges Pferd wie Lilli hatten. Dann Fanya hat vermutlich das meiste von der Tinkerstute gelernt die wir zu Anfang auch immer dabei hatten, damit Fanya sich orientieren konnte.Zusammenfassen kann man sagen, dass Fanya sich super Entwickelt hat und zu einem Zuverlässigen Freizeitpartner geworden ist.

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    Fanya by Canyon|Halfter Fanya by Maleen|Lilli, Bewegungen & Zubehör by Wolfszeit
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    Aufgabe 10 Wie denkst du, sah die Vergangenheit deines Pferdes aus? - 20 Punkte

    “Wie denkst du, sah die Vergangenheit deines Pferdes aus?

    Dunkelheit. Einsamkeit. Qual. Alleine sein? Sich verlassen fühlen? Mit der Welt abgeschlossen haben.

    Mit diesen Worten verbinde ich die Vergangenheit der Pferde Tortured Witch HMJ 6693 und Fanya HMJ 7469. Zu gern würde ich mir vorstellen, wie die Pferde auf der Weide geboren wurden. Umsorgt von ihrer Mutter, den anderen Pferden der Herde und vielleicht deren Väter. Wie sie als Fohlen liefen. Ja, so lange liefen und spielten, bis ihre Beine sie nicht mehr tragen konnten. Doch sie mussten keine Angst haben, denn in ihrer Herde fanden sie Schutz- konnten sich zum Schlafen hinlegen und die Eindrücke des Tages verarbeiten. Ich würde mir wünschen, sie hätten eine schöne Fohlenzeit gehabt. Wären herangewachsen, hätten eine wunderbare Jugend erleben können und wären dann von verantwortungsvollen Händen antrainiert worden. So langsam und mit so viel Gefühl wie eben nötig.
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    Pferd by Canyon| Hg by sadasha|Bewegung & Rest by Wolfszeit

    Doch die Realität sah leider anders aus. Ich meine, genau wissen wir es nicht. Bilder sind nicht viele vorhanden. Doch die, die wir zu Gesicht bekommen haben, hatten uns das Blut in den Adern gefrieren lassen. Pferde, überall. Unglaublich viele, zusammengepfercht in kleinen Penalboxen. Quasi gestapelt, so wenig Platz hatten die Tiere. Überall Dreck, Kot, verletzte oder tote Tiere. Gott weiß, wie sie es geschafft haben dort Pferde zu füttern oder sogar heraus zu sortieren. Wie sie behandelt wurden, will ich mir ebenfalls gar nicht vorstellen, auch wenn Fanya als auch Witch bei ihrer Ankunft nicht misshandelt aussahen.
    Text by Veija

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    Aufgabe 11 Welche Farbe hätte dein Pferd? Blau, Rot, Grün…? - 15 Punkte

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    Pferd by Canyon| Rest by Wolfszeit
    Fanya wäre sehr bunt. Im innersten wäre sie schwarz und rot, was für den Schmerz und die Angst der Vergangenheit steht. Doch in ihrer Brust schlägt ein rosafarbenes Herz, was für die liebevolle Art steht, die tief in ihr drin steckt. Das Orange steht für das Misstrauen allem Fremden gegenüber. Diese Verhaltensweise rührt vermutlich aus ihrer Vergangenheit her. Das blau steht für die Unsicherheit, die sie in unerwarteten Situationen zeigt. Dunkelgrün steht für ihre Eifersucht, besonders den Futterneid. Das Hellgrün steht für die Veränderung und die Heilung die nach und nach in ihr innerstes dringt. Auch steht es für das Vertrauen, was sie uns entgegenbringt. Der Heiligenschein, steht dafür, dass sie von Natur aus eigentlich ein freundliche, braver und neugieriger Charakter ist, aber ihre Vergangenheit diesen zu dem gewandelt hat, was er jetzt ist.
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    Aufgabe 17 Wie sieht ein völlig normaler Stallaltag bei euch aus? - 15 Punkte

    Damit sie sehen wie unser Alltag aussieht, haben wir hier ein Bild mitgebracht. Morgen wird erst einmal gefüttert. Nach dem Füttern kommen die Pferde, auf die Koppel, damit wir in Ruhe misten können. Nachdem die Boxen sauber sind, geht es ans Training.
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    Pferd by Canyon|Reiter&Bewegung by Wolfszeit|Zubi by Mohi|Hg by Sadasha&Wolfszeit

    Es steht nicht immer Dressur auf dem Plan. Wir versuchen den Trainingsplan möglichst abwechslungsreich zu gestalte so stehen z. B. auch Ausreiten, Spazieren und Bodenarbeit auf dem Plan.
    Nach dem Training geht es für Fanya meistens wieder auf die Koppel, bevor es dann Abends wieder in den Offenstall geht.
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    Aufgabe 18 Was kann dein HMJ-Pferd gar nicht? Zeige es! - 20 Punkte

    Es gibt nicht viel, von dem, was wir bis jetzt ausprobiert haben, was die Freibergerstute nicht mit Bravour Meistern konnte. Eine Sache gibt es jedoch was Fanya nicht sonderlich gut kann und das ist Teilen. Futter teilen ist schwierig bei der Stute, doch mit bestimmten Pferden ist dies durchaus möglich. Doch sobald es um das Teilen von Aufmerksamkeit geht, ist Fanya nicht mehr freundlich.
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    Pferd by Canyon|Reiter & Bwegung by Wolfszeit|Hg by sadasha|Halfter by Maleen

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    Statement zum Horse Makeover Joelle 2019

    Erstmal ein riesiges dankeschön an @Canyon, die sich die Mühe gemacht hat alles zu organisieren und auch zwischendrin alle Fragen zu beantworten. Natürlich geht der Dank auch an alle andrens die das HMJ möglich machten. Auch möchte ich danke sagen an @Maleen für die tolle Halfter Aktion. Auch an @Mohi geht ein großes Dankeschön für die Weihnachtsverlosung, wo auch die HMJ Pferde nochmal eine Extra Chance bekommen haben einen Gewinn abzusahne.Das HMJ hat sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe ,dass der Aktivitäts boost der aktuell herrscht anhalten wird, Ich für meinen Teil werde weiterhin so aktiv bleiben wie bisher und die kleine Fanya werde ich nie wieder hergeben <3.
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    Pferd by Canyon|Halfter by Maleen|Bewegung, restliches Zubi & Reiter by Wolfszeit|Hg by samarti
     
    AliciaFarina, Snoopy, Zion und 6 anderen gefällt das.
  7. Cooper

    Cooper Boo

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    Einleitung
    Eines Tages wurde ich wach und realisierte das es ist Ende Januar war. In ein paar Tagen fand somit das Finale vom „Horse Makeover Projekt 2019“ statt. Es ist nicht so dass ich es nicht bemerkt hatte, oder dass ich mit Liav nicht gearbeitet hätte, aber es kam doch schneller als erwartet. Es stand sogar in Frage ob wir am Finale teilnehmen, da Liav Probleme mit Unregelmäßigkeiten und übermäßig vielen Reizen hatte. „Auf Calgary!“ schrie mir Joey am Abfahrtstag, motiviert ins Ohr. Ich blinzelte extra lange und rieb mein Ohr. Musste dann aber doch lachen und freute mich auf die nächsten Tage.

    Auf der Bow River Ranch angekommen begrüßte ich zunächst den Veranstalter sowie auch den Gastgeber und suchte dann nach vertrauten Gesichtern. Ich traf nur auf ein zwei andere Teilnehmer, da ich einige Tage früher angereist war, um Liav den bestmöglichen Zustand zu bieten bevor der ganze Trubel seinen Lauf nahm. Liav hatte nämlich leider dennoch Probleme mit hohem Lärmpegel und den vielen visuellen Reizen, welches sich dann am offiziellen Anreise Tag zeigte. „Siehst du, deswegen sollten wir sie nicht mehr auf Turniere oder ähnliches schicken. Es versetzt sie in einen schrecklichen Zustand. Sie ist so anders als sonst“. Traurig schaute ich sie an und versuchte alles damit es ihr in der Besucherbox gut ging. Tatsächlich beruhigte sich die Stute recht schnell und hörte auf zu zittern. Auch das nervöse Laufen und hin und her schauen lies nach, da sie mit der Umgebung schon vertraut war. „Hiernach musst du nie wieder wohin, versprochen“ sagte ich und streichelte ihre Nüstern.

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    Prüfung 5 – Bodenarbeit/ Tanzkür 25P.
    Da ich den Kontakt, den Respekt und das Vertrauen mit Liav durch Bodenarbeit erarbeitet hatte, entschied ich mich explizit für diese Aufgabe und wusste das die funktionieren würde. Liav’s und meine Bindung war inzwischen so gewachsen das auch eine Bodenarbeit ohne Halfter bzw. Strick möglich war. Nervös umklammerte ich am Tag der Vorführung meine Zeichnung und Notizen, die ich für die Bodenarbeitkür erstellt hatte und streichelte dabei Liavs Schopf. „Ihr seid dran“ differenzierte ich aus den vielen leisen Stimmen und aus den Gesprächen der vielen Menschen im Hintergrund. Ich steckte den Zettel in meinen Schuh. Komischerweise machte ich das bei jedem Turnier und war selbst für mich eine eher lästige und ungewöhnliche Angewohnheit und dachte darüber nach wie das wohl für Außenstehende aussehen mag. Um mich mal wieder in meine Gedankenwelt zu verlieren hatte ich jedoch keine Zeit und sammelte meine Gedanken. Ich lief mit Liav auf den Platz, entfernte das Halfter und wartete auf den Start der Musik.

    Beim ersten Ton gab es kein Gedanken Wirrwarr mehr, sondern nur mich und Liav, alles andere wurde systematisch ausgeblendet. Zunächst lies ich die Stute sich verbeugen und ich winkte den Zuschauern lächelnd zu. Liav stand auf schlug ihren Kopf zurück und ging direkt in Longenposition, genauer in eine Kreislinie. Genau wie wir es geübt hatten. Ich war in diesem Moment sehr stolz, da der Anfang der Kür für sie immer schwierig war. Ihre Muskeln waren immer noch sehr fest und das Aufstehen bereite ihr somit ab und an Probleme. Ich ließ sie dann von einmal links im Trab kreisen und auf mein Handzeichen wechselte sie anhand einer Kehrtvolte auf rechts. Das sie sich mittlerweile so ausbalancieren konnte grenzte an ein Wunder. Ich lies den Kreis per Arm und Stimme immer größer werden und schickte sie im Galopp eine ganze Bahn und begleitete sie hier vereinzelnd. Sie übersprang sie zwei kleine Hürden und lief über 300cm entfernte Stangen. Sie schnaubte und machte einige bockige Bewegungen, die nicht zur Kür gehörten, aber doch irgendwie passten. Ich schmunzelte und lies sie dann zu mir kommen. Im Takt der Musik liefen wir gemeinsam Rückwärts. Die ersten Schritte machte ich allein, da die Stute durch irgendeinen Reiz, vermutlich dem Wind, abgelenkt war. Ohne große Verzögerung versuchten wir es erfolgreich erneut. Liav schlug bei dieser Übung immer nervös den Schweif umher und nahm den Kopf extrem mit. Was tatsächlich dann die Illusion hervorbrachte, als würde sie tanzen. Dann begann der tatsächliche Übergang von der Bodenarbeit in den Tanz. Wir Bewegten uns eingangs elegant im Seitengang, mit dem Gesicht zum Publikum zur linken und rechten Seite und wieder zurück in die Mitte. Ich ließ sie eine kurzweilige piaffenähnliche Figur durchführen, welche so einigermaßen funktioniere. Ich nutze dafür ebenfalls die Hand. Liavs Ohren und Augen waren stets auf mich gerichtet. Wir „tanzen“ weiter vor uns hin als wäre keiner da. Der spanische Schritt war zwar in meiner Dressurkür vorhanden, dennoch führte ich diesen auch im Tanz vor. Wie einstudiert beschleunigte ich am Ende mein Tempo und Liav ebenfalls. An meinem Höchsttempo sprang ich dann zum Ende des Lieds in die Höhe und Liav richtete ihr Bein nach mir, als würde sie nach mir greifen. Eigentlich sollte ich stehend aufkommen, stattdessen fiel ich so stilvoll wie möglich hin, improvisierte und blieb sitzen als wäre das alles gewollt gewesen. Liav schaute mich verwirrt an und legte sich kurzerhand zu mir. Hier konnte ich mein Lachen dann nicht verbergen. Die Musik endete. „Du warst einfach wundervoll“ sagte ich und wuschelte ihren Schopf. Ich legte das Halfter an, welches mir gereicht wurde und versorgte Liav entsprechend ihrer Aufregung und war froh, dass erst Morgen die nächste Aufgabe anstand. „Heute regnetes Äpfel für dich, das schwöre ich dir“.

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    Prüfung 2- Dressurkür 15P.
    Ich entschied mich bei den Aufgaben für zwei Stück. Einmal die Bodenarbeit/ Tanzkür- Mischung und dann für eine Dressurkür. Und wollte der Stute auch nicht mehr zumuten. Die restlichen Aufgaben erfolgten durch die Fragerunde und Versammlung. Auch den Fragen hatte ich mich für zwei entschieden, somit bekam die ganze Performanz eine Rundung.
    Vor der Kür, wie immer, schaute ich mir den Zettel an und steckte ihn, wie am Vortag in meinen Schuh. „Du, bist schon, nicht ganz normal“ äußerte Joey, der als Verstärkung mit angereist war. „Lass mich!“ lachte ich, stieg auf und wartete im Wartebereich bis mir jemand vom „Horse Makeover“ Team signalisierte, das wir loskönnen. Es wurde still. Ich zog meine Nase hoch, da sie wegen der Kälte lief und zupfte meinen roten Rollkragenpullover richtig. Ich ritt mit einer Passage ein und blieb in der Mitte stehen. Die Passage war für Liav sehr schwierig und auch wenn ich keinen Richtern grüßten musste, grüßte ich die Zuschauer, um ihr eine kleine Pause zu geben. Somit hatte die schwarzbraune ihre schwierigste Figur gemeistert. Ich lobte sie so ausgiebig wie es ging. Die Musik ertönte und ich wechselte mit einem Arbeitstrab durch die ganze Bahn und blieb bei C stehen. Dort ritt ich, ebenfalls im Trab, die Transversale. Diese mochte Liav erstaunlicherweise sehr gerne und laut Gesichtsausdrücken schien sie auch gut auszusehen. Während ich noch im Trab eine Volte vorstellte und vor allem auf den Takt der Musik achtete, gab Joey mit vom weitem ein Daumen hoch, welches mich schmunzelnd lies. Nun war die Piaffe dran. Liav mochte diese Figur ebenfalls sehr gerne, hob aber selbstverständlich die Beine etwas weniger an, da es für sie einfach physisch nicht anders möglich war. Und das war auch vollkommen in Ordnung. Die Dressur machte der Stute Spaß und man merkte das sie die Disziplin fordert aber mit Hilfe der Dressur konnte ihr Selbstvertrauen stärken und nachdem sie einiges gemeistert hatte, veränderte sie sich auch charakterlich positiv. Allerdings würde sie nie höher als eine L Klasse laufen können und das würde ich auch auf gar keinen Fall verlangen. Ich war mehr als zufrieden mit einem Tier welches glücklich ist. Ich fuhr dann zum Ende hin einen Gang hoch und galoppierte in einem Arbeitsgalopp durch die ganze Bahn und wechselte. Ich hatte zwar vorher nicht daran gedacht einen Galoppwechsel durchzuführen, dennoch war er passend du ich wusste das Liav ihn konnte. Also setzte ich ihn auch ein. Liav war unglaublich aufmerksam an diesem Tag und zu meinem überraschen konnte sie sich sehr gut konzentrieren, trotz der vielen Reize. Zum Takt der Musik lief ich zwei Pirouetten. Den versammelten Galopp konnte Liav mittlerweile auch gut kontrollieren. Es gab früher immer mal wieder einige Aussetzer. Die erste Pirouette verstand die Stute nicht und war ein wenig verwirrt. Ich setzte aber erneut an und gab diesmal etwas Stimme bei. Wir schlossen beide erfolgreich ab und somit hatten wir die Dressurkür erfolgreich gemeistert. Stolz galoppierte ich aus dem Reitplatz und umarmte Liav noch im Sattel. Joey nahm uns in Empfang und wir lobten Liav gemeinsam. Auch einige Teilnehmer kamen vorbei, um zu beglückwünschen sowie meine Arbeit mit Liav zu loben. „Das ist nicht allein mein Verdienst. Sondern allein ihrer“ sagte ich und wuschelte der Stute den Schopf. Sie schüttelte den Kopf.

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    Frage 11 – Welche Farbe hätte dein Pferd? 10P.

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    Die erste Farbe, die mir einfällt, die ich mit der schwarzbraunen Stute verbinde, ist Rot. Auch bei der Royal Peerge Halfteraktion gab ich die Farbe Rot als wesentliches Merkmal an. Rot wird mit übernervösen und gelegentlich aufbrausenden Charakteren verbunden. Zudem mit Energie und Begierde, welches auch bei der Stute zu finden ist. Im negativen wird es aber auch mit Krieg verbunden. Dies ist bei der Stute durch ihre Abwehrmechanismen, dem beißen und treten zu erkennen. Dies dient lediglich ihrer Selbstverteidigung falls sie eine Gefahrensituation interpretiert welches im Krieg von hoher Bedeutung ist. Zuletzt finde ich Rot eine passende Farbe für Liav, da es vor allem Stärke verkörpert und Liav für mich das stärkste Pferd, nicht im physischen Sinne, sondern im charakterlichen Sinne ist, welches ich jemals begegnet bin.

    Frage 12 – Was war dein Gedanke, als du dein HMJ Pferd zum ersten Mal gesehen hast? 10P.
    Es sind nicht unbedingt Gedanken, an die ich mich erinnern kann. Es sind eher Gefühle. Nach nicht mal zwei Minuten erkannte ich, dass sie eine verklebte Muskulatur hatte, sie bewegte sich nervös und ihr Blick ging ins Leere. Ich war sauer, traurig und entsetzt zugleich. Wie konnte man einem Lebewesen nur so etwas antun. Als ich sie dann vom näheren sah und nicht nur die psychischen Leiden, sondern auch die physischen Zustände der Stute wahrnehmen konnte, musste ich mich erstmal setzten. Ich weiß noch das ich seufzend in die Hocke ging und mir erstmal die Hände an den Kopf hielt und dann meine Augen rieb. Dann beschnupperte mich Liav und kam wirklich nur einen ganz kleinen Schritt nach vorne. Ich wusste das es nicht leicht wird und schwor ihr das es egal war wie sich die Stute entwickeln würde. Bei mir wird sie ankommen und Chattahoochee Hill’s nie mehr verlassen müssen. Ich würde ihr das Zuhause geben, welches sie sich verdient hat, ohne Bedingungen.

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    Zusatzaufgabe 22 – Videopräsentation „Liav’s Progress“ 40P
    Klick!

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    Statement zum Horse Makeover 2019!

    Story
    Es müssen jeden Tag Tiere und Pferde durch die Hände schlechter Menschen/ Organisationen leiden und manche sogar verenden. Ich finde es wunderbar das man solchen Situationen gegenwirken kann und den Tieren ein Zuhause für alle Zeit geben kann. Ein Zuhause, in dem sie sein können wie sind, gefördert werden und ihnen geholfen wird, im seelischen und physischen Sinne. Somit bedanke mich bei allem die das Projekt „Horse Makeover 2019“ ermöglicht haben.

    Game
    Erstmal großem Danke! Von jedem von euch, ist Joelle ein Teil. Egal welchen Beruf wir haben oder wer wir im Real Life sind, es kommen ganz viele Menschen aus verschiedensten Orten in Joelle zusammen und genau das fand ich schon 2008 so wunderbar. Umso mehr brach es mir das Herz als die Community schrumpfte und viele kaum noch aktiv waren. Ich finde es sehr schön wie das Makeover nicht nur Storymäßig und Gamemäßig die User animiert hat mehr zu schreiben, zu malen und aktiver zu sein. Am meisten herausgestochen ist für mich das die User untereinander viel mehr kommuniziert haben, zwar über das Makeover, aber somit eben auch eben auf andere Themen gekommen sind und somit Gespräche etc. entstanden sind, die ohne gar nicht zu Stande gekommen wären. Also, vielen lieben Dank!

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    Pferd by Canyon
    Dressurkürbild - Bewegung by Wolfszeit | Zubehör by Maleen
    Rotes Halfter by Maleen
    Reiter by Cooper
    Lineart by Cooper
     
    AliciaFarina, Bracelet, Zion und 5 anderen gefällt das.
  8. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Caleb O'Dell von der Bow River Ranch mit seiner Tortured Witch HMJ 6693

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    Turniere und Wettbewerbe
    0. Westernkür - 45 Punkte

    "Hallo. Für alle die mich noch nicht kennen sollten, ich bin Caleb O'Dell. Und das hier unter mit ist meine Tortured Witch HMJ 6693. Ich möchte ihnen in meiner Westernkür eine Reining zeigen, ehe Sie Einblicke in eine zweite Westerndisziplin erlangen, wovon ich schon etwas beim vergangenen Reiterspiel gezeigt hatte. Ich bin wirklich stolz auf meine Stute, an richtige Spins war zum Beispiel vor vier Wochen nicht einmal zu denken. Auch schaffte sie es da noch nicht, ihren Zirkel zu halten und ich musste ihr ständig nachhelfen, in der Spur zu bleiben."

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    "Witch läuft noch in der LK 5, Fliegende Galoppwechsel und rasante Geschwindigkeiten werden Sie hier heute bei mir nicht sehen können. Dafür aber ein Pferd, welches sich anstrengt und sein bestes gibt- alles weitere kommt mit steigender Ausbildung. Witch steht ja erst am Anfang."
    So kündigte ich mich an, ehe ich von X zurück zum Eingang des Platzes ritt und die Stute aufstellte. Ich wollte mit einem kleinen Run Down beginnen. Normalerweise war dies nicht üblich in der LK 5, aber wir hatten das schon geübt und Witch schlug sich gar nicht so schlecht. Ich streichelte ihr noch einmal über den Hals. "Schön langsam, du stehst noch am Anfang deiner Karriere, es muss noch nichts perfekt sein.", erklärte ich ihr und sah nach vorne. Ich nahm die Zügel kurz auf, um ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken und galoppierte sie langsam an. Wir wurden schneller, blieben aber bei einem gemäßigten Tempo, ehe ich sie kurz hinter X stoppte. Sofort als wir standen gab ich ihr die Hilfen zum Rückwärtsrichten, so dass wir an X stehen bleiben konnten und kurz verschnauften. Dann gab ich ihr die Hilfen zum Spin. Zu erst rechts herum. Ich setzte mich tief in den Sattel, legte meine linkes Bein an, nahm die Hände nach rechts und schnalzte. Mittlerweile wusste Witch sofort was zu tun war und brauchte keine übermäßigen Hilfen mehr. Sie setzte sich auf die Hinterhand und fing an sich zu drehen. Erst eine Runde, dann zwei, drei... und die vierte. Dann stoppte ich sie und wir zeigten die Übung auch auf der anderen Hand.

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    Nun waren die Zirkel an der Reihe. Ich startete auf der rechten Hand mit einem schnelleren, größeren Zirkel. Unser Galopp war in einem gemäßigten Tempo, damit ich sie, als wir an X ankamen, ohne große Einwirkung ein wenig langsamer galoppieren konnte. Als wir nun wieder in der Mitte ankamen, parierte ich sie zum Trab durch und galoppierte sie auf der linken Hand nochmal neu an. Auch hier war zu erst der größere Zirkel an der Reihe, ehe wir den kleineren ritten. An diesen kleinen Zirkel schloss ich erneut einen Großen an, den wir jedoch nicht schlossen, sondern mit einem Sliding Stop beendeten. Es folgte ein langsam, aber sauber gesprungener Roll Back, ehe wir zurückgaloppierten und einen letzten Sliding Stop zeigten. Überschwänglich klopfte ich Witch's Hals, drehte sie und ritt sie zurück zu X. Außer Atem stemmte ich meine rechte Hand in die Hüfte und schaute mich einmal in der Menge um. Sie applaudierten alle, jubelten uns zu und lächelten.
    Bellamy kam auf den Platz und hatte eine Tonne und ein Lasso dabei. Das Lasso drückte er mir in die Hand, so dass ich es vorbereiten konnte. Die Tonne stellte er vor mir ab. Etwas abseits blieb er stehen und hielt sein Mikro hoch. "Wie zuvor angekündigt zeigen Caleb und Witch noch einmal kurz das Lassowerfen, welches sie beim vergangenen Reiterspiel schon einmal kurz gezeigt hatten.", erklärte der schwarzhaarige Mann und nickte mir dann zu. Ich sortierte in aller Ruhe mein Seil fertig und fing an es links und rechts an Witch vorbei in Richtung Boden zu schwingen, so dass sie sich noch einmal kurz daran gewöhnen konnte. Dann nahm ich es über den Kopf und fing an es zu schwingen. Ich konzentrierte mich auf die Tonne, zielte, und traf! "Die Tonne haben sie schon einmal ohne Probleme gefangen. Ob sie das in Zukunft mit den Kühen auch so gut hinbekommen?!", fragte Bellamy in die Runde, ließ das Mikro sinken und applaudierte uns. Er räumte Tonne und Lasso vom Platz, während ich Witch erneut lobte, abstieg und unter Klatschen den Platz verließ.

    (das Bild braucht je nach Internetgeschwindigkeit eine Weile, aber dann bewegt es sich flüssig)
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    Fragestellungen und Ideenanregungen
    10. Wie denkst du, sah die Vergangenheit deines Pferdes aus? - 30 Punkte

    Dunkelheit. Einsamkeit. Qual. Alleine sein? Sich verlassen fühlen? Mit der Welt abgeschlossen haben.

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    Mit diesen Worten verbinde ich die Vergangenheit der Pferde Tortured Witch HMJ 6693 und Fanya HMJ 7469. Zu gern würde ich mir vorstellen, wie die Pferde auf der Weide geboren wurden. Umsorgt von ihrer Mutter, den anderen Pferden der Herde und vielleicht deren Väter. Wie sie als Fohlen liefen. Ja, so lange liefen und spielten, bis ihre Beine sie nicht mehr tragen konnten. Doch sie mussten keine Angst haben, denn in ihrer Herde fanden sie Schutz- konnten sich zum Schlafen hinlegen und die Eindrücke des Tages verarbeiten. Ich würde mir wünschen, sie hätten eine schöne Fohlenzeit gehabt. Wären herangewachsen, hätten eine wunderbare Jugend erleben können und wären dann von verantwortungsvollen Händen antrainiert worden. So langsam und mit so viel Gefühl wie eben nötig.
    Doch die Realität sah leider anders aus. Ich meine, genau wissen wir es nicht. Bilder sind nicht viele vorhanden. Doch die, die wir zu Gesicht bekommen haben, hatten uns das Blut in den Adern gefrieren lassen. Pferde, überall. Unglaublich viele, zusammengepfercht in kleinen Penalboxen. Quasi gestapelt, so wenig Platz hatten die Tiere. Überall Dreck, Kot, verletzte oder tote Tiere. Gott weiß, wie sie es geschafft haben dort Pferde zu füttern oder sogar heraus zu sortieren. Wie sie behandelt wurden, will ich mir ebenfalls gar nicht vorstellen, auch wenn Fanya als auch Witch bei ihrer Ankunft nicht misshandelt aussahen.

    Eine ganze Zeit später auf der Bow River Ranch, als sie noch alleine stand.

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    Durch eine Aktion von Maleen bekam jedes Eventpferd ein eigenes Halfter. Witch trug Ihres kurze Zeit später auch. Vielen Dank dafür Maleen!

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    Witch duldete zunächst keine anderen Pferde. Umso glücklicher waren wir, als sie sich wenig später mit unserem Cielos anfreundete und sie so zumindest einen pferdigen Partner an ihrer Seite wissen konnte.

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    19. Was kannst du als Reiter gar nicht? Zeige es! - 5 Punkte

    Ha, was ich gar nicht kann und was ich gar nicht leiden kann vereint sich hier auf einem Bild, was Octavia mal von mir geschossen hat! Ich bin kein Fan von Englischen Vollblütern. Ich würde mir nie anmaßen, über einen Jockey zu urteilen. Denn das ist etwas, dass ich gar nicht kann. Die zu reiten ist auch nochmal etwas ganz anderes, als meine Westernpferde.

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    Zusatzaufgabe
    22. Erfülle eine Aufgabe deiner Wahl. - 20 Punkte

    Ein Mädchen für alles
    "Caleb", "Mr. O'Dell", "O'Connell? Oder so?", "Cowboy", "Der Blonde mit dem Cowboyhut da hinten", "Na.. der da, der so grimmig drein schaut", "Caaaaaaleeeeeb", "Ey!", "Sir?" und vieles mehr. Ich kann gar nicht aufzählen, wie oft ich meinen Namen in den letzten Tagen, ja sogar Wochen gehört hatte. Ich hatte mich freiwillig gemeldet. Ich hatte gesagt, ich würde bei dem Horse Makeover helfen, ein Pferd aufnehmen, trainieren und sogar meine Ranch für das Event zur Verfügung stellen. Dass Menschen so anstrengend sein konnten, wurde mir erst mittendrin klar.

    "Alle wissen was sie zu tun haben? Heute sollen, wenn alles gut geht, alle Eventpferde mit ihren Besitzern und ihren engsten Vertrauten zurückkommen. Jedes Pferd bezieht eine der Paddockboxen am Reitplatz, wahlweise auch im Stall, falls es einigen draußen zu kalt sein sollte, man weiß ja nie, Kanada hat ein anderes Klima.", erklärte ich meinen Mitarbeitern und genoss die Ruhe vor dem Sturm. Seid bitte alle hilfsbereit, bietet eure Hilfe auf jeden Fall dann an, wenn ihr seht, dass jemand sie nötig hat. Seid freundlich, sprecht mit den Teilnehmern. Aber vergesst bitte um Himmels Willen nicht eure Aufgaben hier auf dem Hof. Es ist alles eng getaktet, wenn morgens schon etwas schief läuft, wirkt sich das auf den ganzen restlichen Tag aus. Ein frohes Arbeiten!"
    Und dann ging es los... nach und nach reisten alle an, bezogen ihre Boxen und wuselten auf meiner Ranch herum. Immer wieder zwischendurch hörte ich meinen Namen, oder Anreden, um meine Aufmerksamkeit auf die Fragenden zu ziehen. "Natürlich haben wir koffeeinfreien Kaffe.", sagte ich zu einer jungen Frau und begleitete sie in die Küche des Haupthauses. "Sie können die Packung gerne mit in ihre derzeitige Wohnung holen, dann müssen sie nicht immer hier herüber kommen, und ihn sich hier machen.", erklärte ich ihr freundlich, schob sie aber mehr oder weniger bittend aus meinem Haus heraus. Dass ich ein sturköpfiger Eigenbrödler war, war nichts neues. Dementsprechend hatte ich es wohl am schwersten, mich an den ganzen Trubel hier zu gewöhnen. Nichtsdestotrotz wollte ich mit dem Training meiner Pferde auch ein bisschen weiter kommen, so dass ich mich gegen Nachmittag auf dem kleineren Reitplatz befand und meinen Hengst Vulture warm ritt. Ich konzentrierte mich auf den Hengst und nahm das leise Räuspern am Zaun zu erst nicht wahr. Erst als es lauter wurde und eine junge Frau meinen Namen sagte, hellten sich meine Züge ein wenig auf. "Johanna!", sagte ich mit aufhellenden Zügen und trabte Vulture auf sie zu. "Ich hab gar nicht mitbekommen, dass du angekommen bist. Hast du Conti schon untergebracht? Wie macht sie sich?", fragte ich sie und klopfte Vulture gegens Vorderbein, damit er aufhörte, im Sand zu scharren. "Gut, gut. Sie hat sich sofort auf ihr Heu gestürzt. Aber wo hast du denn deine Witch? Ich hab sie noch gar nicht gesehen hier.", fragte sie mich, was mich kurz zum Auflachen brachte. "Witch steht hinten im letzten Stall in ihrer gewohnten Box. Hab sie schon eine Weile vom Trubel weggestellt, damit nicht alle auf die Idee kommen, sie sich sofort angucken zu gehen. Ich hab in den Ställen nichts zu verstecken, viele Pferde sind eh nicht im Stall. Aber ich mag es nicht so, wenn überall fremde Leute herumlaufen. Deshalb dachte ich, bis zum letzten Stall würden sich die wenigsten vorkämpfen. Dann hab ich auch später meine Ruhe, sie fertig zu machen.", erwiderte ich schulterzuckend. "Macht Sinn.", meinte Johanna und fragte, ob sie mir noch kurz zuschauen dürfte. Ich nickte und trabte meinen Hengst wieder an, ehe ich ihn auf dem Zirkel angaloppierte. Johanna blieb ein paar Runden, ging dann jedoch wieder ihrer Wege.
    Kurze Zeit später stand Cooper am Zaun und wollte einen Schwamm, ein Tuch und einen Eimer haben. Im Stall hätte sie keinen gefunden. "Ich komm mit und zeig es dir.", erklärte ich und ritt zusammen mit ihr zum Stall. "Kannst du ihn kurz halten?", fragte ich sie und ließ sie mit meinem Hengst draußen stehen. Den Stall hätte ich nie betreten sollen, denn sofort kam mir Octavia wild gestikulierend entgegen. Energisch zog sie mich am Arm hinter sich her auf die Toilette. "Bist du bescheuert? Sattelkammer vielleicht? Aber Toilette?!", fragte ich sie, nun auch mit den Armen fuchtelnd. "Die sind überall, nirgends ist man vor ihnen sicher!" "Wie war das mit dem freundlich sein?", fragte ich sie mit hochgezogener Augenbraue und klopfte ihr sachte auf die Schulter. "Du kannst jetzt das Mädchen für alles sein, ich verzieh mich!", quietschte sie, öffnete die Tür der Toilette und ließ mich mit einem verwirrten Blick zurück.
    Als ich aus der Toilette heraustrat, wusste ich genau, was sie gemeint hatte. Vor mir hatte sich ein kleiner Ball aus Menschen gebildet, alle sagten meinen Namen oder sprachen mich mit einer anderen Anrede an. "Einer... nach dem Anderen.", sagte ich, zog einmal scharf die Luft ein und setzte ein kleines, gequältes Lächeln auf. Ich hatte es so gewollt und ich hatte es gerne so gewollt.

    Statement
    Auch wenn Caleb ein wenig genervt zu sein scheint von dem ganzen Trubel auf der Ranch, fand ich die Zeit des Makeovers wirklich richtig cool! Ich danke hier an dieser Stelle @Canyon, die das ganze organisiert hat. Aber auch @Maleen für die wirklich, wirklich tollen Halfter! Es hat Spaß gemacht, auch wenn ich leider viel zu wenig Zeit hatte für das, was ich alles hatte machen wollen.
    Aber es ging ja auch um den Spaß und die Zeit, die man in solch ein Projekt investiert. Man sollte zeigen, wie weit man kommt. Und ich denke jeder hat so viel gegeben wie er konnte und es so gut gemeistert, wie es eben ging.

    Um es hier auch nochmal direkt zu sagen, auch wenn der Januar schon vorbei ist: Witch wird auf jeden Fall auf der Bow River Ranch und im Besitz von Caleb bleiben, denn ihr Weg hat gerade erst angefangen!

    Quellen:

    1. Portrait von Canyon
    2. Spinbild: Pferd Canyon; Reiter, Trense, Skid Boots, Sprungglocken, Pad: Loulou; Rest & Zusammenstellung Veija
    3. Galoppbild: Pferd Canyon; Bewegung adoptedfox & Veija; HG Samarti; Reiter, Sattel & Trense Loulou; Rest Veija
    4. Linearts Spin: HG Samarti; Rest Veija
    5. Bild Vergangenheit 1: Pferd Canyon; Hg sadasha; Bewegung & Rest Wolfszeit
    6. Bild Vergangenheit 2: Pferd Canyon; HG Samarti; Bewegung & Rest Veija
    7. Bild Vergangenheit 3: Pferd Canyon; HG Samarti; Halfter Maleen
    8. Bild Vergangenheit 4: HG ?; Rest Elsaria
    9. Bild Frage 19: HG Samarti; Pferd kira; Bewegung Quinzel; Bandagen Veija; Rest Loulou
     
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  9. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    Nur noch 6 Tage bis zum Ende des Zeitraums für eine Teilnahme am Finale!
    Ihr habt bis zum 09.02.2020 um 23:59 Uhr Zeit eure Teilnahmen einzufügen. Sollte es euch aus Gründen nicht möglich sein, dies zu schaffen, dann meldet euch bitte rechtzeitig bei mir.
    Danke für all die vielfältigen und wunderschönen Beiträge, die bereits existieren!


    Liebe gesamte Userschaft! So langsam wird es Zeit, dass ihr eure Bewertungen abgebt. Bitte tut dies. Möglicherweise wird es beim nächsten Mal Vorteile für diejenigen Teilnehmer geben, die sich aktiv für das HMJ 2019 interessiert haben.
     
  10. Zion

    Zion Bekanntes Mitglied


    Collin Jones mit Morian HMJ 6345

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    Dressurkür - 25 Punkte
    Die Kälte zog sich durch Mark und Knochen. Der Wind peitschte förmlich und zerzauste Haar und Mähne. Morian, der von der langen Reise sowieso noch gestresst war, bestand nur noch aus einem sehr dünnem Nervenkostüm und zuckte beim kleinsten Geräusch zusammen. „Na das wird ja ein Spaß…“,dachte ich im Stillen und klopfte wie ein Roboter gegen Mos Hals. Um ehrlich zu sein, bestand mein Nervenkostüm am heutigen Tag auch nicht gerade aus Stahl, weshalb ich gereizt und genervt war. Wäre ich eine Frau, hätte man meinen können, ich hätte meine Tage. „Du hast dir ja mal wieder die beste Kombi herausgesucht, Baby.“, bemerkte Valeria belustigt. „Sehr witzig. Blau und Grün passen doch wohl sehr gut zusammen!“, bestand ich auf mein Recht. Sie gab mit einem Nicken klein bei und beschäftigte sich mit Morian, wie sie es immer tat, wenn sie sie Menschen ignorieren wollte. Nach einem Zögern und der Überwindung des eigenen Stolzes brachte ich eine Entschuldigung zu Stande. „Hey Val, es tut mir leid okay? Ich hab heute echt beschissene Laune.“ Ihre Mundwinkel zogen sich leicht nach oben und sie schmiegte sich schließlich an mich. Wie es anders nicht hätte sein können, kreuzte Caleb plötzlich auf und musste natürlich einen Kommentar ablassen: „Ey ihr Turteltäubchen, nehmt euch doch ein Zimmer! Collin ihr seid gleich dran.“, informierte er mich. Ohne den letzten Nerv zu verliere quetschte ich ein genuscheltes „Danke“ zwischen den Zähnen raus. Auch wenn ich bereits gefühlte tausend mal den Sattel und die Trense kontrolliert hatte, checkte ich erneut, ob auch wirklich alles an Ort und Stelle war. „So ich gehe rüber zur Bande und schaue euch dann zu.“, verkündete Val und drückte mir einen Kuss auf die Wange und ging. „So Mo jetzt sind wir wohl auf uns gestellt, Dicker.“, erklärte ich ihm und er schnaubte verständnisvoll, als ob er mich verstanden hätte. Letztendlich stieg ich auf und ritt ihn noch mit der Abschwitzdecke warm, ehe wir auf den Reitplatz gingen.

    Schon bereits vor Wochen hatte ich ein Lied im Kopf herumschwirren gehabt, welches ich zur Dressurkür laufen lassen wollte. Dieses Lied sollte eine Überraschung für alle Beteiligten sein, weshalb ich diesbezüglich meine Klappe hielt. Dieses Lied oder besser gesagt diese Komposition würde bei den Zuschauern eher ein Schmunzeln hervorrufen, aber für mich und Morian war es perfekt. Dieses Lied hat etwas magisches von Stolz, Dekadenz und Spannung, was mich schon seit Jahren fasziniert. Durch eine Ansage durch ein Mikro wurde ich aus meinen Gedanken gerissen und lenkte Morian in Richtung des Reitplatzes. „Nun folgt eine Dressurkür vorgeführt von Collin Jones und Morian HMJ 6345!“, kündigte man uns an. Meine Nervosität drohte überzukochen, doch zu meinem Erstaunen war es Mo, der zielstrebig zur Mitte des Platzes stolzierte und mir Mut machte. Wie ich es vom Training mit ihm kannte, konnte man sich in schwierigen Situationen, die viel Konzentration von ihm erforderten, vollkommen auf ihn verlassen, was mir wiederum Sicherheit schenkte. „Na dann wollen wir mal, Dicker!“, versuchte ich uns beide zu motivieren. Immer und immer wieder musste ich mir bewusst machen, dass dieses ‚Turnier‘ nicht auf Perfektion oder Sieg abzielte, sondern die Fortschritte des Horsemakeovers und die Verbindung mit dem Pferd zeigen sollte - diese Einsicht verschaffte mir noch mehr Sicherheit.

    Also nun die Musik ertönte, trabte ich Morian zügig an und begann auf dem einfachen Hufschlag mit ihm im Arbeitstrab herumzutanzen. Im Augenwinkel erkannte ich Vals Gesicht, welches mir ihre Gedanken deutlich zeigte „Collin, Tschaikowski der Nussknacker, dein Ernst?“ Ja es war mein voller Ernst. Nichts war für mich passender gewesen als ein klassisches Lied bei einem Barockpferd, zu mal unsere Kür nicht wie eine Turnierprüfung aufgebaut war. Auch Mo erkannte die Musik wieder und bewegte sich zum Takt. Es fühlte sich magisch an dieses einst verwahrloste Pferd nun unter mir zu spüren, wie sich jeder einzelne Muskel anspannte und er sich stolz präsentierte - er hatte seinen Glanz nun zurück. Wir führte ein paar Lektionen durch, die wir mit Spaß geübt hatten, so auch unsere Ansätze einer Levade, die Morian spielerisch am Boden gelernt hatte. Meine Nervosität war mittlerweile auch verflogen und ich genoss den Moment mit meinem Partner Pferd. Zum Ende der Kür parierte ich Mo bei X durch und umarmte ihn voller Freude, ich war so stolz auf dieses Pferd, welches trotz des beschissenen Wetters alles für mich gegeben hatte.

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    Bodenarbeit/Zirkuslektionen - 25 Punkte
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    11. Welche Farbe hätte dein Pferd? Blau, Rot, Grün…? - 5 Punkte
    Seine Farbe varierte über die Zeit, er war schwarz, später wurde er immer heller und leuchtender blau, grün und gelb.Warum gerade diese Farben? Tja Morian strotzt nur so vor Neugier und tatsächlich auch positiver Energie, denn er zaubert jedem ein Lächeln ins Gesicht, wenn er wieder etwas angestellt hat. Doch letztlich ist er bunt, er ist aufgeblüht. Er strahlt in den schönsten Farben des Spektrums und ändert täglich seine Aura. Mit zunehmendem Vertrauen zum Menschen wuchs seine Strahlkraft und nun am Ende des Makeovers ist mein stolzer Hengst ein magisches Einhorn (komisch, dass er sie als Plüchtier nicht mag)

    12. Was war dein Gedanke, als du dein HMJ-Pferd zum ersten Mal gesehen hast? - 20 Punkte
    Es war eine Mischung aus heilige Scheiße was ist mit diesem Pferd passiert und auf der anderen Seite war ich tief berührt von dem, was dieses Pferd durchgemacht hat. Trotz allem strahlte er eine Eleganz und Schönheit aus, die noch verborgen war. Ich war wirklich sprachlos und überwältigt von diesem Pferd, denn seinen Stolz hatte er nicht verloren. Für mich persönlich war er trotz allem eine Schönheit, ein ungeschliffener Diamant, der sein Potential noch ausschöpfen musste.

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    13. Mag dein Pferd große, pinke, flauschige Einhörner? - 5 Punkte
    Nein, definitiv nein. Sie würden ihm ja die Aufmerksamkeit klauen und das mag er gar nicht. Schließlich könnten sie ihm ja Konkurrenz machen, besonders bei kleinen Mädchen, deren Streicheleinheiten er besonders mag. Allerdings ist er unglaublich neugierig und würde es höchstwahrscheinlich anknabbern und anschließend damit spielen oder gar gänzlich zerstören. Dennoch hat er lebende Tiere deutlich lieber, denn Willow und Finley (meine beiden Aussies) liebt er abgöttisch.

    16. Vergleiche die Arbeit mit deinem Pferd zu Beginn des Wettbewerbs und jetzt. - 20 Punkte

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    Wie sieht dein Statement zum Horsemakeover aus?
    Diese Frage muss ich mit gemischten Gefühlen beantworten, denn das ganze Makeover war wie eine nicht endende Achterbahnfahrt, auf die man sich anfänglich natürlich unheimlich freut, die allerdings mit den ganzen Höhen und Tiefen kräftezehrend wurde. Auch wenn das sehr negativ klingt, bin ich froh und dankbar diese Erfahrung gemacht zu haben und habe einen verlässlichen Partner in Form von Morian nun an meiner Seite, was mich unglaublich stolz macht. Obwohl wir manchmal einen Schritt nach vorn machten, folgten drei Schritte zurück, sodass ich stellenweise mit meinem Latein am Ende war, nichts desto trotz würde ich es wieder machen!


    Portrait by Canyon
    Kopf Collin by Mohikanerin
    Bild Zirkuslektion - Halfter by Maleen, Collin by Mohikanerin
    Bild Morian auf der Bow River Ranch by Mohikanerin
    Zubehör Vergleichsbild - Knoti und Halfter by Maleen, Abschwitzdecke by Mohikanerin
     
    Bracelet, adoptedfox, Cooper und 3 anderen gefällt das.
  11. AliciaFarina

    AliciaFarina #Tinkertier

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    Meine Teilnahme mit Narvik HMJ1005

    Turniere und Wettbewerbe

    0. Westernkür 25P

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    Bei meiner Planung für die Umsetzung der Westernkür und der Bodenarbeitsaufgabe, fiel mir die Fragestellung in die Hände, dort hieß es „Mag dein Pferd große, pinke, flauschige Einhörner?“ Das brachte mich auf meine Idee, mit Luftballons und großen Plüschfiguren zu arbeiten. Meine Lieblingsfarbe Pink half natürlich bei der Farbfrage. Noch in Deutschland besorgte ich alle Dinge, ich gab ein Showoutfit in Auftrag und freute mich von Tag zu Tag mehr.
    Auf der Bow River Ranch angekommen brachte ich Narvik in seine Box und fing an vorzubereiten. Ich schmückte die Brücke, befestigte das Lametta an zwei Sprungständern und sortierte die ganzen anderen Sachen. Dann kam der Tag des Finales, ich bereitete Narvik vor, legte über sein Filzpad ein pinkes Blanket, legte dann den Sattel darauf und gurtete ihn fest. Dann wärmte ich ihn auf, ich testete den Schenkelgehorsam und machte ihn wach, denn flott vorwärts ist nicht so seins, es sei denn wir sind im Gelände.
    Es ging los, die Mitarbeiter der Bow River Ranch hatten schon alles aufgebaut, ich atmete noch einmal tief durch und trabte in die Bahn. Ich grüßte die Richter und los ging es, los ging es mit einem Jogover, Narvik musste ganz schön ackern, denn die Abstände wurden auf lange Quarterbeine abgestimmt und nicht auf kleine Ponystummelchen. Dann kam das Lamettator, Narvik war das knistern nicht ganz geheuer, aber er vertraute mir und hob die Beine brav über die Stange die im Tor lag. Auch die Brücke, geschmückt mit Luftballons absolvierte er mit mir, mit Bravour. Die letzten Aufgaben waren einmal ein Walkover, gefolgt von einem Stop im Viereck und einer Reihe von Lopeover. Narvik bemühte sich alles zu schaffen, er hatte mit den Abständen zu kämpfen, aber er schaffte es. Ich stopte vor den Richtern und nickte ihnen zu, dann ritt ich aus der Bahn.

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    5. Bodenarbeit + 6. Gelassenheitsprüfung 25P

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    Passend zu meiner Westernkür hatte ich eine Gelassenheitsprüfung geplant, mit viel Pink, Glitzer und Einhörnern.
    Nachdem ich die Westernkür hinter mich gebracht hatte, ging es weiter an das Gelassenheitstraining. Ich hatte Narvik abgesattelt, ich tauschte seine Trense gegen das gespendete Trainingshalfter von Royal Peerage und machte mich auf den Weg auf dem Platz. Die Mitarbeiter der Bow River Ranch hatten schon umgebaut und ich konnte direkt starten. Ich hatte die Bodenarbeitsaufgabe mit dem Gelassenheitstraining kombiniert. Wir starteten an Station 1, hier ging es darum unter einem Flattervorhang hindurch zu gehen, um die Aufgabe schwerer zu machen ging ich am langen Seil voraus und lockte Narvik hindurch, er sträubte sich etwas, ging aber dann brav drunterher. Weiter ging es zur Sprühflaschen Station, hier nahm ich die Sprühflasche an mich und ging einmal um Narvik rum, dabei sprühte ich ihn mit Glitzerspray ein. Die Flasche stellte ich wieder hin und weiter ging es, es ging über eine Plane auf der Bälle allen Größen lagen. Narvik stupste die Bälle an und ging brav hindurch. Nach dem Bällebad ging es auf ein Podest, Narvik blieb brav drauf stehen, direkt danach folgte ein Stangen L. Dieses sollte Narvik rückwärts laufen, Schritt für Schritt schickte ich ihn rückwärts, eine kleine Hinterhandwendung später ging es an die letzte Station. Die letzte Station war ein Regenschirm, diesen sollte ich öffnen und dem Pferd zeigen. Narvik zuckte kurz zusammen und schnupperte ihn dann interessiert an, so schnell konnte ich gar nicht kucken und Narvik hatte reingebissen, er bemerkte, dass es nicht essbar ist und spuckte ihn wieder aus. Dann hatten wir es geschafft und gingen aus der Halle.

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    Fragen: 50P

    10. Wie denkst du, sah die Vergangenheit deines Pferdes aus?
    Ich kann mir gut vorstellen, dass er in einer Herde aufgewachsen ist und sich zum Posten des Chefs hochgearbeitet hat, oder zumindest zum zweit höchsten. Er hat viel Meinung darüber was er wann und wie macht. Durch das gesponserte Halfter konnten wir über unsere Meinungsverschiedenheiten hinweg arbeiten und er verstand endlich, dass er uns Menschen vertrauen kann und ihm nichts passiert wenn er mit uns unterwegs ist. Im Herdenverband bzw in seiner Gruppe hat es auch einige Zeit gebraucht, bis er verstanden hatte, dass er nicht der Chef ist, seit er auf dem zweiten Platz ist haben sich die Rangeleien gelegt. Auch hatte er ein kleines Fettpolster, er ist ziemlich Futterneidisch und verteidigt es mit allen Mitteln, obwohl er mehr als genug zu fressen bekommt.

    12. Was war dein Gedanke, als du dein HMJ-Pferd zum ersten Mal gesehen hast?

    Mein erster Gedanke war, dass er eine ziemlich harte Nuss zu knacken ist. Sobald es aber Futter gab, gingen seine Ohren nach vorne. Also beschloss ich erst einmal viel mit Futter zu arbeiten, damit er lernt, dass der Mensch ihm nichts tut.

    14. Was ist dir bei der Arbeit mit deinem Pferd wichtig?

    Mir ist besonders wichtig, dass das Pferd das „Fohlen ABC“ mit jedem mit macht. Denn im Falle von einer Krankheit meinerseits, wäre es schlecht wenn niemand anderes das Pferd von A nach B bewegen kann. Oder es für einen Tierarztbesucht sediert werden muss nur weil ich nicht da bin.
    Es ist mir aber auch wichtig, dass das Pferd aus freien Stücken mitarbeitet und Freude dabei hat.
    15. Was war dein Ziel, als du vor drei Monaten mit dem Pferd angefangen hast zu trainieren?

    Hauptsächlich war es mir wichtig, einen Zugang zu ihm zu finden, alles andere würde sich geben.

    16. Vergleiche die Arbeit mit deinem Pferd zu Beginn des Wettbewerbs und jetzt.

    Zu Beginn waren es viele kurze Einheiten, um erst einmal sein Vertrauen zu mir aufzubauen. Dann wurden die Trainingseinheiten immer länger, dann kam die erste Bodenarbeit, das erste Satteltraining und auch das erste Reittraining. Mittlerweile begleitet er mich unter fortgeschrittenen Reitern im Unterricht und im Gelände.


    Statement:
    Ich fand das Joelle Horse Makeover super, eine tolle Aktion um die User aktiver zu bekommen! Es war sehr schön zu sehen wie die Teilnehmer kreativ geworden.
    Die Aufgaben im Finale waren für mich persönlich zu locker, ich habe gerne eine Feste Aufgabenstellung die ich abarbeiten kann. Ich habe lange gebraucht herauszufinden was ich genau machen will, ich habe mir wieder viel zu viel vorgenommen und nur die Hälfte geschafft.
    Ich würde mich freuen am nächsten vielleicht wieder teilnehmen zu dürfen.


    Bild 1:
    Narvik(Pferd by Canyon, Halfter by Maleen, Bewegung und Zubehör by AliciaFarina)
    Nanuk(Pferd by Rinnaja, Bewegung und Zubehör by AliciaFarina)
    Civil War(Pferd by Flair, Schabracke by Maleen, Bewegung und Zubehör by AliciaFarina)

    Bild 2,4,5:

    Pferd by Canyon
    HG by Samarti
    Bewegung und Zubehör by AliciaFarina

    Bild 3:
    Lineart by AliciaFarina
    HG by Samarti
     
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  12. Laraya13

    Laraya13 Aktives Mitglied

    Meine Teilnahme mit Pilgrim/HMJ8400
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    Turniere / Wettbewerbe

    0. Westernkür - 35Pkt

    So schnell waren diese 3 Monate um und ich befand mich zusammen mit Pilgrim und Laraya wieder auf der Bow River Ranch zum Finale des Makeovers. Wir machten Pilgrim zusammen für die erste Prüfung fertig und sahen den Teilnehmern vor uns zu. Ich staunte bei dem, was Sie alle mit ihren Pferden erreicht hatten. Fix steckte Pilgrim eine Motivierungsbirne zu und schon wurden wir aufgerufen; "Liam Mayer vom Gestüt Black Oak Stables mit Pilgrim bitte!"
    "Nun geht's los, großer.", sagt' ich zu Grimm, stieg auf und wir ritten auf den Platz. Wir wollten einfach nur eine entspannte Pleasure und Reining vorführen, denn dies waren die Sachen, bei denen Pilgrim den meisten Spaß hatte. Angefangen in einem entspanntem Walk, drehten wir unsere Bahnen und durch ein Stangen-L, welches wohl vergessen wurde wegzuräumen. Auf ansage wechselte ich Pilgrim rein mit meinem Gewicht in einen butterweichen Jog , gefolgt von einigen Volten, schönen Übergängen zurück in den Walk und dann in den Lope. Ebenso schafften wir ein gutes Rückwärtstrichten, nur der Extended Trot, der wollte heute nicht so gelingen. Ich kraulte seinen Widerrist dennoch zum Lob und wir wechselten in einen mäßigen Galopp, um mit den Reiningaufgaben zu beginnen. Große Zirkel und kleine, fliegende Galoppwechsel.. und zack, Es hatte sich ein Riemen gelöst und die Trense fand sich nun im Sand wieder. Ich war extrem froh, das ich zur Sicherheit einen Halsring um Pilgrims Hals gelegt hatte und so führten wir unbeirrt unsere Kür fort. Es machte einfach Spaß und dies merkte ich auch bei meinem Hengst. Als wir nun unser Tempo erhöhten, konnte ich seine freude quasi spüren, als wir einen Sliding Stop hinlegten gefolgt von einem Rollback, bei dem Pilgrim zum ersten mal wunderbar exaxt in seine vorherige Spur fand. Zum Abschluss gab ich ihm nochmal was er wollte, lies ihn einen letzten Stop machen und wir waren fertig. Ich klopfte sanft beide Halsseiten des Hengstes, lies ihn die Trense aufheben und tragen und wir ritten zurück zum Hänger, um zu verschaufen.​

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    5. Bodenarbeitsprüfung / Zirkuslektionen - 30 Pkt + 6. Gelassenheitsprüfung - 15 Pkt
    Einige Zeit später fanden wir uns erneut auf dem Platz und zeigten nun einige Züge aus der Bodenarbeit bei uns. Es war nix spezielles, Pilgrim trug nur sein gespendetes Halfter von Royal Peerage und eine Art Schnur-Dosen-Decke. Wir liefen nebenbeinander her, ehe ich den Strick löste und Pilgrim ohne Strick/Longe anfing, in einem gutem Abstand zu "Longieren", Rückwärts zu richten und einige Tricks vorzuführen. Es waren nicht viele, nur das Kompliment, Lächeln, Sachen aufheben und den Spanischen Gruß, doch dafür, das ihn diese Sachen weniger Spaß machten, gab sich der Bub heute wirklich alle mühe. Die Dosen störten ihn kein Bisschen, auch nicht die Plastiktüte, die aufeinmal vom Wind direkt zwischen seine Beine geweht wurde. Ich lobte ihn ausgiebig mit einer Birne und wir verließen den Platz.


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    Fragen / Zusatzaufgaben
    10. Was denkst du wie die Vergangenheit deines Pferdes aussah? - 10 Pkt
    Darüber hatten wir uns alle bei den Black Oak Stables den Kopf zerbrochen, denn trotz allem, was er durchhatte, war Pilgrim ein freundliches Pferd. Am Anfang skeptisch, was er teilweise immernoch war, doch niemals richtig bösartig. Ich verbrachte viele schlaflose Nächte am Computer und viele Nachmittage am Handy, um eventuell etwas herauszufinden. Letzte Woche gelang es mir schließlich und ich hatte mit einem netten Mann aus dem Kaukasus, welcher der ursprüngliche Züchter meines Eventpferdes war. Pilgrim wuchs damals wohl behütet auf einem kleinem Gestüt auf, war eine Handaufzucht, da die Mutter bei der Geburt verstorben war. Er stand bis er 2 Jährig war mit seinem Vater und anderen jungen Hengsten zusammen, war für die weitere Zucht und kleine Flachrennen geplant. Eines Tages jedoch waren einige Hengste der Koppel verschwunden, so auch Pilgrim und sein Vater. Zeugen hatten einen großen Pferde-Transporter Nachts vom Feld fahren sehen und so liefen die Ermittlungen.. bis auf Pilgrim und zwei weitere Junghengste konnte man zum Glück alle Pferde wieder ausfindig machen und zurückholen, Grimm landete geschunden bei der Pferde-Mafia und letzten Endes bei uns.
    Der Mann war sehr froh dass es seinem Schützling nun besser ginge und war über die Bilder und Videos , die ich ihm schickte, sehr erfreut. Er sendete mir ein altes Bild von Grimm und seinem Vater.. so schön, wie dieser Hengst nun ist, so seltsam sah er als junges Pferd aus. Sein Züchter wird dieses Jahr im Sommer für eine Woche zu uns fliegen um Pilgrim zu besuchen.
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    14. Was ist dir beim Training mit deinem Pferd wichtig? - 10 Pkt
    Das wichtigste sind mir Vertrauen und gegenseitiger Respekt. Pilgrim stellt deine Autorität sehr oft in Frage, prüft ob er dir trauen kann. Dem Hengst reicht es auch nicht, nur 2x die Woche longiert zu werden, nein, trotz Offenstall braucht er seine täglichen Arbeitseinheiten und ist dafür ehrlich und lernwillig. Ebenso ist ein nahezu Druckfreies Arbeiten nötig, denn zu viel Druck quittiert der Hengst sofort.



    Mein Statement zum Event

    Ich wünschte, ich hätte mich mehr beteiligen können. Es hat dennoch unheimlich viel Spaß gemacht, ich würde mich freuen am nächsten wieder teilnehmen zu dürfen und Pilgrim wird vom Gestüt auch nicht mehr freiwillig ausziehen.. hoffe ich :)
     
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  13. Sammy

    Sammy Bekanntes Mitglied

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    Besuche das Elfenpferd

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    "Brrr, ist das kalt!", bibberte ich mit klappernden Zähnen. Wie zum Teufel hatte ich mich darauf einlassen können im Februar in einem blauen Glitzerkleid beim Finale des Horse Makeovers aufzutreten? Und das auch noch in Kanada?! "Du wolltest ein Outfit, dass zu Elfentanz passt und in dem Kleid und deinen blonden Haaren siehst du selbst aus, wie ne Elfe. Also mecker nicht, sondern schwing deinen Hintern da raus auf den Platz. Unser Elfenpferd wird langsam ungeduldig!", kam sofort die wenig mitfühlende Antwort meines Begleiters Edward. Der junge Mann hielt Elfentanz am Halfter und strich der Stute liebevoll über die Nase. Mit ihrem blauen Knotenhalfter, den dazu passenden Bandagen und der säuberlich geflochtenen Mähne sah mein Elfenpferd einfach wunderschön aus. Ich lächelte, warf meinem Mädchen eine Kusshand zu und maschierte auf den Reitplatz der Bow River Ranch, um die erste Aufgabe der Finalshow zu erfüllen. Der Aufgabenpott war riesig gewesen und ich hatte tagelang hin und her überlegt, was ich mit Elfentanz zeigen wollte. Schlussendlich hatte ich mich dafür entschieden, mit Elfentanz größter Stärke und gleichzeitig auch größter Schwäche zu beginnen. Mein Elfenpferd war ein Dressurass. Die Trakehnerstute hatte drei wunderbare Grundgangarten und tanzte regelrecht durchs Viereck. Wurde sie dabei jedoch von Fremden beobachtet, klappte plötzlich überhaupt nichts mehr. Aufgrund dieses Problems hatte ich mich mit Elfentanz in den letzten Wochen erst einmal aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Back to the Basics sozusagen. Wir hatten unendlich viel vom Boden aus miteinander gearbeitet und schließlich war ich diverse Dressurküren ohne Sattel und Trense geritten. Und das solange, bis Elfentanz ihre Unsicherheit verlor. Heute würde sich nun zeigen, ob wir diese Schwierigkeiten final gemeistert hatten.
    Ich atmete tief durch und hob den Arm. Sofort begann meine Kürmusik zu spielen. Die Titelmelodie der Serie Elfenlied. Ich drehte mich zu Elfentanz und nickte Edward zu. Der junge Mann führte die Stute auf den Platz und löste den Führstrick, bevor er das Gatter hinter sich schloss. Ich hielt Elfentanz die Hand entgegen und die Stute trabte mit schwebenden Tritten auf mich zu und kam knapp vor mir zum Stehen, um ihr weiches Maul in meine Hand zu drücken. Ich lächelte und blendete ab diesem Moment die Zuschauer aus. Alles war wie immer. Ein Trainingstag im Kostüm. Nun begannen wir unseren Tanz. Die Ausarbeitung dieser Darbietung hatte mich Wochen gekostet, doch es hatte sich gelohnt. Elfentanz war vollkommen auf mich konzentriert und reagierte sofort auf jedes meiner Kommandos. Ich joggte los und Elfentanz trabte neben mir her. Blieb ich stehen, kam auch die junge Trakehnerstute prompt zum Halt. Ich trat vor mein Stütchen und wackelte mit dem Zeigefinger, woraufhin mein Elfenpferd artig einige Tritte rückwärts ging. Wir zeigten auch schwierigere Lektionen wie den spanischen Schritt, das Steigen und sogar eine Galopppirouette. Für Elfentanz und mich war es ein Spiel, das wir schon hundertmal gespielt hatten. Wir tanzten nebeneinander über den Platz und als die Musik endete, legte ich meine Stirn gegen Elfentanz Kopf und atmete tief durch. Teil eins war geschafft. Ich lief mit der Stute zum einen Ende des Platzes, wo Edward unser Sattelzeug bereit gelegt hatte. Umsichtig legte ich den Sattel mit der blauen Satteldecke auf Elfentanz Rücken und verschnallte den Gurt. Anschließend nahm ich die Kandarre vom Zaun und lächelte, als Elfentanz ihren feinen Kopf senkte, um das Gebiss ins Maul zu nehmen. Ich zog vorsichtig Elfentanz' Schopf unter dem Stirnband hervor und verschnallte das Kopfstück. Anschließend gurtete ich nach, zog die Steigbügel herunter und schwang mich in den Sattel. Dann begannen mein Elfenpferd und ich mit einer schönen, stimmigen Dressurkür. Die Lektionen am Boden waren vom Niveau her anspruchsvoller gewesen, doch nun wollte ich auch zeigen, wie rittig und durchlässig Elfentanz in dieser kurzen Zeit geworden war. Wir beschränkten uns also hauptsächlich auf die drei Grundgangarten und verpackten das ganze in diverse Hufschlagfiguren wie Zirkel, Schlangenlinien, Volten und Handwechsel.
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    "So mein Mädchen, noch ein letzter Auftritt, dann hast du es geschafft!", sagte ich liebevoll zu meiner Trakehnerstute Elfentanz. Das wunderschöne Pferdchen war wieder einmal fein herausgeputzt und wir beide waren bereit für die zweite Aufgabe des Horse Makeovers. Elfentanz größte Stärke war ihr Springvermögen und vor allem ihre unbändige Freude am Springen. Deshalb war die Entscheidung, hier einen Springparcours zu absolvieren, schnell getroffen gewesen. Elfentanz trug wieder eine blaue Satteldecke und dazu passende blaue Gamaschen. Diesmal war sie allerdings mit ihrem Springsattel, Martingal und mexikanischem Zaum ausgestattet. Auch ich hatte mein Elfenkleidchen gegen richtige Turnierkleidung getauscht. Mal davon abgesehen, dass dieser Aufzug eher zu unserer Routine passte, war es für mich auch erheblich wärmer. Ich strich meinem Elfenpferd durch die feine Mähne und grinste Edward zu, der nervös neben uns stand. Der junge Mann fieberte unserem Auftritt beinahe mehr entgegen, als ich selbst. Die Glocke bimmelte und einer von Caleb's Angestellten öffnete das Tor für uns. Ein anspruchsvoller Parcours war auf dem Reitplatz aufgebaut und Elfentanz spitzte freudig die kleinen Öhrchen. Ich strich ihr über den Hals und nahm die Zügel auf. Dann galoppierte ich zu X, grüßte die Richter und galoppierte aus dem Stand heraus erneut an. Die Glocke klingelte erneut und ab jetzt hatten wir eine Minute, um das erste Hindernis zu überwinden. Mit einem leichten Druck des äußeren Schenkels dirigierte ich Elfentanz auf den ersten Steilsprung zu. Die Stute verlängerte ihren Galoppsprung ein wenig und schon flogen wir sauber über das Hindernis. Gleich nach der Landung stellte ich mein Elfenpferd nach links, um auf die nun folgende zweifache Kombination zuzusteuern. Ich setzte mich für zwei Galoppsprünge in den Sattel, um Elfentanz ein wenig mehr zu versammeln und wir überwanden auch die Kombination fehlerfrei. Nun galoppierten wir eine Gerade hinunter und ich gab Elfentanz ein wenig mehr Zügel, damit die junge Stute an Tempo zulegte. Als nächstes lag nämlich der Wassergraben vor uns. Elfentanz suchte den richtigen Absprungpunkt, spannte sich an und hob ab. Sie streckte sich lang und setzte kurz hinter der weißen Linie wieder auf dem Boden auf. Ich lächelte und strich meinem Elfenpferd kurz über den Hals. Nun lagen nur noch die dreifache Kombination und eine Mauer vor uns. Ich versammelte Elfentanz wieder und grinste über ihre spielenden Ohren. Mein Stütchen lauschte auf jedes Signal von mir, um zu sehen, welchen Sprung sie als nächstes ins Visier nehmen durfte. Wir nahmen den Oxer, setzten nach zwei Galoppsprüngen über den ersten Steilsprung und nach zwei weiteren über den nächsten Steilsprung. Elfentanz kam ein wenig nah an das Hindernis heran und touchierte die oberste Stange leicht mit dem Hinterhuf. Ich lauschte auf das Fallen der Stange, drehte mich jedoch nicht um. Immerhin lag noch die Mauer vor uns. Als das Publikum erleichtert aufseufzte, wusste ich jedoch, dass die wackelnde Stange liegen geblieben war. Wir überwanden die Mauer und Applaus brandete auf. Elfentanz spielte unruhig mit den Ohren, beruhigte sich jedoch, als ich leise auf sie einredete. Mittlerweile waren das Stütchen und ich ein gut eingespieltes Team und das hatten wir mit unserem Auftritt gerade eben auch allen Anwesenden gezeigt.
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    Ich streckte mich und gab Elfentanz einen Kuss auf die Stirn. Gleich begann die letzte der Aufgaben, die ich für die Finalshow des Makeovers gewählt hatte. Ich sollte in einem Interview einige Fragen beantworten, die sich natürlich um mein Elfenpferd drehten. Für diese Aufgabe hatte ich mich entschieden, da ich Elfentanz können mit Dressur und Springen bereits zur Genüge gezeigt hatte und auch, damit das Stütchen nun frei hatte und entspannen konnte. Ich verließ den Stall und begab mich ins Haupthaus. Die Interviews mussten zum Glück nicht in der Kälte stattfinden. Um meine Erzählungen zu untermalen, hatte ich eine Präsentation mit Bildern von Elfentanz vorbereitet und Caleb hatte mir zum Glück versichert, dass die Technik funktionierte. Ich stellte mich vor die Zuschauer und lächelte, als mir die erste Frage gestellt wurde. Natürlich war das alles im Vorhinein besprochen worden.
    Eine junge Frau hielt mir ein Mikrofon unter die Nase und fragte: "Samantha O'Neill. Sie arbeiten nun seit über drei Monaten mit HMJ 7786 Elfentanz. Was glauben Sie, wie die Vergangenheit ihres Pferdes aussah?"
    "Diese Frage hat mich selbst lange beschäftigt. Ich habe auch versucht, etwas über die Vergangenheit von Elfentanz herauszufinden, und die Suche blieb lange erfolglos. Dann hat sich jedoch ein ehemaliger Beteiligter der Pferdemafia anonym bei mir gemeldet. Scheinbar bereut er seine Taten. Laut diesem Mann gelangte Elfentanz' Mutter hochträchtig in die Hände der Mafia. Scheinbar war die Fuchsstute recht wertvoll gewesen und schnellstmöglich wieder verkauft worden. Der neue Besitzer hatte jedoch kein Interesse an Elfentanz gehabt, weshalb das Fohlen bereits mit knapp drei Monaten von seiner Mutter getrennt worden war. Eingepfercht auf engstem Raum, ohne liebevolle Bindung zu Menschen oder anderen Pferden, hatte Elfentanz sogar Angst vor ihren eigenen Artgenossen. Mittlerweile ist sie in eine meiner kleineren Stutenherden integriert und hat eine Freundin gefunden." Ich schluckte, weil ich mir überhaupt nicht vorstellen wollte, wie die ersten sechs Jahre von Elfentanz' Leben ausgesehen haben mussten. Dennoch zeigte ich dem Publikum zwei Fotos aus Elfentanz' Fohlentagen. Es hatte mich unendlich viel Überzeugungskraft gekostet, dem Mitarbeiter diese Fotos abzuschwatzen. Zuletzt kam ein Bild vom Elfenpferd mit Holly, dem einzigen Pferd, dem meine Elfe wirklich vertraute.
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    Auch die Reporterin schien ergriffen, doch sie nickte mir aufmunternd zu und stellte mir die nächste Frage. "Was ist Ihnen bei der Arbeit mit Elfentanz wichtig? Und was war ihr Ziel, als Sie vor drei Monaten angefangen haben, mit Elfentanz zu trainieren?"
    "Wenn Sie erlauben, möchte ich den zweiten Teil der Frage gerne zuerst beantworten. Als ich Elfentanz hier auf der Bow River Ranch zum ersten Mal gesehen habe, hatte ich nur ein einziges Ziel - nämlich diesem armen Geschöpf ein schönes zu Hause zu schenken. Das ursprüngliche Ziel, als ich mich zum Makeover angemeldet habe, war natürlich allen zu beweisen, was ich als Trainerin drauf habe und im besten Falle zu gewinnen. Doch als ich Elfentanz sah, erschien all das plötzlich unwichtig. Nun ja und ab diesem Moment haben sich meine Ziele immer wieder verändert und weiterentwickelt. Das erste Ziel war zweifellos, Elfentanz sicher nach Deutschland auf mein Gestüt zu bringen. Danach haben wir daran gearbeitet, dass sie sich berühren lässt. Und so entwickelte sich aus einem Ziel das nächste. Der Vorteil daran war, dass Elfentanz auf diese Weise selbst das Tempo und die Arbeit bestimmen konnte und auch dass ich nicht enttäuscht war, wenn es mal nicht so toll lief.
    Das Wichtigste bei der Arbeit mit Elfentanz ist für mich, im das Training immer mit Ruhe und Kontinuität ablaufen zu lassen. Es gibt keine Hektik. Wenn die Zeit einmal zu knapp für das eigentlich vorgesehene Training ist, machen wir eben etwas anderes. Hauptsache wir arbeiten regelmäßig miteinander. Das kann durchaus auch einmal so aussehen, dass ich mit Elfentanz am Halsring einen Spaziergang über den Hof mache. Oder dass wir uns neue Dinge ansehen. Außerdem ist es bei einem derart negativ vorgeprägten Pferd wie Elfentanz besonders wichtig, auf ihre jeweile Stimmung zu hören. Ist sie an einem Tag gerade besonders empfindlich oder nervös, macht es überhaupt keinen Sinn, auf Teufel komm raus die lange geplante Dressurkür zu üben. Ich versuche dann herauszufinden, was Elfentanz verstört hat und gezielt am Problem anzusetzen.
    Auch jetzt zeigte ich dem gebannt lauschenden Publikum zwei Bilder. Eines zeigte Elfentanz bei unserer ersten Begegnung und eines uns beide auf einem Ausritt.
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    Die Reporterin ließ den Leuten kurz Zeit, die Bilder auf sich wirken zu lassen, dann fuhr sie fort. "Das klingt ja alles sehr spannend und nach viel Improvisationsarbeit! Erzählen sie uns doch ein wenig darüber, wie sich die Arbeit mit Elfentanz von Beginn an bis jetzt verändert hat."
    "Nun ja. Während der ersten Tage saß ich stundenlang auf Elfentanz' Koppel oder vor ihrer Box, um sie an meine Anwesenheit zu gewöhnen. Ich weiß nicht, ob Sie das schon als Arbeit bezeichnen würden, aber ich sage Ihnen, nach fünf Stunden im Gras tun einem die Knochen mehr weh, als nach einer anstrengenden Springstunde. Als Elfentanz dann endlich zuließ, dass ich sie anfasse, gingen die nächsten Schritte sehr schnell vonstatten. Sie war so liebesbedürftig, dass sie mir wahrscheinlich überallhin gefolgt wäre, um Streicheleinheiten zu bekommen. So standen also die Gewöhnung an alle möglichen und unmöglichen Ausrüstungs- und Alltagsgegenstände auf dem Programm, das Longieren und natürlich das Verladetraining. Wahrscheinlich hätte ich zu diesem Zeitpunkt auch mit dem Einreiten beginnen können, doch ich wollte Elfentanz zunächst an andere Menschen und Pferde gewöhnen. Ich habe es gehasst, dass sie immer alleine stand und bei jedem Geräusch zusammenzuckte. Auch das gehört nun nicht unbedingt zum klassischen Pferdetraining, aber ich bin der Meinung, dass nur ein zufriedenes Pferd unter den Sattel gehört. In dieser ganzen ersten Zeit war Elfentanz unglaublich nervös und schreckhaft. Außerdem hatte sie keinen Funken Selbstvertrauen. Sie schlich auch ihrer Koppel herum und zeigte ihre wunderschönen Gangarten nur, wenn sie sich unbeobachtet fühlte. Als sie schließlich das erste Mal vor mir so losgetrabt ist, wie Sie es vorhin alle bestaunen durften, habe ich vor Freude geweint. Aber dennoch: Anfangs sind wir für jeden Schritt vorwärts mindestens fünf zurück gegangen. Immer und immer wieder sind neue Probleme aufgetaucht, die ich zuerst lösen musste. Das ist jetzt vollkommen anders. Natürlich merkt man Elfentanz ihre Vergangenheit in manchen Situationen noch immer an. Aber im Trainingsalltag benimmt sie sich wie ein Pferd mit einer völlig normalen Vergangenheit. Sie arbeitet immer fleißig mit, sie ist ausgesprochen intelligent und vor allem, will sie unbedingt gefallen. Ich hoffe, dass man das in den beiden Vorstellungen heute auch gesehen hat."
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    "Das hat man, allerdings. Kommen wir nun zur letzten Frage. Wie sieht nun ein völlig normaler Stallalltag bei euch aus?", fragte die Reporterin.
    "Nun ja. Direkt nach dem Training der Vollblüter - woran Elfentanz selbstverständlich nicht teilnimmt- steht erst einmal die Morgenfütterung an. Anfangs habe ich Elfentanz selbst gefüttert, um sie an mich zu gewöhnen, mittlerweile übernimmt das derjenige, der gerade Stalldienst hat. Die Abendfütterung rundet den Stalltag ab. Nach dieser drehe ich immer noch eine Runde durch die Stallungen und vergewissere mich, dass es jedem meiner Pferde gut tut. Das ist eigentlich der einzig feststehende Rahmen, denn ansonsten hängt es vom Training ab, wie der Tag für das jeweilige Pferd aussieht. Mit Elfentanz trainiere ich meistens Vormittags. Das hat sich irgendwie so eingependelt und scheint uns beiden gut zu gefallen. Nach dem Frühstück bekommt sie selbstverständlich genug Zeit für die Verdauung, dann hole ich sie aus der Box und mache sie fürs Training fertig. Das mache ich immer selbst und dafür lasse ich mir auch Zeit. Wie schon gesagt, Hektik ist Gift für ein solch sensibles Pferd wie Elfentanz. Merke ich, dass mein Elfenpferd nervös oder angespannt ist, massiere ich sie, bevor ich sie aufsattle. Naja und dann kommt natürlich das eigentliche Training. Das reicht bei uns von Dressur und Springen über Ausritte, Bodenarbeit, etwas Zirzensik und diverse Spiele. Jeden dritten Tag lasse ich einen von meinen Mitarbeitern mit Elfentanz trainieren, damit sie sich an Fremdreiter und -trainer gewöhnt. Nach dem Training geht es dann zurück in den Stall. Dort befreie ich Elfentanz von der Ausrüstung, gönne ihr immer eine kurze Massage und bringe sie dann zu ihrer Freundin Holly hinaus auf die Koppel, wo sie den Rest des Tages bis zur Abendfütterung verbringen darf."

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    Ich fand das Horse Makeover klasse. Durch die Berichte für mein eigenes und auch andere Makeover-Pferde habe ich zum einen viel dazu gelernt, was mein Wissen angeht. Zum anderen konnte ich mich aber auch malerisch weiter entwickeln bzw. bin durch das Makeover überhaupt erst wieder zum Malen gekommen. Es hat einfach unglaublich viel Spaß gemacht, sich die ganze Hintergrundgeschichte, den Charakter und die "Macken" seines Pferdchens auszudenken. Ich wünschte mir wirklich, ich hätte mehr Zeit gehabt. Ich hatte noch so viele Ideen, die ich einfach nicht umsetzen konnte. Aber dafür gibt es ja wieder ein Makeover und wenn ich es irgendwie schaffe, werde ich auf jeden Fall wieder dabei sein! Vielen Dank Canyon, dass du dir so viel Mühe gegeben und ein solch tolles Event auf die Beine gestellt hast! <3

    Credits
    Elfentanz by Canyon
    Knotenhalfter, Federanhänger und Hollywood Undead II by Maleen
    Hollybrook- und Bow-River-Ranch-HG by Samarti
    Bewegungen und sonstiges Zubehör by Sammy
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 Feb. 2020
    Elii, Bracelet, Zaii und 5 anderen gefällt das.
  14. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    Danke für all eure unglaublichen Teilnahmen! Ich freue mich, dass es nun doch so viele geworden sind.

    Ab nun haben alle User bis zum 19.02. die Möglichkeit, mir per PN die Bewertungen zukommen zu lassen.

    Auch die Teilnehmer dürfen andere Teilnehmer bewerten!
    Bitte meldet euch dringend bei mir, wenn ihr Fragen zum Bewertungsverfahren habt.

    Am 20.02. werde ich die Endpunktzahl und somit die Gewinner des HMJs 2019 bekanntgeben. Ihr werdet eine Siegerschleife, sowie die Siegerprämie von 3000 Joellen erhalten. Hinzu erhält das Gewinnerpferd eine komplette Überarbeitung von mir.

    Außerdem wird es 4 Umfragen in den nächsten 8 Tagen geben. Jede gegebene Stimme sind 10 weitere HMJ-Punkte wert, die jeder Teilnehmer, egal ob er am Ende der Umfrage die meisten Stimmen erzielt hat, gutgeschrieben bekommt.

    Das Thema zur Umfrage findet ihr hier

     
    Zion, Cooper, Bracelet und 2 anderen gefällt das.
  15. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

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    Herzlich Willkommen zur Siegerehrung des Horse Makeovers 2019!

    Seit dem Mitte September 2019 die ersten Vorbereitungen für das erste HMJ stattfanden, sind einige ereignisreiche Wochen und Monate vergangen. Zu Anfang wusste niemand von uns, worauf das hinausläuft und ob alles so klappt, wie es klappen soll. Und auch wenn ich bereits das nächste Makeover im Auge habe und schon fleißig über die letzten Wochen Ideen gesammelt habe, bin ich, jetzt, da das HMJ 2019 vorbei ist, schon etwas erschöpft. Ich habe das Makeover mit genauso viel Enthusiasmus wie ihr verfolgt und mich über jeden Beitrag, jedes Bild und jeden Text von euch gefreut. Um das nächste Makeover noch einen Ticken besser und auch anders zu machen, werde ich mir auf jeden Fall etwas Hilfe von euch holen, aber dazu wann anders etwas.

    Denn jetzt geht es um die Sieger! Das ist in meinen Augen nicht nur der erste Platz, oder die ersten drei, und auch nicht nur diejenigen, die am Finale teilgenommen haben, sondern alle, die dieses Projekt möglich gemacht haben! Dazu zählen auch zahlreiche andere User, die unterstützt, motiviert oder in anderer Form einen Beitrag geleistet haben.



    Das größte Danke geht an euch alle!

    Trotzdem muss natürlich ein Sieger gekört werden. Und wow, die letzten Woche gab es immer wieder einen großen Wechsel auf der Rangliste! Manchmal gab es so große Aufholjagden und Rangkämpfe, dass es mir schwindelig wurde! Trotzdem habt ihr alle immer den ersten Blick auf euer HMJ-Pferd gerichtet und geschaut: Wie viel kann ich von ihm verlangen und ab welchem Punkt sollte der Wettbewerb in den Hintergrund gerückt werden? Ihr wart alle großartige Trainer und Pferdefreunde.


    Bereits vor dieser Siegerehrung habe ich jedem Finalteilnehmer die schriftlichen Bewertungen von euch per PN zukommen lassen. Die ganzen Zahlen und Nummern habe ich selber ausgewertet und für euch nun hier zusammengefasst.



    Daraus ergibt sich, dass die Gewinnerin des diesjährigen Horse Makeovers 2019 eindeutig
    @Elsaria mit Beastly Domina
    ist!

    Du bist mit 262 HMJ-Punkten ins Finale gegangen und hast dort nochmal dein Können bewiesen. Im Finale konntest du weitere 73 HMJ-Punkte ergattern, sodass dein Endergebnis bei

    335 HMJ-Punkten
    liegt!

    Herzlichen Glückwunsch!
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    Diese Schleife darfst du als Siegerin in den Steckbrief deines Pferdes einfügen.

    Als Gewinnerin bekommst du 1000 Joellen, sowie ein kostenloses Überarbeiten deines Gewinnerpferdes.

    Herzlichen Glückwunsch!




    Unsere weiteren Gewinner sind
    @Sammy mit Elfentanz!
    Du bist in den Wettbewerb mit 222 Punkten gestartet und hast im Finale weitere 93 HMJ-Punkte bekommen! Somit liegt dein Endergebnis bei 315 Punkten


    Als zweiter Platz darfst du diese Schleife in deinen Steckbrief einfügen.
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    Außerdem erhältst du 500 Joellen und einen Trainingsbericht deiner Wahl, gesponsert von Willowbranch Farm.

    Herzlichen Glückwunsch!



    @Wolfszeit mit Fanya!
    Du bist in den Wettbewerb mit 218 Punkten gestartet und hast im Finale weitere 94 HMJ-Punkte bekommen! Somit liegt dein Endergebnis bei 312 Punkten.

    Als dritter Platz darfst du diese Schleife in deinen Steckbrief einfügen.
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    Außerdem erhältst du 300 Joellen und einen Trainingsbericht deiner Wahl, gesponsert von Phoenix Valley.

    Herzlichen Glückwunsch!



    Alle weiteren Teilnehmer erhalten 200 Joellen als Trostpreis und dürfen in den Steckbrief des Pferdes folgendes Abzeichen einfügen:
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    Unsere restlichen Gewinner sind:
    @Cooper mit Liav!
    Punkte im Wettbewerb: 167
    Punkte im Finale: 94
    Punkte insgesamt: 261


    @adoptedfox mit Continental
    Punkte im Wettbewerb: 130
    Punkte im Finale: 95
    Punkte insgesamt: 225


    @Veija mit Tortured Witch
    Punkte im Wettbewerb: 130
    Punkte im Finale: 93
    Punkte insgesamt: 223


    @Zion mit Morian
    Punkte im Wettbewerb: 117
    Punkte im Finale: 81
    Punkte insgesamt: 198

    @Laraya13 mit Pilgrim
    Punkte im Wettbewerb: 74
    Punkte im Finale: 83
    Punkte insgesamt: 157

    @AliciaFarina mit Narvik
    Punkte im Wettbewerb: 51
    Punkte im Finale: 80
    Punkte insgesamt: 131


    Ich danke euch allen fürs Teilnehmen! Ich hoffe, dass es, trotz eines Wettbewerbs, für jeden Spaß gemacht hat. Egal, wie viele Punkte man sammeln konnte, oder welchen Platz man schlussendlich belegt hat. Bitte kommt bei Anmerkungen oder Fragen jeder Zeit auf mich zu. Ich freue mich, euch alle eventuell beim nächsten HMJ wieder dabei haben zu können! :)

    Ich danke euch.
    Canyon

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    Cascar, Bracelet, Cooper und 8 anderen gefällt das.

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