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Eachdraidh

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Captain Skywalker, 15 Juni 2015.

  1. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Hallo,

    es tut mir leid schon an dieser Stelle sagen zu müssen, dass dies ein "Zweier" Rolli werden möchte :) Vielen dank fürs Verständnis.




    "Menschen verschwinden ständig.
    Junge Mädchen reißen von zuhause aus.
    Kleine Kinder laufen ihren Eltern weg und werden nie mehr gesehen.
    Hausfrauen nehmen das Haushaltsgeld und steigen in ein Taxi zum Bahnhof.

    Die meisten werden irgendwann gefunden, für ihr verschwinden gibt es im allgemeinen eine Erklärung."



    Schottland ist schon immer ein von Mythen und Legenden umgebenes Land, welches vorallem durch den Stolz seiner Bewohnern, den Highlander, bekannt geworden ist. Es ist rau und schön, fruchtbar aber auch Karg. So kennt man es von Postkarten, aus Zeitschriften oder einigen Ergebnissen bei Internet suchen, oder weil man einmal dort war. Doch was wäre wenn wirklich etwas daran wäre an all diesen Mythen? Was wenn die Legenden wahr werden und es die Hexen wirklich gab - oder noch gibt?





    Formular

    Name:
    Alter:
    Geschlecht:
    Aussehen:
    Charakter:
    Aus welcher Zeit?:
     
  2. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Formular

    Name: Samantha Kinnley
    Alter: 19
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen:
    Sie hat große grüne Augen und dichte, schwarze Wimpern. Ihre Haare sind von einem schönen Honig-blond und reichen ihr bis kurz unter der Brust, bringen sie aber immer wieder zum verzweifeln wenn sie anfangen sich zu locken. Ihre Haare locken sich aber ziemlich oft, was einfach zur Tatsache hat
    dass sie Naturlocken hat, welche sie einfach immer wieder versucht zu Glätten. Doch sie hat kein Krauses Haar, sonder schöne, relativ große Locken.
    Ihre Hautfarbe ist eher blass, da es in Irland noch mehr regnet als in Schottland und an den wenigen sonnigen Tagen, hat man meist das Glück zu arbeiten
    oder in irgendeiner Vorlesung zu sitzen. Doch sollte es die Sonne doch einmal an ihre Haut schaffen, so bekommt sie kleine Sommersprossen auf der Nase.
    Sam ist in ihrer Zeit nicht wirklich groß, mit ihren 1, 70m zählt sie eher zu normalen bis mittleren Größe. Sie lacht sehr viel, was wahrscheinlich auch der Grund für ihre kleinen Grübchen um die Mundwinkel ist.

    Charakter:
    Sam ist im Grund ein ziemlich lebenslustiger Mensch und für alle Schandtaten zu haben. Sie versteht sich darauf mit anderen zu scherzen, genauso wie sie
    eine gute zuhörerin ist. Naja, zumindest meistens. Sie kann auch Gift und Galle speien, übertrieben emotionsgeladen sein oder auch übertrieben emotionslos, unberechtigt Eifersüchtig oder aber berechtigterweise. Sturr, eigensinnig, bockig. Aber auch wieder liebenswürdig, verständnisvoll und reizend. Kurz gesagt: Sam ist nicht anders als jede andere Frau auch nur dass sie eben Sam ist - unverwechselbar.

    Aus welcher Zeit?: Aus 2015
     
  3. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!


    Heute


    Ich fiel. Mehr spürte ich nicht. Es war schwarz, mein Körper fühlte sich an als würde er nicht sein und ich fiel weiter.
    Wie in einem Strudel, wurde mein Körper erfasst und immer weiter hinunter gezogen, in dieses Unbekannte und Formlose.
    Angst konnte ich keine verspüren, denn sie war nicht da. Nichts war da. Es dauerte ewig bis es vorbei war und doch ging
    es so schnell. Dann schlug ich auf.....


    Edinburgh 2 Monate zuvor

    Ich liebte diese Stadt. Eigentlich durfte ich sowas ja gar nicht sagen, denn Schottland gehörte ja seit ewigen Zeite schon zu Großbritannien.
    Mein Großvater würde sich allein bei dem Gedanken, dass eine irsische Seele britannischen Boden betrat, im Grabe umdrehen.
    Doch seit ich vor zwei Wochen hier angekommen war, die Stadt und ihre vielen Gassen und Straßen erkundet hatte und schon in einigen der Pubs
    gefeiert hatte, war ich verliebt. Ich war herkommen um an der University of Edingburgh drei Semester abzulegen, so wie ich es mir schon immer
    erträumt hatte. Na gut, ich musste bei der Wahrheit bleiben, denn eigentlich wollte ich immer in einem der "coolen" Länder die Auslandssemester
    verbringen. Doch diese "coolen" Länder kosteten eben auch um einiges mehr und so hatte ich mich kurzerhand für Schottland entschieden.

    Es war schrecklich gewesen meiner Familie zu erzählen was ich vorhatte. Ich muss dazu wohl etwas ausholen, damit verstanden werden kann warum
    sie enttäuscht von mir waren - oder sind? Ich hatte nach meinem Schulabschluss an der University of Dublin ein Medizinstudium begonnen, so wie
    schon mein Vater, mein Großvater und was weis ich wer noch aller zuvor. Normalerweise war nur den männlichen Nachkommen meiner Familie die Bürde
    auferlegt das Medizinertum weiter zu führen, doch wie ich hier beweisen kann, hat es mein Vater nicht zu mehr als zwei Töchtern geschafft.
    Meine Schwester, welche zwei Jahre älter als ich ist, hat sich relativ schnell einen Handwerker aus dem Ort geschnappt, sich schwängern lassen
    und ja...aus war der Traum dass die Erstgeborene diese Ehre des Medizinstudiums- meiner Meinung nach Bürde- nachkam. Und so kam mein Vater
    auf die gloreiche Idee dass ich das ja nun tun konnte.
    Okay, am Anfang fand ich das alles ja noch ganz lustig und die Aussicht mal stinkreich zu werden, ein großes Haus zu besitzen und in irgendwelchen
    ausgefallenen Ländern Urlaub zu machen fand ich gar nicht mal so schlecht. Wobei mir hierbei schon der Fehler an der ganzen Sache hätte auffallen
    müssen. Meine Eltern waren werder stinkreich, noch besaßen sie ein großes Haus und im Urlaub waren sie das letztemal wohl bei ihrer Hochzeitsreise
    und die haben sie in Frankreich verbacht. Nichts gegen Frankreich, doch für meinen Geschmack zu wenig ausgefallen.
    So kam es also dass ich mit dem Studium begann und es lief auch alles ganz gut, bis zu dem Moment als ich mich in den vor mir geöffneten Bauchraum
    einer Leiche erbrache, welcher ich eigentlich den Blinddarm entfernen sollte. Ja genau, ich habe in eine Leiche gekotzt! Ab da ging es aber
    ziemlich steil bergab mit meiner Medizinerkarriere, denn auch wenn mich die Theorie und Anatomie -solange ich all das nur in Büchern sah- auch
    interessierten und ich darin wirklich gute Noten hatte, soseh stieß mich die Praxis ab.
    Als ich das Studium abbrah war meine Mutter enttäuscht und mein Vater sprach kein Wort mehr mit mir. Craigh, so hieß mein damaliger Freund
    fand dass ich wohl zu unreif für ihn sei und verließ mich. Genauer betrachtet war letzteres wohl besser so.
    Craigh hatte ich mir vor dem Studium angelacht, denn ich dachte wenn ich ja jetzt seriös werde, brauche ich auch einen seriösen Freund. Doch
    dass seriös auch ein Synnonym für langweilig war, tja das stellte sich erst später raus.
    Als ich also meinen Vater bitter -und meine Mutter ein bisschen weniger enttäuscht hatte, lies ich die nächste Bombe hoch und erzählte ihnen
    ich würde Geschichte und Literatur in Schottland studieren wollen. Was soll ich sagen, nun reden sie Beide nicht mehr mit mir.
    Einzig meine Schwester meldete sich alle zwei bis drei Tage bei mir und erzählte mir was denn Zuhause loswar.

    Ich hatte hier schon einie Freunde kennengelernt, nicht zuletzt auch eine nun gute Freundin, welche im selbe Wohnheim wie ich untregebracht war.
    Jeden Tag erkundeten wir ein stück mehr der Stadt und ich liebte es am Fenster in meiner Bude zu sitzen und auf "Arthur´s Seat" sehen zu können.
    Hätte ich damals gewusst welche Folgen einer dieser Tage haben würde, welcher damit begann dass ich Arthur´s Seat einen guten Morgen wünschte,
    so hätte ich bei seinem Anblick wohl die Vorhänge zugezogen und währe wieder unter die Bettdecke geschlüpft.
    Doch ich wünschte ihm einen guten Morgen, zog mich an, trank mit Sheila einen Kaffee und wir gingen zusammen zu unserer Vorlesung. Nach der
    Vorlesung, trafen wir uns mit einigen anderen Studenten, welche wir im Laufe der Zeit kennen gelernt hatten, in einem der Cafes am Campus und
    tranken etwas, lachten und planten eine Seance, welche am Abend stattfinden sollte. Jap, eine Seance und Jap eine verdammt blöde Idee!
    Doch wir waren alle fest dazu entschlossen, denn was gab es tolleres für eine Irin, eine Waliserin, einen Amerikaner und einem Schweden als in
    einem uralten, schottischen Gemäuer eine Seance abzuhalten?
    Wir entschieden uns für den Dachboden unseres Wohnheimes, welches unseres Erachtens alt genug sein dürfte als das sich dort irgendeine Art von
    Geist aufhalten könne, welcher natürlich nichts besseres zutun haben würde als sich mit uns zu Unterhalten.
    Mir war flau im Magen, denn Schottland war ja bekannt für seine Okkulte und Sagen, warum nicht auch für Geister. Wobei mich die Tatsache, das
    wir nichtmal ein "Medium" dabei hatten etwas beruhigt hatte. Und natürlich nam auch keine Gestalt oder irgendein Wesen mit uns Kontakt auf.
    Wir versuchten es ein oder zwei mal, dann beschlossen wir dass es blödsinn war und gingen auf die Party eines Komulitonen.

    Doch ab hier beginnt meine Geschichte, welche ich selbst noch nicht ganz glauben kann. Seit jener Nacht auf dem Dachboden, hörte ich im Schlaf
    diese Stimme. Es war eine Frau, doch sie brabbelte etwas unverständliches. Es waren kurze, abgehackte und sehr kehlig wirkende Laute, welche
    sie von sich gab. Nach einigen Wochen, welche mich dieser Albtraum schon heimsuchte, dachte ich die Frau würde Gälisch reden, doch es musste
    eine sehr alte Form dieser Sprache sein, denn ich verstand nicht wirklich etwas.
    Einige Wochen später beschlossen wir vier, dass es wohl eine coole Sache wäre einmal in die Highlands zu fahren, jetzt da wir schon in Schottland
    waren. Doch je näher wir damals mit dem Zug den Highlands kamen, umso lauter wurde die Stimme in meinen Träumen. Ich verstand immer wieder das Wort
    "Broch" was soviel heißt wie: Turm. Doch jede Nacht wachte ich ärgerlich auf und Fragte diese Stimme welchen verfluchten Turm sie denn meinte,
    denn in Schottland gab es ja schließlich mehr als nur einen davon!
    In Inverness war unsere Haltstation, doch von dort aus war es noch eine Stunde fahrt mit dem Taxi, bis wir endlich die Kate erreichten, welche
    unser Heim für die nächste Woche werden sollte.
    Es war schön hier in den Highlands, noch viel schöner als ich es mir jeh hätte vorstellen können. Die Berge und Täler, diese rauheit des Landes
    und dieses Mystische was diesen Teil Britanniens umgab, waren einfach Atemberaubend. Wir unternahmen viele Ausflüge und einmal machten wir uns
    auf in die Nähe eines bekannten Moores. Am nächsten Tag wollten wir nach Culloden. Das Moor war wunderschön, wobei es eigentlich nur eine riesige
    Weite war und als wären es Murmeln, mit welchen Riesen gespielt hätten, lagen überall verstreut riesige Steine. Unser Ziel war eine der Alten
    Brugen. Für mich und Sheila war eine Brugruine nichts neues, denn sowohl in Irland als auch in Wales gab es eben diese zu genüge. Doch unsere
    beiden männlichen Begleiter waren Feuer und Flamme und wollten unbedingt dorthin.
    Was soll ich sagen? Es war eben eine alte Brug, welche nun immernoch stolz, aber eben schon sehr in die Jahre gekommen dortstand und immernoch
    den stolz verkörperte, welcher in jeder Brust geschlagen haben musste, welche hier gelebt hatte. Ich wurde fast schon ein wenig Rührseelig als
    ich dieses Gemäuer sah, auch wenn ich mir nicht erklären konnte warum. Als ich mich weiter umsah, entdeckte ich einen Turm, welcher nicht weit
    von der Brug stand. Warscheinlich war dies ein Wachtum gewesen, auf welchem einst Highlander gestanden hatten um ihre Brug vor möglichen Feinden
    zu warnen.
    Erst als ich auf den Turm zuging, registrierte ich dass die Stimme, welche ich doch eigentlich nur in meinen Träumen gehört hatte, nun immer lauter
    und lauter wurde. Die Stimme zog mich an und ich ging weiter, immer weiter auf die Tür des Turmes zu.... ein Surren war in der Luft, die Stimme lauter
    .ich öffnete die Tür des Turmes - und fiel.
     
  4. Obi-Wan

    Obi-Wan Feel the beauty underneath'!

    Formular
    Name:
    James Simon Alexander MacKenzie Fraser, oder einfach nur Jamie
    Alter:
    22 Jahre
    Geschlecht:
    männlich
    Aussehen:
    Fangen wir von oben an, auf seinem Kopf befindet dunkelrotes Haar das gerade mal solang ist, dass er es sich auch mal hie und da im Nacken zusammen binden kann.
    Dabei werden sich dennoch ein paar der rotbraunen Locken lösen und ihm verwegen ins Gesicht hängen. Dunkle grüne Augen umrandet von schwarzen Wimpern scheinen einem immer direkt in die Seele zu blicken. eine Schmale gerade Nase befindet sich in der Mitte und führt direkt hinunter zu einem sinnlich geschwungenen Mund, der jedoch oft in der ernsten Miene untergeht. Oft ziert ein drei Tage Bart die Wangen des jungen Highlanders. Für seine Zeit ist Jamie recht hochgewachsen, hat breite kräftige Schultern und schmale Hüften, sein ganzer Körper ist gestählt durch hartes Training, dennoch ist er kein Grober Schrank, in der heutigen Zeit würde man ihn wohl als athletisch bezeichnen. Typisch für einen Mann der stolz auf sein Land ist, trägt er ein Plaid in den Farben seines Clans.
    Charakter: Jamie ist ein stolzer Mann, ungezügelt und ungebrochen, trotz der Widrigkeiten und der Besatzung der Sassenach hat er sich seinen Humor behalten und hat oft ein spitzbübisches Funkeln in den Augen. Man sollte nie den Fehler machen diesen Mann zu unterschätzen, er hat ein helles Köpfchen und ist durchaus gebildet, wie man es zu jener Zeit vermochte, dennoch kann auch er aus seiner Haut nicht raus, wirkt oft in Highlandermanier rau und wild. Doch er kann sehr charmant sein wenn es um die Ladies geht, die zu einer seiner größten Schwäche zählen, er hat einen sehr hohen Beschützerinstinkt was diese angeht. Aus welcher Zeit?: 1730
    __________________________________________

    Heute

    Jamie

    Es war ein ganz typischer Tag in den Highlands Nebel hang in der Luft, mittlerweile war er zumindest etwas vom Boden hochgekrochen, hing ungefähr bei den Wipfeln der Bäume, dementsprechend Feucht und Kühl war es auch, reines Gift wenn man verletzt war... Nun nicht das ihr mich falsch versteht, mich hatte es ausnahmsweise mal nicht erwischt. Einer meiner Begleiter Angus war von einem dieser verdammten Rotröcke angeschossen worden. Ich hatte die Zügel seines Pferdes in einer Hand, er war nicht mehr fähig es selber zu lenken, hing zusammen gesunken mehr im Sattel, als er saß. Eingewickelt in sein Plaid, das Gesicht war blass und bei jeder zu hastigen Bewegung die das Pferd unter ihm machte, verzog er das Gesicht. Wir hatten keinen Halt gemacht, hatten es einfach nicht gewagt, denn die Sassenach waren überall und sie verfolgten einen unbarmherzig hatten sie erstmal Blut geleckt. Auch wenn wir den einen erlegt hatten, diese Mistkerle waren eben nie alleine unterwegs.
    Das schwarze Tier unter mir stapfte voran, mit hängenden Hals und schweren Beinen, nicht nur für Mensch sondern auch für die Pferde war diese Art zu reisen Kräfte zehrend. Und dann kam sie endlich in Sicht Burg Leoch, selten kamen mir diese grauen Mauern so schön vor, wie sie es jetzt gerade taten. Angus stöhnte neben mir, was mich aus den Gedanken etwas rausholte, mein Blick ging zu ihm rüber, wie er krampfhaft versuchte sich mit einer Hand am Sattel festzuhalten. Ich biss die Zähne zusammen, sah zurück zu den Anderen und ließ dann mein Pferd schneller gehen. Der Hengst schnaufte und wurde schneller im Schritt, erst zog ich den Braunen nach auf dem Angus saß, doch dann passte sich auch sein Gaul dem Tempo an und ein paar Minuten später ritten wir durch das Tor. Die Leute stoben auseinander, bevor sie auf uns zukamen. Mein Blick ging kurz herum, blieb bei der Tür zum Turm hängen... wer bitte schön hatte die den offen gelassen? Ich schüttelte den Gedanken ab, stieg aus dem Sattel um zusammen mit den anderen dem Verletzten aus dem Sattel zu helfen. Überall klebte sein Blut, es wunderte mich ja schon fast, dass er überhaupt noch bei Sinnen war...nun zumindest teilweise, er murmelte wirres Zeug zwischendurch und ich fürchtete schon beinahe ein Dämon hatte von ihm Besitz ergriffen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 Juni 2015
  5. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Sam

    Ich fühlte mich als hätte ich einen üblen Kater und als hätte man mir die Knochen in Armen und Beinen gebrochen und dann wieder zusammen
    gesetzt. Meine Augen waren noch geschlossen, doch ich spürte den kalten Boden unter mir, was wohl hieß dass ich hingefallen sein musste.
    Das letzte an was ich mich erinnern konnte, war das ich den Turm betreten hatte. Danach war nichts. Langsam öffnete ich erst das linke und dann
    das rechte Auge. Ich lag eindeutig in dem Turm, denn über mir verlief eindeutig eine Treppe, die sich immer wieder in kreisen nach oben wandte.
    "Verdammte Sch....!" fluchte ich leise, als ich versuchte mich aufzusetzen und mein Kopf dabei fast zu bersten schien. Grelles Licht schien durch
    die halb geöffnete Tür und von draußen her klangen Geräusche zu mir herein.
    Ich wollte gerade versuchen aufzustehen, als ich inne hielt. Die Geräusche kamen mir nicht vertraut vor. Es hörte sich eher an wie Männer die
    sich etwas zuriefen, Fuhrwerke die ankamen und wegfuhren. Hatte ich solange hier gelegen dass es schon so spät war und nun die Bediensteten
    des Tourismusamtes hier für Ordnung sorgten? Ich begann mit einer Hand nach meinem Handy zu tasten, welches ich ja beim betreten des Turmes noch
    in meiner Hand gehalten hatte, schließlich musste ich ja soviele Bilder wie möglich machen - doch meine Hand tastete ins Leere. "Was zu Hölle?"
    fragte ich mehr mich selbst und fuhr nun wirklich erschrocken auf und versuchte in dem schwachen Licht etwas auf dem Boden zu erkennen. Nichts.
    Weder mein Handy, noch meine Tasche, welche ich mir umgehängt hatte, nichts war hier. Als ich an mir herunter sah, atmete ich erleichtert auf,
    denn wenigstens hatte ich noch mein Kleid an, welches ich heute Morgen angezogen hatte. Ein wenig überkam mich die Angst. Was war wenn mich jemand
    ausgeraubt hatte als ich hier Ohnmächtig gelegen hatte? Was wenn mich jemand...- nein soweit durfte ich gar nicht erst denken! - schalt ich mich
    selbst und fuhr mir mit einer Hand hilflos durchs Haar. Am besten ich würde ersteinmal Sheila suchen, welche sich vorher waghalsig mit den Jungs
    ins innere der Brug begeben hatte, denn mit ihr zusammen würde ich meine Sachen bestimmt gleich wieder finden.
    Langsam näherte ich mich der Tür, wobei mich ein seltsamer Geruch zum inne halten zwang. "Was zum Teufel stinkt hier denn so?" fragte ich mich
    selbst und na gut, wenn ich ehrlich sein mochte als "stinken" konnte man das nicht bezeichnen, doch es roch definitiv anders als zuvor.
    Vorsichtig öffnete ich die Türe und trat aus dem Turm, nur um dann wie vom Donner gerüht stehen zu bleiben. Mein Herz pochte so laut, dass ich es
    noch in meinen Ohren schlagen hörte. Was zur Hölle war denn hier passiert? Es sah komplett anders aus als zuvor. Wo einst der gepflegte und vorallem
    gekieste Boden gewesen war, bedekte nun eine Schicht aus schlammigem Boden und Staub die Erde. Wo erst die Sonne geschienen hatte, war es nun verhangen
    und kalt und das schlimmste von allem war: wo die Burgruine gewesen war, stand jetzt eine völlig intakte Burg. Unfähig mich zu bewegen starrte ich
    all das an, nicht in der Lage begreifen zu können welche bösen Geister mir und vorallem meinem Kopf einen streich spielen wollten.
     
  6. Obi-Wan

    Obi-Wan Feel the beauty underneath'!

    Jamie

    Aufgeregt liefen alle hin und her, es war ein wirres Durcheinander und meine Miene wurde dabei etwas finster.
    Man sollte meinen, dass zumindest einer hier war der wusste was zu tun war, wo mir gerade wieder einfiel,
    dass unser Medicus ja erst kürzlich von einem Fieber dahin gerafft worden war und zu diesen Zeiten war es schwer Ersatz zu bekommen.
    Nun gut, nichts desto trotz musste Angus Wunde versorgt werden, ansonsten wären unsere Bemühungen ihn lebend herzu bekommen vergebens gewesen.
    Ich legte mir seinen Arm um die Schultern und stützte ihn somit, führte ihn zusammen mit anderen ins Innere der Burg, wo wir ihn erstmal ablegten. Ich überließ es den Frauen
    und den anderen ihn zu versorgen, machte mich erstmal wieder auf den Weg nach draußen, mit einem Seufzen fuhr ich mir mit einer Hand durch die Haare und wie von selbst ging mein Blick in Richtung der Turmtür, für gewöhnlich wurde dafür gesorgt, dass sie immer geschlossen war. Als mein Blick dort ankam, erstarrte ich, fixierte die junge blonde Frau die davor stand und
    ziemlich verwirrt drein sah. Ich kannte sie nicht, hatte sie nie zuvor hier gesehen und überhaupt...was war das für ein Fetzen den sie da trug? Man konnte ja praktisch alles sehen, war sie eine Dirne? Vermutlich hatte sie einer der Männer hier eingeschleußt oder aber... Ich kniff die Augen leicht zusammen, was war wenn sie eine Spionin der Rotröcke war?
    Man wusste ja nie was den Sassenach alles einfiel. Ich konnte es mir nur schwer vorstellen, dass dieses reizende Wesen etwas mit diesen Schweinen zu tun haben sollte, aber dennoch... vorsicht war geboten. Mit der Hand auf mein Schwert gelegt näherte ich mich ihr, sie schien mich erst gar nicht zu bemerken. War wohl eher mit ihrer Umgebung beschäftig.
    "Kann ich Ihnen irgendwie helfen?" fragte ich schließlich in ihre Richtung aus der Entfernung. Nicht böse oder so, eher neutral. Ich musste erstmal herausfinden,
    was es mit dem Elfengleichen Wesen auf sich hatte, dass hier so leicht bekleidet rum stand. Meine Muskeln waren angespannt, würde sie versuchen zu fliehen, würde ich sie nur allzu schnell wieder einfangen, damit würde sie sich verdächtig machen... Ich schob den Gedanken beiseite konzentrierte mich auf das blonde Mädchen, ich glaubte nicht eine solche Haarfarbe schon einmal gesehen zu haben...
     
  7. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Sam

    Fassungslos beobachtete ich gerade wie ein Mann, welcher einen Kilt trug und was mich momentan zu der Annahme brachte dass dies hier ein
    historisches Fest sein musste, einfach sein Ding in die Hand nahm und gegen einen der Büsche im Hof pisste. Historienfest gut und schön,
    aber musste man denn wirklich so authentisch spielen? Angewiedert riss ich meinen Blick los und sah zu einem Mann welcher mit einer
    hölzernen Heugabel auf einem Wagen stand und Stroh ablud. All dies wirkte so grotesk, so unwirklich und zu wirklich als dass es ein
    Schauspiel hätte sein können. Doch was sollte es denn sonst sein? Mein Hirn versuchte immer und immer wieder mir zu erklären dass all dies
    hier sehr logisch zu erklären war. Die Burg war mir vorhin warscheinlich kaputter erschienen als sie eigentlich war, der Kies wurde eben
    zusammengeschoben und die Menschen hier waren nur Schauspieler. Genau! So musste das sein. Bestimmt würde gleich jemand kommen und mich wegscheuchen,
    da ich in meinem Sommerkleid ja wenig historisch aussah und nicht in das Bild passte, welches sie hier versuchten nachzustellen.
    Gerade als ich mir dies eingeredet hatte, riss mich die Stimme eines Mannes aus meinen Gedanken. Es war eine schöne Stimme, ein eher dunkles
    Timbre, gepaart mit dem schönen Klang des schottischen Dialektes. Gekleidet war er in einer komlpetten Tracht, wobei sie nicht so gepflegt aussah
    wie ich es normalerweise von solchen Highlandschauspielen gewohnt war und ich musste ehrlich sein: Er roch nicht wirklich als hätte er die letzten
    zwei Tage eine Dusche von innen gesehen.
    Ich ließ meinen Blick von unten nach oben wandern und stellte fest dass er schon was hermachte. Ob er auch in Edinburgh lebte? Na dass musste ich
    noch rausfinden, denn in seiner Tracht sah er wirklich aus wie einer dieser Titelhelden in Groschenromanen. Breit gebaut, gut muskuliert, wunderschönes
    Haar und diese Augen. Himmel Sam! schimpfte ich mich selbst und riss meinen Blick von seinen Augen los. Man hat dir dein Handy gestohlen, geschweige denn
    von deiner Tasche, du warst Ohnmächtig und deine Freunde sind weit und breit nicht zu sehen und natürlich hast du nichts besseres zu tun, als den
    Kerl vor dir anzuschmachten?

    Erst jetzt sah ich die Hand auf dem Knauf seines Schwertes und als ich meinen Blick seinen Hemdärmel aufwärts gleiten lies, sah ich auch all das
    Blut. Also ich musste schon sagen: Mein aufrichtiges Lob an den Maskenbildner!
    "Haben sie vielleicht eine Gruppe junger Leute gesehen?" fragte ich den Mann als er mich höflich fragte ob ich denn hilfe gebrauchen könnte.
    "Eine Waliserin, ein Amerikaner und ein Schwede!" erklärte ich ihm und musste momentan wohl ein wenig hilflos wirken "Ich habe sie vorhin in
    die Burg gehen sehen, aber jetzt habe ich keine Ahnung wo sie sind!".
     
  8. Obi-Wan

    Obi-Wan Feel the beauty underneath'!

    Jamie

    Oh keinen Zweifel, die Frau musste verwirrt sein, sie konnte unmöglich eine Spionin sein so wie sie sich umsah und eher wirkte als hätte sie den Verstand verloren, als das sie Informationen suchte.
    Als ich sie ansprach, traf mich ihr Blick und ging von unten bis oben an mir entlang, ansonsten blieb sie still. Das brachte mich doch dazu leicht skeptisch meine Augenbraue zu heben.
    Natürlich ich musste nicht gerade ein feines Bild machen, wir waren auf dem Weg gewesen um Vieh zu stehlen, als uns die Rotröcke überrascht hatten. Meine Kleidung und
    ich waren dreckig und Blutflecken klebten an mir, nicht mein Blut wohlbemerkt. Ich hatte nur ein paar Schrammen dieses Mal davon getragen. Meine Wangen waren überzogen von einem Bart der die letzten Tage gewachsen war, ja wenn man unterwegs war und noch dazu auf der Flucht blieb für eine Rasur keine Zeit.
    Ihre Frage war dann jedoch sehr irritierend und sie sprach nicht den typisch Schottischen Dialekt, es klang viel zu klar und fein... Sassenach. Schoss es mir durch den Kopf und legte den Kopf schief, sah sie wohl an als wäre sie eine Verrückte... für mich klang das Ganze auch ziemlich seltsam. Ich schüttelte dann den Kopf. Eine seltsame Kombination von Leuten... eine Engländerin? Ein Kolonist und ein Schwede hier in der Burg? Ich mein ich war zwar erst kürzlich hier, aber ich war mir sicher, dass sich sowas sicher bereits herum gesprochen hätte und einer es mir von der Seite schon gesagt hätte...
    "Nein, ich habe niemanden von diesen Personen gesehen", entgegnete ich und ließ die Hand von meinem Schwertknauf gleiten, ich glaubte nicht das die Frau vor mir eine große Gefahr darstellte.
    Nicht in diesem Sinne zumindest, in ihrem merkwürdigen Unterkleid bot sie wirklich einen köstlichen Anblick der einen ganz anderen Teil von mir ansprach, dennoch ob Sassenach oder nicht, ich würde nie eine Frau gegen ihren Willen nehmen. Ich räusperte mich und strich über meinen Bart um mich wohl selber von meinen Gedanken loszubekommen. "Können Sie mir verraten wieso sie hier im Unterkleid herumstehen?" ich konnte mir die Frage einfach nicht verkneifen... war sie ihrem Verehrer etwa davon gelaufen? Das würde zumindest die knappe Kleidung erklären. Meine Gedanken regte es auf alle Fälle an und gerade stellte ich uns beide ganz woanders vor als hier am Fuße des Festung...
    Mein Blick ging kurz von ihr weg, nach hinten auf die Turmtür, ich runzelte die Stirn und sah zu ihr zurück, dass alles hier war höchst merkwürdig. "Wie ist Ihr Name?" fragte ich dann weiter und kam ein Stück näher. Ruhig, aber wachsam, nicht dass sie doch noch irgendetwas versuchte. Es wäre höchst peinlich würde sie mir entkommen, die Männer würden mich das sicher nie mehr vergessen lassen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 Juni 2015
  9. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Sam

    Er hatte keinen meiner Freunde gesehen? Verwirrt runzelte ich die Stirn. Wie konnte es sein? Die Drei waren doch wirklich in das Gemäuer
    gegangen. Langsam überkam mich ein seltsames Gefühl der Erkentnis, doch ich wollte ihr noch nicht nachgeben. Ich sah wie der Mann seine Hand
    von seinem Schwert nahm und erkannte das es ein Claymore war. Ein Claymore oder im Gälischen auch claidheamh mór genannt, war ein schottisches
    Breitschwert und eines wie dieses war wohl sehr teuer in der Anschaffung, vorallem da es auch noch historisch ziemlich korrekt aussah. Wieder
    gerieten meine Gedanken ins staucheln. Warum sollte sich jemand so etwas teures kaufen nur um dann bei einem historienspiel mitzumachen?
    Gerade wollte ich fragen ob er sich denn wirklich sicher war ob meine Freunde nicht hier waren, als er mich fragte warum ich denn mit meinem
    Unterkleid herumlief. "Unterkleid?" fragte ich ihn und ich musste die Frage ziemlich dämlich gestellt haben, da ich so überhaupt keine Ahnung hatte
    was es denn an meinem Kleid auszusetzen gab. Forschend sah ich an mir herab und fand eigentlich dass das Kleid sehr süß war, mit den kleinen
    Blümchen und der feinen Borte um den Ausschnit. Erst jetzt kam mir ein Gedanke und ich runzelte etwas verärgert die Stirn. "Mein Kleid mag
    ja nicht gerade von Cartier sein, doch ich denke es erfüllt sehr gut seinen Zweck!". Gut, vielleicht klang ich ein wenig pampig, doch meiner
    Meinung nach durfte jemand der im Highlanderkostüm vor mir rumhüpfte, nicht darüber Urteilen was ich trug. "Ich frag sie ja auch nicht
    was man für ein Freak sein muss um ein Claymore einfach so mit sich rumzutragen. Haben sie überhaupt einen Waffenschein oder irgendeine Berechtigung
    die es ihnen erlaubt dieses Ding mit sich rumzutragen?" fragte ich ihn und reckte meinen Kopf ein wenig in die Höhe. Ja, ich war um einiges kleiner
    als er, doch er brauchte nicht glauben dass ich mich so leicht "mobben?" lies und schon gar nicht meiner Kleidung wegen. "Mein Name ist Samantha Kinnley und mit wem habe ich hier die Ehre?" fragte ich und stützte meine Hände trotzig in die Hüften
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 Juni 2015
  10. Obi-Wan

    Obi-Wan Feel the beauty underneath'!

    Jamie

    Die Frau vor mir wurde immer mehr zu einem Rätsel, sie musste wohl wirklich eine zu viel gegen den Kopf bekommen haben.
    Auf meine Frage wegen ihrem Kleid, wirkte sie ziemlich empört, labberte irgendwas von einem Cartie? Die Furchen an meiner Stirn wurden tiefer und
    man sah mir meine ehrliche Verwirrung nur zu deutlich an. "Wer zur Hölle ist dieser Cartie?" fragte ich nach doch dann wurde es noch seltsamer...
    Freak? Highlanderkostüm? Meine Zähne mahlten aufeinander, niemand beldeidigte einen Highlander in den Farben seines Clans! Meine Finger zuckten wieder zum Griff des Kurzschwertes an meiner Hüfte. Sie fragte noch irgendetwas seltsames wegen einem Waffenschein? Was sollte denn das jetzt schon wieder sein? Berechtigung es mit mir zu tragen? Ich sah mit einem Seitenblick auf das Claymore das hinter meinem Rücken empor ragte, weil es schlichtweg zu lang war um es am Gürtel zu tragen und dann wieder die Frau.
    Ich strich erneut durch meinen Bart und bedachte Samantha Kinnley mit einem ganz genauen Blick, wie sie ihre Hände in die Hüften stemmte, widerborstiges Frauenzimmer... aber dennoch irgendetwas haftete ihr an, was etwas in mir weckte was so nicht sein sollte... Momentan machte sie sich mit jedem Wort nur verdächtiger. Wessen? Das wusste ich noch nicht genau, aber irgendetwas war seltsam an ihr.
    "James Simon Alexander MacKenzie Fraser, zu Ihren Diensten!" stellte ich mich schließlich vor, neigte dabei leicht mein Haupt. Mein Vater war der Laird von Leoch, also der Burg in dessen Hof wir gerade standen... wenn sie wirklich von hier war oder auch nur etwas Ahnung hatte musste sie zumindest meinen Namen kennen...
    "Und ich habe jedes Recht der Welt die Waffe meiner Familie zu tragen und diese auch im Kampf gegen die Sassenach zu verwenden..." fuhr ich fort und sah sie todernst an. Kam noch etwas näher, nur noch wenige Schritte trennten uns, entkommen würde sie mir jetzt auf keinen Fall mehr. Ich hatte das Wort extra betont und sie dabei angesehen, dass sie auch wusste das ich sie meinte. "Eine Frage noch... wenn das Kleid seinen Zweck erfüllt, verbringen Sie dann die meiste Zeit des Tages im Bett?" fragte ich schließlich nach, natürlich verbarg sich dahinter die Andeutung ob sie gegen Geld mit Männern schlief, aber was anderes fiel mir nicht ein mit Zweck erfüllen... denn einen Mann anreizen tat es ganz ohne Zweifel.
     
  11. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Sam

    Er wusste nicht wer Cartier war? Na gut, er konnte nichts darüf, denn wahrscheinlich beruhte sein Unwissen auf der Tatsache dass er ein Mann war.
    Ich seufzte leise und meine Haltung sank etwas in sich zusammen als ich wieder zu ihm aufsah. Gott, er war wirklich groß. Wobei er nicht schlacksig
    wirkte so wie es die meißten großen Männer taten. Auch sein Geruch störte mich nicht mehr wirklich, eher das Gegenteil war der Fall und es war
    als würde ich eine gewisse Spannung in der Luft spüren, wie eine art Flirren das uns umgab. Seine Augen waren fasziniert und ich erwachte jeh aus
    meiner Erstarrung als er mir seinen Namen sagte. Dieser Name sagte mir eindeutig etwas, auch wenn ich nicht mehr genau wusste wo ich ihn hinstecken sollte.
    Ich runzelte meine Stirn und wand meinen Blick kurz ab, während ich darüber grübelte wo ich ihn schoneinmal gelesen hatte.
    Eiskalt lief es mir den Rücken hinunter, als mich die Erkentniss überkam? Gerade wollte ich meinen Blick heben, ihn anlächeln - wobei das wohl
    zu einer art auslachen ausgeartet wäre - und ihm sagen er solle doch bitte jemand anderen an der Nase herumführen. James Fraser war schon mehr als
    290 Jahre tot. Doch als ich den Mann genauer betrachtete, konnte ich mir sehr wohl vorstellen das er wusste wie man mit einem Schwert umgeht und
    ich konnte ihn mir auch an der Spitze seines Clans vorstellen, wie er in Culloden gegen die Dragoner kämpfte - und starb. "Gott nein!" murmelte ich
    leise und fuhr mir mit der Hand übers Gesicht. Es war eine beiläufige Gehste, doch irgendwie erhoffte ich so wieder aus diesem Albtraum aufzuwachen.
    "Nein nein nein, das kann alles gar nicht möglich sein!" murmelte ich wie ein Mantra vor mich hin und merkte wie mir die Beine nachgaben und ich
    auf meinen Hintern sackte. "Sagen sie mir bitte dass wir nicht das 18. Jahrhundert schreiben!" bat ich ihn und starrte mit schreckgeweiteten Augen
    nach vorne und direkt auf seine Stiefel. Ich hatte ja nichtmal mitbekommen wie er mich als Hure bezeichnen wollte, denn hätte ich dies... oh möge
    Gott seiner Seele gnädig sein!
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 Juni 2015
  12. Obi-Wan

    Obi-Wan Feel the beauty underneath'!

    Jamie

    Etwas änderte sich bei ihr, sie war nicht mehr so aggressiv. Sie starrte mich wieder an und ich erwiderte den Blick, sah in diese schönen grünen Augen.
    Die meinen waren ebenfalls Grün, aber nicht so hell und saftig, eher dunkel. Ich kam einfach nicht los von ihrem Anblick und etwas in mir wollte sie
    ohne groß darüber nachzudenken an mich ziehen und ihre wundervollen Lippen kosten und ihren Körper mit meinen Händen erkungen... das konnte
    doch nicht nur an diesem Fetzen liegen den sie da als Kleid bezeichnete. Ich war mir sicher das es mir nicht viel Mühe kosten würde es zu zerreißen,
    ich riss mich von dem Gedanken los. Bei der Erwähnung meines Namens schien sie nachdenken zu müssen, ein Wechselbad der Gefühle ging durch
    ihr Gesicht und dann fluchte sie leise und fuhr sich über ihr Gesicht. Ich runzelte währenddessen meine Stirn und beobachtete wie sie zu Boden ging und
    Sorge stieg in mir hoch. Ich wollte sie beschützen und das war etwas was mich noch mehr verwirrte, ich kannte Samantha Kinnley doch gar nicht. Dann kamen
    die nächsten Worte die mich verwirrten, doch in ihren Augen stand Angst... ehrliche nackte panik um ehrlich zu sein. Eigentlich hatte ich ja auf eine Antwort
    auf die vorige Frage bestehen wollen, doch ich verkniff es mir doch tatsächlich bei dem elenden Anblick... Was hatte ich nicht schon für Kämpfe ausgefochten?
    Männer vom Kanonenfeuer verstümmelt und in Stücke gerissen und bei ihren Anblick rührte sich mein Mitleid? "Sie müssen wohl einen harten Schlag abbekommen haben,
    wenn Sie sich nicht mehr erinnern können", meinte ich leicht spöttelnd, na ganz verkneifen konnte ich es mir dann eben doch nicht. "Wir schreiben das Jahr 1730", antwortete ich ihr nun.
    Machte die paar Schritte auf sie zu und hielt ihr meine Hand hin um ihr beim aufstehen zu helfen. "Sie werden sich noch den Tod holen, wenn sie weiter in dem Hemdchen hier rumsitzen", meinte ich dann schon sanfter und sah zu ihr hinunter.
     
    Ravenna gefällt das.
  13. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Sam

    Immer und immer wieder rechnete ich in meinem Kopf hin und her. Wenn ich jetzt im Jahre 1730 war, dann musste ich 285 Jahre in die Vergangenheit
    gereist sein. Doch wie konnte das sein? Ich zweifelte nicht mehr daran dass es stimmte was dieser James Fraser zu mir gesagt hatte, doch dass
    machte es nicht leichter. Alles in meinem Körper sagte mir dass es wahr sein musste - ich war in der Vergangenheit. Steven Hawking hatte also
    doch Recht, wenn er behauptete es sei möglich dass in unserem Universum gewisse "Portale" gab welche es uns theoretisch ermöglichen konnten in
    der Zeit zu reisen. Natürlich war das alles viel komplexer, doch ich hatte damals nur ein Seminar über dieses Thema besucht und es als Humbug
    abgetan. Warum war genau ICH an so ein verdammtes "Portal" geraten? Warum nicht einer der vielen Studenten Hawkings für die es wohl im Leben nichts
    schöneres gegeben hätte?
    Ich seufzte leise und hätte mich am liebsten auf die Seite gelegt und fest eingerollt, doch dann erschien eine Hand in meinem Blickfeld. Gerade
    war seine Stimme ein wenig spöttisch gewesen, als er meinte ich hätte wohl etwas auf den Kopf bekommen. Na wenn der wüsste WAS für einen Schlag
    ich abbekommen hatte.
    Vorsichtig legte ich meine Hand in seine und spürte die Wärme und Kraft welche der Körper von diesem Mann verströmte. Auch wenn ich gerade bestimmt
    andere Probleme hatte, so stellte ich fest wie weich seine Hände nebst den Schwielen waren, welche bestimmt vom führen des Schwertes kamen. Drch
    meinen Körper ging ein leichtes Flirren und ich erschauderte bei diesem Gefühl, welches mir dieser Mann bescherte. "Wie soll ich den sterben wenn
    ich noch gar nicht lebe?" murmelte ich leise und nicht unbedingt für seine Ohren bestimmt, denn wie sollte ich denn jemanden
    aus dem Jahre 1730 etwas erklären was noch nichtmal ich selbst verstand. Wieder nahm mich sein Blick gefangen. "Ihr habt Recht!" gab ich zu und
    erkannte dass ich mir wohl eine gute Ausrede überlegen musste, welche mein plötzliches Auftauchen auf dieser Burg erklärte. "Ich muss wohl wirklich
    einen Schlag abbekommen haben!".
     
  14. Obi-Wan

    Obi-Wan Feel the beauty underneath'!

    Jamie

    Sie überlegte und währenddessen stand ich ruhig da und hielt ihr die Hand weiterhin hin. Schließlich legte sie ihre Hand in meine und schon jetzt stellte ich fest, wie klein die ihre im Gegensatz zu der Meinen war, wie weich... sie schien wohl nicht gerade harte Arbeit gewohnt zu sein. Mein Herzschlag beschleunigte sich bei der Berührung und etwas ganz anderes regte sich unter meinem Plaid. Gott was hatte diese Frau nur an sich, dass es mich zu ihr hinzog? Oder war es einfach schon wieder zu lange her? "Bitte?" fragte ich nach, als sie was murmelte und sah sie fragend an, während ich ihr hochhalf. Noch immer ihre Hand hielt, obwohl das schon längst nicht mehr nötig war. Dann gab sie mir recht und ich sah auf sie hinunter, während sie bestätigte das sie wohl wirklich einen Schlag abbekommen hatte. Ich musterte und nickte schließlich, vollführte dann eine ausladende Geste in Richtung der Burg. "Gehen wir erstmal hinein, ich bin mir sicher unsere Haushälterin hat etwas warmes zu essen und... angemessenere Kleidung für Sie", sagte ich schließlich und wurde mir gewahr das ich noch immer ihre Hand hielt. Nur widerwillig schaffte ich es sie loszulassen und führte sie dann ins Innere, würde ihr auch gar keine andere Wahl lassen! Ich konnte mir nicht sicher sein, ob sie nicht doch eine Spionin oder etwas in der Art war, auch wenn etwas in mir sich deutlich dagegen aussprach, so musste ich doch zumindest etwas der Vernunft folgen. Wir betraten direkt den Küchentrakt, wo die Bediensteten emsig dabei waren ihr Werk zu tun, eine ründliche etwas in die Jahre gekommene Frau trat auf uns zu. "Jamie, ich dachte schon sie hätten dich auch erwischt", kam sie mir entgegen und musterte mich von oben bis unten. Ich grinste nur und streckte die Hände von mir. "Diesesmal ausnahmsweise nicht", entgegnete ich und trat dann zur Seite und offenbarte den Blick auf Samantha. "Dixon, dass ist Samantha Kinnley, ich habe sie draußen gefunden. Sie dürfte einen Schlag gegen den Kopf abbekommen haben und ihrer ganzen Habe beraubt worden sein...", erklärte ich, natürlich war das wohl etwas ausgeschmückt, aber vorerst wollte ich die Frau nicht unbedingt in Schwierigkeiten bringen. Ich kam auch gar nicht weiter. "Och du armes Ding!" rief die ründliche Frau aus und kam gleich auf Samantha zu. "Komm wir geben dir erstmal ein Zimmer, wo du dich dann etwas erholen kannst und selbstverständlich etwas ordentliches zum Anziehen, man weiß ja nie auf was für Gedanken diesen furchtbaren lause Bengel kommen, wenn ein so hübsches Ding wie du im Unterkleid herumläuft!" plapperte die Frau weiter, während sie Samantha unbarmherzig weiterschob und ich stand nur grinsend da. Jetzt konnte ich nichts mehr für sie tun, sie war in Dixons liebevollen Händen. Ich sah an mir hinunter und seufzte, es wurde Zeit für mich, dass ich mich reinigte, bevor mich noch die Flöhe zu beißen begannen. So machte ich mich auf in meine Räume und ließ mir dort ein Bad richten. Ich schälte mich aus der dreckigen Kleidung, die auch gleich von den Dienstmädchen hochgenommen wurde. Mit einem schüchternen Lächeln betrachtete Betsy mich, doch ihre Augen sagten etwas ganz anderes. "Das war alles", sagte ich schließlich und das funkeln wich enttäuschung... erstaunlich sonst hätte ich sie sicher eingeladen am Bad teilzuhaben, aber heute stand mir nicht der Sinn danach. Zumindest nicht solang ich so dreckig war, also stieg ich in die Wanne, wusch mich erst von oben bis unten, danach ging es dem Bart an den Kragen.
     
  15. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Sam

    Ich folgte James in die Burg hinein und kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Wohl war ich schon in vielen alten Burgen gewesen, denn Irland
    war bekannt für viele und vorallem sehr gut erhaltene Burgen. Doch hatte ich nie eine Burg gesehen in welcher gelebt wurde, so wie man denn nur im
    18. Jahrhundert leben konnte. Ich sah zwar noch nicht wirklich viel davon, doch alleine die Küche faszinierte mich. Es herrschte reges Treiben,
    immer wieder rief jemand etwas oder rannte von einer Seite zur Nächsten. Ich sah wie ein Junge sich gerade einen Apfel stibitzen wollte, bekam
    aber gleich eine auf die Hände und wurde liebevoll von einer Frau gerügt, welche ich als seine Mutter erkannte.
    Plötzlich trat eine Frau in mein Blickfeld. Sie wirkte liebevoll und so wie sie James begrüßte, war sie es auch. Jamie. Ich musste innerlich
    lächeln als ich diesen Spitznamen hörte und musste zugeben er passte zu diesem Mann. Wieder musterte ich ihn leicht von er Seite und musste
    zugeben dass ich irgendwie nie gedacht hatte, dass es auch in dieser Zeit wirklich nett anzusehende exemplare der Spezies Mann gab.
    Die Frau welche mir als "Dixon" vorgestellt worden war, nahm mich am Arm und schob mich in die Richtung einer Treppe, welche wohl zu den
    Schlafzimmern der Frauen führte. Es mochte zwar seltsam sein, doch als ich mich von Jamie entfernte, fühlte ich plötzlich wieder diese Angst,
    welche ich seit dem erwachen im Turm gehabt hatte und welche durch sein erscheinen mit der Zeit in den Hintergrund gerückt war. Ich schlang
    die Arme um meinen Körper und ging der Frau hinterher durch eine schwere Holztüre, welche in ein leeres Zimmer führte. Sofort begann sie damit
    ein Kleid aus dem Schrank zu holen und kam dann auf mich zu, zog mir das Kleid über den Kopf und blieb dann erstmal starr stehen. Als ich ihrem
    verwirrten Blick folgte, sah ich dass sie wohl meinen BH und vorallem meinen Stringtanga anstarrte. Ich spürte die Röte in meinen Wangen aufsteigen
    und senkte leicht meinen Blick. Wie solte ich denn erklären dass dies die Mode in dem Jahrhundert war, aus welchem ich kam? "Was ist denn das?"
    fragte sie mich und sah mir nun entgeistert in die Augen. "Ein Büstenhalter!" erklärte ich etwas kleinlaut. "Auf dem Kontinent tragen dass nun alle!"
    versuchte ich meine Haut zu retten, doch Dixon kniff nur die Augen etwas zusammen und nickte langsam. "Wusste schon immer dass die auf dem Kontinent
    alle spinnen!" murmelte sie und wollte sich daran machen mir den Tanga und den BH auszuziehen, doch ich legte meine Hände schützend auf die Riemchen
    des Fetzens, welchen ich als Unterwäsche trug. Ich hatte ein Tattoo. Genauer gesagt, war es eine kleine Schwalbe, welche ich knapp über meiner Leiste
    trug. Doch wie sollte ich Dixon erklären warum ich sie dort hatte? Ich konnte ja schlecht sagen: "Wissen sie, damals als ich 15 war, haben wir ein wenig
    zu viel gesoffen auf einer Party und dann kam eins zu anderen!". Nein, das wäre eine schlechte Idee, genauso schlecht wie die Idee ihr die Tättowierung
    überhaupt zu zeigen. Es gab schon arten von "Zeichnungen" in diesem Jahrhundert, doch trugen meißt nur vermeindliche Hexen, Druiden oder sonstiges
    Pack, mit welchem ich bestimmt nicht in Verbindung gebracht werden wollte, solche Zeichen.
    "Ich würde mich gerne selbst umkleiden!" japste ich und spürte wie ich wieder ein wenig rot wurde. Dixon sah mich wieder mit diesem eindringlichen
    Blick an, zuckte dann aber die Schultern. "Ihr müsst nicht so prüde sein, ihr habt nichts was ich nicht habe - aber bitteschön!" meinte sie schon wieder
    ganz in dem Ton, welcher mich ein wenig an eine Glucke erinnerte. Ich spürte wie ich Lächelte und zog mir schnell meine Unterwäsche aus, bevor ich
    in die Unterkleidung trug, welche mir Dixon hingelegt hatte. "Könnt ihr mir nun wieder helfen?" fragte ich leise und stellte fest, dass die Unterwäsche
    dieser Zeit nun wirklich nichts reizvolles an sich hatte.
    Viel hatte ich über die Prozedur des Anziehens schon gehört, doch hätte ich niemals gedacht dass es so lange dauern würde, bis ich das Korsett anhatte,
    die Unterkleider -und Oberkleid richtig saßen. Doch das Ergebnis belustigte mich.
    Ich stand vor einem Spiegel, welcher an einigen Stellen schon blind geworden war, oder wohl schon immer blind gewesen ist und betrachtete mich.
    Dixon hatte meine Haare etwas geflochten und nach oben gesteckt, sodass sie mir nicht mehr bis über die Brust fielen. Sie meinte es sei praktischer,
    wenn sie mir nicht im weg waren. Das Kleid war von einem dunklen Grün und ich musste wirklich sagen, es stand mir gut. Doch wirklich verblüfft hatte mich,
    was das Korsett mit meiner Brust angestellt hatte. Ich hatte noch nie wirklich einen großen Busen bessesen, doch das Korsett schaffte es dass meine
    75B aussahen als hätte ich mindestens ein D Körbchen. Fasziniert bestaunte ich diese Veränderung und fasste mir vorsichtig von Oben auf den Busen,
    wobei dieser leicht wibte. Dixon räusperte sich leicht neben mir - "Ihr tut ja geradeso als hättet ihr nie in einem Korsett gesteckt!" meinte sie etwas
    unwirsch, wobei ich sofort meine Hand senkte und mir verlegen über die Röcke strich.
    Gott war das peinlich! Verlegen sah ich zu ihr hinüber. "Ich hatte noch nie ein solches Korsett an!" gab ich zu, wobei ich es vermied direkt zu sagen
    ich häte noch nie eines angehabt. Es hätte wohl zu verdächtig geklungen. "Das kommt davon wenn man immer dieses Zeug vom Kontinent anzieht. Die
    Franzosen haben noch nie etwas sinnvolles erfunden!" hörte ich sie zufrieden vor sich hinschimpfen. "Nun beeilt euch Mädchen, es wird bald Essen geben!".
     
  16. Obi-Wan

    Obi-Wan Feel the beauty underneath'!

    Jamie

    Prüfend strich ich über mein frisch raisertes Kinn, um sicher zu sein, dass ich auch alles erwischt hatte, danach tupfte ich mir die Wangen mit einem Tuch ab um die losen Überreste zu entfernen. Es fühlte sich gleich besser an, frisch rasiert und vor allem gewaschen fühlte man sich einfach wohler. Ich tat das zumindest, es sollte ja durchaus auch Männer geben, die es solang sie konnten vermieden sich zu waschen. Ich kleidete mich in frische Kleidung, meine Gedanken schweiften dabei immer wieder zu Samantha Kinnley ab... was hatte es mit dieser seltsamen Frau auf sich? Nun dies galt es herauszufinden. Ich zupfte mein Plaid noch etwas zurecht, bevor ich meine Räumlichkeiten verließ und mich auf dem Weg zu meinen Vater machte, natürlich musste ich ihm von der geheimnisvollen Frau erzählen. Nach einer kurzen Unterredung machten wir uns gemeinsam auf dem Weg zum Saal. Davor trennte sich mein Vater von mir um mit seiner Frau an die Tafel zu gehen. Das Essen fand immer in einer großen Runde statt, jeder der hier eben was zählte, bis auf die Bediensteten, die mussten natürlich für das leibliche Wohl ihrer Herren sorgen. Bei der Tatsache, dass ich nach dem Ableben meines Vaters, wenn denn der Clan auch so wollte, der Laird über das alles hier sein sollte, war ich noch nicht angekommen... vielleicht weil ich es mir einfach nicht vorstellen konnte. Natürlich war ich mein Leben lang, als der Älteste Sohn darauf vorbereitet worden und dennoch... es war einfach eine seltsame Vorstellung. Ich betrat den Raum und sah mich um, die Halle war schon gut gefüllt, gedämpfte Gespräche wurden geführt und natürlich neigten sich viele Männer schon ihrem lieblings Getränk zu. Ich durchquerte den Raum unbeirrt bis zum Kopf, wo ein massiver Tisch auf einem Podest stand, dahinter saß mein Vater mit meiner jungen Stiefmutter an seiner Seite und sein Bruder. Auch für mich war Platz und noch einen Gast direkt zur linken meines Vaters. Ich nahm auf der rechten Seite, neben der Frau meines Vaters Platz und ließ meinen Blick schweifen. Noch kein Anzeichen von Samantha und irgendwie wurde ich bei dem Gedanken, dass sie diesen Raum betreten und das Mahl einnehmen würde ganz unruhig. Mein Herz schlug heftig in meiner Brust, was ich mir nach außen hin jedoch nicht ansehen ließ. Nur scheinbar geduldig wartete... bis Colum mich von der Seite ansprach und mich in ein Gespräch verwickelte.
     
  17. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Sam

    Ich mochte Dixon jetzt schon! Wie sie so um mich herumlief, hier einen Rock aufhob, dort etwas zurrech steckte. Sie schien mir ein wenig
    wie die gute Seele in diesem Haus. Naja, zumindest kannte ich ja außer ihr und James Fraser noch nicht viele Leute hier auf der Burg und konnte
    daher ja schlecht wissen ob es denn noch andere gute Seelen gab. "Mit eurem Haar müssen wir auch etwas machen!" riss mich die Stimme der Frau
    wieder zurück aus meinen Gedanken und ich sah sie fragend an. "Was stimmt mit meinen Haaren denn nicht?" fragte ich sie und mein gesichtsausdruck musste wohl
    nicht sonderlich intelligent gewesen sein, denn Dixon lachte leise und winkte beschwichtigend mit ihrer Hand. "Nichts ist mit eurem Haar mein Kind!"
    gluckste sie beruhigend und deutete mir mich zu setzen. "Wir wollen es nur ein wenig nach oben stecken, damit es nicht so herabhängt!" erklärte
    sie mir und machte sich schon ans Werk. Ich musste ganz ehrlich zugeben, es sah nicht schlecht aus was die Dame aus meinen Haaren gemacht hatte.
    Sie hatte es seitlich etwas geflochten und dann zu einem Dud im Nacken zusammengebunden. "Nun aber schnell!" scheuchte sie mich und schon waren
    wir auf dem Weg, hinunter in den Saal, aus welchem man schon rege Unterhaltungen, Gelächter und das scheppern von Tellern und Krügen hörte.
    Fast wäre mir ein Spruch alá " Wie im Riz gehts hier aber nicht zu!" ausgekommen, doch ich konnte mir gerade noch auf die Zunge beißen. Dixon
    hätte mich vermutlich nur wieder zweifelnd angesehen und ich hätte die Fragen in ihrem Blick gesehen, welche ich ihr bestimmt nicht zu beantworten
    vermochte. Ich trat durch die große Tür des Saales, welche offen gestanden hatte und wollte mich gerade zu Dixon umdrehen, damit ich sie fragen
    konnte wo ich mich denn nun hinsetzen sollte, doch zu meiner verblüffung stand dich Frau nicht mehr hinter mir. Ich stand alleine in der Tür.
    Einige Augenpaare blickten mich fragend oder interessiert an, andere tuschelten und ich spürte ja geradezu dass es um mich ging, doch die Lautstärke
    im Raum ebbte nicht ab. Das einzigste mal dass ich mich so unwohl gefühlt hatte wie jetzt gerade, war am Anfang meines Studiums gewesen, als ich
    zuspät in eine Vorlesung gekommen war und 100 Paar Augen auf mich gerichtet waren, als ich hastig das Auditorium betrat und dabei noch über meine
    Füße stolperte und hinfiel.
    Suchend sah ich mich um, doch nach wem? Ich kannte hier ja niemanden. Gerade wollte ich anstalten machen wieder aus dem Raum zu flüchten, als ich
    in die Augen von James Fraser sah.
    Ich konnte mich nicht von ihm losreißen, denn irgendetwas an ihm schien mich in seinen Bann zu nehmen. Er hatte sich rasiert und gewaschen, auch
    sein Kilt und das Plaid schienen neue zu sein, denn die Farben leuchteten viel mehr. Gott, meine Hände wurden leicht feucht und ich griff in mein Kleid,
    riss meinen Blick von dem Fraser los und drehte meinen Kopf wieder nach hinten - wo war denn Dixon? Die einzige Person die mir ein wenig das Gefühl
    gab dass alles in ordnung war.
     
  18. Obi-Wan

    Obi-Wan Feel the beauty underneath'!

    Jamie

    Natürlich ging auch mein Blick zur Tür als sie den Raum betrat. Nun in der Tracht gekleidet und die Haare hochgesteckt, die für die Highlands üblich waren, nun sagen wir fast, natürlich steckte in unserem Verhalten auch schon das der Besetzer drinnen, aber zugeben würde das natürlich keiner hier. Die Worte des Freundes neben mir rückten in den Hintergrund, während ich Samantha betrachtete, konnte mich einfach nicht losreißen von ihrem Anblick.
    Und dann trafen sich unsere Augen, sie schien erst etwas unruhig gewirkt zu haben, als stünde ihr der Sinn nach Flucht. Dies änderte sich als sie mich ansah, doch dann wandte sie sich wieder ab. Ich sah zu meinem Vater hoch der mir mit einem Kopfnicken zu verstehen gab, dass ich das arme Vögelchen wohl erlösen sollte.
    "Verzeih' Calum, reden wir später weiter ja?" meinte ich dann zu dem Freund und klopfte ihm auf die Schulter, als ich aufstand. Ich ging an ihm vorbei, stieg den Podest hinunter und bahnte mir einen Weg durch die Menge in ihre Richtung. Ließ mir dabei jedoch Zeit, so konnte ich sie in aller Ruhe betrachten.
    Schließlich war ich bei ihr angekommen. "Mylady", sprach ich sie an und deutete eine knappe Verbeugung an. "Mein Vater möchte sie als Ehrengast einladen, das Mahl mit ihm einzunehmen", verkündete ich ihr gegenüber als sie sich mir zugewandt hatte. Natürlich bemerkte ich die Blicke rund herum und ich hätte dem einen oder anderen nur zu gerne meine Faust schmecken lassen, weil sie Samantha meiner Meinung nach mit einem viel zu sehnsüchtigen Blick bedachten, woher dieses Gefühl kam? Keine Ahnung, aber etwas in mir erhob den Anspruch auf das zarte Wesen das so verloren hier rumstand.
    Ich bot ihr meinen Arm an, ohne groß darüber nachzudenken, dachte gar nicht erst daran, dass sie hätte ablehnen können, wer würde das schon? Vor allem die war eine Fremde hier, sich den wünschen des Lairds zu widersetzen würde ihr nur Schwierigkeiten bereiten. So brachte ich sie zum freien Platz links neben meinem Vater. Verneigte mich vor ihm. "Vater, dass ist Samantha Kinnley", stellte ich sie meinem Vater vor und natürlich jetzt umgekehrt. "Miss Kinnley, dass ist Simon Alexander Malcolm Fraser." Mein Vater bedachte das Mädchen an meiner Seite mit einem genauen Blick, bevor er ihr mit einer Geste seiner Hand zu verstehen gab, das sie Platz nehmen sollte, er lächelte dabei freundlich. Ich stellte mich hinter den Stuhl und rückte ihn ihr zurecht, ging sicher das sie gut saß. Bevor ich mit einem kleinen Nicken eine Verbeugung andeutete und an meinen Platz zurückkehrte. Mein Herz raste und ich musste hart an mich halten, nur ungern hatte ich sie jetzt in die Obhut meines Vaters übergeben, denn ich vermutete dass er sie sicherlich auf seine subtile Art und Weise versuchen würde mit Fragen in Bedrägnis zu bringen... Es war nur Recht, denn schließlich mussten wir herausfinden ob sie eine Gefahr für Leoch und deren Bewohner darstellte oder nicht. Dennoch fühlte ich mich nicht wohl, hatte einfach das Gefühl als ob ich an ihre Seite gehörte... Das fühlte sich äußerst irritierend an.
     
  19. Captain Skywalker

    Captain Skywalker Stolzer Besitzer eines Räbbhuhns!

    Sam

    Geradenoch hatte ich James in die Augen gesehen und nun stand er auch schon vor mir und ich war ihm himmel dankbar dafür. Es war ein seltsames
    Gefühl in diesem Saal zu stehen und zu wissen dass man der Aussenseiter war, die Fremde von der keiner wusste woher sie kam. "Danke" flüsterte
    ich leise als James mir seinen Arm darbot und ich meinen sanft darauf legte. Es war schon seltsam wie vertraut er mir schien, wobei er ja doch
    fremd war. Mich beschlich ein drückendes Gefühl, welches sich langsam in meinem Magen ausbreitete und nach oben zu wandern begann und meinen Hals
    zudrückte. Ich würde panik bekommen.
    Nein. Ich würde jetzt keine Panik bekommen! Beschloss ich während ich mich von dem jungen Fraser zu dem großen Tisch führen lies. Ich durfte mir
    nichts anmerken lassen, zumindest nichts was den Leuten hier als seltsam oder gar sonderbar vorkommen würde und nunja, wenn eine Fremde plötzlich
    einen Heul oder Schreikrampf bekam...nein ich wollte es nicht ausprobieren! Ein wenig lustig war die Vorstellung ja schon, wie sie alle schauen würden,
    wenn ich hier plötzlich in den Armes des jungen Lairds wie eine wilde zu paniken begann. Sam, du musst dich zusammenreißen. Doch ich war froh, dass
    ich mich wieder etwas beruhigt hatte, denn bestimmt würde es der Laird nicht auf sich beruhen lassen dass ich hier so mir nichts, dir nichts auf
    seiner Burg aufgetaucht war und jetzt in seelenruhe neben ihm essen würde. Nein, soviel wie ich über die schottischen Hochlandclans gelernt hatte,
    so machten sie bei jedem, der sich als verdächtig der Spionage oder des Verrates an Bonnie Prinz Charles machte, kurzen Prozess. Als James mich seinem
    Vater bekannt machte, senkte ich meinen Kopf leicht um ihm den nötigen Respekt zu erweisen und setzte mich neben in. Die Situation wurde nicht leichter,
    durch die Tatsache dass der Laird noch keinen Ton zu mir gesagt hatte. Durfte ich ihn überhaupt anschauen? Überlegend runzelte ich die Stirn und sah dann
    aber zu der älteren Version des jungen James. Ich musste wirklich zugeben, die Gesellschaft seinen Sohnes war mir um einiges angenehmer, zumindest hatte
    ich in dessen anwesenheit nicht die Angst durch einen falschen Ton meinen Kopf zu verlieren. Aber ich würde es ja nicht lange aushalten müssen! Ich würde
    einen Weg finden wie ich wieder in meine Zeit kam, denn hier bleiben stand ja mal so gar nicht zur debatte!
     
  20. Obi-Wan

    Obi-Wan Feel the beauty underneath'!

    Jamie

    Davon, dass Samantha gerade damit kämpfte nicht in Panik auszubrechen hatte ich nichts mitbekommen... Mein Vater eröffnete schließlich das Mahl und schon wurde von den Bediensteten aufgetragen und wie selbstverständlich füllte mein Vater den Kelch von Miss Kinnley mit einem seiner Weine... Rheinländer. Ab jetzt vermied ich es hinzusehen, denn sonst wäre ich wohl dazwischen gegangen. Ich nahm einen Schluck von meinem Becher und konzentrierte mich auf das Essen vor mir, während mein Vater nun begann mit Samantha zu sprechen, erst fing er mit ganz belanglosen Dingen an...
    Nur hie und da, sah ich aus den Augenwinkeln hinüber, bevor ich mich wieder löste und meinen Blick schweifen ließ. Es dauerte schier eine Ewigkeit, als ein Junge durch die Tür auf der Seite gelaufen kam, direkt auf den Podest zu und bei mir hielt. Ich beugte mich zu ihm runter und er flüsterte mir ins Ohr, dass es Angus anscheinend nicht sehr gut ging. Ich biss die Zähne fest aufeinander, bedankte mich und erhob mich um meinen Vater schließlich doch bei seinem Gespräch zu unterbrechen. "Verzeih' mir Vater, wir müssen einen Medicus rufen, Angus geht es schlechter und Dixon weiß nicht mehr was sie tun soll", erklärte ich ihm leise genug, damit nur der Tisch hier es mitbekam und nicht gleich der ganze Saal, auch wenn neugierige Augenpaare neugierig auf uns gerichtet waren.
     

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