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Die Frustration der Reiter

Dieses Thema im Forum "Reiten" wurde erstellt von deivi, 20 Okt. 2015.

  1. deivi

    deivi Don't drink and daif Staff

    Ich denke jeder von uns kennt es - irgendetwas will beim Reiten einfach nicht funktionieren und es kocht in einem die Frustration hoch. Klar möchte keiner seinem Pferd unrecht tun, doch wenn man genervt ist benimmt man sich schonmal daneben und am Ende tuts einem leid.

    Wie geht ihr damit um? Was macht ihr wenn die Frustration euch übermannt?

    Ich muss dazu sagen, ich bin eigentlich jedes mal frustriert ^^ Meine Rb und ich wir harmonieren nicht wirklich miteinander, es gibt nichts von dem ich sage - Ja, das funktioniert. Meine Herangehensweise wäre eigentlich:
    - Was machen das immer funktioniert oder das dem Pferd gefällt
    - Pause machen
    - An einem schlechten Tag einfach mal ins Gelände dümpeln
    - Sich im Kopf ein positives Bild machen

    Doch das ist schwierig, wenn garnichts geht. Mich frustriert, dass ich nichts will außer das Pferd gesund reiten. Ich will keine Turniere, keine hohen Sprünge, keine tollen Lektionen - ich will das Pferd gesund halten. Aber momentan hab ich nur ein spanniges, rennendes, überempfindliches und leicht abzulenkendes Pferd unterm Sattel.

    Daher würde mich einfach mal interessieren wie ihr mit der Frustration umgeht, egal um was es dabei geht und wie ihr sie überwindet :) In jedem anderen Sport könnte man sich an irgendwas auslassen, doch am Pferd möchte man das ja nicht tun.​
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Okt. 2015
  2. Elii

    Elii #ELeCtRâ-GiiÂdÂ

    Wenn ich weiß, dass gar nichts klappen wird, gehe ich ins Gelände. Da fühlt sich mein Pferd wohl, ich kann nebenher Musik hören und mich tragen lassen, ohne großartig auf etwas zu achten.

    Ansonsten Ausmisten oder einfach von oben bis unten die Koppel absammeln oder den Stall fegen. Dann ist bei mir die Welt meistens wieder in Ordnung :D

    Reitpausen können auch gut tun.
     
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  3. Rhapsody

    Rhapsody 'uck oo 'ank

    Ich denk mir immer "das wäre wohl besser, wenn du jetzt absteigst" - hab ich bis jetzt aber kaum gemacht, da sich meine Frustration dann auch extrem schnell wieder verfliegt. Hab dann auch noch das Glück, dass mein Pony mir das zurückwirft wie ein Spiegel; hab ich schlechte Laune und bin frustriert, motzt sie bei jeder kleinsten Parade und Schenkelhilfe.
    Auf der anderen Seite hass ich es, wenn ich bei Problemen einfach absteig und das auf später verschiebe. Ich versuch dann einfach, uns beide ein bisschen runterzubringen und das Problem nochmal anzugehen.
     
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  4. Ally

    Ally #AlExYs-RaSïïNe

    Ich + Frust ist keine gute Kombi, und ich habe wie Rhapsody auch das wundervolle Glück, dass das Pony sensibel ist und wenn ich am verzweifeln bin, wird er auch etwas frecher und motzt. Aber einfach absteigen würde ich persönlich nie machen, weil ich erstens das Ziel habe, jede Stunde mit ihm positiv enden zu lassen, und ich es auch hasse, meine Probleme zu verschieben.

    Meine Angehensweise hängt dann immer vom Problem ab. Meist ist es eher eine "Check-Liste", weil ich eigentlich weiß, dass wenn ich klar und deutlich bin, dass er das auch gut und gerne macht - sitz ich tief im Sattel, guck ich richtig, hab ich mein Gleichgewicht, bin ich mir sicher, wo ich lang will, sind meine Schenkelhilfen klar genug, ... aber das hängt natürlich immer vom Pferd ab, ob es jung oder alt ist, ob es testen ist oder ob es wirklich nicht versteht usw.

    Ich sammle mich dann einfach wieder und gehe das ganze nochmal ganz langsam und von vorne an. Gerne mach ich dann auch Pausen zwischendurch, lass ihn kurz im Schritt trödeln, und wenn am Ende gar nichts mehr geht, mach ich meist etwas, was ihm Spaß macht und was sonst auch gut klappt (darunter auch wie schon gesagt ins Gelände gehen), hör auf und hol mir Hilfe von anderen im Stall, damit ichs das nächste mal hinkriege. Wenn gar nichts mehr klappt, wobei ich bisher noch nie so richtig am Ende war, gehts dann wohl am Besten zum Reitunterricht bzw. zur Reitlehrerin.

    Und wenn ich mal trotz gutem Ende frustriert bin, fege ich wie Elii meist einfach den Stall, miste aus und knuddel das Pony, dann ist alles verziehen und wieder in Ordnung :D
     
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  5. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Haha, oh man. Wir longieren grad nen 2-Jährigen Quarter Wallach an. Der ist eigentlich wahnsinnig lieb und alles, aber so verflucht stur. Der dreht sich beim angaloppieren immer nach innen und bleibt stehen.. letztens war ich auch so sauer, dass er partout nicht weitergehen wollte, dass ich dem die Peitsche über den Arsch gezogen hab. Im Endeffekt tut mir das dann auch Leid, aber wenigstens macht er das jetzt nicht mehr :D

    Beim Reiten hab ich so ne Trampeltante die es manchmal nicht auf die Reihe bekommt, gerade zu gehen xD dann muss sie hier was gucken, und da was gucken und dann stolpert sie über ihre eigenen füße :'D
     
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  6. Pharlap

    Pharlap Joelle Galopp

    Früher war ich oft frustriert und war auch oft wütend. Ich denke das lag damals aber auch am Alter und daran das ich noch nicht so gut Reiten konnte und zu wenig Erfahrung hatte.

    Ich kann nicht sagen wann ich das letzte gefrustet oder schlecht gelaunt auf dem Pferd sass und das obwohl es dieses Jahr teilweise alles andere als gut lief. Ich war bei 39 Turnieren disqualifiziert, letzte oder zweitletzte und auch sonst hat viel nicht geklappt. Aber ich muss sagen ich bin vom Typ her sehr ruhig und gelassen und ich habe gelernt meine Emotionen zu kontrollieren, durch Mentaltraining, durch anderen Sport und durch meine Trainerin und ihre Moralpredigten.

    Frustration entsteht für mich vor allem weil der Reiter mit der Situation nicht umgehen kann und keine Lösung weis. In solchen Situationen muss man sich selbst und die Methoden mit denen man arbeitet hinterfragen. Neue Trainingskonzepte müssen her. So mache ich das jedenfalls. Der Reiter muss sich an das Pferd anpassen und ich musste lernen das an den so genanten "Problemen" der Reiter schuld ist. Oft ist es doch so das man einfach "überfordert" ist. Man möchte ein entspanntes, losgelassenes Pferd, dass in korrekter Anlehnung läuft und V/A geht. Aber der Gaul wehrt sich und rennt nur. Da liegt es an uns, aktiv eine Lösung zu suchen.

    Ich halte nicht viel davon sich durch ausreiten oder misten abzulenken. Davon verschieden die Probleme schliesslich nicht. Man reitet danach nicht besser und das Pferd läuft auch nicht anders. Damit verschiebt man das Problem nur auf später. Bevor ich aufs Pferd sitze überlege ich mir immer was ich heute machen will. Z. B an den Seitengängen arbeiten, Stangenarbeit etc. Dabei denke ich daran nicht das selbe zu machen wie die letzten Tage und beachte auch die Tagesform. Ich nehme viel Reituntericht, fahre zu verschiedenen Lehrgängen und Kursen. Ich lese Bücher, sehe mir DVDs an oder informiere mich im Internet. Ausserdem rede und diskutiere ich oft mit besseren oder erfahreren Reitern/Pferdeleuten. Das ist gratis und dort habe ich bis jetzt die besten Ideen gekriegt :) Man muss ja nicht alles so machen, wie es einem geraten wird, aber ich nehme immer das raus was zu dem entsprechenden Pferd passt.

    Ich bin dieses Jahr noch nicht fünf mal ausgeritten. Ich reite meine Pferde nur auf verschiedenen Reitplätzen und in der Halle. Longieren tu ich vielleicht einmal im Monat und Bodenarbeit mache ich nie. Trotzdem sind meine Pferde immer sehr motiviert und arbeiten gut mit. Das spricht für mich für mein Trainingskonzept. Klar ich habe auch immer wieder Probleme, aber die sind zum lösen da. Wenn etwas nicht klappt rufe ich schnell meine Trainerin an, oder rede mit meinen Eltern oder anderen Reitern darüber. Da merkt man auch oft das es allen gleich geht und das hilft mir.
     
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  7. JayPie

    JayPie Aktives Mitglied

    Ich verlege Dressurlektionen ins Gelände, weil der Platz uns frustiert. Wenn auf dem Platz was nicht klappt steigern wir uns rein, weil wir keine Ablenkung haben. Im Gelände lasse ich dann einfach den Zügel länger und genieße die Natur.
     

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