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Bundesgestüt Piber

Dieses Thema im Forum "Pferdetalk" wurde erstellt von Nömi, 12 Aug. 2007.

  1. Nömi

    Nömi Neues Mitglied

    Bundesgestüt Piber
    Das Bundesgestüt Piber ist ein Gestüt im Ortsteil Piber der Stadt Köflach im Westen des Bundeslandes Steiermark in Österreich.

    Im Bundesgestüt werden Lipizzaner vorwiegend für die Spanische Hofreitschule in Wien gezüchtet.

    [​IMG] Schloss Piber Beim Schloss Piber, das vormals ein Kloster des Stiftes St. Lambrecht war, wurde 1798 ein Gestüt zur Zucht von militärischen Pferden eingerichtet. Ab 1867 wird es dem K.u.k. Landwirtschaftsministerium unterstellt. Am Beginn des Ersten Weltkriesges wurde im Jahr 1915 die Zucht der Lipizzaner, die bis dahin im Gestüt Lipizza im heutigen Slowenien beheimatet war, hierher verlegt.

    Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Pferde nach Hostau, dem heutigen Hostoun u Horšovského Týna, in Tschechien verlegt. Nach Kriegsende bestand die Gefahr, dass die Zuchtpferde in sowjetische Hände fallen, da Hostau zwischen der amerikanischen und sowjetischen Front lag. Deshalb überzeugte der damalige Leiter des Gestüts Alois Podhajsky den amerikanische General George S. Patton durch eine Vorführung dazu, dass dieser durch eine Kampfhandlung die Sowjets zurückdrängen konnte und die Pferde zuerst nach Oberösterreich in Sicherheit bringen konnte und nicht als Kriegsbeute in sowjetische Hände fiel. Erst 1952 kehrten die Pferde nach Piber, das damals in der britischen Besatzungszone lag, zurück.

    Im Jahr 2001 wurde das Gestüt mit der Hofreitschule zu einer GesmbH vereinigt, bei der der Bund der Eigentümer ist. Das Gestüt wird zusammen mit dem Schloss Piber heute auch touristisch vermehrt vermarktet. Man kann die Trainingsstunden mit den Pferden in der Reithalle beobachten, wie man auch die Stallungen zum Teil besuchen kann. Im Schlosshof selbst werden auf Grund der guten Akustik auch kulturelle Veranstaltungen durchgeführt. 2003 fand hier die Steirische Landesausstellung unter dem Titel Mythos Pferd statt.

    Auch ein Kutschenmuseum mit Schaustücken aus der Gründungszeit der Lippizanerzucht ist angeschlossen.
     
  2. Nömi

    Nömi Neues Mitglied

    Gestüt
    [​IMG]
    junge Lipizzaner mit ihren Stuten Das Bundesgestüt ist weltweit das Einzige, wo Mitglieder aller 15 Zuchtfamilien vorhanden sind. Es sind Zuchtbücher seit der Gründung der Lipizzanerzucht, weit vor der Gründung in Piber vorhanden, die auch heute neben EDV-Aufzeichnungen händisch geführt werden.

    Zum Gestüt gehören nicht nur die notwendigen Stallungen, sondern auch ausgedehnte Weide- und Almflächen. Alljährlich findet auch für die Pferde ein Almabtrieb der bis zu 25 km entfernten Almen zu Fuß mit der traditionellen Pferdesegnung in Maria Lankowitz statt. Es gehören noch vier Gehöfte in der Umgebung dazu. Auf dem Gut befinden sich sowohl die Zuchtstuten und Fohlen als auch die Zuchthengste. Die ausgewählten Hengste kommen mit vier Jahren nach Wien, während die anderen auch verkauft werden. Nach einigen Jahren in Wien kommen die Hengste für Zuchtzwecke wieder nach Piber. Auch wenn sie für die Reiterei in der Hofreitschule zu alt sind, kommen sie wieder zurück in ihre Pension.

    Um trotz der geringen Anzahl der Pferde Inzucht zu vermeiden, werden auch mit anderen staatlichen Gestüten, wie in Lipizza, Frankreich, Dänemark, Tschechien und Syrien laufend Zuchttiere ausgetauscht.

    Da die Pferde die Weiden nicht so gründlich abfressen, werden auch Rinder zur Bewirtschaftung der Wiesen aus der ebenfalls zum Gestüt gehörenden Rinderzucht gehalten.
     
  3. Lady44

    Lady44 Neues Mitglied

    Ich war neulich in Wien, hab mir aba die Spanische Hofreischule nicht :( ansehen können....da die hottas ja in Piber sind!
    Drum hab ich mir das Museum der Lippizaner angeguckt! :)

    Voll geiL! ;)
    glg
    soii
     
  4. Nömi

    Nömi Neues Mitglied

    Hier noch Bilder von Lipizzanern:
     

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  5. Nömi

    Nömi Neues Mitglied

  6. Calypso

    Calypso Shirkan ♥ Ich vermisse dich^^

    boah sind die schön "staun"
     
  7. Lady44

    Lady44 Neues Mitglied

    Voll hübsch! *staun*
     
  8. Nömi

    Nömi Neues Mitglied

    Das sind die Lipizzaner auf der Weide!
     

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  9. Nömi

    Nömi Neues Mitglied

    Der Lipizzaner

    Ein Überblick
    Stockmaß: 1,52-1,62m Farben: allgemein Schimmel, aber auch Füchse, Falben, Rappen Herkunft: Lipizza (heute Lipica in Slowenien, bei Gestütsgründung Herzogtum Krain der österreichischen Habsburger) Verbreitung: meist Österreich, ehem. Jugoslawien, Italien, Ungarn, Rumänien, aber natürlich auch ein wenig Deutschland Eignung: Reit-, Kutsch-, Zug- und Arbeitspferd Eigenschaften: genügsam (widerstandsfähig), ausdauernd, klug, anständiger Charakter Temperament: zahm (gefügig), aber lebhaft und energisch, intelligent (gelehrig), willig
    Die Gestalt des Lipizzaners
    Kopf: länglich, gerades bis konvexes Profil (Ramskopfnase = Schafskopfnase => "ram" engl. = Widder), breite Nüstern, ausgeprägte Ganaschen, kleine Ohren, ausdrucksvolle, lebhafte, große Augen Exterieur:
    • kompakte bis längliche Erscheinung
    • Hals robust, gebogen, gut aufgesetzt, seidiger Mähnenkamm
    • Widerrist kaum angedeutet (wenig betont), aber breit und muskulös (kräftig)
    • Rücken lang, manchmal vertieft à leichter Senkrücken
    • Starke Nierenpartie
    • Kruppe muskulös (kräftig), kurz, breit, rundlich
    • Schweif seidig, gut angesetzt, elegant getragen
    • Brust geräumig, breit und tief
    • Schulter gut geneigt und kräftig
    • Gliedmaßen kräftig mit breiten, trockenen Gelenken, widerstandsfähig, gut bemuskelt
    • Sehnen gut abgesetzt
    • Kleiner, harter Huf
    • Stützlinien korrekt/korrekte Beinstellung
    • Angeborener hoher Kniebug * (Knieaktion*) => prädestiniert für Lektionen der Hohen Schule "auf und über der Erde"
    • Spätreif
    • Langlebig
    • Fruchtbar
    Mechanik:
    • verhältnismäßig kurzer Schritt
    • elastischer Trab mit hoher Knieaktion *, der zum Spanischen Tritt befähigt
    • Galopp wenig raumgreifend und relativ schwerfällig
    * Anmerkung zu den Begriffen" Knieaktion" und "Kniebug" Die Begriffe Kniebug und Knieaktion sind Irreführend, da sich das Knie nicht an der Vorderhand, sondern an der Hinterhand des Pferdes befindet. Trotzdem werden diese beiden Begriffe auch in der Fachliteratur oft verwendet. Das, was hier nun als "Knie" bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit das Vorderfußwurzelgelenk (Karpalgelenk). Das eigentliche Knie des Pferdes liegt über dem Sprunggelenk (analog zum Vorderfußwurzelgelenk) des Pferdes an der Hinterhand.
    Nochmehr Lipizzaner!
     

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  10. Nömi

    Nömi Neues Mitglied

    wieder mal ein Lipizzaner
     

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  11. Calypso

    Calypso Shirkan ♥ Ich vermisse dich^^

    ICH FIND DAS SCHÖN WENN DIE AUF DER KOPPEL STEHEN MIT IHREN BRAUNEN/SCHWARZEN FOHLEN
     

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