(Buch) Was Eure Pferdeflüsterin "Libbie" noch Wusste!

Dieses Thema im Forum "[Archiv] VRH" wurde erstellt von Libbie, 20 Jan. 2006.

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  1. Libbie

    Libbie Reitlehrerin

    So hier ist der Anfang es kommt aber noch mehr!

    Ich habe noch eine Bitte an alle bitte Nichts hier reinschreiben wenn ihr hierzu was sagen möchtet könnt ihr mir eine PN schicken! Danke schön und viel Spaß beim Lesen!
     
  2. Libbie

    Libbie Reitlehrerin

    Seite 1

    Was euere Pferdeflüsterin noch wusste!



    In diesem Buch stehen Weisheiten und Tipps von eurer Pferdeflüsterin Libbie.













    Zitat von Johann Cr. Pinters Pferdeschatz, 1688


    Wer gute Pferde hält
    und will ihr recht genießen,
    wird ihre Wartung wohl
    fürs erst bestellen müssen.
    Durch strenge Ordnung, Maß in Arbeit,
    Trank und Speis´,
    Durch stete Reinigung von Unrath,
    Staub und Schweiß.
    Weil viel mehr gute Pferd´
    Von schlechter Wartung sterben,
    Als durch viel Unglücksfäll´ und den
    Gebrauch verderben.​





    Trockene Einstreu







    Stroheinstreu und besonders Sägemehleinstreu in Boxen und Offenställen bleibt länger trocken, wenn man darunter eine dünne Schicht Sand anbringt. Der Sand bewirkt eine Drainage und verhindert ein schnelles Vollsaugen der Einstreu mit Urin. Er muß bei etwa jeder dritten großen Ausmistaktion gewechselt werden.





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    Heuraufen








    Inzwischen sollte es jedem Reiter und Pferdehalter Bekannt sein, dass man Heuraufen niemals erhöht anbringt. Ein Fressen aus der Hochgehängten Raufe/Heunetz mit durchgedrückten Rücken und gestrecktem Hals erschwert den Speichelfluss und begünstigt den Senkrücken. Dazu trägt es zu Husten und Augenentzündungen durch den unweigerlich frei werdenden Heustaub bei. 1878 war diese Erkenntnis noch relativ neu, wurde aber in einem Ratgeber für Pferdehalter und -pfleger sehr plastisch an den Leser gebracht: “ Die hohe Raufe ist ein entschiedener Widersinn, denn das Pferd ist ein Tier der Ebene, das vom Boden weidet, nicht von den Bäumen wie die Giraffe.”








    Sauberkeit im Stall








    In vielen Reitställen - alten wie neuen - beschränkt sich die Reinlichkeit weitgehend auf die Stallgasse. Während diese bei jeder Gelegenheit gefegt und ausgespritzt wird, handhabt man das Misten der Pferdeboxen eher lasch. Bevor Sir also einen Standplatz für Ihr Pferd anmieten: Schauen Sie nicht nur ins Reiterstübchen und auf die bunt gestrichenen Hindernisse, sondern werfen sie einen Blick in möglichst viele Boxen und wählen Sie keinen Stall, in dem das Stroh für die Einstreu rationiert ist. Wer nämlich schon am Stroh spart, der spart meist auch am Futter für die Pferde!








    Festliegen








    Liegt ein Pferd in einer Boxecke oder auf glitschigen Boden fest, so wird es in Panik geraten und immer wieder versuchen, aufzuspringen. Dabei besteht die Gefahr, dass es sich ernsthaft verletzt, bevor Hilfe kommt. Für solche fälle nimm einen Helfer, der sich dann mit seinem ganzen Gewicht auf dem Hals deines Pferdes sitzt. Denn im Gegensatz zu anderen Tierarten, wie etwa ein Rind, kann sich das Pferd nämlich nicht erheben und nicht mehr zappeln, wenn sein Kopf am Boden gehalten wird. Das obenliegende Auge wird mit der Hand zugehalten, was eine beruhigende Wirkung erzielt. So verbleit das Pferd, bis mehrere Helfer zur Stelle sind, die sich dann am Schweif, Mähne, Rücken und Kopf des Tieres postieren und seinen erneuten Versuch aufzustehen unterstützen.​


     
  3. Libbie

    Libbie Reitlehrerin

    Seite 2

    Schweiffresser

    Wenn ein Fohlen oder andere Weidetiere die Schweife der anderen Pferde anknabbern, hilft es, die Schweifspitzen täglich in eine Mischung aus Essigwasser mit Geschirrspülmittel zu tauchen. Wenn das nichts nützt, kann man auf eine radikalere Methode zurückgreifen, nämlich das Einreiben der Schweife mit Schweinegalle (vom Schlachthof). Das wirkt zuverlässig, stinkt aber bestialisch!



    Arbeit mit vollem Magen

    Kein gerade voll gefressenes Pferd ist fit und leistungsbereit. Nach vollen Mahlzeiten braucht es ein bis zwei Stunden zur Verdauung. Ganz nüchtern sollten die Tiere aber auch nicht an die Arbeit gehen. Wenn man also morgens reiten will und die Pferde nicht Stunden vorher füttern kann, ist es sinnvoll, dem Reitpferd vor dem Putzen eine halbe Portion Kraftfutter zukommen zu lassen. Auch Äpfel und Möhren werden gut vertragen. Nach dem Reiten gibt es dann ein größeres “ zweites Frühstück”.




    Haarwechsel

    Ein halber Liter Hirselocken pro Tag sorgt für schnellen Haarwechsel und ein schönes Fell und kommt obendrein dem Hufwachstum zugute. Auch ein Schuß Leinöl in jede Mahlzeit verbessert das Haarkleid und ist obendrein gut für die Verdauung.




    Zu schnelles Fressen

    Wenn Pferde dazu neigen, ihr Futter in sich hineinzuschlingen, besteht immer die Gefahr einer Schlundverstopfung. Der alte Stallmeister legte solchen Vielfraßen ein oder zwei große Steine in die Krippe. Die Pferde mußten sie hin und her schieben, um an ihr Futter zu kommen, und fraßen dadurch langsamer. Falls das Pferd auch beim Heufressen zu Schlingen neigte, wurde das Heu mit Stroh vermischt verfüttert.



    Leicht verdaulich

    Äpfel sind wesentlich leichter verdaulich und führen nicht so schnell zu Durchfällen, wenn sie vor dem Verfüttern klein geschnitten und zum Braunwerden weggestellt werden. Außerdem werden Obst- und Möhrenmahlzeiten vom Pferdeorganismus besser verwertet, wenn sie nicht gleichzeitig mit Hafer oder anderen Kraftfutter verabreicht werden. Alle karotinhaltigen Futtermittel wie Möhren und Rote Beete kann der Organismus besser aufschließen, wenn ein Schuß Pflanzenöl (Leinöl, Sonnenblumenöl) mitgefüttert wird.



    Teefreunde

    Praktisch alle Pferde sind große Teeliebhaber. Die meisten mögen ihn über ihr Futter gegossen, aber manche schätzen ihn auch als Getränk. Natürlich sollte er dann auch lauwarm angeboten werden. Neben den beim Thema “Husten” genannten Erkältungstees wirkt:​
    - Brennesseltee​
    entschlackend bei Lahmheiten und Rehe, in Kombination mit Ackerschachtelhalm auch lindernd bei Arthrose.
    - Schwarzer Tee (in Maßen) gegen Durchfall.
    - Johanniskrauttee ist beruhigend nach Aufregungen ( Turnieren )
    - Schachtelhalmtee fördert gesunde Haut und wirkt gegen Ekzeme.
    - Hagebuttentee sorgt für einen gesunden Verdauungsapparat, Blutreinigung und Harnförderung. Hagebutten sind wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehalts auch ein gutes Futtermittel. Versuchen Sie also, ob ihr Pferd sie mag, und pflücken sie ihm welche als Leckerbissen und Winterlichen Vitaminstoß.
    - Tee aus der Isländischen Moosflechte wirkt lindernd bei Freßunlust, Darmerkrankungen und beugt Koliken vor. Er hat auch eine gute Wirkung gegen Husten.
    Im allgemeinen werden Tees mit kochendem Wasser aufgeschüttet ( etwa eine Kaffeekanne voll Wasser auf eine Handvoll Teeblätter ) und müssen 10 Minuten ziehen. Die Teekräuter können mitverfüttert werden.
     
  4. Alyssa

    Alyssa Springreiter

    AW: (Buch) Was Eure Pferdeflüsterin "Libbie" noch Wusste!

    WoW kann ich da nur sagen...
     
  5. rain

    rain Guest

    AW: (Buch) Was Eure Pferdeflüsterin "Libbie" noch Wusste!

    da muss ich AlyssaJasmin0708 bepflichten!libbe hast du das selbst geschrieben oder irgendwo raus kopiert?
     
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