Buch über Joelle

Dieses Thema im Forum "Eigene Geschichten" wurde erstellt von Nisi, 6 Aug. 2006.

  1. Nisi

    Nisi Neues Mitglied

    DAS IST ALLES VON LILLY112!!

    Ich hab mir mal überlegt, wie das wäre, wenn es den Reiterhof Joelle echt geben würde. Und deswegen schreibe ich jetzt ein Buch drüber. 1 Kapitel ist schon fertig. Es kommen fast alle Mitglieder darin vor, und natürlich ihre Pferde. Ich habs ein wenig verändert, damit es realistischer ist. Ichwerd es bald mal hier reinstellen. Ich geb euch einen kleinen Vorgeschmack:

    Auf dem Reiterhof Joelle läuft alles perfekt. Die mitglieder bereiten sich auf ein großes Tunier vor. Doch da verschwindet plötzlich Yasha (Du heißt hald da drinn so!
     
  2. Nisi

    Nisi Neues Mitglied

    Reiterhof Joelle​
    Wo ist Yasha?​
    Kapitel 1​

    „Ihhhhhhh!" kreischte Nisi. „Wer hat die Spinnen auf mich losgelassen?!" Sie war gerade dabei, eine alte Box sauber zu machen, als ihr eine ganze Armee von Spinnen entgegen kam. Yasha, die daneben stand wurde kreidebleich. Sie flüchtete nach draußen und stieß mit Lilien zusammen. Sie stammelten eine Entschuldigung und hasteten weiter. Auf dem Hof war hektisches Treiben. Jeder putzte seine Pferde bis sie glänzten, einige Neue liefen herum und kapierten gar nix mehr. Joe versuchte alle zu beruhigen, aber seine Stimme ging in dem Lärm unter. 5 sehr große Transporter standen auf dem Hof. Gerade wurden ein paar Pferde verladen. Caly fuchtelte wild mit den Armen in der Luft herum und schrie einen Vertreter für Pferdeshampoo an. Der arme Mann war genau im falschen Augenblick aufgekreuzt. Um 2 Uhr legte sich endlich der Lärm und die Transporter fuhren ab. Nisi, Yasha und Caly zählten noch mal alle durch, dann stiegen sie ebenfalls in eines der Autos die kreuz und quer auf dem Hof herum standen. Lieby und Lilien lachten laut, als Joe kam. Er war total zerzaust und machte eine gequälte Miene. Auch er stieg in eines der Autos. Alle die nicht mitfahren durften, winkten etwas traurig. Der Reiterhof Joelle zählte um die 400 Mitglieder. Nur 25 fuhren zu dem großen Turnier mit. Einige hatten die Chance verpasst, als Pferdepfleger mitzufahren. Die saßen jetzt bei den übrig gebliebenen Pferden und kraulten sie gedankenverloren.
    Kapitel 2​
    In den Autos war es heiß und stickig. Nisi und Lilly spielten Karten. Yasha steckte ihren Kopf aus dem Fenster und atmete tief ein. Dann sagte sie plötzlich: „Habt ihr auch die Typen gesehen, die vor unsrem Hof herumgestanden sind?" Der Hof war von einer dicken Mauer eingerahmt, wie bei einer alten Burg. Nisi schüttelte den Kopf. Lilly konzentrierte sich auf ihre Karten . Sie lächelte dann rief sie: „Gewonnen!!" Nisi stöhnte. „Na warte!!" Yasha wurmte es ganz gewaltig, dass die andren beiden ihr nicht zuhörten. Sie hatte ein komisches Gefühl bei der Sache. Die Typen heckten doch irgend was aus!!! Die Stunden krochen dahin. Irgend wann schlief sie ein. Sie träumte, dass sie in einen dunklen Stall war. Sie hörte Schritte. Das Pferd ,dass neben ihr stand wurde nervös. Es scharrte mit den Hufen und schmiss den Kopf in die Luft. Plötzlich legten sich Hände auf ihre Schultern und rüttelten sie. Eine gespenstische Stimme rief immer wieder ihren Namen. Langsam wurde die Stimme lauter. Jetzt verwandelte sie sich in Nisis Stimme. „Man Yasha du Schnarchzapfen, wach endlich auf!!" Yasha fuhr hoch. Gerade fuhren sie durch ein Schmiedeisernes Tor. Vor ihnen erstreckte sich ein riesiges Gelände. Ein monströser Stall zog sich in die Länge, links weite Flächen Gras, umrandet von dunkelbraunen Zäunen. Rechts das Turniergelände. Yasha wurde fast schlecht, als sie den schwierigen Parcours sah. Gewaltige Oxer erhoben sich aus dem Sand und , wie es Yasha schien, ewig lange Wassergraben zogen sich dahin. Sie drehte sich zur andren Seite. Einige Pferde tummelten sich auf der Weide. Sie sahen irgend wie verlassen aus und so klein in den großen Weideflächen. Die Transporter und ein paar Autos standen schon auf den Hof. Caly dirigierte gerade Sady und Miri in den Stall. Lilien putzte eifrig Julanda. Als Nisi ihr Pferd sah, riss sie die Autotür auf und sprang auf den Hof. Auch Yasha und Lilly setzten ihre steifen Glieder in Bewegung. Lilly hatte noch nichts zum tun, da Sady Skarlett erst einmal selber pflegen wollte. Sie setzte sich neben Lieby auf eine sonnige Bank und sah dem regen Treiben des Hofes zu. In der Zwischenzeit wanderte Yasha durch den hellen, freundlichen Stall. Einige Pferde waren so unterschiedlich. Neben einem zerzausten Islandpony, dass grade von seiner Besitzerin schön gemacht wurde, stand ein einsames, sehr königliches Arabisches Vollblut. Es wölbte seinen glänzend, schwarzen Hals und fuhr Yasha durch die Haare. Gedankenverloren streichelte sie die Nase des schönen Tieres. Da tippte ihr jemand auf die Schultern. Erschrocken fuhr sie zusammen. Ein blondes Mädchen stand hinter ihr, die Haare säuberlich zu einem Dut zusammengebunden und mit scharfen, blauen Augen. „Entschuldigung, dürfte ich bitte zu meinem Pferd? Du stehst hier ganz schön im Weg rum!" Naserümpfend betrachtete sie Yashas Reithosen. Sie machte einen Schritt zur Seite und das blonde Mädchen öffnete die Boxentür des Rappen. Mit hochmütigen Blick sah sie Yasha an. Die machte sich aus dem Staub. Die erste Prüfung begann gleich, und sie musste ihr Pferd noch putzen und satteln.
    *​
    Endlich wurde ihr Name aufgerufen. Mit klopfenden Herzen ritt sie auf den Platz. Sie grüßte die Richter und dann ging es los. Plötzlich vergas Yasha alles um sich herum. Es gab nur noch sie , Primus Odin und den Parcours. Da tönte eine Stimme: „Yasha auf ihrem Pferd Primus Odin fehlerfrei und in einer guten Zeit!" Es war vorbei! Schoss es Yasha durch den Kopf. Sie hörte das Jubeln und klatschen der Menge. Glücklich wie nie zuvor ritt sie vom Platz. Alle ihre Freunde bestürmten sie und liesen sie hochleben. Nur in einiger Entfernung saß das blonde Mädchen auf ihrem Rappen und warf ihr missgönnende Blicke zu. „Und jetzt, Marie auf den Rappen Dark Empire!" Beifall brandete auf. Das Mädchen ritt in stolzer Haltung auf den Springplatz. Yasha seufzte als sie die herrlichen Sprünge des wunderschönen Rappen sah. Gegen die hatte sie sowieso keine Chance. Sie ging zurück in den Stall zu Primus und spielte mit seiner Mähne. Jetzt rief der Lautsprecher Nisi auf. Das musste sie sehen. Und ihr blieb vor staunen der Atem weg. Nisi und Julanda sahen aus, als wären sie miteinander verschmolzen. Rasend schnell und in schönster Harmonie bewältigten sie alle Hindernisse. Als es vorbei war, verkündete der Lautsprecher, Nisi habe das bis jetzt beste Ergebnis. Yasha beglückwünschte sie, und fragte was mit dieser komischen Marie war. „Sie hat einmal gerissen, warum?" Yasha lächelte. Geschah ihr Recht. Vielleicht hatte sie doch noch Aussichten auf den 2. oder 3. Platz. Den 1. würde mit aller Wahrscheinlichkeit Nisi machen. Sie sahen noch Flecki und Tropical zu, die leider eine Stange berührte und in den Wassergraben hineinsprang. Danach gingen sie zusammen in den Stall. Die Nachmittagssonne warf ihr goldenes Licht zum Fenster herein und beschien die schweigenden Gesichter der beiden Mädchen. Lilly kam mit Skarlett herein. Sie machte ein finsteres Gesicht. Yasha und Flecki sahen sie fragend an. „Skarlett atmet schwer und schlägt sich immer wieder an den Bauch. Vermutlich Kolik. Der Tierarzt ist unterwegs." Yasha und Flecki sprangen auf. „Wo ist Sady?" Lilly führte Skarlett wieder zu ihnen zurück. „Im Büro, sie hat de Tierarzt verständigt. Sie müsste gleich auftauchen." Und schon kam sie herein gefegt. Lilly gab ihr die Zügel. Die Sorge war Sady auf´s Gesicht geschrieben.
    Kapitel 3
    Mondlicht lies Primus Odins Fell glänzen. Yasha streichelte ihn. Skarlett, die in der Nachbarbox stand, schlief ruhig und friedlich. Es war nur eine leichte Kolik gewesen und Skarlett hatte sich bald wieder beruhigt. Sie legte sich in die freie Box neben Primus. Sein Schnauben wog sie in den Schlaf.
    *​
    Yasha fuhr auf. Was war das? Sie sah auf die Stallgasse hinaus. Eine Schlanke Person näherte sich Primus. Der Gute wieherte ihr leise zu. Doch sie hatte nichts Gutes im Sinn. Sie zog etwas langes, Spitzes hervor. Eine Spritze! Sie wollte Primus etwas antun! Leise schlüpfte Yasha aus der Box und lief zur Stalltür. Noch einmal drehte sie sich um. Das war ein Fehler. Schon spürte sie, wie sich eiskalte Finger auf ihren Mund legten. „Psssst Kleine, wir wollen doch nicht, dass ich dir etwas tun muss?" Yasha schüttelte entsetzt den Kopf. Der Typ drehte sie um und führte sie zu einem Auto. Er machte die Tür auf und stieß sie hinein. Das war zu viel. Ohnmächtig fiel sie auf den Sitz.
    *„Wo ist Yasha?" fragte Nisi irritiert. „Sie wollte doch neben Primus übernachten." Flecki kam hinzu und sah sich die leere Box an. Dann zuckte sie mit den Schultern. „Sie wird vielleicht schon beim Frühstück sitzen." Nisi nickte und ging ihr hinterher ins Haus. Keiner hatte den glasigen Blick von Primus bemerkt, sein stumpfes und glanzloses Fell und die strähnige Mähne. Er hatte sein Futter nicht gefressen und stand träge herum. Schwer atmend schickte er einen leisen Hilferuf in die Kälte der Frühen Morgenstunden. Doch niemand hörte ihn. Er sank ins Stroh und schloss die Augen. Wo wahr Yasha? Warum wollte ihm niemand helfen? Er fühlte sich verlassen und ungeliebt. Das letzte was er vernahm, war eine besorgte Stimme und eine liebevolle Hand, die über sein Fell strich, dann versank er in einen schwarzen, traumlosen Schlaf.
    *Miri weinte fast. „Der arme Primus! Wer hat ihm das angetan? Und wo zum Teufel ist Yasha!!!" Beruhigen strich Julchen ihr über den Arm. Mit traurigem Blick sah die Tierärztin auf. „Er wurde vergiftet", sagte sie. „Hätten wir ihn auch nur 2 Minuten später gefunden, wäre er jetzt…" sie sprach es nicht aus, aber alle wussten, was sie sagen wollte. Sie machten sich schreckliche Sorgen um das Pferd und Yasha. Man hatte sie noch nicht gefunden. Die Polizei war sofort gekommen, als sie von dem Verschwinden eines Mädchens und der Vergiftung ihres Pferdes hörte. Sie sagte, das wäre schon einmal vorgekommen. Damals hatte man das Mädchen im Heuschober eingeschlossen. Das Pferd hätte es nicht überlebt. Aber das stand bei Primus auch noch nicht fest. Flecki schüttelte traurig den Kopf. Ajo schritt geschäftig auf und ab. „Habt ihr das blonde Mädchen gesehn? Diese Marie mit dem sündhaftteurem Pferd! Ich hab zufällig mitbekommen, wie sie Yasha angeraunzt und später nach der Springprüfung so missbilligend angeguckt hat. Sie war ja stinksauer , als ihr Pferd eine Stange gerissen hat." Die andren nickten. Aber sie verstanden nicht, was das alles mit sich zu tun hatte. Doch Ajo war zu sehr in ihre Dedektivrolle vertieft, als das sie das glänzende Etwas in Primus Odins Box gesehen hätte. Auch die andren bemerkten es nicht. Doch da stand Lilien plötzlich auf und ging in die leere Box. Sie kniete sich hin . Sie schrie auf und stürzte aus der Box. „Da…da...da drin…" stammelte sie und zeigte mit dem Finger in die box. „Da drin im Stroh liegt eine Spritze!!" Alle sprangen auf und kamen zu ihr. „Nicht anfassen!" rief Caly. „Vielleicht sind Fingerabdrücke drauf!" Ajo rannte sofort los und holte die Polizei, die immer noch etwas unschlüssig auf dem Hof herum standen. Ein nett aussehender Polizist kam mit und sah es sich an. Er lobte Lilien überschwänglich für ihre Aufmerksamkeit und lies die Spritze von der Spurensicherung abholen. Die Mädchen gingen hinein zum Mittagessen. Um 1 würde die Dressurprüfung anfangen, und Yasha würde nicht daran teilnehmen, so viel war sicher.
    *​
    Yasha erwachte. Sie hatte dröhnende Kopfschmerzen. Ihr war so kalt. Das Mädchen hatte festgestellt, dass sie vermutlich in einem Keller war. Es war feucht und dunkel. Das einzige Licht kam durch ein unerreichbares, sehr kleines Fenster hoch oben in der Wand. Yasha stand auf. Ihr Gesicht verfing sich in Spinnenweben. Leise schluchzend setzte sie sich wieder hin. Hier würde sie nie mehr heraus kommen.
    Kapitel 4​
    Gerade beendete Marie ihre Runde. Sie war perfekt gewesen, und das wusste sie auch. Stolz und strahlend verlies sie den Platz. Wenigstens konnte ihr dieses komische Mädchen namens Yasha nicht mehr in die Quere kommen. Doch ihre Freude verwandelte sich in blankes Entsetzen. Sie hörte nur noch die Worte „Spritze" und „Spurensicherung hat Fingerabdrücke gefunden…" bevor sie mit ihrem Pferd im Schlepptau zum Stall stürzte. Mit hastigen Fingern wählte sie auf ihrem Handy die Nummer ihres Vaters. „Daddy, wir haben ein Problem!" keuchte sie hinein. Doch leider übersah sie Ajo, die sich in der gegenüberliegenden Box breit gemacht hatte, als sie sah, dass Marie voller Hast davon stürmte. Mit weit aufgerissenen Augen verfolgte sie das Gespräch. Als das Mädchen auflegte und ihr Pferd schnell in der box unterbrachte, wagte sich Ajo aus dem Versteck und sprintete so leise wie möglich in die Futterkammer. Marie drehte sich verwundert um, aber als sie nichts sah, schloss sie die Boxentür und ging mit großen Schritten aus dem Stall. Unterdessen hatte Ajo ein großes Problem. Ein sehr großes Problem.
    *„Jetzt ist auch noch Ajo spurlos verschwunden!!" rief Flecki. Die andren sahen sie an. „Ich hab sie auch seit heute Mittag nicht mehr gesehen." Bestätigte Caly. Sie ging zusammen mit Flecki, Mary und Nisi in den Stall. Es war schon halb 7. „Ajo, wo bist du?!" brüllte Nisi. „Pssssssst!!!!" zischten Flecki und Caly gleichzeitig. „Die Pferde erschrecken sich noch!" Doch da hörten alle drei ein Pochen. Dann eine sehr gedämpfte Stimme. Sie gingen weiter die Stallgasse hinunter. Das Pochen wurde lauter. Schließlich standen sie vor der Futterkammer. Nisi zog am Türknauf. „Sie klemmt!" Mit vereinten Kräften schafften sie es, die Tür zu öffnen. Und wer viel ihnen entgegen? Ajo! „Mensch!" keuchte sie, „Ihr wisst ja gar nicht was ich alles zu erzählen habe!!!" Zusammen gingen sie in´s Reiterstübchen. Caly trommelte alle zusammen und so fing Ajo an zu erzählen: „Alles fing damit an, dass ich Marie gefolgt bin. Ich versteckte mich in einer box und lauschte dem Gespräch mit ihrem Vater. Sie wusste von der Spritze, und jetzt haltet euch fest, sie sagte: ´Bring das Mädchen an einen anderen Ort. Wir müssen unverzüglich abreisen. Die Polizei wird bald auftauchen. Wir treffen uns an der Kreuzung mit der alten Eiche um 3 Uhr. Bring sie mit!´ Anscheinend fragte ihr Vater, wie das passieren konnte, denn sie erzählte, nachdem sie Primus die Spritze ,mit dem Gift gegeben hatte, kam ein Aufseher. Zum weglaufen war es zu spät. Deshalb lies sie die Spritze fallen und schüttete Stroh darüber. Dann tat sie so, als würde sie Primus streicheln. Aber der Aufseher schmiss sie hinaus und verriegelte die Tür, so, dass sie nicht mehr hinein konnte um die Spritze zu holen. Als sie mit dem Gespräch fertig waren, huschte ich in die Futterkammer. In der box hätte sie mich gesehn. Aber als ich wieder hinaus wollte, klemmte die Tür. Es sind Stunden vergangen. Vielleicht können wir Yasha gar nicht mehr retten." Endete sie mit leiser Stimme. Die andren hatten aufmerksam gelauscht und sahen jetzt betreten drein. „Das beste wäre, wenn wir erstmal die Polizei aufklären und dann können wir eh nur noch warten", flüsterte Lilly. Die andren stimmten ihr zu und Caly rief die Polizei an. Also musste Ajo die ganze Geschichte noch einmal erzählen. Danach scheuchte sie Joe alle in den Schlafsaal. Obwohl sie hundemüde waren, machte keiner ein Auge zu.
    *​
    Yasha hatte furchtbare Angst. Nachdem man sie wieder aus dem Keller heraus gezerrt hatte, wurde sie in einen Transporter verfrachtet. Nach einem kurzem Stopp hörte sie eine männliche und eine ihr vertraute Mädchenstimme. Dann wurde die Laderampe geöffnet und ein schwarzes Pferd polterte herein. Von hinten drückte jemand ihren Kopf hinunter, während jemand anderer das Pferd fest band. Dann wurde die Laderampe wieder geschlossen und die 2 stiegen ein. Nach kurzer Zeit startete der Transporter und sie fuhren los. Yasha grübelte. Die Stimme hatte sie gekannt. Aber woher? Sie betrachtete das Pferd. Königlich und wunderschön, schon fast zerbrechlich. Plötzlich fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Das war Dark Empire! Dann musste die Mädchenstimme demnach Marie gewesen sein! Sie schüttelte den Kopf. Warum musste ihr immer so was passieren? Plötzlich hielt der Wagen unvermutet. Dark Empire hatte Mühe sich auf den Beinen zu halten. Die Laderampe wurde herunter gelassen und ein Polizist stürmte herein. Yasha war gerettet! Sie war so glücklich. Taumelnd stand sie auf und ging auf den Mann zu. Der führte sie hinaus. Marie und ihr Vater stiegen gerade in ein Polizeiauto. Ihr wurde eine Decke über die Schultern gelegt und eine heiße Schokolade in die Hand gedrückt. Dann stieg sie ebenfalls in ein Polizeiauto ein und wurde zum Hof zurück gefahren.
    *Es war alles still, als sie ankam. Mehrere Stunden waren sie gefahren, doch ihr ging es schon viel besser. Das erste was sie tat, war zu Primus gehen. Er lag in der Box und hob matt den Kopf. Mit Tränen in den Augen streichelte sie ihr geliebtes Pferd. Doch ein Polizist nahm sie an der hand und führte sie in das Haus. Caly umarmte sie und strahlte übers ganze Gesicht. Sie rannte in den Schlafsaal und „weckte" die andren. Die kamen sofort angerannt und Ajo musste alles noch einmal erzählen, und auch Yasha wurde nicht verschont. Danach gingen sie alle zu Bett. Yasha schlief unruhig. Sie träumte von Marie und dem armen Primus. ​
    Kapitel 5​
    Der Wecker riss sie aus ihrem Traum. Alle standen auf. Sie hatten große Augenringe und einige schliefen fast wieder im Stehen ein. Doch schließlich war heute die letzte Prüfung. Der Geländeritt. Yasha lief gleich in den Stall und sah nach Primus. Das sie nicht mitreiten konnte, war klar. Die Tierärztin war auch schon da. Sie sagte lächelnd: „Primus ist über den Berg!" Freudestrahlend fielen sich Steffi, die daneben stand, und Yasha in die Arme. Dann gingen sie zusammen mit einigen andren zu der Geländestrecke. Nacheinander ritten sie alle. Einige hatten große Probleme, andere schafften es mühelos. Dann kam der große Moment, die Preisverleihung. „Beim Springen, auf dem 3. Platz, Yasha und ihr Pferd Primus Odin!" verkündete der Lautsprecher. Yasha strahlte und holte ihre Rosette. „Auf dem 2. Platz mit einer Spitzenzeit Flecki auf Isi!" Flecki glich einem wandelnden Honigkuchenpferd. „Und auf dem ersten, mit absoluter Topzeit und einem Pferd, dass sich jeder wünscht, NISI!!!" Alle umjubelten sie und schmissen mit Glückwünschen um sich. „Kommen wir zur Dressur. Eigentlich wäre Marie 1., aber sie wurde disqualifiziert. Deswegen haben wir auf dem 1. Platz Sady auf Skarlett!!!" Nachdem Sady ihre Rosette abgeholt hatte, trompetete der Lautsprecher weiter: „Auf den 2. Platz sitzt ganz frech mal wieder Nisi! Herzlichen Glückwunsch!!" Er musste 5minuten warten, bis der Applaus sich wieder gelegt hatte, und er weiter sprechen konnte. „Den 3. Platz verschenken wir dieses Jahr gleich 2 Mal! Und zwar an Conny auf Doranah und an Miri auf Wilma!!!" Auch hier waren die Leute vor Begeisterung kaum zu halten. „Zum Galopprennen. Den 1. macht Silke auf Blitz, den 2. Caly und den 3. Flecki auf Isi!" Die Gewinner strahlten. Jetzt wurde es ernst. „Und der Gesamtsieger oder sollte ich sagen Siegerin ist…Nisi!!" Jetzt war ihr Glück vollkommen. „Die 2. Gesamtsiegerin ist Flecki!" Auch sie konnte es kaum fassen. Noch Stunden feierten die Leute vom Reiterhof Joelle mit Torte und heißen Würstchen. Irgend wann gingen sie ins Bett.​
    *Auf der Heimfahrt waren zwar alle todmüde, aber glücklich. Besonders Fleck und Nisi. Sie strahlten immer noch. Aber Yasha war die aller Glücklichste, auch wenn sie die andren Disziplinen versäumt hatte. Ihr war nur wichtig, dass alles heil ausgegangen war, und Primus lebte. Das war die Geschichte, als Yasha verschwand. Ich hoffe, sie hat euch gefallen!
     
  3. Nisi

    Nisi Neues Mitglied

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