Brothers in Arms

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Obi-Wan, 21 Apr. 2013.

  1. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Juhu! Also hier mal eine neue Idee zu einem RS von Leaenna und mir :)

    Es gibt, wie immer und überall, die gleiche Kluft zwischen Arm und Reich, so unfair das auch sein mag, wurde es immer mehr oder weniger hingenommen. Da taucht plötzlich eine Gruppierung junger Leute mit faschistischem Gedankengut auf, die die Gemüter aufwühlen. Vorerst mischen sie sich ganz unauffällig unters Volk, einer setzt sich am Abend in deiner Stammkneipe kumpelhaft neben dich und gibt dir ein Bier aus, ein anderer bietet dir eine Zigarette an.

    "Hast du das Leben nicht auch satt?" - Bitte was? - "Sieh dir doch nur an, in was für Dreckslöchern wir hausen müssen. Und die auf der anderen Straßenseite haben's gut." - Da hat er ja irgendwie Recht. - "Warum die und nicht DU? Sind es bessere Menschen? Wer entscheidet das?" - Ja... wer eigentlich?

    Anfangs sind sie harmlos, reden nur, organisieren Schlafplätze und was zu essen. Viele, gerade aus der Unterschicht und vor allem junge Leute, springen natürlich sofort drauf an. Der Gedanke an Gerechtigkeit, klingt doch einfach verlockend. Ausgleich soll es geben, wie ist egal, aber diese Leute haben keinen Plan. Sie sind einfach nur dagegen, gegen die Art wie alles seinen Lauf hat.
    Und irgendwann stellen sie dich vor die Wahl - willst du mitmachen und für deine Rechte eintreten? Oder lieber weiter den Staub fressen, den die Reichen überlassen? Freundschaften fangen an, an der Gruppierung zu zerbrechen. Wer nicht mitmacht, wird automatisch ausgegrenzt, aber das ist nicht schlimm. Du hast jetzt neue Freunde, viel bessere Freunde. Die die gleiche Überzeugung teilen wie du und in der Gruppe geht es dir gut, da sorgt man für dich und hält zusammen.

    Man hat spaß, raucht, spielt Karten. Es ist Gehirnwäsche, aber das merken die wenigsten. Du sprühst deine erste Parole an die Wand. Verstehst sie selbst aber nicht so genau und dann die ersten gewalttätigen und illegalen Übergriffe. Stehlen von den Reichen? Nur fair! Man denke an Robin Hood, den Reichen nehmen, den Armen geben. Randale. Zerstörungswut…bis sich die Gewalt schließlich sogar gegen andere Bürger richtet - die "Reichen", die Politiker… die, die Schuld sind an deinem Leid. Vielleicht ein ehemaliger bester Freund, weil er nicht mitmacht. Selbst schuld, selbst schuld. Er hätte sich für die richtige Seite entscheiden müssen und das früher...

    Das ganze spielt zurzeit der 90er Jahre, Zeit der Kassetten und prähistorischen Videospiele. Und wir befinden uns im wunderschönen Chicago.


    Regeln:
    -die üblichen ^^
    -Charakter und Aussehens Beschreibung müssen min. 500 Zeichen haben
    -jeder spielt nur seinen Charakter
    -kein Powerplay!
    -man kann auch Leute aus der Gruppe spielen, also die bereits dabei sind und eben neue Leute anheuern


    Formular:

    Name:
    Alter:
    Geschlecht:
    Aussehen:
    Charakter:
    Vorgeschichte (Wohnsituation etc):
    Sonstiges:


    Leaenna und ich wünschen euch viel Spaß :)
    (zur besseren Übersicht bitte ich bitte darum, das Formular mit bitte per PN zukommen zu lassen)


    Obi-Wan spielt
    Name:Collin 'Cole' Simmons
    Alter: 20 Jahre
    Geschlecht: männlich
    Aussehen:
    Ein gestählter Körper, gepflegtes jedoch freches Aussehen, von Kopf bis Fuß strahlt dieser Mann/Junge eine Selbstsicherheit aus, die viele dazu veranlasst sich in seiner Nähe sicher zu fühlen. Mit seinen 1,90m hat der junge Collin schon eine imposante Größe, die er von seinen Vater vererbt bekommen hat. Er hat breite Schultern und schmale Hüften, was seine Erscheinung nur noch umso wirkungsvoller macht. Alles ist gut durchtrainiert und nirgends scheint ein falsches Gramm Fett zu hängen. Er hat scharfe markante Gesichtszüge, welche von seinen hohen Wangenknochen nur noch mehr unterstrichen werden. Das Kinn schiebt er meist etwas kampfeslustig hervor, denn er scheut eigentlich kein Handgemenge, solange er seinen Spaß daran hat. Seine Lippen sind jetzt nicht gerade voluminös, dafür umso sinnlicher geschwungen und meist zeigen sie ein verwegenes Lächeln, dass viele Mädchen zum Schwärmen bringt. Darüber befindet sich eine einst völlig gerade schmale Nase, die jetzt jedoch von ein oder zwei Knicken darin etwas schief geworden ist, was sein Aussehen aber nicht entstellt, sondern ihm das gewisse etwas gibt, ja nachdem von welcher Seite man es betrachtet. Darauf folgen dann ein Paar beinahe schwarzer Kohlen als Augen, nur wer genau hinsieht kann einen warmen Braunton in ihnen erkennen. Sie scheinen einen direkt in die Seele schauen zu können, ohne zu viel von sich selber Preis zu geben. Eingerahmt werden sie durch lange schwarze Wimpern, die alles noch etwas mehr betonen. Seine ebenholzschwarzen Haare sind mittellang und stehen meist verwegen vom Kopf ab, sie lassen sich einfach nicht bändigen, es sei denn er kleistert sie mit einer Tube Gel nieder. Er bevorzugt bequeme Kleidung, einfache Shirts, wo es jedoch nicht einfach ist welche zu finden, die nicht zu eng an seinen Bizeps sind und locker sitzende Jeans. Als Schuhwerk Sneakers oder auch festeres wie Arbeitsschuhe.
    Charakter:
    Man könnte sagen, das Collin ein ganz normaler selbstbewusster junger Mann ist, er ist gerne mit seinen Freunden, vor allem mit seinem jüngeren Bruder unterwegs und lässt sich kaum einen Spaß entgehen. Er hat viel Humor, der gelegentlich etwas schwarz werden kann… gemessen an der Lunge des Malboro Mannes. Wenn er sich etwas vorgenommen hat, ist er sehr ehrgeizig und erledigt es mit beinahe pingeliger Präzision. Er kann durch aus charmant und freundlich sein, jedoch hat auch er eine „dunkle“ Seite, innerlich wird er gelegentlich von Selbstzweifel zerfressen, grübelt manchmal viel und da braucht es schon einen ordentlichen Arschtritt um ihn wieder aus so einer Laune rauszubekommen. Er lässt auch niemanden wirklich an sich ran, belässt es lieber bei kurzen Affären, als sich ernsthaft an jemanden zu binden. Dies gilt jedoch nicht für seinen Bruder, er tut alles für ihn, er hat ihn quasi großgezogen, nachdem der Vater der beiden Jungen nun ja… sagen wir nicht der allzu väterliche Typ ist und die Mutter sich in ihrem Kummer ersäuft, waren die beiden von Anfang an auf sich allein gestellt und als der Ältere von den beiden, hat Collin natürlich die Rolle übernommen. Klar ist auch, dass er dadurch keine richtige Kindheit gehabt hatte, kaum war er groß genug gewesen um an die Herdplatte zu kommen, hat er gekocht, die Wäsche für ihn und seinen Bruder gewaschen und alles erledigt was normalerweise die Aufgabe der Eltern gewesen wäre, vor allem musste er sich auch um seine Mutter kümmern und dafür sorgen, dass der Vater halbwegs zufrieden gestellt ist, was praktisch unmöglich ist.
    Vorgeschichte:
    Collin und sein Bruder Lennart, auch Lenny und Cole genannt, wuchsen in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihr Vater hatte nie wirkliche Ambitionen gezeigt um einer ernsthaften Arbeit nachzugehen und die Mutter musste sie mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten, damit sie sich zumindest etwas zu essen leisten konnten. Nun gleichzeitig war George Simmons nie der väterliche Typ, Schläge und Schreierei waren an der Tagesordnung, ob es jetzt die Mutter oder die beiden kleinen Jungen betraf, war ihm egal. Die Mutter der Beiden ertränkt sich seid Jahren in Alkohol und somit waren die Beiden von Anfang an auf sich allein gestellt. Wobei Collin die Rolle des älteren Bruders und der Eltern quasi übernahm und sich und seinen Bruder irgendwie durchgeboxt hatte. Cole ist wohl der Optimist von den beiden Brüdern, ist immer mit einer starken Schulter für den Jüngeren da und arbeitet noch immer hart, damit sie sich etwas leisten können, alles nur keine eigene Wohnung, somit sind die Beiden noch immer in dem Höllenloch gefangen, dass sie ihr Heim nennen sollen.
    Sonstiges:
    Hat einen jüngeren Bruder Namens Lennart(Leaenna), Rest in der Story ^^

    Leaenna spielt
    Name: Lennart "Lenny" Simmons
    Alter: 18
    Geschlecht: Männlich
    Aussehen:
    Man kann Lennart durchaus als sehr hübsch bezeichnen, vorrausgesetzt, man steht auf den zierlichen Typ Mann. Ansonsten ist sein Bruder Collin wohl eher die erste Wahl - wie praktisch für die Mädchen, für jede ist bei diesem Geschwisterpaar etwas dabei.
    Lenny ist nicht ganz 1,80 groß und schlank, ja gar kindlich insofern, als dass männliche Attribute wie breite Schultern oder viele Muskeln sich bei ihm einfach nicht duchgesetzt haben. Er hat rabenschwarzes Haar, das ihm glatt und fein bis über die Ohren reicht und eigentlich immer ordentlich fällt, egal, welchen äußeren Umständen wie Wind und Regen es ausgesetzt ist - Es reicht, wenn der junge Mann sich einmal mit den Fingern hindruchfährt, und die seidigen strähnen liegen wieder, wie sie sollen. Lennys Augen wirken wie der Nachthimmel selbst - Dunkel, tief und irgendwie melancholisch. Seine Zähne sind von Natur aus weiß und gerade, die sinnliche Mundpartie ähnelt der seines Bruders, nur sein Lächeln ist seltener und wehmütiger. Hohe, aber sich nur sanft abhebende Wangenknochen vervollständigen das Bild.
    Charakter:
    Lennart ist ein Paradebeispiel für die Gattung "Harte Schale - Weicher Kern". Dass er früh auf eigenen Beinen stehen musste, wenig Unterstützung und Rückhalt im Leben, und dementsprechend auch kaum eine wirkliche Kindheit hatte, hat ihn geprägt und einen auf den ersten Blick rauen, wenig tiefgründigen Menschen aus ihm gemacht. Lenny wirkt zynisch, distanziert, wenig herzlich zu seinen Mitmenschen und in mancher Hinsicht gar egoistisch - Denn er hat gelernt, sich im Zweifelsfall nur auf sich selbst zu verlassen.
    Im Grunde ist Lenny ein unsicherer Mensch, nur weiß er das sehr gut zu verstecken: Aus Angst vor Einsamkeit teilt er sein Bett mit Wildfremden. Aus Angst, zurückgewiesen zu werden, weist er Menschen, die ihm zu nahe kommen, stets zuerst zurück. Aus Angst, schwach gesehen zu werden, stellt er die anderen als die Schwachen und sich selbst umso stärker dar.
    Tatsächlich wäre Lennart eigentlich viel lieber einfach nur an einem gemütlichen Ort und hört Musik, als dass er sich die Nächte in der Fremde um die Ohren schlägt, spielt viel lieber Karten mit Freunden, als dass er sich zusäuft. Aber wo ist schon ein gemütlicher Ort? Und wer sind schon seine Freunde?
    Vorgeschichte:
    Lennart und sein älterer Bruder Collin wuchsen in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihr Vater hatte nie wirklich Ambitionen gezeigt, einer erntshaften Arbeit nachzugehen, und die Mutter musste sie mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Nun gleichzeitig war George Simmons nie der väterliche Typ, Schläge und Schreierei waren an der Tagesordnung, ob es jetzt die Mutter oder die beiden kleinen Jungen betraf, war ihm egal. Die Mutter der beiden ertränkt sich seid Jahren in Alkohol und somit waren die Jungs von Anfang an auf sich allein gestellt. Collin als der Ältere übernahm früh die Verantwortung für sich und Lenny, boxte sie beide durch. Für eine eigene Wohnung reicht es nicht, somit sind die beiden noch immer in dem Höllenloch gefangen, das sie ihr Heim nennen sollen.
    Sonstiges: Hat einen älteren Bruder, Collin (Obi)

    IceLandGirl spielt
    Name: Veronica Fletcher
    Alter: 17 Jahre
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: Veronica wirkt auf den ersten Blick unscheinbar: blond, blaue Augen und eine zierliche Gestalt. Erst wenn man genauer hinsieht, sieht man die vielen Tattoos, die ihren Körper zieren. Am auffälligsten ist ein Tattoo, eine „88“ umrandet von einem Lorbeerkranz an ihrem rechten Oberarm, das geheime Zeichen für die faschistische Bewegung. Auch andere Tattoos, wie zum Beispiel ein Hakenkreuz an ihrer linken Schulter zeugen von ihrer Gesinnung. Ansonsten sieht man dem eher blassen Mädchen nicht an, was in ihrem Inneren vorgeht. Sie wirkt wie das ‚nette Mädchen von nebenan‘, ist auch durchaus auf ihre Art hübsch und wirkt mit ihrer Stupsnase beinahe niedlich. Veronica hat nur einen kleinen ‚Makel‘ an ihrer Erscheinung, eine Narbe, die quer über ihre Brust geht. Ihre Lippen sind, ganz ihrer Erscheinung entsprechend weich und voluminös und trotz der Narbe auf der Brust, hat sie wohlgeformte Rundungen und durchaus ein anziehendes Äußeres, welches ihr schon oft bei der Anwerbung neuer Mitglieder geholfen hat. Alles in allem gleicht sie eher einem Engel, als jemandem mit solch radikalen Ansichten. Niemand würde hinter diesem Aussehen eine radikale Kämpferin vermuten. Ihre Größe liegt ungefähr bei 1,65 m. Ein paar Zentimeter mehr oder weniger - eher weniger - können es sein, denn ihre geringe Körpergröße ist das einzige, was sie stört.
    Charakter: Veronica, deren Name ironischerweise Sieg bringen bedeutet, ist ein aufgewecktes, sehr intelligentes Mädchen. Sie ist selbstbewusst und energiegeladen. Wenn sie einmal für etwas entflammt worden ist, dann bringt sie nichts und niemand mehr von ihrem Vorhaben ab. Das ist ein Grund, wieso sie von vielen ihrer Kameraden geschätzt und geachtet wird. Sie tritt mit großer Überzeugung für die Ideologie der Faschisten ein und ist davon überzeugt, dass sie die Welt zu einer besseren, gerechteren machen kann. Sie ist sehr einnehmend und charismatisch und kann andere mit ihrer Begeisterung anstecken und sie für sich gewinnen. Es fällt ihr leicht neue Freunde zu finden und sie hat kein Problem damit, andere Leute um den Finger zu wickeln. Auch ihre weiblichen Reize weiß sie gekonnt einzusetzen. Sie lässt sich durch vieles provozieren, kann auch gewalttätig werden, wenn es sein muss und hat eine spezielle Vorliebe für Messer und Feuer aller Art entwickelt. Dennoch ist sie dafür, dass man erst mit der Kraft der Überzeugung neue Mitglieder werben sollte, bevor man zu radikaleren Mitteln greift. Neue Mitglieder, die freiwillig und aus eigener Überzeugung heraus dazu gekommen sind, sie viel wirksamer, als erzwungene Mitglieder. Gegenüber den Reichen verspürt Veronica einen tiefen Hass und bittere Verachtung.
    Vorgeschichte (Wohnsituation etc): Veronica stammt aus gutem Hause, hatte eine geordnete und lebenswerte Kindheit, merkte aber bald, dass sie in dieser ‚heilen‘ Welt nicht klarkam. Sie traf sich mit den falschen Freunden, wurde immer weiter in den Drogensumpf gesogen und war letztendlich am Boden. Die faschistische Gruppe rettete sie vor dem völligen Absturz, zeigte ihr einen Weg hinaus aus der ungerechten und selbstgefälligen Welt. Von ihren Eltern hat sie sich früh abgewandt und hat keinen Kontakt mehr zu ihnen. Sie schweigt sich über ihre Vergangenheit aus, will nicht, dass sie jemand mit dem in Verbindung bringt, was sie alle so vehement hassen. Sie wohnt derzeit bei zwei Kameraden, hat eine Art WG mit den beiden und ist mit ihrer jetzigen Situation sehr glücklich. Zweifel an der ganzen Sache hat sie keine, denn sie ist sich sicher, dass der Grund für das Leid auf der Welt von den Reichen heraufbeschworen wurde, von den Menschen, zu denen auch ihre Eltern gehören.
    Sonstiges: Sie gehört zu den Werbern der Gruppe und ist in ihrer Aufgabe eine der besten.


    Zaii spielt
    Name: Ava McBaker
    Alter: 19
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: Avas seidig glatten, mehr als brustlangen Haare sind feuerrot und sie durfte sich deswegen schon einige Sprüche anhören. Doch trotzdem: sie kommen an, sucht Ava nach Gesellschaft findet sie diese stets in willigen (jungen) Männern. Klischee mäßig ist ihre Haut von heller Farbe, die sanften Wangen sind voller kleiner Sommersprossen, gegen die auch kein Make-Up ankommt. Was jedoch überhaupt nicht dazu zu passen scheint, sind ihre dunkelbraunen Augen, welche einen mit ihrer Tiefe all zu leicht in ihren Bann ziehen können. Das würde Ava aber natürlich niemals ausnutzen. Nein.. Mit einer Größe von 1.75m überragt Ava andere Mädchen schon mal, doch im Gegensatz zu ihnen fehlen ihr üppige weibliche Rundungen. Sie ist gertenschlank, um nicht zu sagen zu schlank, trägt kein Gramm Fett am Körper zu viel, wodurch sie ihre kleinen Brüste nicht als ihre besten Argumente bezeichnen würde. Viel lieber betont sie ihre langen, schlanken Beine durch kurze Röcke oder Hosen und hochhackige Schuhe oder schminkt die vollen, geschwungenen Lippen in kräftigem Rot. Auch sonst ist ihr Kleidungsstil nicht gerade konservativ.
    Charakter: In Avas Gesicht Gefühle und Gedankengänge zu erkennen ist sehr schwer. Die junge Frau lacht mit jedem, doch nur selten erreicht das Lachen tatsächlich ihre Augen. Sie ist extrovertiert, doch trotzdem belässt sie immer eine gewisse Distanz zwischen sich und ihren Mitmenschen. Wer ihr zu nahe kommt ohne dass sie es möchte, sorgt dafür, dass Ava ihr Innerstes nach außen kehrt und steht einem aggressivem, wütendem, aber doch auch verzweifeltem Menschen gegenüber. Aber auch dann ist Ava nicht zu unterschätzen, sie denkt rational und ist ziemlich abgebrüht. Angst gehört nicht mehr zu ihren Charaktereigenschaften, diese war schon lange Wut und Angriffslust gewichen, was für ihre Gegenspieler nicht von Vorteil ist, denn Ava trägt stets mindestens 2 Messer mit sich herum. Ebenso wenig wie Angst, zählt sie leider auch Vertrauen nicht zu ihren Eigenschaften. Lachte sie im einen Moment noch mit jemandem, zieht sie ihm im nächsten Moment in einer überschwänglichen Umarmung das Geld aus der Tasche.
    Vorgeschichte (Wohnsituation etc): Avas Eltern arbeiten bei einer Familie der oberen Schicht und auch sie selber half öfters im Haushalt mit, was ihr zum Verhängnis wurde. Der Hausherr hatte eine Schwäche für junge Mädchen und als er in ihr Ohr flüsterte "Eine wie dich habe ich noch nie gehabt!" war es für sie schon zu spät.
    Seitdem zog sich Ava immer mehr von ihrer Familie zurück, natürlich konnte sie mit niemandem darüber reden. Bis sie sich zur Flucht entschloss hatte sie keinerlei Schutz vor dem Mann und auch ihre Eltern, zu denen sie sonst immer ein gutes Verhältnis gehabt hatte, konnten ihr nicht helfen. Um sich über Wasser zu halten, musste Ava ihren Körper verkaufen, was sie wiederum gerne in Alkohol ertränkte.
    Seit einigen Monaten jedoch hält sie sich mit Gelegenheitsjobs, mehr aber durch Klauen, am Leben und sucht sich ihre Kunden aus.
    Sonstiges: ---
     
  2. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    (soo wir fangen mal an :) Anmeldungen sind immer noch gerne gesehen)

    Cole

    Es war ein bewölkter etwas niederdrückender Tag, graue schwere Wolken hangen am Himmel über der Stadt, kündeten Regen an, aber noch hielt das Wetter. Gemütlich lehnte ich vor dem Schulgebäude an einer Häuserwand und steckte mir eine Zigarette an, ich zog den Rauch tief in meine Lungen und blies die Rauchwolke hinauf zu den Wolken. Ich sah hinüber zu dem alten Gebäude in dem mein kleiner Bruder gerade Unterricht hatte...nun zumindest hoffte ich das er gerade dort war, denn ansonsten würde ich umsonst hier stehen und auf ihn warten. Ich hatte eine Stunde zuvor Schluss gehabt, aber wir wollten noch, bevor wir Heim fuhren, in die Stadt um uns etwas zum Vorglühen für heute Abend zu besorgen. Meinen gefälschten Ausweis hatte ich dabei und man nahm mir locker ab, dass ich über 21 war. Bald hätte ich ihn sowieso nicht mehr nötig. Wir tranken zwar gerne ja, aber dennoch schaffte ich es ab einen gewissen Pegel nicht weiter zu trinken, musste dann immer an meinen Vater denken und darauf hin wurde mir so übel das ich gar nichts mehr runter bekam und mich dann lieber mit Mädchen vergnügte. Es machte Spaß mit ihnen zu spielen, sie zu verführen ihnen süße Nichtigkeiten zuzuflüstern, sie dann auszunutzen und wieder fallen zu lassen, sobald ich das hatte was ich wollte. Zeitweise war das zwischen Lenny und mir schon ein Spiel. Ich zog den Kragen meiner ledernen Jacke etwas hoch und grinste bei dem Gedanken an unser letztes "Duell".
     
  3. Samanta

    Samanta Leseratte

    Veronica
    Ich strich mir durch meine Haare,um sie ein wenig zu glätten.Sinnloses Unterfangen,denn der Wind wirbelte sie immer wieder durcheinander und so unterließ ich diese Geste.Ich mochte diese Art von Tagen.An diesen Tagen geschah immer irgendetwas.Weltuntergangsstimmung gemischt mit Euphorie.Ich schloss kurz meine Augen und sah dann hinab auf die Straße,die sich ins Unendliche zu ziehen schien.Meine Beine hatte ich durch die Gitterstäbe der Brücke gezwängt und ließ sie einfach über dem Abgrund baumeln.Nur das Gitter vor mir bewahrte mich davor hinunter zu stürzen.Ich wartete auf Cooper und Brad.Die beiden kamen wie üblich zu spät.Heute Abend würden wir irgendwohin gehen,egal wohin.Neue Mitglieder finden und Spaß haben."Hey Püppchen fall bloß nicht runter",dröhnte Coopers Stimme plötzlich von unten herauf.Ich reckte ihm den Mittelfinger entgegen und wartete,bis sie zu mir hochgekommen waren.Cooper war das,was Hitler die wahre deutsche Jugend genannt hatte: blond,blauäugig,durchtrainiert und groß.Sein bester Freund Brad entsprach mit seiner etwas pummeligen Gestalt nicht unbedingt den Erwartungen und war außerdem braunhaarig,aber das war egal,denn er hatte sowieso immer eine Glatze,also sah das niemand und in unserer Gruppe gab es viele,die nicht so aussahen.Auch unsere Ideale waren anders.Wir traten nicht dafür ein,dass die arische Rasse die Herrscherrasse wurde,sondern wir wollten gegen die Ungerechtigkeit in der Welt vorgehen,die Armen aus ihrem Elend holen.Eine Revolution für das Volk.
     
  4. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Lenny

    Ich zog ein letztes Mal tief an der Zigarette, drückte den Stummel neben mir auf der Steinbank aus. Sechs Augen lagen angespannt auf mir, als ich den Rauch langsam durch die Nase ausstieß und schließlich mit stoischer Mine mein Blatt ablegte. Für einen Moment war alles still und die drei Jungen starrten wie hyptnotisiert auf die Karten. Dann sprach George auf, schmiss seine Karten hin - Ich erhaschte einen Blick auf ein mehr als schlechtes Blatt - und schlug mit der Faust auf den schmutzigen Tisch. "Schummler!" "Ich hab nicht ge-" "Elendiger kleiner Bastard!" Alan und Tom folgten seinem Handwink wie zwei räudige Köter, packten mich links und rechts an den Schultern, zerrten mich auf die Füße. Wow. So viel zu einer netten Runde Poker unter "Freunden". "Was ist dein Trick, eh? Sind die Karten gezinkt?" Als George sich vor mich aufbaute, zog ich unwillkürlich den Kopf ein. "Wie oft denn noch, ich hab nicht-" "Was hast du nicht? Eier in der Hose?" Sein Fuß traf mich zwischen den Beinen, ich zuckte zusammen, fiel nur nicht, weil seine Schoßhündchen mich festhielten. "Stimmt, viel Widerstand ist da nicht."
    Gerade als der Junge zu einem weiteren Tritt ausholen wollte, schellte die Schulglocke. Kurz zögerte er - dann hörte man die ersten schnatternden Stimmen der aus dem Gebäude strömenden Schüler. George spuckte mir ins Gesicht, dann ließen die Jungs von mir ab und liefen weg. Ich hatte mich noch nie so sehr darüber gefreut, beinahe beim Schwänzen erwischt zu werden. Aber jetzt sollte ich dann besser auch langsam mal die Kurve kriegen, ehe noch einer meiner Lehrer auf dem Weg nach draußen vorbeikam.
    Hastig sammelte ich meine Spielkarten ein, ließ sie in meinen Rucksack fallen, warf ihn mir über die Schulter. Zupfte meine Jacke zurecht, wischte mir mit dem Ärmel über das Gesicht, fuhr mir mit den Fingern durchs Haar um die dunklen Strähnen zu glätten. Und überquerte schließlich den Schulhof, um außerhalb meinen Bruder zu treffen.
     
  5. Samanta

    Samanta Leseratte

    Veronica
    Die beiden kamen die Treppenstufen hoch und blieben neben mir stehen.Ich blieb einfach sitzen,legte den Kopf in den Nacken und sah zu Cooper hoch.Er hob eine Augenbraue und wollte mir beim Aufstehen helfen.Ich ignorierte seine Hand,warf ihm ein charmantes Lächeln zu und rappelte mich schließlich doch auf.Betont gleichgültig klopfte ich den Dreck von meiner Hose und grinste ihn an.Brad hielt sich im Hintergrund,er war eher der schweigsame Typ."Wohin gehen wir heute Abend",fragte ich und bekam als Antwort nur ein Grinsen und ein 'Lass dich überraschen,Püppchen.'Ich setzte meinen Zeigefinger auf Coopers breite Brust und schob ihn rückwärts gegen das Geländer,legte meine flache Hand schließlich auf seine Brust und streichelte darüber,bevor ich unter sein T-Shirt fuhr.Ein keckes Lächeln lag auf meinen Lippen.Ich sah zu ihm hoch und hauchte:"Also,wohin?"Er erzitterte leicht und antwortete schließlich:"Auf eine Party."Ich zog die Hand weg und sofort umfing er mich mit seinen Armen.Brad schnaubte genervt ab und sagte:"Mann,Alter.Lass uns abhauen."Cooper ließ mich los und wir zogen ab,zu unserer Bude,die ich mit den beiden bewohnte.Es war nichts tolles,wirkte eher wie eine Bruchbude - okay es war eine Bruchbude - aber man konnte darin durchaus leben.Ich besetzte das Bad für die nächsten 2 Stunden und machte mich für die Party fertig.Ich entschied mich für ein weitausgeschnittenes Top mit V-Ausschnitt und einem Minirock im Militärstil.Schließlich kam ich zurück und die beiden hatten schon ordentlich getankt."Ich nehme an,wir laufen,oder?"Cooper nickte und ich setzte mich zu den beiden.es würde noch ein bisschen dauern,bevor es losging.
     
  6. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Cole

    Ich schnippte den Stummel meiner Zigarette weg und stieß die letzte Wolke Rauch aus und drückte mich dann von der Wand ab um aus den Schatten etwas raus zutreten, als ich bemerkte wie die ersten Schüler aus dem Gebäude krochen und bald sah ich auch meinen kleinen Bruder. Ich winkte ihm nur kurz und wartete bis er bei mir war, wobei mein scharfer Blick auf ihm lag. Er roch nach Rauch, ich hob eine Augenbraue. "Du hast wieder geschwänzt Lenny," stellte ich doch etwas verärgert fest. Ich wusste nicht wie oft ich mit ihm schon darüber geredet hatte, wie wichtig Schule war...
     
  7. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Lenny

    "Ich bin gerade vor deinen Augen aus diesem Schulgebäude gekommen!" Die schnöden Begrüßungsfloskeln sparte ich mir, Collin hatte auch nicht gerade lange um den heißen Brei herumgeredet. Mit einer Hand deutete ich hinter mich, fast anklagend auf das Schulgelände. Letztes mal war ich meinem Bruder außerhalb des Geländes in die Arme gelaufen - Ich hatte geglaubt, aus diesem Fehler gelernt zu haben, indem ich nun sogar schon auf dem Schulhof schwänzte. Aber alleine sein Blick sagte mehr als deutlich, dass ich auch in diesem Fall mit meinen Ausreden nicht weit kommen würde. Herrgott, als wäre dieser Tag nicht schon ätzend genug, meinte jetzt auch noch Cole, mal wieder seiner "Pflicht" als großer Bruder nachgehen und Moralapostel spielen zu müssen. Als würde die Schule mir irgendwas nützen, als würde ich da irgendwas lernen, was mir für mein Leben was nützte. Konnte ich meinen Vater, wenn er einen Wutanfall hatte, damit beruhigen, dass ich wusste, was die Wurzel aus Pi war? Meine Mutter, wenn sie sich aus Frust die Birne wegsoff, trösten, indem ich ihr etwas über die Französische Revolution erzählte? Was interessierte mich schon Frankreich, wenn wir hier genug eigene Probleme hatten!
    "George schuldet mir zwanzig Mäuse, der Wichser." Ich zog meine Zigarettenpackung aus der Jackentasche, klemmte mir eine Kippe zwischen die Lippen, zwei letzte blieben drin. Das Feuerzeug schnappte zweimal ein paar Funken, ehe es eine Flamme hervorbrachte. "Er ist ein schlechter Verlierer mit zuviel Muskelkraft auf zu wenig Hirnmasse. - Was steht heute Abend an?"
     
  8. Samanta

    Samanta Leseratte

    Veronica
    Ich nahm einen Schluck von dem Gemisch,das sie da zusammengebraut hatten.Irgendwas mit Vodka war es,aber keine Ahnung,was genau.Es war mir auch egal.Im Gegensatz zu den Jungs kippte ich mich jedoch nicht einfach sinnlos zu,nippte nur ab und zu an dem Getränk und spürte,wie mir das Gebräu die Kehle hinunter rann und mich von innen her wärmte.Ich stellte mein Glas weg und schmunzelte."Du weißt,was heute Abend ansteht",fragte Cooper.Ich nickte und sagte:"Klar.Lasst uns gehen."Wir wollten uns noch mit den anderen treffen.Ich rappelte mich auf und wollte losgehen,aber Cooper hielt mich zurück und schickte Brad schon mal vor.Mit einem albernen Grinsen drehte ich mich zu ihm um und wartete,bis Brad verschwunden war.Ich wusste,was der Idiot von mir wollte.Er kam auf mich zu und leckte sich über die Lippen,legte seine Hände auf meine Hüften.Es dauerte nicht lange und ich hatte meine Hand in seiner Hose und ihn buchstäblich in der Hand.Ich neckte ihn ein wenig,bevor er ein Messer an der Kehle hatte."So,Arsc*loch.Ein für allemal: ich bin für dich nicht zu haben."Ich ließ sein bestes Stück los und ging kopfschüttelnd nach draußen.Cooper lachte.Er wollte nichts von mir,war einfach nur besoffen.Wi.xer.Ich machte mich gemeinsam mit ihm auf den Weg zum Treffpunkt,wo die anderen schon warteten.
     
  9. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Cole

    Ich hob eine Augenbraue, musterte meinen kleinen Bruder. "Ich verstehe auch nicht wieso du dich noch immer mit dem Arsch einlässt," entgegnete ich und meine Stimme klang quasi so 'Selbst schuld kein Mitleid'. Es reichte mir ihn kurz zu tadeln, er kannte meine Meinung und Schluss. "Aber wenn er heute ebenfalls unterwegs ist, besorgen wir uns gemeinsam deine Kohle," meinte ich dann, ja sowas konnte man ja nicht auf sich sitzen lassen und es war meine Pflicht als großer Bruder den Typen klar zumachen, dass sie so nicht mit meinem Bruder umspringen konnten, ohne es mit mir zu tun zu bekommen. "Heute is ne Fete bei Eric, soll en ziemlich großes Ding werden, seine Eltern sind übers Wochenende weg," antwortete ich dann und ging mit meinem Bruder los, steckte mir ebenfalls noch eine Zigarette an, während wir den Weg in die Innenstadt einschlugen um, wie bereits erwähnt, Stoff zum vorglühen zu holen.
     
  10. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Lenny

    "Er ist der einzige, der mit mir Karten spielt", murmelte ich leise, undeutlich mit der Zigarette im Mund, den Gehsteig vor mir fixierend. Oh, und er spuckt mir ins Gesicht. Es war ein Armutszeugnis, dass ich mich nur mit diesem Idioten abgab, nur um ihn entweder beim Poker zu besiegen und dafür eine buchstäblich vors Maul zu bekommen, oder dem Ärger aus dem Weg zu gehen und ihn absichtlich gewinnen zu lassen - Was übrigens deutlich mehr Anstrengung erforderte als das Gewinnen. Aber wenigstens spielte er überhaupt Karten. Und das war mehr, als man von dem Rest meiner Mitschüler erwarten konnte. Ich schüttelte flüchtig den Kopf. "Kein Stress. Ich hab ihn besiegt, das ist Genugtuung genug." Ich war weiß Gott nicht scharf darauf, mich von meinem großen Bruder verteidigen zu lassen - Was für eine Memme machte denn sowas? Und ich selbst würde mich ganz bestimmt nicht mit George anlegen.
    Eine Fete also? "Klingt gut." Mit der Frage im Kopf, wer zum Teufel überhaupt Eric war, betrat ich vor Collin einen kleinen Laden. Sicher ein Freund von Cole und damit eine Ecke älter als ich. Und dementsprechend die Mädchen auf der Party auch eine Ecke älter. Nicht, dass mich das störte, aber bei denen hatte man es als "kleiner Bruder" definitiv schwerer. Ich fingerte vier Pack Zigaretten aus einem Regal, von denen ich zwei unauffällig in meinen Taschen verschwinden ließ. Wie auch immer - Fete in sturmfreier Bude klang dennoch mehr als einladend. Hauptsache weg von zu Hause, denn da war ich nur die nötigste Zeit.
     
  11. Samanta

    Samanta Leseratte

    Veronica
    Schließlich waren wir da.Die anderen,nicht alle,warteten dort auf uns und wir besprachen die Lage.Wie immer würden wir in kleinen Gruppen losziehen,die sich aber früher oder später auf der Party trennten.Alleine hatte man eine bessere Chance,sich ein potentielles Mitglied auszusuchen und man kam auch nicht so rüber,als wolle man jemanden dazu überreden in eine Gruppe zu kommen.Vor allem als Mädchen hatte man alleine bessere Karten.Ein Mädchen in Begleitung eines Schranks,wie es Cooper war,war es nicht gerade wert angesprochen zu werden.Das einzig gute an meiner geringen Größe war,dass ich automatisch hilflos wirkte und die Rolle des schutzsuchenden Mädchens hatte ich bis zur Perfektion ausgearbeitet.Früher oder später - eher früher - merkte dann aber auch der größte Macho,dass ich alles andere als hilflos war.Mein Faible für Messer war doch ab und zu sehr hilfreich und mein zusätzlicher Kurs in Selbstverteidigung tat sein übriges."Wo gehen wir heute hin",fragte ich Cooper.Es war klar,dass die WG's zusammengingen.Das war immer so.Cooper grinste und sagte:"Ein Kumpel von Brad,Eric,hat heute Sturmfrei und schmeißt ne Fete.Eric gehörte nicht direkt zu uns,aber er war in Ordnung,das wusste ich.Außerdem war es einfacher für mich mit meinen zarte 17 Jahren auf eine Hausparty zu kommen,als in eine Disco.Der gefälschte Ausweis in meiner Tasche tat meistens sein übriges,aber ich war doch froh,wenn ich ihn erst gar nicht zum Einsatz bringen musste.Ich 'richtete' meine Frisur und mein Dekolletee und sagte dann:"Na,dann werde ich heute mal wieder ein paar Kerle aufreißen."Bisher war nie was draus geworden,weil ich die Typen entweder untergebuttert hatte oder ich ihnen zu aufbrausend gewesen war.Egal.Ich brauchte keinen Kerl an meiner Seite,um mich gut zu fühlen.
     
  12. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Cole

    Eric ging ein Jahr unter mir in die Klasse, wir waren keine Freunde, aber wenn jemand eine Party schmiss wo keine Eltern aufpassten, dann war meist die halbe Schule anwesend, das war natürlich übertrieben aber naja. Es war einfach eine gute Möglichkeit nicht zuhause zu sein, wo Lenny und ich uns nicht länger als nötig aufhielten. Wer wartete denn auch schon gerne auf ein paar Schläge oder sah seiner eigenen Mutter dabei zu, wie sie sich die Birne weg soff. Ich konnte es gar nicht mehr erwarten auszuziehen, egal wohin. Jedes Rattenloch wäre besser als unser jetziges zuhause. Doch ich würde meinen Bruder niemals alleine dort lassen, würde ihn mitnehmen egal wohin auch.
    In unserem Leben hatte es wohl genug Enttäuschungen gegeben und ich konnte ehrlich gesagt nicht ohne meinen kleinen Bruder, seid ich denken konnte, war ich immer für ihn dagewesen, natürlich wusste ich das mein Beschützerinstinkt etwas stark auf ihn geprägt war, aber wer konnte es mir gedenken? Ich war nicht nur sein Bruder, sondern hatte irgendwie die Rolle der Eltern ebenfalls übernommen. Ich holte nun zwei Flaschen Wodka, wobei eine, völlig unabsichtlich natürlich, in Lennys Schultasche fiel. Die Leute hier kontrollierten so gut wie gar nicht, schon gar nicht wenn man sowieso kaufte. Hey ich hatte nie behauptet, dass ich ein Mustervorbild war. "Meinst du wir haben damit genug?" fragte ich meinen kleinen Bruder und hielt die zwei Flaschen hoch.
     
  13. Samanta

    Samanta Leseratte

    Veronica
    In freudiger Erwartung nahm ich ein Glas,das mir Cooper anbot und nippte daran.Angeekelt verzog ich das Gesicht und sagte:"Kipp dir das Gesöff selbst runter."Er grinste.Offensichtlich machte es ihm große Freude,dass er mich mit dem Zeug dran gekriegt hatte.Natürlich war er besoffen und erlaubte sich solche Scherze gerne.Wi.xer.Manchmal hasste ich meine Mitbewohner.Einer immer nur auf Bräute aus un der andere immer gewalttätig.Nicht gerade die Gesellschaft,die sich meine Eltern gewünscht hätten.Verbittert presste ich meine Lippen aufeinander.Diese selbstgefälligen Arsc.kriecher würden sicher in Ohnmacht fallen,wenn sie mich so sehen würden.Dieser Gedanken brachte meine Laune wieder auf Hochtouren.Der heutige Abend würde gut werden,das spürte ich.Wieder richtete ich meine Frisur und mein Dekolletee und sah Brad an."Wann gehts los?"Er zuckte bloß mit den Schultern und murmelte was von in ner Stunde.Ich verdrehte die Augen und ging aufs Klo.
     
  14. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Lenny

    Als ich den zusätzlichen Zug der schwerer gewordenen Tasche auf den Schultern spürte, zuckte ich nicht einmal mit der Wimper. Stattdessen sah ich flüchtig zu Collin auf, musterte, was er in der Hand hielt. "Ja." Zwei zum Preis von einem war wohl unsere unausgesprochene Devise. Keine andere Möglichkeit zu haben konnte einen Menschen zu vielem treiben, und Geld war in unserer Familie nunmal noch nie im Überfluss dagewesen. Oh nein, mein Bruder hatte mir das Stehlen nie beigebracht, das hatte ich gut alleine hinbekommen. Im Gegenteil, er hatte mich, als ich noch klein war, dafür getadelt, hatte mir erklärt, dass es falsch sei, und wusste doch mit Sicherheit gleichzeitig ganz genau, dass ich auch um seine kleinen Alltagssünden wusste. Nun, so war ich selbstverständlich auch ein paar Mal auf die Schnauze gefallen, hatte Ärger bekommen - Und dazugelernt. Nicht, dass man es nicht machte. Sondern wie man es machte ohne erwischt zu werden. Und heute - Naja, heute hatte er sich wohl damit abgefunden. Oder zu unser beider Vorteil erkannt, dass das unauffällige Einstecken zu zweit im Team oft noch viel einfacher war.
    Ich legte die beiden Kippenpackungen auf dem Tresen ab, betrachtete unsere heutige Ausbeute. Zigaretten und Wodka, der Abend war gerettet. Von ersterem würde ich jederzeit auf Nachfrage steif und fest behaupten, dass ich sie nicht brauchte, dass ich nur Gelegenheitsraucher war, aber meine Verbrauchszahlen lachten mir gehässig etwas anderes entgegen. Mit dem Trinken übertrieb ich es nur manchmal, und das wusste ich selbst; und insgeheim hasste ich mich dafür, aber in harten Zeiten schien es mir hin und wieder plötzlich gar nicht mehr so abwegig, wie Mutter ihren Trost im Alkohol finden konnte. Der kleine Mann hinter der Theke zog skeptisch eine Augenbraue hoch, sein Blick glitt von mir zu Collin. Aber er schwieg. Sein Glück.
     
  15. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Cole

    Die Not machte einen immer erfinderisch, es hatte eine Zeit gegeben, da hatte ich noch versucht meinem Bruder zu erklären, das Stehlen nie der richtige Weg war, musste jedoch gleichzeitig eben genau das tun um uns über Wasser zu halten, damit wir zumindest etwas zu essen hatten. Oft genug hatte ich Lenny schon aus der Patsche ziehen müssen, doch mittlerweile war er zumindest so geschickt, dass er sich nicht mehr erwischen ließ. Es landete alles auf dem Tresen und ich gab mich ganz natürlich, nicht ein Anzeichen von Aufregung oder ähnlichen war uns beiden anzumerken, ja wir waren eben doch ein gute Team... Ich begegnete dem Blick des Mannes und er zog schließlich beides über den Tresen, stellte keine Fragen nicht einmal nach dem Ausweis fragte er. Gut für ihn...Ich schnappte die Kippen und die Flasche und verließ mit Lenny den Laden. "Die Typen dort werden auch immer dümmer oder bilde ich mir das nur ein?" fragte ich schließlich belustigt, steckte mir auch gleich eine Zigarette an. Ich zündete an und zog den Rauch tief in meine Lungen.
     
  16. Samanta

    Samanta Leseratte

    Veronica
    Nach einer längeren Zeit auf dem Klo,trat ich nach draußen,wo sich die anderen in Gruppen versammelt hatten.Zielstrebig lief ich auf einen riesen von Kerl zu,der gerade eine Packung Zigaretten aus seiner Tasche zog und sich eine zwischen die Mundwinkel klemmte.Sein Name war 'Boxer'.Den richtigen Namen kannte ich nicht und ich bezweifelte auch,dass ihn irgendwer wusste.Vielleicht nicht einmal Boxer selbst.Ich ging auf ihn zu und fragte:"Kann ich auch eine haben?"Er grinste und hielt mir die Packung hin.Ich nahm mir eine und sah ihn an."Hast du Feuer?"Er schüttelte den Kopf,zog einmal lässig an der Zigarette und sie entzündete sich wie von Geisterhand."Krass,wie hast du das gemacht?"Er lachte und sagte dann:"Geheimnis,Schätzchen."Dann wandte er sich ab und ging zu einem Trupp hinüber.Völlig fasziniert sah ich ihm hinterher und schüttelte den Kopf."Abgefahren",murmelte ich.Ich versuchte es auch,aber natürlich funktionierte es nicht.Ich musste noch herausfinden,wie er das gemacht hatte beschloss ich.Dann sah ich mich nach jemandem mit Feuer um und wurde fündig.Ein Mädchen,ungefähr in meinem Alter,zündete sich gerade ein an.Ich ging auf sie zu und sie steckte mir ohne,dass ich gefragt hatte meine Zigarette an.Schmunzelnd blieb ich neben ihr stehen und nahm einen tiefen Zug,bevor ich den Rauch wieder durch meine Nasenlöcher entweichen ließ.Wo Cooper abgeblieben war wusste ich nicht,aber er würde schon auftauchen,wenns losging.
     
  17. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Lenny

    "Dümmer oder klüger - Kommt auf die Sichtweise an." Ich zuckte mit den Schultern und angelte eine der beiden Zigarettenpackungen aus Collins Fingern, ließ sie in meiner Jackentasche verschwinden. Mit den geklauten waren das dann drei für mich und eine für ihn, nein, fair teilen war nicht so mein Ding. Nicht, wenn es um Kippen ging. "Sie kapieren langsam, dass sie besser daran tun, gar nicht erst den Mund aufzumachen. Wenn einer uns" - Und damit meinte ich nicht nur mich und meinen Bruder, sondern alle jungen Leute - "nichts verkauft, weil wir zu jung sind, gehen wir eben zu einem anderen und Mr. Moralapostel macht keinen Umsatz. Schlecht für ihn, uns egal. Also tun sie so, als würden sie nichts merken." Denn dass der gute Mann insgeheim durchaus gewusst hatte, dass selbst Cole, der Ältere, noch keine 21 war, stellte ich keine Sekunde in Frage; gefälschte Ausweise gab es mitlerweile ja auch schon fast an jeder Ecke. Abgewrackte Scheißgesellschaft.
    Natürlich, ohne Coles falsche Ausweis wäre es in den letzten Jahren oftmals ein Problem gewesen, an Zigaretten und Alkohol dranzukommen, und ich sollte froh sein, dass er ihn hatte. Dennoch störte er mich, und es störte mich, dass unsere Generation es überhaupt nötig hatte, zu solchen Mitteln zu greifen; es störte mich, dass wir rauchten und tranken, und dass die Welt uns dazu zwang, zu rauchen und zu trinken, um dieses Drecksleben irgendwie zu betäuben. Sogesehen, war es überhaupt unsere Schuld? Konnten wir etwas dafür, wie wir waren? Wurden wir nicht von außen dazu gemacht? Und dann beschwerten sie sich! Beschwerten sich über die "Jugend von heute", nachdem sie sie selbst geformt hatten, und verkrochen sich zum Schutz vor ihnen in ihren schicken großen Häusern, während wir in Bruchbuden verhungerten.
    "Wollen wir bis zur Party... Irgendwo..." Ich schob die Hände in die Jackentaschen, spielte mit den Fingern an der Zigarettenpackung herum. Was ich sagen wollte, war: Ich will nicht nach Hause.
     
  18. Obi-Wan

    Obi-Wan Giorraíonn beirt bóthar.

    Cole

    Ich hob eine Augenbraue und holte mir die eine Zigarettenpackung wieder zurück. "Apropos dümmer oder klüger...Du hast schon zwei," meinte ich. Im Gegensatz zu den Idioten im Laden, hatte ich bemerkt, dass er zwei mitgehen hatte lassen. Er versuchte es immer wieder, doch so leicht ließ ich mich von meinem kleinen Bruder nicht veräppeln. Ich kannte ihn eben und nickte dann bestätigend zu seinen ersten Worten. Ja vielleicht nahmen es die Leute einfach schon hin, ergaben sich ihren Schicksal, dass sie heute eben dran gewesen waren. Es war dennoch ein Konflikt in mir, ich wollte nicht stehlen müssen, aber was blieb mir denn anderes übrig, wenn das Geld von hinten und vorne nicht reichte? Von dem Lohn den ich durch meine Nebenjobs bekam, kaufte ich das was Lenny und ich zum überleben brauchten...nicht dass das wirklich ausreichen würde. Dann druckste er herum und fragte mich ob wir vor der Party irgendwo hin wollten...irgendwo hin, nur nicht Heim. Ich legte meinen Kopf schief, es war schon traurig, nur weil unsere "Erzeuger" den Arsch nicht hoch bekamen, mussten wir leiden. Es gab durchaus Tage, da wünschte ich mir die beiden wären schlichtweg Unfruchtbar gewesen, solche Menschen sollten einfach keine Kinder bekommen dürfen. Ich würde es anders machen...ja das redete ich mir ein. "Klar, gehen wir in den Park und köpfen die erste Flasche," antwortete ich, ich brauchte nicht zufragen was er genau meinte...denn ich wollte genauso wenig wie er Heim. Nur das Gesetzt band uns noch an unsere Eltern und all das flehen und betteln beim Jugendamt, war letztendlich nur in heiße Luft ausgeartet und Lenny und ich waren all die Jahre weiter in dieser Hölle sitzen geblieben...wobei ich Lenny immer beschützt hatte und eigentlich ich das meiste abgefangen hatte.
     
  19. Samanta

    Samanta Leseratte

    Veronica
    Genüsslich zog ich immer wieder an der Zigarette.Ich war nicht abhängig,aber immer mal eine Zigarette beruhigte meine Nerven ungemein.Ich würde heute auf der Party wohl zu eine der jüngeren zählen,aber für ein Mädchen war das nicht sonderlich schlimm.Meist waren die jüngeren Mädchen sowieso die interessanteren.Außerdem passte das gut zu meiner 'unschuldiges Mädchen' Masche.Ich war alles andere als unschuldig,aber das sah man mir auf den ersten Blick nicht an.Auf den ersten Blick war ich ein eher schüchternes Mädchen.Auf den zweiten Blick war ich alles andere als das,aber wenn ich erstmal einen Jungen um den Finger gewickelt hatte,dann brauchte ich mir eigentlich keine große Mühe mehr damit geben mein wahres Ich zu verstecken.Es würde noch eine Weile dauern,bis wir loszogen,denn Cooper und Brad hatten beschlossen,dass sie verschwinden wollten.Hoffentlich hatten diese Idioten mich nicht stehen lassen,aber eigentlich taten sie das nicht und ich sollte recht behalten.Eine halbe Stunde später tauchten sie wieder auf und stellten sich zu mir.Ich rauchte gerade meine zweite und eindeutig letzte Zigarette an diesem Abend - es sei denn man bot mir noch eine an - und grinste die beiden an.
     
  20. Zaii

    Zaii Happy Floating Bubbles!

    Ava

    Eine Party? Die Gruppe junger Menschen, der ich mich spontan angeschlossen hatte, erzählte davon und natürlich ließ es mir nicht nehmen, mitzukommen. Etwas Alkohol, vielleicht die Möglichkeit, ein bisschen Geld zu verdienen und wenn es gut läuft sogar ein Schlafplatz.
    Ich schwatzte mit den Leuten, hatte ich sie doch gerade erst vor dem Kiosk kennengelernt, als ich mir ein Bier gekauft hatte, über dieses und jenes, ohne mehr als meinen Vornamen zu verraten. Man lernte das auf der Straße. Fragte man in den richtigen Kreisen nach Ava, wusste jeder, wer gemeint war, doch außer meinem Aussehen konnte fast niemand etwas über mich sagen. So sollte es sein, so wollte ich es. Ging schließlich auch niemanden etwas an.
     

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