Biegung/stellung/anlehnug beibringen?

Dieses Thema im Forum "Reiten" wurde erstellt von Parole, 18 Nov. 2012.

  1. Parole

    Parole Aktives Mitglied

    Dank meiner neuen RB kommen mir immer 100 frage in den kopf weil ich nicht genau weiß was er kann ~.~ (und nein besitzerin fragen hilft da auch nicht xD )
    Also er ist 7 und geht kein bisschen mit anlehnung, ich kann ihn nicht stellen oder biegen. Dazu kommen mir jetzt 100 fragen wie z.b. wie bring ich nem Pferd stellung,biegung oder anlehnung bei. Oder bringt ich es überhaupt bei? Kommt iwan von selber?! Dann denk ich drüber nach was er von der ausbildungsskala kann und woran merk ich überhaupt was er davon kann?? also bis versammlung ist er DEFINITIV noch nicht xD
    hoffe mir kann wer dazu was sagen und bitte nicht kommen mit such dir ne reitlehrerin dazu fehlt mir momentan dank weihnachten geburtstagen ETC das geld aber nächstes jahr kommt eine xD
    LG
     
  2. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Klar kannst du ihm das "beibringen", so wie ein junges Pferd ja auch erst alles lernen muss.
    Geh die Skala der Ausbildung Schritt für Schritt durch, das baut ja aufeinander auf.

    Ob er taktrein geht, kannst du einfach "mitzählen". Die Fußfolge kennst du ja sicher. Halte ein dem Pferd angepasstes Grundtempo (gleichmäßiges Treiben) und fühl dich in die Bewegung des Pferdes rein, stell dir vor, wann er welchen Huf aufsetzt. Sag dir ruhig "1, 2, 3, 4" (Wäre jetzt das Beispiel Schritt) vor. Dann merkst du, ob er im zeitlichen Gleichmaß ist. Das Gleichmaß muss auch in Wendungen und bei Übergängen erhalten bleiben. Helfen bei Taktunreinheiten können viele Übergänge und Lösungsarbeit.

    Zeichen für Losgelassenheit ist allgemein Zufriedenheit des Pferdes. Guckt er entspannt, spielt er mit den Ohren? Schnaubt er zufrieden ab? Schwingt er im Rücken oder hält er sich da fest? Um das zu erkennen: pendelt der Schweif? Auch das Zügel-aus-der-Hand-Kauen lassen / Überstreichen kann dir, in der fortschreitenden Arbeitsphase, zur Überprüfung dienen. Auch hier gilt: Lösende Übungen (gegen Verspannungen), fließig, aber nicht gehetzt. Handwechsel, Übergänge. Ggf. Entwicklung von Vorwärtsbewegung ("Meinen" muss ich zB immer erstmal richtig im Trab vorwärtsschicken, sonst wird er gar nicht locker).

    So, und ehe ich jetzt weitermache, bitte Feedback - Hilft dir das überhaupt oder erzähle ich dir nur schon was, was du schon weißt ? :D
     
  3. Parole

    Parole Aktives Mitglied

    nein hilft mir enlich mal weiter, mehr davon! xDDDD
     
  4. RoBabeRo

    RoBabeRo Mama we all go to hell.

    Also Biegen und Stellen kannst du aufjeden fall vertiefen. Da hilft aber nur Arbeiten Arbeiten Arbeiten! Biegen und Stellen kommt aber auch nicht von heute auf morgen sondern du musst das Pferd täglich gymnastiezieren und eine Menge arbeiten. Du kannst ja eigentlich ja auch nicht jetzt urplötzlich vom PC weg und Spagat machen :p
    Ich habe bei meiner Stute auch das Problem, dass sie auf der einen Hand sich schwerer biegt als auf der anderen.

    DU musst erstmal wissen die Stellung ist die Basis der Biegung. Bevor du ein Pferd überhaupt richtig biegen kannst musst du es erst stellen können. Stellung heißt wenn der ganze Körper des Pferdes auf einer imaginären Linie gerade geht/steht bis auf den Hals samt Kopf der leicht nach innen/außen in die gewünschte Richtung gebogen ist. Meine Reitlehrerin sagte immer, das Pferd ist gestellt wenn du leicht die Wimpern und Nüstern siehst.
    Die Biegung ist wenn das ganze Pferd sich von der imaginären Linie biegt. Natürlich sind nicht alle Teile des Pferdes so flexibel das es sich 90° innerhalb des Körpers biegen kann, das können wir ja auch nicht überall, aber Kopf, Hals und Lenden/Hinterhand bereich sind flexibel. Wenn sie ein Pferd biegt, also aus der Stellung heraus die imaginäre Linie verlässt, kann/lernt es korrekt die Last auf die Hinterhand zunehmen. Also bewegst du das innere Hinterbein zur vermehrter Arbeit. Um ein Pferd zubiegen brauchst du Schenkel und Zügelhilfen. Auch Gewichtshilfen.
    HOW TO BIEG A HORSE: Die Biegung passiert aus der Stellung heraus, erst verlagerst du dein gewicht nach innen, um die Mittelpositur des Pferdes nach Außen zu drücken. Das innere Bein treibt durch und regt dadurch das innere Hinterbein zum vermehrten Untertreten an. Das äußere Bein liegt verwahrend hinter dem Gurt und verhindert so, dass die Hinterhand nach außen driftet. Der äußere Zügel hält eine feine Verbindung zum Pferdemaul und verhindert, dass der Hals zu weit nach innen kommt. Der innere Zügel ist lediglich dazu da, dass Pferd hin und wieder an die Stellung zu erinnern. Bis ein Pferd korrekt gebogen ist, sind also viele Hilfen und ein wenig zeit notwendig.
    So würde ich dir raten viele Volten, Kreise, Zirkel, Bögen wie möglich zureiten. Und gleich beim Schritt beim Aufwärmen anfangen. Wende die Hilfen dann auch an. Natürlich wird dein Pferd erst über die Schulter abhauen, aber wenn du viel übst und die Hilfen präzise und korrekt gibst sollte es das Problem langsam oder auch shcnell beheben.

    Anlehnung heißt ja eine konstante, elastische, weiche (Zügel)verbindung zwischen Hand und Pferdemaul. Anlehnung erreicht man normalerweise durch vorwärtsreiten mit einfühlsamen und sachtem Treiben. Du kannst Anlehnung durch Losgelassenheit verbessern/fördern. DAs Pferd soll sich aufrichten und an die Hand herantreten. Also wenn du merkst das dein Pony ans Gebiss will, leiste mit den Zügeln eine elastische Verbindung, alsogib ihm einen leichten Widerstand. Vergiss aber nicht Anlehnung ist kein Ziehen oder Reißen des Zügels!!! Wenn du eine korrekte Anlehnung willst darf dein Zügel nicht durchhängen oder springen! Schau auch das du nicht zu fest in der Hand wirst. Das kenne ich von vielen Leuten, die suchen so verbissen nach der Anlehnung dass sie den Perfekten Moment, also das Nachgeben des Pferdes verpassen.

    Aber dennoch ist eine gute Reitlehrerin nicht zu Umgehen, denn jedes Pferd ist individuell, und alle Tipps die wir dir hier geben können sich nicht individuell auf das Pferd beziehen sondern sind eher Allgemein infos. Alsoam besten würde ich mir jetzt so schnell wie möglich die Reitlehrerin anschaffen!!!

    Aber ich hoffe ich konnte dir helfen. Und falss du noch fragen hast, ich bin jederzeit per PN erreichbar :3
     
  5. Parole

    Parole Aktives Mitglied

    Ja da wäre dann das problem das mein wuchtiger Tinker keine schenkelhilfen kennt. -.- wie ich die dem jetzt beibringe muss ich mir auch noch überlegen (er ist western aber son riesen unterschied ist da am anfang nicht) wir üben grade wenn ichs bein links dranklopfe das er nach rechtsgeht ,weil er wurde bis jetzt nur naja mit am maul zerren "gelenkt" -.-
     
  6. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Gerne, freut mich, dass ich mein Wissen auch mal weitergeben kann :D
    Auch wenn RoBabeRo mir jetzt schon fast alles aus dem Mund genommen hat, was ich noch sagen wollte, hier noch eine Ergänzung meinerseits:

    Anlehnung, als 3. Punkt der Skala, kann erst entstehen, wenn das Pferd losgelassen ist. Dann lässt das Pferd sich fallen, sucht deinen Kontakt und es ist deine Aufgabe, eine stetige weiche Verbindung zu halten. Wie stand es so schön in meinem Lehrbuch: "Das Pferd sucht die Ablehnung, der Reiter gestattet sie". Treib ihn an das Gebiss ran. Die Anlehnung muss von Hinten kommen, nicht indem du rückwärts am Zügel ziehst. Zuviel Zügel kann sogar gegenteilig wirken, bis das Pferd sich im Extremfall irgendwann hinter die Senkrechte vor dem Ziehen flüchtet (Oder, wie meiner, sich auf dem Gebiss ausruht. Dann weiß ich auch, ich tue zu wenig). Beim Treiben hingegen aktivierst du gleichzeitig die Hinterhand und das Pferd nimmt da mehr Last auf.

    Du hattest mal gefragt, ob du wohl schon L-reif bist, nicht wahr?
    Nimm mir das bitte nicht übel, aber alles was ich dir gerade erzähle, musste ich für mein E lernen... :)
     
  7. Parole

    Parole Aktives Mitglied

    wer sagt denn das ich auf L bin? o_O xD
     
  8. RoBabeRo

    RoBabeRo Mama we all go to hell.

    Schenkelhilfen ist so ein Thema für sich. Den Schenkelhilfen lernt ein pferd schon beim Einreiten, bei deinem wurde aber wohl geschlampt. Ich habe meine Maus ja selbst eingeritten und ja da ist eine heidenarbeit dabei. Bei uns ist es schon ein Weilchen her aber naja da hilft nur regelmäßig und so oft wie möglich reiten und wirklich arbeiten nicht nur rumtüddeln. Da kommt schweißtreibende Arbeit auf dich zu. Aber dein Tinker kennt doch Treibhilfen? Dann arbeite erstmal mit denen, bring deinem Tierchen Tempounterschiede bei, Gewichtshilfen und korrekte Zügelhilfen, bis er versteht was du von ihm willst. Und auch bei den Schenkelhilfen einfach immerwieder probieren und machen, damit er sich drangewöhnt. Da hilft einfach nur Üben , Wiederholen Wiederholen Wiederholen, Üben,Üben,Üben...
     
  9. Parole

    Parole Aktives Mitglied

    ja die besi hat den selbst eingeritten und naja denk dir den rest xD also ich bin mit dem dran das ich dem beibringe nicht wenn ich einmal "anklopfe" mit den schenkel das er losrennt wie ein irrer -.- aber ist schon besser geworden. Am anfang muss ich einmal treiben und wum, galopp. und mein tinkerlein rennt gerne auch alles um was ihm im weg steht ,was besonders toll ist bei unserer instabilden plastikwackel platzumzäunung -.-* da geht der nämlich auch gern durch wenn man ihn icht wortwörtlich von wegreißt -.-***
     
  10. RoBabeRo

    RoBabeRo Mama we all go to hell.

    Ich könnte dir auch raten mal eiin wenig Bodenarbeit zumachen und ihm beispielsweise beizubringen an der Hand alle Gangarten zulaufen, und vorallem beizubringen nicht gegen Gegenstände zulaufen oder diese Umzurennen. (So ich gehe jetzt Sims spielen :D Haltet mich aber auf dme laufenden, und ich hoffe ich konnte soweit helfen^^)
     
  11. Leaenna

    Leaenna Killjoy

    Das warst doch du, die das gefragt hatte? :D
    Hab's gerade wiedergefunden :D

    Ist auch wie gesagt nicht böse gemeint oder so, und ich würde beurteilen, wie jemand reitet, ohne es gesehen zu haben. Vielleicht ist es lediglich die Theorie, die dir fehlt. Aber dann rate ich dir, auch mit Hintergedanken an den Stall, bei dem du dich bewerben möchtest, das nachzuholen. Schnapp dir ein Abzeichenlehrbuch und lies dir Wissen an. Das kommt hundertpro immer gut an, mal ganz davon abgesehen, dass es dich ja auch weiterbringt. :)
     
  12. Parole

    Parole Aktives Mitglied

    Ja sagen wir mal so ich kann was aus der L reiten, obs alles ist weiß ich nicht, ich hab keinerlei abzeichen weils in meiner umgebung nix gibt wo ich das machen könnte bis auf einen stall, aber das wäre in der schulzeit und fällt deshalb flach. Hab mir viel selbst beigebracht, was auch nach reitlehrer richtig immer war und wenn mal nicht wurds verbessert. Aber generell hier in meinem kaff findet man kaum nen reitlehrer mit nem Pferd wo man drauf reiten könnte ,wenn dann nur welche die 50€ die stunde nehmen ,die ich nicht habe oder mobile die zu meiner RB kommen würden, aber da ich englisch weiterkommen will wegen der ausbildungsstelle und meine RB western ist (was ich auch gut kann) und da es hier erstrecht keine ställe gibt wo ich pferdewirt mit dem westernreiten machen könnte (wo ich auch besser drin bin als englisch) bringts ja 0
     
  13. Bellatrix

    Bellatrix selten on

    hab mir jetzt nicht alles durchgelesen, aber meine neue RB ist auch ungefär so alt und hat ne ziemlich "schlechte" ausbildung. D.h. sie weiß was der Schenkel bedeutet und was die Zügeleinwirkungen bedeuten und schluss. Rückwärtsrichten im Sattel ist ihr z.B. kein begriff.
    Nimmst du Reitunterricht? Würde ich empfehlen bevor du da nur auf Grund von Tipps aus dem Internet anfängst was rumzuschustern. Der Reitlehrer kann sich auf dich und das pferd anpassen und sieht auch genau wenn du was falsch machst etc.
    im Grunde ist es aber ganz einfach, ohne Stellung und Biegung keine Anlehnung (Biegung ist nich unbedingt notwendig). Ich hoffe du weißt wie man ein Pferd richtig stellt und biegt. Am leichtesten fällt es den meißten Pferde auf gebogenen Linien nachzugeben (also am zügel zu gehen). Beide zügel müssen gleichmäßig (aber nicht zu fest) angenommen sein und düfen nicht "Schlabbern" oder gar "Springen" sonst kann sich das Pferd ja garnicht anlehnen.
    Würdest du dich an eine Wand lehnen die jeden moment weg springen kann? :D
    Und immer von hinten nach vorne Reiten, d.h. das Pferd "durchtreiben" (natürlich nicht ständig mit dem Schenkel klopfen^^)
    Immer mit dem innerem Zügel Spielen (annehmen nachgeben), der äußere hält die Verbindung und führt. Ich reite viel Zigel verkleinern und Volten da man die Biegung dabei sehr gut hervorrufen kann, auch bei Pferden die relativ steif sind (die werden dadurch locker). Aber genau kann dir das nur ein Reitlehrer zeigen und beibringen.
     

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